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Zukunft im Paradies


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“Zukunft im Paradies”

Eine Masterthesis von Björn Schirrmacher

Erstprüfer Prof. Dr.-Ing. Reinhard König

(Informatik in der Architektur)

Zweitprüfer Prof. Dipl.-Ing. Andreas Kästner

(Bauformenlehre und Darstellungsmethodik)

Dipl.-Ing Florian Geddert

(Informatik in der Architektur)

Bauhaus-Universität Weimar


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Inhalt

Aufgabenstellung

Geschichte des “Paradieses”

Das Paradiescafe in der Presse

Lage und Umgebung

Bestandsanalyse 2011

Konzept Fahrradhotel

Entwurf

Modellfotos

Reflektion

Quellen und Bildnachweise


Aufgabenstellung

Der Paradiespark war der erste landschaftlich

gestaltete Bereich an der Saale in Jena. Man geht

davon aus, dass er schon 1558 zur Gründung der

Universität bestanden hat.

Gut 200 Jahre später wurden die Promenadenwege

angelegt und Bänke zum Verweilen aufgestellt.

Seine Blütezeit erlebte der Park im 19. Jahrhundert.

Das Paradies war zum Naherholungsgebiet Jenas

geworden. Aber auch zahlreiche Feste und große

Jubiläen wurden hier gefeiert.

Um die ständig steigende Zahl an Ausflüglern auch

bewirten zu können, wurde ein inzwischen abgerissenes

Gasthaus errichtet und 1937 durch einen

neuen Pavillon, dem Paradies-Cafe ersetzt.

Nach mehreren Um- und Anbauten und den

Spuren der Zeit wird das heutige Gebäude der eigentlichen

Qualität des Ortes nicht mehr gerecht.

Die Außenanlagen sind ungenutzt und heruntergekommen,

der Pavillon ist mit Graffities beschmiert

und verunstaltet.

Diesen Widerspruch zwischen Ort und Bauwerk

aufzuheben, soll die Aufgabe dieser Masterthesis

werden.

Aufbauend auf einer zunächst theoretischen Analyse

des Ortes sollen Entwurfsprämissen abgeleitet

und daraus resultierend in den praktischen Entwurfsteil

der Arbeit übergehen.

Die Entscheidung über Sanierung, Neubau oder

Mittelweg wird sich hieraus ergeben.

Meine Vision „Zukunft im Paradies“ sieht vor, einen

Magneten zu schaffen, der die Attraktivität des

Ortes durch eine Steigerung der Angebote (Res-

taurant, Freilichtbühne, Bowlingbahn etc.) in einem

architektonisch hochwertigen Konzept zusammenbringt.

Die Abgabeleistung wird aus einem kurzen theoretischen

Analyseteil und dem Entwurf bestehen. Der

Entwurf wird alle zum Verständnis nötigen Darstellungen

(Grundrisse, Schnitte, Perspektiven etc.)

enthalten.

Zukunft im Paradies

Aufgabenstellung

Ergänzung zur

Raumprogramm

Die Erarbeitung des Raumprogrammes sehe ich als

ersten Schritt der Bearbeitung des Entwurfes an. Die

Aufgabe ist die Entwicklung des Gebietes rund um

den Paradies- Pavillon einschließlich des Gebäudes.

Die bisherigen Überlegungen haben folgende

Eckpunkte eines vorläufigen Raumprogrammes

herausgebildet:

1. Der Gastronomische Teil wird ein wesentlicher Bestandteil

des entworfenenen Bauwerks sein. Hierzu

zählen der Bewirtungsbereich/Terrasse, die Küche,

Bar, WCs, Lager, Technikraum.

2. Ein Fahrradverleih mit angeschlossener Werkstatt

soll als zusätzlicher Belebung und Funktionsbereicherung

dienen, wozu ein Werkstattraum und

Lager benötigt wird.

3. Über eine kleine Bootsanlegemöglichkeit

(Kanuverleih in der Nähe vorhanden) wird nachgedacht.

4. Um Rad und Wassersportlern auch als Rast über

Nacht zu dienen, wird über die Möglichkeit eines

kleinen Hotels bzw Pension nachgedacht.

5. Des weiteren könnten multifunktionale Räume

angeboten werden, um als Ausstellung/Galerie

oder für Präsentationen genutzt zu werden.

Die letztendlich geplanten Funktionen sollen sich

ergänzen und gegenseitig stärken. Es geht darum,

den zur Zeit sehr mangelhaft genutzten Ort zu

stärken und seinen Möglichkeiten entsprechend zu

entwickeln.

Maßstab

Der Maßstab für Grundrisse, Schnitte, Ansichten ist

1:200.

Modell

Zur Abgabe wird ein Modell gebaut werden in

einem nach Absprache mit den Betreuern sinnvollem

Maßstab.

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Geschichte des Paradieses

01 Zum Paradies

02 Papiermühle

03 Triesnitz

04 Wasserelse

05 Wittich`s Restauration

06 Deutsche Eiche

07 Blaue Weintraube

08 Gasthof zu den zwei Linden

09 Gasthof zur grünen Linde

10 Fuchsturm

11 Landgraf

Abb. 1 Landkarte Jena und Umgebung mit Auspflugsgaststätten 1885

12 Jenzighaus

13 Forsthaus

14 Wilhelmshöhe

15 Sophienhöhe

16 Gretschers Gasthof

17 Klosterschänke

18 Kunitzburg Klause

19 Zur schönen Aussicht

20 Grüner Baum zur Nachtigall

Der Paradiepark, der neben der Rasenmühleninsel

und Oberaue seit 2002 zum Flächendenkmal

Volkspark Oberaue gehört, ist südlich vom Jenaer

Stadtzentrum gelegen. Heute wird er durch die

Stadtrodaer Straße und die Eisenbahntrasse begrenzt.

In der alten Universitätsstadt wurde seit jeher viel

und gern gefeiert.

Die tiefgreifende Wandel des 19. Jahrhunderts, der

mit einen raschen Anstieg der Bevölkerung und

auch Studenten einherging wurde zur Blüte der

Ausflugslokale.

Die negativen Folgen der Industrialisierung lockte

die Städter ins Grüne, in Parks. Erholung und gute

Luft waren eine reizvolle Abwechslung.

Diese Bewegung ins Grüne setzte auch in Jena ein

und die Ausflugslokale entstanden.

Im 19. Jahrhundert gab es eine Vielzahl von ihnen,

eines davon war das alte Paradies Cafe(Abb. 8).

Es war im Gegensatz zum heutigen Pavillonstandort

weiter flußabwärts am Ende der Fischergasse gelegen.

Der Abriss dieses Gasthofes und das Fehlen

eines Ausflugslokals im Paradies gab dann 1937

den Ausschlag für die Neuerrichtung eines Lokals.


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Abb. 3 Zum Pardies, Postkarte, 1900 Abb. 4 Jena Paradies 1900

Abb. 2 “Das lustige Jena”, Zeichnung in der Erstausgabe 1895

Abb. 5 Anzeige von 1895

Abb. 6 Altes Paradiescafe

Abb. 7 Sonntagsauspfügler, Zeichnung von C. Weiß, um 1915 Abb. 8 Paradies, Postkarte, 1908 Abb. 9 Paradies, Postkarte,1911


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Das Paradiescafe in der Presse

Um Hintergrundinformationen und einen Einblick in

die Geschichte des Paradiespavillons zu bekommen,

war ich im Stadtarchiv und Bauaktenarchiv in

Jena.

Den ersten Artikel, den ich im Stadtarchiv gefunden

habe, ist aus dem Baujahr 1937 (siehe links).

Hier wird eindrucksvoll geschildert, wie nach einem

Wettbewerb unter Jenaer Architekten, der Siegerentwurf

gefunden wurde. Die verwendeten Materialien

werden detailliert beschrieben, Der Bauunternehmer

und auch der erste Pächter werden

namentlich genannt. Am Anfang ist zu lesen: “...es

soll die Jenaer dazu veranlassen, nicht nur durch

das “Paradies” zu gehen und flüchtigen Auges

über seine Schönheiten hinwegzusehen, sondern

es soll uns zu gastlicher Rast einladen...”.

Ab 1945 hat das Cafe einen neuen Pächter und

nach 1950 gehört es zu HO (Handelsorganisation)

der DDR.

Seit 1984 bewirtschaftet Ulrich Stephan das Cafe,

ist ab 1990 Pächter und eröffnet 1992 wieder (Abb.

13).

Die folgenden drei Artikel von 2003, 05 und 08 beschäftigen

sich vorrangig um die Eigentümerfrage.

2003 wird das, bis dahin der Stadt gehörende,

Grundstück und Gebäude an eine Bauherrengemeinschaft

verkauft. Unklare Auflagen und Pflichten

zwischen Eigentümern, Pächter und Stadt

erschweren eine durchgreifende Sanierung, sodass

sich der Zustand der Anlage verschlechtert.

Abb. 10 Jenaer Zeitung, 31.07.1937


11

Abb. 12 Ostthüringer Zeitung, 29.01.2008

Abb. 13 Jena Information, August 1992

Abb. 11 Thüringer Landeszeitung, 06.08.2003 Abb. 14 Ostthüringer Zeitung, 22.06.2005


12

01

Lage und Umgebung

04

05

03

02

Das Grundstück des Pavillons liegt in der exponierten

Lage in der Mitte des Paradies- Parks. Der direkte

Zugang zur Saale erfreut nicht nur die Wassersportler,

die Aussicht allein ist einen Abstecher wert.

Das Stadtzentrum ist fußläufig in gut fünf Minuten zu

erreichen.

Der Fernbahnhof Jena Paradies und der neu errichtete

Busbahnhof garantieren eine gute Verkehrsanbindung.

Auch die Nähe zu Jenas Sportplätzen mitsamt

Fußballstadion des Jenaer Fußballclubs ist ein Pluspunkt.

Besonderer Beliebtheit bei Jugendlichen erfreut

sich die Rasenmühle, die im Sommer zur Grillwiese

und zum belebten Treffpunkt wird. Auch Konzerte

oder Kinderfeste werden dort veranstaltet. Sobald

das Wetter dazu einlädt, ist der Paradiespark ein

belebter und quirliger Ort mit großer Anziehungskraft

auf alle Altersschichten- mit dem Paradiespavillon

mitten drin!

07

08

06

01 Busbahnhof

02 Bahnhof

03 Saale

04 Adern von Jena

05 Spielplatz

06 Glashaus

07 Grillwiese Rasenmühle

08 Skatepark

09 Sportanlagen

09

Abb. 15 Lageplan Jena Paradiespark


13

Abb. 16 Busbahnhof

Abb. 17 Bahnhof

Abb. 18 Saale

Abb. 19 Adern von Jena

Abb. 20 Spielplatz

Abb. 21 Glashaus

Abb. 22 Grillwiese Rasenmühle Abb. 23 Skatepark Abb. 24 Sportanlagen


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Bestandsanalyse Mai 2011

Der traurige Zustand des Paradies- Cafes hat mich

erst auf die Idee gebracht, dass dieser wunderschöne

Ort eine Veränderung verdienen würde.

In meiner zweijährigen Studienzeit in Weimar, in

der ich auch sehr oft in Jena war, hat mich dieses

Grundstück mit seiner Bebauung interessiert. Durch

die Möglichkeit zur Wahl eines eigenen Themas für

die Masterthesis, hatte ich nun auch die Gelegenheit

mich etwas genauer mit dieser Problematik

auseinanderzusetzen.

Die Gründe für diese Bilder, die eine sehr klare

Sprache des Verfalls sprechen, sind vielfälltig.

Zunächst ist die heutige Kubatur durch mehrere Anund

Umbauten, ausgelöst durch den Bedarf neuer

und größerer Räume, von außen betrachtet sehr

unaufgeräumt geworden.

Die natürlichen Zeichen der Zeit haben ihre Spuren

hinterlassen, zusätzlich ist das Gebäude aber noch

rundherum von Sprayern attakiert worden. Wie in

dem Zeitungsartikelartikel von 2003 beschrieben ist,

wird die Fassade regelmäßig gestrichen, doch die

Graffities entstehen sofort wieder. Gegen dieses

Problem möchte ich in meinem Entwurf in mehrer

Hinsicht reagieren: zum einen eine ansprechende

Architektur; die unübersichtliche Rückseite mit ihren

Büsche und dunklen Ecken muss verschwinden.

Auch durch eine Nutzung (Ferienhäuser) die rund

um die Uhr stattfindet, soll der Gefahr eines verlassenen

Grundstücks begegnen.

Ergänzend zu den Fotos muss noch gesagt werden,

dass sie zum Beginn der Saison geschossen wurden.

Inzwischen hat eine Belebung und Instandsetzung

der überwachsenen Terrassen stattgefunden. Auch

die Wände sind wieder gestrichen worden.

Abb. 25 Paradies-Cafe


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Abb. 26 Blick von der Leutrabrücke

Abb. 27 Paradies-Cafe

Abb. 28 Terrasse

Abb. 29 Detail Stützenfuß

Abb. 30 Paradies-Cafe

Abb. 31 Außenanlagen

Abb. 32 Außenanlagen Abb. 33 Vorderansicht Abb. 34 Terrasse zur Saale


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Konzept Fahrradhotel

Ausgehend von der Idee, das Grundstück rund um

die Uhr zu nutzen, kam mir der Einfall eine Herberge

zu schaffen.

Aufgrund der günstigen Lage des Grundstücks, die

nahezu direkt am Kreuzungspunkt mehrerer, teils

internationaler, Radwege gelegen ist, lag es nahe

sich über diesen Punkt Gedanken zu machen.

Zusätzlich zur Nähe zu den Radwegen, ist sowohl

der Fernbahnhof Jena Paradies als auch der Busbahnhof

ideal zur An-, Ab- oder Weitereise.

Meine Intention ist es allerdings, die Ferienhäuser

auch an Wassersportler (jedes Haus verfügt über

einen eigenen Bootssteg) zu vermieten.

Aber auch “normale” Urlauber, die im Grünen

übernachten möchten, sind die Zielgruppe.

Besonders in der kalten Jahreszeit werden wohl

weniger Freizeitsportler kommen. Eine weitere

Möglichkeit der Auslastung besteht in der Möglichkeit

für Sportler, die an Wettkämpfen in den

nahen Sportanlagen (südlich vom Paradiespark)

teilnehmen.

Um den Ansprüchen der Fahrrad und Wassersportlern

gerecht zu werden, soll es eine Reihe von

Annehmlichkeiten geben. Die Fahrräder können in

einem kleinen Seitenraum der Ferienhäuser regen-

und diebstahlsicher untergebracht werden,

für schmutzige Wäsche steht ein Wäscheraum zur

Verfügung und für das leibliche Wohl sorgt das

Paradies Cafe. Im Fahrradhaus können Fahrräder

repariert werden lassen, selbst repariert werden

oder einfach ausgeliehen werden. Auch Fahrradkarten

und sonstiges kleines Equipment soll es

geben. Ein Schlauchomat, an dem rund um die

Uhr Fahrradschläuche gekauft werden können soll

aufgestellt werden.


17

Abb. 35 Thüringer Städtekette

Abb. 36 Thüringer Städtekette

Abb. 37 Saale Radweg

Abb. 38 Saale Radweg

Abb. 39 Mittellandroute D4

Abb. 40 Mittellandroute D4


18

Entwurf

1937

1938

1961

1979

2011

Das Ergebnis der Standortanalyse hat eine hohe

Qualität des Ortes, aber auch eine unzureichende

Nutzung dieses aufgezeigt.

Mein Augenmerk beim Entwerfen lag jederzeit auf

einer, der schönen Parklage gerecht werdenden

Bebauung. Sicher ist die neue Gebäudekonstellation

größer geworden, doch wie ich finde, fügt

sie sich harmonisch ein. Die Nebengebäude sind

eingeschossig, mit genutzter Dachterrasse. Die Ferienhäuser

haben eine zweite Etage, die sich durch

das Satteldach aber auch gut einpassen.

In meiner Analyse bin ich zu dem Schluss gekommen,

den alten Pavillon stehen zu lassen. Er soll

die Vergangenheit mit der Gegenwart verbinden.

Nach durchgreifenden Sanierungsarbeiten soll in

ihm eine Rundbar mit offener Küche entstehen.

Alle Zusatzfunktionen, die zum Gebrauch einer

Gastronomie gehören, werden in das südlich

geplante Multifunktionsgebäude gelegt. Hier

sind WCs, Lager und Speiskammer mit Kühlraum

untergebracht. In direkter Nachbarschaft zu den

derzeit 6 geplanten Ferienhäusern, befindet sich

noch die Waschküche, die den Gästen/Sportlern

zur Verfügung steht. An der Südspitze ist noch ein

Büroraum gelegen, der entweder an die Parkleitung

des Paradiesparks vermietet werden könnte,

oder als kleiner Internetraum den Gästen zur Verfügung

steht. Ansonsten gibt es noch einen Raum,

der für Ausstellungen oder Versammlungen genutzt

werden kann.

Nördlich des Pavillons, an der Gabelung des

viel frequentierten Hauptweges ist das zweite

Nebengebäude gelegen. Hier ist die Fahradwerkstatt

mit Fahrradverleih und Infotresen untergebracht.

Durch das vorgezogene Dach ist hier ein


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01 Saale

02 Leutra

03 Brücke

04 Hochterrasse Fahrradhaus

05 Fahrradhaus

06 Strand

07 Saaleterrasse

08 Pavillon

Abb. 41 Entwurf Paradiespavillon

09 Waldterrasse

10 Mehrzweckgebäude

11 Ferienhäuser

12 Hochterrasse Mehrzweckgebäude


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Abstellen der Räder im Trockenen möglich.

Die beiden Nebengebäude haben jeweils eine

nutzbare Dachterrasse.

Mein Entwurf sieht vier Terrassen vor. Je eine Hochterrasse

auf den Nebengebäuden, eine mit östlicher

Ausrichtung zur Saale hin und eine westlich zum

Hauptweg und zum Spielplatz orientiert.

Die Bespielung hierfür ist flexibel, mein Vorschlag

wäre, eine Selbstbedienungsterrasse zum Hauptweg,

für den Snack zwischendurch oder Eltern, die

ihre Kinder auf dem Spielplatz “im Auge haben”.

Die anderen Terrassen würde ich mit Bedienung

vorschlagen, wobei die südliche Hochterrasse mit

Liegestühlen als Relaxbereich vorgesehen ist. Die

beiden anderen sollen mit gemütlichen Sesseln

eine Art Freiluftlounge darstellen.

Um die Anbindung des Grunstücks zu verbessern,

schlage ich eine Brücke vor. Zum einen könnte

man durch die Umleitung nationaler und internationaler

Radwege die Auslastung des Herbergs-

und Gastronomiebetriebes steigern und

gleichzeitig den Komfort der Reisenden erhöhen,

indem sie direkt an der Strecke rasten können und

nicht in der Stadt eine Unterkunft suchen müssen.

Zum anderen würden die Parkbesucher allgemein

neue und andere Wege gehen können, es würde

die beiden Parkseiten miteinander “vernähen”.

Das Farbkonzept meines Entwurfs sieht eine Reduzierung

auf Weiß (hauptsächlich Wände), Antrazit

(Wände und Böden), Holz (Hochterrassen und

Böden Ferienhäuser) und Grün (Infopint, Möbel,

Theke) vor.

Abb. 42 Lageplan, kleines Bild oben: Fernradwege Bestand, kleines Bild unten: Radweg umgelenkt


21

Abb. 43 Innenraum Pavillon


22

Werkstatt

Info

Vermietung

Hochterrasse 1

Lager

WCs

Galerie

Hochterrasse 2

Aufenthalt

Personal

Lager

Waschküche

Büro 2

Abb. 44 Erdgeschoss

Abb. 45 1.Obergeschoss


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Abb. 46 Blick von der Leutrabrücke

Abb. 47 Ansicht Nord


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Abb. 48 Blick über die Saale

Abb. 49 Ansicht Ost


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Abb. 50 Blick von oben

Abb. 51 Ansicht Süd


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Abb. 52 Ferienhäuser

Abb. 53 Ansicht West


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Abb. 54 Übersicht von oben

Abb. 55 Blick zwischen Ferienhäusern und Nebengebäude

Abb. 56 Terrasse

Abb. 58 Außenanlagen

Abb. 57 Übersicht

Abb. 59 Blick von der anderen Uferseite bei Nacht


28

Abb. 60 Modellfoto


29

Abb. 61 Modellfoto

Abb. 62 Modellfoto

Abb. 63 Modellfoto

Abb. 64 Modellfoto


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Reflektion

Gut drei Monate liegt es nun zurück, dass ich mich

entschieden habe, dieses Projekt zu bearbeiten.

Das Ergebnis war völlig offen.

Die selbstgestellte Aufgabe hatte viele Fragen, auf

die ich erst im Zuge der Bearbeitung Antworten

gefunden habe. Den alten Pavillon zu erhalten

und nicht wegzunehmen war eine ganz entscheidende.

Er gehört zum Paradies und ist auch im neu geplanten

Ensemble der Mittelpunkt.

Endlich darf er (nahezu) frei stehen und seine einfache

aber klare Form aufzeigen.

Die Nebengebäude halten respektvoll Abstand.

Da ich während meines Studiums sehr viel Zeit

in Jena verbracht habe und mich oft über den

bedauerlichen Zustand der Anlage gewundert

habe, war es eine interessante Erfahrung, zu sehen,

welche Möglichkeiten der Ort bietet.

Erfreulicherweise ist das Paradiecafe inzwischen

wieder “flott gemacht worden”. Es gab einige Erneuerungen,

sodass der derzeitige Zustand wesentlich

besser geworden ist, als die Aufnahmen vom

Mai diesen Jahres zeigen. Ich hoffe, dass das Cafe

und das gesamte Grundstück zukünftig dauerhaft

in einem besseren Zustand bleibt.

Für die vielen Anmerkungen und hilfreichen Kritiken

der Lehrenden, sowohl vom Lehrstuhl Darstellungsmethodik,

als auch der InfAR möchte ich mich

herzlich bedanken.

Weimar, 17.August 2011


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Bildnachweis

Abb. 1-9

Abb. 10

Abb. 11

Abb. 12

Abb. 13

Abb. 14

Abb. 15

Abb. 16- 20

Abb. 21

Abb. 22

Abb. 23

Abb. 24

Abb. 25- 34

Abb. 35

Abb. 36

Ausstellung „In Jene lebt sich’s

bene. Historische Kneipen und Gast

stätten in und um Jena“ vom Stadtmuseum

in der Goethegalerie

Menzel, Wolfgang: Die neue Gastund

Raststätte im Paradies. In Jen

aer Zeitung, 31.07.1937.

Glasser, Barbara: Kommune verkauft

das Paradiescafe. In Thüringer

Landeszeitung, 06.08.2003.

Titt: Cafe- Pächter will Schwarzen

Peter nicht. In Ostthüringer Zeitung,

29.01.2008.

Es gibt wieder ein Paradiescafe. In

Ostthüringer Zeitung, 22.06.2005.

Döbert, Frank: Erst am Anfang einer

Lösung für das Paradies. In Ost

thüringer Zeitung, 22.06.2005.

Eigenes Rendering

Eigene Fotos

http://www.stadtmagazin07.

de/blog/wp-content/uploads/

2010/08/Glashaus.jpg

Eigenes Foto

http://www.dailyshot.de/media/us

ers/admin/2009/08/

dailyshot_20090801_3.jpg

http://3.bp.blogspot.com/_E6ran

Lv2DTM/S9XNBItD17I/AAAAAAAABII/

lLzV1hugJR4/s1600/08+vs+85.JPG

Eigene Fotos

http://www.radreise-wiki.de/Thüring

er_Städtekette#Jena

http://www.radreise-wiki.de/Thüring

er_Städtekette#Jena

Abb. 37

Abb. 38

Abb. 39

Abb. 40

Abb. 41

Abb. 42

Abb. 43- 59

Abb. 60- 64

Quellen

http://www.radreise-wiki.de/

Saale#Jena

http://www.radreise-wiki.de/

Saale#Jena

http://www.radreise-wiki.de/Mittel

landroute_D4

http://www.radreise-wiki.de/Mittel

landroute_D4

Eigenes Rendering

Eigenes Rendering

Eigene Fotos/Grundrisse

Eigene Fotos

zusätzliche Quellen:

http://www.entdecke-jena.de/

jena/jena_gaerten.htm

Weichel, Georg: Jena, Stadt im

Grünen. Jena, 1959

Möller, Egon und Leber, Wolfgang:

Jena. Dresden, 1958

Bauaktenarchiv Jena

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