Ausgabe Agritechnica 2011 - Merlo Deutschland

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Ausgabe Agritechnica 2011 - Merlo Deutschland

Ausgabe Agritechnica 2011

Merlo Deutschland GmbH Ahrensstr. 2 28197 Bremen Tel: 0 421 / 39 92 - 0 Fax: 0 421 / 39 92 - 239 Email: info@merlo.de Internet: www.merlo.de

Die Rettung des Ur-Merlo

Merlo Deutschland belebt einen SM 30 aus Merlos erster Teleskopserie wieder.

1981 – 2011: Dreißig Jahre Merlo Teleskop-Maschinen

Neu ab der Agritechnica

Technik und Praxis: Anwender berichten

Produkt und Markt: Wie Merlo die Landwirtschaft einer Region begleitet

Merlo Deutschland GmbH

Merlo News regional 11/2011


Herzlich willkommen zur Agritechnica-

Ausgabe unseres Magazins.

Inhalt:

Die Rettung des Ur-Merlo 3

1 9 8 1 - 2 0 1 1 : d r e i ß i g J a h r e

Merlo Teleskop-Maschinen 4-5

Neue Multifarmer 40.7/ 40.9 CS 6

Eine Agrar-Region im Fokus 7-10

Ultra-Kompakter P 25.6 11

Anwender berichten 12-13

Neue Turbofarmer Details

und Modelle 14

Anwender berichten 15

Merlo Deutschland GmbH

Ahrensstr. 2 , 28197 Bremen

Tel: 0 421 / 39 92 - 0 Fax: 0 421 / 39 92 - 239

info@merlo.de - www.merlo.de

Merlo SpA Marketing Dept

12020 S. Defendente di Cervasca, Cuneo - Italy

Tel. +39 0171 614111 - Fax +39 0171 614100

info@merlo.com - www.merlo.com

Titelbild: Das Merlo Deutschland Team restauriert

einen SM 30 aus Merlos erster Teleskopserie.

Fotograf: Steffen Schaub, Bremen

Henrich Clewing, Geschäftsführer Merlo Deutschland GmbH Know-how des Spezialisten für Teleskop-Maschinen

Lieber Leser,

Wir leben in einer brutal ungewissen Welt.

Unser Handel ist erschwert durch flüchtige

Rahmenbedingungen und schwindende

Sicherheiten. Auch für die Merlo-Gruppe

gelten diese Volatilitäten. Und trotzdem! Trotz

der allgegenwärtigen Kursschwankungen

und Schwächen auch und gerade in unseren

Heimatländern Italien und Deutschland behaupten

wir uns. Die Produktions- und Verkaufszahlen sind

stabil. Der Markt insgesamt verzeichnet wieder

Wachstum. Im Augenblick holen etwa deutsche

Kunden aufgeschobene Anschaffungen der

mageren Jahre nach. Und immer neue Anwender

entdecken unsere effiziente Technologie. Außerdem sehr erfreulich: Fachkräftemangel, Servicelöcher

oder Zulieferprobleme sind für Merlo keine Agenda füllenden Themen.

Dieser Erfolg basiert nicht auf dem Prinzip „Glück“, sondern auf einem Kraftakt mit langem

Atem in Krisenzeiten. Der Hersteller Merlo SpA investierte massiv in die Produktion und forcierte

Innovationen. Personal wurde gehalten. Die Fertigungstiefe, ein Stolz der Italiener und manchmal

belächelter Fakt, ist marktunüblich hoch. Sie reduziert die Abhängigkeit von Zulieferern. Derart

eigenständig können wir auf Veränderungen kurzfristig reagieren.

In Deutschland, der vermeintlichen Servicewüste, tun wir viel für die Dienstleistung um die vitalen

Grünen. Neben der größten Werkstatt und dem zügigen und umfassendsten Ersatzteilwesen bauten

wir an. Noch während wir den allgemeinen Abschwung im Nacken spürten! Unter anderem erweiterten

wir den Bereich für gebrauchte Maschinen und errichteten ein Zentrum für Fahrerschulungen.

Sicherheitsaspekte und zertifizierte Bediener werden besonders für das Bauwesen, die Industrie

und Vermieter stetig bedeutender.

Merlo SpA hielt in den vergangenen drei Jahren seine Mitarbeiterzahl bei weltweit ca. 1.000.

Das Merlo-Deutschland-Team umfasst rund fünfzig Köpfe. Einige punktuell wohlüberlegte

Neueinstellungen erlaubten wir uns. So unterstützen zusätzliche mobile Techniker den Service vor

Ort. Bei Bedarf begleiten sie den Händler direkt und parallel zu unserer Technik-Hotline. Hilfe ist

damit noch kompetenter und schneller, wo sie gebraucht wird.

Der Ertrag der Investitionen und der Standhaftigkeit im Gegenwind zeigt sich in Deutschland unter

anderem am gewachsenen Anteil an der Abnahme der italienischen Produktion. Lagen wir bis 2007

bei rund 10 bis 12 Prozent, ringen wir seither mit dem größten Abnehmerland von Teleskop-Technik,

Frankreich, um Platz 2. Zwischen 15 und 20 Prozent der fabrikneuen Merlos gehen mittlerweile

jährlich in die Bundesrepublik.

Ein Gesamtergebnis, das ohne qualifizierte und motivierte Mitarbeiter undenkbar wäre. Anlässlich

des 30-jährigen Produktjubiläums machten sie dem Unternehmen ein exklusives Geschenk: Sie

restaurierten einen SM 30, aus Merlos erster Teleskop-Serie.

Ihnen, liebe Kunden und Merlo Interessierte, möchte ich herzlich danken. Ihr Vertrauen in unsere

Produkte und Organisation ist Fundament unserer gemeinsamen Zukunft.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Henrich Clewing

Deutsches Schulungszentrum Bremer Ersatzteillager

Service-Werkstatt der Merlo Deutschland

Änderungen in Technik und Ausstattung vorbehalten. Die abgebildeten Produkte können Sonderausrüstungen und -ausstattungen besitzen.

Die Rettung des Ur-Merlo

Merlo Deutschland belebt einen

schrottgeschriebenen SM 30

wieder. Dreißig Jahre nach Merlos

Serienstart machen die Bremer eine

abgearbeitete Teleskop-Maschine

zum VIP-Gast der Agritechnica.

Faszination Vergangenheit. Das

Gestern birgt unsere Erfahrung

aber auch Abschiede von Unwiederbringlichem.

Es heißt, „Zeit ist

relativ“, doch immer schneller vergeht

sie den meisten. Die unerbittliche Uhr

einmal innehalten zu lassen, darin liegt

wohl ein Charme, den gerade Oldtimer

versprühen. In einem von scharfem

Wettbewerb gekennzeichneten Markt,

wie dem der Teleskop-Technik, rotieren

Ziffernblätter besonders rasch. Was für

ein Spaß und Sinnstifter dort ein Zeuge

vergangener Zeiten sein kann, beweist

Merlo Deutschland seit Jahresbeginn.

Ihre Hallen beherbergen einen

Veteranen, der die geschäftige Bremer

Mannschaft zu Spitzenleistungen

bringt. Ein SM 30 - ein Ur-Teleskop aus

Merlos 1981 gestarteten ersten Serie -

hat es ihnen angetan.

So traf der SM 30 in Bremen ein

Wir machen das! Die Retter Sommer 2011

Schrottreif war er, als der Geschäftsführer

Henrich Clewing ihn in Polen

fand. Aus der Marketingidee – dreißig

Jahre Merlo Teleskop-Maschinen

mit dem restaurierten SM 30 zu

feiern – wurde ein Motivationsmotor

für alle am Projekt Beteiligten. Auf

der Agritechnica präsentiert sich

das Ergebnis von praktischer

Gruppenarbeit: viele Hände, die aus

Tausenden anderen Teleskopfällen

in rund zwanzig Firmenjahren geübt

ineinandergreifen. Sie zauberten

aus einem Skelett einen adretten

„Italiener“, der sich im dreißigsten

Produktjahr selbstbewusst auf das

VIP-Podest stellt. Mit gutem Recht. In

ihm steckt einiges von dem, was Merlo

groß macht und den Hanseaten ihren

Rang im deutschen Teleskopmarkt

ermöglicht: Innovationskraft, gepaart

mit einer punktgenauen Dienstleistung.

Vor drei Jahrzehnten nahm der

Maschinen-Produzent ein kompaktes

Baugerät, setzte einen Teleskoparm an

und vier gleichgroße Räder darunter. Er

gab ihm die Funktion „Seitenverschub

des Oberwagens“ und

eine flotte Allradlenkung.

Logische Erwägungen

f ü h r t e n i h n z u m

Hydrostatantrieb. In

Teleskopen war die

Idee damals völlig neu.

Heute sind die Vorteile

mit unzähligen effektiven

Einsätzen belegt. In

den Achtzigern und bis

weit in die neunziger

Jahre hinein kam es

z u n i m m e r m ü d e n

k o n t r o v e r s e n D i s -

k u s s i o n e n d e r

Antriebswahl. Merlo

blieb bei seiner Sicht.

Und wer hat sie nicht bemerkt, die

stille Revolution? Einstige Gegner

wurden reihenweise überzeugt. Die

Mehrzahl der aktuellen Produkte am

Markt laufen hydrostatisch.

Dafür, dass all die stetig folgenden

italienischen Innovationsschuhe

Anwendern in der Bundesrepublik

passen, sorgt Merlo Deutschland

seit 1992. Und dass Know-how,

Ein neuer Abtritt musste her. Wir bauen ihn.

runder Service und Spezialisierung

Billiganbieter eben doch ausstechen,

davon zeugt die Reparaturgeschichte

des ältesten Merlo, den die Norddeutschen

unter ihren Fittichen hatten.

Selbst für den Ur-Merlo kamen die

Ersatzteile aus dem eigenen reichen

Bremer Lager, besondere Exoten

lieferte das italienische Werk schnell

dazu. Die Werkstatt-Crew, die aus

dem Service um Gebrauchtmaschinen

schon vielen Senioren zu neuer Kraft

verhalf, fand für alle Probleme des

Rohmodells Lösungen. Und war

doch etwas unwiderruflich verloren,

im Hause nicht mehr zu reparieren,

vertrauten sie es erfahrenen Partnern

an – wie etwa die zerschundene

Hydrostatpumpe.

Daten SM30

Einbau der neuen Hydrostatpumpe

Mehr Ur-Merlo auf www.merlo.de

Mit freundlicher Unterstützung von:

Meister Nutzfahrzeuge (Lackierung)

Hansaflex (Hydraulik - Leitungen)

GMJ (Stahlbau)

Holldorf Hydraulik (Hydraulikpumpen-

Reparatur)

Brunne Werbetechnik (Beschriftungen)

Walter Schmidt (Spezialreparaturen-

Maschinenbau)

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Geschichte Geschichte

1981 – 2011: dreißig Jahre Merlo Teleskop-

Maschinen

Produkt-Jubiläum: I n drei

Jahrzehnten formt Merlo aus

einer ersten Baumaschine über

70 Modelle, davon 40 für den

Landwirt.

Die Innovation im Anfang

Merlo begann 1981 mit der

Produktion von Teleskop-Maschinen.

Das erste Modell, der SM 30, hatte

bereits charakteristische Merkmale der

heutigen Produkte, wie den typischen

hydrostatischen Allradantrieb,

den Ladevorgang optimierenden

Seitenverschub des Oberwagens und

die Allradlenkung. Vier gleich große

Räder bewegten das Gerät.

Merlo SM 30 aus 1981

Die Anwender der kompakten

M a s c h i n e m i t a u s f a h r b a r e m

Te l e s k o p a r m k a m e n a u s d e r

Baubranche. 1987 folgten die

Panoramic XS und 1993 die EV-

Reihen. Die Maschinen besaßen ein

Achschassis mit 20-Zoll-Reifen, eine

leistungsfähige Arbeitshydraulik sowie

den Seitenverschub und im Gelände

hilfreichen Niveauausgleich. Standard

war ein Vier-Zylinder-Saugmotor mit

76 PS. Optional stand ein 112-PS-

Turbomotor zur Verfügung. In den

Panoramics zog mit der Großraum-

Kabine die 360°-Rundumsicht ein. Der

Hersteller umgab die Geräte mit einem

Rundstahlgürtel und platzierte den

Motor seitlich und unterflur.

D e r d e u t s c h e W e g d e s

europäischen Konzepts „Merlo

Agrar-Teleskop“

Anfang der neunziger Jahre bot

Merlo an den Agrarsektor angepasste

Panoramic-Modelle. Vor allem England

und Frankreich nahmen die damaligen

Panoramic EVTs schnell an. Mit ihnen

stellte Merlo drei Tonnen Hubkraft und

sieben Meter Hubhöhe - die Kerndaten

auch der häufigsten aktuellen Agrar-

Teleskoplader. Im Vergleich zu den

Baumaschinen gaben die Italiener

ihnen ein erhöhtes Chassis für die

24-Zoll-Reifen, einen Turbomotor und

eine kräftigere Arbeitshydraulik. Sie

besaßen zunächst keinen Seitenverschub

und Niveauausgleich. Ihren

Platz in der deutschen Landwirtschaft

fanden die grünen Teleskoplader

nach dem Mauerfall. Die großen

ostdeutschen Agrarunternehmen

standen vor der Aufgabe, sich dem

Markt zu stellen und wettbewerbsfähig

zu sein. Während Landwirte

in Westdeutschland vierzig Jahre

hohe Technisierung und Schlepper-

Entwicklung mitlebten, hatten die

ehemaligen landwirtschaftlichen

Produktionsgenossenschaften in der

Regel an Technik einen einfachen

DDR-Traktor und einen Bagger. Vor

allem die ostdeutschen Landwirte

griffen Merlos europäisches System

zuerst auf. Ihre Erfolge und die

wachsende Akzeptanz der Teleskopen

im Bauwesen überzeugten Agrar-

Unternehmer schließlich bundesweit.

Merlos Plus: Produktvielfalt

Mitte der neunziger Jahre präsentierte

Merlo einen wesentlichen Technik-

Meilenstein: den Turbofarmer. Er war

der erste in Europa als Zugmaschine

zugelassene Teleskoplader. Er

kombiniert die erfolgreichen EVT-

Merkmale mit einem kontinuierlich

aktualisierten Baukastenprinzip. Neben

Turbofarmern folgten besonders

kleine und kompakte Modelle, der

Multifarmer, die Verbindung aus

Teleskoplader, Heckzapfwelle und

Dreipunktaufhängung oder der P 55.9

CS, Merlos Alternative zum Radlader.

Aktuell gibt es vier Agrarserien mit

rund 40 Modellen, dazu mehrere

Hundert Anbaugeräte und Varianten

an Ausstattung. Merlo Deutschland

hat seit 1992 über 3.000 Teleskoplader

an Landwirte in der Bundesrepublik

vertrieben.

Merlos Stammbaum

der Agrar-Modelle

Zeittafel der Entwicklungen für die

Landwirtschaft (1981 – 2011)

1981 SM 30

Merlos Einstieg in die Teleskop-

Technik: kompakte Maschine mit

teleskopierbarem Arm - Seitenverschub

des Oberwagens - hydrostatischer

Fahrantrieb - variierbare

Allradlenkung - vier gleichgroße Räder

1987 Panoramic XS

Der weltweit erste Stapler mit seitlich

gelagertem Motor, heute Norm

bei Teleskopen: 360°-Panoramic-

Rundumsicht - tief abgesenkter Teleskoparm

für bessere Sicht - Motor

seitlich und unterflur - Tank links

unter der Kabine - angepasstes

Chassis - hydrostatischer Fahrantrieb

– Seitenverschub und Niveauausgleich

1991 P 20.6 SC

Weltweit erster Kompakt-Teleskop:

zwei Tonnen Tragkraft – 1.800 mm

breit, 2.140 mm hoch

Modelle für die Landwirtschaft

1992 Panoramic EV (EV = Evolution)

Auf der Panoramic-XS-Basis folgt

eine Serie mit ersten Merlo Teleskopladern

für die Landwirtschaft: Rundstahlgürtel,

Großraumkabine – 24-Zoll-

Reifen – Option Turbomotor mit 84 kW

/ 114 PS – Hydraulikanlage mit einer

Fördermenge bis zu 91 l/min – Modelle

mit starrer Achse möglich, d. h. ohne

Seitenverschub und Niveauausgleich

1995 Turbofarmer

Weiterentwicklung der Panoramic-

EV-Agrar-Modelle; erster in Europa

als Zugmaschine / Ackerschlepper

zugelassener Teleskoplader; Grund lage

des heute gültigen Baukasten-Systems.

1998 P 26.6

Vier Kompaktmodelle wählbar mit

Niedrig- oder Standardkabine

Abmessungen 2.000 m breit und

1.995 mm oder 2.150 mm hoch -

62- oder 75-kW-Motor

2001 Multifarmer

Der erste Teleskoplader mit Heck-

Zapfwelle und Dreipunkt-Kraftheber:

neue K-Kabine (K=Komfort), optimierte

Sicht auf Heck – direkt vom Motor

angetriebene Zapfwelle am Heck –

drei Tonnen Hubkraft – sechs Meter

Hubhöhe – Gewinner der Agritechnica-

Neuheiten-Medaille in Silber 2001.

Merlin-System (Merlo Local Interactive

Network), Überwachung und

Steuerung der Maschinenfunktionen

und Systeme

2002 Turbofarmer-Entwicklung

Die Serie bekommt neben Detail-

Verfeinerungen die Komfort-Kabine.

P 101.10 K

Der weltweit erste Schwerlast-

Teleskoplader mit zehn Tonnen Hubkraft:

zehn Meter Hubhöhe - 5.700

mm Reichweite mit Maximallast -

Seitenverschub – Niveauausgleich

- 6-Zylinder-Deutz-Motor

2004 Hydropneumatische

Schwingungsdämpfung B.S.S und

E.A.S.

Zwei neue Systeme sind auf vielen

Modellen wählbar:

B.S.S., Boom Suspension System

= Schwingungsdämpfung am

Hubzylinder

E.A.S., Elektronic Active Suspension

= Schwingungsdämpfung auf der

Vorderachse

2005 Turbofarmer-Entwicklung

Das erfolgreiche Baukastensystem

wird ausgeweitet. Die Serie bekommt

einen starken Modellzuwachs und

mehr Ausstattungsvarianten:

Tragfähigkeiten von 3.500 kg bzw.

4.000 kg - Hubhöhen von sieben oder

zehn Metern - wahlweise 100-Liter-

Zahnrad- oder 150-Liter-Load-

Sensing-Pumpe - starre Achsen oder

Niveauausgleich und Seitenverschub

- 100 - oder 140-PS-Motor - 20 oder

40 km/h

2007 Multifarmer-Entwicklung

Aus einem Anfangsgerät wird eine

Serie: vier Modelle mit drei Tonnen

Hubkraft und sechs oder neun Metern

Hubhöhe, mit oder ohne Merlin-

System / zwei kompakte Multifarmer –

Kombination aus kleiner Kompaktserie

und Multifarmer

2008 P 55.9 CS

Schwerlast-Teleskoplader mit massiver

mechanischer Konstruktionsweise.

5,5 Tonnen Hubkraft bei maximaler

Hubhöhe von 8.600 mm - 140-PS-

Motor - EcoPowerDrive zur optimierten

Verteilung der Leistung / weltweit erster

Teleskoplader mit hydropneumatischer

Schwingungsdämpfung der Kabine

2010 P 25.6

Kompakt-Teleskop 1.800 mm breit und

1.920 mm hoch

Merlo-Kabine mit 995 mm Innenbreite

2011 Multifarmer 40.9 CS

Ein Vertreter der neuen Serie Vier-

Tonnen-Teleskop mit Heck-Zapfwelle

und Dreipunkt-Kraftheber ist auf der

Agritechnica. Multifarmer-Modell mit

Kabinen-Schwingungsdämpfung –

140-PS-Motor

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MULTIFARMER 40.7/40.9 CS NEUE PRODUKTE ZUR AGRITECHNICA Eine Agrar-Region im Fokus

Zwei neue starke Multifarmer mit

Schwingungsdämpfung der Kabine

Multifarmer-CS-Modelle erhöhen

die Kraft und Leistungsfähigkeit

sowohl der Traktor- als auch

der Teleskop-Maschinen-

Komponente der Serie

Im Rahmen der Agritechnica 2011

wird der Produktionsstart der CS-

Modelle aus der Multifarmer-Baureihe

bekanntgegeben. Die beiden größeren

Typen werden mit den vorhandenen

Multifarmern wenig gemeinsam haben,

sieht man einmal vom ursprünglichen

Konzept ab – die perfekte Kombination

aus einem echten Traktor und einer

echten Teleskop-Maschine! Und

größer sind die Neuen in vieler Hinsicht.

Serienmäßig ausgestattet mit

5 0 0 / 6 0 0 2 6 , 5 - Z o l l - R e i f e n a n

entsprechend großen Achsen –

ähnlich denen am 10,25-Tonner P55.9

CS – treten der 40.7 CS und der 40.9

CS als ausgesprochen robuste und

tüchtige Traktoren an. In den Naben

der Schwerlastachsen verrichten

Planeten-Untersetzungsgetriebe ihre

Arbeit.

Die optional erhältlichen, breiteren

600/55 26,5-Zoll-Reifen sorgen für

einen Auftritt, der noch mehr überzeugt!

Der großzügige Bodenabstand von

450 mm gewährleistet zudem höchste

Leistungsfähigkeit auf dem Feld.

Selbstverständlich erfolgt der

Antrieb wie bei allen Merlo-Maschinen

hydrostatisch – diesmal jedoch

m i t e i n e m n e u e n

Dreiganggetriebe

und einer im Ölbad

Multifarmer-Konzept auf die nächste

Ebene: noch mehr Traktor und noch mehr

Teleskop-Maschine!

Multifarmer 40.7 CS 40.9 CS

Max. Tragfähigkeit kg 4000 4000

Max. Hubhöhe m 6.70 8.80

Tragfähigkeit, Aufhängung kg 7000 7000

Leistung, Zapfwelle PS 140 140

Motorleistung (Euro 3) PS 140 140

Lastschaltgetriebe 2-Gang 2-Gang

Fahrgeschwindigkeit km/h 0-40 0-40

Gewicht kg 7000 7000

Geasamlänge mm 5165 5270

Gesambreite mm 2340 2340

(mit 600/55-26,5” - Reifen ) 2500 2500

Gesamhöhe mm 2560 2560

Bodenfreiheit mm 450 450

laufenden Kupplung, was Gangwechsel

während der Fahrt erlaubt.

Die hintere Dreipunktaufhängung

ist jetzt serienmäßig in Kategorie

3 ausgeführt und erlaubt über ihre

großzügig dimensionierte Tragfähigkeit

von 7000 kg die Nutzung größerer

Anbaugeräte. Die Zapfwelle am Heck

wird nach wie vor direkt von der

Motor-Schwungscheibe mechanisch

über eine variable Lamellenkupplung

angetrieben und arbeitet wahlweise

mit einer Drehzahl von 540 oder 1000

U/min. Eine vordere Zapfwelle ist als

Zusatzausstattung erhältlich.

Die auf der Agritechnica ausgestellte

Maschine wird über eine zulässige

Zugkraft von bis zu 20 Tonnen

verfügen. Der Fahrer wird in den

neuen Multifarmern regelrecht

verwöhnt. Die Kabine wurde aus den

Vorgängermodellen übernommen,

ist aber jetzt hydraulisch gefedert –

dafür steht das CS (Cab Suspension)

im Modellnamen. Beim

Anlassen der Maschine

hebt sich die Kabine um

160 mm und bietet damit

Die Dreipunktaufhängung CAT III

verfügt über eine Tragfähigkeit

von 7000 kg.

einen vollen Federweg von ±110 mm.

Im Zusammenspiel mit der (optionalen)

Hubarm-Schwingungsdämpfung

schützt dieses System den Fahrer vor

den über das Fahrwerk übertragenen

Ganzkörpervibrationen und verhindert

außerdem ein Herabfallen der Ladung

während der Fahrt.

Eine Kombination, die keine andere

Teleskop-Maschine der Welt bieten

kann!

Die Seitenkonsole kennen wir aus anderen

modernen Traktoren: Stil in Kombination

mit Ergonomie

Burkhard Bauer, Merlo Regional-Vertriebsleiter

„Welche Technik braucht eine vielseitige Agrar-Region? Eine die punktgenau passt. Klar. Ein

starker und innovativer Lieferant muss her. Er produziert mit Know-how in Serie. Merlo SpA tut

dies im schönen italienischen Piemont. Merlo Bremen klärt die deutschen Detailfragen und macht

aus Serien-Teleskopen sehr individuelle Einsatz-Spezialisten. Damit jeder Kunde erhält, was

bei ihm exakt sitzt! Im Gebiet um Nord- und Mittelhessen kommen alle runden Merlo Faktoren

zusammen. Die große Vielfalt der Typen und die Tiefe der begleitenden Dienstleistung greifen.

Ein gut aufgestellter Händler trägt die Botschaft bis in alle Winkel der Vertriebsregion.“

Wir zeigen anhand des Verkaufs- und Servicegebiets der Schreiner Maschinenvertrieb GmbH,

wie effektiv Merlo Technologien der Landwirtschaft zur Seite stehen können. Der Händler betreut

Nord- und Mittelhessen, das östliche Rheinland-Pfalz und den Süden Nordrhein-Westfalens.

Merlo Händler: Schreiner Maschinenvertrieb GmbH

Steffenberg: Seit circa fünf Jahren

ist das Unternehmen die autorisierte

Merlo Vertretung der Region. 100

neue Maschinen und 60 gebrauchte

laufen über sie. Elf Millionen Euro

Umsatz weist die letzte Jahresbilanz

aus. Ein Viertel des Umsatzes

erwirtschaftet der Vertriebspartner

mittlerweile mit den „Grünen“ aus

Italien. „Die Variationsbreite ist der

Punkt“, sagt Gerhold Schreiner, der

Geschäftsführer: „Bei über 70 Modellen,

40 allein für die Landwirtschaft, ist für

nahezu jeden Einsatz etwas dabei.

Mit besonders massiven Typen

erobert Merlo Radlader-Terrain. Kleine

ultra-kompakte gehen Wege, die

Teleskoplader vor ihnen so komfortabel

noch nicht beschritten.”

Die Steffenberger verweisen auf eine

beeindruckende Firmen-Entwicklung.

Aus einer kleinen Hofwerkstatt des

Gründers Helmut Schreiner machten

sie in fast fünfzig Jahren einen

modernen Dienstleistungsbetrieb.

Strahlende Verkaufsräume, praktische

Werkzeugberatung sowie ein großer

Service- und Ersatzteil-Bereich haben

Raum in ihm.

Auf den Merlo Vertrieb spezialisierten

sich der Geschäftsführer und vier

Verkäufer. Der Merlo Verkaufsleiter

Thomas Gabriel forciert und bündelt

die Aktionen in der Region. Ständig

ist eine Auswahl an Produkten zur

Demonstration direkt vorrätig. Monteure

sorgen für eine gründliche Vorbereitung

So sieht der typische hessische Agrar-Betrieb aus:

Das Ergebnis der Landwirtschaftszählung 2010 charakterisiert die Agrarkunden Schreiners.

der Neugeräte vor der Lieferung an den

Kunden. Nach dem Verkauf garantieren

sie die Profiwartung. Im Reparaturfall

sind sie mit mobilen Service-Wagen

schnell mit Rat und Tat vor Ort. Ein

eigenes Lager an Merlo Ersatzteilen

gewährleistet rasche Verfügbarkeit.

Für eine bessere Kunden-Anbindung

investierte Schreiner 2002 in eine wohl

eingerichtete Niederlassung in Treysa.

• Der Landwirt bewirtschaftet rund 43 Hektar an Fläche.

Besitzt er Tiere, so sind es 55 Rinder, 124 Schweine

und 449 Hühner.

• 60 % seines Ackerlandes pflügt er und auf zwei Drittel

der Ackerfläche steht Getreide.

• Gut 63 % seiner Fläche sind für rund 151 Euro je Hektar

gepachtet.

• Gut die Hälfte seines Grünlandes wird beweidet.

• 55 % aller Betriebsinhaber gehen einer Beschäftigung

außerhalb der Landwirtschaft nach.

• Gibt es auf dem Betrieb weitere Einkommensquellen, dann sind dies vor allem Energie-Erzeugung, Direkt-

Vermarktung und das Halten von Pensionspferden.

Merlo antwortet innovativ und sehr persönlich auf die Anforderungen von Landwirten. Die Beispiele aus der Region:

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Eine Agrar-Region im Fokus Eine Agrar-Region im Fokus

Ultra-Kompakter im Stall: Fünf-

Sterne-Service für Pferde

Hubertushof: vom Landwirt zum Premium-Gastgeber für Stuten und

Wallache – Concierge Merlo P 25.6 mit dabei

Hadamar-

Niederzeuzheim:

H u b e r t G l ä s e r ,

B e t r e i b e r d e s

Hubertushofes - einer

Reitanlage und eines

Pensionsstalls, will

kein Abenteurer sein.

Und doch wagte sich

der Sohn eines landwirtschaftlichen

Mischbetriebes in neue

Gefilde. In wenigen

Jahren verzauberte er

ein Gut mit Kühen, Schweinen und

90 Hektar Grün- und Ackerfläche

in eine der regionalen Adressen für

Liebhaber rassiger Pferde. Heute

blickt er mit Stolz auf 50 gut gebuchte

Ställe, saftiges Weideland, weitläufige

Außenanlagen mit Dressur- und

Springplatz sowie eine Reit- und eine

Longierhalle. Zwei Reitlehrer und ein

Betriebshelfer unterstützen ihn bei

seinem Engagement.

In den Schoß fiel ihm das nicht. Aus

einer persönlichen Katastrophe machte

er mit Feingefühl und Geschäftssinn eine

gesunde Lebensbasis. 1996 starben die

Eltern. Das Familiengut überforderte

das Ehepaar Gläser mit ihrem kleinen

Baby. Die ersten zwei eigenen Stuten

und das noch lebhafte Erinnern an

die Turniertage des Vaters waren der

Beginn der Idee „Pferdepension“. Schritt

für Schritt schnitten die Gläsers ihre

Landwirtschaft aufs Pferd zu und waren

dabei so kreativ wie bodenständig.

Silos für die frühere Maissilage wurden

zum Strohlager, ein 1.000 Kubikmeter

großer Gülle-Behälter mit 18 Metern

Durchmesser bekam Dach und Tür

und erblühte als Longierhalle. Die

Ackerflächen fingen an, nahrhaftes Grün

speziell für Pferde zu tragen. Hubert

Gläser nennt sein Erfolgsrezept: „Wir

betreuen alle Tiere, als wären es unsere

eigenen.“ Werbung musste er für seine

Leistungen nie machen. Zufriedene

Kunden bringen ihm weitere Gäste.

Technik gehört für den Hofbetreiber zu

einem wirtschaftlichen Unternehmen.

Stallschlepper und -helfer hatte er

schon – aber keinen wie seinen Merlo

Hubert Gläser (l) und Merlo Berater Thomas Gabriel (r)

P 25.6 mit der circa einen Meter breiten

Komfortkabine.

Dank Abmessungen von 1,8 Meter

Breite mal 1,9 Meter Höhe kann er

in den Stallungen gut rangieren. Der

Sechs-Meter-Teleskoparm reicht auf

Passt! Merlo P 25.6 rangiert in schmalen Stallwegen.

den Heu-Dachboden, welchen er über

eine Schräge von außen beschickt.

2,5 Tonnen Tragfähigkeit geben für

vieles Kraft. Mist muss abgeholt

und geladen werden. In Hadamar

laden sie ihn in Roll-Container.

Ein Dienstleister stellt regelmäßig

einen circa drei Meter hohen Abholcontainer.

Dorthinein muss der

Rollwagen am Teleskoparm. Zwei

Teleskop nimmt Rollcontainer auf

Heuboden-Beschickung

Schaufeln helfen zusätzlich beim

Räumen und Materialbewegen. Rund

zehnmal pro Tag ändern sich die

Anbaugeräte von Schaufel zu Paletten-

oder Mistgabel dann zum Container

und wieder zurück. Merlos Kompakter

mit Schnellwechsel-Einrichtung schafft

all das und noch mehr.

Seit April läuft der Teleskoplader bei

den Pferdefreunden. Jeden Tag ist

er im Einsatz. „Er macht die meisten

Stunden unserer Maschinen“, berichtet

Gläser. Sein Fazit: „Bei Stall-Neubauten

kann man Räume für die gewünschte

Technik einplanen. In unserem

gewachsenen Pferdehof muss sie sich

an uns anpassen.“ Genau das tut der

P 25.6. Wendig, leistungsstark und mit

Hydrostaten sehr feinfühlig assistiert der

Concierge beim Fünf-Sterne-Service

für die wertvollen Gäste. Und das mit

Merlos Erfahrung ganz abenteuerfrei.

Gutes kann so

einfach sein

Teleskop ersetzt Schlepper und

Frontlader in Mischwirtschaft

Rüdiger Höfle und sein Kompakt-Merlo

Hünfelden: „Guter Rat ist teuer.“,

heißt es. Nicht, wenn man Freunde

wie Rüdiger Höfle hat. Seine Suche

Sanfter

Hydrostat im

„Panzerformat“

Schwerlast-Merlo schnurrt in

Schwälmer Biogas-Anlage

Willingshausen – Ransbach:

Silageberge, bis sieben Meter

hoch, umgeben von weiten Feldern,

Mauern und Straßen aus Beton und

Schotter. Mittendrin die markanten

Biogaskuppeln. Ein scheinbar

gepanzerter Teleskoparm fährt fast

lautlos aus. Ganz sanft, als wäre

es Butter, führt er die Zähne einer

Schneidschaufel ins Silagegrün.

Dreieinhalb Kubikmeter umfasst sie.

Ihre Endstation heißt immer wieder

Aufnahme-Behälter.

Dutzende Male täglich bringt sie

ein sichtlich verstärkter Teleskoplader

dorthin, häufig über den Zwischenstopp

„Anhänger“. Nur in der robusten

Maschine arbeitet dabei die wuchtige

Last. Den Fahrer lässt sie unberührt:

Heftige Ladevibrationen verschluckt

die Schwingungsdämpfung der

Kabine. Alltag des Merlo P 55.9 CS der

Schwälmer Biogas GmbH & Co. KG.

Seit 2009 läuft er wie am Schnürchen.

Circa 115 Tonnen bewegt der

Schwerlast-Teleskop am Tag. Pro

Jahr macht die Biomethan-Anlage

aus 30000 Tonnen Mais und Mist

30 Millionen Kilowattstunden. 4000

nach der richtigen Technologie endete

auf einem befreundeten Hof, fünf

Kilometer entfernt. Dort läuft ein Merlo

Teleskoplader der Kompaktserie. Höfle

organisierte kurzerhand den eigenen

Praxistest und seit Jahresbeginn hat

er ihn auch, den P 32.6 Plus.

Zwei Meter breit und etwas über

zwei Meter hoch passt er locker in

die Ställe seiner rund 200 Kühe. Mit

einer 800-Liter-Schaufel hilft er bei der

Fütterung. Er belädt den Futterwagen,

bewegt den Mist. Im Sommer hängen

sie in Hünfelden einen Ballenwagen

an. Neben 30 Hektar Grünland wächst

auf 80 Hektar Getreide. Der Kompakte

bringt die Ernte mit bis zu 20 km/h heim.

Von den zehn Personen im Haus

fährt der Betriebshelfer das Gerät

am häufigsten. Er betont, wie leicht

verständlich die Bedienung ist: „Es

geht schon viel, auch ohne große

Haushalte versorgt sie mit Strom, 1000

erhalten von ihr Wärme. Dazu benötigt

sie 500 Hektar Anbaufläche.

Laden des Transportanhängers

Vor der Entscheidung für Merlo

inspizierten die Betreiber einen

Radlader. Neben der jährlichen

Umschlagsmenge muss ihre optimale

Technik die sieben Meter des

Silos, die Höhe des Behälters und

Transportanhängers bewältigen. Ein

Radlader, der überall hingelangt, wäre

Vorkenntnisse.“

Früher hatte der Betrieb einen

135-PS-Schlepper sowie einen

Frontlader. „Der Merlo macht mehr

als die beiden zusammen“, summiert

Höfle. Besonders schätzt er am P 32.6

Plus die kräftigen 100 PS. Am Arm

FEM-Gabeln oder Schaufel, so kommt

die Maschine ständig bei Material-

Bewegungen zum Zug.

P 32.6 Plus mit Ladeschaufel

Bis 8,6 Meter reicht der P 55.9 CS

wegen seiner reinen Baugröße eine

saftige Investition.

Der kompakte und wendige P 55.9

CS ist ungleich günstiger und birgt viel

Extranutzen. Im Kern ist er ein Teleskop,

dem der Hersteller eine stattliche

Rüstung verpasste. Über seine massive

mechanische Konstruktionsweise

agiert er als echte Alternative zu

herkömmlichen Radladern. Er hebt am

bis 8,6 Meter nach oben ausfahrbarem

Arm satte 5,5 Tonnen. An alle Punkte

auf der Schwälmer Anlage kommt

er sehr gut. Nicht nur als Beschicker

verdingt er sich. Auch pflegt er das

Gelände mit einer Kehrmaschine, hilft

mit Lastgabeln bei der Wartung und im

Winterdienst geleitet er eine Schaufel

durch den Schnee.

Die Argumente für den Merlo im

Einsatz nennt sein Fahrer Wilhelm

Eckel: „Die Maschine ist leicht zu

bedienen und macht mehr Spaß als

ein Radlader. Hubhöhe und Kraft sind

einfach super”.

Zufrieden. Merlo-Fahrer Wilhelm Eckel

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10| Eine Agrar-Region im Fokus

Drei in Einem

Turbofarmer ist Bau-, Agrar- und

Industrie-Helfer

Hünfelden: Dürfen Väter träumen?

Sie müssen! Die verantwortungsvollen

Fantasien ranken sich um Zukunft,

Sicherheit für die Lieben. Eine Art

Sicherheit liegt in der Bioenergie.

Deren Förderung beflügelte auch

die Familienoberhäupter Jochen

Heckelmann (7 Kinder) und Ralf

Knapp (1 Kind). 2010 machten sie

Nägel mit Köpfen, gründeten die

Biogas Hünfelden GbR und und gaben

den Startschuss für ihre Biogasanlage.

Den Landwirten bietet sie ein weiteres

Standbein. Gülle fällt bei Knapps rund

80 Kühen ohnehin an. Auf insgesamt

630 Hektar Ackerfläche findet sich der

Boden für den Mais und das Gras der

2,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr

produzierende Anlage. Der Strom wird

ins Netz eingespeist oder ist für den

Eigenbedarf. Die entstehende Wärme

ist gleichfalls willkommen.

Einen Nebeneffekt hat die Investition:

Fast beiläufig macht sie aus Söhnen

von Höfen mit langer Agrar-Tradition

Bauleiter und Industrie-Unternehmer.

Ein Merlo Turbofarmer P 41.7 geht seit

Ende 2010 den Weg mit ihnen

Für den Betrieb der Anlage

wünschten sich die Gesellschafter

einen Teleskoplader, der zusätzlich

auch in der Landwirtschaft agiert. Ihren

Merlo erwarben sie jedoch Monate vor

der Fertigstellung. Heckelmann bringt

ihre Entscheidung auf den Punkt: „Wir

wollten uns nicht in der Bauphase mit

einem Behelfslader rumquälen. Ein

halbes Jahr später brauchen wir den

Merlo sowieso, also kauften wir ihn

schon für den Bau.“

Ihr Merlo ist ein echtes Kombigerät.

So besitzt es Seitenverschub und

Niveau-Ausgleich, zwei besonders im

Bauwesen beliebte Funktionen. Das

seitliche Versetzen des Oberwagens

– d.h. eine Armbewegung nach links

oder rechts ohne die Maschine zu

verfahren – vereinfacht Ladevorgänge.

Das zweite System unterstützt das

sichere Hantieren auf unebenem

Gelände. Mit Palettengabeln und

Schaufel ist der Teleskop bei diversen

Baueinsätzen aktiv. Nebenbei wirkt

er rund drei Stunden pro Tag bei den

Kühen. Der Turbofarmer hilft bei der

Fütterung und vielen Transporten

von A nach B. Auch wegen seiner

effizienten Arbeit werden in Hünfelden

bald weitere 25 Kühe im Stall sein. Die

Straßenzulassung auf 40 km/h kommt

bei den Landwirten ebenfalls gut an.

Heckelmanns Hof liegt sechs

Kilometer von der Anlage entfernt.

Müssen dort Hackschnitzel geladen

werden, ist der Merlo schnell zu Stelle.

P 41.7 an der Silage

„Die Kraft auf der Straße ist sehr

beeindruckend“, betont der Anwender.

Zum Industriearbeiter mutiert der

Turbofarmer, sobald die Biogasanlage

steht. Dann bewegt er 13 Tonnen Silage

pro Tag. Er wird die Anlage warten

und zahlreiche Assistenz-Aufgaben

übernehmen. Parallel bewahrt er sein

Herz für die Landwirtschaft und den

Bau.

Knapp und Heckelmann sind keine

Anfänger in Sachen Technik. In ihren

Betrieben gibt es die gängigen Agrar-

Technologien. Ihr Turbofarmer hebt

4,1 Tonnen und erreicht bis zu sieben

Meter Hubhöhe. Dafür bringt er rund

6,8 Tonnen auf die Waage. Knapp

meint: „Es ist erstaunlich, wie schwer

der Merlo doch ist. Das Gewicht merkt

man der schnellen und wendigen

Maschine einfach nicht an.“ Dem

Hydrostatantrieb sei dank.

Turbofarmer beim Bau der Biogasanlage

Einen weiteren Vorzug erleben

die Bediener mit der zweiteiligen

Kabinentür: „Sie ist auch nach

hunderten Betriebsstunden noch

unversehrt. Das sieht bei anderen

Herstellern rasch ganz anders aus.“

Merlo passte die Form seiner Kabine

den Rädern an. In Kurven berühren

Kabine bzw. die geöffnete Tür die

Reifen nicht. Aufgrund dieser Bauweise

kann auf anfällige Haltebänder für

das Feststellen von offenen Türen

verzichtet werden. Ein praktischer

Vorteil, der die Maschine lange gut

aussehen lässt. Es sagt ja auch

niemand, dass pflichtbewußte Väter

nicht von Dingen träumen dürfen, die

schön sind und Spaß machen.

Knapp im Drei-in-Eins-Merlo

Eine Agrar-Region im Fokus - Anwender

Dörings Rezept für Rinder-

Gesundheit: Weide und Merlo

Multifarmer

Friedewald-Lautenhausen:

Limousin-Rinder mögen viel frische

Luft und Ruhe. Ganzjährig stehen

sie auf der Weide. Alleinig im Winter

sind die Zuchtbullen, Jungtiere und

tragenden Kühe in Laufställen. Die

Jörg und Sabine Döring GbR stillt die

anspruchsvollen Bedürfnisse ihrer

prämierten Zucht. Dafür bekommt

sie robuste doch friedliche Tiere,

gesunden Nachwuchs und ein Fleisch,

das Gourmets verzückt.

Nur von Luft und Liebe leben die

Tiere freilich nicht. Für ihren Frieden

arbeiten die Züchter hart. 250 Hektar

müssen bearbeitet werden, 200

davon sind extensives Weideland.

Technik ermöglicht auch in Friedewald

Wirtschaftlichkeit.

2001 präsentierte Merlo den

Multifarmer, den weltweit ersten

Teleskoplader mit Heckhydraulik

und Dreipunkt-Kraftheber. Ab 2007

läuft ein Multifarmer 30.9 Top2 im

Multifarmer auf Limousin-Hof

Limousin- Betrieb . „Wir wollen nicht

mehr auf ihn verzichten.“, sagen die

Dörings: „Morgens machen wir die

Maschine als erste an und abends als

letzte aus.“ So kommt das Kombigerät

seit der Anschaffung auf rund 3.000

Ein „alter Hund“, der noch will und

kann

Teleskop-Veteran SM 35 läuft seit

rund zwanzig Jahren bei Leipzig

Die Geschichte der Merlo Teleskop-

Maschinen begann auf der Baustelle.

Aber auch Anwender anderer Branchen

ließen die Vielzweck-Maschinen

aufblicken. Die Gutshof Klinge Agrar

GbR in Jesewitz (bei Leipzig) lebt seit

rund zwei Jahrzehnten gut mit einem

Allround-Merlo der Starterzeit. Sie

besitzt einen SM 35 aus der Mitte der

Achtziger.

Das Unternehmen bewirtschaftet 570

Hektar landwirtschaftliche Fläche, leistet

Transportdienste, betreibt Baustellen im

Erd- und Tiefbau sowie eine Kiesgrube.

Der „Alte“ ackert unverdrossen bei

vielen Lade- und Transport-Arbeiten.

„So wie ich“, sagt schmunzelnd der

Seniorchef Joachim Klinge, der vor

einigen Jahren die Betriebsleitung

an seinen Sohn übergab. „Der Merlo

macht auf unserem Gelände überall

mit. Jeder hier fährt ihn. Täglich ist er

im Einsatz.“ Immerhin kommt er auf

wackere fünf Arbeitsstunden pro Tag.

Um 1990 gelangt der SM 35 in

die Firma. Ein insolventer Kunde

beglich mit ihm eine Rechnung. Zu

dem Merlo Veteranen gab es gleich

eine stattliche Ausrüstung an Anbaugeräten:

einen Bagger, Gabeln, eine

Getreide- sowie Sandschaufel, eine

Betonkiste und einen Kranhaken. Das

Erstlingspaket vervollständigten die

neuen Eigentümer mit einer Mistgabel.

Ihr Universal-Teleskop war komplett.

Leider begleitete ihn gleich ein zwanzig

Zentimeter langer Riss im Motor. Das

hätte das Aus sein können, doch die

Jesewitzer sind bekennende Oldtimer-

Freaks. Es gibt nichts, was nicht geht,

lautet ihr Wahlspruch. Also suchten sie

Hilfe. Zwei Kontakte spürten sie auf, die

den Motor reparieren konnten. Einer

saß im Münsterland. Abends ging die

Reise los. Noch in der Nacht wurde der

Motor vom Dienstleister geschweißt.

Der Werkstatt-Mann sagte damals, der

ginge nie wieder kaputt. Und er behielt

Recht.

Betriebsstunden.

Die Vielseitigkeit des Systems

überzeugte Familie Döring beim Kauf

und bestätigt sich seit vier Jahren

in der Praxis. Ihr Teleskop bietet

neun Meter Hubhöhe sowie eine

Tragfähigkeit von drei Tonnen am Arm

und vier am Heck- Kraftheber.

Die Allzweck-Maschine übernimmt

engagiert die Aufgaben von Traktor

und Frontlader.

„Er hat etwas sehr Menschliches, der

´alte Hund´“, meint Klinge. „Er will und

kann noch. Doch mit den Jahren wird

auch er müde. Bei ihm nagt die Zeit

an der Hydraulik.“ Ersatzteile waren

allerdings nie ein großes Thema. Sein

Händler - die Gruber Agrartechnik GmbH

(Engelsdorf) - konnte stets liefern, was

gebraucht wurde. „Zipperlein gehören

zum Altern“, findet der Anwender. Die

seines Teleskop-Klassikers sorgen auf

der Liste von Vor- und Nachteilen nicht

für lange Gesichter. Er ist nach wie

vor eine wirtschaftliche Maschine - mit

einem sehr eigenen Lebenslauf und

Aussehen.

SM 35 arbeitet seit rund 20 Jahren bei Leipzig

|11


12|

PRODUKT ULTRA-KOMPAKT P 25.6

Kleine Bauform - große Leistung! Panoramic P25.6

Einsatzgewicht mit Lastgabeln (kg) 4500

P 25.6: Die kompakte Teleskop-

Maschine von Merlo beweist, dass

auch in schlanken Abmessungen

viel Kraft stecken kann.

Kompakt, robust und sicher: der

neue, ultra-kompakte Merlo P 25.6

ist die perfekte Lösung für Arbeiten

auf extrem beengtem Raum, dort wo

herkömmliche Teleskopen passen

müssen.

Das Konzept einer kompakten

Teleskop-Maschine hat Merlo erstmals

1991 mit dem revolutionären P

20.6 vorgestellt. Er war mit seiner

einzigartigen Bauform und guten

Leistung über viele Jahre hinweg der

Standard in der gesamten Branche.

Mit der Einführung des neuen P

25.6 liegt die Messlatte nun noch ein

Stück höher, und einmal mehr erweist

sich Merlo als Technologieführer im

Segment der kompakten Maschinen.

D a s H a u p t a u g e n m e r k d e r

Konstrukteure lag auf Sicherheit und

Kompaktheit; herausgekommen ist

eine extrem kleine (gerade einmal

1,8 m breit und unter 2 m hoch),

zuverlässige und schnelle Maschine,

die dennoch bis zu 2,5 Tonnen auf fast

6 Meter Höhe hebt.

Trotz dieser geringen Abmessungen

verfügt das neue Modell über genau

dieselbe Kabine wie die übrigen Merlos

– was bedeutet: jede Menge Platz,

zahlreiche praktische Staufächer und

die überzeugende, Merlo-typische

Panorama-Rundumsicht.

Innovative Planung und Entwicklung

haben ein extrem stabiles Chassis

hervorgebracht, das sein geringes

Gewicht optimal einsetzt.

N e b e n d e m p e r m a n e n t e n

Allradantrieb sorgen Allradlenkung,

hohe Bodenfreiheit zusammen mit

der Fahrgeschwindigkeit bis 36 km/h

in jeder Situation für ein rundes

Fahrverhalten.

Ein niedriger Schwerpunkt und eine

perfekte Gewichtsverteilung tragen

ihr Übriges zum sicheren Fahren auf

jedem Untergrund bei.

Sparsam in den Ausmaßen, aber

kompromisslos in puncto Leistung,

Komfort und Sicherheit: wie gewohnt,

ein echter Merlo!

Max. Tragkraft (kg) 2500

Hubhöhe (m) 5.9

Tragfähigkeit bei max. Höhe (kg) 1750

Max. Reichweite (m) 3.3

Tragfähigkeit bei max. Reichweite (kg) 1000

Länge(mm) 3885

Breite (mm) 1800

Höhe (mm) 1920

Motor Kubota

Leistung (kW/PS) 55/75

Geschwindigkeit (km/h) 36

Panoramic P25.6: überzeugende

Leistung im kompakten Format

• Max. Tragfähigkeit 2.500 kg

• Max. Hubhöhe 5,9 m

• Die breiteste Kabine dieser Klasse,

inklusive ROPS/FOPS-Konformität

• Herausragende Rundumsicht

• Ausfahrmechanismus des Hubarms

komplett in der Hubarm-Baugruppe

untergebracht

• Vierzylinder-Dieselmotor von

Kubota, Euro-3-Abgasnorm, 55 kW

(75 PS)

Merlo-Achsen mit Planeten-

Untersetzungsgetriebe aus eigener

Entwicklung und Produktion

• Elektronisch geregelter Hydrostat-

Antrieb – bis 36 km/h

• Permanenter Allradantrieb, drei

Lenkungsarten

McMultifarmer: Die Mischung macht´s.

Im Ortsteil Zereshof des mittelfränkischen

Hilpoltstein lebt die

zehnköpfige Familie Peipp. Drei

Generationen bewirtschaften einen

Hof mit 75 Kühen. Auf 90 Hektar bauen

sie Getreide, Futtermais und Gräser für

den Bedarf der Tiere an. Ihre Milch geht

an die Milchwerke Ingolstadt. Bekannt

als Goldmilch, liefert das Unternehmen

unter anderem Kaffeesahne

und Milchshakes für McDonald´s. Ein

Multifarmer 30.9 Classic2 unterstützt

die Peipps seit dem Frühjahr bei ihrer

Produktion für amerikanische Pausen.

Im Sommer 2010 wurde es deutlich:

Der alte Schlepper des Hofes war in die

Jahre gekommen und brauchte Ersatz.

Am Johannitag treffen die Peipps in

Triesdorf erstmalig auf das Konzept

Multifarmer. Zur Eurotier einige Monate

später begegnen sie ihm erneut und

berieten sich mit Werner Model von der

Müller Fördertechnik (Nürnberg), ihrem

regionalen Merlo Händler. Der Mix aus

Teleskoplader, 3-Punkt-Kraftheber und

Er kam, sah und siegte

Nur ein P 55.9 CS ist der richtige

Lader für die Herteler Biogas.

Ein Sieben-Meter-Teleskoplader

sollte es eigentlich sein für Bernd

Elsbecker, Gesellschafter der Herteler

Biogas in Coesfeld. 23 Tonnen Silage

„füttert“ er täglich ins System und

produziert damit Strom und Wärme.

Außerdem suchte er ein Hebegerät

für seine Art die Wärme zu nutzen:

eine Holztrocknungsanlage. Dabei

müssen Gitterboxen gestapelt werden,

insgesamt 8.000 Schüttraummeter

Scheitholz.

Mehrere Produkte schaute er sich an.

Schnell fand er wegen der sieben bis

acht Meter hohen Silagestöcke Gefallen

an einem Neun-Meter-Teleskoparm.

Gekauft hat er den P 55.9 CS, Merlos

Antwort auf harte Radlader-Jobs.

Ein Jahr läuft der Panoramic beim

Anwender. Für Elsbecker passt einfach

alles an ihm. 8,6 Meter fährt der Arm des

massiven Teleskopen aus. Die maximal

möglichen 5,5 Tonnen Hubkraft hält

er auch an der Spitze des vollständig

noch oben austeleskopierten Armes.

Über einen Kamm bricht der P 55.9

Heckzapfwelle fand seinen Weg in ihre

Planungen.

Aus gutem Grund: Wegen ihres

lehmigen Bodens entschieden sich die

Zereshofer trotz der Mehrarbeit des

Verfahrens für ein Strohsystem, genauer

für einen Rundholz-Tretmiststall. Dabei

wird der Mist von den Tieren nach unten

getreten und landet in einer circa drei

Meter breiten Spur. Der hohe Mistanfall

der Strecke überforderte allerdings

ihren Frontlader.

Der Multifarmer 30.9 Classic2 hebt

bis zu drei Tonnen und besitzt den

ausfahrbaren Teleskoparm. Zum

Frontlader stellt er für die Milcherzeuger

die bessere Alternative.

Mit einer Schaufel säubert er den

Stall. Er hilft beim Heu wenden.

Über die Heckhydraulik können die

Peipps ihre Feldspritze einsetzen

und dank der Zapfwelle schwadern.

500 bis 600 Rundballen müssen

jährlich in den Stall. Ein echter Vorteil

beim Verbinden der auseinander

CS das Silagematerial. Mit einer

Schaufel holt er das gelöste „Futter“

ab und lädt es in den Auffangbehälter.

Der EPD (EcoPowerDrive) – eine

Finesse Merlos für mehr Laufruhe und

optimierten Verbrauch – findet sich

positiv in den Büchern wieder. Dank

der richtigen Einstellung benötigt der

Teleskop fünf Liter pro Betriebsstunde

für das Bestücken der Anlage, vier beim

Stapeln.

Mit dem langen Merlo-Arm wird

Elsbecker nebenbei zum beliebtesten

Nachbarn. Das Unikum spricht sich

rum. „Kannst Du bei uns mal was oben

draufsetzen?“, hört er immer öfter und

antwortet gern. Die Straßenzulassung

seines Teleskopen lässt ihn schnell die

helfende Hand im Ort sein.

Der Händler, die Anton Hülsken

GmbH & Co. KG (Rosendahl), macht

das Maschinenpaket rund. „Die Beratung

hat mich überzeugt.“, sagt

der Kunde: „Alle anderen wollten

mir einen Siebener verkaufen. Den

für mich Richtigen zeigte mir aber

nur Klaus Hülsken.“ Die ordnungsgemäße

Wartung organisiert die 15

Kilometer entfernte Werkstatt. Gängige

ANWENDER

Model liefert den Multifarmer 30.9 Classic2

und dankt mit einem Blumenstrauß.

liegenden Felder und des Hofes ist die

Straßenzulassung mit 40 km/h sowie

eine Druckluftbremsanlage.

Die Entscheidung für den Merlo traf

die Familie nach einem ausführlichen

Praxistest und ehrlichen Gespräch

unter Anwendern. Model organisierte

den Kontakt zu einem Multifarmer-

Kunden. „Ein offizielles schriftliches

Angebot benötigten die Peipps danach

nicht mehr. Wir gingen gleich zum

Kaufvertrag.“, freut sich der langjährige

Merlo Berater.

Erst „kämmen“, dann laden

Ersatzteile hat der Service-Partner

auf Lager oder er bestellt sie mit

Nachtversand bei Merlo Deutschland.

Und niemand will es hoffen, doch wird

mal ein Überbrücker gebraucht, kann

Hülsken zügig liefern. Ständig hält

er Produkte für die Region vor. Ein

wesentliches Argument für die Herteler

Biogas. Die Anlage muss laufen und mit

ihr der Teleskoplader.

Schließlich „füttern“

|13


14| TURBOFARMER 2011 PRODUKT ANWENDER

Turbofarmer-Neuerungen verbessern das

Fahrverhalten

Dem aufmerksamen Betrachter

fallen einige Änderungen an den

neuen Turbofarmer-Modellen auf

– hauptsächlich in der Kabine.

Eine neue Digitalanzeige ersetzt

ihren analogen Vorgänger. Eine

Reihe von Warnleuchten wurde

elegant im neuen Kombi-Instrument

zusammengefasst. Außerdem zeigt

die neue Anzeige (unten) jederzeit und

gut ablesbar die gewählte Fahrstufe,

die Betriebsdauer (mit rücksetzbarem

Tagesstundenzähler) sowie Uhrzeit

und Datum.

Auch die Warnanzeigen des EN15000konformen

Lastbegrenzungssystems

sind in der zentralen Anzeigeeinheit

untergebracht. Der neue, unter

anderem für die Beleuchtung

zuständige Multi-Lenkstock-Schalter

und der Zweigang-Fahrstufenwähler

sind jetzt an der Lenksäule angebracht,

wo sie deutlich einfacher zu bedienen

sind. Eine Lichthupenfunktion ist nun

serienmäßig.

Zentrale Anzeigeeinheit mit Uhrzeit,

gewählter Fahrstufe und aktivierter

Lastbegrenzung

Und unter der Hülle steckt noch mehr.

Da ist zum einen der brandneue Sauer-

Antrieb ‚Evolution‘ mit vollelektronischer

Regelung, was die niedrige Fahrstufe

an allen Modellen auf serienmäßig

0-16 km/h erweitert.

D i e v ö l l i g n e u e e l e k t r i s c h e

Verkabelung kommt mit deutlich

weniger Verbindungen aus. Zahlreiche

Änderungen an den Hydraulikleitungen

Der neue P40.7 im harten Einsatz auf der Grasslands and Muck 2011

verbessern noch einmal die Zuverlässigkeit, während ein ganz neuer Ventilblock

der Haupthydraulik mehr Effizienz garantiert. Insgesamt erscheint das Innere

des Motorraums nun wesentlich aufgeräumter.

Die Verbesserungen im Einzelnen:

• Mehr Informationen für den Fahrer, übersichtlicher dargestellt

• Einfacher bedienbare Elektroschalter

• Bessere Antriebssteuerung, besonders beim Bremsen

• Niedrige Fahrstufe auf 16 km/h angehoben, bei unverminderter Zugkraft

• Noch mehr Effizienz im Antriebsstrang

• Weiter verbesserte Zuverlässigkeit der elektrischen und hydraulischen

Komponenten

• Vereinfachte Wartung durch neu angeordnete Bauteile und Schläuche

• Servobremsen jetzt an allen Modellen serienmäßig

Insgesamt also mehr Komfort für den Fahrer und höhere Produktivität für den

Besitzer – kombiniert mit der legendären Rundumsicht und Robustheit von Merlo.

Neue Anzeige- und

Schaltergruppe

Multi-Lenkstock-Schalter

– Hupe, Lichthupe,

Abblend- und Fernlicht,

Scheibenwischer

Fahrtrichtungshebel

Fahrstufenwähler

Immer wieder Turbofarmer - seit 1995

1995 erwarb Bernhard von Bodelschwingh

aus Großenaspe bei Neumünster

seinen Merlo Nummer Eins,

einen P 27.7 EVS. Er war einer der

Vorreiter, die das noch junge Konzept

„Turbofarmer“ für sich entdeckten.

Stehen Ersatzbeschaffungen an,

entscheidet er sich regelmäßig für

einen von Merlos Agrar-Klassikern.

Die Argumente beim Kauf des ersten

Teleskopladers mit drei Tonnen Hubkraft

und sieben Meter Hubhöhe sind

für ihn auch heute gültig: „Wendig,

übersichtlich und kompakt gebaut,

fahren sich die Merlos mit Hydrostaten

weit angenehmer als jeder

Wandler.“ Dass seine Maschinen

nur rund drei bis dreieinhalb Liter

pro Betriebsstunde verbrauchen,

gewinnt mit steigenden Dieselpreisen

kontinuierlich an Bedeutung.

Seit 16 Jahren setzt von Bodelschwingh

für seine landwirtschaftliche

Mischwirtschaft Turbofarmer ein.

Inzwischen hat er neun spezielle

Anbaugeräte. Circa 1.600 Betriebsstunden

laufen die Maschinen pro Jahr.

75 Kühe produzieren in Großenaspe

Milch. Auf vierzig Hektar baut der

Landwirt Kartoffeln an; das ergibt

eine Ernte von rund 1.600 Tonnen

pro Jahr. Die Merlos verwendet er auf

seinem Hof als Transportgeräte. Meist

bewegen sie sich im zweiten Gang,

selten benötigen die vier wechselnden

Bediener Vollgas. Die häufigsten

Arbeiten der Geräte sind das Laden

der Futtermittel, der Transport vom

Silostock zum Stall. Sie nehmen

Strohballen oder Kartoffeln auf und

verfahren sie.

D i e b e i d e n T u r b o f a r m e r -

Modelle P40.7 CS und P37.10 CS

verfügen jetzt über die einzigartige

vollgedämpfte Merlo-Kabine, die

zuerst am Hochleistungsmodell P55.9

CS vorgestellt wurde.

Viele Landwirte verbringen mehr Zeit

in ihren Merlo-Kabinen als auf ihrem

Traktor. Gleichzeitig steigt die Sorge

über die schädlichen Auswirkungen

von Ganzkörpervibrationen auf den

Bewegungsapparat.

Als exklusives Leistungsmerkmal

Drei Generationen (v.r.n.l): Bernhard, Gisbert und Moritz von Bodelschwingh

Zuverlässig sind von Bodelschwinghs

Turbofarmer ab der ersten Stunde.

„Ich kaufe sie und die Merlos laufen

der Merlo-Teleskopmaschinen ist

das CS-Kabinenmodul auf

hydraulischen Stützen gelagert

sowie weitgehend von den

Stößen und Vibrationen des

Chassis entkoppelt.

Beim Start fährt das CS-

System die Kabine 160 mm

herauf und reduziert die

Vibrationen - inklusive damit

v e r b u n d e n e r m ö g l i c h e r

Rückenschädigungen - auf ein

Minimum.

einfach“, sagt der Anwender.

Er gewährt einen Blick in seine

Tankbücher

Schwingungsdämpfung der Kabine - jetzt serienmäßig in zwei

neuen Turbofarmer-Modellen

Turbofarmer 40.7 CS mit vollgedämpfter Kabine

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MERLO Deutschland: Innovation und Service

Auch von hinten betrachtet ganz vorne

Der einzigartige Merlo Multifarmer vorne eine innovative Teleskop-

Maschine, hinten ein klassischer Traktor.

KOMPAKT

Panoramic P 25.6

nur 1,8 m breit

vollwertige Merlo-Kabine

TURBOFARMER

Merlo bietet Landwirten eine besondere Wahl. Neben den hybriden Traktor-

Teleskopen Multifarmer gibt es 14 spezielle Turbofarmer bis 140 PS sowie die

gerade einmal 2 m breite Kompakt-Baureihe. Sämtlich mit Hydrostat-Antrieb (viele

Modelle mit bedarfsgeregelter Hydraulik) und hervorragender Wendigkeit - für ein

reibungsloses, produktives Arbeiten. Eine erstklassige Kabine und die legendäre

Merlo-Rundumsicht garantieren Komfort und Sicherheit.

MULTIFARMER

MULTIFARMER 27.8 29.6 306 309 40.7 CS 40.9 CS

Max. Tragfähigkeit kg 2800 2900 3000 3000 4000 4000

Max. Hubhöhe m 8.20 6.10 6.00 8.55 6.70 8.80

3-Punkt-Aufhängung CAT II CAT II CAT III

Zapfwellenleistung hinten 550/1000 U/min

Tragfähigkeit der

Dreipunktaufhängung

kg 4000 4000 4300 4300 7000 7000

Leistung (Euro 3) PS 100 100 120 120 140 140

Getriebe 2 gang 2 gang 2 gang

Geschwindigkeiten km/h 0-40

U 460 DE 1111

Wir bewegen Ihre Zukunft

www.merlo.de

Tel. 0 421 / 39 92 - 0

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