Geschäftsbericht 2011 - Schlatter

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Geschäftsbericht 2011 - Schlatter

Geschäftsbericht


Geschäftsbericht 2011

3

Inhalt

Profil

Kennzahlen der Schlatter Gruppe

Bericht über das Geschäftsjahr 2011

Segment Schweissen

Segment Weben

Corporate Governance

Finanzielle Berichterstattung 2011 der Schlatter Gruppe

Finanzielle Berichterstattung 2011 der Schlatter Holding AG

Adressen

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29

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4 Profil Geschäftsbericht 2011

Die Schlatter Gruppe

Die Schlatter Gruppe ist ein führender Anlagenbauer für Widerstandsschweisssysteme

und Web- und Ausrüstmaschinen für Papiermaschinenbespannungen

sowie Drahtgewebe und -gitter. Mit ihrem langjährigen

Know-how in der Anlagentechnik, mit Innovationskraft und zuverlässigem

Kundenservice garantiert die an der SIX Swiss Exchange kotierte

Unternehmensgruppe für leistungsstarke und werthaltige Produktionsanlagen.


5

Übereinander angeordnete Kettbäume einer

Webmaschine Typ BK800

Mobile Schienenschweissmaschine ASM100

auf einem Schienenfahrzeug

Segment Widerstandsschweissen

Schlatter verfügt über ein breites

Erfahrungsspektrum in der Entwicklung

und Fertigung von Armierungsgitterund

Industriegitter-Schweissanlagen,

mobilen und stationären Schienenschweissanlagen

sowie Anlagen für die

Fertigung von Radiatoren.

Produktbereich Radiatoren

Als einer der ersten Anbieter hat Schlatter

das Design von Fertigungs anlagen für

Heizkörper entscheidend geprägt – und

die Basis für unseren Erfolg im Markt für

Platten- und Gliederradiatoren gelegt.

Heute stammen mehr als 85 Prozent der

weltweit betriebenen Produktionsanlagen

aus unserem Unternehmen.

Produktionsanlage für die

Fertigung von Plattenradiatoren

Kerntechnologie Schweisstechnik

Seit der Gründung setzt Schlatter auf das

elektrische Widerstandsschweissen –

ein Fügeverfahren, bei dem Metallteile

durch Strom auf Schweisstemperatur

erwärmt und durch gleichzeitiges Einwirken

einer mechanischen Kraft miteinander

verbunden werden. Unsere Kerntechnologie

ist vielseitig einsetzbar

und ermöglicht es, Schweissungen in

hoher Anzahl schnell, präzis und kostengünstig

auszuführen.

Produktbereich Draht

Hohe Produktionsleistung, Flexibilität,

kurze Umrüstzeiten und Betriebssicherheit

unserer Anlagen machen Schlatter

im Markt sowohl für Armierungs- als

auch für Industriegitter zu einem weltweit

kompetenten Systemanbieter. Nach

dem Baukastenprinzip aufgebaut,

ermöglicht unsere breite Palette an Basisanlagen

und Zusatzmodulen massgeschneiderte,

ökonomische Lösungen

für die Bedürfnisse unserer Kunden.

Produktbereich Profil

Im Produktbereich Profil entwickelt die

Schlatter Gruppe stationäre und mobile

Schienenschweissanlagen. Zur globalen

Marktführerschaft der Schlatter-Systeme

tragen die qualitativen Vorteile unserer

Kerntechnologie bei, die sich für unsere

Kunden aus der Bahnindustrie wirtschaftlich

rechnen.

Segment Weben

Unter der Marke Jäger bietet die

Schlatter Gruppe technologisch führende

Web- und Ausrüstungsmaschinen

für Papiermaschinenbespannungen sowie

Drahtgewebe und -gitter an.

Produktbereich PMC-Weben

(Paper Machine Clothing)

Schlatter ist mit der Marke Jäger der

führende Hersteller von Maschinen zur

Herstellung von Papiermaschinenbespannungen.

Auf Jäger-Webmaschinen

werden alle modernen mehrlagigen

Gewebe hergestellt, die auf den

schnellsten Papiermaschinen der Welt

zum Einsatz kommen.

Produktbereich Drahtweben

Der Produktbereich Drahtweben entwickelt

und baut Draht- und Gitterwebmaschinen,

die auf Gewebe von höchster

Qualität ausgerichtet sind. Die Drahtwebmaschinen

werden unter anderem

zur Herstellung von Sicherheitsgeweben,

Airbaggeweben, Schutzgeweben

und anderen Industriegeweben eingesetzt.

Gitterwebmaschinen werden zum

Beispiel bei der Produktion von Zäunen,

Schutzgittern oder Siebböden genutzt.


6 Kennzahlen Geschäftsbericht 2011

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Nettoerlös (CHF Mio.)

Bestellungseingang (CHF Mio.)

Auftragsbestand (CHF Mio.)

Schlatter Gruppe

2011 2010 2009 2008 2007

Nettoerlös CHF Mio. 117,7 119,7 126,7 247,4 240,0

Veränderung zum Vorjahr % – 1,6 – 5,5 − 48,8 3,1 21,8

Betriebsergebnis (EBIT) CHF Mio. – 10,9 0,4 − 18,9 10,2 12,3

in % vom Nettoerlös % – 9,3 0,4 − 15,0 4,1 5,1

Konzernergebnis (inkl. Minderheiten) CHF Mio. – 10,9 0,2 − 17,0 6,3 8,4

in % vom Nettoerlös % – 9,2 0,2 − 13,4 2,6 3,5

Konzernergebnis (exkl. Minderheiten) CHF Mio. – 10,9 0,2 − 17,0 5,3 8,1

in % vom Nettoerlös % – 9,2 0,2 − 13,4 2,1 3,4

Bestellungseingang CHF Mio. 130,0 109,7 85,4 154,1 301,2

Auftragsbestand CHF Mio. 50,9 38,6 48,6 89,9 183,2

Mitarbeiterbestand am 31.12. Vollzeitstellen 461 444 488 570 555

im Jahresdurchschnitt Vollzeitstellen 449 455 511 574 546

Nettoerlös pro Mitarbeiter CHF 1000 262 263 248 431 440

Verzinsliches Fremdkapital CHF Mio. 6,7 5,4 15,6 13,6 2,4

Nettofinanzposition (-verschuldung) 1 CHF Mio. 13,9 6,1 1,1 − 2,2 22,5

Gearing 2 % 0,0 0,0 0,0 4,3 0,0

Free Cash Flow 3 CHF Mio. – 10,7 6,4 3,4 − 16,2 − 0,4

Umlaufvermögen CHF Mio. 66,6 52,6 68,5 106,0 132,6

Anlagevermögen CHF Mio. 21,1 21,5 25,1 25,8 19,4

Fremdkapital CHF Mio. 46,6 41,2 59,2 80,9 92,4

Eigenkapital (inkl. Minderheiten) CHF Mio. 41,1 32,9 34,5 50,8 59,6

Eigenfinanzierungsgrad (inkl. Minderheiten) % 46,9 44,3 36,8 38,5 39,2

Eigenkapitalrentabilität (ROE) 4 % – 29,4 0,7 − 39,8 11,4 15,1

1

Nettofinanzposition (-verschuldung): flüssige Mittel abzüglich verzinsliches Fremdkapital

2

Gearing: Nettoverschuldung (Nettofinanzposition) dividiert durch Eigenkapital; Negativ-Gearing = 0

3

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit abzüglich Kauf von Sachanlagen und immateriellen Anlagen zuzüglich

Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Anlagen

4

Konzernergebnis dividiert durch durchschnittliches Eigenkapital


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− 24

07 08 09 10 11

− 24

07 08 09 10 11

− 24

Betriebsergebnis EBIT (CHF Mio.)

Free Cash Flow (CHF Mio.)

Nettofinanzposition (-verschuldung)

(CHF Mio.)

2011 2010 2009 2008 2007

Aktienkennziffern

Aktienkapital per 31.12. CHF 1000 25 575 17 575 17 575 17 575 17 575

Total Namenaktien Anzahl 426 250 292 917 292 917 292 917 292 917

davon dividendenberechtigt Anzahl 426 081 291 786 291 474 289 999 292 917

Konzernergebnis je Namenaktie 1 CHF – 36.58 0.81 − 58.26 18.25 27.65

Eigenkapital je Namenaktie 1 CHF 114.50 112.50 118.26 175.02 196.71

Dividende je Namenaktie CHF 0 2 0 0 0 0

Payout Ratio % 0 2 0 0 0 0

Kursentwicklung

Jahreshöchst CHF 273.00 270.00 305.00 470.00 600.00

Jahrestiefst CHF 118.00 208.00 177.80 270.00 375.00

Jahresende CHF 166.00 249.00 205.00 305.00 395.00

Börsenkapitalisierung

Jahreshöchst CHF Mio. 80,0 79,1 89,3 137,7 175,8

Jahrestiefst CHF Mio. 34,6 60,9 52,1 79,1 109,8

Jahresende CHF Mio. 70,8 72,9 60,0 89,3 115,7

1

Ermittelt auf Basis dividendenberechtigter Aktien

2

Gemäss Antrag an die Generalversammlung vom 9.5.2012


8 Bericht über das Geschäftsjahr 2011 Geschäftsbericht 2011

Deutlich höherer Bestellungseingang. Tieferer Umsatz und negatives

Betriebsergebnis. Währungssituation belastet zusätzlich.

Die Schlatter Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 mit

CHF 130,0 Mio. eine deutliche Zunahme beim Bestellungseingang

(2010: CHF 109,7 Mio.). Der Nettoerlös von CHF 117,7 Mio. liegt leicht

unter Vorjahr (CHF 119,7 Mio.). Der Auftragsbestand per Ende Jahr

erhöhte sich von CHF 38,6 Mio. auf CHF 50,9 Mio. Das negative

Betriebsergebnis (EBIT) von CHF –10,9 Mio. (CHF 0,4 Mio.) beinhaltet

keine wesentlichen Sondereffekte und resultierte aus den währungsbedingten

Verlusten auf der Betriebsmarge und dem geringen

Umsatz. Für die Berichtsperiode weist Schlatter ein Konzernergebnis

von CHF –10,9 Mio. (CHF 0,2 Mio.) aus. Mit einer flexiblen Kostenstruktur

auf tieferem Niveau, diversen Produkt-Neuentwicklungen

und einer soliden Eigenkapitalbasis sind die notwendigen Voraussetzungen

geschaffen, dass die Schlatter Gruppe in Zukunft erfolgreich

agieren kann.

Walter Gränicher

Präsident des Verwaltungsrats

Jost Sigrist

Chief Executive Officer


9

Mit einer Zunahme von 18,5 Prozent

setzte sich die positive Entwicklung des

Bestellungseingangs im Geschäftsjahr

2011 fort. Die erwartete moderate Um -

satz steigerung konnte nicht realisiert

werden. Die starke Aufwertung des

Schweizer Frankens und die damit

einher gehende Reduktion der Bruttomarge

verhinderten, dass sich auch der

Nettoerlös entsprechend erhöhte.

Unabhängig davon, ob Schlatter in Euro,

US-Dollar oder Schweizer Franken

fakturiert, fällt ein signifikanter Teil der

Kosten in Schweizer Franken an. Die

erzielbaren Verkaufspreise hingegen

richten sich am internationalen Preis-

Währungs-Niveau aus. Die Wechselkurseinflüsse

sind deshalb für die stark

exportorientierte Schlatter Gruppe von

zentraler Bedeutung. Sie hat 2011

zahlreiche Anstrengungen unternommen,

um die negativen Einflüsse zu

vermindern. Zu den Massnahmen

gehören, dass das globale Sourcing

ausgebaut, neue Märkte erschlossen

sowie die Wertschöpfungskette und die

personellen Ressourcen optimiert

werden. Der Schlatter Gruppe ist es trotz

aller Anstrengungen nicht gelungen, die

Margenerosion, verursacht durch starke

Konkurrenz und die Währungssituation,

aufzuhalten. Mit der Festsetzung einer

Euro-Untergrenze bei CHF 1.20 hat die

Schweizerische Nationalbank immerhin

die Volatilität stark einschränken können,

und die Schlatter Gruppe kann ihre

nächsten Schritte auf dieser Währungsbasis

planen.

Märkte

Während die Märkte in Europa und in

den USA weiterhin unter der Wirtschaftsbeziehungsweise

Eurokrise leiden, sehen

wir Wachstumschancen in den Märk -

ten in Südamerika und Asien. Der im

Vorjahr festgestellte Trend der Nachfrageverschiebung

setzte sich 2011 in diesen

aufstrebenden Regionen fort. In China

wurden insbesondere Web- und Schienenschweissanlagen

stark nachgefragt; in

Süd- und Zentralamerika war Schlatter

vor allem mit ihren Gitterschweissanlagen

sehr erfolgreich. Die im Vorjahr in

Indien etablierten Partnerschaften für mobile

Schienenschweisssysteme haben

2011 Verkaufserfolge hervorgebracht.

Investitionen in neue Produkte

Mit dem Ziel, ihre Marktposition zu

stärken und zusätzliches Wachstumspotenzial

zu generieren, hat die Schlatter

Gruppe im Geschäftsjahr 2011 bedeutende

personelle und finanzielle Mittel in

Neu- und Weiterentwicklungen in allen

Produktbereichen investiert. So ist im

Segment Schweissen die Einführung von

zwei neuen Produkten für die Bereiche

Schienen- und Drahtschweissen geplant.

Im Segment Weben konnten durch die

Weiterentwicklung bestehender Systeme

Produktwechsel erfolgreich vollzogen

werden. Zudem hat Schlatter dem

Fachpublikum verschiedene Neuentwicklungen

für schwere Gewebe vorgestellt.

07 08 09 10 11

15

10

5

0

− 5

− 10

− 15

− 20

Konzernergebnis inkl. Minder heiten

(CHF Mio.)

07 08 09 10 11

Eigenkapital / Fremdkapital

(CHF Mio.)

•• Eigenkapital

•• Fremdkapital

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60

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30

15

0


10 Bericht über das Geschäftsjahr 2011 Geschäftsbericht 2011

Kapitalerhöhung

An der Generalversammlung vom 11. Mai

2010 haben die Aktionäre der Schlatter

Holding AG der Schaffung eines genehmigten

Aktienkapitals zugestimmt. Mit

Blick auf den anvisierten Ausbau der

Marktposition und die aktuelle Geschäftslage

hat der Verwaltungsrat im Herbst

2011 entschieden, eine Kapitalerhöhung

durchzuführen, die es der Schlatter

Gruppe erlaubt, ihr Geschäft trotz der

schwierigen Währungssituation mit

grösserer finanzieller Flexibilität voranzutreiben.

Die Kapitalerhöhung wurde

Ende 2011 unter Wahrung der Bezugsrechte

für alle bisherigen Aktionäre zu

Marktkonditionen erfolgreich durchgeführt.

Die bestehenden Aktionäre der

Schlatter Holding AG haben im Rahmen

des Bezugsrechtsangebots 128 903 neue

Namenaktien gezeichnet. Dies entspricht

einer Zeichnungsquote von 88 Prozent

der maximal 146 458 neuen Aktien, die

im Rahmen der Emission zur Verfügung

standen. Die verbleibenden neuen

Namenaktien wurden Investoren im

Rahmen einer freien Zeichnung zum Kauf

angeboten. Der Schlatter Holding AG ist

durch die Kapitalerhöhung neues Kapital

von netto CHF 19,3 Mio. zugeflossen. Die

Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2011

beträgt 46,9 Prozent, und das Unternehmen

verfügt über eine Nettofinanzposition

von CHF 13,9 Mio. Schlatter basiert

damit auf soliden Voraussetzungen für

das neue Geschäftsjahr.

Veränderungen in der Gruppenleitung

Im April 2011 hat Michaela Wingeier die

Verantwortung für die Human Resources

bei der Schlatter Gruppe übernommen.

Die erfahrene Personalleiterin löste Sonja

Steiner ab, die sich nach langjähriger

Tätigkeit bei Schlatter entschieden hatte,

in den frühzeitigen Ruhestand zu treten

und anderen Tätigkeiten nachzugehen.

Wir danken Sonja Steiner für ihren engagierten

Einsatz und die hervorragende Arbeit,

die sie in den vergangenen Jahren

für die Schlatter Gruppe geleistet hat.

Dank

Das wirtschaftliche Umfeld und die

Komplexität unseres Geschäfts stellten

uns 2011 vor grosse Herausforderungen.

Im Namen des Verwaltungsrats und

des Managements danken wir Ihnen,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ganz herzlich, dass Sie die Schlatter

Gruppe und unsere Ziele mit Ihren Fähigkeiten

und mit hohem Engagement so

tatkräftig unterstützt haben. Ein grosser

Dank gebührt auch unseren Kunden. Wir

schätzen das uns entgegengebrachte

Vertrauen in unsere Produkte sehr. Mit

der Kapitalerhöhung, die wir Ende 2011

durchgeführt haben, konnten wir ein für

die Zukunft der Schlatter Gruppe sehr

wichtiges Projekt realisieren. Wir danken

auch Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen

und Aktionäre, für Ihre finanzielle

Unterstützung.


11

Ausblick

Die Schlatter Gruppe hat 2011 sowohl

operativ als auch finanziell eine gute

Ausgangslage geschaffen, um die

kommenden Herausforderungen in

einem wirtschaftlich schwierigen

Geschäftsumfeld anpacken zu können.

Zuversichtlich stimmt der im Geschäftsjahr

angestiegene Bestellungseingang

sowie die Anzahl Projekte in

Verhandlung. Aufgrund des nach wie

vor sehr volatilen Umfelds müssen

die Kostenstruktur und die Wertschöpfungskette

des Unternehmens zusätzlich

optimiert und flexibel an die Rahmenbedingungen

angepasst werden. Die

Schlatter Gruppe hat die notwendigen

Vorkehrungen getroffen, damit sie

effizient und innovativ agieren kann.

Mit der erfolgreich durchgeführten

Kapitalerhöhung hat die Schlatter Gruppe

eine stabile Eigenkapitalbasis geschaffen,

die es dem Unternehmen ermöglichen

soll, sich strategisch zu positionieren.

Damit diese operative Flexibilität

erhalten bleibt, wird der Verwaltungsrat

der Generalversammlung vom 9. Mai

2012 beantragen, auf eine Dividendenausschüttung

für das Geschäftsjahr 2011

zu verzichten.

Die Schlatter Gruppe hat am 12.3.2012

informiert, dass sie eine vereinfachte,

besser auf die heutige Situation ausgerichtete

Führungsstruktur einführt.

Mit klaren Produktzuweisungen können

die beiden Ländergesellschaften in

der Schweiz und in Deutschland

zukünftig voneinander unabhängiger

geführt werden. Die Position des CEO

wird mit dem Verwaltungsratspräsidium

zusammengeführt, und Jost Sigrist

wird, vorbehältlich seiner Wahl durch

die ordentliche Generalversammlung

vom 9.5.2012, das Verwaltungsratspräsidium

und die Funktion des

Verwaltungsratsdelegierten übernehmen.

Mit den hauptsächlich auf das

Segment Schweissen ausgerichteten

organisatorischen Änderungen will

die Schlatter Gruppe zusätzliche

Voraussetzungen schaffen, um ihr

Schweissgeschäft schneller in die

Gewinnzone zurückzuführen. Detaillierte

Informationen zur Neuorganisation

wird die Schlatter Gruppe im Laufe der

nächsten Monate kommunizieren.

Walter Gränicher

Präsident des

Verwaltungsrats

Jost Sigrist

Chief Executive

Officer

Nettoerlös 2011

nach Segmenten

• 76,1 % Schweissen

• 23,9 % Weben

Nettoerlös 2011

nach Regionen

• 47,3 % Europa

• 31,2 % Mittlerer Osten,

Afrika, Asien,

Australien

• 12,2 % Zentral- und

Südamerika

• 9,3 % Nordamerika


12 Segment Schweissen Geschäftsbericht 2011

Auftragseingang verbessert sich –

negativer Währungseinfluss beeinträchtigt Ertragssituation

Der starke Schweizer Franken hat im Geschäftsjahr 2011 insbesondere

das Segment Schweissen vor schwierige Bedingungen gestellt. Während

sich der Bestellungseingang von CHF 77,9 Mio. auf CHF 94,1 Mio.

stark erhöhte, erzielte das Segment einen gegenüber dem Vorjahr

leicht tieferen Umsatz von CHF 89,5 Mio. (CHF 91,3 Mio.). Der Auftragsbestand

per Jahresende konnte jedoch im Vergleich zur Vorjahresperiode

von CHF 24,8 Mio. auf CHF 29,9 Mio. gesteigert werden. Für

2011 weist das Segment einen Betriebsverlust von CHF –12,0 Mio.

(CHF –4,7 Mio.) aus.


13

Attila Trösch von der Abteilung «Operation» und Fabio Giacomini aus der

Abteilung «Technik» in Schlieren sorgen für die einwandfreie Funktionalität

der Schweissanlagen.

Im Wettbewerb mit Konkurrenten aus

den Euroländern stand das Segment

Schweissen, dessen Anlagen aus der

Schweiz geliefert werden, wechselkursbedingt

vor sehr ungünstigen Bedingungen.

Die meist in Euro definierten Preise

für Schweissanlagen sind aufgrund der

Währungssituation massiv unter Druck

geraten, und die daraus resultierende

Margenerosion konnte nicht zeitgerecht

aufgefangen werden. Die Ertragssituation

soll 2012 jedoch deutlich verbessert

werden. Schlatter hat dazu verschiedene

Massnahmen wie den Ausbau des

globalen Sourcing, die Erschliessung

neuer Märkte, die Optimierung der

Wertschöpfungskette sowie weitere

Kostensenkungen eingeleitet.

Produktbereich Draht

Die Absatzmärkte für Armierungs- und

Industriegitterschweissanlagen haben

sich im Geschäftsjahr 2011 leicht erholt.

Weltweit ist aber immer noch einige

Unsicherheit spürbar, und die Entwicklung

des Bereichs ist stark davon

abhängig, ob grosse Infrastruktur- und

Bauprojekte realisiert werden. In der

Berichtsperiode haben zwei Faktoren zu

einer höheren Nachfrage nach Schlatter-

Produkten beigetragen: Wirkung zeigte

einerseits, dass Schlatter in den

vergangenen Jahren ihre Präsenz in den

aufstrebenden Märkten Südamerika und

Südostasien verstärkt hat. Nach einer

langen Phase der Zurückhaltung

bestand anderseits bei vielen Kunden

ein Nachholbedarf an neuen Systemen.

Erfreulich entwickelt hat sich ausserdem

das Geschäft mit Ersatzteilen und

Servicedienstleistungen, das mittlerweile

einen bedeutenden Anteil zum

Nettoerlös der Schlatter Gruppe

beisteuert.

Produktbereich Profil

Produktbereich Radiatoren

Die Planung neuer Radiatorenwerke

beschränkte sich im Geschäftsjahr 2011

hauptsächlich auf die neuen EU-Länder

sowie Mittel- und Osteuropa. Trotz dem

deutlich vorhandenen Bedarf an den

Endprodukten gestaltet sich die Finanzierung

von Grossprojekten in dieser

Region schwierig. China plant, in

einigen Provinzen auf dezentrale Heizlösungen

umzustellen. Konkretisiert

sich diese Absicht, dürfte eine grosse

Nachfrage nach Plattenheizkörpern

entstehen. Die Schlatter Gruppe

verfolgt diese Entwicklung daher sehr

aufmerksam.

Ausblick

Der Bestellungseingang und die nach

wie vor vorhandene Investitionsbereitschaft

in vielen Märkten bilden eine

solide Basis für das neue Geschäftsjahr.

Damit das Segment jedoch nachhaltig in

die Gewinnzone zurückfindet, sind

zusätzliche Massnahmen notwendig.

Schweisspressen der Gitterschweissmaschine

MG630 Tailor für das

Schweissen von massgeschneiderten

Bewehrungsmatten

Dank der weltweit dominierenden

Marktstellung für stationäre Schienenschweisswerke

konnte die Schlatter

Gruppe ihren Marktanteil 2011 weiter

ausbauen und rechnet für 2012 mit

einem stabilen Auftragseingang. Auch

der Bereich für mobile Schienenschweissgeräte

zeigte in der Berichtsperiode

eine erfreuliche Entwicklung. Die

Stellung im Markt für mobile Systeme

soll 2012 mit der Einführung einer

neuen Anlage ausgebaut werden.

Schlatter will zudem über neue Partnerschaften

in Schwellenländern wie Indien

und China, aber auch in entwickelten

Regionen wie den USA, zusätzliches

Wachstum generieren.


14 Segment Weben Geschäftsbericht 2011

Gute Ausgangslage begünstigt weiteres Umsatzwachstum

Das Segment Weben knüpfte 2011 an die gute Auftragsentwicklung

des Vorjahrs an und vermochte den Bestellungseingang um

11,1 Prozent auf CHF 35,3 Mio. (CHF 31,8 Mio.) zu steigern. Aus

dem Nettoerlös von CHF 28,2 Mio. (CHF 28,4 Mio.) resultierte für

das Berichtsjahr ein Segmentergebnis (EBIT) von CHF 1,4 Mio.

(CHF 0,5 Mio.). Der Auftragsbestand per Jahresende nahm gegenüber

dem Vorjahr um 51,4 Prozent auf CHF 20,9 Mio. (CHF 13,8 Mio.)

zu. Angesichts der generellen Marktverfassung und des Auftragsbestands

am Jahresende zeichnet sich für 2012 eine Fortsetzung

des positiven Trends ab.


15

Dietmar Reinker und Dirk Bense sind zwei von vielen Spezialisten für Webmaschinen

bei Schlatter Deutschland in Münster.

Die rege Investitionstätigkeit westlicher

Kunden mit Standorten in China, aber

auch die zunehmend höheren Investitionen

chinesischer Kunden machten das

Land der Mitte im Geschäftsjahr 2011 mit

51 Prozent zum geografischen Hauptumsatzträger

des Segments Weben. Aufträge

aus dem EU-Raum steuerten 37 Prozent

zum Nettoerlös bei.

PMC-Weben (Paper Machine Clothing)

Anlagen zur Herstellung von Papiermaschinenbespannungen

sind der Hauptumsatzträger

des Segments Weben.

Nachdem in den vergangenen Jahren

ausschliesslich westliche Kunden

grössere Aufträge erteilt hatten, kam im

Geschäftsjahr 2011 erstmals ein Grossauftrag

eines chinesischen Kunden zur

Auslieferung. Die steigenden technologischen

Anforderungen an Gewebe und

die damit erforderlichen Investitionen

dürften auch in China zu einer Konzentration

im Kundenbereich führen.

2011 investierte Schlatter erhebliche

Mittel in die Weiterentwicklung des

Webmaschinentyps BK800. Mit mehreren

Verkäufen des Nachfolgemodells

BK880 ist der Produktwechsel gelungen.

Neu im Markt eingeführt wurde die

Kanisterschärmaschine SM800. Sie

ermöglicht den Kunden, den Webvorbereitungsprozess

bei deutlich gesteigerter

Leistung vorzunehmen.

Mit dem Erwerb des Ausrüstmaschinen-

Programms ihres norwegischen Mitbewerbers

NLI hat die Schlatter Gruppe

weitere technisch interessante Lösungsansätze

in ihr eigenes Programm

übernehmen können.

Technische Gewebe

Die Investitionen für Neu- und Weiterentwicklungen

in Anlagen für technische

Gewebe wurden kräftig vorangetrieben.

An der internationalen Textilmaschinen-

Ausstellung ITMA 2011 in Barcelona

hat Schlatter dem Fachpublikum eine

neu entwickelte Maschine für schwere

technische Gewebe vorgestellt. Die

Weiterentwicklung eines bestehenden

Maschinentyps für superschwere Gewebe

hat zudem in der Bestellung einer Anlage

resultiert, die im vierten Quartal 2011

an einen europäischen Kunden ausgeliefert

werden konnte.

Drahtweben

2011 wurde nach wie vor sehr zurückhaltend

in Drahtwebmaschinen investiert.

Aufgrund der politischen Umwälzungen

hat die Schlatter Gruppe den geplanten

Aufbau ihrer Tätigkeit in Nordafrika und in

der Golfregion zurückgestellt.

Im Berichtsjahr wurde der Produkttyp

BD800 für höchste Gewebebespannungen

optimiert und konnte an einen Schlüsselkunden

in Asien ausgeliefert werden. Die

Anlage mit einer neuen AC-Servo-Schaftmaschine

und einer grösseren Spannweite

ist störungsfrei in Produktion gegangen.

Ausblick

Durch den deutlich höheren Bestellungseingang

in der Berichtsperiode ist das

Segment Weben mit einem guten

Auftragsbestand ins neue Jahr gestartet,

und die Schlatter Gruppe rechnet mit

einer Fortsetzung des positiven Trends

bei Bestellungseingang und Nettoerlös.

Die Situation wird insbesondere durch

die Entwicklungen in China begünstigt,

wo bei vielen Kunden die nächste

Ausbaustufe ansteht. Mit dem wettbewerbsfähigen

Programm der Jäger-Maschinen

ist die Schlatter Gruppe gut

gerüstet, um bei diesen Kapazitätserweiterungen

ihren Marktanteil ausbauen zu

können. Im Geschäftsjahr 2012 werden

zudem weitere Anstrengungen unternommen,

um die Effizienz und die Profitabilität

des Segments zu steigern.

SK560 – die neu entwickelte

Webmaschine für schwere

technische Gewebe


16 Corporate Governance Geschäftsbericht 2011

Verantwortungsbewusste Unternehmensführung

Die Corporate Governance der Schlatter Gruppe soll mittels Richtlinien,

die auf die Grösse des Unternehmens zugeschnitten sind, eine transparente

und umsichtige Geschäftspolitik sowie eine effiziente Verwendung

der eingesetzten Mittel sicherstellen. Der vorliegende Corporate-Governance-Bericht

wurde gemäss den Anforderungen der Richtlinie der SIX

Swiss Exchange für Informationen zur Corporate Governance erstellt.

Konzernstruktur und Organigramm

Verwaltungsrat

Gruppenleitung

Jost Sigrist

Human Resources

Michaela Wingeier

Finance & IT

Werner Schmidli

Product Management

Gereon Heinemann

Segment Schweissen

Jost Sigrist

Segment Weben

Frank Schröter

Draht

Jost Sigrist

Profil

Daniel Zappa

Radiator

Michael Klaes

Sales & Marketing

Herbert Wenker

Technik

Thomas Müller

Operations

Peter Möller

Customer Service

Daniel Zappa

Mitglied der Gruppenleitung

Operative Konzernstruktur per 31.12.2011


17

Vereinfachung der Organisationsstruktur

Die im Kapitel Corporate Governance dieses Geschäftsberichts publizierten Angaben

zu Organisationsstruktur, Verwaltungsrat und Gruppenleitung entsprechen dem

Stand per 31.12.2011. Die Schlatter Gruppe hat am 12.3.2012 informiert, dass sie

eine vereinfachte, besser auf die heutige Situation ausgerichtete Führungsstruktur

einführt. Als Folge werden sich verschiedene Änderungen ergeben: Mit klaren

Produktzuweisungen können die beiden Ländergesellschaften in der Schweiz und

in Deutschland zukünftig voneinander unabhängiger geführt werden. Die Position

des CEO wird mit dem Verwaltungsratspräsidium zusammengeführt, und Jost Sigrist

wird, vorbehältlich seiner Wahl durch die ordentliche Generalversammlung vom

9.5.2012, das Verwaltungsratspräsidium und die Funktion des Verwaltungsratsdelegierten

übernehmen. Mit den hauptsächlich auf das Segment Schweissen ausgerichteten

organisatorischen Änderungen will die Schlatter Gruppe zusätzliche Voraussetzungen

schaffen, um ihr Schweissgeschäft schneller in die Gewinnzone zurückzuführen.

Detaillierte Informationen zur Neuorganisation wird die Schlatter Gruppe

im Laufe der nächsten Monate kommunizieren.

Kotierte Gesellschaft

Die Schlatter Holding AG ist die Dachgesellschaft und somit oberste Holdinggesellschaft

der Schlatter Gruppe. Sie hat ihren Sitz und den Ort der Hauptverwaltung an

der Brandstrasse 24 in Schlieren (CH). Die Gesellschaft hält direkt oder indirekt alle

Beteiligungen an den Gesellschaften der Schlatter Gruppe.

Die Namenaktien der Schlatter Holding AG sind seit 1998 am Hauptsegment der

SIX Swiss Exchange kotiert (Valorennummer 227731, ISIN CH0002277314, Telekurs

STRN, Reuters STRN.S). Die Schlatter Holding AG wies per 31.12.2011 eine Börsenkapitalisierung

von CHF 80,0 Mio. auf.

Nicht kotierte Gruppengesellschaften

Informationen zu den Gesellschaften der Schlatter Gruppe sind auf den Seiten 81

und 88 dieses Geschäftsberichts aufgeführt.

Bedeutende Aktionäre

Informationen zu den bedeutenden Aktionären sind auf Seite 91 dieses Geschäftsberichts

aufgeführt.

Struktur des Aktionariats

Anzahl Aktien

Anzahl Aktionäre

1 bis 10 83

11 bis 100 175

101 bis 1000 81

1001 bis 10 000 21

mehr als 10 000 7

Die Angaben basieren auf den per 31.12.2011 im Aktienbuch der Gesellschaft

eingetragenen Namenaktionären. Von den 426 250 ausstehenden Aktien waren

am Bilanzstichtag 371 183 Aktien (87,1%) im Aktienbuch erfasst.

Kreuzbeteiligungen

Es bestehen keine gegenseitigen kapital- oder stimmenmässigen Beteiligungen

zwischen der Schlatter Holding AG und den auf Seite 91 dieses Geschäftsberichts

genannten bedeutenden Aktionären.


18 Corporate Governance Geschäftsbericht 2011

Kapitalstruktur

Kapital

Ordentliches Aktienkapital

Per 31.12.2011 verfügte die Schlatter Holding AG über ein ordentliches Aktienkapital

von CHF 25 575 000, eingeteilt in 426 250 Namenaktien mit einem Nennwert von

CHF 60 je Aktie. Das Aktienkapital ist vollständig liberiert. Jede Aktie berechtigt an

der Generalversammlung zu einer Stimme. Dividendenberechtigt sind alle Aktien,

die nicht von der Gesellschaft oder einer ihrer Tochtergesellschaften gehalten

werden.

Genehmigtes Aktienkapital

Die Schlatter Gruppe verfügte aufgrund des Generalversammlungsbeschlusses vom

11.5.2010 über genehmigtes Kapital, das für eine Kapitalerhöhung von höchstens

CHF 8 787 480 durch Ausgabe von höchstens 146 458 voll zu liberierenden Namenaktien

zu je CHF 60 nominal eingesetzt werden konnte. Im Dezember 2011 hat die Gesellschaft

nun eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Anlässlich des Bezugsrechtsangebots

wurden 128 903 neue Namenaktien durch bisherige Aktionäre gezeichnet, während

4430 neue Namenaktien im Rahmen einer öffentlichen Platzierung erworben wurden.

Der Platzierungspreis betrug CHF 150 pro neue Namenaktie. Infolge der Kapitalerhöhung

stieg das Aktienkapital auf CHF 25 575 000, eingeteilt in 426 250 Namenaktien mit

einem Nennwert von je CHF 60. Die neuen Aktien sind ab dem Geschäftsjahr 2011

dividendenberechtigt. Ihre Kotierung und Zulassung zum Handel im Main Standard der

SIX Swiss Exchange erfolgte per 8.12.2011. Dadurch verbleibt per 31.12.2011 ein

genehmigtes Kapital von höchstens CHF 787 500 durch Ausgabe von höchstens 13 125

voll zu liberierende Namenaktien zu je CHF 60 Nominalwert.

Die Gesellschaft verfügte per 31.12.2011 weder über bedingtes Kapital noch hatte sie Partizipations-,

Genussscheine oder Anleihensobligationen irgendwelcher Art ausgegeben.

Kapitalveränderungen

Weitere Informationen zur Veränderung des Aktienkapitals, der Reserven, des

Reingewinns und des konsolidierten Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2011 sind

auf Seite 35 unter «Konsolidierter Eigenkapitalnachweis» aufgeführt. Die entsprechenden

Informationen für die zwei vorangehenden Geschäftsjahre finden sich im

Geschäftsbericht 2010 auf Seite 34 und im Geschäftsbericht 2009 auf Seite 33.

Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen

Die Aktien der Schlatter Holding AG sind frei übertragbar. Für Nominees ist die

fiduziarische Eintragung mit Stimmrecht und ohne Beschränkung möglich.

Wandelanleihen und Optionen

Die Gesellschaft hat per 31.12.2011 weder Wandelanleihen noch ähnliche eigenkapitalgebundene

Schuldinstrumente oder Optionen ausgegeben.

Verwaltungsrat

Mitglieder des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat der Schlatter Holding AG besteht gemäss Statuten aus

mindestens drei Mitgliedern. Er setzt sich aus den nachfolgend aufgeführten Personen

zusammen.

Keines der Verwaltungsratsmitglieder hat während der vergangenen drei Jahre eine

exekutive Funktion innerhalb der Schlatter Gruppe ausgeübt.


19

Walter Gränicher 1951, Schweizer, nicht exekutives Mitglied, im Verwaltungsrat seit 15.1.2010,

Präsident Amtsdauer bis GV 2012

Aktuelle Tätigkeit

Senior Consultant Consenec AG, Baden (CH)

Beruflicher Werdegang

• 2003 bis 2009 President Alstom Power Service Sector und Mitglied des Executive

Committee Alstom Group sowie Country President Switzerland und CEO Alstom

(Schweiz) AG

• Zuvor verschiedene höhere Managementpositionen bei ABB resp. Alstom

Ausbildung

Dipl. Ing. (ETH Zürich); Zusatzstudium in den Bereichen Elektronik und elektrische

Maschinen (Technische Universität München)

Weitere Verwaltungsratsmandate

Mitglied weiterer, nicht kotierter Gesellschaften

Peter H. Müller 1950, Schweizer, nicht exekutives Mitglied, im Verwaltungsrat seit 16.6.2006,

Vizepräsident Amtsdauer bis GV 2012

Aktuelle Tätigkeit

Investor

Beruflicher Werdegang

• Verwaltungsratsmitglied Virtamed (seit 2008) und Attolight (seit 2010)

• 2000 Gründung des Business Angel Clubs StartAngels Network

• Seit 1994 Investitionen in Startup-Unternehmen und seit 1990 Verwaltungsrat

bei Zurmont Finanz (Private Equity)

• 1985 bis 1993 Group Management Cosa/Überseehandel AG; ab 1988 CEO der

Machinery Division der fusionierten Cosa Liebermann

• 1976 bis 1984 CEO Cosa Japan, Tokio

Ausbildung

1974 Dipl. Masch.-Ing. (ETH Zürich); 1974 bis 1976 Trainee und Studienaufenthalte in

New Jersey und Boston (USA)

Weitere Tätigkeiten

Stiftungsrat der Stiftung Capri Philosophical Park und Verwaltungsrat weiterer,

nicht kotierter Gesellschaften

Ruedi Huber 1960, Schweizer, nicht exekutives Mitglied, im Verwaltungsrat seit 11.5.2010,

Mitglied Amtsdauer bis GV 2012

Aktuelle Tätigkeit

Vizepräsident Verwaltungsrat SFS Holding AG, Heerbrugg (CH)

Beruflicher Werdegang

• Seit 1996 SFS Intec, Heerbrugg (CH)

• 1985 bis 1996 Verkaufsingenieur SFS England und Aufbau SFS USA

Ausbildung

Matura Typ C

Weitere Tätigkeiten

Mitglied des Verwaltungsrats der Huwa Finanz- und Beteiligungs AG, Heerbrugg,

und der HMZ Beteiligungen AG, Heerbrugg, sowie Mitglied weiterer,

nicht kotierter Gesellschaften


20 Corporate Governance Geschäftsbericht 2011

Walter T. Vogel 1957, Schweizer, nicht exekutives Mitglied, im Verwaltungsrat seit 29.10.2007,

Mitglied Amtsdauer bis GV 2012

Aktuelle Tätigkeit

Seit 2007 CEO der Aebi-Schmidt-Gruppe, Bussnang (CH)

Beruflicher Werdegang

• 2003 bis 2007 CEO der Von Roll Holding AG, Zürich (CH)

• 1999 bis 2003 Leiter Konzernbereich Infratec und Mitglied der Konzernleitung

der Von Roll Group, Zürich (CH)

• 1995 bis 1999 Leiter Business Unit Direktbefestigung und Mitglied der erweiterten

Konzernleitung der Hilti Gruppe, Schaan (FL)

• 1992 bis 1995 Direktor Marketing und Verkauf und Mitglied der Geschäftsleitung

der Aliva AG, Widen (CH)

Ausbildung

Dipl. Masch.-Ing. (ETH Zürich); International Executive Programme

(INSEAD Fontainebleau)

Weitere Verwaltungsratsmandate

Mitglied des Verwaltungsrats der Stadler Stahlguss AG, Biel (CH),

sowie Vizepräsident des Verwaltungsrats der Kardex AG, Zürich (CH)

Paul Zumbühl 1957, Schweizer, nicht exekutives Mitglied, im Verwaltungsrat seit 29.10.2007,

Mitglied Amtsdauer bis GV 2012

Aktuelle Tätigkeit

Seit 1.1.2000 CEO der Interroll Gruppe, Sant’ Antonino (CH)

Beruflicher Werdegang

• 1994 bis 1999 Managing Director und CEO der Mikron Plastics Technology

und Mitglied der Konzernleitung der Mikron Gruppe, Biel (CH)

• 1988 bis 1994 Geschäftsführer und weitere Leitungsfunktionen in der

Sarna Gruppe, Sarnen (CH)

• 1984 bis 1987 Sales Engineer sowie Sales Manager Europe der Symalit AG,

Lenzburg (CH)

Ausbildung

Dipl. Ing. (Hochschule für Technik Luzern); MBA (Joint University Programm der

Universitäten in Bern, Boston und Shanghai); Eidg. Dipl. Marketingleiter

Weitere Verwaltungsratsmandate

Mitglied des Verwaltungsrats der Looser Holding AG, Arbon (CH)

Wahl und Amtszeit

Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch die Generalversammlung für eine

Amtsdauer von einem Jahr gewählt. Zuwahlen erfolgen einzeln, Wiederwahlen

einzeln oder gemeinsam. Die Amtsdauer endet am Tag der ordentlichen Generalversammlung;

Wiederwahl ist zulässig. Die Amtszeit eines Verwaltungsrats endet

jedoch endgültig mit dem Datum der ordentlichen Generalversammlung, die dem

70. Geburtstag des Verwaltungsrats folgt.

Interne Organisation

Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst, indem er seinen Präsidenten, seinen

Vizepräsidenten und seinen Sekretär wählt. Der Sekretär braucht weder Verwaltungsrat

noch Aktionär zu sein. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse und trifft seine

Wahlen mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit

hat der Vorsitzende den Stichentscheid. Der Präsident ruft den Verwaltungsrat

zusammen, sooft es die Geschäfte erfordern. In der Regel trifft sich der Verwaltungsrat

zu sechs ganz-/halbtägigen Sitzungen sowie zu einer ganztägigen Klausursitzung.

Im Geschäftsjahr 2011 trat der Verwaltungsrat zu acht Sitzungen sowie drei Telefon-


21

konferenzen zusammen. An einer der Sitzungen waren vier Mitglieder des Verwaltungsrats

nicht anwesend.

Ausschüsse des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat hat ein Risk and Audit Committee sowie ein Nomination and

Compensation Committee bestellt. Die Ausschüsse unterstützen den Verwaltungsrat,

haben aber keine Entscheidungsbefugnisse. Die dem Verwaltungsrat gemäss

Organisationsreglement und Gesetz zugewiesenen Pflichten und Kompetenzen

verbleiben beim Verwaltungsrat als Gesamtgremium. Die Amtsdauer der Mitglieder

der Verwaltungsratsausschüsse fällt in der Regel mit ihrer Amtsdauer als Verwaltungsrat

für die Schlatter Holding AG zusammen.

Risk and Audit Committee

Mitglieder: Paul Zumbühl (Vorsitz), Walter Gränicher

Das Risk and Audit Committee unterstützt den Verwaltungsrat bei der Beaufsichtigung

des Rechnungswesens und der Finanzberichterstattung, der externen Revision sowie

der Kontrolle der Einhaltung rechtlicher Vorschriften. Der Ausschuss hat insbesondere

folgende Aufgaben:

• Überprüfung der Ausgestaltung des Rechnungswesens (anzuwendende

Rechnungs legungsvorschriften und Beurteilung von Bewertungs- und

Finanzierungs grund sätzen, interne und externe finanzielle Berichterstattung) in

Bezug auf Angemessen heit, Zuverlässigkeit und Wirksamkeit.

• Überprüfung des Jahresabschlusses und weiterer zu publizierender Finanzinformationen.

• Überwachung und Einschätzung der Unternehmensrisiken und Überprüfung der

Praktiken des Risikomanagements.

• Überwachung der Geschäftstätigkeit hinsichtlich Einhaltung von Beschlüssen des

Verwaltungsrats, interner Reglemente und Richtlinien, Weisungen und Rechtsvorschriften,

insbesondere auch aus der Börsengesetzgebung (Compliance).

• Überprüfung von Leistung, Unabhängigkeit und Honorierung der externen

Revision sowie Wahlempfehlung zuhanden des Verwaltungsrats bzw. der Generalversammlung.

• Behandlung der Prüfberichte; Beratung aller bedeutenden Feststellungen und

Empfehlungen der externen Revision mit Gruppenleitung und externer Revision.

• Überwachung der Umsetzung von Empfehlungen der externen Revisionsstelle.

• Überprüfung der Leistung und Honorierung von Beratungsmandaten mit

Nahe stehenden.

• Erledigung weiterer vom Verwaltungsrat an den Ausschuss übertragener Aufgaben.

Weiter nimmt das Risk and Audit Committee die in Erläuterung 29 (Seite 71)

beschriebenen Aufgaben in Bezug auf das finanzielle Risikomanagement wahr.

Der Ausschuss tagt, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber zweimal im

Jahr. Er trifft sich mindestens einmal jährlich zu einer Sitzung mit Vertretern der

externen Revision. Der CFO nimmt in der Regel an den Sitzungen des Ausschusses

teil. Zu den Sitzungen können andere Mitglieder des Verwaltungsrats, der CEO,

weitere Mitglieder der Gruppenleitung oder andere Fachspezialisten beigezogen werden.

Im Geschäftsjahr 2011 traf sich das Risk and Audit Committee zu zwei Sitzungen.

Der CFO nahm an beiden Sitzungen teil.

Nomination and Compensation Committee

Mitglieder: Walter Vogel (Vorsitz), Peter H. Müller, Walter Gränicher

Das Nomination and Compensation Committee bereitet alle relevanten Traktanden in

den Bereichen Nomination und Compensation in Bezug auf die Mitglieder des

Verwaltungsrats und der Gruppenleitung vor. Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:

• Leitung des Selektionsprozesses und Antragstellung betreffend neue Verwaltungsräte.

• Leitung des Selektionsprozesses und Antragstellung betreffend CEO. Prüfung des


22

Corporate Governance Geschäftsbericht 2011

Prozesses zur Selektion von Mitgliedern der Gruppenleitung (inkl. Interviews bei

Endselektion) sowie der wesentlichen Bedingungen ihrer Anstellungsverträge.

• Beantragung der Entschädigung des Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse.

• Prüfung, Verhandlung und Beantragung der Entschädigung des CEO.

• Prüfung und Beantragung der Entschädigung der Mitglieder der Gruppenleitung

(in Zusammenarbeit mit dem CEO).

• Prüfung, Beantragung und Überwachung der Implementierung von Options- und

Beteiligungsplänen für den Verwaltungsrat, den CEO, die Gruppenleitung und die

übrigen Mitarbeitenden. Nachfolgeplanung auf oberster Führungsebene.

• Erledigung weiterer vom Verwaltungsrat an den Ausschuss übertragener Aufgaben.

Der Ausschuss tagt, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber zweimal im

Jahr. Der CEO nimmt in der Regel an den Sitzungen teil, ausser wenn seine Leistung

beurteilt oder seine Vergütung festgelegt wird. Zu den Sitzungen können andere

Mitglieder des Verwaltungsrats, weitere Mitglieder der Gruppenleitung oder andere

Fachspezialisten beigezogen werden. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich das Nomination

and Compensation Committee zu einer Sitzung getroffen. Der CEO nahm an der

Sitzung teil. Es fanden in diversen Verwaltungsratsitzungen Diskussionen zur

Thematik von Compensation und Nomination statt, so dass im Geschäftsjahr 2011,

entgegen dem Reglement, nur eine formelle Sitzung abgehalten wurde.

Kompetenzregelung

Der Verwaltungsrat nimmt die Oberleitung und die Aufsicht der Geschäftsführung

wahr. Er legt Unternehmenspolitik, Geschäftspolitik, die langfristigen Unternehmensziele

und die zur Erreichung dieser Ziele notwendigen Mittel fest. Die unübertragbaren

und unentziehbaren Aufgaben des Verwaltungsrats ergeben sich aus

Art. 716 a OR. Die interne Organisationsstruktur und die Kompetenzregelung für

den Verwaltungsrat und die Gruppenleitung sind in einem Organisationsreglement

festgelegt.

Der Verwaltungsrat delegiert die Geschäftsführung vollumfänglich an den Chief

Executive Officer (CEO), soweit nicht das Gesetz, die Statuten oder das Organisationsreglement

etwas anderes vorsehen. Der CEO sorgt für die Durchsetzung

der Entscheide des Verwaltungsrats sowie der Entscheide, die er im Rahmen

seiner eigenen Kompetenzen trifft. Zu diesem Zweck erlässt der CEO Richtlinien

und kontrolliert die Einhaltung der Standards durch die Gesellschaft und deren

Gruppen- und Beteiligungsgesellschaften.

Mit Ausnahme der Geschäftsführer der reinen Vertriebsgesellschaften, die an den

Verkaufsleiter der Gruppe rapportieren, sind die Geschäftsführer sämtlicher

Gruppen- und Beteiligungsgesellschaften direkt dem CEO unterstellt. Der CEO bzw.

auf seine entsprechende Anordnung hin das jeweils zuständige Mitglied der Geschäftsleitung

einer Gruppen- bzw. Beteiligungsgesellschaft stellt die Anträge an

den Verwaltungsrat.

Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Gruppenleitung

Der Verwaltungsrat wird von der Gruppenleitung an jeder Sitzung sowie mittels

monatlicher Berichte über die aktuelle Geschäftslage sowie über Bilanz und Erfolgsrechnung

informiert.

Der Verwaltungsrat wird vom CEO und vom CFO an jeder Verwaltungsratssitzung

über den allgemeinen Geschäftsgang, die wichtigsten Geschäftsvorfälle und über

allfällig getroffene Massnahmen informiert. CEO und CFO erstellen zudem monatlich

einen schriftlichen Bericht zuhanden des Verwaltungsrats, der über den Geschäftsgang

sowie die finanziellen Kennzahlen mit Bezug auf Budget und Vorjahr Auskunft

gibt. Das monatliche Management Information System umfasst Angaben über die

Auftrags- und Ergebnissituation auf Unternehmensebene und pro Segment, die

Entwicklung der Liquidität und der Geldflussrechnung sowie über die Bilanz. Hinzu

kommen ausgewählte Kennziffern, die für die Steuerung des Geschäfts notwendig


23

sind. Neben dem jährlich zu erstellenden Budget wird quartalsweise ein aktualisierter

Forecast für das gesamte laufende Geschäftsjahr erstellt und dem Verwaltungsrat

zur Verfügung gestellt. Die Ist-Werte werden den Planungszahlen gegenübergestellt

und analysiert. Dabei werden die getroffenen Massnahmen beschrieben.

Für das Controlling im Konzern ist der CFO zuständig. Bei wesentlichen Geschäftsereignissen

wird der Verwaltungsrat von CEO und CFO ad hoc informiert. Die

Verwaltungsratsmitglieder nehmen in der Regel nicht an den Gruppenleitungssitzungen

teil, werden aber bei wesentlichen Geschäftsereignissen von CEO und CFO

ad hoc informiert oder in die Sitzungen einbezogen.

Verwaltungsrat und Gruppenleitung messen dem sorgfältigen Umgang mit Risiken

einen hohen Stellenwert bei. Die Gruppenleitung nimmt eine jährliche Risikobeurteilung

vor, die auch dem Verwaltungsrat präsentiert wird. Nebst der generellen

Sicherstellung eines umfassenden Versicherungsschutzes beinhaltet das Risikomanagement

die systematische Identifizierung, Bewertung und Berichterstattung zu

strategischen, operativen und finanziellen Risiken. Dabei werden die generellen

Geschäftsrisiken, die alle Unternehmensbereiche und Gesellschaften umfassen,

sowie die wesentlichen Bilanzpositionen analysiert und bewertet. Für die Top-7-

Risiken wurde eine detaillierte Analyse der Eintretenswahrscheinlichkeit und

der Auswirkung durchgeführt. Die Beurteilung sämtlicher Top-7-Risiken wird dem

Verwaltungsrat vorgelegt und präsentiert. Aufgrund der Auswirkungen und der

Bedeutung beinhalten diese Risiken nicht nur strategische Risiken, sondern können

auch operative und finanzielle Risiken beinhalten, sofern die Auswirkung für das

Unternehmen bedeutend ist. Sämtliche Risiken werden aufgrund ihrer Eintretenswahrscheinlichkeit

und Auswirkung qualitativ und quantitativ skaliert und beurteilt.

Aufgrund der evaluierten Risiken werden Kontrollpunkte sowie Kontrollprozesse

definiert, die durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen kontrolliert werden. Der

Schwerpunkt der Aktivitäten im Risikomanagement liegt in der Absicherung von

Währungsrisiken, der Flexibilität der Kostenstruktur, der Entwicklung der Kundenmärkte

sowie auf der Abwicklung von Kundenprojekten.

Gruppenleitung

Mitglieder der Gruppenleitung

Der Schlatter-Gruppenleitung gehörten per 31.12.2011 die nachfolgend aufgeführten

Mitglieder an. Mit Ausnahme von Frank Schröter, dem Geschäftsführer der Schlatter

Deutschland GmbH & Co. KG, bilden die Gruppenleitungsmitglieder auch die

Geschäftsleitung der Schlatter Industries AG.

Jost Sigrist 1968, Schweizer, bei der Schlatter Gruppe seit 1.9.2007

CEO

Beruflicher Werdegang

• 2005 bis 2007 Vice President / General Manager Rieter Automotive North America

• 2002 bis 2005 Head Business Group Manufacturing Services / Senior Vice President

Rieter Textile Systems, Winterthur (CH)

• 2001 bis 2002 Leiter Business Unit Blechtech Rieter Textile Systems, Winterthur (CH)

• 1999 bis 2001 Projektleiter / Associate Principal McKinsey, Zürich (CH)

• 1998 bis 1999 Projektleiter McKinsey, Boston (USA)

• 1995 bis 1998 Berater McKinsey, Zürich (CH)

Ausbildung

Dipl. Ing. (ETH Zürich)

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Mitglied des Verwaltungsrats einer nicht kotierten Gesellschaften


24 Corporate Governance Geschäftsbericht 2011

Werner Schmidli 1965, Schweizer, bei der Schlatter Gruppe seit 1.8.2004

CFO

Beruflicher Werdegang

• 2001 bis 2004 CFO Integra-Biosciences, Baar (CH)

• 1998 bis 2001 CFO Tela-Kimberly Switzerland, Balsthal (CH)

Ausbildung

Lic. rer. pol. (Universität Fribourg)

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Keine

Herbert Wenker 1952, Deutscher, bei der Schlatter Gruppe seit 1.1.1992

Sales & Marketing

Beruflicher Werdegang

• Seit Dezember 2005 Leiter Sales & Marketing

• Seit Dezember 2003 Geschäftsführer Schlatter International GmbH, Münster (D)

• Bis 2003 Verkäufer und Prokurist Schlatter International GmbH, Münster (D)

• Bis 1992 im Vertrieb der Emil Jäger GmbH & Co. KG, Münster (D)

Ausbildung

Dipl. Ing. Maschinenbau (Fachhochschule Münster)

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tägigkeiten

Keine

Dr. Thomas Müller 1965, Schweizer, bei der Schlatter Gruppe seit 1.9.2008

Technik & Innovation

Beruflicher Werdegang

• 2000 bis 2008 System Engineering Manager Controls Emhart Glass SA, Cham (CH)

• 1998 bis 2000 Projektleiter Systementwicklung Müller Martini AG, Zofingen (CH)

• 1997 bis 1998 Ingenieur / Betriebsleiter Spühl AG, St. Gallen (CH) und USA

Ausbildung

Dipl. Masch.-Ing. (ETH Zürich)

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Keine

Frank Schröter 1955, Deutscher, bei der Schlatter Gruppe seit 1.7.2001

Geschäftsleiter

Schlatter Deutschland Beruflicher Werdegang

GmbH & Co. KG

• Seit 1982 bei der Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG, Münster (D)

Ausbildung

Diplomkaufmann

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Keine

Michaela Wingeier 1965, Schweizerin, bei der Schlatter Gruppe seit 1.4.2011

Human Resources

Beruflicher Werdegang

• 2008 bis 2011 Global HR Manager FLSmidth MAAG Gear AG, Winterthur (CH)

• 2006 bis 2008 Leiterin Human Resources einer Anwaltskanzlei in Zürich (CH)

• 2004 bis 2005 Personalleiterin Prionics, Schlieren (CH)

• 1996 bis 2004 Personalleiterin Konzern MAAG Zahnräder AG, Zürich

Ausbildung

Diplom-Kauffrau; Weiterbildung in Human Resources

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Keine


25

Daniel Zappa 1972, Schweizer, bei der Schlatter Gruppe seit 1.8.1995

Customer Service

Beruflicher Werdegang

• Bis 1.11.2003 Verkaufsleiter Geschäftsfeld Blech H.A. Schlatter AG (CH)

• 1999 bis 2002 Verkaufsingenieur H.A. Schlatter AG (CH)

Ausbildung

Dipl. Masch.-Ing. FH; Dipl. Wirtsch.-Ing. FH

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Keine

Peter Möller 1958, Schweizer, bei der Schlatter Gruppe seit 26.3.2001

Operations

Beruflicher Werdegang

• 1998 bis 2001 Leiter Produktionsbereich Zellweger Uster, Uster (CH)

Ausbildung

Betriebsfachmann SFB; MBA (University of Strathclyde)

Weitere Verwaltungsratsmandate / andere berufliche Tätigkeiten

Keine

Dominierende Gruppengesellschaften

Schlatter Industries AG

(Geschäftsführung seit 1.9.2007: Jost Sigrist)

Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG

(Geschäftsführung seit 1992: Frank Schröter)

Die Mitglieder der Gruppenleitung und die Geschäftsführer der dominierenden

Gruppengesellschaften haben keine dauernden Leitungs- und Beratungsaufgaben für

wichtige Interessengruppen und bekleiden keine amtlichen oder politischen Mandate.

Managementverträge

Weder die Schlatter Holding AG noch ihre Gruppengesellschaften haben Managementverträge

mit Dritten abgeschlossen.

Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen

Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen und Beteiligungsprogramme

Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten für ihre Tätigkeit, speziell für die

Vorbereitung und Teilnahme an den Sitzungen sowie für die Arbeit in den Ausschüssen,

eine fixe Jahresentschädigung. Die Festsetzung der Jahresentschädigung erfolgt

einmal jährlich durch den Verwaltungsrat auf Antrag des Nomination and Compensation

Committee.

Zusätzlich zur fixen Jahresentschädigung können die Mitglieder des Verwaltungsrats

am Aktienbeteiligungsplan der Schlatter Gruppe partizipieren. Der Verwaltungsrat

der Schlatter Holding AG bezeichnet jährlich die Planteilnehmer und die Anzahl der

zugeteilten Aktien. Die Planteilnehmer erhalten durch den Arbeitgeber ein Angebot

zum Erwerb von Aktien der Konzernmuttergesellschaft, der Schlatter Holding AG.

Die Annahme des Angebots ist freiwillig.

Das Angebot unterliegt den Bedingungen, wie sie im Angebotsschreiben, im

Aktienbeteiligungsplan, im Reglement betreffend Administration des Aktienbeteiligungsplans

und in der Vereinbarung mit der Credit Suisse enthalten sind. Die Credit

Suisse, Zürich (CH), wurde mit der Verwaltung des Plans beauftragt. Der Preis pro

Aktie entspricht für die Mitglieder des Verwaltungsrats 75 % des Durchschnitts der

Börsenschlusskurse während der Periode 1. Januar bis 31. März des Angebotsjahrs


26

Corporate Governance Geschäftsbericht 2011

(Angebotskurs). Die Anzahl der Aktien, die vergünstigt erworben werden können,

werden wie folgt ermittelt: 15 % des Jahreshonorars werden durch den Angebotskurs

(vor Discount von 25 %) dividiert, was die maximal zu beziehende Anzahl Aktien

ergibt. Sämtliche Aktien sind für drei Jahre gesperrt.

Die Entschädigung der Mitglieder der Gruppenleitung erfolgt unter Berücksichtigung

von Aufgaben, Leistung und Geschäftsgang. Sie beinhaltet nebst einer fixen Jahresentschädigung

einen Bonus von 25 bis 40 % des Jahressalärs. Der Bonus bemisst

sich zu 50 % nach dem erwirtschafteten EBIT, zu 20 % nach dem durchschnittlichen

Net-Working-Capital-Ziel sowie zu 30 % nach individuellen Zielsetzungen wie bei -

spielsweise der Erreichung des vorgegebenen Auftragseingangs oder der erfolgreichen

Lancierung eines neuen Produkts. Die Festsetzung der Entschädigung für den

CEO erfolgt einmal jährlich durch den Verwaltungsrat auf Antrag des Nomination and

Compensation Committee. Für die übrigen Mitglieder der Gruppenleitung erfolgt

die Festsetzung jährlich durch den Verwaltungsrat auf Antrag des Nomination and

Compensation Committee in Zusammenarbeit mit dem CEO.

Zusätzlich können die Mitglieder der Gruppenleitung sowie ein Mitglied der Geschäftsleitung

des lokalen Standorts Münster am vorgängig beschriebenen Aktienbeteiligungsplan

der Schlatter Gruppe partizipieren. Der Preis pro Aktie entspricht für

die Mitglieder der Gruppenleitung und das betreffende Geschäftsleitungsmitglied

50 % des Durchschnitts der Börsenschlusskurse während der Periode 1. Januar bis

31. März des Angebotsjahrs. Die Anzahl der Aktien, die vergünstigt erworben werden

können, wird wie folgt ermittelt: 15% des Jahreshonorars werden durch den Angebotskurs

(vor Discount von 50%) dividiert, was die maximal zu beziehende Anzahl

Aktien ergibt. Die Aktien sind zu einem Drittel frei verfügbar. Zwei Drittel der Aktien

sind für drei Jahre gesperrt.

Die für das Aktienbeteiligungsprogramm der Schlatter Gruppe benötigten Aktien

werden von der Schlatter Holding AG an der SIX Swiss Exchange zu Handelskursen

beschafft.

Die Schlatter Gruppe entrichtet weder für Verwaltungsratsmitglieder noch für

Mitglieder der Gruppenleitung Abgangsentschädigungen.

Mitwirkungsrechte der Aktionäre

Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung

Jede Aktie berechtigt an der Generalversammlung zu einer Stimme. Die Mitgliedschaftsrechte

kann ausüben, wer 30 Tage vor der Generalversammlung im Aktienbuch

als Aktionär eingetragen ist und seine Aktien bis zum Abschluss der General versammlung

nicht veräussert hat. Ein Aktionär kann sich durch einen anderen Aktionär

oder einen Dritten vertreten lassen. Vertreter von Namenaktionären haben sich durch

eine schriftliche Vollmacht auszuweisen.

Statutarische Quoren

Es bestehen keine über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden statutarischen

Quoren.

Einberufung der Generalversammlung

Die Generalversammlung wird vom Verwaltungsrat, nötigenfalls von der Revisionsstelle,

einberufen. Das Einberufungsrecht steht auch den Liquidatoren und den

Vertretern der Anleihensgläubiger zu. Die Generalversammlung findet am Gesellschaftssitz

oder an einem anderen Ort im In- oder Ausland statt. Die ordentliche

Generalversammlung wird alljährlich innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss

des Geschäftsjahrs abgehalten, ausserordentliche Versammlungen nach Bedarf.


27

Die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung kann auch von

einem oder mehreren Aktionären, die zusammen mindestens 10 % des Aktienkapitals

vertreten, schriftlich unter Angabe des Verhandlungsgegenstands und der Anträge

verlangt werden. Der Verwaltungsrat hat die Generalversammlung innert zweier

Monate durchzuführen.

Die Generalversammlung wird mindestens 20 Tage vor dem Versammlungsdatum

durch einmalige Anzeige im Publikationsorgan der Gesellschaft einberufen. Die

Namenaktionäre werden mit einem Brief an ihre letzte im Aktienbuch eingetragene

Adresse eingeladen.

Traktandierung

Aktionäre, die mindestens 3 % des Aktienkapitals vertreten, können die Traktandierung

eines Verhandlungsgegenstands zuhanden der Generalversammlung verlangen,

wobei die Traktandierung bis 45 Tage vor der Generalversammlung schriftlich unter

Angabe des Verhandlungsgegenstands und der Anträge beim Verwaltungsrat anbegehrt

werden muss.

Eintragung im Aktienbuch

Die Gesellschaft führt ein Aktienbuch, in dem die Eigentümer, Nutzniesser und

Nominees der Namenaktien mit Namen, Wohnort, Adresse und Staatsangehörigkeit

einzutragen sind. Die Eintragung im Aktienbuch setzt den Ausweis über die formrichtige

und statutengemässe Übertragung der Aktie zu Eigentum oder die Begründung

einer Nutzniessung voraus.

Wechselt ein Namenaktionär die Adresse, so hat er der Gesellschaft die neue Adresse

mitzuteilen. Bis zum Erhalt einer entsprechenden Mitteilung durch die Gesellschaft

erfolgen alle brieflichen Mitteilungen an den Namenaktionär rechtsgültig an seine im

Aktienbuch eingetragene Adresse.

30 Tage vor einer Generalversammlung bis zu dem auf die Generalversammlung

folgenden Tag werden keine Eintragungen im Aktienbuch der Schlatter Holding AG

vorgenommen.

Kontrollwechselklauseln und Abwehrmassnahmen

Angebotspflicht

Die Gesellschaft hat in ihren Statuten die Angebotspflicht gemäss Art. 32 und 52 des

Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel ausgeschlossen (Opting Out).

Kontrollwechselklauseln

Es bestehen keine Kontrollwechselklauseln zugunsten der Mitglieder des Verwaltungsrats

oder der Gruppenleitung.

Revisionsstelle

Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors

Revisionsstelle der Schlatter Holding AG ist seit 1963 die KPMG AG, Zürich. Die

Revisionsstelle wird von der Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt.

Leitender Revisor ist seit dem Geschäftsjahr 2010 Herbert Bussmann.

Revisionshonorar

Das ordentliche Revisionshonorar der KPMG AG für das Geschäftsjahr 2011 betrug

CHF 176 670.


28 Geschäftsbericht 2011

Zusätzliche Honorare

Die Summe der Honorare, die die KPMG AG und mit ihr verbundene Personen der

Gesellschaft und ihren Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2011 für zusätzliche

Beratungshonorare in Rechnung gestellt haben, beläuft sich auf CHF 71 572. Davon

entfallen auf die Kapitalerhöhung CHF 70 096 und CHF 1476 auf Steuerberatung.

Informationsinstrumente der externen Revision

Das Risk and Audit Committee trifft sich zweimal, der Gesamtverwaltungsrat einmal

jährlich mit der externen Revisionsstelle. Der CFO nimmt an diesen Sitzungen

teil. Die Berichterstattung durch die externe Revisionsstelle an den Verwaltungsrat

erfolgt durch einen nach dem Jahresabschluss erstellten, umfassenden Bericht

sowie die Berichte der Revisionsstelle. Die Überprüfung und Beurteilung von Leistung,

Unabhängigkeit und Honorierung sowie die Wahlempfehlung der externen

Revisionsstelle zuhanden des Verwaltungsrats bzw. der Generalversammlung

erfolgen durch das Risk and Audit Committee. Beurteilungskriterien sind das

persönliche Gespräch zwischen Verwaltungsrat und Revisionsstelle, die Prüfungsresultate

sowie die Qualität der Prüfung. Die Mandatierung der externen Revisionsstelle

für das Geschäftsjahr erfolgte aufgrund einer Ausschreibung, bei der

der Verwaltungsrat Leistungen und Kosten der verschiedenen Anbieter verglich.

Die Amtsdauer des leitenden Revisors beträgt höchstens sieben Jahre.

Informationspolitik

Die Schlatter Holding AG verfolgt eine offene Informationspolitik. Das Geschäftsjahr der

Schlatter Holding AG dauert jeweils vom 1. Januar bis 31. Dezember. Die Schlatter

Gruppe publiziert ihre Jahres- bzw. Halbjahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den

Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die Schlatter Holding AG informiert ihre Aktionäre und den Kapitalmarkt mittels

Ad-hoc-Informationen über kursrelevante Tatsachen. Die Informationen stehen auf der

Website der Schlatter Gruppe (www.schlattergroup.com) zur Verfügung oder werden

den Abonnenten des Newsservice automatisch per E-Mail zugestellt. Anmeldung unter:

www.schlattergroup.com/de/investor-relations/newsservice.

Offizielles Publikationsorgan der Gesellschaft ist das Schweizerische Handelsamtsblatt.

Die Statuten der Gesellschaft sind auf der Website der Schlatter Gruppe verfügbar.

Für die Investor Relations der Schlatter Gruppe ist Werner Schmidli,

Chief Financial Officer, verantwortlich: Telefon +41 44 732 71 70 oder

werner.schmidli@schlattergroup.com.

Agenda

• 9. Mai 2012: Ordentliche Generalversammlung

• 23. August 2012: Publikation Halbjahresergebnis 2012


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

29

Finanzielle Berichterstattung 2011

der Schlatter Gruppe

Kommentar zu konsolidierter Gesamtergebnisrechnung und Bilanz

Konsolidierte Jahresrechnung

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung

Konsolidierte Bilanz

Konsolidierter Eigenkapitalnachweis

Konsolidierte Geldflussrechnung

30

33

33

34

35

36

Anhang der konsolidierten Jahresrechnung

Bericht der Revisionsstelle zur konsolidierten Jahresrechnung

37

82


30 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Kommentar zu konsolidierter Gesamtergebnisrechnung und Bilanz

Einleitende Erläuterungen

Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Wirtschafts- und Eurokrise in Europa hat sich

die Schlatter Gruppe auf ein tieferes Markt- und Umsatzvolumen eingestellt, das sich

voraussichtlich im Rahmen der vergangenen beiden Jahre bewegen wird. Die

Umsatzabnahme rührt massgeblich von den alten Märkten Westeuropas her, die

in absehbarer Zeit nicht zu vergangener Investitionstätigkeit zurückfinden dürften.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Schlatter Gruppe den Rückgang bei Marktvolumen und

Nettoerlös durch Kosteneinsparungen auffangen und durch ihr Wachstum in Südamerika

und Asien sogar teilweise ausgleichen können. Der rasant erstarkte Schweizer

Franken hat jedoch zu einer Margenerosion geführt, die in dieser Geschwindigkeit

nicht kompensiert werden konnte. Dies verursachte im Berichtsjahr hohe

Verluste und wirkt sich nachteilig auf die Wettbewerbssituation aus. So heizen die

im Euroraum ansässigen Mitbewerber von Schlatter den Preiskampf aufgrund ihrer

Überkapazitäten an und profitieren von einem wechselkursgetriebenen Preisvorteil.

Um die Bilanz der Schlatter Gruppe zu stärken, wurde im Dezember 2011 eine Kapital -

erhöhung aus genehmigtem Kapital durchgeführt. Die flüssigen Mittel, die Schlatter

aus der Transaktion zugeflossen sind, haben die Kapitalbasis des Unternehmens

nachhaltig gefestigt. Sie erlauben der Schlatter Gruppe – trotz der gegenwärtigen

Verlustsituation – aus einer Position der Stärke heraus zu agieren.

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung

Mit einem Nettoerlös von CHF 117,7 Mio. nahm der Umsatz in der Berichtsperiode

leicht ab (Vorjahr: CHF 119,7 Mio.). Der Rückgang ist transaktionsgetrieben; wechselkursbedingt

wurde am Standort Schlieren für die einzelnen Projekte in Schweizer

Franken umgerechnet weniger fakturiert. Das Liefervolumen hat sich gegenüber

dem Vorjahr jedoch erhöht. Der im zweiten Halbjahr erzielte Nettoerlös fiel mit

CHF 61,3 Mio. im Semestervergleich höher aus (1. Halbjahr 2011: CHF 56,4 Mio.).

Die übrigen betrieblichen Erlöse von CHF 0,8 Mio. (Vorjahr: CHF 6,1 Mio.) fielen

bedeutend tiefer aus, da in der Vorjahreszahl ein Brutto-Buchgewinn (vor Abzug der

Transaktionskosten) aus dem Verkauf eines betrieblich nicht genutzten Grundstücks

in Schlieren im Betrag von CHF 5,0 Mio. enthalten ist.

Der Material- und Dienstleistungsaufwand nahm im Vorjahresvergleich trotz tieferem

Nettoerlös zu. Während dieser Aufwandposten in der Vorjahresperiode 50,6 % des

Nettoerlöses betrug, stieg er im Berichtsjahr auf 55,1 % an. Dies ist auf die Preissituation

wegen des starken Schweizer Frankens zurückzuführen.

Der Personalaufwand blieb mit CHF 46,4 Mio. (Vorjahr: CHF 46,6 Mio.) nahezu

unverändert, wobei sich die Aufwände innerhalb der Produktsegmente veränderten.

Um das höhere Volumen im Segment Weben abzudecken, mussten temporäre Mitarbeiter

beigezogen werden. Der Personalaufwand für das Segment Schweissen

konnte hingegen reduziert werden. Im Vorjahr wurden zusätzliche Kurzarbeitsentschädigungen

von CHF 0,7 Mio. verbucht und Pensionsverbindlichkeiten von

CHF 1,6 Mio. aufgelöst. Im Berichtsjahr konnten diese Effekte durch Personalkosteneinsparungen

kompensiert werden. Der Schlatter Gruppe ist es zudem gelungen, die

übrigen Betriebsaufwendungen auf CHF 12,6 Mio. (Vorjahr: CHF 15,2 Mio.) stark zu

reduzieren. Die Abschreibungen erhöhten sich von CHF 3,0 Mio. auf CHF 5,6 Mio.


31

Einerseits wurden aktivierte Entwicklungskosten erstmals amortisiert (CHF 0,7 Mio.),

andererseits wurden die aktivierten Entwicklungskosten für eine Maschine, die

Gitter für Betonfertigteile schweisst, um CHF 2,2 Mio. wertberichtigt. Wegen des

veränderten Marktumfelds und der Kostenbasis ist dieses Produkt nicht gewinnbringend

absetzbar.

Für das Berichtsjahr resultiert ein operatives Ergebnis (EBIT) von CHF –10,9 Mio.

(Vorjahr: CHF 0,4 Mio.), wobei Schlatter im Vorjahr von Sondereffekten von

CHF 6,2 Mio. netto profitierte. Von diesen Sondereffekten entfielen CHF 4,7 Mio.

auf den Nettogewinn aus dem Liegenschaftsverkauf und CHF 1,5 Mio. auf die

Auflösung der Pensionsverbindlichkeit aus IAS 19.

Das Finanzergebnis enthält hauptsächlich Währungsgewinne und -verluste aus

Absicherungsgeschäften. Der Finanzaufwand beinhaltet zudem Zinskosten und

Bankgebühren von CHF 0,6 Mio. (Vorjahr: CHF 0,5 Mio.).

Der Ertragssteueraufwand fiel im Vorjahresvergleich um CHF 0,7 Mio. tiefer aus.

Massgebliche Ursache ist die Aktivierung latenter Steuern aus Verlustvorträgen

von CHF 0,6 Mio. An den ausländischen Standorten sind trotz konsolidiertem

Konzernverlust Gewinne erzielt worden, die einen Steueraufwand mit sich ziehen.

Das Konzernergebnis beträgt CHF –10,9 Mio. (Vorjahr: CHF 0,2 Mio.).

Im konsolidierten Eigenkapital wurden aus der Umrechnung von Bilanzen in

Fremdwährung Währungsverluste von CHF –0,3 Mio. verbucht (Vorjahr:

CHF –1,8 Mio.). Dies führte 2011 zu einem Gesamtergebnis von CHF –11,1 Mio.

(Vorjahr: CHF –1,6 Mio.).

Konsolidierte Bilanz

Aktiven

Das Nettoumlaufvermögen erhöhte sich im Berichtsjahr leicht auf CHF 11,1 Mio.

(Vorjahr: CHF 9,7 Mio.). Das Umlaufvermögen nahm von CHF 52,6 Mio. auf

CHF 66,6 Mio. zu. Aufgrund des höheren Liefervolumens haben sich einerseits die

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen von CHF 13,8 Mio. auf 16,7 Mio. erhöht, und

die Vorräte nahmen von CHF 17,9 auf CHF 21,0 Mio. zu. Die Nettoverbindlichkeiten

aus Fertigungsaufträgen bewegen sich mit CHF 12,8 Mio. (Vorjahr: CHF 12,1 Mio.).

ungefähr auf Vorjahresniveau. Die Unterfinanzierung auf Kundenprojekten beträgt

damit CHF 3,9 Mio. (Vorjahr: CHF 1,7 Mio.).

Aufgrund der Kapitalerhöhung erhöhten sich andererseits die flüssigen Mittel um

CHF 9,2 Mio. auf CHF 20,6 Mio. Die übrigen Forderungen von CHF 2,3 Mio. (Vorjahr:

CHF 3,3 Mio.) bestehen hauptsächlich aus Mehrwertsteuerforderungen.

Das Anlagevermögen ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück auf CHF 21,1 Mio.

(Vorjahr: CHF 21,5 Mio.). Die immateriellen Anlagen von CHF 6,1 Mio. enthalten

aktivierte Entwicklungsleistungen von CHF 5,0 Mio.


32 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Passiven

Das Fremdkapital erhöhte sich um CHF 5,3 Mio. auf CHF 46,6 Mio. (Vorjahr:

CHF 41,2 Mio.). Die Zunahme resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg im Bestellvolumen

und den damit verbundenen höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen.

Die Nettofinanzposition konnte gegenüber dem Vorjahr auf CHF 13,9 Mio. (Vorjahr:

CHF 6,1 Mio.) ausgebaut werden. Dies ist das Ergebnis der Kapitalerhöhung, aus der

dem Unternehmen netto CHF 19,3 Mio. an flüssigen Mitteln zuflossen.

Dank der Kapitalerhöhung erhöhte sich das Eigenkapital trotz des negativen Konzernergebnisses

von CHF –10,9 Mio. auf CHF 41,1 Mio. (Vorjahr: CHF 32,9 Mio.). Die

Umrechnung der Bilanzen in Fremdwährungen in der konsolidierten Rechnung führte

insbesondere wegen des schwachen Euros zu Währungsverlusten, die über das

Eigenkapital gebucht wurden. Das Eigenkapital wurde dadurch mit CHF –0,3 Mio.

belastet (Vorjahr: CHF –1,8 Mio.).

Die Bilanzsumme hat sich auf CHF 87,7 Mio. (Vorjahr: CHF 74,1 Mio.) erhöht, womit

der Eigenfinanzierungsgrad bei 46,9% (Vorjahr: 44,3 %) liegt.


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

33

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung

CHF 1000 Erläuterungen 2011 2010

Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen 20 117 736 119 682

Übrige betriebliche Erlöse 21 795 6 140

Material- und Dienstleistungsaufwand – 64 855 – 60 516

Personalaufwand 22 – 46 355 – 46 617

Übriger Betriebsaufwand 23 – 12 620 – 15 232

Abschreibungen und Wertminderungen 9, 10 – 5 643 – 3 026

Betriebsergebnis (EBIT) – 10 942 431

Finanzertrag 25 2 386 2 075

Finanzaufwand 25 – 2 141 – 1 429

Konzernergebnis vor Steuern – 10 697 1 077

Ertragssteueraufwand 26 – 180 – 841

Konzernergebnis – 10 877 236

Währungsumrechnungsdifferenzen – 270 – 1 840

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 12 9

Sonstiges Ergebnis – 258 – 1 831

Gesamtergebnis – 11 135 – 1 595

Unverwässertes Ergebnis je Namenaktie (in CHF) 27 – 36.88 0.81

Es bestehen keine potenziellen Aktien, die eine Verwässerung bewirken könnten.


34 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Konsolidierte Bilanz

Aktiven

CHF 1000 Erläuterungen 31.12.2011 31.12.2010

Flüssige Mittel 4 20 580 11 352

Kurzfristige Finanzanlagen 5, 11 56 609

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 4 948 4 981

Forderungen Ertragssteuern 123 153

Übrige Forderungen 6 2 340 3 263

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 7, 34 16 662 13 782

Vorräte 8 21 014 17 876

Aktive Rechnungsabgrenzungen 831 591

Umlaufvermögen 66 554 52 607

Sachanlagen 9 11 550 11 606

Immaterielle Anlagen 10 6 099 6 993

Goodwill 10 388 353

Finanzanlagen 11 1 1

Latente Steueraktiven 13 3 075 2 540

Anlagevermögen 21 113 21 493

Total Aktiven 87 667 74 100

Passiven

CHF 1000 Erläuterungen 31.12.2011 31.12.2010

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 14 301 10 883

Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 7, 34 12 781 12 112

Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 754 710

Übrige Verbindlichkeiten 16 2 272 1 868

Passive Rechnungsabgrenzungen 16 4 718 5 419

Finanzschulden 14 5 247 3 908

Rückstellungen 18 3 080 2 817

Kurzfristiges Fremdkapital 43 153 37 717

Finanzschulden 14 1 500 1 500

Personalvorsorgeverbindlichkeiten 17 1 158 1 045

Rückstellungen 18 624 852

Latente Steuerverbindlichkeiten 13 140 133

Langfristiges Fremdkapital 3 422 3 530

Fremdkapital 46 575 41 247

Aktienkapital 19 25 575 17 575

Eigene Aktien 19 – 42 – 106

Kapitalreserven (Agio) 19 26 116 14 814

Gewinnreserven 19 – 10 557 570

Total Eigenkapital 41 092 32 853

Total Passiven 87 667 74 100


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

35

Konsolidierter Eigenkapitalnachweis

CHF 1000

Aktienkapital

Eigene

Aktien

Kapitalreserven

Umrechnungsdifferenzen

Marktwertreserve

Übrige

Gewinnreserven

Stand 1.1.2010 17 575 – 105 14 814 – 1 113 185 3 113 34 469

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 9 9

Umrechnungsdifferenzen – 1 840 – 1 840

Sonstiges Ergebnis 0 0 0 – 1 840 9 0 – 1 831

Konzernergebnis 2010 236 236

Gesamtergebnis 0 0 0 – 1 840 9 236 – 1 595

Kauf eigene Aktien – 607 – 607

Aktienbeteiligungsprogramm 606 – 20 586

Stand 31.12.2010 17 575 – 106 14 814 – 2 953 194 3 329 32 853

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 12 12

Umrechnungsdifferenzen – 267 – 3 – 270

Sonstiges Ergebnis 0 0 0 – 267 12 – 3 – 258

Konzernergebnis 2011 – 10 877 – 10 877

Gesamtergebnis 0 0 0 – 267 12 – 10 880 – 11 135

Kauf eigene Aktien – 300 – 300

Aktienbeteiligungsprogramm 364 8 372

Kapitalerhöhung 8 000 11 302 19 302

Stand 31.12.2011 25 575 – 42 26 116 – 3 220 206 – 7 543 41 092

Total

Eigenkapital


36 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Konsolidierte Geldflussrechnung

CHF 1000 Erläuterungen 2011 2010

Konzernergebnis – 10 877 236

Abschreibungen/Amortisationen 9, 10 5 643 3 026

Unrealisierte (Gewinne)/Verluste aus

Währungsabsicherungsgeschäften 45 – 362

Gewinn aus Verkauf von Finanzanlagen 11 – 5 – 142

Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen – 7 – 5064

Zinsaufwand, netto 25 322 256

Steueraufwand 26 180 841

(Auflösung)/Bildung von Rückstellungen 18 80 – 1 273

(Auflösung)/Bildung von Personalvorsorgeverbindlichkeiten 17 137 – 1 363

Aktienbeteiligungsprogramm 28 337 312

Veränderung Nettoumlaufvermögen

(Zunahme)/Abnahme Forderungen – 1 967 4 859

(Zunahme)/Abnahme Vorräte – 3 202 4 867

Zunahme/(Abnahme) Verbindlichkeiten 3 854 – 3 685

Bezahlte Ertragssteuern – 624 – 414

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit – 6 084 2 094

Kauf von Sachanlagen 9 – 2 098 – 848

Zugang von immateriellen Anlagen 10 – 2 755 – 3 546

Kauf von Finanzanlagen 11 – 449 – 317

Abgang von Sachanlagen 9, 10 49 8 523

Abgang von Finanzanlagen 11 583 473

Erhaltene Zinsen 22 17

Geldfluss aus Investitionstätigkeit – 4 648 4 302

Kapitalerhöhung 19 302 0

Kauf eigene Aktien – 300 – 607

Verkauf eigene Aktien 35 274

Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 1 947 0

Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten – 608 – 10 189

Bezahlte Zinsen – 344 – 273

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 20 032 – 10 795

Veränderung flüssige Mittel 9 300 – 4 399

Flüssige Mittel am 1. Januar 11 352 16 392

Wechselkurseinfluss auf flüssige Mittel – 72 – 641

Flüssige Mittel am 31. Dezember 20 580 11 352


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

37

Anhang der konsolidierten Jahresrechnung

Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Allgemeines

Die Schlatter Holding AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften (zusammen

«Schlatter» oder die «Gruppe») ist ein international tätiger Anlagenbauer

für umfassende Problemlösungen in Verbindung mit Widerstandsschweissen.

Die konsolidierte Jahresrechnung der Schlatter Gruppe wird in Übereinstimmung mit

den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und entspricht dem

schweizerischen Gesetz.

Die Konsolidierung erfolgt aufgrund der geprüften und nach einheitlichen Richtlinien

erstellten Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften. Einheitlicher Stichtag ist der

31. Dezember.

Die konsolidierte Jahresrechnung 2011 wurde am 9.3.2012 vom Verwaltungsrat der

Schlatter Holding AG zur Veröffentlichung genehmigt. Sie unterliegt noch der

Genehmigung durch die Generalversammlung vom 9.5.2012.

Grundlagen der Erstellung

Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde in Schweizer Franken (CHF),

gerundet auf den nächsten Tausender, erstellt. Sie basiert auf dem historischen

Anschaffungskostenprinzip, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente sowie

weiterer Finanzanlagen, die zum Verkehrswert bewertet werden.

Zum Verkauf gehaltene langfristige Vermögenswerte sind zum tieferen Wert von

Buch- und Verkehrswert, abzüglich der erwarteten Verkaufskosten, bewertet.

Die Rechnungslegung nach IFRS erfordert vom Management Einschätzungen und

Annahmen sowie eine Ermessensausübung bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze.

Dies hat einen Einfluss auf die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen,

Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum

Zeitpunkt der Bilanzierung. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt derartige Einschätzungen

und Annahmen, die vom Management zum Zeitpunkt der Bilanzierung nach

bestem Wissen getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen,

werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in dem Berichtsjahr

entsprechend angepasst, in dem sich die Gegebenheiten geändert haben.

Wesentliche Annahmen und Schätzungen, bei denen ein erhebliches Risiko besteht,

dass im Folgejahr wesentliche Anpassungen notwendig sein werden, sind in

Erläuterung 34 «Wesentliche Schätzungen und Annahmen» dargelegt.

Die folgenden Rechnungslegungsgrundsätze wurden mit Ausnahme der in «Änderungen

der Rechnungslegungsgrundsätze» beschriebenen Änderungen in allen

dargestellten Perioden und von allen Konzerngesellschaften konsistent angewandt.

Konsolidierungskreis und -methoden

Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die Schlatter Holding AG und alle ihre

in- und ausländischen Tochtergesellschaften, an denen die Schlatter Holding AG direkt

oder indirekt mit mehr als 50 % der Stimmrechte beteiligt ist oder die sie durch

operative und finanzielle Führungsverantwortung kontrolliert. Dabei werden nach der

Methode der Vollkonsolidierung alle Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag

zu 100 % übernommen und konzerninterne Beziehungen (Forderungen und Verbindlichkeiten,

Erträge und Aufwendungen) eliminiert. Die Anteile von Minderheitsaktionären

am Eigenkapital und am Ergebnis werden separat ausgewiesen.


38 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Zwischengewinne auf konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Unrealisierte

Verluste auf konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn,

es besteht der Nachweis für eine Wertminderung. Im Lauf des Jahres erworbene

oder veräusserte Gesellschaften werden vom Zeitpunkt der Kontrollübernahme an

konsolidiert und ab dem Zeitpunkt der Kontrollabgabe aus der Konsolidierung

ausgeschlossen. Die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt erfolgt nach der

Erwerbsmethode. Der Kaufpreis für einen Unternehmenserwerb ist zu bestimmen

aus der Summe des Marktwerts der abgegebenen Vermögenswerte, der eingegangenen

oder übernommenen Schulden und der vom Konzern ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente.

Im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb anfallende

Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Der Goodwill, der aus einem

Unternehmenserwerb entsteht, ist als Vermögenswert zu erfassen. Er entspricht dem

Überschuss der Summe vom Kaufpreis, dem Beitrag der Minderheitsanteile am

übernommenen Unternehmen und dem Marktwert des zuvor bereits gehaltenen

Eigenkapitalanteils über den Saldo der zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte,

Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten. Für die Bewertung der Minderheitsanteile

besteht pro Transaktion ein Wahlrecht. Sie können entweder zum Marktwert

oder zum Anteil der Minderheiten am Marktwert des übernommenen Nettovermögens

bewertet werden. Im Falle eines passiven Unterschiedsbetrags wird der

verbleibende Überschuss nach nochmaliger Beurteilung des Marktwerts des übernommenen

Nettovermögens sofort erfolgswirksam erfasst.

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, die dem Konzern einen Stimmenanteil

zwischen 20 und 50 % bzw. einen massgeblichen Einfluss verleihen, werden nach der

Equity-Methode erfasst und in der Bilanz separat ausgewiesen. Goodwill auf

assoziierten Gesellschaften wird in der gleichen Position wie die Anteile ausgewiesen.

Der Anteil am Ergebnis der assoziierten Gesellschaft wird in der Erfolgsrechnung

ebenfalls separat ausgewiesen.

Beteiligungen unter 20 % werden als zum Verkauf verfügbar klassiert und zum

Verkehrswert in den Finanzanlagen bilanziert, wobei nicht realisierte Gewinne und

Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Bei Veräusserung oder im Fall eines

Impairments werden diese in die Erfolgsrechnung übertragen.

Transaktionen mit Minderheitsanteilen werden als Transaktionen mit Aktionären

behandelt. Im Fall eines Kaufs von Minderheitsanteilen wird die Differenz zwischen

dem Kaufpreis und dem Anteil am Buchwert der übernommenen Nettoaktiven direkt

im Eigenkapital erfasst.

Eine Übersicht über die Konzerngesellschaften befindet sich auf Seite 81.

Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze

Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen waren im

Geschäftsjahr 2011 erstmals anwendbar: Änderung zu IAS 32 Darstellung – Klassifizierung

von Bezugsrechten, IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch

Eigenkapitalinstrumente, Änderungen zu den IFRSs (Mai 2010), IAS 24 Angaben

über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (rev. 2009) und

Änderungen zu IFRIC 14 IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten

Vermögenswerts, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung –

Vorauszahlung einer Mindestdotierungsverpflichtung. Diese Neuerungen hatten

keine Auswirkungen auf die Konzernrechnung der Schlatter Gruppe.


39

Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen wurden

verabschiedet, treten aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden

Konzernrechnung nicht frühzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf die Konzernrechnung

von Schlatter wurden noch nicht systematisch analysiert, so dass die

erwarteten Effekte, wie sie am Fuss der Tabelle offengelegt werden, lediglich eine

erste Einschätzung der Konzernleitung darstellen.

Geplante Anwendung

Inkraft -

durch Schlatter

Neue Standards und Interpretationen

setzung (Geschäftsjahr)

IFRS 10 Konzernabschlüsse • 1.1.2013 2013

IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen • 1.1.2013 2013

IFRS 12 Offenlegung von Anteilen an anderen Unternehmen • 1.1.2013 2013

IFRS 13 Fair Value Bewertung • 1.1.2013 2013

IFRIC 20

IFRS 9

Abtragungskosten in der Produktionsphase

eines Tagebaus

Finanzinstrumente und damit zusammenhängende

Änderungen zu IFRS 7 bezüglich Erstanwendung

• 1.1.2013 2013

• • 1.1.2015 2015

Überarbeitungen und Änderungen von Standards und Interpretationen

IFRS7 Änderungen

Transfer finanzieller Vermögenswerte

• 1.7.2011 2012

Offenlegung

IAS12 Änderungen

Realisierung von zugrundeliegenden Vermögenswerten • 1.1.2012 2012

Latente Steuern

IAS1 Änderungen Darstellung sonstiger Ergebnisposten • 1.7.2012 2013

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011) 1.1.2013 2013

IAS 27 Einzelabschlüsse (2011) • 1.1.2013 2013

IAS 28

IFRS7 Änderungen

IAS32 Änderungen

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

und Joint Ventures (2011)

Saldierung finanzieller Vermögenswerte und

finanzieller Verbindlichkeiten

Offenlegung

Saldierung finanzieller Vermögenswerte und

finanzieller Verbindlichkeiten

Offenlegung

• 1.1.2013 2013

• 1.1.2013 2013

• 1.1.2014 2014

• Es werden keine nennenswerten Auswirkungen auf die Konzernrechnung von

Schlatter erwartet.

• • Die Auswirkungen auf die Konzernrechnung von Schlatter sind noch nicht mit

ausreichender Sicherheit bestimmbar.

Im Juni 2011 hat das IASB (International Accounting Standard Board) den überarbeiteten

Standard IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer veröffentlicht. Der neue Standard ist

für Berichtsperioden anzuwenden, die nach dem 1.1.2013 beginnen, und umfasst

eine Anpassung der Vorjahresangaben. Die wichtigsten Änderungen sind: Schlatter

hat versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den periodischen

Neuberechnungen bislang linear über die durchschnittliche Restdienstzeit erfolgswirksam

erfasst, soweit diese 10 % des höheren Betrags von Vermögen und Vorsorgeverpflichtung

überschritten haben (Korridormethode). Durch die Abschaffung der


40 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Korridormethode ab dem 1.1.2013 werden versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste sofort im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Per

31.12.2011 betragen diese TCHF 11 896. Die Amortisation der versicherungsmathematischen

Verluste sowie des noch zu verrechnenden Dienstzeitaufwandes wäre weggefallen.

Es wird deshalb eine höhere Volatilität der Pensionsguthaben/Personalvorsorgeverpflichtungen

und des konsolidierten Eigenkapitals erwartet. Der überarbeitete

IAS 19 sieht zudem neu eine Netto-Zinskomponente vor. Diese wird durch Multiplikation

der Netto-Pensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz ermittelt. Da die

Netto-Pensionsverpflichtung sowohl den Verpflichtungs- als auch den Planvermögensbestand

umfasst, werden durch diese Vorgehensweise Zinsaufwand und erwarteter

Planvermögensertrag implizit saldiert. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag

in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen. Bis anhin wurde die

Rendite des Planvermögens entsprechend den Ertragserwartungen auf Grundlage des

jeweiligen Anlageportfolios geschätzt. Andererseits wäre der Aufwand aufgrund der

erfolgswirksamen Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten sowie der

Ertrag aus noch zu verrechnendem Dienstzeitaufwand weggefallen. Bei Anwendung

der neuen Regelung von IAS 19 im Geschäftsjahr 2011 hätte sich ein um CHF 0,2 Mio.

höherer Pensionsaufwand ergeben.

Währungsumrechnung

Transaktionen in Fremdwährung in den Konzerngesellschaften werden zum Tageskurs

in die funktionale Währung umgerechnet; monetäre Aktiven und Verbindlichkeiten

in Fremdwährungen werden per Bilanzstichtag zum Stichtagskurs in die funktionale

Währung umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Fremdwährungsgewinne

oder -verluste werden in der Erfolgsrechnung erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte

und -verbindlichkeiten zu historischen Kosten werden mit dem Fremdwährungskurs

zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet.

Die Fremdwährungsabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden für

Konsolidierungszwecke wie folgt in Schweizer Franken umgerechnet: die Bilanz zu

Stichtagskursen, die Erfolgs- und Geldflussrechnung zu durchschnittlichen Kursen des

Geschäftsjahrs. Die sich aus der unterschiedlichen Umrechnung der Bilanzen und

Erfolgsrechnungen ergebenden Umrechnungsdifferenzen sowie diejenigen aus der

Umrechnung von Fremdwährungs-Konzerndarlehen mit Beteiligungscharakter

werden zum Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung

werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam verbucht.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Ersterfassung und auch nachfolgend zu

Verkehrswerten bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umbewertung werden im

Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften ist der Barwert des Termingeschäfts.

Der Konzern wendet kein Hedge Accounting an.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Sie bestehen aus

Kassenbeständen, Post- und Bankguthaben sowie Festgeldanlagen mit einer Laufzeit

ab Erwerbszeitpunkt von maximal drei Monaten.

Forderungen

Die Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, die in der Regel dem

Nominalwert entsprechen, abzüglich Wertberichtigungen für nicht einbringbare

Forderungen bilanziert. Wertberichtigungen werden gebildet, wenn objektive Hinweise

dafür bestehen, dass nicht sämtliche ausstehenden Beträge eingehen werden.

Die Wertberichtigung setzt sich zusammen aus individuellen Wertberichtigungen für

spezifisch identifizierte Positionen, bei denen objektive Hinweise dafür bestehen,

dass der ausstehende Betrag nicht vollumfänglich eingehen wird, sowie pauschalen


41

Wertberichtigungen für Gruppen von Forderungen mit ähnlichem Risikoprofil. Die

pauschalen Wertberichtigungen decken Verluste ab, die eingetreten, aber noch nicht

bekannt sind. Basis für die pauschalen Wertberichtigungen bilden historische Daten

über Zahlungsstatistiken der Forderungen.

Sobald ausreichende Hinweise dafür bestehen, dass eine Forderung definitiv nicht

mehr eingehen wird, wird die Forderung direkt ausgebucht bzw. mit der dafür

gebildeten Einzelwertberichtigung verrechnet.

Warenvorräte und Fertigungsaufträge

Die Warenvorräte werden zu Einstandspreisen bzw. Herstellkosten oder zum tieferen

Nettoveräusserungswert bilanziert. Der Nettoveräusserungswert ist der erwartete,

durchschnittliche Verkaufspreis abzüglich erwarteter Fertigstellungs- und Verkaufskosten.

Die Herstellkosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten und die

Fertigungsgemeinkosten. Die Kostenbewertung erfolgt in der Regel nach der Formel

des gewichteten Durchschnitts.

Kundenaufträge, die gemäss IAS 11 als Fertigungsaufträge einzustufen sind, werden

nach der Percentage-of-Completion-Methode bewertet. Umsatz, Herstellkosten und

Bruttoergebnis werden dabei auf Basis des Anteils der angefallenen Herstellkosten zu

den total geschätzten Herstellkosten bis zur Auftragsabnahme durch den Kunden –

dem Fertigstellungsgrad – in die Rechnung einbezogen. Wertberichtigungen für

Projektrisiken werden in dem Ausmass gebildet, in dem die Herstellkosten – einschliesslich

der zu erwartenden Gewährleistungen, Garantiearbeiten und unentgeltlichen

Nacharbeiten bis zum Ablauf der Garantiefrist – den Auftragspreis überschreiten.

Von Kunden erhaltene Teilzahlungen werden von den Auftragssaldi in Abzug gebracht.

Positive Saldi werden in der Bilanz als Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen

im Umlaufvermögen, negative Saldi als Nettoverbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen

im kurzfristigen Fremdkapital ausgewiesen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder zu Herstellkosten abzüglich der

kumulierten Abschreibungen und allfälliger Wertminderungen (Impairment)

bilanziert.

Komponenten einer Sachanlage mit unterschiedlichen Nutzungsdauern werden

einzeln erfasst und separat abgeschrieben.

Folgeinvestitionen werden im Buchwert einer Sachanlage erfasst, wenn es wahrscheinlich

ist, dass Schlatter daraus zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufliessen

wird. Eigentliche Unterhalts- und Reparaturarbeiten werden der Erfolgsrechnung

belastet.

Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten

Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauer beträgt für Gebäude 30–50 Jahre, für

Einrichtungen 15 Jahre, für Betriebsanlagen und Maschinen 4–15 Jahre, für Mobilien

und Fahrzeuge 4–10 Jahre, für EDV 3–5 Jahre.

Leasing

Sachanlagen im Finanzierungsleasing, bei denen bei Vertragsabschluss im Wesentlichen

alle Risiken und Chancen an die Konzerngesellschaft übergehen, werden zum tieferen

Betrag des Barwerts der Mindestleasingraten und des Verkehrswerts der geleasten

Anlage bilanziert und linear abgeschrieben. Die Schlatter Gruppe geht von einem

Finanzleasing aus, wenn die Dauer des Leasingvertrags drei Viertel der wirtschaftlichen

Nutzungsdauer der Anlage übersteigt oder der Barwert der vereinbarten Leasingzahlungen

90 % des Verkehrswerts der geleasten Sachanlagen übersteigt. Die geschuldeten


42 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Leasingraten werden als kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die bezahlten Leasingraten werden aufgeteilt in einen erfolgswirksamen Zinsteil und

einen Amortisationsteil und entsprechend erfasst. Anlagen im Finanzleasing werden

über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer (siehe auch «Sachanlagen») oder

die kürzere Vertragsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen für operatives Leasing

werden linear über die Leasingdauer direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Immaterielle Anlagen

Goodwill

Der Goodwill entspricht dem Überschuss der Summe vom Kaufpreis, dem Betrag der

Minderheitsanteile am übernommenen Unternehmen und dem Verkehrswert des

zuvor bereits gehaltenen Eigenkapitalanteils über den Saldo der zu Verkehrswerten

bewerteten übernommenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten.

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger

Wertminderungen (Impairment). Goodwill wird nicht amortisiert, sondern den

entsprechenden Geld generierenden Einheiten zugeteilt, die einem jährlichen

Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen werden.

Bei assoziierten Unternehmen ist der Buchwert des Goodwills im Buchwert der

Beteiligung enthalten.

Forschung und Entwicklung

Der Forschungsaufwand im Hinblick auf die Erlangung von neuem Grundlagenoder

technologischem Wissen und Verständnis wird der Erfolgsrechnung belastet.

Entwicklungskosten im Hinblick auf neue oder wesentlich verbesserte Produkte

werden dann aktiviert, wenn diese Produkte technisch und kommerziell umsetzbar

sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zu deren Umsetzung verfügt.

Andere Entwicklungsaufwendungen werden über die Erfolgsrechnung als Aufwand

verbucht.

Aktivierte Entwicklungskosten werden zum Anschaffungswert abzüglich kumulierter

Amortisationen und allfälliger Wertminderungen (Impairment) bilanziert. Die

aktivierten Entwicklungskosten werden über einen Zeitraum von fünf Jahren

amortisiert.

Auftragsbezogene Entwicklungskosten werden in den Fertigungsaufträgen aktiviert,

sofern eine Verrechnung an den Kunden möglich ist.

Übrige immaterielle Anlagen

Erworbene Software, Lizenzen, Patente, Nutzungsrechte und ähnliche Rechte

werden aktiviert und über die erwartete Restlaufzeit, in der Regel drei bis zehn Jahre,

amortisiert.

Finanzanlagen

Die Gruppe klassiert ihre Finanzanlagen in die folgenden Kategorien: Finanzanlagen

erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet, Kredite und Forderungen sowie zum

Verkauf verfügbare Finanzanlagen. Die Klassierung hängt von der Absicht ab, mit der

eine Finanzanlage erworben wurde. Das Management bestimmt die Klassierung zum

Zeitpunkt des Erwerbs.

Finanzanlagen werden im Umlaufvermögen ausgewiesen, falls es sich um zum

Handel gehaltene Wertschriften handelt oder falls eine Veräusserung innerhalb von

zwölf Monaten beabsichtigt ist. Alle übrigen Finanzanlagen werden im Anlagevermögen

ausgewiesen.


43

Laufende Käufe und Verkäufe werden jeweils zum Abschlussdatum erfasst.

Bei der Ersterfassung erfolgt die Bewertung der Finanzanlagen zum Verkehrswert

und im Fall von Positionen, die nicht als erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet

klassiert sind, zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb

von erfolgswirksam zum Verkehrswert bewerteten Anlagen anfallen, werden

erfolgswirksam erfasst. Die nachfolgende Bewertung hängt von der Kategorie der

Finanzanlagen ab und ist nachfolgend beschrieben.

Finanzanlagen erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet

Zu dieser Kategorie gehören zwei Subkategorien: zum Handel gehaltene Wertschriften

sowie Finanzanlagen, die bei der Ersterfassung dieser Kategorie zugeteilt wurden. Die

Bewertung erfolgt zum Verkehrswert, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste im

Finanzergebnis erfasst werden.

Die Zuteilung in diese Kategorie bei der Ersterfassung ist nur möglich, falls bestimmte

Voraussetzungen erfüllt sind (Finanzinstrument enthält ein eingebettetes Derivat,

Elimination einer Inkonsistenz bei der Erfassung und Bewertung von Vermögenswerten

und Verbindlichkeiten oder die Bewirtschaftung der Anlagen erfolgt auf Basis der

Verkehrswerte).

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Falls objektive Hinweise darauf bestehen, dass nicht der gesamte ausstehende

Betrag eingehen wird, werden Wertberichtigungen gebildet. Eine Wertminderung

wird berechnet als Differenz zwischen dem Buchwert und dem mit dem ursprünglichen

Effektivzinssatz abdiskontierten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme.

Wertminderungen werden rückgängig gemacht, wenn die Erhöhung des erzielbaren

Werts auf ein Ereignis zurückgeführt werden kann, das in einer Periode nach

Erfassung der Wertminderung eingetreten ist.

Zum Verkauf verfügbare Finanzanlagen

Zu dieser Kategorie gehören alle Finanzanlagen, die keiner der anderen Kategorien

zugeordnet wurden. Sie werden zum Verkehrswert bewertet, wobei unrealisierte

Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Wenn zum Verkauf

verfügbare Finanzanlagen verkauft werden oder objektive Hinweise auf eine

Wertbeeinträchtigung bestehen, werden die kumulierten unrealisierten Gewinne und

Verluste in das Finanzergebnis umgebucht. Eine Wertbeeinträchtigung liegt insbesondere

dann vor, wenn der Marktwert einer Aktie entweder über einen längeren

Zeitraum oder signifikant unter dem Einstandswert liegt. Schuldinstrumente wie

Obligationen gelten als wertgemindert, wenn objektive Anzeichen wie Konkurs,

Zahlungsverzug oder sonstige bedeutende finanzielle Schwierigkeiten des Ausstellers

vorliegen. Im Gegensatz zu Schuldinstrumenten wird bei Eigenkapitalinstrumenten

eine allfällige spätere Wertaufholung nicht erfolgswirksam gebucht.

Wertbeeinträchtigung des nicht finanziellen Anlagevermögens (Impairment)

Die Werthaltigkeit von Sach- und immateriellen Anlagen wird mindestens einmal

jährlich beurteilt. Liegen Indikatoren einer nachhaltigen Werteinbusse vor, wird eine

Berechnung des realisierbaren Werts (Impairment-Test) durchgeführt. Übersteigt der

Buchwert eines Vermögenswerts oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit

(Cash Generating Unit), zu der der Vermögensgegenstand gehört, den realisierbaren

Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung. Für Goodwill, andere immaterielle

Anlagen mit unbestimmter Lebensdauer und immaterielle Anlagen, die noch nicht

für die Nutzung zur Verfügung stehen, wird der realisierbare Wert jährlich ermittelt,

auch wenn keine Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Der erzielbare Wert ist der grössere Wert von Verkehrswert abzüglich Verkaufskosten

und Nutzwert. Bei der Ermittlung des Nutzwerts werden die geschätzten zukünftigen

Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz


44 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

berücksichtigt zum einen die momentane Marktwerteinschätzung über den Zeitwert

des Geldes und zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit

diese nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben.

Eine Wertaufholung auf Goodwill erfolgt nicht. Wertminderungen auf dem übrigen

Anlagevermögen können rückgängig gemacht werden, wenn Anzeichen dafür

bestehen, dass sich die Wertminderung verringert hat oder nicht mehr besteht und

sich die Schätzungen, die in die Berechnung des erzielbaren Werts eingeflossen sind,

verändert haben. Die Erhöhung des Buchwerts ist auf den Wert beschränkt, der sich

ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand

erfasst worden wäre.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, die in der Regel dem

Nominalwert entsprechen, bilanziert.

Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei der Ersterfassung zum Marktwert abzüglich

direkt zurechenbarer Transaktionskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu

fortgeführten Anschaffungskosten, wobei eine allfällige Differenz zwischen dem

Buchwert und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit der Inanspruchnahme der

Fremdmittel nach der Effektivzinsmethode in der Erfolgsrechnung erfasst wird.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung

infolge eines Ereignisses der Vergangenheit besteht, der Abfluss von Ressourcen

zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der

Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Rückstellungen werden dann diskontiert, wenn der Effekt wesentlich ist.

Restrukturierungsrückstellungen werden nur erfasst, wenn die diesbezüglichen

Kosten durch einen Plan zuverlässig bestimmt werden können und durch einen

Vertrag oder durch Kommunikation eine entsprechende Verpflichtung besteht.

Ertragssteuern

Die Ertragssteuern beinhalten laufende und latente Ertragssteuern. Normalerweise

werden die Ertragsteuern in der Erfolgsrechnung verbucht, es sei denn, sie stehen in

Verbindung zu einer Position, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital

erfasst wird. In diesem Fall werden die Ertragsteuern ebenfalls im sonstigen

Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst.

Laufende Ertragssteuern werden auf dem steuerbaren Ergebnis berechnet, basierend

auf den am Bilanzstichtag geltenden Steuersätzen inklusive Aufwendungen für

Steuern vergangener Perioden.

Latente Ertragssteuern werden gemäss der Balance-Sheet-Liability-Methode auf

allen temporären Differenzen zwischen den Werten der Steuerbilanzen und den

IFRS-Werten berechnet. Die Bewertung erfolgt zu den für die jeweiligen Konzerngesellschaften

anwendbaren bzw. voraussichtlich anwendbaren Steuersätzen. Aktive

latente Steuern inkl. des Nutzens aus steuerlich anrechenbaren Verlustvorträgen

werden nur als latente Steueraktiven berücksichtigt, wenn die steuerliche Verrechnung

wahrscheinlich erscheint.

Für folgende temporäre Differenzen werden keine latenten Steuern berechnet:

Ersterfassung von Goodwill, erstmalig erfasste Vermögenswerte oder Schulden im

Zusammenhang mit einer Transaktion, die weder das steuerbare Ergebnis noch den

Jahresgewinn beeinflusst, und auf Anteilen an Tochterunternehmen, sofern es


45

wahrscheinlich ist, dass die temporären Differenzen in absehbarer Zukunft nicht

realisiert werden.

Personalvorsorge

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden jährlich für jeden

Plan ermittelt, indem der Barwert der erwarteten Ansprüche (Defined Benefit Obligation)

nach der Projected-Unit-Credit-Methode, basierend auf versicherungstechnischen

Annahmen wie Lohn- und Rentensteigerungsraten und einem Diskontfaktor über die

Restdienstzeit, ermittelt wird. Davon werden der Marktwert der Planaktiven, noch

nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie noch nicht

erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand abgezogen bzw. hinzugerechnet.

Der Diskontzinssatz basiert auf dem Zinssatz erstklassiger Industrieanleihen mit

annähernd gleichen Laufzeiten wie die Verpflichtungen. Die Verpflichtungen werden bei

allen wesentlichen leistungsorientierten Plänen jährlich durch unabhängige Versicherungsexperten

ermittelt. Die Vorsorgekosten, die mit der Arbeitsleistung der Berichtsperiode

zusammenhängen (Current Service Costs), werden erfolgswirksam erfasst.

Die Erhöhung der Vorsorgekosten auf vergangener Arbeitsleistung, die auf neue oder

verbesserte Vorsorgeleistungen zurückzuführen ist, wird linear bis zum Zeitpunkt der

Anspruchsberechtigung über den Personalvorsorgeaufwand erfasst. In dem Ausmass,

in dem eine sofortige Anspruchsberechtigung besteht, werden diese Kosten sofort

erfolgswirksam erfasst.

Versicherungstechnische Gewinne und Verluste aus den periodischen Neuberechnungen

werden linear über die durchschnittliche Restdienstzeit erfolgswirksam erfasst,

soweit sie 10 % des höheren Betrags von Planvermögen und Vorsorgeverpflichtung

überschreiten.

Überdeckungen werden nur bis zu einem Betrag aktiviert, der die Summe von nicht

erfasstem nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, nicht erfassten versicherungsmathematischen

Verlusten und dem Nutzen aus zukünftigen Beitragsrückzahlungen

oder -reduktionen nicht übersteigt.

Bei beitragsorientierten Vorsorgeplänen entsprechen die in der Erfolgsrechnung

ausgewiesenen Aufwendungen den geleisteten Beitragszahlungen des Arbeitgebers.

Eigenkapital

Aktienkapital

Aktien sind Bestandteil des Eigenkapitals, da sie nicht rückzahlbar sind und keine

Dividendengarantie besteht.

Eigene Aktien

Die eigenen Aktien werden in der Bilanz mit ihren Anschaffungskosten vom Eigenkapital

abgezogen. Kauf und Verkauf werden als Veränderung des Eigenkapitals

ausgewiesen. Verkauf, Herabsetzung oder Ausgabe eigener Aktien führen weder

zu Gewinn noch zu Verlust in der Erfolgsrechnung.

Eigenkapitaltransaktionskosten

Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion werden als Abzug des Eigenkapitals

unter Berücksichtigung allfälliger Steuereffekte erfasst. Eigenkapitaltransaktionskosten

umfassen nur jene Kosten, die direkt den Eigenkapitaltransaktionen zuzuschreiben

sind und sonst nicht entstanden wären.


46 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Dividenden

Dividenden werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, sobald sie von der Generalversammlung

beschlossen worden sind.

Nettoerlös und Ertragsrealisation

Der Nettoerlös beinhaltet alle Verkäufe an Dritte nach Abzug allfälliger Mehrwertoder

Warenumsatzsteuern, Rabatte und Erlösminderungen. Bei Kundenaufträgen, die

gemäss IAS 11 als Fertigungsaufträge einzustufen sind, werden die Erträge und die

Auftragskosten nach Auftragsfortschritt verbucht (Percentage of Completion). Der

Stand der Arbeiten wird laufend überwacht und eine entsprechende Neubewertung

der Aufträge wird vorgenommen. Zu erwartende Verluste werden sofort vollumfänglich

verbucht.

Siehe auch «Warenvorräte und Fertigungsaufträge».

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich aus den Zinszahlungen auf Fremdkapital, Zinserträgen,

Dividendenerträgen, Fremdwährungsgewinnen und -verlusten sowie Bankspesen

zusammen.

Fremdkapitalkosten und Zinserträge werden in derjenigen Periode, in der sie

anfallen, basierend auf der Effektivzinsmethode, erfolgswirksam erfasst. Dividendenerträge

werden am Datum der Fälligkeit erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines

qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der

Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert. Ein

qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein längerer Zeitraum

erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen

Zustand zu versetzen.

Zur Veräusserung gehaltene, langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte sowie Gruppen von Vermögenswerten inkl. direkt

zurechenbarer Verbindlichkeiten werden als «zum Verkauf gehalten» klassiert und in

der Bilanz in einer separaten Position in den Aktiven bzw. den Verbindlichkeiten

ausgewiesen, wenn der Buchwert nicht durch die Nutzung, sondern durch den Verkauf

der Vermögensgegenstände eingebracht werden soll. Voraussetzung dafür ist, dass der

Verkauf hoch wahrscheinlich ist und die Vermögensgegenstände in ihrem gegenwärtigen

Zustand für einen unmittelbaren Verkauf bereit sind. Damit ein Verkauf als hoch

wahrscheinlich eingestuft werden kann, ist die Erfüllung verschiedener Kriterien

notwendig, u.a. muss er erwartungsgemäss innerhalb eines Jahrs stattfinden.

Unmittelbar bevor langfristige Vermögenswerte als zur Veräusserung gehalten

klassiert werden, werden die Buchwerte in Anwendung der entsprechenden IFRS-

Standards bewertet. Nach der Umklassierung erfolgt die Bewertung zum tieferen

der beiden Werte (Buchwert bzw. Verkehrswert), abzüglich Verkaufskosten. Abzuschreibende

Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Umklassierung nicht

mehr abgeschrieben.

Segmentberichterstattung

Ein operatives Segment ist ein Bereich eines Unternehmens, der Geschäftstätigkeiten

betreibt, mit denen Erträge erwirtschaftet werden und bei denen Aufwände anfallen

können, dessen Betriebsergebnisse regelmässig vom Hauptentscheidungsträger des

Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen

und die Beurteilung der Ertragskraft überprüft werden und für den separate Finanzinformationen

vorliegen. Die Bestimmung der Segmente und die Präsentation der

Segmentinformationen müssen auf Basis der Informationen erfolgen, die dem

Hauptentscheidungsträger des Unternehmens (CODM, Chief Operating Decision

Maker) zur Verfügung gestellt werden.


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

47

Erläuterungen zur konsolidierten Jahresrechnung

1 Segmentinformationen

Die Segmentberichterstattung der Schlatter Gruppe basiert auf dem internen

Informationsfluss, der dem Hauptentscheidungsträger des Unternehmens (CODM,

Chief Operating Decision Maker) zur Verfügung gestellt wird. CODM bei der

Schlatter Gruppe ist der Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat fällt seine strategischen

und operativen Entscheidungen unter anderem aufgrund des monatlichen

internen Reportings, das Finanzkennzahlen zu den beiden Segmenten und zur

Schlatter Gruppe enthält. Das massgebende Segmentergebnis ist der EBIT.

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach Geschäftsfeldern. Die Geschäftsfelder

werden global geführt, entsprechend ist die Organisation nach Geschäftsfeldern

aufgestellt. Die Segmentierung umfasst die Geschäftsbereiche Schweissen und

Weben. Das Segment Schweissen erstellt Anlagen für umfassende Fertigungslösungen

zur Herstellung von Armierungs- und Industriegittern und Radiatoren

sowie Anlagen zum Schweissen von Eisenbahnschienen. Das Segment Weben

erstellt Anlagen zur Herstellung von technischen Textilgeweben für die Papierindustrie.

Die Segmentaktiven, -verbindlichkeiten und -resultate beinhalten alle direkt

zuteilbaren Positionen sowie diejenigen Positionen, die auf Basis einer vernünftigen

Grundlage den Segmenten zugeteilt werden können.

Es finden keine Transaktionen zwischen den Geschäftseinheiten statt, daher werden

in der Segmentierung nur die Nettoumsatzerlöse mit Dritten und assoziierten

Gesellschaften gezeigt.

Gliederung nach Geschäftseinheiten 2011

2011

CHF 1000 Schweissen Weben

Total

Segmente

Überleitungsposten

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 89 539 28 197 117 736 117 736

Übrige Erträge aus Konzerngesellschaften 423 423

Total

Nicht zugeteilte Kosten – 704 – 704

Segmentergebnis (EBIT) – 12 045 1 384 – 10 661 – 281 – 10 942

Finanzergebnis 245 245

Ertragssteuern – 180 – 180

Konzernergebnis – 216 – 10 877

Segmentaktiven 70 325 14 087 84 412 57 84 469

Steueraktiven 3 198 3 198

Total Aktiven 70 325 14 087 84 412 3 255 87 667

Segmentverbindlichkeiten 29 775 9 159 38 934 38 934

Steuerverbindlichkeiten 894 894

Finanzverbindlichkeiten 6 747 6 747

Total Fremdkapital 29 775 9 159 38 934 7 641 46 575

Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen 2 739 2 114 4 853 4 853

Abschreibungen und Amortisationen – 3 028 – 415 – 3 443 – 3 443

Wertminderungen – 2 200 0 – 2 200 – 2 200


48 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Die «Übrigen Erträge aus Konzerngesellschaften» in der Spalte «Überleitungsposten»

von TCHF 423 (Vorjahr: TCHF 5472) enthalten im Berichtsjahr die Verrechnung

von Lizenzkosten der Schlatter Holding AG an die Schlatter Industries AG. Im

Vorjahr ist darin zusätzlich der Bruttogewinn aus dem Verkauf der Landreserve in

Schlieren von TCHF 5041 enthalten. Die nicht zugeteilten Kosten von TCHF 704

(Vorjahr: TCHF 766) beinhalten die Verwaltungsratshonorare und Betriebskosten der

Schlatter Holding AG.

Sowohl das Finanzergebnis und die Ertragssteuern als auch die Steueraktiven

und -verbindlichkeiten sowie die Finanzverbindlichkeiten werden ausschliesslich

unter «Überleitungsposten» alloziert. Die Erläuterungen zu diesen Positionen

erfolgen in den Erläuterungen 25 und 26 auf den Seiten 68 bis 69. Es existieren

keine Kunden, die mehr als 10 % des Segmenterlöses ausmachen.

Gliederung nach geografischen Kriterien

Nettoerlös nach Produktionsstandorten:

2011

CHF 1000 Schweiz Deutschland Übrige Total

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 82 851 29 468 5 417 117 736

Sach- und immaterielle Anlagen 11 989 5 074 586 17 649

Der Nettoerlös nach Absatzregionen gliedert sich wie folgt:

CHF 1000

Europa 55 712

Nordamerika 10 919

Zentral- und Südamerika 14 409

Mittlerer Osten, Afrika, Asien, Australien 36 696

Total 117 736

Gliederung nach Geschäftseinheiten 2010

2010

CHF 1000 Schweissen Weben

Total

Segmente

Überleitungsposten

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 91 295 28 387 119 682 119 682

Übrige Erträge aus Konzerngesellschaften 5 472 5 472

Total

Nicht zugeteilte Kosten – 766 – 766

Segmentergebnis (EBIT) – 4 731 456 – 4 275 4 706 431

Finanzergebnis 646 646

Ertragssteuern – 841 – 841

Konzernergebnis 4 511 236

Segmentaktiven 58 543 12 254 70 797 610 71 407

Steueraktiven 0 0 0 2 693 2 693

Total Aktiven 58 543 12 254 70 797 3 303 74 100

Segmentverbindlichkeiten 25 742 9 254 34 996 0 34 996

Steuerverbindlichkeiten 0 0 0 843 843

Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 5 408 5 408

Total Fremdkapital 25 742 9 254 34 996 6 251 41 247

Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen 3 483 911 4 394 4 394

Abschreibungen und Amortisationen – 2 476 – 550 – 3 026 – 3 026


49

Gliederung nach geografischen Kriterien

Nettoerlös nach Produktionsstandorten:

2010

CHF 1000 Schweiz Deutschland Übrige Total

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 83 438 29 713 6 531 119 682

Sach- und immaterielle Anlagen 14 628 3 282 689 18 599

Der Nettoerlös nach Absatzregionen gliedert sich wie folgt:

CHF 1000

Europa 53 631

Nordamerika 9 058

Zentral- und Südamerika 15 532

Mittlerer Osten, Afrika, Asien, Australien 41 461

Total 119 682

2 Veränderungen im Konsolidierungskreis

Per 1.1.2011 wurde die wirepartner GmbH (D) mit der Schlatter Deutschland

GmbH & Co. KG fusioniert. Die wirepartner GmbH ist dem Segment

Schweissen zugeordnet.

3 Kreditverhältnisse

Die Schlatter Gruppe hat ihre Kreditverhältnisse im Berichtsjahr neu geregelt.

Mit zwei Banken wurden im Dezember 2011 auf drei Jahre kommittierte, bilaterale

und synchronisierte Kreditverträge abgeschlossen. Bedingung für die dreijährige

Kommittierung ist, dass bis am 30.6.2012 eine weitere Geldlimite bei einer weiteren

Bank kommittiert wird.

Die Finanzierung des operativen Geschäfts ist nach Einschätzung des Managements

sichergestellt, und die bestehenden Limiten sind ausreichend. Detaillierte Angaben

sind in Erläuterung 14 «Finanzschulden» aufgeführt.


50

Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

4 Flüssige Mittel

CHF 1000 2011 2010

Kasse 166 197

Bank, Post 20 414 11 155

Flüssige Mittel 20 580 11 352

Nach Währungen in CHF 1000

CHF 14 567 2 312

EUR 4 554 7 588

USD 1 247 1 264

GBP 186 136

Andere 26 52

Total 20 580 11 352

Die flüssigen Mittel sind frei verwendbar. Festgelder in EUR wurden mit 0,9 %

verzinst, Festgelder in CHF wurden keine abgeschlossen. Ein Teil der flüssigen Mittel

wurde zur Rückzahlung von Finanzschulden verwendet.

5 Kurzfristige Finanzanlagen

CHF 1000 2011 2010

Festgelder mit einer Laufzeit von 3 bis 12 Monaten 10 9

Zum Verkauf gehaltene Wertschriften 46 184

Marktwert Fremdwährungstermingeschäfte 0 416

Kurzfristige Finanzanlagen 56 609

Die zum Verkauf gehaltenen Wertschriften enthalten festverzinsliche Fonds, die im

Besitz einer Tochtergesellschaft sind und als kurzfristige Wertanlage gehalten werden.

6 Forderungen

CHF 1000 2011 2010

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Dritte, brutto 5 652 6 691

Wertberichtigungen – 704 – 1 710

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 4 948 4 981

Übrige Forderungen 2 340 3 263

Forderungen 7 288 8 244

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TCHF 4948 (Vorjahr:

TCHF 4981). Die Wertberichtigungen von TCHF 704 (Vorjahr: TCHF 1710) bestehen im

Berichtsjahr zur Hälfte und im Vorjahr zum überwiegenden Teil aus Forderungen aus

Anlagenprojekten, deren Zahlungseingang wegen Uneinigkeit hinsichtlich Leistungserfüllung

unsicher ist. Die übrigen Wertberichtigungen betreffen Pauschalwertberichtigungen.

Die übrigen Forderungen von TCHF 2340 (Vorjahr: TCHF 3263) beinhalten mehrheitlich

Mehrwertsteuerforderungen, die hauptsächlich aus Deutschland stammen.

Diese Forderungen sind nicht gefährdet und werden im üblichen Abrechnungsrhythmus

zurückerstattet.


51

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen teilen

sich in folgende Währungen auf:

Nach Währungen in CHF 1000 2011 2010

CHF 1 927 3 614

EUR 4 312 4 101

USD 639 262

GBP 90 137

Übrige 320 130

Total 7 288 8 244

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen keine wesentliche Konzentration

von Kreditrisiken auf. Die Gefahr von Klumpenrisiken ist durch die grosse

Anzahl und die breite geografische Streuung der Kundenguthaben beschränkt. Wo

notwendig wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Verkäufe und Dienstleistungen

werden nur an Kunden erbracht, die über eine entsprechende Kreditwürdigkeit

verfügen. Instrumente der Exportfinanzierung zur Sicherung der Kundenguthaben

aufgrund des globalen Kundenkreises werden konsequent eingesetzt.

Für jeden Kunden wird eine Kreditlimite definiert und regelmässig überprüft. Kunden,

die die von der Schlatter Gruppe geforderte Kreditwürdigkeit nicht erfüllen, werden

nur gegen Vorauszahlung beliefert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf die folgenden

Regionen:

CHF 1000 2011 2010

Europa 2 442 3 135

Nordamerika 971 356

Zentral- und Südamerika 1 008 631

Mittlerer Osten, Afrika, Asien, Australien 527 859

Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 4 948 4 981

Die Altersgliederung der Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt (jedoch

pauschalwertberichtigt) sind, sah per Bilanzstichtag wie folgt aus:

CHF 1000

Brutto

2011 2010

Brutto

Wertberichtigung

Wertberichtigung

Nicht fällig 2 632 0 2 578 0

Fällig zw. 0 – 60 Tagen 1 477 – 120 1 287 – 46

Fällig zw. 61 – 180 Tagen 351 – 35 852 – 51

Fällig zw. 181 – 360 Tagen 132 – 33 23 – 15

Über ein Jahr fällig 172 – 172 163 – 163

Total 4 764 – 360 4 903 – 275


52

Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Das Wertberichtigungskonto auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat

sich wie folgt verändert:

CHF 1000 2011 2010

Einzelwertberichtigung

Bestand per 1. Januar – 1 435 – 1 282

Zusätzliche Wertberichtigung – 16 – 526

Auflösung Wertberichtigung 73 122

Debitorenverluste (Benutzung Wertberichtigung) 1 011 156

Umrechnungsdifferenzen 23 95

Bestand per 31. Dezember – 344 – 1 435

Pauschalwertberichtigung

Bestand per 1. Januar – 275 – 525

Zu-/Abnahme der Wertberichtigung – 84 219

Umrechnungsdifferenzen – 1 31

Bestand per 31. Dezember – 360 – 275

Per 31.12.2011 betrug der Stand der Einzelwertberichtigungen TCHF 344 (Vorjahr:

TCHF 1435).

Einzelwertberichtigungen im Umfang von TCHF 441 wurden in Rückstellungen

umgegliedert. Es handelt sich um offene Schlusszahlungen nicht endfakturierter

Kundenprojekte, bei denen bereits vor Projektabschluss ein hohes Risiko besteht,

dass aufgrund technischer Schwierigkeiten auf die Zahlung verzichtet werden muss.

Eine Einzelwertberichtigung im Vorjahr von TCHF 526 betrifft hauptsächlich die

Forderung eines Kunden im Segment Weben, der die vertraglich vereinbarte Schlusszahlung

nicht leistete, da Uneinigkeit über technische Abnahmeresultate besteht. Die

im Vorjahr wertberichtigte Forderung im Segment Weben ist im Berichtsjahr ausgefallen.

Mit ähnlicher Begründung waren weitere Einzelwertberichtigungen dem

Segment Schweissen zuzuordnen, und zusätzlich mussten im Segment Schweissen

bereits wertberichtigte kleinere Forderungen ausgebucht werden. Die gesamte

Benutzung der Wertberichtigungen beträgt somit TCHF 1011.

Die nicht fälligen Forderungen betreffen mehrheitlich Forderungen aus langjährigen

Kundenbeziehungen. Aufgrund der Erfahrungswerte erwartet Schlatter keine

zusätzlichen Ausfälle.

Die übrigen Forderungen teilen sich auf folgende Positionen auf:

CHF 1000 2011 2010

Mehrwertsteuern 1 228 1 599

Verrechnungssteuern 0 2

Diverse 1 112 1 662

Total 2 340 3 263

Die übrigen Forderungen von TCHF 2340 (Vorjahr: TCHF 3263) beinhalten neben

Mehrwertsteuerforderungen auch Akontozahlungen für Personalversicherungen,

ausstehende Kurzarbeitsentschädigungen, Akontozahlungen an Lieferanten sowie

diverse kleinere Positionen.

Die übrigen Forderungen sind einem geringen Kreditrisiko ausgesetzt, beinhalten

sie doch im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Staat, und dies vorwiegend

in Deutschland und in der Schweiz. Diese Forderungen haben auch in der Vergangenheit

nie zu Ausfällen geführt. Obwohl eine Konzentration besteht, ist durch die

Tatsache, dass es sich um staatliche Schuldner handelt, das Ausfallrisiko gering.


53

7 Fertigungsaufträge

CHF 1000 2011 2010

Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten

inkl. erfasster Gewinne und Verluste von laufenden Projekten 84 560 80 902

Teilfakturierungen und Vorauszahlungen – 80 679 – 79 232

Fertigungsaufträge in Arbeit, netto 3 881 1 670

Die Fertigungsaufträge sind in der Bilanz wie folgt ausgewiesen:

CHF 1000 2011 2010

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 16 662 13 782

Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen – 12 781 – 12 112

Erfasster Umsatz aus Fertigungsaufträgen 87 856 86 583

Die Fertigungsaufträge in Arbeit sind per Saldo mit TCHF 3881 (Vorjahr:

TCHF 1670 Mio.) unterfinanziert. Die in den vergangenen Jahren umgesetzten

Massnahmen zeigen nachhaltige Wirkung.

8 Vorräte

CHF 1000 2011 2010

Rohmaterial, Handelswaren 17 118 13 446

Ware in Arbeit 1 096 1 953

Halb- und Fertigfabrikate 2 800 2 477

Vorräte, netto 21 014 17 876

Aufgrund der verbesserten Auftragssituation haben die Vorräte im Geschäftsjahr 2011

netto um TCHF 3138 auf TCHF 21 014 zugenommen (Vorjahr: TCHF 17 876).

Es wird weiterhin an Optimierungen bei der Materialbewirtschaftung und den

Prozessen gearbeitet, um die Lagerpositionen tief zu halten.

Die Wertberichtigung auf den Vorräten hat sich wie folgt entwickelt:

CHF 1000 2011 2010

Bestand per 1. Januar 11 850 14 313

Bildung von Wertberichtigungen 611 515

Auflösung von Wertberichtigungen – 1 439 – 3 401

Verschrottungen, Liquidationsverkäufe 0 1 223

Umrechnungsdifferenzen – 230 – 800

Bestand per 31. Dezember 10 792 11 850

Es wurden Wertberichtigungen von TCHF 611 (Vorjahr: TCHF 515) gebildet. Demgegenüber

konnten in der Berichtsperiode Wertberichtigungen von TCHF 1439 (Vorjahr:

TCHF 3401) aufgelöst werden. Der Auflösung im Berichtsjahr standen Bruttoabgänge

aus Verschrottungen von TCHF 246 gegenüber. Einschliesslich Umrechnungsdifferenzen

wird das operative Ergebnis 2011 mit netto TCHF 671 begünstigt (Vorjahr:

TCHF 1663).


54 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

9 Sachanlagen

CHF 1000 Land Gebäude

Technische

Anlagen und

Maschinen

Übrige

Sachanlagen

Anlagen

im Bau

Total

Sachanlagen

Anschaffungskosten

Stand 1.1.2010 3 562 6 891 17 117 9 602 647 37 819

Zugänge 0 131 170 289 258 848

Abgänge/Umklassierungen – 3 459 0 – 542 – 80 0 – 4 081

Umklassierung 0 60 178 52 – 457 – 167

Umrechnungsdifferenzen – 10 – 58 – 1 311 – 666 0 – 2 045

Stand 31.12.2010 93 7 024 15 612 9 197 448 32 374

Zugänge 0 0 1 676 278 144 2 098

Abgänge/Umklassierungen 0 – 32 442 – 140 0 270

Umklassierungen 0 0 167 217 – 448 – 64

Umrechnungsdifferenzen 0 – 2 – 184 – 74 0 – 260

Stand 31.12.2011 93 6 990 17 713 9 478 144 34 418

Kumulierte Abschreibungen

Stand 1.1.2010 0 – 947 – 13 949 – 5 775 0 – 20 671

Zugänge 0 – 446 – 787 – 1 049 0 – 2 282

Abgänge 0 0 542 80 0 622

Umrechnungsdifferenzen 0 34 1 083 446 0 1 563

Stand 31.12.2010 0 – 1 359 – 13 111 – 6 298 0 – 20 768

Zugänge 0 – 453 – 548 – 982 0 – 1 983

Abgänge 0 0 – 442 130 0 – 312

Umklassierung 0 0 0 0 0 0

Umrechnungsdifferenzen 0 – 1 148 48 0 195

Stand 31.12.2011 0 – 1 813 – 13 953 – 7 102 0 – 22 868

Nettobuchwert 1.1.2010 3 562 5 944 3 168 3 827 647 17 148

Nettobuchwert 31.12.2010 93 5 665 2 501 2 899 448 11 606

Nettobuchwert 31.12.2011 93 5 177 3 760 2 376 144 11 550

CHF 1000 Land Gebäude

Technische

Anlagen und

Maschinen

Übrige

Sachanlagen

Anlagen

im Bau

Total

Sachanlagen

Zusatzinformationen 2011

Brandversicherungswerte der Anlagen 0 1 118 30 789 17 515 0 49 422

Eingegangene Investitionsverpflichtungen 0 0 85 0 254 339

Verpfändungen für Sicherheiten 0 0 0 0 0 0

CHF 1000

Zusatzinformationen 2010

Brandversicherungswerte der Anlagen 0 1 132 31 310 17 765 0 50 207

Eingegangene Investitionsverpflichtungen 0 0 88 0 254 342

Verpfändungen für Sicherheiten 0 0 0 0 0 0


55

Die Anlagezugänge bei den Sachanlagen betragen TCHF 2098 (Vorjahr: TCHF 848).

Die wesentlichen Investitionen betreffen Hardware zur Entwicklung von zwei

neuen Webmaschinentypen, die zu Ausstellungs- und Versuchzwecken vorerst am

Standort Münster verbleiben. Ebenfalls in Münster wurde eine neue Produktionsanlage

angeschafft.

Im Berichtszeitraum musste keine Sonderabschreibung für Wertminderungen

vorgenommen werden.

Im Vorjahr wurde per 2.3.2010 ein Reservegrundstück veräussert. Bei einem Verkaufserlös

von TCHF 8500 und dem mit dem Verkauf verbundenen Abgang aus Sachanlagen

von TCHF 3459 resultierte ein Bruttogewinn von TCHF 5041. Nach Abzug der

Kosten aus dem Verkauf von TCHF 146 und den Kosten für Altlastenbeseitigungen auf

dem Grundstück von TCHF 190 ergab sich 2010 ein Nettogewinn von TCHF 4705, der

in der Berichtsperiode entfällt.

Im Berichtsjahr wurden Sachanlagen zu Anschaffungswerten von TCHF 307 veräussert;

diese waren fast vollständig abgeschrieben. Es wurden keine Sachanlagen der

Verschrottung zugeführt (Vorjahr: TCHF 622, bereits vollständig abgeschrieben).

Die Umklassierungen betreffen fertig erstellte Anlagen im Bau, die der entsprechenden

Anlagenklasse zugeordnet wurden. Eine Investition von TCHF 64 (Vorjahr:

TCHF 167) wurde in die immateriellen Anlagen umgegliedert.

Schlatter hält keine Sachanlagen unter Finance Lease. Es bestehen keine hypothekarisch

gesicherten Kredite.


56 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

10 Immaterielle Anlagen

CHF 1000

Übrige

zugekaufte

immaterielle

Anlagen

Aktivierte

Entwicklungsprojekte

Entwicklungsprojekte

in

Arbeit

Total

immaterielle

Anlagen

Anschaffungskosten

Stand 1.1.2010 0 5 952 1 768 7 720

Zugänge 0 166 3 380 3 546

Abgänge 0 0 0 0

Umklassierung 0 167 0 167

Umrechnungsdifferenzen 0 – 450 – 62 – 512

Stand 31.12.2010 0 5 835 5 086 10 921

Zugänge 0 815 1 940 2 755

Abgänge 0 0 0 0

Umklassierung 3 976 81 – 3 993 64

Umrechnungsdifferenzen – 7 – 52 – 41 – 100

Stand 31.12.2011 3 969 6 679 2 992 13 640

Kumulierte Amortisationen

Stand 1.1.2010 0 – 3 507 0 – 3 507

Zugänge 0 – 744 0 – 744

Abgänge 0 0 0 0

Umrechnungsdifferenzen 0 323 0 323

Stand 31.12.2010 0 – 3 928 0 – 3 928

Zugänge – 691 – 769 0 – 1 460

Wertminderung – 2 200 0 0 – 2 200

Abgänge 0 0 0 0

Umklassierungen 0 4 0 4

Umrechnungsdifferenzen 0 43 0 43

Stand 31.12.2011 – 2 891 – 4 650 0 – 7 541

Nettobuchwert 1.1.2010 0 2 445 1 768 4 213

Nettobuchwert 31.12.2010 0 1 907 5 086 6 993

Nettobuchwert 31.12.2011 1 078 2 029 2 992 6 099

Die Zugänge im immateriellen Anlagevermögen von TCHF 2755 (Vorjahr: TCHF 3546)

sind mehrheitlich durch die Aktivierung von Entwicklungskosten auf ausgewählten

Projekten entstanden. Per 31.12.2011 waren gesamthaft Entwicklungsleistungen in

der Höhe von TCHF 4070 aktiviert. Diese Projekte erfüllen die strengen Aktivierungskriterien,

die zentral beurteilt werden.

Im Berichtszeitraum wurde die aktivierte Entwicklung eines neuen Produkts für

die Herstellung von Armierungsgitter-Betonfertigteilen im Betrag von CHF 2,2 Mio.

abgeschrieben. Bei Entwicklungsbeginn 2008 wurde dem Businessplan ein Eurokurs

von 1.55 zugrunde gelegt. Mit der Aufwertung des Schweizer Frankens und

der damit indirekten Verteuerung dieses Produkts kann die Anlage nicht am Markt

abgesetzt werden. Zusätzlich ergaben sich Schwierigkeiten bei einem Lieferanten,

der ein Modul nicht vertragskonform liefern konnte, was den Absatz erschwerte.

Inzwischen werden die technischen Probleme des Lieferanten behoben, und die

Maschine wird einem Redesign unterzogen, um die Herstellkosten zu senken. Der

Restwert der aktivierten Entwicklungskosten per 31.12.2011 von CHF 0,5 Mio. ist

werthaltig.

CHF 1000 2011 2010

Eingegangene Investitionsverpflichtungen 416 473


57

Goodwill

Prüfung auf Wertminderung

Der bezahlte Goodwill der Akquisition der Firma NSE im Jahr 2008 beträgt TCHF 420.

Nach Einbezug von Währungseffekten beträgt der aktuell gültige Goodwill TCHF 388.

Per Bilanzstichtag wurde ein aktualisierter Impairment-Test auf Stufe der Servicegesellschaft

durchgeführt, der die Werthaltigkeit des Goodwills bestätigte. Der

erzielbare Betrag wurde auf der Grundlage der Berechnung des Nutzungswerts

ermittelt. Die zugrunde liegenden Barwerte des künftigen Cash Flows beruhen

auf dem Finanzplan für einen Fünf-Jahres-Zeitraum und einem Endwert, basierend

auf der Cash-Flow-Projektion für die Folgejahre mit einem Nullwachstum. Der verwendete

Businessplan wurde von der Gesellschaft erarbeitet, durch das Gruppenmanagement

geprüft und vom Verwaltungsrat bewilligt.

Der Vorsteuerdiskontsatz von 10,3 % (Vorjahr: 10,0 %) wurde von Marktdaten abgeleitet.

In der Planperiode wurde von einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von

8 % ausgegangen. Der Buchwert der operativen Nettoaktiven inkl. Goodwill liegt

unter dem erzielbaren Wert.

Der Goodwill wird dem Segment Schweissen zugeordnet.

11 Finanzanlagen

CHF 1000

Total

kurzfristige

Finanzanlagen

Festgelder

> 12 Monate

Total

langfristige

Finanzanlagen

Total

Finanzanlagen

Anschaffungskosten / Zeitwert

Stand 1.1.2010 279 1 1 280

Zugänge 317 0 0 317

Rückzahlungen – 331 0 0 – 331

Unrealisierte Gewinne (Verluste) aus

Währungsabsicherungsgeschäften 362 0 0 362

Umrechnungsdifferenzen – 18 0 0 – 18

Stand 31.12.2010 609 1 1 610

Zugänge 449 0 0 449

Rückzahlungen – 578 0 0 – 578

Realisierte Währungsabsicherungsgeschäfte – 416 0 0 – 416

Umrechnungsdifferenzen – 8 0 0 – 8

Stand 31.12.2011 56 1 1 56

Fälligkeit

2012 56 0 0 56

2013 0 1 1 1

Bei den Zugängen und Rückzahlungen handelt es sich um staatliche, festverzinsliche

Fonds, die sich im Besitz einer Tochtergesellschaft befinden.


58 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

12 Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

Die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften betreffen folgende Gesellschaften:

31.12.2011 31.12.2010

Firma

Beteiligung Beteiligung

Teurema, Spanien 20 % 20 %

Im Vorjahr wurde die Beteiligung an RSS für TCHF 142 an den Mehrheitsaktionär

verkauft. Die Beteiligung war vollständig wertberichtigt. Weitere vertragliche

Verpflichtungen oder Nachschusspflichten bestehen nicht.

Auch bei der Minderheitsbeteiligung Teurema sind keine Nachschusspflichten

zu tragen. Im November 2011 hat die Gesellschaft Insolvenz angemeldet. Per

Bilanzstichtag lag kein aktueller Abschluss vor. Die Beteiligung ist vollständig

wertberichtigt.

13 Latente Steuern

Die latenten Steueraktiven und -verbindlichkeiten können folgenden Bilanzpositionen

zugeordnet werden:

CHF 1000

Aktiven

2011

Passiven

Aktiven

2010

Passiven

Kurzfristige Finanzanlagen 0 0 0 – 99

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 – 281 308 – 50

Übrige Forderungen 586 – 3 553 – 1

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 0 – 856 0 – 971

Vorräte 2 001 0 2 210 0

Aktive Rechnungsabgrenzung 1 – 149 1 – 294

Sachanlagen 40 0 49 0

Immaterielle Anlagen 429 – 21 465 – 22

Finanzanlagen 0 0 99 0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 5 0

Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 1 252 0 1 040 0

Übrige Verbindlichkeiten 3 – 1 916 1 – 2 149

Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 9 0 9 0

Passive Rechnungsabgrenzung 227 – 9 313 – 9

Kurzfristige Rückstellungen 0 – 59 0 – 271

Personalvorsorgeverbindlichkeiten 0 – 506 0 – 459

Langfristige Rückstellungen 0 – 155 0 – 26

Steuerliche Verlustvorträge 2 332 0 1 705 0

Total 6 890 – 3 955 6 758 – 4 351

Saldierung – 3 815 3 815 – 4 218 4 218

Stand 31. Dezember 3 075 – 140 2 540 – 133


59

Steuerliche Verlustvorträge

CHF 1000 2011 2010

Anrechenbare steuerliche Verlustvorträge am 1. Januar 28 430 44 340

Veränderung Verlustvorträge durch Anpassungen Vorjahr 1 1 232

Neue steuerliche Verlustvorträge des laufenden Geschäftsjahrs 35 226 6 508

Steuerliche Verlustvorträge des laufenden Geschäftsjahrs, nicht anerkannt – 61 – 11

Verbrauch aktivierter Verlustvorträge 0 – 56

Verlustvorträge, verfallen 0 – 23 505

Währungsdifferenz auf Verlustvorträgen 3 – 78

Anrechenbare steuerliche Verlustvorträge am 31. Dezember 63 599 28 430

Die Veränderung der latenten Steuern wurde über den Steueraufwand erfasst. Auf

anrechenbaren Verlustvorträgen in der Höhe von TCHF 10 981 (Vorjahr: TCHF 8085)

sind Ende 2011 latente Steueransprüche in der Höhe von TCHF 2332 (Vorjahr:

TCHF 1705) aktiviert. Eine Erfassung von latenten Steuerguthaben auf noch nicht

genutzten steuerlichen Verlusten wird in dem Umfang vorgenommen, wie deren

Realisierung durch prognostizierte zu versteuernde Einkommen als wahrscheinlich

beurteilt wird. Im Berichtsjahr wurden latente Steuern auf Verlustvorträgen von netto

TCHF 627 aktiviert.

Die neuen steuerlichen Verlustvorträge von TCHF 35 226 beinhalten TCHF 28 171

steuerliche Verlustvorträge, die in der Schlatter Holding AG durch Beteiligungsabwertungen

und Forderungsverzichte gegenüber Konzerngesellschaften entstanden waren.

Auf diesen Verlustvorträgen wurden keine Aktivierungen vorgenommen.

Die verfallenen Verlustvorträge von TCHF 23 505 des Vorjahrs betreffen ausschliesslich

die Schlatter Industries AG in Schlieren. Auf diesen Verlustvorträgen wurden keine

latenten Steuern aktiviert.

Die steuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden,

verfallen wie folgt:

CHF 1000 2011 2010

Nach 1 Jahr 0 0

Nach 2 Jahren 0 0

Nach 3 Jahren 0 0

Nach 4 Jahren 6 906 0

Nach 5 Jahren 9 459 3 453

Nach 6 Jahren 4 078 9 907

Nach 7 Jahren 31 700 6 508

Nach mehr als 10 Jahren 0 0

Kein Verfall 475 477

Total 52 618 20 345

Von den TCHF 52 618 steuerlichen Verlustvorträgen, für die keine latenten

Steuern aktiviert wurden, entfallen TCHF 16 152 auf die Schlatter Industries AG

und TCHF 33 978 auf die Schlatter Holding AG, beide in Schlieren.

Auf temporären Differenzen auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften wurden keine

latenten Steuern erfasst, da bei deren Auflösung keine Steuerfolgen anfallen werden.


60 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

14 Finanzschulden

CHF 1000 2011 2010

Festvorschüsse/Kontokorrent 6 747 5 408

davon kurzfristige Finanzschulden 5 247 3 908

davon langfristige Finanzschulden 1 500 1 500

Finanzschulden 6 747 5 408

Geplante Fälligkeiten in CHF 1000

bis 1 Jahr 5 247 3 908

1 bis 5 Jahre 1 500 1 500

Total Finanzschulden 6 747 5 408

Nach Währungen in CHF 1000

CHF 6 739 5 300

EUR 8 108

Total 6 747 5 408

Die effektiven Zinssätze beliefen sich wie folgt:

2011 2010

Bankdarlehen 1,7 % 1,3 %

Kreditbedingungen

Die Schlatter Gruppe hat ihre Kreditverhältnisse im Berichtsjahr neu geregelt. Mit

zwei Banken wurden im Dezember 2011 auf drei Jahre kommittierte, bilaterale und

synchronisierte Kreditverträge abgeschlossen. Bedingung für die dreijährige

Kommittierung ist, dass bis 30.6.2012 eine weitere Geldlimite bei einer weiteren

Bank kommittiert wird. Der in Anspruch genommene Betrag von TCHF 5247 wurde

per 31.12.2011 deshalb kurzfristig ausgewiesen.

Die Schlatter Gruppe verfügt über Banklimiten zur Aufrechterhaltung des operativen

Geschäfts von gesamthaft CHF 35,0 Mio. (Vorjahr: CHF 30,0 Mio.). Es handelt sich um

bis 30.11.2014 kommittierte, synchronisierte und bilaterale Kreditverträge.

Bis zum Betrag von CHF 35,0 Mio. (Vorjahr: CHF 30,0 Mio.) können diese für Garantien

und Sicherheiten benutzt und bis zu einem Betrag von CHF 15,0 Mio. (Vorjahr:

CHF 20,0 Mio.) für kurzfristige Kredite eingesetzt werden. Die Gesamtbenutzung darf

die Banklimite von CHF 35,0 Mio. nicht übersteigen. Die Kreditlimiten sind auf der

Basis Libor variabel verzinslich.

Die Aufrechterhaltung und die Benutzung der Kredite ist an Covenants gebunden.

Das konsolidierte Eigenkapital darf folgende Werte nicht unterschreiten:

ab 31. Dezember 2011

ab 31. Dezember 2012

ab 31. Dezember 2013

CHF 35,0 Mio.

CHF 36,0 Mio.

CHF 38,0 Mio.

Diese Bedingungen werden per 31.12.2011 eingehalten. Erstmals ab 31.12.2012 gilt,

dass das Gross Gearing nicht mehr als 30 % betragen darf, sofern das konsolidierte

Eigenkapital per Stichtag weniger als CHF 40,0 Mio. beträgt. Das Gross Gearing ist

definiert als zinstragende Bruttoschulden / (zinstragende Bruttoschulden + Eigenkapital).

Auf begründeten Antrag wird auf die Anwendung des Gross Gearing Covenant

verzichtet. Es besteht das Risiko, dass ab 2013 nicht über die vollen Geldlimiten von

CHF 15,0 Mio. frei verfügt werden kann.

Die Finanzierung der Schlatter Gruppe ist nach Einschätzung des Managements

sichergestellt.


61

Langfristige Investitionsfinanzierungen werden fallweise und separat abgeschlossen.

Vom Investitionskreditrahmen von CHF 6,3 Mio. für den mieterspezifischen Umbau

der Liegenschaft in Schlieren verbleibt ein Anteil von CHF 1,5 Mio. bis 30.5.2013.

Solange dieser Investitionskredit besteht, wird die vorgängig erwähnte operative

Geldlimite von CHF 15,0 Mio. um diesen Betrag von CHF 1,5 Mio. reduziert. Bei

Amortisation wird die operative Geldlimite um diesen Betrag wieder erhöht.

Der im Vorjahr bestehende Restbetrag von TCHF 108 bestand aus einer Schuld gegenüber

dem früheren Besitzer der Schlatter South East Asia SDN. BHD. Dieser Betrag

wurde im Berichtsjahr vollständig bezahlt.

15 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

CHF 1000 2011 2010

CHF 8 279 7 410

EUR 5 802 3 285

USD 192 131

Andere 28 57

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14 301 10 883

16 Übrige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen

CHF 1000 2011 2010

Mehrwertsteuern 11 17

Personal/Sozialversicherungen 257 177

Vorauszahlungen von Kunden 170 32

Diverse Verbindlichkeiten 1 834 1 642

Übrige Verbindlichkeiten 2 272 1 868

Abgrenzungen Ferien und Überzeit 1 716 1 683

Andere passive Rechnungsabgrenzungen 3 002 3 736

Passive Rechnungsabgrenzungen 4 718 5 419

Übrige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen 6 990 7 287

Die anderen passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen hauptsächlich aus

Teillieferungen von Grossanlagen, bei denen Materialrechnungen noch ausstehend

sind, sowie nachlaufenden Projektkosten von bereits ausgelieferten Anlagen.

17 Personalvorsorgeverbindlichkeiten

Die bilanzierten Personalvorsorgeverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen

den Plan der grössten Schweizer Gesellschaft, Schlatter Industries AG, und zu

einem geringen Anteil den Plan der Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG.

Die Gruppengesellschaften in der Schweiz verfügen gemäss den gesetzlichen

Vorschriften über eine eigene, vom Konzern unabhängige Vorsorgeeinrichtung.

Diese erbringt Leistungen im Fall von Alter, Tod oder Invalidität. Die Finanzierung

erfolgt grundsätzlich durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge. In

Anwendung von IAS 19 entspricht die Schweizer Vorsorgeeinrichtung einem

leistungsorientierten Plan.


62 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Der Plan der Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG ist ebenfalls als leistungsorientierter

Plan einzustufen. Für die Pläne in der Schweiz und bei Schlatter Deutschland

GmbH & Co. KG wurden IAS-19-konforme versicherungstechnische Gutachten

eingeholt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der dazugehörige

Dienstzeitaufwand wurden nach der Methode der laufenden Einmalprämien

(Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt.

Nebst den beschriebenen leistungsorientierten Plänen sowie den staatlichen

Sozialversicherungen bestehen in verschiedenen Ländern zusätzliche Pläne für

die Altersvorsorge, die gemäss IAS 19 als beitragsorientiert einzustufen sind.

Verbindlichkeiten und Vermögen per Bilanzstichtag

CHF 1000 2011 2010

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen aus Plänen

mit ausgeschiedenem Vermögen – 75 905 – 84 645

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen aus Plänen

ohne ausgeschiedenes Vermögen – 3 568 – 3 640

Ausgeschiedenes Planvermögen zu Marktwerten 67 577 70 235

Unterdeckung der leistungsorientierten Pläne – 11 896 – 18 050

Nicht erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 10 738 17 422

Nicht erfasster vergangener Dienstzeitaufwand 0 – 417

In der Bilanz erfasste Verbindlichkeiten – 1 158 – 1 045

Entwicklung der Vorsorgeverpflichtungen

CHF 1000 2011 2010

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 1. Januar 88 285 81 625

Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 1 626 1 347

Zinsaufwendungen 2 176 2 720

Arbeitnehmerbeiträge 1 334 1 379

Ausbezahlte Leistungen – 5 012 – 5 465

Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste – 8 848 7 287

Währungseinflüsse – 89 – 608

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 31. Dezember 79 472 88 285

Entwicklung des Planvermögens

CHF 1000 2011 2010

Planvermögen per 1. Januar 70 235 72 262

Erwartete Rendite auf Planvermögen 2 493 2 747

Arbeitgeberbeiträge 1 790 1 851

Arbeitnehmerbeiträge 1 334 1 379

Ausbezahlte Leistungen – 4 991 – 5 465

Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) – 3 241 – 2 197

Währungseinflüsse – 44 – 342

Planvermögen per 31. Dezember 67 576 70 235


63

Entwicklung der bilanzierten Personalvorsorgeverbindlichkeiten

CHF 1000 2011 2010

Bilanzierte Verbindlichkeiten per 1. Januar – 1 045 – 2 600

Personalvorsorgekosten, netto – 1 949 – 506

Arbeitgeberbeiträge 1 791 1 857

Bezahlte Leistungen 21 12

Währungseinflüsse 24 192

Bilanzierte Verbindlichkeiten per 31. Dezember – 1 158 – 1 045

Personalvorsorgeaufwand für die Leistungsprimatpläne

CHF 1000 2011 2010

Laufender Dienstzeitaufwand 2 960 2 726

Zinsaufwand 2 176 2 720

Erwartete Erträge auf Planvermögen – 2 493 – 2 747

Amortisation versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 899 4

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 416 – 830

Nicht aktivierungsfähige Mehreinlagen 157 12

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne, brutto 3 283 1 885

Arbeitnehmerbeiträge – 1 334 – 1 379

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne, netto 1 949 506

2011

2010

Ausland Schweiz Ausland Schweiz

Effektiver Ertrag auf Planvermögen 4,8 % – 1,3 % 1,7 % 1,4 %

CHF 1000 2011 2010 2009 2008

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen 79 472 88 285 81 625 81 174

Planvermögen 67 576 70 235 72 262 65 484

Unterdeckung 11 896 18 050 9 363 15 690

2011 2010 2009 2008

Differenz erwarteter zu effektivem Ertrag

auf dem Vorsorgevermögen 3 241 2 234 – 5 668 13 287

Erfahrungsverlust (-gewinn) auf den

Vorsorgeverbindlichkeiten – 3 089 – 775 – 1 135 – 2 158

Erwartete Arbeitgeberbeiträge 2012: TCHF 1767

2011

Erwartete

Rendite

2010

Erwartete

Rendite

Anteil Aktien 25,6 % 6,1 % 29,2 % 6,4 %

Anteil Obligationen und Anleihen 41,5 % 2,6 % 42,9 % 1,7 %

Immobilien 21,8 % 4,0 % 19,5 % 3,5 %

Versicherungspolicen 2,6 % 4,5 % 2,5 % 4,5 %

Andere 8,5 % 2,1 % 5,8 % 2,3 %

Total 100,0 % 100,0 %

Wichtigste versicherungstechnische Annahmen

31. Dezember Ausland

2011

Schweiz

Ausland

2010

Schweiz

Zinssatz für Diskontierung 5,1% 2,7% 5,5 % 2,4 %

Erwartete Rendite auf Planvermögen 4,5% 3,9% 4,5 % 3,5 %

Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen 2,0% 1,0% 2,0 % 1,5 %

Erwartete Rentenerhöhung 1,8% 0,0% 1,8 % 0,5 %


64 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

18 Rückstellungen

CHF 1000

Garantien

Restrukturierung

Projektrisiken

Übrige

2011

Total

2010

Total

Stand 1. Januar 1 999 68 550 1 052 3 669 5 329

Bildung 209 98 1 559 493 2 359 2 196

Verbrauch 0 – 6 – 364 -586 – 956 – 2 388

Auflösung – 278 – 62 – 624 – 359 – 1 323 – 1 081

Umrechnungsdifferenzen – 24 0 0 – 21 – 45 – 387

Stand 31. Dezember 1 906 98 1 121 579 3 704 3 669

Geplante Fälligkeiten in CHF 1000

bis 1 Jahr 1 614 98 1 121 247 3 080 2 817

1 bis 5 Jahre 292 0 0 332 624 852

Total Rückstellungen 1 906 98 1 121 579 3 704 3 669

Die Rückstellungen per 31.12.2011 von TCHF 3704 (Vorjahr: TCHF 3669) haben sich

nur leicht verändert.

Die Restrukturierungsrückstellung des Vorjahrs wurde vollständig benutzt. Der neu

gebildete Betrag von TCHF 98 betrifft einen zusätzlichen Abgang in Deutschland, der

zusätzlich zur Personalreduktion der Vorjahre entstanden ist.

Die Garantierückstellung ermittelt sich aus einem statistisch ermittelten Erfahrungswert

über mehrere Jahre. Die Fälligkeit richtet sich nach der vertraglich vereinbarten

Garantiedauer.

Die Bildung der übrigen Rückstellungen beinhaltet eine Reihe kleinerer Positionen

sowie eine Position für Altersteilzeit und Jubiläen bei der deutschen Tochtergesellschaft.

Projektrisiken, die einer Rückstellung bedürfen, werden in den Projekten mit den

periodisch aktualisierten Plankosten erfasst und über die Percentage-of-Completion-

Methode erfolgswirksam verbucht. Ausnahme bilden Projekte, die abgeschlossen

und ausgeliefert sind, bei denen der kommerzielle Abschluss wegen der gelieferten

technischen Lösung aber noch offen ist. Der entsprechende Betrag ist in der Spalte

«Projektrisiken» mit TCHF 1121 (Vorjahr: TCHF 550) berücksichtigt. Die Zunahme

begründet sich in Kostenüberschreitungen bei zwei Prototypen-Projekten für neue

Anlagenkonzepte.

19 Aktienkapital / Eigene Aktien und Reserven

CHF 2011 2010

Anzahl ausstehende Namenaktien am 1. Januar 292 917 292 917

Kapitalerhöhung

durch Ausgabe von Bezugsrechten

auf bestehenden Aktien 128 903 0

durch freie Platzierung von neuen Aktien 4 430 0

Anzahl ausstehende Namenaktien am 31. Dezember 426 250 292 917

Nennwert je Aktie (CHF) 60 60

Aktienkapital am 31. Dezember (CHF) 25 575 000 17 575 020

CHF 2011

Agio aus Kapitalerhöhung

133 333 Aktien à CHF 90 11 999 970

Transaktionskosten Kapitalerhöhung – 698 255

Erhöhung Kapitalreserven 11 301 715


65

Angaben zu den eigenen Aktien vgl. Schlatter Holding Seite 90.

Das Aktienkapital per 31.12.2011 betrug TCHF 25 575 (Vorjahr: TCHF 17 575) und

bestand aus 426 250 Namenaktien zu nominal CHF 60 je Aktie (Vorjahr: 292 917

Namenaktien zu nominal CHF 60 je Aktie).

Die Namenaktien der Schlatter Holding AG sind seit 1998 am Hauptsegment der SIX

Swiss Exchange kotiert (Valorennummer 227731, ISIN CH0002277314, Telekurs STRN,

Reuters STRN.S). Die Schlatter Holding AG wies per 31.12.2011 eine Börsenkapitalisierung

von CHF 70,8 Mio. auf (Vorjahr: CHF 72,9 Mio.).

Das Aktienkapital ist voll einbezahlt. Jede Aktie berechtigt zur Teilnahme an der

Generalversammlung der Gesellschaft und verfügt über eine Stimme. Dividendenberechtigt

sind 426 081 Namenaktien (Vorjahr: 292 485). Die Gesellschaft besass

am Bilanzstichtag 169 eigene Aktien (Vorjahr: 432).

Die Schlatter Gruppe verfügte aufgrund des Generalversammlungsbeschlusses vom

11.5.2010 über genehmigtes Kapital, das für eine Kapitalerhöhung von höchstens

CHF 8 787 480 durch Ausgabe von höchstens 146 458 voll zu liberierenden Namenaktien

zu je CHF 60 nominal eingesetzt werden kann. Im Dezember 2011 hat die

Gesellschaft eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Anlässlich des Bezugsrechtsangebots

wurden 128 903 neue Namenaktien durch bisherige Aktionäre gezeichnet,

während 4430 neue Namenaktien im Rahmen einer öffentlichen Platzierung erworben

wurden. Der Platzierungspreis betrug CHF 150 je neue Namenaktie. Infolge der

Kapitalerhöhung erhöhte sich das Aktienkapital auf CHF 25 575 000, eingeteilt in

426 250 Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 60. Die neuen Aktien sind

ab dem Geschäftsjahr 2011 dividendenberechtigt. Ihre Kotierung und Zulassung zum

Handel im Main Standard der SIX Swiss Exchange erfolgte per 8.12.2011. Dadurch

verblieb per 31.12.2011 ein genehmigtes Kapital von höchstens CHF 787 500 durch

Ausgabe von höchstens 13 125 voll zu liberierende Namenaktien zu je CHF 60

Nominalwert. Es bestehen keine Optionen.

Das Agio aus der Kapitalerhöhung wurde abzüglich der Transaktionskosten direkt den

Kapitalreserven zugeordnet. Aus der Kapitalerhöhung sind insgesamt TCHF 19 302

zugeflossen.

Die Aktien der Schlatter Holding AG sind frei übertragbar. Der Schlatter Holding AG

waren per 31.12.2011 die auf Seite 91 aufgeführten bedeutenden Aktionäre bekannt.

Die grösste Aktionärin, HMZ Beteiligungen AG, Heerbrugg (CH), hielt 47,8 % der

Aktien und Stimmen.

Kapitalreserven

Die Kapitalreserven entsprechen dem Agio aus der Kapitalerhöhung und dem

Erlös aus dem Bezugsrechtsverkauf des Geschäftsjahrs 2005 sowie aus dem Agio

der Kapitalerhöhung des Geschäftjahrs 2011.

Umrechnungsdifferenzen

Die Position enthält die kumulierten Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung

der Jahresrechnungen der ausländischen Gruppengesellschaften.

Marktwertreserve

Die Marktwertreserve enthält die kumulierten Marktwertanpassungen auf zur

Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen, die zum Zeitpunkt der Veräusserung

oder eines Impairments in die Erfolgsrechnung umgebucht werden.


66 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Ausschüttungssperre

Der für eine Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung stehende Betrag ergibt

sich auf Basis der Reserven der Holdinggesellschaft und wird in Übereinstimmung

mit den Bestimmungen des schweizerischen Obligationenrechts bestimmt.

20 Nettoerlös

Aufteilung nach Währungen in CHF 1000 2010 2010

CHF 30 686 28 200

EUR 75 832 80 384

USD 9 068 9 383

Übrige 2 150 1 715

Total 117 736 119 682

Siehe auch Segmentberichterstattung, Erläuterung 1, Seite 47.

21 Übrige betriebliche Erlöse

CHF 1000 2011 2010

Mieterträge 68 84

Kommissionserträge 0 43

Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen 7 5 064

Sonstige Erträge 720 949

Total 795 6 140

Der Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen im Vorjahr in der Höhe von TCHF 5041

enthielt den Bruttogewinn vor Abzug der Transaktionskosten aus dem Verkauf eines

betrieblich nicht genutzten Grundstücks in Schlieren.

Die sonstigen Erträge enthalten einmalige Vergütungen und Erstattungen, die

ausserordentlichen Charakter haben. Dazu gehören beispielsweise eine nachträgliche

Mehrwertsteuerentschädigung im Zusammenhang mit dem Liegenschaftsverkauf

im Geschäftsjahr 2005 in der Höhe von TCHF 330 sowie Provisionseinnahmen

oder Lizenzerlöse.

22 Personalaufwand

CHF 1000 2011 2010

Löhne und Gehälter 39 051 40 928

Sozialaufwand 4 501 4 413

Personalvorsorgeaufwand leistungsorientierte Pläne 1 949 506

Sonstiger Personalaufwand 854 770

Total 46 355 46 617

Mitarbeiterbestand Durchschnitt (Vollzeitstellen) 449 455

Mitarbeiterbestand am 31. Dezember 461 444

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr mit TCHF 46 355 (TCHF 46 617) in

etwa konstant geblieben. Da das Liefervolumen leicht angestiegen war, mussten im

Bereich Weben temporäre Arbeitskräfte eingesetzt werden. Im Vorjahr konnten

zudem Kurzarbeitsentschädigungen und die Auflösung von Pensionsverbindlichkeiten

verbucht werden, die im Berichtsjahr entfielen. Der durchschnittliche Personalbestand

hat im Laufe des Jahres 2011 von 455 auf 449 Stellen abgenommen.


67

23 Übriger Betriebsaufwand

CHF 1000 2011 2010

Debitorenverluste, Veränderung Delkredere – 27 368

Unterhaltskosten 1 367 1 289

Miete, Leasing 4 353 4 605

Verkauf und Marketing 2 718 3 242

Administration und Beratung 1 254 1 862

Versicherungen, Abgaben, Kapitalsteuern 457 468

Informatik 943 953

Übrige 1 555 2 445

Total 12 620 15 232

Der übrige Betriebsaufwand von TCHF 12 620 fiel im Vergleich zum Vorjahr

(TCHF 15 232) tiefer aus.

Die Auflösung des Delkredere resultiert aus einer Umgliederung in die Rückstellungen,

da es sich um noch nicht fakturierte Projektschlussrechnungen handelt, die

korrekterweise als Rückstellung zu klassieren sind.

Die für das Segment Schweissen wichtigsten und grössten Messen finden nur alle

zwei Jahre statt. Der Aufwand für Marketing und Verkauf hat sich deshalb gegenüber

dem Vorjahr reduziert.

Im Bereich Administration und Beratung wurden weniger Projekte initiiert und

weitere Kosteneinsparungen realisiert, womit der Aufwand auf TCHF 1254 (Vorjahr:

CHF 1862) gesenkt werden konnte.

Die Position «Übrige» beinhaltet hauptsächlich Kosten für Betriebsmittel wie Strom,

Gas und Wasser sowie Infrastrukturkosten wie Wachdienste, Reinigung usw. Diese

konnten im Berichtsjahr ebenfalls substanziell auf TCHF 1986 (Vorjahr: TCHF 2445)

reduziert werden.

24 Forschungs- und Entwicklungsaufwand

Dem laufenden Ergebnis wurde ein Forschungs- und Entwicklungsaufwand von

TCHF 8917 (Vorjahr: TCHF 5839) belastet. Davon entfallen TCHF 685 auf ordentliche

Amortisationen und TCHF 2200 auf die Wertberichtigung aktivierter Entwicklungsleistungen

(Vorjahr: keine).

Weiter wurden im Berichtsjahr Entwicklungsleistungen in der Höhe von TCHF 2751

aktiviert (Vorjahr: TCHF 3318). Siehe dazu auch «Immaterielle Anlagen», Seite 56.


68 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

25 Finanzergebnis

CHF 1000 2011 2010

Zinsertrag 22 17

Gewinn aus Verkauf Finanzanlagen 0 142

Realisierte Gewinne aus Währungsabsicherungsgeschäften 1 509 0

Nicht realisierte Gewinne aus Währungsabsicherungsgeschäften 0 362

Realisierte Währungsgewinne 850 1 512

Übrige 5 42

Finanzertrag 2 386 2 075

CHF 1000 2011 2010

Zinsaufwand 344 273

Realisierte Verluste aus Währungsabsicherungsgeschäften 0 0

Nicht realisierte Verluste aus Währungsabsicherungsgeschäften 45 0

Realisierte Währungsverluste 1 549 939

Übrige 203 217

Finanzaufwand 2 141 1 429

Der Zinsertrag enthält Zinserträge auf Bankkonten und Festgeldanlagen. Der Zinsaufwand

resultiert aus bezogenen Festvorschüssen und dem Investitionskredit. Die Währungsgewinne

und -verluste entstanden aus Absicherungsgeschäften von Transaktionen in den

Fremdwährungen EUR und USD sowie aus Umbewertungen auf Bilanzpositionen

aufgrund der Volatilität der Fremdwährungen. Die Währungsgewinne betragen TCHF 4523

(Vorjahr: 1874), die Währungsverluste TCHF 3712 (Vorjahr: 939). Der übrige Finanzaufwand

enthält Bankspesen, Gebühren, Bankgarantiekosten usw., die nicht einem bestimmten

Kundenprojekt zugeordnet werden können.

26 Ertragssteuern

CHF 1000 2011 2010

Laufende Ertragssteuern

Laufendes Jahr 718 373

Anpassungen für Vorjahre 0 – 18

Total laufende Ertragssteuern 718 355

Latente Steuern

Aus Veränderung temporärer Differenzen 119 316

Aus Veränderung Steuersatz – 15 0

Aus Auflösung von latenten Steuern

durch Nutzung von Verlustvorträgen 0 20

Aus Aktivierung von latenten Steuern

auf Verlustvorträgen aus dem laufenden Jahr – 1 498 – 33

Aus Wertberichtigung von aktivierten Verlustvorträgen 871 157

Übrige – 15 26

Total latente Steuern – 538 486

Total Ertragssteueraufwand 180 841

Dem sonstigen Ergebnis wurden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr laufende

oder latente Steuern belastet.

Bei der Schlatter Industries AG in Schlieren wurden latente Steuern aus Verlustvorträgen

von TCHF 627 aktiviert.


69

Überleitung vom erwarteten zum effektiven Steueraufwand

CHF 1000 2011 2010

Konzernergebnis vor Steuern – 10 697 1 077

Durchschnittlicher anwendbarer Steuersatz 26,5 % 47,6 %

Erwarteter Steueraufwand – 2 830 513

Veränderung Steuersatz – 15 34

Steueraufwand/-ertrag aus Vorperioden – – 18

Steuerlich nicht anerkannter Aufwand 39 172

Nicht steuerbarer Ertrag – 63 – 1 170

Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge – 18 – 3

Wertberichtigung von latenten Steuern auf Verlustvorträgen 871 157

Nicht aktivierte Verlustvorträge des laufenden Jahres 2 206 1 212

Übrige – 10 – 56

Total effektiver Steueraufwand 180 841

Der anwendbare Steuersatz wurde als gewichteter Durchschnitt der Sätze der einzelnen

Gruppengesellschaften bestimmt. Er hat sich auf 26,5 % reduziert (Vorjahr: 47,6 %). Die

Reduktion kommt durch den überproportionalen Verlustanteil der Schlatter Holding AG

zustande, die mit 7,83 % einen geringen Steuersatz ausweist. Der durchschnittlich

anwendbare Steuersatz bleibt verhältnismässig hoch, da die Gesellschaft in Deutschland

einen Gewinn ausweist.

Die Abnahme des effektiven Steueraufwands von TCHF 841 auf TCHF 180 ist primär auf

die zusätzliche Aktivierung von Verlustvorträgen zurückzuführen.

27 Ergebnis je Aktie

CHF 1000 2011 2010

Den Aktionären der Schlatter Holding AG zuzurechnendes

Konzernergebnis (in CHF 1000) – 10 877 236

Anzahl ausgegebene Namenaktien zu nominal CHF 60 per 31.12. 426 250 292 917

Anzahl ausgegebene Aktien, gewichtet 298 473 292 917

Durchschnittliche Anzahl Namenaktien im Eigenbesitz – 395 – 1 131

Total durchschnittliche Anzahl dividendenberechtigte Namenaktien 298 078 291 786

Unverwässertes Ergebnis je Namenaktie (in CHF) – 36.88 0.81

Da weder Wandel- noch Optionsrechte oder andere potenzielle Aktien ausstehend sind,

ergibt sich keine Verwässerung des Gewinns je Aktie.


70 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

28 Aktienbeteiligungsprogramm

Es besteht ein Aktienbeteiligungsprogramm, an dem die Mitglieder der Geschäftsleitung

und des Verwaltungsrats partizipieren können. Der Verwaltungsrat der Schlatter

Holding AG bezeichnet jährlich die Planteilnehmer und die Anzahl der zugeteilten

Aktien. Die Planteilnehmer erhalten vom Arbeitgeber ein Angebot zum Erwerb von

Aktien der Konzernmuttergesellschaft, der Schlatter Holding AG, Schlieren (CH). Die

Annahme des Angebots ist freiwillig und an keine weiteren Bedingungen geknüpft.

Das Angebot unterliegt den Bedingungen, wie sie im Angebotsschreiben, im

Aktienbeteiligungsplan, im Reglement betreffend Administration des Aktienbeteiligungsplans

und in der Vereinbarung mit der Credit Suisse enthalten sind. Die

Credit Suisse, Zürich (CH), wurde mit der Verwaltung des Plans beauftragt.

Der Preis pro Aktie für die Mitglieder des Verwaltungsrats entspricht 75 %

des Durchschnitts der Börsenschlusskurse während der Periode 1.1. bis 31.3.

des Angebotsjahrs. Sämtliche Aktien sind für drei Jahre gesperrt.

Der Preis pro Aktie für die Mitglieder der Gruppenleitung entspricht 50 % des

Durchschnitts der Börsenschlusskurse während der Periode 1.1. bis 31.3. des Angebotsjahrs.

Die Aktien sind zu einem Drittel frei verfügbar. Zwei Drittel der Aktien

sind für drei Jahre gesperrt.

Die für das Aktienbeteiligungsprogramm der Schlatter Gruppe benötigten Aktien

werden von der Schlatter Holding AG an der SIX Swiss Exchange zu Handelskursen

beschafft. Das Programm hat im Geschäftsjahr 2011 zu zusätzlichen Personalaufwendungen

von TCHF 337 geführt. 1463 Aktien wurden erworben und an das

Management vergünstigt abgegeben. Zusätzlich wurden dem Management für den

direkten Erwerb von weiteren 570 Aktien entsprechende Vergütungen geleistet

(Vorjahr: TCHF 231 aus 2334 Aktien). Der Personalaufwand entspricht der Differenz

zwischen dem Abgabepreis der Aktien und dem Buchwert der eigenen Aktien.

Aufgrund der Kapitalerhöhung im Dezember 2011 wurde das Aktienbeteiligungsprogramm

2012 in leicht veränderter Form vorgezogen. Der Erwerb der Aktien mittels

Ausübung der Bezugsrechte aus den bereits im Beteiligungsplan gehaltenen Aktien

wurde im Umfang des üblichen Discounts entschädigt. Dies führte zu zusätzlichen

Personalaufwendungen von TCHF 326.


71

29 Risikomanagement

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung für das Risikomanagement und

legt die Ziele fest. Neben strategischen, betrieblichen und Compliance-Zielsetzungen

beinhaltet dies auch die finanzielle Berichterstattung. Der Verwaltungsrat hat einen

Ausschuss – ein Risk and Audit Committee, bestehend aus zwei Mitgliedern – eingesetzt,

der für die Entwicklung und Überwachung der Grundsätze für das Risikomanagement

verantwortlich ist. Das Committee hat keine Entscheidungsbefugnisse und

berichtet regelmässig an den Verwaltungsrat. Die dem Verwaltungsrat gemäss

Organisationsreglement und Gesetz zugewiesenen Pflichten und Kompetenzen

verbleiben beim Verwaltungsrat als Gesamtgremium.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die

Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu analysieren und

angemessene Limiten zu definieren. Es sollen Kontrollen etabliert sowie die Risiken

und die Einhaltung der Limiten überwacht werden. Die Grundsätze des Risikomanagements

und die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um

Veränderungen in den Marktbedingungen und in den Tätigkeiten der Gruppe zu

berücksichtigen. Es ist das Ziel, durch die bestehenden Ausbildungs- und Führungsrichtlinien

und -prozesse ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld

zu entwickeln, das einen disziplinierten und bewussten Umgang mit den Risiken

gewährleistet.

Das Risk and Audit Committee beaufsichtigt das Management bei der Überwachung

der Einhaltung der Grundsätze und Prozesse. Deren Angemessenheit im Hinblick

auf die Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, wird ständig überprüft. Das Risk

and Audit Committee wird dabei vom Management der Gesellschaft unterstützt, das

stufengerecht die Einhaltung der Prozesse und Risiken überwacht.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen

Risiken, über die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung

und Absicherung der Risiken sowie über das Kapitalmanagement der Gruppe.

Weitere Informationen zu finanziellen Risiken sind auch in den übrigen Erläuterungen

des Anhangs enthalten.

Finanzielles Risiko

Die Schlatter Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen

Risiken ausgesetzt, die vorwiegend das Ausfallrisiko, das Marktrisiko (Währungsund

Zinsrisiko) und das Liquiditätsrisiko betreffen.

Ein zentrales Management auf Holdingstufe hat zum Ziel, diese Risiken zu überwachen

und mittels geeigneter Finanzinstrumente abzusichern.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko ist das Risiko, finanzielle Verluste zu erleiden, wenn ein Kunde oder

eine Gegenpartei eines Finanzinstruments den vertraglichen Verpflichtungen nicht

nachkommt. Das Ausfallrisiko bei Schlatter entsteht hauptsächlich aus Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen und auf flüssigen Mitteln.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Schlatter Gruppe weist keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken auf.

Die Gefahr von Klumpenrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist

durch die grosse Anzahl und die breite geografische Streuung der Kundenguthaben

beschränkt. Das Ausmass des Ausfallrisikos wird hauptsächlich durch die individuellen

Charakteristiken jedes einzelnen Kunden bestimmt. Die Risikobeurteilung

beinhaltet eine Beurteilung der Kreditwürdigkeit unter Berücksichtigung der finanzi-


72 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

ellen Verhältnisse des Kunden, der Erfahrungen aus der Vergangenheit sowie

weiterer Faktoren. Im Rahmen der Überwachung der Ausfallrisiken werden Kunden

aufgrund der relevanten Faktoren gruppiert. Dazu gehören die geografische Herkunft

(es existiert eine Kreditpolitik pro Land, die zusätzlich zu den individuellen Kundenverhältnissen

auch die lokalen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen

umfasst), die Branche sowie etwaige frühere finanzielle Schwierigkeiten. Verkäufe

und Dienstleistungen werden nur an Kunden erbracht, die über eine entsprechend

nachgewiesene Kreditwürdigkeit verfügen.

Instrumente der Exportfinanzierung zur Sicherung der Kundenguthaben aufgrund

des globalen Kundenkreises werden konsequent eingesetzt. Zahlungen von Kundenprojekten

werden mit angemessenen Anzahlungs- und Fortschrittszahlungen vor

Lieferung gesichert. Bei Lieferungen werden die Zahlungen üblicherweise durch

Akkreditive, Bankgarantien oder Vorauszahlungen sichergestellt. Wenn notwendig

kommen auch andere Instrumente wie z.B. Kreditversicherungen oder Eigentumsvorbehalte

zum Einsatz. In gewissen Fällen verbleibt eine Restzahlung, die an Abnahmebedingungen

der Anlagenprojekte geknüpft ist. Die Finanzierungsvereinbarungen

mit Kunden für Maschinen- und Anlagenprojekte werden von der Finanzabteilung

geprüft und bewilligt. Abweichungen von den allgemein gültigen Regeln werden

vom CFO und von der Geschäftsleitung bewilligt.

Für jeden Kunden wird eine Kreditlimite definiert. Die Limiten werden regelmässig

überprüft. Kunden, die die geforderte Kreditwürdigkeit nicht erfüllen, werden nur

gegen Vorauszahlung beliefert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

erfolgt eine laufende Überwachung. In regelmässigem Rhythmus finden Besprechungen

statt, an denen die Massnahmen zur Eintreibung der fälligen Ausstände definiert

werden. Mittels eines monatlichen Reportings wird sichergestellt, dass keine

Zahlungsfälligkeiten übersehen werden.

Flüssige Mittel

Schlatter investiert ihre liquiden Mittel weltweit als Einlagen bei bedeutenden

schweizerischen und deutschen Banken. Gemäss der Anlagepolitik von Schlatter

werden diese Geschäfte nur mit bedeutenden, kreditwürdigen kommerziellen

Instituten abgewickelt. Die Anlagen haben im Allgemeinen eine Laufzeit von weniger

als drei Monaten.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit denselben

bedeutenden Finanzinstituten abgeschlossen. Gegenüber keinem dieser Unternehmen

hat Schlatter wesentliche offene Positionen.

Das maximale Ausfallrisiko auf Finanzinstrumenten entspricht den Buchwerten der

einzelnen finanziellen Aktiven. Es bestehen keine Garantien und keine ähnlichen

Verpflichtungen, die zu einer Erhöhung des Risikos über die Buchwerte hinaus führen

könnten. Das maximale Ausfallrisiko per Bilanzstichtag war wie folgt:

CHF 1000 2011 2010

Flüssige Mittel 20 414 11 155

Kurzfristige Finanzanlagen 56 609

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 948 4 981

Übrige Forderungen 1 37 15

Langfristige Finanzanlagen 1 1

Devisenterminkontrakte 0 416

Total 25 456 17 177

1 Ohne Forderungen/Verbindlichkeiten aus Mehrwertsteuern, Verrechnungssteuern und Forderungen

gegenüber Sozialversicherungen im Betrag von TCHF 2303 (Vorjahr: TCHF 3248).


73

Marktrisiko

Das Marktrisiko besteht darin, dass Veränderungen in Marktpreisen wie Wechselkursen,

Zinssätzen und Börsenkursen eine Auswirkung auf den Gewinn und den

Marktwert der durch Schlatter gehaltenen Finanzinstrumente haben könnten.

Ziel des Managements von Marktrisiken ist die Überwachung und Kontrolle

solcher Risiken, um sicherzustellen, dass diese einen bestimmten Umfang nicht

überschreiten.

Währungsrisiko

Die Schlatter Gruppe ist aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung Fremdwährungsrisiken

ausgesetzt. Diese Finanzrisiken treten bei Transaktionen auf, die in von der

Funktionalwährung der betroffenen Gesellschaft unterschiedlichen Währungen

stattfinden, insbesondere bei Wareneinkäufen und Warenverkäufen. Solche Transaktionen

werden hauptsächlich in CHF, EUR und USD abgewickelt. Der Konzern ist

hauptsächlich von Kursbewegungen gegenüber dem EUR, dem USD und dem GBP

betroffen.

Die Schlatter Gruppe konzentriert das Währungsrisiko in der Schweizer Produktionsund

Vertriebsgesellschaft Schlatter Industries AG. Die ausländischen Vertriebsgesellschaften

beziehen sämtliche Waren von der Produktionsgesellschaft in der Schweiz in

Lokalwährung und fakturieren ihre Verkäufe an Dritte in Lokalwährung. Nebst der

Schweizer Produktionsgesellschaft besteht nur noch ein Produktionsstandort in

Deutschland, der aber alle Einkäufe und Verkäufe in EUR tätigt und daher keinem

Wechselkursrisiko ausgesetzt ist. Wechselkursrisiken fallen ausschliesslich am

Hauptsitz in der Schweiz an. Nur dort werden Wechselkursrisiken aus Verkäufen mit

Devisentermingeschäften abgesichert. Für jede Währung wird das Net Exposure

ermittelt und abgesichert. Basis zur Ermittlung des Net Exposure bildet der Auftragsbestand.

Die Beschaffung erfolgt ausschliesslich in CHF und EUR.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten, bei

denen die Währung von der Funktionalwährung der Gruppengesellschaft, die diese

Finanzinstrumente hält, abweicht:

CHF 1000 EUR USD

2011

GBP EUR USD

2010

GBP

Flüssige Mittel 2 508 833 46 4 060 875 8

Kurzfristige Finanzanlagen 0 0 0 355 61 0

Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen 2 059 34 59 2 000 0 104

Übrige Forderungen 1 0 0 0 0 0 0

Aktive Rechnungsabgrenzungen 0 0 0 0 0 0

Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen – 3 323 – 103 13 – 1 750 – 103 0

Übrige Verbindlichkeiten 1 0 0 0 0 0 0

Passive Abgrenzungen 1 0 0 0 340 0 0

Subtotal 1 244 764 118 5 005 833 112

Devisenterminkontrakte – 2 730 – 2 802 0 – 6 984 – 653 0

Total Währungsexposure – 1 486 – 2 038 118 – 1 979 180 112

1 Ohne Forderungen/Verbindlichkeiten aus Mehrwertsteuern, Verrechnungssteuern und Forderungen

gegenüber Sozialversicherungen


74 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Die realistischerweise denkbaren Kursveränderungen bei den nachfolgenden

Währungen hätten die in der Tabelle aufgeführten Effekte auf die Erfolgsrechnung

gehabt. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere

die Zinssätze, unverändert blieben. Die Analyse für das Geschäftsjahr 2010 wurde

aufgrund derselben Annahmen durchgeführt.

31.12.2011

31.12.2010

Effekt in CHF 1000

Gewinn/Verlust

Gewinn/Verlust

CHF gegen EUR + 10 % 749 -83

CHF gegen USD + 10 % – 52 – 29

CHF gegen GBP + 10 % – 15 – 12

CHF gegen BRL + 10 % – 8 0

CHF gegen MYR + 10 % 0 – 10

USD gegen EUR + 10 % – 7 – 7

BRL gegen EUR + 10 % – 5 0

BRL gegen USD + 10 % – 25 0

MYR gegen EUR + 10 % – 16 0

Eine gegenteilige Kursveränderung hätte denselben, aber umgekehrten Effekt

gehabt, dies wiederum unter der Annahme, dass die übrigen Einflussfaktoren

unverändert blieben.

Das Potenzial des Euros widerspiegelt eine nicht dem üblichen Risiko entsprechende

Situation am Bilanzstichtag, da das Euro-Kontokorrent-Konto wegen einer Devisenabsicherung

für kurze Zeit einen hohen Negativsaldo aufwies. Die Schlatter Gruppe

verfügt üblicherweise über ein substanzielles Net-Exposure des CHF gegenüber dem

Euro. Im Berichtsjahr wurden auch Devisenterminkontrakte in USD abgeschlossen.

Die verwendeten Finanzinstrumente dienten ausschliesslich der Absicherung von

Währungsrisiken. Umsätze in Fremdwährung (Net Exposure) werden durch Devisentermingeschäfte

bis Ende der Projektlaufzeit, die in der Regel bis zu zwölf Monate

dauern können, abgesichert, um den Effekt der Wechselkursschwankungen möglichst

zu verhindern. Abgesichert werden nur vertraglich zugesicherte und auf ein bestimmtes

Datum fixierte Zahlungen; siehe hierzu die Erläuterungen zu Beginn dieses

Kapitels.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kontraktwerte sowie die Marktwerte der per

Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte:

CHF 1000 31.12.2011 31.12.2010

Total Devisenterminkontrakte in USD 2 802 653

Total Wiederbeschaffungswerte, positiv 0 61

Total Wiederbeschaffungswerte, negativ 99 0

CHF 1000 31.12.2011 31.12.2010

Total Devisenterminkontrakte in EUR 2 730 6 984

Total Wiederbeschaffungswerte, positiv 53 355

Total Wiederbeschaffungswerte, negativ 0 0


75

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in ein zinsbedingtes Cash-Flow-Risiko, d.h. das Risiko,

dass sich die zukünftigen Zinszahlungen aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes

ändern, sowie ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwerts, d.h.

das Risiko, dass sich der Marktwert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen

des Marktzinssatzes verändert.

Die Gruppe ist beschränkten Zinsrisiken ausgesetzt. Die von der Gruppe gehaltenen

verzinslichen Finanzanlagen betreffen ausschliesslich flüssige Mittel und kurzfristige

Finanzanlagen.

Flüssige Mittel und Finanzanlagen

Bei den liquiden Mitteln erfolgen Zinsanpassungen kurzfristig, maximal nach

drei Monaten. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Fonds der brasilianischen

Tochtergesellschaft. Der Betrag ist nicht wesentlich.

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Das Zinsänderungsrisiko der Finanzverbindlichkeiten wird bewirtschaftet durch das

Verhältnis von fest zu variabel verzinslichen Schulden und durch ein ausgewogenes

Verhältnis zwischen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das operative

Geschäft wird durch kurzfristige Kreditlimiten mit variabler Verzinsung gesichert.

Langfristige Kredite werden für selektive Investitionen beschafft. Dabei wird bei

langfristigen Laufzeiten auf ein ausgewogenes Verhältnis von festverzinslichen

Krediten und Krediten mit variabler Verzinsung geachtet. Mit in die Betrachtung

einbezogen wird die damit einhergehende Flexibilität der Amortisationszeitpunkte.

Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Finanzinstrumente

Die Schlatter Gruppe hält einen mit 4,3 % festverzinslichen Bankkredit von CHF 1,5

Mio. (Vorjahr: CHF 2,0 Mio.). Dieser Kredit hat eine Restlaufzeit von 1 Jahr und

5 Monaten. Das Darlehen wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eine

Veränderung der Marktzinssätze hätte keinen Einfluss auf das Konzernergebnis.

Sensitivitätsanalyse für variabel verzinsliche Finanzschulden

Schlatter ist derzeit lediglich bei den flüssigen Mitteln sowie bei den Finanzverbindlichkeiten

dem zinsbedingten Cash-Flow-Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des

Zinssatzes um 100 Basispunkte auf den Finanzverbindlichkeiten hätte das Konzernergebnis

unwesentlich reduziert. Eine gleich hohe Reduktion des Zinssatzes hätte eine

gleich hohe, unwesentliche Auswirkung in umgekehrter Richtung gehabt. Diese

Analyse geht davon aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit

nicht nachkommen zu können. Die Schlatter Gruppe bewirtschaftet und plant die

Liquidität aktiv, um sicherzustellen, dass in allen Situationen immer genügend

finanzielle Mittel vorhanden sind, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Es werden Geldbedarfspläne für das operative Geschäft, für Steuerzahlungen

und Investitionen sowie für die Finanzierung erstellt. Dem Mittelzufluss aus dem

operativen Geschäft werden realistische Annahmen unterlegt. Daraus resultierende

Liquiditätspläne sowie Erfahrungswerte aus der Vergangenheit unterstützen die

Planung und Überwachung. Es ist die Politik und das Ziel, Lieferanten, Kreditgeber

und andere Geschäftspartner innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bzw. Amortisationsperioden

zu bezahlen. Die operativen Liquiditätsreserven werden bewusst

hoch gehalten, da die verfügbare Liquidität bedingt durch die Zyklizität des Geldeingangs

im Anlagen- und Maschinenbau volatil ist.

Zusätzlich zu den flüssigen Mitteln verfügt die Gruppe über CHF 25,0 Mio. Bankenlimiten

zur Unterstützung des operativen Geschäfts, wovon CHF 15,0 Mio. für


76 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Geldkredite benutzt werden können. Die Sicherung der Kredite auf 3 Jahre ist an die

Bedingung geknüpft, dass bis 30.6.2012 eine weitere kreditgebende Bank Schlatter

eine Geldlimite zur Verfügung stellt, ansonsten müssten die Kredite neu geordnet

werden. Es existiert eine Investitionskreditlimite von CHF 1,5 Mio., welche die

Benutzung der operativen Geldlimite entsprechend reduziert. Bei Amortisation des

Investitionskredits erhöht sich die Geldlimite um den entsprechenden Betrag.

Detaillierte Erklärungen zu den Kreditverträgen siehe Erläuterung 14, Seite 60.

CHF 1000

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten (inklusive Zinsen) der durch

Schlatter gehaltenen Finanzverbindlichkeiten.

Buchwert

Vertragliche

Cash Flows

Bis

6 Monate

6–12

Monate

1–5 Jahre

2011

> 5 Jahre

Nicht derivative Finanzverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 14 301 – 14 301 – 14 227 – 74 0 0

Kurzfristige Finanzschulden – 5 247 – 5 254 – 5 254 0 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten – 196 – 196 – 155 0 0 – 41

Passive Rechnungsabgrenzungen – 3 329 – 3 329 – 3 329 0 0 0

Langfristige Finanzschulden – 1 500 – 1 570 – 527 0 – 1 043 0

Derivative Finanzverbindlichkeiten

Devisenterminkontrakte – 45

Abfluss – 5 532 – 5 532 0 0 0

Zufluss 5 487 5 487 0 0 0

Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1 – 3 465 – 3 465 – 3 127 – 20 – 319 0

Total – 28 083 – 28 160 – 26 664 – 94 – 1 362 – 41

1 Diese enthalten hauptsächlich Verbindlichkeiten für Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuern, Ertragsabgrenzungen

und Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen. Diese Positionen stellen keine

Finanzverbindlichkeiten im Sinne von IFRS 7 dar.

Nebst den bilanzierten Verpflichtungen bestehen Eventualverbindlichkeiten, die in

Erläuterung 33 auf Seite 79 aufgeführt sind.

CHF 1000

Buchwert

Vertragliche

Cash Flows

Bis

6 Monate

6–12

Monate

1–5 Jahre

2010

> 5 Jahre

Nicht derivative Finanzverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 10 883 – 10 883 – 10 792 – 91 0 0

Kurzfristige Finanzschulden – 3 908 – 4 016 – 3 908 – 108 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten – 219 – 219 – 179 – 40 0 0

Passive Rechnungsabgrenzungen – 3 105 – 3 105 – 3 105 0 0 0

Langfristige Finanzschulden – 1 500 – 1 626 0 0 – 1 626 0

Derivative Finanzverbindlichkeiten

Devisenterminkontrakte 416

Abfluss – 8 053 – 8 053 0 0 0

Zufluss 8 469 8 469 0 0 0

Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1 – 3 963 – 3 963 – 3 594 – 57 – 312 0

Total – 23 162 – 23 396 – 21 162 – 296 – 1 938 0

1 Diese enthalten hauptsächlich Verbindlichkeiten für Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuern, Ertragsabgrenzungen

und Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen. Diese Positionen stellen keine

Finanzverbindlichkeiten im Sinne von IFRS 7 dar.


77

Kategorien von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Finanzinstrumente pro Kategorie.

CHF 1000 2011 2010

Barbestände (ohne Festgelder) 166 197

Flüssige Mittel (Festgelder, Bankkontokorrente) 20 414 11 155

Kurzfristige Finanzanlagen 10 425

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 948 4 981

Langfristige Finanzanlagen 1 1

Übrige Forderungen 1 37 15

Darlehen und Forderungen 25 410 16 577

Kurzfristige Finanzanlagen 46 184

Zum Verkauf verfügbare Finanzanlagen 46 184

Sonstige Forderungen (Devisenterminkontrakte) – 45 416

Finanzanlagen erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet (aktiv) – 45 416

Finanzverbindlichkeiten 6 747 5 408

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14 301 10 883

Übrige Verbindlichkeiten 2 196 219

Passive Rechnungsabgrenzung 3 3 284 3 105

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 24 528 19 615

1 In der Bilanzposition «Übrige Forderungen» sind Positionen von TCHF 2303 (Vorjahr: TCHF 3248)

enthalten, die nicht im Anwendungsbereich von IAS 39 liegen und somit in dieser Tabelle nicht

enthalten sind.

2 In der Bilanzposition «Übrige Verbindlichkeiten» sind Positionen von TCHF 2076 (Vorjahr: TCHF 1649)

enthalten, die nicht im Anwendungsbereich von IAS 39 liegen und somit in dieser Tabelle nicht

enthalten sind.

3 In der Bilanzposition «Passive Abgrenzungen» sind Positionen von TCHF 1389 (Vorjahr: TCHF 2314)

enthalten, die nicht Anwendungsbereich von IAS 39 liegen und somit in dieser Tabelle nicht

enthalten sind.

Verkehrswerte (Fair Values)

Die Bilanzwerte der flüssigen Mittel, der Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen, der übrigen kurzfristigen Forderungen und des kurzfristigen Fremdkapitals

entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit annähernd den Fair Values.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird anhand der Terminkurse zum

Bilanzstichtag ermittelt.

Die Marktwerte der als zur Veräusserung verfügbar klassierten Finanzanlagen

entsprechen den Börsenkursen per Bilanzstichtag (Bid-Kurs). Die zum Verkehrswert

bewerteten Finanzinstrumente betreffen nur die Devisenterminkontrakte und die

zum Verkauf verfügbaren Finanzanlagen. Beide Posten werden in der Fair-Value-Hierarchie

im Sinne von IFRS 7 der Stufe 2 zugeordnet. Die Bewertungen in Stufe 2

basieren auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um auf aktiven Märkten notierte

Preise handelt, die sich aber direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von

Preisen) beobachten lassen.

Kapitalmanagement

Grundsatz der Gesellschaft ist es, eine starke Kapitalbasis zu schaffen. Damit soll

gegenüber Mitarbeitenden, Investoren, Lieferanten, Kunden und allen weiteren

Geschäftspartnern Vertrauen für eine nachhaltig gesunde zukünftige Entwicklung

des Unternehmens geschaffen werden. Der Verwaltungsrat verfolgt die Entwicklung

der Eigenkapitalrendite aktiv. Als Eigenkapital wird hierbei das gesamte Kapital

abzüglich der Minderheitsanteile definiert.


78 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Der Verwaltungsrat ist bestrebt, die Balance zwischen höherer Eigenkapitalrendite,

was durch vermehrte Kreditaufnahme möglich wäre, und Sicherheit durch eine

gesunde Eigenkapitalbasis zu erhalten.

30 Leasing

Schlatter als Leasingnehmer

Operatives Leasing

Die nicht bilanzierten Leasingverpflichtungen (zukünftige Minimumleasingzahlungen)

belaufen sich auf:

CHF 1000 2011 2010

Fällig innerhalb 1 Jahrs 3 445 3 981

Fällig zwischen 2 und 5 Jahren 14 251 14 770

Fällig später als 5 Jahre 20 477 21 911

Total 38 173 40 662

Total operativer Leasingaufwand 3 572 3 725

Die grössten Positionen des operativen Leasingaufwands betreffen die Mietaufwendungen

für Büro-, Produktions- und Lagerräumlichkeiten in Schlieren (CH) und

Münster (D). Die Mietaufwendungen für die Büro-, Produktions- und Lagerräumlichkeiten

in Münster sind per 1.10.2008 durch die Sale-und-Leaseback-Transaktion

hinzugekommen. Mietaufwendungen für Fahrzeuge und eine Reihe weiterer kleinerer

Mietverträge sind ebenfalls in dieser Position enthalten.

Die Schlatter Industries AG hatte per 28.11.2006 die Liegenschaft in Schlieren an die

Winterthur Leben (heute AXA Leben) verkauft und gleichzeitig einen langfristigen

Mietvertrag (Sale and Leaseback) abgeschlossen. Der Mietvertrag deckte vorerst den

Zeitraum der Umbauphase ab (ca. 1,5 Jahre). Danach wurde eine Grundlaufzeit von

15 Jahren vereinbart, die sich ohne Kündigung durch eine der beiden Parteien um

5 Jahre verlängert. Die bestehende Restlaufzeit beträgt 12,5 Jahre. Es besteht keine

Rückkaufoption. Die Mieten sind teilweise an die Teuerung gebunden.

31 Transaktionen mit nahestehenden Personen

Zu den nahestehenden Personen und Gesellschaften gehören die Tochtergesellschaften

(vgl. Erläuterung 35, Seite 81), die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung,

bedeutende Aktionäre (vgl. Seite 91), die assoziierten Gesellschaften sowie die

Personalvorsorgepläne der Gruppe.

Die Bezüge von Verwaltungsrat und Gruppenleitung setzen sich wie folgt zusammen:

CHF 1000 2011 2010

Gehälter 2 900 2 550

Vorsorgeaufwand 349 303

Total 3 249 2 853


79

Eine detaillierte Offenlegung der Vergütungen, wie sie der seit 1.1.2007 gültige

Gesetzesartikel von OR 663b und c verlangt, befindet sich im Anhang der Holdingrechnung.

Die Umsätze mit assoziierten Gesellschaften betrugen TCHF 0 (Vorjahr: TCHF 0). Die

von assoziierten Gesellschaften bezogenen Leistungen betrugen TCHF 960 (Vorjahr:

TCHF 2). Per Bilanzstichtag bestanden Forderungen von TCHF 0 (Vorjahr: TCHF 0)

sowie Schulden von TCHF 0 (Vorjahr: TCHF 14).

Frank Schröter, Mitglied der Gruppenleitung und verantwortlich für das Segment

Weben, sowie Harro Schröter, Kaufmännischer Leiter von Schlatter Deutschland,

sind die einzigen Gesellschafter der MMI GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft besitzt

die gewerblichen Immobilien in Münster und Meppen, welche Schlatter Deutschland

GmbH & Co. KG gemietet hat. Die Immobilie in Münster ist mit einem 8-jährigen

Mietvertrag und einer jährlichen Miete von TEUR 377 gemietet. Der Mietvertrag

endet am 1.10.2016 und verfügt über eine zweimalige Option zur Verlängerung

des Mietverhältnisses um jeweils 5 Jahre zugunsten der Schlatter Deutschland

GmbH & Co. KG. Der Mietvertrag der Immobilie in Meppen kann unter Einhaltung

einer Frist von 3 Monaten zum jeweiligen Halbjahresende gekündigt werden. Die

jährliche Miete beträgt TEUR 117.

Die Beiträge an Personalvorsorgepläne beliefen sich auf TCHF 1790 (Vorjahr:

TCHF 1851).

32 Verpfändete oder abgetretene Aktiven

Per 31.12.2011 bestanden keine Verpfändungen oder abgetretenen

(belasteten) Aktiven.

33 Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen Gewährleistungs- und Erfüllungsgarantien im Umfang von TCHF 1080

(Vorjahr: TCHF 2185) bezüglich Lieferterminen und Leistungen der Anlagen, die bei

Nichterfüllung durch die Schlatter Industries AG zu einer Entschädigung verpflichten

können.

Der Gesamtwert der unterzeichneten Rückkaufvereinbarungen für Anlagen beläuft sich

auf CHF 2,2 Mio. (Vorjahr: CHF 3,5 Mio.). Rückkaufvereinbarungen werden nur für

leicht wiederverkäufliche Anlagen unterzeichnet. Die Preise sind so angesetzt, dass ein

Wiederverkauf verlustfrei möglich sein sollte.

Die Mietkautionen belaufen sich auf TCHF 1276 (Vorjahr: TCHF 1281).


80 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

34 Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Die Rechnungslegung erfordert Einschätzungen und das Treffen von Annahmen, die

die Konzernrechnung von Schlatter insbesondere in den nachstehend beschriebenen

Bereichen massgeblich beeinflussen können, sollten die tatsächlichen Ergebnisse

von den Schätzungen und Annahmen des Managements abweichen.

Ertragssteuern

Per 31.12.2011 betrugen die Nettoaktiven aus latenten Steuern TCHF 3075 (Vorjahr:

TCHF 2540) und die Nettoverbindlichkeiten für latente Steuern TCHF 140 (Vorjahr:

TCHF 133). Für die Bestimmung der Guthaben und Verbindlichkeiten aus laufenden

und latenten Steuern müssen weitreichende Einschätzungen vorgenommen werden.

Die Bemessung der laufenden Steuerverbindlichkeiten unterliegt einer Auslegung

der Steuergesetze in den entsprechenden Ländern. Die Angemessenheit dieser

Bemessung wird im Rahmen der endgültigen Einschätzung oder bei Betriebsprüfungen

durch die Steuerbehörden beurteilt. Daraus können sich Anpassungen an den

Steueraufwand ergeben.

Im Weiteren bedingt die Beurteilung der Werthaltigkeit von latenten Steueraktiven

auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen und auf abzugsfähigen temporären

Differenzen eine kritische Einschätzung der wahrscheinlichen Verrechenbarkeit mit

künftigen Gewinnen, die von vielfältigen Einflüssen und Entwicklungen abhängen.

Personalvorsorgeverbindlichkeiten

Die Mitarbeitenden in der Schweiz und in Deutschland sind durch Personalvorsorgepläne,

die als Leistungsprimat einzustufen sind, versichert. Die Berechnungen der

bilanzierten Verbindlichkeiten aus diesen Vorsorgeplänen basieren auf statistischen

und versicherungsmathematischen Berechnungen der Aktuare. Dabei ist insbesondere

der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen von Annahmen wie Diskontierungssatz,

der zur Berechnung des Barwerts der zukünftigen Rentenverpflichtungen

verwendet wird, zukünftigen Gehaltssteigerungen und Erhöhungen der

sonstigen Leistungen an die Arbeitnehmer abhängig. Zusätzlich verwenden die vom

Konzern unabhängigen Aktuare für ihre Annahmen statistische Daten wie Austrittswahrscheinlichkeit

und Lebenserwartung der Versicherten. Die Annahmen der

Aktuare können wegen Änderungen der Marktbedingungen und des wirtschaftlichen

Umfelds, höherer oder niedrigerer Austrittsraten, längerer oder kürzerer Lebensdauer

der Versicherten sowie wegen anderer geschätzter Faktoren von den tatsächlichen

Ergebnissen abweichen. Diese Abweichungen können einen Einfluss auf die in

zukünftigen Berichtsperioden bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen

haben. Der Buchwert der bilanzierten Vorsorgeverpflichtungen

geht aus Erläuterung 17, Seite 61 hervor.

Rückstellungen

Garantierückstellungen und Rückstellungen für Projektrisiken sind auf Erfahrungswerte

und/oder auf eine qualifizierte Einschätzung des Sachverhalts abgestützt.

Fertigungsaufträge

Schlatter wies per 31.12.2011 Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen von

TCHF 16 662 (Vorjahr: TCHF 13 782), Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen

von TCHF 12 781 (Vorjahr: TCHF 12 112) und Rückstellungen für Projektrisiken von

TCHF 1121 (Vorjahr: TCHF 550) aus. Die von Schlatter abgewickelten Aufträge werden

gemäss IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Dies umfasst

die Erfassung von anteiligen Gewinnen auf Basis des Auftragsfortschritts bzw. die

sofortige Erfassung eines allfälligen Verlusts, sobald ein solcher erkennbar ist. Die

Budgets der einzelnen Aufträge bilden die Grundlage für die notwendigen Berechnungen.

Obwohl diese Budgets laufend überwacht und falls notwendig angepasst

werden, verbleiben erhebliche Unsicherheiten bzw. erfordern die notwendigen


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

81

Planrechnungen ein erhebliches Mass an Ermessenseinschätzungen seitens des

Managements. Per 31.12.2011 befanden sich rund fünf Projekte in Bearbeitung bzw.

im Auftragsbestand, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die qualifizierte

Einschätzung nicht der Realität entspricht. Diese Projekte vereinigen zusammen ein

Projektvolumen von CHF 13,8 Mio. (Vorjahr: CHF 10,5 Mio.). Bei einer Abweichung

von 5 % des Auftragswerts würde dies das Ergebnis um CHF 0,7 Mio. (Vorjahr:

CHF 0,5 Mio.) beeinflussen.

35 Konzerngesellschaften

Per 31.12.2011 hielt der Konzern folgende vollkonsolidierte Konzerngesellschaften:

Name

Sitz

Kapitalanteil

Stimmrechts-

% anteil

%

Haupt -

geschäft

Schlatter Industries AG CH-Schlieren 100 % 100 % P, F, V, S

Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG D-Münster 100 % 100 % P, F, V, S

Schlatter North America USA-Rockford 100 % 100 % V, S

Schlatter France S.a.r.l. F-Noisy-le-Grand 100 % 100 % V, S

Schlatter Ltd. UK-Harrogate 100 % 100 % V, S

Schlatter do Brasil Ind. e Com. BR-São Bernardo do Campo 100 % 100 % V, S

Schlatter South East Asia SDN. BHD. MY-Ipoh 100 % 100 % V, S

P = Produktion

F = Forschung & Entwicklung

V = Vertrieb

S = Service

Nebst den oben aufgeführten Konzerngesellschaften betreibt die Schlatter Industries

AG ein Repräsentationsbüro in Schanghai (CN). Das Repräsentationsbüro in Sesto San

Giovanni (I) wurde im Geschäftsjahr 2010 geschlossen.

36 Umrechnungskurse

2011

2010

CHF 1

Stichtagskurse

Durchschnittskurse

Stichtagskurse

Durchschnittskurse

1 EUR 1.22 1.23 1.25 1.38

1 USD 0.94 0.89 0.94 1.04

1 GBP 1.46 1.42 1.45 1.61

1 BRL 0.50 0.53 0.55 0.59

1 MYR 0.34 0.34 0.31 0.32

37 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Konzernrechnung wurde am 9.3.2012 durch den Verwaltungsrat zur Veröffentlichung

genehmigt. Sie unterliegt der Genehmigung durch die Generalversammlung

vom 9.5.2012.

Es sind keine Ereignisse zwischen dem 31.12.2011 und dem 9.3.2012 eingetreten,

die eine Anpassung der Buchwerte von Aktiven und Passiven des Konzerns zur Folge

gehabt hätten oder an dieser Stelle erwähnt werden müssten.


82 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Bericht der Revisionsstelle zur konsolidierten Jahresrechnung

An die Generalversammlung der Schlatter Holding AG, Schlieren

Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 33 bis 81 wiedergegebene konsolidierte

Jahresrechnung der Schlatter Holding AG, bestehend aus Gesamtergebnisrechnung,

Bilanz, Eigenkapitalnachweis, Geldflussrechnung und Anhang, für das am

31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Verantwortung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der konsolidierten Jahresrechnung in

Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und

den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die

Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems

mit Bezug auf die Aufstellung einer konsolidierten Jahresrechnung, die frei von

wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber

hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer

Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen

verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die

konsolidierte Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung

mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards

sowie den International Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards

haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende

Sicherheit gewinnen, ob die konsolidierte Jahresrechnung frei von wesentlichen

falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung

von Prüfungsnachweisen für die in der konsolidierten Jahresrechnung enthaltenen

Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im

pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken

wesentlicher falscher Angaben in der konsolidierten Jahresrechnung als Folge von

Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der

Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der konsolidierten

Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden

Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit

des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die

Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der

Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung

der konsolidierten Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die

von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage

für unser Prüfungsurteil bilden.


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

83

Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung für das am

31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung

mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem

schweizerischen Gesetz.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss

Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und

Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren

Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard

890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats

ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der konsolidierten

Jahresrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG AG

Herbert Bussmann

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Christoph Gasser

Zugelassener Revisionsexperte

Zürich, 9. März 2012


84 Geschäftsbericht 2011


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

85

Finanzielle Berichterstattung 2011

der Schlatter Holding AG

Erfolgsrechnung

Bilanz

Anhang der Jahresrechnung

Verwendung des Jahresergebnisses

Bericht der Revisionsstelle

86

87

88

95

96


86 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Erfolgsrechnung der Schlatter Holding AG

CHF 1000 2011 2010

Ertrag

Übrige Erträge 423 431

Finanzerträge 64 457

Gesamtertrag 487 888

Aufwand

Personalaufwand – 445 – 443

Sachaufwand – 259 – 301

Finanzaufwand – 27 954 – 1 792

Gesamtaufwand – 28 658 – 2 536

Ergebnis vor Steuern – 28 171 – 1 648

Ertragssteueraufwand – 175 – 565

Verlust nach Steuern – 28 346 – 2 213


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

87

Bilanz der Schlatter Holding AG

Aktiven

CHF 1000 31.12.2011 31.12.2010

Flüssige Mittel 29 58

Eigene Aktien 25 108

Übrige Forderungen Dritte 33 10

Übrige Forderungen Gruppengesellschaften 12 977 5 254

Umlaufvermögen 13 064 5 430

Beteiligungen 29 132 40 862

Finanzanlagen Gruppengesellschaften 0 4 917

Anlagevermögen 29 132 45 779

Total Aktiven 42 196 51 209

Passiven

CHF 1000 31.12.2011 31.12.2010

Übrige Verbindlichkeiten Dritte 182 49

Übrige Verbindlichkeiten Gruppengesellschaften 101 93

Passive Rechnungsabgrenzung 574 575

Kurzfristiges Fremdkapital 857 717

Finanzschulden 0 108

Langfristiges Fremdkapital 0 108

Fremdkapital 857 825

Aktienkapital 25 575 17 575

Gesetzliche Reserven 9 605 24 419

Gesetzliche Reserven aus Kapitaleinlagen 26 115 0

Reserve für eigene Aktien 25 108

Freie Reserven 1 963 1 880

Gewinnvortrag 6 402 8 615

Verlust nach Steuern – 28 346 – 2 213

Total Eigenkapital 41 339 50 384

Total Passiven 42 196 51 209


88 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Anhang der Jahresrechnung der Schlatter Holding AG

1 Eventualverpflichtungen

CHF 1000 2011 2010

Bürgschaften für Gruppengesellschaften 38 500 30 000

Die Bürgschaften für Gruppengesellschaften betreffen die Sicherstellung von Krediten

und Eventuallimiten für Tochtergesellschaften gegenüber Banken. Im Rahmen der

Erneuerung der Verträge im Berichtsjahr wurden die Limiten um gesamthaft

CHF 5,0 Mio. erhöht. Die Kredite und Eventuallimiten von gesamthaft CHF 35,0 Mio.

(Vorjahr: CHF 30,0 Mio.) sind ausreichend, um das operative Geschäft zu betreiben.

Detaillierte Angaben sind in Erläuterung 14 «Finanzschulden» der konsolidierten

Jahresrechnung auf Seite 60 aufgeführt.

2 Risikomanagement

Die laut schweizerischem Recht notwendigen detaillierten Anmerkungen zum

Risikomanagement sind in der konsolidierten Jahresrechnung der Schlatter

Gruppe auf den Seiten 71 bis 78 aufgeführt.

3 Verpfändungen und abgetretene Aktiven

Es bestehen keine verpfändeten und abgetretenen (belasteten) Aktiven.

4 Wesentliche, direkt und indirekt gehaltene Beteiligungen

Nominalkapital

in 1000

Beteiligung

in %

Schlatter Industries AG CH-Schlieren CHF 10 000 100 %

Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG D-Münster EUR 3 579 100 %

Schlatter France S.a.r.l. F-Noisy-le-Grand EUR 23 100 %

Schlatter Ltd. GB-Harrogate GBP 20 100 %

Schlatter North America USA-Rockford USD 10 100 %

Schlatter do Brasil Ind. e Com.

de Máquinas de Soldar Ltda.

BR-São Bernardo

do Campo BRL 50 100 %

Schlatter South East Asia SDN.BHD. MY-Ipoh MYR 500 100 %

Im Berichtsjahr 2011 fanden keine Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse statt,

während im Vorjahr die Minderheitsbeteiligung von 20 % an Railtech Schlatter

Systems (F) veräussert wurde.

Per 1.1.2011 wurde die wirepartner GmbH mit Sitz in Dülmen (D) mit der Schlatter

Deutschland GmbH & Co. KG fusioniert. Die operative Geschäftstätigkeit der wirepartner

GmbH im weltweiten Handel von erstklassigen gebrauchten Schweissanlagen für

Armierungs- und Industriegitter, Kaltwalz-, Zieh- und Reckanlagen sowie Maschinen

zur Betonstahlverarbeitung ist davon nicht berührt und wird unter dem fusionierten

Firmenmantel weitergeführt.

Die Schlatter Holding AG besitzt 20 % an der Firma Teurema in San Sebastian (E).

Teurema hat im Berichtsjahr Insolvenz angemeldet. Schlatter hat keine Nachschusspflicht,

und die Beteiligung war bereits im Vorjahr vollständig wertberichtigt.


89

5 Erfolgsrechnung

Bedingt durch den weiterhin tiefen Umsatz der Schlatter Gruppe konnte die Schlatter

Holding AG die umsatzabhängigen Lizenzeinnahmen nicht steigern. Die übrigen

Erträge sind mit TCHF 423 (Vorjahr: TCHF 431) in etwa konstant geblieben.

Der Finanzertrag von TCHF 64 (Vorjahr: TCHF 457) setzt sich wie folgt zusammen:

2011 2010

Zinsertrag 10 204

Kursgewinne aus dem Verkauf von eigenen Aktien 5 88

Realisierte Kursgewinne auf Fremdwährungspositionen 49 23

Gewinn aus der Veräusserung von Beteiligungen 0 142

Total Finanzertrag 64 457

Der Rückgang des Zinsertrags auf TCHF 10 (Vorjahr: TCHF 204) ist insbesondere auf

den Forderungs- und Zinsverzicht an Schlatter Industries AG zurückzuführen.

Um die Kapitalbasis der operativen Gesellschaften nicht zu schwächen, wurde auf

Gewinn- und Dividendenausschüttungen von Konzerngesellschaften verzichtet.

Der Gewinn aus der Veräusserung von Beteiligungen des Vorjahrs von TCHF 142

resultierte aus dem Verkauf der 20 %-Beteiligung der Railtech Schlatter Systems (F).

Der Finanzaufwand von TCHF 27 954 (Vorjahr: TCHF 1792) setzt sich wie folgt

zusammen:

2011 2010

Forderungsverzichte Schlatter UK und wirepartner 0 803

Forderungsverzichte Schlatter Industries AG (CH) 6 150 0

Währungsverluste Darlehen an Konzerngesellschaften 54 929

Abwertung Beteiligung Schlatter Industries AG (CH) 21 730 0

Abwertung eigene Aktien 17 55

Andere 3 5

Total Finanzaufwand 27 954 1 792

Da die Schlatter Industries AG (CH) per 31.12.2011 eine überschuldete Bilanz auswies,

wurde sie durch die Schlatter Holding AG saniert. Dazu verzichtete die Schlatter

Holding AG unwiderruflich auf Forderungen im Gesamtwert von TCHF 6150. Zusätzlich

hat die Schlatter Holding AG einen Zuschuss von TCHF 10 000 in die Reserven der

Schlatter Industries AG geleistet. Überlegungen zum Beteiligungsbuchwert führten zu

einer Wiederabschreibung des Zuschusses (TCHF 10 000) und einer zusätzlichen Abschreibung

auf die Beteiligung von TCHF 11 730 (Total Abschreibungen: TCHF 21 730).

Im Vorjahr wurde das Eigenkapital von Schlatter UK und wirepartner GmbH (D)

wiederhergestellt. Deswegen verzichtete die Schlatter Holding AG auf Forderungen

von insgesamt TCHF 803.

Die Währungsverluste auf den Darlehen an Konzerngesellschaften sind auf die

Abschwächung des Euros bzw. die Erstarkung des Schweizer Frankens zurückzuführen,

welche insbesondere das Vorjahr belasteten.

Die Schlatter Holding AG ist Gesellschafter der Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG

und in Deutschland steuerpflichtig. Es fallen Körperschaftssteuern in Deutschland an,

die der Schlatter Holding AG belastet werden. Steuerbescheide der deutschen Steuerbehörden

betreffend die Körperschaftssteuern 2001 und 2005 führten dazu, dass


90 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Steuerabgrenzungen aufgelöst sowie Rückerstattungen gebucht werden konnten. Der

Ertragseffekt aus diesen Buchungen beträgt TCHF 140. Auf den üblichen Geschäftsgang

entfällt ein Steueraufwand von TCHF 315, sodass in der laufenden Rechnung ein

Steueraufwand von insgesamt TCHF 175 resultiert.

Im Vorjahr wurden Steuerentscheide für die Jahre 2001 bis 2003 gefällt, die bei der

Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG zu einem Steuerertrag, bei der Schlatter

Holding AG aber zu einem Steueraufwand führten. Vom ausgewiesenen Steueraufwand

von TCHF 565 entfielen TCHF 164 auf den üblichen Geschäftsgang und

TCHF 401 auf die vorgängig erwähnten Steuerbescheide.

6 Eigene Aktien

Die Gesellschaft besass per 31.12.2011 169 eigene Aktien (Vorjahr: 432). Im Berichtsjahr

wurden 1200 Aktien zu durchschnittlich CHF 250 erworben. 1463 Aktien wurden

zum Preis von durchschnittlich CHF 248 für das Aktienbeteiligungsprogramm verwendet.

Der Aktienbestand per 31.12.2011 wurde zum Steuerkurs von CHF 150.10 je

Aktie bewertet.

7 Aktienkapital und Reserven

Das Aktienkapital per 31.12.2011 betrug TCHF 25 575 (Vorjahr: TCHF 17 575) und

bestand aus 426 250 Namenaktien zu nominal CHF 60 (Vorjahr: 292 917 Namenaktien

zu nominal CHF 60) pro Aktie. Das Aktienkapital ist voll einbezahlt. Jede Aktie

berechtigt zur Teilnahme an der Generalversammlung der Gesellschaft und verfügt

über eine Stimme. Dividendenberechtigt sind 426 081 Namenaktien

(Vorjahr: 292 485).

Die Schlatter Gruppe verfügte aufgrund des Generalversammlungsbeschlusses vom

11.5.2010 über genehmigtes Kapital, das für eine Kapitalerhöhung von höchstens

CHF 8 787 480 durch Ausgabe von höchstens 146 458 voll zu liberierenden Namenaktien

zu je CHF 60 nominal eingesetzt werden kann. Im Dezember 2011 hat die Gesellschaft

eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Anlässlich des Bezugsrechtsangebots

wurden 128 903 neue Namenaktien durch bisherige Aktionäre gezeichnet, während

4430 neue Namenaktien im Rahmen einer öffentlichen Platzierung erworben wurden.

Der Platzierungspreis betrug CHF 150 pro neue Namenaktie. Infolge der Kapitalerhöhung

erhöhte sich das Aktienkapital auf CHF 25 575 000, eingeteilt in 426 250

Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 60. Die neuen Aktien sind ab dem

Geschäftsjahr 2011 dividendenberechtigt. Ihre Kotierung und Zulassung zum Handel

im Main Standard der SIX Swiss Exchange erfolgte per 8.12.2011. Dadurch verbleibt

per 31.12.2011 ein genehmigtes Kapital von höchstens CHF 787 500 durch Ausgabe

von höchstens 13 125 voll zu liberierende Namenaktien zu je CHF 60 Nominalwert.

Es bestehen keine Optionen.


91

2011 2010

Anzahl ausstehende Namenaktien 1. Januar 292 917 292 917

Kapitalerhöhung

durch Ausgabe von Bezugsrechten

auf bestehenden Aktien 128 903 0

durch freie Platzierung von neuen Aktien 4 430 0

Anzahl ausstehende Namenaktien 31. Dezember 426 250 292 917

Nennwert je Aktie (CHF) 60 60

Aktienkapital am 31. Dezember (CHF) 25 575 000 17 575 020

Das Agio aus der Kapitalerhöhung abzüglich der Transaktionskosten wurde direkt

den gesetzlichen Reserven aus Kapitaleinlagen zugeordnet. Zudem hat der Verwaltungsrat

beschlossen, dass das Agio aus der Kapitalerhöhung vom Dezember 2005

innerhalb der gesetzlichen Reserven auf dieses Konto umgebucht wird.

Im Vorjahr fanden keine Veränderungen im Aktienkapital statt.

CHF 2011

Agio aus Kapitalerhöhung 133 333 Aktien à CHF 90 11 999 970

Transaktionskosten Kapitalerhöhung – 698 255

Erhöhung Kapitalreserven 11 301 715

8 Bedeutende Aktionäre

Der Schlatter Holding AG waren per 31.12.2011 die nachfolgend aufgeführten Aktionärsgruppen

bekannt, die 3 % oder mehr der Aktien und der Stimmrechte hielten.

31.12.2011

31.12.2010

Anzahl

Aktien

Beteiligung

in %

Anzahl

Aktien

Beteiligung

in %

HMZ Beteiligungen AG, Heerbrugg (CH) 1 203 640 47,77 % 133 239 45,49 %

Main Line Development Inc, Hamilton (BM) 40 870 9,59 % 27 247 9,30 %

Nicolas Mathys, Baar (CH) 39 785 9,33 % 17 351 5,92 %

Brita Meier-Birkel, Uitikon (CH) 20 568 4,83 % 13 172 4,50 %

Civen Ltd., Kingstown, St. Vincent & The Grenadines 13 561 3,18 % 9 031 3,08 %

1 Aktionärsgruppe bestehend aus Metall Zug AG, Zug (CH), Huwa Finanz- und Beteiligung AG,

Heerbrugg (CH)


92 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

9 Beteiligungen von Verwaltungsrat und Gruppenleitung

31.12.2011

31.12.2010

Anzahl

Aktien

Stimmrechtsanteil

Anzahl

Aktien

Stimmrechtsanteil

Walter Gränicher, Präsident VR (ab 15.1.2010) 1 936 0,5 % 1 150 0,4 %

Peter Müller, Vizepräsident VR 6 657 1,6 % 5 086 1,7 %

Walter Vogel, Mitglied VR 409 0,1 % 338 0,1 %

Paul Zumbühl, Mitglied VR 837 0,2 % 464 0,2 %

Jost Sigrist, CEO 1 579 0,4 % 1 230 0,4 %

Werner Schmidli, CFO 1 027 0,2 % 713 0,2 %

Frank Schröter, Segment Weben 1 546 0,4 % 956 0,3 %

Daniel Zappa, Customer Service 1 071 0,3 % 670 0,2 %

Peter Moeller, Operations 1 306 0,3 % 680 0,2 %

Thomas Müller, Technik 713 0,2 % 465 0,2 %

Ausgetretene Mitglieder Verwaltungsrat und Gruppenleitung

31.12.2011

31.12.2010

Anzahl

Aktien

Stimmrechtsanteil

Anzahl

Aktien

Stimmrechtsanteil

Sonja Steiner, Human Resources, bis 31.3.2011 375 0,1 % 375 0,1 %

10 Entschädigung des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung

Entschädigung der Gruppenleitungsmitglieder im Jahr 2011

CHF

Jost Sigrist

CEO

Total

Gruppenleitung

Bar-/Buchgeld

Lohn fix (netto) 316 341 1 499 866

Lohn variabel (netto) 1 88 588 331 775

Aktien

Aktien regulär 59 933 219 558

Aktien vorgezogen 2 68 990 249 160

Sachleistungen

Auto 7 872 57 911

Andere 0 0

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge für berufliche Vorsorge und AHV/IV 71 446 264 576

Beiträge für Kranken-/Unfallversicherungen 5 319 60 253

Total 618 489 2 683 099

1 Die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2011 basieren auf dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2011

(Abgrenzungsmethode).

2 Der Aktienkaufplan für 2012 wurde wegen der Kapitalerhöhung 2011 vorgezogen. Mit Ausnahme eines

Mitglieds der Gruppenleitung, das sich bei der Kapitalerhöhung nicht beteiligen konnte, wird für die

Gruppenleitung im Jahr 2012 der Aktienkaufplan ausgesetzt.


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

93

Entschädigung der Gruppenleitungsmitglieder im Jahr 2010

CHF

Jost Sigrist

CEO

Total

Gruppenleitung

Bar-/Buchgeld

Lohn fix (netto) 301 105 1 491 601

Lohn variabel (netto) 1 103 496 359 861

Aktien

Aktien 63 857 268 674

Sachleistungen

Auto 7 874 60 207

Andere 0 0

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge für berufliche Vorsorge und AHV/IV 59 969 225 052

Beiträge für Kranken-/Unfallversicherungen 3 613 55 180

Total 539 914 2 460 575

1 Die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2010 basieren auf dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2010

(Abgrenzungsmethode).

Entschädigung der amtierenden Verwaltungsratsmitglieder im Jahr 2011

CHF

W. Gränicher

Präsident

P. Müller

Vizepräsident

W. Vogel

Mitglied

P. Zumbühl

Mitglied

R. Huber

Mitglied

Bar-/Buchgeld

Honorar fix (netto) 117 500 57 500 57 500 77 500 57 500 367 500

Aktien

Aktien (variabel) 9 965 1 530 1 530 6 434 0 19 459

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge für berufliche Vorsorge

und AHV/IV 7 777 3 689 3 689 5 119 3 594 23 868

Entgelt für zusätzliche Arbeiten

Ad-interim-Funktionen 0 0 0 0 0 0

Total 135 242 62 719 62 719 89 053 61 094 410 827

Total

Entschädigung der amtierenden Verwaltungsratsmitglieder im Jahr 2010

CHF

W. Gränicher

Präsident

P. Müller

Vizepräsident

W. Vogel

Mitglied

P. Zumbühl

Mitglied

R. Huber

Mitglied

Bar-/Buchgeld

Honorar fix (netto) 93 730 46 515 46 515 61 961 38 387 287 108

Aktien

Aktien (variabel) 30 428 15 619 15 619 20 894 0 82 560

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge für berufliche Vorsorge

und AHV/IV 6 799 3 995 3 995 5 327 2 472 22 588

Entgelt für zusätzliche Arbeiten

Ad-interim-Funktionen 0 0 0 0 0 0

Total 130 957 66 129 66 129 88 182 40 859 392 256

Total


94 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Entschädigung der im Jahr 2011 ausgetretenen Verwaltungsrats- und

Gruppenleitungsmitglieder

CHF

S. Steiner

Human Resources

Total

Bar-/Buchgeld

Honorar fix (netto) 82 728 82 728

Aktien

Aktien (variabel) 0 0

Sachleistungen

Auto 1 758 1 758

Andere 0 0

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge für berufliche Vorsorge und AHV/IV 9 132 9 132

Beiträge für Kranken-/Unfallversicherungen 971 971

Entgelt für zusätzliche Arbeiten

Ad-interim-Funktionen 0

Total 94 589 94 589

Entschädigung der im Jahr 2010 ausgetretenen Verwaltungsrats- und

Gruppenleitungsmitglieder

CHF

H. Ziegler

Verwaltungsrat

Total

Bar-/Buchgeld

Honorar fix (netto) 15 000 15 000

Aktien

Aktien (variabel) 0 0

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge für berufliche Vorsorge und AHV/IV 1 815 1 815

Entgelt für zusätzliche Arbeiten

Ad-interim-Funktionen 0

Total 16 815 16 815


Geschäftsbericht 2011 Finanzielle Berichterstattung

95

Verwendung des Jahresergebnisses der Schlatter Holding AG

CHF 2011

Verfügbarer Bilanzgewinn

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6 401 608

Jahresergebnis – 28 345 901

Bilanzgewinn – 21 944 293

Verwendung

Vortrag auf neue Rechnung – 21 944 293

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 9.5.2012 vor, auf die

Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2011 zu verzichten.


96 Finanzielle Berichterstattung Geschäftsbericht 2011

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung

An die Generalversammlung der Schlatter Holding AG, Schlieren

Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 86 bis 94 wiedergegebene Jahresrechnung

der Schlatter Holding AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, für

das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Verantwortung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit

den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet

die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems

mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen

falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist

der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden

sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die

Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit

dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen.

Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass

wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen

falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung

von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und

sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen

Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher

falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein.

Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem,

soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die

den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um

ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben.

Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten

Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen

sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der

Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und

angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.


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Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2011

abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss

Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und

Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren

Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard

890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats

ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung

existiert.

Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes

dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende

Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG AG

Herbert Bussmann

Zugelassener Revisionsexperte

Leitender Revisor

Christoph Gasser

Zugelassener Revisionsexperte

Zürich, 9. März 2012


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Adressen Geschäftsbericht 2011

www.schlattergroup.com

Schweiz Schlatter Holding AG T +41 44 732 71 11

Brandstrasse 24 F +41 44 732 45 02

CH-8952 Schlieren

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Schlatter Industries AG T +41 44 732 71 11

Brandstrasse 24 F +41 44 732 45 50

CH-8952 Schlieren

info@schlattergroup.com

Deutschland Schlatter Deutschland GmbH & Co. KG T +49 251 7792 0

Dahlweg 105 F +49 251 7792 100

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Frankreich Schlatter France S.a.r.l. T +33 1 4305 4545

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Grossbritannien Schlatter Ltd. T +44 1423 815 009

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Geschäftsbericht 2011 Impressum

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Konzept / Redaktion

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www.lhpartners.ch

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Fotos

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