20. November 2005: Totensonntag 16. November ... - Lutherkirche Kiel

lutherkiel

20. November 2005: Totensonntag 16. November ... - Lutherkirche Kiel

Gottesdienste

in der Luthergemeinde

jeweils um 10 Uhr in der Kirche, falls nicht anders angekündigt

Nachgespräch in der „alten Sakristei“

2. Oktober Familiengottesdienst am Erntedanktag

mit Pastor Martin Gregor und Team

9. Oktober Gottesdienst am 20. Sonntag nach Trinitatis mit Abendmahl

Predigt: Pastor Martin Gregor

16. Oktober Gottesdienst am 21. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastor Martin Gregor

23. Oktober Gottesdienst am 22. Sonntag nach Trinitatis

Predigt: Pastorin em. Monika Kiethe

30. Oktober Gottesdienst am 23. Sonntag nach Trinitatis

Männersonntag; Predigt: Pastor Martin Gregor

6. November Gottesdienst am Drittletzten Sonntag nach Trinitatis

Lektorengottesdienst

13. November Gottesdienst am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres

Predigt: Pastorin Sabine Klatt

Kinderkirche mit dem Team

16. November Gottesdienst am Buß- und Bettag mit Abendmahl

18 Uhr Predigt: Pastor Martin Gregor

20. November Gottesdienst am Letzten Sonntag des Kirchenjahres

Ewigkeitssonntag; Predigt: Pastor Martin Gregor

27. November Gottesdienst am 1. Advent mit Abendmahl

Predigt: Pastor Martin Gregor

4. Dezember Gottesdienst am 2. Advent

Frauengruppe der Luthergemeinde und

Pastorin Renate Ebeling

Der Eine-Welt-Stand bietet am 1. und 3. Sonntag

im Monat fair gehandelten Waren nach dem Gottesdienst

im Vorraum der Kirche an.

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gratis zum Mitnehmen

Oktober–November 2005

Lutherpost

– Gemeindezeitung der Lutherkirche

Laternenumzug S. 13

Kinderseiten S. 6-8

Benjamin Doose im Interview S. 19


2

Liebe Leserinnen

und Leser,

es war brisante Post, die der Ratsvorsitzende

der Evangelischen Kirche in Deutschland

(EKD), Bischof Wolfgang Huber, in Frankfurt

dem Mainzer Kardinal Karl Lehmann

persönlich überreichte. Für den Vorsitzenden

der katholischen Deutschen Bischofskonferenz

enthielt das Schreiben eine Absage,

die Auswirkungen auf das künftige ökumenische

Klima haben kann.

Die evangelische Kirche wird sich an der

angestrebten Revision der so genannten

Einheitsübersetzung der Bibel nicht beteiligen.

Die katholische Kirche reagierte enttäuscht.

„Einheitsübersetzung“ hat sich als

Name für die Bibelübersetzung von 1978

eingebürgert. An der Übertragung der Psalmen

und des Neuen Testaments aus den

Ursprungstexten beteiligten auch evangelische

Theologen.

Die jüngste Absage für die angestrebte Revision

ist verständlich. Die EKD hat eine Vatikan-Instruktion

zur römischen Liturgie als

entscheidende Hürde gesehen. Der Vatikan-

Text betont, dass bei einer Übersetzung auch

die katholische Glaubenslehre berücksichtigt

werden muss. Im Protestantismus dagegen

gilt allein die Heilige Schrift als Grundlage

des Glaubens. Das gilt und da kann und darf

die evangelische Kirche auch nicht Kompro-

DIE MEINUNG DAS INTERVIEW

misse eingehen, weil sonst ihre Daseinsberechtigung

überhaupt in Frage gestellt wäre.

Dass die ökumenische Zusammenarbeit in den

Gemeinden vor Ort leiden wird, ist aber eher

unwahrscheinlich. Die Christen akzeptieren

schon längst, dass es eben Unterschiede gibt.

Kaum einen Protestanten regt es noch groß

auf, dass die katholische Kirche unsere evangelische

Kirche offiziell gar nicht als Kirche

anerkennt. Damit können wir gut leben. Denn:

Wir wissen sehr genau, dass wir Kirche sind.

Hartmut Schulz

Impressum

Die Lutherpost erscheint 6 mal im Jahr. Sie liegt in der

Gemeinde aus, nur die Weihnachtsausgabe wird verteilt.

Redaktion:

Renate Dopheide, Martin Gregor, Katja Kroll, Kay Rath,

Hartmut Schulz, Thomas Zawel

Redaktionsadresse und ViSdPG:

Hartmut Schulz, Schillerstraße 9, 24116 Kiel

Nächster Annahmeschluss für Beiträge: 3. Nov. 2005

Benjamin Doose

Benjamin Doose (21)

ist seit August Zivildienstleistender in unserer

Gemeinde.

Was tun Sie, um sich zu entspannen? Am besten entspanne ich mich in meinem Bett, ganz in

Ruhe vom Alltagsstress, lediglich ein wenig gute Musik darf mich ablenken.

Worüber haben Sie sich in letzter Zeit gefreut? Darüber, dass es meiner Mutter nach

einer längeren Krankheit wieder gut geht und sie sich erholt hat. Und über meine Stelle bei

der Luther-Kirche, die mir sehr gut gefällt.

Und worüber haben Sie sich in letzter Zeit geärgert? Über mein neues Fahrrad, bei dem

nach mehreren Mängeln, die ich reklamieren musste, auch noch mein Hinterrad platt war,

dass ich dreimal flicken musste!

Was ist für Sie die höchste christliche Tugend? Die Gemeinschaft und das Miteinander

sind für mich am wichtigsten, da es viele Menschen gibt, die mir im Leben helfen und geholfen

haben.

Welche Bibelschichte oder welcher Bibelspruch bedeutet Ihnen am meisten? Mein

Konfirmationsspruch, der ebenfalls mein Taufspruch war: „Eines jeden Wege liegen offen

vor dem Herrn, und er hat Acht auf aller Menschen Gänge“.

Wann oder wo fühlen Sie sich Gott besonders nah? In der Kirche.

Welche Bedeutung hat die Kirche für Ihren Glauben? Die Kirche ist Symbol des christlichen

Glaubens, wie das Kreuz, das in ihr steht. Sie umschließt und schützt es und ist der

Ort, an dem ich Freundlichkeit und Ruhe zu finden gewohnt bin.

Wer hat Ihre Einstellung zur Kirche geprägt? Die Menschen auf den Jugendfreizeiten,

mit denen ich in Kontakt kam, und auch der Pastor der Thomaskirche in Schulensee, in der

ich konfirmiert wurde, zeigten mir wichtige Aspekte des christlichen Glaubens.

19


18

16. November 2005:

Buß- und Bettag

Am Buß- und Bettag findet um 18 Uhr ein

Gottesdienst mit Abendmahl in der

Lutherkirche statt. Die Predigt hält Pastor

Martin Gregor.

GEDENKEN

20. November 2005:

Totensonntag

Mit dem Ewigkeits- oder Totensonntag endet

das Kirchenjahr. Neben dem Andenken

an die Verstorbenen wird in vielen Gottesdiensten

dabei zu einem bewussten Umgang

mit der Lebenszeit ermutigt. Wem es gelinge,

Abschied und Tod im Alltag zu bewältigen,

bekomme auch sein Leben besser in den

Griff, heißt es bereits in den christlichen Lebenshilfen

aus dem Mittelalter. Vergänglichkeit

wird so als Gewinn und nicht als Verlust

erfahren.

Auf das Problem des Todes antworten die

Religionen der Welt höchst unterschiedlich.

Im grundlegenden Apostolischen Glaubensbekenntnis

bekennen Christen ihren Glauben

an „die Auferstehung der Toten und das

ewige Leben.“ Der Gedenktag geht auf eine

Anregung aus der Reformationszeit zurück.

Er bildet eine evangelische Alternative zum

katholischen Allerseelentag am 2.November.

Der Ewigkeitssonntag wird erstmals

Mitte das 16.Jahrhunderts in einer Kirchenordnung

erwähnt. Der preußische König

Friedrich Wilhelm III. führte ihn als „Feiertag

zum Gedächtnis der Entschlafenen“ ein.

Auch in der Lutherkirche wird alljährlich an

die Verstorbenen in einem Gottesdienst gedacht.

Am diesjährigen Toten- bzw.

Ewigkeitssonntag wird Pastor Martin Gregor

die Predigt halten.

LUTHER-ABC

Kein anderes Buch hat die deutsche Sprache

so stark geprägt wie Luthers Übersetzung

der Bibel. Luther – der Schöpfer der

neuhochdeutschen Schriftsprache? Nein, aber

Luthers Werke haben zur Verbreitung und

Durchsetzung einer allgemeinen deutschen

Hochsprache wesentlich beigetragen. Die

einzige Quelle des Glaubens – so Luther – ist

die Bibel. Deshalb wird seine Bibelübersetzung

der folgerechte Versuch, das Zeugnis

des heilschaffenden Wortes und Handelns

Gottes jedermann zugänglich zu machen.

1522 erscheint das Neue Testament und 1534

die ganze Bibel. Luther ist nicht der erste,

der die Bibel ins Deutsche übersetzt

hat, aber seine Übersetzung

war breiteren Kreisen verständlich.

Die Vorgänger waren teils

übersetzerisch, teils sprachlich

unzulänglich. Sie gingen zudem

nicht auf den griechischen und

hebräischen Urtext zurück, sondern

auf die spätere lateinische

Übersetzung (Vulgata). Zur Zeit

Luthers ist der Sprachausgleich

im deutschen Sprachgebiet voll

im Gange. Vor allem die Kanzleien

der vielen deutschen Länder

haben ein Interesse daran,

sich besser untereinander verstehen zu können.

Luther schafft keine neue Sprache; er

nimmt Entwicklungen auf und führt sie konsequent

durch. Sein Einfluss ist vor allem im

stilistischen Bereich zu suchen. Luther, der

mitteldeutschen Brücke zwischen Oberdeutsch

und Niederdeutsch entstammend,

geht bei seiner Übersetzung von der thüringischen

Mundart aus und übernahm weitgehend

die kaiserliche und kursächsische Kanzleisprache.

Er verhilft mit der Popularität seiner

Schriften einer Schreibform zu weiter Ver-

DeutscheSprache

breitung, die sich bereits früher im ostmitteldeutschen,

ostfränkisch-bairischen Raum

herausgebildet hatte. Luther bedient sich,

wie er selbst sagt, der „gemeinen deutschen

Sprache“. „Man mus die mutter ihm hause,

die kinder auff der gassen, den gemeinen

man auff dem marckt drumb fragen

und den selbige auff das maul sehen, wie

sie reden, und damach dolmetzschen, so verstehen

sie es denn und mercken, daß man

Deutsch mit in redet.“ Luthers Ringen um

den sinntreffenden Begriff – er entfernt sich

so auch oft von einer wörtlichen Übersetzung

– hat viele Ausdrücke neu entstehen

lassen, manches Wort erfuhr

durch seine neue Theologie

und seine Sprachkraft eine

Umprägung seiner Bedeutung.

So wird z.B. das Adjektiv

„fromm“, das bis dahin die Bedeutung

„tüchtig“ und „rechtschaffen“

hatte, von Luther

auf die Bedeutung „gläubig“

und „gottergeben“ eingeengt.

Von ihm gebrauchte Mundartwörter

wurden in die Hochsprache

übernommen (z.B.

Lippe, schüchtern). Unter seine

Wortneubildungen fallen

u.a. Feuereifer, Herzenslust, Ehescheidung,

Lückenbüßer und Machtwort. Allerdings ist

die Glaubensspaltung ein Hemmnis für die

Annahme der durch Luther geformten

Sprache, die sich erst im 18. Jh. durchsetzt,

bis sie durch Goethe und Schiller nicht eigentlich

verdrängt, doch neu gestaltet wird.

Entscheidend begünstigte der Buchdruck

den Siegeszug der Schriftsprache, auch die

Schulen forderten die Einheitssprache lutherischen

Stils.

Renate Dopheide

3


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Noch Plätze frei

Es sind noch einige wenige Plätze für Kinder

ab 3 Jahre in unserem Kindergarten frei.

Es ist eine kleine Einrichtung mit max. 26

Kindern, die von 3 Erzieherinnen betreut werden.

Der Kindergarten ist von Montag bis

Freitag in der Zeit von 8.00 bis 12.30 Uhr

geöffnet. Pädagogischer Schwerpunkt ist die

individuelle Betreuung und Förderung jedes

einzelnen Kindes. Natürlich spielt auch der

christliche Glaube

im Kindergartenalltag

eine Rolle.

Nähere Informationen

unter Telefon

55 44 79.

GEMEINDELEBEN

Brauchen Sie Hilfe?

Geht es Ihnen auch so? Sie brauchen Hilfe, aber es ist

niemand da, der Ihnen bei kleineren Reparaturen in Ihrem

Haushalt helfen kann. Einen Handwerker zu holen, dazu

ist der Schaden zu gering. Wenn z.B. die Glühbirne defekt

ist und Sie wissen nicht, wie sie gewechselt wird oder Ihnen

die Schublade auseinander fällt; oder das Rollo will

nicht so, wie Sie wollen, oder...

Als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Luther Kirchengemeinde

bin ich gerne bereit, älteren Mitmenschen meine Hilfe

anzubieten. Wenn Sie meine Hilfe benötigen, melden Sie

sich bitte im Gemeindebüro unter Telefon; Nr. 55 44 79

oder privat bei mir unter Telefon- Nr. 23 95 370.

Werner Blum; Jahrgang 1943; Neukieler im Vorruhestand.

Kunst aus Speckstein

Die kunsthandwerkliche Werkstatt der

Luthergemeinde startet wieder mit einem

neuen Projekt. Jeden Dienstag, in der Zeit

von 19.30 bis 21.30 Uhr, kann unter Leitung

von Ellen Sieg aus Speckstein Kunst entstehen.

Wer Lust hat, künstlerisch tätig zu sein,

ist herzlich eingeladen dienstags im Mittelbau

des Lutherhauses vorbei zu schauen und

selber Hand anzulegen. Weitere Informationen

im Gemeindebüro

unter Tel.

55 44 79 .

JUGENDSEITE

17

Halstuchverleihung

Die Pfadfinder haben am 20. August ein

ganz besonderes Er- eignis gefeiert: Den

Jungpfadfindern, im VCP auch Wölflinge

genannt, wurden in Schilksee die roten

Halstücher von ihren Gruppenleitern verliehen.

Allerdings musste die Gruppe

der 8 bis 12 Jährigen zuvor die Halstücher

erst einmal finden! Erst nach einer

mehrstündigen Wan- derung vonFriedrichsort

nach Schilksee, bei der es

allerhand Aufgaben zu bestehen und Rätsel

zu lösen gab, ha- ben die Wölflinge

der Gruppe „Pan- ther“ ihre Halstücher

in Empfang nehmen können. Die Halstuchverleihung

selber wurde dann feierlich in dem traditionellen Pfadfinderzelt (der Jurte)

mit Fackeln, Tschai (der selbstverständlich mit Hilfe der obligatorischen Kuhaugen zubereitet

wurde) und Pfadfinderliedern begangen. Nun gehören die „Panther“ endlich zum

wohl größten Jugendverband der Welt dazu.

Wir suchen noch Nachwuchs:

Jugendliche im Alter von 14 – 17 Jahren sind bei uns besonders gefragt:

Als Gruppenleiter und Organisatoren könnt ihr bei uns zeigen, was ihr

könnt ! Pfadfinderkenntnisse sind keine Vorraussetzung, um bei uns

mitzumachen! Fragt einfach bei Martin Gregor oder im Gemeindebüro

nach oder schreibt uns direkt eine E-Mail! (jugend@jakobi-ost.de) Wir

freuen uns auf eure Mitarbeit!Gut Pfad ! www.kielmitte.vcp-sh.de

Monatspruch

November


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JUGENDSEITE

Jugend in der Region Mitte

- Kirchengemeinden Nikolai, Jakobi-Ost und Luther –

Montag 16:15-17:45 Uhr

Dienstag 18:00-20:30 Uhr

Mittwoch 18:00-20:00 Uhr

Donnerstag

16:00-17:45 Uhr

18:00-20:00 Uhr

Nordelbische Jugendtage:

Vom 2. bis 4. September gab es das wohl actionreichste Wochenende für Jugendliche, das in

diesem Jahr stattgefunden hat: Mit 9 Jugendlichen aus unserer Gemeinde haben wir auf den

Nordelbischen Jugendtagen jede Menge Action und Spaß rund um das Thema „Was(s)er

Leben“ genießen dürfen. Zu- sammen mit Jugendlichen

aus anderen Kieler Gemeinden haben wir das Bootshaus

auf dem Koppelsberg in Be- schlag genommen und erlebten

mit insgesamt über 500 weiteren Jugendlichen aus

ganz Schleswig-Holstein ein volles Programm rund um

Workshops, Singen, Disco, Bernies-Bar und akutem

Schlafmangel. Highlights wa- ren sicherlich das Geländespiel

(in dem wir auch mit Hil- fe von Kisten eine Stecke

überwinden mussten, ohne den Boden zu berühren), das

Schnellkanufahren (mit an- schießendem Kontakt mit

dem nassen Element) oder der große Gottesdienst am

Sonntag.

Familiennachrichten

BEERDIGUNGEN

Anna Widderich 92 Jahre

Meta Radke 92 Jahre

Christel Petersen 84 Jahre

Ruth Päch 85 Jahre

Gerhard Hein 65 Jahre

Anna Feldmann 95 Jahre

Paul Bebber 92 Jahre

TAUFEN

Lavinia Estelle Barbara Claßen

Lennard Claßen

Jan Frederik Gregor

Bennet Luis Mosbach

Mats Schüler

TRAUUNGEN

Jürgen Scheuring und Bärbel

Scheuring-Luderer

Andreas Dreher und Anina, geb. Modrow

Monatsspruch

Oktober

GEMEINDELEBEN

FARB-/ LACK-

TECHNIKER

04349 / 90 99 31

0431 / 57 2 54

0172 / 75 40 120

Ich mache mit!

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6

KINDERSEITE

Kinderkirche

Hallo Kinder!

Wir treffen uns wieder am

2. Oktober zum Familiengottesdienst am

Erntedanktag.

Das nächste Mal sehen wir uns dann am

13. November.

Gesichtskontrolle durchgeführt. Sowohl der

Chor mit seinen Liedern als auch die

französische Chorleiterin, die mit einem

herrlichen französischen Akzent Englisch

sprach, haben mir sehr gefallen. Nach dem

Chor hätte ich eigentlich noch eine

Nachmittagsbibelstunde haben sollen, habe mir

allerdings selbst frei gegeben, um von 16.00 -

19.00 Zeit für mich selbst oder für

Unternehmungen mit Leuten aus unserer

Reisegruppe zu haben. 19.00 Uhr,

Abendessen, sparsam aber abwechslungsreich.

20.30 Abendgebet, bei dem die

Chorteilnehmer bis 22.00 Uhr singen durften.

Danach im Laufschritt zum Ojak, um ein

Becherchen Rotwein oder Bier, das einem

zustand, zu ergattern. Hier trafen wir, unsere

Kieler Reisegruppe, uns zum Klönschnack.

Irgendwann zwischen 24.00 und 2.00 Uhr war

dann Zeit, in den Schlafsack zu gehen. Die

Menschen aus aller Welt, die ich in Taize traf,

waren aufgeschlossen und gesprächsbereit.

Die Atmosphäre des Orts und des Umgangs

TAIZEFAHRT

15

miteinander war sehr angenehm. Ich hatte

den Eindruck, daß in Taize nicht nur von Gott

gesprochen und gesungen wird, sondern daß

der Glaube hier auch gelebt und erfahren

wird. Mein Weg zu Gott führt in jedem Fall

über den Gesang, ganz im Sinne von „vaja

con dios“. Ich bin vermutlich, ohne es gewußt

zu haben, Cantorianer. Ich freue mich heute

schon auf die nächste Taizefahrt, bei der ich

ein Zelt, ein Sitzkissen und ein englisches

Wörterbuch mitnehmen werde.

Gerrit Piechottka-Zölitz

Dieser Artikel erscheint auch in Erinnerung

an den Gründer der Taizé-Bruderschaft,

Frère Roger Schutz, der am 16.

August 2005 ermordert wurde. Roger

Schutz hat immer wieder betont, dass wir

auf Gewalt nur mit Frieden antworten können.

Frère Roger hat sich Zeit seines Lebens

für die Ökumene eingesetzt.

Der Artikel von Gerrit Piechotta-Zölitz erscheint

auch in der


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Taize-Fahrt der Kirchengemeinde

Jakobi-Ost vom 16.-24. Juli 2005

Seit etwa zwei Jahren singe ich jeden

Mittwoch um 19.00 Uhr in der Jakobi-Kirche

bei den Taize-Andachten die wunderbaren

Taizelieder. Der Wunsch, das Original in

Frankreich kennenzulernen, war nach kurzer

Zeit vorhanden und so fuhr ich also dieses

Jahr zum ersten Mal nach Taize. Los ging es

gegen 6.00 Uhr in Kiel, mit der Bahn bis

Freiburg und von dort mit dem Bus in ca. 4,5

Stunden nach Taize. Gegen 19.45 Uhr traf

unsere Gruppe, 11 Leute von ca. 20-60

Jahren, 9 Frauen und 2 Männer, rechtzeitig

zum Abendgebet um 20.30 Uhr in Taize ein.

So saß ich nun das erste Mal in der großen

Kirche, die nicht wie eine Kirche aussieht,

mit den vielen anderen Gästen, es sollen ca.

2.000-3.000 Tausend gewesen sein und sang

so schön ich konnte. Anschließend erhielten

wir eine Einführung in die Örtlichkeit und was

uns in den nächsten Tagen erwarten würde.

Dann ging es zur provisorischen Unterkunft,

ein kleines Häuschen mit drei

Doppelstockbetten für 6 Männer. Als wir uns

gerade einrichten wollten, kamen zwei

Frauen und erklärten uns, daß dies ihr

Häuschen sei. Wir Männer hätten uns an den

Frauen nicht gestört, aber letztlich war es

dann doch ein Männerhaus und die beiden

durften zwei Häuser weiter ein neues

Quartier beziehen. Als ich gegen 24.00 Uhr

ins Bett gehen wollte, schlug mir aus dem

Häuschen große Hitze und lautes Schnarchen

entgegen. Deshalb ging ich wieder in den

vorderen Teil der Kirche zurück, die rund um

die Uhr geöffnet ist, um dort noch bis morgens

3.00 Uhr mit den Anwesenden zu singen.

Sehr schön begleitet wurden wir von einem

Gitarrenspieler. Zuletzt sang ich mit zwei

TAIZEFAHRT

Holländern, die angeblich „die Deutschen“

nicht mögen. Wir mochten uns. Am nächsten

Tag bezogen wir dann unsere Unterkünfte

für die ganze Woche. Meine Unterkunft

diente mir zur Ablage meines Koffers, da ich

es vorzog, im Schlafsack unter freiem

Himmel zu schlafen. Ein wunderbares

Einschlafen mit den Sternen über sich.

Morgens um 6.00 Uhr weckte mich ein Vogel

mit seinem charakteristischen Gesang, so daß

ich in aller Ruhe duschen und den Tag

beginnen lassen konnte. Der Tag gestaltete

sich bei mir in etwa so: 6.15 Uhr Aufstehen,

Duschen, Anziehen. Ab zum Ojak im

Eingangsbereich, dort am Automaten einen

Kaffee und einen Kakao ziehen und

zusammenschütten. Spaziergang übers

Gelände oder Lesen in der Morgensonne.

8.15 Uhr Morgengebet, anschließend

Frühstück: 1 Brötchen, etwas Marmelade und

Butter, ein Schälchen Kaffee mit Kakao,

zubereitet aus Kaffee- und Kakaopulver mit

heißem Wasser. Einziges Besteck, auch für

das Mittag- und Abendessen, war ein Löffel.

Verhungert ist trotzdem keiner. Nach dem

Frühstück erhielten wir durch Bruder Pedro

(?), in dessen Englisch mit starkem Akzent

ich mich bestimmt 3-4 Tage reinhören mußte,

eine Bibelvorlesung mit anschließenden

Fragen, die wir entweder alleine oder in

Gruppen diskutieren durften. Um 12.20

Mittagsgebet, danach Mittagessen. In der

Regel eine Kelle Nudeln oder Gemüse mit

Beilagen, zum Beispiel Joghurt, Apfel und

Keks. Danach war ich einer lustigen

Abwaschgruppe zugeteilt, die nach kurzer Zeit

eingespielt war. Von 14.00-16.00 Uhr nahm

ich an der sogenannten Chorstunde teil, für

die ich angeblich zu alt (45) sein sollte. Gott

sei Dank wurde später keine Ausweis- oder

KINDERSEITE

Erntedank ist

Familiengottesdienst

7


8

KINDERSEITE LATERNENUMZUG

13

Warum ...

lindenstraße 9: 24118 kiel

tel. 0431 / 57 97 60 : mobil 0172 / 40 22 503

Wir sind mit dabei!


12

Frühstückstreff von

Jakobi-Ost und Luther

Die nächsten Termine für den gemeinsamen

Frühstückstreff von Jakobi-Ost und

Luther finden am 13. Oktober und 24. November

um 9.30 Uhr im Lutherhaus, Hebbelstraße

1-3 statt. Am 13. Oktober hält

Pastorin Sabine Klatt einen Vortrag über

Kaliningrad und am 24. November geht es

um Gewürze. Sie sind herzlich eingeladen

zum gemeinsamen Frühstück und anschließendem

Austausch über das Thema. Eine

Anmeldung ist nicht nötig, für Brötchen und

Verpflegung ist gesorgt.

Nähere Infos: Pastorin Sabine Klatt unter

Telefon: 92402

St. Martins-Tag am 11. November

St. Martin

Figur aus dem 11. Jahrhundert an

der Gemeindekirche in Stollberg

VERANSTALTUNGEN ERNTEDANKFEST

Jugendgottesdienste

25. September 16 Uhr

Jakobi-Kirche

27. November 16 Uhr

Lutherkirche

11. Dezember 18 Uhr

Jakobi-Kirche

Am 2. Oktober ist Familiengottesdienst

bei uns in der Luthergemeinde.

Werbung

hält die Lutherpost am Leben.

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Besondere

Veranstaltungen

VERANSTALTUNGEN

Konzert

Das „Allegro-Duett“ tritt in der Kirche auf.

Die Cellistten Thomas Rauff und Jan Rosenzweig

tragen Werke von Bach, Vivaldi,

Haydn, Brahms und Schumann vor.

Freitag, 14. Oktober, 19 Uhr, Kirche

Ausstellungsbesuch im

Landesmuseum Schleswig

Die Ausstellung „Wege ins Jenseits“ steht

im Mittelpunkt einer Fahrt ins Landesmuseum.

Am Freitag abend führt Ellen Sieg

in das Thema ein. Anmeldung im Büro erforderlich

unter Telefon 55 44 79.

Freitag, 21. Oktober, 20 Uhr, Coburgzimmer

und Sonnabend, 22. Oktober

Die Entspanntheit der

Gerechtfertigten

Die paulinisch-lutherische Rechtfertigungslehre

hat Auswirkungen auf die Lebensführung

und das Selbstverständnis des Einzelnen.

Der Gerechtfertigte braucht nicht nach

einer falschen Ganzheitlichkeit zu trachten,

sondern darfsich als Sünder und Gerechtfertigten

betrachten. Vortrag am Reformationstag

von Pastor em. Rainer Sieg, musikalisch

umrahmt von der Lutherkantorei.

Montag, 31. Oktober, 20 Uhr, Wittenberghalle

Besuch im Schauspielhaus

Die „Antigone“ von Sophokles steht auf dem

Spielplan des Schauspielhauses. Nach dem

gemeinsamen Vorstellungsbesuch lädt

Michael Klieber zu einem Gespräch und kleinem

Imbiss ins Lutheraus ein. Anmeldung

erforderlich unter Telefon 55 44 79.

Sonntag, 13. November, 18 Uhr, Schauspielhaus.

KONTAKTE

Hier erreichen Sie uns

Das Gemeindebüro und die Pastoratsräume befinden sich in der Schillerstraße 27, 24116 Kiel.

Das Gemeindebüro ist montags bis freitags von 8 bis 11.30 Uhr geöffnet.

So können Sie uns erreichen:

Gemeindebüro 55 44 79 FAX 55 63 19

Pastor Martin Gregor 55 34 77 luther-kiel@t-online.de

Pastorin Sabine Klatt 9 24 02 pastorin.klatt@jakobi-ost.de

55 44 79

Jugendwart Boy Büttner 69 10 98 2 jugend@jakobi-ost.de

Pfadfinder www.kielmitte.vcp-sh.de

Durch den Kircheneingang gelangen Sie zum Kindergarten. Er ist montags bis freitags von 8 bis

12.30 Uhr geöffnet und unter der Telefonnumer 55 53 82 erreichbar.

Spendenkonto: Nr. 71 40 19, Sparkasse Kiel, BLZ 210 501 70

Die Gemeindegruppen Wir laden ein! Soweit nicht anders angegeben, finden alle Gruppen wöchentlich statt.

LH = Lutherhaus, Eingang Hebbelstraße 1; LK = Lutherkirche; MB = Mittelbau, rechts neben dem Turm

Montag

18.00 Besuchskreis (mtl. n. Vereinbarung) LH Klaus Radke (56 13 82)

20.00 Literaturkreis (mtl. n. Vereinbarung) LH Monika Kiethe (58 69 484)

Dienstag

17.00 Hauptkonfirmanden LH Martin Gregor (55 34 77)

18.00 Bibelkreis für jüngere Senioren LH Monika Kiethe (58 69 484)

(monatlich n. Vereinbarung)

19.30 Kunsthandwerkliche Werkstatt MB Barbara Köhler und Ellen Sieg (55 44 79)

(Projekte nach Vereinbarung)

20.00 Lutherkantorei LH Jens Siewertsen (79 03 46)

20.00 Gesprächskreis „Glaube konkret“ Hans Kuhn (55 44 79)

(monatlich n. Vereinbarung) LH

Mittwoch

15.00 Seniorenkreis LH Rosemarie Hofmann (37 26 37)

20.00 Posaunenchor LH Kristina Schrader (888 24 58)

Donnerstag

16.00 Vorkonfirmanden A (Jakobi-GH) Sabine Klatt (92402)

17.30 Vorkonfirmanden B (Jakobi-GH) Sabine Klatt (92402)

19.30 Der andere Kreis für Frauen ab 50 Ellen Sieg und Barbara Köhler (55 44 79)

(am 3. Donnerstag des Monats) LH

Die Pfadfinder - und Jugendgruppen finden Sie auf Seite 16.

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