Es war einmal ein Fink - Naturhistorisches Museum Bern

nmbe.ch

Es war einmal ein Fink - Naturhistorisches Museum Bern

Didaktisches Material zur Ausstellung „Es war einmal ein Fink

Glauben oder Nachforschen

Aufgaben

1. Schau dir die Videodiskussion an und notiere stichwortartig die Argumente der

Vertreter von: a) Wissenschaft, b) Theologie und c) Kreationismus

2. Gerne nehmen Kreationisten das Bild des blinden Uhrmachers zu Hilfe, um die

Unmöglichkeit der Evolution zu veranschaulichen: So wie niemand durch blindes,

ungerichtetes Herumspielen mit Zahnrädchen und Triebfedern eine funktionierende

Uhr zustande bringe, so könne auch die Natur nicht mit zufälligen Mutationen etwas

so Geniales wie ein Auge, ein Gehirn oder einen Vogel entstehen lassen.

Wie kann man aus wissenschaftlicher Sicht dagegen argumentieren?

Lösung zu „Glauben oder Nachforschen“

Der Uhrmachervergleich ist mehrfach unzulässig, da er Dinge vergleicht, die nur

scheinbar analog sind:

− In der natürlichen Evolution gibt es weder einen Schöpfer (Uhrmacher) noch einen

Plan oder ein Ziel wie z.B. eine Uhr zu entwickeln. Die „Resultate“ des Lebens

wie ein Auge oder ein Fink sind nicht vorgeplant gewesen.

− Der blinde Zufall beschränkt sich auf die Mutation oder - um im Bild zu bleiben -

auf das zufällige Herstellen und Ausprobieren tausender verschiedener Rädchen

und deren Verbindung über tausende von Jahren hinweg. Nach jeder neuen

Kombination setzt die natürliche Selektion ein und prüft die Sache auf ihre Tauglichkeit

unter den gegebenen Umweltbedingungen. Unbrauchbares wird weggeworfen,

Funktionierendes wird weiter verwendet zum erneuten Spiel mit weiteren

tausenden von Möglichkeiten bis einmal wieder eine davon erfolgreicher ist.

Abgesehen davon, ist die Verunglimpfung sehbehinderter Handwerker abzulehnen,

da diese sehr wohl zu solch feinmotorischen Höchstleistungen imstande sind ;-)

Museumspädagogik NMBE, Mai 09 mr 5

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine