Vorsorge aktiv - APK VERSICHERUNG

apk.versicherung.at

Vorsorge aktiv - APK VERSICHERUNG

Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK Nr. 2 Juni 2009 Erweiterung des Portfolios Novellierung des Pensionskassengesetzes Flexibilität in der Krise besonders wichtig Österreichische Post AG InfoMail Entgelt bar bezahlt


Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK Menschen Inhalt Ihre Ansprechpartner bei der APK Versicherung AG Ing. Mag. Dr. Andreas F. Promberger Prokurist, Leiter der Vertriebspartnerabteilung andreas.promberger@apk.at +43 (0) 50 275 - 3700 Mag. (FH) Klemens Brugner Makler- und Kundenberatung, Information für Neumakler, Schulungen, Marketing klemens.brugner@apk.at +43 (0) 50 275 - 3701 Margot Fluch Prämienverwaltung, Abfindungen und Provisionsabrechnung margot.fluch@apk.at +43 (0) 50 275 - 3702 Sandra Wieser Neupolizzierung, Vertragsänderungen und Switche sandra.wieser@apk.at +43 (0) 50 275 - 3703 Sabine Hoffmann Informations- und Kommunikationsstelle für Externe, Depotauskünfte, Verpfändungen und Abtretungen sabine.hoffmann@apk.at +43 (0) 50 275 - 3704 Gastautor in diesem Magazin Editorial ............................................................. 3 Garantiefonds ..................................................... 4 APK garant und APK solid ..................................... 5 Vermögensveranlagung des „Pensionsfondsplans“ .... 6 Veranlagungsbericht Juni 2009 .............................. 7 Novellierung des Pensionskassengesetzes ............... 8 Die APK Pensionskasse im Vergleich ...................... 9 Flexibilität in Krisenzeiten besonders wichtig ........... 10 Impressum Herausgeber: APK Versicherung AG, A-1030 Wien, Thomas-Klestil-Platz 1 Für den Inhalt verantwortlich: Ing. Mag. Dr. Andreas Promberger Mag. (FH) Klemens Brugner Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des jeweiligen Autors wieder. Produktion: FinanzMedienVerlag Ges.m.b.H., A-1180 Wien, Gentzgasse 43 e-Mail: info@finanzmedien.at Tel.: 01 / 213 22 852 Druck: „agensketterl“ Druckerei GmbH, A-3001 Mauerbach, Kreuzbrunn 19 Fotos: S. 1: Patrizia Tilly, S. 4: Studio Araminta, S. 7: Tanja Bagusat, S. 8: Moonrun, S. 10: AntonioMP (alle Fotolia.de) Mag. Michael Bujatti Investmentmanager michael.bujatti@apk.at SEITE 2 JUNI 2009


EDITORIAL Sehr geehrte Damen und Herren, werte Vertriebspartner, liebe Interessenten! Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Interessierten an unserer Seminarreihe zum Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV), die erfolgreich in Graz, Linz, Wien, Innsbruck und Dornbirn über die Bühne gegangen ist. Die Themenpalette reichte von der Zukunftssicherung („300- Euro-Modell“) über Abfertigungsversicherung, Abfertigung Neu, Pensionszusage bis hin zur betrieblichen Kollektivversicherung und zur Pensionskasse. Die Unterlagen zum Seminar, die als Nachschlagewerk verwendbar sind, können selbstverständlich von all jenen, die nicht teilnehmen konnten, elektronisch angefordert werden. Neben den fachlichen Inhalten über die einzelnen bAV-Lösungen wurde die Erweiterung der Investmentinstrumente durch einen DWS-Fonds mit Garantiekonzept kurz präsentiert, den wir in dieser Ausgabe ausführlich vorstellen möchten. Als Ergänzung haben wir zwei Portfolios mit Garantieanteilen entwickelt, welche das Investmentangebot der APK Versicherung für sehr konservative Kunden komplettieren. Weiters erwarten Sie im Heftinneren der obligatorische Marktausblick, den wir Ihnen stets aktuell weiterzugeben versuchen sowie ein Artikel über die Novellierung des Pensionskassengesetzes (PKG) und die vorläufigen Ergebnisse der dafür eingesetzten Expertengruppe im Bundesministerium für Finanzen. Passend dazu folgt eine Darstellung der Performance-Entwicklung der APK Pensionskasse. Den Abschluss bildet ein Beitrag über die Vorzüge von flexiblen Vorsorgelösungen in Verbindung mit laufender Vergütung, die einerseits Provisionsrückforderungen ausschließt und andererseits für eine gesunde und langfristige Kundenbeziehung sorgt. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit bzw. würden uns – sofern noch keine Geschäftsbeziehung besteht – sehr glücklich schätzen, Sie als neuen Partner begrüßen zu dürfen. Sollten Sie das Magazin auch Kollegen weiterempfehlen wollen, senden Sie bitte ein kurzes Mail an versicherung@apk.at. Ihr Klemens Brugner Warum ist gerade die APK für den Makler sowie den Kunden besonders interessant Wir sind eine österreichische Gruppe, die sich rein auf die betriebliche und private Vorsorge sowie Auslagerung des Sozialkapitals spezialisiert hat. Die APK Versicherung, eine 100 %-ige Tochter der Pensionskasse, welche über das beste KSV-Rating und die längste Erfahrung aller überbetrieblichen Pensionskassen verfügt, veranlagt in die gleichen Investmentfonds, in die auch die Pensionskasse ihr Vermögen veranlagt. Die APK verfolgt das Prinzip der Bankenunabhängigkeit mit einem Veranlagungsvolumen von rund 2,3 Mrd€. Die APK-Gruppe bietet Maklern und Kunden die gesamte Vorsorgepalette aus einer Hand an, nämlich Versicherungslösungen für private Kunden und Unternehmen (APK Versicherung AG) als auch Pensionskassenlösungen über die Muttergesellschaft (APK Pensionskasse AG) sowie versicherungsmathematische Lösungen und „Abfertigung Neu“ über die Schwestern (actuaria benefits consulting GmbH und APK Vorsorgekasse). Professionelle Betreuung der Makler und Kunden bzw. fachliche Unterstützung bei Vorträgen, Präsentationen und Schulungen sind selbstverständlich. Die APK hat keinen akquirierenden eigenen Außendienst bzw. Bankvertrieb und verfügt daher über hohe Exklusivität. Weiters besitzt die APK hohes fachliches Know-how und langjährige Erfahrung, die sie ihren Vertriebspartnern und Kunden gerne weiter gibt. JUNI 2009 SEITE 3


Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK Garantiefonds von Mag. (FH) Klemens Brugner Wie die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt haben, sind nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen von nicht unbeträchtlichen Volatilitäten betroffen. Die alte Weisheit, dass bei fallenden Aktienmärkte die Anleihen steigen und umgekehrt, hat sich als Irrglaube herausgestellt. Um dieses Verlustrisiko auszuschalten, besteht ab sofort für alle Kunden der APK Versicherung die Möglichkeit, ein Garantieprodukt zu erwerben. Wir haben durch Beimischung des Garantiefonds ein neues Portfolio mit breit diversifizierter Asset Allocation entwickelt, um das Kundenbedürfnis nach geringen Schwankungen zu erfüllen und die großen Volatilitäten, wie sie in der Vergangenheit auftraten, weitgehend verringern bzw. ausschließen zu können. Mit dem Garantiefonds können Kunden mit besonders hohem Absicherungsbedürfnis auch ein anderes Ziel verfolgen: Bei hoher Verunsicherung in Zeiten fallender Märkte haben Versicherungsnehmer nun die Möglichkeit, ihr Fondsvermögen mittels Switch in eine abgesicherte Variante mit Garantie zu bringen. Als Vorreiter von Flexibilität in Sachen Laufzeit und Prämienhöhe ist es für uns wegen der sich ändernden Kapitalmarktverhältnisse sowie Lebensumstände („Lebensphasen“) eine Grundvoraussetzung, dass diese Freiheit in keiner Weise eingeschränkt wird. Aus unserer Sicht sind daher Garantieprodukte, welche diese Flexibilität durch eine lange Laufzeitbindung und einen Bankgarantiegeber einschränken, kontraproduktiv. Gemeinsam mit der DWS Investment S.A. Luxemburg, einer 100 %igen Tochter der Deutschen Bank, wurde deshalb ein Garantiefondskonzept gefunden, das mit unserer Philosophie der Lebensphasen im Einklang steht. Der täglich handelbare Garantiefonds ist mit einer 90 %igen Höchststandsgarantie auf Basis des höchsten, jemals ermittelten Anteilswertes ausgestattet. Dies bedeutet, dass die Garantiehöhe bei guten Erträgen auch über 100 % des Kapitals liegen kann. Durch die günstigen Aufschläge und Gebühren, welche die APK Versicherung als institutioneller Investor erhält und an die Versicherungsnehmer weitergibt, können Kunden über uns an Großanlegerkonditionen teilhaben. Die DWS Investment S.A. ist einer der führenden Anbieter von Garantiefonds und Garantiekonzepten der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung und hat sich im Gegensatz zu den britischen und amerikanischen Banken sowie Investmentgesellschaften auch in der Wirtschaftskrise bestens bewährt. Fondsfacts des Garantiefonds: DWS FlexProfit 90 ISIN: LU0241499788 Verwaltung: DWS Investment S.A. Gesamtfondsvolumen: ca. 400 Mio€ (Ultimo 08) SEITE 4 JUNI 2009


NEUE PRODUKTE Erweiterung der Portfolios APK garant und APK solid von Mag. (FH) Klemens Brugner Parallel mit der Integration des Garantiefonds DWS FlexProfit 90 wurden zwei neue Portfolios, die Mixe APK garant und APK solid eingeführt. Die beiden Mixe enthalten jeweils einen Garantiefondsanteil, durch den man einen Teil seines Portfolios absichern kann. Der Mix APK garant besteht zur Gänze aus dem Garantiefonds der DWS Investment S.A. Luxemburg und stellt somit eine äußerst konservative Investmentform dar, die sich hervorragend zur temporären Absicherung von Erträgen eignet. Denkbar ist auch ein Fondswechsel in die 100 %ige Garantievariante bei Pensionsantritt, um große Schwankungen der Rentenhöhe zu verhindern. Portfoliofacts: Neuer äußerst konservativer Mix Höchstmögliche Absicherungsvariante Alternative mit sehr geringem Risiko Risiko: defensiv Das zweite Portfolio APK solid beinhaltet neben dem Garantiefonds auch Anleihen und Aktien, jedoch weniger stark gewichtet: Der Mix setzt sich aus 60 % Garantiefonds, 20 % Anleihen und 20 % Aktien zusammen. Diese Investmentmöglichkeit baut somit auf mehreren Säulen auf, um einerseits einen Teil abzusichern und andererseits um durch die Aktien eine Chance auf Wachstum nach oben hin offen zu halten. Portfoliofacts: Neuer, konservativer Mix Absicherung durch Garantieanteil Alternative mit geringem Risiko Ziel: konstantes Wachstum JUNI 2009 SEITE 5


Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK Vermögensveranlagung des „Pensionsfondsplans“ Die APK Versicherung AG veranlagt in die Fonds, die im Rahmen der APK Pensionskasse AG im Einsatz sind. Im Gegensatz zur Pensionskasse, bei der der Investmentprozess in den Veranlagungs-und Risikogemeinschaften erfolgt, können in der Versicherung die Fonds und Veranlagungsportfolios (Mixe) individuell erfolgen. APK bonds 100 % Anleihen APK basic 20 % Aktien, 80 % Anleihen APK balanced 50 % Aktien, 50 % Anleihen APK equity Aktienanteil GM1 per Dezember 2008 Im Dachfonds GM1 wird aktiv veranlagt, d. h. dass auf unterschiedliche Börsesituationen rascher und effizienter reagiert werden kann. Mix-Entwicklung Weitere Fonds stehen zur Verfügung: • Anleihen (Raiffeisen Zentralbank, APK) • Garantiefonds (DWS) • Geldmarktfonds (APK) • GM1 • EU-big (JPM Euroland Equity) • EU-small (Lazard) • EU-HiTech (Fleming) • US-big (Vanguard) • US-small (Neuberger Berman) • US-HiTech (ABN AMRO Bank N.V.) • Pacific (Vontobel Far East Equity) • BioTech (Pictet) • Water Fund (KBC) Jährlicher Ertrag APK bonds APK basic APK balanced APK equity 1996 7,6 % 10,0 % 18,5 % 29,5 % 1997 7,4 % 10,6 % 24,0 % 40,7 % 1998 8,6 % 8,8 % 8,5 % 8,0 % 1999 -1,2 % 6,9 % 19,5 % 40,5 % 2000 6,7 % 4,3 % 0,3 % -6,4 % 2001 7,7 % 3,3 % -3,3 % -14,3 % 2002 8,9 % -0,3 % -14,3 % -37,5 % 2003 3,2 % 5,5 % 9,0 % 14,7 % 2004 6,2 % 7,1 % 8,5 % 10,8 % 2005 5,2 % 9,0 % 14,9 % 24,6 % 2006 1,1 % 3,6 % 7,5 % 13,9 % 2007 1,4 % 3,3 % 6,1 % 10,8 % 2008 0,1 % -6,9 % -17,4 % -34,8 % Ø Ertrag APK bonds APK basic APK balanced APK equity 3 Jahre 0,9 % -0,1 % -2,0 % -6,3 % 5 Jahre 2,8 % 2,7 % 2,7 % 2,6 % 10 Jahre 3,9 % 2,9 % 1,5 % -0,9 % seit Start 1. 1. 1996 4,7 % 4,5 % 4,4 % 4,1 % YTD (bis 5. 6. 2009) 0,5 % 1,5 % 3,0 % 5,6 % SEITE 6 JUNI 2009


MARKTKOMMENTAR Veranlagungsbericht Juni 2009 von Mag. Michael Bujatti Die positive Nachricht gleich vorweg: Seit dem ersten Quartal konnten sich die Märkte von ihren Tiefstständen weiter erholen. In den Monaten April und Mai stieg der Eurostoxx 50 um 21,8 %, auch der US Schwergewichtsindex S&P 500 konnte um 15,6 % zulegen. Nicht einmal der Konkurs der zwei größten US-Autobauer General Motors und Chrysler konnte die rasante Aufholjagd an den Aktienmärkten einbremsen. Der Aufschwung ist hauptsächlich auf die optimistisch interpretierten Konjunkturdaten und der damit verbundenen Hoffnung auf eine rasche „Vförmige“ Erholung der Weltwirtschaft zurückzuführen. Die meisten Vorlaufindikatoren konnten sich in den letzten Monaten leicht verbessern und stabilisieren. In China stieg der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im April auf 53,5 Punkte und somit über die Schwelle der Wirtschaftskontraktion. Für eine Überraschung sorgte auch der amerikanische ISM Index welcher von 36,3 auf 40 unerwartet stark anstieg. Auch in Europa und Japan entwickelten sich die Einkaufsmanagerindizes besser als erwartet. Das Verbrauchervertrauen konnte ebenfalls die Erwartungen übertreffen und nährte die Hoffnung auf eine steigende Kauflaune. Dennoch sprechen einige Faktoren gegen einen beginnenden nachhaltigen Aufschwung. Die reale Wirtschaftsleistung ist nach wie vor negativ und schrumpfte in den USA zuletzt um 2,5 % (Q1 YOY) sowie in Europa um 4,5 %. Ein leicht positives Wachstum könnte zum Jahresende aufgrund der starken Kontraktion stattfinden, von den gewohnten Wachstumsraten ist man aber noch weit entfernt. Der Bankensektor hat trotz der positiv absolvierten Stresstests noch einige Probleme zu befürchten. Auf dem europäischen Bankensektor schlummern laut Angaben des IMF noch über 900 Mrd€ an „Toxic Assets“. Darüber hinaus werden in den kommenden Monaten steigende Kreditausfallsraten zusätzlichen Druck ausüben. Die restriktive Kreditvergabe der Banken führt ebenfalls zu Konsumzurückhaltung der Haushalte und Finanzierungsbedarf bei Klein und Mittelbetrieben. Global steigende Arbeitslosenzahlen von über 10 % in Europa und den USA sind keine Utopie mehr und sprechen nicht für eine schnelle Erholung auf dem Konsumsektor. Der amerikanische Häusermarkt ist trotz positiver Signale noch weit von einer Erholung entfernt. Die Anzahl der Hausverkäufe ist zwar im April um 0,3 % gestiegen, dennoch ist diese Kennzahl aufgrund der saisonalen Schwankungen mit Vorsicht zu genießen. Doch die positive Marktstimmung hat zu einer steigenden Risikobereitschaft im Anleihensegment geführt. Demnach konnten Unternehmensanleihen sich gut entwickeln. Der IBOXX Corporate Bond Index konnte in den Monaten April und Mai um über 6 % zulegen. Im Gegensatz dazu sind europäische Staatsanleihen der besten Schuldner (z. B. Deutschland, Frankreich) aufgrund der niedrigen Renditen und steigender Verunsicherung gegenüber der Staatsverschuldung leicht unter Druck geraten. Der schmerzhafte Entschuldungs- und Marktbereinigungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen und wird seine Zeit brauchen. Wir erwarten daher für die kommenden Monate angesichts der tristen Ausblicke für die Realwirtschaft eine negative Performance an den Finanzmärkten. JUNI 2009 SEITE 7


Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK Novellierung des Pensionskassengesetzes von Mag. (FH) Klemens Brugner Obwohl sich die österreichischen Pensionskassen laut einer OECD-Studie im internationalen Vergleich 2008 gut halten konnten und über der ausgewiesenen Durchschnittsperformance liegen, sind die Leistungen aus den Pensionskassen ins öffentliche Interesse gerückt. Nachdem es in einem ohne Zweifel schwierigen Jahr zu negativen Pensionsanpassungen gekommen ist, haben Leistungsberechtigte, also Bezieher einer Firmenpension aus einer Pensionskassenlösung, und Pensionistenvertreter die Regierung zum Handeln aufgefordert. Gefordert wurde eine weit reichende Evaluierung des Pensionskassengesetzes (PKG) mit dem Ziel, Pensionskürzungen in Zukunft zu vermeiden. Dabei sei darauf zu verweisen, dass nicht immer die Veranlagungsergebnisse Schuld an einer Pensionskürzung sind, sondern in sehr vielen Fällen das Leistungsrecht (insbesondere die hohen Rechnungszinse), welches gemäß § 3 BPG in der (Betriebs-)Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer(vertreter) bzw. in Kollektivverträgen festgelegt ist. Seitens des Bundesministeriums für Finanzen sind Experten eingesetzt, die bis dato zu folgendem Zwischenergebnis kamen: • Erweiterung der „Portabilität“: Den Anwartschaftsberechtigten, das sind jene Pensionskassenkunden, die sich in der Ansparphase befinden, wird eine Transfermöglichkeit auf andere Vorsorgeinstitutionen eingeräumt. Ab dem 50. Lebensjahr kann ein Anwartschaftsberechtigter einer Pensionskasse verlangen, dass zukünftige Beiträge (Prämien) z.B. in eine betriebliche Kollektivversicherung (BKV) geleistet werden, während das bestehende Kapital in der Pensionskasse verbleibt. In weiterer Folge kann auch das verbliebene Kapital ab dem frühest möglichen Pensionsantrittszeitpunkt (derzeit 55. Lebensjahr) und dem tatsächlichen Pensionsantritt in eine BKV transferiert. • Ausweitung der HTM-Bewertung auf Unternehmensanleihen. Darunter versteht man die lineare Ab- oder Zuschreibung von Wertpapieren, um die Volatilität der jährlichen Veranlagungserträge zu begrenzen. • Im Rahmen einer Transparenzerhöhung sollen auch die Gesamtkosten der Veranlagung (beinhaltet auch die Kosten der Fonds) allgemein zugänglich gemacht werden. • Die Schwankungsrückstellungen sollen höher dotiert werden. Es handelt sich dabei um Rückstellungen, die jährlich aufgebaut werden, um in Jahren von negativen Erträgen die Pensionskürzungen auszugleichen. • Unternehmen, die sich entschließen eine Pensionskassenlösung zu implementieren, dürfen einen Rechnungszins von max. 3,5% wählen. Zukünftig wird diese Obergrenze auch auf neue Mitarbeiter von Unternehmen, die bereits einen Pensionskassenvertrag mit einem höheren Rechnungszins gewählt haben, ausgeweitet werden. Während die Umsetzung oben genannter Vorschläge als sehr wahrscheinlich gilt, gibt es bei der Diskussion über eine verpflichtende Garantie der Pensionen keine Einigung. Pensionskassen sind nicht so strukturiert (z. B. bei der Bewertung), dass sie Garantien (auf Zinsen, Kapital oder Pensionen) gewähren können. Hingegen bietet die BKV garantierte Leistungen, allerdings sind diese in der Regel zwischen 20% und 40% (je nach Ansparzeit) geringer als die Pensionen aus der Pensionskasse. SEITE 8 JUNI 2009


PENSIONSKASSE Die APK Pensionskasse im Vergleich von Mag. (FH) Klemens Brugner Angesichts der aktuellen Ertragszahlen, welche von der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) veröffentlicht wurden, möchten wir Ihnen einen Überblick zur Performance der APK Pensionskasse AG geben. Dies soll Ihnen unter Umständen ein wenig mehr Überblick schaffen, welche durchschnittlichen Ertragszahlen nun tatsächlich erwirtschaftet werden konnten. Zweifelsohne war das vergangene – dies wissen wir mittlerweile alle – das für die Pensionskassenindustrie wohl schwierigste Jahr. Hatte man bei vergangenen Krisen, die auf dem Kapitalmarkt aufgetreten sind, mehr oder weniger „nur“ mit negativen Aktienmärkten umzugehen, hat das Jahr 2008 zusätzlich vor allem auf der Unternehmensanleihenseite Schwierigkeiten hervorgebracht. Infolge dieser Krise hat die APK Pensionskasse ihre Asset Allocation erheblich verändert: Infolge der Risikoreduzierung kam es im vergangenen Jahr zu Verschiebungen in der Gewichtung der Aktien und der Anleihen. Der Aktienanteil verringerte sich um ca. 11 % zu Gunsten des Anleihenanteils, wobei diese Verringerung je zur Hälfte auf Euro-Aktien sowie auf Fremdwährungsaktien entfällt. Die Aufstockung der Anleihen entfällt ausschließlich auf Euro-Anleihen. Die APK Pensionskasse konnte sich trotz der Einschnitte, welche im Zuge der globalen Finanzkrise aufgetreten sind, im Vergleich zu den anderen überbetrieblichen Pensionskassen gut behaupten. Die folgende Aufstellung zeigt die langfristigen Ertragszahlen: Mehrertrag p. a. APK vs. ÜB PK Durchschnitt seit 1998 0,53 % Durchschnitt seit 1999 0,57 % Durchschnitt seit 2000 0,31 % Durchschnitt seit 2001 0,36 % Durchschnitt seit 2002 0,54 % Durchschnitt seit 2003 0,74 % Durchschnitt seit 2004 0,87 % Durchschnitt seit 2005 1,13 % Durchschnitt seit 2006 0,92 % Durchschnitt seit 2007 0,53 % Tabelle 1: Mehrertrag der APK im Vergleich mit den überbetrieblichen Pensionskassen Ein Vergleich mit den überbetrieblichen Pensionskassen zeigt, dass wir seit Beginn der OeKB-Performancemessung 1998 einen jährlichen Mehrertrag von +0,53 % p. a. generieren konnten und diesen Mehrertrag auch in den letzten beiden Jahren halten konnten. Die betrieblichen Pensionskassen hatten im vergangenen Jahr noch deutlichere Verluste hinnehmen müssen und liegen auch im langfristigen Vergleich hinter der APK. In den letzten Jahren ist der Mehrertrag sogar deutlich gestiegen: in den letzten beiden Jahren hatten die betrieblichen Pensionskassen einen um 3,7 % p. a. negativeren Ertrag als die APK Pensionskasse. Somit kann die APK Pensionskasse ihre Marktführerschaft im mehrjährigen Vergleich weiter behaupten, denn seit Ihrer Gründung 1990 kann die APK nun ein durchschnittliches Ergebnis von +5,7 % p. a. aufweisen. Abbildung 1: Asset Allocation der APK Pensionskasse mit 31. 12. 2008 Fordern Sie jetzt den APK-Pensionsfolder an: versicherung@apk.at JUNI 2009 SEITE 9


Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK Zillmerung verhindert Flexibilität in der Lebensversicherung Flexibilität in Krisenzeiten besonders wichtig von Ing. Mag. Dr. Andreas F. Promberger Schenkt man Entwicklungsprognosen Glauben, wird eine Umstrukturierung der Lebensversicherung in Richtung Lebensphasenmodell, das sich an die finanziellen und persönlichen Umstände der Versicherungsnehmer anpasst, in Zukunft unabdingbar. Vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise sind Versicherungskunden auf diese Flexibilität angewiesen, wenn sie aufgrund beruflicher Veränderungen unter Umständen ihre Prioritäten temporär neu ordnen müssen. In der Realität ist die Flexibilität in Bezug auf Prämienzahlung und auf Laufzeit in der Versicherungsbranche noch immer nur ein Schlagwort, das zwar oft versprochen, aber selten gelebt wird. Denn obwohl alle Lebensversicherungen mit höchster Flexibilität werben und von Lebensphasenmodellen sprechen, spiegeln Inkasso, Mahnungen sowie eine lange vertragliche Laufzeitbindung bereits bei Abschluss das Gegenteil wider - eine flexible Anpassung an die Lebenssituation ist also nur auf Kosten der Kunden möglich. Zillmerung als Nachteil für Kunden und Berater Das branchenübliche Vergütungssystem, die so genannte Zillmerung, welche die Verrechnung der gesamten Kosten bereits bei Abschluss vorsieht, steht auch im Widerspruch zur postulierten Flexibilität. Dies hat zur Folge, dass Vermittler und Außendienst, vor allem aber der Strukturvertrieb sprichwörtlich von einem Neugeschäft zum nächsten getrieben werden, während der Aufbau von Bestandskunden und die langfristige Betreuung dersel- ben leider oft in den Hintergrund rückt. Blieben alle Versicherungsverträge bis zum Ende der Laufzeit ungekündigt, hätte die Verrechnung der Gesamtkosten gleich zu Beginn nur geringe Folgen. Aus Studien geht jedoch klar hervor, dass in der Praxis ein großer Teil der Verträge nicht bis zum Ende der Laufzeit eingehalten werden, was für den Kunden einen geringeren Rückkaufswert bedeutet. Der Vermittler wiederum steht vor dem Problem, dass er die vorab erhaltene Provision anteilig zurückzahlen muss, wenn der Kunde innerhalb der ersten fünf Versicherungsjahre rückkauft oder die Prämien freistellt. Damit aber nicht genug: Bei einer Lebensversicherung mit Ablebenskomponente führt eine Freistellung auch zu einem Verlust dieser Zusatzleistung. Eine aktuelle Studie (www.bmelv.de) zeigt in aller Deutlichkeit die Probleme in Deutschland: Nach Angaben der deutschen Aktuarsvereinigung werden rund 75 % aller Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt oder freigestellt. In Österreich liegt man laut Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz mit ca. 50 % zwar dahinter, aber immer noch viel zu hoch. Die Verbraucherzentrale Hamburg geht mit einer Untersuchung in die selbe Richtung und zeigt, dass mehr als die Hälfte aller Lebensversicherungen wegen Einkommenseinbußen durch Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Krankheit innerhalb der ersten zehn Jahre aufgelöst werden; pro Kunde wird mit einem Schaden von durch- SEITE 10 JUNI 2009


KOMMENTAR schnittlich mehr als 3.300 € gerechnet. Bei jährlich einer Million gekündigten Verträgen, entspricht dies einem Schaden von mehr als 3 Mrd€ pro Jahr. Vergütungssystem der APK Versicherung Die APK Versicherung hat bereits 1996 ihr Vergütungssystem umgestellt und eine laufende Vergütung eingeführt. Somit kann es zu keinen Rückvergütungsforderungen der Provision kommen. Ziel war, eine flexible Altersvorsorge ohne Laufzeitbindung mit der Möglichkeit zur Anpassung der Prämien an die finanziellen Gegebenheiten der Kunden anzubieten. Nachfrage nach Flexibilität von Laufzeit und Prämienzahlung kommen nicht nur von den Kunden, sondern auch von Maklerseite, die immer mehr Gefallen an der Idee der laufenden Vergütung findet. Dadurch kann sich eine langfristige Bindung des Vorsorgekunden an den Vermittler und die Versicherungsgesellschaft entwickeln, ähnlich wie es im Bereich der Schadensversicherung bereits der Fall ist. Die fondsgebundene Versicherung der APK Versicherung hat trotz der größten Wirtschaftskrise der Geschichte besser performt und eine höhere Rendite erzielt als der direkte Mitbewerb. Seit Auflegung der Mixe am 1. 1. 1996 wurde eine Performance von knapp 5 % p. a. in allen Portfolios (Stichtag Juni 2009) erwirtschaftet. Fazit Die gegenwärtige Wirtschaftskrise und die vielen Rückkaufe bzw. Prämienfreistellungen bedeuten einerseits hohe Verluste für den Versicherungsnehmer, andererseits für Verträge ab 2007 Rückzahlungen der bereits ausbezahlten Abschlussprovisionen für den Vermittler und hohe Abschreibungen der Versicherungen bei Uneinbringbarkeit dieser Rückzahlungen. Da bei Er- und Ablebensversicherungen ein Rückkauf bzw. eine Prämienfreistellung zum Verlust der Ablebenskomponente und zu geringeren Rückkaufswerten führt, wäre es in der Vorsorge absolut sinnvoll, den Ablebensschutz vom Erlebensschutz zu trennen. Zumal eine Trennung der beiden Teile eine Kostenersparnis bei gleichzeitig höherer Versicherungssumme beim Ablebensschutz für den Kunden bringt. Nach Meinung der APK Versicherung sollte zukünftig in der fondsgebundenen Lebensversicherung der Pflege der bestehenden Kunden zumindest gleich viel Bedeutung und Aufmerksamkeit zukommen wie der Neukundengewinnung. Der Vermittler darf nicht Gefahr laufen, bei Stornofällen einzelner Kunden die daraus entstehenden finanziellen „Rückzahlungslücken“ immer durch neue Versicherungsverträge zu füllen, die durch fehlende Betreuung ebenso von kurzer Dauer sind. Eine langfristige und zufriedene Kundenbeziehung ist der Schlüssel zum Erfolg. Einsatzmöglichkeiten der fondsgebundenen Rentenversicherung der APK Versicherung Privatlösungen: • eigene Altersvorsorge • Babypolizze • Ausbildungspolizze • Bridging Income • Pflegevorsorge • Life-Cycle-Produkt • Tilgungsträger • Künstlervorsorge Betriebliche Lösungen: • Rückdeckung von Pensionszusagen • Abfertigungsrückdeckungsversicherung • Zukunftssicherung nach § 3/1/15 • Abfertigungsversicherung Unser Motto: Qualität vor Quantität! JUNI 2009 SEITE 11


Vorsorge aktiv DAS MAKLERMAGAZIN DER APK • Eine der führenden Pensionskassen Österreichs • Verwaltetes Vermögen: mehr als 2,3 Mrd€ • Unabhängigkeit bei Veranlagung (keine Bankenabhängigkeit) • Kompetente Beratung und längste Erfahrung (seit dem Jahr 1989) • Mehrfache internationale Auszeichnungen • Spezialisiert für die private und die betriebliche Pensionsvorsorge • Erster Anbieter der fondsgebundenen Rentenversicherung in Österreich • Steht für die Abfertigung Neu als Qualitätsanbieter zur Verfügung BÜRO DER APK IN WIEN (TOWNTOWN) 1030 Wien, Thomas-Klestil-Platz 1 IHR DIREKTER DRAHT ZU UNS: APK Versicherung AG Thomas-Klestil-Platz 1 1030 Wien Telefon Fax e-Mail Internet +43 (0) 50 275 - 30 DW +43 (0) 50 275 - 3709 DW versicherung@apk.at www.apk-versicherung.at SO ERREICHEN SIE UNS: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: • U 3 (Station Erdberg oder Schlachthausgasse) • Straßenbahnlinie 18 • Buslinien 77 A, 80 A, 84 A Anreise per PKW: Süd-Ost-Tangente A23, Abfahrt St. Marx (Parkmöglichkeiten Park & Ride Erdberg) oder Abfahrt Erdberg (AP- COA Parkgarage Schnirchgasse 12 mit Durchgang zum Thomas-Klestil-Platz) SCHREIBEN SIE UNS, WENN SIE PARTNER WERDEN WOLLEN: Ing. Mag. Dr. Andreas Promberger (andreas.promberger@apk.at) Mag. (FH) Klemens Brugner (klemens.brugner@apk.at)

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine