Für eine Zukunft nach Maß - Nord-Handwerk

nord.handwerk.de

Für eine Zukunft nach Maß - Nord-Handwerk

8447 * 2,20

DAS MAGAZIN DER HANDWERKSKAMMERN FLENSBURG HAMBURG LÜBECK SCHWERIN 4

POLITIK UND WIRTSCHAFT

Klartext über die Lage

am Binnenmarkt

REPORTAGE

Mit den Römern

im Boot

Kammer-Infos (ab S. 20)

THEMA DES MONATS

Für eine Zukunft

nach Maß

Ausbildung im Handwerk

SPECIAL

Hallen- und Gewerbebau

ab Seite 38

APRIL 2008

WWW.HWK-FLENSBURG.DE


Ford Power für den Mittelstand

Gewerbewoche bei Krüll

vom 5. bis 12. April 2008

Auch in diesem Jahr steht die „Gewerbewoche“ wieder unter dem Motto: „Ford Power für

den Mittelstand“. Der Erfolg dieser bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Aktion

gibt Anlass, wieder einmal das fortwährende Engagement für den Mittelstand zu demonstrieren.

Die „Gewerbewoche“ richtet sich speziell an Handwerker und Gewerbetreibende

mit entsprechendem Fuhrpark. Umfassende Informationen über die breite Palette

der leichten Nutzfahrzeugklasse erhalten Sie in den Filialen der Krüll Motor-Company.

„Der Aufschwung muss bewegt werden“

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setzt der Ford Transit auch neue Maßstäbe.

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mit mittlerem Radstand und Flachdach,

aber auch verschiedenen Radständen für Kasten-

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ist - neben seiner überdurchschnittlichen Lang-

lebigkeit und herausragenden Funktionalität –

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kompetentes Team erwartet Sie. Außerordentliche

Aktionen - wie das „Handwerker-Frühstück“

und der „After Work Abend“ – sorgen auch in

der diesjährigen „Gewerbewoche“ wieder für ein

abwechslungsreiches Programm. Lassen Sie sich

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zu seiner heutigen Größe heran. Mittlerweile in

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einer großen Autohandelsgruppe – das sind die

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Kein Verkauf · Keine Beratung


Handwerk – das Gegenmodell

Andreas Katschke,

Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer

Lübeck.

In der Öffentlichkeit wird derzeit ein

katastrophales Unternehmer- und Unternehmensbild

gezeichnet. Wir lesen von

Spekulationspleiten verantwortungsloser

bzw. inkompetenter Manager. Wir reiben

uns verwundert die Augen, wenn Konzerne

Rekordgewinne verkünden und als Reaktion

darauf massenhafte Arbeitsplatzverluste

ankündigen (und daraufhin natürlich die

Börsennotierung in die Höhe schießt). Und

wir wundern uns über Liechtensteiner Stiftungen

und Steuerhinterziehungen durch

Topmanager und Konzernlenker.

Jede dieser Nachrichten ist für sich genommen

schon gefährlich, weil dadurch

positive Entwicklungen gar nicht mehr

wahrgenommen werden. Trotz der immer

wieder verkündeten Massenentlassungen

bewegt sich die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen

Arbeitsplätze auf Rekordniveau,

die Bundesrepublik kann für 2007

zum ersten Mal seit Jahren einen ausgeglichenen

Gesamtstaatshaushalt vorlegen.

Besonders tückisch ist, dass durch die Vielzahl

dieser Verhaltensweisen ein Bild entsteht,

das an den Grundwerten der sozialen

Marktwirtschaft rüttelt und die empfundene

Kluft zwischen „uns hier unten“ und

„denen da oben“ immer weiter vergrößert.

Viele Wahlforscher sind deshalb schon zu

der Feststellung gelangt, dass das Treiben

von Konzernlenkern und weiteren Topmanagern

auch ein Grund für den politischen

Aufschwung der Linken ist.

Positive Beispiele vorhanden

Es gerät leicht aus dem Blick, dass es auch

die anderen, positiven Beispiele und Wirtschaftsmodelle

gibt.

Allen voran ist sicherlich das Handwerk

zu nennen, das dem negativen Unternehmer-

und Unternehmensbild viel entgegenzusetzen

hat. Das Handwerk ist bei aller

Unterschiedlichkeit in den Tätigkeiten und

Betriebsgrößen noch immer durch den

persönlichen Einsatz, die persönliche Verantwortung

und Haftung des Inhabers gekennzeichnet.

Der handwerkliche Betrieb,

der oft über Generationen fortgeführt wird,

ist auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit

angelegt, nicht auf kurzfristige Gewinnmitnahmen

(und auf die Börsennotierung

muss er auch nicht schielen).

Das Handwerk ist in der Region verwurzelt,

es ist dem Inhaber nicht gleichgültig,

ob er in Schleswig-Holstein oder irgendwo

in einem Billiglohnland produziert. Die

Kluft zwischen den Inhabern, Mitarbeitern

und Kunden gibt es im kleinbetrieblichen

Handwerk nicht, stattdessen ein sehr großes

Verantwortungsgefühl gegenüber den

Arbeitnehmern und deren Familien.

Keine Wirtschaftsromantik

Natürlich weiß ich auch, dass dieses Gegenmodell

nicht in jedem Fall stimmt, dass es

auch im Handwerk die „schwarzen Schafe“

gibt, denen kurzfristiger Erfolg mehr

bedeutet als eine langfristige Entwicklung.

Aber das sind glücklicherweise seltene Ausnahmen.

Das kleinbetriebliche, inhabergeführte,

verantwortungsbewusste und standorttreue

Handwerk ist keine „Wirtschaftsromantik“,

sondern in weiten Teilen auch heute noch

Realität. Das Handwerk lebt das bessere

Unternehmer- und Unternehmensleitbild

täglich vor.

Hierfür hat das Handwerk die Unterstützung

der Politik und der gesamten

Gesellschaft verdient, meint

Ihre Meinung unter E-Mail

akatschke@hwk-luebeck.de

STANDPUNKT

April 2008 NordHandwerk 3


INHALT 4 | 2008 4 | 2008 INHALT

STANDPUNKT

03 Handwerk – das Gegenmodell.

THEMA DES MONATS

08 Sorge bereitet die schwächere Konjunktur

Interview mit Bildungsforscher Joachim Gerd Ulrich.

10 Das ist einfach eine soziale Verpflichtung

Lernschwachen eine Chance geben.

12 Die letzte Chance genutzt

Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche.

12 Ausbildung rentiert sich für die Betriebe

14 Durchfallen ist (fast) unmöglich

Neue Wege im Berufsgrundbildungsjahr.

POLITIK & WIRTSCHAFT

16 „Der Seismograph ist still“

Klartext über die Lage am Binnenmarkt.

17 Geschäftsklima schwächt sich weiter ab

Konsumunlust privater Haushalte.

17 Energieeffizienz in kleineren Unternehmen

Neues Programm der KfW-Förderbank.

18 Letzte Schrauben festgezogen

Landesgartenschau Schleswig-Holstein.

420x56 mm 4c 04.03.2008 13:42 Uhr Seite 1

Immer ein

Volltreffer!

36

08

Ausbildung im Handwerk

Wie hat sich die Lage am Lehrstellenmarkt entwickelt,

und warum ist es für Betriebe so wichtig auszubilden:

NordHandwerk sprach mit Dr. Joachim Gerd Ulrich

vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mit den Römern im Boot

Wissenschaftler, Studenten und Bootsbauer des

Vereins Jugend in Arbeit rekonstruieren in Hamburg

eine etwa 1.600 Jahre alte römische Galeere.

Foto: Münchenbach

38

Die Alternative: Holz im Hallen- und Gewerbebau

Bei Einfamilienhäusern ist Holz schon seit einiger

Zeit im Kommen. Aber auch im Hallen- und

gewerbebau bietet der ökologische Baustoff viele

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Foto: Holzabsatzfonds

REGIONALTEIL

20 Berichte und Bekanntmachungen aus

Kammerbezirk und Bundesland.

REPORTAGE

36 Mit den Römern im Boot

Archäologisches Experiment im Harburger Hafen.

SPECIAL: HALLEN- UND GEWERBEBAU

38 Schon mal an Holz gedacht?

Baustoff Holz als ökologische Alternative.

40 Wärme, wo Wärme hin soll

Möglichkeiten der Hallenbeheizung.

TIPPS FÜR DEN BETRIEB

42 Im Internet besser gefunden werden

42 Rechtstipp: Kostenvoranschlag

Gutes Geld für gute (Vor-)Arbeit?

43 Professionelle Hilfe im Steuer-Dschungel

Suche nach dem passenden Steuerberater.

RUBRIKEN

06 Kurz & knapp

35 Leute

44 Branchen

47 Feierabend

48 Lesermeinung

49 Impressum und Kleinanzeigen

50 Betriebsbörse

Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.


KURZ UND KNAPP

ZDH IN KÜRZE

Faktor Arbeit weiter belastet

Der ZDH kritisiert die vom Bundestag am

14. März beschlossene Pfl egereform. Die

Anhebung des Beitragssatzes zur Pfl egeversi-

cherung steigere die Arbeitskosten und laufe

dem erklärten Ziel der Regierung zuwider,

die Lohnzusatzkosten dauerhaft auf unter

40 % zu senken, kommentierte ZDH-Gene-

ralsekretär Hanns-Eberhard Schleyer. Das

arbeitsintensive Handwerk ist besonders

6 NordHandwerk April 2008

betroffen. Auch

werde im Pfl ege-

Weiterentwick-

lungsgesetz die

Kritik der Wirtschaft

am Rechtsanspruch

auf kurzfristige

Freistellung der

Arbeitnehmer zur

Pfl ege von Angehörigen nicht berücksichtigt.

Kleine und mittlere Betriebe können diese

Freistellung in der Regel nicht kompensieren,

so der ZDH. Sie sollten daher von dieser Re-

gelung ausgenommen werden.


Gespräch über die Lage am Lehrstellenmarkt:

Sorge bereitet uns die

schwächere Konjunktur

Das Thema Lehrstellenmarkt ist ein Politikum. Während

die einen die Situation als dramatisch beschreiben,

geben sich die anderen hoffnungsfroh. Bildungsforscher

Dr. Joachim Gerd Ulrich* plädiert für eine Versachlichung

der Debatte. NH traf sich mit ihm zum Gespräch.

Herr Doktor Ulrich, Politik und Wirtschaftsverbände

feiern den Ausbildungspakt als großen

Erfolg. Im Ausbildungsjahr 2006/07 habe

man rein rechnerisch jedem ausbildungswilligen

Jugendlichen eine Lehrstelle, zumindest aber

eine EQJ-Maßnahme anbieten können. Die

Gewerkschaften dagegen bewerten die Bilanz

als unzureichend. 626.000 unterschriebenen

Ausbildungsverträgen stünden 946.000 Schulabgänger

gegenüber. Unberücksichtigt blieben

8 NordHandwerk April 2008

Dr. Joachim Gerd Ulrich

dabei noch die rund 300.000 Altbewerber, also

unversorgte junge Leute früherer Schulentlassjahrgänge.

Wie beurteilen Sie als Wissenschaftler

die Lage auf dem Lehrstellenmarkt?

Ulrich Aufgrund der positiven Beschäftigungsentwicklung

hatten wir im letzten

Jahr mit einem Zuwachs bei den neuen

Ausbildungsverträgen um 20.000 bis 30.000

gerechnet. Dass es sogar 50.000 wurden,

hat uns natürlich gefreut. Darauf darf der

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Ausbildungspakt zu Recht sehr stolz sein.

Die Rechnung, jedem ausbildungswilligen

und -fähigen Jugendlichen habe man eine

Lehrstelle oder einen EQ-Platz anbieten

können, teile ich allerdings nicht. Denn

dabei bleiben all die erfolglosen Bewerber

unberücksichtigt, die ersatzweise in

Schulen oder Maßnahmen untergebracht

wurden. Deren Zahl ging erneut in den

fünf- bis sechsstelligen Bereich. Daher auch

die vielen Altbewerber.

Und welche Entwicklung prognostizieren Sie

für das laufende Ausbildungsjahr?

Ulrich 2008 werden bereits 40.000 Jugendliche

weniger die Haupt- und Realschulen

verlassen. Allerdings gibt es noch

sehr viele Ausbildungsplatzbewerber aus

beruflichen Schulen und darüber hinaus

die vielen Altbewerber. Sorge bereitet uns

Fotos: Seemann/Gansen

die schwächere Konjunktur. Dies könnte

dazu führen, dass 2007 wieder etwas weniger

Ausbildungsverträge abgeschlossen

werden. Aber sicher ist das nicht.

Trotz des in einigen Branchen spürbaren Facharbeitermangels

liegt die Zahl der ausbildenden

Betriebe seit Jahren konstant bei rund 21 %.

Wie erklärt sich dieser Widerspruch?

Ulrich Der Zuwachs bei den neuen

Lehrverträgen im letzten Jahr ging ja deutlich

über das hinaus, was aufgrund der

guten Konjunktur und des allgemeinen

Beschäftigungszuwachses zu erwarten gewesen

war. Offenbar holen viele Betriebe

jetzt nach, was sie in den Jahren zuvor

aufgeschoben hatten.

Dass die Betriebe

zuvor eher zögerlich

reagierten, muss vor

dem Hintergrund der

vergangenen Beschäftigungskrise

verstanden

werden. Vergessen wir

nicht, dass zwischen

2000 und 2005 rund

1,7 Mio. sozialversicherungspflichtige

Arbeitsplätze verloren

gingen. Ich bin schon froh, dass in dieser

schwierigen Phase die Ausbildungsquote

zumindest gehalten werden konnte.

Betriebsinhaber beklagen die schwindende

Ausbildungsreife der Jugendlichen. Sind

Schulabgänger heute dümmer als früher oder

die Betriebe/Berufe anspruchsvoller?

Ulrich Die Klagen der Betriebe sind

ernst zu nehmen. Zumal Einigkeit darüber

besteht, dass die Anforderungen im Zuge

der Modernisierung und Neuschaffung

von Berufen merklich gestiegen sind.

*STICHWORT

* Dr. Joachim Gerd Ulrich

Joachim Gerd Ulrich arbeitet als wissenschaftlicher

Mitarbeiter am Bundesinstitut für Berufsbildung

in Bonn. Im Mittelpunkt seiner

Forschungsarbeit steht für den promovierten

Wirtschaftswissenschaftler und Psychologen

die Entwicklung des Ausbildungsmarkts.

* Bundesinstitut für Berufsbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in

Bonn ist eine international anerkannte Ein-

„Wir müssen alles dafür tun,

die Bildung der Kinder

optimal zu fördern.

Die Sicherstellung der

Ausbildungsreife beginnt

bereits in der Familie und in

der Vorschulerziehung.“

THEMA DES MONATS

Gleichwohl: Dümmer sind die heutigen

Jugendlichen sicherlich nicht. In mancherlei

Hinsicht können sie sogar mehr

als frühere Generationen: Ihr Umgang

mit Medien, IT-Technik und ihr Auftreten

sind wesentlich lockerer. Allerdings sind die

heutigen Bewerber im Schnitt auch älter,

und umso mehr sollten sie die allgemeinen

Umgangsformen beherrschen. Wenn es

da hapert, wird es schwierig. Denn über

mangelndes Benehmen wegzusehen fällt

uns allen schwerer als über manche schulischen

Defizite.

An den Nachvermittlungsaktionen der Ausbildungspaktpartner

nimmt mitunter kaum die

Hälfte der eingeladenen

Jugendlichen teil. Wie

steht es um die Ausbildungswilligkeit

der Schulabgänger?

Ulrich Wenn man

aufwändig Nachvermittlungsorganisationen

organisiert und

dann kaum einer

kommt, ist das einfach

ärgerlich. Gleichwohl sollten wir nicht

den Stab über die Jugendlichen brechen.

Eingeladen wird ja nur der kleinere Kreis

der offiziell Unversorgten, also die, die

völlig auf der Straße stehen. Und unter

diesen befinden sich besonders viele ältere

Bewerber, die bereits längere Maßnahmekarrieren

hinter sich haben. Das ist

nicht immer die einfachste Klientel, zumal

die früheren Misserfolgserlebnisse Spuren

hinterließen. Gerade diese Jugendlichen

sehen wenig Sinn darin, wenn ihnen in

der Nachvermittlung anstelle einer regulären

Lehrstelle wieder einmal eine >>

richtung für die Entwicklung und Erforschung

der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Es

wird finanziert aus Mitteln des Bundes. Zu den

Aufgaben des BIBB gehört die Formulierung

praxistauglicher Vorschläge für die berufliche

Aus- und Weiterbildung. Außerdem wirkt das

Bundesinstitut mit am Berufsbildungsbericht

der Bundesregierung und an der Durchführung

der Berufsbildungsstatistik. Das BIBB

untersteht der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums

für Bildung und Forschung.

April 2008 NordHandwerk 9

Ausbildungs-Ass

Förderpreis der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD)

und Junioren des Handwerks e.V., gefördert durch

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die Zukunft.

� Die Situation

Viele junge Menschen sind heute vom Einstieg ins Berufsleben

ausgeschlossen, da sie keine Ausbildungsplätze

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THEMA DES MONATS

>> Maßnahme angeboten wird. Das

ist aber oft der Fall.

Ausbildungsplatzsuchende konzentrieren sich

auf eine Handvoll Modeberufe. Die meisten

der über 340 anerkannten Ausbildungsberufe

sind weithin unbekannt. Wie kann die

Berufsorientierung verbessert werden?

Ulrich Wir müssen verstehen, was in

den Köpfen der Jugendlichen vorgeht.

Viele geben sich nach außen „cool“,

haben aber in Wirklichkeit Angst vor

der Berufswahl und Lehrstellensuche.

Das führt oft zu irrationalen Verhaltensweisen,

z. B. dazu, dass man sich nicht

richtig informiert und am nächstbesten

Strohhalm festhält. Zudem richten sich

die Jugendlichen stark nach dem Image

der Berufe. Denn sie möchten mit ihrer

Berufswahl gut „ankommen“. Deshalb

achten sie genau darauf, wie wir Erwachsenen

und andere Jugendliche über

Berufe reden. Es ist übrigens erschreckend,

zu erfahren, was Jugendliche da

bisweilen heraushören. Wenn sie nun

um einige Berufe einen Bogen machen,

hat das leider auch eine Menge mit uns

Erwachsenen und unseren eigenen beruflichen

Vorurteilen zu tun.

In naher Zukunft verändert sich der Lehrstellenmarkt

von einem Nachfrage- zu einem

Angebotsmarkt. In Mecklenburg Vorpommern

etwa wird für die kommenden fünf

Jahre eine Halbierung der Schulabgängerzahlen

erwartet. Welche Forderung an die

Adresse von Politik und Wirtschaft lassen

sich von dieser Entwicklung ableiten?

Ulrich Je weniger Jugendliche es gibt,

desto mehr wird die Wirtschaft auf jeden

einzelnen angewiesen sein. Das bedeutet

aber nicht, dass sie deshalb ihre Anforderungen

an die Eignung der Bewerber

ins Unendliche senken wird, im Gegenteil.

Das Thema „Ausbildungsreife“

wird umso wichtiger werden, je weniger

Möglichkeiten die Betriebe haben, zwischen

verschiedenen Bewerbern auszuwählen.

Deshalb müssen wir alles dafür

tun, die Bildung der Kinder optimal zu

fördern. Und dies möglichst frühzeitig.

Die Sicherstellung der Ausbildungsreife

beginnt bereits in der Familie und in der

Vorschulerziehung.


THEMA DES MONATS

Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche

Die letzte Chance genutzt

Die Lage schien aussichtslos für Martin

Fehrmann. Mittlerweile war er

schon 23. Eine Ausbildung hatte er abgeschlossen.

Doch die fi nanzielle Situation

trieb ihn fast in den Ruin. Die Eltern interessierte

die Zukunft ihres Jungen nicht. Mit

17 zog er aus und irrte nach bestandender

Realschulprüfung von Betrieb zu Betrieb.

Doch niemand wollte ihn haben. Einer

Fortbildungsmaßnahme folgte die nächste

und dann der Abstieg in Hartz IV.

Als er 2006 jedoch vom Projekt „Mitarbeit“

hörte, erkannte er seine Chance

und griff zu. Mitinitiator Dieter Eggers

nahm den Jungen an die Hand und vermittelte

ihm ein zweiwöchiges Praktikum

beim nordfriesischen Heizungsbaumeister

Rainer Jensen in Risum-Lindholm. Der

Vor allem im Handwerk:

Ausbildung lohnt sich immer: Das ist so

leicht dahingesprochen wie wahr. Die

Volkswirtschaft gewinnt, die Betriebe

gewinnen und die Jugendlichen sowieso.

Dass betriebliche Berufsausbildung aber

für die Unternehmen in der Regel keine

Nettokosten verursachen muss, ja sogar

unmittelbar rentabel sein kann, ist eine

neue Erkenntnis. Der Berufsbildungsforscher

Prof. Dr. Felix Rauner von der Uni

Bremen ist vor einigen Wochen mit dieser

provokanten These hervorgetreten. Sie

stützt sich auf eine aktuelle Untersuchung,

die Rauner Ende 2007 für Bremen und

Bremerhafen durchgeführt hat.

Qualität und Rentabilität

Die duale Berufsausbildung ist die kostengünstigste

Form der Ausbildung, lautet der

Befund. Während der vom Bundesbildungsministerium

herausgegebene Berufsbildungsbericht

die Kosten pro Azubi und Aus-

12 NordHandwerk April 2008

kannte Martins Lebensgeschichte nicht.

Die Auftragslage war gut und eine kostenfreie

Arbeitskraft sehr willkommen. Dass es

sich bei Martin um einen sozial schwachen

Jungen handelte, erkannte Rainer Jensen

erst später.

Der Jugendliche zeigte großes Engagement.

Es war seine letzte Chance, auf dem

Arbeitsmarkt mit 23 Jahren noch Fuß zu

fassen. Jeden Morgen kam er pünktlich mit

dem Rad und scheute auf den Baustellen

keine Arbeit. Als Dieter Eggers ein Einstiegsqualifi

zierungsjahr (EQJ) vorschlug,

stimmte Rainer Jensen zu. Gleichzeitig

sah der Chef dies auch als Verpfl ichtung.

Für ihn stand fest, dass er den fl eißigen

Helfer anschließend als Auszubildenden

beschäftigen möchte. „Diese Chance hat

Ausbildung rentiert sich für die Betrie Betriebe

be

bildungsjahr

auf 8.600 €

taxiert, hat die

Bremer „QEK-

Studie“ einen

durchschnittlichen

Ertrag von 600 €

für die beteiligten Betriebe

ermittelt. Kosten –

2.200 € pro Schüler – verursa- verursa-

che allein der schulische Teil.

Die Werte für die einzelnen Unternehmen

lagen in der Untersuchung weit

auseinander. Sie ließen sich nicht auf Branchen,

Betriebsgrößen oder Ausbildungsberufe

zurückführen. Für Rauner heißt das,

die Betriebe haben es zum großen Teil

selbst in der Hand, ob Kosten entstehen:

alles eine Frage der Ausbildungsqualität.

Eine gute Ausbildung zeichne sich dadurch

aus, dass die Azubis schon zu Beginn

der Lehre mit anspruchsvollen Aufgaben

er sich ganz alleine verdient“, so Rainer

Jensen rückblickend. In vielen Gesprächen

nahm er Martins Versagensängste. Immer

mehr beschäftigte sich Rainer Jensen mit

den Bedürfnissen von Jugendlichen wie

Martin und erkannte Handlungsbedarf.

Gemeinsam mit elf weiteren Betrieben

der Region beteiligte er sich an einer gemeinnützigen

GmbH (siehe Kasten). 500

Euro investierte er, um künftig weiteren

sozial schwachen Jugendlichen wie Martin

helfen zu können - ihnen eine Chance zu

geben. Regelmäßig tauschen sich die Firmeninhaber

über ihre Auszubildenden aus

und versuchen Jugendliche über Praktika

an ihre Berufe heranzuführen.

Heute ist Martin im zweiten Lehrjahr.

Rainer Jensen hatte mit ihm nicht mehr

Die Debatte ist eröffnet. Prof. Felix Rauner während

eines Vortrags in der Handwerkskammer Hamburg.

gefordert werden. Die Kosten des ersten

Lehrjahres würden dadurch minimiert

und im dritten mehr als wettgemacht. Das

Handwerk habe von allen Branchen die

besten Voraussetzungen, rentabel auszubilden,

da die Ausbildung in produktiven

Arbeitsprozessen stattfi ndet.


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Neue Wege mit Berufsgrundbildungsjahr

Durchfallen ist (fast) unmöglich

Seit 30 Jahren werden an der

Beruflichen Schule Oldenburg

Azubis im ersten Jahr nur in der

Schule betreut. Die Ergebnisse

können sich sehen lassen.

Das Konzept ist anders, aber es hat

Erfolg. Und das, obwohl Betriebe

bei der Einführung des Berufsgrundbildungsjahres

(BGJ) in Oldenburg mächtig

zweifelten. Sie befürchteten eine zu starke

Verschulung der Ausbildung. 30 Jahre Praxis

zeigten, dass das erste Jahr in der Berufsschule

insbesondere den Jugendlichen viel bringt.

Noch heute ist es fast ein Alleinstellungsmerkmal

in Schleswig-Holstein. Schüler

mit Lehrvertrag verbringen das erste Jahr

außerhalb des Betriebes. 30 Stunden sind die

Azubis wöchentlich in der Berufsschule. In

den modernen Werkstätten erlernen Jungen

und Mädchen praktische und theoretische

Grundfertigkeiten. Nach Abschluss des BGJ

arbeiten sie in ihren Betrieben, für die in dem

einen Jahr keine Kosten entstehen.

Die Jungen und Mädchen können sich im

Laufe des BGJ zwölf Monate ausprobieren.

Wem ein Gewerk nicht liegt, steigt aus, bevor

er einen Betrieb von innen gesehen hat. Dieses

Konzept habe sich bewährt. „Die Schüler

Gemeinsam Fehlersuche in der KFZ-Werkstatt.

Ausbilder Christian Kahl (l.) erklärt Grundlagen der Metallbearbeitung.

gehen viel besser vorbereitet in ihre Betriebe

und auch die Durchfallquote derer, die das

BGJ schaffen, liegt bei den Gesellenprüfungen

gerademal bei etwa 5 %“, so Manfred Kasten.

Laut ZDH lag die Durchfallquote der Lehrlinge

bei Gesellenprüfungen

2007 bundesweit bei 8 %.

Die Türen zum BGJ stehen

allen offen. Realschüler,

Hauptschüler und jene ohne

Abschluss können sich bewerben,

wenn sie mit einem

Betrieb eine Vereinbarung

darüber getroffen haben, dass

sie nach dem BGJ im zweiten

Lehrjahr einsteigen können.

In Oldenburg sind es derzeit

rund 100 Auszubildende – in ganz Schleswig-

Holstein gerade mal 500 in den Berufsfeldern

Metall, Elektro, Holz sowie Farb- und

Raumgestaltung. „Mit diesen Innungen haben

wir Vereinbarungen getroffen und rund

70 Betriebe profitieren von unserer Arbeit“,

erläutert Manfred Kasten, Abteilungsleiter

fürs Gewerbliche an der Beruflichen Schule

Ostholsteins in Oldenburg. Seine Kollegen

setzen auf eine enge Zusammenarbeit zwi-

THEMA DES MONATS

schen Schülern, Lehrern, Betrieben und Eltern.

In persönlichen Gesprächen und per

E-Mail werden die Betriebe über aktuelle

Geschehnisse der Ausbildung informiert.

Bedürfnisse der Betriebe werden abgefragt.

Praktische Übun-

gen orientieren sich an

der Betriebspraxis. „Es

macht Spaß mit den Jugendlichen.

Wir haben

sie ein Jahr lang täglich

bei uns und probieren

mit ihnen langsam Dinge

aus, für die in Betrieben

oft keine Zeit bleibt“, so

Kfz-Praxislehrer Thies

Röschmann. Einige Ausbildungsbetriebe

stellen kostenfrei Material

zum Probieren bereit. Schüler lernen an

konkreten Fällen den Umgang mit der

komplexen Technik.

Lehrer Helmut Grimmig verweist auf die

guten Leistungen der Hauptschüler. „Wir

wollen ein Umdenken bewirken. Hauptschüler

sind regional stärker verwurzelt,

bleiben Betrieben treu und sind später gute

Facharbeiter“, so Grimmig.


POLITIK & WIRTSCHAFT

Klartext über die Lage am Binnenmarkt:

„Der Seismograph ist still,

da tut sich gar nichts“

Auf der Internationalen Handwerksmesse (ihm) in München

richtete der ZDH deutliche Worte an die Politik — zufrieden ist

der Spitzenverband über die Ergebnisse einer aktuellen Studie:

Das Kammersystem ist volkswirtschaftlich höchst effizient.

Die Internationale

Handwerksmesse in

München ist nicht nur Jahr

für Jahr eine Leistungsschau

des Handwerks, sondern

auch eine „gute Adresse“

für die Politik. Zur ZDH-

Vollversammlung erschien

Bundesarbeitsminister

Olaf Scholz, die Handwerksmesse

wurde von

Bundeswirtschaftsminister

Michael Glos eröffnet.

„Klartext“ sprach aber vor

allem Handwerkspräsident

Otto Kentzler.

Weil das Handwerk so

nah am Verbraucher sei, sei

es auch ein guter Stimmungsmesser für die

Entwicklung des Binnenmarktes. Und, so

Otto Kentzler: „Der Seismograph ist still,

da tut sich im Moment gar nichts.“ Die

relativ hohe Inflation und die deutlich

gestiegenen Energiepreise schmälern das

Mehr Privatinsolvenzen

Weniger Firmenpleiten

Die Zahl der Unternehmenspleiten ist

in Deutschland im vergangenen Jahr

um 10,4 % zurückgegangen. Das hat die

Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform

errechnet. Waren 2006 noch 30.700

Betriebe von der Insolvenz betroffen, so

wurden 2007 „nur“ 27.500 gezählt. Mit

einer Insolvenzquote von 90 pro 10.000

Unternehmen liegt Deutschland über dem

16 NordHandwerk April 2008

verfügbare Einkommen, die Bankenkrise

verunsichere zusätzlich.

Auch im vergangenen Jahr ist die Konjunktur

nicht so angesprungen wie erhofft.

Das Handwerk habe zwar 30.000

Arbeitsplätze neu schaffen können, aber

europäischen Durchschnitt (67). Sorgenkind

bleiben die Privatinsolvenzen. In

Deutschland ist ihre Zahl 2007 auf 139.000

Betroffene gestiegen. Das entspricht einem

Zuwachs von 12,3 %.


POLITIK & WIRTSCHAFT

Landesgartenschau Schleswig-Holstein

Letzte Schrauben festgezogen

Die regionalen Handwerker nutzten die Vorbereitungen der

Landesgartenschau in Schleswig, um dort ihre Arbeit zu

präsentieren. Verschiedenste Firmen bauten einen Aussichtsturm.

Hektisches Treiben herrschte in den

vergangenen Wochen auf dem Gelände

der Landesgartenschau in Schleswig.

Am 25. April öff nen die Pforten. Bis dahin

müssen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Während Landschafts- und Gartenbauer

letzte Blumen pfl anzten, Beete harkten

und Sträucher schnitten, blieb den Handwerkern

im künftigen Aussichtsturm wenig

Zeit zum Durchatmen. Schon aus der

Ferne werden die Besucher den höchsten

Punkt der Schau durch seine hellen Hölzer

erkennen können.

Nicht quadratisch, praktisch, gut

Mitarbeiter der Firma Metallbau Bartsch

zogen jede Schraube der Treppen nach.

In den vergangenen Monaten bauten sie

die Spezialanfertigung zunächst in den

Werkstatthallen. „Dieser Turm war eine

besondere Herausforderung, da er kom-

18 NordHandwerk April 2008

plett rund ist. Hier gilt nicht quadratisch,

praktisch, gut“, so Metallbaumeister Egon

Kramp. Auf eine alte Pumpstation wurde

eine 15 m hohe und 6,60 m breite

Konstruktion gesetzt. Tausende Zuschauer

werden bis Oktober von der Turmspitze

aus ihren Blick über das farbenprächtig

LANDESGARTENSCHAU 2008

Der Norden blüht auf. Erstmals gibt es in

Schleswig-Holstein eine Landesgarten-

schau. Das Gelände auf den Schleswiger

Königswiesen umfasst rund 16 Hektar mit

zahlreichen Blumen, Bäumen und Sträu-

chern. Vom 25. April bis zum 5. Oktober

erleben die Beuscher 164 Tage lang eine

grüne Oase an der Schlei.

Weitere Infos: www.lgs2008.de

Tischler Manfred Jurister bei letzten Arbeiten

am Aussichtsturm der Landesgartenschau.

blühende Gelände, die Stadt und die Schlei

schweifen lassen. Insgesamt schnitten und

verschweißten die Metallbauer 25 Tonnen

Stahl. „Für uns war der Auftrag besonders

reizvoll, da er direkt vor der Haustür lag.

Wir hatten kurze Transportwege, und das

Ergebnis kann man künftigen Kunden

direkt zeigen“, so Bartsch-Geschäftsführer

Jochen Sörensen.

Seit Oktober liefen die Planungen, in

die auch die Firma Jessen Bau eingebunden

war. Tischler Manfred Jurister verlieh

dem Turm einen Holz-Look. Insgesamt

verarbeitete er 1.900 laufende Meter Lärchenholz,

die an der Außenhaut befestigt

wurden. Je höher der Landesgartenschaubesucher

die zwei Wendeltreppen

hinaufsteigt, umso weiter öff net sich ihm

der Blick durch die Holzbretter. Auch

die Holzböden wichen durch den runden

Turm von der Norm ab und mussten

entsprechend schräg zugeschnitten werden.

„So was macht mir besonders Spaß, da es

anders ist“, so Manfred Jurister. Für ihn

stand fest, dass er die Schau in jedem Fall

einmal besuchen wird.

Etliche Meter Kabel zogen abschließend

Patric Pevestorf und Bernd Broer, Mitarbeiter

von Elektrik Jessen aus Schleswig, entlang der

Stahlkonstruktion. 40 Lampen werden den

runden Turm ausleuchten. Weiterhin sind

in der Spitze 16 LED-Leuchten angebracht,

damit der Turm auch in der Dunkelheit vor

den Toren Schleswigs strahlt.


EIN UNBÄNDIGER WILLE

Lübeck. Mujtaba Nabizada (23),

Schneidergeselle aus Lübeck, hat es

schon in sehr jungen Jahren gelernt, sich

im Leben durchzukämpfen. Aufgeben

kennt er nicht. Selbst in einem Land,

dass er bis zu seinem 17. Geburtstag

nur aus dem Fernsehen kannte, dessen

Sprache er nicht sprach, fasste er Fuß.

Ganz beeindruckend sogar. Obwohl er

eigentlich persisch spricht und von rechts

nach links schreibt, geht er erfolgreich

seinen Weg.

Im vergangenen Jahr schloss der gebürtige

Afghane seine Ausbildung zum

Herren-Maßschneider als bester GeselleSchleswig-Holsteins

ab.“Er ist ein

Naturtalent, es ist

ihm wohl in die

Wiege gelegt“, so

seine Lehrmeisterin

Carmen Lüttich.

Als Kind wächst

Mujtaba Nabizada

im vom Bürgerkriegerschütterten

Kabul auf. Die

Stadt ist schon zwei

Jahrzehnte im Ausnahmezustand.

Vier

große Parteien teilten

sie sich auf. Familie

Nabizada hat

eine kleine Maßschneiderei und wohnt

im Norden der Stadt. Die Angst ist ein

täglicher Begleiter.Vater Nabizada ist der

ethnischen Verfolgung bereits zum Opfer

gefallen. Der älteste Bruder betreibt die

kleine Herrenschneiderei für die Familie

weiter.

Der junge Mujtaba besucht die achte

Schulklasse. Dann kommen die Taliban.

Sie übernehmen die Macht. Die Gewalt

nimmt zu. Ethnische Gruppen werden

verfolgt. Fernsehprogramme gibt es nicht

mehr. Im Jahr 2001 sind bereits 95 % Afghanistans

besetzt. Die Nabizadas wollen

flüchten. Viel Zeit bleibt nicht. Mujtaba

muss fast alles zurück lassen, um aus der

Stadt zu kommen. Fortan trennen sich

die Wege der Familie.

Unbeirrt flüchtet der 17-Jährige nach

Deutschland. Ostholstein ist seine erste

Anlaufstation. Lange möchte er jedoch

nicht im Wohnheim sitzen. Obwohl er

nur wenig deutsch spricht, macht er sich

mit einem Stellenangebot von der Bundesagentur

für Arbeit auf den Weg in die

werkstatt der Lübecker Schneidermeisterin

Carmen Lüttich. Seine sprachlichen

Defizite gleicht er mit seinem freundlichen

Wesen und seiner Einsatzbereitschaft

aus. Nach überzeugender Probearbeit

bekommt er zunächst eine Aushilfsstelle

und wird später Lehrling. Vieles in der

Werkstatt geht ihm sogleich leicht von der

Hand. Die Abläufe und Verarbeitungstechniken

eignet er sich mühelos an. Viereinhalb

Jahre bildeten die beiden ein Team,

ergänzt durch eine weitere Auszubildende.

Carmen Lüttich hilft dem jungen Mann,

wo sie nur kann. Wohnung und Sprachunterricht

sind schnell geregelt. Nur bei der

Suche nach der Familie kommen beide

nicht weiter. Keine Hilfsorganisation kann

bis heute dem Flüchtling Hinweise auf

den Verbleib seiner Familie geben.

Mujtaba Nabizada geht trotzdem zielstrebig

seinen Weg. Lübeck musste er

wegen der schlechten Auftragslage verlassen.

Carmen Lüttich vermittelte ihren

Schützling in eine Theaterschneiderei nach

Baden-Würthemberg. „Dort lerne ich für

meinen Beruf vieles neue dazu und eine

weitere Fremdsprache – Schwäbisch“, so

Mujtaba, der gerne noch seinen Meister

als Herrenschneider machen möchte. Um

dieses ziel zu erereichen wird er das Geld

der Begabtenförderung nutzen, das er als

bester Geselle bekommen hat.


Archäologisches Experiment

Mit den Römern im Boot

Auf der Schlossinsel im Harburger Binnenhafen bauen Wissenschaftler und Studenten

der Universität Hamburg gemeinsam mit Bootsbauern des Vereins Jugend in Arbeit

eine etwa 1.600 Jahre alte römische Galeere nach. Mit im Boot sind auch zwei Azubis.

„Römische Geschichte hat mich

eigentlich nie interessiert. Aber der

Bootsbau um so mehr.“ Simon Smoterek

lächelt. Der 18-jährige in Polen geborene

Bootsbau-Azubi ist mit dabei, wenn Geschichte

zum Leben erweckt wird: durch

den originalgetreuen Nachbau einer 16

Meter langen und drei Meter breiten römischen

Kriegsgaleere aus dem 1. Jahrhundert

nach Christus mit Platz für bis

zu 20 Ruderern. Als Vorlage dient ein gut

erhaltener Fund, der 1986 in der Nähe

des Römerkastells von Oberstimm an der

Donau entdeckt wurde. Nach dessen Maße

wird das Flussschiff nun rekonstruiert und

2009 soll es im Rahmen des Ausstellungsprojektes

„2000 Jahre Varusschlacht“ mit

einer Rudermannschaft an Bord die Wasserwege

kreuzen, die bereits die Römer zur

Zeit des Augustus nutzten: Donau, Rhein,

Lippe, Ems, Elbe, Weser und Nordsee.

Einzigartiges

Projekt

Noch ist es nicht soweit

– aber das Boot

ist schon fast fertig.

Seit einem Jahr arbeitet

ein Team aus

fast 20 Mitarbeitern

an dem 230.000 €

teuren Projekt.

Simon Smoterek

ist im zweiten Ausbildungsjahr

bei Jugend

in Arbeit. Der

Verein ist über Hamburg

hinaus bekannt

für seine Projekte

zur Restaurierung

historischer Schiff e.

Die Bildungsstätte gibt benachteiligten

Jugendlichen eine Chance auf Ausbildung

– vor allem im Bootsbau. Insgesamt sind

zurzeit 32 Auszubildende in verschiedenen

Projekten tätig. Eines dieser Projekte ist

die Römer-Galeere.

Simon Smoterek freut sich, dass er von

Anfang an dabei sein konnte: „Ich lerne

viel und es macht großen Spaß. Bootsbauer

ist ein toller Beruf,

denn hier werden immer

die Menschen gebraucht.

Maschinen können nun

mal keine Boote bauen.“

Das triff t besonders auf die

Römergaleere zu. Denn

die ungewöhnliche Rekonstruktion

erfolgt mit

antiken Techniken: Die

Nägel sind handgeschmiedet,

die Holznägel selbst

gedrechselt und die Planken

mit Nut und Feder

verbunden. Mehrere Versuche, das originalgetreue

Holzpech für die Schutzschicht am

Unterbau herzustellen, scheiterten jedoch.

Geschichte hat eben auch Grenzen.

Der Modellbau der Römergaleere.

Wissenschaft und Handwerk

Das Projekt ist eine Teamarbeit zwischen

Wissenschaft und Handwerk, geleitet von

Professor Dr. Christoph Schäfer, Althistoriker

an der Universität Hamburg, mit

Leidenschaft für antike Schiff fahrt und

Schiff sbau. Mit im Boot sind deshalb auch

Studenten, die die Bücherei mit der Werkhalle

tauschten und Alte Geschichte nun

mit Pinsel und Hobel studieren anstatt trockener

Textquellen.

Auf der anderen Seite steht das Handwerk.

Ein Team aus Bootsbaumeistern, Gesellen

und Auszubildenden. Der 30-jährige Tisch-

lergeselle Jerome Stüwe kümmert sich um

die Tagesaufgaben und teilt die Personen ein.

Drei Auszubildende von Jugend in Arbeit

sind bei diesem Projekt dabei. Auch der 24jährige

Jesper Boenigh freut sich über diese

Chance: „Ich habe lange eine Ausbildung

gesucht und nun meinen Traumberuf gefunden.

Das Besondere bei diesem Projekt

ist, dass jeder mit seinen Ideen einbezogen

wird und etwas zählt.“

Simon und Jesper müssen

nun noch die Riemen

(Ruder) mit Kuhleder

beschlagen und die

Kerben in den Rahmen

des Bootes schleifen. Die

Azubis lernen hier zwar

auch Dinge, die heute

nicht mehr alltäglich

sind – Grundlegendes

am Bootsbau hat sich

aber auch in fast 2.000

Jahren Geschichte nicht

geändert. Noch immer werden Boote nach

dem gleichen Prinzip gebaut.

Wie verhält sich das Boot?

Für die Wissenschaftler geht es mit diesem

Nachbau darum, herauszufi nden, wie

schnell ein Römerschiff auf dem Wasser

war, wie gut es zu manövrieren war und

wie die Segel wirkten. Dabei ist zu bedenken,

dass die Flüsse damals nicht geradlinig

waren wie heute und die Boote deshalb

auch zwei Steuerruder hatten.

Für Jerome Stüwe und die beiden Azubis

steigt die Spannung, wenn das Schiff

im April ins Wasser geht. Sind die Planken

dicht, reißt das Holz auch nicht und

quillt es richtig auf? Alle hoff en, dass es

keine Pannen gibt. Jerome Stüwe: „Bis

zum Stapellauf müssen wir noch die Ru-

36 NordHandwerk April 2008 April 2008 NordHandwerk 37

Fotos: Muenchenbach

REPORTAGE

Stolz auf ihre Arbeit: Jerome Stüwe, Jesper Boenigh

und Simon Smoterek (v. li.).

deranlage bauen und die Ziersteven aus

Eiche anbringen. Der Mast ist schon fertig.

Dann fehlt nur noch die Takelage.“ An ein

Kriegsschiff denken die jungen Männer

allerdings weniger bei dem Boot. „Es hat

eine Seele und die wollen wir zum Vorschein

bringen.“


SPECIAL

Hallen- und Gewerbebau

Schon mal an Holz gedacht?

Wer an Gewerbebauten oder Hallen denkt, verbindet diese meist

mit den Baustoffen Beton, Metall oder Ziegel. Beim Hausbau ist Holz

bereits immer häufiger eine Alternative und auch im Gewerbe- und

Hallenbau hat ein Umdenken eingesetzt. Ökologie und Umwelt-

schutz sowie die Betriebskosten nehmen als Entscheidungsfaktoren

an Bedeutung zu. Und hier hat der Baustoff Holz einiges zu bieten.

Holz ist nicht nur ein nachwachsender,

also ökologisch unbedenklicher Roh-

stoff, die verschiedenen Holzarten bieten

aufgrund ihrer Beschaffenheit eine große

Breite an biologischen, technischen und

optischen Eigenschaften. Der organische

Verbundwerkstoff hat ein geringes Gewicht

sowie eine hohe Festigkeit und ist damit

gut zu verarbeiten. Außerdem hat er eine lange

Lebensdauer und eine gute Wärmedämmung

(siehe Kasten). Holz bietet in puncto

Bauformen die unterschiedlichsten Möglichkeiten.

Egal, ob nun traditionell oder

modern-futuristisch, gestalterisch und tech-

nisch anspruchsvolle Bauten gehören heute

zum Standard.

Modulbauweise auch mit Holz

Ähnlich wie im Beton- und Stahlbau wird

auch in der Holzbaubranche inzwischen mit

Holzfertigbauteilen gearbeitet. Das bundesweit

agierende Unternehmen Trend Gewerbe-

bau aus Baden-Württemberg begann vor fünf

Jahren mit der Idee vom ökologischen Hallen-

und Gewerbebau. Inhaber Jacki Jalet

setzt auf Holzfertigelemente und verzeichnet

damit jährlich zweistellige Zuwachsraten. „Wir

mussten uns aufstellen“, sagt der Schwarz-

wälder, und bezeichnet die Konkurrenz durch

Stahlhallen als sehr stark. Derzeit macht das

Geschäft mit Holzhallen und -gewerbebauten

erst 10 % vom Gesamtmarkt aus – bei den

Wohnhäusern sind es schon 30 % – , doch

„ein Umdenken“ der Kunden sei deutlich zu

spüren. Die Mehrheit der Menschen sind na-

tur- und umweltbewusster geworden. Doch

ein paar Tausend oder gar mehrere Zehntausend

Euro nur der Umwelt zuliebe mehr zu

zahlen, das könnten sich doch die wenigsten

leisten, so der Trend-Geschäftsführer.

Um preislich konkurrenzfähig zu sein,

stellt Jalet die Holzfertigelemente in einer

eigenen Produktionsfirma her. So kann er

nicht nur günstiger anbieten als die Stahlhallenkonkurrenz,

sondern fast jeden Kunden-

wunsch realisieren, und die Halle auch noch

genauso schnell produzieren und aufstellen

– innerhalb von vier bis sechs Wochen. Bei

den Wänden handelt es sich um Massivholzwände

mit hoher Statik und hervorragender

Druck- und Zugbelastung. Dementsprechend

sind freitragende Hallen mit Spannweiten

von 40 Metern kein Problem.

Großes Energiesparpotenzial

Aber was macht Holz als Baustoff nun so

interessant gegenüber Stahl und Beton? Es

sind einmal die geringen Energiekosten bei

der Be- und Verarbeitung „Die Ersparnis

liegt schon in der Produktion bei 90 %“,

sagt Jalet. Außerdem könne Stahl beim

Brandschutz im Vergleich mit Holz nicht

mithalten. „Beim Stahl ist der Brandschutz

der Schwachpunkt.“ Holz erfülle dagegen

sogar die von den Kommunen geforderten

höheren Standards. Aber auch bei den Folge-

kosten hat Holz die Nase vorn. Durch die

massive Bauweise mit Holzfertigelementen

geht wenig Heizenergie verloren und hält

so die Energiekosten niedrig.

Ob bei Werkstatthallen mit

angrenzenden Büros (oben re.),

Hallen mit großen

Spannweiten (oben) oder

repräsentativen Bürobauten (re.),

Holz ist ein vielseitiger,

ökologischer und energie-

sparender Baustoff.

Die Verwendung von Fertigbauteilen

hat noch einen weiteren Vorteil: Um-

und Erweiterungsbauten können ohne

Probleme umgesetzt werden. Ändert sich

also der Platzbedarf oder die Nutzungsart,

kann der Gewerbebau oder die Halle

den individuellen Erfordernissen angepasst

werden, ohne ein neues Gebäude errichten

zu müssen.


SPECIAL

Energieausweis

Ab 2009 auch für

Gewerbebauten

Zum 1. Oktober 2007 ist die novellierte

Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft

getreten. Damit wurde der bundesweit einheitliche

Energieausweis verpfl ichtend bei

Vermietung und Verkauf eingeführt. Danach

wird für Büro oder andere Nichtwohngebäude

der Energieausweis bei Verkauf oder

Vermietung ab dem 1. Juli 2009 zur Pfl icht.

Mietern oder Kaufi nteressenten müssen

Hauseigentümer, deren Wohngebäude bis

Ende 1965 erbaut wurde, schon ab dem

1. Juli 2008 einen Energieausweis vorlegen.

Für alle anderen Wohngebäude gilt dies ab

dem 1. Januar 2009.

Der Energieausweis soll helfen, bei Kauf,

Bau oder Anmietung die Energieeffi zienz

eines Gebäudes, sprich die Höhe der Energiekosten,

besser einschätzen zu können

sowie für Markttransparenz und für Vergleichbarkeit

von Objekten

zu sorgen. Bei den

Energieausweisen kann

zwischen zwei Varianten

gewählt werden. Beim

Bedarfsausweis ermittelt

ein Fachmann den rechnerischen

Energiebedarf

und dokumentiert den

energetischen Zustand

des Gebäudes. Dabei

werden die Qualität der

Foto: dena/BMVBS

Gebäudehülle – wie Fen-

ster, Decken und Außenwände

– sowie der Heizungsanlage und

des Energieträgers berücksichtigt. Dagegen

beruht der Verbrauchsausweis auf dem Energieverbrauch

der vergangenen drei Jahre.

Beide Ausweisvarianten müssen individuelle

Modernisierungsempfehlungen enthalten.

Bei Wohngebäuden, die vor 1977 gebaut,

nicht grundlegend energetisch saniert

wurden und weniger als fünf Wohneinheiten

haben, ist der Bedarfsausweis zwingend vom

Gesetzgeber vorgeschrieben. Wer sich jedoch

bis zum 1. Oktober 2008 für einen Energieausweis

entscheidet, hat noch die Wahlfreiheit

zwischen den Ausweisvarianten.


TIPPS FÜR DEN BETRIEB

Suchmaschinen

Im Internet besser gefunden werden

Die Recherche in Suchmaschinen ist nach

E-Mail die wichtigste Nutzungsart des

Internet. Konkrete Produkte und Infos

werden gesucht. Für Unternehmen ist

entscheidend, in den Listen der Suchergebnisse

präsent zu sein. Laut dem Bundesverband

der Digitalen Wirtschaft (BVDW)

sind es inzwischen 1,19 Milliarden €, die

für bezahlte Suchanzeigen ausgegeben

werden. Bei der Suchmaschinenoptimierung

(SEO) werden die eigenen Webseiten

so optimiert, dass sie in den Trefferlisten

der Suchmaschinen möglichst weit vorne

stehen. 48 % der Unternehmen erledigen

Außenwirtschaft

Archivierung von

Ausfuhrbelegen

Unternehmen können ihre Lieferungen

aus Deutschland in Drittländer steuerfrei

behandeln, wenn die Voraussetzungen des

§ 6 UstG erfüllt sind. Neben der Erfordernis

des tatsächlichen Gelangens eines

Liefergegenstandes aus dem Inland in ein

Drittland ist das exportierende Unternehmen

verpflichtet,

die Ausfuhr nachzuweisen.

Hierzu

müssen die Regelungen

der Umsatzsteuerdurchführungsverordnung

beachtet werden.

Aus den Belegen

muss zweifelsfrei

ersichtlich sein, dass die Ware beim

Kunden im Drittland angekommen ist.

Dies kann mit der dritten Ausfertigung

der Ausfuhranmeldung geschehen, dem

sogenannten Ex. Nr. 3. Dafür muss aber

dieses Formular auf der Rückseite von

der Ausfuhrgrenzzollstelle unbedingt

abgestempelt worden sein. Im Versandverfahren

genügt die Bescheinigung der

Binnenzollstelle.


BRANCHEN

Reetdachdecker forschen

Dem Rätsel auf

der Spur

Neue Forschungen geben Aufschlüsse zum

frühzeitigen Zersetzen des Reets.

Die Qualitätssicherung Reet stellte sie vor.

Seit 2006 rätseln die Reetdachdecker,

warum verstärkt

Dächer verfaulen. Medien

berichteten vorschnell von grünen

Killerpilzen, die das Reet

auff ressen. Die Angst kann den

verbrauchern

g e n o m m e n

werden. Erste

Gutachten der

Initiative Qualitätssicherung

Reet (QSR)

widerlegen die

Horror-szenarien.

Bei den Pilzen

handelte es

sich lediglich um normale weiße

und braune Schwämme.

Die Forscher Dr. Kai-Uwe

Schwarz und Jan Juraschek

gingen dem Problem auf

den Grund. In Niedersachsen,

Schleswig-Holstein und

Mecklenburg-Vorpommern

begutachteten sie 65 schadhafte

VIER WICHTIGE FAKTOREN

44 NordHandwerk April 2008

„Wir

schätzen,

dass die

Schadensquote

bei

rund 20 % liegt.“

Dr. Kai-Uwe Schwarz

Dächer. Die ersten Zwischenergebnisse

präsentierten sie im

März Architekten, Planern und

Reetdachdeckern. Im wesentlichen

führen falsche Bauweisen

und schlecht Materialien zur

frühzeitigen

Verwesung. Das

Problem sei lösbar.

Alle Seiten

wurden angehaltenverantwortungsvoller

zu arbeiten und

sich abzustimmen,

da gerade

die Handwerker

den Planern von Reetdächern

wertvolle Hinweise geben können.

Die Schadensquote liege offi -

ziell bei rund 10 % der tausend

Dächer, die bundesweit jährlich

gedeckt werden. „Punktuell

sind es sogar 80 Prozent. Wir

rechnen im Durchschnitt mit

1. Material: Reetdachdecker sollten bei der Auslieferung darauf

achten, dass die Bunde nicht zu feucht sind. Maximal 18 Prozent

sind zulässig.

2. Bauphysik: Durch die Umnutzung vieler Dachböden zu Wohnräu-

men, ist eine ausreichende Hinterlüftung notwendig. Zudem sollten

die Dächer nicht fl acher als 45 Grad sein. Weiterhin behindern zu

viele Gauben den Abfl uss des Wassers.

3. Handwerk: Die Dächer dürfen nicht zu fl ach und die Halme dürfen

nicht kurz sein und sollten möglichst steil eingebaut werden.

4. Standort: Reetdächer in der Nähe von Wasserstellen können dazu

neigen sich schneller zu zersetzen.

etwa 20 % “, erklärte Dr. Kai-

Uwe Schwarz. Proben ergaben,

dass 32 % der Dächer jünger als

fünf Jahre waren. Die Hauptursache

liege aber beim Material,

dass teilweise nach der Ernte

nur unzureichend getrocknet

werde und feucht an die Dachdecker

ausgeliefert werde. Nahezu

90 % des Reets komme

derzeit aus dem Ausland. „Wir

müssen es schaff en, dass der Weg

das Materials von der Ernte bis

hin zum Kunden transparenter

wird. Eine lückenlose Dokumentation

ist

unabdingbar.

Leider wissen

wir oft nicht

wie alt das

Reet eigentlich

schon ist“,

erläuterte Jan

Juraschek.

Weiterhin

stellten die

Forscher fest,

dass bei schadhaften

Dächern entweder eine

Hinterlüftung fehle oder dass

die Dachneigung einfach zu

fl ach seien. „Das Wasser sammelt

sich dann im Reet und

„Der Weg

des Materials

von

der Ernte

bis hin zum

Kunden muss transparenter

werden.“

Jan Juraschek

fl ießt nicht ab“, erklärte Dr. Kai-

Uwe Schwarz. Mit einer ausreichenden

Lüftung könne auch

eine extreme Geruchsbildung

verhindert werden.

Die Handwerker hingegen

müssten bei ihrer Arbeit darauf

achten, dass sie die nötige Halmneigung

erreichen und nicht zu

kurzes Reet verwenden. Ein weiterer

möglicher Faktor für eine

schnellere Zersetzung des Daches

könne auch der Standort in der

Nähe eines Gewässers sein.

Nach den ersten Forschungsergebnissen

riet

Jan Juraschek

den Reetdachdeckern,

dass sie

mit Hilfe von

neuen Prospekten

der QSR

die Kunden auf

die Problematik

aufmerksam

machen sollen.

„Grundsätzlich

ist es später gut,

den Kunden später immer wieder

mal zu beraten und eventuell Ausbesserungsarbeiten

vorzuschlagen,

um großen Schäden vorzubeugen“,

so Juraschek.


BRANCHEN

Hörgeräteakustiker

Qualität muss

gewahrt werden

Augenoptiker und Hörgeräteakustiker

forsern, dass nur der zur

Meister- oder Bachelorprüfung

gelassen werden soll, der eine

Gesellenprüfung abgelegt habe.

Die Entwicklungen in den Bereichen

der Meisterprüfungen

und Bachelorabschlüssen veranlassten

die Bundesinnungen

der Hörgeräteakustiker (BIHA)

und der Augenoptiker (ZVA)

zu einem gemeinsamen Positionspapier.

Die Möglichkeit,

einen Meister- oder Hochschulabschluss

in einem der

beiden gefahrengeneigten Gesundheitsgewerke

zu erlangen,

ohne mehrjährige fachpraktische

Kenntnisse nachzuweisen,

würde dem Prinzip des Verbraucherschutzes

nicht entsprechen.

Friseur-WM

46 NordHandwerk April 2008

Landmaschinen

In der Landmaschinenbranche

werden dringend Auszubildende

gesucht. Die Chance auf

eine Übernahme sei sehr groß.

Obwohl Nachwuchs

fehlt läuft

es sehr gut. Der

Berufszweig

steht auf gesunden

Füßen.

Die bundesweit

5.000 Landmaschinen-Fachbetriebe

verzeichneten im vierten

Quartal 2007 erneut ein leichtes

Umsatzplus. Dies betrug für

Neumaschinen etwa 1,6 %. Der

Ersatzteilverkauf und die Werkstattarbeiten

steigerten sich um

1,3 % und 1,7 % . Insbesondere

bei den Schleppern und Boden-

Weltmeisterlich abgeschnitten

Die deutschen Friseure

glänzten auf der Hair-

World 2008 in Chicago

mit überragenden Leistungen.

Acht Weltmeistertitel

nahmen sie über

den großen Teich mit in

die Heimat. Im Damenfach-Seniorenteam

siegten

in der Kategorie Technik

Edith Milchmeier, Ines

Tieböhl, Anna Timina und

Christin Zieger. Auch das Juniorenteam, bestehend aus Natascha

Bauer, Carina Grube, Anna Lauinger und Diana Rauscher, wurde

Weltmeister. In der Kategorie Mode siegten die Herrenfachteams

der Senioren (Daniel Giermann, Sonja Fischer, Susan Hoffmann

und Michele Saviano) und der Junioren (Sandra Eismann, Constanze

Grimm, Alexandra Klein und Nico Wolfram). Hinzu

kamen je ein zweiter, dritter und vierter Platz für Deutschland.

Vier weitere Goldmedaillen gingen in den Einzeldisziplinen an

Anna Timina (Creative Style, Hair by Night Senioren Damen),

Susan Hoffmann (Streetfashion Senioren Herren) und Anna

Lauinger (Hair by Night Junioren Damen).


VFB-Lübeckfan

Matthias Kapahnke

Lebenslanges VIP-Ticket

VfB-Fan mit Herz und Seele

In guten und auch schlechten Zeiten

steht Matthias Kapahnke zu seinem VfB

Lübeck. Obwohl der Fußball-Regionalligist

in der laufenden Saison in eine

fi nanzielle und auch sportliche Schiefl age

geraten ist, besucht der Dachdeckermeister

noch immer jedes Heimspiel.

Sein Platz auf der Tribüne hat er sich

jetzt fürs ganze Leben gesichert. Als der

VfB zur eigenen Rettung lebenslange

5 9 3

7 2 3

8 6 2 9

2 7 4

6 1 5

4 3 7

7 1 5 3

9 5 4

7 9 4

Sudoku

VIP-Tickets verkaufte, schlug Matthias

Kapahnke zu. Für 9.919 € darf er ab

sofort zu jedem Heimspiel. „Ich habe nur

zwei Tage überlegt und wollte als gutes

Beispiel vorangehen. Leider bin ich bisher

der einzige mit solch einem Ticket“,

so Kapahnke. Er hoff t auf eine schnelle

Genesung des kranken VfB. Ein Abstieg

in die vierte Liga scheint kaum noch abwendbar.

„Wir müssen aber weiter hinter

unserem Verein stehen, um schon bald

wieder tolle Fußballfeste zu erleben“, so

Kapahnke. Schon seit seiner Kindheit ist

der 45-Jährige regelmäßig Gast auf der

Lohmühle. „Die Stimmung ist phantastisch,

wenn tatsächlich 18.000 Zuschauer

die Jungs nach vorne peitschen. Leider

sind es derzeit nie mehr als 4.000“,

erklärt der Fan. Mit leuchtenden Augen

erinnert er sich an die verlorene Pokalschlacht

des VfB in Bremen (März 2004:

3:2 n.V.) zurück. „Damals waren 12.000

Lübecker in Bremen. Hoff entlich dürfen

wir solche Spiele recht bald wieder

erleben“, so Matthias Kapahnke. Er sieht

durchaus Parallelen zwischen Betrieben

und Mannschaften. Es müsse gelingen,

Sudoku kennen Sie nicht? Na gut: Alle offenen

Quadrate müssen so ausgefüllt werden, dass dass die sehr jungen Spieler jetzt viel von

as24_180x30_Apr08 in jeder Zeile, jeder Spalte und 17.03.2008 jedem 3x3-Feld 10:33 den Uhr Erfahrenen Seite 1lernen,

dann werde sich

alle Zahlen von 1 bis 9 stehen.

der Erfolg einstellen.


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DEUTSCHES

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48 NordHandwerk April 2008

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„Von Raab bis Riester“

Prominente Handwerker

Der eine ist das singende

Mettbrötchen und

König Lustig, der andere

berät seit Jahren die

Politik und erfand eine

eigene Rentenform.

Stefan Raab und Walter

Riester scheinen noch

so unterschiedlich zu

sein. Dennoch haben

sie eines gemeinsam: Sie

sind Handwerker. Ulrike

Basdorf, Stefan Buhren

und Ulrike Lotze begaben

sich auf die Spuren

von 33 Prominenten,

die einen Gesellenbrief

haben. Herausgekommen

ist ein kleines

Buch mit großartigen

Karrieregeschichten.

Der Leser erfährt in den

kurzen Geschichten viel

über die Kindheit der

Prominenten und die

Zeit, als sie in jungen

Jahren auf Baustellen, in

Backstuben oder auch

Werkstätten für niedrigen

Lohn anpackten.

Auch Schauspielgrößen

wie Heiner Lauterbach,

Ex-Bundestrainer Jürgen

Klinsmann, Rennlegende

Michael Schumacher,

Bundeswirtschaftsminister

Michael Glos oder

auch Comedystar Mike

Krüger waren einst

Gesellen.


IMPRESSUM

Das Magazin der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin

Verlag: Verlag NordHandwerk GmbH,

Holstenwall 12, 20355 Hamburg

Sekretariat: Dagmar Spreemann,

Tel.: 040 35905-222, Fax: 040 35905-309,

dspreemann@hwk-hamburg.de;

http://www.nord-handwerk.de

Chefredakteur: Heinz Oberlach (v. i. S. d. P.)

Tel.: 040 35905-227, hoberlach@hwk-hamburg.de

Herausgeber: Handwerkskammer Flensburg, Handwerkskammer

Hamburg, Handwerkskammer Lübeck,

Handwerkskammer Schwerin, vertreten durch das

Herausgeber-Gremium, bestehend aus den jeweiligen

Hauptgeschäftsführern Udo Hansen, Frank Glücklich,

Andreas Katschke und Edgar Hummelsheim

Zentralredaktion:

Dr. Thomas Meyer-Lüttge (tm), Tel.: 040 35905-272,

tmeyer-luettge@nord-handwerk.de;

Kerstin Gwildis (kl), Tel.: 040 35905-253,

kgwildis@nord-handwerk.de;

Jens Seemann (jes), Tel.: 040 35905-345

jseemann@nord-handwerk.de

Redaktionsfax: 040 35905-347

Kammerredaktionen:

Handwerkskammer Flensburg,

Andreas Haumann (ah), Johanniskirchhof 1,

24937 Flensburg, Tel.: 0461 866-181,

Fax: 0461 866-184,

A.Haumann@hwk-flensburg.de

Handwerkskammer Hamburg,

Beate Münchenbach (mü),

Holstenwall 12, 20355 Hamburg,

Tel.: 040 35905-324, Fax: 040 35905-309,

bmuenchenbach@hwk-hamburg.de

Handwerkskammer Lübeck,

Ulf Grünke (grü), Breite Straße 10–12, 23552 Lübeck,

Tel.: 0451 1506-202, Fax: 0451 1506-180,

ugruenke@hwk-luebeck.de

Handwerkskammer Schwerin und Landesredaktion

Mecklenburg-Vorpommern,

Dr. Petra Gansen (pg), Friedensstraße 4A,

19053 Schwerin, Tel.: 0385 7417-152,

Fax: 0385 7417-151,

p.gansen@hwk-schwerin.de

Verlagsdienstleister:

zwei:c werbeagentur GmbH, Schanzenstraße 70, 20357

Hamburg, Tel.: 040 4143338-30, Fax: 040 4143338-18

Anzeigenverkauf:

Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag GmbH

Schanzenstraße 7o, 20357 Hamburg

Ansprechpartnerin: Tanya Kumst

Tel.: 040 4143338-44, Fax: 040 4143338-49

E-Mail: tanya.kumst@hbzv.com

Anzeigentarif 2007

Erscheinungsweise: monatlich (24. Jahrgang)

NordHandwerk ist das offizielle Organ der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin. Für

alle im Bereich der genannten Handwerkskammern

in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe ist

der Bezugspreis mit dem Handwerkskammerbeitrag

abgegolten. Für alle anderen Bezieher beträgt der

Bezugspreis jährlich 24,20 € (einschl. Postgebühren

und 7 v. H. Mehrwertsteuer); Einzelverkaufspreis 2,20 €

(einschl. 7 v. H. Mehrwertsteuer). Das Magazin und

alle in ihm veröffentlichten Beiträge und Abbildungen

sind urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung

übernommen. Nachdruck und Verbreitung des

Inhalts nur mit ausdrücklicher Genehmigung der

Chefredaktion, mit Quellenangabe und unter Einsendung

eines Belegexemplars an die Zentralredaktion.

Vervielfältigungen von Teilen dieser Zeitschrift sind

nur für den innerbetrieblichen Gebrauch des Beziehers

gestattet. Die mit dem Namen des Verfassers

oder seinen Initialen gezeichneten Beiträge geben

die Meinung des Autors, aber nicht unbedingt die

Ansicht der Herausgeber wieder. Bei Nichterscheinen

der Zeitschrift infolge höherer Gewalt besteht kein

Anspruch auf Lieferung der ausgefallenen Ausgaben

oder auf Rückzahlung des Bezugsgeldes.

Druck: Kröger Druck GmbH,

Kronskamp 138, 22880 Wedel,

Tel.: 04103 808-0, Fax: 04103 14775

Design: Selby & Co., Hamburg

Lektorat: Michael Hartmann

Titelfoto: Bilderbox

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Teilbeilagen von:

- Stabila Maßgeräte GmbH

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23552 Lübeck

Tel. 0451 1506-238

Fax 0451 1506-277

E-Mail: cmueller@hwk-luebeck.de

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50 NordHandwerk April 2008

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ANGEBOTE

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A 2008/023

A 2008/019

A 2007/140

A 2008/024

A 2008/016

A 2008/021

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Tel. 040 35905-361

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Baugeschäft abzug. A101/1/2/3/4/5

Zimmerei/Baustoffhandel abzug. bzw.

s. Teilhaber

A105/1/2/3/4

Dachdeckerei abzug. A106/1/2

Metallbaubetrieb abzug. A201/3/4

Landmaschinenhandel und –reparaturbetrieb

abzug.

A201/1

Kfz-Betriebe abzug. A209/1/2/3/4/5/

6/7/8/9/10

Kleiner Kfz- und Bootsmotorenbetrieb an

der nördl. Ostküste s. Nachfolger/-in

Heizungs- und Sanitärbetrieb abzug.

bzw. bietet Beteiligung

A209/11

A215/1/2/3

Elektroinstallateurbetrieb abzug. A218/1/2/3/4/

5/6/7

Unterhaltungselektr.-Fachgeschäft abzug. A222/3

Tischlereien abzug. A301/1/2/3/4/5/

6/7/8

Schuh- und Schlüssel-/Stempeldienst

an der Westküste abzug.

A413/1

Polsterei an der Ostküste abzug. A418/1

Bäckereien/Konditorei abzug. A501/3/4

Fleischereibetrieb abzug. A503/1

Dentallabor im Raum Rendsburg s. Nachfolger

oder Teilhaber

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Friseurgeschäfte abzug. A607/1-18

Wäscherei (Schnellreinigung) A8634/1

Kosmetiksalon abzug. A8637/1

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Dachdeckerei ges. N106/1

Steinmetz- und Steinbildhauermeister s.

Betrieb in Schleswig-Holstein

Maler- und Lackierermeister s. Betrieb im

nördlichen Schleswig-Holstein

Schlossermeister s. Kunstschmiede o. Ä.

an der Ostküste

NACHFRAGE

N113/1

N115/1/2

N201/1

Installateur- und Heizungsbaubetrieb ges. N216/1/2/3

Bäckerei ges. N501/2/3

Konditormeister s. Konditorei/Café N502/1

Augenoptikermeister s. Betrieb N601/1

Friseurgeschäft ges. N607/2

Handwerkskammer Flensburg

Johanniskirchhof 1-7

24937 Flensburg

Tel. 0461 866-132

Fax 0461 866-184

E-Mail: a.gimm@hwk-flensburg.de

www.hwk-flensburg.de

Gebäudereinigungsbetrieb ges. N611/1/2

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Bauunternehmen abzug. A1

Straßenbauerbetrieb A5

Autolackierer-/Malerbetrieb abzug. A13

Metallbauerbetriebe abzug. A16

Rohr- u. Kanalreinigungsbetrieb abzug. A16A

Feinmechanikerbetriebe abzug. A19

Kfz-Betriebe abzug. A23

Installateur-/Heizungsbauerbetriebe

abzug.

ANGEBOTE

A27

Elektrotechnikerbetriebe abzug. A29

Rollladen- u. Jalousiebauerbetrieb abzug. A40

Bootswerft abzug. A41

Änderungsschneiderei abzug. A47

Sattlerei abzug. A55

Raumausstatterbetrieb abzug. A56

Bäckereien/Konditoreien abzug. A57

Fleischereibetrieb abzug. A59

Augenoptikerbetrieb abzug. A63

Friseur-/Kosmetiksalons abzug. A68

Glaserei abzug. A72

Fotostudio abzug. A78

Schilder- u. Lichtreklameherstellerbetrieb

abzug.

HWK LÜBECK

A93

Malermeister su. Betrieb B13

Metallbauermeister su. Betrieb B16

Kraftfahrzeugmechnikermeister su.

Betriebe

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B23

Landmaschinenmechaniker su. Betrieb B24

Installateur-/Heizungsbauermeister su.

Betriebe

B27

Elektrotechnikermeister su. Betriebe B29

Bäcker-/Konditorm. su. Betriebe B57

Friseurmeister su. Betriebe B68

Textilreinigungsbetriebe gesucht B69

Druckerei/Verlag gesucht B80

Bestattungsinstitute gesucht B95

BETRIEBSVERMITTLUNG (Auszug)

Angebote und Nachfragen von Beteiligungen oder

ganzen Unternehmen können der jeweiligen Handwerkskammer

mitgeteilt werden. Interessenten für

die hier veröffentlichten Angebote und Nachfragen

wenden sich bitte ebenfalls unter Angabe der Chiffre

an die zuständigen Handwerkskammern. Zuschriften

werden ungeöffnet weitergeleitet.

Handwerkskammer Schwerin

Friedensstraße 4A

19053 Schwerin

Tel. 0385 7417-152

Fax 0385 7417-151

E-Mail: p.gansen@hwk-schwerin.de

www.hwk-schwerin.de

Gewerbeflächenvermittlung

Handwerkskammer Hamburg

Tel. 040 35905-225

Fax 040 35905-363

www.hwk-hamburg.de/

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