Orgelschätze - Lüneburgischer Landschaftsverband

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Orgelschätze - Lüneburgischer Landschaftsverband

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Orgelschätze

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in der Lüneburger Heide

Konzerte an ausgewählten Orgeln

0720. Mai – 15. September


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Orgelschätze

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in der Lüneburger Heide

Orgelschätze in der Lüneburger Heide

Die meisten Musikinstrumente haben ein bestimmtes sich

ähnelndes Aussehen. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist zum

Beispiel die bis heute im wesentlichen unveränderte Form der

Violine gebräuchlich. Zum großen Vorbild für Aussehen und

Konstruktionsprinzipien fast aller Violinen wurde insbesondere

der aus Oberitalien stammende und wohl berühmteste Geigenbauer

Antonio Stradivari (1648–1737).

Anders die Orgel. Kein einziges Instrument gleicht in der Regel

dem anderen. Jede Orgel ist ein kunstvoll gefertigtes Einzelstück,

das einmalig und unverwechselbar in Größe, Ausgestaltung und

Klangwirkung ist. So muss etwa beim Bau einer Orgel auch der

Raum, für den sie gedacht ist, in akustischer und baulicher Sicht

berücksichtigt werden. Für den Laien wird dies vor allem am

Pfeifengehäuse der Orgel, dem so genannten Prospekt, augenfällig.

Dabei unterscheiden sich Orgelprospekte beispielsweise

nicht nur in der Anzahl ihrer Pfeifen, sondern auch in der künstlerischen

Ausgestaltung.

Neben den äußeren Gegebenheiten ist es aber zuallererst der

Orgelbauer selbst, der die Eigenart seines Instrumentes bestimmt.

Denn so wie es bekannte Geigenbauer gibt, so gibt es bedeutende

Orgelbauer, mit deren Namen ein Instrument für immer

untrennbar verbunden wird. In unserem Programmheft wird

deshalb jede Orgel nicht nur nach ihrem Standort, sondern auch

nach ihrem Erbauer bezeichnet.

Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal zu allen anderen

Instrumenten ist nicht zuletzt die Ortsgebundenheit der Orgeln.

Während selbst große Konzertflügel zuweilen auf Weltreise

gehen – jedenfalls dann, wenn ihre Besitzer berühmte Pianisten

sind und Vladimir Horowitz heißen –, ist es bei den Orgeln –

mit Ausnahme des kleinen Portativs – umgekehrt. Hier müssen

sich Organist und Zuhörer zum Instrument bewegen.

Bereits zum achten Mal haben die Kreiskantoren Christian

Conradi, Axel Fischer und Reinhard Gräler mit großem Fachverstand

und sehr viel Engagement in dieser Hinsicht lohnende

Reiseziele zusammengestellt. Dafür ein herzliches Dankeschön!


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Grußworte

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Begleiten Sie uns, sehr geehrte Leserinnen und Leser, bei dieser

entdeckungsreichen Begegnung mit den Orgelschätzen in der

Lüneburger Heide. Lassen Sie sich überraschen von den Orgeln

Johann Andreas Engelhardts in Wettmar, Johann Matthias

Hagelsteins in Gartow oder Johann Georg Steins in Trebel.

Dr. Theodor Elster

Landrat des Landkreises Uelzen und

Vorsitzender des Lüneburgischen Landschaftsverbandes

Orgelschätze

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in der Lüneburger Heide

Die Orgel, seit alters her die „Königin der Instrumente“, fesselt

heute wie in früheren Jahrhunderten die Menschen. Sei es das

eher technische Interesse an einem so komplizierten Instrument,

das Erstaunen über ihre Klangvielfalt, oder das Erleben eines

schönen Konzertes an einem der wenigen stillen Orte, die es

heute noch gibt, – keinen lässt sie unberührt.

Wer einmal die Gelegenheit hatte, eine aus der Barockzeit

stammende Orgel aus der Nähe zu besichtigen und dann ihren

charaktervollen, manchmal für heutige Ohren etwas fremden

Klang zu hören, wird nicht umhin können, dem damaligen

Orgelbauer und seiner Kunst großen Respekt zu zollen. Wo

können wir noch eine derart vielschichtige, auf mehrere hundert

Jahre Tradition zurückblickende, aber immer noch höchst

lebendige Kunst erleben, wie dies bei einem Orgelkonzert oder

einer Orgelführung möglich ist

Lassen Sie sich durch diesen Veranstaltungskalender einladen,

die „Orgelschätze in der Lüneburger Heide“ zu finden. Gehen

Sie auf eine Reise in die Vergangenheit oder erleben Sie die

Orgelkunst in der Gegenwart – die Faszination, die von der

Orgel ausgeht, wird Sie begleiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Christian Conradi Axel Fischer Reinhard Gräler


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Orgelschätze

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in der Lüneburger Heide

Reppenstedt

Barskamp

Stellichte

Ebstorf

Breselenz

Gartow

Trebel

Wustrow

Walsrode

Großburgwedel

Wettmar


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Programmübersicht

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20. Mai 19 Uhr Walsrode Klosterkapelle 6

3. Juni 19 Uhr Walsrode Stadtkirche 7

24. Juni 18 Uhr Wettmar St. Marcus-Kirche 8

Lüchower Orgelfest

24. Juni bis 1. Juli jeweils 19.30 Uhr

Lüchow St.-Johannis-Kirche 9

1. Juli 19 Uhr Stellichte Gutskirche 10

Orgel-Sommer-Gartow

4. Juli bis 15. August jeweils mittwochs, 18 Uhr

Gartow St.-Georg-Kirche 11

Orgelwochenende im Wendland

13. bis 15. Juli

Konzerte, Gottesdienst, Orgelnacht, Orgelreise 12

15. Juli 20 Uhr Großburgwedel St. Petri-Kirche 14

3. August 19.30 Uhr Barskamp Viti-Kirche 15

5. August 18 Uhr Ebstorf Klosterkirche St. Mauritius 16

5. August 19.30 Uhr Reppenstedt Kirche 17

2. September 17 Uhr Winsen/Luhe St.-Marien-Kirche 18

2. September 19 Uhr Walsrode Stadtkirche 19

15. September 17 Uhr Winsen/Luhe St.-Marien-Kirche 18


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Orgelschätze

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in der Lüneburger Heide

Klosterkapelle Walsrode

Sonntag, 20. Mai, 19 Uhr

Neue Musik um 1600

Kammermusik auf historischen Instrumenten

Nigel Moore, Zink

Dr. Ralf Görißen, Renaissanceblockflöten

Agnes Görißen, Cembalo und Viola da Gamba

Holger Brandt, Orgel und Cembalo

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Ganz ungewohnt für die heutigen Ohren ist der eigenartige

Klang des Zink, eines Blasinstruments aus Holz, dessen Ton wie

bei der Trompete erzeugt wird, aber doch viel weicher klingt.

Aber auch die Renaissanceblockflöten von Ralf Görißen unterscheiden

sich durch ihre Farbigkeit und Intensität im Klang von

heute bekannten Instrumenten.

Die Liebe zur Alten Musik hat vier Künstler zusammengeführt,

deren Anliegen es ist, die Musik um 1600 nicht nur einfach

originalgetreu, sondern dabei auch lebendig und faszinierend

dem Publikum nahe zu bringen und das Neuartige der Kompositionen

zur Geltung zu bringen.

Der Eintritt zu diesem Sommerkonzert ist frei.


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Stadtkirche Walsrode

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Sonntag, 3. Juni, 19 Uhr

Fantasie (dt.) + Phantaisie (frz.)

Orgelwerke von Buxtehude, Mendelssohn, Franck u. a.

Ulfert Smidt, Orgel

Ulfert Smidt hat als Organist und künstlerischer Leiter der internationalen

Orgelkonzerte an der Marktkirche Hannover eine

herausragende Stelle als Kirchenmusiker inne. Er studierte in

Hannover und Amsterdam und war danach als Kreiskantor in

Holzminden tätig. Als kreativer, geistreicher und kraftvoller

Interpret hat er sich ein Programm ausgewählt, das durchweg

von großem Erfindungsreichtum und Fantasie geprägt ist – sei

es in den Barockkompositionen des Norddeutschen Dietrich

Buxtehude oder in den neueren Werken des Franzosen Langlais.

Der Eintritt zu diesem Sommerkonzert ist frei.


Die rEngelhardt-Orgel gs ein der St.

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Marcus-Kirche in Wettmar

Sonntag, 24. Juni, 18 Uhr

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Orgelkonzert mit Hans-Ulrich Funk

Orgelwerke von D. Buxtehude und N. Bruhns, J. S. Bach

und J. Rheinberger


Die im Jahre 1855 nach einem Brand von Conrad Wilhelm Hase

im neoromanischem Stil neu errichtete St. Marcus-Kirche zu

Wettmar erhielt 1856 auch eine neue Orgel, die von dem Orgelbauer

Johann Andreas Engelhardt (1804–1866) aus Herzberg am

Harz erbaut wurde. Stilistisch stehen die Orgeln Engelhardts in

der Tradition des sächsisch-thüringischen Orgelbaus des 18. und

frühen 19. Jahrhunderts mit größtenteils noch spätbarocker

Disposition (Registerzusammenstellung). Die Orgel in der

St. Marcus-Kirche ist mit 14 Registern eines seiner kleineren

Instrumente, wie sie häufig in Dorfkirchen vorzufinden ist. Bei

der Restaurierung, die von Juni 2005 bis Juni 2006 durchgeführt

wurde, wurde das Instrument technisch vollständig überarbeitet

und die Register bzw. Pfeifen, die nicht mehr original vorhanden

waren – wie u. a. die Posaune 16 Fuß – nach Engelhardtschem

Vorbild rekonstruiert. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten

weist das Instrument nunmehr wieder seinen ursprünglichen

farbenreichen und gravitätischen Klang auf.


Foto: Gerhard Kleinau

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Die Eule-Orgel in der St.-Johannis-Kirche

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24. Juni bis 1. Juli 2007

Lüchower Orgelfest

Mit vier Konzerten, gebündelt zum „Lüchower Orgelfest“, soll in

der überwiegend historisch geprägten Orgellandschaft des

Wendlandes ein besonderes, zeitgenössisches Instrument umfassend

präsentiert werden. Eintritt frei – Spenden werden am

Ausgang erbeten.

Sonntag, 24. Juni, 19.30 Uhr – Matthias Mück

Werke von Buxtehude, Bach und Improvisationen

zum Thema „Taufe“

Mittwoch, 27. Juni, 19.30 Uhr – Ulfert Smidt

Werke von Buxtehude, Bach, Franck und Langlais

Freitag, 29. Juni, 19.30 Uhr – Markus Manderscheid

Werke von Buxtehude, Bach, Töpfer, Reger (Kyrie und Gloria

aus op. 59) und Martin (Passacaglia)

Sonntag, 1. Juli, 19.30 Uhr – Axel Fischer

Werke von Buxtehude, Bach (Fantasie und Fuge g-Moll) und

Hindemith (2. Sonate) u. a.

Die am 1. Advent 2006 eingeweihte neue Orgel – das opus 648

der sächsischen Orgelbauwerkstatt Hermann Eule in Bautzen –

hat als vollständiger Orgelneubau 47 Register auf drei Manualen

und Pedal. Darüber hinaus besitzt die Orgel außergewöhnliche

Möglichkeiten zur Darstellung alter und neuer Orgelmusik:

erweiterte Klaviaturumfänge, elektrisch-mechanische Doppelregistratur,

Setzeranlage, Schwellwerk, Windumschaltung und

leicht ungleichstufige Stimmung.

Orgelprospekt und -gehäuse wurden von dem Schweizer Bildhauer

Karl Imfeld unter dem Thema „Wind, Geist, Atem“ (hebr.

ruach) gestaltet: ein sehens- und hörenswertes Instrument!


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Gutskirche Stellichte

Sonntag, 1. Juli, 19 Uhr

Nördlich und südlich der Alpen

Virtuose und eigenwillige Musik des Frühbarock

Ulla Bundies, Barockvioline

Holger Brandt, Renaissanceorgel

Ulla Bundies zählt als Barockgeigerin zu den namhaftesten Interpreten

Alter Musik. Zu ihrer künstlerischen Tätigkeit der letzten

Jahre gehören zahlreiche CD-Aufnahmen, Rundfunkeinspielungen,

weltweite Konzerte und Auftritte bei Musikfestivals von Brügge

bis Melbourne. Ihre Zuhörer fasziniert sie vom ersten bis zum

letzten Ton eines Konzertes.

In Stellichte spielt sie zusammen mit Kantor Holger Brandt

Werke von süddeutschen und italienischen Komponisten des

Frühbarock, die in ihrem reichen Ausdrucksgehalt ideal mit dem

farbenprächtig ausgestatteten Kirchenraum in Einklang stehen.

Besonders die Violinsonaten von Biber sind in Virtuosität und im

starken Kontrast des Affekts kaum zu überbieten.

Der Eintritt zu diesem Sommerkonzert ist frei.

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St.-Georg-Kirche zu Gartow

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4. Juli bis 15. August, jeweils mittwochs, 18 Uhr

Orgel-Sommer Gartow

Orgelkonzert oder -meditation an der Hagelstein-Orgel (1740)

mit wechselnden Organistinnen und Organisten

Der Eintritt ist frei – Spenden werden am Ausgang erbeten.

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Orgelwochenende im Wendland

Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. Juli

Konzerte, Gottesdienst, Orgelnacht, Orgelreise

Das diesjährige Orgelwochenende im Wendland bietet an drei

aufeinander folgenden Tagen wieder ein abwechslungsreiches

Veranstaltungsprogramm rund um die Orgel an. In diesem Jahr

werden insgesamt sechs Instrumente präsentiert. Im Rahmen

einer Orgelreise werden ausgewählte Instrumente im Funktionsund

Klangaufbau erläutert.

Für sämtliche Veranstaltungen gilt freier Eintritt!

Spenden werden am Ausgang erbeten.

Freitag, 13. Juli, 20 Uhr, Wustrow, St.-Laurentius-Kirche

Orgelkonzert an der Furtwängler &

Hammer-Orgel (1915)

Orgelwerke der deutschen Romantik u. a.

Stefan Metzger-Frey

Sonnabend, 14. Juli, 20–24 Uhr, Kirche in Trebel

Orgelnacht an der historischen Orgel

von Joh. Georg Stein (1777) mit 5 Organisten

Gegen 22 Uhr beginnt eine 40-minütige Pause mit Imbiss vor

der Kirche und einer Orgelbesichtigung.

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Stein-Orgel, Trebel

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Sonntag, 15. Juli, 9.30 Uhr, Lüchow, St.-Johannis-Kirche

Gottesdienst zum Orgelwochenende

Axel Fischer an der Eule-Orgel (2006)

14.00 Uhr, Breselenz, Ev. Kirche

15.15 Uhr, Satemin bei Lüchow, Ev. Kirche

Orgelreise

Axel Fischer erläutert die beiden Furtwängler-Orgeln und stellt

sie auch klingend mit passender Musik vor.

16.30 Uhr, Wustrow, Trinitatis-Kapelle (Friedhof)

Orgelkonzert

Zum Abschluss der Orgelreise und zum 10-jährigen Jubiläum

der von Martin ter Haseborg erbauten Orgel (II+P/6) wird Axel

Fischer in der Trinitatis-Kapelle spielen.

Orgel: Axel Fischer

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Die Collon-Orgel der St. Petri-Kirche in Großburgwedel

Sonntag, 15. Juli, 20 Uhr

Gesprächskonzert mit Christian Conradi

Die Passacaglia von J. S. Bach

mit anschließendem Ausklang bei einem Glas Wein

Die Orgel der St. Petrikirche in Großburgwedel wurde 1996

durch die Manufacture d’orgues de Bruxelles von Patrick Collon

erbaut. Das hervorragende Instrument bereichert die Orgellandschaft

Niedersachsens durch seine Orientierung an klassischfranzösischen

Vorbildern.

Christian Conradi studierte Querflöte und Kirchenmusik an den

Musikhochschulen in Köln und Frankfurt am Main. Er erhielt eine

Ausbildung im Carillonspiel und widmete sich nach seinem

kirchenmusikalischen A-Examen musikwissenschaftlichen Studien

an der Universität Heidelberg. Seit 1990 ist er als Kreiskantor

und Organist an der St. Petrikirche in Großburgwedel tätig. 1998

berief ihn die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers zum OrgeIrevisor.

CD-Produktionen von Händelschen Orgelkonzerten, Vivaldis

„Vier Jahreszeiten“ und ein Orgelporträt der Collon-Orgel in

St.Petri mit klassisch-französischer Orgelmusik bei dem Label

Ambiente belegen seine rege Konzertätigkeit als Organist und

Cembalist verschiedener Ensembles.

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Weitere Veranstaltungen:

Mittwoch, 29. August, 15 Uhr

Orgelführung für Kinder mit Christian Conradi

Sonnabend, 22. September, 17 Uhr

Orgelkonzert mit Sietze de Vries


Die cMeyer-Orgel hin Barskamp, äViti-Kirche

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Freitag, 3. August, 19.30 Uhr

Orgelportrait mit den Orgelrevisoren

Axel Fischer und Reinhard Gräler

Orgelwerke von Adolph Hesse, Gustav Merkel

und Joseph Rheinberger

Wie in der Ebstorfer Klosterkirche steht auch in der Barskamper

Viti-Kirche eine Orgel, die von dem Orgelbauer Eduard Meyer

stammt. Sie umfasst 17 Register und stammt aus dem Jahr 1856.

In Disposition und Prospektgestaltung ist sie ein gut erhaltenes

Zeugnis der Gattung von Dorfkirchenorgeln, wie sie in jener

Zeit weit verbreitet waren.

An diesem Abend wird die Meyer-Orgel in der Viti-Kirche in

Wort und Musik vorgestellt. Axel Fischer hat sich ausführlich mit

der Geschichte der Orgelbaufamilie Meyer befasst und wird sowohl

über die Barskamper Orgel im besonderen als auch über

den Hoforgelbauer Meyer berichten. Reinhard Gräler übernimmt

den musikalischen Teil und stellt Werke vor, die für Instrumente

dieser Art geschrieben wurden.

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cO hrä gt ez le O r

Die Meyer-Orgel in der Klosterkirche St. Mauritius in Ebstorf

Sonntag, 5. August, 18 Uhr

Wolfgang Hofmann

Werke von Dietrich Buxtehude, Georg Böhm,

Johann Pachelbel und J. S. Bach

Die Orgel in der Ebstorfer Klosterkirche wurde im Jahre 1866

errichtet und stammt von dem Orgelbauer Eduard Meyer

(1806–1889) aus Hannover, Sohn des vormaligen Hoforgelbauers

Ernst Wilhelm Meyer. Die Disposition des zweimanualigen

Instrumentes umfasst 20 Register, die allerdings nicht mehr alle

auf den Ursprungszustand zurückzuführen sind. Dennoch ist

der füllige und warme Klang, durch den sich Meyer-Orgeln auszeichnen

mit den alten Registern aus dem 19. Jahrhundert

erhalten geblieben.

Wolfgang Hofmann kommt aus Nordbayern und hat in Bayreuth

Kirchenmusik an der dortigen Hochschule studiert. Nach einem

Berufspraktikum an St. Jakob in Rothenburg o. d. Tauber bei

Kirchenmusikdirektor Ulrich Knörr siedelte er nach Ebstorf um,

wo er seit dem 1. Juni 2005 an der Klosterkirche St. Mauritius

die hauptamtliche Kantorenstelle innehat.

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Die neue Claus-Sebastian-Orgel der Kirche in Reppenstedt

Sonntag, 5. August, 19.30 Uhr

Orgelkonzert mit Erik Matz

Werke von Bach, Buxtehude, Mendelssohn und Zsolt Gardonyi

2004 entschloss sich die Kirchengemeinde Reppenstedt, die

kleine, abgängige Hammer-Orgel durch ein dem modernen

Kirchenraum angemessenes Instrument zu ersetzen. In diesem

Jahr wird das Instrument des Orgelbauers Claus Sebastian

(19 Register auf 2 Manualen und Pedal) eingeweiht. Prospektgestaltung,

Disposition und Stimmung orientieren sich an der

Architektonik der Kirche und ermöglichen eine große Vielfalt an

Orgelmusik.

Erik Matz studierte an der Robert-Schumann-Hochschule in

Düsseldorf Kirchenmusik. Ferner absolvierte er ein Aufbaustudium

im Fach Dirigieren/Chorleitung bei Prof. Volker Hempfling sowie

Meisterkurse in den Fächern Orgel, Chorleitung und Dirigieren

(u. a. bei Prof. Helmuth Rilling). Er war Assistent des damaligen

Landeskirchenmusikdirektors der Ev. Kirche im Rheinland

Christoph Schoener. Seit 1995 ist er als A-Kirchenmusiker an

St. Marien in Uelzen und als Kirchenkreis-Kantor des Kirchenkreises

Uelzen tätig.

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Die Ott-Orgel der St.-Marien-Kirche

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czu Winsen/Luhe

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Sonntag, 2. September, 17 Uhr

Orgelkonzert

Orgelmusik des 20. Jahrhunderts

Torsten Nilsson, Bengt Hambraeus u. a.

Reinhard Gräler, Orgel

Die Ott-Orgel der Winsener Marienkirche wurde 1960 erbaut

und besitzt 39 Register auf 3 Manualen und Pedal. Nach langen

Überlegungen wurde sie als Denkmal einer besonderen Epoche

des Orgelbaus durch die Firma Schuke/Potsdam im Jahr 2004

grundlegend saniert und stellt jetzt ein Zeugnis dar für den

Orgelbau des Neobarock der Nachkriegszeit.

Reinhard Gräler studierte Kirchenmusik in Herford und Hannover.

Er besuchte zahlreiche Meisterkurse zu verschiedensten Themen,

u. a. bei Guy Bovet, Szigmond Szathmary und Ewald Kooimann.

Er ist seit 1997 Kreiskantor in Winsen/Luhe und seit 2002 Orgelrevisor

der hannoverschen Landeskirche.

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Weitere Veranstaltung:

Sonnabend, 15. September, 17 Uhr

Konzert für Oboe und Orgel

Claudia Zülsdorf, Oboe, Reinhard Gräler, Orgel


Stadtkirche

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Walsrode

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Sonntag, 2. September, 19 Uhr

Literatur und Orgel

Die Königin der Instrumente in Romanen und Erzählungen

Holger Brandt, Orgel

N. N., Lesungen

Kantor Holger Brandt begibt sich auf einen spannenden Dialog

zwischen literarischen Lesungen und Orgelwerken. Die Orgel

spielt in vielen Werken bekannter Autoren eine zentrale oder

doch wenigstens eine kleine Rolle. Was man beim Lesen der

Beschreibungen von Orgelmusik etwa in „Schlafes Bruder“ nur

erahnen kann, soll in dem Konzert Gestalt annehmen durch

Stücke, wie sie der jeweilige Schriftsteller gemeint hat oder

haben könnte.

Der Eintritt zu diesem Sommerkonzert ist frei.

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Orgelschätze

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in der Lüneburger Heide

Titel: Prospektausschnitt der Stein-Orgel, Trebel

Manualklaviatur, Trebel

Von der Aufrichtigkeit und Genauigkeit:

„Wenn man einen Orgelmacher haben kann, von dem

man gewiß weis, dass er gute Arbeit macht, und auch

sonst treu und aufrichtig ist; so nehme man ihn, ob

auch gleich ein anderer für weniger Geld eben solche

Stimmen verfertigen wollte, von dessen Accuratess wir

uns so viel nicht versprechen können.“

Jacob Adlung, Musica mechanica organoedi, Berlin 1768

Weitere Informationen

Kantor Reinhard Gräler

Neue Straße 47 a · 21435 Stelle

Tel. (0 41 74) 65 09 60 · Fax. (0 41 74) 59 92 43

RGraeler@online.de

Redaktion

Christian Conradi, Burgwedel

Axel Fischer, Bergen/Dumme

Reinhard Gräler, Winsen/Luhe

Gestaltung

Simone Schmidt, Hannover

© Lüneburgischer Landschaftsverband

Veerßer Straße 53 · 29525 Uelzen

www.lueneburgischer-landschaftsverband.de

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