NFV_09_2009 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV_09_2009 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 9/2009

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

Heimspiel für Robert?

DFB-Elf empfängt

Aserbaidschan in Hannover


Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am 9. September steigt in Hannover das Länderspiel zwischen

Deutschland und Aserbaidschan. Wie sicherlich alle niedersächsischen Fußballfreunde blicke ich dieser

Begegnung mit großer Vorfreude entgegen. Gerne denke ich in diesem Zusammenhang an das letzte Länderspiel

in Hannover zurück, als die DFB-Elf gegen Zypern mit 4:0 gewann. 45.000 Zuschauer sorgten für ein ausverkauftes

Haus und Festtagsstimmung. Damit betrieben sie beste Werbung für Hannover als Austragungsort

von Länderspielen. Ich hoffe sehr, dass uns dies am 9. September auch gegen Bertis Buben gelingt.

Große Ereignisse werden ihre Schatten voraus. Am 1. August habe ich meine Tätigkeit als ehrenamtlicher

Vorsitzender der WM-Außenstelle Wolfsburg für die FIFA Frauen-WM 2011 aufgenommen. Als Ansprechpartner

für die dort ansässige Politik, Behörden, Verbände und Vereine werde ich als Bindeglied zischen der OK-Zentrale

in Frankfurt und den Stadionbetreibern sowie städtischen Partnern fungieren. Aus meiner Zeit als hauptamtlicher

Leiter der WM-Außenstelle Hannover 2006 weiß ich um die Bedeutung und Herausforderung dieses

Amtes. Bereits jetzt freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Britta Carlson und Roy Präger, die zu Städte-

Botschaftern des Standortes Wolfsburg ernannt wurden.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Baumaßnahmen für den neuen Fitness- und Wellnessbereich

der NFV-Sportschule sind inzwischen weit fortgeschritten. Derzeit arbeiten die Handwerker am Innenausbau

des zweistöckigen Erweiterungskomplexes mit einer Nutzfläche von rund 600 Quadratmetern. Während

die untere Etage einen großen Wellnessbereich mit Saunen, Whirlpool und Ruheraum bieten wird, entstehen im

Obergeschoss ein Fitnessstudio und ein Gymnastikraum. Für die Entscheidung zu diesem Projekt, das aus Eigenund

DFB-Mitteln finanziert wird, haben wir bereits viel Anerkennung eingeheimst. Zuletzt von Dr. Philipp Rösler,

dem niedersächsischen Wirtschaftsminister. Bei seinem Besuch in Barsinghausen lobte er das Engagement des

Verbandes zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Die Eröffnung ist für Ende Oktober vorgesehen. Somit dürften die Juniorinnen-Nationalmannschaften

aus Deutschland und Schweden als erste Gäste in den Genuss des Neubaus kommen. Gemeinsam mit den

Skandinavierinnen bestreiten die U 19 und die U 20 des DFB einen Lehrgang in Barsinghausen. Dabei kommt es

zu zwei Partien. In Hameln treffen am 27. Oktober die U 19-Teams beider Länder aufeinander. Am Tag darauf

kommt es im August-Wenzel-Stadion zum Duell der deutschen U 20 gegen die schwedische U 23. Bei dem

U 20-Team handelt es sich dabei um jene Spielerinnen, die im kommenden Jahr im Aufgebot für die U20-Weltmeisterschaft

in Deutschland stehen möchten.

Dieses Turnier findet vom 13. Juli bis 1. August 2010 in Augsburg, Bielefeld, Bochum und Dresden statt. Mit

der Vergabe der U 20-WM an Deutschland orientiert sich die FIFA am Modell der Männer, bei denen im Vorjahr

einer WM im Gastgeberland der Confederations Cup ausgetragen wird. Große Ereignisse werfen ihre Schatten

voraus.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

September 2009 3


Inhalt

4

Editorial

Karl Rothmund über den neuen NFV-Fitness- und Wellnessbereich 3

Zu Gast beim NFV

Niedersächsischer Wirtschaftsminister in Barsinghausen 6

Interview

Dr. Philipp Rösler über Wirtschaftsthemen und seinem Bezug zum Fußball 8

FIFA Frauen-WM 2011

Karl Rothmund übernimmt Außenstelle Wolfsburg 10

Talentförderung

Ligaverband belohnt Amateurvereine für gute Nachwuchsarbeit 12

DFB-Gala

„Kaiser Franz“ hält beim Grafen Hof – 35.000 Euro für guten Zweck 14

Cup der Region

A-Junioren von Arminia Hannover gewinnen zum ersten Mal den Titel 18

WM-Qualifikation

DFB-Team empfängt Aserbaidschan in der hannoverschen AWD-Arena 20

Interview

Karen Rotter über ihre Visionen zur Stärkung des Mächenfußballs 22

DFB-Kulturstiftung

Karl Rothmund lädt Geschäftsführer nach Barsinghausen ein 25

Ehemalige Stars – was machen sie heute?

Horst Feilzer: Fußballtrainer im Wartestand 26

Jugendfußball

Kickers Emden setzt auf Teamgeist und ein starkes Trainer-Duo 28

VGH-Fairness-Cup

Der FC Ostereistedt/Rhade befindet sich auf der Überholspur 30

Vorbildliches Fair Play-Verhalten

Viktoria Gesmold seit vielen Jahren im VGH-Fairness-Cup vorn dabei 32

Gewinnspiel

TSV Eintracht Exten erhält 500 Euro für die Jugendarbeit 34

EUROGREEN

Tipps: Den Sportrasen für den Winter vorbereiten 35

Ausbildung

34 Absolventen erhalten die DFB-Trainer-C-Lizenz 36

Seite 18

September 2009

Titel

Am 9. September

empfängt die

Deutsche Fußball-

NationalmannschaftAserbaidschan

zum WM-

Qualifikationsspiel

in Hannover. Für

die Mannschaft

von Trainer Joachim

Löw ist ein

Sieg Pflicht, um

den Vorsprung gegenüber

Russland

zu wahren, ehe es

im Oktober in Moskau

zum wohl entscheidenden

Duell

mit dem ärgsten

Verfolger kommt.

Noch fraglich ist,

wer in der AWD-Arena das Tor der deutschen Mannschaft hüten

wird. Die hannoverschen Fans hoffen natürlich auf einen weiteren

Einsatz ihres Lokalmatadoren Robert Enke (Titelfoto). Der

32-Jährige kann bisher acht Länderspieleinsätze vorweisen und

blieb dabei fünf Mal ohne Gegentreffer. Foto: gettyimages

Erfolgsgarant

Sebastian Schütte führt B-Junioren des VfL Oldenburg zum NFV-Titel 38

Vertrauensbeweis

Oldenburger Fußballer setzen weiter auf Hartmut Heinen 39

Bezirk Weser-Ems

Heinz Lange (Friesland) und Uwe Reese (Wilhelmshaven) wiedergewählt 40

Bezirk Braunschweig

Zwei neue Ehrenmitglieder im NFV-Kreis Peine 46

Bezirk Hannover

Hilmar Vogel jetzt Ehrenvorsitzender im NFV-Kreis Hannover-Land 50

Bezirk Lüneburg

Walter Kopf übernimmt den Vorsitz im NFV-Kreis Cuxhaven 53

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschultermine 58

Guter Fußball wurde beim Cup der Region

geboten. Hier eine Spielszene aus der

Begegnung Germania Grasdorf gegen

HSC Hannover (grünes Trikot). Foto: Kramer


Zu Gast in Barsinghausen

6

Dr. Philipp Rösler würdigt

ehrenamtliches Engagement im Sport

Niedersächsischer Wirtschaftsminister besichtigt Sportanlagen des NFV

Podiumsdiskussion mit Unternehmern und kommunalen Vertretern aus Barsinghausen

Eintrag ins Goldene Buch des Sporthotel Fuchsbachtal. Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr.

Philipp Rösler (links) und NFV-Präsident Karl Rothmund. Fotos: Kramer

„In wirtschaftlich guten und schlechten

Zeiten setzen wir uns für den Sport

ein“, versprach Niedersachsens Wirtschaftsminister

Dr. Philipp Rösler anlässlich

seines Besuches beim Niedersächsischen

Fußballverband in Barsinghausen. Der

September 2009

stellvertretende Ministerpräsident besichtigte

die Sportanlagen des NFV und lobte

das Engagement des Verbandes, weitere

Investitionen zu tätigen, um Arbeitsplätze

zu schaffen und zu sichern. Der NFV beschäftigt

in Verwaltung, Sportschule und

Hotel insgesamt 105 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter.

Bis zum Ende dieses Jahres wird er

für Sanierungs- und Neubauprojekte

rund vier Millionen Euro investieren.

Größtes Bauvorhaben ist ein neuer Fitness-

und Wellnessbereich, der voraussichtlich

Ende Oktober dieses Jahres eröffnet

wird. NFV-Präsident Karl Rothmund

betonte in diesem Zusammenhang,

dass diese Investition aus Eigenund

DFB-Mitteln finanziert wird. Zuschüsse

des Landes Niedersachsen werden

nicht benötigt.

Rösler würdigte das große ehrenamtliche

Engagement im Fußball. Sein Blick

richte sich dabei vor allem auf den Breitensport,

in dem soziales Engagement, Integration

und Gewaltprävention eine große

Rolle spiele. NFV-Direktor Bastian Hellberg

hatte zuvor die derzeit laufenden Projekte

des Niedersächsischen Fußballverbandes

vorgestellt.

NFV-Präsident Karl Rothmund informierte

den Niedersächsischen Wirtschaftsminister

über die derzeit im Fußball diskutierte

50+1 Regelung, die 96-Präsident

Martin Kind fordere, für die es derzeit

beim DFB aber keine Mehrheit gebe. Dr.

Rösler hält es jedoch für erforderlich, dass

der Fußball darüber nachdenken muss.

Mehr dazu im Interview auf den Seiten 8

und 9.

Zum Abschluss seines mehrstündigen

Besuches traf sich der Niedersächsische

Wirtschaftsminister mit Vertretern Barsinghäuser

Unternehmen zu einer Podiumsdiskussion

über aktuelle wirtschaftspolitische

Themen.

Unternehmer und kommunale Vertreter aus Barsinghausen diskutierten mit Dr. Philipp Rösler über aktuelle Wirtschaftsthemen.


Interview

8

„Lage ist derzeit

sehr angespannt“

Niedersächsischer Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler

zur aktuellen Wirtschaftskrise

und seine Verbundenheit zum Fußball

Von REINER KRAMER

Fußball-Journal: Sehr geehrter Herr

Dr. Rösler, die Sportförderung in Niedersachsen

ist für den Fußball in den vergangenen

zehn Jahren um mehr als zehn Prozent

gekürzt worden. Die Sportförderung fällt

zwar nicht in Ihr Wirtschaftsressort. Dennoch

die Frage: Wird der Sport in den kommenden

Jahren noch weitere Kürzungen

vom Land hinnehmen müssen?

Rösler: Die Lage insgesamt ist derzeit

sehr angespannt. Es ist ja bekannt, welche

Belastungen mit der Wirtschaftskrise auch

für die öffentlichen Haushalte einhergehen.

Ich kann ihnen aus eigener Erfahrung aus

dem Wirtschaftsministerium sagen, wie

schwierig es ist, sich die entsprechenden finanziellen

Handlungsspielräume offen zu

September 2009

halten. Es wäre auch niemandem geholfen,

jetzt die Glaskugel anzuschmeißen und Prophezeiungen

für die nächsten Jahre zu machen.

Fußball-Journal: Die Sportförderung

in Niedersachsen hängt vom Erhalt des

Glücksspielmonopols ab. Der Vertrag läuft

noch bis zum 31. Dezember 2011. Sehen

Sie Chancen, dass der Vertrag noch mal verlängert

wird bzw. können sie sich auch Lizenzen

für private Wettanbieter vorstellen?

Rösler: Zunächst einmal gilt der

Staatsvertrag. Man muss sich aber durchaus

Gedanken über eine Weiterentwicklung des

Glücksspielrechts machen. Darüber wird in

den nächsten Jahren zu reden sein. In der

Diskussion müssen die ordnungs- und gesellschaftspolitischen

Gesichtspunkte, aber

auch die Entwicklungen auf europäischer

Ebene Berücksichtigung finden. Eine mögliche

Öffnung auch für private Wettanbieter

könnte hier einen Weg darstellen.

Fußball-Journal: Der Profifußball ist

stark abhängig von der Wirtschaft. Wird

sich die Weltwirtschaftskrise auf den Sport

in Deutschland negativ auswirken?

Rösler: Im Gegensatz zu den Ligen in

anderen Ländern hat die Bundesliga eine

breite Basis an Einnahmequellen und einen

starken Zuschauerzuspruch in modernen

Stadien. Daher halte ich die Bundesliga für

wirtschaftlich gesund. Sie ist nicht von Einzelinvestoren

abhängig, die wie in England

teilweise selber massiv von der Wirtschaftskrise

betroffen sind. Dennoch wird die Krise

auch an der Bundesliga nicht spurlos vorüber

gehen, wenn Unternehmen ihre Ausgabenstrukturen

überdenken und in der Folge

bei Sponsoring, Werbeverträgen sowie bei

Logen und Business-Seats in den Stadien

Einsparungen vornehmen. Ich gehe aber

davon aus, dass die meisten Klubs diese

Verluste kompensieren können und die Attraktivität

der Liga im internationalen Vergleich

eher zunehmen wird. Das zeigen die

guten Dauerkartenverkäufe für die aktuelle

Saison.

Fußball-Journal: Die Kommerzialisierung

des Fußballs ist in den vergangenen

Jahren weit vorangeschritten. Da kauft der

Russe Roman Abramovich mit dem FC Chelsea

einen Verein aus der englischen Premier

League und kaum jemand regt sich heute

noch darüber auf. Wie beurteilen Sie als

Wirtschaftsminister diese Entwicklung im

Fußball?

Rösler: Der Profifußball ist heute ein

wichtiger Wirtschaftsfaktor, der nicht nur

Millionen Zuschauer bewegt, sondern auch

viele Tausend Arbeitsplätze schafft. Ich

möchte daher Investoren im Fußball nicht

verurteilen, sie sind auch kein neues Phänomen.

So wären die internationalen Erfolge

von Juventus Turin oder der Mailänder Vereine

ohne die über Jahrzehnte dahinter stehenden

Unternehmerfamilien kaum vorstellbar

und auch in Spanien war es schon

lange üblich, dass sich Präsidenten wie bei

Real Madrid massiv mit ihrem Privatvermögen

engagieren. Ebenso hat die Verbindung

von Fußballklubs und Unternehmerpersönlichkeiten

in Deutschland eine lange Tradition.

Ein Beispiel in Niedersachsen war Eintracht

Braunschweig und Günter Mast, mit

ihm und der ersten Trikotwerbung spielte

Braunschweig in den 70er Jahren in der Ligaspitze

mit, nach seinem Ausstieg erfolgte

der Abstieg in die Drittklassigkeit. Investoren

werden allerdings dann zum Problem,

wenn sie einen Verein nur als Spielzeug für

ihr persönliches Ego betrachten und später

ihr Interesse verlieren und den Verein wieder

abstoßen wollen. Ebenso ist es ein moralisches

Problem, wenn Investoren ihr Vermögen

nicht unter rechtsstaatlichen Rahmenbedingungen

und nach den Prinzipien

der sozialen Marktwirtschaft erworben haben.

Fußball-Journal: 96-Präsident Martin

Kind, erfolgreicher Unternehmer, möchte

die in der Bundesliga bestehende 50+1-Regel

kippen. Der Ligavorstand hat sich jedoch

im Herbst vergangenen Jahres für die Beibehaltung

ausgesprochen. So sollen Investoren

auch in Zukunft keine Mehrheit und damit

auch keine uneingeschränkte Macht in

den Vereinen erwerben können. Wie bewerten

Sie persönlich die 50+1-Regel? ➤


Rösler: Tradition spielt im Fußball eine

wichtige Rolle, ohne sie lassen sich die mit

ihm verbundenen Emotionen kaum erklären.

Daher würde ein Kunstprodukt einer

Fußball GmbH eines Investors ohne Anbindung

an einen Ursprungsverein in Deutschland

wohl nur wenig Akzeptanz finden.

Dennoch haben wir nicht nur im internationalen

Vergleich, sondern auch innerhalb der

Bundesliga keine Wettbewerbsgleichheit.

Bei Vereinen wie Bayer Leverkusen und dem

VfL Wolfsburg ist die 50 + 1 Regel faktisch

bedeutungslos, so hält VW 90 % der Anteile

der VfL Wolfsburg Fußball GmbH. Ohne

VW wäre der Titel wohl kaum erreichbar

gewesen, so sehr ich mich auch als Wirtschaftsminister

über die niedersächsischen

Erfolgsstorys von VW und dem VfL freue.

Daher würde ich es begrüßen, wenn sich

die DFL auf ein Modell zum geregelten Einstieg

von Investoren im Sinne der Vorschläge

von Martin Kind verständigen könnte.

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes

mit der Folge eines unreglementierten Einstiegs

von Investoren wäre dagegen wohl

nicht vorteilhaft für den deutschen Fußball.

Fußball-Journal: Die Gehälter und

Ablösesummen für Spitzenfußballer gehen

in astronomische Höhen. Angebot und

Nachfrage lassen das zu. Wie bewerten Sie

die Entwicklung?

Rösler: Die Zahlen, die mit Transfers

wie dem von Christiano Ronaldo in Verbindung

stehen, lassen sich sicher kaum nach

menschlichen Maßstäben messen oder moralisch

bewerten. Derartige Spitzenkönner

sind aber heute auch gleichzeitig weltweit

bekannte Popstars mit einer entsprechenden

medialen Wirkung, die zu ebenso astronomischen

Umsätzen beitragen. Bei diesen

Summen für die Superstars steigen jedoch

gleichzeitig die Ansprüche auf allen

Ebenen und damit auch die Personalkosten

durchschnittlicher Profimannschaften, die

auch gedeckt werden wollen. Und da den-

Zur Person

Dr. Phlipp Rösler wurde am 24. Februar

1973 in Vietnam geboren und

kam im Alter von neun Monaten nach

Deutschland, wo er von einem Ehepaar

adoptiert wurde. Er wuchs in Hamburg,

Bückeburg und Hannover auf.

An der Lutherschule in Hannover legte

er 1992 sein Abitur ab. Er studierte an

der Medizinischen Hochschule Hannover

Humanmedizin und promovierte

2002 zum Dr. med. in der Herz-Thorax-

Gefäßchirurgie. Rösler ist verheiratet

und Vater von Zwillingstöchtern. Er ist

seit 1992 Mitglied der FDP und der jungen

Liberalen. 2006 übernahm er den

Landesvorsitz der FDP Niedersachsen.

Am 18. Februar 2009 übernahm Dr.

Philipp Rösler als Nachfolger von Walter

Hirche die Ämter des niedersächsischen

Ministers für Wirtschaft, Arbeit

und Verkehr sowie des Stellvertretenden

Ministerpräsidenten.

ke ich, dass die Menschen nicht bereit sind,

für Stadiontickets und Pay-TV beliebig mehr

zu bezahlen. Ich befürchte eher, dass viel

mehr Vereine in eine wirtschaftliche Schieflage

geraten.

Fußball-Journal: Sie sprachen kürzlich

in einem Interview von Ethik in der Wirtschaft.

Gilt das auch für den Sport oder ist

der Begriff Ethik dort nur ein frommer

Wunsch?

Rösler: Ich glaube, dass jeder Lebensbereich

sich mit ethischen Fragen auseinander

setzen muss. Die Fragen unterscheiden

sich zwar, aber das, was für die Wirtschaft

gilt, gilt gerade auch für den Sport. Denn

Sport hat eine Vorbildfunktion. Was passiert,

wenn diese ethischen Grundsätze ins

Rutschen geraten und Einzelne solche nicht

Interview

anerkennen zeigt leider der Profi-Radsport.

Hier bröckelt es an der Vorbildfunktion erheblich.

Fußball-Journal: Wie kürzlich in der

Bild Hannover zu lesen war, hatten Sie einen

ziemlich schweren Bandscheibenvorfall, der

eine Operation unumgänglich macht. Darum

können Sie derzeit keinen Sport mehr

treiben. Wie sehr belastet Sie das?

Rösler: Ich habe bis vor kurzem

sehr regelmäßig Sport getrieben und das

vermisse ich jetzt natürlich als Ausgleich

zum Arbeitsalltag. Auf der anderen Seite

gibt mir meine Familie unheimlich viel

Rückhalt. Ein Lächeln meiner kleinen

Töchter wischt dann mal den über den

Tag angestauten Stress mit einem Mal

weg.

Fußball-Journal: Interessieren Sie sich

privat für den Fußball? Wenn ja, für welchen

Verein schlägt Ihr Herz besonders?

Rösler: Meine Frau ist seit Jahren

Besitzerin von zwei Dauerkarten von

Hannover 96. Wenn ich es zeitlich schaffe,

komme ich mit. Von daher ist ganz

klar, bei wem meine Sympathien liegen.

Natürlich habe ich mit Respekt zur

Kenntnis genommen, dass der VfL Wolfsburg

dieses Jahr den Titel nach Niedersachsen

holen konnte.

Fußball-Journal: Als niedersächsischer

Wirtschaftsminister haben Sie zahlreiche

Verpflichtungen. Wie viel Zeit bleibt da

überhaupt noch für Hobbys und Familie

übrig?

Rösler: Die Freizeit ist weniger geworden

seit meinem Amtsantritt und da bleibt

leider das ein oder andere Hobby auf der

Strecke. Dennoch will ich mir soviel Zeit wie

möglich für meine Familie freihalten. Ich

versuche etwa an den Sonntagen möglichst

keine Termine zu machen. Das klappt leider

nicht immer.

Fußball-Journal: Herr Dr. Rösler,

vielen Dank für das Gespräch. ■

Vor der Karl-Laue-Halle von links: Karl Rothmund (NFV-Präsident), Thomas Nörenberg (NFV-Sportlehrer), Dr. Philipp Rösler (niedersächsischer Wirtschaftsminister)

und Bastian Hellberg (NFV-Direktor).

September 2009 9


FIFA Frauen-WM 2011

10

Aus den Händen von OK-Präsidentin Steffi Jones erhielt NFV-Präsident Karl Rothmund die Ernennungsurkunde als Vorsitzender der Außenstelle

Wolfsburg. Zu Städte-Botschaftern wurden Britta Carlson und Roy Präger ernannt.

Die Planungen des Organisationskomitees

(OK) FIFA Frauen-WM 2011

zu den OK-Außenstellen in den

Spielorten nehmen entscheidende Konturen

an. Am 1. August wurde NFV-Präsident

Karl Rothmund als ehrenamtlicher

Vorsitzender der Außenstelle Wolfsburg

vorgestellt. Zuvor hatten bereits Ronny

Zimmermann (Sinsheim) und Walter

Hützen (Mönchengladbach) ihre Arbeit

aufgenommen.

„Die ständig wachsenden Aufgaben

verlangen eine ständige Präsenz vor Ort.

Somit ist es logisch, dass wir frühzeitig in

den einzelnen Spielorten vertreten sind,

um auch jetzt schon unserer gestaltenden

und koordinierenden Funktion nachkommen

zu können“, sagte DFB-Präsident Dr.

Zwanziger. OK-Präsidentin Steffi Jones ergänzte:

„Die Außenstellenleiter, durchgehend

erfahrene und kompetente Fußball-

Experten, sind der verlängerte Arm unserer

OK-Zentrale in Frankfurt und gleichzeitig

das Bindeglied zu den Stadionbetreibern

und städtischen Partnern.“

Neben repräsentativen Aufgaben sollen

die Vorsitzenden für einen regelmäßigen

Informationsaustausch mit dem OK

sorgen und die strategische Ausrichtung

des Organisationskomitees auf den jeweiligen

Standort übertragen. Dazu gehört

die Einhaltung und Umsetzung

September 2009

Karl Rothmund übernimmt

WM-Außenstelle Wolfsburg

Britta Carlson und Roy Präger Städte-Botschafter

sämtlicher Vorgaben und Konzepte, die

die OK-Zentrale in Abstimmung mit der

FIFA und deren Partnern vorgibt – von

der Bereitstellung der Werbeflächen für

die Partner und Nationalen Förderer im

Stadionbereich über die Beachtung der

technischen und organisatorischen Vorgaben

aus dem Verkauf der Eintrittskarten

bis hin zur Unterstützung in Fragen

der Verkehrslenkung.

Darüber hinaus fungieren sie als regionale

und lokale Ansprechpartner für die

ansässige Politik, Behörden, Verbände und

Vereine. Bis September werden alle Chefs

der Außenstellen der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Januar 2010 erfolgt die Benennung

der Geschäftsführer, die die Arbeit

auf der operativen Ebene in den U 20-

Frauen-WM-Spielorten Augsburg, Bielefeld,

Bochum und Dresden steuern werden.

Genau ein Jahr später werden die Geschäftsführer

der Host Cities der FIFA Frauen-WM

2011 vorgestellt.

Neben Rothmund, der bei FIFA WM

2006 der Männer die Außenstelle Hannover

geleitet hatte, wurden Britta Carlson

und Roy Präger als Städte-Botschafter vorgestellt.

Am Spielort Wolfsburg werden

beide ab sofort für die erste Frauen-Weltmeisterschaft

in Deutschland werben.

„Beide sind in der gesamten Region abso-

lute Sympathieträger und Identifikationspersonen.

Sie stehen für Wolfsburg und

den VfL“, sagte Steffi Jones.

Jens Grittner/red

Die Vorsitzenden der

OK-Außenstellen FIFA

Frauen-WM 2011

Augsburg: Dr. Rainer Koch (Präsident

Bayerischer Fußball-Verband)

Berlin: Bernd Schultz (Präsident

Berliner Fußball-Verband)

Bochum: Hermann Korfmacher

(Fußball- und Leichtathletik-Verband

Westfalen)

Dresden: Klaus Reichenbach (Präsident

Sächsischer Fußball-Verband)

Frankfurt: Rolf Hocke (Präsident

Hessischer Fußball-Verband)

Leverkusen: Alfred Vianden (Präsident

Fußball-Verband Mittelrhein)

Mönchengladbach: Walter Hützen

(Präsident Fußballverband

Niederrhein)

Sinsheim: Ronny Zimmermann

(Präsident Badischer Fußballverband)

Wolfsburg: Karl Rothmund (Präsident

Niedersächsischer Fußballverband)


Talente

12

Nachwuchsarbeit wird belohnt

Solidaritätspool des Ligaverbandes – Amateurvereine müssen

Ansprüche bis 31. Dezember 2009 anmelden

Wenn jemand wegen Unwissenheit

einen Geldsegen nicht in Empfang

nehmen kann, handelt er höchst

fahrlässig. In Zeiten leerer Haushaltskassen

dürfte das eigentlich nicht mehr vorkommen.

Wachsamkeit ist daher Bürgerpflicht.

So zum Beispiel für Vereine, die eine hervorragende

Jugendarbeit betreiben und dann

auch noch das große Glück hatten, wenn

ein Fußballer von ihnen einige Jahre später

einen Profivertrag unterschreibt. Denn der

DFB belohnt den Weg

der Ausbildung eines

Spielers bis

zum Profi. Diese

Tatsache ist nicht

jedem bekannt.

Konstantin

Rausch

Daher nachfolgend einige

Informationen zu

diesem Thema.

Das Wichtigste vorab: Die

Vereine müssen ihre Ansprüche

geltend machen. Was ist dabei zu

beachten? Der Vorstand des Ligaverbandes

(DFL) hat beschlossen, die freiwillige

Zahlung einer Ausbildungsentschädigung

für jüngere Lizenzspieler in der Saison

2008/2009 nach folgenden Richtlinien

fortzusetzen.

Das heißt: Wenn ein Verein bzw. eine

Kapitalgesellschaft der Lizenzligen in dieser

September 2009

Spielzeit einen Amateur oder Vertragsspieler,

der in der Saison 2008/2009

höchstens sein 23. Lebensjahr vollendet,

erstmalig als Lizenzspieler unter

Vertrag nimmt oder in der Saison

2007/2008 unter Vertrag genommen

hat und in der Spielzeit 2008/2009

erstmalig als Profi in einem Meisterschaftsspiel

eingesetzt hat, können Ansprüche

geltend gemacht werden. Sind diese

Voraussetzungen erfüllt, erhalten die früheren

Vereine, einschließlich Profiklubs, für

eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit eine

Ausbildungsentschädigung aus dem freiwilligen

Solidaritätspool des Ligaverbandes.

Das Geld soll vorrangig für die Nachwuchsarbeit

im Fußball ausgegeben werden.

Der Grundbetrag der Ausbildungs- und Förderungsentschädigung,

der zur Verteilung

kommt, ist für die Bundesliga mit 50.000

Euro und für die 2. Bundesliga mit 22.500

Euro festgesetzt.

Stichtage für die Berechnung der Ausbildungsentschädigung

sind der

1. Juli eines Jahres, wenn der

Konstantin Engel

Lizenzspielervertrag in der Zeit zwischen

1. Juli und 31. Dezember in Kraft getreten

ist, oder der 1. Januar eines Jahres, wenn

dieser Vertrag zwischen 1. Januar und

30. Juni in Kraft getreten ist.

Zehn Prozent der Ausbildungsentschädigung

stehen dem Verein zu, für den der Spieler

erstmals im Bereich des Deutschen Fußball

Bundes (DFB) und nachweisbar drei Jahre ununterbrochen

Spiel berechtigt war. Der DFB

nennt diesen Verein auch Vaterverein.

Der Rest der Ausbildungsentschädigung

steht anteilmäßig (nach Monaten) jedem

Verein zu, für den der Spieler innerhalb der

vergangenen fünf Jahre vor seiner Verpflichtung

als Lizenzspieler Spiel berechtigt war.

Zugegeben ein wenig kompliziert,

dafür aber gerecht. Nun sind die in Frage

kommenden Vereine am Zug. Lässt sich eine

Anspruchsberechtigung für den Vaterverein

nicht feststellen, wird die gesamte Ausbildungsentschädigung

verteilt.

Nachfolgend noch einige

weitere wichtige Details

Bei einem Vertragsabschluss mit einem

Spieler, der für den vertragsschließenden

Verein bereits Spiel berechtigt ist, vermindert

sich die Ausbildungsentschädigung entsprechend

seiner Spielberechtigungszeit bei diesem

Verein. Zu den Spielberechtigungszei-


Daniel

Reiche

ten werden die Wartefristen beim Vereinswechsel

– Zeitraum bis zur Erteilung der

Spielerlaubnis für Pflichtspiele – zugunsten

des jeweils abgebenden Vereins gerechnet.

Dies gilt auch dann, wenn nur die Wartefrist

zum Fünf-Jahres-Zeitraum gehört.

Wird die Spielerlaubnis für Pflichtspiele

erst nach dem 1. eines Monats für einen früheren

Verein erteilt, erhält der jeweils abgebende

Verein die Ausbildungsentschädigung

für diesen Monat.

Der Anspruch eines Klubs für eine Ausbildungsentschädigung

im Fünf-Jahres-Zeitraum

entfällt für Lizenzspieler unter 23 Jahren,

wenn sie einem Aufsteiger in die

2. Bundesliga angehören. Vorausgesetzt,

der Fußballer war für Pflichtspiele der Junioren

oder Herrenmannschaften des vertragsabschließenden

Vereins länger als zwei Jahre

vor der Lizenzerteilung an den Verein (1. Juli)

Spiel berechtigt. Die Ansprüche des Vatervereins

bleiben davon unberührt.

Ansprüche auf eine Ausbildungsentschädigung

müssen bis zum 31. Dezember

2009 beim Niedersächsischen Fußballverband,

Ligaverband (DFL) oder Deutschen

Fußball Bund (DFB) schriftlich angemeldet

werden (Ausschlussfrist).

Diese Informationen sind ein Auszug

aus den Richtlinien zur Festsetzung der Ausbildungsentschädigung

für jüngere Lizenzspieler

in der Spielzeit 2008/2009. Weitere

Informationen erteilt Ralf Serra unter Telefon

05105-75132. Er ist aber auch über folgende

E-Mail-Adresse zu erreichen:

ralf.serra@nfv.de.

Einige Beispiele

Nach so vielen Reglementierungen abschließend

noch die Namen der Fußballer,

die im Bereich des Niedersächsischen Fußballverbandes

für eine Ausbildungsentschädigung

in Frage kommen: Edgar Bernhardt

(geboren am 30. März 1986) früher VfL Os-

nabrück, Eintracht Braunschweig, FC Emmen,

jetzt Wuppertaler SV; Dennis Diekmeier

(geboren am 20. Oktober 1989),

früher TSV Bierden, TSV Verden und Werder

Bremen, jetzt 1. FC Nürnberg; Konstantin

Engel, früher Viktoria Georgsmarienhütte,

jetzt VfL Osnabrück;

Alexander Krük, früher Borussia

Mönchengladbach, Kickers

Emden, Eintracht Frankfurt, jetzt

VfL Osnabrück; Bastian

Schulz, früher TuS Altwarmbüchen,Hannover

96, jetzt 1.

FC Kaiserslautern;

Morten Jensen,

früher Rödemisser SV, Husumer

SV DGF Flensborg, jetzt

Hannover 96; Valdet Rama,

früher SSV Hagen,

Hasper SV, Sportfreunde

Oestrich-Iserlohn, Rot-

Weiß Essen, VfL Wolfsburg,

FC Ingolstadt, jetzt

Hannover 96; Daniel

Reiche, früher Helmstedter

SV, JSG Lappwald,

SV Marienthal,

SV Wenden, jetzt VfL

Wolfsburg.

Aufgezeichnet

von REINER

KRAMER ■

Bastian

Schulz

(links)

Talente

Dennis

Diekmeier

(links)

September 2009 13


DFB-Gala

14

Karl Rothmund, Vorstand der DFB-Stiftung Egidius Braun, konnte zu der Benefizgala in Nörten-Hardenberg 160 Gäste begrüßen. Veranstaltungsort

war das Atrium auf dem Gräflichen Landsitz Hardenberg. Der Korn mit dem Keilerkopf ist das bekannteste Produkt der Hardenberg-Wilthen AG,

Deutschlands zweitgrößtem Spirituosen-Hersteller. Fotos: Finger (4), Baßler (2)

Der Kaiser grantelt beim Grafen

Gala der DFB-Stiftung Egidius Braun in Nörten-Hardenberg –

160 Gäste feiern für den guten Zweck – Niedersachen erstmals Gastgeber

Von MANFRED FINGER

Wenn der „Kaiser“ Hof hält, ist

Aufmerksamkeit gewiss.

Wenn er grantelt um so

mehr. Wie Ende Juli in Nörten-Hardenberg.

„Ribéry ist nur zu Bayern

gekommen, um sich einen Namen zu

machen. Das ist ein Franzose, dem ist

München wurscht", hatte seine Majestät

gepoltert. Zwei Wochen vor

dem Auftakt zur neuen Bundesliga-

Saison griffen die Medien das Thema

dankbar auf und gingen dabei auch

auf jene Veranstaltung ein, die Franz

Beckenbauer ins südliche Niedersachsen

geführt hatte: Die Benefiz-Gala

der DFB-Stiftung Egidius Braun.

Die Gala wechselt sich jährlich mit

einem Fußballspiel ab und sammelt

unter dem Motto „Gemeinsam auftreten

– gemeinsam helfen“ für die Ziele

der Stiftung: Hilfe für Kinder in Not,

September 2009

soziale Integration, Förderung von

Sport und Kultur. Das „Herzstück“, so

Stiftungsvorstand Karl Rothmund, sind

dabei die Ehrenspielführer des Deutschen

Fußball-Bundes (DFB), die sich

anlässlich der Benefiz-Veranstaltungen

zu ihrem Stammtisch treffen. Vier

Spieler und eine Spielerin wurden bislang

vom DFB ernannt: Fritz Walter

(† 2002), Uwe Seeler, Franz Beckenbauer,

Lothar Matthäus sowie Bettina

Wiegmann.

Da Uwe Seeler zeitgleich in Augsburg

an der Feier zum 70. Geburtstag

von Helmut Haller teilnahm und Lothar

Matthäus wegen „anderer Terminverpflichtungen“

absagte, waren

es „nur“ Wiegmann und Beckenbauer,

die den Weg nach Nörten-Hardenberg

gefunden hatten.

Und wo die Lichtgestalt des deutschen

Fußballs auftritt, stehen die anderen

im Schatten. Journalisten, Ka-

meraleute, Galagäste – alle suchten

die Nähe zu dem Mann mit dem weißen

Haarkranz, der kerzengeraden

Haltung und der majestätischen Ausstrahlung.

Freundlich, korrekt und mit

dem ihm eigenen Charme erfüllte

Beckenbauer jeden Fotowunsch, beantwortete

jede Frage. Auch die von

Gerhard Delling, der ihn vor dem

Hintergrund des FIFA-Artikels 17 (Spieler

dürfen trotz Vertrages nach drei

Jahren ins Ausland wechseln) auf den

wechselwilligen Star des FC Bayern

ansprach.

Der ARD-Fernsehjournalist moderierte

die Gala, die zusammen mit

dem am Tag darauf gespielten Golfturnier

einen Erlös von 35.000 Euro

erzielte. 160 Gäste hatten für den guten

Zweck 250 Euro gezahlt (125 Euro

Spende und 125 Unkostenbeitrag).

Dafür wurde ihnen nicht nur ein Vier-

Gänge-Menü geboten, sondern auch

ein abwechselungsreiches Programm. ➤


Carl Albrecht Jost Graf von Hardenberg

(rechts) stellte Franz Beckenbauer

(links) das Schloss seiner Familie vor.

Gräfin Marie Sabine begrüßt Karl Rothmund.

Jan Baßler, Leiter des NFV-Präsidialbüros,

mit Ehefrau Christina.

DFB-Gala

Klaus Fuchs, Leiter der Sportkommunikation von VW,

präsentierte den symbolischen Schlüssel für den

Hauptgewinn der Tombola, einen VW Polo. Links

Moderator Gerhard Delling.

Karl Rothmund freute sich über das Wiedersehen mit Horst (links) und Rudi Wenzel,

Söhne des NFV-Ehrenpräsidenten Gustl Wenzel.

September 2009 15


DFB-Gala

16

Neben den kaiserlich-bayerischen Plaudereien

über den Fußball im Allgemeinen

und den FC Bayern München im

Besonderen sorgte Dietmar Wischmeyer

als „Günther der Treckerfahrer“,

Franz Lambert auf der Orgel und die

Harfinistin Cornelia Patzelsberger

(„Deutschland sucht den Superstar“)

für beste Unterhaltung.

Im Gespräch mit Gerhard Delling kritisierte

Franz Beckenbauer den wechselwilligen Bayern-Star

Franck Ribéry. In der Mitte DFB-

Ehrenspielführerin Bettina Wiegmann.

„Niedersachsen war zum ersten

Mal Gastgeber der Gala. Aufgrund

der besonderen Beziehungen zum

NFV-Kreis Northeim/Einbeck und des

einmaligen Ambientes in Hardenberg

haben wir uns für diesen Standort

entschieden“, erklärte NFV-Präsident

Karl Rothmund, der als DFB-Vizepräsident

für sozial- und gesellschaftspolitische

Aufgabe dem Stiftungswesen

vorsteht. Einbeck ist die Heimat des

September 2009

Carl Albrecht Jost Graf von Hardenberg (rechts) im Gespräch mit Karl Rothmund. Fotos (3): Finger

legendären NFV-Ehrenpräsidenten August

„Gustl“ Wenzel († 2000) und

Sitz des DFB-Rechenzentrums.

Für das „einmalige Ambiente“

sorgte der Gräfliche Landsitz Hardenberg,

seit dem Jahr 1100 Stammsitz

der gleichnamigen deutschen Adelsfamilie.

Das Geschlecht der Hardenbergs

hat sich in der deutschen Geschichte

einen Namen gemacht. Ihm entstammen

unter anderem ein romantischer

Dichter (Novalis), ein preußischer

Staatsreformer (Karl August), ein

Hitler-Attentäter aus dem Kreis um

Stauffenberg (Carl Hans) sowie in der

Gegenwart eine Fernsehmoderatorin

(Tita).

Am Stammsitz in der Nähe von

Göttingen regiert Carl Albrecht Jost

Graf von Hardenberg, der unter anderem

die Kornbrennerei der Familie mit

gut 200 Mitarbeitern leitet und in der

hauseigenen Reitarena jährlich Gastgeber

eines international renommierten

Springreitturnieres ist.

Gemeinsam mit seiner Frau Marie

Sabine empfing der 56-Jährige

die Gäste der Gala auf seinem

Schloss und sorgte selbst beim

„empfangsgewohnten“ Franz Beckenbauer

für einen nachhaltigen Eindruck.

Denn auch ein Fußball-Kaiser

hält nicht jeden Tag bei einem echten

Blaublüter Hof.

Bernd Hornkohl (links) und Gerhard Haupt (2. von rechts) vom NFV-Kreisvorstand Northeim/Einbeck mit dem Präsidenten des Norddeutschen Fußball-Verbandes,

Eugen Gehlenborg, und NFV-Direktor Bastian Hellberg (rechts).


Cup der Region

18

Arminia Hannover gewann zum ersten Mal den „Cup der Region“. Neben dem Siegerpokal durften sich die „Blauen“ über einen Sportartikel-Gutschein

in Höhe von 1.500 Euro freuen. Möglich macht diese großzügige Prämierung das Engagement von Unternehmen aus der regionalen Wirtschaft.

Hinten von links: Walter Kleine (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hannover), Stefan Tiedgen (RegioBus), Hans-Herbert Kruse (Geschäftsführer

der KSG Kreissiedlung Hannover), Udo Mientus (Mitglied der Regionsversammlung der Region Hannover), NFV-Präsident Karl Rothmund, Regionspräsident

Hauke Jagau, NFV-Direktor Bastian Hellberg, Walter Zieseniß (Bürgermeister Barsinghausen).

Arminia holt erstmalig den Cup

17.Auflage des Cup der Region geht reibungslos über die Bühne –

Text und Fotos von REINER KRAMER

Hauke Jagau, Bastian Hellberg, Walter Kleine und Karl Rothmund (von links) gratulierten Arminia

Hannover.

September 2009

Die Siegertafel

1993 1. TSV Havelse I

2. SF Ricklingen

3. Hannover 96 III

1994 1. SF Ricklingen

2. SG Gehrden/Weetzen

3. SC Wedemark

1995 1. TSV Havelse

2. JSG Wacker Neustadt

3. FC Lehrte

1996 1. Hannover 96 II

2. 1. FC Wunstorf

3. JSG Springe

1997 1. Hannover 96 II

2. Fortuna S. Hannover I

3. TSV Havelse I

1998 1. SF Ricklingen

2. TuS Marath. Hannover

3. Stern Misburg

1999 1. SG Berenbostel/Stelingen

2. Germania Grasdorf

3. Hannover 96 I

2000 1. Hannover 96 II

2. SG Berenbostel/Stelingen

3. Germania Grasdorf

2001 1. TSV Havelse I

2. TuS Marath. Hannover

3. TSV Pattensen

2002 1. Hannover 96

und TSV Havelse I

3. BV Werder Hannover

2003 1. TSV Havelse I

2. Germania Grasdorf

3. TuS Marath. Hannover

2004 1. TSV Havelse

2. Germania Grasdorf

3. Eintracht Hannover

2005 1. TSV Havelse II

2. TSV Havelse I

3. TSV Pattensen

2006 1. SC Langenhagen

2. TSV Havelse

3. SF Ricklingen

2007 1. SC Langenhagen

2. Heesseler SV

3. TSV Havelse

2008 1. TSV Havelse

und SC Langenhagen

3. TuS Davenstedt

2009 1. SV Arminia Hannover

2. SC Langenhagen

3. JSG Basche United

Cup der Region – ein Name, der in Hannover

Stadt und Land einen hohen Bekanntheitsgrad

besitzt und für Qualität

bürgt. Denn das große A-Juniorenturnier ist

bereits zum 17. Mal im August-Wenzel-Stadion

zu Barsinghausen ausgetragen worden.

Die besten 24 Teams aus der Region Hannover

haben in diesem Jahr den Titel ausgespielt.

Arminia Hannover, einer der hannoverschen

Traditionsklubs, gewann zum ersten

Mal. Gegen den Favoriten und Titelverteidiger

SC Langenhagen gab es einen verdienten

1:0-Sieg. Das Tor erzielt Rawand Rahem. Den

3. Platz sicherte sich die JSG Basche United

aus Barsinghausen, die im Elfmeterschießen

mit 3:1 gegen den Heesseler SV gewann.

Von der Logistik her ist das Turnier sehr

aufwendig, zumal der Sieger während eines

Tages ausgespielt wird. Doch Helge Kristeleit

(Referat Jugend) und Rüdiger Marotzke (EDV-

Abteilung) haben zusammen mit zahlreichen

ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus

dem NFV-Kreis Hannover-Stadt und -Land

den Cup der Region zur Zufriedenheit aller

Beteiligten über die Bühne gebracht. Sehr zur

Freude der Partner und Sponsoren, die sich

seit vielen Jahren finanziell engagieren.

Der Cup der Region wird unterstützt von

der Sparkasse Hannover, RegioBus, üstra und

der Kreissiedlungsgesellschaft. Von der Regional-

bis in die Kreisliga standen mehr als 360

junge Nachwuchskicker auf dem Platz. Den

Fair-Play-Preis, gestiftet von der Region Hannover

und Sparkasse Hannover, holten sich

die A-Junioren der JSG Gehrden.

Anmerkung: Im vergangenen Jahr gab

es mit TSV Havelse und SC Langenhagen zwei

Sieger, weil das Endspiel wegen einer schweren

Verletzung eines Langenhagener Spielers

beim Stand von 1:1 abgebrochen wurde.


Die 24 Teams

Gruppe A: SC Langenhagen, TSV Bemerode, TuS Davenstedt, Spvgg.

Nds. Döhren, TSV Fortuna

Sachsenroß, TuS Garbsen

Gruppe B: TSV Havelse, SV Eintracht Hannover, JSG Basche United, SV

Arnum, SV Germania Grasdorf, JSG Gehrden

Gruppe C: HSC Hannover, TSV Mühlenfeld, SV Ramlingen/Ehlershausen,

SV Borussia Hannover, 1 FC Wunstorf, TSV Limmer

Gruppe D: Heesseler SV, SG Letter/Stöcken, TSV Krähenwinkel/Kaltenweide,

TSV Luthe, SF Ricklingen, SV Arminia Hannover

Achtelfinale: SC Langenhagen – SV Arnum 2:0 n.E. (0:0), SV Ramlingen/Ehlershausen

– SF Ricklingen 3:1 n.E. (0:0), TSV Havelse – TSV

Mühlenfeld 3:4 n.E. (0:0), Heesseler SV – TuS Garbsen 7:6 n.E. (0:0),

1. FC. Wunstorf - TSV Krähenwinkel/Kaltenweide 3:4 n.V. (0:0), TuS

Davenstedt – JSG Basche United 0:1, SV Arminia Hannover – Spvgg.

Nds. Döhren 1:0, SV Germania Grasdorf – HSC Hannover 2:1 n.E. (0:0).

Viertelfinale: SC Langenhagen – SV Ramlingen/Ehlershausen 4:3 n.E.

(0:0), TSV Mühlenfeld – Heesseler SV 0:2, TSV Krähenwinkel/Kalten-

Spielszene aus der Begegnung TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gegen

JSG Basche United (gestreiftes Trikot).

Tabelle Runde 1, Gruppe A

1. SC Langenhagen 5 4 1 0 5:0 13

2. TuS Davenstedt 5 2 3 0 3:1 9

3. TuS Garbsen 5 2 2 1 4:2 8

4. Spvgg. Nds. Döhren 5 1 3 1 1:1 6

5. TSV Bemerode 5 0 2 3 0:3 2

6. TSV Fortuna Sachsenroß 5 0 1 4 0:6 1

Tabelle Runde 1, Gruppe C

1. 1. FC. Wunstorf 5 4 1 0 7:0 13

2. SV Ramlingen/Ehlershausen 5 2 2 1 5:3 8

3. HSC Hannover 5 1 4 0 4:2 7

4. TSV Mühlenfeld 5 2 1 2 3:3 7

5. SV Borussia Hannover 5 1 2 2 4:5 5

6. TSV Limmer 5 0 0 5 0:10 0

Cup der Region

Spielszene aus der Begegnung SV Germania Grasdorf gegen HSC

Hannover (grünes Trikot).

weide – JSG Basche United 0:3, SV Arminia Hannover – SV Germania

Grasdorf 1:0.

Halbfinale: SC Langenhagen – Heesseler SV 3:1 n.E. (0:0), JSG Basche

United – SV Arminia Hannover 2:3 n.E. (0:0).

Elfmeterschießen um die Plätze 5-8: SV Ramlingen/Ehlershausen –

TSV Mühlenfeld 2:0, TSV Krähenwinkel/Kaltenweide – SV Germania

Grasdorf 4:5.

Spiel um Platz 7: TSV Mühlenfeld – TSV Krähenwinkel / Kaltenweide

4:3 n.E.

Spiel um Platz 5: SV Ramlingen/Ehlershausen – SV Germania Grasdorf

2:1 n.E.

Spiel um Platz 3: Heesseler SV – JSG Basche United 1:3 n.E.

Endspiel: SC Langenhagen – SV Arminia Hannover 0:1

Die beiden Endspielteilnehmer

SV Arminia Hannover: Jonas Reinecke, Michael Seute, Karl Mroz,

Luis Ramon Canet Salgado, Kevin Bartecki, Joscha Yanar, Henri Nellenschulte,

Rawand Rahem, Can Akbulut, Alen Celjo, Granit Haxha, Elvis

Francisco Geoffroy Gbendo, Elvis Mputu, Onur Özyürek, Mustafa

Mohammad Nawazy.

SC Langenhagen: Niclas Gläser, Christopher von Moltke, Maik

Brandt, Fettah Akinci, Yannik Staas, Björn Lombach, Anik Yesil, Dennis

Vorreiter, Steffen von Pless, Patrick Richter, Philipp Hüls, Sebastian

Bora, Christian Nowack, Nils Janzen, Helge Stefan Brodtmann, Bugra

Eyüpoglu.

Weitere Informationen zum Cup der Region gibt es im Internet

unter www.cup-der-region.de ■

Tabelle Runde 1, Gruppe B

1. TSV Havelse 5 3 2 0 8:1 11

2. SV Germania Grasdorf 5 2 2 1 3:1 8

3. JSG Basche United 5 2 2 1 4:3 8

4. SV Arnum 5 2 2 1 3:3 8

5. JSG Gehrden 5 1 2 2 2:2 5

6. SV Eintracht Hannover 5 0 0 5 0:10 0

Tabelle Runde 1, Gruppe D

1. SV Arminia Hannover 5 3 1 1 7:1 10

2. Heesseler SV 5 2 3 0 4:0 9

3. SF Ricklingen 5 2 3 0 3:1 9

4. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide 5 1 3 1 3:2 6

5. TSV Luthe 5 0 3 2 0:4 3

6. SG Letter/Stöcken 5 0 1 4 0:9 1

September 2009 19


WM-Qualifikationsspiel

20

Ein Sieg ist Pflicht

Deutsche Nationalmannschaft empfängt Aserbaidschan am 9. September in Hannover

Hannover gilt seit jeher als gutes Pflaster

für Deutsche Fußball-Nationalmannschaften.

In bisher 24 Länderspielen

seit 1931 gab es in der WM-Stadt

von 1974 und 2006 18 Siege bei jeweils

drei Unentschieden und drei Niederlagen.

Diese Bilanz soll am 9. September ab

20.45 Uhr in der hannoverschen AWD-

Arena beim WM-Qualifikationsspiel gegen

Aserbaidschan weiter aufpoliert werden.

Wurden die beiden ersten Länderspiele

gegen Dänemark (1931/4:2) und Belgien

(1937/1:0) noch in der Hindenburg

Kampfbahn, dem heutigen Eilenriedestadion,

ausgetragen, so fanden alle weiteren

Begegnungen ab 1954 im Niedersachsenstadion

bzw. der heutigen AWD-Arena

statt. Ihr bislang letztes Spiel gewann die

deutsche Mannschaft in Hannover am 17.

November 2007 mit 4:0 gegen Zypern.

Auf dem Papier ist das Heimspiel gegen

den derzeitigen Tabellenfünften der

WM-Qualifikationsgruppe 4 sicherlich eine

reine Pflichtaufgabe für Ballack und Co.

Doch bereits das Hinspiel im August in

Aserbaidschan zeigte: Ein Selbstläufer wird

die Begegnung des aktuellen Welt-Rang-

Die DFB-Spiele

in Hannover*

27. September 1931: DÄNEMARK 4:2 (3:2). DFB:

W. Kreß (Rot-Weiß Frankfurt) – F. Schütz, Stubb (beide

Eintracht Frankfurt) – R. Gramlich (Eintr. Frankfurt),

Leinberger (SpVgg Fürth), Knöpfle (FSV Frankfurt)

– H. Tibulski, Szepan, Kuzorra (alle Schalke 04),

Hofmann (Dresdner SC), Kobierski (Fortuna Düsseldorf).

Tore: 0:1 Nilsson (3. Minute), 1:1 Kuzorra (19.),

1:2 Jorgensen (31.), 2:2, 3:2, 4:2 Hofmann (41., 45.,

78.). Trainer: Prof. Dr. Otto Nerz. Zuschauer:

30.000.

September 2009

listen-Vierten gegen den 137. (Stand 19.

August 2009) nicht. Durch Tore von

Schweinsteiger und Klose siegte die deutsche

Mannschaft in Baku recht mühsam

mit 2:0 (1:0).

Gewarnt sollte das Team von Trainer

Joachim Löw aber auch durch Beispiele

aus der jüngeren hannoverschen Länderspielgeschichte

sein. Gegen vermeintlich

kleine Gegner wie Albanien (1997, 4:3)

oder die Auswahl der Färöer-Inseln (2002,

2:1) gab es in Qualifikationsspielen mit

Ach und Krach knappe und schmeichelhafte

Siege. Dazwischen lag allerdings

auch ein glanzvoller 4:1-Erfolg gegen Spanien

(2000) beim Debüt vom damaligen

Teamchef Rudi Völler.

Einen einzigen Zähler kann die von

Berti Vogts trainierte Mannschaft aus

Aserbaidschan bisher auf ihrem Punktekonto

in der WM-Qaulifikation verbuchen,

geholt im September 2008 beim 0:0-Unentschieden

gegen Liechtenstein. Nun soll

sich diese Ausbeute nicht ausgerechnet

gegen Deutschland erhöhen. Sollte nämlich

Russland am 5. September seine Begegnung

gegen Liechtenstein gewinnen –

25. April 1937: BELGIEN 1:0 (1:0). DFB: Jakob (Jahn

Regensburg) – Haringer (Wacker München), Münzenberg

(Alemannia Aachen) – Kupfer (Schweinfurt 05),

Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (Schweinfurt

05) – Lehner (Schwaben Augsburg), Rohwedder

(Eimsbütteler SV), Lenz (Borussia Dortmund), Hohmann

(VfL Benrath), Striebinger (VfR Mannheim).

Tor: 1:0 Hohmann (17.). Trainer: Sepp Herberger.

Zuschauer: 60.000.

16. Oktober 1954: FRANKREICH 1:3 (0:2). DFB:

Turek (Fort. Düsseldorf) – Erhardt (SpVgg Fürth), Kohlmeyer

(1. FC Kaiserslautern) – Posipal (Hamburger

SV), Liebrich (1. FC K’lautern), Mai (SpVgg. Fürth) –

und davon darf man ausgehen – beträgt

der Vorsprung von Tabellenführer

Deutschland auf die Russen nur noch einen

Punkt. Nicht zuletzt deshalb ist ein

Sieg gegen Aserbaidschan Pflicht. Die sicherlich

alles entscheidene Partie findet

dann am 10. Oktober in Moskau statt, ehe

das Löw-Team mit einem Heimspiel gegen

Finnland am 14. Oktober die Gruppenspiele

beendet.

Vom 7. bis 9. September bezieht die

deutsche Mannschaft Quartier im Sporthotel

Fuchsbachtal in Barsinghausen. Ein

gutes Omen. Denn schon vielfach hat der

„gute Geist“ von Barsinghausen deutsche

Mannschaften vor Länderspielen beflügelt

und zu großen Leistungen angespornt. Ein

Blick in die nachfolgend aufgeführte hannoversche

Länderspielgeschichte beweist

dies. So gab es am 1. Juni 1968 den ersten

deutschen Sieg über England (1:0), wurden

1980 die Franzosen und 2000 die

Spanier mit jeweils 4:1 abgefertigt. Nun

sollte es nicht ausgerechnet der Fußball-

Underdog vom Kaspischen Meer sein, der

am guten Ruf von Hannover und Barsinghausen

kratzt. bo

B. Klodt (Schalke 04), Stürmer (Hamburger SV),

O. Walter (1. FC K’lautern), Islacker, Termath (beide

RW Essen). Eingewechselt: 22. Seeler (Hamburger

SV) für Termath. Tore: 0:1 Foix (33.), 0:2 Vincent

(35.), 0:3 Foix (55.), 1:3 Stürmer (75.). Trainer:

Herberger. Zuschauer: 86.000.

15. September 1956: SOWJETUNION 1:2 (1:2).

DFB: Herkenrath (RW Essen) – K. Schmidt (1. FC

K’lautern), Juskowiak (Fort. Düsseldorf) – Eckel (1. FC

K’lautern), Posipal (Hamburger SV), Erhardt (SpVgg.

Fürth) – Waldner (VfB Stuttgart), W. Schröder (Werder

Bremen), Biesinger (BC Augsburg), F. Walter

(1. FC K’lautern), Vollmar (SV St. Ingbert). Einge- ➤

Torwart Antonis Georgallides hatte das Nachsehen: Er kassierte 2007 in Hannover im Spiel Deutschland gegen Zypern (4:0) in dieser Szene das 0:3

durch Lukas Podolski. Fotos: imago


wechselt: 52. H. Schäfer (1. FC Köln) für Biesinger.

Tore: 0:1 Strelzow (3.), 1:1 Schröder (5.), 1:2 Iwanow

(36.). Trainer: Herberger. Zuschauer: 86.000.

22. Dezember 1957: UNGARN 1:0 (1:0). DFB: Herkenrath

(RW Essen) – Erhardt (SpVgg Fürth), Juskowiak

(Fort. Düsseldorf) – Eckel (1. FC K’lautern), Wewers

(RW Essen), Szymaniak (Wuppertaler SV) – Cieslarczyk

(SV Sodingen), A. Schmidt, Kelbassa (beide

Bor. Dortmund), H. Schäfer (1. FC Köln), Vollmar (SV

St. Ingbert). Eingewechselt: 51. Stollenwerk (1. FC

Köln) für Erhardt. Tor: 1:0 Kelbassa (19.). Trainer:

Herberger. Zuschauer: 85.000.

20. Dezember 1959: JUGOSLAWIEN 1:1 (0:1).

DFB: Sawitzki (VfB Stuttgart) – Stollenwerk, Schnellinger

(beide 1. FC Köln) – W. Schulz (Union Günnigfeld),

Erhardt (SpVgg Fürth), Szymaniak (Karlsruher

SC) – H. Rahn (1. FC Köln), A. Schmidt (Bor. Dortmund),

Seeler (Hamburger SV), Brülls (Borussia Mönchengladbach),

Siedl (Bayern München). Eingewechselt:

6. Vollmar (SV St. Ingbert) für Brülls. Tore:

0:1 Mujic (5.), 1:1 Schmidt (72.). Trainer: Herberger.

Zuschauer: 83.000.

12. Mai 1964: SCHOTTLAND 2:2 (2:0). DFB: Tilkowski

(Bor. Dortmund) – Nowak (Schalke 04), R.

Steiner (1860 München) – Szymaniak (Inter Mailand),

Giesemann (Hamburger SV), W. Weber (1. FC Köln) –

Libuda (Schalke 04), A. Schmidt (Bor. Dortmund),

Seeler (Hamburger SV), R. Geiger (VfB Stuttgart), G.

Dörfel (Hamburger SV). Eingewechselt: 30. Reisch

(1. FC Nürnberg) für Schmidt. Tore: 1:0, 2:0 Seeler

(32., 33.), 2:1, 2:2 Gilzean (66., 85.). Trainer: Herberger.

Zuschauer: 65.000.

23. Juni 1966: JUGOSLAWIEN 2:0 (1:0). DFB: Tilkowski

(Bor. Dortmund) – Höttges (Werder Bremen),

Schnellinger (AC Mailand) – Beckenbauer (Bayern

München), W. Schulz (Hamburger SV), W. Weber

(1. FC Köln) – Krämer (MSV Duisburg), Haller (AC Bologna),

Seeler (Hamburger SV), Overath (1. FC Köln),

Held (Bor. Dortmund). Tore: 1:0 Overath (32.), 2:0

Seeler (76.). Trainer: Helmut Schön. Zuschauer:

74.000.

22. März 1967: BULGARIEN 1:0 (0:0). DFB: Maier

(Bayern München) – Patzke (1860 München), Höttges

(Werder Bremen) – Wolfgang Weber (1. FC Köln),

Willi Schulz (Hamburger SV), Overath (1. FC Köln) –

Krämer (MSV Duisburg), Günter Herrmann (Schalke

04), Heynckes, Netzer (beide Bor. M’gladbach), Löhr

(1. FC Köln). Eingewechselt: 46. Fichtel (Schalke 04)

für Schulz. Tor: 1:0 Heynckes (82.). Trainer: Schön.

Zuschauer: 68.000.

1. Juni 1968: ENGLAND 1:0 (0:0). DFB: H. Wolter

(Eintracht Braunschweig) – Vogts (Bor. M’gladbach),

Lorenz (Werder Bremen) – L. Müller (1. FC Nürnberg),

Fichtel (Schalke 04), W. Weber (1. FC Köln) – B. Dörfel

(Hamburger SV), Beckenbauer (Bayern München),

Löhr, Overath (beide 1. FC Köln), Volkert (1. FC Nürnberg).

Tor: 1:0 Beckenbauer (82.). Trainer: Schön.

Zuschauer: 80.000.

13. Mai 1970: JUGOSLAWIEN 1:0 (1:0). DFB:

Manglitz (1. FC Köln) – Vogts (Bor. M’gladbach),

Höttges (Werder Bremen) – Beckenbauer (Bayern

München), Schnellinger (AC Mailand), Fichtel (Schalke

04) – Libuda (Schalke 04), Seeler (Hamburger SV),

G. Müller (Bayern München), Overath, Löhr (beide

1. FC Köln). Tor: 1:0 Seeler (10.). Trainer: Schön. Zuschauer:

60.000.

8. September 1971: MEXIKO 5:0 (4:0). DFB: Maier

(Bayern München) – Vogts (Bor. M’gladbach),

Schwarzenbeck (Bayern München) – W. Weber (1. FC

Köln), Beckenbauer (Bayern München), Fichtel (Schalke

04) – Köppel (VfB Stuttgart), Netzer (Bor. M’gladbach),

Grabowski (Eintr. Frankfurt), G. Müller (Bayern

München), Heynckes (Bor. M’gladbach). Eingewechselt:

46. Zembski (Werder Bremen) für Vogts, 64.

Steffenhagen (Hertha BSC) für Köppel und Libuda

(Schalke 04) für Grabowski. Tore: 1:0 Köppel (5.),

2:0, 3:0 Müller (12., 14.), 4:0 Netzer (44.), 5:0 Müller

(55.). Trainer: Schön. Zuschauer: 65.000.

10. Oktober 1973: ÖSTERREICH 4:0 (2:0). DFB:

Kleff (Bor. Mönchengladbach) – Kapellmann (Bayern

München), Höttges (Werder Bremen) – W. Weber

(1. FC Köln), Beckenbauer (Bayern München), Flohe

(1. FC Köln) – U. Hoeneß (Bayern München), Overath

(1. FC Köln), Grabowski (Eintr. Frankfurt), G. Müller

(Bayern München), E. Kremers (Schalke 04). Eingewechselt:

12. H. Kremers (Schalke 04) für Kapellmann,

46. Cullmann für Beckenbauer, 69. Hölzenbein

(Eintr. Frankfurt) für Weber. Tore: 1:0 Müller

(29.), 2:0 Weber (45.), 3:0 Müller (50.), 4:0 E. Kre-

mers (79.). Trainer: Schön. Zuschauer:

55.000.

17. November 1976: TSCHECHOSLO-

WAKEI 2:0 (2:0). DFB: Maier (Bayern

München) – Vogts (Bor. M’gladbach),

Dietz (MSV Duisburg) – Schwarzenbeck,

Beckenbauer (beide Bayern München),

Bonhof (Bor. M’gladbach) – K.H. Rummenigge,

U. Hoeneß (beide Bayern

München), Beer (Hertha BSC), Flohe

(1. FC Köln), Heynckes (Bor. M’gladbach).

Eingewechselt: 22. Kaltz für

Vogts. Tore: 1:0 Flohe (17.), 2:0 Beer

(34.). Trainer: Schön. Zuschauer:

60.000.

19. November 1980: FRANKREICH 4:1

(2:1). DFB: Schumacher (1. FC Köln) –

Kaltz (Hamburger SV), B. Förster, K.H.

Förster (beide VfB Stuttgart), Dietz (MSV

Duisburg) – Briegel (1. FC K’lautern), Votava

(Bor. Dortmund), H. Müller (VfB

Stuttgart) – Allgöwer (VfB Stuttgart) –

Hrubesch (Hamburger SV), K. Allofs

(Fort. Düsseldorf). Tore: 1:0 Kaltz (6.,

Elfmeter), 2:0 Briegel (37.), 2:1 Larios

(40., Foulelfmeter), 3:1 Hrubesch (63.),

4:1 Allofs (89.). Trainer: Jupp Derwall.

Zuschauer: 63.000.

17. Februar 1982: PORTUGAL 3:1

(2:1). DFB: Schumacher (1. FC Köln) –

Kaltz (Hamburger SV), B. Förster, K.H.

Förster (beide VfB Stuttgart), Briegel

(1. FC K’lautern) – Dremmler, Breitner,

K.H. Rummenigge (alle Bayern München)

– Hrubesch (Hamburger SV), K.

Fischer, Littbarski (beide 1. FC Köln).

Eingewechselt: 46. B. Franke (E. Braunschweig)

für Schumacher und Matthäus

(Bor. M’gladbach) für Hrubesch, 72. Allgöwer

(VfB Stuttgart) für Littbarski.

Tore: 1:0 Fischer (24.), 2:0 Humberto (27., Eigentor),

2:1 De Matos (44.), 3:1 Fischer (51.). Trainer:

Derwall. Zuschauer: 50.000.

28. März 1984: SOWJETUNION 2:1 (1:1). DFB:

Schumacher (1. FC Köln) – Rolff (Hamburger SV),

Herget (Bayer Uerdingen), K.H. Förster (VfB Stuttgart),

Briegel (1. FC K’lautern) – Matthäus, Bruns (beide

Bor. M’gladbach), N. Meier (Werder Bremen) –

Milewski (Hamburger SV), Völler (Werder Bremen),

K. Allofs (1. FC Köln). Eingewechselt: 46. Roleder

(VfB Stuttgart) für Schumacher und Otten (Werder

Bremen) für Rolff, 65. Bommer (Fort. Düsseldorf) für

Milewski, 76. Brehme (1. FC K’lautern) für Allofs.

Tore: 0:1 Litowschenko (5.), 1:1 Völler (9.), 2:1 Brehme

(89.). Trainer: Derwall. Zuschauer: 45.000.

15. Oktober 1986: SPANIEN 2:2 (0:1). DFB: Schumacher

(1. FC Köln) – Hörster (Bayer Leverkusen) –

Th. Berthold (Eintr. Frankfurt), Kohler (Waldhof

Mannheim), Buchwald (VfB Stuttgart), Frontzeck

(Bor. M’gladbach) – Matthäus (Bayern München), U.

Rahn (Bor. M’gladbach), Rolff (Bayer Leverkusen) – R.

Wohlfarth (Bayern München), Waas (Bayer Leverkusen).

Eingewechselt: 46. Augenthaler (Bayern München)

für Hörster und Wuttke (1. FC K’lautern) für

Rolff, 76. Eckstein (1. FC Nürnberg) für Waas. Tore:

0:1 Butragueno (45.), 1:1 Waas (61.), 2:1 Rahn (70.),

2:2 Goikoetxea (78., Foulelfmeter). Teamchef: Franz

Beckenbauer. Zuschauer: 50.000.

1. Mai 1991: BELGIEN 1:0 (1:0). EM-Qualifikation.

DFB: Illgner (1. FC Köln) – Th. Berthold (AS Rom) –

Reuter (Bayern München), Beiersdorfer (Hamburger

SV), Brehme (Inter Mailand) – Häßler (Juventus Turin),

M. Sammer (VfB Stuttgart), Matthäus (Inter Mailand),

Doll (Hamburger SV) – Klinsmann (Inter Mailand),

Völler (AS Rom). Eingewechselt: 77. Helmer (Bor.

Dortmund) für Klinsmann, 88. Riedle (Lazio Rom) für

Völler. Tor: 1:0 Matthäus (3.). Trainer: Berti Vogts.

Zuschauer: 56.000.

29. Mai 1994: IRLAND 0:2 (0:1). DFB: Illgner (1. FC

Köln) – Matthäus (Bayern München) – Kohler (Juventus

Turin), Strunz (VfB Stuttgart), Basler (Werder Bremen),

Buchwald (VfB Stuttgart), M. Sammer (Bor.

Dortmund), M. Wagner (1. FC K’lautern) – A. Möller

(Juventus Turin) – Riedle (Bor. Dortmund), Klinsmann

(AS Monaco). Eingewechselt: 36. Th. Berthold (VfB

Stuttgart) für Buchwald, 46. Häßler (AS Rom) für

Kohler und Effenberg (AC Florenz) für Möller, 67. Völler

(Olympique Marseille) für Riedle. Tore: 0:1 Cascarino

(31.), 0:2 Gary Kelly (68.). Trainer: Vogts.

Zuschauer: 50.000.

11. November 1997: ALBANIEN 4:3 (0:0). WM-

Qualifikation. DFB: Kahn (Bayern München) – Thon

(Schalke 04) – Kohler (Bor. Dortmund) – Reuter (Bor.

Dortmund), Helmer (Bayern München), Heinrich (Bor.

Dortmund) – Häßler (Karlsruher SC), A. Möller (Bor.

Dortmund), Kuntz (Arminia Bielefeld) – Bierhoff (Udinese

Calcio), Bobic (VfB Stuttgart). Eingewechselt:

60. Tarnat (Bayern München) für Bobic, 72. Marschall

(1. FC K’lautern) für Kuntz. Tore: 0:1 Kohler (55., Eigentor),

1:1 Helmer (64.), 2:1 Bierhoff (73.), 2:2 Tare

(80.), 3:2 Marschall (86.), 3:3 Vata (88.), 4:3 Bierhoff

(90.). Trainer: Vogts. Zuschauer: 44.522.

16. August 2000: SPANIEN 4:1 (1:0). DFB: Kahn

(Bayern München) – Rehmer (Hertha BSC), Nowotny

(Bayer Leverkusen), Heinrich (Bor. Dortmund) – Deisler

(Hertha BSC), Ballack, Ramelow (beide Bayer Leverkusen),

Bode (Werder Bremen) – Scholl, Jancker,

Zickler (alle Bayern München). Eingewechselt: 46.

Beinlich (Hertha BSC) für Bode, 66. Neuville (Bayer Leverkusen)

für Scholl, 67. Linke (Bayern München) für

Heinrich, 73. Rink (Bayer Leverkusen) für Jancker. Tore:

1:0, 2:0 Scholl (24., 51.), 3:0, 4:0 Zickler (57., 62.),

4:1 Raul (70.). Teamchef: Rudi Völler. Zuschauer:

45.000.

16. Oktober 2002: FÄRÖER 2:1 (1:1). EM-Qualifikation.

DFB: Kahn (Bayern München) – A. Friedrich

(Hertha BSC), Ramelow (Bayer Leverkusen), Wörns

(Bor. Dortmund) – Jeremies (Bayern München),

Hamann (FC Liverpool), Frings (Bor. Dortmund) –

B. Schneider (Bayer Leverkusen), Ballack (Bayern

München) – Jancker (Udinese Calcio), Klose (1. FC

K’lautern). Eingewechselt: 46. Freier (VfL Bochum)

für Ramelow, 69. Neuville (Bayer Leverkusen) für

Jancker, 87. Kehl (Bor. Dortmund) für Schneider.

Tore: 1:0 Ballack (2., Foulelfmeter), 1:1 Friedrich

(45., Eigentor), 2:1 Klose (59.). Teamchef: Völler.

Zuschauer: 36.000.

17. November 2007: ZYPERN 4:0 (2:0). EM-Qualifikation.

DFB: Lehmann (FC Arsenal) – A. Friedrich

(Hertha BSC), Mertesacker (Werder Bremen), Metzelder

(Real Madrid), Lahm (Bayern München) – Fritz

(Werder Bremen), Podolski (Bayern München), Trochowski

(Hamburger SV) – Gomez (VfB Stuttgart),

Klose (Bayern München). Eingewechselt: 66. Borowski

(Werder Bremen) für Trochowski, 73. M. Hanke

(Hannover 96) für Gomez, 77. Hilbert (VfB Stuttgart)

für Fritz. Tore: 1:0 Fritz (2.), 2:0 Klose (20.), 3:0

Podolski (53.), 4:0 Hitzlsperger (82.). Trainer: Löw.

Zuschauer: 45.016.

* Nicht aufgeführt ist das WM-Spiel 1974 zwischen

der DDR und Brasilien (0:1). Quelle: DFB ■

Statistik

Miroslav Klose (rechts), hier im Duell mit Marinos Satsias, erzielte

2007 im Spiel gegen Zypern das 2:0.

September 2009 21


Interview

22

„Masse, aber keine Klasse“

Sie ist die neue Frontfrau im niedersächsischen Mädchen- und

Frauenfußball: Karen Rotter. Im Interview mit dem Fußball-Journal

erzählt von ihren Plänen zur Einführung einer Oberliga für B-Juniorinnen,

vom Aufbau eines landesweiten 11er-Spielbetriebes und verrät,

warum sie in der Schule lieber Futsal als Fußball unterrichtet.

Visionen für den Mädchenfußball in Niedersachsen: Karen Rotter. Fotos: Finger

September 2009

Von MANFRED FINGER

Fußball-Journal: Frau Rotter, DFB-Präsident

Dr. Theo Zwanziger hat im April auf dem

DFB-Kongress in Hannover die Förderung des

Mädchen- und Frauenfußballs als Zukunftssicherung

für die Vereine bezeichnet. Denken

Sie, dass die Klubs sich dessen bewusst sind,

dass diese Förderung letzten Endes auch ihren

Fortbestand sichert?

Rotter: Nein, das glaube ich nicht. Daran

müssen wir sicherlich arbeiten. Zumal wir im

Mädchenfußball noch ungemein viel Luft nach

oben haben. Von den Statistiken, nach denen

die Mannschaftszahlen bei den Mädchen steigen

während sie bei den Jungen sinken, dürfen

wir uns nicht täuschen lassen. Denn die

demografische Entwicklung kommt bei den

Jungen in einem ganz anderen Ausmaß zum

Tragen, weil der Anteil an Fußball spielenden

Mädchen noch vergleichsweise gering ist. In

der Gewinnung von Mädchen für den Vereinsfußball

steckt ein enormes Potenzial an Mitgliedergewinnung.

Fußball-Journal: Sie sagten, wir müssen

daran arbeiten. Wie lässt sich das Bewusstsein

der Vereinsvertreter für den Mädchen- und

Frauenfußball schärfen?

Rotter: Vor dem Hintergrund der Frauen-

WM 2011 werden derzeit viele Werbekampagnen

ins Leben gerufen, die ihren Niederschlag

auch auf Verbands- und Kreisebene finden.

Die Präsenz des Themas Mädchen- und

Frauenfußball wird enorm steigen und hoffentlich

dafür sorgen, dass das Thema Mädchenfußball

in den Köpfen eine immer größere

Rolle spielt. Nicht nur in den Köpfen der

Vereinsvorsitzenden, sondern generell.

Fußball-Journal: Welche Kampagnen

sind dies?

Rotter: Zum Beispiel der Wettbewerb

TEAM 2011, der am 1. Juli gestartet wurde.

Bei ihm handelt es sich um die Fortführung des

DFB-Vereinswettbewerbes. Im Wesentlichen

geht es darum, Schulen und Vereine zu Kooperationspartnern

zu machen.

Fußball-Journal: Was sind die Inhalte?

Rotter: Es gibt vier Bausteine, die alle das

Thema Schule und Verein behandeln und bei

denen die Teilnehmer Punkte sammeln können.

Beim ersten Baustein geht es nach dem

Motto „Wir spielen Fußball in der Schule“ darum,

dass Schulen ein internes Turnier durchführen

oder mit anderen Schulen eine Mini-

WM organisieren. Der zweite Baustein zielt

speziell auf den Mädchenfußball ab. Hierbei

können Schulen oder Vereine Punkte sammeln,

wenn sie Angebote für Mädchenfußball

unterbreiten. Schnupperkurse, AG’s oder die

Anmeldung einer Mädchenmannschaft für

den Spielbetrieb.

Fußball-Journal: In der zu diesem

Wettbewerb herausgegebenen Broschüre

gibt der DFB als ehrgeiziges Ziel für die kommenden

Jahre vor, dass in jedem der rund

330 Fußballkreise in Deutschland ein „Tag

des Mädchenfußballs“ stattfinden soll. Wie

realistisch halten Sie das Ziel, dass es schon ➤


ald in Niedersachsen 47 „Tage des Mädchenfußballs“

geben wird?

Rotter: Durch die Unterstützung des

DFB werden wir hoffentlich 2010 in der

Lage sein, in jedem NFV-Kreis einen solchen

Tag auszurichten.

Fußball-Journal: Noch im WM-Jahr

der Herren, also 2006, gab es einen einzigen

„Tag des Mädchenfußballs“ für das gesamte

Bundesland Niedersachsen. An sich schwer

vorstellbar, dass es schon bald 47 sein sollen.

Rotter: Die Entwicklung ist wirklich rasant.

Eingeleitet wurde sie durch die Weltmeisterschaft

2006. Durch die an die Landesverbände

ausgeschütteten Gelder aus dem

WM-Gewinn waren wir in der Lage, seit

2007 pro Bezirk zwei „Tage des Mädchenfußballs“

zu veranstalten. Somit gibt es derzeit

acht Veranstaltungen. Für 2010 möchten

wir erreichen, dass alle Kreise eines Bezirkes

an einem bestimmten Termin einen „Tag

des Mädchenfußballs“ veranstalten. Über

diesen Zwischenschritt nähern wir uns dann

dem großen Ziel für 2011, an einem Sonntag

in allen 47 NFV-Kreisen einen „Tag des Mädchenfußballs“

anzubieten. Voraussetzung ist

natürlich, dass uns der DFB dabei finanziell

unterstützt. Ansonsten bleiben wir bei acht.

Fußball-Journal: Wird es inhaltliche

Änderungen geben?

Rotter: Ja. Bisher bestand der „Tag des

Mädchenfußballs“ im Wesentlichen aus Turnierangeboten

für Vereinsmannschaften. Die

neue Ausrichtung soll auf der Gewinnung

von neuen Spielerinnen liegen. Wobei wir als

Landesverband nur Empfehlungen, Anregungen

und Hilfestellungen geben können.

Letztlich liegt es an den Kreisen, an den Vereinen

selbst. Der „Tag des Mädchenfußballs“

kann vom jeweiligen Ausrichter relativ frei

gestaltet werden kann.

Fußball-Journal: Welche Empfehlungen

geben Sie?

Rotter: Gefragt ist Kreativität. Neben

Angeboten wie 4:4-Turniere oder Street-

Zur Person

Karen Rotter, Jahrgang 1971, ist

die jüngste von drei Töchtern einer

fußballbegeisterten Familie. Vater Dieter

wirkt seit 1985 als Lehrwart des

NFV-Kreises Hannover-Land, Schwester

Tina engagiert sich als NFV-Bereichstrainerin

Südost. Gemeinsam arbeiteten

beide Schwestern als Trainerinnen

der Mädchen-Kreisauswahl

Hannover-Land. Zudem betreute Karen,

die 1994 die alte B-Lizenz (heute

C-Lizenz-Leistungsfußball) erwarb, an

der Seite von Friedrich Kuk die Kreisauswahl

der Jungen.

Auf dem Verbandsjugendtag

2005 übernahm Karen Rotter von Rita

Tiedtke das Amt der Verbandsmädchenreferentin.

Am 1. November 2009

wurde sie zur Vorsitzenden des neu

geschaffenen Frauen- und Mädchenausschusses

gewählt. Seit August

2008 ist die ausgebildete Realschullehrerin

für Sport, Biologie und Chemie

Rektorin der Realschule Wedemark in

Mellendorf (730 Schülerinnen und

Schüler).

soccer bieten sich auch nicht-fußballspezifische

Inhalte an. Wie zum Beispiel eine Fußball-Modenschau.

Als Bestandteil des Wettbewerbes

„Team 2011“ können auch beim

„Tag des Mädchenfußballs“ Punkte gesammelt

werden.

Fußball-Journal: Als Lehrerin sind Sie

es gewohnt, Noten zu vergeben. Welche Note

würden Sie dem Frauen- und Mädchenfußball

in Niedersachsen geben?

Rotter: (überlegt lange) … verbesserungswürdig!

Fußball-Journal: In welcher Hinsicht?

Rotter: Der Fokus liegt bei mir zurzeit

beim Mädchenfußball, der die Grundlage für

den Frauenfußball bildet. Deshalb möchte

ich mich in meiner Antwort auf die Mädchen

beschränken. Wenn ich unseren Landesverband

allein auf norddeutscher Ebene mit den

anderen vergleiche, komme ich nicht an der

Feststellung vorbei, dass wir in Niedersachsen

noch weit zurück sind. Dies liegt zum

Beispiel darin begründet, dass 13-Jährige in

Frauenmannschaften spielen durften. Diese

Möglichkeit gibt es inzwischen zwar nicht

mehr, doch in den Köpfen der Vereinsvertreter

ist sie nach wie vor verankert.

Fußball-Journal: Für so manchen Verein

war es die einzige Möglichkeit, eine

Mannschaft für den Spielbetrieb zusammen

zu bekommen.

Rotter: 13-Jährige sind Mädchen und

keine Frauen. Da gibt es nicht nur körperlich

erhebliche Unterschiede, sondern auch im

sozial-emotionalen Bereich. Ganz zu schweigen

vom Wohlfühlfaktor. Es kann mir keiner

erzählen, dass eine 13-Jährige gerne mit 24-

Jährigen, 30-Jährigen oder noch älteren zusammen

spielt. Durch diese Regelung sind

Generationen von Spielerinnen dem Mädchenfußball

verloren gegangen. Mit der

Konsequenz, dass wir einen Spielbetrieb im

Bereich der C- und B-Juniorinnen nicht vernünftig

aufbauen konnten. Die Folgen sieht

man heute.

Fußball-Journal: Eine niedersächsische

Besonderheit dürfte auch der überwiegend

vorherrschende Spielbetrieb mit 7er-Mannschaften

sein.

Interview

Als Referatsleiter für den Mädchen- und Frauenbereich ist Helge Kristeleit für Karen Rotter der

wichtigste Ansprechpartner in der NFV-Verwaltung.

Rotter: Als Besonderheit würde ich dies

nicht bezeichnen. Mit Sicherheit gibt es diesen

auch in anderen Landesverbänden. Richtig

ist, dass wir in Niedersachsen noch immer

größtenteils auf einem Siebenerfeld spielen.

Auch im C- und B-Juniorinnenbereich. Aber

genau hier setzten wir jetzt an. Der landesweite

11er-Spielbetrieb in diesen Altersklassen

ist ein Kernanliegen für die nächsten Jahre.

Mit der Einführung von Bezirksstaffeln zur

vergangenen Saison haben wir einen ersten

wichtigen Schritt gemacht. Auch hinsichtlich

der Verbesserung des Niveaus.

Fußball-Journal: Inwiefern?

Rotter: Sieht man einmal vom Pokal ab,

ist es das erste Mal, dass wir in Niedersachsen

einen Mädchenspielbetrieb auf Bezirksebene

durchführen. Vorher hat sich alles nur

auf Kreisebene abgespielt. Eines der Argumente

gegen die Erweiterung auf Bezirksebene

waren die weiten Fahrten. Deshalb

wurde ein Fahrtkostenzuschuss eingeführt.

Natürlich befinden wir uns erst am Anfang.

Fußball-Journal: Sie sprachen die Verbesserung

des Niveaus an.

Rotter: Wir wollen Leistungsklassen

schaffen. Bis hoch zu einer zweigeteilten

Oberliga, zu einer Regionalliga für B-Juniorinnen.

Das ist meine Vision. Der niedersächsische

Mädchenfußball krankt daran, dass

wir keine Qualität haben. Wir haben Masse,

aber keine Klasse. Das zeigt sich bei den Ergebnissen

in Duisburg (DFB-Länderpokal;

d. Red.) ebenso wie bei den Nominierungen

für DFB-Lehrgänge. Spielerinnen aus Niedersachsen

kann man auf den Listen inzwischen

mit der Lupe suchen.

Fußball-Journal: Mit Kristin Demann,

die vom TSV Havelse zu Turbine Potsdam

wechselte, und der Ahlerstedterin Lena

Petermann, die seit dem Sommer beim Hamburger

SV spielt, standen bis vor kurzem

zwei Niedersächsinnen über Jahre auf der

DFB-Liste. Besteht das größte Hindernis nicht

darin, dass das Flächenland Niedersachsen

nur im Südosten mit dem VfL Wolfburg einen

Bundesligisten hat?

Rotter: Okay, Tini und Lena sind „Granaten“,

aber welche Nationalspielerinnen

haben wir darüber hinaus in den vergange- ➤

September 2009 23


Interview

24

nen Jahren hervorgebracht? Diese lassen sich

an einer Hand abzählen. Die Spielerinnen gehen,

weil wir ihnen hier nichts bieten. Von

den Vereinen her, aber auch von den Spielstrukturen.

Eine talentierte Spielerin mit 15

oder 16 Jahren kann in Bayern in der höchsten

B-Juniorinnenliga auf Verbandsebene

spielen, der Bayernliga. In Niedersachsen dagegen

haben wir keine Leistungsklasse. Deshalb

müssen wir wie gesagt den Aufbau einer

zweigeteilten Oberliga im B-Juniorinnenbereich

vorantreiben.

Fußball-Journal: Wer sich im

Teenageralter leistungsorientiert entwickeln

möchte, dem bleibt also nur der Weggang

aus Niedersachsen?

Rotter: So hart würde ich es nicht

ausdrücken. Aber, ganz klar, wir müssen

strukturell bessere Bedingungen schaffen.

Es wird zwar der Mädchenfußball in den

Teilbereichen und Bereichen (Talentförderkonzept

des NFV; d. Red.) leistungsorientiert

gefördert, aber die Vereine müssen

noch mitziehen.

Fußball-Journal: Einem 15-jährigen

Mädchen bietet sich als jüngere B-Juniorin

aber auch die Möglichkeit, in den Frauenbereich

aufzurücken.

Rotter: Das ist eine Kann-Bestimmung.

Eine Freigabe wird nur erteilt, wenn die Spielerin

keine andere adäquate Spielmöglichkeit

hat. Wenn sie aber bei einem Verein in der

näheren Umgebung spielen kann oder es sogar

eine Möglichkeit im eigenen Verein gibt,

sei es bei den C-Mädchen oder den C-Junioren

und B-Junioren auf Kreisebene, dann

kommt eine Freigabe nicht in Frage. Wir wollen

jedes 15-jährige Mädchen im Jugendspielbetrieb

halten. Nur so kann der Aufbau

eines qualitativ guten Nachwuchsbereiches

in Form von Leistungsstaffeln erfolgen.

Fußball-Journal: Ein großes Problem

ist der Abbruch von Spielerinnen an der

Schnittstelle B-Juniorinnen/Frauen. Woran

liegt das?

Rotter: Damit sprechen Sie einen wichtigen

Aspekt an. Wir haben vorhin die Problematik

angerissen, dass wir in Niedersachsen

für die B-Juniorinnen bis zur vergangenen

Saison nur einen Spielbetrieb auf Kreisebene

und mit 7er-Mannschaften hatten.

Stellen wir uns jetzt mal vor, dass eine Spielerin

in eine Frauenmannschaft aufrückt, die in

der Bezirksoberliga und auf einem 11er Feld

spielt. Da ist der Bruch zum Teil einfach zu

groß. Oder, auch dieses Thema hatten wir,

eine 17-Jährige hat keinen Bock, mit über

30-Jährigen zu spielen. Manchmal ist es auch

so, dass die eigene Frauenmannschaft recht

schwach ist, so dass sich die Jugendliche

sagt: Nee, das tue ich mir nicht mehr an,

dann bleibe ich lieber weg vom Fußball.

Fußball-Journal: Immer stärker wird

vor diesem Thema die Einführung eines

Spielbetriebes für A-Juniorinnen diskutiert.

Rotter: Nicht nur diskutiert. Der Verbandsvorstand

hat im Mai die Satzung dahingehend

verändert, dass die für den Frauen-

und Juniorinnenfußball zuständigen Ausschüsse

in den Kreisen berechtigt sind, einen

Spielbetrieb für A-Juniorinnen aufzubauen.

Mit Beginn dieser Saison haben dies bereits

sieben Kreise umgesetzt.

Fußball-Journal: Welche?

September 2009

Rotter: In Cuxhaven, Emsland, Harburg,

Northeim-Einbeck, Rotenburg und Soltau-Fallingbostel

gibt es eine Kreisliga, in

Diepholz eine 1. Kreisklasse.

Fußball-Journal: Die Einführung von

Spielklassen für A-Juniorinnen dürfte aber zu

Beeinträchtigungen im Frauenspielbetrieb

führen.

Rotter: Natürlich müssen hier Vor- und

Nachteile gegeneinander abwägt werden.

Für mich überwiegen aber eindeutig die Vorteile,

da die Mädchen nun länger unter sich

und sich besser auf den Frauenbereich vorbereiten

können. Was spricht dagegen, dass

eine geschlossene B-Jugend erst einmal

zu einer A-Jugend wird?

Fußball-Journal: Am 1. September

werden es zehn Monate, seit

dem Sie zur Vorsitzenden des neu ge-

bildeten Frauen- und Mädchenausschusses

gewählt wurden. Wie zufrieden sind Sie mit

ihrer bisherigen Amtsperiode?

Rotter: Mit der Bildung eines eigenen

Ausschusses für Frauen- und Mädchen wurde

eine wesentliche Voraussetzung für eine

erfolgreiche Arbeit geschaffen. Dadurch haben

wir innerhalb des NFV ein anderes Standing.

Der Kontakt Richtung Vorstand und

Präsidium verläuft jetzt auf direktem Wege.

Vieles ist einfacher und schneller auf die Beine

zu bringen, als wenn wir über den Jugendausschuss

gehen müssten. Positiv ist zudem,

dass mein Ausschuss so gewählt worden

ist, wie ich es mir gewünscht habe, so

dass wir einheitlich arbeiten können. Wir haben

viele Visionen. Zu ihnen gehört auch die

Einführung eines Pokalwettbewerbes für B-

Juniorinnen auf Niedersachsenebene. Und

wir wollen im Frauenbereich auch mal an die

Seniorinnen denken.

Fußball-Journal: Was bedeutet das

konkret?

Rotter: Angebote für die Altersklassen

Ü 32/Ü 35. Wieso müssen 38-Jährige immer

bei den Frauen mitspielen und nicht unter

sich? Was wir vorhaben, tangiert nicht den

Frauenspielbetrieb. Angedacht sind zusätzliche

Spieltage in der Woche oder auch Turniere.

Erst auf Kreis-, dann auf Bezirks- und

schließlich auf Niedersachsenebene. Eine

Konkurrenz zum Frauenspielbetrieb wird

nicht entstehen.

Fußball-Journal: Im Gespräch ist auch

eine Art „TÜV-Plakette“ für Vereine.

Rotter (lacht): … Über dieses Thema

haben wir im Ausschuss kontrovers diskutiert.

Wir werden dem Präsidium dem-

nächst den Vorschlag unterbreiten, ein Zertifikat

für Vereine mit vorbildlicher Arbeit

im Frauen- und Mädchenfußball einzuführen.

Eine Art Gütesiegel, das für zwei, drei

Jahre verliehen wird.

Fußball-Journal: Warum gab es zu diesem

Thema ein Pro und Contra?

Rotter: Wir waren uns zunächst nicht

einig, welche Kriterien ein Verein erbringen

muss, um das Zertifikat zu erhalten.

Fußball-Journal: Kommen Sie als Rektorin

der Realschule Wedemark eigentlich

noch selbst dazu, Fußball zu unterrichten?

Rotter: Ja, klar. Wobei ich, ehrlich gesagt,

im Klassenverband lieber Futsal unterrichte.

Beim Fußball ist die Schere zwischen

Jungen und Mädchen in der Sekundarstufe 1

einfach zu groß. Die Einsicht, sich zurückzunehmen,

ist bei vielen Jungen nicht gegeben.

Als sehr gute Alternative hat sich Futsal erwiesen.

Der Ball ist für Anfänger besser beherrschbar,

der Körperkontakt nicht so intensiv.

Interessanterweise werden beim

Futsal die schwächeren Schüler oder Schülerinnen

von den Guten viel mehr ins Spiel

mit einbezogen als beim Fußball. Das

sind nicht nur meine Erfahrungen, sondern

auch die meiner Referendarin, die über das

Thema Futsal ihre Hausarbeit geschrieben

hat.

Fußball-Journal: Welchen

Stellenwert hat Futsal im

niedersächsischen Mädchen- und

Frauenbereich?

Rotter: Wir haben mal eine Abfrage

unter unseren Kreisen gemacht, wie ihre Angebote

zum Futsal aussehen. Nicht ein einziges

Turnier ist mit einem Futsal gespielt worden.

Wohlgemerkt, in ganz Niedersachsen.

Demgegenüber stehen gute Erfahrungen

des Hamburger Fußballverbandes, der bei einer

Hallenrunde nach Fußballregeln, aber

mit einem Futsal gespielt hat. Um einfach

das „Gebolze“ gegen die Wand oder die

Bande zu minimieren. Um einfach mehr

Spielkultur hineinzubekommen. Das sind für

mich interessante Ansätze. Es geht nicht darum,

Futsal als das Nonplusultra des Hallenfußballs

darzustellen. Aber für Alternativen

sollte man immer offen sein.

Fußball-Journal: Neue Wege haben

Sie bereits in der Öffentlichkeitsarbeit beschritten.

Es gibt inzwischen ein eigenes

Logo für Mädchenfußball in Niedersachsen,

ein Werbevideo des NFV und auf der jährlichen

Tagung der Kreismädchenreferentinnen

wurde eine Powerpoint-Präsentation

vorgestellt, deren Inhalte nun verstärkt in

den Vereinen kommuniziert werden sollen.

Rotter: Wir haben zum ersten Mal eine

solche Präsentation erstellt. Die vergangenen

Jahre haben gezeigt, dass an der Basis zum

Teil noch sehr viel Unwissenheit vorherrscht.

Wie Meisterschaften ablaufen, welche Förderprogramme

es gibt oder was es mit dem

Norweger-Modell auf sich hat. Manche Vereine

wissen zum Beispiel gar nicht, dass man

auch gemischte Staffeln spielen kann oder

das Mädchenmannschafen in Jungenstaffeln

mitspielen dürfen. Auch dieses Serviceangebot

ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung

des Mädchenfußballs in Niedersachsen.

Fußball-Journal: Frau Rotter, vielen

Dank für das Gespräch. ■


Nils Haupt (links) und Ilja Bode (rechts),

zwei Schiedsrichter aus Niedersachsen, wurden

jetzt bei der Blindenfußball-Europameisterschaft

in Nantes eingesetzt und lösten ihre Aufgaben

mit Bravour. Bevor sie ein Spiel leiten durften,

wurden die beiden Referees aus Hannover und

Rotenburg in einem dreitägigen Seminar auf die

EM vorbereitet. Wie kommuniziere ich mit blinden

Spielern? lautete eine Aufgabenstellung. In

einer weiteren Einheit wurden die Schiedsrichter

in die Lage der Spieler versetzt und mussten gemeinsam

Aufgaben lösen, ohne sehen zu können.

„Ich habe Dinge gehört, wie das Gras, wenn

es von den Schuhen herunter getreten wird. Das

war eine sehr wertvolle Erfahrung“, betonte

Haupt. Die guten Leistungen der niedersächsischen

Unparteiischen wurden mit tollen Einsätzen

belohnt. So war der 36-jährige Haupt als

3. Schiedsrichter im Finale der Kategorie B 1 zwischen

Frankreich gegen England (3:2) im Einsatz.

Und der 22-jährige Bode leitete das Spiel um

Platz 3 zwischen Frankreich und Spanien in der

Kategorie B2/B3 (mit Sehbehinderung). Das

deutsche Team von Trainer Uli Pfisterer (Bildmitte)

belegte in der Kategorie B1 (ohne Sehkraft)

den 5. Platz.

Namen & Nachrichten

Karl Schmidt (Mitte) und Olliver Tietz

(links), beide Geschäftsführer der DFB-Kulturstiftung

trafen sich jetzt in Barsinghausen

mit Karl Rothmund, Vorsitzender des Vorstandes

der Stiftung, zu einer Arbeitstagung.

Dabei ging es um Eigenprojekte der

Stiftung: So kam zum Beispiel die Veranstaltungsreihe

„Fußball-Legenden“ zur Sprache,

die sich intensiv mit der Pflege und Bewahrung

der langen Fußballgeschichte in

Deutschland beschäftigt. Die Erinnerung an

verdienstvolle Alt-Internationale, Trainer

oder Schiedsrichter spielt dabei eine große

Rolle. Die Arbeit der DFB-Kulturstiftung

stützt sich auf die drei Säulen Kunst und Kultur,

Wissenschaft und Forschung (Fußballgeschichte)

sowie Integration und Völkerverständigung,

jeweils in Verbindung mit dem

Fußballsport. Neben Eigenprojekten werden

auch externe Projekte und Initiativen an der

Schnittstelle von Fußball, Kultur, Geschichte

und Völkerverständigung im Rahmen von

Förderprogrammen finanziell und ideell

unterstützt. Foto: Kramer

Sigmar Gabriel (rechts), Bundesumweltminister,

besuchte

jetzt den SV Schladen, um bei der

Einweihung einer umweltfreundlichen

und energiesparenden

Heizungsanlage dabei zu

sein. Unternehmer Jörg Oppermann

(Bildmitte), Sponsor und

Vereinsmitglied des SV Schladen,

stellt dem 500 Mitglieder großen

Verein, diese neue Kohlendioxidfreie

Pellets- und Solarheizung

zur Verfügung. Finanzielle Unterstützung

kam dann auch aus dem

Bundesumweltministerium, das

Kombinationen aus der Erneuerung

einer Heizungsanlage plus

Solartherme bezuschusst. Hans-

Jürgen Stellmach (links), Vorsitzender

des SV Schladen, rechnet

damit, dass sein Verein in den

nächsten zehn Jahren mehrere

Zehntausend Euro an Energiekosten

einsparen werde.

September 2009 25


Ehemalige Stars – was machen sie heute?

26

September 2009

Dribbling zurück nach

Osnabrück der Liebe wegen

Horst Feilzer: Fußball-Lehrer im Wartestand

Für den VfL Osnabrück erzielte Horst Feilzer in 71 Spielen 45 Treffer.

Von HUBERT MEYER

Die Stimme aus der Gegensprechanlage

klingt nicht eben kräftig. Er ist geschwächt.

Eine Woche lang lag er im

Krankenhaus am Tropf. Probleme mit der

Bauchspeicheldrüse – „eine eklige Sache“.

Geschichten dieser Art lassen sich nicht

umdribbeln wie früher die Abwehrspieler. Horst

Feilzer (52), Fußballer im Ruhe- und Trainer im

Wartestand, musste erst lernen, dies zu akzeptieren.

Doch so wie er früher nie den Mut verlor,

wenn er als erfolgreicher Stürmer des VfL Osnabrück

Durststrecken zu überstehen hatte,

weiß er auch heute, dass Geduld sich am Ende

auszahlt. „Das Schlimmste habe ich hinter mir

und der positive Aspekt: Ich habe acht Kilo abgenommen.”

Optimismus hat ihn schon immer ausgezeichnet.

Positiv denken, nach vorne schauen

und vor allem eines: Die Lebensfreude bewahren.

Eine Einstellung, die sich dem Betrachter

schon erschließt, wenn er sich in der Wohnung

umschaut. „Feile”, wie er auf dem Platz von den

Mitspielern gerufen wurde, hat seinen besonderen

Kunstgeschmack. Die Wände seines Wohnzimmers

schmücken Bilder des Künstlers James

Rizzi, dessen farbenfrohe Kunstwerke Fröhlichkeit

und urbane Lebensfreude ausstrahlen.

„Lass uns erst mal einen Kaffee trinken.“

Der gebürtige Pfälzer, der wegen seiner Jugendliebe

(„Daggi”) nach Osnabrück zurückkehrte

und in Bissendorf-Natbergen wohnt, begann

seine Karriere einst beim TuS Mayen. Erste Profiluft

schnupperte er beim FC St. Pauli, ehe er in

Osnabrück durchstartete.

Feilzer steckt sich eine Pall Mall an und beginnt

seinen Rückblick. Kaffee und Zigaretten –

und was sagt die Bauchspeicheldrüse? „Kein

Problem, ich habe nur Tabletten nicht vertragen,

die ich wegen meines Knies bekommen habe.”

Über 30 Tore erzielte er in einer Saison unter

Trainer Werner Biskup. Eine unglaubliche

Quote, die ihn interessant machte für Bundesligisten.

Der Club aus Nürnberg, der VfB Stuttgart

oder Borussia Mönchengladbach – sie alle

wollten den blitzschnellen Burschen („Die 100

Meter lief ich unter 11 Sekunden”) mit dem unglaublichen

Torriecher. „Am Ende habe ich mich

für Bayer Uerdingen entschieden.” Ein Zweitligist

zwar, doch die Vorteile lagen für ihn auf

der Hand. „Nicht so weit weg von Osnabrück

und außerdem blieb Biskup mein Trainer, weil

auch der wechselte.”

Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem

Zusammenhang, dass Feilzer zwar in der 2. Liga

spielte, sein Salär aber Erstliga-Niveau besaß.

„Ich weiß noch, dass der damalige Manager

Tippenhauer mir drohte, wenn du diese Zahlen

irgendjemandem erzählst, bekommst du etwas

auf die Nuss.” Er schmunzelt spitzbübisch.

Für Bayer Uerdingen aber zahlte sich der

Deal letztlich aus. Die Mannschaft stieg in die

Bundesliga auf und sicherte sich 1985 den DFB-

Pokalsieg gegen keinen geringeren Gegner als

Bayern München. Zwei Höhepunkte seiner Karriere,

auf die er heute noch stolz zurückblickt,

denn im Pokalfinale traf er nach der Münchener ➤


Ehemalige Stars – was machen sie heute?

Seinen wichtigsten Treffer erzielte Horst Feilzer 1985 im DFB-Pokalendspiel für Bayer 05 Uerdingen. Per Volleyschuss traf er gegen Bayern München

zum 1:1-Ausgleich und stellte so die Weichen für den späteren Erfolg der Krefelder. Karl-Heinz Wöhrlin, Matthias Herget und Wolfgang Funkel (von

links) gratulieren dem Schützen. Foto: imago

Der heute 52-jährige Horst Feilzer lebt in Bissendorf

bei Osnabrück.

Führung durch Dieter Hoeness zum zwischenzeitlichen

1:1, ehe Wolfgang Schäfer

das 2:1 erzielte und den „Pott” sicherte.

Für den Rizzi-Fan endete schließlich die

Profi-Karriere bei Blau-Weiß Berlin. Doch

Fußball sollte auch weiterhin sein Leben

bestimmen. Zusammen mit Felix Magath,

Ewald Lienen, Jimmy Hartwig, Wolfgang

Kleff und Klaus Fischer sicherte er sich zunächst

die A-Lizenz, später den Fußball-Lehrer.

Doch der Schritt zurück in den bezahlten

Fußball blieb ihm verwehrt. So trainierte er

Amateurvereine wie den TuS Hoisdorf, mit

dem er knapp den Aufstieg in die 2. Liga

verpasste oder Türk Gücü SC.

„Ich habe einen Fehler gemacht”, sagt

er heute selbstkritisch. „Gero Bisanz wollte

mich als Ausbilder des DFB in die Türkei

schicken.” Doch seine damalige Frau war

dagegen und so blieb er in Deutschland.

Privat lief es seither „mehr oder weniger

durchwachsen”. Er arbeitete zunächst

bis 2004 in der Autobranche als Kaufmann,

doch „die Wirtschaftskrise” traf

seinen Arbeitgeber, der ihn schließlich entließ.

Der Versuch danach als selbstständiger

Versicherungskaufmann ließ sich zunächst

gut an, doch irgendwann fraßen

ihn die Kosten auf. So beschloss er das

Kapitel zu den Akten zu legen. Ergebnis:

Momentan ist er arbeitslos.

Gerne würde er wieder als Trainer arbeiten.

„Ich habe mein Ding im Kopf und

kenne mich in allen Ligen bestens auf, da

bin ich absolut auf dem neuesten Stand.”

Einen Verein „ab Oberliga aufwärts” würde

er sofort übernehmen. Ein Regionalligist

oder ein Drittligist würden ihn reizen. Nicht

dass er Angst vor der 1. oder 2. Liga hätte –

aber er ist kein Träumer.

Er schaut auf das Rizzi-Bild „Too many

people in the town“, in dem der Künstler

einst seine Heimatstadt New York persiflierte

und lächelt verschmitzt: „Okay, wenn Uli

Hoeneß anruft, würde ich es machen. Doch

der sagt am Telefon höchstens, du Idiot hast

uns damals aus dem Pokal geschossen.” ■

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September 2009 27


Jugendfußball

28

Ein starkes Trainer-Duo und

Teamgeist als Erfolgsrezepte

Jugendabteilung des BSV Kickers Emden feiert Regionalliga-Aufstieg der A-Junioren

Große Freude herrschte bei den A-Junioren von Kickers Emden nach dem 3:1-Erfolg beim Heidmühler FC. Mit diesem Sieg wurde der Aufstieg in die

Regionalliga perfekt gemacht.

Die A-Junioren vom BSV Kickers Emden

haben in der Saison 2008/09

den Meistertitel der Niedersachsenliga

unter Dach und Fach gebracht und

schafften damit den direkten Aufstieg in

die Regionalliga. Für die Jugendabteilung

des Ballspielvereins war das der herausragende

Erfolg in den zurückliegenden Jahren.

Kickers-Jugendleiter Bernhard Meyer

und der sportliche Leiter Jens-Gerd Janssen

bringen das Erfolgsgeheimnis der A-

Junioren auf den Punkt: „Der Aufstieg ist

ohne Zweifel ein großer Verdienst unseres

Trainers Uwe Groothuis und seines Ko-

Trainers Yasin Turan, die trotz unzureichender

Trainingsbedingungen die Truppe bestens

motiviert haben. Ferner waren die gute

Kameradschaft und der großartige Teamgeist

der gesamten Mannschaft mit

ausschlaggebend für diesen Erfolg.“

Meyer erinnert sich an die keinesfalls

meisterschaftswürdigen Voraussetzungen:

„Wir mussten teilweise auf dem alten

Schlackeplatz trainieren und haben mit

drei alten Bullys unser 23-köpfiges Aufgebot

durch die Lande gefahren. Es war

schon abenteuerlich, unter welchen Bedingungen

wir die zurückliegende Saison

September 2009

bewältigen mussten.“ Der Jugendleiter

stellt heraus: „Ein dickes Dankeschön

muss ich den Verantwortlichen der Weser-

Ems-Bus-Linie zollen, die unsere 14 auswärtigen

Spieler viermal pro Woche mit

günstigen Fahrpreisen großzügig unterstützt

hat.“

Ein weiterer Sponsor der Emdener ist

das norwegische Unternehmen Statoil-

Hydro, die ausschließlich den unteren Juniorenbereich

(B- bis F-Junioren) unterstützen.

„Das geschieht zweckgebunden und

bei den Zuwendungen handelt es sich um

Sachwerte für unsere Mannschaften. Auch

für einige groß angelegte Hallenturniere

haben die „Norweger“ einiges übrig“,

freut sich Meyer.

Gemeinsam mit TuS Rot-Weiß Emden

gingen in der vergangenen Saison

20 Jugendteams an den Start, die von 55

Trainern, Übungsleitern und Betreuern

trainiert und betreut wurden. Meyer und

sein Team stellen sich dieser Herausforderung,

die tagtäglich bewältigen werden

muss: „Da wir insbesondere für die Abwicklung

des Übungs- und Spielbetriebs

im Jugendbereich eine unzureichende Infrastruktur

haben, müssen wir auf mehrere

Sportanlagen im Stadtgebiet auswei-

chen. Hier sind wir bestimmt nicht auf

Rosen gebettet.“

Einen außerordentlich guten Draht

haben die Emdener zum SV Werder Bremen.

„Wir arbeiten mit den Werderanern

schon mehrere Jahre gut zusammen. Sie

sind ein prima Partner, auf den man sich

immer verlassen kann“, lobt Meyer die

Bremer über den grünen Klee. Die Emdener

schicken ihre Jugendtrainer zu Lehrgängen

nach Bremen, wo sie von Ex-Profis

des Bundesligisten in Sachen Trainingslehre,

Rhetorik und Ernährung gezielt geschult

werden. Zudem erhält die Kickers-

Jugendabteilung pro Jahr 100 Freikarten

für ein Bundesligaspiel im Weser-Stadion.

A-Lizenz-Inhaber Uwe Groothuis, der

übrigens im Jahre 1991 vom Niedersächsischen

Fußballverband zum ersten „Fußballer

des Jahres“ gekürt wurde, sieht seine

Aufgaben bei den Kickers nicht nur im

Trainerbereich: „Ich arbeite für meinen

Verein zusätzlich als Jugend-Koordinator.

Wir setzen voll und ganz auf die Jugend.

Unsere vielversprechendsten Talente wollen

wir auf Sicht gesehen in den Herrenbereich

integrieren. Wenn uns das gelingt,

ist mir um das Gesamtwohl des Vereins

nicht bange.“ Fritz Redeker


VGH-Fairness-Cup

30

Fairste Mannschaft Niedersachsens der Saison 2008/2009: Das Team des FC Ostereistedt/Rhade. Fotos (2): Kramer

„Der FC Ostereistedt/Rhade

befindet sich auf der Überholspur“

Minister Uwe Schünemann ehrt die fairste Mannschaft Niedersachsens

Der Rotenburger Kreisligist FC Ostereistedt/Rhade

ist jetzt als „Fairste

Mannschaft Niedersachsens“ ausgezeichnet

worden. Die Ehrung des Teams

aus dem NFV-Kreis Rotenburg wurde im

Barsinghäuser Sporthotel Fuchsbachtal von

Uwe Schünemann, Niedersächsischer Minister

für Inneres, Sport und Integration,

Hermann Kasten, Vorstandsmitglied des

Wettbewerbssponsors VGH, und NFV-Präsident

Karl Rothmund vorgenommen.

Als „Aushängeschild des niedersächsischen

Sports“ bezeichnete Uwe Schüne-

September 2009

mann den Fairness-Cup-Sieger. Der Minister

zeigte sich beeindruckt vom deutlichen Vorsprung,

mit dem das FC-Team sich im VGH-

Fairness-Cup vom ärgsten Verfolger, dem

SV Scharnebeck aus dem NFV-Kreis Lüneburg,

absetzen konnte. Die Mannschaft um

Kapitän Michael Gerken, die in der vergangenen

Saison als Wiederaufsteiger in die

Kreisliga Rotenburg auf Anhieb den zweiten

Platz erreicht hatte, habe bewiesen:

„Man muss nicht holzen, um Erfolg zu haben.“

Belegt worden sei dies auch durch

den Deutschen Meister VfL Wolfsburg, der

Pokalübergabe an FC-Kapitän Michael Gehrken (rechts) durch Uwe Schünemann, Hermann Kasten

und Karl Rothmund (von links).

in der Bundesliga die fairste Mannschaft der

vergangenen Spielzeit stellte.

Mit Blick auf die noch junge Vereinsgeschichte

des erst 2002 gegründeten FC

Ostereistedt/Rhade und einen Zuwachs von

zunächst 41 auf heute rund 350 Mitglieder

registrierte Schünemann: „Dieser Verein

befindet sich auf der Überholspur.“ Lob

gab es vom Innenminister aber auch für

den NFV, der u.a. mit dem „VGH-Fairness-

Cup“ für die Senioren und dem „Fair Play

Cup“ für C- und B-Junioren wertvolle Initiativen

für mehr Fair Play ergreife.

„Eine Menge Luft“ zwischen dem FC

Ostereistedt/Rhade und dem SV Scharnebeck

machte auch Hermann Kasten aus.

„So wie Uli Hoeneß sich das immer für den

FC Bayern wünscht: Den Abstand zum Verfolger

mit dem Fernglas messen.“ Der

VGH-Repräsentant bekannte sich in diesem

Zusammenhang als Fan des VfL Wolfsburg

und schickte „einen schönen Gruß im Stillen“

an den Bayern-Manager.

„Was Du nicht willst, das man Dir tu,

das mut auch keinem anderen zu.“ – Für

Hermann Kasten steht fest, dass die Spieler

des FC Ostereistedt/Rhade, die in den vergangenen

Jahren stets weit vorn in der

VGH-Fairness-Cup-Wertung landeten, den

Sinn dieses Sprichwortes sehr wohl erfasst

haben. Spieler wie Mark van Bommel oder

Maik Franz hingegen würden ihn wohl anders

interpretieren. Fairness sei in allen Bereichen

der Gesellschaft erforderlich und

dieses Bewusstsein müsse bereits bei jungen

Menschen geweckt werden. Dies sei

ein Motiv der VGH, den Fairness-Cup zu

unterstützen. ➤


Wie Uwe Schünemann und Hermann

Kasten drückt auch Karl Rothmund die

Daumen, dass der FC Ostereistedt/Rhade

nach dem jüngst knapp verpassten Aufstieg

in der laufenden Saison einen neuen

und dann erfolgreichen Anlauf in Richtung

Bezirksliga nehmen wird. Der NFV-Präsident

unterstrich, dass der Fairness-Champion

mit einer mustergültigen Fair Play-Einstellung

ein Beispiel abgegeben habe, an

dem sich alle niedersächsischen Fußballmannschaften

orientieren sollten.

Rudolf Kahrs, Bürgermeister von

Ostereistedt-Rockstedt, der die FC-Mannschaft

gemeinsam mit Werner Borchers,

Bürgermeister der Samtgemeinde Selsingen,

und Kreisrat Dr. Torsten Lühring zur

Ehrung nach Barsinghausen begleitet hatte,

bezeichnete es als „riesige Ehre, die der

Mannschaft heute zuteil wird.“ Der Ortsbürgermeister

sicherte den FC-Spielern zu,

die von ihm für den Fair Play-Erfolg ausge-

Splitter

Ex- FC-Trainer Andreas Kierath

war bestens informiert. Per Handy wurde

er am Ehrungsabend über das NFV-Pokalspiel

seines neuen Vereins TuS Heeslingen

gegen BW Bornreihe (2:0) stets auf

dem Laufenden gehalten. Kierath war vor

der Saison zum Klub aus der Oberliga

Niedersachsen Ost gewechselt und ist dort

Co von Trainer Torsten Gütschow. „Das ist

schon eine andere Hausnummer“, bereut

Kierath den Wechsel zu den drei Klassen

höher spielenden Hesslingern nicht und ist

überzeugt, vom ehemaligen Nationalspieler

der DDR „eine Menge lernen zu können.“

Dem FC Ostereistedt/Rhade aber

wird Kierath immer verbunden bleiben.

„Schließlich bin ich hier als Fußballer groß

geworden und meine besten Kumpels

spielen hier.“


Vier Kicker aus dem Vorjahresteam

konnten die Reise nach Barsinghausen

nicht mit antreten. „Entschuldigt“, wie

Fußball-Obmann Wilfried Heins betonte. Alle

übrigen Spieler des Fairness-Champions

hatten sich für den Tag nach der Ehrung frei

genommen. Aus gutem Grund. Denn nach

der Pokalübergabe im Sporthotel Fuchsbachtal

fuhr die Mannschaft noch geschlossen

in die Bremer Diskothek „Stubu“, um

dort die Siegesfeier fortzusetzen. Mit dem

Pott. „Gott sei Dank ist das kein Wanderpokal“,

mochte Ex-Coach Andreas Kierath die

eine oder andere Delle in der voluminösen

Siegertrophäe nicht ausschließen.


Zu viel gefeiert? Drei Tage nach der

Ehrung ging der Punktspielstart des FC

Ostereistedt/Rhade daneben. Gegen Viktoria

Oldendorf gab es eine 2:3-Niederlage.


Mit Verdacht auf Blinddarmentzündung

war Timo Schleßelmann kurz vor

der Ehrung in Barsinghausen ins Krankenhaus

eingeliefert worden. Ohne Befund

schnell wieder entlassen ließ er sich die

Fahrt nach Barsinghausen natürlich nicht

entgehen.


Sie hatten fast ein Heimspiel. FC-Jugendobmann

Günter Ringen wurde bereits

als Ehrenamtspreisträger in Barsinghausen

ausgezeichnet. Wilfried und Peter Heins erwarben

hier ihre Trainerlizenzen und Andreas

Kierath kommt als Stützpunkttrainer aus

Achim immer wieder zu den E.ON-Avacon-

Cup-Turnieren des NFV.


Sowohl Minister Schünemann,

VGH-Repräsentant Hermann Kasten

VGH-Fairness-Cup

Gefragter Interview-Partner: Ex-FC-Trainer

Andreas Kierath (rechts). Fotos (2): Borchers

lobte Kiste Bier demnächst übergeben zu

wollen.

Der FC Ostereistedt/Rhade hatte in

der vergangenen Saison unter insgesamt

1073 von der Kreisligaebene bis zur

1. Bundesliga bewerteten Mannschaften

den ersten Platz belegt. Insgesamt nur 18

gelbe Karten standen nach 26 Spieltagen

für das Team von Ex-Trainer Andreas Kierath

zu Buche. Mit dem Titelgewinn in

Deutschlands größtem Fairnesswettbewerb

konnte sich die Mannschaft über

den knapp verpassten Aufstieg in die Bezirksliga

hinwegtrösten. bo ■

Auch NDR1-Reporter Peter Berg (links), hier

im Gespräch mit NFV-Präsident Karl Rothmund,

berichtete von der Ehrung in Barsinghausen.

als auch NFV-Präsident Karl Rothmund

drücken die Daumen, dass dem FC

Ostereistedt/Rhade in diesem Jahr der

Aufstieg in die Bezirksliga gelingt.

Fußballobmann Wilfried Heinz hält allerdings

Rang 3 bis 7 für ein realistisches Saisonziel.

Der Substanzverlust aufgrund der

Abgänge von Torjäger Joseph Blanke und

Innenverteidiger Marvin Pape sei nicht zu

kompensieren. Blanke, in der vergangenen

Saison mit 24 Treffern erfolgreichster Torschütze

des FC, hörte aus Altersgründen

auf, Pape wechselte zum SV Ahlerstedt-

Ottendorf.


Sechs Spieler des FC teilten die 18

gelben Karten der vergangenen Saison

untereinander auf. Mit vier Karten sicherte

sich Joseph Blanke dabei die „Spitzenposition“.

„Er ist bestimmt 38 Mal einen

Schritt zu spät gekommen“, hat Andreas

Kierath eine einfache Erklärung dafür parat.


Viel Lob für die Schiedsrichter des

NFV-Kreises Rotenburg. „Die haben mit

ihren umsichtigen Spielleitungen zu unserem

Erfolg beigetragen“, glaubt Wilfried

Heins. Ähnlich sieht es Andreas Kierath:

„Das sind welche, die auch die Viererkette

verstehen.“ bo

September 2009 31


VGH-Fairness-Cup

32

Als Siegesgöttin hat Viktoria dem Bezirksligateam

aus Gesmold noch

nicht so oft zur Seite gestanden. Wie

ihr Trainer Frank Schwöppe berichtet,

kämpft die Mannschaft Jahr für Jahr um

den Klassenerhalt. Um so verwunderlicher

ist, dass die Viktoria in der Fair-Play-Wertung

landesweit so weit vorn dabei ist. In

der Saison 2008/2009 errang das Team unter

1073 Mitkonkurrenten einen hervorragenden

3. Platz.

Der großartige Fair Play-Erfolg ist nicht

nur der Mannschaft zuzuschreiben. Auch

dem Trainer gebührt ein großes Lob. Denn

Fußballer spielen nach Erfahrungswerten

vor allem dann fair, wenn es der Coach vorlebt.

Frank Schwöppe ist einer von ihnen,

der fest daran glaubt, dass faires Verhalten

auf dem Fußballplatz der Schlüssel zum

Erfolg ist.

Der Trainer gibt das Kompliment

weiter an seinen Spieler Ralf Winkelmann:

„Winkel ist mit 29 Jahren einer unserer erfahrenen

Spieler, seit jüngster Kindheit im

Verein und steht damit beispielhaft für die

Vereinsphilosophie.“ Der Verteidiger bestritt

alle 30 Saisonspiele und kassierte dabei

keine einzige gelbe Karte.

Der landesweite dritte Platz in der Fair

Play-Wertung erfüllt Schwöppe mit Stolz.

„Das ist zunächst einmal natürlich ein Stück

weit Bestätigung für das, was die Mannschaft

leistet, und zwar nicht nur in taktischer

oder spielerischer Hinsicht. Sie hat im

Abstiegskampf mit fairen Mitteln versucht,

erfolgreich zu spielen. Zwei Drittel der Saison

standen wir im Abstiegskampf. Viele

Teams spielen dann härter oder kassieren

mehr Karten wegen Meckerns“, betont der

Trainer.

September 2009

Den Sieg vor Augen und

die Fairness im Blick

Viktoria Gesmold erringt landesweit den 3. Platz im VGH-Fairness-Cup –

REINER KRAMER spricht mit dem Trainer Frank Schwöppe

Die erste Herrenmannschaft von Viktoria Gesmold. Fotos: privat

Wenn die landesweite Fair Play-Statistik

einer Saison veröffentlicht wird, steht

der Name Viktoria Gesmold meistens immer

weit vorn. Das verdient, so Schwöppe,

große Beachtung, zumal die Mannschaft

„jedes Jahr um den Klassenerhalt kämpfen

muss“. Den Grund für die außerordentliche

Fair Play-Leistung sieht der Trainer in dem

großen Zusammenhalt seines Teams. „Die

Spieler haben unsere Vereinsphilosophie

verinnerlicht. In unserem aktuellen Kader

stehen ausschließlich Spieler, die aus dem

eigenen Nachwuchs stammen, was in der

Bezirksliga sicherlich eine Ausnahme darstellt.

Sämtliche Spieler identifizieren sich

mit ihrem Verein, sie sind zum Teil selbst als

Jugendbetreuer tätig und tragen dazu bei,

dass wir als relativ kleiner Klub vom Nachwuchs

leben können.“

Aber nicht nur der Zusammenhalt des

Teams steht für den Fair Play-Erfolg. Die

Spieler treten diszipliniert auf, verstehen

sich untereinander gut, respektieren die

Gegenspieler und den Schiedsrichter.

Schwöppe weiß: „Viele gelbe Karten handelt

man sich über Meckern und Beschwerden

ein. Das haben wir vermieden.“ Nun

erhält nicht jeder seiner Spieler vom Trainer

einen Rüffel, wenn er eine Karte erhält.

„Wie ich reagiere hängt auch davon ab,

wofür es die Karte gibt. Aber eigentlich habe

ich da sowieso wenig Befürchtungen.“

So sprechen nur wenige Trainer einer

Mannschaft. Auf die Frage: „Inwieweit

können Sie als Trainer die Fairness ihrer

Spieler beeinflussen?“ antwortet Schwöppe

in einem Interview mit der Neuen

Osnabrücker Zeitung: „Ich denke schon,

dass ich Fairness zum einen einfordern,

zum anderen aber auch vorleben kann.

Ich lege viel Wert auf Disziplin und versuche,

Meckereien zu vermeiden. Das Thema

wird durchaus angesprochen, und

meine Spieler wissen, dass gerade rote

Karten eine Schwächung der Mannschaften

bedeuten. Aber natürlich ist das nicht

allein von mir abhängig.“

Solche Trainer braucht das Land.

Einen Sieg stets vor Augen, aber die Fairness

dabei auch im Blick zu haben. So

muss das Erfolgsrezept lauten. Wer wie

Viktoria Gesmold unter 1073 Mannschaften

den dritten Platz belegt, setzt sich

noch ein höheres Ziel. Frank Schwöppe:

„Wenn wir über unser Auftreten dann

auch landesweit oben in der Fairness-

Wertung stehen, ist das natürlich um so

schöner.“

Trainer Frank Schwöppe. Fairster Spieler im Team: Ralf Winkelmann.


Gewinnspiel

34

Erfolg auf ganzer Linie

TSV Eintracht Exten erfolgreich beim Gewinnspiel der Partner EUROGREEN

und NFV – Modernstes Sportplatz- Markiersystem

„LINOTOP“mit dazugehörender Markierfarbe

und 500 Euro für die Jugendkasse

gewonnen. „Erfolg auf ganzer Linie“ unter

dieses Motto hatten die Kooperationspartner

EUROGREEN GmbH und der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) ein gemeinsam

durchgeführtes Gewinnspiel gestellt. Der

Startschuss fiel bereits im September 2008.

Teilnahmeberechtigt waren alle NFV-Mitgliedsvereine,

die in der Saison 2008/09

mindestens zwei Jugendmannschaften für

den Spielbetrieb gemeldet hatten.

Unter dem Stichwort „Gewinnspiel

EUROGREEN“ konnten sich die Vereine bis

zum Stichtag 1. Mai 2009 beim NFV bewerben.

Der Gewinner sollte danach unter Ausschluss

des Rechtsweges durch Losverfahren

ermittelt und schriftlich benachrichtigt werden.

Insgesamt lagen 145 Bewerbungen vor!

„Wir alle freuen uns mit dem Gewinner.

Der TSV Eintracht hat eine hervorragende

Jugendarbeit geleistet. Die Jugendleiterin

Fußball, Anke Vöge, ist hier sehr engagiert

und hat letztlich auch die Teilnahme am Gewinnspiel

initiiert. Herzlichen Glückwunsch

und weiterhin viel Erfolg“ wünschte Thomas

Kremer, EUROGREEN-Gebietsverkaufsleiter

Nord bei der kürzlich veranstalteten kleinen

Feierstunde anlässlich der Gewinnübergabe.

„Somit dürfte gerade was die Sportplatzmarkierung

anbelangt die ,Kreidezeit’

aber wirklich endgültig beendet sein. Fortschrittliches

Vereinswirken muss ja schließlich

irgendwann belohnt werden“ sagte

Thomas Kremer an die Adresse der Vereinsführung

des TSV Eintracht bei der Übergabe

in Anwesenheit der Vorstandsmitglieder.

September 2009

„Da schließen wir uns aus der

Zentrale in Betzdorf mit den besten

Grüßen und Wünschen des gesamten

EUROGREEN-Teams doch gerne an. Wir

freuen uns schon auf die nächste gemeinsame

Aktion mit dem Niedersächsi-

Freudige Gesichter

beim TSV Eintracht:

Ulrich Krause, 1. Vorsitzender,

Frank Zehnert,

Platzwart, Anke

Vöge, Jugendleiterin

Fußball und

Kassenwartin,

Thomas Kremer,

EUROGREEN GmbH

(von links).

Buchbesprechung

Die Jungs vom Wilschenbruch

107 Jahre Lüneburger SK – ein isländischer Nationalspieler

und ein Fußball-Weltrekordversuch

Erhard Rölcke und Erich Husmeier geben Vereinschronik heraus

Für treue Anhänger des Lüneburger

SK gibt es ab sofort

ein unverzichtbares

die Herausgabe. Rölcke ließ

nicht locker und setzte gemäß

dem Sprichwort „Was lange

Werk für ihr Bücherregal. Auf

währt, wird endlich gut“ sein

341 farbigen Seiten haben Er-

Vorhaben fort. Dafür gewann

hard Rölcke und Erich Hus-

er Erich Husmeier, der ihm fortmeier

unter dem Titel „Die

an half, die Lücken der Chronik

Jungs von Wilschenbruch“ die

zu füllen.

107jährige Geschichte des LSK

107 Jahre sind eine lange

zusammengetragen und in Ta-

Zeit – aber eine ganz besondegebuchform

verfasst. Aber

re für den Lüneburger SK. 1901

auch für alle andere Lünebur-

gründete sich der Verein aus eiger

ist das Buch interessant gener

Schar junger Handwerker

schrieben, findet der Leser

und Kaufleute sowie Lehrlin-

doch Informationen über die

gen und ehemaligen Schülern

sportliche Entwicklung in Stadt

des Johanneums. Über die Jah-

und Umland. Umrahmt wird

re hat der Verein allerhand er-

die Chronik mit 1361 Fotos.

lebt: Auf- und Abstiege, finan-

Das Buch sollte bereits

zielle Schwierigkeiten, aber

2001 zum 100-jährigen Jubi-

auch viele sportliche Erfolge

läum des Vereins erscheinen, finanzielle Eng- und zahlreiche Spiele gegen Bundesligavereipässe

verhinderten jedoch zu jenem Zeitpunkt ne füllen die Geschichtsbücher. Kuriositäten

schen Fußballverband. Wie besser als

mit solchen Aktionen, die letztlich der

Jugendarbeit der Vereine zugute kommen,

kann man eine lebendige Partnerschaft

festigen“ sagte Marketingleiter

Peter Kappes.

wie die Verpflichtung des isländischen Nationalspielers

Haftor Sveinjonsson, den Weltrekordversuch

im Dauerfußballspielen oder die

Aufnahme einer Musik-Schallplatte der ersten

Fußball-Herrenmannschaft komplettieren die

bewegte Geschichte des LSK. 2008 beschließen

der LSK und der Lüneburger Sportverein

(LSV) ihre Fußballabteilungen auszugliedern

und diese im neu gegründeten Verein „FC

Hansa Lüneburg von 2008“ spielen zu lassen.

Wer in Erinnerungen schwelgen möchte

und vielleicht ehemalige Mitspieler oder bekannte

Gesichter sucht, dem bietet die liebevoll

zusammengestellte Chronik zahlreiche

Möglichkeiten in den fünf nach Geschichtsepochen

eingeteilten Kapiteln zu blättern.

Ehemalige Vorsitzende sind ebenso akribisch

aufgeführt wie Vizepräsidenten, Trainer und

Spieler der ersten Herrenmannschaften sowie

Platzwarte und Betreiber der Klubgaststätte.

Ebenso nennen Rölcke und Husmeier alle Vereine,

gegen die der LSK jemals Punkt- und Pokalspiele

ausgetragen hat sowie alle ehemaligen

Gegner aus der Bundesliga. Vervollständigt

wird das Werk durch die Auflistung aller

Auf- und Abstiege, Meisterschaften und Spielklassenzugehörigkeit.

Die Chronik ist beim Lüneburger SK erhältlich

und kostet 19,80 Euro, plus 3,90 Euro

Versandkosten. Der Erlös der Chronik kommt

der Jugendabteilung des FC Hansa Lüneburg

von 2008 zugute. Nicole Röver


Sportrasen für den

Winter vorbereiten

Mit der Herbstdüngung übersteht der Rasen den Winter besser.

Bereits jetzt müssen Vereine ihren Sportrasen auf den kommenden

Winter vorbereiten. Mit der richtigen Herbstdüngung

erleichtern sie ihm das Überwintern. Neben Stickstoff

spielt im Herbst der Nährstoff Kalium eine sehr wichtige Rolle.

Kalium stärkt die Zellwände und Pflanzenzellen. Es macht sie resistent

gegenüber Frost und Pilzkrankheiten, z.B. dem Schneeschimmel.

Weiterhin lagern gut mit Kalium versorgte Pflanzen

mehr Nährstoffe in die Wurzeln ein als Gräser, die im September/Oktober

zu wenig Kalium aufnehmen konnten. Mit einer

wohldosierten Herbstdüngung verfügen die Gräser über mehr

Reservekräfte für die anstrengende Winterzeit und ergrünen im

Frühjahr besser und schneller.

Bis etwa Mitte Oktober sollte die Herbstdüngung ausgebracht

sein. Genau für diesen Einsatzzweck und Zeitpunkt sind die kaliumbetonten

Langzeitdünger „High-K P56“ oder „Eurosport

NK P56“ entwickelt worden. Durch ihren hohen Kaliumgehalt, bei

gleichzeitig geringer Stickstoffzufuhr, liefern sie die richtigen und

notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge. Zusätzlich enthalten

sie noch Magnesium und Spurenelemente in einem ausgewogenen

Verhältnis.

Absolut falsch wäre im Herbst eine Düngung mit einem stickstoffbetonten

Dünger. Dieser würde lediglich zu einem starken

oberirdischen Wachstum führen. In der Folge sind die Pflanzenzellen

weich und bieten Pilzkrankheiten einen idealen Nährboden.

Auch von organischen Düngern ist abzuraten. Bei ihnen ist die

Verfügbarkeit der Nährstoffe nicht steuerbar und der Kaliumgehalt

viel zu niedrig.

Noch ein Tipp für Plätze mit sandigem Bodenaufbau:

Diese Böden besitzen keine Bindestellen für Kalium. Somit

wird es bei Niederschlägen vermehrt ausgewaschen. Daher

ist die kaliumbetonte Herbstdüngung besonders auf den so

genannten DIN-Plätzen sehr wichtig. Zusätzlich zum hohen

Kaliumgehalt enthält der spezielle Herbstdünger „High-K P56“

das einzigartige Langzeitkalium. Dieses Langzeitkalium versorgt

die Gräser über viele Wochen mit Kalium und schützt es

sicher vor Auswaschung.

Bei Fragen zur Herbstdüngung oder generell zur Sportplatzpflege

informiert Sie gerne Ihr Fachberater vor Ort:

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September 2009 35


DFB-Trainer C-Lizenz

36

NFV bildet 34 C-Lizenz-Trainer aus

Eine Fußballerin und ihre 33 männlichen Kollegen haben jetzt in der NFV-Sportschule Barsinghausen

die Prüfung der DFB-Trainer-C-Lizenz bestanden. Vorsitzender der Prüfungskommission war

Bernhard Lampe (Osnabrück). Der Kommission gehörten ferner Kiriakos Aslanidis (Peine), Bernhard

Augustin (Stade), Maria Reisinger (Gersten), Martin Mohs, Arndt Westphal und Wulf-Rüdiger Müller

(alle Barsinghausen) an. Nach ihrer dreiwöchigen Ausbildung durch die NFV-Trainer Wulf-Rüdiger

Müller und Thomas Nörenberg konnten die neuen C-Lizenzler ihre Fähigkeiten sowohl in Theorie als

auch in Praxis unter Beweis stellen. Die Prüfung absolvierten:

Oliver Düring (GVO Oldenburg,

✆ 0151-11547728)

Oliver Geick (Arminia Hannover,

✆ 0152-08555973)

Joachim Höft (Deinster SV,

✆ 0171-2603754)

Birgit Niemeyer (BV Cloppenburg,

✆ 04477-947014)

September 2009

Profil Junioren

Sascha Duy (SV Northen-Lenthe,

✆ 05108-901090)

Philipp Grobelny (FT

Braunschweig, ✆ 0151-50832429)

Stefan Janssen (SV Hage,

✆ 0176-960255412)

Christian Nitsche (TSV Germania

Diemarden, ✆ 0171-4487019)

Kevin Eckert (FC Eintracht

Northeim, ✆ 0160-97076559)

Torsten Grube (Deinster SV,

✆ 0178-47992620)

Fred Matejasik (Eintracht

Braunschweig, ✆ 0171-1735126)

Tim Schwabe (SV Weetzen,

✆ 0151-52478056)

Iman Yilderim (SuS Oberaden,

✆ 0177-2834576)

Mohamad El Arab (SV Hansa

Friesoythe, ✆ 0172-1729426)

Marcel Hinz (FC Wacker Neustadt,

✆ 0170-1823192)

Sergej Mut (SV Hansa Friesoythe,

✆ 0175-6214383)

Mehmed Yasti (SV Bosporus,

✆ 0176-67803080)


Emeka Amadi (SV Nienhagen,

✆ 0173-4234372)

Stefan Hauk (Eintracht

Braunschweig, ✆ 0175-2406337)

Maik Pertile (VfV Hildesheim,

✆ 0172-4062433)

Till Uhlig (SpVgg Niedersachsen

Döhren, ✆ 0177-3050550)

Sascha Bohne (SV RW Scheessel,

✆ 04263-911354)

Sean Krebs (VfB RW

Braunschweig, ✆ 05302-9172128)

Sven Reschke (TuS Neudorf-

Platendorf, ✆ 0172-5187596)

Michael Veith (FC Dobbeln-

Jerxheim, ✆ 0160-8208741)

Profil Erwachsene

Ingo Röhrbein (TSV Kolenfeld,

✆ 0179-7566409)

DFB-Trainer C-Lizenz

Die DFB-Trainer-C-Lizenz ist aufgeteilt in zwei Kategorien:

Wer im Herrenbereich arbeiten möchte, kann das Profil Erwachsene

erwerben, das Profil Junioren ist für die Ausbildung

im Nachwuchsbereich erstellt worden. Auf dem Foto die NFV-

Prüfungskommission von links: Wulf-Rüdiger Müller, Bernhard

Lampe, Maria Reisinger, Martin Mohs, Bernhard Augustin und

Arndt Westphal. Nicht auf dem Foto: Kiriakos Aslanidis.

Nicht fotografiert wurde Josef Zinnbauer (VfB Oldenburg,

Telefon 0177-8886608), der ebenfalls die C-Lizenz

(Profil Erwachsene) in Barsinghausen erwarb. Fotos: Kramer

Joe Enochs (VfL Osnabrück,

✆ 0170-9331311)

Marco Kuck (SV Brake,

✆ 0174-1600613)

Marco Wagner (FC Dobbeln-

Jerxheim, ✆ 0177-3522167)

Dirk Gelker (SuS Darme,

✆ 0160-1531329)

Michael Menge (Keine

Vereinsangabe, ✆ 0175-1113792)

Tommy Stroot (SV Germania Twist,

✆ 0160-96076111)

Michael Wester (Keine

Vereinsangabe, ✆ 02581-785808)

September 2009 37


Jugendfußball

38

Die B-Junioren des VfL Oldenburg stiegen als Niedersachsenmeister in die Regionalliga auf. Vater des Erfolges ist Trainer Sebastian Schütte (mit

Meisterschale).

Erfolgsgarant Sebastian Schütte

VfL Oldenburg setzt auf Toleranz, Kameradschaft und Heimatgefühl – B-Junioren feiern

Aufstieg in die Regionalliga – Anerkennung für Urgestein Enno Cording

Der VfL Oldenburg hat sich zu einer

Top-Adresse im Jugendfußball entwickelt:

„Mit Ausnahme des VfL Osnabrück

haben wir in den zurückliegenden fünf

Jahren im Leistungsbereich des Juniorenfußballs,

also von der U 14 bis zur U 19, die

mit Abstand größten Erfolge im Bezirk

Weser-Ems vorzuweisen“, freut sich Rainer

Bartels vom Fußball-Vorstand der Grün-

Weißen. „Einer der Garanten dieser Erfolgsstory

ist der jetzige A-Jugend-Trainer

Sebastian Schütte, der mit seinen gerade

erst 26 Jahren bereits viel erreicht hat“,

schwärmt Bartels.

Schütte, der seit seinem 17. Lebensjahr

Jugendmannschaften der verschiedensten

Altersklassen trainiert, konnte in der

Saison 2008/09 mit den B-Junioren die

Niedersachsenmeisterschaft und den Aufstieg

in die Regionalliga feiern. Im NFV-Pokalfinale,

dem Conti-Cup, verlor Schütte

mit seinen Jungs nach einer großartigen

Leistung erst in der Verlängerung mit 1:3

gegen den Bundsligisten VfL Wolfsburg.

„Wir haben eine tolle Saison gespielt.

Einer der Höhepunkte war das Pokal-Halbfinalspiel

gegen den Bundesligisten Hannover

96, wo wir vor 600 Zuschauern im Elfmeterschießen

gewonnen haben“, erklärt

Schütte. Seine wichtigste Erkenntnis: „Mit

Teamgeist und einem immensen Trainingsfleiß

lassen sich Berge versetzen.“

In Sachen Fußball hat Sebastian Schütte,

der neben seiner beruflichen Tätigkeit in

einem Oldenburger Unternehmen auch

studiert, noch viel vor: „Im Herbst wartet

mit der neuen B-Lizenz ein dreiwöchiger

September 2009

Trainerlehrgang auf mich. Den will ich unbedingt

bestehen. Mit der A-Jugend wollen

wir in dieser Saison in der Niedersachsenliga

ganz oben mitmischen. Vielleicht

schaffen wir den direkten Aufstieg. Das

wäre ein Traum.“

Aktuell hat der VfL 28 Junioren- und

Juniorinnen-Teams, die von 50 Trainern,

Übungsleitern und Betreuern mit hohem

Engagement betreut werden. Bartels:

„Den gesamten Übungs- und Spielbetrieb

müssen wir zusammen mit dem Herrenbereich

auf drei Plätzen abwickeln. Trotz

dieser beengten Infrastruktur besteht zwischen

dem Herren- und Juniorenbereich

ein prima Verhältnis. Wir sind eben ein

Verein, wo Toleranz, Kameradschaft und

ein gewisses Heimatgefühl ganz groß

geschrieben werden.“

Einen guten nachbarschaftlichen Kontakt

pflegen die Verantwortlichen zu Werder

Bremen. Bereits zweimal gastierte der

Bundesligist in jüngster Zeit an der Alexanderstraße.

Zudem gibt es jede Saison Freikarten

für die VfL-Jugendabteilung, deren

Mitglieder dann zu einem Bundesligaspiel

Richtung Bremen fahren dürfen. „Es ist für

uns eine Auszeichnung, wenn ein VfL-Talent

den Sprung in ein Werder-Jugendteam

schafft. Das ist ein eindeutiger Beweis für

unsere gute Jugendarbeit“, sagt Bartels.

Neben dem umfangreichen täglichen

Übungs- und Spielbetrieb organisieren die

VfL-Verantwortlichen in jedem Jahr eine

Reihe von Turnieren und Veranstaltungen

für alle Altersklassen. Beim Winter-Cup

waren während der Ferien Ende Dezember

und Anfang Januar 170 Mannschaften in

der Halle am Ball. Die Federführung lag in

den bewährten Händen von Enno Cording,

der in den zurückliegenden Jahrzehnten eine

Reihe von Turnieren dieser Art mit viel

Sachverstand organisiert hat. „Enno ist unser

Ehrenvorsitzender. Er ist mit dem ganzen

Herzen dabei und hat immens viel für

den Fußball in seiner Gesamtheit getan“,

zollt Bartels dem VfL-Urgestein Respekt

und Anerkennung. Fritz Redeker

Das Hochglanzmagazin des NFV berichtet ausführlich

über die Talentförderung und Trainerausbildung

in Niedersachsen.

Interessante Reportagen über den Fußball

in Niedersachsen runden die

informative Berichterstattung ab.

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Das Fußball-Journal Niedersachsen erscheint monatlich. Es kann

nur im Abonnement bezogen werden. Abonnements zum Preis

von 30 Euro für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH, Schillerstr. 4, 30890 Barsinghausen, bestellt

werden. Der Einzelpreis beträgt 3 Euro.


Vertrauen in Hartmut Heinen

Oldenburg-Land: Silke Hanneken WM-Koordinatorin des NFV-Kreises

Hartmut Heinen (rechts) und der Spielausschussvorsitzende Manfred Nolte (links) konnten beim

Kreistag auch NFV-Präsident Karl Rothmund begrüßen. Foto: Rolf Tobis

Hartmut Heinen bleibt an der Spitze

des NFV-Kreises Oldenburg-Land.

Auf dem ordentlichen Kreistag im

„Der Kreis ist für die Vereine da. Dies

war in der Vergangenheit auch immer der

Fall“, betonte Heinen in seinem Rechen-

Litteler Dorfkrug wurde der 62-Jährige schaftsbericht. Zudem mahnte er auch für

von den Delegierten einstimmig bestätigt. die Zukunft eine sachliche Zusammenarbeit

Zu den ersten Gratulanten zählten NFV- zwischen dem Kreis und den Vereinsvertre-

Präsident Karl Rothmund, Peter Ache tern an. Zu fördern seien insbesondere das

(Vorsitzender des Kreissportbundes) sowie Ehrenamt und die Jugendarbeit in den Verei-

die Vorsitzenden der Nachbarkreise Enno nen, wozu allerdings auch die Bereitschaft

Cording (Oldenburg-Stadt), Helmut Quaas zu notwendigen finanziellen Aufwendun-

(Wesermarsch) und Erich Meenken (Delgen nötig sei. Vielfach bieten sich Kooperamenhorst).tionen

mit den Schulen an. Durch die zahl-

Personalien

reichen Wettbewerbe des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) seien Anreize für die Vereine

geschaffen worden. Gleiches gilt für

das DFB-Mobil, für das Heinen nachdrücklich

warb. Zufrieden zeigte er sich über die

Bemühungen bei der Integration ausländischer

Mitbürger. „Dieses gelingt im Fußball

nicht nur bei den Stars, sondern auch auf

unterster Ebene.“

Neben Hartmut Heinen erhielten auch

die übrigen Vorstandsmitglieder das Vertrauen

der Vereinsvertreter. Gewählt wurden:

Manfred Nolte (2. Vorsitzender und

Chef des Spielausschusses), Gerd Diekmann

(Schatzmeister), Jochen Reil (Jugendobmann),

Harald Theile (Schiedsrichterobmann),

Karl-Heinz Bernich (Öffentlichkeitsarbeit),

Doris Prey-Klaassen (Vorsitzende des

Lehrausschusses). Die Führungsriege komplettiert

Heiner Spark als Vorsitzender des

Sportgerichtes.

Silke Hanneken wurde von der Versammlung

einstimmig zur WM-Koordinatorin

des Kreises gewählt. Für ihre Verdienste

wurde sie wie auch Torsten Göken und

Wolfgang Spielberger mit einer Ehrenurkunde

und einer DFB-Uhr ausgezeichnet. Weitere

Ehrungen, NFV-Verdienstnadel:

Werner Bruns, Dietrich Kirchhoff, Martin

Schmale, Klaus Stuckenschmidt. Goldene

Verdienstnadel: Wilfried Knoblauch (für

über 40-jährige Vereinstätigkeit). Silberne

Verdienstnadel: Jürgen Harms, Gerd Hillmann

sowie die Schiedsrichter Wolfgang

Hoffmann, Dieter Käufer, Jens Meenen,

Manfred Vitanovic.

Pia Wunderlich, Nationalspielerin vom 1. FFC Frankfurt, war jetzt die prominenteste Teilnehmerin eines Trainer-B-Lizenzlehrganges, der unter

Leitung von NFV-Verbandssportlehrer Wulf-Rüdiger Müller für Stützpunkttrainer aus Niedersachsen, Bremen und Westfalen in der NFV-Sportschule

Barsinghausen angeboten wurde. Lehrgangsbeste wurde Christina Krüger, Co-Trainerin beim Frauen-Zweitligisten FC Gütersloh 2000. Zur Prüfungskommission

gehörten die NFV-Stützpunktkoordinatoren Jürgen Betzold, Kiriakos Aslanidis und Bernhard Augustin sowie die Stützpunktkoordinatoren

aus Bremen, Thomas Horsch, und Westfalen, Hans Danner. Folgende 20 Teilnehmer bestanden die Prüfung: Peter Alvermann (Union Minden),

Jens Bakker (Ballspielverein Müssen), Frank Bensmann (BV Clusorth-Bramhar), Uwe Bönsch (FT Groß Midlum), Friedhelm Dove (SV Bad Bentheim),

Martin Friemel (SV Büren), Gerald Gerber (TSV Lunestedt), Matthias Gluch (Verein für Rasensport Dorstadt), Ronny Greiner (Ballspielverein

Stift-Quernheim), Jens Günther (SV Germania Beber-Rohrsen), Holger Klemke (FT Geestemünde), Christina Krüger (FC Gütersloh), Udo Krüger (TuS

Komet Arsten), Marc Müller (TSG Bad Harzburg), Robert Schlimm (TSV Wiepenkathen), Heinz-Josef Specken (Meppen), Tobias Tschernik (TSV Tudorf),

Thomas Voigt (BTS Neustadt), Pia Wunderlich ( 1. FFC Frankfurt), Frank Zapatka (FC Lübbecke). Foto: Borchers

September 2009 39


Bezirk Weser-Ems

40

„Wir blicken mit Besorgnis in die Zukunft“

Wilhelmshaven: Uwe Reese wiedergewählt – Oberbürgermeister wirbt für SVW

Bestätigt: Uwe Reese.

Der Fußballkreis Friesland befindet

sich auf einem guten Weg.

Entgegen dem Landestrend vermelden

die Friesländer einen weiteren

Zuwachs, sowohl bei den

Mitgliedern als auch bei den

Teams. Als Lohn für die tatkräftige

Arbeit wurden die Mitglieder des

Kreisvorstandes um den langjährigen

Vorsitzenden Heinz Lange

auf dem ordentlichen Kreistag im

Bürgerhaus in Schortens einstimmig

in ihren Ämtern bestätigt.

Diese eindrucksvolle Entwicklung

erhielt von allen Seiten ein

dickes Lob. „Die hervorragende

Arbeit des Fußballkreises verdient

die besondere Anerkennung der

Politik“, erklärte der stellvertretende

Landrat und Landtagsabgeordnete,

Olaf Lies, der auch im Namen

der anwesenden Bundestagsabgeordneten

Karin Evers-Meyer und

Hans-Werner Kammer das große

ehrenamtliche Engagement der

Fußballer herausstellte. „Ehrenamtliche

gelten als Respektspersonen,

das gelingt der Schule nicht

immer“, sagte Lies. In die gleiche

Kerbe schlug auch Schortens Bürgermeister

Gerhard Böhling.

Eugen Gehlenborg, Präsident

des Norddeutschen Fußball-Verbandes

(Nord FV), lobte die Bescheidenheit

des eher kleinen Fußballkreises

Friesland, sagte aber

auch, dass „junge Menschen nicht

nach Größe, sondern nach Kompetenz

fragen“. Als ein „Zeichen für

Lebendigkeit“ sieht er den Zu-

September 2009

Uwe Reese wird die Fußballer im

NFV-Kreis Wilhelmshaven auch

in den kommenden Jahren führen.

Auf dem ordentlichen Kreistag im

Sportheim des WSC Frisia wurde

der Vorsitzende eindrucksvoll im

Amt bestätigt.

In seinem Bericht ging Reese

auf die demografische Entwicklung

in Deutschland ein. „Ein Blick auf

die Mitgliederzahlen zeigt, dass der

Abwärtstrend auch den Fußball erwischt

hat. Wir blicken mit Besorgnis

in die nähere Zukunft.“

Die Zahlen geben Reese

Recht: Zum Stichtag 1. Januar

2007 verfügte der Fußballkreis Wilhelmshaven

über 3.063 Mitglieder

(2.459 Aktive) und insgesamt 45

Herrenmannschaften. Zahlen, die

wachs an Mitgliederzahlen. Gehlenborg

versuchte noch einmal, die

Gerüchte über die Zusammenlegung

von Fußballkreisen von oben

herab zu entkräften. „Zwangsfusionen

wird es nicht geben.“

Neben dem Kreisvorsitzenden

Heinz Lange wurden Siegbert Tammen

(stellvertretender Kreisvorsitzender

und Schriftführer), Werner

Engel (Schatzmeister), Helmut

Schmollinger (Vorsitzender Spielausschuss),

Günter Neumann (Vorsitzender

Schiedsrichterausschuss),

Werner Jakobs (Vorsitzender Jugendausschuss),

Erhard Schipper

(Vorsitzender Lehrausschuss) und

Michael Ramke (Vorsitzender Sport-

inzwischen nicht mehr erreicht

werden. „Innerhalb von zwei Jahren

haben wir Einbußen im zweistelligen

Prozentbereich verkraften

müssen“, erklärte Reese. 2.841

Mitglieder (2.102 Aktive) sind es

heute noch, die Zahl der Herrenteams

ist auf 40 gesunken. Um

dem entgegen zu wirken, habe

man in jüngster Vergangenheit einige

Projekte angeschoben. „Wir

sind auf einem guten Weg, aber

noch lange nicht über den Berg“,

sagte der Kreisvorsitzende.

Wilhelmshavens Oberbürgermeister

Eberhard Menzel forderte

die Vereine auf, über die Grenzen

hinaus zu denken und vor Kooperationen

oder gar Fusionen nicht

zurückzuschrecken. „Hier sind die

gericht) einstimmig von den Vereinsvertretern

in ihren Ämtern bestätigt.

Weiterhin vakant bleibt hingegen

der Posten des Referenten

für Öffentlichkeitsarbeit. „Leider

hat sich keiner für diese Aufgabe

zur Verfügung gestellt“, bedauerte

Lange, der dieses Amt in der abgelaufenen

Legislaturperiode kommissarisch

mit übernommen hatte.

Kontinuität herrscht auch bei

den Ausschussmitgliedern und

den Beisitzern des Sportgerichtes,

die allesamt wie folgt wiedergewählt

wurden: Wilfried Knobloch,

Dieter Fleck, Karl-Hermann Knobloch,

Gabriele Immerthal (Spielausschuss),

Uwe Schneider, Martin

Marx, Hartmut Braun, Johann Albers

(Schiedsrichterausschuss),

Thomas Eggers, Matthias Klaus,

Dieter Galski, Erhard Schipper (Jugendausschuss),

Heinz Lange, Die-

Vereine gefordert“, sagte Menzel

in seinem Grußwort und fügte hinzu.

„Wer sich nicht selbst bewegt,

der wird irgendwann bewegt.“

Zudem warb Menzel um Unterstützung

für den Regionalligisten

SV Wilhelmshaven, der

derzeit vor einem Neuanfang steht.

„Ich begrüße diese Entwicklung

ausdrücklich. Sie kann aber nur erfolgreich

sein, wenn die Verantwortlichen

Unterstützung erfahren.

Zum Beispiel durch einen Besuch

im Stadion.“

Im geschäftsführenden Kreisvorstand

wird Uwe Reese von Joachim

List (Stellvertreter), Angelika

List (Schriftführerin und Pressewartin)

sowie Peter Eilts (Schatzmeister)

unterstützt. Carsten Conrads

Friesland trotzt dem Landestrend

Zuwachs an Mitgliedern und Mannschaften – Vorstand um Heinz Lange einstimmig bestätigt –

Referent für Öffentlichkeitsarbeit gesucht – Fair Play-Plakette für TuS Obenstrohe

„Zwangsfusionen wird es nicht geben!“ Eugen Gehlenborg,

Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes.

Nord FV-Präsident Eugen Gehlenborg (links) und Helmut Schmollinger (2. von links) sowie Siegbert Tammen

(rechts) und Heinz Lange (2. von rechts) ehrten auf dem friesländischen Kreistag verdiente Funktionäre und

sportliche Sieger. Foto: Jeversches Wochenblatt – Friesisches Tageblatt

ter Galski, Martin Marx (Lehrausschuss),

Hartmut Abrahams, Dieter

Demker, Walther Horst, Artur Jansen,

Sven Kajdann, Hans Dieter

Weist (Sportgericht). Rechnungsprüfer

sind Erwin Bender, Olaf

Oetken und Rolf Sturhahn.

Vom Kreisvorstand berufen

wurden die Staffelleiter im Jugendausschuss:

Ilse Arban, Uwe

Feuerlohn, Thorsten Hyda, Andreas

Risse, Uwe Wolters sowie die

Kreistrainer Birgit Ahrens, Heino

Jochens und Heymo Schmidt. Der

TuS Obenstrohe wurde mit der

„Fair Play-Plakette“ des Fußballkreises

ausgezeichnet. Die NFV-

Verdienstnadel erhielt Andrew Gilliam-Hill

(ET Wangerland), die Silberne

NFV-Verdienstnadel Heiko

Neumann (FSV Jever) und die Goldene

Verdienstnadel Gerhard Peters

(FCN Hooksiel). Heinz Lange


Mit dem TuS Varel 09 feierte

zum ersten Mal ein Fußballverein

aus dem NFV-Kreis Friesland

sein 100-jähriges Bestehen.

Am Festakt im „Tivoli“ in Varel

nahmen zahlreiche prominente

Vertreter aus Sport, Politik und

Verwaltung teil, darunter NFV-Vizepräsident

Hans-Günther Kuers.

Durch das Programm führte der

frühere Vorsitzende Gerhard

Lambertus.

Nach der Begrüßung durch

den Vereinsvorsitzenden Dieter

Achtig unterstrich Bürgermeister

Gerd-Christian Wagner den besonderen

Wert des ehrenamtlichen

Engagements. „Sie haben

Großes erreicht, auch zum Wohl

der Stadt. Sie dürfen stolz sein,

und die Stadt ist stolz auf Sie“,

wandte sich Wagner an die Mitglieder

des traditionsreichsten

Fußballverein im NFV-Kreis Friesland.

Die erfolgreichste Ära des

TuS datiert aus den 1950er-Jahren,

als Varel in der Amateuroberliga

spielte.

Als eine große, unter lokalen

Fußballvereinen seltene Ausnahme,

bezeichnete NFV-Vize Hans-

Günther Kuers das Jubiläum. Der

Verein leiste eine vorbildliche Jugendarbeit.

Mit der Ehrenplakette

des NFV und den obligatorischen

Fußbällen überbrachte er

die Glückwünsche des Verbandes

und seines Präsidenten Karl Rothmund.

Der NFV-Kreisvorsitzende

Heinz Lange würdigte ebenfalls

die historischen Verdienste des

Vereins und nicht zuletzt sein aktuelles

Engagement. Ihm blieb es

vorbehalten, dem TuS im Auftrag

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) das DFB-Ehrenschild sowie

einen Gutschein (500 Euro) zu

überreichen.

Weitere Redner schlossen

sich an, so der ehemalige Bundesminister

für Ernährung, Landwirtschaft

und Forsten, Karl-Heinz

Funke, die Vorsitzende des Kreissportbundes

Friesland, Anita

Dierks, und der Vorsitzende der

„Arbeitsgemeinschaft Vareler

Sportvereine“, Jürgen Büppelmann.

Einen Fußball mit den Autogrammen

der Bundesligaspieler

des SV Werder Bremen überreichte

der frühere Bürgermeister

Wolfgang Busch, einst auch aktiver

TuS-Fußballer und heutiger

KSB-Ehrenvorsitzender.

Der Verein konnte, dank des

Engagements seines ehemaligen

Vorsitzenden Karlheinz Kranke,

rechtzeitig zum Jubiläum eine

umfangreiche Chronik vorlegen.

Danach lasen die Vareler Bürger

im Jahre 1909 im „Gemeinnützigen”

eine Anzeige, in der Freunde

des Fußballspiels zu einer Besprechung

zwecks Gründung eines

Fußball- und Sportvereins eingeladen

wurden. Nach der ersten

Zusammenkunft im Central-Hotel

Bezirk Weser-Ems

Ole Poppinga, Torwart und Kapitän der B-Junioren-Auswahlmannschaft des NFV-Kreises Wittmund, triumphierte mit seinen Kameraden sensationell

beim Norway Cup in Oslo. Mit fast 1.400 teilnehmenden Mannschaften aus 60 Nationen handelt es sich um eines der weltweit größten Fußballturniere.

Seit 1996 nehmen regelmäßig Mannschaften aus Wittmund an dieser Veranstaltung teil. Bemerkenswert ist, dass der Turniersieg ohne Gegentreffer

erreicht wurde (auf dem Programm standen sieben Spiele). Zudem ist Wittmund die erste deutsche Mannschaft, die sich nach 35 Jahren wieder in

die Siegerliste dieses fantastischen Turniers eintragen konnte (zuvor VfB Neukölln im Jahr 1974). Im Finale erzielte Philipp Grönhagen mit seinem 15. Turniertreffer

das „goldene Tor“ für die Jungs von Trainer Helge Franzisky. Neben Ole und Philipp gehören zur erfolgreichen Mannschaft: Tjark Ahrends, Tobias

Bruns, Jan-Michael Heimann, Dorian Hohm, Jan-Hendrik Keiser, Eike König, Jelko Schierenberg, Joschua Schmidtke, Torben Zeisberg. Foto: Franzisky

„Die Stadt ist stolz auf Sie“

100 Jahre TuS Varel – Ältester Fußballverein im NFV-Kreis Friesland – Festakt im „Tivoli“

Varels Vorsitzender Dieter Achtig (3. von links) konnte zur Jubiläumsveranstaltung zahlreiche Gäste aus Sport,

Wirtschaft und Politik begrüßen. Von links: Gerd-Christian Wagner, Heinz Lange, Heiner de Levie, Hans-Günther

Kuers und Udo Ehlers. Foto: Stange

wurde noch im selben Jahr der

Fußballclub als „Victoria 09“ aus

der Taufe gehoben. 1910 erfolgte

die Aufnahme in den Norddeutschen

Fußball-Verband.

Aktuell gehören zum Vorstand

Dieter Achtig (1. Vorsitzender),

Frank Mrotzek (2. Vorsitzender),

Uwe Blanke (Geschäftsführer),

Arnd Clemens (Fußballobmann)

sowie die Jugendleiter

Alexander Rah und Holger

Schlink (Stellvertreter). Zum Jubiläumsprogramm

gehörte neben

dem Festkommers auch ein Gastspiel

zwischen Kickers Emden

und dem VfB Oldenburg.

Peter Stange

September 2009 41


Bezirk Weser-Ems

42

Helmuth

Cornelius

September 2009

„Da war der Bär los“

Helmuth Cornelius ist Fußballer

mit Leib und Seele.

Seit 1949 ist er Mitglied des

örtlichen SV Ostfrisia. „Als

der damalige Vorsitzende Richard

Lüken zu mir sagte,

dass ich in der ersten Mannschaft

spielen sollte, war das

eine große Ehre für mich“,

erinnert sich der 74-Jährige.

Auf eigenen Wunsch schied

Helmuth Cornelius jetzt aus

dem Schiedsrichterausschuss

des Fußballkreises Aurich

aus, in dem er zwölf Jahre

mitarbeitete.

1.000 Zuschauer waren

in Moordorf auf dem Platz,

wenn es in den 1950-er Jahren

gegen Komet Walle oder

TuS Hinte ging. „Da war der

Bär los“, erinnert sich Cornelius

heute.

Ein Schienbeinbruch

war dann 1958 Anlass, nicht

mehr Fußball zu spielen. Im

gleichen Jahr legte er die

Schiedsrichter-Prüfung ab.

Bis 1994 war Helmuth Cornelius

Unparteiischer. Danach

war der erfahrene Spielleiter

im Schiedsrichterausschuss

des Fußballkreises

Aurich tätig. Die Ansetzungen

von Unparteiischen war

seine Aufgabe, vor allem in

den unteren Senioren-Spielklassen

und bei den Frauen.

„Das war oft gar nicht so

einfach“, so Cornelius. Es

gab viele Absagen. „Um einen

Schiedsrichter zu bekommen,

musste ich oft

zehn anrufen“, erinnert sich

der rüstige Rentner. Auch

Ehefrau Erika pflichtet ihm

bei: „Das Telefon stand

abends oft nicht still. Sogar

um elf Uhr am Abend wurde

noch angerufen, um Spiele

abzusagen.“

Ganz aufhören will der

Moordorfer aber nicht. „Als

Schiedsrichter-Beobachter

bin ich weiterhin aktiv“, so

Cornelius. Die Ausschussvorsitzenden

Bernhard Priebe

(Schiedsrichter) und Theo

Buß (Spielausschuss) bedankten

sich für das jahrzehntelange

Engagement.

Hinrich Trauernicht

Böning folgt Quaas

Wesermarsch: Kreistag in Butjadingen – Wilfried Rüther Ehrenmitglied

Thorsten Böning ist neuer Vorsitzender

des NFV-Kreises Wesermarsch.

Er ist damit Nachfolger

von Helmut Quaas, der sich

nach sechs Jahren aus dem Amt

des Kreisvorsitzenden verabschiedete

und nunmehr als erster Stellvertreter

fungiert.

In seiner Funktion als Kreisvorsitzender

hatte Helmut Quaas

den ordentlichen Kreistag im Rathaussaal

der Gemeinde Butjadingen

eröffnet. Quaas begrüßte

hierbei zahlreiche Ehrengästen,

unter ihnen Ferdinand Dunker

(Vorsitzender NFV-Bezirk Weser-

Ems), Uwe Reese (Vorsitzender

NFV-Kreis Wilhelmshaven), Heinz

Lange (Vorsitzender NFV-Kreis

Friesland), Hartmut Heinen (Vorsitzender

NFV-Kreis Oldenburg-

Land), Werner Engel (Schatzmeister

NFV-Kreis Friesland), Wilfried

Fugel (Vorsitzender Kreissportbund

Wesermarsch) und Werner

Büsing (Ehrenmitglied NFV- Kreis

Wesermarsch).

Nach einem vierstündigen

Sitzungsmarathon standen neben

den Rechenschaftsberichten des

Vorstandes und der Kreisausschüsse

die Neuwahlen auf der

Tagesordnung. Als Versammlungsleiter

bedanke sich Ferdinand

Dunker zunächst bei allen

Beteiligten für die vielfältige ehrenamtliche

Mitarbeit. Einen be-

Der neue Vorstand des Fußballkreises Wesermarsch. Von links: Björn Jacobitz,

Thorsten Böning, Johann Meyeraan, Klaus Diekmann, Helmut Quaas,

Heino Tönjes. Rechts das neue Ehrenmitglied, Wilfried Rüther, der als

Spielausschussvorsitzender ausgeschieden ist. Foto: Nordwest-Zeitung

sonderen Dank richtete er an Helmut

Quaas, auf den noch eine

gesonderte Verabschiedung auf

dem ordentlichen Bezirkstag im

September wartet.

Ohne Gegenstimme wurde

zunächst dem Antrag des Kreisvorstandes

auf Erteilung der Ehrenmitgliedschaft

von Wilfried

Rüther zugestimmt. Bei den Vorstandswahlen

wurde Thorsten

Böning als neuer Kreisvorsitzen-

der ebenso einstimmig gewählt

wie sein erster Stellvertreter Helmut

Quaas, der künftig kürzer

treten möchte. Zweiter stellvertretender

Kreisvorsitzender ist Johann

Meyeraan. Komplettiert

wird der geschäftsführende Vorstand

durch Schatzmeister Björn

Jacobitz und Schriftführer Klaus

Diekmann. Neuer Spielausschussvorsitzender

ist Heino Tönjes.

Klaus Diekmann

Richard Peters (rechts) vom VfL Emslage wurde auf der Mitgliederversammlung seines Vereins mit der

Bronzenen Ehrennadel des Kreissportbundes Emsland ausgezeichnet. Karin Bruns, Vizepräsidentin des Kreissportbundes,

ehrte den langjährigen Jugendtrainer für sein insgesamt 20-jähriges Wirken. Auch der VfL-Vorsitzende

Bernd Reiners (links) dankte seinem Vorstandskollegen für dessen großes Engagement und überreichte

als Anerkennung einen Ehrenteller. Zuletzt hatte Peters von 2002 bis 2009 das Amt des Geschäftsführers ausgeübt.

Hervorzuheben, so Reiners, sei hierbei insbesondere die regelmäßig herausgegebene Vereinszeitung

„VfL-Info“, die für den Verein zusätzliche Werbeeinnahmen bewirke. Bedauerlich sei, dass Peters künftig nicht

mehr für die Vorstandsarbeit zur Verfügung steht.


Imke Lohmeyer, Schiedsrichterin

vom SV Frisia Brinkum,

leitet ab sofort Spiele der 2. Frauen-Bundesliga.

Mit erst 20 Jahren

gehört sie zu den jüngsten

Schiedsrichterinnen auf der Zweitliga-Liste

des Deutschen Fußball-

Bundes. Die Saison beginnt am 20.

September. Als Assistentin kam die

Ostfriesin aus dem NFV-Kreis Leer

bereits in der vergangenen Saison

achtmal in der 1. Frauen-Bundesliga

zum Einsatz.

Arne Aarnink (VfL Weiße

Elf Nordhorn) gehört seit Saisonbeginn

zum Kreis der Drittliga-

Schiedsrichter. Der 24-Jährige hat

sich durch konstant gute Leistungen

in der ersten Regionalliga-Saison

für höhere Aufgaben empfohlen

und ist damit einer von nur

zwei niedersächsischen Referees in

der dritthöchsten deutschen Spielklasse.

Als Assistent kommt der

gelernte Bankkaufmann bereits

seit der Saison 2007/08 in der 2.

Bundesliga zum Einsatz.

„Für uns ist es eine große

Leistung, denn wir haben recht

bewegte Zeiten durchlebt.“ So

charakterisierte der 1. Vorsitzende

Guiliano Cruziani das halbe

Jahrhundert, das hinter der Fußballabteilung

des TuS Rot-Weiß

Tettens im NFV-Kreis Friesland

liegt.

Zum 50. Geburtstag begrüßte

er zahlreiche Gäste in der Gaststätte

„Deutsches Haus“, darunter

Wangerlands Bürgermeister

Seit Anfang der 1980er Jahre

sind die Fußballerinnen aus

Westerstede stark engagiert

im Rahmen des deutsch-amerikanischenJugendaustauschprogramms.

Vor kurzem konnten

der FSV und die Stadtvertreter

zwei Mädchenteams aus Kalifornien

für jeweils eine Woche begrüßen.

Zunächst war eine

Mannschaft aus Redlands (bei

Los Angeles) zu Gast, dann eine

Gruppe aus San Bruno, das zum

Einzugsbereich von San Francisco

gehört.

Organisator Friedrich „Bully“

Seeger und sein Team vom

FSV Westerstede hatten ein interessantes

Programm zusammengestellt.

Auf der Insel Norderney

wurde ein Fußballturnier veranstaltet

und in Schillig wurden die

Harald Hinrichs, den NFV-

Kreisvorsitzenden Heinz

Lange sowie zahlreiche

Repräsentanten

der umliegenden

Vereine. Bürgermeister

Hinrichs

lobte das ehrenamtlicheEngagement.

Heinz Lange

hob den Idealismus

der Mitglieder des kleinen

Vereins hervor.

jungen Fußballerinen und ihre

Betreuer bei einer Wanderung in

die Geheimnisse des Wattenmeers

eingeführt. Nachhaltigen

Eindruck hinterließ auch der Besuch

im ehemaligen Konzentrationslager

Bergen-Belsen.

Weiter auf dem Programm

standen Führungen durch die

Stadien von Werder Bremen und

dem Hamburger SV, das Museumsdorf

in Cloppenburg, die

Meyer-Werft in Papenburg, das

Schloss in Jever, die Wasserskianlage

in Nethen und Ausflüge

in der Stadtgemeinde Westerstede.

Viele Freundschaften wurden

geschlossen. Ein großes Lob

heimsten neben den Verantwortlichen

um Bully Seeger die

Gasteltern ein. Besonders rele-

„Der 13. September

1959 ist als Gründungsdatum

der

Fußballsparte festgehalten“,

erklärte

Guiliao Cruziani.

Der Vereinsvorsitzende

blickte insbesondere

auf die

Blütezeit des Vereins

zurück, als Tettens

nach der Kreisliga-Meisterschaft

1992

Bezirk Weser-Ems

US-Girls wandern im Watt

FSV Westerstede begrüßt Mädchenteams aus Kalifornien

Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß (Mitte in weißem T-Shirt) empfing die Gäste aus San Bruno im Rathaus.

Rechts oben der Cheforganisator vom FSV Westerstede, Bully Seeger. Foto: Hinrichs

vante Ziele für den Aufenthalt

im Ammerland waren das Kennenlernen

heimischer Geschichte,

lokaler Gebräuche und Lebensgewohnheiten,

der Abbau

von Vorurteilen sowie die Vermittlung

von landeskundlichen

Elementen.

Für das nächste Jahr ist eine

internationale Jugendbegegnung

in den USA geplant. Gastgeber

der B-Juniorinnen des FSV Westerstede

werden dann die Teams

aus Redlands, Minden/Gardnerville

(US-Bundesstaat Nevada)

und San Bruno sein. Ohne die finanzielle

Unterstützung durch

den Kinder- und Jugendplan des

Bundes, den Landkreis Ammerland

sowie die Stadt Westerstede

wären diese Begegnungen nicht

möglich. Jürgen Hinrichs

„Wir haben bewegte Zeiten durchlebt“

50 Jahre RW Tettens – Blütezeit Anfang der 1990er Jahre – Lange würdigt Idealismus der Mitglieder

für zwei Jahre in der Bezirksklasse

kickte. Eine in der Saison 2000/01

probeweise eingegangene Fusion

mit Eintracht Wangerland wurde

durch Beschluss der Mitgliederversammlung

kurz darauf wieder

aufgehoben. Mit zwei Herrenteams

und einer Altherrenmannschaft,

die mit Hooksiel und Waddewarden

eine Spielgemeinschaft

bildet, nimmt der TuS Rot-Weiß

Tettens derzeit am Spielbetrieb

teil. Peter Bartsch

September 2009 43


Bezirk Weser-Ems

44

Alarmglocken

schrillen

Nachdem im Landkreis Soltau

vor kurzem ein 12jähriges

Mädchen von einem

umgestürzten Fußballtor getötet

wurde, schrillen beim Auricher

Kreisvorstand die Alarmglocken.

Auch auf einem

Sportplatz in der Gemeinde

Ihlow hat sich ein Kind durch

ein umgestürztes Tor verletzt.

Die „kleinen“ Tore sind auf

den meisten Sportplätzen beweglich

und somit nicht befestigt.

„Die Vereine haben hier

eine Verkehrssicherungspflicht.

Alle Tore müssen fest

verankert sein“, sagte der

Kreisvorsitzende Friedrich

Harms auf dem Staffeltag der

Herren. An die Schiedsrichter

im Fußballkreis Aurich erging

die Anweisung, vor Spielbeginn

die beweglichen Tore auf

ihre Befestigung hin zu überprüfen

und die Spiele nicht anzupfeifen,

wenn diese nicht

ausreichend befestigt sind.

Erfreut zeigte sich der

Vorsitzende über den zweiten

Platz in der jährlichen VGH-

Fairnesswertung. „Das ist eine

hohe Auszeichnung für unseren

Fußballkreis“, erklärte

Harms. In Ostfriesland liegen

mit TSV Riepe, TuS Norderney

und SV Großefehn drei Auricher

Vereine vorne, die keine

Rote Karte kassierten. Niedersachsenweit

belegt Riepe unter

1.073 Mannschaften Platz

14, Norderney Platz 28 und

der Großefehn Platz 60.

Nach den Frauen und

Mädchen sowie den älteren

Altersklassen der Fußballjugend

werden nun auch sechs

untere Senioren-Mannschaften

des Fußballkreises Emden

einen gemeinsamen Spielbetrieb

mit Teams aus dem Kreis

Aurich aufnehmen. Die Auricher

Klubs aus den Gemeinden

Krummhörn und Hinte

haben ihr „Ja“ gegeben, so

dass nun ein Spielbetrieb in

der 2. Kreisklasse startet.

Auf Vorschlag des Spielausschusses

beschloss der

Kreisvorstand, für die beiden

Kreisligen einen Spesenpool

einzurichten, aus dem die

Schiedsrichter bezahlt werden.

Die Vereine zahlen zunächst

pauschal ein. Am Ende der Saison

erfolgt eine Abrechnung,

die für alle gleich hohe

Schiedsrichterkosten vorsieht.

Der Auricher Vorstand ist sich

einig, dass Schiedsrichter aus

Emden und Wittmund im Kreis

Aurich nur eingesetzt werden

können, wenn sie bereit

sind, sich diesem Pool anzuschließen.

Hinrich Trauernicht

September 2009

Gerhold Wienekamp, Friedchen Baumann und Claudia Lübbers (von links) wollen den Frauen- und Mädchenfußball

im NFV-Kreis Aurich voran bringen. Foto: Trauernicht

Friedchen Baumann: „Wir müssen

leistungsbezogener arbeiten“

Aurich: Staffeltag der Mädchen und Frauen –

Agathe Harms soll Kontakt zwischen Schule und Verein pflegen

„Wir müssen leistungsbezogener

arbeiten“ – so lautete die

Forderung von Friedchen Baumann,

Vorsitzende des Auricher

Frauen- und Mädchenausschusses,

auf dem Staffeltag in Osteel.

Seinen Ausdruck fand dieser Ansatz

bereits bei der Zusammenstellung

der Staffeln. Damit talentierte

Mädchen im Fußballkreis

weiter gefördert werden, gibt es

einen dreiköpfigen Trainerstab,

bestehend aus Arnold Harms, Krino

Röben und Hans-Jörg Uphoff,

der die Mädchen der Jahrgänge

1996 bis 1999 unter die Lupe

nimmt.

„Der Frauenfußball

boomt“, erklärte der stellvertretende

Kreisvorsitzende, Eilert

Janssen. Während bei den Jungen

die Möglichkeiten weitgehend

ausgeschöpft seien, gebe

es bei den Mädchen noch

Nachholbedarf. Agathe Harms

(SuS Timmel) soll sich verstärkt

um den Kontakt zwischen

Schule und Verein bemühen.

„Der Tag des Mädchenfußballs

ist ein offizieller Sichtungstermin“,

sagte Claudia

Lübbers, Staffelleiterin bei den

Mädchen. Die jetzt in Hage

durchgeführte Veranstaltung

war ein voller Erfolg. Für das

kommende Spieljahr wurden

100 Frauen- und Mädchenteams

gemeldet.

SuS Timmel, Aushängeschild

des Auricher Frauenfußballs, belegte

in der Regionalliga Platz 5.

Gleich drei Mannschaften stellte

Aurich in der Bezirksliga Nord.

SuS Timmel II wurde Zweiter, die

SpVg Aurich Dritter und die SG

Süderneuland/Leybucht Vierter.

In der Bezirksliga der B-Juniorinnen

errang der SuS Timmel die

Vizemeisterschaft.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzender

Gerhold Wienekamp

freute sich über die Fairness

der Kreisliga-Teams. Meister

der Frauen-Kreisliga Aurich und

somit Aufsteiger zur Bezirksliga

sind die Frauen des SC Dunum.

Mit der SG Carolinensiel/Neuharlingersiel

kam der Kreispokalsieger

aus dem Fußballkreis Wittmund.

Neben Auricher und Wittmunder

Mannschaften nehmen

auch Teams aus Emden am Spielbetrieb

der Frauen und Mädchen

unter der Regie des Kreises Aurich

teil.

Staffelsieger der 1. Kreisklasse

wurden punktgleich Eintracht

Ihlow und TuS Holtriem. Den Sieg

beim „Tag des Talents“ sicherte

sich Ausrichter SV Hage. Ein Dank

ging an Organisatorin Helga

Christians.

Titelträger

Die Kreismeister im

Mädchenfußball, E-Juniorinnen:

TuS Westerende.

D-Juniorinnen: SuS Timmel.

C-Juniorinnen: SuS

Timmel. B11-er Juniorinnen:

VfB Münkeboe.

B7-er Juniorinnen: SG

Süderneuland/ PSV Norden.

Die Meister in den

Mädchen-Kreisklassen,

D-Juniorinnen: RSV Visquard

(1. Kreisklasse), SV

Georgsheil (2. Kreisklasse),

SG Holtriem (Aufbauklasse).

C-Juniorinnen: TuS

Borkum (1. Kreisklasse),

Ostfrisia Moordorf (2.

Kreisklasse).

Die Kreispokalsieger,

E-Juniorinnen: SV

Hage. D-Juniorinnen: SuS

Timmel. C-Juniorinnen:

SuS Timmel. B11-er Juniorinnen:

SpVg Aurich.

B7-er Juniorinnen: SG

Süderneuland/PSV Norden,

Hinrich Trauernicht


Bezirk Braunschweig

46

Maria Klewe wird 80.

Maria Klewe, Ehrenmitglied des

Niedersächsischen Fußballverbandes

und Ehrenamtsbeauftragte

des NFV-Kreises Braunschweig, hat

am 19. Juli 2009 im KGV Gunther

ihren 80. Geburtstag gefeiert. Geladen

waren neben der Familie Kegelfreunde

und sportliche Wegbegleiter,

unter anderen NFV-Präsident

Karl Rothmund, der auch die

Laudatio hielt, die beiden früheren

Vizepräsidenten des NFV, Hennig

Hofmann und Hannes Wittfoth,

der Braunschweiger Bezirksvorsitzende

Egon Trepke und der Braunschweiger

Kreisvorsitzende Volker

Baumgärtel. Unser Foto zeigt die

Jubilarin im Kreis der Fußball-Gratulanten.

Foto: Klaus-Peter Klewe

Die Neuwahlen standen im Mittelpunkt

des 40. ordentlichen

Kreisfußballtages in Peine. Dabei

gab es fast nur einstimmige Ergebnisse.

Vorsitzender bleibt Josef

F. Hanke, neu sind seine Stellvertreter

Harro Hein und Stephan

Friehe. Zum neuen Geschäftsführer

wurde Dietmar Reihers gewählt,

Schatzmeister bleibt Günter

Hansen. Ausschussvorsitzende

sind Günter Brand (Spielausschuss),

Jörg Metzing (Schiedsrichter),

Reinhard Matschurek

(Lehrausschuss), Heike Hansen

Geehrte und Staffelmeister des NFV-Kreises Peine.

September 2009

Köchlin und Metzing

nun Ehrenmitglieder

40. ordentlicher Kreisfußballtag in Peine

(Jugendausschuss) und Gerald

Kröhl (Sportgericht).

In ihren Grußworten würdigte

die Stellvertretende Landrätin

Doris Meyermann besonders

das Ehrenamt und teilte

mit, dass trotz angespannter

Haushaltslage 150.000 Euro für

Gast räumt ab. Ein bemerkenswertes „Double“ haben die Fußball-Frauen

der SG Seesen/Rhüden geschafft. Als Gast-Mannschaft in der Kreisliga des

Nachbarkreises Northeim/Einbeck holten sie nicht nur souverän die Kreismeisterschaft,

sondern gewannen auch den Kreispokal. Vor 200 Zuschauern besiegten

sie in Vogelbeck den SV Hardegsen mit 5:1. Die Torfolge des Pokalfinals: 0:1

Tanja Nitsche (3.), 1:1 Diana Koschel (27.), 1:2 Stefanie Reinisch (57.), 1:3 Jana Fabrischeck

(73.), 1:4 Nicole Faulhaber (75.), 1:5 Jana Fabrischeck (89.). Kielhorn

Übungsleiter zur Verfügung gestellt

werden.

Zukunftsperspektiven skizzierte

der Präsident des Niedersächsischen

Fußballverbandes, Karl Rothmund.

In den kommenden Jahren

soll das Thema Integration im Fokus

der Bemühungen stehen.

Zu einem emotionalen

Höhepunkt wurde die Verabschiedung

der beiden „Urgesteine"

Erich Köchling (Geschäftsführer)

und Werner "Ete" Metzing

(Staffelleiter), die sich ein

halbes Menschenleben für das

runde Leder eingesetzt haben,

wie Vorsitzender Josef F. Hanke

betonte. Die Delegierten erhoben

sich von ihren Plätzen und applaudierten

minutenlang. Beide

wurden anschließend zu Ehrenmitgliedern

des Kreisvorstandes

ernannt. Peter Baumeister

Erich Köchling (links) und Werner „Ete“ Metzing wurden zu Ehrenmitglieder

des Peiner Kreisvorstandes ernannt.

Verdienste wurden gewürdigt

Zweimal wurde im NFV-Kreis

Northeim/Einbeck die Silberne

Ehrennadel für langjähriges Engagement

auf Vereinsebene verliehen:

An Armin Bock vom FC

Auetal, der seit 20 Jahren in den

Vereinen FC Sebexen und FC Auetal

wesentliche Vorstandsfunktionen

ausfüllt und an Manfred

Nienstedt vom FC Ahlshausen/

Opperhausen, der 18 Jahre lang

als Fachwart, SG-Leiter und Vorsitzender

des FC Ahlshausen/

Opperhausen gewirkt hat.

Mit der „Silbernen NFV-Verdienstnadel“

für 25-jähriges verdienstvolles

Wirken auf Vereinsebene

sind kürzlich im NFV-Kreis

Northeim/Einbeck Karl Voges

vom TSV Bollensen für zehn Jahre

als Fachwart und 20 Jahre als

Vereinsvorsitzender sowie Thomas

Scholz (TSV Lüthorst) ausgezeichnet

worden. Karl Voges war

zehn Jahre lang als Fachwart

beim TSV Bollensen tätig, ehe er

das Amt des Vereinsvorsitzenden

übernahm und es seit über 20

Jahren bis heute ausübt.

Thomas Scholz war von

1982 an als Schiedsrichter

zunächst im NFV-Kreis Göttingen

und später auch im NFV-Kreis

Northeim/Einbeck aktiv, ehe ihn

andere Aufgaben im Kreisvorstand

zum Verzicht auf das

Schiedsrichteramt zwangen.

Manfred Kielhorn


Fußball ist wieder

die Nummer „Eins“

Harmonischer Kreistag in Salzgitter

Große Harmonie herrschte beim

Kreistag der Fußballer des

NFV-Kreises Salzgitter im Gästehaus

„Hotel am See – Gästehaus

der Salzgitter AG“. Der Kreisvorsitzende

Wolfgang Fisch (FC Flachstöckheim)

wurde einstimmig wiedergewählt.

Bezirks-Vorsitzender Egon

Trepke deutete eine Reduzierung

der Kreise im NFV in den kommenden

Jahren an. „Selbst die Bezirke

werden Federn lassen. Auf weite

Sicht ist eine Abschaffung des Bezirkes

nicht auszuschließen.“

In seinem Jahresbericht freute

sich Fisch darüber, dass Fußball

wieder die Nummer „Eins“ vor

den Turnern in Salzgitters Sportszene

ist. 8.000 Mitglieder sind in

den fußballspielenden Vereinen

gemeldet. Doch die zunehmende

Gewalt auf den Sportplätzen bereite

ihm Kopfschmerzen.

Fisch zeichnete anschließend

verdiente Funktionäre aus. Die

Verdienstnadel des Kreises erhielt

Wolfram Skorczyk (VfL Salder). Die

silberne Verdienstnadel bekamen

Kurt Schiller (SV Innerstetal), Wolfgang

Wiege (TSV Lesse) und Karl

Heinz Winter (TSV Hallendorf). Die

goldene Verdienstnadel nahmen

Manfred Niemz (TV Gut Heil

Barum) und Georg Nitschke (SV Innerstetal)

entgegen. Mit der silbernen

Kreisehrennadel wurden ausgezeichnet:

Horst Kunze (TSV Beinum),

Werner Kramer (FC Viktoria

Thiede) und Rüdiger Nowak (TSV

Ohlendorf). Die Goldene Kreisehrennadel

übergab der stellvertretende

Vorsitzende Manfred Niemz

an Wolfgang Fisch und Karl Heinz

Schacht (beide FC Flachstöckheim).

Zu Ehrenmitgliedern des

Kreisjugendausschusses wurden

Heinz Rühmann (TSV Hallendorf)

und Rudolf Goldbach (SG Steinlah/Haverlah)

ernannt. Zum Ehrenmitglied

des Kreisvorstandes ernannte

Fisch den ausscheidenden

Schatzmeister Helmut Donckel

(VfL Salder). Den ausscheidenden

Ausschussvorsitzenden Manfred

Kleinschmidt (Lehrausschuss),

Werner Hiersemann (Jugendausschuss)

und Willi Lies (Schulsportreferent)

überreichte Fisch ein Präsent

für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches

Engagement für den

NFV-Kreis Salzgitter.

Günter Schacht

Ehrenmitglieder. Die beiden Urgesteine des Jugendausschusses

im NFV-Kreis Salzgitter, Heinz Rühmann (TSV Hallendorf) und Rudolf

Goldbach (SG Steinlah/Haverlah), wurden auf dem Kreistag im Gästehaus

„Hotel am See – Gästehaus der Salzgitter AG“ vom Kreisvorsitzenden

Wolfgang Fisch (links) zu Ehrenmitgliedern des Kreisjugendausschusses

ernannt. Seit fast 50 Jahren kümmerte sich Heinz Rühmann (Mitte) um

den Fußballnachwuchs des TSV Hallendorf. Bereits 1969 wurde der ehemalige

Werkschutzmann der Salzgitter AG in den Kreisjugendausschuss

berufen. Die Rolle des Kreisjugendspielleiters übernahm er unter dem

Kreisjugendobmann Fritz Hemmerich von 1975 bis 1990. Rudolf Goldbach

(rechts) holte seit 1971 die Jugendfußballer aus Haverlah von der Straße

und kümmerte sich um sie als Jugendbetreuer beim SV Haverlah.

Foto: Günter Schacht

Bezirk Braunschweig

Zum Ehrenmitglied des Vorstandes des NFV-Kreises Salzgitter wurde Helmut

Donckel (rechts) vom Kreisvorsitzenden Wolfgang Fisch ernannt.

Foto: Günter Schacht

Begeisterung beim Fußball-Tag

Auch wenn der siebte „Tag des Fußballs“ im NFV-Kreis Peine im

Stadion des VfB unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen

litt, tat das der Begeisterung keinen Abbruch. Weder bei einem 4er

Bubiliga-Turnier noch beim Endspiel der F-Jugendteams, das

der FC Pfeil Broistedt gegen die JSG Clauen/Soßmar/Bierbergen

mit 4:3 für sich entschied. Ebenso spielten die E-Junioren ihren

Kreismeister aus. Der VfB Peine gewann souverän mit 6:2 gegen

die JSG Münstedt/Oberg/Klein Ilsede. Der neue inoffizielle Kreismeister

der Ü 40-Teams heißt VfB Peine, der sich knapp gegen VfL

Woltorf und SV Lengede durchsetzte. Beim Frauen-Einlagespiel

zwischen der U 23-Kreisauswahl und der U 17-Landesauswahl

hatte Letztere mit 6:0 die Nase vorn. Peter Baumeister

Schiedsrichter gewürdigt. Bei der Jahreshauptversammlung

der Kreis-Schiedsrichter-Vereinigung Northeim/Einbeck

wurden langjährige Schiedsrichter geehrt. Bezirks-Schiedsrichter-

Obmann Stefan Voth (Braunschweig) überreichte die Silberne

Schiedsrichter-Ehrennadel des NFV-Bezirks an Uwe Wieldt (SV Vardeilsen).

Folgende Ehrungen wurden auf Kreisebene ausgesprochen:

Für ihren 45-jährigen Einsatz als Spielleiter wurden Wilfried

Wiedler (FC Sülbeck/Immensen) und Joachim Petrauschke (SVG

Einbeck) mit einer entsprechenden Ehrenurkunde gewürdigt. 40 Jahre

gehört Peter Illner (SV Ellierode) der Kreis-Schiedsrichter-Vereinigung

an. Für 35-jährige Schiedsrichter-Tätigkeit wurden Hilmar

Ahrens (SV Harriehausen) und Dieter Mönkemeier (FSG Hils/Selter)

geehrt. Die Auszeichnung für 30-jährige Tätigkeit als Spielleiter

ging an Bernd Bauer (FSG Ellensen/Hilwartshausen), Volker Mönnich

(FC Lindau) und Karl-Heinz Strenger (SV Hunnesrück). Nunmehr

20 Jahre ist Detlef Thies (FC Eintracht Northeim) aktiver Spielleiter.

Die Auszeichnung für 15 Jahre erhielten: Axel Jahn (SG Denkershausen),

Manfred Nehrig jun. (FC Kreiensen/Greene) und Markus Tamaschke

(FC Auetal). Für zehnjähriges Wirken wurde Sascha Socher

(SVG Grün-Weiß Bad Gandersheim) geehrt.

Text und Foto: Manfred Kielhorn

September 2009 47


Bezirk Braunschweig

48

Verdiente Mitarbeiter

wurden verabschiedet

Nach vielen Jahren musste der

NFV-Kreis Göttingen für die

Durchführung des Kreisfußballtages

von der Weender Festhalle in

das Sporthotel „Freizeit In“ umziehen.

Dort standen Ehrungen

und Wahlen im Mittelpunkt.

Die meisten Ehrungen wurden

bereits beim Tag des Schiedsrichters

und beim Jugendstaffeltag

vorgenommen. Kreisvorsitzender

Hans-Jürgen Lotz verabschiedete

mit dem Niedersachsen-Ross

langjährige Kreis-Mitarbeiter:

Den ehemaligen Kreisjugendobmann

Hartmut Seidel und

Adolf Stetzka aus dem Kreissportgericht.

Im Rahmen einer Fair Play-

Aktion wurden Christofer Schulz

(SV Eintracht Gieboldehausen),

Osterode holt auf. Der TSV Eintracht Wulften hat mit 3:0 überraschend

gegen die hochgelobten Kicker des VfB Werther 1920 den Südharz-Pokal

gewonnen. Der Pokal wird in jedem Jahr, jeweils im Wechsel

der Austragungsorte, zwischen den Kreisligameistern der Kreise Osterode

(Niedersachsen) und Nordhausen (Thüringen) ausgespielt. Dabei gelang

nun nach vier Niederlagen in Folge für die Osteroder Kreisvertreter

der erste Sieg. Es steht damit 9:10 aus Osteroder Sicht. Unser Foto zeigt

die Pokalübergabe durch den Spielausschussvorsitzenden Günter John an

Wulftens Kapitän Benjamin Jung.

September 2009

Fußballtag im NFV-Kreis Göttingen

Soner Senel (SV Türkgücü Münden),

Stefan Wilke (TV Jahn Hemeln),

Rüdiger Gütter (Germania

Breitenberg), Markus Fahlbusch

(GW Elliehausen), Sascha Senger

(TSV Landolfshausen), Frank Sadowski

(FC Gimte) geehrt. Als

fairste Mannschaft des Kreises

Göttingen erhielt die SG Werratal

von Toto-Lotto einen Satz Trikots.

Vor den Neuwahlen wurde

das langjährige Vorstandsmitglied

Manfred Kühn verabschiedet, der

sich nicht mehr zur Wahl stellte.

Kreisvorsitzender Lotz wies in seiner

Laudatio darauf hin, dass

Kühn dem Kreisvorstand seit über

35 Jahren angehörte. Vor der Gebietsreform

war er bereits als

Lehrwart im Kreis Duderstadt

tätig. Kühn erhielt zahlreiche

Auszeichnungen und Ehrungen

vom Kreis bis

zum DFB. Er wurde einstimmig

zum Ehrenkreisvorstandsmitgliedgewählt.

Die Delegierten,

die Gäste und der Kreisvorstand

dankten ihm

mit lang anhaltenden

stehenden Ovationen.

Die anschließenden

Neuwahlen leitete der

Der Vorstand des NFV-Kreises Göttingen und ausgeschiedene Mitarbeiter.

Unser Foto zeigt (vordere Reihe v.l.) Hartmut Seidel, Adolf Stetzka, Juliane

Jühne, Manfred Kühn; mittlere Reihe v.l.: Alfred Bonenberger, Kreisvorsitzender

Hans-Jürgen Lotz, Dieter Seliger, Siegmund Drefs und (hintere

Reihe v.l.) Hans-Dieter Dethlefs, Thomas Hellmich, Jürgen Treidler. Es

fehlt Christian Rahlfs. Foto: Theodoro da Silva

stellvertretende Bezirksvorsitzende

Gehard Dix. Der neue Vorstand

setzt sich wie folgt zusammen:

Kreisvorsitzender: Hans-Jürgen

Lotz; stellv. Vorsitzender und

Spielausschussvorsitzender: Alfred

Bonenberger; stellv. Vorsitzender,

Schriftführer und Pressewart:

Hans-Dieter Dethlefs;

Schatzmeister: Siegmund Drefs;

Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses:

Christian Rahlfs;

Vorsitzender des Kreissportgerichts:

Jürgen Treidler; Vorsitzender

des Jugendausschusses:

Hans-Dieter Seliger; Vorsitzender

Lehrausschuss: Thomas Hellmich.

Neues Mitglied im Sportgericht

ist Jürgen Maur (FC Mingerode)

und im Lehrausschuss ist

künftig Juliane Jühne (Sparta

Göttingen) für die Betreuung der

Juniorinnen zuständig.

Hans-Dieter Dethlefs

Ehren-Schiedsrichter. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kreis-Schiedsrichter-

Vereinigung Northeim/Einbeck in Delliehausen wurde Wolfgang Schulz-Wehner nach 48-jähriger

Tätigkeit als Spielleiter, Jahrzehnten als Lehrwart und KSA-Mitglied und verschiedenen Funktionen auf

Bezirksebene aus dem Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss verabschiedet. Er wurde vom Kreis-Schiedsrichter-Obmann

Northeim/Einbeck, Werner Dingenthal (links), als erster „Ehren-Schiedsrichter“ ausgezeichnet.

Foto: Manfred Kielhorn

Doppelerfolg für Petershütte. Beim „Tag der Fußballjugend“

des NFV-Kreises Osterode beim VfB Bad Sachsa wurden die Pokalsieger

ausgespielt. Bei den E-Junioren der Kreisliga siegte TSV Wulften.

Bei den F-Junioren der Kreisliga setzte sich TuSpo Petershütte durch. Das

F-Kreisklassen-Pokalendspiel gewann der SV Förste deutlich. Nach einem

1:1 im D-Junioren-Kleinfeld zwischen der JSG Barbis/Südring und der JSG

STN musste das Neunmeterschießen entscheiden. STN siegte. Bei den D-

Junioren Großfeld behielt TuSpo Petershütte die Oberhand. Unser Foto

zeigt Kreisjugendobmann Ratko Lazic (links) und Staffelleiter Helmuth

Vetter bei der Übergabe von Pokal und Urkunde an die Wulftener E-Junioren.

Foto: Erwin Müller


Bezirk Hannover

50

Er prägte den NFV-

Kreis Hannover-Land

Hilmar Vogel jetzt Ehrenvorsitzender

Mit einem einstimmigen Votum

und Standing Ovations

zollten die rund 300 Delegierten

dem Schaffen ihres langjährigen

ehemaligen Kreisvorsitzenden Anerkennung

und Respekt und kürten

Hilmar Vogel beim außerordentlichen

Kreistag des NFV-Kreises

Hannover-Land in Burgdorf

zum Ehrenvorsitzenden. „Keiner

prägte unseren Fußballkreis mehr,

als Hilmar Vogel. Seine Handschrift

wird auch in Zukunft für

uns alle erkennbar bleiben“ lobte

Nachfolger Fritz Redeker.

Bei weiteren Ehrungen

wurden Wilhelm Paulig (TSV

September 2009

Pattensen) und in Abwesenheit

Heinrich Helms (TSV Krähenwinkel-Kaltenweide)

mit der Silbernen

Ehrennadel des Kreises ausgezeichnet.

Die Ehrennadel in

Gold verdienten sich Detlef Feuerhake

(SV Altenhagen), Gerd

Müller (TSV Mühlenfeld) und

Rolf Svete (TSV Havelse). Karin

Bergmann (MTV Immensen)

wurde in Abwesenheit mit der

Silbernen Ehrennadel des NFV

geehrt. Dieter Drape (TSV

Mühlenfeld) erhielt für seine

40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit

die DFB-Verdienstnadel.

Heinz Jäkel

Neue Übungsleiter. 18 Teilnehmer haben Erwin Benkert, Claudia

Bubat, Roman Klodnyckyj und Siegfried Motzner erfolgreich beim

Lehrgang des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont zum Trainer C Breitenfußball,

Profil Kinder/Jugend geprüft. Neben Trainingslehre, Taktik und Mannschaftsführung

wurden nach der DFB-Ausbildungskonzeption für den Kinder-

und Jugendbereich Inhalte der Ausbildungsstufen „Umfassende Bewegungsschulung“,

„Technisch-spielerische Vielseitigkeitsschulung“,

„Fußballspezifisches Grundlagentraining“ und „Beginnendes Spezialisierungstraining“

vermittelt. Der Lehrgang hatte beim ESV Eintracht Hameln,

Stolz präsentiert der neue Ehrenvorsitzende Hilmar Vogel (2. v. r.) seine

Urkunde im Kreise seiner langjährigen Weggefährten Eberhard Wacker,

Fritz Redeker und Klaus-Dieter Roegner (von links). Foto: Heinz Jäkel

die praktische Prüfung beim TSV Bisperode stattgefunden. Bestanden haben:

Torsten Oppermann, Maik Popowitsch, Florian Sehring (alle TSV Bisperode),

Axel Raupach, Heiko Wolsky (beide MTV Fr. Bakede), Dominic

Krümpelbeck, Patrick Schake (beide Preußen Hameln), Benjamin Bohne,

Markus Heutmann (beide FC Latferde 80), Timo Dubberke (HSC BW Tündern),

Roman Sfalanga (HSC BW Tündern), Marco Barthel (MTSV Aerzen),

Meike Becker (ESV Eintracht Hildesheim), Ralf Böllert (SF Osterwald), Nils

Kreber (TuS Rohden), Karsten Meyer (SC Diedersen), Steffen Wagner (TC

Hameln) und Taner Yalcin (SV Eintracht Afferde). Norbert Handelsmann

22 Neutrainer. Nach 120 Lerneinheiten

und den bestandenen schriftlichen,

mündlichen und praktischen Prüfungen haben

Marion Kowalski, Theresa Zeckel, Meike

Hunte, Lars Machule, Hartmut Buhr,

Karsten Selsemeier (alle TSV Eintracht

Bückeberge), Bastian Könemann, Alexander

Teske, Moritz Heine, Ilja Kuris, Lennart Janzen,

Christian Heine (alle VfL Bückeburg),

Thomas Siegmann, Michael Pade, Ralph

Ucko, Kathrin Piel (alle Rot-Weiß Stadthagen),

Gerald Knotek (SG Rodenberg), Tobias

Reese (VfR Evesen), Maik Bardel (TuS Jahn

Lindhorst), Nico Kerkmann (TuS Niedernwöhren),

Fabian Stapel (SC Auetal) und Ralf

Müther (TuS Lüdersfeld) den Lehrgang zum

Trainer C Breitenfußball beendet. Gestartet

war der Lehrgang mit 27 Teilnehmern beim

TSV Eintracht Bückeberge, der auch die Juniorenteams

für die praktischen Prüfungen

stellte. Unser Foto zeigt die Teilnehmer mit

(links) Lehrgangsleiter Ernst Führing und

Referent Friedrich-Wilhelm Wahlmann.

Ernst Führing/Foto: Helmut Machule


„Nest des Fair Play“

Ehrung für zwei faire Vilser Mannschaften

Gute Leistungen ohne Ellbogen-Mentalität:

Dass sich

sportlicher Erfolg und regelkonformes

Kicken nicht ausschließen

müssen, bewiesen die Fußballer

des SV Bruchhausen-Vilsen in der

vergangenen Saison. So sicherte

sich das Team von Trainer Wilfried

Feldhaus nicht nur die Kreisliga-

Vizemeisterschaft und damit den

Aufstieg in die Bezirksliga, sondern

kam in 30 Punktspielen ohne

Rote Karten aus.

Lediglich 50 Verwarnungen

und zwei „Ampelkarten“ gab

es gegen die Vilser, die damit

im VGH-Fairness-Cup Platz 49

unter allen 1.073 bewerteten

Herren-Teams im Niedersächsischen

Fußballverband (NFV) be-

Platz 49 in der verbandsweiten Fair Play-Wertung belegten die künftigen Bezirksliga-Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen

(kniend). Dazu gratulierten Kreis-Spielausschuss-Vorsitzender Michael Steen und der stellvertretende

NFV-Kreisvorsitzende Heinz Dumke (stehend v.l.) ebenso wie Bruchhausens Sparkassen-Leiter Manfred

Henke und der NFV-Kreisvorsitzende Dieter Plaggemeyer (stehend v.r.). Auch die fairsten Teams des Nordkreises

erhielten Geldprämien. Foto: Krüger

Rolf Gans (Holzminden) ist weiter für den Nachwuchs im NFV-

Kreis Holzminden zuständig. Der Vorsitzende des Jugendausschusses

wurde beim Kreisjugendtag im Sportheim des SC Münchhausen Bodenwerder

im Amt bestätigt. Zudem erhielt sein Team mit Manfred Tophinke

(Holzminden), Stefan Reichwald (Grünenplan), Dirk Schünemann

(Reileifzen) und Jens-Uwe Meyer (Eschershausen) für die nächsten drei

Jahre erneut das Vertrauen der Delegierten. Für die vorbildliche Nachwuchsarbeit

wurde zudem der SV 06 Holzminden mit dem Sepp-Herberger-Preis

ausgezeichnet. Unser Foto zeigt den NFV-Vizepräsidenten und

Bezirksvorsitzenden August-Wilhelm Winsmann (rechts), der Rolf Gans

zur Wiederwahl gratuliert. Dazwischen Manfred Tophinke.

Dauerbrenner

in puncto Fairness

Bereits zum siebten Mal zeichnete

Dieter Plaggemeyer als

Vorsitzender des Fußballkreises

Diepholz ein Team des SV Lembruch

als Mannschaft mit den

wenigsten gelben und roten Karten

einer Saison aus. Diesmal sicherte

sich die Reserve Platz eins

in der landkreisweiten „Fair Play-

Wertung“. In 22 Pflichtspielen

kam das Team aus der 3. Kreisklasse

Süd mit 13 Verwarnungen

aus – Matchstrafen oder Feldverweise

Fehlanzeige. Und schon gar

nicht registrierte das Sportgericht

irgendwelche Verfehlungen von

Offiziellen und Betreuern an der

Seitenlinie.

Rang zwei im Südkreis sicherte

sich der SV Lessen II

(3. Kreisklasse Süd) vor den SBS

Kickers II (3. Kreisklasse Mitte).

In 22 Partien bekamen die Lessener

nur 14 gelbe Karten. Die

Bezirk Hannover

legten. Diese vorbildliche Leistung

honorierte die Kreissparkasse

Syke jetzt im Vilser Vereinsheim

mit einem Scheck

über 400 Euro.

Vilsens vierte Vertretung sicherte

sich ebenfalls einen Geldpreis:

Für Platz zwei in der Fair

Play-Wertung des Nordkreises

nahm das Team aus der 3. Kreisklasse

Mitte (18 gelbe, zwei gelbrote

Karten in 20 Spielen) 150 Euro

von der Sparkasse sowie zwei

Bälle vom NFV-Kreisvorsitzenden

Dieter Plaggemeyer entgegen.

Zudem gratulierte er dem FC Gessel-Leerßen

II aus der 3. Kreisklasse

Nord zu Platz drei. Die Gesseler

kamen mit 24 Verwarnungen

aus.

Fairstes Team im Nordkreis

und damit Empfänger von 250

Euro war der TSV Martfeld II –

ebenfalls in der 3. Kreisklasse

Nord beheimatet. Allen geehrten

Teams überreichten Plaggemeyer

und sein Stellvertreter Heinz

Dumke je zwei Bälle.

Der Fußball-Chef im Kreis

sprach angesichts der Auszeichnung

für zwei Vilser Mannschaften

von einem „Nest des Fair

Play“. Cord Krüger

Kickers kassierten 18 gelbe Karten

und landeten auf Platz drei.

Für die Kreissparkasse Grafschaft

Diepholz und ihr Geschäftsgebiet

im Süden des

Landkreises überreichten Marktmanagement-Direktor

Ulrich

Preen und Lembruchs Sparkassen-Leiter

Christoph Engel die

mit 250 Euro „dekorierte“ Urkunde.

Zudem gab es für jedes

Team einen Ball. Peter Schmitz,

Staffelleiter der 3. Kreisklasse

Süd, überreichte je zwei weitere

Bälle. Cord Krüger

Lembruchs Sparkassen-Leiter

Christoph Engel (vorn, 2.v.l.) übergab

den Scheck an Lembruchs

„Zweite“. Auch NFV-Kreisboss Dieter

Plaggemeyer (r.), Staffelleiter

Peter Schmitz (l.) und Sparkassen-

Marketingleiter Ulrich Preen (4.v.r.)

gratulierten. Foto: Krüger

September 2009 51


Bezirk Hannover

52

Topleistungen von Töpke und Urbanietz

2. Staples-Women-Soccer-Cup wurde in Hasede ausgetragen

Nach der Premiere des Staples-Women-Soccer-Cup

im

Vorjahr ging auch die Neuauflage

im Mühlenstadion in Hasede

erfolgreich über die Bühne. 18

Frauenteams von der Bezirksoberliga

bis zur Kreisklasse

Die Schiedsrichter aus dem

Fußballkreis Diepholz sind

heiß auf die neue Saison: Zum

ersten Lehrabend der neuen Serie

zählte Lehrwart Andreas

Henze im Dorfgemeinschaftshaus

Heiligenfelde 80 Unparteiische.

Ihnen hatte er die Änderungen

des Regelwerks auf Ebene

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) und einige Neuerungen

für den Spielbetrieb im Kreis

mitgebracht.

Schon während der vergangenen

Saison eingeführt, aber

nun auch schriftlich fixiert: Die

Vorschrift zur farbigen Einheitlichkeit

der Stutzen mit eventuellen

Haltern und Tapes – und

falls nicht, sollten diese Bandagen

nicht dicker als zwei Zentimeter

sein. Ebenfalls erstmals im

Regelheft steht der Passus, dass

ein Abwehrspieler durch unangemeldetes

Verlassen des Feldes

September 2009

spielten in drei Leistungsklassen

um den Sieg. Dabei gingen

TSV Deinsen, SG Achtum/Einum

und VfL Giften als Gewinner

hervor.

Als Sponsor hatte der

Bürofachmarkt Staples aus Hil-

keinen Gegner ins Abseits stellen

kann. Drittens gilt nun auch

offiziell, dass der Referee ein

Spiel abbrechen muss oder gar

nicht anpfeifen darf, wenn etwa

bei Nebel keine Sicht von Tor zu

Tor möglich ist.

Zur Ausschreibung auf

Kreisebene räumte Henze mit

dem Gerücht auf, dass in

Freundschaftsspielen maximal

fünf Auswechslungen möglich

seien. Diese Zahl bleibt unbegrenzt.

Zudem erinnerte er mit

Blick auf die Testspiele daran,

dass solche Partien angemeldet

sein müssen.

Spielausschuss-Vorsitzender

Michael Steen berichtete von einer

Neuerung beim Ausfüllen

der Spielberichtsbögen: Demnach

dürfen sie bei Partien der

Kreisliga, 1. Kreisklasse und 2.

Kreisklasse vor Anpfiff nur elf

Spieler pro Team aufweisen. In

desheim die Veranstaltung unterstützt

und überreichte den

drei erstplazierten Teams je

ein Netz mit zehn Trainingsbällen.

Als beste Spielerin wurde

Jasmin Töpke (SG Leine 08)

und als beste Torhüterin Simone

Siegerehrung in Hasede. Unser Foto zeigt (von links): Maline Dahler (TSV Deinsen), Frauenausschussvorsitzende

Sonja Bukowski, Ramona Prystawek (VfL Giften), Kristina Jördens, Larissa Kühl (beide SG Achtum/Einum), Godehard

Thielemann (Bürofachmarkt Staples), Jasmin Töpke (SG Leine 08) und Simone Urbanietz (SG

Ambergau/Volkersheim). Foto: Burghard Neumann

Schiedsrichter sind

heiß auf neue Saison

Lehrabend in Diepholz mit 80 Teilnehmern

den tieferen Klassen können die

Verantwortlichen auch bereits

die anderen Akteure vermerken.

Henze appellierte an seine Kollegen,

keine unsauberen Formulare

zuzulassen. Vorgedruckte und

im Bericht aufgeklebte Kader

duldet der NFV-Kreis weiterhin.

Geehrt wurden an diesem

Tag: NFV-Verbandsnadel: Tho-

Urbanietz (SG Ambergau/Volkersheim)

ausgezeichnet.

Die Platzierung

in der Bezirksgruppe:

1. TSV Deinsen, 2. DJK Blau-Weiß

Hildesheim, 3. SG Ambergau/

Volkersheim, 4. VfL Sehlem, 5.

SV Mehle, 6. SV Emmerke.

Die Platzierung

in der Kreisligagruppe:

1. VfL Giften, 2. SG Hasede/Giesen/Rautenberg,

3. SG Heinde/

Wesseln, 4. VfB Oedelum, 5. TSV

Föhrste, 6. TuS Nettlingen.

Die Platzierung

in der Kreisklassengruppe:

1. SG Achtum/Einum, 2. TSC

Sack, 3. SV Blau-Weiß Neuhof, 4.

SG Leine 08, 5. TuS Grün-Weiß

Himmelsthür, 6. TSV Eberholzen.

Burghard Neumann

Korrektur

In der August-Ausgabe

des Fußball-Journal haben

sich beim Bericht über den

16. ordentlichen Kreistag

des NFV-Kreises Hildesheim

zwei Fehler eingeschlichen.

Neuer Schriftführer des Kreises

ist André Strauß, der Heiner

Dirschus ablöste. Der

ehemalige Kreisvorsitzende

Heinz Richter wurde bereits

1991 zum Ehrenvorsitzenden

des Kreises ernannt.

mas Stoffels (SV Heiligenfelde)

für 15 Jahre aktive Schiedsrichterarbeit;

Silberne Ehrennadel

des NFV: Reinhard Schäfer (TuS

Varrel) für mehr als 25 Jahre.

Mehr als vier Jahrzehnte steht

Reinhard Meyer (TSV Weyhe-Lahausen)

auf dem Platz und erhielt

dafür die Goldene NFV-Ehrennadel.

Krüger

Dieter Plaggemeyer (l.) und Kreisschiedsrichter-Obmann Werner Bollow

(r.) zeichneten die langjährigen Schiedsrichter Thomas Stoffels, Reinhard

Meyer und Reinhard Schäfer (v.l.) mit NFV-Ehrennadeln aus. Foto: Krüger


Wie wohl kein Zweiter hat er

König Fußball im NFV-Kreis

Cuxhaven geprägt. Hans Dieter

Hoffmeister, der vor fast 49 Jahren

seine Tätigkeit als Funktionär

zunächst im Kreis Land Hadeln,

ab dem 1. Januar 1979 dann

auch im NFV-Kreis Cuxhaven aufnahm

und sich in mehreren Funktionen

auf verschiedenen Ebenen

einsetzte, wurde auf dem Kreistag

in Cadenberge einstimmig

zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Zugleich schenkten die Delegierten

der 87 Cuxhavener Fußballvereine

sowohl Vorstand als auch

Kreisausschüssen für weitere drei

Jahre einstimmig das Vertrauen.

Hans-Dieter Hoffmeister gab

den Vereinsvertretern einen Einblick

in die Arbeit des Vorstandes

und der einzelnen Ausschüsse in

den Jahren 2006 bis 2009. Dabei

hob er besonders die Europameisterschaft

der U 21 hervor, bei

der die deutsche U 21 in überzeugender

Manier erstmals Europameister

wurde. Aber auch die

Eröffnung der DFB Mini-Spielfelder

in Nordholz, Wanna und Beverstedt

wurde erwähnt.

Beim Kreistag standen auch

Ehrungen im Mittelpunkt des Geschehens.

Für ihre tolle Arbeit

zum Wohle des Fußballsports

wurden mit der Silbernen Ehrennadel

geehrt: Jörg Ebken (Eintracht

Cuxhaven), Heinrich Ohlmeier

(FC Hagen/Uthlede ), Walter

Rönner (SV Wittstedt), Jörg

Schmitz (TSV Bülkau), Thomas

Söhle (MTV Lüdingworth), Claus

Hildebrandt (TSV Kührstedt),

Volker Möller (FC Basbeck/Osten),

Torsten Koch (TSV Altenwalde),

Günter Pankonin (TSV Bederkesa).

Die goldene Ehrennadel erhielten

Manfred Schmitz (TSV

Bülkau) und Klaus-Dieter Leopold

(25 Jahre Mitglied im Spielausschuss).

Verabschiedet wurden

Maren Fastenau (Schiedsrichterausschuss),

Klaus-Dieter Seyen

(Jugendausschuss), Rolf Zeitler

(Kreissportgericht), Jürgen Kant-

Neue Herausforderung

für Walter Kopf

Hans Dieter Hoffmeister jetzt Ehrenvorsitzender

im Fußball-Kreis Cuxhaven

Führungswechsel im NFV-Kreis Cuxhaven: Der scheidende Kreisvorsitzende

Hans-Dieter Hoffmeister (links) und sein Nachfolger Walter Kopf.

hack (Kreispressewart), Gerhard

Bast (Spielausschuss) sowie Matthias

Katt (Schriftführer im Kreisvorstand).

Alle Sportkameradinnen

und Kameraden erhielten als

Dankeschön eine Armbanduhr.

Die KreissparkasseWesermünde/Hadeln

überreicht jedes

Jahr aus dem Sportfond den beiden

fairsten Mannschaften der

1. Kreisklasse Staffel 1 und 2 den

Fair Play-Preis. Den mit 200 Euro

dotierten Preis erhielten SG Wanna/Lüdingworth

II und FC Hagen/Uthlede

II.

Nach Abschluss der Saison

2008/2009 haben den Aufstieg in

die nächst höhere Spielklasse geschafft:

Rot-Weiß Cuxhaven, FC

Basbeck/Osten, TSV Hollen-Nord

(Frauen) und der FC Hagen/Uthlede.

Vorsitzender Hoffmeister gratulierte

herzlich und überreichte

jeder Mannschaft eine Sanitätstasche.

Danach nahmen der Spielausschussvorsitzende

Hermann

Brenner und sein Stellvertreter

Günter Gerken die Ehrung der

Meister 2008/2009 vor.

Einige personelle Veränderungen

gab es bei den anschließenden

Neuwahlen. Bei der Wahl

zum neuen Kreisvorsitzenden,

die vom NFV-Bezirksvorsitzenden

Hans-Günter Kuehrs geleitet wurde,

kandidierte Hans-Dieter Hoffmeister

für den Vorsitz nicht

mehr. Sein Nachfolger, Schatzmeister

Walter Kopf (Nordleda),

wurde einstimmig von der Ver-

Bezirk Lüneburg

sammlung gewählt. Ebenso kandidierte

sein Stellvertreter Heiner

Beinecke (Beverstedt) nicht wieder.

Sein Nachfolger wurde Heiko

Wiehn aus Loxstedt. Neu im Vorstand

ist die Position des 2. stellvertretenden

Vorsitzenden. Ernst-

Wilhelm Hoffmann (Cuxhaven-

Oxstedt) wurde einstimmig in dieses

Amt gewählt.

Was für ein Respekt: Stehende

Ovationen gab es bei der Verabschiedung

von Hans-Dieter

Hoffmeister. Bezirksvorsitzender

Kuehrs überreichte dem scheidenden

Kreisvorsitzenden das

Niedersachsenross und ernannte

Hoffmeister auf Vorschlag der

Versammlung zum Ehrenvorsitzenden.

Ebenso wurde Heiner

Beinecke für seine über 37-jährige

ehrenamtliche Tätigkeit in Anerkennung

seiner Verdienste für

den Fußballsport die Ernennung

zum Ehrenmitglied ernannt.

Aus dem Vorstandsteam

ausgeschieden ist Matthias Katt

als Schriftführer. Für ihn verstärkt

Fritz Schlichting als Schriftführer

und Pressewart in Personalunion

die Führungsriege. Als neuer

Schatzmeister wurde Harald

Schedler (Nordholz) gewählt. Von

der Versammlung bestätigt wurden

der neue Schiedsrichterobmann

Werner Ehlers, Spielausschussvorsitzender

Hermann

Brenner und Jugendausschussvorsitzender

Horst Grotheer.

Walter Kopf betonte nach

der Wahl, dass er sich auf seine

neue Aufgabe sehr freue, diese

große Verantwortung aber nur

mit umfassender Unterstützung

der Vereine und des Vorstandes

bewältigen könne. Der neue

Kreisvorsitzende würdigte die

Aufbauarbeit und die erfolgreiche

Projektumsetzung der ausscheidenden

Vorstandsmitglieder

Hans-Dieter Hoffmeister und Heiner

Beinecke. Beide hätten das

Bild des Kreisfußballverbandes in

seiner heutigen Form maßgeblich

mitgeprägt. Fritz Schlichting

Der 16. Worpswede-Cup des TSV Eiche

Neu St. Jürgen zog die Nachwuchsfußballer voll in

seinen Bann. 58 Teams aus ganz Norddeutschland

waren der Einladung des Vereins aus dem NFV-Kreis

Osterholz gefolgt. 1200 Spieler, Trainer und Zuschauer

bevölkerten die Sportplätze. Der Ausrichter schickte

rund 100 Helfer ins Rennen, um das Großereignis

zu einem bleibenden Erlebnis werden zu lassen. Die

Gastvereine lobten den Veranstalter nach den Wettbewerben

über den grünen Klee. „Danke, ist alles

prima gelaufen. Tolle Organisation“, freute sich Heiko

Pankoke über die große Anerkennung der Teilnehmer.

Der Jugendleiter des TSV Eiche Neu St. Jürgen

musste am zweiten Turniertag viele Hände

schütteln, um den persönlichen Dank der zahlreichen

Gäste entgegenzunehmen. Die 58 Teams ermittelten

in vier Konkurrenzen ihre Turniersieger. Den Platz an

der Sonne belegten beim 16. Worpswede-Cup der

TSV Abbehausen (D-Juniorinnen), die SG Lontorf/

Wimmer (7er D-Junioren), JSG Bendestorf (11er D-Junioren)

und der BV Bümmerstede (E-Junioren), aber

auch die übrigen Teams durften sich über Geschenke

und viel Edelmetall (Foto) freuen. Reiner Tienken

September 2009 53


Bezirk Lüneburg

54

Frauenpower bei

Harburger Schiris

2008/09 wurden über 3000 Spiele geleitet

„Die rund 290 Fußball-

Schiedsrichter waren in der Saison

2008/09 mit der Leitung von

mehr als 3000 Begegnungen beauftragt.

Das war für alle eine

große Herausforderung, die sie

aber mit Bravour gemeistert haben.

“ Das stellte der Harburger

Kreisschiedsrichterobmann Joachim

Weis in den Vordergrund

seines Jahresberichtes. An der

Jahresversammlung der Unparteiischen

im Hittfelder Gasthaus

Gambrinius nahm auch Kreisvorsitzender

Manfred Marquardt teil.

Marquardt lobte die Schiedsrichter

für ihre nicht nur auf

Kreis-, sondern auch auf Bezirksund

Verbandsebene sehr gute

Arbeit. „Das ist auch ein Verdienst

von Lehrwart Sven Weber

(FSV Tostedt) und allen Ausschussmitgliedern“,

hob der

Kreischef hervor. Ein besonderes

Lob vom Fußball-Boss gab es

auch für Bruno Brito da Rocha

(TSV Heidenau). Mit ihm tauchte

bereits im dritten Jahr hintereinander

ein Schiedsrichter aus

dem Kreisverband Harburg im

NFV-Talentkader auf.

Schiedsrichterobmann Joachim

Weis zeigte sich erfreut,

dass das gute Niveau der Unparteiischen

auch in der vergangenen

Saison gehalten werden

konnte. Ein besonderes Dankeschön

an dieser Stelle galt den

Schiedsrichter-Ansetzern Kim-Jana

Trenkner (Frauen), Otto

Schmidt (Herren), Peter Ahlers

(Altherren, Senioren und Hallen-

ESV Fortuna Celle feierte sein 75-jähriges Jubiläum mit einer offensiven Sportwoche mit zahlreichen Veranstaltungshöhepunkten. So auch

zum Abschluss mit einem großen Familientag auf dem Vereinsgelände Kampstraße: Neben Zelt-Zaubershow, Turnvorführung und Rhönradshow fanden

am Vortag des Punktspiel-Saisonstarts auch interessante Fußballbegegnungen statt. Den Auftakt machten die erfolgreichen ESV-Fußballdamen

(Oberliga) mit der sehenswerten Partie gegen den Verbandsligisten SV Werder Bremen II (1:4). Zum Auftakt der Bezirkspokalrunde besiegte anschließend

der A-Junioren-Kreispokalsieger ESV Fortuna Celle verdient den Kreismeister und Bezirksligaaufsteiger JSG Flotwedel mit 5:2. Abschließend liefen

die Fortuna-Allstar-Kickers (viele jenseits der 40) als „Highlight“ zum Vergleich mit der befreundeten Auswahl der Celler Schiedsrichtervereinigung

auf. Beide Mannschaften lieferten en intensives und torreiches Ballspielchen ab. Die SR-Trainingsgruppe, betreut durch Carsten Kellner, musste sich

schließlich der weitaus größeren Spielerfahrung beugen. Mit 6:4 siegten die Fortunen gegen das von KSO Michael Frede (links stehend) angeführte

Auswahlteam. Referee Jan Siegusch leitete die Spaßpartie, natürlich ohne Verwarnungen. Damit steuerten alle Beteiligten auf den eigentlichen Höhepunkt

hin: „Die schwarz/weiße Nacht“. Ansonsten kicken beim solide geführten Stadtklub 18 Fußballteams aller Altersspielklassen auf zwei Großspielfeldern,

berichtete der seit zwölf Jahren amtierende Vereinsvorsitzende Torsten Schimmelpfennig. Horst Friebe

September 2009

spiele) sowie Hubert Junge (Jugend).

Als bemerkenswert bewertete

Weis, dass von den Mitgliedern

des Kreisschiedsrichterausschusses

in den letzten zwölf Monaten

drei Anwärterlehrgänge durchgeführt

wurden. 39 Teilnehmer legten

mit Erfolg die Prüfung ab.

„Wir werden uns nach der Sommerpause

verstärkt um die die

Aus- und Weiterbildung der Futsal-Schiedsrichter

kümmern. Hier

haben wir zur neuen Hallensaison

noch großen Ausbildungsbedarf“,

betonte Weis.

Zu den absoluten Leistungsträgern

des Kreisschiedsrichterausschusses

gehören Galin-Slavov

Moskalev und Timo Röntsch

(beide TuS Fleestedt) sowie Christian

Jahnke (TSV Auetal). Moskalev

hatte eine gute Saison in der

Oberliga Niedersachsen und wird

auch in der kommenden Serie in

diese Klasse Spiele leiten. Röntsch

war im Perspektivkader und hat

Begegnungen in den Oberligen

von Niedersachsen, Hamburg

und Schleswig-Holstein geleitet.

Hier belegt er einen guten Mittelplatz.

Jahnke hatte nur in der Hinrunde

Spiele in der Oberliga Niedersachsen

geleitet. Auch war er

drei Mal als Schiedsrichter-Assistent

in der A-Junioren-Bundesliga

aktiv.

Ganz besonders hob Weis

die Frauen-Power im Kreisschiedsrichterausschuss

hervor.

Kim-Jana Trenkner (TSV Winsen)

leitete mehrere Begegnungen in

Glückwünsche zur Auszeichnung als Schiedsrichter des Jahres gab es vom

Vorsitzenden des Kreisfußballverbandes, Manfred Marquardt (links), und

dem Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschusses, Joachim Weis

(rechts), für (weiter von links) Christian Rix, Anna-Lena Gross sowie Torben

Lau. Foto: Balzer

der 2. Frauen-Bundesliga. Ihre

größte sportliche Herausforderung

war die Leitung von vier Herrenspielen

in der Oberliga. Annika

Hobst und Rena Tilsner (beide TuS

Fleestedt) waren bei Kim-Jana als

Assistentinnen in der 2. Bundesliga.

Nadine Lange (TV Meckelfeld)

meisterte ihre Aufgaben als

Schiedsrichterin in der Frauen-Regionalliga.

Christin Junge (Turnerschaft

Westerhof) und Anna-Kristin

Mielke (TuS Fleestedt) stehen

vor dem Aufstieg in die Frauen-

Regionalliga. In der Frauen-Oberliga

sind Sabrina Schulz (TSV Stelle),

Jana Reinhard (VfL Jesteburg)

und Anna-Lena Gross (TVV Neu

Wulmstorf) aktiv.

Anhaltenden Beifall von den

Tagungsteilnehmern gab es für

die Geehrten. Zur Schiedsrichterin

des Jahres wurde Anna-Lena

Gross (TVV Wulmstorf) gekürt.

Sie brachte es auf insgesamt 138

Stimmen. Auf den weiteren Plätzen

folgten Jennifer Aden (Ein-

tracht Elbmarsch/118) und Rena

Tilsner (TuS Fleestedt/84). Mit

deutlichem Vorsprung ging Christian

Rix (Hollenstedt-Wenzendorf/162)

als Schiedsrichter des

Jahres hervor. Die weiteren

Platzierungen: 2. Steffen Raida

(TSV Winsen/111), 3. Marcel Völker

(SG Salzhausen-Garlstorf/77).

Torben Lau (MTV Borstel-Sangenstedt/145)

wurde zum Jungschiedsrichter

des Jahres proklamiert.

Die weiteren Plätze nahmen

Manuel Meyer (VfL Jesteburg/110)

und Andreas Milonas

(TSV Hittfeld/69) ein.

Eine Urkunde für 45-jährige

Treue zur Schiedsrichter-Gilde gab

es für Rudi Niemann (SV Bendestorf).

Für ein Vierteljahrhundert

als Unparteiischer wurden Peter

Müller und Bodo Qualmann (beide

SG Elbdeich), Siegfried Schneider

(SV Bendestorf) und Martin

Porth (MTV Borstel-Sangenstedt)

mit Urkunden und Ehrennadeln

ausgezeichnet. Ulrich Balzer


Freut sich über den „Loser-Cup“: Das Team des MTV Wangersen II.

Dennis „Atze“ Langen schüttelt

mit dem Kopf. Dann zuckt

der Kapitän des MTV Wangersen

II (NFV-Kreis Stade) mit den Schultern,

nimmt die rote Laterne entgegen,

reißt die Trophäe in die

Luft und schreit: „Da ist das

Ding.“ Seine Mitspieler feiern ihn

mit der Welle. So sehen Verlierer

aus.

„So war das eigentlich nicht

geplant“, sagt Langen und grinst.

Der 27-Jährige hat die erste Auflage

des „Loser-Cups“ organisiert.

Die Idee ist bereits kurz nach

der Hinrunde der abgelaufenen

Saison entstanden. Der MTV

Wangersen II gehörte schon in

den vergangenen Jahren regel-

mäßig zu den schlechtesten

Kreisteams. „Wir haben uns gefragt,

ob es noch eine Mannschaft

gibt, die schlechter ist als

wir“, so Langen. Aus einer ersten

fixen Idee ist ein Turnier entstanden,

das in den nächsten Jahren

noch ausgebaut werden soll.

„Wir wollen auch auf uns aufmerksam

machen“, sagt Langen.

Schließlich sei es schwierig, Sponsoren

zu finden, wenn man ständig

verliert. Eingeladen wurden

die schlechtesten Mannschaften

Trainingseinheit

mit Britta Carlson

WM-Botschafterin besucht SV Holdenstedt

Die Ex-Nationalspielerin und

Botschafterin der Frauen-

WM 2011 in Deutschland, Britta

Carlson (VfL Wolfsburg), leitete

auf der Sportanlage des SV Holdenstedt

eine Trainingseinheit

mit mehr als 100 Jungen und

Mädchen. Für Jugendleiter Patrick

Wende stand der Spaß beim

Sportfest absolut im Vordergrund.

Die Jungen, aber vor allem

auch die Mädchen sollen

Lust bekommen, Fußball zu spielen.

Britta Carlson nutzte die

Stippvisite in Holdenstedt nicht

nur dazu, mit den Kindern zu

trainieren, sondern auch, um

auf das anstehende Großereignis

der Frauen-WM hinzuweisen.

Die ehemalige Nationalspielerin

ist WM-Botschafterin

für Norddeutschland und soll

Werbung für die Weltmeisterschaft

betreiben. „Viele Menschen

wissen noch gar nicht,

Nur der Spaß zählt

MTV Wangersen II gewinnt den „Loser-Cup“

dass die Frauen-WM 2011 in

Deutschland stattfindet. Ich bin

dazu da, den Kindern und Eltern

diesen Höhepunkt ins Gedächtnis

zu rufen. Immerhin ist

Deutschland Titelverteidiger“,

erläuterte sie.

Zusammen mit Wolfsburgs

Ex-Bundesligaspieler Roy Präger

rührt Carlson die Werbetrommel

für den WM-Standort

Wolfsburg. Seit Mitte letzten

Jahres ist sie 60.000 Kilometer

im Norden gefahren, von

Emden nach Dresden und

von Flensburg bis in den Harz.

Carlson ist aktuell Co-Trainerin

der Frauen-Bundesligamannschaft

des VfL Wolfsburg.

Im Rahmen des Sportfestes

stellte sie die WM-Koordinatoren

aus dem NFV-Kreis Uelzen vor.

Tanja Zens (MTV Römstedt) und

Till Denecke (MTV Gerdau) sollen

vor allem den Mädchenfußball im

Kreis Uelzen fördern mit Blickrich-

aus den Nachbarkreisen. Drei

Mannschaften sind angetreten.

Im nächsten Jahr sollen die

schlechtesten Teams aus dem gesamten

Bezirk Lüneburg kommen.

„Ich hoffe, es werden dann

so zehn Mannschaften“, wünscht

sich Langen.

Der Sieger des ersten „Loser-

Cups“, der SV Deinstedt II, hat

sich ebenso bereits für die nächste

Ausgabe qualifiziert wie der

Letzte. Ganz klar, dass die Gewinner

mit der goldenen Ananas be-

tung auf die anstehende Frauen-

WM in Deutschland. Die beiden

verstehen sich als Schnittstelle

zwischen Verband, Vereinen und

Bezirk Lüneburg

lohnt wurden und für die schlechteste

Mannschaft gab es die rote

Laterne. Dass die Mannschaften

Spaß hatten, zeigt die Ansage des

Zweitplatzierten. Die Spieler des

FC Geeste 06 III kündigten an:

„Wir sehen uns nächstes Jahr.

Wir geben unser Bestes.“

Dass die Spieler aus Wangersen

wieder mal die Letzten sind,

stört hier kaum jemanden. „Der

Spaßfaktor ist das wichtigste“,

sagt Heinz Gerstmann. Der 48-

Jährige ist der älteste Spieler in

der Mannschaft, tritt seit drei Jahren

für Wangersen gegen den

Ball und ist immer noch begeistert.

Seit einem Jahr wohnt Gerstmann

in Lübeck, pendelt jedes

Wochenende hin und her. Warum?

„Die Kameradschaft“, antwortet

er knapp. Und weiter:

„Hier wird nicht genörgelt“, auch

nicht bei Niederlagen.

Ansonsten gebe es auch einiges

zu meckern. Wangersen II

beendete die Saison 2008/09

mit einem Torverhältnis von

40:184. „Hauptsache keine 200

Gegentore“, sagt Jim-Frederic

Schmidt-Loitz und grinst. Für

den 23-jährigen Beckdorfer ist

das Auflaufen beim MTV II Ehrensache.

Doch das finden offenbar

immer weniger Kicker.

„Wir suchen dringend Spieler“,

ruft Dennis Langen auf. „Talent

müssen sie nicht haben, nur da

sein und Spaß haben“, so der

MTV-Kapitän. Und Spaß wird

definitiv auch dabei sein, wenn

der MTV Wangersen II die rote

Laterne im nächsten Jahr verteidigt.

Lars Koch

Die Mädchenmannschaft des SV Holdenstedt mit (von links) Kreisjugendobmann

Heino Drewes, WM-Botschafterin Britta Carlson und WM-Koordinatorin

Tanja Zens (MTV Römstedt). Nicht auf dem Foto ist der WM-Koordinator

Till Denecke (MTV Gerdau).

Schulen, wollen jungen Mädchen

das Fußballspielen im Verein

„schmackhaft“ machen.

Harald Nolting

September 2009 55


Bezirk Lüneburg

56

Klares Votum für

Hans-Günther Kuers

Bezirkschef will die Vereine unterstützen

Das Votum fiel auf dem Bezirkstag

des Fußballbezirks Lüneburg

in der Reiterstadt Verden

eindeutig aus. Die Delegierten

wählten Hans-Günther Kuers

zum neuen Vorsitzenden. Der

Funktionär aus Eldingen (Kreis

Celle) bekleidete zuletzt bereits

kommissarisch das Amt des Bezirksvorsitzenden.

„Ich bin für

die Vereine da“, sieht es Hans-

Günther Kuers auch in der Zukunft

als seine Hauptaufgabe an,

die Interessen der Vereine auf

Verbandsebene mit Rat und Tat

zu vertreten.

Der NFV-Präsident brachte in

seinen Grußworten zum Ausdruck,

dass das Wohl der Vereine

im Vordergrund der zukünftigen

Bemühungen steht. Karl Rothmund:

„Wir dürfen die Vereine

auf gar keinen Fall weiter belasten.“

Das Verbandsoberhaupt erinnerte

noch einmal an die tolle

Saison 2008/09 aus niedersächsischer

Sicht mit dem Deutschen

Meister VfL Wolfsburg sowie den

DFB-Schiedsrichtern der Saison,

Bibiana Steinhaus und Florian

Meyer.

Hans-Günther Kuers ergriff

auf dem Bezirkstag die Gelegenheit,

sich von drei Sportkameraden

zu verabschieden. Horst Lemmermann

(stellvertretender Bezirksvorsitzender),

Gerd Rutscher

(Schriftführer) und Karl Gohde

September 2009

(Beisitzer im Sportgericht) schieden

aus ihren Ämtern aus. Der

Bezirksvorsitzende hatte aber

auch die erfreuliche Aufgabe, einige

Ehrungen vorzunehmen. Die

Goldene Ehrennadel des Verbandes

erhielten Dieter Pospichil (Rotenburg)

und Horst Lemmermann

(Verden). Die Silberne Ehrennadel

wurde auf dem Bezirkstag Karl-

Hermann Ahlers (Lüchow-Dannenberg),

Hans-Heinrich Borstelmann

(Stade), Heinrich Eickhoff

(Soltau-Fallingbostel), Heino Feldmann

(Rotenburg), Heinz-Werner

Gerken (Cuxhaven), Heinz-Gün-

DFB-Pokal löst

Bewunderung aus

Klaus-Dieter Fischer besucht TSV Auetal

„Wo ist denn der „Pott“?

Fast ungeduldig warteten rund

60 Teilnehmer eines vom TSV Auetal

veranstalteten Talent-Camp

auf das Eintreffen von Werder

Bremens Geschäftsführer Klaus-

Dieter Fischer und des Marketingmitarbeiters

Olaf Rebbe. Beide

wurden mit Beifall empfangen.

Dieser steigerte sich erheblich, als

das Duo von der Weser den sorgsam

verpackten DFB-Pokal präsentierte.

„Das ist ja unglaublich“,

freute sich der sechsjährige

Kilian, der ebenso begeistert wie

seine Mutter Nadine war. Einmal

die begehrte Trophäe anfassen

oder sich mit ihr fotografieren lassen:

Das war das Ziel von jedem

Nachwuchsfußballer, aber auch

von den zahlreich erschienenen

Eltern.

1964 gab der damalige DFB-

Päsident Peco Bauwens beim Köl-

ter Hansen (Lüneburg), Jens-Holger

Linnewedel (Celle), Uwe Norden

(Verden), Jürgen Stenken

(Osterholz), Joachim Weis (Harburg)

und Rüdiger Wiegand (Rotenburg)

verliehen. Zudem durften

sich Rolf-Peter Nieber (Celle,

silberne Ehrennadel des Bezirkes),

Walter Kopf (Cuxhaven), Gerd

Lüdtke (Uelzen) und Gerd Rutscher

(Rotenburg, alle goldene

Ehrennadel des Bezirkes) freuen.

Der ehemalige Bezirksvorsitzende

Herbert Lange (Schneverdingen)

wurde auf der Versammlung zum

Ehrenmitglied des Bezirks Lüneburg

gewählt.

Der Wahlgang verlief problemlos.

Hans-Günther Kuers

wurde einstimmig zum Bezirksvorsitzenden

ernannt. Einziger

Stellvertreter ist jetzt Walter

Kopf (Cuxhaven). Das Amt des

Schatzmeisters bekleidet nun

Bernd Müller (Rotenburg). Die

Delegierten sprachen zudem Jürgen

Stebani (Lüneburg, Spielausschuss),

Berthold Fedtke (Rotenburg,

Schiedsrichterausschuss),

Reiner Tienken (Osterholz, Referent

für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit),

Claudia von Kiedrowski

(Verden, Referentin für

Frauenfußball), Fritz Rechten

(Beauftragter für Lehrarbeit), Rüdiger

Wiegand (Rotenburg, Bezirkssportgericht)

und Uwe Norden

(Verden, Jugendausschuss)

einstimmig das Vertrauen aus.

Die zügige und harmonische

Wahlprozedur passte bestens ins

Bild eines Bezirkstages, der reibungslos

über die Bühne ging.

Für die musikalische Umrahmung

sorgte die Bigband des

Gymnasiums am Wall in Verden

unter der Leitung von Uta Rabe.

Reiner Tienken

Die geehrten Personen des NFV-Bezirks Lüneburg mit dem Bezirksvorsitzenden Hans-Günther Kuers (sitzend,

Mitte).

ner Künstler Wilhelm Nagel den

Entwurf eines neuen Pokals in

Auftrag, da die alte Trophäe nicht

mehr dem kulturellen Anspruch

des DFB entsprach. Heraus kam

eine zwölfeinhalb Pfund schwere

Trophäe, deren Sockel Platz für

die Eingravierung der siegreichen

Mannschaften bietet. Der Pokal

besteht aus feuer-vergoldetem

Sterlingsilber. Nagel verwendete

250 Gramm Feingold und dekorierte

sein Kunstwerk mit zwölf

Turmalinen, zwölf Bergkristallen

und 18 Nephriten. Kernstück ist

das aus grünem Nephrit geformte

DFB-Emblem.

Nachdem bis 1991 etwa 700

Buchstaben und Ziffern mit den

Jahreszahlen und Namen der Pokalsieger

in den Sockel geritzt

worden waren, musste die Basis

des Cups um fünf Zentimeter erhöht

werden, um weiteren Platz

Auch Kreispressewart Ulrich Balzer (links) konnte beim Talent-Camp des

TSV Auetal in Wulfsen den DFB-Pokal bewundern. Daneben der Geschäftsführer

des SV Werder Bremen, Klaus-Dieter Fischer.

zu schaffen. Die jetzige Sockelfläche

reicht bis zum Jahr 2020.

Im Jahr 2002 wurde der DFB-Pokal

noch einmal generalüberholt.

Den momentanen materiellen

Wert taxieren Kunstexperten

auf mindestens 100.000 Euro.

Der ideelle Wert liegt dagegen

viel höher - gehört der DFB-Pokal

doch nach der Meisterschale zur

begehrtesten Trophäe im deutschen

Fußball.


Die Bilanz fällt

sehr positiv aus

Kreistag im NFV-Kreis Lüchow-Dannenberg

Der Fußballsport ist im NFV-

Kreis Lüchow-Dannenberg

mit seinen rund 4500 Mitgliedern

eine tragende Säule. Dies

betonte der Kreisvorsitzende

Karl-Hermann Ahlers auf dem

Kreistag in Küsten. „Wir sind

ein kleiner Kreis, aber oho“,

unterstrich das Kreisoberhaupt

mit Blick auf Talente wie Pablo

Kunter, Janina Bohlmann,

Verena Volkmer und Almuth

Schult, die aus Vereinen des

Kreises Lüchow-Dannenberg den

Sprung in große Klubs, Landesauswahlen

oder gar in die Nationalmannschaft

schafften.

Die Kreisauswahl des Jahrgangs

1995 trumpfte, so Ahlers,

im Vorjahr mit zwei Bezirkstiteln

auf. Der Kreisfußballverband

(KFV), dem zuletzt 164 Mann-

schaften angehörten, habe zudem

einige DFB-Projekte gut umgesetzt

und darüber hinaus auch

eine größere Summe für die

Deutsche KinderKrebshilfe eingespielt.

Bei der Sportlerwahl der Elbe-Jeetzel-Zeitung,

des Kreissportbundes

und der Sparkasse

Uelzen/Lüchow-Dannenberg, die

den KFV finanziell mit 6250 Euro

unterstützte, erreichten Fußballer

Spitzenplätze. Erfreulich gestaltete

sich auch die Top-Platzierung

des SV Zernien im landesweiten

VGH-Fairness-Cup.

Positiv hob Karl-Hermann

Ahlers hervor, dass erstmalig seit

mehreren Jahren kein Kreisteam

auf Bezirksebene in den sauren

Apfel des Abstiegs beißen musste.

Negativ ist für Ahlers dage-

50 Jahre SV Dalle. Im kleinen 80-Seelen-Dorf Dalle konnte der

ansässige Sportverein jetzt mit seinen 93 Vereinsmitgliedern stolz auf das

50-jährige Bestehen zurück blicken. Sieben der einstigen Vereinsgründer

erlebten Festlichkeiten im ganz besonderen Rahmen. Das Jubiläum wurde

mit vielen Wochenendveranstaltungen im und am großen Festzelt zünftig

gefeiert. Nach der Siegerehrung eines Freizeit-Fußballturniers mit

Teams aus den Escheder Nachbarorten wurde der SV Dalle für sein

langjähriges sportliches Engagement ausgezeichnet. Jens-Holger Linnewedel

(von links) überbrachte als Vorsitzender die Glückwünsche des

NFV-Kreises Celle, vom Niedersächsischen Fußballverband und dem Deutschen

Fußball-Bund, überreichte Präsente, Plaketten und Ehrengaben an

Sportwart Henning Bergmann, den SVD-Vorsitzenden Eckhard Breetzke,

an Christian Naaß (Abteilungsleiter Fußball) sowie an den 2. Vorsitzenden

Dirk Winkelmann. Zudem erhielt nach 15 Jahren Vereinsführung der 55jährige

Vereinsvorsitzende Eckhard Breetzke die Goldene Ehrennadel des

NFV-Kreises verliehen. Er ist seit 1975 ehrenamtlich in unterschiedlichen

Positionen im Verein tätig und besonders stolz darauf, dass der Dorfklub

mehr sportliche Mitglieder als Dalle Einwohner hat. Horst Friebe

gen, dass mit nur zwölf Mannschaften

erneut die Sollzahl in der

Herren-Kreisliga unterschritten

wurde. Sieben Frauen- und 54

Herrenteams beteiligen sich, so

der Spielausschussvorsitzende

Christian Böhnsch, im Spieljahr

2009/10 am Spielbetrieb.

Ahlers selbst erhielt

während des Kreistages die Goldene

Ehrennadel des Kreissportbundes

(KSB). „Er versucht immer,

es allen recht zu machen“

würdigte KSB-Vorsitzender Hans-

Jürgen Bosselmann die Verdienste

des Fußball-Chefs. Detlef

Baartz (Schatzmeister), Erhard

Klafak (SV Karwitz) und Schiedsrichter

Uwe Beutler (SV Zernien)

durften sich über die Goldene

Ehrennadel des Fußballkreises

freuen.

Im Verlauf der Sitzung wurden

zwei Mitglieder neu in den

Kreisvorstand aufgenommen.

Jörg Wons (TSV Schnega, Schriftführer)

und Andreas Koopmann

(SV Küsten, Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit)

erhielten das

Vertrauen der Versammlung.

Bezirk Lüneburg

Lüchow-Dannenbergs Kreisvorsitzender

Karl-Hermann Ahlers wurde

mit der Goldenen Ehrennadel des

Kreissportbundes ausgezeichnet.

VfL Jesteburg

ist Sieger des Wilhelm-Harms-Pokals

bei den Fußball-A-Junioren

im NFV-Kreis

Harburg. Nach einem

bis zum Schluss spannenden

Finale besiegte

das Team die Mannschaft

des TSV Elstorf

knapp, aber verdient

mit 2:1. Nach der

Überreichung der Trophäe

durch Dieter Allerding

als Mitglied

des Jugendspielausschusses

an den VfL

Jesteburg musste Trainer

Manfred Marquardt

– er ist auch

Vorsitzender des Kreisfußballverbandes

– eine

kräftige Sektdusche

über sich ergehen

lassen. Die Partie fand

vor 150 Zuschauern

auf dem Sportplatz

des TSV Sprötze statt.

Balzer

September 2009 57


Amtliche Bekanntmachungen

58

September 2009

Geburtstage

15. September bis

15. Oktober

Heinz-Hermann Ehlers,

Ehrenmitglied des NFV, feiert

am 17. September seinen

82. Geburtstag.


Egon Trepke, NFV-Vizepräsident

und Vorsitzender des

NFV-Bezirks Braunschweig,

wird am 23. September 65

Jahre alt.


Horst Lemmermann, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Verden, feiert am 25. September

seinen 57. Geburtstag.


Marco Vankann, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Schaumburg, wird am 2.

Oktober 34 Jahre alt.


Günther Distelrath, Vorsitzender

NFV-Kommission für

das Zulassungsverfahren zur

Oberliga, feiert am 5. Oktober

seinen 60. Geburtstag.


Uwe Schraddick, Vorsitzender

des NFV-Kreises Rotenburg,

wird am 10. Oktober

47 Jahre alt.


Heinrich Eickhoff, Vorsitzender

des NFV-Kreises Soltau-Fallingbostel,

feiert am

11. Oktober seinen 61. Geburtstag.

Aufnahmegesuche

Die Vereine

• TuS Lübbow von 1907 e.V., Hartmut Carmienke,

Mauerstr. 4, 29488 Lübbow, NFV-Kreis Lüchow-

Dannenberg

• NOSTALGIE 61 e.V., Günay Sünger, Meller Str. 31,

49082 Osnabrück, NFV-Kreis Osnabrück-Stadt

• Sauensieker Sportclub e.V., vertreten durch den

Vorsitzenden der Fußballabteilung, Frank Pielot,

Fruchtallee 24, 21641 Apensen, NFV-Kreis Stade

• Nordstädter SG 09 e.V., Dieter Schell, Immelmannstr.

27, 31137 Hildesheim, NFV-Kreis Hildesheim

bitten um Aufnahme in den Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung

innerhalb von vier Wochen nach Veröffentlichung

eingelegt werden. Karl Rothmund

Präsident

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der

Amtlichen

Bekanntmachungen

ist der 14. September.

Sportschul-Termine

31.August bis 2. Oktober 2009

Trainerausbildung

Mo. 31.8. bis Di. 1. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mo. 31.8. bis Mi. 2. DFB-Trainer B-Lizenz, Reihe III, Teil 3, Prüfung

Mo. 31.8. bis Fr. 4. Trainer-C-Breitenfußballlehrgang Fachhochschule Salzgitter

Mi. 2. bis Fr. 4. Fortbildung Trainer C Breitenfußball

Do. 10. B-Lizenz-Eignungstest

Mo. 14. bis Mi. 16. Seminar für Torwarttrainer, Teil 2, Aufbau-Lehrgang

Mo. 14. bis Fr. 18. Ausbildung Trainer C Breitenfußball, Teil 1

Mo. 21. bis Fr. 25. Ausbildung Trainer C Breitenfußball, Teil 2

DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Reihe IV, Teil 1

Fr. 25. bis So. 27. Lehrgang für Mädchentrainerinnen (II)

Mo. 28. bis Mi. 30. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mo. 28. bis Fr. 2.10. DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Reihe IV, Teil 2

Seminar für Torwarttrainer, Teil 1, Grundlagen

Trainer C Breitenfußballlehrgang für FSJler

Talentsichtung

Di. 1. U 20-Testspiel

Fr. 4. bis So. 6. Norddeutsches Turnier der U 18-Junioren

Fr. 11. bis So. 13. U 15-Junioren-Auswahllehrgang

Fr. 18. bis So. 20. Norddeutsches Turnier der U 17-Juniorinnen

U 16-Junioren-Auswahllehrgang

Di. 22. U 20-Herren-Testspiel

Fr. 25. bis So. 27. U 15-Juniorinnen-Auswahllehrgang

Verbandsmitarbeiter

Fr. 4. bis Sa. 5. Jahrestagung der Frauenreferentinnen

Fr. 11. bis Sa. 12. Sitzung Verbandsjugendausschuss und Beirat

Fr. 25. bis Sa. 26. Sitzung Arbeitskreis Schulfußball

Schiedsrichter

Mo. 14. bis Mi. 16. Weiterbildung für Kreisschiedsrichter

Fr. 25. bis So. 27. Leistungslehrgang für Bezirksschiedsrichter

Sonstiges

Mo. 6. bis Mi. 9. Trainingsquartier A-Nationalmannschaft

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme

der folgenden Vereine als Mitglied im Niedersächsischen

Fußballverband bestätigt worden:

• Blau-Weiß Hohenkörben e.V., 1. Vorsitzender

Gerhard Scholten, Nordhorner Str. 22, 49828

Osterwald

• Turn- und Sportverein Walle von 1912 e.V.,

1. Vorsitzender Bodo Schlechte, Fichtenweg 4,

27283 Verden

• Sportverein Ege e.V., 1. Vorsitzender Nurettin

Yildizgezer, Hasenwinkel 14, 38114 Braunschweig

• TSV Heiligenrode von 1946 e.V., 1. Vorsitzender

Herbert Nothdurft, Am Kindergarten 12, 28816

Stuhr

• Kickers Ganderkesee e.V., 1. Vorsitzender Sven

Menßen, Gneisenauweg 55, 27755 Delmenhorst.

• Braunschweiger Sport-Club Acosta e.V., 1. Vorsitzender

Volker Schmidt, Nordstr. 1, 38162 Cremlingen

Karl Rothmund

Präsident

Pressedienst

Unter der Adresse

www.nfv.de

wird der aktuelle Pressedienst des NFV mit

Informationen vom Fußball in Niedersachsen

im Internet veröffentlicht.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

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Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Florian Wichert (Braunschweig)

Am Flaschendreherkamp 8

38114 Braunschweig

E-Mail: F.Wichert@googlemail.com

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

Telefax (0 51 71) 92 93 97

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Das Fußball-Journal Niedersachsen

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für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung übernommen.

Rücksendung erfolgt nur,

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stellen nicht unbedingt die Meinung

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