Anlagespiegel 2013 - WMD Brokerchannel

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Anlagespiegel 2013 | INVESTMENTFONDS

Dachfonds bringen nur selten Mehrwert

Analysemitteilung von Scope Analysis

Dachfonds konnten in den vergangenen fünf

Jahren nicht überzeugen. Sie zeigten im

Durchschnitt deutlich schlechtere Performancewerte

als klassische aktiv gemanagte Investmentfonds.

Scope Ratings hat anhand der Fondskategorien

„Aktien Global“ und „Mischfonds Global

Flexibel“ den Nutzen von Dachfonds untersucht.

Ergebnis: Dachfonds mit einem flexiblen Mischansatz

wiesen über fünf Jahre einen durchschnittlichen

Verlust von absolut -9,5% auf. Klassische flexiblen

Mischfonds hingegen erzielten ein Plus von 1,1%.

Bei den Aktienfonds Global wiederum verzeichneten

Dachfonds über fünf Jahre eine absolute Performance

von -3,6%. Klassische Fonds dieser Kategorie

hingegen konnten einen Zuwachs von 2,7%

erzielen. Das schlechte Abschneiden der Dachfonds

ist vor allem auf die doppelte Gebührenbelastung

zurückzuführen. Außerdem können sich viele Dachfonds

aufgrund geringer Fondsvolumina qualitativ

hochwertiges Research nicht leisten. Nur neun der 49

Dachfonds der Kategorie „Mischfonds flexibel Global“

zum Beispiel verwalten mehr als 50 Millionen

Euro. Das fehlende Research-Potenzial hat zur Folge,

dass sich die Fonds- bzw. Managerselektion oft nur

auf einfache quantitative Analysen beschränkt und

notwendige qualitative Auswertungen nur mangelhaft

durchgeführt werden. Trotz des im Durchschnitt

deutlich negativen Ergebnisses für Dachfonds zeigen

sowohl bei den Misch- als auch bei den globalen

Aktienfonds (über fünf Jahre) rund 45% der Dachfonds

ein besseres Ergebnis als der Durchschnitt der

klassischen Fonds. Wie lässt sich die vergleichsweise

hohe Anzahl von erfolgreichen Dachfonds mit dem

schlechten Abschneiden bei der Durchschnittsbetrachtung

erklären Das Rendite-Spektrum ist bei

Dachfonds extrem breit gefächert. So zeigt der beste

Dach-Mischfonds (Constantia Multi Invest 92) über

drei Jahre eine Performance von +29,9%. Weniger

erfolgreich zeigte sich hingegen der HWB Dachfonds

– VeniVidiVici. Mit -46,7% über drei Jahre wurde das

Anlegervermögen nahezu halbiert.

Autor: Scope Group

Wasserinvestments:

Historische Daten stützen positiven Ausblick

Der Wassermarkt rückt als Anlagesegment immer mehr in den Fokus

Wasser ist ein knappes Gut, die Nachfrage

steigt stetig an und der Investitionsbedarf

ist immens. Allein im Infrastruktursektor

schätzen Experten den Investitionsbedarf bis zum

Jahr 2030 auf insgesamt 22,6 Billionen US-Dollar.

Doch wie nachhaltig ist die positive Erwartungshaltung

für die Zukunft Ein Blick auf die letzten zehn

Jahre belegt, dass der Optimismus absolut berechtigt

ist. Seit 2003 hat sich das Universum für Wasserinvestments

- von 45 Werten auf aktuell 143 Titel

- mehr als verdreifacht. Allein in den Schwellenländern

stieg die Anzahl der börsennotierten Unternehmen

von 0 auf 42 an. Die Marktkapitalisierung der

143 Unternehmen beträgt derzeit 390 Milliarden

US-Dollar. Zum Vergleich: 2003 waren es noch unter

50 Milliarden US-Dollar. Dass sich in einem Portfolio

bereits mit einer geringen Beimischung aus dem

Wassersektor ein signifikanter Renditeaufschlag erzielen

lässt, hat die Vergangenheit ebenfalls gezeigt:

Setzt man beispielsweise den MSCI World gleich mit

der globalen Aktien-Allokation im Portfolio, konnte

man bereits mit einer fünfprozentigen Ergänzung an

Wasserwerten in den letzten zehn Jahren einen jährlichen

Aufschlag von 0,24 Prozentpunkten erzielen,

bei fünfzehn Prozent Beimischung sogar 0,72 Prozentpunkte

und damit gleichzeitig eine Steigerung

des Total Returns um 14,8 Prozentpunkte in zehn

Jahren.

Quelle: © AshDesign - Fotolia.com

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