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Strukturierter Qualitätsbericht - KTQ

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Strukturierter Qualitätsbericht

für das

Berichtsjahr 2008

gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V

für das

Universitätsklinikum Münster

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 1


Impressum

Impressum

Herausgeber: Universitätsklinikum Münster

Verantwortlich für die Erstellung des Qualitätsberichts:

Dr. med. Beate Wolter

Leiterin Zentrales Qualitäts- und Risikomanagement,

Geschäftsbereich Medizinisches Management

Telefon: 0251 83-52028

Fax: 0251 83-52019

E-Mail: Beate.Wolter@ukmuenster.de

Die Krankenhausleitung, vertreten durch Prof. Dr. med. Norbert Roeder, ist verantwortlich für

die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im Qualitätsbericht.

2 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


Vorwort

Vorwort

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

sehr geehrte Angehörige, liebe Fachkollegen,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen hiermit den Qualitätsbericht des Universitätsklinikums Münster (UKM) für

das Jahr 2008 vorlegen zu können. Mit diesem Bericht veröffentlicht das Universitätsklinikum

Münster seinen fünften medizinischen Qualitätsbericht seit 2004, der die Leistungen des Klinikums

unter besonderer Berücksichtigung des universitären Leistungsspektrums darstellt. Der

Bericht vermittelt Ihnen einen Überblick über das breite Spektrum der Leistungsangebote an

unserem Universitätsklinikum und bietet Ihnen eine Orientierungshilfe. Sie finden hier eine

Darstellung der Kliniken und Institute mit ihren jeweiligen Angeboten sowie ihren Ansprechpartnern.

Trotz finanziellem Druck und veränderten Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ist es

uns sehr wichtig, eine hohe Versorgungsqualität aufrecht zu erhalten. Qualität im

Leistungsangebot und Qualität in der Versorgung werden aller Voraussicht nach zunehmend

das Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines Krankenhauses sein. Für Sie als Patient

bzw. Sie als einweisenden Arzt, wird es immer wichtiger, das Krankenhaus nach qualitativen

Gesichtspunkten auszuwählen. Der Qualitätsbericht bietet eine Möglichkeit für diese Auswahl

wichtige Informationen über ein Krankenhaus zu erhalten.

An einem Universitätsklinikum ist der Anteil der Patienten, die schwer krank sind oder ein komplexes

oder seltenes Krankheitsbild aufweisen, sehr hoch. Gerade diese Patienten profitieren

von den besonderen Möglichkeiten eines Universitätsklinikums bei der Suche nach Hilfe und

Heilung.

Die Qualität der Untersuchung und Behandlung von Patienten unterliegt bei uns einem ständigen

Verbesserungsprozess. Dies ist der Anspruch, dem wir uns verpflichtet fühlen. Forschung

ist die Basis des Fortschritts und der Weiterentwicklung in der Medizin. Im Bereich der Forschung

nimmt das Universitätsklinikum Münster einen herausragenden Platz ein. Durch intensive

Forschungstätigkeiten und die Entwicklung und Anwendung neuer Untersuchungs- und

Behandlungsverfahren beteiligen wir uns als Universitätsklinikum an der stetigen Verbesserung

der medizinischen Versorgung.

Ein Weg, den hohen Anforderungen, die wir an die Qualität unserer Leistungen stellen, gerecht

zu werden, ist die Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 3


Vorwort

Qualitätsmanagement als Management- und Steuerungsinstrument umfasst alle Tätigkeiten, die

sich mit der Planung, Kontrolle, Sicherung und Verbesserung von Qualität beschäftigen. Ziel

von Qualitätsmanagement ist es, die Leistungen des Gesamtsystems auf ein höheres Qualitätsniveau

zu versetzen. Qualitätsmanagement zielt aber nicht nur auf die fortwährende

Verbesserung der Qualität medizinischer Leistungen ab, sondern auch auf die Bereitstellung

von Daten und Argumenten, die eine sinnvolle Verteilung der begrenzten finanziellen

Ressourcen im Krankenhaus zum Wohle der Patienten ermöglichen.

Im Rahmen des Veränderungsprozesses erfolgt eine Überprüfung und Reorganisation aller

Prozesse. Die Standardisierung von Prozessen bei der Erbringung häufiger Leistungen sichert

die Qualität und verbessert langfristig die Kostenstruktur.

Wir sind stolz darauf, Ihnen am Universitätsklinikum Münster individuell auf die Erfordernisse

unserer Patientinnen und Patienten abgestimmte Spitzenmedizin mit einer Vielfalt von z. T.

hoch spezialisierten Behandlungs- und Untersuchungsmethoden anbieten zu können, in die die

neuesten Erkenntnisse der Forschung einfließen. Zum Wohle unserer Patienten arbeiten

hochkompetente Mitarbeiter der verschiedensten Fachrichtungen und Berufsgruppen intensiv

zusammen.

Damit sich unsere Patienten trotz der manchmal verwirrenden Größe und Komplexität eines

Universitätsklinikums gut aufgehoben fühlen, legen wir großen Wert auf Patientenfreundlichkeit

und einen guten Service. Es ist uns wichtig, neben der guten medizinischen Versorgung ein

Umfeld zu schaffen, in dem unsere Patientinnen und Patienten menschliche Nähe und Zuwendung

erfahren.

Dabei sind wir dankbar für Ihre Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge. Sie helfen uns

damit, so gut wie möglich auf Ihre Bedürfnisse als Patient, Angehöriger, Einweiser oder anderer

Partner im Gesundheitswesen einzugehen.

Bitte scheuen Sie sich nicht, diesbezüglich auch mich als Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums

Münster direkt anzusprechen.

Prof. Dr. med. Norbert Roeder

Ärztlicher Direktor

4 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht

Impressum ................................................................................................................................. 2

Vorwort ....................................................................................................................................... 3

Inhaltsübersicht .......................................................................................................................... 5

A Struktur und Leistungsdaten des Krankenhauses ....................................................... 8

A-1 Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses .................................................................. 8

A-2 Institutionskennzeichen des Krankenhauses ..................................................................... 8

A-3 Standortnummer ............................................................................................................... 8

A-4 Name und Art des Krankenhausträgers ............................................................................. 8

A-5 Akademisches Lehrkrankenhaus ....................................................................................... 8

A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses ........................................................................ 8

A-7 Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie .................................................. 14

A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des UKM ................................ 15

A-9 Fachabteilungsübergreifende medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des UKM .... 20

A-10 Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote des UKM ............................................. 21

A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses ...................................................................... 23

A-12 Anzahl der Betten im Krankenhaus nach §108/109 SGB V ............................................. 27

A-13 Fallzahlen des Krankenhauses........................................................................................ 28

A-14 Personal des Krankenhauses .......................................................................................... 28

B Struktur- und Leistungsdaten der Organisationseinheiten/Fachabteilungen ........... 29

B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin ........................... 29

B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde .......................................................................... 40

B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ................................................. 54

B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern ....................... 67

B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ............................................... 75

B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ............................................. 92

B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten ........................................................................ 104

B-8 Institut für Hygiene ........................................................................................................ 115

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 5


Inhaltsübersicht

B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie) ................................ 122

B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten) .............................................................................................. 133

B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie) .................................. 146

B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten) ................................................................................................. 162

B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie ........................................................................................ 178

B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie ................... 188

B-15 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Hämatologie und

Onkologie ...................................................................................................................... 211

B-16 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Kardiologie .............. 225

B-17 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und

Psychotherapie ............................................................................................................. 235

B-18 Abteilung für Kinder- und Neugeborenenchirurgie ......................................................... 246

B-19 Centrum für Laboratoriumsmedizin ............................................................................... 257

B-20 Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ........................................ 264

B-21 Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie ........................................................................... 277

B-22 Klinik und Poliklinik für Neurologie ................................................................................. 288

B-23 Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin ......................................................................... 300

B-24 Klinik und Poliklinik für Allgemeine Orthopädie und Tumororthopädie ........................... 311

B-25 Klinik und Poliklinik für Technische Orthopädie und Rehabilitation ................................ 323

B-26 Poliklinik für Parodontologie .......................................................................................... 335

B-27 Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie .................................................... 342

B-28 Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie ................................................ 355

B-29 Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie .......................................... 367

B-30 Institut für Klinische Radiologie...................................................................................... 376

B-31 Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie ....................................................... 387

B-32 Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie - Radioonkologie ............................................ 395

B-33 Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ............................................ 407

B-34 Institut für Transfusionsmedizin und Transplantationsimmunologie ............................... 420

6 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


Inhaltsübersicht

B-35 Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie ........................ 430

B-36 Klinik und Poliklinik für Urologie ..................................................................................... 445

B-37 Poliklinik für Zahnerhaltung ........................................................................................... 458

B-38 Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde .............................................. 464

C Qualitätssicherung ...................................................................................................... 472

C-2 Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht gemäß §112 SGB V .............................. 472

C-3 Qualitätssicherung bei Teilnahme an Disease-Management-Programmen (DMP) nach §

137f SGB V ................................................................................................................... 472

C-4 Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen vergleichenden Qualitätssicherung .... 473

C-5 Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung nach § 137 SGB V ................................. 473

C-6 Umsetzung von Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses zur

Qualitätssicherung nach § 137 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V

(„Strukturqualitätsvereinbarung“) ................................................................................... 475

D Qualitätsmanagement ................................................................................................. 476

D-1 Qualitätspolitik ............................................................................................................... 476

D-2 Qualitätsziele ................................................................................................................. 477

D-3 Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements .............................................. 479

D-4 Instrumente des Qualitätsmanagements ....................................................................... 479

D-5 Qualitätsmanagement-Projekte ..................................................................................... 486

D-6 Bewertung des Qualitätsmanagements ......................................................................... 492

Danksagung ........................................................................................................................... 493

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 7


A-1 Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses

A Struktur und Leistungsdaten des

Krankenhauses

A-1 Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses

Universitätsklinikum Münster

Domagkstr. 5

48149 Münster

Telefon: 0251 83-0

Fax: 0251 83-56960

E-Mail: verwaltung@ukmuenster.de

Internet: www.klinikum.uni-muenster.de

A-2 Institutionskennzeichen des Krankenhauses

260550131

A-3 Standortnummer

entfällt

A-4 Name und Art des Krankenhausträgers

Name: Land Nordrhein-Westfalen

Art: Anstalt des öffentlichen Rechts

A-5 Akademisches Lehrkrankenhaus

Lehrkrankenhaus: Nein

A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses

Das Universitätsklinikum Münster ist seit 2001 eine Anstalt öffentlichen Rechts.

Leitungsgremien des Universitätsklinikums sind der Vorstand und der Aufsichtsrat. Dem

Vorstand obliegt die Leitung des Universitätsklinikum. Der Aufsichtsrat legt die betrieblichen

Ziele fest und überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes. Der Aufsichtsrat besteht aus

Vertreterinnen und Vertretern des Wissenschafts- und Finanzministeriums NRW, der Rektorin

8 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses

und dem Kanzler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, externen Sachverständigen

aus den Bereichen Wirtschaft und Medizinische Wissenschaft sowie Personalvertretern.

Mitglieder des Vorstandes sind:

Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Norbert Roeder

Kaufmännischer Direktor: Dr. rer. pol. Christoph Hoppenheit

Pflegedirektor: Michael Rentmeister

Dekan der medizinischen Fakultät: Prof. Dr. med. Volker Arolt (bis 15.12.2008);

ab 16.12.2008: Prof. Dr. Wilhelm Schmitz

Stellvertretender Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Hermann-Joseph Pavenstädt

Vorstandsvorsitzender ist der Ärztliche Direktor.

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) gehört mit rund 1.300 Betten zu den großen deutschen

Krankenhäusern der Maximalversorgung. Die vernetzte Zusammenarbeit aller Kliniken und Forschungseinrichtungen,

eine moderne medizinisch-technische Ausstattung und hoch motivierte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen eine stetige Verbesserung von Therapien und

Heilungschancen für Patientinnen und Patienten, die nicht nur aus der Region, sondern aus

ganz Deutschland und dem Ausland nach Münster kommen. Auch als Ausbildungsstätte für

angehende Ärzte und Wissenschaftler genießt die Medizinische Fakultät internationalen Ruf.

Die 33 Kliniken und Polikliniken des UKM arbeiten mit der Medizinischen Fakultät Hand in Hand

zum Wohl der Patienten. Alle Einrichtungen zusammen zählen mehr als 7.450 Beschäftigte.

Gemeinsam sichern sie das breite Leistungsspektrum und die hohe Versorgungsqualität.

In die Behandlung der Patienten fließen die neuesten Erkenntnisse aus 30 Forschungsinstituten

der Medizinischen Fakultät und weiteren Forschungseinrichtungen ein.

Weitere Informationen: http://www.klinikum.uni-muenster.de

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 9


A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses

Organigramm der Verwaltung des UKM

Kliniken, Polikliniken, Institute der Patientenversorgung und Forschungsinstitute des UKM

Anatomie

Institut für Anatomie

Kliniken, Polikliniken, Institute Direktor/in, Leiter/in

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative

Intensivmedizin

Augenheilkunde

Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Bioinformatik

Institut für Bioinformatik

Biomagnetismus und Biosignalanalyse

Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse

Chirurgie

Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Univ.-Prof. Dr. med. Markus Missler

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c.

Hugo Van Aken, FRCA, FANZCA

Univ.-Prof. Dr. med. Holger Busse

Univ.-Prof. Dr. rer. nat.

Wojciech Makalowski

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christo Pantev

Univ.-Prof. Dr. med.

Norbert Senninger, FACS

10 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses

Kliniken, Polikliniken, Institute Direktor/in, Leiter/in

Epidemiologie und Sozialmedizin

Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin

Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

Experimentelle Epilepsieforschung

Institut für Experimentelle Epilepsieforschung

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Gefäßchirurgie

Centrum für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Hautklinik

Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten –

Allgemeine Dermatologie und Venerologie

Humangenetik

Institut für Humangenetik

Hygiene

Institut für Hygiene

Immunologie

Institut für Immunologie

Infektiologie

Institut für Infektiologie

Innere Medizin A (Hämatologie und Onkologie)

Medizinische Klinik und Poliklinik A

Innere Medizin B (Allg. Innere Medizin sowie

Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten)

Medizinische Klinik und Poliklinik B

Innere Medizin C (Kardiologie und Angiologie) Medizinische

Klinik und Poliklinik C

Innere Medizin D (Allg. Innere Medizin sowie Nieren-

und Hochdruckkrankheiten)

Medizinische Klinik und Poliklinik D

Univ.-Prof. Dr. med. Ulrich Keil

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil.

Peter Hucklenbroich

Univ.-Prof. Dr. rer. nat.

Hans-Christian Pape

Univ.-Prof. Dr. med. Ludwig Kiesel

Univ.-Prof. Dr. med. Giovanni Torsello

Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Stoll

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas A. Luger

Univ.-Prof. Dr. med. Peter Wieacker

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Helge Karch

Univ.-Prof. Dr. med. Johannes Roth

Univ.-Prof. Dipl.-Chemiker

Dr. rer. nat. M. Alexander Schmidt

Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang E. Berdel

Kommissarische Leiter:

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult.

Wolfram Domschke, Bereich Krankenversorgung;

Prof. Dr. med. Karin Hengst,

Bereich Forschung und Lehre

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c.

Günter Breithardt

Univ.-Prof. Dr. med.

Hermann-Joseph Pavenstädt

Kieferorthopädie Univ.-Prof. Dr. med. dent. Ariane Hohoff

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 11


A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses

Kliniken, Polikliniken, Institute Direktor/in, Leiter/in

Poliklinik für Kieferorthopädie

Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

- Allgemeine Pädiatrie -

Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie

und Onkologie

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

- Pädiatrische Hämatologie und Onkologie -

Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Kardiologie

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

- Pädiatrische Kardiologie -

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und

Psychotherapie

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Psychosomatik und Psychotherapie

Kinder- und Neugeborenenchirurgie

Abteilung für Kinder- und Neugeborenenchirurgie

Klinische und Experimentelle

Transplantationshepatologie

Komm. Leiter:

Univ.-Prof. Dr. med. Erik Harms, Bereich

Krankenversorgung/Lehre; Prof. Dr. med.

Dirk Föll, Bereich Forschung

Univ.-Prof. Dr. med. Heribert Jürgens

Univ.-Prof. Dr. med. Johannes Vogt

Univ.-Prof. Dr. med. Tilman Fürniss

Leitende Ärztin: Dr. med. Kerstin Lohse

Leiter: Univ.-Prof. Dr. med.

Hartmut H.-J. Schmidt

Klinische Andrologie Chefärztin: Prof. Dr. med. Sabine Kliesch

Knochenmarktransplantationszentrum

Laboratoriumsmedizin

Centrum für Laboratoriumsmedizin

Medizinische Biochemie

Institut für Medizinische Biochemie

Medizinische Informatik und Biomathematik

Institut für Medizinische Informatik und Biomathematik

Mikrobiologie

Institut für Medizinische Mikrobiologie

Medizinische Physik und Biophysik

Institut für Medizinische Physik und Biophysik

Medizinische Psychologie

Institut für Medizinische Psychologie

Leiter: Univ.-Prof. Dr. med.

Wolfgang E.Berdel, Univ.-Prof. Dr. med.

Heribert Jürgens

Leiter:

Dr. med. Bernhard Schlüter,

Dr. med. Michael Erren,

Prof. Dr. med. Jerzy-Roch Nofer

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Volker Gerke

Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Wolfgang Köpcke

Univ.-Prof. Dr. med. Georg Peters

Univ.-Prof. Dr. rer. nat.

Rudolf Reichelt

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil.

Dipl.-Psychologe Fritz A. Muthny

Mund- und Kiefer-Gesichtschirurgie Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Dr. h. c.

12 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-6 Organisationsstruktur des Krankenhauses

Kliniken, Polikliniken, Institute Direktor/in, Leiter/in

Klinik und Poliklinik für Mund- und Kiefer-

Gesichtschirurgie

Neurochirurgie

Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie

Neurologie

Klinik und Poliklinik für Neurologie

Neuropathologie

Institut für Neuropathologie

Nuklearmedizin

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Orthopädie - Allgemeine Orthopädie

Klinik und Poliklinik für Allgemeine Orthopädie

Orthopädie – Bereich für Kinderorthopädie,

Deformitätenrekonstruktion und Fußchirurgie

Orthopädie - Technische Orthopädie

Klinik und Poliklinik für Technische Orthopädie

und Rehabilitation

Paradontologie

Poliklinik für Parodontologie

Pathologie

Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie

Pharmakologie und Toxikologie

Institut für Pharmakologie und Toxikologie

Phoniatrie und Pädaudiologie

Klinik und Poliklinik für Phoniatrie und Pädaudiologie

Ph ys io logie I (Neurophysiologie)

Institut für Physiologie I

Physiologie II (Vegetative Physiologie)

Institut für Physiologie II

Physiologische Chemie und Pathobiochemie

Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie

Psychiatrie und Psychotherapie

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Psychosomatik und Psychotherapie

Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und

Psychotherapie

Ulrich K. Joos

Univ.-Prof. Dr. med. Hansdetlef Wassmann

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c.

Erich Bernd Ringelstein

Univ.-Prof. Dr. med. Werner Paulus

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.

Otmar Schober

Univ.-Prof. Dr. med. Georg Gosheger

Priv.-Doz. Dr. med. Robert Rödl

Univ.-Prof.Dr. med. Hans Henning Wetz

Univ.-Prof. Dr. med. dent. Benjamin Ehmke

Univ.-Prof. Dr. med. Werner Böcker

Univ.-Prof. Dr. med. Wilhelm Schmitz

Univ.-Prof. Dr. med.

Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Hans-Christian Pape

Univ.-Prof. Dr. med. Hans Oberleithner

Univ.-Prof. Dr. phil. Peter Bruckner

Univ.-Prof. Dr. med. Volker Arolt

Univ.-Prof. Dr. med. Gereon Heuft

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 13


A-7 Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie

Kliniken, Polikliniken, Institute Direktor/in, Leiter/in

Radiologie (Röntgen)

Institut für Klinische Radiologie

Rechtsmedizin

Institut für Rechtsmedizin

Reproduktionsmedizin und Andrologie

Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie

Sportmedizin

Institut für Sportmedizin

Strahlentherapie

Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie

- Radioonkologie

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und

Gefäßchirurgie

Transfusionsmedizin und Transplantationsimmunologie

Institut für Transfusionsmedizin und Transplantationsimmunologie

Tumorbiologie

Institut für Molekulare Tumorbiologie

Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Urologie

Klinik und Poliklinik für Urologie

Virologie

Institut für Molekulare Virologie

Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde

Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde

Zahnerhaltung

Poliklinik für Zahnerhaltung

Zellbiologie

Institut für Zellbiologie

Univ.-Prof. Dr. med. Walter Leonard Heindel

Prof. Dr. med. Heidi Pfeiffer

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Stefan Schlatt

Univ.-Prof. Dr. med. Klaus Völker

Univ.-Prof. Dr. med. Normann Willich

Univ.-Prof. Dr. med. Hans H. Scheld

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. rer. nat.

Walter Sibrowski

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Michael Meisterernst

Univ.-Prof. Dr. med. Michael J. Raschke

Univ.-Prof. Dr. med. Lothar Hertle

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Stephan Ludwig

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent.

Ludger Figgener

Univ.-Prof. Dr. med. dent. Klaus Ott

Univ.-Prof. Dr. phil. Erez Raz

A-7 Regionale Versorgungsverpflichtung für die

Psychiatrie

Ja

14 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des UKM

A-8 Fachabteilungsübergreifende

Versorgungsschwerpunkte des UKM

Nr.

FachabteilungsübergreifenderVersorgungsschwerpunkt

VS01 Brustzentrum Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

– Bereich Senologie;

Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie

- Radioonkologie;

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin;

Medizinische Klinik

und Poliklinik A; Institut für

Klinische Radiologie; Gerhard-

Domagk-Institut für Pathologie

VS02 Perinatalzentrum Klinik und Poliklinik für Allgemeine

Pädiatrie (Neonatologie);

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe;

Abteilung für Kinder- und Neugeborenenchirurgie;

Institut für

Humangenetik; Klinik und

Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

VS03 Schlaganfallzentrum Klinik und Poliklinik für Neurologie;

Klinik und Poliklinik für

Neurochirurgie; Institut für

Klinische Radiologie

Fachabteilungen, die an dem

Versorgungs-schwerpunkt

beteiligt sind Kommentar / Erläuterung

Das 2005 vom Gesundheitsministerium

NRW anerkannte Brustzentrum

Münster ist eine Kooperation des

Universitätsklinikums Münster und des

St. Franziskus-Hospitals Münster.

Weitere Kooperationspartner sind das

Marienhospital Steinfurt, das Josephs-

Hospital Warendorf und die Fachklinik

Hornheide in Münster. Das Ziel ist die

bestmögliche Behandlung von Patientinnen

mit abklärungsbedürftigen

Befunden in der Brust auf universitärem

Standard. Das Brustzentrum

Münster (Standorte: Universitätsklinikum

Münster und St. Franziskus

Hospital Münster) ist durch die Ärztekammer

Westfalen-Lippe nach den

Anforderungen des Landes NRW für

Brustzentren zertifiziert.

http://www.muenster-brustzentrum.de/

Das UKM ist als Perinatalzentrum

Level 1 der höchsten Versorgungsstufe

von Früh- und Neugeborenen anerkannt.

Das bedeutet, dass alle Frühgeborenen

hier versorgt werden können.

Angeboten werden auch die

vorgeburtliche Diagnostik, die Betreuung

von Risikoschwangerschaften und

die Operation Neugeborener.

In einer der größten und modernsten

Schlaganfall-Spezialstationen in ganz

Europa bietet das UKM die modernste

und wirksamste medizinische Behandlung

von Schlaganfallpatienten mit

einer Überwachung rund um die Uhr.

http://neurologie.uni-muenster.de

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 15


A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des UKM

Nr.

FachabteilungsübergreifenderVersorgungsschwerpunkt

VS04 Transplantationszentrum

Fachabteilungen, die an dem

Versorgungs-schwerpunkt

beteiligt sind Kommentar / Erläuterung

Medizinische Kliniken und

Polikliniken A-D; Klinik und

Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

- Pädiatrische

Hämatologie und Onkologie -;

Institut für Transfusionsmedizin;

Klinik und Poliklinik für Thorax-,

Herz- und Gefäßchirurgie;

Klinik und Poliklinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie;

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative

Intensivmedizin; Klinik und

Poliklinik für Nuklearmedizin;

Centrum für Laboratoriumsmedizin

VS05 Traumazentrum Klinik und Poliklinik für Unfall-,

Hand- und Wiederherstellungschirurgie;

Klinik und

Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie; Klinik und

Poliklinik für Allgemeine Orthopädie;

Klinik und Poliklinik für

Neurochirurgie, Abteilung für

Kinder- und Neugeborenenchirurgie;

Klinik und

Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin;

Institut für Klinische Radiologie

Für Kinder und Erwachsene mit Leukämie

steht im UKM neben anderen

Verfahren auch die Knochenmark- und

Blutstammzelltransplantation zur

Verfügung. Schwerpunkt des interdisziplinärenKnochenmarktransplantationszentums

sind neue

Knochenmark- und Stammzellentransplantationstechniken.

Am UKM steht

darüber hinaus ein breites Spektrum

der verschiedensten Organtransplantationen

für Patienten zur

Verfügung. Zurzeit werden die Organe

Niere, Herz, Leber, Lunge, Dünndarm

und Bauchspeicheldrüse transplantiert.

Dabei ist für das Organ Niere eine

Lebendspende und für die Leber eine

Teilleberspende möglich. Als Besonderheit

wird auch die Doppel-

Nierentransplantation durchgeführt.

http://medd.klinikum.unimuenster.de/Trans/index.htm

Das UKM hat in der Region eine

führende Position bei der Versorgung

von unfallverletzten Patienten. Als

Abteilung der höchsten Versorgungsstufe

(Trauma Zentrum – Level 1) stellt

sie rund um die Uhr eine höchst effektive

und qualifizierte Behandlung von

Schwerstverletzten sicher. Sie nimmt

eine zentrale Rolle im Traumanetzwerk

Nordwest ein und ist als erste Klinik

des Traumanetzwerkes von der Deutschen

Gesellschaft für Unfallchirurgie

für die Schwerverletztenversorgung

zertifiziert. Die Klinik ist zum Schwerverletztenverfahren

(§ 6-Verfahren) der

Berufsgenossenschaften zugelassen.

http://www.traumacentrum.de

16 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des UKM

Nr.

FachabteilungsübergreifenderVersorgungsschwerpunkt

VS06 Tumorzentrum Medizinische Klinik und Poliklinik

A; Klinik und Poliklinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie;

Klinik und Poliklinik für

Kinder- und Jugendmedizin -

Pädiatrische Hämatologie und

Onkologie -; Klinik und Poliklinik

für Urologie; Klinik und Poliklinik

für Frauenheilkunde; Abteilung

für Kinder- und Neugeborenenchirurgie;

Klinik und

Poliklinik für Urologie; Klinik

und Poliklinik für Thorax-, Herz-

und Gefäßchirurgie; Klinik und

Poliklinik für Allgemeine Orthopädie;

Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten; Klinik und

Poliklinik für Strahlentherapie -

Radioonkologie; Gerhard-

Domagk-Institut für Pathologie;

Institut für Klinische Radiologie;

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin;

Institut für Medizinische

Informatik und Biomathematik;

Klinik und Poliklinik

für Psychosomatik und Psychotherapie

VS00 Zentrum für Zahn-,

Mund- und Kieferheilkunde

Fachabteilungen, die an dem

Versorgungs-schwerpunkt

beteiligt sind Kommentar / Erläuterung

Klinik und Poliklinik für Mund-

und Kiefer-, Gesichtschirurgie;

Poliklinik für Kieferorthopädie;

Poliklinik für Zahnerhaltung;

Poliklinik für Parodontologie;

Poliklinik für Zahnärztliche

Prothetik

Das Comprehensive Cancer Center

Münster (CCCM) ist die zentrale Einrichtung

am UKM zur interdisziplinären

Behandlung von Tumorpatienten.

Durch die fachübergreifende enge

Kooperation der verschiedenen Kliniken

gewährleistet das CCCM eine

hochkompetente und zuverlässige

Behandlung von Patienten mit onkologischen

Erkrankgungen. Effizientere

Abläufe und eine fachübergreifende

und leitlinienorientierte Diagnostik und

Therapie kommen den Patienten zu

Gute. Das CCCM ist bestrebt ein

Netzwerk der Einrichtungen zu etablieren,

die sich mit der Tumorbehandlung

in der Umgebung des UKM beschäftigten.

http://www.cccm.uni-muenster.de/

Das Zentrum für Zahn-, Mund- und

Kieferheilkunde bietet u. a. die Diagnostik

und Behandlung ausgedehnter

Verletzungen des Kopf- und Halsbereiches,

die operative Behandlung von

Patienten mit bösartigen Tumoren des

Mund-Rachenraumes, chirurgische

Zahnerhaltung, Plastisch-rekonstruktive

Chirurgie, Zahnärztliche Prothetik,

die Behandlung von Erkrankungen des

Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates,

die Prophylaxe sowie die

Diagnostik und spezialisierte Behandlung

von Zahnstellungsfehlern und Kieferlageabweichungen.

http://zmkweb.uni-muenster.de/

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 17


A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des UKM

Nr.

FachabteilungsübergreifenderVersorgungsschwerpunkt

VS00 Zentrum für Erwachsene

mit angeborenem

Herzfehler

(EMAH-Zentrum)

VS00 Sozialpädiatrisches

Zentrum

Fachabteilungen, die an dem

Versorgungs-schwerpunkt

beteiligt sind Kommentar / Erläuterung

Klinik und Poliklinik für Thorax-,

Herz- und Gefäßchirurgie;

Medizinische Klinik und Poliklinik

C; Klinik und Poliklinik für

Kinder- und Jugendmedizin -

Pädiatrische Kardiologie; Klinik

und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

Klinik und Poliklinik für Kinder-

und Jugendmedizin - Allgemeine

Pädiatrie -

VS00 Herzzentrum Medizinische Klinik und Poliklinik

C; Klinik und Poliklinik für

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie;

Klinik und Poliklinik für

Kinder- und Jugendmedizin

- Pädiatrische Kardiologie;

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative

Intensivmedizin; Medizinische

Kliniken und Polikliniken A und

D, Centrum für Laboratoriumsmedizin;

Gerhard-Domagk-

Institut für Pathologie; Institut

für Klinische Radiologie; Klinik

und Polklinik für Psychosomatik

und Psychotherapie; Institut für

Epidemiologie und Sozialmedizin;

Klinik und Poliklinik für

Neurologie; Institut für Pharmakologie

und Toxikologie; Klinik

und Poliklinik für Nuklearmedizin;

Institut für Transfusionsmedizin;

Klinik und Poliklinik für

Strahlentherapie - Radioonkologie

Mit dem bundesweit einzigartigem

EMAH-Zentrum wurde ein überregionaler

Schwerpunkt gebildet mit dem

Ziel, eine optimale Versorgung von

Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

zu gewährleisten. Das EMAH-

Zentrum bietet neben hoch spezialisierten

Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten

für Kinder und

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

auch eine psychologische Betreuung,

die Klärung eines Behindertenstatus

oder die Integration ins Arbeitsleben.

http://emah.klinikum.uni-muenster.de/

Das SPZ ist eine ambulante Einrichtung,

in der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen

zur Behandlung von Kindern und

Jugendlichen und Beratung der Eltern

tätig sind. Seit 1996 bietet das SPZ am

UKM eine umfassende Behandlung

von Kindern mit Entwicklungsdefiziten

einschließlich Beratung und Begleitung

der Familien im Umgang mit Krankheit

und Behinderung.

Das Herzzentrum Münster ist ein

Zusammenschluss von Kliniken und

Instituten des UKM zur interdisziplinären

Betreuung von Patienten mit Herz-

Kreislauf-Krankheiten im Hinblick auf

Früherkennung, Diagnostik, Therapie,

Nachsorge und Dokumentation sowie

Forschung auf dem Gebiet der Herz-

Kreislauf-Krankheiten.

http://medc.unimuenster.de/herzzentrum/

18 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des UKM

Nr.

FachabteilungsübergreifenderVersorgungsschwerpunkt

VS38 Prostatazentrum Klinik und Poliklinik für Urologie;

Klinik und Poliklinik für

Strahlentherapie – Radioonkologie;

Gerhard-Domagk-Inistitut

für Pathologie; Centrum für

Laboratoriumsmedizin;

Institut für Klinische Radiologie;

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin;

Klinik und Poliklinik

für Anästhesiologie und operative

Intensivmedizin; Centrum

für Reproduktionsmedizin und

Andrologie; Epidemiologisches

Krebsregister NRW gGmbH;

Tumorzentrum Münsterland

e.V.

VS46 Zentrum für Diabetes

und Schwangerschaft

VS00 Kompetenzzentrum

Pruritus

Fachabteilungen, die an dem

Versorgungs-schwerpunkt

beteiligt sind Kommentar / Erläuterung

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe –

Bereich Geburtshilfe; Medizinische

Klinik und Poliklinik B –

Bereich Beratungs- und Behandlungszentrum

für Diabetologie,

Endokrinologie und

Ernährungsmedizin

Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten;

Medizinische Klinik

und Poliklinik D; Klinik und

Poliklinik für Neurologie; Klinik

und Poliklinik für Psychosomatik

und Psychotherapie;

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative

Intensivmedizin; Institut für

Klinische Radiologie

Das Prostatazentrum am UKM bietet

durch die Kooperation der beteiligten

Kliniken und Institute des UKM ein

breites Spektrum an Diagnose- und

Behandlungsmöglichkeiten. Als Ansprechpartner

steht ein Spezialistenteam

von ausgebildeten Fachärzten

mit entsprechend langjähriger Erfahrung

auf dem Gebiet der Prostataerkrankungen

zur Verfügung.

Das Behandlungsspektrum ist ganzheitlich

orientiert. Es umfasst Prävention,

Diagnostik, Therapie, psychische

Betreuung und Nachsorge.

http://prostatazentrum.klinikum.unimuenster.de

Das Westfälische Diabeteszentrum für

Schwangere ist ein Kompetenzzentrum

der Maximalversorgung mit dem Ziel

der umfassenden Betreuung von

Schwangeren mit Diabetes unter

einem Dach.

Das Kompetenzzentrum Pruritus ist ein

Zusammenschluss von sechs Kliniken

innerhalb des UKM. In dem fachübergreifenden

Kompetenzzentrum versorgen

Spezialisten aus den unterschiedlichsten

Fachgebieten Patienten mit

chronischem Juckreiz. Bundesweit

erstmalig wurde am UKM eine eigene

Abteilung speziell für diese Patientengruppe

eingerichtet. Die Verknüpfung

der unterschiedlichen wissenschaftlichen,

medizinischen und pflegerischen

Kompetenzen erlaubt ein weltweit

führendes Niveau bei Diagnostik und

Therapie des Chronischen Juckreizes.

http://klinikum.unimuenster.de/index.php?id=kompetenzzentru

m_pruritus

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 19


A-9 Fachabteilungsübergreifende medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des UKM

A-9 Fachabteilungsübergreifende medizinischpflegerische

Leistungsangebote des UKM

Nr.

Medizinisch-pflegerisches

Leistungsangebot Kommentar / Erläuterung

MP07 Beratung / Betreuung durch Sozialarbeiter Der Sozialdienst begleitet und unterstützt

Patienten und ihre Angehörigen bei Problemen,

die ihnen durch Krankheit und Behinderung

entstanden sind und ihr Leben in physischer,

beruflicher und sozialer Hinsicht verändern

können. Dabei arbeitet der Sozialdienst

eng mit anderen Berufsgruppen innerhalb und

außerhalb der Klinik zusammen. Ziel ist es,

gemeinsam mit den Patienten angemessene

Hilfen für ihre persönliche Situation zu entwickeln.

Vor dem Hintergrund der individuellen

Krankheitssituation erfolgt eine Beratung

insbesondere zu: Leistungen der Kostenträger,

Einleitung von medizinischen und beruflichen

Reha-Maßnahmen, ambulanten Angeboten,

weiterführenden Hilfen nach dem Kinikaufenthalt.

MP32 Physiotherapie / Krankengymnastik Mobilität und Lebensqualität unserer Patienten

zu erhalten oder wiederherzustellen, ist das

Ziel der Physiotherapie. Indikationen für Physiotherapie

sind Schmerzen, Funktions- und

Aktivitätseinschränkungen. Eine Vielzahl

unterschiedlicher Methoden wird eingesetzt,

um Schmerzen zu lindern oder zu beseitigen.

In vielen Kliniken des UKM gehört die Physiotherapie

zum medizinisch-therapeutischen

Angebot.

MP34 Psychologisches / psychotherapeutisches

Leistungsangebot / Psychosozialdienst

In den Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin

unterstützen und beraten psycho-soziale

Teams die Patienten und ihre Familien. Dies

reicht von der sozialrechtlichen Beratung und

Hilfestellung über die pädagogische Begleitung

und Förderung der Kinder und Jugendlichen

bis hin zur Nachsorge.

MP37 Schmerztherapie / -management Mittels moderner ärztlicher und pflegerischer

Behandlungsmethoden helfen wir, Schmerzen

zu vermeiden, auszuschalten oder zumindest

auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Hierbei

beziehen Pflegende den Patienten z.B. durch

eine standardisierte Erfassung des von ihm

empfundenen Schmerzes aktiv in die Behandlung

ein.

MP51 Wundmanagement Zielsetzung der Pflege ist es, durch ein modernes

Wundmanagement die Heilung zu beschleunigen

sowie Schmerzen und sonstige

Einschränkungen, insbesondere bei chronischen

Wunden, zu reduzieren. Neue Erkenntnisse

und Methoden werden durch stetige

Weiterqualifikation der Pflegenden möglichst

rasch im Alltag umgesetzt, um so die Lebens-

20 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-10 Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote des UKM

Nr.

Medizinisch-pflegerisches

Leistungsangebot Kommentar / Erläuterung

qualität für unsere Patienten zu fördern.

MP17 Case Management In mehreren Kliniken des UKM (Medizinische

Kliniken C und D, Klinik für Orthopädie, Kliniken

für Allgemeine und Unfall-, Hand- und

Wiederherstellungschirurgie) wird die Steuerung

des Behandlungsprozesses von Case

Managern übernommen. Durch die Einführung

eines Case Managements ist eine Optimierung

des gesamten Versorgungsprozesses unter

Einbeziehung interner und externer Schnittstellen

angestrebt.

MP14 Diät- und Ernährungsberatung Unsere Diätassistentinnen und Ernährungsberater

beraten kompetent bei allen Fragen zur

Ernährung. Für alle Diätformen gibt unsere

Diätberatung genaue Hinweise. Die von den

Ärzten verordnete Diät, wird von Diätassistentinnen

zusammengestellt. Auch nach dem

Klinikaufenthalt werden Patienten mit der

richtigen Ernährung begleitet. Mit dem UKM-

Menü-Service können die Diätmahlzeiten direkt

nach Hause gebracht werden.

MP08 Berufsberatung/Rehabilitationsberatung Durch die Fachabteilung Sozialdienst

A-10 Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote

des UKM

Nr. Serviceangebot Kommentar / Erläuterung

SA22 Bibliothek Patienten- und Mitarbeiterbibliothek der Katholischen

Klinikgemeinde „Maria Heil der Kranken“

im Zentralklinikum, Ebene 04 Mitte

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 10.00

bis 16.00 Uhr und Freitag, 10.00 bis 14.00 Uhr

sowie regelmäßige Besuche auf den Stationen

SA23 Cafeteria Ein Bistro am Eingang der Ebene O4 Ost bietet

Frühstück, kalte und warme Speisen sowie

Getränke, Kuchen, Eis und Süßwaren.

SA40 Empfangs- und Begleitdienst für Patienten

und Besucher

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 7.30 - 18.00 Uhr

Wochenende/Feiertage: 10.00 - 18.00 Uhr

In den Eingangsbereichen des Zentralklinikums

stehen Mitarbeiterinnen für den Empfang

zur Verfügung sowie als Ansprechpartner für

Fragen, zur Begleitung und Unterstützung

SA26 Friseursalon Zentralklinikum, Ebene 04 Ost

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10.00 -

18.00 Uhr und Samstag: 10.00 - 13.00 Uhr

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 21


A-10 Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote des UKM

Nr. Serviceangebot Kommentar / Erläuterung

SA27 Internetzugang Internetterminal auf der Eingangsebene 04

Mitte im Zentralklinikum

SA28 Kiosk / Einkaufsmöglichkeiten Automatencafés mit Brötchen und Erfrischungen

auf verschiedenen Ebenen des Zentralklinikums

sowie in einigen dezentralen Kliniken

(Hautklinik, Augenklinik, Psychiatrie, Hals-

Nasen-Ohren-Klinik, Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Zahnklinik)

SA29 Kirchlich-religiöse Einrichtungen (Kapelle) Kapelle im Zentralklinikum (Ebene 07 West), in

der Hautklinik und der Klinik für Psychiatrie

sowie die Klinikenkirchen Maria Heil der Kranken

(katholisch) und Lukaskirche (evangelisch)

auf dem Klinikengelände

SA30 Klinikeigene Parkplätze für Besucher und

Patienten

Parkhaus Zentralklinikum, Albert-Schweitzer-

Straße (600 gebührenpflichtige Parkplätze);

Parkhaus Waldeyerstraße (465 gebührenpflichtige

Parkplätze)

SA31 Kulturelle Angebote Regelmäßiges Kulturprogramm vor allem für

kleine Patienten: regelmäßige Besuche der

Clinic-Clowns direkt am Bett und Kindertheaterveranstaltungen,

jeden Dienstag, 15.30 Uhr

im „Theater im Flur“, Ebene 05 West; wechselnde

Ausstellungen und weitere Angebote

nach Ankündigung

SA00 Krankenhausschule Für jedes schulpflichtige Kind kann während

des Aufenthaltes in der Klinik, unabhängig

davon, ob es sich um eine stationäre, ambulante

oder tagesklinische Behandlung handelt,

Unterricht angeboten werden. Die Lehrer der

Helen-Keller-Schule besuchen die Kinder auch

am Krankenbett in den verschiedenen Kinderkliniken

des UKM.

Die Schule befindet sich auf der Ebene 07

West im Zentralklinikum. Weitere Informationen

finden Sie im Internet unter:

http://www.helen-keller-schule.ms/

SA42 Seelsorge Katholische und evangelische Klinikseelsorge

SA37 Spielplatz Auf dem Gelände des Zentralklinikums

SA41 Dolmetscherdienste Auf Anfrage in 48 Sprachen in Zusammenarbeit

mit einem ortsansässigen Dolmetscherbüro

SA34 Rauchfreies Krankenhaus Das UKM ist Mitglied im Deutschen Netz

Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen

22 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses

A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses

A-11.1 Forschungsschwerpunkte

Die Medizinische Fakultät Münster fokussiert sich auf fünf Forschungsschwerpunkte. An diesen

Schwerpunkten richten sich die Berufungspolitik, die strukturelle Weiterentwicklung und

weitgehend auch die Forschungsförderung aus. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und

Wissenschaftler erbringen Spitzenleistungen mit hoher nationaler und internationaler

Anerkennung. Die grundlagenorientierte sowie krankheits- und patientenorientierte Forschung

sind dabei gleichrangige Säulen eines Netzwerkes von Forschung, Lehre und

Krankenversorgung an der Medizinischen Fakultät und am UKM. Von den Forscherinnen und

Forschern der Medizinischen Fakultät entwickelte neue diagnostische Methoden kommen über

den direkten Bezug zur Krankenversorgung im UKM ummittelbar zum Einsatz.

Die fünf Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät Münster sind:

Entzündung und Transplantation

Schätzungsweise jeder fünfte Deutsche leidet an einer chronisch-entzündlichen Erkrankung.

Dieser Tatsache wird innerhalb des sich seit über zwei Jahrzehnten weiterentwickelnden

Schwerpunkts „Entzündung und Transplantation“ Rechnung getragen. Die Forschung wurde mit

der Gründung des Zentrums für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE) und dem

Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF), über Sonderforschungsbereiche

sowie weiteren Kooperationen z.T. institutionalisiert vorangetrieben.

Der Schwerpunkt untergliedert sich in Entzündungsreaktionen mit Fokus auf chronische

Erkrankungen, deren Ursachenforschung und den Mechanismen von Entzündungen unter

Betrachtung von zelldynamischen Aspekten, transplantationsmedizinischen Aspekten und

Aspekten der extrazellulären Matrix. Organspezifische Entzündungsreaktionen werden sowohl

inklusive infektionsbiologischer Aspekte (Erreger-abhängig), als auch ohne diese (Erregerunabhängig)

untersucht.

Siehe:

http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/forschung/FSP/Entzuendung_Transplantation.pdf

Herz- und Gefäßmedizin

Die Medizinische Fakultät Münster trägt mit Ihrem Schwerpunkt „Herz- und Gefäßmedizin“

erheblich zur Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkankungen bei. Diese sind als häufigste

Todesursache in Deutschland von gesundheitspolitisch großem Interesse und werden mit

methodischen Innovationen und jahrelanger, ausgewiesener Expertise erforscht. Der

Schwerpunkt wird geprägt durch die Gefäß- und Arterioskleroseforschung sowie durch

Forschungen zur Herzinsuffizienz und Arrhythmie. Hierzu kommen u.a. molekularbiologische,

genetische, sowie proteinbiochemische Projekte, Analysen zu regulatorischen Mechanismen,

gentherapeutische Untersuchungen in Tiermodellen (in-vitro und in-vivo) und klinischepidemiologische

Studien zum Einsatz.

Siehe:

http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/forschung/FSP/HerzGefaessmed.pdf

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 23


A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses

Tumormedizin

Die Medizinische Fakultät Münster leistet mit ihrem Forschungsschwerpunkt „Tumormedizin“

einen Beitrag dazu, dass sich die Heilungschancen und Überlebensraten von Krebspatienten

weiter erhöhen. Die Untersuchungen genetischer, molekularbiologischer und zellbiologischer

Grundlagen der Tumorentstehung sowie die Durchführung von nationalen und internationalen

multizentrischen klinischen Studien (Koordination durch das Zentrum für Klinische Studien -

ZKS) tragen Ziel führend zur Eruierung therapeutischer Angriffspunkte und der Entwicklung

neuer Therapie-Strategien und -Optimierungen bei. Forschungsschwerpunkte liegen dabei u.a.

auf den Gebieten der hämatopoetischen Tumore (akute Leukämien, multiples Myelom), der

Knochentumore, der Sarkome und dem Bronchialkarzinom.

Siehe: http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/forschung/FSP/Tumormedizin.pdf

Neuromedizin

Der Blick ins Gehirn lässt in vielen Fällen bereits Rückschlüsse auf die Ursachen für psychische

und neurologische Erkrankungen zu. Der Forschungsschwerpunkt „Neuromedizin“ nutzt

interdisziplinär und interfakultär Bild gebende Verfahren (Neuroimaging) in Kombination mit

modernsten molekularen und genetischen Verfahren der Neurophysiologie zur exakteren

Beschreibung gesunder und krankhafter ZNS-Funktionen im Kontext funktioneller Systeme.

Schwerpunkte sind dabei u.a. die Erforschung von Angsterkrankungen, Depressionen,

Panikstörungen und Phobien, Schizophrenie, Regeneration nach Schlaganfall und degenerative

Hirnerkrankungen wie z.B. Morbus Parkinson.

Siehe: http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/forschung/FSP/Neuromedizin.pdf

Reproduktions- und Regenerationsmedizin

Der Forschungsschwerpunkt „Reproduktions- und Regenerationsmedizin“ untersucht

Mechanismen, die sowohl für die komplexen Prozesse der Fortpflanzung als auch für die

Regenerationsfähigkeit von Organen von Bedeutung sind. Zelluläre und physiologisch

orientierte Grundlagenforschung und die unmittelbare klinische Anwendung neuer Erkenntnisse

spielen dabei eine gleichwertige Rolle. National und international anerkannte

Reproduktionsmediziner und -biologen, Gynäkologen, Andrologen, Humangenetiker und

Stammzellforscher arbeiten gemeinsam an der Erkennung und Behandlung von Störungen der

menschlichen Infertilität, der Optimierung und Steuerung der Fortpflanzungsfunktionen sowie

der Generierung von Zellen und Gameten für therapeutische Verfahren.

Siehe: http://campus.uni-muenster.de/fileadmin/forschung/FSP/Reproduktionsmedizin.pdf

Neben der Humanmedizin ist auch die Zahnmedizin (Zentrum für Zahn-, Mund- und

Kieferheilkunde - ZMK) mit einem breiten Lehr-, Forschungs- und Behandlungsspektrum

vertreten.

Weiterführende Informationen im Internet: http://www.campus.uni-muenster.de

24 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses

A-11.2 Akademische Lehre

Mit rund 3.000 Studierenden von der Größe her im Mittelfeld anzusiedeln, gehört die

Medizinische Fakultät zu renommiertesten Ausbildungsstätten für angehende Ärzte und

Wissenschaftler in Deutschland. Unter den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen liegt sie an der

Spitze der Beliebtheitsskala. Mit einem eng an der ärztlichen Praxis orientiertem Curriculum

wurde der Lehrplan für die Humanmedizin umfassend reformiert und an künftige Anforderungen

angepasst. Wegen des hohen Praxisanteils in der Medizinerausbildung gilt das "Münsteraner

Modell" als vorbildlich. Dieser Ruf wurde noch einmal gestärkt durch das „Studienhospital

Münster“, in dem Studierende unter realen Bedingungen auf ihren Beruf vorbereitet werden und

das nach jahrelanger konzeptioneller Vorarbeit durch das Institut für Ausbildung und

Studienangelegenheiten (IfAS) Ende 2007 in Betrieb gehen konnte. Jedes Jahr verlassen rund

500 Absolventen die Fakultät.

Nr.

Akademische Lehre und weitere ausgewählte

wissenschaftliche Tätigkeiten Kommentar / Erläuterung

FL02 Dozenturen/Lehrbeauftragungen an Fachhochschulen

FL01 Dozenturen/Lehrbeauftragungen an Hochschulen

und Universitäten

FL08 Herausgeberschaften wissenschaftlicher Journale Nach einer aktuellen Befragung sind

mindestens 35 Fakultätsmitglieder Herausgeber

oder Mitherausgeber wissenschaftlicher

Journale, ca. 65 Mitglieder

von Editorial Boards/Advisory Boards etc.

FL07 Initiierung und Leitung von uni- / multizentrischen

klinisch-wissenschaftlichen Studien

FL04 Projektbezogene Zusammenarbeit mit Hochschulen

und Universitäten

Die Kliniken/ Institute des UKM initiieren

und leiten sowohl uni- als auch multizentrische

klinisch-wissenschaftliche Studien.

In 2008 initiierten und leiteten verschiedene

Kliniken und Institute des UKM

insgesamt 104 klinisch-wissenschaftliche

Studien.

Kontakt: www.zks-muenster.de

Mitarbeit an zahlreichen Kompetenznetzen,

anderen Netzwerken; umfangreiche

Verbundforschungsprojekte; 25 Projekte

im 6. EU-RP, 8 Projekte im 7. EU-RP

siehe:

http://www.campus.unimuenster.de/forschung.htmlhttp://www.campus.unimuenster.de/sfb_graduiertenkollegs.html

FL03 Studentenausbildung (Famulatur/Praktisches Jahr) siehe:

http://campus.unimuenster.de/lehreundstudium.html

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 25


A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses

Nr.

Akademische Lehre und weitere ausgewählte

wissenschaftliche Tätigkeiten Kommentar / Erläuterung

FL05 Teilnahme an multizentrischen Phase-I/II-Studien Die Kliniken und Institute nehmen an

multizentrischen Phase-I/II-Studien teil.

Von Einrichtungen des UKM wurden

2008 insgesamt 233 Anträge für ein Erst-

und Zweitvotum bei der lokalen Ethikkommission

eingereicht.

Kontakt: www.zks-muenster.de

FL06 Teilnahme an multizentrischen Phase-III/IV-Studien Die Kliniken und Institute des UKM nehmen

an multizentrischen Phase-III/IV-

Studien teil. Von Einrichtungen des UKM

wurden 2008 insgesamt 233 Anträge für

ein Erst- und Zweitvotum bei der lokalen

Ethikkommission eingereicht.

Weitere Informationen bekommen Sie hier:

http://campus.uni-muenster.de/

A-11.3 Ausbildung in anderen Heilberufen

Kontakt: www.zks-muenster.de

Das UKM ist auch eine attraktive Ausbildungsstätte. An den neun Schulen des UKM werden

jährlich rund 640 Schüler im Pflegeberuf und acht weiteren Gesundheitsfachberufen

ausgebildet. Die Ausbildungen sind breit angelegt und werden vielfach im Verbund mit anderen

Gesundheitseinrichtungen in der Region durchgeführt. Neben den hauptamtlichen Lehrenden

sind auch die Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter in den Unterrichtsbetrieb

eingebunden.

Am UKM werden ausgebildet:

Ausbildung in anderen Heilberufen

HB10 Entbindungspfleger und Hebamme

HB02 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin

HB01 Gesundheits- und Krankenpfleger und

Gesundheits- und Krankenpflegerin

HB09 Logopäde und Logopädin

HB04 Medizinisch-technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin

(MTA)

HB05 Medizinisch-technischer-

Radiologieassistent und Medizinischtechnische-Radiologieassistentin

(MTRA)

Kommentar /

Erläuterung

26 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


A-12 Anzahl der Betten im Krankenhaus nach §108/109 SGB V

Ausbildung in anderen Heilberufen

HB07 Operationstechnischer Assistent und

Operationstechnische Assistentin (OTA)

HB03 Physiotherapeut und Physiotherapeutin

HB00 Diätassistenten und Diätassistentinnen

HB00 Operationstechnischer Assistent und

Operationstechnische Assistentin (OTA)

HB00 Othoptisten und Orthoptistinnen

Kommentar /

Erläuterung

Darüber bietet das Universitätsklinikum Münster in eigenen Fort- und Weiterbildungsstätten eine

kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie spezielle

Qualifizierungen an.

Folgende Schulen und Weiterbildungsstätten finden Sie am UKM:

Schule für Diätassistenten

Schule für Hebammen

Schule für Kranken- und Kinderkrankenpflege

Schule für Logopädie

Schule für Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistenten

Schule für Medizinisch-Technische Radiologiassistenten

Schule für Operationstechnische Assistenten

Schule für Orthoptisten

Schule für Physiotherapie

Innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung für Pflegeberufe

Weiterbildungsstätte für Intensivpflege & Anästhesie und Pflege in der Onkologie

Weiterbildungsstätte für den Operationsdienst

Weitere Informationen im Internet:

http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=ma_schulen

A-12 Anzahl der Betten im Krankenhaus nach §108/109

SGB V

Betten: 1.287

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 27


A-13 Fallzahlen des Krankenhauses

A-13 Fallzahlen des Krankenhauses

Gesamtzahl der im Berichtsjahr behandelten Fälle:

Vollstationäre Fallzahl: 44.193

Ambulante Fallzahl:

Fallzählweise: 0

Quartalszählweise: 216.291

Patientenzählweise: 0

Sonstige Zählweise: 0

A-14 Personal des Krankenhauses

A-14.1 Ärzte und Ärztinnen

Ärzte und Ärztinnen insgesamt (außer

Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen (nach §

121 SGB V)

Ärzte und Ärztinnen, die keiner Fachabteilung

zugeordnet sind

A-14.2 Pflegepersonal

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen

Anzahl Kommentar / Erläuterung

857 Vollkräfte

421 Vollkräfte

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

6,75 Vollkräfte

Anzahl Ausbildungsdauer

1.167,7 Vollkräfte 3 Jahre

253,7 Vollkräfte 3 Jahre

21,8 Vollkräfte 1 Jahr

Entbindungspfleger und Hebammen 10,3 Vollkräfte 3 Jahre

Operationstechnische Assistenten und Assistentinnen

5,0 Vollkräfte 3 Jahre

28 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

B Struktur- und Leistungsdaten der

Organisationseinheiten/Fachabteilungen

B-1 Klinik und Poliklinik für

Anästhesiologie und operative

Intensivmedizin

Direktor:

Univ.-Prof. Dr. med.

Dr. h. c. Hugo Van Aken,

FRCA, FANZCA

B-1.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, FRCA, FANZCA

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. T. Prien

Hausanschrift: Albert-Schweitzer-Straße 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47252

Fax: 0251 83-48667

URL: http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=anaesthesie

E-Mail: hva@uni-muenster.de

Die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin gliedert sich im

Wesentlichen in die Bereiche "Klinische Anästhesie", "Rettungsmedizin", "Intensivmedizin" und

"Schmerztherapie".

Das Wort Anästhesie kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie

Empfindungslosigkeit bzw. Betäubung. Unser Ziel ist es, den Schmerz auszuschalten. Dabei

haben die Regionalanästhesieverfahren in unserer Klinik einen hohen Stellenwert. Durch den

konsequenten Einsatz von thorakalen Periduralanästhesien (rückenmarksnahe Betäubung im

Bereich der Brustwirbelsäule) in Kombination mit Vollnarkosen werden gerade für den

Risikopatienten deutliche Vorteile gegenüber herkömmlicher Technik erreicht. Alle Arten der

Regionalanästhesien werden auch im Kindes- und Neugeborenenalter eingesetzt. So ist es im

Einzelfall möglich, eine Vollnarkose mit Beatmung bei schwerstkranken Neugeborenen zu

vermeiden.

Unser Aufgabenbereich ist jedoch nicht nur die Schmerzbetäubung bei Operationen, sondern

umfasst auch die operative Intensivmedizin. Hier behandeln wir Patienten nach großen

Operationen, Unfällen oder andersbedingten Beeinträchtigungen lebenswichtiger

Organfunktionen. Die Intensivstationen sind rund um die Uhr mit einem Stationsarzt besetzt,

tagsüber zusätzlich mit einem Oberarzt. Nachts sind zwei Oberärzte in Rufbereitschaft.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 29


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Von den anästhesiologischen Intensivstationen aus wird auch der "Herzalarm-Dienst" für das

UKM betrieben. Bei lebensbedrohlichen Notfällen ist so innerhalb kürzester Zeit ein erfahrenes

Intensiv-Team zur Stelle, um erweiterte lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen.

Der dritte Schwerpunkt in der Patientenversorgung ist die Schmerztherapie. Für die chronische

Schmerztherapie stehen eine Schmerzambulanz und die Schmerztagesklinik zur Verfügung. In

der Schmerztagesklinik werden Patienten mit chronischen Schmerzen nicht-maligner Ursache

(nicht durch Tumoren bedingt) in einem jeweils 3-4 Wochen dauernden integrativen

Schmerztherapieprogramm versorgt. Des Weiteren steht ein Akut-Schmerzdienst für die

stationären Patienten des Universitätsklinikums zur Verfügung. Auch in diesem Bereich steht

rund um die Uhr ein ärztlicher Mitarbeiter in der Klinik bereit.

Im Bereich der Rettungsmedizin betreibt die Klinik gemeinsam mit der Chirurgischen Klinik und

dem Zentrum für Innere Medizin den Notarztdienst der Stadt Münster. Die Ärztliche Leitung des

Rettungsdienstes der Stadt Münster wird ebenfalls durch einen Oberarzt der Klinik und Poliklinik

für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin wahrgenommen.

B-1.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VX00 Anästhesieverfahren während

operativer Eingriffe

Im Bereich der klinischen Anästhesie werden alle Arten

von Anästhesieverfahren durchgeführt, z.B. Allgemeinanästhesien

(Vollnarkosen) und Regionalanästhesien,

wie z.B. rückenmarksnahe Betäubungen oder periphere

Nervenblockaden (einzelne Nerven werden gezielt

aufgesucht und mit einem Lokalanästhetikum betäubt).

Weiterhin gehören der innerklinische Transport der

Patienten der operativen Intensivstationen und die Anlage

zentralvenöser Katheter (ZVK - ein Katheter, der in

eine größere Körpervene eingeführt wird, um dann

intravenös Medikamente und Infusionen zuführen oder

den zentralen Venendruck messen zu können) als Serviceleistung

für andere Fachabteilungen zu den Aufgaben

der Klinik.

Um den Patienten nach einer Anästhesie Gelegenheit zu

bieten, Wünsche und Beschwerden in Bezug auf die

Anästhesie mitteilen zu können, wird jeder Patient postoperativ

noch einmal von einem Anästhesisten besucht

und zu seiner Zufriedenheit befragt.

30 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VX00 Operative Intensivmedizin Die drei unter Anästhesie-Leitung stehenden operativen

Intensivtherapiestationen behandeln Patienten aus

sämtlichen operativen Fachbereichen des Universitätsklinikums.

VX00 Schmerztherapie nach operativen

Eingriffen

VX00 Intensivmedizin bei Schwerverletzten

VX00 Intensivmedizin vor und nach großen

Operationen

Darunter sind auch die Transplantationspatienten (Leber,

Herz, Lunge, Pankreas, Niere), die zumeist einer besonders

intensiven Betreuung bedürfen.

Häufig werden auch Patienten mit akutem Lungenversagen

behandelt, die aus anderen Krankenhäusern auf

unsere Intensivstationen verlegt werden. Die Intensivstationen

sind 24 Stunden am Tag mit einem Stationsarzt

besetzt, tagsüber zusätzlich mit einem Oberarzt. Nachts

sind zudem zwei Oberärzte in Rufbereitschaft.

Im Bereich der Intensivstationen erstreckt sich das

Serviceangebot naturgemäß vermehrt auch auf die

Angehörigen unserer Patienten. Der Verzicht auf feste

Besuchszeiten, die Bereitstellung von Informationsbroschüren

für Besucher und die jederzeitige Gesprächsbereitschaft

der Ärzte mit den Angehörigen runden hier das

Serviceangebot ab.

Nach großen Operationen werden die Patienten über

mehrere Tage von unserem Akut-Schmerzdienst betreut,

um die Schmerztherapie optimal durchführen zu können.

Die Schmerztherapie wird als "patientenkontrolliertes

Verfahren" durchgeführt. Das bedeutet, dass sich der

Patient bei Schmerzspitzen selbst eine "Extraportion"

des Schmerzmittels verabreichen kann. Durch den

Einsatz moderner Pumpensysteme ist dabei aber eine

versehentliche Überdosierung ausgeschlossen.

Im Rahmen des bundesweiten Projektes "Schmerzfreies

Krankenhaus", wird medizinisches und pflegewissenschaftliches

Fachwissen gebündelt, um die schmerztherapeutische

Versorgung stationärer Patienten weiter zu

verbessern. Hierzu wurden unter der Leitung der Klinik

und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

neue schmerztherapeutische Therapiemaßnahmen

eingeführt. Die Umsetzung der neu eingeführten

Maßnahmen wird anhand interner Qualitätskontrollen

kontrolliert und weiter optimiert.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 31


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

B-1.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP04 Atemgymnastik/-therapie

MP06 Basale Stimulation

MP09 Besondere Formen/Konzepte der Betreuung von

Sterbenden

MP23 Kreativtherapie / Kunsttherapie / Theatertherapie /

Bibliotherapie

im Rahmen der chronischen Schmerztherapie

MP40 Spezielle Entspannungstherapie im Rahmen der chronischen Schmerztherapie

MP42 Spezielles pflegerisches Leistungsangebot

B-1.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA01 Aufenthaltsräume

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

SA13 Elektrisch verstellbare Betten

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

B-1.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative

Intensivmedizin

Die Fallzahl der vollstationären Patienten ergibt sich aus der intensivmedizinischen Behandlung

von Patienten auf einer der 4 Intensivstationen unserer Klinik für Anästhesiologie und operative

Intensivmedizin. Diese ist per se immer eine Mitbehandlung in enger Kooperation mit den

Ärzten, die das Grundleiden behandeln.

Vollstationäre Fallzahl: 249

32 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

B-1.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und

operative Intensivmedizin

Patienten, die nach Unfällen oder ausgedehnten Operationen auf einer unserer

Intensivstationen behandelt werden, leiden unter vielfältigen Krankheitsbildern oder

Verletzungen. Als intensivmedizinischer Bereich einer Universitätsklinik ist das zu behandelnde

Spektrum von Erkrankungen sehr vielfältig und kann durch den Diagnosenkatalog ICD-10 nicht

treffend beschrieben werden. Aufgrund der formalen Vorgaben werden jedoch hier die "Top-

Diagnosen" unseres Bereiches aufgelistet.

B-1.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und

operative Intensivmedizin

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 I25 36 Herzkrankheit durch anhaltende (chronische) Durchblutungsstörungen des

Herzens

2 S06 32 Verletzung des Schädelinneren

3 I71 17 Aussackung (Aneurysma) bzw. Aufspaltung der Wandschichten der

Hauptschlagader

4 I35 16 Krankheit der Aortenklappe, nicht als Folge einer bakteriellen Krankheit

durch Streptokokken verursacht

5 I60 12 Schlaganfall durch Blutung in die Gehirn- und Nervenwasserräume

6 I61 11 Schlaganfall durch Blutung innerhalb des Gehirns

7 I21 10 Akuter Herzinfarkt

8 C15 6 Speiseröhrenkrebs

9 I34


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

19 I62


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

18 C71 14 Bösartige Neubildung des Gehirns

19 I42 14 Kardiomyopathie

20 T82 14 Komplikationen durch Prothesen, Implantate oder Transplantate im Herzen

und in den Gefäßen

Die Kompetenzdiagnosen sind in den häufigsten Hauptdiagnosen abgebildet.

B-1.7 Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

B-1.7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 8-931 1248 Intensivmedizinische Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf mit

Messung des Drucks in der oberen Hohlvene (zentraler Venendruck)

2 8-910 1163 Regionale Schmerzbehandlung durch Einbringen eines Betäubungsmittels

in einen Spaltraum im Wirbelkanal (Epiduralraum)

3 8-919 1021 Umfassende Schmerzbehandlung bei akuten Schmerzen

4 8-800 571 Übertragung (Transfusion) von Blut, roten Blutkörperchen bzw. Blutplättchen

eines Spenders auf einen Empfänger

5 8-831 524 Legen bzw. Wechsel eines Schlauches (Katheter), der in den großen

Venen platziert ist

6 3-052 405 Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) von der Speiseröhre aus -

TEE

7 8-810 256 Übertragung (Transfusion) von Blutflüssigkeit bzw. von Anteilen der Blutflüssigkeit

oder von gentechnisch hergestellten Bluteiweißen

8 8-980 230 Behandlung auf der Intensivstation (Basisprozedur)

9 5-311 195 Anlegen eines vorübergehenden, künstlichen Luftröhrenausganges

10 8-930 153 Intensivmedizinische Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf ohne

Messung des Drucks in der Lungenschlagader und im rechten Vorhof des

Herzens

11 1-620 145 Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien durch eine Spiegelung

12 8-642 123 Vorübergehende Stimulation des Herzrhythmus durch einen eingepflanzten

Herzschrittmacher

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 35


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

13 8-144 109 Einbringen eines Röhrchens oder Schlauchs in den Raum zwischen Lunge

und Rippe zur Ableitung von Flüssigkeit (Drainage)

14 8-701 102 Einführung eines Schlauches in die Luftröhre zur Beatmung - Intubation

15 8-855 95 Blutreinigung außerhalb des Körpers durch ein Kombinationsverfahren von

Blutentgiftung und Blutwäsche

16 8-771 84 Herz bzw. Herz-Lungen-Wiederbelebung

17 8-561 79 Funktionsorientierte körperliche Übungen und Anwendungen

18 8-903 69 Gabe von Medikamenten zur Beruhigung und zur Schmerzausschaltung

19 8-640 67 Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit Stromstößen - Defibrillation

20 8-900 67 Narkose mit Gabe des Narkosemittels über die Vene

B-1.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-803 17 Wiedereinbringen von Blut, das zuvor vom Empfänger gewonnen wurde -

Transfusion von Eigenblut

8-643 15 Elektrische Stimulation des Herzrhythmus während einer Operation

1-202 8 Untersuchung zur Feststellung des Hirntodes

8-714


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

B-1.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Klinik und Poliklinik

für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115b SGB V durchgeführt.

B-1.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

Eine eigene BG-Zulassung liegt in unserer Klinik nicht vor. Allerdings werden BG-Patienten

konsiliarisch durch die Schmerzklinik mitbetreut. Die Behandlung von stationären BG-Patienten

im Bereich der Intensivmedizin ist natürlich ebenso möglich.

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

B-1.11 Apparative Ausstattung der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

Nr. Vorhandene Geräte

Umgangssprachliche

Bezeichnung

AA07 Cell Saver Eigenblutaufbereitungsgerät

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Mit diesem Gerät kann Blut

während Operationen gesammelt,

aufbereitet und dem

Patienten wieder zugeführt

werden. So wird die Notwendigkeit

von Fremdblut-Gaben

reduziert.

AA00 Echokardiographiegerät Zur Untersuchung der Herzfunktion

während einer Narkose

oder auf der Intensivstation.

AA14 Geräte für Nierenersatzverfahren

X kontinuierliche Nierenersatzverfahren

im Rahmen der

Intensivtherapie

AA00 Beatmungsgerät Modernste Geräte zur Beatmung

von Patienten auf den

Intensivstationen

AA00 Bronchoskop Gerät zur Spiegelung der

Atemwege mit der Möglichkeit,

Sekrete abzusaugen und

Gewebeproben zu entnehmen.

AA00 Bronchoskop für Kinder Gerät zur Spiegelung der

Atemwege von Kindern mit der

Möglichkeit, Sekrete abzusaugen

und Gewebeproben zu

entnehmen.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 37


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nr. Vorhandene Geräte

AA00 Messgerät für Messung

der Pumpleistung des

Herzens

B-1.12 Personelle Ausstattung

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

verschiedene Monitore, mit

denen die Pumpleistung des

Herzens bei Intensivpatienten

gemessen werden kann.

B-1.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und

operative Intensivmedizin

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Erläuterung

119,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

1 Stellvertreter des Klinikdirektors

22 Oberärzte

36 Fachärzte

59 Weiterbildungsassistenten

53,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor (teilweise gemeinsam mit den

chirurgischen Klinikdirektoren):

Anästhesiologie 60 Monate

Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin

24 Monate

Spezielle Chirurgische Intensivmedizin 24

Monate

Spezielle Neurochirurgische Intensivmedizin 24

Monate

Spezielle Schmerztherapie 12 Monate

Spezielle Schmerztherapie 12 Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ01 Anästhesiologie

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF01 Ärztliches Qualitätsmanagement

ZF15 Intensivmedizin

ZF28 Notfallmedizin

ZF30 Palliativmedizin

38 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-1 Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

ZF42 Spezielle Schmerztherapie

B-1.12.2 Pflegepersonal der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und

operative Intensivmedizin

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

PQ03 Hygienefachkraft

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

Anzahl Ausbildungsdauer

193,3 Vollkräfte 3 Jahre

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP12 Praxisanleitung

ZP14 Schmerzmanagement

B-1.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Klinik und Poliklinik für

Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP05 Ergotherapeut und Ergotherapeutin/Arbeits-

und Beschäftigungstherapeut

und Arbeits- und Beschäftigungstherapeutin

SP13 Kunsttherapeut und Kunsttherapeutin/Maltherapeut

und Maltherapeutin/Gestaltungstherapeut

und Gestaltungstherapeutin/Bibliotherapeut

und Bibliotherapeutin

Im Bereich der chronischen Schmerztherapie.

Im Bereich der chronischen Schmerztherapie.

SP21 Physiotherapeut und Physiotherapeutin Im Bereich der chronischen Schmerztherapie.

SP23 Psychologe und Psychologin Im Bereich der chronischen Schmerztherapie.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 39


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2 Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Direktor:

Univ.-Professor

Dr. med. Holger Busse

B-2.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. Holger Busse

Ansprechpartner: Dr. med. U. Grenzebach; Dr. med. S. Grewe

Hausanschrift: Domagkstr. 15

48149 Münster

Telefon: 0251 83-56001

Fax: 0251 83-56003

URL: http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=augenklinik

E-Mail: augenklinik@uni-muenster.de

Die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde ist eine Einrichtung der überregionalen

Maximalversorgung, in der Behandlungsangebote in sämtlichen Gebieten der konservativen

und operativen Augenheilkunde durchgeführt werden. Neben den umfangreichen stationären

Behandlungsmöglichkeiten stellt unsere Poliklinikambulanz eine individuelle bedarfsorientierte

Behandlung aller unserer Patienten sicher. In unserer poliklinischen Ambulanz und zahlreichen

Spezialsprechstunden bieten wir niedergelassenen augenärztlichen Kollegen täglich die

Möglichkeit, Notfälle und Problempatienten zur Weiterbehandlung vorzustellen. Durch die

Einrichtung einer eigenen Forschungsabteilung wird darüber hinaus die enge Verflechtung

zwischen Klinik und Forschung intensiviert.

B-2.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VA02 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

des Augenlides, des Tränenapparates

und der Orbita

Unsere Klinik stellt auf dem Gebiet der Tränenwegschirurgie

in Deutschland und Europa eines der wichtigsten

Versorgungszentren dar. Hier werden sämtliche Techniken

der chirurgischen, endoskopischen, primären und

sekundären Wiederherstellungen der Tränenwege -

einschließlich der Implantationschirurgie - durchgeführt.

Als Experten auf diesem Gebiet bilden wir sowohl nationale

als auch internationale ärztliche Kollegen aus.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse; OA Dr. Grewe

40 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VA10 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Augenmuskeln, Störungen

der Blickbewegungen sowie

Akkommodationsstörungen und

Refraktionsfehlern

VA14 Diagnostik und Therapie von strabologischen

und neuroophthalmologischen

Erkrankungen

VA06 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Aderhaut und der Netzhaut

VA08 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

des Glaskörpers und des

Augapfels

An unserer Klinik werden sämtliche Techniken der

Augenmuskeloperationen der geraden und schrägen

Augenmuskeln bei Kindern und Erwachsenen einschließlich

Blickverlagerungsoperationen und Transpositionsoperationen

durchgeführt.

Ansprechpartnerin: OÄ Dr. Grenzebach

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Techniken der

Augenmuskeloperationen bei Kindern und Erwachsenen

werden alle neurologisch bedingten Augenerkrankungen,

unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der

hiesigen Neuropädiatrie, Neurologie, Neuroradiologie

und anderen Disziplinen, behandelt.

Ansprechpartnerin: OÄ Dr. Grenzebach

In Spezialsprechstunden werden zurzeit an mehreren

Tagen der Woche Makulaerkrankungen diagnostiziert,

sofort und kurzfristig behandelt.

Des Weiteren werden Forschungen und Studien zur

exsudativen (feuchten) und trockenen altersabhängigen

Makuladegeneration durchgeführt.

Ansprechpartner: PD Dr. Uhlig

Wir behandeln an unserer Klinik sämtliche Erkrankungen

des Glaskörpers und der Netzhaut einschließich

schwerer proliferativer (wuchernden) Glaskörpernetzhauterkrankungen

infolge entzündlicher, traumatischer

oder diabetischer Erkrankungen unter Verwendung von

Endotamponaden wie expandierenden Gasen, schweren

sowie hochviskösen (sehr zähflüssigen) Ölen.

Weiterhin führen wir sowohl die chirurgischen als auch

laser- und kältetherapeutischen Operationen, unter

anderem bei Frühgeborenenretinopathien (Netzhauterkrankungen),

durch.

Ansprechpartner: PD Dr. Uhlig

VA15 Plastische Chirurgie An unserer Klinik werden sämtliche plastischchirurgischen

Maßnahmen in der Augen- und Periorbitalregion

(Augenlider) mit Transplantations-, Verschiebe-

und Transpositionstechniken unter anderem zur Behandlung

von Narbenkorrekturen und Lidfehlstellungen

durchgeführt. Weiterhin sind wir auf "tränensackchirurgische"

Maßnahmen zur funktionellen und ästhetischen

Wiederherstellung spezialisiert.

Zudem bieten wir nach telefonischer Anmeldung einmal

wöchentlich eine Botoxsprechstunde an.

Ansprechpartnerin: OÄ Dr. Grenzebach

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 41


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VA03 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Konjunktiva

VA04 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Sklera, der Hornhaut, der

Iris und des Ziliarkörpers

VA05 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Linse

VA01 Diagnostik und Therapie von Tumoren

des Auges und der Augenanhangsgebilde

VA07 Diagnostik und Therapie des Glaukoms

Wir behandeln sämtliche Erkrankungen der Bindehaut.

Im Besonderen werden hier auch das trockene Auge,

Bindehauttumoren und allergische Veränderungen

diagnostiziert und therapiert sowie Amnionmembrantransplantationen

(Hornhauttransplantationen) durchgeführt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

Wir sind auf sämtliche Erkrankungen der Lederhaut,

Hornhaut, Regenbogenhaut und des Ziliarkörpers

spezialisiert.

Durch die hauseigene Hornhautbank haben wir jederzeit

die Möglichkeit zur Notfallhornhauttransplantation und

gezielten Hornhauttransplantation.

Alle tumorösen Veränderungen, insbesondere die

Augenmelanome, werden in sehr enger Kooperation mit

der Strahlentherapie behandelt. Hier werden sämtliche

lokalen und externen Bestrahlungen durchgeführt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

Wir führen sämtliche refraktive und kurative Chirurgie

der kindlichen und erwachsenen Katarakte (Grauer Star)

durch - einschließlich Implantationen von faltbaren

Kunstlinsen. Zudem nehmen wir hornhaut-chirurgische,

glaukom-chirurgische und glaskörperchirurgische Eingriffe

vor.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Implantation von

intraokularen Speziallinsen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

In Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Strahlentherapie

führen wir augapfelerhaltende Behandlungen

mit z. B. Rutheniumplomben / Bestrahlungsplomben

bei Aderhaut- und Ziliarkörpermelanomen durch. Weiterhin

werden sämtliche extrakorporalen Bestrahlungsbehandlungen

bei Augentumoren durch uns aktiv und

beratend mitbegleitet.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

An unserer Klinik wird das gesamte Spektrum der operativen

Versorgung sowohl kindlicher als auch erwachsener

Glaukome gewährleistet. Wir führen die primären,

sekundären und die komplizierten Glaukomoperationen

bei Erwachsenen und Kindern durch - einschließlich

filtrierender, fistulierender und zyklodestruktiver Eingriffe

Hierfür ist eine Spezialsprechstunde eingerichtet.

Ansprechpartner: PD Dr. Stupp

42 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VA09 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

des Sehnervs und der Sehbahn

VA11 Diagnostik und Therapie von Sehstörungen

und Blindheit

Wir sind auf sämtliche Erkrankungen des Sehnerven

und der Sehbahn in jedem Alter spezialisiert. Unsere

Klinik ist mit den modernsten Geräten zur elektrophysiologischen

Diagnostik und Therapie auf diesem Gebiet

ausgestattet.

In der experimentellen Ophthalmologie werden hierzu

ständig Studien und Forschungen betrieben.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

Sämtliche Sehstörungen werden bei uns oft in enger

Zusammenarbeit mit anderen Kliniken, den umliegenden

Sehbehindertenschulen und anderen Sozialeinrichtungen

behandelt. Einmal wöchentlich gibt es hier die

Möglichkeit, vergrößernde Sehhilfen zu testen und den

alltäglichen Gebrauch zu trainieren.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

VA12 Ophthalmologische Rehabilitation Unsere Klinik steht in engem regelmäßigem Kontakt mit

allen umliegenden Sehbehindertenambulanzen und -

Schulen sowie Sozialeinrichtungen.

Im 6-wöchigen Rhythmus werden Patienten durch einen

auswärtigen Okularisten (Augenprothetiker) zur Prothesenanpassung

behandelt. Im Vordergrund stehen

hierbei mögliche Anpassungsprobleme und Behandlungsvorschläge

im fachübergreifenden Austausch.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

VA13 Anpassung von Sehhilfen Wir haben eine Spezialsprechstunde für vergrößernde

Sehhilfen eingerichtet. Hier können sämtliche auf dem

Markt befindliche Lupen-, Brillen- und Bildschirmsysteme

getestet und angepasst werden. Dieses Angebot ist

aus technischen Gründen durch den niedergelassenen

Kollegen apparativ nicht zu erbringen und wird daher in

enger Zusammenarbeit mit ihm durchgeführt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Busse

VA17 Spezialsprechstunde In der Universitäts-Augenklinik Münster werden ambulante

als auch stationäre und teilstationäre Behandlungen

durchgeführt. Weiterhin stellen die ambulante

poliklinische Versorgung sowie die orthoptische Sehschulbehandlung

von Kindern und Erwachsenen einen

Schwerpunkt unserer Klinik dar.

Qualitätssicherung

Spezialsprechstunden siehe unter Ambulante Behandlungsmöglichkeiten.

Die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde ist seit August 2008 nach DIN EN ISO zertifiziert.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 43


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Augenheilkunde

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP52 Zusammenarbeit mit/ Kontakt zu Selbsthilfegruppen Die Universitäts-Augenklinik steht in

sehr engem Kontakt mit den angrenzenden

Sehbehinderten-Ambulanzen

und Schulen des LWL-Westfalen-

Lippe.

Weiterhin empfehlen wir die Pro Retina

Deutschland e.V.

Pro Retina Deutschland e.V.

Vaalser Straße 108

52074 Aachen

Tel.: (02 41) 87 00 18

FAX: (02 41) 87 39 61

http://www.pro-retina.de/

B-2.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA33 Parkanlage Die Universitäts-Augenklinik verfügt über ausreichend

Grünflächen und, angenehmen Sitzmöglichkeiten im

Freien und liegt in unmittelbarer Nähe zum Aasee. (ca.

10 Gehminuten)

SA38 Wäscheservice Sollte es notwendig werden, steht eine hauseigene

Waschmaschine zur Verfügung. Diese wird aufgrund

der kurzen Liegezeiten in der Augenklinik nur selten in

Anspruch genommen

B-2.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Vollstationäre Fallzahl: 2781

B-2.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 H04 483 Krankheit bzw. Veränderung des Tränenapparates

2 H50 268 Schielen

44 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

3 H33 244 Netzhautablösung bzw. Netzhautriss des Auges

4 H40 216 Grüner Star - Glaukom

5 Q10 183 Angeborene Fehlbildung des Augenlides, des Tränenapparates bzw. der

knöchernen Augenhöhle

6 H25 179 Grauer Star im Alter - Katarakt

7 H35 131 Krankheit bzw. Veränderung der Netzhaut des Auges

8 H02 104 Krankheit bzw. Veränderung des Augenlides

9 H34 93 Verschluss einer Ader in der Netzhaut des Auges

10 H26 87 Grauer Star Sonderformen

11 S05 87 Verletzung des Auges bzw. der knöchernen Augenhöhle

12 H16 66 Entzündung der Hornhaut des Auges - Keratitis

13 H18 54 Krankheit oder Veränderung der Hornhaut des Auges

14 C44 41 Hautkrebs; Lidtumore

15 T26 37 Verbrennung oder Verätzung, begrenzt auf das Auge bzw. zugehörige

Strukturen wie Lider oder Augenmuskeln

16 H44 34 Krankheit bzw. Veränderung des Augapfels

17 C69 32 Krebs am Auge bzw. an zugehörigen Strukturen wie Lidern oder Augenmuskeln

18 H47 30 Krankheit bzw. Veränderung des Sehnervs oder der Sehbahn

19 S01 26 Offene Wunde des Kopfes

20 H43 24 Krankheit bzw. Veränderung des Glaskörpers des Auges

B-2.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

ICD-10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

Q15 21 Sonstige angeborene Fehlbildung des Auges

H27 20 Sonstige Krankheit bzw. Veränderung der Augenlinse

D48 15 Tumor an sonstigen bzw. vom Arzt nicht näher bezeichneten Körperregionen

ohne Angabe, ob gutartig oder bösartig

H05 12 Krankheit bzw. Veränderung der knöchernen Augenhöhle

Q12 10 Angeborene Fehlbildung der Augenlinse

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 45


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

ICD-10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

T86 9 Versagen bzw. Abstoßung von verpflanzten Organen bzw. Geweben

H21 8 Sonstige Krankheit bzw. Veränderung der Regenbogenhaut (Iris) oder des

Strahlenkörpers des Auges

B-2.7 Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 5-086 550 Wiederherstellende Operation am Tränenkanal bzw. Tränenpunkt

2 5-154 545 Operation zur Befestigung der Netzhaut nach Ablösung

3 5-144 389 Operative Entfernung der Augenlinse ohne ihre Linsenkapsel

4 5-158 381 Operative Entfernung des Glaskörpers des Auges und nachfolgender

Ersatz mit Zugang über den Strahlenkörper

5 5-088 319 wiederherstellende Operation der Tränenwege

6 1-220 248 Messung des Augeninnendrucks

7 5-152 203 Befestigung der Netzhaut nach Ablösung durch eine eindellende Operation

mithilfe einer Plombe

8 1-681 167 Untersuchung der Tränenwege durch eine Spiegelung

9 5-097 167 Lidstraffung

10 5-10a 163 Verstärkender Eingriff an einem geraden Augenmuskel

11 5-156 163 Operation an der Netzhaut

12 5-10b 161 Schwächender Eingriff an einem geraden Augenmuskel

13 5-132 138 Senkung des Augeninnendrucks durch Operation am Strahlenkörper

14 5-087 129 Wiederherstellende Operation des Tränennasengangs

15 5-10e 126 Operation an geraden Augenmuskeln

16 5-137 118 Operation an der Regenbogenhaut des Auges (Iris)

17 8-170 109 Behandlung durch Spülung (Lavage) des Auges

18 5-091 106 Operative Entfernung oder Zerstörung von (erkranktem) Gewebe des

Augenlides

46 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

19 5-093 105 Korrekturoperation bei Ein- bzw. Auswärtsdrehung des Augenlides

20 5-155 100 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe der Netz- bzw. Aderhaut

B-2.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

5-089 97 Sonstige Operation an den Tränenwegen

5-129 95 Sonstige Operation an der Hornhaut des Auges

5-094 85 Korrekturoperation bei einseitigem Augenlidtiefstand

5-092 76 Operation an Augenwinkel bzw. Lidfalte

5-133 52 Senkung des Augeninnendrucks im Auge durch Verbesserung der Kammerwasserzirkulation

5-139 40 Sonstige Operation an der Lederhaut (Sklera), der vorderen Augenkammer,

der Regenbogenhaut (Iris) bzw. dem Strahlenkörper des Auges

5-125 38 Verpflanzung bzw. künstlicher Ersatz der Hornhaut des Auges

5-112 36 Operative Entfernung oder Zerstörung von (erkranktem) Gewebe der

Bindehaut des Auges

5-142 31 Operation einer Augenlinsentrübung nach Operation des Grauen Stars

(Nachstar)

5-10f 29 Verstärkender Eingriff an einem schrägen Augenmuskel

5-131 26 Senkung des Augeninnendrucks durch eine ableitende Operation

5-115 23 Nähen der Bindehaut des Auges

5-122 21 Operation bei dreieckigen Bindehautfalten im Bereich der Lidspalte des

Auges (Pterygium)

1-587 20 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus Blutgefäßen durch operativen

Einschnitt

5-163 19 Entfernung des Augapfels

5-126 11 Operativer Ersatz der Hornhaut des Auges mit Verbesserung der Sehschärfe

bzw. sonstige wiederherstellende Operation an der Hornhaut des

Auges

5-222


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung der

Ambulanz

Spezialsprechstunde

Spezialsprechstunde

Spezialsprechstunde

Hornhautsprechstunde

Refraktive

Chirurgie

Glaukomsprechstunde

Netzhaut-/ Makulasprechstunde

Spezialsprechstunden

Nr.

der

Leistung

Angebotene

Leistungen

VA00 Plastische und aesthetische

Operationen

VA00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

des Tränenwege

VA14 Diagnostik und Behandlung

von Augenerkrankungen

im Kindesalter

(VA00)

VA00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

der Hornhaut

VA00 Behandlung von Fehlsichtigkeit

VA00 Diagnostik und Behandlung

eines erhöhten

Augeninnendruckes

VA00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

der Netzhaut

VA00 Spezialsprechstunde

zur Anpassung von

Sehhilfen

Kommentar / Erläuterung

Spezialsprechstunde für

plastische, kosmetische

und aesthetische Operationen

und Tumorchirurgie

Spezialsprechstunde für

Tränenwegserkrankungen

und Sicca Symptomatik

(Symptomatik des trockenen

Auges)

Spezialsprechstunde für

Ophthalmopädiatrie (Augenerkrankungen

im

Kindesalter); Strabologie

(Schielerkrankungen);

Neuroophthalmologie;

Botox; Orbita; Frühgeborenenkontrollen

Unter refraktiver Chirurgie

werden operative Korrekturen

von Fehlsichtigkeiten

durch laserchirurgische

Verfahren verstanden

Ein Glaukom ist eine

Erkrankung des Auges

welche durch einen erhöhten

Augeninnendruck

verursacht wird.

Spezialsprechstunde für

Erkrankungen der Netzhaut.

Spezialsprechstunde für

Kontaktlinsen und vergrößernde

Sehhilfen

48 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Neben der allgemeinen ophthalmologischen (augenheilkundlichen) Therapie und Diagnostik

haben wir für unsere Patienten weitere Spezial- und Einzelsprechstunden eingerichtet. Hierzu

zählen:

� Botulinumtoxinsprechstunde

� Orbitasprechstunde

� Tumorsprechstunde für intra- und extraokulare Tumoren

� Frühgeborenen-Sprechstunde

� Uveitissprechstunde

� Sonographische und Ultraschall-, biomikroskopische Untersuchungen

� Elektrophysiologie ERG (Elektroretinogramm), EOG (Elektrookulogramm),

VEP (visuell evozierte Potentiale)

� Onkologiesprechstunde ( Lider, Tränenwege, Orbita)

Für diese Sprechstunden können Patienten wie auch niedergelassene zuweisende Augenärzte

über unser Koordinationsbüro jederzeit Termine vereinbaren.

Öffnungszeiten:

Montag / Dienstag und Donnerstag: 8.00 h bis 17.00 h

Mittwoch: 8.00 h bis 15.30 h

Freitag: 8.00 h bis 14.00 h

Zu diesen Zeiten ist das Koordinationsbüro zu erreichen unter:

Telefon: 0251 83-56017/ -18/ -19; 83-56020 (Schwesternzimmer)

Fax: 0251 83-52549

Abteilung für Orthoptik: (ambulante u. stationäre Termine)

8.00 bis 16.00h

Telefon: 0251 83-56044

E-Mail: mailto:augenklinik@uni-muenster.de

Internet: http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=augenklinik

Ansprechpartner: OA Dr. med. S. Grewe; Frau Thüning-Röttger; Frau Rösmann

Sehschule/Orthoptik:

Für Terminvereinbarungen zur orthoptischen Vorstellung (Sehschule, endokrine Orbitopathien

oder Orthoptische Sprechstunde, Botox) steht ein separates Koordinationsbüro unter der

Rufnummer 0251 83-56044, Fax-Nr. 0251 83-52549 zur Verfügung.

E-Mail: orthoptik@uni-muenster.de

Terminvereinbarung Privat /-Wahlleistungssprechstunden:

Prof. Dr. Busse: Tel.-Nr. 0251 83-56006 (Frau Gerlach)

Sekretariat Prof. Dr. Busse:

Tel.-Nr.: 0251 83-56004 (Frau Muhmann)

Fax-Nr.: 0251 83-56003

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 49


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Klinik und Poliklinik

für Augenheilkunde

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 5-155 298 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe der Netz- bzw. Aderhaut

2 5-144 161 Operative Entfernung der Augenlinse ohne ihre Linsenkapsel

3 5-154 117 Sonstige Operation zur Befestigung der Netzhaut nach Ablösung

4 5-097 111 Lidstraffung

5 5-091 104 Operative Entfernung von (erkranktem) Gewebe des Augenlides

6 5-093 66 Korrekturoperation bei Ein- bzw. Auswärtsdrehung des Augenlides

7 5-142 57 Operation einer Augenlinsentrübung nach Operation des Grauen Stars

(Nachstar)

8 5-112 54 Operative Entfernung von (erkranktem) Gewebe der Bindehaut des Auges

9 5-129 46 Operation an der Hornhaut des Auges

10 5-10k 37 Kombinierte Operation an den Augenmuskeln

B-2.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Ja

Stationäre BG-Zulassung: Ja

50 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.11 Apparative Ausstattung der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Nr. Vorhandene Geräte

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

AA20 Laser Verschiedene Lasersysteme:

AA00 Tränenwegsendoskopie Gerät zur Gefäßdarstellung

- Excimer-Laser-S ys tem

zur Behandlung von

refraktiven und therapeutischenHornhautveränderungen

- Farbstofflaser

- Dioden-Laser

- Neodym-YAG-Laser

- Zyklophotokoagulation

Weitere Therapieverfahren:

- Photodynamische Therapie

- Transpupilläre Thermokauterisation

Dies ist eine minimal invasive

Operations- und Diagnostiktechnik

zur Tränenwegsdiagnostik

und perioperativen

Operationsindikationstellung.

Weiterhin besteht die Möglichkeit

eine sogenannte Microdrill-

Dacryoplastik unter Sicht

durchzuführen.

AA01 Angiographiegerät/DSA X Digitale Fluoreszenzangiographie

zur Diagnostik des Augenhintergrundes

bei:

AA08 Computertomograph (CT) Schichtbildverfahren

im Querschnitt

mittels Röntgenstrahlen

- Diabetes mellitus

- altersabhängiger Makuladegeneration

- Netzhautgefäßerkrankungen

- Tumorentdeckung

X Am Universitätsklinikum Münster

besteht die Möglichkeit

besteht die Möglichkeit der CT-

und NMR- Diagnostik sowohl

akut, als auch zur geplanten

Diagnostik vom Augen-, Orbita-

und Tumordiagnostik in Zusammenarbeit

mit dem Institur

für Klinische Radiologie

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 51


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Nr. Vorhandene Geräte

AA16 Geräte zur Strahlentherapie

AA29 Sonographiegerät /

Dopplersonographiegerät

/ Duplexsonographiegerät

Umgangssprachliche

Bezeichnung

Ultraschallgerät/mit

Nutzung

des Dopplereffekts/farbkodierter

Ultraschall

B-2.12 Personelle Ausstattung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Im Rahmen der Tumortherapie

am Auge hat die Universitäts-

Augenklinik die Möglichkeit aus

einem weiten überregionalen

Einzugsgebiet sämtliche therapeutischeStrahlenbehandlungen

mit den Strahlentherapeuten

gemeinsam durchzuführen.

X Neben den standardmäßigen

A- und B- Bild Ultraschalldiagnostik

sind das Ultraschallhochfrequenz

Biomikroskop

und Geräte zur Hornhautpachymetrie

vorhanden.

B-2.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Erläuterung

16,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

1 ltd. Oberärztin

4 Oberärzte

4 Fachärzte

7 Weiterbildungsassistenten

8,0 Vollkräfte Es liegt folgende Weiterbildungsermächtigung

vor:

Augenheilkunde 60 Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ04 Augenheilkunde

52 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-2 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

B-2.12.2 Pflegepersonal der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

PQ08 Operationsdienst

Anzahl Ausbildungsdauer

27,3 Vollkräfte 3 Jahre

4,0 Vollkräfte 1 Jahr

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP12 Praxisanleitung

B-2.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

SP19 Orthoptist und Orthoptistin/Therapeut und

Therapeutin für Sehstörungen/Perimetrist

und Perimetristin/Augenoptiker und Augenoptikerin

SP43 Medizinisch-technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin/ Funktionspersonal

1 Ltd. Lehrorthoptistin

3 klinische Orthoptistinnen ( auch Praxisanleiterinnen

für die Schule )

1 Sekretärin

10 von der Bezirksregierung genehmigte

Ausbildungsplätze für Orthoptistinschülerinnen

und -schüler

Fotoabteilung

Elektrophysiologie

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 53


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie

Direktor:

Univ.-Prof. Dr. med. Norbert

Senninger, FACS

B-3.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Norbert Senninger, FACS

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Brüwer

Hausanschrift: Waldeyerstraße 1

48149 Münster

Telefon: 0251 83-56304

Fax: 0251 83-56414

URL: http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=chirurgie

E-Mail: senning@uni-muenster.de

Die Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie zählt zu den großen universitären

chirurgischen Zentren in Deutschland. Wesentliche Schwerpunkte der Klinik sind die

Behandlung von bösartigen Neubildungen des Verdauungstraktes (Gastrointestinaltrakt) sowie

hormonbildender (endokriner) Organe. Weitere Schwerpunkte sind die Transplantation von

Leber, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Dünndarm und Niere, sowie die Therapie entzündlicher

Darm- und Pankreaserkrankungen. Neben dem breiten Spektrum konventioneller chirurgischer

Techniken werden auch sämtliche in der Allgemein- und Viszeralchirurgie gängigen Verfahren

der Schlüssellochchirurgie (minimal invasiven Chirurgie) durchgeführt. Weitere Schwerpunkte

sind die Implantation von venösen Infusionssystemen (Portsysteme, Ernährungskatheter), das

Anlegen von Dialyse-Shunts und -kathetern sowie moderne Behandlungskonzepte bei schlecht

heilenden Wunden und Druckgeschwüren (Dekubitus). Die Operationsabteilung verfügt über

eine modernste apparative Ausstattung. Besonders sind hier die Möglichkeiten der

intraoperativen Ultraschalldiagnostik von Tumoren, Metastasen und Gefäßen (Doppler-/Duplex-

Sonografie während einer Operation), die intraoperative Hitzebehandlung (Radiofrequenzablation

(RFA)) bei Tumoren der Leber sowie die intraoperative Strahlentherapie (IORT) von

Tumoren zu erwähnen. Der Therapieerfolg sowie die erfolgreiche Schmerzausschaltung nach

chirurgischen Eingriffen werden fachübergreifend durch eine kompetente Intensiveinheit (Klinik

und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin) sowie eigene

Intensivobservationseinheiten gewährleistet.

54 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

B-3.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VC24 Tumorchirurgie Die Tumorchirurgie stellt das Herzstück unserer Klinik

dar. Wir bieten das gesamte Spektrum der Chirurgie von

bösartigen Tumoren des Magen-Darm-Traktes an,

eingebettet in multimodale Therapiekonzepte, die in

einer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären

Tumorkonferenz festgelegt werden. Darüber hinaus gibt

es die Möglichkeit der onkologischen Nachsorge und

damit langfristigen Anbindung von Patienten in unserer

Klinik.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. M. Brüwer

VC21 Endokrine Chirurgie Besondere Erfahrung besitzen wir in der Diagnostik und

Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der

endokrinen Organe (Schilddrüse, Nebenschilddrüse und

Nebenniere). Dabei nutzen wir möglichst gewebeschonende

(minimal invasive) Techniken.

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. M. Colombo-

Benkmann

VC23 Leber-, Gallen-, Pankreaschirurgie Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik liegt auf der operativen

Therapie aller gut- und bösartigen Erkrankungen

inklusive erweiterter Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und

Gallenwegsresektionen mit Einsatz modernster Versiegelungstechniken

und intraoperativem Ultraschall.

Darüber hinaus führen wir bei irresektablen (operativ

nicht entfernbaren) Lebertumoren Tumorhitzebehandlungen

(Radiofrequenzablation) und Verfahren zur

Unterbrechung der Blutzufuhr zum Tumorgewebe

(transarterielle Chemoembolisation (TACE)) in Zusammenarbeit

mit dem Institut für Klinische Radiologie

(Univ.-Prof. Dr. W. Heindel) durch.

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. H. Wolters

VC22 Magen-Darm-Chirurgie In der chirurgischen Klinik führen wir regelmäßig operative

Behandlungen von allen gut- und bösartigen Erkrankungen

des Magen-Darm-Traktes durch. Durch eine

interne endoskopische Abteilung besteht die Möglichkeit

einer effizienten präoperativen und intraoperativen

Diagnostik. Die Behandlung vieler gutartiger Erkrankungen,

wie z. B. der Refluxerkrankung oder bei Ausstülpungen

(Divertikeln) der Darmwand wird schwerpunktmäßig

minimal-invasiv ("Schlüssellochtechnik") durchgeführt.

Eine besondere Expertise besteht in der operativen

Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

(Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und proktologischen

Erkrankungen (Hämorrhoiden, Fisteln,

Abszessen). Viele bösartige Erkrankungen des Magen-

Darm-Traktes, wie z. B. Speiseröhrenkrebs, können in

unserer Klinik durch eine Vorbehandlung mittels Chemotherapie

oder Bestrahlung erfolgreich operiert werden.

Eine Tumornachsorge ist in unserer Klinik ebenfalls

möglich.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. M. Brüwer

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 55


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VC25 Transplantationschirurgie In unserer Klinik bieten wir das gesamte Spektrum der

viszeralchirurgischen Transplantation an. Schwerpunkte

des Nierentransplantationsprogramms sind u. a. die

Lebendspende-Nierentransplantation und das European-Senior-Programm

zur Verkürzung der Wartezeit

auf ein Spenderorgan. Darüber hinaus werden in Kooperation

mit dem KfH-Nierenzentrum für Kinder und

Jugendliche regelmäßig pädiatrische Nierentransplantationen

durchgeführt. In Kooperation mit dem deutschlandweit

ersten Lehrstuhl für Transplantationshepatologie

haben wir unser Lebertransplantationsprogramm

ausgebaut und seitdem auch mehrere Dünndarmtransplantation

in Münster durchgeführt. Die umfassende

Vorbereitung und Nachsorge der transplantierten Patienten

erfolgt in Kooperation mit den internistischen

Kliniken in regelmäßigen Sprechstunden.

VC00 Operationen an Leisten- und Narbenbrüchen

VC00 Behandlung von Wundheilungsstörungen

und Druckgeschwüren

VC55 Minimalinvasive laparoskopische

Operationen

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. H. Wolters

Die im Rahmen von multimodalen Therapiekonzepten

(z. B. Chemotherapie vor oder nach einer Operation)

häufig notwendigen venösen Gefäßzugänge (z. B.

Implantation von Portsystemen und Ernährungskatheter)

führen wir überwiegend ambulant und in lokaler Anästhesie

durch. Besondere Expertise besteht in der Diagnostik,

Planung und Anlage von Dialysezugängen. Wir

bieten neben Dialyse-Shunt- und -katheteranlagen auch

die Implantation von Bauchfelldialysekathetern an, die

laparoskopisch (minimal-invasiv) durchgeführt wird.

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. F. W. Pelster

Unsere Klinik bietet alle modernen Therapiekonzepte

bei Wundheilungsstörungen und in der Behandlung von

Druckgeschwüren, z. B. am Steiß, inklusiver plastischer

Deckungsverfahren an.

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. D. Palmes

Unsere Klinik ist auf alle etablierten Bauchspiegelungs-

Operationsverfahren spezialisiert wie Blinddarmentfernung,

Gallenblasenentfernung, Leistenbruchoperation,

Magenoperationen und Darmoperationen. Des Weiteren

führen wir Bauchspiegelungs-Operationen bei krankhaftem

Übergewicht und Narbenbrüchen durch sowie die

minimal-invasive (gewebsschonende) Entfernung der

Nebenniere, Milz und Nebenschilddrüse durch.

Ansprechpartner: Dr. med. C. Schleicher

56 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VC58 Spezialsprechstunde Neben der täglich stattfindenden allgemein- und viszeralchirurgischen

Sprechstunde haben wir Spezialsprechstunden

eingerichtet, in denen sich spezialisierte

Fachärzte um Patienten mit folgenden Krankheitsbildern

kümmern:

Qualitätssicherung

- Chirurgie der Schilddrüse und andere endokrine

Erkrankungen

- Erkrankungen des Enddarms (Proktologie)

- Krankhaftes Übergewicht

- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

- Transplantation von Leber-, Nieren-, Dünndarm-

und Bauchspeicheldrüse

Instrumente der Qualitätssicherung sind die tägliche Indikationsbesprechung, die wöchentlich

stattfindende Morbiditäts- und Mortalitätskonferenz, die wöchentlich stattfindende onkologische

Konferenz sowie Kolloquien mit den Nephrologen, Gastroenterologen und Pathologen. Darüber

hinaus nimmt unsere Klinik auch an der KTQ-Zertifizierung teil.

B-3.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP24 Manuelle Lymphdrainage

MP31 Physikalische Therapie / Bädertherapie

MP31 Stomatherapie / -beratung

B-3.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

SA12 Balkon/Terrasse

SA02 Ein-Bett-Zimmer

Für die Patienteninformationen liegen im stationären

und im ambulanten Bereich Broschüren und andere

Materialien aus, die vor allem die Themen Transplantation

- Organspende, Tumormedizin und Chronischentzündliche

Darmerkrankungen berücksichtigen.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 57


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA03 Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle

SA13 Elektrisch verstellbare Betten

SA14 Fernsehgerät am Bett/im Zimmer

SA20 Frei wählbare Essenszusammenstellung

(Komponentenwahl)

SA21 Kostenlose Getränkebereitstellung

SA05 Mutter-Kind-Zimmer/Familienzimmer

SA21 Rundfunkempfang am Bett

SA18 Telefon

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

B-3.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

Vollstationäre Fallzahl: 1417

B-3.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

B-3.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 N18 80 Anhaltende (chronische) Verschlechterung bzw. Verlust der Nierenfunktion

2 C15 58 Speiseröhrenkrebs

3 E04 58 Sonstige Form einer Schilddrüsenvergrößerung ohne Überfunktion der

Schilddrüse

4 K63 50 Sonstige Krankheit des Darms

5 C20 43 Dickdarmkrebs im Bereich des Mastdarms - Rektumkrebs

6 C78 42 Absiedlung (Metastase) einer Krebskrankheit in Atmungs- bzw. Verdauungsorganen

7 K80 42 Gallensteinleiden

8 C22 40 Krebs der Leber bzw. der in der Leber verlaufenden Gallengänge

58 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

9 K43 40 Bauchwandbruch (Hernie)

10 K50 40 Anhaltende (chronische) oder wiederkehrende Entzündung des Darms -

Morbus Crohn

11 K35 39 Akute Blinddarmentzündung

12 C16 35 Magenkrebs

13 K40 35 Leistenbruch (Hernie)

14 C18 30 Dickdarmkrebs im Bereich des Grimmdarms (Kolon)

15 K51 30 Anhaltende (chronische) oder wiederkehrende Entzündung des Dickdarms

- Colitis ulcerosa

16 K56 29 Darmverschluss (Ileus) ohne Eingeweidebruch

17 C73 26 Schilddrüsenkrebs

18 K83 26 Sonstige Krankheit der Gallenwege

19 C25 25 Bauchspeicheldrüsenkrebs

20 K62 25 Sonstige Krankheit des Mastdarms bzw. des Afters

B-3.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

ICD-10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

C24 17 Krebs sonstiger bzw. vom Arzt nicht näher bezeichneter Teile der Gallenwege

E21 12 Überfunktion bzw. sonstige Krankheit der Nebenschilddrüsen

C19


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

B-3.7 Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

B-3.7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 5-541 464 Operative Eröffnung der Bauchhöhle bzw. des dahinter liegenden Gewebes

2 1-632 416 Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms

durch eine Spiegelung

3 5-469 293 Sonstige Operation am Darm

4 5-399 276 Sonstige Operation an Blutgefäßen

5 1-654 180 Untersuchung des Mastdarms durch eine Spiegelung

6 5-511 162 Operative Entfernung der Gallenblase

7 1-650 137 Untersuchung des Dickdarms durch eine Spiegelung - Koloskopie

8 5-893 114 Operative Entfernung von abgestorbenem Gewebe im Bereich einer

Wunde bzw. von erkranktem Gewebe an Haut oder Unterhaut

9 5-467 100 Sonstige wiederherstellende Operation am Darm

10 5-555 93 Nierenverpflanzung (Transplantation)

11 5-455 91 Operative Entfernung von Teilen des Dickdarms

12 1-651 89 Untersuchung des S-förmigen Abschnitts des Dickdarms durch eine Spiegelung

13 5-892 89 Sonstige operative Einschnitte an Haut bzw. Unterhaut

14 5-536 68 Operativer Verschluss eines Narbenbruchs (Hernie)

15 8-137 68 Einlegen, Wechsel bzw. Entfernung einer Harnleiterschiene

16 5-429 66 Sonstige Operation an der Speiseröhre

17 1-440 64 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus dem oberem Verdauungstrakt,

den Gallengängen bzw. der Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung

18 5-401 64 Operative Entfernung einzelner Lymphknoten bzw. Lymphgefäße

19 5-501 63 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe der Leber

20 8-176 63 Behandlung durch Spülung des Bauchraumes bei vorhandener Flüssigkeitsableitung

und vorübergehendem Verschluss der Bauchdecke

60 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

B-3.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

OPS-301

Absolute

Fallzahl

5-454 61 Operative Dünndarmentfernung

Umgangssprachliche Bezeichnung

5-452 53 Operative Entfernung oder Zerstörung von erkranktem Gewebe des Dickdarms

5-062 52 Sonstige teilweise Entfernung der Schilddrüse

5-061 37 Operative Entfernung einer Schilddrüsenhälfte

5-063 35 Operative Entfernung der Schilddrüse

5-426 35 Entfernung der gesamten Speiseröhre mit Wiederherstellung der Verbindung

5-456 31 Vollständige, operative Entfernung des Dickdarms im Bereich des Grimmdarms

(Kolon) sowie zusätzlich des Mastdarms (Rektum)

5-403 30 Komplette, operative Entfernung aller Halslymphknoten - Neck dissection

5-484 30 Operative Mastdarmentfernung (Rektumresektion) mit Beibehaltung des

Schließmuskels

5-067 29 Operative Entfernung einer oder mehrerer Nebenschilddrüsen

5-524 28 Operative Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse

5-502 27 Operative Entfernung eines oder mehrerer Lebersegmente

5-504 22 Leberverpflanzung (Transplantation)

5-514 22 Sonstige Operation an den Gallengängen

5-505 21 Wiederherstellende Operation an der Leber

5-069 20 Sonstige Operation an Schilddrüse bzw. Nebenschilddrüsen

5-482 20 Operative Entfernung oder Zerstörung von erkranktem Gewebe des Mastdarms

(Rektum) mit Zugang über den After

5-072 19 Operative Entfernung der Nebenniere - Adrenalektomie

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 61


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

B-3.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Klinik und Poliklinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung der

Ambulanz

Spezialsprechstunde

Chronisch entzündlicheDarmerkrankungen

Nr.

der

Leistung

Angebotene

Leistungen

Kommentar / Erläuterung

VA57 Plastische Chirurgie Spezialsprechstunde für

plastische, kosmetische

und aesthetische Operationen

und Tumorchirurgie

VC00 Diagnostik und Behandlung

von chronisch

entzündlichen Darmerkrankungen

Endoskopie VC00 Diagnostik des Magen-,

Darmtraktes

Onkologische

Nachsorge

VC00 Diagnostik und Nachsorge

von Tumorerkrankungen

Proktologie VC00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

des Enddarms

Vor- und Nachbehandlung

von Patienten mit chronisch-entzündlichen

Darmerkrankungen,

insbesondere nach operativer

Therapie.

Diagnostik: Prokto-

Rektoskopie, partielle und

totale Koloskopie, Analmanometrie,Endosonographie

Spiegelungen des Magen-

Darmtraktes

Nachsorgeuntersuchungen

von Krebserkrankungen

Therapie von Erkrankungen

im Anal- und Rektumbereich,

wie z.B. Therapie

von Hämorrhoidalerkrankungen

mittels Sklerosierung

und Gummibandligatur,

histologische Gewinnung

von Proben aus dem

Anal- und Rektumbereich.

B-3.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Klinik und Poliklinik

für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

1 5-399 199 Sonstige Operation an Blutgefäßen

Umgangssprachliche Bezeichnung

2 1-650 143 Untersuchung des Dickdarms durch eine Spiegelung - Koloskopie

3 5-452 52 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe des Dickdarms

62 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

4 1-444 34 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus dem unteren Verdauungstrakt

bei einer Spiegelung

5 5-491 7 Operative Behandlung von röhrenartigen Gängen im Bereich des Darmausganges

(Analfisteln)

6 5-392


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nr. Vorhandene Geräte

AA00 EKG und nicht-invasives

elektrophysiologisches

Labor:

AA12 Gastroenterologisches

Endoskop

AA14 Geräte für Nierenersatzverfahren

AA22 Magnetresonanztomograph

(MRT)

AA00 PET-CT

AA27 Röntgengerät/ Durchleuchtungsgerät

AA29 Sonographiegerät/Dopplersonographie

gerät/ Duplexsonographiegerät

Umgangssprachliche

Bezeichnung

Gerät zur Magen-

Darm-Spiegelung

B-3.12 Personelle Ausstattung

Geräte für die Blutwäsche

Ultraschallgerät/mit

Nutzung des Dopplereffekts/farbkodierter

Ultraschall

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Ruhe-EKG, Belastungs-EKG,

Langzeit-EKG, Ereignis-

Recording (externe und implantierbare

Systeme), hochverstärktes

signalgemitteltes EKG

mit Spätpotentialanalyse,

Herzfrequenzvariabilitätsanalyse

64 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008

X

X

X Schnittbildverfahren mittels

starker Magnetfelder und

elektromagnetischer Wechselfelder

X

X Mit Möglichkeit der intraoperativen

Sonographie.

B-3.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Anzahl Kommentar / Erläuterung

32,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

6 Oberärzte

3 Funktionsoberärzte

22 Weiterbildungsassistenten

17,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Allg. Chirurgie 60 Monate

Visceralchirurgie 36 Monate

Spezielle Chirurgische Intensivmedizin 24

Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Fachexpertise der Abteilung

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ06 Allgemeine Chirurgie

AQ07 Gefäßchirurgie

AQ13 Viszeralchirurgie

AQ00 Endoskopie

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF15 Intensivmedizin

ZF34 Proktologie

B-3.12.2 Pflegepersonal der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Operationstechnische Assistenten und Assistentinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

PQ07 Onkologische Pflege

PQ08 Operationsdienst

Anzahl Ausbildungsdauer

90,3 Vollkräfte 3 Jahre

1,0 Vollkräfte 3 Jahre

1,0 Vollkraft 3 Jahre

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP12 Praxisanleitung

ZP15 Stomapflege

ZP16 Wundmanagement

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 65


B-3 Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

B-3.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Klinik und Poliklinik für Allgemein-

und Viszeralchirurgie

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

SP04 Diätassistent und Diätassistentin

SP23 Psychologe und Psychologin

SP27 Stomatherapeut und Stomatherapeutin

SP28 Wundmanager und Wundmanagerin /

Wundberater und Wundberaterin / Wundexperte

und Wundexpertin / Wundbeauftragter

und Wundbeauftragte

SP43 Medizinisch-technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin/ Funktionspersonal

66 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für

Erwachsene mit angeborenen

Herzfehlern

Direktor:

Univ.-Professor Dr. med.

Helmut Baumgartner

B-4.1 Allgemeine Angaben des EMAH-Zentrums - Zentrum für Erwachsene

mit angeborenen Herzfehlern

Fachabteilung: EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. Helmut Baumgartner

Ansprechpartner: Dr. med. G. Kaleschke

Hausanschrift: Albert-Schweitzer-Straße 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-46110

Fax: 0251 83-46109

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=emah-zentrum

E-Mail: erika.vinkelau@ukmuenster.de

Im EMAH-Zentrum am Universitätsklinikum Münster werden unter der Leitung des Kardiologen

Prof. Dr. Helmut Baumgartner Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern und erworbenen

Klappenfehlern ambulant und stationär versorgt. Die Behandlung umfasst ein breites Spektrum

an diagnostischen Verfahren und katheterinterventionellen Eingriffen. Dabei stehen ein Team

von spezialisierten Ärzten und modernste Geräteausstattung zur Verfügung. Es besteht eine

enge Kooperation mit den Sektionen der Kardiologie und Angiologie (kommissarische Leitung

Prof. Dr. med. H. Reinecke) und der Rhythmologie (Leitung Prof. Dr. med. L.Eckardt) sowie mit

der Klinik für Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor Univ.-Prof. Dr. med. H.-H. Scheld) und

der Abteilung für Pädiatrische Kardiologie (Leitung Prof. Dr. med Vogt) bei der

interdisziplinären Versorgung der Patienten.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 67


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

B-4.2 Versorgungsschwerpunkte des EMAH-Zentrums - Zentrum für

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK01 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Herzerkrankungen

VI02 Diagnostik und Therapie der pulmonalen

Herzkrankheit und von Krankheiten

des Lungenkreislaufes

VI03 Diagnostik und Therapie von sonstigen

Formen der Herzkrankheit

Das Spektrum von angeborenene Herzerkrankungen

umfasst unter anderen folgende Krankheitsbilder:

Herzklappenfehler mit Einengung der Klappenöffnung:

Verengungen oberhalb und unterhalb der Klappen

sowie innerhalb der Herzkammern, Einengungen der

großen Gefäße (Z.B. Aortenisthmusstenose) Herzklappenfehler

mit unvollständigem Verschluss der Herzklappen,

Öffnungen zwischen den Herzscheidewänden.

Komplexe angeborene Herzfehler: z.B. Fallot´sche

Tetralogie, Transposition der großen Gefäße, Fehlen

einer Herzklappe, Ebstein Anomalie, Herzfehler mit nur

einer funktionstüchtigen Herzkammer.

Besonderes Augenmerk liegt auf der zeitgerechten

Planung von Erst- wie Wiederholungseingriffen durch

eine umfassende Diagnostik sowie deren letztendliche

Durchführung. Des Weiteren werden alle chronischen

Komplikationen (Herzschwäche, Rhythmusstörungen,

Lungenhochdruck etc.) sowie akute Komplikationen

abgeklärt und behandelt (z.B. Herzrhythmusstörungen,

Entzündungen der Herzklappen, Gefäßkomplikationen)

Primäre und sekundäre Form des Lungenhochdrucks,

z.B. im Rahmen von angeborenen und erworbenen

Herzfehlern. Durchführung der diesbzgl. Diagnostik

(einschließlich Rechtsherzkatheter mit Reagibiltätstestung)

und Einleitung, bzw. Therapiebetreuung im Verlauf.

Zweiter Schwerpunkt des EMAH-Zentrums ist die Behandlung

von erworbenen Herzklappenfehlern, beispielsweise:

Einengung der Aortenklappen: Quantifizierung, präoperative

Diagnostik incl.Herzkatheter, bei entsprechender

Indikation auch nicht chirurgische Verfahren der Aortenklappenimplantation

(transfemoral oder apikal).

Unvollständiger Verschluss der Mitral- und Tricuspidalklappen:

Diagnostik bei primären, morphologisch veränderten

Klappenfehlern (z.B. Prolaps) oder sekundäre

Klappenfunktionsstörungen bei Infarkt, dilatativer Kardiomyopathie,

Rechtsherzerkrankung und anderen

Ursachen. Quantifizierung mittels Echokardiographie,

präoperative Diagnostik incl. Herzkatheter. In Planung:

bei entsprechender Indikation nicht chirurgische Therapie

der Mitralklappeninsuffizienz mit dem MitraClip®-

Verfahren (voraussichtlich ab dem 4. Quartal 2009).

Therapie von Entzündungen der Herzklappen (Endokarditis).

VI27 Spezialsprechstunde Im Rahmen der Behandlung für Erwachsene mit angeborenen

Herzfehlern werden die Patienten (und Angehörigen)

langfristig im Rahmen regelmäßiger Vorstellung

in dieser Spezialsprechstunde betreut.

68 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

B-4.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des EMAH-Zentrums -

Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP00 Beratung und Therapie bei Patienten mit angeborenen

Herzfehlern im Erwachsenenalter

MP34 Psychologisches/psychotherapeutisches Leistungsangebot/

Psychosozialdienst

Die Versorgung der Patienten mit

angeborenen Herzfehlern besteht in

der medizinischen und psychosozialen

Betreuung und weiterführenden Beratung

für allgemeine Fragen im Kontext

der Grunderkrankung im Alltag.

B-4.4 Nicht-medizinische Serviceangebote des EMAH-Zentrums - Zentrum

für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

Die Internet-Seite des EMAH-Zentrums gibt Auskunft

über Diagnostik, Therapie, das Behandlungsteam

sowie Kontaktmöglichkeiten.

B B-4.5 Fallzahlen des EMAH-Zentrums - Zentrum für Erwachsene mit

angeborenen Herzfehlern

Vollstationäre Fallzahl: 205

B-4.6 Diagnosen nach ICD des EMAH-Zentrums - Zentrum für Erwachsene

mit angeborenen Herzfehlern

B-4.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD des EMAH-Zentrums - Zentrum für Erwachsene

mit angeborenen Herzfehlern

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 I35 61 Krankheit der Aortenklappe, nicht als Folge einer bakteriellen Krankheit

durch Streptokokken verursacht

2 Q21 40 Angeborene Fehlbildungen der Herzscheidewände

3 I33 16 Akute oder weniger heftig verlaufende (subakute) Entzündung der Herzklappen

4 I34 11 Krankheit der linken Vorhofklappe, nicht als Folge einer bakteriellen

Krankheit durch Streptokokken verursacht

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 69


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

5 I25 7 Herzkrankheit durch anhaltende (chronische) Durchblutungsstörungen des

Herzens

6 I50 7 Herzschwäche

7 I21 6 Akuter Herzinfarkt

8 I48 6 Herzrhythmusstörung, ausgehend von den Vorhöfen des Herzens

9 I47


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

6 8-017 19 Künstliche Ernährung über eine Magensonde als medizinische Nebenbehandlung

7 8-018 16 Künstliche Ernährung über die Vene als medizinische Nebenbehandlung

8 8-701 13 Einführung eines Schlauches in die Luftröhre zur Beatmung - Intubation

9 8-930 10 Intensivmedizinische Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf ohne

Messung des Drucks in der Lungenschlagader und im rechten Vorhof des

Herzens

10 5-35a 8 Operation an Herzklappen mit mit kleinstmöglichem Einschnitt an der Haut

und minimaler Gewebeverletzung (minimalinvasiv)

11 8-144 7 Einbringen eines Röhrchens oder Schlauchs in den Raum zwischen Lunge

und Rippe zur Ableitung von Flüssigkeit (Drainage)

12 8-771 6 Herz bzw. Herz-Lungen-Wiederbelebung

13 8-853 6 Verfahren zur Blutentgiftung außerhalb des Körpers mit Herauspressen

von Giftstoffen - Hämofiltration

14 3-052


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

B-4.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten des EMAH-Zentrums -

Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung der

Ambulanz

Spezialambulanz

für Patienten mit

angeborenen

Herzfehlern

Nr.

der

Leistung

Angebotene

Leistungen

VI00 Diagnostik und Behandlung

von angeborenen

Herzfehlern

Kommentar / Erläuterung

In dieser Ambulanz werden

erwachsene Patienten

mit angeborenen, teilweise

komplexen Herzfehlern in

Koperation mit der Medizinischen

Klinik und Poliklinik

C und der Kinderkardiologie

betreut. Ferner

besteht eine enge Zusammenarbeit

mit der

Klinik und Poliklinik für

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

und der

Risikosprechstunde für

Schwangere der Klinik und

Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe.

B-4.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V des EMAH-Zentrums -

Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115B SGB V durchgeführt.

B-4.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft des EMAH-Zentrums - Zentrum für

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

B-4.11 Apparative Ausstattung des EMAH-Zentrums - Zentrum für

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Nr. Vorhandene Geräte

AA62) 3-D/4-D-Ultraschallgerät

Umgangssprachliche

Bezeichnung

AA01 Angiographiegerät/DSA Gerät zur Gefäßdarstellung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

X 24-Stundenbereitschaft im

Zusammenhang mit der Med.

Klinik C

72 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Nr. Vorhandene Geräte

AA03 Belastungs-

EKG/Ergometrie

AA00 Echokardiographiegerät

AA00 EKG-Gerät

AA13 Geräte der invasiven

Kardiologie

AA00 Herzkathetermessplatz

(0) mit biplaner Flachdetektortechnik

AA54 Linksherzkathetermessplatz

AA31 Spirometrie/Lungenfunktionsprüfu

ng

B-4.12 Personelle Ausstattung

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Belastungstest mit Herzstrommessung

X Behandlungen mittels Herzkatheter

24-Stundenbereitschaft im

Zusammenhang mit der Med.

Klinik C

X Darstellung der Herzkranzgefäße

mittels Röntgen-

Kontrastmittel

24-Stundenbereitschaft im

Zusammenhang mit der Med.

Klinik C

B-4.12.1 Ärzte und Ärztinnen d e s E M AH-Zentrums - Zentrum für Erwachsene mit

angeborenen Herzfehlern

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Anzahl Kommentar / Erläuterung

7,0 Vollkräfte

3,0 Vollkräfte

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 73


B-4 EMAH-Zentrum - Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Fachexpertise der Abteilung

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ28 Innere Medizin und SP Kardiologie

B-4.12.2 Pflegepersonal des EMAH-Zentrums - Zentrum für Erwachsene mit

angeborenen Herzfehlern

Gesundheits- und Krankenpfleger

und Gesundheits- und Krankenpflegerinnen

Anzahl

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Ausbildungsdauer

Kommentar / Erläuterung

0,0 3 Jahre Das Pflegepersonal im stationären

Bereich und in den Funktionsbereichen

ist der Med. Klinik C zugeordnet.

Fachexpertise des Pflegepersonals siehe unter Klinik und Poliklinik C - Kardiologie und

Angiologie

B-4.12.3 Spezielles therapeutisches Personal des EMAH-Zentrums - Zentrum für

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin 3 Arzthelferinnen, die auch im technischen /

diagnostischen Bereich (Spiroergometrien,

transösophageale Echokardiographie) assistierend

tätig sind

SP21 Physiotherapeut und Physiotherapeutin Im Rahmen der Langzeit-Betreuung der Patienten

mit angeborenen Herzfehlern steht mit einer

halben Stelle eine Therapeutin zur Verfügung.

74 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

B-5 Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Direktor:

Univ.-Professor Dr. med. L.

Kiesel

B-5.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. L. Kiesel

Ansprechpartner: Dr. med. SD Schäfer

Hausanschrift: Albert-Schweitzer-Str. 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-48202

Fax: 0251 83-48267

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=frauenheilkunde

E-Mail: UFK@uni-muenster.de

Die Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist für Münster und die weitere

Umgebung Westfalens die führende Klinik der Maximalversorgung ihres Fachgebiets. Sie bietet

aufgrund ihrer akademischen Ausrichtung die Möglichkeit, bei allen gynäkologischen und

geburtshilflichen Erkrankungen jederzeit nach den aktuellsten diagnostischen und

therapeutischen Methoden behandelt zu werden.

Die Klinik bietet ein breites Spektrum an Spezialisierungen und verfügt über besondere

Schwerpunkte in jedem der vier großen Bereiche:

� operative und onkologische Gynäkologie,

� Senologie (Brustzentrum)

� Geburtshilfe und Perinatalmedizin (vorgeburtliche Medizin),

� Endokrinologie (Hormonerkrankungen),

� Reproduktionsmedizin (Fortpflanzungsmedizin).

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 75


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

B-5.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VG01 Diagnostik und Therapie von bösartigen

Tumoren der Brustdrüse

VG02 Diagnostik und Therapie von gutartigen

Tumoren der Brustdrüse

Ein Schwerpunkt in der gynäkologischen Onkologie ist

die Behandlung des Mammakarzinoms (Brustkrebs).

Zusammen mit anderen Kliniken der Umgebung hat die

Universitätsfrauenklinik das Brustzentrum Münster

gegründet. Die Frauenklinik beteiligt sich an zahlreichen

Therapiestudien der Fachgesellschaften. Interdisziplinäre

Konferenzen werden vor und nach der Operation zur

individuellen Therapieoptimierung abgehalten.

Die Operation bzw. die häufig auch durchzuführende

Abklärung der Achselhöhle erfolgt in der Regel durch

eine schonende Biopsie (Gewebsentnahme) des Wächterlymphknotens

(Sentinel-L ym ph-Node-Biopsie). Bei

der Mehrzahl der Frauen kann eine brusterhaltende

Operation durchgeführt werden. Am Universitätsklinikum

kann diesen Frauen eine intraoperative Bestrahlung

angeboten werden, die die Zeit der Bestrahlung nach

der Operation deutlich reduziert.

Weitere Informationen unter:

http://www.muenster-brustzentrum.de

Leiterinnen des Brustzentrums: Frau Dr. med. K. Roterberg,

Frau Dr. med. J. Tio

Frauen mit unklaren Veränderungen der Brust können

sich in der Mammasprechstunde vorstellen. Im Bereich

Mammasonografie (Brustultraschalluntersuchung)

werden hochmoderne Matrix-Ultraschallköpfe mit exzellenter

Darstellungsqualität eingesetzt. Innovative Techniken

wie Kontrastmittel- und 3D-Sonografie erweitern

das Spektrum der Brustdiagnostik.

Durch ambulant durchzuführende minimal-invasive

Abklärungsmöglichkeiten (Stanzbiopsien, ultraschallgesteuerte

Mammotome®) wird eine rasche Diagnose

ermöglicht und eine Vielzahl besonders unnötiger Operationen

bei gutartigen Veränderungen vermieden.

Mehrmals wöchentlich werden interdisziplinäre Konferenzen

mit Diagnostischen Radiologen, gynäkologischen

Onkologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und

Nuklearmedizinern durchgeführt um eine leitliniengerechte

individualisierte Therapieplanung zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter:

http://www.muenster-brustzentrum.de

Leiterinnen des Brustzentrums: Frau Dr. med. K. Roterberg,

Frau Dr. med. J. Tio

76 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VG04 Kosmetische/ Plastische Mammachirurgie

VG10 Betreuung von Risikoschwangerschaften

Es besteht die Möglichkeit der Anpassung der Brust auf

der Gegenseite wie z.B. durch eine Bruststraffung

(Mastopexie) oder einer Brustverkleinerung (Reduktionsmastektomie).

Neben der Behandlung der bösartigen

Erkrankungen der Brust werden auch andere Erkrankungen

der Brust in einer Spezialsprechstunde

abgeklärt und ggf. einer operativen Behandlung wie

einer Bruststraffung, einer Brustverkleinerung oder einer

Brustvergrößerung (Augmentation) zugeführt.

Sollte eine Abnahme der Brust notwendig sein, werden

der Patientin plastisch-rekonstruktive operative Behandlungsverfahren

(z.B. Brustvergrößerung durch Eigengewebe

oder Prothese) angeboten. Während des stationären

Aufenthaltes werden Patientinnen besonders durch

die Psychoonkologin der Frauenklinik betreut.

Ansprechpartnerinnen: Frau Dr. med. Katy Roterberg,

Frau Dr. med. Joke Tio, Frau Dipl.-Theol. P. Jebali

Ein Schwerpunkt in der Geburtshilfe ist die Behandlung

von Patientinnen mit Schwangerschaftsbluthochdruck

(Präeklampsie), HELLP-Syndrom (lebensbedrohliche

Komplikation einer bluthochdruckbedingten Schwangerschaftserkrankung).

Eine spezielle Sprechstunde für

Risikoschwangerschaften dient auch der Mitbetreuung

von Patientinnen, die eine solche Komplikation in einer

vorausgegangenen Schwangerschaft hatten und nun

erneut schwanger sind. Daneben bilden Patientinnen

mit Diabetes mellitus, Erkrankungen aus dem rheumatischen

Formenkreis (Lupus erythematodes) oder Blutgerinnungsstörungen

einen wesentlichen Anteil dieser

Sprechstunde.

Ein schon traditioneller geburtshilflicher Schwerpunkt

unter den geburtshilflichen Abteilungen in Münster ist

die Betreuung und - wenn gewünscht und möglich - die

vaginale Entbindung von Zwillingsschwangerschaften

und Beckenendlagen an der Universitätsfrauenklinik.

Ansprechpartner: Professor Dr. med. Walter Klockenbusch

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 77


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VG09 Pränataldiagnostik und -therapie In der Pränataldiagnostik (vorgeburtliche Diagnostik)

werden alle etablierten Verfahren zur Diagnostik und

Therapie des Ungeborenen angeboten. Ein Schwerpunkt

ist die erweiterte Diagnostik im 1. Schwangerschaftstrimester.

Im 2. und 3. Trimester der Schwangerschaft

werden spezielle Ultraschalluntersuchungen des

Feten sowie Fruchtwasseruntersuchungen und Eingriffe

zur Therapie des Feten angeboten. Ein hoch spezialisiertes

ärztliches Team aus Pränatalmedizinern, Humangenetikern,

Neonatologen, Kinderkardiologen,

Kindernephrologen, Kinderneurologen, Kinderchirurgen,

Neurochirurgen und Herzchirurgen ermöglicht eine

umfassende zeitnahe Beratung. Durch eine Kooperation

mit der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie des UKM und

einer Vor-Ort-Beratung von Pro familia kann das Zentrum

für Pränatale Medizin eine umfassende psychologische,

psychiatrische und psycho-soziale Beratung bei

Vorliegen einer Erkrankung des Ungeborenen gewährleisten.

VG11 Diagnostik und Therapie von Krankheiten

während der Schwangerschaft,

der Geburt und des Wochenbettes

VG08 Diagnostik und Therapie gynäkologischer

Tumoren

Ansprechpartner: Dr. med. Johannes Steinhard

In der Geburtshilfe wird ein familienorientierter Ansatz

betont. Es werden Kurse der Schwangerengymnastik,

Geburtsvorbereitung durch Hebammen der Klinik,

Homöopathie und Akupunktur angeboten. Unter der

Geburt existiert ein Stufenkonzept zur schmerzarmen

Geburt bis zur patientenkontrollierten Periduralanästhesie.

Es wird, soweit irgend möglich, auf einen Dammschnitt

verzichtet. Standardverfahren bei der Schnittentbindung

ist der sogenannte "sanfte Kaiserschnitt" (Misgav-Ladach).

Selbstverständlich sind Rooming-in,

Stillberatung und Stillförderung. Die Zusammenarbeit

mit den Kinderkliniken des Universitätsklinikums ermöglicht

die Betreuung und Entbindung von Kindern mit

vorgeburtlichen bekannten Auffälligkeiten, die unmittelbar

nach der Geburt von den Kinderärzten in Empfang

genommen und der weiteren Behandlung zugeführt

werden können. Kinder mit Anpassungsstörungen und

Auffälligkeiten können häufig bei der Mutter verbleiben.

Ansprechpartner: Professor Dr. med. Walter Klockenbusch

Sämtliche Operationen zur Behandlung der anderen

gynäkologischen Tumore, wie Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs

oder Vulvakrebs, werden an der Frauenklinik

regelmäßig durchgeführt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit der Klinik für Chirurgie, der Klinik für

Urologie und anderen Kliniken erlaubt die Durchführung

auch ultraradikaler Operationen. Ein Ziel ist jedoch auch

die Erweiterung der minimalinvasiven Eingriffsmöglichkeiten

(Schlüssellochchirurgie), wie beispielsweise die

der laparoskopischen Lymphknotenentfernung.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Olaf Buchweitz, Professor

Dr. med. Ralph Lellé, Dr. med. Ralf Witteler

78 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VG14 Diagnostik und Therapie von nichtentzündlichen

Krankheiten des

weiblichen Genitaltraktes

Einen wesentlichen Schwerpunkt in der Gynäkologie

bildet die Behandlung dysplastischer (fehlentwickelter)

Veränderungen der Portio (Gebärmutterhals/ -mund)

und der Vulva. Hierfür stehen eine spezielle Sprechstunde

und eine eigene Zytologie (Zellbiologie) zur

Verfügung. Operativ kommen vor allem die Abtragung

mit einer elektrischen Schlinge und ein LASER zum

Einsatz.

Ansprechpartner: Frau Dr. med. Veronika Beckmann,

Professor Dr. med. Ralph Lellé

VG06 Gynäkologische Abdominalchirurgie Bereits traditionell ist die Behandlung der Endometriose

(gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut) und

des Uterus myomatosus (gutartige Muskelgeschwülste

der Gebärmutter) ein Schwerpunkt der Klinik. Eine

spezielle Sprechstunde unterstützt niedergelassene

Kollegen in der konservativen Behandlung und dient der

Therapieplanung vor operativen Eingriffen. Spezielle

diagnostische Verfahren wie die Fluoreszenzdiagnostik

erlauben eine verbesserte Erkennung endometroider

Herde.

Bei der Endometriose und der organerhaltenden Operation

des Uterus myomatosus sind minimalinvasive

Operationsmethoden eine Hauptsäule der Therapieverfahren.

Diese spielen jedoch auch eine wesentliche

Rolle beispielsweise bei der totalen laparoskopischen

Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) oder der laparoskopischen

Entfernung von Eierstockstumoren, beides

Eingriffe, die neben den konventionellen Verfahren an

der Klinik regelmäßig durchgeführt werden.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Olaf Buchweitz

VG05 Endoskopische Operationen Eine Mehrzahl der gynäkologischen Operationen wird

ambulant oder stationär minimal invasiv durchgeführt.

Das Spektrum der laparoskopischen Operationen reicht

von der Abklärung des unerfüllten Kinderwunsches über

die Behandlung von Eierstockstumoren bis zur Gebärmutterentfernung.

Ein besonderer Schwerpunkt der

Klinik ist die "Total laparoskopische Gebärmutterentfernung"

sowie die Behandlung von Myomen und Endometriose.

Die Behandlung der Endometriose stellt einen

über die Grenzen bekannten Schwerpunkt der Klinik

dar. Die Fluoreszenzdiagnostik ermöglicht zusätzlich

eine verbesserte Diagnostik der peritonealen Endometriose.

Die Gebärmutterspiegelung stellt einen weiteren

Schwerpunkt des endoskopischen Operierens dar.

Neben der diagnostischen Abklärung von unerfüllten

Kinderwunsch und Blutungsstörungen, sind die operative

Entfernung von Polypen, Myomen oder Septen

Routine.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 79


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VG07 Inkontinenzchirurgie Minimalinvasive Methoden spielen auch eine Rolle bei

der Behandlung der Harninkontinenz. Hier kommt jedoch

auch eine ganze Reihe anderer vaginaler oder

abdominaler Operationsverfahren zum Einsatz, die

ebenfalls regelmäßig an der Klinik durchgeführt werden.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Olaf Buchweitz

VR02 Native Sonographie Auf Überweisung werden alle Ultraschalluntersuchung

der inneren weiblichen Genitale (Gebärmutter, Eileiter,

Eierstöcke) durchgeführt. Modernste, farbcodierte

Durchblutungsdarstellungen ermöglichen ein weites

Spektrum nicht-invasiver Untersuchungsmöglichkeiten

und können z. B. unnötige Operationen vermeiden

helfen.

Ansprechpartner: Dr. med. Johannes Steinhard

VG00 Reproduktionsmedizin Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik ist die Behandlung

von Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch.

Hier besteht eine Sprechstunde zur Abklärung möglicher

Ursachen und Behandlung. Zu den Behandlungsmöglichkeiten

zählen die hormonelle Eierstockstimulation,

intrauterine Insemination und in vitro Fertilisation (künstliche

Befruchtung). Die Behandlung des Paares erfolgt

in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Reproduktionsmedizin

und Andrologie (CeRA) mit dessen Mitarbeitern

regelmäßig interdisziplinäre Therapiebesprechungen

erfolgen.

Ansprechpartner: Dr. med. Andreas Schüring

VG15 Spezialsprechstunde Für die Betreuung von Frauen mit erhöhtem familiärem

Risiko einer Krebserkrankung steht in Kooperation mit

dem Institut für Humangenetik und dem Institut für

Klinische Radiologie die Spezielle Hochschulambulanz

"Familiäres Mamma- und Ovarialkarzinom (Brust- und

Eierstockkrebs)" zur Verfügung, um betroffenen Familien

bezüglich in Folge einer Risikoberechnung und/oder

einer genetischen Testung bezüglich möglicher Maßnahmen

zu beraten.

Ansprechpartnerinnen: Frau Dr. med. Katy Roterberg,

Frau Dr. med. Joke Tio, Frau PD Dr. med. Pia Wülfing

Im Bereich der Endokrinologie (Lehre der Hormone)

betreibt die Frauenklinik eine spezielle "Hormonsprechstunde",

in der unter anderem Patientinnen mit polyzystischen

Ovarien (Zysten in den Eierstöcken), übermäßiger

Behaarung, adrenogenitalem Syndrom (Vermännlichung),

Hyperprolaktinämie, Gelbkörperschwäche,

anderen Zyklusstörungen, Klimakterium (Wechseljahre),

aber auch mit Gonadendysgenesien (Fehlentwicklung

der Keimdrüsen) betreut werden.

80 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Weitere Informationen zum Brustzentrum Münster:

Das Brustzentrum Münster ist ein kooperatives universitäres Brustzentrum, welches in

gesamtem Umfang die interdisziplinäre Frühdiagnostik, Therapie und Nachsorge von Frauen

und Männern mit Erkrankungen der Brust gewährleistet. Die umfassende Betreuung der

Patientinnen erfolgt ganzheitlich und berufsgruppenübergreifend unter Berücksichtigung der

Autonomie der Patientin. Das Brustzentrum Münster bietet das gesamte aktuelle Spektrum

einer modernen medizinischer Versorgung an. Neben der umfassenden stationären Versorgung

betreut das Brustzentrum Münster in Kooperation mit zahlreichen Leistungserbringern und

kooperierenden Partnern auch im ambulanten Bereich betroffene Patientinnen und Patienten

mit Erkrankungen der Brust. Das Brustzentrum Münster ist seit dem 31. Juli 2005 anerkanntes

Brustzentrum des Landes Nordrhein-Westfalen und DMP-Klinik für Brusterkrankungen.

Weitere Informationen finden sie unter: www.muenster-brustzentrum.de

B-5.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Das medizinisch-pflegerische Leistungsangebot umfasst die vielfältigen Aspekte der Betreuung

von Frauen in der Gynäkologie und Geburtshilfe. Viele allgemeine Angebote werden z.B. unter

besonderer Berücksichtigung der Schwangerschaft in der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe adaptiert bzw. intensiviert durchgeführt. Viele Leistungen, die

am Universitätsklinikum angeboten werden, basieren naturgemäß auf der guten

Zusammenarbeit mit unseren Nachbardisziplinen zur Optimierung der umfassenden Betreuung

der sich uns anvertrauenden Patientinnen.

MP02 Akupunktur

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP03 Angehörigenbetreuung/-beratung/-seminare

MP04 Atemgymnastik/-therapie

MP05 Babyschwimmen

MP10 Bewegungsbad/Wassergymnastik

MP11 Bewegungstherapie

MP16 Ergotherapie/Arbeitstherapie

MP19 Geburtsvorbereitungskurse/Schwangerschaftsgymnastik

MP22 Kontinenztraining/ Inkontinenzberatung

MP24 Manuelle Lymphdrainage

MP25 Massage

MP26 Medizinische Fußpflege

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 81


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP28 Naturheilverfahren/Homöopathie/Phytotherapie

MP30 Pädagogisches Leistungsangebot

MP31 Physikalische Therapie/Bädertherapie

MP36 Säuglingspflegekurse

MP39 Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von

Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen

MP41 Spezielles Leistungsangebot von Entbindungspflegern

und/oder Hebammen

MP42 Spezielles pflegerisches Leistungsangebot

MP43 Stillberatung

MP45 Stomatherapie/-beratung

MP46 Traditionelle Chinesische Medizin

B-5.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA01 Aufenthaltsräume

SA14 Fernsehgerät am Bett/im Zimmer

SA05 Mutter-Kind-Zimmer/Familienzimmer

SA07 Rooming-in

SA18 Telefon

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

B-5.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Vollstationäre Fallzahl: 2411

82 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

B-5.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

B-5.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 Z38 458 Neugeborene

2 C50 246 Brustkrebs

3 O70 96 Dammriss während der Geburt

4 N80 95 Gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter

5 D05 79 Örtlich begrenzter Tumor (Carcinoma in situ) der Brustdrüse

6 O36 65 Betreuung der Mutter wegen sonstiger festgestellter oder vermuteter

Komplikationen beim ungeborenen Kind

7 O42 62 Vorzeitiger Blasensprung

8 D25 61 Gutartiger Tumor der Gebärmuttermuskulatur

9 O99 60 Sonstige Krankheit der Mutter, die an anderen Stellen der internationalen

Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) eingeordnet werden kann, die

jedoch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett verkompliziert

10 O71 55 Sonstige Verletzung während der Geburt

11 O04 44 Abtreibung

12 O35 43 Betreuung der Mutter bei festgestellter oder vermuteter Normabweichung

oder Schädigung des ungeborenen Kindes

13 O34 39 Betreuung der Mutter bei festgestellten oder vermuteten Fehlbildungen

oder Veränderungen der Beckenorgane

14 C56 37 Eierstockkrebs

15 D24 36 Gutartiger Brustdrüsentumor

16 O60 33 Vorzeitige Wehen und Entbindung

17 P22 32 Atemnot beim Neugeborenen

18 O64 28 Geburtshindernis durch falsche Lage bzw. Haltung des ungeborenen

Kindes kurz vor der Geburt

19 O24 27 Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft

20 O30 27 Mehrlingsschwangerschaft

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 83


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

B-5.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

C51 25 Krebs der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane

C54 19 Gebärmutterkrebs

D48 15 Tumor an sonstigen bzw. vom Arzt nicht näher bezeichneten Körperregionen

ohne Angabe, ob gutartig oder bösartig

O32 14 Betreuung der Mutter bei festgestellter oder vermuteter falscher Lage des

ungeborenen Kindes

P07 12 Störung aufgrund kurzer Schwangerschaftsdauer oder niedrigem Geburtsgewicht

D27 11 Gutartiger Eierstocktumor

N62


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

15 1-694 80 Untersuchung des Bauchraums bzw. seiner Organe durch eine Spiegelung

16 5-681 79 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe der Gebärmutter

17 5-667 78 Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter durch Einbringen von

Flüssigkeit bzw. Gas

18 5-871 72 Operative brusterhaltende Entfernung von Brustdrüsengewebe mit Entfernung

von Achsellymphknoten

19 5-569 62 Sonstige Operation am Harnleiter

20 5-469 59 Sonstige Operation am Darm

B-5.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

OPS-301 Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

5-873 43 Operative Entfernung der Brustdrüse mit Entfernung von Achsellymphknoten

5-872 39 Operative Entfernung der Brustdrüse ohne Entfernung von Achsellymphknoten

5-543 37 Operative Entfernung von Gewebe aus der Bauchhöhle

5-884 22 Operative Brustverkleinerung

5-754 18 Behandlung des ungeborenen Kindes in der Gebärmutter

5-685 17 Operative Entfernung der Gebärmutter einschließlich des umgebenden

Gewebes sowie des oberen Anteils der Scheide

5-402 16 Ausräumung mehrerer Lymphknoten einer Region [als selbstständige

Operation]

5-720 14 Operative Entbindung durch die Scheide mittels Geburtszange

5-714 11 Operative Entfernung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane

5-715


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

SpezialsprechstundeFamiliäres

Mamma-

und Ovarialkarzinom

Risikoschwangerensprechstunde

Endometriose-

und Myomsprechstunde

UrogynäkologischeSprechstunde

EndokrinologischeSprechstunde

Kinderwunschsprechstunde

Mamma

sprechstunde

Nr. der

Leistung

VG00

VG00

VG00

Angebotene

Leistungen

Beratung bei erhöhtem

Risiko gynäkolgischer

Tumore genetischer

Ursache

Diagnostik und Beratung

bei Risikoschwangerschaft

Diagnostik und Beratung

bei Endometriose

Kommentar / Erläuterung

Beratung von Frauen und

Patientinnen hinsichtlich

der Bedeutung der genetischen

Testung und der

Vorsorgemöglichkeiten.

Gynäkologische Früherkennung

Diagnostik, Beratung und

Therapieeinleitung bei

Risikoschwangerschaften

mit den jeweils speziellen

Fachdisziplinen.

Beratung, konservative

Therapie, Operationsplanung.

VG16 Urogynäkologie Diagnostik, Beratung,

konservative Therapie,

Operationsplanung.

VG00 Diagnostik und Behandlung

von Hormonerkrankungen

VG00 Diagnostik und Beratung

bei ungewollter

Kinderlosigkeit

VG00

Diagnostik und Beratung

bei gut- und bösartigen

Erkrankungen der

Brust

Diagnostik, Beratung und

Therapieeinleitung bei

Wechseljahresbeschwerden,

besonders auch in

Folge maligner Erkrankungen,

Osteoporose und

sonstiger hormoneller

bedingeter Symptome,

Studienbetreuung.

Diagnostik, Beratung und

Therapie der ungewollten

Kinderlosigkeit in enger

Kooperation mit dem

Centrum für Reproduktionsmedizin

(CRM).

Diagnostik, Beratung und

Therapie bei gut- und

bösartigen Erkrankungen

der Brust.

86 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

B-5.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Klinik und Poliklinik

für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 5-671 127 Operative Entnahme einer kegelförmigen Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals

2 1-672 102 Untersuchung der Gebärmutter durch eine Spiegelung

3 1-473 95 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus der schwangeren Gebärmutter

ohne operativen Einschnitt mit Steuerung durch bildgebende Verfahren,

z.B. Ultraschall

4 1-694 79 Untersuchung des Bauchraums bzw. seiner Organe durch eine Spiegelung

5 1-852 73 Fruchtwasserentnahme mit einer Nadel - Amniozentese

6 5-690 44 Operative Entfernung des oberen Anteils der Gebärmutterschleimhaut -

Ausschabung

7 1-471 35 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus der Gebärmutterschleimhaut

ohne operativen Einschnitt

8 5-399 27 Sonstige Operation an Blutgefäßen

9 5-870 19 Operative brusterhaltende Entfernung von Brustdrüsengewebe ohne

Entfernung von Achsellymphknoten

10 5-469 6 Sonstige Operation am Darm

Ambulante Leistungen im Rahmen von künstlichen Befruchtungen

Rang EBM

Nr.

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 08541 164 Ultraschallgezielte und/oder laparoskopische Eizellentnahme

2 08560 119 In-vitro-Fertilisation (IVF) mit anschließendem Embryotransfer, einschl.

intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI)

3 08551 7 Maßnahmen zur In-vitro-Fertilisation (IVF)

B-5.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 87


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

B-5.11 Apparative Ausstattung der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

Nr. Vorhandene Geräte

AA29 Sonographiegerät /

Dopplersonographiegerät

/ Duplexsonographiegerät

AA00 Echokardiographie-

Verfahren

Umgangssprachliche

Bezeichnung

Ultraschallgerät / mit

Nutzung des Dopplereffekts

/ farbkodierter

Ultraschall

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

X Die Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

verfügt über insgesamt 9

Ultraschallgeräte. Hervorzuheben

sind 4 hochauflösende

highend Geräte, die besonders

in der Pränataldiagnostik

(vorgeburtliche Diagnostik) und

Mammasonographie (Ultraschall

der Brust) eingesetzt

werden.

Herzultraschall Es existieren zwei high-end

Geräte zur erweiterten fetalen

Echokardiographie (Ultraschall

des Herzens beim Feten).

AA20 Laser Es existiert ein CO2-Laser und

im Bereich der Urologie ein

Neod ym -Yag Laser, der in

Zusammenarbeit mit der Klinik

und Poliklinik für Urologie

genutzt wird.

AA53 Laparoskop Bauchhöhlenspiegelungsgerät

AA33 Uroflow / Blasendruckmessung

Der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

stehen zwei komplette

Endoskopie-Türme zur Lapararoskopie

(Bauchspiegelung)

und operativen Hysteroskopie

(Gebärmutterspiegelung) zur

Verfügung. Des Weiteren

verfügt die Klinik über 2 hochmoderne

Morcellatoren zur

optimalen gewebeschonenden

laparoskopischen Operationen

von z.B. Myomen (gutartigen

Geschwulste der Gebärmutter).

Es besteht eine vollständige

urodynamische Meßeinheit an

der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Daduch sind Messung

von Uroflow, Ruhe- und Stressurethralprofile

und Zystemetriemessungen

möglich.

88 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Vorhandene Geräte

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

AA00 Fluoreszenzdiagnostik Zur verbesserten Endometriosediagnostik

steht der Klinik

und Poliklinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe die

intraoperative Fluoreszensdiagnostik

zur Verfügung.

AA00 Gamma-Counter

AA27 Röntgengerät/ Durchleuchtungsgerät

AA00 Teilweise Multimedia-

Ausstattung

B-5.12 Personelle Ausstattung

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 89

X

Über das AIDA-ASystem

besteht die Möglichkeit der

intaroperativen Photo- und

Videodokumentation.

B-5.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Anzahl Kommentar / Erläuterung

25,5 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

2 leitende Ärztinnen (Brustzentrum)

1 leitender Oberarzt

8 Oberärzte

5 Fachärzte

8,5 Weiterbildungsassistenten

17,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Frauenheilkunde und Geburtshilfe 48 Monate

Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin 24

Monate

Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

24 Monate

Spezielle Operative Gynäkologie 24 Monate

Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie

Gynäkologische Aspirations- und Punktatzytologie

des Genitals und der Mamma

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Fachexpertise der Abteilung

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ14 Frauenheilkunde und Geburtshilfe

AQ15 Frauenheilkunde und Geburtshilfe, SP

Gynäkologische Endokrinologie und

Reproduktionsmedizin

AQ16 Frauenheilkunde und Geburtshilfe, SP

Gynäkologische Onkologie

AQ17 Frauenheilkunde und Geburtshilfe, SP

Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF01 Ärztliches Qualitätsmanagement

ZF25 Medikamentöse Tumortherapie

ZF02 Akupunktur

Zusätzlich besteht eine Zusatzqualifikation über die Fetal Medicine Foundation, London für das

Ersttrimesterscreening (u.a Nackenfaltenmessung ab der 11. Schwangerschaftswoche) und

eine spezielle Anerkennung in der Ultraschall-Stufendiagnostik der Stufe II der Deutschen

Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

Das Team der Frauenklinik ist auf unserer Website dargestellt:

http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=frauenheilkunde_mitarbeiter

B-5.12.2 Pflegepersonal der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen

Anzahl Ausbildungsdauer

32,3 Vollkräfte 3 Jahre

11,3 Vollkräfte 3 Jahre

1,0 Vollkräfte 1 Jahr

Entbindungspfleger und Hebammen 10,3 Vollkräfte 3 Jahre

90 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-5 Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

PQ07 Onkologische Pflege

PQ08 Operationsdienst

Kommentar / Erläuterung

B-5.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Klinik und Poliklinik für

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP00 Hebammen/ Entbindungspfleger Seit September 2007 besteht eine Kooperation mit

Beleghebammen; d. h. werdende Mütter können am

Universitätsklinikum mit Unterstützung ihrer vorbekannten

Hebamme entbunden werden.

SP04 Diätassistent und Diätassistentin Die Diätassistenten beraten die Patientinnen direkt

in der Auswahl der angebotenen Speisen. Dies ist

besonders wichtig bei Inappetenz (fehlendes Verlangen

nach Nahrung) und medizinisch notwendigen

Nahrungseinschränkungen, z.B. Aplasiekost.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Patientinnen

Wunschkost erhalten. Spezielle Fragestellungen

der Planung und die Durchführung der

parenteralen Ernährung werden durch die Ernährungsambulanz

unterstützt.

SP43 Medizinisch-technischer Assistent

und Medizinisch-technische Assistentin/

Funktionspersonal

Im Bereich Pränatalmedizin werden speziell ausgebildete

MTAs für invasive Techniken (Chorionzottenbiopsie

(Plazentapunktion), Amniocentese

(Fruchtwasserpunktion), Chordozentese (Nabelschnurpunktion)

sowie therapeutisch intrauterine

Eingriffe eingesetzt.

SP23 Psychologe und Psychologin Die Klinik und Poliklink für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe beschäftigt eine Psychoonkologin in

Vollzeit. Die psychoonkolgische Versorgung stellt

zudem im Rahmen es Brustzentrums einen

Schwerpunkt der Betreuung unserer Patientinnen

mit Erkrankungen der Brust dar.

SP27 Stomatherapeut und Stomatherapeutin

SP28 Wundmanager und Wundmanagerin /

Wundberater und Wundberaterin /

Wundexperte und Wundexpertin /

Wundbeauftragter und Wundbeauftragte

Ein Stoma ist ein künstlich angelegter Ausgang aus

der Bauchhöhle, in der Regel ein künstlicher Darmausgang.

Zentral existiert eine Stelle zur spezialisierten

Versorgung von Stomaopatientinnen. Eine

Vertretung ist auf der Station jederzeit gewährleistet.

Zentral ist eine Stelle zum Wundmanagement

eingerichtet. Eine Vertretung ist auf der Station

jederzeit gewährleistet.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 91


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-,

Nasen- und Ohrenheilkunde

Direktor:

Univ.-Professor Dr. med. W.

Stoll

B-6.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. W. Stoll

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Claudia Rudack

Hausanschrift: Kardinal-von-Galen-Ring 10

48149 Münster

Telefon: 0251 83-56801

Fax: 0251 83-56804

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=hals-nasen-ohrenheilkunde

E-Mail: hnoorg@uni-muenster.de

Die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ist ein überregionales Zentrum

für die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des Fachgebiets. Im Rahmen des

Versorgungsauftrags wird die gesamte diagnostische und therapeutische Bandbreite der HNO-

Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie einschließlich der fachbezogenen Schädelbasis-Chirurgie

und der Kochlea-Implantation (spezielle Hörprothese) angeboten. Eine bundesweite Bedeutung

besitzt die Klinik vor allem bezüglich der Diagnostik und Therapie von Hör- und

Gleichgewichtsstörungen und der funktionell-ästhetischen Nasenchirurgie.

B-6.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-

und Ohrenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VH05 Cochlearimplantation Das Cochleaimplantat (CI) ist eine Hörprothese für

gehörlose oder stark schwerhörige Patienten, deren

Hörnerv noch funktioniert. Es überträgt den mit einem

speziellen Hörgerät aufgenommenen Schall elektrisch

an den Hörnerv. Eine CI-Versorgung ist dann angezeigt,

wenn mittels bester Hörgeräte kein ausreichendes

Sprachverstehen mehr erzielt werden kann.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. C. Rudack

92 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VH04 Mittelohrchirurgie Die Chirurgie des Mittelohres umfasst Eingriffe zur

Sanierung chronischer Mittelohrentzündungen sowie

Maßnahmen zur Verbesserung des Gehörs bei Mittelohrschwerhörigkeiten.

Zur Verfügung stehen modernste Operationsmikroskope,

ein Neuromonitoring zum Schutz des Gesichtsnerven

(N. fazialis) sowie ein chirurgisches Navigationssystem.

In geeigneten Fällen können moderne Hörgeräte in das

Mittelohr eingesetzt werden (implantierbare Hörgeräte).

VH15 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Kopfspeicheldrüsen

VH10 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Nasennebenhöhlen

VH17 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Trachea

VH12 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Tränenwege

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. C. Rudack

Erkrankungen der Kopfspeicheldrüsen umfassen in

erster Linie Steinleiden, Entzündungen sowie gutartige

und bösartige Tumoren. Oftmals ist - gerade bei Tumorerkrankungen

- eine operative Entfernung der betroffenen

Drüse angezeigt.

Für die Eingriffe an Speicheldrüsen, die in der Nachbarschaft

des Gesichtsnerven (N. fazialis) erfolgen, wird

Nervenmonitoring eingesetzt.

Ansprechpartnerin:Prof. Dr. C. Rudack

Erkrankungen der Nasennebenhöhlen umfassen in

erster Linie akute und chronische Entzündungen, Allergien

sowie gutartige und (selten) auch bösartige Tumorerkrankungen.

Je nach Ursache und Erkrankungsverlauf

wird entweder medikamentös oder operativ behandelt.

Bestimmte entzündliche Erkrankungen (Allergien, Analgetika-Intoleranz,

Polyposis nasi) werden im Rahmen

einer spezialisierten Sprechstunde behandelt.

Die Mehrzahl der Eingriffe an den Nasennebenhöhlen

erfolgt durch die Nase unter Verwendung von Endoskopen

(so genannte funktionell-endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie).

Bei Bedarf werden die angrenzenden

Strukturen (Augenhöhle, Schädelbasis) durch den

Einsatz eines chirurgischen Navigationssystems zusätzlich

geschützt.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. C. Rudack

Einengungen von Kehlkopf und Luftröhre (Larynx- bzw.

Trachealstenosen) betreffen häufig Kinder oder Patienten

nach schweren Unfällen, intensivmedizinischer

Behandlung oder mit Fehlbildungen. Sie verlangen oft

ein interdisziplinäres Vorgehen von Kinderärzten, Intensivmedizinern,

HNO- und Thoraxchirurgen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Stoll, Prof. Dr. C. Rudack

Ableitung der Tränenwege in die Nase durch operative

Eingriffe vom Naseninneren. Interdisziplinäre Behandlung

mit den Ärzten der Augenklinik.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. C. Rudack

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 93


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VH16 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

des Kehlkopfes

VH14 Diagnostik und Therapie von Krankheiten

der Mundhöhle

VH02 Diagnostik und Therapie von Krankheiten

des Mittelohres und des

Warzenfortsatzes

VH18 Diagnostik und Therapie von Tumoren

im Kopf-Hals-Bereich

Erkrankungen des Kehlkopfes sind funktioneller (Stimmstörungen),

entzündlicher (Laryngitis) oder neoplastischer

(Kehlkopfkrebs) Natur.

Je nach Ursache und Erkrankungsverlauf wird medikamentös

oder operativ behandelt. Funktionelle Stimmstörungen

werden in Zusammenarbeit mit der Klinik und

Poliklinik für Phoniatrie behandelt.

Operative Eingriffe am Kehlkopf können endoskopisch

(ggf. mit Einsatz eines CO2-Lasers) oder - heute seltener

- offen chirurgisch durchgeführt werden

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. C. Rudack

Neben der Gaumenmandelentfernung bei Kindern und

Erwachsenen werden auch gut- wie bösartige Erkrankungen

des Mundraumes inklusive der Zunge behandelt.

Durchführung von Operationen am Warzenfortsatz wie

das Entfernen akuter oder chronischer Entzündungen

(Mastoidektomie). Einsatz von Mittelohrimplantaten, z.B.

Gehörknöchelchenimplantaten aus Platin. Implantation

von knochenverankerten Hörgeräten bei speziellen

Formen der Schwerhörigkeit.

Tumoren der Schädelbasis umfassen Neubildungen der

inneren Nase und der Nasennebenhöhlen (Rhinobasis)

sowie Tumoren des Ohrschädels (Otobasis). Sie werden

oft interdisziplinär durch HNO-Chirurgen, Neurochirurgen,

Radiologen und Augenärzten behandelt. Tumoren

der Rhinobasis und der Augenhöhle werden endoskopisch

durch die Nase oder über kosmetisch wenig

auffällige äußere Zugänge entfernt.

Häufigster Tumor der seitlichen Schädelbasis ist das

gutartige Akustikusneurinom. Je nach Lokalisation,

Tumorgröße und erhaltenem Hörvermögen kann er

durch den Ohrknochen (transmastoidal) oder über die

mittlere bzw. hintere Schädelgrube (transtemporal bzw.

suboccipital) entfernt werden.

In unserer Klinik stehen modernste Operationsmikroskope,

Neuromonitoring sowie ein chirurgisches Navigationssystem

zur Verfügung.

Es existiert die Spezialsprechstunde "Schädelbasis"

sowie die Betreuung in der Tumornachsorge.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Rudack

VH20 Interdisziplinäre Tumornachsorge Den Patienten, welche in der HNO-Klinik wegen eines

bösartigen Tumors behandelt wurden, wird angeboten,

sich in regelmäßigen Abständen in der Tumornachsorge

untersuchen zu lassen. In enger Zusammenarbeit mit

der Klinik für Strahlentherapie, der Radiologie und der

Onkologie dienen die Untersuchungen der Früherkennung

und Behandlung einer eventuell wiederkehrenden

Tumorerkrankung.

Ansprechpartner: Dr. H. Berssenbrügge

94 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VH21 Rekonstruktive Chirurgie im Kopf-

Hals-Bereich

Die plastisch-rekonstruktive Chirurgie stellt verloren

gegangene Funktionen des Körpers, z.B. infolge von

Verletzungen, Tumorentfernungen oder Fehlbildungen,

operativ wieder her. Typische plastisch-rekonstruktive

Operationen des HNO-Fachgebietes sind Korrekturen

oder Rekonstruktionen von Nase und Ohrmuschel sowie

Defektdeckungen nach Tumoroperationen durch Gewebeverschiebungen

oder -verpflanzungen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Stoll, Prof. Dr. C. Rudack

VH07 Schwindeldiagnostik/-therapie Die moderne Neurootologie beinhaltet die Untersuchung

und Behandlung von Erkrankungen des Gleichgewichtssystems

sowie Erkrankungen des Gehörs. Es

steht die gesamte Bandbreite audiometrischer und

vestibulometrischer Untersuchungsverfahren zur Verfügung.

VH11 Transnasaler Verschluss von Liquorfisteln

VI22 Diagnostik und Therapie von Allergien

VH03 Diagnostik und Therapie von Krankheiten

des Innenohres

VH24 Diagnostik und Therapie von

Schluckstörungen

Ansprechpartner: Prof. Dr. W. Stoll, Dr. T. Basel

Operativer Verschluss durch die Nase von Verbindungen

zwischen Nervenwasser im Gehirn zur Nase.

In der Allergiesprechstunde werden sämtliche Verfahren

zur Diagnostik und Therapie HNO-relevanter Allergene

durchgeführt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. C. Rudack

VH25 Schnarchoperationen Neben der Diagnostik von schlafbezogenen Atmungsstörungen

wird die operative Behandlung von Schnarchen

und dem Schlafapnoe-Syndrom angeboten.

Ansprechpartner: Dr. M. van Ophoven

B-6.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP39 Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von

Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen

MP44 Stimm- und Sprachtherapie/Logopädie

MP52 Zusammenarbeit mit/Kontakt zu Selbsthilfegruppen

MP03 Angehörigenbetreuung/-beratung/-seminare

MP55 Audiometrie/Hördiagnostik

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 95


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

B-6.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA14 Fernsehgerät am Bett/im Zimmer

SA33 Parkanlage

SA17 Rundfunkempfang am Bett

SA18 Telefon

SA44 Diät-/Ernährungsangebot

SA00 Einzelbehandlungszimmer für Spezial-Beratungen

und -behandlungen

SA20 Frei wählbare Essenszusammenstellung

(Komponentenwahl)

SA46 Getränkeautomat

SA47 Nachmittagstee/-kaffee

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

SA09 Unterbringung Begleitperson

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

SA11 Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle

SA00 Wickel- und Stillraum für Säuglinge

B-6.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Vollstationäre Fallzahl: 3086

B-6.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

B-6.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 J35 235 Anhaltende (chronische) Krankheit der Gaumen- bzw. Rachenmandeln

2 J32 198 Anhaltende (chronische) Nasennebenhöhlenentzündung

96 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

3 J34 179 Sonstige Krankheit der Nase bzw. der Nasennebenhöhlen

4 C32 129 Kehlkopfkrebs

5 R04 127 Blutung aus den Atemwegen

6 M95 119 Sonstige erworbene Verformung des Muskel-Skelett-Systems bzw. des

Bindegewebes

7 S02 105 Knochenbruch des Schädels bzw. der Gesichtsschädelknochen

8 D11 104 Gutartiger Tumor der großen Speicheldrüsen

9 H66 89 Eitrige bzw. andere Form der Mittelohrentzündung

10 H91 87 Sonstiger Hörverlust

11 H71 79 Eitrige Entzündung des Mittelohrs mit Zerstörung von Knochen und fortschreitender

Schwerhörigkeit - Cholesteatom

12 H70 77 Entzündung des Warzenfortsatzes beim Ohr bzw. ähnliche Krankheiten

13 J38 71 Krankheit der Stimmlippen bzw. des Kehlkopfes

14 D14 67 Gutartiger Tumor des Mittelohres bzw. der Atmungsorgane

15 J36 67 Abgekapselter eitriger Entzündungsherd (Abszess) in Umgebung der

Mandeln

16 H81 66 Störung des Gleichgewichtsorgans

17 H90 60 Hörverlust durch verminderte Leitung oder Wahrnehmung des Schalls

18 D37 50 Tumor der Mundhöhle bzw. der Verdauungsorgane ohne Angabe, ob

gutartig oder bösartig

19 C77 49 Vom Arzt nicht näher bezeichnete Absiedlung (Metastase) einer Krebskrankheit

in einem oder mehreren Lymphknoten

20 D38 49 Tumor des Mittelohres, der Atmungsorgane bzw. von Organen im Brustkorb

ohne Angabe, ob gutartig oder bösartig

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 97


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

B-6.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-

und Ohrenheilkunde

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

H80 35 Fortschreitender Hörverlust durch Versteifung der Ohrknöchelchen -

Otosklerose

Q30 30 Angeborene Fehlbildung der Nase

C07 17 Ohrspeicheldrüsenkrebs

C02 16 Sonstiger Zungenkrebs

C04 12 Mundbodenkrebs

J95 12 Krankheit der Atemwege nach medizinischen Maßnahmen

C31 11 Krebs der Nasennebenhöhlen

C09 11 Krebs der Gaumenmandel

B-6.7 Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

B-6.7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Hals-,

Nasen- und Ohrenheilkunde

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 1-610 699 Untersuchung des Kehlkopfs durch eine Spiegelung

2 1-611 617 Untersuchung des Rachens durch eine Spiegelung

3 1-630 523 Untersuchung der Speiseröhre durch eine Spiegelung

4 1-620 467 Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien durch eine Spiegelung

5 5-224 396 Operation an mehreren Nasennebenhöhlen

6 5-281 392 Operative Entfernung der Gaumenmandeln (ohne Entfernung der Rachenmandel)

- Tonsillektomie ohne Adenotomie

7 5-214 343 Operative Entfernung bzw. Wiederherstellung der Nasenscheidewand

8 1-421 275 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) am Kehlkopf ohne operativen

Einschnitt

9 5-215 260 Operation an der unteren Nasenmuschel

10 5-200 259 Operativer Einschnitt in das Trommelfell

11 5-195 213 Operativer Verschluss des Trommelfells oder wiederherstellende Operation

an den Gehörknöchelchen

12 5-403 193 Komplette, operative Entfernung aller Halslymphknoten - Neck dissection

13 5-218 185 Operative Korrektur der inneren bzw. äußeren Nase

14 1-422 183 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) am Rachen ohne operativen

Einschnitt

15 5-262 173 Operative Entfernung einer Speicheldrüse

16 5-221 152 Operation an der Kieferhöhle

17 5-203 136 Operative Ausräumung des Warzenfortsatzes

98 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

18 8-522 120 Strahlenbehandlung mit hochenergetischer Strahlung bei Krebskrankheit -

Hochvoltstrahlentherapie

19 5-285 113 Operative Entfernung der Rachenmandeln bzw. ihrer Wucherungen (ohne

Entfernung der Gaumenmandeln)

20 8-500 111 Behandlung einer Nasenblutung durch Einbringen von Verbandsstoffen

(Tamponade)

B-6.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-

und Ohrenheilkunde

OPS-301 Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

5-766 49 Operatives Einrichten (Reposition) eines Bruchs der Augenhöhle

5-209 41 Sonstige Operation am Mittel- bzw. Innenohr

5-197 37 Operativer Einsatz einer Steigbügelprothese

5-303 31 Operative Entfernung des Kehlkopfes

B-6.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Klinik und Poliklinik für

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Nr. der

Leistung

Angebotene

Leistungen

Poliklinik VH00 Diagnostik und Behandlung von

Erkrankungen im Hals-, Nasen-,

Ohrenbereich

Nachsorge von

Tumorerkrankungen

Allergiesprechstunde

Schädelbasissprechstunde

VH00

Nachsorge von Tumorerkrankungen

im Kopf- Halsbereich

VH00 Diagnostik und Behandlung von

Allergien

VH00 Diagnostik und Behandlung von

Erkrankungen im Bereich der

Schädelbasis

Kommentar /

Erläuterung

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 99


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

B-6.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Klinik und Poliklinik

für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 5-300 72 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe des Kehlkopfes

2 5-216 71 Operatives Einrichten (Reposition) eines Nasenbruchs

3 5-200 23 Operativer Einschnitt in das Trommelfell

4 5-285 21 Operative Entfernung der Rachenmandeln bzw. ihrer Wucherungen (ohne

Entfernung der Gaumenmandeln)

5 5-260 15 Operativer Einschnitt bzw. Eröffnen einer Speicheldrüse oder eines Speicheldrüsenausführungsganges,

z.B. zur Entfernung eines Speichelsteines

6 5-214 12 Operative Entfernung bzw. Wiederherstellung der Nasenscheidewand

7 5-250 12 Operativer Einschnitt, Entfernung von erkranktem Gewebe der Zunge

8 5-401 11 Operative Entfernung einzelner Lymphknoten bzw. Lymphgefäße

9 5-273 10 Operativer Einschnitt, Entfernung von erkranktem Gewebe in der Mundhöhle

10 5-221


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. Vorhandene Geräte

AA29 Sonographiegerät/ Dopplersonographiegerät/

Duplexsonographiegerät

AA58 24h-Blutdruck-Messung

Umgangssprachliche

Bezeichnung

Ultraschallgerät/mit

Nutzung des Dopplereffekts/farbkodierter

Ultraschall

AA02 Audiometrie-Labor Hörtestlabor

AA39 Bronchoskop Gerät zur Luftröhren-

und Bronchienspiegelung

AA40 Defibrillator Gerät zur Behandlung

von lebensbedrohlichenHerzrhythmusstörungen

AA11 Elektromyographie

(EMG)

AA00 Laborgeräte

AA00 OP-Mikroskop

Gerät zur Bestimmung

der Nervenleitgeschwindigkeit

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 101

X

X Bronchoskopiegerät auch für

Kinder

Messung feinster elektrischer

Ströme im Muskel

AA00 Rhinomanometrie Druckmessung der Nase

B-6.12 Personelle Ausstattung

B-6.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Anzahl Kommentar / Erläuterung

17,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

1 leitender Oberarzt

2 Oberärzte

3 Fachärzte

10 Weiterbildungsassistenten

7,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde 60 Monate

Plastische Operationen 24 Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Fachexpertise der Abteilung

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ18 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF03 Allergologie

ZF25 Medikamentöse Tumortherapie

ZF33 Plastische Operationen

B-6.12.2 Pflegepersonal der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Operationstechnische Assistenten und Assistentinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

PQ07 Onkologische Pflege

PQ08 Operationsdienst

PQ00 Sonstige Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

Anzahl Ausbildungsdauer

52,5 Vollkräfte 3 Jahre

2,0 Vollkräfte 3 Jahre

1,0 Vollkräfte 1 Jahr

Kommentar / Erläuterung

Fachwirt/ Fachwirtin im Gesundheitswesen

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP10 Mentor und Mentorin

ZP12 Praxisanleitung

102 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-6 Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

B-6.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Klinik und Poliklinik für Hals-,

Nasen- und Ohrenheilkunde

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

SP25 Sozialarbeiter und Sozialarbeiterin

SP30 Audiologe und Audiologin / Audiologieassistent

und Audiologieassistentin / Audiometrieassistent

und Audiometrieassistentin

/ Audiometrist und Audiometristin /

Hörgeräteakustiker und Hörgeräteakustikerin

SP37 Fotograf und Fotografin

SP43 Medizinisch-technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin /

Funktionspersonal

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 103


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

B-7 Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten

Direktor:

Univ.-Professor Dr. med.

Thomas A. Luger

B-7.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. Thomas A. Luger

Ansprechpartner: PD Dr. med. M. Schiller

Hausanschrift: Von-Esmarch-Str. 58

48149 Münster

Telefon: 0251 83-56501

Fax: 0251 83-56522

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=hautklinik

E-Mail: derma@uni-muenster.de

Die Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten ist im Zentrum für Dermatologie als klinische

Abteilung des Universitätsklinikums organisiert. In den Rahmenvorgaben der überörtlichen

Versorgung werden regional und überregional sämtliche medizinische Spezialangebote der

Dermatologie vorgehalten. Die Klinik stellt einen wichtigen Versorgungsschwerpunkt in

Westfalen und Norddeutschland dar. Nach dem Landeskrankenhausplan stehen 85 Betten für

die stationäre und teilstationäre Behandlung zur Verfügung. Der stationäre Sektor gliedert sich

in drei Bereiche mit Schwerpunktausrichtung, eine Wahlleistungsstation sowie eine Tagesklinik.

Für die ambulante Behandlung in den Hochschulambulanzen werden sämtliche diagnostischen

und therapeutischen Einrichtungen zur Erkennung und Behandlung von Hauterkrankungen

angeboten.

Weitere Informationen bekommen Sie hier:

http://klinikum.uni-muenst er.de/f ileadm in/ ukmint ernet/ daten /kliniken/hautklinik/Jahresber icht_2008. pdf

http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=hautklinik

104 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

B-7.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VD01 Diagnostik und Therapie von Allergien

VD02 Diagnostik und Therapie von Autoimmunerkrankungen

und HIVassoziierten

Erkrankungen

VD05 Diagnostik und Therapie von bullösen

Dermatosen

VD03 Diagnostik und Therapie von Hauttumoren

VD04 Diagnostik und Therapie von Infektionen

der Haut und der Unterhaut

Wir sind in unserer Klinik unter anderem auf die Ultra-

Rush-Hyposensibilisierung (Therapie bei Insektengiftallergien)

und Provokationstestungen (Testung eines

möglichen Allergens direkt am betroffenen Organ)

spezialisiert. Darüber hinaus behandeln wir schwere

allergische und pseudoallergische Reaktionen der Haut

und Schleimhaut (z.B. Arzneimittelallergie, Nahrungsmittelallergie,

allergische und toxische Kontaktekzeme,

akute und chronische Urtikaria, Quincke-Ödeme, und

systemische Mastozytose)

Ansprechpartner: PD Dr. med. R. Brehler

Bei Autoimmunerkrankungen erkennt das Immunsystem

körpereigenes Gewebe irrtümlicherweise als zu bekämpfenden

Fremdkörper, wodurch es zu schweren

Entzündungsreaktionen kommt, die das betroffene

Organ stark schädigen können. Hierzu zählen unter

anderem Kollagenosen, Bindegewebserkrankungen wie

z.B. Mixed-Connective-Tissue-Diseases, u.a. Diese

Erkrankungen betreffen sowohl die Haut als auch andere

Organe und werden interdisziplinär mit anderen

Abteilungen des UKM behandelt.

Ansprechpartner: OA Dr. med. G. Bonsmann

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik liegt auf der

Behandlung von bullösen Dermatosen (blasenbildende

Hauterkrankungen) - wie zum Beispiel Pemphigus,

Pemphigoid, M. Duhring, u.a. Es handelt sich hierbei um

Autoimmundermatosen, die durch Blasenbildung an

Haut und Schleimhäuten charakterisiert ist.

Ansprechpartner: OA Dr. med. G. Bonsmann

Chemotherapie und operative Therapie von Melanomen

(schwarzer Hautkrebs), Nicht-melanozytären Hauttumoren

(weißer Hautkrebs), kutanen Lymphomen, vaskulären

Malformationen, Photodynamische Therapie (nichtoperative

Therapie bei bestimmten Formen des weißen

Hautkrebses)

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. C. Sunderkötter /

PD Dr. med. M. Schiller

Unsere Klinik ist auf die Diagnostik und Therapie von

Hautinfektionen spezialisiert - wie z.B. Erysipel, Phlegmone,

oberflächliche Hautinfektionen (z.B. Herpes

simplex, Herpes zoster) und Hautinfestationen (Befall

der Haut mit Milben, Läusen und anderen Arthropoden),

u.a.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. C. Sunderkötter

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 105


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VD09 Diagnostik und Therapie von Krankheiten

der Hautanhangsgebilde

VD06 Diagnostik und Therapie von papulosquamösen

Hautkrankheiten

VD07 Diagnostik und Therapie von Urtikaria

und Erythemen

VD10 Diagnostik und Therapie von sonstigen

Krankheiten der Haut und Unterhaut

Alopezia areata (kreisrunder Haarausfall), Akne inversa

(schwere Form der Akne), mittelschwere Formen der

Akne, Zysten der Haut u.a.

Ansprechpartner: OA Dr. med. D. Pappai / Prof. Dr.

med. M. Böhm

Psoriasis (Schuppenflechte), Lichen planus (Knötchenflechte),

u.a. Es handelt sich bei diesen Krankheiten um

chronische Entzündungen der Haut, die sich mehr oder

weniger mit Rötung und Schuppenbildung an charakteristischen

Stellen des Körpers manifestieren.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. H. Traupe

Diagnostik und Therapie von Juckreiz, Prurigo und

Schmerzzuständen der Haut (generalisiert oder lokalisiert),

Therapeutische Beratung von schwerem Juckreiz

bei Hauterkrankungen Interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit anderen Einrichtungen des UKM.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. S. Ständer

Entzündungen der Haut - wie z.B. Dermatitis und Ekzem,

Extracorporale Photopherese (spezielles therapeutisches

Verfahren) u.a. - werden an unserer Klinik mittels

aktuellster Kenntnisse und Verfahren behandelt.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. S. Beissert / PD

Dr. med. M. Schiller

VD11 Spezialsprechstunde Wir haben an unserer Klinik zahlreiche Spezialstunden

eingerichtet, um Patienten mit Fragen zu folgenden

Themen weiterzuhelfen:

Qualitätssicherung

Informationsbroschüre bzw. Newsletter für Einweiser

Autoimmunerkrankungen der Haut, Akne, Rosazea

(fleckförmige, akneähnliche Hauterkrankung), Psoriasis

(Schuppenflechte), Genodermatosen (erblich bedingte

Hautkrankheiten), Juckreiz, Wundheilungsstörungen,

Alopezia areata (kreisrunder Haarausfall), u.a.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. H. Traupe / OA Dr. G.

Bonsmann

Zur Verbesserung der Kommunikation mit den niedergelassenen bzw. einweisenden

Fachärzten und deren Information über Neuigkeiten und Veränderungen in der Hautklinik wurde

auch im Jahr 2007 weiterhin die Informationsbroschüre Newsletter Hautklinik herausgegeben.

Mittlerweile sind 6 Ausgaben verfügbar:

http://derma.klinikum.uni-muenster.de/.

106 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Feedback-Management für Patienten

Das Ziel dieses Projekts ist, ein systematisches Feedbackmanagement für Patienten der

Hautklinik zu entwickeln und einzuführen, das Patienten zu Meinungsäußerungen motiviert und

Auskunft über Erwartungen und Bedürfnisse, aber auch Lob und Kritik geben soll. Die

Patientenmeinung als Quelle und Chance für Verbesserungsmaßnahmen soll somit genutzt

werden und gleichzeitig die Patientenzufriedenheit erhöhen und eine Patientenbindung erreicht

werden. Dazu wurde ein Verfahren von der Bereitstellung und Zugänglichkeit der Mittel zur

Meinungsäußerung ambulanter und stationärer Patienten bis hin zur systematischen

Auswertung und Weiterleitung der inhaltlichen Ergebnisse entwickelt.

B-7.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Hautkrankheiten

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP24 Manuelle Lymphdrainage z.B. bei Lymphödemen, Bindegewebserkrankungen

(Sklerodermie)

MP31 Physikalische Therapie/Bädertherapie

MP39 Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von

Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen

MP48 Wärme- und Kälteanwendungen

Neurodermitisschulung, Juckreizschulung

MP52 Zusammenarbeit mit/Kontakt zu Selbsthilfegruppen Selbsthilfe Ichthyose e.V.,

Psoriasis-Bund e.V.

B-7.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA18 Telefon

SA01 Aufenthaltsräume

SA02 Ein-Bett-Zimmer

SA03 Ein-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle

SA14 Fernsehgerät am Bett/im Zimmer

SA20 Frei wählbare Essenszusammenstellung

(Komponentenwahl)

SA33 Parkanlage

SA17 Rundfunkempfang am Bett

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 107


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA09 Unterbringung Begleitperson

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

SA11 Zwei-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle

B-7.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Vollstationäre Fallzahl: 2709

B-7.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

B-7.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 C44 258 Sonstiger Hautkrebs

2 C43 238 Schwarzer Hautkrebs - Malignes Melanom

3 L28 163 Lang anhaltende (chronische) juckende Krankheit mit lederartigen Hautveränderungen

bzw. sonstige stark juckende Hautkrankheit

4 L29 154 Juckreiz

5 Z51 142 Sonstige medizinische Behandlung

6 L50 135 Nesselsucht

7 C84 130 Lymphknotenkrebs, der von bestimmten Abwehrzellen (T-Zellen) in verschiedenen

Organen wie Haut, Lymphknoten, Milz oder Knochenmark

ausgeht - Periphere bzw. kutane T-Zell-Lymphome

8 Z01 126 Sonstige spezielle Untersuchung bzw. Abklärung bei Personen ohne

Beschwerden oder festgestellter Krankheit

9 L40 114 Schuppenflechte - Psoriasis

10 L20 104 Milchschorf bzw. Neurodermitis

11 L12 90 Blasenbildende Krankheit mit überschießender Reaktion des Immunsystems

gegen körpereigenes Gewebe - Pemphigoidkrankheit

12 L10 73 Blasenbildende Krankheit mit überschießender Reaktion des Immunsystems

gegen körpereigenes Gewebe - Pemphiguskrankheit

13 L94 66 Sonstige örtlich begrenzte Krankheit des Bindegewebes

14 Q82 50 Sonstige angeborene Fehlbildung der Haut

108 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

15 L30 47 Sonstige Hautentzündung

16 T86 46 Versagen bzw. Abstoßung von verpflanzten Organen bzw. Geweben

17 L43 44 Knötchenflechte

18 L73 44 Sonstige Krankheit im Bereich der Haaransätze (Haarfollikel)

19 L27 43 Hautentzündung durch Substanzen, die über den Mund, den Darm oder

andere Zufuhr aufgenommen wurden

20 L66 33 Haarausfall mit Narbenbildung

B-7.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Die Kompetenzdiagnosen sind unter den häufigsten Hauptdiagnosen abgebildet.

B-7.7 Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

B-7.7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 1-490 726 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus Haut bzw. Unterhaut ohne

operativen Einschnitt

2 8-971 601 Fachübergreifende Behandlung einer Hautkrankheit

3 5-895 503 Ausgedehnte operative Entfernung von erkranktem Gewebe an Haut bzw.

Unterhaut

4 5-903 450 Hautverpflanzung aus dem der Wunde benachbarten Hautareal

5 8-542 367 Ein- oder mehrtägige Krebsbehandlung mit Chemotherapie in die Vene

bzw. unter die Haut

6 8-824 277 Bestrahlung des Blutes mit UV-Licht zur Behandlung bestimmter Tumoren

- Photopherese

7 5-916 276 Vorübergehende Abdeckung von Weichteilverletzungen durch Haut bzw.

Hautersatz

8 8-560 165 Anwendung von natürlichem oder künstlichem Licht zu Heilzwecken -

Lichttherapie

9 1-700 149 Untersuchung einer Allergie durch eine gezielte Auslösung einer allergischen

Reaktion

10 8-030 140 Bestimmtes Verfahren im Rahmen der Behandlung einer Allergie z.B.

Hyposensibilisierung

11 5-893 113 Operative Entfernung von abgestorbenem Gewebe im Bereich einer

Wunde bzw. von erkranktem Gewebe an Haut oder Unterhaut

12 5-894 103 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe an Haut bzw. Unterhaut

13 5-913 100 Entfernung oberflächlicher Hautschichten

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 109


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

14 5-915 93 Operatives Entfernen von erkranktem Gewebe an Haut bzw. Unterhaut

15 9-401 92 Behandlungsverfahren zur Erhaltung und Förderung alltagspraktischer und

sozialer Fertigkeiten - Psychosoziale Intervention

16 1-415 82 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus der Gesichtshaut ohne

operativen Einschnitt

17 8-547 62 Sonstiges therapeutisches Verfahren zur Beeinflussung des Immunsystems

18 5-401 59 Operative Entfernung einzelner Lymphknoten bzw. Lymphgefäße

19 1-500 48 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus Haut bzw. Unterhaut durch

operativen Einschnitt

20 5-212 45 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe der Nase

B-7.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

OPS-301 Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-543 10 Mehrtägige Krebsbehandlung (bspw. 2-4 Tage) mit zwei oder mehr Medikamenten

zur Chemotherapie, die über die Vene verabreicht werden

B-7.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Allgemeine

Poliklinik

Tumorsprechstunde

Nr. der

Leistung

Angebotene

Leistungen

VD00 Diagnostik und Behandlung

von Hauterkrankungen

VD00 Diagnostik und Nachsorge

von Hauttumorerkrankungen

Kommentar / Erläuterung

Folgende Spezialsprechstunden

werden in der

Poliklinik der Hautklinik

angeboten:

Psoriasis-Sprechstunde,

Genodermatosen-

Sprechstunde, Melanom-

Ambulanz, Lymphomambulanz,

Andrologie-

Ambulanz, Phlebologie,

Proktologie, Wundambulanz,

Rosazea-

Sprechstunde, OP-

Sprechstunde, Alopeziaareata-Sprechstunde

110 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM00 Sonstige Art

der Ambulanz

Bezeichnung

der

Ambulanz

Ästhetische

Dermatologie

Operative

Sprechstunde

Pruritussprechstunde

Allergiesprechstunde

Autoimmunsprechstunde

Photodermatologische

Sprechstunde

Nr. der

Leistung

Angebotene

Leistungen

VD13 Ästhetische Dermatologie

VD00 Operative Therapie von

Hauterkrankungen

VD00 Diagnostik und Behandlung

von Juckreiz

VD00 Diagnostik und Behandlung

von Allergien

VD00 Diagnostik und Behandlung

von Autoimmunerkrankungen

der

Haut

VD00 Lichttherapie der Haut

Kommentar / Erläuterung

Ästhetische Sprechstunde,

Dermatologische Kosmetik,

Gefäßanomalien der

Haut, z.B. Blutschwämmchen

(Hämangiome)

Tagesklinik Therapie und Behandlung

von Wunderkrankungen

der Haut, Rosacea (fleckförmige,

akneähnliche

Erkrankung), Venenerkrankungen

Leistungsdaten der

Tageshautklinik

Patienten: 437

Behandlungen: 2683

B-7.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Klinik und Poliklinik

für Hautkrankheiten

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115b SGB V durchgeführt.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 111


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

B-7.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

B-7.11 Apparative Ausstattung der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Nr. Vorhandene Geräte

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

AA20 Laser CO2-Laser für Oberflächenchirurgie,

Farbstofflaser für vaskuläre

Läsionen, Alexandrit-Laser

für pigmentierte Läsionen,

Nd:YAG-Laser für vaskuläre

Läsionen und Epilation, Fraxel-

Laser für fraktionierte Photothermolyse

AA29 Sonographiegerät/ Dopplersonographiegerät/

Duplexsonographiegerät

AA03 Belastungs-

EKG/Ergometrie

AA16 Geräte zur Strahlentherapie

AA31 Spirometrie / Lungenfunktionsprüfung

AA32 Szintigraphiescanner/

Gammasonde

Ultraschallgerät/mit

Nutzung des Dopplereffekts

/ farbkodierter

Ultraschall

Belastungstest mit

Herzstrommessung

X Ultraschallgerät zur Untersuchung

von Organen und Gefäßen

Provokationstestung

UVA1-Therapie, UVA/UVB-

Therapie, UVB-311-Therapie,

MED-Bestimmung, systemische

und lokale PUVA-

Therapie, UVB-

Breitbandtherapie, Photodynamische

Therapie

Allergologische Testung

Nuklearmedizinisches Verfahren

zur Entdeckung bestimmter,

zuvor markierter Gewebe,

z. B. Lymphknoten

Tumor-Chirurgie: Sentinel-

Lymphknotenexzision

112 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

B-7.12 Personelle Ausstattung

B-7.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Erläuterung

28,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

15 Oberärzte

5 Fachärzte

8 Weiterbildungsassistenten

20,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Haut- und Geschlechtskrankheiten 48 Monate

Allergologie 24 Monate

Phlebologie 18 Monate

Medikamentöse Tumortherapie

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ20 Haut- und Geschlechtskrankheiten

AQ50 Physiologie

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF04 Andrologie

ZF06 Dermatologie

ZF14 Infektiologie

ZF25 Medikamentöse Tumortherapie

ZF26 Medizinische Informatik

ZF31 Phlebologie

B-7.12.2 Pflegepersonal der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen

Anzahl Ausbildungsdauer

38,0 Vollkräfte 3 Jahre

3,8 Vollkräfte 1 Jahr

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 113


B-7 Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

PQ08 Operationsdienst

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP12 Praxisanleitung

B-7.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Klinik und Poliklinik für

Hautkrankheiten

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

SP17 Oecotrophologe und Oecothrophologin/Ernährungswissenschaftler

und Ernährungswissenschaftlerin

SP24 Psychologischer Psychotherapeut und

Psychologische Psychotherapeutin

SP25 Sozialarbeiter und Sozialarbeiterin

SP28 Wundmanager und Wundmanagerin /

Wundberater und Wundberaterin / Wundexperte

und Wundexpertin / Wundbeauftragter

und Wundbeauftragte

114 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-8 Institut für Hygiene

B-8 Institut für Hygiene

Direktor:

Univ.-Professor

Dr. rer. nat. Helge Karch

B-8.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Fachabteilung: Institut für Hygiene

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. rer. nat. Helge Karch

Ansprechpartner: PD Dr. med. A. Friedrich

Hausanschrift: Robert-Koch-Straße 41

48149 Münster

Telefon: 0251 83-55361

Fax: 0251 83-55341

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=hygiene

E-Mail: mailto:hkarch@uni-muenster.de

Das Institut für Hygiene umfasst die Bereiche Krankenhaushygiene, Lebensmittelhygiene,

Umwelthygiene, Umweltmedizin und Angewandte Bioinformatik. Angesiedelt am Institut sind

das Nationale Konsiliarlabor des Robert Koch-Institutes für das Hämolytisch-urämische

Syndrom (seltene, vorwiegend Säuglinge und Kleinkinder betreffende Erkrankung der

Blutgefäße, Blutzellen und der Nieren) und die Untersuchungsstelle zum Nachweis von

Milzbranderregern (Bacillus anthracis) aus Umweltproben. Im Rahmen der Qualitätssicherung

für das UKM obliegt dem Institut die Analyse und Beurteilung von belebten und unbelebten

Schadfaktoren, die auf den Patienten im Krankenhaus und auf den Menschen in seiner

persönlichen Umwelt einwirken können, und die Erstellung von Präventionskonzepten zur

Vermeidung von Infektionen oder anderen Gesundheitsschädigungen.

Neben seinen Dienstaufgaben im Bereich der Krankenversorgung beteiligt sich das Institut für

Hygiene in erheblichen Umfang an der studentischen Lehre und führt eine Vielzahl von

drittmittelgeförderten Forschungsprojekten (DFG, BMBF, EU, u.a.) in den Bereichen

Krankenhaushygiene, Lebensmittelhygiene und Umwelthygiene durch und hat sich auf diesen

Gebieten internationale Anerkennung verschafft.

Medizinische Leistungsbereiche des Instituts

Dem Institut für Hygiene obliegen neben den gesetzlich verankerten Aufgaben im Bereich der

Hygiene Aufgaben der Qualitätssicherung zum Schutz der Patienten, des Personals und der

Besucher am UKM. Wesentliche Aufgaben sind hierbei:

� Leitung und Kontrolle des Hygienemanagements

� Überwachung von krankenhausbedingten Infektionen (Surveillance)

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 115


B-8 Institut für Hygiene

� Überwachung und Prävention von Antibiotika-resistenten Erregern (z.B. MRSA)

� Ausbruchsmanagement bei Häufung von Erkrankungen (z.B. Noroviren)

� Erkennung von Infektionsrisiken im Krankenhaus und deren Vermeidung

� Nachweis von Infektionen durch zoonotische (vom Tier) und Lebensmittel bedingte

Erreger, insbesondere durch enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)

� Kontrolle und Evaluierung hygienerelevanter Prozesse

� Umweltanalysen (z.B. Trinkwasser)

� Erarbeitung eines "Water Safety Plan" für das UKM (Leitlinien zur Sicherung der Qualität

des Trinkwassers)

� Sterilkontrollen von Arzneimitteln und sonstigen Produkten aus Herstellungsbereichen

des UKM (z.B. Blutprodukte, Radionuklide (instabile Atome, die radioaktiv zerfallen),

Stammzelltherapie, etc.) im Rahmen der Qualitätssicherung für Medizinprodukte

� Hygienefortbildung von Ärzten, Pflegepersonal und anderen Mitarbeitern

� Erstellung und Pflege des fortlaufend aktualisierten Infektionshandbuchs, das

Maßnahmen zum Umgang mit mehr als 200 Infektionskrankheiten vorgibt

� Koordination und Schriftführung der Hygienekommission und des Hygienenetzwerks

(bestehend aus Hygiene beauftragten Ärzten und Pflegenden sowie den Hygienefachkräften

und Ärzten des Instituts)

� Leitung der Trinkwasserkommission des UKM

B-8.2 Versorgungsschwerpunkte des Instituts für Hygiene

Ein Schwerpunkt der krankenhaushygienischen Arbeiten ist die zeitnahe Feintypisierung von

krankenhausspezifischen Keimen mittels komplexer mikrobiologischer und molekularbiologischer

Techniken. Zu diesen Keimen gehören insbesondere Bakterien mit ausgedehnten

Resistenzen gegenüber Antibiotika (z.B. MRSA). Auf Grundlage der Schnelltypisierung und der

dadurch möglichen Aufklärung von Infektketten in einem sehr frühen Stadium lässt sich in den

allermeisten Fällen eine Weiterverbreitung der Erreger effektiv verhindern.

Zusätzlich befindet sich am Institut für Hygiene die Koordinationsstelle des EUREGIO MRSAnet

Twente/ Münsterland. In einem von dieser Koordinationsstelle ausgeführtem Projekt wird

strukturell ein grenzüberschreitendes Netzwerk aller Krankenhäuser des Münsterlandes und der

angrenzenden niederländischen Region Twente/Achterhoek sowie aller anderen Institutionen

bzw. Akteure des regionalen Gesundheitswesens (Laboratorien, Arztpraxen,

Gesundheitsämter, Alten- und Pflegeheime, Kassenärztliche Vereinigung und Ärztekammer

Westfalen-Lippe, Kostenträger, Patientenvertreter, etc.) abgebildet. Ziel ist die Schaffung von

Strukturen zur mittelfristigen Senkung der MRSA-Rate und die Früherkennung besonders

gefährlicher MRSA-Stämme (CA-MRSA).

Ein weiteres Ziel ist die Fortbildung von Personal im Gesundheitswesen sowie die Aufklärung

und umfassende Information von Patienten und der Öffentlichkeit. Hierfür wurde eine MRSA

Frage & Antwort-Datenbank etabliert, die Patienten, Personal und Interessierten offen steht.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: http://www.mrsa-net.eu

116 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-8 Institut für Hygiene

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VX00 Nationales Konsiliarlabor für Hämolytisch-Urämisches

Syndrom (HUS)

VX00 EUREGIO MRSA-net Twente/Münsterland

(MRSA = Multiresistenter-Staphylococcus-Aureus)

VX00 Untersuchungsstelle für den Nachweis

hochinfektiöser Krankheitserreger

Qualitätssicherung

Als Konsiliarlabor für das HUS werden vom Institut für

Hygiene spezielle Laboruntersuchungen zum Nachweis

von EHEC (Enterohämorrhagischen Escherishia coli)

aus Stuhl und Lebensmitteln sowie Trinkwasser angeboten.

Zusätzlich führen die Mitarbeiter des Instituts Beratungen

zu speziellen Fragen der Übertragungswege, der

Prävention und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus

bei Patienten mit EHEC-Infektion durch.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Helge Karch,

Tel. 0251 83-55361

Am Institut für Hygiene ist eine MRSA-

Koordinierungsstelle eingerichtet. Diese koordiniert alle

notwendigen hygienischen Maßnahmen im Zusammenhang

mit MRSA am UKM und im Rahmen des EURE-

GIO-Projektes und darüber hinaus zwischen den Krankenhäusern

und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens

des Münsterlandes. Die MRSA-

Koordinierungsstelle für Personal leitet alle notwendigen

Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung

dieser Krankheitserreger ein.

Ansprechpartner: PD Dr. Alexander W. Friedrich,

Tel.: 0251 83-52317

Im Laboratorium der Schutzstufe 3 (S3) des Instituts für

Hygiene werden Untersuchungen zum Nachweis von

Erregern der Risikogruppe 3 durchgeführt. Hierzu gehört

in erster Linie die Untersuchung von Bacillus anthracis

(Milzbrand/ Anthrax). Das Institut für Hygiene des UKM

gehört zu einer der vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit

und Soziales (MAGS) gelisteten Untersuchungsstellen

in Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartner: Dr. Alexander Mellmann,

Tel.: 0251 83-52316

Die diagnostischen Laboratorien des Instituts für Hygiene sind durch die Deutsche

Akkreditierungsstelle Chemie (DACH) in den Bereichen Medizinische Laboratoriumsdiagnostik,

Krankenhaushygiene und Umwelthygiene akkreditiert worden. Die Akkreditierung war auch

Grundlage für die Aufnahme des Instituts in die Liste der sowie zur Anerkennung als bestellte

Stelle für Trinkwasseruntersuchungen nach § 19 TrinkwV 2001.

B-8.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des Instituts für

Hygiene

Nicht zutreffend.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 117


B-8 Institut für Hygiene

B-8.4 Nicht-medizinische Serviceangebote des Instituts für Hygiene

Hygienischer Konsiliardienst und krankenhaushygienische Rufbereitschaft

Nicht selten müssen im Klinikalltag hygienische Sofortmaßnahmen eingeleitet werden oder

hygienische Untersuchungen ohne Zeitverzug durchgeführt werden. Deshalb ist ein

diensthabender Krankenhaushygieniker über eine Rufbereitschaft ständig erreichbar.

Hygiene-technische Servicestelle

Die speziell in Fragen der Hygiene und Mikrobiologie ausgebildeten Techniker stehen den

Kliniken für besondere Aufgaben zur Verfügung. Einer der Schwerpunkte ist das

Gesamtmanagement eines speziellen Präventivkonzeptes zur Verhinderung von Infektionen

besonders geschwächter Patienten über das Trinkwasser, das als "Münsteraner Modell"

mittlerweile von fast allen Universitätskliniken übernommen wurde, sowie das Management und

die Durchführung von Testprogrammen zur Beurteilung der Wirksamkeit von hygienerelevanten

Geräten.

B-8.5 Fallzahlen des Instituts für Hygiene

Es werden keine stationären Behandlungen durchgeführt.

B-8.6 Diagnosen nach ICD des Instituts für Hygiene

Es werden keine stationären Behandlungen durchgeführt.

118 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-8 Institut für Hygiene

B-8.7 Prozeduren nach OPS des Instituts für Hygiene

Es werden keine stationären Behandlungen durchgeführt.

B-8.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten des Instituts für Hygiene

Es werden keine ambulanten Behandlungen durchgeführt.

B-8.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V des Instituts für Hygiene

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115b SGB V durchgeführt.

B-8.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft des Instituts für Hygiene

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

B-8.11 Apparative Ausstattung des Instituts für Hygiene

Nr. Vorhandene Geräte

AA52 Laboranalyseautomaten

für Hämatologie, klinische

Chemie, Gerinnung und

Mikrobiologie

Umgangssprachliche

Bezeichnung

Laborgeräte zur

Messung von Blutwerten

bei Blutkrankheiten,Stoffwechselleiden,

Gerinnungsleiden

und Infektionen

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Das Institut ist mit modernsten Einrichtungen für die umwelthygienische, umweltmedizinische,

krankenhaushygienische, mikrobiologische und molekularbiologische Diagnostik ausgestattet.

� Vollständig ausgestatte chemische Laboratorien zum Nachweis z.B. von

Schwermetallen, chlorierten Kohlenwasserstoffen, Pestiziden und anderen Schadstoffen

� Modernste Laboratorien mit Sicherheitsbereichen für mikrobiologische und

molekularbiologische Untersuchungen von Krankheitserregern

� Akkreditiertes Labor für Trinkwasseruntersuchungen und hygienisch-mikrobiologische

Laboruntersuchungen

� Konsiliarlaboratorium für Hämolytisch-Urämisches Syndrom (HUS)

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 119

X


B-8 Institut für Hygiene

B-8.12 Personelle Ausstattung

B-8.12.1 Ärzte und Ärztinnen des Instituts für Hygiene

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Erläuterung

5,5 Vollkräfte 1 Institutsdirektor

1 stellvertretender Leiter

5,5 Fachärzte

1 Weiterbildungsassistent

5,5 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Hygiene und Umweltmedizin 24 Monate

Zusätzlich ist das Institut für Hygiene eine Fortbildungsstelle

für Hygienebeauftragte Ärzte.

des Instituts für Hygiene.

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ22 Hygiene und Umweltmedizin

AQ39 Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

� Rund-um die Uhr Dienst zur ständigen Erreichbarkeit durch einen Arzt

� Fachexpertise für Risiken und Gefahren für den Menschen aus der Umwelt.

� Fachexpertise zur Verhinderung von Infektionsgefahren durch Krankenhausinfektionen

und Gefahren aus Trinkwasser.

� Am Institut für Hygiene ist eine Medizinaluntersuchungsstelle eingerichtet.

B-8.12.2 Pflegepersonal des Instituts für Hygiene

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Anzahl Ausbildungsdauer

4,5 Vollkräfte 3 Jahre

120 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-8 Institut für Hygiene

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischer Abschluss

Kommentar / Erläuterung

PQ03 Hygienefachkraft Alle Pflegekräfte besitzen eine Weiterbildung

zur Hygienefachpflege.

B-8.12.3 Spezielles therapeutisches Personal des Instituts für Hygiene

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP43 Medizinisch- technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin/ Funktionspersonal

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 121


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

B-9.1 Allgemeine Angaben der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

Fachabteilung: Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. Wolfgang E. Berdel

Ansprechpartner: Dr. med. M. Stelljes

Hausanschrift: Albert-Schweitzer-Str. 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47587

Fax: 0251 83-47588

URL: http://www.meda-muenster.de

E-Mail: berdsekr@uni-muenster.de

Direktor:

Univ.-Professor Dr. med. Wolfgang

E. Berdel

Die Medizinische Klinik und Poliklinik A im Zentrum Innere Medizin besitzt ihre Schwerpunkte im

Bereich der Hämatologie/ Onkologie sowie der Pneumologie (Lungenheilkunde). Seit 1998 ist

der Klinik ein Zentrum für Knochenmarktransplantation angeschlossen.

Stationär behandeln wir vor allem Patienten mit akuten Leukämien (Blutkrebs), Lymphomen

(Lymphknotenkrebs) und anderen Erkrankungen, die einer intensiven Chemotherapie bedürfen.

Hierzu gehören zunehmend auch Patienten, die einer Hochdosistherapie mit nachfolgender

autologer (Spender und Empfänger sind die gleiche Person) oder allogener (Spender und

Empfänger sind unterschiedliche Personen) Stammzelltransplantation unterzogen werden.

Darüber hinaus kommen auch pneumologische Patienten zu uns, wenn eine stationäre

Behandlung erforderlich ist.

Die Medizinische Klinik A (Hämatologie und Internistische Onkologie, Hämostaseologie und

Pneumologie), umfasst 80 stationäre Betten, inklusive 20 tagesklinische Betten, sowie 10

Betten in der Knochenmarktransplantationseinheit (in Kooperation mit der Klinik für Pädiatrische

Onkologie).

Das Leistungsspektrum:

� Diagnostik und Therapie Akuter und Chronischer Leukämien (Blutkrebs)

� Diagnostik und Therapie Maligner Lymphome (Lymphknotenkrebs) inklusive

Multiples Myelom

� Diagnostik und Therapie solider Tumoren

122 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

� Allogene (Fremd- oder Familienspender) Knochenmark- / Blutstammzelltransplantation

� Autologe Knochenmark- / Blutstammzelltransplantation nach Hochdosischemotherapie

� Internistische Intensivtherapie (insbesondere Hämatoonkologische, pneumologische

Patienten)

� Diagnostik und Therapie pulmonaler Erkrankungen (Lungenerkrankungen)

� Spezielle Hämostaseologie (Gerinnungsstörungen)

B-9.2 Versorgungsschwerpunkte der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI09 Diagnostik und Therapie von hämatologischen

Erkrankungen

VI18 Diagnostik und Therapie von onkologischen

Erkrankungen

VI00 Allogene und autologe Blutstammzelltransplantation

VI21 Betreuung von Patienten und Patientinnen

vor und nach Transplantation

- Diagnostik und Therapie der akuten Leukämie, Ersterkrankung

und Rezidiv (Wiedererkrankung),

- Behandlung der Komplikationen bei langen Aplasiephasen

(therapiebedingte häufig nicht zu vermeidende

Verminderung der weißen Blutkörperchen).

- Therapie maligner Lymphome (Lymphknotenkrebs),

- Autologe (Eigenspende) Transplantation bei Lymphom-Rückfällen

und Multiplem Myelom.

- Radioimmunkonjugat-Therapie,

- Antikörpertherapie bei Lymphomen.

Allogene (Fremdspender) Transplantation als Erweiterung

der o.g. Therapieformen, insbesondere bei akuter

myeloischer Leukämie, chronischer myeloischer Leukämie,

chronischer lymphatischer Leukämie, akuter lymphatischer

Leukämie.

- Komplexe Chemotherapien bei soliden Tumoren

Koordination multimodaler Therapien (Chemotherapie,

Strahlentherapie und Operation) des Bronchial-

Carcinoms und bei anderen soliden Tumoren

- Transplantation von Blutstammzellen (Knochenmark

oder periphere Blutstammzellen) verwandter und

nicht-verwandter Spender, Mismatch-

Transplantationen, Transplantationen mit volldosierter

und mit reduziert-toxischer Konditionierung

Transplantation von eigenen (autologen) Blutstammzellen

im Rahmen von Hochdosistherapien

- Ambulante Vorbereitung allogener und autologer

Blutstammzelltransplantionen

Ambulante und teilstationäre Behandlung von Patienten

nach allogener Blutstammzelltransplantation

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 123


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI15 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Atemwege und der

Lunge

Bronchoskopie (Lungenspiegelung), Transbronchiale

Biopsien (Lungengewebeentnahme), Lungenfunktionstests,

Diagnose und Therapie von Asthma bronchiale

und anderen Lungenerkrankungen, Therapie bei pulmonalarterieller

Hypertonie (Bluthochdruck im Lungenkreislauf),

Schlafapnoe-Diagnostik und -Therapie (Atemaussetzer

im Schlaf).

VI20 Intensivmedizin Internistische Intensivtherapie, insbesondere bei hämatoonkologischen

Patienten und pneumologischen Patienten.

Invasive und Nicht-invasive Beatmung, Sepsistherapie.

VI00 Diagnostik und Therapie von Gerinnungsstörungen

- Diagnostik und Therapie von Gerinnungsstörungen.

Konsiiliarische Mitbetreuung bei Gerinnungsstörungen

perioperativ und während der Schwangerschaft

VX00 Transplantationsimmunolgie Transplantationsbegeleitende Diagnostik vor und nach

allogener Blutstammzelltransplantation

Teilstationäre Behandlungen

Die Medizinische Klinik und Poliklinik A verfügt über eine Tagesklinik zur Ambulanten

Kurzzeitonkologie (AKON). Hier werden Chemotherapien maligner Lymphome und solider

Tumoren durchgeführt. Des Weiteren weden Therapien multipler Myelome durchgeführt. Die

Diagnostik und Therapiekontrolle erfolgt in unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der

Therapie, auch Koordination zusätzlicher Therapieverfahren; durchschnittlich 35 Patienten pro

Tag. Versorgung mit Blutprodukten. Kleinere Eingriffe (Punktionen von Ergüssen,

Knochenmarkpunktionen, Gabe von Zytostatika in den Liquor usw.).

Zusätzlich verfügt die Medizinische Klinik und Poliklinik A über eine Tagesklinik zur Diagnostik

und Therapie der Knochenmarktransplantation. Hier erfolgt eine Engmaschige Betreuung

stammzell-transplantierter Patienten für vor- und nachstationäre Diagnostik und Therapie.

Leistungsdaten der Tagesklinik Erwachsenenonkologie:

Patienten: 799

Behandlungen: 3214

B-9.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Medizinischen

Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP42 Spezielles pflegerisches Leistungsangebot

MP03 Angehörigenbetreuung/-beratung/-seminare

MP52 Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen

MP09 Besondere Formen/Konzepte der Betreuung von

Sterbenden

124 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP00 Labordiagnostik - spezielle Zytologie und Immunphänotypisierung

- Chimärismusdiagnostik im Rahmen

der allogenen Blutstammzelltransplantation

- spezielle Molekulargenetik

- spezielle Gerinnungsdiagnostik

- Lungenfunktionslabor

- Schlaflabor

B-9.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Medizinischen Klinik und

Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA03 Ein-Bett-Zimmer mit eigener

Nasszelle

SA02 Ein-Bett-Zimmer

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

SA01 Aufenthaltsräume

SA14 Fernsehgerät am Bett/im

Zimmer

SA04 Fernsehraum

SA18 Telefon

SA17 Rundfunkempfang am Bett

SA15 Internetanschluss am Bett/im

Zimmer

SA13 Elektrisch verstellbare Betten

SA39 Besuchsdienst/„Grüne Damen“

SA09 Unterbringung Begleitperson

SA00 Mundhygieneaufklärung

(Multimedia unterstützt) für

Patienten und Eltern

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 125


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

B-9.5 Fallzahlen der Medizinischen Klinik und Poliklinik A (Hämatologie

und Onkologie)

Vollstationäre Fallzahl: 1358

B-9.6 Diagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

B-9.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 C92 226 Knochenmarkkrebs, ausgehend von bestimmten weißen Blutkörperchen

(Granulozyten)

2 C83 168 L ym phknotenkrebs, der ungeordnet im ganzen Lymphknoten wächst -

Diffuses Non-Hodgkin-Lymphom

3 C91 106 Blutkrebs, ausgehend von bestimmten weißen Blutkörperchen (Lymphozyten)

4 C90 94 Knochenmarkkrebs, der auch außerhalb des Knochenmarks auftreten

kann, ausgehend von bestimmten Blutkörperchen (Plasmazellen)

5 C82 51 Knotig wachsender Lymphknotenkrebs, der von den sog. Keimzentren der

Lymphknoten ausgeht - Follikuläres Non-Hodgkin-Lymphom

6 C34 50 Bronchialkrebs bzw. Lungenkrebs

7 C62 49 Hodenkrebs

8 C40 45 Krebs des Knochens bzw. der Gelenkknorpel der Gliedmaßen

9 C49 44 Krebs sonstigen Bindegewebes bzw. anderer Weichteilgewebe wie Muskel

oder Knorpel

10 Z52 38 Spender von Organen oder Geweben

11 C81 34 Hodgkin-Lymphknotenkrebs - Morbus Hodgkin

12 C85 33 Sonstiger bzw. vom Arzt nicht näher bezeichneter Typ von Lymphknotenkrebs

(Non-Hodgkin-Lymphom)

13 D69 20 Kleine Hautblutungen bzw. sonstige Formen einer Blutungsneigung

14 C41 17 Krebs des Knochens bzw. der Gelenkknorpel sonstiger bzw. vom Arzt

nicht näher bezeichneter Körperregionen

15 A41 16 Sonstige Blutvergiftung (Sepsis)

16 C84 16 Lymphknotenkrebs, der von bestimmten Abwehrzellen (T-Zellen) in verschiedenen

Organen wie Haut, Lymphknoten, Milz oder Knochenmark

ausgeht - Periphere bzw. kutane T-Zell-Lymphome

126 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

17 D59 16 Erworbene, nicht-erbliche Blutarmut durch gesteigerten Abbau der roten

Blutkörperchen

18 D46 12 Krankheit des Knochenmarks mit gestörter Blutbildung - Myelodysplastisches

Syndrom

19 D61 11 Sonstige Blutarmut durch zu geringe Neubildung verschiedener Blutkörperchen

20 D47 10 Sonstige Tumorkrankheit des lymphatischen, blutbildenden bzw. verwandten

Gewebes ohne Angabe, ob gutartig oder bösartig

B-9.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

ICD-10

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

T86


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

7 8-543 300 Mehrtägige Krebsbehandlung (bspw. 2-4 Tage) mit zwei oder mehr Medikamenten

zur Chemotherapie, die über die Vene verabreicht werden

8 1-711 289 Bestimmung der Menge von Kohlenmonoxid, die durch die Lunge aufgenommen

und abgegeben wird

9 9-401 282 Behandlungsverfahren zur Erhaltung und Förderung alltagspraktischer und

sozialer Fertigkeiten - Psychosoziale Intervention

10 8-523 249 Sonstige Form der hochenergetischen Strahlenbehandlung, z.B. mittels

Telekobaltgeräten und Linearbeschleunigern

11 8-542 233 Ein- oder mehrtägige Krebsbehandlung mit Chemotherapie in die Vene

bzw. unter die Haut

12 8-810 227 Übertragung (Transfusion) von Blutflüssigkeit bzw. von Anteilen der Blutflüssigkeit

oder von gentechnisch hergestellten Bluteiweißen

13 1-424 189 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Knochenmark ohne

operativen Einschnitt

14 1-713 168 Messung der in der Lunge verbleibenden Luft nach normaler Ausatmung

mit der Helium-Verdünnungsmethode

15 8-931 162 Intensivmedizinische Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf mit

Messung des Drucks in der oberen Hohlvene (zentraler Venendruck)

16 8-018 161 Künstliche Ernährung über die Vene als medizinische Nebenbehandlung

17 8-805 150 Übertragung (Transfusion) von aus dem Blut eines Spenders gewonnen

Blutstammzellen

18 5-410 125 Entnahme von Blutstammzellen aus dem Knochenmark und dem Blut zur

Transplantation

19 8-980 125 Behandlung auf der Intensivstation (Basisprozedur)

20 3-009 86 Ultraschall des Bauches und des dahinterliegenden Gewebes mit Ausnahme

des Oberbauches

B-9.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-541 18 Infusion einer örtlich begrenzten Therapie mit Krebsmitteln bzw. von

Mitteln, die das Immunsystem beeinflussen, in Hohlräume des Körpers

128 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

B-9.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Medizinischen Klinik und

Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Knochenmarktransplantations

(KMT) -

Ambulanz

Hämatologisch -

/ onkologische

Ambulanz

Gerinnungsambulanz

Nr. der

Leistung

Angebotene

Leistungen

VI00 Diagnostik und

Nachsorge nach

Stammzelltransplantationen

VI00 Diagnostik und

Nachsorge von

Tumorerkrankungen

VI33 Diagnostik und

Therapie von Gerinnungsstörungen

Kommentar / Erläuterung

Engmaschige Betreuung

stammzell-transplantierter

Patienten für vor- und nachstationäre

Diagnostik und Therapie.

Diagnostik akuter und chronischer

Leukämien, maligner

Lymphomen.

Therapie von chronischen

Leukämien, malignen Lymphomen

Abklärung von Blutbildveränderungen

(Anämien, Leukozytopenien,

Thrombozytopenien).

Vor- und Nachbereitung stationärer

und teilstationärer Therapien.

Nachsorge autolog transplantierter

Patienten.

Erhaltungstherapie bei akuter

myeloischer Leukämie.

Spezialambulanz für Patienten

mit multiplem Myelom (Plasmozytom).

Diagnostik komplexer Gerinnungsstörungen,

Beratung

sowie Therapiesteuerung.

B-9.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Medizinischen Klinik

und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115b SGB V durchgeführt.

B-9.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 129


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

B-9.11 Apparative Ausstattung der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

Nr. Vorhandene Geräte

AA31 Spirometrie / Lungenfunktionsprüfung

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

AA05 Bodyplethysmograph Umfangreiches Lungenfunktionstestsystem

AA00 Bronchoskop Gerät zur Lungenspiegelung

AA00 Beatmungsgerät

AA29 Sonographiegerät /

Dopplersonographiegerät

/ Duplexsonographiegerät

AA00 Klinische Laminar-Flow-

Sterileinheiten für Transplantation

AA00 Apparative Laborausstattung

für Morphologie,

Immunzytologie, molekulare

Genetik, immunzytologische

Zellsortierung

im klinischen Maßstab

(Stammzelltransplantation).

B-9.12 Personelle Ausstattung

Ultraschallgerät / mit

Nutzung des Dopplereffekts

/ farbkodierter

Ultraschall

130 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008

X

Raumausstattung im Knochenmarktransplantations-

Zentrum

Zur erweiterten Labordiagnostik

hämatologischer

und onkologischer Erkrankungen

B-9.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Medizinischen Klinik und Poliklinik A (Hämatologie

und Onkologie)

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Anzahl Kommentar / Ergänzung

38,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

7 Oberärzte

12 Fachärzte

18 Weiterbildungsassistenten

20,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Hämatologie und Internistische Onkologie 24

Monate

Innere Medizin 72 Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Fachexpertise der Abteilung

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ27 Innere Medizin und SP Hämatologie und

Onkologie

AQ30 Innere Medizin und SP Pneumologie

AQ00 Klinische Psychologie

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF11 Hämostaseologie

ZF15 Intensivmedizin

ZF22 Labordiagnostik

ZF28 Notfallmedizin

B-9.12.2 Pflegepersonal der Medizinischen Klinik und Poliklinik A

(Hämatologie und Onkologie)

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischerAbschluss

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

PQ07 Onkologische Pflege

Anzahl Ausbildungsdauer

64,6 Vollkräfte 3 Jahre

8,0 Vollkräfte 3 Jahre

1,8 Vollkräfte 1 Jahr

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP11 Notaufnahme

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 131


B-9 Medizinische Klinik und Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

B-9.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Medizinischen Klinik und

Poliklinik A (Hämatologie und Onkologie)

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP00 Medizinisches Dokumentationspersonal

SP43 Medizinisch-technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin /

Funktionspersonal

SP23 Psychologe und Psychologin

SP25 Sozialarbeiter und Sozialarbeiterin

132 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie

Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.1 Allgemeine Angaben der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Fachabteilung: Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie

Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten)

Art: Hauptabteilung

Leiter: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Wolfram Domschke -

Komm. Leiter für den Bereich Krankenversorgung

Prof. Dr. med. Karin Hengst -

Komm. Leiterin für den Bereich Forschung und Lehre

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. R. Stoll; Dr. med. R. Gellner

Hausanschrift: Albert Schweitzer Straße

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47661

Fax: 0251 83-47570

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=medb

E-Mail: domschke@uni-muenster.de; hengstk@ukmuenster.de

Kommissarische Leitung:

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult.

Wolfram Domschke

Prof. Dr. med. Karin Hengst

Die Medizinische Klinik und Poliklinik B vertritt ein breites Spektrum der Inneren Medizin mit den

Bereichen Magen-, Darmerkrankungen (Gastroenterologie), Erkrankungen der Leber

(Hepatologie), Erkrankungen der hormonbildenden Organe (Endokrinologie), Diabetologie,

Rheumatologie, Autoimmunerkrankungen (Klinische Immunologie) und Infektionskrankheiten

(Infektiologie). Durch dieses breite Spektrum ist sie besonders vorbereitet für internistische

Erkrankungen mit übergreifenden Aspekten sowie unklaren Symptomen. Zusätzlich zu diesen

Schwerpunkten versorgen wir in unserer Klinik insbesondere Patienten mit unklaren

Erkrankungen im Bereich des Bauchraumes, der Hormon produzierenden Drüsen sowie der

Muskeln und Gelenke sowie auch Patienten mit unklarem Fieber oder unklaren

Entzündungssymptomen, als auch mit Zuckerkrankheit, Ernährungsstörungen sowie anderen

Stoffwechselerkrankungen.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 133


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.2 Versorgungsschwerpunkte der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI21 Betreuung von Patienten und Patientinnen

vor und nach Transplantation

VI10 Diagnostik und Therapie von endokrinen

Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten

VI14 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

der Leber, der Galle und

des Pankreas

Die Versorgung von Patienten mit Leberausfall und

fortschreitendem Leberversagen wird in enger Kooperation

mit der Klinik für Chirurgie geleistet. Sämtliche

Verfahren der Lebertransplantation, teils mit kombinierter

Transplantation anderer Organe, kommen zur Anwendung.

Besonders wichtig ist uns die kontinuierliche und

lang anhaltende Nachbetreuung der Patienten mit Überwachung

der Medikation (Immunsuppression) und Organleistung.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Hartmut Schmidt, Leiter

der Klinischen und Experimentellen Transplantationshepatologie

Das Zentrum für Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin

bietet sämtliche Methoden der Labordiagnostik

einschließlich Funktionsuntersuchungen bis

hin zur molekularbiologischen Diagnostik. In Kooperation

mit dem Institut für Radiologie und der Klinik für Nuklearmedizin

besteht die Möglichkeit jeder Art der bildgebenden

Diagnostik inkl. Magnetresonanztomographie

und Positronen-Emissions-Tomographie.

Es werden alle Arten der Insulinbehandlung, einschließlich

Insulinpumpen-Betreuung und spezielle Verfahren

wie z.B. Magenschrittmacherimplantation bei diabetischer

Gastroparese (Magenlähmung, Magenatonie)

durchgeführt. Sämtliche Formen der enteralen (künstliche

Ernährung über Sonden) und parenteralen Ernährung

(künstliche Ernährung über Infusionslösungen)

werden von speziell ausgebildeten Fachkräften betreut.

Ansprechpartner: Dr. med. Reinhold Gellner und Frau

Prof. Dr.med. Karin Hengst, Leiter der endokrinologischen

und diabetologischen Ambulanz und Ernährungsmedizin

Schwerpunkte diese Bereichs sind die Behandlung von

Patienten mit Leberzirrhose, chronischen und akuten

Hepatitiden (Leberentzündungen), Lebertumoren, Gallen-

und Gallengangssteinen, Gallengangstumoren,

Entzündungen, Tumoren und Funktionsstörungen der

Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis, Pankreaskarzinom)

Ansprechpartner: PD Dr.med. D. Domagk

134 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI11 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen

des Magen-Darm-

Traktes

VI19 Diagnostik und Therapie von infektiösen

und parasitären Krankheiten

VI04 Diagnostik und Therapie von Krankheiten

der Arterien, Arteriolen und

Kapillaren

VI18 Diagnostik und Therapie von onkologischen

Erkrankungen

Die Erkrankungen von Magen (Magengeschwür, Gastritis

und Magentumoren) sind ebenso Schwerpunkt wie

die Darmentzündungen und Tumoren. Speziell die

Diagnose und Behandlung von Patienten mit allen Formen

von chronischen Darmentzündungen (M.Crohn und

Colitis ulcerosa sowie seltene Formen der Darmentzündungen)

sind traditionell eine Spezialität der Klinik. In der

Endoskopieabteilung werden sämtliche endoskopische

Untersuchungs- und Therapiemethoden wie Magenspiegelung

(Oesophagogastroskopie), Dickdarm-spiegelung

(Koloskopie), Enddarmspiegelung (Rektoskopie/ Sigmoidoskopie),

Spiegelung der Gallen- und Pankreaswege

(ERCP) durchgeführt. Zuletzt konnte mit Einführung der

Doppelballonenteroskopie die Voraussetzung gescchaffen

werden, den gesamten Darm, also sowohl den

kompletten Dick - wie auch Dünndarm per Endoskop zu

untersuchen und auch vor Ort bei Bedarf zu behandeln

(z.B. Blutstillung oder Tumorentfernung).

Ansprechpartner: Dr.med. H.J. Ullerich, Leiter der Endoskopieabteilung

Der Schwerpunkt Infektiologie umfaßt die Diagnostik und

Therapie schwerer und seltener Infektionskrankheiten

(z.B. hochfiebriger seltener Virus- und Bakterien-

Infektionen, Tuberkulose). Ein besonderer Schwerpunkt

ist seit vielen Jahren die Betreuung von Patienten mit

Immundefekten wie der AIDS-Erkrankung mit ihren

zahlreichen und schwierigen infektiösen Komplikationen.

Ansprechpartner: Prof Dr.med. Reinhard Stoll, Leiter der

Infektionsstation

Hier beschränkt sich die Klinik auf die Diagnostik und

Behandlung von Patienten mit Arterienentzünduungen,

den sogenannten Vaskulitiden; dies sind die Riesenzellarteriitis,

Wegenersche Granulomatose, Panarteriitiden,

das Churg-Strauß-Syndrom und andere Vaskulitiden.

Ansprechpartner: Frau PD Dr.med. H. Becker

Sämtliche Tumoren des Magen-Darm-Gebietes, speziell

der Speiseröhre, des Magens, des Darms, sowie der

Leber und des Pankreas werden diagnostiziert, per

Punktion bei Bedarf gesichert, einem Staging (Stadienbestimmung)

unterzogen und stadiengerecht und unter

Berücksichtigung des Allgemeinzustands und der Wünsche

des Patienten per Chemotherapie, teils in Kooperation

mit der Strahlenmedizin oder der Chirurgie, behandelt.

Ansprechpartner: PD Dr.med. D. Domagk, Dr. med F.

Lenze

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 135


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI17 Diagnostik und Therapie von rheumatologischen

Erkrankungen

Im Bereich Rheumatologie/ Klinische Immunologie

besteht neben der Ultraschall-Diagnostik in Kooperation

mit dem Institut für Radiologie und der Klinik und Poliklinik

für Nuklearmedizin die Möglichkeit jeder Art der

bildgebenden Diagnostik inkl. MR, PET/CT etc. In der

Therapie kommen in schwierigen Fällen extrakorporalen

Verfahren (Plasmapherese) zu Einsatz. Außerdem

bestehen umfangreiche Erfahrungen im Einsatz modernster

Therapieverfahren wie mit Anti-TNF-alpha-

Inhibitoren. Diese antiinflammatorische Therapien

müssen im Einzelfall in der rheumatologischen Ambulanz

besprochen, eingeleitet und überwacht werden.

Ansprechpartner: Frau PD Dr. med. H. Becker, stellvertretende

OÄ im Bereich Rheumatologie, Dr.med. P.

Willecke, Reumatologe

VI20 Intensivmedizin Bei Bedarf stehen für schwer kranke Patienten (speziell

mit lebensgefährlichen Erkrankungen von Leber, Pankreas,

gefährlichen Blutungen aus dem Magen-Darm-

Trakt, bedrohlichen Hormonerkrankungen sowie schweren

Autoimmunerkrankungen wie Vaskulitiden und

Kollagenosen und auch anderen Krankheitsbildern mit

bedrohlicher Verschlechterung oder Komplikationen)

Betten auf der hochmodernen Intensivstation mit allen

Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Ansprechpartner: Dr. med. HJ Ullerich

VI27 Spezialsprechstunde siehe unter Ambulante Behandlungsmöglichkeiten

B-10.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Medizinischen

Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie

und Stoffwechselkrankheiten)

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP03 Angehörigenbetreuung/-beratung/-seminare

MP13 Spezielles Leistungsangebot für Diabetiker und

Diabetikerinnen

Die weiteren medizinisch-pflegerischen Leistungsangebote sind in den UKM-übergreifenden

medizinisch-pflegerischen Leistungsangeboten abgebildet.

B-10.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Medizinischen Klinik und

Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Die nicht-medizinische Serviceangebote sind in den UKM-übergreifenden nicht-medizinischen

Serviceangeboten abgebildet.

136 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.5 Fallzahlen der Medizinischen Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere

Medizin sowie Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten)

Vollstationäre Fallzahl: 1935

B-10.6 Diagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 K83 179 Sonstige Krankheit der Gallenwege

2 D37 76 Tumor der Mundhöhle bzw. der Verdauungsorgane ohne Angabe, ob

gutartig oder bösartig

3 K22 74 Sonstige Krankheit der Speiseröhre

4 C22 64 Krebs der Leber bzw. der in der Leber verlaufenden Gallengänge

5 K92 58 Sonstige Krankheit des Verdauungstraktes

6 C15 51 Speiseröhrenkrebs

7 K50 49 Anhaltende (chronische) oder wiederkehrende Entzündung des Darms -

Morbus Crohn

8 K70 49 Leberkrankheit durch Alkohol

9 K80 47 Gallensteinleiden

10 K74 42 Vermehrte Bildung von Bindegewebe in der Leber (Leberfibrose) bzw.

Schrumpfleber (Leberzirrhose)

11 K76 36 Sonstige Krankheit der Leber

12 C25 35 Bauchspeicheldrüsenkrebs

13 K21 34 Krankheit der Speiseröhre durch Rückfluss von Magensaft

14 K63 34 Sonstige Krankheit des Darms

15 K86 33 Sonstige Krankheit der Bauchspeicheldrüse

16 B18 32 Anhaltende Leberentzündung, ausgelöst durch Viren - chronische Virushepatitis

17 K29 30 Schleimhautentzündung des Magens bzw. des Zwölffingerdarms

18 K31 30 Sonstige Krankheit des Magens bzw. des Zwölffingerdarms

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 137


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

19 K51 28 Anhaltende (chronische) oder wiederkehrende Entzündung des Dickdarms

- Colitis ulcerosa

20 A09 25 Durchfallkrankheit bzw. Magen-Darm-Grippe, wahrscheinlich ausgelöst

durch Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger

B-10.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

ICD-10

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

D13 16 Gutartiger Tumor sonstiger bzw. ungenau bezeichneter Teile des Verdauungstraktes

K75 14 Sonstige entzündliche Krankheit der Leber

K71 14 Leberkrankheit durch Giftstoffe

B22 14 Sonstige näher bezeichnete Krankheit infolge einer HIV-Krankheit (AIDS)

C74 8 Nebennierenkrebs

M31 7 Sonstige entzündliche Krankheit, bei der Immunsystem Blutgefäße angreift

- nekrotisierende Vaskulopathien

M34 6 Entzündliche Krankheit, bei der das Immunsystem vor allem das Bindegewebe

angreift, mit Verhärtungen an Haut oder Organen - Systemische

Sklerose

M06 6 Sonstige anhaltende (chronische) Entzündung mehrerer Gelenke

E23


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

2 3-009 3294 Ultraschall des Bauches und des dahinterliegenden Gewebes mit Ausnahme

des Oberbauches

3 3-026 3056 Farbdoppler-Ultraschall des Bauches

4 3-00c 2976 Ultraschall des kleinen Beckens und der Leistenregion mit Ausnahme der

weiblichen Geschlechtsorgane

5 3-00a 2850 Ultraschall des Magen-Darm-Traktes, hochauflösend

6 1-632 2424 Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms

durch eine Spiegelung

7 1-650 811 Untersuchung des Dickdarms durch eine Spiegelung - Koloskopie

8 5-513 810 Operation an den Gallengängen bei einer Magenspiegelung

9 3-003 807 Ultraschall des Halses

10 1-440 801 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus dem oberem Verdauungstrakt,

den Gallengängen bzw. der Bauchspeicheldrüse bei einer Spiegelung

11 1-444 639 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus dem unteren Verdauungstrakt

bei einer Spiegelung

12 3-055 593 Ultraschall der Gallenwege mit Zugang über die Speiseröhre

13 1-642 578 Untersuchung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsengänge durch eine

Röntgendarstellung mit Kontrastmittel bei einer Spiegelung des Zwölffingerdarms

14 3-051 569 Ultraschall der Speiseröhre mit Zugang über den Mund

15 3-053 551 Ultraschall des Magens mit Zugang über die Speiseröhre

16 3-056 503 Ultraschall der Bauchspeicheldrüse mit Zugang über die Speiseröhre

17 3-00p 492 Ultraschall aller Lymphknoten außerhalb von Brustkorb und Bauchraum

18 3-054 463 Ultraschall des Zwölffingerdarms mit Zugang über die Speiseröhre

19 1-653 388 Untersuchung des Enddarms durch eine Spiegelung

20 9-500 322 Patientenschulung

B-10.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-018 305 Künstliche Ernährung über die Vene als medizinische Nebenbehandlung

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 139


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1-636 223 Untersuchung des Dünndarmabschnitts unterhalb des Zwölffingerdarms

durch eine Spiegelung

5-452 204 Operative Entfernung oder Zerstörung von erkranktem Gewebe des Dickdarms

1-654 198 Untersuchung des Mastdarms durch eine Spiegelung

1-442 149 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus der Leber, den Gallengängen

bzw. der Bauchspeicheldrüse durch die Haut mit Steuerung durch bildgebende

Verfahren, z.B. Ultraschall

8-547 120 Sonstiges therapeutisches Verfahren zur Beeinflussung des Immunsystems

8-522 78 Strahlenbehandlung mit hochenergetischer Strahlung bei Krebskrankheit -

Hochvoltstrahlentherapie

1-63a 71 Untersuchung des Dünndarms durch Schlucken einer in eine Kapsel

eingebrachten Kamera

5-431 54 Operatives Anlegen einer Magensonde durch die Bauchwand zur künstlichen

Ernährung

1-853 38 Untersuchung der Bauchhöhle durch Flüssigkeits- oder Gewebeentnahme

mit einer Nadel

3-00j 29 Ultraschall der Gelenke mit Kapsel-Band-Apparat

1-920 27 Medizinische Bewertung und Entscheidung über die Durchführung einer

Verpflanzung (Transplantation) von Gewebe bzw. Organen

1-797 25 Umfassende Untersuchung der Hormonfunktionen

3-13c 19 Röntgendarstellung der Gallenwege mit Kontrastmittel

8-016 10 Künstliche Ernährung über die Vene als medizinische Hauptbehandlung

8-111


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Medizinischen Klinik und

Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Ambulanz für

Allgemeine

Gastroenterologie

Ambulanz für

Crohn/Colitis

Ambulanz für

Diabetologie

und Ernährung

Ambulanz für

Endokrinologie

Ambulanz für

Hepatologie

Ambulanz für

Pankreas

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

des Magen-

Darm-Traktes

VI00 Diagnostik und Behandlung

von entzündlichenDarmerkrankungen

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Diabetes

mellitus und Stoffwechselerkrankungen

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Hormonerkrankungen

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Lebererkrankungen

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

der Bauchspeicheldrüse

Untersuchung, Beratung,

Therapieeinleitung und Überwachung

bei Krankheiten der

Speiseröhre, des Magens,

Darms, der Bauchspeicheldrüse.

Betreuung von Patienten mit

chronisch-entzündlichen

Darmerkrankungen, besonders

Morbus Crohn und Colitis

ulcerosa.

Betreuung von Patienten mit

Diabetes Typ I und II, Adipositas

und Untergewicht.

Betreuung von Patienten mit

seltenen Hormonerkrankungen,

speziell der Schilddrüse,

Hypophyse, Nebenniere; auch

Patienten mit hormonaktiven

Tumoren und Transssexualität.

Betreuung von Patienten mit

alle Lebererkrankungen,

darunter chronische Hepatitis,

autoimmune Hepatitis, Leberzirrhose,

primär biliärer Zirrhose,

Cholangiitiden.

Bauchspeicheldrüsenerkrankungen,

speziell akute und

chronische sowie erbliche

Pankreatitis, Pankreastumoren.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 141


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Ambulanz für

Rheumatologie

und klinische

Immunologie

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VI30 Diagnostik und Therapie

von Autoimmunerkrankungen

Betreuung von Patienten mit

entzündlich-rheumatischen

und Autoimmunerkrankungen,

darunter speziell der Rheumatoiden

Arthritis, Psoriasisarthritis,

M. Bechterew, Kollagenosen

wie systemischem Lupus

erythematodes, Sklerodermie

und Sjögren-Syndrom, auch

Vaskulitiden wie der Riesenzellarteriitis/Polymyalgia

rheumatica, Wegenerscher

Granulomatose, Panarteriitis

nodosa etc. sowie Osteoporose

und andere Knochenerkrankungen.

B-10.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Medizinischen Klinik

und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 1-650 152 Untersuchung des Dickdarms durch eine Spiegelung - Koloskopie

2 1-444 146 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus dem unteren Verdauungstrakt

bei einer Spiegelung

3 5-452 11 Operative Entfernung von erkranktem Gewebe des Dickdarms

B-10.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

142 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.11 Apparative Ausstattung der Medizinischen Klinik und Poliklinik B

(Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. Vorhandene Geräte

UmgangssprachlicheBezeichnung

AA00 Bronchoskop Gerät zur Spiegelung

der Bronchien

und der

Lunge

AA12 Gastroenterologisches Endoskop

AA00 Laborgeräte

AA20 Laser

Gerät zur Magen-

Darm-Spiegelung

AA21 Lithotripter (ESWL) Gerät zur Stoßwellentherapie

AA00 Mikroskop

AA29 Sonographiegerät/Dopplersonographiegerät/

Duplexsonographiegerät

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 143

X

Zur Zertrümmerung von

Steinen, z.B. von Gallensteinen

X Zur Ultraschalluntersuchung

von Organen und Gefäßen

Sämtliche Geräte der modernen gastroenterologischen Endoskopie sind vorhanden, darunter

Gastroskope, Koloskope, Intestinoskope zur Erreichung oberer Dünndarmabschnitte,

Doppelballon enteroskope, mit denen von oral und rektal der gesamte Magen-Darm-Trakt

eingesehen werden können. Außerdem verfügt die Klinik über Endosonographie-Endoskope,

Geräte für intraduktalen Ultraschall (Mini-Ultraschall), Geräte zur Mukosektomie und

Polypektomie sowie zur Laser- und Argonbeamer-Behandlung. Verfahren zur Ableitung von

Zysten (z.B. Pankreas-Pseudozysten-Drainage) und zur Implantation von Prothesen und

Röhrchen in verengte Organe, z.B. Speiseröhre und Gallengänge stehen ebenfalls zur

Verfügung.

Außerdem besteht die Möglichkeit zur Stoßwellenlithotripsie und TIPS-Anlage (Shuntverfahren

bei Aszites/Leberzirrhose).

Schließlich ist eine komplette Ultraschallausstattung auf modernstem Stand mit farbkodierter

Dopplertechnik, sowie die gastroenterologische Funktionsdiagnostik mit Druckmessungen

(Manometrie), Messung des ph-Wertes, H2-Atemtest, 13 C-Atemtest und Pankreasfunktionstests

vorhanden.


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.12 Personelle Ausstattung

B-10.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Medizinischen Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere

Medizin sowie Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten)

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Ergänzung

31,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

1 leitende Oberärztin

10 Oberärzte

3 Fachärzte

16 Weiterbildungsassistenten

15,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Innere Medizin 72 Monate

Gastroenterologie 24 Monate

Spezielle Internistische Intensivmedizin 24

Monate

Klinische Geriatrie im Gebiet Innere Medizin 24

Monate

Sigmoido-Koloskopie in der Inneren Medizin

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ25 Innere Medizin und SP Endokrinologie und

Diabetologie

AQ26 Innere Medizin und SP Gastroenterologie

AQ27 Innere Medizin und SP Hämatologie und

Onkologie

AQ31 Innere Medizin und SP Rheumatologie

AQ49 Physikalische und Rehabilitative Medizin

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF09 Geriatrie

ZF14 Infektiologie

ZF28 Notfallmedizin

ZF44 Sportmedizin

144 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-10 Medizinische Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

B-10.12.2 Pflegepersonal der Medizinischen Klinik und Poliklinik B (Allg. Innere

Medizin sowie Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten)

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischerAbschluss

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

Anzahl Ausbildungsdauer

57 Vollkräfte 3 Jahre

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP03 Diabetes

ZP04 Endoskopie/Funktionsdiagnostik

B-10.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Medizinischen Klinik und

Poliklinik B (Allg. Innere Medizin sowie Gastroenterologie und

Stoffwechselkrankheiten)

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP04 Diätassistent und Diätassistentin

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 145


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

Kommissarische Leitung:

Prof. Dr. med. Lars Eckardt,

Prof. Dr. med. Holger Reinecke

B-11.1 Angaben der Medizinischen Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und

Angiologie)

Fachabteilung: Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Art: Hauptabteilung

Leiter: Prof. Dr. med. Lars Eckardt - Kommissarische Leitung

Prof. Dr. med. Holger Reinecke - Kommissarische Leitung

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. med. Christian Vahlhaus

Hausanschrift: Albert-Schweitzer-Straße 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47617

Fax: 0251 83-47864

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=medc

E-Mail: lars.eckardt@ukmuenster.de und holger.reinecke@ukmuenster.de

Die Medizinische Klinik und Poliklinik C (Schwerpunkte: Kardiologie und Angiologie) gehört zum

Herzzentrum Münster - Herz- und Gefäßmedizin am Universitätsklinikum Münster. Sie

behandelt Patienten mit allen Krankheitsbildern des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems. Das

Spektrum der Klinik umfasst alle diagnostischen und Katheter-interventionellen Verfahren am

Herzen und den Gefäßen. Besondere Schwerpunkte sind Eingriffe mittels Katheter an den

Herzkranzgefäßen (PTCA bzw. PCI, Stents, etc.) und den peripheren Gefäßen (PTA), die

Diagnostik und Behandlung von angeborenen Herzerkrankungen im Erwachsenenalter, von

erworbenen Herzklappenerkrankungen und aller Formen von Rhythmusstörungen

(elektrophysiologische Diagnostik, Katheterablation, Schrittmachertherapie und Implantation

von Defibrillatoren (ICD)), insbesondere bei Patienten mit potentiell lebensbedrohlichen

Rhythmusstörungen. Es stehen mehrere dreidimensionale Mappinganlagen und

elektrophysiologische Messplätze für die Katheterablation von Rhythmusstörungen zur

Verfügung. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Behandlung der Herzinsuffizienz dar, sowohl

bei akutem als auch chronischem Pumpversagen. Hierzu gehören neben einer Optimierung der

medikamentösen Therapie elektrische Stimulationsverfahren, um den Ablauf der Kontraktionen

der linken Herzkammer zu verbessern sowie der Einsatz von apparativen Kreislaufunterstützungsverfahren

und die Herztransplantation. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. H.H.

Scheld).

146 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

B-11.2 Versorgungsschwerpunkte der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI00 Schwerpunkt Angiologie In diesem Schwerpunkt erfolgt die nicht-invasive und

invasive Diagnostik und die medikamentöse und interventionelle

(Katheter-) Behandlung von Patienten mit

akuten und chronischen Erkrankungen der peripheren

Gefäße (Arterien, Venen und Lymphgefäße). Schwerpunkte

sind vor allem fortgeschrittene Stadien der peripheren

arteriellen Gefäßerkrankungen mit chronischen

Gefäßverschlüssen aller Gefäßetagen einschliesslich

Unterschenkeladern und kritischer Beinischämie. In einer

regelmäßigen, interdisziplinären, angiologischgefäßchirurgischen

Konferenz wird insbesondere in

komplizierten Fällen die Entscheidung zwischen Katheterintervention

oder Operation oder medikamentöser

Behandlung getroffen. Im Rahmen klinischer Studien

werden bei Patienten mit fehlenden konventionellen

Behandlungsoptionen im Rahmen von Studien auch

gentherapeutische Verfahren angeboten.

VI00 Beratung und Therapie bei Erwachsenen

mit angeborenen Herzfehlern

(EMAH)

VI00 Diagnostik und Therapie von Herzinsuffizienz

mittels elektrischer Stimulationsverfahren

Ansprechpartner: Prof. Dr. Holger Reinecke

Erwachsene Patienten mit angeborenen Herzfehlern

wurden bisher in einer Interdisziplinären Sprechstunde

gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde

- Kardiologie - betreut. Zur Optimierung der Versorgung

von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern

wurde ein überregionaler Schwerpunkt (EMAH-Zentrum;

http://emah.klinikum.uni-muenster.de) eingerichtet, in

dem diese Patientengruppe interdisziplinär versorgt wird.

Dieser Schwerpunkt wird von zwei Stiftungsprofessuren

geleitet.

Seit Jahren werden sowohl bei Patienten mit angeborenen

wie auch erworbenen Herzfehlern u.a. bei hochgradiger

Verengung der Mitralklappe Ballondilatationen

(Erweiterung der Verengung durch einen „Ballon“) sowie

auch bei Defekten der Vorhofscheidewand die Einbringung

von Verschlusssystemen mittels spezieller Katheter

durchgeführt. Durch diese sehr schonenden Katheterverfahren,

die mit einem nur kleinen Eingriff durchgeführt

werden können, bleibt den Patienten eine Operation

erspart.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Helmut Baumgartner

In Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Thorax-,

Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor: Univ.-Prof. Dr.

med. H.H. Scheld) werden herzinsuffiziente Patienten

behandelt, die von einer kardialen Resynchronisations-

Therapie profitieren. Die Indikationsstellung und Nachbehandlung

erfolgt in der hiesigen Sprechstunde.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Lars Eckard

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 147


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI00 Schwerpunkt Kardiologie Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Erkrankungen der

Herzklappen, des Herzmuskels, des Herzbeutels und mit

Rhythmusstörungen jeder Genese werden ambulant

oder stationär diagnostiziert und behandelt.

VI21 Betreuung von Patienten und Patientinnen

vor und nach Transplantation

VI00 Behandlung aller Formen von

Rhythmusstörungen

Die Klinik ist auf alle diagnostischen und Katheterinterventionellen

Verfahren am Herzen und den Gefäßen

spezialisiert. Alle aktuellen Verfahren von Eingriffen an

den Herzkranzgefäßen werden durchgeführt. Durch das

Herzkatheterlabor mit 24-Stunden-Bereitschaft ist die

Klinik auf oberster Versorgungsstufe zu jeder Zeit Anlaufstelle

für die notfallmäßige Versorgung aller Herzkrankheiten,

nicht nur von Patienten mit akutem Koronarsyndrom

sondern auch von Patienten mit akuter

Herzschwäche und lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen.

Für Patienten mit unklaren Brustschmerzen steht

die in der Notaufnahmestation integrierte Brustschmerz-

Einheit (Chest Pain Unit, CPU) zur akuten Diagnostik

und Therapie Tag und Nacht zur Verfügung.

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Christian Vahlhaus

Einen Schwerpunkt stellt die Behandlung der Herzinsuffizienz

dar, sowohl bei akutem als auch chronischem

Pumpversagen. Hierzu gehören neben einer Optimierung

der medikamentösen Therapie elektrische Stimulationsverfahren,

um den Ablauf der Kontraktionen der

linken Herzkammer zu verbessern. Der Einsatz von

apparativen Kreislaufunterstützungsverfahren, die Vorbereitung

auf und die Nachbehandlung nach Herztransplantation

erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

(Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. H.H. Scheld). Diese

Schwerpunkte im Bereich der Krankenversorgung werden

von einem national und international anerkannten

Forschungsprogramm begleitet.

Ansprechpartner: Dr. Jörg Stypmann

Für die Behandlung aller Formen von Rhythmusstörungen,

insbesondere bei Patienten mit komplexen Rhythmusstörungen,

stehen sämtliche moderne dreidimensionale

Mapping-Verfahren zur Verfügung und werden bei

den häufig sehr kranken Patienten und komplexen

Rhythmusstörungen regelmäßig eingesetzt. Alle modernen

Schrittmacher- und Defibrillator-Therapien werden

durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt in der umfassenden

Beratung und Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern.

Bei genetisch bedingten Rhythmusstörungen

besitzt die Klinik einen national und international bedeutsamen

Schwerpunkt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Lars Eckard

148 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI00 Schwerpunkt Kardiovaskuläre Bildgebung

Qualitätssicherung

Schwerpunkte sind vor allem die nicht invasive Funktionsdiagnostik

und Bildgebung der des Herzens. Alle

Möglichkeiten der kardialen Bildgebung inklusive nuklearmedizinische

Diagnostik (in Kooperation mit der

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Kardio-CT und

Kardio-MRT (in Kooperation mit dem Institut für Klinische

Radiologie) und insbesondere alle echokardiographischen

Verfahren inklusive dreidimensionale Echokardiographie

sind bereits jetzt fester Bestandteil der

klinischen Versorgung und bilden die Bausteine für das

geplante Zentrum für kardiovaskuläre Bildgebung.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Klaus Tiemann

Die Medizinische Klinik und Poliklinik C nimmt aktiv am Qualitätsmanagement des

Universitätsklinikums teil. In Kongruenz mit dem Leitbildprozess des gesamten

Universitätsklinikums wird in einem eigenen Steuerungsgremium der Medizinischen Klinik und

Poliklinik C die Strategie festgelegt. Die ärztliche Entscheidungs- und Steuerungskompetenz für

die spezifischen Ziele, Aufgaben und Interessen der Medizinischen Klinik und Poliklinik C liegt

in den Händen dieses Steuerungsgremiums, dem der Direktor und die beiden leitenden

Oberärzte der Klinik angehören. Die Methodenkompetenz obliegt dem Ärztlichen

Qualitätsmanager der Klinik (OA Priv.-Doz. Dr. med. Christian Vahlhaus).

Im Qualitätszirkel Diagnostik- und Therapieplan wird arbeitstäglich die Arbeit an Routinefällen

und an außergewöhnlichen Fällen reflektiert. Dieser Qualitätszirkel berichtet im Rahmen der

wöchentlichen internen Fortbildung über anstehende Verbesserungen. Zusätzlich nimmt die

Medizinische Klinik und Poliklinik C an qualitätssichernden Maßnahmen der Deutschen

Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung teil und ist aktiv in deren

Projektgruppen "Strategische Finanzplanung", "DRG's (Gebührenordnung, Sonderentgelte und

Fallpauschalen), "Qualitätssicherung und Register" sowie "Integrierte Versorgung" engagiert.

Die Dokumentation aller Daten der Qualitätssicherung erfolgt per EDV.

Die Klinik nimmt seit vielen Jahren als eine von zwei Universitätskliniken an dem nationalen

Register zu Koronarinterventionen (PTCA) der ALKK (Arbeitsgemeinschaft der Leitenden

Kardiologischen Krankenhausärzte) teil, in dem alle Patienten auf einer sog. Intention-to-treat

Basis gemeldet wurden. EURID-Deutschland, das erste und bisher einzige Qualitäts-Register

für implantierbare Defibrillatoren (Herzschrittmacher bei Kammerflimmern) wurde von

Mitgliedern der Klinik ins Leben gerufen, die an der weiteren Gestaltung aktiv mitgewirkt haben.

Seit 2003 beteiligt sich die Medizinische Klinik und Poliklinik C an der gesetzlich

vorgeschriebenen externen vergleichenden Qualitätssicherung für Koronardiagnostik und

Interventionen sowie für Therapien mit Herzschrittmachern. Seit 2002 nimmt die Medizinische

Klinik und Poliklinik C an einem bundesweiten Register zu Medikamentenbeschichteten

Koronar-Stents teil (Cypher-Register). Diese Patienten werden systematisch erfasst und

nachbeobachtet, so dass verlässliche Daten über die Prognose und den Erfolg dieser Stents

erhoben werden.

Seit Jahren hat sich die Klinik aktiv an verschiedenen Surveys der Europäischen Gesellschaft

für Kardiologie zu Fragen der Prävention bei Patienten mit bekannter Koronarer

Herzerkrankung (EuroHeartSurvey), mit Diabetes Mellitus und mit Vorhofflimmern beteiligt,

ferner an verschiedenen ähnlichen nationalen Aktivitäten.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 149


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Die Klinik stellt die Zentrale für das bundesweite Kompetenznetz Vorhofflimmern, in dem

Grundlagenforschung, klinische Forschung und Versorgungsforschung bei diesem häufigen

Krankheitsbild koordiniert und gefördert werden (s. o.).

B-11.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Medizinischen

Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP42 Spezielles pflegerisches Leistungsangebot

MP52 Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen � Selbsthilfegruppe für Patienten

mit Herzrhythmusstörungen

� Selbsthilfegruppe für Patienten

nach Herztransplantation

� Selbsthilfegruppe der Defibrillationspatienten

MP00 Schmerztherapie Differenzierte Schmerztherapie in

Kooperation mit der Schmerz-

Ambulanz und Schmerz-Tagesklinik

der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin

und durch die Klinik und Poliklinik für

Neurochirurgie (Neurostimulation), die

im Zentralklinikum auch für gehbehinderte

Patienten in wenigen Minuten

erreichbar sind.

B-11.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Medizinischen Klinik und

Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA01 Aufenthaltsräume Auf den Stationen befindet sich je ein Aufenthaltraum für die

Patienten sowie Besucher. Dort stehen Wasser, Kaffee und

verschieden Teesorten zur kostenlosen Selbstbedienung zur

Verfügung.

SA00 Patienteninformationen

(Broschüren und im Internet)

Informationsbroschüren für Patienten und Angehörige werden

nicht nur vom Universitätsklinikum Münster, sondern speziell

auch vom Herzzentrum ausgelegt und regelmäßig aktualisiert.

Das Herzzentrum Münster gibt halbjährlich das Herzzentrums-Journal

heraus, das sich an Patienten und Angehörige

sowie Förderer wendet und über neue Entwicklung in der

Vorbeugung, der Diagnostik und der Behandlung von Herzerkrankungen

informiert. Die Internetpräsenz wird regelmäßig

aktualisiert und ist auf die Interessen der Patienten ausgerichtet.

150 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

B-11.5 Fallzahlen der Medizinischen Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und

Angiologie)

Vollstationäre Fallzahl: 2889

B-11.6 Diagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

B-11.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 I48 460 Herzrhythmusstörung, ausgehend von den Vorhöfen des Herzens

2 I47 381 Anfallsweise auftretendes Herzrasen

3 I21 372 Akuter Herzinfarkt

4 I25 350 Herzkrankheit durch anhaltende (chronische) Durchblutungsstörungen des

Herzens

5 I20 313 Anfallsartige Enge und Schmerzen in der Brust - Angina pectoris

6 I70 188 Verkalkung der Schlagadern - Arteriosklerose

7 I50 180 Herzschwäche

8 Z45 125 Anpassung und Handhabung eines in den Körper eingepflanzten medizinischen

Gerätes

9 I42 116 Krankheit der Herzmuskulatur (Kardiomyopathie) ohne andere Ursache

10 I49 63 Sonstige Herzrhythmusstörung

11 I45 51 Sonstige Störung der Erregungsleitung des Herzens

12 T82 47 Komplikationen durch eingepflanzte Fremdteile wie Herzklappen oder

Herzschrittmacher oder durch Verpflanzung von Gewebe im Herzen bzw.

in den Blutgefäßen

13 R55 26 Ohnmachtsanfall bzw. Kollaps

14 I44 24 Herzrhythmusstörung durch eine Störung der Erregungsleitung innerhalb

des Herzens - AV-Block bzw. Linksschenkelblock

15 I35 18 Krankheit der Aortenklappe, nicht als Folge einer bakteriellen Krankheit

durch Streptokokken verursacht

16 I10 13 Bluthochdruck ohne bekannte Ursache

17 I33 13 Akute oder weniger heftig verlaufende (subakute) Entzündung der Herzklappen

18 Z01 12 Sonstige spezielle Untersuchung bzw. Abklärung bei Personen ohne

Beschwerden oder festgestellter Krankheit

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 151


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

19 A41 9 Sonstige Blutvergiftung (Sepsis)

20 I26 7 Verschluss eines Blutgefäßes in der Lunge durch ein Blutgerinnsel -

Lungenembolie

B-11.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

ICD-10

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

I40


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

5 1-273 1123 Untersuchung der rechten Herzhälfte mit einem über die Vene ins Herz

gelegten Schlauch (Katheter)

6 8-835 986 Zerstörung von Herzgewebe bei Vorliegen von Herzrhythmusstörungen

7 3-02c 893 Farbdoppler-Ultraschall der Blutgefäße der Gliedmaßen

8 3-013 798 Eindimensionaler Doppler-Ultraschall der Blutgefäße der Gliedmaßen

9 1-266 597 Messung elektrischer Herzströme ohne einen über die Schlagader ins

Herz gelegten Schlauch (Katheter)

10 1-265 529 Messung elektrischer Herzströme mit einem über die Schlagader ins Herz

gelegten Schlauch (Katheter) - EPU

11 8-980 517 Behandlung auf der Intensivstation (Basisprozedur)

12 3-022 515 Farbdoppler-Ultraschall der Halsgefäße

13 3-004 398 Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) über die Haut

14 3-014 344 Eindimensionaler Doppler-Ultraschall der Halsgefäße

15 3-603 334 Röntgendarstellung der Schlagadern im Brustkorb mit Kontrastmittel

16 8-930 327 Intensivmedizinische Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf ohne

Messung des Drucks in der Lungenschlagader und im rechten Vorhof des

Herzens

17 8-640 315 Behandlung von Herzrhythmusstörungen mit Stromstößen - Defibrillation

18 3-605 267 Röntgendarstellung der Schlagadern im Becken mit Kontrastmittel

19 3-023 256 Farbdoppler-Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) über die Haut

20 3-026 254 Farbdoppler-Ultraschall des Bauches

B-11.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-836 253 Behandlung an einem Gefäß über einen Schlauch (Katheter)

3-611 249 Röntgendarstellung der Venen in Hals und Brustkorb mit Kontrastmittel

3-607 244 Röntgendarstellung der Schlagadern der Beine mit Kontrastmittel

3-993 226 Mengenmäßige Bestimmung bestimmter Werte wie Organfunktion oder

Blutflussgeschwindigkeit

8-831 209 Legen bzw. Wechsel eines Schlauches (Katheter), der in den großen

Venen platziert ist

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 153


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1-274 193 Untersuchung der linken Herzhälfte mit einem über die Schlagader ins

Herz gelegten Schlauch (Katheter) durch die Herzscheidewand

3-052 129 Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) von der Speiseröhre aus -

TEE

3-043 93 Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) durch die Haut mit Kontrastmittel

1-497 81 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) durch eine Vene oder eine

Schlagader

5-35a 15 Operation an Herzklappen mit mit kleinstmöglichem Einschnitt an der Haut

und minimaler Gewebeverletzung (minimalinvasiv)

8-83a 15 Dauer der Behandlung mit einem herzunterstützenden System

3-05g 13 Ultraschall der Blutgefäße durch Einführen eines Ultraschallgerätes in die

Gefäße

8-852


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. der

Ambulanz

Art der Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach §

117 SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach §

117 SGB V

Bezeichnung der

Ambulanz

Herzschrittmacher-

und Defibrillator-Ambulanz

Sprechstunde für

Patienten mit

genetisch bedingtenHerzrhythmusstörungen

Nr.der

Leistung

Angebotene

Leistung

VI00 Nachsorge nach

Herztransplantation

VI00 Nachsorge nach

Herzschrittmacherimplantation

VI31 Diagnostik und

Therapie von

Herzrhythmusstörungen

Kommentar / Erläuterung

interdisziplinär gemeinsam mit

der Klinik und Poliklinik für

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

geführt.

In dieser Ambulanz werden

Patienten mit implantierten

Herzschrittmachern und Defibrillatoren

betreut und die implantierten

Aggregate regelmäßig

auf ihre Funktion geprüft. Es

können Aggregate aller Hersteller

geprüft werden.

In der Rhythmus-Ambulanz

werden Patienten mit jeder Art

von Herzrhythmusstörungen

betreut und die gesamte Breite

von Therapiemöglichkeiten

einschließlich moderner, interventioneller

Therapieverfahren

angeboten.

B-11.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Medizinischen Klinik

und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1 1-275 67 Untersuchung der linken Herzhälfte mit einem über die Schlagader ins

Herz gelegten Schlauch (Katheter)

B-11.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 155


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

B-11.11 Apparative Ausstattung der Medizinischen Klinik und Poliklinik C

(Kardiologie und Angiologie)

Nr. Vorhandene Geräte

AA00 Herzkathetermessplatz (0) mit

biplaner Flachdetektortechnik

AA00 Herzkathetermessplatz (I) mit

monoplaner Flachdetektortechnik

AA00 Herzkathetermessplatz (II) mit

biplaner Flachdetektortechnik

AA00 Herzkathetermessplatz (III) mit

biplaner Technik (Bildverstärker-Fernsehkette)

AA00 Herzkathetermessplatz (IV) mit

biplaner Technik (Bildverstärker-Fernsehkette)

AA00 Monoplane C-Bogen-

Durchleuchtungsanlage zur

Einschwemmkatheteruntersuchung

sowie zur transvenösen

Herzmuskelbiopsieentnahme

AA27 Röntgengerät/Durchleuchtungsgerät

AA13 Geräte der invasiven Kardiologie

AA15 Geräte zur Lungenersatztherapie

/ -unterstützung

UmgangssprachlicheBezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

x Baubeginn 2008

156 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008

x

x

x

x

Es besteht eine 24h-

Verfügbarkeit dieser im Herzkatheterlaborbereich

zusätzlich

vorhandenen mobilen Anlage.

x Es besteht eine 24 h-

Verfügbarkeit dieser Durchleuchtungsanlage,

die im

Notfall-Eingriffs-Raum der

Intensivstation eingerichtet ist.

x Behandlungen mittels Herzkatheter

x Es besteht eine 24h-

Verfügbarkeit gemeinsam mit

der Klinik und Poliklinik für

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

AA00 intraaortale Ballonpumpen In 24h-Bereitschaft stehen 2

intraaortale Ballonpumpen der

Medizinischen Klinik C und

weitere 5 intraaortale Ballopumpen

der Klinik und Poliklinik

für Thorax-, Herz- und

Gefäßchirurgie zur Verfügung.


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Vorhandene Geräte

UmgangssprachlicheBezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

AA17 Herzlungenmaschine x Es besteht eine 24 h-

Verfügbarkeit gemeinsam mit

der Klinik und Poliklinik für

Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

AA00 Mapping-Verfahren Elektrophysiologische endokardiale

Mappingsysteme:

Endokardiales nichtfluoroskopischeKatheterlokalisations-Systeme

(LocaLisa®,

NavX®), endokardiales elektroanatomisches

Mapping-

Systeme (CARTO®, CARTO-

Merge®), endokardiales elektro-mechanisches

Mapping-

System (NOGA®), Noncontact-mapping

System

(Ensite®), intraoperatives

Mapping-System zur direkten

epikardialen Elektrographie,

Hochfrequenzstrom-

Ablationssysteme, Cryo-

Katheterablationssystem

AA00 Echokardiographie-Verfahren Herzultraschall

AA29 Sonographiegerät/Dopplersonographiegerät/Du

plexsonographiegerät

AA00 Magnetresonanztomograph

speziell für kardiovaskuläre

Untersuchungen (Radiologie)

(MRT)

Ultraschallgerät/

mit Nutzung

des

Dopplereffekts/farbkodierterUltraschall

Fünf High-End-Echokardiographiegeräte

in klinischen

Routineeinsatz (zusätzlich drei

High-End- Echokardiographiegeräte

im reinen wissenschaftlichen

Einsatz) mit

neuesten Bildgebungsmodalitäten

und Applikationssoftware,

u.a. Harmonic Imaging, Kontrast-

bzw. Stress-Echokardiographie,

Tissue Doppler Imaging,

Acustic Quantification,

cw- und pw-Doppler, transösophageale

Echokardiographie,

Netz-gebundener zentraler

Ultraschallserver

x Es besteht eine 24 h-

Verfügbarkeit eines für die

Angiologie ausgestatteten

High-End-Dopplersonographiegeräts.

24 h-Verfügbarkeit im Institut

für Klinische Radiologie

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 157


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Vorhandene Geräte

UmgangssprachlicheBezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

AA00 EKG-Verfahren EKG und nicht-invasives elektrophysiologisches

Labor:

Ruhe-EKG, Belastungs-EKG,

Langzeit-EKG, Ereignis-Recording

(externe und implantierbare

Systeme einschließlich implantierbare

"loop recorder"),

hochverstärktes signalgemitteltes

EKG mit Spätpotentialanalyse,Herzfrequenzvariabilitätsanalyse,Baroreflexsensitivitätsbestimmung,

T-Wellen-

Alternanz-Bestimmung, Body-

Surface-Potential-Mapping-

System

AA03 Belastungs-EKG/Ergometrie Belastungstest mit Herzstrommessung

AA19 Kipptisch Gerät zur Messung des Verhaltens

der Kenngrößen des

Blutkreislaufs

bei Lageänderung

AA00 Labor-Verfahren Experimentelles Labor zur

Messung renaler, kardiovaskulärer

und insbesondere elektrophysiologischerFunktionsparameter

bei Mäusen (Langzeit

RR-Messung bei Mäusen,

GFR, RPF, Proteinurie, FENa

etc.), Ruhe-EKG, Langzeit-

EKG, Echokardiographie,

spezielles PET (in der Nuklearmedizin),

Langendorff-

Präparat. Cardangiographieanlage

für experimentelle Untersuchungen

158 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Die Klinik besitzt vier komplette Herzkatheter-Labore. Die Einrichtung eines fünften Herzkatheterlabors

wird in 2008 begonnen und in 2009 fertiggestellt. Alle Herzkatheter-Labore sind

mit digitaler Bildverarbeitung ausgerüstet; drei der vier Labore beinhalten biplane Anlagen, eine

Anlage ist monoplan. Die monoplane Anlage, ebenso wie eine der biplanen Anlagen, wurden

erst in jüngster Zeit installiert und stellen durch Einsatz von Flachbild-Detektoren den neuesten

Stand der Röntgentechnik dar. Ein im DICOM-Standard komprimiertes File wird auf dem

Intranet-DICOM-Webserver gespeichert und bietet allen Mitarbeitern mit Zugangsdaten im

Intranet die Möglichkeit die Szenen der Untersuchung in Befundqualität anzusehen. Der mit

biplaner Flachbild-Detektor Technik ausgestattete Raum wird überwiegend für komplexe

elektrophysiologische Untersuchungen und Eingriffe genutzt, die unter Einsatz dreidimensionaler

Lokalisations- (Mapping)-Verfahren auch bei sehr kranken oder am Herz voroperierten

Patienten die Analyse komplizierter bedrohlicher Herzrhythmusstörungen ermöglichen. Zusätzlich

stehen ein Durchleuchtungsgerät (C-Bogen) zur Herzmuskelbiopsieentnahme und zur

Einschwemmkatheteruntersuchung im Herzkather-Laborbereich sowie ein Durchleuchtungsgerät

(C-Bogen) im Schockraum der Intensivstation zur Verfügung.

B-11.12 Personelle Ausstattung

B-11.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Medizinischen Klinik und Poliklinik C (Kardiologie

und Angiologie)

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Ergänzung

48,0 Vollkräfte 1 Direktor

10 Oberärzte

7 Fachärzte

33 Weiterbildungsassistenten

19,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Innere Medizin 72 Monate

Kardiologie 24 Monate

Spezielle Internistische Intensivmedizin 24

Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ23 Innere Medizin Alle Fachärzte sind Internisten, ein internistischer

Facharzt hat zusätzlich die Schwerpunktqualifikation

Allgemeinmedizin.

AQ24 Innere Medizin und SP Angiologie Alle Fachärzte sind Internisten, zwei internistische

Fachärzte haben zusätzlich die Schwerpunktqualifikation

Angiologie.

AQ26 Innere Medizin und SP Gastroenterologie Alle Fachärzte sind Internisten, ein internistischer

Facharzt hat zusätzlich die Schwerpunktqualifikation

Gastroenterologie.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 159


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ28 Innere Medizin und SP Kardiologie Alle Fachärzte sind Internisten, neun internistische

Fachärzte haben zusätzlich die Schwerpunktqualifikation

Kardiologie.

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF01 Ärztliches Qualitätsmanagement Alle Fachärzte sind Internisten, ein internistischer

Facharzt ist als Ärztlicher Qualitätsmanager

ausgebildet und zertifiziert nach dem

Curriculum der Bundesärztekammer.

ZF15 Intensivmedizin Alle Fachärzte sind Internisten, vier internistische

Fachärzte haben zusätzlich die Schwerpunktqualifikation

spezielle internistische

Intensivmedizin.

B-11.12.2 Pflegepersonal der Medizinischen Klinik und Poliklinik C (Kardiologie

und Angiologie)

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischerAbschluss

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

Anzahl Ausbildungsdauer

70,5 Vollkräfte 3 Jahre

0,5 Vollkräfte 3 Jahre

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP04 Endoskopie/Funktionsdiagnostik

ZP12 Praxisanleitung

160 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-11 Medizinische Klinik und Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

B-11.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Medizinischen Klinik und

Poliklinik C (Kardiologie und Angiologie)

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP23 Psychologe und Psychologin Dem interdisziplinären Ärzteteam der Ambulanz

für Patienten mit Herzinsuffizienz vor und

nach Herztransplantation ist eine ausschließlich

für diesen Bereich zuständige Psychologin

(der Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und

Gefäßchirurgie) zugeordnet.

SP43 Medizinisch-technischer Assistent und

Medizinisch-technische Assistentin/ Funktionspersonal

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

Im Herzkatheterlabor sind fünf medizinisch

technische Röntgenassistentinnen und Assistenten

mit dem Schwerpunkt Herzkreislauf

eingesetzt

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 161


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie

Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Direktor:

Univ.-Professor Dr. med.

H.-J. Pavenstädt

B-12.1 Allgemeine Angaben der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Fachabteilung: Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren-

und Hochdruckkrankheiten)

Art: Hauptabteilung

Direktor: Univ.-Professor Dr. med. H.-J. Pavenstädt

Ansprechpartner: Dr. med. V. Busch

Hausanschrift: Albert Schweitzer Straße 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47516

Fax: 0251 83-46979

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=medd

E-Mail: pavensth@mednet.uni-muenster.de

Die Medizinische Klinik und Poliklinik D betreut Patienten mit Erkrankungen aus dem gesamten

Bereich der Inneren Medizin.

Die besonderen Schwerpunkte liegen auf der Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen

und der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck), der Versorgung von nierentransplantierten

Patienten und der ambulanten Betreuung von HIV-Patienten. Wir betreuen zudem die

Patienten, die sich keiner anderen Fachdisziplin (beispielsweise den Fachabteilungen für

Tumormedizin, Herzerkrankungen oder für Erkrankungen des Magen- Darm-Traktes) eindeutig

zuordnen lassen, bzw. gesundheitliche Probleme in mehreren Bereichen aufweisen. Dadurch

besitzen wir eine hohe Kompetenz für Erkrankungen, die im komplexen Zusammenspiel

mehrerer Ursachen entstehen. In Kooperation mit den anderen Abteilungen des

Universitätsklinikums stehen uns dabei praktisch alle modernen diagnostischen und

therapeutischen Verfahren zur Verfügung. Besonders gekennzeichnet ist die Klinik schließlich

durch ihre Eignung für Notfallaufnahmen.

Vorrangiges Ziel der Medizinischen Klinik und Poliklinik D ist es, den Patienten, die in unsere

Abteilung kommen, eine exzellente Diagnostik und Behandlung in einer menschlichen

Atmosphäre anzubieten. Unsere Ärztinnen und Ärzte arbeiten dabei auf der Basis von

international gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen und neuesten Leitlinien. Darüber

hinaus ist uns das seelische Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten sehr wichtig. Wir

nehmen ihre Sorgen und Nöte sehr ernst, informieren sie über alle geplanten Maßnahmen

verständlich und begleiten sie mitfühlend. Unsere Patienten können sich dabei darauf

verlassen, dass wir ihnen freundlich, mit Achtung und mit Wertschätzung begegnen und ihre

individuellen Wünsche respektieren.

162 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Über unsere eigene ärztliche Zuwendung hinaus erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der

Abteilung für Psychosomatik. Die dortigen Kollegen können unsere Patienten bei Bedarf

mitbetreuen. Zusätzlich erfolgt im Rahmen der Visite des Klinikdirektors einmal pro Woche eine

gemeinsame Visite mit den Kollegen der psychosomatischen Abteilung. Einmal jährlich führen

wir schließlich gemeinschaftlich ein wissenschaftliches Symposium durch.

Unser Leitgedanke ist eine hochwertige Betreuung nach dem neuesten Stand der Erkenntnis

und Menschlichkeit. So finden täglich eine Abteilungs- und eine Röntgenbesprechung statt. Auf

den Stationen erfolgt bei allen Patienten mindestens einmal in der Woche eine Visite des

Klinikdirektors und einmal in der Woche eine Oberarztvisite. Zur Weiterbildung stellen wir

abteilungsintern wöchentlich aktuelle Studien vor. Zudem werden in Kooperation mit den

anderen Medizinischen Kliniken wichtige Aspekte der gesamten Inneren Medizin in Vorträgen

thematisiert, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus gehalten werden. Über unsere Abteilung

und unser Klinikum hinaus veranstalten wir einmal im Monat ein nephrologisches Seminar, in

dem aktuelle Themen der Nierenheilkunde referiert werden. Einmal jährlich veranstalten wir ein

hochkarätiges Seminar, bei dem Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik sich über

aktuelle Themen der Nephrologie informieren können.

Weitere Informationen bekommen Sie hier:

http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=medd

http://medd.klinikum.uni-muenster.de/Trans/index.htm

B-12.2 Versorgungsschwerpunkte der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI08 Diagnostik und Therapie von

Nierenerkrankungen

In der Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen

liegt unser besonderer Schwerpunkt. Dabei steht uns

das gesamte Spektrum an diagnostischen und therapeutischen

Verfahren zur Verfügung. Wir betreuen dabei

Patienten in allen Stadien und mit allen Arten von Nierenerkrankungen.

Wir legen großen Wert auf nichtinvasive

Verfahren wie Ultraschallunterschung, Urinmikroskopie,

Urineiweißuntersuchung und eine differenzierte

medikamentöse Therapie. Andererseits liegen auch alle

Voraussetzungen für ein professionelles Management

von Nierenpunktionen und für moderne apparative

Vefahren der Nierenersatztherapie oder für maschinelle

immunmodulatorische Therapien (siehe weiter unten

unter "Hämodialyse") vor.

Ein besonderer Schwerpunkt sind glomeruläre Erkrankungen

der Niere (Glomerulus: Kapillarknäuel in der

Niere)

Ansprechpartner: Univ.- Prof. Dr. Hermann Pavenstädt

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 163


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI21 Betreuung von Patienten und

Patientinnen vor und nach Transplantation

VI07 Diagnostik und Therapie der Hypertonie

(Hochdruckkrankheit)

VI00 Management von Patienten mit

fortgeschrittener Nierenschwäche

Eine ausgewiesene Erfahrung besitzen wir bei der

Behandlung von nierentransplantierten Patienten. In

Zusammenarbeit mit der Klinik für allgemeine Chirurgie

gehören wir zu den führenden Transplantationszentren

in Deutschland mit jährlich über 100 Nierentransplantationen.

Neben der Transplantation von Nieren verstorbener

Spender ist uns die Lebendspende ein besonderes

Anliegen. Im Rahmen des sogenannten "Old for

Old"-Programmes wird es auch älteren Organempfängern

ermöglicht eine Nierentransplantation von dementsprechend

älteren Spender zu erhalten. Am

Transplantationszentrum werden zahlreiche nationale

und internationale klinische Studien zur Immunsuppression

nach Nierentransplantation durchgeführt. Für

die Betreuung von nierentransplantierten Patienten

bzw. von Transplantationskandidaten wurde eine

ärztliche Rufbereitschaft über 24-Stunden eingerichtet.

Ansprechpartnerin: Priv. Doz. Dr. med. Barbara Suwelack

Bei der Betreuung der Patienten mit einem hohen

arteriellen Blutdruck existiert ein von der Landesregierung

Nordrhein-Westfalen preisgekröntes integriertes

Versorgungskonzept. Dabei erfolgt neben der Erstellung

eines genetischen Risikoprofils eine interdisziplinäre

Betreuung von Patienten mit erhöhtem Blutdruck

aus dem gesamten Bundesgebiet. Ein besonderes

Gewicht wird dabei auf eine ernährungsmedizinische

und sportmedizinische Behandlung gelegt. Außerdem

findet in Zusammenarbeit mit der psychosomatischen

Abteilung u.a. ein Streßmanagement statt.

Ansprechpartnerin: Frau Prof. Dr. med. Eva Brand

Bei den Patienten, bei denen es im Rahmen einer

fortgeschrittenen Nierenerkrankung zum Nierenversagen

kommt, liegt uns die Auswahl des für den jeweiligen

Patienten jeweils besten Nierenersatzverfahrens

(Transplantation, Bauchfelldialyse oder Hämodialyse)

besonders am Herzen. Dazu bieten wir u.a. neben

einer individuellen Beratung 2 Mal jährlich Seminare

an, in denen wir umfassend und objektiv über die

jeweiligen Behandlungen informieren.

Ansprechpartner: Priv. Doz. Dr. med. Gert Gabriëls

164 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI00 Hämodialyse Es stehen alle modernen Verfahren zur Verfügung:

Hämodialyse, Hämodiafiltration, SLED, Hämofiltration,

Plasmapherese, Immunadsorption, MARS, und schließlich

Lipidapharese.

Auf unserer Dialysestation betreuen wir alle Patienten

des UKM, die eine entsprechende Behandlung benötigen.

Das schließt Patienten aller Abteilungen der operativen

und nicht-operativen Fächer sowie der Intensivstationen

ein. Unsere Behandlung sprechen wir sowohl mit

diesen Abteilungen als auch bei chronisch nierenkranken

Patienten mit den niedergelassenen nephrologischen

Kollegen sorgfältig ab. Nierenerkrankte Patienten sind

von akuten Erkrankungen, die beispielsweise Operationen

erforderlich machen, besonders stark betroffen, so

dass eine sorgfältige nephrologische Begleitung für uns

ein besonderes Anliegen darstellt.

Es besteht eine Rufbereitschaft für Notfalldialysen über

24-Stunden.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. Roland M. Schaefer

VI00 Peritonealdia l ys e Es werden Patienten bezüglich der Bauchfell-D ia l ys e

(kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse [CAPD],

automatisierte Peritonealdialyse mittels Cycler [APD,

IPD, NIPD, TPD] etc.) geschult und Komplikationen (z.B.

Infektionen des Peritoneums sowie des Katheter-Tunnels

bzw. -Exits oder bei Drainageproblemen) behandelt.

VI23 Diagnostik und Therapie von

angeborenen und erworbenen

Immundefekterkrankungen (einschließlich

HIV und AIDS)

VI00 Sprechstunde lysosomale Speichererkrankungen

Ansprechpartner: Priv. Doz. Dr. med. Gert Gabriëls

In der Ambulanz für erworbene Immunschwäche, für die

eine Ermächtigung vorliegt, werden HIV-infizierte Patienten

in allen Stadien der Erkrankung einschließlich des

Vollbildes AIDS betreut. Es wird die Diagnostik und

Therapie der HIV-assoziiert auftretenden Erkrankungen

(infektiöse und onkologische Krankheitsbilder) vorgenommen.

Ein Schwerpunkt ist die Betreuung von HIVinfizierten

Frauen, insbesondere in der Schwangerschaft.

Es besteht eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit der Klinik für Neurologie und der Klinik für Gynäkologie

des UKM. Studienzentrum für nationale und

internationale klinische Studien zur antiretroviralen

Therapie.

Ansprechpartnerin: Frau Dr. med. Doris Reichelt

Hier werden unter anderem Patientin mit Morbus Fabry

betreut und in einem internationalen Register geführt. Es

besteht die Möglichkeit der Enzymersatztherapie.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. Roland M. Schaefer

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 165


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VI00 Behandlung von erblichen Fettstoffwechselstörungen

mit Lipidapharese

VI17 Diagnostik und Therapie von

rheumatologischen Erkrankungen

In unserer Tagesklinik haben wir 2 Plätze für die Lipidapharese.

Dieses Verfahren wird bei erblichen Fettstoffwechselstörungen

eingesetzt. Bei diesen Erkrankungen

besteht bei den betroffenen Patienten ein erhebliches

Risiko für Folgeerkrankungen wie etwa Schlaganfall oder

Herzinfarkt. Bei dem aufwändigen Verfahren ist es

mittels extrakorporaler Filter möglich, krankhafte Blutfettkörper

aus dem Blut zu waschen.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. Roland M. Schaefer

Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen und

autoimmunen Erkrankungen im weiteren Sinne können

bei uns auf dem höchsten wissenschaftlichen Niveau

behandelt werden. Therapieformen mit biologisch hergestellten

Substanzen, die gezielt an ausgewählten

Strukturen einer überschießenden Abwehrreaktion des

Organismus ansetzen, haben einen angemessenen

Stellenwert. Wo immer möglich erfolgt die Behandlung

ambulant. Jedoch können wir auch eine stationäre

Behandlung anbieten, bzw. manchmal nicht vermeiden.

Ansprechpartner: PD Dr. med. P. Willeke

B-12.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Medizinischen

Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP04 Atemgymnastik/-therapie

MP09 Besondere Formen/Konzepte der Betreuung von

Sterbenden

MP00 Umfassende Aufklärungsveranstaltungen für das

Management bei Patienten mit fortgeschrittener

Nierenschwäche.

MP12 Bobath-Therapie (für Erwachsene und/oder Kinder)

MP22 Kontinenztraining/Inkontinenzberatung

MP26 Medizinische Fußpflege

MP31 Physikalische Therapie/Bädertherapie

MP33 Präventive Leistungsangebote/Präventionskurse

MP39 Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung von

Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen

MP47 Versorgung mit Hilfsmitteln/Orthopädietechnik

Informationen über alle möglichen

Verfahren der Nierenersatztherapie:

Transplantation, Peritonealdialyse und

Hämodialyse.

166 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Die weiteren medizinisch-pflegerischen Leistungsangebote sind in den UKM-übergreifenden

medizinisch-pflegerischen Leistungsangeboten abgebildet.

B-12.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Medizinischen Klinik und

Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA01 Aufenthaltsräume

SA39 Besuchsdienst/„Grüne Damen“

SA13 Elektrisch verstellbare Betten

SA14 Fernsehgerät am Bett/im Zimmer

SA20 Frei wählbare Essenszusammenstellung

(Komponentenwahl)

SA21 Kostenlose Getränkebereitstellung

SA32 Maniküre/Pediküre

SA33 Parkanlage

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

SA17 Rundfunkempfang am Bett

SA08 Teeküche für Patienten und Patientinnen

SA18 Telefon

SA09 Unterbringung Begleitperson

SA10 Zwei-Bett-Zimmer

SA11 Zwei-Bett-Zimmer mit eigener

Nasszelle

B-12.5 Fallzahlen der Medizinischen Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere

Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Vollstationäre Fallzahl: 1362

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 167


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

B-12.6 Diagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

B-12.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 T86 147 Versagen bzw. Abstoßung von verpflanzten Organen bzw. Geweben

2 N17 65 Akutes Nierenversagen

3 I10 60 Bluthochdruck ohne bekannte Ursache

4 N18 60 Anhaltende (chronische) Verschlechterung bzw. Verlust der Nierenfunktion

5 I50 44 Herzschwäche

6 R55 40 Ohnmachtsanfall bzw. Kollaps

7 Z00 33 Allgemeinuntersuchung bzw. Abklärung bei Personen ohne Beschwerden

oder festgestellte Krankheit

8 N39 29 Sonstige Krankheit der Niere, der Harnwege bzw. der Harnblase

9 J18 28 Lungenentzündung, Krankheitserreger vom Arzt nicht näher bezeichnet

10 I20 26 Anfallsartige Enge und Schmerzen in der Brust - Angina pectoris

11 I26 26 Verschluss eines Blutgefäßes in der Lunge durch ein Blutgerinnsel -

Lungenembolie

12 I48 26 Herzrhythmusstörung, ausgehend von den Vorhöfen des Herzens

13 N04 26 Langsam entwickelnde Nierenkrankheit, entzündlich oder nicht entzündlich

14 J15 22 Lungenentzündung durch Bakterien

15 M31 22 Sonstige entzündliche Krankheit, bei der Immunsystem Blutgefäße angreift

- nekrotisierende Vaskulopathien

16 R10 18 Bauch- bzw. Beckenschmerzen

17 G40 17 Anfallsleiden - Epilepsie

18 I11 17 Bluthochdruck mit Herzkrankheit

19 M32 17 Entzündliche Krankheit, bei der das Immunsystem Bindegewebe, Blutgefäße

und Organe angreift - Lupus erythematodes

20 A41 14 Sonstige Blutvergiftung (Sepsis)

168 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

B-12.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

ICD-10

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

E87 9 Sonstige Störung des Wasser- und Salzhaushaltes sowie des Säure-

Basen-Gleichgewichts

I70 8 Verkalkung der Schlagadern - Arteriosklerose

E11 6 Zuckerkrankheit, die nicht zwingend mit Insulin behandelt werden muss -

Diabetes Typ-2

I15


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

5 3-023 378 Farbdoppler-Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) über die Haut

6 8-831 226 Legen bzw. Wechsel eines Schlauches (Katheter), der in den großen

Venen platziert ist

7 8-855 215 Blutreinigung außerhalb des Körpers durch ein Kombinationsverfahren von

Blutentgiftung und Blutwäsche

8 9-401 165 Behandlungsverfahren zur Erhaltung und Förderung alltagspraktischer und

sozialer Fertigkeiten - Psychosoziale Intervention

9 1-465 142 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus Niere, Harnwegen bzw.

männlichen Geschlechtsorganen durch die Haut mit Steuerung durch

bildgebende Verfahren, z.B. Ultraschall

10 8-980 118 Behandlung auf der Intensivstation (Basisprozedur)

11 8-857 61 Blutreinigungsverfahren, bei dem die Entgiftung über das Bauchfell (Peritoneum)

stattfindet - Peritonealdialyse

12 8-810 58 Übertragung (Transfusion) von Blutflüssigkeit bzw. von Anteilen der Blutflüssigkeit

oder von gentechnisch hergestellten Bluteiweißen

13 8-522 51 Strahlenbehandlung mit hochenergetischer Strahlung bei Krebskrankheit -

Hochvoltstrahlentherapie

14 8-853 50 Verfahren zur Blutentgiftung außerhalb des Körpers mit Herauspressen

von Giftstoffen - Hämofiltration

15 3-003 49 Ultraschall des Halses

16 3-002 43 Ultraschall der Nasennebenhöhlen

17 8-542 40 Ein- oder mehrtägige Krebsbehandlung mit Chemotherapie in die Vene

bzw. unter die Haut

18 3-00p 32 Ultraschall aller Lymphknoten außerhalb von Brustkorb und Bauchraum

19 8-987 28 Fachübergreifende Behandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten

Krankheitserregern

20 3-027 27 Farbdoppler-Ultraschall der Nieren

B-12.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-858


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Über die OPS-Codes werden nur Diagnosen erfasst, die für die Abrechnung relevant sind. Da

das Erbringen von Ultraschalluntersuchungen nicht Erlössteigernd wirkt, erfassen wir unsere

Ultraschalluntersuchungen nicht regelmäßig in den unter "Top OPS" aufgeführten Listen. Durch

eine Datenbankanalyse in unserem Krankenhausinformationssystem, die über die OPS-Codes

hinausging, haben wir zeigen können: Wir führen jährlich allein 796 Dopplersonographieuntersuchungen

der Niere (Ultraschall der Nierengefäße) und ein vielfachen dessen an kompletten

Abdominalsonographien, Ultraschalluntersuchungen des Herzens, sowie Untersuchungen

anderer Organsystemen wie Schilddrüse, Lymphknoten, Beinvenen und Halsschlagadern

durch.

B-12.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Medizinischen Klinik und

Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Glomerulonephritis-Ambulanz

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Nierenerkrankungen

In der Glomerulonephritis-

Ambulanz werden Patienten

mit entzündlichen Nierenerkrankungen,

nierenkranke

Patienten mit sytemischem

Lupus, Vaskulitiden (z.B. M.

Wegener, mikroskopische

Polyangiitis) und anderen

Autoimmunerkrankungen

sowie diabetischer Nephropathie

langfristig mit dem

Ziel betreut, einer Verschlechterung

der Nierenfunktion

vorzubeugen.

Poliklinik (0251 83-47537)

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 171


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Nr.der

Leistung

HIV-Ambulanz VI00 Diagnostik und Behandlung

der HIV-Erkrankung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

In der Ambulanz für erworbene

Immunschwäche, für

die eine Ermächtigung

vorliegt, werden HIVinfizierte

Patienten in allen

Stadien der Erkrankung

einschließlich des Vollbildes

AIDS betreut. Es wird die

Diagnostik und Therapie der

HIV-assoziiert auftretenden

Erkrankungen (infektiöse

und onkologische Krankheitsbilder)

vorgenommen.

Ein Schwerpunkt ist die

Betreuung von HIVinfizierten

Frauen, insbesondere

in der Schwangerschaft.

Es besteht eine

intensive interdisziplinäre

Zusammenarbeit mit der

Klinik für Neurologie und

der Klinik für Gynäkologie

des UKM. Studienzentrum

für nationale und internationale

klinische Studien zur

antiretroviralen Therapie.

Eigenständige Ambulanz

(0251 83-47521)

172 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Hypertonie-

Ambulanz

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VI00 Diagnostik und Behandlung

von Bluthochdruck

Lipid-Apharese VI00 Diagnostik und Behandlung

von Fettstoffwechselstörungen

Die Hypertonie-Ambulanz

bietet sonographische

Feststellung des HypertonieassoziiertenGefäßschadens

und eine Erstellung

des individuellen genetischen

Risikoprofils. Im

Rahmen eines "Integrierten

Versorgungskonzeptes für

Hypertoniker" soll eine

Verbesserung des Präventions-

u. Therapie-

Managements von Hypertonikern

unter Einbeziehung

neuester Erkenntnisse bzgl.

individueller genetischer

Risikoprofile sowie Mitbetreuung

durch Internisten

(Nephrologen, Hypertensiologen,

Kardiologen), Gynäkologen(Schwangerschafts-

Hypertonie), Psychologen/Psychosomatiker

(u.a. Verbesserung der

Compliance), Ernährungsberater,

Sportmediziner

(nichtmedikamentöse

Therapie-Ansätze) sowie

"Selbsthilfegruppen der

Hochdruckliga" und "Gestose-Frauen"

erreicht werden.

Poliklinik (0251 83-47537)

In der Lipidambulanz liegt

eine besondere Expertise

für die Diagnostik und

Behandlung erblicher Fettstoffwechselstörungen

vor.

Bei diesen Erkrankungen

besteht bei den betroffenen

Patienten ein erhebliches

Risiko für Folgeerkrankungen

wie etwa Schlaganfall

oder Herzinfarkt. Hier kann

die Indikation für ein speziellesBehandlungsverfahren,

die Lipidapharese

gestellt werden. Bei dem

aufwändigen Verfahren ist

es möglich, erhöhte Anzahl

von Blutfettkörpern außerhalb

des Körpers aus dem

Blut zu waschen.

Poliklinik (0251 83-47537)

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 173


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM04 Ermächtigungsambulanz

nach § 116

SGB V

AM00 Sonstige

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Nierentransplantationsambulanz

Peritoneal-

Dialyse-

Ambulanz

Rheumatologische

Ambulanz

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VI00 Diagnostik und Nachsorge

nach Nierentransplantation

VI00 Beratung und Behandlung

der Bauchfelldialyse

VI00 Diagnostik und Behandlung

von rheumatologischen

Erkrankungen

In der Nierentransplantations-Ambulanz,

für die eine

Ermächtigung vorliegt, wird

die Nachsorge nierentransplantierter

Patienten durchgeführt.Nierentransplantationsambulanz

(0251 83-47540)

In der Peritoneal-D ia l ys e-

Ambulanz werden Patienten

bezüglich der Bauchfell-

Dialyse (kontinuierliche

ambulante Peritonealdialyse

[CAPD], automatisierte

Peritonealdialyse mittels

Cycler [APD, IPD, NIPD,

TPD] etc.) geschult und

Komplikationen (z.B. Infektionen

des Peritoneums

sowie des Katheter- Tunnels

bzw. -Exits oder bei

Drainageproblemen) behandelt.

Räumlichkeiten

sind im Kuratorium für

Dialyse und Nierentransplantation

(KfH) in der

Fliednerstraße 44 in 48149

Münster

(Kontakt: 0251 83-47676)

In der rheumatologischen

Ambulanz werden Patienten

mit rheumatologischen

Erkrankungen und Autoimmunerkrankungenbehandelt.

In der Ambulanz können

bei ausgewählten

Patienten nach sorgfältiger

Abwägung moderne Antikörpertherapiendurchgeführt

und die Verabreichung

anderer biologisch hergestellter

Substanzen vorgenommen

werden. Außerdem

können Patienten in

klinische Studien eingeschlossen

werden.

(0251 83-57562)

174 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Urämiker-

Ambulanz

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VI00 Diagnostik und Behandlung

bei Einschränkung

der Nierenfunktion

In der Urämiker-Ambulanz

werden Patienten mit

(prä)terminaler Niereninsuffizienz

(Nierenversagen)

betreut, über Nierenersatzverfahren

aufgeklärt und auf

die Dialyse oder Nierentransplantation

vorbereitet.

Bezüglich der Dialyse

bieten wir Hämodialyse

(auch Heim-Hämodialyse)

und Peritonealdialyse

(manuelle [CAPD] und

automatisierte Verfahren

[APD]) an.

Poliklinik (0251 83-47537)

B-12.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Medizinischen Klinik

und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115b SGB V durchgeführt.

B-12.10 Zulassung zum Durchgangs -Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

( Al lgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

B-12.11 Apparative Ausstattung der Medizinischen Klinik und Poliklinik D

(Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Nr. Vorhandene Geräte

AA14) Geräte für Nierenersatzverfahren

AA00 Geräte zur Lipidapharese,

Geräte zur Plasmapherese,

Geräte zur Immunabsorptionbehandlung

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 175

X


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. Vorhandene Geräte

AA29 Sonographiegerät / Dopplersonographiegerät

/

Duplexsonographiegerät

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

X 3 moderne High End Geräte

jeweils mit Möglichkeiten zur

Untersuchung sämtlicher

Organsysteme wie Nieren,

Nierengefäße, Herz, Bauch,

Halsschlagadern und Schilddrüse.

AA00 MARS Vorrübergehende Möglichkeit

zur Blutwäsche bei schweren

Lebererkrankungen.

B-12.12 Personelle Ausstattung

B-12.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Medizinischen Klinik und Poliklinik D (Allgem.

Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Ergänzung

27,5 Vollkräfte 1 Klinikdirektor

1 stellvertretende Klinikdirektorin

7,5 Oberärzte

3 Fachärzte

14,5 Weiterbildungsassistenten

15,0 Vollkräfte Es liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen

vor:

Innere Medizin 72 Monate

Nephrologie 12 Monate

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ29 Innere Medizin und SP Nephrologie

AQ31 Innere Medizin und SP Rheumatologie

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF07 Diabetologie

ZF26 Medizinische Informatik

176 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-12 Medizinische Klinik und Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

B-12.12.2 Pflegepersonal der Medizinischen Klinik und Poliklinik D (Allgem.

Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten)

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen

Pflegerische Fachexpertise der Abteilung

Nr. Anerkannte Fachweiterbildung/zusätzlicher

akademischerAbschluss

PQ04 Intensivpflege und Anästhesie

PQ05 Leitung von Stationen oder Funktionseinheiten

Anzahl Ausbildungsdauer

59,9 Vollkräfte 3 Jahre

2,3 Vollkräfte 1 Jahr

Kommentar / Erläuterung

Nr. Zusatzqualifikation Kommentar / Erläuterung

ZP04 Endoskopie/ Funktionsdiagnostik

B-12.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Medizinischen Klinik und

Poliklinik D (Allgem. Innere Medizin sowie Nieren- und

Hochdruckkrankheiten)

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP02 Arzthelfer und Arzthelferin

SP04 Diätassistent und Diätassistentin

SP14 Logopäde und Logopädin/Sprachheilpädagoge

und Sprachheilpädagogin/Klinischer

Linguist und Klinische

Linguistin/Sprechwissenschaftler und

Sprechwissenschaftlerin/Phonetiker und

Phonetikerin

SP18 Orthopädietechniker und Orthopädietechnikerin/Orthopädiemechaniker

und Orthopädiemechanikerin/Orthopädieschuhmacher

und Orthopädieschuhmacherin/Bandagist

und Bandagistin

SP21 Physiotherapeut und Physiotherapeutin

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 177


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

B-13.1 Allgemeine Angaben der Poliklinik für Kieferorthopädie

Fachabteilung: Poliklinik für Kieferorthopädie

Art: Hauptabteilung

Direktorin: Univ.-Professorin Dr. med. dent. Ariane Hohoff

Ansprechpartner: Dr. med. dent. K.-L. Mischke

Hausanschrift: Waldeyerstraße 30

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47100

Fax: 0251 83-47187

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=kieferorthopaedie

EMail: hohoffa@uni-muenster.de

Direktorin:

Univ.-Professorin

Dr. med. dent. Ariane Hohoff

Die Aufgaben und Möglichkeiten des Fachgebiets Kieferorthopädie liegen in der Prophylaxe,

Diagnostik und spezialisierten Behandlung von Zahnstellungsfehlern und Kieferlageabweichungen

in nahezu jedem Lebensalter. Die Therapie erfolgt mittels konventioneller oder ästhetischer

Apparaturen nach der jeweils aktuell besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz unter

Berücksichtigung der eigenen reichen klinischen Erfahrung sowie der medizinischen und

allgemeinen Lebenssituation der einzelnen Patientinnen und Patienten.

B-13.2 Versorgungsschwerpunkte der Poliklinik für Kieferorthopädie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VX00 Kieferorthopädische Behandlung im

Kindes- und Erwachsenenalter

Ein großer Anteil der kieferorthopädischen Therapien

findet bei Kindern und Jugendlichen statt. Für die Therapie

von Zahn- und/oder Kieferfehlstellungen (s. dort)

werden herausnehmbare und/oder festsitzende, konventionelle

oder ästhetische Apparaturen verwendet.

Auch bei erwachsenen oder geriatrischen Patienten

werden zunehmend Behandlungen durchgeführt (z. B.

Behandlungen zur Verbesserung von Zahnfehlstellungen,

Therapien in Vor- bzw. Nachbereitung einer kieferverlagernden

Operation, Behandlungen im Anschluss an

eine parodontologische Therapie oder als Vorbereitung

für eine prothetische Versorgung). Die genannten Massnahmen

können mittels konventioneller oder ästhetischer

Apparaturen durchgeführt werden.

178 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VX00 Zahnstellungsfehler

Einzelne Zähne oder ganze Zahngruppen können Engstände,

Drehungen, Kippungen, Verlängerungen, Verkürzungen,

Verlagerungen oder eine Position nahezu

außerhalb des zahntragenden Knochens aufweisen.

Zahnstellungsfehler können zu einen falschen Zusammenbiss

und zu Störungen der Sprache, des Schluckens,

der Atmung und des Kauens führen.

In der Poliklinik für Kieferorthopädie werden Zahnstellungsfehler

durch herausnehmbare oder festsitzende

Apparaturen behandelt. Die Behandlung kann auf konventionelle,

Weise, z.B. Alignertherapie (Behandlung mit

herausnehmbaren, dünnen, "durchsichtigen" Schienen)

oder Lingualtechnik (Therapie mit einer auf der zungenwärtigen

Seite der Zähne angebrachten, festsitzenden

Apparatur) auch auf ästhetische, d.h. "unsichtbare"

Weise durchgeführt werden. Insbesondere für die Therapie

mittels der letztgenannten Lingualtechnik besteht in

der Poliklinik für Kieferorthopädie eine spezielle Expertise

VX00 Kieferlageabweichung Viele Zahnfehlstellungen sind zusätzlich mit wachstums-

oder funktionsbedingten Fehlern in Größe und Lage der

Kiefer vergesellschaftet. Diese Zahnfehlstellungen können

mit funktionellen Folgen für Kauen, Sprache, Schlucken,

Lippenschluss, Atmung und Kiefergelenk verbunden

sein.

Bei Kindern und Jugendlichen, die sich im Wachstum

befinden, kann der überwiegende Anteil der Kieferlageabweichungen

konservativ, d.h. mit Hilfe von herausnehmbaren

oder festsitzenden Zahnspangen behandelt

werden. Bei Jugendlichen und bei erwachsenen Patienten

können Kieferlageabweichungen abhängig von

Ausmaß, Ästhetik und Funktion entweder durch kompensatorische

Zahnbewegungen "kaschiert" oder durch

eine kieferverlagernde Operation behandelt werden. Für

die letztgenannte Therapie bietet die Poliklinik für Kieferorthopädie

eine Erstberatungs- und Verlaufssprechstunde

sowie die Operationsplanung in intensiver Zusammenarbeit

mit der Klinik und Poliklinik für Mund- und

Kiefer- Gesichtschirurgie an.

VZ00 Kiefer- und Gesichtsfehlbildungen Patienten mit Spaltbildungen (z.B. Lippen-Kiefer-

Gaumenspalten) sind von Geburt an in ein komplexes

langjähriges Therapiekonzept mit der Logopädie und der

Klinik und Poliklinik für Mund- und Kiefer- Gesichtschirurgie

eingebunden. Bei Neugeborenen mit Spaltbildungen

kann in Einzelfällen eine Therapie mittels Trinkplatten

indiziert sein; diese Trinkplatten werden in der Poliklinik

für Kieferorthopädie in Absprache mit der Klinik und

Poliklinik für Mund- und Kiefer- Gesichtschirurgie angefertigt

und kontrolliert.

Bei Kindern mit Spaltbildungen, Kraniosynostosen und

Syndromen sind oftmals frühe und häufigere Behandlungen

mittels intra- und/oder extraoraler herausnehmbarer

oder festsitzender Apparaturen notwendig; die Patienten

werden vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter regelmäßig

von uns kontrolliert, therapiert und auch konsiliarisch

betreut.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 179


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VZ00 Myofunktionelle Störungen Durch Störungen der Muskelspannung und Bewegungsmuster

der äußeren und inneren Mundmuskulatur

kann es zu fehlerhafter Zungenruhelage, falschem

Schluckmuster und Störungen der Aussprache kommen.

Für die Therapie der myofunktionellen Störungen, die

teilweise bereits im frühen Kindesalter beginnen kann

besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Logopädie.

VX00 Kieferorthopädische Prävention Nicht nur die Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

ist Gegenstand der kieferorthopädischen Therapie,

sondern auch prophylaktische Maßnahmen, welche

das Auftreten der genannten Befunde im Ansatz verhindern

oder Krankheitsbilder abschwächen. Hierzu zählt

beispielsweise auch

VX00 Behandlungen von Kindern, Jugendlichen

und Erwachsenen mit Behinderungen

und Syndromen

VX00 Kieferorthopädische Frühstbehandlungen

bei Säuglingen und Syndromen

- die Unterstützung bei der Abgewöhnung von

Lutschgewohnheiten,

- Behandlung der Schlafapnoe ("Schnarcherschienentherapie")

oder bei der

- Therapie von Patienten mit Syndromen (Stimulationsplattentherapie)

sowie

- die Versorgung mit Sportschutzgeräten,

- Beratung zu Mundhygiene und Ernährung sowie

die Glattflächenversiegelung

Für die Behandlungen von Patienten mit Behinderungen

stehen uns mehrere, teilweise speziell ausgestattete

Einzelbehandlungszimmer zur Verfügung. Wir verfügen

über eine hohe Expertise insbesondere in der Behandlung

von Patienten mit Trisomie 21, Pierre Robin Sequenz,

Cerebralparese, Apert- und Crouzon Syndrom,

die befundabhängig sowohl mit festsitzenden als auch

mit herausnehmbaren Apparaturen versorgt werden. Ein

ständiger konsiliarischer Beratungsservice der anderen

Kliniken und Polikliniken des Zentrums ist gesichert.

Darüber hinaus beinhaltet unser Leistungsspektrum

regelmäßige interdisziplinäre Sprechstunden mit der

Logopädie und der Klinik und Poliklinik für Mund- und

Kiefer- Gesichtschirurgie.

Bei verschiedenen Syndromen bzw. Sequenzen (z.B.

Trisomie 21/Pierre Robin Sequenz) kann bereits ab dem

Neugeborenenalter eine Therapie mit herausnehmbaren

Stimulationsplatten indiziert sein, um die Muskulatur zu

stärken, die Zunge therapeutisch in eine bestimmte

Richtung zu trainieren und die Atmung zu verbessern.

Auch bei Neugeborenen mit Spaltbildungen kann in

Einzelfällen eine Therapie mittels Trinkplatten indiziert

sein.

Durch Störungen der Muskelspannung und Bewegungsmuster

der äußeren und inneren Mundmuskulatur

kann es zu fehlerhafter Zungenruhelage, falschem

Schluckmuster und Störungen der Aussprache kommen.

Für die Therapie der myofunktionellen Störungen, die

teilweise bereits im frühen Kindesalter beginnen kann

besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Logopädie.

180 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VX00 Interdisziplinäre Planung und orthodontische

Behandlung bei orthognather

Chirurgie

Bei erwachsenen Patienten mit ausgeprägten Kieferfehlstellungen

kann eine kombiniert kieferorthopädischkieferchirurgische

Behandlung notwendig sein. Hier

werden die operativen Maßnahmen, die nach umfangreicher

Planung erfolgen in eine kieferorthopädische Vor-

und Nachbehandlung eingebettet, um optimale Ergebnisse

zu erzielen. Eine enge Zusammenarbeit mit der

Klinik und Poliklinik für Mund- und Kiefer- Gesichtschirurgie

ist auch außerhalb der gemeinsamen Sprechstunden

ebenso gegeben wie die Möglichkeit, eine ästhetische,

d.h. von außen unsichtbare Behandlungsapparatur

zu wählen.

VZ00 Mitbehandlung der Schlafapnoe In In Kooperation mit speziellen Einrichtungen der Schlafmedizin

zählen bei entsprechender Indikationsstellung

auch die Versorgung mit so genannten Schnarcherschienen

sowie die Kontrolle derselben zum Leistungsspektrum

der Poliklinik für Kieferorthopädie.

VX00 Interdisziplinäre Planung und orthodontische

Behandlung bei orthognather

Chirurgie

Bei erwachsenen Patienten mit ausgeprägten Kieferfehlstellungen

kann eine kombiniert kieferorthopädischkieferchirurgische

Behandlung notwendig sein. Hier

werden die operativen Maßnahmen, die nach umfangreicher

Planung erfolgen in eine kieferorthopädische Vor-

und Nachbehandlung eingebettet, um optimale Ergebnisse

zu erzielen. Eine enge Zusammenarbeit mit der

Klinik und Poliklinik für Mund- und Kiefer- Gesichtschirurgie

ist auch außerhalb der gemeinsamen Sprechstunden

ebenso gegeben wie die Möglichkeit, eine ästhetische,

d.h. von außen unsichtbare Behandlungsapparatur

zu wählen.

VX00 Linguale Orthodontie Eine festsitzende Zahnspange kann auch auf der zungenwärtigen,

d. h. Innenseite der Zähne und somit von

außen unsichtbar befestigt werden. Die Poliklinik für

Kieferorthopädie verwendet eine individuell für den

jeweiligen Patienten hergestellte, sehr flache Apparatur,

die in zahlreichen Studien untersucht wurde und größtmöglichen

Komfort bietet. Insbesondere für die Therapie

mittels der Lingualtechnik besteht in der Poliklinik für

Kieferorthopädie eine spezielle Expertise.

VX00 Interdisziplinäre Beratungen und

Ambulanzdienst (für ZMK-Klinik und

UKM)

Qualitätssicherung

Da für die Durchführung von Zahnbewegungen kariesfreie

Zähne mit intakten Restaurationen und ein gesunder

Zahnhalteapparat eine Grundvoraussetzung sind, ist

eine enge Zusammenarbeit mit anderen zahnmedizinischen

Fachabteilungen notwendig. Für interdisziplinäre

Fragestellungen steht ein ständiger Ambulanzdienst zur

Verfügung.

Über diesen ständigen Ambulanzdienst hinaus erfolgen

spezielle interdisziplinäre Beratungen in regelmäßigen

Sprechstunden mit der Klinik und Poliklinik für Mund- und

Kiefer- Gesichtschirurgie, zum Beispiel für Patienten, bei

denen kieferverlagernde Operationen geplant sind (Erstberatungs-

und Verlaufssprechstunde) oder für Patienten

mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (unter regelmäßiger

Beteiligung der Logopädie).

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 181


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

Zur Sicherung der Qualität in Lehre, Forschung und Krankenversorgung wurde ein

Qualitätssicherungsbeauftragter ernannt.

Zur Qualitätssicherung in der Lehre erfolgte die hochschuldidaktische Qualifikation

verschiedener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittels in- und externer Weiterbildungen. Den

Studierenden wird in Vorlesungen, Seminaren, Sequenzen zum problemorientierten Lernen

(PoL) und klinischen Kursen die aktuell beste verfügbare wissenschaftliche Evidenz unter

Berücksichtigung der eigenen reichen klinischen Erfahrung vermittelt. Postgraduierte werden

ebenfalls wöchentlich theoretisch mittels Vorlesungen, Seminaren, klinischen Hospitationen,

Literaturbesprechungen und strukturierten Fallbesprechungen, sowie regelmäßig mittels in- und

externer, nationaler und internationaler, inter- und transdisziplinärer Fortbildungen

weitergebildet. Die klinische Behandlung durch Postgraduierte erfolgt unter engmaschiger

Supervision durch Fachzahnärzte für Kieferorthopädie, die teilweise über den Fachzahnarzt

hinausgehende Qualifikationen besitzen und deren Qualität in der Behandlung durch

Zusatzstudiengänge erweitert und/oder externe Expertise in Qualitätszirkeln oder Boards

geprüft wurde.

Zur Qualitätssicherung in der Forschung dient die Kooperation mit der lokalen Ethikkommission

und dem Zentrum für klinische Studien (ZKS), wofür die Beachtung der Guidelines of Good

Clinical Practice (GCP) Voraussetzung ist.

Zur Qualitätssicherung in der Krankenversorgung erfolgt derzeit die KTQ-Zertifierung

(Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) der Poliklinik für

Kieferorthopädie. Ein Hygienebeauftragter wurde ernannt, und die in der Krankenversorgung

tätigen Mitarbeiter werden regelmäßig in Belangen der Hygiene geschult. Die behandelnden

Zahnärzte und Fachzähnärzte werden wöchentlich theoretisch mittels Vorlesungen, Seminaren,

klinischen Hospitationen und Literaturbesprechungen, sowie regelmäßig mittels in- und

externer, nationaler und internationaler, inter- und transdisziplinärer Veranstaltungen fort- und

weitergebildet. Standardisierte Fallbesprechungen zur Behandlungsplanung und

Verlaufskontrolle finden wöchentlich statt. Die klinische Expertise ist durch die Zertifizierung

einiger Mitarbeiter im German Board of Orthodontics, in der Deutschen Gesellschaft für

Linguale Orthodontie und in der European Society of Lingual Orthodontics extern überprüft

worden. Spezielle Weiterbildungen einzelner Abteilungsmitglieder sind auf dem Gebiet der

lingualen Orthodontie und der Schlafapnoetherapie erfolgt.

B-13.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Poliklinik für

Kieferorthopädie

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP00 Kieferorthopädische Prophylaxe Kieferorthopädische Vorbeugemaßnahmen

MP00 Nachbetreuung nach Kondylusfrakturen Behandlung eines Knochenbruchs im

Bereich eines Gelenkkopfes im Kieferbereich.

182 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

B-13.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Poliklinik für

Kieferorthopädie

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA00 Einzelbehandlungszimmer für

Spezial-Beratungen und -

behandlungen

SA00 Mundhygieneaufklärung

(Multimedia unterstützt) für

Patienten und Eltern

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

SA00 Wickel- und Stillraum für

Säuglinge

SA00 Interdisziplinäre Logopädieberatung

SA00 Spezialraum für orofaziale

Regulationstherapie

SA00 Ernährungsberatung Beratungen zur zahngesunden Ernährung

B-13.5 Fallzahlen der Poliklinik für Kieferorthopädie

Vollstationäre Fallzahl: Es werden keine stationären Behandlungen durchgeführt

B-13.6 Diagnosen nach ICD der Poliklinik für Kieferorthopädie

Es werden keine stationären Behandlungen durchgeführt.

B-13.7 Prozeduren nach OPS der Poliklinik für Kieferorthopädie

Es werden keine stationären Behandlungen durchgeführt.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 183


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

B-13.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Poliklinik für

Kieferorthopädie

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Nr.der

Leistung

Poliklinik VZ00 Kieferorthopädische

Behandlung

Poliklinik VZ00 Operative Kieferorthopädie

Poliklinik VZ00 Behandlung von Kindern

und Jugendlichen mit

Behinderungen

Poliklinik VZ00 Behandlung von Lippen-,

Kiefer-, Gaumen-Spalten

Poliklinik VZ02 Ästhetische Zahnheilkunde

Poliklinik VZ00 Zahnmedizinische

Schlafmedizin

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

Leistungsdaten der Poliklinik für Kieferorthopädie Berichtsjahr 2008

Ambulante Patienten – Neuzugänge: 3.413

Ambulante Patienten – Wiederkehrer: 3.221

Neuzugang: 1. Besuch pro Patient pro Quartal 2008

Wiederkehrer: Anzahl der Folgebesuche pro Patient pro Quartal 2006

Kieferorthopädische Behandlung

mittels herausnehmbarer

oder festsitzender,

konventioneller oder

ästhetischer Apparaturen in

nahezu jedem Lebensalter.

Chirurgische Kieferorthopädie:

Initiale und Verlaufssprechstunde

Behandlung von Säuglingen,

Kleinkindern, Kindern

und Jugendlichen mit Behinderungen

und Syndromen

Therapie von Patienten mit

Lippen-, Kiefer-, Gaumen-

Spalten

Behandlung mittels ästhetischer

Apparaturen (z.B.

linguale Orthodontie mit von

außen nicht sichtbarer

Zahnklammer), Alignertechnik

Sprechstunde "Zahnmedizinische

Schlafmedizin" ab

01/09

B-13.9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V der Poliklinik für

Kieferorthopädie

Es werden keine ambulanten Operationen nach § 115b SGB V durchgeführt.

184 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

B-13.10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der

Berufsgenossenschaft der Poliklinik für Kieferorthopädie

Arzt mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden: Nein

Stationäre BG-Zulassung: Nein

B-13.11 Apparative Ausstattung der Poliklinik für Kieferorthopädie

Nr. Vorhandene Geräte

AA00 Spezialbereich zur Vermessung

unbezahnter

Modelle

AA00 Zahnärztliche Behandlungsstühle

mit entsprechender

Ausstattung

AA00 Zahnärztliche Stühle mit

Sonderausstattung für

linguale Orthodontie

AA00 Mundhygiene-Bereich

AA00 Teilweise Multimedia-

Ausstattung

Behandlungsgeräte

Umgangssprachliche

Bezeichnung

24h-

Notfallverfügbarkeit

Kommentar / Erläuterung

Linguale Orthodontie ist eine

Behandlungsform, bei der auf

der Innenseite der Zähne

eine festsitzende Zahnklammer

angebracht wird.

Die kieferorthopädischen Behandlungsgeräte nutzen das biologische Potenzial der Patienten

zur Verlagerung der Zähne oder Kiefer. In Abhängigkeit von Alter, Befund und Lebenssituation

des Patienten werden folgende individualisierte oder konfektionierte Geräte in der Poliklinik für

Kieferorthopädie am häufigsten verwendet:

1. herausnehmbare Apparaturen (innerhalb des Mundes liegend):

� Mundvorhofgeräte,

� Platten,

� Aktivatoren,

� Funktionsregler,

� Aligner (speziell für die ästhetische, nahezu "unsichtbare" Behandlung).

2. festsitzende Apparaturen (innerhalb des Mundes liegend):

� Herbstscharnier (oder herbstscharnierähnliche, jedoch flexible Geräte),

� Gaumennahterweiterungsapparatur,

� konventionelle Multibracketapparatur, (typische, "festsitzende", auf der

Außenseite der Zähne angebrachte Zahnspange, aber auch "zahnfarbene" oder

grössenreduzierte Varianten)

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 185


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

� ästhetische Multibracketapparatur (auf der Innenseite der Zähne angebrachte,

von aussen unsichtbare, festsitzende Zahnspange (Lingualtechnik))

3. außerhalb des Mundes liegende Apparaturen:

� Headgear

� Gesichtsmaske

� Kopfkinnkappe

4. kooperationsunabhängige Apparaturen (innerhalb des Mundes liegend):

� Herbstscharnier (o.ä., jedoch flexiblere Geräte)

� Minischrauben (Miniimplantate)

� Pendulum (o.ä.)

5. ästhetische Apparaturen:

� Aligner (herausnehmbar)

� Lingualbrackets/-technik (auf der Innenseite der Zähne angebrachte, von außen

unsichtbare, fest sitzende Apparatur)

B-13.12 Personelle Ausstattung

B-13.12.1 Ärzte und Ärztinnen der Poliklinik für Kieferorthopädie

Ärzte und Ärztinnen insgesamt

(außer Belegärzten und Belegärztinnen)

- davon Fachärzte und Fachärztinnen

Belegärzte und Belegärztinnen

(nach § 121 SGB V)

Fachexpertise der Abteilung

Anzahl Kommentar / Ergänzung

12,0 Vollkräfte 1 Klinikdirektorin

4 Oberärzte

3 Fachärzte

4 Weiterbildungsassistenten

8,0 Vollkräfte Es liegt eine volle Weiterbildungsermächtigung

zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie vor

0 Personen Am UKM arbeiten keine Belegärzte.

Nr. Facharztbezeichnung Kommentar / Erläuterung

AQ00 Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

Nr. Zusatzweiterbildung (fakultativ) Kommentar / Erläuterung

ZF00 Weiterbildung "Linguale Orthodontie"

ZF00 Zertifikate des German Board of Orthodontics

ZF00 Fachzahnarzt für Kieferorthopädie mit

"Master of Science Lingual Orthodontics"

186 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-13 Poliklinik für Kieferorthopädie

B-13.12.2 Pflegepersonal der Poliklinik für Kieferorthopädie

Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

In der Poliklinik für Kieferorthopädie arbeiten keine Pflegekräfte.

Anzahl Ausbildungsdauer

0,0 Vollkräfte 3 Jahre

B-13.12.3 Spezielles therapeutisches Personal der Poliklinik für

Kieferorthopädie

Nr. Spezielles therapeutisches Personal Kommentar / Erläuterung

SP00 German Board of Orthodontics

SP00 Master of Lingual Orthodontics

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 187


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine

Pädiatrie

B-14.1 Allgemeine Angaben der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Kommissarische Leitung:

Univ.- Prof. Dr. med. Erik Harms

Prof. Dr. med. Dirk Föll

Fachabteilung: Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Art: Hauptabteilung

Leiter: Univ.- Prof. Dr. med. Erik Harms - Komm. Leiter f. d. Bereich

Krankenversorgung/ Lehre

Prof. Dr. med. Dirk Föll - Komm. Leiter für den Bereich Forschung

Ansprechpartner: Dr. med. F. Rutsch

Hausanschrift: Albert Schweitzer Straße 33

48149 Münster

Telefon: 0251 83-47732

Fax: 0251 83-47735

URL: klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=kinderjugendmedizin-allgemein

E-Mail: harms@uni-muenster.de

In der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie - unter der

Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. E. Harms werden Frühgeborene, Säuglinge, Kinder und

Jugendliche aller Altersstufen und Krankheitsbilder betreut, sofern sie nicht durch die Kliniken

für Pädiatrische Kardiologie und Pädiatrische Hämatologie und Onkologie versorgt werden.

Das erkrankte Kind als Gesamtperson im Kontext seiner familiären Umgebung steht im

Mittelpunkt der Bemühungen. Im Sinne des Kindes arbeiten die vielfältigen Schwerpunktbereiche

innerhalb der Allgemeinen Pädiatrie zusammen, und koordinieren die Mitbehandlung durch

weitere fachspezifische Abteilungen des Universitätsklinikums Münster.

Alle Schwerpunktbereiche der Allgemeinen Pädiatrie stehen als Referenzzentren und Berater

regional und überregional für niedergelassene Kinder- und Jugendmediziner sowie kinder- und

jugendmedizinische Fachabteilungen zur Verfügung. Sie verstehen sich ferner als

Ansprechpartner für einzeln betroffene Patienten und Familien sowie Patienten-Selbsthilfe-

Organisationen.

Im Bereich der Kindernephrologie des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation

wird ein ausgebautes psychosoziales Betreuungsteam mit Sozialarbeitern, Psychologen,

Sozialpädagogen und Pädagogen vorgehalten. Im Rahmen des Kuratoriums für Dialyse und

Nierentransplantation wird eine aktive auf Prävention ausgerichtete Aufklärungsarbeit

unterstützt, sowie die Bereitschaft zur Organspende gefördert.

188 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Die psychosomatische Ambulanz im Rahmen des Sozialpädiatrischen Zentrums bietet eine

Beratertätigkeit für niedergelassene und Krankenhauskollegen sowie insbesondere bei

Entwicklungsproblemen und Schullaufbahnfragen betroffenen Patienten und deren Eltern an.

Im Rahmen des sozialpädiatrischen Zentrums und des psychosomatischen Bereiches wird die

psychologische Begleitung chronisch kranker und vital bedrohter Patienten und ihrer Familien

angeboten.

Im Rahmen der regionalen neonatologischen Zusammenarbeit bieten wir die Beratung

kooperierender Kinderkliniken bei der Behandlung vital bedrohter Patienten der besonderen

Schwerpunkte unserer Abteilung (extreme Frühgeburtlichkeit, multiple Fehlbildungen, schweres

Lungenversagen, angeborene und erworbene Herzfehler, angeborene Stoffwechselerkrankungen)

an. Wir führen regelmäßig Schulungen in der speziellen pädiatrischen Notfallbehandlung

und Erstversorgung für Mitarbeiter des Universitätsklinikums sowie Notärzte durch.

Die Universitäts-Kinderklinik bietet eine ausgebaute und lang etablierte Diätberatung und

Schulung insbesondere bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen und Diabetes an.

Auf allen Stationen der allgemeinen Pädiatrie finden sich speziell eingerichtete "Spielzimmer"

und Betreuungsangebote. Durch den psychosozialen Dienst der Klinik werden die Kinder

während ihres Aufenthaltes intensiv betreut und ferner in Zusammenarbeit mit den

niedergelassenen Kinderärzten, Förderstellen und dem Sozialpädiatrischen Zentrum Konzepte

für die nachstationäre Betreuung erarbeitet und koordiniert.

In das stationäre Betreuungskonzept integriert ist die am UKM angesiedelte "Helen Keller"-

Krankenhausschule.

Eltern bzw. engste Bezugspersonen können auf den Stationen mit aufgenommen werden,

ergänzend steht das "Familienhaus" des UKM zur Verfügung.

B-14.2 Versorgungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK02 Betreuung von Patienten und Patientinnen

vor und nach Transplantation

Im Bereich der Nierenersatztherapie (Dialyse) werden

Patienten über mögliche Verfahren wie Peritoneal- oder

Hämodialyse (Blutwäsche und Blutwäsche über das

Bauchfell) informiert, vorbereitet, behandelt und wenn

möglich fachübergreifend in das Transplantationsprogramm

eingeführt.

Ansprechpartner : Prof. Dr. Martin Konrad

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 189


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK22 Diagnostik und Therapie spezieller

Krankheitsbilder Frühgeborener und

reifer Neugeborener

VK08 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Erkrankungen der Atemwege

und der Lunge

VK05 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Erkrankungen der endokrinen

Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüse,

Nebenniere, Diabetes)

Einen Versorgungsschwerpunkt im Bereich der Neonatologie

(Neugeborene) bildet die Betreuung extrem unreifer

Frühgeborener (im Berichtszeitraum 2008 47 Kinder mit

einem Geburtsgewicht < 1500 g, davon 17 Kinder < 1000

g). Die vor- und nachgeburtliche Betreuung (in Zusammenarbeit

mit dem Bereich Pränatalmedizin und Geburtshilfe

der Universitäts-Frauenklinik) erstreckt sich

ferner auf die Betreuung von Patienten mit komplexen

angeborenen Fehlbildungen. Postnatal (nachgeburtlich)

erfolgt die Betreuung in enger Zusammenarbeit mit allen

operativen Fachbereichen des Universitätsklinikums,

insbesondere mit der Abteilung für Kinder- und Neugeborenenchirurgie

sowie der Klinik und Poliklinik für Thorax-,

Herz- und Gefäßchirurgie.

Ansprechpartner: Dr. med. Georg Rellensmann, Frau Dr.

med. Isabell Hörnig-Franz , PD Dr. med. Jacqueline

Bauer

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kinderpulmonologie

(Lungenerkrankungen): Hier werden Patienten mit angeborenen

Fehlbildungen der Lungen sowie Lungenfunktionseinschränkungen

nach extremer Frühgeburtlichkeit

betreut. Es können flexible Bronchoskopien (Lungenspiegelungen)

auch bei kleinen Säuglingen durchgeführt

werden. In einem selbständigen Schwerpunkt widmet

sich die Klinik der Betreuung von Kindern mit Cystischer

Fibrose (Mukoviszidose).

Ansprechpartner: Dr. med. Claudius Werner, Frau Dr.

Dübbers

Im endokrinologischen Bereich liegt der Schwerpunkt in

der Betreuung klein- und hochwüchsiger Patienten

aufgrund familiärer Belastung, isolierter Störungen der

endokrinen Organe (hormonbildenen Organe) sowie im

Rahmen von komplexen Syndromen (z. B. Turner-

Syndrom).

Der diabetologische Schwerpunkt (Zuckerkrankheit)

bietet neben der konventionellen und intensivierten

konventionellen Therapie auch die Pumpentherapie an,

wobei in Zusammenarbeit mit niedergelassenen pädiatrischen

Diabetologen auch das ambulante und stationäre

Schulungsprogramm weiter ausgebaut wird. Eine Versorgung

von Patienten mit Diabetes mellitus Typ II sowie

mit anderen seltenen Diabetesformen ist ebenfalls gewährleistet.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Jürgen Brämswig

190 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK07 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Erkrankungen der Leber,

der Galle und des Pankreas

VK06 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Erkrankungen des Magen-

Darm-Traktes

VK03 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Gefäßerkrankungen

Der gastroenterologische Funktionsbereich (Verdauungstrakt)

deckt den gesamten Bereich kindlicher

Erkrankungen der Leber, der Galle und des Pankreas

(Bauchspeicheldrüse) und des Darmtraktes ab. Hierzu

gehören angeborene Erkrankungen von Gallenwegen

und Leber inkl. Hepatitiden (Leberentzündungen), Stoffwechselerkrankungen

aber auch erworbene Erkrankungen

z.B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen,

Zöliakie (chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut),

Funktionelle Bauchschmerzen, Stuhlentleerungsstörungen,

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und -

allergien sowie Ernährungsstörungen. Es können Leberbiopsien

(Lebergewebsentnahmen) auch bei kleinen

Kindern durchgeführt werden.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dirk Foell

Der gastroenterologische Funktionsbereich deckt den

gesamten Bereich kindlicher Erkrankungen der Verdauungsorgane

ab, z.B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen,

Zöliakie (chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut),

funktionelle Bauchschmerzen, Stuhlentleerungsstörungen,

Nahrungsmittel-

Unverträglichkeiten und Allergien und Ernährungsstörungen.

Es können Spiegelungen des oberen und unteren

Verdauungstraktes auch bei kleinen Kindern durchgeführt

werden. Zusätzlich stehen alle Verfahren der

gastroenterologischen Funktionsdiagnostik zur Verfügung

(pH-Metrien, Atemtests, Manometrien, Bildgebung,

Nuklearmedizin) sowie eine spezialsierte Diätberatung.

Als eines von wenigen Zentren weltweit ist die Impedanz-pH-Metrie

eingeführt worden.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dirk Foell

Die häufigsten angeborenen Gefäßerkrankungen im

Kindesalter sind Hämangiome (Blutschwämmchen), die

vereinzelt oder generalisiert, in der Haut oder anderen

inneren Organen lokalisiert sein können. Die Diagnostik

und Behandlung erfolgt interdisziplinär im Zentrum für

Eltern-, Kinder- und Jugendmedizin, in der Klinik für

Allgemeine Pädiatrie, in der Pädiatrischen Hämatologie

und Onkologie als auch in der Pädiatrischen Kardiologie.

Eine therapeutische Zusammenarbeit erfolgt auch mit

der Abteilung für Kinder- und Neugeborenenchirurgie

sowie mit der Klinik und Poliklinik für Dermatologie.

Entzündliche Gefäßerkrankungen im Kindes- und Jugendalter

werden im Rahmen des Schwerpunktes Pädiatrische

Rheumatologie und Immunologie behandelt.

Im Referenzzentrum der Klinik und Poliklinik für Pädiatrische

Hämatologie und Onkologie "Schlaganfälle im

Kindesalter" werden entzündliche Gefäßerkrankungen im

Gehirn behandelt.

Ansprechpartner: PD Dr. Michael Frosch, PD Dr. Ronny

Sträter

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 191


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK16 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

neurologischen Erkrankungen

VK04 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

pädiatrischen Nierenerkrankungen

VK09 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

rheumatischen Erkrankungen

Im neuropädiatrischen Bereich werden schwerpunktmäßig

Kinder mit Epilepsie (Anfallsleiden), Retardierung

(Entwicklungsverzögerung), syndromalen Erkrankungen

(angeborene Fehlbildungen eines oder mehrerer Organsysteme),

Muskelerkrankungen, angeborenen Fehlbildungen

sowie gut- und bösartigen Tumoren des Gehirnes,

Stoffwechselerkrankungen, neurokutanen Syndromen

(Erkrankungen bei denen Haut und Nervensystem

betroffen sind) und Schlaganfällen im Kindesalter betreut.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie

werden Kinder mit angeborenen Fehlbildungen des

Nervensystems, z.B. Spina bifida-Patienten ("offener

Rücken"), langfristig behandelt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Gerd Kurlemann

Versorgungsschwerpunkt des Bereiches Kindernephrologie

ist die umfassende Betreuung von Patienten mit

drohendem oder bereits bestehendem Verlust der Nierenfunktion.

Dies umfasst die ambulante Betreuung der

Patienten vor, während und nach der Dialysepflichtigkeit

einschliesslich Transplantationsvorbereitung und Nachsorge

nach Nierentransplantation. Neben der ärztlichen

Betreuung erfolgt auch eine umfassende psychosoziale

Begleitung der Patienten. Im Jahr 2008 wurden über

3500 ambulante Vorstellungen sowie 1823 Zentrumsdialysen

durchgeführt.

Für die zugrunde liegenden Erkrankungen wird ein

umfassendes Behandlungskonzept unter Einbezug der

erforderlichen medizinischen Subspezialitäten erstellt,

durchgeführt und überwacht. Ein Schwerpunkt in diesem

Bereich ist die Behandlung der angeborenen Harntraktanomalien

(CAKUT), die in enger Zusammenarbeit mit

den Kollegen der Kinderurologie des UKM erfolgt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Martin Konrad

Innerhalb der Pädiatrischen Rheumatologie und Immunologie

mit Schwerpunktambulanz werden alle rheumatischen

Gelenk- und Systemerkrankungen im Kindes- und

Jugendalter diagnostiziert und langfristig behandelt.

Insbesondere bei rheumatischen Systemerkrankungen

erfolgt eine fachübergreifende Zusammenarbeit mit allen

Disziplinen der Kliniken und Polikliniken für Kinder- und

Jugendmedizin. Dies gilt ebenso für die Differenzialdiagnostik

rheumatischer Gelenk- und Systemerkrankungen

im Kindes- und Jugendalter. In der ambulanten und

stationären Versorgung ist die Mitarbeit durch die Abteilung

Physiotherapie der Kinderklinik gewährleistet. Die

Behandlung erfolgt in vielen Fällen in Zusammenarbeit

mit der Klinik für Orthopädie, im Jugend- und frühen

Erwachsenenalter mit der Rheumatologie der Medizinischen

Klinik B. In diesem Schwerpunkt sind aktuell 4

Mitarbeiter für "Kinderrheumatologie" zertifiziert.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Michael Frosch

192 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK15 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

Stoffwechselerkrankungen

VK14 Diagnostik und Therapie von angeborenen

und erworbenen Immundefekterkrankungen

(einschließlich HIV

und AIDS)

VK26 Diagnostik und Therapie von Entwicklungsstörungen

im Säuglings-,

Kleinkindes- und Schulalter

Innerhalb des Stoffwechselbereiches befassen wir uns

als Referenzzentrum im Rahmen des neonatalen Screenings

(Untersuchung auf angeborene Stoffwechselstörungen)

mit der frühstmöglichen Diagnosestellung und

Behandlung angeborener Stoffwechselerkrankungen

möglichst vor der klinischen Erstmanifestation. Besondere

Schwerpunkte bilden dabei die angeborenen Störungen

des Harnstoffzyklus und der Glycosylierung (Übertragung

von Zuckerresten) von Proteinen (CDG-

Syndrome), sowie Speichererkrankungen. Hier werden

sowohl biochemische als auch molekulargenetische

Untersuchungen durchgeführt. Im Stoffwechselbereich

ist ferner die Enzymersatztherapie bei bestimmten Speichererkrankungen

etabliert.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Harms, Prof. Dr. Thorsten

Marquardt, PD Dr. Rutsch

Im Schwerpunkt Pädiatrische Immunologie werden

Kinder und Jugendliche mit allen Formen angeborener

und erworbener Immundefekte (Erkrankungen des

Immunsystems) diagnostiziert und behandelt. Im Rahmen

der Diagnostik ist hier ein Referenzzentrum für die

Diagnostik von Granulozytenfunktionsstörungen (Funktionsstörungen

der weißen Blutkörperchen) angeschlossen.

In Zusammenarbeit mit anderen Pädiatrisch Immunologischen

Zentren in Nordrhein-Westfalen sind alle

Untersuchungen auch komplexer Immundefekte durchführbar.

Neben der fachübergreifenden konservativen

Behandlung im gesamten Spektrum der Pädiatrischen

Immunologie werden Kinder und Jugendliche vor und

nach Knochenmarktransplantation behandelt. Letztere

werden in Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für

Pädiatrische Hämatologie und Onkologie sowie anderen

bundesdeutschen Zentren durchgeführt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Johannes Roth, Frau

PD Dr. Viemann

Schwerpunkte des Sozialpädiatrischen Zentrums sind

die Frühgeborenensprechstunde mit Entwicklungsdiagnostik,

Beratung sämtlicher Frühgeborenenprobleme,

wie Fütterstörungen, Schlafproblemen und Verhaltensauffälligkeiten

sowie die Betreuung komplex mehrfach

behinderter Kinder. Weitere Schwerpunkte liegen in der

Betreuung von Kindern mit frühkindlicher Entwicklungsstörung,

Alkoholembryopathie (vorgeburtliche Schädigung

des Kindes durch Alkohol), Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom,

Spina bifida ("offener Rücken"), Epidermolysis

bullosa (genetisch bedingte Hautkrankheit) und

Komplikationen bei chronischen Erkrankungen. Es wird

eine umfangreiche psychologische und neuropsychologische

Diagnostik im Schul- und Kleinkindalter angeboten.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Michael Frosch

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 193


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK27 Diagnostik und Therapie von psychosomatischen

Störungen des

Kindes

VK18 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

neurometabolischen/

neurodegenerativen Erkrankungen

VK12 Neonatologische/ Pädiatrische

Intensivmedizin

VK17 Diagnostik und Therapie von (angeborenen)

neuromuskulären Erkrankungen

Einen Behandlungsschwerpunkt der Psychosomatik

stellen alle Formen von Essstörungen aller Altersstufen

dar. Dabei werden im Rahmen von Mutter-Kind-

Aufnahmen auch frühe Interaktionsprobleme (Schwerpunkt

Fütter- bzw. frühe Essstörungen, Regulationsstörungen,

z. B. nach Frühgeburtlichkeit) bearbeitet. Weitere

Indikationsschwerpunkte stationärer Arbeit sind somatoforme

und dissoziative Störungen (spez. psychische

Erkrankungen), posttraumatische Belastungsstörungen

sowie psychische Probleme bzw. Compliance-Probleme

bei chronischen körperlichen Erkrankungen.

Ansprechpartner: Frau Dr. med. Monninger

Bei den neurometabolisch/ neurodegenerativen Erkrankungen

handelt es sich um spezielle Stoffwechselerkrankungen,

die das Nervensystem betreffen und mit einem

Verlust von Funktionen des Nervensystems einhergehen,

meist in zunehmender Form.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. G. Kurlemann

Auf der pädiatrischen Intensivstation werden beatmungspflichtige

Patienten im gesamten Kindesalter bis

zum 18. Lebensjahr betreut (im Berichtszeitraum 2008

534 Kinder aller Altersstufen). Es werden nahezu sämtliche

für das Kindesalter etablierte diagnostische und

therapeutische Verfahren eingesetzt. Besondere Erfahrungen

bestehen in der intensivmedizinischen Behandlung

von Neugeborenenen, z.B. Nierenersatzverfahren,

differenzierte Beatmungsverfahren, postoperativer EC-

MO-Therapie (künstliche Lunge)nach kardiochirurgischen

Eingriffen sowie Kreislaufunterstützungssystemen.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Kliniken

für Kinderkardiologie, Thorax- Herz- und Gefäßchirurgie

und der Abteilung für Neugeborenen- und Kinderchirurgie.

Ebenfalls werden kranke Früh- und Neugeborene

sowie die Neugeborenenzimmer des UKM und drei

periphere Entbindungskliniken, auch in Notfallsituationen,

mit versorgt.

Ansprechpartner: Dr. med. G. Rellensmann, Dr. med. C.

Werner, PD Dr. med. J. Bauer

Neuromuskuläre Erkrankungen sind Erkrankungen, die

die Muskeln und das periphere Nervensystem (Nervensystem

außerhalb des Gehirns und Rückenmark) betreffen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. G. Kurlemann

194 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Versorgungsschwerpunkte Kommentar/Erläuterung

VK24 Perinatale Beratung Hochrisikoschwangerer

im Perinatalzentrum

gemeinsam mit Frauenärzten und

Frauenärztinnen

Qualitätssicherung

In der Universitätsfrauenklinik werden neben der Entbindung

gesunder reifer Neugeborener schwerpunktmäßig

Hochrisikoschwangerschaften betreut. Dies

geschieht ab Diagnosestellung in Form einer interdisziplinären

Betreuung unter Einschluss sämtlicher für die

Diagnostik und eventuelle spätere Therapie notwendiger

Fachdisziplinen aus dem operativen und nichtoperativen

Bereich. Konkret werden den Verlauf begleitende

Beratungsgespräche durchgeführt, um dem

betroffenen Paar eine größtmögliche Informationsbasis

zu verschaffen. Im Rahmen der ohnehin engen Zusammenarbeit

finden auf 2-wöchentlicher Basis Perinatalkonferenzen

statt, um neben einer Nachbesprechung

von Patienten einen wissenschaftlichen Austausch zu

ermöglichen.

Ansprechpartner. Dr. med. Rellensmann, PD Dr. med.

Jacqueline Bauer

Die Allgemeine Pädiatrie ist intensiv an Qualitätssicherungsmaßnahmen beteiligt. Die Kinder-

Rheumatologie beteiligt sich an zertifizierten Qualitätszirkeln im Rahmen der "Kinderheuma

NRW "-Treffen, die alle 3 Monate stattfinden. Alle Patienten mit Kinderrheuma werden zudem in

der "Kinder-Kerndokumentation" am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum" in Berlin

registriert. Die Kinder-Gastroenterologie beteiligt sich in gleicher Weise an "Kindergastroenterologie

West"-Treffen. Für die Impedanz-pH-Metrie werden alle Ergebnisse in den Qualitätszirkel

"Pädiatrische Impedanz-pH-Metrie" an der Universitätsklinik Aachen eingespeist. Alle

gastroenterologischen Endoskopien werden für die Evaluation im Rahmen der

Qualitätssicherung der "Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung"

gemeldet.

Im neuropädiatrischen Bereich findet zusätzlich über den "Berliner Arbeitskreis" und

"Königssteiner Arbeitskreis" ein Qualitätszirkel statt. Monatlich wird ein EEG-Seminar für

Kliniker und niedergelassene Pädiater organisiert, das von der Liga gegen Epilepsie zerfiziert

wird. Einmal jährlich findet in Zusammenarbeit mit der Neuropädiatrie Bethel ein Neuropäd.-

Symposium statt.

In der Psychosomatik wird seit 6 Jahren ein Konzept zur Falldokumentation mit Hilfe einer

ausführlichen Basisdokumentation erfolgreich betrieben, aktuell erfolgt im Rahmen einer

prospektiven Verlaufsstudie die Evaluation stationärer Psychotherapie bei psychosomatisch

kranken Jugendlichen mit Hilfe eines Fragebogens zur Erfassung persönlicher Ziele. Darüber

hinaus wird seit diesem Jahr in Kooperation mit der der DGKJ angeschlossenen, neu

gegründeten AGPPS (Arbeitsgruppe Pädiatrische Psychosomatik) intensiv an einer DRGgerechten

Leistungserfassung stationärer, psychotherapeutischer Arbeit gearbeitet.

Im Rahmen der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin wurde ein intensives

Programm zum Erfassen, Dokumentieren, Auswerten und Vermeiden von Risikosituationen

(Critical Incident Reporting) implementiert. Die Neonatalerhebung erfolgt entsprechend den

Vorgaben der Ärztekammer - Geschäftsstelle Qualitätssicherung. Die Qualitätsindikatoren

werden regelmäßig analysiert. Viermal jährlich wird ein Treffen des neonatologischen

Arbeitskreises "Münsterland/ Emsland" organisiert, an dem 15 Kinderkliniken teilnehmen, und

das von der Ärztekammer zertifiziert wird. Die Neonatologie beteiligt sich aktiv an einem

bundesweiten krankenhaus-infektions-Surveillance-System.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 195


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Der endokrinologische Bereich beteiligt sich viermal jährlich an dem Qualitätszirkel NRW (Endo

West).

Der diabetologische Schwerpunkt engagiert sich in der Qualitätssicherung über Teilnahme am

"Osnabrücker Kreis" und Erfassung der Patientendaten mit dem standardisierten Programm

DPV sowie bundesweiter Auswertung.

Das Sozialpädiatrische Zentrum beteiligt sich an allen Maßnahmen zur Entwicklung der

Qualitätssicherung der Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialpädiatrischer Zentren in Deutschland

und ist innerhalb eines Qualitätszirkels zur Ressourcendiagnostik mitverantwortlich für ein

bundeseinheitliches Qualitätsmanagement.

B-14.3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Klinik und Poliklinik

für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP03 Angehörigenbetreuung /-beratung /-seminare

MP04 Atemgymnastik /-therapie

MP09 Besondere Formen/Konzepte der Betreuung von

Sterbenden

MP11 Bewegungstherapie

MP12 Bobath-Therapie (für Erwachsene und/oder

Kinder)

MP16 Ergotherapie / Arbeitstherapie

MP22 Kontinenztraining/Inkontinenzberatung

MP23 Kreativtherapie / Kunsttherapie / Theatertherapie

/ Bibliotherapie

MP27 Musiktherapie

MP30 Pädagogisches Leistungsangebot Auf allen Stationen der allgemeinen Pädiatrie

finden sich speziell eingerichtete

"Spielzimmer" und Betreuungsangebote.

Durch den psychosozialen Dienst der

Klinik werden die Kinder während ihres

Aufenthaltes intensiv betreut und ferner in

Zusammenarbeit mit den niedergelassenen

Kinderärzten, Förderstellen und dem

Sozialpädiatrischen Zentrum Konzepte für

die nachstationäre Betreuung erarbeitet

und koordiniert.

MP31 Physikalische Therapie/Bädertherapie

MP38 Sehschule/Orthoptik

196 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar/Erläuterung

MP39 Spezielle Angebote zur Anleitung und Beratung

von Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen

MP42 Spezielles pflegerisches Leistungsangebot

MP43 Stillberatung

MP44 Stimm- und Sprachtherapie/Logopädie

MP45 Stomatherapie/-beratung

MP47 Versorgung mit Hilfsmitteln/Orthopädietechnik

MP44 Stimm- und Sprachtherapie/Logopädie

MP45 Stomatherapie/-beratung

MP52 Zusammenarbeit mit / Kontakt zu Selbsthilfegruppen

Mit mehreren Initiativen besteht eine enge

Kooperation zur Betreuung unserer Patienten

und ihrer Familien:

- Das Frühgeborene Kind Münster

e.V."

- „Kleine Welt e.V." - Verein zur Unterstützung

und Förderung intensivmedizinisch

behandelter Kinder

und Ihrer Familien

- Arbeitsgemeinschaft Kind und

Krankenhaus im Kinderschutzbund

Münster (Besuchsdienst für

Kinder)

- Das "Brücken-Team" der Universitätskinderklinik

B-14.4 Nicht-medizinische Serviceangebote der Klinik und Poliklinik für

Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA18 Telefon Die Krankenzimmer sind überwiegend mit Telefonen ausgestattet.

SA12 Balkon/Terrasse Balkon oder Terrasse kann in Einzelfällen im Zusammenhang

mit dem Krankenzimmer angeboten werden.

SA39 Besuchsdienst/„Grüne Damen“

Besuchsdienst wird über die Initiative "Kind im Krankenhaus"

angeboten.

SA02 Ein-Bett-Zimmer Kann für Schwerkranke in Einzelfällen bereitgestellt werden.

SA03 Ein-Bett-Zimmer mit eigener

Nasszelle

In Einzelfällen vorhanden.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 197


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. Serviceangebote Kommentar/Erläuterung

SA13 Elektrisch verstellbare Betten Auf Anfrage

SA14 Fernsehgerät am Bett/im

Zimmer

SA20 Frei wählbare Essenszusammenstellung(Komponentenwahl)

SA21 Kostenlose Getränkebereitstellung

SA05 Mutter-Kind-

Zimmer/Familienzimmer

In Einzelfällen vorhanden.

Für Patienten

Auf Anfrage möglich.

SA06 Rollstuhlgerechte Nasszellen Sind vereinzelt eingerichtet.

SA17 Rundfunkempfang am Bett Ist vorhanden.

SA00 Aufenthaltsraum/ Spielzimmer Auf allen Stationen der allgemeinen Pädiatrie finden sich

speziell eingerichtete "Spielzimmer" und Betreuungsangebote.

SA08 Teeküche für Patienten und

Patientinnen

Auf einzelnen Stationen vorhanden.

SA09 Unterbringung Begleitperson Ist möglich im Familienhaus, im Elternwohnheim und auch im

Zimmer beim Kind.

SA10 Zwei-Bett-Zimmer Sind vorhanden.

SA11 Zwei-Bett-Zimmer mit eigener

Nasszelle

SA00 Einzelbehandlungszimmer für

Spezial-Beratungen und -

behandlungen

SA00 Interdisziplinäre Logopädieberatung

SA00 Klinikclowns

SA00 Patienteninformationen (Broschüren

und im Internet)

SA00 Wickel- und Stillraum für

Säuglinge

In einzelnen Fällen vorhanden.

SA00 Familienhaus Eltern bzw. engste Bezugspersonen können auf den Stationen

mit aufgenommen werden, ergänzend steht das "Familienhaus"

des UKM zur Verfügung.

198 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

B-14.5 Fallzahlen der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin -

Allgemeine Pädiatrie

Vollstationäre Fallzahl: 2704

B-14.6 Diagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

B-14.6.1 Hauptdiagnosen nach ICD der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

1 G40 231 Anfallsleiden - Epilepsie

2 P07 120 Störung aufgrund kurzer Schwangerschaftsdauer oder niedrigem Geburtsgewicht

3 A41 60 Sonstige Blutvergiftung (Sepsis)

4 Q53 57 Hodenhochstand innerhalb des Bauchraums

5 A09 56 Durchfallkrankheit bzw. Magen-Darm-Grippe, wahrscheinlich ausgelöst

durch Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger

6 N13 56 Harnstau aufgrund einer Abflussbehinderung bzw. Harnrückfluss in Richtung

Niere

7 A08 55 Durchfallkrankheit, ausgelöst durch Viren oder sonstige Krankheitserreger

8 G93 55 Sonstige Krankheit des Gehirns

9 Q62 51 Angeborene Fehlbildung des Nierenbeckens bzw. angeborene Fehlbildung

des Harnleiters mit Verengung oder Aufstauung von Harn

10 E84 47 Erbliche Stoffwechselkrankheit mit Störung der Absonderung bestimmter

Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Schleim - Zystische Fibrose

11 E71 41 Störung des Stoffwechsels verzweigter Eiweißbestandteile (Aminosäuren)

bzw. des Fettsäurestoffwechsels

12 D18 30 Gutartige Veränderung der Blutgefäße (Blutschwamm) bzw. Lymphgefäße

(Lymphschwamm)

13 T85 29 Komplikationen durch sonstige eingepflanzte Fremdteile (z.B. künstliche

Augenlinsen, Brustimplantate) oder Verpflanzung von Gewebe im Körperinneren

14 E70 28 Störung des Stoffwechsels bestimmter ringförmiger Eiweißbestandteile

(aromatischer Aminosäuren)

15 G91 27 Wasserkopf

16 N47 27 Vergrößerung der Vorhaut, Vorhautverengung bzw. Abschnürung der

Eichel durch die Vorhaut

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 199


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Rang

ICD-

10

Absolute

Fallzahl Umgangssprachliche Bezeichnung

17 Q54 25 Fehlentwicklung der Harnröhre mit Öffnung der Harnröhre an der Unterseite

des Penis

18 C71 24 Gehirnkrebs

19 J15 24 Lungenentzündung durch Bakterien

20 Q05 24 Spaltbildung der Wirbelsäule - Spina bifida

B-14.6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

ICD-10

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

N18 22 Anhaltende (chronische) Verschlechterung bzw. Verlust der Nierenfunktion

F83 19 Kombinierte Entwicklungsstörung z.B. des Sprechens, der Sprache, der

Bewegungen oder schulischer Leistungen

Q85 17 Krankheit mit Fehlbildungen im Bereich der Haut und des Nervensystems -

Phakomatose

B99 16 Sonstige nicht näher bezeichnete Infektionskrankheit

D59 12 Erworbene, nicht-erbliche Blutarmut durch gesteigerten Abbau der roten

Blutkörperchen

T86 12 Versagen bzw. Abstoßung von verpflanzten Organen bzw. Geweben

P00 11 Schädigung des ungeborenen Kindes bzw. des Neugeborenen durch

Zustände der Mutter, die zur vorliegenden Schwangerschaft keine Beziehung

haben müssen

E34 9 Sonstige Störung des Hormonhaushalts

P55 7 Krankheit des ungeborenen Kindes bzw. des Neugeborenen mit vermehrtem

Abbau der roten Blutkörperchen

B-14.7 Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

B-14.7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS der Klinik und Poliklinik für Kinder-

und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

1 1-207 1758 Messung der Gehirnströme - EEG

Umgangssprachliche Bezeichnung

200 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Rang OPS-

301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

2 8-016 383 Künstliche Ernährung über die Vene als medizinische Hauptbehandlung

3 8-930 309 Intensivmedizinische Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf ohne

Messung des Drucks in der Lungenschlagader und im rechten Vorhof des

Herzens

4 1-204 286 Untersuchung der Hirnwasserräume

5 8-010 265 Gabe von Medikamenten bzw. Salzlösungen über die Gefäße bei Neugeborenen

6 9-262 238 Versorgung eines Neugeborenen nach der Geburt

7 8-903 218 Gabe von Medikamenten zur Beruhigung und zur Schmerzausschaltung

8 9-401 216 Behandlungsverfahren zur Erhaltung und Förderung alltagspraktischer und

sozialer Fertigkeiten - Psychosoziale Intervention

9 9-500 212 Patientenschulung

10 1-208 179 Messung von Gehirnströmen, die durch gezielte Reize ausgelöst werden

(evozierte Potentiale)

11 3-000 179 Ultraschall des Kopfes

12 8-854 144 Verfahren zur Blutwäsche außerhalb des Körpers mit Entfernen der Giftstoffe

über ein Konzentrationsgefälle - Dialyse

13 8-810 142 Übertragung (Transfusion) von Blutflüssigkeit bzw. von Anteilen der Blutflüssigkeit

oder von gentechnisch hergestellten Bluteiweißen

14 8-711 133 Künstliche Beatmung bei Neugeborenen und Säuglingen

15 3-00b 128 Ultraschall der Niere und der Harnwege

16 8-018 105 Künstliche Ernährung über die Vene als medizinische Nebenbehandlung

17 8-700 103 Offenhalten der Atemwege durch einen Schlauch über Mund oder Nase

18 9-402 103 Psychotherapeutisches Verfahren, in dessen Zentrum die Wechselwirkung

von Körper und Psyche steht - Psychosomatische Therapie

19 3-023 95 Farbdoppler-Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) über die Haut

20 8-015 94 Künstliche Ernährung über eine Magensonde als medizinische Hauptbehandlung

B-14.7.2 Weitere Kompetenzprozeduren der Klinik und Poliklinik für Kinder- und

Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

8-701 93 Einführung eines Schlauches in die Luftröhre zur Beatmung - Intubation

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 201


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

OPS-301

Absolute

Fallzahl

Umgangssprachliche Bezeichnung

1-900 81 Untersuchung von psychischen Störungen bzw. des Zusammenhangs

zwischen psychischen und körperlichen Beschwerden

8-987 59 Fachübergreifende Behandlung bei Besiedelung oder Infektion mit multiresistenten

Krankheitserregern

8-972 40 Fachübergreifende Behandlung eines schwer behandelbaren Anfallsleidens

(Epilepsie)

1-206 33 Untersuchung der Nervenleitung - ENG

1-620 32 Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien durch eine Spiegelung

1-465 30 Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus Niere, Harnwegen bzw.

männlichen Geschlechtsorganen durch die Haut mit Steuerung durch

bildgebende Verfahren, z.B. Ultraschall

8-714 22 Spezialverfahren zur künstlichen Beatmung bei schwerem Atemversagen

8-811 18 Ausgleich eines Flüssigkeitsmangels bei Neugeborenen durch Einbringen

von Flüssigkeit über eine Vene

8-716 13 Einrichtung und Anpassung einer häuslichen künstlichen Beatmung

1-797 13 Umfassende Untersuchung der Hormonfunktionen

8-853 13 Verfahren zur Blutentgiftung außerhalb des Körpers mit Herauspressen

von Giftstoffen - Hämofiltration

8-857 9 Blutreinigungsverfahren, bei dem die Entgiftung über das Bauchfell (Peritoneum)

stattfindet - Peritonealdialyse

1-902 6 Untersuchung der Wahrnehmung und des Verhaltens mithilfe standardisierter

Tests

202 Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

B-14.8 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten der Klinik und Poliklinik für

Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM03 Sozialpädiatrisches

Zentrum

nach § 119

SGB V

AM04 Ermächtigungsambulanz

nach § 116

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Ambulanz für

Neuropädiatrie

Sozialpädiatrisches

Zentrum

Ambulanz für

Stoffwechselerkrankungen

Nr.der

Leistung

Angebotene Leistung Kommentar / Erläuterung

VK00 Diagnostik und Behandlung

von Erkrankungen

des Nervensystems

VK00 Diagnostik und Behandlung

von Entwicklungsstörungen

im Kindes- und

Jugendalter

VK00 Diagnostik und Behandlung

von Stoffwechselerkrankungen

Allgemeine diagnostische

und epileptologische

Sprechstunde.

Spezialsprechstunden für

Patienten mit Hydrocephalus

und Myelomeningocelen

(Spaltbildungen der Wirbelsäule)

Spezialsprechstunden für

Botulinumtoxin-Therapie,

neurokutane Erkrankungen

und Epilepsie-Patienten im

Teenageralter

Die Nachsorge neonatologischer

Patienten und die

Behandlung von Entwicklungsstörungen

und Behinderungen

im Kindes- und

Jugendalter bis zum Abschluss

des 18. Lebensjahres

erfolgen in den entsprechenden

Sprechstunden

des Sozialpädiatrischen

Zentrums. Dort wurden im

Jahr 2008 insgesamt 1200

Patientenfälle betreut. Das

Sozialpädiatrische Zentrum

ist für die ambulante Versorgung

nach § 119 SGB

ermächtigt.

Ambulante Versorgung von

Patienten mit angeborenen

Stoffwechselerkrankungen.

Es werden Spezialsprechstunden

für angeborene

Stoffwechseldefekte mit

separaten Sprechstunden

für Patienten mit Mukoviszidose

und für Kinder mit

Diabetes mellitus angeboten.

Zusätzlich steht ein Speziallabor

zur Diagnostik von

Stoffwechselerkrankungen

zur Verfügung.

Universitätsklinikum Münster – Qualitätsbericht 2008 203


B-14 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Nr. der

Ambulanz

Art der

Ambulanz

AM00 Sonstige

Art der

Ambulanz

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

AM01 Hochschulambulanz

nach § 117

SGB V

Bezeichnung

der

Ambulanz

Ambulanz für

Nierenerkrankungen

im

Kindesalter

(Kindernephrologie)

Nr.der