10. Gebot - Rheinischer Fischereiverband von 1880 eV

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10. Gebot - Rheinischer Fischereiverband von 1880 eV

Mitglied des Fischereiverbandes NRW e.V.

Mitglied des Landessportbundes NRW e.V.

Mitglied des Verbandes Deutscher Sportfischer e.V.

Extrablatt

Köln, 25. Mai 2007

Walter Sollbach feiert seinen 70sten Geburtstag

Glückwünsche

Rückblicke

Anekdoten


Sternzeichentypologie

für Zwilling (21.05. bis 21.06.)

Die Zwillinge sind das dritte Zeichen des Tierkreises. Ihr Planet ist der Merkur und ihr

Element ist die Luft.

Zwei Gesichter

Der typische Zwilling-Geborene braucht die Abwechslung und Bewegung wie andere die

Luft zum Atmen. Es muss sich "was tun", damit er in seinem Element ist. Kontakte

knüpfen ist seine große Stärke, ob er sie auch immer bewahren kann, ist jedoch fraglich.

Was dem einen bezaubernd unverbindlich erscheint, mag für den anderen einfach

oberflächlich sein. Auch wenn Zwillinge manchmal reden wie ein Buch und scheinbar

offen sind, so behalten sie doch ihr zweites Gesicht für sich. Einen Zwilling beurteilen zu

wollen ist schwierig, denn manchmal weiß er selbst nicht, was er im nächsten Moment tun

wird. Er spielt mit tausend Möglichkeiten und liebt es von allem ein bisschen zu kosten.

Ständig in Bewegung

Alles was lange dauert, langweilt ihn. So wechselt er seine Überzeugungen, seine

Theorien und vielleicht auch seinen Beruf. Das Neue fasziniert ihn, er möchte informiert

und up to date sein. Er ist niemals schwerfällig, sondern meist heiter und beweglich. Schon

beim Hinschauen fällt auf, dass er ständig in Bewegung zu sein scheint, selbst wenn er

ganz ruhig dasitzt. Zwillinge-Menschen besitzen einen flinken Verstand, einen wendigen

Körper und leider auch einen umwerfenden Charme (nur wenn sie wollen, versteht sich),

der ihren Mitmenschen hilft, die kleinen, ärgerlichen Unzuverlässigkeiten, gleich wieder

zu vergessen. Sie sind um keine Ausrede verlegen und doch herzerfrischend ehrlich.

Viele Dinge auf einmal erledigen

Ihnen ist diese spezielle Vielseitigkeit und Unruhe zu eigen, die so manchem einfacheren

Gemüt Unbehagen bereitet. Sie sind ein Mensch, der schneller agiert als andere und

mehrere Dinge auf einmal erledigen kann, während die anderen noch die

Bedienungsanleitung lesen. Ihr wacher Geist braucht ständig neue Nahrung. Viele

Zwillinge reisen aus diesem Grund für ihr Leben gerne, meist sind sie sogar beruflich viel

unterwegs, denn das Wandern von Ort zu Ort belebt sie.

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RhFV-Info 25.05.2007


Inhaltsverzeichnis / Impressum

Mitwirkende Seite

Peter Mohnert 5

Dr. Ernst Heddergott 6

Dr. Hartwig Schulze-Wiehenbrauck 8

Prof. Dr. Habil. Kurt Schreckenbach 9

Hans Günter Hardt 10

Heinrich Karbig 11

Hubert Linden 12

Eva Rohmann 14

Reiner Gube 16

Heinrich Homann 17

Hannelore Skrotzki 18

Ewald Braun 22

Detlef Weber 23

Alfons Schophuis 24

Dietmar Kohl 25

Dieter Skrotzki 26

Angelika Wilms 27

Horst Ceulaers 28

Klaus Radny 28

Wolfgang Neysters 29

Dr. Frank Molls 30

Armin Nemitz 31

ASF Rodenkirchen 1948 e.V. 32

Kurt Hilgers 33

Herbert Kloth 34

Egon Zander 35

Rainer Kalinowski 36

Ignatius Fröhlich 37

Hans Ulrich Tiepelt 37

Julius Hodske 37

Rudolf Herbig 38

Titelbild

Walter Sollbach wie ihn jeder kennt:

am Rednerpult, im beharrlichen

Einsatz für die Belange der

Fischerei.

Bildautor: Ewald Braun

Herausgeber:

Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.

Vereinsregister Bonn Nr. 1931

Geschäftstelle: Webersbitze 20

53804 Much

Tel. & Fax: 02245/4119

mailto: info@rhfv.de

Internet:

www.rhfv.de

Redaktion: Hannelore Skrotzki

Layout: Ewald Braun

Erscheint einmalig am 25.05.2007 aus Anlass des

siebzigsten Geburtstages des Verbandsvorsitzenden

Walter Sollbach.

Die veröffentlichten Beiträge geben die Meinung der

Verfasser, nicht unbedingt die der Redaktion wieder.

DerAbdruck ist honorarfrei.

Gedruckt auf chlor- und säurefrei gebleichtem Papier.

Druck: Druckerei PALM, 52499 Baesweiler

RhFV-Info 25.05.2007

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Zum 70. Geburtstag

Gedicht von Wilhelm Busch

Da kommt mir eben so ein Freund

mit einem großen Zwicker.

Ei, ruft er, Freundchen, wie mir scheint,

Sie werden immer dicker.

Ja, ja man weiß oft selbst nicht wie,

so kommt man in die Jahre;

Pardon, mein Freund, hier haben Sie

schon eins, zwei graue Haare!

Hinaus, verdammter Kritikus,

sonst schmeiß ich Dich in Scherben.

Du Schlingel willst mir den Genuss

der Gegenwart verderben.

4 RhFV-Info 25.05.2007


Peter Mohnert, Präsident des VDSF

Sehr geehrter Herr Präsident,

mein lieber Walter,

eigentlich kann man es gar nicht glauben, dass Du dieses

Jubiläum, Deinen 70. Geburtstag, heute, am 25. Mai 2007,

feierst. Niemand sieht Dir an, dass Du nicht nur ein erfolgreiches

Berufs- und Familienleben, sondern auch ein sehr anstrengendes

Verbandsleben über viele Jahre absolviert hast.

Du bist so durchsetzungsfähig wie in den Jahren, in denen wir

uns kennen gelernt haben und da waren wir beide 17 Jahre

jünger.

1990 hast Du kommissarisch die Leitung des Landes-

Fischereiverbandes Nordrhein e.V. Bonn übernommen, ich bin

im gleichen Jahr als Präsident des AV Sachsen e.V. zum VDSF

gestoßen und so haben wir sicherlich gemeinsam im

Verbandsausschuss die erste Sitzung und in den Folgejahren so

manch Höhen und Tiefen erlebt.

Man kann wirklich nicht sagen, dass in den 90er Jahren und zum

Teil auch noch heute die Beratungen des Verbandsausschusses

oder auch die Delegiertenversammlungen langweilig waren,

wenn Du das Wort ergriffen hast.

Zielsicher, kurz auf den Punkt gebracht und auch unnachgiebig, wenn es um wichtige Prinzipien ging. Und auch

ausgleichend, wenn Dieser oder Jener mal nicht verstand, dass es Dir ausschließlich um die Sache ging und nicht

um die Person.

Diese Geradlinigkeit zeichnet Dich aus, lieber Walter und sicherlich ist es nicht nur Deinem Amtsbruder Wolfgang

Zachary zu verdanken, dass die Verschmelzung der beiden Rheinischen Fischereivereine zum stolzen Rheinischen

Fischereiverband von 1880 e.V. im Jahre 2004 schlußendlich so schnell gegangen ist. Dein Durchsetzungsvermögen,

Deine Energie und Dein Wille zum Erfolg haben in meinen Augen wesentlich dazu beigetragen, dass die

Verschmelzung so rasch und so erfolgreich verlaufen ist.

Ich kann nachvollziehen, wie kompliziert eine solche Fusion ist und ich kenne auch die vielen kleinen Fallstricke,

die im Vorfeld, aber auch nach vollzogener Vereinigung, immer wieder gespannt sind.

Ich habe mit großer Aufmerksamkeit diese Entwicklung verfolgt und ich darf Dich und Deine Mitstreiter ganz

herzlich dazu beglückwünschen, die Anglerschaft am Rhein zu einer starken Kraft vereinigt zu haben. Hier hast Du

Zeichen gesetzt, hast Gräben, die über Jahre und Jahrzehnte offen und wohl auch zum Teil tief waren, geschlossen

und hier hast Du Deinen Wahlspruch „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das,

was wir nicht tun.“ im wahrsten Sinne des Wortes gelebt.

Mit all Deinen Erfolgen in der Familie, im Beruf und in den unterschiedlichsten Funktionen in den Verbänden und

im Fischereibeirat könntest Du auf ein erfülltes Leben schauen. Aber so wie wir Dich kennen, mein lieber Walter,

schaust Du nicht zurück, sondern nach vorn, nimmst neue Ziele ins Visier und machst durch Deinen Elan deutlich,

dass Du noch kein bisschen müde bist.

In diesem Sinne darf ich mit einem Wahlspruch schließen, der mich auf einem nicht unwesentlichen Teil meines

Lebens begleitet hat; er passt auch zu Dir: „Kämpfen und Suchen. Finden, und sich nie Ergeben.“

Herzlichst

Dein

Peter Mohnert

RhFV-Info 25.05.2007

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Dr. Ernst Heddergott, Präsident des FV NRW

Wer mit Walter Sollbach in Kanada unterwegs

gewesen ist, wie ich im Oktober 2005, der glaubt

nicht, dass dieser Mann 70 Jahre alt wird.

So im Anzug, mit Bundesverdienstkreuz, wenn er

gemessenen Schrittes mit Würde zum Podium

schreitet, na ja, dann schon eher, dann hat der Walter

so eine Ausstrahlung, die sich erst einstellt, wenn die

Bürde der beruflichen Zwänge nicht mehr auf den

Schultern lastet. Es ist vielleicht auch die

Gelassenheit des Pensionärs, von dem man weiß,

dass er zwar arbeitet wie ein Pferd, aber er muss nicht

arbeiten, er will arbeiten. Das ist ein bedeutender

Unterschied, den vor allem diejenigen spüren, die

noch dem Druck der beruflichen Tätigkeit unterworfen

sind.

Gelassenheit ist aber bei Walter Sollbach nicht die typische Eigenschaft. Das wissen alle, die ihn bei

Sitzungen, Podiumsdiskussionen oder sonstigen Veranstaltungen erleben. Dann wird er schon mal etwas

lauter und heftiger. Er bedient sich bei solchen Gelegenheiten gern auch des „Kölsch“, eines Dialektes,

den eben nur eine bestimmte „Spezies“ (Lieblingswort von Walter Sollbach) versteht. Das hat den

enormen Vorteil, dass die erste Eruption allgemein nicht verstanden wird. Man muss es dann übersetzen.

Und das nutzt der Walter dann, um das Gesagte auch ein bisschen moderater hochdeutsch zu formulieren.

Diese gelegentlichen Überreaktionen sind insofern grundsätzlich positiv, als sie ermüdete Gesprächsteilnehmer

sofort in einen hellwachen Zustand versetzen, zuweilen auch ein bisschen irritieren, gleichzeitig

aber deutlich machen, dass „de Kölsche Jung“ Walter die Diskussion immer sehr aufmerksam verfolgt

und nicht gewillt ist, abstruse Meinungen oder ständige Wiederholungen ohne Widerspruch

hinzunehmen.

Der Walter ist im Fischereiverband jetzt über 20 Jahre dabei. Auf den Fotos früherer Veranstaltungen ist er

noch etwas jünger und wohl auch unerfahrener. Er hatte ja auch noch zwei Vorsitzende vor sich, bevor er

selbst das Ruder übernahm und als Kapitän das Schiff durch den Sturm in ruhigeres Fahrwasser bringen

musste.

Er hat schon eine Menge geleistet, der Walter, für die Fischerei, für die Angler in NRW, für den LFV

Nordrhein und später den Rheinischen Fischereiverband von 1880, für die Stadt Köln als

Fischereiberater, das MUNLV im Fischereibeirat und Wasserbeirat, für den VDSF im

Verbandsausschuss, für den Verein ASV

Rodenkirchen 1948 e. V., im Landschaftsbeirat,

in Gremien zur Wasserrahmenrichtlinie und in

vielen anderen Institutionen und Gruppierungen.

Ein Leben für die Fischerei, für das WFP NRW,

die Stiftung Wasserlauf, für die Verbandsarbeit

und die Belange der Angler!

Dass ihm im Mai 2006 der Verdienstorden der

Bundesrepublik Deutschland zuerkannt worden

ist, war ein besonderes Zeichen der

Anerkennung, wie viele andere Auszeichnungen

auch.

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RhFV-Info 25.05.2007


Diese Ehrungen haben Walter gut getan. Es ist nicht so häufig, dass verdienstvolle Arbeit auch gesehen

und gewürdigt wird. Wenn die Tätigkeit erfolgreich ist, wird das oft als normal hingenommen. Kritik ist

häufiger als Lob. Damit muss man als Ehrenamtlicher leben.

Mehr als über eine Auszeichnung freut sich der Walter über ein freundliches Wort, eine freundschaftliche

Geste, ein Zeichen der Verbundenheit.

So darf ich mich bei Walter dafür bedanken, dass wir beide über viele Jahre diese freundschaftliche

Verbundenheit praktiziert haben. Für die faire und kompetente Zusammenarbeit und viele persönliche

Gespräche darf ich mich herzlich bedanken.

Ich wünsche meinem Freund Walter noch viele schöne und gesunde Jahre mit seiner lieben Frau Elke und

seinen Töchtern.

Gleichzeitig würde ich mich freuen, wenn Walter

Sollbach der Fischerei noch einige Zeit erhalten

bliebe.

Last not least wünsche ich dem Jubilar Erfolg beim

Angeln, Lachse an der Fliegenrute und die Grizzlys

auf Distanz.

Ernst Heddergott

RhFV-Info 25.05.2007

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Dr. Hartwig Schulze-Wiehenbrauck, MUNLV

„Walter Sollbach wird siebzig. Das glaube ich gerne, aber

wirklich schon in diesem Jahr So frisch, wie er immer

auftritt Ich kenne Herrn Sollbach, seit ich Anfang 1985 in

die Dienste des Kölner Regierungspräsidenten eintrat.

Seitdem begegnet er mir und anderen als Urgestein, das die

Anglerinteressen stets mit Temperament und Nachdruck

vertritt, aber nie rücksichtslos.

Daran hat sich nichts geändert. Er ist ein Teamplayer

geblieben, so scheint es mir. Das mag auch mit seinen

(früheren) sportlichen Ambitionen zu tun haben (z.B.

Tischtennis: wichtig für das „Bälle-Verteilen“, oder

Kegeln: „Ruhe und Kraft verbinden“). Er weiß natürlich

selbst am besten, wie das „System Sollbach“ erfolgreich

bleibt und mit wem.

Hier ist er ganz Rheinländer. Viele erleben ihn manchmal

sehr direkt, manchmal polternd, manchmal auch

zurückhaltend. Ich schätze an ihm besonders seine

Aufrichtigkeit und sein ausgeprägtes Gefühl für

Ungerechtigkeiten und Unstimmigkeiten. Tricksen ist ihm

fremd. Auseinandersetzungen scheut er nicht, wenn er von

der Sache überzeugt ist.

In jedem Fall hat er ein offenes Ohr auch für andere Meinungen. Die rheinischen Qualitäten (man muss

auch „jönne könne“, „jede jeck is anders“, „leeve un leeve losse“, „et kütt wie et kütt“) mit anderen

Worten: Die rheinischen Toleranzprinzipien sind ihm augenscheinlich heilig.

Das heißt natürlich nicht: Beliebigkeit. Im Gegenteil: Der gesicherte Standpunkt ist sein Ziel. Damit man

zur Sache kommen kann. Bei bestimmten Themen überlässt er gerne Fachleuten das Feld (selbst wenn

sich manchmal herausstellt, dass auch diese irren können).

In der Fischerei am Rhein hat Walter Sollbach bis heute viel bewegt. Er betont aber - vermutlich zu Recht -

dass er das meiste davon gemeinsam mit anderen erreicht hat. Er teilt insofern großzügig die Erfolge beim

Lachsprogramm, bei der HIT-Stiftung, bei der Stiftung Wasserlauf, bei der Zusammenführung der beiden

rheinischen Anglerverbände zum gemeinsamen Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V., um nur

einige Meilensteine zu nennen, auf die er gerne stolz sein darf.

Er nimmt sich stets alle Zeit, die nötig ist, um in Sachen Fischerei am Ball zu bleiben, sei es im Verband,

sei es im ständigen Austausch mit der Fischereiverwaltung des Landes. Soweit ich zurückblicken kann,

gehören auch der Fischereibeirat und der Arbeitskreis Fischerei dazu sowie diverse Initiativen zur

Fischhege und zu den Wanderfischen. Dafür wird wirklich viel Zeit benötigt. Für jemanden, der den

Ruhestand erreicht hat, eigentlich arg viel. Aber ich vermute fast, er würde mehr leiden, wenn er sich nicht

so in die Fischerei einbringen könnte.

Ich wünsche Herrn Walter Sollbach, seinen Mitstreitern im Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.

und außerhalb weiterhin eine gute gemeinsame Zeit bei bester Gesundheit. „Lommer jet donn

zesamme“- zum Wohle der Fischerei! Und dabei nicht vergessen: Viel „Petri Heil“!

Herzlichen Glückwunsch Herr Sollbach zum Siebzigsten!

Ihr

Hartwig Schulze-Wiehenbrauck

8 RhFV-Info 25.05.2007


Prof. Dr. habil. Kurt Schreckenbach

Am 25.05.2007 begeht

Herr Sollbach seinen

70. Geburtstag. Es ist

mir - ebenso wie vielen

anderen Fischereikollegen

- ein ganz besonderes

Bedürfnis

ihm zu diesem Ehrentag

herzlich zu gratulieren

und sein umfangreiches

Wirken für

die Belange der Fischerei

zu würdigen. Im

Rahmen seiner vielfältigen

Aktivitäten als

Vereinsvorsitzender,

Bezirksvorsitzender, Verbandsvorstandsvorsitzender,

Fischereiberater, Fischereibeiratsmitglied, Landschaftsbeiratsmitglied

u.a. hat Herr Sollbach über viele

Jahre ein großes Arbeitspensum bewältigt und durch

sein kompetentes und entschlossenes Auftreten

maßgeblich die erfolgreiche Entwicklung des

Rheinischen Fischereiverbandes von 1880 e.V. mitbestimmt.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sein

konsequentes Wirken und sein Durchsetzungsvermögen

auch eine starke Ausstrahlung auf andere

Landesverbände der Deutschen Sportfischer hatte und

hat.

Ich lernte Herrn Sollbach 1997 erstmals auf einem

VDSF- Gewässerwarteseminar in Bad Griesbach

persönlich kennen. Dabei beeindruckten mich vor

allem sein besonderes Interesse an der Fischereiwissenschaft,

seine offene und klare Art Probleme

anzusprechen sowie seine tatkräftige Ausstrahlung. Es

war für mich offensichtlich: „Herr Sollbach ist ein

Durchsetzungstyp - ein Mann der Tat“. In den

folgenden Jahren entwickelte sich eine enge

Zusammenarbeit mit seinem Landesfischereiverband.

Bei mehreren Vorträgen auf den Weiterbildungsveranstaltungen

in Krefeld hatte ich Gelegenheit,

fischereiwissenschaftliche Ergebnisse aus meiner

Tätigkeit am Institut für Binnenfischerei Potsdam-

Sacrow darzustellen und dabei das große Engagement

der Vorsitzenden der Angelvereine des Landesfischereiverbandes

und ihres Vereinsvorsitzenden,

Herrn Sollbach, kennen zu lernen.

Es ist ein besonderer Verdienst von Herrn Sollbach,

dass er der wissenschaftlich begründeten Bewirtschaftung

von angelfischereilich genutzten Gewässern

sehr früh Aufmerksamkeit widmete und mit Herrn

Ernst und später mit Herrn Kreymann eine gezielte

Zusammenarbeit mit der Fischereiwissenschaft

organisierte. Auf dieser Grundlage wurden gemeinsame

Projekte des Rheinischen Fischereiverbandes mit

dem Institut für Binnenfischerei Potsdam- Sacrow

begonnen, wie Untersuchungen zur fischereilichen

Bonitierung von Baggerseen und der Rurtalsperre. Die

Ergebnisse der ersten gemeinsamen Untersuchungen

konnte Herr Sollbach in den „Grundsätzen zur

fischereilichen Bewirtschaftung von Baggerseen“

herausgeben. Weitere Untersuchungen wurden in der

vom VDSF herausgegebenen Studie „Ausübung der

Fischerei mit der Handangel in stehenden Gewässern

Auswirkungen auf die heimischen Süßwasserfische

und ihre Umwelt“ veröffentlicht.

Das Projekt zur fischereilichen Bonitierung der

Rurtalsperre wird gemeinsam mit Dr. Brämick vom

Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow

fortgesetzt. Alle diese von Herrn Sollbach maßgeblich

geplanten und unterstützten Untersuchungen sind

wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung des

Fischereimanagements in Angelgewässern.

Als langjähriger Fischereiwissenschaftler und neuer

Referent für Natur-, Umwelt- und Tierschutz des VDSF

möchte ich dem tatkräftigen Vorsitzenden des

Rheinischen Fischereiverbandes für seine weitsichtige

Förderung der wissenschaftlich begründeten

Angelfischerei ganz besonders gratulieren und danken.

Ich wünsche Herrn Sollbach auch für die kommenden

Jahre alles Gute, Gesundheit und weiterhin viel

Tatkraft für die Fischerei und sein Privatleben.

Prof. Dr. habil. Kurt Schreckenbach

RhFV-Info 25.05.2007

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Hans Günter Hardt

Lieber Walter,

es ist mir, als Ehrenvorsitzender unseres Verbandes seit 1979, eine

besondere Freude, aber auch ehrenvolle Aufgabe, nicht nur im

eigenen Namen, sondern auch im Namen aller unserer Mitglieder, Dir

zu Deinem 70sten Geburtstage ganz herzlich zu gratulieren. Wir und

ich wünschen Dir vor allem auch weiterhin Gesundheit und Gottes

Segen, damit Du, so wie bisher, mit Deiner seit vielen Jahren

gezeigten stets überzeugenden Art Deine Aufgaben in der Führung

unseres Verbandes und damit im Naturschutz im Allgemeinen sowie

der Hege und Pflege unserer Gewässer und ihrer Fischbestände im

Besonderen und der Sicherung unserer Rechte im Interesse aller

unserer Vereine und Mitglieder so erfolgreich, wie bisher, fortsetzen

kannst.

Als einer Deiner Vorgänger im Amt in den Jahren 1972 bis 1979 kann

ich beurteilen, was es heißt, diese Aufgabe, den Vorsitz unseres

Verbandes, jetzt schon seit 1992 mit so viel Erfolg und großer

Zustimmung unserer Vereine und aller Mitglieder wahrgenommen zu

haben. Mit einer solchen Aufgabe ist ja, wie jeder von uns weiß, die

wichtige Vertretung unserer Interessen im Fischereibeirat des Landes,

als Vizepräsident im Fischereiverband, im Wasserbeirat NRW, um nur einige Gebiete zu nennen, unverzichtbar.

Wenn Du dann auch zusätzlich nur noch als Fischereiberater tätig wärest und auf alles andere verzichten würdest,

bleibt für ein Privatleben kaum Zeit, wozu ja nun auch gehören sollte, dass man mal ein paar Stunden hat, mit der

Angel seinem Lieblingsgewässer zumindest einmal pro Woche oder wenigsten einmal im Monat fischen zu dürfen.

Ich will heute nur aus Deiner Tätigkeit als Verbandsvorsitzender ein Ereignis aus dem Jahre 2004 ansprechen, für

das Du Dich erfolgreich eingesetzt hast und wofür wir Dir alle Dank schulden: Es ist der Zusammenschluss unserer

beiden Verbände in Nord-Rhein, um den ich mich schon seit 1972 vergeblich bemüht hatte. Es war damals schon

schwer genug, mit dem Beitritt zum VDSF und dem Landessportbund unseren einheitlichen Landesverband im

Jahre 1978 zu gründen, dessen erster Präsident ich wurde. Die Einheit in unserem Landesteil wurde nicht erreicht

und es ist Dir zu verdanken, dieses zusammen mit Wolfgang Zachary geschafft zu haben. Dafür gebührt Dir, neben

allem anderen, was Du erreicht hast, unser besonderer Dank.

Abschließend möchte ich ein besonderes Wort des Dankes auch Deiner lieben Frau Elke sagen. Ohne das

Verständnis und auch die vielen Hilfestellungen unserer Ehefrauen für unsere zeitraubenden ehrenamtlichen

Tätigkeiten und ich schließe gerne neben Deiner lieben Frau Elke meine Ehefrau und die vielen Ehefrauen unserer

Mitglieder mit ein -, könnten wir unsere Aufgaben, insbesondere, wenn sie den Umfang des Vorsitzes unseres

Verbandes annehmen, nicht ausführen.

In diesem Sinne darf ich Dir, lieber Walter, noch einmal

herzlich gratulieren und auch versprechen, in meinem

Ehrenamt, falls ich gebraucht werde, wie bisher auch in

Zukunft Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Bleibe gesund und behalte Gottes Segen, damit Du noch

viele Jahre so erfolgreich, wie bisher, - wir können auf

Dich nicht verzichten -, der Vorsitzende unseres

Verbandes bleibst.

Mit vielen guten Wünschen

und auch für ein kräftiges „Petri Heil“

Dein Hans Günter Hardt

10 RhFV-Info 25.05.2007


Heinrich Karbig, FPG Rursee

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag Walter Sollbach

Mit 775 ha Wasserfläche bei Vollstau und mehr als

200 Millionen cbm Fassungsvermögen ist die

Rurtalsperre Schwammenauel mit Obersee eine

der größten Talsperren Deutschlands.

Im Jahr 2006 wurden in diesem Gewässer eine

Reihe kapitaler Fische mit der Angel gefangen.

U.a. ein Aal von 93 cm Länge und einem Gewicht

von 1,73 kg. Ein Barsch 50 cm und 2,25.kg. Ein

Hecht 120 cm und 11,8 kg. Ein Zander 83 cm und

6,65 kg und eine Reihe anderer Pachtexemplare.

Fischereiberechtigter ist die Fischerei-

Pächtergemeinschaft Rursee e.V. Sie besteht aus

dem Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.,

dem Angelsportverein Rursee e.V. und dem

Fischereiverein Nordeifel e.V.

Seit 1988 vertritt Walter Sollbach den Verband in

der Pächtergemeinschaft.Am 06.11.1992 wurde er

zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

DiesesAmt hat Herr Sollbach auch heute noch. Mit

seinem Fachverstand und seinen Verbindungen ist

er ein wertvolles Mitglied unserer Gemeinschaft

und steht uns jederzeit mit Rat und Tat zur

Verfügung.

Wir wünschen Walter zum 70. Geburtstag noch

viele Jahre in Gesundheit, voller Schaffenskraft

und Zufriedenheit.

Simmerath Rurberg, im März 2007

Heinrich Karbig

Vorsitzender der Fischerei-Pächtergemeinschaft

Rursee e.V.

RhFV-Info 25.05.2007

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Hubert Linden

Meine Erinnerungen an die Verbandsarbeit mit Walter Sollbach

von Hubert Linden

Da ich ab 1984 in einer für unseren

Verband sehr spannenden Zeit mit Walter

Sollbach intensiv zusammenarbeiten

durfte, befasst sich der nachfolgende

Beitrag auch mit Schwerpunkt mit unseren

ersten gemeinsamen Jahren in der

Verbandsarbeit.

Im Jahr 1983 war unser Verband wieder

einmal in eine tiefe Krise gestürzt worden.

Diesmal war es die Affäre Michling mit

dem von ihm geplanten Jugend- und

Freizeitpark Wissmannsdorf. Bei der

Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus

Spich war es zum Eklat gekommen.

Wieder einmal musste ein Neuanfang

gemacht werden und wieder einmal war es

unser hochverdienter Ehrenvorsitzender

Hans - Günter Hardt, der sich in die Pflicht

nehmen ließ. Wieder einmal war er es, der

den Verband „retten“ musste, nachdem

Eigeninteresse und Großmannssucht wieder einmal

viel Porzellan zerschlagen hatte. In weite Feme gerückt

waren wieder einmal alle Chancen, die vier

Fischereiverbände in NRW zu einen. Es musste gerettet

werden, was zu retten war.

Ich selbst hatte soeben (1982) den großen Fischschutzverein

Siegburg, der damals auch schon rund

850 Mitglieder hatte, als Vorsitzender übernommen.

Eigentlich hatte ich damit Arbeit genug, aber die vielen

kleinen Querelen im Verband mit nicht vorhandenen

Rechnungsbelegen einzelner Funktionäre, abweichlerischen

Bezirken mit nicht satzungsgemäßen

Ausgaben und nun der ganz große Knatsch beförderten

den Wunsch, endlich diese Dinge hinter uns zu lassen

und etwas ebenso Stabiles wie Seriöses folgen zu

lassen. Dabei wollte ich mithelfen. Ebenso muss es

auch Walter Sollbach gegangen sein, denn wir beide

lernten uns in der Kommission kennen, die unter der

Leitung von Hans - Günter Hardt nun alles Neue

vorbereiten sollte.

Wir trafen uns des Öfteren in einer Raststätte am so

genannten Köln-Bonner Verteiler neben der Abzweigung

Militärringstraße in Köln. Auch Hermann Drosse'

war dabei, zwar einiges älter als ich, aber auch noch

nicht lange Vorsitzender des ASV Rheidt. Wir berieten

gemeinsam, wie der Neuanfang sein sollte und uns war

klar, dass die Zuständigkeiten und vor allem der

Umgang mit den Finanzen in der Zukunft besser

geregelt sein mussten, als es das in der Vergangenheit

der Fall war. Walter Sollbach fiel mir immer wieder auf,

wie er schon damals mit einer sehr deutlichen Sprache

das Vorgefallene verurteilte und keinen Zweifel

aufkommen ließ, dass eine neue Satzung helfen müsse,

solche Dinge künftig zu verhindern. Die Löwenarbeit

hatten Hans - Günter Hardt, schon damals sehr

kenntnisreich im Satzungsrecht und Hermann Drosse',

als Jurist, wenn auch Strafrechtler von Hause aus,

übernommen.

Bald hatten wir die ersten Satzungsentwürfe zu beraten.

Sehr wichtig waren uns auch die Rechts- und

Verfahrensordnung und vor allem die Finanzordnung.

Wenn wir alle, die wir aus der Verbandsprovinz kamen,

auch weiterhin starke Bezirke wollten, sahen wir doch

ein, dass der Verband selbst das größte Gewicht haben

musste. Die Bezirksfinanzen, so musste manch ein

Bezirksvorsitzender „alter Prägung" wohl oder übel

akzeptieren, waren Verbandsgelder und sollten

zukünftig auch so behandelt werden. Vor allem sollten

sie in der Zukunft nicht, wie zuvor hin und wieder

geschehen, nach Gutdünken vor Ort „verbraten"

werden können.

Bei allen diesen Beratungen ließ Walter Sollbach

erkennen, dass mit ihm nur saubere, eindeutig geregelte

Verfahren zu machen waren. Natürlich wurde auch

darüber gesprochen, wer dem künftigen Verbandsvorstand

angehören sollte. Alles lief darauf hinaus, dass

Heinrich Ollig wohl ein ernst zu nehmender Kandidat

für den Vorsitz sein würde. Gleichzeitig erschien es mir

aber auch irgendwie folgerichtig, dass Walter Sollbach

einen der Stellvertreterposten bekleiden sollte, was

dann auch bei der Wahl geschah. Ich wurde als

Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Vielleicht waren Walter Sollbach, ein Herr Brand und

ich die “Jungen Wilden” im Vorstand. Auch Eva

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RhFV-Info 25.05.2007


Rohmann brachte frischen Wind mit. Heinrich Ollig

und Horst Böttcher waren für uns eher die Alten. Der

stets besonnene und Ruhe ausstrahlende Ernst Boje

stand vermittelnd und verbindend zwischen uns.

Neben der Tatsache, dass sich der Verband neu zu

finden hatte und sich infolge dessen sehr mit sich selbst

beschäftigte, kam jetzt auch noch die große

Tierschutzdiskussion hinzu. Die Verwendung lebender

Fische als Köder und die Verwendung des Setzkeschers

wurden in der anglerischen Öffentlichkeit heiß

diskutiert. Es gab Anzeigen gegen Angler, Strafprozesse

und Urteile aber keine klaren Rechtsverhältnisse.

Der VDSF selbst war es gewesen, der vor gar nicht so

langer Zeit die Wettfischerei besonders gestärkt hatte

und nun musste plötzlich zurückgerudert werden, was

vielen sehr schwer fiel. In den Vereinen erwartete man

eindeutige Vorgaben von den Verbänden, die es aber

lange nicht gab.

Walter Sollbach und wir Jungen im Vorstand hätten uns

viel lieber mit eindeutigen Positionen in Richtung

Tierschutz aber auch mit Selbstbewusstsein bei der

Ausübung der Fischerei engagiert, als ebenso

kleinkariert wie endlos lange über allerlei mehr oder

weniger wichtigen Verbandskleinkram interner Natur

zu diskutieren.

Außerdem “menschelte” es weiter im Verband. Die mit

der neuen Satzung gewonnene Stärkung der

Selbstverwaltung der Verbandsjugend musste von

einigen Verantwortlichen noch erlernt werden. Immer

wieder gab es Ungereimtheiten bei der Abrechnung. Es

gipfelte darin, dass die Kasse auf dem Autobahnparkplatz

abhanden kam, bezeichnender Weise

anlässlich der Fahrt zur Kassenprüfung. Diese Dinge

und die dafür Verantwortlichen wurden von mir damals

sehr kritisiert und ich konnte mir immer des Beistandes

von Walter Sollbach sicher sein.

Vorstandsitzungen und Verbandsversammlungen

fanden damals im Rheinhotel Nix in Neuß - Uedesheim

statt und Walter und ich diskutierten manchmal vor der

Heimfahrt noch zu nächtlicher Stunde auf dem

Parkplatz.

Immer wieder tauchten Zeitgenossen auf, die als ewig

gestrige oder aus geschäftlichen Interessen heraus, die

Tierschutzhaltung im Verband bekämpften und dem

Vorsitzenden Heinrich Ollig auch persönlich

verunglimpften. Wenn Walter Sollbach und einige von

uns auch des Öfteren der Meinung waren, manche

Versammlung habe mehr gestrafft werden können, so

war er doch immer ein loyaler Stellvertreter seines

Vorsitzenden Heinrich Ollig. Er harrte geduldig aus,

während ich nach drei Jahren Verbandsvorstand nicht

mehr für eine weitere Wahlperiode kandidierte.

Als Heinrich Ollig nicht mehr für den Vorsitz im

Verband kandidieren wollte, erschien es vielen wieder

folgerichtig, dass Walter Sollbach der Nachfolger

werden sollte. Ich sah das auch so und glücklicherweise

kam es dann auch so. Ich glaube, Herr Ollig selbst war

nicht so sehr davon begeistert.

In der Folge brach eine sehr erfolgreiche Zeit für

unseren Verband an. Walter Sollbach nahm die Zügel

gleich straff in die Hand und führte den Verband mit der

ihm eigenen Dynamik. Wenn er auch immer einen

geraden Weg verfolgte, so war er doch auch immer

teamfähig und Vorstandsmitglieder hielten und halten

es lange an seiner Seite aus. Ich hatte nach meinem

Ausscheiden aus dem Verbandsvorstand den Bezirk

Sieg übernommen und in diesen sechs Jahren hatte ich

eine ebenso fruchtbare Zusammenarbeit mit Walter

Sollbach wie zuvor im Vorstand. Noch mehr! Aus

gegenseitigem Respekt entstand Freundschaft. Viele

gemeinsame Ziele wurden und werden verfolgt. Das

Bemühen, der Freizeitfischerei ein besseres Image zu

geben, ihre Verteidigung gegen unsere Gegner, die sie

unter dem Vorwand des Naturschutzes zerstören

wollen, die Wiedereinbürgerung des Atlantischen

Lachses im Rhein- und Sieggebiet, wo er einst so

zahlreich vorgekommen ist und damit wirklichen,

völlig ideologiefreien Naturschutz mit Augenmaß zu

betreiben, der auch den Menschen einbezieht, sind die

Aufgaben, denen sich Walter Sollbach bis auf den

heutigen Tag verschrieben hat.

Sozusagen “ganz nebenbei” war Walter Sollbach der

Motor, der die beiden Rheinischen Fischereiverbände

geeint hat, nachdem jahrzehntelang nichts gegangen

war auf diesem Gebiet. Viel Ärger und persönliche

Anfeindungen hat er in Kauf genommen, aber das

Ergebnis spricht für sich. Schließlich hat er erst

unlängst die Stiftung Wasserlauf mit auf den Weg

gebracht und wir alle bekommen mit, welch schwere

Aufgabe er in der Zeit der knappen Finanzen damit

angegangen ist.

Im Jahr 2006 hat der Bundespräsident Walter Sollbach

mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Damit hat es wirklich einmal den Richtigen

getroffen. Wir alle gratulieren Walter Sollbach zu

dieser hohen Auszeichnung und aktuell zu seinem

siebzigsten Geburtstag und danken ihm für sein

jahrzehntelanges Wirken für die Fischerei und den

Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.

Ich persönlich wünsche Walter Sollbach die Kraft, die

er benötigt, den Verband weiter so erfolgreich zu führen

wie bisher und dass er gesund bleibt und hin und wieder

Zeit findet für ein paar Stunden zum Angeln.

Siegburg, im März 2007

Hubert Linden

Vorsitzender Sieg Fischerei - Genossenschaft

und Fischschutzverein Siegburg 1910 e.V.

RhFV-Info 25.05.2007

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Eva Rohmann

Walter Sollbach, die Fischerei und sein Fischereiverband

-eine innige Beziehung seit fast dreißig Jahren-

Ein nicht ganz vollständiger Rückblick über fast 30 Jahre Vorstandsarbeit, aufgeschrieben von Eva Rohmann

Es war einmal.....

Der LFV Nordrhein e.V.

Bonn hatte gerade eine

Krise bewältigt. Die „Akte

Wissmannsdorf und der

Vorsitzende „Michling“

waren Geschichte und die

Kassen leer. Der Verband

schaute nach vorne, gab

sich eine neue Satzung,

und ein neuer Vorstand

musste gewählt werden.

Eine Satzungskommission hatte die Grundzüge

erarbeitet und auf dem „kleinen Verbandstag“, wurden

die Mitgliederversammlung und die Endfassung der

Satzung vorbereitet.

Ein „Kölner“ engagierte sich sehr, seine Vorschläge

gefielen, und er bejahte die Frage, ob er für ein Amt zur

Verfügung stehe.

Ein paar Wochen später, am 31.03.1984, hieß einer der

stellv. Vorsitzenden, Walter Sollbach, der Vorsitzende

Heinrich Ollig. Die neue Satzung wurde angenommen

und hat in ihren Grundzügen noch heute Gültigkeit.

Sicher erinnerst Du Dich noch an Deinen Besuch der

Verbandsjugend in Nettetal kurz nach Deiner Wahl.

Hier steckten mir später die „alten Hasen“, dass der

Grund für „Walters Eile“ nach der Jugendbeiratsitzung

Elke hieß (seine heutige Frau) und auf ihn im kleinen

Hotel in Leuth neben der Kirche wartete.

Auf der Mitgliederversammlung 1986 habe ich zum

ersten Mal Deine zupackende, aber zu Frauen auch

stets höfliche Art erfahren. Knallhart wolltest Du von

mir Fakten, Daten und Details für einen Zeitungsartikel

14

RhFV-Info 25.05.2007

wissen, dabei war ich doch erst abends zuvor zur

Bezirksvorsitzenden Rhein - Ruhr gewählt worden.

Sicher erinnerst Du Dich noch an die Zeit, als jede

Vorstandssitzung mindestens sechs Stunden dauerte

und wir uns mit den Themen Wettfischen, Setzkescher,

Tierschutz, lebender Köderfisch, gefärbte Maden und

ähnlichen befassten.

Als Du im Sommer 1990 erst kommissarisch und ab

März 1991 den Verband als Vorsitzender übernahmst,

änderte sich nicht nur die Dauer der Vorstandsitzungen.

Maximal vier Stunden ist Deine Devise, bis heute, aber

leider nicht immer realistisch. Überrascht hat uns schon

damals Dein enormes Wissen um die Fischerei, hatte es

doch so gar nichts mit Deinem Beruf zu tun. Eine neue

Ausrichtung der Verbandsziele wurde von Dir

entwickelt. Der Verband änderte sich. Er pachtete

Gewässer an, machte Öffentlichkeitsarbeit und

„Kölsch“ wurde Amtssprache.

Fremde wunderten sich, dass der Vorsitzende bei

Gewässeruntersuchungen, bei der Erstellung der

Hegepläne, an vorderster Front aktiv, sogar im Wasser

stehend, immer dabei war.

Für Deine Vorstandsmitglieder war dies nicht neu,

kannten wir Dich doch nicht anders. Wozu lange etwas

erklären, lieber selber machen, ist meistens Dein

Rezept. In Düsseldorf auf der „boot“ erlebten wir

immer wieder neue Details. Standaufbau, hämmern,

schrauben, sauber machen, Kindern und dem „Volk“

die Fischerei erklären, Minister als Gastgeber

begrüßen, jede Rolle hast Du gerne und gut ausgefüllt.

Über 20 Jahre als VDSF Delegierter, viel Licht und

Schatten, Erinnerungen an Sitzungen, aber auch an die

Abende danach im Kreise Deiner Vorstandsmitglieder,


oft kurz, aber auch lang und lustig, und der Abend mit

dem „einarmigen Stehgeiger“ im Hamburger

Kongresszentrum ist den Beteiligten noch in bester

Erinnerung.

Deine Ungeduld, manchmal auch Dein Großmut,

Deine zupackende Art allen zu erklären, wo es lang

geht, kam nicht immer und überall gut an, denn

manchmal haben andere auch ganz gute Ideen.

Der Verband wuchs und das Programm Lachs 2000

wurde geboren. Heute schwimmen wieder Lachse im

Rhein und in der Sieg dank des Wanderfischprogramms.

Der Verband hat angestellte Biologen, ist in

der Politik als Partner anerkannt und hat sich nach ungezählten

Versuchen endlich mit dem Sportfischerverband

zum Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.

verschmolzen.

Dein Anteil daran war riesig, wir wissen es. Deine

Begeisterung für dieses Ziel hat uns mitgerissen, trotz

aller Bedenken. Als es vollbracht war, war die Freude

groß, umso enttäuschender waren danach die

Erkenntnisse in der Wirklichkeit, bis hin zur

Diffamierung und Verleumdung.Aber auch diese Krise

wurde gemeinsam gemeistert und nun steht der

Rheinische Fischereiverband von 1880 e.V. so groß

und stark da, wie Du es Dir sicher immer gewünscht

hast.

Deine Vorstandmitglieder haben mittlerweile alle

„Kölsch“ gelernt, es wird immer noch diskutiert aber

auch gelacht, wir streiten über Sachfragen, über den

Weg zum Ziel und wir erfahren es täglich, dass Du mit

Leib und Seele für Deine Ideale kämpfst, ohne

Schonung Deiner eigenen Person und Deiner

Gesundheit.

Viele Ziele sind erreicht, aber Dein Motto „Stillstand ist

Rückschritt“, treibt Dich und damit uns Vorstandsmitglieder

zum Wohle des Verbandes sicher weiter an.

Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen.

(Cicero)

Mit diesen Worten habe ich schon einmal, 2004 eine

Ehrung begonnen, als ich Dir, lieber Walter, im Namen

des LFV unsere höchste Ehrung, den goldenen

Ehrenring überreichen durfte und auch heute möchte

ich diese Worte wiederholen.

Deine Aktivitäten und Arbeit für die Fischerei, Umwelt

und Naturschutz und hier besonders das

Wanderfischprogramm NRW, das ehemalige

Programm Lachs 2000, mit dem Schwerpunkt der

Kontroll- und Fangstation an der Sieg, gehen weit über

die Verbandsinteressen hinaus.

Das Wanderfischprogramm war und ist manchmal

vielleicht umstritten, aber sicher immer interessant und

letztendlich sehr erfolgreich, dank Deiner Arbeit und

Hartnäckigkeit, u.a. auch Finanzierungsmöglichkeiten

zu finden.

Dass wir wieder Meerforellen und Lachse, ja sogar

einheimische Lachse - Rückkehrer, in unseren

Gewässern haben, wovon sich viele von uns schon

selbst am Buisdorfer Siegwehr überzeugen konnten, ist

zu hohem Anteil mit Dein Verdienst.

In die Verschmelzung der beiden Verbände und die

Gründung der Stiftung Wasserlauf, deren

Vorsitzender Du bist, hast Du viel Kraft, Arbeit und vor

allem Herzblut hineingelegt, wie wir alle wissen.

Vieles davon ist bedeutend für die Allgemeinheit in

NRW und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz

gewürdigt, das wir mit Freude für Dich beantragt

haben. Der Herr Bundespräsident hat es Dir am

06.06.2006 verliehen und bei der Feierstunde im

Kölner Rathaus durfte ich auch mit dabei sein. Es hat

mich sehr gefreut und auch ein bisschen stolz gemacht,

zeigt es doch, dass wir im Laufe der über 20-jährigen

Zusammenarbeit nicht nur gearbeitet, diskutiert,

gelacht, gefeiert, manchmal auch gestritten, hoffentlich

immer zum Wohle der Fischerei, trotz aller Gegensätze

zu einer Freundschaft gefunden haben.

Die Fischerei in NRW ohne Dich wäre mit Sicherheit

weit ruhiger, aber auch weniger erfolgreich verlaufen.

Ich wünsche Dir Gesundheit und Deinem Lebenswerk

Rheinischer Fischereiverband“ und „Stiftung

Wasserlauf“ noch viele schöne erfolgreiche,

gemeinsame Jahre. Mögen alle Deine Ziele und

Träume in Erfüllung gehen.

„ Was und wer nicht umstritten ist, ist auch nicht

sonderlich interessant “,

mit diesem Zitat von Goethe möchte ich schließen.

Die Fischerei und alle Angler sagen

„Danke Walter“.

RhFV-Info 25.05.2007

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Reiner Gube

Das darf doch wohl nicht wahr sein, es sind tatsächlich 2 ½ Jahrzehnte, die ich Dich

schon kenne. Zum einen Teil parallel und zum anderen wesentlich mehr aus dem

direkten Umgang miteinander.

Was bekomme ich denn so noch zusammen Erste

Begegnung so 1983 in Neuss-Uedesheim Da war Heinrich

Ollig noch Dein CHEF. Ich bin mir nicht mehr so sicher, aber

ich glaube, so war es.

Nein ich lasse es lieber, sonst könnten es fünf Seiten werden.

Trotzdem, was Du in dem fast ¼ Jahrhundert in der Fischerei

für Akzente gesetzt hast, die sind es schon wert, kurz angesprochen

zu werden. Einige sagen, den RhFV von 1880 e.V.

hätten wir „Dem“ und „Dem“ zu verdanken. Albern zu

sagen, das begann doch erst 2002. Du hast schon 1990

versucht, die Verschmelzung voran zu bringen.

Ich sehe es noch wie heute, als Eva Rohmann, Inge Scholz,

Franz Kretsch und Du bei uns in Willich zu Gast waren.

Leider konnte aus den relativ gut geführten Gesprächen kein

Kapital geschlagen werden.

Im Nachhinein ist es an Personen gescheitert und nicht an der

Sache. Du hast die SACHE aber nie aus Deinen Augen und

Gedanken verloren, sonst wären wir heute nicht da, wo wir

sind.

Überhaupt, als Du Ende der 80er Jahre die Verantwortung als

1. Vorsitzenden im LFV Nordrhein e.V. übernahmst, hatte

man eine gute Wahl getroffen. Was Du aus dieser

Verantwortung alles gemacht hast, das ist schon mehr als

ehrenwert.

Die ganzen Ehrungen, die Dir zu Recht zuteil wurden, sind müßig, aufgezählt zu werden. Verdient hast Du sie

allemal.

Seit zwei Jahren habe ich das große Glück, für die Fischerei mit Dir zusammen etwas tun zu dürfen. Das Schöne

und auch überaus Effektive daran ist, in einem Team zu sein, dessen TEAMLEITER Du bist. Mit welcher Umsicht

und Souveränität Du unseren „LADEN“ leitest, das ist schon ganz große Klasse.

Sicherlich ist es nicht leicht, allen gerecht zu werden und nicht jeder ist Dein Freund. Soll sich doch erst mal einer

hinstellen, der Dir das Wasser reichen kann. Aber eines ist auch ganz wichtig: Du hast ein Team aufgebaut, welches

in sehr freundschaftlicher Harmonie zusammenarbeitet. Das Größte daran ist für mich, auch ein Teil in dem Team

zu sein.

Mit noch mehr Stolz erfüllt es mich, Dich als meinen Freund bezeichnen zu dürfen, wie es auch in umgekehrter

Form ist. Dass mir dieser Reichtum beschert wurde, ist unermesslich.

Ach ja, da fällt mir gerade ein, Du wirst ja SIEBZIG. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles erdenklich Gute,

Gesundheit und Zufriedenheit, davon profitieren wir ja auch alle. Mögest Du Deiner Familie und auch uns in der

Führungsarbeit für die Fischerei im RhFV von 1880 e.V. noch lange erhalten bleiben.

Bleibe einfach wie Du bist, nämlich Walter Sollbach, der ein ganz fantastischer Mensch ist, und ich habe das große

Glück, ihn gut zu kennen.

Auf dass ich noch viele Kerzen für unsere gemeinsame Sache anstecken kann!

Reiner Gube

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RhFV-Info 25.05.2007


Heinrich Homann

Wie gewinne ich einen neuen Kandidaten für den Verbandsvorstand.

Ein Beitrag von Heinrich Homann

Auf einer Veranstaltung des ehemaligen Landes - Fischereiverbandes

Nordrhein e.V. Bonn sprach mich Walter Sollbach als

Vorsitzender dieses Verbandes im Jahre 2000 an, ob ich nicht bei

den in 14 Tagen stattfindenden Vorstandswahlen für den Posten des

Schatzmeisters dieses Verbandes kandidieren würde. Ich fragte

Walter Sollbach, welche Aufgaben in einem solchen Fall auf mich

zukämen. Er antwortete mir kurz und bündig:

„Ihre Tätigkeit wäre die Zusammenfassung der Kassen der 14 Bezirke

des Verbandes und die anschließende Weiterleitung an das

Steuerberaterbüro in Duisburg. Und dann haben wir noch einige

Vorstandssitzungen im Jahr, an denen Sie teilnehmen müssten.

Das ist alles!

Überlegen Sie es sich und sagen Sie mir spätestens in einer Woche,

ob wir mit Ihrer Kandidatur rechnen können.“

Ich gab dann innerhalb der gesetzten Frist mein Einverständnis zur

Kandidatur für das Amt des Verbandsschatzmeisters. Allerdings in

Unkenntnis des Umfanges der auf mich zukommenden Arbeiten, welche den Rahmen sprengten, den

Walter mir genannt hatte.

Später, nachdem meine Wahl erfolgt war und ich einen Überblick über den wirklichen Umfang der

Tätigkeiten einschl. der Vorstandssitzungen, Info- Veranstaltungen, Beirats- Sitzungen hatte, habe ich

Walter Sollbach auf seine ursprüngliche Aussage angesprochen. Dazu sagte er zu mir:

„Wenn man einen Kandidaten für ein Vorstandsamt gewinnen will, muss ja nicht alles gesagt werden.“

Ja, so ist unser Vorsitzender, immer „sehr zurückhaltend“.

Abschließend möchte ich aber sagen, dass ich es nie bereut habe, Mitglied des Vorstandes des ehemaligen

Landes - Fischereiverbandes und des heutigen Rheinischen Fischereiverbandes von 1880 e.V. zu sein.

Fischereiverband NRW

Auf der Mitgliederversammlung des Fischereiverbandes NRW, 2001 in Olpe, stand die Wahl eines

Kassenprüfers auf der Tagesordnung. Auf die Frage des Präsidiums, wer würde sich zur Wahl bereit

erklären, war Walters spontane Reaktion folgende:

„Ich schlage Herrn Homann vor !” und dann drehte er sich zu mir mit der Frage: „Du bist doch

einverstanden“ Ich sagte natürlich „ja !” Walter: „Ich wusste es doch.“

Ich liebe Walters Spontanität !

RhFV-Info 25.05.2007

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Hannelore Skrotzki

Lieber Walter,

gern reihe ich mich in die Schar der Gratulanten ein und wünsche Dir zu Deinem Ehrentag alles

erdenklich Gute, weiterhin viel Erfolg und ein erfülltes Leben bei bester Gesundheit.

Dass man mit 70 zwar nicht mehr ganz jung ist, aber auch noch nicht alt, beweist Du, lieber Walter,

täglich.

Theodor Heuss sagte (vielleicht aus Erfahrung oder zum Trost)

„Jung zu sein ist ein Fehler, der sich mit jedem Tag bessert“

Mittlerweile arbeiten wir nun fast 12 Jahre miteinander. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gestaltete

sich unsere Zusammenarbeit überaus freundschaftlich und vertrauensvoll.

Unendlich viele von Dir initiierte Highlights durfte ich miterleben und teilweise mitgestalten.

Einige dieser Höhepunkte möchte ich an dieser Stelle einblenden:

23.03.1996

Einstimmig wirst Du erneut zum 1. Vorsitzenden des

Verbandes gewählt.

Engagiert setzt Du Dich für die Zahlung einer

Sonderabgabe ein. Mit diesen zusätzlichen finanziellen

Mitteln sollen neue Strategien angegangen werden, um

dem Image „Angeln“ Nachdruck zu verleihen. Die

Mitgliederversammlung gibt hierzu ihre Zustimmung.

18.01.1997

Erstmals beteiligt sich der Landes-

Fischereiverband NR e.V. Bonn mit einem

Stand an der „Boot“. Diese Ausstellung ist

die weltweit größte Wassersportmesse mit

ca. 400-500tausend Besuchern. Der Stand

war stets eine gelungene Präsentation. Mit

viel Engagement halfen alle Beteiligten

beim Auf- und Abbau des Standes, bei der

Standbetreuung, Aquarienüberwachung

usw.

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RhFV-Info 25.05.2007


1998

Beginn der Gewässeruntersuchungen zur

Bestimmung des fischereilichen Ertragspotentials.

03.04.2004

Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“

hast Du den Verband als Vorsitzender nach vorn

getragen.

Für Deine vielfältigen überragenden, langjährigen

Verdienste um die Fischerei wird Dir

der „Goldene Ehrenring“ als Ausdruck der

höchsten Anerkennung überreicht.

22.04.2004

Die Mitgliederversammlung stimmt

am 03.04.2004 der Verschmelzung der

beiden Verbände SFV/LFV einstimmig

zu.

Rechts: Unterzeichnung des

Verschmelzungsvertrages

„Nur eine starke Fischereiorganisation

ist in der Lage, die vielfältigen

Probleme zu bewältigen.“

RhFV-Info 25.05.2007

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Hannelore Skrotzki

30.09.2005

Anerkennung der Stiftung

„Wasserlauf - Stiftung für Gewässerschutz und

Wanderfische NRW“

20 RhFV-Info 25.05.2007 16.10.2005

125-jähriges Verbandsbestehen

Zum Festakt konnten zahlreiche

Honoratioren aus der Politik und

Verwaltung in der Beethovenhalle

begrüßt werden.


09.06.2006

In Würdigung Deiner besonderen Verdienste um die Fischerei

wurdest Du mit dem Verdienstkreuz am Bande des

Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

ausgezeichnet.

70 Jahre sind es wert,

dass man Dich besonders ehrt.

Lange habe ich nachgedacht,

was Dir wohl viel Freude macht.

Beim „walken“ fiel es mir dann ein,

eine Zeitung muss es sein.

Flugs wurden die Mitstreiter gebeten,

die Zeitung zu füllen mit „Leben“.

Gerne haben sie Deine Aktivitäten beschrieben,

damit Du stets weißt, wo sind Kraft und Zeit geblieben.

Hannelore Skrotzki

RhFV-Info 25.05.2007

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Ewald Braun

Walter Sollbach wird siebzig. Alle Welt spricht von ihm, von seinem

rührigen Wirken im Sinne der Fischerei, von seinem Werdegang, von

seinen Erfolgen, von den Ehrungen, die er für sein Tun erhalten hat und

auch von Anekdoten aus seinem Leben.

Ich nicht, ich bin narzisstisch genug, an dieser Stelle aus meinem Leben zu berichten:

22.04.2005, am späten Nachmittag klingelt mein

Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist Walter

Sollbach. Er sitzt mit dem Vorstand des Rheinischen

Fischereiverbandes zusammen, um die morgige

Mitgliederversammlung vorzubereiten und es gibt ein

Problem.

Heinrich Homann wird dringend als Schatzmeister

benötigt, dadurch wird das Amt des Gewässerverwalters

vakant. Walter Sollbach trägt mir an, mich

für dieses Amt zur Verfügung zu stellen. Auf meine

vorsichtige Rückfrage was denn da auf mich zukommt,

erhalte ich die Antwort: So ca. zwei bis drei

Arbeitsstunden die Woche.

Diese massiv geschönte Darstellung des Arbeitsumfangs

eines Mitgliedes des geschäftsführenden

Verbandsvorstandes interessiert mich in dem Moment

eigentlich nicht, ich muss mich entscheiden, ohne

genau das Arbeitsgebiet und die Aufgabenstellung zu

kennen. Das Gespräch wird etwas länger und wer die

beharrliche, zielgerichtete und treffsichere Argumentationsweise

von Walter Sollbach kennt, weiß genau,

wie die Entscheidung ausgefallen ist. Zwölf Stunden

später bin ich Vorstandsmitglied des Rheinischen

Fischereiverbandes.

Die Sache mit den zwei bis drei Wochenstunden ist

mittlerweile auch geklärt. Ganz im Gegensatz zu

Walter Sollbach gönne ich mir in jeder Woche zwei bis

drei Stunden, in denen ich mich nicht mit der Fischerei

beschäftige. Diesen „Luxus“ leistet sich Walter seit

langem nicht mehr.

Zu Deinem „Siebzigsten“ wünsche ich Dir, lieber

Walter, alles erdenklich Gute, Gesundheit, Glück und

langes Leben.

Ich wünsche der Fischerei im Allgemeinen, speziell

dem Rheinischen Fischereiverband und der Stiftung

Wasserlauf und auch mir ganz persönlich, dass Dein

Elan und Deine Schaffenskraft noch lange erhalten

bleiben. Einsetzen für unsere gemeinsame Sache wirst

Du sie, da bin ich sicher.

Ewald Braun

So ist Walter Sollbach und das ist gut so!

Genau so muss ein erfolgreicher Verbandsvorsitzender

sein.

Er hat mich durch diese Aktion in ein Umfeld

gestoßen, in dem ich mich sehr wohl fühle,

Freunde gefunden habe und eine äußerst

interessante, mich erfüllende Arbeit ausführen

darf.

Den Job des Gewässerverwalters bin ich

wieder quitt geworden, Walter Sollbach nicht.

Mit Stolz kann ich ihn heute meinen Freund

Walter nennen und gemeinsam mit ihm und

den anderen Vorstandskolleginnen und

Kollegen die Dinge der Fischerei vorantreiben.

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RhFV-Info 25.05.2007


Detlef Weber

G e b o o t s d a g s g r ö ß

Leeven Walter,

su wie ich jetz erfohr,

wees Do dismol 70 Johr.

De Zick vergeiht, dat Levve rennt,

ich hoff, Do häs nix verpennt.

Uns Fründschaff do´t schon 35 Johr

un weed sich nit ändere, de nächste Johr.

Meer han vill zosamme erlääv,

denn et Hobby hät uns gepräg,

mer han gefiert,

gesunge,

gedanz,

ich hoff, dat bliev bes zor letzte Instanz

Ding Fründschaff mööch ich üvverhaup nit messe,

se es e prächtig Rauhekesse.

För de Zokunf wünsch ich Der vill Glöck un Gesundheit un

wigger e got Gelinge för ding reget Levve.

De allerbeste (hätzlichste) Größ

vun Dingem

D e t l e f und D o r i s

ASF Rodenkirchen Oktober 1997

Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen

Januar 1979

RhFV-Info 25.05.2007

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Alfons Schophuis

Mein Gott Walter...

Ein Beitrag von Alfons Schophuis

In der klaren Morgenluft schweift der Blick weit über

das Farmland und die angrenzenden Berge der

Smithers Range. Wir folgen dem Highway in Richtung

Westen und durchfahren altes Indianerland. Hier sind

die Reservate der We'tsuwe'ten- und Gitk'san-Stämme.

Vor der Tankstelle in Kitwanga prangt ein altes

Holzschild mit weißen Lettern: „North to Alaska“.

Diesem Lockruf folgten um die vorletzte Jahrhundertwende

Tausende von Goldsuchern, heute sind es eher

die Lachsfischer. Wir fahren weiter bis hinein in die

Coast Mountains. Wasserfälle schießen in hohem

Bogen über die Felsen und von den Gipfeln blitzen

Schneefelder. Unser Guide Günter ist hier zu Hause,

angeblich kennt er alle heimischen Lachse mit

Vornamen.

Wir, Walter, Elke, Theo und ich, haben unser Ziel

erreicht: Einen tosenden Fluss, dessen Wasser grün und

blau in der Sonne funkelt. Der Wettergott meint es gut

mit uns: In den Bergen hat es anscheinend nicht

geregnet, so dass der Fluss klar ist. Nachdem wir das

Camp eingerichtet haben und das Lagerfeuer brennt,

montieren wir erwartungsvoll unsere Lachsruten. Dann

wird im Schein des Lagerfeuers gefachsimpelt, Guide

Günter versorgt uns mit letzten Tipps, und die

Whiskeyflasche geht von Hand zu Hand. Noch bis tief

in die Nacht hinein macht Anglerlatein die Runde, bis

schließlich einer nach dem anderen von der Müdigkeit

übermannt wird....

Im ersten Grau des Morgens sind wir unterwegs, die

Angelruten im Futteral, die Videokameras wasserdicht

verpackt im Rucksack. Wir durchstreifen dichtes

Ufergehölz, klettern über umgestürzte Urwaldriesen

und rutschen über moosbewachsenes Felsgestein.

Dann endlich der ersehnte Pool. Die Haken werden

beködert. Der erste Wurf gerät Walter etwas zu kurz. Er

holt die Leine wieder ein und

versucht es ein zweites Mal.

Diesmal fliegt der Köder weit

genug hinaus. Kaum im

Wasser spürt Walter auch

schon den Ruck und der

kräftige Anschlag sitzt.

Gewaltig zieht der gehakte

Lachs stromabwärts und ich

höre Walter rufen:“ Fish on!“

Kurz vor erreichen der Stromschnelle

dreht der Lachs ab

und schießt wie ein Pfeil stromauf. Walter kurbelt was

das Zeug hält, der Kontakt mit dem Lachs darf auf

keinen Fall verloren gehen. Der Puls rast und die Arme

beginnen zu schmerzen. Doch der Fisch gibt noch lange

nicht auf. Erst nach endlos scheinenden Minuten

gelingt es Walter, ihn im ruhigen Kehrwasser zu landen.

Ich staune nicht schlecht. Ein Prachtexemplar von

Königslachs liegt am Ufer, gut und gern 38 Pfund

schwer. Ein Traum wird wahr: Walters erster Lachs im

Nordwesten British- Columbiens.

Walter hatte ich bereits 1982 kennengelernt und vier

Jahre später holte er mich in den Bezirksvorstand Köln

des Landesfischereiverbandes Nordrhein e.V. Bonn.

Kaum eine Vorstandsversammlung oder sonstiges

Treffen verging, ohne dass wir uns über meine

Planungen einer Angelreise nach Kanada unterhielten.

Nicht nur hier waren wir uns einig: „Da müssen wir

hin!“. Mit seiner Frau Elke unternahm er ein paar Jahre

später eine Kanada-Rundreise, die Angelrute aber blieb

daheim. Walter flog nach Kanada und hatte keine

Angelrute im Gepäck.

...mein Gott Walter!

Aber so ist er halt', der Walter. Im Jahr 1993 machten

wir uns dann zum ersten Mal gemeinsam auf den Weg,

dieses Mal aber mit Angelruten im Gepäck.

Fliegenfischen am Fulton River, Königslachsfischen

am Meziadin River und später am Cranberry River, die

Angelruten waren ständig in Aktion. Und was macht

mein Freund Walter nachdem er einige Lachse gedrillt

hatte: Noch außer Atem und einem (vor Freude)

merkwürdigen Grinsen im Gesicht hält mir einen

Vortrag über die Laichwanderung der Lachse und den

aus den Drills evtl. resultierenden Beeinträchtigungen

zum Nachteil der Laichfische.

...mein Gott Walter!

Ob zum Hechtfischen nach Weißrussland oder zum

Wallerfischen in die Türkei, ob zum Fliegenfischen

nach Österreich oder zum Hunds- und Silberlachs-

24

RhFV-Info 25.05.2007


Dietmar Kohl

fischen nach Kanada, Walter lebt den „Anwalt der

Fische“ voll aus und stellt seine eigenen anglerischen

Interessen stets zurück. In einem Kanada-Tagebuch

habe ich über Walter mal geschrieben: In Deiner

Tätigkeit als Vorsitzender erlebe ich Dich stets als

unruhigen Geist, stets hyperaktiv, manchmal ungeduldig

und selten schroff. Bei dieser Tour lernte ich

Dich von einer ganz anderen, sehr angenehmen Seite

kennen: Ruhig, freundlich, zuvorkommend, manchmal

sogar fürsorglich. Dass Du ein engagierter „Fischereifunktionär“

bist, war mir schon klar, dass Du aber auch

ein guter „Angler“ bist, ist mir neu.

Ja, so kann er auch sein, der Walter.

Nun ist er 70, in Worten: Siebzig. Seine über

dreißigjährigeArbeit im Interesse der Angelfischerei in

der Funktion eines Vereinsvorsitzenden, als Bezirksund

Verbandsvorsitzender, als Fischereiberater und

Mitglied im Fischerei- und Landschaftsbeirat, sein

außergewöhnliches zeitliches Engagement, seine

unbedingte Zuverlässigkeit und seine hohe Fachkompetenz

sowie seine Bereitschaft zu ständigem

Weiterbilden und Lernen haben die Wertschätzung in

den unterschiedlichsten Ehrungen und Auszeichnungen

erfahren. Die Verleihung des Verdienstkreuzes

am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik

Deutschland durch den Bundespräsidenten war der verdiente

und wie ich meine, auch der angemessene Ausdruck

der Wertschätzung und Anerkennung seines Gott

sei Dank noch nicht abgeschlossenen Lebenswerkes.

Zu Deinem runden Geburtstag wünsche ich Dir:

Gesundheit vor allem, Zufriedenheit, positives

Denken, besonnenes Handeln und die Einsicht Dinge

zu akzeptieren, die Du nicht ändern kannst. Ich

wünsche Dir, dass Du, im für Dich neuen Jahrzehnt,

mehr Zeit für Dich und Elke findest und ab und zu die

Muße und auch die Freude, eine Angelrute in die Hand

zu nehmen, um die schönen Stunden am Gewässer zu

verbringen, die Petrus nicht auf unsere Lebenszeit

anrechnet. Ich wünsche Dir Freude und Erfüllung in

Deinen vielfältigen Aktivitäten und Aufgaben, gute

Freunde, aktive und zuverlässige Mitstreiter und den

Mut, neue Wege entdecken zu wollen und die Kraft,

auch Dinge loslassen zu können.

Ja, das alles wünsche ich Dir, mein Freund

Walter.

Alfons Schophuis

Ja, er ist schon ein Guter, der Walter.

Lieber Walter,

Zu Deinem 70sten Geburtstag gratulieren wir ganz

herzlich und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute

vor allem aber, beste

Gesundheit.

Familie

Dietmar Kohl

RhFV-Info 25.05.2007

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Dieter Skrotzki

26 RhFV-Info 25.05.2007 Lieber Walter,

so, verehrtes Geburtstagskind, so habe ich Dich kennen gelernt, d. h.

so habe ich Dich das erste Mal gesehen.

Das war vor langer, langer Zeit und man schrieb das Jahr 1991.

Damals, so behaupten heute viele Leute, war für sie die Welt noch in

Ordnung.

Es gab noch die D-Mark,

es gab noch ein gestandenes Mannsbild als Bundeskanzler

und die Rente gab es noch mit 65.

Es gab aber noch keinen Rheinischen Fischereiverband!

Als Mitglied des ASV Sieglar e.V. erhielt ich damals die Festschrift, da unser Verein gerade mal 25 Jahre

jung geworden war. Ich öffnete sie interessiert und bereits auf der Seite vier schautest Du, wie damals

üblich in schwarz-weiß, von oben links aus der Ecke auf den Leser, auf mich.

Der Text, Dein Grußwort, war für mich zunächst nicht so interessant, dafür beeindruckte mich Dein Bild

wesentlich mehr. Ich hatte Dich vorher nie gesehen und habe mir beim Betrachten Deines Konterfeis so

meine Gedanken über Dich gemacht.

Da schaute mich ein doch noch relativ junger Mann, mit einen ganz offenen Gesicht ruhig, ja gelassen an.

Zwar fehlten ihm auf dem Kopf schon einige Haare, was seine hohe Stirn jedoch vorteilhaft hervorhob

und auf große Intelligenz schließen ließ. Hinter einer gerundeten, relativ großen Brille sahen wache

Augen neugierig auf mich, den Betrachter. Schmale Lippen zeugten von Willensstärke und Energie, die in

ihm stecken musste. Das runde, stabile Kinn ließ die Vermutung zu, dass es notfalls auch Schläge

hinnehmen konnte, ohne gleich auseinander zu brechen.

Eine vollendet gut gebundene, dunkle Krawatte auf einem weißen Hemd und eine ebenfalls dunkle Jacke

umschloss den Oberkörper und zeigte, dass die Person es verstand, sich geschmackvoll zu kleiden.

Erst viele Jahre später habe ich Dich persönlich kennen gelernt.

Vieles, was ich damals in Deinem Bild von Dir entdeckt habe, hat sich

bestätigt.

Du bist jung geblieben, steckst voller Energie und Schaffenskraft, suchst

ständig neue Herausforderungen und hast auch gelernt, Schläge

einzustecken, ohne gleich die Flinte ins Korn zu schmeißen.

Lieber Walter, ich wünsche Dir zu Deinem Geburtstag alles nur

erdenklich Gute. Ich hoffe Du bleibst gesund und kannst Deine

Schaffenskraft noch lange zu Wohle der Angelfischerei, die Dir sehr viel

zu verdanken hat, einsetzen.

Nehme Dir aber auch endlich einmal die Zeit, um angeln zu gehen.

Dieter Skrotzki


Angelika Wilms

Ein Angler für Angler, Natur- und Umweltschutz feiert seinen

siebzigsten Geburtstag

Sehr geehrter Herr Sollbach,

ich wünsche Ihnen zu ihrem 70. Geburtstag, dass Sie

gesund bleiben und unseren Verband noch lange so

geistig und körperlich vital führen können.

Seit erst knapp einem Jahr bin ich Mitglied im

Verbandsvorstand und habe Ihr umfangreiches

Arbeitsspektrum in zig Ehrenämtern für die

Angelfischerei so nach und nach ein wenig kennen

gelernt; ich würde Sie als Workaholic im Einsatz für

unser liebstes Hobby bezeichnen. In den vergangenen

11 Monaten bei vielen Sitzungen habe ich Sie als

souveränen Vorsitzenden erlebt, der straff, immer fair

und stets korrekt die Tagesordnungspunkte abhandelt;

für Fragen seinem Vorstand stets zur Verfügung steht,

hilft und unterstützt, wo immer er kann ( ich bräuchte

nur manchmal einen Übersetzer).

Über Ihre vielen einzelnen Ehrenämter, die Sie seit

Jahrzehnten bekleiden, zu berichten, überlasse ich

lieber Ihren langjährigen Weggefährten im Verband,

die sich wesentlich besser auskennen.

Ich erinnere mich, dass Sie schon in den achtziger

Jahren reihenweise Artikel für die Fischwaid

geschrieben haben, auf ein paar Wenige möchte ich

näher eingehen.

Zum einen waren es hilfreiche Tipps vom Angler für

Angler:

Sie schilderten ausführlich die Präparation von

Tiefkühlködern besonders geeignet für das Angeln in

Krautzonen, die so weit vom anderen Ufer entfernt

sind, dass man sie nur mit schwerem Grundblei

erreichen kann oder von der Quell-Kanne, dem

einfachen Hilfsmittel zur Vorbereitung der Naturköder.

Am Besten gefiel mir Ihr Tipp: Hilfe gegen Seekrankheit,

mit Hilfe von Musik gegen die Übelkeit

vorzugehen.

Zum andern dienten Ihre Artikel der sehr wichtigen

Information:

Gefährliche Pinkys wurde von Ihnen 1986 verfasst,

um die Angler vor dem gefährlichen Farbstoff „Sudan

IV“ zu warnen und Ihrem gleichzeitigen Aufruf an die

Verbände, ihre Angler zu einem freiwilligen Verzicht

der Benutzung von gefärbten Maden zu bewegen. Mit

Ihrem Artikel Beweissicherung durch Gewässeruntersuchung

versuchten Sie schon frühzeitig den

Vereinsvorständen die dringende Notwendigkeit der

Wasseranalysen an

ihren Gewässern

näher zu bringen.

Die Wichtigkeit der

Information für die

„Basis“ haben Sie

sehr früh erkannt

und unsere Verbandsinfo

ins Leben

g e r u f e n , d i e

wesentlich dazu

beiträgt, die Mitglieder

über die sich

ständig ändernden

Gesetze und Vorschriften,

insbesondere

im Rahmen der EU, aufzuklären; und natürlich

noch genügend Platz lässt für die Berichterstattung

von Veranstaltungen und Jubiläen auf Vereins-

Bezirks- und Verbandsebene.

Aber was ist mit dem Angler Walter Sollbach Angelt

unser Vorsitzender überhaupt, hat er bei seinen vielen

Terminen und Verpflichtungen überhaupt noch die

Zeit, selbst mal angeln zu gehen Er hat !!!! Wenn er

dann mal ein paar Stündchen Freizeit hat (und Petrus

nicht gerade dicke Regenwolken schickt) zieht es ihn in

Köln an den Rhein, um an unserem wunderschönen

Fluss seine Akkus etwas aufzuladen, vielleicht beißt

dann ab und an auch ein Fisch an; wenn nicht ,ist es

auch nicht so schlimm, es fehlt halt die Zeit zum Üben.

In seinem Urlaubsgepäck ist die Angelausrüstung auf

jeden Fall stets vorhanden.

Für mich ist es außerordentlich wichtig, dass Sie sich

die Zeit nehmen und zu jedem unserer Gemeinschaftsfischen

kommen und den Teilnehmern zeigen, was

Sie - Gott sei Dank - sind, ein Angler für Angler, der

auch ein offenes Ohr für die Probleme des einzelnen

Anglers hat.

Nochmals meinen allerherzlichsten Glückwunsch und

liebe Grüße von meinem Mann

Angelika Wilms

Referentin für Fischen

RhFV-Info 25.05.2007

27


Horst Ceulaers

Klaus Radny

28 RhFV-Info 25.05.2007 Lieber Walter,

zu Deinem siebzigsten Geburtstag möchte ich Dir von ganzem

Herzen gratulieren.

Über Deine Verdienste und Deinen unermüdlichen Einsatz für

dieAngel-Fischerei und dem Rheinischen Fischereiverband von

1880 e.V. wird sicher an anderer Stelle geschrieben und

gesprochen werden.

Ich möchte aber dennoch einiges nicht unerwähnt lassen. Ohne

Deinen großen Einsatz wäre das Wanderfischprogramm sicher

nicht so erfolgreich, wie es zurzeit ist.

Dass die Stiftung Wasserlauf so gut ankommt, ist sicher Dir und

Deinen Mitstreitern, die Du durch Deinen persönlichen und

unermüdlichen Einsatz zu motivieren verstehst, zu verdanken.

Ebenso ein Erfolg Deinerseits ist die Verschmelzung der beiden

Rheinischen Verbände zum Rheinischen Fischereiverband von

1880 e.V.

Für die Zukunft wünsche ich Dir lieber Walter vor allem Gesundheit und viel Energie, damit Du Deiner

Familie und auch uns Anglern noch lange zur Seite stehst. Ich persönlich freue mich auf eine hoffentlich

noch lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Dir.

Sehr geehrter Herr Sollbach,

Mit den besten Wünschen

Dein Freund Horst

zur Vollendung des 70. Lebensjahres spreche ich Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch aus. Ich

wünsche Ihnen, dass Sie weiterhin – so wie bisher – fit bleiben, um die ständig wachsenden Aufgaben in

der Angelfischerei zu meistern. Vieles ist unter Ihrer Leitung in der letzten Zeit geschafft worden, aber

Etliches liegt auch noch vor uns. Dass Sie von einem starken Team umgeben sind, das Sie nach Kräften

unterstützt, ist für unsere Sache ausgezeichnet.

Ich bin sicher, dass Sie auch weiterhin mit

Führungsstärke Ihr Team lenken und leiten, damit

wir viele (wenn nicht alle) staatlichen Aufgaben in

der Fischerei übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Klaus Radny


Wolfgang Neysters

Lieber Walter,

ich möchte mich in die große Gratulantenschar einreihen und Dir zum

70. Geburtstag viel Glück, Gesundheit und immer ein glückliches

Händchen bei allen Entscheidungen wünschen.

70 Jahre, 7 Jahrzehnte, das sind Zahlen, die mich nachdenklich machen.

Wie klein ist doch die noch zu erlebende Zeit geworden. Zeit, die wie Sand

zwischen Deinen Fingern verrinnt. Zeit, die Du nutzen solltest, um zum

Beispiel wieder einmal die Fliegenrute einzupacken und gemeinsam mit

Freunden oder auch alleine dem Schuppenwild nachzustellen.

Ich erinnere mich noch genau an unsere erste Begegnung. Du wolltest

gemeinsam mit Deinen Vorstandskollegen vom LFV Nordrhein e.V. Bonn,

das Fliegenfischen auf Vorstandsebene als Lernziel etablieren. Viele Teilnehmer der dann eingerichteten

Fliegenfischerkurse machten diese Einrichtung zu einem Vorzeigeobjekt.

Du hast als einer der ersten Teilnehmer als Privatmann die Hürde „Fliegenfischerprüfung“ genommen.

Als Du von meinen Kursen in Osttirol hörtest, war Deine spontane Entscheidung: „Ich fahre mit“.

Eine Woche Fischen, eine Woche abendliches Fliegenbinden, eine Woche die Seele baumeln lassen wird

mir gut tun, waren Deine Worte. Dein „Ich fahre mit“ habe ich noch viele Male von Dir gehört und mit

Freude vernommen. Du warst zwar kein „pflegeleichter“ doch aufmerksamer Teilnehmer und hast mich

als Primus inter Paris akzeptiert. Eine Exkursion an den Oberlauf der Drau wird mir unvergesslich

bleiben.

Du hast das rechte Steilufer befischt, warst sehr erfolgreich und brauchtest zur Landung der vielen

Forellen regelmäßig die Hilfe von Klaus. Kaum war Klaus wieder an seiner Rute ertönte wie aus einem

Megafon „KLAUUUUUUS“. Der arme Kerl kam kaum zum Fischen. Naja, am Abend waren einige Bier

für die Hilfe fällig.

Die imposante Bergwelt in Villgraten lockt den Bergwanderer. Wolfgang, können wir nicht einmal eine

Bergwanderung machen, so fragtest Du mich. Ich kenne das Tal von meinen vielen Besuchen wirklich

gut. Die Arntaler Lenke wollten wir gehen. Der Weg führte vom Arntal über die Lenke ins Winkeltal. Die

Gehdauer betrug ca. 5,5 - 6,5 Stunden und der höchste Punkt liegt bei beinahe 3.000 m. Kannst Du dich

noch erinnern, wer alles dabei war ( Elke, K. Heinz, Du und ich).

Am Übergang der Lenke schnauftest Du wie eine alte Dampflok und legtest Dich mit Deinen Oberkörper

über die natürliche Barriere. Keuchend und prustend. Du konntest nicht die Wandergruppe sehen, die auf

der anderen Seite eine Rast machte und die mit viel Gelächter und guten Ratschlägen Deine

Überlebensstrategie begleiteten. Wir haben trotzdem wohlbehalten die Volkzeiner Hütte erreicht. Viele

Anekdoten könnte ich noch erzählen, doch es soll hier genug sein.

Du wirst Dich bestimmt fragen warum ich Dir diesen Brief schreibe. Die Zeit ist es, die unaufhaltsam

davon eilt. Zeit, die Du sinnvoll nutzen solltest. Ich möchte Dich daran erinnern, wie schön es ist, sich in

und mit der Natur zu bewegen. Deine Tätigkeiten auf vielen Ebenen lassen keinen Spielraum mehr für

andere Aktivitäten. Trete kürzer und erinnere Dich daran, dass man Freizeit auch anders interpretieren

kann!

Lieber Walter, ich komme zum Ende und wünsche Dir bei allen Entscheidungen die notwendige

Weitsicht. Treffe sie aus Überzeugung und nicht um anderen einen Gefallen zu tun!

Ich hoffe für die Zukunft, dass wir alle noch viele Male gemeinsam am Wasser unsere Ruten schwingen

können und uns freudig „Petri Heil” wünschen.

Mit vielen Grüßen

Wolfgang Neysters

RhFV-Info 25.05.2007

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Dr. Frank Molls

Bericht über die langjährige Zusammenarbeit mit Herrn Walter Sollbach

Aus Sicht des Verbandsbiologen Dr. Frank Molls

Als Verbandsbiologe

arbeite ich seit 1999 mit

Herrn Walter Sollbach

zusammen. Im Rahmen

meiner Anstellung war ich

zunächst für den Landesfischereiverband

Nordrhein

tätig; seit der Fusion

mit dem Sportfischerverband

im Jahre 2004 für

den neu entstandenen

Rheinischen Fischereiverband

von 1880. In den

acht Jahren Zusammenarbeit

mit Walter Sollbach hat er stets den „direkten

Draht“ zum Umweltministerium in Düsseldorf

hergestellt und somit eine wichtige Grundlage für

unsere Anerkennung in Politik, Verwaltung und

Öffentlichkeit gelegt. Im Rahmen des Wanderfischprogramms

NRW konnten wir auf dieser Basis die

Rückkehr von Lachsen und vielen anderen Fischarten

in unsere heimischen Gewässer erreichen. Mit diesen

Erfolgen konnten wir Angler uns als aktive Gewässerschützer

präsentieren und eine gute öffentliche

Anerkennung gewinnen.

Im Rahmen der Erstellung von Hegeplänen war ich mit

Walter Sollbach und Klaus Ernst schon in den

Anfangsjahren sehr oft an unseren Verbandsgewässern

unterwegs. Mittels Elektrobefischungen haben wir

gemeinsam im Wasser gestanden, die Fischbestände

erfasst und die Besonderheiten der Gewässerstrecken

kartiert. Ich habe diese Zeit der fischereilichen

Freilandarbeit und praktischen Zusammenarbeit sehr

genossen. In ähnlicher Weise arbeite ich zusammen mit

meinen Kollegen Armin Nemitz (Biologe) und Sven

Wohlgemuth (Fischwirt) bei den Stellnetzbefischungen

und anderen Erhebungen zu den Baggerseeuntersuchungen,

welche Walter Sollbach als

besonderen Service für unsere Mitgliedsvereine eingerichtet

hat. Unzählige Male habe ich zusammen mit

Herrn Sollbach bei Gewässerbegehungen und Beratungsterminen

an den Gewässern unserer Mitgliedsvereine

gestanden und gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Auch heute zählen die praktische Arbeit an

unseren Gewässern und der direkte Austausch mit

unseren Anglern zum schönsten Teil meiner Arbeit.

Walter Sollbach hat sich dabei nie gescheut, selbst mit

anzupacken und bei Wind und Wetter mit uns raus zu

gehen.

Neben diesen praktischen Teilen haben wir jedoch vor

allem viel Verwaltungs- und Gremienarbeit zu leisten,

um die Gelder für unsere fortlaufenden Projekte zu

sichern und Förderungen für die Fischerei zu

erschließen. In den verschiedenen Gremien (z.B.

Fischereibeirat beim Ministerium, Zentrale Lenkungsgruppe

des Wanderfischprogramms, Arbeitskreis

Fischerei und viele andere) konnten wir in Zusammenarbeit

mit Walter Sollbach immer wieder neue Mittel

gewinnen und zugunsten der Verbandsmitglieder

einsetzen. Dies waren insbesondere Fördermittel aus

den Bereichen Fischerei, Naturschutz, Abwasser,

Wasserrechtsauflagen, Wasserwirtschaft sowie von

anderen Fördereinrichtungen.

Im Jahr 2005 konnten wir mit besonderer Unterstützung

von Walter Sollbach die „Wasserlauf- Stiftung

für Gewässerschutz & Wanderfische NRW“ gründen.

Diese Stiftung soll als Zukunftsplattform für unsere

Projekte auch nach Ablauf des Wanderfischprogramms

NRW (nach 2010) dienen und die öffentliche

Beachtung für das Thema „Wasser und Fische“ weiter

stärken. Die Gründungsinitiative des Rheinischen

Fischereiverbands ist vom Land NRW inzwischen mit

einer größeren Zustiftung belohnt worden, so dass sich

die Investition bereits jetzt ausgezahlt hat. Als

Vorsitzender der Stiftung hat Herr Sollbach maßgeblichenAnteil

an den Erfolgen der ersten Aufbauphase.

Abschließend sei aus meiner persönlichen Sicht

angemerkt, dass Walter Sollbach mit seiner

erfrischenden „kölschen“ Art und seinem Humor eine

Bereicherung für die Fischereilandschaft in NRW ist.

Als Arbeitgeber hat er sich, zusammen mit dem

gesamten Vorstand, uns gegenüber stets fair und offen

verhalten, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich

bedanken möchte. Für seine Zukunft in der Fischerei,

aber auch im privaten Lebensumfeld, wünsche ich ihm

alles Gute und Gesundheit! Zum Schluss einen ganz

herzlichen Glückwunsch zum Siebzigsten und viel

Petri Heil in NRW und auf allen Reisen!

Frank Molls

30

RhFV-Info 25.05.2007


Armin Nemitz

Seit Anfang Juli 2001 stehe

ich als Biologe hauptamtlich

im Dienste des Rheinischen

Fischereiverbandes

von 1880 e.V. (früher Landes-Fischereiverband

Nordrhein

e.V.). Projektbezogen

ist mein Aufgabenbereich

vornehmlich dem Wanderfischprogramm

NRW zugeordnet,

ich bin aber auch als

Biologe für fachliche Verbandsaufgaben

zuständig. Vom Dienstort Siegburg aus

arbeite ich zusammen mit meinen Kollegen Herrn Dr.

Molls und Herrn Wohlgemuth.

Walter Sollbach leitet unsere

Tätigkeiten von Beginn an in der

Funktion als Vorgesetzter. In der

Organisationsstruktur des Wanderfischprogramms

ist er Mitglied

der Zentralen Lenkungsgruppe

und des Wissenschaftlichen

Beirates im MUNLV,

der Projektbegleitenden Regionalen

Gewässerarbeitsgruppen

und des Länderübergreifenden

Ausschusses zum Betrieb der Kontrollstation Buisdorf.

Er wirkt an der Strategieentwicklung des Programms

mit und informiert sich bei uns laufend über fachliche

Inhalte und Neuerungen sowie über die Ergebnisse von

Tagungen und Expertentreffen. Dabei nimmt er selbst

an zahlreichen Sitzungen, Tagungen, Exkursionen und

Öffentlichkeitsterminen teil. Bei einer Studienfahrt

zum südschwedischen Fluss Lagan im Jahr 2004 hat er

sich zum Beispiel mit uns gemeinsam ein Bild über das

dortige Lachsranching verschafft. An der Kontrollstation

Buisdorf lässt er keinen wichtigen Besichtigungstermin

aus und verfolgt jedes Jahr begeistert die

Entwicklung der Fangsaison. Neben dem Schwerpunkt

Lachs begleitet Herr Sollbach als Initiator und

Wegbereiter die Wiederansiedlung des Maifisches am

Rhein sowie die landesweiten Bemühungen um die

Arterhaltung des europäischen Aals. Seine Aktivitäten

und Leistungen im Programm sind dabei noch sehr viel

umfangreicher als es sich hier darstellen lässt.

In dem anderen Aufgabenbereich, nämlich als

Ansprechpartner und Dienstleister für die im Verband

organisierten Vereine hat Herr Sollbach die vom Land

geforderten Gewässerhegepläne mit ausgearbeitet und

unsere Feldarbeit sowohl bei den Kartierungen, als

auch bei den Befischungen tatkräftig unterstützt. Um

den Vereinen fundierte angelfischereiliche Hegekonzepte

an die Hand zu geben, hat er das vom Land

geförderte Untersuchungsprogramm für Baggerseen

ins Leben gerufen. Hier unterstützt er uns nicht nur bei

den Feldarbeiten wie Netz- und Elektrobefischungen.

Er rechnet auch gegenüber der Landwirtschaftskammer

Münster die Kosten ab und fertigt die Verwendungsnachweise

an. Bei unseren Außeneinsätzen

leistet er wichtige Überzeugungsarbeit bei den

Vereinen und wirbt zum Beispiel für strukturverbessernde

Maßnahmen in den Vereinsgewässern.

Diese Projekte werden ebenfalls vom Land gefördert.

Für die bereits umgesetzten sowie die noch geplanten

Strukturmaßnahmen übernahm Herr Sollbach in

ähnlicher Weise die aufwendige Verwaltungsarbeit.

Fachliches Neuland wird auf sein Betreiben hin bei der

Untersuchung der Rurtalsperre in Kooperation mit dem

Institut für Binnenfischerei in Potsdam betreten. Viele

weitere wegweisende Projekte

und Aktivitäten ließen sich

anfügen. In seiner Funktion als

Präsident des Verbandes ebnet er

zudem auf der politischen Bühne

den Weg für richtungweisende

Entscheidungen und Mittelflüsse.

Ein gemeinsames Erlebnis der

besonderen Art wird Herrn

Sollbach sicher lebhaft in

Erinnerung bleiben. Ein Tag vor

seiner Hochzeit sind er und ich bei der Kartierung der

Agger durch mein Verschulden mit dem Kanu bei

weniger als 10° C Wasser- und Außentemperatur

gekentert und mussten völlig durchnässt und frierend

noch fast 1 Stunde bis zu unseren Fahrzeugen

weiterschippern. Zum Glück verhinderte seine

anschließende satte Erkältung die Eheschließung nicht.

Seither scheut er aber jegliche Bootsfahrt mit mir...

Wir erleben Herrn Sollbach als jederzeit ansprechbereiten,

fürsorglichen, fairen und kompetenten Vorgesetzten

mit Weitsicht, der es stets versteht, uns mit

seinem Wissensdrang und unermüdlichen Einsatz für

die Fischerei zu motivieren.

Wir gratulieren ihm zu seinem Geburtstag und

wünschen ihm alles Gute, Gesundheit und Glück für

die nächsten 70 Jahre.

Armin Nemitz, Kernteam Wanderfischprogramm

RhFV-Info 25.05.2007

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ASF Rodenkirchen 1948 e.V.

Die Angelsportfreunde Rodenkirchen wünschen Dir zu Deinem 70. Geburtstag alles Gute, viel

Gesundheit und ein langes Leben.

Am 1.6.1969 wurdest Du Mitglied der ASF Rodenkirchen. Es hat nicht lange gedauert und Dein

Engagement für die Fischerei wurde so stark, dass eine Wahl zum 1.Vorsitzenden nach ein paar Jahren

nicht ausblieb.

Mit Weitsicht und viel Gefühl hast Du das Amt bis zum 50-jährigen Vereinsbestehen im Jahre 1998

bekleidet und den Verein so geprägt wie er heute ist, wir danken Dir sehr dafür.

Wir wünschen Dir, dass Deine Gesundheit und Tatkraft noch viele Jahre erhalten bleibt, zum Wohle der

Fischerei und aller Dinge, die Dir wichtig sind.

Für die Zukunft viel Petri Heil und ein bisschen mehr Freizeit.

ASF Rodenkirchen 1948 e.V.

Detlef Weber

(GF)

Lieber Walter

Vorstand 1998

32 RhFV-Info 25.05.2007


Kurt Hilgers

Lieber Walter Sollbach,

zu Deinem 70. Geburtstag senden wir Dir die besten Wünsche aus

der Eifel.

Bei solchen Anlässen lässt man die Zeit gedanklich passieren und

stellt mit Erstaunen (Erschrecken) fest, wie lange eine

Bekanntschaft, die aus ehrenamtlichen Tätigkeiten für die

Angelfischerei entstanden ist, bereits besteht. Aus den Anfängen in

den frühen 80er Jahren, als die Kontakte noch über das LVR-Haus

in Deutz liefen, über die Begegnungen in den Vereins-, Bezirksund

Verbands- und Arbeitskreissitzungen, als Delegierter und

Vorstandsmitglied in der Fischerei-Pächtergemeinschaft

Rursee e.V. ist eine über 20 Jahre dauernde Bekanntschaft

geworden. Wenn das Miteinander auch nicht immer ungetrübt und

eitel Sonnenschein war, so stand doch das gemeinsame Interesse

für die Sache im Vordergrund.

Deine Leistungen und Verdienste für die Fischerei werden sicherlich an

anderer Stelle ausreichend gewürdigt. Besonders zu erwähnen ist Deine

Nähe zur Basis, bei der Du auch Deine anglerischen Fähigkeiten

beweisen konntest, wie das beigefügt Foto der Siegerehrung beim

Aufseherangeln 1997 der FPG Rursee e.V. zeigt.

Die Eifelregion ist Dir nicht nur deshalb zu großem Dank verpflichtet,

weil durch Deine Initiative unsere gemeinsame erkannte Notwendigkeit

einer Gewässeruntersuchung der Rurtalsperre in die Tat

umgesetzt wurde. Auch hier bist Du vor Ort dabei.

Wir wünschen Dir noch viele Jahre bei guter Gesundheit und Schaffenskraft für die Fischerei.

Bei dieser Gelegenheit grüßen wir auch Deine liebe Elke und erinnern uns gerne an die (leider selten

gewordenen) gemeinsamen Treffen am Rursee.

Kurt und Irene Hilgers

RhFV-Info 25.05.2007

33


Grüße aus den Bezirken

Perspektiven zum 70sten Geburtstag.

Das große Glück noch klein zu sein,

sieht mancher Mensch als Kind nicht ein

und möchte, dass er ungefähr,

so 16 oder 17 wär.

Doch schon mit 18 denkt er Halt!

Wer über 20 ist, ist alt.

Kaum hat die 20 er geschafft,

erscheint die 30 greisenhaft.

Und dann die 40, welche Wende!

Die 50 gilt beinah als Ende.

Doch nach der 50 peu a peu

schraubt man das Alter in die Höh.

Die 60 scheint noch recht passabel

und erst die 70 miserabel.

Mit 70 hofft man still,

ich wird 80 so Gott will.

Und wer die 80 überlebt

zielsicher nach der 90 strebt.

Dort angelangt zählt er geschwind

die Leute, die noch älter sind.

27 Jahre als stellvertretender Vorsitzender und 15 Jahre als Vorsitzender des Rheinischen

Fischereiverbandes von 1880 e.V. den Verband zu führen und dabei die Wünsche und Meinungen der

Mitglieder bestmöglich umzusetzen, ist wahrlich ein Grund zur Freude und zum Feiern. Dein

eingeschlagener Weg ist der Richtige, denn auch in Zukunft wollen wir ja an natürlichen oder naturnahen

Gewässern neben der Hege und Pflege der Fischwaid nachgehen, uns an der Natur erfreuen und in

Mußestunden Tiere und Pflanzen beobachten. Wobei natürlich die ökologischen Belange berücksichtigt

werden und die nötige Achtung vor der Kreatur ein Selbstverständnis ist.

Lieber Walter,

gern schaue ich auf unsere gemeinsame Arbeit im Beirat zurück, die immer von großer Sachlichkeit,

gegenseitigem Respekt und dem Willen zu praktikablen, umsetzbaren und akzeptierbaren Lösungen zu

gelangen, geprägt war.

Ich möchte Deinen Geburtstag deshalb zum Anlass nehmen, Dir für die geleistete Arbeit und Dein

Engagement herzlich zu danken, verbunden mit dem Wunsch und / oder der Hoffnung, dass sich diese

vertrauensvolleArbeit auch in Zukunft fortsetzen lässt.

Mit freundlichen Grüßen und Petri Heil

Herbert Kloth

Bezirk Rurtal

34

RhFV-Info 25.05.2007


Grüße aus den Bezirken

Sehr geehrter Herr Sollbach, lieber Walter,

es ist mir eine besondere Ehre, einige Worte schreiben zu dürfen.

Die Angler des Bezirkes „Rhein Erft“ gratulieren Dir zu Deinem 70.

Geburtstag und wünschen Dir viel Glück und Gesundheit und im

Umgang mit Deinem Hobby weiterhin viel Freude und Erfolg.

Als wir uns anlässlich einer Jahreshauptversammlung des Verbandes

kennen lernten, hast Du folgenden einprägsamen Satz gesagt: Ich bin

hergekommen, um in einer Gemeinschaft von Anglern zu sein, die mein

Hobby, so wie ich es mir vorstelle, mit mir teilen. Und an diesem Tage

wurdest Du zum 1. Vorsitzenden des Landesfischerei- Verbandes Bonn

gewählt.

Seit 1985 versuchten Deine Verbandsvorgänger die Zusammenlegung

der zwei Verbände an der Rhein-Schiene zu verwirklichen. Dir ist es

gelungen, durch großes persönliches Engagement, dieses hohe Ziel zu

erreichen. Durch diese Zusammenlegung sind im neu gegründeten

Rheinischen Fischereiverband von 1880 e. V. ca. 50.000 Angler

vereinigt.

Durch Dich und die gute Konstellation des Vorstandes wurden in den letzten Jahren besondere Leistungen

ermöglicht. In diesem Zusammenhang möchte ich aus dem Vorstand besonders Frau Eva Rohmann, die Frau mit

den gläsernen Taschen, nennen.

Unser Bezirk „Rhein Erft“ bedankt sich an dieser Stelle nochmals für Deine unterstützende Mithilfe, z. B. bei den

Verpachtungen der Ville Gewässer durch die Forstverwaltung. Durch Deine Fachkompetenz und Deine besonders

geschickten Verhandlungseigenschaften waren die Gesprächspartner schnell zu überzeugen.

Weitere erwähnenswerte Neuerungen, die durch Deine Mithilfe umgesetzt wurden, waren z. B. die neuen

Satzungen, die Finanzordnung und das „Lachs Zweitausend Programm“. An dieser Stelle denke ich besonders an

das Erlebnis unserer damaligen Ministerin Frau Bärbel Höhn, die zum ersten Mal einen aufsteigenden Lachs an der

Sieg sah. Durch diese einschneidende Erfahrung hast Du für uns eine Tür zu der Landesregierung in Düsseldorf

„aufgestoßen“. Das Ansehen der Angler in der Öffentlichkeit veränderte sich einschneidend.

Im Projekt der „Stiftung Wasserlauf“ können Angler und Vereine zeigen, wie wichtig und notwendig ihr Hobby ist.

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes krönte den Abschluß einer jahrelangen erfolgreichen Arbeit für das

Allgemeinwohl.

Möge es uns Anglern weiterhin gelingen, kooperativ miteinander umzugehen, d. h. an einem Strang in die gleiche

Richtung zu ziehen, dann werden wir auch in Zukunft unsere gemeinsamen Interessen erfolgreich vertreten

können.

Lieber Walter, Du kannst von Dir behaupten, ein Lebenswerk zum Wohle der Angler geschaffen zu haben. Bleibe

uns noch lange treu.

Dir und Deiner Familie wünschen wir weiterhin alles Gute.

Egon Zander

Bezirksvorsitzender „Rhein Erft“

RhFV-Info 25.05.2007

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Grüße aus den Bezirken

Lieber Walter,

zu Deinem 70. Geburtstag übermitteln Dir die Sportkameraden/innen des Bezirkes Essen und der

angeschlossenen Vereine ganz herzlich ihre Grüße und „Petri Heil“.

Wir verbinden sie mit dem Wunsch, dass Du in guter Gesundheit, mit Deiner unermüdlichen Tatkraft und

Deinen großen Erfahrungen noch lange an der Spitze unseres Verbandes die Geschicke erfolgreich

gestalten wirst.

Mit Deinem ganzen Wirken, hast Du in entscheidender Weise zu dem hohen Ansehen beigetragen, dessen

sich unser Verband seit Jahren erfreut.

Wir und mit uns so viele sind Dir zu großem Dank verpflichtet.

Für den Bezirk Essen und die Vorstände der Vereine

Rainer Kalinowski Cornelia Stöwe Paul Kerle Manfred Förster Georg Müller Andreas Seidel

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RhFV-Info 25.05.2007


Grüße aus den Bezirken

Der Bezirk 1 (Bonn) gratuliert Walter Sollbach sehr

herzlich zum 70. Geburtstag.

Er hat die Mentalität und die Eigenart der Verteidigung

vorgeblicher Privilegien der “Efeler” nicht nur bei der Erstellung

des Hegeplans für die Urft kennengelernt.

Das hat ihn nicht gehindert, sich für die fischereiliche Nutzung der

Eifel-Talsperren (aktuell der Urft-Talsperre) besonders einzusetzen.

Er hat dabei menschliche Größe gezeigt und sich große

Verdienste um die Angelfischerei in der Nordeifel erworben.

Seine joviale Art, die gepaart ist mit seinem ausgeprägten Hang für

das Wesentliche, wird von seinen Gesprächspartnern geschätzt.

Die Vereine des Bezirks bitten den Allmächtigen, auch weiterhin seine schützende Hand über ihn bei

seinen anglerischen Exkursionen in der Nordeifel zu halten und ihn auch sonst vor den Unbillen des

“schlechten Wetters” zu bewahren.

Ignatius Fröhlich

Bezirksvorsitzender

Im Namen des Vorstandes des Bezirks Eifel wünsche ich

Herrn Sollbach zum 70- jährigen alles erdenklich Gute.

Vor allen Dingen Gesundheit, damit er noch viele Jahre den Verband so

weiterführen kann wie bisher. Die Zusammenführung der Verbände hat er

trotz großer Schwierigkeiten gemeistert. Der Stellenwert, den der

Rheinische Fischereiverband bis heute erreicht hat, war vor fünf Jahren

nicht vorstellbar und ist in erster Linie unserem Vorsitzenden zu verdanken.

Hans-Ulrich Tiepelt

Bezirksvorsitzender

Ich lernte Walter Sollbach in Zuge der Zusammenlegung unserer beiden

Verbände zum Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V. kennen. Ich

habe ihn in dieser Zeit als kompetenten und fairen Partner schätzen gelernt.

Zu seinem 70. Geburtstag wünschen wir ihm für die Zukunft

weiterhin alles Gute, Zufriedenheit, Gesundheit und dass er

seinen kölschen Humor nicht verliert.

Petri Heil!

Julius Hodske

im Namen des Bezirks Rhein Kreis Neuss

RhFV-Info 25.05.2007

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Grüße aus den Bezirken

Der Bezirk rechter Niederrhein im Rheinischen Fischereiverband von

1880 e.V. grüßt unseren Sportfreund Walter Sollbach ganz herzlich zum

Geburtstag und wünscht ihm und seiner Familie alles Gute.

Die Sieger der Jugendmeisterschaft 2006 im Bezirk rechter Niederrhein

Wir sind sehr stolz darauf, dass auch die hohe Politik endlich

erkannt und durch Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

gewürdigt hat, welchen menschlichen und fachlichen

Stellenwert Walter Sollbach für die Fischerei und den Gewässerund

Naturschutz, auch über die Grenzen unseres Landes hinaus,

einnimmt.

Er ist ein Vorbild und streitbarer Vertreter unserer Hobby - Zunft,

der oftmals seine privaten Interessen dem übergeordneten

Gemeinwohl an der Fischerei unterordnet.

Wir wünschen ihm und allen Gesprächspartnern noch viele

gemeinsame Jahre der gedeihlichen Zusammenarbeit, damit

unser geliebter Angelsport auch weiterhin eine erfreuliche

Zukunft hat.

Mit ganz herzlichen Grüßen vom Niederrhein

Rudolf Herbig

stellvertretender Vorsitzender

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RhFV-Info 25.05.2007


Die 10 “Kölschen” Gebote

1. Gebot: Et es, wie et es!

2. Gebot: Et kütt, wie et kütt!

3. Gebot: Et hätt noch immer joot jejange!

4. Gebot: Wat fott es, es fott!

5. Gebot: Et bliev nix, wie et woor!

6. Gebot: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet!

7. Gebot: Wat wellste maache

8. Gebot: Maach et joot, ävver nit ze of!

9. Gebot: Wat soll dä Quatsch

10. Gebot: Drink doch eine met!

Und hier die Übersetzung:

(Wer regelmäßig mit Walter Sollbach in Kontakt steht benötigt die eigentlich nicht. mehr)

1. Gebot: Akzeptiere die Tatsachen (= Es ist, wie es ist!)

2. Gebot: Fürchte nicht die Zukunft (= Es kommt, wie es kommt!)

3. Gebot: Lerne aus der Vergangenheit

(= Es ist bisher immer gut gegangen!)

4. Gebot: Jammer' den Dingen nicht nach

(= Was weg ist, ist weg!)

5. Gebot: Sei offen für Neues

(= Es bleibt nichts so, wie es mal war!)

6. Gebot: Sei kritisch gegenüber Neuem

(= Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, weg damit!)

7. Gebot: Füg' dich in dein Schicksal (= Was willst du machen)

8. Gebot: Achte auf die Gesundheit

(= Machs gut, aber nicht zu oft!)

9. Gebot: Stell die Universalfrage (= Was soll der Quatsch)

10.Gebot: Sei gastfreundlich

(= Trink doch einen mit!, beliebtes Karnevalslied)

RhFV-Info 25.05.2007

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Düsseldorf, 22.01.1997: Eröffnung der Ausstellung “Boot”.

Leverkusen, 24.07.2004: Verschmelzung der Verbände zum

Rheinischen Fischereiverband von 1880 e.V.

Bonn, 16.10.2005: 125- jähriges Verbandsbestehen.

Minister Eckhard Uhlenberg überreicht die

Gründungsurkunde der Stiftung Wasserlauf.

Buisdorf, 08.11.2006: Wanderfischprogramm NRW geht

in die dritte Phase (2007 bis 2010).

Köln, 09.06.2006: Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Oberbürgermeister Fritz Schramma überreicht die Ordensinsignien.

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