Der Dachsteiner 2012 - Ramsau am Dachstein

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Der Dachsteiner 2012 - Ramsau am Dachstein

KULINARIUM AM DACHSTEIN

Schwoschzbeemiasl

Der Wald hält einige Produkte für uns bereit, aus denen

wir allerhand Köstliches zubereiten können. Mit Lärchen-,

Wacholder oder Zirbenschnaps haben wir bereits von

„geistigen“ Genüssen gehört. Pilze, allen voran die

Eierschwammerl (Pfifferlinge) und Beeren sind ebenfalls

sehr verbreitet in der Region vor dem Dachstein.

Grestling, so nennen die Einheimischen Preiselbeeren,

werden eingekocht und traditionell zum Kaiserschmarrn

gegessen oder in der Buttermilch getrunken.

Heidelbeeren können sich ebenso wie die Vogelbeeren

in klarer, flüssiger Form im Glas wiederfinden. Die

köstlichen „Schwarzbeeren“ schmecken aber auch pur,

im Schwarzbeer-Schmarrn oder in der Schwarzbeer-

Buttermilch.

Für die Holzfäller oder die Menschen auf der Alm

waren sie früher eine besonders bekömmliche Beigabe

zum „Miasl“. Dieses Mus war eine einfache, günstige

und kräftigende Kost nur aus Mehl und Wasser, in

Schweineschmalz in einer Pfanne über offenem Feuer

zubereitet. Heute wird das traditionelle Miasl nur noch

selten angeboten, außer auf der Alm oder bei den Bauern

direkt. Auf den Speisekarten findet man gelegentlich den

Schwarzbeer-Schmarrn. Aber bei der Hofwanderung

kramen die Bäuerinnen in den Kochbüchern der früheren

Generationen und zaubern Althergebrachtes auf den

Tisch. Heuer startet die Ramsauer Hofwanderung am

9. September beim Brandlhof. Die „Brandl-Bäuerin“

Karin Simonlehner wird dann ein „Schwoschzbee-Miasl“

als Stärkung anbieten, bevor die Wanderschar mit

musikalischer Begleitung zu anderen Höfen und anderen

Steirischen Schmankerln weiterzieht.

Rezept

Heidelbeermus bzw. Schwarzbeer-Miasl bzw.

Schwoschzbeemiasl

Zutaten (für 6 Personen):

75 dag Mehl

1 TL Salz

ca. 1/2 l kochendes Wasser

ca. 15 dag Schweine- oder Butterschmalz

20-25 dag Schwarzbeeren

Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung

Das Mehl wird in eine Schüssel gegeben und gesalzen,

anschließend wird das kochende Wasser darüber

geschüttet. Mit einem Kochlöffel wird diese Masse

zu mittleren Klumpen gerührt. Diese werden in das

heiße Schmalz gegeben und mit der Schmarrnschaufel

(Küchenfreund) fein zerkleinert. Das Miasl soll eine

goldgelbe Farbe bekommen, danach gibt man die

Schwarzbeeren dazu und mischt es gut durch.

Tipp: Zur Verbesserung noch ein bisschen Butter

dazugeben. Zuletzt wird noch reichlich Staubzucker

darüber gestreut.

Im Originalrezept wurde Schweineschmalz verwendet,

wer den Geschmack von Butterschmalz bevorzugt,

kann auch dieses verwenden. „Richtig gut schmeckt so

ein Miasl nur aus der Pfanne“, rät Karin Simonlehner.

Dazu wird meistens Kaffee oder Milch getrunken. Die

Brandlhof-Bäuerin wünscht gutes Gelingen!

Dachsteiner

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