Die Übertragungsgenauigkeit von okklusalen Verhältnissen in den ...

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Die Übertragungsgenauigkeit von okklusalen Verhältnissen in den ...

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rend der Einwirkung äußerer Kräfte deformiert werden, und sich die Verknäue-

lungstendenz einzelner Molekülteilstücke zur Rückstellkraft des deformierten

Elastomers summieren beziehungsweise in die alte Stellung zurückfedern.

Insgesamt geht auch aus den Ergebnissen der vorliegenden Studie hervor,

dass sich mit keinem der auf den Markt erhältlichen Bissregistriermaterialien die

an sie gestellten Anforderungen in idealer Weise erfüllen beziehungsweise

keine absolut fehlerfreie Reproduktion von Kieferverhältnissen erreichen lässt.

Letzteres gilt nicht zuletzt auch für den Registriergips (Snow White Plaster

No. 2 ® ), der sich in der vorliegenden Studie zwar ebenfalls als recht dimen-

sionsstabil erwies, bei dem aber die angefertigten Registrate in der Gesamtheit

recht große mittlere Gesamtfehler aufwiesen. Hierzu sei erwähnt, dass sich bei

Gips besonders beim bezahnten Kiefer Schwierigkeiten bei der Entnahme

ergeben und leicht kleine Teile verloren gehen können, was zu einer weniger

guten Detailwiedergabe führen kann. In diesem Zusammenhang seien

nochmals Millstein et al. (1973) angeführt, die bereits damals zu dem Schluss

kamen, dass starre Materialien, wie Gips oder Wachse, nicht für Durchbissregistrate

geeignet sind, zumal es bei ihnen sowohl zu vertikalen als auch

zu sagittalen und horizontalen Verlagerungen kommen kann.

6.2 Zweiter Versuchsteil

In diesem Teil der vorliegenden Arbeit wurden elastomere Bissregistrate unter

praktischen Verhältnissen, wie sie im zahntechnischen Labor gegeben sind,

geprüft, bei denen sich Ungenauigkeiten nicht nur aufgrund der materialspezifischer

Eigenschaften des verwendeten Registriermaterials ergeben können,

sondern auch von der Abformtechnik, der Modellherstellung und den materialspezifischen

Eigenschaften des hierbei eingesetzten Superhartgipses verursacht

werden.

Bei den besonders weichen Registraten wie Kristall ® und den besonders harten

Registraten wie Futar D ® , fanden sich deutlich größere Gesamtfehler als unter

rein labortechnischen Bedingungen. Aus Futar D ® angefertigte Registrate, bei

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