umwelt-und-energie-02-12.pdf PDF, 157 KB

acvr.at

umwelt-und-energie-02-12.pdf PDF, 157 KB

02/12 August 2012

Inhalt

EU-Recht S. 1

Bundesrecht S. 2

Wiener Landesrecht S. 4

Veranstaltungen S. 5

NEUE GESETZE UND VERORDNUNGEN

EU-RECHT

Batterien: Berechnung der Recyclingeffizienz

Verordnung Nr. 493/2012/EU

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Die Verordnung ergänzt die in der Batterien-Richtlinie

(2006/66/EG) genannten Mindest-Recyclingeffizienzen

bezüglich deren Berechnung. Als Recyclingeffizienz ist

der Quotient aus der Masse der anrechenbaren

Outputfraktion und der Masse der Inputfraktion in

Prozent heran zu ziehen.

Die Bestimmungen sind für Recyclingverfahren, die an

Altbatterien und Altakkumulatoren durchgeführt

werden, ab 1. Jänner 2014 anzuwenden.

Ökodesign: Wasserpumpen

Verordnung (EU) Nr. 547/2012

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

In Durchführung der Ökodesign-Richtlinie wurden

Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von

Wasserpumpen erlassen (Mindesteffizienz-

Informationsgebote). Die neuen Bestimmungen treten

zeitlich gestaffelt in Kraft (beginnend mit 1. Januar

2013).

Ökodesign: Haushaltswäschetrockner

Delegierte Verordnung (EU) Nr. 392/2012

(nachfolgend berichtigt im Amtsblatt der Europäischen

Union L 123 vom 9. Mai 2012)

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Diese Durchführungsverordnung zur Ökodesign-

Richtlinie regelt das Energielabeling von

Haushaltswäschetrocknern.

Bei der nachfolgenden Berichtigung wurden die Fristen

der Übergangsbestimmungen um jeweils ein Jahr in

die Zukunft verschoben.

Die neue Regelung gilt ab 29.5.2013. Bereits vorher in

Verkehr gebrachte Geräte können noch mit dem alten

Energielabel verkauft werden.

Biozidprodukte

Verordnung (EU) Nr. 528/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Die EU-Verordnung Nr. 528/2012 regelt die

Bereitstellung von Biozidprodukten auf dem Markt und

ihre Verwendung neu, sie betrifft auch behandelte

Waren und Gegenstände. Die Vorschriften gelten im

Wesentlichen ab 1. September 2013 und lösen die

bisher geltenden ab (EG-Richtlinie über Biozidprodukte

(98/8/EG) und ihre nationale Umsetzung im Biozid-

Produkte-Gesetz). Weiterführende Informationen

finden Sie unter

wko.at/service/Umwelt+Energie/Chemie/Biozide

Pflanzenschutzmittel

Verordnung Nr. 322/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Änderung der Anhänge der Verordnung (EG) Nr.

396/2005 (Höchstgehalte an Pestizidrückständen in

oder auf Lebens- und Futtermitteln) hinsichtlich der

Höchstgehalte an Rückständen von Clopyralid,

Dimethomorph, Fenpyrazamin, Folpet und

Pendimethalin in oder auf bestimmten Erzeugnissen.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 294/2012

und Nr.514/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Ändert jeweils Anhang I der Verordnung (EG) Nr.

669/2009 im Hinblick auf verstärkte amtliche

Kontrollen bei der Einfuhr bestimmter Futtermittel

und Lebensmittel nichttierischen Ursprungs.

Verordnung Nr. 473/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Änderung von Anhang III der Verordnung (EG) Nr.

396/2005 hinsichtlich der Höchstgehalte an

Rückständen von Spinetoram (XDE-175) in oder auf

bestimmten Erzeugnissen.

Vier neue EU-Verordnungen ändern die Liste der

zugelassenen Wirkstoffe gemäß

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011:

• Durchführungsverordnung (EU) Nr. 359/2012:

Genehmigung des Wirkstoffs Metam.

1


• Durchführungsverordnung (EU) Nr. 369/2012:

Genehmigung der Wirkstoffe Blutmehl,

Calciumcarbid, Calciumcarbonat, Kalkstein,

Pfeffer und Quarzsand.

• Durchführungsverordnung (EU) Nr. 571/2012:

Bedingungen für die Genehmigung der Wirkstoffe

Aluminiumsilicat, hydrolysierte Proteine und 1,4-

Diaminobutan (Putrescin).

• Durchführungsverordnung (EU) Nr. 578/2012:

Nichtgenehmigung des Wirkstoffs Diphenylamin.

Futtermittelzusatzstoffe

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 451/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Durchführungsverordnung über die Marktrücknahme

bestimmter in die Funktionsgruppe „Silierzusatzstoffe“

einzuordnender Futtermittelzusatzstoffe. Die in

Anhang A genannten Zusatzstoffe werden komplett

vom Markt genommen, (Ausnahme: Abverkaufsfristen),

Stoffe in Anhang B bezüglich der Verwendung bei

bestimmten Tierarten.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 413/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Änderung der Durchführungsverordnung (EU) Nr.

496/2011 hinsichtlich des Mindestgehalts an

Natriumbenzoat als Zusatzstoff in Futtermitteln für

Absatzferkel.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 333/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Durchführungsverordnung zur Zulassung der

Zubereitung Kaliumdiformat als Zusatzstoff in

Futtermitteln für alle Tierarten und zur Änderung der

Verordnung (EG) Nr. 492/2006.

Durchführungsverordnung (EU) Nr. 334/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Durchführungsverordnung zur Zulassung der

Zubereitung Saccharomyces cerevisiae CNCM I-4407 als

Zusatzstoff in Futtermitteln für Mastkaninchen und

nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Kaninchen.

REACH VO geändert

Verordnung (EU) Nr. 412/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Dimethylfumarat (DMF) darf nicht in Erzeugnissen oder

Bestandteilen davon in Konzentrationen von über 0,1

mg/kg verwendet werden. Erzeugnisse oder deren

Bestandteile, die DMF in einer Konzentration von über

0,1 mg/kg enthalten, dürfen nicht in Verkehr gebracht

werden.

Persistente organische Schadstoffe

Verordnung Nr. 519/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

ändert Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 850/2004

über persistente organische Schadstoffe (POP): in Teil

A wird Endosulfan eingefügt, in Teil B

Hexachlorbutadien, Polychlorierte Naphthaline sowie

kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCP).

BUNDESRECHT

Recyclingholzverordnung

BGBl. II Nr. 160/2012

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Die Verordnung, in Kraft seit 15. Mai, ist eine Abfall-

Ende-Verordnung für Altholz, das unter

Gewährleistung eines für Mensch und Umwelt

schadlosen Recyclings und einer entsprechenden

Qualitätssicherung in der Holzwerkstoffindustrie 02/09 Jänner 2009

eingesetzt wird.

In der Verordnung sind auch Pflichten des

Abfallerzeugers (am Entstehungsort) festgeschrieben.

Zum Schutz der Umwelt wurde ein Recyclingverbot für

bestimmte halogenierte bzw. chemisch behandelte

Holzwerkstoffe normiert.

Automatisierter Betrieb und Aufstellen von

Dampfkesseln

BGBl. II Nr. 147/2012 (Anlage 1, Anlage 2)

(Mag. Dr. Erich Rosenbach, DW 1493)

Die Verordnung gilt für ortsfest betriebene

überhitzungsgefährdete Dampfkessel und regelt

• den Betrieb von Dampfkesseln ohne ständige

Beaufsichtigung,

• den Betrieb von Dampfkesseln mittels

Fernüberwachung und

• die Anforderungen an die Wasserqualität von

Speise- und Kesselwasser von Dampfkesseln.

Änderung des Bäderhygienegesetzes

BGBl. I Nr. 42/2012

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Es wurden insbesondere die Definition von

Warmsprudelwannen (Whirlwannen) neugefasst,

Informationspflichten für Betreiber von Bädern

festgesetzt sowie Sachverständige und ihre

Betretungsbefugnisse für Überprüfungen der

Wasserqualität definiert.

Wir erinnern an dieser Stelle nochmals an die

Vorlagepflicht von wasserhygienischen Gutachten!

Änderung der Tierseuchen-

Untersuchungspflicht-Verordnung

BGBl. II Nr. 129/2012

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Die Tierseuchen-Untersuchungspflicht-Verordnung

wurde geändert. Bei Rindern, welche in Österreich

oder in einem in der Anlage der Verordnung genannten

Land geboren sind, ist ein Test auf das Vorliegen von

BSE ab einem Alter von 72 Monaten durchzuführen.

Andere Rinder sind ab einem Alter von 30 Monaten auf

das Vorliegen von BSE zu testen. Bei Schafen und

Ziegen ist ein Test auf das Vorliegen von Scrapie

durchzuführen. Einhufer sind auf Rotz zu untersuchen.

Änderung der BiozidG-Altwirkstoffverordnung

BGBl. II Nr.199/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Die Neuerungen im Überblick:

• Rechtssicherheit für Abverkaufsfristen

• Aktualisierung der Liste jener EU-Richtlinien,

Entscheidungen und Beschlüsse, die im

2


Zusammenhang mit alten Biozidwirkstoffen von

besonderer Bedeutung sind

• Aktualisierung des Anhangs mit der Liste jener

alten Wirkstoffe, die bereits in die

Biozidprodukte-Richtlinie aufgenommen wurden.

Die Konsequenz der Aufnahme besteht darin,

dass für ein Biozidprodukt mit diesen Wirkstoffen

innerhalb einer jeweils festgelegten Frist eine

Zulassung zu beantragen ist.

• Harmonisierung und Zusammenführung von

diversen Bestimmungen wie zB Meldungen an die

Zentralen Strahlenschutzregister.

Maschinensicherheitsverordnung 2010

BGBl. II Nr. 173/2012 (Anlage)

PSA-Sicherheitsverordnung

BGBl. II Nr. 154/2012 (Anlage)

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Die Listen der harmonisierten Normen wurden

aktualisiert.

Rohstoffzuschlags-Verordnung 2011

BGBl. II Nr. 184/2012

Rohstoffzuschlags-Verordnung 2012

BGBl. II Nr. 227/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Aufgrund des Ökostromgesetzes wurden mit diesen

Verordnungen die Rohstoffzuschläge für Anlagen auf

Basis von Biogas für das Kalenderjahr 2011 und das

erste Halbjahr 2012 bestimmt.

Neues Energieausweis-Vorlage-Gesetz

veröffentlicht

BGBl. I 27/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Das neue Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2012 (EAVG)

löst das bestehende Energieausweisvorlagegesetz aus

2006 ab. Mit dem EAVG 2012 werden die

zivilrechtlichen Inhalte der EU-Gebäuderichtlinie

(EPBD) 2010 im Österreichischen Bundesrecht

umgesetzt. Die weiteren Vorgaben zum

Energieausweis sind im Baurecht der Länder

(insbesondere OIB-Richtlinie 6 „Energieeinsparung und

Wärmeschutz") und in den einschlägigen ÖNORMEN

geregelt.

Das EAVG enthält die Verpflichtung des Verkäufers,

Vermieters oder Verpächters, bei Vertragsabschluss

einen aktuellen Energieausweis beizustellen. Neue

Inhalte im EAVG 2012 betreffen insbesondere

verpflichtende Angaben in Inseraten, die Haftung des

Energieausweis-Ausstellers für die Richtigkeit des

Energieausweises, sowie die Festlegung von

Sanktionen.

Übergangsbestimmung: Energieausweise, die nach den

bisherigen Regelungen des EAVG erstellt wurden, sind

bis zu zehn Jahre gültig, auch wenn deren

Geltungsdauern bereits in den Wirkungsbereich des

neuen EAVG fallen. Bei diesen „alten"

Energieausweisen genügt auch in Inseraten die Angabe

des Heizwärmebedarfs (statt zusätzlich des

Gesamtenergieeffizienz-Faktors).

Das EVAG 2012 beinhaltet insgesamt einige

Neuerungen und Verschärfungen, mit denen der

Energieausweis noch mehr Gewicht erhält und mit

denen die EU-Gebäuderichtlinie in Österreich

effizienter umgesetzt werden soll.

Aliquotierungsverordnung 2012

BGBl. II Nr. 124/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Es wurden die aliquoten administrativen und

finanziellen Aufwendungen 02/09 sowie die Jänner aliquoten 2009

Aufwendungen für die Ausgleichsenergie der

Ökostromabwicklungsstelle für das Jahr 2012 bestimmt

1. für Windkraftanlagen 0,465 Cent/kWh

2. für übrige Ökostromanlagen 0,065 Cent/kWh

Gas-Marktmodell-Verordnung 2012 des

Vorstands der E-Control

BGBl. II Nr. 171/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Diese Verordnung trifft Festlegungen für den

Netzzugang, das Kapazitätsmanagement und das

Bilanzierungssystem in den Marktgebieten Ost, Tirol

und Vorarlberg.

Gasnetzdienstleistungsqualitätsverordnung

BGBl. II Nr. 172/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Diese Verordnung richtet sich an Netzbetreiber. Für

sie gelten bestimmte Standards bezüglich der

Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität der gegenüber

dem Netzbenutzer erbrachten Dienstleistungen und

Kennzahlen zur Überwachung der Einhaltung dieser

Standards.

Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung

IME-VO

BGBl. II Nr. 138/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Jeder Netzbetreiber hat bis Ende 2015 mindestens

10%, bis Ende 2017 mindestens 70% und, im Rahmen

der technischen Machbarkeit, bis Ende 2019

mindestens 95% der an sein Netz angeschlossenen

Zählpunkte als intelligente Messgeräte gemäß den

Vorgaben der Verordnung der E-Control, auszustatten.

Ökostromförderbeitragsverordnung 2012

BGBl. II Nr. 226/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Sie enthält den von allen an das öffentliche Netz

angeschlossenen Endverbrauchern zu entrichtenden

Ökostromförderbeitrag.

Preistransparenzverordnung – Gas und

Strom 2012

BGBl. II Nr. 140/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Die Verordnung enthält Regelungen betreffend die

Mitteilung und Meldung von Preisen für Gas und Strom

für die industriellen Endverbraucher und zugehöriger

sonstiger Angaben nach dem Preistransparenzgesetz.

Gas- und Strompreise müssen an EUROSTAT gemeldet

werden.

3


Übertragungsnetzbetreiber

BGBl. II Nr. 134/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Gemäß den Vorschriften des ElWOG 2010 wurde die

Austrian Power Grid AG als Übertragungsnetzbetreiber

benannt.

Wechselverordnung Gas 2012 und

Wechselverordnung Strom 2012

BGBl. II Nr. 196/2012

BGBl. II Nr. 197/2012

(Mag. Franziska Aujesky, DW 1306)

Die Verordnungen bestimmen den Ablauf des

Versorgerwechsels, der Neuanmeldung und der

Abmeldung. Sie treten mit 2. Jänner 2013 in Kraft. Die

nach dem 1. Jänner 2013 beantragten Verfahren sind

gemäß diesen Verordnungen durchzuführen.

Ozon-Messkonzept-Verordnung

BGBl. II Nr. 128/2012

(Mag. Dr. Erich Rosenbach, DW 1493)

Ozonmesspunkte und die Referenzmethode für die

Ozonmessung wurden festgelegt.

Umweltmanagement

BGBl. II Nr. 152/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Die neue Verordnung mit dem klingenden Namen

„UMG Register VO“ ermöglicht die Schaffung

nationaler Register für Organisationen, die zu EMAS

gleichwertige Umweltmanagementsysteme anwenden,

sowie die Festlegung von Kriterien für die Eintragung

in diesen Registern.

Sie richtet sich an Entsorgungsfachbetriebe (EFB-

Betriebe), Responsible Care-Betriebe und ISO 14001

Betriebe.

Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 5. Mai 2012.

Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012

BGBl. I Nr. 51/2012

(Mag. Dr. Erich Rosenbach, DW 1493)

Die wesentlichen Eckpunkte des Gesetzes lauten:

• Schaffung einer zweistufigen

Verwaltungsgerichtsbarkeit

• Auflösung von Sonderbehörden

• Gesetzgebungsprozess (Entfall des

Einspruchsrechts der Bundesregierung gegen

Beschlüsse der Landtage)

Die Neuerungen treten überwiegend mit 1. Jänner

2014 in Kraft.

Die Wirtschaftskammer hat sich aus

standortpolitischen Gründen vehement dafür

eingesetzt, dass die Agenden des Umweltsenats zur

Gänze auf das neue Bundesverwaltungsgericht

übertragen und nicht (wie in der Regierungsvorlage

vorgesehen) auf 9 Landesverwaltungsgerichte

aufgesplittert werden.

In der beschlossenen Fassung wurde der WK-Forderung

vollinhaltlich Rechnung getragen. Damit konnten

deutliche Verfahrensverzögerungen bei UVP-Verfahren

verhindert werden.

WIENER LANDESRECHT

Wiener Pflanzenschutzmittelgesetz

LGBl. Nr. 32/2012

(Ing. Mag. Maria Weiner, DW 1475)

Anpassung an EU Regelungen 02/09 wie Verwendung Jänner 2009 nur

durch berufliche (statt sachkundige) VerwenderInnen,

Führung gesicherter Aufzeichnungen, Verwendung von

geprüften Ausbringungsgeräten

Wiener Baulärm-

Emissionsgrenzwertverordnung

LGBl. Nr. 37/2012

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Die höchstzulässigen Schallpegel bestimmter

Kategorien von Baumaschinen wurden neu festgelegt.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die

Stadt Wien den Erlass einer

Baulärmimmissionsgrenzwertverordnung beabsichtigt.

Diese wird das höchstzulässige Maß des auf

nachbarlichen Fenstern auftretenden Baustellenlärms

festsetzen.

Wiener Naturschutzgesetz

LGBl. Nr. 29/2012

(Mag. Dr. Erich Rosenbach, DW 1493)

Betriebe sollten sich mit dem Wiener

Naturschutzgesetz auseinander setzen, da es

insbesondere im Zusammenhang mit dem

Landschaftsschutz zu Berührungspunkten kommen

kann. Mitunter drohen erhebliche Kosten.

Mit gegenständlicher Novelle wurde das Wr. NSchG

zum wiederholten Male verschärft. Eigentümer einer

Liegenschaft haften, wenn sie eine Verletzung des Wr.

NSchG geduldet haben (wobei „dulden“ nicht näher

definiert ist). Die Behörde kann die aufschiebende

Wirkung von Berufungen gegen Bescheide nun

ausschließen, wenn für die gesetzte Maßnahme keine

rechtskräftige Bewilligung nach diesem Gesetz vorliegt

(verfassungsrechtlich bedenklich!). Bei Verkauf,

Vermietung, Verpachtung besteht eine

Informationspflicht über die Zugehörigkeit zu einem

Schutzgebiet, das Bestehen von Naturdenkmälern,

geschützten Biotopen oder ökologischen

Entwicklungsflächen auf der Liegenschaft gegenüber

dem Vertragspartner (bei sonstiger Sanktion!). Ein

Nachweis darüber muss auch an die Behörde ergehen.

Zwecks Überwachung der Vorschriften können

Naturschutzorgane bestellt werden; dennoch erkennt

die Stadt Wien keine finanziellen Auswirkungen bei der

Umsetzung der Novelle. Die Verjährungsfrist nach

dem Verwaltungsstrafgesetz wurde ebenfalls

erstreckt. Das Gesetz ist am 22. Juni 2012 in Kraft

getreten. Auf alle zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens

dieses Gesetzes anhängigen Verfahren sind die

bisherigen Bestimmungen anzuwenden. Die

Stellungnahme der Wirtschaftskammer Wien zum

vorangegangen Gesetzesentwurf ist sehr kritisch

4


ausgefallen, insbesondere aufgrund

verfassungsrechtlicher Bedenken. Außerdem wäre uE

dringend eine Informationskampagne der Stadt über

das Bestehen von Schutzgebieten und die rechtlichen

Konsequenzen für Liegenschaftseigentümer notwendig

gewesen. Stattdessen wurden wiederum nur

verschärfte Regelungen beschlossen.

Wiener Brauchtumsfeuer-Verordnung

LGBl. Nr. 36/2012

(Mag. Dominik Maitz, DW 1241)

Brauchtumsfeuer im Sinn dieser Verordnung sind

Feuer, die im Rahmen von allgemein zugänglichen, der

Pflege von volkstümlichen oder religiösen Bräuchen

dienenden

Veranstaltungen

(Brauchtumsveranstaltungen) abgebrannt werden

dürfen, somit:

1. Osterfeuer: Das Abbrennen des Feuers ist vom

Karsamstag bis Ostersonntag einmalig

zulässig;

2. Feuer zur Sommersonnenwende: Das

Abbrennen des Feuers ist vom Samstag, der

dem 21. Juni vorangeht, bis Sonntag, der dem

21. Juni folgt, einmalig zulässig und

3. sonstige Feuer im Rahmen von in Wien

anerkannten Brauchtumsveranstaltungen,

wenn sie auf eine langjährige, gelebte

Tradition mit Brauchtumshintergrund

zurückgehen.

Brauchtumsfeuer dürfen ausschließlich mit trockenem,

unbehandeltem Holz beschickt werden.

VERANSTALTUNGEN

Workshop-Reihe Ressourcen-Effizienz für

Betriebe

Workshop 6:

Umweltfreundliche Meetings und

Veranstaltungen

Datum: 7. September 2012

Uhrzeit:

Ort:

9.00-12.30 Uhr

Wiener Umweltschutzabteilung (MA22)

Dresdnerstraße 47, Zi 1.16

1200 Wien

Kurzinhalt:

Im Workshop erfahren Sie, was bei der Planung einer

umweltfreundlichen Veranstaltung zu beachten ist. Sie

erhalten Informationen zur Abfallvermeidung und

Abfalltrennung sowie Tipps zur effizienten Planung

und Organisation. Weiters bekommen Sie einen

Überblick darüber, was ein ÖkoEvent, Green Event

bzw. Green Meeting ist. Es werden praktische

Beispiele vorgestellt, wie Sie Ihr Buffet ökologisch

ausrichten können und welche umweltfreundlichen

Giveaways am Markt erhältlich sind. Im Rahmen eines

Workshops wird gemeinsam eine ökologische

Veranstaltung geplant. Die Inhalte des Workshops sind

für kleine Meetings und große Veranstaltungen

anwendbar.

Anmeldung:

zum Online-Anmeldeformular

E-Mail: umwelt@wkw.at | Tel: 01/514 50-1607

Nähere Informationen entnehmen Sie dem

Programm

02/09 Jänner 2009

Workshop 7:

Mobilitätsmanagement für Betriebe

Datum: 21. September 2012

Uhrzeit:

Ort:

9.00-12.30 Uhr

Wiener Umweltschutzabteilung (MA22)

Dresdnerstraße 47

1200 Wien

Kurzinhalt:

Passend zur europäischen Mobilitätswoche erfahren

die TeilnehmerInnen dieses Workshops alles rund um

das Thema Mobilitätsmanagement. Dabei werden

folgende Fragen geklärt: Was ist betriebliches

Mobilitätsmanagement, welche Förderungen gibt es

und wie wird es in der Zukunft auf den Straßen

Österreichs aussehen Es wird besprochen, wie viel

Energie die verschiedenen Mobilitätsformen

verbrauchen und, wie Sie MitarbeiterInnen zu

umweltfreundlicher Mobilität motivieren können. Sie

erhalten außerdem Informationen über die Strategien

zur sanften Mobilität in Wien und können ein

Elektroauto, welches von Wien Energie zur Verfügung

gestellt wird, besichtigen.

Anmeldung:

zum Online-Anmeldeformular

E-Mail: umwelt@wkw.at | Tel: 01/514 50-1607

Nähere Informationen entnehmen Sie dem

Programm

Workshop 8:

ÖkoBilanz, Fußabdruck & Co

Datum: 5. Oktober 2012

Uhrzeit:

Ort:

9.00-12.30 Uhr

Wirtschaftskammer Wien

Stubenring 8-10

1010 Wien

Kurzinhalt:

Im Workshop erfahren Sie, welche

Umweltauswirkungen Lebensstile und die

konsumierten Produkte, verursachen. Im Workshop

erhalten die TeilnehmerInnen anhand von praktischen

Beispielen Informationen über den „ökologischen

Fußabdruck“ sowie über Vor- und Nachteile von

ÖkoBilanzen. Nachhaltigen Produktgestaltung nach

dem „cradle to cradle“-Prinzip CO2-Kompensation sind

weitere Workshopthemen.

5


Anmeldung:

zum Online-Anmeldeformular

E-Mail: umwelt@wkw.at | Tel: 01/514 50-1607

Nähere Informationen entnehmen Sie dem

Programm

Workshop 9:

Beleuchtung effizient gestalten

Datum: 19. Oktober 2012

Uhrzeit:

Ort:

9.00-12.30 Uhr

Zumtobel Licht GmbH (Lichtforum)

Jasomirgottgasse

1010 Wien

Workshop 10:

Innovationen: Impulse für nachhaltigen Erfolg

Datum: 9. November 2012

Uhrzeit:

Ort:

9.00-12.30 Uhr

Wirtschaftskammer Wien

Stubenring 8-10

1010 Wien

Die Workshops werden von der Wirtschaftskammer

Wien und vom ÖkoBusinessPlan Wien im Rahmen des

ÖkoBusinessNetwork angeboten und sind Teil einer

Veranstaltungsreihe. Die Reihe wird von "die

umweltberatung" Wien organisiert.

ANSPRECHPARTNER:

Wirtschaftskammer Wien,

Energie- und Umweltreferat

Stubenring 8 - 10, 1010 Wien

514 50-1045, Fax 514 50-1480

E-Mail: umwelt@wkw.at

Internet: wko.at/wien/umwelt

Rechtliche Fragen betreffend Abfall,

Altlasten, Betriebsanlagen, Energieanlagen,

Energietechnikrecht: 02/09 Jänner 2009

Mag. Dr. Erich ROSENBACH DW 1493

Mag. Dominik MAITZ DW 1241

Chemikalienrecht, ADR, Öko Business Plan Wien:

Ing. Mag. Maria WEINER DW 1475

Wasserrecht, CE-Kennzeichnung:

Mag. Dominik MAITZ DW 1241

Umweltmanagement, Nachhaltigkeit:

DI Regina PLAS (vormittags) DW 1601

Beschwerdemanagement,

Energieabgabenvergütung, Energieausweis,

Energietarife, Versorgerauswahl:

Mag. Franziska AUJESKY (vormittags) DW 1306

Energie- und Umweltförderungen

DI Regina PLAS (vormittags) DW 1601

Mag. Franziska AUJESKY (vormittags) DW 1306

Abfallbörse, Entsorgerdatenbank, Umweltnetzwerk,

Sekretariat:

Isabella STAFFLER DW 1607

Schönen Sommer

wünscht das

Team des Energie- und Umweltreferates!

6

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine