April/ Mai 2013 - Genezareth

genezareth.gemeinde.de

April/ Mai 2013 - Genezareth

S P R E N G E L

B O T E

April / Mai 2013

B r i e f d e r K i r c h e n g e m e i n d e n

Genezareth & Fürbitt-Melanchthon


Vorwort

Inhalt

Liebe Leserin und lieber Leser!

Die Natur überrascht uns nun wieder

mit ihrer Fülle und Unterschiedlichkeit.

„Der Winter ist vergangen,

ich seh des Maien Schein, ich seh

die Blümlein prangen, des ist mein

Herz erfreut“, heißt es in einem alten

Frühlingslied.

Zwar beginnt erst der April, vielleicht

auch mit seinen Wetterkapriolen,

aber das Titelbild weist auf Ostern

hin und zeigt schon sehr anschaulich

den Neuanfang und die Farbenvielfalt

der Natur. Der Sprengelbote, der

die Zeit ab Ostern bis nach Pfingsten

umfasst, passt sich dem in Umfang

und Inhalt an und bietet ein vielfältiges

Angebot.

Wir hoffen, dass sich in den Artikeln

und den angebotenen Veranstaltungen

für jede/n etwas finden mag. Am

Pfingstsonntag findet der diesjährige

Konfirmationsgottesdienst unseres

Sprengels in der Fürbitt-Kirche in

der Andreasberger Straße statt. Dass

das Wetter angenehm und der Gottesdienst

gut besucht sein mögen,

wünschen wir uns sehr.

Herzlichst Ihr Redaktionsteam

April | Mai 2013

Café Inter-Nett 2

Vorwort, Inhalt, Impressum 3

Das Leben von Anderen 4

Solidarität 6

Monatslieder 7

Ostern 8

Thomasmesse 11

Ostern bis Pfingsten 12

Der letzte Konfirmandentag 13

Angebote der Gemeinden 14

Abschied von der Kita 16

Lange Nacht der Toleranz 18

Dietrich Bonhoeffers Ethik 19

Jesus segnet die Kinder 20

Amtshandlungen 20

Gottesdienste 21

Kinderseite 23

Jugend und Schularbeitskreis 24

Babymarkt und Kindertrödel 25

Fortschritt(e) – aber wohin 26

Busausflüge 27

Rechtsberatung 27

Ich war fremd – Ihr habt mich aufgenommen 28

Ausstellungsbetreuung 29

Kirchenmusik: Projekte 30

Kirchenmusik: Termine 32

Klezmer-Workshop 34

Swinget dem Herrn ein neues Lied 35

Rede des toten Christus 35

Adressen Genezareth-Gemeinde 36

Adressen Fürbitt-Melanchthon-Gemeinde 37

À Dieu, Herr Weiser! 38

Redaktionsschluss Ausgabe

Juni | Juli 2013: 2. Mai 2013

Impressum

Herausgeber:

Die Gemeindekirchenräte der Gemeinden Genezareth und

Fürbitt-Melanchthon im Sprengel Nordwest-Neukölln

Redaktion:

Dr. Jutta Aumüller, Peter Cassiers, Dr. Uwe Feigel,

Olaf Hansen, Bernd Müller, Kurt Niedtner,

Reinhard Stolzenberg

Satz und Druck:

Druckerei Gläser, Blücherstraße 22, 10961 Berlin

Telefon: 030 / 330 29 25 52

3


Das Leben von Anderen

„Tu deinen Mund auf für die

Stummen und für die Sache

aller, die verlassen sind“.

(Sprüche 31,8).

„Si tacuisses, philosophus mansisses

– wenn du geschwiegen hättest, wärest

du ein Philosoph geblieben.“

So sprach immer wieder einmal der

Lateinlehrer, wenn ein Schüler geschwatzt

oder eine dumme Antwort

gegeben hatte. Seine eigenen Worte

waren das nicht. Er zitierte, ohne

Quellenangabe, einen lateinischen

Klassiker.

In der Klasse verstand man, wie es

gemeint war, und lernte fürs Leben.

Ergänzen ließ sich diese Weisheit

durch das Sprichwort „Reden ist Silber,

Schweigen ist Gold.“

Betrachten wir solche Beobachtungen

außerdem im Lichte des Psalmisten,

der feststellt, dass wir unsere

Jahre zubringen wie ein Geschwätz,

rundet sich das Bild: Schweigsame

Menschen sind interessanter als redselige.

Ihre wenigen Worte haben

mehr Gewicht als die vielen der anderen.

Das war schon immer so, ist

aber angesichts der verbreiteten Geschwätzigkeit

in unseren Tagen aktueller

denn je. Wer in der vergangenen

Passionszeit sich wieder einmal die

Leidensgeschichte Jesu vor Augen

führte, stellte fest, wie schweigsam

er war – gegenüber den religiösen

Würdenträgern, Herodes, Pilatus,

dessen Knechten. Gelegentlich blieb

er sogar stumm. Dieses Verhalten irritierte

die Leute sehr.

Menschen können schweigsam sein

von Natur aus, oder es kann ihnen

aus gegebenem Anlass die Sprache

verschlagen. Sie verstummen dann,

ohne an sich stumm zu sein, und beginnen

wieder zu sprechen, wenn sie

sich selbst dazu entschließen oder

von anderen ermutigt werden.

Unser Monatsspruch handelt von

Stummen oder Verstummten, die

keine Worte mehr finden und Hilfe

brauchen. Der Leser wird aufgefordert,

zu ihnen zu gehen, für sie zu

sprechen.

Im Grunde ist dies eine Selbstverständlichkeit.

Nicht nur Christen,

sondern Anhänger aller Religionen

sollen anderen behilflich sein, die

Starken den Schwachen unter die

Arme greifen, die Wortgewandten

den Unbeholfenen bei ihren Anliegen

unterstützen, die Reichen den

Armen abgeben, die Gebildeten

den Ungebildeten zur Seite stehen.

Wenn in der erbarmungslosen Natur

4 April | Mai 2013


das Recht des Stärkeren zu gelten

scheint, soll wenigstens unter kultivierten

Menschen ein Ausgleich geschaffen

werden.

Das Buch der Sprüche oder Sprichwörter

gehört in der Bibel zu den wenig

bekannten. Das ist schade, denn

es enthält in bunter Folge Weisheiten,

die man sich zu Herzen nehmen, in

Poesiealben schreiben oder einrahmen

und an die Wand hängen kann.

Unseren Spruch finden wir ungefähr

am Ende des Buches. In den vorhergehenden

Versen ist von Vorteilen

und Nachteilen des Weingenusses

die Rede. Es schließt sich als Finale

der Sprichwörter ein ausführliches

„Lob der tüchtigen Hausfrau“ an.

Für die Stummen, auch für die Verlassenen

sollen sich diejenigen einsetzen,

die nicht stumm und nicht

verlassen sind, denen es zur Zeit

gut geht, die reden, Einfluss nehmen

und sich wehren können, die einen

festen Platz in der Gesellschaft haben,

deren Worte gehört werden,

deren Handlungen Veränderungen

bewirken.

„Denkt nicht nur an euch selbst“,

wird ihnen zugerufen, „sondern

seid dankbar, dass es euch zur Zeit

gut geht.“ Es kann ja auch wieder

anders werden. Allerdings: wer ist

April | Mai 2013

jetzt stumm, verlassen Um welche

Gruppe im Lande sorgt sich niemand

Man hat den Eindruck, dass

heutzutage die allgemeine Sensibilität

für Abseitsstehende, Bedürftige,

Randgruppen so hoch ist wie früher

nicht, dass Medien Probleme aufdecken,

Skandale beschreiben, spontan

Helfergruppen entstehen, Politiker

in Bewegung gesetzt werden und

sogar Verwaltungen sich regen, zum

Wohle der jeweiligen benachteiligten

Minderheit.

Manche beklagen sogar schon,

dass angesichts des Engagements

für Minderheiten in unserer gesellschaftlichen

Wirklichkeit die Interessen

der Mehrheit, des Mittelstandes,

des „Normalbürgers“ zu wenig

gewahrt werden.

Dennoch soll eine auf sich selbst

bezogene und sich selbst genügende

Zufriedenheit nicht sein. Dennoch

gilt die Mahnung, den Mund für die

Schwachen aufzutun und sich für die

Sache derer, die verlassen sind, einzusetzen.

Und wir stellen, wie einst

ein Gesprächspartner Jesu, die Frage:

„Wer ist denn mein Nächster“

Wem kann ich helfen, wenn es mir

schon nicht möglich ist, die ganze

Welt zu retten

Da muss natürlich jeder für sich eine

5


Solidarität

Antwort finden. In Nord-Neukölln

leben viele problematische und problembeladene

Menschen, die verstummt

sind, sich verlassen fühlen,

die gerne aufgesucht werden und reden

wollen.

Der Kirchengemeinde besonders

nahe sind die alten Leute, deren Türen

sich, nach manchmal anfänglichem

Zögern, dann doch öffnen für

einen Besuch. Sie haben ein langes

Leben hinter sich, das oft einen Roman

oder Film wert wäre. Sie wohnen

seit Jahrzehnten in einem Stadtteil,

der sich so stark verändert hat wie

kaum ein anderer im ganzen Land.

Sie leben, zunehmend verständnislos,

in einer immer stärker von der

Technik faszinierten, beschleunigten

Welt. Sie erfahren, dass vertraute

Nachbarn plötzlich nicht mehr da

sind. Sie wollen dennoch bleiben,

solange es geht.

Gern verstummt niemand. Kein

Mensch fühlt sich wohl in einem

dauerhaften Schweigen, in seiner

Verlassenheit.

Er wartet auf uns, denn er ist wie wir,

und wir werden einmal wie er.

Früh am Tag. Es hat geschneit und

die Temperatur ist unter dem Gefrierpunkt.

Linie 1, im Waggon sind

weniger als 10 Menschen gut verteilt.

Ein junger Mann packt eine Tüte mit

einem großen belegten Brötchen

aus, beißt ab und beginnt, langsam

und ausgiebig zu kauen. Ein Mann

spricht ihn an, und er bietet ihm das

angebissene Brötchen an.

Der Mann lehnt ab. Er geht zu einer

Tasche und holt eine dieser

Zeitungen heraus, die in der Regel

niemand kaufen will. Er geht durch

den Waggon, bekommt wenig. Am

anderen Ende des Waggons gibt ihm

jemand anscheinend so viel, dass es

für ein Frühstück reicht. Das kommt

überraschend und überrumpelt ihn.

Er dankt freundlich und geht zu dem

jungen Mann zurück.

Nach kurzem Gespräch reicht ihm

dieser das nun noch etwas mehr angebissene

Brötchen und rät ihm, am

anderen Ende zu beginnen und das

angebissene Ende wegzuwerfen. Der

Mann aber packt das Brötchen ein

mit dem Hinweis, er kenne jemanden,

der es noch nötiger brauche. Der Zug

fährt in den Bahnhof ein.

6

Pfarrer Dr. Uwe Feigel

Kurt Niedtner

April | Mai 2013


Monatslieder

April – „Heut triumphieret Gottes

Sohn“ (EG 109)

Viele unserer Osterlieder stehen im

Dreiertakt oder in einer verwandten

Taktart (6-er/9-er). Das ist bemerkenswert

und hat auch seinen Grund.

In der Passionszeit wird nicht im

Dreiertakt gesungen. Erst wieder

zu Ostern. Es liegt auf der Hand,

dass der Dreier im Gegensatz zum

„schreitenden“ geraden Takt etwas

Beschwingtes, Fröhliches in sich hat.

Doch schauen wir noch eine Bedeutungsebene

tiefer, so sehen wir, dass

im Mittelalter diese Taktart „tempus

perfectum“ hieß und mit einem Kreis

bezeichnet wurde. Die Zahl Drei ist

im Christentum eine heilige Zahl, die

die göttliche Trinität (Vater, Sohn,

Heiliger Geist) symbolisiert. Dafür

steht auch die Form des Kreises

– ohne Anfang und Ende.

Unser Lied wurde zuerst 1591 überliefert,

und zwar im „Kinderspiegel

oder Hauszucht- und Tischbüchlein,

wie die Eltern mit den Kindern vor

und nach dem Essen, morgens und

abends singen und beten sollen“.

Singen wir es mit Freude und immer

neuer Lust an dem nicht-enden-wollenden

Halleluja-Ruf!

April | Mai 2013

Mai – „Die beste Zeit im Jahr ist

mein“ (EG 319)

Martin Luther ermuntert uns: „Tut

doch wie das Vögelein, singt, seid

fröhlich und lasst die Sorge, lernet

glauben.“ Er selber liebte die Musik

– besonders den Gesang – und hielt

sie für der Theologie ebenbürtig.

In seinem Gedicht, das als „Vorrede

auf alle guten Gesangbücher“ 1538

abgedruckt wurde, lässt Luther Frau

Musica selber zu Worte kommen.

Der zweite Teil des Gedichtes wurde

zu unserem Kirchenlied. Auch Worte

aus dem Anfangsabschnitt begegnen

uns gelegentlich, so z.B. „Hier kann

nicht sein ein böser Mut, wo da singen

Gesellen gut.“

Die Melodie wurde durch Bearbeitungen

älterer Melodien 1917 von

dem Berliner Kirchenmusiker Karl

Lütge komponiert.

Ein schönes Lied für die Wochen

nach dem Sonntag Kantate – Singet!

Gesa Korthus,

Kirchenmusikerin

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Stellen Sie sich vor, es ist Ostern, und keiner

weiß warum!

Zu Beginn des Frühjahrs erinnern

sich Juden auf der ganzen Welt alljährlich

von Neuem an ein zentrales

Ereignis der jüdischen Geschichte.

Der jüngste Teilnehmer am Sedermahl

stellt zu Beginn des Abends

die entscheidende Frage: „Was unterscheidet

diese Nacht von allen anderen

Nächten“ Der Vater antwortet

mit der Geschichte vom Auszug aus

Ägypten. Dabei und im Anschluss

werden die verschiedenen symbolischen

Speisen verzehrt. Schließlich

mündet das Sedermahl in ein festliches

Essen. Mit einem abschließenden

Gebet endet der Abend. Pessah

ist sehr oft dann, wenn wir Ostern

feiern, dieses Jahr in der Woche zwischen

dem 26. März und 2. April.

Auch unsere Kinder könnten uns

die Frage stellen: „Was unterscheidet

diese Nacht von allen anderen

Nächten“ In ihr ereignete sich das

Wunder der Auferstehung Jesu. Als

die Frauen morgens – so wie Lukas

schreibt: sehr früh – zum Grab

kamen, um den Leichnam Jesu zu

salben, da fanden sie das Grab leer

vor. Jesus war nicht mehr da, er war

auferstanden. Dieses Wunder des

Lebens inmitten der

Nacht, in der die

Trauer um den geliebten

Menschen

ungehindert Einzug

halten kann und in

der Ängste ins Unermessliche

wachsen

können, bringt das

Leben. Bringt Jesus

aus dem Tod ins

Leben zurück – und

doch ist es mehr als

eine bloße Wiederkehr.

Es ist der Sieg des Lebens über

den Tod, es ist der Sieg der Gnade

Gottes über die Schuld der Welt. Es

ist der eine Anfang, der jedem Menschen

zu jeder Zeit einen Neuanfang

ermöglicht. „Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Mit diesem Osterruf beginnen

die Gottesdienste am Ostersonntag.

Und das ist auch die Botschaft dieses

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April | Mai 2013


Festes: Jesus ist auferstanden! Er ist

nicht im Tod geblieben, das Grab ist

leer, und in den nächsten Tagen wird

der Auferstandene verschiedenen

Menschen begegnen: den Frauen am

Grab, den trauernden Jüngern auf

dem Weg nach Emmaus, dem zweifelnden

Thomas. Sie alle bezeugen,

dass Jesus wirklich, dass er wahrhaftig

auferstanden ist. Jesu Auferstehung

ist der Grund

des christlichen

Glaubens. Wäre er

nicht auferstanden,

dann gäbe es keinen

Grund zu glauben.

Dann wäre sein Tod

das Ende eines großen

und einmaligen

Menschen gewesen.

Seine Auferstehung

macht ihn einmal

mehr zu Gottes Sohn

und zeigt, dass durch

ihn das Leben und der Glaube an

Gott, wie Jesus ihn verkündigt und

gelebt hat, eine Hoffnung über den

Tod hinaus bringt. Übrigens zeugen

auch das Osterei und der Osterhase

in der christlichen Theologie seit

alters von der Auferstehung. Allgemein

gilt in der europäischen Kunstgeschichte

das Ei als Symbol für die

Auferstehung – auf Marienbildern

April | Mai 2013

kommt es im Hintergrund oder als

Randmotiv als Hinweis auf die jungfräuliche

Geburt vor. Auf dem Bild

unten von Tizian, auf dem die Madonna

mit dem Jesusknaben zu sehen

ist, ist der „Hase“ anwesend. Ein

Symbol für Lebenskraft und Auferstehung.

Zusammen mit dem Korb

mit Brot und Wein, einem Sinnbild

für den Opfertod Christi, kann diese

Darstellung als Hinweis auf die

Wiederauferstehung Christi nach

dem Tode gelesen werden.

So lassen Sie auch uns davon zeugen,

es unseren Kindern erzählen,

und die Frohe Botschaft weitererzählen.

Der Herr ist auferstanden! Er

ist wahrhaftig auferstanden!

Vikarin Judith Kierschke

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40 JAHRE

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Wo bleibt das Bundesverdienstkreuz

Cornelia & Kurt Niedtner

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April | Mai 2013


Thomasmesse

Die Osternacht ist eine Zeitenwende

– wir feiern die Auferstehung des

Herrn. Was für eine Zeit war das wohl

für die Jüngerinnen und Jünger Sie

haben alle Gewissheit verloren, dass

ihr Freund Jesus wirklich der Erlöser

ist. Er war tot. Für sie begann damit

eine unsichere Zeit. Erst durch die

Auferstehung wurde dieser Tod für

sie und für uns alle überwunden.

Doch unter diesen Jüngerinnen und

Jüngern war einer, der sich nicht einfach

auf die Euphorie der anderen

einlassen und begeistert mitglauben

konnte. Erst als er den auferstandenen

Christus sah und in seine

Wunden fassen durfte, konnte er begreifen,

dass Christus auferstanden

war: der Jünger Thomas.

Dieser Thomas ist Namenspatron

für eine ganz besondere Form des

Gottesdienstes: die Thomasmesse.

Der Gottesdienst, der in Finnland

entstand, ist für alle, die auf der

Suche sind. Für alle, die eine Heimat

suchen. Für alle mit Fragen und

Zweifeln, aber auch für alle, die im

Glauben leben. Die Thomasmesse

feiert Christus mit allen Sinnen,

begreifbar und erfassbar. In dieser

Osternacht sind wir eng verbunden

mit dem Gefühl, das die Apostel

hatten, und gleichzeitig kann jede

und jeder für sich selbst ihren und

April | Mai 2013

seinen eigenen Weg suchen. Das

Wesentliche der Thomasmesse liegt

in der nicht verfügbaren Begegnung

mit dem unsichtbaren, dem auferstandenen

Christus, die Berührung

und Heilung, die Feier des lebendigen

Gottes. Es geht darum, den

Raum offen zu halten, in dem Gott

erfahrbar werden kann. Dazu kommen

wir noch vor Sonnenaufgang,

um 6 Uhr, zum Gottesdienst zusammen,

beginnen mit Gebeten und

Liedern. Dann werden wir uns aus

dem gemeinsamen Kreis lösen und

jede und jeder kann an verschiedenen

Stationen innerhalb der Kirche

und den angrenzenden Räumen in

einer „offenen Zeit“ beten, singen,

Fürbitten vorbringen, beichten, sich

segnen lassen, ein Licht anzünden

für geliebte Menschen.

Nach einer gewissen Zeit finden sich

alle wieder zusammen. Fürbitten,

die dazu bestimmt wurden, in den

Gottesdienst mit eingebracht zu werden,

werden gelesen, es wird gebetet,

gesungen – und zum Sonnenaufgang

feiern wir gemeinsam Abendmahl.

Herzliche Einladung zur Thomasmesse

am 31. März um 6 Uhr in der

Genezareth-Kirche.

Pastorin Sabine Stierle und Team

11


Ostern bis Pfingsten

Ostern

Den Ostermorgen beginnen wir

mit zwei Auferstehungsfeiern um 6

Uhr: in der Genezareth-Kirche als

Thomasmesse und in der Philipp-

Melanchthon-Kirche mit der Ausbreitung

des Neuen Lichtes. In beiden

Kirchen laden wir zum anschließenden

Osterfrühstück ein. In allen

drei Kirchen des Sprengels feiern

wir zur üblichen Zeit einen weiteren

Gottesdienst.

In guter Tradition laden wir zum

Familiengottesdienst für den ganzen

Sprengel Nordwest-Neukölln ein.

Wir feiern ihn in der Genezareth-

Kirche am 2. Osterfeiertag, dem

1. April 2013, um 11 Uhr mit dem

Kinder- und Spatzenchor und dem

ungläubigen Thomas. Leitung:

Pfarrerin Elisabeth Kruse und Gesa

Korthus.

Christi Himmelfahrt

In der Genezareth-Kirche predigt

Pfarrerin Kruse im Sprengelgottesdienst

um 18 Uhr. In der Philipp-

Melanchthon-Kirche sind wir Gastgeber

und gern gesehene Zaungäste

bei den Kirchenmusiktagen der

Selbständigen Ev.-luth. Kirche. Ihr

Gottesdienst am Sonntag Exaudi am

12. Mai ist auch unser Gottesdienst.

12

Pfingsten

Gottes Geist durchweht seine Kirche

und die Herzen seiner Gläubigen.

Wir feiern das Fest des Geistes und

des Lebens mit der Konfirmation und

Taufe der Jugendlichen, die sich seit

knapp einem Jahr darauf vorbereitet

haben. Der Sprengel-Gottesdienst

beginnt um 10 Uhr in der Fürbitt-

Kirche.

Anschließend, etwa um 12 Uhr, wird

mit einer etwas kürzeren Liturgie ein

Kind getauft. Wer diese Gelegenheit

und die familientrefffreundlichen

Tage des Pfingstfestes nutzen

möchte, kann sich dem anschließen.

Anmeldungen zur Kindertaufe

richten Sie bitte über die Küsterei.

Der Pfingstmontag steht im Norden

von Neukölln im Zeichen der

Ökumene. Christen aus etwa zehn

Kirchen feiern gemeinsam im

Körnerpark. Sie danken Gott für

Glauben, Liebe, Hoffnung, die sie

beleben, und für die geschwisterliche

Verbundenheit, zu der sein Heiliger

Geist sie anstiftet. Der Gottesdienst

beginnt um 11 Uhr.

Pfarrer Olaf Hansen

April | Mai 2013


Der letzte Konfirmandentag

„Wir mußten noch richtig lernen.“

„Auswendig! Nicht zu knapp.“

„Zur Prüfung mußten wir alle Lieder und

den kompletten Katechismus können.“

„Vor der ganzen Gemeinde.“

„Unser Pastor sagte, alle sollen sich melden,

wenn er fragt. Die es wissen, mit dem

rechten Arm, wer nicht, mit dem linken.“

„So war das bei uns nicht! Wir mußten alles

wissen.“

Stimmen von Älteren über das Lernen, als

sie Konfirmanden waren.

April | Mai 2013

Erst der Unterricht, meist zwei Jahre.

Dann die öffentliche Prüfung. Dann

die Einsegnung. So war es lange.

Das hat sich verändert. Auch schon

lange. Aus der Prüfung wurde eine

Vorstellung der Jugendlichen. In

vielen Gemeinden bearbeiten die

Konfirmanden ein Thema und präsentieren

es im Gottesdienst. In andern

Kirchen ähnelt der Tag dem

Examen für Vikare mit allem Drum

und Dran.

In den vergangenen Jahren stand bei

uns dieser ehemalige Prüfungsgottesdienst

im Zeichen der Erinnerung.

Konfirmanden und Teamer sahen

zurück auf die gemeinsame Zeit.

Damit waren sie einen ganzen Tag

lang beschäftigt, denn sie haben viel

erlebt. Das wollten sie am folgenden

Sonntag in der Gemeinde vorstellen.

Also mußte noch ein Ablaufplan

zustande kommen, wie sie das machen

wollten. Und geübt haben sie

auch. Das war zu viel. Oft blieben

sie hinter allen Erwartungen zurück.

Vor allem hinter den eigenen. Wo

lag der Irrtum Ein Erinnerungstag

kann nicht zusätzlich Vorbereitung

und Probe für eine Aufführung sein.

Daraus lernen wir. Eine Präsentation

im Gottesdienst ist dieses Jahr nicht

vorgesehen. Der wichtige letzte gemeinsame

Konfirmandentag dient

dem Rückblick.

Er ist der Blickrichtung nach intern.

Er gehört den Konfis und den

Teamern. Aber er ist öffentlich für

alle, die das miterleben wollen. Sie

sind willkommen, aber sie sind nicht

Publikum, dem etwas vorgeführt

wird. Mitessen, mitsingen, Fragen

stellen – alles erlaubt. Am Samstag,

dem 4. Mai, von 10 bis 16 Uhr im

Saal Hertastraße 11.

Am nächsten Tag im Gottesdienst

sehen wir uns vielleicht wieder.

Wer auch immer diesen Sprengel-

Gottesdienst mitfeiern wird: Wir danken

dann Gott für die Gemeinschaft

zwischen den Sprengelgemeinden,

ihren Teamern und den Kursteilnehmern

und freuen uns auf die Taufen

und Konfirmationen zu Pfingsten.

Pfarrer Olaf Hansen

13


Angebote der Gemeinden

Kinder

Mo 11 00 - 13 00 Eltern-Kind-Gruppe (0 bis 2 Jahre) Lingott GK

Di 10 00 Gottesdienst Passion/Ostern 26.3. Hansen PM

Di 16 00 Spatzenchor (ab 3 Jahre) Korthus GK

Do 16 00 Kinderchor (ab 6 Jahre) Korthus GK

Di 20 00 Elternstammtisch in „Schiller’s“

Jugend

Mo, Mi 16 00 - 20 00 Jugendclub Hübner PM

Di 18 00 - 20 00 Jugendchor (ab 14 Jahren) Korthus GK

Mi 18 00 Konfi-Tag-Vorbereitung 10.4. alle Teamer

Mi 18 00 Konfi-Tag-Vorbereitung 24.4. alle Teamer

Sa 10 00 Konfirmandentag 20.4. + 4.5. Jugendclub

Senioren

Mo 17 00 - 18 30 Dienstagstreff am Montag Stierle, GK

Winkelmann

Di 15 00 - 17 00 Seniorengeburtstag 7.5. Feigel, PM

Hansen

Mi 15 00 - 17 00 Seniorenkreis Köhren FG

Do 14 00 - 16 00 Seniorentanz 4.4. + 18.4. Hube PM

2.5. + 16.5. + 30.5.

Fr 15 00 - 16 00 Gemeindenachmittag 12.4. + 10.5. Hansen, GK

Maschke

Kirchenmusik

Mi 19 15 - 21 00 Chor Pampuch FK

Mi 19 30 - 21 30 Chor Korthus PM

Do/Sa Kammerchor Capella Nova Colonia Korthus PM

zweimal monatlich

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April | Mai 2013


Angebote der Gemeinden

Theatergruppe

Do 19 30 - 22 00 Licht & Schatten Döpke-Szymanski GG

Theologische Kreise

Do 19 30 Theologisches Gespräch 25.4. Hansen Par

Do 19 30 Theologisches Gespräch 23.5. Kierschke PM

Sa 11 00 Bibelbrunch Stierle GK

Weitere Angebote

Mi 11 00 - 14 00 Café Inter-Nett Greeb PM

Fr 16 00 - 19 00 Café Inter-Nett Greeb PM

Mi 9 00 Busausflug (siehe Seite 27) Lange

Mi 16 00 - 18 00 Tanz rund um den Globus Meier-Nieraad GK

Mi 17 00 - 19 00 Meditativer Tanz Seidel GG

Mi 19 30 - 20 30 Line Dance* Kiefer GG

Mi 21 00 - 22 00 Standard-/Lateintanz* Kiefer GG

Do 19 45 Meditation www.achtsam.org Ulrich PM

Fr 19 30 Meditativer Tanz 17.5. Schalow PM

Fr 16 00 - 19 00 Rechtsberatung 5.4. + 3.5. RA Brandenburg PM

Die mit einem * gekennzeichneten Angebote sind kostenpflichtig. Die Kurse von Herrn Kiefer kosten pro

Stunde 5,00 Euro, der Erlös ist für das Interkulturelle Zentrum Genezareth bestimmt.

GG | Genezareth-Gemeindehaus, Schillerpromenade 16

GK | Genezareth-Kirche, Herrfurthplatz 14

PM | Philipp-Melanchthon-Kirche, Kranoldstraße 16

FK | Fürbitt-Kirche / Gemeindehaus, Andreasberger Str. 13

Par | Parochialgemeinde, Klosterstraße 67

April | Mai 2013

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Abschied von der Kita

Regina Semlinger wird nach fast 44

Jahren Ende März in den Ruhestand

gehen. Mit ihrer geduldigen Art hat

sie es geschafft, für unzählige Kinder

die Kita zu einem zweiten Zuhause

werden zu lassen. Viele Jahre

betreute sie die Vorschulkinder, später

auch die Krippenkinder. Im Zuge

der Umgestaltung war dies notwendig,

wir durften von dieser Zeit an

keine Hortkinder mehr betreuen. Seit

einigen Jahren ist sie nun in einer altersgemischten

Gruppe, die teiloffen

arbeitet, zusammen mit mit anderen

Kolleginnen in der oberen Etage.

Einige Jahre war Regina Semlinger

auch in der Tätigkeit als stellvertretende

Leiterin.

Wir sind in den vergangenen Jahren

zu einer Bildungseinrichtung herangewachsen,

die nach den Grundlagen

des Berliner Bildungsprogramms arbeitet.

Unsere Tätigkeit wird auch

durch die Sprachlerntagebücher jedes

Kindes gestaltet, ebenso führen wir

regelmäßig Entwicklungsgespräche

mit den Eltern und dokumentieren

viele Projekte.

Wir können gar nicht zählen, an wie

vielen Festen und gemeinsamen Gottesdiensten

Regina Semlinger teilgenommen

hat, vielen herzlichen Dank

dafür. Die Mitarbeiterinnen wünschen

ihr eine schöne, sonnige und

freie Zeit in ihrem wunderschönen,

gut gepflegten und blumenreichen

Garten. Wir sehen uns bestimmt!

Es besteht sicherlich die Möglichkeit,

dass Regina manchmal bei uns

Vertretungszeiten übernimmt. Sie

darf natürlich auch ablehnen und

ihre freie Zeit ohne uns verbringen.

Viel Gesundheit für die „Neue Zeit“

wünschen dir, liebe Regina, Birgit

und die Kolleginnen.

Frau Günther, unsere Kita-Leiterin,

stellte Regina Semlinger ein paar

Fragen zu der langjährigen Arbeit in

unserer Kita.

Was war deine liebste Tätigkeit in

der Kita

Freude machten mir die vielen Ausflüge

mit den Kindern, ebenso Bilderbuchbetrachtungen,

und gern

habe ich gesungen und am Tisch

Spiele gespielt.

Kannst du dich noch an die Gedanken

erinnern, als du den ersten

Tag vor der Kita gestanden hast

Mein Hortpraktikum habe ich 1969

hier abgeleistet, so dass ich am

1. Oktober 1969 als Vorschulerzieherin

mit einem guten Gefühl startete.

April | Mai 2013


Was war dein schönstes Erlebnis

in den 43 Jahren

Mein Dienstjubiläum nach 40 Jahren

Arbeit, meine Kollegen haben

einen wunderschönen Tag für mich

ausgerichtet. Niemand hat vorher etwas

verraten. Danke für diese Überraschung.

Wie stellst du dir deinen letzten

Tag in der Kita vor

Ruhig, ohne großen Bahnhof.

Was war damals der Unterschied

zur heutigen Zeit

Es gab zwei Vorschulgruppen, eine

ganztags und eine, in der ich arbeitete,

bis mittags. Die Eltern haben

sich bewusst dafür entschieden, um

den Nachmittag mit ihren Kindern

zu gestalten.

Was hat dich dazu motiviert, so

viel Kraft zu investieren

Es gab die intensive Möglichkeit, die

Kinder auf die Schule vorzubereiten,

ebenso war es toll, dreieinhalb Wochen

in jedem Jahr mit den Kindern

zu verreisen. Die Reisen wurden

vom Diakonischen Werk organisiert.

Worauf freust du dich am meisten,

wenn du jetzt freie Zeit haben

wirst

Auf Dinge, für die ich dann Zeit haben

werde, weil ich nach dem Dienst

oftmals wenig Kraft hatte, z.B. Gartenarbeit

zu verrichten.

Wirst du uns in guter Erinnerung

behalten

Aber natürlich, es war eine sehr

schöne Zeit mit euch allen.

Die Fürbitt-Melanchthon-Gemeinde

schließt sich dem Dank und allen

guten Wünschen von Herzen an.

Bernd Müller,

Vorsitzender des

Gemeindekirchenrates

April | Mai 2013


„Sprich mit mir“

Lange Nacht der Toleranz am 16. April 2013

18

„Wir für Demokratie“ – unter diesem

Motto laden verschiedene Bundesministerien

am 16. April nach

Berlin ein. Und sie laden bundesweit

zu dezentralen Aktionen in einer

„Langen Nacht der Toleranz“ ein,

um ein deutliches Signal für Demokratie,

Toleranz und Vielfalt und den

„Schulterschluss“ von Politik und

Zivilgesellschaft in ihrem gemeinsamen

Engagement dafür zu setzen.

Das passt gut zusammen mit dem

diesjährigen Thema der Reformationsdekade

„Reformation und Toleranz“.

Und es passt zum Anliegen

des Vereins „Treffpunkt Religion

und Gesellschaft“, der im Mai 2012

von evangelischen und katholischen

Christen, Juden und Muslimen gegründet

wurde.

Er plant im Rahmen der Pioniernutzungen

auf dem Tempelhofer Feld

eine Installation, die zum Miteinanderreden

einlädt: „zusammenkommen,

auseinandersetzen, gemeinsam

weitergehen“.

Was liegt also näher, als dieses Projekt

in der „Langen Nacht der Toleranz“

vorzustellen, dabei interessante

Leute kennen zu lernen, Musik

zu hören und zu erleben, wie man

das tägliche Scheitern an der Kommunikation

auch von der spaßigen

Seite sehen kann.

Es wird die „Kugellagermethode“

vorgestellt und ausprobiert, die

Gruppe „Salsabil“ spielt, und Kemal

Hür moderiert den Abend am 16.

April 2013, 18 bis 21.30 Uhr im Interkulturellen

Zentrum Genezareth,

zu dem Sie herzlich eingeladen sind.

Die Veranstaltung wird vom Lokalen Aktionsprogramm

Nordneukölln „Toleranz fördern,

Kompetenz stärken“ gefördert.

Pfarrerin Elisabeth Kruse

April | Mai 2013


konkret

verantwortlich

leben

Dietrich Bonhoeffers Ethik

Dietrich Bonhoeffer lebte seinen

Glauben auch in schwerer Zeit:

überzeugt, konsequent und im Widerstand

gegen Hitler und die Nationalsozialisten.

Sein Leben, sein Glaube und sein

Werk sind nicht voneinander zu

trennen. Sie fordern uns heraus,

unsere ethischen und politischen

Themen neu zu denken. Im Rahmen

der Reihe „Kirche eine Stimme

geben“ laden wir ein zu einem

Abendgespräch

am Donnerstag

dem 18. April 2013,

19 Uhr in der

Genezareth-Kirche,

Herrfurthplatz 14,

12049 Berlin

(U8, Bhf. Boddinstraße) Eintritt frei

Unser Gast ist der Theologe Gottfried

Brezger, Vorsitzender des Kuratoriums

der Erinnerungs- und

Begegnungsstaẗte Bonhoeffer Haus

in Berlin-Charlottenburg.

Gesprächsleitung: Ingrid Schroẗer,

Pfarrerin im Kirchenkreis Neukölln

Kontakt: Birgit Kück,

Telefon: 030 / 62 73 18 - 132 / 133

E-Mail: kueck@genezareth-gemeinde.de

April | Mai 2013

19


Jesus segnet die Kinder Amtshandlungen

Beim Kirchentag sah ich ein paar

ungewöhnlich große Möbel. Auf den

Stuhl mußte man bäuchlings klettern

und sich an der Sitzfläche hochziehen.

Saß man, konnte man gerade

mit der Nase über die Tischkante

blicken. Alle Gegenstände waren so

groß, wie sie für Kinder in der Erwachsenenwelt

sind. Im Kindergarten

ist alles klein und niedlich.

Jesus hat einmal ein Kind herbeigerufen

und zu den Erwachsenen

gesagt: Wenn ihr nicht werdet wie

die Kinder, werdet ihr die Gotteswelt

nicht sehen. Einen Blick in die

Gotteswelt erhaschen wir im Gottesdienst

am Kindertag mit Vikarin Judith

Kierschke und Pfarrer Dr. Uwe

Feigel. Vor den Sommerferien, am

1. Juni, feiert unsere Philipp-Melanchthon-Kita

ihr Sommerfest und

lädt herzlich dazu ein. Wir beginnen

um 15 Uhr mit einem Gottesdienst

im Garten Bruno-Bauer-Straße.

Dazu sind die Kinder Gottes jeden

Jahrgangs herzlich willkommen. Anschließend

bleiben Groß und Klein,

Alt und Jung gern noch zum Essen,

Kaffeetrinken, Plaudern und Spielen

zusammen. Das ist am Samstag.

Sonntagsgottesdienste werden am 2.

Juni in der Fürbitt-Kirche und in der

Genezareth-Kirche gehalten.

Pfarrer Olaf Hansen

20

Im Pfarrsprengel Nordwest-

Neukölln wurde getauft:

Peer Grimm, am 10.3.2013 in

der Fürbitt-Kirche

Es sind verstorben:

Christine Koch 54 Jahre

Margot Görlitz 87 Jahre

Elfriede Krause 93 Jahre

Monika Prange 50 Jahre

Pierre Michel Bruley 67 Jahre

Alfons Sprechert 78 Jahre

Karl Rothe 95 Jahre

Vera Barluschke 91 Jahre

Horst Stephan 73 Jahre

Betty Wohlgemuth 95 Jahre

Gerhard Pohl 73 Jahre

Günter Kruschke 61 Jahre

Lieselotte Schmidt 86 Jahre

Gisela Tscharntke 79 Jahre

Hildegard Horn 90 Jahre

Herta Köhn 93 Jahre

April | Mai 2013


Gottesdienste

31. März

Ostern

1. April

Ostermontag

7. April

14. April

21. April

28. April

5. Mai

9. Mai

12. Mai

19. Mai

20. Mai

26. Mai

1. Juni

2. Juni

6:00

6:00

9:30

10:00

10:00

11:00

9:30

10:00

10:00

9:30

10:00

10:00

9:30

10:00

10:00

9:30

10:00

10:00

10:00

18:00

9:30

10:00

10:00

10:00

11:00

9:30

10:00

10:00

15:00

9:30

10:00

Thomasmesse

Auferstehungsfeier

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Gottesdienst

Familiengottesdienst

Abendmahlsgottesdienst ❖

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Gottesdienst

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Literatur-Gottesdienst

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Gottesdienst ❖

Konfirmandengottesdienst

Himmelfahrtsgottesdienst

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Musikgottesdienst

Konfirmation

Ökumenisches Pfingstfest

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst

Gottesdienst ❖

Kita-Fest-Gottesdienst

Abendmahlsgottesdienst ❖

Abendmahlsgottesdienst

Stierle

Hansen

Kruse

Kierschke

Feigel

Kruse/

Korthus

Kruse

Feigel

Aumüller

Stierle

Hansen

Feigel

Kruse

Feigel

Hansen

Stierle

Feigel

Kierschke

Hansen

Kruse

Kruse

Feigel

SELK

Hansen

ÖAK

Kruse

Feigel

Kierschke

Kierschke

Stierle

Feigel

FK Fürbitt-Kirche, Andreasberger Straße 13 • GK Genezareth-Kirche, Herrfurthplatz 14

PM Philipp-Melanchthon-Kirche, Kranoldstraße 16 (in der Regel mit Abendmahl)

❖ einschließlich Kindergottesdienst

April | Mai 2013

GK

PM

GK

FK

PM

GK

GK

FK

PM

GK

FK

PM

GK

FK

PM

GK

FK

PM

PM

GK

GK

FK

PM

FK

Körnerpark

GK

FK

PM

PM

GK

FK

21


Anwaltliche Hilfe

Wilfried Klingelhöller

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22

April | Mai 2013


Kinderseite

Liebe Kinder,

kennt ihr eigentlich Maikäfer Die

Maikäfer gehören zu den hübschesten

Käfern. Aber noch vor wenigen

Jahrzehnten waren die Krabbeltiere

als Schädlinge im Wald und auf den

Feldern gefürchtet. Maikäfer gehören

zur Familie der Blatthornkäfer. Das

ist eine der größten Insektenfamilien

überhaupt: Zu ihnen gehören etwa

20.000 verschiedene Käferarten.

Blatthornkäfer werden sie genannt,

weil die Enden ihrer Fühler aus

kleinen Blättchen bestehen, die wie

ein Fächer gespalten sind. Maikäfer

werden zwei bis drei Zentimeter

lang. Typisch für Maikäfer sind

die braunen Flügel, das schwarze

Wiedereinweihung der Orgel

Halsschild sowie das schwarzweiße

April | Mai 2013

Zickzackmuster an der Seite. Maikäfer

kommen vor allem in Laubwäldern

vor, weil die Blätter der Bäume ihre

Nahrungsgrundlage sind, aber inzwischen

sind Maikäfer sehr selten

geworden und nur noch vereinzelt in

Mitteleuropa anzutreffen. Noch bis

Mitte des 20. Jahrhunderts wurden

Maikäfer nicht nur als Hühnerfutter

genutzt, sondern fanden auch in der

Küche Verwendung. In Frankreich

und Teilen Deutschlands wurden sie

geröstet und zu Maikäfersuppe verarbeitet.

In Konditoreien waren sie verzuckert

oder kandiert als Nachtisch

zu haben. Interessant, nicht wahr

Eure Simone

23


Jugend und Schularbeitskreis

Für die Jugend im Pfarrsprengel

und deren Freundinnen und Freunde

haben wir einen Club in der Kranoldstraße.

Und die Konfirmandentage.

Und die Fahrten.

Und einen Förderverein haben wir

auch. Der Förderverein zur Errichtung

einer Mitarbeiter(innen)stelle für

die Jugendarbeit in den Gemeinden

Genezareth und Fürbitt-Melanchthon

Berlin-Neukölln ist ein eingetragener

und als gemeinnützig anerkannter

Verein. Er hat die Aufgabe, die rechtliche

und wirtschaftliche Grundlage

zur Anstellung eines Mitarbeiters zu

schaffen, der für unsere Jugendlichen

in der Konfirmandenzeit und dann im

Jugendclub da ist. Der Förderverein

finanziert seine Arbeit aus Spenden

und Sonderaktionen. Wir laden

herzlich ein: Wenn Sie unsere

Jugendarbeit unterstützen wollen,

werden Sie Mitglied im Förderverein

oder helfen Sie uns mit gelegentlichen

oder regelmäßigen Spenden.

Die Kontonummer lautet 553 006 105

(bei der Postbank Berlin, BLZ 100

100 10), Förderverein Jugendarbeit.

Simone Steinbrück,

Vorstandsvorsitzende

24

Aus dem Schularbeitskreis der

Fürbitt-Melanchthon-Kirchengemeinde

Und genau das zaubert mir immer

wieder ein Lächeln ins

Gesicht, wenn Schüler nach intensiver

Hilfestellung, sich bedanken

– wenn sie nach jahrelangem

Besprechen verstanden haben, dass

sie Eigeninitiative ergreifen – wenn

sie nach vielen Verboten begriffen

haben, dass es durch Änderung ihres

Verhaltens, viel weniger davon gibt

und ein Vertrauensverhältnis entsteht

– wenn sie mir „Geheimnisse“

anvertrauen und wissen, dass diese

bei mir bleiben werden – wenn sie

verstehen, dass jeder Mensch verschieden

ist und dies akzeptieren

– wenn sie sich streiten lernen und

einsehen, dass Gewalt keine Lösung

ist – wenn sie lernen und üben, dass

sich ihre Noten verbessern – wenn sie

auf den letzten Drücker ihre Berichte

fertig schreiben und ich sie korrigieren

darf – und sie genau wissen, dass

ich nicht eher gehen werde, bevor alles

erledigt ist. Und wenn ich dann

ein unerwartetes „ich hab dich lieb“

bekommen habe, weiß ich, dass ich

April | Mai 2013


das Richtige mache, warum ich da

jeden Tag hingehe, dass ich nach all

den vielen Jahren immer noch gerne

diesen Beruf und ihn im Besonderen

mit diesen Kindern und Jugendlichen

gerne ausübe.

Susanne Waldhubel-Dudda

Wir haben eine Reihe von Projekten

im Sprengel, die nur durch die ideelle

und finanzielle Unterstützung

ihrer Befürworter leben.

Schularbeitskreis und Jugendclub

gehören dazu. Wir danken ganz herzlich

allen Freunden und Spendern.

Es gibt weitere Bereiche, die auf engagierte

Förderer angewiesen sind,

z.B. die Notübernachtung, die Orgel-

Pflege (nach der Genezareth-Orgel

soll demnächst die Fürbitt-Orgel

überholt werden) oder der Diakonie-

Fonds. Vielen Dank.

Bedanken dürfen wir uns ausdrücklich

auch bei unseren treuen und

großzügigen Inserenten für die

Unterstützung des Gemeindebriefes.

Pfarrer Olaf Hansen

April | Mai 2013

Babymarkt

und

Kindertrödel

27. April 2013 · 12 bis 15 Uhr

Philipp-Melanchthon-Kirche

Hertastraße 11

in Berlin-Neukölln

Interessenten können

sich unter der

Telefonnummer

030 / 626 85 94 melden

25


Fortschritt(e) – aber wohin

Nach der vergangenen

Ausgabe des

Sprengelboten freut

man sich in Genezareth,

wenn Männer

beim Tanzen mitmachen.

Man habe das

ausprobiert und gute

Erfahrungen damit

gemacht. – Ach was!

(Loriot). Also: meine

Tanzstundenzeit liegt

ein knappes halbes Jahrhundert zurück

und bereits damals war es üblich, dass

Weiblein und Männlein gemeinsam

tanzten. Wenn das jetzt auch in Genezareth

eingeführt wird: Welch ein

Fortschritt. Ich nehme es freundlich,

wenn auch ungläubig, zur Kenntnis.

Es ist schön, wenn „die Kirche“ vielerlei

Aktivitäten anbietet, aber hin

und wieder frage ich mich: was soll’s

Landauf, landab haben die Zeitungen

über die „Predigt-Battle“ am 10.

Februar in der Magdalenen-Kirche

berichtet. In zwei Berichten wurde

übereinstimmend darauf hingewiesen,

dass die Kirche beim morgendlichen

Gottesdienst leerer gewesen

sei. Brauchen wir, um die Kirchen

zu füllen, ein „spirituelles Entertainment“

Eine Leserin des Tagesspiegel

charakterisiert diese Veranstaltung

meiner Meinung zu

Recht als eine Rhetorikveranstaltung,

die als Kirchenkabarett

verbucht werden

könne. Eine Predigt

bedürfe der Exegese,

der Textprüfung, des

Nachdenkens und

der sorgfältigen Formulierung,

mithin

der Zeit. Ein hingeworfenes

Stichwort und ein paar Minuten

Vorbereitung genügten nicht.

Nun kann man über Predigtwettbewerbe

verschiedener Meinung sein,

in der theologischen Ausbildung

könnten sie vielleicht ein wenig Sinn

haben. Dass das Kirchenvolk auch

unterhalten werden will, ist in Ordnung,

aber dazu genügt eine lebhaft

und ansprechend formulierte Predigt.

Was mich daran besonders stört, ist

die Bezeichnung. Die ach so friedliebende

evangelische Kirche entblödet

sich nicht, eine Veranstaltung in einer

Kirche mit dem Wort „Schlacht“ zu

bezeichnen. Das Bild (Ausschnitt aus

einem größeren) zeigt den Widersinn:

im Vordergrund die aufeinander treffenden

Fäuste und im Hintergrund

das Kruzifix. Größer kann der Widerspruch

nicht sein.

Kurt Niedtner

April | Mai 2013


Busausflüge

Rechtsberatung

Am 24. April fahren wir in die Dübener

Heide. Nach dem Besuch der

Köhlerei, in der noch heute Holzkohle

produziert wird, essen wir zu

Mittag im „Goldenen Löwen“ in

Bad Düben. Nach dem Mittagessen

statten wir der Burg Düben einen Besuch

ab. Der Preis für die Busfahrt,

Essen und Eintritt beträgt 29 Euro.

Am 5. Juni (Terminänderung!) findet

unser alljährliches Spargelessen statt.

In diesem Jahr bei den Jakobs Spargelhöfen

in Schäpe. Anschließend

geht es nach Ferch zum Bonsai-Garten

mit Gelegenheit zum Kaffeetrinken.

Auch die wunderschöne Kirche

kann besichtigt werden Der Preis für

die Busfahrt, Essen und evtl. Eintritt

beträgt ca. 30 Euro.

Abfahrt für beide Ausflüge:

9 00 Uhr Flughafenstraße

9 10 Uhr Genezareth-Kirche

9 20 Uhr Philipp-Melanch.-Kirche

Anmeldung in unserer Küsterei.

Auch in diesem Jahr finden wieder

Reisen statt, und zwar vom 27. bis

31. Mai nach Usedom.

Anmeldung bei Gegenwind: Peter

Schöppner, Tel. 0172 300 95 50 und

03322 231 700.

Brigitte Lange

April | Mai 2013

Ab April wird an jedem ersten Freitag

im Monat, beginnend am 5. April

2013, in den Räumen der Philipp-

Melanchthon-Kirche in der Zeit von

16 bis 19 Uhr Rechtsberatung angeboten,

die durch Frau Rechtsanwältin

Gabriele Brandenburg ehrenamtlich

erfolgen wird. Voranmeldungen

werden erbeten unter der Rufnummer

der Regionalküsterei (AB).

Frau Rechtsanwältin Gabriele Brandenburg

ist, nachdem sie zuvor in

der Personalwirtschaft und in der

Steuerberatung sowie als Dozentin

tätig war, seit 1996 als selbständige

Rechtsanwältin, insbesondere auf

den Rechtsgebieten des Arbeits-, Sozial-,

Sozialversicherungs- und Steuerrechts,

mit eigenem Kanzleisitz in

Berlin tätig. Zusätzlich wurde Frau

Rechtsanwältin Brandenburg von

der Rechtsanwaltskammer Berlin im

Jahr 1999 zunächst der Titel Fachanwältin

für Sozialrecht und ein Jahr

später der Titel Fachanwältin für Arbeitsrecht

verliehen.

Zeit: Die Rechtsberatung findet ab

5. April 2013 jeweils am ersten Freitag

im Monat statt.

Ort: Philipp-Melanchthon-Kirche,

Kranoldstraße 16, 12051 Berlin.

Bitte Aushang beachten!

27


Ich war fremd – Ihr habt mich aufgenommen

Zu Gast in Frankreich am Weltgebetstag

Am 1. März war es wieder soweit.

Gut erinnerte ich mich an meine

Hoffnung im letzten Jahr, wieder

nach Bergholz-Rehbrücke eingeladen

zu werden, um in dieser Gemeinde

zu erleben, wie der Weltgebetstag

gefeiert wird. Animiert von meinem

Artikel beim letzten Mal, war ich in

diesem Jahr auch nicht alleine. So

machte ich mich in der Begleitung

von Pastorin

S a b i n e

S t i e r l e

und Ahima

Beerlage

auf

den Weg.

A n d e r s

als in den

Jahren davor

traf man sich

in der kleinen

Bergholzer

Kirche.

Eine zauberhafte

Fachwerkkirche von um

1220 (aus der Chronologie

der Kirche). Wir konnten uns

dem Charme des liebevoll hergerichteten

Sakralraumes nicht entziehen.

Während wir noch mit großen staunenden

Augen immer wieder etwas

Neues entdeckten, wurden wir schon

sehr gastfreundlich begrüßt und aufgenommen.

Der bewährte Kreis von

Frauen, die den Weltgebetstag wieder

vorbereiteten, setzte die Vorschläge

aus Frankreich frisch und mitreißend

um. Gerade das empfindliche Thema

der Asyl- und Einwanderungspolitik

wurde mit viel Einfühlungsvermögen

nahe gebracht. Die ausgewählten

Kurzbiogra-

phien betroffener

Frauen haben

aus dem abstrakten

Thema

ein sehr

persönliches

Anliegen gemacht.

Der

s t i m m e n -

kräftige Chor

unterstützte

die Gemeinde,

und wir drei

s c h m e t t e r t e n

kräftig mit. Nach

Abschluss des gottesdienstlichen

Teils

zogen wir in die direkt

neben der Kirche stehende

„Alte Schule“, die

heute zum Mehrgenerationenhaus

Nuthetal e.V. gehört. In ehrenamtlichen

Baustunden wurde eine Stätte

der Begegnung geschaffen, die ihrem

28

April | Mai 2013


Namen alle Ehre macht. Senioren

und Junge Kirche, gesund gemischt,

hatten Leckereien französischer Herkunft

üppig für alle vorbereitet. Fotos

aus Frankreich gaben noch den

passenden optischen Eindruck. Und

die Jugendlichen brachten sich mit

einer Videopräsentation von französischen

Modenschauen mit ein sowie

mit Ratespiel und Sprachkurs.

Im Anschluss fanden wir noch Gelegenheit,

mit der Gemeindepfarrerin

Kontakt aufzunehmen und Gespräche

mit der Gemeindekirchenrats-Vorsitzenden

und der Katechetin zu führen.

Diese berichtete von einem beeindruckenden

Vortrag zweier Frauen

aus Neukölln bei einem der Vorbereitungstreffen.

Beseelt von einem

gelungenen Abend, machten wir drei

uns wieder auf den Weg nach Hause.

Aber nicht ohne zu versprechen, im

nächsten Jahr wiederzukommen, um

dann auch etwas zum Buffet beizutragen.

Ahimas Reisen nach Afrika

werden uns da sicher behilflich sein

können. Denn dann kommt der Weltgebetstag

aus Ägypten mit dem Thema:

„Streams in the desert – Ströme

in der Wüste“.

April | Mai 2013

Ute Gartzke

Ausstellungsbetreuung

Auf dem Friedhof der Jerusalemsund

Neuen Kirchengemeinde in der

Hermannstraße mussten zwischen

1942 und 1945 über 100 Zwangsarbeiter

aus der besetzten Sowjetunion

in einem Barackenlager unter

lebensbedrohlichen Bedingungen

leben. Sie waren in ganz Berlin

auf kirchlichen Friedhöfen und auf

einem städtischen Friedhof in Neukölln

eingesetzt. Die Gedenkstätte

auf dem St. Thomas-Friedhof in

der Hermannstraße dokumentiert

die Geschichte des Lagers und die

Leidensgeschichten der ehemaligen

Zwangsarbeiter.

Die Ausstellung ist in der Zeit vom

15. April bis 15. Oktober jeweils

mittwochs und samstags von 15 bis

18 Uhr geöffnet. Betreut wird sie von

ehrenamtlichen Mitarbeitern der AG

Zwangsarbeiter der Landeskirche.

Sie suchen für diesen Sommer dringend

Unterstützung durch Menschen,

die bereit sind, einige Dienste

im Sommerhalbjahr, jeweils gemeinsam

mit bereits eingearbeiteten Ehrenamtlichen,

zu übernehmen.

Interessenten können sich bei Beate

Kratochwil von der AG NS-Zwangsarbeit

unter 030 / 2859690 oder per

E-Mail: beakra@freenet.de melden.

29


Einladung zum Mitsingen:

Carmina Burana

Durch seine mitreißende Vertonung

mittelalterlicher Texte erlangte der

Komponist Carl Orff Weltruhm.

Wir singen die ersten Lieder dieses

fantastischen Chorwerkes in der

Fassung für Chor und zwei Klaviere.

Das Projekt umfasst vier

verbindliche Proben.

Diese finden im April statt, jeweils

mittwochs von 19.30

bis 21.30 Uhr im Philipp-Melanchthon-Gemeindesaal.

Der

Beginn ist am 3. April. Die

Aufführung ist am Nachmittag

des 28. April beim Musikalischen

Fest. Wir freuen uns auf

interessierte Mitsänger und bitten

um Anmeldung unter Angabe der

Stimmlage und der Chorerfahrung.

Rückfragen und Anmeldung bei

Gesa Korthus, Telefonnummer 030 /

628 425 71, E-Mail: kirchenmusik.

sprengel@yahoo.de.

April | Mai 2013


Ein Chorprojekt der Kantorei

Genezareth-Melanchthon

Sonntag, 28. April, 15 bis 17 Uhr

Gemeindesaal Genezareth

Musikalisches Fest – Lieder zwischen

Lust und Frust

„O Fortuna“ ... „Wenn der Topf

aber nun ein Loch hat“ – diese

Lieder markieren die Extreme,

zwischen denen sich die Musik

beim Musikalischen Fest entfaltet.

Der Beginn von Carl Orffs „Carmina

Burana“, gesungen von

der erweiterten Kantorei Genezareth-Melanchthon,

das bekannte

Spottlied zwischen Heinrich und

Liese, vorgetragen vom Kinderchor,

ein Vorgeschmack auf die

Aufführung von „Linie 1“ des

Jugendchores im Mai – das sind

einige der Highlights des Musikalischen

Festes in diesem Jahr.

Dabei soll das eigene Singen nicht

zu kurz kommen, und natürlich

sind Sie wie immer zu Kaffee und

Kuchen eingeladen, Eintritt frei.

Samstag, 18. Mai, 19 Uhr

Gemeindesaal Genezareth

„Linie 1“ – Aufführung durch

den Jugendchor Genezareth

Das berühmte Theaterstück des

Grips-Theaters, das nun schon seit

über 30 Jahren für ausverkaufte

Säle sorgt, haben wir ein wenig an

unsere Verhältnisse angepasst, die

eher von der Linie 8 geprägt sind.

Schräg, schrill, verrückt, selbst

böse ... so geht es manches Mal in

der U-Bahn zu.

Und dennoch überwiegen letztlich

die Stimmen der Liebe und Mitmenschlichkeit.

„Ich spür’s wie

Fieber, jetzt bin ich am Ziel ... ich

bin in Berlin!“

Der Jugendchor wird von Gesa

Korthus (Klavier) und Heinz Winterstein

(akustisches Schlagwerk)

begleitet, Eintritt frei.

April | Mai 2013


Mittwoch, 3. April, 19.30 Uhr

Beginn des Chorprojektes zu „Carmina

Burana“, siehe Seite 30

Sonntag, 7. April, 16 Uhr

Frühlingsgefühle – Konzert

Genezareth-Kirche

Susanne Finsch – Sopran,

Cornelia Burdack – Klavier,

Frank Finsch – Cello musizieren

Werke von Pergolesi,

Saint-Saëns, Purcell und Mendelssohn,

Eintritt frei

Donnerstag, 11. April, 18 Uhr

„Zeit zum Träumen“ –

45 Minuten Orgelmusik

Genezareth-Kirche

Gesa Korthus – Orgel

Eintritt frei

Sonntag, 28. April, 15 Uhr

Musikalisches Fest – Lieder zwischen

Lust und Frust

Gemeindesaal Genezareth

Einladung siehe Seite 30

April | Mai 2013


Samstag, 18. Mai, 19 Uhr

„Linie 1“ – Aufführung des Jugendchores,

Gemeindesaal Genezareth

Einladung siehe Seite 31

Sonntag, 2. Juni, 16 Uhr

„Wahrlich, vieles hab’ ich zu

besingen“ (Anna Achmatova)

Genezareth-Kirche, Konzert

des Frauen-Ensembles Perepjolotschki

Die Perepjolotschki unter der

Leitung von Irina Brockert-

Aristova haben sich die russische

Volksmusik zu ihrer

Herzenssache gemacht. Sie

singen mehrstimmig Lieder,

die seit Jahrhunderten in den

Dörfern „Mütterchen Russlands“

gesungen werden. Durch ihre

kraftvollen Stimmen, ihre Begeis-

terung und natürliche Ausstrahlung

wird das, was man „russische Seele“

nennt, erlebbar. Eintritt frei, Spenden

willkommen

April | Mai 2013


Workshop

für Jiddisches Lied und Klezmermusik

Dieser eineinhalbtägige Workshop

für Sänger und Instrumentalisten

steht ganz im Zeichen des jiddischen

Liedes und der Klezmermusik. Aus

dem weiten Feld dieses alten Genres

osteuropäischer Musiktradition werden

Efim Chorny (Gesang) und Susan

Ghergus (Klavier) mit den Teilnehmern

eine Auswahl jiddischer Lieder

erarbeiten, die zum Tanz, in religiösen

Kontexten, a capella oder auch

im Bandgefüge Anwendung fanden

und finden. Dabei liegt ein besonderes

Augenmerk auf der Vermittlung

der musikalischen Charakteristika

dieser Musik. Der Workshop richtet

sich jedoch keinesfalls nur an Sänger,

auch Instrumentalisten kommen

durch die Erarbeitung von Klezmerstücken

auf ihre Kosten und werden

natürlich als Bandmitglieder für die

Sänger gefordert.

Efim Chorny und Susan Gheorgus

kommen aus der Herkunftsregion

jiddischer Traditionen, aus Kishinev

in Moldavien. Sie zählen in den internationalen

Klezmerkreisen zu den

renommiertesten Musikern und Lehrern,

unterrichteten bereits auf Klezmerfestivals

in neun verschiedenen

Ländern und touren seit Jahren mit

wechselnden Ensembles (u.a. Klezmer

Alliance) quer durch Europa

und die USA. Ihre Konzerte und

auch ihr Unterricht zeichnen sich

durch eine gelungene Mischung aus

Ernsthaftigkeit und Spaß aus, wobei

ihre Liebe zum jiddischen Lied und

der Klezmermusik die antreibende

Kraft ist.

Zum aktuellen Workshop

Für wen:

Sänger und Instrumentalisten (es ist

ein Flügel vorhanden, alle anderen

Instrumente müssten bitte mitgebracht

werden)

Wann:

Freitag, 12. April, von 16 bis 21 Uhr,

und Samstag, 13. April, von 11 bis

14 Uhr, 16 bis 19 Uhr, ab 19.30 Uhr

Präsentation der Workshop-Ergebnisse

mit anschließender Klezmer-

Session

Wo:

Philipp-Melanchthon-Kirche, Eingang:

Hertastraße 11, 12051 Berlin

Nähe S+U-Bahnhof Hermannstraße

Kosten:

60 Euro

Weitere Informationen und Anmeldung:

E-Mail: alina@bauersnet.de oder

unter 0163-176 84 46, Anmeldeschluss:

8. April. Die Teilnehmerzahl

ist begrenzt.

34 April | Mai 2013


Swinget dem Herrn ein neues

Lied

Vom 9. bis 12. Mai sind die diesjährigen

deutschlandweiten Allgemeinen

Kirchenmusik-Tage der

Selbständigen Evangelisch-Lutherischen

Kirche (uns bekannt durch

unsere ökumenischen Freunde vom

Kranoldplatz) in der Philipp-Melanchthon-Kirche

(und im Gemeindehaus)

zu Gast. Seminare zu Jazz

und Swing im Posaunenchor und

zum Orgelspiel im Gottesdienst gehören

ebenso zum Programm wie

Einzelunterricht, Konzerte und der

Abschlußgottesdienst.

Die Allgemeinen Kirchenmusik-

Tage werden mit einem Konzert

für Blechblasinstrumente, Pauken,

Schlagwerk und Orgel am 9. Mai

(Christi Himmelfahrt!) um 19.30

Uhr eröffnet.

Am 10. Mai folgt um 20 Uhr ein

Orgelkonzert, am 11. Mai, ebenfalls

um 20 Uhr, ein Bläserkonzert

mit Richard Roblee´s Very Little

Big Band. Die Musiktage enden mit

dem Gottesdienst am Sonntag zur

gewohnten Zeit, aber mit noch mehr

Musik.

April | Mai 2013

Pfarrer Olaf Hansen

Rede des toten Christus

Literaturgottesdienst am 21. April

in der Philipp-Melanchthon-Kirche

zum 250. Geburtstag von Jean Paul

Jean Paul wurde am 21. März 1763

in Wunsiedel im Fichtelgebirge geboren.

Mit vollem Namen heißt er

Johann Paul Friedrich Richter. Er

gilt als der kirchlichste aller großen

deutschen Dichter. Weil er sich mit

menschlichen und theologischen

Gedanken tiefgründig auseinandersetzt,

bietet es sich an, daß im Jahr

seines 250. Geburtstages sein Werk

die Verkündigung des Evangeliums

bereichert. Der moderne Atheismus

ist durch ihn in poetisch und emotional

unüberbietbarer Weise aufgenommen

und zugleich kontrastiert

worden. In unserem 6. Literaturgottesdienst

werden wir in der Predigt

Worte des Apostels Paulus aus dem

Römerbrief („Ich schäme mich des

Evangeliums von Jesus Christus

nicht, denn es ist eine Gotteskraft für

alle, die daran glauben“) mit Texten

von Jean Paul ins Gespräch bringen.

Lassen Sie sich mit uns anregen!

Vikarin Judith Kierschke

und Pfarrer Olaf Hansen

35


Genezareth-Gemeinde

Genezareth-Kirche, Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin

www.genezareth-gemeinde.de

Pfarrerin Elisabeth Kruse

Sprechzeit: Freitag 11:00 - 13:00 Uhr

Telefon während der Sprechzeit: 030 / 62 73 18 150

außerhalb der Sprechzeit: 0172 / 801 76 41

e-mail: kruse@genezareth-gemeinde.de

Pastorin Sabine Stierle, Leinestraße 50, 12049 Berlin 622 74 00

Regionalküsterei 625 30 02

Kranoldstraße 16, 12051 Berlin Fax 625 43 11

Annegret Waetzmann

e-mail: regionalkuesterei@gmx.de

Öffnungszeiten: Mo., Mi. , Fr.

9:00 - 12:00, Do. 16:00 - 18:00 Uhr

Kindertagesstätte 620 08 58-160

Dorothee Meyer

Allerstraße 33, 12049 Berlin

Sprechstunde:

Do. 15:00 - 17:00 Uhr

e-mail: ev-kita.genezareth@kk-neukoelln.de

Kirchenmusik 628 425 71

Gesa Korthus

kirchenmusik.sprengel@yahoo.de

Ehrenamt-Koordination 62 73 18-125

Ulrike Latkowski

Sprechzeit nach Vereinbarung

e-mail: latkowski@genezareth-gemeinde.de

Kirchenprojekte im Sprengel

Raum- und Veranstaltungsmanagement 62 73 18-133

Birgit Kück

e-mail: raum@genezareth-gemeinde.de

„Kirche eine Stimme geben“ 60 03 46 98-1

Birgit Kück

e-mail: kueck@genezareth-gemeinde.de

„Eltern stärken“ 620 08 58-120

Evi Lingott

e-mail: lingott@genezareth-gemeinde.de

Bankverbindung Konto-Nr. 201 053 180, BLZ 100 602 37

beim Ev. Kirchenkreisverband Süd, Verwaltungsamt

Ev. Darlehensgenossenschaft e.G. Berlin · Bitte Verwendungszweck angeben

36

April | Mai 2013


Fürbitt-Melanchthon-Gemeinde

Fürbitt-Kirche, Andreasberger Straße 13, 12347 Berlin

Philipp-Melanchthon-Kirche, Kranoldstraße 16, 12051 Berlin

www.ev-kirchenkreis-neukoelln.de

Pfarrer Olaf Hansen, Hertastraße 11, 12051 Berlin 625 19 40

Pfarrer Dr. Uwe Feigel 0175 / 527 60 14

Vikarin Judith Kierschke 625 30 02

e-mail: Diekierschkes@freenet.de

Regionalküsterei 625 30 02

Kranoldstraße 16, 12051 Berlin Fax 625 43 11

Annegret Waetzmann

e-mail: regionalkuesterei@gmx.de

Öffnungszeiten: Mo., Mi. , Fr.

9:00 - 12:00, Do. 16:00 - 18:00 Uhr

Kindertagesstätte 685 10 07

Birgit Günther

Bruno-Bauer-Straße 14, 12051 Berlin

Sprechstunde:

Do. 15:00 - 17:00 Uhr

e-mail: ev-kita.philippmelanchthon@kk-neukoelln.de

Kirchenmusik 628 425 71

Gesa Korthus

kirchenmusik.sprengel@yahoo.de

Christoph Pampuch 863 983 55, 03378 / 20 66 45

Schularbeitskreis 626 85 94

Susanne Waldhubel-Dudda Hertastraße 11, tägl. 12:30 - 16:00 Uhr

Jugendclub 626 11 28

Thomas Hübner

Mo., Mi. 16:00 - 20:00 Uhr

Café Inter-Nett 62 84 24 92

Heidi Greeb

e-mail: cafe.inter-nett@freenet.de

Mi. 11:00 - 14:00, Fr. 16:00 - 19:00 Uhr

Haus- und Kirchwart 0152 / 538 212 95

Martin Dudda

e-mail: phil-mel@gmx.de

Bankverbindung Konto-Nr. 202 053 180, BLZ 100 602 37

beim Ev. Kirchenkreisverband Süd, Verwaltungsamt

Ev. Darlehensgenossenschaft e.G. Berlin · Bitte Verwendungszweck angeben

April | Mai 2013

37


À Dieu, Herr Weiser!

Adieu, das heißt: bei Gott, oder zu

Gott (hin). Und das ist wohl der einzige

Trost, der uns bleibt, wenn wir für

immer Abschied nehmen müssen von

einem Menschen, besonders, wenn uns

sein Tod so fassungslos zurücklässt

wie der von Klaus-Randolf Weiser:

dass er aufgehoben ist bei Gott. Meine

letzte Begegnung mit ihm war eher

zufällig, wir haben uns Gesellschaft

geleistet bei einer kleinen Auszeit im

Gemeindehaus, haben bei einer Tasse

Café geplaudert und uns des Lebens

gefreut. Und sind gut gelaunt wieder

unserer Wege gegangen.

So war er: Zeit für einen kleinen

Plausch war immer, und immer ging

man guter Dinge aus einer Begegnung

mit ihm, auch wenn ernste Dinge zu

besprechen waren. Auf einem der Sterne,

die seine Schüler/innen ihm zum

Abschied beschrieben haben, und die

im Trauergottesdienst in der Heilig-

Kreuz-Kirche am 21. Februar verlesen

wurden, stand: „Danke für die Freude,

die Sie ausgestrahlt haben!“

Was für ein Geschenk hat Gott uns allen,

die wir mit ihm zu tun hatten, gemacht!

Fast 24 Jahre lang war Klaus-

Randolf Weiser Lehrer für Deutsch

und Geschichte an der Evangelischen

Schule Neukölln, zuletzt sechs Jahre

als Schulleiter. Das Besondere an ihm

war, dass er mit Erstklässlern wie mit

Abiturienten, mit Vertreter/innen aus

Kirche und Politik wie mit dem Hausmeister

oder der Reinigungskraft gleichermaßen

zugewandt und herzlich,

klar und glaubwürdig sprach. Er war

das Herz der großen Schulgemeinde

und ein Juwel in der „bekanntesten Bildungslandschaft

Deutschlands“, wie

er sein Neukölln nannte. Er wollte mit

der ESN keine Insel sein, sondern Teil

eines Netzwerks. Er wollte nicht mit

einem möglichst guten Abi-Durchschnitt

seiner Schule glänzen, sondern

allen den bestmöglichen Weg in ein

selbstbestimmtes Leben ebnen.

Er hat sich weit über das übliche Maß

hinaus engagiert für seine Schülerinnen

und Schüler. Dass ihm das Amt des

Schulleiters manchmal auch schwer

wurde, wenn er z.B. Streit schlichten

oder Absagen erteilen musste, weil es

keine freien Plätze mehr gab, hat er

nicht verborgen. Aber er hat nie seinen

Humor verloren.

Und seinen Glauben hat er auf eine so

unaufdringliche und natürliche Weise

gelebt, dass er Fromme wie Kirchenfremde

gewann. Klaus-Randolf Weiser

war ein Glücksfall – für Generationen

von Schüler/innen zuerst, für sein Kollegium

und seine Mitarbeiter/innen,

für seine Familie, für alle, die ihm

begegnet sind, und etwas mitnehmen

konnten von der Freude, die er ausgestrahlt

hat. Bewahren wir die Schätze,

die er uns hinterlassen hat; suchen

wir Trost bei Gott, der ihn zu sich genommen

hat; und bleiben wir unserer

Evangelischen Schule treu, die jetzt

ihren Weg ohne Klaus-Randolf Weiser

weitergeht.

Pfarrerin Elisabeth Kruse

38 April | Mai 2013


Wir trauern um Herrn Weiser, den Leiter der Evangelischen

Schule Neukölln. Er ist Anfang Februar plötzlich verstorben.


Die Welt wird schöner mit jedem Tag;

man weiß nicht, was noch werden mag,

das Blühen will nicht enden.

Es blüht das fernste, tiefste Tal:

Nun, armes Herz, vergiss der Qual!

Nun muss sich alles, alles wenden!

Ludwig Uhland

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