Ausgabe 2/04 - Vinzenz Gruppe

vinzenzgruppe.at

Ausgabe 2/04 - Vinzenz Gruppe

Ausgabe 02/2004 Juni

Thema

Werte

Projekt

Service

Blickpunkt

Bewegung in der Wiener

Krankenhaus-Szene:

Zwei starke Partner meistern

gemeinsam die Herausforderungen

im Gesundheitswesen.

Neuer Spitalsverbund

in Wien

Zwei Ordensträger rücken zusammen,

um die wirtschaftlichen und medizinischen

Kompetenzen zu bündeln.

Stolz ist man im neuen Spitalsverbund auch auf die Gynäkologie und

Geburtsabteilung des St. Josef-Krankenhauses. Mit etwa 1300 Geburten

jährlich hat St. Josef auch überregionale Bedeutung in Wien.

Seit 1. April 2004 gibt es einen

neuen Spitalsverbund von

Ordenskrankenhäusern. Die

Vinzenz Gruppe Wien vereint

unter gemeinsamer Führung

die Spitäler der Barmherzigen

Schwestern Wien-Gumpendorf,

das Orthopädische Spital

Speising und das St. Josef-

Krankenhaus. An der Vinzenz

Gruppe Wien hält die Vinzenz

Gruppe (früher St. Vinzenz

Holding) 74 % und die Kongregation

der Schwestern Salvatorianerinnen

26 % der Anteile.

„Fokus Qualität“

Zielsetzung des neuen Spitalsverbunds

ist, die wirtschaftlichen

und medizinischen Kompetenzen

zu bündeln, um damit

eine hochwertige Behandlung

für die Patientinnen und Patienten

zu gewährleisten.

Beweggründe

„Alleinstehende Krankenhäuser

werden es in Zukunft

schwer haben“, betont Dr.

Gerhard Knor, Geschäftsführer

des St. Josef-Krankenhauses.

„Erst in einem starken Spitalsverbund

können wir Synergien

nutzen und kostbares Wissen

um die Krankenhausführung

gemeinsam einsetzen. Die

Vinzenz Gruppe ist für uns der

ideale Partner, weil private und

innovative Führung mit Gemeinnützigkeit

und einer starken

christlichen Wertorientierung

verbunden werden." Nicht

umsonst zählen die Krankenhäuser

der Vinzenz Gruppe

seit Jahren zu den Pionieren

auch in wenig lukrativen Bereichen

wie der Palliativmedizin.

„In der Vinzenz Gruppe Wien

können wir unsere Kompetenzen

bündeln und die medizinische

Schwerpunktbildung

weiter forcieren“, so Dr. Michael

Heinisch, Geschäftsführer der

Vinzenz Gruppe und der neuen

Vinzenz Gruppe Wien.

Schwerpunkte ergänzen sich

Die Schwerpunkte der drei

Krankenhäuser ergänzen sich

ideal. Qualitäts-, Aus- und Fortbildungszirkel

verbessern den

Erfahrungsaustausch. Bei medizinischen

Spitzenleistungen

wird man in Zukunft Absprachen

treffen und Großgeräte

gemeinsam nutzen. „Es ist

nicht sinnvoll, sämtliche

Spitzenleistungen in jedem

Krankenhaus zu erbringen“, so

Prim. Univ.-Prof. Dr. Paul

Aiginger, Ärztlicher Direktor des

St. Josef-Krankenhauses.

Thema

Vinzenz Gruppe Wien

Zahlen & Fakten:

Gründung:

1. April 2004

Anteile:

74 % Vinzenz Gruppe

26 % Schwestern

Salvatorianerinnen

Zur Vinzenz Gruppe Wien

gehören:

KH der Barmherzigen

Schwestern Wien-

Gumpendorf, Orthopädisches

Spital Speising,

St. Josef-Krankenhaus

Geschäftsführung:

Dr. Michael Heinisch

Mitarbeiter: 1.180

Betten: 650

Abteilungen: 21

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Thema

Werte

Projekt

Service

Blickpunkt

Moderne Medizin im Dienst des

ganzen Menschen:

Leitsatz und zugleich Auftrag der

Arbeit im St. Josef-Krankenhaus.

Interview mit

Sr. Carmen Maria SDS

Seit 1.1. 2000 leitet die Steirerin gemeinsam

mit Dr. Gerhard Knor die Geschäftsführung

im St. Josef-Krankenhaus.

Das eingespielte Team der Kollegialen Führung im St. Josef-

Krankenhaus: Univ.-Prof. Dr. Paul Aiginger (Ärztlicher Direktor), Sr.

Carmen Maria Weiß SDS (Pflegedirektorin und Geschäftsführerin)

und Dr. Gerhard Knor (Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer)

mittendrin:

Eine herrliche Architektur und

ein wunderschönes Ambiente

in einem grünen Park sind der

erste Eindruck Ihres Hauses.

Wo liegen Ihre medizinischen

Schwerpunkte

Sr. Carmen Maria:

Das in Hietzing befindliche St.

Josef-Krankenhaus feiert

nächstes Jahr bereits sein

75jähriges Bestehen. Es ist ein

allgemein öffentliches Krankenhaus

und verfügt über Abteilungen

der Inneren Medizin

(steigende Anzahl von Krebspatienten,

die interdisziplinär

behandelt werden), der Chirurgie

mit einem Zentrum für

Bauchwandchirurgie und der

Anästhesie und Intensivmedizin.

Die Gynäkologie mit der

Geburtshilfe erfreut sich eines

stetig ansteigenden Zuspruchs.

Mit rund 1.300 Geburten pro

Jahr haben wir die sechstgrößte

Abteilung in Wien bzw.

die größte in privater Trägerschaft.

mittendrin:

Das Heil des Menschen ist Ihr

Anliegen. Wie drückt sich das

im Krankenhaus-Alltag aus

Sr. Carmen Maria:

Unsere Sorge gilt dem Heil des

ganzen Menschen. Wir achten

auf seine Würde unabhängig

der Herkunft und Religion.

Leben zu vermitteln ist unser

Ordens- und Sendungsauftrag,

der unser tägliches Tun leitet.

mittendrin:

Die Vinzenz Gruppe Wien stellt

einen großen Meilenstein in

der Ordenslandschaft Wien

dar. Was waren die Beweggründe

Sr. Carmen Maria:

Es ist uns ein besonderes

Anliegen, durch ein gemeinsames

Auftreten und Wirken

noch besser unsere Arbeit im

Dienste der Patientinnen und

Patienten wahrnehmen zu

können. Bereits in guten Zeiten

wollten wir die Weichen mit

einem für uns passenden

Partner für eine erfolgreiche

weitere Zukunft unseres Krankenhauses

legen.

mittendrin:

Haben die Schwestern der

Salvatorianerinnen auch ganz

konkrete Erwartungen in die

Zusammenarbeit

Sr. Carmen Maria:

Auf das voneinander Lernen

und dadurch einander

gegenseitig zu bereichern,

freuen wir uns sehr.

Wir danken für das Gespräch

und freuen uns auf die

Zusammenarbeit.

Mag. Gabriela Neumaier

Blickpunkt

St. Josef-Krankenhaus

In der Zwischenkriegszeit

erwarb der Orden der Salvatorianerinnen

das frühere

Sanatorium Hacking. Am

19. Oktober 1930 wurde

das Krankenhaus mit einer

Internen und einer Chirurgischen

Abteilung eröffnet.

1936 erfolgte die erste

Erweiterung und die Eröffnung

der Gynäkologischen

Abteilung.

In den Kriegsjahren wurde

das Krankenhaus zeitweise

als Lazarett verwendet.

Nach mehreren Zubauten

und Erweiterungen wurde

die Generalsanierung 1994

abgeschlossen.

312 Mitarbeiter, davon noch

ca. 30 Ordensschwestern

164 Betten

Die Schwestern Salvatorianerinnen

Die weltweite Organisation

zählt derzeit etwa 1.200 Salvatorianerinnen,

die in Europa,

Nord- und Südamerika, Asien

und Afrika durch ihr Leben

anderen Menschen heilend

begegnen wollen. Sie widmen

sich unter anderem unterernährten

Kindern im Kongo,

setzen sich für die Rechte von

unterdrückten Frauen in Indien

und der landlosen Bauern in

Brasilien ein.

Die Unternehmenskultur salvatorianischer

Einrichtungen

(Krankenhäuser, Wohn- und

Pflegeheime, Schulen und

Kindergärten) ist geprägt von

der „Liebe zum Leben, das von

Gott geschenkt ist“. Dieser

Gedanke schützt die Menschen,

wahrt ihre Würde, von

der Entstehung des Lebens bis

zum Tod und ehrt auch die

Schwachen und Kranken.

Sr. Patricia Erber

SDS-Provinzleiterin

Weiterführende Informationen

unter: www.sds-austria.at

Abteilungen

Innere Medizin

Chirurgie

Gynäkologie und

Geburtshilfe

Anästhesie und

Intensivmedizin

Zusätzliche Fachbereiche

Labordiagnostik

Radiologie

Physikalische Medizin

Psychotherapie und

Klinische Psychologie

SDS-Gesundheitszentrum:

Auhofstr. 189, 1130 Wien

www.khstjosef.at

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Thema

Werte

Projekt

Service

Blickpunkt

Krankenhäuser haben mit Menschen

zu tun.

Der Vinzenz Gruppe ist wichtig zu

wissen, wo die Bedürfnisse liegen.

10.000 Rückmeldungen

der Patienten jährlich

Befragungen machen es erst möglich,

Wünsche zu berücksichtigen und für

Wohlbefinden zu sorgen.

Viele Patienten nützen die Möglichkeit, Feedback zu geben.

Standards bei der Patientenbefragung

in den Krankenhäusern

der Vinzenz Gruppe

stellen hohe Qualität sicher

und gewährleisten abteilungsund

häuserübergreifende

Vergleiche.

„Best practice

bringt

Kostenreduktion“

Seit Jahren werden Befragungen

von Patientinnen und

Patienten in unseren Krankenhäusern

durchgeführt. Jetzt

folgen sie einem neuen und in

Inhalt und Methodik weiterentwickelten

Fragebogen.

Die der Vinzenz Gruppe zugrundeliegenden

Werte spiegeln

sich auch in den Fragebögen

für stationäre und

ambulante Aufenthalte wider.

Das standardisierte Instrument

erleichtert die Implementierung

und ermöglicht die rasche

Dateneingabe, Analyse und

Auswertung.

Rückkoppelung bis

auf Abteilungsebene

In jedem Krankenhaus der Vinzenz

Gruppe werden jährlich

zwei Mal Patientenbefragungen

durchgeführt. Die Fragebögen

werden den Patientinnen

und Patienten während

ihres Aufenthalts (ambulant

oder stationär) persönlich

übergeben. Sie können diesen

direkt im Krankenhaus in einer

dafür vorgesehenen Fragebogen-Box

abgeben oder in gewohnter

Umgebung zu Hause

ausfüllen und per Post aufgeben.

Mit der Datenanalyse wurde

ein renommiertes Linzer

Marktforschungsunternehmen

beauftragt. Die Auswertungsmöglichkeiten

gehen bis auf

Stations- und Fachabteilungsebene.

10.000 Fragebögengilt

es jährlich auszuwerten

und zu kommentieren. Die Ergebnisse

werden den Krankenhaus-Vorständen

präsentiert

und danach mit den Abteilungsleitern

besprochen. So

schließt sich die Feedback-

Schleife und die Wünsche und

Anregungen unserer Patientinnen

und Patienten gehen in

unsere Arbeit ein.

Dem Team nochmals ein herzliches

Dankeschön für die

engagierte Projektarbeit. Viel

Erfolg bei der Umsetzung.

DI Gerhard Pscheider, MBA

Corporate Design Projekt abgeschlossen

Projekt

1996 wurden bereits im KH

der Barmherzigen Schwestern

Linz erste Fragebögen

zur Patientenbefragung

erstellt. Alle weiteren Krankenhäuser

der Vinzenz

Gruppe übernahmen diese

und adaptierten die Instrumente.

2004 erfolgte durch ein

vierköpfiges Projektteam

eine wissenschaftlich

fundierte Weiterentwicklung

der Instrumente.

Relevante Inhalte wurden

adaptiert und Implementierungsrichtlinien

erarbeitet.

Qualitätsmanager Roman

Bachinger, DGKP (Ried)

Beate Arzberger, DGKS

(Wien-Gumpendorf), Pflegedirektorin

Elfriede

Lampel (Speising),

Qualitätsmanagerin Mag.

Schristine Schubert,

Projektleiterin (Linz)

Nach 7-monatiger gemeinsamer

Entwicklungsarbeit mit den

Verantwortlichen der Vinzenz

Gruppe wurden im April 2004

den PR-Verantwortlichen der

Krankenhäuser druckfrisch die

neuen CD-Manuals überreicht.

Die besondere Herausforderung

in diesem Entwicklungsprozess

lag darin, ein Erscheinungsbild

zu schaffen, welches

Gemeinsamkeiten und

Zugehörigkeiten zur Vinzenz

Gruppe vermittelt und dem

jeweiligen Krankenhaus seinen

regionalen Spielraum freilässt.

Der neue Auftritt ist unser

neuer visueller Begleiter Tag

für Tag.

Weitere Details zur Umstellung

und Implementierung finden

Sie unter: http://Ints01 “Infos

zur Vinzenz Gruppe”.

Mag. Gabriela Neumaier (Vinzenz

Gruppe) und Mag. Angelika Sery-

Froschauer (Sery Werbeagentur)

führten erfolgreich durch das

umfassende Projekt.

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Thema

Werte

Projekt

Service

Blickpunkt

Concordia Rumänien:

Ein außergewöhnliches Sozialprojekt

hilft Kindern “wieder auf die

Beine”. Mehr darüber unter

www.concordia.co.at

Wer ein Leben rettet,

rettet die ganze Welt

Seit 13 Jahren engagiert sich Pater

Georg Sporschill in Rumänien, um

Straßenkindern zu helfen.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu Besuch bei Concordia in Rumänien.

Vom Orden erhielt der Jesuitenpater

1991 den Auftrag,

nach Bukarest zu gehen. Aus

sechs Monaten wurden viele

Jahre. „Heute kann ich von fast

fünfhundert Kindern sagen, sie

sind meine Kinder,“ erzählt Pater

Sporschill SJ über sein Sozialprojekt

Concordia. Die Kinder

kommen aus überforderten

und zerrütteten Familien, sind

Kinder von Straßenkindern

oder reißen aus Heimen aus.

Pater Georg Sporschill mit seinen

Schützlingen

Sie sind Kinder der Armut.

In den Concordia Einrichtungen

(Sozialzentren, Kinderhäuser,

Lehrwerkstätten und

Wohngemeinschaften) finden

sie Halt und eine Aufgabe. Es

ist allerdings ein langer Weg,

bis ein Straßenkind zum

Hoffnungskind wird.

Seit vielen Jahren besteht

zwischen Pater Sporschill und

der Kongregation der Barmherzigen

Schwestern vom hl.

Vinzenz von Paul eine enge

Verbundenheit. Die partnerschaftliche

Beziehung ist auch

impulsgebend für das Werteverständnis

der Vinzenz Gruppe.

Service

Terminaviso:

12./ 13. November 2004

3. St. Vinzenz Orthopädietag,

Technisches Museum,

Wien

Finanzströme fest im Griff

Neuer Finanzchef bei den Barmherzigen Schwestern Linz:

Ein Top-Mann an der richtigen Position und im richtigen Team!

MMag. Walter Kneidinger kümmert

sich um die Finanzen.

Intensiv wurde in einer österreichweiten

Ausschreibung ein

Finanzvorstand für das Linzer

Krankenhaus der Barmherzigen

Schwestern gesucht.

Aus dem Hearing ging ein

Kandidat, der dem Haus gar

nicht so unbekannt war, ganz

klar hervor. Der 37jährige

Doppel-Magister Walter

Kneidinger bestach durch sein

umfangreiches Fach-Know-

How und seine Persönlichkeit.

Herzlichen Glückwunsch.

„Des einen Freud ist aber auch

des anderen Leid“. Um einen

neuen Zentralbereichsleiter

Finanzen muss sich nun

allerdings die Vinzenz Gruppe

umschauen.

Impressum:

Herausgeber:

Vinzenz Gruppe

Krankenhausbeteiligungsund

Management GmbH,

Wien

Redaktion und

Organisation:

Mag. Gabriela Neumaier,

Marketing & Kommunikation

Vinzenz Gruppe

Grafik:

SERY*Werbeagentur,

Leonding

Druck:

Salzkammergut-Media

Gmunden

Neues im world wide web

www.vinzenzgruppe.at

Auch die Website wurde im

Rahmen des CD-Relaunches

neu aufgesetzt. Besonderes

Highlight ist der Presseservice.

Mit einem Mausklick stehen

alle aktuellen Presseinformationen

der Vinzenz Gruppe und

ihrer Krankenhäuser, ein umfangreiches

Bildarchiv und die

Ansprechpartner zur Verfügung.

www.kulinario.at

Informativ und gleichsam

unterhaltsam bietet diese neue

Website kulinarische Einblicke

in die Welt der größten Gemeinschafts-

und Cateringküche

Oberösterreichs.

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