KULTUR - Villach

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KULTUR - Villach

JAHreSProGrAmm Der StADt ViLLACH 2013/2014

Zugestellt durch Post.at

1

KULTUR

Programm

13 14

GroSSeS orcHeSTer

KLeineS orcHeSTer

KammermuSiK

muSiKTHeaTer

SprecHTHeaTer

SaTire

KulTour Linz

KulTour SaLzburG

KulTour KLaGenfurT

NEU

NEU

NEU:

Ihr Kulturprogramm

am Handy!

titelfoto: Das Leben des Galilei © Matthias Horn


Vorwort

2

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Konzert- und Theaterfreunde!

Ihnen dieses vorliegende Programm für die kommende Spielzeit zu präsentieren,

bereitet mir große Freude – es ist ein vielfältiges, interessantes und

eines von hoher Qualität.

Der Feststellung des Deutschen Städtetages, wonach die Stadtentwicklung

und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind, kann ich nur voll zustimmen.

Die Identität einer Stadt resultiert aus der Vielzahl sozialer und

kultureller Eigenschaften sowie Leistungen ihrer Bürgerinnen und Bürger

und der Stadt selbst.

Ich sehe in der Kulturpolitik einer Kommune eine wichtige Querschnittsaufgabe,

wobei mir die aktiven und passiven Teilnahmen wichtig sind: Künstlerpersönlichkeiten,

engagierte und an Kultur interessierte Menschen ermöglichen

erst ein aktives Kulturleben.

Villach hat schon vor Jahrzehnten die Begegnung mit Kunst und Kultur angenommen,

die Villacher Kulturszene ist mit Leben erfüllt wie in kaum einer

Stadt vergleichbarer Größe. Kultur ist in Villach zu einer wesentlichen Lebensqualität

geworden. Sie ist wie auch der Sport ein geeignetes Instrument,

Menschen zusammenzuführen und darüber hinaus Akzeptanz und Toleranz

gegenüber Andersartigen und Fremden zu fördern.

Können heutzutage auch Konzerte und Theateraufführungen von höchster

Qualität mit weltbesten Interpreten/innen und Darsteller/innen in die Wohnzimmer

geholt werden – die Technik ermöglicht bisher nie Geahntes, so gehört

die menschliche Begegnung, das gemeinsame, unmittelbare Ereignis

zum Wesen der menschlichen Natur.

Große Erlebnisse sind schwer in Worte zu fassen, sie sind für jede/n

Einzelne/n spürbar, es sind Augenblicke, in denen der Funke überspringt,

in denen sich Künstler/innen und Besucher/innen begegnen. Und damit

entsteht eine ganz besondere Atmosphäre im Raum, man möchte in diesem

Gefühl verweilen, ein gemeinsames Fest bei Musik, Theater oder Tanz erlebt

zu haben. Ich wünsche uns allen, in der kommenden Spielzeit viele solcher

Momente zu spüren.

Auf vielseitigen Wunsch wird heuer das Sprechtheater-Abo wieder angeboten;

das Wiener Burgtheater mit Kirsten Dene und Martin Schwab, das Westfälische

Landestheater, das Wiener Volkstheater, das Schauspielhaus Graz

und das Staatstheater Stuttgart werden mit viel beachteten Inszenierungen

im Congress Center zu Gast sein.

Ich lade Sie herzlich ein, Ihre Abos aus diesem Programm für die Spielzeit

2013/2014 auszuwählen und wünsche mir Ihre engagierte Anteilnahme sowie

Ihnen beim Stöbern in diesem Programmheft und in der kommenden Spielzeit

viel Freude bei den Konzert- und Theateraufführungen sowie auch bei

der KulTOUR.

Liebe Villacherinnen und Villacher,

sehr geehrte Damen und Herren!

Die Gesellschaft braucht die Kunst, sie braucht Kultur als Ferment; die Kultur

einer Stadt wird durch die Summe aller schöpferischen Kräfte definiert, sie

wird vor allem durch die Kraft einzelner, schöpferischer, aktiver Persönlichkeiten

und durch die kulturelle Gemeinschaft getragen.

Ich bekenne mich zu einer aktiven Kulturpolitik, die fördert, ermöglicht, das

Klima für schöpferische Kräfte schafft, den Bürgerinnen und Bürgern jenes

Ambiente bietet, das gemeinhin als „zu Hause“ bezeichnet wird. Die Stadt

wird so zum Partner, zum Vermittler vielfältiger Serviceleistungen, was mit

diesem vorliegenden Programm für die Spielzeit 2013/2014 sehr eindrucksvoll

in hoher Qualität geschieht.

Bundespräsident Heinz Fischer sagte vor einigen Wochen in seiner Rede

anlässlich der Eröffnung von Europas modernstem Musiktheater in Linz:

„Kultur in Österreich ist ein Massenphänomen und nicht der Freizeitvertreib

einer kleinen Elite.“ Dieser Aussage schließe ich mich voll an. In meiner

Funktion als Bürgermeister und auch in jener als Finanzreferent ist es seit

jeher ein besonderes Anliegen gewesen, Bedingungen einer demokratischen

Kultur zu entwickeln, die eine solche erst ermöglichen, die in der Folge auch

Platz für die Kunst in ihrer großen Vielfalt bereithalten. Der Begriff „Kultur“

ist in Villach nie zu einer leeren Floskel geworden, weil Kultur in vielfältigster

Art „gelebt“ worden ist und werden konnte – sie ist bekanntlich die

Gesamtheit der Lebensart, der geistigen und künstlerischen Äußerung innerhalb

der Gesellschaft. Ich habe immer die Freiheit in der Kunst und in

der Wissenschaft vehement verteidigt, sie bildet dafür die Grundpfeiler. Und

dieses wichtige demokratische Prinzip ist auch wesentliches Element meiner

Haltung gegenüber der Kultur im Allgemeinen – dafür stehe ich ein.

Mit unerschütterlichem Glauben, die Kultur würde in der Draustadt eine gesellschaftliche

Schlüsselposition erreichen, es dürfe keine Utopie sein, in der

Kultur auch eine Hilfe zur Sinnorientierung in den Wertvorstellungen der

Menschen zu sehen, begannen wir seitens der Stadt vor Jahren die Voraussetzungen

für ein breitgefächertes Angebot in möglichst vielen Bereichen

zu schaffen; die kulturelle Infrastruktur sollte ein lebendiges Milieu, eine

stimulierende Atmosphäre ermöglichen und die Chance bieten, gutes Tradiertes

zu bewahren, Neuem und Interessantem im Umfeld der Künste zu

begegnen. Dazu gehören auch die breiten Angebote in den Sparten Konzerte,

Musik theater, Sprechtheater und Theater für Kinder.

Freuen wir uns auf eine Spielzeit mit vielfältigen und qualitätsvollen Angeboten

bei den vielen Veranstaltungen innerhalb dieser Abonnements.

Ich wünsche Ihnen erlebnisreiche, qualitätsvolle und unvergessliche Konzert-

und Theaterabende.

Günther Albel

1. Vizebürgermeister und Kulturreferent

Helmut Manzenreiter

Bürgermeister der Stadt Villach


3 Termine

Grosses Orchester

RTV Slowenien 29. Oktober 2013 4

Wiener Jeunesse Orchester 8. Dezember 2013 4

Philharmonisches Orchester Györ 21. März 2014 5

Münchner Symphoniker 27. April 2014 5

recreation – Großes Orchester Graz 23. Mai 2014 6

Kleines Orchester

Salzburg Orchester Solisten 21. Oktober 2013 6

Zagreber Solisten und Michael Martin Kofler 20. November 2013 7

Wiener Concert-Verein 13. März 2014 7

Franui Musicbanda 24. März 2014 8

Die SchlossCapelle Eisenstadt 9. Mai 2014 8

Kammermusik

Barbara Moser und Thomas Albertus Irnberger 12. Oktober 2013 9

Quadriga Consort 24. November 2013 9

Margit-Anna Süss und Matthias Michael Beckmann 29. März 2014 10

Bozen Brass 25. April 2014 10

Sonja Leipold, Borka Szalay und Christoph Hofer 17. Mai 2014 11

Zusatz Barbara Kleewein und Orthulf Prunner 9. November 2013 11

Musiktheater

Nabucco 7. Oktober 2013 12

Aterballetto 25. März 2014 12

Die Hochzeit des Figaro 13. April 2014 13

Ariadne auf Naxos 29. April 2014 13

Sprechtheater

Gespenster 15. Oktober 2013 14

Das Leben des Galilei 1. April 2014 14

Piaf – Ein Leben in Bildern und Chansons 7. April 2014 15

Andorra 15. April 2014 15

Zusatz Hakoah Wien 12. Mai 2014 16

sATIRE

Jango Edwards 27. September 2013 17

Theatersport 26. November 2013 17

Mike Supancic 7. März 2014 18

Lisa Fitz 22. Mai 2014 18

Kultour nach Linz und Salzburg

Medieninhaber (Verleger): Stadt Villach,

Rathaus, 9500 Villach

Druck & Grafik: Kreiner Druck, Villach

Fotos Seite 2: © Stadt Villach / Adrian Hipp

Herausgeber: Stadt Villach, Geschäftsgruppe 4,

Kulturabteilung,

Dinzlschloss, Schloßgasse 11,

9500 Villach

Nach Linz Die Zauberflöte 20. Oktober 2013 19

Nach Salzburg The Sound of Music 22. Februar 2014 20

Kultour Stadttheater Klagenfurt 21

Der Rosenkavalier 16. Oktober 2013

Macbeth 12. November 2013

Die Csárdásfürstin 18. Februar 2014

Die Liebe zu den drei Orangen 3. April 2014

INFORMATIONEN 22


Grosses ORchester

4

RTV Slowenien

Wiener Jeunesse Orchester

Dienstag, 29. Oktober 2013

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Martin Sieghart Dirigent

Lorenzo Gatto Violine

Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie in g-moll, KV 183

Alban Berg, Konzert für Violine und Orchester

Robert Schumann, 2. Sinfonie in C-Dur, op. 61

Der Auftakt der Reihe „Großes Orchester“ beginnt mit dem Sinfonieorchester

des RTV Sloweniens unter der Leitung des österreichischen Dirigenten Martin

Sieghart. Den Solistenpart übernimmt der belgische Ausnahmevirtuose

Lorenzo Gatto. „Kreativer Künstler“, „Eigenständiger Geiger“, „Leidenschaftlicher

Virtuose“, so urteilt die Presse einstimmig über das Talent und die

Leidenschaft Lorenzo Gattos. Nach seinem 12. Geburtstag besuchte er das

Conservatoire Royal de Bruxelles, das er später als 17-Jähriger mit höchster

Auszeichnung abschloss. In jungen Jahren gewann er bereits zahlreiche Preise,

der prestigeträchtigste war mit Sicherheit der zweite Platz im Rahmen

des „Concours Reine Elisabeth“ in Belgien im Jahr 2009.

Ein schmerzliches persönliches Erlebnis gab Alban Berg den entscheidenden

schöpferischen Impuls für die Komposition seines Violinkonzertes: der Tode

der 18-jährigen Manon Gropius, Tochter Alma Mahlers aus ihrer Ehe mit

dem Architekten Walter Gropius. Die Komposition ging in einer Schnelle von

sich, die für Berg, der an seinen Orchesterwerken mehrere Jahre zu arbeiten

pflegte, völlig untypisch war. Vielleicht wollte er die durch die Komposition

notwendig gewordene Unterbrechung seiner Arbeit an der Oper „Lulu“ nicht

zu lange ausdehnen, vielleicht spürte er auch insgeheim, „keine Zeit“ mehr

zu haben. Das Stück sollte zu seinem „Requiem“ werden, denn er starb fünf

Monate nach dessen Vollendung, ohne es gehört zu haben. Das Violinkonzert

ist dem „Andenken eines Engels“ gewidmet und zählt zum meist aufgeführtesten

Werk des Komponisten.

Martin Sieghart

„Sie erinnert mich an eine dunkle Zeit“,

schrieb Robert Schumann über seine 2.

Sinfonie. Eine Zeit, in der erste Depressionen

auftauchten, aus der Dichterliebe ein

Ehetagebuch wurde und sich Schumann

in gesellschaftlicher Isolation befand. Nur

langsam kam die Arbeit an dem Werk voran.

Erst nach einem Kurzaufenthalt auf

der Insel Norderney konnte Schumann

seine Komposition vollenden. Über dieses

Werk schreibt Clara anlässlich einer Aufführung

in Zwickau 1847: „Mich erwärmt

und begeistert dies Werk ganz besonders,

weil ein kühner Schwung, eine tiefe Leidenschaft

darin ist, wie in keinem anderen

von Roberts Werken.“

Sonntag, 8. Dezember 2013

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

John Axelrod Dirigent

Nareh Arghamanyan Klavier

Sergej Prokofiew, Konzert für Klavier und Orchester, Nr. 3 in C-Dur, op. 26

Nikolai Rimski-Korsakow, Scheherazade, op. 35

Viel gute Laune, Begeisterung und unbedingter Einsatz für die gemeinsame

Sache, das zeichnet die jungen Musikerinnen und Musiker vom Wiener

Jeunesse Orchester aus. Selten einmal gewinnt ein Orchester schon beim

Auftritt alle Sympathien für sich: Den strahlend lächelnden jungen Leuten

gelingt dies noch vor dem ersten Ton. Am Dirigentenpult steht der gebürtige

Texaner und Harvard-Absolvent John Axelrod, der 2006 mit dem RSO Wien

den Percussionisten Martin Grubinger bei dessen vierstündigem Konzertmarathon

im Wiener Musikverein begleitet hat. In einem Interview sagte

er: „Ich bin ein 360-Grad-Künstler. Ich bin offen. Es gibt keine seriöse oder

unseriöse Musik, es gibt nur gute und schlechte.“ Das Multitalent bekennt

sich zur klassischen Musik im neuen Gewand.

Sergej Prokofjews Klavierkonzert Nr. 3 gilt als das am einfachsten zu verstehende

Klavierkonzert, da es auf den exzessiven Gebrauch von Dissonanzen

verzichtet und reich an musikalischen Einfällen ist. Es ist nicht nur

das beliebteste unter den fünf Klavierkonzerten Prokofjews, sondern gehört

zusammen mit dem G-Dur-Klavierkonzert von Ravel zu den populärsten

Klavierkonzerten des 20. Jahrhunderts. Prokofjew berichtete über die Uraufführung:

„Die Leute verstanden es kaum, aber sie hielten es immerhin

aus.“ Erst ein halbes Jahr später konnte sich das Stück mit der europäischen

Erstaufführung in Paris durchsetzen.

Solistin dieses heiteren, brillanten Werkes ist die armenische Pianistin Nareh

Arghamanyan. In der „Neuen Züricher Zeitung“ stand: „Fabulierlust: Nareh

Arghamanyan gefiel mit einem wunderbar perlenden Anschlag, mit Phantasie

in der dynamischen Gestaltung und einem einleuchtenden Wechselspiel

zwischen Bass und Diskantlinie.“

„Scheherazade“ ist eine sinfonische Dichtung

von Nikolai Rimski-Korsakow aus

dem Jahr 1888 und beruht auf der Erzählung

„1001 Nacht“. Das Werk zeichnet

sich durch eine farbenfrohe Instrumentation

und eine im russischen Reich weit

verbreitete Begeisterung für alles Orientalische

aus. Der Komponist verlieh ihm

programmatische Titel, entfernte sie aber

später wieder zugunsten reiner Tempobezeichnungen

und wandte sich gegen, ein

„Geschichtenerzählen“ in die Musik hineinzuinterpretieren.

John Axelrod

© jn-doumont

© Julia Wesely

© Stefano Bottesi

Lorenzo Gatto

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend

Nareh Arghamanyan

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend


5 Grosses ORchester

Philharmonisches

Orchester Györ

Münchner Symphoniker

Freitag, 21. März 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Aleksandar Markovic Dirigent

Jasminka Stancul Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 21 in

C-Dur, KV 467

Peter Iljitsch Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 5 in e-moll, op. 64

Mit einer Neuproduktion von „Der fliegende Holländer“ am Slowenischen

Nationaltheater Ljubljana eröffnete Aleksandar Markovic das Wagner-Jahr

2013. Unmittelbar danach gab er mit einem Einspringen für Vladimir Fedoseyev

sein erfolgreiches Debüt beim Beethoven-Orchester-Bonn. Im Mai

2013 gastiert er zum wiederholten Male bei den Prager Symphonikern und

dem Qatar Philharmonic Orchestra. Der in Villach gern gesehene Dirigent

kommt mit der Vorzeigepianistin Jasminka Stancul und einem sehr speziellen

Programm in das Congress Center.

In der NRZ Essen war nach einer Aufführung von Mozarts Klavierkonzert,

KV 467, durch die serbische Pianistin folgendes zu lesen: „Wie das blühende

Leben kam das C-Dur-Klavierkonzert, KV 467, über die Rampe. Jasminka

Stancul, die den Klavierpart fernab von wattierter oder verspielter Diktion, in

sehr bewusstem Anschlag nahm. Damit gab sie der zweistimmigen Anlage

ein klares Relief, nahm sich gleichwohl Freiheiten zur verfeinerten Tempogestaltung

und kostete den traumhaft schönen Andante-Satz delikat in den

Piano-Tönungen aus. So lotete sie bei aller Virtuosität, die sie namentlich zum

Schluss-Allegro im Dienste des musikalischen Ausdrucks versprühte, auch

die Schattenseiten des Werkes aus. Der begeisterte Applaus für eine exzellente

Interpretation steigerte sich noch durch eine fulminante Bravourzugabe

der Pianistin zu hellem Jubel.“

Peter Iljitsch Tschaikowsky schrieb seine Sinfonie Nr. 5 innerhalb weniger

Wochen in seinem Landhaus Frolowskoje bei Klin. Gegenüber seiner Brieffreundin

und Gönnerin Nadeschda von Meck äußerte der Komponist enorme

Ängste, dass er sich „ausgeschrieben“ habe. Immer wieder wurde er von

Zweifeln an seiner Fünften gepackt – erst recht nach der Uraufführung, bei

der die Kritiker alles andere als begeistert reagierten. Wenn Tschaikowsky

das Werk auch als misslungen betrachtete, gehört die Sinfonie mit ihrem

Schicksalsthema zu seinen populärsten Werken. Unter der Leitung von Aleksandar

Markovic musiziert das Philharmonische Orchester Györ breit und

sensibel, wodurch die musikalische „Aussage“ schön zur Geltung kommt.

Markovic versteht es, Tschaikowskys großartige Orchestrierungskunst genießerisch

vorzuführen und gleichzeitig intelligent Strukturen bloßzulegen.

Sonntag, 27. April 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Peter Tilling Dirigent

Franz Schubert, Aus der Musik zu „Rosamunde“

Felix Mendelssohn Bartholdy, Sinfonie Nr. 3 in a-moll, op. 56, „Schottische“

Das klassisch-romantische Orchester-Repertoire steht für die Münchner Symphoniker

im Zentrum. Dabei ist es das Ziel des Orchesters, die Tradition zu

pflegen und gleichzeitig neue Hörerlebnisse zu schaffen. Namhafte Solisten

und aufstrebende Jungstars der Klassikszene gastieren gerne als Partner

des Orchesters. Gleichrangig neben der Klassik pflegen die Münchner Symphoniker

hochkarätige Produktionen aus den Bereichen Oper, Filmmusik

und Show. Pro Jahr stehen rund 110 Konzerte auf dem Programm, in denen

das Publikum das breite Repertoire und den extrovertierten Musizierstil des

Orchesters erleben kann.

Der junge Dirigent Peter Tilling gilt als sensibler Musiker, als Meister eines

transparenten Musizierens, ohne dabei jemals auf Klangreichtum und Emotionalität

zu verzichten. Als Musiker, für den die Tradition und der historische

Kontext ebenso wichtig sind wie die zeitgenössische und aktuelle Musik, hat

Peter Tilling sowohl eine Karriere im deutschen Kapellmeister- und Opern-

System verfolgt wie auch eine rege freie Tätigkeit mit Ensembles für Neue

und Alte Musik.

„Ein majestätischer Strom, großartig, rein melodiös, innig und unnennbar

rührend und tief, riss die Gewalt der Töne alle Gemüter hin“ – die Dichterin

von Chézy stimmte mit ihrem Bericht über die „Rosamunden“-Schauspielmusik

in den begeisterten Chor der Freunde Schuberts und des Publikums mit

ein: Trotz der Ablehnung gegenüber dem Schauspiel mussten in der Premiere

mehrere Teile der Musik wiederholt werden. Bis heute finden sich die beliebte

Ouvertüre und Ausschnitte der „Rosamunden“-Musik im Konzertsaal wider.

Mendelssohn Bartholdy hat sich mehrfach durch landschaftliche Eindrücke

zu großen Werken inspirieren lassen. Zur Komposition seiner „Schottischen

Sinfonie“ wurde er auf der 1829 unternommenen Reise ins schottische Hochland

angeregt. Gegen Ende Juli besuchte er das Schloss Holyrood der Maria

Stuart. Der Besuch der zerfallenen Kapelle weckte seinen schöpferischen Impuls.

„Ich glaube, ich habe heute da den Anfang meiner schottischen Sinfonie

gefunden“, schrieb er aufgeregt nach Hause. Am gleichen Abend hatte er die

erste Skizze niedergeschrieben. Zwar vergingen von der Schottland-Reise bis

zur Uraufführung 13 Jahre, bis Mendelssohn der Partitur den letzten Schliff

gegeben hatte. Es ist schon einzigartig, wie Mendelssohn den Zuhörern so

starke Raumwirkungen erleben lässt, die durch eine höchst unterschiedliche

Dynamik der verschiedenen Orchestergruppen erzielt werden.

© Pavel Sinagl

© felbert-eiter

Aleksandar Markovic

Jasminka Stancul

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend


Grosses ORchester

Kleines ORchester

6

recreation – Großes Orchester Graz

Salzburg Orchester Solisten

Freitag, 23. Mai 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Wolfgang Hattinger Dirigent

Reinhold Friedrich Trompete

Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 88; Hob I:88

Joseph Haydn, Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur, VIIe:1

Franz Schubert, Sinfonie Nr. 9 in C-Dur, Die Große

Was im Oktober 2002 mit einem Zyklus von sieben Montagskonzerten

begann, ist im Oktober 2012 bei zwei Serien mit insgesamt 18 Abenden

angekommen, allesamt gespielt im Grazer Stefaniensaal, randvoll mit neugierigem,

begeisterungsfähigem Publikum. Eine Erfolgsstory schlechthin!

Das Trompetenkonzert in Es-Dur ist das letzte Solokonzert von Joseph Haydn.

Die Idee dazu, ein Konzert für Klappentrompete, eine Übergangsform von

der alten Naturtrompete zur modernen Ventiltrompete zu schreiben, gab ihm

der Erfinder des Instrumentes Anton Weidinger. Das Werk setzte sich schnell

durch und beansprucht heute einen festen Platz im Repertoire jedes Trompetenvirtuosen.

Die Ende des 18. Jahrhunderts gebaute Klappentrompete

erlaubte es dem Spieler erstmals, nicht nur die Naturtonreihe, sondern auch

Melodien in tiefen Tonbereichen und chromatische Durchgänge zu spielen.

Haydns Komposition präsentierte erstmals die zuvor nie gehörten Möglichkeiten

der neuen Trompetenart.

Reinhold Friedrich ist seit seinem Erfolg beim ARD-Wettbewerb 1986 auf

allen wichtigen Podien der Welt zu Gast. Sein Debüt bei den Berliner Festwochen

von 1982 mit der „Sequenza X“ von Luciano Berio und das Debüt

im Wiener Musikvereinsaal 1994 mit dem Trompetenkonzert von Joseph

Haydn, gespielt mit der Klappentrompete, umreißen das weite Spektrum

seiner Aktivitäten.

Die Große Sinfonie in C-Dur, D 944, ist die letzte Sinfonie, die Franz Schubert

komponierte. Aufgrund des Wertes die Schubert diesem Werk selbst zuschrieb,

und nicht zuletzt zur Unterscheidung

von seiner sehr viel kürzeren 6. Sinfonie,

die ebenfalls in C-Dur steht, erhielt

sie den Beinamen „die Große“. Im Sommer

1825 in den Kurorten Gmunden und Gastein

geschrieben, vollendet im Frühjahr

1826 in Wien, wurde die Große Sinfonie

posthum 1839 im Gewandhaus in Leipzig

unter der Leitung von Felix Mendelssohn

Bartholdy uraufgeführt.

Das in Schuberts Autograph genannte Entstehungsjahr

1825 wurde später von fremder

Hand in 1828 geändert, so dass man

die Sinfonie lange Zeit für ein Produkt aus

Reinhold Friedrich

Schuberts letztem Lebensjahr hielt.

© Rosa Frank

Montag, 21. Oktober 2013

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Kai Röhrig Dirigent

Katharine Goeldner Mezzosopran

Richard Wagner/Andreas N. Tarkmann, Wesendonck-Lieder WWV 91

Richard Wagner, Siegfried-Idyll, WWV 103

Frank Martin, Konzert für 7 Bläser, Pauke, Schlagzeug und Streicher

Sergej Prokofjew, Sinfonie Nr. 1, op. 25

Im Mai 2013 jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag des ebenso populären

wie umstrittenen deutschen Komponisten und Musikdramatikers Richard

Wagner. Gemessen an der Anzahl der Werke hat Wagner kein großes Œuvre

hinterlassen, 113 sind erfasst. Diese zählen jedoch zu den umfangreichsten

der gesamten Musikgeschichte. Die Salzburg Orchester Solisten nehmen

dieses Jubiläum zum Anlass, zwei Werke in das Programmrampenlicht zu

rücken.

Die Wesendonck-Lieder sind Ausdruck und Niederschlag persönlichen Erlebens,

der wohl am tiefsten, aufwühlendsten menschlichen Begegnung in

Wagners Leben: seiner Liebe zu Mathilde Wesendonck. Das Lied „Träume“

brachte Wagner als Überraschungsständchen zum 29. Geburtstag von Mathilde

Wesendonck im Treppenhaus ihrer Villa dar, was beim Hausherrn, der

nicht anwesend war, Unmut erzeugte und in der Züricher Gesellschaft für

allerhand Gerede sorgte. Die schlanke Stimme der Sopranistin Katharine

Goeldner dringt bis ins Mark, lässt Seele erahnen, wo Worte versagen. Zurückgenommen,

fast nüchtern deklamieren die Salzburg Orchester Solisten,

ohne auf Tiefe und Eleganz zu verzichten.

Seiner Gattin widmete er ein Jahr nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes

Siegfried das „Tribschener Idyll mit Fidi-Vogelgesang und Orange-Sonnenaufgang“.

Die später vereinfachend „Siegfried–Idyll“ genannte Komposition

wurde in kleiner Besetzung an Cosimas 33. Geburtstag „als symphonischer

Geburtstagsgruß seiner Cosima dargebracht von ihrem Richard“. In ihren

Tagebüchern berichtet Cosima davon, wie sie morgens von sanften Klängen

aus dem Schlaf in eine Art Dämmerzustand hinüber geleitet wurde und erst

zögernd realisierte, dass unter ihrem Fenster etwa 15 Musiker aufspielten –

„und was für Musik“ hörte sie da!

Prokofjews Sinfonie Nr. 1 ist zugleich seine kürzeste, aber auch seine bekannteste

Sinfonie. Ihren Beinamen „Klassische“ verdankt das Werk ihrer

liebevoll-parodistischen Verwendung einer an Joseph Haydn und den frühen

Peter Iljitsch Tschaikowsky gemahnenden Tonsprache. Es ist geprägt von

Heiterkeit und Vitalität. Leonard Bernstein bezeichnete es als Musterbeispiel

für „Humor in der Musik“.

Kai Röhrig

Katharine Goeldner

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend


7 Kleines ORchester

Zagreber Solisten

& Michael Martin Kofler

Wiener Concert-Verein

Mittwoch, 20. November 2013

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Antonio Vivaldi, Flötenkonzerte, op. 10, 1 bis 6

Sich spezielle Programme für seine Heimatstadt auszudenken, ist für Michael

Martin Kofler eine Herzensangelegenheit. Was hat er nicht schon alles gespielt

in den letzten Jahren: „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart

für Streichquartett und Flöte, Chatschaturijans oder Iberts Konzert für Flöte

und Orchester, Mozarts Flötenkonzerte – die Liste ist unendlich lang. Nun

überrascht der Meisterflötist mit der großartigen Musik von Antonio Vivaldi.

Seine Partner sind diesmal die Zagreber Solisten.

Mit einer verblüffenden Virtuosität, die weit mehr umfasst als nur Klangbrillanz

und wieselflinke Geläufigkeit, wird Michael Martin Kofler einen Vivaldi

darbieten, in dessen Ideenreichtum sich ungeahnte Tiefen auftun. Wie selten

zuvor, entfaltet sich hier das expressive Potential scheinbar harmloser Harmonien

und die Gestaltung der auf den ersten Blick einfachen Melodien wird

zum leidenschaftlichen Wettstreit der vier Temperamente. Dabei schöpft der

Virtuose aus einem schier unendlichen Vorrat an Artikulationsnuancen, der

es ihm ermöglicht, auf seinem Instrument so ziemlich alles darzustellen.

Als typischer Vertreter seiner Zeit war auch Vivaldi ein „Handwerker“, der auf

Bestellung zum gegebenen Anlass ein Stück komponierte und der bei Bedarf

seine eigenen Werke bearbeitete bzw. in andere Besetzungen transportierte.

Vivaldi ließ sich abseits der bekannten Violinkonzerte auch von Blasinstrumenten

inspirieren. So bilden die unter der Opuszahl 10 zusammengefassten

Flötenkonzerte ein absolutes „Muss“ im Repertoire eines jeden Flötisten. Die

Werke sind faszinierend, zumal man hier seiner besonderen Begabung, programmatische

Szenerien in Musik zu fassen, wiederbegegnet. Solche Pracht

der Themen und Farben, der kompositorischen Vielfalt und der herrlichen

Ideen lässt nur einen Schluss zu: Die „Vier Jahreszeiten“ erhalten Konkurrenz!

Zu den frühesten Gattungsbeiträgen für Flöte gehören die Werke von Antonio

Vivaldi. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Blockflöte von der

Querflöte völlig verdrängt, nachdem anfangs oft nicht eindeutig zwischen

beiden unterschieden wurde.

Michael Martin Kofler und die Zageber Solisten bieten einen puren Wohlklang.

Es wird ein musikantisches Feuerwerk abgebrannt, so dass jeder auf

seine Kosten kommt. Es wird virtuos musiziert, einfallsreich ausgeschmückt,

nichts künstlich geglättet. Alles wirkt unmittelbar, gewissermaßen urig, ohne

dass auch dies übertrieben wird.

Donnerstag, 13. März 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Martin Sieghart Dirigent

Maria Fedotova Flöte

Anna Verkholantseva Harfe

Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für Flöte, Harfe und Orchester, KV 299

Robert Fuchs, Andante, Grazioso und Capriccio, op. 63

Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie in A-Dur, KV 201

Der Wiener Concert-Verein, 1987 von Mitgliedern der Wiener Symphoniker

gegründet, spannt in seinen Programmen und Produktionen einen Bogen

von der Wiener Klassik bis hin zur Musik unserer Zeit und ist ein gern gesehener

Gast in Villach. Das Konzert für Flöte, Harfe und Orchester in C-Dur,

KV 299, ist eines von insgesamt nur zwei Doppelkonzerten, die Wolfgang

Amadeus Mozart schrieb. Es ist zudem das einzige Werk des Komponisten

für die Harfe.

Die Kombination von solistischer Harfe und Flöte ist in der Musikgeschichte

so gut wie einmalig geblieben. Dies ist umso erstaunlicher, da der Zusammenklang

der beiden Instrumente wunderbar stimmig ist. Zwei exzellente

Solisten geben ihre Visitenkarte ab. Anna Verkholantseva zeigt plastisches

Spiel, enorme Technik und einfühlsames Zusammenspiel, vor allem in den Kadenzen,

mit Maria Fedotova an der Flöte. Diese, ebenfalls eine Musikerin mit

bestechendem Können, beeindruckt durch ihren klaren und schnörkellosen

Ton, der ihr in allen dynamischen Schattierungen voll zur Verfügung steht.

Der sonst über seine Komponistenkollegen lediglich spottende Brahms hat

Robert Fuchs sehr bewundert. Mahler, Sibelius, Schreker, Hugo Wolf und

viele andere namhafte Komponisten wurden durch Fuchs als Lehrer geprägt.

Brahms war sein lebenslanger Fürsprecher: „Alles ist so fein, so geschickt,

so bezaubernd erfunden, dass man immer Gefallen daran findet“, soll er zur

Musik des jüngeren Kollegen und Freundes gesagt haben. Als Fuchs das

Andante, Grazioso und Capriccio, op. 63, schrieb, war die lyrische Stimmung

seiner jugendlichen Serenaden von dunkleren und schärferen Emotionen

überlagert. Brahms hatte sich in Wien mit einer Serenade vorgestellt und

auch Robert Fuchs komponierte Serenaden. Diese haben ihm den Spitznamen

„Serenaden-Fuchs“ eingebracht, den er nicht mehr losgeworden ist.

Mit 18 Jahren schrieb Mozart seine Sinfonie in A-Dur, KV 201, im heimatlichen

Salzburg. Man erkennt in diesem Werk den kühn voranstrebenden

„Stürmer und Dränger“. Er ist sich seines Könnens sicher, denn selbstbewusst

lässt er auf einer Abschrift der Stimmen vermerken: „Del Signore Cavaliere

Amadeo Wolfgango Mozart“. Der federnde kraftvolle lebensfrohe Schwung,

die gelöste Anmut und Heiterkeit, die diese Komposition durchströmen, heben

es weit über die anregenden Vorbilder hinaus.

© Irene Zandel

Michael Martin Kofler

Anna Verkholantseva

Maria Fedotova

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend


Kleines ORchester

8

FRANUI Musicbanda

mit dem Programm „Frische Ware“

Die SchlossCapelle Eisenstadt

Montag, 24. März 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Trauermusik, zwischen Schubert, Mahler und der Tradition ländlicher Blaskapellen

komponiert von Markus Kraler, Andreas Schett und Bertl Mütter

Nach dem erfolgreichen Konzert im März 2010 war es ein Muss, die zehnköpfige

Franui Musicbanda erneut nach Villach einzuladen. Große Beachtung

fand ihre zweite CD „Frische Ware“, auf der sie 17 Trauermärsche zwischen

Schubert, Mahler und der ländlichen Tradition morbid und mit Augenzwinkern

zu Gehör bringen und dazu im Libretto vermerken: „In Österreich beträgt

die Sterblichkeitsziffer 100%. In Südtirol auch.“ In Villach wird dieses

Programm zum Besten gegeben. Die ersten Sporen verdiente man sich mit

der „Musik für Totengräber“. Bekannt wurde Franui durch die ungewöhnlichen

musikalischen Auseinandersetzungen mit Brahms’ „Deutschen Volksliedern“

oder den „Mahlerliedern“.

Die Kunst von Franui: „Das Schwere leicht zu nehmen und das Leichte schwer

zu nehmen!“ Ihr Sound ist einzigartig auf der Welt. Franui bedeutet aber

auch Unmittelbarkeit, die fast beängstigend ist. Das Zusammenwirken von

Blech- und Holzbläsern, von Saiteninstrumenten und Streichern lässt eine

ganz andere Klangfarbe entstehen, die man nie vergisst, denn sie wird bei

Franui völlig neu aufgebaut, manchmal sogar darübergeschrieben, wodurch

eine neue Musik hervorkommt. Ein Zelebrieren in ihrer ganzen Schönheit

und auf eine neue Art und Weise entsteht.

Die Musicbanda spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und

verfügt über einen sofort wieder erkennbaren Klang. Franui waren und sind

bei bedeutenden Festivals und Konzertveranstaltern regelmäßig zu Gast u.

a. Wiener Festwochen, Konzerthaus Wien, Burgtheater, Wiener Staatsoper,

Mozarteum Salzburg, Tiroler Festspiele Erl, Philharmonie Luxembourg,

Kunstfest Pélerinages Weimar, Schauspielhaus Hamburg.

„Was wäre die Musik ohne die Trauermärsche Ob Schubert, Gustav Mahler oder

Chopin… Auf alle drei beziehen sich auch die Musiker des Tiroler Ensembles

Franui – sowie auf die volkstümlichen, traditionellen Trauermärsche und Beerdigungsmusiken.

Sie wissen, dass zwischen der Volksmusik und der Klassik

eine innige, oft aber verschleierte Beziehung herrscht. Franui setzen dort an, wo

die Berührungspunkte eng beieinander sind. Ihr Weg führt über die Klassiker

zurück zu den Ursprüngen. Und ihnen gelingt eine elegante, dunkel humorige

Mischung aus beidem. Ihr neues Live-Doppel-Album versammelt eine Reihe von

Trauermärschen, vorgetragen und kommentiert mit lakonischem Witz, der sich

aber niemals über seinen Gegenstand erheben will.“

Westdeutscher Rundfunk

Freitag, 9. Mai 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Bernd Gradwohl Dirigent

Fritz Kircher Violine

Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 52 in c-moll

Johannes Leopold Mayer, Tractatulus parvus musico – narrativicus de

vexationibus cottidionis vulgaribus

Franz Schubert, Rondo in A-Dur für Violine und Streicher, D 438

Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie in g-moll, KV 183

„Ich muss wohl auch ein bisschen wahnsinnig gewesen sein“, sagte Bernd

Gradwohl erleichtert und glücklich zugleich auf die Frage, wie man heutzutage

noch ein klassische Orchester gründen könne. Diese „Wahnsinnsidee“

war gleichzeitig der Traum des Komponisten und Dirigenten aus Eisenstadt.

Mit seinem 21-köpfigen, aus zehn Nationen stammenden Orchester „Die

SchlossCapelle“ begeistert er das Publikum. „Wir wollen weg vom Klischee

Papa Haydn, unsere Musik ist jung und spritzig“, so Gradwohl. „Außerdem

bestand auch das ursprüngliche Orchester Joseph Haydns aus 21 Musikern.

Wir sind authentisch.“

Nach seiner einzigen, längeren Krankheit um 1770 holte Haydn in den folgenden

beiden Jahren zum Durchbruch seiner musikalischen Individualität aus:

Neben den Streichquartetten verfasste er eine Gruppe von acht Sinfonien,

die zum Faszinierendsten gehören, was er überhaupt komponierte, darunter

seine beeindruckende c-moll-Sinfonie, die in dem Zeitraum 1771 bis 1773 in

Esterháza entstanden ist und einer feurigen Explosion gleicht.

Leider hat Franz Schubert kein Violinkonzert geschrieben, in dem er die

Geige solistisch einem Orchester gegenüberstellte. Obwohl die Geige sein

Instrument war. Als „kleinen“ Trost hat er jedoch dieses wunderschöne Rondo

für Violine und Orchester hinterlassen. Schubert schrieb das Werk 1816 in

Wien, in unmittelbarer Nähe zu seiner 5. Sinfonie. Es war das letzte Jahr

seiner Kompositionsstudien bei Antonio Salieri.

Der 17-jährige Mozart vollendete vermutlich am 5. Oktober 1773 die Sinfonie,

die gemeinhin als „kleine“ g-moll-Sinfonie bezeichnet wird – im Kontrast zu

seiner späteren KV 550. Das Werk enthält einige Strukturen, die für Mozart

bis dahin ungewöhnlich waren. Seine erste Sinfonie in einer Moll-Tonart

überhaupt. Zu dieser Zeit überwogen Sinfonien in Dur. Das Mollgeschlecht

verführte Musikwissenschaftler, eine Vorahnung der „Sturm-und Drang-

Periode“ zu hören oder diese sogar als einen Vorläufer der Meisterwerke

der Romantik zu betrachten. Dies mag auch der Grund sein, warum aus den

Moll-Sinfonien gerne Weltschmerz-Gefühle herausgehört oder wie in Mozarts

Fall erste sehnsüchtige Liebesgefühle hineingedeutet werden.

© Reiner Pfisterer

Fritz Kircher

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Konzertabend


9 Kammermusik

Barbara Moser Klavier

Thomas Albertus Irnberger Violine

Quadriga Consort

Ensemble für Alte Musik

Samstag, 12. Oktober 2013

19.30 Uhr, Parkhotel Villach, Bamberg Saal

Mit dem Programm „Den Männern ebenbürtig“

Louise Farrenc, Sonate für Violine und Klavier Nr. 2, op. 39 in A-Dur

Pauline Viardot, Sechs Stücke für Violine und Klavier

Ethel Smyth, Sonate für Violine und Klavier, op. 7

Drei erfolgreiche Komponistinnen aus dem 19. Jahrhundert: Louise Farrenc

erhielt als erste Frau am Pariser Konservatorium eine Professur für Klavier,

Pauline Viardot war gefeierter Star auf der Opernbühne wie in Musiksalons

und Ethel Smyth, eine der Mitkämpferinnen der britischen Suffragettenbewegung.

Ihre faszinierenden Kompositionen werden hier wieder entdeckt. Dass

viele Komponistinnen jedoch völlig zu Unrecht in ihrem Schaffen weitestgehendst

unbeachtet blieben oder sogar abschätzig beurteilt wurden, führen

uns der Salzburger Violinist Thomas Albertus Irnberger und die Pianistin

Barbara Moser anhand dieses Programmes vor Augen.

Die Französin Louise Farrenc dürfte unter den Komponistinnen des 19.

Jahrhunderts wohl die am meisten unterschätzte sein. Als erste Frau in der

Geschichte des „Conservatoire National“ erhielt sie eine Professur für Klavier

und sollte diesen Posten 30 Jahre lang innehaben. Im 19. Jahrhundert war sie

die einzige Pianistin in Frankreich, der über einen solch langen Zeitraum

eine derart wichtige Stellung anvertraut wurde. Eine besondere Auszeichnung

erhielt sie 1862, als ihr die Akademie der Künste den begehrten „Prix

Chartier“ für ihre Orchesterwerke verlieh.

„... sie ist die genialste Frau, die mir je vorgekommen.“ Dieser Meinung war

nicht nur Clara Schumann, von der diese Äußerung stammt. Pauline Viardots

sängerisches und pianistisches Können, ihre Intelligenz, ihre selbst

für damalige Maßstäbe außergewöhnliche musikalische Vielseitigkeit waren

stets unbestritten. Anders die Qualität ihrer Kompositionen: Sie zitiert,

parodiert, imitiert; einen einheitlichen Stil strebte die Komponistin nicht

an. Ihr ging es um Leichtigkeit, Witz, Lebendigkeit: Musik als Kommunikation.

Pauline Viardot entwickelte sich zu einer vortrefflichen Sängerin mit

einer außergewöhnlichen Mezzosopran-Stimme, die mühelos vom Sopran

zum Alt wechseln konnte. Sie sang alle wichtigen Partien des zeitgenössischen

Opernrepertoires und gewann Glucks „Orpheus und Euridice“ für die

Opernbühne zurück.

Während Ethel Mary Smyth’ musikschaffende Vorgängerinnen wie Clara

Schumann oder Fanny Hensel eher „nebenher“ komponierten, war es Smyths

Anspruch, in ihrer Arbeit gleichwertig zu ihren männlichen Kollegen gesehen

zu werden und davon zu leben. Ihre bekannteste Oper ist „The Wreckers“.

Ihr berühmtestes Werk ist allerdings „The March of Women“, das zu einer

Hymne der englischen Frauenbewegung wurde.

Sonntag, 24. November 2013

19.30 Uhr, Parkhotel Villach, Bamberg Saal

Tis Christmas Now

Alte Weihnachtsmusik und Carols aus Großbritannien

Elisabeth Kaplan Gesang

Angelika Huemer Blockflöten, Viola da Gamba

Karin Silldorff Blockflöten

Dominika Teufel Viola da Gamba

Peter Treffliner Barockcello

Laurenz Schiffermüller Percussion

Nioklaus Newerkla Cembalo, Arrangements

Wenn die kalten Wintertage düster hereinbrechen, verbreitet das Quadriga

Consort wohlige Weihnachtsstimmung mit jahrhundertealten, lange vergessenen

Carols. Wiederentdeckt und für altes Instrumentarium rekonstruiert

und arrangiert, fügen sich ruhig besinnliche und schwungvoll heitere Stücke

zu einem Programm zusammen, das eine Zeitreise in längst vergangene Tage

erleben lässt und auf wundersame Weise in uns das Gefühl der Friedlichkeit,

des Staunens und der Vorfreude auf Weihnachten erweckt. Quadriga Consort

unter der Leitung des Cembalisten Nikolaus Newerkla hat sich auf die

Erkundung des musikalischen Erbes der britischen Inseln spezialisiert und

schreitet damit seit seiner Gründung im Jahre 2001 als leuchtendes Beispiel

voran. 2011 wurde die Produktion mit dem Ö1-Pasticcio-Preis ausgezeichnet.

Das Ensemble musiziert in kleiner Besetzung unaufdringlich und zurückgenommen,

legt zugleich den Fokus auf klangliche wie dynamische Nuancen.

Intensität wird nicht aus instrumentaler Opulenz oder großer Geste generiert,

vielmehr aus spannungsgesättigter Exegese, delikatem Interplay und der

spezifischen Faktur des einschlägigen Repertoires.

Die Arrangements von Nikolaus Newerkla zeugen von nötiger Distanz und

einem Weitblick in seiner von Grund auf beachtlichen Arbeit mit den Pausen,

den stillen Elementen, den Momenten der Spannung und Ausgeglichenheit.

Ein irisches Sprichwort sagt: „Drei Dinge sind unmöglich zu erlangen: die

Gabe der Poesie, die Freigiebigkeit und eine Nachtigall in der Kehle.“ Man

könnte sagen, dass dieses Ensemble von zeitlosem Charme diesen Fehdehandschuh

aufnimmt.

„Es ist faszinierend, wie viel Lebendigkeit und Farbenreichtum das Consort

aus diesen ‚grundlegenden‘ Stücken holt. Melancholisch, elegant, versonnen,

dann wieder überschwänglich, vital, rhythmisch, virtuos. Besonders inspirierend

finde ich die ständige, greifbare Nähe zur Improvisationspraxis, vergangener

oder heutiger Tage.“

Paul Gulda, Pianist

„… es ist in der Tat eine ‚schöne‘ Musik im Wortsinn, sie ging mir sofort sehr

nahe. Es ist, als würde die Zeit angehalten werden ...“

Peter Turrini, Dramatiker

Thomas Albertus Irnberger

Barbara Moser

© P. Gerard

© Daniel Gebhart


Kammermusik

10

Margit-Anna Süss Harfe

Matthias Michael Beckmann

5-saitiges Violoncello

Samstag, 29. März 2014

19.30 Uhr, Parkhotel Villach, Bamberg Saal

Mit dem Programm „Auf dem Wasser zu singen“

Werke von Schubert, Hasselmans, Saint-Saëns, Villa-Lobos, Haydn,

Mendelssohn Bartholdy, Debussy und Andrès.

In allen Kulturen der Erde wurde Wasser früher als Symbol des Lebens

verehrt. Alle großen Komponisten und Dichter haben Werke geschaffen, in

denen die Faszination des Wassers beschworen wird. Wasser als Symbol

für den ständigen Fluss des Lebens, als reinigende Energie, aber auch als

geheimnisvoller Ort der Nixen und Wassermänner. Und zum Wasser gehört

natürlich der Schwan, ein Sehnsuchtsbild, welches auch schwarze Trauer tragen

kann. Dieses Programm legt den Schwerpunkt auf feine Kammermusik,

gleichsam auf den Urquell der Musik.

Die 1823 entstandene „Arpeggione“-Sonate von Franz Schubert war ursprünglich

für das sechssaitige, dem Cello verwandten Arpeggione gedacht.

Der feine Schwung von Beckmanns Phrasierung lässt schon nach wenigen

Tönen von Schuberts „Arpeggione-Sonate“ aufhorchen. Behutsam und geradezu

liebevoll, dabei weder zögerlich noch zimperlich, führt Beckmann

den Bogen über sein Instrument, zwingt es nicht, zu sein, was es nicht ist.

Sein Instrument hat Grazie und Eigenwillen, Anmut und Selbstbewusstsein,

kann sich ganz bescheiden zurücknehmen und immer noch deutlich machen,

was sie will, und sie kann mit großer Tatkraft das Wort ergreifen, ohne

einzuschüchtern. Eine wirklich reife Leistung, denn selten hört man dieses

Werk, elegant und sehnsüchtig, aber trotzdem mit großer Leidenschaft. Eine

Bearbeitung, die Leichtigkeit hat und gleichzeitig den romantischen Gestus

des Werkes voll zur Geltung bringt.

Der Pariser Professor für Harfe, Alphonse Hasselmans, komponierte mehrere

Dutzend Werke für sein Instrument. Seine berühmteste Komposition

ist die Etüde „La Source. So klingt das Harfen-Solo, das Margit-Anna Süss

mit bewundernswerter Fingerfertigkeit auffächert, als sei es eine kostbare

Kette aus Diamantklängen, wie aus einer anderen Welt. Man hört fast das

Wasser plätschern.

Bozen Brass

Freitag, 25. April 2014

19.30 Uhr, Parkhotel Villach, Bamberg Saal

Robert Neumair Trompete

Anton Ludwig Wilhalm Trompete

Norbert Fink Horn

Stefan Mahlknecht Posaune

Anton Pichler Tuba

Werke von Earth Wind and Fire, Piaf, Finger, Rossini, Schumann, Toto,

Jamiroquai, Sembello, Jackson, Medley, Sting, Mendelssohn Bartholdy

und Camillo

Das Blechbläserquintett aus Südtirol wurde 1989 gegründet und spielt seit

2003 in der aktuellen Besetzung mit zwei Trompeten, einer Posaune, einem

Horn und einer Tuba. Das musikalische Spektrum reicht von Barock bis Pop

und umfasst auch eigene Arrangements. Die Grundlage allen Schaffens bildet

eine solide musikalische Ausbildung.

Kombiniert mit der Liebe zur Musik und der puren Lust am Musizieren

entsteht ein exzellenter Klang in allen musikalischen Stilrichtungen von

Barock bis Blues, von klassisch und festlich bis modern und mitreißend.

Strahlend, klar, erfrischend wie ein Gebirgsbach im Hochsommer – und

so mitreißend wie derselbe Bach bei der Schneeschmelze – so präsentiert

sich das rasante und unkonventionelle Programm. Die Werke sind für das

Südtiroler Ensemble zur Gänze von Robert Neumair komponiert und arrangiert

worden. Aber auch Anton Ludwig Wilhalm zeichnet sich für einige

Arrangements verantwortlich.

Sie bieten den Zuhörern einen spannungsreichen musikalischen Bilderbogen

quer durch die Musikgeschichte und alle Stilrichtungen. Bozen Brass lässt

sich bewusst auf keine musikalische Stilrichtung festlegen. Ihr Repertoire

reicht von „Barock bis Blues“, um ein breites Publikum erreichen zu können.

Die Musik aus Barock, Renaissance und Oper kann als Hommage an die

klassische Musikausbildung gesehen werden. Aber mit fünf Blechblasinstrumenten

geht natürlich noch viel mehr. Rasant und unkonventionell geht es

durch Jazz, Pop und Rock, erscheinen Größen wie Sting oder Michael Jackson

auf der Bühne. Für den ultimativen Schwung sorgt Robert Neumair hin und

wieder am Schlagzeug.

Anspruchsvolle Musik fein gespielt - das ist schön, aber für Bozen Brass

nicht genug. Nicht nur für die Ohren muss ein Konzert etwas bieten. Auch

die Augen sollen beschäftigt werden. Und wenn den Zuschauern dabei auch

mal der Atem stockt – umso besser. Es wird gesteppt und getanzt auf der

Bühne, mit pfiffigen Choreografien wechseln die Musiker ihre Plätze und

Haltungen. Denn Spaß ist kein Fremdwort für die Musiker – was man auch

in ihren Moderationen merkt. Erlaubt ist, was gefällt, und die Freundschaft

verträgt auch mal einen Witz mit Augenzwinkern.


11 Kammermusik

Kammermusik Zusatz

Sonja Leipold Cembali

Borka Szalay Flöten

Christoph Hofer Akkordeon

Barbara Kleewein Violoncello

Orthulf Prunner Klavier

Samstag, 17. Mai 2014

19.30 Uhr, Parkhotel Villach, Bamberg Saal

Werke von Bassano, Bovicelli, Mealli, Corelli, Vivaldi/J. S. Bach, Kerer,

Lacroix, Poulenc, Blavet, Soler, Couperin und Attaignant

Die Villacherin Sonja Leipold hat für das Publikum in ihrer Heimatstadt ein

ganz spezielles Programm zwischen Alter und Neuer Musik zusammengestellt.

Die Künstlerin hat kammermusikalische Kostbarkeiten aus der Raritätenkiste

ausgegraben, um neben bekannten Komponisten auch Werke

jener aufzuführen, deren Stücke schon fast in Vergessenheit geraten sind.

Trotz der musikwissenschaftlichen und historischen Hintergründe wird sehr

viel Wert daraufgelegt, abwechslungsreiche Programme zu gestalten. Der

Virtuosin liegt eine historisch fundierte, aber auch aktuelle Interpretation

der Werke sehr am Herzen.

Gemeinsam mit Christoph Hofer, Akkordeon und Borka Szalay, Barock- und

Renaissanceflöten, wird ein Programm gespielt, das im ersten Teil italienische

Musik porträtiert und den zweiten Teil der Musik aus Frankreich

widmet. Chronologisch wird ein Bogen

von früher Renaissancemusik

bis hin ins Jahr 2013 sowie wieder

zurück an den Ausgangspunkt gezogen.

Die Werke sind von unterschiedlicher

Farbigkeit auch in der

Interpretation. Hervorragende Dynamik

und unbändige Spielfreude

zeichnen die Darbietungen aus.

Nicht nur Perfektion und Brillanz

des Vortrags, sondern vielmehr die

Intensität, mit der die Künstler das

Programm ausspielen, fasziniert

die Zuhörer.

Mit einem Stipendium des Bundesministerium

für Unterricht und

Sonja Leipold

Kunst für das Projekt „Cembaloperspektiven“

im Jahr 2009 sowie

dem Kärntner Landesmusikstipendium

2013 wurde Sonja Leipolds Tätigkeit

in der zeitgenössischen wie

in der Alten Musik gewürdigt. Der

Cembalistin gelingt die Verknüpfung

von persönlichem Ausdruck

mit hohem Einfühlungsvermögen

in die verschiedenen Personalstile

der Komponisten. Die Protagonistin

spielt auf ihren beiden Instrumenten.

Es sind Kopien eines frühbarocken

italienischen Cembalos nach

Giusti sowie eines hochbarocken

Borka Szalay

Cembalos nach Taskin, die von der

Qualität, Klangschönheit, Klangfarbenreichtum

und Flexibilität ziemlich

herausragend sind.

Das Akkordeon darf zu Recht als

eines der vielseitigsten Instrumente

bezeichnet werden, das auf der

ganzen Welt und in jedem Genre zu

Hause ist. Es ist das Chamäleon unter

den Instrumenten und Christoph

Hofer ist ein Meister darauf!

Was die drei Musiker, scheinbar

verspielt, de facto aber konzentriert

nach den Wurzeln der Musik tastend,

ihren Instrumenten entlocken,

Christoph Hofer

ist schlicht einmalig.

Samstag, 9. November 2013

19.30 Uhr, Parkhotel Villach, Bamberg Saal

Die Gambensonaten von Johann Sebastian Bach, eine Cellosuite und das

Italienische Konzert

Wodurch zeichnet sich ein vorzügliches Duo aus Aufzuzählen ist auf alle

Fälle der außergewöhnliche klangliche Reichtum sowie ein intuitives Verständnis,

denn eine brillante Spieltechnik darf vorausgesetzt werden. Barbara

Kleewein und Orthulf Prunner besitzen alles davon!

Barbara Kleewein spielt Bach mit der nötigen Disziplin und gleichzeitig mit

geradezu religiöser Inbrunst. Die virtuosen Linien von Bachs Kompositionen

werden von Orthulf Prunner mit Leichtigkeit zu einem vergeistigten musikalischen

Dialog verwoben. Eine musikalische Andacht, ein Zwiegespräch

zwischen den Musikern. Gerade diese zurückhaltende Kombination aus Cello

und Klavier sorgt für entrückte Momente und innere Einkehr. Was die beiden

Spitzenmusiker zeigen, ist einfach vom Feinsten. Aus jederzeit ernsthaftem,

meditativem Musizieren erstrahlt immer lebendige Freude. Bach hätte seine

helle Freude gehabt.

Die sechs Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach sind ein

Grundpfeiler im Repertoire für dieses Instrument. So wie ein Pianist sich

stets aufs Neue mit einem Standardwerk wie Bachs „Wohltemperiertem

Klavier“ auseinandersetzt, begleitet die Aufführung der Solosuiten einen

Cellisten sein Leben lang. Traumwandlerisch sicher bewegt sich die Villacher

Cellistin bei der Suite Nr. 6 in D-Dur, die ursprünglich für ein 5-saitiges

Instrument komponiert wurde, auf dem schmalen Grat zwischen Freiheit

und Strenge; die vielen virtuosen Passagen gestaltet sie so präzise wie unaufdringlich.

Die drei Sonaten für Viola da Gamba und Cembalo von Johann Sebastian Bach

zählen zu dessen bekanntesten Kammermusikwerken. Ursprünglich von

Bach wohl eher nicht für Viola da Gamba und Cembalo geschrieben, haben

die drei Sonaten jedenfalls stilistisch kaum Affinität zu jener virtuosen Gamben-Kultur

mit ihren kunstvollen Verzierungen und dem hoch entwickelten

Akkordspiel seinerzeit in Frankreich. Eher hat Bach die Sonaten irgendwann

für Gambe eingerichtet, dennoch oder vielleicht gerade deshalb zählen die

„Gamben“-Sonaten heute zu seinen berühmtesten und beliebtesten Kammermusikwerken

und wurden bzw. werden vielfach mit Violoncello (gelegentlich

auch Bratsche oder Kontrabass) und Klavier aufgeführt.

Orthulf Prunner

Barbara Kleewein

© Gregor Nesvadba


Musiktheater

12

Zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi

Nationaltheater Brünn

Nabucco

Oper von Giuseppe Verdi

Aterballetto – Fondazione Nazionale

della Danza, Reggio Emilia

Canto per Orfeo

Montag, 7. Oktober 2013

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Mit seiner Oper „Nabucco“ vertonte Verdi (1813 – 1901) ein Thema aus

der jüdischen Geschichte und machte das Sehnen des jüdischen Volkes in

der „Babylonischen Gefangenschaft“ zu einem Symbol für den italienischen

Widerstand gegen die Fremdherrschaft der Habsburger, wie sie durch den

Wiener Kongress zementiert wurde. Mit dem am 9. März 1842 in Mailand

uraufgeführten „Nabucco“ sollte Verdi zugleich sein Durchbruch als international

anerkannter Opernkomponist gelingen. Die Premiere gipfelte „in nicht

enden wollenden Ovationen“. Der Opernchor „Va pensiero … Flieg, Gedanke…“

wird zu einer Freiheitshymne. Hinter dem Bild der Freiheitssehnsucht des

jüdischen Volkes aus längst vergangenen Tagen konnten die italienischen

Patrioten in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre eigenen nationalen und liberalen

Forderungen transportieren.

Jerusalem, 587 v. Chr. Das hebräische Volk ist der Invasion der Babylonier

unter Führung Nabuccos (Nebukadnezars) ausgeliefert. Der Stoff von

Verdis Oper Nabucco vereint die Geschichte von Völkern mit einer Familiengeschichte

und erzählt, wie stark die Suche nach sozialer und religiöser

Identität von archaischer Gewalt und politischem Kalkül durchsetzt ist: die

Zerstörung des jüdischen Tempels und die Verschleppung der Hebräer ins babylonische

Exil, zwei ungleiche Schwestern, die die Liebe zum selben Mann

zu Rivalinnen macht, letztlich ein Vater und König, der sich Gottähnlichkeit

anmaßt, von einer unehelichen Tochter seiner Frau entmachtet wird und

aus Angst um seine leibliche Tochter, die als Geisel gehalten wird, zum Gott

Israels findet.

Das Nationaltheater Brünn

Das Angebot ist breit gefächert: das Repertoire reicht von klassischen Inszenierungen

bis hin zu modernen Stücken namhafter zeitgenössischer Regisseure.

Das Opernhaus führt in seinem Programm mehr als 20 Titel aller

großen Komponisten der Klassik: Opern von Verdi, Mozart, Tschaikowsky,

Puccini, Britten, Haydn. Berühmt geworden ist es durch viele publikumswirksame

Weltpremieren der Werke von Sergej Prokofjew und Leos Janáček.

Gastspiele führen das Nationaltheater Brünn in viele Länder Europas bis

hin nach Japan.

Das Nationaltheater Brünn kommt mit 160 Mitwirkenden nach Villach; es

bürgt mit hervorragenden Solisten, einem bestens aufeinander abgestimmten

Chor und einem mit exzellenten Ruf ausgestatteten Orchester für äußerst

hohe Qualität. Das Nationaltheater ist in Villach durch die Aufführungen

bei Summertime bestens eingeführt.

Dienstag, 25. März 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Aterballetto wurde 1991 von der Stadt Reggio Emilia mit dem Anspruch

gegründet, alle Bereiche der Tanzwelt global zu erfassen und in ihnen zu

agieren. 2001 wird aus dem Centro Regionale das Centro della Danza und

2003 die Fondazione Nazionale della Danza. Die Stiftung bietet herausragende

Projekte auf regionaler und nationaler Ebene, die sie in Italien einzigartig

macht.

Die intensive Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von international anerkannten

Choreographen, Komponisten, Bühnenbildnern und Künstlern

trug im Lauf der Jahre entscheidend dazu bei, die Qualität der Kompanie

voranzutreiben und zu festigen. Aterballetto besteht überwiegend aus Solotänzer/innen

auf technischem Spitzenniveau, welche die anspruchsvollsten

Rollen und die verschiedensten Tanzstile beherrschen. Aterballetto genießt

große nationale und internationale Anerkennung.

Der Mythos sagt: Orpheus stieg in die Unterwelt, um durch seinen Gesang

und das Spiel seiner Lyra den Gott Hades zu bewegen, ihm seine geliebte

Eurydike zurückzugeben. Seine Kunst war so groß, dass Hades seine Bitte

gewährte – jedoch nur unter der Bedingung, dass Orpheus auf dem Weg in

die Oberwelt vorangehen müsse, ohne sich nach Eurydike umzusehen. Diese

Bedingung konnte er letztlich nicht erfüllen, da er sich – als er Eurydike

nicht mehr hinter sich wähnte – nach ihr umdrehte und sie damit für immer

verloren war.

Das Unterfangen Orpheus’, seine verstorbene Frau Eurydike allein durch

Gesang und Poesie den Mächten des Todes zu entreißen, lässt ein intimes und

persönliches Abenteuer lebendig werden – ein Abenteuer aus Klängen, aus

Körpern und Visionen. Orpheus sind wir – mit unseren Sehnsüchten und mit

unserem Scheitern. Der Mythos „Orpheus“, tragisch und komisch zugleich,

wird hier als ein „Gesang im Namen der Liebe“ zur Anschauung gebracht.

Italiens zurzeit wohl bestes Tanzensemble begeistert sein Publikum immer

wieder mit seinen außergewöhnlichen Leistungen. Im Februar 2012 konnten

sich die Villacher Besucher von der hohen Qualität des internationalen

Ensembles überzeugen.

„Canto per Orfeo“: ein Gesang im Namen der Liebe und zugleich eine Sammlung

von Geschichten über die Liebe. Doch kaum ist die Vision erreicht, fällt

der ganze Traum in sich zusammen.

© Jana Hallová

© Juri Junkov

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Opernabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Tanzabend


13

Musiktheater

Kammeroper Prag

Die Hochzeit des Figaro

von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Lorenza da Ponte

Sonntag, 13. April 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

In Paris hatte der Dichter Pierre de Beaumarchais 1778 mit „Der tolle Tag“

ein Lustspiel verfasst, das starke revolutionäre Tendenzen aufwies, sodass

Ludwig XVI. die Aufführung verbot. Es konnte erst nach mehrjähriger Zensur

1784 in Paris uraufgeführt werden; zuvor war es lediglich in Privatveranstaltungen

zu sehen.

Joseph II., in Österreich weniger revolutionsgefährdet, konnte nicht gut ein

Stück zulassen, das sein Schwager als gesellschaftskritisch und gefährlich

bezeichnet hatte. Librettist Lorenzo da Ponte hatte den Mut dem Herrscher

vorzuschlagen, es von jeder politischen Anspielung zu säubern. Unter dieser

Bedingung stimmte Joseph II. zu und Mozart erhielt den Auftrag zur Vertonung

von Da Pontes Spielvorlage.

Sie beginnt am Morgen des Hochzeitstages von Figaro, dem Kammerdiener

des Grafen Almaviva, der die Zofe Susanna heiraten möchte und endet am

Abend desselben Tages.

„Recht der ersten Nacht“

Den Kern der Geschichte bildet die literarische Verarbeitung von „Ius primae

noctis“, dem „Recht der ersten Nacht“. Figaro ahnt nicht, dass auch der Graf

die schöne Susanna begehrt und er sich diese mit dem Recht, das seine

Gemahlin längst abgeschafft hat, zu Willen machen möchte.

Von nun an bestimmen allerlei Liebeswirren das Stück. Der Graf setzt alles

daran, Susanna zu erobern. Seinen Intrigen kommen die Ziele zweier weiterer

Akteure, des Arztes Dr. Bartolo und seiner Wirtschafterin Marceline,

entgegen, die allerdings ihre ganz eigenen Absichten verfolgen: Die ältliche

Marceline drängt Figaro, ein noch nicht verjährtes Heiratsversprechen ihr

gegenüber einzulösen. Dr. Bartolo will sich an Figaro für dessen Rolle bei der

Entführung der jetzigen Gräfin, seines damaligen Mündels „Rosine“, rächen.

Der etwas naive Page Cherubino schließlich, eine weitere Hauptperson, flirtet

mit allen weiblichen Wesen in seiner Nähe, selbst mit der Gräfin, seiner Patin.

Zahlreiche Intrigen Figaros und kluge Listen seitens der Frauen führen

schließlich nach vielen Verwicklungen zum Ziel. Am Ende ist der Graf der

Blamierte und bittet seine Gemahlin um Vergebung.

Heute fragen wir uns erstaunt, wie dies möglich gewesen ist: Am 29. April

1786 vollendete Mozart die Partitur und am 1. Mai fand bereits die Uraufführung

statt.

Die Kammeroper Prag

ist für ihre Leichtigkeit und ihre mit viel Spielwitz ausgestatteten Inszenierungen

bekannt. Der Bekanntheitsgrad führte sie bis nach Japan.

Zum 150. Geburtstag von Richard Strauss

Landesbühnen Sachsen

Ariadne auf Naxos

Oper von Richard Strauss

Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Dienstag, 29. April 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Richard Strauss (1864 – 1949), Sohn des Kammermusikers (Waldhornist)

und späteren Musikprofessors Franz Joseph Strauss (1822 – 1905), war ein

Wunderkind. Richard erhielt schon seit 1869 Musikunterricht, bereits 1880

begann er zu komponieren, 1881 wurde seine erste Komposition öffentlich

aufgeführt. Nach dem Abitur 1882 studierte er von 1882 bis 1883 Philosophie,

Ästhetik und Kulturgeschichte an der Universität München.

1885 wurde Strauss unter Bülow bereits Zweiter Kapellmeister am Hoftheater

in Meiningen, dem er 1886 als Leiter der Kapelle folgte. Noch im selben Jahr

ging er als Dritter Kapellmeister an die Hofoper in München. Als Kapellmeister

in München, Meiningen und Weimar galt er als einer der hervorragendsten

Dirigenten seiner Zeit; er erwarb sich Kenntnisse, die ihn zu späteren

künstlerischen Leitungsfunktionen an der Berliner Hofoper (1898 – 1918)

und an der Wiener Staatsoper (1919 – 1924) befähigten.

Nach dem revolutionären Bühnenwerk „Salome“ – Text: Oscar Wilde – stellte

die Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal sein Opernschaffen auf

eine neue Basis: Gemeinsame Bühnenwerke wie „Elektra“, „Der Rosenkavalier“,

„Ariadne auf Naxos“ oder „Die Frau ohne Schatten“ sind bis heute

unentbehrliche Bestandteile des Opernrepertoires. „Ariadne auf Naxos“ ist

eine geistreiche Verbindung des Molièrschen Lustspiels „Der Bürger als Edelmann“

mit einer fingierten Oper im altitalienischen Stil.

Das Gemeinschaftswerk „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss und Hugo

von Hofmannsthal entstand unmittelbar nach „Der Rosenkavalier“ als Kammeroper

für ein 36-köpfiges Musikensemble als „Theater auf dem Theater“.

Im Hause eines reichen Wiener Bürgers des Rokokos werden zu einem Fest

eine ernste Oper eines jungen Komponisten und ein lustiges Tanzensemble

engagiert. Die Tafel währt länger als vorgesehen und deshalb soll die Oper

„Ariadne auf Naxos“ einfach weggelassen werden. Der Komponist ist zutiefst

gekränkt; Zerbinetta, die Tänzerin der Commedia-dell’arte-Gruppe,

hat die absurde aber rettende Idee: man könnte die beiden Vorstellungen

miteinander verquicken. Während Ariadne auf der wüsten, einsamen Insel

den Schmerz ihres Verlassen-Seins besingt, wird Zerbinetta mit ihren Begleitern

erscheinen und die Unglückliche mit Tänzen und Liedern aufzuheitern

versuchen.

Die Landesbühnen Sachsen

sind ein Mehrsparten-Theater, sie bringen es pro Spielzeit auf 650 Aufführungen

im Stammhaus in Radebeul, auf der Felsenbühne Rathen, im Dresdner

Zwinger und auf den zahlreichen Abstechern in Sachsen und außerhalb des

Landes.

Stefanie Krone singt die Titelrolle der „Ariadne“

Richard Strauss zur Zeit, als er „Ariadne auf

Naxos“ komponiert hatte.

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Opernabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Opernabend


Sprechtheater

14

Burgtheater Wien

Gespenster

Drama von Henrik Ibsen

mit Kirsten Dene und Martin Schwab

Dienstag, 15. Oktober 2013

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Gespenster gehen auf Helene Alvings Landgut um, Wiedergänger aus einer

verdrängten Vergangenheit, die im Handlungsverlauf allmählich ans Licht

treten. Ibsens loderndes Familiendrama musste 1882 in Chicago uraufgeführt

werden, zu massiv attackierte es die norwegische Gesellschaft. Henrik

Ibsen zog gegen die Moral und „Lebenslügen“ seiner Zeit zu Felde, denn im

„Kampf der Geschlechter“ vertrat er im Gegensatz zu August Strindberg den

Standpunkt der Frau. Seine bürgerlichen Dramen zeigen großes psychologisches

Einfühlungsvermögen.

„Keinen Augenblick stellt sich die Frage, ob Ibsens einst skandalumwittertes

Enthüllungsschauspiel über Spätfolgen der Syphilis, religiöse Heuchelei und hemmungslosen

Opportunismus nicht schon längst von der Zeit überholt ist. Bösch

konzentriert sich auf die damals wie heute gültigen Grundkonflikte. In Form eines

Konversationslustspiels wird in eindrucksvollen Bildern sensibel – wenn nötig,

auch drastisch – verdeutlicht, wie einer jungen Generation durch das Fehlverhalten

der Altvorderen der Weg in ein selbstbestimmtes Leben verbaut wird. Dass

sich die Älteren durch das krampfhafte Festhalten an einem gesellschaftlichen

Konventionen entsprechenden Image auch selbst um ein erfülltes Leben betrügen,

ist eine andere Sache.“

Wiener Zeitung, Hilde Haider-Pregler

„David Bösch zeigt, dass die Kunst durchdringender Menschendarstellung keine

Sache alter Moden ist, sondern: eines alten Schatzes. Die ,großen Alten‘, die hier

angesprochen sind, sind Kirsten Dene und Martin Schwab.“

FAZ, Gerhard Stadelmaier

„Im Kampf um moralische Deutungshoheit sind Kirsten Dene und Martin

Schwab das Dream-Team des Abends, sie machen ihn zum Ereignis. Kirsten Denes

am Leben geprüfte Nüchternheit und Martin Schwabs pastorale Nervosität

ergänzen sich in furioser Dialektik.“

Die Welt, Paul Jandl

„Diese ,Gespenster‘-Inszenierung ist ein großer Wurf. Sie zeigt einen Regisseur,

der sehr musikalisch inszeniert, aber auch auf die Pauke hauen kann. Ein

junger Mann, der mehr als nur sich selbst versteht, ein Methodiker mit einer

definierenden Kraft.“

Süddeutsche Zeitung, Helmut Schödel

„Kirsten Dene und Martin Schwab zeigen das rührendste, verzweifeltste, komischste

Liebesnichtgespann, das seit langem auf deutschen Bühnen zu sehen

war. Verdienter Jubel für eine messerscharf gedachte Inszenierung.“

Der Standard, Ronald Pohl

Leben heißt – dunkler Gewalten

Spuk bekämpfen in sich.

Dichten – Gerichtstag halten

über sein eigenes Ich.

Staatstheater Stuttgart

und Staatstheater Dresden

Das Leben des Galilei

Drama von Bertolt Brecht

Musik von Hanns Eisler

Dienstag, 1. April 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Erdrückende Erkenntnis durch das Fernrohr

Galileis Fernrohr offenbart, was Kopernikus schon 100 Jahre vorher dachte:

Die Erde ist nicht Zentrum des Universums, sondern ein Stern unter vielen.

Nicht die Sonne dreht sich um den vermeintlichen Fixpunkt Erde, sondern

die Erde um die Sonne.

„Unser Zusammenleben als Menschen ist in einem ganz neuen Umfang von

den Wissenschaften bestimmt“, kommentierte Brecht sein Drama „Leben

des Galilei“ – und beschäftigte sich über viele Jahre hinweg mit einer der

zentralen Fragen des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts. Einerseits formuliert

er in „Leben des Galilei“ das Recht auf unabhängige Forschungsarbeit

der Naturwissenschaften und warnt vor deren Instrumentalisierung durch

tagespolitische Ereignisse. Andererseits zeigt er auf, wie man anhand wissenschaftlicher

Untersuchungen zu Wahrheiten gelangen kann.

In 15 Bildern beschreibt Brecht das Leben von Galileo Galilei von dem Moment

an, an dem er Padua verlässt, um in Florenz seine Forschungsarbeit

voranzutreiben. Dort wird ihm zwar von oberster Stelle die Richtigkeit seiner

Überlegungen bestätigt, im selben Atemzug aber die Verbreitung der kopernikanischen

Lehre aufs Strengste verboten.

Öffentlich schweigt er, privat hält er an seiner These fest und schöpft Hoffnung,

als sein Gönner, der Kardinal Barberini, neuer Papst werden soll. Doch

wieder stößt Galilei in Rom auf Ablehnung. Man droht ihm so lange, bis er

zu seiner eigenen Lehre auf Abstand geht. Freunde und Wegbegleiter sind

empört.

Von der Inquisition unter Hausarrest gestellt, fristet Galilei sein Leben auf

dem Land – ständig überwacht von seiner Tochter und einem Mönch. Seinem

ehemaligen Schüler Andrea jedoch gelingt es, die unveröffentlichten

„Discorsi“-Manuskripte außer Landes zu schmuggeln und zu verbreiten.

Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren. Was liegt näher,

als 2014, im Jahr seines 450. Geburtstages, eine Inszenierung von Bertolt

Brechts genialem Werk aus den renommiertesten deutschsprachigen Theatern

nach Villach zu holen. Diese Inszenierung entstand in einer Koproduktion

der beiden Staatstheater Dresden und Stuttgart.

„Eine ungeheuer spannende Inszenierung mit einigen überaus starken Bildern,

die sehr sicher den ernsten Kern und die dramatische Wucht des Stoffes herausarbeiten.“

Dresdner Morgenpost

© Reinhard Werner

© Matthias Horn

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Sprechtheaterabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Sprechtheaterabend


15

Sprechtheater

Volkstheater Wien

Piaf – Ein Leben in Bildern

und Chansons

mit Maria Bill

Montag, 7. April 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Die kleine Édith Gassion wurde von ihrer Mutter Anita Maillard, einer Kaffeehaussängerin,

nach einigen Wochen verlassen, sie wuchs bei ihrer Großmutter

mütterlicherseits auf, wo die Kleine fast verhungerte. Ihr Vater Louis, in

einem Wanderzirkus beschäftigt, brachte das Kind bei seiner Mutter, die

ein Bordell führte, unter. Mit sieben Jahren nahm sie der Vater mit auf die

Tournee. Zehnjährig begann sie auf der Straße zu singen. Nach dem Willen

ihres Vaters hätte sie Akrobatin werden sollen, aber „dieses Gör hatte alles in

der Kehle und nichts in den Pfoten“. Édith Piaf wurde stark vom Alkoholismus

ihres Vaters und der Gewalttätigkeit des Milieus geprägt, dem sie während

ihrer Kindheit und Jugend ausgesetzt war.

Als 15-Jährige verließ sie ihren Vater und zog alleine als Straßensängerin

nach Paris. Kurz darauf wurde sie vom Kabarettbesitzer Louis Leplée entdeckt,

der sie als Chanteuse in sein Kabarett holte und ihr den Namen gab

unter dem sie bekannt wurde: „Môme Piaf“ (Kleiner Spatz). Ihr Name ist

Legende geblieben: Édith Piaf (1915 – 1963) stieg mit ihren Chansons über

Liebe und Leidenschaft von der Straßensängerin zum Weltstar auf.

Die große Maria Bill

spannt in der Regie von Michael Schottenberg einen Bogen über ein Leben,

dessen Triumphe und Katastrophen einander fatalerweise bedingten. Maria

Bill lässt den „Spatz von Paris“ auferstehen. „Maria Bill als Édith Piaf:

Faszinierend, berührend, aufregend und immer authentisch. Denn die Bill

ist die Bill – als Piaf ist sie Weltklasse“, darüber sind sich die Medien einig.

Aufgewachsen im Appenzeller Mittelland, begann Maria ihre Theaterkarriere

1971 am Zürcher Theater am Neumarkt, an dem sie drei Jahre lang

Ensemblemitglied war. Nach der Schauspielakademie in Zürich besuchte sie

die Theaterschule Jacques Lecoq in Paris, an der sie sich auch mit ihrem komödiantischen

Talent auseinandersetzte. Seit 1978 wirkt Maria Bill in Wien,

wo sie unter anderem im Theater in der Josefstadt, am Burgtheater und am

Volkstheater auftrat. Für ihre erfolgreiche Darbietung über das Leben der

Édith Piaf im Jahr 1982 wurde sie mit der Kainz-Medaille ausgezeichnet.

Mit der 1983 veröffentlichten LP „Maria Bill“ gelang es ihr, im folgenden Jahr

in den Spitzenbereich der Hitparade vorzudringen. Der darauf enthaltene

Titel „I mecht landen“ gilt als erfolgreicher Vertreter des Austropop. Neben

der Interpretation der eigenen Lieder zählen ihre musikalischen Programme

mit Chansons von Édith Piaf und Jacques Brel zu ihren Erfolgen.

Das Team:

Stephan Schill Schauspieler

Michael Hornek Piano, Kryssztof Dobrek Akkordeon

Westfälisches Landestheater

Andorra

Drama von Max Frisch

Dienstag, 15. April 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

„Andorra“ sei nichts weiter als der Name für ein Modell,

sagte Max Frisch über den Titel seines vor 40 Jahren entstandenen Stücks.

Es führt vor, wie sich eine Gemeinschaft aus ihren geballten Vorurteilen

ihren „bösen Juden“ schafft – als allgemeinen Sündenbock. Eine mörderische

Mechanik der Manipulation. Aus Weiß wird Schwarz gemacht.

Der junge Andri wächst in Andorra als vermeintlich jüdischer Adoptivsohn

des Lehrers Can und dessen Familie auf. Andri liebt Barblin, die Tochter des

Lehrers, ohne zu wissen, dass sie in Wahrheit seine Halbschwester ist und

entschließt sich, bei Can um ihre Hand anzuhalten. Er wird abgewiesen und

schreibt die Schuld seiner Identität als Jude zu. Als Andri eine Tischlerlehre

beginnt, stößt er hier ebenfalls auf Vorurteile, die von seinem Meister immer

wieder mit der Floskel „…wenn’s einer nicht im Blut hat“ bekräftigt werden.

Je mehr Andri mit den Vorurteilen konfrontiert wird, desto intensiver beobachtet

er sich und nimmt die ihm nachgesagten Eigenschaften an sich selbst

wahr. Andris leibliche Mutter kommt aus dem Nachbarland nach Andorra,

um ihren Sohn zu sehen. Sie bringt den Lehrer dazu, Andris wahre Identität

preiszugeben. Andri jedoch beharrt auf seiner Rolle als Jude und Sündenbock

der anderen, mit der er sich inzwischen abgefunden hat.

Max Frischs „Andorra“ ist bis heute ein hochaktuelles und brisantes Stück,

das das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Individuum in vielfältiger

Weise überprüft und die aktuelle Problematik des Mobbings aufgreift. So

geht es nicht nur um Diskriminierung, sondern auch um die Suche nach der

eigenen Identität, die vorab schon durch Meinungen anderer verzerrt wird.

Der Andere – das ist nicht nur der Jude, das kann jeder sein. Es ist das Fremde,

das man gar nicht erst bereit ist, kennen zu lernen.

Die Theaterarbeit des „Westfälischen Landestheaters“ mit Sitz in

Castrop-Rauxel ist mit seinen 15 Inszenierungen pro Spielzeit nicht nur auf

Nordrhein-Westfalen begrenzt; es gastiert regelmäßig in Hessen, im Saarland,

in Baden-Württemberg, in Luxemburg und auch in der Schweiz.

© Lalo Jodlbauer

© Volker Beushausen (3)

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Sprechtheaterabend

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Sprechtheaterabend


Sprechtheater Zusatz

Hinweis: Theater für ein Junges Publikum

16

Schauspielhaus Graz

Hakoah Wien

von Yael Ronen

Montag, 12. Mai 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Schauspiel von Yael Ronen

„W i e n u m 19 3 0 : E i n j u n g e r J u d e t r ä u m t v o n e i n e m L e b e n i n Te l Av i v.

Tel Aviv 2012: Der Enkel dieses Mannes träumt davon, österreichischer Staatsbürger

zu werden. Beide müssen ihre Identität finden und zwar in einer Zeit der

Gewalt, des drohenden Krieges. Den Hintergrund für diese Geschichte bildet

das berühmte historische Fußballteam Hakoah Wien, aus dessen Reihen junge

Männer aufbrachen, um den Staat Israel aufzubauen. Die Geschichte, die wir

erzählen, handelt von zwei Generationen der gleichen Familie, von Emigration,

Nationalgefühl, Fußball und Männlichkeit.“

Yael Ronen

„Eingebettet hat Yael Ronen ihre ,Hakoah‘-Spurensuche, uraufgeführt im Grazer

Schauspielhaus, in ein Fußball-Ambiente. Ein grünes Spielfeld bildet den Bühnenhintergrund,

einige Kisten dienen als Mehrzweckmobiliar. Unterlegt von

Anfeuerungsrufen zweier Sportkommentare kommt ein Quintett auf die Bühne,

in Trainingszeug, mit Jubelposen.

Rasch schlüpfen die Fünflinge in vielerlei Rollen; sie sind schwul, in ihrem Eheleben

lädiert, als Seelenkundler selbst erheblich defekt, entwurzelt, heimatlos.

Aber die Welt, die sie in zahlreichen Kurzszenen bunt, tönend und nostalgisch

kreisen lassen, ist aus ganz besonderer Theatererde geknetet. Scheinbar spielerisch

leicht gehen sie mit dem Komödiantentum, hinter dem sich immer wieder

verdrängte Vergangenheit zu erkennen gibt, dorthin, wo es weh tut.

So steht auch hinter jeder Figur ein Fragezeichen, gekrümmt wie die Wahrheit,

wenn sie von Menschen getreten wird. Hakoah steht für Stärke und Kraft.

Enorm stark, aber auch subtil und raffiniert verzahnt präsentiert sich diese fast

filmische Geschichte.

Wunderbare Theatermagie wohnt dem Abend inne; ein tiefsinniger, berührender,

beglückender Bühnenzauber, ermöglicht auch durch grandiose Mitwirkende:

Brigitte Stöger, Knut Berger, Sebastian Klein, Julius Feldmeier und Michael

Ronen als schauspielerischer Hochkaräter der Sonderklasse heben jeden konventionellen

Bühnenrahmen aus den Angeln. Das Publikum: Jubelnd, heftig

applaudierend, als wollte es sich eine Zugabe erklatschen. Eine mehr als verständliche

Reaktion für ein ganz und gar rares Ereignis. Man schaue und staune

selbst, möglichst rasch.“

Kleine Zeitung, Werner Krause

„Bejubelte Uraufführung von Yael Ronens Hakoah …“

Der Standard

„Hakoah Wien ist in Graz nicht zu Unrecht der Hit der Saison. Selten werden

Themen wie Emigration oder Identitätsfindung so leicht und flott wie hier serviert.

Dazu kommen gute Witze und ein extrem wendiges Ensemble – allen

voran Michael Ronen, der eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Hebräisch

spricht und Charmespender des Abends ist.“

Theater heute

© Lupi Spuma (3)

Seit mehr als 20 Jahren:

Theater für Kinder und

Jugendliche in Villach

Während bis in den Neunziger-

Jahren in Österreich nur Stadtund

Landestheater ein Märchen

in der Vorweihnachtszeit auf

dem Spielplan hatten, widmete

die Stadt Villach bereits ab

1991 Kindern aller Altersstufen

ein vielfältiges Theaterangebot:

Von episch-poetischen Formen

in den „Andersen-Tagen“ über

Figurentheater, von Theater

für die ganz Kleinen bis hin zu

Spielformen für Jugendliche.

Selbstverständlich wird diese

in der Villacher Kultur fest verankerte

Sparte auch in der kommenden

Spielzeit mit hoher Qualität

gepflegt werden.

Stücke für Kinder ab 2 Jahren

gehören genauso ins Repertoire

wie Märchen und Kinderbuchklassiker,

die Unterhaltung für

die ganze Familie bieten, während sich konzentrierte Studioproduktionen

mit aktuellen Themen Jugendlicher beschäftigen.

Gemäß den Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen werden einerseits

impulsgebende Themen der Zeit künstlerisch umgesetzt; spielerisch werden

Gesellschaftsmodelle hinterfragt und Lebensentwürfe beleuchtet. So

entstehen neue Sichtweisen auf alte Stücke, aber auch auf frische Themen

mit modernen Ansätzen. Verschiedene Spielformen und Inhalte gewährleisten

ein buntes Programm für alle Altersstufen.

Die Prospekte werden zeitgerecht ab September 2013 zur

Verfügung stehen.

© Ann Marie Kurtz

18.30 Uhr, Congress Center Villach, Galerie Draublick:

Einführungsgespräch zum Sprechtheaterabend


17

Jango Edwards

40 years of entertainment –

one lifetime

Theatersport

English Lovers (Wien) gegen

Improvista Social Club (Wien)

Freitag, 27. September 2013

19.30 Uhr, Parkhotel, Bamberg Saal Dienstag, 26. November 2013

Edwards wurde 1950 in Detroit als Stanley Ted Edwards geboren, er ist ein

US-amerikanischer Clown und Comedian; Jango widmete sein bisheriges

Leben dem Studium der Komödie und der Kunst des Clowns. Zurzeit lebt

er in Barcelona.

Bekannt wurde Jango Edwards durch seine sehr körperbetonten, teils derben

Bühnendarbietungen. Seit den 1980er-Jahren ist er einem breiteren Publikum

durch Live-Auftritte, solo und mit seiner Gruppe „Friends-Road-Show“, eine

Langspielplatte mit hauptsächlich Musikstücken aus seinen Auftritten (Live

at the Melkweg, Amsterdam 1978) und einer eigenen Fernsehshow bekannt.

Jango Edwards wirkte auch in einigen Kinofilmen mit. In den 1990er-Jahren

trat er regelmäßig in kurzen Sketchen in der vom ORF produzierten Comedy-

Reihe „Tohuwabohu“ auf, die auch im deutschen Fernsehen gezeigt wurde, im

Dezember 2008 hatte er im „Arosa Humor-Festival“ einen großen Auftritt.

Jango Edwards zählt zu den Pionieren der Comedy auf der ganzen Welt. Der

US-Amerikaner gründete das weltbekannte Amsterdamer „Festival of Fools“,

welches von 1975 bis 1984 eines der wichtigsten Festivals für Clowns weltweit

war. Mit seinen ersten Comedysketchen und seiner „Friends-Road-Show“

begründete Edwards einen ganz neuen Trend im Clownsspiel.

Jango Edwards arbeitet mit all seinen Talenten und Fähigkeiten – unter anderem

als Pantomime, Tänzer, Jongleur, Komponist, Autor, Magier, Professor,

Schauspieler, Ehemann, Choreograph, Produzent und Regisseur. Er schreibt

Comedy-Shows seit über 30 Jahren und spielte in Europa, Amerika, Russland,

Australien und Afrika. Jango Edwards produzierte Fernsehserien und viele

Filme, Dokumentationen und prämierte Werbespots. Seine begeisterten

Zuschauer waren bis heute unter anderem die Königin von Holland, Bundeskanzler

Helmut Schmidt, Salvatore Dalí, Catherine Deneuve, Federico Fellini,

Francis Ford Coppola, die Athleten des olympischen Dorfes in Barcelona, die

Zuschauer des Zirkus Roncalli und die Rolling Stones.

Am 23. November 2011 beschloss der Wiener Gemeinderat, Jango Edwards

das „Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien“ zu verleihen.

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Schiedsrichter Jörg Schur

Musik David Wagner

Theatersport ist die große Kunst des Improvisierens!

Das ist der Wettkampf zweier Schauspieler-Mannschaften, die sich in der

großen Kunst des Improvisierens messen. Ferner gehören ein Musiker, ein

Schiedsrichter und ein unbestechliches Publikum dazu. Nichts ist vorher

abgesprochen. Nichts ist vorbereitet. Alles wird auf Zurufe der Zuschauer

spontan improvisiert. Diese bieten Inspiration oder setzen Rahmenbedingungen.

Jeder Abend eine Uraufführung. Jeder Moment ist unerwartet, ob Drama,

Komödie, Oper oder Musical – alles ist möglich. Das Publikum bestimmt, was

es sehen möchte. Blitzschnell und mit scharfem Verstand werden Charaktere

aus dem Boden gestampft und in Szene gesetzt.

Es erwarten Sie Spontanität und Kreativität, Teamgeist gepaart mit Witz und

Spielfreude.

In Villach treten die beiden Finalisten

„English Lovers“ und „Improvista

Social Club“ aus 2012

gegeneinander an.

Theatersport oder auch Match

genannt, ist das sportliche Großereignis

im Improvisationstheater:

Es gibt Ausscheidungen wie

in Cup-Spielen: Achtel-, Viertel-,

Semifinale und letztlich das

Finale! Am Ende kann es nur

einen Sieger geben. Bei dieser

Spielform stehen die Gewinner

immer schon fest: Die Zuschauer.

English Lovers

Improvista Social Club


18

Gewinner des Kabarett-Preises

Salzburger Stier 2013

Mike Supancic

Musik-Kabarettist und Entertainer

präsentiert sein neues Programm

Freitag, 7. März 2014

19.30 Uhr, Parkhotel, Bamberg Saal

Der österreichische Preisträger „Salzburger Stier 2013“ heißt Mike Supancic.

Der „Salzburger Stier“ ist mit jeweils 6000 Euro dotiert und wird jedes Jahr

an Kabarettistinnen und Kabarettisten aus Österreich, Deutschland und der

Schweiz verliehen – 2013 bereits zum 32. Mal. Er ist nicht nur einer der begehrtesten

Kabarettpreise, sondern auch die größte Radio-Koproduktion im

Bereich Unterhaltung. Nicht weniger als zehn Radiostationen arbeiten für den

„Salzburger Stier“ eng zusammen: ORF, Schweizer Radio DRS, sieben ARD-

Sender sowie der RAI Sender Bozen. Der Preis wurde in Fürstenfeldbruck

überreicht; Gastgeber war der Bayerische Rundfunk.

Mike Supancic, der Musik-Kabarettist und Entertainer aus der Steiermark,

nimmt den schwarzen Humor ernst. Kompromisslos in seinen Pointen, immer

zu einem satirischen Grenzgang bereit, besingt er in seinen Liedern die

Groteske namens Leben. Mit rasanter Komik und absurden Gedankenspielen

wird dabei nicht gespart.

Naturkatastrophen, drohende Staatspleiten, Kindesmissbrauch, Waffenhandel,

Ausländerfeindlichkeit, Verschwörungstheorien – Mike Supancic

schöpft aus dem vollen politischen Themenarsenal. In den unterschiedlichsten

Musikstilen souverän, borgt sich Mike Supancic für seine satirischen

Katastrophenszenarien gerne Stimmen und Melodien bekannter Interpreten.

Inspiriert von dieser Vorlage entstehen neue Lieder, die sich nicht nur im Text,

sondern auch in der Dynamik deutlich von ihrem Original unterscheiden.

Fantasievoll in der Kombination seiner zahlreichen Musikzitate, spielerisch

im Umgang mit Worten und Ideen sowie als Bühnenfigur stets von heiterem

Charme geprägt, versteht es Mike Supancic vortrefflich, seine Kritik an der

Spaß- und Konsumgesellschaft in musikalische Attacken zu verpacken.

Pressestimmen:

„Einer der lustigsten Männer des Landes. Wer herzlich lachen will, muss zu

Mike Supancic.“

Falter

„Mike Supancic begeisterte im Posthof. Grausam gut!“

Österreich

„Blaue Flecken vom Schenkelklopfen. Ein großartiger Stimmenimitator.“

Kurier

„Ein parodistisches Ausnahmetalent. Biegen vor Lachen und tosender Applaus.“

Wiener Zeitung

„Eine wunderbare Freundschaft: die Gitarre und der Mike.“

Neues Volksblatt

Lisa Fitz

Mut

Donnerstag, 22. Mai 2014

19.30 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

Lisa Fitz gehört zu den renommiertesten politischen Kabarettistinnen im

deutschen Sprachraum – sie bringt auf den Punkt: Was den Menschen in Zeiten

von Banken- und Staatspleiten, Wut- und Hartz-IV-Bürgern, Pisastudien

und im Alltag fehlt, ist der Mut, nämlich in der Schlange vom Supermarkt,

im Restaurant oder in der U-Bahn, dort wo der Mensch mit Gewissen als

Mutbürger Klage in Taten umsetzen will. Zu oft fehlt der Schneid oder die

Zivilcourage.

„Der Mut ist wie ein Regenschirm. Wenn man ihn am dringendsten braucht,

fehlt er einem“, sagt Fernandel als Don Camillo. John Wayne meint: „Mut ist,

wenn man Todesangst hat und sich trotzdem in den Sattel schwingt.“

Aber wo ist die Grenze zwischen Mut und Dummheit Wollen wir Politiker,

die Mut haben und uns wirklich die Wahrheit sagen

Lisa Fitz hält es da wie Charlie Rivel: „Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur

wenige haben den Mut es zu zeigen.“ Sie bringt dem Publikum eines näher:

Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm. Und Wahrheiten,

die niemanden verärgern, sind meistens nur halbe. „Der Klügere gibt nach“,

ist eine traurige Wahrheit – sie begründet die Weltherrschaft der Dummen.

Ein starkes Programm: Lisa Fitz mit „Mut“ in Passau

„Ihr neues Programm, das in Passau Premiere hatte, heißt ,Mut‘. Dass sie dazu

als erstes Bühnenkostüm ein fesches Glitzer-Dirndl wählte, war die Tarnkappe

für die Wut, die sie verschleuderte: Als ,Riesen unserer Treue und Zwerge unserer

Ängste‘ nahm sie das Publikum gleich mit auf ihre – gut recherchierte – Reise

in Sachen Wut, wobei sich doch viele lieber bei ,Germany’s next Top-Trottel‘

bewerben könnten. Die Schizophrenie und Gespaltenheit der bayerischen Seele

war ihr Thema; da trat ein Pupperl mit Zuckerguss genauso auf wie eine Mondäne

aus der Großstadt. Der ,furor bavaricus‘ stand beiden ins Gesicht geschrieben,

ebenso die im Ausland sprichwörtliche ,German Angst‘. ,Wir sind widerstandslose

Gesellen.‘

Die Gesellschaftskritik landet im Internet (,das Herdfeuer der Neuzeit ist die

Glotze‘ und ,Killerspiele ersetzen die Märchentante‘). Kein Märchen tischte sie

am Ende des Programms auf, indem sie eine Revolutionärin präsentierte, die

durch ihren Mut die Welt veränderte: die Amerikanische Rosa Parks, die als

erste Schwarze im Bus Weißen nicht Platz machte und damit die Bürgerrechtsbewegung

in den USA auslöste.

Eines erkannte man an diesem starken Programm auch: Wer Lisa Fitz schon

öfters live gesehen hat, bemerkt, dass sie schauspielerisch immer stärker wird.

Wirklich gelungen war ihre Darstellung der ,Wermut-Pennerin‘ – und als Zugabe

die ,Hilde‘ und ihre Veränderungen nach diversen Schönheitsoperationen. Da

zeigte sich Lisa Fitz als echte Komödiantin!“

PNP, Edith Rabenstein

© Peter Knirsch


19

Einzelfahrten

KulTOUR ins Landestheater Linz

ins modernste Musiktheater Europas

Die Zauberflöte

Oper in zwei Aufzügen

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto Emanuel Schikaneder

Sonntag, 20. Oktober 2013

Beginn: 17.00 Uhr — Abfahrt in Villach: 9.00 Uhr, Rückkehr: ca. 24.00 Uhr

Die Vorgeschichte

Als Paminas Vater starb, ging die Macht seiner Gattin, der Königin der Nacht,

zu Ende, denn der Vater hatte vor seinem Tode sein Herrschaftszeichen, den

siebenfachen Sonnenkreis, den Eingeweihten übergeben. Sarastro verwaltet

jetzt das Erbe des Sonnenkönigs.

Die Königin der Nacht will sich mit ihrer Tochter Pamina, entgegen dem

Willen des verstorbenen Königs, der Führung jener weisen Männer um Sarastro

nicht unterordnen. Sie trachtet danach, diesen Bund zu vernichten, um

den siebenfachen Sonnenkreis zu erlangen und damit die Macht zurückzugewinnen.

Um ihren Absichten zuvorzukommen, hat Sarastro Pamina, die

eigentliche Erbin des Sonnenkönigs, entführt.

W. A. Mozart und der Librettist E. Schikaneder beantworteten die Grundfrage

der Aufklärung „Was ist der Mensch“ überaus lebensnah: Tamino und

Pamina verkörpern das Ideal einer sittlich fundierten Lebens- und Liebesverbindung,

während Papageno und Papagena sich ganz und gar sinnlichen

Freuden des Daseins hingeben dürfen.

Vom vielfach ausgezeichneten, weltweit inszenierenden Regisseur Amon

Miyamoto und seinem Team wird erwartet, dass „Die Zauberflöte“ im Hier

und Jetzt für das 3. Jahrtausend spielen wird.

Führung für alle KulTOUR-Teilnehmer

durch das neue Musiktheater in Linz.

Mit dem modernsten Opernhaus Europas – Kostenpunkt 180 Millionen Euro,

mit über 1.000 Sitzplätzen, einem Kunsttempel mit Ganzjahresbetrieb – beginnt

in Linz eine neue Ära, die bereits aufgrund der technischen, architektonischen

und ökologischen Qualitäten des Neubaus weit über die Grenzen

der Region für Aufmerksamkeit sorgt: Seit mehr als 100 Jahren gab es in

Österreich keine vergleichbare Eröffnung eines solchen neuen Hauses. Der

Weg zu Europas modernstem Musiktheater war ein weiter und langer Weg.

Kategorie

Kartenpreise

I. Kat. E 48,–

II. Kat. E 44,80

III. Kat. E 42,–

Busfahrt: E 30,– bis E 37,– (abhängig von der Anzahl der Mitreisenden)

Mindestteilnehmeranzahl: 40 Personen

Information und Anmeldung:

Bitte füllen Sie das Formular auf Seite 23 aus.

Die Anmeldung ist verbindlich.

Anmeldeschluss: 28. Juni 2013.

Die Zusendung der Fahrtunterlagen erfolgt zwei Wochen vor der

Veranstaltung.

© Sigrid Rauchdobler


Einzelfahrten

20

KulTOUR ins Landestheater Salzburg

The Sound of Music

Musical von

Richard Rodgers/Oscar Hammerstein

Samstag, 22. Februar 2014

Beginn: 19.00 Uhr — Abfahrt in Villach: 13.00 Uhr, Rückkehr: ca. 24.00 Uhr

Mit „The Sound of Music“ schrieb das amerikanische Autorenteam Richard

Rodgers (Musik) und Oscar Hammerstein (Liedtexte) 1959 für den New Yorker

Broadway ein Stück Musikgeschichte. Die Verfilmung mit Julie Andrews

aus dem Jahre 1965 trat einen Siegeszug um die Welt an. In Salzburg ist das

legendäre Musical seit der Premiere im Oktober 2011 zum Erfolgsmusical

geworden, das seit Jahren Menschen aus aller Welt begeistert.

Ein Spitzenensemble internationaler Musical-Stars, wie Uwe Kröger als Georg

von Trapp und Wietske van Tongeren, abwechselnd mit Milica Jonanovich,

in der Rolle der Maria, begeistern das Publikum.

Kategorie Sektor Kartenpreise

I. Kat. Parkett 6. – 8. Reihe E 56,–

II. Kat. Parkett 9. – 12. Reihe E 50,–

III. Kat. Balkon 2. – 4. Reihe E 43,–

Busfahrt: E 16,– bis E 23,– (abhängig von der Anzahl der Mitreisenden)

Mindestteilnehmeranzahl: 40 Personen

Seniorenermäßigung ab 62 Jahren: 20 % vom Kartenpreis

Information und Anmeldung:

Bitte füllen Sie das Blatt auf Seite 23 aus.

Die Anmeldung ist verbindlich.

Anmeldeschluss: 28. Juni 2013.

Die Zusendung der Fahrtunterlagen erfolgt zwei Wochen vor der

Veranstaltung.

© Christina Canaval

© Christina Canaval


21 KulTour nach Klagenfurt

KulTOUR ins Stadttheater Klagenfurt

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik in drei Aufzügen

von Hugo von Hofmannsthal

Musik von Richard Strauss

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 18.30 Uhr

Selten hat es ein Musiktheaterwerk geschafft mit einer solchen Intensität

wie „Der Rosenkavalier“ Seelenräume von Figuren zu erforschen, und die

Tiefe und Ambivalenz menschlichen Fühlens, Denkens und Handelns aufzuzeigen.

Es entstand ein Stück, das kunstvoll die Grenzen zwischen Traum

und Realität auslotet und in dem eine vergangene, nostalgisch entworfene

Wiener Welt aufleuchtet.

Nur als Abo (alle 4 Veranstaltungen) buchbar!

Macbeth

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

Dichtung von Francesco Maria Piave und Andrea Maffei

nach William Shakespeare

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dienstag, 12. November 2013, 19.30 Uhr

In den schönsten Tönen offenbaren uns Macbeth und seine Lady ihre leidenschaftlichen

und unheimlichen Gefühle. Doch hinter dieser Schönheit liegt

ein Abgrund, den Verdi mit einem der grausamsten Dramen der Weltliteratur

enthüllt. Um zur Macht zu gelangen und um sie, da sie einmal erreicht ist, zu

bewahren, begehen Macbeth und seine Lady einen Mord nach dem anderen.

Die Unbedingtheit ihres Verlangens verleiht ihrer Liebe eine Radikalität, die

bis dahin in der Oper undenkbar war.

Die Csárdásfürstin

Operette in drei Akten von Leo Stein und Bela Jenbach

Musik von Emmerich Kálmán

Dienstag, 18. Februar 2014, 19.30 Uhr

Wiener Walzertaumel und feurige Csárdásklänge beschwören eine Welt im

Wandel herauf, in der traditionelle gesellschaftliche Verbindlichkeiten in Frage

gestellt werden: Die erfolgreiche und begehrte Chansonette Sylva Varescu

und der junge Adelige Edwin Ronald von und zu Lippert-Weylersheim lieben

einander. Erst nach allerlei Irrungen und Wirrungen können die beiden entgegen

den Konventionen endlich ihre Liebe leben und einander trotz ihrer

Standesunterschiede heiraten.

Die Liebe zu den drei Orangen

Oper in vier Akten und einem Prolog

von Sergej Prokofjew

Kategorie Sektor

Abo-Preis Ermäßigter Preis

I. Kat. Logensitze vorne E 217,60 E 128,–

II. Kat. Orchester 1. – 3. Reihe E 200,60 E 118,–

Balkon 1. – 2. Reihe

III. Kat. Parkett 4. – 7. Reihe E 183,60 E 108,–

Balkon 3. – 4. Reihe

IV. Kat. Parkett 8. – 12. Reihe E 166,60 E 98,–

Balkon 5. Reihe

Galerie Mitte 1. – 2. Reihe

Logensitze hinten

V. Kat. Parkett 13. – 16. Reihe E 132,60 E 78,–

Galerie Mitte 3. – 4. Reihe

VI. Kat. Galerie Mitte 5. – 8. Reihe E 81,60 E 48,–

Ermäßigung: Jugendliche, Studenten, Lehrlinge (bis 26 Jahre), Behinderte

Busfahrt bei Bedarf – pro Person und Abonnement: max. E 30,–

Haupteinstiegstellen: Bushaltestelle Ringmauergasse und Busbahnhof

Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Terminplanung, dass die Vorstellungen

nicht verlegt werden können.

Information und Anmeldung:

Bitte füllen Sie das Blatt auf Seite 23 aus.

Die Anmeldung ist verbindlich.

Anmeldeschluss: 28. Juni 2013.

Einzahlungsschluss: 25. Oktober 2013.

© Helge Bauer

Donnerstag, 3. April 2014, 19.30 Uhr

Revolutionär ist diese Oper, die bis heute Prokofjews beliebteste bleiben sollte,

weil sie eine Absage an die realistischen Geschichten und die großen Gefühle

darstellt, die die Oper der Zeit vor dem ersten Weltkrieg beherrscht hatten.

Stattdessen wimmelt es auf der Bühne von so fantastischen Wesen wie Harlekinen,

Feen und Kartenspielfiguren, und können Prinzessinnen sich nicht

nur im Inneren von Orangen verbergen, sondern auch unversehens in Ratten

verwandelt werden. Tatsächlich ist schon der Titel der „Drei Orangen“ eine

Absage an die Tradition, indem er das zentrale Thema der Oper, die Liebe,

ins Absurde wendet. Denn wenn sich jemand in drei Apfelsinen verliebt, hat

das mit der Realität nichts mehr zu tun – so etwas passiert nur dort, wo die

Gesetze des Märchenhaften und der Poesie gelten.


Hinweis auf ein außergewöhnliches Projekt

Anlass: 50 Jahre – A-cappella-Chor Villach

Johanna auf dem Scheiterhaufen

Jeanne d’Arc au bûcher

Szenisches Oratorium

von Arthur Honegger

Libretto von Paul Claudel

Abo Anmeldung

Ihre Abo-Vorteile

(ausgenommen Wahlabo, Geschenksabo sowie

Abo im Stadttheater Klagenfurt):

• 25 % Preisermäßigung gegenüber der Abendkasse

• Selbstgewählter, gleichbleibender Stammsitz

• Freier Eintritt zu den Einführungsveranstaltungen

22

Samstag, 31. Mai und Sonntag, 1. Juni 2014

20.00 Uhr, Congress Center Villach, Josef-Resch-Saal

„Arthur Honegger erklimmt im szenischen Oratorium ,Jeanne d’Arc au bûcher‘

(Johanna auf dem Scheiterhaufen) den Höhepunkt nicht nur seines eigenen

Schaffens, sondern den Gipfel der Musik in seiner Generation.

,Die Jungfrau von Orléans‘, oft besungen, steht am 20. Mai 1431 auf dem Holzstoß

zu Rouen. Bruder Dominik liest ihr aus einem Buch ihre Geschichte und die

ihrer Umwelt vor. Nicht wie das irdische Gericht, das sie zum Tode verurteilt, sie

gesehen, sondern wie sie in wenigen Stunden vor dem Throne Gottes stehen wird.

Etappe für Etappe ihres Erdendaseins zieht vorbei, wie in einer filmischen Rückblende,

vom Tribunal der Tiere, das zu ihrem Schuldspruch eingesetzt ist, über

die johlende, geifernde Menge, das Kartenspiel der Mächtigen um Einfluss und

Reichtum bis hin ins dörfliche Domrémy, wo Kinderreime erklingen, um sie

fortzurufen zu großer, historischer Tat.

Die Dichterphantasie Paul Claudels, mystisch, realistisch, poetisch, schafft dem

Musiker Gelegenheit, seine Erfahrung in allen Stilarten abwechslungsreich,

doch einheitlich einzusetzen, Gregorianik neben Jazz zu stellen, schneidende

Atonalität neben schlichte Dreiklänge. Zum großen instrumentalen Ensemble

setzt Honegger Chöre, einen Kinderchor, Sprecher und Gesangssolis ten ein.“

Aus „Neue Musik-Geschichte der Welt“ von Kurt Pahlen

Jeanne d’Arc

war eine lothringische Bauerntochter, die schon ab dem 13. Lebensjahr das

subjektive Erleben hatte, innere Stimmen wahrzunehmen. Sie riefen Jeanne

d’Arc auf, im Namen Gottes Frankreich von den Engländern zu befreien.

Sie verkleidete sich als Mann, erreichte mit den Truppen viele Siege; jener

von Patay führte zur Krönung des Dauphin Karl VII. in Reims. Jeanne fiel

1430 während der

Verteidigung bei

Compiègne in burgundische

Gefangenschaft

(die Burgunder

waren verbündete

Englands)

und wurde gegen

eine hohe Geldsumme

an die Engländer

ausgeliefert. Der

französische Hof

setzte sich in keiner

Weise für sie ein.

Jeanne d’Arc wurde

bei einem Inquisitionsprozess

wegen

Zauberei und Ketzerei

zum Tode auf

dem Scheiterhaufen

verurteilt.

1909 wurde sie von

der katholischen

Kirche selig- und

1920 heiliggesprochen.

Ausführende:

A-cappella-Chor Villach, Internationale Solistinnen und Solisten

Klassische Philharmonie Budapest

Katrin Hauptmann, Erik Rippmann, Peter Uray, Michael Weger

Leitung: Helmut Wulz

Karten ab 1. März 2014 im Kartenbüro Knapp, 04242/27341, erhältlich.

Abonnementbedingungen:

Alle Abonnements aus der Saison 2012/2013 werden automatisch

verlängert, sofern bis zum 7. Juni 2013 keine Abmeldung erfolgt

(ausgenommen Wahl- und Geschenkabos!).

• Neue Abonnements werden in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt,

daher ist es vorteilhaft, rasch zu buchen!

• Grundsätzlich sind alle Abonnements übertragbar - nicht jedoch die

Ermäßigungen!

• Ermäßigte Abos sind persönliche Abos. Die Berechtigung ist nachzuweisen.

• Etwaige Termin-, Programm- und Besetzungsänderungen sind oft leider

nicht vermeidbar; sie bleiben vorbehalten.

• Für nicht besuchte Aufführungen kann keine Rückvergütung erstattet

werden.

• Es ist uns auf Grund vertraglicher Vereinbarungen mit den Künstlern

und aus Rücksichtnahme auf die anderen Zuhörer nicht möglich, Sie

nach Beginn der Veranstaltung in den Saal einzulassen. In diesem Falle

werden Ihnen die Mitarbeiter/innen der Kulturabteilung bzw. des Congress

Centers mitteilen, wann der nächste Einlass (Ende des ersten

Stückes bzw. Pause) möglich ist.

• Auf Grund feuerpolizeilicher Verordnungen sind Mäntel und Schirme

an der Garderobe im Keller des Congress Centers abzugeben. Sie

können von dort aus bequem mit dem Lift ihre Plätze im Parterre oder

am Balkon erreichen.

• Falls sich die Anschrift ändert, bitten wir um Verständigung!

• Die Zusendung der Abo-Ausweise erfolgt im Herbst 2013!

Einzahlungsschluss: 25. Oktober 2013.

Bei Nicht-Beachtung des Termins werden Mahngebühren eingehoben.

Information und Anmeldung:

Kulturabteilung der Stadt Villach

Schloßgasse 11 / Dinzlschloss

E martina.urschitz@villach.at, www.villach.at

T +43 / (0)4242 / 205 - 3412

F +43 / (0)4242 / 205 - 3499

Die Saalpläne finden Sie unter folgendem Link:

http://www.villach.at/inhalt/kultur/52720.asp

Info-Telefon bei Abo-Veranstaltungen (keine Kartenreservierung)

am Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag:

T +43 / (0) 664 / 60 205 / 3400 (ab 16.00 Uhr)

Anmeldeschluss: 28. Juni 2013

Restkarten liegen im Villacher Kartenbüro Knapp, Freihausgasse 3,

T +43 / (0) 42 42 / 27 3 41, ab Herbst 2013 auf.


23

Wahlabo

Unser Wahlabo soll Neueinsteigern erleichtern, einen Überblick über

die einzelnen Sparten zu erhalten.

Zum Einheitspreis von E 87,– erhalten Sie Karten für 5 von Ihnen

ausgewählte Veranstaltungen.

Für dieses Abo gelten folgende Bedingungen:

• Sie können fünf Veranstaltungen aus der vorliegenden Liste auswählen

und ankreuzen.

• Die Veranstaltungen müssen aus mindestens 2 verschiedenen

Abos (Farben) sein.

• Es gibt keinen fixen Sitzplatz, die Plätze werden in der III. Sitzkategorie

zugewiesen. Ihre Karten bekommen Sie im Herbst 2013

zugeschickt.

• Spartenabos haben bei der Bestellung Vorrang, die Zuteilung der

Plätze für das Wahlabo erfolgt deshalb erst nach Anmeldeschluss.

• Die Anzahl der Wahlabos ist begrenzt, Bestellungen werden in der

Reihenfolge des Einlangens bearbeitet.

Kleines Orchester Seite Datum

Salzburg Orchester Solisten 6 21.10.2013

Zagreber Solisten & M. M. Kofler 7 20.11.2013

Wiener Concert-Verein 7 13.03.2014

Franui Musicbanda 8 24.03.2014

Die SchlossCapelle Eisenstadt 8 09.05.2014

Bitte ankreuzen

Zusatz Kammermusik Seite Datum

B. Kleewein & O. Prunner 11 09.11.2013

Musiktheater Seite Datum

Nabucco 12 07.10.2013

Aterballetto 12 25.03.2014

Die Hochzeit des Figaro 13 13.04.2014

Ariadne auf Naxos 13 29.04.2014

Sprechtheater Seite Datum

Gespenster 14 15.10.2013

Das Leben des Galilei 14 01.04.2014

Piaf – Ein Leben … 15 07.04.2014

Andorra 15 15.04.2014

Zusatz Sprechtheater Seite Datum

Hakoah Wien 16 12.05.2014

Satire Seite Datum

Jango Edwards 17 27.09.2013

Theatersport 17 26.11.2013

Mike Supancic 18 07.03.2014

Lisa Fitz 18 22.05.2014

Anzahl der Wahlabos

Ermäßigungen *

1

1

2

2

* Jugendliche, Schüler, Studenten, Inhaber der Jugendcard, Präsenz- und Zivildiener,

Behinderte

Unser Abo-Angebot für Jugendliche bis 19 Jahre

Bitte beachten Sie:

• Es besteht kein Anspruch auf einen Wunschplatz.

• Bitte Kopie Jugendcard bzw. Schulbesuchsbestätigung im Herbst

2013 zusenden.

Kleines Orchester Preis E 25,–

Anzahl

3

3

4

4

Alle bestehenden Spartenabos werden automatisch verlängert,

sofern bis zum 7. Juni 2013 keine Abmeldung erfolgt.

Großes Orchester** Preise I. E 199,50 II. E 150,– III. E 101,–

Anzahl

Ermäßigung* Anzahl

** Das Abo „Großes Orchester“ ist derzeit schon ausgebucht. Sie haben die Möglichkeit,

sich auf eine Warteliste setzen zu lassen.

Kleines Orchester Preise I. E 134,– II. E 110,50 III. E 86,–

Ermäßigung*

Anzahl

Anzahl

Kammermusik Preise I. E 105,– II. E 86,– III. E 68,–

Ermäßigung*

Anzahl

Anzahl

Musiktheater Preise I. E 134,– II. E 98,50 III. E 66,–

Ermäßigung*

Anzahl

Anzahl

Sprechtheater Preise I. E 103,– II. E 84,– III. E 59,–

Ermäßigung*

Anzahl

Anzahl

Zusatz Sprechtheater Preise I. E 30,50 II. E 24,50 III. E 17,50

Hakoah Wien

Ermäßigung*

Anzahl

Anzahl

Zusatz Kammermusik Preis pro Veranstaltung E 20,50

B. Kleewein & O. Prunner Anzahl ermäßigung*

Zusätze Satire Preis pro Veranstaltung E 20,50

Jango Edwards

Theatersport

Mike Supancic

Lisa Fitz

Anzahl

ermäßigung*

Ermäßigung*: Jugendliche, Schüler, Studenten, Inhaber der Jugendcard, Präsenz- und

Zivildiener, Behinderte

KulTour ins Landestheater Linz

Preise siehe Seite 19 Anzahl Kategorie mit Busfahrt

Die Zauberflöte

KulTour ins Landestheater Salzburg

Preise siehe Seite 20 Anzahl Kategorie mit Busfahrt

The Sound of Music

Ermäßigung (siehe Seite 20)

KulTour ins Stadttheater Klagenfurt – ABO

Preise siehe Seite 21 Anzahl Kategorie mit Busfahrt

ABO

Ermäßigung (siehe Seite 21)


24

Das Satire-Geschenksabo

Sie können zwischen 3 und 4 Veranstaltungen für ihr abo auswählen (gewünschte Aufführungen einfach ankreuzen):

27. September 2013

(Broschüre Seite 17)

Jango edwards

E 20,50

26. november 2013

(Broschüre Seite 17)

Theatersport

E 20,50

anzahl der abos 1 2 3 4

Bitte senden Sie das Geschenksabo an:

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

7. märz 2014

(Broschüre Seite 18)

mike Supancic

E 20,50

Bitte senden Sie die rechnung an:

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

22. mai 2014

(Broschüre Seite 18)

Lisa fitz

E 20,50

Schriftliche Vermerke bei der Zusendung des Geschenksabos:

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

…………………………………………………………………………………………………………………………………

Bitte

frankieren

Absender:

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

An die

Kulturabteilung der Stadt Villach

Dinzlschloss, Schloßgasse 11

A-9500 Villach

telefon: ……………………………………………………………………………………………………………………………………………

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