Museum für Gestaltung Zürich Jahresbericht 2009

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Museum für Gestaltung Zürich Jahresbericht 2009

Museum

für Gestaltung

Zürich

Jahresbericht

2009


Museum

für Gestaltung

Zürich

Inhalt

3 Vorwort

6 Ausstellungen

8 Museum für Gestaltung Zürich

18 Museum Bellerive

36 Sammlungen

58 Vermittlung

62 Publikationen / Verlag

65 Kommunikation

68 Museumsdienste

69 Werkstatt

70 Forschungsprojekte

71 Sponsoren

73 Freundeskreis Museum für Gestaltung Zürich

74 Mitarbeitende

76 Adressen und Standorte


Vorwort

Jahresbericht

Museum für Gestaltung Zürich 2009

Das Jahr 2009 gehört zu den erfolgreichsten in der Geschichte des Museums:

Ein beachtliches Publikumsinteresse, bedeutende internationale

Kooperationen, wichtige Forschungsprojekte – Schweizerischer Nationalfonds

(SNF) DO Research (DoRe) – sowie ein konsequenter Know-how-

Transfer aus dem Museum in die Lehre der Zürcher Hochschule der Künste

(ZHdK) haben die nationale und die internationale Reputation des Hauses

erneut unterstrichen. Zudem wurden die reichen Bestände der vier Sammlungen

mit einer repräsentativen Ausstellung und einer einzigartigen Publikation

erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eröffnet wurde das Ausstellungsjahr mit Good Design, Good Business

– Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940–1970 einer Sternstunde

des internationalen Grafikdesigns mit Schweizer Wurzeln. Mit der Ausstellung

und einer als Standardwerk zu bezeichnenden Publikation fand das

designgeschichtliche SNF-Forschungsprojekt seinen krönenden Abschluss.

Parallel dazu machte das Museum Bellerive mit Hermann Obrist – Skulptur/

Raum/Abstraktion um 1900 das Gesamtwerk des wohl einflussreichsten

Künstlers des Schweizer Jugendstils greifbar, dies in Kooperation mit der

Staatlichen Graphischen Sammlung München, wo die Ausstellung in der

Pinakothek der Moderne über 40’000 Besuchende anzog. Every Thing

Design führte die vier Sammlungen des Hauses in einer thematischen

Schau zusammen und machte deutlich, wie wertvoll eine Dauerausstellung

der Sammlungsbestände wäre, nicht zuletzt auch für die Lehre der ZHdK.

Folglich muss dies als strategisches Ziel von Hochschule und Museum

weiterverfolgt werden. Die Publikation zur Ausstellung – gestaltet von der

Niederländerin Irma Boom – vereint auf über 800 Seiten 700 ausgewählte

Sammlungsobjekte in einer inhaltlich übergreifenden Darstellung und

dient dem Museum als wichtiges Referenzwerk. Roboter – Von Motion zu

Emotion? verband Unterhaltung mit Tiefgang und war ein wahrer Publikumsmagnet

für Gross und Klein. Hier gelang es, eine Brücke zu schlagen

zwischen den Forschungslabors der ETH Zürich, der Universität Zürich,

der ZHdK und einem breiten Publikum, das auf spielerische Weise viel zu

Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Robotik erfuhr. Die Ausstellung

Michel Comte war mit 48’967 Besuchenden schliesslich die erfolgreichste

Ausstellung des Museums seit 1961. Das Projekt gab nicht nur Einblick in

das beeindruckende Werk des bekanntesten Schweizer Werbe- und Modefotografen,

sondern auch in die Entstehungsprozesse einer Bildwelt, die

zunehmend unseren visuellen Alltag prägt.

3


Das Museum verzeichnete 2009 einen Besucherrekord. Allein in Zürich

wurden 158’062 Ausstellungsbesuche registriert, darunter zehntausende

Besucher, die sich bisher wenig mit den Themenfeldern der ZHdK auseinandergesetzt

haben. So viele Eintritte hat das Museum seit mindestens

65 Jahren nicht registriert – für die Zeit vor 1944 bestehen keine gesicherten

Informationen. Damit positioniert sich das Haus erneut als eines der

best besuchten Museen der Stadt Zürich. Nimmt man die Eintritte in Zürich

und jene der Wanderausstellungen in Lissabon, München und Köln zusammen,

so erreichte das Haus national und international weit über eine

Viertelmillion Menschen.

Wesentlicher ist jedoch, dass das Museum für Gestaltung Zürich nun seit

Jahren kontinuierlich mehr Publikum anspricht, und dies bei sinkenden

Budgets wohlgemerkt. Das Museum ist stolz auf diesen Erfolg und freut

sich, damit wesentlich zum internationalen Ansehen der ZHdK beizutragen,

deren Departemente zudem regelmässig in Ausstellungsprojekte involviert

sind.

Besucherzahlen lassen sich einfach vermitteln, sind aber nur ein einzelner

Indikator für den Zustand einer Institution. Das Jahr 2009 war in mehrfacher

Hinsicht erfolgreich: Die Sammlungen des Hauses wurden im Kontext

von Forschungsprojekten, Ausstellungsvorhaben und Lehrveranstaltungen

intensiv genutzt. Die Onlinedatenbank www.emuseum.ch verzeichnet

bereits über 39’000 Einträge. Dadurch wiederum steigen die Anfragen

für Bilddienstleistungen und Leihgaben, welche die Eigenwirtschaftlichkeit

des Hauses weiter erhöhen.

Ungelöst bleibt indessen der seit Jahren beantragte Umzug der Plakat-

und Kunstgewerbesammlung an einen sicheren Standort. Wohl wurden die

Archive der Plakatsammlung saniert, aber nur dank eines Wunders führte

der Bruch einer Druckwasserleitung in der Limmatstrasse (8.10.2009) und

ein massiver Wassereinbruch in der Kunstgewerbesammlung aufgrund

eines defekten Klimagerätes (21.11.2009) nicht zur Zerstörung dieser weltweit

einmaligen Bestände.

2009 konnte der Freundeskreis des Museum für Gestaltung Zürich erstmals

Mittel an die Sammlungen ausschütten: Ankäufe und die Finanzierung

von Restaurierungsprojekten sind die Früchte dieser mehrjährigen

Aufbauarbeit. Dank des attraktiven Programms und hochkarätiger Editionen

wächst der Kreis der Freunde des Hauses kontinuierlich, sodass die

Mitgliederzahl innert Jahresfrist verdoppelt werden konnte.

Die ausgezeichnete Bilanz unserer Institution hat viele Standbeine: Ein

spannendes Programm, gute Vermittlung, ein fruchtbarer Rahmen im

Kontext der ZHdK, erfolgreiche Kooperationen und ein über Jahrzehnte

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gewachsenes Renommee sind hierbei ausschlaggebend. Ebenso wichtig

ist jedoch das grosse, motivierende Engagement all jener Menschen, die

innerhalb und ausserhalb für das Museum und dessen Ziele arbeiten, die

uns inhaltlich, finanziell oder ideell unterstützen.

Ihnen allen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt!

Christian Brändle

Direktor


Ausstellungen

A B C

F

G H

6 7

D

Ausstellungsplakate

A Good Design, Good Business – Schweizer Grafik

und Werbung für Geigy 1940–1970

NORM, Zürich, Serigrafie Uldry

B Every Thing Design – Die Sammlungen des

Museum für Gestaltung Zürich

Irma Boom, Amsterdam, Serigrafie Uldry

Swiss Poster Award 2009

C Roboter – Von Motion zu Emotion?

Martin Woodtli, Zürich, Serigrafie Uldry

D Michel Comte

Bureau New York, Nadia Niemann, Sylvia Gruber,

New York, Lichtdruck AG

E

E Formlose Möbel

Hi – Visuelle Gestaltung, Claudio Barandun,

Megi Zumstein, Luzern

100 Beste Plakate 2009

F Hermann Obrist – Skulptur /Raum /Abstraktion

um 1900

Heimann und Schwantes, Berlin, Lichtdruck AG

G Porzellan – Weisses Gold

Weiersmüller Bosshard Grüninger WBG, AG für

visuelle Kommunikation, Zürich, Lichtdruck AG

H Scherenschnitte – Kontur pur

Müller + Kübler Kommunikationsdesign, Zürich,

Lichtdruck AG


Museum für Gestaltung Zürich

2009 zeigte das Museum für Gestaltung Zürich sechs Ausstellungen in

seiner Halle und Galerie und parallel dazu kleinere Projekte im Vestibül,

dem Bibliotheksgang und dem Museumspark. Das erste neu eröffnete

Projekt 2009 war Good Design, Good Business – Schweizer Grafik und

Werbung für Geigy 1940–1970, Resultat eines Forschungsprojekts über

einen bedeutenden Schweizer Beitrag zur internationalen Designgeschichte.

In der Halle wurde die viel beachtete Ausstellung Kopf an Kopf –

Politikerporträts Anfang April von der Überblicksausstellung Every Thing

Design – Die Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich abgelöst, für

die das Designbüro Atelier Oï eine eindrückliche Szenografie schuf. In der

Galerie folgte mit Roboter – Von Motion zu Emotion? einer der Publikumshits

des Jahres und das Museum wurde zum beliebten Familien-Ausflugsort.

Diese Anziehungskraft wurde mit der ersten monografischen Ausstellung

des Schweizer Modefotografen Michel Comte in seinem Geburtsland

noch gesteigert, ehe sich mit der Ausstellung Formlose Möbel, eine erneute

Zusammenarbeit mit dem MAK Wien, der Jahreskreis schloss.

8 9

Good Design, Good Business – Schweizer Grafik

und Werbung für Geigy 1940–1970

4.2.–24.5.2009, Galerie

«Geigy forscht für morgen» – dieser zukunftsorientierten Devise lebte der

ehemalige Basler Chemiekonzern auch in seiner Unternehmenskommunikation

nach. So wurde die J.R. Geigy A.G. zum Ausgangspunkt einer Sternstunde

der modernen Schweizer Grafik und Werbung. In der vielfältigen

Formensprache, die Slogan und Bildgestaltung in ebenso erfrischender

wie anspruchsvoller Weise zu verbinden wusste, hatten symbolische Visualisierung,

Fotografie und markante Typografie ebenso ihren Platz wie das

Lernen von der zeitgenössischen Kunst. Im Geigy-Atelier unter der Leitung

von Max Schmid arbeiteten unter anderem Roland Aeschlimann, Steff

Geissbuhler, Karl Gerstner und Nelly Rudin. Ausgewählte Aufträge gingen

an frei schaffende Gestalter wie George Giusti, Gottfried Honegger, Herbert

Leupin und Niklaus Stoecklin. Auch die Ateliers der Tochterfirmen in den

USA und in Grossbritannien trugen massgeblich zur internationalen Verbreitung

des Swiss Graphic Design bei. Die Ausstellung präsentiert erstmals

umfassend diesen bedeutenden Schweizer Beitrag zur Designgeschichte.

Kuratorium: Andres Janser, Barbara Junod

Projektleitung: Andres Janser

Wissenschaftliche Mitarbeit: Vanessa Gendre, Nathalie Killias

Ausstellungskoordination: Marilena Cipriano

Leiterin Ausstellungen: Angeli Sachs

Bauten: Jürg Abegg, Mirco Brugnoli, Andrea Castiglia, Nils Howald, Xavier

Perrinjaquet, Mohsen Rahimi, Domenico Scrugli, Mark Weibel, Nicole

Würth

Ausstellungsgrafik: Moritz Wolf

AV Technik: ZHdK AVZ

Kommunikation: Bernadette Mock

Museumsdienste: Mireille Osmieri, Nelly Schnetzer

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Filmbearbeitung: Christine Hemauer, Zürich

Ausstellungsarchitektur: GXM Architekten, Alexandra Gübeli und Yves

Milani mit Albert Gübeli, Mitarbeit: Coralie Leuba

Werbemittel: NORM, Dimitri Bruni, Manuel Krebs, Ludovic Varone

Publikation: Museum für Gestaltung Zürich (Hg.)

Corporate Diversity – Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940–1970

Lars Müller Publishers

Besuchende: 9431

Öffentliche Führungen: 15

Private Führungen: 12

Workshops / Schulklassen: 11


Every Thing Design – Die Sammlungen

des Museum für Gestaltung Zürich

3.4.–19.7.2009, Halle

Wie wird ein Designobjekt wahrgenommen? Wie verändert sich diese Wahrnehmung

im Laufe der Zeit? Warum nimmt es ein Museum in die Sammlung

auf, und wie entstehen Bedeutung und Wert? Ist heute alles Design?

Diese Fragen stellt sich das Museum für Gestaltung Zürich bei der Präsentation

seiner noch nie in dieser Bandbreite gezeigten Sammlungen.

Über alldem steht die Beobachtung von Veränderungsprozessen in soziokultureller

Hinsicht. Unter dem Aspekt des «Wertewandel» lassen sich über

Jahrzehnte hinweg wiederkehrende Qualitätsmerkmale und Entwicklungen

in der Produktion und Rezeption alltäglicher und künstlerisch anspruchsvoller

Designkultur feststellen. Die Ausstellung in einer Szenografie des

renommierten Atelier Oï und die von der bekannten Buchgestalterin Irma

Boom konzipierte Publikation machen das breite Spektrum und die vielfältigen

Bezüge der international bedeutenden Plakat-, Design-, Kunstgewerbe-

und Grafiksammlung des Museums erfahrbar.

Kuratorium und Projektleitung: Verena Formanek

Wissenschaftliche und kuratorische Mitarbeit, Objektauswahl

und Recherchen: Designsammlung, Renate Menzi. Grafiksammlung,

Barbara Junod. Kunstgewerbesammlung, Eva Afuhs. Plakatsammlung,

Bettina Richter. Unter Mitarbeit von Liana Bähler, Alessia Contin,

Gabriela Dietrich, Vanessa Gendre, Kristin Haefele, Nico Lazúla Baur,

Denise Locher, Franziska Müller-Reissmann, Balthasar Zimmermann,

Nadine Zuni

Assistenz Sammlungsleitung: Rhea Kyvelos

Ausstellungskoordination: Christine Kessler

Leiterin Ausstellungen: Angeli Sachs

Bauten: Jürg Abegg, Andrea Castiglia, Nils Howald, Frank Landes,

Reto Lardi, Mohsen Rahimi, Domenico Scrugli, Mark Weibel

Ausstellungsgrafik: Tobias Strebel

AV Technik: ZHdK AVZ

IT Technik: ZHdK IT

Kommunikation: Bernadette Mock

Museumsdienste: Mireille Osmieri, Nelly Schnetzer

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Ausstellungsarchitektur: Atelier Oï SA, Aurel Aebi, Simone Egli und

Patrick Reymond, La Neuveville

Werbemittel: Irma Boom, Amsterdam

Publikation: Museum für Gestaltung Zürich (Hg.)

Every Thing Design – Die Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich

Verlag Hatje Cantz

Besuchende: 12’798

Öffentliche Führungen: 15

Private Führungen: 27

Workshops / Schulklassen: 83

10 11

Roboter – Von Motion zu Emotion?

24.6.–2.10.2009, Galerie

Roboter sind allgegenwärtig. Besonders durch die Verbreitung in den Medien

und in der Filmindustrie besitzt das Thema grosse Aktualität. Wissen

und Vorstellungen über Roboter scheinen indessen von der Science-

Fiction geprägt zu sein. Dies mag damit zusammenhängen, dass der Begriff

Roboter auf das tschechische Science-Fiction Drama R.U.R. (Rossum’s

Universal Robots) von Karel Čapek aus dem Jahre 1921 zurückgeht und

dass die Roboter-Fiktion anfänglich auch als Inspirationsquelle der Wissenschaft

diente. Die Ausstellung widmet sich deshalb einerseits dem Verhältnis

von Fiktion und heutiger Realität und andererseits den Emotionen, die

der Umgang mit der Maschine hervorruft. Ausgehend von den geschichtlichen

Wurzeln vermittelt sie einen Einblick in den heutigen Einsatz von

Robotern sowie in den Stand der Robotik-Forschung. Gezeigt werden

rund 200 Exponate. Das Spektrum reicht von historischen Automaten über

Roboter im Haushalt, in der Industrie, Medizin und im Militär bis hin zu

Spielzeugrobotern. Zahlreiche Objekte funktionieren interaktiv oder werden

in Bewegung präsentiert.

Kuratorium: Cynthia Gavranic

Idee: burkhalter sumi architekten GmbH, Zürich, Marianne Burkhalter und

Aret Tavli

Wissenschafltiche Beratung: Rolf Pfeifer, Artificial Intelligence Laboratory

Universität Zürich, Roland Siegwart, Autonomous Systems Lab, ETH Zürich

Wissenschaftliche Mitarbeit: Caroline Dyck, Nathalie Killias, Inga Vermeulen

Ausstellungskoordination: Marilena Cipriano

Leiterin Ausstellungen: Angeli Sachs

Bauten: Jürg Abegg, Andrea Castiglia, Nils Howald, Reto Lardi,

Mohsen Rahimi, Domenico Scrugli, Mark Weibel

Ausstellungsgrafik: Tobias Strebel

AV Technik: ZHdK AVZ

Filmbearbeitung: ZHdK ITZ

Kommunikation: Bernadette Mock, Stefanie Schweizer

Museumsdienste: Mireille Osmieri, Nelly Schnetzer

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Ausstellungsarchitektur: burkhalter sumi architekten GmbH, Zürich,

Marianne Burkhalter und Aret Tavli

Werbemittel: Martin Woodtli, Zürich

Besuchende: 28’897

Öffentliche Führungen: 14

Private Führungen: 35

Workshops / Schulklassen: 77


A

B

Ausstellungsansichten / Halle und Galerie

A Every Thing Design – Die Sammlungen des

Museum für Gestaltung Zürich

B Roboter – Von Motion zu Emotion?

C Good Design, Good Business – Schweizer Grafik

und Werbung für Geigy 1940–1970

D Formlose Möbel

12 13

C

D


Michel Comte

30.8.–31.1.2010, Halle

Michel Comte zählt zu den gefragtesten Fotografen der Gegenwart. Mit

Schauspielerinnen und Models, Musikern und Künstlerinnen von Weltrang

schuf der Zürcher Ikonen der Porträtfotografie und der Werbung. Vom Modeschöpfer

Karl Lagerfeld entdeckt, machte der 1954 geborene Autodidakt

eine kometenhafte Karriere und realisiert seit nunmehr 30 Jahren internationale

Aufträge für Marken wie Ungaro, Dolce & Gabbana oder Nespresso.

Die erste umfassende Ausstellung beleuchtet Comtes Werk, das die glamouröse

Welt der Superstars und der Werbung ebenso zum Thema hat

wie Reportagen aus den ärmsten Gegenden der Welt. Dabei sind die

Arbeiten Comtes stets einer übergeordneten Ästhetik verpflichtet. Neben

den Fotografien vermittelt diese Retrospektive Einblicke in den Entstehungsprozess

einer Bildwelt, die zusehends unseren visuellen Alltag dominiert.

Kuratorium, Projektleitung, Szenografie: Christian Brändle

Ausstellungskoordination: Marilena Cipriano

Leiterin Ausstellungen: Angeli Sachs

Bauten: Jürg Abegg, Andrea Castiglia, Nils Howald, Frank Landes,

Reto Lardi, Mohsen Rahimi, Domenico Scrugli, Mark Weibel

Ausstellungsgrafik: Moritz Wolf

AV Technik: ZHdK AVZ

IT Technik: ZHdK IT

Kommunikation: Bernadette Mock, Stefanie Schweizer

Museumsdienste: Mireille Osmieri, Nelly Schnetzer

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Leihgaben: I–Management (Suisse) SA: Suzanne Speich und

Andreas Putsch

Fachvergrösserungen: Tricolor, Zürich, Ronny Ochsner und Nora Howald

Rahmen: Studio Arte, Zürich, Christoph Flückiger

Licht: Matí Licht und AV, Adliswil, Hans-Peter Keller, Claude Hidber,

Mica Ostermeier

Making of Engiadina: Eric Stitzel, Zürich / Camille Budin,

Thomas Gassmann, Heidi Hiltebrand

Film Michel Comte 360°: Ralph Goertz, IKS, Düsseldorf

Werbemittel: Nadia Niemann, Sylvia Gruber, Bureau New York, New York

Publikation: NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Düsseldorf / Museum für

Gestaltung Zürich in Kooperation mit dem Estate Michel Comte (Hg.)

Michel Comte – 360°

Besuchende: 48’967 (bis 3.1.2010)

Öffentliche Führungen: 18

Private Führungen: 93

Workshops / Schulklassen: 145

14 15

Formlose Möbel

11.11.2009–14.2.2010, Galerie

Mit formlosen Möbeln verweigerten Designer Mitte der 1960er Jahre Konventionen

im Bereich des Interieurs. Inspiriert von der Kunst experimentierten

sie mit Material, um Alternativen zum Bestehenden zu schaffen.

Ihre Möbel zwischen Design und Skulptur standen für ein neues Gesellschaftsbewusstsein

und lassen sich als Verstoss gegen die «Gute Form»

betrachten. Die Ausstellung zeigt die Gültigkeit der Maxime «form follows

material», welche die Beziehung von Form und Werkstoff neu definierte.

Bis heute opponieren Gestalter spielerisch gegen Althergebrachtes und

die Vermarktung konformer Lebenswelten. Formlose Möbel zeigt Sitzmöbel

von Gunnar A. Andersen und Gaetano Pesce über Ron Arad bis zu

den aktuellen Gestaltungsansätzen von Jerszy Seymour oder Big Game.

Am Computer generierte Blobjects von Karim Rashid komplettieren diesen

Überlick über das experimentelle Entwerfen in den letzten 40 Jahren.

Eine Ausstellung des MAK, Wien.

Ausstellungskonzept: Sebastian Hackenschmidt, MAK, Wien und

Dietmar Rübel

Kuratorium und Projektleitung: Cynthia Gavranic

Wissenschaftliche Mitarbeit: Gabriella Disler, Nathalie Killias

Ausstellungskoordination: Christine Kessler

Leiterin Ausstellungen: Angeli Sachs

Szenografie: Françoise Krattinger

Bauten: Jürg Abegg, Andrea Castiglia, Nils Howald, Frank Landes,

Mohsen Rahimi, Domenico Scrugli, Mark Weibel

Ausstellungsgrafik: Moritz Wolf

Kommunikation: Bernadette Mock, Stefanie Schweizer

Museumsdienste: Mireille Osmieri, Reto Blaschitz

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Werbemittel: Hi – Visuelle Gestaltung, Claudio Barandun, Megi Zumstein,

Luzern

Publikation: MAK Wien / Peter Noever (Hg.)

Formlose Möbel / Formless Furniture

Verlag Hatje Cantz

Besuchende: 14’441 (bis 31.12.2009)

Öffentliche Führungen: 7

Private Führungen: 5

Workshops / Schulklassen: 9


A

B

Ausstellungsansichten Halle / Plakatraum

A/B Michel Comte

C Help!

D Irma Boom – Book Design

16 17

C

D


Museum Bellerive

Das Ausstellungsjahr im Museum Bellerive begann mit einer Premiere: In

Kooperation mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München gelang

es, die erste monografische Ausstellung über den wichtigen, in Vergessenheit

geratenen Schweizer Künstler Hermann Obrist auszurichten. Ausstellung

sowie Workshop, Symposium und Publikation stiessen bei einem

internationalen Fachpublikum auf grosses Interesse. Darnach folgte Porzellan

– Weisses Gold. Als erste Schau im Ausstellungskarussell um das

300-jährige Jubiläum dieses aussergewöhnlichen Materials, bot sie sowohl

der Kunstgewerbesammlung als auch heutigen Schweizer Designerinnen

und Designern eine ausgezeichnete Plattform. Der erfolgreiche Start der

Winterausstellung Scherenschnitte – Kontur pur mit ausgebuchtem Vermittlungsangebot

schliesslich hat bestätigt, dass Themen an der Schnittstelle

von Kunst und Kunsthandwerk heute wieder bewegen – und stimmt uns

optimistisch für das kommende Jahr.

18 19

Hermann Obrist – Skulptur / Raum /

Abstraktion um 1900

6.3.–7.6.2009

Das Lebenswerk von Hermann Obrist (1862–1927) stellt einen der wichtigsten

Beiträge zur Kunst um 1900 dar. In München begründete der in

Kilchberg bei Zürich geborene Künstler die deutsche Variante der Jugendstilbewegung,

die anspruchsvolles Handwerk der angewandten Künste

mit den ästhetischen Ansprüchen der freien bildenden Kunst zu verschmelzen

suchte. Die Kooperation des Museum Bellerive mit der Staatlichen

Graphischen Sammlung München, die den zeichnerischen Nachlass

des Künstlers betreut, ermöglicht es nun zum ersten Mal, Hermann Obrist

einem internationalen Publikum gebührend vorzustellen. Dabei werden

alle Facetten seines Schaffens gezeigt, eines Werks, das immer noch zu

sehr mit dem Kunstgewerbe der Jahrhundertwende verbunden oder als

«Aussenseiterkunst» abgetan wird. Die Ausstellung präsentiert Hermann

Obrist über seine damalige Rolle hinaus als explizit modernen Künstler,

der souverän mit den Medien seiner Zeit umzugehen und diese in seinem

Werk virtuos zu verarbeiten verstand.

Konzept: Viola Weigel

Kuratorium: Eva Afuhs, Andreas Strobl, Viola Weigel

Kuratorische Assistenz: Tanja Trampe

Projektleitung: Eva Afuhs

Ausstellungskoordination: Tanja Trampe

Ausstellungsarchitektur: Eva Afuhs, Tanja Trampe

Bauten: Craig Neil, Pius Fäh, Domenico Scrugli, Schreinerei R. Brunner AG

Ausstellungsgrafik: Tobias Strebel

IT Technik: ZHdK ITZ

Kommunikation: Jacqueline Greenspan

Museumsdienste: Christina Wellinger

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Werbemittel, Publikation: Heimann und Schwantes, Berlin

Publikation: Museum Bellerive – Ein Haus des Museum für Gestaltung

Zürich und Staatliche Graphische Sammlung München (Hg.)

Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion um 1900 – Sculpture / Space /

Abstraction Around 1900

Verlag Scheidegger & Spiess

Besuchende: 2967

Öffentliche Führungen: 29

Private Führungen: 10

Workshops / Schulklassen: 8


A

B

Ausstellungsansichten / Museum Bellerive

A Hermann Obrist – Skulptur / Raum /

Abstraktion um 1900

B Porzellan – Weisses Gold

C/D Scherenschnitte – Kontur pur

20 21

C

D


Porzellan – Weisses Gold

10.7.– 25.10.2009

1295 brachte Marco Polo einen Werkstoff nach Europa, welcher als grosse

Kostbarkeit galt: Porzellan. Nach neueren Forschungen bereits in der West-

Chou-Zeit (1300 v.u.Z.) gebrannt, war der Werkstoff sogleich begehrter

Luxus, den man sich einiges kosten liess. An den barocken Fürstenhöfen

als Seltenheit ersten Ranges zelebriert, brachte dem Porzellan sein hoher

materieller Wert die Bezeichnung «Weisses Gold» ein. Bis dahin aufgrund

seiner besonderen Eigenschaften aus China importiert, gelang Anfang

des 18. Jahrhunderts seine Herstellung auch in Deutschland. In namhaften

Porzellanmanufakturen entstanden Tafelservices sowie repräsentative

Einzelwerke – einige sind noch heute in Betrieb und sowohl an traditioneller

wie zeitgenössischer Gestaltung interessiert. Die aussergewöhnliche

Härte des Stoffs wird in Industrie und Medizin genutzt, seine Transparenz

fasziniert Gestalter und Künstler. Porzellan hat seine Magie nie verloren

– was in der Ausstellung anhand traditionsreicher Namen, verblüffender

Techniken sowie der heutigen Design- und Künstlerszene gezeigt wird.

Kuratorium: Eva Afuhs, Therese Müller

Projektleitung: Eva Afuhs

Ausstellungskoordination: Sonja Gutknecht

Bauten: Craig Neil, Schreinerei Bürgerspital Basel

Ausstellungsgrafik: Tobias Strebel

AV Technik: ZHdK AVZ

Kommunikation: Jacqueline Greenspan

Museumsdienste: Christina Wellinger

Ausstellungsarchitektur: Frédéric Dedelley, Simon Baur

Werbemittel: Weiersmüller Bosshard Grüninger WBG,

AG für visuelle Kommunikation

Besuchende: 6319

Öffentliche Führungen: 24

Private Führungen: 4

Workshops / Schulklassen: 5

22 23

Scherenschnitte – Kontur pur

27.11.2009–4.4.2010

Symmetrie, Ausschnitt, Kontur – das sind die Merkmale des Scherenschnitts.

Als charakteristisches Schweizer Kunsthandwerk zieht die Psaligrafie

seit mehr als hundert Jahren Künstlerinnen und Künstler in ihren

Bann. Das Wesen der Zeichnung durch Schere und Messer erweiternd,

experimentiert der Schnitt ins Papier heute mit ungewohnten Techniken

und zusätzlichen Materialien, emanzipiert sich ins Skulpturelle oder erobert

den dreidimensionalen Raum. Den mehr als einhundert aktuellen, vom

Traditionellen zum Zeitgenössischen einen weiten Bogen spannenden

Werken der 7. Scherenschnitt-Ausstellung des Schweizerischen Vereins

Freunde des Scherenschnitts bietet das Museum Bellerive eine Bühne

mit klaren Konturen. Im lustvollen Dialog mit rund vierzig ausgewählten

Positionen der internationalen Gegenwartskunst überrascht die bemerkenswerte

Vielgestaltigkeit der Materie Papier.

Kuratorium: Tanja Trampe, Felicitas Oehler Weiss

Projektleitung: Eva Afuhs

Ausstellungskoordination: Sonja Gutknecht

Bauten: Craig Neil, Pius Fäh, Werkstatt MfGZ, Stadt Zürich SEB

Holzbearbeitung

Ausstellungsgrafik: Tobias Strebel

Kommunikation: Jacqueline Greenspan

Museumsdienste: Christina Wellinger

Praktikum: Christa Binder

Ausstellungsarchitektur: Alain Rappaport Assistenz Rahel Kesselring

Werbemittel: Müller + Kübler Zürich

Publikation: Schweizerischer Verein Freunde des Scherenschnitts (Hg.)

Scherenschnitt 2009 – Papiers découpés 2009

Besuchende: 2575 (bis 31.12.2009)

Öffentliche Führungen: 5

Private Führungen: 2

Workshops / Schulklassen: 9


Plakatraum

Schweizerische Nationalbank (SNB)

Nach der viel beachteten Ausstellung Otto Baumberger – Werber der ersten

Stunde stand der Plakatraum 2009 mit der Werkschau Irma Boom – Book

Design zunächst im Zeichen der Buchgestaltung. Im Zusammenhang mit

der von ihr gestalteten Publikation Every Thing Design über die Sammlungen

des Museums, wurde die renommierte Designerin aus Amsterdam

dem Zürcher Publikum näher vorgestellt. Die Plakatausstellung Help! bewies

erneut, dass das Medium Plakat par excellence dazu geeignet ist, gesellschaftlich

relevante und brisante Themen in die Diskussion einzubringen.

Die sozialen Plakate aus den letzten 30 Jahren sprachen vor allem

auch ein junges Publikum an, das sich neben Fragen des Grafikdesigns

für Fragen der Bildrhetorik und der Argumentationsstrategien im Plakat

interessierte.

Die drei Ausstellungen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank

folgten hingegen einmal mehr der Idee, einem grossen Publikum

das Plakat aus verschiedenen Kulturkreisen in unterschiedlichsten Zusammenhängen

nahezubringen – ist es doch eine der Besonderheiten der

Zürcher Plakatsammlung, international und zu allen Themen zu sammeln.

Den Auftakt machte allerdings ein Klassiker des Schweizer Plakats, das

Tourismusplakat. Dabei ging es nicht zuletzt darum, die gestalterische

Entwicklungsgeschichte des Tourismusplakats trotz gleichbleibender Motive

zu beleuchten. Mit Gesundheits- und Umweltschutzplakaten aus Indien

hingegen wurde eine kleine Auswahl von Plakaten präsentiert, die in

unseren Breitengraden kaum bekannt sind. Sie definieren nicht nur den

Einsatz des Mediums neu, sondern gehorchen auch anderen Gestaltungsprinzipien.

Schliesslich ermöglichte die Ausstellung zu den 1960er Jahren,

Plakate aller Gattungen und aller Länder vorzuführen, die die Bilder eines

Jahrzehnts im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbruch wieder

aufleben lassen.

Publikation: Zu den SNB-Ausstellungen erscheint eine Gratis-Broschüre

mit Abbildungen aller gezeigten Plakate und einem Text zur jeweiligen

Ausstellung (Broschüre der laufenden Ausstellung am Schalter der SNB

auf Anfrage erhältlich).

24 25

Irma Boom, Book Design

3.4.–19.7.2009, Plakatraum

Die niederländische Grafikdesignerin Irma Boom ist eine der bekanntesten

Buchgestalterinnen der Gegenwart. Durch den Einsatz ungewöhnlicher

Formate, Materialien, Farben, Strukturen und Typografie gibt sie dem Inhalt

jeweils eine besondere Form und macht das Buch zu einem visuellen

und haptischen Erlebnis. 1991 gründete sie ihr eigenes Büro in Amsterdam,

zu ihren wichtigsten Klienten gehören das Rijksmuseum Amsterdam, der

Prince Claus Fund, OMA / Rem Koolhaas, die Vereinten Nationen, Vitra

International oder Zumtobel. Ihre Bücher wurden auf zahlreichen internationalen

Ausstellungen gezeigt und sind auch in der Sammlung des Museum

of Modern Art in New York vertreten. Irma Boom wurde unter anderem

2001 mit dem Gutenberg Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Im

Zusammenhang mit dem von ihr konzipierten und gestalteten Buch Every

Thing Design über die Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich

präsentiert das Museum eine Ausstellung ihrer Arbeiten, die Einblick gibt

in ihr weitgefächertes experimentelles Werk und seine besonderen Aspekte.

Kuratorium: Irma Boom, Angeli Sachs

Projektleitung: Angeli Sachs

Ausstellungskoordination: Marilena Cipriano

Assistenz: Flurina Gradin, Sonja Haller, Amsterdam

Bauten: Jürg Abegg, Andrea Castiglia, Nils Howald, Frank Landes,

Reto Lardi, Mohsen Rahimi, Domenico Scrugli, Mark Weibel

Kommunikation: Bernadette Mock, Stefanie Schweizer

Museumsdienste: Mireille Osmieri, Nelly Schnetzer

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Werbemittel: Irma Boom Office, Amsterdam

Besuchende: 1763


Help! Soziale Appelle im Plakat

2.9.2009–10.1.2010, Plakatraum

Das Plakat ist dank seiner gesellschaftlichen Wirksamkeit und der Verbreitung

im öffentlichen Raum ideales Medium, um soziale Appelle an die

Bevölkerung zu richten. Der Fokus der Ausstellung liegt auf Aufforderungen

von globaler Brisanz und ethischer Dimension. Hinter diesen Botschaften

verbergen sich jedoch nicht nur unterschiedlichste Auftraggeber,auch

Motivation und Intention weichen voneinander ab: Das Autorenplakat

sieht sich der Aufklärung verpflichtet und strebt einen Bewusstseinswandel

an. Plakate im Auftrag von Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen

intendieren hingegen, zu unmittelbarem Engagement aufzufordern.

Die Mitleidsrhetorik steht dabei oftmals im Vordergrund. Auch

wirtschaftliche Unternehmen haben in der jüngsten Zeit zunehmend soziales

und ökologisches Engagement als effizientes Marketinginstrument

entdeckt. Oliviero Toscanis umstrittene, bis heute einzigartig gebliebenen

Plakatkampagnen für Benetton machten dies bereits in den 1990er Jahren

deutlich.

Kuratorium: Bettina Richter, Alessia Contin

Dokumentation: Bettina Richter, Alessia Contin

Restaurierung: Tuija Toivanen

Aufbau: Bettina Richter, Alessia Contin

Kommunikation: Alessia Contin, Bernadette Mock

Publikationen / Verlag: Christina Reble, Annamaria Keel

Werbemittel: Roland Wohler

Publikation: Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Help!, Lars Müller

Publishers

Besuchende: 1781 (bis 31.12.2009)

26 27

Die Schweiz als Paradies

10.3.–13.7.2009, SNB

Seit dem Aufkommen des Tourismusplakats dient die Darstellung der

Schweiz als Projektionsraum paradiesischer Sehnsüchte. Waren es zu

Beginn des 19. Jahrhunderts noch mit der Heimat verwurzelte Einheimische,

die in die pastorale Umgebung hineingestellt wurden, fanden diese

bald Ablösung von Erholung suchenden Reisenden. Emotionale Werte gewannen

zunehmend an Bedeutung, die pittoreske Darstellung geografischer

und örtlicher Schönheiten trat in den Hintergrund. Einen Höhepunkt

erlebte diese Entwicklung 1939 im Zeichen der Geistigen Landesverteidigung.

Der internationale Tourismus kam zum Erliegen, die einheimische

Bevölkerung meinte man mit gefühlsbetonten Bildern, die die Idylle

Schweiz zementierten, besser gewinnen zu können. Modernistische Tendenzen

wurden bewusst zurückgedrängt Nach dem Krieg wurde der Tourismus

zum Massenphänomen. Werbeagenturen wurden von nun an mit

gross angelegten Kampagnen betraut. Noch heute allerdings prägen die

Tourismusplakate ein magisches, affirmatives Bild der Schweiz.

Ausstellungskonzept: Alessia Contin und Bettina Richter


Soziale Plakate aus Indien

14.7.–9.11.2009, SNB

Ab den 1970er Jahren wurde in Indien das Plakat als effizientes Medium

zur Verbreitung sozialer Botschaften entdeckt. Im Bereich des Umweltschutzes

und der Gesundheitsvorsorge besitzt es bis heute eine unmittelbare

Funktion in der Alltagskultur. Zielpublikum ist oftmals die noch

analphabetische städtische und ländliche Bevölkerung. Die meist kleinformatigen

Plakate verfolgen eine didaktische Absicht, die durch Identifikation

mit den erzählerisch vorgetragenen Inhalten erreicht werden soll.

Nicht von ungefähr bilden daher die eigenen malerischen Traditionen eine

wichtige Inspirationsquelle. Die alle Bereiche des Alltags durchdringende

Mythologie manifestiert sich direkt in der Abbildung der Götterwelt und in

der Darstellung von Tieren und Pflanzen als beseelte Wesen. Zumeist im

Kollektiv entstanden, plädieren die Plakate für einen bewussten Einsatz

als Kommunikationsinstrument, wie wir ihn in unserem Kulturkreis kaum

mehr kennen.

Ausstellungskonzept: Alessia Contin und Bettina Richter

28 29

Die 60er Jahre – Bilder eines Jahrzehnts

10.11.2009–8.3.2010, SNB

«The times they are a-changin’», sang Bob Dylan 1964 und verlieh damit

dem Lebensgefühl einer Generation Ausdruck, die sehnsüchtig auf

einen Wechsel hoffte. Die herkömmlichen Moralvorstellungen wurden

hinterfragt, neue politische Rechte erkämpft. Nicht zuletzt ging es um

die Wiederentdeckung und Rückeroberung des eigenen Körpers und

der persönlichen Freiheit. Aufgrund des schnellen Tempos, in dem sich

diese Ereignisse abspielten, waren die 1960er Jahre aber auch voller

Widersprüche. Denn für viele Menschen bedeuteten die kulturellen und

politischen Aufbrüche der Zeit auch den Zerfall von Sitte und Moral. Viele

Bilder, durchdrungen vom Geist der späten 1960er Jahre, haben sich in

das kollektive Gedächtnis eingeschrieben: Bilder der Rebellion, der

entfesselten Musik, der befreiten Liebe, der Verbrüderung der Rassen.

Einige von ihnen sind mythisch aufgeladen und bekannt, andere vermögen

noch heute zu überraschen und zu irritieren.

Ausstellungskonzept: Alessia Contin und Bettina Richter


Vestibül und Bibliotheksgang

Showcase I – Fotografie, 3.2.–15.3.2009, Vestibül

Studierende der Zürcher Hochschule der Künste stellen aus. Ermöglicht

durch den ehemaligen Förderverein hgkz/MfGZ

Projektleitung: Simone Wildhaber

Besuchende: 4222

Die schönsten Schweizer Bücher 08, 14.6.–5.7.2009, Vestibül

Wettbewerb des Bundesamtes für Kultur

Projektleitung: Christina Reble

Besuchende: 4205

Max Huber – Il ragazzo di Baar, 5.9.–4.10.2009, Museumspark

Eine Inszenierung von DNS-Transport Zug in Zusammenarbeit mit dem

Kunsthaus Zug, dem Museum für Gestaltung Zürich und Leventina Turismo

Airolo.

Projektleitung Simone Wildhaber

Besuchende: 1970

20 Plakate zum 20. Plakat- und Grafikfestival in Chaumont 2009 /

20 affiches pour une 20ième édition

18.8.–6.9.2009, Vestibül und Bibliotheksgang

Projektleitung: Bettina Richter

Besuchende: 3795

100 Jahre Vitali, 26.9.–1.11.2009, Vestibül und Museumspark

Zum Jubiläum des Schweizer Spielzeugdesigners Antonio Vitali

Projektleitung: Simone Wildhaber

Besuchende: 4199

Die Besten 09 in Architektur, Landschaft und Design,

9.12.2009–10.1.2010, Vestibül

Prämiert von Hochparterre und dem Schweizer Fernsehen, präsentiert vom

Museum für Gestaltung Zürich.

Projektleitung: Christina Reble

Besuchende: 1865 (bis 31.12.2009)

Formfächer, 14.12.2009–15.2.2010, Bibliotheksgang

Projektleitung: Pascal Angehrn und Benjamin Hohl

Besuchende: 990 (bis 31.12.2009)

30 31

Wanderausstellungen

Das Museum für Gestaltung Zürich ist seit etlichen Jahren eine der massgeblichen

Partnerinstitutionen der muscon European Museum Network

Conference, in der die europäischen Designmuseen sich einmal im Jahr

treffen und sich über ihre Arbeit austauschen. Die mit 57’000 Besuchenden

sehr erfolgreiche Wanderausstellung Ombro a ombro retratos politicos

(Kopf an Kopf – Politikerporträts), mit der das Museu do Design e da

Moda in Lissabon eröffnet wurde, ist ein Resultat dieser Zusammenarbeit.

Mit der Ausstellung Hermann Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion um

1900 ging das Museum Bellerive eine lohnenswerte Kooperation mit der

Staatlichen Graphischen Sammlung München ein, wo die Ausstellung in

der Pinakothek der Moderne von 43’476 Besuchenden gesehen wurde.

Schliesslich trug auch die Ausstellung Surimono mit fast 10’000 Besuchenden

im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zum internationalen Ruf

des Museum für Gestaltung Zürich und der ZHdK bei. Wanderausstellungen

haben neben den Publikationen eine wichtige Botschafterfunktion für

das Museum und seine Arbeit.

Ombro a ombro retratos politicos (Kopf an Kopf – Politikerporträts)

Museu do Design e da Moda, Lisabon

5.6.–19.2009

Besuchende: 57’000

Hermann Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion um 1900

Pinakothek der Moderne, München

16.7.–27.9.2009

Besuchende: 43’476

Surimono

Museum für Ostasiatische Kunst, Köln

17.10.2009–10.1.2010

Besuchende: 9354 (bis 31.12.2009)


A

B

Ausstellungsansichten / Vestibül und Museumspark

A Die schönsten Schweizer Bücher 2008

B Die Besten aus Architektur, Landschaft

und Design 2009

C Max Huber – Il ragazzo di Baar

D 100 Jahre Vitali

32 33

C

D


A

B

Veranstaltungsansichten

A Ausstellungseröffnung Michel Comte

B Workshop Ausstellung Scherenschnitte – Kontur pur

C/D Lange Nacht der Museen

34 35

C

D


Sammlungen

Auch im Berichtsjahr konnten weitere Synergien unter den vier Sammlungen

fruchtbar gemacht werden. So wurde beispielsweise eine gemeinsame

Akquisitionsstrategie entwickelt oder die Beschreibungskultur der Objekte

(Legendenaufbau, Thesaurus, usw.) weiter harmonisiert. Willkommener Anlass

hierzu war das sammlungsübergreifende Ausstellungs- und Publikationsprojekt

Every Thing Design. Dabei erwies sich erneut, dass eine kluge

Balance zwischen dem Stärken von Gemeinsamkeiten und Belassen

sammlungsspezifischer Gegebenheiten die produktivsten Resultate zeitigt.

Sonderprojekte in den Sammlungen

Designsammlung

In Zusammenarbeit mit dem Departement Design der ZHdK und der Burg

Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design, Halle, konzipierte die

Designsammlung die Publikation Formfächer. Design – Begriffe – Begreifen,

die im Verlag avedition erschien. Mit dem Formfächer wird die Wahrnehmung

des Designs von Gegenständen geschärft und die Verwendung exakter

Begriffe unterstützt. Anhand exemplarischer Objekte wird ein grundlegender

Wortschatz erfasst, der der Kommunikation über das Gestalten

in Praxis und Ausbildung mit einem variantenreichen Vokabular für die

Beschreibung von Produktform, Konstruktion und Anmut zu einem präzisen

Ausdruck verhilft. Die 100 dafür ausgewählten Objekte aus der Designsammlung

werden zudem in ihrem Entstehungskontext vorgestellt, so

dass der Formfächer zu einem informativen Werkzeug wird. Das handliche,

zweisprachige Bildlexikon in Deutsch und Englisch bündelt eine Auswahl

der designrelevanten 500 Form-Begriffe und dient damit auch der interkulturellen

Verständigung über Design. Zur Buchvernis sage am 14.12.2009

wurde eine Ausstellung im Bibliotheksgang der ZHdK eröffnet.

Projektleitung Designsammlung: Renate Menzi

Fotografie: Franz Xaver Jaggy, Umberto Romito

Publikation: ZHdK / DDE, Vertiefung Industrial Design, Museum für

Gestaltung Zürich / Designsammlung, Burg Giebichenstein Hochschule

für Kunst und Design (Hg.) Formfächer. Design – Begriffe – Begreifen

avedition

36 37

Grafiksammlung

Für die Lange Nacht der Zürcher Museen 2009 organisierte die Grafiksammlung

in Zusammenarbeit mit der Designsammlung eine Kochperformance

mit dem belgischen Künstlerduo Thorsten Baensch und Christine

Dupuis unter dem Titel «Kitchen. La cuisine transportable». Hauptattraktion

war das reich dekorierte Kochhäuschen in der Vorhalle der Sammlungsräume,

wo die Künstler den Gästen im Tausch gegen ein handgeschriebenes

Kochrezept Suppe, Marzipan und Schokolade anboten. Daneben

konnten die Besucherinnen und Besucher das erstmals in der Schweiz

ausgestellte Künstlerbuch von Thorsten Baensch Troc-X-Change. Kitchen

Archive (Bartleby & Co., 2000–07) bewundern, das die Grafiksammlung im

Vorjahr angekauft hatte. Begleitend präsentierten die beiden Sammlungen

im Designraum Objekte zum Thema Kochen und Essen. Der Anlass wurde

mit Führungen hinter die Kulissen der beiden Archive abgerundet.

Projektleitung Grafiksammlung: Barbara Junod

Präsentation der Objekte: Gabriela Dietrich, Vanessa Gendre, Barbara Junod

Lange Nacht Team: Pascal Anghern, Dorothee Beerli, Gabriela Dietrich,

Dominique Freiburghaus, Vanessa Gendre, Barbara Junod, Renate Menzi,

Nikolas Kern und Umberto Romito.

Kunstgewerbesammlung

Aufgrund bauseitiger Fehlleistung an Teilen der Belüftungsanlage des Depots

Förrlibuck wurden die Sammlungsobjekte der Kunstgewerbesammlung

durch Baustaub stark verunreinigt. Um die Situation zu bereinigen,

wurde ein Sonderprojekt entwickelt.

Ende Jahr entstand im Depot der Kunstgewerbesammlung im Museum

Bellerive ein Wasserschaden, der die notfallmässige Evakuierung von ca.

3’000 Objekten in die Villa Egli und in das Depot am Sihlquai erforderte.

Dank eines vom Kanton zugesicherten Kostenrahmens konnte ein Massnahmenprojekt

gestartet werden, das die notwendigen Schritte zur

schnellstmöglichen Rückführung der Bestände in die Wege leitet. Die

konservatorische Überwachung und Behandlung des Sammlungsguts indessen

stellt eine weitere grosse Herausforderung für das kommende

Kalenderjahr dar.

Projektleitung Baustaub: Annette Sense

Projektleitung Wasserschaden: Sabine Flaschberger, Annette Sense


Plakatsammlung

2009 wurde überraschenderweise eine umfassende Sanierung der Leitungen

im Hauptarchiv der Plakatsammlung notwendig. Diese Leitungssanierung

erforderte eine detaillierte Projektplanung seitens der Sammlung,

um den absolut notwendigen Alltagsbetrieb während der Erneuerungsarbeiten

zu gewährleisten. Archivgestelle mussten systematisch geleert,

verschoben und abgedeckt, die Arbeiten auswärtiger Unternehmen im

Archiv mit dem Schutz wertvollster Bestände koordiniert werden. Betroffen

waren auch die Büros, da die dortigen sanitären Anlagen ebenfalls erneuert

werden mussten. Die notwendige Verschiebung und Auslagerung einzelner

Gestelle legte eine teilweise Reorganisation des Archivs nahe, die

während der Sanierung durch die Angestellten der Plakatsammlung durchgeführt

wurde. Zudem konnte ein neuer Archivraum gewonnen werden.

Das Hauptarchiv wurde über die Leitungssanierung hinaus erneuert, Wände

frisch gestrichen und der Boden teilweise ersetzt.

Projektleitung Leitungssanierung: Baudirektion Kanton Zürich, René Galli,

Berufsschule und Marco Castellano, ZHdK

Projektleitung: Tuija Toivanen, Restaurierung / Konservierung

Plakatsammlung

Projektplanung, -koordination und -durchführung Plakatsammlung:

Hostivit Vlasek

38 39

TMS (The Museum System), EMuseum

Im Jahr 2009 konnte die gemeinsam von allen Sammlungen sowie dem

MIZ (Medien- und Informationszentrum) genutzte Datenbank TMS nochmals

professionalisiert werden. Die anspruchsvolle, von den Sammlungen

eigenständig erarbeitete Klassifizierung aller Objekte wurde nahezu abgeschlossen,

ebenso ist die Bereinigung und Ergänzung wichtiger Personen-

und Institutionsdaten zu den Objekten ein gutes Stück fortgeschritten.

Einzelne, bislang nur rudimentär genutzte Module, so beispielsweise

das Restaurierungsmodul, welches es erlaubt, komplexe Restaurierungs-

und Zustandsprotokolle zu erfassen, ermöglichen eine vereinfachte Bewirtschaftung

der Objekte. Mit der Teilnahme einzelner Sammlungsmitarbeiterinnen

an der Userkonferenz TMS im Juni in Amsterdam sind der

internationale Austausch mit anderen Sammlungen und die effiziente

Nutzung und Weiterentwicklung der Datenbank gewährleistet. Die auf

www.emuseum.ch veröffentlichten Objektdaten leisten nicht nur einen

wertvollen Beitrag für die wissenschaftliche Forschung im Designbereich,

sondern werden auch rege von einem Laienpublikum genutzt, nicht zuletzt

für Bilddienstleistungen.

TMS

Neuaufnahmen

Designsammlung: 648 Objektdaten

Grafiksammlung: 1414 Objektdaten

Kunstgewerbesammlung: 553 Objektdaten

Plakatsammlung: 2346 Objektdaten

Total Objektdaten TMS

Designsammlung: 16’768

Grafiksammlung: 14’404

Kunstgewerbesammlung: 7695

Plakatsammlung: 31’016

EMuseum

Neuaufschaltungen

Designsammlung: 270 Objektdaten

Grafiksammlung: 305 Objektdaten

Kunstgewerbesammlung: 65 Objektdaten

Plakatsammlung: 5910 Objektdaten

Total öffentlich zugängliche Objektdaten

Designsammlung: 1620

Grafiksammlung: 1140

Kunstgewerbesammlung: 785

Plakatsammlung: 29’660

Bilddienstleistungen

Designsammlung: 10 Aufträge für 58 Reproduktionen

Grafiksammlung: 10 Aufträge für 24 Reproduktionen

Kunstgewerbesammlung: 18 Aufträge für 63 Katalogbildvorlagen

Plakatsammlung: 71 Aufträge für 254 Bildvorlagen, 46 Aufträge für 108 Reproduktionen


Designsammlung

Leihgaben

− Mudac, Lausanne, CH, Packaging, 4.3.–31.5.2009: 3 Möbel von

Big Game und 57 Verpackungen

− Ortsmuseum Zollikon, CH, Bruno Giacometti, 8.5.–20.9.2009:

1 Pult von Bruno Giacometti von 1961/62

− Mudac, Lausanne, CH, Nature en kit, 24.6.–27.9.2009: Wolkenlampe

von Susi und Ueli Berger

− Forum der Schweizer Geschichte, Schwyz, CH, Durstlöscher –

Zur Geschichte der Getränke in der Schweiz, 5.12.2009–7.3.2010:

3 Milchverpackungen von 1962 und 1971

Sammlungsobjekte in Ausstellungen des Museums

Museum für Gestaltung Zürich, Good Design, Good Business –

Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940 –1970,

23.1.–15.6.2009: 40 Verpackungen aus den 1950er-

und -60er Jahren

Museum für Gestaltung Zürich, Every Thing Design – Die Sammlungen

des Museum für Gestaltung Zürich, 3.4.–19.7.2009:

186 Objekte, die die Designsammlung exemplarisch illustrieren

Museum Bellerive, Porzellan – Weisses Gold, 10.7.–25.10.2009:

16 Geräte und Geschirr aus den 1920er Jahre bis heute

Museum für Gestaltung Zürich, 100 Jahre Vitali, 26.9.–18.10.2009:

86 Spielfiguren, Modelle und Werkstücke von Antonio Vitali

Museum für Gestaltung Zürich, Formlose Möbel, 11.11.–14.2.2009:

6 Möbel aus den 1960er Jahren bis heute

Restaurierung

Konservierung

− Tobler & Co. AG, 2 Schokoladeschachteln Toblerone, ca. 1970,

Karton bedruckt

− Friedrich Steinfels AG, Waschpulverschachtel Protector, 1971,

Karton bedruckt

− Susi und Ueli Berger, Soft–Chair, 1967, Polyvinylchlorid,

Füllung Polyether

− Sandra Boesch, Milchkrug Polka Dots, 1989, Steingut, handbemalt,

Transparentglasur

− Daniel und Markus Freitag, Umhängetasche Top Cat, 1994,

Polyestergewebe PVC-beschichtet

− Peter Raacke, Papp 6-Eck Sessel, 1966, Wellkarton farbgespritzt

− Alois Rasser, Wellkartonstuhl, 1969, Wellkarton unbehandelt

− Entstaubungsprojekt / Textilien-Umlagerung: Entstauben der

Objekte und Regale im gemeinsamen Lager Designsammlung

(Textilien) und Kunstgewerbesammlung, Kontrolle Stoffmusterbücher

auf Schimmelbefall, Umrollen alter Textilbestände,

Grobsortierung des Textilkonvolutes Jürg Bally

− Lagerrochaden: Platzschaffen durch Verdichtung, Ausbau

bestehender Lagerregale, Rochaden Stühle

− Zusatzlager: Planung Zusatzlager im Dachgeschoss für

Auslagerung Geschirr 2010

40 41

Neueingänge (Auswahl)

Schenkungen von Herstellern

− Christophe Marchand, Sessel 4060, 2004, CH (Embru-Werke)

− ECAL/Michel Charlot, Pendelleuchte Mold Lamp, 2007, CH

(Eternit AG)

Schenkungen von Gestalterinnen und Gestaltern

− Ludwig Walser, technische Geräte inkl. Dokumente,

z.B. Messgerät Nivel 20, 1989, CH

− Oï S.A., Vogelhaus, 2005, CH

− Bruno Giacometti, Sessel Reisebüro Paris, 1948, CH

− Daniel und Markus Freitag, Taschenagenda-Prototyp Marty,

2009, CH

Schenkungen von Privaten

− Luigi Colani, Swissair-Damenuniform, 1990er Jahre, CH

(Christian Gantenbein)

− Ernst Ambühler, Bett, 1951, CH (Ruth Lichtenstein)

− BAG Turgi, Tischleuchte, 1920er Jahre, CH (Lotte Schilder Bär)

− Jorge Ferrari-Hardoy, Sessel Butterfly, 1938, USA (Angeli Sachs)

− Lux Guyer, Sessel, 1920er Jahre, CH (Anna Zschokke)

− Michel Jordi, 107 Ansteckuhren Le Clip, 1986, CH

Ankäufe

Projektspezifisch

− NewBoy Design Studio, Puppe Fulla Doll, 2003, SY

− Auswahl Körperpflegegeräte (Haartrockner, Massagegerät,

Rasierer), Haushaltgeräte (Staubsauger) und Parfumflakons

− Francisco Gomez Paz und Paolo Rizzatto, Hope, Pendelleuchte,

2009, Luceplan, IT.

Erworben durch den Freundeskreis Museum für Gestaltung Zürich,

Vogt Landschaftsarchitekten.

Zeitgenössische Gestalterinnen und Gestalter

− Naoto Fukasawa, CD-Player Muji, 1999, JP

− Gijs Bakker, Obstschale, 2000, NL

− Jasper Morrison, Besteckset KnifeForkSpoon, 2004, GB

Einzelwerke und historische Ergänzungen der Bestände

− Revox GmbH, Tonbandgerät Revox A77, ca. 1978, DE

− 40 Alltagsobjekte (Warenverpackungen, Gläser, Aschenbecher etc.)

aus einem Privathaushalt

− Über 40 Isolierflaschen und Blechdosen

(aus einer Privatsammlung)

− Jürg Bally, Doppelschalenstuhl, 1955, CH

− Walter Senn, Sessel-Prototyp, 1935, CH

− Karl Moser, Holzstuhl, 1920er Jahre, CH

− BAG Turgi, Stehleuchte Ufo, 1960er Jahre, CH

− BAG Turgi, Tischleuchte, ca. 1936, CH


A

B

C

D G

E

F

42 43

H

I

J

L

P

Designsammlung, Neueingänge (Auswahl)

A Jasper Morrison, Besteck-Set, 2004, Alessi, IT

B Rasierapparat, 2007, Philips, NL

C Gijs Bakker, Obstschale, 2000, Royal VKB, NL

D Francisco Gomez Paz und Paolo Rizzatto, Hope,

Pendelleuchte, 2009, Luceplan, IT.

Erworben durch Freundeskreis Museum für

Gestaltung Zürich, Vogt Landschaftsarchitekten

E Naoto Fukosawa, CD Player, 1999, Muji, JP

F Nivea Puderdose, 2009, Beiersdorf, DE

G Wassereis Rakete, 1969, CH

H Karim Rashid, Parfumflakon, 2006, Kenzo, FR

K

M N

O

I Konstantin Grcic, Gefäss, 2002, Cor Unum BV, NL

J Atelier Willy Guhl Hemishofen, 2008, CH

K Atelier Willy Guhl Hemishofen, 2008, CH

L Willy Guhl, Schulmöbel, 1953, CH

M Willy Guhl, Hocker, 1954, CH

N Willy Guhl, Stuhl-Prototyp, ca. 1950, CH

O Willy Guhl, Hocker-Prototyp, 1954, CH

P ZHdK / Museum für Gestaltung Zürich / Burg

Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design

(Hg.), Formfächer, Publikation, 2009, CH


Bundesamt für Kultur (BAK): Schweizer Design

− Stockwerk 3, Leuchte Hangover, 2001, CH

− Alban Schär, Lukas Pfister, Stuhl Vivero, 2008, CH

− Ahoulou Joy, Kollektion Herbst/Winter 2008/09, CH

− Stéphanie Baechler, Stoffkollektion, 2008, CH

− Dominique Helg, Longchair Steelnet SL 1270, 2009, CH

− Christine Lüdeke, Sessel Fit, 2008, CH

− Urs Esposito, Ausziehbett SN/2 Seledue, 2001, CH

− Andreas Bürki, Organisationssystem myBox, 2008, CH

− Carlo Borer, Ventilator Q, 2009, CH

− Unbekannt, Stühle Züka, ca. 1940, CH

− Jacob Müller, Tragboy, ca. 1955, CH

− Eternit, Gartentisch, CH

− Marcel Breuer, Aluminium-Sessel, 1935/36, CH

− Gustav Hassenpflug zugeschrieben, Stuhl, 1934, CH

− Marcel Breuer, Couchtisch, 1938, CH

− Kurt Thut, Stuhl Modell 042, 1955, CH

− Kurt Thut, 2er Set Sideboard, ca. 1960, CH

− Wilhelm Kienzle, Büchergestell, 1930, CH

Nachlässe

− Durch den Ankauf des Nachlasses von Willy Guhl wird seine

Werkdokumentation in der Designsammlung vervollständigt. Neben

Designobjekten werden auch unterschiedliche Dokumente aus

dem Entwurfsprozess (Pläne, Skizzen, Prototypen) und Dokumente

(Fotos, Glaspositive, Anschauungsobjekte) aus der Lehre von

Willy Guhl in die Sammlung aufgenommen. Auswahl von Möbeln:

− Willy Guhl, diverse Schulmöbel, 1953–1972, CH

− Willy Guhl, Hocker, Auszeichnung «Die gute Form» 1954, CH

− Willy Guhl, Modell Holzstuhl, 1963, CH

− Willy Guhl, Pakettisch, 1940, CH

− Willy Guhl, Paketmöbel, Modulares System, 1948, CH

− Willy Guhl, Prototyp Kistenschrank, 1942–1943, CH

44 45

Grafiksammlung

Leihgaben

− Pinakothek der Moderne, München, DE, Hermann Obrist–Skulptur /

Raum / Abstraktion um 1900, 16.7.–27.9.2009: 6 Originalzeichnungen

von Henry van de Velde

Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, DE, Surimono, 17.10.2009

10.1.2010: Rund 200 japanische Farbholzschnitte, die als Dauerleihgaben

im Museum Rietberg Zürich untergebracht sind

Sammlungsobjekte in Ausstellungen des Museums

Museum für Gestaltung Zürich, Good Design, Good Business –

Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940–1970,

4.2.–24.5.2009: rund 200 grafische und typografische Arbeiten aus

den Grafikateliers der J. R. Geigy AG in Basel, Ardsley und Manchester

der Jahre 1950–1970 sowie grafische und künstlerische

Referenzbeispiele

Museum für Gestaltung Zürich, Every Thing Design – Die Sammlungen

des Museum für Gestaltung Zürich, 3.4.–19.7.2009: rund 150

grafische und typografische Arbeiten, Fotografien, Kunstblätter,

Bücher, Künstlerbücher und Ostasiatica vom 16. Jh. bis heute,

welche die einzelnen Themen der Ausstellung illustrieren und die

Vielfalt der Grafiksammlung repräsentieren

Museum Bellerive, Hermann Obrist–Skulptur / Raum / Abstraktion

um 1900, 6.3.–7.6.2009: 6 Originalzeichnungen von Henry van de

Velde

Restaurierung

Konservierung

− Karl Gerstner, rot-grüne sequenz über blau, 8-Farbendruck,

Buchdruck, Blatt aus der Künstlerzeitschrift spirale 8, 1960

− Gerstner, Gredinger + Kutter Werbeagentur AG, GGK Basel, rund

2000 inventarisierte Werbeinserate, Werbegeschenke und

Geschäftsdrucksachen für die Firma IBM, 1962–1993, säurefrei

archiviert

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, rund 1200 grafische und

typografische Arbeiten aus den Grafikateliers der J.R. Geigy AG

säurefrei archiviert, plus 37 im 2009 erhaltene Konvolute à je rund

10 Arbeiten sortiert und säurefrei archiviert

Neueingänge (Auswahl)

Schenkungen von Gestalterinnen und Gestaltern

− Jacques Plancherel, 16 Konvolute aus seinem grafischen Werk,

1960er bis 1990er Jahre, CH

− Igildo Biesele, ca. 50 grafische Arbeiten für Geigy, 1954–1959, CH/US

− Keith Paul (Potts), ca. 25 grafische Arbeiten für Geigy, 1960er Jahre, UK

− Philip Smythe, ca. 30 grafische Arbeiten für Geigy, 1960er Jahre, UK

− Büro 4, Dominik Wullschleger, 9 Geschäftsausstattungen, 2000–2009, CH

− Aurèle Sack, 2 Tragtaschen mit Typoaufdruck, 2006, CH

− Irma Boom, 9 Buchobjekte und Entwürfe, 1996–2009, NL

− Dino Simonett, gesamte Edition Dino Simonett (34 Künstlerbücher,

ca. 50 Drucksachen und Fotografien), 1997–2008, CH

− so+ba, Susanna Baer und Alex Sonderegger, Drucksachen für

kulturelle Organisationen und Modelabel, 2007 –2009, JP


A

D

I

B

E

G

46 47

C

F

H

J

K

N

Grafiksammlung, Neueingänge (Auswahl)

A Dino Simonett, Conrad Godly (Foto), Untitled

Nudes, Edition Dino Simonett, 1997, CH

B Dino Simonett, To the happy few, Edition Dino

Simonett, 2008, CH

C Melchior Imboden, Designer Portraits, 2007, CH

D Irma Boom, 8 jaren – 8 kleuren, Wim van Krimpen,

Ausstellungskatalog, 2008, NL

E Irma Boom, Sheila Hicks: Waving as Metaphor,

Ausstellungskatalog The Bard Graduate Center

New York, 2006, NL

F Gerwin Schmidt, Revolver Heft, Nr. 20–21, 2009, DE

G Michel Comte, Uma Thurman, Lancôme,

Fotografie, 2003, FR (Original)

H Michel Comte, Uma Thurman, Lancôme,

Fotografie, 2003, FR (retouched)

L

O

M

I Benjamin Sommerhalder (Hg.), signierte Zine

Series, Nieves, 2006, CH

J so+ba, Swiss Culture in Japan, Programm-

Leporelli, 2007–2010, JP

K Igildo Biesele, Eurax Geigy, Inserat, 1954–1958, CH

L Philip Smythe, Geigy Circle 14, Umschlag

Zeitschrift, 1968, UK

M Fred Troller, Put Geigy on your team/Ring Geigy for

Service, Inserat, 1965, US

N Ernst David Roth et al., Hero Lenzburg, Confitüre-

Etiketten, Mitte 20. Jh., CH

O Jacques Plancherel (Bildred.), Visuals (Foto),

Woche, Umschlag Zeitschrift, 1968, CH

P Jacques Plancherel, Zoo Zürich, Piktogramm-

Entwurf, ca. 1978, CH

P


Schenkungen von Privaten

− Fred Troller, ca. 50 grafische Arbeiten für Geigy, 1960er Jahre, US

(Beatrice Troller)

− Anonym, 50 Farbstoffetiketten Geigy International, vor dem

2. Weltkrieg, CH (Eduard Troxler)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, 11 Künstlerbücher der

Steendrukkerij de jong & co., 1956 –1974, NL (Gérard Ifert)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, Archiv Schweizer Werbung

bestehend aus ca. 7’000 Dia-Unikaten, 1975–2000, CH

(Jean Etienne Aebi)

− Naomi Baldauf und Naima Schalcher, Sonntagsfreuden Nr. 1 bis

Nr. 8 (illustrierte Kochhefte, 2006–2009, CH (Verlag Hier + Jetzt)

− Markus Bucher (Art Director), Swissair Gazette 1999 –2001,

31 Hefte, CH (Pascale Schuoler)

Ankäufe

Zeitgenössische Gestalterinnen und Gestalter

− Diverse KünstlerInnen/GestalterInnen, Zines-Hefte, Series 2006,

signiert, Nieves Verlag, CH

− Diverse KünstlerInnen/GestalterInnen, Zines-Hefte, Series 2008,

Nieves Verlag, CH

− Herman de Vries und Karin Sander, 5 Künstlerbücher der Eschenau

Summer Press 55 -60, 2008–2009, DE

− Melchior Imboden, Fotobuch Designer Portraits, 2007, CH

− Martin Amstutz, 3 Wochenblätter gedruckt auf Handpresse,

2009, CH

− Gerwin Schmidt, Revolver Hefte 20 und 21, 2009, DE

− Hans Rudolf Bosshard, Typografische Monatsblätter

(Umschlaggestaltung), 2009, CH

48 49

Kunstgewerbesammlung

Leihgaben

− Bündner Kunstmuseum, Chur, CH, Bildteppiche von Ernst Ludwig

Kirchner und Lise Gujer–Unbekannte Entwürfe und Vorlagen,

2.2.–22.3.2009: Ernst Ludwig Kirchner / Lise Gujer,

Chaiselonguedecke, 1926

− Musée d’art moderne Lille Métropole, Lille, FR, Hypnos–une histoire

visuelle de l’inconscient 1900–1956, 14.3.–12.7.2009: Sophie

Taeuber-Arp, Figurenspiel König Hirsch, 10 Marionetten,

2 Requisiten (Kopien), 1989 (Original 1918); E. R. Linck, Fotografie,

Szene aus König Hirsch, Neuabzug (Original 1918)

− Musée Suisse de la Marionnette, Fribourg, CH, Marionetten der

Avantgarde des Schweizerischen Marionettentheaters, Zürich

1918–1935, 13.6.–6.9.2009: Otto Morach / Carl Fischer (Schnitzarbeit),

Figurenspiel La boîte à joujoux, 9 Marionetten, Requisiten,

1918; Figurenspiel Meister Pedros Puppenspiel, 4 Marionetten,

1926; Sophie Taeuber-Arp, Figurenspiel König Hirsch, Hirsch, 1918;

Fred Schneckenburger, 3 Figuren, 1963; diverse Entwürfe, Dokumente,

Fotografien, Postkarten

− Staatliche Graphische Sammlung München, DE, Hermann Obrist

– Skulptur/Raum/Abstraktion um 1900, 16.7.–27.9.2009: Hermann

Obrist, Textilien, Skulpturen, Vasen, Modell zu einem Denkmal und

weitere Modelle, zeitgenössische Fototafeln, um 1900; Henry van

de Velde, Besatzstücke, Brieföffner, um 1900

− Kunsthaus Glarus, CH, Maja Bajevic – Import Export, 5.9.–

22.11.2009: Feinspinnerei Ennenda AG, 3 Karostoffe, 1910–1929

− Museo Picasso Màlaga, ES, Sophie Taeuber-Arp – Avant-garde

Pathways, 19.10.2009–25.1.2010: Sophie Taeuber-Arp, Figurenspiel

König Hirsch, 10 Marionetten, 2 Requisiten (Kopien), 1989 (Original

1918), Perlbeutel, 1918

− Museo d’Arte Lugano, CH, Corpo, Automi, Robot-Tra arte, scienza e

tecnologia, 25.10.2009–21.2.2010: Sophie Taeuber-Arp, Figurenspiel

König Hirsch, Wache (Spielversion), 1993 (Original 1918)

− Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, DE, Von Rodin bis Giacometti –

Plastik der Moderne, 28.11.2009–28.2.2010: Sophie Taeuber-Arp,

Figurenspiel König Hirsch, Baum, 1918; Hermann Obrist, Entwurf

zu einem Denkmal, Skulptur

− Kirchner Museum Davos, CH, Bewegung und Gleichgewicht –

Sophie Taeuber-Arp 1889–1943 (Wanderausstellung): Sophie

Taeuber-Arp, Figurenspiel König Hirsch, 4 Marionetten (Spielversion),

1993 (Original 1918), 2 Bühnenbildentwürfe, Entwurfszeichnung

Truffaldino, 1918; E. R. Linck, 4 Fotografien, Szenen aus König

Hirsch, Neuabzüge (Original 1918)

− South African National Gallery, Cape Town, SA, Dada South?,

12.12.2009–28.2.2010: Sophie Taeuber-Arp, 2 Perlbeutel,

Glasperlen-Halskette, 1917–1919

Sammlungsobjekte in Ausstellungen des Museums

Museum für Gestaltung Zürich, Every Thing Design – Die Sammlungen

des Museum für Gestaltung Zürich, 3.4.–19.7.2009:

100 Objekte, die Geschichte des Kunstgewerbes exemplarisch

illustrierend

Museum Bellerive, Zürich, Porzellan – Weisses Gold,

10.7.–25.10.2009:

Tee-, Kaffee- und Speiseservice aus unterschiedlichen Epochen;

Ernst Barlach, Bettlerin mit Schale, 1912/13


A

D

G

B

E

H

50 51

C

F

I

J

K

Kunstgewerbesammlung, Neueingänge (Auswahl)

A Issey Miyake, Gilet Sommer, 2002, JP

B Issey Miyake, Gilet Sommer, 2002, JP

C Yohji Yamamoto, Weste, 2000, JP

D Issey Miyake, Kapuzenkleid, 2006–07, JP

E Yohji Yamamoto, Abendkleid, 2008, JP

F Yohji Yamamoto, Ärmelloses Oberteil, 2008, JP

G Issey Miyake, Mantel (Kimono), 1995, JP

L

M

H Issey Miyake, Jupe, 1991, JP

I Andreas Steinemann, gefaltet, 2006, CH

J Ilaria Ghezzi, Bambola Rosa, 2008, CH

K Maurizio Ferrari, Silhouette gross, 2009, CH

L Aubusson Tapisserie, nach Entwurf

Burhan Dogancay, 1999, FR

M Marianne Eggimann, Fledermaus III, 2008, CH


Restaurierung

Konservierung

− Henry van de Velde, Mieder zu einem Kleid, 1896–98, Leinen mit

Tressen besetzt

Restauriert mit den Mitteln des Freundeskreis Museum für

Gestaltung Zürich, Marianne Wirth-Wolff.

− Emile Gallé, Teetisch, um 1900, Buche und Ahorn mit Intarsien

Restauriert mit den Mitteln des Freundeskreis Museum für

Gestaltung Zürich, Marianne Wirth-Wolff.

− Hermann Obrist, 2 Textilien, Neulagerung

− Ernst Ludwig Kirchner, Kissenplatte, Neumontage

− Stoffproben von Henry van de Velde, Bauhaus, koptische Textilien,

Umlagerung in säurefreie Passepartouts und Schachteln

− Fotoarchiv Marlen Perez: Neustrukturierung und konservatorische

Massnahmen, Umlagerung in säurefreie Umschläge, Neubeschriftung

− Marcel Duchamp, Rotoreliefs, Reinigung und Fixierung des

Umschlags

− Tonbänder von Fred Schneckenburgers Marionettenspielen der

1950/60er Jahre, in Zusammenarbeit mit der Universität Bern,

Beurteilung und Digitalisierung

− Sophie Taeuber-Arp, Otto Morach, Pierre Gauchat, Ernst Gubler,

Fred Schneckenburger, Neuverpackung in säurefreie Kartons,

systematische Entfernung von Selbstklebern

Neueingänge (Auswahl)

Schenkungen von Privaten

− Yohji Yamamoto, Couture, 2000–2008, JP (E. Ouie)

− Urs Aebi, Couture, 1993–1996, CH (M. Wunderly)

− Meissner Porzellan, ca. 1740–1755, DE, Nachlass M. Conzett

(J. Conzett)

− Aubusson Tapisserie, nach Entwurf von Burhan Dogancay, 1999, FR

(H. u. M. Kaufmann-Freistadt)

− Unbekannt, Sonnenschirm, ca. 1900, unbekannte Herkunft,

(B. Blangey)

Ankäufe

Bundesamt für Kultur (BAK): Zeitgenössische Schweizer Keramikkunst

− Arnold Annen, Floating, Schale, 2009, CH

− Philippe Barde, human faces, Schale, 2005, CH

− Jean-Claude de Crousaz, La Grenouille, 2007, CH

− Marianne Eggimann, Fledermaus III, 2008, CH

− Maurizio Ferrari, Silhouette gross, 2009, CH

− Ilaria Ghezzi, Bambola Rosa, 2008, CH

− Laure Gonthier, hiatus (1 Stück), 2009, CH

− Müller-B-, AA, 1990, CH

− Therese Müller, Schale gross, 2009, CH

− Grazia Conti Rossini Schifferli, Schale, 2009, CH

− Margret Schwab, Schale gross, 2009, CH

− Margret Schwab, Krug gross 3l, 2009, CH

− Andreas Steinemann, gefaltet, 2006, CH

− Cornelia Trösch, Schale gross, 2007, CH

52 53

Plakatsammlung

Leihgaben

− Gemeentemuseum Den Haag, NL, Christian Schad – Retrospectief,

31.1.–10.5.2009: 2 Plakate von Christian Schad

− Swiss Re, Zürich, CH, Life Balance – Die wahren Abenteuer sind im

Kopf, kuratiert von der Plakatsammlung, Sabine Flaschberger,

im Auftrag der Swiss Re, 16.2.–16.5.2009: 35 Plakate

− Museo do Design Lissabon, PT, Ombro a Ombro, 5.6.–13.9.2009:

189 Plakate

− Swiss Re, Zürich, CH, Der Mond ist aufgegangen…, kuratiert von

der Plakatsammlung, Sabine Flaschberger, im Auftrag der

Swiss Re, 16.6.–14.8.2009: 38 Plakate

− Swiss Re, Zürich, CH, Home sweet home, kuratiert von der Plakatsammlung,

Sabine Flaschberger, im Auftrag der Swiss Re,

17.2.–13.11.2009: 34 Plakate

− Museo Berardo Lissabon, PT, Quick, Quick, Slow, 10.9.–31.12.2009:

20 Plakate von Josef Müller-Brockmann und Max Huber

− Swiss Re, Zürich, CH, Eurovision – 100 Beste Plakate aus Deutschland,

Österreich und der Schweiz, kuratiert von der Plakatsammlung,

Sabine Flaschberger, im Auftrag der Swiss Re,

16.11.2009–13.2.2010: 33 Plakate

− Disseny Hub Barcelona, ES, Helvetica. A New Typeface?,

1.12.2009–7.2.2010: 1 Plakat von Müller-Brockmann & Co.

Sammlungsobjekte in Ausstellungen des Museums

Museum für Gestaltung Zürich, Good Design, Good Business –

Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940 –1970,

23.1.–15.6.2009: 12 Plakate von Willi Günthart, Niklaus Stoecklin,

Herbert Leupin, Victor Vasarely, Atelier Briel, Willi Trapp, Andreas

His, Karl Gerstner, Gottfried Honegger

Museum für Gestaltung Zürich, 20 Plakate zum 20. Plakat- und

Grafikfestival in Chaumont 2009/20 affiches pour une 20ième

édition, 18.8.–6.9.2009: 20 Plakate von internationalen zeitgenössischen

GrafikdesignerInnen anlässlich des 20. Festival international

de l’affiche et du graphisme Chaumont

Museum für Gestaltung Zürich, Every Thing Design – Die Sammlungen

des Museum für Gestaltung Zürich, 3.4.–19.7.2009:

92 internationale Plakate von Ende des 19. Jh. bis in die Gegenwart,

die die Plakatgeschichte exemplarisch illustrieren

Restaurierungen

− Hans Neumann, Ibus, ca. 1930, Lithografie

− Mihály Biró, MEM, ca. 1922, Lithografie

− Jan Tschichold, Konstruktivisten / Kunsthalle Basel, 1937, Hochdruck

− Alfred Willimann, Holländer, 1953, Hochdruck

− Alfred Willimann, Altrömische Porträtplastik, 1953, Hochdruck

− Otto Baumberger, 55 Plakate aus verschiedenen Jahren, Lithografien

− Interne Restaurierung von total 99 Plakaten für Ausstellungen des

Museums, Leihgaben und Archivlagerung


A

D

B C

E

G H I J K

54 55

F

L

O

Plakatsammlung, Neueingänge (Auswahl)

A anonym, Kalogén Brázay, 1905, HU

B Hans Zürcher, Saalbau Bazar, 1912, CH

C Ludwig Hohlwein, Erdal Schuhputz, 1920, DE

D Jan Tschichold, Emil Nolde, 1928, DE

E Anton Stankowski, Südmilch-Erzeugnisse, frisch

und gut, 1950, DE

F André Masméjan, Pour mon compte j’ai choisi

l’Union de Banques Suisses, 1964, CH

G Paulina Matusiak, 20e Festival International de

l’Affiche et du Graphisme de Chaumont, 2009, PL

H Pierre Mendell / Annette Kröger, Share, 2004, DE

M

P

N

Q

I Gérard Paris-Clavel, Pas d’achat, pas de Bonheur,

2002, FR

J Michael Flückiger, Curry, 2007, CH

K Timo Berry, Amnesty International, 2003, FI

L Ferdinand Schott, Das 8te Weltwunder, 1932, CH

M Auguste Herbin, Bal de la grande ourse, 1925, FR

N Edward McKnight Kauffer, Post during lunch hour

(Plakatentwurf), 1937, GB

O Eric Andersen, Bei Babette / Restaurant,

ca. 2007, CH

P Lukas Zimmermann, Soul Stew, 2008, CH

Q Atelier Populaire, Le poing de non retour, 1968, FR


Neueingänge (Auswahl)

Schenkungen von Firmen / Institutionen

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter sowie Werbeagenturen,

APG-Plakate, 2009, CH (Allgemeine Plakatgesellschaft, APG)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter sowie Werbeagenturen,

Kulturplakate, 2009, CH (Kulturinstitutionen Zürich und

Schweiz allg.)

− Noah Bonsma, Integration, 2007, CH (Hochschule der Künste Bern)

− Sabrina Tiller, Nach Rausland, 2007, CH (Hochschule der Künste

Bern)

− Michael Flückiger, Curry, 2007, CH (Hochschule der Künste Bern)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, Amnesty International –

Plakate, div. Jahre, FI (Amnesty International Finnland)

− Anton Stankowski und Karl Duschek, 50 Konsum- und Kulturplakate

aus verschiedenen Jahren, DE (Stankowski – Stiftung Stuttgart)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, 20 Plakate für das 20. Festival

international de l’affiche et du graphisme de Chaumont (Festival

international de l’affiche et du graphisme de Chaumont)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter sowie Werbeagenturen,

20 soziale Plakate, 1960–1980, CH (Helvetas)

Schenkungen von Gestalterinnen und Gestaltern

− Remo Caminada, 10 Kulturplakate, 2007/2008, CH

− Lukas Zimmermann, 12 Kulturplakate, 2008/2009, CH

− Peter Scholl, 12 Theaterplakate, 2008/2009, CH

− Typosalon / Christof Nüssli, 5 politische Plakate, 2008/2009, CH

− Dafi Kühne, 3 Kulturplakate, 2009, CH

− Hans-Christian Pulver, 3 Konsumplakate 1965–1969, CH

− André Masméjan, 1 Plakat: Pour mon compte j’ai choisi l’Union de

Banques Suisses, 1964, CH

− Michael von Graffenried / Atelier Gerhard Blättler, 32 Plakate:

Serie Kamerun, 2009, CH

− Gunter Rambow, 4 Plakate, Serie Deutschland den Deutschen,

1995, DE

− Pierre Mendell / Annette Kröger, 1 Plakat, Share, 2004, DE

− anschlaege.de, 7 Plakate, Serie www.barmbek.tv, 2007, DE

− Andrea Rauch, 50 Kulturplakate aus verschiedenen Jahren, IT

− Gianni Sinni, 15 Kulturplakate aus verschiedenen Jahren, IT

− Walter Sardonini, 46 Kulturplakate aus verschiedenen Jahren, IT

− Stefano Rovai, 2 Umweltschutzplakate, 2000, IT

− Lorella Pierdicca, 20 Kulturplakate aus verschiedenen Jahren, IT

− Fabio Chiantini, 50 Kulturplakate aus verschiedenen Jahren, IT

− Naoki Hirai, 9 soziale Plakate aus verschiedenen Jahren, JP

− Perndl+Co Design GmbH, 8 Kulturplakate, 2000–2008, AT

− Timo Berry, Amnesty International, 2003, FI

− Willi Kunz, 38 Plakate für die Columbia University, 1984–2003, US

Schenkungen von Privaten

− Atelier Populaire, 4 politische Plakate, 1968, FR (Urs Roland

Berger)

− Günter Karl Bose, 100 Plakate für Musica-Viva aus verschiedenen

Jahren, DE (Dr. Erik Schlachter)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, 25 Theaterplakate aus

verschiedenen Jahren (Peter Märki)

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, 50 internationale Tanzplakate,

1960–1980 aus verschiedenen Jahren (Fredy Bohner)

56 57

Ankäufe

Historische Ergänzung der Bestände

− Auguste Herbin, 1 Plakat: Bal de la grande ourse, 1925, FR

− Jan Tschichold, 1 Ausstellungsplakat: Emil Nolde, 1928, DE

− Anton Stankowski, 4 Konsumplakate, 1951–1962, DE

− Diverse Schweizer Gestalterinnen und Gestalter (u.a. Otto

Baumberger, Peter Birkhäuser, Niklaus Stoecklin, Hugo Laubi,

Donald Brun, Burkhard Mangold), 30 Konsum-, Kultur- und Tourismusplakate

und Plakatentwürfe aus verschiedenen Jahren, CH

− Otto Baumberger, 1 Entwurf für Tourismusplakat: Glarnerland /

Walensee, 1944, CH

− Ludwig Hohlwein, 1 Konsumplakat: Erdal Schuhputz, 1920, DE

− Edward McKnight Kauffer, 1 Plakatentwurf: Post during lunch hour,

1937, GB

− Anonym, 1 Plakat: Kalogen Brazay, 1905, HU

Zeitgenössische Gestalterinnen und Gestalter

− Holger Matthies, 300 Plakate, v.a. Theaterplakate, 1970–2009, DE

− Antoni Tàpies, 4 Tàpies – Ausstellungsplakate, 1983–1990, ES

− Eric Andersen, 42 Kulturplakate, 2005–2009, CH

− Gérard Paris-Clavel, 5 politische Plakate, 1992–2002, FR

− Aisha Ronniger / Roland Piltz, 4 Plakate, Serie Identität, 2007, DE

− Marcel Göhring, 4 Kulturplakate, 2006/2007, CH

Thematische Konvolute

− Diverse Gestalterinnen und Gestalter, 1169 ukrainische, soziale

Plakate, 1960–1980, SU


Vermittlung

Die Vermittlung der Ausstellungen wird für das Museum für Gestaltung

Zürich zu einer immer zentraleren Aufgabe. Neben den gut besuchten

regulären Führungen werden so viele Sonderführungen gebucht, dass

das Museum seit Herbst ein freiberufliches Führungsteam aufbaut. Auch

das Interesse von Schulen und Studierenden steigt kontinuierlich, was eine

wichtige und sehr erfreuliche Entwicklung bedeutet. Was die Rahmenveranstaltungen

betrifft, werden die klassischen Podiumsdiskussionen seit einiger

Zeit durch Ausstellungsgespräche ergänzt, die auf Dialog mit Experten

und die Diskussion mit den Besuchenden setzen – ein Format, das

sich zu bewähren beginnt. Insgesamt wird eine Entwicklung von Vermittlungsformaten

angestrebt, die stärker auf Dialog und Partizipation fokussieren.

Stimuliert wird dies durch die Zusammenarbeit und den Know

how-Transfer zwischen Museum, dem IAE Institute für Art Education und

dem MAE Master of Arts in Art Education ausstellen & vermitteln der ZHdK.

2009 wurde vom IAE in Zusammenarbeit mit dem Museum das Forschungsprojekt

«Kunstvermittlung in Transformation» vorbereitet, das 2010 neue

Vermittlungsformen im Museum erprobt.

58 59

Veranstaltungen zu Ausstellungen

Museum für Gestaltung Zürich

Good Design, Good Business – Schweizer Grafik und Werbung für Geigy

1940 –1970

Podien

Good Design = Good Business? – Gestaltung als Werbefaktor (5.3.2009)

Jean Etienne Aebi, Präsident des Art Directors Club Schweiz, Zürich,

Ruedi Baur, Gestalter, Leiter Institut Design2context, ZHdK, Zürich/Paris,

Stefan Haas, Leiter Marketing Schweiz, Personen-/ Fernverkehr, SBB,

Bern, Moderation: Renate Menzi, Kuratorin Designsammlung Museum für

Gestaltung Zürich

Swiss Style forever? – Schweizer Grafik heute (5.5.2009)

Richard Hollis, Designhistoriker, London, Manuel Krebs, Grafiker, Norm,

Zürich, Lars Müller, Grafiker und Verleger, Baden, Moderation: Agnès

Laube, Grafikerin, Zürich und Dozentin an der Hochschule Luzern.

Every Thing Design – Die Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich

Gespräche in der Ausstellung

Was sammeln wir morgen? Visionen in Sammlungsstrategien (20.4.2009)

Paola Antonelli, Senior Curator für Architektur und Design, Museum of

Modern Art, New York, Peter Noever, CEO und künstlerischer Leiter MAK

Applied Arts/Contemporary Arts, Wien, Annette Schindler, Leiterin Plug in,

Basel, Moderation: Verena Formanek, Leiterin Sammlungen, Museum für

Gestaltung Zürich

Wie entsteht ein Klassiker? Was macht ein Ding zum Klassiker? (3.6.2009)

Prof. Dr. Gerda Breuer, Universität Wuppertal, Kunst- und Designgeschichte,

Mateo Kries, Kurator und Programmleiter Vitra Design Museum, Weil am

Rhein, Moderation: Verena Formanek, Leiterin Sammlungen, Museum für

Gestaltung Zürich

Roboter – Von Motion zu Emotion?

Aktionstag

Medien- und Roboterwettbewerbs www.bugnplay.ch (27.6.2009)

Workshops «Robo–Stories» für Kinder, Jugendliche und Erwachsene,

Präsentationen von Roboter–Projekten, Videos und Installationen aus dem

Wettbewerb, Führungen durch die Ausstellung Roboter – Von Motion

zu Emotion?, Preisverleihung bugnplay.ch. Eine Kooperation des Museum

für Gestaltung Zürich mit der Vertiefung Mediale Künste der Zürcher

Hochschule der Künste (ZHdK) und dem Migros Kulturprozent.

Symposium Der künstliche Mensch – Medizinische Perspektiven der

Robotertechnologie (22.9.2009)

Prof. Dr. Hannes Bleuler, Laboratoire de Systèmes Robotiques, Institut de

Microtechnique, EPFL Lausanne, Prof. Dr.-Ing. Robert Riener, Sensory-

Motor Systems Lab, Department of Mechanical & Process Engineering,

Institute of Robotics and Intelligent Systems, ETH Zürich, Prof. Dr. Nils

Röller, Vertiefung Mediale Künste, ZHdK, Prof. Dr. Jutta Weber, Department

of the History of Science and Pharmacy, TU Braunschweig. Moderation:

Prof. Dr. Pietro Morandi, Kulturwissenschaftler, Studienleitung MAS

Cultural Media Studies ZHdK Prof. Dr. Marion Strunk, Künstlerin, Studienleitung

MAS Cultural Media Studies, ZHdK


Michel Comte

Gespräche in der Ausstellung

Michel Comte – 30 Jahre Fotografie (16.9.2009)

Michel Comte im Gespräch mit Christian Brändle

Der Weg zum perfekten Modebild (11.11.2009)

Sithara Atasoy, Chefredaktorin Bolero, Zürich, Sven Bänziger, Fotograf,

Zürich/Paris, Ursula Knecht, Inhaberin Option Modelagentur, Zürich,

Moderation: Romano Zerbini, Geschäftsführer ewz.selection – Schweizer

Fotopreis

Formlose Möbel

Ausstellungsgespräche

Zeitlos Formlos (17.11.2009)

Prof. Dr. Jacqueline Otten, Direktorin Departement Design ZHdK und

Cynthia Gavranic, Kuratorin der Ausstellung

Formlose Körperhaltungen (8.12.2009)

Esther Sutter Straub, Publizistin im Bereich Tanz, Pädagogin für

zeitgenössischen Tanz

Tai Ji, Basel mit Cynthia Gavranic, Kuratorin der Ausstellung

Museum Bellerive

Hermann Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion um 1900

Fachführungen

Neues Leben für das toteste aller Gebiete – Hermann Obrist als Plastiker

und Grabmalsreformer (12.3.2009) mit Hubertus Adam, freier Kunsthistoriker

/ Publizist, Zürich

Material und Experiment – Hermann Obrist und neue Materialien um 1900

(19.3.2009) mit Eva Afuhs, Leitende Kuratorin Museum Bellerive

Linie und Raum – Die Zeichnungen Hermann Obrists zwischen Gegenstand

und Abstraktion (26.3.2009) mit Andreas Strobl, Konservator Kunst des

19. Jahrhunderts, Staatliche Graphische Sammlung München

Phantasie als Logik – Henry van de Velde betrachtet Hermann Obrist

(2.4.2009) mit Ingo Starz, freier Kurator / Publizist, Zürich

The forms of modern sculpture: a question of status? (6.5.2009) mit

Penelope Curtis, Kuratorin Henry Moore Institute, Leeds UK

Hermann Obrists Unsichtbares Meisterwerk – Der fotografische Nachlass

und seine Bedeutung für Obrists Werk, Zürich / München (28.5.2009) mit

Viola Weigel, Direktorin Kunsthalle Wilhelmshaven

Offenbarung des Originals – Werkgespräch zum Verhältnis zwischen

Skulptur und Fotoreproduktion (28.5.2009) mit Sabine Gebhardt Fink,

Dozentin ICS ZHdK / Team Forschungsprojekt Obrist und Matthias Vogel,

Kunsthistoriker / Fotoexperte, Zürich / Basel

Spezialführungen

«Hinaus aus dem verdunkelten Atelier …» (15.3., 22.3., 29.3., 5.4., 13.4.)

mit Susanne Wyrsch, Studentin BA Vermittlung Kunst und Design

60 61

Workshop

Internationaler Workshop und öffentlicher Vortrag anlässlich des ersten

Schweizerischen Nationalfonds Forschungsprojekts über Hermann Obrist

(8.–9.5.) mit Eva Afuhs, Leitende Kuratorin Museum Bellerive, Sabine

Gebhardt Fink, Dozentin ICS ZHdK / Team Forschungsprojekt, Sigrid

Schade, Leiterin ICS ZHdK, Ingo Starz, wissenschaftlicher Mitarbeiter ICS

ZHdK / Team Forschungsprojekt, Manuel Vélez, Professor Zeichnen und

Design, Granada ES, Matthias Vogel, Dozent ICS ZHdK / Leitung

Forschungsprojekt, Annika Waenerberg, Professorin Kunstgeschichte,

Jyväskylä FI

Porzellan – Weisses Gold

Fachführungen

Alte Traditionen – Modernes Porzellan (3.9.) mit Sabine Neumaier, Porzellanspezialistin,

Koller Auktionen, Zürich

Die Sicht des Seins – Infos und Gedanken zum Werk von Gundi Dietz

(10.9.) mit Gundi Dietz, Künstlerin, Wien und Hanspeter Dähler, Galerie

Kunstforum, Solothurn

Porzellan – Zerbrechliche Utopien (17.9.) mit Susanne Schneemann,

Kunsthistorikerin, Bern

Alles bleibt immer wieder neu – Porzellan im Wandel von Design, Lifestyle

und Marketing (24.9.) mit Franziska Kessler, Creative und Design

Consultant, Zürich

Aufbruch in die Moderne (22.10.) mit Petra Werner, Kuratorin, Porzellanikon

Hohenberg, Deutsches Porzellan Museum

Lange Nacht der Museen

Fixsterne und Sternschnuppen (5.9.) mit Luca Burkhalter, Gitarre-Text,

Pico (Walter) Gisler und Fabian Hossli / Kinderzirkus Robinson, Jonglage

und Animation, Heinz Niederer, Terrestrische Sterne, Zeitskulptur im Hof

Atelierbesuche

Besichtigungen (13.7., 10.9., 22.9.) bei den Keramikerinnen Ilaria Ghezzi,

Therese Müller und Cornelia Trösch, Zürich

Scherenschnitte – Kontur pur

Workshop

Weihnachtskarten (28.11., 29.11.) mit Ines Badertscher und Katharina von

Meyenburg

Präsentationen

Scherenschnitt-Techniken (6.12., 13.12., 20.12.) Künstlerinnen und

Künstler zu Gast in der Ausstellung mit Elisabeth Bottesi-Fischer, Werner

Gunterswiler, Susanne Schläpfer, Sonja Züblin


Publikationen / Verlag

Mit zwei Standardwerken, einer aussergewöhnlichen Sammlungspublikation

und Help!, dem 20. Band der Reihe «Poster Collection», war 2009 ein herausforderndes

Publikationsjahr, in dem teilweise langfristige Desiderate realisiert

werden konnten. Aufbereitung und Redaktion erforderten denn auch eine besonders

intensive, fruchtbare Teamarbeit innerhalb des Museums. Darüber

hinaus wurden Charakter, Konsistenz und Qualität der einzelnen Bücher wie

üblich in enger Zusammenarbeit mit engagierten Designern und Produzenten

entwickelt. Die renommierten Verlagspartner – Hatje Cantz, Lars Müller Publishers,

Scheidegger & Spiess – garantieren ihrerseits die Promotion und den

Vertrieb der deutschen und englischen Ausgaben auf dem internationalen

Buchmarkt. Damit wird die bewährte Koproduktionsstrategie des Museums

fortgesetzt, mit der die anspruchsvollen Publikationen über die jeweilige Ausstellung

hinaus von Dauer sind und sich an ein grösseres Publikum richten.

Die Zusammenarbeit mit dem Rektorat und einzelnen Abteilungen der ZHdK

in Form von Dienstleistungen im Bereich Beratung, Promotion und Vertrieb

von Publikationen sowie mit dem MIZ im Rahmen des Schriftentauschs wurde

projektspezifisch weitergeführt.

Neuerscheinungen

Corporate Diversity

Mit der Monografie Corporate Diversity über Grafik und Werbung der J.R. Geigy

A.G. stellt das Museum einen bedeutenden Schweizer Beitrag zur internationalen

Designgeschichte der 1950er und 1960er Jahre in seiner Eigenständigkeit erstmals

umfassend dar. Ausstellung und Publikation basieren auf einem Forschungsprojekt,

das durch den Schweizerischen Nationalfonds finanziert und am Institute

for Cultural Studies in the Arts, ZHdK, in Zusammenarbeit mit dem Museum

durchgeführt wurde. Für die Sammlungen des Museums mit ihrem Auftrag der

Grundlagenforschung war das Projekt der willkommene Anlass, den gesamten

Bestand an Design für Geigy aufzuarbeiten und in Abstimmung auf das von

NORM entwickelte Bildkonzept der Publikation neu zu fotografieren.

62

Museum für Gestaltung Zürich, Andres Janser, Barbara Junod (Hg.)

Corporate Diversity – Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940–1970

Texte von Karin Gimmi, Andres Janser, Barbara Junod, R. Roger Remington,

Yvonne Zimmermann

Design: NORM, Zürich / Dimitri Bruni, Manuel Krebs, Ludovic Varone

Fotografie: Umberto Romito

2009, 208 S., 385 Abb.

ISBN 978–3–03778–161–6 (D) 978–3–03778–160–9 (E)

Lars Müller Publishers

Englisch: Corporate Diversity: Swiss Graphic Design and Advertising

by Geigy 1940–1970

A

C

Neuerscheinungen

A Corporate Diversity – Schweizer Grafik und

Werbung für Geigy 1940–1970

B Every Thing Design – Die Sammlungen des

Museum für Gestaltung Zürich

63

D

B

C Hermann Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion

um 1900

D Poster Collection 20, Help!


Hermann Obrist

Die erste Monografie über Hermann Obrist (1862–1927) verdankt sich der Kooperation

des Museums mit der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Erstmals

sind nun die Nachlassteile in München und Zürich in Form eines kompletten

Inventars zusammengeführt, und damit ist das Gesamtwerk des Zeichners,

Bildhauers, Textilkünstlers und Theoretikers greifbar. In der Verknüpfung von

Bild und wissenschaftlichen Essays zeigt das Buch die Aktualität von Obrists

Werk für Kunst, Kunstgewerbe und Wissenschaft.

Museum für Gestaltung Zürich, Museum Bellerive / Staatliche Graphische

Sammlung München, Eva Afuhs, Andreas Strobl (Hg.)

Hermann Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion um 1900 – Sculpture /

Space / Abstraction Around 1900

Texte von Hubertus Adam, Eva Afuhs, Stacy Hand, Ingo Starz,

Andreas Strobl, Annika Waenerberg, Viola Weigel

Design: Heimann und Schwantes, Berlin

Fotografie: Heinrich Helfenstein

2009, D/E, 248 S., 211 Abb.

ISBN 978–3–85881–239–1 Verlag Scheidegger & Spiess

Every Thing Design

Mit Every Thing Design treten die vier Sammlungen des Museums gemeinsam

auf. Der Tradition des Hauses entsprechend ist das von Irma Boom gestaltete

Buch in sich bereits ein Designobjekt. Es versammelt 700 repräsentative Objekte

aus Design, Grafik, Plakat und Kunstgewerbe, über raschend zusammengestellt

und mit Hintergrundinformationen versehen. Die Struktur der Publikation verdeutlicht

zudem, dass Sammeln über die materielle Akkumulation hinaus die

beständige Auseinandersetzung mit zeitbedingten Ideen und kontextuellen Verschiebungen

beinhaltet. So liegt der Wert des Buches auch in der Darstellung

der Bedeutung der Sammlungen für Designer, Forschende, Studierende und

eine interes sierte Öffentlichkeit.

Help!

Museum für Gestaltung Zürich, Christian Brändle, Verena Formanek (Hg.)

Every Thing Design – Die Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich

Texte von Glenn Adamson, Paola Antonelli, Christian Brändle, Verena

Formanek

Design: Irma Boom, Amsterdam

Fotografie: Umberto Romito, Franz Xaver Jaggy

2009, 864 S., 700 Abb.

ISBN 978–3–7757–2330–5 (Deutsch) 978–3–7757–2331–2 (Englisch)

Hatje Cantz

Englisch: Every Thing Design: The Collections of the Museum für

Gestaltung Zürich

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.)

Help!

Poster Collection 20

Essay von Sønke Gau und Katharina Schlieben

Design: Integral Lars Müller

2009, D/E, 96 S., 141 Abb.

ISBN 978–3–03778–174–6 Lars Müller Publishers

64 65

Kommunikation

Die Kommunikation blickt auf ein ausserordentlich intensives und erfolgreiches

Jahr zurück. Mit wirkungsvollen Kommunikationsmitteln und dem

Schwerpunkt auf der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit wurden die Museumsaktivitäten

bekannt gemacht. Dabei stiessen die Themen auf ein

enormes Interesse bei der nationalen und internationalen Presse sowie

bei der Fachpresse. Mit der Ausstellung und Publikation Every Thing Design

zum Beispiel konnte die Bedeutung der Sammlungen vermittelt werden.

Über die Roboter-Ausstellung wurde umfassend und zu Hauptsendezeiten

berichtet. Und bei der Ausstellung Michel Comte erreichte die mediale

Abdeckung ein neues Ausmass. Zu diesem Erfolg beigetragen haben innovative

Kooperationen und eine Medienpartnerschaft mit einer exklusiven

Sonderbeilage. Die breite Beachtung der Museumstätigkeit zeigte sich

ebenso auf der Website: Die Besuche verdoppelten sich zuweilen. Ausserdem

wurde die Online-Präsenz u.a. auf Plattformen wie Facebook verstärkt.

Diesen Aktivitäten zufolge konnten das Mediennetzwerk und die

Wahrnehmung des Museums als Kompetenzzentrum ausgebaut werden.

Die Kommunikation vertrat des Weiteren das Departement Kulturanalysen

und -Vermittlung (DKV) in den Kommunikationsgremien der ZHdK.


Ausstellungsbesuche

Museum für Gestaltung Zürich

(inkl. Museum Bellerive)

170’000

160’000

150’000

140’000

130’000 65’000

120’000 60’000

110’000 55’000

100’000 50’000

90’000 45’000

80’000 40’000

70’000 35’000

60’000 30’000

50’000 25’000

40’000 20’000

30’000 15’000

20’000 10’000

10’000 5’000

1991

87’520

1992

86’350

1993

79’803

1994

71’915

1995

65’636

1996

49’463

1997

72’880

1998

84’068

1999

78’611

2000

66’519

2001

79’448

66 67

2002

75’837

2003

79’171

2004

81’021

2005

79’933

2006

122’459

2007

97’247

2008

93’949

2009

158’062

Web Besuche

Museum für Gestaltung Zürich

(inkl. Museum Bellerive)

JANUAR

FEBRUAR

MÄRZ

APRIL

MAI

JUNI

JULI

AUGUST

SEPTEMBER

OKTOBER

NOVEMBER

DEZEMBER


Museumsdienste

Die Museumsdienste blicken auf ein dichtes, intensives Ausstellungsjahr

mit vielfältigen Aufgaben zurück. Zum einen erforderten der grosse Besucherstrom

bei Roboter – Von Motion zu Emotion? und Michel Comte sowie

die unterschiedlichen Szenografien der teilweise technisch anspruchsvollen

Ausstellungen noch grössere Umsicht und Flexibilität der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im Aufsichtsbereich und am Museumsshop. Im

Shop, dessen Sortiment kontinuierlich um neue Designobjekte erweitert

wird, überzeugte wie bis anhin die hohe Qualität der Produkte. Die Cafeteria

mit ihrer einladenden Palette an Speisen und Getränken erwies sich

auch dieses Jahr als sicherer Wert und überraschte mit neuen kulinarischen

Leckereien. Der Catering- und Eventbereich stiess auf gutes Echo und

erfreute sich grösster Nachfrage. Insbesondere Fachführungen mit anschliessendem

Apéro waren im letzten Drittel des Jahres sehr geschätzt.

Die Lange Nacht der Museen zu Beginn der Herbstsaison stiess auf überdurchschnittliches

Publikumsinteresse: es waren über 5’000 Besucherinnen

und Besucher, die das abwechslungsreiche Programm und die Gastfreundschaft

des Museum für Gestaltung Zürich genossen.

68 69

Werkstatt

Die Werkstatt des Museum für Gestaltung Zürich produzierte 2009 insgesamt

zwölf Ausstellungen für verschiedene Veranstaltungsorte. Mit Good

Design, Good Business startete das Team technisch und gestalterisch anspruchsvoll

ins 2009. Über 100 tetraederförmige Vitrinenelemente wurden

in kurzer Zeit und mit höchster Präzision hergestellt. Einen weiteren szenografischen

Höhepunkt bedeutete die Zusammenarbeit mit dem Atelier

für Every Thing Design. Dank raffiniert versteckter Unterkonstruktion

schwebten die Sammlungsobjekte auf weissem Stoff fast schwerelos in

der Halle. Die publikumsstarke Ausstellung Roboter erforderte nach anspruchsvollen

Bauten vor allem viel Unterhaltsarbeiten an den diffizilen

Exponaten. Für Michel Comte baute die Werkstatt parallel zu kleineren

Ausstellungen grosszügig inszenierte Räume mit speziellen Farben und

Materialien. In Zusammenarbeit mit der ZHdK realisierte die Werkstatt

schliesslich die Jahresausstellung mit über 300 Beteiligten. Dank der

hohen Kompetenz im Ausstellungsbau und der guten Teamarbeit fühlten

sich die Künstler und Gestalter optimal unterstützt. Mehrere Wanderausstellungen

und die Mithilfe im Museum Bellerive in hektischen Aufbauphasen

waren auch dieses Jahr Teil des Leistungsausweises.


Forschungsprojekte

Die Sammlungsbestände des Museum für Gestaltung Zürich werden kontinuierlich

bearbeitet und sind Gegenstand von Forschungsprojekten. Ziel

ist es, die Bestände mit einer Offenheit für transdisziplinäre Projekte aus

aktueller Sicht zu kontextualisieren, denn nur das Erforschen, Erschliessen

und Nutzen der Objekte macht deren Wert und Bedeutung aus.

70

Hermann Obrist (1862–1927) im Netzwerk der Künste und Medien um 1900

Das Projekt unternimmt eine kritische Relektüre des künstlerischen Schaffens

und Wirkens von Hermann Obrist. Sein Werk soll an den Schnittpunkten

zwischen Historismus, Jugendstil und Moderne verortet und im

Kontext der zeitgenössischen Kunsttheorien diskutiert werden. Die Überschreitung

der klassischen Gattungsgrenzen, die der Künstler mit seiner

Architekturplastik vollzieht, wird Anlass sein, über Aspekte des Gesamtkunstwerks

sowie Fragen der modernen Formensprache und Raumgestaltung

nachzudenken. Die in die Zukunft weisenden Züge von Obrists

Werk werden akzentuiert betrachtet. Eine Analyse der Schriften und Briefe

Obrists und eine Untersuchung der vorhandenen Reproduktionsfotografie

zu dessen Werk tragen dazu bei, den Künstler als innovativen Gestalter

und Vordenker seiner Zeit zu situieren. 2009 mündeten Erkenntnisse des

Forschungsprojektes in die Ausstellung und Publikation Hermann

Obrist – Skulptur / Raum / Abstraktion um 1900, 6.3.–7.6.2009

− Finanzierung: Anschubfinanzierung und Projektleitung:

Institute Cultural Studies (ICS) der ZHdK

− Projekt: Schweizerischer Nationalfonds (SNF)

− Leading House: ICS

− Kooperationspartner: Museum für Gestaltung Zürich

− Projektdauer: 1.4.2008–31.3.2010

− Leitung: PD Dr. Matthias Vogel

− Wissenschaftliche Mitarbeitende: lic. phil. Ingo Starz, Dr. Sabine

Gebhardt Fink, Eva Afuhs M.A.

Sponsoren

Auch im Jahr 2009 wurde das Museum von zahlreichen Firmen, Institutionen

und Privaten massgeblich unterstützt. Zudem engagieren sich seit mehreren

Jahren zwei Unternehmen als Partner des Museums. Dies ermöglicht

dem Haus eine kontinuierliche und nachhaltige Aufbauarbeit bei den

unterstützten Projekten. Für das entgegengebrachte Vertrauen und das

grosszügige Engagement seitens unserer Partner, Gönner und Sponsoren

bedanken wir uns herzlich!

71

Sponsoren

ABB

AIL Universität Zürich

Auktionshaus Kovacs

Autonoumous Systems Lab.

Bodmer Ton AG, Einsiedeln, Schweiz

Diwisa Distillerie Willisau

enia carpets

Erna und Curt Burgauer Stiftung

Ernst Göhnerstiftung

Eternit AG

FCW

Fischer Papier AG

Flückiger Rahmen

iRobotics

Kambly SA Spécialités de Biscuits Suisses

kt color

K-Team

Maler Quirici AG

Maxon Motor

Mondriaan Foundation

Novartis

Oerlikon Space

Otto Bock

Pro Helvetia

SGSM

Siemens Kulturstiftung

Staatskellerei Zürich

STO Farben

SwissRe

UBS Kulturstiftung

Vontobel Stiftung

Walter B. Kielholzstiftung

Zürcher Kantonalbank

Partner

APG (Allgemeine Plakatgesellschaft)

Projekt Patronat Digitalisierung der Sammlungsbestände (www.emuseum.ch)

CREDIT SUISSE FOUNDATION

Projekt Auf- und Ausbau des Vermittlungsprogramms


Freundeskreis

Der Freundeskreis Museum für Gestaltung Zürich hat seine Mitgliederzahl

aufgrund persönlicher Empfehlungen und einer attraktiven und breiten

Angebotspalette im 2009 verdoppeln können. Anlässe wie Sammlungsrundgänge

hinter den Kulissen stiessen auf reges Interesse. Auch

das «Making of» mit Einblicken und Hintergrundinformationen rund um

die Ausstellungen erfreute sich grosser Beliebtheit. Besonders erfolgreich

war die exklusive Freundeskreis-Edition mit Fotografien von Michel Comte,

die sehr schnell ausverkauft war. Hervorzuheben ist ferner, dass der

Freundeskreis mit seinen Mitteln erstmals die Sammlungen des Hauses

unterstützen konnte, indem gezielte Ankäufe in Zusammenhang mit Ausstellungen

getätigt und ausgewählte Restaurierungen umgesetzt wurden.

Der Freundeskreis steht allen offen und vereint an Gestaltung Interessierte,

Kenner und Professionelle wie auch weitere Persönlichkeiten aus Politik,

Wirtschaft und Kultur.

73

Vorstand

Susanne Bernasconi-Aeppli (*1951)

Sergio Cavero (*1969), Vizepräsidium

Meret Ernst (*1966), Präsidium

Markus Freitag (*1970)

Niklaus Haller (*1974), Quästor

Arthur Rüegg (*1942)

Simone Wildhaber (*1976), Sekretariat

Mitgliederkategorien

ZHdK Studierende CHF 30

ZHdK Angehörige CHF 50

Junioren CHF 50

Senioren CHF 80

Einzelmitglieder CHF 120

Kombimitgliedschaft netzhdk CHF 130

Paare, Familien CHF 180

A B C

Freundeskreis-Edition, Fotografien Michel Comte A Ray Charles, Interview, 1991

B Helena Christensen, Vogue Italia, 2001

C Chanel Story, Stern, 1996


Mitarbeitende

Direktion

Christian Brändle, Direktor

Simone Wildhaber, Assistenz Direktor

Bernadette Mock, Leitung Kommunikation

Stefanie Schweizer, Praktikum Kommunikation (ab Mai)

Christina Reble, Leitung Publikationen / Verlag

Annamaria Keel, Vertrieb Publikationen / Verlag

Ausstellungen

Angeli Sachs, Leitung Ausstellungen

Cynthia Gavranic, Kuratorium

Andres Janser, Kuratorium

Françoise Krattinger, Wissenschaftliche Mitarbeit

Marilena Cipriano, Koordination

Christine Kessler, Koordination

Flurina Gradin, Praktikum Ausstellungen (bis April)

Nathalie Killias, Praktikum Ausstellungen (bis Sept)

Corina Hösli, Praktikum Ausstellungen (ab Okt)

Werkstatt

Jürg Abegg, Leitung Werkstatt

Andrea Castiglia

Nils Howald

Frank Landes

Mohsen Rahimi

Domenico Scrugli

Mark Weibel

Museumsdienste

Mireille Osmieri, Leitung Museumsdienste

Nelly Schnetzer, Administration Shop / Koordination Aufsicht (bis Sep)

Reto Blaschitz, Bereichsleiter Ausstellungsbetrieb und Aufsicht (ab Dez)

Museumsshop:

Bonaventura van Eerd

Heidy Imboden

Kathrin Irion

Isolde Marxer

Petra Schmidweber

Karin Zehnder

Ausstellungsaufsicht:

Kurt Aebli

Daniele Bünzli

Malena Gysin

Peter Herzog

Anja Kleidt

Agnes Ögren

Jean-Jacques Pedretti

Irene Smetan

Cafeteria:

Maria di Prinzio (bis Okt)

Caroline Stauffer

Sybille Stritz

74 75

Sammlungen

Verena Formanek, Leitung Sammlungen (bis Sep)

Renate Menzi, Kuratorium Design

Liana Bähler, Dokumentation Design

Gabriela Dietrich, Wissenschaftliche Mitarbeit Design / Grafik

Denise Locher, Praktikum Design (bis Juni)

Barbara Junod, Kuratorium Grafik

Gabriela Dietrich, Wissenschaftliche Mitarbeit Design / Grafik

Vanessa Gendre, Praktikum und Dokumentation Grafik

Eva Afuhs Meili, Kuratorium Kunstgewerbe

Kristin Haefele, Wissenschaftliche Mitarbeit Kunstgewerbe (bis Sep)

Sabine Flaschberger, Wissenschaftliche Mitarbeit Kunstgewerbe (ab Sep)

Nadine Zuni, Dokumentation Kunstgewerbe (bis Aug)

Sonja Gutknecht, Dokumentation TMS (ab Okt)

Franziska Müller-Reissmann, Dokumentation TMS (ab Okt)

Bettina Richter, Kuratorium Plakat

Alessia Contin, Registration Plakat

Sabine Flaschberger, Wissenschaftliche Assistenz Plakat

Susanne Giezendanner, Dokumentation Plakat

Verena Leuthold, Dokumentation Plakat

Balthasar Zimmermann, Dokumentation Plakat

Tuija Toivanen, Restaurierungen / Konservierungen Plakat

Nicodemia Baur, Dokumentation TMS

Pascale Schuoler, Dokumentation TMS

Franz Xaver Jaggy, Fotografie

Umberto Romito, Fotografie

Museum Bellerive

Eva Afuhs, Leitung Museum Bellerive

Tanja Trampe, Assistenz Kuratorium

Jacqueline Greenspan, Administration / Kommunikation

Sonja Gutknecht, Koordination

Craig Neil, Werkstatt / Betrieb

Esther Schweizer-Marti, Museumsdienst / Shop

Christina Wellinger, Museumsdienst / Shop

Kumuduni Ametamey, Aufsicht

Sanja Delizaimovic, Aufsicht

Pius Fäh, Aufsicht

Jennifer Mandzjuk, Aufsicht

Mustafa Yahuz, Aufsicht

Claire Geyer, Springerin

Nikoleta Zwahlen, Reinigung

Per 31.12.2009: 67 Mitarbeitende auf insgesamt 4151% Stellenprozente


Adressen und Standorte

76

Museum für Gestaltung Zürich

Ausstellungsstrasse 60

8005 Zürich

T: +41 43 446 67 67

F: +41 43 446 45 67

welcome@museum-gestaltung.ch

www.museum-gestaltung.ch

Museum Bellerive

Höschgasse 3

8008 Zürich

T: +41 43 446 44 69

F: +41 43 446 45 03

www.museum-bellerive.ch

Plakatraum

Limmatstrasse 55

8005 Zürich

T: +41 43 446 44 66

F: +41 43 446 45 57

Museum für Gestaltung Zürich

Sammlungen

Förrlibuckstrasse 62

8005 Zürich

T: +41 (0) 43 446 66 60

F: +41 (0) 43 446 45 62

designsammlung@museum-gestaltung.ch

grafiksammlung@museum-gestaltung.ch

kunstgewerbesammlung@museum-gestaltung.ch

plakatsammlung@museum-gestaltung.ch

Sammlungen online:

www.emuseum.ch

Freundeskreis Museum für Gestaltung Zürich

www.museum-gestaltung.ch / freundeskreis

welcome.freundeskreis@museum-gestaltung.ch

E-Shop

www.museum-gestaltung.ch / e-shop

Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

Departement Kulturanalysen und -Vermittlung

Ausstellungsstrasse 60

8005 Zürich

www.zhdk.ch

Bildnachweis:

Alle Abbildungen stammen aus dem Archiv /

Sammlungen des Museum für Gestaltung Zürich.

Impressum

Konzept und Redaktion:

Christian Brändle, Christina Reble, Simone Wildhaber

Gestaltung: NORM, Zürich

Museum für Gestaltung Zürich Sammlungen

Förrlibuckstrasse 62

Plakatraum

Limmatstrasse 55

0 200 400 600 800

1000 m

ZÜRICH

Hauptbahnhof

N

Museum für Gestaltung Zürich

Ausstellungsstrasse 60

Museum Bellerive

Höschgasse 3


Zürcher Hochschule der Künste

Zürcher Fachhochschule

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