Anlagespiegel 2013 - WMD Brokerchannel

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Anlagespiegel 2013 - WMD Brokerchannel

+ Kapitalanlage + Versicherung + Investment + Finanzierung +

ANLAGESPIEGEL

für Berater

2013

Welche Anlageprodukte für Vermögensberater und

Finanzdienstleister besonders interessant sind.

www.wmd-brokerchannel.de

eMagazin

Ausgabe / Mai 2013 7,50 €

1


Deutsche Asset

& Wealth Management

DWS Top Dividende:

Steht seit 10 Jahren wie eine 1

Seit seiner Auflegung im Jahr 2003 beweist der DWS Top Dividende mit durchschnittlich

10 % Wertentwicklung im Jahr 1 , dass Dividendenfonds auch in turbulenten Zeiten für

Kontinuität im Portfolio sorgen. Der Grund: Mit einer Dividendenstrategie kann man negative

Kursentwicklungen durch Dividenden als Risikopuffer abmildern und gleichzeitig an steigenden

Märkten partizipieren. Ein Konzept, das sich auf allen Aktienmärkten der Welt bewährt hat

und auch die Grundlage unserer weiteren Dividendenfonds bildet:

» DWS Invest II Asian Top Dividend » DWS Invest Emerging Markets Top Dividend Plus

» DWS Invest II US Top Dividend » DWS Invest II European Top Dividend

» www.DWS.de

*Die DWS/DB Gruppe ist nach verwaltetem Fondsvermögen der größte deutsche Anbieter von Wertpapier-Publikumsfonds. Quelle: BVI. Stand: März 2013. Die Verkaufsprospekte mit Risikohinweisen

und die wesentlichen Anlegerinformationen sowie weitere Informationen erhalten Sie kostenlos bei der DWS Investment GmbH, 60612 Frankfurt am Main. Laufende Kosten p.a.: DWS Top Dividende

LD (Stand 30.09.2012) 1,45 % zzgl. 0,079 % erfolgsbez. Vergütung aus Wertpapierleihe-Erträgen. DWS Invest II US Top Dividend LD (Stand: 31.12.2012): 0,9 %, DWS Invest II Asian Top Dividend (Stand:

31.12.2012): 0,88 %, DWS Invest II European Top Dividend (Stand: 31.12.2012): 0,87 %, DWS Invest Emerging Markets Top Dividend Plus (Stand: 31.12.2012): 1,67 % zzgl. 0,001 % erfolgsbez. Vergütung

aus Wertpapierleihe-Erträgen. Die Sondervermögen weisen aufgrund ihrer Zusammensetzung / der vom Fondsmanagement verwendeten Techniken eine deutlich erhöhte Volatilität auf, d.h., die

Anteilspreise können auch innerhalb kurzer Zeiträume erheblichen Schwankungen nach unten oder nach oben unterworfen sein. 1 Berechnung der Wertentwicklung nach BVI-Methode, d.h. ohne

Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages. Individuelle Kosten wie Gebühren, Provisionen und andere Entgelte sind in der Darstellung nicht berücksichtigt und würden sich bei Berücksichtigung negativ

auf die Wertentwicklung auswirken. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Stand: 13.5.2013.


EDITORIAL | Anlagespiegel 2013

Editorial

Liebe Leserinnen

und Leser,

Sicherheit bleibt Trumpf bei der Geldanlage

auch 2013, das zeigt eine repräsentative

Studie zur Risikoaversion deutscher Anleger.

Dabei gaben 60 Prozent der Bundesbürger

an, dass für sie eine möglichst hohe Sicherheit

das vorrangige Ziel bei der Geldanlage

sei. Eine hohe Rendite spielt dagegen nur für

11,4 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle.

Auch der weit verbreiteten Empfehlung,

das Geld bei der Anlage regional möglichst

breit zu streuen, erteilen die Deutschen eine

klare Absage: Nur 9,6 Prozent der Befragten

gaben an, sie könnten sich vorstellen, wegen

der Schuldenkrise künftig mehr Geld außerhalb

Europas zu investieren. Weiterhin hoch in

der Gunst der Anleger stehen Immobilienanlagen.

Gold hat zuletzt etwas an Wert verloren.

Welche Anlageprodukte wie Investmentfonds,

Geschlossene Fonds, Versicherungen, Aktien,

Zertifikate sind bei Kapitalanlegern sonst

noch besonders gefragt Wer bietet hier interessante

Offerten und wie sind die neuesten

Trends in der Kapitalanlage Das sind die Fragen

denen wir im aktuellen Magazin Anlagespiegel

2013 für unsere Leser nachgegangen

sind.

Viel Erfolg und viel Spaß beim informieren

Ihr Team von wmd-brokerchannel.de

Täglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviews

unter www.wmd-brokerchannel.de

3


Anlagespiegel 2013 | INHALTSVERZEICHNIS

MARKT

6 Gothaer Anlegerstudie 2013:

Sicherheit bleibt Trumpf bei der Geldanlage

8 BVR-Studie:

Sparer setzen auf Liquidität und Realwerte

10 6,2 Prozent p.a. für die nächsten zehn Jahre -

ohne Aktien

11 Anleger sind so risikofreudig wie seit fast zwei Jahren

nicht mehr

12 Drei Anlagestrategien gegen die Geldentwertung

VERSICHERUNG (Einmalbeitragsversicherungen)

14 Zeitgemäße Altersvorsorge:

Wie viel Garantie will ich mir leisten

16 Voigt und Collegen und Quantum Leben kooperieren

für Rentenversicherung

18 Württembergische setzt auf Altersvorsorge mit

Substanzwerten

19 Immobilien-Fondspolice erfreut Anleger

INTERVIEW

20 Anleger setzen auf Betongold:

Sicherheitskonzept trifft Rendite

Interview mit Wolfgang J. Kunz, Vertriebsdirektor,

DNL Real Invest AG

22 Private Anleger profitieren vom Diamantenhandel

Interview mit Ivo Rosenberger,

Geschäftsführer, Swiss Investors Capital PLC

24 Auf der Suche nach einer nachhaltig lukrativen und

sicheren Anlage

Interview mit Uwe Birk,

Geschäftsführender Gesellschafter,

BHB Bauwert Holding GmbH

26 Es wird nie wieder so werden, wie es mal war!

Interview mit Tobias König, Managing Director,

Schiffahrtsgesellschaft König & Cie. GmbH & Co. KG

GESCHLOSSENE FONDS

30 Deutsche FondsResearch: Keine Preis-Blase auf dem

Immobilienfonds-Zweitmarkt

31 Unabhängige CHECK-Unternehmensanalyse:

fairvesta Mercatus X ist der beste Geschlossene

Immobilienfonds Deutschlands

32 Scope: Prognostizierte Fondsrenditen fallen

33 Schiffsfonds: Mehr verloren als eingesetzt

33 MCE Schiffskapital meldet: Auch 2012 sind alle

Schiffs-Portfoliofonds voll im Plan

34 Weichkosten bei Energiefonds sinken deutlich

35 DFV Seehotel Am Kaiserstrand bereits fast zur Hälfte

platziert

DIREKTINVESTMENTS

36 Container-Direktinvestments:

Solvium Exklusiv 2 planmäßig ausplatziert

37 Buss Capital:

Startschuss für neues Container-Direktinvestment

ANLEIHEN

38 Anspruchsvolles Anleihen-Umfeld:

Noch nie war Diversifizierung so wichtig wie heute

GOLD / EDELMETALLE

41 FPSB Deutschland:

Warum Gold kein Allheilmittel für das Depot ist

42 Edelmetall-Fonds mit hohen Verlusten

43 Der Aufwärtstrend bei Gold wird sich 2013 fortsetzen

INVESTMENTFONDS

45 Fondsmanager bleiben ihrem Risikoverhalten treu

46 Anleger brauchen mehr Transparenz über

Investmentphilosophien

47 Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen: C-QUADRAT

und ARTS feiern 10 Jahre Real Time Track Record

48 AXA IM legt Multi-Asset- Allwetterfonds auf

49 DWS Deutschland erhält Morningstar Award -

bester Fonds für deutsche Standardaktien

50 Dachfonds bringen nur selten Mehrwert

50 Wasserinvestments:

Historische Daten stützen positiven Ausblick

51 BCA: Timing bestimmt den Anlageerfolg

53 Capital-Fonds-Kompass 2013:

Zehn Fonds-Anbieter erreichen die die Höchstnote

54 DJE - Dividende & Substanz feiert 10-jähriges

55 Fidelity European Growth Fund meist gewählter Fonds

der Lebensversicherer

BANKANLAGEN / ZERTIFIKATE

58 Niedrigzinsumfeld: Europas institutionelle Anleger auf

der Suche nach Ersatz für Staatsanleihen

60 Zertifikate-Emissionsvehikel reduzieren Risiken

IMMOBILIEN

61 DSK AG veröffentlicht Denkmalschutz Leistungsbilanz

2012 für Vermietung

62 Vorsicht Kostenfalle: impulse warnt vor Risiken beim

Kauf denkmalgeschützter Immobilien

64 Gebrauchtimmobilien 2012 rund 3 Prozent teurer als im

Vorjahr BIT

IMPRESSUM

52 Impressum

4


Performance Transparenz Sicherheit Partnerschaft Kurzläufer Erfolg

AZ Vertrauen A4 M-0020-1

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Anspruch an die Verlässlichkeit.“

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Anlagespiegel 2013 | MARKT

Gothaer Anlegerstudie 2013:

Sicherheit bleibt Trumpf bei der Geldanlage

Repräsentative Studie zeigt

Risikoaversion deutscher Anleger

47,3 Prozent der Bundesbürger haben Angst

vor einer steigenden Inflation, gefolgt von der

Angst vor einem sinkenden Lebensstandard

(34,5 Prozent). Lediglich 18 Prozent fürchten ein

Auseinanderbrechen der Währungsunion: Dies ist

das Ergebnis einer repräsentativen Studie zum Anlageverhalten

der Deutschen, die die Gothaer Asset

Management AG (GoAM) bereits zum dritten Mal

von der Nürnberger GfK Marktforschung GmbH

durchführen ließ. Dabei gaben 60 Prozent der Bundesbürger

an, dass für sie eine möglichst hohe Sicherheit

das vorrangige Ziel bei der Geldanlage sei.

Eine hohe Rendite spielt dagegen nur für 11,4 Prozent

der Befragten eine wichtige Rolle.

Die Risikobereitschaft der Deutschen ist auf einem

Rekordtiefstand angelangt. Auf die Frage, ob sie

bereit seien, aufgrund der Erfahrungen der letzten

Jahre bei der Geldanlage ein höheres Risiko einzugehen

als früher, antworteten 93,4 Prozent der

Befragten mit Nein. „Wir fühlen uns in unserem

konservativen Ansatz bestätigt, Renditechancen

am Markt zu nutzen und gleichzeitig die Volatilität

des Portfolios gering zu halten“, kommentiert

Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer

Asset Management AG, dieses Ergebnis. Das beliebteste

Anlagevehikel der Deutschen bleibt das

Quelle: © WavebreakMediaMicro - Fotolia.com

Quelle: © Rob Bouwman - Fotolia.com

Sparbuch: 42,4 Prozent der Befragten gaben an,

dort ihr Geld zu investieren. Nur 8,8 Prozent legen

ihr Geld in Investmentfonds an und auch der

jüngste Aufschwung an den Aktienmärkten hat die

Deutschen nicht zu einem Volk von Aktionären gemacht:

Lediglich 4,8 Prozent der Befragten investieren

ihr Geld in Dividendenpapiere. „Angesichts der

großen Furcht vor einer Geldentwertung ist dieses

Verhalten erstaunlich“, so Christof Kessler. „In der

Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Aktien als

Sachwert ein guter Schutz vor den Gefahren der

Inflation sind, während Sparguthaben ihren Wert

verlieren.“

Auch der weit verbreiteten Empfehlung, das Geld

bei der Anlage regional möglichst breit zu streuen,

erteilen die Deutschen eine klare Absage: Nur

9,6 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten

sich vorstellen, wegen der Schuldenkrise künftig

mehr Geld außerhalb Europas zu investieren. Trotz

aller Ängste glaubt die Mehrheit der Bundesbürger

nicht, dass es durch die Schuldenkrise schwieriger

geworden ist, die Ziele bei der Altersvorsorge zu

erreichen: 56,4 Prozent sind der Meinung, es sei

in etwa gleich schwer geblieben, die Ziele bei der

Altersvorsorge zu erreichen. Gut ein Drittel der Befragten

(34 Prozent) glaubt hingegen, dass es durch

die Finanzkrise schwieriger geworden ist, die gesteckten

Anlageziele zu erreichen.

Autor: Gothaer Konzern

6


....hätte ich doch mal nachschauen sollen!

www.verbraucherfinanzen.de

Quelle: © ArTo 2008 - pitopia.de


Anlagespiegel 2013 | MARKT

BVR-Studie:

Sparer setzen auf Liquidität und Realwerte

Wohnimmobilien weiter begehrt

- Finanzierungszinsen niedrig wie nie

Quelle: © bloomua - Fotolia.com

Das Sparen mit kurzfristigen, liquiden Anlagen

ist bei den Bundesbürgern derzeit äußerst

beliebt. Fast die Hälfte der neu gebildeten

Finanzanlagen erfolgt in Form von Sichteinlagen bei

Banken. Gleichzeitig investieren die Bundesbürger

verstärkt in Realwerte, insbesondere in Wohnimmobilien.

Zu diesen Ergebnissen kommt der Bundesverband

der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

(BVR) in seinem aktuellen Konjunkturbericht.

"Die von vielen Anlegern derzeit verfolgte Strategie,

einen Mix aus kurzfristigen Anlagen und Realwerten

vorzunehmen, ist nachvollziehbar.

Das wirtschaftliche Umfeld ist einerseits durch extrem

niedrige Zinsen geprägt, andererseits sind die

Bürger unsicher, ob die Preise auf Dauer stabil bleiben

werden. Eine Möglichkeit, die Rendite auf das

Geldvermögen zu erhöhen, ist die Beimischung von

ausgewählten Wertpapieren,

beispielsweise

Investmentfonds, dividendenstarken

Aktien

oder Unternehmensanleihen.

Die konkrete

Auswahl sollte

dabei im Einklang mit

der Risikoeinstellung

des Anlegers stehen",

so BVR-Vorstandsmitglied

Dr. Andreas

Martin. In den zwölf

Monaten von Oktober

2011 bis September

2012 haben die privaten

Haushalte ihre Einlagen

bei inländischen

Banken um 84,4 Milliarden

Euro erhöht, so die BVR-Studie. Der weitaus

überwiegende Teil davon floss mit 80,5 Milliarden

Euro in die täglich fälligen Sichteinlagen. Insgesamt

wurden nach den jüngsten vorliegenden Angaben

der Deutschen Bundesbank zur Finanzierungsrechnung

im zweiten Halbjahr 2011 und dem ersten

Halbjahr 2012 154 Milliarden Euro den Finanzanlagen

zugeführt. Die Bankguthaben gewinnen im

Portfolio der Deutschen an Bedeutung. Ihr Anteil

lag zur Jahresmitte mit 41 Prozent auf dem höchsten

Stand seit Ende der 1990er Jahre.

Wohnimmobilien weiter begehrt - Finanzierungszinsen

niedrig wie nie

Die Investitionen in Wohnimmobilien dürften im

Gesamtjahr 2012 ihren Anstieg fortgesetzt haben,

prognostiziert der BVR. In 2011 lagen die Nettoinvestitionen

der privaten Haushalte bei 49,6 Milliarden

Euro. Rund 90 Prozent davon flossen in den

Bau oder in Bestandsinvestitionen von Wohnimmobilien.

Die Finanzierungskosten

für Wohnimmobilien

lagen im September mit

einem Zinssatz im Neugeschäft

von 3 Prozent so

niedrig wie noch nie. Beim

Quelle: © ArTo - Fotolia.com

direkten Aktienerwerb

sind im Gegensatz zum

Kauf von Investmentfondsanteilen

oder festverzinslichen

Papieren moderate

Mittelzuflüsse zu verzeichnen.

Die Sparneigung der

Bundesbürger hat sich seit

Anfang des vergangenen

Jahres trotz der anhaltend

niedrigen Zinsen kaum

verändert. Die Sparquote,

also das Verhältnis des Sparens

zum verfügbaren Einkommen, lag im dritten

Quartal dieses Jahres bei 10,3 Prozent.

Autor: Scope Group

8


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Anlagespiegel 2013 | MARKT

6,2 Prozent p.a. für die nächsten zehn Jahre -

ohne Aktien

Deutsche Anleger optimistisch -

Global Investor Sentiment Survey von

Franklin Templeton

Laut der diesjährigen „Global Investor Sentiment

Survey“ von Franklin Templeton sind 83

Prozent der deutschen Anleger optimistisch

oder sehr optimistisch, dass sie ihre persönlichen

langfristigen Anlageziele erreichen. Als Renditeziel

nannten Sie für 2013 im Schnitt 4,9 Prozent und

für die nächsten zehn Jahre 6,2 Prozent pro Jahr.

Diese Werte sind im internationalen Vergleich die

niedrigsten. Für die Erreichung der finanziellen

Ziele verlassen sie sich mehrheitlich auf ihre Bankeinlagen,

ihre Lebensversicherungsprodukte und

ihre Immobilien. So sind 63 Prozent der Anleger

der Überzeugung, dass sie ihre Renditeziele ohne

Aktienanlagen erreichen werden. Dabei fällt auf,

dass besonders jüngere Anleger zwischen 25 und

34 Jahren Aktien für nicht entscheidend halten. Aus

Sicht der Befragten in Deutschland sind Immobilien

sowohl für 2013 als auch für die nächsten zehn

Jahre die Anlageform mit der höchsten Rendite, gefolgt

von Edelmetallen wie Gold und Silber. Aktien

finden sich im Ranking auf Platz 3. Immobilien sind

in allen 19 Ländern, in denen rund 9.500 Anleger

zu ihrer aktuellen Einstellung zur Kapitalanlage und

ihren Erwartungen für 2013 und das kommende

Jahrzehnt befragt wurden, unter den Top 3 der aussichtsreichsten

Investments zu finden.

Deutsche sind für Aktien optimistisch, möchten

aber konservativ anlegen

Bei der Frage nach der Portfoliozusammensetzung

für 2013 gaben 59 Prozent der deutschen Anleger

an, dass sie im Vergleich zu den Vorjahren eine aus

ihrer Sicht eher konservative Ausrichtung verfolgen

werden. Nur 19 Prozent wollten ihr Portfolio aggressiver

ausrichten, obwohl 58 Prozent für den deutschen

Aktienmarkt für 2013 optimistisch sind, also

einen weiter steigenden DAX erwarten. Mit diesem

Ergebnis sind die Deutschen im europäischen Vergleich

am optimistischsten für ihren Heimatmarkt.

Quelle: © NAN - Fotolia.com

„Die Vermeidung von Verlusten hat für viele Anleger

immer noch oberste Priorität. Wie die Umfrage

ergab, trifft das weltweit vor allem auf jüngere

Anleger zu. Möglicherweise lassen sich diese mangels

eigener positiver Erfahrungen noch stärker von

Negativschlagzeilen beeinflussen“, erklärt Reinhard

Berben, Geschäftsführer von Franklin Templeton in

Deutschland. Berben ferner: „Ein Renditeziel von

durchschnittlich 6,2 Prozent jährlich für die nächsten

zehn Jahre ist nicht abwegig und zeugt von Optimismus

für die eigenen Anlagen. Viele aber, die ein

langfristiges Engagement in global streuende Aktienfonds

kategorisch ablehnen, könnten in zehn Jahren

möglicherweise enttäuscht feststellen, dass sie

nicht die erhofften Ziele erreicht haben.“

Altersvorsorge hat höchste Priorität bei neuen

Investments

Bei der Frage nach den Anlagezielen für Kapitalanlagen

in 2013 gaben 45 Prozent der Befragten Beiträge

zur Altersvorsorge als höchste Priorität an. Für

insgesamt 82 Prozent der Deutschen steht die Altersvorsorge

an erster, zweiter oder dritter Stelle im Prioritäten-Ranking.

Der Anlagehorizont für alle Kapitalanlagen

kann dadurch als überwiegend langfristig

interpretiert werden, wobei Anleger bei neuen Beiträgen

für sich selbst als auch für ihre Kinder mehrheitlich

auf Bankeinlagen, Lebensversicherungen,

Immobilien und Bausparpläne vertrauen. Berben

ergänzt: „Die aktuelle Niedrigzinsphase bedeutet

dank Inflation eine Entwertung der in Deutschland

zum größten Teil aus Zinspapieren bestehenden Altersvorsorgevermögen.

Mit einem gut gestreuten

Aktienportfolio lässt sich in der Regel eine langfristig

höhere Rendite als mit dem herkömmlichen Sparzins

erzielen und so die Rentenlücke besser schließen.

Fakt ist aber, dass Anleger selbst bei sehr langfristi-

10


MARKT | Anlagespiegel 2013

gen Investments für ihre Kinder, bei denen vorübergehende

Kursverluste nicht ins Gewicht fallen, nicht

auf Aktien setzen.“

Bullenmärkte werden nicht zur Kenntnis genommen

Ferner hat die Umfrage ergeben, dass, ähnlich wie

bei unserer Umfrage in 2011, über 40 Prozent der

Befragten im Januar der Meinung sind, der DAX hätte

im vorangegangenen Jahr neutral oder negativ

abgeschnitten. In Wahrheit hat der DAX 29 Prozent

in 2012 zugelegt, in 2010 waren es 16 Prozent. Berben

über dieses Ergebnis: „Die Tatsache, dass auch

dieses Jahr wieder über 40 Prozent der Deutschen

das positive Abschneiden des DAX im Jahr 2012

nicht zur Kenntnis genommen haben, trägt sicherlich

zur negativen Einstellung gegenüber Aktien bei.

Wie in den letzten Jahren zu beobachten war, standen

viele Anleger an der Seitenlinie und warteten

auf den richtigen Zeitpunkt, der für sie nie kam. So

verpassten sie Chancen – nicht nur mit dem DAX,

sondern auch mit globalen Aktien, die wichtig für

die Streuung eines Portfolios sind.“ (Der MSCI World

stieg in 2012 um 17 Prozent.)

Autor: Franklin Templeton Investments

Anleger sind so risikofreudig wie seit fast

zwei Jahren nicht mehr

UBS Marktkommentar

Anleger positionierten sich im April so risikobereit

wie seit knapp zwei Jahren nicht

mehr. Dies macht der UBS Investor Sentiment

Index deutlich, der die Risikobereitschaft der

Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX

misst. Anleger haben im April im Durchschnitt einen

Cap 7,58 Prozent unter dem jeweils aktuellen

Stand des deutschen Leitindex gewählt. Der UBS

Sentiment Index lag somit im April ganze 3,12 Prozentpunkte

höher als im März, als dieser Wert noch

bei 10,70 Prozent notierte. Optimistischer waren

die Anleger zuletzt im Juni 2011. Damals hatten sie

im Durchschnitt einen Cap 6,59 Prozent unter dem

DAX-Stand gewählt. Der UBS Investor Sentiment Index

misst die Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf

von UBS Discount Zertifikaten auf den DAX gewählt

haben und vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen

Stand des deutschen Aktienindex. Erreicht der

DAX am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber,

erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate

die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit

unterhalb des DAX, zeigt dies, dass Anleger größere

Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten

Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus

der Anleger. Der UBS Investor Sentiment Index spiegelt

also die Risikobereitschaft der Anleger wider.

Anleger zeigten sich im April somit deutlich optimistischer

als noch im März – dies zeigt auch die

Entwicklung des UBS Sentiment Index im Monatsverlauf.

Während Investoren Anfang April einen

durchschnittlichen Cap 7,65 Prozent unter dem aktuellen

DAX-Stand wählten, stieg das Sicherheitsbedürfnis

der Anleger zum Ende des Monats hin leicht

an. Hier wurde ein Durchschnitts-Cap von 8,43 Prozent

gemessen. Zur Monatsmitte lag der UBS Sentiment

Index bei 6,65 Prozent. Der niedrigste gewählte

Cap betrug im April 6.704 Punkte, während

der höchste durchschnittliche Cap eines Tages bei

8.000 Punkten notierte. Der UBS Sentiment Index

lag im April deutlich über dem rollierenden Zwölf-

Monats-Durchschnitt, der 14,91 Prozent unter dem

DAX-Stand liegt. „Trotz kurzzeitiger Abwärtsbewegungen

des DAX Mitte April zeigten Anleger eine

erhöhte Risikobereitschaft und positionierten sich

auch im weiteren Monatsverlauf, als der DAX wieder

zulegte, eher antizyklisch“, sagt Marcel Langer,

Director bei UBS. „Ob sich das optimistische Sentiment

der Anleger aus dem April fortsetzt, bleibt

abzuwarten – die jüngste Zinssenkung der Europäischen

Zentralbank lässt aber auf ein weiter positives

Umfeld für Aktien hoffen.“

Autor: UBS, Asset Management (Deutschland) GmbH

11


Anlagespiegel 2013 | MARKT

Drei Anlagestrategien gegen die Geldentwertung

Fidelity Marktkommentar

Auch wenn in Deutschland die Teuerungsrate

im Februar erneut zurückgegangen ist: Die

Zinsen auf Spareinlagen und Bundesanleihen

liegen weiter unterhalb des Inflationsniveaus.

Angesichts der anhaltend lockeren Geldpolitik der

Zentralbanken weltweit machen sich Sparer Gedanken,

wie sie ihr Vermögen langfristig gegen den

Kaufkraftverlust schützen können. Andreas Feiden

vom unabhängigen Vermögensverwalter Fidelity

Worldwide Investment nennt Strategien für Privatanleger.

Nie zuvor hat es in dem Ausmaß Liquiditätsspritzen

der Zentralbanken gegeben, wie wir es

heute erleben. Längst ist die Frage nicht ob, sondern

wann die Geldschwemme zu einer erhöhten Inflation

führt. Dennoch unterschätzen viele Menschen

die Auswirkung der Inflation auf ihren persönlichen

Wohlstand. Eine Inflationsrate von 7 Prozent halbiert

die Kaufkraft eines Geldbetrags innerhalb von

10 Jahren. Nach 20 Jahren sind drei Viertel der Kaufkraft

vernichtet. Eine solche Entwicklung entwertet

nicht nur bestehende Vermögen, sie torpediert auch

jedes längerfristige Spar- und Vorsorgeziel. Dabei

gibt es gute Möglichkeiten, in inflationsbeständige

Sachwerte zu investieren:

1. In Aktien anlegen, aber nicht nur in deutsche

Aktien bieten eine gute Absicherung gegen den

Kaufkraftverlust von Vermögen und Einkommen, der

mit erhöhter Preissteigerung einhergeht. Denn Aktien

stellen eine reale Beteiligung an den Vermögenswerten

eines Unternehmens dar. Kann das Unternehmen

Preissteigerungen an seine Kunden weitergeben, weil

die Nachfrage nach seinen Produkten stabil bleibt,

entwickelt sich der Wert der Unternehmensanteile

ebenfalls nach oben und erhält oder steigert sogar

das Kapital des Anlegers. Hinzu kommt: Ein möglicher

Anstieg der Inflation auf 4 Prozent in den nächsten

Jahren könnte eine Begleiterscheinung einer anhaltenden

Konjunkturerholung sein. Diese würde auch

Quelle: © fotogestoeber - Fotolia.com

die Aktienkurse insgesamt weiter steigen lassen.

Anleger sollten aber nicht nur auf deutsche Aktien

schauen. Aktienfonds mit breit gestreuten Anteilen

von Unternehmen in Schwellenländern bieten Zugang

zu Wachstum in Regionen, die nicht von Staatsschuldenkrisen

gebremst werden. Ein ausgewogenes Portfolio

mit europäischen, amerikanischen und Aktien

aus Schwellenländern ermöglicht Erträge, die deutlich

über dem Inflationsniveau liegen. Wegen der steigenden

Lebenserwartung sollten zudem nicht nur junge

Menschen, sondern auch Ruheständler und Anleger,

die kurz vor der Rente stehen, jetzt eine stärkere Aktiengewichtung

erwägen. Denn die längeren Anlagezeiträume

erhöhen die Wahrscheinlichkeit wesentlich,

dass mögliche Schwankungen ausgeglichen werden.

2. Dividenden für Zinseszins nutzen

Dividenden, die laufenden Erträge von Aktien, sind in

einem Umfeld leicht erhöhter Inflation sehr attraktiv:

Wer die laufenden Ausschüttungen wiederanlegt (in

einem thesaurierenden Fonds geschieht das beispielsweise

automatisch), profitiert vom Zinseszinseffekt,

der die Inflation ausgleichen kann. Auf lange Sicht

machen wiederinvestierte Dividenden sogar den Löwenanteil

des Gesamtertrags von Aktien aus.

12


MARKT | Anlagespiegel 2013

3. Auf reale Vermögenswerte setzen

Grundsätzlich sind bei Anlagen drei Dinge zu beachten:

die Qualität, die Verfügbarkeit (je knapper, desto

besser) und der Preis. Güter, die nur in begrenzter

Menge produziert werden können - wie Gold,

Grundstücke, Top-Immobilien in Weltklasse-Städten,

Wein oder Oldtimer - können in Inflationsphasen gut

abschneiden. Anleger müssen sich aber bewusst machen,

dass diese Anlageformen zu Übertreibungen

beim Preis - sogenannten Preisblasen - tendieren.

Solche Vermögenswerte werden als sichere Häfen

für Werterhalt gesehen, in die Menschen schon jetzt

aus Angst vor Inflation verstärkt flüchten. Gerade

deshalb ist die Wahrscheinlichkeit gering, sein Geld

damit tatsächlich zu erhalten und nicht allein schon

durch überhöhte Einstiegspreise Verluste zu machen.

Physische Vermögenswerte bieten aber grundsätzlich

einen guten Inflationsschutz, insbesondere wenn es

sich nicht um reine Luxusobjekte, sondern um Infrastrukturgüter

handelt, die Voraussetzung für eine

laufende Wirtschaft sind. Beispiele sind Flughäfen,

Ölquellen und Gewerbeimmobilien. Fonds mit Aktien

von Unternehmen, die solche Vermögenswerte schaffen,

fördern oder halten, ermöglichen Anlegern einen

weitaus flexibleren Zugang zu diesen Anlagefeldern

als Direktinvestitionen, die häufig nur schwer zu kaufen

und verkaufen sind.

Autor: Fidelity Investment Services GmbH

Quelle: © Andrey Machikhin - Fotolia.com

13


Anlagespiegel 2013 | VERSICHERUNG (Einmalbeitragsversicherungen)

Zeitgemäße Altersvorsorge:

Wie viel Garantie will ich mir leisten

Franke und Bornberg:

Herausforderungen

für Lebensversicherer sind groß

Trotz rückläufiger Verträge und anhaltender

Kritik ist die klassische Lebens- und Rentenversicherung

nach wie vor das häufigste Altersvorsorgeinstrument.

Ihr Vorteil: sie bietet die für

eine langfristige finanzielle Absicherung so wichtigen

Garantien. Doch die Ansprüche der Verbraucher

sind hoch. Erwartet werden „Alleskönner“ in

Sachen Rendite, Sicherheit und Flexibilität. Angesichts

restriktiver Rahmenbedingungen ist das innerhalb

eines Produkts kaum noch zu erfüllen. Darüber

muss man offen reden. Neue Modelle müssen her

– und Beratungsansätze, die für mehr Transparenz

vor dem Abschluss eines Vertrages sorgen. Die Herausforderungen

für Lebensversicherer sind groß:

von ihrer Altersvorsorge erwarten Verbraucher

größtmögliche Sicherheit bei einer möglichst hohen

Rendite und Flexibilität. Diese Wünsche erfordern

einerseits eine langfristige Ausrichtung der Kapitalanlagen,

gleichzeitig muss ausreichend Kapital für

den Rückkauf von Versicherungen, für auslaufende

Verträge und den Eintritt von Versicherungsfällen

bereitgestellt werden. Was in Zeiten florierender

Kapitalmärkte noch machbar war, ist im aktuellen

Niedrigzinsumfeld nicht mehr auf Dauer zu leisten.

Das Vorsorgebudget der Verbraucher ist zudem begrenzt,

so dass niedrige Renditen Löcher in die Altersvorsorgeplanung

reißen. Und auch Politik und

Verbraucherschutz melden sich kritisch zu Wort. Das

setzt die klassische Lebens- und Rentenversicherung

derzeit unter starken Druck. Worum aber dreht sich

die Diskussion genau und was sind Ansätze für eine

zeitgemäße Beratung und Produktgestaltung

Gute Wettbewerbsbasis trotz geringer Renditen

Angesichts niedriger Zinsen werden die laut Anlageverordnung

erlaubten Anlageformen klassischer

Lebens- und Rentenversicherungen derzeit immer

unattraktiver. Die Umlaufrendite festverzinslicher

Wertpapiere ist von 5,1 % in 1997 auf 1,3 % in 2012

Quelle: © Kzenon - Fotolia.com

gesunken, die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen

sank im gleichen Zeitraum von 5,7 % auf 1,6 %

(Quelle: GDV). Die laufende Verzinsung von Tarifen

mit klassischer Kapitalanlage im Sicherungsvermögen

ist mit durchschnittlich rund 3,5 % entsprechend gering.

Hinzu kommt, dass sie nur für die zur Anlage

kommenden Beitragsteile gilt.

Je nach Kosten des Vertrags bleibt davon nur ein Teil

als echte Rendite übrig. Für viele Kunden zu wenig,

um mit dem verfügbaren Budget eine angemessene

Altersvorsorge aufzubauen. Trotz der anhaltenden

Kritik an mangelnden Renditen besitzt die Lebensversicherung

im Vergleich zu alternativen Anlagen

eine gute Wettbewerbsbasis. Auch das Vorurteil der

mangelnden Flexibilität ist heute vielfach nicht mehr

gerechtfertigt. Bei Zahlungsschwierigkeiten werden

inzwischen vielfältige Lösungen angeboten; im Rahmen

der gesetzlich zugelassenen Spielräume ist auch

der Rentenbeginn meist flexibel ausgestaltet. Noch

entscheidender aber ist: nur die Lebensversicherung

bietet eine Garantie, die viele Verbraucher bei der Altersvorsorge

als unverzichtbar ansehen.

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VERSICHERUNG (Einmalbeitragsversicherungen) | Anlagespiegel 2013

Garantien in der Krise

Der für Lebens- und Rentenversicherungen vorgeschriebene

Höchstrechnungszins beträgt aktuell nur

noch 1,75 %. Doch selbst diese Größe stellt im aktuellen

Anlageumfeld zunehmend eine Herausforderung

dar. Zumal zeitgleich Bestandsverträge mit einem

Rechnungszins von bis zu 4 % bedient werden müssen.

Durch den Trend zur Rentenversicherung müssen

die Versicherer nicht wie früher mit Vertragslaufzeiten

von im Schnitt 20 bis 30 Jahren im Voraus kalkulieren,

sondern mit bis zu 60 Jahren. Verbunden mit der notwendigen

Eigenkapitalunterlegung und der verordneten

Zinszusatzreserve lässt dies den Versicherern nicht

viele Anlagespielräume. Attraktive Renditen sind somit

auch längerfristig kaum zu erwarten. Aus dieser

Zwickmühle wird man nur mit neuen Produktkonzepten

heraus kommen.

Neue Modelle müssen individuellen Ansprüchen

gerecht werden

Wenn hohe Sicherheit, Rendite und Flexibilität durch

veränderte Rahmenbedingungen nicht mehr unter

einen Hut passen, müssen neue Produktkonzepte

Schwerpunkte ermöglichen oder einen gangbaren

Kompromiss zwischen ihnen finden. Ein Weg, dem

Korsett der Anlagevorschriften für klassische Produkte

zu entkommen und somit auf der Renditeseite

Spielräume zu öffnen, ist es, das Anlagespektrum zu

erweitern. Auch könnten bisherige Garantiemodelle

überdacht werden. Lebenslange Garantien in relevanter

Höhe werden unter den gegebenen Umständen

jedenfalls nicht mehr lange haltbar sein.

Quelle: © JENS - Fotolia.com

Denkbare Alternativen sind rein endfällige Beitragsgarantien

oder zeitlich befristete Garantien. Dies wäre

zwar ein Abstrich gegenüber der heutigen Garantieleistung,

aber immer noch deutlich mehr als alternative

Vorsorgeprodukte bieten. Ganz ohne Garantien

fehlt die steuerliche Anerkennung als Lebens- und

Rentenversicherung und auch die Mehrzahl der Kunden

wird solche Verträge nicht akzeptieren. Es scheint

also besser, ein machbares Maß zu finden, als aus den

Garantien zu fliehen. Der Verbraucher ist hierbei der

entscheidende Faktor. Um seine Bedürfnisse müssen

sich das Produkt und vor allem die Beratung drehen.

Und die muss mehr Transparenz schaffen als bisher.

Nicht Schweigen, sondern Informieren ist Gold

Der Kunde sollte immer vor dem Hintergrund der

wichtigsten Fakten entscheiden. Das geht aber nur,

wenn diese bekannt sind. Transparenz wird dabei am

wenigsten durch gut lesbare Bedingungen erreicht,

denn das setzt voraus, dass Bedingungen überhaupt

gelesen werden. Es muss vielmehr klar sein, wofür ein

Produkt taugt und wofür nicht. Und man muss über

Kosten reden. Zwar sind sie in vertretbarer Höhe an

sich nicht das Problem, haben aber – front up eingerechnet

– weitreichende Folgen.

Eine niedrige Investitionsquote in den ersten Jahren

kann Renditechancen verschenken, niedrige Rückkaufswerte

machen unflexibel. Front up eingerechnete

Kosten führen aktuell sogar dazu, dass Garantien

bei kurzen Laufzeiten unterhalb der Beitragssumme

liegen. Das sollte gut erklärt werden, sonst ist Ärger

vorprogrammiert. Speziell die Kosten für Beratungsund

Vermittlungsleistungen sind eine Thema, das von

der Branche zu lange nicht offen angesprochen wurde.

Vermittlern und Verbrauchern muss klar sein, dass

es sich bei Vorsorgefragen um langfristige Entscheidungen

handelt, die Beratungsaufwand erfordern.

Wer Zeit und Beratung bereitstellt, muss dafür vergütet

werden – in welcher Form auch immer. Dieser

Realismus sollte künftig auch für die Abwägung von

Rendite und Sicherheit in der Lebens- und Rentenversicherung

gelten. „Alleskönner“ wird es nicht mehr

geben. Wer als Kunde auf hohe Renditen setzt, sollte

daher die Garantie auf ein für das eigene Sicherheitsbedürfnis

zugeschnittenes Maß reduzieren können.

Was die dafür nötigen Garantiemodelle angeht, ist

sich die Branche noch uneins und hüllt sich in Schweigen,

wo sie besser offensiv spielen sollte. Tarifwerke

liegen bereits in den Schubladen der Versicherer.

Entscheidend ist nun, dass sie bald aus der Deckung

kommen.

Autor: Michael Franke, Geschäftsführer Franke und Bornberg GmbH

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Anlagespiegel 2013 | VERSICHERUNG (Einmalbeitragsversicherungen)

Voigt und Collegen und Quantum Leben

kooperieren für Rentenversicherung

VC-EnergieRente investiert in

Erneuerbare Energien

Voigt & Collegen baut seine Position als Asset

Manager im Bereich Erneuerbarer Energien

aus. Die Düsseldorfer Solarfondsspezialisten

erwerben und verwalten künftig Solarkraftwerke

für die VC-EnergieRente, eine fondsgebundene

Rentenversicherung der Quantum Leben. Der Lebensversicherungskonzern

bietet privaten Anlegern

fortan die Möglichkeit, über das neue Vehikel

schwerpunktmäßig in die Stromerzeugung aus

erneuerbaren Energiekraftwerken zu investieren.

Je nach Kundenwunsch werden zwischen 50 und

80 Prozent der eingezahlten Gelder mittels eines

luxemburgischen Spezialfonds in Solarkraftwerke

investiert. Diese ansonsten nur institutionellen Anleger

zugängliche Spezialfonds wird von Voigt &

Quelle: © FotolEdhar - Fotolia.com

Collegen gemanagt. Die Photovoltaikparks werden

über den Luxemburger Fondsmantel SICAV in die

Versicherung eingebracht. Privatanleger erhalten

somit die Möglichkeit, exklusiv in institutionelle

Spezialfonds zu investieren. "Investitionen in erneuerbare

Energien bieten eine überdurchschnittliche

Rendite und gleichzeitig hohe Stabilität der

Erträge", erklärt Hermann Klughardt, Geschäftsführer

von Voigt & Collegen. Mit der VC-Energie-

Rente hätten Versicherte fortan die Möglichkeit,

diese Vorteile für ihre private Altersvorsorge zu

nutzen.

Anlagestrategie der VC-EnergieRente

Quelle: © ctvvelve - Fotolia.com

Die VC-Energierente ist eine fondsgebundene Rentenversicherung

gegen Einmalprämie. Der Mindestbeitrag

liegt bei 10.000 Euro, weitere Zuzahlungen

sind jederzeit ab einem Betrag von 300 Euro möglich.

Versicherte können selbst entscheiden, wie

viel Prozent ihrer Gesamteinlage in die Erzeugung

"grüner Energie" fließen soll, zwischen 50 und 80

Prozent sind möglich. Der übrige Betrag wird in andere

Investmentfonds von Häusern wie z.B. Allianz

Global Investors, DWS, Sarasin oder Ökoworld investiert.

Versicherten werden bei ihrer Anlage die

für Rentenversicherungen gültigen steuerlichen Erleichterungen

gewährt.

Autor: Voigt & Coll. GmbH

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obustus privileg

ENDLICH

in einem Produkt vereint.

robustus privileg – Die Traumhochzeit aus Versicherung und Immobilie.

robustus privileg ist Vorreiter einer völlig neuen Anlageklasse. Die Immobilienpolice verbindet die größtmögliche

Sicherheit und den weitestgehenden Inflationsschutz von Immobilien mit der hohen Flexibilität

einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Anleger profitieren von überdurchschnittlichen Renditechancen,

flexiblen Laufzeiten sowie von attraktiven Steuervorteilen, einem starken Hinterbliebenenschutz

und sehr günstigen Erbregelungen.

Alle Informationen zu robustus privileg und einen persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden

Sie unter www.robustus-gmbh.com

robustus GmbH

Breitenbachstraße 23 • D-13509 Berlin

Telefon +49 (0) 30.41749868550

E-Mail info@robustus-gmbh.com


Anlagespiegel 2013 | VERSICHERUNG (Einmalbeitragsversicherungen)

Württembergische setzt auf Altersvorsorge

mit Substanzwerten

Neues Altersvorsorgeprodukt

investiert in Sachwertthemen

Quelle: © Picture-Factory - Fotolia.com

Die Württembergische Lebensversicherung,

ein Unternehmen des Vorsorge-Spezialisten

Wüstenrot & Württembergische (W&W),

bietet seit dem 9. März 2013 ein neues Altersvorsorgeprodukt,

das in Sachwertthemen investiert:

Genius Sachwert. Vor dem Hintergrund der europäischen

Staatsschuldenkrise und der expansiven

Geldpolitik der Europäischen Zentralbank EZB sind

die Befürchtungen der deutschen Bevölkerung im

Hinblick auf eine künftige Geldentwertung nachvollziehbar.

Viele Anleger suchen daher verstärkt

nach neuen Möglichkeiten, ihr Geld langfristig und

gewinnbringend anzulegen. Dabei ist derzeit kaum

ein Bereich so gefragt wie Sachwerte. Insbesondere

in Zeiten hoher Inflation waren in der Vergangenheit

Anlagen in Sachwerten wertbeständiger als reine

Geldanlagen. Der Genius Sachwertfonds W&W SachInvest

investiert in Aktien, in inflationsgeschützte

und in überwiegend immobilienbesicherte Anleihen

sowie in Wertpapiere, die die Wertentwicklung ausgewählter

Edelmetalle abbilden. Die breite Streuung

über verschiedene Anlageklassen und Märkte

hilft dabei, das Risiko zu mindern und Kursschwankungen

einzelner Anlageklassen auszugleichen.

Neben dem neuen Anlagekonzept bietet Genius

Sachwert die Vorteile der bereits bewährten Genius-Produktfamilie:

Genius Sachwert ist als flexible

PrivatRente und als staatlich geförderte BasisRente

möglich. Versicherungsbausteine für Berufsunfähigkeit

und den Todesfall sind optional einschließbar.

Beiträge sind monatlich ab 25 Euro, Einmalbeiträge

ab 5.000 Euro und Zuzahlungen ab 1.000 Euro

möglich.

Autor: Württembergische Vertriebsservice GmbH

Quelle: © vege - Fotolia.com

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VERSICHERUNG (Einmalbeitragsversicherungen) | Anlagespiegel 2013

Immobilien-Fondspolice erfreut Anleger

robustus privileg erzielt bereits

im ersten volleeschäftsjahr eine

Nettorendite von über 5,5 Prozent

Im Jahr 2011 ging mit robustus privileg Deutschlands

erste fondsgebundene Lebensversicherung,

die ausschließlich auf Immobilien setzt,

an den Start. Zum Stichtag 31.12.2012 endete das

erste volle Geschäftsjahr. Das Ergebnis: Die Immobilienpolice

erzielte im Durchschnitt satte 5,58 Prozent

für ihre Anleger - netto. Das Geschäft mit herkömmlichen

Lebensversicherungen geht seit Jahren

zurück. Grund dafür sind die sinkenden Überschussbeteiligungen.

Im Durchschnitt erhalten Kunden

Nettorenditen von derzeit unter vier Prozent. Die

Zukunftsvoraussagen der Lebensversicherer klingen

düster: Nur wenige Anbieter werden die Verzinsung

der Verträge konstant halten können, alle anderen

senken ab – damit wird sich die Talfahrt der Renditen

weiter fortsetzen. Die robustus GmbH mit Sitz

in Berlin ist 2011 angetreten, die Landschaft der

Fondspolicen um ein innovatives Produkt anzureichern,

das sicherer, flexibler und rentabler ist. Bereits

im ersten vollen Geschäftsjahr wird der Branchenschnitt

deutlich übertroffen. Mit 5,58 Prozent

Rendite können Anleger endlich eine Rendite feiern,

die ihr Vermögen signifikant ausbaut. Viele Versicherungsvermittler

nutzen bereits robustus privileg,

um das Vertrauen ihrer Anleger zurückzugewinnen.

Die hohe Rendite resultiert aus einer nachhaltigen

Anlagestrategie, die auf kontinuierliche Erträge bei

gleichzeitig möglichst geringem Risiko ausgerichtet

ist. Um Währungs- und Kapitalmarktrisiken ausgleichen

und eine Rendite oberhalb der Inflation

erwirtschaften zu können, wird das Vermögen der

Kunden in Sachwerte investiert – in real existierende

Vermögenswerte. robustus privileg investiert ausschließlich

in deutsche Qualitäts- und Renditeimmobilien

in Deutschland.

Es gibt zwei Strategien, Gewinne mit Immobilien

zu realisieren: Bestandshaltung – d.h. der Erwerb

von Immobilien zur langfristigen Bestandshaltung

mit kontinuierlichem Mietertrag. Immobilienhandel

Quelle: © Robert Kneschke - Fotolia.com

– die Immobilien werden günstig eingekauft und

nach einer kurzen Haltedauer wieder veräußert. Neben

den zwischenzeitlichen Mieterträgen werden

so zusätzliche Handelsgewinne erzielt. Während

der Immobilienhandel also ein recht dynamisches

Geschäftsfeld ist, gestaltet sich die Immobilienbestandshaltung

vergleichsweise ruhig. Je nach

Marktlage ändert sich die Gewichtung zwischen

Handel – höhere Rendite – und Bestandshaltung –

geringere Rendite. „Wir freuen uns sehr, dass wir

bereits im ersten vollen Geschäftsjahr alle etablierten

Branchengrößen in Sachen Rendite übertroffen

haben. Das zeigt, innovative Spitzenprodukte wie

die Immobilienpolice robustus privileg haben das

Zeug, um der fondsgebundenen Lebensversicherung

neues Leben einzuhauchen. Das sehen offensichtlich

auch viele Vermittler und Vertriebe so. Von

Messe zu Messe, von Kongress zu Kongress und

von Roadshow zu Roadshow steigt der Zuspruch

enorm an. Das stimmt uns sehr zuversichtlich, bei

der Kapitalanlage von Privatkunden ein in Zukunft

noch gewichtigeres Wort mitreden zu können“,

fasst Wolfgang Laufer, Geschäftsführer der robustus

GmbH, zusammen.

Autor: robustus GmbH

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Anlagespiegel 2013 | INTERVIEW

Anleger setzen auf Betongold:

Sicherheitskonzept trifft Rendite

Interview mit Wolfgang J. Kunz,

Vertriebsdirektor,

DNL Real Invest AG

wmd: Warum sollte ein Anleger sich jetzt mit

einer Kapitalanlage in Immobilien in den USA

beschäftigen

Wolfgang J. Kunz: Weil die USA nach Angaben

der großen Maklerfirmen (CBRE, etc.) der wichtigste

Immobilieninvestitionsstandort der Welt ist. In 2012

wiesen außer Kanada nur die USA wachsende Umsatzzahlen

beim Gewerbeimmobilienhandel aus.

Internationale Großinvestoren investieren in Gewerbeimmobilien

in den USA. Gerade wurde von der

Deutschen Bank in Ihrem Anlegerreport dies unterstrichen.

Deshalb ist nicht die Frage warum deutsche

Anleger dort investieren sollen wichtig, sondern der

Umkehrschluss, dass Sie dort invertieren sollten, wo

internationales Kapital investiert wird.

wmd: Herr Kunz, Sie offerieren derzeit ein

Fondsangebot, das Anlegern sehr hohe Renditen

in Aussicht stellt. Wie realistisch ist die

Prognose-Rechnung für die Kunden

Wolfgang J. Kunz: Diese Rendite-Aussagen basieren

ganz einfach auf kaufmännischen Fakten. Das

TSO-Konzept begründet sich auf langjährige Erfahrungen

der TSO Simpson Organisation mit Immobilieninvestitionen,

die partnerschaftlich mit nationalen

und internationalen Banken, Versicherungsgesellschaften

und Anlegergruppen erfolgreich durchgeführt

wurden. Da TSO nur in ertrag bringende

Gewerbeimmobilien investiert, wo der Einkaufspreis

der Immobilien mindestens 40 % unter dem Marktwert

liegen muss und die Nettoeinkaufsrenditen

mindestens 8,5 % betragen, sind die zugesagten

Vorzugsausschüttungen von mindestens 8% pro

Jahr und die kalkulierten prozentualen 2-stelligen

Verkaufsgewinne realistisch. Dies wird auch von unabhängigen

Analysten bestätigt.

wmd: Was haben Sie in der Vergangenheit an

Rendite für Ihre Anleger geschafft

Wolfgang J. Kunz: Bei unseren deutschen Fonds

haben wir seit 2006 immer die zugesagten Vorzugsausschüttungen

von 8 % p.a. aus erwirtschafteten

Erträgen ausgezahlt. Dies auch in den Jahren 2008

bis 2010, wo viele Fonds gar keine Ausschüttungen

mehr leisteten. Kumuliert haben die Gewerbeimmobilien

der TSO-DNL Fonds bis heute durchschnittlich

11 % Mietrendite erwirtschaftet. Seit 1988 hat TSO

mit dem vergleichbaren Fondsangebot in den USA

durchschnittlich 24,3 % Rendite p.a. für die Anleger

erwirtschaftet.

wmd: Wie zufrieden sind Ihre Anleger bisher

Gibt es viele „Wiederzeichner“

Wolfgang J. Kunz: Unsere Anleger sind sehr zufrieden.

Der Prozentsatz unserer Wiederanleger

liegt bei über 40 Prozent.

wmd: Was sind die besonderen Highlights des

Fondsangebotes

Wolfgang J. Kunz: Lassen Sie mich die Highlights

in Stichworten aufzählen:

• Kurze Laufzeit – geplant sind 3-5 Jahre

• Während der Laufzeit permanenter Kapitalrückfluss

aus den jeweils verkauften Immobilien

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INTERVIEW | Anlagespiegel 2013

wmd: Für welchen Anlegertyp ist Ihr Angebot

passend

Wolfgang J. Kunz: Vor allem für US-erfahrene Anleger.

Dann auch für Anleger, die keine langen Laufzeiten

wünschen. Für Anleger, die an laufenden Ausschüttungen

interessiert sind. Für Anleger, die eine

hohe Risikobeteiligung an Ihrem Investment durch

den Initiator wünschen. Für Anleger, die außerhalb

der Euro-Zone gesichert investieren möchten.

wmd: Wann wird der aktuelle Fonds geschlossen

Quelle: © wmd Verlag GmbH

• Breite Diversifikation durch Investition in Mindestens

12 Gewerbeimmobilien (die einzeln anund

verkauft werden sollen)

• 8 % p.a. Vorzugsausschüttung an die Anleger

• Vierteljährlich 2 % Ausschüttung

• 2-3 Jahre Steuerfrei

• 85 % Gewinnbeteiligung für die Anleger

• Kapitalrückführung an die Anleger jeweils 60

Tage nach Verkauf der Immobilie

• Steuern in Deutschland nur nach Progressionsvorbehalt

• Steuervorteile bei der Erbschaftssteuer

• Hohe Kapital- und Risikobeteiligung durch den

Initiator

• Initiator haftet alleine für die Hypothek

• Erfahrener Initiator mit makelloser Leistungsbilanz

• Seit Bestehen (1988 ) für keinen Investor Geld

verloren

wmd: Wo sehen Sie die Risiken des Ihres

Fondsangebotes

Wolfgang J. Kunz: Obwohl bei keiner Investition

Risiken generell ausgeschlossen werden können,

so sind diese bei unserem Angebot schwer zu finden.

Das größte Risiko bestünde darin, dass TSO

generell keine Immobilien mehr unterm Marktwert

einkaufen könnte. Alle normalerweise bei einem

US-Investment möglichen Risiken wurden im Gesellschaftsvertrag

für die Anleger ausgeschlossen.

Da es sich um verschiedene Gewerbeimmobilien

unterschiedlicher Nutzungsart an unterschiedlichen

Standorten handelt, ist auch das Risiko des Standortes

oder der Nutzbarkeit weitgehend auszuschließen.

Da die Immobilien von der Fondsgesellschaft

einzeln gehalten werden und untereinander – auch

haftungstechnisch - nicht verbunden sind, besteht

auch das Risiko eines Dominoeffekts für den Fall,

das eine Immobilie ausfällt, nicht.

Wolfgang J. Kunz: Spätestens am 30.06.2014.

wmd: Wie sehen unabhängige Ratinginstitute

oder Analysten Ihr Unternehmen/ Ihre Fonds

Wolfgang J. Kunz: Unsere Fonds werden wurden

und werden von allen unabhängigen Ratingagenturen

sehr positiv bewertet. FondsMedia hat die historischen

Ergebnisse von TSO vom Ertrag her auf

die Plätze 1 bis 11 gesetzt. G.U.B. hat den TSO-DNL

Fonds mit 2+ bewertet. SCOPE hat den Fonds mit

A- bewertet, wobei das Minus sich dadurch erklärt,

dass es sich bei dem Fonds um einen Semi-Blindpool

handelt. SCOPE hat das TSO-Management

mit A bewertet und TSO für das Management sogar

den begehrten Award verliehen. Für den TSO-

DNL Fonds IV gibt es eine Plausibilitätsprüfung von

SCOPE und Feri EuroRating services. Die Plausibilitätsprüfung

von Seppelfricke ist in Auftrag gegeben.

ProCompare hat TSO- DNL Funds die Auszeichnung

für die testierte deutsche Leistungsbilanz

nach VGF-Standard vergeben. Weitere Informationen

zum aktuellen Fondsangebot finden interessierte

Vertriebspartner oder Anleger gerne auf unserer

Webseite www.dnl-invest.com.

Bitte klicken Sie für das Video auf das Bild.

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Anlagespiegel 2013 | INTERVIEW

Private Anleger

profitieren vom Diamantenhandel

Interview mit Ivo Rosenberger,

Geschäftsführer,

Swiss Investors Capital PLC

wmd: Swiss Equity Diamonds ist auf Kapitalanlagen

in Diamanten spezialisiert. Was spricht für

die Investition eines Privatanlegers jetzt in diesen

Zeiten in Diamanten

Ivo Rosenberger: Das sind mehrere Punkte. Diamanten

sind zunächst als Sachwert reale Wertgegenstände

mit geringer Volatilität und ebenfalls geringer Inflationsgefahr.

Ein Gramm Diamanten entspricht ca. 20 kg

Gold. Dadurch ergibt sich höchste Mobilität, die jederzeit

verwertbar ist. Dann spricht die stetige Nachfrage

für ein Investment, denn in guten Zeiten ist der Diamant

ein Luxusgut und in schlechten Zeiten gilt dieser

als krisensicheres Investment.

wmd: Welche Expertise hat Swiss Equity Diamonds

in diesem Geschäftsbereich

Ivo Rosenberger: Swiss Equity Diamonds Aufgabe ist

die Verwaltung und Suche nach lizenzierten Diamanthändlern,

welche eine 10-jährige Erfahrung vorweisen

können. Wir haben drei Händler, einer wurde bereits

aktiviert. Nach der Platzierungsphase werden die weiteren

Händler miteinbezogen. Diese Konzentration

von Fachwissen und Erfahrung im Handel mit Diamanten,

umgesetzt in einem Fonds, zugänglich für Investoren

ab 10 000 Euro, ist einzigartig in Deutschland.

wmd: Wie funktioniert der Diamantenhandel,

gibt es ein unerschöpfliches Reservoir der Edelsteine

Ivo Rosenberger: Die weltweite Diamantenproduktion

reicht nicht aus, um auch in Zukunft den Bedarf

zu stillen. Auf dem weltweiten Schmuckmarkt werden

Schwellenländer, vor allem China, Indien und die Golfstaaten

mit zweistelligen Wachstumsraten zu immer

wichtigeren Kunden. Die Nachfrage nach Diamanten

wird sich bis 2020 verdoppeln und soll in acht Jahren

bei 250 Millionen Karat liegen. Das entspricht einem

jährlichen Zuwachs von 6,4%. Das weltweite Angebot

wird dagegen höchstens um 2,8% auf 175 Millionen

Karat steigen.

wmd: Was hat es mit dem in den Medien viel

beachteten Thema „Blut-Diamanten“ auf sich

Kann man ausschließen dass man solche Diamanten

kauft

Ivo Rosenberger: Der Markt ist extrem reguliert.

Wir kaufen ausschließlich geschliffene Diamanten

mit einem Zertifikat des Gemologischen Instituts von

Amerika (GIA) oder dem Hohen Rat für Diamanten aus

Antwerpen (HRD). Dies sind Prüfungsinstitute, welche

die Sicherheit, Reinheit und Qualität auf höchstem

Niveau garantieren. Andere Diamanten, auch mit anderen

Zertifikaten, werden von uns nicht gekauft. Bei

Missachtung der Richtlinien erfolgen hohe Bußen und

lange Gefängnisstrafen und ein anerkannter Händler

würde sofort seine Lizenz verlieren. Bargeld darf seit

Januar 2012 nicht mehr angenommen werden. Jeder

Trade kann nur gegen Rechnung abgewickelt werden.

wmd: Woran kann der private Anleger bei Ihnen

partizipieren Wie investieren Sie das Anlegergeld

Ivo Rosenberger: Am professionellen, exklusiven und

lukrativen Diamanthandel. Ein Händler kauft Diamanten

zu Handelspreisen ein mit bis zu 40 Prozent Abschlag

auf die Preisindikationen im Markt. Der Gewinn

pro Handel für Swiss Equity Diamonds ist netto zwischen

2 und 9 Prozent. Das Kapital wird durchschnittlich

sieben Mal pro Jahr umgeschlagen. Der Anleger

22


INTERVIEW | Anlagespiegel 2013

profitiert von diesem exklusiven Handel. Das unterscheidet

uns von allen anderen Fonds. Denn die meisten,

oder fast alle, kaufen und legen den Diamanten

in den Safe und warten so auf eine Wertsteigerung,

Gewinne bei sinkenden Preisen ist bei diesen Modellen

unmöglich.

wmd: Mit der Swiss Equity Diamonds Fund 1

PLC & Co. KG, offerieren Sie ein auf dem deutschen

Beteiligungsmarkt neuartiges Anlagenkonzept.

Was sind die wichtigsten Eckdaten des

Angebotes

Ivo Rosenberger: Da wären folgende Punkte zu nennen:

• Geschäftsgegenstand: Handel mit geschliffener

Qualitäts-Diamanten unter Einhaltung hoher

ethischer Standards (Kimberley-Prozess)

• Erstmaliger Zugang zum exklusiven Markt des professionellen

Diamantenhandels

• Rendite-Optimierung durch mehrfaches Trading

des angelegten Kapitals

• Vorteilhafte Kostenstruktur

• Handel ausschließlich mit Diamanten von hoher

Nachfrage

• Trading statt „Buy and Hold“

• 100% Transparenz durch detaillierte Quartalsabrechnung

• Anlage immer durch Kapital oder Diamantenwert

gedeckt

• Überschaubarer Investmenthorizont

• Überschaubarer Investmentsumme

• Reale nachvollziehbare Gewinnerwartung

• keine gewerblichen Gewinne (Einkünfte)! Sondern

Gewinne aus Kapitalvermögen mit 25% Pauschalversteuerung

• Auszahlung in Diamanten oder Geld

wmd: Welche Risiken geht der Anleger bei diesem

Angebot ein

Ivo Rosenberger: Ein Risiko besteht darin, wenn der

Preis der Diamanten einen schnellen Einbruch erleben

müsste. Wobei zu erwähnen ist, dass der Diamantenpreis

eine historisch tiefe Schwankungsbreite aufweist

und im Vergleich zu anderen Anlageklassen sich in der

Vergangenheit sehr schnell und nachhaltig erholt hat.

Persönliche Fehler, wie das Verspekulieren eines Diamantärs,

sind möglich, dieses Risiko versuchen wir mit

der Prüfung des Trackrecords und einer langjährigen

Erfahrung der Händler zu minimieren. Komplett eliminieren

kann man dieses Risiko nicht. Es würde zu Verlusten

auf dem investierten Kapital führen.

wmd: Welche Renditechancen eröffnen sich für

den Anleger

Ivo Rosenberger: Bis zu 12% p.a.

wmd: Gibt es bereits einen Trackrecord Was

konnten Sie bisher für die Anleger erreichen

Ivo Rosenberger: Wir prüfen die Bilanzen der Händler

und veranlassen einen Trackrecordsheet zu erstellen.

Der Trackrecord der angeschlossenen Diamantären

lag in den letzten 3 Jahren im zweistelligen Prozentbereich.

Vergleicht man dies mit anderen Anlageklassen

versteht man schnell unsere Faszination für dieses

Anlageobjekt.

wmd: Wurde Ihr Beteiligungsangebot bereits

von Analysten oder Ratingagenturen geprüft

Ivo Rosenberger: Wir haben zwei Analysen erstellt,

unter anderem vom erfahrenen Analysehaus Check

von Stefan Appel, welches seit 1991 geschlossene

Fonds durchleuchtet. (Siehe Beilage)

wmd: Für welchen Anlegertyp passt Ihr Angebot

am besten

Ivo Rosenberger: Anleger, welche Ihr Geld aufgrund

von gewissen Gefahren wie Inflation, Währungsreformen

und anderen drastischen Staatseingriffen in

geeignete Sachwerte investieren möchten, gleichzeitig

aber auch von wachsenden Märkten wie Indien,

China oder den Golfstaaten profitieren wollen, was

durch die stetig steigende Nachfrage nach Luxusgüter

gegeben ist. Diese Kombination ist einzigartig

und eine riesige Motivation für uns.

wmd: Wie unterstützen Sie Ihre deutschen Vertriebspartner

und welchen Mehrwert bieten Sie

Ivo Rosenberger: Wir sind uns bewusst, dass die

Vertriebe in Deutschland einem großen regulatorischen

Druck ausgesetzt sind. Diese Lage nehmen

wir ernst und stehen den Vertrieben persönlich und

proaktiv mit allen unseren Mitteln zur Verfügung.

Schon vermehrt haben wir, zusammen mit unserem

Diamantär in Antwerpen, Online Präsentationen gehalten

(nächste mit der Bit Treuhand am 11.6.2013),

Kundenanlässe in ganz Deutschland organisiert und

keine Kosten gescheut, wenn es darum geht, die

Vertriebe mit genügend Informationen auszustatten.

Als junges und relativ kleines Emissionshaus ist

es uns im Gegensatz zu großen Konkurrenten möglich,

die Vertriebe nahe und persönlich zu betreuen.

Viele Informationen finden interessierte Vertriebspartner

auch auf unserer Webseite www.swissequitydiamonds.de.

Wir freuen uns auf eine Kontaktaufnahme!

23


Anlagespiegel 2013 | INTERVIEW

Auf der Suche nach einer nachhaltig

lukrativen und sicheren Anlage

Interview mit Uwe Birk,

Geschäftsführender Gesellschafter,

BHB Bauwert Holding GmbH

wmd: Wie attraktiv ist ein Investment in

Studentenappartements derzeit

Uwe Birk: Die Angst des Geldverlusts aufgrund

der Krise in Zypern und Griechenland ist enorm. Die

Menschen suchen nach inflationssicheren Anlageformen.

Die Immobilie bietet diesen Vorteil. Studentenwohnungen

mit überschaubarem Kaufpreisvolumen

sind für unsere Anleger ein sicheres Investment.

wmd: Was sind die wichtigsten Eckpunkte Ihres

Angebotes

Uwe Birk: Wir liegen in einer der wirtschaftsstärksten

Regionen in Deutschland und haben am Standort

Idstein ein Alleinstellungsmerkmal. In Punkto

Bauqualität und Ausstattung setzen wir Zeichen.

wmd: Gibt es weitere besondere Vorteile für

den Anleger

Uwe Birk: Hier gibt es eine ganze Reihe. Aufgrund

der energetischen – als Effizienzhaus 55 gemäß der

Energieeinsparverordnung – und modernen Bauweise,

ist dies eine Anlage mit Weitblick. Auch haben

wir einen sehr erfahrenen Verwalter als Partner für

die künftigen Eigentümer und Mieter gewonnen.

Dies gewährleistet eine lukrative Anlage ohne Aufwand

für den Eigentümer. Ebenfalls bietet unser

anpassungsfähiges Nutzungskonzept eine Drittverwendungsmöglichkeit,

die so am Markt nicht verfügbar

ist.

wmd: Welchen Anleger sprechen Sie mit Ihrem

Angebot an

Uwe Birk: Anleger welche auf der Suche nach einer

nachhaltig lukrativen und sicheren Anlage sind. Aufgrund

der niedrigen Zinsen -auch durch den günstigen

Förderkredit der KfW-Bank-, ist der Eigenanteil

im Falle einer Vollfinanzierung überschaubar. In

Deutschland gibt es aktuell auf Geldanlagen keine

attraktive Verzinsung. Unsere Anleger suchen nach

Sicherheit und Nachhaltigkeit gekoppelt mit einer

Rendite. Das historische Niedrigzinsniveau rundet

das Angebot für unsere Anleger ab.

wmd: Wie hoch sind die Einstandspreise bei

Ihrem Projekt

Uwe Birk: Ein Einzelappartement ist bereits ab Euro

87.000,-- zu erwerben.

wmd: Welche Erfahrung hat die BHB Bauwert

in diesem Segment

Uwe Birk: Wir haben in den letzten 12 Jahren über

1.200 Wohnungen gebaut bzw. saniert. Für das Projekt

students@home haben wir eine ausgiebige und

intensive Marktforschung betrieben und überlassen

nichts dem Zufall. Sowohl im Bereich der Konzeption,

des gesamten Bauwerkes und der Möblierung

arbeiten wir nur mit ausgewiesenen Spezialisten zusammen.

wmd: Auf was kommt es an beim Kauf eines

Studentenappartements

Uwe Birk: Man spricht ja momentan gerne von

einem Trendprodukt und einem Megaboom in diesem

Segment. Umso wichtiger ist die Qualität und

24


INTERVIEW | Anlagespiegel 2013

Nachhaltigkeit des einzelnen Projektes. Wir haben

an unser Produkt students@home den Anspruch,

Benchmark zu sein.

wmd: Warum haben Sie sich gerade für diesen

Standort entschieden

Uwe Birk: Wir haben diverse Standorte einer sehr

intensiven Prüfung unterzogen. Mit entscheidend

war jedoch die perfekte und ausgesprochen gute

Lage zur Hochschule Fresenius, die als eine der renommiertesten

Hochschulen in Deutschland gilt

und der historischen Altstadt von Idstein, welche

bequem zu Fuß zu erreichen sind. Die gute und zentrale

Lage spiegelt sich auch in unserem anpassungsfähigen

Nutzungskonzept wieder. Auch die zentrale

Lage in der Hochschulregion Hessen und die Nähe

zu den Wiesbaden und Frankfurt waren wichtige

Kriterien für die Standortauswahl.

wmd: Sind die Appartements bereits fertig

Uwe Birk: Mit dem Bau wurde begonnen und die

Übergabe der Appartements ist für das Wintersemester

2014 terminiert.

wmd: Falls es einmal weniger Studenten geben

sollte, kann das Areal auch anderweitig

genutzt werden

Uwe Birk: Aufgrund unseres Alleinstellungsmerkmales

in Idstein, der vergangenen und weiter geplanten

Entwicklung der Hochschule Idstein sehen

wir dieses Problem in absehbarer Zeit nicht, zumal

wir schon Anfragen von Studenten aus dem Raum

Wiesbaden haben. Trotzdem sieht unser anpassungsfähiges

Nutzungskonzept vor, dass das Projekt

auch in Teilen in seniorengerechtes Wohnen umfunktioniert

werden könnte.

wmd: Wer übernimmt die Verwaltung, wie viel

hat der Anleger damit noch zu tun

Ihre Kunden suchen, sind wir mit unserer Erfahrung

genau Ihr Partner. Des Weiteren schätzen unsere

Makler und Vermittler die Transparenz und schnelle

Abwicklung.

wmd: Wie unterstützt die BHB Ihre Vertriebspartner

Uwe Birk: Unseren Vertriebspartnern stehen ich

bzw. meine Mitarbeiter jederzeit persönlich als Ansprechpartner

zur Beantwortung von Fragen zur

Verfügung. Als registrierter Vertriebspartner hat

man Zugang zum Vertriebsbereich unserer Homepage,

in welchem alle wichtigen und relevanten

Informationen zu unseren Projekten zum Download

bereit stehen. Regelmäßige Newsletter und

Informationsveranstaltungen runden das Angebot

ab. Mit den meisten Vertriebspartnern besteht eine

jahrelange erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

wmd: Wer sind für Sie die idealen Vertriebspartner

Uwe Birk: Engagiert, zuverlässig und seriös sind

die idealen Attribute. Wir freuen uns über Vertriebspartner,

die wie wir, zeitgemäße Attribute in

Auftritt und Beratung verfolgen.

wmd: Abschließende Frage: Sind nach Idstein

weitere Projekte geplant

Uwe Birk: Wir planen mit unserer Marke students@

home weitere Projekte zu realisieren und prüfen

hierzu im Moment diverse Standorte. Aber auch im

Bereich von Sanierungsvorhaben nach § 7h und §7i

planen wir neue Projekte. Insofern freuen wir uns

über neue aktive Vertriebspartner – sowohl

im Bereich studentisches Wohnen, als auch bei

Immobilien zur Steueroptimierung.

Uwe Birk: Mit VEGIS haben wir einen sehr erfahrenen

Verwalter, insbesondere im Bereich der Verwaltung

von studentischen Wohnobjekten, gewinnen

können. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern sind

wir immer bemüht die Wünsche und Vorstellungen

unserer Kunden in die Realität umzusetzen und die

Anlage professionell zu managen.

wmd: Was spricht für BHB Bauwert als Produktpartner

für Vermittler und Makler

Uwe Birk: Wenn Sie einen zuverlässigen und seriösen

Partner und ein nachhaltig lukratives Produkt für

Quelle: © krass99 - Fotolia.com

25


Anlagespiegel 2013 | INTERVIEW

Geschlossene Fonds:

Es wird nie wieder so werden, wie

es mal war!

Interview mit Tobias König,

Managing Director,

Schiffahrtsgesellschaft König & Cie. GmbH & Co. KG

wmd: Herr König, in Ihrer Mitteilung zur kompletten

Enthaftung von König&Cie. informierten

Sie auch über den Einstieg neuer Investoren

in Ihre Firma. Was Marktbeobachter dabei

überraschte, ist die Höhe des Einstiegs. So sind

Sie selbst ab sofort nur noch mit rund 10 Prozent

am Unternehmen beteiligt. Was hat Sie zu

diesem drastischen Schritt bewogen

Tobias König: Für Private Equity Investoren sind das

ganz übliche Beteiligungen. Als wir die Gespräche

aufgenommen haben, war klar dass es auf so eine

Beteiligungshöhe hinauslaufen würde. Insofern hat

es uns nicht überrascht. Wir haben uns für Private

Equity entschieden, weil uns damit die Perspektiven

für die Zukunft am besten erscheinen. Außerdem

konnten wir so die Arbeitsplätze in Hamburg erhalten

und mit unseren hoch qualifizierten Mitarbeitern

die fortlaufende, professionelle Betreuung sichern.

Was meine persönliche Beteiligung angeht, kann ich

Ihnen nur sagen, dass ich in den letzten Jahren die

Verluste zu 90% getragen habe. Und die Einschüsse,

die die Gesellschafter seit 2009 geleistet haben sind

nicht unerheblich gewesen. Nur mit einem sehr starken

Committment der Gesellschafter, Jens Mahnke

und ich selbst, und der hervorragenden Unterstützung

durch unsere Mitarbeiter konnten wir diese

lange und sehr schwere Krise überhaupt überstehen.

Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man

sich als Unternehmer entscheiden muss. Ich bin sehr

davon überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung

getroffen haben.

wmd: Bleiben Sie auch künftig der Kapitän an

Bord von König&Cie.

Tobias König: In den intensiven Gesprächen mit

unseren neuen Partnern wurde sehr schnell klar um

was es geht. Die Investition ist eine Investition in die

Menschen, die König & Cie. ausmachen. Das Knowhow,

das Netzwerk und die Stärke neue Konzepte

zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Eine der

wesentlichen Bedingungen ist dabei, dass ich selbst

an Bord bleibe. Und zwar als Kapitän. Das gleiche

gilt für meinen Partner Jens Mahnke, den ich in

diesem Zuge dann zum gleichberechtigten Partner

gemacht habe. Gemeinsam haben wir den „Reset-

Button“ gedrückt, daher wollen wir auch gemeinsam

weiter machen. Aber es ging auch um unsere

Mitarbeiter. Es wurde sehr schnell klar, wie gut das

Team ist und was diese Mannschaft von anderen

unterscheidet. Also: Der Kapitän und die Besatzung

bleiben an Bord und bestimmen weiterhin den Kurs.

Auch wenn sich das Fahrtgebiet nach Vorgaben der

neuen Investoren ändern wird.

wmd: Wie richten Sie das Unternehmen künftig

aus, welche Rolle spielt da noch der Retail-

Bereich

Tobias König: Ein ganz wichtiges Thema sind für

uns die Bestandsfonds. In den letzten fünf Jahren

haben wir uns im Wesentlichen darauf konzentriert,

diese so gut wie möglich durch diese scheinbar

nicht endende Orkanfahrt zu navigieren. Das ist

26


INTERVIEW | Anlagespiegel 2013

nicht immer ganz einfach gewesen, leider auch nicht

ganz ohne Schiffbruch. Wir wissen alle wovon wir

sprechen, aber heute sind eigentlich alle Marktteilnehmer

unterschiedlichen Sachzwängen unterlegen

und agieren scheinbar ausschließlich nach Vorgaben

von oben. Bereederer stecken heute genauso in

der Krise, wie Banken. Und die Mitarbeiter in allen

Unternehmen arbeiten mit einem Einsatz, der auf

Dauer nicht durchgehalten werden kann. Es kommt

zwangsläufig zu Problemen, insbesondere, wenn

notorische Geldknappheit herrscht. Wie sie an den

Zahlen in der Branche sehen, ist das Ergebnis, dass

sich Retail Investoren zurück ziehen. Daher glaube

ich auch nicht, dass „Retail“ zukünftig ein Thema

sein kann. Da wird sich erst mal nichts abspielen.

Selbst wenn das anders wäre, die Kosten für die Auflage

eines geschlossenen Fonds würden wir heute

nicht riskieren. Geschweige denn irgendwie in Vorlage

zu gehen oder irgendeine Garantie zu übernehmen.

In Hinblick auf die neuen Regulierungen kann

ich Ihnen versichern, dass die Kosten für die Auflage

des ersten geschlossenen Fonds nach AIFM nicht unter

€ 2,0 Mio. sein werden. So ein Investment wird

sich erst nach vielen Fonds amortisieren. Das können

wir bei der gegenwärtigen Marktlage nicht rechtfertigen,

selbst wenn wir das Geld hätten, um derartige

Investitionen ins ungewisse zu tätigen. Insofern stellt

sich für uns die Frage nicht.

Tobias König: Ich denke, dass sich jeder Altanleger

erst mal freuen kann. Denn uns wird es weiter

geben. Wir haben zwar auch nicht mehr Geld als

vorher, aber wir sind unsere Lasten los. Das Budget

bei uns ist nach wie vor sehr eng, aber wir können

weiter machen. Und somit sind wir in der Lage, auch

zukünftig unsere Bestandsfonds professionell zu betreuen.

Dabei muss aber jedem klar sein, dass es sich

dabei um ein Subventionsgeschäft handelt. Denn

vergütet werden wir für die Geschäftsführung der

Fonds nicht. Nur in den wenigsten Fällen erhalten

wir eine Vergütung. Die ist aber so gering, dass kein

Handwerker zu den Stundensätzen arbeiten würde.

Da wir quersubventionieren können, bekommen wir

das unter dem Strich hin. Aber die Haupteinnahmequelle

unserer Firma ist seit 2009 weggefallen. Und

das hat für uns eine erhebliche Umstrukturierung

bedeutet. Man kann natürlich fragen: warum haben

Sie dann nicht einfach das Handtuch geworfen Wir

gehen davon aus, dass sich die Schifffahrtsmärkte

erholen werden. Und dann werden wir auch wieder

etwas mehr verdienen, weil sich die meisten Vergütungen

am laufenden Ertrag orientieren. Aber wenn

wir gewusst hätten, dass die Krise tatsächlich eine

biblische Dimension haben würde, dann wären wir

alle nicht so weit gekommen.

wmd: Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage an

den Schiffsmärkten, wann oder erholt sich die

Branche überhaupt wieder

Tobias König: Schifffahrt ist grundsätzlich zyklisch.

Vielleicht sind wir heute da, wo wir 2000 waren.

Aber so einfach lässt sich das nicht bestimmen. In

der Container Schifffahrt kämpfen wir nicht nur mit

Überkapazitäten, sondern auch mit einem enormen

Strukturwandel. Große Containerschiffe drängen

seit Jahren in den Markt und der Kaskaden-Effekt

hat nie geahnte Ausmaße angenommen. Schiffe

unter 1200 TEU haben heute gar keine Existenzberechtigung.

Sie sind einfach viel zu klein uns viel

zu unwirtschaftlich. Und die kleineren Schiffe, zwischen

1200 TEU und 2500 TEU wird es auch nur

noch solange geben, wie sie fahren können. Und

dass auch nur, wenn Sie in Nischenverkehre passen.

Regional Feeders. Aber das wird auch bald vorbei

sein, so dass zukünftig Shallow-Draft Schiffe mit

Kränen mit 3900 TEU und mehr die Feederverkehre

übernehmen werden.

wmd: Was passiert mit Ihren Bestandsfonds

Sie haben rund 35.000 Anleger mit rd. 45.000

Beteiligungen. Welche Auswirkung hat die

neue Situation für Ihre Altanleger

Quelle: © M. Schröder - Fotolia.com

27


Anlagespiegel 2013 | INTERVIEW

Die Container Logistik wird sich in den nächsten

Monaten weiter und sehr radikal verändern. Nehmen

wir mal den Hamburger Hafen als Beispiel:

Die Verschiebung der Elbvertiefung hat fatale Auswirkungen,

die wir in den nächsten Jahren spüren

werden, denn Hamburg wird seine führende Position

als Hub, also als Transshipment Hafen verlieren.

Die Reeder müssen jetzt rationalisieren und bringen

anderen Häfen in Position. Rotterdam ist da nur ein

Beispiel, Wilhelmshaven wird ein weiteres sein. Dazu

kommt, das der Nord-Ostsee-Kanal unpassierbar

ist. Zumindest für Schiffe mit normaler Größe. Um

Skagen herum geht es mit größeren Schiffen von

Rotterdam nach St. Petersburg einfach schneller.

Durch neue Umweltvorschriften muss im Norden

schwefelarmer, teurer Treibstoff verwendet werden.

Der LKW ist wieder billiger als das Container-Schiff

geworden. Das ist schlecht für Hamburg und sehr

schlecht für die kleinen Feeder im Baltikum. Und da

sind die Messen gesungen. Wer nach fünf Jahren

Krise ins Dock muss, um die „Große Klasse“ zu machen,

der kann auch gleich Insolvenz anmelden. Da

spielt es eigentlich gar keine Rolle, wie alt das Schiff

ist. Aber wenn es 10 oder 15 Jahre alt ist, dann war

es das. Das ist eine Dimension, die keiner vorhersehen

konnte, Aber nun müssen wir der neue Situation

realistisch ins Auge blicken. Die Schifffahrt wird

es weiter geben, und die insolventen Schiffe auch.

Die Griechen, die jetzt mit Hilfe der Deutschen Banken

Schiffe kaufen, werden sicher in ein paar Jahren

Kasse machen. Und zwar richtig. Und steuerfrei, wie

in Griechenland üblich. Und genauso versuchen das

jetzt natürlich auch die Banken zu machen, was ja

ganz logisch ist. Aber eben ohne die Anleger. Und

das ist dann für uns alle das Problem. Daher wird

sich die Schifffahrt sicher schneller erholen, als unsere

Branche. Denn ich glaube nicht, dass die sich

erholen wird, bevor die Narben der tiefen Wunden

verheilt sind.

wmd: Zur Branche der Geschlossenen Fonds:

Wie ist Ihre Meinung zur weiteren Entwicklung

dieser Assetklasse nach der Umsetzung

der AIFM Richtlinie im Juli 2013

Quelle: © Heinz Waldukat - Fotolia.com

Tobias König: Die Regulierung ist sehr zweifelhaft

und in weiten Teilen unsinnig. Im Grunde will

unsere Bundesregierung die geschlossenen Fonds

doch schon seit den 1980ern abschaffen. Nur leider

entdeckt sie immer wieder ein Loch, das sich

damit stopfen lassen könnte. Sozialer Wohnungsbau

in Berlin, Aufbau Ost, Energiewende. Nur mal

drei wichtige Themen, die sich ohne geschlossene

Fonds nicht darstellen lassen. Wir haben in Deutschland

keine Alternative, um private Investitionen in

große Projekte zu lenken. Und private Investoren haben

Geld und lassen sich nur ungern enteignen. Ob

man es nun hören will, oder nicht: Gut gemachte

geschlossene Fonds sind deutlich transparenter als

jede andere Form des Investments. Egal ob das nun

ein offener Fonds, ein Reit oder eine AG ist. Das Problem

ist, dass die anderen Investment Vehikel ihre

Kosten nicht aufschlüsseln müssen. Aber fragen Sie

doch mal nach, warum eine Lebensversicherung keinen

Ertrag mehr abwirft Sicher liegt das nicht allein

an den guten Investments, die ein Profi, wie die

Allianz tätigt. Es liegt an den Kosten! Geschlossene

Fonds legen dies offen und nun denkt jeder Laie,

dass alle anderen gratis arbeiten. Offensichtlich sieht

die Realität anders aus, denn sonst würden die Unternehmen

in Deutschland nicht so erfolgreich sein.

Das, was die AIFM heute fordert, setzen wir seit

2006 bei der Marenave um. Und so machen es die

meisten börsennotierten Gesellschaften auch. Wir

kennen den Aufwand ziemlich genau, die Kosten

28


INTERVIEW | Anlagespiegel 2013

die mit unserer Börsenfähigkeit verbunden sind, belaufen

sich auf rd. 1,0 Mio. Euro p.a. Derartige Kosten

sind in keinem Fonds eingeplant gewesen und

müssen auf die Fonds umgelegt werden. Das gilt für

Bestandsfonds und neue Fonds gleichermaßen. Das

ist so wie eine neue Steuer, die von der Bundesregierung

eingeführt wird. Damit werden unweigerlich

die Renditen sinken und die Frustration aller Marktteilnehmer

steigen. Das Volumen der geschlossen

Fonds wird in den nächsten Jahren weiter rückläufig

sein, wobei ich davon ausgehe, dass die meisten Anbieter

zulange weiter machen werden, in der Hoffnung,

dass der Markt wieder kommt. In der Tierwelt

heißt die Phase, die jetzt kommt: Winterschlaf. Für

uns hat dieser allerdings schon in 2009 begonnen

und wir sind stolz darauf, dass wir die Zeichen er Zeit

früh erkannt haben. Wenn man mal davon absieht,

dass wir selbst auch mit voller Wucht an die Wand

gefahren sind. Aber mit der Lehman Pleite haben

wir nicht gerechnet. Danach haben wir radikal umgesteuert

und ich kann nur jedem empfehlen, sich

jetzt nochmals die Karten zu legen. „Es wird nie wieder

so werden, wie es mal war.“ Das hat mir in 2009

mal ein Engländer gesagt und ich habe das für ein

typisches „Armageddon“ gehalten. Heute weiß ich,

dass er leider recht hatte.

In den Gesprächen mit unseren neuen Partnern hat

dieser Punkt eine zentrale Rolle gespielt. Wir konnten

sehr gute Beispiele für neue Konzepte aufzeigen, die

überzeugt haben. Wir wollen unser Know-how und

die gesamte König & Cie. Plattform zukünftig nutzen,

um Geschäfte mit institutionellen und internationalen

Investoren zu machen. Neben Delos Shipping

und Tennenbaum Capital Partners haben wir bereits

einen weiteren an Bord und denken, dass wir in Zukunft

weitere Investoren für uns gewinnen können.

Wir sind deshalb sehr froh, dass es uns gelungen ist,

diesen Weg zu gehen und sind davon überzeugt,

dass wir gemeinsam mit unseren Partnern sehr gut

aufgestellt sind. Drücken Sie uns die Daumen!

Das Gespräch führten Tobias König, Managing Director,

Schiffahrtsgesellschaft König & Cie. GmbH & Co. KG und

Friedrich A. Wanschka, Herausgeber wmd-brokerchannel,

Ende Mai 2013.

Quelle: © djama - Fotolia.com

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Anlagespiegel 2013 | GESCHLOSSENE FONDS

Deutsche FondsResearch:

Keine Preis-Blase auf dem

Immobilienfonds-Zweitmarkt

Geschlossene Immobilienfonds auf

dem Zweitmarkt wertstabil

Nachdem in den ersten europäischen Ländern

die Immobilienblasen geplatzt sind, steigt

auch in Deutschland die Angst vor einem

überbewerteten Immobilienmarkt. Die Deutsche

FondsResearch initiierte eine Analyse des Zweitmarkts

für Immobilienfonds – einem bewährten

Indikator für Markttendenzen auf dem Immobiliensektor.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mechanismen

auf dem Zweitmarkt nach wie vor funktionieren:

Den hohen Preisen steht ein entsprechender Wert

des Fonds gegenüber. Derzeit droht Anlegern keine

Parallele zur schlechten Schiffsfonds-Situation.

Geschlossene Immobilienfonds auf dem Zweitmarkt

wertstabil

Niedrigzinspolitik und steigende Immobilienpreise

sind zwei wesentlich Indizien, die Experten heranziehen,

wenn sie über eine Preis-Blase auf dem Immobilienmarkt

diskutieren. Wie sich die Preise auf

dem Immobilienfonds-Zweitmarkt entwickelt haben

und ob die dahinterstehenden Werte mit ihnen

übereinstimmen, hat die Deutsche FondsResearch

in einer aktuellen Analyse untersucht. Dazu verglich

das Hamburger Analysehaus die Aktivitäten auf den

Zweitmarktbörsen mit den jeweiligen Fondsbewertungen.

Im vergangenen Jahr wurden 2.600 Transaktionen

mit dazugehörigen Handelskursen auf dem

Zweitmarkt registriert. Im Fokus standen die TOPgehandelten

Immobilienfonds. Die Ergebnisse sind

im aktuellen DFR Real Estate Research Newsletter

veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass wirtschaftlich

solide Fonds eine gute oder sehr gute Bewertung erhalten

und auch auf dem Zweitmarkt entsprechend

hohe Kurse erzielen. Die Schlussfolgerung: Hohen

Preisen steht nach wie vor ein entsprechender Wert

entgegen – eine Überbewertung lässt sich auf dem

Zweitmarkt für Immobilienfonds nicht erkennen.

Derzeit droht Anlegern keine Parallele zur Situation

bei den Schiffsfonds.

Quelle: © lenets_tan - Fotolia.com

Regionale Immobilienmärkte entwickeln sich

unterschiedlich

Die Gesamttendenz des Immobilienmarktes in

Deutschland ist stabil – entwickelte sich im Jahr 2012

aber je nach Region doch unterschiedlich. Eine regionale

Differenz bei der Entwicklung lässt sich vor

allem für die Städte Hamburg, Frankfurt am Main,

Stuttgart, München und Berlin nachzeichnen. Der

Vermietungsumsatz im Bereich Einzelhandel ist in

vier der fünf Städte gesunken. In München hat er

sich sogar nahezu halbiert. Die einzige Stadt mit steigendem

Vermietungsumsatz (plus 12 Prozent) war

im vergangenen Jahr Berlin. Auch im Bereich der

Büroimmobilien verlief das Jahr 2012 für Berlin erfolgreich,

die Leerstandsquote ist mit sieben Prozent

geringer als in Hamburg (7,4 Prozent) oder Frankfurt

a.M. (11,9 Prozent). Das Transaktionsvolumen der

Städte Hamburg, Berlin, Frankfurt a.M., Stuttgart

und München betrachtet, ist erneut Berlin Spitzenreiter

des Jahres 2012. Grund dafür ist ein enormer

Zuwachs im 4. Quartal. Allein das KaDeWe macht

dabei einen Anteil von 500 Mio. Euro aus. Die größte

Steigerungsrate konnte der Transaktionsmarkt in

Stuttgart erzielen. Mit einer Spitzenrendite von 5,05

Prozent liegt die Rendite in der badenwürttembergischen

Landeshauptstadt damit noch vor Berlin (4,9

Prozent).

Autor: Deutsche Fondsresearch GmbH

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GESCHLOSSENE FONDS | Anlagespiegel 2013

Unabhängige CHECK-Unternehmensanalyse:

fairvesta Mercatus X ist der beste

Geschlossene Immobilienfonds Deutschlands

Quelle: © kangshutters - Fotolia.com

Die CHECK-Analyse rund um den Finanzexperten

Stephan Appel führte im März 2013

eine umfassende Studie zu Geschlossenen

Immobilienfonds durch. Im Report 3/13 wurden 58

Fonds nach harten Kriterien wie z.B. dem Eigenkapitalanteil

und dem Vorhandensein von konkreten

Investitionskriterien bewertet. Für jeden Fonds

wurde so eine eigene Chance-Risiko-Struktur entwickelt.

Das Ergebnis: Mercatus X von fairvesta ist

der mit Abstand beste aller am Markt befindlichen

Deutschen Immobilienfonds. Mercatus X erhielt seit

Vertriebsstart im Februar 2012 zahlreiche Auszeichnungen.

Branchengrößen wie GUB, CHECK Einzelanalyse

und kmi vergaben Bestnoten in ihren jeweiligen

Einzelanalysen des Fonds. Die jetzt erschienene

CHECK-Analyse hat jeden Fonds nach strengen Kriterien

überprüft und anhand der einzelnen Ergebnisse

Qualitätsstufen sowie ein aussagekräftiges Ranking

erstellt.

Nur fünf der insgesamt 58 getesteten Fonds erreichten

die höchste Bewertungsstufe „Premiumstufe“.

Mercatus hat die Anforderungen der Experten nicht

nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen. Gemessen

an der erzielten Gesamtpunktezahl, die die

Qualität des Fonds zusammenfasst, ist Mercatus X

der unangefochtene Spitzenreiter. Der Abstand zum

zweitplatzierten Fonds beträgt über 30 Prozent. Der

Fonds überzeugt vor allem mit dem Verzicht auf jegliches

Fremdkapital. Damit werden Abhängigkeiten

von Dritten wie z.B. Banken gänzlich ausgeschlossen.

Das Fondsmanagement erwirbt nur Qualitäts- und

Renditeimmobilien in Deutschland – und das anhand

fest definierter Investitionskriterien. Das Kapital wird

über eine Vielzahl an Objekten unterschiedlichster

Standorte und Nutzungsarten gestreut, um das Anlagerisiko

zusätzlich zu minimieren. Die unabhängige

Mittelverwendungskontrolle stellt den sicheren

Einsatz der Anlegergelder während der gesamten

Laufzeit sicher.

Auch die Rendite kommt bei Mercatus X nicht zu

kurz: Der Fonds kauft nur aus Sondersituationen wie

Bankverwertungen und Zwangsversteigerungen.

Das legt den Grundstein für den späteren Gewinn.

Stephan Appel hält fest: „Der Fondsmanager verfügt

hierbei für den Verkauf über einen beachtlichen

Verhandlungsspielraum […], so dass ein frühzeitiger

Exit (und damit eine hohe Fondsrendite) plausibel

erscheint.“ „Wir freuen uns sehr über das Ergebnis.

Es bestätigt, dass unser Geschäftsmodell, das so am

Markt einzigartig ist, sich für unsere Kunden auszahlt.

fairvesta ist Sinnbild für die optimale Kombination

aus der Sicherheit durch Sachwerte und der

renditestarken Strategie des Immobilienhandels“,

sagt Otmar Knoll, Leiter des Immobilien-Assetmanagements

bei fairvesta. Das detaillierte Resultat

der Studie ist auf der Website www.fairvesta.de im

Bereich „Startseite / Auszeichnungen“ hinterlegt.

Autor: fairvesta Holding AG

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Anlagespiegel 2013 | GESCHLOSSENE FONDS

Scope: Prognostizierte Fondsrenditen fallen

Die von Initiatoren geschlossener

Fonds prognostizierten Renditen

sinken segmentübergreifend

Quelle: © bloomua - Fotolia.com

Der Abstand zu den von Scope mittels Kapitalfluss-Simulation

und Stress-Tests errechneten

Erwartungsrenditen nimmt jedoch zu.

Die Prognoserenditen von geschlossenen Fonds sinken

seit Jahren. Die prognostizierten Renditen für

Beteiligungen, die im Jahr 2012 emittiert wurden,

betrugen im Durchschnitt 5,3% p.a. nach Steuern.

Im Jahr 2011 stellten Initiatoren ihren Anlegern

noch 5,6% jährlich in Aussicht. Im Jahr 2008 waren

es durchschnittlich sogar 6,4%.

Vor allem bei Energiefonds ließ sich 2012 ein deutliches

Absinken der Renditen beobachten. Während

die Fondsprospekte im Jahr 2011 noch durchschnittlich

5,8% nach Steuern auswiesen, waren es im Jahr

2012 nur noch 5,3%. Die Gründe dafür sind vor allem

sinkende Einspeisevergütungen bei erneuerbaren

Energien und die gleichzeitig gestiegene Konkurrenz

bei der Akquise von Energie-Investments,

die auf die Rendite drücken. Die einzige Ausnahme

Quelle: © electriceye - Fotolia.com

vom Rückgang der Prognoserenditen beobachtet

Scope im Segment Immobilien. Im Jahr 2012 prognostizierten

die Anbieter geschlossener Immobilienfonds

durchschnittlich 5,3% p.a. nach Steuern.

Im Jahr zuvor waren es nur 5,1%. Der Hauptgrund

dafür: Im vergangenen Jahr wurden vermehrt Fonds

mit Nischenimmobilien – z.B. Pflegeimmobilien oder

Studentenwohnheime – angeboten. Diese Immobilientypen

weisen zum Teil höhere Renditen als herkömmliche

Core-Büroimmobilien auf.

Obwohl die Prognoserenditen der Anbieter im vergangenen

Jahr im Durchschnitt gesunken sind, hat

sich der Unterschied zu den von Scope errechneten

Mid-Case-Renditen vergrößert. Scope unterzieht im

Rahmen des Ratingprozesses die Prognoserechnung

des Initiators einem Stresstest (Monte-Carlo-Simulation)

und simuliert 10.000 mögliche Szenarien. Das

Ergebnis ist die Scope Mid-Case-Rendite – die Rendite

mit dem mit dem höchsten Erwartungswert. Sie spiegelt

die Einschätzung der Analysten zur Fondsrendite

wider. Im Jahr 2011 betrug der Unterschied zwischen

den Prognoserenditen der Anbieter und den von

Scope mittels Kapitalflusssimulation ermittelten Mid-

Case-Renditen nur 14 Basispunkte. Im Jahr 2012 fielen

die errechneten Renditeerwartungen der Scope-

Analysten im Durchschnitt 34 Basispunkte geringer

aus als die Prognosen der Initiatoren. Seit 2008 hat

Scope über 480 geschlossene Fonds, die eine Prognoserechnung

veröffentlich haben, bewertet. Bei rund

zwei Drittel dieser Fonds fiel die von Scope ermittelte

Mid-Case-Rendite niedriger aus als die Prognoserendite

des Initiators. Im vergangenen Jahr lagen bei

74% der analysierten Fonds die Mid-Case-Renditen

unterhalb der von Anbietern prognostizierten Renditen.

Ein Grund dafür: Die von den Scope-Analysten

getroffenen Einschätzungen zu den Einflussgrößen in

der Fondskalkulation sind häufig konservativer als die

Annahmen der Initiatoren.

Autor: Scope Group

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GESCHLOSSENE FONDS | Anlagespiegel 2013

Schiffsfonds: Mehr verloren als eingesetzt

Analysemitteilung von Scope Analysis

Immer mehr geschlossene Schiffsfonds geraten

in wirtschaftliche Schieflage. Bei vielen Beteiligungen

aus den Jahren vor 2006 können für

Anleger Verluste anfallen, die über die Kommanditeinlage

hinaus gehen. Zeichner geschlossener Fonds

können in der Regel nicht mehr als den Betrag ihrer

Kapitalanlage verlieren. Diese Regel gilt für etliche

Schiffsfonds, die bis zum Jahr 2006 aufgelegt wurden,

nicht. Im Rahmen von sogenannten Kombimodellen

wurden bei diesen Beteiligungen in den ersten

drei Jahren der Fondslaufzeit Abschreibungen geltend

gemacht. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde

dann zur Tonnagesteuer gewechselt. Zum Zeitpunkt

des Wechsels wurde ein sogenannter Differenzbetrag

ermittelt, der aus dem Unterschied zwischen

Buch- und Marktwert resultierte. In den Jahren der

boomenden Schifffahrt war diese Differenz zum Teil

erheblich. Bei Auflösung der Fondsgesellschaft ist

dieser Differenzvertrag von den Anlegern zu versteuern.

Aufgrund der sich verschlechternden Wirtschaftsdaten

konnten viele Schiffsbeteiligungen

keine Ausschüttungen an die Anleger leisten. Viele

Fonds müssen in die Insolvenz – und sind in der Folge

gezwungen, ihre Schiffe nun zu veräußern. Dabei

kommt es zu Forderungen der Finanzämter an

die Anleger, den vor Jahren ermittelten Differenzbetrag

nun zu versteuern. In der Konsequenz sind die

ausstehenden Forderungen teilweise deutlich größer

als die seinerzeit erzielten Steuervorteile. Nach

Schätzungen von Scope sind bis zu 1.500 Schiffsfonds

von dieser Thematik betroffen.

Autor: Scope Group

MCE Schiffskapital meldet: Auch 2012 sind alle

Schiffs-Portfoliofonds voll im Plan

Rund 60 Millionen Euro platziertes

Eigenkapital im Jahr 2012

Das Hamburger Emissionshaus MCE Schiffskapital

AG konnte seine Platzierungszahlen

2012 das dritte Jahr in Folge steigern und

meldet nun ein platziertes Eigenkapital von 59,5

Millionen Euro. Damit ist MCE erstmalig Marktführer

im Fondssegment der Schiffsbeteiligungen.

2012 wurden laut Branchenzahlen des Verbands

Geschlossene Fonds (VGF) 258 Millionen Euro Eigenkapital

in Schiffsfonds investiert, die MCE-Fonds

haben allein fast ein Viertel davon (23 Prozent)

eingeworben. „Dazu kommt: Rund 100 Millionen

des insgesamt im Segment Schiffsfonds platzierten

Eigenkapitals speisen sich aus Kapitalerhöhungen,

entsprechend steigt der Anteil unserer Fonds sogar

auf mehr als ein Drittel“, erläutert Nikolas H.

Dierkes, Vorstand der MCE Schiffskapital AG. Geschlossen

wurden 2012 – unter teilweiser Ausnutzung

der Erhöhungsreserven – die Fonds MCE 07

und MCE 08. Der Vorstand nennt auch die Gründe

für den großen Platzierungserfolg der MCE-Fonds:

„Vor allem die Performance der laufenden Fonds

spricht für sich: 2012 lagen unsere Auszahlungen

planmäßig bei 6 Prozent“, so Dierkes.

„Es gibt also nach wie vor hochattraktive Schiffsbeteiligungen,

die regelmäßig auszahlen. Und Experten

mit detaillierten Marktkenntnissen und langjähriger

Erfahrung gelingt es auch, genau diese für die

Anleger auszuwählen. Die Basis dafür bildet unser

umfangreiches Bewertungssystem.“ Stabilität und

Planungssicherheit bieten die Portfoliofonds von

MCE ihren Anlegern durch eine breite Streuung

auf bis zu 170 Schiffe verschiedener Größenklassen

und Baujahre, zumeist langfristig verchartert.

Einen weiteren Vorteil birgt die Tatsache, dass die

MCE-Fonds erst dann investieren, wenn sich die gewünschte

Beteiligung am Markt bewährt hat beziehungsweise

zukünftig eine positive Entwicklung zu

erwarten ist. Aktuell sind die Beteiligungsangebote

MCE 09 und MCE 10 zur Zeichnung offen.

Autor: MCE Schiffskapital AG

33


Anlagespiegel 2013 | GESCHLOSSENE FONDS

Weichkosten bei Energiefonds sinken deutlich

Scope hat die Entwicklung der

Weichkosten von geschlossenen Fonds

untersucht

Ergebnis: Bei Immobilienfonds nahm die anfängliche

Kostenbelastung zu. Im Bereich Energiefonds

hingegen sind die durchschnittlichen

Weichkosten deutlich gesunken. Sämtliche

anfängliche Kosten eines Geschlossenen Fonds

werden als Weichkosten bezeichnet. Es ist der

Teil des Anlegerkapitals, der nicht in das Investitionsgut

fließt. Scope hat sich die Entwicklung der

Weichkosten inklusive Agio in Prozent des Eigenkapitals

für die verschiedenen Segmente der geschlossenen

Fonds analysiert. Ergebnis: Im Bereich

Immobilien sind die durchschnittlichen Weichkosten

im Jahr 2012 leicht angestiegen. Während

im Jahr 2011 die durchschnittlichen Weichkosten

inklusive Agio in Prozent des Eigenkapitals 17,9

Prozent für Immobilien Inland und 15,9 Prozent

für Immobilien Ausland betrugen, waren es bei

Fonds, die im Jahr 2012 emittiert wurden, im

Durchschnitt 18,8 Prozent bzw. 17,4 Prozent. Im

Vergleich dazu sind die Weichkosten im Bereich

Schiffe und Leasing zum Vorjahr leicht gesunken.

Waren es im Jahr 2011 noch 18,4 Prozent bei

Schiffen und 17,3 Prozent bei Leasingfonds, betrugen

die Weichkosten im vergangenen Jahr 17,3

Prozent bei Schiffen und 16,9 Prozent im Bereich

Leasing. Auffällig war, dass im Bereich Energie

die Weichkosten im Jahr 2012 deutlich gesunken

sind. Während Energiefonds im Jahr 2011 durchschnittliche

Weichkosten inklusive Agio in Prozent

des Eigenkapitals in Höhe von 22,1 Prozent auswiesen,

waren es im Jahr 2012 im Durchschnitt

nur noch 18,5 Prozent. Eine Verringerung um 3,5

Prozentpunkte. Was sind die Gründe dafür Zum

einen ist die Einspeisevergütung europaweit zum

Teil deutlich gesunken. Zum anderen nimmt der

Wettbewerb um attraktive Investitionsobjekte zu.

Sinkende Vergütungen und gleichzeitig steigende

Einkaufskonkurrenz führen zu sinkenden Renditen.

Um unter diesen Bedingungen dennoch attraktive

Rendite darstellen zu können, müssen Initiatoren

die Weichkosten senken. Scope erwartet, dass die

Weichkosten im Energiebereich stabil bleiben oder

tendenziell noch weiter sinken werden. Grund dafür:

Auch in Zukunft wird die intensive Konkurrenzsituation

um attraktive Investitionsobjekte

bestehen bleiben oder sich noch verschärfen. Die

größere Verbreitung alternativer Gebührenmodelle,

bei denen geringere anfängliche Weichkosten

mit höheren laufenden Fondskosten einhergehen,

könnte zu einem weiteren Absinken der anfänglichen

Kostenbelastung führen.

Autor: Scope Group

Quelle: © Franjo - Fotolia.com

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GESCHLOSSENE FONDS | Anlagespiegel 2013

DFV Seehotel Am Kaiserstrand bereits

fast zur Hälfte platziert

Bestnoten von den Analysehäusern

G.U.B., Scope und TKL

Quelle: © djama - Fotolia.com

Die Investment KG „DFV Seehotel Am Kaiserstrand“

des Hamburger Emissionshauses

DFV Deutsche Fondsvermögen AG als Verbundunternehmen

der IMMAC-Gruppe hat seit

Vertriebsstart im letzten Quartal in schwierigem

Marktumfeld bereits nahezu die Hälfte des Eigenkapitalanteils

platziert. „Lage, Lage, Lage“ überzeugt

auch heute noch, neben allen anderen Qualitäten

des Investments. Die DFV Deutsche Fondsvermögen,

ein Schwesteremissionshaus der auf Sozialimmobilien

spezialisierten IMMAC aus Hamburg,

hat bereits bei ihrer ersten Investment KG mit der

Auswahl des Investitionsobjektes bei Anlegern gepunktet.

So konnte die Investment KG seit Auflage

des Fonds Ende 2012 bereits fast 50 Prozent

des Eigenkapitalanteils von 11,9 Millionen Euro

bis Mitte März bei Anlegern platzieren. „Mit der

bisherigen Ergebnis der Platzierung sind wir sehr

zufrieden“, sagt Tim Krömker, Vorstand der DFV

– Deutsche Fondsvermögen AG. „Wir gehen davon

aus, dass wir noch in der ersten Jahreshälfte

den Fonds bei Anlegern platzieren können“, so

Krömker weiter. Die Investment KG „DFV Seehotel

Am Kaiserstrand“ investiert in ein 4-Sterne-Hotel

im österreichischen Lochau am Ufer des Bodensees.

Die hochwertig sanierte Landmarkimmobilie

ist 25 Jahre an den renommierten Betreiber RIMC

vermietet. Der Mietvertrag ist nicht kündbar. In diesem

Frühjahr wird das Hotel weltweit unter dem

Urlaubs- und Resort-Label „Sentido“ von Thomas

Cook vermarktet. Die Investment KG hat ein Gesamtvolumen

von 26,2 Mio. Euro und wurde mit

Bestnoten von den Analysehäusern G.U.B., Scope

und TKL ausgezeichnet. Anleger erhalten ab einer

Mindestbeteiligung von 20.000 Euro zzgl. Agio prognostizierte

monatliche Ausschüttungen beginnend

bei 5,75 Prozent p.a., ansteigend auf 8 Prozent p.a.

sowie möglicherweise Steuereffekte aus DBA. Zudem

ergeben sich kosteneffiziente Synergieeffekte

im Management und Verwaltung durch die enge

Zusammenarbeit mit IMMAC. Der Fonds überzeugte

Anleger und Fachpresse durch eine konservative

Konstruktion, das gute Chance-Risiko-Profil,

die Objektqualität sowie eine nicht reproduzierbare

Lage.

Autor: DFV Deutsche Fondsvermögen AG

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Anlagespiegel 2013 | DIREKTINVESTMENTS

Container-Direktinvestments:

Solvium Exklusiv 2 planmäßig ausplatziert

Nachfolger ab sofort verfügbar

Das Container-Direktinvestment Solvium Exklusiv

2 wurde mit 3 Millionen Euro planmäßig

zum 28. März 2013 geschlossen. Der Nachfolger

Solvium Exklusiv 3 mit nahezu identischen Produktmerkmalen

ist ab sofort verfügbar. Investoren erwerben

mindestens fünf 40-Fuß-Standardcontainer,

die an eine der drei größten Reedereien der Welt

vermietet sind. Die Container werden am Ende der

Laufzeit zu einem vorab vereinbarten Festpreis durch

Solvium zurückgekauft. Zusätzlich hat die Reederei

eine Rücknahmeoption übernommen. Während der

Laufzeit von nur drei Jahren erhalten Anleger in Exklusiv

3 eine laufende Mieten in Höhe von 18,05%

p.a., die anteilig monatlich ausgeschüttet werden.

Insgesamt bedeutet dies für die Investoren eine IRR-

Rendite von 7,67 Prozent p.a. Dazu Geschäftsführer

Marc Schumann: "Solvium Exklusiv 2 war, wie schon

der Vorgänger Exklusiv 1, innerhalb kürzester Zeit

Quelle: © thomaslerchphoto - Fotolia.com

ausplatziert. Dies zeigt deutlich, dass wir Produkte

entwickeln, die unseren Vertriebspartnern und Anlegern

genau das bieten, was Sie derzeit suchen:

ein sicheres und lukratives Sachwertinvestment mit

kurzen Laufzeiten und attraktiven Renditen. Wir gehen

davon aus, dass auch dieses Produkt, welches

wiederum eine Wirtschaftsprüferbestätigung aller

wesentlichen Vertragsgrundlagen besitzt, innerhalb

kürzester Zeit ausplatziert sein wird.“ Solvium Capital

vermittelt exklusiv innovative sachwertorientierte

Investmentkonzepte an Finanzdienstleister, an Banken

wie auch an institutionelle Anleger.

Autor: Scope Group

Quelle: © Kzenon - Fotolia.com

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DIREKTINVESTMENTS | Anlagespiegel 2013

Buss Capital:

Startschuss für neues Container-Direktinvestment

Anleger suchen einfache Produkte

Buss Capital startet heute den Vertrieb eines

neuen Container-Direktinvestments. Das Angebot

Buss Container 23 ist ein reines Eigenkapitalinvestment.

Es zeichnet sich durch eine feste

Mietdauer von drei Jahren und einen vertraglich

garantierten Rückkauf aus. Die Käufer erzielen aus

der Vermietung der Container regelmäßige, vertraglich

festgelegte Einnahmen. Der Stückpreis liegt bei

2.525 US-Dollar, die Mindestabnahme beträgt vier

Container. Ab elf Container gibt es Rabatte. Beim

Kauf von elf Containern erzielt der Käufer beispielweise

eine Vorsteuer-Rendite von rund 4,6 Prozent

(IRR). Marc Nagel, Geschäftsführer Vertrieb von

Buss Capital: „Nach dem Erfolg des ersten Direktinvestments

folgt nun das zweite. Die Investoren

suchen gezielt nach einfachen Produkten mit kurzer

Vertragslaufzeit und hoher Qualität. Das bekommen

sie mit dem neuen Container-Direktinvestment

von Buss.“ Die Käufer unterzeichnen einfach einen

schlanken Kauf- und Vermietungsvertrag, so Nagel

weiter. „Schon mit vier Containern verdienen die

Käufer gut 1.000 US-Dollar im Jahr – vertraglich

festgelegt. Und auch der Rückkaufpreis von 2.055

US-Dollar pro Container am Ende der Mietdauer ist

vertraglich fest vereinbart“, sagt Nagel.

Quelle: © jojje11 - Fotolia.com

Quelle: © Picture-Factory - Fotolia.com

Verkäufer, Mieter und Rückkäufer der Container ist

Buss Global Direct, ein Unternehmen der Buss-Capital-Gruppe

in Singapur. „Buss kauft über Singapur

große Containerportfolios zu günstigen Preisen ein“,

sagt Nagel. „So können die Käufer von günstigen

Einzelpreisen profitieren.“ Auch das Management der

Container läuft über eine Buss-Capital-Tochterfirma in

Singapur. Nagel: „Wir haben in Singapur ein sehr erfahrenes

Team. Allein John Rhodes und Danny Wong,

die Geschäftsführer von Buss Capital Singapur, haben

zusammen mehr als 60 Jahre Markterfahrung im Containerleasing.“

Auch die großen Buss-Containerfonds

investieren über den asiatischen Stadtstaat. Das

Team in Singapur hat insgesamt bereits mehr als

2,7 Milliarden US-Dollar in Container investiert und

Boxen im Gesamtvolumen von 860 Millionen US-

Dollar verkauft. Neun Buss-Fonds haben ihre Container

bereits ganz oder zum Teil veräußert. Käufer

waren unter anderem Leasinggesellschaften und

Finanzinvestoren. Parallel zum Direktinvestment

hat Buss Capital zwei Containerfonds im Vertrieb.

„Wer auf ein großes Containerportfolio mit breiter

Streuung und etwas höhere Rückflüsse Wert legt, ist

weiterhin mit Fonds gut bedient“, sagt Marc Nagel.

Autor: Buss Capital GmbH & Co. KG

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Anlagespiegel 2013 | ANLEIHEN

Anspruchsvolles Anleihen-Umfeld:

Noch nie war Diversifizierung so wichtig wie heute

Von Ken Van Weyenberg,

Anlageexperte

bei Dexia Asset Management

Staatsanleihen haben während der letzten 10-

20 Jahre eine beachtliche Performance erzielt.

Das weitere Aufwärtspotenzial ist jedoch begrenzt,

während gleichzeitig die Abwärtsrisiken

deutlich zugenommen haben. Anleger können ihr

Anleihen-Portfolio auf zwei Arten schützen: durch

eine kurze Portfolioduration und eine ausreichende

Diversifizierung. Der deutliche Rückgang der Zinsen

in den letzten Jahren war keine Überraschung angesichts

des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds

nach dem Platzen der Kreditblase, das die Zentralbanken

weltweit zu einer flexibleren Geldpolitik

zwang. Dank dieser Maßnahmen und der massiven

Flucht der Anleger in qualitativ hochwertige Papiere

erzielten europäische und US-Staatsanleihen während

der letzten Jahre zweistellige Gesamtrenditen.

Allerdings sind Staatsanleihen nach der Rallye der

Jahre 2011 und 2012 inzwischen relativ teuer. Außerdem

liegen die Renditen derzeit sowohl in den

USA als auch in Europa unter dem durchschnittlichen

nominalen Wirtschaftswachstum. Die US-

Konjunktur scheint allmählich etwas Fahrt aufzunehmen,

wenngleich weiterhin niedrige Zinssätze

notwendig sein werden, um die Erholung nicht zu

gefährden.

Quelle: © cirquedesprit - Fotolia.com

Dennoch halten wir es durchaus für möglich, dass die

Fed die Zinssätze schrittweise wieder anheben wird.

Für 2013 erwarten wir einen Anstieg der zehnjährigen

Zinsen auf über 2 Prozent. In der Eurozone stellt

sich die Situation etwas komplizierter dar. Einerseits

sind die Anleihen der Kernländer wie Deutschland,

Frankreich oder sogar Belgien nicht sehr attraktiv

bewertet. Andererseits sind die Papiere der Peripheriestaaten

wie Spanien und Italien unterbewertet.

Bevor sich hier die Zinssätze normalisieren, bedarf es

jedoch eines weiteren Rückgangs der Risikoaufschläge.

Insgesamt erwarten wir während der kommenden

Monate einen allmählichen Anstieg der Zinsen

in Deutschland als Reaktion auf das Wachstum der

Bilanzsumme bei der Europäischen Zentralbank.

Kürzere Duration im aktuellen Marktumfeld erforderlich

Quelle: © Sergej Khackimullin - Fotolia.com

Angesichts der historisch niedrigen Zinssätze müssen

Anleihenportfolios gegen mögliche negative

Renditen bei europäischen Staatsanleihen abgesichert

werden. Neben einer Diversifizierung über verschiedene

Anleihen-Klassen ist dabei die Duration

des Anleihen-Portfolios entscheidend. Eine Verkürzung

der Duration im Portfolio ist wichtig zur Absicherung

gegen Zinserhöhungen, auch wenn diese

zum jetzigen Zeitpunkt selten bleiben dürften. Allerdings

können Zinserhöhungen einen großen Einfluss

auf die Preisentwicklung der Anleihen im Portfolio

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ANLEIHEN | Anlagespiegel 2013

haben: Schon ein Anstieg der Zinssätze um lediglich

1 Prozent würde bei europäischen Staatsanleihen

(gemessen am JP Morgan EMU Government Bond

Index) beispielsweise 6,4 Prozent an Wertverlust bedeuten.

Legt man eine erwartete Rendite von etwa

2,6 Prozent zu Grunde, so würde dies für die europäischen

Staatsanleihen eine Negativrendite von

3,8 Prozent bedeuten. Eine Verkürzung der Duration

kann die Auswirkungen einer Zinserhöhung abfedern.

Darüber hinaus sollten Anleihen-Portfolios in

jenen Segmenten möglichst stark diversifiziert sein,

in denen noch Wachstumspotenzial besteht:

Unternehmensanleihen in ausländischer Währung

Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating

erzielen derzeit keine wesentlich höheren Renditen

als Staatsanleihen. Dennoch profitieren sie

stärker vom bestehenden risikofreudigen Marktumfeld.

Die zu erwartende Konjunkturabschwächung

ist hier bereits eingepreist. Da die Risikoaufschläge

von Euro-Unternehmensanleihen recht gering sind,

sollten Sie sich auf Papiere konzentrieren, die auf höher

verzinste Währungen lauten. Für ein aussichtsreiches

Investment halten wir beispielsweise Unternehmensanleihen

auf Währungen wie die Norwegische

Krone und den Kanadischen Dollar. Solche Papiere

gehören aber eher als Beimischung ins Portfolio, da

sie mit Wechselkursrisiken verbunden sind. Zugang

zur Assetklasse bieten Fonds, die diversifiziert in Unternehmensanleihen

in Fremdwährung investieren.

Schwellenländeranleihen

Auch Staatsanleihen aus den Schwellenländern

sind weiterhin attraktiv. Diese Länder spielen eine

wachsende Rolle in der Weltwirtschaft und verfügen

über ein erhebliches langfristiges Potenzial.

Zwar haben sich die Spreads gegenüber Staatsanleihen

aus Industrieländern während der letzten

Jahre erheblich verringert. Dennoch generieren auf

US-Dollar lautende Schwellenländeranleihen immer

noch eine attraktive Mehrrendite von 2,7 Prozent.

Daneben hat sich das durchschnittliche Kreditrating

der Schwellenländer (gemessen am Embi Global Diversified

Index) auf BBB- verbessert und der ohnehin

relativ geringe Verschuldungsgrad dieser Länder

im Vergleich zum BIP ist auch weiterhin rückläufig.

Im Jahr 2007 fielen die Spreads sogar auf einen

Tiefstand von 165 Basispunkten. In den Schwellenländern

legen wir den Schwerpunkt derzeit auf Anleihen

in Lokalwährung, um von der schrittweisen

Aufwertung der betreffenden Währungen zu profitieren,

sowie auf Unternehmensanleihen. Nichtsdestoweniger

erwarten wir eine weitere positive

Entwicklung hinsichtlich der Auslandsverschuldung

und sehen hier künftig weitere Chancen.

Hochzinsanleihen haben immer noch Potenzial

Hochzinsanleihen haben in den USA und Europa

im letzten Jahr eine außergewöhnlich gute Wertentwicklung

erzielt (+15 Prozent beziehungsweise

+26 Prozent), gleichzeitig sind die Spreads deutlich

zurückgegangen. Wir sind uns bewusst, dass

aufgrund des gegenwärtigen makroökonomischen

Umfelds (Haushaltskürzungen sowohl in Europa als

auch in den USA und erwartete Zunahme von Unternehmenspleiten)

die Spreads nur in begrenztem

Ausmaß zurückgehen werden (Preiseffekt). Dennoch

bleibt der Markt für Hochzinsanleihen angesichts

der Bedeutung von Zinsdifferenzen in einem

Niedrigzinsumfeld weiterhin attraktiv, was sich derzeit

in einer Rendite von 5 Prozent widerspiegelt.

Am Markt für Hochzinsanleihen legen wir aufgrund

des geringeren Ausfallrisikos den Schwerpunkt auf

US-Titel mit kurzen Laufzeiten.

Wandelanleihen

Die Aktienmärkte dürften im Jahr 2013 am stärksten

von der Suche der Anleger nach attraktiven

Renditechancen profitieren. Deswegen gehören

auch Wandelanleihen ins Portfolio, jedoch ebenfalls

als Beimischung. Wandelanleihen sind Anleihen, die

zu einem vorher festgelegten Kurs in eine bestimmte

Anzahl von Aktien des gleichen Emittenten umgetauscht

werden können. Folglich hängt der Kurs

einer Wandelanleihe wesentlich stärker von der

Performance der zu Grunde liegenden Aktie als von

der allgemeinen Entwicklung des Anleihemarkts ab.

Diese Abhängigkeit vom Aktienmarkt wird als Delta

bezeichnet (eine Wandelanleihe mit einem Delta

von 30 Prozent erzielt eine Kurssteigerung um 0,3

Prozent, wenn der Kurs der zu Grunde liegenden

Aktie um 1 Prozent steigt). Der Deltawert nimmt

zu, wenn die Aktienmärkte steigen, und nimmt ab,

wenn die Aktienmärkte fallen. Daher können Anleger

mit Wandelanleihen teilweise an einem Anstieg

des Aktienmarkts partizipieren und zugleich

in fallenden Märkten ihre Verlustrisiken begrenzen.

Wandelanleihen sind derzeit attraktiv bewertet und

profitieren von mehreren positiven Faktoren, wie

39


Anlagespiegel 2013 | ANLEIHEN

der wachsenden Zahl von Fusionen und Übernahmen,

dem großen Volumen auslaufender Papiere

und der hohen Liquidität bei Investmentfonds.

Durch die Aufnahme von Wandelanleihen in das

Portfolio ist also eine erhebliche Renditesteigerung

möglich, ohne dass die Volatilität nennenswert zunimmt.

Aktives Management mit einem Total-Return-

Ansatz

Zusätzlich können Sie Ihr Portfolio gegen Zinsschwankungen

absichern, indem Sie einen Teil in so genannte

Total-Return-Fonds investieren. Diese Fonds werden

aktiv gemanagt, können auf die verschiedensten

Markttrends setzen (darunter Zins- und Wechselkursentwicklungen)

und sind in der Regel stark über

alle genannten Anleihensegmente diversifiziert.

Zusammenfassung

Die Anleihemärkte haben ihre besten Tage hinter

sich, und die Aktienmärkte rücken wieder in den

Vordergrund. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich

mit einem Anleihenportfolio keine attraktiven Renditen

erzielen lassen, wenn dieses ausreichend diversifiziert

und gegen Zinsschwankungen abgesichert ist.

Die zu erwartende Rendite ist zwar geringer als bei

reinen Aktienanlagen. Mit einem Aktienanteil von

15-20 Prozent können Sie jedoch die Gesamtrendite

deutlich steigern und dabei zugleich die Volatilität

relativ gering halten.

Wodurch wird die Rendite einer Anleihe oder

eines Anleihenfonds bestimmt

Wie bei einer einzelnen Anleihe werden auch bei Anleihenfonds

Kursschwankungen durch Veränderungen

des langfristigen Zinsniveaus und die Zinssensitivität

des Portfolios beeinflusst. Die Zinssensitivität

von Anleihen und Anleihenportfolios wird mithilfe

der sogenannten modifizierten Duration gemessen.

Diese Kennzahl gibt an, um wie viel sich der Wert

eines festverzinslichen Wertpapiers bei einer Zinsänderung

um 1 Prozent verändert. Eine Duration von

5 Jahren bedeutet beispielsweise, dass eine Anleihe

bei einem Zinsanstieg um 1 Prozent einen Wertverlust

von 5 Prozent erleidet. Umgekehrt erzielt sie bei

einem Zinsrückgang um 1 Prozent eine Wertsteigerung

um 5 Prozent. Die Rendite einer Anleihe oder

eines Portfolios wird wie folgt berechnet:

Beispiel

Im ersten Halbjahr 2012 fiel die langfristige Rendite

in Euro für einen Fonds mit einer modifizierten Duration

von 3 um 25 Basispunkte von 1,83 Prozent

auf 1,58 Prozent. Die Rendite wird folgendermaßen

berechnet:

• Kursverlust (Zinsatz mal MD) = 0,25 x 3 = 0,75

• Aktuelle Rendite = 2,50 Prozent

• Rendite = 0,75 Prozent + 2,50 Prozent = 3,25 Prozent

Autor: Dexia Asset Management , Zweigniederlassung Deutschland

Quelle: © kk-artworks - Fotolia.com

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GOLD / EDELMETALLE | Anlagespiegel 2013

FPSB Deutschland:

Warum Gold kein Allheilmittel für das Depot ist

Wer Gold aber als Versicherung in sein Depot legen will, muss sich auch die

Frage nach dem Wie stellen

Quelle: © FikMik - Fotolia.com

Gold fiel in den vergangenen Monaten unerwartet

kräftig – und das, obwohl die Staatschuldenkrise

noch lange nicht ausgestanden

ist. Die Möglichkeiten, in das oft als „Krisenwährung“

bezeichnete Edelmetall zu investieren, sind

vielfältig. Ob Münzen, Goldbarren, Indexfonds oder

doch lieber Goldminenaktienfonds, wer als Anleger

in das Edelmetall investieren will, muss einige Besonderheiten

beim Kauf beachten.

Eine professionelle Beratung durch CERTIFIED

FINANCIAL PLANNER® (CFP® -Zertifikatsträger)

ist deshalb empfehlenswert. Der Preis für eine

Feinunze (31,1 Gramm) Gold rutsche zuletzt unter

1600 Dollar, nachdem er noch im September

2011 zeitweise auf ein Rekordhoch von 1920,30 Dollar

geklettert war und es nur eine Frage der Zeit schien,

wann die 2000 Dollar- Marke geknackt wird. Davon ist

das gelbe Metall derzeit weit entfernt. „Der jüngste Preiseinbruch

sollte den Anlegern vor Augen halten, dass sie

auch beim vermeintlich krisensicheren Gold mit extremen

Schwankungen zu leben haben“, sagt Prof. Dr. Rolf

Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning

Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland)

und Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance &

Wealth Management an der EBS Business School, Wiesbaden,

und verweist auf einen weiteren Nachteil:

Gold generiert keinerlei Ertrag, also keine Zinsen und

keine Dividenden. Im Gegenteil: Die Lagerung verursacht

Kosten. Dennoch steigt die Nachfrage nach Gold

weiter an. Einer aktuellen Studie der Steinbeis Hochschule

zufolge werden goldbezogene Wertpapiere bei

deutschen Privatanlegern immer beliebter. Demnach

sind zwölf Millionen Bundesbürger mit Wertpapieren

in Gold investiert - damit besitzt fast jeder fünfte Deutsche

über 18 Jahren ein entsprechendes Wertpapier.

Insgesamt horten deutsche Privathaushalte Gold im

Wert von 393 Milliarden Euro, wobei aber mehr als die

Hälfte davon auf Goldschmuck entfällt.

Nach Angaben des World Gold Council wurden

im Jahr 2012 rund 4405 Tonnen des Edelmetalls

nachgefragt, 2003 waren es gerade einmal 2006

Tonnen. Allerdings ist in diesem Zeitraum der Bedarf

der Schmuckindustrie zurückgegangen, die

der Industrie und der Notenbanken hingegen nur

leicht angestiegen. Hauptfaktor für den Nachfrageanstieg

waren also die Investoren. Sie erwarben

2003 lediglich 304 Tonnen, 2012 aber waren es

fast 1436 Tonnen – also fast das Fünffache. Warum

aber ist Gold so beliebt Das Edelmetall gilt als

Inflationsschutz, quasi als letzte Sicherheit, wenn

auch deutsche Bundesanleihen nicht mehr sicher

sind. Schließlich ist Gold, anders als Papiergeld

nicht beliebig vermehrbar. „Dass die Notenbanken

rund um den Globus die Märkte mit Geld fluten,

trägt deshalb ebenfalls zu einem steigenden Preis

bei“, sagt Prof. Tilmes. Das erinnert an die 1970er

Jahre. Damals setzte Gold zu seinem Höhenflug an,

als hohe Inflationsraten, ausufernde Staatsschulden

und wirtschaftliche Krisen das Vertrauen in die

Papierwährungen schwächten. Als in den 80er und

90er Jahren das Papierwährungssystem wieder gut

funktionierte, verloren die Edelmetalle im Tausch

gegen Papiergeld stetig an Wert.

„Die Renaissance von Gold ist also vor allem Spiegelbild

des schwindenden Anlegervertrauens in

die bestehenden Geldwährungen“, sagt Prof.

Tilmes. Wer Gold aber als Versicherung in sein

Depot legen will, muss sich auch die Frage nach

dem Wie stellen: Immer mehr Investoren bevorzugen

Gold-Investments in Form physisch hinterlegter,

börsennotierter Indexfonds. Dabei lagern

die Fondsanbieter für jeden angelegten Euro die

entsprechende Menge des Edelmetalls in ihren Tresoren.

Allerdings stellen viele dieser Rohstoffvehikel

kein Sondervermögen wie bei Investmentfonds dar,

sondern sind als Schuldverschreibungen – ähnlich

wie Zertifikate – mit einem Ausfallrisiko behaftet,

sollte der Emittent Pleite gehen. Anders ist das bei

Goldminenfonds. Doch Investoren sollten wissen,

dass bei diesen Produkten zuerst der Aktienmarkt

und nicht der Goldpreis die Entwicklung bestimmt.

Als Alternative bietet sich noch der physische Erwerb

von Gold, also in Form eines Barrens oder von

Münzen an. Allerdings sind die Kosten hier zum

Teil sehr hoch, und die Lagerung eines Goldbarrens

im Schließfach verursacht hier zusätzliche laufende

Gebühren.

Autor: Financial Planning Standards Board Deutschland e.V

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Anlagespiegel 2013 | GOLD / EDELMETALLE

Edelmetall-Fonds mit hohen Verlusten

Analysemitteilung von Scope Analysis

Wie eine aktuelle Scope-Auswertung zeigt,

ist der positive Markttrend der Edelmetall-

Fonds vorerst gebrochen. Investoren, die

nicht rechtzeitig ausstiegen oder sich absicherten, erlitten

in den vergangenen zwölf Monaten hohe Verluste.

Scope hat die Fonds der Kategorie „Aktien Branche:

Edelmetalle“ (26 Fonds) während der vergangenen

zwölf Monate auf ihre Ertrags-Risiko-Profile

untersucht. Diese Fonds investieren primär in Aktien

mit Fokus auf Edelmetalle wie z.B. Mienenbetreiber,

Industrieunternehmen mit Edelmetallfokus

oder Handelsunternehmen.

Ergebnis: Auf der Performanceseite zeigten die

Fonds im Durchschnitt einen Verlust von 32,4%.

Die Spreizung der Ergebnisse beträgt dabei rund

30 Prozentpunkte. Das schlechteste Ergebnis in den

vergangenen zwölf Monaten zeigte der „Dynamic

Precious Metals A“ mit einem Verlust von 44,5%.

Quelle: © FikMik - Fotolia.com

Quelle: © silent_47 - Fotolia.com

Der “Pioneer Funds Gold and Mining E No Dis

EUR” lieferte dagegen mit 14,6% einen wesentlich

moderateren Verlust und platziert sich am oberen

Ende der Vergleichsgruppe. Auch auf der Risikoseite

sind die Ergebnisse stark differenziert. Die Volatilität

(durchschnittliche prozentuale Abweichung

vom Mittelwert) der Kategorie liegt bei rund 24%.

Der Abstand zwischen dem besten und schlechtesten

Fonds beträgt 15,1 Prozentpunkte. Mit einer

Volatilität von rund 30% zeigt der „STABILITAS -

SILBER+WEISSMETALLE P“ das schlechteste Ergebnis

während der vergangenen zwölf Monate. Die anliegende

Tabelle gibt einen Überblick der einzelnen

Fonds. Nach dem jahrelangem Boom der Edelmetalle

sowie der Unternehmen mit diesem Geschäftsfokus

ist der Markttrend zumindest kurzfristig gebrochen.

So zeigte der Goldpreis in den vergangenen zwölf

Monaten einen maximalen Verlust von rund 14%.

Dies resultiert aus der abnehmenden Marktunsicherheit,

die Anleger aus dem vermeintlich sicheren

Hafen „Gold“ wieder verstärkt in die Aktienmärkte

treibt. Fonds mit diesem Schwerpunkt investieren

zwar nicht direkt in Edelmetalle, sondern in Aktien.

Dennoch wirken sich sinkende Edelmetallpreise negativ

auf deren Aktienkurse aus. Hinzu kommt, dass

der Euro in den vergangenen zwölf Monaten gegenüber

dem US-Dollar abgewertet hat. Da in den

Fonds überwiegend nichteuropäische Unternehmen

enthalten sind, führte dies zu einem zusätzlichen

Verlust für Anleger.

Autor: Scope Group

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GOLD / EDELMETALLE | Anlagespiegel 2013

Der Aufwärtstrend bei Gold wird sich

2013 fortsetzen

Marktkommentar Hansainvest

Steigende Risikoneigung der Investoren gleich

sinkender Goldpreis: Die aktuell negative

Preisentwicklung im Segment des gelben

Edelmetalls spiegelt diese Wechselbeziehung derzeit

wider. Dass dies allerdings kein Jahrestrend sein

wird, davon ist Nico Baumbach, Fondsmanager der

beiden Edelmetallfonds Hansagold und Hansawerte

der Hamburger Kapitalanlagegesellschaft Hansainvest

Hanseatische Investment-GmbH, überzeugt:

"Das gesamte finanzpolitische Umfeld ist weiterhin

durch Instabilität gekennzeichnet. Langfristig kann

sich das auf den Goldpreis nur positiv auswirken."

Die seit langem bestehende Preisdifferenz zwischen

Platin und Gold hat sich in den ersten zwei Monaten

des Jahres 2013 geschlossen. Auch die Edelmetalle

Silber und Palladium haben eine erfreuliche Wertentwicklung

gezeigt. "Der Jahresbeginn 2013 war

von einer zunehmenden Risikobereitschaft auf Investorenseite

geprägt", so Nico Baumbach. Anleger

legten eine deutlich zuversichtlichere Haltung an

den Tag als im vergangenen Jahr und erhöhten ihr

Engagement beispielsweise in Aktieninvestments.

"Zudem verfügen institutionelle Investoren traditionell

zu Jahresanfang über neue Risikobudgets. Defensive

Anlagen wie Renten und eben auch Gold

geraten dann zunächst einmal etwas aus dem Fokus

der Anleger", erläutert Baumbach. Ein weiterer

negativer Einflussfaktor auf den gesunkenen Preis

des Edelmetalls war, dass ETF-Investoren ihre Goldbestände

massiv reduziert haben.

Finanzpolitische Entwicklungen sprechen weiterhin

für Gold

Eine echte Gefahr für den Goldpreis sieht Baumbach

aber nicht. "Weder charttechnisch noch fundamental

deuten diese Entwicklungen darauf hin,

dass Gold langfristig an Bedeutung verlieren wird."

So werde der seit dem Jahr 2000 anhaltende Aufwärtstrend

des Goldpreises erst mit Unterschreiten

Quelle: © FikMik - Fotolia.com

der 1.500-Dollar-Marke tatsächlich durchbrochen.

Vor allem aber gebe es keinen nachhaltigen Grund

für die positive Stimmung der Anleger: "Die finanzpolitische

Lage hat sich weder in Europa noch in

den USA entspannt. Im Gegenteil: In Europa sorgt

der unklare Ausgang der Wahlen in Italien für Unsicherheit,

und in den USA hat Präsident Obama nun

mit der ersten Runde der Ausgabenkürzungen in

Höhe von 85 Milliarden Dollar im Rahmen des Fiscal

Cliff beginnen müssen. Dass sich die dortige Pattsituation

zwischen Republikanern und Demokraten

perspektivisch ändern wird, ist unwahrscheinlich",

erläutert Baumbach. Solange die Zentralbanken

die Zinsen nicht massiv erhöhen, die negativen Realzinsen

also bestehen bleiben, und der Schuldenproblematik

weiterhin mit dem Drucken von Geld

begegnen, sei Gold als stabile Währung attraktiv.

"Dass sich an der "Gelddruckpolitik" nichts ändern

wird, unterstreicht einerseits die erneute Zusage der

US-Notenbank Fed in den USA zu seinem massiven

Aufkaufprogramm von Staatsanleihen. Verstärkend

wirkt, dass auch der neu gewählte japanische Premierminister

Shinzo Abe zur Lösung von Schuldenund

Währungsproblemen auf eine Erhöhung der

Geldmenge setzt", sagt Baumbach.

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Anlagespiegel 2013 | GOLD / EDELMETALLE

Hohe Nachfrage aus den Emerging Markets

und Produktionsengpässe

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall

vor allem aus den Emerging Markets weiterhin

hoch. Dementgegen stehen mögliche Engpässe

auf der Angebotsseite. "Zwar sind diese aufgrund

der hohen realen Bestände im Gegensatz zu den in

der Industrie verwendeten Edelmetallen Silber, Platin

und Palladium für den Markt nicht so bedrohlich, eine

Auswirkung haben sie aber doch", so Baumbach. Der

Grund für die Engpässe liegt insbesondere in der wirtschaftlichen

Situation der Minen in Südafrika: Durch

steigende Lohn- und Energiekosten geraten immer

mehr Unternehmen dort derart unter Druck, dass sie

von der Schließung bedroht sind. So sah sich selbst

der südafrikanische Branchenriese Anglogold kürzlich

gezwungen, Minen stillzulegen, weil ein lukratives Betreiben

nicht mehr möglich war. "Alles in allem stehen

die Zeichen für eine weitere positive Entwicklung des

Goldpreises durchaus gut", resümiert Baumbach. Der

Preisentwicklung des Goldes ist die von Silber nicht

unähnlich. "Auch hier sehen wir derzeit eine eher seitwärts

gerichtete Bewegung ohne echten Schwung",

beobachtet Baumbach. Ganz anders bei Platin und

Palladium: "Beide sind aktuell sehr gefragt." Denn

hier macht sich die gestiegene Risikobereitschaft der

Anleger positiv bemerkbar, sind doch die beiden Metalle

eng mit der konjunkturellen Entwicklung verknüpft.

So hat insbesondere die gute Entwicklung der

Automobilindustrie in Asien und den USA, in der die

Metalle hauptsächlich verarbeitet werden, einen entscheidenden

Einfluss.

Autor: HansaInvest, Hanseatische Investment GmbH

Quelle: © diez-artwork - Fotolia.com

44


INVESTMENTFONDS | Anlagespiegel 2013

Fondsmanager bleiben ihrem Risikoverhalten treu

Scope hat untersucht, ob Fondsmanager nach hohen maximalen Verlusten

ihr Risikomanagement verbessern konnten

Das Ergebnis ist ernüchternd: Viele Fonds mit

hohen Draw Downs zeigen auch in der nächsten

Abschwungphase überdurchschnittlich

hohe Verluste. Um langfristig eine Outperformance

gegenüber der Benchmark zu erzielen, müssen

aktiv gemanagte Fonds vor allem Verluste in Abwärtsphasen

begrenzen. Im Gegensatz zu passiven

Indexfonds können Fondsmanager die Risiken ihrer

Portfolios aktiv steuern. Scope ist der Frage nachgegangen,

ob Fondsmanager, die hohe maximale

Verluste (Draw Downs) hinnehmen mussten, ihr Risikomanagement

in der Folge verbessern konnten.

Um dies zu überprüfen, hat Scope die Draw Downs

von Aktienfonds in zwei hochvolatilen Marktphasen

(Mai 2007 bis Februar 2009 sowie März 2009 bis

Februar 2013) miteinander verglichen. Es wurde untersucht,

wie viele von den 25% der Fonds mit den

höchsten Draw Downs (viertes Quartil) in der ersten

Phase sich in der zweien Phase deutlich verbessern

konnten.

Die Untersuchung wurde für mehrere Fondskategorien

vorgenommen. Das Ergebnis fällt ernüchternd

aus. Bei Fonds mit Fokus auf Deutschland zum Beispiel

schaffte nur rund ein Fünftel der Fonds aus dem

letzten Quartil den Sprung in das erste oder zweite

Quartil in der zweiten Marktphase. 78% der Fonds

zeigten jedoch auch in der zweiten Marktphase unterdurchschnittliche

Ergebnisse. Etwas besser aber

dennoch unbefriedigend fallen die Ergebnisse in

der Kategorie „Aktien Europa“ aus: Immerhin rund

40% der Fonds schafften bei den Draw Downs den

Sprung vom schlechtesten in das erste oder zweite

Quartil. 60 Prozent der Fonds lieferten jedoch

auch im zweiten Betrachtungszeitraum überdurchschnittlich

hohe Draw Downs. Mit der Fähigkeit zur

Verlustbegrenzung werben vor allem vermögensverwaltende

Fonds. Die Ergebnisse der Fonds in der

Kategorie „Vermögensverwaltend – Flexibel“ fallen

jedoch nicht wesentlich besser aus. Nur ein Drittel

der Fonds mit den höchsten Draw Downs konnte

sich in der zweiten Marktphase deutlich verbessern.

Zwei Drittel der Fonds hingegen generierte auch in

der zweiten Marktphase überdurchschnittlich hohe

maximale Verluste und befand sich demnach im dritten

oder vierten Quartil. Die Ergebnisse zeigen, dass

sich das Risikomanagement nur bei wenigen Fonds

in den betrachteten Marktphasen verbesserte, es

also nur wenig Lerneffekte bei Fondsmanagern gab.

Bei Fonds mit hohen Draw Downs besteht eine hohe

Wahrscheinlichkeit, dass sie auch in Zukunft hohe

maximale Verluste erzeugen. Die Unterschiede bei

den Draw Downs können nur in geringem Umfang

mit unterschiedlichen Risikoprofilen erklärt werden.

Der Grund: Die Fonds innerhalb einer Kategorie

zeichnen sich durch eine hohe Homogenität aus,

da sie den gleichen Markt abdecken. Die Kehrseite

der Untersuchung ist, dass Fonds mit geringen Draw

Downs in der Vergangenheit auch für die Zukunft

geringe maximale Verluste erwarten lassen. Rund

zwei Drittel der Fonds aus der Kategorie „Aktien

Deutschland“, die im ersten Untersuchungszeitraum

zum ersten oder zweiten Quartil gehörten, haben

auch in der zweiten Periode überdurchschnittlich gut

abgeschnitten. Die Ergebnisse fallen in den Kategorien

„Aktien Global“ und „Aktien Europa“ ähnlich

aus: Hier liegt die Quote bei 65% bzw. 63%.

Outperformance bedeutet nicht immer Nachhaltigkeit

Scope hat für 400 Investmentfonds der Kategorien

Aktien Europa und Vermögensverwaltend - Defensiv

die Outperformance-Ratio über die vergangenen 3

Jahren bestimmt. Ergebnis: Nur sehr wenige Fonds

können ihre Benchmark regelmäßig schlagen

Die Leistung von Fondsmanagern wird häufig daran

gemessen, wie hoch ihre Outperformance zur relevanten

Peer Group bzw. Benchmark innerhalb eines

bestimmten Zeitraums ist. Diese Betrachtungsweise

hat aus Sicht von Scope einen entscheidenden Nachteil:

Sie gibt keine Aussage darüber,mit welcher Konstanz

ein Fondsmanager seine Benchmark innerhalb

des Betrachtungszeitraums übertreffen konnte. Abhilfe

schafft hier die Outperformance-Ratio. Sie gibt

an, wie häufig ein Fonds im Untersuchungszeitraum

seine Vergleichsgruppe schlagen konnte. Je höher

diese Ratio, desto stabiler ist die Outperformance

– und desto höher ist der Erfolg des Managers zu

bewerten. Scope hat für die vergangenen drei Jahre

rund 400 Fonds der Kategorien „Aktien Europa“

und „Vermögensverwaltend – Defensiv“ untersucht.

Dabei wurde geprüft, ob die 25% der Fonds mit der

besten Gesamtperformance (1. Quartil) über drei

Jahre auch eine signifikant hohe Outperformance-

Ratio - also Stabilität- , auf Monatsbasis (> 66,7%)

vorweisen können. Eine Outperformance-Ratio von

45


Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

66,7% bedeutet, dass ein Fonds seine Benchmark

in 2 von 3 Monaten übertroffen hat. Das Ergebnis

fällt nach Meinung von Scope ernüchternd aus: Bei

den europäischen Aktienfonds konnte unter den 39

Fonds des besten Quartils nur der JPMorgan Europe

Equity Plus (ISIN: LU0289089384) eine Outperformance-Ratio

von 66,7% erzielen. Die übrigen

Fonds zeigen zum Teil deutlich geringere Quoten.

So liegt diese z.B. beim DWS Europe Dynamic bei

gerade einmal 38,9%. Bei den Fonds der Kategorie

„Vermögensverwaltend – Defensiv“ (deren Anlagehorizont

drei Jahre ist) können unter den Fonds mit

der höchsten Rendite immerhin rund 37% eine signifikant

hohe Outperformance-Ratio (> 66,7%) vorweisen.

Positiv fällt hier der Fonds Kapital Plus (ISIN:

DE0008476250) der Allianz Global Investors auf:

Der Fonds führt nicht nur die Performance-Rangliste

dieser Kategorie über drei Jahre an (+33,4%).

Er zeigt auch die absolut höchste Outperformance-

Ratio mit 86,1%. Das bedeutet, dass der Fonds von

den 36 betrachteten Monaten 31 Mal seine Peer

Group schlagen konnte. Dennoch: Auch wenn bei

Fonds der Kategorie „Vermögensverwaltend – Defensiv“

das Ergebnis insgesamt etwas besser ausfällt

als bei europäischen Aktienfonds, so ist es nach

Meinung von Scope trotzdem unbefriedigend, da

insbesondere bei Fonds der vermögensverwaltenden

Kategorie Anleger neben einem guten Ergebnis

auch eine hohe Stabilität erwarten. Ein Beispiel

dafür ist der Fonds Guliver Demographie Sicherheit:

Zwar liegt seine Performance mit 22,4% ebenfalls

im ersten Quartil. Seine Outperformance-Ratio liegt

jedoch nur bei 47,2%. Das heißt, der Fonds konnte

seine Peer Group nicht einmal jeden zweiten Monat

übertreffen.

Autor: Scope Group

Anleger brauchen mehr Transparenz

über Investmentphilosophien

Veritas Investment:

Nur wer weiß, wie der Investmentmanager

denkt, kann erfolgreich

antizipieren, wie dieser handeln wird

Quelle: © lassedesignen - Fotolia.com

Für den Anlageerfolg ist die Art und Weise, wie

Investment- und Assetmanager über Kapitalanlagen

denken, von großer Bedeutung. "Nur

wer weiß, wie der Investmentmanager denkt, kann

erfolgreich antizipieren, wie dieser handeln wird",

heißt es in der aktuellen Ausgabe des Newsletters

FONDS aktuell von Veritas Investment. Besonders

wichtig sei das bei diskretionären Eingriffen in das

Portfoliomanagement, zu denen es immer wieder

komme, da die wenigsten Investmentmanager

komplett regelbasiert arbeiten. "Weil sich aber die

wenigsten Investmentmanager klar positionieren,

spiele die Investmentphilosophie in den Anlageentscheidungen

der Investoren weiter eine nur

untergeordnete Rolle", betont Dirk Söhnholz, Geschäftsführer

der Veritas Investment GmbH. Besonders

erschwert sieht er die Orientierung für Anleger

dadurch, dass viele Investment- und Assetmanager

mehrere Investmentstile oder -strategien verfolgen

und sich dabei genauso von ihren Überzeugungen

wie von anderen Erwägungen wie Verkaufschancen

leiten lassen. Eine überzeugende Investmentphilosophie

müsse konzeptionell begründet sein und

nicht durch vergangene Erfolge eines bestimmten

Investmentstils oder eine hohe Nachfrage. Investoren

sollten wissen, worauf sie sich einlassen: zum

Beispiel, ob es sich um systematische oder unsystematische,

prognosebasierte oder prognosefreie Ansätze

handelt. "Viele Manager beschreiben ihre Investmentphilosophie

jedoch nicht ausdrücklich. Das

46


INVESTMENTFONDS | Anlagespiegel 2013

macht es schwer, systematische Zusammenhänge

zwischen Investmentphilosophie und Anlageerfolg

herzustellen", so Dirk Söhnholz. Die Analyse des

aktuellen Newsletters beleuchtet die Stärken und

Schwächen verschiedener Investmentansätze. Für

problematisch hält Söhnholz dabei neben der fehlenden

Transparenz vor allem die hohe Prognoseabhängigkeit

vieler Investmentansätze. So habe die

jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise einmal mehr

deutlich gemacht, dass sich Muster der Vergangenheit

nicht einfach in die Zukunft fortschreiben

lassen. Aufgrund der bekannten Probleme mit prognosebasierten

Optimierungen verfolge die Veritas

Investment für alle ihre Fonds einen systematisch

prognosefreien und regelgebundenen Ansatz.

Autor: VERITAS INVESTMENT TRUST GmbH

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen:

C-QUADRAT und ARTS feiern 10 Jahre Real Time

Track Record

Vor zehn Jahren, im März 2003, sind C-QUA-

DRAT und ARTS mit einem vollautomatischen

trendfolgenden Handelssystem angetreten.

Die überdurchschnittlich hohe Performance des Systems

bei geringem Risiko hat private und institutionelle

Anleger überzeugt. Inzwischen werden mit

diesem innovativen Ansatz mehr als 1,9 Milliarden

Euro verwaltet. Frei von menschlichen Emotionen

managt das Team rund um Leo Willert trendfolgende

Dachfonds nach einem Total Return Ansatz

und folgt der Maxime, Verluste zu begrenzen und

Gewinne laufen zu lassen. Mehr als 130 internationale

Auszeichnungen innerhalb der vergangenen

zehn Jahre belegen den Erfolg der Strategie von

C-QUADRAT und ARTS. Als die weltweiten Aktienmärkte

vor zehn Jahren mehr als die Hälfte ihres

Wertes verloren, war das Ende einer zwanzigjährigen

Boomphase besiegelt. Die jahrzehntelang mit

Erfolg praktizierten Buy-and-hold-Konzepte funktionierten

nicht mehr und verunsicherte Anleger waren

auf der Suche nach Alternativen. Das war die

Sternstunde für das vollautomatische trendfolgende

Handelssystem von ARTS Asset Management, einem

Unternehmen der C-QUADRAT Gruppe. Das computergesteuerte

ARTS Handelssystem kann die Investitionsquote

frei bestimmen und ermöglicht Investitionen,

je nach Marktlage, in überdurchschnittlich

performende Sektoren im Aktien- und Anleihenbereich.

Das technische Handelssystem wählt dafür

aus über 10.000 Investmentfonds aus 56 Ländern

und 14 Branchen wöchentlich die trendstärksten

Produkte aus. Die Auswahl der jeweiligen Assetallocation

erfolgt rein regelgebunden, frei von menschlichen

Emotionen. „Zu Beginn des Jahrtausends war

der ARTS Managementansatz, quantitativ mit einer

extrem flexiblen Aktienquote zu managen, neu und

kontroversiell. Zehn Jahre Real Time Track Record,

der die positive Performance unserer Fonds bestätigt,

lassen keine Zweifel mehr daran, dass der Total

Return Ansatz von C-QUADRAT und ARTS funktioniert“,

sagt Leo Willert, Geschäftsführer und Head

of Trading von ARTS Asset Management.

Vor zehn Jahren wurde erstmals ein Dachfonds nach

dem C-QUADRAT ARTS Total Return Ansatz gemanagt.

Mit der Mandatsübernahme des C-QUADRAT

ARTS Total Return Global AMI, am 27. März 2003,

bewährte sich das trendfolgende Handelssystem

und für ARTS begann eine Erfolgsgeschichte. In

den vergangenen zehn Jahren erwirtschaftete der

Fonds eine Performance von 112,91 Prozent bzw.

7,84 Prozent p.a. (Stand: 27.3.2013).

Total Return auch am Anleihenmarkt

„Die ungewisse Situation, die wir vor zehn Jahren

auf den weltweiten Aktienmärkten beobachten

konnten, erleben wir heute in ähnlicher Form auf

den Anleihenmärkten. Auch hier scheint die Ära

der Buy-and-hold-Konzepte zu Ende zu sein“, sagt

C-QUADRAT Gründer und Vorstand Thomas Rieß.

Wie an den Aktienmärkten zeichnet sich nun auch

hier ein Wechsel der Anlagestrategien ab. Denn

der viele Jahre als sicher gelobte Anleihenmarkt ist

unvorhersehbar und turbulent geworden. Die Wirtschaftswunder-Strategien,

in denen mit – zumin-

47


Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

dest scheinbar – sicheren Staatsanleihen Renditen

deutlich über der Inflationsrate erzielt worden sind,

funktionieren im aktuellen Umfeld nicht mehr. Ein

für konservative Anleger neues Bild zeichnet sich

ab: Sicherheit wird in Zukunft Geld kosten. „Wer

Renditen über der Inflationsrate erzielen will, muss

– auch im Anleihenbereich – Risiken eingehen“,

sagt Willert. Ob High-Yield-Anleihen, Corporate

Bonds, Convertibles oder Fremdwährungsanleihen:

welche dieser Kategorien die höchsten Renditen erzielen

wird, weiß heute niemand so genau. Wenn

es aber in einem dieser Bereiche einen klaren, langfristigen

Trend gibt, werden die Trendfolger von C-

QUADRAT und ARTS versuchen, genau dort investiert

zu sein.

Autor: C-QUADRAT Investment AG

AXA IM legt Multi-Asset- Allwetterfonds auf

AXA WF Global Optimal Income zum öffentlichen Vertrieb

in Deutschland freigegeben

AXA Investment Managers (AXA IM) hat die

Zulassung des AXA WF Global Optimal Income

zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland

bekannt gegeben. Bei dem Fonds handelt es

sich um ein assetklassenübergreifendes Produkt, das

sich für jedes Marktumfeld eignet. Mit seinem flexiblen

und dynamischen Ansatz hat der neue Fonds

das Ziel, an positiven Marktentwicklungen zu partizipieren

und gleichzeitig Marktabschwünge abzufedern.

Der Fonds ist so konzipiert, das er durch eine

äußerst flexible, restriktionsfreie Asset-Allokation

Performance erzielt. Die Aktienkomponente, die

in Qualitätstitel aus Industrieländern und Emerging

Markets investiert, kann je nach Marktumfeld zwischen

0 und 100 Prozent des Portfoliovolumens

ausmachen. Die Anleihekomponente investiert in

Emerging Markets-, High-Yield- und Staatsanleihen.

Im Falle eines Abschwungs können zudem die Risiken

mit Hilfe von börsennotierten Derivaten adjustiert

werden.

Quelle: © pogonici - Fotolia.com

Serge Pizem, Global Head of Multi Asset Investments

bei AXA IM und leitender Portfoliomanager

des Fonds, sagt: „Angesichts der sehr wechselhaften

Marktbedingungen ist Vielseitigkeit gefragt.

Nur wer flexibel ist, Markttrends rasch erkennt

und Korrelationen sowie Risiken geschickt managt,

kann Erträge sichern und die Auswirkungen

fallender Märkte abfedern. Mit dem AXA WF Global

Optimal Income verfolgen wir einen solchen

flexiblen und dynamischen Ansatz. Dazu kombinieren

wir eine mittelfristige strategische Asset-

Allokation mit kurzfristigen taktischen Positionen

und investieren in ein vielfältiges Universum aus

Aktien und Anleihen. Das Ergebnis ist ein Fonds,

in dem die Erkenntnisse unserer Spezialisten für

Asset-Allokation, die Ergebnisse unseres fundamentalen

Research und die erfolgversprechendsten

Ideen unserer Analysten zusammenfließen.“

Serge Pizem wird von einem Portfoliomanager-

Team mit einer durchschnittlichen Berufserfahrung

von 19 Jahren unterstützt. Hinzu kommt die

Kompetenz der AXA-IM-Teams für qualitatives

Aktien- und Anleihemanagement, denen die jeweilige

Einzelwertauswahl obliegt. Der AXA WF

Global Optimal Income wurde am 8. März 2013

aufgelegt. Der Luxemburger SICAV ist ein Schwesterprodukt

des AXA WF Optimal Income, der flexibel

in renditestarke europäische Aktien, Anleihen

und Geldmarktanlagen investiert.

Autor: AXA Investment Managers, Deutschland GmbH

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INVESTMENTFONDS | Anlagespiegel 2013

DWS Deutschland erhält Morningstar Award -

bester Fonds für deutsche Standardaktien

DWS Deutschland investiert

überwiegend

in deutsche Standardaktien

Der DWS Deutschland wurde am 20. März

in Frankfurt als bester Fonds für deutsche

Standardaktien geehrt und mit dem Morningstar

Award ausgezeichnet. Damit konnte sich

Tim Albrecht, der Manager des DWS Deutschland,

unter 71 Wettbewerbern durchsetzen. Albrecht hatte

den Award bereits im Jahr 2010 gewonnen und

war zudem von Morningstar als Fondsmanager des

Jahres geehrt worden. „Die Auszeichnung für Tim

Albrecht ist hochverdient“, sagt Asoka Wöhrmann,

weltweiter Leiter des Fondsmanagements der

DWS. „Der Award unterstreicht seine kontinuierliche

Performance in den vergangenen Jahren und

krönt seine überragende Managementleistung im

Jahr 2012.“ Der DWS Deutschland konnte im vergangenen

Jahr mit einer Wertentwicklung von 37

Prozent glänzen, während der DAX um 29 Prozent

anstieg. Die Morningstar Awards werden für 14 verschiedene

Aktien- und Rentenkategorien vergeben,

wobei nur solche Fonds in die Auswahl kommen,

die älter als fünf Jahre sind und über ein ausreichend

Quelle: © Alterfalter - Fotolia.com

Quelle: © fotogestoeber - Fotolia.com

großes Fondsvermögen verfügen. Außerdem müssen

sie sowohl im Jahr 2012 besser als der Durchschnitt

ihrer Anlagekategorie abgeschnitten haben,

als auch in drei der fünf letzten Kalenderjahre. „Der

Morningstar Award ist ein Ansporn für das ganze

Team, auch in Zukunft eine überdurchschnittliche

Leistung zu erbringen“, sagt Tim Albrecht, der den

Award persönlich entgegennahm. Er schätzt den

deutschen Aktienmarkt sehr positiv ein und ist daher

mit dem DWS Deutschland derzeit voll investiert.

„Mit einem KGV von 11,5 sind die DAX-Titel aktuell

attraktiv bewertet. Zudem bieten sie dem Anleger

eine durchschnittliche Dividendenrendite von über

drei Prozent.“ Tim Albrecht hält daher das Erreichen

von neuen Allzeithochs für möglich. „Selbst ein Anstieg

des DAX auf 9.100 Punkte wäre nicht übertrieben,

da dies einem keineswegs überzogenen

Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 entsprechen würde.“

Der DWS Deutschland investiert überwiegend

in deutsche Standardaktien, wobei im Schnitt ein

Drittel des Fondsvermögens auch für aussichtsreiche

Nebenwerte verwendet werden kann. Zurzeit favorisiert

Fondsmanager Tim Albrecht Exportwerte, die

einen hohen Umsatz- und Gewinnanteil außerhalb

Europas erzielen. Titel bei denen Gewinne und Dividenden

unter Druck stehen könnten werden hingegen

gemieden.

Autor: DWS Investment GmbH, Fondsgesellschaft

49


Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

Dachfonds bringen nur selten Mehrwert

Analysemitteilung von Scope Analysis

Dachfonds konnten in den vergangenen fünf

Jahren nicht überzeugen. Sie zeigten im

Durchschnitt deutlich schlechtere Performancewerte

als klassische aktiv gemanagte Investmentfonds.

Scope Ratings hat anhand der Fondskategorien

„Aktien Global“ und „Mischfonds Global

Flexibel“ den Nutzen von Dachfonds untersucht.

Ergebnis: Dachfonds mit einem flexiblen Mischansatz

wiesen über fünf Jahre einen durchschnittlichen

Verlust von absolut -9,5% auf. Klassische flexiblen

Mischfonds hingegen erzielten ein Plus von 1,1%.

Bei den Aktienfonds Global wiederum verzeichneten

Dachfonds über fünf Jahre eine absolute Performance

von -3,6%. Klassische Fonds dieser Kategorie

hingegen konnten einen Zuwachs von 2,7%

erzielen. Das schlechte Abschneiden der Dachfonds

ist vor allem auf die doppelte Gebührenbelastung

zurückzuführen. Außerdem können sich viele Dachfonds

aufgrund geringer Fondsvolumina qualitativ

hochwertiges Research nicht leisten. Nur neun der 49

Dachfonds der Kategorie „Mischfonds flexibel Global“

zum Beispiel verwalten mehr als 50 Millionen

Euro. Das fehlende Research-Potenzial hat zur Folge,

dass sich die Fonds- bzw. Managerselektion oft nur

auf einfache quantitative Analysen beschränkt und

notwendige qualitative Auswertungen nur mangelhaft

durchgeführt werden. Trotz des im Durchschnitt

deutlich negativen Ergebnisses für Dachfonds zeigen

sowohl bei den Misch- als auch bei den globalen

Aktienfonds (über fünf Jahre) rund 45% der Dachfonds

ein besseres Ergebnis als der Durchschnitt der

klassischen Fonds. Wie lässt sich die vergleichsweise

hohe Anzahl von erfolgreichen Dachfonds mit dem

schlechten Abschneiden bei der Durchschnittsbetrachtung

erklären Das Rendite-Spektrum ist bei

Dachfonds extrem breit gefächert. So zeigt der beste

Dach-Mischfonds (Constantia Multi Invest 92) über

drei Jahre eine Performance von +29,9%. Weniger

erfolgreich zeigte sich hingegen der HWB Dachfonds

– VeniVidiVici. Mit -46,7% über drei Jahre wurde das

Anlegervermögen nahezu halbiert.

Autor: Scope Group

Wasserinvestments:

Historische Daten stützen positiven Ausblick

Der Wassermarkt rückt als Anlagesegment immer mehr in den Fokus

Wasser ist ein knappes Gut, die Nachfrage

steigt stetig an und der Investitionsbedarf

ist immens. Allein im Infrastruktursektor

schätzen Experten den Investitionsbedarf bis zum

Jahr 2030 auf insgesamt 22,6 Billionen US-Dollar.

Doch wie nachhaltig ist die positive Erwartungshaltung

für die Zukunft Ein Blick auf die letzten zehn

Jahre belegt, dass der Optimismus absolut berechtigt

ist. Seit 2003 hat sich das Universum für Wasserinvestments

- von 45 Werten auf aktuell 143 Titel

- mehr als verdreifacht. Allein in den Schwellenländern

stieg die Anzahl der börsennotierten Unternehmen

von 0 auf 42 an. Die Marktkapitalisierung der

143 Unternehmen beträgt derzeit 390 Milliarden

US-Dollar. Zum Vergleich: 2003 waren es noch unter

50 Milliarden US-Dollar. Dass sich in einem Portfolio

bereits mit einer geringen Beimischung aus dem

Wassersektor ein signifikanter Renditeaufschlag erzielen

lässt, hat die Vergangenheit ebenfalls gezeigt:

Setzt man beispielsweise den MSCI World gleich mit

der globalen Aktien-Allokation im Portfolio, konnte

man bereits mit einer fünfprozentigen Ergänzung an

Wasserwerten in den letzten zehn Jahren einen jährlichen

Aufschlag von 0,24 Prozentpunkten erzielen,

bei fünfzehn Prozent Beimischung sogar 0,72 Prozentpunkte

und damit gleichzeitig eine Steigerung

des Total Returns um 14,8 Prozentpunkte in zehn

Jahren.

Quelle: © AshDesign - Fotolia.com

50


INVESTMENTFONDS | Anlagespiegel 2013

„Die Entwicklung im Wasseruniversum in den letzten

zehn Jahren ist absolut positiv und die optimistischen

Prognosen für die kommenden Jahre daher

gerechtfertigt. Anlegern und Investoren bieten die

Rahmenbedingungen der Wasserwirtschaft eine attraktive

Investmentchance, allerdings gilt auch hier,

strategisch klug zu investieren. Gefragt sind Unternehmen,

die Lösungen zur Überwindung der aktuellen

Probleme anbieten. Wer dagegen auf kurzfristige

Spekulationen setzt, geht ein unnötiges Risiko

ein und lässt eine langfristige Chance liegen“, fasst

Falci Steve Falci, Leiter Strategieentwicklung Nachhaltige

Investments bei Kleinwort Benson Investors

zusammen. Zum Wassersegment zählen Unternehmen,

die mindestens 50 Prozent ihrer Einnahmen

aus der Wasserwirtschaft erzielen oder mindestens

10 Prozent, wenn sie Marktführer und damit eines

der Top 3-Unternehmen für ihr besonderes Produkt,

ihre Dienstleistung oder ihre Technologie sind.

Autor: max.xs AG

BCA: Timing bestimmt den Anlageerfolg

Vermögensverwaltende Mischfonds erfreuen sich bei Anlegern

derzeit großer Beliebtheit

Doch nur wenige Manager dieser Fondsgattung

sind auf längere Sicht wirklich erfolgreich.

„Dies liegt zum einen daran, dass sie

ihre Freiheiten, die sie haben, nämlich zwischen Aktien

und Anleihen zu wechseln, nicht ausreichend

ausnutzen“, erläutert Oliver Lang, Vorstandsmitglied

der BCA AG, einem der führenden Maklerpools in

Deutschland. Zum anderen erfordert das Timing,

also der passende Zeitpunkt für einen Wechsel zwischen

Aktien und Anleihen, viel Know-how und

Fingerspitzengefühl. Anleger sollten die einzelnen

Fonds deshalb sehr genau analysieren. Der richtige

Zeitpunkt für einen Einstieg in den Aktienmarkt, das

Timing, ist entscheidend für den Anlageerfolg. Doch

das gelingt in der Praxis nur den Wenigsten. Mitte

2011 etwa war die Euro-Staatsschuldenkrise in

vollem Gange. Die Stimmung an den Märkten war

schlecht und jeder stieß seine Aktien ab. Auch wenn

die alt bekannte Börsenweisheit „Kaufen, wenn die

Kanonen donnern“ rät, genau in einer solchen Phase

einzusteigen, ist es doch schwer, sich gegen den

allgemeinen negativen Trend zu wehren und antizyklisch

zu agieren.

Quelle: © Heinzgerald - Fotolia.com

Die Folge: In der Regel handeln Anleger prozyklisch.

Sie kaufen, wenn alle kaufen und das ist eben, wenn

die Kurse steigen. Umgekehrt verkaufen Anleger zu

spät. Also erst, wenn die Kurse schon stark gefallen

sind und die Stimmung kaum schlechter werden

kann. „Unter dem Strich haben viele Privatanleger

in den vergangenen Jahren deshalb schlechte Erfahrungen

mit Aktien gemacht“, sagt Lang. Es ist deshalb

auch kaum verwunderlich, dass Privatanleger

verstärkt auf Mischfonds setzen. Während Anleger

im vergangenen Jahr laut dem Branchenverband

BVI 4,6 Milliarden Euro aus Aktienfonds abgezogen

haben, flossen Mischfonds 2,3 Milliarden Euro zu.

Immer mehr Anleger fühlen sich bei dieser Fondsgattung

gut aufgehoben. Denn die Manager dieser

Körbe haben die Freiheit, in verschiedene Anlageklassen

zu investieren. So gibt es klassische Mischfonds,

die zwischen Aktien, Anleihen und Cash variieren,

aber auch breiter gefasste Körbe, bei denen

der Manager zum Beispiel zusätzlich am Rohstoffmarkt

tätig werden kann.

Theoretisch also haben Mischfondsmanager ein hohes

Maß an Freiheit und können damit das Timing-

Problem für Anleger lösen. Ganz so einfach ist es

jedoch nicht. „Viele Misch-fonds und vermögensverwaltende

Fonds haben es in der Vergangenheit nicht

51


Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

geschafft, besser abzuschneiden als der Markt“, erläutert

Lang. Dies hat in der Regel zwei Gründe: Zum

einen nutzen manche Manager ihre Freiheiten nicht

ausreichend aus und verharren in der Nähe ihrer

Benchmark. „Auf Grund der mit dem Fonds verbundenen

Kosten schneiden sie dann schlechter ab als

der Markt“, analysiert der Investmentprofi. Zum anderen

ist das richtige Timing nicht nur für Privatanleger

schwierig. So sind viele Mischfonds in Aufwärtsphasen

zu defensiv aufgestellt, in einem Umfeld

sinkender Kurse wiederum zu offensiv. „In der Tat

gelingt es nur wenigen Managern, das Timing-Problem

in den Griff zu bekommen“, sagt Lang. Einer

dieser wenigen, der in den vergangenen Jahren ein

gutes Händchen bei der Steue-rung seines Portfolios

bewies, ist Bert Flossbach. Mit seinem dynamisch

ausgerichteten FvS Multiple Opportunities, der auch

in der BCA TopFonds-Liste geführt ist, erzielte er auf

Sicht von drei Jahren ein Plus von rund 42 Prozent.

Aktuell hält Flossbach einen Aktienanteil von etwa

72 Prozent und kann so von dem derzeit positiven

Umfeld am Aktienmarkt profitieren.

Ein weiteres positives Beispiel sind der ausbalancierte

Threadneedle (Lux) Global Asset Allocation oder der

defensiv ausgerichtete Ethna-Global Defensiv, die

auf Drei-Jahressicht knapp 30 und über 16 Prozent

zulegen konnten. Aber auch der ausbalancierte Carmignac

Patrimoine, der Invesco Balanced Risk Allocation

Fund, die Sauren-Dachfonds Global Growth

Plus und Global Opportunities oder der STS Schroder

Global Conservative Fund überzeugten in dieser

Hinsicht. Doch die Spreu vom Weizen zu trennen,

ist nicht leicht. „Anleger müssen sich die Fonds sehr

gut ansehen und deren Kennzahlen genau vergleichen,

um Fonds ausfindig zu machen, die sowohl

ihre Freiheiten ausnutzen, als auch in der Lage sind,

Wendepunkte an den Märkten richtig einzuschätzen“,

sagt Lang. Das ist gerade auf der Ebene der

Vermögensverwaltung wichtig. Das zeigt sich im

Private Investing der Fondsvermögensverwaltung

der Bank für Vermögen AG eindrucksvoll. Insgesamt

fünf Portfolios, die unterschiedlichen Anlegerprofilen

entsprechen, wurden aufgelegt. Sie alle zeichnen

sich durch ein ausgezeichnetes Rendite-Risiko-Profil

aus. Die dynamische Anlagestrategie zum Beispiel

erzielte 2012 ein Plus von 6,8 Prozent. Trotz der zum

Teil erheblichen Marktturbulenzen betrug die Standardabweichung

aber lediglich 4,26 Prozent, die

Sharpe Ratio lag bei 2,43 Prozent.

Autor: BCA AG

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INVESTMENTFONDS | Anlagespiegel 2013

Capital-Fonds-Kompass 2013:

Zehn Fonds-Anbieter erreichen die die Höchstnote

Mehr Boutiquen als Universal-Anbieter

unter den Top-Gesellschaften

Das Umfeld an den internationalen Finanzmärkten

bleibt schwierig. Als eine Folge

horten viele Privatanleger ihr Erspartes lieber

auf Tages- oder Festgeldkonten statt stärker in Investmentfonds

zu investieren. Gerade in einer Zeit

hoher Verunsicherung spielt für Privatanleger bei

der Fondswahl Kontinuität, Kompetenz und der

Service von Anbietern mehr denn je eine entscheidende

Rolle. Genau diese Faktoren nimmt das Wirtschaftsmagazin

'Capital' (Ausgabe 3/2013, EVT 21.

Februar) zusammen mit dem Fondsanalysehaus Feri

EuroRating Services und den Service-Experten von

Tetralog Systems unter die Lupe: Auf dem Prüfstand

stehen die Produktpalette, die Fondsqualität, das

Managementteam und der Service der 100 wichtigsten

Fondsgesellschaften. Ergebnis: Nur zehn

der 100 getesteten Anbieter erhalten die Höchstnote

von 5 Sternen. Erstmals in der Geschichte des

'Capital'-Rankings finden sich darunter mehr Boutiquen

als große Fondshäuser. Die umfassende Analyse,

die mehr als 4.300 Einzelfonds der Anbieter

auf den Prüfstand stellt, führt 'Capital' bereits um

elften Mal in zwei Kategorien durch: Universalisten

(Anbieter mit mehr als 25 eigengemanagten Fonds

im Angebot) und Spezialisten (bis zu 25 eigengemanagte

Fonds). Nach dieser Unterscheidung zählten

59 Anbieter zu den Universalisten und 41 zu den

Spezialisten. Während die Fonds-Ratingagentur Feri

EuroRating Services Fondsqualität, Produktpalette

und Fondsmanagement prüfte, nahm die Unternehmensberatung

Tetralog Systems den Kundenservice

und das Internet-Angebot unter die Lupe.

Quelle: © pressmaster - Fotolia.com

Die Höchstnote von fünf Sternen als "Beste Fondsgesellschaft"

erhielten von 'Capital' dieses Jahr bei

den großen Gesellschaften Union Investment, Aberdeen

Asset Management, Deka und Schroders. Unter

den kleinen Anbietern kommen Flossbach von

Storch, Carmignac Gestion, Sydinvest, Comgest,

Danske Invest und JO Hambro Investment Management

auf die Bestnote. Im Vergleich zu den Vorjahren

konnten sich die spezialisierten Anbieter in

vielen Kriterien deutlich verbessern, in einigen Kategorien

übertreffen sie sogar die Punktzahlen der

Universalisten. "Fünf-Sterne-Gesellschaften" bieten

für viele Anlageklassen Fonds mit langfristig überdurchschnittlicher

Wertentwicklung und einem erfahrenem

Fondsmanagement. Die Fondsqualität als

wichtigstes Kriterium im Test fließt mit 50 Prozent

in die Gesamtwertung ein. Dazu nahm Feri EuroRating

Services jedes einzelne Produkt der Anbieter

unter die Lupe und analysierte unter anderem die

Wertentwicklung über ein, drei und fünf Jahre. Die

Produktpalette geht mit zehn Prozent in die Gesamtwertung

ein, das Fondsmanagement mit 15 Prozent.

Der Kundenservice, den Tetralog Systems überprüfte,

macht 25 Prozent der Gesamtnote aus. Dazu

testete die Münchener Unternehmensberatung das

Informationsangebot auf den Internetseiten, die Reaktion

auf Kundenanfragen, die per Mail oder telefonisch

gestellt wurden, sowie die Aktivitäten der

Anbieter in sozialen Netzwerken und Diensten wie

Twitter. Die höchste Punktzahl erreicht im Service

DWS Investment, gefolgt von Union Investment und

Deka.

Autor: Capital Redaktion, G+J Business Channel GmbH

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Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

DJE - Dividende & Substanz feiert 10-jähriges

Durchschnittliche Rendite beträgt zehn Prozent pro Jahr

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Dividenden liefern langfristig den höchsten

Beitrag zur Gesamtperformance einer Aktienanlage,

denn reinvestierte Dividenden

erzielen einen enormen Zinseszinseffekt. Diese Erkenntnis

hat sich der DJE – Dividende & Substanz P

(ISIN: LU0159550150) zunutze gemacht. Genau vor

10 Jahren legte die DJE Investment S.A., die luxemburgische

Tochter der DJE Kapital AG in Pullach bei

München, mit diesem Fonds den Gründungsstein

der Gesellschaft und kann auf eine erfolgreiche Dekade

in der Vermögensverwaltung zurückblicken.

„Gute Substanz, ausgezeichnete Bilanzqualität

sowie eine hohe Dividendenrendite bei möglichst

abgesicherter Ertragslage erhöhen die Chance zur

Erzielung eines nachhaltigen Anlageerfolges“, erläutert

Fondsmanager Dr. Jan Ehrhardt (37) seine

Investmentstrategie.

Das Risiko minimiert er zusätzlich durch eine internationale,

benchmarkunabhängige Diversifikation,

wobei der Schwerpunkt aktuell auf europäischen

und asiatischen Aktien liegt. Diese Strategie kommt

den Anlegern zugute: Seit Auflage vor zehn Jahren

können sie sich über eine durchschnittliche Jahresrendite

von über 10 Prozent* freuen. Im Vergleich

dazu brachte es der MSCI World jährlich nur auf 4

Prozent*. Seit dem Start in 2003 stieg der Fondswert

um 160 Prozent*. Der Vergleichsindex erreichte lediglich

48 Prozent*. Mittlerweile hat der Fonds ein

Volumen von über 1,2 Mrd. Euro* erreicht. Potential

sieht Ehrhardt vor allem in Deutschland und

in Hongkong. Er hält engen persönlichen

Kontakt zu den Geschäftsführungen der

von ihm und seinem Team ausgewählten

Unternehmen. Wichtige Einzeltitel sind

derzeit unter anderem Bilfinger, Roche

und der in Asien und Europa tätige Mobilfunkspezialist

Telenor. (*Stand 24.1.2013,

Performance: Bloomberg )

Fondsstart in Zeiten eines negativen

Aktien-Sentiments

Dr. Jan Ehrhardt legte den DJE – Dividende

& Substanz in einem denkbar verunsicherten

Marktumfeld auf. Der DAX war

damals binnen drei Jahren von 8000 auf

unter 3000 Punkte gefallen und sank infolge

noch tiefer. Anleger scheuten zu diesem

Zeitpunkt Aktien. Doch im März 2003

bewegten sich die Kurse wieder aufwärts. Ehrhardt

war damals 27 Jahre alt und startete gerade seine

Karriere bei der DJE als Manager des Fonds, der

über die DJE Investment S.A. genau vor zehn Jahren

aufgelegt worden ist. Die DJE hatte sich damals entschieden

eine eigene Fondsgesellschaft in Luxemburg

zu gründen, um ihren Kunden unabhängig von

einer Bank oder einem großen Finanzkonzern Fonds

anbieten zu können. Zusammen mit dem DJE – Dividende

& Substanz feiern noch fünf weitere Fonds

Geburtstag. Hierzu gehört der von seinem Vater Dr.

Jens Ehrhardt gemanagte europäische Aktienfonds

DJE – Absolut PA (ISIN: LU0159548683) und der

DJE – Renten Global PA (ISIN: LU0159549574), ein

weltweit anlegender Rentenfonds. Mittlerweile sind

über die DJE Investment S.A. 33 Fonds aufgelegt

worden, darunter 29 Publikumsfonds und 4 Spezialfonds.

Deutsche verpassen Renditechancen der Aktien-

Anlage

Dass die Mehrzahl der deutschen Anleger derzeit auf

festverzinsliche Wertpapieren setzen hält der mittlerweile

promovierte Vorstand der DJE Kapital AG

für einen großen Fehler: „Nach der jüngsten Studie

des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), wollen

in 2013 nur 18 Prozent ihre Vermögensanlage

mit Aktien tätigen.“ Deutsche investierten demnach

bevorzugt in festverzinsliche Wertpapiere und verpassen

damit wertvolle Renditechancen.

„Allein durch die

Ausschüttungen lässt sich mit

guten Dividendentiteln über

den Zeitraum von zehn Jahren

das Doppelte einer Staatsanleihe

verdienen“, ergänzt

Ehrhardt. Eine antizyklische

Aktienanlage und der Cost-

Average-Effekt bei regelmäßigen

Einzahlungen durch

Fondssparpläne könnten Anlegern

zusätzliche wertvolle

Profite bieten.

Der DJE – Dividende & Substanz

verfügt über ein Morningstar

Rating von fünf

Sternen und ein Telos Fondsrating

von AAA-.

Autor: Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG

Quelle: © fotogestoeber - Fotolia.com


INVESTMENTFONDS | Anlagespiegel 2013

Fidelity European Growth Fund meist gewählter

Fonds der Lebensversicherer

Sowohl Einzelfonds als auch

Komplettlösungen gefragt

Quelle: © Doris Heinrichs - Fotolia.com

Zum siebten Mal in Folge ist der Fidelity European

Growth Fund der am häufigsten verwendete

Fonds deutscher Lebensversicherer. Das hat

das Analysehaus FinanzResearch in seinem aktuellen

Fondspolicen-Report 2013 ermittelt. Seit seiner Auflegung

1990 bis Ende 2012 hat der Fonds eine Wertsteigerung

von 675 Prozent erzielt und damit den

Vergleichsindex deutlich übertroffen. Der Fidelity European

Growth Fund (ISIN LU0048578792) wurde mit

einem FinanzResearch Award 2013 in der Kategorie

"Fonds mit Top-Listing in deutschen Fondspolicen"

und mit der Bestnote "Hervorragend" ausgezeichnet.

Der Fondsklassiker befindet sich bei 48 Versicherern

im Angebot und ist damit der beliebteste Fonds

bei fondsgebundenen Rentenversicherungen. Insgesamt

setzen 51 Versicherer auf verschiedene Fonds

des unabhängigen Vermögensverwalters Fidelity.

Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden für

ihre Altersvorsorge in erster Linie Fonds an, die eine

stabile und solide Wertentwicklung vorweisen.

Der Fidelity European Growth Fund ist einer der

langfristig erfolgreichsten europäischen Aktienfonds

und bietet eine Investmentlösung mit überdurchschnittlicher

Rendite. Seit seiner Auflegung im

Oktober 1990 bis Ende 2012 hat der Fonds um 675

Prozent zugelegt, was einer durchschnittlichen jährlichen

Steigerung von 9,6 Prozent entspricht. Damit

hat er den Vergleichsindex FTSE World Europe deutlich

hinter sich gelassen, der im gleichen Zeitraum

einen Wertzuwachs von 517 Prozent erzielte.

Sowohl Einzelfonds als auch Komplettlösungen

gefragt

Neben dem European Growth Fund werden zahlreiche

weitere Fidelity-Fonds von Lebensversicherungen

genutzt. Insbesondere der Fidelity China Consumer

Fund wird zunehmend nachgefragt. "Chinas Erfolg

beruhte bisher vor allem auf dem Export. Künftig

wird besonders die Binnennachfrage das Wachstum

treiben", sagt Nils Hemmer, Leiter Vertrieb an Versicherungen

bei Fidelity Worldwide Investment in

Deutschland. "Es gibt in China eine konsumfreundliche

Politik, ein starkes Wachstum der Produktivität

und der Einkommen und damit ein großes Potenzial

für den Binnenkonsum, bei dem einheimische Unternehmen

die Gewinner sein werden." Im aktuellen

Niedrigzinsmarktumfeld sind fondsbasierte Versicherungsprodukte

sowohl für Versicherungen als auch

für deren Kunden besonders interessant. "Neben Einzelfonds

fragen Lebensversicherer dabei neuerdings

verstärkt komplette, gemanagte Portfoliolösungen

nach", ergänzt Hemmer. "Für Versicherer ist es eine

interessante Option, auf die Anlageerfahrung eines

unabhängigen Asset Managers zurückzugreifen, um

die eigene Versicherungsexpertise zu ergänzen."

Bei gemanagten Portfoliolösungen für Versicherungen

bietet Fidelity das erste umfassende Angebot im

Markt, wobei die Portfolioauswahl aus rund 8.000

Fonds von über 220 Anbietern für Unabhängigkeit

sorgt. Portfoliolösungen eignen sich optimal für den

langfristigen Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge.

Gerade bei langen Ansparzeiten kommt

es auf eine regelmäßige Anpassung des Depots an

die eigenen Anlageziele an. Genau das bietet die

Fidelity-Lösung: Das Portfolio besteht aus Aktienund

Rentenfonds der qualitativ besten Anbieter und

wird über die gesamte Anlagedauer hinweg für den

Anleger verwaltet. Die Qualität der Fonds im Depot

wird regelmäßig geprüft und Produkte automatisch

ausgewechselt, wenn sie die Anforderungen nicht

mehr erfüllen. So profitiert der Anleger stets von den

besten Fonds in jeder Vermögensklasse. Zudem wird

die Einteilung des Depots nach Anlageklassen jedes

Jahr wieder entsprechend des ursprünglich ermittelten

Risikoprofils ausbalanciert. Die passende Strategie

für die eigenen Anlageziele wird so auf Dauer konsequent

eingehalten. Zum individuell gewählten Auszahltermin

hin wird das Risiko im Depot schließlich

sukzessive reduziert, um das angesparte Vermögen

vor kurzfristigen Kursschwankungen zu schützen.

Autor: Fidelity Investment Services GmbH

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Anlagespiegel 2013 | BANKANLAGEN / ZERTIFIKATE

Niedrigzinsumfeld: Europas institutionelle Anleger

auf der Suche nach Ersatz für Staatsanleihen

AllianzGI RiskMonitor-Umfrage

Für institutionelle Anleger in Europa kommt

der Kauf von Staatsanleihen immer mehr

einem Solidarbeitrag zur Systemstabilisierung

denn einer Ertragsquelle für Pensionsvermögen

gleich. Angesichts der langfristigen Implikationen

der finanziellen Repression halten Investoren

Ausschau nach Substituten für Staatsanleihen.

Sie werden fündig bei traditionellen Spread-Produkten,

Schwellenländeranleihen sowie alternativen

Anlageklassen wie Immobilien und Infrastruktur.

Europas institutionelle Anleger zeigen

sich weitaus weniger besorgt um das Ausfallrisiko

von Staatsanleihen als noch vor sechs oder zwölf

Monaten. Dies ist eins der Hauptergebnisse der

jüngsten RiskMonitor-Umfrage von Allianz Global

Investors (AllianzGI). Sahen vor Jahresfrist noch 35

Prozent der Befragten das staatliche Ausfallrisiko in

Hinblick auf die Erreichung ihrer finanziellen Ziele

als ein sehr hohes Risiko an, so waren es zuletzt

nur noch 13 Prozent. Ähnlich stark ist die Bedeutung

des Risikofaktors Volatilität gesunken. In der

jüngsten Umfrage sahen nur knapp 9 Prozent der

155 Umfrageteilnehmer darin ein sehr hohes Risiko,

vor einem Jahr war der Prozentsatz noch dreimal

so hoch. Von Entspannung auf Seiten der Investoren

kann jedoch keine Rede sein: In den letzten

drei Befragungen hielt sich der Anteil derjenigen,

die die Risiken sogenannter Extremereignisse („Tail

Risks“) als sehr hoch einschätzen, recht stabil bei

15 Prozent.

Zinsniveau eine ernst zu nehmende Gefahr –

Deutsche besonders beunruhigt

Mehr und mehr Sorgen macht Investoren dagegen

die niedrige – teilweise sogar negative – Verzinsung

von Staatsanleihen höchster Bonität. Über 20 Prozent

der Befragten gaben an, das dies für die Erreichung

ihrer finanziellen Ziele ein sehr hohes darstellt.

Keine andere Risikokategorie erreichte einen ähnlich

Quelle: © Patryk Kosmider - Fotolia.com

hohen Wert. Nimmt man diejenigen hinzu, die einen

weiteren Zinsrückgang befürchten, sehen sogar ein

Drittel der Befragten in Europa im Niedrigzinsumfeld

eine ernst zu nehmende Gefahr. Darüber hinaus

scheint mehr und mehr Investoren die Sorge zu

plagen, dass das Niedrigzinsumfeld noch eine längere

Zeit Bestand haben könnte. Befragt nach dem

Makro-Thema, das ihnen nachts den Schlaf raubt,

antworteten 25 Prozent: die finanzielle Repression.

In Deutschland, den deutschsprachigen Ländern

sowie Frankreich und Italien war die Besorgnis über

das Niedrigzinsumfeld besonders stark ausgeprägt.

Hier lag der Anteil derer, die das aktuelle Zinsniveau

als sehr hohes Risiko betrachten deutlich über dem

europäischen Durchschnitt. Knapp 24 Prozent der

Befragten in Deutschland sehen dies als sehr hohes,

knapp 62 Prozent als hohes Risiko für das Erreichen

ihrer finanziellen Ziele sehen an. Auch hinsichtlich

der Risiken von Extremereignissen zeigten sich die

in Deutschland befragten Institutionellen besorgter

als andere Europäer: Fast jeder vierte sah hierin ein

sehr hohes Risiko. James Dilworth, CEO Allianz Global

Investors Europe, zufolge zeigen die Ergebnisse

der RiskMonitor-Umfrage, dass viele Anleger das

Vertrauen in die Märkte verloren haben.

„Ein Grund hierfür ist, dass die Kursentwicklung an

den Finanzmärkten zuletzt kaum noch durch normale

Angebots- und Nachfragefaktoren getrieben

wurde. Vielmehr hing sie zentral davon ab, was die

Zentralbanken gemacht haben bzw. ob mit Eingriffen

von Seiten der Zentralbanken gerechnet wurde.

Seit Ausbruch der Finanzkrise haben die US-Notenbank

sowie die Europäische Zentralbank immense

Geldsummen in das Finanzsystem gepumpt. Hier-

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BANKANLAGEN / ZERTIFIKATE | Anlagespiegel 2013

mit haben sie den Marktmechanismus faktisch außer

Kraft gesetzt und ein binäres Finanzmarktumfeld

geschaffen, das gemeinhin RORO – „Risk On,

Risk Off“ – genannt wird und das den Erfahrungsschatz

vieler Anleger auf den Kopf stellt.“

Investieren in Zeiten finanzieller Repression

Im Bereich regulatorischer Risiken sowie Risiken in

Bezug auf die Unternehmensführung wurde eine

Verschärfung der Regulierung als größter Risikofaktor

angesehen, gefolgt von mangelnden eigenen

Risikomanagementkapazitäten. Insgesamt werden

diese nicht-finanziellen Risiken aber als weniger bedeutend

angesehen als die zuvor genannten – nur

7,3 bzw. 1,3 Prozent der Befragten sehen sie als sehr

hoch an. James Dilworth zufolge werden sich die Kapitalmarktteilnehmer

auf zunehmende Regulierung

einstellen müssen, nicht nur mit dem Ziel der Verbesserung

der Finanzmarktstabilität, sondern auch um

den Staaten bei der Verringerung ihrer Schuldenlast

zu helfen: „In diesem Zusammenhang verwundert

es nicht, dass die absehbaren Änderungen bei den

Eigenkapitalanforderungen Anlagen in Staatsanleihen

begünstigen. Dies greift massiv in die Anlageentscheidung

von institutionellen Anlegern und

Pensionsfonds ein und wirkt prozyklisch – eine weitere

Facette der finanziellen Repression.“ Reinhold

Hafner, CIO Solutions bei AllianzGI und CEO der AllianzGI-Tochter

risklab, fordert Investoren in diesem

Umfeld auf, ihr Investmentverhalten zu überdenken.

„Um die erforderlichen Zielrenditen zu erreichen ist

im Schnitt eine höhere Allokation des Anlagevermögens

in risikobehafteten Anlagen unabdingbar. Und

um das Vermögen gegen inflationsbedingten Kaufkraftverlust

zu schützen, sollten Anlagen in realen

Werten in Betracht gezogen werden. Vor dem Hintergrund

zusammengeschmolzener Risikobudgets

hat die Bedeutung unkorrelierter Ertragsquellen zugenommen.

Das Schlüsselelement ist jedoch ein dynamisches Risikomanagement:

Investoren sollten ihre Portfolioallokation

dynamisch anpassen, um in Zeiten zunehmender

Risikoaversion Verluste minimieren – und

damit Risikokapital schonen – zu können, gleichzeitig

aber das Aufwärtspotenzial in Zeiten zunehmender

Risikofreude zu bewahren. Ein leistungsfähiges

Risikomanagement kann damit einen Teil des Risikoanstiegs

kompensieren, der aus einer stärkeren Allokation

in risikobehafteten Anlagen resultiert.“

Blick gen Osten!

Ein gemischtes Bild ergab sich bei der RiskMonitor-

Frage nach geeigneten Substituten für Staatsanleihen.

Die Antworten reichten von Pfandbriefen/

Covered Bonds (22,7 Prozent), über Infrastrukturfinanzierung

(Eigenkapital 13,0 Prozent, Fremdkapital

13,6 Prozent) bis Private Equity (10,4 Prozent)

und Rohstoffen (5,8 Prozent). Die mit 68,8 Prozent

bei weitem populärste Antwort war allerdings Unternehmensanleihen

(obwohl einige der Befragten

davor warnten, dass hier in den kommenden sechs

bis zwölf Monaten eine Blase entstehen könnte).

Schwellenländeranleihen und Immobilien folgten

mit 37,0 bzw. 31.2 Prozent auf den Plätzen.

Auf Aktienseite erwiesen sich interessanterweise

Schwellenländer-Aktien als populärer als Aktien

aus den Industrieländern (10,4 bzw. 9,7 Prozent).

Europäische institutionelle Anleger scheinen ein

ausgeprägtes Vertrauen in das Wachstum der asiatischen

Schwellenländer zu haben: Befragt nach dem

Haupthindernis für Investitionen in Asien gaben nur

vier Prozent an, dass sie die Fundamentaldaten aus

dieser Region als schwächer als die anderer Regionen

ansehen. Mehr als 20 Prozent machten sich dagegen

über die Liquidität der Marktsegmente Gedanken,

und 28 Prozent verwiesen auf mangelnde Transparenz

sowie Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung

aus dieser Region. Trotz dieser Sorgen

gaben 58 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Investitionen

in Asien voraussichtlich erhöhen würden.

James Dilworth stellt zusammenfassend fest:

„Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die

Länder der westlichen Hemisphäre bereit sind, sich

mittels Inflationierung ihrer Schuldenlast zu entledigen,

um einen systemischen Schock zu vermeiden.

Gleichwohl ist die Staatsschuldenkrise bei weitem

nicht ausgestanden. Es ist ermutigend zu sehen,

dass institutionelle Investoren die Suche nach Substituten

für Staatsanleihen aktiv angehen und bereit

sind, sich einem breiteren Risikospektrum auszusetzen.

Letzteres ist dringend notwendig. Denn für

diejenigen, die eine Strategie der Risikovermeidung

anstelle des bewussten Eingehens bestimmter Risiken

verfolgen, wird sich die finanzielle Repression als

Reise ohne Rendite erweisen.“

Autor: Allianz Global Investors KAG

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Anlagespiegel 2013 | BANKANLAGEN / ZERTIFIKATE

Zertifikate-Emissionsvehikel reduzieren Risiken

Rating- und Analysemitteilung von

Scope Analysis

Mit Hilfe von speziellen Vehikeln kann das

Bonitätsrisiko bei Zertifikate-Emissionen

deutlich reduziert werden. Den Umfang

dieser Risikoreduktion können Anleger jedoch nicht

ohne weiteres beziffern. Dafür sind komplexe Gap-

Optionsmodelle notwendig. In den vergangenen

Monaten wurden verstärkt Zertifikate emittiert,

die von extra zu diesem Zweck gegründeten Emissionsvehikeln

begeben wurden. Da diese Vehikel

nicht zur Insolvenzmasse der emittierenden Bank

gehören, können sie das Bonitätsrisiko für Anleger

reduzieren. Das Emissionsvehikel erhält grundsätzlich

eine einhundertprozentige Garantie der Bank.

Zusätzlich wird die Zertifikate-Emission durch ein

Portfolio besichert.

Quelle: © Kzenon - Fotolia.com

Quelle: © vectomart - Fotolia.com

Dieses Sicherheitenportfolio wird in der Regel börsentäglich

an den Wert der Emission angepasst

und durch einen Treuhänder verwahrt. Der durch

diese Konstruktion gewährte Schutz für Investoren

ist zum einen von der Art der gestellten Sicherheiten

und zum anderen vom sogenannten „Haircut“

abhängig. Der Haircut gibt an, mit welchem Anteil

die hinterlegten Sicherheiten angerechnet werden.

Beispielsweise führt ein Haircut i.H.v. 10 Prozent

dazu, dass ein Portfolio mit einem Marktwert von

100 Mio. Euro nur mit 90 Mio. Euro als Sicherheit

angerechnet wird. Für Anleger bedeuten derartige

Strukturen, dass sie bei Ausfall der emittierten Bank

vor Verlusten geschützt sind – vorausgesetzt das Sicherheitenportfolio

verzeichnet keinen Wertverlust,

der größer als der vereinbarte Haircut ist.

Das Risikoprofil für den Anleger ist daher vergleichbar

mit einer Knock-In-Gap-Option auf das hinterlegte

Sicherheitenportfolio. Das Knock-In Event ist

dabei an das Kreditereignis bei der Bank gekoppelt.

Erst nach dem Eintritt des Kreditereignisses hat der

Anleger eine Short-Position in der Gap-Option. Auch

wenn durch die Gap-Option ein Restrisiko bestehen

bleibt, ist ein verbesserter Risikoschutz für den Anleger

gegeben. Der Umfang des zusätzlichen Schutzes

ist für Anleger jedoch kaum zu beziffern. Die Berechnung

der Risikoreduktion kann nur über komplexe

Gap-Optionsmodelle erfolgen. Für Anleger besteht

daher die Gefahr, dass sie einen zu hohen Preis für

den zusätzlichen Schutz bezahlen. Scope erwartet

in Zukunft eine Zunahme von Zertifikate-Emissionen

über spezielle Vehikel. Der zusätzliche Schutz vor

Ausfallrisiken, den diese Konstruktionen grundsätzlich

bieten, korrespondiert mit der weiterhin hohen

Risikoaversion zahlreicher Investoren.

Autor: Scope Group

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IMMOBILIEN | Anlagespiegel 2013

DSK AG veröffentlicht Denkmalschutz

Leistungsbilanz 2012 für Vermietung

Ergebnis 9,73 Prozent über Plan

Quelle: © Spectral-Design - Fotolia.com

Die Deutsche Sachwert Kontor AG veröffentlicht

Ihre Denkmalschutz-Leistungsbilanz für

das Jahr 2012 mit dem Fazit: 9,73 Prozent

über dem geplanten Ergebnis. Eine optimierte Planung,

der Vertrieb und die letztendliche Nutzung

von denkmalgeschützten Immobilien ist ein Prozess,

der Zeit in Anspruch nimmt. Fundiertes Wissen und

ein hohes Maß an Erfahrung sind die Basis, um diesen

Prozess entsprechend den Erwartungen abzuschließen.

Die Deutsche Sachwert Kontor AG ist ein

Unternehmen, welches diese Erfahrungswerte umzusetzen

weiß. Die aktuelle Leistungsbilanz für alle

bisher platzierten Denkmalschutz-Immobilien macht

dies deutlich. Sie zeigt einen Soll/Ist-Vergleich von

14 Denkmal-Objekten, die seit dem Jahr 2006 platziert

worden sind. Das Ergebnis überzeugt durch

klare Fakten. "Alle denkmalgeschützten Wohneinheiten

waren am 31.12.2012, dem Stichtag der Bilanz,

vermietet.", so Curt-Rudolf Christof, Vorstand

der DSK AG.

"Im Durchschnitt sind die Gründerzeit-Wohnungen

und luxuriösen Denkmal-Lofts, inklusive versprochener

Mietsteigerungen um 9,73 Prozent besser

vermietet, als dem Anleger bei Erwerb versprochen

wurde.", erklärt der Experte für Denkmalschutz-

Immobilien weiter. Grund dafür sind die hohe Produktqualität

bei der Sanierung und ein faires Preis-/

Leistungsverhältnis in Verbindung mit der Marktkenntnis

und der Professionalität des Unternehmens

und seinen Kooperationspartnern vor Ort. Dabei ist

diese Entwicklung keines Falles selbstverständlich.

Gerade der Leipziger Immobilienmarkt war in der

Vergangenheit wegen vieler Leerstände immer wieder

in der Diskussion. Mittlerweile lässt sich jedoch

auch hier eine positive Entwicklung erkennen. Aktuell

meldet das Unternehmen, dass sich laut einer

Stichprobenschätzung des Leipziger Wohnungsmarktberichts

der Leerstand aus dem Jahr 2000 von

einst 69.000 Wohnungen zwischenzeitlich mehr als

halbiert hat. Dies entspricht einem Leerstand von nur

noch rund 10 Prozent. Laut der Deutschen Sachwert

Kontor AG zeichnen sich in mehreren Stadteilen bereits

erste Wohnungsengpässe ab. Diese Tendenz

und die positive Bilanz bewegen das Unternehmen

sich jetzt auch im Bereich Neubau-Immobilien stärker

zu etablieren. Gerade der süddeutsche Raum

bietet dafür einzigartige Chancen. Aktuell sind dafür

luxuriöse Liegenschaften am Bodensee geplant.

Die Deutsche Sachwert Kontor AG entwickelt sich

weiter und ist dabei immer bestrebt das entgegengebrachte

Vertrauen durch überdurchschnittliche

Ergebnisse zu bestätigen.

Autor: Deutsche Sachwert Kontor AG

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Anlagespiegel 2013 | IMMOBILIEN

Vorsicht Kostenfalle: impulse warnt vor Risiken beim

Kauf denkmalgeschützter Immobilien

Investition nur für sehr gut verdienende Anleger

lukrativ / Erst bei Jahreseinkommen ab 150.000

Euro kann zum Spitzensteuersatz abgeschrieben

werden / Immobilienpreise vielerorts bereits völlig

überhöht / Faustregel: 14- bis 18-fache Jahresnettokaltmiete

gilt als angemessener Kaufpreis / Genehmigungspflicht

für alle Modernisierungsarbeiten

kann Kosten nach dem Kauf schnell in die Höhe

treiben

Quelle: © vizafoto - Fotolia.com

Quelle: © Hans Peter Denecke - Fotolia.com

Der Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie als

Wertanlage ist nur für sehr gut verdienende Privatanleger

lukrativ. Darauf weist das Wirtschaftsmagazin

'impulse' hin und berichtet, dass eine solche Investition

erst ab einem Einzel-Jahreseinkommen von

rund 150.000 Euro wirklich interessant wird. Erst

dann können nämlich die mit den Kosten für Kauf

und Renovierung der Immobilie verbundenen steuerlichen

Abschreibungen zum Spitzensteuersatz geltend

gemacht werden. "Bei Anlegern mit Spitzensteuersatz

zahlt das Finanzamt praktisch die Hälfte

der Sanierungskosten mit", sagte die Kasseler Steuerberaterin

Annette Schaefer gegenüber 'impulse'.

Für Anleger mit geringerem Jahreseinkommen und

niedrigerem Steuersatz macht eine solche Investition

hingegen kaum Sinn und kann unter Umständen sogar

erhebliche finanzielle Nachteile mit sich bringen.

Außerdem weist 'impulse' darauf hin, dass Kaufwillige

vorab unbedingt den Kaufpreis der Wunschimmobilie

genau prüfen sollten. So hat das wachsende

Interesse an privatem Immobilienbesitz den Markt

vielerorts bereits überhitzt.

Nicht selten schlagen Bauträger und Objektanbieter

den steuerlichen Entlastungsbetrag, der über

das Abschreibungsmodell normalerweise dem Käufer

zustehen würde, auf den eigentlichen Kaufpreis

auf. Die Folge: Viele Immobilien sind, gemessen an

ihren Mieterträgen, völlig überteuert. "Das ist vom

Gesetzgeber so nicht vorgesehen", betonte der Anwalt

Marcus Hoffmann von der Nürnberger Kanzlei

Hoffmann & Partner gegenüber 'impulse'. Um einen

Überblick über marktübliche Immobilienpreise

zu bekommen, sollten Anleger daher vor dem Kauf

den regionalen Mietspiegel genau studieren. Als

Faustregel für einen angemessenen Kaufpreis gilt

das 14- bis 18-Fache der Jahresnettokaltmiete. Wer

ganz sicher gehen möchte, sollte das Wunschobjekt

zudem auf eigene Rechnung durch einen Gutachter

schätzen lassen. Haben Anleger eine Immobilie

gekauft, müssen alle Modernisierungsarbeiten

vorab vom Denkmalschutzamt genehmigt werden.

Laut 'impulse' treibt vor allem diese Auflage die

Renovierungskosten schnell in die Höhe. War die

Investition jedoch vorab gut durchdacht, kann die

damit verbundene Steuerersparnis ein attraktiver

Ausgleich sein.

Autor: Impulse, G+J WirtschaftsPresse Online GmbH

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Anlagespiegel 2013 | IMMOBILIEN

Gebrauchtimmobilien 2012

rund 3 Prozent teurer als im Vorjahr

LBS:

Wohnungsnachfrage holt weiter auf

Die Wohnungsnachfrage in Deutschland ist

nach Angaben der Immobilienmakler von LBS

und Sparkassen weiter lebhaft, aber nicht zu

stürmisch. In ihrem wichtigsten Vermittlungsbereich,

bei gebrauchten Objekten, lässt sich dies an der Preisentwicklung

klar ablesen: Im Vergleich zum Vorjahr

kosteten Eigenheime und Eigentumswohnungen aus

dem Bestand 2012 durchschnittlich rund drei Prozent

mehr. "Damit ist der Anstieg aber nicht mehr so hoch

wie 2011", so LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm.

"Und die Gebrauchtimmobilienpreise sind heute immer

noch etwas niedriger als im Jahre 2000." Diese

Daten sind nach Angaben des Verbandssprechers

in hohem Maße repräsentativ, basieren sie doch auf

rund 35.000 Immobilien-Vermittlungen im Wert

von 5,7 Milliarden Euro, die von den Maklergesellschaften,

an denen die Landesbausparkassen beteiligt

sind (neun regionale LBS-Immobiliengesellschaften

und die Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH

in Bayern), im abgelaufenen Jahr getätigt wurden.

Der Löwenanteil entfiel dabei auf über 15.000 Einfamilienhäuser

und gut 12.000 Eigentumswohnungen,

darunter weit überwiegend Objekte aus dem Gebäudebestand.

Quelle: © Sashkin - Fotolia.com

Die anhaltend hohe Attraktivität der Gebrauchtobjekte

hat nach Hamms Worten klare Gründe: "Trotz

aller Belebung im Neubau - was dort auf den Markt

kommt, ist einfach noch viel zu wenig, um die aktuelle

Nachfrage zu decken". Außerdem böten Neubauten

zwar meist sehr gute Qualität, gerade auch in energetischer

Hinsicht. Aber das ginge auch in die Preise.

So kosteten neue Eigenheime bei den Vermittlern von

LBS und Sparkassen im Jahre 2012 im Durchschnitt

gut 325.000 Euro. Demgegenüber wurden Gebrauchtimmobilien

im Schnitt für lediglich 161.000 Euro

gekauft. "Auch wenn man zusätzlich den Instandsetzungs-

und Sanierungsaufwand berücksichtigt: Breite

Erwerberschichten finden hier günstige Einstiegspreise

für Wohneigentum", so Hamm. Bei Eigentumswohnungen

ist der Abstand ähnlich groß, denn hier stehen

im Schnitt 106.000 Euro für Gebrauchtobjekte mehr

als 220.000 Euro für neue Eigentumswohnungen gegenüber.

Gerade auch beim Wohneigentum auf der

Etage müsse aber - wie generell bei der Diskussion

über Immobilienpreise - im Vergleich genau hingeschaut

werden. "Denn Neubauten sind auch deswegen

im Schnitt teurer, weil sie immer stärker in den

großen Ballungsräumen entstehen", so der LBS-Sprecher.

Hamm sprach sich vor diesem Hintergrund gegen

jede Dramatisierung von Entwicklungen auf dem

Wohnungsmarkt aus. Seit vielen Jahren sei von anderer

Seite vor negativen Nachfrageperspektiven gewarnt

worden, und lange Zeit seien die Preise vielerorts absolut

stabil, teils sogar leicht rückläufig gewesen. Mittlerweile

sei die Wirtschaftslage erfreulich positiv, die

Beschäftigung nehme zu und führe auch wieder zum

Zuzug von Menschen, und schließlich würden gerade

die Ballungszentren, die zuvor über Abwanderung geklagt

hätten, auch als Wohnstandort attraktiver. "Wir

sind deshalb eher noch mitten drin in einer gesunden

Aufholentwicklung", machte Hamm deutlich.

Ob die Immobilienpreise heute die nötige "Bodenhaftung"

hätten, müsse sicher immer individuell genau

geprüft werden. "Wenn alles in allem die Preise hierzulande

aber noch immer unter denen des Jahres 2000

liegen, wenn zugleich auch noch die Zinsen niedriger

sind als je zuvor und die Finanzierung nicht oder nur

wenig mehr kostet als eine vergleichbare Miete, dann

ist das auch für Durchschnittsverdiener, die sich für eigene

vier Wände interessieren, ein ganz starkes Kaufsignal",

so Hamm.

Autor: LBS Bundesgeschäftsstelle, im Deutschen Sparkassenund

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Provisionserlösen gemacht. Profitieren auch Sie von der Nummer 1!

fairvesta International GmbH · Konrad-Adenauer-Str. 15 · 72072 Tübingen · www.fairvesta.de


D

TSO-DNL FUND IV, L.P. • USA

Sachwert-Renditefonds

N

L

Positive Leistungsbilanz:

TSO hat seit 1988 bei

keinem Investment Geld

verloren

Diversifikation:

12 -15 Ertrag bringende

Gewerbemmobilien mit

zeitnahen, laufenden

Erlösen für die

Fondsgesellschaft

Shoppes of Baymeadows // Jacksonville // Florida

Sicherheit:

Inflationsgeschützte,

substanzstarke und

diversifizierte

Immobilieninvestitionen

Shops of Dunwoody // Dunwoody // Georgia

10 Franklin Plaza // Roanoke // Virginia

Top Rendite:

Angestrebter

Vermögenszuwachs inkl.

Verkaufserlösplanung

14 % - 22 % p.a.

121 Perimeter Center West // Atlanta // Georgia

100 East Second Avenue Building // Rome // Georgia

Vorrangige Ausschüttung:

Bevorrechtigte

Planauszahlungen für

die Investoren in Höhe

von 8 % p. a.

Kurze Laufzeit:

Kurze Planlaufzeit von

drei bis fünf Jahren

The Shops at Amelia Market // Jacksonville // Florida

Detailinformationen erhalten Sie bei der Exklusiv-Vertriebsbeauftragten der TSO-Europe Funds, Inc. für Europa:

DNL Investmentagentur für US-Immobilien e.K. // Am Seestern 8 // 40547 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 5 22 87 10 // Fax.: 0211 / 5 22 87 120 // E-Mail: info@dnl-invest.de // Web: www.dnl-invest.com

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