xRundschau gerhard - Johanneshaus

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xRundschau gerhard - Johanneshaus

Herbst 2013 · Ausgabe Nr. 64

Der Erzengel Michael

vor Rudolf Steiners Zeit

Haydn am Teich

Öschelbronn – Chartres

und zurück


Inhalt

Der Erzengel Michael vor Rudolf Steiners Zeit 3

Hans Krauss

Aus der Geschäftsführung 4

Thomas Kirst

Kultur im Johanneshaus: Rückschau auf 6

eine ungewöhnliche Vernissage

Dorette Jensen

Konzert mit dem Alphorn/Spiritual-Quartett 7

Rolf Schönstedt

Joseph Haydn im Johanneshaus-Park 8

KarlMichael Heel

Haydn am Teich 9

Ursula Weidmann

Verstorbene 10

Menschen, die zu uns gekommen sind 11

Menschen, die uns verlassen haben 11

Mitarbeiter-Jubiläen 11

Mauersegler 13

Ulrich Burandt

Das Gedicht – Folge 10 14

Hans Krauss

„Wer kann Kunst“ 15

Ger Kutscher

Teile einer Deutschlandfahrt 16

Gerhard Lehmann

Die drei Siebe des Sokrates 17

Öschelbronn – Chartres und zurück 18

Ernst Maxeiner

Wenn die Anemone ‘ne Sardelle schlürft 20

Ger Kutscher

Notizen vom Eichhof 21

Ursula Weidmann

Mein Jahr im Garten-Paradies 24

Lukas Ose

Die Wunschkollegin 25

Ursula Weidmann

Kulturvorschau 26

Impressum 27

„Oh unbesiegter Gottesheld“

a.d. Mainzer Cantional 28

zum Bild rechts:

Der lateinische Text oben: Der Erzengel Michael kämpftmit dem Drachen, das heißt mit dem diabolus und seine Engel mit

ihm (Offb. 12,7). Text darunter: Nun ist geworden das Heil, die Wirkenskraft und das Reich unseres Gottes und die Vollmacht

seines Christus (Offb. 12,10). Übersetzung dieses unteren Textes von H. Ogilvie.

Ungewöhnlich an diesem sonst eher schlichten Bild ist die Einbeziehung zahlreicher Engel Michaels. Dass auch der Drache

Beistand hatte (ebenfalls Offb. 12,7) zeigt uns äußerst drastisch Dürer auf einem seiner großen Holzschnitte zur Apokalypse.

Titelbild: Burg Hohenzollern, Erzengel Michael, romanisch, Anfang 12. Jahrhundert

2 Johanneshaus Rundschau


Der Erzengel Michael

vor Rudolf Steiners Zeit

Buchmalerei Frankreich 1250-70

„Wer ist wie Gott“ (hebräisch: Mikael)

So sollen die letzten Worte des von Michael geschlagenen

Drachens gelautet haben: „Welcher

Gott – bei meiner Stärke muss es ja wohl ein Gott

sein – besiegt mich da“

Michaelisches begegnet uns in Teilaspekten schon

bei dem altindischen Gott Indra, Held und Kriegsgott,

der den Drachen erschlug. Eine ähnlich

kämpferisch-überirdische Kraft finden wir in dem

mythischen Gott Krischna, einen weiteren michaelischen

Zug bei dem ägyptischen Mondgott Thot,

Seelenwäger beim Totengericht. – Im Mithraskult

schließlich erkennt man deutlich das Kämpferische

dieses geistleuchtenden Gottes.

Im alten Testament wirkt Michael u. a. als Verteidiger

des Volkes Israel (Buch Daniel 12,1). Auch in

einigen Apokryphen wird er erwähnt, so als Hüter

des Paradiestores (Nikodemus) und Chronist der

Weltgeschichte (Jubiläen 12,7).

Für das Christentum ist die Niederwerfung des

Drachens von zentraler Bedeutung. Ferner ist er

Seelenwäger am Tag des jüngsten Gerichts. Diese

Seite seines Wesens fanden wir in mehreren

Kirchen Bornholms besonders eindrucksvoll verdeutlicht.

– In der Reihenfolge der Engelhierarchien

ist Michael der bekannteste Erzengel.

Im Lauf von Jahrhunderten wurde er der Schutzheilige

mehrerer Berufe und Verbindungen. So ist

er als Heilkundiger Patron der Kranken und himmlischer

Arzt. Folgenreicher wurde seine Schirmherrschaft

über Soldaten und Krieger, was ihn

auch zum Symbol der wehrhaften Kirche und

Führer der himmlischen Heerscharen werden ließ.

Als solcher griff er mehrmals siegbringend in

Schlachten ein, auch erschien er der Jungfrau von

Orléans. Im späten Mittelalter wurde er zusammen

mit dem Ritter Georg Patron der Ritter sowie einiger

Orden und Bruderschaften. Eine der letzten

Gründungen ist wohl die Michaelsbruderschaft

(29.09.1931), doch auch die Akademie Boll

(29.09.1945) ist hier zu nennen.

Die Zahl der Michaelskirchen in aller Welt ist unüberschaubar,

allein auf Kreta findet man mehrere

in enger Nachbarschaft. Manche dieser alten

Kirchen sind Gründungen auf schon in vorchristlicher

Zeit heiligem Boden.

Allein in Deutschland führen über ein Dutzend

Orte Michael in ihrem Namen. Besonders auffallend

ist hier die russische Stadt Archangelsk.

Plastische Darstellungen Michaels sind sehr viel

seltener als Gemälde. Im Ulmer Münster sieht man

ihn mit seinem Schwert in überdimensionaler

Größe. In den 1920-er Jahren geschaffen, wurde

diese martialische Erscheinung unter Hitler an im

ganzen Schiff unübersehbarer Stelle angebracht.

Aufgrund der erkennbar einseitigen Darstellung

seines Wesens ist dieser Erzengel – übrigens auch

als Kunstwerk – in der Stadt bis heute immer wieder

umstritten.

Die bekanntesten bildlichen Deutungen sind von

Dürer, Raffael, Pieter Brueghel d. Ä, Tintoretto und

Rubens.

Im Jahr 493 legte Papst Gelasius I. den 29.

September, Weihetag einer römischen Kirche, als

Tag des Erzengels Michael fest; die Ostkirche feiert

ihn am 8. November. Als Patron der Soldaten und

Krieger (s.o.) stieg er dann 955 (Schlacht auf dem

Lechfeld) zum Patron des Heiligen Römischen

Reiches Deutscher Nation und später Deutschlands

auf.

Wie aber kam es von da zu seinem Abstieg zum

volkstümlichen deutschen Michel, charakterisiert

durch „Schwerfälligkeit und gutmütige Unklugheit“

(Brockhaus 1908) Wer hat Kunde hiervon

oder weiß es gar

(Absatz 2 beruht auf dem Buch „Aus Michaels

Wirken“, 3. Auflage, 1967, S. 36 – 38)

Hans Krauss

Johanneshaus Rundschau 3


Aus der Geschäftsführung

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Erde befindet sich mitten im Michaelischen

Zeitalter. Sehr eindringlich hat Rudolf Steiner

Wesen und Wirken des Erzengels Michael

beschrieben, als Verwalter der kosmischen Intelligenz

und wesenhafte Offenbarung des göttlichen

Denkens: „Michael hat sich die Kraft erobert, wenn

die Menschen ihm entgegenkommen mit all dem,

was in ihren Seelen lebt, diese so zu durchdringen

mit seiner Kraft, dass sie die alte materialistische

Verstandeskraft, die bis dahin in der Menschheit

groß geworden ist, umwandeln können in spirituelle

Verstandeskraft, in geistige Verstandeskraft.

Das ist die objektive Tatsache; sie hat sich vollzogen.“

(Quelle: GA 195, S. 26 ff.)

Die alte materialistische Verstandeskraft hat –

das können wir weltweit erleben – ausgedient. Sie

führt zu Lösungen, mit denen die heutigen Probleme

nicht mehr beantwortet werden können. Ein

ganz aktuelles Beispiel dafür sehen wir in unserem

Arbeitsfeld im Gesundheits- und Pflegesektor. Die

Pflegeversicherung wurde eingeführt, damit pflegebedürftige

Menschen eine Grundabsicherung

haben. Doch das Pflegegesetz ist seither nur marginal

fortgeschrieben worden. Gleichzeitig werden

Pflegeleistungen immer teurer und die Anforderungen

steigen. Diese Verquickung führt dazu,

dass die Belastungen für pflegebedürftige Menschen,

ihre Familien und auch die professionellen

Fachkräfte immer höher werden. Auf der einen

Seite kämpfen Betroffene mit immer höheren

finanziellen Belastungen, auf der anderen Seite

verzweifeln Mitarbeiter an den strukturellen Gegebenheiten

des heutigen Pflegemarktes (Fachkräftemangel,

hohe Anforderungen und Ansprüche,

erhöhter Zeitmangel u.v.m.).

Kann uns im Johanneshaus die Kraft des

Erzengels Michael einen Weg zeigen Wir meinen

ja! Wir sind dringend aufgefordert, spirituelle und

geistige Verstandeskraft zu entwickeln, die uns

befähigt, herkömmliche Wege zu verlassen, in

neuen Lösungen zu denken und diese umzusetzen.

Die ersten Schritte werden kleine Schritte sein,

aber mit jedem Schritt, den wir gemeinsam gehen,

wird der Pfad breiter werden. Wir werden Wegenetze

anlegen können, wenn wir uns mit anderen

zusammenschließen. So versuchen wir z.B. ganz

aktuell dem Fachkräftemangel mit einer Kooperation

mit der Camphill Ausbildungsstätte zu begegnen

und gemeinsam ein Konzept für die „Ausbildung

zur/m staatlich anerkannten Altenpfleger/in

in anthroposophischer Pflege“ aufzustellen.

Auch unser stetes Mühen und Ringen um die

Zukunft unseres Johanneshauses trägt Michael-

Qualitäten in sich: wir alle, BewohnerInnen wie

MitarbeiterInnen, müssen uns eine spirituelle und

geistige Vorstellung erarbeiten, welche Wesenszüge

unser Haus bekommen muss, damit auch in

der Zukunft viele Menschen zu uns kommen

möchten. Gemeinsam ist zu durchdenken, welche

Wünsche und Anforderungen uns in die Zukunft

tragen, aber es ist auch zu durchdenken, von welchen

Gepflogenheiten wir uns verabschieden

müssen, weil sie den Zukunftsanforderungen nicht

mehr entsprechen.

In diesem Zusammenhang wurde an uns im

Rahmen der Mitgliederversammlung unseres Trägervereines

bereits im Herbst 2012 die Frage nach

mehr Transparenz herangetragen. So kündigte ich

Ihnen im Frühjahr 2013 an, dass wir mit Ihnen alle

im Johanneshaus lebenden und wirkenden Kräfte

und Initiativen in ihren Aufgaben und Tätigkeiten

im und für das Johanneshaus betrachten. Dieses

Vorhaben beginnen wir derzeit umzusetzen. Auch

daraus werden sich, da bin ich gewiss, für das

Johanneshaus neue und zukunftstragende Impulse

ergeben können.

Dass die vor uns liegenden Zeiten nicht einfach

für die Erde werden, ist offenbar. Doch gleichzeitig

wächst auch die Überzeugung, dass uns – wenn

wir im rechten Sinne in Gemeinschaft wirken -

auch die „Herbststürme“ der Michaelischen (Jahres)

Zeit helfen, eine gute Zukunft zu gestalten.

In diesem Sinne grüßt Sie hoffnungsstark

Ihr

Thomas Kirst

4 Johanneshaus Rundschau


Guariento (1338 - ca. 1370) Hl. Michael

Erzanfänglicher der Engel,

Michael, bewahr dies Land!

Wir sind deinem Schutz befohlen,

Ehe noch die Welt bestand.

Daß wir fehlten, wir erkennen’s,

Daß wir büßen, ach, du weißt’s.

Halt uns in der Huld des Vaters

Und des Sohnes und des Geists!

An den Erzengel Michael

Flügel, die dich niedertrugen,

Breite rauschend überm Haupt,

Hilf der Seele, die noch zweifelt,

Hilf der Seele, die schon glaubt!

Hilf den alten Kampf bestehen,

den dein Volk schon oft bestand,

Erzanfänglicher der Engel,

Michael bewahr dies Land!

Bernt von Heiseler

Johanneshaus Rundschau 5


Rückschau auf eine

ungewöhnliche Vernissage

Bereits jahrzehntelang erfreuen uns wechselnde

interessante Ausstellungen in unserer Johanneshaus-Galerie.

Ursprünglich lag bei Hanna Deicke

die Planung; sie kannte viele Künstler persönlich.

Nach ihrem Tod im Jahre 2007 übernahm Ethel

Plum dankenswerterweise diese zeitraubende

Aufgabe.

Am Eröffnungstag gibt es dann eine kurze

Einführung von Frau Plum oder der ausstellenden

Künstlerpersönlichkeit, manchmal auch ein Zwiegespräch.

Das Ganze wird gewöhnlich von einer

musikalischen Darbietung umrahmt als schmückende

Zutat ohne unmittelbaren Zusammenhang

mit den gezeigten Kunstwerken.

Aus diesem Schema löste sich nun die Vernissage

am 22.6.2013: Bereits beim Betreten des

Raumes zeigte sich eine veränderte Sitzanordnung,

die allen Besuchern freie Sicht auf einen mit

lediglich sieben Staffeleien gefüllten Freiraum bot,

während die Wände ringsum ungewohnt kahl

waren. Nach einer kurzen Begrüßung durch Beate

Kraemer in Vertretung der erkrankten Frau Plum

stellte die Malerin Barbara Knust ihr erstes großformatiges

Bild auf eine Staffelei – eine abstrakte

Komposition in warmen Blautönen – und erläuterte

dazu ihr Motto: „Ich begegne der Farbe – die

Farbe begegnet mir – ein Wechselspiel. Begegnung

mit dem Schöpferischen in mir, ein Bild nimmt

Gestalt an.“ Dann stellten sich unvermittelt vier

Sänger vor das Bild und intonierten a capella ein

schwermütiges jüdisches Lied. Das Ensemble

Hearts Vier – Andrea Löhnert-Bärlin (Sopran),

Valerie Görsch (Alt), Volker Nissen (Tenor) und

Traugott Frasch (Bass) – hat sich schon länger

damit beschäftigt, Musik- und

Farbwelten in Einklang zu

bringen. Durch das Erklingen

des ersten Liedes veränderte

sich plötzlich die Atmosphäre

im Raum: Die Künstlerin stellte

Bild nach Bild auf die

Staffeleien in der Reihenfolge

Rot, Gelb, Schwarz/Weiß,

Grün, Orange dann wiederum

Blau, jetzt kräftiger durchgestaltet,

und sie kommentierte

jeweils ihre Vorstellungen der

Farbinhalte. Zwischendrin

erklangen den Farben nachgespürte,

einfühlsame Lieder,

u.a. altenglische und irische

Weisen in vollendeter Darbietung.

Den Künstlern gelang es

damit, sozusagen ein Gesamtkunstwerk

zu schaffen aus

Farbe und Musik.

Die Anwesenden folgten

gebannt dem Geschehen und

dankten mit starkem Beifall.

Danach gab es anregende

Gespräche über diese außergewöhnliche

Form der Präsentation,

bevor sich die zahlreichen

Gäste beglückt und

bereichert in alle Richtungen

entfernten.

Dorette Jensen

6 Johanneshaus Rundschau


Konzert mit dem

Alphorn/Spiritual-Quartett

Armin Rosin

Gespannt, erwartungsvoll und wissbegierig konnten

rund 100 Besucher aus dem Johanneshaus

und aus der bläserischen Öffentlichkeit am

20.07.2013 im Festsaal ein außergewöhnliches

Signal-Konzert erleben.

Professor Armin Rosin, einer der führenden

deutschen Posaunisten, spannte einen durchaus

denk-würdigen Bogen vom „Alphorn zum Negro

Spiritual“, besser: von originaler-origineller Musik

der Alphörner über die Mischung mit Posaune und

Schlagzeug bis hin zu sieben Ohrwurm-Negro

Spirituals – und darum auch (weil nicht vokal!)

anhand der Posaunen mit Schlagzeug exzellent

nachvollziehbar. In Rosins ehemaligen Schülern,

heute in zentraler Soloposition tätig, Viacheslau

Chumachenka (Minsk) und Dieter Eckert

(Stuttgart) waren zwei hervorragende, z.T. klanglich

überragende Posaunisten sein Gegenüber;

Claudius Heinzelmann (Stuttgart) bestach durch

seine sensible, differenzierte, niemals aufdringliche,

aber charakterstarke Schlagwerk-

Technik.

Interessant zu erleben waren die beiden

ersten Programmpunkte, jeweils musste das

räumliche Er-leben wie Er-spielen austariert

werden: Tonangebend das Alphorn von

Rosin auf der Bühne (nur Naturtöne zu

Beginn; nicht immer einfach), das quasi

Echo-Alphorn auf der Saalgalerie mit weichem

Einklinken durch Chumachenka, plus

Posaune und dezentem Paukenwirbel.

Danach, die überlieferten Traditionsmelodien

der Berge formten das Ensemble immer stärker

zu Homogenität. Und wieder ein gewagtes

Raum-Dreiecks-Klangbild: Ein Mozart-Kanon für

drei Posaunen, eigentlich zu singen: Und diese sind

sehr schwer in ihrer girlandenprächtigen Melodieführung,

erst recht für Bläser, und dazu auf die

Entfernung ohne Dirigent! Gut gelungen! Dazwischen

zwei bemerkenswerte Posaunenbearbeitungen

vom spiritus rector, zu denen es allein

schon aus historischer Sicht viel anzumerken

gäbe… Signal und Fanfare der deutsch-böhmischtschechischen

Stadt Eger, die sicherlich in ihrer

tausendjährigen Geschichte oftmals ihre Stadtpfeifer

zur Abwehr von Feinden musikalisch einsetzen

musste; zu erwähnen u.a. die Ermordung

des kaiserlichen Feldherrn Wallenstein in Eger

während des 30-jährigen Krieges. Auch Goethe

und Schiller waren dort Gäste, vom Kurbad Karlsbad

aus. Ob Herr Rosin wohl eine persönliche Nähe

zu Eger hat, das hätte ich ihn gern gefragt.

„Signal und Fanfare“ – dieser geheime Untertitel

verliert seine Gültigkeit, wenn es um den nun

folgenden musikalisch-künstlerischen Höhepunkt

des Konzertes geht – und so stimmt die gewagte

Brücke tatsächlich, auch chronologisch: sieben

Ohrwürmer aus dem unüberschaubaren Schatz

der Negro Spirituals, die sich die afro-amerikanischen

Sklaven in den USA (ab ca. 1670 – 1870) erschufen,

waren in einer perfekten Interpretation

von drei Posaunen und Schlagwerk zu erleben. Es

stimmte alles: rhythmische Nuancen, der Proporz

zwischen Solo und Sound sowie dem Variationsspektrum

am Schlagwerk, Pfiff, Charmanz,

Charakter, Farbe, Intonation, Technik! Was müssen

diese Menschen damals – Aufstand, Flucht, Hunger

nach Freiheit – für kleine musikalische Geniusse

gewesen sein!!

Was konnten danach noch Zugaben überhöhen

„Der Mond ist aufgegangen“ entließ die Zuhörer

wieder in sanftere abendliche Gefilde. So

mancher ließ sich das Angebot, mehr aus der Nähe

zu erfahren, nicht entgehen.

Dr. Rolf Schönstedt

Johanneshaus Rundschau 7


Joseph Haydn

im Johanneshaus-Park –

Hörerlebnis mitten im Grünen

Wien hat seinen Haydn-Park im 12. Bezirk. Öschelbronn

Haydn im Park. Eine wundervolle Idee setzten

die drei Musikerinnen Susanne Hagemann

(Flöte), Hedi Delfino (Violine) und Gisela Tiebout

(Violincello) mit „Haydn am Teich“ in zauberhafte

Melodiensträuße um. Unter den vielen Besuchern

fanden sich auch zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter

des Johanneshauses und der Klinik rund

um die Teichanlage zum außergewöhnlichen Hörgenuss

ein. Bei strahlender Sonne waren am Spätnachmittag

gerade auch die Schattenplätze des

gepflegten Baumbestandes begehrt, oder man

fand eine Sitzgelegenheit im bereitgestellten

Pavillon und auf den Parkbänken.

Nach einer Pause von

fünf Jahren – damals

stand Wolfgang

Amadeus Mozart im

musikalischen Mittelpunkt

– wagten sich

die Öschelbronner

nun wieder mit Haydn

ins Freie. Treibende

Kraft ist die ausgebildete

Flötistin Susanne

Hagemann. Seit vielen

Jahren ist sie im

Johanneshaus als

Therapeutin tätig und

wird von der Bewohnerin Hedi Delfino (Violine)

und Gisela Tiebout (Violoncello), Musiktherapeutin

aus Niefern, hervorragend unterstützt. Im Sonnenlicht,

inmitten reich beschenkter Natur mit

Wasser, Luft, stattlichen Goldfischen im Gartenteich

und dem Schwirren der Insekten, entwickelte

sich in der bezauberten Grünanlage ein niveauvolles

Konzerterlebnis. Umschmeichelnde Streichereinheiten

und feinfühlige Flötenklänge gingen zur

Freude der Zuhörer eine stimmungsvolle Harmonie

ein. Die Zuhörer honorierten das Können mit kräftigem

Beifall und so wurde das Trio erst nach zwei

Zugaben in den frühen Abend entlassen.

Karl Michael Heel

8 Johanneshaus Rundschau


Haydn am Teich

An Maria Himmelfahrt fand im Park am großen

Teich ein sommerlich-leichtes Haydn-Konzert

statt, zu dem über 120 Besucher kamen. Die Idee

für diesen musikalischen Genuss unter freiem

Himmel hatten unsere Therapeutin Susanne

Hagemann (Flöte) und unsere Bewohnerin Hedi

Delfino (Violine) und holten als Dritte im Bunde

Gisela Tiebout (Violoncello) aus Niefern dazu.

Zwei Tage vor dem großen

Ereignis verließ ich

abends das Johanneshaus

und lief gedankenverloren

zum Parkplatz,

als ich plötzlich Musik

erklingen hörte: eine

Flötenstimme jubilierte

und wurde von den warmen

Klängen zweier

Streichinstrumente begleitet.

Neugierig ging

ich den Tönen nach und fand mich in der Generalprobe

zu „Haydn am Teich“ wieder. So wie mir

ist es auch anderen Menschen ergangen: sie hörten

plötzlich Musik, folgten ihr nach und kamen

alle am Teich zusammen. Doch das war alles kein

Vergleich zu den vielen Menschen, die sich am 15.

August im Park einfanden. Schön, dass viele helfende

Hände zugegen waren, damit möglichst

viele Bewohner der stationären Wohnbereiche und

des Ernst-Zimmer-Hauses diesen Musiknachmittag

auch erleben konnten. Jedem Helfer meinen

herzlichen Dank!

Unter einem strahlend-blauen August-Himmel

und bei wunderbar sommerlich-warmer Temperatur

gruppierten sich die Besucher um und an den

Teich, unter Lauben und Bäumen. Wo die bereitgestellten

Sitzplätze und Bänke nicht ausreichten,

bot die Wiese Platz und schöne Kulisse. Überall sah

ich helle, bunte Sommerkleider, manch‘ malerischen

Strohhut bei den Damen, manch‘ eleganten

Panama bei den Herren. Und in die einsetzende

Musik sprach eine Stimme hinter mir laut und

deutlich: „Sie spielen falsch!“ Als ich mich verwundert

umdrehte, sah ich in die schalkhaft blitzenden

Augen von Frau E., die sich diesen Spaß erlaubt

hatte.

Ursula Weidmann

Johanneshaus Rundschau 9


„Wie schön, wie einzig tröstlich zu wissen,

dass der Geist nicht sterben kann,

unter keinen Qualen, durch keine Verleugnungen,

in keinen Wüsten.

Dies zu wissen macht das Fortgehen leicht.“

Franz Marc

Menschen, die von uns gegangen sind

Gisela Kühn am 16.06.2013

Charlotte Ohse-Müller am 17.06.2013

Johannes Schmidt am 22.06.2013

Ingeborg Schmidt am 26.06.2013

Arthur Riesterer am 18.07.2013

Helene Augenstein am 20.07.2013

Karin Mundt am 23.07.2013

Elisabeth Meyer am 09.08.2013

Ruth Grafl am 26.08.2013

10 Johanneshaus Rundschau


Menschen,

die zu uns gekommen sind

Dora Prior am 13.06.2013

Alma Kenz am 15.07.2013

Manfred Kienzle am 30.07.2013

Ruth Grafl am 02.08.2013

Olaf und Ilse Ebisch am 08.08.2013

Gisela Bossert am 20.08.2013

Dr. Joachim Mahler am 28.08.2013

Christa Bäuerle am 01.10.2013

Christa Dale am 01.10.2013

Menschen,

die das Haus verlassen haben

Hannelore Liedle am 12.07.2013

Mitarbeiterjubiläen

Jedes Geschöpf ist mit einem anderen

verbunden, und jedes Wesen wird von einem

anderen gehalten.

Hildegard von Bingen

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen für ihre

langjährige Treue zum Johanneshaus und seinen

Bewohnern und gratulieren Ihnen herzlich

zu ihren Jubiläen.

Thomas Kirst (Geschäftsleitung)

Brigitte Marianne Lassalle (Heimleitung)

30-jähriges Jubiläum

- Hannelore Kilian am 01.07.2013

Pflege Johanneshaus

20-jähriges Jubiläum

- Lidija Werwein am 01.10.2013

Pflege Ernst-Zimmer-Haus

15-jähriges Jubiläum

- Carolin Griesser am 01.07.2013

PDL Johanneshaus

10-jähriges Jubiläum

- Natascha Meier am 01.09.2013

Pflege Ernst-Zimmer-Haus

- Karin Drexler am 01.12.2013

Sekretariat

5-jähriges Jubiläum

- Zita Aleksejiene Notari am 01.07.2013

Ambulanter Dienst

- Andreas Bischof am 01.10.2013

Pflege Johanneshaus

- Andreas Löbbecke am 01.10.2013

Küche

- Sara Rizzo am 11.10.2013

Pflege Johanneshaus

- Dietmar Eichinger am 01.12.2013

Pflege Johanneshaus

Berichtigung zum Mitarbeiterjubiläum von Franziska Zucker

in der Rundschau 2/13: Frau Zucker ist Leiterin der Hauswirtschaft.

Johanneshaus Rundschau 11


Zugvögel

Mauersegler

Die Mauersegler haben uns bereits vor dem 1.

August wieder verlassen. Sie blieben wie üblich nur

drei Monate bei uns. Schon zieht es sie wieder

zurück nach Afrika, in eine Gegend vielleicht über

10.000 km entfernt von hier. Aber sie werden uns

im nächsten Jahr wieder aufsuchen und dann mit

ihren ausgelassenen Schreien und rasanten Flugvorführungen

wieder beglücken. Doch, so frage

ich mich, was werden sie dann vorfinden Abriss

ihrer vertrauten Nistplätze Wo dann aber brüten

Wen von uns kümmert das Wer sorgt für sie Wer

von uns weiß schon, dass auf der „Roten Liste“

Mauersegler unter den „stark gefährdeten Arten“

geführt werden und dass ihnen dadurch Rechtsschutz

zufällt Es gibt vorgefertigte Nistkästen, die

bündig in die Wandflächen unter Dachtraufen eingelassen

werden können. Es käme auf einen Beschluss

an. Wie die anders gearteten Menschen

früherer Zeiten mit natürlich geschenkten Gegebenheiten

umgingen, zeigen uns Bilder niederländischer

Maler (Brueghel). Da wimmelte es in der

Luft nur so von Schwalben und Seglern! Sie waren

Teil ihrer Freuden. Sie wussten sich zu freuen, hatten

Freude an ihnen und hegten sie.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Zunächst

sollte man beachten, dass Mauersegler keine

„Schwalben“ sind. „Segler“ differenzieren sich von

anderen Vogelarten durch außergewöhnliche

Merkmale. Einige Beispiele: Sie können nicht auf

ihren Beinen stehen, aber sie können sich mit ihren

speziellen Krallenfüssen an Steilwänden festhalten

und sie zum Klettern gebrauchen. Sie verbringen

ihr Leben, nachdem sie ihr Nest verlassen haben,

ununterbrochen flatternd und mehr noch segelnd

im Flug – außer, wenn sie jährlich zwei Wochen

ihre Eier brüten. Sie können in der Stunde etwa

150 km zurücklegen. Jene von ihnen, die ausnahmsweise

das 20. Lebensjahr erreichen, haben

dann um die sechs Millionen km durchflogen. Das

entspricht einer Strecke acht Mal zum Mond und

zurück. Ihr durchschnittliches Lebensalter liegt bei

acht Jahren. Tagsüber können ihre Augen bei

guten Sichtverhältnissen aus 3.000 m Höhe eine

Landfläche von der Größe Bayerns überschauen.

Natürlich müssen sie regelmäßig schlafen.

Auch das können sie im Fluge! Dafür steigen sie

3.500 m in den Nachthimmel. Dort oben können

sie sich im Gleitflug betten, der regelmäßig durch

wenige Flügelschläge unterbrochen wird. In ihrem

Gehirn sind zwei besondere, parallele Überwachungssysteme

angelegt, die sich abwechselnd auf

„Schlafen“ oder „reduziertes Wachen“ aktivieren.

Derart ausgestattet döst der Vogel im Schlaf fliegend

immer noch „halbwach“ orientiert vor sich

hin – und bleibt präsent.

Bei schlechten Wetterbedingungen können sie

nirgendwo unterschlüpfen. Sie können sich nicht

irgendwo hinsetzen und warten, bis der Regen

vorbei ist. Sie müssen allen schweren Unwettern

fliegend ausweichen, um lebend davon zu kommen.

Solche Wetterfluchten können sie über 2.000

km in Atem halten. Das hindert sie, ihre Nestlinge

zu versorgen. Bei diesen wetterbedingten Trennungen

verfallen die Küken in eine energiesparende

Halbstarre, in der sie etwa 15 Tage überleben

können. Währenddessen stellen sie ihr Wachstum

ein, und die Zeit bis zur Flugfähigkeit verlängert

sich dadurch.

Das Ausbrüten und Füttern der in der Regel

zwei oder drei Nachkömmlinge besorgen beide

Eltern. Sie bringen überwiegend kleine Käfer,

Hautflügler, Spinnen und Blattläuse. Frisch geschlüpften

Küken wird die Nahrung zerkleinert in

den Rachen gestopft; wenn sie älter sind, schlukken

sie ganze Ballen. Sobald sie das Nest verlassen

können, sind sie auch schon flugfähig und für den

bevorstehenden Zug nach Süden trainierbar. Das

von den Eltern provozierte Einüben von Kraft und

12 Johanneshaus Rundschau


Geist und Stoff

Das Wasser vermag

den harten Stein zu höhlen

in sehr langer Zeit.

Geschick mit rasanter Geschwindigkeit, unterstrichen

von schneidendem Gekreische, ist

wahrer, mitreißender Freudentaumel, und ein

Glücksempfinden steigt auf in allen zuschauenden

Menschen. Es stimmt Erntezeit darin

mit!

Etwa am 1. August beginnt dann ihre Reise

nach Afrika. Zuerst verlassen uns die Vätervögel

mit den Kindern, bald danach auch die

Mütter – sofern auch sie genügend Fettreserven

für den Flug angesetzt haben. Ihre Flugrouten

überqueren Spanien und folgen dann

der Atlantikküste bis in westafrikanische

Gegenden, wo sie reichlich Futter finden. In

Futterballen, die die Vögel in Afrika in ihre

Kehlsäcke schlucken, konnten Wissenschaftler

ca. 800 Tierarten identifizieren. Ihre Vorliebe

für Afrika hat folglich wohl auch einen lukullisch

verständlichen Grund.

Im nächsten Jahr, falls sie überleben, werden

sich die Eltern der diesjährigen Nestlinge

wieder bei uns treffen. Wenn möglich und

wenn noch beziehbar, nutzen sie ihr Nest bis

zu etwa 12 Jahre hintereinander! Die Jungvögel

unseres Jahres werden erst in etwa zwei

Jahren wieder vorbeischauen, erst dann, wenn

sie sich im dritten Lebensjahr auf Vermehrung

einlassen können.

Bis dahin wird der Umbau unserer Wohnanlage

schon einiges verändert haben. Werden

sie auch renovierte Brutplätze finden

Ulrich Burandt

So vermag der Geist

nach vielen Menschenleben

uns umzuformen.

Friederike Michelsen

Johanneshaus Rundschau 13


Das Gedicht – Folge 10

Fragment, dem Mond gewidmet

Von Kaffee und von Träumen lieg ich wach,

vom Mond, der mich bescheint durchs Leinendach.

So bleichte einst er das Septembergras,

wo ich im Harzgeruch der Wälder saß.

O voller Mond, ein gelbes Floß der Liebe,

dass ich an seinem Bord geborgen bliebe!

Dass das Gewässer mir des Himmels immer

Befahren sei in seinem Silberschimmer,

das Schilf der Sterne und die Uferweiden,

Musik der Wälder, hörbar nur uns beiden!

So rede ich ihn an mit zagem Wort:

O Schiff der Armen, nimm mich mit an Bord,

mach mir wie ein Geheimnis wieder kund

in Deinem Lichte der Geliebten Mund!

O Meeresgrund des Traums, Septembergras,

wo sie im Harzgeruch der Wälder saß.

Johann Günter Eich (1907 – 1972)

„An den Mond.“ Aus der Bände füllenden Zahl von

Gedichten zu diesem Thema hier ein besonderes

Stück.

Der da den Mond anruft, ist aus Träumen erwacht

von Kaffee und wohl mehr noch von dem auf ihn fallenden

Strahl des Vollmondes. Und der erweckt nun

Stimmungen und damit eine ferne Erinnerung.

Der Geruchssinn, jeder hat das schon einmal

erlebt, ist ganz besonders befähigt, Erinnerungen

zu lokalisieren. So wird der Mond, der den

Harzgeruch der Wälder neu erschuf, zum Floß

der Liebe, ein schönes Geborgenheit verbürgendes

Bild. Dabei passt „an Bord“ eigentlich mehr

zu einem Schiff, zu dem das Floß auch bald

wird. Dieses besondere Schiff schwimmt jetzt

über den Himmel, wendet sich dann der Erde

zu: Uferweiden, Musik der Wälder (in ihrem

Harzgeruch!).

Und spätestens hier, angedeutet schon durch

das Floß der Liebe, wird klar: Mit „uns beiden“ ist

nicht mehr nur der Mond angesprochen, sondern

auch und vor allem ein Mensch, eine Frau.

Nun ist es an dem Mond, das „Geheimnis“ zu

offenbaren. Und das tut er im letzten Vers des

Gedichtes, der nahezu gleichlautend, dem vierten

des Anfangs entspricht und die beiden („ich“

und „sie“) im Traum noch einmal zusammenführt.

Wir sind in einem verhaltenen und wohl

auch darum besonders innigen Liebesgedicht.

Teuerste Erinnerung, vom Traum aus unergründlichen

Tiefen gehoben, ans Licht gebracht

durch den Mond.

Das Ganze nur ein Fragment Das lässt sich

vielleicht so verstehen: Das eigentlich Unsagbare

ist selbst im Gedicht nur bruchstückhaft in

Worte zu fassen.

Hans Krauss

14 Johanneshaus Rundschau


„Wer kann Kunst“

Zur Skulptur im Ernst-Zimmer-Haus

Der Schöpfer der Plastik, die seit dem Tag der

Einweihung unseren Neubau ziert, ist kein Künstler

im herkömmlichen Sinne: der hätte sicher eine

solide Ausbildung in Akademien und

Meisterklassen durchlaufen und wäre

auch durch die Medien bekannt. Nichts

davon: vielmehr bin ich ein normaler

Zeitgenosse, der noch nicht einmal ein

Pseudonym führt. Ich ließ mich dazu hinreißen,

den Baufortschritt des Hauses ideell

zu begleiten: und das sollte mit Hilfe

einer Plastik geschehen.

Wie könnte so was umgesetzt werden

Ganz einfach! Indem ich zum Sammler

mutierte. In der Rohbau-Phase und während

des Innenausbaues habe ich Reste

von allen möglichen Baumaterialien und

Werkstoffen auf ihre Eignung hin geprüft

und gesammelt. – Da Ideen zur Ausführung

des Werkes erst durch die Fülle der

Materialsammlung Gestalt annahmen,

stellte mich die Auswahl vor manch‘

schwierige Entscheidung. Zum Schluss

hatte ich ca. 1/3 der Gesamtmenge verbraucht.

– Bis auf Bindedraht, Angelschnur

und wenige Schrauben habe ich

kein Fremdmaterial verwendet (Ehrenwort)!

Als Basis des Objektes dient Holz; in

diesem Fall sind zwei Paletten-Hälften mit einer

großen Spanplatte verschraubt: stabil genug als

Unterbau zum Stehen und doch zum Transport

geeignet. Vier sich kreuzende Dachlatten bilden

Raum und Stabilität in der dritten Ebene. Die so

beschriebenen Holzteile sind mit Deckweiß bemalt,

um ihre Funktion als Hohlkörper zu unterstreichen.

In dieses entstandene Gestell sind alle Sammelobjekte

eingefügt. Es sollte ein Querschnitt der

wichtigsten verwendeten Materialien werden:

Leitungen, Metallröhren, Winkelprofile und -schienen,

Kabel, Schaum-, Klebe- und Dämmstoffe,

Farbeimer, Trennscheiben, aber auch weiche

Materialien wie Klebeetiketten, Hinweis- und

Warnzettel, Gebrauchsanweisungen, Montagevorschriften,

zerbrochene Zollstöcke, Verpackungsmaterialien

von Einkäufen beim Metzger und

Bäcker, Zigarettenschachteln und Kaffeebecher

(Coffee to go)… das Chemie-Klo war nach wenigen

Tagen abgeräumt; warum, wohin, wer weiß…

Auch wenn keine bau-bio-öko oder sonstige

alternativen Materialien zu bearbeiten waren, hat

mir die Arbeit an der selbstgestellten und frei

gestalteten Aufgabe nicht nur Lernergebnisse im

Umgang mit ungewohnten Werkstoffen gebracht

sondern auch sehr viel Freude bereitet. Solch‘

Freude wünscht sich der Verfasser auch allen

Betrachtern der Skulptur. Und die Titel-Frage

könnte so beantwortet werden: „Wer mag!“

Gerd Kutscher

Johanneshaus Rundschau 15


Teil einer Deutschlandfahrt

Es ist mein Wunsch solange mir das Autofahren

noch Spaß macht, ganz Deutschland zu umfahren

und möglichst viel davon kennenzulernen. Als

zusätzlichen Spaß habe ich damit begonnen, unser

Vaterland nur auf Landstraßen mit einem alten

Ford von 1951 zu erkunden.

Den ersten Teil absolvierte ich im Juni. Mit

einem Freund fuhr ich durch den Kraichgau, durch

Hohenlohe bis an den Main. Weiter ging es in den

wenig bekannten Naturpark Steigerwald mit der

sehr schönen Klosteranlage Ebrach (heute ein

Gefängnis). An Bamberg vorbei fuhren wir durch

Kloster Ebrach, Rosette innen, Foto: Berthold Werner

die Fränkische Schweiz mit dem romantischen

Wiesental bis in das Vogtland mit seinen Stauseen

und der nostalgischen, schön restaurierten Autobahnbrücke

bei Pirk. Durch das inzwischen wieder

recht lebhafte sächsische Industriegebiet gelangten

wir nach Zwickau, wo restaurierte Bürgerhäuser

aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg von

dem einstigen Reichtum der Stadt zeugen. Vorbei

an der ehemaligen Textilhochburg Limbach-Oberfrohna

ging die Fahrt durch das uns völlig fremde

Rochlitzer Muldetal. Es war mir eine große Freude,

diesen bis zur Wiedervereinigung zur DDR gehörenden

Teil Deutschlands kennenzulernen und zu

sehen, dass die Wirtschaft wieder in Gang gekommen

ist. Bei Leisnig überquerten wir die Freiberger

Mulde. Ab Oschatz ging es auf der deutschen

Alleenstraße nach Torgau an der Elbe, wo sich

1945 Amerikaner und Russen trafen, wenn meine

Geschichtskenntnisse stimmen. Ein nunmehr kräftig

einsetzender Regen verkürzte unsere Stadtbesichtigung

deutlich. Es ging dann ziemlich flott

über Herzberg mit seinem gepflegten Marktplatz

durch den etwas langweiligen Niederlausitzer

Rücken nach Calau, der Heimat der Kalauer, wo am

Rande des Spreewaldes seit nahezu 20 Jahren die

zweite Heimat von meiner Frau und mir ist. Der

Spreewald mit seinen Flüssen, teilweise urwaldartigen

Wäldern und schönen Alleen, seinen Gebräuchen

und Sagen ist uns sehr vertraut. Eine

zünftige Kahnfahrt zum malerischen Museumsdorf

Lehde beendete den ersten Teil meiner

Deutschlandreise.

Anfang August starteten dann meine Frau und

ich den zweiten Teil mit dem alten Ford von Calau

Richtung Eisenhüttenstadt an der polnischen

Grenze. Auf der Strecke zum Kloster Neuzelle

durchquerten wir den nicht sehr großen, aber

ungeheuer malerischen Naturpark Schlaubetal.

Wir beschlossen, ihn auf der Rückreise noch einmal

zu besuchen. Im ehemaligen Zisterzienser

Kloster Neuzelle ist wie in Maulbronn ein Internat

beheimatet. Berühmt wurde das Kloster durch

seine Kirche. Einem Abt gefiel das schlichte

Gotteshaus nicht und er ersetzte es durch eine

üppige Barockkirche. Ein im Land Brandenburg

vermutlich einmaliges Bauwerk. Unser Ziel war das

Schlosshotel Neuhardenberg. Von Schinkel im frühen

19. Jahrhundert erbaut, jetzt hervorragend

restauriert, steht es in seiner Schlichtheit im krassen

Gegensatz zur üppigen Kirche von Neuzelle. Es

passt besser zur Landschaft und ihren Bewohnern.

Auf der Fahrt dorthin begeisterten meine Frau und

mich die zahlreichen Straßendörfer mit ihren gepflegten

breiten Dorfstraßen, die rechts und links

von breiten Grünstreifen und Bäumen gesäumt

Schloß Neuhardenberg, kolorierter Stich von

Alexander Duncker, 1858

sind. Von Neuhardenberg fuhren wir vorbei am

Oder-Spreekanal nach Buckow am sehr schönen

Buckower See gelegen. Wir konnten hier das hübsche

Sommerhaus von Bert Brecht besichtigen. Er

16 Johanneshaus Rundschau


esaß damit wirklich ein Juwel. In dieser zauberhaften

Umgebung sind seine Buckower Elegien

entstanden. Es ist schön, dass die Familie das Haus

für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Der

nördlichste Punkt unserer Reise war Bad Freienwalde,

wo es wieder eine interessante Kirche mit

einem des Untergrundes wegen versetzten Turm

zu besichtigen gab.

Mit gemütlichen 60 Stundenkilometern ging es

zurück in das romantische Schlaubetal mit vielen

Seen und ehemaligen Wassermühlen. Unser

Standquartier war ein kleines, im Wald verstecktes

Hotel am Wirchensee, dem Ursprung des Flüsschen

Schlaube. Kleinere Wanderungen führten uns

an idyllische Plätzchen und durch eine Natur, die

Erinnerungen an unsere Kindheit wach werden

ließ. Wir sahen Frösche in allen Farben und

Größen, interessante Vögel und eine wunderschöne,

sich elegant fortbewegende Ringelnatter.

Auf der Rückfahrt nach Calau machten wir einen

Abstecher nach Halbe, wo ein großer, ob seiner

feierlichen Schlichtheit ergreifender Soldatenfriedhof

an die Schlacht um Berlin und die ca.

40 000 gefallenen Soldaten erinnert.

Wir sind beide begeistert von der Vielfältigkeit

und Schönheit unseres Landes und freuen uns auf

die Fortsetzung der Reise durch Deutschland.

Gerhard Lehmann

Die drei Siebe des Sokrates

Eines Tages kam Kritias zu Sokrates. Aufgeregt

rief er: „Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen,

wie ein Freund …“

„Halt ein!“ unterbrach ihn der Weise, „lass

sehen, ob das, was du erzählen willst, durch die

drei Siebe geht.“

„Drei Siebe“ fragte Kritias voller Verwunderung.

„Ja, mein Freund, drei Siebe! Das erste Sieb ist

die Wahrheit. Ist das, was du mir erzählen

willst, wahr“

„Nun, ich weiß nicht, ich hörte es erzählen,

und…“

„Aber vielleicht hast du es im zweiten Sieb

geprüft, dem Sieb der Güte. Ist das, was du mir

erzählen willst, wenn schon nicht als wahr

erwiesen, wenigstens gut“

Zögernd sagte Kritias: „Nein, das nicht, im

Gegenteil…“

„Dann“ unterbrach ihn der Weise, „lass uns

auch das dritte Sieb noch anwenden: Ist es notwendig,

mir zu erzählen, was dich so erregt“

„Notwendig nun gerade nicht….“

„Also“ lächelte Sokrates, „wenn das, was du mir

erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig

ist, so lass es begraben sein und belaste

dich und mich nicht damit!“

(eingereicht von Elisabeth Lüdemann-Ravit)

Johanneshaus Rundschau 17


Öschelbronn – Chartres

und zurück

Eine Reise in die Vergangenheit

„Wenn Du in Deinem Alter die Fahrt zu den französischen

Freunden überhaupt noch einmal unternehmen

willst, dann wird es Zeit.“ So ähnlich

drängte mich meine Tochter im Frühsommer. Den

Bodenplatte vor der Kathedrale zu Reims anlässlich

des 8. Juli 1962

letzten Besuch dort hatte ich mit meiner Frau und

einem Kriegskameraden mit dessen Ehefrau vor

etwa 20 Jahren gemacht. Zusammen mit meinem

Sohn und dessen Frau arrangierte meine Tochter

die Tour nachdem unsere Freunde aus Courville bei

Chartres uns herzlich eingeladen hatten. René ist

heute 93, seine Frau Jeanne fast 90 Jahre alt. Da

wir vier alle des Französischen mächtig sind, hatte

ich keine Sorge, dass die „jungen Leute“ sich bei

den alten Geschichten langweilen müssten.

Die Vorgeschichte

Als junger Mann erlebte ich das Kriegsende in der

Atlantikfestung St. Nazaire. Nach der Kapitulation

der dort eingeschlossenen 35.000 Soldaten wurden

wir als „P.G:“ (Prisoniers de Guerre – Kriegsgefangene)

nach Dreux verfrachtet. Vom Hungerlager

in einer freigeräumten Schule kam ich mit

einigen Kameraden vom gleichen 8,8 cm Flakgeschütz

zum Arbeitseinsatz auf Bauernhöfe in

Courville, ca. 20 km westlich von Chartres. Diese

Gegend westlich Chartres, die „Beauce“, war und

ist immer noch die „Kornkammer Frankreichs“. Auf

dem Hof Masselin, ein Kilometer außerhalb des

von etwa 3.000 Menschen bewohnten Städtchens,

empfing uns damals der Patron Monsieur Gouin,

der damalige Bürgermeister des Ortes, sehr

freundlich. Meine Kenntnisse der französischen

Sprache (ich war schon Kompaniedolmetscher in

St. Nazaire) waren von großem Vorteil. Wenn wir

ihm versprächen, von seinem Hof aus nicht die

Flucht nach Deutschland zu versuchen, gäbe er

uns alle möglichen Freiheiten. Das sagten mein

Kamerad Kurt und ich ihm zu. Er machte sein

Versprechen wahr. Wir aßen am Tisch mit ihm, seinen

drei Söhnen, die etwa in unserem Alter waren,

und den beiden Charretiers – den besondere Achtung

genießenden Pferdegespann-Führern – und

dem übrigen Personal. Vor 60 Jahren waren die

Höfe für unsere deutschen Verhältnisse auch

schon groß mit 100 bis 150 Hektar. Traktoren gab

es noch wenige, dafür auf Masselin sechs bis acht

kräftige Kaltblutpferde. Diese wurden vor die mit

übermannshohen Rädern versehenen Zwei-Rad-

Karren gespannt – und zwar drei Pferde voreinander,

ungewöhnlich für uns. Die Deichsel lag auf

dem hintersten Pferd, beim Beladen der Wagen

musste man auf gleichmäßige Gewichtverteilung

achten. Auch beim Ackern gingen die Pferde im

Geschirr voreinander. Wir wurden zu den Arbeiten

eingeteilt wie die anderen Helfer und hatten die

gleichen Arbeitszeiten wie sie. Kurt und ich wohnten

in einem Backsteinhäuschen etwas abseits des

Hofes. Feindlichkeit oder auch nur Unfreundlichkeit

gegenüber uns Deutschen haben wir bei Père

Gouin nie erlebt, was sich auf alle französischen

Arbeiter übertrug. Zu den drei Söhnen René, Roger

und Raimond hatte ich schnell guten Kontakt, der

im Laufe der Zeit besonders zu René und Roger

enger wurde. Im März 1946 kam ich dann vom

Bauernhof ins Lager Morancez bei Chartres, wo

zeitweise bis zu 10.000 deutsche Kriegsgefangene

untergebracht waren. Die schlimme Hungerszeit

war da vorbei (einige Hundert Tote 1945). Von diesem

Lager aus organisierte ich Ende 1945 meine

Flucht aus der Gefangenschaft. Als französischer

Obergefreiter gekleidet und mit allen notwendigen

Ausweisen versehen – „echt“, da von mir selbst

gefälscht! – fuhr ich auf Militärfahrkarte, die nur

ein Viertel des Normalpreises kostete, mit der Bahn

von Chartres nach Bitche in Lothringen und ging

dort durch die Maginot-Linie und Westwall-Reste

zu Fuß nach Deutschland. Doch das ist eine andere

Geschichte….

18 Johanneshaus Rundschau


Anfang August 2013, fuhren wir also zu viert

mit einem Auto von Öschelbronn durch Lothringen

und dann auf der nicht stark befahrenen Autobahn

westwärts bis Reims. Vor der Kathedrale fanden

wir einen Parkplatz. Welch‘ ein herrliches gotisches

Bauwerk! Über 3.000 große und kleinere, in

Stein gehauene Standbilder zieren die Außenfassade

und verschönern den mächtigen Innenraum.

Dazu Fenster aus dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert:

Marc Chagall und jüngst Imi (Wolfgang)

Koebel aus Dessau, ein Meisterschüler von Joseph

Beuys, haben an der Fortentwicklung der Fensterglaskunst

und der Französisch-Deutschen Partnerschaft

gearbeitet. Bewegend für mich war das

Lesen zweier vor der Kathedrale in den Boden eingelassener

Bronzeplatten, auf denen in Französisch

und Deutsch daran erinnert wird, dass hier vor

dem Erzbischof von Reims 1962 Charles de Gaulle

und Konrad Adenauer den Pakt der Versöhnung

und zukünftigen Freundschaft zwischen beiden

Ländern besiegelten.

Am ersten Tag in Courville fuhren wir mit René

zur Ferme Masselin, den sein Stiefbruder Raimond

übernommen hatte. Eliane, dessen 93jährige

Witwe begrüßte uns herzlich. Sohn Jean-Yves, der

heute den Hof besitzt, hat nun unvorstellbare 500

ha Ackerfläche! Die Gebäude von Masselin sind

noch wie früher, doch keine Viehhaltung mehr. Nur

der Mieter eines Nebengebäudes pflegt zehn Esel.

In der früheren Scheune stehen jetzt hochmoderne,

große Traktoren und andere Landmaschinen.

Weite Felder, der Weizen bereits geerntet, viel Mais,

der zum besseren Wachstum mit Beregnungsanlagen

gewässert wird, umgeben den Hof. René

machte sich dagegen 1950 als Lohn-Dreschunternehmer

im Dorf selbständig und kaufte den

ersten Claas-Mähdrescher, dem im Laufe der Zeit

30 weitere folgten. Die „Flotte“ von René bestand

aus drei bis fünf Geräten, jeweils den neuesten. Für

die Firma Claas war er Versuchsunternehmer in

Frankreich und war sogar mehrfach nach Harsewinkel,

dem Standort der Firma im Münsterland,

eingeladen. Wie oft sagten wir beiden Alten auf

dem Rundgang über die Ferme (den Bauernhof)

zueinander: „Tu te souviens“ – „Erinnerst Du Dich

noch…“

Auch wenn man die Kathedrale von Chartres

schon öfter besucht hat, es ist immer wieder ein

Erlebnis, in diesem herrlichen Bauwerk der Gotik

zu sein. Am zweiten Tag machten wir einen Ausflug

dorthin. In den letzten Jahren wurde ein Teil

der durch den Kerzenruß aus Jahrhunderten gedunkelten

Säulen und Wände gereinigt und wieder

mit der ursprünglichen Farbe, einem Eierschalenweiß-Gelb,

angestrichen. Dadurch ist es im Inneren

heller geworden. Das berühmte Labyrinth des

Fußbodens war durch die Stühle verdeckt – aber

die zahllosen Fenster, die größtenteils im 12. und

13. Jahrhundert geschaffen wurden, leuchteten in

ihrer bunten Pracht. Wie wenig davon kann man

an einem einzigen Tag aufnehmen – wie viel haben

damals Bauherren, Handwerker und Künstler zur

Ehre Gottes geschaffen.

Kathedrale von Chartres

Es waren eindrucksvolle und besonders für

mich bewegende Tage, diese Reise in die Vergangenheit:

welch‘ ein herzliches Wiedersehen, welche

Freude auf beiden Seiten an diesen gemeinsamen

Stunden! Es gab an den Abenden so viel zu erzählen:

über die Ereignisse in Courville, die deutschen

und französischen Kinder, Enkel und Ur-Enkel, die

wirtschaftliche und politische Lage auf beiden

Seiten des Rheins aus der Sicht unserer zweier

Familien, die sich schon im und seit dem Krieg eine

länderübergreifende Zukunft vornahmen (und der

nächsten Generation weitergeben konnten). „Vive

l’amitie´ franco-allemande“ schworen wir uns

bereits viele Jahre vor Adenauer und de Gaulle in

Courville!

Ernst Maxeiner

Johanneshaus Rundschau 19


Wenn die Anemone ‘ne Sardelle schlürft…

… dann ist mal wieder Fütterung im Aquarium des

Johanneshauses. Manche Organismen sind es

zufrieden zweimal in der Woche, andere – wie z.B.

das Seepferdchen – brauchen täglich zweimal eine

Mahlzeit; aber so etwas Kapriziöses halten wir

nicht.

Nachdem das Vorgängeraquarium etwa im Mai

dieses Jahres durch die jetzige Anlage ersetzt

wurde, ist gerade zur Halbzeit des geplanten

Aufbaus Anlass zur Zwischenbilanz gegeben.

Momentan tummelt sich in den 1.000 Litern

warmen Meerwassers vielgestaltiges, meist buntes,

Seegetier, das sich bei 25° - 27° Celsius offensichtlich

wohlfühlt. Dazu gehören Garnelen,

Schnecken, Krebse, Seesterne, Fische, Anemonen

und andere. Diese Lebewesen benötigen zu ihrem

Gedeihen jedoch regelmäßige Betreuung. Das

Meerwasser entsteht aus synthetischem Salz. Dieses

wird zusammen mit Spurenelementen dem

speziell aufbereiteten Wasser zugesetzt. Zweimal

täglich entlässt der Automat vorgefertigtes

Trockenfutter in Spezialmischung, qualitativ etwa

unserer Vollkostnahrung vergleichbar.

Schließlich muss auch die Technik gewartet

werden. Dazu gehören Strömungs- und Förderpumpen,

die Belüftung durch Luftpumpe und

Sprudelsteine und das Absaugen des Detritus von

der obersten Kiesschicht. Das Putzen der Verbundglas-Sicherheitsscheiben

ist zwingend erforderlich,

damit alle Beteiligten den rechten Durchblick

erhalten.

Bis Weihnachten soll dieser marine Kleinkosmos

auch mit Wasserpflanzen und sogar mit

Korallen vervollständigt werden.

Zum Schluss darf noch erwähnt werden, dass

der Förderverein des Johanneshauses e.V. mit einer

sehr großzügigen Spende in Höhe von 10.000 Euro

die Anschaffung dieser Anlage ermöglicht hat.

Gerd Kutscher

20 Johanneshaus Rundschau


Notizen vom Eichhof

Führungen durchs

Ernst-Zimmer-Haus

Die Gemeinnützige Treuhandstelle e.V. hielt im Juli

2013 ihre Jahreshauptversammlung im Johanneshaus

ab und besichtigte anschließend das Ernst-

Singende Kinderstimmen im

Ernst-Zimmer-Haus

Musikalischen Besuch erhielten die Bewohner des

Ernst-Zimmer-Hauses von den beiden Kinder-chören

„Bruchtalspatzen“ und „Singing Kids“. Die beiden

Chöre verlegten ihre Singstunde am 11. Juli

2013 zu uns „Auf den Eichhof“ und wurden hier

schon voller Vorfreude von Bewohnern, Angehörigen

und Mitarbeitern erwartet. Doch die kleinen

Sänger gaben nicht nur musikalisch ihr Bestes,

sondern hatten auch für jeden Bewohner ein kleines

selbstgebasteltes oder selbstgemaltes

Geschenk mitgebracht. Vielen Dank an die kleinen

Sänger und ihre Betreuer!

Brigitte Marianne Lassalle und Nicole Heidt (Bildmitte)

begrüßen zur Führung durchs Ernst-Zimmer-Haus.

Zimmer-Haus. Obwohl die Bewohner des Ernst-

Zimmer-Hauses nicht die Zielgruppe darstellen,

für die sich die Gemeinnützige Treuhandstelle e.V.

stark macht, hatten Barbara Burrer und ihre Vorstandskollegen

großes Interesse das neue Haus zu

sehen und freuten sich den einen oder anderen

Bewohner, der von der Gemeinnützigen Treuhandstelle

e.V. im Betreuten Wohnen unterstützt worden

war, gut versorgt dort wiederzusehen.

Ebenfalls im Juli fanden sich auf Einladung von

Geschäftsführung und Heimleitung über 20 Menschen

ein, die sich in ihren beruflichen Zusammenhängen

mit älteren und alten demenzerkrankten

Menschen beschäftigen: Ärzte, Leitungspersonen

anderer Einrichtungen und von Sozial- und

Diakoniestationen, Beratungsstellen und Pflegestützpunkten.

Sie wurden von Brigitte Marianne

Lassalle (Heimleitung) und Nicole Heidt (Pflegedienstleitung

Ernst-Zimmer-Haus) durch den

Neubau geführt und tauschten sich anschließend

in einer gemeinsamen Runde über ihre gewonnenen

Eindrücke aus.

Neuer Pflegedienstleiter

Dietmar Edelmann

Seit 1. August 2013 verstärkt

Dietmar Edelmann

zunächst als Krankheitsvertreter

für Carolin

Griesser die Pflegedienstleitung

des stationären

Bereiches im Johanneshaus.

Herr Edelmann

(Jahrgang 1958) wurde im

thüringischen Eisfeld geboren

und besuchte dort die Oberschule. Nach seiner

Berufsausbildung zum Krankenpfleger an der

Medizinischen Fachschule in Suhl führten ihn berufliche

Stationen in Kreiskrankenhäuser, Kliniken

und Einrichtungen der Altenhilfe sowie u.a. an die

Berufsakademie Gera, wo er als freiberuflicher Dozent

tätig war. Insgesamt besitzt Herr Edelmann

eine über 35-jährige Erfahrung im Pflegebereich.

Bevor Dietmar Edelmann ins Johanneshaus wechselte,

war er als Pflegdienstleiter im Haus „Sophie“

in Hildburghausen tätig. Wir wünschen Herrn

Edelmann ein gutes und schnelles Einleben und

viel Freude in unserem Johanneshaus!

Johanneshaus Rundschau 21


Notizen vom Eichhof

Johanneshaus kooperiert mit

der Camphill Ausbildungsstätte

für Altenpflege

Nicole Heidt (Pflegedienstleiterin Ernst-Zimmer-

Haus) und Nina Lambacher (Pflegedienstleiterin

Ambulante Dienste) waren am 5. August 2013 in

Frickingen am Bodensee. Dort besuchten sie die

Camphill Ausbildungsstätte für Altenpflege, um

mit den dortigen Verantwortlichen ein gemeinsames

Ausbildungskonzept für die dreijährige

Ausbildung zur/m Altenpfleger/in auf den Weg zu

bringen. „Ab 2014 wird es - voraussichtlich in

Stuttgart – einen Ausbildungsgang in der Altenpflege

geben, die nicht nur zur staatlichen Anerkennung

führt, sondern die sich auch an anthroposophischen

pflegerischen Grundsätzen ausrichten

wird.“, so die beiden Johanneshaus-Mitarbeiterinnen.

Johanneshaus im

Baden Radio – SWR 4

Sommererlebnis Öschelbronn

Das SWR 4 Radio war am 20. August 2013 in

Niefern-Öschelbronn zu Gast, um in der Reihe

„Sommererlebnis“ viel Sehens- und Wissenswertes

aus unserer Gemeinde zu berichten. Unter anderem

gab es auch einen Rundgang durch unseren

Park und Interviews mit Dr. Hans Broder von Laue,

der die Klinik Öschelbronn vorstellte, und Thomas

Kirst, der „live on air“ über unser Johanneshaus und

die Situation auf dem Pflegesektor informierte.

Unwetter und Notfallpläne

Ende Juli zog über Baden-Württemberg eine starke

Unwetterfront, die ein schweres Gewitter mit

Hagel und Starkregen brachte. Das Unwetter war

an einem schwülheißen Freitagnachmittag in

Windeseile über Öschelbronn und unseren Park

hereingebrochen: orkanartige Windböen entwurzelten

Bäume, und der Blitz schlug in die

Stromverteilerkästen ein, im ganzen Dorf fiel der

Strom aus. Auch das Johanneshaus war wenige

Minuten ohne Strom, bis sich unsere Notstromanlage

automatisch aktivierte. Alle anwesenden

MitarbeiterInnen reagierten schnell, verantwortungsvoll

und sofort, kontrollierten alle Aufzüge

nach steckengebliebenen Insassen, schlossen

offenstehende Fenster, säuberten die Parkwege

und kümmerten sich in Haus 2 im 5. Stock um den

Wasserschaden, der durch den Starkregen entstanden

war. Unseren Bewohnern ist Gott sei Dank

nichts passiert, keiner blieb im Aufzug stecken

oder wurde im Park von herabfallenden Ästen getroffen.

Doch ist es uns wichtig, dass für jeden

Notfall ein entsprechender Handlungsplan besteht.

Daher wird sich die Geschäftsleitung mit

den entsprechenden Bereichen (Brandschutz,

Haustechnik usw.) zusammen setzen, um für alle

Eventualitäten einen Notfallplan zu erarbeiten, der

dann auch in Schriftform jedem Bewohner ausgehändigt

werden wird. So weiß dann jeder, was zu

tun (und auch zu unterlassen) ist, wenn es brennt

oder ordentlich gewittert.

Ganz wichtig: Abmelden bei

Abwesenheit

Ein Hinweis in eigener Sache: Wir möchten unsere

Bewohnerinnen und Bewohner nochmals daran

erinnern, sich an der Pforte oder beim Ambulanten

Dienst abzumelden, wenn sie außer Haus sind, so

z.B. vor Urlaubsreisen, geplanten Klinik- oder

Reha-Aufenthalten usw. Für das Johanneshaus ist

es wichtig, wenn wir wissen, wer wann warum

nicht hier ist. Denn dann sind wir zum einen nicht

in Sorge, ob etwas passiert sein könnte, müssen

22 Johanneshaus Rundschau


zum anderen abwesende Bewohner nicht erfolglos

suchen und auch für unsere Küche ist es gut zu

wissen, wie viele Personen beim Essen anwesend

sind. Daher unsere große Bitte an Sie: Melden Sie

sich ab einem Tag Abwesenheit ab, an der

Pforte oder beim Ambulanten Dienst. Vielen

Dank!

„Sommerliches Singen“ im

Festsaal

Zum alljährlichen Sommerlichen Singen mit dem

Johanneshaus-Chor unter Volker Schimanke, begleitet

von der Leiergruppe, fanden sich im Festsaal

viele sangeslustige BewohnerInnen ein und

auch Thomas Kirst unterstützte die Bässe im Chor

mit wohlklingender Stimme.

Anmeldung zu Arztterminen

Wie Sie wissen, kommen drei Fachärzte zu uns ins

Haus: Zahnarzt Dr. Brabetz jede Woche dienstags,

Augenarzt Dr. Schleip und Hals-Nasen-Ohren-Arzt

Dr. Kurzen jeweils einmal im Quartal. Die Anmeldungen

zu diesen Facharztterminen hat Frau

Irene Bauer (Tel. 9717) übernommen. Bitte denken

Sie jedoch daran: Die Fachärzte bieten diese

hausinternen Sprechstunden für die Bewohner-

Innen an, die immobil sind und/oder nur mit sehr

großen körperlichen Anstrengungen in eine externe

Praxis gelangen könnten. Vielen Dank für Ihr

Verständnis.

Ursula Weidmann

Johanneshaus Rundschau 23


Mein Jahr im Garten-Paradies

Als ich im Frühjahr vergangenen Jahres meinen

Probearbeitstag hier in der Johanneshaus-Gärtnerei

absolvierte, wusste ich, dass ich hier am richtigen

Ort bin. Ich hatte mich sofort in die wunderschöne

Atmosphäre verliebt, die von der vielfältigen

Gartenanlage ausging. Der abwechslungsreiche

Bachlauf mit dem Mammutbaum, der über allem

thront, der „Obere Garten“ mit seinem reichhaltigen

Angebot an verschiedenen Kräutern und

Blumen, der Schafstall mit seinen zufriedenen und

grasfressenden Vierbeinern, und natürlich das

schöne und angenehm gestaltete Johanneshaus

mit seinen freundlichen Bewohnern und Mitarbeitern,

die uns Neuankömmlinge sehr herzlich

aufgenommen haben: All‘ das gefiel mir so gut,

dass ich nach der Zusage von Herrn Kreuzer keine

Zweifel hatte, wo ich das kommende Jahr verbringen

wollte. Auch das ganze nun abgeschlossene

Jahr über hatte ich an keinem Tag das Gefühl,

meine Zeit verschwendet zu haben. Selbst tagelanges

Unkrautjäten oder das fortwährende Herrichten

der Wege nach Regengüssen - dabei hat man

sich teilweise in die mythologische Figur des Sysiphus

versetzt gefühlt - verging durch die tatkräftige

Unterstützung meiner hilfsbereiten und

supertollen Kollegen wie im Flug.

Ansonsten gab es je nach Saison immer viel zu

tun, sodass uns nie langweilig wurde: Die Schafe

galt es immer zu versorgen und auch zu unterstützen

bei schwierigen Geburten, im Herbst und

Winter nahm das Laub- bzw. Schneeräumen überhand,

und auch in die Kunst des Obstbaumschneidens

wurden wir eingewiesen. Im Frühling

wurde der „Obere Garten“ auf Vordermann gebracht:

Beete vorbereiten und fräsen, Kräuter einpflanzen

und ernten, Unkraut jäten, Rasen mähen,

Blumen gießen und Stauden pflegen. Besonders

toll fand ich, dass wir die geernteten Kräuter zusammen

mit den Bewohnern in geselligem Beisammensein

gerebelt, gemischt und zu Tee verarbeitet

haben, eine Tätigkeit, die unter meinen Kollegen

aus dem „Freiwilligen Ökologischen Jahr“

(FÖJ) in Baden-Württemberg nahezu einzigartig

ist.

24 Johanneshaus Rundschau


Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr war

vor allem der Neubau des Ernst-Zimmer-Hauses,

bei dem wir als Gärtner kräftig mit Hand angelegt

haben. Das Gelände im Innen- sowie im Außenbereich

musste genau eingemessen und planiert

werden, Trockenmauern für künftige Hochbeete

mussten errichtet werden, und als Abschluss wurden

großflächig Platten verlegt und dekorativer

Kies verteilt. Durch die vielen verschiedenen

Aufgaben, die notwendige Kooperation mit den

anderen Arbeitern auf der Baustelle und das knappe

Zeitfenster kamen wir nicht nur durch die

schwere Arbeit mehr als einmal ins Schwitzen. Der

Anblick der fertigen Projekte und die funktionierende

Teamarbeit haben diese Mühen jedoch über

alle Maßen entlohnt. Auch für meine berufliche

Zukunft war diese Baustelle mit ihrem Schwerpunkt

auf gestalterischer Arbeit ein wichtiger

Meilenstein: Ich freue mich schon sehr darauf, im

Oktober mit meinem Studium der Landschaftsarchitektur

zu beginnen. Somit möchte ich mich

noch einmal herzlich bei allen Mitarbeitern, Bewohnern

und natürlich bei Stefan, Ramo, Simone,

Fabian und Kerstin für dieses wundervolle Jahr

bedanken.

Lukas Ose

Ein herzliches Dankeschön an Lukas Ose und seine

FÖJ-KollegInnen, dass sie ein Jahr bei uns im

Johanneshaus verbracht haben! Jedem von ihnen

wünschen wir für die Zukunft alles erdenklich

Gute – und wenn ihr Weg sie einmal wieder in die

Nähe von Öschelbronn führen sollte, so freuen wir

uns auf ein Wiedersehen mit ihnen!

Die Wunschkollegin

Eines Tages kam eine gute Fee zum Sozialdienst

geflogen und sagte: „Ich werde Dir Deinen Wunsch

erfüllen, Du wirst eine Kollegin für den stationären

Bereich an Deine Seite bekommen. Und Du wirst

sie Dir aus den besten Zutaten, die Du kennst,

selbst backen.“ Damit flog die Fee davon und ließ

einen ratlosen Sozialdienst zurück, denn er hatte

immer gedacht, dass gute Feen Wünsche erfüllen

statt Arbeit zu delegieren. Doch weil die Hoffnung

der Vater aller Gedanken ist, begann er die besten

Zutaten, die er kannte, zusammenzutragen: hohe

Fachlichkeit, gute pflegerische Ausbildung und

auch ein pflegewissenschaftliches Studium waren

wichtig. Natürlich sollte auch viel Berufserfahrung,

ständige Weiterbildung und hohe soziale,

kommunikative und beratende Kompetenz vorhanden

sein. Gewürzt wurde alles mit Objektivität,

Kollegialität, diplomatischer Durchsetzungsfähigkeit,

Blick für das individuell Machbare sowie gelebte

Wertschätzung und Menschlichkeit. Und

auch die Freude an der alltäglichen Situationskomik

unseres Berufes durfte nicht fehlen. Als

Sahnehäubchen setzte der Sozialdienst dann noch

darauf, dass man über die gleichen Dinge herzlich

lachen können muss. Jetzt war die Mischung perfekt,

der Sozialdienst fuhr in Urlaub und war gespannt,

was er nach seiner Rückkehr vorfinden

würde. Vorgefunden hat er dann Barbara

Nottebaum, die als Kollegin mit all‘ diese Wunschzutaten

aufwarten konnte. Damit waren alle

Zweifel über gute Feen beseitigt, denn sie können

also sehr wohl Wünsche erfüllen.

Es war für mich eine schöne Zeit, fast zwei

Jahre, mit ihr zusammen den Sozialdienst im

Johanneshaus auszuüben. Nun kommt es im

Leben ja bekanntlich immer anders als man denkt,

und Frau Nottebaum hat das Johanneshaus verlassen,

weil sich ihr ein Arbeitsplatz angeboten hat,

der quasi fast vor ihrer Haustür liegt und sie keine

weite Anfahrt mehr unternehmen muss. Wir alle –

Bewohner und Kollegen – möchten nochmals von

Herzen Danke sagen für die gemeinsame Zeit!

Ursula Weidmann

Johanneshaus Rundschau 25


Kulturvorschau September bis Dezember 2013

SEPTEMBER 28.09.2013 Galerie 11:00 Uhr Vernissage Beatriz Rubio (1)

OKTOBER 05.10.2013 Tagung 16:00 Uhr 10 Jahre Musik für die Erde (2)

Konzert 20:00 Uhr Südwestdt. Kammerorchester Pforzheim

11.10.2013 Vortrag 19:30 Uhr Paul Mackay, Goetheanum (3)

19.10.2013 Konzert 16:00 Uhr Konzertreihe Junge Interpreten

Landes-Jugend-Blockflötenorchester (4)

26.10.2013 Konzert 19:30 Uhr Konzertreihe Junge Interpreten

Kalliope Piano Trio (5)

NOVEMBER 16.11.2013 Galerie 11:00 Uhr Vernissage „Farbe – Licht – Glanz“ (6)

16.11.2013 Konzert 19:30 Uhr Konzertreihe Junge Interpreten

Valentin Egel, Klavier (7)

30.11.2013 Eurythmie 19:30 Uhr Else-Klink-Ensemble Stuttgart (8)

„Vom Totensonntag zum 1. Advent“

DEZEMBER 07.12.2013 Konzert 16:00 Uhr Klavierquartett, -quintett

15.12.2013 Eurythmie 16:00 Uhr Ensemble Elisa, Stuttgart (9)










26 Johanneshaus Rundschau


DONNERSTAG ist LIEFERTAG

Nicoles

E ckladle

Geschenke und Karten für jeden Anlass

Schreib- und Bastelbedarf

Drogerieartikel und Weleda-Produkte

Reinigung und Fotoarbeiten

Sockenwolle

Einkaufsservice mit Hauslieferung

Gewiss ist manches vorbestimmt.

Das Schicksal bringt uns in

Bedrängnis,

doch wie man sich darin benimmt,

ist uns’re Schuld und nicht

Verhängnis.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Sollten Sie Fragen oder besondere

Wünsche habe, rufen Sie mich an!

Inhaberin: Nicole Paschen

Wurmberger Str. 1 – Öschelbronn

Tel. 07233/1306

Impressum

Herausgeber

Johanneshaus gemeinnützige GmbH

Zentrum für Lebensgestaltung im Alter

Am Eichhof 20 . 75223 Niefern-Öschelbronn

Telefon 07233 67-0 · Telefax 07233 67-9210

info@johannenshaus-oeschelbronn.de

Redaktion: Hedi Delfino

Dorette Jensen

Hans Krauss

Gerd Kutscher

Erika Müller

Ursula Weidmann

Layout: Renate Schmidt

Produktion: Schmidt Werbegrafik

Anzeigen: Ursula Weidmann

Tel. 07233 67-9712

u.weidmann@johanneshaus-oeschelbronn.de

Auflage: 1500 Stück

Fotos: Karl-Michael Heel (S. 8), Stefan Kreuzer (S. 11, 24),

Gerhard Schmidt (S. 2, 8,20, 24),

Ursula Weidmann (S. 9, 23, 21)

Die Rundschau

- kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden:

www.johanneshaus-oeschelbronn.de/rundschau.htm

- erscheint viermal jährlich zu den Jahresfesten

Ostern – Johanni – Michaeli – Weihnachten

- lebt von den Beiträgen der Bewohner und Mitarbeiter.

Insofern freuen wir uns über jede Zuschrift! Die Redaktion

kann jedoch keine Zusage über den Zeitpunkt der Veröffentlichung

geben, ebenso kann keine Haftung für unaufgefordert

zugesandte Manuskripte übernommen werden.

Für Inhalt und sachliche Richtigkeit der Beiträge zeichnet

der jeweilige Autor verantwortlich. Die Redaktion behält

sich Überarbeitungen und Kürzungen vor. Aus Gründen der

besseren Lesbarkeit wurde in der Regel die männliche

Schreibweise verwendet. Wir weisen jedoch ausdrücklich

darauf hin, dass die männliche Schreibweise die weibliche

stets mit einbezieht.

Redaktionsschluss für die kommende Ausgabe ist am

27.11.2013.

Johanneshaus Rundschau 27


Michaels-Lied

0 unbesiegter Gottesheld, Sankt Michael!

Komm uns zu Hilf, zieh mit zu Feld!

Hilf uns hier kämpfen, die Feinde dämpfen, Sankt Michael.

Den Drachen du ergriffen hast Sankt Michael!

Und unter deinen Fuß gefaßt!

Hilf uns hier kämpfen, die Feinde dämpfen, Sankt Michael.

Groß deine Macht ist, groß dein Heer Sankt Michael!

Groß auf dem Land, groß auf dem Meer

Hilf uns hier kämpfen, die Feinde dämpfen, Sankt Michael.

Groß, starker Held, ist deine Kraft, Sankt Michael!

Ach komm mit deiner Ritterschaft!

Hilf uns hier kämpfen, die Feinde dämpfen, Sankt Michael!

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