vom 18.04.2007 Spitzen-Kompliment für Klöppelkongress ...

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vom 18.04.2007 Spitzen-Kompliment für Klöppelkongress ...

vom 18.04.2007

Spitzen-Kompliment für Klöppelkongress

Schneeberg mit Herz und Organisationstalent prima Gastgeber für etwa 4.000 Teilnehmer

Schneeberg (HJS). Wer am vergangenen Wochenende die Bergstadt Schneeberg besuchte,

sah sich in eine überdimensionale Klöppelstube versetzt.

Dazu trugen auch die 1.000 Riesenklöppel bei, die vom Fachbereich für Angewandte

Kunst der Westsächsischen Hochschule Zwickau in Nähe des Kulturzentrums „Goldene

Sonne“ installiert waren, für. den 25. Kongress des Deutschen Klöppelverbandes warben

und im Windhauch wie das Klappern der Klöppel wirkten.

Die Bilanz dieses Treffens von etwa 4.000 Kongress-Teilnehmern fällt nach Worten des

Geschäftsfühers des Kulturzentrums „Goldene Sonne“, Volker Schmidt, positiv aus: „Meine

Wertung beziehe ich sowohl auf einen reibungslosen Ablauf und den Besucheransturm

als auch auf die Möglichkeit, die sich für Schneeberg als Hochburg des Klöppelns ergeben.

Nun gilt es, den Schwung des Kongresses in, nachhaltigen Wirkungen umzusetzen.

Ideen dazu gibt es bereits, sollten aber, bevor sie das Licht der Öffentlichkeit erblicken,

noch ausgereift werden“. Von einem besonderen Highlight wollte Schmidt nicht sprechen.

Der gesamte Kongress in seiner Geschlossenheit sei für ihn DAS Spitzenereignis nicht nur

für die gastgebende Bergstadt gegeben.

Hannelore Schulte informiert sich beim Spanier Artesania

el Boixet über das umfangreiche Angebot von

Klöppelzubehör.

Elfriede Weber (L) und Ingeburg Hoy begutachten die

Klöppeltechnik von Susan Beck und Julia Schnorr. Foto:

Dr. Schwochow (3)

Anerkennende Worte finden auch Hannelore Schulte, bis zum Kongress Beisitzerin des

Deutschen Klöppelverbandes, und Gerhard Meisinger aus Oberösterreich. „Die Schneeberger

Tage ordnen sich im Spitzenfeld bisheriger Kongresse ein. Nach 1995 die Annaberg-Buchholzer

und 2002 die Freiberger haben nun die Schneeberger bewiesen, dass

sie ausgezeichnete Gastgeber sind und die Traditionen der Klöppelkunst bewahren und

weiterentwickeln“, so Schulte.

Diese anerkennende Wertung zieht sich durch alle Gespräche, die der WochenSpiegel am

Rande des Geschehens führte. In der Turnhalle des Johann-GottfriedHerder-Gymnasiums

stellen etwa 61 Händler Klöppelzubehör aus; unter ihnen der Spanier Artesania el Boixet.

Ein Wörterbuch brauchen die Kunsthandwerkerinnen bei ihm nicht; die Zeichensprache

hilft weiter. Die 81-jährig Brigitte Neubauer und die 71-jährige Dorle Opitz wohnen in

Berlin, gehen ihrem Hobby in einer Klöppelgruppe nach. Frau Opitz wohnte übrigens 40

Jahre in Johganngeorgenstadt und lernte hier die Kunst des „Verdrehens und Verknüpfen“

von Klöppelfäden.


Dass nicht nur die „reiferen“ Jahrgänge die kunstgerechte Handarbeit pflegen, beweisen

Susan Beck und Julia Schnorr. Die Diesterweg-Schülerinnen haben Spaß daran, eigene

Muster zu kreieren. Beim Kongress sind ihre praktischen Vorführungen gut besucht. Auch

Elfriede Weber und Ingeburg Hoy, eine Jenaerin und eine Burkhardtsgrünerin, schauen

bei den jungen Mädchen vorbei. „Wir finden den Kongress einfach fabelhaft. Wir von der

'alten' Klöppelschule sind stolz darauf, dass in Schneeberg und im Erzgebirge die Traditionen

gepflegt werden“, geben sie begeistert Auskunft.

Vielleicht sind viele der Schneeberger Besucher auch 2008 beim 26. Klöppelkongress dabei.

Dann lädt die oberpfälzische Stadt Neumarkt (etwa 120 Kilometer entfernt von

Schneeberg) zum nächsten Treff ein. Gut zu wissen, dass dann bestimmt in der Erinnerung

auch die erlebnisreichen Tage in Schneeberg eine Rolle spielen werden.

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