Ausführlicher Jahresbericht 2011 (PDF 2.890 KB) - Gemeinde ...

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Ausführlicher Jahresbericht 2011 (PDF 2.890 KB) - Gemeinde ...

Jahresbericht

2011

Landesunfallkasse Niedersachsen


Inhalt

Vorwort 4

Zahlen und Fakten im Überblick 5 - 6

Sozialwahl 2011 7

Selbstverwaltung 8- 10

Prävention

Neue Leitung des Geschäftsbereiches Prävention 11

Entwicklung der Unfallzahlen und Berufskrankheiten 11

Ein Tag für gesundes erfolgreiches Arbeiten im Büro 12

Fragestellungen des Arbeitsschutzes in den Unternehmen der Landesunfallkasse Niedersachsen 12

Übersteighilfe für die „Super-Rail“; Auszeichnung 12

Raubüberfälle bei Banken 13

Einführung von TAD-Info im Geschäftsbreich Prävention 13

Präventionsschwerpunkte im Jahr 2012 13

Risiko raus - Kampagnenträger ziehen Bilanz 14

Umsetzung der DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ 15

Bewegte Kindheit – 17.-19.03.2011 16

Besinnung auf den Kern der frühkindlichen Bildung 16

Bildungssystem vor der größten Herausforderung seiner Geschichte 16

Pilotseminar: „Ausgleichssport und Falltraining“ im Niedersächsischen Landgestüt Celle 16

Rehabilitation und Leistungen

Rehabilitationsmanagement für die Allgemeine Unfallversicherung 17

Rehabilitationsmanagement für die Schülerunfallversicherung als Pilotprojekt 18

Elektronische Einzelplatzsignatur 18

Einführung der elektronischen Unfallanzeige 19

Frühes Scannen 19

Reduzierung der Laufzeiten im Berufskrankheitenverfahren 19

2


Zentrale Dienste

Einführung eines Personalinformationssystems 20

Neue Auszubildende 20

Erneuerung und Modernisierung der IT und der Telekommunikation 21

Harmonisierung der Archivsysteme 21

Einführung und Weiterentwicklung Data-Warehouse 21

Verbesserung des Finanzbuchhaltungssystems durch die Software WinFibu 21

Harmonisierung von DOXiS und ELO 22

Einführung TAD-Info 22

Weiterentwicklung bei der Bearbeitung elektronisch übermittelter Dokumente 22

Regress 22

Betriebliches Gesundheitsmanagement 23

Veranstaltungen im Jahr 2011

Zukunftstag Mädchen und Jungen 24

Autofreier Sonntag 24

HannoverHelm 24

Tag der Niedersachsen 25

Hand aufs Herz 25

Familienfest in Wiesmoor 26

Kleine Füße 26

Aktion „Sicherer Schulweg“ 26

Arbeitsschutzkongress 27

Ehrenamt 27

Schulwettbewerb – „Unser Schulweg ist sicher“ 28

Fotowettbewerb „Warum wir am liebsten mit dem Fahrrad fahren“ 29

Sonstiges

Betriebsfest 30

Behördenmarathon 30

Veranstaltungen im 2012 31 - 32

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde lediglich die männliche Schreibweise verwendet. Wir weisen an dieser

Stelle ausdrücklich darauf hin, dass sowohl die männliche als auch die weibliche Schreibweise für die entsprechenden

Beiträge gemeint ist.

3


Vorwort

Im Berichtsjahr 2011 waren die Sozialwahlen

von besonderer Bedeutung. Bei den

nur alle 6 Jahre stattfindenden Sozialwahlen

wurden die Mitglieder der Vertreterversammlung

und des Vorstandes neu

gewählt. Nach der zu Ende gegangenen

Wahlperiode haben sich am 29. September

2011 die Selbstverwaltungsgremien

neu konstituiert. Drei Mitglieder im Vorstand

und sieben in der Vertreterversammlung

stehen dafür ein, dass in den

nächsten sechs Jahren die erfolgreiche

Politik der vorangegangenen Jahre fortgeführt

wird. Die feierliche Verabschiedung

der ausgeschiedenen Mitglieder erfolgte

anlässlich einer Vertreterversammlung

am 13.12.2011. In einer rund 40-minütigen

Laudatio wurden die Versichertenvertreter

von dem amtierenden Vorstandsvorsitzenden

Jost Büttner geehrt. Joachim

Schickedanz, stv. Vorstandsvorsitzender,

übernahm die Ehrung für die Arbeitgebervertreter.

Der ausgesprochene Dank galt

vor allem den besonderen Verdiensten

der scheidenden Mitglieder. Sie waren es,

die die Landesunfallkasse Niedersachsen

mit ihrem vorbildhaften Einsatz prägten

und sich für das Wohl der Versicherten,

Beschäftigten, Jugendlichen und Kindern

einsetzten und die Landesunfallkasse

Niedersachsen schließlich zu dem gemacht

haben, was sie heute ist - ein modernes

Dienstleistungsunternehmen.

Ebenso waren die Einführung des Rehabilitationsmanagements

für eine noch

intensivere und passgenauere Steuerung

der Heilbehandlung oder die Verbesserung

des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements“

für die Weiterentwicklung der

Landesunfallkasse Niedersachsen im Jahr

2011 von besonderem Wert. Im Jahr 2011

fand aber auch die erstmalige Präsentation

der Landesunfallkasse Niedersachsen

auf dem „Autofreien Sonntag“ in der

Innenstadt von Hannover oder die Teilnahme

an der Informationsveranstaltung

für Eltern und Kinder beim Familienfest in

Wiesmoor statt.

Der Jahresrückblick liefert darüber hinaus

weitere interessante Inhalte aus den verschiedenen

Geschäftsbereichen der Landesunfallkasse

Niedersachsen. Im Jahr

2011 war die Landesunfallkasse Niedersachsen

für mehr als 94.000 Beschäftigte

in den Unternehmen und Dienststellen

des Landes Niedersachsen sowie deren

rechtlich selbstständigen Unternehmen

als regionaler Unfallversicherungsträger

zuständig. Fast 20.000 Personen üben ihr

Ehrenamt unter Versicherungsschutz der

Landesunfallkasse Niedersachsen aus.

Gut beschützt und versorgt sind auch die

mehr als 195.000 Kinder in privaten gemeinnützigen

Tageseinrichtungen, die

mehr als 72.500 Schülerinnen und Schüler

in privaten allgemeinbildenden und

berufsbildenden Schulen sowie mehr als

162.000 Studenten und Studentinnen an

Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen.

Der Mensch steht bei uns im Vordergrund.

Dieses gilt auch für unsere Mitarbeiter.

Damit das so bleibt, kommt es auf jeden

Einzelnen, seine Motivation und sein

persönliches Engagement an. Die Selbstverwaltung

und die Geschäftsführung

danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Landesunfallkasse Niedersachsen

für ihren Einsatz und das Bestreben,

die gesetzten Ziele gemeinsam zu

erreichen.

Jost Büttner

Vorsitzender des Vorstandes

der Landesunfallkasse Niedersachsen

Joachim Schickedanz

Stv. Vorsitzender des Vorstandes

der Landesunfallkasse

Niedersachsen

Roland Tunsch

Geschäftsführer der Landesunfallkasse

Niedersachsen

4


Zahlen und Fakten im Überblick

Mitglieder und Versicherte 2010 2011 Saldo Vorjahr

Unternehmen/Beitragspflichtige 110 102 -8

Versicherte insgesamt 497.941 533.306 35.365

davon abhängig Beschäftigte 94.004 89.931 -4.073

davon Kinder in Tageseinrichtungen (private Trägerschaft) 181.280 195.216 13.936

davon Schüler (private und landeseigene Trägerschaft) 70.951 72.951 2.000

davon Studierende 144.608 162.034 17.426

davon ehrenamtlich Tätige 20.000 20.000 0

davon sonstige Versicherte 6.848 13.174 6.326

Unfälle und Unfallquoten in der Allgemeinen Unfallversicherung 2010 2011 Saldo Vorjahr

Meldepflichtige Arbeitsunfälle 1.420 1.304 -116

Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter 15,77 15,17 -0,6

Meldepflichtige Wegeunfälle 739 587 -152

Wegeunfälle je 1.000 Versicherungsverhältnisse 7,69 6,39 -1,3

Neue Arbeitsunfallrenten 28 35 7

Neue Arbeitsunfallrenten je 1000 Vollarbeiter 0,31 0,41 0,1

Neue Wegeunfallrenten 20 27 7

Neue Wegeunfallrenten je 1.000 Versicherungsverhältnisse 0,21 0,29 0,08

Unfälle und Unfallquoten in der Schüler- Unfallversicherung 2010 2011 Saldo Vorjahr

Meldepflichtige Unfälle 21.347 22.522 1.175

Arbeitsunfälle je 1.000 Schüler 53,79 52,35 -1,44

Meldepflichtige Wegeunfälle 2.113 1.996 -117

Wegeunfälle je 1.000 Schüler 5,32 4,64 -0,68

Neue Arbeitsunfallrenten 16 12 -4

Neue Arbeitsunfallrenten je 1.000 Schüler 0.04 0,03 -0,01

Neue Wegeunfallrenten 7 6 -1

Neue Wegeunfallrenten je 1.000 Schüler 0,02 0,01 -0,01

Berufskrankheiten 2010 2011 Saldo Vorjahr

Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit 102 164 62

Anerkannte Berufskrankheiten 22 25 3

davon neue Berufskrankheitenrenten 5 5 0

Laufende Renten 2010 2011 Saldo Vorjahr

Laufende Unfallrenten 1.241 1.263 22

Laufende Berufskrankheitenrenten 128 127 -1

Präventionstätigkeit in der Allgemeinen Unfallversicherung 2010 2011 Saldo Vorjahr

Besichtigungen in Unternehmen 55 69 14

Besichtigte Unternehmen 42 52 10

Untersuchte Unfälle 38 22 -16

Besprechungen 35 69 34

Zahl der Beratungen 411 501 90

Präventionstätigkeit in der Schüler-Unfallversicherung 2010 2011 Saldo Vorjahr

Besichtigungen in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Hochschulen 60 101 41

Besichtigte Kindertageseinrichtungen, Schulen und Hochschulen 56 90 34

Untersuchte Unfälle 23 38 15

Zahl der Beratungen 561 253 -308

5


Zahlen und Fakten im Überblick

Einnahmen in EUR 2009 2010 2010 2011 Saldo Vorjahr

Kontenklasse 2 – Beiträge und Gebühren 19.394.880,32

21.087.345,93 23.767.329,56 2.679.983,63

Kontenklasse 3 – Vermögenserträge und sonstige Einnahmen 3.927.577,16 2.641.081,92 1.827.512,01 -813.569,91

Gesamteinnahmen Kontenklassen 2 und 3 23.322.457,48

23.728.427,85 25.595.302,94 1.866.875,09

Ausgaben in EUR 2009 2010 2010 2011 Saldo Vorjahr

Kontenklassen 4 und 5 – Leistungen (ohne Prävention) 19.245.500,33

19.939.232,65 20.963.210,17 1.023.977,52

Kontengruppe 59 – Prävention 1.104.727,04 1.175.133,32 1.161.481,61 -13.651,71

Kontenklasse 6 – Vermögensaufwendungen und sonstige Ausgaben 347.991,66 17.018,57 805.541,08 788.522,51

Kontenklasse 7 – Verwaltungs- und Verfahrenskosten 2.624.238,45

2.597.043,31 2.664.608,71 67.565,40

Gesamtausgaben Kontenklassen 4 bis 7 23.322.457,48

23.728.427,85 25.595.302,94 1.866.875,09

6


Sozialwahl 2011 – die neue Selbstverwaltung

der Landesunfallkasse Niedersachsen

Die Landesunfallkasse Niedersachsen ist

eine landesunmittelbare Körperschaft des

öffentlichen Rechts. Ihre Selbstverwaltung

besteht aus der Vertreterversammlung

und dem Vorstand sowie deren Ausschüssen.

Sie wird auf sechs Jahre gewählt.

Gem. § 9 (3) Satz 1 des 8. Nachtrages

zur Satzung wechselt der Vorsitz in den

Selbstverwaltungsorganen jährlich. Im

Rahmen der 11. Allgemeinen Sozialwahl

konstituierten sich am 29.09.2011 der Vorstand

und die Vertreterversammlung der

Landesunfallkasse Niedersachsen neu.

Sie gestalten die Landesunfallkasse Niedersachsen

eigenständig und treffen die

grundlegenden und wichtigen Entscheidungen

selbst. Vertreterversammlung und

Vorstand bilden zur Erledigung einzelner

Aufgaben oder zur Vorbereitung von Beschlüssen

Ausschüsse.

über den Infostand des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes

Hannover

und der Landesunfallkasse Niedersachsen,

den Fahrradsimulator sowie einen

Rauschbrillenparcours verschaffen, der

im Rahmen der Präventionskampagne

"Risiko raus" eingesetzt wurde.

Infoveranstaltung Selbstverwaltung

30.09.2011

Am Freitag dem 30.09.2011 fand im Anschluss

an die konstituierende Sitzung

der Vertreterversammlung des Gemeinde-

Unfallversicherungsverbandes Hannover

eine Infoveranstaltung für die neuen

Selbstverwaltungsmitglieder der Landesunfallkasse

Niedersachsen und des

Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes

Hannover statt. Hierbei wurden die Aufgaben

der gesetzlichen Unfallversicherung

und ihre verschiedenen Zuständigkeitsbereiche

erläutert und auf die Fakten wie

beispielsweise Unfallzahlen, Zahl der

Versicherten und der Mitgliedsunternehmen

Bezug genommen. Nach der Begrüßung

und Einleitung durch Herrn Tunsch

wurden die einzelnen Geschäftsbereiche

durch die jeweiligen Geschäftsbereichsleiter

vorgestellt. Im Anschluss daran fand

ein Rundgang durchs Haus statt. Besichtigt

wurden das Sekretariat der Geschäftsführung,

die Informations- und Kommunikationstechnik

im Rechenzentrum, die

Abläufe im Umgang mit den elektronischen

Dokumenten im Team Vertragspartner

und Service, sowie die „Weller

Tabellen“ und die Rehabilitationspläne

im Team 3 - Rehabilitationsmanagement.

Zum Abschluss der gelungenen Infoveranstaltung

konnten sich die Selbstverwaltungsmitglieder

noch einen Überblick

7


Selbstverwaltung

Oben links: Roland Tunsch, Renate Maaßen, Dr. Friedrich Bader, Werner Hilscher, Uwe Werner, Mitte links: Dr. Wolf Behrndt, Hans-Joachim Knies,

Klaus-Dieter Zeisberger, Dr. Frank Wattendorff, Michael Sulies, Jost Büttner, Unten links: Uwe Kösterke, Uwe Glinschert, Joachim Schickedanz,

Dr. Dr. Christian Weise, Bettina Ochmann, Nikolaus Bettels

Verabschiedung der Mitglieder des Vorstandes

und der Mitglieder der Vertreterversammlung

der Landesunfallkasse

Niedersachsen am 13.12.2011

Am Dienstag, den 13.12.2011 wurden die

ehemaligen Organmitglieder während

der Vertreterversammlung der Landesunfallkasse

Niedersachsen feierlich verabschiedet.

In einer rund 40-minütigen

Laudatio wurden die Versichertenvertreter

von dem Vorstandsvorsitzenden Jost

Büttner geehrt. Die Arbeitgebervertreter

wurden von dem stv. Vorstandsvorsitzenden

Joachim Schickedanz feierlich

verabschiedet. Er zitierte Wilhelm Busch

mit den Worten „Willst Du froh und glücklich

leben, lass kein Ehrenamt dir geben!

Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne

jedes Amt gleich ab!“ Welchen Stellenwert

das Ehrenamt dennoch hat, darauf

verwies er in seiner Laudatio. Denn die

scheidenden Organmitglieder sowie die

ehemaligen Organmitglieder waren es,

die die Landesunfallkasse Niedersachsen

entscheidend prägten und sich für das

Wohl der Landesunfallkasse Niedersachsen

einsetzten. Mit ihrem Engagement

haben sie die Landesunfallkasse Niedersachsen

über die Jahre hinweg zu dem

8

gemacht, was sie heute ist - ein modernes

Dienstleistungsunternehmen.

Zu der Verabschiedung waren erschienen:

Versichertenvertreter

Dr. Friedrich Bader, zuletzt alternierender

Vorstandvorsitzender, Delegierter der Mitgliederversammlung

des BUK/der DGUV,

Kuratorium FH Bad Hersfeld, Mitglied im

Präventionsausschuss

Uwe Glinschert, zuletzt stv. Mitglied der

Vertreterversammlung

Werner Hilscher, zuletzt ordentl. Mitglied

der Vertreterversammlung

Uwe Kösterke, zuletzt stv. Mitglied der

Vertreterversammlung

Renate Maaßen, zuletzt ordentl. Mitglied

im Vorstand, Beauftragte des Vorstandes

für Rehabilitation

Michael Sulies, zuletzt ordentl. Mitglied

der Vertreterversammlung, Mitglied im

Präventionsausschuss

Klaus-Dieter Zeisberger, zuletzt ordentl.

Mitglied der Vertreterversammlung

Uwe Werner (als Gast), zuletzt alternierender

Vorsitzender der Vertreterversammlung

Dr. Frank Wattendorff (als Gast), zuletzt

alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung,

Mitglied im Widerspruchsausschuss,

Mitglied im Unfallverhütungsausschuss

Arbeitgebervertreter

Dr. Wolf Behrndt, zuletzt alternierender

Vorsitzender der Vertreterversammlung,

Mitglied im Unfallverhütungs-/Präventionsausschuss,

Mitglied im Widerspruchsausschuss

Hans-Joachim Knies (als Gast), zuletzt

alternierender Vorstandvorsitzender,

Mitglied im Unfallverhütungsausschuss,

BAGUV-/BUK-Delegierter, Mitglied im Rentenausschuss

Dr. Dr. Christian Weise, zuletzt alternierender

Vorstandvorsitzender, Mitglied im

Rentenausschuss, Mitglied im Präventionsausschuss,

Mitglied im Richtlinienausschuss

des GUV Hannover


Selbstverwaltung

Im Folgenden werden die Vertreterversammlung

und der Vorstand sowie dessen Ausschüsse der

11. Wahlperiode dargestellt.

Die Vertreterversammlung beschließt für Versicherte

und Unternehmer beispielsweise verbindliche

Rechtsnormen (zum Beispiel Satzung,

Unfallverhütungsvorschriften) und für

jedes Geschäftsjahr den Haushaltsplan. Sie

setzt die Beiträge fest und entscheidet über

die Entlastung des Vorstandes sowie des Geschäftsführers

hinsichtlich der Jahresrechnung.

Der Vertreterversammlung gehören sieben

Mitglieder an. Der alleinige Arbeitgebervertreter

hat die gleiche Anzahl an Stimmen wie die

anwesenden Versichertenvertreter. Im Berichtsjahr

fanden insgesamt drei Sitzungen statt.

Gruppe der Versicherten

Ochmann, Bettina

Bannach, Volker

Peters, Elke

Bakker, Hartmut

Müller-Dohm, Bernd

Horn, Andrea

Stellvertreter

Schmidt, Thomas

Wagner, Olaf

Kaspareit, Christof

Steckhahn, Rolf

Kohne, Simone

Clausen, Gudrun

Hatesohl, Winfried

Timmermann, Claus

Vertreterversammlung

Gruppe der Arbeitgeber

Bettels, Nikolaus

Stellvertreter

Stellmacher, Gabriele

Oetzmann, Susanne

Der Vorstand verwaltet und vertritt die Landesunfallkasse

Niedersachsen. Darüber hinaus bereitet

er Entscheidungen der Vertreterversammlung

vor, spricht Empfehlungen an diese aus

und erlässt Richtlinien für die Führung der Verwaltungsgeschäfte.

Dem Vorstand gehören drei

Mitglieder an. Der alleinige Arbeitgebervertreter

hat die gleiche Anzahl an Stimmen wie die

anwesenden Versichertenvertreter. Im Berichtsjahr

fanden insgesamt fünf Sitzungen statt.

Gruppe der Versicherten

Büttner, Jost

Rehmert, Cristina

Persönliche Stellvertreter für

Büttner, Jost

Bestian, Frank

Schäfftlein, Alfred

Persönliche Stellvertreter für

Rehmert, Cristina

Wingelewski, Katja

Schulz, Hartmut

Vorstand

Gruppe der Arbeitgeber

Schickedanz, Joachim

Persönliche Stellvertreter für

Schickedanz, Joachim

Visbeck, Burkhard

Hage, Claus-Peter

9


Selbstverwaltung

Ausschüsse

Der Präventionsausschuss bereitet die Umsetzung

von Präventionsmaßnahmen vor. Er berät

zum Beispiel über Unfallverhütungsvorschriften

sowie andere präventionsspezifische Regelungen.

Der Präventionsausschuss kam im Berichtsjahr

zu vier Sitzungen zusammen.

Präventionsausschuss

Mitglieder entsandt von der Vertreterversammlung

Gruppe der Versicherten

Gruppe der Arbeitgeber

Peters, Elke

Bettels, Nikolaus

Horn, Andrea

Stellvertreter

Stellvertreter

Müller-Dohm, Bernd

Stellmacher, Gabriele

Bannach, Volker

Oetzmann, Susanne

Kaspareit, Christof

Clausen, Gudrun

Mitglieder entsandt vom Vorstand

Gruppe der Versicherten

Gruppe der Arbeitgeber

Büttner, Jost

Schickedanz, Joachim

Stellvertreter

Stellvertreter

Bestian, Frank

Hage, Claus-Peter

Rehmert, Cristina

Visbeck, Burkhard

Der Finanzausschuss beschäftigt sich

insbesondere mit dem Haushaltsplan und

dem Jahresabschluss der Landesunfallkasse

Niedersachsen. Der Finanzausschuss kam im

Berichtsjahr zu zwei Sitzungen zusammen.

Gruppe der Versicherten

Ochmann, Bettina

Stellvertreter

Schäfftlein, Alfred

Bakker, Hartmut

Finanzausschuss

Gruppe der Arbeitgeber

Bettels, Nikolaus

Stellvertreter

Stellmacher, Gabriele

Oetzmann, Susanne

Der Widerspruchsausschuss befasst sich

mit Widersprüchen gegen Entscheidungen

der Landesunfallkasse Niedersachsen. Der

Widerspruchsausschuss kam im Berichtsjahr zu

neun Sitzungen zusammen.

Widerspruchsausschuss

Gruppe der Versicherten

Gruppe der Arbeitgeber

Ochmann, Bettina

Bettels, Nikolaus

Stellvertreter

Stellvertreter

Horn, Andrea

Stellmacher, Gabriele

Kaspareit, Christof

Oetzmann, Susanne

Der Rentenausschuss entscheidet über Rentengewährung,

Rentenerhöhungen oder –herabsetzungen

und über Rentenentziehungen. Er

beschließt zudem über Beihilfen, Gesamtvergütungen

und Leistungen bei Pflegebedürftigkeit.

Der Rentenausschuss kam im Berichtsjahr zu 22

Sitzungen zusammen.

Gruppe der Versicherten

Rehmert, Cristina

Stellvertreter

Schäfftlein, Alfred

Bestian, Frank

Rentenausschuss

Gruppe der Arbeitgeber

Schickedanz, Joachim

Stellvertreter

Hage, Claus-Peter

Visbeck, Burkhard

Neben der ehrenamtlichen Selbstverwaltung hat

die Landesunfallkasse Niedersachsen einen Geschäftsführer.

Der Geschäftsführer führt hauptamtlich

die laufenden Verwaltungsgeschäfte und

die ihm vom Vorstand zur selbstständigen Erledigung

übertragenen Verwaltungsaufgaben aus.

Tunsch, Roland

Gubert, Michaela

Geschäftsführer

Geschäftsführer

Stellvertreterin

Stellvertretende Geschäftsführerin

Gemäß § 3 der Verwaltungsvereinbarung nehmen Mitglieder der Vertreterversammlung und des Vorstandes der Landesunfallkasse

Niedersachsen an Ausschuss- und teilweise an Vorstandssitzungen des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes

Hannover teil.

10


Prävention

Sicher ist uns nicht sicher genug!

Neue Leitung im Geschäftsbereich Prävention

Birgit Kastrau seit November 2011 Leiterin des

Geschäftsbereiches Prävention

Am 1. Juni 2011 übernahm Birgit Kastrau

bei der Landesunfallkasse Niedersachsen

die Aufgaben als Teamleiterin im

Geschäftsbereich Prävention für das Team

„Aufsicht und Beratung“. Sie hat viele

Jahre als Chemie-Ingenieurin in der Chemischen

Industrie gearbeitet, bevor sie

1994 beim Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverband

ihre Qualifizierung

zur Aufsichtsperson begann

und die Mitgliedsbetriebe dort 17 Jahre

lang umfassend betreut hat. Die letzten 6

Jahre führte sie die Abteilung Prävention

beim Braunschweigischen Gemeinde-Unfallversicherungsverband.

Seit November 2011 leitet Birgit Kastrau

den Geschäftsbereich Prävention bei der

Landesunfallkasse Niedersachsen. Birgit

Kastrau möchte die Präventionsarbeit und

den Geschäftsbereich zukunftsorientiert

gestalten und damit eine hohe Dienstleistungsqualität

und Kundenzufriedenheit

sicherstellen. Ziel ist und bleibt eine

„kundenorientierte“ Prävention. Diese

orientiert sich an dem Positionspapier der

Selbstverwaltung der gesetzlichen Unfallversicherung,

gesetzlichen Grundlagen,

aktuellen Entwicklungen wie Präventionskampagnen

und der Gemeinsamen Deutschen

Arbeitsschutzstrategie, aber insbesondere

an den Erfordernissen unserer

Mitgliedsbetriebe.

Schwerpunkt bei der Präventionsarbeit ist

und bleibt die Präsenz der Aufsichtspersonen

und Präventionsberater mit ihrer

kompetenten Beratung vor Ort bei unseren

Mitgliedsbetrieben. Mit interdisziplinärem,

kooperativem Vorgehen sollen sie

bei unseren Mitgliedsbetrieben zur Implementierung

eines modernen, präventiven

Arbeitsschutzes beitragen. Um diese

Aufgaben erfolgreich leisten zu können

und die Zufriedenheit bei der Betreuung

unserer Mitgliedsbetriebe zu verbessern,

hat die Optimierung der Prozessabläufe

und Teamstrukturen im Geschäftsbereich

Prävention herausragende Bedeutung.

Zusammen mit ihren Präventionsteams

„Team Zentrale Präventionsaufgaben“

und „Team Aufsicht und Beratung“ freut

sich Birgit Kastrau auf die Weiterführung

und Weiterentwicklung des Geschäftsbereiches

Prävention.

Entwicklung der Unfallzahlen und Berufskrankheiten

Im Jahr 2011 wurden 23.826 meldepflichtige

Arbeitsunfälle registriert. Dies entspricht

einem Anstieg von 4,6 %. (Vorjahr

22.767). Die Anzahl der meldepflichtigen

Wegeunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr

um 9,4 % auf 2.583 (Vorjahr 2.852) gesunken.

Grund für den starken Rückgang der

Wegeunfälle ist ein im Vergleich zum

Vorjahr relativ milder Winter mit weniger

Glatteisunfällen. Bedauernswert waren

3 Todesfälle im Berichtsjahr (Vorjahr 4).

Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer

Berufskrankheit lag im Berichtsjahr bei

164 Fällen.

11


Prävention

Sicher ist uns nicht sicher genug!

Ein Tag für gesundes erfolgreiches Arbeiten

im Büro.

Am 1. Dezember 2011 initiierte das Niedersächsische

Ministerium für Soziales,

Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

eine Fachtagung zum Thema „Ein

Tag für gesundes erfolgreiches Arbeiten

im Büro“. Die Veranstaltung, zu der sich

94 Teilnehmer angemeldet hatten, erfolgte

im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen

Arbeitsschutzstrategie und setzte

ihren Schwerpunkt auf Muskel-Skelett-

Erkrankungen sowie deren physische und

psychische Folgen und die Darstellung

von Präventionsansätzen. Verschiedene

Programmpartner, wie die Verwaltungs-

Berufsgenossenschaft, das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt

Hannover sowie der

Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Hannover und die Landesunfallkasse Niedersachsen

beteiligten sich aktiv an der

Fachtagung.

Neben der kompletten organisatorischen

Abwicklung unterstützte der Gemeinde-

Unfallversicherungsverband Hannover /

die Landesunfallkasse Niedersachsen die

Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema

„Weg(e) von der Belastung zur psychischen

Entlastung“. Ausgehend von einem

Belastungs-Beanspruchungsmodell wurde

in dem Beitrag über Belastungen am

Arbeitsplatz diskutiert. Die Darstellung

von arbeitsbezogenen Gestaltungsansätzen

und Handlungsmöglichkeiten von

Führungskräften und Mitarbeitern zeigte

verschiedene Wege zum Erhalt der psychischen

Gesundheit auf.

Die sich anschließende Plenumsdiskussion

unterstrich die Brisanz und Aktualität

des Themas und rundete den Vortrag ab.

Fragestellungen des Arbeitsschutzes in

den Unternehmen der Landesunfallkasse

Niedersachsen

Veränderte Rahmenbedingungen in der

Arbeitswelt stellen auch die Mitgliedsunternehmen

der Landesunfallkasse Niedersachsen

vor Herausforderungen zum Beispiel

die Bereitstellung von sicheren und

gesunden Arbeitsplätzen. So machen die

Reorganisationsmaßnahmen im Bereich

des öffentlichen Dienstes Anpassungen

der Organisation des Arbeitsschutzes

und besondere Maßnahmen erforderlich.

Beim Einrichten von Arbeitsplätzen

in älteren Gebäuden sind beispielsweise

immer wieder Belange des Denkmalschutzes

mit denen des Arbeitschutzes in

Einklang zu bringen. Maßnahmen des Arbeitsschutzes

müssen zunehmend auch

den Einsatz von Fremdpersonal berücksichtigen.

Arbeitsschutzaspekte und individuelle

Anforderungen müssen Eingang

in die Kriterien der zentralen Beschaffung

von zum Beispiel persönlicher Schutzausrüstung

finden. Die im Bereich der öffentlichen

Hand bestehende Verpflichtung

zur regelmäßigen Ausschreibung sicherheitstechnischer

und betriebsärztlicher

Betreuungsleistungen hat zur Folge, dass

häufig nur Verträge für den Zeitraum von

wenigen Jahren geschlossen werden können.

Das stellt die Mitgliedsunternehmen

vor besondere Herausforderungen, um

Erfahrungswissen zu erhalten. Die Mitarbeiter

des Geschäftsbereichs Prävention

unterstützen und beraten die Mitgliedsunternehmen

und die Versicherten bei

den Fragen des Arbeitsschutzes, die oft

individuelle Lösungen notwendig machen.

Übersteighilfe für die „Super-Rail“; Auszeichnung

Seit ein paar Jahren werden an den Bundesdeutschen

Autobahnen sog. Super-

Rail eingesetzt. Diese Stahlschutzplanken

dienen dazu, auch schwere LKW bei einem

Unfall möglichst auf der Fahrbahn zu

halten und damit Unfallfolgen möglichst

gering zu halten. Diese Super-Rail sind

dadurch gekennzeichnet, dass sie wesentlich

höher, breiter und stabiler sind

als die bekannten Stahlschutzplanken.

Bei der Arbeit der Straßenwärter auf den

Autobahnen ist es immer wieder notwendig,

dass eine Schutzeinrichtung überstiegen

werden muss, um zum Beispiel

Wartungsarbeiten an Verkehrseinrichtungen

im Mittelstreifen durchzuführen.

Solche Vorgänge, die ein Klettern über die

bis zu 1,15 m hohe Super-Rail erfordern

und unter extremen Stressbedingungen

erfolgen, sind mit hohen Unfallgefahren

verbunden. Mehrere Unfälle in diesem

Zusammenhang unterstreichen die Gefährlichkeit.

Prototyp einer Übersteighilfe für die Super-Rail

Übergabe des Gutscheins an Michael Telgen (r.)

Zur Zeit gibt es keine ständig angebrachten

Einrichtungen, die das Übersteigen

einer Super-Rail ermöglichen und eine

entsprechende Zulassung haben. Erst

die Idee des Schlossermeisters Michael

Telgen von der Autobahnmeisterei Oldenburg

hat dazu geführt, dass eine wirksame

sowie einfach transportable Übersteighilfe

in Form eines Haltebügels, der

in den Schutz-Pfosten hineingeschoben

wird, das Übersteigen der Super-Rail erleichtert.

Erste Einsatzversuche haben

eine hohe Akzeptanz für die Benutzung

dieser Hilfe gezeigt. Das Unfallrisiko ist

zwar nicht eliminiert, jedoch wesentlich

verringert. Die Landesunfallkasse Niedersachsen

hat das besondere Engagement

des Herrn Telgen für die Arbeitssicherheit

und Unfallverhütung nach Absprache mit

der Niedersächsischen Strassenbauverwaltung

mit einem Geldbetrag von 250,- €

honoriert.

12


Prävention

Sicher ist uns nicht sicher genug!

Raubüberfälle bei der Norddeutschen

Landesbank/ Braunschweigischen Landessparkasse

2009 und 2010 waren Raubüberfälle auf

Geldinstitute in großstädtischen Lagen zu

verzeichnen. Die unmaskierten Täter verübten

Überfälle auf Sparkassen in Hannover,

Hildesheim, Wolfsburg, Osnabrück

und auf die Norddeutsche Landesbank/

Braunschweigische Landessparkasse in

Braunschweig (2 Raubüberfälle 2010).

Zur Prävention von Raubüberfällen und

zum Schutz der Beschäftigten wurden

bei der Norddeutschen Landesbank/

Braunschweigischen Landessparkasse

Beratungen vor Ort durchgeführt. Unter

Beteiligung der Landesunfallkasse Niedersachsen,

der betroffenen Sparkassen,

des Sparkassenverbandes Niedersachsen,

der Versicherungsgruppe Hannover

als Sachversicherer und des Landeskriminalamtes

Niedersachsen wurde

ein Arbeitkreis Sicherheit gegründet. In

diesem Arbeitskreis wurden gemeinsame

Präventionsmaßnahmen festgelegt.

Schwerpunkt der aktuellen Tätigkeit des

Arbeitskreises sind Standards für GPS basierende

Ortungssysteme, die nach Überfällen

die polizeiliche Fahndung nach

Tätern erleichtern und damit auch präventive

Bedeutung haben.

Einführung von TAD-Info im Geschäftsbreich

Prävention

Nach umfangreichen Vorbereitungen

wurde termingerecht zum Jahresbeginn

2011 das Programm TAD-Info für den Geschäftsbereich

Prävention in Betrieb

genommen. Vorausgegangen waren umfangreiche

Schulungsmaßnahmen für die

Anwender. Das Jahr 2010 wurde genutzt,

um den vorhanden Datenbestand wie

Unfallstammdaten und das Betriebskataster

in die neue Programmoberfläche zu

integrieren. Die Grundlagen, zum Beispiel

Tabellen und Feldbezeichnungen, wurden

für die Datenübernahme von einer Arbeitgruppe

des Geschäftsbereichs ausgearbeitet,

die ebenfalls die Einführung und

die Weiterentwicklung der Software begleitet

hat und weiter begleiten wird.

Mit TAD-Info, auch als Cusa “Prävention“

bezeichnet, wurde neben den

bereits vorhandenen Anwendungen

Cusa “Reha&Leistung“ und Cusa

“Mitglieder&Beitrag“ eine einheitliche

Lösung zur Abdeckung der zentralen Geschäftsprozesse

des Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Hannover und der

Landesunfallkasse Niedersachsen geschaffen.

Die Aufsichtspersonen und Präventionsberater

der Landesunfallkasse Niedersachsen

betreuen ca. 1000 Unternehmen

und rund 13.000 Einrichtungen in Niedersachsen.

Die Software TAD-Info unterstützt

dabei Aufgaben umfassend, wie

beispielsweise bei Planung, Dokumentation

und Nachverfolgung von Betriebsbetreuungen.

Ebenso liefert es Gesamtübersichten

zu Betrieben und Historien

und ermöglicht den Aufsichtspersonen

das Unfallgeschehen betriebsspezifisch

auszuwerten. Auch die Projektarbeit des

Geschäftsbereichs lässt sich mit der Anwendung

verwalten und darstellen.

Abschließend betrachtet ist festzustellen,

dass die Einführung von TAD-Info einen

wichtigen Schritt zu effektiver und effizienter

Aufgabenwahrnehmung und damit

verbesserter Betreuung der Betriebe und

Versicherten darstellt.

Präventionsschwerpunkte im Jahr 2012

Im Jahr 2012 wird die Zusammenarbeit mit

den niedersächsischen Ministerien und

der VGplus zur Bündelung von Ressourcen

intensiviert. Neben der Qualifizierung

von Schulleitungen zum Konzept der

„Guten Gesunden Schule“ wird die Verzahnung

der schulischen Prävention Gesundheitsförderung

mit dem Bildungs-/

Erziehungsauftrag der Schule im Rahmen

der Qualitätsentwicklung vorangetrieben.

Zudem werden die Kontakte zu den Mitgliedsbetrieben

durch Betriebsbesuche

vor Ort verstärkt. Auch werden die Besichtigungen

und Beratungen im Bereich der

Schülerunfallversicherung weiter ausgedehnt.

Zur Reduzierung der Schülerwegeunfälle

werden in der Kooperation mit den

Partnern aus umfassenden Analysen des

Unfallgeschehens geeignete Maßnahmen

entwickelt.

Für Führungskräfte wird es künftig ein

verbessertes und erweitertes Seminarangebot

zu den Themen Psychische Gesundheit,

Gesundheitsförderung und

Gesundheitsmanagement, Gefährdungsbeurteilung,

Gesprächsführung etc. geben.

Für den Gesundheitsdienst werden

zusätzliche Seminare angeboten.

13


Prävention

Sicher ist uns nicht sicher genug!

Kampagnenträger ziehen Bilanz

RISIKO RAUS! Zwei Jahre lang berieten Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen

rund 100.000 Betriebe zu Unfallrisiken

beim Fahren und Transportieren. In über

10.000 Seminaren informierten die Fachleute

betriebliche Akteure und machten

an 1.500 Aktionstagen in Unternehmen

Führungskräfte und Beschäftigte auf Gefahren

für ihre Sicherheit aufmerksam.

Zwei Jahre lang machte die Präventionskampagne „RISIKO RAUS!“ auf Gedankenlosigkeit und

Ablenkung als Unfallursache im innerbetrieblichen Transport und im Straßenverkehr aufmerksam.

Jetzt zieht die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung eine erste Bilanz.

schutz und Verkehrssicherheitsarbeit“

gelungen, meint DVR-Hauptgeschäftsführer

Christian Kellner. Obwohl „RISIKO

RAUS!“ mit dem Jahr 2011 offiziell zu Ende

gegangen ist, können die Mitgliedsunternehmen

der Landesunfallkasse Nieder-

sachsen die dafür entwickelten Medien

weiterhin nutzen. Auch die Veranstaltungsmodule

der DGUV stehen für Aktionstage

zum sicheren Fahren und Transportieren

noch bis zum 30. September

2012 zur Verfügung.

„RISIKO RAUS! war erst die zweite Präventionskampagne,

an der sich alle Unfallversicherungsträger

beteiligt haben“,

bilanziert Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender

Hauptgeschäftsführer der Deutschen

Gesetzlichen Unfallversicherung.

„Im Vergleich zur Haut-Kampagne von

2007 haben wir unsere Aktivitäten deutlich

steigern können.“ Die gleichmäßige

Verteilung von Seminaren und Aktionstagen

über den gesamten Kampagnenzeitraum

habe für eine gleichbleibend hohe

Aufmerksamkeit gesorgt. „Damit steht

fest, dass wir Millionen Menschen in Betrieben

und Bildungseinrichtungen mit

unserer Botschaft erreicht haben“, freut

sich Eichendorf. Die gewonnenen Erfahrungen

der vergangenen zwei Jahre sollen

nun ausgewertet werden und in die Kampagne

zur Rückengesundheit einfließen,

die für die Jahre 2013 und 2014 geplant

ist. Zudem hat die Zusammenarbeit mit

dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat

(DVR) die Reichweite der Kampagne noch

gesteigert. Mit dieser sei der „Brückenschlag

zwischen betrieblichem Arbeits-

Wir haben viele interessierte Menschen an Aktionstagen, in Betrieben und Bildungseinrichtungen

mit unserer Botschaft erreicht.

14


Prävention

Sicher ist uns nicht sicher genug!

Umsetzung der DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte

und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“

Die DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und

Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ ist am

01.04.2011 bei der Landesunfallkasse

Niedersachsen in Kraft getreten. Gleichzeitig

trat die Unfallverhütungsvorschrift

„Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und

andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit“

(GUV-V A6/7) außer Kraft.

Aufgrund des § 6 Abs. 3 kann die betriebsärztliche

und sicherheitstechnische

Betreuung bei Betrieben mit mehr als 10

Beschäftigten bei bestehenden Verträgen

noch bis zum 31. Dezember 2012 nach der

zurückgezogenen Unfallverhütungsvorschrift

erfolgen. Da die meisten Landesbetriebe

bestehende Verträge aufweisen,

erfolgte die Umsetzung der DGUV Vorschrift

2 in 2011 eher zögerlich. Informationen

zur DGUV Vorschrift sind reichlich

vorhanden. Auf der Homepage der DGUV

(www.dguv.de) werden folgende Informationen

zum Herunterladen angeboten:

• Hintergrundinformationen für die Beratungspraxis

• Häufig gestellte Fragen - FAQs

• Betriebliche Anwendungsbeispiele zur

Umsetzung der Vorschrift

• Interaktive Informationen zur DGUV Vorschrift

2

Die einzelnen Unfallversicherungsträger

stellen weiteres Material zur Verfügung.

Der Gemeinde-Unfallversicherungsver-

band Hannover und die Landesunfallkasse

Niedersachsen haben die Ergebnisse

eines Arbeitskreises von Fachkräften für

Arbeitssicherheit zur betriebsspezifischen

Betreuung in Verwaltungen auf ihre

Homepage (www.guvh.de, www.lukn.de)

gestellt („Praxisbeispiele zur betriebsspezifischen

Betreuung für die Allgemeine

Verwaltung - Arbeitshilfe zur DGUV Vorschrift

2“).

Bei fast allen Seminaren sowie den Arbeitskreisen

für Sicherheitsfachkräfte von

der Landesunfallkasse Niedersachsen in

2011 war die Umsetzung der DGUV Vorschrift

2 ein wichtiges Thema. Bei Bedarf

wurden auch In-house-Veranstaltungen

durchgeführt.

Für viele Landesbetriebe oder -behörden

war bzw. ist die Zuordnung zu den

Betriebsarten gemäß Wirtschaftzweigeschlüssel,

auch WZ-Kode genannt, ein

Problem. Sie sind gemäß WZ-Kode 84.1

„Öffentliche Verwaltung“ einzustufen,

obwohl zum Teil weitaus gefahrgeneigtere

Tätigkeiten ausgeführt werden. Dagegen

hätten die Betriebe der Rechtspflege (Gerichte,

Staatsanwaltschaften) sich in die

Gruppe II (WZ-Kode 84.2) einstufen müssen.

Das hätte eine Verdreifachung der

Einsatzstunden gegenüber der vorherigen

Vorschrift bedeutet. Mit Hilfe einer Ausnahmegenehmigung

erfolgte die Zurückstufung

nach Gruppe III.

Die Zielsetzung der reformierten Vorschrift,

Leistungen statt der bisherigen

Einsatzzeiten in den Vordergrund zu stellen,

wird insbesondere bei der betriebsspezifischen

Betreuung deutlich. Die

dabei zu erbringenden Unterstützungsleistungen

setzen auf der Basisleistung

der Grundbetreuung auf und ergänzen

sie um dauerhaft oder temporär erforderliche

Betreuungsleistungen, die sich an

den speziellen Erfordernissen des jeweiligen

Betriebes orientieren. Insofern ist die

letztlich relevante Gesamtbetreuung, die

von den Betriebsärzten und den Fachkräften

für Arbeitssicherheit in den Betrieben

zu erbringen ist, eher an Defiziten, Gefährdungen,

Situationen und Anlässen zu

bemessen, als an Zahlen von Personen.

Dieser Denkansatz muss auch in die Vertragsgestaltung

mit externen Leistungserbringern

einfließen. Durch die Dokumentation

der erbrachten Maßnahmen

und Leistungen wird die Basis geschaffen,

den daraus resultierenden Personalaufwand

für Betriebsarzt und Fachkräfte für

Arbeitssicherheit abzuschätzen, nicht nur

für die o. g. Vertragsgestaltung, sondern

auch für Zielvereinbarungen und Freistellungen

interner Fachkräfte für Arbeitssicherheit

und Betriebsärzte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Unfallversicherungsträgern

gibt die Landesunfallkasse

Niedersachsen keine allgemeinen

Empfehlungen im Rahmen der betriebsspezifischen

Betreuung oder zum Umfang

der Anteile der einzelnen Leistungserbringer

bei der Grundbetreuung. Die Landesunfallkasse

Niedersachsen lässt den

Betrieben grundsätzlich die versprochene

Flexibilität und damit die Möglichkeit, die

sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische

Betreuung eigenverantwortlich

bedarfsorientiert mitzugestalten.

Die neue Philosophie der DGUV Vorschrift

2 erfordert einen kontinuierlichen

Dialog zwischen Betriebsarzt, Fachkraft

für Arbeitssicherheit und Unternehmer

unter Beteiligung der betrieblichen Interessenvertretung,

insbesondere bei der

Ermittlung und Festlegung der zukünftigen

Aufgaben und des damit verbundenen

Aufwandes. Viele Landesbehörden

bedienen sich externer Dienstleister für

die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische

Betreuung. Die landesinterne

Vorgabe, dass die Dienstleistung alle drei

Jahre neu ausgeschrieben werden muss,

stellt die Verantwortlichen vor große Probleme

bei der Umsetzung der DGUV Vorschrift

2. Die zu erbringenden Leistungen

müssen bereits in der Ausschreibung

festgelegt sein.

Die Landesunfallkasse Niedersachsen

wird sich dafür einsetzen, dass die Ziele

der DGUV Vorschrift 2 wie Qualität, Kontinuität

und Flexibilität auch beim Land

Niedersachsen Gehör finden.

15


Prävention

Sicher ist uns nicht sicher genug!

Bewegte Kindheit – 17.-19.03.2011

20 Jahre Osnabrücker Kongress

Im Fokus des von der Universität Osnabrück

und dem nifbe (Nds. Institut für

frühkindliche Bildung und Entwicklung)

ausgerichteten Kongresses stand die Bewegung

als Motor für die gesamte Bildung

und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern.

Mit Unterstützung der beteiligten

Kooperationspartner (Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Hannover/Landesunfallkasse

Niedersachsen, Unfallkasse

Nordrhein-Westfalen, Nds. Kultusministerium,

Techniker Krankenkasse u.a.) konnten

die 3.000 TeilnehmerInnen an drei Tagen

in rund 180 Vorträgen, Seminaren und

Workshops hierzu neue wissenschaftliche

Erkenntnisse sowie konkrete Ansätze für

die Praxis in Krippe, Kita oder Frühförderung

kennen lernen und diskutieren.

Den überwiegend aus Kindertageseinrichtungen

in Niedersachsen und Nordrhein-

Westfalen angereisten ErzieherInnen und

LehrerInnen wurde deutlich, dass Bewegung

die Voraussetzung für Gesundheit

und Wohlbefinden ist und gerade für Kinder

eine Quelle vielfältiger Erkenntnisse

und lustvoller Erfahrungen darstellt. Mit

der inhaltlichen Ausrichtung des Kongresses

auf den elementaren Bereich der Bewegungs-

und Wahrnehmungsförderung

orientiert sich damit diese bundesweit

beachtete Veranstaltung am zentralen

Präventionsansatz der Landesunfallkasse

Niedersachsen.

Besinnung auf den Kern der frühkindlichen

Bildung

Angesichts der regelrechten Flut isolierter

Förder- und Bildungsangebote bot der

Kongress auch Gelegenheit, sich auf den

Kern der frühkindlichen Bildung zu besinnen,

die Bundespräsident Christian Wulff

a. D. in seiner Eröffnungsrede „als das

wichtigste Anliegen für die Zukunft unseres

Landes“ herausgehoben hatte.

„Bindung, Soziale Interaktion, Bewegung,

Spiel und Freiräume“ sind grundlegend

für die Entwicklung und Bildung der Kinder“

resümierte Prof. Dr. Renate Zimmer

in ihrer Funktion als Kongressleitung.

Bewegung ist dabei als elementare Handlungs-

und Ausdrucksform der Kinder ein

idealer Katalysator für die Entwicklung

sozialer, emotionaler und kognitiver Basiskompetenzen.

Sie forderte die Bewegung

ebenso wie die Sprache als Querschnitthema

in die Kita-Bildungspläne

der Länder aufzunehmen und entsprechende

Schwerpunkte in der Aus- und

Weiterbildung der Erzieher zu setzen.

„Nur so bekommen wir wirklich in vielerlei

Hinsicht starke und kompetente Kinder“.

Die Bedeutung der Bewegung auch für

die geistige Leistungen untermauerte auf

dem Kongress der international bekannte

Neurowissenschaftler Prof. Dr. Manfred

Spitzer. Er zeigte auf, dass Bewegung die

Neuronen und Synapsen wachsen lässt

und dass ein Lernen in und mit Bewegung

wesentlich effektiver ist.

Bildungssystem vor der größten Herausforderung

seiner Geschichte

Aus bildungspolitischer Sicht sah Prof. Dr.

Dr. Dr. Wassilos Fthenakis das „Bildungssystem

vor der größten Herausforderung

seiner Geschichte“. Er plädierte für einen

bundesweiten Bildungsplan für die Kitas,

der dann in föderaler Verantwortung „im

Wettkampf um die besten Ressourcen

und Ideen“ umzusetzen sei. Er verwies

auf eine gravierende Schieflage bei der

Finanzierung des deutschen Bildungssystems:

„Dort, wo die volkswirtschaftliche

Rendite am höchsten ist, nämlich in der

frühkindlichen Bildung, wird am wenigsten

investiert.“

Pilotseminar: „Ausgleichssport und Falltraining“

im Niedersächsischen Landgestüt

Celle

Im reiterlichen Bereich kommt es leider

sehr oft zu Sturzereignissen mit teilweise

schweren Verletzungsfolgen. Hiervon

sind leider insbesondere auch die professionellen

Reiter beim Umgang mit den

jungen Hengsten im Landgestüt Celle

betroffen.

Von Fachleuten werden als Mitursache

bei vielen Stürzen auch körperliche Defizite

bei den Reitern angesehen, wie mangelnde

Fitness und Koordinationsfähigkeit,

unzureichendes Körpergefühl sowie

muskuläre Dysbalancen am Stütz- und

Bewegungsapparat.

Von Seiten des Landgestüts Celle, des

Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums

und der Landesunfallkasse

Niedersachsen als zuständigem Unfallversicherungsträger

wurde daher ein

Sportseminar mit Pilotcharakter für die

Auszubildenden und jungen Reiter konzipiert,

mit dem Ziel ein präventives Sturztraining

durchzuführen und langfristig die

beschriebenen körperlichen Defizite abzubauen.

Ende des Jahres wurde über drei Monate

wöchentlich von einem erfahrenen Judo-

Lehrreferenten ein Trainingsprogramm

durchgeführt. Die Teilnahme war verbindlich

und galt als Arbeitszeit.

Von Seiten der Teilnehmer gab es zu dem

Angebot bisher einige positive Rückmeldungen.

Eine umfassende Evaluation

wird noch vorgenommen und danach von

Seiten des Landgestüts entschieden, ob

dieses Trainingsprogramm zukünftig regelmäßig

angeboten wird.

16


Rehabilitation und Leistungen

Rehabilitation vor Rente.

Rehabilitationsmanagement für die Allgemeine

Unfallversicherung

Am 13.03.2008 hat der DGUV ein Eckpunktepapier

zum Rehabilitationsmanagement

veröffentlicht. Dies hat die

Landesunfallkasse Niedersachsen zum

Anlass genommen, sich mit der Einführung

des Rehabilitationsmanagements

zu beschäftigen. Bereits zum 02.05.2008

startete für die Versicherten in der Allgemeinen

Unfallversicherung das neue

Verfahren. Um optimale Abläufe zu entwickeln

und umzusetzen wurde das Rehabilitationsmanagement

zunächst als Projekt

durchgeführt. Die Erfahrungen sind in die

zentrale Weiterentwicklung dieses neuen

Steuerungsmodells eingeflossen, so dass

mit der Veröffentlichung des Handlungsleitfadens

der DGUV zum Rehabilitationsmanagement

am 13.09.2010 festgestellt

wurde, dass das dort beschriebene Verfahren

bei der Landesunfallkasse Niedersachsen

bereits gelebte Praxis darstellt.

Die wesentlichen Kriterien für das neue

Verfahren bilden:

Leistungsfälle im Jahr 2011

Auch im Jahr 2011 sind uns wieder

schwere Unfälle gemeldet

worden. Exemplarisch sei hier

der schwere Unfall zweier Mitarbeiter

einer Straßenmeisterei

genannt. So kam es am 15.11.2011

auf der A 1 zwischen dem Dreieck

Stuhr und der Anschlussstelle

Bremen-Brinkum zu einem

schweren Verkehrsunfall.

Zunächst war in diesem Streckenabschnitt

ein Schwerlaster

aufgrund eines technischen Defektes auf dem Standstreifen liegengeblieben. Die

Mitarbeiter der Straßenmeisterei sicherten den LKW mit einem mit Warnleuchten versehenen

Sicherungsanhänger. Gegen 2:40 Uhr fuhr ein Sattelzug auf den Sicherungsanhänger

auf und schob diesen gegen ein davor stehendes Fahrzeug. Zwei Mitarbeiter

der Straßenmeisterei, die sich in dem Sicherungsfahrzeug befunden haben, wurden

durch den Aufprall schwer verletzt und erlagen noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Die Landesunfallkasse Niedersachsen hat noch am 15.11.2011 von dem Unfall Kenntnis

erhalten und mit den Ermittlungen begonnen. Im Vordergrund stand hier die schnelle

Leistungsgewährung um die Angehörigen zumindest finanziell abzusichern. Nach

Erhalt der notwendigen Unterlagen konnten die zu gewährenden Leistungen (Sterbegeld,

Witwenrente und Waisenrente) noch im November/Dezember 2011 festgestellt

und ausgezahlt werden.

• persönliche und professionelle Beratung

und Betreuung durch Rehabilitations

Manager

• zielorientierte Steuerung der Heilverfahren

gemeinsam mit Versicherten

und Angehörigen, Arzt und Therapeuten,

Arbeitgeber und Rehabilitations

Manager im Sinne einer Planung, Steuerung

und Überprüfung von Rehabilitationsverläufen

auf der Grundlage einer

gemeinsamen Zielvereinbarung zwischen

den Rehabilitationsbeteiligten

• Planung der nahtlosen Rehabilitation

und zeitnahen beruflichen Wiedereingliederung

• Qualitätssicherung der medizinischen

Rehabilitation.

Im Rahmen des Projektes wurden im

Abstand von einem Jahr zwei Versichertenbefragungen

eingeführt. Die Betreuungsleistungen

der Landesunfallkasse

Niedersachsen wurden insgesamt positiv

bewertet. Im Durchschnitt betrug die positive

Resonanz bei der ersten Versichertenbefragung

90,71 Prozent. Im Vergleich

dazu ist bei der zweiten Versichertenbefragung

der Wert auf 92,71 Prozent gestiegen.

Sehr viele Versicherte bedankten

sich für die Betreuung und haben diese

als positiven Faktor für ihre Genesung

gewertet.

Zusammengefasst bietet das Rehabilitationsmanagement

folgende Vorteile:

Aus Sicht der Versicherten

• der Heilverlauf wird mit den Versicherten

zusammen geplant

• dabei können Verhältnisse auch individuell

berücksichtigt werden

• enge Bindung zur Landesunfallkasse

Niedersachsen durch frühzeitigen, persönlichen

Kontakt

• einen Ansprechpartner, der begleitend

und beratend zur Verfügung steht

Aus Sicht des Unternehmers

• die arbeitsplatzbezogenen Verhältnisse

werden bei der Planung des Rehabilitationsverlaufes

berücksichtigt

• durch den zeitnahen Kontakt zum Unfallversicherungsträger

können schon

frühzeitig Informationen über den voraussichtlichen

Eintritt der Arbeitsfähigkeit

bzw. den Beginn der Arbeits- und

Belastungserprobung ausgetauscht

werden

• ein Arbeitstherapeut kann bei Bedarf

die Wiedereingliederung begleiten

Der erfolgreiche Verlauf des Projektes

führte dazu, dass am 13.10.2011 entschieden

wurde, das Rehabilitationsmanagement

für den Bereich der Allgemeinen Unfallversicherung

dauerhaft umzusetzen.

17


Rehabilitation und Leistungen

Rehabilitation vor Rente.

Rehabilitationsmanagement für die Schülerunfallversicherung

als Pilotprojekt

Am 01.09.2011 wurde das Pilotprojekt

für die Schülerunfallversicherung gestartet.

Das Projekt ist zunächst bis zum

31.08.2012 befristet. Anders als im Bereich

der Allgemeinen Unfallversicherung

kennt die Schülerunfallversicherung nicht

die Begriffe Arbeitsunfähigkeit oder gar

Schulunfähigkeit. Auch in der Ausprägung

der Verletzungen unterscheiden sich

die beiden Versicherungsgruppen. Da

Kinder keine kleinen Erwachsenen sind,

erfordert die Behandlung von Frakturen

bei dieser Personengruppe besondere

Kenntnisse der Wachstumsphysiologie

des Skeletts.

Folgende Fälle werden deshalb zunächst

näher betrachtet:

• Verletzung der Bänder/Menisci mit

Knorpelverletzungen am Kniegelenk

• Gelenknahe Verletzungen, die in stat.

Behandlung operiert werden

• Alle Fälle, bei denen die Behandlungsbedürftigkeit

über 8 Wochen hinaus

andauert

• Frakturen mit neurologischen Ausfällen

• Frakturen der oberen und unteren Extremitäten

(in Kombination)

• Frakturen beider oberen oder beider

unteren Extremitäten

• Schwere Verbrennungen

• Sonstige Fälle (zum Beispiel zu erwartende

schwierige Verläufe aufgrund von

Vorschäden/ Vorerkrankungen / weitere

Kontextfaktoren zum Beispiel aus

dem häuslichen Umfeld, Unfall unmittelbar

vor Eintritt in das Erwerbsleben)

In den vorgenannten Fällen nehmen wir

frühzeitig Kontakt mit den Eltern aber

auch mit den behandelnden Ärzten auf,

Medizinische Experten, die zusammen mit den Eltern und den Rehabilitationsmanagern im Einzelfall

Behandlungsverläufe aufstellen und Rehabilitationsziele Ziele planen.

um den aktuellen Gesundheitszustand zu

erheben, aber auch beratend und aufklärend

tätig zu sein. Wir verstehen uns

dabei als „Kümmerer“, der im Rahmen

seines Leistungsangebotes unterstützend

tätig ist. Durch Netzwerkpartner stehen

dem Verfahren medizinische Experten zur

Seite, die zusammen mit den Versicherten/Eltern

und den Rehabilitationsmanagern

im Einzelfall Behandlungsverläufe

gemeinsam aufstellen und Rehabilitationsziele

planen. So können den Eltern

schon im Vorfeld einige Sorgen genommen

werden.

Elektronische Einzelplatzsignatur

Durch die Möglichkeit, ärztliche Berichte

und Rechnungen elektronisch über

DALE-UV (Datenaustauschverfahren mit

Leistungserbringern in der gesetzlichen

Unfallversicherung) zu übermitteln, stellte

sich auch für die Landesunfallkasse Niedersachsen

die Notwendigkeit, das Zahlverfahren

umzustellen.

Um den rechtlichen Anforderungen gerecht

zu werden, musste bislang für die

elektronisch übermittelten und bearbeiteten

Abrechnungen ein gesonderter

Zahlungsbeleg in Papier erzeugt und mit

entsprechenden Unterschriften versehen

werden. Um diese Unterschriften zu

ersetzen, war es ein Ziel die qualifizierte

elektronische Signatur einzuführen. Die

rechtlichen Grundlagen hierzu finden

sich im Gesetz über Rahmenbedingungen

für elektronische Signaturen (SigG). Die

Verfahrensumstellung dauerte mehrere

Monate. So musste nicht nur eine entsprechende

Signiersoftware installiert,

sondern auch die Anbindung an das optische

Archiv und an die Fachanwendung

(CUSA) geschaffen werden. Um zukünftig

eine einfache und schnellere Wartung

zu ermöglichen, erfolgte gleichzeitig der

technologische Umstieg auf eine serverseitige

Bereitstellung von Anwendungen

mit Produkten der Firma Citrix. Dieses

bietet die Möglichkeit von einem Computer,

egal an welchem Standort, auf die

Anwendungen im Unternehmensnetzwerk

zuzugreifen, ohne dass die eigentliche

Software auf jeden einzelnen Computer

installiert sein muss.

Gleichzeitig mussten Signierkarten für

jeden an dem System tätigen Mitarbeiter

beantragt werden. Dies erfolgte über die

Firma D-Trust, einem Tochterunternehmen

der Bundesdruckerei. Nach mehreren

Testläufen und Schulung der Mitarbeiter

konnte im Januar 2012 die qualifizierte

elektronische Signatur in den Produktivbetrieb

übernommen werden. Damit wurde

nicht nur der bisherige Medienbruch

beseitigt, sondern auch für die zukünftige

Anforderung technisch optimal aufgestellt.

18


Rehabilitation und Leistungen

Ausblick 2012

Auch in 2012 wird das Dienstleistungsangebot verbessert. Bei allen Aufgaben wird aber

nie unser Leitbild aus den Augen verloren, dass der Mensch im Mittelpunkt all unserer

Bemühungen steht.

Einführung der elektronischen Unfallanzeige

Bislang erhält die Landesunfallkasse Niedersachsen

die gesetzlich vorgeschriebenen

Unfallanzeigen in der Regel auf dem

Postweg. Als Service bietet sich unseren

Mitgliedern auf unserer Internetseite

(http://lukn.de/service/unfallanzeigen/

index.php) die Möglichkeit die Unfallanzeige

am PC als PDF-Formular aufzurufen.

Dieses Dokument darf aus Datenschutzgründen

aber nicht elektronisch übermittelt

werden. Unser Ziel ist es, den Mitgliedern

ein Portal zur Verfügung zu stellen,

in dem in einem geschützten Bereich die

Unfallanzeige erstellt und auch elektronisch

übermittelt werden kann. Die Fachanwendung

ist bereits zentral angepasst

worden. Auch die Erfahrungen andere Unfallversicherungsträger

in der Anwendergemeinschaft

werden helfen, dieses Projekt

erfolgreich in 2012 abschließen zu

können.

Frühes Scannen

Ein Ziel des Geschäftsbereiches ist die

Umstellung des Zeitpunktes in dem die

Papierdokumente gescannt werden. Bisher

erfolgt bei den in Papier zugesandten

Dokumenten zunächst die Zuordnung in

der Fachanwendung bei gleichzeitiger

Erzeugung eines Barcode-Aufklebers.

Anhand der in diesem Strichcode hinterlegten

Informationen kann beim Scannen

das Dokument dem richtigen Versicherungsfall

zugeordnet und der weitere Bearbeitungsweg

gesteuert werden.

Mittlerweile ist auch unsere Fachanwendung

weiterentwickelt worden und ermöglicht

uns, eingehende Papierdokumente

direkt im Anschluss nach der Posteingangsbearbeitung

zu scannen und sie

elektronisch zur weiteren Bearbeitung zur

Verfügung zu stellen. Damit entfällt nicht

nur das Erzeugen und Aufbringen eines

Barcode-Aufklebers, sondern ermöglicht

auch in einer technischen Umgebung

alle Dokumente bearbeiten zu können.

Gleichzeitig können dann auch von den

Heimarbeitsplätzen, denen bislang nur

elektronisch übermittelte Dokumente

zugeordnet worden sind, diese Schriftstücke

bearbeitet werden.

Reduzierung der Laufzeiten im Berufskrankheitenverfahren

Die Laufzeit im Berufskrankheitenverfahren

ist abhängig von den Besonderheiten

der jeweiligen Erkrankung. Das

Krankheitsbild bestimmt den Ermittlungsaufwand,

die Notwendigkeit und die

Komplexität der Begutachtung sowie die

Verfügbarkeit von Gutachtern.

Neben diesen Besonderheiten spielen für

die Laufzeit spezielle Gegebenheiten der

einzelnen Unfallversicherungsträger eine

Rolle. Unter der Zielsetzung eines sach-

lich richtigen, schnellen und am Bedarf

des Erkrankten orientierten BK-Verfahrens

als übergeordnetes Qualitätssicherungsziel

haben die gemeinsamen Gremien

der Unfallversicherungsträger untersucht,

welche Zielwerte für die Verfahrensdauer

erreichbar und mit den Zielen der Qualitätssicherung

vereinbar sind. Daraus

ergab sich als Vorgabe, dass Verfahren

in der Regel innerhalb eines Jahres abgeschlossen

werden können und eine Dauer

von im Mittel neun Monaten erreichbar

ist.

Das Krankheitsbild bestimmt den Ermittlungsaufwand, die

Notwendigkeit und die Komplexität der Begutachtung.

Diese Zielwerte umzusetzen, wird uns im

Jahr 2012 begleiten und bedeutet auch

unsere Prozesse zu untersuchen und ggf.

anzupassen, wobei auch im Einzelfall

Raum für eine ausführliche Ermittlung der

beruflichen Vorgeschichte (Arbeitsanamnese)

und eine intensive Begutachtung

vorhanden sein wird.

19


Personal

Einführung eines Personalinformationssystems

Die moderne Personalarbeit erfordert

eine zügige Bereitstellung aktueller und

differenzierter Daten. Dies gilt insbesondere

auch für die Bereiche Personalentwicklung

und Gesundheitsmanagement.

Im März 2010 wurde daher die Entscheidung

getroffen, die Personalarbeit zukünftig

durch den Einsatz eines Personalinformationssystems

zu unterstützen

und zu optimieren. Gewählt wurde ein

Programm, das mit dem bestehenden

Gehaltsprogramm in Form eines Modularsystems

vernetzt ist. Redundante Eingaben

werden somit vermieden. Die regelmäßige

Synchronisation beider Module

stellt sicher, dass die Daten auf aktuellem

Stand zur Verfügung stehen und sich die

Datenerfassung auf diejenigen Eingaben

beschränkt, die das Gehaltsprogramm

nicht abbildet. Neben der Bereitstellung

von Datenauswertungen als Grundlage

für Personalentscheidungen und anderer

Steuerungsprozesse bietet das Personalinformationsmodul

vor allem die folgenden

Vorteile:

• Unterstützung im Stellenbesetzungsverfahren

durch die elektronische Bewerberverwaltung

• Verwaltung von Fortbildungsveranstaltungen

und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

einschließlich der Kosten

• Verwaltung der Auszubildendenverhältnisse,

insbesondere der Ausbildungspläne

• Erstellung von Qualifikations- und Anforderungsprofilen.

Die Rahmenbedingungen für die Anwendung

und den Datenschutz wurden in einer

Dienstvereinbarung festgelegt.

Neue Auszubildende

Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Hannover/die Landesunfallkasse

Niedersachsen werden auch im Jahr

2012 wieder zwei neue Auszubildende

einstellen. Das Auswahlverfahren wurde

bereits durchgeführt. Angesichts der

erwarteten Auswirkungen der demografischen

Entwicklung wird die Gewinnung

und Bindung von Auszubildenden an

Bedeutung zunehmen. Um diesen Rahmenbedingungen

und dem gesellschaftspolitischen

Auftrag, jungen Menschen

die Möglichkeit zu einer Ausbildung zu

geben, nachzukommen, werden seit dem

Jahr 2009 jährlich zwei Auszubildende

zum Sozialversicherungsfachangestellten

eingestellt. Derzeit befinden sich somit

jeweils zwei Ausbildende im dritten, im

zweiten sowie im ersten Ausbildungsjahr.

Diese Vorgehensweise soll auch in den

nächsten Jahren beibehalten werden.

Eine Übernahmegarantie bei erfolgreicher

Beendigung der Ausbildung kann

damit jedoch nicht verbunden sein, da

die Ausbildung über Bedarf erfolgt und

die Personalsituation nach Abschluss der

Ausbildung abzuwarten bleibt. Der individuellen

Betreuung der Auszubildenden

messen wir hierbei eine hohe Bedeutung

bei. Je nach Erfordernis wird gezielt unterstützt

und gegebenenfalls nachgesteuert.

Viel Wert wird in diesem Zusammenhang

auch auf die Unterstützung der im ersten

Ausbildungsjahr befindlichen jungen

Menschen durch die bereits erfahreneren

Auszubildenden gelegt. Die Ausbildungsergebnisse

zeigen, dass wir uns auf dem

richtigen Weg befinden.

• Verwaltung besonderer Arbeitsverhältnisse

(Befristungen, Ruhendstellungen)

Derzeit befinden sich jeweils zwei Ausbildende im dritten, im zweiten sowie im ersten Ausbildungsjahr.

20


Information und Kommunikation

Erneuerung und Modernisierung der IT

und der Telekommunikation

Um einen wirtschaftlichen sowie auch

zukunftsorientierten Einsatz der Informationstechnologie

bei der Landesunfallkasse

Niedersachsen zu gewährleisten, wird

kontinuierlich an der Optimierung der IT-

Infrastruktur gearbeitet.

Umgesetzt wurde die Erneuerung der

Netzinfrastruktur mit dem Ziel der Bereitstellung

einer homogenen Komponentenplattform

auch unter Berücksichtigung

der Sprach-Datenkoppelung (Voice Over

IP) als wesentliches Funktionselement.

Die darauf nachfolgende Installation einer

modernen VOIP-Tefonanlage erlaubt

nun eine einfache und schnelle Anbindung

von Telearbeitsplätzen und weiteren

möglichen Außenstandorten.

Aufgrund der vorhandenen Netzwerkstruktur

war es ebenfalls möglich, eine

redundante und ausfallsichere Auslegung

des IBM I5 System für die zentrale Anwendungskomponente

CUSA (Computerunterstützte

Sachbearbeitung) in einer

getrennten Rechenzentrumsumgebung

(Campus-Lösung) hier am Standort einzurichten.

CUSA ist der Name der modernsten

und effizientesten softwarebasierten

Vorgangsverarbeitung im Umfeld der Berufsgenossenschaften

und Unfallkassen.

Weiterhin erfolgte der Aufbau einer neuen

Serverinfrastruktur unter Berücksichtigung

der Servervirtualisierungstechnologie.

Diese Technologie ermöglicht

Skalierbarkeit und Flexibilität bei der

Anpassung an die heutigen und künftigen

Anforderungen der Landesunfallkasse

Niedersachsen sowie die Realisierung

notwendiger Redundanzfunktionen womit

ein sehr hohes Maß an Verfügbarkeit der

Serverdienste erreicht werden konnte.

Als zusätzlicher Vorteil dieser Technologie,

bietet die nun genutzte Datenspeicherung

(SAN - Storage Aerea Network)

hohe Flexibilität und auch ein sehr hohes

Maß an Datensicherheit.

Harmonisierung der Archivsysteme

Mit Einführung des Dokumentenmanagementsystems

(DMS) im Jahre 2005 für den

Geschäftsbereich Rehabilitation und Leistungen

sowie für das Team Recht wurde

bei der Landesunfallkasse Niedersachsen

der Weg hin zur papierarmen und workfloworientierten

Aktenbearbeitung eingeschlagen.

Um auch anderen Geschäftsbereichen

einheitliche Funktionalitäten und

Archivstrukturen bereitstellen zu können

wurde im Jahr 2011 das DMS aktualisiert

und bietet nun, neben der Mandantenfähigkeit,

die technische Grundlage den Anforderungen

der Fachbereiche nach Erweiterbarkeit

gerecht zu werden.

Einführung Data-Warehouse und Weiterentwicklung

Im vierten Quartal 2011 ist ein Data-

Warehouse auf der Basis der Business-

Intelligence-Plattform IBM Cognos bei der

Landesunfallkasse Niedersachsen eingeführt

worden.

Mit der Installation der BI-Software in die

vorhandene Serverinfrastruktur und der

Anbindung der bereitgestellten Datenbank

stehen ca. 1,8 Millionen Unfalldaten

sowie deren Buchhaltungsdaten bereit.

Die Implementierung der BI-Lösung

schafft Auswertungs- und Analysemöglichkeiten

die durch die Fachanwender

nun selbständig erzeugt werden können.

Auch für Adhoc-Auswertungen stehen vorgefertigte

Datenbestände bereit, die regelmäßig

aktualisiert werden. Auch diese

Analysen können die Anwender nun selbständig

und ohne weitere IT-Unterstützung

bis hin zum Einzelfall durchführen.

Die vorhandenen Auswertungs- und Analysemöglichkeiten

werden im Stabsbereich

Zentrale Steuerung bereits intensiv

zur operativen und strategischen Steuerung

genutzt.

Nach den positiven Erfahrungen ist eine

Erweiterung der aufbereiteten Datenbestände

geplant, um auch weiteren

Geschäftsbereichen selbständige Auswertungs-

und Analysemöglichkeiten zu

ermöglichen.

Verbesserung des Finanzbuchhaltungssystems

durch die Software WinFibu

Die Wartung und Pflege des bis zum

31.12.2010 eingesetzten Buchhaltungssystems

wurde vom Hersteller eingestellt. Ein

Wechsel auf ein zukunftsweisendes Finanzbuchhaltungssystem

in einer großen

Anwendergemeinschaft war damit erforderlich.

Die Software Winfibu ist bei der

Landesunfallkasse Niedersachsen seit

dem 01.01.2011 im produktiven Einsatz.

Neben der VGplus wird Winfibu bei 11 weiteren

Unfallversicherungsträgern eingesetzt.

Durch die Mandantenfähigkeit von

Winfibu wurde die Ablösung des bisherigen

Buchhaltungssystems ermöglicht.

Der Kern der Winfibu ist ein Finanzbuchhaltungssystem,

dass alle Aufgaben einer

Buchhaltung beinhaltet. Dazu gehört die

Buchungserfassung, der Tages- und Monatsabschluss,

die statistische Auswertungen

und der vollautomatische Jahresabschluss.

Ein wichtiger Bestandteil der

Winfibu ist die CUSA-Schnittstelle. Die

Winfibu kommuniziert mit CUSA in beiden

Richtungen. Zahlungen und Forderungen

werden von CUSA an Winfibu gemeldet,

Geldeingänge von der Winfibu verarbeitet

und an CUSA zurückgemeldet. Alle Vorgänge

laufen elektronisch, ohne unnötigen

Papierverkehr ab.

21


Information und Kommunikation/Recht

Harmonisierung von DOXiS und ELO

Nach den geschaffenen technischen Neuerungen

in der Server- und Netzwerkumgebung,

sowie der Aktualisierung des

DOXiS Dokumentenmanagement Systems

(DMS) besteht die Möglichkeit, die in verschiedenen

Geschäftsbereichen befindlichen

unterschiedlichen Archivsysteme zu

harmonisieren. Eine unternehmensweite

einheitliche Archivstruktur mit einheitlichen

Funktionalitäten bietet Mitabeitern

aller Geschäftsbereiche schnellen Zugang

zu notwendigen zentralen Dokumenten

und Informationen und ermöglicht so

eine effektive Bearbeitung. Die Migration

des abzulösenden ELO-Archivs erfolgt

in enger Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich

Prävention, so dass DMS-

Funktionalitäten und Archivinformationen

auch in einer neuen Umgebung zur Verfügung

stehen.

Einführung TAD-Info

Für den Geschäftsbereich Prävention ist

im Rahmen der CUSA Gemeinschaftsentwicklung

mit TAD-Info im Januar 2011 ein

weiteres CUSA C5-Modul bei der Landesunfallkasse

Niedersachsen produktiv geschaltet

worden. Weder der relativ hohe

Aufwand des Einführungs- und Migrationsprozesses,

noch der frühe Versionsstand

der Anwendungssoftware haben

die Landesunfallkasse Niedersachsen

daran gehindert, als einer der ersten Verbände

/ Unfallkassen, TAD-Info als zukunftsorientiertes

C5-Modul planmäßig

einzuführen.

Weiterentwicklung bei der Bearbeitung

elektronisch übermittelter Dokumente

Mit der Einführung der elektronischen

Unfallanzeige soll neben dem bereits angewandten

elektronischen DALE-UV Verfahren

ein weiterer Schritt in Richtung der

Bearbeitung elektronisch übermittelter

Dokumente gemacht werden.

Über die Bereitstellung von Web Services

erhalten Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit

Unfallmeldungen online zu übermitteln.

Die Einbindung in die bereits vorhandenen

Verarbeitungsverfahren erlaubt so

eine deutlich schnellere Bearbeitung der

Unfallanzeigen.

Regress

Sofern für den Schaden unseres Versicherten

ein Dritter einzustehen hat,

prüfen wir die haftungsrechtlichen Voraussetzungen

und führen das Regressverfahren

durch. Auf diese Weise wird ein

gerechter Ausgleich zwischen den Unfallbeteiligten

und uns als Leistungsträger

herbeigeführt und gleichzeitig durch die

Regresseinnahme ein Beitrag zur Entlastung

des Haushalts geleistet. So ist es im

abgelaufenen Jahr gelungen, Regresseinnahmen

in Höhe von 1.791.351,81 EUR zu

erzielen und damit den Haushaltsansatz

um gut 280.000,- EUR (Mehreinnahmen)

zu überschreiten.

Im Jahr 2011 wurden 1079 neue Fälle auf

die Möglichkeit der Regressnahme geprüft.

Nur ca. 45% dieser Unfälle hatten

sich im Straßenverkehr ereignet, der

überwiegende Teil resultiert aus Unfällen

außerhalb des Straßenverkehrs. Hierzu

zählen vor allem auch zahlreiche Fälle

handgreiflicher Auseinandersetzungen

zwischen Schülern während des Schulbesuchs.

Auch in diesen Fällen wird - bei

grobfahrlässiger oder vorsätzlicher Herbeiführung

des Versicherungsfalls- konsequent

Rückgriff beim Schädiger genommen.

Insbesondere bei Jugendlichen ab

14 Jahren stellen wir mit der Verfolgung

der Regressansprüche nachdrücklich klar,

dass ein grob zu missbilligendes Verhalten

Konsequenzen hat, für die der Schädiger

und nicht die Solidargemeinschaft

einzustehen hat. Damit wird neben der

Realisierung von Regresseinnahmen auch

dem Aspekt einer erzieherischen und präventiven

Einflussnahme, wie er im Gesetz

in § 110 SGB VII verankert ist, Rechnung

getragen.

Durch die Einführung des „Aktenmanagements“

als Weiterentwicklung der elektronischen

Akte sowie den Einsatz eines

Zinsberechnungsprogramms konnten für

den Regressbereich weitere Verbesserungen

in den Arbeitsabläufen erreicht

werden. Damit wurden auch für 2012 die

Voraussetzungen für eine effiziente, zeitsparende

Arbeitsweise geschaffen.

22


Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement

bei der Landesunfallkasse Niedersachsen

„Eine leistungsstarke und zukunftsfähige

Organisation braucht gesunde und motivierte

Mitarbeiter.“ Die Landesunfallkasse

Niedersachsen hat deshalb schon vor einigen

Jahren ein wirksames Betriebliches

Gesundheitsmanagement (BGM) auf den

Weg gebracht. Die deutliche Senkung der

Fehlzeiten zeigt, dass wir uns damit auf

dem richtigen Weg befinden. Dennoch besteht

auch weiterhin Handlungsbedarf.

Die Arbeitswelt als zentraler Lebensbereich eines Menschen bietet entsprechend vielfältige

Ansatzpunkte für das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

Der demografische Wandel innerhalb der

Bevölkerung hat bereits erste Auswirkungen

in der Beschäftigungswelt gezeigt.

In der Folge ist mit einer Zunahme von

psychischen Erkrankungen, einem steigenden

Anteil an chronisch kranken Menschen

und einer zunehmenden Belastung

der Beschäftigten durch die Pflege von

Angehörigen zu rechnen. Um dieser Tendenz

rechtzeitig und effektiv entgegenwirken

zu können, hat sich die Landesunfallkasse

Niedersachsen zum Ziel gesetzt,

das vorhandene Betriebliche Gesundheitsmanagement

zu stärken und noch

integrativer zu gestalten. Die Arbeitswelt

als zentraler Lebensbereich eines Menschen

übt großen Einfluss auf dessen

Gesundheit aus und bietet entsprechend

vielfältige Ansatzpunkte für das Betriebliche

Gesundheitsmanagement, speziell

für die Betriebliche Gesundheitsförderung.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei

sowohl auf den gesundheitlichen Belastungen

am Arbeitsplatz als auch auf den

(Gesundheits-) Ressourcen der einzelnen

Beschäftigten. Bei der Ausgestaltung des

Betrieblichen Gesundheitsmanagements

verfolgt die Landesunfallkasse Niedersachsen

einen ganzheitlichen Ansatz, bei

dem gesundheitliche Gesichtspunkte in

verschiedene betriebliche Handlungsfelder,

wie die Betriebliche Gesundheitsförderung,

die Personalentwicklung, den

Bereich Führung und den Betrieblichen

Arbeitsschutz integriert werden. Die Vernetzung

der genannten Felder ermöglicht

ein einheitliches und zielgerichtetes

Handeln sowie das Erkennen und Nutzen

von Synergieeffekten. Diese Vernetzung

kommt auch in den unterschiedlichen

Maßnahmen zum Ausdruck, die den Mitarbeitern

im vergangenen Jahr angeboten

werden konnten. Hierzu gehören unter

anderem:

• Bewegungs- und Entspannungsangebote

• Maßnahmen zur Teamentwicklung

• Betriebliche Sozialberatung

• Grippeschutzimpfungen

Darüber hinaus wurde das Betriebliche

Eingliederungsmanagement (BEM) aktualisiert

und den Erfordernissen eines

modernen Betrieblichen Gesundheitsmanagements

angepasst.

Im Jahr 2012 werden folgende Schwerpunktthemen

im Vordergrund stehen:

• Demografiebezogene Gefährdungsbeurteilung

• Umgang mit Suchtgefahren

• Einführung von Gesundheitszirkeln.

Die Gesundheit der Mitarbeiter wirkt sich unmittelbar

auf die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit

einer Organisation aus.

23


Veranstaltungen im Jahr 2011

Zukunftstag Mädchen und Jungen

Der „Zukunftstag für Mädchen und Jungen“

am 14.04.2011 bei der Landesunfallkasse

Niedersachsen erfreute sich auch

in diesem Jahr bei den Kindern wieder

größter Beliebtheit. 13 Mädchen und 5

Jungen der Klassen 5 - 10 konnten sich

am Zukunftstag einen Überblick über das

weitgefächerte Aufgabenfeld der Landesunfallkasse

Niedersachsen verschaffen.

Neben der Bedeutung und Funktion eines

gesetzlichen Unfallversicherungsträgers

als Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung,

konnte auch ein Eindruck über die

unterschiedlichen beruflichen Anforderungen

in den verschiedenen Geschäftsbereichen

vermittelt werden. Mit großer

Begeisterung durchliefen die 18 Teilnehmer

des Zukunftstages in der Zeit von

09.00 Uhr -15.00 Uhr ein kompaktes Tagesprogramm.

Hierbei wurde speziell der

Beruf des Fallmanagers Arbeitsunfall im

Detail kennengelernt. Die Landesunfallkasse

Niedersachsen wird auch im Jahr

2012 den Zukunftstag bei sich im Hause

anbieten.

Autofreier Sonntag

Beim autofreien Sonntag am 22.05. 2011

verlegte die Landesunfallkasse Niedersachsen

bei herrlichem Sommerwetter

für 7 Stunden ihre Dependance von „Am

Mittelfelde 169“ an den „Friedrichswall“

vor dem Tiefbauamt. Groß und Klein

konnten sich so über die Kampagne „Risiko

raus“ informieren und bekamen Tipps

und Hinweise zum verkehrssicheren Fahrradfahren.

Vor allem die Risikogruppe

der 10 – 16 jährigen Verkehrsteilnehmer

konnte ihre Reaktion und ihren Verkehrs-

sinn an einem Fahrradsimulator testen.

Darüber hinaus konnte man am Infostand

der Landesunfallkasse Niedersachsen

Rauschbrillen testen und so Erfahrungen

über die Wahrnehmung im betrunkenen

Zustand sammeln. Hierfür musste man allerdings

einen kleinen Parcours mit einer

Rauschbrille bewältigen. Die Probanden

hatten die Auswahl zwischen verschiedenen

Brillen mit einer Simulation von

0,8 ‰, - 1,5 ‰. Für die kleinen Besucher

stand das Glückrad mit vielen tollen Preisen

im Mittelpunkt. Natürlich gab es auch

viele Informationen zum Versicherungsschutz

bei der gesetzlichen Unfallversicherung.

HannoverHelm

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit für

Radfahrer hatte die Polizeidirektion Hannover

die Kampagne „HannoverHelm“

initiiert, deren Auftaktveranstaltung am

13.05.2011 in der „Langen Laube“ in Hannover

stattfand. Die Landesunfallkasse

beteiligte sich an dieser Aktion als Kooperationspartner

und konnte vor allem

mit einem Fahrsimulationsprogramm zur

Gefahrenerkennung beitragen. Ziel dieser

Kampagne war es, mehr Radfahrer mit einem

Fahrradhelm auszustatten. Als weitere

Kooperationspartner der Kampagne

konnten die Stadt Hannover, die Region

Hannover und die HAZ gewonnen werden.

24


Veranstaltungen im Jahr 2011

Tag der Niedersachsen

„Risiko raus!“ hieß es auf dem Tag der

Niedersachsen vom 01.07.- 03.07.2011 in

der „Info & Erlebnis Meile“ an der Bahnhofstrasse

in Aurich. Die Landesunfallkasse

Niedersachsen bot zusammen mit dem

Gemeinde Unfallversicherungsverbänden

Braunschweig, Hannover und Oldenburg

und der Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen ein vielfältiges Informationsprogramm

über Risiken beim Fahren mit dem

Fahrrad, und der Beeinträchtigung durch

Alkohol im Straßenverkehr. Die Veranstaltung

gehörte zu den Kampagnenhighlights

in Niedersachsen im Jahr 2011. Mit

dabei war die Aktion DAS SICHERE HAUS

(DSH).

Die Landesunfallkasse Niedersachsen bot zusammen mit den Gemeinde Unfallversicherungsverbänden

Braunschweig, Hannover und Oldenburg und der Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen ein vielfältiges Informationsprogramm

Hand aufs Herz

Um den „Beat des Herzens“ drehte es

sich am Montag, den 04. Juli 2011, in der

Messehalle 7 der Bremen Arena, beim

6. Tag der Ersten Hilfe. Von 10 bis 14 Uhr

konnten Schüler aus Bremen und Niedersachsen

beweisen, was Sie „herztechnisch“

drauf hatten: In nachgestellten

Situationen akuter Lebensgefahr demonstrierten

sie ihr Erste-Hilfe-Wissen

und zeigten, wie wichtig es ist, schnell zu

reagieren und lebensrettende Maßnahmen

einzuleiten. Neben dem Schülerwettbewerb

und zahlreichen Informationen

zum Thema Erste Hilfe gab es ein buntes

Rahmenprogramm, bei welchem Musik,

Aktionen, ein Quiz und andere Programmhighlights

für viel Unterhaltung sorgten.

Teilnehmen konnten Teams aus 5 Mitgliedern

der Klassenstufen 5 bis 10. Jede

Schule hatte die Möglichkeit, mehrere

Fünferteams zu entsenden. Um Chancengleichheit

zu gewährleisten, wurden diese

in drei Kategorien eingeteilt: In Kategorie

1 starteten die Erste-Hilfe-Anfänger, in Kategorie

2 hingegen die Teams mit aktiven

Schulsanitätsdienstlern. In die dritte Kategorie

fielen Teilnehmer der Jugendfeuerwehren.

Eine Jury aus Fachleuten zeichnete

die drei besten Teams jeder Kategorie

aus und verlieh damit am Ende des Wettbewerbes

insgesamt neun Preise an die

Stellvertreter der jeweiligen Schulklassen.

Den Siegern wurden zahlreiche Preise in

Form von Eintrittskarten und Ausflügen

überreicht, die mehr Spaß und Abwechslung

in den Schulalltag bringen.

25


Veranstaltungen im Jahr 2011

Familienfest in Wiesmoor

Das Familienfest am 17.07.2011 wurde von

vielen Besuchern genutzt, um sich über

die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

zu informieren. Vielfach konnten

Fragen wie beispielsweise: Welche

Aufgaben werden von der Landesunfallkasse

Niedersachsen wahrgenommen

Ist mein Kind auf dem Weg zur Schule

versichert oder Besteht Unfallversicherungsschutz

auch auf Abwegen beantwortet

werden. Kleine Besucher hatten

die Möglichkeit, am Glücksrad Preise zu

gewinnen.

Kleine Füße

Motto „Zur Schule – möglichst zu Fuß“.

Eine bedeutende Rolle sollten dabei die

Eltern spielen. Denn sie haben einen entscheidenden

Einfluss darauf, wie ihr Kind

zur Schule kommt. Inwieweit der Schulweg

vor der Einschulung ausreichend

eingeübt wurde, ob ein Walking Bus organisiert

wird, ob auf die Gefahrenmomente

hingewiesen wird und ob die Kleidung

des Kindes mit Reflektoren ausgestattet

ist, liegt in ihrem organisatorischen Verantwortungsbereich.

Der Elternbrief ist

eine von vielen weiteren wirkungsvollen

Maßnahmen der Aktion „Kleine Füße

– Sicherer Schulweg“. Die Aufklärungskampagne

mit ihren verschiedenen Bausteinen

gibt Hinweise und Tipps für ein

sicheres Zurücklegen der Schulwege und

ist bestens geeignet, Kraftfahrer, Eltern,

Kinder sowie die Verantwortlichen an den

Schulen gleichermaßen für das Thema

„Verkehrssicherheit“ zu sensibilisieren.

Seit Jahren wird gerade deshalb auch die

Aktion „Kleine Füße – Sichere Schulweg“

von der Landesunfallkasse Niedersachsen

unterstützt.

Aktion „Sicherer Schulweg“

Bild von links: Roland Tunsch, Geschäftsführer Gemeinde-

Unfallversicherungsverband Hannover und Landesunfallkasse

Niedersachsen, Stephan Weil, Oberbürgermeister

der Stadt Hannover, Uwe Binias, Polizeipräsident der Polizeidirektion

Hannover

nes PKW zu sein und vor sich auf der Straße

eine Personengruppe zu sehen. Die

Lichtverhältnisse wurden mithilfe eines

Drehschalters verändert. So sahen die

kleinen Besucher die Personen in dem Exponat

in Abhängigkeit von ihrer Kleidung

bei verschiedenen Lichtverhältnissen.

Die Aktion „Kleine Füße – Sicherer Schulweg“

am 15. August 2011 stand unter dem

Bei sonnigem Sommerwetter am 21. August

2011 feierten rund 20.000 kleine und

große Besucher beim HAZ-Fest „der Sichere

Schulweg“ an der Parkbühne. Das

Exponat „Lass dich sehen!“ war ein Publikumsmagnet

am Infostand der Landesunfallkasse

Niedersachsen. Vor allem kleine

Besucher konnten die Wirkung von retroreflektierenden

Materialien erleben. Eine

stilisierte Windschutzscheibe vermittelte

dem Betrachter den Eindruck, Fahrer ei-

26


Veranstaltungen im Jahr 2011

Arbeitsschutzkongress

Am 01. September 2011 fand im Hannover

Congress Centrum mit rund 520 Besuchern

der Kongress für betrieblichen Arbeits-

und Gesundheitsschutz unter dem

Motto „Gesünder Arbeiten in Niedersachsen“

statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung,

die vom Landesarbeitskreis für Arbeitssicherheit

beim Niedersächsischen

Ministerium für Soziales, Frauen, Familie,

Gesundheit und Integration veranstaltet

wurde, präsentierte sich die Landesunfallkasse

Niedersachsen mit einem Infostand.

Bild von links: Roland Tunsch, Geschäftsführer der Landesunfallkasse Niedersachsen und des Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover,

Aygül Özkan, Nds. Sozialministerin, Joachim Edeler, Geschäftsführer des Landesarbeitskreises für Arbeitssicherheit beim Nds. Ministerium

für Soziales sowie Bernd Strauch, Bürgermeister der Stadt Hannover beim Arbeitsschutzkongress im Congress Centrum Hannover

Ehrenamt

Zum Thema Ehrenamt präsentierte sich

die Landesunfallkasse Niedersachsen

im Rahmen einer Präventionsveranstaltung

„Mobil im Alter“ der Polizeiinspektion

Hannover Mitte am 04.10.2011 in der

Ernst-August Galerie Hannover. Zwischen

10.00 und 17.00 Uhr konnten sich sowohl

jüngere als auch ältere Besucher über das

vielfältige Leistungsangebot der gesetzlichen

Unfallversicherung informieren. Die

Präventionsveranstaltung wurde aufgrund

des wachsenden Anteils an älteren Menschen

im Straßenverkehr durchgeführt

Senioren sind gerade als Radfahrer und

Fußgänger im Straßenverkehr besonders

gefährdet.

27


Veranstaltungen im Jahr 2011

Schulwettbewerb – „Unser Schulweg ist

sicher“

Schüler und Lehrer kommen jeden Tag

mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln

zur Schule. Durch Unachtsamkeit und

weil Risiken übersehen werden, kommt

es oft zu schweren Unfällen. Deshalb sind

umsichtiges und vorausschauendes Ver-

halten sowie Rücksichtnahme gefordert.

Um den Schulweg sicherer zu gestalten,

haben die Landesunfallkasse Niedersachsen

und der Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Hannover in Kooperation

mit der VGplus, den Wettbewerb „Unser

Schulweg ist sicher!“ im September 2011

ausgeschrieben. Hauptpreisträgerin des

Wettbewerbs im Zuständigkeitsbereich

der Landesunfallkasse Niedersachsen

und des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes

Hannover war die Rotenburger

Kantor-Helmke-Schule. Sie überzeugte

die Jury mit ihrem Schulbusprojekt.

Bild: Peter Schöps, Pressesprecher der Landesunfallkasse Niedersachsen, überreicht der Schulleitung der Kantor-Helmke Schule Frau Catrin Cramme

das Preisgeld. Mit ihr freuen sich die Projektbeteiligten Antje Inderdahnen als sozialpädagogische Mitarbeiterin der Kantor-Helmke Schule

sowie Christoph Steinke, Kontaktpolizist der Polizei Rotenburg

28


Veranstaltungen im Jahr 2011

Fotowettbewerb „Warum wir am liebsten

mit dem Fahrrad fahren“

Der Fotowettbewerb „Warum wir am liebsten

mit dem Fahrrad fahren“ fand im

Rahmen der Präventionskampagne „Risiko

raus“ statt. Der Hauptpreis im Wert

von 150,- EUR ging an Frau Ruth Wacker,

Beschäftigte des Landesamtes für Geoinformation

und Landentwicklung Niedersachsen

(LGLN). Sie reichte einen

Fahrradkalender mit tollen Bildern und

einer gelungenen Gestaltung ein. Dieser

Beitrag lieferte die „optimale“ Begründung

für das Radfahren. „Der gelungene

Kalender ist zudem ein ganzjähriger Begleiter,

der den Betrachter mit Witz, schönen

Bildern und Ansichten zum Nachdenken

anspricht“, so die Jury.

Der von Herrn Brunotte überreichte Hauptpreis im Wert von 150,- EUR ging an Frau Ruth Wacker,

Beschäftigte des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN).

Sie reichte einen Fahrradkalender mit tollen Bildern und einer gelungenen Gestaltung ein.

Einen Gutschein im Wert von 50,- EUR

gewann Frau Sabine Friebe vom Nds. Ministerium

für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Ihre Bilder strahlten gleichermaßen

Ruhe und die Aufforderung zur Aktivität

aus. Ebenfalls einen Gutschein im Wert

von 50,- EUR erhielt Herr Karl-Heinz Zwick-

Meinheit vom Zentrum für experimentelle

Gravitationsphysik.

Eingesandt hatten die Teilnehmer Fotos,

die auf dem Weg zur Arbeit entstanden

waren oder während der Freizeit, zum

Beispiel bei Radtouren – teils in Verbindung

mit besonders schönen Landschaften

oder Lichtstimmungen. Besonders gut

kam es bei der Jury freilich auch an, wenn

bei den Radfahrerfotos der Sicherheitsaspekt

Berücksichtigung fand. Schließlich

war es Ziel der zweijährigen bundesweiten

Kampagne „Risiko raus!“, auf Gefahren

beim Fahrradfahren aufmerksam zu

machen und aufzuzeigen, wie Risiken

richtig eingeschätzt und Unfälle vermieden

werden können. Insbesondere das

Thema Fahrradhelme war in punkto Sicherheit

unerlässlich. Im Jahr 2011 zufolge

gab nur einer von zehn Radfahrern an,

beim Fahrradfahren konsequent Helm zu

tragen. Helme können zwar keine Unfälle

verhindern, aber das Risiko schwerer

Kopfverletzungen deutlich verringern.

Den Gutschein im Wert von 50,- EUR gewann Frau Sabine Friebe vom Nds. Ministerium für Wirtschaft,

Arbeit und Verkehr. Ihre Bilder strahlten gleichermaßen Ruhe und die Aufforderung zur

Aktivität aus.

Den von Herrn Brunotte überreichten Gutschein im Wert von 50,- EUR erhielt Herr Karl-Heinz

Zwick-Meinheit (rechts) vom Zentrum für experimentelle Gravitationsphysik.

29


Sonstiges

Betriebsfest

Bei schönstem Sommerwetter fand am

01. Juni 2011 auf dem Parkplatz hinter

dem Neubau ein Betriebsfest statt. Viele

Kollegen nahmen das Angebot wahr. So

konnten sich die zahlreichen Besucher

bei Unterhaltungsmusik und Gegrilltem

ganz entspannt über Dienstliches und Privates

unterhalten.

Behördenmarathon

Nachdem einige Läufer für den Behördenmarathon

am 08.06.2011 gesucht

wurden, konnte ein Staffelteam für den

Start gewonnen werden. Beim Behördenmarathon

Hannover liefen sieben Starter

jeweils eine Maschseerunde von ca.

6,05 km, die Gesamtdistanz lag damit bei

42,35 km.

Das Team der Landesunfallkasse Niedersachsen

mit Christina Höltkemeier, Cora

Hoffmann, Benjamin Janßen, Bernhard

Kosch, Siegfried Meitz, Roland Schleinig

und Andreas Tündermann absolvierte den

Marathon in 3:49:39 h.

Die Landesunfallkasse Niedersachsen

wird auch wieder im Jahr 2012 beim Behördenmarathon

vertreten sein.

30


Veranstaltungen im Jahr 2012

Didacta

Ort: Hannover Messegelände

Zeit: 14. -18.02.2012

Niedersächsischer Städtetag

Alle 2 ½ Jahre findet die Mitgliederversammlung

des Niedersächsischen Städtetages

statt. Im März 2012 wird sich die

Landesunfallkasse Niedersachsen dort mit

den niedersächsischen Gemeinde-Unfallversicherungsverbänden

präsentieren.

Thema/Angebot:

• Bewegungsförderung - Baustein zur guten gesunden

Schule

• Bewegte Schule

• Bewegter Kindergarten

• DGUV-Internetportal Lernen und Gesundheit

Thema/Angebot:

• Informationen zur Gesetzlichen Unfallversicherung

• DGUV Vorschrift 2

Zukunftstag Mädchen und Jungen

Ort: Hannover, Am Mittelfelde 169

Zeit: 26.04.2012

Thema/Angebot:

• Kennlernangebot: Beruf des Fallmanagers Arbeitsunfall

• Aufgaben eines gesetzlichen Unfallversicherungsträgers

Abschlussveranstaltung „ Woche der Verkehrssicherheit“

Am 25.05.2012 nimmt die Landesunfallkasse

Niedersachsen zum ersten Mal an

der Abschlussveranstaltung zur Woche der

Verkehrssicherheit teil.

Thema/Angebot

• Zielgruppe Schüler

• Verkehrssicherheit auf dem Schulweg

• Fahrradtrainer

• Infostand

Ort: Hannover, Marktplatz

Zeit: 25.05.2012 von 08.00 Uhr - 12.30 Uhr

31


Veranstaltungen im Jahr 2012

Tag der Niedersachsen

Ort: Duderstadt

Zeit: 13.07. -15.07.2012

Thema/Angebot:

• Infos rund um die gesetzliche Unfallversicherung

• Verkehrssicheres Fahrrad

• Rauschbrillenparcours

• Exponat „Lass dich sehen“

BG Kliniktour

Ort: Hannover, Friederikenstift

Zeit: 20.08.2012

Thema/Angebot:

• Motto „Bewegung verbindet“

• Infotour rund um den Behindertensport

• Ausprobieren von Sportgeräten

• Sportvorführungen

Aktion Sicherer Schulweg

Ort: Hannover, Parkbühne

Zeit: 02.09.2012 von 11.00 Uhr -17.00 Uhr

Thema/Angebot:

• Zielgruppe Schüler/innen

• Verkehrssicherheit auf dem Schulweg

• Fahrradquiz

• Infostand

Verkehrstag Wilhelmshaven

Am 15.09.2012 nimmt die Landesunfallkasse

Niedersachsen zum zweiten Mal an

dem Verkehrstag in Wilhelmshaven teil.

Zusammen mit der Unfallkasse des Bundes

und dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Oldenburg werden wieder

verschiedene Aktionen zur Verkehrssicherheit

gestartet.

Thema/Angebot:

• PKW- Fahrsimulator

• Überschlag-Simulator

• Fahrrad-Trainer

• Fahrad-Check

• Rettungsübungen

• Rauschbrillentest

32


Landesunfallkasse Niedersachsen

Impressum:

Landesunfallkasse Niedersachsen

Am Mittelfelde 169

30519 Hannover

Post fach 81 03 61

30503 Hannover

Telefon 0511-87 07-0

Fax 0511-87 07-188

E-Mail info@lukn.de

Internet www.lukn.de

Verantwortlich für den Inhalt: Roland Tunsch

Fotos: Landesunfallkasse Niedersachsen

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