Die Übertragungsgenauigkeit von okklusalen Verhältnissen in den ...

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Die Übertragungsgenauigkeit von okklusalen Verhältnissen in den ...

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derum Tabelle 4). Darüber hinaus ist bei den A-Silikonen der Übergang vom

plastischen in den elastischen Zustand besser als bei den K-Silikonen zu er-

kennen, zumal die Elastizität bei letzteren trotz Verfestigung noch unvollständig

sein kann (Craig 1989, Welker 1995, Viohl 2000).

Darüber hinaus sollte Beachtung finden, daß die Aushärtung der A-Silikone

unter Vermittlung eines Platinkatalysators erfolgt, und somit der Kontakt mit

Latexhandschuhen, Adstringentien und Lokalanästhetika zur Inhibierung der

Aushärtungsreaktion beziehungsweise zu Abbindestörungen führen kann.

Da Abformungen wie auch Mundentnahmen zur Registrierung von Kieferrelationsverhältnissen

im hydrophilen Bereich stattfinden, werden seit einigen Jahren

neben den an sich hydrophoben Silikonen auch A-Silikone im Handel angeboten,

bei denen durch Zusatz von seifenähnlichen Molekülen (wie oberflächenaktive

Tenside) die molekularchemisch bedingte Hydrophobie reduziert

wird, wodurch es zu einer leicht benetzbaren beziehungsweise hydrophilen

Oberfläche kommt. Ob jene Materialien zu einer Verbesserung der Übertragungsgenauigkeit

beitragen, ist jedoch bislang fraglich.

3.4.3.2 Polyether

Oben wurde bereits angeführt, daß sich neben den additionsvernetzenden

Silikonen, insbesondere Polyether unter den elastomeren Werkstoffen durch

eine gute Lagerungsbeständigkeit sowie auch gute Dimensionsstabilität und

dimensionsgetreue Wiedergabe auszeichnen (siehe hierzu wiederum Tabelle

4).

Polyether besitzen eine durch die Molekülstruktur bedingte Hydrophilie, die zu

einem guten Anfliessverhalten im feuchten Milieu führt. Hierdurch kommt es

aber auch zu einer hohen initialen Haftung, welche die Entformung eines

Abdruckes erschwert. Untersichgehende Stellen sollten daher beim Einsatz von

Polyethermaterial gut ausgeblockt werden (Reusch und Weber 1999).

Ausgangsprodukt der hydrophilen irreversibel-elastische Polyethermassen sind

Copolymerisate aus Ethylenoxid und Tetrahydrofuran. Lineare Makromoleküle

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