Programmheft zur Aufführung des Stücks Frankenstein - La Vita

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Programmheft zur Aufführung des Stücks Frankenstein - La Vita

gleiche Stufe mit „Gott“ zu stellen und sogar vor der Erschaffung künstlichen Lebens nicht zurückschreckt. Es regt an, über die moralischen Grenzen der Wissenschaft nachzudenken. Oft liegen Nutzen und Schaden nah beieinander. Bringen zum Beispiel Clon-Experimente die Menschheit weiter oder stellen sie eine gefährliche Entwicklung dar, die unser moralisches Wertesystem aus den Angeln hebt Liebe und Zuneigung So Furcht erregend das von Frankenstein erschaffene Wesen auch erscheinen mag, im Grunde ist es nicht böse. Es möchte von seinem Schöpfer und der Gesellschaft anerkannt werden. Es erhofft sich Liebe und Zuneigung, damit es ein eigenes „Ich“ herausbilden kann. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Es wird verstoßen und ausgegrenzt. Als es helfen will, wird es sogar angegriffen. Es kommt zu einem tragischen Unfall. Zu groß sind die Vorurteile gegen das Geschöpf, das in Aussehen und Verhalten nicht den Normen entspricht. Frankenstein erweist sich als „schlechter Vater“ und lässt „sein Kind“ fallen, weil er es zu hässlich findet. Das Geschöpf verfällt in Traurigkeit und Selbstmitleid. Die Enttäuschung über die Zurückweisung schlägt in Hass und Gewalt gegen seinen Schöpfer um. Es verübt sogar einen Mord, um sich zu rächen. Doch auch sein Schöpfer Dr. Frankenstein ist nicht per se ein Bösewicht. Ursprünglich ist er angetreten, um große Taten für