Marvin Harms - Lutherkirche Kiel

lutherkiel

Marvin Harms - Lutherkirche Kiel

3

Juni - August 2009

Lutherpost

– Gemeindezeitung der Lutherkirche

Barbara Köhler zum Abschied S. 6-7

Christliche Friedensarbeit in Kiel S. 16-17

Interview mit Marvin Harms S. 23


2 KONTAKT

DIE MEINUNG

3

Hier erreichen Sie uns

Das Gemeindebüro und die Pastoratsräume

befinden sich in der Schillerstraße

27, das Amtszimmer von Pastorin

Bartholomae in der Schillerstraße

26, 24116 Kiel. Das Gemeindebüro

ist montags bis freitags von 8 bis

11.30 Uhr geöffnet.

Zum Kindergarten gelangen Sie durch

den Kircheneingang. Er ist montags

bis freitags von 8 bis 14 Uhr geöffnet.

Sie erreichen uns unter folgenden Telefonnummern

oder E-Mail-Adressen:

Gemeindebüro 55 44 79

Fax (Gemeindebüro) 55 63 19

buero@luther-kiel.de

Kindergarten 55 53 82

Pastor Martin Gregor 55 34 77

pastor.gregor@luther-kiel.de

Pastorin Gesa Bartholomae 36640

pastorin.bartholomae@luther-kiel.de

Pastorin Sabine Klatt 92 40 2

pastorin.klatt@jakobi-kiel.de

Gemeindebüro 92 40 2

Knooper Weg 53

Jugendwartin Sandra Israel-Niang

01744 796914

lujani_kiel@yahoo.de

Pfadfinder www.kielmitte.vcp-sh.de

lutherpost@luther-kiel.de

Homepage: www.luther-kiel.de

Spendenkonto: Nr. 71 40 19,

BLZ 210 501 70,

Förde Sparkasse

Impressum

Die Lutherpost erscheint 4 mal im Jahr. Sie wird zu

einem großen Teil in der Gemeinde verteilt.

Redaktion: Gesa Bartholomae, Renate Dopheide,

Gabi Ellermann, Katja Kroll, Hartmut Schulz

Redaktionsadresse und ViSdPG: Hartmut Schulz,

Schillerstraße 9, 24116 Kiel

Nächster Annahmeschluss für Beiträge: 25. Juli . 2009

Druck: Saxen Druckerei, 6.000 Stück

Liebe Leserinnen

und Leser,

haben Sie in jüngster Zeit schon mal

das Wort „Altholstein“ gehört oder

gelesen? Wenn Ihnen klar ist, dass

es nichts mit Altbier und auch nicht

mit einer Käsesorte zu tun hat, sind

Sie auf dem richtigen Weg. Und

wenn Sie das Wort sogar mit Kirche

in Verbindung bringen, haben

Sie schon fast einen Treffer gelandet.

Altholstein heißt der neue Kirchenkreis,

der schmal geschnitten entlang

der Autobahn A 7 von der Kieler

Förde im Norden bis fast an den

Hamburger Stadtrand reicht. Der

Groß-Kirchenkreis ist ein

Zusammenschluss der beiden

Kirchenkreise Kiel und Neumünster

im Zuge eines Reformprozesses, in

dem aus 27 Kirchenkreisen elf

Verwaltungseinheiten geworden

sind.

Also: Unser Kirchenkreis Kiel hat

nach 130 Jahren Existenz Abschied

genommen. Auch unsere Luthergemeinde

mit ihren rund 4.400

Gemeindemitgliedern gehört seit

Anfang Mai zu Altholstein mit insgesamt

240.000 evangelischen

Christen. Der Name Altholstein geht

zurück auf eine Erbteilung im 13.

Jahrhundert, als Herzog Johann II.

diese Region zugeteilt bekam.

Was verändert sich jetzt für unsere

Gemeinde? Antwort: Zunächst

nichts. Und das ist gut so. Denn Altholstein

wie auch die anderen zehn

Großkirchenkreise sind ja nicht geschaffen

worden, um den in der Kirche

aktiven Menschen eine Beschäftigungstherapie

zu verschaffen. Viel

Arbeit auf allen Ebenen hat die Reform

nämlich gekostet.

Die Neuordnung musste sein, damit

unsere Kirche weiterhin finanziell

über die Runden kommen kann.

Denn im Zuge der Reform soll erheblich

beim Verwaltungsapparat

gespart werden, damit wir an der

Basis in den Gemeinden den Rücken

weiterhin frei haben für unsere

Arbeit.

Ob diese Rechnung aufgeht und wie

lange unsere Finanzpolster reichen,

weiß kein Mensch zuverlässig vorauszusagen.

Die drastischen

Kirchensteuerrückgänge der vergangenen

Jahre sind weithin bekannt.

Unterm Strich bleibt, dass die Kirche

handeln musste und das hat sie

mit Gottes Hilfe getan. Insbesondere

den vielen ehrenamtlich aktiven

Frauen und Männern, die sich hier

engagiert haben, sollten wir dankbar

sein.

Ihr Hartmut Schulz


4 LUTHER-ABC

LUTHER-ABC

5

U wie Urchristentum

Woran denken Sie, wenn Sie dies

Wort hören: „Urchristentum“? Sicher

entstehen Fantasien über eine

ursprüngliche Gemeinschaft und eine

originäre Lehre, deren Wurzeln im

Leben und in Worten und Taten Jesu

von Nazareth stecken

wie in fruchtbarer

Erde. Und in der Tat:

Wer sich auf ein so genanntesUrchristentum

beruft, der steckt

seine eigene Fantasie

mit hinein, seine eigene

Frömmigkeit und

Weltsicht, sein Gottesbild,

ja, seine eigenen

Erlebnisse auch mit

den heutigen Kirchen.

Was die historische

Forschung zum Urchristentum

zu sagen

hat, ist nicht so schillernd bunt wie

das, was einem begegnet, wenn man

im Internet unter diesem Stichwort

sucht: Ein idealisiertes Urchristentum

und die so genannte Urgemeinde

werden heute in Anspruch genommen

für vielerlei Projektionen, von

Egalitarismus bis Vegetarismus, und

natürlich im zweiten Schritt für die

Legitimation der eigenen Meinung.

Allzu oft wird gegen die historischen

Kirchen polemisiert, verzerrt dargestellt

und es werden dabei die Jahr-

hunderte nur so durcheinander geschmissen.

Ist es Luther nicht auch so gegangen?

Lesen sich seine Schriften zur

Situation der „Kirche“ (den Begriff

„Urchristentum“ gebrauchen wir

erst seit Ende des 18. Jh.) von den

Invocavit-Predigten

1522 bis zu „Von den

Konziliis und Kirchen“

von 1539 nicht ganz

ähnlich? Ist die ganze

„Reformation“ nicht

der Versuch der Reinigung,

der Wiederherstellung

einer ursprünglichen

Kirche?

Sicher, auch Luther

entwickelt seine Sicht

aufgrund seines persönlichen

Zugangs und

seines eigenen Leidens

an der damaligen Kirche

und Frömmigkeit. Auch Luther

entwickelt aus dem Zentrum, nämlich

aus dem Gottesbild heraus, einen

neuen Zugang zu dem, was sein

sollte: Die befreiende Predigt vom

Christus. Aber auf eine ursprüngliche

Kirche, auch vielleicht mit anderen

Begriffen genannt, beruft er

sich nicht. Luther beruft sich auf die

Bibel, wie sie ihm überliefert wird

in den Sprachen ihrer Entstehung,

auch, wenn er Schriften verschiedentlich

gewichtet und umstellt.

Mit diesem Blick in die Geschichte

erkennen wir die Subjektivität des

Betrachters, einschließlich unserer

selbst. Was sich heute mit dem Prädikat

„Ur-“ schmückt, beansprucht,

wahr und rein zu sein. Diejenigen,

die sich heute auf das Urchristentum

berufen, kritisieren meist geschichtliche

Entwicklungen, die tatsächlich

einer Kritik unterworfen werden

müssen. Zu nennen sind insbesondere

Hierarchisierungen, Ritualisierungen,

Institutionalisierungen,

Synkretismen und insbesondere

Machtmissbrauch. Woraus aber

schöpfen sie Kriterien und den eigenen

Gegenentwurf? Bis in unsere

Zeit hinein werden von verschiedensten

Gruppen gerne Zusatzoffenbarungen

vorgeschützt, „neue“

Prophetie. Unmöglich in einer evangelisch-lutherischen

Kirche, die sich

auf die Bibel stützt und zugleich immer

in Entwicklung und Selbstkritik

steht. Selbst Luther war eben kein

Prophet und ein „Ur-Luthertum“ ist

nicht zwangsläufig besser. Gruppen

und Gestalten der Kirchengeschichte

werden von heutigen „Urchristen“

zu Zeugen gemacht, wie es ihrem

Ansatz gerade passt, gern Minderheiten,

die leiden mussten, und Mystiker.

Moderne „Urchristen“ zensieren

gern und in typischer Weise Teile der

Bibel oder spielen sie gegeneinander

LUTHER-ABC

aus, um an einen „wahren, ur-

(!)sprünglichen Kern“ zu kommen.

Dabei ist die Bibel zugleich historisches

Zeugnis ihres Gewordenseins

und ein göttlicher Schatz in tönernen

Gefäßen, in menschlichem Wort.

Deshalb ist ein wacher Geist gefordert,

wo mit vermeintlicher Ursprünglichkeit

eher vernebelt als erhellt

wird. Immerhin – was heute aus

„urchristlichem“ Munde an Kritik

kommt, kann durchaus Anlass sein,

über die eigene Haltung, die eigene

Praxis und eigene Wurzeln nachzudenken,

um zu erkennen, in welcher

Erde sie stecken.

Pastor Martin Gregor

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6 GEMEINDELEBEN GEMEINDELEBEN

7

Barbara Köhler zum

Abschied

Es mag dreißig Jahre her sein, da

hat unsere Nordelbische Kirche in

hoher Auflage ein Plakat herausgebracht,

das uns Kirchensteuerzahlern

vor Augen führen sollte,

wofür unser

Geld ausgegeben

wird, nämlich

auch für

eine große Zahl

von Mitarbeitern.

Auf dem

besagten Plakat

waren echte

Mitarbeiter,

nicht „Models“,abgebildet:beispielsweise

ein Organist

auf seiner

Bank, ein Küster bei der Arbeit in

der Kirche, eine Pfarramtssekretärin

an einer Schreibmaschine.

Und die dargestellte Sekretärin

war niemand anders als Barbara

Köhler. Natürlich war sie für diesen

Zweck aus rein äußerlichen

Gründen ausgewählt worden: wegen

ihrer jugendlichen Ansehnlichkeit,

und sie war am Ort in Kiel zur

Stelle.

Ich fand dann aber bald, dass sie

nicht zu Unrecht als sozusagen beispielhafte

Pfarramtssekretärin vor-

geführt worden war. Sie war in ihrem

Arbeitsbereich wirklich mit großem

Engagement, mit Eifer und

Sorgfalt tätig. Dabei hatte es fünf

Jahre zuvor kurios begonnen. Wir

hatten in der noch jungen Kinderstube

einen ersten Personalwechsel vorzunehmen

und

die offene Stelle

in der Zeitung

ausgeschrieben,

und zwar mit

der ausdrücklichen

Klausel,

es sollten sich

nur ausgebildete

Fachkräfte

melden; die waren

seinerzeit

knapp. Auf

Grund dieser

Anzeige meldete

sich Frau Barbara Köhler, indem

sie sogleich persönlich vorstellig

wurde. Auf meine Frage, ob sie eine

entsprechende Qualifikation habe,

ward mir die Antwort: nein, das

nicht.

Leicht verärgert und gereizt wollte

ich dann natürlich wissen, wieso sie

sich dann überhaupt bewerben wolle,

und rechnete - das Fachpersonal

war damals wirklich rar - mit der Erwiderung,

sie könnte ja doch immerhin

als Aushilfskraft tätig werden.

Aber die Antwort war von anderer

Art. Und besonders beeindruckend

waren die vor Begeisterung und

Sehnsucht leuchtenden Augen, als sie

sagte, sie würde so sehr gerne bei der

Kirche arbeiten.

Es fügte sich so, dass zur selben Zeit

eine Sekretärin ausscheiden musste,

weil sie mit ihrem Ehemann fortzog.

Und für eine solche Stelle hatte Frau

Köhler eine förderliche Ausbildung

vorzuweisen. So konnte ihr Lebenswunsch

in Erfüllung gehen, kirchliche

Angestellte zu werden.

Das war sie dann auch mit Herz, großer

Menschenfreundlichkeit, beträchtlichem

Einsatz und mit einer

tiefgehenden Verbundenheit mit ihrer

Gemeinde. Sie hat den kirchlichen

Anstellungsträger nie als beliebigen

Arbeitgeber angesehen, hat ihre Tätigkeit

nie als bloßen Job betrachtet,

sondern hat mit Hingabe den kirchlichen

Dienst versehen – als Dienen.

Ihr Engagement war daran abzulesen,

dass sie – anfänglich nur geringfügig

beschäftigt – weit über die bezahlte

Zeit hinaus tätig war, wenn

dies vonnöten war. Mit großer Selbstverständlichkeit

war sie im Einsatz,

wenn über die normalen Aufgaben

hinaus Bedarf entstand. Aber auch

als Privatperson nahm sie an sehr

vielen Veranstaltungen der Kirchengemeinde

teil, einfach weil es ihr

wichtig war. Sie beteiligte sich an

Gruppen, am Gemeindeurlaub (im

Teutoburger Wald), an Gemeindereisen,

an Gottesdiensten sowieso,

sowie am jahrelangen Programm

„Aktionen und Begegnungen im

Lutherhaus“. Hierfür hat sie ehrenamtlich

auch eigene Aktivitäten beigesteuert.

Ebenso ehrenamtlich war

sie drei Wahlperioden im Kirchenvorstand

der Luthergemeinde verantwortlich

tätig. Sie war, häufig ganz

unauffällig, die gute Seele bei „Luther“.

In der letzten Zeit hat der übergroße

persönliche Einsatz Frau Köhlers

nachgelassen, notgedrungen, aus gesundheitlichen

Gründen. Deshalb

scheidet sich auch vorzeitig aus dem

Dienst aus. Wer sie nur aus der jüngsten

Zeit kennt, steht in der Gefahr,

die Lebensleistung zu verkennen, die

Barbara Köhler für die Luthergemeinde

erbracht hat.

In der Tat und in Wahrheit schuldet

die Lutherkirchengemeinde Barbara

Köhler für den Dienst von 35 Jahren

großen Dank.

Pastor em.Rainer Sieg

Wenn Sie sich persönlich von unser

Gemeindesekretärin Barbara

Köhler verabschieden möchten,

kommen Sie am 12. Juli 2007 in

den Gottesdienst und zum anschließenden

Empfang im Lutherhaus.


8 GEMEINDELEBEN

GEMEINDELEBEN

9

Familiennachrichten

B e e r d i g u n g e n

Elise Starke 98 Jahre

Annemarie Ebling 87 Jahre

Dorothea Siodlaczek 88 Jahre

Martha Salau 87 Jahre

Else Weinerowski 82 Jahre

Herta Sass 95 Jahre

Anita Wank 69 Jahre

Manfred Loehr 75 Jahre

Margrit Höllmer 71 Jahre

Heinz-Herm. Jünemann 80 Jahre

T a u f e n

Marcel Stoltenberg

Eva-Lena Stange

Lis Vellguth

Linn Madita Kutscher

Ben Ole Arlt

Matteo Droste

Foto: epd-Bild

Projekt „Grüner Hahn“

In seiner Sitzung im

April 2009 hat der

Luther-Kirchenvorstand

beschlossen,

sich an dem Projekt

„Grüner Hahn“ zu

beteiligen. Ziel ist

es bis zum Jahre

2015 die energiebedingten CO - 2

Emissionen um 25% gegenüber dem

Basisjahr 2005 zu reduzieren. Weitere

Informationen, z.B. wie dieser

Plan in unserer Gemeinde umgesetzt

werden soll, lesen in der nächsten

Lutherpost-Ausgabe im September.

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Elternzeit, Teil 2

Stina wird 1 Jahr alt und

die Praxis im Pfarrhaus

öffnet wieder ihre Türen:

Heike Ott praktiziert

wieder als Ärztin für

Osteopathie. Um den

Übergang leichter zu machen,

ist Pastor Martin

Gregor im Anschluss an

den Sommerurlaub im

September und Oktober

wieder in Elternzeit. Wie

im vergangenen Jahr

wird für Vertretung

gesorgtsein. Wir hoffen, dass es der

Familie gut tut, wieder in einen normalen

Rhythmus zu kommen, wünschen

gute Erholung im Sommer und

Foto: privat

ein fröhliches Wiedersehen im

November. Ab 5. November ist Pastor

Gregor wieder im Dienst.

Monatsspruch Juni


1 0

Alles neu macht der Mai…

… doch bereits schon im Februar

erhielt der Lutherposaunenchor ein

neues Tenorhorn! Die Neuanschaffung

war nötig geworden, da in letzter

Zeit der Posaunenchor stetig gewachsen

ist und inzwischen alle verfügbaren

tiefen Instrumente wieder

gespielt werden.

Nach erfolgreichen Jungbläserschulungen

und Dank einiger

„Wiedereinsteiger“ wartet nun lediglich

noch eine Trompete darauf

wieder gespielt zu werden.

Spontan hatten der Kirchenvorstand

und der Förderkreis der Lutherkirchengemeinde

sich bereit erklärt,

die gesamte Finanzierung des neuen

Hornes zu übernehmen. Inzwischen

ist das Instrument bereits gut

eingespielt und erklang auch schon

in einem Gottesdienst im Freiligrath-

Heim und bei Gottesdiensten in der

Lutherkirche.

Auch auf dem Kirchentag in Bremen

werden Lutherbläser unterwegs

sein und bei der Live-Übertragung

des großen Abschlussgottesdienstes

im Fernsehen quasi den Bläserklang

vom Lutherkirchturm in die weite

Welt tragen. (Bilder und Informationen

gibt es unter www.nepm.de )

Kontakt:

Jens Haverland (Tel.: 3103735)

CALVIN-JAHR CALVIN-JAHR

Johannes Calvin wird 500

Am 10. Juli jährt sich zum 500.

Mal der Geburtstag des Schweizer

Theologen Johannes Calvin. Neben

Martin Luther und Ulrich Zwingli

zählt er zu den bedeutendsten Reformatoren

des 16. Jahrhunderts,

denn er hat von Genf aus die evangelische

Christenheit weltweit und

bis heute spürbar beeinflusst. Das

ist auch für uns ein Grund, an ihn

zu erinnern und eventuelle Vorurteile

zu überprüfen. Wer war dieser

Mann wirklich, der sein ganzes Leben

in den Dienst der Reformation

stellte und dabei sehr streng vorgehen

konnte? Oft wird sein Bild in

düsteren Farben gezeichnet. Um

ihm gerecht zu werden, müssen wir

ihn allerdings differenzierter wahrnehmen

und uns näher mit ihm beschäftigen.

Das ist gerade in diesem

Jahr gut möglich, denn sein runder

Geburtstag wird weltweit mit wissenschaftlichen

Symposien, Tagungen,

Ausstellungen und Gottesdiensten

gefeiert.

Hier nur einige der wichtigsten Daten:

Er wird am 10. Juli 1509 unter

dem Namen Jean Cauvin in

Noyon in Frankreich geboren. Nach

der Schulzeit beginnt er eine juristische

Laufbahn. Daneben beschäftigt

er sich mit dem Humanismus

und der Reformationsbewegung

und wird ihr Anhänger.

1536 erscheint die Erstausgabe der

Christianae Religionis Institutio (Unterricht

in der christlichen Religion,

sein Hauptwerk), mit der er sich den

Ruf eines Vordenkers der

Reformationsbewegung erwirbt. Er

hilft fortan beim Aufbau der protestantischen

Gemeinde in Genf.

Deutlich wird in allen seinen Bemühungen

die Sorge um die Gestalt der

Gemeinde und um die Übereinstimmung

von Lehre und Leben, auch bei

den Gemeindegliedern. Als Calvins

Verdienst gilt, dass er den Menschen

an Christus als einzigen Herrn gebunden

sieht und die verändernde

Kraft des Evangeliums für Gesell-

1 1

schaft und Politik betont hat. Den

Staat erinnerte Calvin immer wieder

daran, dass er nur vorletzte

Instanz für das menschliche Leben

ist und den Menschen, das

Ebenbild Gottes, in seiner Würde

und seinen Rechten zu schützen

hat. Er hat damit die Freiheitsund

Demokratiegeschichte der

westlichen Welt entscheidend

beeinflusst.

Calvin stirbt am 27. Mai 1564

und wird in Genf beigesetzt.

Pastorin Gesa Bartholomae

Veranstaltungstipp:

Themenabend der ESG Kiel über die

Reformierte Kirche

Titel: „Im Spannungsfeld von Zucht

und Freiheit“

Referentin: Pastorin Imke Ackermann-Dorn

von der Evangelisch Reformierten

Gemeinde in Lübeck

Zeit: Mittwoch, 10. Juni, 19.30 Uhr

Ort: Unikirche, Westring 387 (Andacht)

und Räume der ESG,

Westring 385a (Vortrag und Diskussion)


12 13

BESONDERE VERANSTALTUNGEN BESONDERE VERANSTALTUNGEN

Gemeindeausflüge

im Sommer

Donnerstag ist Reisetag in den Gemeinden

Luther und Jakobi, jedenfalls

alle zwei Monate, denn da laden

wir besonders die ältere Generation

zu folgenden Ausfahrten ein:

Donnerstag, 25. Juni 2009

Lüneburg und Scharnebeck

Wir fahren in die alte Hansestadt Lüneburg,

die an jeder Ecke Geschichte

atmet. Wir erkunden sie und essen

dort im Landhotel Franck zu

Mittag. Eine Andacht halten wir in

der Nikolaikirche, einem gotischen

Bau im Wasserviertel. Nachmittags

fahren wir nach Scharnebeck, wo wir

das Schiffshebewerk besichtigen und

eine Schifffahrt machen.

Abfahrt:

8.30 Uhr von der Lutherkirche

8.45 Uhr von der Jakobikirche

Rückkehr: ca. 18.00 Uhr

Kosten: 39, 00 € pro Person

Im Preis ist die Busfahrt, das Mittagessen

und die Besichtigung des

Schiffshebewerkes incl. Schifffahrt

enthalten. Getränke, Kaffee und Kuchen

usw. bestellen Sie bitte nach eigenem

Wunsch und bezahlen individuell

direkt vor Ort.

Kartenverkauf: Ab Montag, 8. Juni,

in den Kirchenbüros

Donnerstag, 27. August

Hamburg-Othmarschen,

Wedel und Rellingen

Wir fahren in den Hamburger Westen

und machen zuerst Station im

Jenischpark, der 1797 angelegt wurde.

Mit seinen weit ansteigenden

Wiesen, den prächtigen alten Eichen

und exotischen Bäumen lädt er zum

Spazierengehen ein. Es besteht dort

auch die Möglichkeit, das Barlachhaus

zu besuchen (Eintritt 5 €). Zum

Mittagessen fahren wir weiter in die

kleine und hübsche Stadt Wedel. Auf

dem Rückweg besuchen wir die

Rellinger Kirche, einen achteckigen

Barockbau aus Backstein.

Abfahrt:

9.00 Uhr von der Lutherkirche

9.15 Uhr von der Jakobikirche

Rückkehr: ca. 18.00 Uhr

Kosten: 28,00 € pro Person

Im Preis ist die Busfahrt und das

Mittagessen enthalten. Den Eintritt

in das Barlachhaus bezahlen Sie

bitte selber direkt vor Ort sowie Getränke,

Kaffee und Kuchen, die Sie

bitte nach eigenem Wunsch bestellen.

Kartenverkauf: Ab Montag, 10. August

in den Kirchenbüros

Öffnungszeiten der Kirchenbüros:

Luther, Schillerstraße 27

Mo - Fr 9.00 - 11.30 Uhr;

Tel.: 554479

Jakobi, Knooper Weg 53

Mo - Fr 9.00 - 11.00, Mi 17.00 -

19.00 Uhr; Tel.: 92402

Alle Ausflüge unternehmen wir mit

der Firma Andreßen in modernen

Reisebussen mit Schlafsesseln, Küche,

WC, Klimaanlage, Video/DVD,

CD-Player und Kühlschrank, Fußstützen,

Tischen a.d. Rücksitzen,

ABS, ASR und Sicherheitsgurten.

Ausflug des Frühstückstreffs

Vor der Sommerpause macht der

Frühstücktreff am 11. Juni einen

Besuch beim Rauhen Haus in Hamburg.

Nähere Information gibt es bei

Pastorin Klatt, Tel 9 24 02.

lindenstraße 9: 24118 kiel

tel. 0431 / 57 97 60 mobil 0173/8888311

Wir sind mit dabei!

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14

BESONDERE VERANSTALTUNGEN

Haben Sie Glaubensfragen, über die

Sie immer schon einmal mit anderen

sprechen wollten? Gibt es Abschnitte

in der Bibel, die Sie nicht

verstehen? Möchten Sie über bestimmte

Themen der Kirche gerne

mehr wissen? Dann sind Sie herzlich

zu unserem „Glaubensdialog“

eingeladen, einem Treffen, das der

Begegnung, dem Austausch und der

Klärung all dieser Fragen dienen

soll. Er findet jeden zweiten Dienstag

um 19.30 Uhr im Amtszimmer

von Pastorin Gesa Bartholomae,

Schillerstraße 26 statt.

Termine im Juni und Juli 2009:

9.6.; 23.6.; 7.7.; 21.7.

Von August bis Mitte Oktober macht

der Glaubensdialog eine Sommerpause.

Die Themen legen wir gemeinsam

fest. Auf unserer Wunschliste stehen

unter anderem:

Was bedeutet das Abendmahl?

Wie ist das Glaubensbekenntnis entstanden?

Was ist Gerechtigkeit?

Wie gehen wir mit Andersgläubigen

um?

Kontakt: Gesa Bartholomae

Tel.: 36640, Email:

gesa.bartholomae@gmx.de

Monatsspruch Juli

Montag

8.00 Morgenlob/Frühstück der ESG UK - P. Gesa Bartholomae (36640)

15.30 Ungarisch für Anfänger - ab 15 Jahren LH

18.30 Pfadfindergruppe (ab 16 Jahre) LH - Tim Singelmann

19.00 Zeit der Stille UK - P. Gesa Bartholomae (36640)

Dienstag

11.00 Besuchskreis (mtl. n. Vereinb.) LH - P. Martin Gregor (553477)

16.00 Konfirmanden Dreijahresgruppe GH - P. Sabine Klatt (92402)

16.15 Vorkonfirmanden - LH - P. Gesa Bartholomae (36640)

16.30 Jugendchor Jakobi-GH - Dieter Rathke (5603791)

17.00 Pfadfinder (Mädchen ab 8 J.) LH - Tim Singelmann

17.00 Konfitreff (1. Di im Mon.) - Jakobi-GH - Sandra Israel-Niang

17.30 Konfikino (alle 2 Mon.) LH - Sandra Israel-Niang (0174-4796914)

19.00 Jugendgottesdienst-Team (bis Ende Juni) LH

19.30 Glaubensdialog (14-tägig) MB - P. Gesa Bartholomae (36640)

19.45 „Glaube konkret“ (mtl. n. Vereinb.) LH - P. em. Hans Kuhn (554479)

20.00 Lutherkantorei LH - Jens Siewertsen (790346)

Mittwoch

15.00 Seniorenkreis (alle zwei Wochen) LH - Rosemarie Hofmann (372637)

17.45 FKC 2 (ab 12 Jahre) Jakobi-GH - Sandra Israel-Niang (2068416)

19.00 Männergruppe (3. Mi im Mon.) Ort nach Absprache

P. Martin Gregor (553477)

19.00 Anfängerausbildung Posaunenchor LH - Jens Haverland (3103735)

19.30 Andacht und Gemeindeabend der ESG UK - P. Gesa Bartholomae (36640)

20.00 Posaunenchor LH - Jens Haverland (3103735)

Donnerstag

09.30 Frühstückstreff (mtl. n. Vereinb.) LH - P. Sabine Klatt und Team (92402)

17.30 Pfadfindergruppe (10-13 Jahre) LH - Tim Singelmann

Samstag

UNSERE GRUPPEN

Soweit nicht anders angegeben, finden die Gruppen wöchentlich statt.

LH= Lutherhaus, Eingang Hebbelstr. 1-3

MB= Mittelbau, Eingang rechts neben dem Turm

Jakobi-GH= Jakobi-Gemeindehaus, Knooper Weg 53

UK= Unikirche, Westring

10.00 Jugend -Aktionstag „Ende des Sofas“(mtl.) LH oder andere Orte-

Sandra Israel-Niang (0174-4796914)

15


16 FRIEDENSGRUPPE

ROLL BACK MALARIA

17

Christliche Friedensarbeit

in Kiel

Der Gesprächskreis für christliche

Friedensarbeit entstand Ende 1982

mit dem Ziel, die Aktivitäten der einzelnen

Friedensgruppen in den Kirchengemeinden

und Werken des

Kirchenkreises zu koordinieren. Es

war die Zeit der Hoch- und Nachrüstung

in den USA und ihrer Verbündeten

(NATO) und UdSSR (Warschauer-Pakt).

Nicht nur in den Kirchen

gab es heftige Auseinandersetzungen

und Proteste um den richtigen

Weg zum Frieden zwischen den

Machtblöcken und Staaten besonders

in Europa: Frieden mit Waffen – ohne

Waffen, Aufrüstung – Abrüstung,

Atomwaffen ja, zur Abschreckung –

Atomwaffen nein – sie sind ein Verbrechen

an der Menschheit.

Der Gesprächskreis initiierte und unterstützte

seit seinem Bestehen viele

friedenspolitische Aktivitäten in Kiel,

so auch die vom Evangelischen

Frauenwerk im November 1982 ins

Leben gerufene „Schweigekette für

den Frieden“ in der Holstenstraße.

Aus dieser Schweigekette entwickelte

sich die „Mahnwache für den Frieden“,

wieder vor der Nikolaikirche,

die bis heute an jedem 1. Sonnabend

im Monat gehalten wird. Hierzu wird

immer ein Faltblatt an Passanten verteilt,

das jeweils ein aktuelles Thema

inhaltlich aufgreift. Nach dem Zwölf-

Foto: privat

uhr-Geläut, dem Angelusgeläut, endet

die Aktion mit einer Andacht in

der Nikolaikirche.

Dass es nach dem Zusammenbruch

des Ostblocks 1989 weltweit keinen

Frieden gab, sondern im Gegenteil

überall neue Kriege ausbrachen, sogar

in Europa, war für viele in der

Friedensarbeit Engagierte eine tief

greifende Entmutigung. Zahlreiche

Friedensgruppen lösten sich auf.

Dennoch blieb der Arbeitskreis für

christliche Friedensarbeit bestehen.

Dieser Kreis trifft sich unregelmäßig

an Mittwochabenden im Lutherhaus,

Hebbelstraße 1-3, um Gottesdienste,

Mahnwachen und weitere Aktionen

zu planen und vorzubereiten. In seiner

ganzen Arbeit will der Kreis

deutlich mache, was es heutzutage

heißt, im Geist und in der Kraft Jesu

Christi Frieden zu stiften.

Möchten Sie mitarbeiten? Dann

sprechen Sie uns an: Inge Loehr, Tel.

180970 und Wilhelm Reinhardt, Tel.

84373

Roll back Malaria

Liebe Mitglieder der

Lutherkirchengemeinde!

Herzlichen Dank für Ihre Spenden

zum „Malaria“-Projekt. Wir freuen

uns über die vielen Menschen, die

sich darin beteiligt haben. Dazu gehören

auch viele von Ihnen aus „Luther“!

Insgesamt sind bei uns so viele

Spenden eingegangen, dass für mehr

als 300 Kinder Malariaschutz gesichert

ist und ihnen das Paket mit den

rettenden Materialien und Medikamenten

ausgehändigt werden kann.

Das ist ein sehr schönes und mutmachendes

Ergebnis. Wir sind zuversichtlich,

dass die weltweiten Y’s

Men’s Clubs des CVJM/YMCA ihr

Ziel erreichen, insgesamt für 20.000

Kinder Malariaschutz zu finanzieren.

Wir wünschen dem Gesamtprojekt

der UNO guten Erfolg. Übrigens:

Den weitaus größten Anteil

an den weit über 2.000 € haben die

Gottesdienstbesucher beigetragen,

die nach den Gottesdiensten symbolische

Fliegenklatschen erworben

haben. Sie haben das Wort aus dem

Jakobusbrief Kap. 1, 22 beherzigt:

„Seid Täter des Wortes und nicht

Hörer allein“! Das ist super! Nochmals

vielen Dank allen, die sich mit

ihrer Spende beteiligt haben.

Ihr Karsten Sohrt, Pastor i. R.

(Präsident des Y’s Men’S Club Kiel)

A n z e i g e


18 19

KINDERSEITE KINDERSEITE

In welchem der drei Körbe sind die meisten Kirschen, wenn der Baum abgeerntet

ist?

Lösung: Korb B mit 21 X 2 Kirschen

Kinderkirchen-

Abschlussfest

am 5. Juli 2009

Der Sommer kommt – und

mit ihm die große Pause der

Kinderkirche. Nachdem wir

uns am 14. Juni im Lutherhaus zur nächsten

Kinderkirche getroffen haben, feiern wir am 5.

Juli wieder ein tolles Abschlusfest unter freiem

Himmel: Wir treffen uns um 10.45 Uhr, an diesem Sonntag direkt vor der

Kirche, um in ein Geländespiel im Schrevenpark zu starten. Hoffentlich spielt

das Wetter mit!

Und anschließend wie immer: Das große Picknick samt Grillen am „Planschbecken“.

Bitte bringt Salate, Kuchen etc. für ein Buffet mit! Dazu noch das

eigene Geschirr, Becher und Bestecke, Decken und Isomatten, und dann kann

ja fast nichts mehr schief gehen. Unsere Grillwürstchen werden wieder 1 Euro

kosten, unsere Getränke sind frei, und der „Gewinn“ geht wieder an unser

Kinderkirchen-Patenkind Mathias aus Indonesien. Gabi wird uns von ihm erzählen

und Bilder und Briefe mitbringen.

Unsere erste Kinderkirche nach den großen Ferien ist voraussichtlich am 6.

September. Da ist Pastor Gregor noch in „Elternzeit reloaded“, aber das Team

macht weiter!

Da ist doch noch mehr drin...

...Schulanfängergottesdienst am 2. September!

Mit allen, die am 2. September in der Goetheschule eingeschult

werden, wollen wir im Einschulungsgottesdienst nachsehen, ob im

Schulanfang oder in der Schultüte nicht noch mehr versteckt ist als

nur der „Ernst des Lebens“. Auf alle Fälle werden unsere

Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen für die Schulzeit in der Kirche

ihren Raum haben, genauso wie auch Gottes Segen, der allen Kindern

den Rücken stärken will. Der Gottesdienst beginnt um 11.30 Uhr in

der Luther-Kirche. Alle Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und

Freunde sind herzlich willkommen.


20 KONFIRMANDENANMELDUNG

KONFIRMANDENANMELDUNG

21

Beim Konfi-Kurs mitmachen?!

Sicherlich hast du dir dazu

schon Gedanken gemacht. Es

gibt viele gute Gründe, da

mitzumachen: Zum einen

willst du bestimmt selber

glauben und nicht andere für

dich glauben lassen. Dafür

aber muss man wissen, worum

es geht. Im Konfi-Kurs

erfährst du alles wichtige

über Gott und Glauben, damit

du dich selber entscheiden

kannst. Zum anderen ist Konfi-

Kurs längst nicht mehr nur Unterricht:

in Luther und Jakobi haben wir

ein neues Modell entwickelt – eine

Mischung aus zwei Wochenendfreizeiten,

Unterricht, Projektphasen,

Konfikino und vielem mehr. Bei uns

geht es weniger ums Lernen als viel

mehr darum, Erfahrungen mit Glauben

und Gemeinde zu machen und

sich darüber auszutauschen. Und

natürlich werden wir auch viel Spass

miteinander haben!

Zum Konfi-Kurs schon mit 11 Jahren?!

Ja klar, bei uns brauchst du nicht so

lange zu warten, bis es losgeht mit

der Konfi-Zeit! Wir beginnen mit

allen, die im Spätsommer in die 6.

Klasse kommen. Am Dienstag, dem

15. September, um 16 Uhr startet der

neue Kurs im Jakobi-Gemeindehaus.

Kurz darauf geht es auf eine

Wochenendfreizeit am Koppelsberg

in Plön. Da hast du die Gelegenheit,

alle anderen aus deiner Gruppe näher

kennenzulernen und schon die ersten

Infos über Gott und Glauben

zu bekommen.

Warum beginnt der Konfi-Kurs bei

uns schon eher? Weil man in der 6.

Klasse noch nicht so viel für die

Schule tun muss wie in höheren

Klassen und mehr Zeit hat! Im Gegensatz

zu Konfi-Kursen in anderen

Gemeinden, die vielleicht auch über

einen kürzeren Zeitraum gehen, hast

du bei uns – in Luther und Jakobi –

die Gelegenheit, dich mal intensiver

und mal lockerer mit einzuklinken,

denn es gibt nach dem ersten für alle

verbindlichen Halbjahr- Unterricht

eine Projektphase von ca.einem Jahr,

in der du dir deine Projekte selbst

zusammenstellen kannst. Da entscheidest

du selbst, an wie vielen

Aktionen du teilnimmst, je nachdem

auch wie viel Zeit du hast. In dieser

Phase lernst du Gemeinde mit

ganz unterschiedlichen Veranstaltungen

und Leuten kennen.

Danach geht es in die Endrunde –

mit noch einmal einem halben Jahr

Konfi-Unterricht: Fragen aus der

Projekt-Zeit werden geklärt, deine

eigenen Themen sind dabei – und

natürlich das, was man fürøs Leben

braucht: Wissen und Verstehen

um Gott und die Welt. Die Konfirmation

ist dann dein großes Fest in

der Kirche! Und wenn du Lust hast,

dann komm mit auf die große Freizeit

im Sommer nach der Konfirmation!

Kommst du im Spätsommer 2009

in die 6. Klasse? Dann kannst du

schon mitmachen beim neuen Konfi-

Kurs. Deine Konfirmation ist dann

voraussichtlich im Mai 2012. Noch

Fragen? Antworten bekommst du bei

Pastorin Sabine Klatt und Pastor

Martin Gregor, denn die Gemeinden

Jakobi und Luther arbeiten zusammen.

Oder komm mit deinen Eltern

zum Info-Abend am Dienstag, 16.

Juni, um 19.00 Uhr in das Jakobi-

Gemeindehaus im Knooper Weg 53.

Melde dich am besten gleich, spätestens

am 17. Juli 2009, an im Jakobi-

Gemeindebüro, Tel. 9 24 02 oder im

Luther-Gemeindebüro,

Tel. 55 44 79.

Dein Konfirmationsteam:

Pastor Martin Gregor, Pastorin Sabine

Klatt, Jugendmitarbeiterin Sandra

Israel-Niang

Monatsspruch August

Der HERR segne dich und

behüte dich;

der HERR lasse sein

Angesicht leuchten über

dir und sei dir gnädig;

der HERR hebe sein

Angesicht über dich und

gebe dir Frieden.

4. Mose 6, 24-26


22

Fahrt zum Jugendtreffen

nach Taizé

Was ist Taizé? Ein Ort in Südfrankreich/Burgund.

Was ist das besondere

an diesem Ort? Hier gibt es eine

ökumenische Gemeinschaft, die sich

für den Pilgerweg des Friedens einsetzt

und ihn im Miteinander auch

lebt. Jede Woche über treffen sich

dort Jugendliche aus allen Ländern,

leben mit den Brüdern der Gemeinschaft

ihr Leben mit, diskutieren

über Gott und die Welt, feiern zusammen

Andachten in ganz anderer

Form und lassen sich von den Begegnungen

dort inspirieren.

Im Oktober (10.-19.10.2009) wollen

wir Teil dieser großen Gemeinschaft

werden. Man muss dafür kein

Französisch können – es finden sich

immer wieder Leute, die übersetzen,

und die Umgangssprache ist sowieso

Englisch. Oft ist es faszinierend

zu erleben, wie auch über Gestik

und Mimik – ohne Worte – Verständigung

möglich ist. In Taizé wird

ganz bewusst ein sehr schlichter Lebensstil

gelebt, denn es geht um die

Solidarität mit Menschen in aller

Welt: Friede kann nur dort beginnen,

wo Lebensmittel geteilt werden

und keine auf Kosten der anderen

lebt. Einfacher leben ist nicht unbedingt

einfacher, aber es setzt viel

Fantasie frei und legt die Spur zu

einem erfüllteren Leben. In der Be-

JUGENDSEITE

gegnung mit den Brüdern und den

anderen Teilnehmern gibt es viele

neue Impulse, was wir zu Hause, vor

Ort tun können für mehr Gerechtigkeit

und Frieden in unserer Welt. Der

Tag dort ist geprägt von drei gemeinsamen

Andachten, der Bibelarbeit

und dem Austausch, gemeinsamen

Mahlzeiten, Freizeit, aber auch der

Mithilfe und Mitarbeit in der Versorgung

und Unterbringung der Gäste.

Ein Vorbereitungs- und Info-Treffen

findet statt am Dienstag, dem 9. Juni

um 19.30 Uhr im Gemeindehaus im

Knooper Weg 53. Und wer vorher

schon einen kleinen Vorgeschmack

von Taizé bekommen möchte, komme

einfach vorbei zu unseren Taizé-

Andachten mittwochs um 19 Uhr in

der Jakobi-Kirche (noch bis zum 27.

Mai, dann ist Sommerpause bis zum

2. September).

Wir werden am Samstag, dem 19.10.

früh mit dem Zug nach Freiburg starten

(mit Bahncard ca.80 Euro, ohne

110 Euro), dann nehmen wird den

Bus nach Taizé (ca.85 Euro). So erreichen

wir Taizé innerhalb eines

Tages. Vor Ort zahlt man 55 Euro

für die Zeltunterbringung, etwas

mehr für die Unterbringung im

Mehrbettzimmer. Die Verpflegung ist

im Preis inbegriffen.

Nähere Information erteilt Pastorin

Sabine Klatt Tel. 9 24 02 oder per

mail: pastorin.klatt@jakobi-kiel.de

Foto: privat

INTERVIEW

Marvin

Harms

Welche Verbindung haben Sie zur Luthergemeinde? Mein ehemaliger

Musiklehrer Herr Siewertsen brachte mich vor einiger Zeit darauf, in der

Lutherkantorei, deren Leiter er ist, mitzusingen. Seitdem nehme ich somit an

den Proben und Konzerten dieses Chores teil.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit? Ich spiele Gitarre und Klavier

und singe viel. Ich lese gerne und beschäftige mich mit der lateinischen

Sprache und damit mit den vielfältigen Inhalten antiker Literatur wie Philosophie,

Geschichte u.a.

Was hat Ihren Glauben und Ihre Einstellung zur Kirche geprägt?

Und welche Bedeutung hat die Kirche für Ihren Glauben? Prägend

war vor allem der Konfirmandenunterricht. Für meinen Glauben stehen

die Menschen, die sich in der Kirche versammeln, im Mittelpunkt. Sie suchen

dort Halt und Gemeinschaft, was in meinen Augen der zentrale Aspekt der

Kirche ist.

Welche Bibelgeschichte oder welcher Bibelspruch bedeutet Ihnen

am meisten? Sehr beeindruckend finde ich die Stelle, an der Jesus auf

die Probe gestellt wird (Mt 4, 1-11). Hier wird deutlich, welchen Versuchungen

der Mensch ausgesetzt ist, nämlich materiellen Gütern, Selbstsicherheit

und Selbstverständlichkeit sowie Macht, und dass er ihnen widerstehen muss.

Wann und wo fühlen Sie sich Gott besonders nah? Für mich ist

Gott besonders im menschlichen Altruismus spürbar. Immer wenn Menschen

anderen bedingungslos helfen und uneigennützig für die Gemeinschaft handeln,

sehe ich die bedeutendste göttliche Kraft wirken.

Gibt es schon Pläne für Ihre spätere berufliche Zukunft? Ich habe

vor, Latein und Mathematik mit dem Profil Lehramt in Kiel zu studieren.

23

Marvin Harms (19) wird nach seinem

Abitur zum 1. August in unserer

Gemeinde seinen Zivildienst ableisten.


Pray and Bike

Im Sommerhalbjahr 2009 finden

wieder unsere Pray- and -Bike -Touren

statt, denn erstens radelt es sich

in Gemeinschaft besser, und zweitens

tut die Verbindung von Gottesdienst

und Radtour gut. Da wir seit

März in Luther und Jakobi ein gemeinsames

Gottesdienstkonzept haben,

ergeht die Einladung zum Sonntag

mit Gottesdienst und Rad an

beide Gemeinden: Zum Teilnehmen

braucht man nur ein gutes Rad, etwas

zum Trinken und eventuell ein

kl. Picknick. Länge der Touren ca

40 km +/-. Rückkehr in Kiel ist meistens

gegen 16/17 Uhr.

Wir starten mit unseren Radtouren

und treffen uns zum

Pfingstsonntagsgottesdienst in

Jakobi und radeln anschließend nach

Salzau, wo uns Ulrike Brunke zu

einer Baumführung im Schlosspark

erwartet. Da wir auf der Tour auch

an Seen vorbeikommen, bitte das

Badezeug nicht vergessen.

Am 21. Juni zum Gottesdienst und

anschließend geht es zum Warleberger

Hof am Kanal, wo wir uns bei

Erdbeertorte stärken wollen und die

Aussicht mit den vorbeifahrenden

Schiffen genießen.

Am 5. Juli geht es nach dem Gottesdienst

rund um den Westensee,

ebenfalls mit ausgiebiger Badepause

Am 16. August geht es ebenfalls gen

Norden, am Bülker Leuchturm vorbei

und auf dem Rückweg mit einem

Abstecher über Gut Knoop und

Umgebung/Schleusenkanal.

Am 20. September machen wir uns

auf den Weg gen Süden: in Sieversdorf

bei Preetz werden wir das

Mais-Labyrinth testen.

Am 11. Oktober gibt es eine

Abschlussfahrt mit noch unbekanntem

Ziel.

Soweit unsere Planungen. Kommen

Sie einfach mit, dann sind wir gemeinsam

Kirche in Bewegung!

Nähere Information erteilt Pastorin

Klatt (Tel. 92402).

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