PDF-Dokument - UP-Campus Magazin

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PDF-Dokument - UP-Campus Magazin

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, euch wieder einen neues UP

Campus Magazin präsentieren zu dürfen.

Ganz herzlich begrüßen wir natürlich alle

Quitschies, die dieses Magazin zum ersten

Mal in den Händen halten. Wir wünschen

euch einen guten Start in euer Studium und

hoffen, ihr werdet treue Leser von uns. Gern

dürft ihr natürlich auch selbst bei unserem

Projekt mitarbeiten.

Im Heft findet ihr auch diesmal wieder interessante

Artikel. Wir bringen euch Passaus Zusammenhang

mit der Nibelungensage näher

und geben euch einige, hoffentlich interessante,

Tipps für eure nächste Urlaubsplanung.

Außerdem haben wir für euch eine kleine

Kurzanleitung für Schafkopf ins Heft mit

aufgenommen, denn wer in Bayern studiert

sollte zumindest die Grundkenntnisse dieses

bayerischen Nationalsports beherrschen.

Wir hoffen euch gefällt auch diese Ausgabe

unseres Magazines und wünschen Euch einen

schönen Herbst und viel Spaß in der ersten

Hälfte des Wintersemesters!

Eure UP Campus-Redaktion

Inhalt

Studium & Karriere

Studentisches (Er)Leben (lk) 4

Kultur

Geschichte Passaus - Die Niebelungen (kk) 5

Buchrezensionen 6

- Architekturführer Budapest (bb) 6

- Amerika! (bb) 7

Städtereisetipps Südosteuropa 9

- Zagreb (lk) 9

- Belgrad (pm) 10

- Bratislava (pm) 12

Freizeit & Leben

Kurzanleitung Schafkopf (jdv) 13

Wiesn contra Wasen (pm) 17

Impressum

37. Ausgabe des UP-Campus Magazins (10. Jahrgang, 3. Ausgabe) - Ausgabe 3/2013 (Herbst 2013, erschienen im Oktober 2013) - Auflage: 2000 Stück in Passau

Druck: P & P Printmanagement, Bgm.-Kempf-Str. 2, 96170 Trabelsdorf; Verlag: Passauer Publikationen Gruppe e.V.

ISSN: 1863-7701

Herausgeber: Dr. Florian Hartleb, Dr. iur. Bence Bauer, Stefan Hassfurter, Barbara Klostermann

Chefredaktion: David Hamburger und Patrick Müller , Johannes de Visser (Stellv.)/Assistenz: Daniela Dietz (Marketing & Mitglieder), Lena Knezevic (Layout)

Layout: Patrick Müller, David Hamburger, Johannes de Visser, Coverbild :©Rainer Sturm/pixelio.de

Anzeigenleitung: Patrick Müller, David Hamburger

Die Verantwortung im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.) tragen die Herausgeber. Alle namentlich gekennzeichneten Artikel spiegeln die Meinung des

Verfassers, nicht die der Redaktion oder des Herausgebergremiums wider. Ein herzlicher Dank gilt allen Inserenten!

Kontakt: Chefredaktion: David Hamburger und Patrick Müller

chefredaktion@up-campusmagazin.de

Passauer Publikationen Gruppe e.V. (Herausgeber)

Barbara Klostermann, Nibelungenstr. 10 - 94032 Passau

Tel.: 0851/2118681 - Email: barbara.klostermann@ppg-online.de

Web: www.ppg-online.de (Herausgeber); www.up-campusmagazin.de (Magazin & Redaktion)


©Joachim Berga/pixelio.de

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4 | Studium & Karierre

Folge 14:

Die Studentenstadt

Studentisches

(Er)Leben

Es liegt in der Natur des Studenten sich zu vergleichen. Gilt das auch für die Studentenstadt

Ein Vergleich.

Jede Unistadt, groß oder klein, nördlich

oder südlich hat ihre Vorzüge. Fangen wir

mit der offensichtlichsten an. München,

die gmiadliche Großstadt, in der jede

Woche ein neuer Club aufmacht und

man wirklich jeden Tag in eine andere Bar

gehen kann. Im Sommer lockt das Isarufer

und im Winter Konzerthallen, Museen und

Theater. Langweilig wird es einem hier nicht

so schnell. Im Vergleich dazu ist Regensburg

klein, aber fein! Die größte Kneipendichte

Bayerns macht sich bemerkbar und wer würde

nicht gerne in einer Stadt studieren, die zum

UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Klarer Vorteil von Berlin ist natürlich der

Hauptstadtflair, mit dem man seine Erasmusfreunde

beeindrucken kann. Außerdem ist die

Ausgeh-Atmosphäre hier um einiges entspannter.

Der Dom bietet für Köln wohl die beste

Kulisse zum studieren, und Karneval gibt’s da

auch! Alaaf und Prost! Baden und Württemberg

sind mit Freiburg, der sonnigsten Stadt

Deutschlands und Stuttgart, Heimat des Wutbürgers

aber auch der besten Musicals, würdig

vertreten.

Aber kann das alles heranreichen an drei Flüsse

in einer Stadt, die Innwiese, den Dom mit der

größten Orgel der Welt, den Weihnachtsmarkt,

die Donauschifffahrten, die Dult, die rötesten

Sonnenuntergänge, die Kneipentouren, den

schönsten Campus Deutschlands Der ein oder

andere Quitschie fragt sich bestimmt schon, ob

er die richtige Wahl getroffen hat, kann aber

unbesorgt sein. Passau ist bestimmt die beste

Unistadt!

von Lena Knezevic (lk)

©Stephan Bachmann/pixelio.de


_______________________________________________________________ Kultur |5

Geschichte

Passaus

©Manfred/pixelio.de

Das Nibelungenlied

Liebe und Hass, Treue und Verrat, Stolz, Rache und irgendwann ein (grausamer)

Tod – Eigentlich Stoffe, aus denen Hollywoodblockbuster gewebt sind. Doch bereits

vor über achthundert Jahren wurden diese Themen in einem der wichtigsten

Werke der deutschen Literatur verarbeitet.

Das Nibelungenlied, das bedeutendste

Stück literarischer Heldenepik

in Deutschland, stammt

ungefähr aus der Zeit um 1200.

Obwohl sein Ursprung noch immer nicht

gänzlich unumstritten ist, ist es mit großer

Wahrscheinlichkeit in Passau am Hof des Bischofs

Wolfger von Erla entstanden. So stellen

die guten Ortskenntnisse des Autors und die

Erwähnung von Passau im Text als zweimalige

Durchreisestation einen engen Bezug zur

Stadt her. Auch die Darstellung des Passauer

Bischofs Pilgrim, dem Amtsvorgänger Erlas,

der im Nibelungenlied als Onkel der Hauptfigur

Kriemhild auftritt, spricht für eine Entstehung

in Passau.

©Dieter Schütz/pixelio.de

Nachdem es für längere Zeit in Vergessenheit

geraten war, avancierte das Nibelungenlied

seit seiner Wiederentdeckung Mitte des

18. Jahrhunderts zu einem Nationalepos in

Deutschland. Immer wieder auch als die deutsche

Antwort auf Homers Ilias bezeichnet, erfreute

es sich wie bereits zu seiner mittelalterlichen

Geburtsstunde erneut großer Beliebtheit.

Seit es im Jahr 1782 vollständig in Druckform

erschienen war, wurde die Thematik des Liedes

immer wieder in der Kunst verwendet. So etwa

in Friedrich Hebbels dramatischer Trilogie


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6 | Kultur

„Die Nibelungen“, in dem vierteiligen Stück

„Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner

oder in zahlreichen Verfilmungen.

Trotz ihres beträchtlichen Alters ist die

Geschichte vom heldenhaften Königssohn

Siegfried, der einen Drachen getötet und den

Schatz der Nibelungen an sich genommen hat,

und von der schönen Kriemhild, Schwester

der Burgunderkönige Gunther, Gernot und

Giselher und spätere Ehefrau Siegfrieds, noch

immer sehr bekannt. Doch der Ruhm des

mittelalterlichen Verfassers, dessen Identität

nie geklärt wurde, reicht auch weit über den

deutschsprachigen Raum hinaus. 2009 etwa

wurde das Nibelungenlied von der UNESCO

in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.

In Passau erinnern heute beispielsweise eine

Gedenktafel an der Mauer des Landratsamtes

und ein Gemälde im Alten Rathaus an das Heldenepos.

Aber auch beim Spaziergang über die

Nibelungenstraße oder den Nibelungenplatz

ist der Geist von Siegfried, Kriemhild und Co.

noch spürbar – sei es wenigstens dem Namen

nach.

von Katharina Kaak (kk)

Buchrezensionen

©Lupo/pixelio.de

Architektur-Feinschmecker kommen auf ihre Kosten - DOM Publishers bietet

uns Architektur vom Feinsten

Seit 2005 verlegt ein (mittlerweile gar

nicht mehr so kleiner) Verlag aus Berlin,

geleitet vom Ehepaar Meuser, eine kleine,

aber feine Mischung im Themenbereich

Architektur. Nomen est omen – DOM als

slawisches Wort bedeutet Haus und so gesehen

geht es beim Verlag ganz besonders um diese

Gattung. Mehr als ein gutes Dutzend der im

eigenwilligen Format erscheinenden Architekturführer

sind schon erschienen. Die Liste der

behandelten Metropolen ist – gelinde gesagt –

an Extravaganz kaum zu überbieten: Hamburg,

Frankfurt, Lissabon, Budapest, Moskau fallen

noch nicht aus dem Rahmen, aber Usbekistan,

Pjöngjang, Havanna schon. Und dieses Momentum

mag dem einfallsreichen Haus aus Berlin

gegönnt sein – den Leser freut es.

Das Unorthodoxe der Städtewahl setzt sich fort

in der Auswahl der Objekte. So umfasst das

Werk über Budapest – von uns getestet – die

Zeitspanne vom Jugendstil über das Bauhaus

bis hin zur Postmoderne, ohne sich nicht ausführlich

mit dem zeitgenössischen Bauen in Ungarns

Kapitale zu befassen. Die Betonung im

Arsenal der etwa


_______________________________________________________________ Kultur | 7

250 präsentierten Bauten liegt eindeutig auf

letzterem. Ein Faible der Autoren für die Hauptstadt

der Ungarn und dessen Architektur kann

und will man gar nicht abstreiten. Arne Hübner

und Johannes Schuler sind Meister ihres Fachs.

Denn wer als Zugewanderter Architekturexkursionen

veranstaltet und den Besuchern der Stadt

jeden Winkel zeigt, sie begeistert und anspornt,

ist ein idealer Autor eines derart ambitionierten

Buches.

In zwölf Kapiteln – grob gegliedert in Stadtteile

– führen uns Hübner und Schuler durch ein Kaleidoskop

dieser 1,7 Millionen-Stadt. Dabei unterlassen

sie es nicht, uns auf „paprikascharfe“

Architektur hinzuweisen. Diese besonders markierten

Meisterwerke verhelfen dem Betrachter,

seine abgeschliffenen Routen zu verlassen und

einen neuen Blickwinkel zu kultivieren.

© DOM Publishers

So gesehen lief der Autor dieser Zeilen jahrelang

mehrfach an einem besonders erwähnenswerten

Prachtexemplar ungarischer organischer

Architektur vorbei, dessen Gröβe zu erkennen

es eines Buches zweier begeisterter Deutscher

bedurfte – allein schon diese Tat war es wert,

dieses Buch auf dem Markt zu bringen. Doch

mal ganz im Ernst: Selten findet sich ein Führer,

der detailverliebt und fesselnd, interaktiv und

spanned den interessierten Stadtbewohner und

seine Gäste sicher durch das schwierige Terrain

der Architektur des 20. Jahrhunders bringt und

einem noch eine Menge Spaβ macht.

Arne Hübner & Johannes Schuler: Architekturführer

Budapest, DOM Publishers 2012, 320

Seiten, 28,00 EUR, ISBN 978-3-86922-157-1

von Bence Bauer (bb)

Amerika-Begeisterung des Europa-Begeisterten - Geert Mak fasziniert den Leser

mit seinem neuen Itinerar

Der Autor des vor acht Jahren

erschienenen Bestsellers „In

Amerika“ (wir berichteten in einer

Buchbesprechung) wartet im Jahre

2013 mit einem neuen faszinierenden Itinerar

auf. Der 1946 geborene Niederländer bereist

den neuen Kontinent im Jahre 2010 selbst

mit dem Wagen und schreibt nicht nur eine

blasse Reiseroute, sondern liefert zivilisationsgeschichtliches

Tafelsilber vom Besten – ein

absolutes Muss für die amerika- und auch eben

und dennoch europabegeisterte Leserschaft im

deutschen Publikum.

Anknüpfend an die Amerikareise des groβen

amerikanischen Romanciers John Steinbeck,


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8 | Kultur

©Siedler Verlag/pixelio.de

der 58-jährig den

Herbstanfang 1960

mit seinem Hund

Charley zum Anfang

einer langen Route

quer die Vereinigten

Staaten machte, startet

Mak seinerseits 50

Jahre später aus dem

selbigen Städtchen

Sog Harbor aus.

Anders als sein Vorbild Steinbeck nennt Mak jedoch

schon das 2005 erschienene Monumentalwerk

sein eigen und zwingt den Leser, freiwillig

oder unfreiwillig den Vergleich zu suchen. Doch

„Amerika!“ folgt einem davon abweichenden

Muster: Es werden nicht – wie in Maks Werk

über den guten alten Kontinent - die Metropolen

den Dekaden, nicht den Monaten zugeordnet,

sondern das Buch kommt rein grographisch

vorwärts, nicht aufgrund, sondern trotz

der groβen Metropolen.

doch keineswegs belehrend, führt uns Mak in

sieben Kapiteln in ein Amerika, das uns gefällt,

ein Amerika, das auf der Suche nach dem amerikanischen

Traum ist, ein Amerika, das an seiner

Groβartigkeit immer wieder den Betrachter

fesselt.

Menschen und Begegnungen, Orte und Geschichte,

Fakten und Zahlen machen Amerika!

auch zu dem, was es sein will: Kein Reiseschmöker

der bekannten Machart, sondern ein Kompendium

der etwas anderen Art, ein Buch, das

nachdenklich macht und Tiefengang beweist.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Mak noch viele

weitere Kontinente bereist.

Geert Mak: Amerika! Auf der Suche nach dem

Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Siedler

2013, 624 Seiten, 34,99 EUR, IBSN 978-

3827500236

von Bence Bauer (bb)

Amerika! ist ein Gegenbild zu In Europa – der

Leser fühlt und spürt dies überdeutlich. Weg

von den Metropolen, unterwegs zuhause, grenzenlose

Freiheit, die Freiheit der Routen und

Straβen, des Automobils und des Individuums,

das ist das Narrativ dieser Neuerscheinung. Und

Amerika, das ist auch zumal das weite Land, das

Land der Trucks und Motels.

So gesehen bietet uns Mak amerikanische Zivilisationsgeschichte

a la carte. Er knüpft an an das

Nachkriegsamerika Steinbecks, an die Dekaden

des Glücks und des Konsums und der Wirtschaftsmacht.

64-jährig, weise und lehrreich,

www.up-campusmagazin.de


_______________________________________________________________ Kultur | 9

Städtereistipps Südosteuropa

©Wieland Müller/pixelio.de

Auf den folgenden Seiten wollen wir euch ein paar Anregungen für euren nächsten

Städtetripp nach Südosteuropa geben. Die vorgestellten Städte sind gut

erreichbar, die Kosten vor Ort sind für deutsche Verhältnisse immer noch relativ

günstig und das Wichtigste, diese Städte sind einfach wunderschön.

Zagreb - Kroatien hat mehr zu bieten als nur Sommerurlaub am Meer

Wer bei Kroatien nur an Sommerund

Partyurlaub denkt, der irrt.

Denn abseits des glasklaren Meeres

beweist die Hauptstadt Zagreb,

dass sich eine Reise auch im Winter lohnt.

Ein Besuch in Zagreb sollte auf jeden Fall immer

auf dem Ban Jelačić Platz anfangen. Der

belebte Platz ist der Verkehrsknotenpunkt und

erste Anlaufstelle für alle Besucher. Zum Frühstück

sollte man sich hier einen heißen Kaffee

besorgen und Fritule ausprobieren, in Fett

ausgebackene Teigbällchen, mit Rosinen und

ganz viel Puderzucker. Dann kann die Sightseeing-Tour

losgehen. Wichtige Stationen sind

auf jeden Fall das kroatische Nationaltheater,

das von Wiener Architekten entworfen wurde

und sich Zagrebs ehemalige Zugehörigkeit zur

Donaumonarchie anmerken lässt. Sehenswert

ist außerdem die Zagreber Kathedrale, die das

höchste Gebäude der Stadt ist.

Durch die Kamenita Vrata, das steinerne Tor,

gelangt man in der Oberstadt zur St. Markus

Kirche. Ihr mit bunten Ziegeln verziertes Dach,

ist das Postkartenmotiv schlechthin. Die Ziegel

bilden das Stadtwappen, mit seinen drei Türmen,

und das Landeswappen. In der Oberstadt

befindet sich auch das Museum of Broken Relationships.

Auch wenn die Museen in Zagreb

zahlreich sind, ist dieses doch ein Highlight. Im

einzigen Museum seiner Art bestehen die Ausstellungsstücke

ausschließlich aus Dingen, die

Menschen eingesandt haben und die sie an verflossene

Liebschaften erinnern. Vom kitschigen

Kuscheltier, übers Hochzeitskleid, bis hin zur

Axt, mit der die Möbelstücke der Ex zerkleinert

wurden, ist hier alles zu finden. Die teils komischen,

tragischen und absurden Geschichten der

Verlassenen lassen einen so schnell nicht mehr

los. Auf jeden Fall sollte man sich im Museumsshop

ein Souvenir mitnehmen und sich im dazugehörenden

Café aufwärmen.

Vom Museum aus kommt man zum Lotrščak

Turm, von dem jeden Tag um Punkt 12 Uhr

ein Kanonenschuss abgefeuert wird. Eine Aussichtsplattform

bietet eine wunderbare Aussicht

auf die Dächer der Stadt.


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10 | Kultur

Über die Zahnradbahn

oder die Strossmayerovo

Šetalište, einen kleinen

Spazierweg, gelangt man

wieder in die Unterstadt

und zum Ban Jelačić Platz

zurück. Auf dem großen

Marktplatz (Dolac) ganz

in der Nähe kann man

sich mit Obst und Gemüse

fürs Abendessen eindecken,

bevor es losgeht

zum Shopping. Die Ilica, die nicht nur die längste

Straße der Stadt, sondern sogar die längste

des Landes ist, ist ein wahres Einkaufsparadies.

Große Bekleidungsketten und kleine Boutiquen

reihen sich aneinander und in den raffinierten

Dekoläden findet bestimmt jeder einen kleinen

Schatz. Und selbst wenn nicht, macht auch allein

das Stöbern großen Spaß.

Bevor man sich ins Zagreber Nachtleben stürzt

sollte man sich auf alle Fälle noch eine Stärkung

genehmigen. Das Restaurant Pivnica Medvedgrad

auf der Ilica braut fünf eigene Biersorten

und serviert typische Kroatische Spezialitäten.

Belgrad - Osteuropas Partymetropole

Wenn man junge Westeuropäer

fragt, wo es ihrer Meinung nach

die besten Partys gibt, wird man

immer in der Regel die immer

selben Antworten bekommen: Amsterdam,

Berlin, Ibiza, bzw. bei einem entsprechenden

anderen Geschmack Mallorca und Goldstrand

oder bei den etwas jüngeren noch Lloret und

Calella. Aber eine Antwort wird man so gut wie

nie hören: Belgrad. Dabei wurde die serbische

Hauptstadt unlängst vom Reiseführer Lonely

Planet zu den Top Ten der weltweiten Party

Hotspots gezählt. Aber gerade in Deutschland

denkt man bei Serbien eher an Milosevic und

die Jugoslawienkriege als an ein mögliches Ziel

eines Städtetrips. Dabei hat Belgrad einiges zu

Die Nachtschwärmer begeben

sich dann auf die Tkalčićeva.

Die Straße verwandelt sich

abends in eine einzige Party.

Im History Club gibt es die

beste Musik.

Wer nach einer durchtanzten

Nacht noch kann und etwas

mehr Zeit mitgebracht hat,

sollte sich auch die Sehenswürdigkeiten

rund um Zagreb

nicht entgehen lassen. Die Stadt Krapina, etwa

50 Kilometer entfernt von Zagreb, ist Fundstelle

fossiler Knochen und Werkzeuge der Neandertaler.

Im erst vor wenigen Jahren eröffneten

Neandertaler-Museum wird einem die Lebensweise

und Evolution der Steinzeitmenschen

anschaulich nähergebracht. Auf dem Rückweg

sollte man noch einen kleinen Abstecher in das

lauschige Städtchen Samobor machen und dort

unbedingt einen traditionellen Krempita Kuchen

probieren.

bieten.

von Lena Knezevic (lk)

Belgrad liegt an der Mündung der Save in die

Donau, worüber auch direkt die Festung von

Belgrad liegt, eine der schönsten Sehenswürdigkeit

der Stadt und gleichzeitig ihr Wahrzeichen

(welche an ihrem Rand gleichzeitig ein interessantes

Militärmuseum beherbergt, zu welchem

der Eintritt umgerechnet nicht einmal 1 Euro

kostet). Durch die strategisch günstige Lage an

Donau und Save war Belgrad bereits zu Römerzeiten

eine bedeutende Siedlung. Da Belgrad

durch alle Epochen und jeweilige Herrscher

hinweg eine bedeutende Stellung besaß, finden

sich hier auch entsprechende Bauwerke aus der

jeweiligen Zeit.


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©Katharine Wieland Müller/pixelio.de

So haben sich in einzelnen Stadtteilen auch

noch Bauwerke aus dem Mittelalter und der

türkischen Besatzungszeit erhalten. Neben der

Festung ist der Dom des Heiligen Sava die bedeutendste

Sehenswürdigkeit.

Aber nicht nur Sightseeingbegeisterte kommen

in Belgrad auf ihre Kosten, die Stadt bittet auch

eine Fülle an Einkaufsmöglichkeiten und Shoppingcentern.

Die bedeutendste Einkaufsstraße

ist dabei die Knez Mihailova, welche direkt auf

die Festung zuläuft. In deren Seitenstraßen liegen

wunderschöne Cafes und Restaurants, die

selbst mit ihrer Lage an der Hauptflaniermeile

für deutsche Verhältnisse äußerst günstig sind.

Wer am Abend etwas typisch serbisches Essen

und dabei eine entsprechende Live-Musik genießen

möchte geht am besten nach Skardarlja,

einem kleinen Künstlerviertel wenige Gehminuten

von der Knez Mihailova entfernt, wo es

viele landestypische Restaurants gibt.

Alle Fußballfans sollten sich während ihres Aufenthaltes

in Belgrad unbedingt informieren, ob

gerade ein Heimspiel von Partizan oder

Roter Stern ansteht. Die Atmosphäre in

diesen „Betonschüsseln“ mit den aufgeheizten

Fans ist einzigartig und mit den

modernen Stadien in Deutschland nicht

zu vergleichen. Fragt einfach direkt bei

der Touristeninformation am Ende der

Knez Mihailova (von der Festung aus gesehen)

nach. Dort wird zwar in der Regel

kein Deutsch gesprochen, aber zumindest

Englisch. Wie man überhaupt sagen

kann, dass in der Regel,


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12 | Kultur

zumindest die Jüngeren, jeder in Belgrad relativ

gut englisch kann. Gerade wenn man noch

nach einem Tipp für das passende Restaurant

braucht, kann man jederzeit einen der Einheimischen

fragen.

Clubs ist dabei das Freestyler am Ufer der Save

in der Nähe der alten Sava Brücke. Aber auch

beim Nachtleben gilt, fragt am besten die jüngeren

Einheimischen oder eure Gastgeber/Vermieter.

Überhaupt ist das Nachtleben Belgrads so etwas

wie ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu

den anderen südosteuropäischen Städten. Gerade

im Sommer kann man hier auf den schwimmenden

Discos am Ufer der beiden Flüsse die

Nächte durchfeiern. Einer der bekanntesten

Bratislava - Die kleine Hauptstadt

Von den in diesem Heft vorgestellten

südosteuropäischen Hauptstädten

ist Bratislava die vermutlich unterschätzteste

touristische Destination.

Denn mit gut 400.000 Einwohnern ist sie die

mit Abstand kleinste Stadt. Aber gerade das ist

es, was sie unter anderem

so faszinierend macht.

Wenn man in der Altstadt

umher schlendert,

erblickt man in fast jeder

Straße die Flagge eines

anderen Staates bzw. dessen

diplomatische Vertretung.

Diese Zeichen einer Hauptstadt stehen

im Kontrast zu der relativ übersichtlichen und

dadurch gleichzeitig gemütlichen Altstadt Bratislavas.

Die meisten dieser Vertretungen im

Stadtzentrum sind in kleinen barocken Palais

untergebracht, einem der Charakteristika der

slowakischen Hauptstadt. Ein weiteres Merkmal

der Altstadt sind die vielen Kneipen und Pubs,

die allerdings teilweiße erkennbar auf englische

Touristen ausgerichtet sind, nichtsdestotrotz

aber der perfekte Start in ein kleines aber feines

Nachtleben sind bzw. in denen man auch durchaus

die ganze Nacht verbringen kann.

Egal ob ihr mit euren Freunden den nächsten

Partyurlaub oder mit eurem Partner einen gemütlichen

Städtetrip plant, Belgrad sollte in euren

Überlegungen nicht fehlen.

von Patrick Müller (pm)

ist der Martinsdom geschichtlich interessant.

In diesem am Rande der Altstadt gelegen Sakralbau

wurden im 16. und 17. Jahrhundert, zur

Zeit der Habsburger, die Könige Ungarns gekrönt.

Aus dieser österreich-ungarischen Zeit

stammen neben dem deutschen Namen Pressburg

auch viele deutschsprachige

Überbleibsel in der Stadt.

Das sichtbarste Wahrzeichen

der Stadt ist ihre Burg, welche

über der Altstadt thront und

neben welcher der Nationalrat

der Slowakischen Republik

beheimatet ist. Direkt daneben

befindet sich die Residenz des

deutschen Botschafters.

Besonders geeignet für einen kleinen Städtetrip

ist die Vorweihnachtszeit, wenn auf dem Hauptplatz

ein schöner Weihnachtsmarkt stattfindet,

auf dem es Glühwein und slowakische Spezialitäten

gibt. Speziell von Passau aus gesehen ist es

mit gut 3 Autostunden ein Katzensprung nach

Bratislava und ein Ausflug lohnt sich schon für

ein oder zwei Übernachtungen. Trotz der Nähe

zu Wien, welches lediglich 55 Kilometer entfernt

liegt, sind dabei auch die Kosten in der

Stadt überschaubar.

©Wolfgang Dirscherl/pixelio.de

Neben den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

von Patrick Müller (pm)


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Freizeit & Leben | 13

Kurzanleitung Schafkopf

Der folgende Text ist eine Kurzanleitung für das Kartenspiel Schafkopf, der die

Grundlagen dieses Spiels vermittelt.

Allgemeines

Schafkopf ist ein in Bayern weit verbreitetes

Kartenspiel. Dabei werden

alle Karten zu Anfang an die Spieler ausgeteilt,

welche diese dann reihum wieder legen. Wer

die höchste Karte legt, gewinnt den Stich und

legt die Karten neben sich auf einen Stapel. Es

eine beliebige Karte spielen. Ein Trumpf sticht

dabei jede Karte und kann nur von einem höheren

Trumpf gestochen werden.

Kartenwertigkeit

Ober und Unter sind die höchsten Karten im

Spiel. Sie sind immer Trumpf. Die Reihenfolge

muss immer zugegeben werden: hat ein Spieler

etwa eine Blatt-Sau gelegt, so müssen alle anderen

auch eine Blattkarte spielen, wenn sie denn

eine haben. Ist Trumpf zuerst gelegt, so muss

Trumpf zugegeben werden. Ist ein Spieler von

der gelegten Farbe oder Trumpf frei, so kann er

ist Eichel, Blatt, Herz, Schellen (Bild unten: Die

Reihenfolge der Trümpfe von rechts nach links

in ihrer Schlagfolge). Bei den Farben ist die Sau

das höchste Blatt, dann die Zehn, König, Neun,

Acht und Sieben (Bild mitte).


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14 | Freizeit & Leben

In der Endabrechnung entspricht jedoch die

„Schlagkraft“ der Karten nicht ihrem Zählwert:

Eine Sau bringt elf Punkte, eine 10 bringt Zehn

Punkte, ein König bringt vier Punkte, ein Ober

will. Der Spieler, der die Sau auf der Hand hat,

ist sein Mitspieler. Der Rufer kann allerdings

nur Sauen rufen, die er nicht selber auf der

Hand hat, und deren Farbe er hat. Die Herzsau

drei Punkte und ein Unter zwei. Sieben, acht

und neun sind dagegen wertlos.

Vor dem Spiel

kann nicht gerufen werden, da diese ja Trumpf

ist (Bild oben: Eine Rufspielhand, bei der es sich

anbietet, auf „die Alte“ zu spielen).

Der Gerufene darf nicht preisgeben, dass er

auch Spieler ist. Wird jedoch die Farbe der gerufenen

sau gespielt, d.h. Die Sau gesucht, muss

er diese ausspielen, auch wenn er noch andere

Karten dieser Farbe hat. Dadurch wird offenbart,

wer mit wem spielt.

Als Nichtspieler ist es daher ratsam, so früh wie

Die Karten werden Reihum ausgegeben, wobei

jeder 2x Vier Karten erhält. Der Spieler links

des Gebers darf als erster ansagen, ob und was

er spielen will. Verneint er, so wird der nächste

Spieler gefragt. Wollen mehrere Personen spielen,

so geht Solo vor Rufspiel, ansonsten spielt

immer der, der näher am Geber sitzt. Der Spieler

links vom Geber darf immer die erste Karte

spielen.

Das Rufspiel

Das Rufspiel ist die häufigste Spielart beim

Schafkopfen. Dabei Spielen zwei Spieler gegen

zwei Nichtspieler. Die Trumpffarbe ist hier immer

Herz, zusammen mit den Obern und Untern.

Ein Spieler sagt an, welche Sau er rufen

möglich die Rufsau zu suchen, um Klarheit in

das Spiel zu bringen. Zudem kann man darauf

hoffen, dass der andere Nichtspieler die Farbe

nicht hat und mit einem Trumpf den Stich gewinnt.

Als Spieler sollte man dagegen Trumpf

spielen.

Das Solo

Beim Solo ist nur eine Person Spieler, es geht

also drei gegen einen. Der Spieler sagt eine Farbe

an, mit der er spielen will. Diese ist dann


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16 | Freizeit & Leben

– wie im Rufspiel die Farbe Herz – Trumpf.

Dabei kann er alle vier Farben, auch Herz, wählen.

Ober und Unter bleiben natürlich weiterhin

Trumpf (Seite 14, Bild unten: Eine gute Grün-

Solo-Hand mit drei Laufenden).

Will man ein Solo spielen, so sollte man darauf

jedoch kein Trumpf mehr und reihen sich als

Farbkarten hinter dem jeweiligen König ein

(Bild oben: Die Reinfolge der Wertigkeiten beim

Wenz: Nur die vier Unter sind Trumpf, der Ober

reiht sich ein (hier exemplarisch bei Blatt)).

achten, mindestens von einer Farbe frei zu sein

und von einer anderen Farbe mehrere Karten

auf der Hand zu haben, welche von Obern und

Untern gestützt wird. Alternativ gehen natürlich

auch mehrere Sauen.

Der Wenz

Will man einen Wenz spielen, sollte man vor allem

darauf achten, viele Sauen auf der Hand

zu haben oder eine Farbe laufend, um runterspielen

zu können. Da es nur vier Trümpfe gibt,

riskiert man sonst, die Initiative zu verlieren und

damit das Spiel (Bild unten: Eine gute Hand, um

einen Wenz zu spielen.).

von Johannes de Visser (jdv)

Der Wenz ist eine Abwandlung des Solo. Es

spielt ebenfalls nur eine Person, die Ober sind

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Freizeit & Leben | 17

Wiesn contra

Wasen

Münchner Wiesn contra Cannstatter Wasen - Die beiden größten Volksfeste der

Welt im Vergleich

Auch wenn bei Erscheinen dieses

Heftes die beiden Volksfeste bereits

zu Ende gegangen sind, wollen wir

euch hier mal einen Überblick über

beide Feste geben. Denn wie heißt es so schön:

nach der Wiesn ist vor der Wiesn. Gerade der

Cannstatter bzw. Stuttgarter Wasen ist dabei

den meisten Deutschen außerhalb Baden-Württembergs

gar nicht so bekannt, da er nach dem

Münchner Oktoberfest eben nur die Nummer

zwei der deutschen Volksfeste ist. Und der zweite

ist ja, gerade in Bezug auf die überregionale

mediale Aufmerksamkeit, oftmals der erste Verlierer.

Grund genug für uns, uns die beiden Feste

für euch mal genauer anzuschauen.

Die Tradition

München: Das Oktoberfest gibt es inzwischen

seit über 200 Jahren. Erstmals veranstaltet wurde

es 1810 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz

Ludwig und Prinzesin Theresa. Zu Anfang

handelte es sich dabei allerdings lediglich um ein

großes Pferderennen, welches dann von Jahr zu

Jahr größer wurde und zu einem Volksfest heranwuchs.

Den ersten großen Bierverkauf gab es

dabei erst 1880, die ersten großen Bierzelte ab

1896. Stand 2013 kann das Oktoberfest demnach

auf eine 203 jährige Geschichte zurückblicken.

Stuttgart: Das Cannstatter Volksfest wurde

erstmals 1818 gefeiert. Die Initiative dazu ging

1817 vom württembergischen König Wilhelm I.

aus. Genau wie beim Münchner Pendant handelte

es sich zu Beginn nicht um ein klassisches

Volksfest im heutigen Sinne sondern um ein

landwirtschaftliches Fest mit Pferderennen und

Preisverleihungen für herausragende Leistungen

in der Viehzucht. Im Gegensatz zu München

wurde dies aber von Anfang an in Zusammenhang

mit einem allgemeinen Volksfest abgehalten.

Den heutigen Charakter mit den Bierzelten

in Haupt- und Nebenstraßen gab es auf dem

Wasen erstmals 1860, wobei es sich dabei noch

nicht um Zelte sondern um „Buden“ handelte.

Das Festgelände

München: Das Oktoberfest findet auf der Theresienwiese

statt, einer Freifläche in der Münchner

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt statt. Diese

hat eine Fläche von 42 Hektar. Daher leitet sich

auch der umgangssprachliche Namen für das

Volksfest ab: die Wiesn.

Stuttgart: Das Cannstatter Volksfest findet ebenfalls

auf einer solchen städtischen Freifläche


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| Freizeit & Leben

im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt

statt, dem sogenannten

Cannstatter Wasen, von dem sich

auch die umgangssprachliche Bezeichnung

ableitet. Dieser hat eine

Fläche von 35 Hektar.

Das Publikum

München: In Bezug auf die Besucherzahlen

ist das Oktoberfest

die unangefochtene Nummer 1

aller Volksfeste dieser Welt. Auch

dieses Jahr werden wieder ca. 6,5 Millionen Besucher

auf der Wiesn gezählt werden. Diese

kommen dabei nicht nur aus ganz Deutschland

sondern aus der ganzen Welt. Jeder kennt inzwischen

das berüchtigte „Italienerwochenende“ in

der Wiesn-Mitte und auch sonst kommen viele

Besucher aus den USA, Japan oder Australien.

Viele ausländische Reiseveranstalter bieten hierzu

extra Pauschalreisen mit reservierten Tischen

an.

Stuttgart: Im Vergleich zu München ist das

Cannstatter Publikum ein eher regionales. Die

meisten Besucher kommen aus Württemberg

oder Baden. Es kommen zwar auch größere

Gruppen aus den benachbarten Bundesländern

und dem Ausland, aber bei weitem nicht in der

Relation wie dies in München der Fall ist. Insgesamt

besuchen im Schnitt ca. 4 Millionen Besucher

den Wasen.

Das Fazit

Man muss nicht lange drum herum reden, in

Bezug auf die absoluten Zahlen ist das Oktoberfest

einfach um ca. ein Drittel größer als der

Wasen. Preislich ist es in Stuttgart zwar noch etwas

günstiger, aber ob ich am Ende 9,20 Euro

oder 9,40 Euro für eine Maß bezahle ist in

Verbindung mit dem fälligen Trinkgeld für die

Bedienung auch egal. Auch bezüglich der Internationalität

kann der Wasen mit der Wiesn nicht

mithalten.

Allerdings sind gerade die nicht vorhandene

Internationalität und der im Vergleich zu

München übersichtlichere Rahmen die großen

Stärken des Cannstatter Volksfestes. Währen

es auf dem Oktoberfest inzwischen leider zum

gängigen Bild in den Festzelten gehört, dass

Reisegruppen aus dem Ausland dem starken,

ungewohnten Festbier im Laufe des Abends

auf unerfreuliche Weise Tribut zollen müssen,

ist dies in Stuttgart doch seltener der Fall. Auch

beschleicht einem in den großen, bis zu 8.000

Menschen fassenden Bierhallen auf dem Oktoberfest

manchmal das ungute Gefühl, schlichtweg

Teil einer Massenabfertigung zu sein.

Wahrscheinlich ist aber auch, dass ein Vergleich

abseits der Zahlen gar nicht möglich ist, denn

für den Bayer wird immer die Wiesn am schönsten

sein und der Schwabe wird nichts auf seinen

Wasen kommen lassen. Da das Oktoberfest

immer eine Woche vor dem Wasen beginnt, hat

aber jeder innerhalb der insgesamt drei Festwochen

die Gelegenheit, sich nächstes Jahr

auf beiden Volksfesten die Bierzelte von innen

anzuschauen. Glücklicherweise finden ja beide

noch innerhalb der Semesterferien statt.

von Patrick Müller (pm)

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