NFV_11_2009 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV_11_2009 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. Nr.11/2009 11/2009

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

Fitness beim NFV:

Oase für gesunden

Sport und Erholung


Als DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach vor kurzem in Sport Bild die Sportschule Barsinghausen

zu den wichtigsten in Deutschland zählte, fühlten wir uns natürlich bestätigt. Die kürzliche Einweihung

des neues Fitness- und Wellnesscenters hat die Attraktivität noch einmal erhöht. Mit großzügiger

finanzieller Unterstützung des DFB, der uns aus dem erzielten Überschuss der Weltmeisterschaft 2006

einen nicht unerheblichen Betrag zur Verfügung stellte, konnten wir die rund 2,5 Millionen Euro teure

Investition tätigen. Dafür möchte ich mich bei den Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes

herzlich bedanken.

Dass unsere Einrichtungen (Sportschule und Hotel) gehobenen Ansprüchen genügen, beweisen

auch die jüngsten Belegungen. Nach der A-Nationalmannschaft, die sich bei uns auf das WM-Qualifikationsspiel

gegen Aserbaidschan vorbereitete, wohnten bei uns vor einigen Tagen auch die U 19- und

U 20-Nationalteams aus Deutschland und Schweden. Mit dem neuen Fitness- und Wellnesscenter

können wir uns noch mal eine Kategorie höher positionieren.

Ich möchte mich herzlich beim DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger und Niedersächsischen Innenminister

Uwe Schünemann bedanken, die beide bei der Einweihungsfeier dabei waren. Mit ihrer Anwesenheit

haben sie die Bedeutung unserer Einrichtungen in Barsinghausen herausgestellt. Nun hoffen wir,

dass die Gäste dieses neue Angebot auch nutzen. Fitness- und Wellness haben bei den Mannschaften

neben der täglichen Trainingsarbeit einen hohen Stellenwert. Denn die Regenration nach getaner Arbeit

ist sehr wichtig.

Der Niedersächsische Fußballverband ist in der Nachwuchsarbeit bestens aufgestellt. Wenn jetzt

auch noch der eine oder andere Erfolg mit unseren Auswahlteams in Duisburg gelingt, dürfen wir

zufrieden sein. Zuletzt belegte unsere U 21-Auswahl beim DFB-Länderpokal unter 21 Landesverbänden

den neunten Platz. Wie mir Trainer Hans-Werner Hartwig mitteilte, war auch ein dritter Platz möglich.

Gute Nachwuchsarbeit lässt sich nicht immer an Tabellenplätzen messen. Sieg und Niederlage liegen

wie so oft ganz dicht nebeneinander.

Abschließend möchte ich kurz auf die DFBnet-Vereinsverwaltung eingehen, die in dieser Ausgabe

ausführlich vorgestellt wird. Die Vereinsarbeit ist in den vergangenen Jahren wesentlich umfangreicher

geworden. Die Vereinsverwaltung kann dabei sehr behilflich sein. Ich möchte es Vereinen empfehlen,

die noch nicht mit dem Programm arbeiten. Es ist eine wesentliche Erleichterung für die tägliche Arbeit.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

November 2009 3


Inhalt

4

Editorial

Karl Rothmund zur Eröffnung des neuen Fitness- und Wellnesscenters 4

Studio B 54

Tag der offenen Tür im neuen Fitness- und Wellnesscenter des NFV 6

U 21-Länderpokal

Ordentlicher Auftritt der NFV-Auswahl in der Sportschule Duisburg-Wedau 10

Portrait

Jonas Wangler vom VfB Oldenburg will sich im Oberligateam etablieren 12

TEAM 2011

Schulung der WM-Kreisbeauftragten in Barsinghausen 14

Schiedsrichter

Chip im Ball stößt bei Thomas Frank auf Skepsis 16

DFBnet-Vereinsverwaltung

Programm weiterhin zwei Jahre kostenlos 18

U 17-Juniorinnen-Länderpokal

Mit sieben Frischlingen gelingt ein großer Wurf 20

Gewaltprävention

Erfolgreiches Startjahr für NFV-Projekt „Fußball als soziales Medium“ 22

DFB-U17-Kader

Jungnationalspieler trainieren im Fuchsbachtal 24

Namen & Nachrichten

Coca-Cola-Fußballschule für Große – Sponsoren des NFV im Einsatz 26

Sport als Chance

Zwölf Grundschulkinder verbringen Herbstferien in NFV-Sportschule 28

Frauenfußball

Steffi Jones besucht emsländischen Zweitligisten Victoria Gersten 30

Ehemalige Stars – was machen Sie heute?

Martin „Matze“ Giesel über das Aufstiegs-Wunder von Hannover 32

Bulgarienreise

„Max“ und die knurrenden Hunde von Sofia 34

U 18-Länderspiel

Ein halbes Dutzend Tore in Meppen 38

Fair Play Cup

Ein Dankeschön für vorbildliche Trainer 39

VGH-Fairness-Cup

SV Scharnebeck fährt zur Belohnung zum Bundesligaspiel nach Hamburg 40

DFB-Schul-Cup

Mädchen aus Papenburg bleiben ungeschlagen 41

Sandra Hallmann (rechts) als WM-Kreiskoordinatorin sowie Gabriele Reuter und Manfred Kühn als Beauftragte für Schule und Verein bilden das

Funktionsteam des NFV-Kreises Göttingen für die DFB-Kampagne TEAM 2011. In Barsinghausen trafen sich die WM-Beauftragten der 47 NFV-Kreise

unter dem Vorsitz von Karen Rotter zur ersten zentralen Schulung. Foto: Finger

November 2009

Titel

Das neue Fitnessund

Wellnesscenter

des NiedersächsischenFußballverbandes

ist jetzt seiner

Bestimmung übergeben

worden. DFB-

Präsident Dr. Theo

Zwanziger (Mitte)

und Niedersachsens

Innenminister Uwe

Schünemann (links)

nahmen an der

Eröffnungsveranstaltung

teil. Bei

einem Tag der offenen

Tür wurden die

Einrichtungen der

Öffentlichkeit vorgestellt.

Offizielle

Eröffnung am

1. November.

REINER KRAMER

berichtet vom

Tag der offenen Tür.

Jugend trainiert für Olympia

Sensationeller 3. Platz für Mädchen aus Bad Bevensen 42

EUROGREEN

Die Unterhaltungskosten unterschiedlicher Sportplatzbelege 46

Berlinreise

Erinnerungen an die Wasserschlacht von Frankfurt 48

„Club 100“

Zum ehrenwerten Zirkel gehören auch neun Niedersachsen 50

Integration

Pilotveranstaltung mit Günther Thielking und Frank Schmidt 51

Bezirk Braunschweig

NFV-Kreis Wolfenbüttel trauert um Ulrich Lehmann 52

Bezirk Hannover

96-Präsident Martin Kind auf Torejagd in Bückeburg 53

Bezirk Lüneburg

Kleinfeldpremiere für Ü 30-Frauen aus Lüchow-Dannenberg 55

Bezirk Weser-Ems

Einstimmige Wiederwahl des Bezirksvorstandes in Cloppenburg 60

NFV intern

Geburtstage und Sportschultermine 66


6

Oase für gesunden

Sport und Erholung

Hoher Besuch bei Einweihung des neuen „Fitness- und

Wellnesscenter“ in der Sportschule Barsinghausen –

Uwe Schünemann, Dr. Theo Zwanziger und Professor Dr. Wolf-

Rüdiger Umbach lobten den Niedersächsischen Fußballverband

in höchsten Tönen – NFV-Präsident Karl Rothmund stellt neue

Einrichtung des NFV vor. Über die Einweihungsfeier und den

Tag der offenen Tür berichtet REINER KRAMER.

Deutschland ist amtierender Vizeeuropameistermeister.

Darauf darf die

Fußballnation stolz sein. Deutschland

ist aber auch Europameister im Übergewicht.

Das treibt vielen Bundesbürgern die

Sorgenfalten ins Gesicht. – Jetzt trafen sich

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Niedersachsens

Minister für Inneres, Sport und

Integration Uwe Schünemann, Niedersachsens

LSB-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach

und NFV-Präsident Karl Rothmund in Barsinghausen,

um das neue Fitness- und Wellnesscenter

einzuweihen.

Damit schließt sich der Kreis. Denn die

Sportschule Barsinghausen ist nicht nur eine

gute Adresse für exzellente Fußballerinnen

November 2009

und Fußballer, es sind auch die Menschen

willkommen, die sich im Fuchsbachtal einfach

nur fit für den Alltagsstress halten wollen.

Im neuen Fitness- und Wellnesscenter

haben sie reichlich Gelegenheit dazu. Das

Studio B 54 wirbt mit dem Slogan: Fitness &

Gesundheit – Erholen & trainieren auf über

600 Quadratmetern. Und das Alles in einem

stilvollen Ambiente mitten im idyllischen

Fuchsbachtal.

Komplettiert wird das Angebot der

NFV-Sportschule mit seinen Einrichtungen

durch das Vier-Sterne-Hotel Fuchsbachtal,

so dass der künftige Name Sport- und Kongresszentrum

Barsinghausen zu Recht für

Qualität bürgt. Darauf verwies Karl Roth-

Die Schüsselübergabe – Architekt Oliver Zech (links) an NFV-Präsident Karl

Rothmund. Fotos (3): Neumann

Studioleiterin Tina Kohlhof.

mund in seiner Begrüßungsansprache anlässlich

der Einweihungsfeier mit entsprechendem

Stolz. Die prominenten Gäste bestätigten

das. Uwe Schünemann sprach von

einem selbstbewussten, dynamischen und

mutigen Verband. Das habe etwas mit Qualität

zu tun. Der niedersächsische Minister

für Inneres, Sport und Integration hob die ➤

Probetraining im neuen Fitness- und Wellnesscenter Studio B 54 des

Niedersächsischen Fußballverbandes. Fotos (3): Kramer


Die erste Reihe von links: Karl Rothmund, Dr. Theo Zwanziger, Barsinghausens Bürgermeister

Walter Zieseniß, Dr. Wolf-Rüdiger Umbach sowie Uwe Schünemann.

hervorragende Zusammenarbeit mit dem

Fußballverband hervor. Das neue Fitnessund

Wellnesscenter des NFV sei ohne Mittel

aus öffentlicher Hand gebaut worden. Darauf

könne der NFV stolz sein.

Ein ebenso gutes Verhältnis pflegt

Rothmund zu DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger,

der einzig und allein wegen der Einweihung

des neuen Fitness- und Wellnesscenter

auf seiner Wochenendtour von

Frankfurt nach Berlin eine Zwischenstation

in Barsinghausen einlegte. Da trafen sich

zwischen den hochmodernen Fitnessgeräten

zwei Freunde, wie beide es zum Ausdruck

brachten. „Der NFV ist ein starker Verband

mit allen Facetten des Fußballs“, betonte

der DFB-Präsident. Der NFV habe sich

durch viele Innovationen im vergangenen

Jahrzehnt Respekt und Anerkennung erworben.

Dies sei nur durch ein Netzwerk mit vielen

Partnern aus Wirtschaft und Politik sowie

Kontinuität möglich. „Der NFV ist ein

Vorreiter für Ideen sowohl im technischen

als auch im sozialen Bereich“, lobte Dr.

Zwanziger. Daher habe der DFB für die neue

Einrichtung der Sportschule Barsinghausen

gerne einen Zuschuss gewährt. NFV-Präsident

Karl Rothmund gebe ein klares Bekenntnis

zur Leistung und Eliteförderung ab,

ohne dabei den Breitenfußball zu vergessen.

Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident

des Niedersächsischen LandesSportBund

(LSB), reihte sich in die Lobeshymnen mit

ein: „Der Fußballverband hat unglaublich

viel auf den Weg gebracht. Der NFV steht

für Qualität, Kompetenz und Herz“, sagte

Dr. Umbach. Der LSB unterstütze deshalb

gerne den Niedersächsischen Fußballverband.

Mit der Einrichtung des neuen Fitnessund

Wellnesscenter habe der NFV eine neue

Qualität erworben.

Genug der Worte. Einen Tag nach der

Eröffnungsfeier konnte die Barsinghäuser

Bevölkerung das „neue Juwel“ des Niedersächsischen

Fußballverbandes besichtigen.

Zwei Tage standen alle Türen des Fitnessund

Wellnesscenter offen und viele Hundert

Besucher bestaunten diese hochmoderne

Einrichtung. Dabei konnten sie sich

davon überzeugen, dass das neue Studio

B 54 keine so genannte Muckibude ist,

sondern vielmehr für gesunden Sport und

Erholung steht. Und wenn der Niedersächsische

Fußballverband mit dem Studio B 54

einen kleinen Beitrag dazu leisten kann,

dass Deutschland den fragwürdigen Titel

des Europameisters im Übergewicht verliert,

ist er in Zukunft noch besser aufgestellt.


Probesitzen von Martin Kind (Präsident von Hannover 96) zusammen mit NFV-Direktor Bastian

Hellberg (rechts).

Mehr als 700 Besucher wurden am Tag der offenen Tür in Barsinghausen gezählt. Fotos

November 2009 7


8

„Studio B 54“ – unter diesem Namen

wird am 1. November der neue Fitness- und

Wellnessbereich der Sportschule des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV) eröffnet.

Er erstreckt sich über zwei Ebenen mit einer

Gesamtfläche von 600 Quadratmetern.

Während die untere Etage einen großen

Wellnessbereich mit Saunen, Whirlpool und

Ruheraum bieten wird, stehen im Obergeschoss

ein Fitnessstudio sowie ein Gymnastikraum

zur Verfügung.

„Mit den jetzt entstehenden

Möglichkeiten ist der

NFV künftig noch interessanter

für nationale

und internationale

Spitzenteams; primär

natürlich aber

für die rund 10.000

Lehrgangsteilnehmer,

die jedes Jahr

die Sportschule besuchen“,

sagte NFV-

Präsident Karl Rothmund

anlässlich des

Richtfestes Anfang Juli.

B 54: B wie Barsinghausen,

B wie Bergstraße. Mit dem Haus, das heute

die Nummer 54 trägt, begann vor nunmehr

58 Jahren die Erschließung des Fuchsbachtales

durch den Niedersächsischen Fußballverband.

Am 28. April 1951 wurde das

damalige NFV-Verbandsheim feierlich eröffnet.

Nach den Vorstellungen des NFV-Präsidenten

Karl Laue, der den NFV von 1946 bis

1968 führte, sollte es den „Charakter eines

großen Sporthotels“ haben. Architekt Harry

Lilje erfüllte Laue diesen Wunsch und entwarf

das seinerzeit modernste Verbandsheim

Deutschlands.

November 2009

Fitness im Fuchsbachtal

NFV erweitert Sportschulangebot – Eröffnung am 1. November

Zu den ersten Gästen aus dem Bereich

des Spitzenfußballs zählte die Deutsche Nationalmannschaft.

Vom 30. Juli bis 4. August

1951 zog Sepp Herberger seine Auswahlspieler

in Barsinghausen zusammen und begründete

damit eine Tradition, die bis heute

Bestand hat. Mit Ausnahme von Jürgen

Klinsmann, während dessen Amtszeit (2004

bis 2006) kein Länderspiel in Hannover ausgetragen

wurde, bereiteten alle Bundestrainer/Teamchefs

die DFB-Elf in Barsinghausen

auf die jeweiligen Partien

vor.

Gleich zwei Mal

diente Barsinghausen

einer deutschen

Mannschaft als letzter

Vorbereitungsort

auf eine Weltmeisterschaft.

1966

stimmte Helmut

Schön sein Team auf

die WM in England

ein, 1994 war es Berti

Vogts, der vom 27. Mai bis

1. Juni den Countdown für

das Turnier in den USA einleitete.

Als Quartier diente dem DFB-Aufgebot

jeweils das am Ende der Bergstraße gelegene

Haus mit der Nummer 54, das sich im

Verlauf der Jahrzehnte zu einem Vier-Sterne-

Sporthotel mit modernster Tagungstechnik

entwickelt hat. Das ehemalige Verbandsheim

ist für stressgeplagte Messe-Teilnehmer zu

einer ruhigen Oase geworden, für Firmen

Stätte ihrer Seminare und für Familien der

Ort, an dem sie Geburtstage oder Hochzeiten

im vertrauten Kreis feiern.

Der Sportschulbetrieb verlagerte sich

bereits in den Anfangsjahren in das jetzige

Haus II, das 1954 mit der heutigen Karl-Laue-

Halle errichtet wurde. Sporthotel und Haus II

sind durch einen gut 45 Meter langen Gang

verbunden, der bis zum Neubau aus Glas bestand,

und an den jetzt der neue Fitness- und

Wellnessbereich angegliedert wird. Das Investitionsvolumen

für das von Oliver Zech (Architekturbüro

Planungsgruppe Minden) geleitete

Projekt liegt bei 2,7 Millionen Euro. Für die

Realisierung des Bauvorhabens hat der NFV

wertvolle Unterstützung durch den DFB erhalten,

der seinem Landesverband ein zinsgünstiges

Darlehen in Höhe von 1,7 Millionen Euro

zur Verfügung gestellt hat. Der restliche Betrag

wird durch Eigenmittel finanziert.

Um das „Studio B54“ wirtschaftlich

betreiben zu können, steht es nicht nur den

Lehrgangsteilnehmern offen. Auch die Öffentlichkeit

ist willkommen. Das Team von

Bundestrainer Joachim Löw dagegen, das

kürzlich zur Vorbereitung auf das Aserbaidschan-Spiel

eincheckte, konnte das Wellnessund

Fitnessangebot noch nicht nutzen.

Die Juniorinnen-Nationalspielerinnen

aus Deutschland und Schweden haben als

erste prominente Fußballerinnen das hochmoderne

Studio kennen gelernt. Ende Oktober

absolvierten die U 19 und die U 20 des

DFB mit den Skandinavierinnen einen Lehrgang

in Barsinghausen.

Eine Einrichtung des

Niedersächsischen Fußballverbandes:

Studio B 54 Fitness & Gesundheit

Bergstraße 54

30 890 Barsinghausen

Tel. 05105 / 75342

E-Mail: info@studio-B54.de

Internet: www.studio-B54.de


Neueröffnung

ab November 2009

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Studio B54 Fitness & Gesundheit | Bergstrasse 54 | 30890 Barsinghausen

Tel. 05105 / 753 42 | Email info@studio-B54.de | www.studio-B54.de

Eine Einrichtung des Niedersächsischen Fußballverbandes e. V.

Neueröffnung STUDIO B54


U 21-Länderpokal

10

November 2009

Zweifacher Torschütze – Kevin

Samide vom VfL Osnabrück.

Das U 21-Team des Niedersächsischen Fußballverbandes mit Trainer Hans-Werner Hartwig (hinten

links) und Betreuer Arno Plumbohm (hinten rechts). Fotos: Kramer

Torflaute an

der Wedau

Neunter Platz für U 21-Auswahl des Niedersächsischen

Fußballverbandes beim DFB-Länderpokal

Torflaute an der Wedau. Nach

zwei knappen 1:0-Siegen gegen

Sachsen-Anhalt und Südbaden,

spielte die U 21-Auswahl

des NFV beim DFB-Länderpokal 0:0

gegen Hessen und 0:1 gegen Bremen.

Das reichte am Ende für den

9. Platz unter 21 Landsverbänden.

Diese Platzierung ist nur schwer

zu bewerten, weil es sehr eng zugegangen

ist. Den Tabellenzweiten trennen

nur drei Punkte vom 17. Platz. Das

spricht für die Ausgeglichenheit dieses

Turniers. Außerdem gab es nur knappe

Ergebnisse. So zeigte sich Trainer Hans-

Werner Hartwig zufrieden mit dem Abschneiden

seiner Mannschaft, um aber

gleich hinzuzufügen: „Es war für uns

mehr drin.“

Besonders die Defensivleistung hob

Hartwig hervor. Ein Gegentor in vier

Begegnungen belegt das. Dafür hakte

es in der Offensive. Zwei Treffer in 280

Minuten (es wurde zwei Mal 35 Minuten

gespielt) ist natürlich eine magere

Ausbeute.

„Beim Torabschluss haben wir

die letzte Konsequenz vermissen

lassen“, bemerkt der NFV-Trainer.

Das traf besonders im letzten Spiel

bei der 0:1-Niederlage gegen Bremen

zu.

Nächster U21-Länderpokal:

7. bis 12. Oktober 2010

Dabei hatte das Turnier für die NFV-

U 21-Auswahl so gut begonnen. Gegen

Sachsen-Anhalt und Südbaden gab es

zwei knappe 1:0-Siege. In beiden Spielen

traf der Osnabrücker Kevin Samide. Wenn

Deniz Aycicek seine Großchance kurz vor

dem Abpfiff im Spiel gegen Hessen genutzt

hätte, wäre der dritte Sieg in Folge

möglich gewesen. So aber blieb es beim

torlosen 0:0. Im abschließenden Spiel gegen

Bremen mussten die Niedersachsen

ihre einzige Niederlage einstecken.

Wenn ich ein Turnier spiele, will

ich es auch gewinnen“, sagte

Hartwig vor dem Turnier. Allein

dieser Wille hat am Ende aber

nicht gereicht. Einen niedersächsischen

Gewinner des

DFB-Länderpokal gab es aber

doch: Marvin Karow von

Hannover 96 war der

überragende Spieler

der NFV-Auswahl. In

allen vier Begegnungen

wusste

der Defensivspieler

zu überzeugen.

Reiner

Kramer


Tabelle

Pos./Team Tore/Punkte

1. Württemberg 6:1 8

2. Westfalen 6:3 6

3. Bremen 4:1 6

4. Südwest 6:3 5

5. Niederrhein 6:3 5

6. Baden 6:5 5

7. Hessen 4:3 5

8. Hamburg 4:3 5

9. Niedersachsen 2:1 5

10. Brandenburg 3:3 5

11. Bayern 6:4 4

12. Thüringen 5:5 4

13. Sachsen 5:6 4

14. Saarland 2:3 4

15. Schleswig-Holstein 3:5 3

16. Berlin 3:5 3

17. Südbaden 3:4 3

18. Sachsen-Anhalt 2:5 2

19. Mittelrhein 1:4 2

20. Mecklenburg-Vorp. 2:7 1

21. Rheinland 2:7 1

Aufgebot des NFV

Marcel Maluck, Suleymann

Celikyurt, Marvin Karow,

Benjamin Hoose, Sofien

Chahed, Deniz Aycicek (alle

Hannover 96); Jens Buddecke, Kevin Samide,

Jonas Gottwald

(alle VfL

Osnabrück);

Julian Klamt,

Marcel Weiss

Beobachtungen beim Luftkampf.

(beide VfL Wolfsburg); Jannik

Löhden (SV Ahlerstedt/Ottendorf);

Jonas Wangler (VfB Oldenburg);

Finn Gierke (Eintracht

Braunschweig); Tim Natusch

(SV Meppen),Marc Bormann

(SC Goslar 08).

Die Statistik

NFV – Sachsen-Anhalt 1:0

(0:0)

Maluck, Buddecke, Klamt,

Löhden, Celikyurt, Karow,

Wangler, Hoose, Samide, Chahed,

Gierke.

Eingewechselt: 36. Weiss für

Wangler, Bormann für Gierke,

42. Aycicek für Hoose, 68. Natusch

für Samide.

Tor: 1: 0 Samide (40. Minute).

NFV – Südbaden 1:0 (1:0)

Gottwald, Buddecke, Klamt,

Suleymann, Karow, Wangler,

Samide, Aycicek, Natusch,

Weiss, Bormann.

Eingewechselt: 32. Chahed

für Weiss, 36. Hoose für

Wangler, 51. Gierke für

Samide, 64. Löhden für

Aycicek.

Tor: 1:0 Samide (22. Minute).

NFV – Hessen 0:0

Maluck, Buddecke, Klamt, Löhden, Celikyurt,

Karow, Hoose, Samide. Chahed,

Gierke, Bormann.

Eingewechselt: 36. Weiss für Gierke und

Wangler für Hoose, 50. Aycicek für Chahed,

67. Natusch für Samide.

Marcel Weiss im Laufduell.

U 21-Länderpokal

NFV-Trainer Hans-Werner Hart bei einer Spielbeobachtung.

NFV – Bremen 0:1 (0:1)

Gottwald, Buddecke, Klamt, Celikyurt,

Karow, Wangler, Hoose, Samide. Chahed,

Weiss.

Eingewechselt: 36. Löhden für Klamt,

Aycicek für Hoose und Gierke für Weiss.

Tor: 0:1 (15.) ■

November 2009 11


Portrait

12

November 2009

„Es war für mich eine

große Herausforderung“

Jonas Wangler vom VfB Oldenburg mit der U 21-Auswahl des Niedersächsischen

Fußballverbandes beim DFB-Länderpokal in der Sportschule Duisburg-Wedau

Es gibt Ereignisse, die Meilensteine im sächsischenFuß- Leben eines Menschen setzen. Für Joballverbandesnas Wangler sind es in diesem Jahr Er- ausgebildet

lebnisse, die er niemals vergessen wird. worden. „Im

Die 1:2-Niederlage im Aufstiegsspiel technischen

des VfB Oldenburg gegen SC Goslar und taktischen

mit den anschließenden schweren Aus- Bereich habe

schreitungen (wir berichteten) und die ich dort

Begegnungen mit einem blinden Mann sehr

ohne Arme, den er während seines Zi- viel gevildienstes

bei den Paritätischen Diensten

betreut. Auch die Teilnahme mit der

NFV-Auswahl am DFB-Länderpokal in

der Sportschule Duisburg-Wedau (siehe

Seiten 10 und 11) bleibt sicherlich

haften. Ein Portrait von REINER

KRAMER.

Jonas Wangler setzte die Prioritäten in seinem

Leben bisher richtig. Neben seinen

fußballerischen Fähigkeiten, die er beim

Oberligisten VfB Oldenburg unter Beweis

stellt, hat er sein Abitur geschafft. Er ist mit

20 Jahren schon weit gereift, was auch am

familiären Umfeld liegt. Seine Eltern üben

den Lehrerberuf aus und haben ihrem Sohn

das nötige Rüstzeug mitgegeben.

Das kommt ihm in seinem derzeitigen

Zivildienst sehr entgegen. Jonas hat sich

für den sozialen Dienst entschieden.

Er geht mit hilfsbedürftigen Menschen

Einkaufen und nimmt sie

zu Ausflügen mit. Jonas: „Das

lernt“,

mache ich gern, denn sie sind

lobt

so dankbar und glücklich.“

Jonas die Aus-

Mit dem 45-jähwahlarbeit.

Den

rigen Mann, der

größten Sprung nach

blind ist und

vorn machte er nach ei-

keine Arme

gener Einschätzung bei

hat, unter-

den A-Junioren des OSC Brenimmt

Jonas bei

Jonas Wangler merhaven in der Regionalliga.

schönem Wetter

(rechts).

Die Vorstellung, in na-

auch mal einen Ausher

Zukunft für einige Jahre

flug zum Bad Zwischen-

ausschließlich Fußball zu spieahner

Meer. „Ich merke beim Kaffeetrinken, len, ist für Jonas Wangler zwar nicht gänz-

wie sehr er sich öffnet. Dann bin auch ich lich ausgeschlossen, aber derzeit nicht prä-

glücklich“, betont der Zivildiensteistende. sent. „Ich würde mich natürlich riesig freu-

Jonas ist sicherlich kein fußballerischer en, wenn es doch klappen sollte“, bemerkt

Überflieger. Doch die realistische Einschät- der 20-Jährige. Da dieses Ziel derzeit noch

zung seiner Fußballkünste und der Spaß am zu weit weg ist, konzentriert er sich neben

Kicken bringen ihn auf jeden Fall weiter. Jo- Fußball auf den Zivildienst. Dabei hat er die

nas zeichnet sich vor allem durch seine An- Weiterqualifizierung stets vor Augen. „ Im

trittsschnelligkeit aus. Als offensiver Spieler nächsten halben Jahr werde ich mich für ei-

auf der Außenbahn ein unschätzbarer Vornen Studiengang entscheiden. Entweder

teil. In der Saison 2008/2009 hat er für den studiere ich Tourismus oder Pädagogik“, be-

VfB Oldenburg 28 Spiele bestritten. „Ich war merkt Jonas.

überrascht über diese vielen Einsätze und

Außerdem verrät er, kein risikofreudi-

finde es toll, dass unser Trainer (Anmerkung ger, sondern eher ein Sicherheitstyp zu sein,

der Redaktion: Jo Zinnbauer) auf junge Spie- der ein intaktes familiäres Umfeld braucht.

ler setzt“, freut sich Wangler.

Seit drei Jahren hat Jonas eine feste Freun-

Dafür ist der 20-Jährige dankbar. Ebendin, die ihm Halt gibt und außerhalb des

so für die fußballerische Ausbildung, die er Fußballs an erster Stelle steht. Vor einigen

in zwei Landesverbänden erhalten hat. Der Monaten hat er ihre Hilfe und Unterstüt-

gebürtige Bremer ist sowohl von Auswahlzung besonders gebraucht. Nämlich nachtrainern

des Bremer- als auch des Niederdem der VfL Oldenburg im eigenen Stadion

gegen den SC Goslar den

Aufstieg in die Regionalliga

Nord knapp verpasste.

„Da ist eine Welt für

mich zusammengebrochen.

Ich war eine Woche

lang einfach nur noch

traurig“, erzählt Jonas

Wangler.

Aus dieser

negativen Erfahrung

ist er

gestärkt

hervorgegangen.

Auch

wenn er in

dieser Saison

aufgrund der

gestiegenen Konkurrenz

im Oberligateam

des VfB Oldenburg

noch nicht so viele

Einsatzzeiten erhalten hat.

„Ich bin ein geduldiger

Mensch, versuche mich weiter

zu verbessern und beim

Trainer anzubieten“, sagt der

20-Jährige.

Beim jüngsten DFB-Länderpokal-Wettbewerb

in der

Sportschule Duisburg-Wedau hat

Jonas Wangler seine Chancen erhalten.

In allen vier Spielen kam er

zum Einsatz, setzte im offensiven

Mittelfeld einige Akzente, enttäuschte

nicht, konnte seine Schnelligkeit

allerdings kaum im Spiel umsetzen.

„Gegen die besten Fußballer meines

Jahrgangs zu spielen, war für mich eine

Ehre und gleichzeitig eine große

Herausforderung und hat mir viel Spaß

gemacht“, betont Jonas Wangler. Dass

er aus diesem Turnier die richtigen Lehren

zieht, steht fest. Mit gesundem Selbstbewusstsein,

das er bei seinem bescheidenen

Auftreten niemals zur Schau trägt, wird er es

– wenn in Fußball und Beruf alles optimal

läuft – sicherlich noch weit bringen ...

Zur Person

Jonas Wangler ist 20 Jahre alt

und spielt für den VfB Oldenburg in

der Oberliga Niedersachsen. Der gebürtige

Bremer spielte bisher für die

Vereine TuS Komet Arsten, OSC Bremerhaven

und seit seiner A-Juniorenzeit

beim VfB Oldenburg. Er fühlt sich

im offensiven rechten Mittelfeld am

wohlsten. Drei Mal hat er an DFB-Turnieren

in der Sportschule Duisburg-

Wedau teilgenommen.


Team 2011

14

Werbeträger für die WM 2011: Die neu gegründeten Teams der Kreisbeauftragten. Sie bestehen jeweils aus einem Koordinator, einem „Beauftragten Schule“

Steffi Pätsch

WM-Netzwerk

WM Netzwerk „Team Team 2011“ 2011

Referent

Kreisschulfußball*

Fachberater

Schulsport*

SCHULEN*

Vorsitzender

Lehrausschuss

NFV

Helge Kristeleit

Marion Demann

Schulen und Vereine sollen

Begeisterung schüren

Tagung der WM-Kreisbeauftragten im Sporthotel Fuchsbachtal

Kreisvorsitzender

Kreisvorsitzender

WM-Kreis WM Kreis-

Koordinator

Koordinator

Beauftr. Schule Beauftr. Verein

Kreismädchenreferent/in*

Sie heißt Steffi, liebt den Frauenfußball

und engagiert sich für die Weltmeisterschaft

2011 in Deutschland. Die Rede ist

aber nicht von Stephanie Ann Jones aus

Vorsitzender

Jugendausschuss

Prüfer DFB-FA*

VEREINE*

Regionalbeauftragter*

u. a. für Kurzschulungen

*Ansprechpartner müssen dem WM-Kreiskoordinator vorliegen

Beim WM-Kreiskoordinator sowie den Beauftragten Schule und Vereine laufen alle Fäden im

Netzwerk TEAM 2011 zusammen.

Frankfurt, der Präsidentin des Organisationskomitees,

sondern von Stephanie

Pätsch aus Burgdorf. Für den NFV-Kreis

Hannover-Land, wo sie sich bereits als

Staffelleiterin im Bereich der C- und B-Juniorinnen

engagiert, wird sie als WM-Beauftragte

wirken.

Hintergrund ist die DFB-Kampagne

TEAM 2011, mit der Schulen und Vereine

eingeladen werden, Vorfreude auf die

Frauen Fußball-Weltmeisterschaft 2011

zu wecken und mit vielfältigen Aktivitäten

ein Teil dieser Titelkämpfe zu werden.

Der Wettbewerb wurde am 1. Juli gestartet

(Anmeldungen/Infos unter

http://team2011.dfb.de) und besteht aus

den Bausteinen „Wir spielen Fußball“,

„Mädchen spielen Fußball“, „Wir qualifizieren

uns“ sowie „Kooperationsevent“.

Die Bewerbung dieser Kampagne, die

bis zum 1. Juli 2011 läuft, sowie die Hilfestellung

für Schulen und Vereine gehört zu

den wichtigsten Aufgaben der WM-Beauftragten.

Jeder NFV-Kreis verfügt über ein

neu gegründetes Funktionsteam, das aus

einem WM-Kreiskoordinator, einem „Beauftragten

Schule“ sowie einem „Beauftragten

Verein“ besteht.

Im NFV-Kreis Hannover-Land, dem mit

161 Vereinen größten Fußballkreis in

Niedersachsen, wird das Amt des Kreiskoordinators

und des „Beauftragten Schu-


sowie einem „Beauftragten Verein“. Fotos (2): Finger

le“ von Eberhard Wacker ausgefüllt. Ihm

zur Seite steht Steffi Pätsch, die für die

Klubs zuständig ist. Zu den Aufgaben der

43-Jährigen gehört unter anderem die

Vorstellung des Team 2011-Wettbewerbes

in den Vereinen sowie der

Beitrag zur Gründung einer

neuen Mädchen-Vereinsmannschaft.

Detaillierte Informationen

über ihren Aufgabenbereich

erhielten Wacker,

Pätsch und ihre Kolleginnen

und Kollegen

aus den übrigen 46 NFV-

Kreisen bei der ersten

zentralen Schulung der

WM-Kreisbeauftragten im

September in Barsinghausen.

Unter dem Vorsitz

von Karen Rotter, Vorsitzende

des NFV-Mädchenund

Frauenausschusses,

standen zudem Präsentationen

zum DFB-McDonald’s

Fußball-Abzeichen

sowie zum DFB-Schnupperabzeichen

auf dem

Programm.

Abschließend erhielten

die Koordinatoren

100 WM-T-Shirts für ihren

Kreis, WM 2011-Flyer für

Vereine und Schulen, jeweils

einen Ausrüstungssatz

für die Abnahme des

DFB-Fußballabzeichens

(unter anderem Spannbänder,

Stangen, Hütchen,

Bälle) sowie eine

exemplarische Welcome-

Box. Über ein solches

„Willkommenspaket“ darf

sich auch jeder Verein und jede Schule

freuen, die am TEAM 2011-Wettbewerb

teilnimmt. In der Box enthalten sind eine

WM-Fahne, ein adidas-Ball, Markierungs-

Leibchen sowie WM-Give-Aways. -maf-

„Wir müssen die Begeisterung für den Fußball schüren“: NFV-Präsident

Karl Rothmund. Foto: Kristeleit

Die Koordinatoren

der NFV-Kreise

Team 2011

Ammerland: Edda Hemken (Kontakt:

edda.hemken@ewetel.net), Aurich:

Agathe Harms (arnold.harms@

ewetel.net), Bentheim: Marina Hangbers

(marina.wietmarschen@web.de),

Braunschweig: Elke Schley (e.schley@tonline.de),

Celle: Eckart Borges (e.borges@t-online.de),

Cloppenburg: Werner

Busse (werner.busse3@ewetel.net), Cuxhaven:

Walter Kopf (kopf-nordleda@tonline.de),

Delmenhorst: Franz Gerhard

Koryciak (Franz.Koryciak@t-online.de),

Diepholz: Dieter Plaggemeyer

(Dieter.Plaggemeyer@t-online.de), Emden:

Sonja Buß (sony-fussi@web.de),

Emsland: Heinz-Gerd Evers (heinzgerd.evers@ewetel.net),

Friesland:

Heinz Lange (Heinz.Lange@gmx.at), Gifhorn:

Lothar Steinhof (lothar.steinhof@

t-online.de), Goslar: Jörg Fäseler

(joerg.faeseler@nfv.evpost.de; m._j.

faeseler@t-online.de), Göttingen: Sandra

Hallmann (sanny208@gmx.de); Hameln-Pyrmont:

Nicole Feyer (feyer@

hameln.de); Hannover: Marcus Olm

(Marcus.Olm@htp-tel.de), Hannover-

Land: Eberhard Wacker (e.wacker@

t-online.de), Harburg: Susann Koop

(s.koop@nfv-kreisharburg.de), Helmstedt:

Werner Denneberg (denneberg@

nfv-helmstedt.de), Hildesheim: Detlef

Winter (detlefwintersibbesse@

t-online.de), Holzminden: August Borchers

(august.borchers@t-online.de),

Leer: Johann Schön (nfv.schoen@

t-online.de), Lüchow-Dannenberg: Gisbert

Stevens (gisbert.stevens@gmx.de),

Lüneburg: Linda Kunzelmann

(linda_kunzelmann@yahoo.de),

Nienburg: Elisa Michaelis (elisa.

michaelis@gmx.de), Northeim/Einbeck:

Thomas Scholz (Touring318@aol.com),

Oldenburg-Land: Silke Hanneken

(silke.hanneken@ewetel.net), Oldenburg-Stadt:

Sabine Thielen (sabine-

Thielen@t-online.de), Osnabrück-Land:

Astrid Lindner (lothar.lindner@

osnanet.de), Osnabrück-Stadt: Michaela

Stallkamp (m_stallkamp@arcor.de),

Osterholz: Britta Weidling (Britta.Weidling@gmx.de),

Osterode: Peter Dzimalle

(dzimalle@t-online.de), Peine: Dieter

Sandmann (Dieter.Sandmann@

t-online.de), Rotenburg: Christa Berndt

(ch-berndt@gmx.de), Salzgitter: Timo

Kleiner (mjmtkleiner@freenet.de),

Schaumburg: Ariane Vankann

(A_Vankann@t-online.de), Soltau-Fallingbostel:

Janin Söder (janin.soeder

89-team2011@web.de), Stade: Dagmar

Thißen (familie.thissen@t-online.de),

Uelzen: Till Denecke (till.denecke@

t-online.de), Vechta: Hans Engelmann

(hc.engelmann@ewetel.net), Verden:

Frauke Martens (frauke-bernd.martens@

t-online.de), Wesermarsch: Helmut

Quaas (Helmut.Quaas@t-online.de),

Wilhelmshaven: Peter Eilts (peter.eilts@

t-online.de), Wittmund: Karl-Heinz

Ockenga (karl-heinz.ockenga@

t-online.de), Wolfenbüttel: Nancy

Utermark (luka_collin@yahoo.de),

Wolfsburg: Britta Schumacher

(schwester4@freenet.de).

November 2009 15


Schiedsrichter

16

Auf Einladung von Günther Thielking (vorn), Schiedsrichterlehrwart des NFV, besuchte Thomas Frank (vordere Reihe 2. von links) den Jungschiedsrichter-Lehrgang

in Barsinghausen. Foto: Finger

„Chip hat seine technische

Perfektion noch nicht bewiesen“

Skepsis bei Thomas Frank – Lehrgang der Jungschiedsrichter in Barsinghausen

Der Chip im Ball – seit Jahren wird der Einsatz

dieses technischen Hilfsmittels kontrovers

diskutiert, um die Frage aller Fragen

zu klären: Tor oder nicht Tor? Beim diesjährigen

Runden Tisch im Münchener „Haus

des Fußballs“ sprachen sich die Vertreter der

Bundesliga (Felix Magath, Christian Nerlinger,

Rudi Völler), der DFL (Geschäftsführer Holger

Hieronymus) und des DFB (Vizepräsident Dr.

Rainer Koch) für die Einführung des Chips im

Ball aus. „Wenn wir die Technik haben, sollten

wir sie auch nutzen“, sagte Magath im Oktober

gegenüber dem „kicker-sportmagazin“.

Ein Thema war der Chip im Ball auch beim

Lehrgang für Jungschiedsrichter in der NFV-

Sportschule Barsinghausen. „Er hat seine technische

Perfektion noch nicht bewiesen. Wer

dieses Hilfsmittel einsetzen möchte, der muss

noch einige Zeit warten“, erklärte „Stargast“

Thomas Frank. Seit 2002 wird der Hannoveraner

als Schiedsrichterassistent in der

1. Bundesliga eingesetzt, seit 2007 steht er

auch auf der Liste des Weltfußballverbandes

FIFA. Seine Zurückhaltung erläuterte Thomas

Frank anhand eines Beispieles. Er berichtete

von einem Spiel, bei dem das elektronische

Hilfsmittel auf jeder Seite sechs Tore anzeigte.

Selbst dann, als der Ball weit über die Querlatte

flog. „Das technische Endergebnis wäre also

6:6 gewesen. Dabei ging das Spiel 1:1 aus.“

Der Besuch von Thomas Frank bildete

den Abschluss des viertägigen Lehrganges.

Auf dem Programm standen eine praktische

und eine schriftliche Prüfung. Darüber hinaus

eine Einzelarbeit zum Thema „Regel 12 –

verbotenes Spiel und unsportliches Betragen“

sowie eine Gruppenarbeit unter dem Titel

„Der Ball in und aus dem Spiel“. Hier galt es

in einem Streifzug durch das Regelwerk mehrere

Fragestellungen zu unterschiedlichen

Spielregeln zu bearbeiten und die Ergebnisse

anschließend im Lehrgang vorzutragen.

Zu den schwierigsten Aufgaben, die von

Lehrgangsleiter Günther Thielking zusammengestellt

wurden, gehörten Übungen zur Rhetorik.

Zehn Minuten hatten die 14- bis 17-jäh-

WILLKOMMEN

IM MANNSCHAFTS-BUS!

Vereinsreisen mit der RegioBus.

rigen Schiedsrichter Zeit, um ein Thema als

dreiminütiges Referat aufzubereiten. Einige

der Teilnehmer mussten relativ schnell passen.

Bereits nach gut einer Minute hieß es dann:

„Mehr habe ich zum Thema ,Formale Vorgaben‘

bei der Freistoßausführung nicht zu

sagen.“

Unterstützt wurde Thielking von Patrick

Mewes. Der Hannoveraner berichtete von seiner

noch kurzen aber erfolgreichen Zeit als

Unparteiischer, in der er bis in den Talentkader

aufgestiegen ist. Zum Abschluss stand das

Thema „Gewaltprävention im Jugendfußball“

auf dem Lehrgangsplan. Nur wenige der Teilnehmer

konnten hierzu aus eigener Erfahrung

berichten. In sämtlichen Wortbeiträgen zu

dieser Problematik kam jedoch zum Ausdruck,

dass der Schiedsrichter, wenn er für das nötige

Fair Play auf dem Platz sorgen muss, alleine

überfordert ist. Hier stünden die Schiedsrichterfunktionäre

mit den richtigen Ansetzungen

ebenso in der Pflicht wie die Trainer und

Betreuer. -gt-

Sport macht mobil. Ihr freundlicher Mannschafts-Bus bringt

Sie nicht nur in Bestform zu Veranstaltungen und Turnieren –

mit vielen Touristik-Angeboten (Kurz- und Städtereisen,

Kultur-, Urlaubs- und Aktivreisen) ist er auch beim vereinten

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Preis pro Person 375,00 €


DFBnet-Vereinsverwaltung

18

Vorstandsarbeit leicht gemacht

Aktuelle Mitgliederdaten sind jederzeit und an jedem Ort

passwort-geschützt verfügbar – Einzige Bedingung: Ein Internet-Anschluss

Er hält einen Stoß Papier in der Hand,

wenn Joachim Uhl die aktuellen Mitgliederdaten

aus der Geschäftsstelle

seines Vereins bekommt. Anhand dieser

Ausdrucke überarbeitet er seine eigene

Übersicht – eine selbst angelegte Excel-Datei,

die er aufwändig von Hand aktualisiert.

Diese neueste Version schickt er dann per E-

Mail an seine Vorstandskollegen. Ändert

sich in deren Ressorts etwas, korrigieren sie

die Datei und senden sie an Joachim Uhl

und die anderen. Diese überschreiben dann

die Dateien auf ihren Computern. Ein aufwändiges

Verfahren.

Joachim Uhl ist Vorsitzender der Abteilung

Fußball seines Vereins. Nur eines von

vielen Beispielen, denn wie ihm geht es unzähligen

der ca. 26.000 Vorsitzenden in

deutschen Fußball-Clubs und -Abteilungen,

von Schleswig-Holstein bis Bayern, von

Nordrhein-Westfalen bis Sachsen: In Ermangelung

eines vernünftigen Programms basteln

sich alle ihre eigenen Lösungen für ihre

Vereinsverwaltung. Und der nächste Vorstand

fängt möglicherweise wieder von vorne

an.

Ein Angebot des DFB

Dem will der Deutsche Fußball-Bund

Abhilfe schaffen: mit der DFBnet-Vereinsverwaltung,

die von DFB Medien, dem Softwarehaus

des DFB, betreut wird. „Mit dieser

Software erhalten die Vereine ein leistungsfähiges

Werkzeug zur Organisation

ihrer Aufgaben“, sagt DFB-Präsident Dr.

Theo Zwanziger über das neue, seit Anfang

Oktober zur Verfügung stehende Angebot.

Gutscheine für die Registrierung lagen den

DFB-Vereinspaketen bei, die über die 21

Landesverbände an sämtliche Fußball-Vereine

und -Abteilungen in Deutschland – im

Rahmen der Vereinsoffensive des DFB – verschickt

wurden. Zwischen Fußbällen und

Leibchen hat auch Joachim Uhl den Gutschein

für die DFBnet-Vereinsverwaltung

November 2009

gefunden und seinenKlub registriert. Die

Vollversion ist seit Anfang Oktober in Betrieb

– doch auch schon die zuvor zum Testen

angebotene Demo-Version hat ihn

überzeugt. Wichtigster Vorteil für ihn: Die

Daten liegen auf dem Großrechner im Rechenzentrum

des Deutschen Fußballs und

jeder seiner Vorstandskollegen kann sich jederzeit

von zu Hause mit seinem persönlichen

Passwort einwählen und den Bestand

aktualisieren. Einzige Voraussetzung: ein

Internetzugang. „So hat jeder immer Zugriff

auf die neuesten Mitgliederlisten und -

daten.“

Vorteile und

Datensicherheit

Mit der Datenverwaltung im Rechenzentrum

des Deutschen Fußballs verbindet

sich ein weiterer Vorteil: Anders als die bekannten

Programme wie SPG-Verein und

Winner, ist die DFBnet-Vereinsverwaltung

immer auf dem neuesten Stand, Programmaktualisierungen

werden automatisch eingespielt.

Dafür sorgen die Spezialisten im

DFB-Rechenzentrum. Sie bieten außerdem

ein größtmögliches Maß an Datenschutz

und Betriebssicherheit. „Bei uns sind die

Daten wesentlich sicherer aufgehoben, als

auf dem Computer des Schatzmeisters oder

Vorsitzenden“, so Kurt Gärtner, Geschäftsführer

der DFB-Medien. Ein Höchstmaß an

Datensicherheit wird gewährleistet, Zugriff

auf die Vereinsdaten hat nur der Verein

selbst. Das ist allein dem geschlossenen Benutzerkreis

des jeweiligen Vereins vorbehalten.

Einen weiteren Vorteil in der DFBnet-

Vereinsverwaltung sieht der Langener Joachim

Uhl in der besseren Mitgliederbetreuung.

„Die ist gerade heute besonders wichtig.

Es gab schon Austritte, weil Jubiläen

langjähriger Mitglieder vergessen wurden.“

Die DFBnet-Vereinsverwaltung bietet die

Möglichkeit, die Mitgliederdaten nach

unterschiedlichen Gesichtspunkten zu sortieren

– etwa für Statistiken – oder eben Listen

mit Geburtstagen und Vereinsjubiläen

zu erstellen. Zudem können Vorstandsmitglieder

die Software auch als Kommunika- ➤

DFBnet Verein: Weiterhin

zwei Jahre kostenlos

Eine gute Nachricht für alle Vereine, die auf der Suche nach einer innovativen und

effizienten Vereinsverwaltung sind: Die zweijährige kostenlose Nutzung der Online-Vereinsverwaltungssoftware

DFBnet Verein bleibt bis auf weiteres erhalten. Mit dieser Förderung

will der DFB einen Beitrag zur modernen Verwaltung in den Fußballvereinen leisten.

Mehr als 4.000 Vereine entdecken bereits die Vorzüge der Software DFBnet Verein.

Damit sich auch weitere Interessenten in Ruhe überzeugen können, stellt der DFB den

Mitgliedsvereinen seiner Landesverbände zusätzliche Freilizenzen zur zweijährigen Gratisnutzung

zur Verfügung. Nach diesen zwei Jahren kostet die Nutzung 99 Euro im Jahr

(inkl. Betriebs-, Wartungs-, Update- und Lizenzkosten). Dafür bekommen die Vereine

mehr Effizienz, einen besseren Überblick und ein Höchstmaß an Datensicherheit in der

Vereinsverwaltung.

Jeder, der sich für die Nutzung von DFBnet Verein entscheidet, wird von erfahrenen

Beratern betreut. Auch umfangreiche Anleitungen und Musterdateien sowie eine Demoversion

zeigen anschaulich, wie die Verwaltungssoftware eingesetzt werden kann. Zu

ausgewählten Themen gibt es Video- und Webschulungen. Außerdem erfolgt bei Bedarf

eine kostenlose Unterstützung beim Mitgliederimport bzw. bei der Übernahme der Altdaten.

Bei Interesse an diesem besonderen Angebot stehen unter www.dfbnet.org/verein

weiterführende Hinweise zur Verfügung. Dort gibt es auch Informationen zu „DFBnet

Finanz“, der internetbasierten Finanzbuchhaltung für Vereine, die als optionales Zusatzmodul

genutzt werden kann.

Fragen rund um die Vereinsverwaltung DFBnet Verein können jederzeit an vereinsverwaltung@dfbnet.org

gerichtet werden.


Ansprechpartner beim

Niedersächsischen Fußballverband

ist Hartmut Rodenbeck,

Telefon 05105-75160.

tionsplattform nutzen, Nachrichten hinterlassen

oder sich gegenseitig zuschicken.

Über einen Terminkalender können alle immer

über sämtliche Turniere, Veranstaltungen

und Events ihres Vereins auf dem Laufenden

gehalten werden.

Mehrspartenfähige

Mitglieder- und

Beitragsverwaltung

Joachim Uhl hat vor, die DFBnet-Vereinsverwaltung

nicht nur für seine Fußball-Abteilung

zu nutzen, sondern will

auch den Hauptvorstand davon überzeugen,

sie für die Organisation des gesamten

Vereins einzusetzen, der von Boule

bis Volleyball 18 Abteilungen hat. „Wir

suchen schon seit langem nach einem

geeigneten Programm, haben aber bislang

nichts gefunden, das unseren Ansprüchen

genügt.“ Die DFBnet-Vereinsverwaltung

ermöglicht die Zuordnung

der Mitglieder zu verschiedenen Abteilungen

mit verschiedenen Beiträgen. Der

Vorteil zur heute vielerorts üblichen Praxis,

dass Mitglieder, die in mehreren Ab-

Das Hochglanzmagazin des NFV

berichtet ausführlich über

die Talentförderung

und Trainerausbildung

in Niedersachsen.

Interessante Reportagen über

den Fußball in Niedersachsen

runden die informative Berichterstattung

ab.

Das Fußball-Journal Niedersachsen erscheint monatlich.

Es kann nur im Abonnement bezogen werden. Abonnements

zum Preis von 30 Euro für ein Jahr können bei der

NFV-Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH

Schillerstr. 4, 30890 Barsinghausen, bestellt werden.

Der Einzelpreis beträgt 3 Euro.

FUSSBALL

DFBnet-Vereinsverwaltung

teilungen eines Vereins aktiv sind, auch

auf entsprechend vielen Listen geführt

werden: In der DFBnet-Vereinsverwaltung

wird jedes Mitglied nur einmal geführt

und einer oder mehreren Abteilungen

zugeordnet, denen es angehört. Eine

aufwändige Information der einzelnen

Abteilungen entfällt, da die Vorstände direkten

Zugriff auf die Daten haben. Um

verschiedene Kompetenzen zu berücksichtigen,

lassen sich die Nutzungsrechte

auch individuell gestalten, so dass Funktionäre

oder auch Mitglieder die Daten

beispielsweise nur lesen, aber nicht ändern

oder gar löschen können.

Auch die Beiträge werden mit der

DFBnet-Vereinsverwaltung zentral verwaltet

und können über den Datenexport für

den Bankeinzug (DTA) erhoben werden.

Offene Posten und Beiträge sind per

Mausklick auf einen Blick erkennbar. Um

den Vereinen den Übergang zu erleichtern

und aufwändiges Eingeben der Daten eines

jeden Mitglieds von Hand zu ersparen,

hat die DFBnet-Vereinsverwaltung eine

Schnittstelle, über die Daten relativ unproblematisch

aus dem alten System ins neue

übernommen werden können. ■

NIEDERSACHSEN

DFB-Pokal: DFB-Pokal: Drei Drei

niedersächsische niedersächsische Klubs Klubs

träumen träumen von von Berlin Berlin

November 2009 19


U 17-Juniorinnen-Länderpokal

20

November 2009

Mit sieben Frischlingen

gelingt ein großer Wurf

NFV-Auswahl überrascht in Duisburg mit einem dritten Platz – Westenberger bescheinigt

vorbildlichen Mannschaftsgeist – Sieben Spielerinnen schnuppern erstmals Länderpokalluft

Die U 17-Juniorinnenauswahl des NFV hat

beim Länderpokalwettbewerb des DFB in

Duisburg-Wedau einen nicht für möglich

gehaltenen dritten Platz belegt. „Ich bin total

überrascht, wie gut die Auswahl den

Abgang von einigen Nationalspielerinnen

und Leistungsträgerinnen verkraftet hat.

Mit vorbildlichem Mannschaftsgeist haben

meine Mädchen diese deutliche Schwächung

kompensiert“, zog NFV-Trainer

Thorsten Westenberger nach dem Turnier

der 21 Landesverbände des DFB ein rundherum

zufriedenes Fazit.

Von PETER BORCHERS

Im vergangenen Jahr noch etatmäßige

NFV-Auswahlspielerinnen spielen Kristin

Demann, Lyn Meyer, Friederike Mehring

und Jalila Dalaf (alle Turbine Potsdam)

sowie Lena Petermann (Hamburger

SV) nach ihren Vereinswechseln heute

für die Landesauswahlmannschaften aus

Brandenburg bzw. Hamburg. Sie haben

Lücken hinterlassen, die eigentlich nicht

zu schließen sind. Doch Thorsten Westenberger

machte aus der Not eine Tu-

Die NFV-Auswahl glänzte im Spiel gegen Westfalen wie hier Anika Nohl (links) mit großem kämpferischem

Einsatz. Fotos: Borchers

gend und nominierte Spielerinnen, die

beim U 15-Turnier 2008 noch niemand

auf der Rechnung hatte. Mit Anika

Nohl, Simone-Nicole Niemann, Sarah

Stöckmann, Fabienne Stejskal, Amelie

Rose, Sabrina Buitmann und Lena

Steenken schnupperten gleich sieben

Spielerinnen erstmals Länderpokalluft.

„Alle haben 100 Prozent gegeben. Auch

meine ,Frischlinge‘ haben ihre Sache gut

gemacht. Das beweist, dass Niedersachsen

genügend Talente hat, die auch

nachträglich noch zum Auswahlkader

stoßen können“, sah sich der NFV-

Coach für seinen Mut zum Risiko belohnt.

„Das Sozialverhalten der Mädchen ist

top, ihr Umgang miteinander vorbildlich.

So eine pflegeleichte Truppe habe ich bisher

noch nicht gehabt“, weiß Westenberger,

wo der Schlüssel zu einem Erfolg zu

finden ist, den auch die DFB-Beobachter

um Trainer Ralf Peter den Niedersachsen

nicht zugetraut hatten. Stark im Kollektiv

verfügte die NFV-Auswahl dennoch über

drei Spielerinnen, die ihrem Trainer besonders

imponiert hatten. „Kapitän Jennifer

Bochmann hat ihre fußballerischen

Möglichkeiten voll ausgeschöpft und als

unermüdlicher Motivator geglänzt“, lobte

Westenberger seine Innenverteidigerin.

Stolz ist der Coach auch auf Linksverteidigerin

Pauline Peters, „die trotz eines

Trauerfalls in der Familie ihre Leistung abgerufen

und die Mannschaft unterstützt

hat.“ Und schließlich erntete auch Stürmerin

Vanessa Rohling ein Extralob: „Sie

hat einen deutlichen Entwicklungsschub

hinter sich, sorgt immer für Unruhe und

überzeugt als gute Verteilerin.“

Die NFV-Spiele

im Überblick

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

4:0 (2:0), Tore: 1:0 (7.) Stejskal, 2:0 (27.) Fiebig,

3:0 (39.) M. Gerkens, 4:0 (57.) Stejskal

Der deutliche Erfolg über Schleswig-

Holstein spiegelt nicht die anfängliche Nervosität

des NFV-Teams wider. Zwar gelang

durch Fabienne Stejskal (7.) die frühe Führung,

doch anschließend überließ die Westenberger-Auswahl

dem Gegner weitgehend

die Initiative. Der stand dicht vor dem

Ausgleich, ehe ein von Franziska Fiebig erfolgreich

abgeschlossener Konter (27.)

schließlich für die beruhigende 2:0-Halbzeitführung

der Niedersachsen sorgte. Nach

dem Wechsel erhöhten Maleen Gerkens

(39.) und erneut Fabienne Stejskal (57.),

doch fiel der verdiente NFV-Sieg sicherlich zu

hoch aus.

Niedersachsen – Westfalen 1:0 (1:0),

Tor: 1:0 (12.) M. Gerkens

Kämpferisch und spielerisch zeigte die

NFV-Auswahl ihre beste Begegnung. In einer ➤


Die Abschlusstabelle

1. Niederrhein 12: 1 8

2. Brandenburg 6: 1 7

3. Niedersachsen 9: 3 6

4. Hamburg 7: 1 6

5. Bayern 6: 2 6

6. Westfalen 13: 3 5

7. Württemberg 9: 4 5

8. Baden 5: 4 5

9. Hessen 10: 4 4

10. Saarland 6: 3 4

11. DFB U 15-Auswahl 8: 6 4

12. Sachsen 5: 8 4

Sachsen-Anhalt 5: 8 4

14. Bremen 5:15 4

15. Südwest 5: 6 3

16. Südbaden 3: 6 3

17. Mittelrhein 10: 7 2

18. Thüringen 4: 8 2

19. Rheinland 3: 7 2

20. Schleswig-Holstein 9:15 2

21. Berlin 2:10 2

22. Mecklenburg-Vorp. 0:20 0

chancenarmen Partie verdiente sie sich den

Sieg aufgrund ihres großen kämpferischen

Einsatzes. Zwar hatte Westfalen mehr Spielanteile,

doch eine gut organisierte NFV-Abwehr

ließ keine Chancen des Gegners zu.

Herausragend präsentierte sich Maleen Gerkens,

die nahezu alle Zweikämpfe gewann

und laut Westenberger „das stärkste Spiel

bestritt, das ich bisher von ihr gesehen habe.“

Glänzen konnte in der Verteidigung

auch Pauline Peters, die ihre Kontrahentin,

immerhin Nationalspielerin, fast gänzlich abmeldete.

Selbst eine enorme Schwächung

überstand die NFV-Auswahl schadlos. Als

Torfrau Linda Röttgers kurz vor Schluss verletzt

ausscheiden musste, sprang Jennifer

Bochmann für sie ein und hielt den „Kasten“

sauber.

Niedersachsen – Bayern 0:2 (0:2),

Tore: 0:1 (18.), 0:2 (26.)

Weil das Spiel gegen Westfalen viel

Kraft gekostet hatte, schonte Westenber-

ger zunächst Sophie Gerkens, Sarah Stöckmann,

Laura Prigge und Fabienne Stejskal

und nahm damit eine Schwächung seiner

Auswahl in Kauf. „Ich habe auf das letzte

Spiel gesetzt und gehofft, dass wir dann

mit einem Sieg noch ganz oben landen

könnten“, nannte der Trainer die Beweggründe

für seine Maßnahme. Bayern erwies

sich als der erwartet schwere Gegner

und siegte verdient. Erst im zweiten Spielabschnitt

konnte die NFV-Auswahl den

überlegenen Süddeutschen Paroli bieten

und das Spiel nun ausgeglichen gestalten.

Niedersachsen – Sachsen 4:1 (2:1),

Tore: 0:1 (8.), 1:1 (9.) Eckermann per Elfmeter

nach Foul an Rohling, 2:1 (28.) Fiebig

nach Vorarbeit Rohling, 3:1 (40.) und 4:1

(55.) Rohling

Zwei Tore vorbereitet, zwei Tore

selbst geschossen – Vanessa Rohling war

ohne Frage die Spielerin der Begegnung.

Niedersachsen startete ähnlich unsicher

U 17-Juniorinnen-Länderpokal

Haben allen Grund zur Freude über Rang 3 in Duisburg: Die U 17-Juniorinnen des NFV.

Bereitete zwei Tore vor und netzte zwei Mal ein: Vanessa Rohling (links) war die herausragende

Spielerin im Spiel gegen Sachsen.

wie gegen Schleswig-Holstein, konnte einen

frühen Rückstand aber postwendend

ausgleichen. War die 2:1-Halbzeitführung

gegen einen unangenehmen und laut

Westenberger „nickligen“ Gegner noch

glücklich, so fand die NFV-Auswahl in der

zweiten Spielhälfte immer besser in die

Partie und kämpfte Sachsen nieder. Dabei

machte sich insbesondere die Einwechslung

von Maleen Gerkens bezahlt, die im

zentralen Mittelfeld für Ruhe im NFV-Spiel

sorgte. Nervenstärke demonstrierte zudem

Kea Eckermann, die beim Elfmeter Verantwortung

übernahm und sicher verwandelte.

Das NFV-Aufgebot: Maleen Gerkens,

Sophie Gerkens, Simone-Nicole Niemann,

Amelie Rose, Fabienne Stejskal, Sarah

Stöckmann (alle Eintracht Immenbeck),

Jennifer Bochmann, Laura Prigge (beide

ATSV Scharmbeckstotel), Sabrina Buitmann,

Vanessa Rohling (beide Victoria

Gersten), Franziska Fiebig (VfL Wolfsburg),

Anika Nohl (MTV Wolfenbüttel), Pauline

Peters (SG Süderneuland/Leybucht), Linda

Röttgers (BW Papenburg), Lena Steenken

(BV Cloppenburg), Kea Eckermann (TuS

Obenstrohe). Trainer: Thorsten Westenberger;

Co-Trainerin: Tanja Schroten. ■

Sie waren auch dabei

Neben den U 17-Juniorinnen des

NFV standen auch zwei talentierte

U 15-Juniorinnen aus Niedersachsen

beim Länderpokal im Bickpunkt. Eine

U 15-Juniorinnenauswahl des DFB

nahm am Turnier als 22. Mannschaft

teil. Zum Team von DFB-Trainerin Bettina

Wiegmann gehörten u.a. die beiden

NFV-Auswahlspielerinnen Merle

Frohms (ESV Fortuna Celle) und Rieka

Windisch (Kickers Emden), die überzeugende

Auftritte im Nationaltrikot

ablieferten.

Als Unparteiische wurden zudem

die niedersächsischen Schiedsrichterinnen

Sina Dieckmann (TSG Ahlten),

Corinna Feldmann (SV Wietmarschen)

und Christin Junge (Turnerschaft

Westerhof) in Duisburg-Wedau eingesetzt.

November 2009 21


Gewaltprävention

22

Andreas Dill (rechts) von der Stiftung der Sparda-Bank Hannover überreichte den Projektpartnern einen Scheck in Höhe von 15.200 Euro. Von links:

Schulleiterin Regina Lies, Sportlehrerin Judith Steege, Nicole Teuber (Stadt Seelze), Frank Schmidt (Integrationsbeauftragter des NFV), Jens Günther,

Thomas Wahrendorff (beide Polizei Seelze). Foto: Kreuzer

„Netzwerk Schule-Polizei-Elternhaus

funktioniert immer besser“

Erfolgreiches Startjahr für NFV-Projekt „Fußball als soziales Medium“ in Seelze

Regeln erlernen! Regeln einhalten! Regeltreue

einfordern! – Unter diesem

Motto steht das Projekt „Fußball als

Medium sozialer Integration“, das seit dem

vergangenen Jahr in Seelze (Region Hannover)

angeboten wird. Partner sind die örtliche

Geschwister-Scholl-Schule, eine Hauptschule

mit 212 Schülerinnen und Schülern,

das dortige Polizeikommissariat, der Niedersächsische

Fußballverband sowie mit Beginn

des jetzigen Schuljahres die Stiftung der

Sparda-Bank Hannover.

Das als Pflichtunterricht (Arbeitsgemeinschaft

Fußball) durchgeführte Projekt

dient der Gewaltprävention. Es hat zum Ziel,

die Jugendlichen in den Bereichen Sport,

Konfliktlösung, Toleranz, Integration und

Regelwerk zu schulen und zu fördern. Der

Unterricht beinhaltet eine Übungsleiterausbildung,

bei der theoretische und praktische

fußballerische Kompetenzen vermittelt werden.

Angestrebt wird die Erlangung einer

Schiedsrichterlizenz und eines Teamleiterabschlusses.

Die ausgebildeten Unparteiischen

sollen anschließend in den örtlichen Vereinen

aktiv tätig werden.

„Wir konnten bei einzelnen Schülern

positive Verhaltensänderungen im täglichen

Schulumfeld bis hin zu Leistungsverbesserungen

registrieren. Das Netzwerk Schule-

Polizei-Elternhaus funktioniert immer besser.

Die gegenseitige Information führte bei vielen

Jugendlichen dazu, dass die Regeln im

Umgang miteinander verstärkt eingehalten

wurden“, zog Polizeioberkommissar Jens

Günther auf einer Pressekonferenz ein zufriedenes

Fazit über das erste Projektjahr.

Zusammen mit Judith Steege von der

Geschwister-Scholl-Schule ist Günther, ehemaliger

Torwart von Preußen Hameln und

November 2009

bis zur vergangenen Saison als Schiedsrichter

auf Ebene des NFV-Bezirks Hannover

aktiv, für die Durchführung der Arbeitsgemeinschaft

Fußball verantwortlich. Im ersten

Jahr nahmen von zunächst 20 Schülerinnen

und Schülern 15 regelmäßig teil.

Drei von ihnen bestanden im Juni die

Schiedsrichterprüfung und gehören nun

zur Unparteiischen-Zunft des NFV-Kreises

Hannover-Land. „Einer der Absolventen ist

schon jetzt regelmäßig als Spielleiter sowie

als Schiedsrichterassistent im höheren

Herrenfußballbereich im Einsatz“, berichtete

Jens Günther, der an der Geschwister-

Scholl-Schule seit Jahren als Kontaktbeamter

wirkt.

Die Leistungen von Günthers Schützlingen

können sich nicht nur im Bereich des

Schiedsrichterwesens sehen lassen. Anlässlich

des 100-jährigen Geburtstages des Rangierbahnhofes

in Seelze nahm eine Mannschaft

der Fußball-AG an einem Turnier der

Deutschen Bahn teil. „Die Jungs haben sich

gut präsentiert. Damit meine ich nicht nur

den erreichten dritten Platz, sondern auch

ihre Außendarstellung“, erklärte Günther.

Positiv wertete er darüber hinaus das ehrenamtliche

Engagement von vier Projektteilnehmern

bei der Einweihung eines örtlichen

Bolzplatzes.

Auf der Pressekonferenz im Gebäude

der Geschwister-Scholl-Schule stellte Schulleiterin

Regina Lies mit der Stiftung der Sparda-Bank

Hannover einen neuen Partner vor.

Die Stiftung wird das Projekt „Fußball als

Medium sozialer Integration“ in den kommenden

zwei Jahren mit einer Spende in

Höhe von 15.200 Euro unterstützen. Mit

diesem Betrag sind die Kosten für eine einheitliche

Kleidung der Teilnehmer, Übungs-

materialien (Regelhefte, Bälle, Leibchen,

usw.), Fortbildungsmaßnahmen (Besuch von

Fußballspielen, Referentenhonorar) sowie

die Unterbringung in der NFV-Sportschule

gesichert.

„Dass Sport im Bereich Gewaltprävention

viel bewirken kann, ist bekannt. Ich finde

es besonders positiv, dass dieses Projekt

auch weit über die Schulzeit hinaus wirkt.

Die Integration der Schüler in die Sportvereine

führt dazu, dass sie soziale Kompetenz

erlernen und sich langfristig in einer festen

Gemeinschaft weiter entwickeln können“,

begründete Andreas Dill, Vorstandsmitglied

der Sparda-Bank Hannover-Stiftung, das

Engagement seiner gemeinnützigen Organisation.

Zum jetzigen Schuljahr sind neun

Teilnehmer aus der Arbeitsgemeinschaft

Fußball ausgeschieden, da sie die Schule

verlassen haben. Die übrigen elf sind in

der AG verblieben. Die Kandidaten für

die frei gewordenen Plätze wurden von

Polizei und Schule gemeinsam ausgesucht.

Insgesamt sind es nunmehr vier

Schülerinnen und 16 Schüler (Klassen

8 bis 10) aus acht Nationen, die die aktuelle

Projektgruppe „Fußball als soziales

Medium“ bilden.

Die Schiedsrichterausbildung wird im

gleichen Maße wie im vergangenen Schuljahr

durchgeführt. „Wir wollen besonders

die Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr

motivieren, die Prüfung jetzt erfolgreich abzulegen“,

sagte Jens Günther. Auch bei der

Ausbildung zum Übungsleiter stehen jene

Jugendliche im Fokus, die im zweiten Jahr

dabei sind. Im Februar wird ein Blockunterricht

über vier Tage in der NFV-Sportschule

Barsinghausen stattfinden. -red-


Zu Gast in Barsinghausen

24

Die U 17-Nationalmannschaft

des DFB absolvierte

im Oktober einen Trainingslehrgang

in der Sportschule

Barsinghausen. Dort hat sie

sich auf die U 17-EM-Qualifikationsrunde

in Mazedonien

vorbereitet. Zum Aufgebot

von DFB-Trainer Stefan Böger

gehörten unter anderem Florian

Hartherz (VfL Wolfsburg)

und Jannis Pläschke (Hannover

96). In sieben Trainingseinheiten

konnten sich die

Spieler für die Europameisterschaftsqualifikation

(23.

bis 28. Oktober) empfehlen.

Jannis Pläschke hat seine

Chance genutzt und war

in Mazedonien dabei. Impressionen

vom Lehrgang in

Barsinghausen von REINER

KRAMER.

Von links: Jannis Pläschke, Stefan Böger und Florian Hartherz.

November 2009


Namen & Nachrichten

26

Egon Trepke, Vizepräsident

des Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV), nahm jetzt die Siegerehrung

der Norddeutschen Patienten-

Fußballmeisterschaft in Rehburg

(Kreis Nienburg) vor. Seit 2001 ist der

NFV Schirmherr dieses Turniers, an

dem in diesem Jahr neun Mannschaften

teilnahmen. Die Fußballer sind allesamt

Patienten aus psychiatrischen

Kliniken und Landeskrankenhäusern.

Die Fachabteilung Bad Rehburg stellt

das diesjährige Siegerteam. Den Fair-

Play-Pokal gewann die Mannschaft

der AWO Königslutter. Egon Trepke

(rechts) überreichte bei der Siegerehrung

einen Scheck des NFV über 525

Euro. Der Veranstalter bedankte sich

für das Engagement und betonte, wie

wichtig derartige Fußballturniere

sind: „Der Fußball spielt bei den Patienten

eine therapeutische Rolle. Bei

dem Turnier werden Verhaltensweisen

erprobt oder erlernt, das Miteinander

erlebt und die eigene Konfliktbewältigung

reflektiert.“ Foto: Privat

November 2009

Dirk Lindemann (2. von

links), Lehrwart im NFV-Kreis Lüneburg

und Ulf Drewes, dezentraler

Sportlehrer, haben jetzt drei Volunteers

für die Weltmeisterschaft 2010

in Südafrika ausgebildet. Henrike

Riemann, Charlotte Eggers und

Soenke Blank (von links) traten vor

einigen Tagen im Rahmen ihres Freiwilligen

Sozialen Jahres (FSJ) ihre

Reise nach Südafrika an. In Betzendorf

(Kreis Lüneburg) hatten sie zuvor

an einer DFB-Trainer C-Breitenfußball-Ausbildung

teilgenommen.

Damit leistete der NFV-Kreis Lüneburg

einen wichtigen Beitrag für das

Projekt des LandesSportBundes

(LSB). „Wir haben in diesem Lehrgang

zu unserer Trainerarbeit im

Verein weitere Aspekte kennen gelernt

und werden sie jetzt in Südafrika

ausarbeiten. Der Lehrgang

hat uns sehr viel gebracht und Spaß

gemacht“, erzählten die Drei übereinstimmend

vor ihrem Aufbruch

nach Südafrika. Foto: Privat

Coca-Cola-Fußballschule

– die fünfjährige Erfolgsgeschichte wird

ab 1. Januar 2010 unter einem neuen

Namen fortgeschrieben. Dann heißt sie

Sparkassen-Fußballschule. Der Niedersächsische

Fußballverband und Partner

Coca-Cola haben jetzt – wie schon in den

Vorjahren – Sponsoren zu einem Fußballnachmittag

in den Soccer-Court nach

Barsinghausen eingeladen. Unter dem

Motto „Fußballschule für Große“ stellten

die Gastgeber Michael Mai (hinten

rechts, Coca-Cola Süd-Niedersachsen)

Rene Schweimler (hinten 4. von links,

Fahrgastfernsehen Hannover) und NFV-

Direktor Bastian Hellberg (hinten links)

als Kapitäne schlagkräftige Teams auf

die Beine, die im fairen Wettstreit ihre

Fußballkünste vorführten. Da die Ergebnisse

an diesem Nachmittag nur zweitrangig

waren, hatten alle Beteiligten

ihre Freude am zwanglosen Fußballspiel.

Anschließend hörten sie sich noch

einen Vortrag von FIFA-Schiedsrichter

Florian Meyer (Burgdorf) an. Foto: Kramer


Namen & Nachrichten

28

Ansgar Pietschmann (hintere Reihe 2. von rechts), Berufspädagoge

und NFV-Mitarbeiter, verbrachte mit seiner Projektgruppe „Sport als Chance“

die Herbstferien in der NFV-Sportschule. Finanziert wird das Projekt durch die

Per-Mertesacker-Stiftung. Bei den Teilnehmern handelt es sich um zwölf Kinder

der 2. und 3. Klasse der Grundschule Saturnring aus Garbsen. Jeden Dienstag

und Donnerstag essen Pietschmann und sein Kollege Tino Messner mit

den Kindern gemeinsam zu Mittag, betreuen ihre Hausaufgaben und unterrichten

sie im „Fach“ Fußball. „Als wir im Februar 2009 begonnen haben, war

keiner der Jungs in einem Verein. Inzwischen bildet unsere Projektgruppe die

E-Jugend des Garbsener SC“, berichtet Ansgar Pietschmann. Der Spaß am

Fußballspielen ist allerdings nur eines von vielen Zielen dieses Projekts. Weitere

sind die Steigerung des Selbstwertgefühls durch Anerkennung im Sport, die

Stärkung des Körperbewusstseins sowie die Erfahrung einer stabilen Freizeitgestaltung.

Ein wichtiger Punkt in dem Förderkonzept ist die Nachhaltigkeit.

Pietschmann: „Die jetzige Gruppe wird in den nächsten acht Jahren zusammen

bleiben und von uns begleitet. Wir wollen die Jungs auf eine weiterführende

Schule oder zu einer Berufsausbildung führen.“ Foto: Finger

Nicole Brickwedel (vordere Reihe links) war eine von 18 Lehrerinnen und

Lehrern, die in der NFV-Sportschule am dreitägigen Lehrgang „Fußballspaß in der

Grundschule (Teil II)“ teilnahmen. Die Leitung hatte Joachim Bode (hinten links),

Leiter der Hannoveraner Peter-Petersen-Schule und Beauftragter Schulfußball im

NFV-Verbandsjugendausschuss. Unterstützt wurde Bode von NFV-Sportlehrer Marek

Wanik (vordere Reihe Mitte). Auf dem Stundenplan standen unter anderem

„Technikschulung im Fußball“, „Schulung der ballorientierten Koordination“,

„Schulung der Spielintelligenz“ und „Technikbeschreibung für die Lehrerinnen:

Dribbling, Finten, Passen, Torschuss“. „Die Evaluationsbögen haben ergeben, dass

alle den Kurs sehr gut fanden und gerne ein, zwei Tage mehr gehabt hätten“, erklärte

Klaas Brickwedel, Großcousin von Nicole und derzeit Praktikant in der NFV-

Abteilung Schulfußball, Integration & Projekte. Foto: Finger

November 2009

Gerd Taufmann (Mitte), ehemaliger Oberligaspieler

von Arminia Hannover und pensionierter Versicherungskaufmann,

nahm aus den Händen von NFV-Direktor

Bastian Hellberg (rechts) zwei Trikotsätze für seine

Fußballspielgruppe am Hannoveraner „Kinderkrankenhaus

auf der Bult“ entgegen. Seit fünf Jahren arbeitet der

65-Jährige in der dortigen Kinder- und Jugendpsychiatrie

mit Langzeitpatienten im Alter von sechs bis 18 Jahren.

Mindestens zwei Mal in der Woche bittet Taufmann seine

Gruppe zum Training. Eingebunden in das Projekt sind

zudem die Therapiestation für drogenabhängige Kinder

und Jugendliche, „Teen Spirit Island“, sowie das Kinderheim

„Güldene Sonne“. In der Behandlung spielt Fußball

eine große Rolle. „Fußball hilft beim Aufbau von Strukturen,

schafft ein Wir-Gefühl und vermittelt Werte wie

Pünktlichkeit, Fairness und das Einhalten von Regeln“, erklärte

Erzieher Siegfried Neumann (links) anlässlich der

Übergabe. „Zum Glück hatten wir Trikots übrig, die wir

entbehren können. Das Engagement von Gerd Taufmann

und seinen Kollegen an der Bult ist lobenswert. Ich habe

früher als Profi dort selbst Projekte unterstützt“, sagte

Hellberg gegenüber den Pressevertretern. Zugleich betonte

er, dass es sich hierbei um eine einmalige Aktion

handelt. Denn es gebe sonst zu viele weitere Projekte, die

ebenfalls um Unterstützung bitten „und das können wir

bei aller Berechtigung nicht leisten“. Foto: Finger


Frauenfußball

30

Einhundert Prozent Frauenfußball

Steffi Jones besucht emsländischen Zweitligisten Victoria Gersten –

Wanderausstellung zum Thema Mädchen- und Frauenfußball im Landkreis Osterholz

Die Frauenweltmeisterschaft 2011 in

Deutschland ist bereits jetzt in aller

Munde. Die Aktivitäten im Lande nehmen

zu. Das Fußball-Journal wird in loser

Folge Aktionen veröffentlichen, die

Werbung für den Frauenfußball darstellen.

In dieser Ausgabe berichten wir

über die Präsidentin des Organisationskomitees

(OK) für die WM 2011 Steffi

Jones, die vor kurzem den emsländischen

Zweitligisten Victoria Gersten besuchte.

Und über eine bemerkenswerte

Initiative im Landkreis Osterholz: In

einer Wanderausstellung bereitet die

Kommune zusammen mit dem Niedersächsischen

Fußballverband eine Bühne

für den Mädchen- und Frauenfußball.

Beide Ereignisse stellte REINER KRAMER

zusammen.

Dass der Frauenfußball sich immer größerer

Beliebtheit erfreut, ist nichts Neues.

Im emsländischen Dorf Gersten spielt er

schon seit vielen Jahren eine dominierende

Rolle. Denn dort ist der Frauenzweitligist

Eine junge Fußballerin, die für die Ausstellung

„Mädchen- und Frauenfußball im Landkreis

Osterholz“ Modell stand.

November 2009

Die Frauenmannschaft von Victoria Gersten

mit Steffi Jones (vorn sitzend links).

Victoria beheimatet. Mehrere Hundert Zuschauer

schauen sich regelmäßig die Spiele

an. Grund genug für die WM-Botschafterin

Steffi Jones, dem Verein einen Besuch abzustatten.

Einen Anlass gab es auch: Stürmerin

Martina Fennen wurde in der vergangenen

Saison in der 2. Frauen-Bundesliga, Staffel

Nord, Torschützenkönigin. Und einer Königin

macht Steffi Jones natürlich gerne den

Hof.

Fröhlich und umkompliziert zeigte sich

die OK-Präsidentin der Frauen-WM in Gersten:

Sie lächelte, scherzte und plauschte mit

den Spielerinnen und Ehrengästen, zu denen

unter anderem der 1. NFV-Vizepräsident

Eugen Gehlenborg (Garrel) und der neue

Fußballkreisvorsitzende des Emslandes Hubert

Börger gehörten. Keine Frage: Steffi Jones

ist eine tolle Sympathieträgerin des Frauenfußballs.

Im beschaulichen Gersten waren

die Zuschauer jedenfalls begeistert, weil sie

sich volksnah gab und alle Autogramm- und

Fotowünsche erfüllte. Hubert Börger gab

der Frauenmannschaft der Victoria ein großes

Kompliment: Sie sei das Aushängeschild

des emsländischen Fußballs. Die Mannschaft

habe bundesweit einen Bekanntheitsgrad.

Frauenfußball in Gersten bürgt für Qualität.

Das weiß jetzt auch Steffi Jones.

✽ ✽ ✽

Weniger mit präsidialer Unterstützung,

dafür aber mit viel Hilfe aus der Region

wurde im NFV-Kreis Osterholz eine Ausstellung

ins Leben gerufen, die den Titel trägt:

„100 % WEIBLICH – Mädchen und Frauenfußball

im Landkreis Osterholz“. Die Initiatoren

haben sich für die Titel entschieden, weil

nach ihrer Ansicht in der öffentlichen Wahrnehmung

fast nur der Männerfußball dominiert.

Allein im Kreis Osterholz spielen derzeit

50 Mädchen- und Frauenfußballmannschaften.

Mit Unterstützung namhafter Sponsoren

(insbesondere Kreisparkasse Osterholz,

Volksbank Osterholz und Stadtwerke Osterholz-Scharmbeck)

ist es dem Landkreis gelungen,

eine Wanderausstellung zu konzipieren

und zusammenzustellen. Unterstützt

haben das Projekt außerdem NFV-Funktio-

Steffi Jones beim Autogramme-Schreiben.

näre des NFV-Kreises Osterholz, Eckehard

Schütt (Vorsitzender), Helmut Schneeloch

(Vorsitzender des Jugendausschusses), Fred

Michaelsky (Vorsitzender des Lehrausschusses),

Jürgen Stenken (Vorsitzender des Spielausschusses),

Michael Bierwald (Beauftragter

für Mädchenfußball) und Ralf Strömer

(VSK Osterholz).

In der Ausstellung wird in lockerer und

unterhaltsamer Weise über die Geschichte

des Mädchen- und Frauenfußballs im Landkreis

Osterholz seit den 70er Jahren informiert.

Für ein Fotoshooting konnten sich aktive

Fußballerinnen ab 16 Jahren bewerben

(siehe Foto). Mit professionellem Styling

wurden auf dem Fußballplatz Fotos geschossen

und damit die weibliche und sehr

ästhetische Seite des Fußballs dokumentiert.

Zu dieser Ausstellung gibt es einen 44-seitigen

Katalog, in dem alle Fotos abgebildet

sind. Exemplare können per Telefon (04791-

930 245) erworben werden.

Nachdem die Ausstellung für einige

Wochen im Foyer des Kreishauses zu sehen

war, geht sie jetzt auf Wanderschaft. Nämlich

durch die Gemeinden des Landkreises

Osterholz (Weitere Informationen unter

info@landkreis-osterholz.de ).


Ehemalige Stars – was machen sie heute?

32

Der vorlaute Straßenfußballer

Er war ein Techniker, wie Trainer sich ihn wünschen. Torgefährlichkeit und

Durchsetzungsvermögen zeichneten MATZE GIESEL aus. Mit Hannover 96 schaffte

er 1985 das „Aufstiegs-Wunder“, bei Schalke 04 kämpfte er nach einem

schweren Trainingsunfall vergeblich um sein Comeback im Profifußball.

Von HUBERT MEYER

Es gibt Leute, die reden lange und

man fragt sich, was sie meinen. Andere

sprechen Klartext. „Der Fuß war

zur Seite weggeklappt und das Schienbein

schaute unten heraus.” Wir sind zu

Gast beim Versicherungskaufmann Martin

Giesel (46). Ein Name, der seine Visitenkarte

ziert, der aber für Fußballfans

nur bedingt tauglich ist. In Hannover

kennen sie ihn schlicht nur als „Matze”.

Ein Spitzname, den er trägt wie ein Markenzeichen,

verliehen, als er früher noch

Fußballer war und bei Hannover 96 für

Furore sorgte.

Matze Giesel – immer vorlaut, aggressiv,

fast arrogant selbstbewusst und vor allem

eines: ein exzellenter Straßenfußballer.

Bis er 1988 an einem feuchtkalten Februarmorgen

im Schneeregen auslief

und in ein Loch trat. Ende einer hoffnungsvollen

Karriere oder wie Matze Giesel es

sagt: „Schlimm, böse, traurig.”

November 2009

25 Jahre alt war der Mittelfeldspieler

zu diesem Zeitpunkt und stand eigentlich

am Anfang einer großartigen Laufbahn.

Im Jahr zuvor war er von Hannover 96

zu Schalke 04 gewechselt. Spielte mit

Toni Schumacher und Olaf Thon in

„Königsblau“. Bis zu jenem Moment im

Abschlusstraining vor dem Spiel beim

1. FC Kaiserslautern.

Zwei Jahre mühte er sich anschließend,

um wieder zurückzukehren, arbeitete

beim Physiotherapeuten Bernd Restle in

Düsseldorf. Doch so sehr er auch trainierte,

die seinerzeit fürchterlich zerfetzte

Kapsel versagte wieder hergestellt ihren

Dienst. Keine Beweglichkeit mehr im

Sprunggelenk, die einer Profibelastung

standhalten würde. Aus der Traum. Invalidität.

Doch zurück zu den Anfängen. Sein

Stern ging auf bei Arminia Hannover. Ein

Techniker, der das mitbrachte, was Trainer

sich so sehr wünschen: Torgefährlichkeit

und Durchsetzungsvermögen. Matze be-

Für Schalke 04 bestritt Martin Giesel in der Saison 1987/88 17 Bundesligaspiele (1 Tor). Am 5. September

1987 unterlagen die „Königsblauen“ um Toni Schumacher (links) und Giesel beim VfB

Stuttgart mit 0:4. Foto: imago

saß beides. Schon sein Laufstil mit den abgewinkelten

Ellbogen vermittelte Aggressivität.

Er wollte immer den Ball und er

wollte ihn ins Netz setzen. Ergebnis: Torschützenkönig

in der Oberliga und das als

Mittelfeldspieler! „Wir hatten damals

Charly Mrosko als Coach. Ein bekloppter

Trainer und ich ein bekloppter Spieler – das

passte.”

Mit 18 Jahren war er schon im Visier

der Bundesligisten. Borussia Dortmund

wollte ihn, Werder Bremen ebenfalls und

natürlich Eintracht Braunschweig. Doch

bodenständig wie er war und auch heute

noch ist, entschied er sich später für Hannover

96. Viele Bilder als stumme Zeitzeugen

schmücken die Wände seiner Allianz-

Agentur in der Hannoveraner Kokenstraße.

Er steht auf und zeigt auf einen Ausschnitt

der Bild-Zeitung aus dem Jahr

1985. „Als Absteiger gehandelt – in der

Bundesliga gelandet: Das Aufstiegs-Wunder”.

Er lacht und man spürt noch seinen

Stolz über diese Leistung mit Hannover 96.

In der Tat war dieser Coup einer blutjungen

Mannschaft, in der neben Matze

Giesel beispielsweise Bastian Hellberg, Michael

Gue, Uwe Ronge oder Frank Hartmann

standen, einzigartig. „Von 18 Trainern

haben uns 17 als Absteiger gehandelt,

nur einer sah uns auf einem Nichtabstiegsplatz.”

Dieser eine war natürlich Giesels

Lieblingstrainer Werner Biskup. Der

schaffte, was niemand für möglich hielt,

weil er einen Generationswechsel vollzog

und neben Glück auch viel Gespür für die

Klasse seiner „Jungen Wilden” besaß: den

Bundesligaaufstieg. Giesel: „Er war wie

ein Vater für uns. Wir waren seine Kinder.”

Doch die Kinder wuchsen heran und

mussten erkennen, dass Trainerjobs nur

geringe Halbwertzeiten besaßen und andere

Fußball-Lehrer andere Philosophien

favorisierten. „Nach Biskup kam Jörg Berger,

der nach acht Spielen und acht

Niederlagen rausgeschmissen wurde.”

Nach dem Abstieg gelang zwar ein Jahr

später unter Wähling der Wiederaufstieg,

doch Giesel („Mit unserer Topqualität hätten

wir gar keinen Trainer gebraucht”)

fühlte sich von Trainer und Vorstand gemobbt

und wählte den Weg nach Gelsenkirchen.

„Man sagte mir, dass ich nicht

mehr ins sportliche Konzept passe.”

Als er nach der langen Reha-Zeit erkennen

musste, dass der Profifußball nicht

mehr seine Welt sein würde, ließ sich der

gelernte Einzelhandelskaufmann zum Versicherungskaufmann

umschulen. „So bin

ich quasi in der Branche gelandet, die mich

nach meinem Unfall bezahlt hat”,

schmunzelt er heute und verweist auf seine

mittlerweile 19-jährige Agenturtätigkeit

in der Kokenstraße.

Vom Fußball allerdings hat er nie lassen

können. Als Trainer mit dem TuS Da- ➤


venstedt, der in der Kreisliga spielt, ist er

dreimal aufgestiegen und auch während

wir sprechen, organisiert er per Handy ein

Promispiel mit seinen alten Kameraden.

Als Spieler hat er es natürlich auch noch

mal versucht. Zwar nicht im Profibereich -

wegen der Invalidität – doch im Amateurbereich

sorgte er beispielsweise dafür, dass

Ricklingen 1996 aus der Oberliga in die

Regionalliga aufstieg. „Mit Dieter Schatzschneider

als Trainer haben wir es geschafft

und der Clou war, dass Hannover

96 damals aus der zweiten Liga abstieg

und wir ein Jahr gemeinsam in der gleichen

Klasse spielten.”

Doch in Ricklingen, wo er Kapitän war

und drei Jahre spielte, musste er gleich

zwei harte Schicksalsschläge hinnehmen.

Zuerst erlitt er einen Kreuzbandriss, dann

diagnostizierten Ärzte bei ihm Hodenkrebs.

Er erinnert sich heute, da er den

Krebs längst überstanden hat, sogar mit

einem Lächeln an die Frage des behandelnden

Mediziners seinerzeit. „Herr Giesel,

haben Sie vielleicht mal einen Ball in

den Unterleib bekommen?” Matzes Antwort:

„Mindestens 500!”

Schließlich war da noch die Geschichte

mit seinem alten Lieblingstrainer. „Werner

Biskup hatte in Osnabrück angeheuert

und es irgendwie geschafft, dass Frank

Hartmann, Bastian Hellberg und ich dort

noch einmal unterschrieben haben.” Mit

Carsten Surmann kickte bereits ein alter

Weggefährte an der Bremer

Brücke. „Zuerst haben wir uns

gesträubt, doch dann hat Biskup

gesagt, dass wir es ihm

schuldig sind, ihn wenigstens

für einen Tag zu besuchen. Er

ist mit uns ins Stadion gefahren

und hat Frank Hartmann

einen Ball ins Tor schießen lassen.

Dann hat er gesagt: Frank

stell’ Dir vor, 8000 Zuschauer

hätten Dein Tor jetzt gesehen.

So hat er den Frank eingefangen

und uns schließlich alle

weich geklopft.” Die „Familie”

wieder vereint, doch zum

Happyend kam es nicht.

„Wir haben nach einem Jahr

Regionalliga den Aufstieg

verpasst.”

Danach war Schluss

und Hannover hatte Matze

endgültig wieder. Und hier

wird er bleiben bis zur Rente?

„Wenn nichts Gravierendes

mehr passiert”. Was

könnte das schon sein?

Werner Biskup ist offenbar

keine Gefahr mehr, denn er

arbeitet nicht mehr als Trai-

ner, sondern als Scout des

1. FC Köln. Aber wer kann

sich bei Matze Giesel

schon sicher sein? ■

Ehemalige Stars – was machen sie heute?

Auf der Pinnwand in seinem Büro hat Martin „Matze“ Giesel Impressionen seiner Karriere und seines Lebens festgehalten. Foto: Meyer

Bei der Mannschaftsvorstellung im Juli 1983 zeigte sich Martin

Giesel erstmals im Dress von Hannover 96. Zuvor hatte er das

blaue Trikot des Lokalrivalen Arminia getragen. Foto: imago

November 2009 33


Bulgarienreise

34

Das Treffen der Reiseteilnehmer in der

NFV-Sportschule erfolgte bereits am

Sonntag, 13. September. Per Bus fuhren

wir dann am nächsten Tag von Barsinghausen

zum Flughafen Hannover und von

dort ging es mit dem Flieger über München

nach Sofia. Hier mussten wir erst einmal unsere

Uhren der bulgarischen Zeit anpassen

und eine Stunde vorstellen. Dieses sollte am

Abend noch für etwas Verwirrung sorgen,

aber dazu später mehr. Am Flughafen in Sofia

wartete bereits unser Dolmetscher Georgi

Tutundjiev mit dem Bus auf uns und wir

machten uns auf den Weg in Richtung Plovdiv,

der Heimatstadt von Georgi. Die Straßen

in Bulgarien sind teilweise sehr holprig, was

unsere Jungs aber nicht von einem kleinen

„Schläfchen“ abhalten konnte. Andere wie

z.B. „Auwi“ Winsmann, Helge Kristeleit,

Frank Gunia und einige Spieler vertrieben

sich mit einer Runde Skat die etwas mehr als

90-minütige Busfahrt.

Vor Ort konnten wir zügig im Fünf-Sterne-Hotel

„Novotel“ einchecken. Hier wurden

zunächst die Trainingsanzüge und T-

Shirts für die Mannschaft sowie die Delegation

verteilt. Anschließend ging es zum Essen

in das hoteleigene Restaurant. Alle trafen

pünktlich ein, doch „Max“ Hartwig hätte

fast den Treffpunkt verpasst, weil er seine

Uhr noch nicht umgestellt hatte.

Eine Delegation des bulgarischen Fußball

Verbandes empfing uns im Restaurant

und wünschte uns einen schönen Aufenthalt.

Am Abend ging die Mannschaft dann

noch geschlossen auf einen kleinen „Erkundungsspaziergang“

in die Stadt. Um 22 Uhr

war schließlich Bettruhe angesagt.

Die Delegation saß noch etwas länger

mit den Vertretern des bulgarischen Verbandes

bei einem Glas Wein zusammen. Hierbei

erwiesen sich die guten Französisch-Kenntnisse

von Helge Kristeleit als sehr hilfreich.

Einige der bulgarischen Gastgeber konnten

ebenfalls sehr gut Französisch und wir durften

uns somit auf einen zweiten Dolmetscher

neben Georgi Tutendjiev verlassen.

Am Dienstag, 14. September, stand das

erste Training der Mannschaft auf dem Programm.

Die Einheit wurde geleitet von

Hans-Werner Hartwig und Georgi Tutundjiev.

Jürgen Betzold konnte leider nicht auf

November 2009

„Max“ Hartwig und die

knurrenden Hunde von Sofia

U 17-Junioren des NFV waren eine Woche lang zu Gast in Plovdiv und Sofia –

Gelungene Mischung aus Kultur und Sport – Aus dem Tagebuch von Frank Gunia

Die Reise gehört längst zum festen Programmpunkt

im Sportschulkalender

des NFV. Seit 1997 fliegen die U 17-Junioren

des NFV jeweils in den Herbstferien

nach Bulgarien. Ziele sind dort

Plovdiv, die zweitgrößte Stadt des Landes,

und die Hauptstadt Sofia. Beim

diesjährigen Besuch auf dem Balkan

führte Frank Gunia, Mitglied im Verbandsjugendausschuss

des NFV, vom

14. bis 21. September ein Reisetagebuch.

Beim 5:0-Erfolg über Slavia Sofia war Christopher Stern mit diesem Kopfball für die NFV-Auswahl

erfolgreich. Fotos: Kristeleit

dem Platz stehen, da er sich kurz vor dem

Abflug nach Bulgarien einen Nerv im Rücken

eingeklemmt hatte. Auf der Anlage trainierten

zeitgleich die Profis von Lok Plovdiv.

Nachdem Lok das Training beendet hatte,

spielten „Auwi“ Winsmann, Helge Kristeleit

und Frank Gunia eine Runde „Fußballgolf“,

bei der „Auwi“ mit seinen fußballerischen

Fähigkeiten glänzen konnte.

Am Nachmittag stand die Besichtigung

der Altstadt in Plovdiv auf dem Programm.

Plovdiv ist die zweitgrößte Stadt des Landes

(ca. 340.000 Einwohner). Die Stadt breitet

sich im westlichen Teil der Oberen Thrakischen

Tiefebene, an beiden Seiten der Mariza,

dem längsten bulgarischen Fluss, auf

sechs Hügeln aus. Sie liegt ca. 150 Kilometer

südöstlich von Sofia. Plovdiv kann mit reicher

und bewegter kulturgeschichtlicher

Vergangenheit aufwarten.

Ein Höhepunkt war sicherlich die Besichtigung

des „Römischen Amphithea-

ters“, das im 2. Jahrhundert nach Christus

errichtet wurde. Es liegt im südlichsten Eingang

der Festung über einem Autotunnel.

Das Theater wurde unter dem römischen

Kaiser Marcus Aurelius aus Marmor angelegt

und gehört in Bulgarien zu den gut erhaltenen

Baudenkmälern aus dieser Zeit.

Vom Theater aus bietet sich ein sehr

schöner Ausblick über die ganze Stadt. Im

Mai/Juni treffen sich hier Künstler und

Kunstliebhaber zu den Opern-Festtagen.

Den Opern von Verdi sind im Amphitheater

spezielle Veranstaltungen im Juni vorbehalten.

Tags darauf durften sich die erwachsenen

Mitglieder der NFV-Delegation an einer

„Weinprobe“ erfreuen. Zu dieser Runde gesellten

sich Atanas Angelov (Jugend-Scout

Lok Plovdiv), Tschavdar Muratev (ehemaliger

Jugendkoordinator, Trainer und Betreuer

von Lok Plovdiv) und Stefan Kostadinov

(Sponsor der Jugendabteilung von Lok Plov- ➤


Michail Kassabov, Vizepräsident des Bulgarischen Fußballverbandes, begrüßte die niedersächsische

Delegation anlässlich des Spiels der bulgarischen Jugend-Nationalmannschaft gegen die

NFV-Auswahl und überreichte NFV-Vize „Auwi“ Winsmann eine Erinnerungsplakette.

div). Es wurde ein sehr geselliger Abend, an

dem Freundschaften geschlossen und gefestigt

wurden und sich unser Vizepräsident

„Auwi“ Winsmann beim Spielen auf einem

Dudelsack versuchte. Zum Abschluss gab es

noch eine Torte mit den Wappen von Lok

Plovdiv und dem NFV, welches die langjährige

Freundschaft noch einmal in einem sehr

schönen Bild darstellte.

Zur Belohnung für einen 2:1-Sieg in

letzter Minute gegen die Mannschaft von

Lok Plovdiv ging es am nächsten Tag nach

dem Training auf die Kart-Bahn. Nach einer

Proberunde lieferten sich die Spieler mit Helge

Kristeleit und Frank Gunia spannende

Kämpfe um die Plätze auf dem Siegerpodest.

In den kleinen ca. 100 Kilogramm

schweren Karts wurden Geschwindigkeiten

von bis zu 60 km/h erreicht. Einige Akteure

konnten durch sehr gute Rundenzeiten

glänzen. Andere wiederum hatten einen

„Dreher“ zu verzeichnen oder unternahmen

einen Ausflug ins Kiesbett. Alle „Piloten“

konnten jedoch mit einem breiten Grinsen

Die NFV-Delegation in der Altstadt von Plovdiv.

die Bahn wieder unbeschadet verlassen.

Wollen wir nur hoffen, dass unsere Jungs

nach dem Erhalt des Führerscheins etwas

besser in der Spur bleiben.

Nachdem wir uns alle wie „Schumi“

gefühlt hatten, fuhren wir per Taxi zu einem

größeren Einkaufszentrum, wo sich die

Jungs mit zum Teil sehr günstigen Markenartikeln

eindeckten.

Am Abend besuchten wir ein Restaurant,

welches sich das „lustige Dorf“ nennt.

Hier ist der Name Programm. Als Vorspeise

gab es „Rinderzunge“, eine bulgarische

Spezialität. Das Hauptgericht, eine Auswahl

aus verschiedenen Fleischsorten, wurde auf

überdimensionalen Fladenbroten serviert.

Die Beilage war wie in den Tagen zuvor Salat,

bestehend aus Gurken und Tomaten mit

reichlich Schafskäse garniert. Nach dem Essen

wurden wir mit einer circa einstündigen

Show aus Gesang, Polonaise und Bauchtanz

unterhalten.

Als wir am 18. September von Plovdiv

Richtung Sofia fuhren, war es für die bulga-

Bulgarienreise

rische Hauptstadt sehr schwer, uns zu überzeugen,

da Plovdiv die Messlatte schon sehr

hoch gelegt hatte. „Das Hotel, die Stadt und

auch das Essen in Plovdiv waren super“, zogen

Jonas Sonnenberg und Steffen Diek

(beide VfL Wolfsburg) eine kurze Zwischenbilanz

der ersten Tage. Aber auch in Sofia

wurden sie nicht enttäuscht.

Die Unterbringung erfolgte im Hotel

Tzarsko Selo, einem sehr komfortablen, eleganten

und modernen Vier-Sterne-Hotel,

welches am südlichen Stadtrand von Sofia

am Fuße des Vitosha-Gebirges gelegen ist.

Es verfügt über mehrere Besonderheiten,

wie z.B. den eigenen Rasenplatz, Pools und

die Wellnessanlage, welche dieses Hotel von

anderen unterscheidet. Die Zimmer sind in

mehreren kleinen Häusern (Villen) über das

Gelände verteilt. An Langeweile ist nicht zu

Sportlich

erfolgreich

Im Rahmen ihres einwöchigen Bulgarienaufenthalts

bestritten die U 17-

Junioren des NFV drei Testspiele. Dabei

hinterließ die Mannschaft von NFV-

Trainer Hans-Werner Hartwig einen

hervorragenden Eindruck.

Zunächst setzten sich die NFV-Junioren

verdient mit 2:1 (1:1) über ein

Nachwuchsteam des bulgarischen

Erstligisten Lok Plovdiv durch. Die Führung

der Niedersachsen erzielte Heiko

Visser (VfL Oldenburg) in der 20. Minute.

Nach dem Ausgleich der Gastgeber

(33.) war es Marcel Hinz (Kickers

Emden), der im zweiten Spielabschnitt

das Siegtor (79.) für die NFV-Auswahl

markierte. Neben dem Torschützen

Visser erntete auch Ilias Papdopulos

(Hannover 96) ein Sonderlob von Trainer

Hartwig.

Nach dem Sieg über Lok Plovdiv

verzeichneten die Niedersachsen zwei

weitere Erfolgserlebnisse. Gegen die

bulgarische Nationalmannschaft gab

es ein 3:3–Unentschieden, wobei das

NFV-Team in einem tollen Spiel bei

strömendem Regen einen möglichen

Sieg verpasste. Durch einen Doppelschlag

von Ilias Papadopoulos (Hannover

96, 7., 12.) und einen weiteren

Treffer von Christopher Stern (Hannover

96, 31.) führte die NFV-Auswahl

bereits mit 3:0. Aber nach zahlreichen

Wechseln ging der Spielfluss verloren

und die bulgarischen Gastgeber konnten

durch Treffer in der 35., 63. und

76. Minute doch noch unerwartet ausgleichen.

Mit einem deutlichen 5:0 (1:0)-

Erfolg endete die abschließende Partie

für hoch überlegene Niedersachsen

gegen Slavia Sofia. Dabei hätte

der Sieg durchaus höher ausfallen

können. Die Treffer für die NFV-Auswahl

erzielten David Chamorro (VfL

Wolfsburg, 34.) per Foulelfmeter,

Christopher Stern (Hannover 96, 47.),

Tim Wohlfahrt (Hannover 96, 54.),

Heiko Visser (VfL Oldenburg, 69.)

und Michael Thielke (VfL Wolfsburg,

73.). bo


November 2009 35


Bulgarienreise

36

denken. Zum Hotel gehören zudem ein eigener

Tennisplatz (Kunstrasen) und ein Billardtisch.

In der Wellnessanlage gibt es ein

Schwimmbad, einen Whirlpool, eine finnische

Sauna, ein türkisches Dampfbad, eine

„Kräutersauna“ und eine „Eiskammer“, um

sich nach einem Saunagang wieder abzukühlen.

Ein sehr schöner Pavillon aus Holz mit

einem kleinen Wasserfall lädt zum Verweilen

ein. Selbst eine kleine Kirche bzw. Moschee

ist in dem Hotelgelände integriert. Am Tage

unseres Spiels fand dort eine Hochzeit statt.

Die Küche lässt keine Wünsche offen

und das Personal war freundlich und zuvorkommend.

Die Zimmer verfügen über gehobenen

Standard (Fernseher, Minibar etc.)

und sind großzügig geschnitten. Alles in allem

ist das Hotel in jeglicher Hinsicht empfehlenswert.

„Wir wären gerne noch ein

paar Tage länger geblieben“, brachte es

David Chamorro vom VfL Wolfsburg auf

den Punkt.

Die Landeshauptstadt von Bulgarien

hat ca. 1,5 Millionen Einwohner und ist damit

die größte Stadt des Landes. Die Großstadt

Sofia schafft viele Arbeitsplätze und

Menschen aus dem ganzen Land kommen

dort hin, um Arbeit zu finden.

„In der Stadt gibt es viele streunende

Katzen und Hunde. Die Katzen sind häufig

in Restaurants und ,betteln’ an den Tischen,

um etwas zu essen zu bekommen“, wussten

Tizian Goudschaal (VfL Oldenburg) und

Marcel Hinz (Kickers Emden) nach dem ersten

Tag in der Stadt zu berichten.

Auch mit Hunden hatte unsere Mannschaft

ein ganz besonderes Erlebnis. Als die

Gruppe, gemeinsam mit Trainer „Max“

Hartwig zum Auslaufen unterwegs war, traf

sie auf dem Rückweg zum Hotel auf mehrere

Hunde. Diese versperrten unserer Mannschaft

knurrend und mit gefletschten Zähnen

den Weg zurück zum Hotel. Nach einem

Umweg, auf dem sich unser Team auch

noch verlaufen hatte, kehrten alle dennoch

unversehrt wieder zum Hotel zurück.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten

von Sofia zählt die Patriarchenkathedrale

„St. Alexander Nevski“. Das beeindruckende

Kirchen-Denkmal wurde vom bulgarischen

Volk in Erinnerung an die tausenden

russischen, bulgarischen, ukrainischen, mol-

November 2009

„Auwi“ Winsmann versuchte sich in Plovdiv

im Dudelsackspiel.

dawischen, finnischen und rumänischen Soldaten

aufgebaut, die im Jahre 1877 bis

1878 für die Befreiung von Bulgarien von

der türkischen Sklaverei gefallen sind.

Der erste Stein wurde 1882 gelegt und

1924 wurde die Kirche fertig gestellt. Die

Kathedrale steht auf einer Fläche von ca.

2600 m 2. Der Turm ist 52 m hoch und es befinden

sich zwölf Glocken darin. Die größte

Glocke hat einen Durchmesser von drei Metern

und wiegt 11.758 Kilogramm. Der Petersburger

Architekt A. Pomerancev gestaltete

das Design der Kirche.

Die mit Blattgold überzogenen Kuppeln

sind schon aus weiter Ferne sichtbar. Die Kathedrale

hat fünf Seitenschiffe. Der Hauptaltar

ist Alexander Nevski gewidmet. Im Inneren

der Kirche sind aufwendige Wandmalereien,

die von russischen und bulgarischen

Bulgarisch-deutsche Freundschaft: Die Wappen des NFV und des gastgebenden Fußballvereins

Lok Plovdiv zierten diese „Fußballtorte“.

Künstlern angefertigt wurden. Außerdem

sind italienische Mosaiken aus mehrfarbigem

Marmor, Buntglasfenster sowie riesige

Leuchter zu bewundern. Die Kirche ist nicht

ohne Grund einer der Besuchermagnete in

Sofia.

Am letzten Tag unserer Reise besuchten

wir das Lokalderby zwischen CSKA Sofia

und Levski Sofia. Die Gruppe um Julian

Rupprecht, Christopher Stern (beide Hannover

96), Patrick Drewes (VfL Wolfsburg), Heiko

Visser und Steven Müller-Rautenberg

(beide VfL Oldenburg) fasst die Eindrücke

des Spiels wie folgt zusammen: „Zu diesem

Spiel kamen rund 20.000 Zuschauer, obwohl

in das Stadion ca. 40.000 Leute passen.

Die Fangruppen der Teams wurden in

ihren jeweiligen Tribünenhälften von vielen

Polizisten getrennt. Jedoch hinderte sie das

nicht daran, Feuerwerkskörper zu zünden.

Außerdem gab es keine Nummerierung der

Sitzplätze und keinen Verkauf von Bier und

Bratwürstchen. Lediglich eine Frau mit einem

kleinen Korb verkaufte Wasser und

Sonnenblumenkerne sowie Schokoriegel.“

Im Stadion herrschte eine agressive,

emotionale Stimmung. Die Fans feuerten ihre

Teams mit Gesängen, Bengalos, Raketen

sowie zahlreichen Feuerwerkskörpern an.

Das Spiel begann sehr verhalten und insgesamt

war es eine Begegnung auf schwachem

Niveau. Dabei erzielte Ivan Stoyanov in

der 14. Minute das 1:0 für CSKA. Die Mannschaft

machte weiterhin Druck und hätte

zur Halbzeit durchaus höher führen können.

In der zweiten Halbzeit kam Levski etwas

besser ins Spiel und konnte sich einige

Chancen erarbeiten. In dieser Phase des

Spiels wäre ein Ausgleich durchaus verdient

gewesen. Jedoch konnte CSKA in dieser

Druckphase einen Konter fahren und auf

2:0 erhöhen. Das Tor in der 64. Minute erzielte

Kostadin Stoyanov. Bei diesem Spielstand

blieb es schließlich.

Am Montag, 21. September, wurden

wir um 9.30 Uhr von einem Bus zum Flughafen

nach Sofia gefahren. Wie auf der Hinreise

flogen wir über München nach Hannover,

wo schon Thomas Strietzel mit einem Bulli

auf uns wartete. Die Spieler traten ihre

Heimfahrt zu den Wohnorten mit der Bahn

an oder wurden von ihren Eltern am Flughafen

abgeholt. ■

Die NFV-Delegation

Das Aufgebot von NFV-Verbandssportlehrer

Hans-Werner Hartwig

bildeten David Chamorro, Steffen

Dieck, Patrick Drewes, Jonas Sonnenberg,

Michael Thielke (alle VfL Wolfsburg),

Andre Grube, Ilias Papadopoulos,

Julian Rupprecht, Christopher

Stern, Tim Wohlfahrt (alle Hannover

96), Matti Grahle, Tizian Goudschaal,

Heiko Visser, Steven Müller-Rautenberg,

Marcel Ackmann (alle VfL Oldenburg),

Lennard Meyer (VfL Osnabrück)

und Marcel Hinz (Kickers Emden).

Delegation: Leiter August-Wilhelm

Winsmann (NFV-Vizepräsident),

Jürgen Betzold (DFB-Koordinator Bezirk

Weser-Ems), Frank Gunia (NFV-

Verbandsjugendausschuss), Helge

Kristeleit (Referatsleiter Jugend), Georgi

Tutundjiev (NFV-Organisator und

Dolmetscher) und André Kleefeld

(Physiotherapeut) sowie die Spieler.


Namen & Nachrichten

38

Ein halbes Dutzend Niedersachsen, ein

halbes Dutzend Tore, technische und taktische Raffinesse

sowie sehenswerte Kombinationen – die deutsche U 18-Nationalmannschaft

hat im Emsland viele neue Freunde gewonnen.

In der Meppener Vivaris-Arena feierte das Team

von DFB-Trainer Marco Pezzaiuoli einen 6:0 (4:0)-Erfolg über

Algerien. Dabei stand mit Lennart Thy (Werder Bremen,

ehemals JFV Norden) ein ehemaliger NFV-Auswahlspieler

als zweifacher Torschütze im Blickpunkt. Zu den Torschützen

zählte auch Kevin Scheidhauer (VfL Wolfsburg, Bildmitte

beim Torjubel). Zudem setzte Pezzaiuoli mit Willi Evseev

und Christopher Avevor zwei Spieler von Hannover 96 ein

und baute mit Gerrit Nauber (Bayer 04 Leverkusen, ehemals

VfL Osnabrück) auf einen weiteren ehemaligen Auswahlspieler

des NFV. Auch Christopher Buchtmann (FC Liverpool)

hat als Ex-Spieler von Hannover 96 niedersächsische Wurzeln.

Schiedsrichter der Begegnung war Thorsten Schriever

(Otterndorf). Hubert Börger, Vorsitzender des NFV-Kreises

Emsland, freute sich über die Vergabe des Spiels nach Meppen

und die ordentliche Kulisse von 1670 Zuschauern in der

Vivaris-Arena. Die war nicht unbedingt zu erwarten gewesen,

weil nur wenige Stunden nach der Partie das vorentscheidende

WM-Qualifikationsspiel der deutschen A-Nationalmannschaft

gegen Russland in Moskau (1:0) angepfiffen

wurde und die deutsche U 20-Nationalmannschaft bei der

Weltmeisterschaft in Ägypten gegen Brasilien (1:2 n.V.) um

den Einzug ins Halbfinale spielte. bo/Foto: Dr. Werner Scholz

Gäste aus Polen. Im Rahmen

der Kooperation des NFV mit

dem Fußballverband Großpolen

waren zwei polnische Nachwuchsteams

im September eine

Woche lang zu Gast in der NFV-

Sportschule. Dabei kam es auch zu

Vergleichsspielen mit Mannschaften

aus der Region. Die B-Junioren

der Fußballschule in Posen unterlagen

dem TSV Havelse mit 0:7

und dem HSC Hannover mit 1:4.

Die polnischen D-Junioren spielten

gegen Havelse 0:0 und verloren

gegen Hannover 96 mit 1:3.

Höhepunkt ihres Deutschland-

Aufenthaltes war für die jungen

Polen der Besuch des Niedersachsenderbys

in der Fußball-Bundesliga

zwischen dem VfL Wolfsburg

und Hannover 96 (4:2). Betreut

wurden die beiden Teams von

NFV-Mitarbeiter Dariusz Szubert

(hintere Reihe, 3.v.r.). bo

November 2009

NFV-Promiteam beendet

die Spielzeit mit einem 7:0

Am 11. September trat die Prominentenmannschaft

des NFV (weißes Trikot) unter

den Augen des NFV-Präsidenten Karl Rothmund

erstmals zu einem „Heimspiel“ in

Barsinghausen an. Der letzte Sieg des Jahres

mit 7:0 gegen die Allstars aus Barsinghausen

war gleichzeitig das Abschiedsspiel

als „Aktiver“ von Teammanager Asmus

Weber (hockend Mitte). Stadionsprecher

Manfred Finger konnte zahlreiche Promis

gebührend empfangen. „Fußballgott“

Carsten Linke, WM Botschafterin Britta

Carlson, 96 Legende Dieter Schatzschneider,

das Mainzer Urgestein Christof Barbatz

und viele andere hatten sich zum Kick für

den guten Zweck gegen die „Basche Allstars“

im August-Wenzel-Stadion getroffen.

Auch im nächsten Jahr haben interessierte

Vereine wieder die Möglichkeit, gegen

die Profis von einst anzutreten. Anfragen

können weiter an Asmus Weber (Mail

asmus.weber@lotto-niedersachsen.de) gerichtet

werden.


Namen & Nachrichten

Vorbilder ausgezeichnet.

Im Fair-Play-Cup-Wettbewerb des NFV

sind sie in der vergangenen Saison

von den auf Bezirksebene spielenden

Jugendmannschaften zu den fairsten

Trainern ernannt worden. Dafür erfuhren

zehn niedersächsische Nachwuchstrainer

(Foto) jetzt eine besondere

Würdigung. Mit der Einladung

zum Besuch des Bundesligaspiels zwischen

dem VfL Wolfsburg und Borussia

Mönchengladbach (2:1) sprachen

der NFV und Wettbewerbssponsor

AOK – Die Gesundheitskasse für

Niedersachsen den vorbildlichen Trainern

ein besonderes Dankeschön aus.

Auch der VfL Wolfsburg honorierte

das Engagement der Übungsleiter und

lud ein zur Besichtigung der „Volkswagen-Arena“

und des „Nachwuchs-

Leistungszentrums“, wo Leiter Bernhard

Janssen das Talentförderkonzept

der „Wölfe“ vorstellte. Begrüßt worden

waren die Trainer zunächst durch

NFV-Vizepräsident Egon Trepke, während

der Fair-Play-Beauftragte des

NFV, Heinz-Dieter Ebeling, und die

Fair-Play-Cup-Referenten der vier

NFV-Bezirke, Gerd Walter (Weser-

Ems), Neidhard Paul (Braunschweig),

Herbert Schaper (Hannover) und Carsten

Böder (Lüneburg) sowie NFV-Jugendreferatsleiter

Helge Kristeleit und

AOK-Vertreter Edo Christophers die

Trainer zum Spiel begleiteten. Ausgezeichnet

wurden: Uwe Abels (C-Junioren

BSC Burhafe), Ralf Wilhus (B-Junioren

JSG Borstel), Reiner Tienken (C-

Junioren SV Lilienthal Falkenberg), Ronald

Nagel (B-Junioren FC Eldagsen),

Uwe Stucki (A-Junioren MTV Schandelah),

Sven Maschel (B-Junioren MTV

Schandelah), Karsten Bratherig (C-Junioren

SSV Plockhorst), Heiner Zaps

(B-Junioren Germania Leer), Thomas

Dinter und Ulrich Schäfer (beide C-Junioren

TSV Bassum). bo/Foto: Kristeleit

Stefanie Baars und Kirsten Schönfeld sowie 34 männliche Kollegen haben jetzt in zwei Lehrgängen in der NFV-Sportschule Barsinghausen

mit Erfolg die Prüfung einer DFB-/NFV-Jungtrainer-Ausbildung abgelegt. Die Lehrgänge standen unter der Leitung von Willi Lies, Schulfußballbeauftragter

des NFV-Bezirks Braunschweig. Zu den Ausbildern gehörten ferner Joachim Bode, Schulfußballbeauftragter im Verbandsjugendausschuss, NFV-Mitarbeiter

Ansgar Pietschmann, Jan-Philipp Brömsen, Schulfußballbeauftragter im NFV-Kreis Northeim-Einbeck, und der dezentrale NFV-Sportlehrer Ulf Drewes. Die erfolgreichen

Absolventen des ersten Lehrganges (Foto oben): Lukas Bracht (TSV Martfeld), Lukas Bünnemeyer (SV GW Mühlen), Sven Cordes (TSV Ottersberg),

Philipp Gräber, Johannes-Henrik Klose (beide SV Obernkirchen), Denis Hillmann (SG Rodenberg), Fabian Holst (VfL Westercelle), Finn und Ole Jacobskötter,

Fynn Warnken (alle TSV Fischerhude), Jan Klindworth (TSV Apensen), Michael Lampe, Henrik Noelke (beide SC Steinhude), Raphael Looschen (BV Garrel), Nico

Mavridis (FC Stadthagen), Pascal Senning (SC Marklohe 63), Tim Siegler (MTV Riede), Benjamin Thake (SV Beckedorf) und Marc Ulrich (SC Langenhagen). Im

zweiten Lehrgang (Foto unten) waren erfolgreich: Stefanie Baars (TSV Eintracht Essinghausen), Moritz Casper (Polizei SV Hannover), Gytis Clausen, Julian

Wendland (beide TSV Abbehausen), Steffen Daug (TuS Woltersdorf), Sebastian Dietrich, Sören Hatesuer (beide TuS Davenstedt), Tobias Feldmann, Marco

Reinke (beide 1. FC Germania Egestorf/Langreder), Hendrik Freimuth (TuS Westerende), Pascal Migura (TuS Bröckel), Kirsten Schönfeld (SC Winkum), Nick-

Alexander und Robin Smolka (beide Freie Turnerschaft Braunschweig), Andre van der Werff (SV Jennelt-Uttum), Tobias Volkmer (SC Lüchow), David Weber

(Hespe). Fotos: Borchers

November 2009 39


40

Das Fair Play-Siegerteam des SV Scharnebeck. Fotos: Kramer

Anschauungsunterricht in der Hamburger

NORDBANK-Arena. Die Mannschaft

des SV Scharnebeck sah beim

Bundesligatopspiel des HSV gegen Bayer Leverkusen

zwar keine Tore, aber in Taktik, Disziplin

und Raumaufteilung erhielten die Spieler

des Lüneburger Kreisligisten zumindest einige

interessante Lehrbeispiele. In Sachen

Fairness brauchten die Spieler des SV ohnehin

keinen Nachhilfeunterricht. Denn wer in

einer Saison in 30 Spielen lediglich 28 gelbe

Karten kassiert, ist in puncto Fairness vorbildlich.

Die Scharnebecker belegten im VGH-

Fairness-Cup in der Saison 2008/2009 unter

1073 Teams einen hervorragenden 2. Platz.

Als Belohnung erhielten sie ein rustikales Mittagessen

und den Besuch des Bundesligaspiels

in Hamburg.

November 2009

Faires Verhalten schon

in jungen Jahren erlernt

Trainer des SV Scharnebeck Vater des Fair Play-Erfolgs –

Landesweit auf Platz zwei im VGH-Fairness-Cup

Eine Szene aus dem Bundesligaspiel Hamburger

SV gegen Bayer Leverkusen (0:0).

Foto: imago

Wer in die Gesichter der Fußballer des

SC Scharnebeck schaut, könnte auf die Idee

kommen, dass ein A-Junioren-Team unterwegs

ist. Und in der Tat: Die meisten Spieler

sind erst in dieser Saison ins Herrenteam gewechselt.

Jung, erfolgreich und fair: So lautet

die Kurzbeschreibung dieser Mannschaft.

Denn auch in dieser Saison haben die Scharnebecker

in zehn Spielen erst acht gelbe Karten

erhalten. Und in der Tabelle stehen sie

mit acht Siegen und einem Unentschieden

und einer Niederlage derzeit auf Platz 1.

Bei so vielen positiven Ergebnissen ist

die Suche nach dem Erfolgsrezept interessant.

Kapitän Heiko Feyer, mit 30 Jahren gehört

er schon zum etwas älteren Semester, ist

nicht nur locker drauf, sondern auch witzig:

„ Zu uns schicken sie die jungen und zumeist

noch unerfahrenen Schiedsrichter,

weil die Verantwortlichen

wissen, dass wir niemandem

etwas antun.“ Die

Fair Play-Rangliste gibt ihm

fast Recht.

Auf die Frage, woran es

liegt, dass die jungen Spieler

so diszipliniert auftreten,

antwortet der Routinier:

„Unser Trainer in der vergangenen

Saison hat ihnen

schon in jungen Jahren beigebracht,

dass faires Verhalten

häufig zum Erfolg führen

kann.“ Ein weiser Satz. Carsten

Lorenzen und sein Co-

Trainer Karsten Diekhoff haben

die richtige Mischung

gefunden. Seit dieser Saison

trainiert Frank Dühring das

Kreisligateam. Er setzt die

Fair Play-Erfolgsgeschichte

fort und ist auch erfolgreich.

Heiko Feyer und seine

Mitspieler sind nach eigener

Einschätzung topfit und haben eine gute

Kondition. „Wir schießen die meisten Tore

erst in der zweiten Halbzeit und laufen nicht

hinter unseren Gegenspielern her, sondern

greifen viel lieber an“, verrät Käpt’n Feyer.

Deshalb feiert der SV Scharnebeck auch

so viele Siege. Lüneburgs VGH-Regionaldirektor

Martin Aude ehrte das Kreisligateam

und sprach von einer „ausgesprochen respektablen

Leistung“, die der Kreisligist in der

vergangenen Saison erzielt habe. „Ihr seid

Vorbilder vor allem für jüngere Spieler und

habt zum harten Spiel einen Kontrapunkt gesetzt.

Ihr habt eine außergewöhnliche Leistung

vollbracht“, lobt Aude. Es gebe nichts

Besseres, als eine sportlich erfolgreiche Saison,

gepaart mit Fairness, zu spielen.

Reiner Kramer

VGH-Regionaldirektor Martin Aude (links) überreicht den Fairnesspokal

an den Mannschaftskapitän Heiko Feyer. Rechts Scharnebecks

ehemaliger Trainer Carsten Lorenzen.


DFB-Schul-Cup

Mädchen aus Papenburg

bleiben ungeschlagen

Beim Turnier in Rust reicht es für die „Bundessieger der Herzen“ aber „nur“ zu Rang 3 –

Jungen der Herderschule Lüneburg werden Siebter

Das Sportgymnasium Magdeburg als

Vertreter von Sachsen-Anhalt bei den

Mädchen und das Sportgymnasium

Dresden (Sachsen) bei den Jungen haben

den DFB-Schul-Cup 2009 gewonnen. Auch

die Mannschaften aus Niedersachsen schlugen

sich im Europapark Rust beachtlich. Die

Schülerinnen der Europaschule Gymnasium

Papenburg erreichten einen hervorragenden

dritten Platz und verpassten die Deutsche

Meisterschaft nur knapp. Das Jungenteam

der Herderschule Lüneburg überzeugte

ebenfalls mit einem siebten Rang.

15 Jungen- und 16 Mädchenmannschaften

(eine pro Bundesland) hatten sich

als Sieger des Schulfußballwettbewerbs „Jugend

trainiert für Olympia“ in der Altersklasse

IV (1996 bis 1999) in den Bundesländern

qualifiziert und damit die Teilnahme am DFB-

Schul-Cup perfekt gemacht. Ausgerichtet

wurde die Veranstaltung vom Deutschen

Fußball-Bund (DFB) in Kooperation mit der

Deutschen Schulsportstiftung und den Baden-Württembergischen

Fußball-Verbänden.

Auf dem Spielfeld ungeschlagen reichte

es für die Mädchen aus Papenburg dennoch

„nur“ zu einem dritten Rang in Rust. Lehrer

Carsten Wiepking kommentierte trotzdem

begeistert: „Wir waren mit dem späteren

deutschen Meister aus Magdeburg auf

Augenhöhe. Unsere Mädchen sind Bundessieger

der Herzen.“

Als Sieger hatten die Papenburgerinnen

ihre Vorrundengruppe beendet, nachdem es

im Auftaktspiel gegen das Gymnasium Johanneum

Homburg/Saar ein 2:2-Unentschieden

gegeben hatte und anschließend

die Anne-Frank-Grundschule Teltow mit 4:0

und das Schulzentrum Findorff Bremen mit

9:1 bezwungen werden konnten. Im Viertelfinale

überzeugte das Team aus Papenburg

erneut mit einem 3:1-Sieg über die Bodelschwingh-Schule

Bielefeld und konnte auch

im Halbfinale nicht vom Sportgymnasium

Magdeburg bezwungen werden. Da die

Magdeburgerinnen aber den vorgeschalteten

Technikwettbewerb gewannen, zogen

sie in das Finale ein, während die Spielerinnen

von Carsten Wiebking sich mit dem

Spiel um Rang 3 begnügen mussten. Hier

wurde mit 2:1 ein weiterer Sieg über die

Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt erzielt.

Das Mädchen-Team aus Papenburg:

Franziska Peil, Sabrina Schmitz, Anna Hüntelmann,

Kira Jürgens, Maren Antons, Laura

Bohmann, Vera Wolters, Anna Konken, Derya

Örnek, Wiebke Wacker; Lehrer: Carsten

Wiepking und Bernhard Stier.

Endergebnis Mädchen: 1. Sportgymnasium

Magdeburg, 2. Bertold-Brecht-Schule

Nürnberg, 3. Europaschule Gymnasium

Papenburg, 4. Carl-von-Weinberg-Schule

Frankfurt, 5. Freihof-Gymnasium Göppingen,

6. Staatl. Thüring. Rhön-Gymnasium

Kaltensundheim, 7. Bodelschwingh-Schule

Bielefeld, 8. Gymnasium Johanneum Hom-

Dürfen stolz auf Rang 3 beim DFB-Schul-Cup in Rust sein: Die Fußball-Mädchen der Europaschule

Gymnasium Papenburg.

burg/Saar, 9. Fritz-Reuter-Schule Parchim,

10. Max-Planck-Gymnasium Trier, 11. Anne-

Frank-Grundschule Teltow, 12. Schulzentrum

Findorff Bremen, 13. Stechlinsee-

Grundschule Berlin, 14. Max-Planck-Gymnasium

Kiel, 15. Erich-Kästner-Gesamtschule

Hamburg, 16. Gymnasium Engelsdorf.

„Die Sportinternate und sportbetonten

Schulen aus den neuen Bundesländern haben

einen Riesenvorsprung. Da waren wir

letztlich chancenlos. Dennoch haben wir uns

prima in Rust verkauft“, zog Klaus Schreiber,

Lehrer der Herderschule Lüneburg, nach

dem DFB-Schul-Cup ein zufriedenes Fazit. In

der Vorrunde hatten die Lüneburger Jungen

jeweils mit 3:1 gegen das Max-Planck-Gymnasium

Saarlouis und die Grundschule Albert

Einstein Caputh gewonnen und gegen die

Max-Planck-Realschule Bad Krotzingen eine

1:3-Niederlage hinnehmen müssen. Als

Gruppensieger erreichten sie das Viertelfinale.

Dort gab es eine 2:5-Niederlage

gegen die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt

und auch das Qualifikationsspiel für die

Plätze 5 bis 8 ging mit 0:3 gegen die Christopherusschule

Rostock verloren. In der

Partie um Rang 7 war schließlich erneut

das Max-Planck-Gymnasium Saarlouis Gegner

der Lüneburger und wurde mit 4:1 bezwungen.

Die Mannschaft aus Lüneburg: Finn

Kahlsdorf, Eric Mergemeier, Marvin Schröder,

Max Wolf, Niklas Mey, Sönke Reers, Vin-

cent Brockelmann, Benedict Chandra, Jan

Kerschke, Luka Weißbach; Lehrer: Klaus

Schreiber.

Endergebnis Jungen: 1. Sportgymnasium

Dresden, 2. Carl-von-Weinberg-Schule

Frankfurt, 3. Sekundarschule Hans Schellheimer

Magdeburg, 4. Pierre-de-Coubertin-

Gymnasium Erfurt, 5. Christopherusschule

Rostock, 6. Gesamtschule Alter Teichweg

Hamburg, 7. Herderschule Lüneburg, 8.

Max-Planck-Gymnasium Saarlouis, 9. Staatliches

Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern,

10. Leibnitz-Gymnasium Essen, 11. Bertold-Brecht-Schule

Nürnberg, 12. Friedrich-

Engels-Gymnasium Berlin, 13. Realschule

Hinterweil Sindelfingen, 14. Grundschule Albert

Einstein Caputh, 15. Friedrich-Paulsen-

Schule Niebüll

Die Max-Planck-Realschule Bad Krotzingen

(Baden-Württemberg) spielte als Nachrücker

außer Konkurrenz mit.

Eine Mannschaft bestand in Rust aus

zehn Spielerinnen oder Spielern. Gespielt

wurde auf Kleinfeldern mit 5x2-Meter-Toren.

Vor den Spielen „Sieben-gegen-Sieben"

mussten alle zehn Spielerinnen oder Spieler

drei verschiedene Technikübungen (Dribbeln,

Passen, Torschuss) absolvieren. Die

Leistung der gesamten Mannschaft floss im

Sinne einer „Handicap-Regelung" ins Spiel

ein. Der Spielstand zu Beginn des Fußballspiels

ergab sich aus den zuvor durchgeführten

Übungen.

November 2009 41


Jugend trainiert für Olympia

42

Von DIETER OHLS UND JENS DYMKE

Ende September fand in Berlin das

Bundesfinale des Schulwettbewerbes

„Jugend trainiert für Olympia“ statt.

Rund 4000 Sportler aus acht Sportarten -

alles Landessieger in ihren Bundesländern -

trafen sich zu diesem sportlichen Höhepunkt

in der Bundeshauptstadt. In den seit

Jahren von sportbetonten Schulen der neuen

Bundesländer dominierten Fußball-

Wettbewerben sorgten die Schülerinnen

aus Bad Bevensen mit einem dritten Platz

für die beste niedersächsische Platzierung

seit Jahren.

Weniger erfolgreich schnitten die weiteren

Teilnehmer aus Niedersachsen beim

Vergleich der Landesmeister der 16 Bundesländer

ab, die im Juni die Landesmeisterschaften

in Barsinghausen gewonnen hatten.

Dieter Ohls, Jugendobmann und

Schulfußballbeauftragter des NFV-Bezirks

Weser-Ems, verfolgte in Berlin die Fußballwettbewerbe

der Jungen und Mädchen

und führte für das NFV-Journal ein Turnier-

Tagebuch.

Die Spiele der Niedersachsen in der

Übersicht:

WK II Jungen (Jahrgänge 1993 bis

1995), Gymnasium Bad Nenndorf (Bezirk

Hannover)

Kader: Andre Bartels, Rouven Bräunig,

Benno Steege, Jan Fibbe, Phil Krispin, Bastian

Hattendorf, Julian Hein, Marek Lescher,

Nico Schikora, Düzgun Askin, Steffen Oberländer,

Marco Schwandt, Christoph Manthei,

Thorben Tschertner, Björn, Simon,

Niklas Richter, Betreuer: Heinz Wellmann/

Peter Schikora

November 2009

Sensationeller 3. Platz

beim Bundesfinale

Schülerinnen aus Bad Bevensen erreichen in Berlin die beste

niedersächsische Platzierung seit 1996 – Teams aus Niedersachsen glänzen

mit sportlichem Ehrgeiz und hervorragendem Auftreten

Erreichten beim Bundesfinale in Berlin einen sensationellen dritten Platz: Die Schülerinnen aus

Bad Bevensen.

Vorrunde Gruppe A

Gymnasium Bad Nenndorf – Pierre-de-

Coubertin-Gymnasium Erfurt 0:3, Gymnasium

Bad Nenndorf – Gesamtschule Alter

Teichweg Hamburg 0:1, Gymnasium Bad

Nenndorf – Lausitzer Sportschule Cottbus

0:2

Gruppen-Platz 4 für Gymnasium Bad

Nenndorf (0:6 Tore, 0 Punkte)

Platzierungsspiel 9 bis 16: Gymnasium

Bad Nenndorf – Alstergymnasium

Henstedt-Ulzburg 0:1

Qualifikation für die Plätze 13 bis

16: Gymnasium Bad Nenndorf – Oscar-Paret-Schule

Freiberg a.N. 0:2

Spiel um Platz 15: Gymnasium Bad

Nenndorf – Elly-Heuss-Schule Wiesbaden

0:3

Turniersieger wurde das Team des Pierre-de-Coubertin-Gymnasiums

Erfurt.

Hatte das Team aus Bad Nenndorf gerade

beim Bezirksentscheid in Hannover

und beim Landesentscheid in Barsinghausen

am Limit gespielt, aber dank mannschaftlicher

Geschlossenheit die Turniere

häufig in den letzten Spielminuten entschieden,

stellten die Gegner in Berlin

schier unüberwindbare Hindernisse dar –

besonders in deren Abwehrbereichen.

So beschäftigte sich der betreuende

Lehrer Heinz Wellmann denn auch nicht

lange mit den unterschiedlichen Ausgangslagen

der vertretenen Teams, sondern

sprach Klartext: „Die Trauben hingen sehr

hoch – wir haben bravourös gekämpft und

trotzdem verloren. Bekannte Kooperationspartner

stehen einigen Schulen zur Seite, so

u a. dem Gymnasium Obervieland Bremen

(Werder Bremen), Theodolinden München

(München 1860/Bayern München), Gesamtschule

Berger Feld Gelsenkirchen

(Schalke 04), Lausitzer Sportschule (SC

Cottbus). Man sah in Berlin in dieser Altersklasse

Fußball auf höchstem Niveau.“

Leider konnten die Bad Nenndorfer

den Ausfall von zwei Leistungsträgern (Auslandsaufenthalt

von Marek Lescher, Verletzung

von Rouven Bräunig) nicht kompensieren

und so das Leistungsvermögen vom

Landesentscheid nicht konservieren.

Die mitgereiste Eltern-Fangruppe sah

sechs Niederlagen, wobei die Niedersachsen

in den Spielen gegen die Gesamtschule

Alter Teichweg Hamburg (0:1) und das Alstergymnasium

Henstedt-Ulzburg (0:1) ohne

Weiteres auf Augenhöhe spielten.

WK III Jungen (Jahrgänge 1995 bis

1997), Gymnasium Oesede (Bezirk

Weser-Ems)

Kader: Mathias Bensmann, Laurin

Hülsmann, Lennard Maßmann, Dennis Rosemann,

Kai Schönhoff, Valentin Schulz,

Alexander Holtmeyer, Marius Rohmann,

Yannik Lietzke, Simon Adamietz, Nico Pottebaum,

Marius Zumstrull, Lars Igelbrink,

Joel Okpure, Amir Redzic, Betreuer: Dieter

Keil, Christoph Benzmann

Vorrunde Gruppe B

Gymnasium Oesede – Klaus-Groth-

Schule Tornesch 1:0, Gymnasium Oesede –

Sportgymnasium Neubrandenburg 0:1,

Gymnasium Oesede – Schul- und Leistungssportzentrum

Berlin 0:3

Gruppenplatz 3 für Gymnasium Oesede

(1:4 Tore, 3 Punkte)

Platzierungsspiel 9 bis 16: Gymnasium

Oesede – Gymnasium Obervieland

Bremen 0:4

Qualifikation für die Plätze 13 bis

16: Gymnasium Oesede – Elly-Heuss-Schule

Wiesbaden 5:3 n.E.

Spiel um Platz 13: Gymnasium Oesede

– Klaus-Groth-Schule Tornesch 2:0

Turniersieger wurde das Otto-Hahn-

Gymnasium Karlsruhe.

Innerhalb von zwei Jahren war das

Gymnasium aus Oesede bereits das zweite

Mal in Berlin dabei – aus dem Vorjahr war

noch das halbe Team übrig geblieben.

Konnte man 2008 mit etwas mehr Glück

noch Platz 10 belegen, so reichte es diesmal

in der Endabrechnung zum 13. Rang.

Dabei ging es im ersten Match vielversprechend

los: Feldüberlegen und spielerisch

reifer konnten die Schleswig-Holsteiner

aus Tornesch mit 1:0 bezwungen werden

– ein Einstand nach Maß!

Im nächsten Spiel sollte es schon darum

gehen, ob man im Endeffekt unter die

besten acht Teams kommen sollte oder

nicht. Man kam leider nicht! Denn: Obwohl

die Oeseder dem Gegner vom Sportgymnasium

aus Neubrandenburg Paroli bieten ➤


konnten und genügend Chancen besaßen,

nahm das Unheil seinen Lauf. Nach einem

Passfehler in der gegnerischen Hälfte

brachten die Neubrandenburger den Ball

schnell nach vorne und schossen zum Endstand

von 1:0 ein. Im dritten Gruppenspiel

gegen die hoch favorisierten Schüler vom

Schul- und Leistungssportzentrum Berlin

gab es ein deutliches 0:3 gegen einen Gegner,

der ausgeglichener besetzt war und als

Kooperationspartner von Hertha BSC einfach

„eine Nummer zu groß war“. Dadurch

mussten die Oeseder in den weiteren Spielen

um die Plätze 9 bis 16 antreten.

Gegen das Gymnasium Obervieland

Bremen (Kooperationspartner von SV Werder

Bremen), bestückt mit DFB-Auswahlspielern,

verpennte man den Beginn völlig

und lag nach kurzer Zeit bereits so deutlich

zurück, dass man sich frühzeitig auf die

weiteren Spiele konzentrieren konnte.

Gegen die Wiesbadener lagen die Oeseder

Jungen kurz vor Schluss in Führung,

verließen aber wohl schon in Gedanken als

Sieger den Platz. So kamen die Hessen unmittelbar

vor dem Schlusspfiff zum Ausgleichstreffer.

Die Osnabrücker Vorstädter

bewiesen im Elfmeterschießen schließlich

die besseren Nerven und konnten sich mit

5:3 durchsetzen.

Den Abschluss des Turniers bildete das

Duell, das bereits zu Beginn des Turniers

stattfand: Wieder waren die Tornescher die

Gegner. Konsequent wurden diesmal die

Torschancen ausgenutzt und Oesede ging

mit einem 2:0-Sieg vom Platz, was in der

Endabrechnung Platz 13 bedeutete. Fazit

vom sportlichen Leiter Christoph Bensmann:

„Berlin war wieder ein tolles Erlebnis

– auch aus der Sicht einer Schule, die nicht

sportbetont ist und dennoch zum zweiten

Mal hintereinander am Bundesfinale teilnehmen

konnte. Das hat in der Schule eine

gewisse Euphorie ausgelöst mit der Folge,

dass jetzt auch in anderen Sportarten Kooperationsmöglichkeiten

ausgelotet werden,

um im Wettbewerb ,Jugend trainiert

für Olympia’ für weitere Furore zu sorgen.“

WK II Mädchen (Jahrgänge 1993 bis

1995), Angelaschule Osnabrück (Bezirk

Weser-Ems)

Kader: Madeline Möller, Birte Ostendorf,

Diane Spoida, Luisa Bergmann, Lena

Stallkamp, Linda Frische, Franziska Langenhorst,

Henrieke Otte, Maria Plegge, Danina

Knue, Betreuer: Geert Nyhoff

Vorrunde Gruppe A

Angelaschule Osnabrück – Sportschule

Potsdam „Friedrich Ludwig Jahn“ 0:8, Angelaschule

Osnabrück – Sportgymnasium

Jena 0:2, Angelaschule Osnabrück – Gesamtschule

Alter Teichweg Hamburg 1:0

Gruppen-Platz 3 für Angelaschule Osnabrück

(1:10 Tore, 3 Punkte)

Platzierungsspiel 9 bis 16: Angelaschule

Osnabrück – Gymnasium Vegesack

Bremen 3:0

Qualifikation für die Plätze 9 bis 12:

Angelaschule Osnabrück – Carl-von-Weinberg-Schule

Frankfurt am Main 4:5 n.E.

Spiel um Platz 11: Angelaschule Osnabrück

– Hermann-Tast-Schule Husum 2:3

n.E.

Turniersieger wurde das Team der

Sportschule Potsdam „Friedrich Ludwig

Jahn“.

In der Vorrunde der Gruppe A ging es

gegen den späteren Bundessieger Potsdam

für das Angela-Team lediglich um Scha-

densbegrenzung. Mit 0:8 wurde das Spiel

gegen dominante Schülerinnen von der

Sportschule Friedrich Ludwig Jahn verloren.

Im Potsdamer Team standen u. a. die ehemaligen

NFV-Auswahlspielerinnen Kristin

Demann, Lyn Meyer, Friederike Mehring

und Jalila Dalaf.

Im zweiten Spiel gegen das Sportgymnasium

Jena stand die Angelaschule kurz

vor einer Sensation. Nach dem Halbzeitstand

von 0:0 hatten Lena Stallkamp mit einem

Pfostenschuss und Janina Knue mit einem

Schuss aus spitzem Winkel die Führung

auf dem Fuß. In den letzten fünf Minuten

mussten die Angela-Mädchen dann

jedoch zwei Gegentreffer zum unglücklichen

0:2 hinnehmen.

Im dritten Spiel gelang schließlich der

erste Sieg: Gegen die Gesamtschule Alter

Teichweg aus Hamburg markierte Birte

Ostendorf den entscheidenden Treffer zum

viel umjubelten 1:0-Sieg. Durch einen überzeugenden

3:0-Erfolg über das Gymnasium

Vegesack aus Bremen (Birte Ostendorf/2,

Janina Knue) sicherte sich die Angelaschule

die Teilnahme an den Spielen um die Plätze

9 bis 12. In der ersten Begegnung gegen

die Carl-von-Weinberg-Schule aus Frankfurt

zogen die Angelanerinnen im Neunmeterschießen

den Kürzeren und spielten damit

um den 11. Platz. In der Partie gegen

die Hermann-Tast-

Schule aus Husum

kam es nach einem

etwas glücklichen

0:0 erneut

zu einem Neunmeterschießen.

Leider

flatterten den Angela-Mädchen

die

Nerven, sodass am

Ende der 12. Platz

beim Bundesfinale

heraussprang.

Nach der ersten

Enttäuschung

konnten die Mädchen

sich über diese

Platzierung

freuen.

WK III Mädchen

(Jahrgänge 1995

bis 1997), Fritz-

Reuter-Schule

Bad Bevensen

(Bezirk Lüneburg)

Kader: Anna

Sonnenschein,

Merle Burghardt,

Laura Alvermann,

Nora Mucker, Jolina

Henze, Merle

Engelke, Lisann

Andree, Tabea

Schulte, Fenja

Schulte, Betreuer:

Jens Dymke/Judith

Dymke

Vorrunde

Gruppe B

Fritz-Reuter-

Schule Bad Bevensen

– Poelchau-

Oberschule Berlin

0:2, Fritz-Reuter-

Schule Bad Bevensen

– SchulzentrumFindorff-Bre-

??? ??? ??? ???

Jugend trainiert für Olympia

men 4:0, Fritz-Reuter-Schule Bad Bevensen

– IGS Bad Oldesloe 1:1

Gruppen-Platz 2 für Fritz-Reuter-Schule

Bad Bevensen (5:3 Tore, 4 Punkte)

Viertelfinale: Fritz-Reuter-Schule Bad

Bevensen – Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe

2:0

Halbfinale: Fritz-Reuter-Schule Bad

Bevensen – Sportgymnasium Leipzig 1:2

Spiel um Platz 3: Fritz-Reuter-Schule

Bad Bevensen – Sportsekundarschule

„Hans Schellheimer“ Magdeburg 1:0

Turniersieger wurde das Team des

Sportgymnasiums Leipzig.

Erfolgstrainer Jens

Dymke berichtet

Die Gruppenspiele

Um 6 Uhr Wecken, um 7 Frühstück

und anschließend die Fahrt mit der überfüllten

U-Bahn ins Stadion Wittenau; Schüler

sind an so einem schönen Morgen eigentlich

entspannter als unsere Mädchen. Heute

ist ein entscheidender Tag, denn wer in der

Gruppe den ersten oder zweiten Platz belegt,

spielt im Viertelfinale. Im ersten Gruppenspiel

müssen wir gleich gegen einen der

Mitfavoriten auf den Gesamtsieg, die Poel-

DAS

kommt! kommt!

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November 2009 43


Jugend trainiert für Olympia

44

chau-Sportschule Berlin, antreten. Unsere

Mädchen haben vorher noch nie auf Kunstrasen

gespielt. Entsprechend unsicher ist

der Beginn, doch bereits nach fünf Minuten

die erste Großchance für uns. Ein Flachschuss

von Merle Burghardt knallt an den

rechten Innenpfosten, springt dann aber

wieder heraus. In der zweiten Halbzeit haben

die Gastgeberinnen Glück, dass sich

ein schon abgewehrter Schuss doch noch

ins Tor senkt. Leider können unsere Mädchen

ihre beiden Großchancen in der Folge

nicht nutzen, so dass die Berlinerinnen nach

einem gut heraus gespielten Konter zum

2:0–Endstand einschießen können.

Im zweiten Spiel gegen das Findorff-

Schulzentrum Bremen beginnen die Bevenserinnen

verhalten. Das ändert sich jedoch

mit dem ersten Tor durch Merle Burghardt

schlagartig. Innerhalb von zehn Minuten

wird durch Merle Burghardt und Fenja

Schulte auf 3:0 erhöht, und als Fenja Schulte

noch vor der Halbzeit einen Handstrafstoß

sicher verwandelt, ist das Spiel entschieden.

Im letzten Gruppenspiel gegen die IGS

Bad Oldesloe geht es um den Einzug ins

Viertelfinale. Ein Unentschieden reicht unserem

Team, doch die Schleswig-Holsteinerinnen

nutzen ihren ersten Konter nach wenigen

Spielminuten zur Führung. Unsere

Mädchen können wenig später durch einen

Schuss von Merle Burghardt in den Winkel

ausgleichen. In der Folgezeit drücken die

Oldesloer Mädchen immer mehr, kommen

jedoch gegen die von Laura Alvermann und

Jolina Henze klug organisierte Abwehr nur

zu wenigen Chancen. Anna Sonnenschein

im Tor ist nicht mehr zu überwinden, so

dass mit dem Schlusspfiff der Viertelfinaleinzug

bejubelt werden darf.

Viertel- und Halbfinale

Mittwochmorgen brauchen die Mädchen

schon etwas länger, um sich auf dem

Aufwärmplatz die Müdigkeit aus den Beinen

zu laufen. Am Tag zuvor konnten wir

das letzte Spiel in der Gruppe D verfolgen,

in dem das Otto-Hahn-Gymnasium Karlsruhe,

eine „Eliteschule des Fußballs“, die

Mädchen der Sportsekundarschule Magdeburg

besiegte. Karlsruhe hatte dabei sehenswerten

Offensivfußball geboten, aber

auch Anfälligkeiten in der Abwehr gezeigt.

Diese wollten wir nutzen. Mitte der ersten

Hälfte kann Tabea Schulte eine klug vorgetragene

Kombination zur Führung abschließen.

Danach werden die Karlsruher Mädchen

immer nervöser, und als Merle Burghardt

im zweiten Abschnitt gegen die unsichere

Torhüterin entschlossen nachsetzt, ist

die Entscheidung gefallen. Wir haben das

Halbfinale erreicht, was für ein Erfolg!

Eine Stunde später schon der Anpfiff

im Spiel um den Finaleinzug. Gegen das

Sportgymnasium Leipzig, neben der Sportschule

Potsdam der Topfavorit auf den Gesamtsieg,

sind wir klarer Außenseiter. Doch

der Schock für die Sächsinnen kommt

schnell. Bereits in der ersten Spielminute

nutzt Merle Burghardt einen Fehler der

Leipziger Abwehr zur Führung. Leider kann

Leipzig schon zehn Minuten später ausgleichen,

allerdings durch einen höchst umstrittenen

Strafstoß. Schade, denn die Aussage

des Schiris in der Halbzeit, dass er in dieser

Situation falsch entschieden habe, hilft uns

nicht. Acht Minuten vor Schluss führt ein

Eckball für die spielerisch überzeugenden

Leipzigerinnen zum 2:1. Danach bringen

November 2009

Berlin war „ein tolles Erlebnis“ für die Schüler des Gymnasiums Oesede, die am Ende Rang 13

belegten.

Merle Engelke und Nora Mucker noch einmal

neuen Schwung in unsere Aktionen,

doch drei gute Chancen bleiben ungenutzt,

so dass Leipzig mit etwas Glück, aber auch

vielen harten und teilweise unfairen Aktionen

den Vorsprung über die Zeit retten

kann.

Nun ist unser Team verständlicherweise

geknickt, denn wir haben uns gegen den

haushohen Favoriten tapfer gewehrt und

sind nur knapp am Finaleinzug vorbei geschrammt.

Am Nachmittag ist dann „Wundenlecken“

im Hotel angesagt. Neben der Massage

und dem Versorgen der vielen Schürfwunden

ist vor allem moralische Aufbauarbeit

notwendig, denn die Halbfinalniederlage

war schon unglücklich.

Das „Kleine Finale“

Freitag ist Finaltag. Wir wollen diesen

dritten Platz unbedingt, denn von den vielen

Sportschulen und „Eliteschulen des Fußballs“

hat uns keiner auf der Rechnung. Das

lassen uns insbesondere die Verantwortlichen

und Betreuer aus Karlsruhe, Leipzig

und Magdeburg mehrfach spüren. Zahlreiche

extra aus Bad Bevensen angereiste Eltern

und Verwandte sehen ein spannendes

Spiel gegen die Sportsekundarschule Magdeburg,

die deutliche spielerische Vorteile

besitzt, ihre Angriffe jedoch nur selten ausspielt

und meistens verfrüht auf unser Tor

schießt. Sie haben jedoch die Rechnung ohne

Anna Sonnenschein gemacht, die selbst

schwer zu haltende Bälle sicher pariert. In

der Halbzeit gibt es noch einmal den Hinweis,

nach Balleroberungen den Ball zu

spielen und nicht nach vorn zu schlagen.

Diese Ansage beherzigt kurz nach Wiederanpfiff

Tabea Schulte auf beeindruckende

Weise. Nach einem von Jolina Henze gewonnenen

Zweikampf zieht Tabea unwiderstehlich

über rechts in Richtung Grundlinie

und legt dann überlegt auf die mitgelaufene

Merle Burghardt ab, die trotz harter Bedrängnis

zur Führung einschieben kann. In

den folgenden Minuten hat unser Team wütende

Angriffe der Magdeburgerinnen zu

überstehen, doch besonders Lisann Andrée

und Laura Alvermann im Abwehrzentrum

gewinnen immer wieder die entscheidenden

Zweikämpfe und haben in Anna Sonnenschein

einen sicheren Rückhalt. So kann

der kostbare Vorsprung über die Zeit gerettet

werden. Der Rest ist nur noch Jubel!

Unmittelbar nach dem Abpfiff trösten

die Niedersachsen ihre Gegnerinnen; auch

das gehört zum „Fair Play“. Bei der anschließenden

Siegerehrung gibt es die Urkunde

und für jede Fußballerin und die Be-

treuer eine Medaille aus den Händen der

langjährigen und erfolgreichen Nationalspielerin

Pia Wunderlich.

Am Abend folgt noch ein weiteres

Highlight, die Siegerehrung mit Showprogramm

in der Max-Schmeling-Halle. Vor

etwa 5000 Zuschauern und Ehrengästen

darf Laura Alvermann als Mannschaftsführerin

den Pokal in Form eines Berliner Bären

aus den Händen des Berliner Profis Fabian

Lustenberger und des DFB-Vizepräsidenten

Dr. Hans-Dieter Drewitz in Empfang

nehmen.

Dieser sensationelle dritte Rang ist das

beste Abschneiden eines niedersächsischen

Fußballteams seit 1996, als es ebenfalls

zum dritten Platz reichte. Allerdings war damals

die Dominanz der Sport- und Eliteschulen

noch längst nicht so ausgeprägt.

Umso bemerkenswerter, dass unsere Mädchen

gegen diese gut ausgebildeten und

super trainierten Teams nicht nur mithalten,

sondern sich vor den meisten dieser Schulen

platzieren konnten. Hut ab vor dieser

Leistung!

Kommentar

Die Schülerinnen und Schüler aus Bad

Bevensen, Osnabrück, Oesede und

Bad Nenndorf haben die Farben unseres

Verbandes hervorragend vertreten

– innerhalb und außerhalb der Spielfelder.

Auch wenn im zunehmenden

Alter der Sportler durch die Kooperationen

mit Bundesligisten und die Einrichtungen

von Sportschulen, Eliteschulen

u. ä. die Trauben für die

Niedersachsen immer höher hängen,

ist die Qualifikation und Mitwirkung

am Bundesfinale gerade für ganz

„normale“ Schulen ein unbeschreibliches

Erlebnis. Das führt u. a. an den

Schulen dazu, Sport im Allgemeinen

und Fußball im Besonderen einen

(noch) höheren Stellenwert einzuräumen,

als es in der Vergangenheit ohnehin

schon der Fall war. Mein Respekt

gilt allen vier beteiligten niedersächsischen

Teams und ihren Beteuern: Ihr

sportlicher Ehrgeiz und ihr Auftreten

waren „allererste Sahne“. Und wenn

dann noch eine Bronzemedaille „herausspringt“

(Bad Bevensen) – um so

besser! Aber auch wie Niederlagen

sportlich getragen wurden, war beachtlich.

Davon kann sich manche professionell

geführte Mannschaft eine

Scheibe abschneiden! Dieter Ohls ■


Sportplatzpflege mit System

46

Unterhaltungskosten

unterschiedlicher Sportplatzbeläge

Die Pflege von Sportanlagen verursacht

nicht unerhebliche Kosten. In

der Praxis gehen die Angaben für

Pflegekosten häufig weit auseinander und

je nach Interessenslage werden sie auch

schon einmal verändert oder geschönt.

Die folgenden Angaben basieren auf eigenen

Recherchen, Preisen bundesweiter

Ausschreibungen sowie unterschiedlichen

Pflegekonzepten und -intensitäten von

Kommunen und Vereinen. Sie stellen somit

eine solide Kalkulationsbasis für die

tatsächlich anfallenden Kosten dar.

Die Angaben sollen das Bewusstsein

schaffen und verstärken, dass für die Funktions-

und Werterhaltung der Sportanlagen

die erforderlichen Gelder bereit gestellt

werden müssen. Ohne diese finanziellen

Mittel verlieren die Sportanlagen an

Nutzen und Substanz.

Es ist klar, dass die aufgeführten Einzelpositionen

und Preise nicht für alle Plätze

gelten können. Die tatsächliche Pflegeintensität,

der Einsatz ehrenamtlicher

Helfer, regionale Unterschiede sowie weitere

Faktoren üben Einfluss auf die Kostenstruktur

und –höhe aus. Daher sind in den

Kostenbeispielen jeweils Werte für eine

„Normalpflege“ sowie für eine „Maximalpflege“

angeführt. Selbstverständlich ist

es jedem freigestellt, seine eigene Kostenrechnung

zu erstellen. Die nachfolgenden

Aufstellungen geben hierzu vielleicht den

November 2009

Maßnahmen Normal Maximal Einzelpreis Normal Gesamt Maximal Gesamt

Basis in % in %

Mähen 35 St. 50 St. 0,05 € 12.250,00 € 52% 17.500,00 € 42%

Düngen 20–30 g N/m2 3 St. 5 St. 0,02 € 420,00 € 2% 700,00 € 2%

Dünger 525 kg 875 kg 2,40 € 1.260,00 € 5% 2.100,00 € 5%

Wässern

5 St.

875 m

20 St.

2 2.187,5 m2 1,50 € 1.312,50 € 6% 3.281,25 € 8%

Vertikutieren 1 St. 2 St. 0,20 € 1.400,00 € 6% 2.800,00 € 7%

Aerifizieren 1 St. 2 St. 0,18 € 1.260,00 € 5% 2.520,00 € 6%

Sand ausbringen 28 to 56 to 25,00 € 700,00 € 3% 1.400,00 € 3%

Sand 28 to 56 to 16,00 € 448,00 € 2% 896,00 € 2%

Abschleppen 5 St. 10 St. 0,04 € 1.400,00 € 6% 2,800,00 € 7%

Striegeln 2 St. 6 St. 0,06 € 840,00 € 4% 2,520,00 € 6%

Tiefenlockerung 0,25 St. 0,5 St. 0,36 € 630,00 € 3% 1,260,00 € 3%

Nachsaat 0,25 St. 0,5 St. 0,30 € 525,00 € 2% 1.050,00 € 2%

Rasensaatgut 43,75 kg 87,5 kg 7,00 € 306,25 € 1% 612,50 € 1%

Strom Beleuchtung 180 Std. 360 Std. 0,15 € 648,00 € 3% 2,700,00 € 6%

Summe: 23.399,75 € 42.139,75 €

Mit Strom und Wasser pro m2 : 3,34 € 6,02 €

Ohne Strom und Wasser pro m2 : 3,06 € 5,17 €

einen oder anderen Hinweis oder Denkanstoß.

In den folgenden Tabellen werden die

Pflege- und Unterhaltungskosten für jeweils

7.000 m 2 Rasen, Tenne und Kunststoffrasen,

verfüllt mit Sand und Gummigranulat,

aufgeführt.

Zum besseren Verständnis von Umfang

und Kosten der Maßnahmen werden

Tabelle 2: Jährliche Pflege- und Unterhaltungskosten von Tennensportplätzen (Beispiel)

Maßnahmen Normal Maximal Einzelpreis Normal Gesamt Maximal Gesamt

Basis in % in %

Abziehen, Granulat verteilen 40 St. 50 St. 0,04 € 11.200,00 € 48% 14,000,00 € 38%

Kunststoffrasen säubern (Trockenreinigung) 3 St. 5 St. 0,40 € 8,400,00 € 36% 14,000,00 € 38%

Befeuchten

35 St.

735 m

50 St

2 1.050 m2 1,50 € 1.102,50 € 5% 1.575,00 € 4%

Granulat liefern und nachstreuen 1 to 2 to 2.200,00 € 2.200,00 € 9% 4.400,00 € 12%

Strom Beleuchtung 180 Std. 360 Std. 0,15 € 648,00 € 3% 2,700,00 € 7%

Summe:

Mit Strom und Wasser pro m

23.550,50 € 36.675,00 €

2 :

Ohne Strom und Wasser pro m

3,36 € 5,24 €

2 : 3,11 € 4,63 €

Tabelle 3: Jährliche Pflege- und Unterhaltungskosten von Kunststoffrasen (Beispiel)

Tabelle 1: Jährliche Pflege- und Unterhaltungskosten von Rasensportplätzen (Beispiel)

Maßnahmen Normal Maximal Einzelpreis Normal Gesamt Maximal Gesamt

Basis in % in %

Abschleppen, abziehen 45 St. 50 St. 0,03 € 9.450,00 € 42% 10.500,00 € 33%

Egalisieren, walzen mit Pflegegang 10 St. 10 St. 0,14 € 9,800,00 € 43% 9,800,00 € 31%

Deckschichtlockerung 1000 m2 0,5 St. 0,26 € 260,00 € 1% 910,00 € 3%

Grobkorn sammeln 1000 m2 0,5 St. 0,30 € 300,00 € 1% 1.050,00 € 3%

Stutzkorn/Deckschichtmaterial einarbeiten 1000 m2 0,5 St. 0,24 € 240,00 € 1% 840,00 € 3%

Deckschichtmaterial 15 to 56 to 30,00 € 450,00 € 2% 1.680,00 € 5%

Deckschichtmaterial ausbringen 15 to 56 to 25,00 € 375,00 € 2% 1.400,00 € 4%

Wässern

10 St.

700 m

20 St.

2 1.750 m2 1,50 € 1.050,00 € 5% 2.625,00 € 8%

Strom Beleuchtung 180 Std. 360 Std. 0,15 € 648,00 € 3% 2,700,00 € 9%

Summe:

Mit Strom und Wasser pro m

22.573,00 € 31.505,00 €

2 :

Ohne Strom und Wasser pro m

3,22 € 4,50 €

2 : 2,98 € 3,74 €

einige Positionen zusätzlich erläutert.

Interessant ist auch die prozentuale Verteilung

der Kosten.

Rasensportplätze

Rasensportplätze zeigen in der Praxis

ein sehr unterschiedliches Pflegespektrum.

Dieses reicht vom nur gemähten Platz mit

bodennahem Aufbau ohne mechanische

Maßnahmen bis hin zum optimal gepflegten

Stadion der oberen Ligen. Für den fairen

Vergleich der Belagsarten untereinander

haben wir daher Extreme außer Acht

gelassen.

Neben den Kosten der einzelnen

Maßnahmen bzw. Materialeinsätze sind in

der Tabelle 1 sowohl die Gesamtkosten

pro Jahr und Platz sowie die Kosten pro m 2

Fläche aufgeführt.

Erläuterungen zu Tabelle 1:

• Wässern: Pro Bewässerungsgang wurden

im Durchschnitt 12,5 l/m 2 kalkuliert.

• Faktoren kleiner 1 bedeuten, dass diese

Arbeiten nicht jedes Jahr durchgeführt

werden. Für die Jahreskalkulation wurden

nur die entsprechenden Anteile berücksichtigt.

• Beleuchtung: Die Kosten bei „Normalpflege“

basieren auf einer 24 kWh-Anlage

mit 180 h Nutzungsdauer, die „Maximalpflege“

auf einer 50 kWh-Anlage

mit 360 h Nutzungsdauer.

Tennensportplätze

Auch die Tennensportplätze zeigen in

der Praxis ein breit gefächertes Pflegeniveau.

Das unregelmäßige Abschleppen

mit einer Baustahlmatte ist in der Praxis

genauso anzutreffen wie das mehrmalige

Abschleppen pro Woche inkl. der regelmä- ➤


ßigen Bearbeitung mit einer speziellen Pflegekombination. Mit der

„Normal“- und „Maximal“-Betrachtung soll diese Bandbreite in Tabelle

2 abgedeckt werden.

Den größten Kostenblock verursachen erwartungsgemäß die regelmäßig

erforderlichen Pflegegänge zum Abziehen und Egalisieren

des Tennenbelags. Mit steigender Nutzungsintensität könnten diese

Kosten weiter ansteigen. Ebenfalls bemerkenswert sind die Kosten für

das Feuchthalten des Belages.

Erläuterungen zu Tabelle 2:

• Abschleppen und Abziehen: Diese Maßnahmen sind in aller Regel

mindestens einmal pro Woche erforderlich. Bei intensiverer Nutzung

bzw. langer Nutzungssaison muss häufiger abgeschleppt werden.

• Wässern: Für die Grundbefeuchtung des Tennenbelags inkl. der Dynamischen

Schicht wurden im Durchschnitt 10 l/m 2 kalkuliert. Die

Häufigkeit richtet sich nach der Intensität der Nutzung sowie der örtlichen

Niederschlagsverteilung.

• Zur Funktionserhaltung ist etwa alle sieben Jahre eine Deckschichtrenovation

erforderlich. Für die jährliche Betrachtung wurden daher

die Kosten für 1.000 m 2 angesetzt.

Kunststoffrasenplätze,

verfüllt mit Sand

und Gummigranulat

Die Angaben zur Pflegeintensität weisen in der Praxis eine hohe

Variationsbreite auf. Die in der Normalpflege angegebenen Werte

scheinen jedoch für die Funktions- und Werterhaltung des Belags erforderlich

zu sein.

Erläuterungen zu Tabelle 3:

• Abziehen, Material verteilen: Basis ist ein Abziehvorgang pro Woche.

Bei hoher Nutzung, für die eigentlich diese Belagsart ausgelegt ist,

wird in der Praxis zwei Mal pro Woche abgezogen. Ein Abziehgang

erfordert drei bis vier Stunden Arbeitszeit.

• Mit der Trockenreinigung sollten mindestens drei Mal jährlich Feinteile

aus dem Granulat entfernt werden. Bei starker Nutzung und hohem

Schmutzeintrag erhöht sich der Reinigungsbedarf.

• Das Befeuchten des Belags reduziert den Verschleiß und erhöht den

Komfort für die Nutzer (Gleit-/Reibungsverhalten, Temperatur).

• Der Bedarf an Granulat schwankt in der Praxis zwischen einigen Hundert

kg und mehreren Tonnen. Insbesondere Plätze, die von Schnee

geräumt werden, haben einen hohen Bedarf an zusätzlichem Granulat.

In der Kalkulation wurden die Kosten für EPDM-Granulat inkl. der

Kosten für das Ausbringen gerechnet.

Fazit

Die vorliegenden Zahlen belegen eindeutig: Eine wert- und funktionserhaltende

Sportplatzpflege kostet Geld. Interessant ist, dass die

Unterschiede zwischen den Belägen für die Normalpflege nur gering

sind.

Diese jährlich wiederkehrenden Kosten müssen in den Haushalt

von Kommunen und Vereinen eingestellt werden. Eine wesentliche

Kosteneinsparung kann eigentlich nur durch ehrenamtlich erbrachte

Leistungen erreicht werden. Der Umfang dieser Möglichkeit ist jedoch

vom Belagstyp und der jeweiligen Pflegemaßnahme abhängig.

In der Darstellung ist bewusst eine Kosten-Nutzen-Analyse außer

Betracht geblieben. Hierbei fließen eine Reihe weiterer Einflussgrößen

wie z.B. Nutzungsintensität, Platzbedarf und Anschaffungskosten ein,

die den Rahmen der Übersichtlichkeit sprengen würden. Im Entscheidungsprozess

für oder gegen den einen oder anderen Belag sind sie

selbstverständlich zu berücksichtigen.

Wir hoffen, dass die Ausarbeitung in der Praxis von Nutzen ist und

zu besseren Sportanlagen beiträgt. Für fachliche Anmerkungen und

Anregungen sind wir offen und begrüßen diese.

Bei Fragen zu Anlage, Pflege, Regeneration und Renovation von

Sportanlagen steht Ihnen EUROGREEN gerne zur Verfügung. ■

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November 2009 47


Auswahlwesen

48

Die U 15-Junioren (rote Trainingsjacken) und die U 16-Auswahl (blaue Trainingsjacken) des NFV absolvierten in der deutschen Hauptstadt einen Gemeinschaftslehrgang

mit dem Fußball-Verband Berlin. Betreut wurden sie von NFV-Verbandssportlehrer Wulf-Rüdiger Müller (Stehend links), Uwe Brandt (2.

von rechts) und Bernhard Augustin (rechts). Die Leitung der Delegation lag in den Händen von Heinz-Walter Lampe (Stehend 2. von links). Foto: Tutundjiev

Erinnerungen an die

Wasserschlacht von Frankfurt

U 16-Junioren: Gemeinschaftslehrgang in Berlin – Allein Viktor Dak zeigte sich treffsicher

Mit der Bilanz von zwei Niederlagen

und einem Remis kehrten die

niedersächsischen U 16-Junioren

(Jahrgang 1994) vom Gemeinschaftslehrgang

mit dem Berliner Fußball-Verband

(BFV) zurück. „Die Umstände haben mehr

nicht zugelassen. Die Jungs waren jederzeit

super-engagiert, ich kann ihnen keinen Vorwurf

machen“, kommentierte NFV-Stützpunktkoordinator

Bernhard Augustin das

Abschneiden seines Teams. Zu schaffen

machten den Niedersachsen in den beiden

ersten Partien die Platzbedingungen. Das erste

Spiel wurde auf einem Kunstrasen der

mittleren Generation ausgetragen, das

zweite auf einem Hockeyfeld. „Man hat uns

im Vorfeld nichts gesagt, so dass wir keine

Chance hatten, uns auf die Bedingungen

vorzubereiten“, kritisierte Augustin. Der

Stützpunktkoordinator für den Bereich

Nordost vertrat in Berlin NFV-Verbandssportlehrer

Thomas Nörenberg, der als Assistent

von Horst Hrubesch mit den deutschen

Junioren bei der U 20-WM in Ägypten

weilte.

Die Spiele im Einzelnen, Berlin –

Niedersachsen 5:3 (4:1). Gegen das

schnelle Kurzpassspiel der auf Kunstrasen

geübten Gastgeber hatte die NFV-Auswahl

vor allem zu Beginn keine Chance.

Bereits nach acht Minuten stand es 2:0

für Berlin. Wolfsburgs Viktor Dak konnte

zwar in der 18. Minute nach Vorarbeit

des Osnabrücker Steven Bentka verkürzen,

doch bereits sieben Minuten später

stellte der BFV den alten Abstand wieder

her. Eine Dramaturgie, symptomatisch für

die gesamte Partie. „Immer wenn wir

dran waren, mussten wir Tore hinnehmen,

die auf normalem Rasen nicht gefallen

wären“, erklärte Augustin.

November 2009

NFV: Schippmann – Struwe, Nauermann,

Olthoff, Ikeakhe – Güler, Strompen,

Jesgarzewski, Bentka – Dak, Ekinci. Eingewechselt:

45. Gebben für Olthoff, 50. Arnold

für Ikeakhe, 65. Roth für Dak und

Neidhart für Güler. Tore: 1:0 (3.), 2:0 (8.),

2:1 Dak (18., Vorarbeit Bentka), 3:1 (25.),

4:1 (35.), 5:1 (43.), 5:2 Ekinci (63., Dak), 5:3

Dak (70., Güler).

Berlin – Niedersachsen 4:2 (1:1).

Heftige Hagel- und Regenschauer verwandelten

die Spielfläche, die in der Regel von

Hockeyspielern genutzt wird, in ein Meer

von Pfützen. „Die Szenerie erinnerte an

die Wasserschlacht von Frankfurt“, spielte

Augustin auf die WM-Begegnung aus dem

Jahr 1974 zwischen Deutschland und Polen

(1:0) an. Seine Elf hatte er auf sieben

Positionen verändert. Für Bernd Schippmann

hütete Dennis Buss das Tor, Peter

Gebben verteidigte für Jakob Olthoff innen

und Maximilian Arnold rückte für Kevin

Samuel Ikeakhe auf die linke Position

in der Viererkette. Aaron Goldmann und

Nico Neidhardt agierten für Dennis Strompen

und Janik Jesgarzewski zentral im

Mittelfeld, Sandro Heskamp übernahm für

Steven Bentka die Aufgabe als offensiver

Außen auf der linken Seite. Im Sturm durfte

Maximilian Roth (für Viktor Dak) neben

Maslum Ekinci ran. Die neu formierte NFV-

Auswahl fand diesmal besser ins Spiel und

durfte sich nach 30 Minuten über den

Führungstreffer von Philip Nauermann, der

einen Eckball von Maximilian Arnold einköpfte,

freuen. Allerdings hatte die Führung

nur vier Minuten Bestand, ehe ein

Berliner Spieler per Weitschuss traf. Nach

dem Wechsel ebnete ein Tor aus stark abseitsverdächtiger

Position dem BFV den

Weg (63.).

NFV: Buss – Struwe, Gebben, Nauermann,

Arnold – Güler, Goldmann, Neidhardt,

Heskamp – Roth, Ekinci. Eingewechselt:

41. Bentka für Ekinci, 65. Jesgarzewski

für Goldmann. Tore: 0:1 Nauermann (30.,

Arnold), 1:1 (34.), 2:1 (63.), 3:1 (72.), 4:1

(76.), 4:2 Heskamp (78.).

Berlin – Niedersachsen 2:2 (2:0).

„Das Team hat gezeigt, dass die Welt auf

Rasen ganz anders aussieht“, resümierte

Bernhard Augustin den einzigen Punktgewinn

der Berlinreise. Bei der Aufstellung

setzte er auf die gleiche Startelf wie im ersten

Spiel. Nach dem Wechsel erspielte sich

der NFV eine zum Teil erdrückende Domianz,

kam aber „nur“ noch zum Ausgleich.

„Wir haben Chancen über Chancen vergeben“,

trauerte Augustin den vergebenen

Möglichkeiten nach.

NFV: Schippmann – Struwe, Nauermann,

Olthoff, Ikeakhe – Güler, Strompen,

Jesgarzewski, Bentka – Dak, Ekinci. Eingewechselt:

25. Roth für Güler, 31. Gebben

für Nauermann, Heskamp für Ikeakhe und

Neidhardt für Struwe, 50. Goldmann für

Strompen. Tore: 1:0 (20.), 2:0 (30.), 2:1 Eigentor

(45., Bentka), 2:2 Dak (50.).

Das NFV-Aufgebot: Steven Bentka,

Aaron Goldmann, Tugay Güler, Sandro Heskamp,

Kevin Samuel Ikeakhe, Bernd Schippmann

(alle VfL Osnabrück), Maximilian Arnold,

Viktor Dak, Maximilian Roth, Dennis

Strompen (alle VfL Wolfsburg), Jakob Olthoff,

Tim-Yanick Struwe (beide Hannover

96), Peter Gebben, Janik Jesgarzewski (beide

Twente Enschede), Dennis Buss (BV Cloppenburg),

Maslum Ekinci (Kickers Emden),

Philip Nauermann (JFV Norden), Nico Neidhart

(VfB Oldenburg). Trainer: Bernhard

Augustin, Georgi Tutundjiev (Assistent).

Delegationsleiter: Heinz-Walter Lampe.


„In der Breite sind wir gut bestückt“,

zog NFV-Verbandssportlehrer

Wulf-Rüdiger Müller ein zufriedenes Fazit

über den Gemeinschaftslehrgang seiner

U 15-Auswahl (Jahrgang 1995) mit

dem Berliner Fußball-Verband. Die Maßnahme

diente vor allem dem Test neuer

Spieler. „Nach dem DFB-Feriencamp im

Juli beginnt jetzt ein neuer Zyklus. Ziel

ist das DFB-Schülerlager im nächsten

Jahr“, erklärte Müller. Mit Sebastian

Baar, Joshua Busching, David Demir,

Alexander Kenning, Lennart Lahde, Ale-

xandros Panagiotidis, Karim Raho sowie

Robert Sielski feierten gleich acht Spieler

ihr Debüt in der NFV-Auswahl. Mit

zwei Siegen (3:0, 1:0) und einer Niederlage

(0:1 im zweiten Spiel) fiel die Bilanz

positiv aus. Als nächste Maßnahme

steht der Gemeinschaftslehrgang mit

Mecklenburg-Vorpommern vom 13. bis

15. November auf dem Programm.

„Auch dort werden weitere Spieler getestet“,

kündigte Müller an. Die Spiele

im Einzelnen, Berlin – NFV 0:3 (0:1).

Tore: 0:1, 0:2 Palacios-Martinez (12.,

40.), 0:3 Panagiotidis (57.). Berlin –

NFV 1:0 (1:0), Berlin – NFV 0:1 (0:0).

Tor: Baar (58.).

Auswahlwesen

„Wir sind in der Breite gut bestückt“

U 15-Junioren:Acht Spieler debütieren in NFV-Auswahl – Nächster Test

gegen Mecklenburg-Vorpommern vom 13. bis 15. November in Barsinghausen

Debütant: Karim Raho.

Debütant: Lennart Lahde.

Das NFV-Aufgebot: Mike Bähre,

Maximilian Brünig, Alexandros Panagiotidis,

Yannik Schulze, Robert Sielski (alle

Hannover 96), Christopher Derwein, Federico

Palacios-Martinez, Max Rossmann,

Niklas Tille (alle VfL Wolfsburg),

Lennart Lahde, Karim Raho (beide TuS

Heeslingen), Sebastian Baar (TSV Havelse),

Pascal Bertram (VfB Peine), Joshua

Busching (SCW Göttingen), David Demir

(TuS Heidkrug), Alexander Kenning (SV

Meppen), Jonas Kühn (JFC Roswithastadt),

Markus Rohe (SV Meppen). Trainer:

Wulf-Rüdiger Müller, Uwe Brandt

(Assistent). Delegationsleiter: Heinz-

Walter Lampe.

November 2009 49


Club 100

50

Zum ehrenwerten Zirkel

gehören auch neun Niedersachsen

Ehrung erfolgte im Rahmen des WM-Qualifikationsspiels

zwischen Deutschland und Finnland in Hamburg

Die niedersächsischen Mitglieder des „Club 100“ und Angehörige mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Ehrenspielführer Uwe Seeler. Unser Foto

zeigt (vorne v.l.) Bodo Scheuing, Stefan Markgraf, Edith Scheuing, Markus Bremermann, Björn Lohmann und (Mitte v.l.) Reinhard Matschurek, Dr.

Theo Zwanziger, Ludwig Freesemann, Walter Stramann, Uwe Seeler sowie (hinten v.l.) Michael Huber, Klaas Jensen, Karl-Heinz Rickelmann und Helmut

Buschmeyer (Ehrenamtsbeauftrager des NFV). Foto: Sportfoto Gettschat

Ohne sie würde der Fußball nicht

funktionieren. Ohne ihren Einsatz

wäre an vielen Orten Vereinsar-

„Gerade beim Fußball herrscht Chancengleichheit

in unserer Gesellschaft. Der

Fußball steht für diese Chancengleichheit,

beit nicht möglich. Einmal im Jahr ehrt und auch das macht das ehrenamtliche

der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dieje- Engagement so wertvoll", sagte DFB-Pränigen,

die sonst nicht im Mittelpunkt sident Dr. Theo Zwanziger zu Beginn der

stehen. Stellvertretend für alle, die un- Veranstaltung.

entgeltlich an der Basis arbeiten, wür-

Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Nadigt

der DFB mit der „Aktion Ehrentionalmannschaft, erinnerte sich zurück:

amt“ 100 Persönlichkeiten. Im Vorfeld „Ich habe angefangen Fußball zu spielen,

des WM-Qualifikationsspiels zwischen als ich auf meinen Beinen stehen konnte.

Deutschland und Finnland war es im Seitdem habe ich von ehrenamtlichen Hel-

Oktober wieder so weit: Die Mitglieder fern profitiert. Ich habe eine große Hoch-

des „Club 100“, darunter auch neun achtung vor dem Ehrenamt, ohne das der

Niedersachsen, wurden in Hamburg aus- Fußball in Deutschland nicht funktionieren

gezeichnet.

würde."

Die neun Niedersachsen im „Club 100“ des DFB

Sie sind nicht allein niedersächsische Ehrenamtspreisträger 2008 ihrer jeweiligen

Kreise, sondern haben durch die Aufnahme in den „Club 100“ des DFB noch eine

weitere besondere Ehrung erfahren: Bodo Scheuing (FC Grone, Vereinsjugendleiter),

Reinhard Matschurek (ehemals 2. Vorsitzender TSV Eixe, inzwischen Lehrwart im NFV-

Kreis Peine), Stefan Markgraf (SV Borussia Hannover, 3.Vorsitzender), Klaas Jensen

(Buchholzer FC, Planer und Organisator Frauen- und Mädchenfußball), Markus Bremermann

(TSV Ottersberg, Koordinator 1. Herren und Trainer D1-Junioren), Ludwig

Fresemann (Süderneulander SV, Fußballabteilungsleiter), Michael Huber (TuS Sillenstede,

1. Vorsitzender/Fußballobmann/Jugendleiter und –betreuer), Walter Stramann (SV

Ahlhorn, stellv. Fußballobmann) und Karl-Heinz Rickelmann (Piesberger SV 32, Trainer

und Koordinator Mädchenfußball) wurden anlässlich des WM-Qualifikationsspiels

zwischen Deutschland und Finnland durch den DFB ausgezeichnet.

November 2009

Neben Dr. Zwanziger und Seeler hatten

sich weitere Ehrengäste im Restaurant

„Raute" der HSH Nordbank Arena eingefunden.

Darunter auch Nationalmannschaftsmanager

Oliver Bierhoff, die DFB-

Vizepräsidenten Karl Rothmund und Dr.

Rainer Koch, DFB-Schatzmeister Horst R.

Schmidt, die ehemaligen Nationalspieler

Klaus Fischer, Olaf Thon und Joachim

Streich sowie Manfred Jäger, Staatsrat der

Stadt Hamburg für Sport.

Alle 100 Teilnehmer waren vom DFB

nach Hamburg eingeladen worden. Der

Verband organisierte für seine Gäste ein

Rundum-Paket und übernahm die Anreise

sowie die Hotelübernachtung und organisierte

Tickets für den Besuch des WM-

Qualifikationsspiels gegen Finnland sowie

ein umfangreiches Rahmenprogramm. Am

frühen Mittag stand ein Workshop auf

dem Programm, bei dem die Teilnehmer

Erfahrungswerte austauschten.

Sie alle sind Mitglieder eines exklusiven

und – ganz wörtlich genommen – ehrenwerten

Zirkels. Der DFB würdigt 100

Ehrenamtliche mit der Aufnahme in den

„Club 100“. In Zusammenarbeit mit den

Ehrenamts-Beauftragten der Landesverbände

belohnt der DFB damit jährlich herausragende

Helfer, die sich unentgeltlich

einsetzen. Die Club-Mitglieder werden zu

einem Länderspiel der Nationalmannschaft

eingeladen. ➤


Seit der Einführung der Auszeichnung

im Jahr 1997 gibt der „Club 100“ einen

Impuls für viele Kreise und Bezirke, eigene

lokale und regionale Ehrungen durchzuführen.

So konnte sich der DFB seit dem

Start der Aktion mittlerweile bei mehr als

10.000 verdienten Vereins-Mitarbeitern

bedanken. Die DFB-Kommission Ehrenamt

wird von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern

des Deutschen Fußball-Bundes

und verschiedener Landesverbände sowie

Vertretern der Deutschen Fußball Liga

(DFL) gebildet. Ihr Vorsitzender ist DFB-Vize-

und NFV-Präsident Karl Rothmund.

Auch der Vorsitzende der Ehrenamtskommission

des Niedersächsischen Fußballverbandes,

Helmut Buschmeyer, gehört diesem

Gremium an.

Mit ihrer Arbeit verfolgt das Gremium

das Ziel, die mehr als 26.000 Fußballvereine

mit ihren etwa eine Million ehrenamtlichen

Mitarbeitern für die zukünftigen

Aufgaben zu gewinnen und ihnen für die

Vereinspraxis geeignete Hilfestellungen

anzubieten. Die Qualifizierung der Helfer

und die Einbeziehung von neuen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern gehören zu den

Hauptanliegen der Kommission. Darüber

hinaus versucht der DFB, unter Einbezie-

hung der Nationalmannschaft und der

Bundesliga, die Aufmerksamkeit der sportinteressierten

Öffentlichkeit auf das Thema

„Ehrenamtliche Mitarbeit im Fußballverein“

zu lenken. Nicht zuletzt soll damit

eine Imageverbesserung für diese wichtige

Arbeit erreicht werden.

Die Aktion möchte vor allem vermitteln,

dass ehrenamtliches Engagement keine

„Selbstaufopferung“ darstellen soll.

Vielmehr soll deutlich werden, dass durch

das Handeln etwas bewegt werden und

Integration

man zudem eine interessante Abwechslung

zum Berufsleben finden kann. Daher

steht das menschliche Miteinander als besonderer

Wert ehrenamtlicher Tätigkeit im

Fußballverein im Mittelpunkt der Kampagne.

Zu diesem Miteinander soll auch die

Einberufung des „Club 100“ beitragen.

Leistung lohnt sich eben nicht nur auf dem

Fußballplatz, sondern auch daneben. Genau

diese Erkenntnis sollen die ausgezeichneten

Frauen und Männer in ihre Vereine

hineintragen. ■

Begeisterung

Die niedersächsischen Mitglieder des „Club 100“ waren von der Ehrung in Hamburg

begeistert. Stellvertretend das Dankeschön, dass Karl-Heinz Rickelmann vom Piesberger

SV 32 per E-Mail an Helmut Buschmeyer aussprach.

„Es war ein unvergesslicher Tag in Hamburg mit allem was dazu gehörte. Wir bedanken

uns noch einmal ganz herzlich für alles und sind ganz sicher, dass es allen Teilnehmern

gefallen hat und allen auch weiteren Ansporn gibt. Ganz sicher werden alle

auch davon erzählen, wie viele bekannte Gesichter man nun mal aus der Nähe gesehen

oder gar kennen gelernt hat, die man sonst nur zuhause auf dem Sofa sieht. Schon der

Kreis hatte sich viel Mühe gegeben, der NFV setzte mit fast drei Tagen Maßstäbe und

der DFB hielt sich wahrlich nicht zurück. Mehr Aufmerksamkeit kann sich ein Ehrenamtler

wahrlich nicht wünschen. Am allerbesten jedoch war die Tatsache, dass man das

Ganze bei allen drei Terminen auch mit seiner Partnerin erleben konnte!“

„Die Basissprache ist Deutsch!“

Integration: Pilotveranstaltung mit Frank Schmidt und Günther Thielking in Schinkel

„Im Fußball brauchen wir keine Integrationsprogramme.

In unserem Spiel werden

junge wie ältere Spieler automatisch integriert!“

– Aussagen wie diese sind für

Günther Thielking keine Seltenheit. Gemeinsam

mit Frank Schmidt, dem Integrationsbeauftragten

des NFV, setzt sich Niedersachsens

Schiedsrichterlehrwart als Mitglied einer

DFB-Arbeitsgruppe mit dem Thema Integration

auseinander.

Unter der Leitung von Wolfgang Möbius

und Markus Nadler hat diese Gruppe

inzwischen fünf Lehreinheiten entwickelt,

die im September anlässlich einer Pilotveranstaltung

vor Ort mit Vereinsvertretern erörtert

werden sollten. Die Wahl fiel dabei auf

Niedersachsen und den Fußballkreis Osnabrück-Stadt,

der von Frank Schmidt geführt

wird.

„Wir wollen deutlich machen, dass zu

einer erfolgreichen Integrationsarbeit mehr

gehört als nur der Fußballalltag“, sagt Thielking.

Nachdem verschiedene Vereine zunächst

Skepsis bei diesem brisanten Thema

angemeldet hatten, erklärte sich Reiner Kullack,

der Jugendleiter von Blau-Weiß Schinkel,

bereit, die Durchführung der Pilotveranstaltung

in seinem Verein zu organisieren.

Mit Spielen zum Aufwärmen begann

der Abend, an dem Trainer aus mehreren

Klubs teilnahmen. Bewegungseinheiten zur

Kommunikation, zur Teambildung und zum

Aufbau von gegenseitigem Vertrauen sorgten

für den nötigen Spaß und machten den

hohen Stellenwert eines konfliktfreien Miteinanders

im Teamsport Fußball deutlich.

„Basissprache ist übrigens Deutsch! Dies

müssen wir unseren Spielern von Beginn an

konsequent klar machen“, betonte Thielking.

Im theoretischen Teil ging es zunächst

darum, Kommentare zu Integrationsbot-

schaften wie „Vielfalt im Fußball – unsere

Chance“, „Ohne Regeln kein Spiel“ oder

„Unterschiede verstehen und anerkennen“

zu finden. Zur These „Integration fängt bei

mir an“ erklärte Ralf Lehmann vom Osnabrücker

SC: „Wir müssen uns immer wieder

bewusst machen, dass wir eine hohe Vorbildfunktion

für unsere jungen Spieler

haben.“

Anschließend wurden mehrere Fallbeispiele

zum Thema Integration in Gruppenarbeiten

analysiert. Probleme in der Zusammenarbeit

mit national, religiös und kulturell

unterschiedlichen Gruppen kamen dabei

zur Sprache. Deutlich wurde bei der

Präsentation der Fälle, dass es nicht ausreicht,

ausschließlich mit Strafen gegen

Spieler und Funktionäre vorzugehen. Bereits

im Vorfeld müssen mögliche Konfliktsituationen

zwischen Christen und Mos-

lems, zwischen Deutschen, Türken und

Menschen aus Afrika, zwischen Spielern

mit heller und dunkler Hautfarbe erkannt,

aufbereitet und soweit wie möglich ausgeräumt

werden. Harald Mikoleit, Trainer bei

Blau-Weiß Schinkel, sprach den meisten

Teilnehmern aus der Seele als er sagte:

„Integration ist ein soziales Problem. Vereine

und Verbände müssen eng zusammen

arbeiten, damit Mannschaften mit unterschiedlichen

ethnischen Gruppen die gleichen

Chancen und Voraussetzungen haben

wie rein deutsche Teams.“

Im Abschlussgespräch wurde deutlich,

dass soziale Themen wie Integration im aktuellen

Fußballgeschehen einen hohen Stellenwert

bekommen haben und ebenso zur

Ausbildung von Trainern gehören sollten

wie Einheiten zur Taktik, zur Methodik und

zur Bewegungsschulung. -gt-

Unter der Leitung von Frank Schmidt (Tischende), Integrationsbeauftragter des NFV, diskutierten

die Vereinsvertreter über das Thema Integration. Foto: Thielking

November 2009 51


Bezirk Braunschweig

52

Fehlerfreie Prüfung

für Matthias Wolff

20 neue Schiris für NFV-Kreis Helmstedt

20 neue Fußballschiedsrichter

für den NFV-Kreis Helmstedt - das

ist das Ergebnis eines Anwärterlehrganges

im Sportheim des

Wolsdorfer Sportvereines, der jetzt

mit der Prüfungsabnahme abgeschlossen

wurde.

Insgesamt hatten 25 Personen,

darunter mit Laura Gehrecke (SV

Viktoria Königslutter) und Melissa

Raulfs (SpVG Süpplingen) auch zwei

junge Frauen, an dem Lehrgang teilgenommen.

Einer der Teilnehmer

war 33 und einer 22 Jahre alt, die

übrigen im Alter zwischen 12 und

16 Jahren.

Von den 23 Anwärtern, die

sich letztlich der Prüfung durch BezirksschiedsrichterlehrwartHans-Peter

Otto aus Braunschweig stellten,

bestanden 20. Zwei Lehrgangsteilnehmer

konnten am Prüfungstag

nicht anwesend sein und werden

ihre Prüfung nachträglich in Braunschweig

ablegen. Matthias Wolff

(TSV Helmstedt) war mit null Fehlern

Lehrgangsbester. Zwei der neuen

Unparteiischen können sofort

Ulrich Lehmann Foto: T. Kurtz

Der NFV-Kreis Wolfenbüttel

trauert um seinen Spielausschussvorsitzenden

Ulrich Lehmann.

Mit ihm ist einer der

„Großen“ und „Macher“ unseres

Kreises am 12. September

2009 verstorben!

Trotz schwerer Krankheit hat

Ulrich Lehmann bis zuletzt den

November 2009

im Erwachsenenbereich eingesetzt

werden.

Ein Team um Kreisschiedsrichterobmann

Karsten Ilgert hatte

die Schiedsrichteranwärter intensiv

während des Lehrganges auf die

Prüfung vorbereitet. Ein besonderer

Dank galt Erwin Drexler vom Wolsdorfer

SV, der immer für die Belange

und das Wohl der Lehrgangsteilnehmer

sorgte.

Die neuen Schiedsrichter sind

Laura Gehrecke, Marco Walter, Rene

Weimann (alle SV Viktoria Königslutter),

Daniel Bems, Melissa Raulfs

(beide SpVG Süpplingen), Thomas

Edelhäuser, Matthias Wolff (beide

TSV Helmstedt), Dennis Eichner,

André Pieper, Julian Reinhardt (alle

TVB Schöningen), Andre Friehe, Patrick

Koch, Felix Nolte, Justin Schaaf-

Peine, Christian Stein, Ferdinand

Wielenberg (alle TSV Grasleben), Jonas

Niermann (TSV Fichte Helmstedt),

Justin Oliveri (VfL Rottorf),

Hauke Pohlan (STV Holzland) und

Nick Schamer (Wolsdorfer SV).

Werner Kison

DFB-Mobil beim TSV Lamme. TSV Germania Lamme hatte das

DFB-Mobil auf seiner Sportanlage zu Gast. Das Fahrzeug ist bundesweit

im Einsatz und mit allen Trainingsutensilien ausgestattet. Trainer

des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) absolvierten mit 24 Fund

E-Junioren des Vereins eine Trainingseinheit als Anschauungs-Unterricht

für Eltern und Jugendtrainer. Anschließend diskutierten die

Teilnehmer im Lammer Clubraum über das Training im Kinder- und Jugendfußball.

Der NFV informierte zudem über sein Qualifizierungs-

Angebot sowie den Mädchen- und Frauenfußball. Flo

NFV-Kreis Wolfenbüttel

trauert um Ulrich Lehmann

Kreisspielausschuss erfolgreich

geleitet und geführt. Noch Anfang

September nahm er an einer

Kreisvorstandssitzung teil. Er liebte

und lebte den Fußballsport

und war ein Fußballer, der

im Kreisvorstand, Kreisspielausschuss

und bei den Schiedsrichtern

eine große Lücke hinterlässt.

Auf Kreisebene betreute,

plante und leitete er die Kreisliga,

Leistungsklasse und die Pokalspiele.

Auch die Erstellung der

Spielpläne und Ausschreibungen

für alle Klassen war Chefsache.

In die Amtszeit von Ulrich

Lehmann fielen u.a. der EDV-Aufbau

im NFV und die Spielklassenstrukturreform.

Für die Neuerungen

auf DFB- und NFV-Ebene

setzte er sein ganzes Können und

Wissen ein.

Tagestour nach Duderstadt. Der Jugendausschuss des NFV-Kreises

Göttingen unter dem Vorsitz von Kreisjugendobmann Dieter Seliger (Gieboldehausen)

unternahm kürzlich eine Tagesfahrt nach Duderstadt. Zunächst wurden

die Mitglieder des Ausschusses mit ihren Ehepartnern von der Stadt Duderstadt

durch Annelore von Hof im Kophus des historischen Rathauses begrüßt. Hierbei

handelt es sich um eines der ältesten Rathäuser Deutschlands. Anschließend folgte

eine Führung durch das Rathaus und die Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Die Führung übernahm Udo Unzeitig, der im Ausschuss für den

Schulfußball verantwortlich ist. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde das

Grenzlandmuseum in Teistungen besichtigt. Den Abschluss der Tagestour bildete

bei herrlichem Wetter eine gemütliche Kaffeetafel auf dem Pferdeberg. Unser Foto

zeigt Mitglieder des Jugendausschusses und des ehemaligen Jugendsportgerichts

mit Ortsbürgermeister Hubertus Werner und Annelore von Hof (beide

1. Reihe v.l.) auf der Duderstädter Rathaustreppe. Text und Foto: Hans-Dieter Dethlefs

Ulrich Lehmann war Ansprechpartner

für die Organe,

Vereine und Spieler. Seine besondere

Aufmerksamkeit galt den

Schiedsrichtern. Er versäumte

keinen Schiedsrichterlehrabend

und galt damit als großes Vorbild

für alle Schiedsrichter im NFV-

Kreis Wolfenbüttel. Mit Sonderaktionen,

z.B. der Vergabe

von Windjacken, Fußballkappen,

Pokalen usw., versuchte er immer

wieder, dem vorhandenen

Schiedsrichtermangel entgegen

zu wirken.

Seine ständige Bereitschaft,

für den Fußballsport im NFV-Kreis

Wolfenbüttel zu arbeiten, hat Ulrich

viele Freunde beschert. Kritiker

überzeugte er mit seinem

Wissen und Willen, die Vorgaben

der Satzung und Ordnungen des

NFV durchzusetzen. Seine Argumente

fielen fast immer auf

fruchtbaren Boden.

Die ständige Bereitschaft aller

Kreisspielausschussmitglieder,

den Vorgaben des Vorsitzenden

zu folgen, wird in Zukunft mit dazu

beitragen, dass der Spielbetrieb

im NFV-Kreis Wolfenbüttel

auch in Zukunft in geordneten

Bahnen verlaufen kann und wird.

Alle Kreismitarbeiter sind

nun aufgefordert, einen Nachfolger

zu finden, der wie Ulrich Lehmann

bereit ist, die vielfältigen

Aufgaben im Sinne des NFV, der

Vereine und Spieler fortzusetzen.

Persönlich und als Freund

wird Ulrich Lehmann für uns

nicht ersetzbar sein!

Thomas Kurtz und der Vorstand

des NFV-Kreises Wolfenbüttel


VfL Salder erhält Fair Play Preis. Der VfL Salder hat in der regionalen

Braunschweiger Wertung des VGH-Fairness-Cup hinter SV RW Groß

Gleidingen den zweiten Platz belegt. Frank Marquardt (links) von der Öffentlichen

Versicherung überreichte jetzt dem Mannschaftsführer des VfL, Marcel

Kohsakowski, einen Scheck über 500 Euro, einen Pokal und eine Medaille für jeden

Spieler sowie einen Trikotsatz als Belohnung für den sportlich fairen Auftritt.

Auch der stellvertretende Vorsitzende des NFV-Kreises Salzgitter, Manfred

Niemz, und Staffelleiter Manfred Rybatzki beglückwünschten den VfL für den

Erfolg in der Fair Play Wertung. In ganz Niedersachsen belegte der VfL den 17.

Platz unter 1073 teilnehmenden Mannschaften. VfL-Vorsitzender Karsten Fricke,

Jugendleiter Karsten Wagner, Fußballobmann Eugen Lohnert und der Trainer

der Mannschaft, Erich Ott, freuten sich über die spontane Aktion der ersten

Mannschaft, den Trikotsatz an die erste E-Jugend des VfL weiterzugeben. Der

Trainer des E-Jugendteams Siegfried Ptaschinski nahm mit seinen jungen Talenten

Luc Holzbecher und Cedric Koch die neuen Trikots freudestrahlend in Empfang.

Text und Foto: Günter Schacht

Martin Kind (Foto)

zieht normalerweise

abseits des grünen Rasens

als Präsident von

Hannover 96 die Fäden

beim Bundesligisten.

Jetzt schnürte er selbst

die Fußballschuhe und

trat mit der Traditionself

seines Vereins in

Bückeburg gegen eine

Schaumburger Auswahl

an. Beim 11:0-Erfolg seiner

Mannschaft trug

sich Kind sogar in die

Torschützenliste ein –

ebenso wie auch NFV-

Direktor Bastian Hellberg,

der per Kopf für

die Hannoveraner erfolgreich

war. Im Anschluss

an das Promispiel

bezwangen vor

rund 2000 Zuschauern

die Profis von 96 das

Oberligateam des VfL

Bückeburg mit 5:0. Dabei

gelang Jacek Krzynówek

im zweiten

Spielabschnitt ein lupenreiner

Hattrick. Die

Veranstaltung in Bückeburg

wurde maßgeblich

unterstützt durch die

VGH-Versicherungen.

Foto: Grabowski

TSV Eitzum darf im

Fanshop einkaufen

Siegerehrung im DFB-Vereinswettbewerb

Der TSV Eitzum, SV Sorsum, FC Algermissen,

DJK Blau-Weiß Hildesheim

und TuS Nettlingen aus

dem NFV-Kreis Hildesheim können

sich freuen: Mit dem Erreichen des

Silvercup gehören sie zu den

Preisträgern des DFB-Vereinswettbewerbs

der vergangenen Spielzeit.

In einer Feierstunde wurden

die Vereinsvertreter vom Kreisvorsitzenden

Detlef Winter mit der

Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Wie im Vorjahr war auch wieder

TSV Eitzum unter den Auserwählten

– und erhielt dafür einen

Gutschein vom DFB-Fanshop über

200 Euro. „Bei den Verbands-

Bezirk Braunschweig

Bezirk Hannover

Jugendleiter auf Lösungssuche. Kreisjugendobmann

Hans-Jürgen Schwellnus (Foto) hielt sein Versprechen: Er hatte mehrere Informationsveranstaltungen

angekündigt, bei denen die Jugendleiter und

Betreuer der Hildesheimer Vereine ihre Probleme äußern können. 39 Vertreter

kamen jetzt zum ersten Meeting nach Himmelsthür. Dort erfuhren sie,

dass der Kreis keine Änderungen bei der Anzahl von drei Vereinen für eine

Jugendspielgemeinschaft vornehmen kann. Auch die Meldezeit der Ergebnisse

eine Stunde nach Spielschluss liegt nicht in seinem Zuständigkeitsbereich.

Bei den Langzeitthemen kristallisierte sich die Weigerung der Vereine

heraus, bei 11er-Teams weiter in den Jahrgangsmannschaften zu spielen.

Man erwägt hier, wieder auf die normale Klasseneinteilung von den A- bis

zu den C- sowie den 11-er-D-Junioren überzugehen. Der jüngere Bereich

solle aber weiter mit Jahrgangsmannschaften spielen. Die Austragung der

Partien auf dem Großfeld für die U 12-/U 13-Junioren soll überdacht werden.

Zudem wird die Abschaffung der Abseitsregel bei den U 10-Junioren

mit dem Verband abgeklärt. Text und Foto: Burghard Neumann

beiträgen, die wir als kleiner Verein

leisten müssen, können wir den

Gutschein gut gebrauchen“, sagte

Jugendleiterin Hannelore Lange.

Die weiteren Preisträger erhielten

je ein Netz mit zehn Spielbällen.

Vom NFV-Kreis Hildesheim

bekamen die Gewinner T-Shirts –

und der TSV Eitzum zudem zwei

Bälle überreicht. „Die Teilnahme

zeigt, dass in den Vereinen gute

Arbeit geleistet wird“, lobte

Winter. Burghard Neumann

Die Preisträger Holger Schulz, Katrin

Eggers (SV Sorsum), Torsten

Algermissen, Stephan Käsehage

(FC Algermissen), Norbert Lange,

Hannelore Lange (TSV Eitzum),

Berthold Klodwig (DJK Blau-Weiß

Hildesheim), Cornelia Jablonski-

Bähre, Andreas Bähre (TuS Nettlingen)

und Kreisvorsitzender Detlef

Winter (von links).

Foto: Burghard Neumann

November 2009 53


Bezirk Hannover

54

„Wir wollen Kinder von der Straße holen“

Grundschule Diekholzen und Hildesia kooperieren

Im Logo der Grundschule Diekholzen

heißt es: „Miteinander leben,

lernen, lesen“. Mit Beginn des

Schuljahres im Sommer hat auch

der sportliche Bereich eine wichtige

Aufwertung erhalten: Auf Antrag

der Schulleitung haben die

Landesschulbehörde und der LandesSportBund

(LSB) eine Kooperation

zwischen der Grundschule

und dem SV Hildesia Diekholzen

genehmigt.

November 2009

Unter dem Motto „Wir spielen

Fußball mit der Schule“ wurde

die Zusammenarbeit auf dem

Sportplatz in den Sundern eingeläutet.

„Nach langem Anlauf hat

es endlich geklappt“, freuten sich

Rektorin Madeleine Kalisch, Sportlehrerin

Mechtild Frölich, Fußball-

Spartenleiter Claus Kubik sowie

Jugendtrainer Friedel Münzberger.

NFV-Schulfußballreferent Heinrich

Pohl hatte fünf Bälle, zehn Trai-

ningsleibchen und 40 Markierungshütchen

im Gepäck. Eine

weitere finanzielle Unterstützung

in Höhe von 400 Euro pro Jahr erhalten

die Übungsleiter vom LSB.

„Leider sind die Mittel begrenzt. Es

kommt auf die Menge der Kooperationen

an“, erklärte Kubik.

„Wir wollen die Kinder von

der Straße holen“, verriet Pohl. In

den Grundschulen schlummern immer

noch viele Fußballtalente.

Langfristig finden die Kinder in

zahlreichen Vereinen einen geordneten

Trainings- und Spielbetrieb.

Auch in Diekholzen trifft das zu. Der

Trainerstab mit Münzberger, Holger

Henze, Berndt Ring sowie Dagmar

Höveling und Jaqueline Henze zeigt

großes Engagement für den Jugendfußball

des SV Hildesia.

In Sundern konnten die Nachwuchskicker

das DFB-Schnupperabzeichen

erwerben. 15 Kinder,

die dem Verein noch nicht angehören,

hatten dabei ihren Spaß

– und nahmen das Schnupperabzeichen

mit nach Hause.

Burghard Neumann

Der Start der Kooperation ist erfolgt: Die Nachwuchskicker mit Fußball-Abteilungsleiter Claus Kubik, Sportlehrerin Mechtild Frölich, Jugendtrainer Friedel

Münzberger, Rektorin Madeleine Kalisch, den Trainern Holger Henze, Dagmar Höveling, Jaqueline Henze, Berndt und NFV-Schulfußballreferent Heinrich

Pohl (hinten, von links) beim Auftakt in Sundern. Foto: Neumann

Vom Kanonenfutter zu Nationalspielern. Ein außergewöhnliches Fußballteam ist der 1. FC Werkheim. Es besteht aus Bewohnern

einer stationären Hilfeeinrichtung für Männer in besonderen sozialen Schwierigkeiten, dem Werkheim in Hannover. Gerade für Wohnungslose ist es eine

ganz besondere Herausforderung, sich dem Sport und den damit verbundenen Anforderungen zu stellen. Der größte Teil der Bewohner hat neben

der Wohnungslosigkeit auch Suchterfahrung – ob mit Alkohol oder Drogen – zu bewältigen. Umso mehr ist das Werkheim stolz darauf, inzwischen eine

Gruppe von fast konstant 20 Teilnehmern formieren zu können. Dafür erhielt Jörg Matthaei aus dem Vorstand der Einrichtung von Michael Rabe, Vorsitzender

des NFV-Kreises Hannover-Stadt, einen Scheck über 250 Euro und fünf Fußbälle überreicht. Mit der Spende der Egidius Braun Stiftung sollen der

Spielbetrieb sowie die Teilnahme an Turnieren unterstützt werden. In den vergangenen Jahren trat der 1. FC Werkheim zu Turnieren mit anderen Teams

aus der Wohnungslosenhilfe und zunehmend auch bei Wettbewerben von Freizeitkickern an. War die Elf zu Beginn noch „Kanonenfutter“, so ist sie

mittlerweile in der Lage, die Vorrunden zu

überstehen und positive Zeichen zu setzen. Der

sicherlich größte Erfolg war der Gewinn der

Bronzemedaille bei der deutschen Meisterschaft

im Straßenfußball im Vorjahr in Hannover.

Einer der Spieler wurde sogar in die deutsche

Nationalmannschaft für den Homeless

World Cup im vergangenen Dezember in Melbourne

(Australien) berufen und gehörte zu

den besten Spielern des Turniers. In diesem

Jahr schieden die Hannoveraner beim nationalen

Titelkampf im Viertelfinale gegen den Gastgeber

aus Gifhorn aus. Mit Felix Orthmann

stellte der 1. FC Werkheim aber erneut einen

Akteur für den Homeless World Cup im italienischen

Mailand. Im September belegte das

deutsche Team nach guten Leistungen in der

Vorrunde den 21. Platz unter 48 Mannschaften.

Darüber hinaus nimmt der 1. FC Werkheim in

diesem Jahr erstmals am Spielbetrieb der Freizeitfußballliga

in Hannover teil. Foto: Baßler


Ohne Gegentor beim

Sichtungsturnier

Team aus Lüneburg/Lüchow-Dannenberg vorn

Beim ersten NFV-Sichtungsturnier

für den Jahrgang 1998 in

Achim (NFV-Kreis Verden) strich

der Stützpunkt Lüneburg/Lüchow-Dannenberg

den Turniersieg

ohne Gegentor ein. Neben

den sieben Stützpunktmannschaf-ten

aus den Kreisen Nienburg,

Verden, Hannover-Stadt,

Celle, Uelzen/Soltau-Fallingbostel,

Schaumburg und Lüneburg/

Lüchow-Dannenberg waren auch

die U 12-Junioren aus dem Leistungszentrum

von Hannover 96

dabei.

Bei dieser ersten Sichtung

zur Bildung einer U 12-Niedersachsenauswahl

zeigte die neu

formierte Auswahl Lüneburg

/Lüchow-Dannenberg eine überraschend

ansprechende Leistung.

Besonders auffällig war,

dass es im Team der Trainer

Sören Hillmer und Michael

Wandtke keine typische Blockbildung

gab. Die zwölf eingesetzten

Spieler kamen aus zwölf verschiedenen

Vereinen. Die Mannschaft

überzeugte spielerisch mit

guten Kombinationen und zeich-

nete sich durch Einsatz- und Siegeswillen

aus.

In der Vorrundengruppe

schlug Lüneburg/Lüchow-Dannenberg

die Auswahlteams aus

Nienburg (3:0), Hannover-Stadt

(2:0) sowie Verden (2:0) und entschied

dann auch das Finale gegen

Uelzen/Soltau-Fallingbostel

mit 4:0 für sich.

Ein Sonderlob gab es für

Torwart Feith Menke (MTV Handorf),

den Abwehrorganisator

Johann Eisenberg (TSV Schnega)

und die Flügelstürmer Malte

Meyer (SV Eddelstorf, drei Tore)

und Tamino Kunter (TSV

Hitzacker, vier Treffer).

Weiterhin kamen zum Einsatz:

Leon Brokmann (SV Karwitz),

Eric Freudenberg (SV

Scharnebeck, ein Tor), Henrik

Heini (FC Hansa Lüneburg), Kristian

Krieger (TuS Neetze), Marcel

Lorenz (MTV Rottorf), Philipp

Reinstorf (TuS Erbstorf, zwei Tore),

Sarukan Savunthararajan

(TSV Bardowick) sowie Hennek

Wischmann (JFC Heidethal, ein

Tor).

Der Kreis Lüchow-Dannenberg führte nach der Hallenpremiere

(Februar 2009) kürzlich auf der Sportanlage des SV Eintracht

Clenze auch ein Kleinfeldturnier für Ü 30-Frauen durch. Der Sieger wurde

unter fünf Teams ermittelt, die guten Fußball geboten. Am Ende setzte

sich die Vertretung des SV Germania Breselenz (Foto) mit acht Punkten

durch. Den zweiten Platz errang das Team des SV Lemgow/Dangenstorf

(fünf Punkte), gefolgt von der SG Woltersdorf/Liepe (vier Zähler). TuS

Woltersdorf und die Ü 30-Frauen des SV Eintracht Clenze teilten sich den

vierten Rang mit jeweils drei Punkten. Zum Sieger-Team des SV Germania

Breselenz gehören: Betreuerin Petra Schott, Heike Pauls, Conny Lemmer,

Evi Krystosik, Birgit Christ, Birgit Panning-Hermanski, Daniela Allerlei,

Sonja Wittvogel, Ute Buhrdorf und Ina Scharnitzki. Christian Bönsch

Bezirk Lüneburg

Das Auswahlteam aus Lüneburg/Lüchow-Dannenberg (hinten von links):

Trainer Michael Wandtke, Malte Meyer, Marcel Lorenz, Philipp Reinstorf,

Leon Brokmann, Johann Eisenberg, Trainer Sören Hillmer sowie vorne

Henrik Heini, Hennek Wischmann, Tamino Kunter, Sarukan Savunthararajan,

Eric Freudenberg, Kristian Krieger und davor Torwart Feith Menke.

Treffen der „Ü50“-Kicker. Wie in jedem Herbst fanden auch in diesem Jahr wieder die traditionellen Seniorentreffen statt, zu denen der

Fußball-Kreisverband Soltau-Fallingbostel geladen hatte. Unter der Regie von Sozialwart Fritz Niebergall trafen sich die „Ü50“-Kicker in Breloh, um

vom Clubheim des Sportclubs ausgehend ein paar harmonische Stunden zu verbringen. Ein Besuch des Panzermuseums in Munster wurde integriert.

Vom Sportheim des SV Lindwedel-Hope aus ging es zum Milchhof Hemme nach Sprockhof (Foto), um dort das vielbestaunte „Melk-Karussell“ zu besichtigen

und eine Vielzahl gesunder Produkte zu verkosten. Im Anschluss an die von Jürgen Grimmelt (Lindwedel) und Udo Albaum (Breloh) bestens

organisierten kulturellen Programmpunkte verbrachten die Sportler sowohl im Nordkreis als auch im Südkreis fröhliche Stunden beim Klönen und

Fachsimpeln über frühere Glanzleistungen auf dem Rasen. Insgesamt folgten über 120 „Fußball-Oldies“ einer schönen Tradition, die die Verantwortlichen

des Kreisverbandes bei konstant guter Resonanz auch in Zukunft gern fortsetzen werden. Heide Tegtmeier

November 2009 55


Bezirk Lüneburg

56

Tolle Spiele, schöne Tore

und ein Star zum Anfassen

Schulfußballturnier für Mädchenmannschaften war ein großer Erfolg

Auch beim Kopfballspiel faszinierte Britta Carlson ihre zahlreichen Fans. Die sympathische WM-Botschafterin erhielt

für ihre sportliche Einlage viel Beifall. Foto: Balzer

„Die zweite Auflage des

Schulfußballturniers für Mädchenmannschaften

an den

Grundschulen war ein großer Erfolg.“

Das stellte mit großer Zufriedenheit

der Vorsitzende des

Kreisfußballverbandes Harburg,

Manfred Marquardt, fest. Er

schaffte es, sich an allen vier

Spielorten in Elstorf, Trelde, Pat-

November 2009

tensen und an der Alten Stadtschule

Winsen einen interessanten

Überblick über die Spielfreude

der insgesamt 22 Mädchenteams

und eine vorbildliche Organisationen

zu verschaffen.

In Marquardts Begleitung

befand sich Susann Koop (VfL

Jesteburg). Sie wurde erst kürzlich

vom Vorstand des Kreisfuß-

„Gold-Cup-Gewinner“

wurden ausgezeichnet

Zehn Spielbälle für SVE und den MTV

SV Eintracht Bad Fallingbostel

und MTV Soltau sind durch

den Fußball-Kreisverband Soltau-

Fallingbostel für ihr herausragendes

Engagement im Rahmen des

DFB-Vereinswettbewerbs ausgezeichnet

worden. Vorsitzender

Wolfgang Börner nahm für den

SVE den Preis in Empfang und

versprach, dass der Verein seine

zum wiederholten Male bewiesene

Einsatzbereitschaft weiter fortsetzen

wird. Als Vertreter des

MTV freute sich Gerrit Ludwig,

Trainer der Frauenmannschaft,

über den Empfang der Präsente.

80 Vereine aus Niedersachsen

hatten sich für den Gold- und

Silbertopf qualifiziert, indem sie

zu den vier Themenbereichen

„Mädchen- und Frauenfußball“,

„Schulkooperation“, „Fußball für

Ältere“ und „Fußball-Abzeichen“

durch Aktionen und Aktivitäten

Punkte sammelten und die geforderten

Vorleistungen erbrachten.

Insgesamt nahmen an dem im

Jahre 2007 gestarteten DFB-Vereinswettbewerb

294 niedersächsische

Klubs teil. Neben den drei

Hauptgewinnern wertvoller Prämien

(20 Länderspielkarten mit

Anreise, Training mit DFB-Trainer

Paul Schomann inklusive Fußballausrüstung

sowie Trikotausstattung

aller Mannschaften des Vereins

und jeweils ein Ballnetz mit

zehn Fußbällen) zählen 53 niedersächsische

Vereine zu den Gewinnern

in der Kategorie „Goldcup“.

Sie erhalten jeweils ein Ballnetz

mit zehn Spielbällen. Die Gewinner

aus dem Kreis Soltau-Fallingbostel

sind der SV Eintracht Bad

Fallingbostel und der MTV Soltau.

Im Zuge der FIFA Frauen-

WM 2011 wurde der DFB-Vereinswettbewerb

am 1. Juli dieses

ballverbandes zur Koordinatorin

für die noch bessere Zusammenarbeit

zwischen den Schulen und

Vereinen nominiert. Ihr Engagement

ist zunächst bis 2011, dem

Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft

der Frauen in Deutschland,

befristet.

In Elstorf gaben sich nicht

nur rund 300 Zuschauer ein Stell-

Jahres vom neuen Wettbewerb

„TEAM 2011“ abgelöst. Zentraler

Gedanke des neuen Wettbewerbs

ist, die Zusammenarbeit

zwischen Schule und Verein zu

fördern. Die Kooperation dieser

dichein, die die jungen Akteurinnen

auf dem grünen Rasen bewunderten.

Das tat mit Britta

Carlson auch die Botschafterin

für die FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft

2011 in Deutschland. Die

31-malige Nationalspielerin feierte

mit dem Gewinn der Europameisterschaft

mit der DeutschenFußball-Nationalmannschaft

und als UEFA-Cup-Siegerin

2005 ihre größten sportlichen Erfolge.

Britta Carlson, die 2008 ihre

sportliche Karriere beendete,

ist die derzeitige Co-Trainerin der

Bundesliga-Frauen des VfL Wolfsburg.

Die gebürtige Kielerin präsentierte

sich als Star zum Anfassen.

Sie erfüllte jeden Autogrammwunsch,

verriet Tipps und

Tricks. Beifall erhielt die 31-jährige

Carlson, als sie trotz ihrer

sportlich, eleganten Kleidung den

Ball exakt 33 mal mit dem Fuß in

der Luft hielt. Auch das Kopfballspiel

beherrschte der prominente

Gast in Perfektion.

Auf dem Sportplatzgelände

an der Schule in Elstorf herrschte

lautstarke Begeisterung. Der Pulk

von jungen Mädchen, die voller

Begeisterung eine Deutschland-

Fahne schwenkten, wurde immer

größer und die Stimmung bei

jedem erzielten Treffer immer

besser.

Im Verlauf der jeweiligen Siegerehrungen

gab es bei den jungen

Fußballerinnen nur strahlende

Gesichter. Der Kreisfußballverband

spendierte nicht nur für jede

Mannschaft einen Fußball,

sondern hatte für jede Spielerin

auch eine Erinnerungsmedaille

parat. Ulrich Balzer

Auszeichnung der „Gold-Cup-Gewinner“ aus dem NFV-Kreis Soltau-Fallingbostel.

Unser Foto zeigt von links: Gerrit Ludwig (MTV Soltau), Heinrich

Eickhoff (Vorsitzender des Fußball-Kreises) und Wolfgang Börner

(Vorsitzender des SVE Bad Fallingbostel).

Institutionen ist nach Einschätzung

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) der richtige Weg, um

den Nachwuchs auch langfristig

sichern zu können.

Heide Tegtmeier


Stützpunkt für

Migrantenkinder

Begeisterung um Projekt in Schwanewede

Die schönste Nebensache der

Welt wird in Schwanewede

(Kreis Osterholz) seit mehreren

Wochen mit noch mehr Begeisterung

betrieben. Der Niedersächsische

Fußballverband wählte das

Mini-Spielfeld bei der Begegnungsstätte

zum „Stützpunkt für

fußballinteressierte Kinder mit Migrationshintergrund“

aus.

Der Verband möchte damit

nicht nur Migrantenkinder sondern

auch Kinder von Eltern, die

nicht unbedingt das Geld haben,

um sich eine Vereinsmitgliedschaft

zu leisten, fördern. Das Projekt,

unterstützt vom Niedersächsischen

Innenministerium und vom

LandesSportBund Niedersachsen,

wendet sich gezielt an Kinder im

Alter von sieben bis zehn Jahren.

Der NFV-Beauftragte für soziale

Projekte ist überzeugt davon,

mit dem Standort Schwanewede

die richtige Wahl getroffen zu haben.

Marko Kresic: „Die Begegnungsstätte

und deren Leiter Jürgen

Stegmann, der ja auch als Trainer

arbeitet, bieten ideale Voraussetzungen.“

Das NFV-Projekt löste bei

den Schwaneweder Grundschulen

Dreienkamp und Heideschule Begeisterung

aus. Der Bedarf ist dermaßen

groß, dass noch gar nicht

alle Kinder untergebracht werden

konnten. Bisher hat sich eine

Gruppe von 15 Mädchen und Jungen

für den Integrationsstützpunkt

gebildet. Das Innenministerium

sichert das NFV-Projekt zur

Platzerhaltung und Finanzierung

des Übungsleiters Tobias Heß materiell

ab. Bei Bedarf, deutete Marko

Kresic an, würde auch eine

zweite Gruppe finanziert werden.

Verden stellt

19 neue Schiris

Der Fußballkreis Verden stellt 19 neue Schiedsrichter. An der Prüfung

beteiligten sich in Wahnebergen insgesamt 48 Anwärter.

Mehmet Kunc (TSV Bierden) bestand als einziger Aspirant die Prüfung

mit null Fehlern. Die Prüfung wurde vom Bezirksschiedsrichterobmann

Berthold Fedtke (Sittensen) abgenommen.

Die Schiedsrichteranwärter bereiteten sich in zwei Gruppen

auf diese Prüfung vor. Die eine Gruppe hat die Regeln an zwei Wochenenden

in Ottersberg und die zweite Gruppe an acht Abenden

in Wahnebergen gelernt. Walter von Kiedrowski und Marcus Neumann

vermittelten die 17 Fußball-Regeln. Es sind fast durchweg

Jung-Schiedsrichter, die demnächst dafür sorgen, dass bei den Spielen

die Regeln eingehalten werden. Die Neu-Schiedsrichter aus dem

NFV-Kreis Verden: Bilal Yavuz, Nahit Sencakir, Tugay Dogru, Ayaz

Raja (alle FC Verden 04), Bastian Jelinski (TSV Brunsrock), Jasmin

Kheyal (TSV Achim), Veit Vorderwisch (TSV Uesen), Dominik Bohling

(SV Wahnebergen), Hannes Hammer (Borsteler FC), Kevin Nörder,

Norbert Radke, Joshua Radke (alle TV Oyten), Darius-Leon Matthies

(TSV Ottersberg), Nils Meier, Timon Sokol, Jonathan Strauß (alle TSV

Posthausen), Ole Neumann, Alexander Krantz (beide TSV Bassen)

und Mehmet Kunc (TSV Bierden). Alexandra Rose

Der Begegnungsstätten-Leiter

freut sich riesig, dass das Mini-

Spielfeld in Schwanewede den Zuschlag

zum Stützpunkt für Integration

erhielt. „Eine tolle Sache für

Kinder, die nicht Mitglied in einem

Verein sein können und trotzdem

Gelegenheit bekommen, ihre Fuß-

Bezirk Lüneburg

ball-Begeisterung auszuleben. Darüber

hinaus festigt das Projekt die

Zusammenarbeit zwischen der Jugendarbeit

in der Begegnungsstätte

und den Schwaneweder Grundschulen“,

ist Jürgen Stegmann

vom NFV-Projekt restlos überzeugt.

Reiner Tienken

Gruppenaufnahme bei der Einweihung des Integrationsstützpunktes in

Schwanewede.

Erwartungen erfüllt

Schiedsrichter-Talentlehrgang des Bezirks

Der Bezirksschiedsrichterausschuss

zeichnete erstmalig für

einen Talentlehrgang für Schiedsrichter,

die in ihren Kreisen als besonders

förderungswürdig eingeordnet

werden, verantwortlich.

An dem dreitägigen Lehrgang

beteiligten sich insgesamt 14

Unparteiische, darunter auch

zwei Schiedsrichterinnen, sowie

sieben aktuelle Bezirksliga-

Schiedsrichter aus den elf Kreisen

des Bezirks Lüneburg.

Der Lehrgang beinhaltete

Komponenten wie theoretische

Lehrarbeit entlang der Fußballregeln,

wichtige und praktische

Hinweise zur selbstkritischen Bewertung

des individuellen Verhaltens

auf und neben dem Spiel-

feld, Gruppenarbeit, sportpraktische

Übungen sowie einen Vortrag

von Harm Osmers, der derzeit

in der Dritten Liga als

Schiedsrichter und in der 2. Bundesliga

als Schiedsrichterassistent

tätig ist. Der vielfältige Mix weckte

ein großes Interesse und die

Neugier der Teilnehmer, die sehr

wissbegierig und mit einem hohen

Engagement die Vorträge

verfolgten und sich in die Diskussionen

einbrachten.

Dieser erste Talentlehrgang

hat im Fazit der Teilnehmer die

selbst definierten Erwartungen

erfüllt und war somit ein voller Erfolg.

Auch die Lehrgangsleiter

Matthias Kopf und Marco

Schmidt (beide Mitglieder des Bezirksschiedsrichterausschusses)

bewerteten den Lehrgang als einen

sehr gelungenen Auftakt für

eine langfristig angelegte und

nachhaltige Talentförderung.

Für Christopher Biermann

(Lüneburg), Julian Knabbe (Stade),

Manuel Meyer (Harburg)

und Thorben Sillje (Osterholz)

stehen bereits die nächsten

Herausforderungen bevor, sie

wurden vom Bezirksschiedsrichterausschuss

für die Teilnahme

an einem NFV-Talentkader nominiert.

Alle übrigen Schiedsrichter

werden in den Kreisen weiter

gefördert und auf weitere Aufgaben

vorbereitet.

Förderungswürdig: Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer des

Schiedsrichter-Talentlehrganges

im NFV-Bezirk Lüneburg.

November 2009 57


Bezirk Lüneburg

58

Auch in diesem Jahr wurden wieder

die fairsten Fußballmannschaften

der 47 niedersächsischen

Kreise ermittelt und geehrt. Die

VGH-Versicherungen und die Öffentlichen

Versicherungen Braunschweig,

Bremen und Oldenburg

zeichneten darüber hinaus in ihren

Regionaldirektionen die jeweils drei

fairsten Teams aus. In der Regionaldirektion

Bremen (Kreise Verden,

Osterholz und Cuxhaven) siegte

das in der Kreisliga Verden spielende

Team der SG Langwedel. Zweiter

wurde der TSV Ottersberg II vor

dem FC Worpswede (Kreis Osterholz).

Im Rahmen einer Feierstunde

überreichte VGH-Vertriebsleiter

Horst Braakmann im Beisein des

Vereinsvorsitzenden Henning Haltermann

und des stellvertretenden

NFV-Kreisvorsitzenden Kurt Thies

einen Pokal und einen wertvollen

Sachpreis an die Mannschaft des

TSV Ottersberg II. Das neu in der

Bezirksliga 3 spielende Team von

Trainer Abdoul Bouba belegte in

der Gesamtabrechnung des Wettbewerbs

unter 1073 Mannschaften

aus Niedersachsen Rang 42. Lediglich

39 Gelbe sowie je eine Gelb-

Rote und Rote Karte gingen auf das

Konto der Ottersberger.

Vier Tage später erfolgte die

Auszeichnung der SG Langwedel

als Sieger der Regionalwertung.

Wieder nahmen Horst Braakmann

und Kurt Thies neben dem Vereins-

Vorsitzenden Rolf Korb, seinem

November 2009

Stellvertreter Frank Bethge und

Herrenobmann Jörg Domschaft an

der Feierlichkeit teil, bei der Langwedels

VGH-Versicherungsvertreter

Klaus-Peter Schubert der fairsten

Mannschaft den VGH-Fairness-Cup

2008/09 überreichte. In 26 Spielen

100 Prozent Spaß und

null Prozent Gewalt

Wathlinger Schüler dürfen jetzt pfeifen

Respekt – Sechs aktive Schüler

sind jetzt neue Fußball-

Schiedsrichter. Das Wathlinger

Hauptschul-Projekt schließt erneut

eine erfolgversprechende Initiative

ab und zeigt damit demonstrativ

die Rote Karte gegen

Fairste Teams in

der Region Bremen

SV Ottersberg und SG Langwedel geehrt

gingen nur 30 Gelbe, zwei Gelb-

Rote und zwei Rote Karten auf das

Konto der SG Langwedel.

Beide Mannschaften erhielten

einen Pokal, eine Urkunde und jeder

Spieler eine Plakette. Darüber

hinaus übernahmen die ausge-

zeichneten Teams die Patenschaft

für eine Jugendmannschaft in ihren

Vereinen.

Für den ersten Platz in der

Wertung der Regionaldirektion gab

es eine Sportausrüstung im Wert

von 1200 Euro. Der Zweitplatzierte

wurde mit einer Sportausrüstung

im Wert von 800 Euro belohnt. Diese

Preise wurden an die jeweilige

Jugendmannschaft, die A-Junioren

beim FC Langwedel sowie die F-Junioren

beim TSV Ottersberg, übergeben.

Alexandra Rose

Fairness-Ehrung bei der SG Langwedel mit (von links): Kurt Thies (stellvertretender Kreisvorsitzender), Nils Bliemeister

(Trainer), Rene Lampferhoff und Dominik Behling (beides A-Junioren), Fabian Lutz (Mannschaftskapitän

der 1. Herren), Horst Braakmann (VGH-Vertriebsleiter), Klaus Peter Schubert (VGH Langwedel), Rolf Korb (Vereinsvorsitzender)

sowie Frank Bethge (stellvertretender Vereinsvorsitzender).

die Gewaltexzesse im vielfältigen

Schülerumfeld.

Die Hauptschule Wathlingen

führte das Freizeit-Angebot

„Schiri-AG“ als weiteren Baustein

zum Konzept der offensiven Gewalt-Prävention

zum zweiten Mal

sehr erfolgreich durch. Sechs 14und

15-jährige Schüler bestanden

kürzlich die Prüfungsabnahme

nach den offiziellen DFB-Richtlinien.

Der junge Deutsch- und

Sportlehrer Jens Gebler (lebt Fußball

aktiv beim Bezirksoberligisten

SV Nienhagen) verfügt über die

NFV-Lizenz zur Schiedsrichter-

Ausbildung. Er setzte so sein

großes Erfahrungspotenzial an

seinem Betätigungsfeld „Schule“

perfekt mit der Unterstützung

von Rektor Fritz Sudmeier um.

Diese jungen Schiedsrichter hatten guten Grund zum Strahlen (von links): Michael Frede, Christoph Koch, Nico

Vieregge, Martin Pretzer, Pierre Rene Scholz, Alexander Blazy, Ibrahim-Tolgahan Kutun, Jens Gebler und Konrektor

Volker Schirdewahn. Foto: Friebe

Kreisschiedsrichterobmann

(KSO) Michael Frede überreichte

im Rahmen einer kleinen Feierstunde

die druckfrischen DFB-

Lichtbildausweise zusammen mit

dem exklusiven Starter-Set der

Celler Schiedsrichtervereinigung

an die mit Bravour bestandenen

und hochmotivierten Anwärter.

Nach abschließenden Tipps und

Hinweisen werden die sechs neuen

Unparteiischen ihren Weg als

neutrale Spielleiter machen. Einer

ist nun beim VfL Wathlingen im

Einsatz. Die restlichen Jungschiedsrichter

werden beim SV

Nienhagen durch „Old-Referee“

Jörg Schlicht intensiv betreut sowie

beraten und sind schon bei

den jüngsten Jugendfußball-Altersspielklassen

eifrig im Einsatz.

Der engagierte Ausbildungslehrer

Gebler hatte „seine 2. Freizeit-Klasse“

mit dem Ziel „Faszination

Schiedsrichter“ wieder

bestens auf die Abschlussprüfung

vorbereitet – mit Zielrichtung:

Aufbau einer positiven Identität

mit 100 Prozent Spaß und null

Prozent Gewalt - Versprochen!

Der Erwerb des Schiedsrichter-

Scheins ist weit mehr als ein positiver

Lerneffekt für die weitere

Entwicklung – er dient als bester

Einstieg in ein sozial gefestigtes

Leben. Getreu dem Fußballer-

Motto: „Die Wahrheit liegt auf

dem Platz“. Horst Friebe


Bezirk Lüneburg

Stolze Gewinner im DFB-Vereinswettbewerb. Während des Dörfer- und Stadtteilturniers in Wustrow ehrte der Lüchow-Dannenberger Kreisvorsitzende

Karl-Hermann Ahlers die Gold-Cup-Gewinner SSV Gusborn, VfL Breese/Langendorf und SC Lüchow mit je zehn Bällen. Silver-Cup-Sieger TuS Wustrow

freute sich über einen 200-Euro-Gutschein für Sportartikel. Ahlers hofft, dass am neugestalteten DFB-Wettbewerb noch mehr Lüchow-Dannenberger

Clubs teilnehmen, um einerseits attraktive Preise zu gewinnen und andererseits Werbung für den Fußball zu machen. Gut gelaunt waren in Wustrow

(von rechts) Dirk Heilemann (Vorsitzender TuS Wustrow), Herbert Markgraf und Markus Wotzka (beide SC Lüchow), Torsten Leist (SSV Gusborn) sowie

Wolfgang Hinrichs (VfL Breese/Langendorf), die vom Kreisvorsitzenden Karl-Hermann Ahlers die DFB-Preise entgegen nahmen. Andreas Koopmann

Mädchen spielen jetzt im eigenen Kreis

Gut angelaufen ist im NFV-

Kreis Lüchow-Dannenberg

der kreiseigene Mädchenspielbetrieb.

22 Mannschaften sind

in den vier E- bis B-Mädchen-

Kreisligen aktiv. Zwei F-Mädchenteams

spielen zudem im

G-Juniorenbereich mit, ein B-

Mädchenteam des TuS Wolters-

dorf ist in der Bezirksliga dabei.

Bis zum Sommer waren die

Lüchow-Dannenberger Mädchenteams

noch im kreisübergreifenden

Spielbetrieb mit

Teams aus Uelzen und Lüneburg

auf Torejagd. Wegen der

guten Nachwuchsarbeit und

dem immer größer werdenden

Interesse am Mädchenfußball

gebe es aber genug Mannschaften

in Lüchow-Dannenberg,

um eigenständig spielen

zu können, waren sich Vereine

und Kreisjugendausschuss im

Sommer größtenteils einig. Man

könne zudem gezielter auf die

Wünsche der Vereine eingehen,

die Fahrten sind kürzer und

man sei bei Ausschreibungen

flexibler.

Insgesamt sind in Lüchow-

Dannenberg in dieser Saison 108

Jungen- und Mädchenteams aktiv

nach 105 in der Vorsaison.

Andreas Koopmann

In Schwerin verlebten 36 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Kreisfußballverbandes Harburg-

Land gemeinsam mit ihren Ehepartnern einen besonderen

Tag. Die Fahrt in die Mecklenburger Landeshauptstadt

galt als Dankeschön für die ehrenamtlich

geleistete Tätigkeit. Mit von der Partie waren auch

die Ehrenmitglieder Gerhard Dee (Meckelfeld) und

Gerdt Hartig (Moisburg). Im Verlauf eines gut eineinhalbstündigen

Stadtrundgangs erläuterte Schwerins

Gästeführer Gottfried Holzmüller die zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Dazu gehörte nicht nur das prächtige

Schloss (Foto), das mit 600 Zimmern Sitz des

Landtages von Mecklenburg-Vorpommern ist, sondern

auch der Dom. In der rund 96.000 Einwohner

zählenden Stadt Schwerin war kürzlich die Bundesgartenschau

besonderer Anziehungspunkt. Obwohl

bei einer Fahrt über den Schweriner See mit dem Motorschiff

„Lübz“ der Regen einsetzte, konnte dieser

die ausgezeichnete Stimmung der Ausfahrt-Teilnehmer

nicht trüben. Text und Foto: Balzer

Bezirk Weser-Ems

WSC Frisia Wilhelmshaven war beim Vereinswettbewerb

des Deutschen Fußball-Bundes erfolgreich. Im zweiten Wettbewerbsjahr

erfüllte der jadestädtische Verein die Bedingungen für die

Kategorie „Gold“ und wurde dafür mit einer Urkunde und einem

Ballnetz ausgezeichnet. Die Ehrung übernahm der 1. Vorsitzende des

Fußballkreises, Uwe Reese (2. von rechts). Ausschlaggebend für den

Preis waren die WSC-Aktivitäten im Mädchenfußball, das Angebot für

die älteren Fußballer, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen

und die Abnahme des DFB-Fußballabzeichens. WSC-Jugendleiter Rainer

Naminowski, Heidemarie Weckmann und der Vorsitzende Peter

Eilts (von links) nahmen die DFB-Ehrung für den vorbildlichen Verein

entgegen. Foto: Foto Masch

November 2009 59


Bezirk Weser-Ems

60

Äußerst harmonisch verlief der

12. ordentliche Bezirkstag

des NFV-Bezirkes Weser-Ems in

der Stadthalle in Cloppenburg.

Der Vorsitzende Ferdinand Dunker

(Dinklage) wurde ebenso wie

seine Mitstreiter im Bezirksvorstand

einstimmig für drei weitere

Jahre in seinem Amt bestätigt.

Neben den zahlreichen Delegierten

aus 17 Kreisen konnte

Ferdinand Dunker zahlreiche Ehrengäste

in Cloppenburg begrüßen,

darunter den Bürgermeister

der Stadt Cloppenburg,

Dr. Wolfgang Wiese, Landrat

Hans Eveslage sowie den Präsidenten

des Norddeutschen Fußballverbandes,

Eugen Gehlenborg.

Auch die beiden Bezirksvorsitzenden

Egon Trepke (Braunschweig)

und Hans-Günther

Kuers (Lüneburg) hatten den

Weg nach Cloppenburg gefunden.

Gehlenborg betonte in seinem

Grußwort die Bedeutung

des Vereinsfußballs. „Der Fußball

ist in den Vereinen zu Hause.

Wir haben alles zu tun, damit

die Vereine vernünftig arbeiten

können.“ Mehrere höherklassige

Vereine des Bezirkes Weser-Ems

haben gerade in der zurück liegenden

Saison ihre gesteckten

Ziele verfehlt, wie Ferdinand

Dunker bedauerte: „Der VfL Osnabrück

hat die Relegation gegen

den SC Paderborn verloren.

Kickers Emden musste die 3. Liga

ebenso verlassen wie der BV

Cloppenburg die Regionalliga.

Zu guter Letzt verpasste auch

der VfB Oldenburg im entscheidenden

Aufstiegsspiel gegen

den Goslarer SC den schon sicher

geglaubten Regionalliga-

Aufstieg. Ich wünsche diesen

Vereinen, dass sie schnell wieder

in die Erfolgsspur zurück finden“,

so der Bezirksvorsitzende.

November 2009

Die Ausschreitungen nach

dem Aufstiegsspiel in Oldenburg

nutzte Dunker sogleich zu einem

Aufruf an alle Vereine, sich nachhaltig

für Fairness auf und neben

dem Fußballfeld einzusetzen.

Auch die Zukunft des Niedersächsischen

Fußballverbandes

beschäftigte die Delegierten auf

dem Bezirkstag. Hinsichtlich der

vom Deutschen Fußball-Bund

angestoßenen Strukturdebatte

machte Dunker das eindeutige

Votum des Bezirkes deutlich:

„Finanzielle Gegebenheiten und

auch der demografische Wandel

machen es notwendig, dass man

Der wiedergewählte Bezirksvorsitzende Ferdinand Dunker (rechts) und

sein Stellvertreter Theo Christians (links) ernannten den langjährigen

Sportgerichtsvorsitzenden Friedel Rahe zum Ehrenmitglied des Bezirksvorstandes.

Fotos: Bartsch

Ferdinand Dunker (rechts) und der Präsident des Norddeutschen Fußballverbandes, Eugen Gehlenborg (links), ehrten

auf dem Bezirkstag zahlreiche Mitarbeiter aus den Kreisen für ihr langjähriges Engagement im Fußballsport.

„Für den Bezirk in der bisherigen

Form werden wir kämpfen“

Einstimmige Wiederwahl des Vorstandes beim Bezirkstag in Cloppenburg

auch über einen Strukturwandel

nachdenkt. Der Beirat des Bezirkes

Weser-Ems ist jedoch eindeutig

der Meinung, dass der

Bezirk in seiner bisherigen Form

beibehalten werden muss. Dafür

werden wir kämpfen.“

Die Einstimmigkeit im Bezirk

Weser-Ems wurde auch in

den anschließenden Vorstandswahlen

deutlich. Die Delegierten

sprachen Ferdinand Dunker ausnahmslos

auch für die kommenden

drei Jahre das Vertrauen

aus. Der norddeutsche Präsident

Eugen Gehlenborg zählte zu den

ersten Gratulanten und lobte die

nach seinen Worten ausgezeichnete

Arbeit des Bezirksvorstandes

in den zurückliegenden drei

Jahren.

So war es nicht verwunderlich,

dass auch die weiteren Vorstandsmitglieder

allesamt eine

einstimmige Wiederwahl verbuchen

konnten. Zu ihnen zählen

der stellvertretende Vorsitzende

Theo Christians (Emden), Schatzmeister

Ingo Herlitzius (Osnabrück),Spielausschussvorsitzender

Werner Busse (Cloppenburg),

Jugendobmann Dieter

Ohls (Schortens), Schiedsrichterobmann

Georg Winter (Wildeshausen),

Frauenreferentin Sabine

Lischewski (Osnabrück), Pressewart

Peter Bartsch (Emden) sowie

der Sportgerichtsvorsitzende

Reinhard Friedrich (Belm) mit seinem

Stellvertreter Stephan

Göken (Wilhelmshaven).

Zu Ehrenmitgliedern des Bezirksvorstandes

wurden Friedel

Rahe (Belm) und auch Willy Fehren

(Haren) ernannt, der nach

langjähriger Tätigkeit nicht wieder

für das Amt des stellvertretenden

Vorsitzenden kandidierte.

Ebenso verabschiedet wurden

die langjährigen Mitarbeiter

Günter Bargmann (Delmenhorst),

Heinrich Beßmann (Osnabrück),

Reinhard Borchers (Bunde),

Ludger Siemer (Löningen),

Helmut Loeks (Nordhorn), Herbert

Pütz (Essen) und Klaus Bittigau

(Rhauderfehn), der neben

seiner Tätigkeit im Bezirk auch

lange Jahre als Staffelleiter auf

der Verbandsebene des NFV

tätig war.

Begleitetet wurde der Bezirkstag

durch die musikalische

Unterstützung der Musikschule

Cloppenburg. Mit einem dreifachen

„Hipp-Hipp-Hurra“ verabschiedete

Dunker nach einer

knapp dreistündigen Veranstaltung

am Ende die Delegierten.

Peter Bartsch

Ehrungstafel

DFB-Verdienstnadel:

Wolfgang Burghard, Klaus

Frerichs, Heinz-Georg Reyl,

Johann Schön, Friedel Unland,

Johannes Wübker,

Theo Christians.

Goldene NFV-Ehrennadel:

Theo Ihnen, Franz-

Gerhard Koryciak.

Silberne NFV-Ehrennadel:

Friedhelm Forbringer,

Alwin Harberts, Peter

Tietz, Georg Winter.

Silberne NFV-Verdienstnadel:

Klaus Krämer,

Heinrich Pabst.


Viktoria Gesmold ist

das Aushängeschild

VGH Osnabrück ehrt die fairsten Teams

„Fairness siegt!“ – So lautete

das Fazit von Klaus Tisson, Regionaldirektor

der VGH Osnabrück,

bei der diesjährigen Siegerehrung

im Rahmen des VGH-

Fairness-Cups im VIP-Bereich der

osnatel-Arena. Und so war es Tisson

eine besondere Freude, die

Mannschaften von SV Viktoria

Gesmold, TuS Eintracht Rulle, SV

Viktoria Georgsmarienhütte und

TSV Riemsloh als fairste Teams

der Region Osnabrück zu ehren.

Platz 3 unter landesweit

1.073 Teams belegte der SV Viktoria

Gesmold. Das Team gehörte

zu den Mannschaften, die das

Kunststück geschafft hatten, in

der Saison 2008/09 ohne Gelb-

Rote und Rote Karte ausgekommen

zu sein und auch nicht das

Sportgericht beschäftigt zu haben.

Für diese herausragende

Leistung nahm der Spielführer

aus den Händen Tissons einen

Scheck über 1.500 Euro in Empfang.

Daneben gab es auch Preise

für die drei fairsten Teams im Fußballkreis

Osnabrück-Land: TuS

Eintracht Rulle belegte im Abschluss-Ranking

Platz 6, Viktoria

Georgsmarienhütte Platz 10, und

der TSV Riemsloh schaffte es auf

den 11. Platz. Diese drei Mann-

Die Siegerehrung im DFB-Vereinswettbewerb

fand für den

NFV-Kreis Osnabrück-Land in diesem

Jahr auf dem Sportgelände

des TSV Westerhausen statt. Mit

dabei war auch Paul Schomann –

ehemaliger DFB-Jugendtrainer

und Experte für Jugend- und

Schulfußball. Als Erstplatzierter

hatte der TSV nämlich auch ein

Sondertraining für die C-Junioren

mit Schomann gewonnen.

Doch in diesem Fall kam

vor der Arbeit das Vergnügen:

Neben dem Gastgeber als

Super-Goldcup-Gewinner konnte

der Vorsitzende des Fußballkreises

Osnabrück-Land, Helmut

Buschmeyer, Peter Kompa vom

SV Harderberg und Thomas Kruse

vom Quakenbrücker SC begrüßen.

Beide waren nach Westerhausen

gekommen, um ihre

Preise für den Gewinn des Silber-

bzw. Goldcups entgegenzunehmen.

Beim DFB-Vereinswettbewerb

können die Vereine Punkte

in den vier Kategorien Mädchenund

Frauenfußball, Schule und

Verein, Fußball für Ältere und

DFB-Fußballabzeichen sammeln.

Dieser besondere Einsatz der Vereine

wird dann vom Deutschen

schaften erhielten neben Urkunden

und Erinnerungsmedaillen

komplette Sätze Mannschaftstrikots,

Windbreaker oder Aufwärmtrikots,

die sie jeweils als Pate

an ein Jugendteam des Vereins

weitergeben.

Der Erste Kreisrat des Landkreises

Osnabrück, Dr. Reinhold

Kassing, bedankte sich bei Tisson

für das Engagement der VGH im

Bereich Sport und Kultur im Landkreis

Osnabrück. Zudem lobte er

den Einsatz der NFV-Verantwortlichen

in Landkreis und Stadt Osnabrück,

die für einen reibungslosen

Spielbetrieb sorgten. „Den

Spielbetrieb aufrechtzuerhalten,

verlangt viel Arbeit und Mühsal“,

so Kassing.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende

Bernd Kettmann freute

sich, dass der Kreis Osnabrück-

Land bereits zum fünften Mal in

Folge die Auflistung der fairsten

Kreise anführt. Dies sei vor allem

ein Verdienst der Trainer und somit

auch der guten Trainerausbildung,

so Kettmann. Und dass

„fair und erfolgreich“ auch zu-

Bezirk Weser-Ems

sammenpasse, zeige das Beispiel

der Viktoria aus Georgsmarienhütte,

die zugleich den Aufstieg

in die Bezirksliga geschafft habe.

Selbstverständlich bedankte

auch Kettmann sich bei Tisson für

die Auslobung des VGH-Fairness-

Cups. Nach dem offiziellen Teil,

zu dem auch die Bürgermeister

Ulrich Belde (Wallenhorst) und

Heinz Lunte (Georgsmarienhütte)

ihre Kicker begleitet hatten, wurde

in netter Runde gegessen und

gefachsimpelt und vielleicht auch

die ein oder andere Strategie entworfen,

wie man auch im nächsten

Jahr wieder bei dieser tollen

Ehrung dabei sein könnte.

Anita Lennartz

Im VIP-Bereich der osnatel-Arena erhielten die beim VGH-Fairness-Cup bestplatzierten Mannschaften aus dem

Osnabrücker Land ihre Auszeichnung. Foto: Lennartz

C-Junioren trainieren

mit Paul Schomann

TSV Westerhausen ist Goldcup-Gewinner

Gespannt warteten die C-Jugend-Kicker in Westerhausen auf die Anweisungen

von Trainer Paul Schomann. Foto: Hermann Pentermann

Fußball-Bund entsprechend honoriert.

Buschmeyer lobte das Engagement

der Vereine bei der

Preisübergabe und appellierte an

alle Klubs, die Chancen zu nutzen,

die der DFB biete. Und bei

den Preisen lohnt sich die Teilnah-

me: Für den SV Harderberg als Silbercup-Gewinner

gab es einen

Gutschein im Wert von 200 Euro,

der Quakenbrücker SC freute sich

über zehn Bälle und für den Super-Goldcup-Gewinner

TSV Westerhausen

gab es zehn Bälle, eine

Sportausrüstung und das erwähnte

Sondertraining mit Paul

Schomann, dessen Arbeit besonders

Insider im Jugendfußball

kennen und schätzen.

Nach dem offiziellen Teil

waren die C-Junioren und alle

weiteren Anwesenden dann

neugierig auf das, was sie auf

dem Sportplatz erwartete. Auch

Kreisjugendobmann Ludger Meyer

schaute ebenso wie die Vereinsvertreter

und alle übrigen

Gäste interessiert zu. Die Zuschauer

sahen dann ein hervorragendes

Training, bei dem etliche

Kicker anscheinend nicht

einmal bemerkten, wie sie 90

Minuten ihren Körper belasteten,

so begeistert folgten sie

den Aufforderungen des prominenten

Trainers. Nach der Trainingseinheit

klang die Veranstaltung

gemütlich aus. Das Fazit aller

Beteiligten: Die Teilnahme am

DFB-Vereinswettbewerb lohnt

sich! Anita Lennartz

November 2009 61


Bezirk Weser-Ems

62

Die Verabschiedung von Kreisschiedsrichterobmann

Heinz-

Gerd Evers stand im Mittelpunkt

einer Zusammenkunft der emsländischen

Schiedsrichter in

Meppen.

Fast 200 Unparteiische aus

dem gesamten Emsland und zahlreiche

Ehrengäste erlebten die

Amtsübergabe des Meppener

Evers an seinen Nachfolger Michael

Hüsing aus Lünne mit. Neben

den sportlichen Erfolgen der

emsländischen Unparteiischen,

von denen sechs Spiele auf Verbandsebene

leiten, betonte der

scheidende Obmann, er habe erreicht,

dass im Schiriwesen der

große Kreis Emsland zu einer

Einheit gewachsen sei. „Jeder

Schiedsrichter aus dem Emsland

hat die gleichen Möglichkeiten,

egal aus welchem Ort er kommt“,

so Evers.

Besonders dankte Evers seiner

Ehefrau Ingrid, die seiner

Tätigkeit im Schiedsrichterwesen

immer großes Verständnis entgegen

gebracht habe. Sein

Nachfolger Hüsing verglich die

Schiedsrichtergilde mit der Ehe

oder dem Militär. „Viele schimpfen

darüber, aber immer wieder

gibt es Freiwillige“, so der neue

Obmann mit einem Anflug von

Ironie.

Diese freiwillig ehrenamtlich

Tätigen gelte es zu schützen,

mahnte Hubert Börger. „Als

Zuschauer müssen wir Zivilcourage

zeigen und am Platz den

Nachbarn ansprechen, wenn er

November 2009

den Schiri beschimpft“, forderte

der neue Kreisvorsitzende.

„Schließlich macht der Schiedsrichter

von allen 23 Akteuren

auf dem Platz die wenigsten

Fehler.“

Agathe Harms betreut

in Aurich „Team 2011

Im Mittelpunkt steht der Mädchenfußball

Agathe Harms ist im Fußballkreis

Aurich die Beauftragte

der DFB-Schul- und Vereinskampagne

„Team 2011“. „Im Mittelpunkt

dieser Kampagne steht die

Intensivierung der Zusammenarbeit

von Schulen und Vereinen

mit dem Ziel, noch mehr

Mädchen die Möglichkeit zu geben,

die Faszination des Fußballs

kennen zu lernen“, sagte Agathe

Harms jetzt auf der Vorstandssitzung

des Fußballkreises Aurich in

Marienhafe.

Alle Schulen und Vereine

des Fußballkreises sind aufgerufen,

sich an dem Wettbewerb

„Team 2011“ zu beteiligen. Vier

Bausteine sind dort maximal zu

bewältigen; im Mittelpunkt steht

dabei immer der Mädchenfußball.

Schulen und Vereine haben

unterschiedliche Aufgabenstellungen.

17 Vereine und sechs

Schulen aus dem Landkreis Aurich

haben sich bereits angemeldet.

„Schon für die Anmeldung

gibt es eine Welcome-Box mit

Neuer Schiriobmann

im NFV-Kreis Emsland

Michael Hüsing folgt auf Heinz-Gerd Evers

Michael Hüsing ist neuer Kreisschiedsrichterobmann im Emsland. Das

„Steuer“ übergab Heinz-Gerd Evers (rechts) an seinen Nachfolger.

Foto: Roggendorf

dem Handwerkszeug für eine erfolgreiche

Teilnahme“, so Agathe

Harms. Wenn alle Bedingungen

erfüllt werden, locken viele

Preise.

Beim letzten DFB-Wettbewerb

sahnte der FC Loquard aus

dem Fußballkreis Aurich als Sieger

ab. Der Fußballkreis hofft,

dass auch an dem aktuellen DFB-

Wettbewerb viele Schulen und

Vereine aus dem Kreis Aurich teilnehmen.

„Der Frauenfußball hat

in unserem Kreis einen hohen

Stellenwert“, sagte Friedchen

Baumann, Vorsitzende des Frauenausschusses

im Fußballkreis.

Derzeit nehmen 100 Mädchenund

Frauenmannschaften am

Spielbetrieb des Fußballkreises

Aurich teil, darunter auch Teams

aus den Kreisen Wittmund und

Emden.

Kontakt mit Agathe Harms

kann aufgenommen werden

per E-Mail unter der Adresse

arnold.harms@ewetel.net.

Hinrich Trauernicht

Verzichten mussten die Teilnehmer

der Versammlung auf

das Referat von Zweitliga-Referee

Frank Willenborg, der durch

einen DFB-Einsatz kurzfristig verhindert

war. „Frank konnte es

heute Abend leider nicht mehr

nach Meppen schaffen“, erklärteVerbandsschiedsrichterlehrwart

Bernd Domurat die kurzfristige

Absage von Willenborg.

An seiner Stelle berichtete Lennart

Dornieden über seine ersten

Erfahrungen in der B-Junioren-Bundesliga.

„Diese Spielklasse ist der Einstieg

in den DFB-Bereich“, so der

für die DJK Eintracht Papenburg

pfeifende Unparteiische. Respektvoll

äußerte sich Dornieden über

die Schiedsrichter, die „ihr Leben

lang nur in der Kreisklasse pfeifen“.

„Schiedsrichter sollen nicht

an ihrer Spielklasse gemessen

werden“, lobte der 22-Jährige

das Engagement der Spielleiter in

den unteren Ligen. Angesichts

der Absage von Willenborg erklärte

Dornieden: „Wenn man in

den höchsten Spielklassen etwas

als Schiri braucht, dann ist das

Zeit.“ Als Student könne er sich

diese zum Gück einteilen.

Besonders geehrt wurden

bei der Versammlung aller emsländischen

Unparteiischen die

Schiedsrichter des Jahres 2009.

Gemeinsam mit seinem Vorgänger

Evers zeichnete Michael Hüsing

hierbei Edmund Krawczyk

(SuS Darme), Helmut Eiken (SF

Schwefingen) und Bernhard

Schaa (SpVgg Lathen-Wahn) aus.

Evers selbst wurde von Hüsing

anschließend zum Ehrenmitglied

des Kreisschiedsrichterausschusses

ernannt.

Wilfried Roggendorf

Sie wollen den Mädchenfußball im Kreis Aurich voranbringen: DFB-Beauftragte

Agathe Harms (links) und Friedchen Baumann, Vorsitzende des

Frauenausschusses im Fußballkreis Aurich. Foto: Trauernicht


An der Spitze jetzt

mit Hubert Börger

Das Emsland verabschiedet Willy Fehren

Im vollbesetzten Saal Hagen erhoben

sich die Delegierten der

emsländischen Fußballvereine

und alle Ehrengäste, um mit lang

anhaltendem Beifall ihren bisherigen

Vorsitzenden Willy Fehren zu

verabschieden und ihm für sein

Engagement in allen Belangen

des emsländischen Fußballs zu

danken. Wegen eines Klinikaufenthalts

konnte Fehren diese

Ovationen und die zahlreichen

Dankesworte der Festredner zum

Bedauern aller Anwesenden in

seiner Heimatstadt Haren nicht

entgegennehmen.

In die Fußstapfen Fehrens –

einem „Urgestein des emsländischen

Fußballs“ – wie er immer

wieder anerkennend betitelt wurde,

tritt nun sein bisheriger Stellvertreter

Hubert Börger, der einstimmig

von den Delegierten gewählt

wurde.

Für den Niedersächsischen

Fußballverband betonte der Erste

Vizepräsident Eugen Gehlenborg

die Bedeutung des Kreises Emsland

im norddeutschen Fußball.

„Volle Kraft voraus“, das Motto

der Schifferstadt Haren, müsse

auch weiterhin für alle Menschen

gelten, die sich um die Belange

des Fußballs bemühen.

Auch die übrigen Ehrengäste,

namentlich der Bezirksvorsitzende

Ferdinand Dunker, Landrat

Hermann Bröring, Harens stellvertretender

Bürgermeister Arnold

Terborg und KSB-Präsident Gerd

Hoffschroer, hoben den besonderen

Stellenwert des emsländi-

schen Kreisfußballverbandes mit

51.000 Mitgliedern hervor. Und

alle bedankten sich beim scheidenden

Vorsitzenden Willy Fehren.

Als Gastreferent referierte

Ulrich Borsch von der Landesschulbehörde

über das Thema

Verzahnung von Schule und

Sportverein, unter besonderer

Berücksichtigung der wachsenden

Bedeutung der Ganztagsschulen

auch im Emsland.

„Schule und Verein müssen

mehr ins Gespräch kommen. Ich

nehme da auch ausdrücklich

und primär die Schulen in die

Pflicht, zumal ich weiß, mit wie

viel Herzblut die Sportvereine ihre

Jugendarbeit betreiben. Da

darf es keine Konkurrenz mit

den Sportprogrammen der

Ganztagsschulen geben.“ In diesem

Konsens regte Borsch Kooperationsverträge

zwischen

Sportvereinen und Schulen an.

Vor der Wahl des neuen

Kreisvorstandes bedankte sich

Landrat Bröring als Versammlungsleiter

zunächst beim gesamten

Vorstand für die geleistete Arbeit.

Der neue Vorsitzende Hubert

Börger bedankte sich sogleich

für das große Vertrauen.

„Ich weiß, dass ich in die großen

Fußstapfen unseres scheidenden

Vorsitzenden Willy Fehren treten

muss. Das ist für mich Ansporn

und Verpflichtung zugleich“, so

der neue Amtsinhaber, dem die

Delegierten auch die gewünschten

Mitstreiter im Vorstand zur

Seite stellten. Hierzu gehören

Hermann Wilkens (stellv. Vorsitzender),

Heinz-Gerd Evers (stellv.

Vorsitzender), Heinz Bojer

(Schatzmeister), Torsten Greve

(Schriftführer), Maria Kruse (Sprecherin

Frauenausschuss), Stefan

Brinker (Vorsitzender Spielaus-

Bezirk Weser-Ems

schuss), Josef Peterberns (Vorsitzender

Jugendausschuss), Michael

Hüsing (Vorsitzender Schiedsrichterausschuss),

Dietmar Wefers

(Vorsitzender Sportgericht),

Gerd Mecklenborg (Vorsitzender

Presseausschuss), Ansgar Lammers

(Vorsitzender Lehrausschuss)

und Friedhelm Forbriger

(Vorsitzender Schulfußball).

Mit viel Beifall wurden Birgit

Schulte (bisherige Vorsitzende

Frauenausschuss) und Andreas

Lohle (bisheriger Vorsitzender

Sportgericht) verabschiedet.

Nach zahlreichen Ehrungen

zog Hubert Börger ein zufriedenes

Resümee. „Der Kreistag ist

erfolgreich und sehr harmonisch

verlaufen. Nunmehr hoffe ich,

dass es mir gelingt, die hervorragende

Arbeit meiner Vorgänger

fortzusetzen. Vorstand und Ausschüsse

werden sich weiterhin

um einen reibungslosen Ablauf

im Fußball bemühen. Das kann

ich den Delegierten an diesem

Abend versprechen.“

Gerd Mecklenborg

Der neue Vorstand des Fußballkreises Emsland (von links): Michael Hüsing, Stefan Brinker, Ansgar Lammers,

Gerd Mecklenborg, Dietmar Wefers, Hubert Börger, Hermann Wilkens, Heinz-Gerd Evers, Torsten Greve, Maria

Kruse und Heinz Bojer. Es fehlen Friedhelm Forbriger und Josef Peterberns. Foto: Roggendorf

TuS Obenstrohe aus dem NFV-Kreis Friesland gehört zu den Hauptpreisträgern beim Vereinswettbewerb des Deutschen Fußball-Bundes. Im

zweiten Wettbewerbsjahr erreichte der TuS die Kategorie „Gold“ und wurde vom DFB mit zehn Bällen, einer Urkunde und 20 Eintrittskarten für das

WM-Qualifikationsspiel Deutschland – Finnland belohnt. Frieslands Kreisvorsitzender Heinz Lange freute sich mit dem Verein, der bereits im Vorjahr

die Kategorie „Silber“ erreicht hatte und jüngst auch das DFB-Mobil auf seiner Anlage zu Gast hatte. Ausschlaggebend für den neuerlichen Erfolg war

das Engagement bei den vier vom DFB gestellten Aufgaben (Mädchenfußball, Fußball für Ältere, Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein, DFB-

Fußballabzeichen). Auch bei dem vom DFB ins Leben gerufenen Nachfolgewettbewerb „TEAM 2001“ ist der TuS Obenstrohe selbstverständlich wieder

dabei. Foto: Müller-Düring

November 2009 63


Bezirk Weser-Ems

64

Bei SuS Emden steht Mädchenfußball

hoch im Kurs: Bereits zum zweiten

Mal in Folge gehören die Spiel und

Sportler zu den Preisträgern beim DFB-

Vereinswettbewerb. Nach 2008 erreichte

der Verein auch im zweiten Wettbewerbsjahr

die Kategorie „Gold“ und

wurde vom Deutschen Fußball-Bund

mit zehn Adidasbällen und einer Urkunde

belohnt. Neben einer erfolgreichen

Altherren-Mannschaft, einer Kooperation

mit der Grundschule Herrentor und

der Abnahme des DFB-Fußballabzeichens

stellte der Verein innerhalb kürzester

Zeit auch eine Mädchenmannschaft

auf die Beine, die seitdem von Erfolg

zu Erfolg eilt und bereits nach fünf

Spieltagen ein Torverhältnis von unglaublichen

69:2 aufweist. Mit der Ehrung

im DFB-Vereinswettbewerb konnten

sich die talentierten D-Juniorinnen

nun über ein weiteres Erfolgserlebnis

freuen. Foto: Tönjes

Der Countdown läuft: Am 8.

und 9. Januar 2010 steigt im

NFV-Kreis Cloppenburg das 28.

ARAG-Jung-Schiedsrichter-Turnier

des Niedersächsischen Fußballverbandes.

Die Organisatoren liegen voll

im Zeitplan und haben in den vergangenen

Monaten keine Mühen

gescheut, um die notwendigen

Vorbereitungen für diese sportliche

Großveranstaltung zu treffen.

Bis zu 800 Jung-Schiedsrichter

November 2009

aus den 47 NFV-Kreisen werden

an beiden Tagen im Landkreis

Cloppenburg erwartet. Mit einem

umfangreichen Rahmenpro-

Das Organisationsteam um Carl-Heinz Lügan, Norbert Sieverding, Josef

Laudenbach und Ludger Siemer (von links) freut sich auf das 28. ARAG-

Jung-Schiedsrichter-Turnier Anfang Januar 2010 im NFV-Kreis Cloppenburg.

Prominente Gäste

werden erwartet

Jung-Schiedsrichter kicken in Cloppenburg

gramm, unterstützt durch die

Cheerleader der Artland Dragons

Quakenbrück, findet das Turnier

standesgemäß bereits am Freitagabend

(8. Januar) in der Stadthalle

Cloppenburg seine Eröffnung.

Hierzu hofft das Organisationsteam

auch auf das Erscheinen

von NFV-Präsident Karl

Rothmund, DFB-Schiedsrichterobmann

Volker Roth und des Ersten

NFV-Vizepräsidenten Eugen

Gehlenborg. Die Schirmherrschaft

für das Turnier hat der

Landrat des Landkreises Cloppenburg,

Hans Eveslage, übernommen.

Am Samstag (9. Januar) beginnt

dann in Friesoythe, Bösel,

Lindern, Essen, Lastrup, Molbergen

und Emstek die Jagd auf den

Titelverteidiger aus dem Kreis Emden.

Die Frauen tragen ihre Vorrundenspiele

in der Sporthalle

Cappeln aus, während die Endrunde

aller Teams am Nachmittag

Andreas Freiheit, Jugendleiter des TuS

Obenstrohe, wurde für seine herausragenden ehrenamtlichen

Tätigkeiten als Ehrenamtssieger des Fußballkreises

Frieslands ausgezeichnet. „Als Jugendleiter

hat er bereits viele Erfolge gefeiert und kann sich

diverse Meisterschaften und Pokalerfolge auf die

Fahne schreiben“, so Frieslands Kreisvorsitzender

Heinz Lange bei der Ehrung. Seit 2001 ist der Geehrte

als Jugendtrainer und Betreuer beim TuS Obenstrohe

tätig und übernahm 2006 auch die Funktion

des Jugendleiters. Freiheit dient als Bindeglied zwischen

Vorstand und Fußballabteilung des Vereins

und war maßgeblich am Erfolg des TuS Obenstrohe

beim DFB-Vereinswettbewerb beteiligt. Neben Heinz

Lange (rechts), der eine Urkunde und eine Armbanduhr

des Deutschen Fußball-Bundes überreichte, gratulierte

auch Varels Bürgermeister Gerd-Christian

Wagner im Namen von Rat und Verwaltung.

Foto: Müller-Düring

in der Sporthalle an der Leharstraße

in Cloppenburg stattfindet.

Der Vorsitzende des NFV-

Schiedsrichterausschusses, Wolfgang

Mierswa, hatte sich bereits

im März persönlich vom Stand

der Vorbereitungen überzeugt

und dem Organisationsteam um

Norbert Sieverding, Josef Laudenbach,

Ludger Siemer und Carl-

Heinz Lügan ein großes Lob erteilt.

Auch der Kreisvorsitzende

Werner Busse ist überzeugt, dass

die Cloppenburger gute Gastgeber

für den niedersächsischen

Schiedsrichter-Nachwuchs sein

werden. Untergebracht sind die

zahlreichen Jung-Schiedsrichter

in der Kreissportschule Lastrup,

dem Blockhaus Ahlhorn, dem

Haus Don Bosco in Calhorn und

in der Jugendherberge an der

Thülsfelder Talsperre.

Auch eine Homepage haben

die Verantwortlichen mittlerweile

unter der Adresse www.sr-clp-

2010.de eingerichtet. Bis zum

Meldeschluss am 10. November

hoffen die Organisatoren auf die

Anmeldung aller 47 NFV-Kreise,

um danach die Auslosung für die

Vorrundengruppen vornehmen

zu können, bevor es dann Anfang

2010 „rund“ geht. Peter Bartsch


„Ein richtiges Talent“

Jan Lammers beeindruckt in Wildervank

Der Anfang ist gemacht: Ausgesprochen

positiv fiel die

Resonanz jetzt nach dem Beginn

des deutsch-niederländischen

Schiedsrichteraustausches zwischen

der Schiedsrichter-Vereinigung

im NFV-Kreis Emden und der

Region Veendam aus.

Nach der ersten Spielleitung

eines niederländischen Schiedsrichters

bei der Kreisliga-Partie Frisia

Emden - BW Borssum folgte

sogleich die Premiere in den Niederlanden.

Der 20-jährige Jan

Lammers leitete hierbei die Begegnung

VV Wildervank - VV Musselkanaal

in der dritten Spielklasse

unter den beiden niederländischen

Profiligen. Ihm zur Seite

standen sein 16-jähriger Emder

Nachwuchs-Assistent Fabian de

Boer und der Niederländer Jan

Willem Echten (Zuidwolde).

Nach der Partie, in der Lammers

lediglich vier Verwarnungen

aussprechen musste, zeigten sich

nicht nur die Verantwortlichen aus

Emden und Veendam sehr angetan,

sondern auch der offizielle

Schiedsrichter-Beobachter des

Niederländischen Fußballverbandes

KNVB, Minne Modderman. Er

hatte wenige Tage zuvor noch das

russische Schiedsrichter-Team begleitet,

welches in der UEFA-Europa-League

mit der Partie SC Heerenveen

- Sporting Lissabon betraut

war und zeigte sich nun von

dem Emder Nachwuchs-Schiedsrichter

Jan Lammers äußerst be-

eindruckt: „Das ist ein richtiges Talent“,

so das Urteil des Vorsitzenden

der Schiedsrichter-Kommission

im KNVB-District Noord.

Nach dem 1:1-Unentschieden

waren auch die Verantwortlichen

beider Mannschaften mit der

Premiere zufrieden. „Ich denke,

dass wir von einem gelungenen

Experiment sprechen können“, so

der Vizepräsident von Musselkanaal,

Eric Manning.

Selbst der niederländische

Fernsehsender RTV-Noord hatte

sich zu der ersten Spielleitung eines

deutschen Schiedsrichters im

niederländischen Amateurfußball

eingefunden, so dass der ostfriesische

Unparteiische anschließend

auch im Mittelpunkt eines mehr

als achtminütigen Fernsehbeitrags

stand.

Nach den erfolgreichen Auftaktpartien

stehen in der Rückrunde

der Saison 2009/2010 noch jeweils

zwei weitere Austauschbegegnungen

in Emden und Veendam

auf dem Programm. Zum Ende

der Saison werden die Verantwortlichen

dann eine erste Zwischenbilanz

ziehen, wobei Minne

Modderman für die niederländische

Seite schon jetzt deutlich

machte: „Es ist eine phantastische

Sache, auf diesem Wege die verschiedenen

Fußball-Kulturen zusammen

zu führen und wir wünschen

uns, dass dieses Projekt in

Zukunft weiter ausgedehnt wird.“

Peter Bartsch

Gerold Mühleis, seit 40 Jahren Mitglied im Platzausschuss des SV

Blau-Weiß Borssum und aktiver Schiedsrichter im Fußballkreis Emden,

wurde im Rahmen der DFB-Aktion Ehrenamt mit einer Armbanduhr und

einer Ehrenurkunde des Deutschen Fußball-Bundes ausgezeichnet.

Mühleis gilt seit Jahren als die „gute Seele“ des Vereins. Nach seiner aktiven

Fußballerzeit bei den Blau-Weißen war er auch als Jugendtrainer tätig

und hat hierbei unter anderem den ehemals für den 1. FC Kaiserslautern in

der Bundesliga spielenden Ferydoon Zandi entdeckt. Noch heute kickt Gerold

Mühleis aktiv in der Emder Ü60-Auswahl. Emdens stellvertretender

Kreisvorsitzender Jakob Schröder (links), der die Ehrung gemeinsam mit

dem Kreis-Ehrenamtsbeauftragten Hermann Hesse (rechts) im Sportheim

von BW Borssum vornahm, würdigte hierbei das ehrenamtliche Engagement

des Geehrten, welches mit Geld nicht zu bezahlen sei. „Nach Feierabend

führt sein Weg immer direkt zum Emsstadion, manchmal mäht er

den Rasen dort sogar ganz allein.“ Zu der Ehrung gratulierten auch die

langjährigen Weggefährten vom „Club der Alten Herren“. Peter Bartsch

Anlässlich des WM-Qualifikationsspiels

Deutschland – Finnland

in Hamburg wurde Ludwig

Freesemann (Süderneulander SV)

vom Deutschen Fußball-Bund für

sein herausragendes Engagement

geehrt. Gemeinsam mit bundesweit

99 weiteren Ehrenamtlichen

gehört Ludwig Freesemann, den

in Ostfriesland alle nur als „Lupo“

kennen, zum „Club 100“, in den

der DFB jährlich 100 vorbildliche

Vereinsmitarbeiter aufnimmt.

„Wir hatten schon viele Ehrenamtspreisträger

im Club 100“,

freut sich Friedrich Harms, Vorsitzender

des Fußballkreises Aurich.

Das beweist, dass der Fußballkreis

mit der Nominierung der ehrenamtlich

Tätigen richtig liegt. Die

Ehrung von Ludwig Freesemann,

zu der auch Ehefrau Edda eingeladen

war, fand im Rahmen einer

Feierstunde kurz vor dem Länderspiel

statt. Die Laudatio hielt DFB-

Präsident Dr. Theo Zwanziger im

Beisein von DFB-Vizepräsident

Karl Rothmund und Ehrenspielführer

Uwe Seeler.

Die Auszeichnung ist ein

wichtiger Bestandteil der „Aktion

Ehrenamt“. Ludwig Freesemann

ist als Fußballobmann des Süderneulander

SV amtierender Ehrenamtspreisträger

des Fußballkreises

Aurich. Mit seiner Ehefrau

verbrachte er bereits ein „Dankeschön-Wochenende“

im Sporthotel

Fuchsbachtal des NFV.

Ludwig Freesemann engagiert

sich seit 32 Jahren im SV

Bezirk Weser-Ems

Einmarsch in Wildervank: Jan Lammers leitete gemeinsam mit seinem Emder

Kollegen Fabian de Boer (links) und dem Niederländer Jan Willem Echten

die Partie VV Wildervank – VV Musselkanaal. Foto: Bartsch

Dr. Zwanziger ehrte

den Fußballobmann

„Lupo“ Freesemann Mitglied im Club 100

Ludwig Freesemann ist ein ganz

aktiver Fußballer des SV Süderneuland.

Als Ehrenamtspreisträger des

Fußballkreises Aurich gehört er

nun auch dem „Club 100“ des DFB

an. Foto: NFV

Süderneuland, gehörte der erfolgreichsten

Mannschaft des

Vereins an und war lange Jugendobmann.

Jetzt ist er seit einigen

Jahren Fußballobmann. Das

größte Jugend-Fußballturnier des

Fußballkreises Aurich findet alljährlich

in Norden-Süderneuland

statt. Vater dieses Turnieres:

Natürlich Ludwig „Lupo“ Freesemann.

Hinrich Trauernicht

November 2009 65


Amtliche Bekanntmachungen

66

November 2009

Geburtstage

15. November bis

15. Dezember

Uwe Reese, Vorsitzender

des NFV-Kreises Wilhelmshaven,

feiert am 16.

November seinen 66. Geburtstag.

Hartmut Heinen, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Oldenburg-Land, wird am

29. November 63 Jahre

alt.

Wolfgang Kaese, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Helmstedt, feiert am 30.

November seinen 63. Geburtstag.

Gerhard Haupt, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Northeim/Einbeck, wird

am 4. Dezember 67 Jahre

alt.

Fritz Redeker, Vorsitzender

des NFV-Kreises Hannover-Land,

feiert am 7.

Dezember seinen 62. Geburtstag.

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe

der Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 9. November

2009.

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Sportschul-Termine

30. Oktober bis 4. Dezember 2009

Schiedsrichter

Fr. 30.10. bis So. 1. Lehrgang für Schiedsrichterinnen

Leistungslehrgang für Bezirksschiedsrichter

Fr. 20. bis Sa. 21. Schiedsrichter-Obleutetagung

Fr. 27. bis So. 29. Schiedsrichter-Talent-Sichtungslehrgang

Sa. 28. bis So. 29. Schiedsrichter-Coachinglehrgang

Trainerausbildung

Mo. 2. bis Mi. 4. Fortbildung Trainer C Breitenfußball

Mo. 2. bis Fr. 6. DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Junioren, Reihe II, Teil 3

DFB-Trainer-B-Lizenz, Reihe IV, Teil 1

Mo. 9. bis Di. 10. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mo. 9. bis Fr. 13. DFB-Trainer-B-Lizenz, Reihe IV, Teil 2

Mo. 16. bis Di. 17. DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Junioren, Prüfung

Mo. 16. bis Fr. 20. Trainer C Breitenfußballlehrgang für FSJler

Mi. 18. bis Do. 19. DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Senioren, Prüfung

Fr. 20. bis So. 22. Lehrgang für Frauentrainer

Mo. 23. bis Di. 24. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mi. 25. bis Fr. 27. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mo. 23. bis Mi. 25. DFB-Trainer-B-Lizenz, Reihe IV, Teil 3, Prüfung

Mo. 30. bis Fr. 4.12. Ausbildung Trainer C Breitenfußball, Teil 1

Talentförderung

Fr. 6. bis So. 8. U 17-Juniorinnen-Bereichsturnier mit U 20-Frauen

Fr. 13. bis So. 15. U 15-Junioren-Gemeinschaftslehrgang

mit Mecklenburg-Vorpommern

U 14-Junioren-Auswahllehrgang

Fr. 20. bis So. 22. U 15- Juniorinnen-Auswahllehrgang

U 16-Junioren-Auswahllehrgang

Verbandsmitarbeiter

Sa. 7. Weiterbildung für Kreismädchenreferenten

Sa. 14. Tagung der EDV-Referenten

Fr. 20. bis Sa. 21. Sitzung Arbeitskreis Schulfußball

Fr. 27. Sitzung Verbandsfrauen- und Mädchenausschuss

Seminar beim NFV

Expertentipps von den Sportplatzspezialisten

Sportplatzpflege mit System – unter dieses Motto stellen

die Rasenspezialisten der Firma EUROGREEN ihr

traditionelles Frühjahrsseminar, das im kommenden Jahr

am

Donnerstag, 18. März 2010,

von 10 bis ca. 16.30 Uhr

in der NFV-Sportschule Barsinghausen

erneut für Mitarbeiter/innen aus Vereinen und Kommunen

angeboten wird. Im Mittelpunkt des Sportplatzpflege-Seminars

stehen die Pflege, Regeneration und Rekonstruktion

von Rasen-, Tennen- und Kunstrasenplätzen.

Anmeldungen für das Seminar, für das keine Teilnahmegebühr

erhoben wird, sind bis zum 15. März 2010 zu

richten an: NFV-Sportschule, Mozartweg 1, 30890 Barsinghausen,

Tel. (0 51 05) 7 51 85.

Pressedienst

Unter der Adresse

www.nfv.de

wird der aktuelle Pressedienst des NFV mit Informationen

vom Fußball in Niedersachsen im Internet veröffentlicht.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

Telefax (0 51 71) 92 93 97

E-Mail: k.satzschick@arcor.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte,

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