Anlagespiegel 2013 - WMD Brokerchannel

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Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

66,7% bedeutet, dass ein Fonds seine Benchmark

in 2 von 3 Monaten übertroffen hat. Das Ergebnis

fällt nach Meinung von Scope ernüchternd aus: Bei

den europäischen Aktienfonds konnte unter den 39

Fonds des besten Quartils nur der JPMorgan Europe

Equity Plus (ISIN: LU0289089384) eine Outperformance-Ratio

von 66,7% erzielen. Die übrigen

Fonds zeigen zum Teil deutlich geringere Quoten.

So liegt diese z.B. beim DWS Europe Dynamic bei

gerade einmal 38,9%. Bei den Fonds der Kategorie

„Vermögensverwaltend – Defensiv“ (deren Anlagehorizont

drei Jahre ist) können unter den Fonds mit

der höchsten Rendite immerhin rund 37% eine signifikant

hohe Outperformance-Ratio (> 66,7%) vorweisen.

Positiv fällt hier der Fonds Kapital Plus (ISIN:

DE0008476250) der Allianz Global Investors auf:

Der Fonds führt nicht nur die Performance-Rangliste

dieser Kategorie über drei Jahre an (+33,4%).

Er zeigt auch die absolut höchste Outperformance-

Ratio mit 86,1%. Das bedeutet, dass der Fonds von

den 36 betrachteten Monaten 31 Mal seine Peer

Group schlagen konnte. Dennoch: Auch wenn bei

Fonds der Kategorie „Vermögensverwaltend – Defensiv“

das Ergebnis insgesamt etwas besser ausfällt

als bei europäischen Aktienfonds, so ist es nach

Meinung von Scope trotzdem unbefriedigend, da

insbesondere bei Fonds der vermögensverwaltenden

Kategorie Anleger neben einem guten Ergebnis

auch eine hohe Stabilität erwarten. Ein Beispiel

dafür ist der Fonds Guliver Demographie Sicherheit:

Zwar liegt seine Performance mit 22,4% ebenfalls

im ersten Quartil. Seine Outperformance-Ratio liegt

jedoch nur bei 47,2%. Das heißt, der Fonds konnte

seine Peer Group nicht einmal jeden zweiten Monat

übertreffen.

Autor: Scope Group

Anleger brauchen mehr Transparenz

über Investmentphilosophien

Veritas Investment:

Nur wer weiß, wie der Investmentmanager

denkt, kann erfolgreich

antizipieren, wie dieser handeln wird

Quelle: © lassedesignen - Fotolia.com

Für den Anlageerfolg ist die Art und Weise, wie

Investment- und Assetmanager über Kapitalanlagen

denken, von großer Bedeutung. "Nur

wer weiß, wie der Investmentmanager denkt, kann

erfolgreich antizipieren, wie dieser handeln wird",

heißt es in der aktuellen Ausgabe des Newsletters

FONDS aktuell von Veritas Investment. Besonders

wichtig sei das bei diskretionären Eingriffen in das

Portfoliomanagement, zu denen es immer wieder

komme, da die wenigsten Investmentmanager

komplett regelbasiert arbeiten. "Weil sich aber die

wenigsten Investmentmanager klar positionieren,

spiele die Investmentphilosophie in den Anlageentscheidungen

der Investoren weiter eine nur

untergeordnete Rolle", betont Dirk Söhnholz, Geschäftsführer

der Veritas Investment GmbH. Besonders

erschwert sieht er die Orientierung für Anleger

dadurch, dass viele Investment- und Assetmanager

mehrere Investmentstile oder -strategien verfolgen

und sich dabei genauso von ihren Überzeugungen

wie von anderen Erwägungen wie Verkaufschancen

leiten lassen. Eine überzeugende Investmentphilosophie

müsse konzeptionell begründet sein und

nicht durch vergangene Erfolge eines bestimmten

Investmentstils oder eine hohe Nachfrage. Investoren

sollten wissen, worauf sie sich einlassen: zum

Beispiel, ob es sich um systematische oder unsystematische,

prognosebasierte oder prognosefreie Ansätze

handelt. "Viele Manager beschreiben ihre Investmentphilosophie

jedoch nicht ausdrücklich. Das

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