Demonstration und Festival - Planet Diversity

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Demonstration und Festival - Planet Diversity

Ein Kongress der kleinen Hoffnungen Das Artensterben hat weltweit ein Ausmaß erreicht, wie zuletzt vor 65 Millionen Jahren, als die Dinosaurier von der Erde verschwanden. 75 Prozent der Kultur-Sorten, die unsere Urgroßeltern noch kannten, sind heute verschwunden. Der Verlust der natürlichen und landwirtschaftlichen Vielfalt ist zusammen mit dem Klimawandel die größte ökologische Herausforderung in der Geschichte der Menschheit. Während nebenan die Vertreter von 190 Regierungen über Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt verhandeln, treffen sich in Bonn vom 12. bis 15. Mai Vertreterinnen und Vertreter von Basis-Initiativen, lokalen und regionalen Regierungen, Bauern-, Umwelt-, Entwicklungs- und Verbraucher- Organisationen aus allen Kontinenten und Winkeln der Welt, um praktische Alternativen zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und konsumieren. In einer Welt des Überflusses hungern 800 Millionen Menschen; 11 Millionen davon in den USA, wo gleichzeitig ein Viertel aller Lebensmittel weggeworfen wird. Die Fläche, auf der Lebensmittel wachsen, sinkt beständig. Dagegen wächst die Fläche zur Produktion von Tierfutter, Stärke, Zucker, Energie und industriellen Rohstoffen. Vielfalt im Supermarkt stammt nicht mehr vom Acker, sondern aus den Laboren der Lebensmittelindustrie. Weltweit gibt es seit Kurzem mehr Übergewichtige als Hungernde. Der industriellen Maxime „wachse oder weiche“ fallen jährlich Millionen bäuerliche und ländliche Existenzen in Nord und Süd zum Opfer. Mit ihnen sterben Gemeinden und Traditionen, Sprachen, Kulturen, soziale Netze und deren Wissen über Ökologie, Ernährung und Gesundheit. Gemessen daran, wie viele Menschen sich von einem Hektar Land ernähren können, gibt es nichts Produktiveres als kleinen und mittelständischen Land- und Gartenbau. Gemessen daran, wieviel Gewinn pro Arbeitskraft mit einem Hektar zu machen sind, haben diese Formen lokaler und regionaler Versorgung keine Chance gegen energie- und chemie-intensive oder auch gentechnisch veränderte Monokulturen. Gibt es eine Alternative zur Vernichtung natürlicher und menschlicher Ressourcen durch dieses System industrieller Monokulturen Nein. Es gibt Tausende von Alternativen. Millionen von Menschen arbeiten an traditionellen und innovativen Formen der Landwirtschaft und Lebensmittelpro-duktion. Sie nutzen und respektieren die natürliche Vielfalt, schonen die Umwelt, mindern den CO 2 -Ausstoß, orientieren sich am regionalen Bedarf und an ökologischen Gegebenheiten und sorgen für einen fairen Ausgleich der Interessen. Bauern-, Frauen-, Verbraucher- und Umweltschutzgruppen, kirchliche und Entwicklungsorganisationen, WissenschaftlerInnen, Gemeinden und Regionalregierungen, Graswurzel-Initiativen und soziale Bewegungen auf der ganzen Welt formieren sich zu einer gemeinsamen Bewegung der Vielfalt. Für sie ist „Planet Diversity“ ein Ort des Erfahrungsaustausches, der Begegnung, der Debatte und des Nachdenkens über gemeinsame Werte, Strategien und Perspektiven. "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein) WER – WO – WAS Pfingstmontag, 12. Mai: Demonstration und Festival Am Pfingstmontag früh geht es los (Treffpunkt 10 h, Rheinauen). Mit Themen-Wagen und Traktoren, Transparenten, Straßentheater, Tieren, Blaskapellen und Delegationen aller Regionen. Auf dem Festival im Anschluss können Sie Ihren eigenen Stand machen, Theater spielen, Mitmachaktionen und Kinderprogramme organisieren, Produkte verkaufen, Videos und Bilder zeigen, Saatgut tauschen, Musik machen, etwas Gutes kochen oder bei einem der Themen-Pavillons mitmachen (Frauen, Lateinamerika, Asien, Afrika, Italien, Kartoffeln, Saatgut). Wenn Sie Vorschläge haben, Busfahr-ten nach Bonn organisieren, Übernachtungsplätze brauchen oder anbieten können, Stände machen wollen etc. wenden Sie sich an das Organisations-Komitee in Bonn Telefon: 0228 926 50 22 Telefax: 0228 926 50 99 Anschrift: c/o IFOAM, Charles-de-Gaulle-Str. 5, 53113 Bonn Demo und Festival: Zoe Heuschkel und Lena Horlemann demo@planet-diversity.org oder festival@planet-diversity.org Betreuung der Gäste und private Unterkünfte: Lena Horlemann, 0228 926 50 21, unterkunft@planet-diversity.org, Organisation vor Ort: Anna Gyorgy, bonn@planet-diversity.org 13.-15. Mai: Der Kongress Von Dienstag bis Donnerstag kommen bei 6 Plenarsitzungen, 30 Workshops und 20 Kurzpräsentationen Initiativen, Organisationen, Ideen, Projekte, Geschichten und Konzepte aus aller Welt zu Wort. Melden Sie sich bitte auf der Webseite an und teilen Sie uns dort mit, wenn Sie einen eigenen Beitrag leisten wollen. Mit Hilfsan-geboten, Nachfragen und Vorschlägen wenden Sie sich bitte an das Kongress-Sekretariat in Berlin Telefon: 030 275 903 09, Telefax: 030 275 903 12 Anschrift: c/o Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Marienstr. 19-20, 10117 Berlin Kongress-Organisation: Shannon von Scheele und Maren Schweitzer, info@planet-diversity.org Übersetzungen, Betreuung der Webseite: Charlotte Berthou, c.berthou@planet-diversity.org, 030 284 823 22 Medien & Informationen: Mone Volke, presse@planet-diversity.org 030 284 823 25 Weitere Veranstaltungen mit Teilnehmern von Planet Diversity: Julia Bartal, juliabartal@planet-diversity.org, 030 284 823 25 Wer ist dabei Wir erwarten rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 70 Ländern. Hier eine kleine Auswahl derer, die bereits zugesagt haben. Percy Schmeiser, Kanada • Victoria Tauli-Corpuz, Tebtebba Foundation, Philippinen • Tewolde Berhan Gebre Egziabher, Umweltministerium, Äthiopien • Jakob von Uexküll, World Future Council, Deutschland Susanna Cenni, Landwirtschaftsministerin der Toskana, Italien • Vandana Shiva, Navdanya Seed Movement, Indien • Hans Herren, Millennium Institute, USA • Mamadou Lamine Coulibaly, Coordination Nationale des Organisations Paysannes, Mali • Hubert Weiger, BUND, Deutschland Ibrahim Abouleish, SEKEM, Ägypten • Christine von Weizsäcker, Ecoropa, Deutschland • Dominique Guillet, Kokopelli, Frankreich Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, European Parliament, AbL, Deutschland • Edith van Walsum, ILEIA, Niederlande • Elisabeth Bravo, América Latina Libre de Tansgénicos, Ecuador • Eric Holt-Giminez, Food First, USA • Chee Yoke Ling, Third World Network, China • Lyudmila Stebenkova, Moscow City Duma, Russland • Mamadou Goita, IRPAD, COPAGEN, Forum Nyéléni 2007, Mali • Annemarie Volling, Gentechnikfreie Regionen, Deutschland • Maria Blas Cakari, Asociacion de Productores de Maiz Organico de La Meseta P'Urepecha, Mexiko Mariam Mayet, African Centre for Biosafety, Südafrika • Marjorie Chola Chonya, Participatory Ecological Land-Use Management, Sambia • Maya Graf, Nationalrätin, Schweizerische AG Gentechnologie, Schweiz • Miguel Altieri, University of California, Berkeley, USA • P.V. Satheesh, Deccan Development Society, Indien • Parichart Suwanbubbha, Mahidol University, Thailand • Pat Mooney, ETC Group, Kanada • Professor Günter Altner, Deutschland • Ryoko Shimizu, Seikatsu Club Consumers' Co-operative, Japan • Shinji Asada, Vize-Governeur von Hokkaido, Japan Suprabha Seshan, Gurukula Botanical Sanctuary, Indien • Tonderai Andrew Mushita, Community Technology Development Trust, Simbabwe V.S. Vijayan, Kerala State Biodiversity Board, Indien • Assétou Founè Samake, IRPAD, Mali • Song Yang, Pesticide Eco- Alternative Center Yunnan, China • Abilé Romain Houehou, Ligue pour la Défense du Consommateur, Benin • Adriano Canci, Microbacias de la Coopérativa de Técnicos Unitagri, Brasilien • Agnes Lintao, SEARICE, Philippinen • Ana Gyorgy, Women and Life on Earth, Deutschland • Maria Isabel Manzur Nazal, Fundacion Sociedades Sustentables, Chile • Vicente Guaman, Organizaciones del Pueblo Kichwa Saraguro, Ecuador • Benny Härlin, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Deutschland • Bruno Heinzer, Greenpeace, Schweiz • Cathy Rutivi, Consumers International Africa, Zimbabwe • Claire Bleakley, GE Free New Zealand • Daniel Maingi, Kenia Biodiversity Coalition, Kenia • Louise Luttikholt, IFOAM, Deutschland • Debjeet Sarangi, Living Farms, Indien Farida Akther, UBINIG, Bangladesch • Felipe Iniguez Perez, MAELA, Mexiko • G. Agoramoorthy, Sadguru Water & Development Foundation, Taiwan Gabriel Fernandes, AS-PTA, Brasilien • Guy Kastler, Reseau Semence Paysanne, Frankreich • Georgina Catacora-Vargas, Tierra Viva, Bolivien Hartmut Meyer, GENET, Deutschland • Ibrahim Ouédraogo, Inades Formation/Copagen, Elfenbeinküste Georg Janßen, AbL, Deutschland • Isied Dawoud, Ministry of Water and Irrigation, Jordanien Helena Norberg-Hodge, Int. Soc. for Ecology and Culture, Großbritannien • Jacob Nellithanam, Richharia Campaign, Indien • Janani Hasda, Nari Rashmi Samaj, Vereinigung der indigenen Frauen von Orissa, Indien • Javier Rivera, Red Ciudadana frente a los Transgénicos, El Salvador • M. Coulibali, University of Bamako, Mali • Javiera Rulli, Base Investigaciones Sociales, Paraguay • Jorge Rulli, Grupo de Reflexión Rural, Argentinien Lamine Biaye, Association de Producteurs de Semences Paysannes, Senegal • Melaku Worede, Seeds of Survival, Äthiopien • Meriem Louanchi, AREA-ED, Algerien • Paula Alvarez Roa, Grupo Semillas, Kolumbien • Zung Ting, Myanmar • Rambati Pujari, Orissa Nari Samaj, Indien • Edith Lammerts van Bueren, Louis Bolk Institute, Niederlande Reiner Braun, Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, Deutschland • Rudolph Buntzel, Evangelischer Entwicklungsdienst, Deutschland • Ruth Tippe, "Kein Patent auf Leben!", Deutschland Salvatore Cecarelli, ICARDA, Syrien Witoon Lianchamroon • Biothai, Thailand • Sevinj Mammadova, Ganja Association, Aserbeidschan • Siegrid Herbst, IG gentechnikfreie Saat, Deutschland • Ushakumari Jayakumar, THANAL, Indien • Ute Sprenger, VERN, Deutschland • Victoria Kopeykina, Eremurus Club/ Biosafety Alliance, Russland • Werner Mueller, eco-risk, Österreich • David Llewellyn, Landwirtschaftsminister von Tasmanien, Australien


Pfingstfestival der Vielfalt Ein Pfingstfest der Sinne und des Sinns – Vielfalt hat Tausende Gesichter, Geschichten, Geschmäcker, Getränke, Gebräuche, Gesänge und Genüsse. Mit Theater, Musik, Tieren, Pflanzen, Saatgut, Aktionen, Tanz und Musik, Videos, Präsentationen aller Art und Pavillons aller Kontinente feiern wir die Vielfalt des Lebens. Ein großer Spaß für Groß und Klein. Ab 14 Uhr bis in den späten Abend feiern wir in den Rheinauen das „Festival of Diversity”. Haben Sie auch etwas beizutragen Wollen Sie einen Stand machen, etwa zu Essen, zu Trinken, zum Staunen oder zum Mitmachen anbieten Dann melden Sie sich möglichst schnell in unserem Bonner Büro. Alle anderen sind herzlich eingeladen, sich inspirieren und verzaubern zu lassen. planet diversity c/o Zukunftsstiftung Landwirtschaft • Marienstr. 19-20, 10117 Berlin Tel: 030 275903 09 • Fax: 030 275903 12, info@planet-diversity.org ORGANISATOREN Mitglieder des lokalen Organisations-Komitees: lokal vielfältig gentechnikfrei Internationale Demonstration Ab dem 12. Mai sind Vertreterinnen und Vertreter von über 190 Staaten der Welt für drei Wochen zu Gast in Deutschland, um über Artensterben und Gentechnik, die Kontrolle des Saatgutes, über Schutzgebiete und landwirtschaftliche Vielfalt zu verhandeln. Es geht um Überlebensfragen. Wird dabei mehr herauskommen als unverbindliche Absichtserklärungen Werden Regierungs- und Medienvertreter zu sehen und zu hören bekommen, was die Menschen hier in Deutschland und in aller Welt von Ihnen erwarten IG gentechnikfreies Saatgut UNTERSTÜTZER Für finanzielle Unterstützung danken wir: Wir laden alle, denen der Erhalt der Vielfalt und der Schutz vor Gentechnik am Herzen liegt, dazu ein, mit uns am Pfingstmontag, den 12. Mai zu demonstrieren: • Für das Menschenrecht auf ausreichende, vielfältige und gesunde Ernährung – Gegen den Missbrauch der Landwirtschaft als Lieferant von Agrar-Sprit und Rohstoffen für internationale Spekulanten • Für Selbstbestimmung von Verbrauchern und Landwirten – Gegen gentechnische Experimente mit unserem Essen und unserer Umwelt • Für freien Austausch von Saatgut und Wissen in der Landwirtschaft – Gegen Bio-Piraterie und Patente auf Lebewesen • Für den Erhalt der regionalen Vielfalt – Gegen agrarindustrielle Monokulturen und das weltweite Bauernsterben • Für biologische Vielfalt – regional, fair und gentechnikfrei! Beteiligen Sie sich an einem bunten und vielfältigen Umzug und einer internationalen Demonstration mit Teilnehmern aus allen Kontinenten: Wir sind die Vielfalt! Ein Schwerpunkt der Verhandlungen ist die Frage: Wer haftet künftig für Gentechnik-Schäden Die Antwort der Industriestaaten, einschließlich der Bundesregierung Deutschland, lautet bisher: Niemand. Freie Fahrt für Gentechnik-Unternehmen ohne Haftpflichtversicherung Das darf ja wohl nicht wahr sein! Vielfalt kostet viel Geld. Wir sind für jede Spende oder „Patenschaft" für ausländische KollegInnen dankbar: Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Konto-Nr.: 30 005 405, GLS Bank, Bochum, BLZ: 430 609 67 Spenden an die Zukunftsstiftung Landwirtschaft sind steuerlich absetzbar. Für Spendenquittungen brauchen wir Ihre Anschrift. WWW.PLANET-DIVERSITY.ORG SPENDEN 12. MAI 2008 DEMONSTRATION & FESTIVAL DER VIELFALT IN BONN 13. - 15. MAI INTERNATIONALER KONGRESS www.planet-diversity.org

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