Geschäftsbericht 2010/2011 - Gesundheitsserver - Land Steiermark

gesundheit.steiermark.at

Geschäftsbericht 2010/2011 - Gesundheitsserver - Land Steiermark

2010/2011

GESCHÄFTSBERICHT

www.joanneum.at

INNOVATION aus TRADITION


Medieninhaber, Herausgeber und Verleger:

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

Leonhardstraße 59, 8010 Graz

Tel: +43 316 876-0, Fax: +43 316 876-1181

E-Mail: pr@joanneum.at, www.joanneum.at

Für den Inhalt verantwortlich: Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Pribyl, MBA

Redaktionelle Bearbeitung: Hans-Peter Weingand

Fotos: JOANNEUM RESEARCH

Gestaltung und Layout: Werbeagentur RoRo + Zec

Druck: Medienfabrik Graz

Erscheinungsdatum: Dezember 2011


JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

Bericht über das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011

Seite

Inhalt

2 ....... Vorwort der Geschäftsführung

3 ....... Vorwort der Landesrätin

für Wissenschaft und Forschung, Gesundheit und Pflegemanegement

6 ....... Highlights des Geschäftsjahres 2010/2011

7 ....... JOANNEUM RESEARCH war dabei

8 ....... Leitbild der JOANNEUM RESEARCH

9 ....... Forschungseinheiten und Forschungsgruppen

10 ....... Kennzahlen

11 ....... Lagebericht

12 ....... Unternehmensorganisation

14 ....... Geschäftsverlauf

15 ....... Finanzlage/Ertragslage

16 ....... Investitionsbericht

17 ....... Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbericht

19 ....... Entwicklung und Risiken

21 ....... Forschung und Entwicklung

28 ....... Bericht des Aufsichtsrates/Gesellschafterbeschluss

30 ....... Bilanz zum 30. Juni 2011

32 ....... Gewinn- und Verlustrechnung 2010/2011

33 ....... Anhang für das Geschäftsjahr 2010/2011

43 ....... Bestätigungsvermerk

45 ....... Adressen

47 ....... Gesellschaftsorgane im Geschäftsjahr 2010/2011

48 ....... Organigramm JOANNEUM RESEARCH

1


Forschung in Bewegung

Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Pribyl, MBA

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr war für die

JOANNEUM RESEARCH ein Jahr großer

Veränderungen: Erstmals wurde die neue Struktur

des Unternehmens – wie im Strategischen

Rahmenplan JOANNEUM RESEARCH definiert

– gelebt und der »Pilotbetrieb« erfolgreich

umgesetzt. Mit der Neupositionierung hat sich

die JOANNEUM RESEARCH den Herausforderungen

der veränderten Rahmenbedingungen

gestellt. Bis zum Abschluss der Übergangsphase

2013 heißt es nun, den eingeschlagenen

Weg nachhaltig fortzusetzen.

Die inhaltliche Konzentration der Forschungseinheiten

wird durch die Umsetzung des Immobilienkonzeptes

auch nach außen hin sichtbar.

Es wurde nicht nur der neue Unternehmenssitz

»Palais Herberstein« erworben, sondern es sind

auch mehr als hundert Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter im Sinne dieser Schwerpunktbildung

gesiedelt. Unser neuer Unternehmenssitz

befindet sich im Zentrum der Grazer Standorte

und liegt eingebettet zwischen den Standortuniversitäten

und wichtigen strategischen Partnern

und bietet neben rund 100 Arbeitsplätzen auch

Raum für wissenschaftliche Veranstaltungen

und Konferenzen für bis zu 70 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer.

Trotz dieser umfassenden Systemumstellungen

ist es gelungen, das Ergebnis auf Gesamtunternehmensebene

wesentlich zu verbessern. Besonders

erfreulich ist, dass der anrechenbare

Wirtschaftsanteil – als wesentlicher Schlüsselindikator

für den Erfolg des Unternehmens

– schon im ersten Jahr über dem Zwischenziel

auf dem Weg zur Erreichung der Zielvorgaben

im Jahr 2013 liegt. Die JOANNEUM RESEARCH

trägt damit maßgeblich zur Weiterentwicklung

des Standortes bei.

Diesen Erfolg verdanken wir allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, die im täglichen

Wettbewerb für die JOANNEUM RESEARCH

mit vollem Einsatz an vorderster Front der Forschung-

und Technologieentwicklung stehen.

Ich möchte für die Zukunft diese Spitzenposition

der JOANNEUM RESEARCH nicht nur national,

sondern auch international weiter ausbauen und

festigen, neue zukunftsträchtige Themenfelder

erschließen und das Unternehmen gemeinsam

mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterentwickeln.

Mein Ziel ist es, die JOANNEUM RESEARCH in

den kommenden Jahren für die Eigentümer und

den Standort Steiermark damit noch wertvoller

zu machen.

2


Der steirische Fingerprint

für Forschung

Foto: Jungwirth

Mag. a Kristina Edlinger-Ploder

Landesrätin für Wissenschaft und Forschung,

Gesundheit und Pflegemanagement

Das Geschäftsjahr 2010/2011 ist in vielerlei

Hinsicht ein bedeutendes für die JOANNEUM

RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH. Der

mehrjährig angelegte Umstrukturierungsprozess

(Fokussierung auf Schwerpunkte, schlankere

Strukturen, Erhöhung der Direktaufträge aus der

Wirtschaft) ist vollendet. Es war eine große Herausforderung

für das Unternehmen und eine – durchaus

über die Landesgrenzen hinweg beachtete

– Vorgabe (beschlossen von Landesregierung und

Landtag), die JOANNEUM RESEARCH im Wesentlichen

nicht nur deutlich vor der Umsetzungsfrist

(2013) erfüllt, sondern in baren Erfolg umgemünzt

hat. Eine derartige Leistung kann nur vollbracht

werden, wenn sie von allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern getragen und engagiert mitgestaltet

wird. Ich gratuliere und danke allen Beteiligten für

diese Bereitschaft und deren Einsatz.

JOANNEUM RESEARCH trägt die erfolgte Umstrukturierung

aber auch sichtbar nach außen: mit

dem neuen Forschungshaus (Leonhardstraße 59)

wurde einerseits die angestrebte räumliche Konzentration

begonnen und andererseits Raum für

öffentliche Diskussionen und Veranstaltungen gewonnen.

In ihrem neuen Erscheinungsbild hat »The Innovation

Company« ihren Fingerabdruck beibehalten

– aus gutem Grund: JOANNEUM RESEARCH betreibt

seit mehr als 30 Jahren Spitzenforschung auf

internationalem Niveau und nimmt mit dem Fokus

auf angewandte Forschung- und Technologieentwicklung

eine Schlüsselfunktion im Technologieund

Wissenstransfer in der Steiermark ein.

Gemeinsam wollen wir das Ziel einer 5%igen F&E-

Quote erreichen. JOANNEUM RESEARCH wird mit

ihrem einzigartigen »Fingerprint« dazu beitragen.

3


Die große Bandbreite der Forschungsfelder

der JOANNEUM RESEARCH führt

nicht nur zu einer bunten Vielfalt bei den

behandelten Themen. Sie bedingt auch

unterschiedlichste Einsatzgebiete und

– zumindest zeitweilig – auch verschiedenste

Arbeitsplätze.

Im letzten Geschäftsjahr veranstaltete

JOANNEUM RESEARCH unter den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern einen

Fotowettbewerb, um Eindrücke aus der

Arbeitswelt in der steirischen Forschungsgesellschaft

festzuhalten. Hier einige Beispiele.

5


Highlights

des Geschäftsjahres 2010/2011

»Papawochen« in der Kategorie

»Job und Kinder« ausgezeichnet

Ethik in Forschung

und Technik

DI in Maria Fellner, Mag. a Veronika Ringel

Mit der Betriebsvereinbarung »Papawochen« erhielten

männliche Mitarbeiter die Möglichkeit, innerhalb der ersten

drei Lebensmonate ihres Kindes für längstens 2 »Papawochen«

bei voller Bezahlung dienstfrei gestellt zu werden. Dafür gab

es im Dezember 2010 in der Kategorie »Job und Kinder«

den WOMAN AWARD 2010.

Rolle-zu-Rolle-Pilotanlage

Dr. in Birgit Strimitzer-Riedler, Hon.-Prof. Dr. Bernhard Pelzl

Das jahrelange Engagement der JOANNEUM RESEARCH

im Bereich Ethik hat Spuren hinterlassen. Höhepunkt des

Programms beim »Mariazeller Dialog« am 27. Jänner 2011 war

die Präsentation des Buches »Ethik in Forschung und Technik.

Annäherungen«, das im Böhlau Verlag erschienen ist.

Forschungspreis

für JOANNEUM RESEARCH

Forschungslandesrätin Mag. a Kristina Edlinger-Ploder

startet symbolisch die Maschine

Die am 7. April 2011 feierlich in Betrieb genommene

Rolle-zu-Rolle Pilotanlage ermöglicht JOANNEUM

RESEARCH MATERIALS in Weiz die Entwicklung von

Prototypen mikro- und nanostrukturierter Folien für die

Industrie. Eine Investition für die wirtschaftsnahe

Forschung in der Steiermark.

Dr. in Barbara Stadlober nahm für das Team den Preis entgegen.

Unter der wissenschaftlichen Koordination von

JOANNEUM RESEARCH hat eine Forschungsgruppe

kostengünstiges Druckverfahren für Smart Active-Matrix-

Sensoren entwickelt. Dafür wurde am 11. April 2011

der IDTechEx Printed Electronics Europe 2011

Academics R&D Award verliehen.

6


JOANNEUM RESEARCH

war dabei

XIII IUFRO

World Congress

International Union

of Forest Research

Organisations

CPhI Worldwide

Leading

Pharmaceutical

Networking Event

WssTP

Water supply and

sanitation Technology

Platform

FP7 Space

Conference 2011

5.–7.10.2010

23.8.–28.8.2010

Paris

17.1.2011

12.–13.5.2011

Seoul

Brüssel

Budapest

58th International

Congress and Annual

Meeting of the

Society for Medicinal

Plant and Natural

Product Research

SSW –

International Snow

Science Workshop

Kraftstoffe der

Zukunft 2011

Cities of the future

IWA International

Conference

29.8.–2.9.2010

18.–22.10.2010

23.–26.1.2011

22.–25.5.2011

Berlin

Lake Tahoe, USA

Berlin

Stockholm

Competence

Centre for

Biorefining and

Bioenergy (CCBB)

AAPS

American Association

of Pharmaceutical

Scientists

JIIP 2011 Symposium

Joint Institute for

Innovation Policy

SENSOR+TEST 2011

20.9.2010

12.–16.11.2010

18.4.2011

7.–9.6.2011

Dublin

New Orleans

Brüssel

Nürnberg

ProcessNet-

Jahrestag 2010

MMM2011

17. International

Conference on

MultiMedia Modeling

Targeting R&D

subsidies European

Network on Industrial

Policy (EUNIP)

BIO

International

Convention

21.–23.9.2010

5.–7.1.2011

5.–6.5.2011

28.6.–1.7.2011

Aachen

Taipeh

Florenz

Washington, DC

7


Leitbild der

JOANNEUM RESEARCH

Kooperationen und Beteiligungen

Leitbild der

JOANNEUM RESEARCH

Standortwirksamkeit ist primäres Unternehmensziel

der JOANNEUM RESEARCH, vor

allem durch die Schaffung qualifizierter Beschäftigungsmöglichkeiten.

JOANNEUM RESEARCH erzielt mit den zur

Verfügung stehenden Mitteln höchste wirtschaftliche

Wirksamkeit und wissenschaftliche

Qualität.

JOANNEUM RESEARCH unterzieht ihre

Forschungsinhalte einem ständigen Prozess

der Erneuerung und Evaluierung.

JOANNEUM RESEARCH betreibt aktiv den

Transfer des Know-how in die Wirtschaft

und die Vermarktung der von den MitarbeiterInnen

entwickelten Technologien, Prozesse

und Produkte.

JOANNEUM RESEARCH widmet der Marktbeobachtung

sowie der Verfolgung des

Bedürfniswandels der Gesellschaft hohe

Aufmerksamkeit.

JOANNEUM RESEARCH fördert die Kommunikation

und Kooperation ihrer ForscherInnen

sowohl untereinander als auch

mit der Wirtschaft, der öffentlichen Hand,

den Universitäten, den Fachhochschulen

und den anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen

im »Europäischen

Forschungsraum«.

JOANNEUM RESEARCH versteht sich als

wesentlicher Netzknoten des internationalen

Forschungsnetzwerks mit besonderer

Beachtung der Europaregion Adria-Alpe-

Pannonia sowie generell im südosteuropäischen

Raum.

JOANNEUM RESEARCH bietet qualifizierte

Beschäftigungsmöglichkeiten. Innovative

und engagierte MitarbeiterInnen sollen

durch gezielte Post-Graduate-Maßnahmen

in der Entwicklung ihrer fachlichen, sozialen

und unternehmerischen Qualifikationen unterstützt

und so auf Führungsaufgaben in

Forschung, Wirtschaft und Verwaltung vorbereitet

werden.

JOANNEUM RESEARCH sieht die Verstärkung

ihres Engagements zur Chancengleichheit

und Frauenförderung bewusst

als unternehmenspolitisches Ziel im Sinn

der Erhöhung der betrieblichen Qualität und

Stärkung der wirtschaftlichen Position.

JOANNEUM RESEARCH nimmt innerhalb

der außeruniversitären Forschungseinrichtungen

in Österreich eine deutliche Vorreiterrolle

hinsichtlich »Ethik in Forschung und

Technik« ein und ist sich der Vorbildwirkung

und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft

bewusst.

Kooperationen und

Beteiligungen

Die Kooperation mit den wissenschaftlichen

Einrichtungen des Standorts Steiermark ist

von besonderer Bedeutung für die Arbeit der

JOANNEUM RESEARCH. Dies betrifft die Zusammenarbeit

mit den Standort-Universitäten,

neben der Zusammenarbeit mit den Instituten

der Österreichischen Akademie der Wissenschaften,

den Kompetenzzentren und den

Fachhochschulen. JOANNEUM RESEARCH ist

als Institution und über ihre Mitarbeiter/innen

in eine sehr große Zahl von Netzwerken eingebunden.

Die Präsenz stellt dabei den in der Wissenschaft

notwendigen Wissenstransfer sicher,

bildet einen wesentlichen Teil des Akquisitionserfolgs

und trägt in vielfältiger Art und Weise

zur »institutionellen Akzeptanz« des Unternehmens

bei. Das Beteiligungsmanagement der

JOANNEUM RESEARCH wird als strategische

Option verstanden, die Wettbewerbsfähigkeit

des Unternehmens als Basis für Wachstum und

Wertsteigerung zu verbessern. Unter anderem

zählt dazu die Entwicklung neuer Geschäftsfelder,

Prozesse und Ressourcen. Damit positioniert

sich die JOANNEUM RESEARCH als pro-

8


Forschungseinheiten und

Forschungsgruppen

Aktueller Stand (Dezember 2011)

fessionell unternehmerisch operierende Innovations-

und Technologieanbieterin mit Fähigkeiten

zu Komplettlösungen (Systemlösungen).

Somit wirken sich die gesellschaftsrechtlichen

Beteiligungen positiv auf die Ertragslage aus

und verstärken das Kerngeschäft.

Forschungseinheiten und

Forschungsgruppen

MATERIALS

Institut für Oberflächentechnologien

und Photonik

Mikro- und Nanostrukturierung

Licht- und Optotechnologien

Laserproduktionstechnik

Sensorsysteme

Funktionelle Oberflächen

HEALTH

Institut für Biomedizin und

Gesundheitswissenschaften

Biomedizinische Technik und Monitoring

(Biomedical Technology and Monitoring)

Bioanalytik und Metabolomics

(Bioanalytics and Metabolomics)

Nanotoxikologie und Nanomedizin

(Nanotoxicology and Nanomedicine)

eHealth und Gesundheitswissenschaften

(eHealth and Health Sciences)

RESOURCES

Institut für Wasser, Energie und

Nachhaltigkeit

Wasser Ressourcen Management

Laborzentrum für Isotopenhydrologie und

Umweltanalytik

Geophysik und Geothermie

Energieforschung

Industriewasserwirtschaft und Abwassertechnologien

Chemisch-technische Pflanzennutzung

POLICIES

Zentrum für Wirtschafts- und

Innovationsforschung

Technologie, Innovation und Politikberatung

Technologie, Foresight und Planung

Statistische Anwendungen

Regionalpolitik, Risiko- und

Ressourcenökonomik

DIGITAL

Institut für Informations- und

Kommunikationstechnologien

Fernerkundung und Geoinformation

Bildanalyse und Messsysteme

Weltraumtechnik und Akustik

Audiovisuelle Medien

Intelligente Informationssysteme

9


Kennzahlen

271

291 292 290 291

319

352 355

365

361

374 375 384

385

412

429

425

442

Personalstand

(Köpfe per 30.6.)

1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

47,5

40,0

36,4 35,7

30,6

27,9 27,4 28,0 26,9

38,4

42,4

40,2

42,9

16,5

18,8 20,5 20,6 22,6

Bilanzielles

Gesamtvermögen

(Mio. EUR) 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

28,0

30,6

31,5 31,3

33,4

36,7

36,6

35,5

38,1

Betriebsleistung

21,7 22,1 24,5 23,3 23,8 25,5 26,3 27,2 27,8 7,8 7,7 7,5 7,2

7,6 7,7 7,5 7,2 7,3 7,8 7,8 7,8 7,8

8,4

7,8

7,5

7,5

7,5

Erträge

(Mio. EUR)

Beitrag zum laufenden Aufwand

93/94 94/95 95/96 96/97 97/98 98/99 99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11

7,6

Genehmigtes

Investitionsprogramm

(Mio. EUR) 93/94 94/95 95/96 96/97 97/98 98/99 99/00 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11

10

1,7 2,0

1,4 1,3

1,7

1,9 2,1 1,9

4,0

2,7

2,2

2,9 3,1

2,0 2,0

1,7

2,4


Lagebericht

Lagebericht

11


Lagebericht

Unternehmensorganisation

Der Lagebericht umfasst den Berichtszeitraum

des Geschäftsjahres 2010/2011 vom 1. Juli 2010

bis zum 30. Juni 2011 und ist in 3 Abschnitte,

I. Bericht über den Geschäftsverlauf und die

wirtschaftliche Lage, II. Bericht über die voraussichtliche

Entwicklung und Risiken des Unternehmens

und III. Bericht über Forschung und

Entwicklung gegliedert.

I. Bericht über den

Geschäftsverlauf und

die wirtschaftliche Lage

Unternehmensorganisation

Mit 30. Juni 2011 ist die JOANNEUM RESEARCH

in 5 Forschungseinheiten (vier Institute und ein

Zentrum) gegliedert, welche die Tätigkeitsschwerpunkte

darstellen.

Forschungseinheiten

MATERIALS ................................ Institut für Oberflächentechnologien und Photonik

HEALTH ..............................Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften

DIGITAL ........................Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien

RESOURCES .................................... Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit

POLICIES .................................. Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung

Beteiligungsbericht

Die JOANNEUM RESEARCH hält mit Stand

30. Juni 2011 gesellschaftsrechtliche Beteiligungen

an folgenden Gesellschaften:

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteil

BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH ......................................................51,0 %

NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft mbH ....................................... 50,0 %

In der Bilanz sind die BioNanoNet Forschungsgesellschaft

mbH, Graz sowie die

NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft

mbH, Weiz, als verbundene Unternehmen

ausgewiesen.

12


Lagebericht

Gesellschaftsrechtliche Beteiligungen

Anteil

FH JOANNEUM Gesellschaft mbH ...................................................................14,9 %

Holz.Bau Forschungs GmbH ..............................................................................8,7 %

Human.technology Styria GmbH ........................................................................7,0 %

WATERPOOL Competence Network GmbH .................................................... 17,5 %

Weiters befinden sich mit Stand 30. Juni 2011

Anteile an folgenden Gesellschaften, die durch

das Kompetenzzentrenprogramm COMET des

Bundesministeriums für Verkehr, Innovation

und Technologie (bmvit) sowie des Bundesministeriums

für Wirtschaft, Familie und Jugend

(bmwfj) gefördert werden, im Eigentum des Unternehmens:

Gesellschaftsrechtliche Beteiligungen –

Kompetenzzentrenprogramm COMET (K1- und K2-Zentren)

Anteil

ACIB GmbH ........................................................................................................ 8,0 %

BIOENERGY 2020+ GmbH ...............................................................................10,0 %

Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug,

Forschungsgesellschaft mbH ..........................................................................10,0 %

Kompetenzzentrum für wissensbasierte Anwendungen

und Systeme Forschungs- und Entwicklungs GmbH ......................................10,0 %

Materials Center Leoben Forschung GmbH ..................................................... 17,5 %

Polymer Competence Center Leoben GmbH ................................................... 17,0 %

Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH ....................................15,0 %

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

13


Lagebericht

Geschäftsverlauf

Geschäftsverlauf

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011

wurde die JOANNEUM RESEARCH entsprechend

den Vorgaben des Strategischen Rahmenplans

JOANNEUM RESEARCH neu strukturiert.

Das abgeschlossene Geschäftsjahr

stellt somit das erste in der neuen Struktur im

Rahmen einer dreijährigen Übergangs periode

dar.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde zur Unterstützung

der inhaltlichen Schwerpunktbildung

eine räumliche Konzentration der Forschungseinheiten

eingeleitet. Zur Realisierung des Konzentrationsprozesses

wurde im Jänner 2011 mit

dem Palais Herberstein, Leonhardstraße 59,

8010 Graz ein neuer Unternehmensstandort

um rund EUR 4,5 Mio. erworben und bereits im

April 2011 bezogen. Damit können drei bisherige

Standorte in Graz aufgelassen werden.

Der Auftragsstand beträgt zum 30.6.2011 rund

EUR 54,5 Mio. und konnte im Vergleich zum

Vorjahr um rund EUR 4 Mio. gesteigert werden.

Ebenso konnte der Arbeitsvorrat um rund EUR

2,1 Mio. auf rund EUR 27,5 Mio. gesteigert werden.

Der Angebotsstand beträgt zum 30.6.2011

rund EUR 21,6 Mio. (Vorjahr: rund EUR 30,8

Mio.). Der Jahresverlust beträgt im Geschäftsjahr

2010/2011 -TEUR 226,6 und konnte im Vergleich

zum Vorjahr (-TEUR 776,6) um TEUR 550

deutlich verringert werden. Auch der Selbstfinanzierungsgrad

der JOANNEUM RESEARCH

konnte von 75 % im Vorjahr auf 79 % gesteigert

werden und liegt weiterhin im Spitzenfeld der

europäischen Forschungslandschaft.

Im Bereich der Auftragsforschung konnte die

JOANNEUM RESEARCH im Geschäftsjahr

2010/2011 eine Betriebsleistung in Höhe von

rund EUR 14,8 Mio. (Vorjahr EUR 13,4 Mio.),

in der geförderten Forschung rund EUR 12,6

Mio. (Vorjahr EUR 11,9 Mio.) erzielen. Auf internationaler

Ebene wurden im Rahmen von

Auftragsforschungsprojekten Umsatzer-

löse in Höhe von rund EUR 3,5 Mio. lukriert.

Die Beteiligung der JOANNEUM RESEARCH

an den Programmen der Europäischen Union

und Ausschreibungen der European Space

Agency (ESA) hat im Geschäftsjahr 2010/2011

zu Erlösen in Höhe von insgesamt rund EUR

4,0 Mio. geführt. Davon entfallen EUR 3,8 Mio.

auf die Europäische Union und EUR 0,2 Mio.

auf die ESA. Im 7. EU-Rahmenprogramm wurden

Projekte mit einem Fördervolumen in Höhe

von rund EUR 3,3 Mio. zuerkannt, im Rahmen

von Projekten mit der ESA konnten Aufträge in

Höhe von rund EUR 2,1 Mio. lukriert werden.

Insgesamt hat die JOANNEUM RESEARCH im

Berichtsjahr Erlöse in Höhe von rund EUR 7,3

Mio., EUR 3,8 Mio. von der Europäischen Union

und EUR 3,5 Mio. aus Auftragsforschungsprojekten,

aus dem Ausland erzielt.

Über nationale kooperative Forschungs projekte

im Rahmen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft

mbH (FFG) wurden im

Geschäftsjahr 2010/2011 Erlöse in Höhe von

rund EUR 1,4 Mio. erzielt.

Die JOANNEUM RESEARCH hat ihre Anteile am

Stammkapital an der HyCentA Research GmbH

(HyCentA) in Höhe von EUR 4.375 (12,5 %) an die

verbleibenden Gesellschafter abgetreten.

Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen

konnten im Zeitraum vom 1. Juli 2010 bis

30. Juni 2011 Beteiligungs erlöse von insgesamt

rund EUR 0,7 Mio. erzielt werden, demgegenüber

stehen Aufwendungen in Höhe von rund

EUR 0,2 Mio.

Die Förderungsvereinbarung 2009–2010 zwischen

dem Bundesministerium für Verkehr,

Innovation und Technologie (bmvit) und der

JOANNEUM RESEARCH sah Fördermittel in der

Höhe von EUR 4,27 Mio. für zwei Jahre vor. Im

Geschäftsjahr 2010/2011 hat die JOANNEUM

RESEARCH Erlöse in der Höhe von rund EUR

1,5 Mio. erzielt.

14


Finanzlage

Ertragslage

Lagebericht

Die Förderungsvereinbarung 2011–2012 zwischen

dem Bundesministerium für Verkehr,

Innovation und Technologie (bmvit) und der

JOANNEUM RESEARCH sieht Fördermittel in

der Höhe von EUR 4,1 Mio. für zwei Jahre vor. Im

Geschäftsjahr 2010/2011 hat die JOANNEUM

RESEARCH Erlöse in der Höhe von rund EUR

0,6 Mio. erzielt.

Der anrechenbare Wirtschaftsanteil als zentraler

Erfolgsindikator gemäß Finanzierungsvertrag

mit dem Land Steiermark konnte im Geschäftsjahr

2010/2011 um 18 % auf rund EUR 8,8 Mio.

gesteigert werden. Dies belegt, dass sich die

durchgeführte inhaltliche Schwerpunktbildung

und Umstrukturierung bereits erfolgreich auswirkt.

Finanzlage

Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzierungsverhältnisse

der Gesellschaft stellt sich

wie folgt dar (gerundete Beträge): Zum Bilanzstichtag

30. Juni 2011 weist die JOANNEUM

RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH ein

Bilanzvermögen in Höhe von rund EUR 47,5 Mio.

aus. Dieses setzt sich aus dem Anlagevermögen

in Höhe von EUR 15,0 Mio., dem Umlaufvermögen

(einschließlich ARA) von EUR 31,5 Mio.

und dem Treuhandvermögen in Höhe von EUR

1,0 Mio. zusammen. Die Veränderung des bilanziellen

Gesamtvermögens in Höhe von EUR 4,6

Mio. ist durch die Zunahme des Anlagevermögens

bedingt.

Zum 30. Juni 2011 beträgt das Eigenkapital inkl.

Investitionszuschüsse EUR 7,6 Mio. oder 16 %

des bilanziellen Gesamtvermögens im Vergleich

zu EUR 8,0 Mio. oder 19 % des bilanziellen

Vermögens im Vorjahr. Das Fremdkapital (einschließlich

PRA und Treuhandverbindlichkeiten)

stieg aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten

und des Treuhandvermögens auf EUR

39,9 Mio. (Vorjahr: EUR 34,9 Mio.) und beträgt

84 % (Vorjahr: 81 %) des bilanziellen Gesamtvermögens.

Der Cashflow aus dem Ergebnis als Summe

des erwirtschafteten Jahresgewinnes und der

Ertrags- und Aufwandspositionen (Innenfinanzierungspotenzial

der Gesellschaft) beträgt im

Geschäftsjahr 2010/2011 EUR 0,8 Mio. Das

Working Capital verminderte sich im Vergleich

zum Vorjahr auf EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2

Mio.).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine

derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Die

in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente

sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements

des Unternehmens, welches in den

Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen

Niederschlag findet.

Ertragslage

Die Betriebsleistung inklusive der aktivierten

Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen

Erträge ohne Basisfinanzierung beträgt

im Geschäftsjahr 2010/2011 EUR 30,6 Mio. und

erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr

EUR 28,0 Mio.).

Die Betriebsleistung setzte sich zu 65 % aus

Inlandserlösen und zu 35 % aus Auslanderlösen

zusammen. Der Anteil der auf die Steiermark

entfallenden Betriebsleistung in Höhe

von 19 % spiegelt den Auftrag der JOANNEUM

RESEARCH, die nachhaltige, wirtschaftliche

Entwicklung der steirischen Unternehmen

durch Forschungsleistung zu verstärken, wider.

Der Bestand an noch nicht abrechenbaren

Leistungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr

um EUR 2,3 Mio. und beträgt per 30. Juni 2011

EUR 12,7 Mio.

Die Aufwendungen in Höhe von EUR 39,0 Mio.

(Vorjahr: EUR 37,2 Mio.) setzen sich aus Personalaufwand

einschließlich der gesetzlichen Sozialabgaben

und der freiwilligen Sozialleistungen

sowie der Dotierung der Vorsorge für Pensionen

und Abfertigungen in Höhe von EUR 25,5

Mio. (Vorjahr: EUR 24,2 Mio.), Aufwendungen

für Material und sonstige bezogene Leistungen

15


Lagebericht

Investitionsbericht

in Höhe von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4

Mio.), Abschreibungen in Höhe von EUR 2,7 Mio.

(Vorjahr: EUR 2,5 Mio.) sowie sonstigen betrieblichen

Aufwendungen in Höhe von EUR 7,0 Mio.

(Vorjahr: EUR 7,1 Mio.) zusammen.

Mit 79 % konnte der im internationalen Vergleich

hohe Selbstfinanzierungsgrad weiterhin

auf hohem Niveau gehalten werden. Unabdingbar

bleibt aber die Basisfinanzierung durch das

Land Steiermark und die Förderungsvereinbarung

mit dem Bundesministerium für Verkehr,

Innovation und Technologie (bmvit), um den Unternehmensauftrag

weiterhin zielgerecht verfolgen

zu können.

Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr

2010/2011 mit einem Ergebnis der

gewöhn lichen Geschäftstätigkeit in Höhe

von -EUR 240.227,61 ab. Unter Berücksichtigung

von Steuern vom Einkommen und vom

Ertrag in Höhe von EUR 1.750,00, der Auflösung

der freien Gewinnrücklage in Höhe von

EUR 15.420,00 und dem Gewinnvortrag aus

dem Vorjahr in Höhe von EUR 1.649.775,88

errechnet sich daraus der Bilanzgewinn in Höhe

von EUR 1.423.218,27.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Auswirkung

auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

im Geschäftsjahr 2010/2011 gehabt

hätten, sind nach Schluss des Geschäftsjahres

nicht eingetreten.

Investitionsbericht

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden im Bereich

der Sachanlagen (wissenschaftliche Geräte, Einrichtungen

zur elektronischen Datenverarbeitung,

Betriebs- und Geschäftsausstattung, bebaute

Grundstücke inkl. Gebäude) EUR 7,6 Mio.

investiert.

Investitionen Sachanlagen im GJ 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11

Investitionsvolumen [Mio. EUR] 1,8 3,1 2,0 2,5 7,6

Veränderungen zum Vorjahr [%] +50 % +72 % -35% +25 % +204 %

Die Steigerung des Investitionsvolumen um

rund EUR 5,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr ist

im Wesentlichen auf den Erwerb der Liegenschaft

Leonhardstraße 59 (Palais Herberstein)

in Höhe von rund EUR 4,5 Mio. sowie auf die

Investition in die Rolle-zu-Rolle Pilotanlage am

Standort Weiz in Höhe von rund TEUR 632

zurückzuführen. Die Finanzierung des Investitionsprogramms

wurde teilweise durch Mittel

der EU-Regionalförderung unterstützt.

16


Mitarbeiterinnen- und

Mitarbeiterbericht

Lagebericht

Mitarbeiterinnen- und

Mitarbeiterbericht

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

betrug zum Bilanzstichtag 442 (154 Frauen und

288 Männer) und ist somit gegenüber dem Vorjahreswert

von 425 (148 Frauen und 277 Männer)

um 4 % gestiegen. Bei einer anteilsmäßigen

Umrechnung der Teilzeitbeschäftigten auf Vollzeitbeschäftigte

entspricht dies 377,9 Vollzeitäquivalenten

zum 30. Juni 2011 im Verhältnis zu

367,1 zum 30. Juni 2010, somit einem Anstieg

von rund 2,9 %.

Mit 73 Eintritten (35 Frauen und 38 Männer) und

56 Austritten (29 Frauen und 27 Männer) im Berichtszeitraum

war bei den aktiven Angestellten

eine Fluktuation von 12,67 % (Frauen 6,56 %

und Männer 6,11 %) zu verzeichnen. Dieser Wert

ist somit gegenüber dem Vorjahr, in welchem

die Fluktuation 12,35 % betrug, nahezu unverändert.

Der Anteil an Universitäts- und FH-Absolventinnen

und FH-Absolventen betrug zum 30. Juni

2011 64,5 % und ist gegenüber dem Vorjahreswert

in Höhe von 62,1 % gestiegen, der Anteil

an Maturantinnen und Maturanten ist mit 22,2 %

gegenüber 24,9 % im Vorjahr gesunken. Der Anteil

der Frauen mit akademischem Abschluss an

einer Universität oder Fachhochschule beträgt

26 % und ist im Verhältnis zum Vorjahreswert

von 25,4 % gestiegen. Das Durchschnittsalter

der Angestellten des Unternehmens beträgt

39,1 Jahre und hat sich damit gegenüber dem

Vorjahreswert (38,9 Jahre) geringfügig erhöht.

Zum Bilanzstichtag werden insgesamt 9 Lehrlinge

in der JOANNEUM RESEARCH ausgebildet.

Ein männlicher Lehrling erlernt den Beruf

des Mechatronikers, jeweils ein weiblicher

Lehrling und ein männlicher Lehrling werden

im Lehrberuf Informationstechnologie ausgebildet,

zwei weibliche Lehrlinge erlernen den

Lehrberuf Chemielabortechnik, ein weiblicher

Lehrling absolviert die Ausbildung zur Physiklaborantin,

weitere drei weibliche Lehrlinge die

zur Bürokauffrau. Gegenüber dem Vorjahr stieg

die Anzahl der Lehrlinge somit um einen weiblichen

Lehrling. Darüber hinaus nehmen drei der

Lehrlinge (drei Frauen) die Möglichkeit der Lehre

mit Matura wahr. Die JOANNEUM RESEARCH

unterstützt diese Lehrlinge durch Ermöglichung

der Absolvierung eines Moduls für einen Maturavorbereitungskurs

im Rahmen der Arbeitszeit.

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 16 Fachpraktikantinnen

und -praktikanten (4 Frauen, 12

Männer) beschäftigt, die ihre Pflichtpraktika im

Rahmen ihrer Ausbildung an Fachhochschulen,

Universitäten sowie internationalen Austauschprogrammen

absolviert haben. 7 Studentinnen

und 12 Studenten erhielten die Möglichkeit, ihre

Diplomarbeiten und Dissertationen im Rahmen

eines Dienst verhältnisses zu verfassen.

Mit dem Programm »generation innovation«

hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation

und Technologie (bmvit) die strukturelle

Nachwuchsförderung im technisch-naturwissenschaftlichen

Bereich zum Ziel und setzt

MitarbeiterInnenstand

jeweils zum 30. Juni

2007 2008 2009 2010 2011

Frauen 130 139 147 148 154

Veränderung zum Vorjahr +1,6 % +6,9 % +5,8 % +0,7 % +4,1 %

Männer 255 273 282 277 288

Veränderung zum Vorjahr -0,4 % +7,1 % +3,3 % -1,8 % +4 %

Angestellte gesamt 385 412 429 425 442

Veränderung zum Vorjahr +0,3 % +7,0 % +4,1 % -0,9 % +4 %

17


Lagebericht

auf den direkten Dialog zwischen der jungen

Generation und den Akteurinnen und Akteuren

von Forschung, Innovation und Technologie.

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab

dem vollendeten 15. Lebensjahr, für die Fördermittel

für ein mindestens vierwöchiges Praktikum

bereitgestellt werden. Vor allem durch

die Teilnahme von jungen Frauen an diesem

Programm soll dem Fachkräftemangel entgegen

gewirkt werden, da der Frauenanteil gerade

in naturwissenschaftlich-technischen

Berufen hohes Steigerungspotenzial aufweist.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurden

15 Schülerinnen und Schüler während der

Schulferien über das Förderprogramm »generation

innovation« in der JOANNEUM RESEARCH

beschäftigt.

Das Projekt FINCA (Female Intrapreneurship

Career Academy) ist ein Vernetzungs- und Kooperationsprojekt

der Johannes Kepler Universität

Linz, der Technischen Universität Wien und

der Technischen Universität Graz. Das Projekt

wurde nach einer Laufzeit von 2 Jahren im März

2011 beendet. Durch das Projekt sollte Studentinnen

technisch-naturwissenschaftlicher

Studienrichtungen der Zugang zu qualifizierten

Positionen in technologieorientierten Unternehmen

ermöglicht und damit eine Maßnahme

zur Erhöhung des Frauenanteils zukünftiger

Führungskräfte gesetzt werden. Als Partnerin

des Projektes FINCA hat die JOANNEUM

RESEARCH im Berichtsjahr 2010/2011 5 Studentinnen

ein Praktikum bzw. eine Diplomarbeit

ermöglicht.

Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit

von Familie und Beruf ebenso wie die

Stärkung der Chancengleichheit sind wesentlicher

Teil der Personalpolitik der JOANNEUM

RESEARCH. Dazu zählen das Angebot von

Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie ein forschungsbezogenes

Sommerangebot in Kooperation

mit der JuniorUni Graz. Zur besonderen

Förderung von Mädchen in naturwissenschaftlichen

Berufsfeldern wurden im Rahmen der JuniorUni

von der JOANNEUM RESEARCH auch

technische Workshops speziell für Mädchen

konzipiert, welche großen Anklang gefunden

haben. Damit leistet das Unternehmen einen

nachhaltigen Beitrag zur Vermittlung von Forschungsinhalten

an Kinder und Jugendliche.

Auch für das Jahr 2011 wurde wieder eine Betriebsvereinbarung

über die Inanspruchnahme

von »Papawochen« abgeschlossen. Im Rahmen

dieser Betriebsvereinbarung erhalten Väter die

Möglichkeit einer bezahlten Dienstfreistellung

von bis zu 10 Arbeitstagen, um intensivere

Betreuungsmöglichkeiten für Kind und Mutter

wahrnehmen zu können. Im Berichtszeitraum

wurde diese Möglichkeit von 20 Vätern genützt.

18


Entwicklung

und Risiken

Lagebericht

II. Bericht über die voraussichtliche

Entwicklung und

Risiken des Unternehmens

Wirtschaftspolitische

Rahmenbedingungen für F&E

Nach dem konjunkturbedingten Rückgang der

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

(F&E) aus dem privaten Unternehmenssektor im

Jahr 2009, ist ab 2010 wieder eine Steigerung

der F&E-Ausgaben der Unternehmen zu verzeichnen.

Dieser Trend dürfte sich auch 2011

weiter fortsetzen. Das Österreichische Institut

für Wirtschaftsforschung (WIFO) prognostiziert

ein reales Wirtschaftswachstum in Höhe von

3 % für das Jahr 2011 sowie 1,8 % für das Jahr

2012.

Laut STATISTIK AUSTRIA, die neben der erwähnten

Steigerung der F&E-Ausgaben der Unternehmen

auch eine Steigerung der F&E-Aus-

gaben der öffentlichen Hand prognostizieren,

werden die österreichweiten Gesamtausgaben

erstmals EUR 8 Mrd. übersteigen, dies entspricht

2,79 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Mit Stand April 2011 erwartet die STATISTIK

AUSTRIA F&E-Ausgaben für das Jahr 2011 in

Höhe von rund EUR 8,3 Mrd., dies entspricht

einer Steigerung von 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Voraussichtlich werden diese Ausgaben zu

44,6 % vom Unternehmenssektor und zu 38,7 %

vom öffentlichen Sektor getragen. Die restlichen

Ausgaben werden zu 16,2 % vom Ausland sowie

zu 0,4 % vom privaten gemeinnützigen Sektor

finanziert.

Die derzeit österreichweit geführte Diskussion

über eine mögliche Reduktion der Anerkennung

von Gemeinkosten in der Forschungsförderung

könnte sich für die JOANNEUM RESEARCH negativ

auf die Erlössituation auswirken.

Finanzierung der in Österreich durchgeführten F&E, 1993–2011

in Mio. EUR

4.000

3.600

3.200

2.800

2.400

2.000

1.600

1.200

800

400

0

1993 1993 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Bund

Bundesländer

Sonstige öffentliche Finanzierung

Unternehmenssektor

Privater gemeinnütziger Sektor

Ausland

Q: STATISTIK AUSTRIA, F&E-Statistik. Erstellt am: 19.04.2011

19


Lagebericht

Strategischer Rahmenplan

JOANNEUM RESEARCH

Mit der Genehmigung der Planungsdokumente,

Unternehmenskonzept 2010–2013, Jahresforschungsprogramm

2010/2011 und Jahresvoranschlag

2010/2011, wurden die Neupositionierung

des Unternehmens und damit die neue

inhaltliche Ausrichtung umgesetzt. Das abgelaufene

Geschäftsjahr 2010/2011 stellt das erste

des insgesamt dreijährigen Übergangszeitraumes

bis 2013 dar und war von der räumlichen

Zusammenführung der Forschungseinheiten

zur Stärkung der inhaltlichen Konzentration

sowie der Steigerung des Wirtschaftsanteiles

geprägt.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wird die Zusammenführung

der Forschungseinheiten fortgesetzt

und soll die Konzentration der Institute

DIGITAL am Standort Steyrergasse und RE-

SOURCES am Standort Elisabethstraße abgeschlossen

werden. Eine weitere Steigerung des

Wirtschaftsanteils wird für das Geschäftsjahr

2011/2012 angestrebt, um die von den Eigentümern

vorgegebene Zielgröße von EUR 10 Mio.

(für einen Euro Basisförderung müssen EUR 1,33

aus der Wirtschaft erzielt werden) am Ende des

Übergangszeitraumes 2013 zu erreichen.

Finanzierungsvertrag Land Steiermark

Mit dem Strategischen Rahmenplan

JOANNEUM RESEARCH wurde für die Jahre

2009 und 2010 erstmals ein Finanzierungsvertrag

mit dem Land Steiermark über die Gewährung

einer Basisförderung abgeschlossen.

Dieser hat die Zurverfügungstellung von Förderungsmitteln

für den laufenden Aufwand im

Sinne einer Basisförderung in Höhe von jeweils

maximal EUR 7,5 Mio. vorgesehen.

Mit dem Mehrheitseigentümer wurde ein weiterführender

Finanzierungsvertrag ausverhandelt.

Im Sinne der Sicherstellung einer längerfristigen

Basisfinanzierung soll der Vertragszeitraum auf

fünfeinhalb Jahre, von 1. Juli 2011 bis 31. Dezember

2016, ausgeweitet werden. Die Höhe der

Förderungsmittel soll wie bisher EUR 7,5 Mio.

betragen.

Der neue Finanzierungsvertrag soll im Herbst

in die Steiermärkische Landesregierung eingebracht

und in weiterer Folge dem Landtag

Steiermark zur Beschlussfassung vorgelegt

werden.

Förderungsvereinbarung

Bundesministerium für Verkehr,

Innovation und Technologie (BMVIT)

Die Unterstützung der JOANNEUM RESEARCH

mit Fördermitteln im Rahmen von Förderungsvereinbarungen

durch das Bundesministerium

für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

stellt ein wesentliches Instrument der Unternehmensfinanzierung

dar.

Die Förderungsvereinbarung 2011–2012 wurde

am 7. Juli 2011 unterzeichnet. Es werden Fördermittel

in Höhe von insgesamt EUR 4.053.000

zur Verfügung gestellt. Derzeit werden Vorgespräche

über eine weiterführende Förderungsvereinbarung

für die Jahre 2013 und 2014 geführt.

20


Forschung und

Entwicklung

Lagebericht

III. Bericht über Forschung und

Entwicklung

Die nachhaltige Verstärkung der wirtschaftsorientierten

Forschung bildet sich deutlich im

Projektportfolio der JOANNEUM RESEARCH

ab und trägt entsprechend zur Standortsicherung

bei.

Nachfolgend angeführte Projektbeispiele

belegen den Trend zur verstärkten Wirtschaftsorientierung

auf regionaler, nationaler und

internationaler Ebene:

Mit der ÖBB-Infrastruktur AG als langjährigem

Wirtschaftspartner konnte die bestehende

Kooperation erfolgreich weitergeführt werden.

So wurden im Rahmen des eisenbahnrechtlichen

Bewilligungsbescheides für das Projekt

Semmering Basistunnel Beweissicherungsmessungen

und Auswertungen durchgeführt.

Seitens der ÖBB-Infrastruktur AG werden für

die Koralmbahn im Bereich der neuen Streckenführung

zwischen Graz und Gleisdorf Trassenauswahluntersuchungen

vorgenommen. Aufgrund

möglicher Auswirkungen auf die Grundwasserverhältnisse

führt RESOURCES dazu

notwendige Modellumsetzungen und Szenarioberechnungen

zur Feststellung der optimalen

Planungsdurchführung durch.

Gemeinsam mit der Zauner BioEnergie GmbH

wurden von RESOURCES experimentelle Untersuchungen

zum Thema Verbrennung von

Biomasse und industriellen Reststoffen durchgeführt.

Hier wurde ein Technikum am Ökopark

Hartberg errichtet, das aus mehreren vorgefertigten

Containern mit einer Versuchsfeuerungsanlage,

einer Belastungsanlage sowie den

benötigten mess- und steuerungstechnischen

Einrichtungen besteht.

MATERIALS hat im Auftrag der steirischen

ACstyria Autocluster GmbH verschiedene chemische

Reinigungssysteme (Tenside und Tensidmischungen)

sowie physikalische Prozesse

(Ultraschallbehandlung) evaluiert. Ziel war die

Optimierung industrieller Reinigungsprozesse

von Metalloberflächen nach spanabhebenden

Verfahren und von Oberflächenbeschichtungen

sowie die Entfernung der Fettbestandteile aus

dem Reinigungsbad und die Entwicklung einer

Methode zur Bestimmung der Tensidkonzentration

im Reinigungsbad.

Mit der Engel Austria GmbH, dem weltweit größten

Einzelunternehmen für die Herstellung von

Kunststoffspritzgussmaschinen, wird bereits

seit mehreren Jahren im Bereich Laserlegieren

von Werkzeugstählen für direkte Anwendungen

an Werkzeugen gearbeitet. Der JOANNEUM

RESEARCH ist es weltweit als einzigem Unternehmen

gelungen, das Laserlegieren an einem

konkreten Werkzeug bis zur Serienreife zu entwickeln

und nachhaltig als Serienprozess zu

etablieren.

Ein besonders innovativer Weg zu wirtschaftsnaher

Forschung für die Zukunft in der Steiermark

konnte mit dem Einstieg in die Rollezu-Rolle

Technologie beschritten werden. Am

Institut MATERIALS wurde eine neue Rolle-zu-

Rolle Pilotanlage am Standort Weiz in Betrieb

genommen. Der Einsatz rollenbasierter Produktionsprozesse

stellt durch die Erzeugung

schneller und großflächiger Nanostrukturen,

also »sozusagen am Laufband«, revolutionäre

Anwendungen in Elektronik, Optoelektronik,

Photovoltaik und Sensorik in Aussicht. Grundlegende

Themen der Nanotechnologie, wie beispielsweise

die Funktionalisierung von Oberflächen

mittels biomimetischer Strukturen zur

Selbstreinigung, Haftungsverbesserung oder

Reibungsverminderung können damit erstmals

in einem industrienahen Fertigungsumfeld als

Prototypen oder sogar in Kleinserie realisiert

werden. Die neue Rolle-zu-Rolle Anlage zielt

auf die Erzeugung von kleinsten Strukturen

auf großen Flächen in einem ressourcenschonenden

und industrietauglichen Verfahren ab.

Die Entwicklung des zukunftsweisenden Pro-

21


Lagebericht

jektes wird vom bmvit über die Förderungsvereinbarung

wesentlich unterstützt.

Im Forschungsfeld der Offenen Mikroperfusion

(OFM) besteht eine enge Zusammenarbeit mit

Galderma Research and Development, SNC.

Im Rahmen verschiedener Projekte werden klinische

OFM-Studien durchgeführt. Beispielsweise

wird in der Haut ein neuer Wirkstoff zur

Behandlung von Schuppenflechte untersucht,

wobei insbesondere die Pharmakokinetik und

Pharmakodynamik des Wirkstoffes in der Haut

bestimmt wird. Dabei werden von HEALTH

Studien durchgeführt, analytische Methoden

entwickelt und Messungen der Proben vorgenommen.

In einem anderen Anwendungsbereich der OFM

werden im Auftrag der Novo Nordisk A/S die tatsächlichen

Konzentrationen von modifiziertem

Insulin im subkutanen Fettgewebe mittels Tierversuch

bestimmt.

Für die Fresenius Austria Kabi GmbH werden

analytische Messmethoden basierend auf

GC-MS (Gas Chromatography – Mass Spectrometry)

entwickelt, die nach international geltenden

Regeln validiert und protokolliert werden.

Für die voestalpine Austria Draht GmbH entwickelte

DIGITAL ein System zur Erkennung

von gestempelten Schriften im industriellen

Umfeld (OCR – Optical Character Recognition).

Mit diesem System, bestehend aus Kamera,

Beleuchtungseinheit und einer speziellen Auswertesoftware,

können auch unter erschwerten

Bedingungen Erkennungsraten erzielt werden,

die eine sichere Anwendung erlauben. Eine spezielle

Bildaufnahmeeinheit mit langlebiger und

wartungsfreier LED-Beleuchtung in Verbindung

mit einer schnellen Kamera mit hoher Dynamik

erzeugt Bilder, in denen auch schwer erkennbare

Details sichtbar werden. Die richtigen

Operationen in der Bildvorverarbeitung stellen

der eigentlichen Ziffernerkennung die bestmöglichen

Eingabedaten zur Verfügung.

Im Auftrag der SIEMENS AG Österreich entwickelte

DIGITAL das Interference Analysis Tool für

das europäische Satellitennavigationssystem

GALILEO. Mit geeigneten Empfängermodellen

kann die Empfangsqualität und Positionsgenauigkeit

an jedem beliebigen Ort abgeschätzt und

in globalen Karten dargestellt werden. Durch die

Abschätzung der Auswirkung über die gleichzeitige

Nutzung von Frequenzbändern auf die

Empfangsqualität von GALILEO können die Verhandlungen

mit anderen Betreibern unterstützt

werden.

Im Auftrag der Infoterra GmbH entwickelte DIGI-

TAL Algorithmen und eine Software zur geometrischen

Korrektur von Bilddaten des deutschen

Erdbeobachtungssatelliten TerraSAR-X, die in

die kommerzielle Prozessierungsschiene der

Infoterra GmbH integriert werden. Ziel der TerraSAR-Mission

ist die Bereitstellung von hochwertigen

Radarbildern mit einer geometrischen

Auflösung von bis zu einem Meter, die eine optimale

Datenbasis für Forschungsprojekte sowie

kommerzielle Anwendungen bilden sollen.

Grundlage für die Entwicklungen bildet das von

DIGITAL erarbeitete Softwarepaket RSG (Remote

Sensing Software Package Graz), welches

speziell für die geometrische Verarbeitung von

Fernerkundungsdaten entwickelt wurde.

POLICIES wurde von der Agrarmarkt Austria

Marketing GesmbH beauftragt, für die im Rahmen

des AMA-Gütesiegelprogramms durchgeführten

Betriebsabnahmen bei Schlachthöfen

eine geeignete Bewertungssystematik zu generieren

und aufgrund der Betriebsabnahmeberichte

quantifizierte Bewertungen durchzuführen.

Eine einheitliche Bewertung der Betriebe

erfolgte durch entsprechende Checklisten für

die Schweine-, Rinder- und Geflügelschlachtung

sowie für die Verarbeitung. Aus den bei der

Betriebsabnahme festgestellten Risikopotenzi-

22


Lagebericht

alen werden entsprechende Korrekturmaßnahmen

abgeleitet.

Im Rahmen des Projektes »Wetterrisikoanalyse

und -management für die Grazer Freizeitbetriebe«

hat POLICIES für die Freizeit Graz

GmbH ein Prognosesystem entwickelt, das

den Einfluss der Witterungslage auf den wirtschaftlichen

Erfolg von Bädern prognostiziert.

Basierend auf der Fünftageswetterprognose

der ZAMG/ECMWF werden dazu die laufenden

Eintrittszahlen vorhergesagt, um die betriebswirtschaftliche

Disposition und das Marketing

zu optimieren.

Von »Technopolis Group Ltd.« wurde POLICIES

beauftragt, als Konsortialpartner ein internationales

Audit des Forschungs- und Innovationssystems

der Tschechischen Republik durchzuführen.

Im Rahmen dieses Projektes hat POLI-

CIES die Analyse der Wissenschaft-Wirtschaft

Beziehungen in der Tschechischen Republik

sowie der öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben

durchgeführt.

Forschung mit internationalen

Wirtschaftspartnern

Die hohe, international anerkannte Qualität

der Forschungsleistung der JOANNEUM

RESEARCH zeigt sich auch durch eine verstärk te

Nachfrage internationaler Auftraggeber.

Für die GAF AG, einem der führenden Anbieter

für Lösungen im Bereich Geoinformation, arbeiten

DIGITAL und POLICIES gemeinsam mit

der Technischen Universität Graz, der VTT (Valtion

Teknillinen Tutkimuskeskus), der European

Space Agency (ESA), dem European Forest

Institute (EFI) und dem TÜVSüd an der Weiterentwicklung

der Methoden zum Tropenwaldmonitoring

und am Transfer dieser in andere

Tropenländer Afrikas.

Auf Basis langjähriger Erfahrungen im Bau von

hochpräzisen Geräten zur Niederschlagsmessung

entwickelte und liefert DIGITAL das 2D-

Video-Distrometer an weltweite Kunden. Zu

diesen zählten im Geschäftsjahr 2010/2011 z.B.

die Hydrotech Company aus Japan, die Global

Electronics Co. Ltd. aus Taiwan und KWeather

Co. Ltd. aus Südkorea. Die entwickelten Geräte

liefern Detailinformationen über die Niederschlagsstruktur

als Voraussetzung für eine

große Bandbreite von Anwendungen in der

Nachrichtentechnik, Fernerkundung und Meteorologie.

Im Projekt BioPersMed entwickelt HEALTH gemeinsam

mit neun renommierten Forschungseinrichtungen

und Partnern aus der pharmazeutischen

Industrie neue Diagnosemethoden

mit Biomarkern. Mit diesen können individuelle

Krankheitsverläufe von Volkskrankheiten

aufgrund von Stoffwechselstörungen präziser

vorhergesagt werden. Präventionen und Therapien

können daher früher und gezielter erfolgen,

die Heilungsmöglichkeiten und damit die Lebensqualität

der Menschen deutlich verbessert

werden. Dies wirkt sich vor allem auch positiv

auf das Gesundheitssystem insgesamt aus, da

teure Therapiefehlschläge verhindert werden

können.

Forschungsnetzwerke und

Kooperation mit den Universitäten

und Kompetenzzentren am Standort

Die Kooperation mit den wissenschaftlichen

Einrichtungen am Standort Steiermark ist für

die JOANNEUM RESEARCH von besonderer

Bedeutung und wesentliche Unternehmensaufgabe

in Hinblick auf die Vernetzung.

Die Vernetzungsaufgabe wird durch Mitgestaltung

und Zusammenarbeit in zahlreichen Netzwerken

und Plattformen erfüllt, die den Standortunternehmen

den Zugang zu einem breiten

Forschungsspektrum ermöglicht und somit die

Umsetzung komplexer Innovationsvorhaben

unterstützt.

Als Beispiele seien das steirische Nanotechnologienetzwerk

»NANONET-Styria«, SIMNET

Styria, der »Human.technology Styria« Cluster

23


Lagebericht

sowie das Netzwerk »Licht für eine energiebewusste

Zukunft« genannt.

Am Forschungsnetzwerk »NANONET-Styria«

beteiligen sich Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft

und öffentlicher Hand. Das Netzwerk versteht

sich als Kooperations- und Kommunikationsplattform

der Steiermark, die sich zum Ziel

gesetzt hat, die Kompetenzen und Konzepte der

Nanowissenschaften und Nanotechnologien

weiter zu entwickeln.

Das Netzwerk »SIMNET Styria« konzentriert

sich auf die Weiterentwicklung der maßgeblichen

Themengebiete in den Bereichen Multisclae

Modelling, Leichtbau, Optimierung der

Gestalt und der Form von Körpern, Strömungssimulation

zur Beschreibung von Prozessen von

strömenden Gasen oder Flüssigkeiten, Geotechnik,

Stochastik und Angewandte Mathematik.

Ziel ist es, der Wirtschaft und Wissenschaft

besondere Impulse zu geben und zur Schaffung

der entsprechenden Ressourcen in der

anwendungsorientierten Grundlagenforschung

beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, setzt

»SIMNET Styria« auf vorhandene wissenschaftliche

und technologische Stärkefelder in den

Forschungsinstitutionen, Kompetenzzentren

und Technologie-Clustern der Steiermark. Die

Steiermark soll zu einer national und international

anerkannten Größe im Bereich der mathematisch-physikalischen

Modellierung und

numerischen Simulation werden.

»Human.technology Styria« ist eine wirtschaftspolitische

Initiative zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

der steirischen Unternehmen,

Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen

im Bereich Humantechnologie. Die

JOANNEUM RESEARCH ist seit der Gründung

im Jahr 2004 in diese Initiative eingebunden und

aktiver Clusterpartner. Die »Forschungsstrategie

Steiermark 2005 plus« deklariert den Bereich

der Humantechnologie als wissenschaftliches

Stärkefeld des Standortes Steiermark.

Darüber hinaus wurde eine neue forschungspolitische

Initiative des Landes Steiermark

»Human Technology Interface« unter maßgeblicher

Beteiligung der BioNanoNet Forschungsgesellschaft

mbH und der NanoTecCenter Weiz

Forschungsgesellschaft mbH zur Stärkung

der interdisziplinären Zusammenarbeit an der

Schnittstelle Mensch – Technik gestartet. Eine

erste thematische Ausschreibung wurde Anfang

2011 eröffnet, um diesen Themenbereich

zu stimulieren und durch die Finanzierung von

so genannten »Seed-Projects« in der Steiermark

zu stärken. Derzeit werden zukünftige Aktivitäten

mit dem Land Steiermark diskutiert.

Das Netzwerk »Licht für eine energiebewusste

Zukunft« ist eine gemeinsame Initiative der

JOANNEUM RESEARCH mit der NanoTec-

Center Weiz Forschungsgesellschaft mbH,

der Technischen Universität Graz sowie der

Karl-Franzens-Universität Graz. Das Netzwerk

versteht sich als eine Kooperations- und Kommunikationsplattform

der Steiermark, welche

sich zum Ziel setzt, die energie- und umweltrelevanten

Anwendungen von Licht zu forcieren und

gemeinsame F&E-Aktivitäten (insbesondere

auch durch Auffinden von technologieübergreifenden

neuen innovativen Ansätzen und Forschungsthemen)

von Wissenschaft, Forschung

und öffentlicher Hand zu initiieren. Damit soll

Licht zu einem strategischen Technologiefeld

für die Steiermark aufgebaut werden, durch

dessen Umsetzung die Wettbewerbsfähigkeit

der steirischen Wirtschaft gestärkt, eine energiebewusste

Lebensweise begünstigt und das

Image der Steiermark als »Grünes Herz« weiter

gestärkt werden soll.

Mit den Universitäten am Standort Steiermark

besteht eine enge Kooperation, die bei der Technischen

Universität Graz, der Montanuniversität

Leoben sowie der Medizinische Universität Graz

durch entsprechende Kooperationsverträge institutionalisiert

wurde. Zahlreiche gemeinsame

24


Lagebericht

Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie

Aktivitäten spiegeln die konstruktive Zusammenarbeit

wider.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt »Lebensdauerberechnung

von Laserschweißnähten«, das gemeinsam

mit der Montanuniversität Leoben und

der Magna Powertrain AG & Co KG durchgeführt

wurde. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung

einer Lebensdauerberechnungsmethode

der Schweißnähte sowie die Abschätzung des

Verzuges aufgrund von thermomechanisch gekoppelten

Schweißprozesssimulationen. Dabei

wurden unter anderem an Versuchsteilen Laserschweißungen

durchgeführt, um das thermophysikalische

Verhalten in der Schweißverbindung

zu charakterisieren und für die unterschiedlichen

Gefüge deren Werkstoffkennwerte

zu ermitteln.

Die intensive Zusammenarbeit mit der Technischen

Universität Graz zeigt sich unter anderem

im Rahmen des Research Studio Austria

»Machine Vision Meets Mobility – Positionsbestimmung

für autonome Fahrzeuge« von DIGI-

TAL. Die Herausforderungen, die im Research

Studio zu lösen sind, liegen in der Robustheit

und Praxistauglichkeit der Algorithmen für den

Einsatz von Kameras in realen Umgebungen.

Kameras sind flexibel einsetzbare Sensoren, die

immer leistungsfähiger, kompakter und kostengünstiger

werden. Sie bieten ein weites Spektrum

an Anwendungen im Mobilitätsbereich.

Konkrete Anfragen aus der Industrie kommen

aus dem Bereich der Positionsbestimmung

für autonome Transportsysteme. Zukünftige

Entwicklungen zielen auf die kollektive, dynamische

Umgebungserfassung für komplexere

Navigations- und Transportaufträge ab.

Gemeinsam mit der Medizinischen Universität

Graz wird das Projekt »herz.leben« von HEALTH

unter weiterer Beteiligung des Landes Steiermark,

des Steiermärkischen Krankenanstalten

Finanzierungsfonds (SKAFF), der Steiermärkischen

Gebietskrankenkasse, der Steiermärkischen

Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.,

der Ärztekammer für Steiermark und des Verbandes

der Österreichischen DiabetesberaterInnen

durchgeführt. Ziel ist die Intensivierung

der antihypertensiven Therapie unter aktiver

Miteinbeziehung der Patienten, die Senkung

der kardiovaskulären Morbidität und Mortalität

durch verbesserte Kontrolle der Hypertonie

sowie die Qualitätssicherung der Hypertoniebehandlung

durch Dokumentation und Evaluation.

Die JOANNEUM RESEARCH ist seit der Gründung

des Kompetenzzentrums für wissensbasierte

Anwendungen und Systeme Forschungsund

Entwicklungs GmbH (KNOW Center) Gesellschafterin

und wesentliche Forschungspartnerin.

DIGITAL kooperiert bereits seit der

Gründung mit dem KNOW Center, dem Kompetenzzentrum

für Wissensmanagement und

Wissenstechnologien. Im letzten Geschäftsjahr

konnte bereits die Zusammenarbeit für die

künftige Förderperiode 2012 bis 2014 festgelegt

werden. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit

können die Kompetenzen von DIGITAL und

dem KNOW Center optimal ergänzt werden.

DIGITAL verfügt über Know-how im Bereich

der semantischen Analyse, Beschreibung und

Speicherung von audiovisuellen Medien, während

das KNOW Center entsprechende Kompetenzen

auf dem Gebiet der Wissenstechnologien

einbringt. Gemeinsames Know-how im

Bereich des technologieorientierten Lernens

und der semantischen Textanalyse ermöglichen

effizientes Zusammenwirken in Partnerprojekten,

wie zum Beispiel mit der APA – Austria

Presse Agentur, um Werbung und Logos in

Informationsquellen zu analysieren, oder für die

Firma wissenmedia (Teil des Medienkonzerns

Bertelsmann), um innovative digitale Versionen

von namhaften Lexika (Brockhaus-Duden) zu

planen und zu produzieren. In gemeinsamen

Basisprojekten wird z.B. unter dem Projektti-

25


Lagebericht

tel »Science 2.0« die Frage behandelt, wie die

neuen sozialen Medien die wissenschaftliche

Community und somit die zukünftige Wissenschafts-

und Forschungsarbeit beeinflussen.

Forschung in den Rahmenprogrammen

der Europäischen Union

Die JOANNEUM RESEARCH setzt ihr Engagement

wie bisher erfolgreich in den EU-Rahmenprogrammen

fort. Mit Ende des Geschäftsjahres

2010/2011 konnten alle Projekte des

6. EU-Rahmenprogramms beendet werden. Die

JOANNEUM RESEARCH beteiligt sich auch im

Rahmen zahlreicher Projekte im 7. EU-Rahmenprogramm.

Im Rahmen des EU-Projektes PRoVisG (Planetary

Robotics Vision Ground Processing) ist

die JOANNEUM RESEARCH in ein internationales

Konsortium aus sieben verschiedenen

wissenschaftlichen Organisationen und sechs

Wirtschaftspartnern zur Erarbeitung eines generischen

Framework für maschinelles Sehen

für unbemannte Missionen auf planetaren

Oberflächen eingebunden. Die erarbeiteten

Mechanismen werden in einer Demonstration

in realistischer Umgebung (mit einem Rover von

EADS Astrium in Teneriffa) der Öffentlichkeit

präsentiert.

Im EU-Projekt 3PLAST wurden gemeinsam mit

den Wirtschaftspartnern ACREO AB, International

Electronics & Engineering und der Motorola

GmbH sowie der Johannes Kepler Universität

Linz und dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit

und Mikrointegration großflächige

piezo- und pyroelektronische Polymersensoren

auf flexiblen Substraten entwickelt. Diese kostengünstig

herstellbaren Sensoren sollen in

Zukunft zur Personendetektion für Sicherheitsapplikationen

in der Automobilindustrie, für

berührungslose Eingabemedien elektronischer

Geräte sowie als Druck- und Durchflussmonitore

für den Anlagenbau zum Einsatz kommen.

Im Projekt EUFODOS (European Forest Downstream

Services-Improved Information on Forest

Structure and Damages) werden gemeinsam

mit der GAF AG und rapid Eye AG sowie

mehreren wissenschaftlichen Partnern aus ganz

Europa unter der Koordination der JOANNEUM

RESEARCH Methoden zur Erfassung von Degradationserscheinungen

in verschiedenen

Waldregionen Europas entwickelt. Für die steirische

Forstverwaltung wird auf Basis von Satellitenbildern

und neu beflogenen Laserscannerdaten

der Zustand alpiner Schutzwälder

untersucht sowie ein Werkzeug zur schnellen

Erfassung von Sturmschäden geschaffen.

Zusammen mit der BBC (British Broadcasting

Corporation) und der TNO sowie weiteren acht

Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

wird im Projekt FascinatE am Fernsehen der

Zukunft gearbeitet. Konkret werden Systeme

entwickelt, die es Benutzern erlauben, in einem

ultra-hochauflösenden Videopanorama für

Live-Übertragungen interaktiv zu navigieren.

Auch die zugehörige Audioübertragung wird

entsprechend dem Bildausschnitt automatisch

angepasst. Die Ausgabe wird an das jeweils

verwendete Gerät angepasst, wobei hier vom

Handy bis zum Panoramadisplay alles möglich

ist. Die JOANNEUM RESEARCH ist Koordinator

dieses Projektes und konzentriert sich hauptsächlich

auf die Extraktion und Repräsentation

der notwendigen Metadaten und die Schaffung

einer entsprechenden Scripting-Umgebung.

Im Projekt GENDERA (Gender Debate in the

European Research Area) wird gemeinsam mit

dem wissenschaftlichen Partner Hungarian

Science and Technologie Foundation an der

Erhöhung des Frauenanteils in Forschung und

Technologie mitgewirkt. Ziel ist die Identifizierung

von Maßnahmen mit guten Ergebnissen

zur Förderung von Frauen in diesen Bereichen

und die Vernetzung nationaler wie internationaler

Stakeholder, um Stärken und Schwächen bei

26


Lagebericht

der Implementierung der gesetzten Schritte zu

identifizieren.

Darüber hinaus werden auch im Auftrag der

European Space Agency (ESA) verschiedene

Projekte durchgeführt. Die JOANNEUM

RESEARCH ist beispielsweise an der Entwicklung

eines Messempfängers für den Satelliten

Alphasat beteiligt.

In allen Forschungsarbeiten reflektieren die MitarbeiterInnen

der JOANNEUM RESEARCH ihre

gesellschaftliche und persönliche Verantwortung,

begleitet von der Arbeitsgruppe »Ethik in

Forschung und Technik«, die im vergangenen

Geschäftsjahr auch ihre erste Publikation vorgelegt

hat. Unter Mitwirkung renommierter Wissenschafterinnen

und Wissenschafter werden

im bei Böhlau im Jänner 2011 erschienenen

Buch mit dem Titel »Ethik in Forschung und

Technik. Annäherungen« Orientierungen für alle

in der JOANNEUM RESEARCH repräsentierten

Forschungsbereiche skizziert, die erläutern,

dass nicht nur die forscherliche, sondern auch

ethische Qualität die in der JOANNEUM RE-

SEARCH erarbeiteten Forschungsergebnisse

kennzeichnet.

Graz, im August 2011

Die Geschäftsführung

Hon.-Prof. Dr. Bernhard Pelzl e.h.

27


Lagebericht

Bericht des Aufsichtsrates

Gesellschafterbeschluss

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum

30. Juni 2011 mit dem Vorschlag, den Bilanzgewinn

in Höhe von EUR 1.423.218,27 auf neue

Rechnung vorzutragen sowie den Bericht der

Geschäftsführung über das Geschäftsjahr

2010/2011 geprüft und beschließt, der Generalversammlung

darüber wie folgt zu berichten:

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2011 wurde

von dem von den Gesellschaftern bestellten Abschlussprüfer,

der Deloitte Wirtschaftsprüfung

Styria GmbH, geprüft. Diese Prüfung auf Grund

der Bücher und Schriften der Gesellschaft

sowie der von der Geschäftsführung erteilten

Aufklärungen und Nachweise ergab, dass die

Buchführung, der Jahresabschluss sowie Anhang

und Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften

entsprechen. Der Abschlussprüfer hat

daher den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss

und den Bericht der Geschäftsführung

gebilligt.

Graz, 26. September 2011

Der Aufsichtsrat

Gesellschafterbeschluss

Die Gesellschafter fassen folgende Beschlüsse:

1. Der Beschlussfassung im Umlaufwege wird

zugestimmt.

2. Der vom Abschlussprüfer und vom Aufsichtsrat

geprüfte Jahresabschluss der Gesellschaft

zum 30.06.2011 wird festgestellt und genehmigt.

Der Lagebericht der Geschäftsführung über das

Geschäftsjahr 2010/2011 wird genehmigt. Der

Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010/2011 in

der Höhe von EUR 1.423.218,27 wird auf neue

Rechnung vorgetragen.

3. Den Geschäftsführern und den Aufsichtsräten

wird für das Geschäftsjahr 2010/2011 die

Entlastung erteilt.

4. Dem Abschluss einer D&O/ODL-Versicherung

wird zugestimmt.

Mag. a Dr. in Birgit Strimitzer-Riedler,

Land Steiermark, 24. Oktober 2011

Dr. C.L. Ekkers,

Nederlandse Organisatie voor toegepastnatuurwetenschappelijk

onderzoek TNO,

8. November 2011

28


Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

29


Bilanz zum 30. Juni 2011

Aktiva

30.6.2011 30.6.2010

EUR

TEUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Rechte und Lizenzen 249.240,00 313

249.240,00 313

II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 7.587.140,39 3.451

2. technische Anlagen und Maschinen 4.697.080,01 3.730

3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 836.659,00 509

4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 45.525,47 363

13.166.404,87 8.053

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.850,00 78

2. Beteiligungen 171.789,25 141

3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.361.997,02 2.301

1.576.636,27 2.520

14.992.281,14 10.886

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Verbrauchsmaterialien 15.280,10 15

2. noch nicht abrechenbare Leistungen 12.687.529,97 10.406

3. geleistete Anzahlungen 94.765,40 106

12.797.575,47 10.527

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.674.980,05 1.354

2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.949,25 293

3. Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen

ein Beteilligungsverhältnis besteht 0,00 5

4. Forderungen aus Subventionen und Projektförderungen 5.320.076,38 5.346

5. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 4.500.629,46 5.509

11.504.635,14 12.507

III. Wertpapiere und Anteile

1. sonstige Wertpapiere 627.795,0 0 2.353

IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.341.842,99 5.773

31.271.848,60 31.160

C. Rechnungsabgrenzungsposten 265.965,32 200

D. Treuhandvermögen 980.428,23 701

47.510.523,29 42.947

Die Geschäftsführung

Hon.-Prof. Dr. Bernhard Pelzl e.h.

30


Passiva

30.6.2011 30.6.2010

EUR

TEUR

A. Eigenkapital

I. Stammkapital 3.230.000,00 3.230

II. Kapitalrücklagen

1. nicht gebundene 362.637,44 363

III. Gewinnrücklagen

1. gesetzliche Rücklage 154.100,00 154

2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 847.090,22 863

1.001.190,22 1.017

IV. Bilanzgewinn

davon Gewinnvortrag EUR 1.649.775,88 (Vorjahr: TEUR 2.426) 1.423.218,27 1.649

6.017.045,93 6.259

B. Sonderposten für Investitionszuschüsse aus

öffentlichen Mitteln 1.627.042,00 1.789

C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Abfertigungen 3.247.861,14 3.290

2. Rückstellungen für Pensionen 3.589.100,00 4.673

3. sonstige Rückstellungen 5.936.959,17 5.974

12.773.920,31 13.937

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.327.226,46 1.947

2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.019.853,11 12.546

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.990.026,50 942

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 54. 970,11 52

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteilligungsverhältnis besteht 2.450,00 18

6. sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern EUR 80.962,80 (Vorjahr: TEUR 79)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 1.124.680,35 (Vorjahr: TEUR 1.045) 4. 833.057,79 2.880

24.227.583,97 18.385

E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.884.502,85 1.875

F. Treuhandverbindlichkeiten 980.428,23 701

47.510.523,29 42.947

Haftungsverhältnisse 92.219,24 162

31


Gewinn- und Verlustrechnung

für 2010/2011

2010/11 2009/10

EUR

TEUR

1. Umsatzerlöse 11.429.532,23 10.193

2. Veränderung des Bestands an noch nicht abrechenbaren Leistungen 2.281.174,69 1.786

3. sonstige projektbezogene Erträge 11.921.622,06 11.311

4. Beitrag zum laufenden Aufwand 8.113.230,96 8.279

5. andere aktivierte Eigenleistungen 42 .827,28 16

6. sonstige betriebliche Erträge

a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit

Ausnahme der Finanzanlagen 21.330,88 3

b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.161.147,52 1.162

c) übrige 3.765.982,96 3.480

4.948.461,36 4.645

7. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen

a) Materialaufwand -1.4 85.189,32 -1.148

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.351.189,96 -2.269

-3.836.379,28 -3.417

8. Personalaufwand

a) Gehälter -18.710.779,58 -18.077

b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an

betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -543.130,0 3 -421

c) Aufwendungen für Altersversorgung -975.992,22 -548

d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben

sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -5.206.746,71 -5.132

e) sonstige Sozialaufwendungen -97.087,68 -70

-25.533.736,22 -24.248

9. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen -2.651.362,39 -2.475

10. sonstige betriebliche Aufwendungen

a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom

Einkommen und vom Ertrag fallen -42.521,76 -33

b) übrige -6.908.142,07 -7.007

-6.950.663,83 -7.040

11. Zwischensumme aus Z 1 bis 10 (Betriebserfolg) -235.293,14 -950

12. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 114.509,46 171

13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.957,6 7 32

14. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen

und Wertpapieren des Umlaufvermögens 173.301,53 247

15. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des

Umlaufvermögens, davon

a) Abschreibungen EUR 12.870,00 (Vorjahr: TEUR 0)

b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen

EUR 199.940,22 (Vorjahr: TEUR 224) -278.353,51 -249

16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.349,62 -34

17. Zwischensumme aus Z 12 bis 16 (Finanzerfolg) -4.934,47 167

18. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -240.227,6 1 -782

19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.750,00 -2

20. Jahresfehlbetrag -241.977,61 -784

21. Auflösung von Gewinnrücklagen

a) andere Rücklagen (freie Rücklagen) 15.420,00 8

22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.649.775,88 2.426

23. Bilanzgewinn 1.423.218,27 1.649

32


ANHANG für das Geschäftsjahr 2010/2011

Anhang

BILANZIERUNGS- UND

BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss der JOANNEUM

RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches

in der gültigen Fassung

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer

Buchführung und der Generalnorm,

ein möglichst getreues Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu

vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des

Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der

Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung

der einzelnen Vermögensgegenstände und

Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung

beachtet und eine Fortführung des

Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip

wurde dadurch Rechnung getragen, dass

nur die am Abschlussstichtag verwirklichten

Gewinne aus gewiesen wurden. Alle erkennbaren

Risiken und drohenden Verluste wurden

berücksichtigt. Vergleichswerte, soweit nicht

eindeutig gekennzeichnet, stehen in Klammer.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände

werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der

Anschaffungsnebenkosten abzüglich der in Anspruch

genommenen Skonti und der nach der

linearen Abschreibungsmethode errechneten

planmäßigen Abschreibungen bewertet. Als

Nutzungsdauer wird ein Zeitraum von 3 bis 5

Jahren (20–33 %) zugrunde gelegt.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten

zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich

der in Anspruch genommenen Skonti

und der planmäßigen Abschreibung bewertet.

Öffentliche Subventionen auf das Anlagevermögen

werden als Investitionszuschüsse aus

öffentlichen Mitteln auf der Passivseite ausgewiesen.

Der Verbrauch dieser Investitionszu-

schüsse erfolgt analog der planmäßigen Abschreibung

auf die Anlagengegenstände.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear

unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern

und Abschreibungssätze berechnet:

Nutzungsdauer

in Jahren

Abschreibungssatz

in %

Gebäude und

Bauten auf

fremdem Grund 10–33 3–10

Maschinen,

wissenschaftliche

Geräte und

Einrichtungen

zur elektronischen

Datenverarbeitung 3–10 10–33

andere Anlagen,

Betriebs­ und

Geschäftsausstattung

4–10 10–25

Für die Zugänge in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres

wird eine Ganzjahresabschreibung,

für die Zugänge in der zweiten Hälfte wird

eine Halbjahresabschreibung angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des

§ 13 EStG 1988 – Einzelanschaffungswert bis

EUR 400,00 – werden im Zugangsjahr jeweils

voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung

des Anlagevermögens als Zugang und Abgang

ausgewiesen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen und

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten,

gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen

zur Berücksichtigung von Wertminderungen,

bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden

mit den Anschaffungskosten oder dem

allfälligen niedrigeren beizulegenden Wert zum

Bilanzstichtag angesetzt.

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen

bei den Finanzanlagen vorgenommen,

Zuschreibungen sind nicht erfolgt.

33


Anhang

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Verbrauchsmaterialien

erfolgt mit den Anschaffungskosten unter

Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die noch nicht abrechenbaren Leistungen

der Auftragsforschung werden auf Grund der

erstellten Betriebsabrechnung ermittelt. Die Erfassung

der Projektkosten erfolgt auf Kostenstellen

und Einzelkostennachweisen. Die Bewertung

erfolgt einzeln zu Herstellungs- bzw.

Anschaffungskosten im Sinne des § 203 UGB.

Die Herstellungskosten umfassen neben den

verursachungsgerecht zuordenbaren Kosten

anteilige, aktivierbare Gemeinkosten der Herstellung

sowie Teile der sozialen Aufwendungen

im Sinne des § 203 (3) vorletzter Satz UGB. Zinsenaufwendungen

und das Forschungswagnis

kommen nicht zur Verrechnung.

Für voraussichtlich verlustbringende Aufträge

bzw. für noch zu erwartende Kosten für bereits

fakturierte Leistungen werden Abschläge von

den Halbfabrikaten vorgenommen bzw. Rückstellungen

gebildet. Für eventuelle Garantieverpflichtungen

in Zusammenhang mit der Auftragsforschung

wird ebenfalls bilanzielle Vorsorge

in Form einer Rückstellung getroffen. Bei

Aufträgen, deren Ausführung sich über mehr als

zwölf Monate erstreckt, werden anteilige Verwaltungsgemeinkosten

aktiviert.

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

sind zum Nennwert bewertet, soweit

nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere

beizulegende Wert angesetzt wird. Zur

Vorsorge für allgemeine Kreditrisiken werden

Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 2 %

der Nettoforderungssumme gebildet.

Rückstellungen

Die Abfertigungsrückstellung wird nach

finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis

eines Rechnungszinssatzes von 4 % (Vorjahr:

4 %) und eines Pensionseintrittsalters von 65

Jahren nach dem Teilwertverfahren berechnet.

Die kollektivvertraglichen Erhöhungen sowie

Biennalsprünge aus dem Erwartungsschutz

und vertragliche Vorrückungen werden durch

die Einrechnung einer 3%igen (Vorjahr: 3%igen)

Gehaltssteigerung berücksichtigt. Auf Basis der

vergangenen Jahre wurde ein Fluktuationsabschlag

für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die

unter die Abfertigungsregelung fallen, in Höhe

von 6 % (Vorjahr: 6 %) in die Berechnung miteinbezogen.

Die Pensionsrückstellung wird in Höhe des

versicherungsmathematischen Deckungserfordernisses

passiviert. Grundlage dafür sind die

Richttafeln nach Pagler & Pagler unter Berücksichtigung

eines Rechnungszinssatzes von 5 %

(Vorjahr: 5 %).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen

alle erkennbaren Risiken und der Höhe

nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten.

Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgesehenen

werden nicht gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag

unter Bedachtnahme auf den

Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit

dem Devisenmittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung

bzw. nach dem strengen Niederst- bzw.

Höchstwertprinzip am Bilanzstichtag bewertet.

34


Anhang

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

A K T I V A

ANLAGEVERMÖGEN

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen

Positionen des Anlagevermögens und der

Aufgliederung der Jahresabschreibung wird

auf den Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang)

verwiesen. Das gesamte Anlagevermögen steht

zum Bilanzstichtag mit TEUR 14.992,3 (Vorjahr:

TEUR 10.885,8) zu Buche. Die Investitionen des

Geschäftsjahres 2010/2011 belaufen sich auf

insgesamt TEUR 9.150,8

(Vorjahr: TEUR 2.717,0), denen laufende Abschreibungen

von TEUR 2.660,1 (Vorjahr:

TEUR 2.475,0) gegenüberstehen. Die Abgänge

zu historischen Anschaffungskosten betrugen

im Geschäftsjahr 2010/2011 TEUR 3.178,6 (Vorjahr:

TEUR 5.973,2).

Die immateriellen Vermögensgegenstände

beinhalten Software- und Datenübertragungsrechte

mit einem Buchwert von TEUR 249,2 (Vorjahr:

TEUR 313,3). Die Zugänge von TEUR 150,1

(Vorjahr: TEUR 145,0) entfallen auf die Anschaffung

von Lizenzen und diverser Software.

Das Sachanlagevermögen beträgt am

Bilanzstichtag mit TEUR 13.166,4 (Vorjahr:

TEUR 8.052,3). Der Grundwert beträgt

TEUR 2.424,7 (Vorjahr: TEUR 1.206,0). Vom

Gebäudewert bei den bebauten Grundstücken

und Bauten auf fremdem Grund in Höhe von

TEUR 5.162,4 (Vorjahr: TEUR 2.244,8) entfallen

TEUR 3.529,1 (Vorjahr: TEUR 682,3) auf den

reinen Gebäudewert und TEUR 923,5 (Vorjahr:

TEUR 874,9) auf bauliche Adaptierungen, somit

TEUR 4.452,6 (Vorjahr: TEUR 1.557,2) auf Gebäude

auf eigenem Grund und TEUR 709,8

(Vorjahr: TEUR 687,6) auf Investitionen in

fremde Gebäuden. Die Zugänge von insgesamt

TEUR 7.615,3 (Vorjahr: TEUR 2.511,6) betreffen

vor allem die Bereitstellung moderner wissenschaftlicher

Geräte für die Forschungstätigkeit

der Gesellschaft und den weiteren Ausbau

der EDV-technischen Infrastruktur, sowie

den Kauf des Palais Herberstein. Die Abgänge

zu historischen Anschaffungskosten in Höhe

von TEUR 587,9 (Vorjahr: TEUR 5.405,9) betreffen

im Wesentlichen die Ausscheidung bzw.

im geringen Ausmaß den Verkauf von wissenschaftlichen

Geräten, Einrichtungen zur elektronischen

Datenverarbeitung sowie diverser Büroausstattung.

Teilwertabschreibungen wurden

keine vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen in

Höhe von von TEUR 42,9 (Vorjahr: TEUR 77,9)

betreffen die Anteile an der NanoTecCenter

Weiz Forschungsgesellschaft mbH, Weiz in

Höhe von TEUR 25,0 (Vorjahr: TEUR 25,0) sowie

die Anteile an der BioNanoNet Forschungsgesellschaft

mbH, Graz in Höhe von TEUR 17,9

(Vorjahr: TEUR 17,9).

Die Position Beteiligungen, in Summe

TEUR 171,8 (Vorjahr: TEUR 141,2), beinhaltet in

alphabetischer Reihenfolge

die Beteiligung an der ACIB GmbH, Graz,

die Beteiligung an der

BIOENERGY 2020+ GmbH, Graz,

die Beteiligung an der

FH JOANNEUM Gesellschaft mbH, Graz,

die Beteiligung an der

Holz.Bau Forschungs GmbH, Graz,

die Beteiligung an der

Human.technology Styria GmbH, Graz,

die Beteiligung an der HyCentA Research

GmbH, Graz (bis Dezember 2010)

die Beteiligung an der

Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug,

Forschungsgesellschaft mbH, Graz,

die Beteiligung an der

Kompetenzzentrum für wissensbasierte

Anwendungen und Systeme Forschungsund

Entwicklungs GmbH, Graz,

die Beteiligung an der Materials

Center Leoben Forschung GmbH, Leoben,

die Beteiligung an der Polymer Competence

Center Leoben GmbH, Leoben,

die Beteiligung an der

Research Center Pharmaceutical

Engineering GmbH, Graz sowie

die Beteiligung an der WATERPOOL

Competence Network GmbH, Graz.

35


Anhang

Die Wertpapiere des Anlagevermögens

stehen zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.362,0

(Vorjahr: TEUR 2.301,2) zu Buche. Im Berichtsjahr

wurden außerplanmäßige Abschreibungen

in Höhe von EUR 8.775,0 (Vorjahr: TEUR 0,0)

bei den Finanzanlagen vorgenommen. Die Abschreibungen

des übrigen Anlagevermögens

resultieren zur Gänze aus Normalabschreibungen.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Als Verbrauchsmaterialien in Höhe von

TEUR 15,3 (Vorjahr: TEUR 14,9) wurden vorwiegend

Papier, Farbbänder, PC-Netzkarten sowie

Laserdruckerersatzeile und diverse Kleinmaterialien

aktiviert.

Die Position noch nicht abrechenbare

Leistungen der Auftragsforschung beinhaltet

halbfertige sowie noch nicht abgerechnete

Leistungen in Höhe von TEUR 12.687,5 (Vorjahr:

TEUR 10.406,4), darin sind Verwaltungsgemeinkosten

in Höhe von TEUR 3.007,8 (Vorjahr:

TEUR 2.532,3) für Aufträge, deren Ausführung

sich über mehr als 12 Monate erstreckt, aktiviert.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte betragen

TEUR 94,8 (Vorjahr: TEUR 106,0).

Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen

Forderungen

zum

30.06.2011

(30.06.2010)

davon

Restlaufzeit

größer 1 Jahr

davon

wechselmäßig

verbrieft

aktivierte

Antizipationen

§ 225 (3) UGB

Pauschalwertberichtigung

EUR EUR EUR EUR EUR

1.674.980,05

(1.354.016,72)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

30.300,00

(28.600,00)

Forderungen gegenüber

verbundenen Unternehmen

8.949,25

(292.392,55)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

Forderungen gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

0,00

(5.271,24)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

Forderungen aus Subventionen

und Projektförderungen

5.320.076,38

(5.346.104,54)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

5.320.076,38

(5.346.104,54)

0,00

(0,00)

Sonstige Forderungen und

Vermögensgegenstände

4.500.629,46

(5.509.011,16)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

4.465.409,87

(5.460.021,78)

0,00

(0,00)

SUMME

11.504.635,14

(12.506.796,21)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

9.785.486,25

(10.806.126,32)

30.300,00

(28.600,00)

36


Anhang

Für voraussichtliche Debitorenausfälle bei

den Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen

in Höhe von TEUR 129,3 (Vorjahr: TEUR 142,5)

gebildet und aktivisch abgesetzt.

Die Position Forderungen gegenüber verbundenen

Unternehmen betrifft Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen aus Subventionen und

Projektförde rungen betreffen Zusagen diverser

öffentlicher Stellen. Da sich die Abwicklung

und damit der Zahlungseingang über einen

mehr als dreimonatigen Zeitraum erstreckt,

wurde eine Abzinsung in Höhe von TEUR 58,6

(Vorjahr: TEUR 69,5) vorgenommen.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände

beinhalten im Wesentlichen die

durch die Versicherungsaufwendungen erworbenen

Ansprüche gegenüber der Versicherungsanstalt,

Forderungen gegenüber dem

Finanzamt Graz-Stadt, diverse Zinsabgrenzungen,

sowie Vergütungen und Beihilfen.

Wertpapiere des

Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe

von TEUR 627,8 (Vorjahr: TEUR 2.353,3) betrifft

eine Bankschuldverschreibung, welche zur

kurzfristigen Veranlagung gekauft wurde.

Kassenbestand, Guthaben

bei Kreditinstituten

Diese Position in Höhe von TEUR 6.341,8 (Vorjahr:

TEUR 5.773,4) setzt sich aus dem Kassenbestand

von TEUR 11,6 (Vorjahr: TEUR 8,0)

sowie Bankguthaben von TEUR 6.330,3 (Vorjahr:

TEUR 5.765,4) zusammen.

RECHNUNGS-

ABGRENZUNGSPOSTEN

Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe

von TEUR 266,0 (Vorjahr: TEUR 199,6) enthält

im Geschäftsjahr 2010/2011 geleistete Zahlungen,

die aufwandsmäßig dem Folgejahr anzulasten

sind und betrifft im Wesentlichen die

Vorauszahlungen für Wartungsaufwendungen,

diverse Abonnements sowie Mitgliedsbeiträge,

Versicherungen, Reisekosten und Kongressgebühren.

TREUHANDVERMÖGEN

Das Treuhandvermögen besteht aus Bankguthaben

für Projekte mit der Europäischen Kommission,

bei denen die JOANNEUM RESEARCH

Forschungsgesellschaft mbH als Koordinator

fungiert und die Zahlungen für die Projektpartner

treuhändisch verwaltet (siehe Treuhandverbindlichkeiten).

P A S S I V A

EIGENKAPITAL

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt

wie schon im Vorjahr TEUR 3.230,0.

Unter Berücksichtigung des Jahresverlustes in

Höhe von TEUR 226,6 und des Gewinnvortrages

in Höhe von TEUR 1.649,8 ergibt sich ein Bilanzgewinn

von TEUR 1.423,2.

37


Anhang

SONDERPOSTEN FÜR

INVESTITIONS ZUSCHÜSSE

AUS ÖFFENTLICHEN MITTELN

Die Investitionszuschüsse aus öffentlichen

Mitteln haben sich im Berichtsjahr wie folgt

entwickelt:

Stand am

01.07.2010

Zuführungen

Verbrauch

ent sprechend

der

Abschreibung

Auflösung

Umbuchung

bzw.

Korrekturen

Stand am

30.06.2011

Sachanlagen EUR EUR EUR EUR EUR EUR

1. Bauten, einschließlich

Bauten auf fremdem Grund

574.101,00 66.076,44 80.297,44 0,00 0,00 559.880,00

2. Maschinen, wissenschaftliche

Geräte und Einrichtungen

zur elektronischen

Datenverarbeitung

1.167.417,30 249.901,12 395.742,42 0,00 0,00 1.021.576,00

3. Andere Anlagen, Betriebsund

Geschäftsausstattung

Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen

Unternehmen

4.270,00 141,12 1.675,12 0,00 0,00 2.736,00

42.850,00 0,00 0,00 0,00 0,00 42.850,00

Insgesamt 1.788.638,30 316.118,68 477.714,98 0,00 0,00 1.627.042,00

Die Zuführung betrifft die Anschaffung der

Rolle-zu-Rolle Anlage.

RÜCKSTELLUNGEN

Von den Rückstellungen für Abfertigungen

wurden TEUR 223,6 (Vorjahr: TEUR 232,7)

für Abfertigungszahlungen verbraucht sowie

TEUR 78,1 (Vorjahr: TEUR 34,5) aufgelöst. Zur

Erreichung des Deckungserfordernisses von

TEUR 3.247,9 (Vorjahr: TEUR 3.289,6) mussten

TEUR 260,0 (Vorjahr: TEUR 307,8) zugeführt

werden.

Von den Rückstellungen für Pensionen wurden

TEUR 1.184,8 (Vorjahr: TEUR 262,6) für Pensionszahlungen

verbraucht. Eine Auflösung in

Höhe von TEUR 80,9 (Vorjahr: TEUR 0,0) wurde

vorgenommen. Zur Erreichung des versicherungsmathematischen

Deckungserfordernisses

von TEUR 3.589,1 (Vorjahr: TEUR 4.673,3)

mussten TEUR 181,5 (Vorjahr: TEUR 571,2) zugeführt

werden.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten

als wesentliche Positionen die Rückstellung

für noch nicht konsumierte Urlaube in Höhe

von TEUR 2.168,1 (Vorjahr: TEUR 2.189,7),

Rückstellungen für eventuelle Rückforderungen

von diversen Fördergebern in Höhe von

TEUR 945,6 (Vorjahr: TEUR 902,9), die Rückstellung

für Zeitguthaben in Höhe von TEUR 753,3

(Vorjahr: TEUR 742,6) sowie die Rückstellung für

zu erwartende Verluste bzw. Kosten aus in Ausführung

befindlichen Leistungen in Höhe von

TEUR 650,6 (Vorjahr: TEUR 478,6).

38


Anhang

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

Verbindlichkeiten

zum

30.06.2011

(30.06.2010)

1.327.226,46

(1.947.354,29)

bis zu

1 Jahr

R e s t l a u f z e i t dinglich gesichert Passive

zwischen

1 u. 5 Jahren

über

5 Jahre

über

1 Jahr

Art der

Sicherung

Antizipationen

§ 225 (6) UGB

EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

833.435,01

(1.334.230,87)

493.702,88

(503.909,63)

0,00

(109.213,79)

1.800.000,00

(1.800.000,00)

Hypothek

(Hypothek)

0,00

(0,00)

Erhaltene Anzahlungen auf

Bestellungen

13.019.853,11

(12.546.461,22)

13.019.853,11

(12.546.461,22)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

­­

(­­)

0,00

(0,00)

Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen

4.990.026,50

(941.893,41)

4.990.026,50

(941.893,41)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

­­

(­­)

0,00

(0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen

54.970,11

(52.513,56)

54.970,11

(52.513,56)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

­­

(­­)

0,00

(0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis

besteht

2.450,00

(18.196,96)

2.450,00

(18.196,96)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

0,00

(0,00)

­­

(­­)

0,00

(0,00)

Sonstige

Verbindlichkeiten

4.833.057,79

(2.879.605,18)

3.279.521,79

(1.391.398,18)

166.059,00

(100.730,00)

1.387.477,00

(1.387.477,00)

0,00

(0,00)

­­

(­­)

3.279.521,79

(1.373.798,18)

S U M M E

24.227.583,97

(18.386.024,62)

22.180.256,52

(16.284.694,20)

659.761,88

(604.639,63)

1.387.477,00

(1.496.690,79)

1.800.000,00

(1.800.000,00)

3.279.521,79

(1.373.798,18)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

entfallen TEUR 615,0 (Vorjahr:

TEUR 735,2) auf einen Abstattungskredit für

die thermische Sanierung sowie TEUR 712,2

(Vorjahr: TEUR 712,2) auf einen Exportfonds-

Rahmenkredit.

Die im Geschäftsjahr von den Vorräten absetzbaren

erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen

betragen TEUR 9.873,0 (Vorjahr:

TEUR 10.147,8).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen stehen am Bilanzstichtag mit

TEUR 4.990,0 (Vorjahr: TEUR 941,9) zu Buche

und bestehen zum überwiegenden Teil gegenüber

Inlandslieferanten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden

das vom Land Steiermark mit 1.11.2004

gewährte partiarische Darlehen in Höhe von

TEUR 1.387,5 (Vorjahr: TEUR 1.387,5) und

Darlehen des Forschungsförderungsfonds

für die gewerbliche Wirtschaft in Höhe von

TEUR 166,1 (Vorjahr: TEUR 118,3) ausgewiesen.

Des Weiteren setzt sich diese Position vor allem

aus der Verrechnung mit der Steiermärkischen

Gebietskrankenkasse sowie sonstigen notwendigen

Abgrenzungen zusammen.

Sonstige finanzielle

Verpflichtungen

Basierend auf dem Agreement über die Errichtung

und Förderung der NanoTecCenter Weiz

Forschungsgesellschaft mbH zwischen der

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft

mbH und der Technischen Universität

Graz vom 28.2.2006 und der Finanzierungsvereinbarung

für den Zeitraum 1. Juli 2008

bis 30. Juni 2011 vom 26.01.2009 zwischen

der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft

mbH und der NanoTecCenter Weiz

Forschungsgesellschaft mbH ergeben sich für

die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen in

Höhe von TEUR 200,0 für das Geschäftsjahr

2010/2011. Darüber hinausgehende Verpflichtungen

aus dieser Förderzusage bestehen nicht.

39


Anhang

Die aus der Nutzung von in der Bilanz nicht

ausgewiesenen Sachanlagen bestehenden Verpflichtungen

betragen:

für das folgende

Geschäftsjahr

EUR

für die folgenden

5 Geschäftsjahre

EUR

Raummieten 639.797,00 2.945.136,00

Gerätemieten 43.620,00 218.100,00

Leasingraten 0,00 0,00

Summe 683.417,00 3.163.236,00

RECHNUNGS-

ABGRENZUNGSPOSTEN

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten

in Höhe von TEUR 1.884,5 (Vorjahr:

TEUR 1.875,0) betreffen im Wesentlichen die

Basisförderung des Landes Steiermark.

TREUHANDVERBINDLICHKEITEN

Den Treuhandverbindlichkeiten liegen Projekte

mit der Europäischen Kommission zugrunde,

bei denen die JOANNEUM RESEARCH

Forschungsgesellschaft mbH als Koordinator

fungiert und die Zahlungen für die Projektpartner

treuhändisch verwaltet (siehe Treuhandvermögen).

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

(Vgl. dazu unter Sonstige Angaben, Haftungsverhältnisse.)

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-

UND VERLUSTRECHNUNG

Die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse

gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen sowie

Inlands- und Auslandsumsätzen wie folgt:

2010/11 2009/10

INLANDSUMSÄTZE: EUR EUR

Forschung 7.766.756,71 7.622.434,91

Lizenzerlöse 164.837,18 169.124,01

Tagungsbeiträge 2.504,54 3.140,89

Sonstige 36.817,42 16.819,94

Summe Inlandsumsätze 7.970.915,85 7.811.519,75

AUSLANDSUMSÄTZE:

Forschung 3.255.121,58 2.318.919,63

Lizenzerlöse 203.454.36 46.928,04

Tagungsbeiträge 0,00 15.462,57

Sonstige 40,44 330,86

Summe Auslandsumsätze 3.458.616,38 2.381.641,10

Gesamtsumme Umsatzerlöse 11.429.532,23 10.193.160,85

Von den unter der Position 8.b) ausgewiesenen

Aufwendungen in Höhe von TEUR 543,1 (Vorjahr:

TEUR 421,3) entfallen TEUR 125,4 (Vorjahr:

TEUR 110,0) auf Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen

und TEUR 417,7 (Vorjahr:

TEUR 311,3) auf Aufwendungen für Abfertigungen.

40


Anhang

SONSTIGE ANGABEN

Anteile an verbundenen

Unternehmen und Beteiligungen

Am Bilanzstichtag wird eine Beteiligung an der

BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH, Graz

von 51 % bzw. TEUR 17,9 (Vorjahr: TEUR 17,9)

gehalten. Der Jahresabschluss zum 30.10.2010

weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 55,9

(Vorjahr: TEUR 46,6) aus, in dem ein Jahresgewinn

von TEUR 10,0 (Vorjahr: TEUR 17,6) enthalten

ist.

Weiters wird eine Beteiligung in Höhe von 50 %

bzw. TEUR 50,0 (Vorjahr: TEUR 50,0), wovon die

Hälfte bzw. TEUR 25,0 eingezahlt wurde, an der

NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft

mbH, Weiz, gehalten. Der Jahresabschluss

zum 30.6.2010 weist ein Eigenkapital in Höhe

von TEUR 280,1 (Vorjahr: TEUR 254,3) aus, in

dem ein Jahresgewinn von TEUR 25,9 (Vorjahr:

TEUR 57,2) enthalten ist.

Alle anderen Beteiligungen liegen unter 20 %.

Personal

Zum Bilanzstichtag waren 442 (Vorjahr: 425)

Angestellte, bei aliquoter Berücksichtigung von

Teilzeitbeschäftigten 377,9 (Vorjahr: 367,1) Angestellte

beschäftigt. Der durchschnittliche Angestelltenstand

bei aliquoter Berücksichtigung

von Teilzeitbeschäftigten betrug 374,7 (Vorjahr:

372,0) Personen.

Von einer Aufschlüsselung der Gehälter, Abfertigungen

und Pensionen für die Geschäftsführung

gem. § 239 (1) UGB wird unter Anwendung der

Bestimmungen des § 241 (4) UGB abgesehen.

Kredite bzw. Vorschüsse wurden weder Mitgliedern

der Geschäftsführung noch jenen des

Aufsichtsrates gewährt. Auch Haftungen wurden

zugunsten dieses Personenkreises nicht

eingegangen.

An Vergütungen und Auslagenersätzen wurden

für die Mitglieder des Wissenschaftlichen

Beirates und des Aufsichtsrates in Summe

TEUR 56,0 aufgewendet.

Haftungsverhältnisse

Unter der Bilanz werden gem. § 199 UGB Anzahlungsgarantien

gegenüber der FACE Foundation

(EUR 19.546,0) und der European Comission

(EUR 71.076,28), sowie eine Mietkaution

betreffend die oekopark Errichtungs GmbH

(EUR 1.596,96) ausgewiesen.

Sonstiges

Auf Grund der in § 1 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages

festgelegten Ziele dient die Gesellschaft

ausschließlich sowie unmittelbar der Verfolgung

gemeinnütziger Zwecke und ist nicht

darauf ausgerichtet, Gewinne zu erzielen.

Gemäß Bescheid der Finanzlandesdirektion

für Steiermark GZ 29/31–10/94 vom 16. Jänner

1995 gehört die JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft

mbH zum begünstigten

Empfängerkreis gemäß § 4 (4) Z 5 lit. e EStG

1988 i.d.F. des Art. I Z 4 lit. a des Steuerreformgesetzes

1993.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer für

die Prüfung des Jahresabschlusses betragen

EUR 12.900,00 (Vorjahr: EUR 12.500,00). Andere

Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen

und sonstige Leistungen durch den

Abschlussprüfer sind weder in diesem Wirtschaftsjahr,

noch im Vorjahr angefallen.

Graz, den 31. August 2011

Die Geschäftsführung:

Hon.-Prof. Dr. Bernhard Pelzl e.h.

41


Anhang

JOANNEUM RESEARCH ANLAGENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010/2011 (EURO)

Entwicklung des Anlagevermögens

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Software, Datenübertragungsrechte

und sonstige Rechte

Anschaffungs­/Herstellungskosten

1.7.2010

Zugänge Abgänge Umbuchungen

Anschaffungs­/Herstellungskosten

30.6.2011

Abschreibungen

kumuliert

Buchwert zum

30.6.2011

Buchwert zum

30.6.2010

Abschreibungen

des

Geschäftsjahres

1.857.777,22 150.067,54 36.706,16 0,00 1.971.138,60 1.721.898,60 249.240,00 313.308,00 206.116,54

Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.857.777,22 150.067,54 36.706,16 0,00 1.971.138,60 1.721.898,60 249.240,00 313.308,00 206.116,54

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten, einschließlich der Bauten auf

fremdem Grund

a) Grundwert 1.206.023,39 1.218.678,00 0,00 0,00 2.424.701,39 0,00 2.424.701,39 1.206.023,39 0,00

b) Gebäudewert 9.150.724,29 3.321.924,72 25.302,04 56.651,16 12.503.998,13 7.341.559,13 5.162.439,00 2.244.791,00 454.758,88

2. Maschinen, wissenschaftliche Geräte

und Einrichtungen zur elektronischen

Datenverarbeitung

17.340.006,24 2.433.063,60 360.694,30 286.274,59 19.698.650,13 15.006.390,12 4.692.260,01 3.725.202,01 1.729.816,19

3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

2.680.137,32 550.151,04 136.287,67 0,00 3.094.000,69 2.252.521,69 841.479,00 513.740,00 214.689,04

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 362.536,77 45.525,47 19.611,02 -342.925,75 45.525,47 0,00 45.525,47 362.536,77 0,00

5. Geringwertige Vermögensgegenstände 0,00 45.981,74 45.981,74 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 45.981,74

Summe Sachanlagen 30.739.428,01 7.615.324,57 587.876,77 0,00 37.766.875,81 24.600.470,94 13.166.404,87 8.052.293,17 2.445.245,85

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 77.850,00 0,00 0,00 -35.000,00 42.850,00 0,00 42.850,00 77.850,00 0,00

2. Beteiligungen 175.163,25 0,00 4.375,00 35.000,00 205.788,25 33.999,00 171.789,25 141.164,25 0,00

3. Wertpapiere (Wertrechte)

des Anlagevermögens

2.534.987,07 1.385.430,00 2.549.645,05 0,00 1.370.772,02 8.775,00 1.361.997,02 2.301.171,62 8.775,00

Summe Finanzanlagen 2.788.000,32 1.385.430,00 2.554.020,05 0,00 1.619.410,27 42.774,00 1.576.636,27 2.520.185,87 8.775,00

SUMME ANLAGEVERMÖGEN 35.385.205,55 9.150.822,11 3.178.602,98 0,00 41.357.424,68 26.365.143,54 14.992.281,14 10.885.787,04 2.660.137,39

42


Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss

der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft

mbH, Graz, für das Geschäftsjahr

vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011 unter

Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser

Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum

30. Juni 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung

für das am 30. Juni 2011 endende Geschäftsjahr

sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für

den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind

für die Buchführung sowie für die Aufstellung

und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich,

der ein möglichst getreues Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

in Übereinstimmung mit den österreichischen

unternehmensrechtlichen Vorschriften

vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung,

Umsetzung und Aufrechterhaltung

eines internen Kontroll systems, soweit dieses

für die Aufstellung des Jahresabschlusses und

die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser

frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei

es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten

Fehlern; die Auswahl und Anwendung

geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden;

die Vornahme von Schätzungen, die

unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen

angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und

Beschreibung von Art und Umfang der

gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe

eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss

auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir

haben unsere Prüfung unter Beachtung der in

Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften

und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung

durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern,

dass wir die Standesregeln einhalten und

die Prüfung so planen und durchführen, dass

wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil

darüber bilden können, ob der Jahresabschluss

frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von

Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen

hinsichtlich der Beträge

und sonstigen Angaben im Jahresabschluss.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im

pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers

unter Berücksichtigung seiner Einschätzung

des Risikos eines Auftretens wesentlicher

Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten

oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei

der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt

der Abschlussprüfer das interne

Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung

des Jahresabschlusses und die Vermittlung

eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung

der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen

festzulegen, nicht jedoch um ein

Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen

Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die

Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit

der angewandten Bilanzierungsund

Bewertungsmethoden und der von den

gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen

Schätzungen sowie eine Würdigung

der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende

und geeignete Prüfungsnachweise erlangt

haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen

Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

nach unserer Beurteilung den gesetzlichen

Vorschriften und vermittelt ein möglichst

getreues Bild der Vermögens-und Finanzlage

der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft

mbH zum 30. Juni 2011 sowie der

Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr

vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2011 in

Bestätigungsvermerk

43


Bestätigungsvermerk

Übereinstimmung mit den österreichischen

Grund sätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen

Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem

Jahresabschluss in Einklang steht und ob die

sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine

falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft

erwecken. Der Bestätigungsvermerk

hat auch eine Aussage darüber zu enthalten,

ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss

in Einklang steht. Der Lagebericht steht nach

unserer Beurteilung in Einklang mit dem

Jahresabschluss.

Graz, am 31. August 2011

Deloitte Wirtschaftsprüfung Styria GmbH

Mag. Friedrich Möstl

Wirtschaftsprüfer

Mag. Michael Karre

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses

mit unserem Bestätigungsvermerk

darf nur in der von uns bestätigten Fassung

erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht

sich ausschließlich auf den deutschsprachigen

und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht.

Für abweichende Fassungen sind die

Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

44


Adressen

Aktueller Stand (Dezember 2011)

Adressen

45


Adressen

Institute und Kontakte

Aktueller Stand (Dezember 2011)

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Leonhardstraße 59, 8010 Graz

Tel. +43 316 876-1190

Fax +43 316 876-1130

joanneum@joanneum.at

AUSSENSTELLE WIEN

Haus der Forschung

Sensengasse 1, 1090 Wien

Tel. +43 1 5817520-2811

Fax +43 1 5817520-2820

POLICIES@joanneum.at

DIGITAL

Institut für Informations- und

Kommunikationstechnologien

Steyrergasse 17, 8010 Graz

Tel. +43 316 876-5000

Fax +43 316 876-5010

DIGITAL@joanneum.at

FFER – Fernerkundung und Geoinformation

MVA – Bildanalyse und Messsysteme

SPA – Weltraumtechnik und Akustik

AVM – Audiovisuelle Medien

IIS – Intelligente Informationssysteme

MATERIALS

Institut für Oberflächentechnologien

und Photonik

Franz-Pichler-Straße 30, 8160 Weiz

Tel. +43 316 876-3000

Fax +43 316 876-3010

MATERIALS@joanneum.at

MNS – Mikro- und Nanostrukturierung

LOT – Licht- und Optotechnologien

LPT – Laserproduktionstechnik

SEN – Sensorsysteme

FOB – Funktionelle Oberflächen

HEALTH

Institut für Biomedizin und

Gesundheitswissenschaften

Auenbruggerplatz 20, 8036 Graz

Tel. +43 316 876-4000

Fax +43 316 876-4010

HEALTH@joanneum.at

BBTM – Biomedizinische Technik und Monitoring

BAM – Bioanalytik und Metabolomics

NTN – Nanotoxikologie und Nanomedizin

EGW – eHealth und Gesundheits wissenschaften

RESOURCES

Institut für Wasser, Energie und Nachhaltigkeit

Elisabethstraße 16/I, 8010 Graz

Tel. +43 316 876-6000

Fax +43 316 876-6010

RESOURCES@joanneum.at

WWRM – Wasser Ressourcen Management

LAB – Laborzentrum fur Isotopenhydrologie

und Umweltanalytik

GPT – Geophysik und Geothermie

ENG – Energieforschung

IWA – Industriewasserwirtschaft und

Abwassertechnologien

CTP – Chemisch-technische Pflanzennutzung

POLICIES

Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung

Leonhardstraße 59, 8010 Graz

Tel. +43 316 876-7000

Fax +43 316 876-7010

POLICIES@joanneum.at

Haus der Forschung

Sensengasse 1, 1090 Wien

Tel. +43 1 5817520-2811

Fax +43 1 5817520-2820

POLICIES@joanneum.at

TIP – Technologie, Innovation und Politikberatung

TFP – Technologie, Foresight und Planung

STA – Statistische Anwendungen

RRR – Regionalpolitik, Risiko- und

Ressourcenokonomik

46


Gesellschaftsorgane

Als Organe der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2010/2011 tätig:

Anhang

WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

LAbg. Univ.-Prof. DDr. Gerald SCHÖPFER

Vorsitzender

Vizerektor Univ.-Prof. DI Dr.

Hans Michael MUHR

Stellvertretender Vorsitzender

DI Dr. Peter EGGER

Dr. C.L. EKKERS

Univ.-Prof. Dr. Richard FOTTER

DI Dr. Günter GETZINGER

KR in Mag. a Dr. in Karin SCHAUPP

Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang VON DER LINDEN

Rektor Univ.-Prof.

DI Dr. Wolfhard WEGSCHEIDER

Univ.-Prof. Dr. Rudolf ZECHNER

AUFSICHTSRAT

Univ.-Prof. Dr. Wolf RAUCH

Vorsitzender

VDir. Dr. Oswin KOIS

Stellvertretender Vorsitzender

FH-Prof. Dr. Werner HAUSER

Mag. a Sonja JÖBSTL-FINDEIS

Dr. Thomas KRAUTZER

Mag. Martin LATZKA

Ir. Jan H.J. MENGELERS

MinRat. Mag. Ingolf SCHÄDLER

Univ.-Prof. in Dr. in Christine WÄCHTER

Vom Betriebsrat in den Aufsichtsrat

entsandt waren:

Betriebsratsvorsitzender DI Ferdinand GOLJA

DI in Maria FELLNER, MBA

Mag. Sigmund MARTINELLI

Mag. Gerhard PROBST

DI Georg THALLINGER

Geschäftsführung:

Mag. Edmund MÜLLER (bis 13.4.2011)

Hon.-Prof. Dr. Bernhard PELZL (bis 31.8.2011)

Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang PRIBYL, MBA

(seit 1.9.2011)

47


Zentralfunktionen

Geschäftsführung

Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Pribyl, MBA

Personal und Schulung

Recht

Assistenz der Geschäftsführung

Interne Revision

Zentrale Qualitätsstelle

Sicherheitsfachkraft und Ergonomie

Finanzen und Controlling

Öffentlichkeitsarbeit

Strategische Planung

Innovationsmanagement und -marketing

Future Lab

Facility Management

Rechenzentrum


INNOVATION aus TRADITION

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