Präsentation Modul 1 - Frühkindliche Bildung - Bildungsbericht Ruhr

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Präsentation Modul 1 - Frühkindliche Bildung - Bildungsbericht Ruhr

Bildungsregion Ruhr gestalten!


Herzlich Willkommen!

Modul „Frühkindliche Bildung

• „Frühkindliche Bildungschancen im Ruhrgebiet “

Jan Amon, Volker Kersting, Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier

• „Frühe Hilfen“

PD Dr. Sybille Stöbe-Blossey, Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation

an der Universität Duisburg-Essen

• „Angebote frühkindlicher Bildung und ihre Nutzung“

Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin, TU Dortmund, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik

• „Sprachförderung“

Prof. Dr. Lilian Fried & Eva Briedigkeit, TU Dortmund, Institut für Sozialpädagogik,

Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit

2


Die Schuleingangsuntersuchungen als

Informationsquelle über die kindliche Entwicklung

• Schulrelevante Gesundheits- und Entwicklungsmerkmale der

Kinder am Ende der elementaren Bildung

• Häufig zugleich Angaben zur sozialen Lage: Bildungsstand der

Eltern, Familiensituation, Berufstätigkeit, Migrationshintergrund

• Angaben zur Dauer des vorangegangenen KiTa-Besuchs

• Meist kleinräumig auswertbar

• Einheitlicher Standard: „Bielefelder Modell“

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

3


Der soziale Hintergrund prägt die Bildungschancen

Geringe

Bildung

Mittlere

Bildung

Hohe

Bildung

Insgesamt

Sprachauffälligkeiten 28,9% 16,7% 9,2%

15,3%

Koordinationsauffälligkeiten

Visuomotorische

Auffälligkeiten

Sonderpädagogischer

Förderbedarf

18,6% 11,6% 9,6%

11,8%

10,1%

6,3%

3,6%

5,8%

12,8% 3,8% 2,2%

4,5%

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

4


Unterschiede zwischen den ethnischen Gruppen

deutsch

türkisch

polnisch

andere

Insgesamt

Sprachauffälligkeiten 12,2% 45,6%

15,0% 24,3%

18,6%

Koordinationsauffälligkeiten

Visuomotorische

Auffälligkeiten

Sonderpädagogischer

Förderbedarf

11,7% 20,7%

13,1% 13,5%

13,2%

6,2%

8,4%

7,0%

8,1%

7,0%

4,2% 11,8%

2,7% 7,4%

5,8%

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

5


Kinderarmut in NRW

J. Amonn, V. Kersting, J. Richter, K.P. Strohmeier

6


Kinderarmut im Ruhrgebiet

J. Amonn, V. Kersting, J. Richter, K.P. Strohmeier

7


U3 bis U6 vollständig in % 2002-2007

Kinderarmut und U-Beteiligung

Kinderarmut und Beteiligung an der U3 bis U6

bei Schulanfängerinnen im regionalen Vergleich (R 2 =0,75)

95,0

94,0

93,0

92,0

91,0

90,0

89,0

88,0

87,0

86,0

Wesel

Ennepe-Ruhr-Kreis

Bottrop

Unna

NRW ohne RG

Hamm

Recklinghausen

Mülheim

Oberhausen

Bochum

Dortmund

Herne

Hagen

Duisburg

Essen

Gelsenkirchen

85,0

10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0

Sozialgeldquote unter 6-jährige

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

8


Adipositas in % 2003-2007

Kinderarmut und Adipositas

Kinderarmut und Adipositas bei SchulanfängerInnen

im regionalen Vergleich (R 2 =0,43)

9,0

8,0

7,0

Herne

Oberhausen

Duisburg

Gelsenkirchen

6,0

5,0

4,0

3,0

Hamm Bottrop Bochum

Recklinghausen

Hagen

Unna Mülheim

Ennepe-Ruhr-Kreis

Wesel

NRW ohne RG

Dortmund

Essen

2,0

10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0

Sozialgeldquote unter 6-jährige

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

9


Kleinräumige Konzentration von Problemlagen

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

10


Kleinräumige Unterschiede

in Sprachkompetenz und U-Beteiligung

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

11


in %

Positive Wirkung frühkindlicher Bildungsangebote

Dauer des Kita Besuchs und Gesundheits-/

Entwicklungsstand von SchulanfängerInnen

Kita ca. 2 Jahre od. weniger

Kita 2 1/2 Jahre od. mehr

35

30

25

20

15

10

5

0

Körperkoordintation

Visuomotorik

visuelle Wahrnehmung

Sprache

Auffälligkeiten in:

Verhalten

Sonderpäd. Förderbedarf

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

12


Positive Wirkung frühkindlicher Bildungsangebote

Risiko

einer Sprachauffälligkeit

Jungen

Bildungsschicht:

Referenzkategorie „hohe Bildung

niedrige Bildung

mittlere Bildung

Migrationshintergrund

kurzer KiTa-Besuch (ca. 2 Jahre od. weniger)

Signifikanz

0,041

0,000

0,000

0,000

0,000

0,014

„Risiko-

Faktor“*

1,318

2,815

1,882

3,384

1,589

Konstante

* =Effektkoeffizient

0,068

0,000

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

13


Positive Wirkung frühkindlicher Bildungsangebote

Risiko

einer sonderpädagogischen Förderempfehlung

Jungen

Bildungsschicht:

Referenzkategorie „hohe Bildung

niedrige Bildung

mittlere Bildung

kurzer KiTa-Besuch (ca. 2 Jahre od. weniger)

Konstante

Signifikanz

0,010

0,000

0,000

0,048

0,000

0,000

„Risiko-

Faktor“*

1,849

5,662

1,838

3,416

0,012

* =Effektkoeffizient

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

14


kurzer Kita-Besuch in %

Sozial selektive Inanspruchnahme

Soziale Merkmale und kurze Kita-Besuchsdauer (2 Jahre oder weniger)

28

26

24

22

20

18

16

14

12

10

8

6

4

2

0

Mutter erwerbstätig

Mutter nicht erwerbstätig

Vater erwerbstätig

Vater nicht erwerbstätig

geringe Bildung

mittlere Bildung

hohe Bildung

Migrationshintergrund

kein Migrationshintergrund

soziale Merkmale

3 u.m. Kinder

unter 3 Kindern

nicht beide leibliche Eltern

beide leibliche Eltern

J. Amonn, V. Kersting, K.P. Strohmeier

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„Frühe Hilfen“ im Bildungsbericht Ruhr

• „Bildung beginnt mit der Geburt“ (nicht erst mit dem Eintritt

in den Kindergarten)

• Hohe Bedeutung früher Förderung für die gesamte

Bildungsbiographie

• Aber: Kein institutionalisiertes Fördersystem

-> Vielfältige kommunale Initiativen für die Förderung von unter

Dreijährigen in Risikosituationen in und mit ihren Familien

-> Bildungsbericht will darüber Transparenz schaffen und

Beispiele guter Praxis ermitteln und darstellen

16


Strukturen

Strategien zum Thema „Frühe Hilfen“

• Kooperation Jugendhilfe – Gesundheitswesen (früher und

niederschwelliger Zugang zu Familien); Aufbau von

Netzwerken und Koordinierungsstellen; sozialräumlicher

Zugang (bspw. über Familienzentren)

Inhalte

• Besuchsdienste für Familien mit Neugeborenen; Einsatz von

Familienhebammen; Elternbildungsprogramme / Eltern-Kind-

Programme; Screening-Verfahren zur Früherkennung und

Vermittlung von Hilfen

17


„ Angebote frühkindlicher Bildung

im Bildungsbericht Ruhr

Indikatorengestützte Analyse des Standes und der Entwicklung

der Angebote in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

Ziele der Bildungsberichterstattung:

• Darstellung des bisher Erreichten

• Im Vergleich der Jugendämter Handlungsbedarfe aufzeigen

• Überprüfung bildungspolitischer Zielvorgaben sowie fachlich empfohlener Ziele

Datengrundlage für die Bildungsberichterstattung:

• Betreuungsatlas DJI/Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik auf der Basis der

amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik

• Angaben der Kommunen zu Elternbeiträgen sowie zur Höhe der Einnahmen aus

Elternbeiträgen

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Indikatorengestützte Bildungsberichterstattung

Vorteile von Indikatoren:

• Verdichtung komplexer Zusammenhänge

• Kontinuierliche Beobachtung im Zeitverlauf

• Vergleichbarkeit zwischen Jugendämter schaffen

Bereiche von Indikatoren:

• Strukturmerkmale

• Qualitätsmerkmale

Datenmaterial:

• Betreuungsatlas auf der Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik

• Angaben der Kommunen zu den Elternbeiträgen sowie zur Höhe der Einnahmen

durch Elternbeiträge

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Kennzahlen zur Beobachtung der strukturellen und qualitativen Entwicklung

der frühkindlichen Bildung in der Metropole Ruhr

Strukturmerkmale:

• Trägerlandschaft (Größe der Einrichtungen, öffentliche und freie Träger, Familienzentren)

• Inanspruchnahmequote (Kinder unter 3 Jahre, Kinder im Alter von 3- bis unter 6-Jahren, 3-Jährige)

• Ganztagsbetreuungsquote (differenziert nach Altersgruppen)

• Beschäftigungsumfang des Personals

• Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund/Migrationsspezifische Segregation in Einrichtungen

• Elternbeiträge

Qualitätsmerkmale:

• Personalschlüssel (differenziert nach Gruppentypen)

• Gruppengröße (differenziert nach Gruppentypen)

• Qualifikation des pädagogischen Personals

• Professionalisierung der Kindertagespflege (Anzahl der betreuten Kinder, Qualifikation der

Tagespflegepersonen)

20


Inanspruchnahmequote unter 3-Jähriger in Tageseinrichtungen und Tagespflege in den Kreisen

und kreisfreien Städten der Wirtschaftsregion Metropole Ruhr (2010)

Dortmund, Kreisfreie Stadt

Bochum, Kreisfreie Stadt

Ennepe-Ruhr-Kreis

Recklinghausen, Kreis

Unna, Kreis

Hamm, Kreisfreie Stadt

Essen, Kreisfreie Stadt

Gelsenkirchen, Kreisfreie Stadt

Mülheim an der Ruhr, Kreisfreie Stadt

Hagen, Kreisfreie Stadt

Bottrop, Kreisfreie Stadt

Herne, Kreisfreie Stadt

Wesel, Kreis

Oberhausen, Kreisfreie Stadt

Duisburg, Kreisfreie Stadt

Metropole Ruhr

16,4

15,8

14,4

14,0

13,7

13,2

12,7

12,3

11,5

11,5

11,3

11,1

9,9

9,1

8,5

12,7

32%

0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0 45,0 50,0

Quelle: DJI/Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik: Betreuungsatlas 2011 (im erscheinen)

21


Inanspruchnahmequote unter 3-Jähriger in Tageseinrichtungen und Tagespflege in den

kreisangehörigen Gemeinden der Wirtschaftsregion Metropole Ruhr (2010)

Sprockhövel

Schwerte

Haltern am See

Hattingen

Unna, Kreis

Kamen

Recklinghausen

Werne

Wetter (Ruhr)

Unna

Herdecke

Oer-Erkenschwick

Witten

Castrop-Rauxel

Marl

Selm

Herten

Datteln

Dorsten

Bergkamen

Moers

Gevelsberg

Schwelm

Gladbeck

Kamp-Lintfort

Ennepetal/ Breckerfeld

Wesel

Voerde (Niederrhein)

Dinslaken

Rheinberg

Lünen

17,1

16,5

16,5

15,9

15,8

15,7

15,3

14,9

14,8

14,6

14,2

14,2

14,1

14,0

13,6

12,8

12,1

12,0

11,8

11,5

11,4

11,3

11,1

10,8

9,4

8,4

7,9

7,6

7,0

0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0 45,0 50,0

Quelle: DJI/Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik: Betreuungsatlas 2011 (im erscheinen)

20,9

23,4

32%

22


NRW: 36,2%

Ganztagsbetreuungsquote von 3- bis unter 6-Jährigen in Tageseinrichtungen in den kreisen und

kreisfreien Städten der Wirtschaftsregion Metropole Ruhr (2010)

Essen, Kreisfreie Stadt

Herne, Kreisfreie Stadt

Hamm, Kreisfreie Stadt

Bochum, Kreisfreie Stadt

Mülheim an der Ruhr, …

Ennepe-Ruhr-Kreis

Dortmund, Kreisfreie Stadt

Unna, Kreis

Wesel, Kreis

Recklinghausen, Kreis

Bottrop, Kreisfreie Stadt

Hagen, Kreisfreie Stadt

Gelsenkirchen, Kreisfreie Stadt

Oberhausen, Kreisfreie Stadt

Duisburg, Kreisfreie Stadt

Metropole Ruhr

19,0

33,6

32,1

32,0

29,9

29,2

29,0

28,9

27,8

26,4

23,7

22,7

30,2

38,5

36,0

43,8

0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0

Quelle: DJI/Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik: Betreuungsatlas 2011 (im erscheinen)

23


NRW: 36,2%

Ganztagsbetreuungsquote von 3- bis unter 6-Jährigen in Tageseinrichtungen in den

kreisangehörigen Gemeinden der Wirtschaftsregion Metropole Ruhr (2010)

Witten

Kamp-Lintfort

Recklinghausen

Dinslaken

Wesel

Werne

Schwelm

Unna

Dorsten

Kamen

Selm

Oer-Erkenschwick

Haltern am See

Sprockhövel

Bergkamen

Hattingen

Herdecke

Moers

Marl

Datteln

Wetter (Ruhr)

Herten

Waltrop

Voerde (Niederrhein)

Castrop-Rauxel

Ennepetal/ Breckerfeld

Rheinberg

Schwerte

Lünen

Gevelsberg

Gladbeck

19,0

30,4

30,1

29,8

29,2

29,0

29,0

28,7

28,7

28,7

28,5

28,3

26,7

26,1

24,8

24,5

23,9

23,0

22,6

22,3

22,1

36,3

35,0

34,6

34,3

34,0

33,9

33,6

32,6

0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0 45,0

Quelle: DJI/Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik: Betreuungsatlas 2011 (im erscheinen)

41,7

41,2

24


„Sprachförderung“ im Bildungsbericht Ruhr

• Schlüsselkompetenz Sprache

• Sprachförderung als zentraler Bestandteil der

Bildungsarbeit in Kindertageseinrichtungen

• Wissenschaftlicher Erkenntnisstand zur

Sprachdiagnose und Sprachförderung

• Einblicke durch Diagnoseergebnisse

• Forschungsbefunde zur Förderpraxis fehlen

• Ziele des Bildungsberichts


Strategien zum Thema „Sprachförderung“

Erfassung des zusätzlichen Sprachförderbedarfs

• Analyse der Ergebnisse der Sprachstandserfassungen Vierjähriger

bezogen auf den Sozialindex des entsprechenden Schulamtsbezirks;

das Alter, die Familiensprache und das Geschlecht der Kinder

• Analyse der Sprachförderprofile der Kinder mit zusätzlichem

Sprachförderbedarf

Erfassung der Sprachförderpraxis

• Faxabfrage: „Beispiele guter Praxis“ (Jugendämter)

• Befragung: exemplarisch ausgewählte Kindertageseinrichtungen


Vielen Dank!

Modul „Frühkindliche Bildung

• „Frühkindliche Bildungschancen im Ruhrgebiet “

Jan Amon, Volker Kersting, Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier

• „Frühe Hilfen“

PD Dr. Sybille Stöbe-Blossey, Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation

an der Universität Duisburg-Essen

• „Angebote frühkindlicher Bildung und ihre Nutzung“

Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin, TU Dortmund, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik

• „Sprachförderung“

Prof. Dr. Lilian Fried & Eva Briedigkeit, TU Dortmund, Institut für Sozialpädagogik,

Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit

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