oktober 2011 - Herzlich Willkommen bei Quadrat

quadratgoslar.de

oktober 2011 - Herzlich Willkommen bei Quadrat

10

2011

DIE PFLEGEPROFIS – PFLEGE MIT HERZ UND HAND

MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ � KOSTENLOS � OKTOBER 2011

GOSLAR/BAD HARZBURG AKTUELL � KULTUR � KUNST � PORTRÄT

SENIOREN � REISE � LANDKREIS � EMPFEHLUNGEN


Bühne frei für Miller

05. Oktober, 19.00 Uhr

Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull,

mit Wolfgang Grindemann

15. Oktober, 19.00 Uhr

Glenn Miller Orchestra

www.odeon-theater.de - Telefon: 05321-319840


FOTOLIA.COM © JAVARMAN; PIXELIO.DE © MAGICPEN

ALLGEMEINE BESONDERHEITEN OKTOBER 2011

Pilzbefall

Der Herbst ist eine Jahreszeit, die uns alljährlich mit ei-

nem ungleich hohen Aufkommen an notwendigen Ver-

richtungen in Garten und Natur überrascht. Da ich mich

seit dem Sommer endlich eines eigenen Schrebergärtchens

erfreue, ereilen auch mich die daraus folgenden

grünen beziehungsweise braunen Verpflichtungen − beispielsweise

das allseits beliebte Laubharken und das

Entfernen abgestorbenen Astwerks. Daraus folgt natürlich

auch die ordnungsgemäße Entsorgung. Zu Beginn

begleitet mich frohe Begeisterung bei dieser Aufgabe,

schließlich bin ich noch anfangsmotiviert und will im

nchsten Frühling richtig durchstarten und meine Aussaat

von diesem Jahr in üppigster Pracht genießen. Beim

durchschreiten meines Grünstreifens macht sich jedoch

zunehmendes Entsetzen breit: Pilzbefall am Pflaumenbäumchen!

Das bedeutet arbeitsintensive Sonderbehandlungen.

Ich komme ins Schwitzen.

Apropos Pilzbefall: Dieser gehört andererseits zu den er-

sehnten Freuden der dritten Jahreszeit, zumindest, wenn

es sich um jene Vertreter handelt, die in Bodennähe

sprießen. Da nun direkt hinter der Gartenkolonie ein klei-

nes Mischwäldchen liegt, fasste ich ein entspanntes Erproben

meiner Trüffelschwein-Gene ins Auge. Doch mit

der Entspannung ist das so eine Sache, denn beim Eintreffen

im grünen Paradies schallt mir bereits das laute

Gezeter meiner Nachbarn entgegen. Der Nörgulator beschuldigt

lautstark seine Penetranzia, das neue Profiwerkzeug

verschlampt zu haben, sein Pilzmesser, jüngst

bestellt im Herbstkatalog für Hobby-Mykologen. Mit

Schaum vor dem Mund röhrt er mir und seiner Umwelt

die einzigartigen Vorzüge dieser Wunderwaffe entgegen:

echtes Sandvikstahl in der krummnasigen Klinge, ergonomisch

geformter Rosenholzgriff mit Messskala und

ausfahrbarer Reinigungsbürste aus echten Wildschweinborsten.

So etwas könne man doch nicht einfach mal so

spitzmarke kolumne�� quadrat 10 / 2011 303

verlegen, das sei schweineteuer gewesen. Er hätte doch

nur einen Hof zu verfressen und ob sie glaube, das Geld

wachse auf Bäumen.

Ich nehme amüsiert auf einer Gartenbank Platz, sozusa-

gen auf meiner privaten Outdoor-Kampfarena, denn jetzt

setzt die Nörgula zum Gegenangriff an und schüttet ihrerseits

Fachvokabular auf dem Gatten aus. Er gebärde

sich giftig wie ein echter Satansröhrling und sie habe mit

dem Verschwinden seiner Neuanschaffung nichts zu tun.

Der äußerst sportliche eheliche Rosenkrieg geht Runde

um Runde weiter. Ich blättere nebenbei in meinem Bestimmungsbuch

für Speisepilze und entdecke da tierische

Protagonisten wie Kuhmaul, Ziegenlippe und

Schweinsohr. Eine Beschreibung, die irgendwie zu den

nachbarschaftlichen Kampfhähnen zu passen scheint.

Auch menschliche Beine können in gewisser Weise wie

Pilzstiele aussehen: graubraun genattert und in der Basis

leicht keulig. Meine Nachbarn benehmen sich derweil

wie schiefknollige und spitzbuckelige Rauhköpfe − in

reinstem Pilzdeutsch ausgedrückt.

Auf meiner späteren Pilzsafari treffe ich zunächst auf

den harmlosen Rotfuß-Röhrling, den ich spontan als

Gastgeschenk für die Nörgulatoren in mein Sammelkörbchen

lege. Vielleicht finde ich als Mitbringsel ja auch

noch ein paar Trompetenpfifferlinge – als kleine Anspielung

auf die lautstarke Morgenunterhaltung.

In diesem Sinne, genießen Sie das Leben und bleiben

Sie versonnen!


145 Jahre Belvedere

Das „Belvedere am Burgberg“

in Bad Harzburg ist ein Alterswohnsitz

für Senioren

von heute, die ihr Leben genießen

und die Vorteile unseres Hauses gezielt

nutzen möchten. Es lohnt sich,

die Appartements in unterschiedlicher

Größe einmal anzusehen.

In herrlicher Lage am Fuße des

Burgberges bieten die Wohnungen

individuelle Möglichkeiten, z. B. die

Einrichtung mit eigenen Möbeln.

Kleine Einbauküchen und komfortable

Sanitäreinrichtungen erlauben

dazu Unabhängigkeit und

Selbstständigkeit.

In den vergangenen Jahren war

rund um das Haus mehrmals umfangreich

gebaut worden. Ein Neubau

Richtung Norden entstand, der

Altbau wurde um eine Etage aufge-

stockt und ebenfalls um einen Anbau

erweitert. Dadurch bekam das

Belvedere mit seinen vielen modernen

Wohneinheiten ein neues,

freundliches Gesicht. Nun wurden

noch die 40 im Altbau verbliebenen

Appartements den aktuellen Ansprüchen

an Wohnkomfort angeglichen

und komplett modernisiert.

Der Charme des alten Hauses wurde

hierbei aber berücksichtigt, d.h.,

die Jugendstil- und Gründerzeitelemente

des Hauses blieben weitgehend

erhalten. Im Zuge der Umbauarbeiten

entstand ferner eine

beschützte Abteilung für an

Demenz erkrankte Bewohner.

Besuchen Sie uns! Das Belvedere

Team freut sich auf Sie!

Bestnote Bestnote Bestnote Bestnote

1,2 1,2

Bewertung Bewertung der der

Pflegekassen

Pflegekassen

Pflegek Pflegek

Spiel und Spaß ist auch unser Motto

Im Belvedere finden Sie ein stilvolles Zuhause

und werden liebevoll umsorgt. Genießen Sie

den Charme der Jahrhundertwende und jeden

erdenklichen Komfort.

Unsere Leistungen:

Vollstationäre Pflege

Kurzzeitpflege

Probewohnen

Krankenhaus-Nachsorge

Café

Geschützter Wohn bereich

für Bewohner mit

dementieller Erkrankung

Informationsbüro

in der Herzog-Wilhelm-

Straße 94

Vorträge im Café Belvedere:

04.10.2011, 17:30 Uhr im Café: Vortrag Frau Dr. Herbeck,

„Prävention bei Osteoporose“

05.10.2011, 16:00 Uhr im Café: Eröffnung der Kurzzeit-

pflegestation, Vortrag Abwicklung Kurzzeitpflege,

Detlef Mitzinneck

27.10.2011, 10:00 Uhr im Café: Vorstellung des neuen

Versorgungszweiges „Palliativ-Care“

11.11.11, 16:00 Uhr im Café: Vortrag Dr. Krause, Blanken-

burg, „145 Jahre Belvedere, Hypnose nach Dr. Strünckmann“

Zur Zeit Fotoausstellung „145 Jahre Belvedere“ –

vom Sanatorium bis zur Seniorenresidenz

Herzog-Julius-Straße 93 · 38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 7810


INHALTSVERZEICHNIS

QUADRAT NR. 10 / 2011 � AUSGABE OKTOBER 2011

AKTUELL

Kurz angetippt 14

INSTITUTIONEN

Pflegeprofis 10

THW 34

Goslarer Kinos 32

SPORT

Parkour 20

KULTUR

Beroun 22

Magischer Harz 24

Italienische Woche 37

Kulturkurzmeldungen 40

Kulturclub 44

Kaiserring 46

10

2011

DIE PFLEGEPROFIS – PFLEGE MIT HERZ UND HAND

MAGAZIN FÜR DAS LEBEN IM HARZ � KOSTENLOS � OKTOBER 2011

GOSLAR/BAD HARZBURG AKTUELL � KULTUR � KUNST � PORTRÄT

SENIOREN � REISE � LANDKREIS � EMPFEHLUNGEN

PROFILE

Platz genommen 28

Profile 42

STANDARDS

Kolumne 03

Die vergangenen zwei Monate

in 8 Minuten 06

Splitter 08

Musikalische

Neuerscheinungen 36

reingehört 38

Angelesen 39

VIP 48

Marunde 51

Schon was vor? 52

Impressum 54

DIE PFLEGEPROFIS – PFLEGE MIT HERZ UND

HAND - FOTO: BERND SCHUBERT

Design-Brille

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Tel.: (0 53 22) 28 61


06 6 quadrat 10 / 2011 � zurück geblickt

15. AUGUST

Zwölf Jahre alt ist der sympathische Bengel, der

im Bündheimer Schloss als Pianist die Zuhörer zu

Begeisterungsstürmen hinreißt. Daniel Charitonov

heißt der Teenager, der bereits zur Weltelite zählt

und sein Können im Rahmen des Goslarschen Musikfestes

darbietet.

16. AUGUST

Dr. Christian Eberl wird aktuell von drei Parteien

als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters

in Goslar getragen. Auf seine Bewerbung um einen

Sitz im Kreistag von Northeim will er verzichten.

17. AUGUST

Tommy, die Erste: Das von Jugendlichen wieder

aufgenommene Rockmusical reißt das Premierenpublikum

im Odeon Theater Goslars von den Stühlen.

Eine dreiviertel Stunde lang Standing Ovations.

18. AUGUST

Auf katastrophale Regenfälle und ihre Folgen im

Jahr 2007 geht eine Investition zurück, deren letzter

Teil in Betrieb geht: Dreieinhalb Millionen Euro

kostet das Programm zum Hochwasserschutz, das

nun mit einem Regenrückhaltebecken entlang der

Bundesstraße 6 zwischen Gut Riechenberg und

Jerstedt vollendet ist.

19. AUGUST

Die Briefwahl-Unterlagen sind da. Nicht nur in Bad

Harzburg kann man jetzt im Rathaus wählen oder

sich die Formulare zusenden lassen.

20. AUGUST

Einschulung vieler Erstklässler. In einigen Schulen

findet der Tag des Schulbeginns am Sonnabend

DER AUGUST/SEPTEMBER

statt, damit auch berufstätige Eltern an dem für die

Kinder einmaligen und unvergesslichen Ereignis

teilhaben können.

21. AUGUST

Tommy, die Zweite: Der Himmel hat den innigsten

Wunsch des Bad Harzburger Kantors Karsten Krüger

erfüllt, sein Nachwuchs möge sich bitte nicht

einstellen, so lange er im Goslarer Odeon-Theater

als Dirigent des Musicals die Geburt nicht begleiten

könne. Die letzte Aufführung ist geschafft, das

Baby lässt auf sich warten.

22. AUGUST

Nachklapp zum Salz- und Lichterfest in Bad Harzburg.

Drei Tage lang mit bis zu 50 000 Besuchern

feiert die Stadt bei bestem Wetter, mit sieben Bühnen

und Musikangeboten für alle Generationen.

Tausende von Kerzen, Leuchten und Feuerwerk

sorgen für die besondere Atmosphäre.

23. AUGUST

Tommy, die Dritte: Rebecca heißt der schließlich

heiß ersehnte Nachwuchs von Olga und Karsten

Krüger. Der Kantor von Bad Harzburg war in Not

geraten, weil er als Dirigent des Musicals eine Niederkunft

während der Zeit der Aufführungen nicht

hätte begleiten können. Das Baby zeigt sich einsichtig

und ist, ebenso wie die Mutter, wohlauf.

24. AUGUST

Ein Autohaus in Goslars Industriegebiet Bassgeige

hat Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Gleichzeitig

betonen die Insolvenzverwalter, dass alles

so weitergehe wie bisher. Insbesondere seien Neukunden

herzlich willkommen. Den Verpflichtungen

aus Aufträgen an Dritte kann man wohl nicht nachkommen.

25. AUGUST

Zum Thema Ferienpass: Im Rückblick auf die Sommerferien

war es ein gutes Jahr, wenngleich die

Unsitte vieler Jugendlicher, sich anfangs das ganze

Programm zu sichern und dann doch nicht oder

nur vereinzelt teilzunehmen, immer noch ein Problem

darstellt.

26. AUGUST

Fremdenverkehrsabgabe und Kurbeiträge in Hahnenklee

müssen vermutlich erhöht werden, weil

ein für den Erlebnisberg Bocksberg unverzichtbares

Areal um einige hunderttausend Euro unter

Verkehrswert an den Investor verkauft wurde.

27. AUGUST

Sunrise Avenue, Simple Minds, Madcon, sie beherrschen

die Bühne auf der Bad Harzburger Rennbahn

und begeistern noch einmal einige tausend

Besucher mehr als im vorigen Jahr. Wer hätte jemals

gedacht, dass in Bad Harzburg einmal mehr

Stars@ndr2-Zuschauer auflaufen würden, als die

Stadt Einwohner hat.

28. AUGUST

Eine Bühne in Goslar ist umstritten: Über der Abzucht

am Museumsufer ist sie fest installiert und

einer Reihe wichtiger Menschen mit Kultur- und

Schönheitssinn ein Dorn im Auge.

29. AUGUST

Dass eine in Liebenburg geplante 20-Hektar-Voltaik-Anlage

aus Sachsen-Anhalt finanziert werden

soll – und dann natürlich auch ein Teil der daraus

resultierenden Steuern zu den östlichen Nachbarn

fließt – stößt allerdings beim Ortsbürgermeister

auf Ablehnung. Man sucht nach Lösungen mit Hilfe

hiesiger Banken.


30. AUGUST

Niederlage für das Mehrgenerationenhaus in Bad

Harzburg: Der Rat bemängelt fehlende Unterlagen.

Mehr als 100.000 Euro Fördergelder des Bundes

und des Landes gehen verloren.

31. AUGUST

Seit Anfang August gibt es reichlich Brandmeldungen

ohne Brand im Seniorenheim Stübchentalstraße

in Bad Harzburg. Die Feuerwehr erscheint

unverdrossen jedes Mal. Heute keine Fehlmeldung:

Es schmort wirklich.

01. SEPTEMBER

Der Stadtgarten Goslars wird nicht bebaut. Das

versichern Vertreter (fast) aller Parteien während

einer Bürgerversammlung. Auslöser der Diskussion

ist ein Vorschlag im Konzept des Stadtplaners

Professor Walter Ackers, Braunschweig, der die

Aufgabe hatte, neue Wohnungsbaugebiete vorzuschlagen.

02. SEPTEMBER

Vor dem Amtsgericht Goslar durch „ein bisschen

Bigamie“ belastet, bewirbt sich ein Bad Harzburger

um ein Ratsmandat. Seine Partei ordnet die

Angelegenheit als den Versuch ein, „den Ortsverein

kaputt zu machen“. Der Angeklagte hält Bigamie

für eine Lappalie.

03. SEPTEMBER

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann

begrüßt die Gäste zur Verleihung des Kulturpreises

Schlesien 2011 in der Kaiserpfalz und kocht

gemeinsam mit dem NDR-Moderator Michael Thürnau

und Marek Lapinski, Vizemarschall der Woiwodschaft

Niederschlesien, auf dem Schuhhof

schlesische Spezialitäten.

04. SEPTEMBER

Der wegen Bigamie verurteilte Bad Harzburger Bewerber

um ein Ratsmandat ist aus seiner Partei

ausgetreten. Die Bewerbung hält er aufrecht.

05. SEPTEMBER

Aufreger B 4-Brücke: Zwei qualmende gelbe Eimer

erregen die Aufmerksamkeit vorbeifahrender Autofahrer.

Man alarmiert die Polizei. Die Feuerwehr

schafft schweres Behältnis herbei, Chemikalienschutzanzüge,

das volle Programm zum Schutz

der Bevölkerung. Alarmierte Bauarbeiter klären

auf: Epoxydharz aus zwei Komponenten werde so

entlüftet. Aber ohne Aufsicht?

06. SEPTEMBER

Das gegen den ehemaligen Oberbürgermeister von

Goslar, Henning Binnewies, laufende restliche Disziplinarverfahren

ist eingestellt.

07. SEPTEMBER

Für das Pop-Oratorium „Die zehn Gebote“ sucht

die Goslarer Kantorin Pia-Cécile Kühne, Sankt Georg-Gemeinde

Jürgenohl, weiterhin Sängerinnen

und Sänger, die sich für eine Teilnahme verpflichten.

08. SEPTEMBER

Anlass: Woche der Diakonie. „Volle Pflegekraft voraus“

nennt Kabarettistin Ramona Schukraft alias

Altenpflegerin Sibylle ihr Programm im Großen

Saal des Amstorfhauses, Goslar. Die Goldene Bettpfanne

im Haus Sonnenuntergang, Gebissreinigung

im Geschirrspüler, Rollator-Rallye und viele

andere Skurilitäten gehören zum Programm.

09. SEPTEMBER

Der erweiterte Kurpark Bad Harzburgs bekommt

Gesicht. Mit einer Brücke über die Radau ist der

zurück geblickt � quadrat 10 / 2011 07

Anschluss an das ehemalige Krodobad-Gelände

hergestellt.

10. SEPTEMBER

Die Parteien bieten zu den Wahlen am Sonntag

noch einmal alle (Werbe-) Kräfte auf. Offensichtlich

hat noch niemand vom Dash-Effekt gehört.

Die Waschmittelfirma ließ einst dreimal nacheinander

den selben Spot in jeder Vorstellung aller

Hamburger Kinos zeigen. Die Umsätze fielen

schlagartig in den Keller.

11. SEPTEMBER

Erst wählen, dann auf den Trödelmarkt des Altstadtfestes.

Oder nur auf den Trödelmarkt und zu

anderen Angeboten. Allerdings: Mit geringer Wahlbeteiligung

öffnet man Extremen die Tür.

12. SEPTEMBER

Jubel und Katzenjammer liegen dicht beieinander.

In Goslar schwankt die Ursachen-Forschung zwischen

Mobbing-Verdacht und zögerlicher Abwahl-

Zustimmung.

13. SEPTEMBER

Dr. Christian Eberl, dreifach unterstützter und gescheiterter

Oberbürgermeister-Kandidat in Goslar,

hat es auch in Northeim nicht in den Kreistag geschafft.

14. SEPTEMBER

Der Nationalpark Harz ist nach wie vor das

schönste Naturwunder Deutschlands. Die Heinz-

Sielmann-Stiftung bestätigt das Ergebnis einer Internet-Abstimmung,

bei der ein klarer Vorsprung

vor dem Zweitplazierten, dem Nationalpark Bayrischer

Wald, ermittelt wurde. (tg)


08

quadrat 10 / 2011 � splitter

Die Alten und die Kirche

Wenn der alte und neue Bürgermeister Bad Harzburgs bei Wahlvorgängen

auf seinem Rundgang durch die Wahllokale auf jemanden trifft, der etwa

für Infratest die Prognose vorbereitet, erlaubt er sich gern einmal die Bemerkung

„Na, geht es gut? Wahrscheinlich wissen Sie nicht, dass Sie sich

hier im Wahlkreis mit der landesweit höchsten Quote über 85-Jähriger befinden“.

Doch, es geht gut: Das Wahllokal liegt mitten in der Altstadt, nahe

dem Wohnort dieser Wähler.

Das lässt sich vom Arbeitsplatz des Seniorenbeauftragten der Lutherkirche

nicht sagen. Den hat die Kirchenleitung nach unserer Beobachtung aus sei-

nem schmucken Büro im Haus der Kirche, direkt neben seiner Wohnung

gelegen, nach Harlingerode in die Meinigstraße verklappt, von wo aus der

arme Diakon die Geschicke seines Amtes – vornehmlich Aktivitäten im Haus

der (Luther-)Kirche – organisieren soll. Und den bis zum letzten Atemzug

noch Kirchensteuer zahlenden Senioren geht es auch nicht gut: Auf dem

Landweg mit dem Rollator ist man einige Stunden unterwegs – mit Aussicht

auf Verschlimmerung. Kurz: Die Adresse ist alles andere als dem Wohnort

der meisten älteren Erwachsenen und jungen Alten nahe.

Diese Beobachtungen sind ganz gewiss ungerecht und unwahr, aus der fal-

schen Perspektive und ohne Berücksichtigung der Fakten. Die Leitung wur-

de nicht gefragt – was soll sie schon sagen, außer, dass diese Änderung der

Verhältnisse wichtig und notwendig sei? Und der arme Diakon sagt dazu

kein Wort. So bitten wir die Leser um Nachsicht für einen journalistisch

ungesicherten Splitter. •

Recherchiert

von tv und ck

Unendliche Verschönerung

und chaotische Fahrer

Die Verschönerung der B 4-Brücke fühlt sich immer mehr wie eine unendliche

Geschichte an, die sich noch dazu mit chaotischen Begebenheiten

füllt.

Ein Laster zum Beispiel steht quer vor der B 4- Brücke in Höhe des Friedhofes.

Der Anhänger versperrt satt vier Fahrbahnen, während sich das Führerhaus

in den Graben kuschelt. Wahrscheinlich ereilte den Brummifahrer

angesichts der arg verschlankten Fahrbahn die vermeintliche Erkenntnis,

er könne dort nicht hindurchpassen. Durchgepasst hätte er schon, doch

wenden passte gar nicht.

Drei Uhr am Nachmittag, und es geht nichts mehr. Autos kommen zwar

noch ganz knapp um den Querschläger herum, Lasterkollegen nicht. Was

folgt, ist Chaos pur. Auf der Brücke selbst beginnt man, an den mentalen

Fähigkeiten aller Fahrer zu zweifeln. Autos vollführen wilde Wendemanöver

und Baustellenarbeiter hechten vor ihnen in Sicherheit. Lasterlenker fahren

die Abfahrt ignorierend auf die baustellenbewehrte Brücke, obwohl sie

schon von Weitem sehen können, da steht ein Kollege quer. Warum? Man

parkt sein Ungetüm auf der 2,90 Meter engen Fahrbahn, wo es keiner wegnehmen

kann, steigt aus und geht dann mal gaanz laangsam zum Ursachengebiet

des Chaos, um zu gucken, was da so passiert. Könnte ja spannend

sein.

Auf der Brücke raufen sich derweil Polizisten die Haare, die nach Kräften

versuchen, das Chaos zu entwirren. Dazu müsste die Reihe von Lastern auf

der Brücke Stückchen für Stückchen zurück und in die Abfahrt geschleust

werden. Geht aber nicht. Die Brummis sind ja fahrerlos, weil ihre Jockeys

alle Unfall gucken.

Auf der anderen Seite des das Chaos verursachenden Lasters stauen sich

die LKW auch. Ein emsiges Vor und Zurück, begleitet von einem lustigen

Hupkonzert beginnt und die B4 sieht aus wie die Arena eines Autoscooters.

Alles kreiselt herum und niemand fährt mehr auf seiner Fahrbahn in die

richtige Richtung, aber alles fährt irgendwo hin. Und dazwischen heftig wedelnde

und wutschnaubende Polizisten.

Tja – Anarchie liegt wohl in der menschlichen Natur. Bei kleinsten Abwei-

chungen des Alltags, etwa wenn sich das geliebte Auto nicht mehr vorwärts

bewegt, bricht sie unweigerlich aus. •


Tim und die Gräfin 3

„Stell dir vor“, sinniert Tim mit sich, „du wünschst dir ein Häuschen mit Garten...

dein Grundstück liegt, sagen wir mal, inmitten eines Gebietes, das du nicht betreten

darfst, oder doch, betreten schon, aber nicht befahren. Das ist verboten,

weil die Allgemeinheit es einmal so beschlossen hat und sie hat auch die Gesetze

genau so beschlossen“.

Tim wagt nicht, weiter zu denken. Die Gräfin nämlich hat so ein Häuschen mit

Garten gekauft, inmitten eines für Kraftfahrzeuge verbotenen Gebietes. Eine Aus-

nahmegenehmigung haben natürlich der Besitzer und der Verwalter. Und, man

ahnt es kaum: die Gräfin. Es geht die Sage, dass ein mächtiger Mann, sagen wir

mal, der Chef von dem Verwalter, Mitleid mit der Gräfin hatte, als er sie sich mühen

sah mit all den Wasser- und anderen Flaschen, zu Fuß den Hügel erklimmend,

eine Gräfin zu Fuß. Das geht doch gar nicht.

Da soll, so geht die Sage, dieser mächtige Mann gesagt haben: „Du, Gräfin, sollst

fürderhin dein Getränk und die Speisen und was der Mensch sonst an Mitteln

zum Leben braucht, mit deinem motorisierten Gefährt zu deinem Haus bringen

dürfen. Hier ist deine Ausnahmegenehmigung“. So weit, so gut. Und so brettert

die Gräfin, wie die Nachbarn berichten, meist mehrfach am Tag den vom Verwalter

für die Gräfin aufgeschütteten Weg hin und her, weithin geräuschvoll mit Geländereifen

auf Basaltschotter verkündend: Hört her, Eure Gräfin.

Das alles, sagen die Nachbarn, geht uns nichts an. Aber Tim als Gelegenheitsgast

fragt zunächst sich, wie all die Fahrzeuge zum Haus der Gräfin gekommen sind,

als sie eine offizielle Einladung zur Eröffnung einer Großveranstaltung nicht wahrnehmen

konnte, weil sie nicht eingeladen war und darauf hin kurzfristig eine Party

mit Schicksalsgenossen organisierte. Einer der Teilnehmer, gefragt, woher er

denn die Ausnahmegenehmigung habe, meinte indigniert ob der Frechheit dieser

Frage: „Na, von der Gräfin natürlich“. Daraus lernt Tim und hoffentlich auch der

Chef des Verwalters, dass der kleine Finger, den man einer Gräfin überlässt, meist

den Verlust des Ellenbogens bedeutet. Es sind nämlich nicht nur die Partygäste.

Zu den Nutzern dieser Sorte Sondergenehmigungen gehören Freunde, die Freunde

von Freunden, Steuerberater, Autoverkäufer, Versicherungsvertreter, Handwerker,

Lieferanten aller Art und massenhaft nicht identifizierbare Personen, wobei

man für Post- und Paketboten noch das höchste Verständnis hätte, aber die

gehen zu Fuß.

Tim überlegt jetzt, ob das alles wahr sein kann. •

9

und

Malschule

Susanne Rosacker Roo

osacke osacker

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10 quadrat 09 / 2011 � institutionen

Autsch! – Es kann ganz leicht passieren: Ein-

mal unglücklich hingefallen und der Arm

ist gebrochen. Keine komplizierte Sache,

wie man auf der Röntgenaufnahme sehen konnte.

Der Arzt richtet den Bruch, setzt eine Schiene oder

einen Gips, gibt noch ein paar ermunternde Worte

mit auf den Weg. Dann wird man aus der Unfallstation

entlassen. Prognose: ungefähr drei bis vier

Wochen nicht voll einsatzfähig. Aber Sorgen macht

man sich nicht, schließlich ist ja noch die Familie

da.

Erst wenn man sich einmal vergegenwärtigt, wie

sehr ein simpler Armbruch einen bei den einfach

erscheinenden Aufgaben des normalen Lebens außer

Gefecht setzt, kann man ermessen, wie sehr

man in einem solchen Fall auf Hilfe angewiesen

ist. Was geschieht nun, wenn gar keine Familie da

ist? Schafft man es, sich allein durch den Alltagskram

hindurch zu „wurschteln“? Können die Nach-

In guten Händen

PFLEGEPROFIS

HELFEN, WENN DER ALLTAG BESCHWERLICH WIRD

barn vielleicht kurzfristig helfen? Die meisten

Menschen sind ja sehr hilfsbereit, und außerdem

ist es ja nur eine Sache auf Zeit ... Gott sei

Dank!

Wenn diese Situation schon nicht ganz einfach zu

meistern ist, wie sieht es aus, wenn man aus den

unterschiedlichsten Gründen nicht mehr in der Lage

ist, auf Dauer sich selbst zu helfen? Zum Beispiel,

wenn man älter wird?

EINEN ALTEN BAUM VERPFLANZT MAN NICHT!

Diese Volksweisheit hat seit einiger Zeit Einzug in

die praktische Arbeit der Medizin genommen, die

sich mit der Gesundheit der älteren Mitbürger beschäftigt:

die Gerontologie. Dadurch, dass der

größte Teil der Menschen ein Alter erreicht, das

für die meisten noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts

undenkbar war, entsteht heutzutage ei-

ne Reihe von praktischen Problemen bei der Bewältigung

der tagtäglichen Aufgaben.

Herausgerissen zu werden aus der Umgebung, die

einem seit Jahren – manchmal Jahrzehnten – vertraut

ist und in der man sich zurecht findet – dieses

Schreckgespenst war lange Zeit etwas, das

man glaubte, hinnehmen zu müssen. Wer, aus welchem

Grund auch immer, nicht mit den Erfordernissen

des Alltags zurecht kam, musste in ein

Heim übersiedeln. Häufig geschah dies auch zur

Beruhigung der Angehörigen, die mit der notwendigen

Pflege durch die Familie überfordert waren.

Aber diese Lösung konnte auf Dauer nicht befriedigen.

Häufig waren es ja nicht medizinisch aufwendige

Behandlungen, die durchgeführt werden

mussten und so eine vollstationäre Pflege gerechtfertigt

hätten. Es ging vielmehr um täglich wieder-

FOTO: KOSZIVU FOTOFOLIE.COM / BERND SCHUBERT / HAGEN PIETSCH WERBEAGENTUR SCRIPT


kehrende Verrichtungen: Die tägliche Körperpflege

sowie das An- bzw. Auskleiden können allein oft

sehr beschwerlich sein. Oft muss der Hausarzt me-

dizinisch notwendige Behandlungen verordnen,

wie zum Beispiel: das An- und Ausziehen von

Kompressionsstrümpfen, das Erneuern von Verbänden,

notwendige Injektionen und Verabreichung

von Medikamenten. Dafür muss man nicht

die eigenen vier Wände verlassen! Geschulte Kräfte

können in diesem Fall auch ambulant versorgen.

Das war die Geburtsstunde der ambulanten Pfle-

gedienste. In weiser Voraussicht und zunächst ge-

gen erhebliche Widerstände wurde das Konzept

der Pflegeversicherung eingeführt. Hierbei wurde

Wert daraufgelegt, die notwendigen Leistungen im

Einzelfall durch die Pflegekassen individuell zu

ermitteln und zu erfassen. Hierdurch ist die finan-

zielle Basis für den Einsatz der ambulanten Diens-

te geschaffen worden.

GESUND UND ZUFRIEDEN LÄNGER LEBEN

„Wir wissen, es geht nicht einfach darum, länger

zu leben. Es geht darum, gesund und zufrieden

länger zu leben.“ Das schreibt die Wohlfahrts- und

Selbsthilfeorganistaion „ageUK“ in der Einleitung

zu ihren „10 Tipps für besseres Altern“.

Diese britische Organisation setzt sich für ein „altersgerechtes“

Leben ein. Der Ausdruck umreißt

Andrea Gerhardt,

Geschäftsführerin der Pflegeprofis GmbH

das Problem genau: Es geht um beides, um Altern

und um Gerechtigkeit. Vielfach werden immer

noch alte Menschen mit dem abfälligen Begriff

„altes Eisen“ ins Abseits gestellt. Dadurch, dass

man ihnen so oft auf diese Weise entgegentritt,

verhalten sie sich dann an die Gesellschaft angepasst

und reagieren erwartungsgemäß als nutzlos

und hinfällig. In Deutschland versuchen Organisationen

wie die „Grauen Panther“, solch einem Vorurteil

entgegen zu wirken, das den Charakter einer

sich selbst erfüllenden Prophezeiung hat: „In Deinem

Alter hat man gefälligst alt und hinfällig zu

sein!“

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, bieten

ambulante Pflegedienste, wie in diesem Fall die

Pflegeprofis in Bad Harzburg und Salzgitter, ihre

Hilfe an, um älteren Menschen ihre Eigenständigkeit

in der liebgewordenen und vertrauten Umgebung

zu erhalten.

Hilfe bei der täglichen Körperhygiene und bei

hauswirtschaftlichen Verrichtungen – zum Beispiel

bei Einkäufen, Hilfe bei der Zubereitung von

Mahlzeiten und Wäschepflege – das sind Dienste,

� quadrat 10 / 2011 11

die einem alten Menschen das so wichtige Gefühl

der Selbständigkeit erhalten. Wenn die Beweglich-

keit eingeschränkt ist, organisieren die „Pflege-

profis“ eine ganze Palette von Diensten: Lieferung

von Mahlzeiten, Friseur und Fußpflege im Hausbesuch

bis hin zur Krankengymnastik und Ergotherapie

sind im Angebot, das sie bereitstellen

können. Aber sie kümmern sich auch um die Beschaffung

von Gehhilfen, Rollstühlen, Pflegebetten,

Duschhilfen und vielem mehr, was Leben im

Alter problemloser gestalten kann.

WAS IST, WENN MIR ETWAS PASSIERT?

Früher wäre es nötig gewesen, dass regelmäßig jemand

nach einem sieht. Im Zeitalter des Hausnotrufs

ist es möglich, dass man zu jeder Zeit rund

um die Uhr durch Druck auf den Knopf eines Signalgebers,

den man wie einen Anhänger um den

Hals trägt oder wie eine Armbanduhr am Handgelenk,

den Notdienst rufen kann. Die Angst, nach

einem Sturz hilflos in seiner Wohnung zu liegen,

ist damit gebannt. Wer es möchte, kann sich allerdings

morgens oder abends vom Pflegedienst anrufen

lassen, um ganz sicher zugehen.

Ein Schwerpunkt der Pflegeprofis ist neben der

Grundpflege die Versorgung im medizinischen Be-

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quadrat 10 / 2011

reich. Hier beschäftigt die Pflegeprofis GmbH examiniertes

Fachpersonal, zum Beispiel Wundexperten,

Diabetesfachkräfte, Palliativfachkräfte

und andere. Durch sie wird gewährleistet, dass

die Pflege und die Verabreichung von Medikamen-

ten nach Verordnung des Arztes genauestens eingehalten

wird, so dass man sich keine Sorgen machen

muss, bei der Vielfalt der Medikamente etwas

zu verwechseln oder das Falsche einzunehmen.

ZEHN JAHRE –

GARANTIE FÜR DAS RICHTIGE KNOW-HOW

„Vor zehn Jahren haben wir angefangen“, berich-

tet Andrea Gerhardt, die Geschäftsführerin der

Pflegeprofis GmbH. „Die Johanniter haben sich

von der ambulanten Pflege getrennt, und so haben

wir diesen Dienst übernommen“, führt sie weiter

aus. Bis heute besteht eine enge und vertrauensvolle

Zusammenarbeit hinsichtlich der Sicherstellung

des Hausnotrufes mit den Johannitern.

Angefangen hatte man im August 2000. In den

ersten drei Jahren lief es allerdings mit den Pflegeprofis

nicht so reibungslos, wie man sich das gewünscht

hätte. Durch erheblich verbesserte Organisation

und Umstrukturierung gelang es dann

schließlich, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten

zu meistern. „Das ist längst vorbei“, gesteht Andrea

Gerhardt lächelnd, aber man merkt ihr an, dass

es eine schwere Zeit für sie war, die glücklicherweise

hinter ihr liegt.

Inzwischen ist zur ambulanten Pflege noch die Einrichtung

einer Tagespflege gekommen. Dieses Angebot

richtet sich an ältere Menschen, die ihren

Tag nicht allein verbringen möchten, neue Anregungen

suchen, ihre pflegenden Angehörigen entlasten

wollen und abends wieder nach Hause gebracht

werden möchten.

„Nach zehn Jahren erfolgreicher Tätigkeit im am-

bulanten Pflegedienst macht es uns besonders

stolz, dass wir vom medizinische Dienst der Kran-

kenkassen in Niedersachsen (MDK) in der Dienststelle

Bad Harzburg mit der Note 1,0 und in Salzgitter

mit der Note 1,1 bewertet wurden.“ Insgesamt

sind heute 75 motivierte Mitarbeiter für unseren

Pflegedienst tätig. Die Einsätze jeden Tag

erfolgreich zu koordinieren ist keine leichte Aufgabe.

„Guérir quelquefois, soulager souvent, consoler

toujours“, hat der französische Arzt L M Payne die

Aufgabe des Arztes umrissen, was natürlich genauso

für die ambulante Pflege gilt: „Heilen –

manchmal, lindern – oft, trösten – immer.“ Damit

für das Trösten trotz strikter Vorgaben noch Zeit ist

und das Herz nicht auf der Strecke bleibt, muss

man in der Tat sehr gut organisieren! Dabei greift

Frau Gerhardt auf sehr gut ausgebildete Fachkräfte

zurück, die auch über die nötige Herzensbildung

verfügen.

Darauf ist Andrea Gerhardt zu Recht stolz ... (sg)

FOTO: BERND SCHWARZ


Die Verwendung des natürlichen, nachwach-

senden Baustoffes „Holz“ in Haus und Gar-

ten liegt im Trend. Als Terrasse, Garten-

haus, Carport oder Zaun, Holz bietet für den Außenbereich

unzählige Möglichkeiten. Wer bei der

Gartengestaltung auf Holz setzt, entscheidet sich

für Natürlichkeit mit geringem Pflegeaufwand. Bei

richtiger Konstruktion und dauerhaften Holzarten

können Witterungsverhältnisse dem pflegeleichten

Material nichts anhaben.

Das Familienunternehmen Holz-Reimann in Bad

Harzburg (OT Harlingerode) ist seit 1948 im Bereich

Holz tätig und gehört in Norddeutschland zu

den wenigen Vollsortimentern am Markt. Der Tätigkeitsbereich

des heute bereits in dritter Generation

geführten Unternehmens beginnt mit der

Holzernte im Wald, ab hier ist Holz-Reimann in der

gesamten Prozesskette durchgängig bis zum Fertigprodukt

tätig.

Als Hersteller von Gartenholzprodukten wie Zäunen,

Türen und Toren, Carports und Terrassenbelägen

ist Holz-Reimann in der Lage, auf individuelle

Kundenwünsche bzw. ortsgegebene Bedingungen

in Herstellung und Ausführung einzugehen –

wie zum Beispiel die Maßanfertigung einer

Zaunanlage an die Hofeinfahrt oder der passgenaue

Einbau eines Carports an die Grundstücksgröße.

Als Fachmarkt bietet das Unternehmen seinen

Kunden im Gegensatz zu anderen Vertriebsschienen

eine reichhaltige Auswahl mit kompetenter

Beratung. Die unterschiedlichen Holzarten,

zum Beispiel kesseldruckimprägnierte Hölzer, erfüllen

durch ihren dauerhaften Holzschutz eine

natürliche Langlebigkeit für höchste Ansprüche im

Außenbereich.

Auch im Bereich „Heizen mit Holz“ ist Holz-Reimann

kompetenter Partner und Lieferant. Neben

OB HAUS, GARTEN ODER KAMIN

der eigenen Kaminholzproduktion mit integrierten,

professionellen Trockenkammern werden Holzpellets

(lose oder als Sackware), Holzhackschnitzel

(frisch oder getrocknet) und Spänebriketts vertrieben.

Im Bereich der Holzenergie liefert Holz-Reimann

mit eigenen Fahrzeugen, ausgerüstet mit

Pellet- und Hackschnitzelpumpen, an den Privat-

� quadrat 10 / 2011 13

Holz für jeden Bereich

und Gewerbekunden bis hin zum Kraftwerksbetreiber

die gesamte Bandbreite.

Weitere Infos unter www.holz-reimann.de oder im

direkten Gespräch mit einem Fachberater unter

Telefon 0 53 22 / 90 81 90. (ts)

ANYEIGE


14 quadrat 10 / 2011 � kurz angetippt

KURZ-

ANGETIPPT

OKTOBER

KONZERTREIHE

STABKIRCHE HAHNENKLEE

JEDEN DONNERSTAG IM OKTOBER

Am Donnerstag, den 6. Oktober, können

sich Freunde der Kammermusik

auf Musik aus der Renaissancezeit

u.a. von Hofhaimer, Senffl, Schlick,

Ortiz und Negri freuen. Unter dem Titel

„Mon Amy“ spielen „Les Papillons“,

das sind Britta Hauenschild,

Traversflöte und Andreas Düker, Laute.

Ein Orgelkonzert gibt es am Donnerstag,

den 13. Oktober. Der Ausführende

ist Ilja Voellmy Kudriavtsev (Basel).

Noch einmal kommen die Freunde der

Kammermusik am Donnerstag, den

20. Oktober zu ihrem Recht: Das „Duo

Bellini“ wird an diesem Abend die Zuhörer

in das Reich der Kammermusik

entführen. Bernhard Forster (Oboe)

und Andreas Wehrenpfennig (Harfe)

werden wieder für ein intensives Musikerlebnis

sorgen.

FOTO: ABOUTPIXEL - HEINZ HASSELBERG

Martin Hoffmann, der künstlerische

Leiter des Kirchenmusikbüros aus

Hahnenklee beschließt am 27. Oktober

die diesjährige Konzertreihe in der

Stabkirche Hahnenklee mit einem Orgelkonzert.

Wie immer gelten auch im Monat Oktober

die festen Termine der Konzertreihe:

Aufführungen sind jeden Donnerstag

des Monats Oktober um 19.30

Uhr.

Info unter stabkirche.musik@gmx.de

oder telefonisch unter 05325 /

528249.

KÜRBISFEST

BURITZ-HOF

BAD HARZBURG

01. BIS 03. OKTOBER 2011

Es ist inzwischen gute Tradition geworden

– das Kürbisfest auf dem Buritz-Hof.

Familie Buritz, weit über Bad

Harzburg hinaus bekannt für ihr Krodoland,

hatte sich entschlossen, etwas

für dieses in letzter Zeit kaum beachtete

Gemüse zu tun. Der Kürbis

kommt als Kalebassenfrucht in den

unterschiedlichsten Spielarten vor.

Der von uns zum Einlegen in süßsaurem

Sud verwendete Kürbis ist nur eine

davon. Die leckere Kürbissuppe

dringt ebenfalls in den Bereich der

„haute-cuisine“ vor und ist auf der

Speisekarte renommierter Restaurants

zu finden.

Schließlich erhebt sich auch die Frage:

Was wäre Halloween ohne die

FOTO: HELGA GROMNICA

geisterhafte Beleuchtung, die aus der

Kürbislaterne dringt?

Insgesamt eine Veranstaltung für

neugierige Besucher, die sich über die

Vielfalt dieses Gemüses einmal informieren

wollen. Wer will, kann dann

gleich loslegen und so eine pralle Gartenfrucht

käuflich erwerben und mit

nach Hause nehmen. Die Familie Buritz

wird sich bestimmt darüber freuen.

Info unter info@krodoland.de

ORIENTIERUNGSLAUF

BAD HARZBURG

RADAUTAL

01. UND 02. OKTOBER 2011

Orientierungslauf, häufig auch kurz

OL genannt, ist eine Laufsportart, bei

der mit Hilfe von Karte und Kompass

eine nur durch einzelne Kontrollpunkte

festgelegte Strecke im Gelände

durchlaufen wird, der Läufer also

selbst die für ihn optimale Route finden

muss. Es handelt sich somit um

eine Sportart, die neben körperlicher

Fitness auch ein relativ hohes Maß an

kognitiver Leistung erfordert. Der Orientierungslauf

entwickelte sich insbesondere

zu Beginn des 20. Jahrhunderts

in Skandinavien. Er wird heute

weltweit betrieben; die höchste Popularität

hat er nach wie vor in Skandinavien.

Das grundsätzliche Ziel des Orientierungslaufs

ist das schnellstmögliche

Ablaufen von Kontrollpunkten im Gelände

in einer festgelegten Reihenfolge.Die

Wahl der Laufroute zwischen

den einzelnen Kontrollpunkten, die

Posten genannt werden, ist dem Läufer

dabei im Allgemeinen völlig freigestellt.

Als Hilfsmittel zum Finden

der bestmöglichen Laufstrecke stehen

jedem Sportler eine Karte und ein

Kompass zur Verfügung. Orientierungsläufe

werden meist in naturnahem

Gelände ausgetragen, vor allem

im Wald, jedoch eignen sich auch verhältnismäßig

gut erschlossene Gebiete

wie Parks für den Sport.

Am 1. Oktober findet die Deutsche

Meisterschaft für die Langdistanz

statt, am 2. Oktober wird der Deutschlandcup

ausgetragen.

Näheres über Termine und Bahnen

unter www.wmoc2012.de/de/dm/

KUNSTHANDWERKER-

MARKT

SCHLOSS BÜNDHEIM

01. UND 02. OKTOBER 2011

Das Bündheimer Schloss öffnet seine

Türen, um professionellen und ausgewählten

Künstlern und Kunsthandwerkern

aus den Bereichen Papier,

Keramik, Holz, Metall, Textil... die

Möglichkeit der Selbstdarstellung zu

geben und zeigt ein rundes Sortiment

hochwertigen Handwerks.

FOTO: KHW PROMOFOTOS FOTO: WIKIPEDIA


Kunsthandwerkliche Unikate im

Schloss Bündheim

Ziel ist wieder bei dieser 33. Ausstellung

ausschließlich handgemachte

Waren, also Unikate, die von Kreativität

zeugen, zu präsentieren. Durch

das Zusammenbringen von Künstlern

und Handwerkern aus den verschiedensten

Gewerken bietet die Veranstaltung

erneut dem Publikum ein

vielseitiges Angebot. So werden unter

anderem kunstvolle Acryl- und

Aquarellbilder, farbenfrohe Patchworktaschen,

feine Porzellanmalerei,

ansprechender Schmuck aus Gold,

Silber, Messing, exotische Pappmachéschalen

und vieles mehr präsentiert.

Den Künstlern über die Schulter

schauen

Die Ausstellung ist auch Treff und

Austauschpunkt für alle, die sich für

Kunst und Handwerk interessieren:

die Kunsthandwerker sind selbst präsent,

sie stehen für anregende Gespräche

sowie fachmännische Beratungen

zur Verfügung und lassen sich

sogar zum Teil beim Arbeiten über die

Schulter schauen.

Die Veranstaltung ist am Samstag von

13 bis 18 Uhr, und am Sonntag von

11 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen

unter www.khw-maerkte.de

ROSEMARIE TROCKEL

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

MÖNCHEHAUS MUSEUM GOSLAR

08. OKTOBER 2011, 12.30 UHR

Er hat zum kulturellen Renommée der

Stadt Goslar erheblich beigetragen:

Der Goslarer Kaiserring, der an herausragende

Künstler der Moderne

verliehen wird.

Der deutschen Künstlerin Rosemarie

Trockel wird der Kaiserring der Stadt

Goslar 2011 an diesem Tag verliehen.

Die in Köln lebende Künstlerin, die

1952 in Schwerte geboren wurde,

wird ihn in der Kaiserpfalz in Empfang

nehmen.

Anschließend wird sie als diesjährige

Kaiserringträgerin gegen 12.30 Uhr

bei der Eröffnung ihrer Werkschau im

Mönchehaus Museum Goslar anwesend

sein und für Gespräche zur Verfügung

stehen. Auch an den Gaumen

wurde gedacht: Es gibt im Bistro ein

gastronomisches Angebot bis 17.00

Uhr. info: www.moenchehaus.de

BEKLEIDUNG

SCHUHE

AUSRÜSTUNG

kurz angetippt � quadrat 10 / 2011 15

HARZER

OLDTIMERTREFFEN

RENNBAHN BAD HARZBURG

VOM 01. BIS 03. OKTOBER 2011

AB 9.00 UHR

Auch in diesem Jahr lädt das Veranstaltungszentrum

Schladen wieder zu

einem Oldtimertreff auf der Rennbahn

Bad Harzburg ein. Am Samstagvormittag

kann man nach der Eröffnung

DRAUSSEN ZU HAUSE

Bäckerstraße 23–24 • 38640 Goslar

Tel. 05321 313774

www.jack-wolfskin.com

FOTO: WIKIPEDIA


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OT Harlingerode

Telefon: 05322 9099-0

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durch Stadtoberamtsrat a.D. Rolf

Meyer auf dem Teilemarkt stöbern,

um das langersehnte – oder auch

benötigte – Teil zu erstehen. Um

13.00 Uhr ist dann der große Autokorso

durch Bad Harzburg. Auf dem

Platz der Veranstaltung spielen ab

14.00 Uhr Mick D. und die Bravehearts

und ab 18.00 steigt die Oldieparty

die von einem Großfeuerwerk

um 21.30 Uhr abgeschlossen

wird.

Am Sonntag gibt es ab 10.00 Uhr

einen musikalischen Frühschoppen,

wo auch wieder Mick D. & The

Bravehearts zu hören sind. Ab

11.00 Uhr gibt es die traditionelle

Ausfahrt und ab 13.00 bestreitet

der Harzclub Harlingerode mit der

Actions-Truppe die Veranstaltung.

Am Montag kann man auf dem Teilemarkt

stöbern, bis um 15.00 Uhr

die Trophäen vergeben werden:

Die Verleihung der Pokale beschließt

das diesjährige Oldtimertreffen.

Info: www.vzschladen.com

KAISERMARKT

IN GOSLAR

RUND UM DEN MARKTBRUNNEN

07. BIS 09. OKTOBER 2011

11.00 BIS 18.00 UHR

Das beste Mittel, Geschichte zu studieren

wäre, sich selbst dorthin zu

FOTO: WIKIPEDIA

begeben. Allerdings ist das ein

schwieriges Unterfangen, wenn es

nicht die Möglichkeit gäbe, die Geschichte

noch einmal darzustellen:

Kommen Sie beim Kaisermarkt in

Goslar mit auf eine Zeitreise ins

Mittelalter. Das Ambiente rund um

den Marktbrunnen ist der beste Ein-

stieg. Im mittelalterlichen Markt-

treiben treffen sich Handwerker,

Hökerer und Krämer. Sie vermitteln

eine authentische Erinnerung an die

Atmosphäre der Zeit von einst, zum

Glück ohne die Unbequemlichkeiten,

die nur zu gern vergessen werden.

Gepflasterte Straßen, bequeme

Transportmöglichkeiten und,

nicht zu vergessen, moderne WC's

machen das Eintauchen in das Mittelalter

zu einem interssanten

Event:

Das Mittelalter wird so in der über

1000-jährigen Kaiserstadt Goslar

lebendig. Spielleute, Gaukler, Handwerker

und Händler tummeln sich

auf diesem historischen Kaisermarkt.

Ein Kulturprogramm mit

Musik und Vorführungen ergänzt

die Veranstaltung. Und natürlich

braucht auch keiner zu verhungern

FOTO: GROMNICA

oder zu verdursten. Dafür haben allerdings

auch schon im frühen Mittelalter

die Menschen immer gesorgt

...

22. JAZZ IM SCHLOSS:

„FANTASIE“ – „DR. JAZZ“

WOLFGANG SCHÖMBS

SCHLOSS BÜNDHEIM

29. OKTOBER 2011

20.00 UHR

Längst hat Dr. Wolfgang Schömbs

sich einen Namen gemacht als Pianist

und Brückenbauer, der voller

Enthusiasmus die Grenzen zwischen

Klassik und Jazz aufhebt und

sein Publikum begeistert.

Seine „Jazz meets Classic“-Konzerte

im Bündheimer Schloss sind

legendär. Präsentiert vom Kulturklub

und der Commerzbank Bad

Harzburg bittet Dr. Jazz erneut mit

„FANTASIE – Play Mozart, Bach,

Beethoven & More“ solo am großen

Schimmel-Konzertflügel zum

„22. Jazz im Schloss“, eben ins

Schloss Bündheim.

Es wird wieder spannend. „Du kannst

nicht zweimal in denselben Fluss steigen“

zitiert Schömbs den antiken Philosophen

Heraklit. Alles fließt neu in

jedem Moment. Fantasie steht im

Mittelpunkt des Konzerts.

FOTO: PRESSEFOTO0


Auf sie will er sich intensiv einlassen,

mit eigener Fantasie und Ideen. Und

er will die Fantasie seines Publikums

anregen. Musik machen heißt für ihn,

frei nach Heraklit ausgedrückt, Lichter

anzünden.

Im Programm bleibt er offen für Impulse

und Ideen. Auf Mozarts „Fantasie

in D“ in extensiver Interpretation

freut er sich besonders. Freien Lauf

lässt er seiner Improvisationslust in

immer neuen Kreationen zu Highlights

wie Mozarts „Mannheimer Sonate“

und „Elvira Madigan“, Beethovens

„Pathétique“ und „Mondscheinsonate“,

Johann Sebastian Bachs

„New Air“, „Goldberg 2“ und „Toccata“,

Schuberts „Impromptu“, Gershwins

„Summertime“. Jeder Titel reizt

ihn zu neuen Tönen und Klängen. Er

liebt die Freiheit.

Info: www.kulturklub-bad-harzburg.de

ALLE KULTUREN IN

EINE DOSE SEESEN

JACOBSONSPLATZ

29. OKTOBER 2011

VON 14.00 BIS 20.00 UHR

Eine Begegnung mit allen Kulturen,

die in Seesen zuhause sind, steht an

diesem Nachmittag auf dem Programm.

Musik, Kulinarisches und Informationen

fügen sich zu einem abwechslungsreichen

Programm, das

für alle etwas bieten wird.

Info unter info@ stadtmarketing-seesen.de

STEINWAY

FÜR JEDERMANN –

STADT SEESEN

30. OKTOBER 2011,

13.00 BIS 18.00 UHR

Eine ganz besondere Attraktion gibt

es ab 30. Oktober in Seesen: An diesem

Tag und in der darauffolgenden

Woche werden Steinway-Flügel an öf-

fentlichen Orten in der Stadt aufgestellt.

Damit man auch erleben kann,

wie diese Instrumente klingen, gibt es

Blitzkonzerte durch Klavierlehrer und

Schüler – unter Mitwirkung der Kreismusikschule

Goslar e. V. Dazu hat die

Stadt noch eine Bitte:

Klavierspieler gesucht! Wir laden Sie

herzlich zur Teilnahme von „Ein Steinway

für Jedermann“ ein. Im Rahmen

der Veranstaltungsreihe „Kultur in

Dosen“ finden in Seesen zahlreiche

öffentliche Veranstaltungen und

Workshops statt, die einen Bezug zur

Geschichte der Stadt Seesen haben.

kurz angetippt � quadrat 10 / 2011 17

Wie Sie sicherlich wissen, wurde in

Seesen das erste Steinway-Klavier

gebaut. Aus dieser Historie heraus

werden wir in Zusammenarbeit mit

unserem Hauptsponsor, dem Klavierhaus

Döll aus Hannover, drei Steinway-Flügel,

in der Zeit vom 30. Oktober

bis 04. November in der Seesener

Innenstadt an öffentliche Orte

stellen. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit,

sich am Sonntag, den 30. Oktober

von 13.00 bis 18.00 Uhr zu präsentieren

und die Flügel zu bespielen.

Die Vorspiele können auch den Charakter

einer öffentlichen Probe haben.

Das „Hauptohrenmerk“ liegt darauf,

die Stadt Seesen mit Musik zu füllen,

ein abwechslungsreiches Programm

zu bieten und dem berühmten Sohn

der Stadt die Ehre zu erweisen. Wir

freuen uns auf Ihre Rückmeldung bis

zum 10. Oktober 2011 , in der Sie uns

bitte mitteilen, in welchem Zeitraum

Sie sich eine Teilnahme vorstellen

können. Für Rückfragen stehen wir

Ihnen gern zur Verfügung, weitere Informationen

können Sie unserer Website

www.kultur-in-dosen.de entnehmen.

Kontakt: Stadtmarketing Seesen, Tel.

05381-4922273, oder e-mail: roch@

stadtmarketing-seesen.de (sg)

Bei Versicherungen wollen Sie klare Verhältnisse/

Mit einem zuverlässigen Partner an Ihrer Seite.

AXA Generalvertretung Ralph Bogisch e. Kfm.

Dörntener Straße 20, 38644 Goslar, Tel.: 0 53 21/20 63-8, Fax: 0 53 21/40 93-9, ralph.bogisch@axa.de


18 quadrat 10 / 2011 � SPITZMARKE

Sturm und Regen – Traum-

wetter für Matthias Fischer

EINER DER LETZTEN SCHIRMMACHERMEISTER IN DEUTSCHLAND SPRICHT ÜBER SEINE BERUFUNG

Mancher abergläubische Zeitgenosse nimmt

auch bei schönem Wetter seinen Regenschirm

mit, weil er glaubt, es würde dann

nicht regnen. Kommt tatsächlich ein ordentliches

Unwetter auf, wird aus einem lustig-bunten Regenschirm

vom Discounter oft ein funktionsuntüchtiges

Gerippe aus verbogenem Metall und

Stofffetzen. Das Klappdach findet sein unrühmliches

Ende im Mülleimer und der verärgerte Besitzer

sucht im nächsten Hauseingang Schutz vor

Wind und Wetter.

Hat man beim Kauf seines Regenschutzes etwas

mehr Geld investiert, lohnt sich eine Reparatur.

Matthias Fischer aus Bad Harzburg, einer der letzten

Schirmmachermeister in Deutschland, verfügt

über ein umfangreiches Ersatzteillager und heilt

mit erfahrenen Händen den verletzten Kameraden.

Abgeknickte Stangen werden ausgetauscht, aufgeplatzte

Nähte werden neu vernäht und schon ist

das gute Stück wieder bestens in Form und kann

beim nächsten Wetter-GAU seinen Dienst verrichten.

Matthias Fischer wurde die Liebe zu seinem Beruf

schon in die Wiege gelegt. Sein Großvater in Wolfenbüttel

hatte eine kleine Schirmfabrikation mit

acht Näherinnen, dort half er in den Ferien aus

und hatte viel Spaß an der Arbeit. Später lernt er

das Handwerk von der Pike auf. Nach bestandener

Gesellenprüfung meldet er sich bei der Handwerkskammer

in Dortmund – die einzige bundesweit

zuständige für Schirmmacher – zum Meister-

SCHIRMMACHER AUS FAMILIENTRADITION

lehrgang an. Das Warten auf einen Prüfungstermin

in Dortmund beginnt. In Essen findet er schließlich

einen zweiten Schirmmacher, der ebenfalls

auf seine Meisterprüfung wartet. Sie bereiten sich

gemeinsam darauf vor und büffeln die Theorie

FOTOS: PRIVAT / BERND SCHWARZ


zum Beispiel mit einem Lehrbuch aus dem Jahre

1956. Es gibt keine neueren Werke. Werkstoffkun-

de wie Holz- und Stoffarten oder verschiedene

Nähtechniken sind gefragt. Nach bestandener

Meisterprüfung widmet er sich weiterhin seinem

Geschäft für Schirmreparaturen und dem Verkauf

von Taschen, seinem heutigen wichtigsten Geschäftszweig.

Die Schirmreparaturen aus dem gesamten

Bundesgebiet sind rückläufig, dennoch

hat er noch gut zu tun, doch die Zeiten ändern

sich. Das sang schon Bob Dylan vor vielen Jahren.

The Times They Are A-Changing…

MARKENLEDERWAREN – QUALITÄT ALS TREND

Zusammen mit seiner Frau Silke führt er in Wolfenbüttel

und Bad Harzburg zwei Fachgeschäfte,

die eine große Auswahl der unterschiedlichsten

Taschen bieten. Leder-Fischer bietet Damenhandtaschen,

Herrentaschen, Aktenkoffer, Reisegepäck,

Schul- und Sporttaschen sowie Portemonnaies,

Gürtel und Zubehör, individuelle Beratung

inklusive. „Wir führen hier bekannte Marken wie

zum Beispiel Bree, Sansibar und Esprit und was

wir nicht mehr am Lager haben, besorgen wir innerhalb

kürzester Zeit“, so Silke Fischer. Dieses

persönliche Engagement ist es, was die Kunden so

sehr schätzen, die Beratung und den schnellen

Service. Da wird schon mal ein Gürtel von Matthi-

as Fischer gekürzt, während seine Frau mit der

Kundin über neueste Handtaschen-Trends fachsimpelt.

Aber auch die Herren der Schöpfung werden mehr

und mehr zu Taschenkunden. Es sind heute nicht

mehr die kleinen Herrentäschchen der Siebziger,

sondern funktionelle, robuste Behältnisse für die

vielen Dinge des Alltags, die man(n) im städtischen

Dschungel so braucht. Wem es also um Taschen

und Regenschirme geht, den lässt Leder-

Fischer nicht im Regen stehen! (bs)

Herzog-Wilhelm-Str. 85

38667 Bad Harzburg

Telefon 05322 27 21 und

Lange Herzogstr. 23

38300 Wolfenbüttel

Telefon 05331 15 07

19

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20 quadrat 09 / 2011 � institutionen

Der Weg

ist das

Ziel

Ein Funsport, der keine Trendsportart ist, das

ist Parkour. In Goslar widmen sich bisher

nur wenige dieser Art der schnellen Fortbe-

wegung. Einer von ihnen ist René Krüger. Der

22-jährige Azubi zum Fitnesskaufmann trainiert

seit vier Jahren in diesem Bereich. Die, die diesen

Sport ausüben, nennt man Traceure. Das französi-

sche Wort deutet auf den Ursprung dieser jungen

Sportart in Frankreich hin. Es bedeutet soviel wie

„der, der die Spur legt“.

Parkour ist sowohl eine körperliche als auch eine

geistige Betätigung. Eine gute Fitness ist jedoch

Grundvoraussetzung. Der Traceur legt beim Parkour

eine Strecke zurück. Dabei überwindet er die

Hindernisse, die ihm in den Weg kommen, ohne

sie zu verändern. Sprünge zwischen Häusern, Balanceakte

auf Mauerecken und Geländern, einfach

eine senkrechte Wand hochlaufen, in die Tiefe

springen. Alles das sind Elemente von Parkour. Es

SCHNELL UND SICHER

geht dabei nicht um Showeffekte, sondern um eine

elegante Art der Fortbewegung. „Wenn man das

gründlich übt, dann ist es auch sicher“, weiß Krüger.

Bevor er etwas auf der Strecke ausführt, hat

er es ausgiebig trainiert. „Ich lebe die Philosophie,

dass man erst etwas richtig kann und es tausendmal

geübt hat und es immer gleich ist, damit

nichts passiert“, nennt Krüger sein Rezept dafür,

SOBOTTA

STEFAN

Traceur René Krüger nutzt die Betonmauern der

Goslarer Hauptpost für sein Training. FOTOS:


dass er sich noch nie verletzt hat. Kern dieses

Grundgedankens sei es, sich so schnell wie mög-

lich und so sicher wie möglich von Punkt A zu

Punkt B zu bewegen. Parkour geht immer und

überall. Gern nutzt er auch den abendlichen Heim-

weg für seinen Sport. Vorher hatte er allerdings

verschiedene Fall- und Landetechniken geübt. Ab-

rollen, springen, laufen, klettern, das Gleichge-

wicht halten. Ein gutes Körpergefühl und eine

starke Kondition sind die Schlüssel für Spaß an

dieser Sportart.

SPORT MIT EINER PHILOSOPHIE

Parkour ist halb Technik, halb Gefühl und Gespür

für die Bewegung. „Mit etwas logischem Denken

kommt man da schon dahinter.“ Auch einer der

Weltbesten sieht das so: Sébastian Foucan empfiehlt

seinen Schülern, ihren eigenen Weg zu finden.

Sicher gibt es Grundlagen und Techniken, die

beherrscht werden müssen, aber den Weg zu seinem

eigenen richtigen Bewegungsfluss müsse jeder

für sich selbst finden. „Die beste Technik hilft

nichts, wenn man noch nicht einmal einen Klimmzug

hinbekommt“, gibt René Krüger zu bedenken.

René Krüger ist zur Zeit in der Ausbildung zum

Sport- und Fitnesskaufmann. Sport ist bei ihm Be-

ruf und Hobby zugleich. Neben seiner Arbeit in

einem Goslarer Fitnessclub spielt er vereinsmässig

Fussball und Basketball. Auf Parkour ist er durch

Videos im Internet aufmerksam geworden. „Das

sah ganz gut und lustig aus und dann habe ich das

mal ausprobiert“, beschreibt Krüger seine Anfänge.

Es hat ihm so gut gefallen, dass er dabei geblieben

ist und seit fünf Jahren den schnellen Weg

durch die Stadt sucht. „Gutes Wetter ist eigentlich

Pflicht für diesen Sport“, meint er. Wenn es glatt

und rutschig durch Schnee und Nässe wird, kann

es schnell gefährlich sein, auf Geländern zu balancieren

und Betonmauern hinauf zu laufen.

URSPÜNGE IN FRANKREICH

Der „Urvater“ dieser Bewegung ist David Belle.

Der 38-jährige Franzose hat die Grundzüge von

seinem Vater erlernt. Dieser brachte ihm die sogenannte

„Méthode Naturelle“ bei. Diese Disziplin

ist ein geistiges und körperliches Training, das

dem Motto „Stark sein, um nützlich zu sein“ folgt

und das vom Franzosen Georges Hébert Anfang

des 20. Jahrhunderts erdacht wurde. David Belle,

Sébastian Foucan und andere entwickelten daraus

dann Parcour, das die Innenstädte als natürliche

Übungsfläche nutzt. Eine weitere Ausprägung ist

„Freerunning“. Hierbei werden noch zusätzliche

Showelemente wie beispielsweise Saltos eingebaut.

Parkour ist Bewegung im Fluss. Für viele ist es ei-

ne eigene Philosophie, eine schnelle, effektive Be-

sport � quadrat 10 / 2011 21

wegungssportart. „Für mich ist das schon auch

das Tolle, dass ich sagen kann: Ich kann schneller

von einem Punkt zum anderen kommen, als der

Durchschnittsmann“, freut sich Krüger.

Leider konzentriert sich in Deutschland die Szene

eher auf die großen Städte. René Krüger würde

sich freuen, wenn sich auch im Goslarer Raum Tra-

ceure zum gemeinsamen Training treffen würden.

Wer Interesse hat, mit ihm zusammen diesen viel-

seitigen Sport auszuüben, kann sich gern an die

QUADRAT-Redaktion wenden. Die Anfragen werden

dann weitergeleitet. (sts)


22 quadrat 10 / 2011 � kultur2 Anfang August fand der Kunsthandwerker-

markt in Goslar mit großem Engagement

der Partnerstädte und einer hohen Besu-

cherzahl statt. Reichlich einen Monat später, am

11. und 12. September, lud die Partnerstadt

Beroun in der Tschechischen Republik zu ihrem

15. Töpfermarkt ein. Beroun dokumentiert mit der

Ausrichtung dieses seit 1997 jährlich stattfinden-

den Ereignisses die geschichtliche Verbindung

zwischen dem Töpfergewerbe und der Königlichen

Stadt Beroun, deren Blütezeit das 15. Jahrhundert

war. Die Teilnahme Goslars an diesem Ereignis ist

Teil eines intensiven partnerschaftlichen Austausches

zwischen beiden Städten. Die Verbindung

ist in vielen Bereichen aktiv, es gibt Schulpartnerschaften,

den gegenseitigen Besuch von Feuerwehren,

Stadtverwaltungen, Chören und Künstlern

mit ihren Vernissagen, Seniorenreisen und privat

organisierte Reisen von Bürgern und Vereinen.

Und vielfältige Freundschaften, was zu einem lebhaften

Hin und Her beiträgt. QUADRAT veröffentlicht

mit freundlicher Genehmigung Auszüge aus

dem Band „Goslars Partnerstädte“ von Susanne

Roßdeutscher über die Stadt und – aus den Erinnerungen

einer Zeitzeugin – wie die Freundschaft

begann.

Die Stadt Beroun

Die Königsstadt Beroun, aus deren beiden Stadttoren

der Weg in den Böhmischen Karst und die

Kˇrivoklát-Region führt, liegt nicht weit von Prag

entfernt am Zusammenfluss der Ströme Berounka

und Litavka. Die Autobahn D5, die Tschechiens

Hauptstadt mit dem westlichen Teil des Landes

verbindet, führt direkt an Beroun vorbei und er-

setzt heute den alten Handelsweg, der Beroun mit

Pilsen, Prag und Passau verband. Das heutige

BLICK NACH NEBENAN

Zu Besuch in der

Partnerstadt Beroun

Beroun mit fast 18.000 Einwohnern ist Kultur-,

Verwaltungs- und Industriezentrum der Region

und profitiert von seiner Nähe zu Prag. Zahlreiche

Touristen ziehen die ruhige und preiswerte Kleinstadt

der Weltstadt Prag vor, zumal man in 30 Minuten

mit dem stündlich fahrenden Bus bequem

Prag erreichen oder auch Ausflüge in das Umland

unternehmen kann.

Geschichte der Stadt:

Wie archäologische Funde belegen, wurde die

Landschaft schon in der Urzeit besiedelt. 1088

wurde an der Furt über die Berounka das Marktdorf

"Brod" erwähnt. Durch diese Siedlung führte

ein wichtiger Handelsweg von Prag nach Bayern.

Die Urkunde des Königs Pˇremysl Otakar II. mit

dem Datum 1265 wurde in Beroun ausgestellt und

war das erste offizielle Schriftstück über die Grün-

dung der Stadt. Die Regierungszeit Karl IV. (1346

bis 1378) war die Blütezeit der Stadt und des

Handwerks. Die damaligen Einwohner waren über

die Stadtgrenzen hinaus bekannte Töpfer, Tuchmacher,

Mälzer, Winzer und Bierbrauer. Es gab

auch eine deutschsprechende Bevölkerungsgruppe,

die in der Hussitenzeit an Kaiser Siegmunds

Seite trat. Im Jahr 1421 eroberten die Hussiten

die Stadt und zerstörten das Dominikanerkloster,

in dem sich die deutsche Minderheit versammelt

hatte.

Unter der Regentschaft von König Wladislaw Jagello

(1471 bis 1516) erlebte Beroun einen bedeutenden

Aufschwung. Hochwasser, Brände,

Pestepidemien und Kriege setzten dieser Blütezeit

jedoch ein Ende. Mitte des 18. Jahrhunderts erholte

sich die Stadt langsam und entwickelte sich

weiter. 1862 wurde die Eisenbahn Prag-Pilsen in

Betrieb genommen. Die Einwohnerzahl stieg an

und Beroun wurde zum Zentrum der Region.

Berouns schöne Altstadt

© FOTOS WWW.MESTO-BEROUN.CZ


Ende des 19. Jahrhunderts

entstanden die für diese

Gegend typischen Indust-

riezweigeEisenhüttenwe- sen, Zement- und Kalkin-

dustrie.

Berouns Stadtkern ist ge-

prägt von Bürgerhäusern

mit Barockgiebeln, die vor-

wiegend im 17. Jahrhun-

dert entstanden. Am Markt-

platz befindet sich das im

Jahr 1560 im Renaissance-Stil

entstandene

Rathaus, das nach einem

Umbau im Jahr 1781 Barockcharakter

erhielt. Der

heutige pseudobarocke

Bau entstand 1903.

Beroun hat eine gut erhaltene

Stadtbefestigung, die

aus dem 14. Jahrhundert

stammt. Die Stadtmauer

war sechs bis acht Meter hoch, etwa zwei Meter

dick und besaß 37 Bollwerke. Die beiden gut erhaltenen

Stadttore, das Pilsner und das Prager Tor,

begrenzen die Altstadt Berouns. Durch das Pilsner

Tor führte der Handelsweg von Prag nach Westen.

Bis 1752 wurden hier Zollgebühren erhoben. Das

Prager Tor wurde im 14. Jahrhundert erbaut und

hat bis heute seinen gotischen Charakter behalten.

Das heutige Beroun ist eine Symbiose aus alten

Gassen, Giebelhäusern, historischen Sehenswürdigkeiten,

modernen Gebäuden, Geschäften und

Restaurants. Stille Winkel mit Werken alter und

gegenwärtiger Bildhauer findet der Besucher im

Pakosta-Park, auf dem Hus-Platz und auf den

Grünflächen der Zábranský-Kirche.

Marie Fahrenholz, Erinnerungen

(ohne Anspruch auf letzte Präzision, es ist eine

sehr lange Zeit).

Der Prager Frühling (Januar bis August 1968) war

eine Zeit, in der man "Kommunismus mit menschlichem

Antlitz", mehr Freiheit und auch mehr Demokratie

haben wollte. Die Tschechen waren be-

geistert und voll Enthusiasmus. Plötzlich konnte

man frei sprechen und ins Ausland reisen. Vieles

wurde gelockert. Der Jugendaustausch war ein

wichtiger Punkt, die verschiedenen Völker einander

näher zu bringen. Den Anfang hierbei machte

im Jahre 1968 die erste Gruppe des Stadtjugendringes

mit ihrem Besuch in Beroun. Danach kamen

Sportgruppen mit jungen Leuten aus Goslar

nach Beroun in die Familien, und ich glaube, sie

waren begeistert, genau so wie wir, die wir bereits

im November 1968 einen Gegenbesuch in Goslar

machten.

Nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer

Paktes am 21. August 1968 änderte sich die Lage

nach und nach, doch die Kontakte blieben. Bei

dem ersten offiziellen Besuch aus Goslar konnte

zwar nicht mehr als nur ein freundschaftlicher Besuch

im Berouner Rathaus erreicht werden und

keine Zusage über eine offizielle Partnerschaft,

doch es war ein sehr harmonischer und lustiger

Abend in der Weinstube "Apotheke" in Beroun, an

dem die ganze Gruppe teilnahm. Natürlich war

auch ich dabei, was Schicksal war, weil ich dort

meinen Mann kennen gelernt habe.

kultur 23

2 � quadrat 10 / 2011

Die Beziehungen wurden

mit der Zeit immer mehr

eingeschränkt. Bald durfte

man nicht mehr in den Familien

wohnen, sondern

musste ins Hotel, und auch

die Jugendlichen durften

nicht mehr ohne Weiteres

in den Westen reisen, es

durften nur Leute aus dem

Westen nach Beroun kommen.

Die Tschechen

brauchten für eine Reise in

den Westen eine polizeiliche

Erlaubnis sowie die

Zustimmung der Bank,

dass genügend Geld vorhanden

war. Einmal in drei

Jahren konnte man einen

Antrag stellen. Doch trotz

all der Beschränkungen

wurden die Kontakte aufrecht

erhalten!

„Wie wäre es mit Sport?“, sagte sich plötzlich ein

kluger Kopf. Fußball, Basketball, Handball oder

Eishockey. Das war eine Idee, die es ermöglichte,

die Kontakte weiter zu vertiefen. Aber nicht nur

Sportler kamen nach Goslar, auch Musiker zum

Schützenfest oder Altstadtfest und Künstler mit

Keramik und Porzellan. Aber auch das hervorragende

tschechische Bier und der Becherovka-

Schnaps durften nicht fehlen. Bei Tanz und Gesang

unter den Rathausarkaden war das Bier auch

in der Regel bereits am ersten Abend leer.

Im Jahre 1991 konnte dann endlich bei einem of-

fiziellen Festakt die Partnerschaft zwischen den

beiden Städten Goslar und Beroun unterschrieben

werden. Jetzt ist alles ganz anders. Die jungen

Leute können in die ganze Welt reisen, fremde

Länder erforschen und Freundschaften knüpfen.

Und die Partnerschaft stellt dabei eine wichtige

Hilfe dar.

(Marie Fahrenholz war von 1941 bis 1977 Bürgerin

Berouns und ist seit 1980 Bürgerin Goslars.

Kursivtexte: Susanne Roßdeutscher) (tg)


24 quadrat 10 / 2011 � kultur 2

Der Harzer Herbst und

seine magischen Wurzeln

Vorbei sind sommerliche Temperaturspitzen,

Hitzegewitter und das farbenfrohe Feuer-

werk der Sommerblumen. Ein ruhiger Gold-

ton überzieht Büsche und Bäume, die sich zum

alljährlichen Schlaf in sich selbst zurückziehen.

Der Herbst bildet die Brücke zwischen dem Tem-

perament des Sommers und der Ruhe des Winters.

Doch bevor man diese genießen kann, gilt es, die

Korn- und Vorratskammern zu füllen. Der Herbst

ist die Zeit des Schneidens, des Pflückens und des

Erntens. Als Beginn des Herbstes wird traditionell

die Tag-und-Nacht-Gleiche am 21. September angesehen.

Es folgt der goldene Oktober, der vom

Volk wegen der Notwendigkeit, Holz für den Winter

zu sammeln, schnöde Holzmonat „Witumanot“ genannt

wurde, und der Nebelmonat November. In

diesem Herbsttrio war es der Oktober, der lange

Zeit als heiliger Monat galt. Die der Ernte und Aussaat

folgende Ruhephase wurde für politische Wahlen

und Versammlungen, aber auch zum Heiraten

genutzt. Selbst Könige hielten sich an diesen

Brauch und heirateten bevorzugt im Oktober, ob-

wohl sie weniger mit den Mühen der Landwirtschaft

beschwert waren.

ERNTEDANK UND HEISCHEBRAUCH

Sprachgeschichtlich ist das Wort Herbst mit dem

lateinischen Begriff „capere“ und auch mit dem

englischen „harvest“ verwandt, beides bedeutet

Ernte. Das letzte Korn wird geschnitten, Kartoffeln,

Äpfel, Birnen, Gemüse und Trauben wollen

verarbeitet oder eingelagert werden. In Zeiten

überquellender Supermärkte hat die Bevorratung

ihre Bedeutung für die Menschen zwar verloren,

dennoch haben sich diverse Herbstbräuche gehalten,

allen voran das Erntedankfest. Seit der Bischofskonferenz

von 1972 gilt der erste Sonntag

im Oktober als Termin für das katholische Erntedankfest.

In evangelischen Gemeinden wird das

Erntedankfest am Sonntag nach dem Michaelstag

am 29. September begangen. Doch auch neben

den kirchlichen Feiern gab und gibt es gerade im

Harz vielfältige Bräuche, in denen sich die Freude

über eine erfüllte Landwirtschaftsperiode ausdrückt.

Ein im Harz nahezu vergessener Herbstbrauch

ist der Abtrieb des Höhenviehs, der traditionell

mit einem „Kuhball“ in der Scheune endete.

Heute bleibt das Vieh in Stallnähe, doch

Scheunenfeste werden noch immer gern gefeiert.

Neben der gesunden Wiederkehr des roten Höhenviehs

feierte man auch ganz bestimmte Naturgaben

des Harzes, insbesondere seines Vorlandes.

Gerste und Gosewasser bescherten der Region

Goslar eine bis ins Jahr 1397 zurückreichende

Tradition des Bierbrauens. Somit sind Oktoberfeste

im Harz nichts Unbekanntes, dienten sie doch

früher dem Aufbrauchen des Märzenbieres vor Beginn

der neuen Brausaison. Am Fuße des Harzes

wurden immer diverse Obstsorten und am Königsstein

sogar Wein angebaut. Da gipfelt das „herbsten“

von Traminer und Weißburgunder auch schon

mal in einem zünftigen Weinfest.

Bad Harzburg feiert alljährlich im Oktober, wenn

sich die Kastanien der Bummelallee verfärben, das


FOTOS: STEFAN SOBOTTA

Kastanienfest. Kastanienfeste, die sich ursprünglich

auf Esskastanien beziehen, haben ihre Wurzeln

in südlich gelegenen katholischen Gegenden.

Dort galten geröstete Kastanien als traditioneller

Leckerbissen, der vor allem in der Nacht vor Allerheiligen

an Kinder und Bedürftige verschenkt wurde.

Solche Form des Schenkens kennt man auch

hier, nämlich im Heischebrauch, der zumeist dem

Ernteabschluss folgte. Kinder gingen hierbei mit

Heischeversen von Tür zu Tür und baten (heischen)

um kleine Leckereien. Wer etwas zu geben hatte,

stellte eine ausgehöhlte und zu einer Fratze geschnitzte

Rübe mit Kerze darin ins Fenster. Die

Rübe wurde irgendwann zum Kürbis und das Heischen

verschob sich auf den 31. Oktober – Halloween.

HALLOWEEN IST EIN URALTES KELTENFEST

Wer meint, Halloween sei eine rein amerikanische

Erfindung, dem sei gesagt, dass es sich dabei um

eines der ältesten Herbstfeste überhaupt handelt.

Das Wort Halloween entwickelte sich im katholischen

Irland aus dem Begriff „all hollow evening“

– der Abend vor Allerheiligen. Dennoch hat dieses

Fest so gar nichts mit der Kirche zu tun. Es handelt

sich nämlich um das keltische Neujahresfest Samhain,

welches die Kirche nie verhindern konnte

und daher mit einem eigenen Festtermin ummantelte.

Samhain war das höchste von vier keltischen

Mondfesten, die über das Jahr verteilt jeweils eine

Jahreszeit abschlossen. Der aus der Keltenzeit

stammende Kalender von Coligny belegt, dass das

einwöchige Samhainfest an einem Vollmond innerhalb

der Zeitspanne Ende Oktober Anfang November

begann. Man verabschiedete den Sommer (Samos)

mit einem großen Festmahl, bestehend aus

Schweinefleisch, das nach Ansicht der Kelten Unsterblichkeit

verlieh. Noch heute gehören Spanferkel,

Hax’n und der leckere Krustenbraten ebenso

zum Oktoberfest wie das Bier.

Am Abend vor Samhain wurden alle Feuer gelöscht

und die Feuerstellen gereinigt. Das Entzünden des

neuen Feuers durch den Druiden ließ das neue

Jahr rituell auferstehen. Das neue Feuer wurde mit

Fackeln und Laternen in einer feierlichen Prozession

durch das Dorf und in jeden Haushalt getragen.

Auch beleuchtete man den Platz des gemein-

samen Males damit. Herbstliche Laternenumzüge

gehen auf diesen Brauch zurück und sicher wanderte

schon damals so manches Licht in ausgehöhlte

Rüben oder andere geschnitzte Behältnisse,

damit der herbsttypische Wind die Flamme nicht

gleich wieder löschte. Der Weg von der Rübe zum

Kürbis führte über Irland und die Sage von Jack

O’Lantern, welche in die neue Welt reiste und von

dort als schriller, kommerzgebundener Re-Import

namens Halloween in die alte Welt zurückkehrte.

Dennoch haben selbst die Kostüme der Süßigkeiten

heischenden Halloweenkinder ihren Ursprung

im Samhainfest. An Samhain, so glaubten die Kelten,

gab es kurzzeitig eine Verbindung zwischen

den Welten. Eine dieser Welten gehörte den Lebenden,

eine den Toten und eine weitere den Göttern.

Von den Göttern erhoffte man sich Informationen

darüber, ob man in der Zukunft reich an Gut und

Kindern werden würde. Um mit den Göttern Kontakt

aufzunehmen, setzte man Tiermasken auf,

denn die Keltengötter hatten immer in einem Tier

ihre Entsprechung. Diese Masken waren sicher

nicht weniger gruselig als die Masken derer, die

sich als dämonische Geister gaben, um selbige in

die Welt der Toten zurück zu scheuchen. Maskeraden

gehörten schon bei den Kelten zu Samhain.

HARZER HEXEN HABEN KELTISCHE WURZELN

Die keltischen Jahresfeste waren keineswegs nur

auf die Inselkelten beschränkt. Imbolc (Anfang Februar),

Beltane (Walpurgis), Lughnasadh (Anfang

August) und Samhain wurden von allen Kelten gleichermaßen

gefeiert. Auch und gerade im Harz finden

sich viele Spuren früheren keltischen Lebens.

Es ist sogar anzunehmen, dass die Verbindung zwischen

dem Harz und seinen Hexen auf eben diese

keltische Besiedlung zurückgeht, denn man sagt

den mittelalterlichen Hexen nach, dass sie das

Wissen der keltischen Druiden, insbesondere deren

Heilkunst, anwendeten. Symbol des mittelalterlichen

Hexenglaubens war der fünfzackige Stern,

der nachweislich auch das Ehrenzeichen der keltischen

Druiden darstellte.

Somit wird verständlich, warum man im magischen

Harz so gern den Hexenhut aufsetzt – nicht nur an

Halloween. (ck)

25

Werkzeuge � Gartengeräte

Schließanlagen

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26 quadrat 10 / 2011

Sonne satt – aber sicher

WIE EINE KETTE VON SONNENSTUDIOS DAS MOTTO „GESUNDHEIT VOR UMSATZ“ LEBT UND DAMIT UMSATZ MACHT

Wer ein Sonnenstudio, also Sonnenbänke

betreibt, kann davon singen: Immer wie-

der geht es in Gesprächen mit Besu-

chern um die vagen Gerüchte, das Sonnenbaden

im Studio sei bedenklich. „Da bleiben wir ganz ru-

hig“, so Guido Samtlebe, Chef von vier Sonnen-

studios im Harzgebiet. Sie sind allesamt Teil einer

Sonnenstudio-Kette namens Sunpoint. Die ist mit

rund 100 eigenen und 400 Studios von Franchisenehmern

Marktführer in Deutschland. Und diese

Größe ist es, die Samtlebe so sicher macht.

Der ehemalige Geschäftsführer eines Bekleidungsproduzenten

beschloss vor elf Jahren gemeinsam

mit seiner Frau Margaretha, sich dem System Sunpoint

anzuschließen und ein erstes Studio in der

Innenstadt von Wernigerode mit neun Kabinen

einzurichten. Auf Laufkunden zielte das Angebot

und es lief gut. Bald folgte Goslar mit einem Studio

in Jürgenohl, das aktuell nur noch im Winter

aktiv ist. 14 Sonnenbänke hat das 2001 eingerichtete

Studio in Nordhausen. Und die neueste

Eröffnung im Februar 2011, wieder in Goslar,

setzt schon voll auf das veränderte Konzept, wonach

die Lage zur Laufkundschaft weniger, die

Möglichkeit für Anfahrt und Parken aber eminent

wichtig ist. Am Industriegebiet Bassgeige hat das

Ehepaar eine Art Loft-Situation in optimaler Lage

gefunden und eine sechsstellige Investition in 12

Kabinen getätigt, um ein Sonnenstudio zum Wohl-

fühlen zu errichten. Die Kunden kommen in Scha-

ren, bis zu 200 täglich.

Das aber sicherlich auch deswegen – und jetzt

kommen wir auf die Sicherheit zurück – weil hier

von Anfang an die Behutsamkeit mit der menschlichen

Haut im Vordergrund aller Betrachtungen

steht. Zunächst zur Technik. Sunpoint schreibt die

Nutzung der aktuellsten Entwicklungen auf dem

Gebiet der Sonnenbänke vor. Die Solarienkette ist

zertifiziert – weltweit als erste – nach ISO

9001:2008 durch den Technischen Überwa-


FOTOS: BERND SCHWARZ

chungs-Verein (TÜV) Rheinland und wird regelmäßig

und unangemeldet überprüft. Im Tagesbetrieb

richtet man sich nach der EU-Norm, nach

einer Vorschrift also, die schärfer ist als das noch

nicht in Kraft getretene Strahlenschutzgesetz. Die

hygienischen Kriterien unterliegen genauester Beobachtung

und Pflege; Desinfizierung nach jeder

Nutzung, Wartung und regelmäßiger Röhrenwechsel

sind Pflicht. Hier setzt der Optimismus des Inhabers

ein. Während manche Sonnenstudios Angriffspunkte

bieten, indem sie Wartungsintervalle,

Schulung der Mitarbeiter und Pflege aus finanziellen

Gründen vernachlässigen müssen, kann er

dank des Systems Sunpoint aus dem Vollen schöpfen.

Neue Röhren zum Beispiel, die je Sonnenbank

mit 500 Euro zu Buche schlagen, werden

zentral in Spitzenqualität beschafft.

Auch dem Sonnenstudio-Besucher – in 70 Prozent

aller Fälle ist es eine Besucherin – wird höchste

Aufmerksamkeit zuteil. Alle Mitarbeiterinnen in

der Kundenberatung durchlaufen eine Schulung,

die sie befähigt, exakt zu analysieren, welchen

Hauttyp die potentielle Kundin mitbringt, welche

Gewohnheiten sie in Bezug auf das Sonnenbaden

hat oder ob es ein zuvor unbekanntes Potential an

Hinderungsgründen etwa durch Medikamente oder

Gesundheitszustände gibt.

Erst dann wird eine

Empfehlung über Stärke und Dauer einer

Sonnenlicht-Bestrahlung dokumentiert und

exakt an dem jeweiligen Gerät eingestellt. 48

Stunden Pause zwischen zwei Besuchen sind

Pflicht, über 18 Jahre alt muss man sein, das ist

Gesetz, Kosmetika und Düfte sollte man vorher

nicht auf- oder frühzeitig ablegen. Zumal während

der Behandlung Klimaregulierung, Duftdusche

und musikalische Berieselung abrufbar sind.

Denn, wie gesagt, die Sonnenbänke sind, eine wie

die andere, das Modernste, was der Markt zu bieten

hat. Das spricht sich herum und so ist auch

Goslar bereits eine Erfolgsgeschichte.

Wie kommt ein Ehepaar – eben gemeinsam im zarten

Pensionsalter – dazu, sich das unternehmerische

Handeln, die Zwänge, die Ärgernisse noch

einmal anzutun. „Wir wollten schon immer selbstständig

sein. Beide kommen wir aus Selbstständigen-Familien,

da liegt es im Blut. Und früher hat

es in Perfektion noch nicht geklappt“, so Margaretha

Samtlebe. Sie ist verantwortlich für die Abläufe,

das Organisatorische ihrer drei, im Winter vier

Studios, während er sich um das Marketing bei

Sunpoint sowie um die Geschäftsführung seines

Modegeschäfts „anna S. Trendfashion“ in Wolfenbüttel

kümmert. Und er fügt hinzu: „Hier bei Sunpoint

arbeiten wir mit einem System, das es uns

erlaubt, selbst etwas für unsere Gesundheit zu

� quadrat 10 / 2011 27

Links: Margaretha (sitzend), Guido Samtlebe und

einige ihrer Mitarbeiterinnen.

Rechts: Hochmoderne Sonnenbänke werden von

geschulten Mitarbeiterinnen bedient.

tun. Denken Sie nur an die Vitamin D-Produktion,

die viel für den Körper bedeutet, Regulation des

Blutdrucks, Stärkung der Immunfunktionen, Knochendichte“.

Und es ist ein System, das es ihnen erlaubt, auch

einmal Pause und Ferien zu machen. Frage: Was

ist, wenn man eines Tages nicht mehr will? Antwort

von Guido Samtlebe: „Vermutlich wird dieser

Tag nie eintreten. Wir sind weitläufig verwandt mit

Jopi Heesters“. (tg)

Sunpoint Studios:

Goslar Bornhardtstr. 2b, Tel. 05321 334 95 89

Danziger Str. 67, Tel. 05321 35 20 08

Wernigerode Burgstrasse 4

Telefon 03943 60 49 80

Nordhausen Gerhart-Hauptmann-Str. 1c

Telefon 03631 47 67 72

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28 quadrat 10 / 2011 � SPITZMARKE


BETTINA UND DR. OLIVER JUNK

ganz privat � quadrat 10 / 2011 29

GANZ PRIVAT FOTOS: STEFAN SOBOTTA, FOTOGRAFIERT IM CAFÉ AM MARKT, GOSLAR

Bettina und Dr. Oliver Junk, ihre beiden Töchter und ihr Hund sind die sicherlich prominentesten

Neubürger in Goslar. Die Wahl des CSU-Politikers zum Oberbürgermeister der

Kaiserstadt hat bundesweit in den Medien Wellen geschlagen. Wir sprachen mit dem

Paar am Tag von Dr. Oliver Junks Amtsantritt.

Sie haben zur Zeit einen vollen Terminkalender...

Oliver Junk: Ich habe heute um zehn Uhr meine

Unterschrift geleistet, die Wahl angenommen. Mit

Annahme der Wahl habe ich die Amtsgeschäfte

aufgenommen. Es war mein erster Arbeitstag jetzt,

wobei der Begriff Arbeitstag vielleicht ein biss-

chen falsch ist: Das war mein erster Schnuppertag.

Wie fühlt sich das an, so ganz schnell ins kalte

Wasser geworfen zu werden?

Oliver Junk: Ich habe schon Respekt vor der Aufgabe.

Das ist Verantwortung, die jetzt auf meinen

Schultern lastet.

Was erhoffen Sie von Ihrer neuen Aufgabe in Goslar?

Oliver Junk: Ich erwarte, dass wir jetzt den Neuanfang,

den so viele erwarten, auch schaffen. Da

ist ja diese große Sehnsucht nach dem Neuanfang.

Um den zu schaffen, müssen jetzt alle mal zusammen

arbeiten. Ich möchte meinen Beitrag dazu

leisten, nicht nur damit, dass ich erfolgreich arbeiten

will, sondern, dass ich es auch schaffe,

Transparenz in die Entscheidungen zu bekommen.

Rat, Verwaltung, Bürgerschaft sollen alle mitgenommen

werden und sich gemeinsam auf Ziele

einigen und Ziele abstecken. Ich möchte alle zusammen

hinter eine Sache bringen. Ich bin sicher,

dass dies gelingt. Es werden auch viele sein, die

mithelfen wollen. Deswegen muss man daran arbeiten

und muss jede Entscheidung, die man

trifft, auch transparent machen.

Für Sie ist das natürlich auch privat ein völliger

Neuanfang...

Bettina Junk: Das fühlt sich zwar einerseits alles

neu an, andererseits aber auch nicht, da wir so

herzlich aufgenommen und empfangen wurden.

Uns wurde sofort Unterstützung angeboten, dass

wir anrufen können, wenn Probleme da sind, damit

wir uns auch tatsächlich wohl fühlen. Unabhängig

voneinander haben wir auch schon Kontakte

geknüpft. Das geht natürlich auch über die Kin-


30 quadrat 10 / 2011 � ganz privat

der. Das ist der Bonus, den ich mit einbringen

kann. Es kommt mir schon so vor, als wäre es keine

fremde Stadt mehr für mich. Die letzten drei

Wochen des Wahlkampfes haben wir in einer Ferienwohnung

in der Worthstrasse gewohnt und da

kennt man schon mal den einen oder anderen

Weg. Man hält mal hier ein Pläuschchen, da ein

Pläuschchen. Ich fühle mich hier schon angenommen

und nicht wie eine Wildfremde, die ich ja eigentlich

bin.

Dieses Amt ist ja auch ein Job, den man nicht so

einfach kündigen kann?

Oliver Junk: Diese Kandidatur ist schon eine Le-

bensentscheidung und das empfinden wir beide

auch so: Es beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Davor lebten Sie viele Jahre in Franken. Haben Sie

sich dort auch kennengelernt?

Oliver Junk: Die Universität ist sozusagen die Part-

nerbörse…

Bettina Junk: ...wobei ich das auch nicht gedacht

hätte, als ich ihn da den ersten Abend gesehen

habe...

Oliver Junk: Wir sind beide keine Franken, haben

uns über die Universität in Bayreuth während des

Jurastudiums kennen gelernt und sind dort hängen

geblieben. Es waren gute Jahre. Wir haben

2006 geheiratet, haben in Bayreuth ein Haus gekauft

und eine Familie gegründet. Das war natürlich

eine schöne Zeit.

Ist Franken nicht deutlich anders als der Harz?

Oliver Junk: Mittelfranken ist schon deutlich an-

ders, aber in Oberfranken findet man Parallelen

zwischen dem Harz und dem Fichtelgebirge, zwi-

schen der Stadt Bayreuth und der Stadt Goslar,

auch wenn Bayreuth natürlich größer ist. Da sind

nicht alle Problemstellungen ganz verschieden:

ehemaliges Zonenrandgebiet, Fördergefälle, Bevöl-

kerungsschwund, keine einfache finanzielle Situa-

tion für die Kommunen, touristisch durch die Tei-

lung profitiert, Stichwort: Berliner. Dann wurde

auch nicht richtig weiter investiert, weil es ja alles

gut ging, bis der große Knall kam, für die einen im

positiven und die anderen im negativen Sinne. Und

jetzt muss man sich wieder aufrappeln und aus

dem Jammertal kommen. Ich habe mich an vielen

Stellen auch hier im Wahlkampf erinnert an Bay-

reuth. Das sind auch Themen, über die wir in der

Vergangenheit schon gesprochen haben und so ist

es vielleicht ganz positiv, dass man den einen oder

anderen Aspekt, der schon einmal von einer anderen

Seite beleuchtet wurde, hier einbringen und

die Frage stellen kann: Müssen wir das wirklich so

machen, müssen wir wirklich den alten Trampelpfad

gehen oder können wir das nicht auch mal von

einer anderen Richtung aus beleuchten? Natürlich

auch, weil man die Stadt noch nicht in Schwarz

und Weiß geteilt hat und das bleibt hoffentlich so.

Nicht Freund und Feind, sondern ich will jedem

ganz unbefangen entgegentreten und sagen: Wir

wollen zusammen etwas tun!

Wie erleben Sie es, Oberbürgermeister in einer

Stadt geworden zu sein, die einen sehr hohen

Altersdurchschnitt hat?

Oliver Junk: Ich merke schon, dass man hier nicht

mit sehr vielen jungen Familien gesegnet ist. Das

spüre ich, wenn ich hier unterwegs bin. Auf der

anderen Seite war es im Wahlkampf sehr spannend

festzustellen, dass gerade die aus der älteren

Generation mich gewählt haben. Ich habe oft gehört:

Wir müssen etwas für unsere Jugend tun.

Diese Menschen wollen nicht, dass die Stadt vergreist,

die wollen junge Impulse.

Ihre Aktivitäten bei Facebook wurden im Wahlkampf

thematisiert...

Oliver Junk: Da war ich ja auch vorher schon unterwegs.

Das gehört dazu. Ich habe gemerkt, dass

es ein wichtiger Pluspunkt war, weil sich diese

Dinge multiplizieren. Ein 16- oder 17-Jähriger

spricht über das, was er wählt oder wie er Sachen

politisch einschätzt, nicht im Freundeskreis, sondern

erst einmal in der Familie. Die Multiplikation

an den Küchentischen habe ich dadurch natürlich

auch erreicht. Wenn ich dann die Familien einmal

über Facebook und dann noch über den Besuch

an der Haustür erreicht habe, was mir oft passiert

ist, dann habe ich den besten Effekt: Präsenz

überall.

Wollen Sie das auch im Amt fortsetzen?

Oliver Junk: Ja, aber präsent zu sein heißt nicht,

jeden Termin zu besetzen. Der Oberbürgermeister

ist nicht der, der von morgens bis abends möglichst

viele Repräsentationstermine wahrnehmen

sollte, damit ihn viele sehen und er viele Zeitungsbilder

bekommt. Der wichtigste Teil ist harte Arbeit.

Neben dem politischen Engagement gibt es aber

auch die sportliche Leidenschaft in der Familie?

Bettina Junk: Genau, ich habe zwar auch Jura stu-

diert, aber in der Winterzeit widme ich mich meiner

Ski-Leidenschaft. Ich habe im Fichtelgebirge

als geprüfte Skilehrerin gearbeitet, was beim hiesigen

Stadtmarketing sehr gern aufgenommen

wurde. Ich habe unserer vierjährigen Tochter auch

das Skifahren beigebracht, obwohl ich das eigentlich

nicht machen, sondern den Kollegen überlassen

wollte. Dann habe ich sie aber, statt sie in den

Kindergarten zu bringen, zum Unterricht mitgenommen.

Sie hat sich dort in der Gästegruppe gut

eingegliedert und deshalb noch vor ihrem vierten

Geburtstag Ski fahren gelernt. Das hätte ich selbst

nie gedacht, aber sie hat richtig Ehrgeiz entwickelt.

Es macht ihr viel Spaß.

Und Ihre Interessen, wenn mal kein Schnee

liegt?

Bettina Junk: Ich bin sehr an Kunst und Kultur

interessiert. Diese kulturelle Vielfalt, die es hier


in Goslar gibt, begeistert mich. Was es hier alles

zu erleben, zu bestaunen und zu hören gibt, ist

beeindruckend. Ich liebe die Musik, ich liebe die

Kunst, so sie mich nicht erschlägt. Da war ich

schon positiv überrascht. Diese Vielfalt kenne ich

von Bayreuth nicht. Was die Leute hier im Privaten

für sich auf die Beine stellen, um in den Genuss

von Kultur zu kommen, ist außergewöhnlich.

Wie erleben Ihre Kinder den Ortswechsel?

Bettina Junk: Gut für uns ist es, dass sie noch

nicht in der Schule sind. Auf der anderen Seite

wären auch die letzten Wochen gegangen, weil da

in Bayern noch Sommerferien waren. Und so kann

man jetzt schauen, dass man die Kinder bei den

Großeltern mal „zwischenparken“ und hier in Ruhe

nach einer Unterkunft suchen kann, so dass es

ab November hier in Goslar vor Ort richtig weiter

geht. Sie haben es aber gut mitgemacht. Davor

hatte ich schon etwas Bammel gerade mit der Großen.

Was wirklich zieht, sind Omi und Opi in der

Nähe. Was uns wirklich gut in die Karten gespielt

hat, ist, dass die Größere im Kindergarten am

Markt als Gastkind schon angenommen werden

konnte. Das war klasse.

Wie hat sich Lokalpolitik in den zwanzig Jahren,

in denen Sie politisch aktiv sind, verändert?

Oliver Junk: Die Spielräume sind nicht mehr so

groß wie früher. Oberbürgermeister und Räte haben

sich ja dadurch ausgezeichnet, dass sie segnend

durch die Stadt gelaufen sind und Geld verteilt

haben, was man zum damaligen Zeitpunkt

schon nicht mehr hatte. Wir, die Jungen, waren

die, die sich vorsichtig erlaubt haben, die Frage zu

stellen, ob man Lasten immer nur in die nächsten

Generationen schieben kann. Ob man eigentlich

jedes Jahr mehr Geld ausgeben muss, als man hat,

damit man wieder gewählt wird und dadurch Gestaltungsspielräume

in der Zukunft verengt. Man

hat gespürt, wie schnell das dann ging, dass auch

für kommunale Haushalte zu einem harten Thema

geworden ist, wie wir mit Schulden umgehen wollen.

Wenn man mit Leuten spricht, die früher Lokalpolitik

gemacht haben, hört man immer, dass

es früher leichter war: Der eine hat gesagt, wir

brauchen dies, der andere hat gesagt, wir brauchen

das. Das Ergebnis war, dass beides gemacht

wurde. Jetzt ist Politik Arbeit. Da hat sich Vieles

verändert.

Gibt es neben der Politik noch Hobbys?

Oliver Junk: Bisher war die Politik in der Tat das

einzige Hobby. Ich habe jetzt seit 20 Jahren Politik

gemacht und das sehr intensiv. Das war mein

Ausgleich zum Beruf. Es ist natürlich auch phantastisch,

wenn das, was Lebenszufriedenheit und

Erfüllung gibt, zum Beruf gemacht wird. Darauf

freue ich mich. Ich hoffe natürlich, dass ich mir

auch Freiräume schaffen kann bei einem Terminkalender,

der von Vielen sehr voll geschrieben

wird. Es muss auch Zeit bleiben für Familie, für

gemeinsamen Sport. Wir sind früher immer gern

und viel gelaufen mit dem Hund. Das hat im letzten

Jahr leider nicht immer so geklappt wie vorher.

Ich mache ja nicht Sport, um die Kinder gleichzeitig

zum Babysitter zu geben. Das wäre Quatsch.

Das muss sich alles jetzt einspielen. Von einer Modelleisenbahn

träume ich jetzt aber noch nicht...

Bettina Junk: ...die Carrerabahn verstaubt auch

auf dem Dachboden...

Oliver Junk: Ich freue mich darauf, den Harz und

die Gegend besser kennen zu lernen. (sts)

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32

DEMNÄCHST IM CINEPLEX GOSLAR

JOHNNY ENGLISH – JETZT ERST RECHT

AB 6.10.2011 IM KINO!

Englands tollpatschigster MI-7-Agent ist zurück und soll die fi nsteren Pläne einer

Gruppe internationaler Killer durchkreuzen, die den chinesischen Staatschef ermorden

und damit die Welt ins Chaos stürzen wollen. Voller Elan und unerschütterlichem

Selbstbewusstsein stürzt sich Johnny English in die Arbeit, tapst in

jede Falle und tritt in sämtliche Fettnäpfchen. Trotzdem gelingt es ihm am Ende

auf seine ganz eigene Art, die Welt zu retten – nachdem er zuvor für reichlich

Chaos gesorgt hat.

Energiegeladene Fortsetzung der Agentenparodie mit Rowan Atkinson.

LAURAS STERN

UND DIE TRAUMMONSTER

AB 13.10.2011 IM KINO!

Als ihr kleiner Bruder Tommy behauptet, dass Traummonster seinen Beschützmich-Hund

entführt haben, bittet Laura ihren Stern um Hilfe. Der bringt die beiden

Kinder mit Hilfe seines Sternenstaubs in die kunterbunte Traumstadt, wo sie

nach vielen aufregenden Abenteuern Tommys liebs tes Spiel zeug aus den Händen

der lichtscheuen Traummonster befreien.

Farbenfrohes, fantasievolles Trickfi lm-Abenteuer.

Cineplex Goslar

Carl-Zeiß-Straße 1 · 38644 Goslar · Tel. 0 18 05 - 54 66 47*

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DIE ABENTEUER VON TIM UND STRUPPI –

DAS GEHEIMNIS DER EINHORN

AB 27.10.2011 IM KINO!

Der furchtlose, junge Reporter Tim und sein treuer Hund Struppi scheuen für eine

gute Story keine Gefahren und keine noch so weite Reise. Als ihnen der raubeinige

Kapitän Haddock eines Tages von einem versunkenen Schatz erzählt, beginnt

ein verrücktes Abenteuer, bei dem sie es mit zwei tollpatschigen Detektiven

und einem fi esen Piraten zu tun bekommen.

Aufsehenerregende Verfi lmung der Kult-Comics von Steven Spielberg.

ANONYMUS

AB 3.11.2011 IM KINO!

Das elisabethanische England wird geprägt durch politische Intrigen, verbotene

Romanzen am königlichen Hof und Machenschaften habgieriger Aristokraten,

die den Thron an sich reißen möchten. Doch es ist auch die Zeit, in der William

Shakespeare seine berühmten Stücke schreibt. Oder war er es gar nicht selbst,

sondern Edward De Vere, der Earl von Oxford?

Fesselnder Thriller von Roland Emmerich („Independence Day“).


CLASART Classic präsentiert die Bolschoi-Saison 2011/2012

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WEITERE INFOS UNTER WWW.CINEPLEX.DE

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34

THW Zivilschutz

Das Technische Hilfswerk (THW) wird in die-

sem Jahr 51 Jahre alt. Die Notwendigkeit

des nicht-militärischen Schutzes der Zivilbevölkerung

vor Kriegseinwirkungen und deren

Beseitigung waren die ursprünglichen Gründe für

die Einrichtung des Technischen Hilfswerkes.

Heute sind die Helfer in Blau vor allem bei technischen

Hilfeleistungen im Katastrophenfall anzutreffen.

Gerade bei Hochwassereinsätzen haben

die Ehrenamtlichen wichtige Arbeit geleistet. Und

auch bei Katastrophen im Ausland sind THW Leute

weltweit stets schnell vor Ort.

AUFGABEN LÖSEN

Günter Nenning ist der Ortsbeauftragte des THW

in Goslar. „Wir sind im Geschäftsführerbereich

Göttingen zehn Ortsverbände“ erklärt er die Struktur

des THW. In ganz Niedersachsen gibt es sechs

Geschäftsführerbereiche. Das Konzept des THW

sieht für jeden Landkreis und für jede kreisfreie

Stadt mindestens einen Ortsverband vor, deutschlandweit

gibt es derzeit 669 Ortsverbände. Jedem

Ortsverband steht der Ortsbeauftragte als ehrenamtlicher

Behördenleiter vor. Er wird vertreten

durch den stellvertretenden Ortsbeauftragten, der

gleichzeitig auch Leiter des OV-Stabs ist. Daneben

steht mindestens ein Technischer Zug als Einsatzeinheit

eines Ortsverbandes. Die Mitglieder dieses

Technischen Zuges sind in ganz Deutschland

gleich ausgebildet und können so bei Großschadenslagen

optimal zusammenarbeiten. Die Geräteausstattung

und die Ausbildung der Helfer zielt

hier vor allem auf Bergungsaufgaben ab. Einsätze

sind zum Beispiel bei Trümmerlagen vorgesehen.

Zusätzlich sind die Goslarer auf Infrastruktur spezialisiert.

Sie werden beispielsweise beim Bau von

Zeltlagern tätig, aber auch bei eher seltenen Maßnahmen

wie dem Bau von Seuchensperren, wie sie

Arbeiten mit einem Trennschleifer

HILFELEISTUNGEN IM KATASTROPHENFALL

beim Ausbruch von Maul- und Klauenseuche nötig

sein können. Sie gewährleisten die Verfügbarkeit

von Wasser und Strom auch unter widrigen Bedingungen.

Jeder THW Ortsverband hat solche speziellen

Komponenten. In Clausthal ist es die schwere

Räumgruppe, die mit Radladern und LKWs eingesetzt

werden kann. In Holzminden ist das Thema

dieser Spezialisten die Abwendung von

Wassergefahren. So kann das THW bei schweren

Unfällen, Unwettern, Erdrutschen, Hochwassern

und Gebäudeeinstürzen helfen.

Für Einsätze im Ausland wurde Ende der achtziger

Jahre die Schnelleinsatzgruppe Bergung im Ausland

(SEEBA) geründet. Jens Olaf Knapp, einer

der Goslarer Kameraden, ist bei dieser Gruppe dabei

und deshalb auch zum Ortsverband Göttingen

gewechselt, der mit zur SEEBA gehört. Gerade solche

Auslandeinsätze, die oft mehrere Wochen dauern

können, sind eine starke Belastung für Angehörige

und Arbeitgeber, die natürlich dieses ehrenamtliche

Engagement der Helfer voll unterstützen

müssen.

VIELSEITIGE TECHNIK

Günter Nenning freut sich auch über die starke

Goslarer Jugendgruppe. Zwischen 25 und 30 Mädchen

und Jungen erscheinen alle 14 Tage zum

Dienst auf dem THW-Gelände in der Bassgeige.

Mitmachen können alle zwischen zehn und 17

Jahren. „Dort führen wir sie langsam und spielerisch

an die Aufgaben des THW heran“ sagt Nennert.

Wer älter ist, geht dann in den aktiven Dienst

und macht seine Grundausbildung, in der unter

anderem der Umgang mit der Kettensäge, mit Aggregaten,

Greifzügen, hydraulischem Gerät und

anderer Technik geübt und erlernt wird. Die Arbeit

im THW ist also etwas für Technikbegeisterte.

Schon lange ist das THW keine reine Männerdomäne

mehr. Immer mehr Mädchen und Frauen

FOTOS: STEFAN SOBOTTA


entdecken dieses Ehrenamt für sich,

wie Nina Schubert. Die Studentin

aus Clausthal-Zellerfeld arbeitet als

THW IST OFT FAMILIENSACHE

Assistentin des Zugtruppführers, der

im Einsatz die Arbeit der Helfer koor-

diniert und lenkt. „Das THW ist für

mich ein Ausgleich zur Uni“, be-

schreibt die junge Frau ihre Motivation.

„Statt nur am Schreibtisch zu

sitzen, kommt man hier mal wieder

raus und hat mit anderen Leuten zu

tun.“ Viele, wie auch Günter Nennert,

sind dabei, weil es eine Familienangelegenheit

ist: Eltern, Kinder,

Cousins, viele haben sich gegenseitig

mitgebracht. Auch Wolfgang Feuerstarke,

der stellvertretende Ortsbeauftragte,

ist schon als Sechsjähriger

von seinem Vater mit zum Dienst genommen

worden und auch seine beiden

Brüder und Neffen waren dabei.

Auch ihm gefällt vor allem der Um-

gang mit der umfangreichen Technik.

Kurt Köher, der Gruppenführer der

ersten Bergungsgruppe, ist seit vielen

Jahren dabei. „Mich begeistern

die Vielfältigkeit und die unterschiedlichen

Einsatzaufgaben, die

wir hier haben“, beschreibt er seine

Motivation, dabei zu sein. „Für mich

ist der Reiz, mit jungen Leuten zu arbeiten,

im Team zu arbeiten und eine

Aufgabe zu erledigen und abzuarbeiten“,

fügt er hinzu. In seiner Position

ist er auch für die Ausbildung der

Mitglieder seiner Gruppe an allen

technischen Geräten zuständig.

Wer sich für eine Mitarbeit im THW

interessiert, findet allgemeine Informationen

im Internet unter www.thw.

de speziell zum Ortsverband Goslar

unter www.thw-goslar.de und zum

Ortsverband Clausthal unter www.

thw-clausthal.de (sts)

Oben: Hebeübung mit Hydraulikstempeln

und Hebekissen

Links: Nina Schubert nimmt eine

Kettensäge vom Gerätekraftwagen

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Zumba

Deine Harzer Fitnesswelt - familiär und fair.

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8. Italienisches

eine Stadt am Harz regelmäßig Besuch von

Menschen aus einer Region Europas erhält,

die lange Zeit die Sehnsucht deutscher Urlauber

war: Süditalien. Liegt doch dort das vielfach besungene

„Bella Napoli“, die Trauminsel Capri und

natürlich auch das „sonnige Sorrent“, das die romantische

Stimmung für eine Reihe deutscher

Schlager der fünfziger Jahre geliefert hat.

Aber die Zeit, die für die Vorstellungen der Deut-

schen von südlicher Romantik gekennzeichnet

war, war für viele Italiener ein Grund, ihre Heimat

– wenigsten vorübergehend – zu verlassen. Als

Gastarbeiter kamen viele, für die es in Süditalien

keine entsprechenden Arbeitsmöglichkeiten gab,

nach Deutschland. Dies galt auch für die Menschen

im Städtchen Montecorvino Rovella: Es liegt

in der Region Kam panien, 70 km südlich von Neapel,

in der Nähe von Salerno, der Provinzhauptstadt,

nur wenige Kilometer vom Meer entfernt.

Der Ort befindet sich auf 290 Höhenmetern, und

ist von vielen höheren Bergen umgeben. Den Namen

Montecorvino tra gen zehn Orte in nächster

Umgebung, die zur Unterscheidung noch Beinamen

erhalten haben. Montecorvino Rovella zählt

als Hauptort 12.500 Einwohner.

Die ersten Montecorvineser fanden in den 50-er

Jahren des letzten Jahrhunderts zunächst in der

alten Ziegelei, danach in den Seesener Blechwaren-

und Konser venindustrien eine Anstellung. Im

Verlaufe mehre rer Jahre wuchs die Zahl auf ungefähr

130 Einwohner an, wobei viele dann schließlich

in ihre Heimat zurück gekehrt sind. Einige

aber sind geblieben. Sie haben Familien gegründet

und mit ihren Kindern in Seesen eine neue

FOTOS: WIKIPEDIA UND HANS-GEORG WÖHLE Es ist erst einmal ziemlich merkwürdig, dass

Konzert

SANKT-ANDREAS-KIRCHE, SEESEN – 15. OKTOBER 2011, 19.00 UHR

Existenz aufgebaut. Inzwischen ist nun auch die

Enkelgeneration herangewachsen und somit liegt

es gar nicht so fern, familiäre Wurzeln zu pflegen.

Diese jüngere gemeinsame Geschichte hat schließlich

2005 dazu geführt, Partnerschaftsvereine in

Seesen und Montecor vino zu gründen, die inzwischen

zu einem regen kulturellen Austausch mit

vielen Veranstaltungen beigetragen haben.

Dazu zählen die italienischen Konzertabende in

Seesen, die bereits dank hervorragender Sänger/innen

eine überregionale Resonanz gefunden haben.

Aber auch weitere Aktivitäten wie Kunstausstellungen,

Theater- und Musicalaufführungen sowie

die Pflege der Folklore beider Regionen spielen

keine unwesentliche Rolle. Reisen nach

Kampanien, Apulien, Kalabrien und Sizilien, aber

auch Gegenbesuche in Seesen haben Lebensweise

und KuItur des jeweils Anderen erfahren, gemeinsam

erleben und verstehen lassen.

So dürfen sich nun alle Liebhaber italienischer

Musik auf ein besonderes Ereignis freuen: Im Rahmen

der Städtepartnerschaft zwischen Seesen und

Montecorvino Rovella werden beim nunmehr achten

Italienischen Konzert Musiker aus Italien in

der wegen ihrer Akustik weithin gerühmten Sankt-

Andreas-Kirche auftreten. Anschließend an das

Konzert folgt eine Begegnung mit den Künstlern

im Kirchenzentrum. Bei einem Glas Rotwein, einer

kleinen italienischen Speise und angeregten Gesprächen

klingt der Abend dann für alle aus.

Es liegt nahe, dass die intensive und anregende

Atmosphäre solcher Veranstaltungen inzwischen

Beweggrund für eine Reise Richtung Harz für die

Künstler geworden ist. Für ihren Auftritt in Seesen

spitzmarke � quadrat 10 / 2011 37

unterbrechen sie nämlich ihre jeweiligen Ver-

pflichtungen an italienischen Opernhäusern! Wie

schon im vergangenen Jahr, werden auch in diesem

Jahr Massimiliano Franchina (Pianoforte),

Gioconda Vessichelli (Sopran), Elisabetta Basirico

(Mezzosopran), Paolo Bartolucci (Tenor) und Maurizio

Zanchetti (Bariton) den Abend gestalten.

Hochkarätig sind die Stimmen in jeder Tonlage,

von ebensolcher Qualität ist die Begleitung auf

dem Steinway-Flügel. Sie garantieren einen Genuss,

der wieder einmal – ganz italienisch – Herz

und Ohren verzaubern wird. (sg)


38 quadrat 10 / 2011 � reingehört

REINGEHÖRT

OKTOBER

WYNTON MARSALIS &

ERIC CLAPTON

PLAY THE BLUES LIVE FROM JAZZ

AT LINCOLN CENTER [CD+DVD]

RHINO

Große Kino, tatsächlich! Trompeterlegende

Wynton Marsalis und Gitarrengott

Eric Clapton haben sich mit nicht

minder hochkarätiger Truppe zusam-

mengetan, um, recht opulent arrangiert,

Klassikern aus eigener und fremder

Feder ein neues Gewand zu verleihen.

Dass dabei statt Altherrensentimentalität

in den besten Momenten eher

Altersweisheit entstanden ist, liegt mit

Sicherheit auch daran, dass man das eigene

Alter auf der Bühne nicht leugnet,

sondern integriert. Claptons Stimme, die

sich durch Downtempo-Versionen allseits

bekannter Songs wie „Layla“ oder „Ice

Cream“ kratzt und arbeitet, sollte man

gehört haben. Wahrheit statt Hochglanz!

BARBARA STREISAND

WHAT MATTERS MOST [DOPPEL-CD]

SMI COL

Gut zu wissen, dass Barbara Streisand

wohlauf ist. Dem Einen ist sie als Film-

star seit „Is’ was, Doc?“ unvergesslich,

andere präferieren ihre Qualitäten als

Chanson-Sängerin. Auf diesem Album

verbindet sich beides: „What Matters

Most“ ist als reines Tributalbum ihren

Freunden, dem Filmschreiber- und

Komponistenehepaar Alan und Marilyn

Bergman, gewidmet. Seit den frühen

Sechzigern kennen sie sich und haben

gemeinsam an kleinen und Riesenprojekten

(z. B. „Yentl“) gearbeitet. Der

starke persönliche Bezug, die große

Freundschaft, die Liebe zu der hier präsentierten

Arbeit, wird beim Hören mehr

als deutlich.

VARIOUS ARTISTS

EARLY RAPPERS: HIPPER THAN HOP

– THE ANCESTORS OF RAP / PT. 1

TRIKONT

Wer hier HipHop vermutet, liegt knapp

daneben. Diese Zusammenstellung führt

den Hörer durch ein Jahrhundert Musik-

geschichte und eint dabei Künstler wie

Cab Calloway, Bo Diddley, Chuck Berry,

The Last Poets, Lightnin’ Slim, U-Roy,

Gene Miller, Andre Williams und mehr;

Künstler, die Lieder schufen, in denen

das Wort diesseits vom Gesang sich in

der Musik neue Möglichkeiten erschloss.

Ob (Talking) Blues, Reggae,

Jazz (Scat), Rock’n’Roll, Straßenmusik

oder Novelty: Die hier präsentierten

Songs setzten sich über gängige Muster

hinweg, unterhielten dabei einfach nur

oder klärten auf − verliehen aber der gesanglich,

rhythmisch genutzten Sprech-

Stimme bis dato ungeahnte Inhalte. Extrem

vielfältig und spannend!

SHARON ISBIN &

FRIENDS

GUITAR PASSIONS

SONY CLASSICAL

Vor zwei Jahren spielte Sharon Isbin,

ihres Zeichens Gitarristin von Weltformat,

noch mit Geiger Joshua Bell bei

Barack Obama, 2010 gewann sie den

Grammy. In diesem Jahr trifft sie auf

ihrem neuen Album auf zahlreiche Kollegen

gleicher Klasse. Ob Steve Vai,

Nancy Wilson, Rosa Passos oder Steve

Morse, mit allen unternimmt sie

Gitarrenex kursionen, in denen Stile und

Techniken erkundet werden, woraus

interes santeste Fusionen entstehen.

Für alle Profis um das Instrument ist

dieses Album ein Muss.

KAMMERFLIMMER

KOLLEKTIEF

TEUFELSKAMIN

STAUBGOLD

Seit Jahren erstaunt das deutsche Kammerflimmer

Kollektief seine Fans mit

immer neuen Varianten seiner musikalischen

Zusammenkünfte. Dieses Mal

wird der Hörer durch hypnotische und

trotzdem sehr melodiöse Songs, die von

betörendem Gesang und nächtlichen

Surfgitarren getragen werden, erstaunt,

Popmusik eigentlich, aber doch viel

mehr, vermag diese außergewöhnliche

Musik es doch, dass sich alle Zeit ver-

liert und man sich an unbekannten

nächtlichen Stränden wähnt, mitunter

gar im Innern einer Welle, die in Zeit lupe

bricht und im Mondlicht all ihre Schönheit

preisgibt.

GARY NUMAN

DEAD SON RISING

MORTAL RECORDS

Unsterblich geworden ist Gary Numan

mit seinen die Achtziger Jahre einläutenden

Welthits „Are ‘Friends’ Electric?“

und „Cars“, seitdem gilt er als einer der

Pioniere elektronischer Popmusik. Nach-

folgende Alben fielen düsterer aus und

gaben sich sperrig, so dass Numan abseits

der Hitparaden seinen musikalischen

Visionen folgte, sentimentale

Best-Of-Touren mit Altaufgewärmten

waren nie ein Thema für den Künstler.

Auch „Dead Son Rising“ ist kein Album

zum Nebenbeihören, zu vielschichtig die

Songs, in denen Reminiszenzen an

zahlreiche Musikstile der letzten Jahrzehnte,

von New Wave über Gitarrenrock

bis Techno, anklingen. Von daher

ist dieses Album für Musikkenner, die

gern tief in der Materie verweilen, ein

Hochgenuss. (ap)


ANGELESEN

OKTOBER

SO SPRACH ACHILL

ALESSANDRO BARICCO

HANSER

Das älteste Epos des Abendlandes

in einer neuen Bearbeitung: In Alessandro

Bariccos Nacherzählung der

„Ilias“ soll nicht die Muse „den Zorn

des Achilles“ singen, sondern die

Figuren selbst kommen zu Wort. Der

edle Hektor, der listenreiche Odysseus,

der rachsüchtige Achilles und

der göttergleiche Paris schildern die

blutigen Schlachten der Antike zwischen

Griechen und Trojanern aus

ihrer ganz persönlichen Perspektive.

DIE 4-STUNDEN-

WOCHE

TIMOTHY FERRISS

ULLSTEIN

Warum arbeiten wir uns eigentlich

zu Tode? Haben wir nichts Besseres

zu tun? „Und ob“, sagt Timothy Ferriss.

Der junge Unternehmer darf als

ehemaliger Workoholic bezeichnet

werden. Doch dann erfand er MBA

− Management by Absence − und

ist seitdem freier, reicher, glücklicher.

Mit viel Humor, provokanten

Denkanstößen und erprobten Tipps

erklärt Ferriss, wie sich die 4-Stunden-Woche

bei vollem Lohnausgleich

verwirklichen lässt. Der Wegweiser

für eine Flucht aus dem Hamsterrad

und ein Manifest für eine neue Gewichtung

zwischen Leben und Arbeit.

BILAL

FABRIZIO GATTI

RORORO

Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf

der Route vom Senegal nach Libyen

und weiter zur Insel Lampedusa.

Bilal ist der renommierte Journalist

Fabrizio Gatti, der sich als Migrant

unter die anderen gemischt hat, um

zu erleben, was sie erleben. Auf

klapprigen Lastwagen durchqueren

sie zu Hunderten die Sahara, unter

unvorstellbaren Entbehrungen begeben

sie sich auf einen Schreckensweg,

der in Europa meist in ei-

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DER SCHMERZ

DER ENGEL

JON KALMAN STEFANSSON

PIPER

„In den Wintern sind die Nächte

dunkel und still, wir hören die Fische

auf dem Meeresgrund atmen.

Der Schnee fällt so dicht, dass er

Himmel und Erde miteinander verbindet.“

Während der Junge den

anderen bei Schnaps und heißem

Kaffee in der Gaststube aus Shakespeares

„Hamlet“ vorliest, entrinnt

Jens, der Postmann, knapp dem Tod:

Festgefroren auf seinem Pferd erreicht

er die Herberge, im Gepäck

zwei Leichen und die Postkiste. Auf

seine nächste Reise in die weiten

Fjorde wird der Junge ihn begleiten,

und beide müssen für ein ungewöhnliches

Poststück ihr Leben

aufs Spiel setzen.

KURIOSES AUS

VENEDIG

DONNA LEON

DIOGENES

Ein Goldfisch steckt in der Kehle der

Leiche, der Tote liegt in einer Wasserlache

− er wurde mit einem

Plas tikbeutel erstickt. Die junge

Kommissarin Grazia Negro kann

sich keinen Reim auf die seltsame

Inszenierung des Tatortes machen.

Da das Opfer aus Vigàta, der Heimat

Salvo Montalbanos, stammt, bittet

sie ihren sizilianischen Kollegen um

Hilfe. Als Grazia kurz darauf von

höchster Stelle jedes weitere Eingreifen

untersagt wird, ahnt sie,

dass sie und der Commissario es

mit einer hochbrisanten Angelegenheit

zu tun haben. (nm)

39


40 quadrat 10 / 2011 � kultur 2

KULTUR KURZ-

MELDUNGEN

OKTOBER

BARBARA RUSCHER/

CHRISTIAN HIRDES

KABARETT

KULTURKRAFTWERK GOSLAR

01. OKTOBER 2011, 20.00 UHR

Die studierte Pianistin Barbara Ruscher

widmet sich den gesellschaftlichen

Themen Deutschlands im dritten

Jahrtausend. Einmal von der attraktiven

Kabarett-Lady Ruscher in

den Bann gezogen, kann man nicht

genug bekommen von ihrem meisterlichen

Cross-Over zwischen Kabarett-

Stand-up und schrägen Pop-Songs,

von ihren großartigen Texten über die

Erotik von Duschvorhängen, kommunistischem

Gebäck und BoFrost-Männern,

die sich portioniert in Kühltruhen

stapeln. Durchgeknallt! Schräg!

Großartig!

Christian Hirdes, Gewinner der renommiertesten

Kleinkunstpreise:

„Prix Pantheon", der „St. Ingberter

Pfanne", des „Tegtmeiers Erben" sowie

dem Jury- und dem Publikums-

preis der „Heilbronner Lorbeeren“,

ist „fast" erwachsen geworden! Der

liedermachende Kabarettist und Wortakrobat

taucht ein in eine Welt der

Sprache, der ebenso filigranen wie albernen

Wortspiele und Reime.

Ein Kabarettprogramm fürs Herz –

das Hirn – und den Bauch, ein Volltreffer

für die Magengrube! Nach

mehreren Programmen und rund

zehn Jahren auf Deutschlands Kabarett-

und Comedybühnen tritt Christian

Hirdes von jetzt an mit einer „SoloMix-Show"

auf: Ein Mix aus guten

alten Nummern und überraschenden

kleinen Premieren. Aus Liedern, Gedichten

und Geschichten. Aus Spaß

und Ernst. Vielleicht philosophiert er

über One-Night-Stands unter Eintagsfliegen

und das „@" in der Buchstabensuppe

. Oder gesteht mutig: „Osama

Bin Laden wohnte bei mir." Seien

Sie gespannt – er ist es auch.

CORNELIUS VÖLKER

MALEREI FOTOGRAFIE ZEICH-

NUNG 1990-2010

MÖNCHEHAUS-MUSEUM

02. OKTOBER 2011, 11.30 UHR

Letzte Gelegenheit, die Werke von

Cornelius Völker noch zu sehen:

Am Sonntag, den 2. Oktober ist die

große Werkschau des Malers Cornelius

Völker (*1965 in Kronach) mit

fast 100 Exponaten im Mönchehaus

Museum letztmalig anzuschauen.

Um 11.30 Uhr findet eine abschließende

Führung mit Dr. Bettina Ruhrberg

statt, die in das malerische

Schaffen des in Düsseldorf und New

York lebenden Künstlers einführt und

die zum Teil monumentalen Gemälde

aus seinen großen Werkserien wie

„Schwimmer„, „Pulli“, „Bücher“,

„Männer“ und „Meerschweinchen“

usw., sowie seine erstmals öffentlich

präsentierten Fotoarbeiten erläutert.

BEKENNTNISSE DES

HOCHSTAPLERS FELIX

KRULL

SCHAUSPIEL, ODEON THEATER

05. OKTOBER 2011, 19.00 UHR

Seit Menschengedenken haben Hochstapler

die Öffentlichkeit fasziniert.

Von Personen, die ein Leben als

Betrüger führten oder betrügerische

Machenschaften im großen Stil betrieben,

ging zu allen Zeiten eine Faszination

aus. Ausgerechnet der

Nichtsnutz, der ins eigene Bild und

Dasein verliebte Unmoralische geht

als Glückspilz durch diese Welt und

gewinnt ganz selbstverständlich die

Herzen. Er wird geliebt, trotz all seiner

Ungereimtheiten. Man verzeiht

ihm, weil man ihn ins Herz geschlossen

hat. Von Felix Krull konnte man

nichts erwarten außer Schönheit, Eleganz

und Sympathie. All das garantierte

ihm Absolution und ungeteilte

Zuneigung und Liebe.

Geplant war der Hochstaplerroman,

der als Grundlage des Schauspiels

dient, als eine Parodie auf Goethes

Autobiografie Dichtung und Wahrheit.

Vordergründig hat Thomas Mann eine

travestierende Übertragung des

Künstlertums ins betrügerisch Kriminelle

angestrebt. Der Künstler wird

humoristisch in die Nähe des Hochstaplers

gerückt. Damit parodiert das

Werk den klassischen Bildungs- und

Entwicklungsroman und steht sowohl

in der Tradition des Abenteuerromans

als auch des Schelmenromans.

Benjamin Kernen und Wolfgang Grindemann

sind neben anderen in dieser

Aufführung des Euro-Studios Landgraf

zu sehen.

Info: www.odeon-theater.de

„DIE BERT ENGEL SHOW“

MATTHIAS BRODOWY

& DETLEF WUTSCHIK

SCHLOSS BÜNDHEIM

07. OKTOBER 2011, 20.00 UHR

Wenn der Saal dunkel wird, die

Scheinwerfer die Bühne fluten und die

Damen in der ersten Reihe nervös

zum Taschentuch greifen, läuft Bert

Engels Schrittmacher auf Hochtouren.

Der große Mann der Abendunterhaltung

betritt die Bühne. Die Bühne

seines Lebens.

In der „Bert Engel Show" weiß niemand

vorher, was passieren wird –

am wenigsten er selbst. Diesmal sollen

ein schwedischer Schlangenbeschwörer,

der große Magier Fauxpas,

das „Original Rat Pack", die auf alles

pfeifende Ilse Werner sowie der echte

Hamburger Jung Werner Momsen

mit dabei sein. An Bert Engels Seite

sitzt und spielt aber auf alle Fälle Matthias

Brodowy, der bei Engel seine

Ausbildung zum Entertainer macht.

Bert Engel, geboren in der Nacht, als

der Eisberg die Titanic rammte, begann

seine Karriere als Schiffsjunge

mit Taschenspielertricks, war – wie er

selbst sagt – Weltstar in Las Vegas

und herzensbrechender Leinwandheld

von Hollywood bis Babelsberg.

Neben Johannes Heesters ist Bert Engel

der letzte Vertreter einer großen

Entertainer-Generation. Er beweist,

dass man auch mit Stützstrümpfen

stilvoll steppen kann!

Satirische Synergieeffekte: Der Puppenspieler

Detlef Wutschik und der

Kabarettist Matthias Brodowy spielen

ihr erstes gemeinsames Doppel. Sie

verknüpfen auf ganz neue Weise zwei

FOTO: NASTAZIA-FOTOLIA.COM


Genres miteinander. Das Ergebnis ist

ein Theatererlebnis der besonderen

Art. Mit Puppen, jeder Menge guter

Musik und trotz der dritten Zähne sehr

viel Biss!

KAI SPITZL /

MICHAEL FEINDLER

KABARETT

KULTURKRAFTWERK GOSLAR

08. OKTOBER 2011, 20.00 UHR

Spitzl sitzt da – allein, auf einem Stuhl,

auf einer leeren Bühne. Dann fängt er

an, entspannt und mit großer innerer

Ruhe. Doch die Stimmung trügt.

Spitzls verbaler Kreuzzug beginnt –

feinste gesellschaftliche Beobachtungen,

Profanes aus dem menschlichen

Miteinander, Alltägliches aus der Politik.

Gelegentlich von ein paar Klängen

am Klavier unterstützt, schaut

sich Spitzl diese Dinge an. Er analysiert,

verdreht, entdeckt unter der

Oberfläche das Absurde, um es dann

mit großer Präzision auf der Bühne zu

platzieren.

All das tut der charmante Zyniker mit

einer tiefen ironischen Gelassenheit,

die blitzschnell in verbale Attacken

und scharfe Wendungen übergeht.

Nicht ohne Grund ist Spitzl-Kabarett

bereits kurz nach seiner Premiere für

die „St. Ingberter Pfanne“ nominiert

worden

Michael Feindler hat noch viel vor. Bis

2030 möchte er das Bundesverdienstkreuz

erhalten. Aber nur, um es abzulehnen.

2010 hat er immerhin das

„Fohlen von Niedersachsen“ gewonnen.

Das ist schon mal ein Anfang. Er

schreibt Gedichte. Seine Texte handeln

alle von Menschen – selbst wenn

keine darin vorkommen. Auf der Bühne

mischt er ironische Ernsthaftigkeit

mit nachdenklicher Komik, greift hin

und wieder zur Gitarre und singt dazu.

Kritik am Publikum ist dabei

durchaus gewollt.

„SCHLAGERRAKETEN“

REVUE MIT DER FAMILIE MALENTE

KURSAAL BAD HARZBURG

14. OKTOBER 2011, 20.00 UHR

Sie gehören schon zu Bad Harzburgs

Theater-Familie: die Malentes mit ihren

Chefs Peter und Vico. In musikalischen

Revuen nahmen sie die Zuschauer

schon mit in die 50er und

70er Jahre, auch einen echten Grand

Prix erlebten die Gäste. Nun geht es

auf internationale Showtournee, bei

der ein Feuerwerk der guten Laune

mit den größten Schlagermelodien

der Wirtschaftswunderzeit gezündet

wird. Die Hits der unvergessenen

Schlagerikonen erklingen, dazu gibt

es brillante Juxraketen von Heinz Er

hard, Peter Frankenfeld und Co. Und

alles im typischen Familie-Malente-

Dreiklang: Schlager, Scherze, Schabernack!

GLENN MILLER ORCHESTRA

DIRIGENT: WIL SALDEN

ODEON THEATER

SAMSTAG, 15.10.2011

19.00 UHR

Das aktuelle Programm heißt: Evergreens

in Swing – und genau das erlebt

der Konzertbesucher: Einen unterhaltsamen

Abend mit unvergesslichen

Melodien im unvergleichlichen

Stil der 40er Jahre. Unter Leitung von

Wil Salden entführt das weltberühmte

Glenn Miller Orchestra in die Ära

der Big Bands.

Dabei werden bekannte Glenn-Miller-

Stücke, lieb gewonnene Ohrwürmer

und Filmmelodien, die im Gedächtnis

bleiben, geboten. Ob fetzig, rhythmisch

oder romantisch, diese Musik

geht vom Trommelfell direkt ins Blut

und lässt keinen Musik-Liebhaber

kalt. (sg)

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Veranstaltungen im Oktober:

Sonntag, den 2.10., 16.00 Uhr: Das Duo Orpheo musiziert und moderiert

ein klassisches Konzert-Programm über den spanischen Paganini:

Pablo Sarasate, Eintritt: 5,- €

Freitag, den 7.10., 16.00 Uhr: DIA-Vortrag über die Hansstädte:

Lübeck, Wismar und Strahlsund mit Dr. Karl

Sonntag, den 9.10. von 15–17 Uhr: Oktoberfest im Schwiecheldthaus

mit der Stimmungsgruppe BAYERN III

Dienstag, den 11.10., 19.00 Uhr: Das Gesundheitsforum: medizinische

Themen verständlich vorgetragen- Referent- Dr. Christian Liebau

(Chefarzt der Golfklinik Bad Harzburg) Wenn das Knie schmerzt

– was tun?

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42 quadrat 10 / 2011 � profile

WAS MACHT EIGENTLICH

Hubertus van Wezel

Es gibt wohl keinen Namen, der mehr mit Bildung

im Kreis Goslar verbunden ist, als der

von Hubertus van Wezel. 1973 kam der gebürtige

Niederländer von der deutsch-niederländischen

Heimvolkshochschule Aurich in den soeben

neu gebildeten Landkreis Goslar, um hier unter

Einbindung bestehender Institutionen eine Volkshochschule

auf Kreisebene aufzubauen. Van Wezel,

der mit einem Studium der Philosophie und

der Theologie – einschließlich seiner Berufserfahrung

als Pfarrer – aufwarten konnte, war für dieses

aufwändige Projekt geradezu eine Idealbesetzung.

Hinzu kamen profunde Kenntnisse im Bereich der

Erwachsenenbildung aufgrund seiner Dozententätigkeit

in Aurich. Der stets bescheidene van Wezel

bemerkt dazu jedoch schmunzelnd: „Leute mit Erfahrung

in der Erwachsenenbildung gab es ja damals

kaum, wahrscheinlich haben sie mich nur aus

Verlegenheit genommen“. Dem war sicherlich nicht

so, bedurfte es doch einiger Formalien, um den aus

Brabant stammenden Niederländer als Angestellten

der Kreisverwaltung Goslar einzugliedern.

„Meine Herkunft war nie ein Problem“, erklärt Hubertus

van Wezel rückblickend und fügt lachend

hinzu: „Ich war wohl ein teuerer Gastarbeiter“.

NACH VIER MONATEN STAND DAS ERSTE

KURS PROGRAMM

Goslar hatte eine gute Wahl getroffen, wie sich in

den folgenden 30 Jahren zeigen sollte. Doch die

Entscheidung für den Harz war auch für die junge,

damals vierköpfige Familie ein Glücksfall, denn

Marianne van Wezel stammte aus Clausthal-Zellerfeld.

Für die Konzertpianistin und Musikpädagogin,

die das kulturelle Leben Goslars in vielfältiger

Weise bereicherte, war dieser Neuanfang zugleich

eine Heimkehr. Obwohl sie einmal mit sehr positivem

Echo einen Kurs zum Thema historische Mu-

„ANFANGS BIN ICH WIE EIN WANDERPREDIGER HERUMGEZOGEN“

sikstile in der Kreisvolkshochschule (KVHS) durchführte,

ging das Ehepaar van Wezel beruflich eher

getrennte Wege. Während Marianne van Wezel sich

ihren Kindern und einer großen Zahl von Schülern

widmete, ging es für ihren Mann darum, die ehrenamtlich

geführten städtischen Volkshochschulen

Goslar und Zellerfeld zu verbinden und unter der

Trägerschaft des Kreises ein modernes Bildungsinstitut

zu schaffen. Zu dieser Mammutaufgabe gehörte

die Erstellung eines auf die Region zugeschnittenen

Kursangebotes, das Anwerben von fähigen

Dozenten, die Bereitstellung passender

Räumlichkeiten sowie der organisatorische Ausbau

der zentral von Goslar geleiteten KVHS. „Als ich

1973 in Goslar anfing, bin ich erst einmal wie ein

Wanderprediger herumgezogen. Ich klapperte die

Schulen ab, warb für die KVHS und suchte Dozenten“,

erzählt Hubertus van Wezel rückblickend.

Sein Engagement lohnte sich. Bereits vier Monate

nach seinem Amtsantritt konnte er ein flächendeckendes

Programm anbieten. In diesem ersten

Semesterplan im Januar 1974 bildeten hochkarätige

Studienreisen nach Griechenland, Leningrad,

Moskau und London besonders attraktive „Rosinchen“.

Später gesellten sich Musikreisen zu den

Wagnerfestspielen nach Bayreuth dazu, ein Ange-

bot, welches die Goslarer der Verbindung der van

Wezels mit der Familie Wagner verdankten.

Das Angebot der Volkshochschulen, das sich traditionell

aus den Sparten Sprachen, Kultur, Kunst,

Musik, Schule und Beruf sowie aus Gesundheitsund

Sportkursen zusammensetzt, hat im Laufe der

Zeit eine Verschiebung der Gewichtung von der

Nachkriegsnotwendigkeit zur Bildung als Hobby

erfahren. Gleich blieb jedoch stets das Grundprinzip,

Bildung für jeden finanzierbar anzubieten.

Aufgabe von Hubertus van Wezel als Leiter der

KVHS war es, die Bezahlbarkeit für die Hörer, aber

auch die Finanzierbarkeit der Kurse im Blick zu

behalten. In den 80er-Jahren brachte die KVHS die

ersten in den Beruf strebenden Frauen zum Sekretärinnenabschluss.

1980 feierte sie ihre ersten

Abiturienten, wobei der älteste Teilnehmer damals

45 Jahre alt war. Sprachkurse bekamen in der Zeit

wachsender Gastarbeiterzahlen einen ganz besonderen

Stellenwert, dies erkannte niemand besser

als der ebenfalls aus einem Nachbarland stammende

Hubertus van Wezel. Zwar heißt es heute nicht

mehr „Gastarbeiter“, doch werden die Deutschkurse

für Ausländer noch immer sehr gut besucht. Besonders

in der Zweigstelle Clausthal-Zellerfeld sind

es überwiegend chinesische Studenten, die das

Angebot, Deutsch zu lernen, eifrig annehmen.

GESPÜR FÜR NOTWENDIGKEITEN

UND TRENDS

Bei der Palette der angebotenen Kurse bewies Hubertus

van Wezel immer ein sicheres Gespür dafür,

was interessiert, was gebraucht wird und was Trend

werden könnte. „Als damals die Mengenlehre aufkam,

boten wir sofort Kurse für Eltern an. Das war

ein Renner“, erzählt er nicht ohne Begeisterung.

Und als nur wenige Jahre später die ersten vier-

FOTOS: BERND SCHUBERT


eckigen Wunderkästen namens Computer ihren

Siegeszug antraten, konnte Hubertus van Wezel

nicht nur auf der Stelle mit guten Dozenten und

einem computergefüllten Raum aufwarten, er

konnte diese Wunderkästen auch bedienen. Dennoch

war anfangs die Skepsis groß. „Manche Kurse

müssen mit Beharrlichkeit mehrfach angeboten

werden, bis ein neues Angebot angenommen wird“,

so berichtet van Wezel selbstbewusst. Er sollte

Recht behalten. Seit 1986 bildet der Bereich EDV

eine zusätzliche, immer wichtiger werdende Säule

des Angebots der Kreisvolkshochschule – und das

nicht nur in Goslar.

Die 1.000 Stunden des ersten Semesters wuchsen

schnell auf rund 45.000 Unterrichtsstunden an.

Da die Volkshochschule in der Regel von im Beruf

stehenden Erwachsenen genutzt wird, verteilen

sich die meisten Kurse auf die Abende, Wochenenden

und Seminare in Ferienzeiten. Hubertus van

Wezel hatte einiges zu tun, um das ständig wachsende

Kursangebot, insgesamt acht Zweigstellen,

diverse Räumlichkeiten und 300 Dozenten zu koordinieren.

„Ich hatte in Manfred Hühne einen

sehr guten Verwaltungsleiter“, lobt van Wezel seinen

langjährigen Mitarbeiter und lenkt bescheiden

von seinen eigenen Verdiensten ab.

Der Erfolg brachte Hubertus van Wezel – der immer

hoffte, durch gute Organisation Zeit gewinnen zu

können, um selbst wieder als Dozent tätig zu werden

– aber eher weniger davon ein. Es mehrten sich

nämlich die Aufgaben und Ämter, die man ihm antrug.

So übernahm er auch die Leitung des Ausstellungswesens

in Goslar, er unterstützte zusammen

mit seiner Frau tatkräftig die Internationalen Goslarer

Klaviertage und er engagierte sich auf Bezirks-

und Landesebene für die Erwachsenenbildung.

„Zuletzt wurde es schon sehr viel. Ich hatte

ein schönes Berufsleben, aber mein Ruhestand ist

ein Stück weit auch Erlösung. Nach 40 Jahren bin

ich es ein wenig müde, immer wieder klar zu stellen,

wie wichtig Kultur ist“, bekennt Hubertus van

Wezel. Im Jahr 2003 trat der Geisteswissenschaftler

nach 30 Jahren der Leitung der KVHS seinen

Ruhestand an. Natürlich verfolgt er das Tun der

KVHS noch immer mit großem Interesse und freut

sich an der guten Arbeit seiner Nachfolgerin Ute

Langer. Daneben übernimmt der heute 73-Jährige

diverse Termine als Sprecher bei Beerdigungen

und wirkt mit großem Engagement als Kommunionshelfer.

Am Ende ihres Berufslebens beschloss das Ehe-

paar van Wezel, das Haus in der Zeppelinstraße

gegen eine zentrumsnähere Wohnung einzutau-

schen. Sie fanden in einer großzügigen Altbauwoh-

nung in der Steinbergstraße ein neues, altenge-

rechtes Heim, ein Heim, das die beiden meistens

besonders genießen, wenn der vierjährige Enkel-

profile � quadrat 10 / 2011 43

sohn Leonard durch die Räume tollt. Im Oktober

reisen die van Wezels noch einmal zu ihrer früheren

Wirkungsstätte nach Aurich, um das 40-jährige

Bestehen des dortigen Kindergartens „Pinguin“ zu

feiern, den die jungen Eltern van Wezel damals

mitbegründeten und in dem Leonards Mutter ihre

Vorschulzeit verbrachte. So schließt sich der Kreis

aus sozialem Engagement, Organisationstalent und

Pädagogik, der das Leben der van Wezels immer

bestimmt hat. (ck)


44 quadrat 10 / 2011 � kultur2 Bestimmt keine Provinz!

„Kultureller Genuss ist die wirksamste Schön-

heitskur! Schauen Sie sich nach einem erlebnisreichen

Kulturabend im Spiegel an. Ihre Haut ist

entspannt und Ihre Falten haben sich geglättet.“

Wem schon manchmal die kuschelige Sofaecke

der natürliche Feind einer Kulturturveranstaltung am Abend zu

sein scheint, dem dürften

spätestens diese Worte der

marokkanischen Schriftstellerin

Fatema Mernissi einen

Anlass bieten, das heimelige

Wohnzimmer ab und an zu

verlassen.

In der Provinz könne man eh h

nicht mit den großen Veran-

staltungen in den Metropolen n

mithalten, denken viele – der er

Aufbruch scheint sich also erst st

gar nicht zu lohnen. Wer das as

annimmt, hat mit Sicherheit eit

noch keinen Blick in das Prorogramm des Kulturklubs Bad

Harzburg geworfen. Denn dessen sen

Angebot gilt nicht erst seit ges- gestern,

sondern hat inzwischen Tradition.

KULTUR GEHÖRT NACH

BAD HARZBURG

Als sich Ende der 80er Jahre e eine

kleine Gruppe kinobegeisterter er Bad

Harzburger zusammenschloss, ss, um

unter allen Umständen das außergewöhnlich

schöne Kino, die „Filmbühne Bad Harzburg“,

zu retten, ahnte sicher niemand, dass diese

Initiative der Auslöser für weitere Aktionen sein

würde. Das Kino überlebte leider nicht – aber weit

erfolgreicher war ein „Anschlusstreffer“. Schon

seit längerer Zeit gab es Aufführungen verschiede-

HOCHKLASSIGES BEIM BAD HARZBURGER KULTURKLUB

ner Tourneetheater. Was eindeutig fehlte, war die

Versorgung der Bad Harzburger und selbstverständlich

auch ihrer Gäste mit Kabarett, Lesungen

und musikalischen Darbietungen. Natürlich gab

es seit vielen

Jahren die

„Musiktage“ mit hervorragenden, hochkarätigen

Veranstaltungen.

In Deutschland liebt man die Unterscheidung zwischen

sogenannter „E“ wie ernster und „U“ wie

Unterhaltungs-Musik. Dabei kam Letztere immer

etwas zu kurz. Es ist eigentlich einsichtig, dass es

nur ein einziges Unterscheidungsmerkmal geben

kann, nämlich das von „G“ wie gut und „S“, wie

schlecht. So wuchs das Bedürfnis, sich thematisch

sehr viel weiter und offener zu orien-

tieren. SSchließlich

und endlich fand dann

am 31. März 1992 die offizielle Gründungsveranstaltung

dungsve

für den „Kulturklub

Bad Harzburg“ Ha statt.

STETIG STEIGENDE MITGLIEDERZAHL

Ein großes gr und begeistertes Engage-

ment einer e Reihe ehrenamtlicher Mitar-

beiter war notwendig, damit die Idee

das Erfolgsmodell E

werden konnte, das

es he heute ist. Aufgrund dieser außerge-

wöhn wöhnlichen Einsatzbereitschaft konn-

te ddie

Anzahl der Mitglieder jährlich

stetig steti wachsen. „Ohne diese Begeis-

teru terung und intensive Mitarbeit inner-

halb des zwölfköpfigen Teams im Vorstand

stan hätten wir ein solch erfolgreiches

che Unternehmen nie zustande gebracht“,

bra sagt Detlef Linke, 1.

Vorsitzender Vo des Kulturklubs.

Inzwischen In hat der Kulturklub mehr

als al 400 Mitglieder, Tendenz steigend.

ge Diese Tatsache, verbunden

Hält die Fäden in der Hand:

1. Vorsitzender Detlef Linke

mit einer geschickten Auswahl

der einzelnen Ve

Veranstaltungen, bringt das für ei-

nen solchen Verein ungewöhnliche Kunststück zu-

stande: Der Kulturklub kann sich zu 100 Prozent

selbst tragen.

Auch die Stadt weiß es zu schätzen, was ein solcher

Verein für ihr Ansehen tut. Mit ihrer jährlichen

Zuwendung dient sie durchaus der finanziellen

Beruhigung.

FOTO: SIDNEY GROMNICA


KULTUR NUR IN METROPOLEN?

Schaut man sich einmal das jährliche Programm

dieses Kulturklubs an, vergisst man vermutlich

ganz schnell das Vorurteil, nur in großen Metropo-

len könne Kultur stattfinden. Vom Kulturklub Bad

Harzburg werden dem Publikum pro Monat zwei

bis drei Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur

angeboten. Monat für Monat kommt so eine

bunte Mischung zustande, die von moderner Literatur

bis zur klassischen Musik, von Lebenshilfevorträgen

bis hin zu Kabarett und Rockkonzerten

reicht.

Das Gästebuch des Vereins hat sich über die Jah-

re mit vielen großen Namen gefüllt, unter anderem

Dieter Nuhr, André Eisermann, Justus Frantz,

Günter Lamprecht, Uwe Friedrichsen, Harry Ro-

wohlt, Hardy Krüger, Christian Quadflieg, Uwe

Seeler, Rolf Zacher und viele andere mehr… Zu

den festen Größen im Programm des Kulturklubs

zählen darüber hinaus die Neujahrskonzerte mit

dem Braunschweiger Staatsorchester und die

„Open-Air-Summernight“ zum Salz-und Lichterfest.

Ebenso finden immer wieder Veranstaltungen

mit einheimischen Künstlern statt, denn Bad

Harzburg braucht Kultur nicht nur zu importieren…

Neben diesen ausschließlich vom Kulturklub getragenen

und ausgewählten Veranstaltungen gibt

es eine Vereinbarung zwischen Stadt und Verein,

dass auch die sechs jährlichen Theateraufführungen

– eine Veranstaltungsreihe der Stadt Bad

Harzburg – vom Kulturklub betreut werden. Kartenverkauf

und Abonnentenbetreuung laufen dafür

über das Kulturklubbüro.

„Wir haben das große Glück, neben unseren hoch

engagierten ehrenamtlichen Mitgliedern auch

Kerstin Möser als Vorstandsmitglied zu haben. Sie

ist eine Angestellte der Stadt, die für die Arbeit im

Kulturklub abgeordnet wurde. So kann sie sich als

Vollzeitkraft auf ihre Aufgaben für den Kulturklub

konzentrieren, wofür wir sehr dankbar sind“, berichtet

Detlef Linke. Wer sie einmal in ihrem Büro

erlebt hat, merkt, wie sehr ihr diese Arbeit am Herzen

liegt. Nicht zuletzt ihrem Einsatz und ihrem

Gefühl für Kultur ist es zu verdanken, dass fast

ausnahmslos alle Veranstaltungen gut beim Pub-

likum ankommen. Kerstin Möser sucht jedes Jahr

auf einer speziellen Messe in Freiburg die Veranstaltungen

und Künstler aus, die in das Programm

aufgenommen werden sollen. Sie bringt dann das

große Kunststück zustande, Termine und Gagen

„harzburgfreundlich“ zu regeln.

Ein ganz großes Plus für Bad Harzburg ist dabei

die besondere Betreuung. Viele Künstler sind begeistert

von der sehr persönlichen Umsorgung, die

ihnen hier zuteil wird. Nicht wenige sind deshalb

gern auch dann noch zu einem Gastspiel bereit,

wenn ihre Karriere ein weitaus größeres Publikum

zulässt, als Bad Harzburg ihnen von der Anzahl der

Plätze her bieten kann. Besonders das schöne Ambiente

des Bündheimer Schlosses, in dem die

meisten Veranstaltungen stattfinden, hat es ihnen

angetan.

WARUM MITGLIED IM KULTURKLUB WERDEN?

Eigentlich beantwortet sich die Frage von selbst.

Allerdings kommen noch etliche handfeste Gründe

dazu: 50 Prozent Ermäßigung auf alle Veranstaltungen,

bei denen der Kulturklub alleiniger Veranstalter

ist. Bei Fremdveranstaltungen zahlen Mitglieder

häufig keine oder eine reduzierte Vorverkaufsgebühr,

regelmäßige kostenlose Zusendung

von Infos über anstehende Kulturklub-Veranstaltungen

und sonstige Aktionen in Bad Harzburg.

Am 31. März 2012, also auf den Tag genau zwanzig

Jahre nach der Gründung, wird eine große Jubiläumsveranstaltung

im Kurhaus stattfinden. Eine

Reihe bekannter und beliebter Künstler, die im

Laufe der Zeit zu Bad Harzburg eine besondere

Beziehung entwickelt haben, hat spontan ihre Zusage

für diese Veranstaltung gegeben. Auch das

ist ein Zeichen für die Güteklasse des Kulturklubs

Bad Harzburg!

EIN SPEZIELLER SCHÖNHEITSTIPP:

Sollte jemand nicht nur am Verschwinden der Gesichtsfalten,

sondern an einem kulturellen Ganzkörperpeeling

interessiert sein, dann bitte diesen

Termin im Kalender rot anstreichen, die Karten

besorgen und sich dieser Form von Kosmetik hingeben.

Die Wirkung ist garantiert. (hg)

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„INDEM DIE STADT DIE KÜNSTLER EHRT, EHRT SIE SICH SELBST“

Der Kaiserring

der Stadt Goslar

Er hat die Stadt Goslar in der Welt der Kunst

und darüber hinaus berühmt gemacht, der

„Kaiserring der Stadt Goslar“. Diese begehrte

Auszeichnung ist ein goldgefasster Aquamarin

mit dem von unten eingravierten Bildnis Kaiser

Heinrichs IV. Er wurde von dem Worpsweder Goldschmiedemeister

Hadfried Rinke entworfen, und

die jeweiligen Exemplare für die Preisträger werden

bis heute von ihm angefertigt.

Im Jahre 1974, als eine engagierte Gruppe von

Goslarer Bürgern sich dazu entschlossen hatte, in

der Kunstszene tätig zu werden, war an die spätere

Aufnahme in ein „Weltkulturerbe“ dieser mit

Bauten aus dem Mittelalter und der Renaissance

reichlich gesegneten Stadt nicht zu denken. Sie

hatte zu jener Zeit ihre liebe Mühe, mit den tagtäglichen

Erfordernissen zurecht zu kommen.

Kunst wurde daher als ein Luxus angesehen, den

man sich nicht leisten konnte – und häufig auch

nicht wollte.

EIN MÄZEN ERGREIFT DIE INITIATIVE

Hier trat Peter Schenning auf den Plan. Vom Wirtschaftswunder

begünstigt, hatte er die „Junior-

Werke“ aufgebaut, die Bauelemente herstellten.

Er leistete sich den Luxus, moderne Kunst zu sammeln.

Er hatte seinem Unternehmen auch eine

Kette von „Junior-Galerien“ angeschlossen, die

diese Kunst zeigten. Schließlich trennte er sich

vom größten Teil seines Unternehmens und behielt

nur noch eine Glasfabrik. Wie er selbst sagte, hatte

er nun endlich die Zeit, die er für ein ehrenamtliches

Kunstmanagement benötigte.

Er stand nicht allein und so gründete eine Gruppe

von engagierten Bürgern den „Verein zur Förderung

moderner Kunst e.V. Goslar (VFK)“. Mit der

Stiftung eines ideellen Kunstpreises sollte nun ein

international beachtetes Zeichen gesetzt werden.

Man beschloss daher, einen Künstler zu ehren, der

auch international an hervorragender Stelle stand.

So entschied die Jury sich, nach den Sternen zu

greifen, und nominierte den englischen Bildhauer

Henry Moore. Seine monumentalen Bronzeplastiken

hatten ihm einen exorbitanten internationalen

Ruhm gebracht .

Eine Schwierigkeit bestand allerdings: Würde dieser

renommierte Künstler die Ehrung ablehnen,

dann hätte man die Idee begraben müssen. Kein

anderer hätte sich bereit erklärt, gewissermaßen

als die „Nummer Zwei“, den Ring anzunehmen.

HENRY MOORE AKZEPTIERT

DEN ERSTEN KAISERRING

Henry Moore, der mit der Berliner Bronzegießerei

Noack – sie gossen fast alle seiner Skulpturen –

ausnehmend gute Erfahrungen mit Deutschland

und den Deutschen gemacht hatte, war als Engländer

durchaus bereit, die Ehrung einer deutschen

Stadt anzunehmen. Aber er wollte dieses

Goslar erst einmal persönlich in Augenschein nehmen

und kam im Jahre 1975 mit seiner Tochter

Mary für zwei Tage in die Kaiserstadt, während die

Verleiher des ausstehenden Kunstpreises im

FOTOS: MÖNCHEHAUS / STEFAN SOBOTTA


Wechselbad zwischen Bangen und Hoffen verharr-

ten. Henry Moore aber war von der Stadt Goslar

mit ihren architektonischen und kulturellen Schät-

zen begeistert, nicht zuletzt auch von der freund-

lichen Aufnahme, die er gefunden hatte. Er fühlte,

dass man hier ernsthaft an Kunst und nicht nur an

Reklame interessiert war.

„It is a great honour for me“, sagte er und begrün-

dete damit die Tradition der Kaiserringverleihung

kultur 47

2 � quadrat 10 / 2011

der Stadt Goslar. Die Initiatoren des Kunstpreises

konnten erleichtert aufatmen.

Max Ernst, Joseph Beuys, Georg Baselitz, Jörg Immendorf,

Andreas Gursky und David Lynch sind

nur einige der Künstler, denen diese Ehrung zuteil

wurde. „Indem die Stadt die Künstler ehrt, ehrt

sie sich selbst“, formulierte Dieter Honisch in sei-

ner Laudatio auf Richard Serra im Jahre 1987

sehr treffend die Bedeutung des Kaiserrings. Auch

in diesem Jahr wird der begehrte Kunstpreis wieder

verliehen und geht an die aus Schwerte stammende

Künstlerin Rosemarie Trockel.

HEIMSTATT MÖNCHEHAUS-MUSEUM

Die moderne Kunst brauchte eine Heimstatt, und

so kam das Mönchehaus Museum Goslar als ein

Museum für moderne und zeitgenössische Kunst

für die Zwecke des Vereins dazu. Gegründet wurde

das Museum im Jahre 1978 wiederum durch Peter

Schenning. Ziel war unter anderem, für die internationalen

Preisträger des neu geschaffenen Goslarer

Kaiserrings ein würdiges Ausstellungshaus zu

schaffen. Das 1528 errichtete Mönchehaus gehört

zu den schönsten Ackerbürgerhäusern in der historischen

Altstadt von Goslar. Der dreistöckige

Fachwerkbau dient seit seiner Umgestaltung auch

als Sitz des Goslarer Kunstvereins. Der Verein

führt das Museum seit dessen Gründung in künstlerischer

und administrativer Verantwortung.

Schon in der Person des ersten Preisträgers wurde

der Anspruch dieses Kunstpreises deutlich: Henry

Moore ist der erste Träger des Goslarer Kaiserrings

und der erste einer langen Reihe von Menschen,

deren Werk die „Kunst unserer Zeit wesentliche

Impulse zu verdanken“ hat, wie es in der Verleihungsurkunde

heißt. Eine aus Bürgern und angesehenen

Kunstexperten bestehende Jury achtet

darauf, dass die Messlatte hoch liegt. Ihr ist es zu

verdanken, dass der schlichte Goldreif mit dem

Bildnis des „Goslarer” Kaisers Heinrich IV. heute

einer der international begehrtesten Kunstpreise

ist. (sg)

Oben: „Richard Kentridge, Preisträger 2003“

Bild unten: Eintrag ins Goldene Buch von Goslar


48 quadrat 10 / 2011 � sundowner

V.I.P.

IM MUSEUM FÜR LUFTFAHRT UND TECHNIK

Anfang September luden QUADRAT und das Team des Museum für Luftfahrt

und Technik zum abendlichen Sundowner ein, um die Ausgabe des Magazins

willkommen zu heißen. Die Gäste erschienen zahlreich, und gemeinsam

feierte man die neue Ausgabe, kam bei Bier und Wein ins Gespräch, knüpfte

hier und da neue Kontakte und tauschte Wissenswertes aus erster Hand.

Auf ein nächs tes Mal freut sich schon jetzt Ihre QUADRAT-Redaktion!

FOTOS: BERND SCHUBERT

1 2 3

4 5 6 7

8 9

10


11 12

13

14

1 Frau und Herr Friedrich | 2 Clemens Aulich | 3 Petra Binnewies, Jens

Vogel | 4 Madeleine Aulich | 5 Mirage | 6 Frau und Herr Brinkmann |

7 Peter Jordan | 8 Uwe Rademacher, Eveline Möller | 9 Petra Binnewies,

Ursula Jung, Bernd Schwarz | 10 Irene Jordan, Britta Schnelle | 11 Mirage

| 12 Cockpit | 13 Mirage | 14 ...musste nicht betätigt werden | 15 Peter

Börner

15

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ZWEITER SPIELTAG KABARETT-BUNDESLIGA

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HERBSTWANDERTAG

DREI STUNDEN ENTLANG DES FRÜHEREN

GRENZSTREIFENS

GRENZMUSEUM STAPELBURG, 10.00 UHR

01. UND 02. OKTOBER

DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN

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SA. AB 11.00, SO. AB 10.00 UHR

01. UND 02. OKTOBER

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SCHLOSS BÜNDHEIM

SA. AB 13.00, SO. AB 11.00 UHR

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BAD HARZBURG

01. BIS 03. OKTOBER

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12. WESTERÖDER KÜRBISFEST AUF DEN

HÖFEN BURITZ UND BREUSTEDT,

WESTERODE, 11.00 BIS 18.00 UHR

BIS 02. OKTOBER

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MALEREI, FOTOGRAFIE, ZEICHNUNG

MÖNCHEHAUS MUSEUM GOSLAR

02. OKTOBER

GEHEIMKOMMANDO ROTE KAPPE

ANNES BÜHNE, PUPPENKRIMI

KULTURKRAFTWERK GOSLAR

15.00 UHR

03. OKTOBER

SCHWEDENS VIELFALT ERLEBEN

DIA-VORTRAG VON REINHARDT PANTKE

WANDELHALLE BAD HARZBURG

19.30 UHR

04. OKTOBER

RHYTHM, DRUM & DANCE

ODEON THEATER

19.00 UHR

05. OKTOBER

NATUR AM BROCKEN

WANDERUNG MIT OTTO PAKE

HAUS DER NATUR, BAD HARZBURG

09.00 UHR

05. OKTOBER

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05. OKTOBER

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05. OKTOBER

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06. OKTOBER

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08.00 BIS 13.00 UHR

07. OKTOBER

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08. OKTOBER

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TRÄGERIN 2011

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08. OKTOBER

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09. OKTOBER

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09. OKTOBER

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LUTHERKIRCHE

17.00 UHR

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HUMOR UND SATIRE

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19.00 UHR

14. OKTOBER

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50ER UND 60ER JAHRE-REVUE

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15. OKTOBER

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17. OKTOBER

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BAD HARZBURG, 16.00 UHR

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29. OKTOBER

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MIT HORST WOICK, TREFFPUNKT

BERGBAHN BAD HARZBURG,

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HERAUSGEBER

Quadrat Verlag

Goslar-Bad Harzburg

Ltd. & Co. KG

Am Breitenberg 111

38667 Bad Harzburg

Tel. 05322 3949

Fax 05322 51849

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VERLEGER

Bernd Schwarz (v.i.S.d.P.)

schwarz@quadratgoslar.de

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Sidney Gromnica (sg) Chefredakteur

Tilman Görres (tg)

Bernd Schwarz (bs)

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Bernd Schwarz, Sidney Gromnica

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