weil wir gerne gegen (Vor)Urteile arbeiten. - Stadt Wuppertal

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weil wir gerne gegen (Vor)Urteile arbeiten. - Stadt Wuppertal

Inhalt

2 Seien Sie wählerisch

Wahlprüfsteine für die

Kommunalwahl 2009

9 Sprecherinnen der

Fraktionen im Gleichstellungsausschuss

14 Mütter & Väter in Wuppertal

16 Girls’Day &

Neue Wege für Jungs 2009

18 Veranstaltungen

Juli – September 2009

20 Regelmäßige Termine

22 Kurse rund um´s

Kinderkriegen

Adressen der Anbieterinnen

23 Bundesverdienstkreuz für ein

offensives Leben: Cori Obst

Es war einmal: Schülerinnen

& Schüler engagieren sich

für die Geschichte

24 Impressum & Broschüren

der Gleichstellungsstelle

3/09 forum

für Chancengleichheit


Seien Sie wählerisch!

Wahlprüfsteine für die Kommunalwahl 2009

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 30.8.09 wird ein neuer Rat gewählt. Mehr als

die Hälfte der Wahlberechtigten sind Frauen.

Trotzdem ist ihr Einfluss auf Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft verhältnismäßig gering. Noch

immer erleben Frauen, dass sie in vielen gesellschaftlichen

Bereichen benachteiligt werden.

Nach wie vor sind Lebens- und Arbeitsbedingungen

unter dem geschlechterdemokratischen

Aspekt ungerecht.

Das FrauenNetz Wuppertal hat deshalb frauenpolitische

Forderungen entwickelt, die als

Wahlprüfsteine für die Kommunalwahl

gedacht sind. In den Wahlprogrammen der Parteien,

in Koalitionsverhandlungen und im Programm

des nächsten Rates werden die Weichen

gestellt. Dabei müssen frauenspezifische Belange

– in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik,

in der Sozial- und Finanzpolitik – berücksichtigt

werden. Die Fraktionen sind dazu aufgefordert,

ihren Gestaltungsspielraum – trotz der engen

finanziellen Möglichkeiten – zu nutzen, um das

Gleichstellungsgebot umzusetzen und nicht von

vornherein aufgrund finanzieller Engpässe frauen-

und gleichstellungspolitische Errungenschaften

in Frage zu stellen. Ziel von Kommunalpolitik

muss es sein, Fraueninteressen im Rat, in

den Ausschüssen und politischen Gremien zu

berücksichtigen. Darüber hinaus muss alles getan

werden, damit der Frauenanteil im Rat, in den

Gremien, in Aufsichtsräten und Beiräten, in Institutionen

und der Verwaltung endlich durch

Maßnahmen erhöht wird.

Vor der Kommunalwahl hat sich der Rat der

Stadt Wuppertal dafür entschieden, der „Europäische

Charta für die Gleichstellung von Frauen

und Männern auf lokaler Ebene“ beizutreten.

Damit verpflichtet sich die Stadt Wuppertal innerhalb

der nächsten zwei Jahre einen entsprechenden

Aktionsplan aufzustellen und damit

deutlich zu machen, welche Schwerpunkte in der

Arbeit für mehr Chancengleichheit gesetzt werden

sollen. Hierzu müssen alle Institutionen und

Organisationen in der Kommune mit einbezogen

werden, um so eine Gleichstellung von Frauen

und Männern in der Praxis zu erreichen.

Das FrauenNetz Wuppertal ist gespannt, ob und

wie die frauen- und gleichstellungspolitischen

Forderungen umgesetzt werden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Mischen Sie sich in die politische Debatte ein!

2

Frauenpolitik &

Gender Mainstreaming

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist

seit Bestehen der Bundesrepublik grundgesetzlich

verankert (Art. 3 Grundgesetz). Dennoch klaffen

bis heute verfassungsmäßiger Auftrag und Realität

auseinander. Weiterhin bestehen für Mädchen

und Frauen beträchtliche soziale, ökonomische,

kulturelle und strukturelle Nachteile:

V ein überproportional hoher Anteil von Frauen

in der Armutsstatistik und bei den geringen

Renten

V ein geschlechtsspezifisch aufgeteilter Arbeitsmarkt

mit deutlich niedriger bezahlten Arbeitsplätzen

für Frauen, eine Lohnschere zwischen

Frauen und Männern von nahezu 23%

V die Rollenzuweisung in der Kindererziehung

und der Familienarbeit an Frauen

V ihre Unterrepräsentanz in Führungspositionen

in Wirtschaft, Politik und Verwaltung

V eine unbefriedigende rechtliche Lage von

Migrantinnen und zu wenig Berücksichtigung

ihrer spezifischen Bedürfnisse

V eine geschlechtsspezifische Erziehung, die wenig

Spielraum für selbstbestimmte Lebenswege

von Mädchen und Jungen fernab ihrer Rollenzuschreibungen

bietet

V ein erschreckend hohes Ausmaß an (sexualisierter)

Gewalt gegen Frauen und Mädchen

V immer mehr Frauen, die aufgrund von existentiellen

Krisen therapeutische und beraterische

Unterstützung benötigen bei gleichzeitig stagnierendem

Personal in Beratungsstellen und

Unterstützungseinrichtungen

All dies zeigt deutlich, wie groß der Handlungsbedarf

ist, dem sich Politikerinnen und Politiker

stellen müssen.

Im Vertrag von Amsterdam (von 1999) haben

sich die Mitglieder der Europäischen Union verpflichtet,

das Prinzip des Gender Mainstreaming

als Querschnittsaufgabe durchzusetzen, die

Gleichstellung von Frauen und Männern zu för-


dern und Ungleichheiten zu beseitigen (Art. 2

und 3 des Amsterdamer Vertrages). Obwohl alle

politischen Verlautbarungen davon ausgehen,

dass sowohl Gender Mainstreaming als auch

Frauen- und Mädchenpolitik für die Durchsetzung

der Gleichstellung von Frauen und Männern

notwendig ist, zeigen sich in der Praxis

widersprüchliche Entwicklungen. So wurden im

Zuge der Kürzungen in NRW zahlreiche Strukturen

für eine Förderung der Gleichstellung abgeschafft.

Für Wuppertal führte dies u.a. zur Schließung

der Regionalstelle Frau und Beruf (Zentrum

zur beruflichen Frauenförderung), zum

Verlust der Unterstützung durch die Koordinierungsstelle

Frau und Gesundheit NRW und zu

Kürzungen beim Personal im Frauenhaus.

Der Rat der Stadt Wuppertal hat die Umsetzung

von „Gender Mainstreaming“ für die Arbeit der

Verwaltung aufgenommen und festgelegt. Die

Durchführung von Pilotprojekten, Schulungen

und Controlling der Maßnahmen trägt zur Verankerung

bei.

Damit eine Umsetzung von Gender Mainstreaming

gelingen kann erwarten wir, dass

U Politiker/innen sich für die Förderung und

Weiterentwicklung der Infrastruktur für

Frauen- und Mädchenarbeit stark machen

U bei allen Aktivitäten der Verwaltung dargelegt

wird, wie sich politisches Handeln auf Frauen

oder Männer auswirkt

U die Arbeit an der tatsächliche Gleichberechtigung

von Frauen und Männern zum durchgängigen

Leitprinzip der Stadt Wuppertal in

jedem Ressort und Stadtbetrieb wird und die

Unterstützung der Verwaltungsspitze erfährt

U Daten und Statistiken geschlechtsspezifisch

erhoben und die Erkenntnisse bei allen kommunalen

Planungen berücksichtigt werden

U ein Einstieg in ein nachhaltiges Gender

Budgeting und Controlling betrieben wird

Wirtschaft & Arbeit

Existenzsichernde Arbeit für Frauen braucht

Rahmenbedingungen!

Seit Jahren besteht ein breites politisches Einvernehmen,

die Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt

zu verbessern. Die bestehenden Ungleichheiten

entstehen z.B., wenn Frauen wegen

Kinderbetreuung zeitweise aus der Erwerbsarbeit

aussteigen oder aufgrund mangelnder Vereinbarkeit

von Beruf und Familie Teilzeit arbeiten

oder einen Minijob annehmen müssen. Aber

auch wegen der geschlechtsspezifischen Berufswahl,

einer Unterbewertung vieler so genannter

Frauenberufe und vielfach vorhandener Vorbehalte

von Arbeitgeber/innen ist eine Chancengleichheit

von Frauen und Männern, gerade

auch für Migrantinnen, auf dem Arbeitsmarkt

noch längst nicht gegeben.

Dabei besteht gerade für das Land NRW und

seine Kommunen dringender Handlungsbedarf.

Die Frauenerwerbsquote ist niedriger als auf

Bundesebene; in einigen Regionen liegt sie weit

darunter. Das Land NRW hat in der Vergangenheit

mit viel Sachverstand Frauenförderung und

aktive Arbeitsmarktpolitik für Frauen betrieben,

häufig in Verbindung mit der EU-Förderung in

den Strukturprogrammen. Dies war beispielhaft

auch für andere Bundesländer. Die Kommunen

haben mit der Ko-Finanzierung der Regionalstellen

Frau und Beruf, mit kommunalen Beschäftigungsprogrammen

z.B. für Wiedereinsteigerinnen

und allein Erziehende sowie mit dem

schrittweisen Ausbau von Kindertageseinrichtungen

einen Beitrag zur Integration von Frauen

in den ersten Arbeitsmarkt geleistet. Auch die

Maßnahmen speziell für Migrantinnen haben

ihr Potenzial für den Arbeitsmarkt deutlich machen

können. Die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes

(LGG) in den Kommunen als

einem großen Dienstleister vor Ort hatte eine

beispielhafte Funktion auch für betriebliche

Frauenförderung.

Damit eine gleichberechtigte Partizipation

von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt

möglich wird erwarten wir, dass

U kommunale Beschäftigungsförderung die

spezifische Lebenssituation von Frauen berücksichtigt

und entsprechende Rahmenbedingungen

für eine Steigerung der existenzsichernden

Beschäftigung von Frauen – gerade

auch von Migrantinnen – schafft. Hierzu

ist eine Kooperation mit der Fraueninfrastruktur

unerlässlich

U Stadtverwaltung und Akteure/innen der

kommunalen Beschäftigungsförderung verstärkt

die Qualifizierung von Frauen in zukunftsträchtigen

Berufen unterstützen

U alle Bestrebungen, junge Frauen oder junge

Männer für untypische Berufe zu motivieren,

Unterstützung erfahren

U die Stadtverwaltung und ihre Eigenbetriebe

verstärkt für Ausbildungsplätze bei Mädchen

und Jungen mit Migrationshintergrund werben

U Beratungsstellen kompetente Beratung und

ausreichende Qualifizierung für Existenzgründerinnen

sicherstellen

U weiterhin entsprechende Programme für Wiedereinsteigerinnen

oder Migrantinnen zur

Beratung und Begleitung entwickelt und angeboten

werden

3


U Programme entwickelt werden, die zur Erhöhung

des Anteils von Frauen in Führungspositionen

beitragen können

U weiterhin geschlechtsspezifische Belange in die

Gestaltung, Konzeption und Umsetzung von

arbeitsmarktpolitischen Instrumenten der

ARGE Berücksichtigung finden

U bei der Beantragung von Projekten zur Arbeitsmarktförderung

auf die Umsetzung von

Gender Mainstreaming geachtet und frauen-

4

Vereinbarkeit

von

Beruf & Familie

Nach ernstzunehmenden Prognosen werden im

Jahr 2020 14,3% weniger Einwohner und Einwohnerinnen

in Wuppertal leben. Gleichzeitig

wird auch für Wuppertal ein Fachkräftemangel

prognostiziert. Um diesem Trend entgegenzuwirken,

ist eine nachhaltige Verbesserung der

Ver-einbarung von Familie und Beruf eine der

zentralen Zukunftsaufgaben für Wuppertal. Die

bestausgebildete Frauengeneration aller Zeiten

wird ihren Beruf nicht mehr aufgeben, um sich

ausschließlich der Kindererziehung zu widmen.

Diese Entwicklung ist zu begrüßen und erfordert

es, Kinderbetreuung immer mehr von den

Schultern der Mütter auf die beider Elternteile

und damit auch der Väter zu verlagern. Die Betreuung

von Kindern, sowie die Tätigkeiten im

Haushalt müssen von beiden Geschlechtern gleichermaßen

übernommen werden, begleitet

durch qualitativ hochwertige und verlässliche

Betreuungsangebote. Nach wie vor besteht jedoch

ein Mangel an (bezahlbaren) Betreuungsplätzen

für Kinder unter drei Jahren. Das Angebot

an Ganztagesplätzen im Kindergartenbereich

ist immer noch unzureichend und die Betreuungssituation

für Schulkinder bis zwölf Jahren

ist bei weitem nicht optimal gelöst. Die Einführung

der offenen Ganztagsgrundschule hat für

Wuppertal in diesem Zusammenhang einen

Fortschritt gebracht, bedarf aber noch des weiteren

Ausbaus.

Die Arbeitszeiten von Müttern und Vätern sind

immer mehr an den Rändern des Arbeitstages zu

finden. Eine Ausdehnung der Öffnungszeiten hat

aber bislang nicht in entsprechendem Umfang

stattgefunden. Es gibt zu wenig öffentliche Diskussion

über veränderte Bedürfnisse von Eltern

und mögliche Lösungen. Antworten auf diese

veränderten Anforderungen des Arbeitslebens

müssen Eltern oftmals alleine für sich suchen,

umfassende Unterstützungsmöglichkeiten durch

politische Initiativen fehlen zumeist.

spezifische Probleme berücksichtigt werden

U die städtische Vergabeordnung um das Kriterium

der betrieblichen Frauenförderung erweitert

wird, um Bestrebungen von Arbeitgebern

aktive Frauenförderung und Gleichstellungspolitik

zu betreiben, gezielt zu unterstützen

U Stadtverwaltung und Akteure/innen sich an

den Aktionen zum Equal-Pay-Day beteiligen

Damit die Vereinbarkeit von Beruf & Familie

für Frauen & Männer ermöglicht wird erwarten

wir, dass

U die qualifizierte und bezahlbare Ganztagsbetreuung

für Kinder von 0 bis 14 Jahren in

Kindertageseinrichtung und (Ganztags)-

Schulen sowie anderen zeitlich flexiblen Angeboten

(Tagespflege) fortgeführt wird

U eine breite Diskussion über Öffnungszeiten

der Betreuungsangebote angestoßen wird

U in der Stadtverwaltung und den städtischen

Betrieben spielt die Vereinbarkeit von Familie

und Beruf eine zentrale Rolle

U Maßnahmen ergriffen werden, um Vätern zu

ermöglichen, mehr Zeit mit ihren Kindern zu

verbringen

U in der Stadtverwaltung und städtischen Betrieben

Modellprojekte aufgelegt werden, die

Teilzeit in Führungspositionen ermöglichen

U die Vereinbarkeit von beruflichen und privaten

Lebensentwürfen von Frauen und Männern

als Thema in die Fortbildung von Führungskräften

einbezogen wird

U auf einem jährlichen Symposium zur „Vereinbarkeit“

ein Vereinbarkeitsreport vorgelegt

wird. Dieser sollte alle Initiativen und Maßnahmen

zur Verbesserung der Vereinbarkeit

von Familie und Beruf dokumentieren

U weiterhin der jährliche Preis für die innovativsten

Ideen bzw. größten Fortschritte zur

Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen

und Männer in Wuppertaler Unternehmen

ausgelobt wird

U Modelle zur gerechteren Aufteilung der Familienarbeit

zwischen Frauen und Männern entwickelt

werden

U die Planung der Infrastruktur den Indikator

„Familienfreundlichkeit“ berücksichtigt

U Familienbildungsstätten mit ihrem Angebot

weiterhin emanzipatorische Familienmodelle

unterstützen können


Mädchen & Jungen

in der Kinder- und

Jugendhilfe

Das bundesweit geltende Kinder- und Jugendhilfegesetz

(SGB VIII) verpflichtet die freien und

öffentlichen Träger, die unterschiedlichen Lebenslagen

von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen,

Benachteiligungen abzubauen und

Gleichberechtigung zu fördern. Der Erfolg der

landesweiten Initiative für ein Jugendförderungsgesetz

in NRW zeigt, dass die Belange von

Kindern und Jugendlichen in der breiten Öffentlichkeit

deutlich wahrgenommen werden. Die

Kommunen stehen in der Verantwortung, sich

für zielgerichtete, differenzierte und geschlechtsbewusste

Angebote der Kinder- und Jugendhilfe

stark zu machen, um die besonderen Interessen

und Bedürfnisse von Mädchen und Jungen zu

berücksichtigen, ohne sie gegeneinander auszuspielen.

Der Landesjugendplan hat seit 1999 die

Berücksichtigung spezifischer Belange von

Mädchen und Jungen als Querschnittsaufgabe

mit herausragender Bedeutung festgeschrieben

und darüber hinaus mit einer eigenen Förderposition

ausgestattet. Mit diesen Mitteln konnten

innovative Projekte und Maßnahmen der

Mädchen- und Jungenarbeit vor Ort entstehen

und landeszentrale Trägerstrukturen, wie die

LAG Mädchenarbeit, LAG Jungenarbeit und

FUMA aufgebaut werden.

In der offenen Jugendarbeit gibt es umfangreiche

und gute Standards zur Mädchenarbeit in

Wuppertal. Auch für die Jungenarbeit wurden

entsprechende Standards entwickelt. Mädchenarbeit

kann auf eine lange Tradition, auf vielfältige

Erfahrungen und gut ausgebildete Fachfrauen

zurückgreifen. Für die Jungenarbeit gilt dies

noch nicht in gleichem Maße. Trotz finanzieller

Engpässe sind auch weiterhin – gerade auch

präventive – Angebote für Mädchen notwendig.

Darüber hinaus müssen Kinder und Jugendliche

ihr Lebensumfeld mit gestalten können. Gerade

Mädchen, die oft nicht in gleichem Maße im

öffentlichen Raum Beachtung finden, sollen bei

der Gestaltung öffentlicher Plätze – auch im

Stadtteil – einbezogen werden, damit sie sich

angstfrei und sicher bewegen können.

Damit eine geschlechtsbewusste Mädchenund

Jungenarbeit umgesetzt werden kann

erwarten wir, dass

U die Einführung von Gender Mainstreaming

bei gleichzeitigem Bestandsschutz und Förderung

spezifischer Angebote der Mädchenarbeit/Jungenarbeit

im Sinne einer Querschnittsaufgabe

ermöglicht wird

U die Einrichtung und Förderung von Vernetzungs-

und Fachgremien vor Ort, wie z.B.

Mädchenarbeitskreise Unterstützung erfahren

U die Leitlinien zur Mädchen- und Jungenarbeit

umgesetzt und Zuschüsse in der Jugendhilfe

geschlechtsspezifisch ausgewiesen werden

U die Jugendhilfe präventive Angebote für Mädchen

zu Themen wie Ess-Störungen, sexuellen

Gewalterfahrungen, Drogenmissbrauch und

Rauchen entwickelt

U Planungsverantwortliche geschlechtsspezifische

Beteiligungsprojekte zur Stadtentwicklung,

zur Nahverkehrsplanung und zur Gestaltung

öffentlicher Plätze und Spielplätze als

festen Bestandteil von Beteiligungsverfahren

berücksichtigen

Anti-Gewalt-Arbeit

Die Gewährleistung von Schutz, Beratung und

Hilfe bei Gewalt ist eine staatliche Pflichtaufgabe.

Dies folgt unmittelbar aus Artikel 2 des

Grundgesetzes. Jeder und jede hat das Recht auf

Leben und körperliche und seelische Unversehrtheit.

Dazu gehört auch, ein gewaltfreies Leben

in Sicherheit zu führen. Das Ausmaß und

die Folgen von Gewalt – auch von sexualisierter

Gewalt – gegen Frauen und Kinder haben wesentlichen

Einfluss auch auf das gesellschaftliche

Klima in einer Stadt. Längst ist bekannt, dass es

sich hierbei nicht „nur“ um ein soziales Problem

handelt, sondern Fragen der Gesundheit oder

der Bildungschancen von Frauen und Kindern

im Kontext von Gewalt zu sehen sind. Die Bundesregierung

hat in ihren repräsentativen Studien

die unterschiedliche Betroffenheit von

Frauen und Männern von Gewalt dargestellt.

Daneben wurde die Beeinträchtigung der Gesundheit

gewaltbetroffener Frauen – auch von

Frauen mit Migrationshintergrund – untersucht.

Die Studie belegt, dass etwa jede fünfte in

Deutschland lebend Frau im Alter von 16 bis 85

Jahren in ihrem Erwachsenenleben mindestens

einmal körperliche Verletzungen infolge von

Gewalt erlitten hat. Bei etwa einem Drittel der

Frauen mit Verletzungsfolgen waren diese so

schwer, dass medizinische Hilfe in Anspruch

genommen werden musste.

Rund 40.000 Frauen flüchten jährlich in

Deutschland mit ihren Kindern vor ihren gewalttätigen

Partnern in Frauenhäuser.

5


In Wuppertal nimmt das Frauenhaus jährlich ca.

100 Schutz suchende Frauen mit ihren ca. 100

Kin-dern und Jugendlichen auf. Mit Hilfe des

Gewaltschutzgesetzes hat die nordrhein-westfälische

Polizei zahlreiche gewalttätige Männer aus

der gemeinsamen Wohnung der Paare verwiesen.

In Wuppertal ist ein Anstieg der Beratung

durch Frauen helfen Frauen zu Wohnungsverweisungen

von mehr als 60% zu verzeichnen.

Für 2007 wurden in Deutschland durch das

Bundeskriminalamt 7.511 Fälle von Vergewaltigung

und sexueller Nötigung festgestellt. Diese

Zahlen beziehen sich nur auf die Fälle, in denen

eine Anzeige erstattet wurde. 2007 suchten beim

FrauenNotruf 135 Betroffene Unterstützung aufgrund

von sexueller Belästigung, Stalking oder

Vergewaltigung. Dabei ist ein Anstieg der Beratungen

und Strafanzeigen in den Bereichen Stalking

und sexuelle Übergriffe durch K.O.-Tropfen

festzustellen. 240 Mädchen und Frauen, die

sexualisierte Gewalt erlebt haben, sich psychischer

Gewalt oder Bedrohung ausgesetzt fühlten,

wurden 2007 von der FrauenBeratung unterstützt.

Hierzu gehörten auch Mädchen, die

Angst vor einer Zwangsverheiratung hatten.

Täglich wenden sich mindestens zwei von

Gewalt betroffene Frauen und Mädchen in

Wuppertal an eine der Beratungsstellen.

Durch die engere Kooperation der Frauen infrastruktur

mit dem Gesundheitswesen, Migrantenselbstorganisationen,

den Schulen und der

ARGE konnten weitere Unterstützungsnetzwerke

aufgebaut werden. Durch umfangreiche Informationsmaterialien,

die auch in die wichtigsten

Sprachen übersetzt wurden, soll Frauen, Mädchen

und Jungen Mut gemacht werden, sich zu

wehren und Hilfe zu holen. Durch die anonyme

Spurensicherung bei Verdacht auf Sexualstraftaten

wird den Betroffenen, die unmittelbar

nach der Tat noch keinen Entschluss zu einer

Strafanzeigen fassen können, die Möglichkeit

gegeben, gerichtsverwertbare Spuren sichern zu

lassen. Hierzu arbeiten unter Federführung des

FrauenNotruf Ärzte/innen, Ermittlungsbehörden

und Fraueninfrastruktur zusammen.

Die Fachstellen zur Anti-Gewalt-Arbeit haben

ihre Arbeit weiterentwickelt und ausdifferenziert,

um Betroffene besser schützen und beraten

zu können. Mangels Kapazitäten werden Betroffene

von Gewalt, sexualisierter Gewalt und Stalking

die notwendige Beratung und Begleitung

nicht immer oder nicht in dem notwendigen

Umfang vorfinden. Hierauf weisen Fachkräfte

im Bereich der Anti-Gewalt-Arbeit seit längerem

hin. Politikerinnen und Politiker in Wuppertal

sind gefordert, sich für verbindliche Absicherung

und Weiterentwicklung der allseits als unverzichtbar

bezeichneten Leistungen für gewaltbetroffene

Frauen und Kinder einzusetzen. Dies

bedeutet eine kostendeckende und bedarfsgerechte

Finanzierung der Fraueninfrastruktur, der

Jugendhilfe und Täterberatungsstellen.

6

Damit eine Anti-Gewalt-Arbeit auch

weiterhin möglich bleibt erwarten wir, dass

U der Ausbau und Erhalt der Fraueninfrastruktur

für Beratung, Selbsthilfe, Öffentlichkeitsarbeit,

Therapie, sowie eine Unterbringung im

Frauenhaus sichergestellt wird

U für Täter eine Möglichkeit zur Beratung und

Verhaltensänderung besteht

U der Erhalt der Jugendhilfemaßnahmen,

sowohl für gewaltbetroffene Mädchen und

Jungen, als auch für gewalttätige Jungen und

Mädchen, auf breite Unterstützung trifft

U eine niederschwellige Anlaufstelle für von

sexualisierter Gewalt betroffene Mädchen und

Jungen eingerichtet wird

U der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt

Wuppertal und der Arbeitkreis Hilfen bei

sexueller Gewalt weiterhin die entsprechende

Unterstützung erhält, um zur Vernetzung der

Institutionen vor Ort beizutragen

U die Finanzierung von Informationsmaterial

und Öffentlichkeitsarbeit für die von Gewalt

betroffenen Frauen und Kinder in mehreren

Sprachen weiterhin möglich bleibt

U Opfer von Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung

sowie Opfer von Frauenhandel

Unterstützung und Schutz erfahren

U die Situation gewaltbetroffener Frauen bei

der Umsetzung des SGB II weiterhin Berücksichtigung

findet

U Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse

für Mädchen an Wuppertaler Schulen

auch weiterhin angeboten werden

U durch eine Zusammenarbeit mit den WSW

weiterhin gemeinsame Projekte zur Vermeidung

von sexueller Belästigung im ÖPNV

initiiert werden können

U durch die Zusammenarbeit mit Disko- und

Event-Betreibern die Sicherheit von Mädchen

und jungen Frauen bei öffentlichen Veranstaltungen

gewährleistet wird

U Sexistische Werbung – u.a. durch eine Selbstverpflichtung

der Stadt in ihren Werbeverträgen

– verhindert wird

Migration

&

Integration

Potentiale von Migrantinnen erkennen –

Frauenrechte stärken

Migrantinnen sind eine äußerst heterogene

Gruppe, deren Lebensbedingungen sich durch

viele Faktoren unterscheiden: Staatsangehörigkeit,

Einreisealter, Familienstand, Aufenthaltsdauer,

Rechtsstatus, Bildung, Kultur- und Religions-

oder Schichtzugehörigkeit. Entsprechend

unterscheiden sich die Lebenslagen dieser

Frauen erheblich. Dies wird oftmals weder in

der Öffentlichkeit noch bei den Angeboten für


Migrantinnen berücksichtigt. Bei der Gratwanderung

zwischen den Kulturen sind die besonderen

Leistungen vieler Frauen und Mütter als

Vermittlerinnen von Alltagskompetenzen und

integrativen Werten in die Familie hinein ausdrücklich

anzuerkennen und wertzuschätzen.

Um Sprachdefizite und damit die Teilnahme am

Leben in Wuppertal bei den Müttern zu überwinden,

sind weiterhin Sprachkurse u.a. in

Kindertageseinrichtungen wichtig. In der nachwachsenden

Generation wird sich der Anteil von

Kindern mit Migrationshintergrund erheblich

erhöhen, sie machen bereits fast die Hälfte aller

Geburten in Wuppertal aus. Besondere Anstrengungen

zur Integration sind bei Mädchen und

Jungen mit Bildungsdefiziten notwendig, um

ihre Integration sicherzustellen. Aber: Immer

mehr junge Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund

sind gut gebildet, schaffen einen

Schulabschluss, eine Ausbildung, das Abitur und

ein Studium. Hier weiterhin Potenziale zu

wecken ist Aufgabe von Kommunalpolitik.

Die Stadtverwaltung informiert Migranten/

innen umfassend über ihr Informationsportal.

Gleichzeitig sind auch in Wuppertal Mädchen

und junge Frauen von Zwangsverheiratung und

Genitalverstümmelung betroffen. In der Anti-

Gewalt-Arbeit sind deshalb Netzwerke mit Migrantenselbstorganisationen

genauso wichtig, ie

multisprachige Broschüren.

Eine klare Haltung gegenüber Frauen- und

Mädchenrechten – über Nationalitäten und kulturelle

Unterschiede hinweg – ist unerlässlich,

um den Mädchen und Frauen ihr Recht auf

Selbstbestimmung zu gewähren.

Damit eine Integration von Migrantinnen auch

weiterhin möglich bleibt erwarten wir, dass

U Migrations- oder Integrationsausschüsse möglichst

paritätisch mit Frauen und Männern

besetzt werden

U eine interkulturelle Öffnung der Verwaltung

erfolgt, insbesondere der publikumsintensiven

Ämter

U Sprachförderung im Elementarbereich, in

Schule und Weiterbildung durch Familienbildungsstätten

und Angebote der Volkshochschule

ausgebaut und auch mit Kinderbetreuung

angeboten werden

U die Übersetzung von städtischen Informationen

in die am meisten gesprochenen Sprachen

die Teilhabe von Migrantinnen fördert

U Angebote für Migrantinnen in der offenen

Jugendarbeit erhalten bleiben

U Treffpunkte für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

gefördert werden

U die Vernetzung mit Migrantenselbstorganisationen,

gerade auch im Hinblick auf Projekte

zur Chancengleichheit von Frauen und

Männern ausgebaut wird

U Anti-Rassismus-Training und Maßnahmen

zum konfliktfreien Umgang miteinander Unterstützung

erfahren

Frauen &

Gesundheit

Mit dem im Jahr 2000 vorgelegten geschlechterdifferenzierten

Gesundheitsbericht wurden zum

ersten Mal systematisch umfangreiche Daten aus

der Gesundheitsberichterstattung für NRW erhoben,

die die Erkenntnisse aus der Gesundheits-

und Frauenforschung hinsichtlich der Unterschiedlichkeit

von Frauen und Männern in

Bezug auf Gesundheit und Krankheit unterstützten.

Die Unterschiedlichkeit bezieht sich

neben den biologischen Gegebenheiten vor

allem auf die aus den Geschlechterrollen resultierenden

Verhaltensweisen von Frauen und

Männern im Umgang mit Gesundheit und

Krankheit. Aber auch die Behandlung im gesundheitlichen

Versorgungssystem erfolgt häufig

vor dem Hintergrund von Geschlechterklischees.

Die mangelnde Sensibilität für Geschlechterfragen

im Gesundheitssystem trifft natürlich

beide Geschlechter. Es ergeben sich aus der vorherrschenden,

an Männern orientierten Norm,

jedoch für Frauen konkrete Benachteiligungen,

die es abzubauen gilt. Diese bestehen vor allem

in den folgenden Punkten:

V Unzureichende Berücksichtigung von Frauen

in der Erforschung von Krankheiten und

Arzneimitteln

V Ungleiche Behandlung von Frauen und Männern

(Frauen erhalten eher psychosomatische,

Männer eher somatische Diagnosen bei vergleichbaren

Beschwerden)

V daraus resultierender erhöhter Medikamentenkonsum

von Frauen

V Pathologisierung natürlicher weiblicher Lebensphasen

V Unzureichende Erforschung und Berücksichtigung

frauenspezifischer Gesundheitsrisiken

(Armut, Gewalt, Doppel- & Dreifachbelastung)

V zu starke Belastung bei mangelnder Bezahlung

von Frauen als Beschäftigte im Gesundheitssystem

Darüber hinaus wird der besonderen Lebenssituation

von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund

zu wenig Beachtung geschenkt.

Die Enquetekommission „Zukunft einer frauengerechten

Gesundheitsversorgung in NRW“ hat

anhand ausgewählter Themen den Komplex

„Frauen und Gesundheit“ bearbeitet und beendete

die Arbeit mit Vorlage eines Kataloges von

Handlungsempfehlungen für NRW. Dies gilt es

auch kommunal umzusetzen.

7


8

Hierbei spielen drei Punkte eine große Rolle:

1. Sensibilität für Geschlechterfragen als Qualitätsmerkmal

gesundheitlicher Versorgung.

2. Entwicklung von Qualitätsstandards frauengerechter

Gesundheitsversorgung und -förderung.

3. Systematische Bearbeitung des Themas „Gewalt

gegen Frauen” mit seinen Implikationen

für Gesundheit.

Damit eine geschlechtsspezifische Gesundheitsförderung

Wirklichkeit wird erwarten

wir, dass

U die sukzessive Umsetzung der paritätischen

Besetzung der kommunalen Gesundheitskonferenz

und anderer Gremien erfolgt

U Gender Mainstreaming als Prinzip der kommunalen

Gesundheitskonferenz und kommunalen

Gesundheitsberichterstattung beachtet wird

U die weiteren Gremien und Institutionen im

Bereich der gesundheitlichen Versorgung frauenspezifische

Aspekte durchgängig in ihrer

Arbeit berücksichtigen

U Geschlechtsspezifische Präventions-Angebote

bei Schulveranstaltungen, Weiterbildungs- und

Fortbildungsmöglichkeiten erhalten bleiben

U bei der Entwicklung von Konzepten und

Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsversorgung

die Belange von Migrantinnen

besondere Berücksichtigung erfahren

U durch verständlich formulierte und umfassende

Informationen die Souveränität und Information

von Patientinnen gefördert wird

U Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten

für Drogengebraucherinnen, HIV-infizierte

Frauen, Wohnungslose und Prostituierte abgesichert

werden

U Präventionsarbeit, Therapie und Beratung

zum Thema „Ess-Störungen“ verstärkt wird

U spezifische Unterstützungsmöglichkeiten für

psychisch kranke Frauen und Mädchen und

therapeutische Angebote am Bedarf orientiert

zur Verfügung gestellt werden

U bei Krankheit und Kuraufenthalten Kinderbetreuung

sichergestellt ist, z.B. durch die

Einrichtung eine „Kinderhotels“

U die FrauenGesundheitsTage weitergeführt

werden, um Wuppertalerinnen über neue

Entwicklungen im Gesundheitswesen, über

Therapiemöglichkeiten und Ansprechpartnerinnen

vor Ort zu informieren

Selbstbestimmt & Selbstbewusst:

Lesben in Wuppertal

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich

die Lebenswirklichkeit von Lesben dank aktiver

Antidiskriminierungsarbeit deutlich verbessert.

Lesbische Frauen haben in NRW auf Landesund

kommunaler Ebene viele Projekte initiiert,

in denen direkt an der Basis beinahe ausschließlich

ehrenamtlich gearbeitet wird. Die in den

Gruppen und Vereinen Engagierten leisten eine

nicht nennbar große Zahl unbezahlter Arbeitsstunden,

um Hilfesuchenden ein Beratungsangebot

anbieten zu können, um Antigewaltarbeit zu

leisten und auch um Diskriminierungen entgegenzuwirken.

Diese Projekte helfen mit, ein gesellschaftliches

und rechtliches Klima zu schaffen,

in dem lesbische Frauen selbstbestimmt und

selbstbewusst leben können. Auch hat das

Selbstbewusstsein und die Präsenz lesbischer

Frauen durch landesweite Projekte, die vor Ort

durchgeführt wurden, wie „Lesben in Sicht“ und

„Lebenswege lesbischer Frauen“ in der Öffentlichkeit

zugenommen. Obwohl die Entwicklung

insgesamt als positiv zu bewerten ist, besteht

immer noch Handlungsbedarf. Viele der lesbenpolitischen

Forderungen sind kostenneutral zu

realisieren. Die Politik muss lediglich den politischen

Willen dazu aufbringen.

Damit Lesben auch weiterhin selbstbestimmt

& selbstbewusst leben können erwarten wir,

dass

U in Schulen und städtischen Bildungseinrichtungen,

vor allem in der Sexualaufklärung,

lesbische Lebensweisen gleichberechtigt neben

anderen dargestellt werden

U Jugendliche Unterstützung beim „Coming

Out“ erfahren

U keine Diskriminierung bzw. Benachteiligung

von lesbischen Frauen im Arbeitsleben erfolgt

U geprüft wird, ob die Einrichtung eines Wuppertaler

Antidiskriminierungsbüros, bzw.

einer Koordinationsstelle möglich ist

U in der stadteigenen Imagewerbung Beratungsund

Kulturangebote sowie Treffpunkte von

und für Lesben Berücksichtigung finden

U Lesbengruppen bei den gegenseitigen Besuchs-

und Austauschprogrammen mit Partnerstädten

berücksichtigt werden

U Hilfe und Schutz für lesbische und schwule

Gewaltopfer sichergestellt wird

U Aufklärungs- und Präventionsprogramme

erhalten bleiben

U das Jugendamt Lesben bei ihrem Wunsch Pflege-

und Adoptiveltern zu werden unterstützt

und mit heterosexuellen Paaren gleichstellt


Frauen & Mädchen

mit Behinderungen

Selbstbestimmte Teilhabe behinderter

Mädchen und Frauen am gesellschaftlichen

Leben

Neue Gesetze haben die Situation von Frauen

und Mädchen mit Behinderungen zumindest auf

dem Papier verbessert. Schon der erste Paragraf

des Rehabilitationsgesetzes (SGB IX) dokumentiert

einen allgemeinen Perspektivwechsel der

Behindertenpolitik, der auch Frauen und Mädchen

zugute kommt. Nicht mehr ausgrenzende

Fürsorge, sondern uneingeschränkte Teilhabe am

gesellschaftlichen Leben, nicht mehr abwertendes

Mitleid und Bevormundung, sondern völlige

Gleichstellung und Selbstbestimmung sind die

politischen Ziele. Das Ziel, Teilhabe herzustellen,

tritt an die Stelle des Zieles der „Integration“.

Dahinter steht der Anspruch, behinderte Menschen

als gleichberechtigte Bürgerinnen und

Bürger wahrzunehmen, sie nicht in etwas zu

„integrieren“, sondern sie gleichberechtigt zu

„beteiligen“. Seit dem 1.1.2004 ist das entsprechende

Landesgleichstellungsgesetz für NRW in

Kraft getreten, um diese neuen Zielvorgaben zu

realisieren, Wuppertal hat darauf hin die Stelle

einer Behindertenbeauftragten eingerichtet.

Die besondere Förderungswürdigkeit von Frauen

und Mädchen ist auch in den neuen Gesetzen

verankert: Immer noch besteht eine besondere

Benachteiligung behinderter Frauen und Mädchen

– als behinderte Menschen und als Menschen

weiblichen Geschlechts.

Dorothea Glauner, Sprecherin der CDU-

Fraktion im Gleichstellungsausschuss

Miteinander statt gegeneinander - Nur gemeinsam

können Frauen und Männer etwas in der

Kommunalpolitik bewegen

90 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts

sind Frauen mit einem durchschnittlichen Anteil

von knapp 25% in den Räten der Kommunen

noch immer unterrepräsentiert. In der Kommunalpolitik

werden jedoch Entscheidungen getroffen,

die jeden angehen – sei es in der Verkehrspolitik,

der Stadt- und Finanzplanung sowie der

Familienpolitik. Auch wenn die Arbeit manchmal

etwas zäh voran geht, wird man doch in regelmäßigen

Abständen mit Erfolgen belohnt, die von

den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen

werden. Kommunalpolitisches Handeln ist nicht

abstrakt, sondern für die Menschen in einer Stadt

konkret erlebbar. Wir sollten das Potential der

Frauen nicht ungenützt lassen, denn sie kennen

sich in unterschiedlichen Bereichen aus; in der

Familie, im Beruf oder im Ehrenamt. Die CDU

Damit eine Teilhabe von Mädchen & Frauen

mit Behinderung möglich wird erwarten wir,

dass

U Strukturen entwickelt werden, die behinderten

Mädchen und Frauen in der Kommune ein

Umfeld für selbständiges und eigenverantwortliches

Leben ermöglichen, z.B. durch die

Herstellung der Barrierefreiheit im öffentlichen

Raum und durch den Zugang zu städtischen

Informationen

U spezialisierte Beratungsangebote für behinderte

Frauen und Mädchen erhalten bzw. ausgebaut

werden

U alle bestehenden Beratungsstellen als Qualitätsstandard

die besondere Lebenssituation

von Frauen und Mädchen mit Behinderungen

berücksichtigen

Die Wahlprüfsteine wurden aufgestellt vom

FrauenNetz Wuppertal

Das FrauenNetz Wuppertal ist ein Zusammenschluss

von Institutionen und Beratungsstellen,

die frauenspezifische Arbeit anbieten.

(Grundlage: Wahlprüfsteine Frauengipfel NRW 2004)

setzt jedoch nicht auf Quoten, um mehr Frauen

in die Rathäuser zu bringen. Wir Frauen sind

selbstbewusst genug, um uns auch ohne Quotierungen

und staatliche Vorgaben zu engagieren.

Die CDU in Wuppertal hat schon einige Erfolge

in puncto Gleichberechtigung erzielen können,

wobei für uns Qualifikation und Kompetenz

immer wichtiger waren und sind als das biologische

Geschlecht. Diese Erfolge lassen sich

auch an weiblichen Personen festmachen, die an

herausgehobener Stelle Verantwortung für ihre

9


und in ihrer Stadt tragen. Mit Silvia Kaut

stammt die Erste Bürgermeisterin Wuppertals

aus den Reihen der Union. In Cronenberg,

Elberfeld-West und Oberbarmen sind Ingeborg

Alker, Christa Kühme und Christel Simon als

Bezirksbürgermeisterinnen tätig. Das CDU-

Ratsmitglied Gisela Schlüter ist Vorsitzende des

Trägervereins Schaufenster Schule & Kinderkunst

e.V.. Ich selbst bin als Vorsitzende des

Seniorenbeirats der Stadt Wuppertal tätig und

wurde vor kurzem auch zur neuen Beisitzerin

im Vorstand der Landesseniorenvertretung

NRW gewählt.

Ein weiterer Erfolg unserer Politik ist das Wuppertaler

Bündnis für Familien. Auf Initiative der

Kooperationsfraktionen CDU und SPD haben

sich hier Akteure aus Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege,

Bildung, Kirche, Wirtschaft und

Gewerkschaften verpflichtet, die Situation der

Familien in Wuppertal in den Mittelpunkt des

politischen und gesellschaftlichen Interesses zu

Bürgermeisterin Ursula Schulz,

Sprecherin der SPD-Fraktion im

Gleichstellungsausschuss

Wie lange setzen Sie sich bereits für die

Gleichstellung von Mann und Frau ein?

Ich setze mich seit über 30 Jahren für die Gleichstellung

von Frau und Mann ein. Bevor ich 1979

Stadtverordnete im Rat der Stadt Wuppertal

wurde, habe ich mich in den Gremien der SPD

Wuppertal aktiv für die Gleichberechtigung eingesetzt.

Was ist Ihnen bei Ihrem politischen Engagement

besonders wichtig?

Die Verwirklichung von Gerechtigkeit, vor allem

sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit für

alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Alter,

Nationalität oder sozialer Herkunft.

Auch das Prinzip‚ Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’

muss endlich umgesetzt werden - auf der

Basis von Mindestlöhnen. Gerade angesichts der

Wirtschaftskrise und der finanziellen Notwendigkeit,

aus der heraus viele Frauen arbeiten gehen,

ist es wichtig, eine gerechte Entlohnung

umzusetzen. Viele Frauen sind gezwungen, im

Einzelhandel, in Pflegeberufen oder in Dienstleistungssektoren

zu arbeiten, wo durch Leiharbeit

und Lohndumping nur noch minimale Einkommen

erzielt werden. Das darf ebenso wenig

sein wie eine ungleiche Entlohnung, wenn Frauen

und Männer die gleiche Arbeit tun.

Gab es einen Erfolg, der Ihnen viel bedeutet hat?

Es ist schwierig, einen Erfolg hervorzuheben,

denn es waren und sind viele kleine Schritte notwendig

für die Verwirklichung der Gleichstellung

von Frauen und Männern. Mit dem Thema

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rücken und die Familienfreundlichkeit in unserer

Stadt Schritt für Schritt auszubauen. Vor

drei Jahren, am 15.5.2006, dem ersten Deutschen

Familientag, wurde unsere Stadt für die

Gründung des bundesweit 300. Lokalen Bündnisses

für Familie ausgezeichnet.

Die Frage, was wir in der CDU in den nächsten

Jahren in Wuppertal auf dem Gebiet der

Gleichstellung erreichen wollen, möchte ich

so beantworten: Wir brauchen eine Politik, die

das Gemeinsame über das Trennende stellt.

Wenn wir also eine Politik betreiben, die die

Interessen von Alt und Jung, Stark und

Schwach, Reich und Arm, Frau und Mann gleichermaßen

in den Blick nimmt, dann leisten

wir die beste Gleichstellungspolitik. Dass ein

größeres Engagement der Frauen in der Politik

wünschenswerte wäre, will ich gern zugeben.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass

Frauen sich schon jetzt überdurchschnittlich

insbesondere ehrenamtlich engagieren.

‚Gleichstellung’ sind fast alle Lebensbereiche

verknüpft. Mir bedeutet es besonders viel, dass

es zunehmend gelingt, die einstmals vorhandene

Trennung zwischen ‚Frauenwelt’ und ‚Männerwelt’

aufzubrechen, dass inzwischen klar ist, dass

es nicht um die Bevorzugung eines Geschlechtes,

sondern um ‚Geschlechtergerechtigkeit’ geht,

wenn wir von Gleichstellung sprechen.

Sicher gibt es noch viel Bereiche, wo Frauen

einen ‚Nachholbedarf’ haben, doch wissen wir

eben auch, dass z. B. Jungen aufgrund der sich

verändernden Familienzusammensetzungen

häufig eine besondere Förderung im Sinne von

‚Jungenarbeit’ brauchen.

Wie schätzen Sie die Situation in Wuppertal

ein in Bezug auf die Gleichstellung von Mann

und Frau allgemein und in Bezug auf die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf?

Es gibt nach wie vor zu wenige Frauen in Führungspositionen.

Das gilt leider auch immer

noch für die Stadtverwaltung. Inzwischen besteht

der Verwaltungsvorstand nur noch aus

Männern und es ist zu befürchten, dass das auch

in den nächsten Jahren so bleibt.


Der Landschaftsverband Rheinland zeigt aber

zum Beispiel, das es nicht so sein muss: Dort

sind vier Landesrätinnen und drei Landesräte als

Beigeordnete tätig.

Auch in den politischen Gremien sind Frauen

unterrepräsentiert. Lediglich 22 Frauen sind im

Rat der Stadt vertreten (insgesamt hat der Rat 73

Mitglieder ohne den Oberbürgermeister). Hier

sind die Parteien gefordert, mehr weiblichen

Nachwuchs zu fördern und als Kandidatinnen zu

nominieren.

Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und

Beruf ist in den letzten Jahren auf kommunaler

Ebene viel erreicht worden. Der Ausbau von Betreuungsplätzen

für unter dreijährige Kinder und

die Offenen Ganztagsschulen ermöglichen es insbesondere

Müttern, eine Berufstätigkeit aufzunehmen.

Auch gibt es zunehmend Unternehmen,

die verstanden haben, dass sie durch

familienfreundliche Maßnahmen, die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter bei ihrem oft nicht einfachen

Spa-gat zwischen Beruf und Familie unterstützen,

qualifiziertes Personal gewinnen und

halten können.

Stellen Sie sich wieder zur Wahl?

Ja.

Andrea Seipp, Sprecherin der FDP-

Fraktion im Gleichstellungsausschuss

Wie lange setzen Sie sich bereits für die Gleichstellung

von Mann und Frau ein?

Seit August 1999.

Was ist Ihnen bei Ihrem politischen Engagement

besonders wichtig?

Die Sichtweite der einzelnen Organisationen

und auch der Menschen zu verstehen und bei

entsprechenden Problemen Hilfestellung anbieten

zu können. Auch bei knappen Kassen Ideen

zu entwickeln und vorzutragen, um die Vereine

und Verbände zu stärken. Über den Tellerrand

zu schauen, die eigene Meinung vertreten, auch

wenn es für andere unbequem ist. Standhaftigkeit,

Ehrlichkeit, Mut und Freude am Ehrenamt.

Gab es einen Erfolg, der Ihnen viel bedeutet

hat?

Ja, ich habe für den Erhalt und die Sanierung der

Schwimmoper gekämpft, trotz der drängenden

Politiker/innen der Fraktionen, endlich aufzugeben

und für den Verkauf zu stimmen und am

Ende gewonnen, denn sie wird derzeit saniert.

Wie schätzen Sie die Situation in Wuppertal

ein in Bezug auf die Gleichstellung von Mann

und Frau allgemein und in Bezug auf die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Was wollen Sie in den nächsten 5 Jahren in

Wuppertal auf dem Gebiet der Gleichstellung

erreichen?

In den letzten Jahren haben unter der Haushaltspolitik

der Landesregierung viele Angebote

für Frauen leiden müssen, konnten teilweise

nicht weiter geführt werden. Die Haushaltslage

der Stadt Wuppertal ist mehr als prekär. Wir

werden darauf achten müssen, dass Angebote

für Frauen nicht in ihrer Arbeitsfähigkeit oder

ihrer Existenz bedroht werden, wenn Maßnahmen

zur Haushaltskonsolidierung beschlossen

werden.

Ich wünsche mir, dass es besser als bisher gelingt,

die Frauen in den Gruppierungen und

Fraktionen zu vernetzen, um gemeinsam mehr

erreichen zu können. Wenn es ums ‚Klüngeln’

geht, sind die Männer uns einfach immer noch

ein Stück voraus. Wir müssen noch deutlicher

machen, dass Gleichstellung alle Politik- und

Lebensbereiche umfasst und Politik ihre Schuldigkeit

noch längst nicht getan hat, wenn über

das Thema im Ausschuss für die Gleichstellung

von Frau und Mann diskutiert worden ist.

In der Politik ist die Gleichstellung eher noch

nicht angekommen, auch in der Verwaltung sind

die höher dotierten Jobs eher von Männern besetzt.

Leider ziehen sich viele aktive Frauen aus

dem politischen Geschehen zurück. Da es in

Wuppertal wenige Plätze für die Betreuung der

Kinder unter drei Jahren gibt, ist es für Frauen

schwer, einer Beschäftigung nachzugehen.

Auch die Jobangebote in Wuppertal sind eher

schlecht. Viele Familien kehren Wuppertal den

Rücken, weil die Infrastruktur schlechter wird.

Die Eigenheime sind noch zu teuer, auch wenn

der Immobilienmarkt in Wuppertal im Abwärtstrend

ist.

Stellen Sie sich wieder zur Wahl?

Nein.

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Gerta Siller, Vorsitzende & Sprecherin

der Fraktion Bündnis90/Die Grünen

im Gleichstellungsausschuss

Wie lange setzen Sie sich bereits für die Gleichstellung

von Mann und Frau ein?

Solange ich denken kann. Bereits in der Grundschule

habe ich mich dagegen zur Wehr gesetzt,

dass Mädchen und Jungs unterschiedlich behandelt

wurden. Nicht nur dass ich den Werkunterricht

für die Jungs viel interessanter fand als den

Handarbeitsunterricht, zu dem Mädchen verpflichtet

waren, auch die unterschiedlichen

Sanktionsformen riefen meinen Widerstand

hervor. So war ich bereits in der 5 Klasse das 1.

Mädchen, dass nicht 100 x schreiben musste:

“ich darf den Unterricht nicht stören” sondern

wie die männlichen Klassenkameraden mit einer

(eher symbolischen) Ohrfeige diszipliniert wurde

und einen schönen Sommertag nicht mit

Strafarbeit verbringen musste. Heute, in konkreter

Ratsarbeit heißt das z.B., dass sich die Grünen

von Anfang an für Frauenpolitik stark gemacht

haben. Ein Jahr nach Einzug der Grünen

ins Rathaus (1984) wurde die städtische Gleichstellungsstelle

für Frauenfragen eingerichtet. Der

zeitgleich geforderte Frauenausschuss wurde

1989 Realität. Auf unsere Intervention hin gibt

es den Ausschuss immer noch – um das Thema

Geschlechtergerechtigkeit erweitert – als Gleichstellungsausschuss.

Was ist Ihnen bei Ihrem politischen Engagement

besonders wichtig?

Das Vorschläge und Ideen und vor allem (Rats)-

Beschlüsse in der Verwaltung auch nachhaltig

und nachvollziehbar umgesetzt werden!

Gab es einen Erfolg, der Ihnen viel bedeutet

hat?

Das Frauenförderpläne in Wuppertal kontinuierlich

fortgeschrieben werden und zukünftig

auch bei den städtischen Töchtern eingeführt

werden sollen. Das der Girl`sDay inzwischen als

Chance verstanden und von Behörden genauso

wie von Unternehmen als Aushängeschild verstanden

und genutzt wird.

Wie schätzen Sie die Situation in Wuppertal

ein in Bezug auf die Gleichstellung von Mann

und Frau allgemein und in Bezug auf die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf?

Das ist ein Feld in dem noch erheblicher Nachholbedarf

besteht. Nach einer Studie der Heinrich

Böll Stiftung, in der die Repräsentanz von

Frauen in der Kommunalpolitik untersucht

wurde, liegt Wuppertal auf Platz 69 von insgesamt

79 untersuchten deutschen Großstädten.

Stellen Sie sich wieder zur Wahl?

Ja, auf Platz 1 der Grünen Liste, auf der auch für

die kommende Wahlperiode jeder ungerade Listenplatz

von einer Frau besetzt wird.

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Was wollen Sie in

den nächsten 5

Jahren in

Wuppertal auf

dem Gebiet der

Gleichstellung

erreichen?

Für uns heißt es

nach wie vor: die Hälfte der Macht für Frauen

und die Hälfte der Verantwortung für Männer.

Erwerbs- und Familienarbeit sollen zwischen

Frauen und Männern gerecht und partnerschaftlich

aufgeteilt werden. Grüne Politik fühlt

sich der Geschlechtergerechtigkeit und der

Gleichstellungspolitik verpflichtet. Das heißt

aber nicht, dass wir deshalb die speziellen Belange

von Frauen in unserer Gesellschaft aus

dem Blick verlieren. Für uns stehen Frauen- und

Gleichstellungspolitik im Gleichklang nebeneinander

und schließen sich keineswegs aus. Um

das zu erreichen ist eine Frauenquote immer

noch unverzichtbar. Auch wenn das vielleicht

in 5 Jahren nicht erreichbar ist, streben wir die

Hälfte aller Sitze in Aufsichtsräten genauso wie

im Verwaltungsvorstand an.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen muss geächtet

werden. Sie ist kein Kavaliersdelikt, sondern

ein Verbrechen. Hilfe für die Opfer solcher Gewalt

muss selbstverständlich werden. Wir wollen

Frauen und Mädchen vor Gewalt in jeglicher

Form schützen. Dabei muss die Stadt Frauen

und Mädchen auf vielfältige Weise unterstützen.

Die Angebote der Frauenprojekte, wie dem

Frauenhaus, der FrauenBeratung und des Frauennotrufs

müssen gesichert sein, denn der Bedarf

an Unterstützung steigt immer noch.

Frauen erhalten in Deutschland durchschnittlich

immer noch 23% weniger Lohn als Männer. Fast

alle Spitzenjobs sind von Männern besetzt. Wir

setzen uns für eine geschlechtergerechte Teilhabe

am Erwerbsarbeitsmarkt ein. Geeignete Maßnahmen

sind eine gezielte und aufeinander abgestimmte

Arbeitsmarkt- und Familienpolitik.

Hierzu gehören eine Verbesserung der Kinderbetreuung

sowie die Sensibilisierung von Männern

in der Familienarbeit. Unsere Forderung

bleibt: gleiches Geld für gleichwertige Arbeit.

Gleichzeitig brauchen wir mehr Qualifizierungsmaßnahmen

für langzeitarbeitslose Frauen, insbesondere

für Ältere, Migrantinnen und allein

Erziehende. Auch sollte dem Umstand Rechnung

getragen werden, dass Immer mehr Frauen sich

selbständig machen, sei es, dass sie einen Betrieb

übernehmen oder ein eigenes Unternehmen

gründen. Dabei sollte die städtische Wirtschaftsförderung

geschlechtergerecht unterstützend

tätig sein.


Junge Frauen machen immer öfter die besseren

Abschlüsse in Schule, Ausbildung und Beruf.

Dennoch wählen sie aus über 340 Ausbildungsberufen

nur 10 aus, die häufig wenig Gehalt und

kaum Aufstiegschancen bieten. Dafür ist der

Girl`sDay ein ausgesprochen hilfreiches Instrument.

Darüber hinaus kann die Stadt Wuppertal

hier eine Vorbildfunktion übernehmen, indem

sie die Hälfte aller Ausbildungsplätze an Mädchen

und junge Frauen vergibt.

Da gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten mehr

denn je gilt: „Am Gelde hängt, zum Gelde drängt

doch alles...“, ist es wichtig zu wissen, wer warum

und auf welcher Grundlage wohin Geld

verteilt. Daher bleibt eine unserer zentralen Forderungen:

Den städtischen Haushalt im Hinblick

auf seine Auswirkungen auf die Gleichstellung

von Frauen und Männern zu überprüfen

und neu auszurichten. Der Ansatz des ge-

Bettina Granitzki, Sprecherin der

Fraktion Die Linke im Gleichstellungsausschuss

Wie lange setzen Sie sich bereits für die Gleichstellung

von Mann und Frau ein?

Seit 1990. Der Anschluss der DDR an die Bundesrepublik

brachte gesellschaftliche Veränderungen,

die mich mit Belastungen konfrontierten,

die es in der DDR so nicht mehr gab. Zum

Beispiel gab es eine lückenlose qualifizierte Kinderbetreuung

bis zum Ende der 4. Klasse, die

nur das Geld für das warme Mittagessen kostete.

Was ist Ihnen bei Ihrem politischen Engagement

besonders wichtig?

Soziale Gerechtigkeit und für alle gleichberechtigte

Chancen auf Teilhabe am gesellschaftlichen

Leben. Echte Wahlmöglichkeiten von Eltern,

wann und wie viel sie berufstätig sein wollen.

Gab es einen Erfolg, der Ihnen viel bedeutet

hat?

Ich habe drei erwachsene Kinder und konnte

dennoch stets qualifiziert berufstätig bleiben,

ohne dass die Aufgaben kollidiert wären.

Wie schätzen Sie die Situation in Wuppertal

ein in Bezug auf die Gleichstellung von Mann

und Frau allgemein und in Bezug auf die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

In der Praxis fällt auf, dass die Beschäftigtenquote

zwar einen einigermaßen ausgeglichenen

Anteil von weiblichen und männlichen Berufstätigen

ausweist, Frauen allerdings übernehmen

meistens die geringer qualifizierten und bezahl-

schlechtergerechten Haushalts (Gender Budgeting)

wird schrittweise im Haushalt verwirklicht

und soll zumindest in Modellprojekten erprobt

werden.

Das sind nur einige frauenspezifische Gesichtspunkte.

Es gibt noch eine ganze Menge mehr,

leider reicht der Platz hier nicht aus. Daher nur

noch zwei Punkt, die – wenn auch nicht ausformuliert

– nicht unerwähnt bleiben dürfen: Wir

dürfen z.B. die 49.000 Frauen mit Migrationshintergrund

mit ihren spezifischen Bedürfnissen

nicht vergessen. Gleiches gilt für die große Anzahl

älterer Frauen, denn ca. 80 % der Bewohner/innen

von Pflege- und Altenheimen in

Wuppertal sind weiblich. Der Wunsch der Frauen,

im Alter in der gewohnten Umgebung zu

bleiben und weitestgehend autonom zu leben,

wird noch zu wenig berücksichtigt.

ten Tätigkeiten.

Auch in der

Verwaltungsspitze gibt es keine Frau (mehr).

Insgesamt fällt auf, dass berufstätige Frauen

stark unter Druck stehen und meistens gering

bezahlte Tätigkeiten ausüben. Noch fehlen gute

Kindertagesstätten mit einem zeitlich ausreichenden

Betreuungsangebot.

Stellen Sie sich wieder zur Wahl?

Aus persönlichen Gründen werde ich mich

nicht wieder für die Arbeit im Gleichstellungsausschuss

bewerben. Die Linke wird eine andere

Frau benennen.

Was wollen Sie in den nächsten 5 Jahren in

Wuppertal auf dem Gebiet der Gleichstellung

erreichen?

Ich werde aber weiterhin politisch aktiv bleiben

und mich für die Belange der sozialen Gerechtigkeit

und für die besonderen Belange der

Frauen einsetzen. Vor allem werde ich darauf

hinwirken, dass dieses Thema in der Linken,

für die ich aktiv bin, einen hohen Stellenwert

behält.

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Mütter & Väter in Wuppertal

Samstag • 22.8.09 • 12:00 – 16:00

Sparkassenforum

Islandufer 15, Wuppertal Elberfeld

Das Leben ist bunt:

Frau – Mutter – Beruf!

Mythos und aktuelle Lebenssituation.

Den schönen Seiten und den Stolpersteinen von

Mutterschaft wollen wir gemeinsam mit Ihnen

auf den Grund gehen. Die Veranstaltung richtet

sich an Frauen und Männern, an allein Erziehende,

Pflege-, Stief-, Adoptions,- Mütter und

Väter... und an Fach- und Führungskräfte.

Die Rolle der Mutter wechselte im Laufe

der Geschichte in ihrer Bedeutung. Die

frühkulturelle Verehrung von Frauenfiguren als

Lebensspenderinnen, ihre Bedeutung als

Gebärende im Nationalsozialismus: Immer war

die Wertigkeit von Frauen mit der Mutterrolle

eng verbunden. In der europäischen Moderne

wurden im Zuge der Emanzipation traditionelle

Vorstellungen wie „Kinder, Küche, Kirche“ als

die Lebenswelten von Frauen erschüttert. Frauen

setzten sich neue Ziele: Die Berufs- und

Karrierewünsche von Frauen gingen mit einem

Ausgleich für die Umstände einer Geburt und

der folgenden Kindererziehung einher.

Aber auch die Wünsche von Frauen und Männern

nach einer partnerschaftlichen Verantwortung

für die Familie verändern das Mutterbild

immer mehr: Von der „Rabenmutter“ zur

„Karrieremutter“, von der „Hausfrau und

Mutter“ zur „Familienmanagerin“ und von

der Elternschaft als gemeinsames Anliegen von

Frauen und Männern.

Programm Vorträge

b Das Leben ist bunt

Dr. Christel Hornstein, Gleichstellungsbeauftragte,

Bergische Universität Wuppertal

b Mythos Kinderbetreuung

apl. Prof. Dr. Felicitas Sagebiel,

Bergische Universität Wuppertal

b Strategien für den beruflichen Alltag

Prof. Dr. Doris Krumpholz,

Fachhochschule Dortmund

b Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle

Katja Sträde, Moderne Arbeitszeiten

Dortmund

b Work-Life-Balance

Sabine Böse, FrauenBeratung Wuppertal

b Gütertrennung – nein danke!

Ingeborg Heintze, ehem. Gleichstellungs

beauftragte Stadt Meerbusch

Moderation

Cornelia Klamm, Gleichstellungsbeauftragte

der Stadtsparkasse Wuppertal und Michaela

Kruse, Gleichstellungsbeauftragte der Polizei

Wuppertal

Programm Info-Stände

b Altersvorsorge b Existenzgründung für

Frauen b Lebenslanges Lernen b Mutter –

Kind – Gesundheit b Wege in die Wissenschaft

b Prävention b Mütter – Kinder –

Steuern b Kinderbetreuungsmöglichkeiten

b Wege in den beruflichen Wiedereinstieg

b Das Leben ist bunt


Freitag • 2.10.09 • 9:00 – 15:30

Rathaus Barmen

Johannes-Rau-Platz 1, 42275 Wuppertal

Tagung Väterzeit

Tagung für Männer und Frauen, die sich beruflich,

privat oder persönlich mit „Väterzeit“ auseinandersetzen

oder informieren möchten.

Kindern Raum und Zeit zur Entwicklung und

liebevollen Begleitung einzuräumen, ist sowohl

eine gesellschaftliche als auch eine individuelle

Aufgabe. Sich Zeit zu nehmen für die Familienarbeit

ist eine Frage des eigenen Zutrauens.

Kinder zu versorgen, zu betreuen, zu erziehen

und zu fördern erfordert viel Kraft. Und doch ist

es eine Bereicherung und eine Herausforderung,

an dem man wächst. Immer mehr Väter erkennen

eine aktive Beteiligung bei der Familienarbeit

als Bereicherung des eignen Lebens und

als Chance für die persönliche Entwicklung.

Wir möchten zu einem Verständnis von Vaterschaft

motivieren, das beiden Geschlechtern

berufliche und persönliche Entwicklungschancen

und gleichberechtigte Beziehungen bietet.

Programm Tagung

b Neue Vätern?

Dr. Thomas Gesterkamp, Journalist

& Buchautor

b Väter in Unternehmen

Hans Georg Nelles,

Organisationsberater, Düsseldorf

b Väter mit Migrationsgeschichte

Michael Tunc, Sozialpädagoge, Köln

b Vätern in Krisen & bei Trennungen

Stefan Waschlewski, Diplom-Psychologe

und Gewaltberater, Wuppertal

b Väter in Elternteilzeit

Svenja Pfahl, Sozialwissenschaftlerin,

SoWiTra, Berlin

b Väter in Familienzentren & Kindergärten

Martin Verlinden, Diplom Psychologe, Köln

Moderation

Anke Spiess (Journalistin) & Rainer Wolf

(Journalist)

Mütter und Väter in Wuppertal

h

Veranstalterinnen Netzwerk Wuppertaler

Gleichstellungsbeauftragter:

Barmer, Bergische Universität Wuppertal,

Bergische Volkshochschule, BG Bau Wuppertal,

Finanzamt Elberfeld, Polizei Wuppertal,

Stadtsparkasse Wuppertal, Stadt Wuppertal

Information & Anmeldung

Stadt Wuppertal

Gleichstellungsstelle für Frau und Mann

Johannes-Rau-Platz 1, 42275 Wuppertal

Tel 02 02 – 563 51 98

Fax 02 02 – 563 84 91

gleichstellungsstelle@stadt.wuppertal.de

www.wuppertal.de/gleichstellungsstelle

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23. April 2009 Daten

Girls’Day zum achten Mal

Der Mädchenzukunftstag bietet Schülerinnen

Einblick in Berufsfelder, die Mädchen im Prozess

der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen.

In erster Linie technische Unternehmen und

Abteilungen, sowie Hochschulen, Forschungszentren

und ähnliche Einrichtungen.

Sie erleben praktische Beispiele des Berufsalltags

in Laboren, Büros, Werkstätten und Redaktionsräumen.

Der begleitende Arbeitskreis besteht aus

Vertreterinnen und Vertretern der Vereinigung

bergischer Unternehmerverbände (VBU), der

Agentur für Arbeit, dem DGB Region Bergisch

Land, der Gleichstellungsstelle für Frau und

Mann und erstmalig in 2009 der Kreishandwerkerschaft

mit Unterstützung des Arbeitskreises

„Unternehmerfrauen im Handwerk“.

40 Firmen, 432 Mädchen und 45 Schulen haben

sich beteiligt. Die Zahl der Betriebe, Organisationen

und Behörden sank leicht von 47 auf 40.

Von den 45 Schulen lagen 8 außerhalb der

Stadtgrenzen Wuppertals.

Bundesweit stiegen die Zahlen auf 9.000

Veranstaltungen mit rund 126.000 Mädchen.


– Fakten – Meinungen

„Neue Wege für Jungs“ als koordiniertes

Programm zum zweiten Mal

Das spezifische Angebote zur Berufs- und Lebensplanung

als Schnuppertag im Bereich Erziehung,

Gesundheit, Pflege oder Dienstleistung,

als Kurs zur Kommunikations-, Team- und

Konfliktfähigkeit, als Workshop oder als Veranstaltung

zur individuellen Lebensplanung wurde

von Seiten der Gleichstellungsstelle in Kooperationen

mit der Hermann-von-Helm-holtz-Realschule,

der Jugendberufshilfe/Berufskolleg

Werther Brücke, der Kulturellen Jugend-bildung

im Ressort Kinder, Jugend und Familie und der

pro familia Beratungsstelle durchgeführt.

Angeboten wurden Schnupperangebote in Tageseinrichtungen

für Kinder, in Alten- und Altenpflegeheimen,

im Friseurhandwerk, in Vereinen,

im Bereich Service und Kochen, in der Maskenbildnerei

und in der Schneiderei. Zusätzlich

konnten Kurse für Nähen und Kochen und

Babysitting besucht werden.

29 Institutionen, Firmen und Angebote, 63

Jungen und 40 Schulen (statt 5 in 2008) beteiligten

sich. Die Resonanz auf dieses Projekt war in

2009 sehr positiv. Alle Institutionen berichten

von motivierten, engagierten Jungen und auch

von den beteiligten Jungen gab es begeisterte

Rückmeldung.

Die After-Work-Party für die beteiligten Mädchen

und Jungen im Haus der Jugend Barmen

wurde als Abschluss in Kooperation zwischen

Gleichstellungsstelle, Haus der Jugend Barmen

und der Kulturellen Jugendbildung organisiert.

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Veranstaltungen Juli – September 2009

Juli

Gesundheit, Wellness, Lebenszeiten

i Mo 6.7. • 15:15

Wassergymnastik für brustkrebsbetroffene Frauen

Sport- und Gesundheitszentrum

i Mi 1.7. • 9:00, 10:00, 11:00, 12:00

Gymnastik für brustkrebsbetroffene Frauen

Sport- und Gesundheitszentrum

Eltern & Kinder, Familie & Beruf

i Sa 18.7. • 11.00 • Ausflug zum Kettlerhof,

Haltern am See

Treffpunkt für Alleinerziehende

i Mo 20.7. • 9:00 • Bildungsurlaub Word und Excel

Bergische VHS • EDV-Team Ulla Hartmann

i Fr 31.7. • 15:00 • Fahrradreparaturwerkstatt

Treffpunkt für Alleinerziehende

Kreativität & Kultur, Recht & Politik

i Do 2.7. • 19:30

Ihre Rechte bei Trennung und Scheidung

Anna Köpke • FrauenBeratung

August

Gesundheit, Wellness, Lebenszeiten

i Mo 3.8. • 17:30 • Atmen, fließen, leuchten, wachsen:

Selbstendeckungsreise für Frauen

Rita Schäfer • FrauenBeratung

i Fr 21.8. • 18:30 • Abnehmen leicht gemacht:

Gewicht halten mit Genuss, die Fünf-Elemente-

Ernährung

Birgit Weyer • Bergische VHS/Familienbildung

i Sa 22.8. • Bauchtanz: Workshop für Frauen

Andrea Wetzchewald • AIDS-Hilfe

i Sa & So 22. & 23.8. • WenDo – Selbstverteidigung

für Frauen mit geistiger Behinderung

Heike Friel & Petra Dellweg • KoKoBe Wuppertal

i Mo 24.8. • 19:15 • Krafttraining für Frauen

Sport- und Gesundheitszentrum

i Mo 24.8. • 15.30 • Mädchensprechstunde

Offenes Angebot für Mädchen & junge Frauen zum

Thema Essstörungen

Sabine Böse • FrauenBeratung

i Do 27.8. • 19:30 • Fitnessgymnastik für Frauen

Sport- und Gesundheitszentrum

Familie, Eltern & Kinder

i Sa 8.8. • 11:00 • Besuch im Panorama-Bad Neviges

Treffpunkt für Alleinerziehende

i Sa 8.8. • Familienausflug

Andrea Wetzchewald • AIDS-Hilfe

i Sa 22.8. • 10:00 • Schwer mobil: Motivationskurs

übergewichtige Kinder von 5 – 10

Sport- und Gesundheitszentrum

i So 23.8. • 15:30 • Geschwisterrivalität

Mit Kinderbetreuung • Treffpunkt für

Alleinerziehende

i Mo 24.8. • 18:30 • Xpert-Zertifikat WORD Basics

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

i Di 25.8. • 9:00 • Internationaler Treffpunkt

für Frauen & Kinder

Anne Becker & Marianne Friedrich

Bergische VHS/Familienbildung

i Di & Mi 25. & 26.8. • 8:30

Auf gute Zusammenarbeit: Gesprächsführung &

Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz

Sabine Böse • FrauenBeratung

i Do 27.8. • 10:00 • Mütter-Café in Wichlinghausen

Sabine Abel • Bergische VHS/Familienbildung

i Sa 29.8. • 14:00 • Elberfelder Nordstadt &

Ostersbaum

Elke Brychta • Geschichte gestalten/Arbeit und

Leben/Geschichtswerkstatt des BGV

i Sa 29.8. • 15:00 • Im Einklang sein:

Yogaelemente mit Klang & Klangmassage

Renate Tautz • Geburtshaus Wuppertal

i Mo 31.8. • 18:30 • Windows-Training:

Fortgeschrittene PC-Grundlagen

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

Kreativität & Kultur, Recht & Politik

i Do 6.8. • 19:30

Ihre Rechte bei Trennung & Scheidung

Barbara Twardoch • FrauenBeratung

i Di 27.8. • 18:15 • Männerkochkurs

Gundhild Meuter • Ev. Familienbildungsstätte

i Sa 29.8. • 14:00 • Elberfelder Nordstadt &

Ostersbaum

Elke Brychta • Geschichte gestalten/Arbeit und

Leben/Geschichtswerkstatt des BGV


September

Gesundheit, Wellness, Lebenszeiten

i Di 8.9. • 19:30 • Der weibliche Weg:

Entdecke die Kraftquelle in dir

Karin Pohl • FrauenBeratung

i Fr 18.9. • 18:30 • Die Fünf-Elemente-Küche

für Berufstätige

Birgit Weyer • Bergische VHS/Familienbildung

i Di 22.9. • 14:15 • Haben Sie heute schon gedacht?

Gedächtnistraining

Ulrike Regniet • Ev. Familienbildungsstätte

Familie, Eltern & Kinder

i Mi 2.9. • 18:30 • Windows Grundlagen

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

i Sa 5.9. • Nacht im Treff für Kinder von 2 – 8

Treffpunkt für Alleinerziehende

i So 13.9. • 15:00 • Herbstfest

Treffpunkt für Alleinerziehende

i Mo 14.9. • 18:30 • Internet Xpert-Zertifikat

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

i Mi 16.9. • 8:45 • Windows-Training:

Fortgeschrittene PC-Grundlagen

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

i Fr 18.9. - 17:00 • Turbo-Tipp

10-Finger-Tastensystem

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

i Fr 25.9. • 9:00 • PowerPoint: Grundlagen

EDV-Team Ulla Hartmann • Bergische VHS

Kreativität & Kultur, Recht & Politik

i Do 3.9. • 19:30

Ihre Rechte bei Trennung & Scheidung

Jutta vom Stein • FrauenBeratung

i Sa 5.9. • 10:00 • Bauen – Kaufen – Finanzieren

Werner Groß-Heitfeld

Bergische VHS/Familienbildung

Am 16. Mai 2009 erhielt die St.-Anna-Schule in der Thomas-Morus-

Akademie in Bergisch-Gladbach den halben Anton-Rösen-Preis des

Diözesanverbandes der Katholiken im Erzbistum Köln.

i So 6.9. • 14:00 • Die Elberfelder Hardt:

„ein Gebirge mit hübschen Anlagen”

Elke Brychta • Geschichte gestalten

i Sa 9.9. • 14:00 • Bustour 3:

Verborgene Schätze im Bergischen Land

Elke Brychta • Geschichte gestalten

und Dr. Arno Mersmann • Arbeit und Leben

i Do 10.9. • 18:00 • Vorsorgevollmacht &

Patientenverfügung

Jochen Philipps • Bergische VHS/Familienbildung

i So 13.9. • 14:00 • Rund um den Laurentiusplatz

Elke Brychta • Geschichte gestalten

i Sa 19.9. • 14:00 • Die Barmer Hardt:

Missions- oder „hilliger” Berg

Elke Brychta • Geschichte gestalten/

Ev. Erwachsenenbildung

i Mo 21.9. • 19:00 • Gut gekleidet ab 50+:

Material- und Stilkunde

Barbara C. Heumann

Bergische VHS/Familienbildung

i Sa. 26.9. • 14:00 • Das „Tal der fleißigen Mädchen”:

Eine Zeitreise mit der Schwebebahn und zu Fuß

Elke Brychta • Geschichte gestalten

i So 27.9. • 14:00 • Kirchgang einmal anders

durch die Elberfelder City

Elke Brychta • Geschichte gestalten/Ev. Erwachsenenbildung

19


20

Regelmäßige Termine

b Jeden Mo & Mi • Bewegung & Sport in der

(Brust)Krebsnachsorge

Birgit Biermann • Sport- und Gesundheitszentrum

b Jeden Mo 10:00 • Internationales Frauenfrühstück

Frauen helfen Frauen, Beratungsstelle

b Jeden Mo, Di, Do, Fr 10:00 – 12:00

& Di 16:00 – 19:00 • Telefonische Beratung

Jeden Do & Fr 10:00 – 12:00

& Di 16:00 – 19:00 • Offene Beratung

Jeden Mi 10:00 – 12:00 • Bürozeiten

FrauenBeratung

b Jeden Mo 10:00 • Stadtteilfrühstück

für allein Erziehende Frauen & ihre Kinder

Internationaler Bund

b Jeden Mo 10:00 • Frauentherapiegruppe nach

ambulanter oder stationärer Suchttherapie

Caritas Suchtberatung

b Jeden 1. Mo 10:00 • Alzheimer Selbsthilfegruppe

Kath. Familienbildungsstätte

b Jeden 2. Mo 9:30 – 12:00 • Infoveranstaltung für

Berufsrückkehrerinnen & Berufsrückkehrer nach

Familienzeit • Agentur für Arbeit • BIZ

b Jeden Mo 17:00 – 19:00 & Do 10:00 – 12:00

Telefonberatung für Frauen, die Vergewaltigung

oder andere Formen sexualisierter Gewalt/

Belästigung ausgesetzt waren oder sind

FrauenNotruf

b Jeden 3. Mo & 1. Do 18:30 • Den Geist beruhigen

durch Zen-Meditation • Zendo Wuppertal

b Jeden 3. Mo 19:00 • Existenzgründerinnen Treffen

Monica Di Stefano • Confidenza

b Jeden Mo 20:00 • Ausdruckstanz für Frauen

Helga Roßner • Tanzetage

b Jeden 2. Di 9:00 • Frauenfrühstück (unentgeltlich)

Diakonie Wuppertal, Hopster-Fiala-Haus

b Jeden Di & Do 10:00 • Sprachkurs für allein

erziehende Frauen • mit Kinderbetreuung

Internationaler Bund

b Jeden Di 10:00, 17:00, 19:00

QiGong Bewegungskunst • Birgit Klingelberg-Lühr

Raum für Bewegung & Entspannung

b Jeden 2. Di 17:15 • Freizeitgruppe für alkoholabstinente

Frauen • Caritas Suchtberatung

b Jeden Di 17:30 • Kinästhetische Körperarbeit

„Rund um die Wirbelsäule“

Gerlinde Lambeck • Movimiento

Hinweis:

Neue Links zum Thema Wiedereinstieg

Der Link in NRW:

www.wiedereinstieg.nrw.de

Der Link auf Bundesebene:

www.perspektive-wiedereinstieg.de

hWiedereinstieg

b Jeden Di 17:30 & 18:30 • Bewegung &

Entspannung für Pfundige • Auch für Diabetikerinnen

geeignet • Sport- und Gesundheitszentrum

b Jeden 1. & 3. Di 18:00 • Gruppe für Frauen

der Anonymen Alkoholiker/innen • Cafe Okay

b Jeden Di 19:00 • Tai Chi Kurs für Frauen

Chrystel Guillebeaud • Tai Chi Studio

b Jeden Di 18:00 • Kreistanz:

Meditativer Tanz – Tänze der Völker

Annette Kerber-Assigno • Bergische VHS

b Jeden Di 18:00 • Yoga in der Schwangerschaft

Carolin van Dijk • Geburtshaus

b Jeden Mi 9:30 • Mutter-Kind-Frei

Mutter-Kind-Treff

b Jeden Mi 15:30 • Bewegung & Sport

mit Herz-Kreislauferkrankungen

Heike Friel • Sport- und Gesundheitszentrum

b Jeden Mi 17:00 (außer Schulferien)

Zeichnen, Malen, Modellieren für Mädchen

Anke Büttner • Mal-, Zeichen- und Modelierschule

b Jeden Mi 18:00 • Tanzen heilt

Helga Roßner • Tanzetage

b Jeden Mi 18:00 • Tänzerischer Ausdruck

für Frauen ab 50 • Gerlinde Lambeck • Movimiento

b Jeden Mi 20:00 • Ausdruckstanz für Frauen

Helga Roßner • Tanzetage

b Jeden 1. & 3. Do 9:15 • Stillgruppe

Anne Hesse • Geburtshaus Wuppertal

b Jeden Do 9:30 • Frühstück

mit Kinderbetreuung • Mutter-Kind-Treff

b Jeden Do 9:30 • Frühstückstreff mit

Kinderbetreuung • Treffpunkt für Alleinerziehende

„Der erste Schritt für eine erfolgreiche Landung”

Kurse: www.bergische-vhs.de

Neue Broschüre zum Thema

„Wiedereinstieg im Bergischen”

Info: Gleichstellungsstelle


Jeden Do 16:00 • Sprechstunde für Mädchen &

Frauen bei Problemen mit Ess-Störungen

E. Carstens-Richard & S. Scheller

Beratungsstelle für Drogenprobleme

b Jeden Do 16:30 • Frauen-Cafe

Frauenverband Courage

b Jeden 2. Do 16:30 • Positive Frauengruppe

Andrea Wetzchewald • AIDS-Hilfe

b Jeden Do 18:00 • Ausdruckstanz

Helga Roßner • Tanzetage

b Jeden Do 17:00 • Offene Sprechstunde

für Frauen mit Fragen zu Suchtproblemen

Caritas Suchtberatung

b Jeden Do 18:00 • Taijquan &

Jeden Do 20:00 • QiGong • Birgit Klingelberg-Lühr

Raum für Bewegung und Entspannung

b Jeden Do 18:00 • Schwangerschaftsgymnastik

Claudia Knie & Daniela Kramer • Geburtshaus

b Jeden 1. Do & 3. Mo 18:00 • Einführung in

die Zen – Meditation • Zendo Wuppertal

b Jeden letzten Do 18:30 • Stammtisch für

die Lesbe ab 40 • Luisencafe

b Jeden Do 19:00 • Ausdruckstanz

Helga Roßner • Tanzetage

b Jeden 1. Do 19:30 • Ihre Rechte bei Trennung

& Scheidung • FrauenBeratung

b Jeden Fr 10:00 • Kidsfrei

Treffpunkt für Alleinerziehende

b Jeden Fr 10:00 • Wohnungslosigkeit vermeiden,

dauerhaftes Wohnen sichern

Offene Beratung • Internationaler Bund

b Jeden Fr 10:15 • Kinästhetische Körperarbeit

„Rund um die Wirbelsäule“

Gerlinde Lambeck • Movimiento

b Jeden 2. Fr 15:00 • Gesprächskreis muslimischer

Frauen • Frau Aktürk • Mit Kinderbetreuung

Treffpunkt für Alleinerziehende

b Jeden 2. Fr 19:00 • Tanztherapie-Tag

Gerlinde Lambeck • Movimiento

b Jeden 2. Fr 20:00 • Kakao/Kultur

Nette Frauen, interessante Themen & Kontakte

Frauenzentrum Urania

b Jeden 3. Sa 10:00 • Schnuppern in die Qigong

& Taiji Bewegungskünste • Birgit Klingelberg-Lühr

Raum für Bewegung und Entspannung

b 1 x im Monat • Sa 22:00 • Frauenschwoof

die legendäre Party im Tal • ab 20:00 Standard

Frauenzentrum Urania

b Jeden So 15:00 • Sonntags-Cafe

Mit Kinderbetreuung

Treffpunkt für Alleinerziehende

b Jeden 1. So 17:00 • Tanzcafé Hermine

Standard & Kekse

Frauenzentrum Urania

b Ab der 3. Woche nach Geburt • Babymassage

für Väter • Wuppertaler Hebammenpraxis

Frau & Beruf: PC & Internet

Das umfangreiche Computer-Frauenprogramm der

Bergischen VHS befindet sich im Themenfeld „Berufliche

Bildung“ unter „EDV und Internet für Frauen“

und wendet sich an Wiedereinsteigerinnen, Existenzgründerinnen,

berufstätige und arbeitslose Frauen.

Grundlage des Computer-Frauenprogramms ist die

Computerpraxis.

Die Kurse bieten viel Praxiswissen, konkrete Übungen

sowie eine angenehme, stressfreie Lernatmosphäre.

Es werden Klarheit in die Fachbegriffe gebracht und

Fragen sind immer willkommen! Die Kurszeiten sind

flexibel und auf „Familienfreundlichkeit“ abgestimmt,

damit es möglich ist, Familie, Beruf und Weiterbildung

unter einen Hut zu bekommen. Termine gibt es sowohl

am Vormittag, am frühen und späten Nachmittag und

auch am Abend. Zum Angebot gehören Grundlagen der

Datenverarbeitung, Office-Anwendungen, Internet-Kurse,

EDV-Workshops unddie EDV-Zertifizierung Xpert.

Info Bergische VHS – Berufliche Chancengleichheit

Tel 02 02 / 563 40 38 & www.bergische-vhs-de

Anmeldung Bergische VHS • Tel 02 02 / 563 26 07

Familie, Eltern & Kinder

Die dezentrale Angebotsstruktur der Bergischen VHS –

Familienbildung ermöglicht es, in zahlreichen Stadtteilen

Veranstaltungen zu besuchen, die sich an den

Lebenslagen und Lebenswelten von Familien orientieren,

Familien stärken und die Selbst- und Nachbarschaftshilfe

unterstützen. Werdende und junge Eltern,

Paare, allein Erziehende mit kleinen und großen Kindern

erhalten in den Kursen zu unterschiedlichen

Themen Information und Unterstützung.

Einige Angebote wenden sich speziell an Frauen oder

Migranten/innen. In zahlreichen Eltern-Kind-Angeboten

bietet sich zudem die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

und neuen Kontakten. Gesundheitsthemen

sind ein wichtiger Bestandteil von Familienbildung.

Sie werden in Seminaren und Eltern-Kind-

Kursen vermittelt. Hauswirtschaftskurse und praktische,

kreative Werkangebote schließen das Programm ab.

Info Bergische VHS – Familienbildung

Tel 02 02 / 563 24 09 und www.bergische-vhs.de

Anmeldung Bergische VHS, Tel 02 02 / 563 26 07

21


22

Kurse rund um´s

Kinderkriegen

Bergische VHS – Familienbildung

Auer-Schulstr. 20 • Tel 563 26 07

Ev. Familienbildungsstätte

Zeughausstr. 31 • Tel 97 44 08 40

Geburtshaus

Hainstr. 12 • Tel 76 36 76

Kath. Familienbildungsstätte

Bernhard-Letterhausstr. 8

Tel 255 05 80

Klinik St. Antonius

Vogelsangstr. 106

Frauenklinik

Tel 29 93 000

Perinatalzentrum

Tel 29 93 350

Krankenhaus Bethesda

Hainstr. 35 • Tel 290 - 0

Wuppertaler Gesundheitszentrum &

Hebammenpraxis

Rubensstraße 20a • Tel 30 98 166

Adressen der

Anbieterinnen

AIDS-Hilfe

Friedrich-Ebert-Str. 109-111 • Tel 45 00 03

Beauftragte für Chancengleichheit

Agentur für Arbeit • Hünefeldstr. • Tel 282 81 62

Beratungsstelle für Drogenprobleme

Döppersberg 22 • Tel 45 38 29

Bergische Volkshochschule – Familienbildung

Auer-Schulstr. 20 • Tel 563 26 07

Bergische Volkshochschule – Berufliche Chancengleichheit

• Bachstr. 15 • Tel 563 40 38

Cafe Okay

Besenbruchstr. 10 • Tel 87 888

Caritas Suchtberatung

Kolpingstr. 14 • Tel 976 40 10

Confidenza

Heckinghauserstr. 63 • Tel 459 26 75

Diakonie Wuppertal

Hopster-Fiala-Haus • Deweerthstr.116 • Tel 9785651 15

Ev. Familienbildungsstätte

Zeughausstr. 31/31a • Tel 97 44 08 40

FrauenBeratung

Beratungstelefon 30 60 07 • Bürotelefon 51 52 018

Laurentiusstr. 12 • www.frauenberatungwuppertal.de

Frauen helfen Frauen

Fr.-Engels-Allee177 • Tel 31 88 55

FrauenNotruf

Wesendonkstr. 17 • Tel 30 00 00

Frauenverband Courage

Holsteinerstr. 28 • Tel 496 97 49

Geburtshaus Wuppertal

Hainstr. 12 • Tel 76 36 76

Geschichte Gestalten

Projekt zur Frauen- und Geschlechtergeschichte

Elke Brychta • Tel 44 01 48

Internationaler Bund • Projekt Südwind

Unterer Grifflenberg 69a • Tel 695 76 51

Kath. Familienbildungsstätte

Bernhard-Letterhaus-Str. 8 • Tel 255 05 80

KoKoBe

Stennert 8 • Tel 66 79 406

Mal-, Zeichen- und Modellierschule

Anke Büttner • Bayreutherstr. 52a • Tel 262 23 87

Movimento

Raum für Bewegung & Audruck • Gerlinde Lambeck

Hofaue 53-55 • Tel 459 77 64

Mutter-Kind-Treff

Kolpingstr. 16 • Tel 931 26 25

Raum für Bewegung und Entsprannung

Gronaustr. 33 • Tel 648 07 28

Sport- und Gesundheitszentrum

Bundesallee 247 • Tel 45 60 56

Tai Chi Studio • Chrystel Guillebeaud

Hofaue 8a • Tel 31 63 05

Tanzetage

Fuchsstr. 28 • Tel 430 32 96

Treffpunkt für Alleinerziehende

Münzstr. 31 • Tel 50 55 20

Urania

Stiftstr. 12-14 • Tel 44 99 68

Wuppertaler Hebammenpraxis

Rubensstr. 20a • Tel 30 98 166

Zendo Wuppertal e.V.

Langestr. 27 • Tel 758 33 90


Bundesverdienstkreuz für ein offensives Leben

als positive Frau für Cori Obst (geb. Tigges)

Cori Obst hat sich nach ihrer HIV-Diagnose

1991 für ein Engagement in der Öffentlichkeit

entschieden. Als heterosexuelle Frau musste sie

feststellen, dass in den AIDS-Hilfen, aber auch in

der Gesellschaft und der Fraueninfrastruktur die

Realität von Frauen mit HIV und AIDS vernachlässigt

wurde. Sie brach mit der Sichtweise, dass

AIDS nur eine Krankheit von Schwulen, Prostituierten

und Drogengebraucher/innen sei.

Durch ihr ehren- und hauptamtliches Engagement

in Wuppertal und Berlin wurde das Thema

„Frauen & AIDS“ breit diskutiert. In Wuppertal

wurde diese Diskussion durch ihre Präsenz im

FrauenNetz, die Tagung unter dem Motto

„Frauen & AIDS“ und Angebote bei den

Am 16. Mai 2009 erhielt die St.-Anna-Schule in

der Thomas-Morus-Akademie in Bergisch-

Gladbach den halben Anton-Rösen-Preis des

Diözesanverbandes der Katholiken im Erzbistum

Köln. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung

für gesellschaftspolitisches Handeln wurde für

das Projekt „Maria Husemann und Hans Carls –

zwei Wuppertaler Katholiken im Widerstand“

vergeben, das zum diesjährigen städtischen

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

vorgestellt wurde. Das halbjährige Projekt wurde

von 26 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe

11 erarbeitet, unter der Leitung der

Historikerin Elke Brychta in Zusammenarbeit

mit zwei an der Schule tätigen Geschichtslehrern,

basierend auf der Recherche von Anna-Maria

Reinhold. Maria Husemann, an verantwortlicher

Stelle in der Wuppertaler Caritas und der Priester

Hans Carls als deren Direktor setzten sich

während der NS-Zeit nach ihren Möglichkeiten

Es war einmal…

FrauenGesundheitsTagen angestoßen. Als Gast

in diversen Talkshows hat sie bundesweit dazu

beigetragen, dass HIV-positive Frauen als politisch,

selbstbewusst und selbstbestimmt wahrgenommen

wurden.

Durch ihre Schwangerschaft und Mutterschaft

hat sie die Diskussion um lebenswertes Leben

und um die Rechte von positiven Frauen maßgeblich

beeinflusst und vielen Frauen Mut

gemacht, „ihr“ Leben zu leben. In ihrer Rede

anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

machte Cori Obst deutlich, dass sie sich

wieder verstärkt politisch engagieren wird.

Wir gratulieren!

„Schülerinnen & Schüler engagieren

sich für die Geschichte“

für jüdische Menschen ein. Mit der Verbreitung

der Predigttexte des Bischofs von Galen und

anderer wandten sie sich gegen die Euthanasiepolitik

des NS-Regimes.

Für ihr mutiges Verhalten wurden sie ins Konzentrationslager

deportiert. Ihre nach dem

Krieg niedergeschrieben Erinnerungen an diese

schreckliche Zeit nahmen die Schülerinnen und

Schüler als Grundlage für die freiwillige Erarbeitung

des Projektthemas.

Die eindrucksvolle Präsentation am Gedenktag

zeigt, dass junge Menschen, wenn gute Rahmenbedingungen

geschaffen werden, sich durchaus

für die Geschichte und deren Aufarbeitung

interessieren.

Elke Brychta &

Anna-Maria Reinhold

Geschichte Gestalten – Projekt zur Frauenund

Geschlechtergeschichte

23


24

Broschüren der Gleichstellungsstelle

b (an)erkannt? Lesbische & schwule Jugendliche in

Schule & Jugendhilfe (Dokumentation) b Begegnung

mit dem Fremden – Erfahrungen von Frauen

in und mit der Migration b Bewegte Jahre – 20 Jahre

Gleichstellungsstelle b Die wahren Abenteuer

sind im Kopf – Starke Bücher für Mädchen b Frauen

& Aids (Dokumentation) b FrauenStadt-Plan

b Geliebtes Wesen – Bilder und Texte über Frauenfreundschaften

und Frauenpaare b 9 Infos rund

um Schwangerschaft b Info zu Minijobs b Kleingedrucktes

zum Thema Ehe b Mädchen & Frauen

mit Behinderungen (Dokumentation) b Mädchen

powern für die Zukunft (Dokumentation) b Sexualisierte

Gewalt (Konzept) b Vom Fußball bis zum

Drachenreiter – Starke Bücher für Jungen b Wiedereinstieg

in Solingen, Remscheid, Wuppertal

Auflage 3.000, Juni 2009

Gestaltung papermades, Petra Raabe, Haan

Druck Umschlag, Borch-Druck

Innenteil, Stadtbetrieb

Information & Kommunikation

Wir beraten, initiieren

& begleiten Projekte,

entwickeln Konzepte

& Maßnahmen zur

Gleichstellung von

Frauen und Männern.

...weil wir gerne gegen

(Vor)Urteile arbeiten.

Gleichstellungsstelle für Frau & Mann•Rathaus •Johannes-Rau-Platz 1 • 42275

Wuppertal • Tel. 02 02 – 563 54 05 • gleichstellungsstelle@stadt.wuppertal.de

Impressum

Herausgeber

Gleichstellungsstelle für Frau und Mann

Johannes-Rau-Platz 1, Rathaus Barmen

42275 Wuppertal, Fax 02 02 – 563 84 91

gleichstellungsstelle@stadt.wuppertal.de

www.wuppertal.de/gleichstellungsstelle

Wir sind für Sie da

Montag bis Freitag 8:00 – 13:00

Donnerstag 14:00 – 16:00

Termine nur nach telefonischer Vereinbarung

Mitarbeiterinnen und Arbeitsschwerpunkte

Roswitha Bocklage

Leiterin der Gleichstellungsstelle,

Gleichstellungsbeauftragte

Projekte und Maßnahmen in den Bereichen Gender

Mainstreaming und Gewalt gegen Frauen & Kinder

Tel 02 02 – 563 53 70

Gabriele Kohaupt

Information & Verwaltung

Tel 02 02 – 563 51 98

Ulrike Kirst

Öffentlichkeits- und Projektarbeit, Organisation

Tel 02 02 – 563 54 05

Bärbel Mittelmann

Projekte und Maßnahmen in den Bereichen

Frau & Beruf und Gesundheit

Tel 02 02 – 563 56 04

Martina Völker

Projekte und Maßnahmen für Migrantinnen & in

den Bereichen geschlechtsspezifische Jugendarbeit,

Frau & Beruf – Berufswahlorientierung

Tel 02 02 – 563 26 00

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