Zu Besuch beim 113. Deutschen Wandertag

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Zu Besuch beim 113. Deutschen Wandertag

113. DEUTSCHER WANDERTAG

Brigitte vorm Walde

Zu Besuch beim 113. Deutschen Wandertag

An der Gipfelstation angekommen, gab’s

erst einmal eine Schneeballschlacht im

Sommer! Wann hat man das schon mal

Aber unsere heutige Wanderung starteten

wir nicht im Schnee, sondern im Frühling,

dort wo die Allgäukühe ihre Sommerfrische

genießen.

Oberstdorf, Wandertagshauptstadt 2013

Mitten im Herzen der Allgäuer Hochalpen

liegt Oberstdorf auf eine Höhe von

815 m in einem weiten behaglichen Talkessel.

Oberstdorf ist die südlichste Gemeinde

Deutschlands, ein heilklimatischer

Kur- und Kneippkurort. Mit einer Ausdehnung

von 230 km² ist Oberstdorf flächenmäßig

die drittgrößte Gemeinde im

Freistaat Bayern.

Das Motto des Wandertages 2013 lautete:

„Wandern hoch drei“. „Ich meine, treffender

könnte ein Motto die Wanderregion

Allgäu kaum charakterisieren“, so Dr.

Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des

Deutschen Wanderverbandes. Der Dreiklang

aus Flachland, Voralpen und den

Alpen selbst als beeindruckende Hochgebirgskulisse

macht das Wandern im Allgäu

so einzigartig.

Wer in Oberstdorf unterwegs ist, lässt

Stress, Hektik und Alltag hinter sich!

Allgäuer Bergwelt

An unserem ersten Wandertag gings

gleich hinauf auf den höchsten Allgäugipfel

zum Nebelhorn. Mühelos ließen wir

uns mit der höchsten Bergbahn des Allgäu

zur Gipfelstation hinaufbefördern!

Dazu mussten wir zweimal umsteigen:

Station Seealpe 1 280 m, Station Höfatsblick

1 932 m bis zur Gipfelstation 2 224 m.

Auf dem Monitor der Talstation „Nebelhornbahn“

wurde angekündigt, dass das

Nebelhorn im dichten Nebel war, die

Temperatur in 2 224 m Höhe zeigte minus

2 Grad, 10 cm Neuschnee. Aber, die Bahn

war geöffnet, wir standen nicht im Stau

und so beschlossen wir, bis zur Gipfelstation

zu fahren und hatten die Gondel der

Nebelhornbahn ganz für uns allein.

Mit der Nebelhornbahn zum höchsten Allgäugipfel

Allgäukühe

An der Station „Seealpe“ angekommen,

wanderten wir auf dem mit Frühlingsblumen

reich bestückten Rundweg und kehrten

zur Mittagszeit im gemütlichen Berggasthof

Seealpe zu einer zünftigen Brotzeit

ein. Gut gestärkt und in Begleitung

von unzähligen Allgäukühen bei herrlichem

Kuhglockengeläut begannen wir unseren

Abstieg ins Tal nach Oberstdorf. Belohnt

wurden wir mit herrlichen Ausblicken

über das einzigartige Alpenpanorama,

einer wunderschönen Naturlandschaft

sowie einer vielfältigen Pflanzenwelt.

Blick auf Oberstdorf mit Nebelhornbahn

Geologisch botanische Wanderung am Söllereck

„Geführte geologisch-botanische Wanderung

am Söllereck“. Dazu verabredeten

wir uns zu unserer heutigen Wanderung

mit Frau Fischer, die Naturführungen und

Landschaftserkundungen durchführt. Hinauf

zur Bergstation in 1 370 m Höhe

nutzten wir die 6er Gondeln der Söllereckbahn.

Zunächst erklärte uns Frau Fischer

die herrliche Vielfalt der üppigen

und bunten Bergwiesen im Allgäu.

Am Söllereck finden wir auf engstem

Raum sehr verschiedene alpine Lebensräume

mit einer großen Vielfalt an faszinierenden

Pflanzen und Tieren. Wir staunten

über die farbenprächtige Alpenflora,

wir erfuhren, wie der Gesteinsuntergrund

bestimmt, was darauf wächst. Nicht nur

das Wandern, sondern Schauen und Staunen

über die Fülle an Farben, Spezialisten

und Überlebenskünstlern standen heute

im Mittelpunkt. Naturgenuss pur und etwas

verstehen von den Zusammenhängen

der Natur in den Bergen. Wir wanderten

durch dichten Nadelwald, und was uns erstaunte,

durch Moore. Nun packte uns der

Ehrgeiz und wir kletterten hinauf zur Söller

Alpe in 1 520 m.

Anspruchsvolle abenteuerliche Wege ermöglichen

herrliche Ausblicke

Dabei bemerkten wir gar nicht, dass wir

bereits über 200 Höhenmeter überwunden

hatten. Da wir bereits die Gatter der

Söller Alpe erreichten, fand unsere heuti-

Söller Alpe


Wanderfreundinnen und Wanderfreunde

am Söllereck

ge Mittagsrast auf dieser urigen Alpe

statt.

Lunchpakete waren völlig überflüssig! Für

das leibliche Wohl wurde überall bestens

gesorgt.

Farbenprächtige Bergwiesen, idyllisch gelegene

Gewässer oder naturbelassene

Mischwälder erfreuen den Naturliebhaber.

Entlang des Natur-Erlebnisweges, wo

es viel Wissenswertes über Flora und Fauna

zu lesen und zu erleben gab, machte

der Familienberg „Söllereck“ seinem Namen

alle Ehre. Zwischendurch erhaschten

wir fantastische Aussichten auf schneebedeckte

Allgäuer Gipfel, weidende Allgäu-

Freibergsee

kühe so weit das Auge reicht, das herrliche

Kuhglockengeläut sowie die tollen

Aussichten immer wieder auf Oberstdorf

und seine zauberhafte Umgebung, das

wird für uns alle unvergesslich bleiben.

Abwechslungsreiche Wanderwege führten

Wir kommen vom Söllereck

uns zum Freibergsee. Mit seinem kristallklaren

Wasser lag er plötzlich malerisch

im Sonnenschein vor uns. Er verfügt über

beste Trinkwasserqualität. Und wegen seiner

idyllischen Lage wird er auch im Sommer

gern von Gästen sowie auch von Einheimischen

zum Baden genutzt.

Ziemlich geschafft, aber alle unversehrt

und glücklich, erreichten wir bei herrlichstem

Wetter unseren Ausgangspunkt Talstation

Söllereckbahn (1 008 m Höhe).

Dort nahm uns unser Busfahrer wieder in

Empfang und fuhr uns zurück nach Sonthofen

in unser Hotel.

„Wanderpanorama Fellhorn – Naturarena

für Aktive“ war unser nächstes Wanderziel.

Mit unserem Bus fuhren wir zur Talstation

Faistonoy. Von hier aus transportierte uns

die Fellhornbahn bequem und schnell zur

Bergstation. Übrigens, in diesem Jahr

kann die Fellhornbahn bereits auf ihr 40.

Jubiläum zurückblicken! Sie ist die größte

Kabinenseilbahn Deutschlands und kann

100 Personen gleichzeitig befördern.

Die Gipfelstürmer

Zur heutigen Wanderung hatten wir die

idealen Wetterbedingungen! Atemberaubend

war unsere fünfzehnminütige Fahrt.

Je höher wir mit der Kabinenbahn gelangten,

um so gewaltiger und beeindruckender

präsentierte sich uns das Allgäuer

Bergmassiv, die Bergspitzen mit Schnee

bedeckt und das alles bei stahlblauem

Himmel und strahlendem Sonnenschein.

Gigantisch! Einfach umwerfend!

Idylle am Schlappoldsee

Wir durchwanderten den schönsten Blumenberg

Europas. Und weil in diesem

Jahr lange Winter war, blühten erst jetzt

113. DEUTSCHER WANDERTAG

hier und da ein paar Alpenrosen, an denen

wir uns königlich erfreuten. Blauer

Enzian stand in voller Blüte, reichlich

Knabenkraut und Trollblumen ließen sich

von uns bewundern. Vorbei führte unser

Wanderweg am malerisch gelegenen

Schlappoldsee zur Alpe Schlappold.

Die Alpe Schlappold wünscht einen

„Guadn!“

Überall war zu lesen: „Grüß Gott!”, „Griaß

di“. Kein Wunder, dass wir uns hier alle

gleich wie zu Hause fühlten“!

Nach einer Führung und Besichtigung der

größten und höchsten Sennalpe Deutschlands

am Fellhorn, unterhalb von Schlappoldkopf

und Söllerkopf, durch den Senn

persönlich, gabs erst einmal eine gemütliche

Mittagseinkehr. Die Hütte liegt auf

1 760 m Höhe, mitten im Naturschutzgebiet

Fellhorn. Bekannt für feinste Käseherstellung

ist sie von Mitte Mai bis Ende

Oktober ein beliebter Rastplatz für Wanderer

und wird dieses Jahr den 5. Alpsommer

bewirtschaftet. Hier verbringen fast

90 Kühe ihre Sommerfrische. Die Kühe

geben während eines Alpsommers rund

90 000 Liter Milch, die zu Hochalpbergkäse

und anderen Käsesorten, Butter und

vielerlei Milchprodukten weiterverarbeitet

wird.

Ja, was war denn das Beim Abstieg ins

Tal mussten wir uns erst einmal mit unserer

Regenbekleidung ausrüsten. Plötzlich

wehte ein rauer Wind, und unser atemberaubendes

Bergmassiv hüllte sich in dicke

Wolken. Mit anderen Worten: Unsere

heutige Vorstellung war beendet. Schluss

mit der Vorstellung! Und ein dichter Wolkenvorhang

wurde direkt vor unseren Augen

zugezogen. Nach den zahlreichen heutigen

Highlights wanderten wir aber trotzdem

vergnügt zurück ins Tal. Die mancherorts

etwas steilere, aber sehr gut befestigte

Alpstraße schlängelt sich über etliche

Kehren abwärts Richtung Stillachtal.

Doch ehe wir an der Talstation der Fellhornbahn

eintrafen gab es noch für alle eine

wohlverdiente Vital- und Kaffeepause.

„Ach, wie herrlich“, sagten alle, ein wenig

müde im Tal angelangt, „wenn der Busfahrer

wieder in Reichweite ist!“

Fortsetzung in der nächsten Ausgabe

HESSISCHER GEBIRGSBOTE 3-2013 – 87


113. DEUTSCHER WANDERTAG

Brigitte vorm Walde

Zu Besuch beim 113. Deutschen Wandertag (2)

Wanderung um den Großen Alpsee –

Segelbootfahrt mit der „Santa Maria

Loreto“ – Fahrt mit der Hündlebahn –

Der Große Alpsee ist mit seinen 247 ha

Wasserfläche der größte Natursee des Allgäus,

eingebettet in Wiesen und Wälder,

Hügel und Berge, und er ist der einzige

See im grenzüberschreitenden Naturpark

Nagelfluhkette.

Wanderung rund um den Großen Alpsee

Die Umrundung des Großen Alpsees

stand heute auf unserem Wanderprogramm

und begonnen haben wir ihn in

Immenstadt-Bühl. Genüsse mit Weitblick:

blühende Bergwiesen, friedlich grasende

Kühe, schattige Wälder und glasklare Gebirgsbäche

stehen für eine Vielfalt an

landschaftlicher Schönheit, die seinesgleichen

sucht. Diese unvergesslichen Eindrücke,

wenn auch bei teilweise steilen Anstiegen,

sind lohnende Ziele, die uns alle

unglaublich begeisterten.

Nach unserer anstrengenden vierstündigen

Rundwanderung um den See schipperten

wir am Nachmittag gemütlich mit

dem historischen Alpsee-Segler auf dem

Großen Alpsee. Die „Santa Maria Loreto“

wurde auf den Bootswerften am Bodensee

in Friedrichshafen gebaut. Das

rund 270 000 Euro teure Projekt teilen

sich die Europäische Union, der Freistaat

Bayern und die Stadt Immenstadt. Der eigens

gegründete Verein „Historischer

Segler Alpsee-Immenstadt“ stellt die Ka-

Segeltörn mit der Santa Maria Loreto auf

dem Großen Alpsee

160 – HESSISCHER GEBIRGSBOTE 4-2013

pitäne, übernimmt den Betrieb am See

und unterstützt den Bau mit Geld und Eigenleistungen.

Das war ein wunderbares

Erlebnis! Mitten auf dem See wurden die

Segel gehisst und bei Windstärke 3 genossen

wir herrlichstes Sommersegeln mit unseren

beiden erfahrenen Kapitänen auf

dem Großen Alpsee.

Vor prächtiger Naturkulisse genossen wir

noch die letzte Bergfahrt mit der Hündlebahn.

Denn was gibt es Schöneres, als

hier oben im Bergcafé bei wunderbarstem

Sonnenschein unseren heutigen Tag mit

einer Kaffeepause ausklingen zu lassen

und zu genießen. Wandern am Hündle bedeutet,

sich dem Himmel ein Stück näher

zu fühlen!“ Während unseres Abstiegs zurück

ins Tal verabschiedeten wir uns würdig

von all unseren Tageseindrücken aus

der Vogelperspektive, ehe uns unser Busfahrer

wieder in Empfang nahm.

Breitachklamm – tiefste und einer der

schönsten Felsenschluchten Mitteleuropas!

Die Breitachklamm wird jährlich von ca.

zwei Millionen Menschen besucht

Mutige Tiefenbacher haben zur Jahrhundertwende

den Wanderweg durch die

Klamm entdeckt und zugängig gemacht.

Unweit von Tiefenbach bahnt sich das

Wasser der Breitach durch eine enge

Schlucht mit fast hundert Meter hohen

senkrechten und überhängenden Wänden

den Weg. Sie stürzt donnernd über hohe

Felsbänke, gurgelt in tiefen Gumpen und

versprüht sich in feinste Tröpfchen, in denen

das Licht spielt. Der gut gesicherte

Pfad ist auch bei schlechterem Wetter gut

zu begehen. Wenn es viel geregnet hat,

rauscht das Wasser der Breitach besonders

beeindruckend durch die Klamm.

In der letzen Eiszeit, also vor etwa 8 000

Jahren, haben die Gletscher das weiche

Gestein abgetragen und das harte Gestein

blieb stehen. Als die Gletscher geschmolzen

waren, musste sich die Breitach durch

das harte Gestein bohren. Sie hat sich dabei

2,5 km lang und ca. 150 m tief in das

Gestein durchgearbeitet. Noch vor der

Jahrhundertwende haben Männer versucht,

die Breitachklamm begehbar zu

machen. Doch nach einer Weile haben sie

den Plan wieder aufgegeben, da es unwahrscheinlich

war, ihn durchzuführen.

Im Jahr 1901 bekam Tiefenbach einen

neuen Pfarrer, sein Name war Johannes

Schiebel. Er hat auch versucht, die Breitachklamm

begehbar zu machen. Ihm war

es egal, was die Menschen gesagt haben.

Er suchte Helfer und Geldgeber, die ihm

bei dieser Aktion halfen. Er fand alles,

was er brauchte, und so wurde am 25. Juli

1904 die erste Sprengung losgelassen. Die

Einweihung der begehbaren Breitachklamm

wurde dann am 4. Juli 1905 vorgenommen.

Seit diesem Zeitpunkt ist sie ein

beliebtes Ferien- und Wanderziel, natürlich

auch für uns.

Breitachklamm – ein Naturwunder ohne

gleichen

Dieses einzigartige Naturdenkmal ist die

tiefste und auch einer der schönsten Felsenschluchten

Mitteleuropas! Anschließend

wanderten wir entlang der Breitach,

durchs romantische Breitachtal zur Wandertagshauptstadt

2013 nach Oberstdorf.

... glücklich erreichten wir Oberstdorf

Denn am Nachmittag fand dort die Nadelvergabe

und die Auszeichnung der Wanderwettbewerbsgruppen

statt. Großes Ereignis!

Die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde

des Hessisch-Waldeckischen

Gebirgsvereins Kassel belegten beim diesjährigen

Wanderwettbewerb Platz 10.


113. DEUTSCHER WANDERTAG

Mehr als 30 000 fröhliche Wanderer trafen

sich zum größten Wandertreffen der Welt

in Oberstdorf

Am Wettbewerb nehmen die Gruppen

teil, die sich über die jeweiligen Hauptwanderwarte

mit dem Teilnahmevordruck

angemeldet haben, eine Teilnehmerzahl

von mindestens fünf Personen nachweisen

können und einen detaillierten Streckenplan

und eine Teilnehmerliste vorweisen.

Wir sind anlässlich des 113. Deutschen

Wandertages insgesamt 75 km gewandert,

nehmen seit vielen Jahren am Wanderwettbewerb

teil und haben inzwischen

Platz 10 erreicht. Darauf waren wir alle

sehr stolz!

Festumzug am Sonntag – Höhepunkt der

Veranstaltung

Am Sonntagvormittag nahmen wir im

Oberstdorfhaus an der Feierstunde teil.

Dort wurden in der überfüllten Nebelhornhalle

alle Teilnehmer des 113. Deutschen

Wandertages mit einem tollen Programm

und mit viel Fröhlichkeit musikalisch

und tänzerisch empfangen und unterhalten.

Herrliche Trachtentanzgruppen,

ein großes fantastisches Allgäuorchester

und Alphornbläser haben uns auf den

letzten Tag des 113. Deutschen Wandertags

eingestimmt.

Im Rahmen des Deutschen Wandertages

zogen am Nachmittag, beim großen Festumzug,

dem Höhepunkt der Veranstaltung,

Tausende von Wanderern durch

Oberstdorfs Straßen – mit Musik, Fahnen

und fröhlichen Liedern gingen sie an der

Tribüne in der Oststraße vorbei und ließen

sich von den Ehrengästen feiern.

8 000 Wanderinnen und Wanderer nahmen

an diesem Tag in Oberstdorfs Ortsmitte

teil, mehrere Tausend Besucher

standen dicht gedrängt an den Straßen

und winkten den Teilnehmern freundlich

zu – den Wanderern aus Deutschland und

den Nachbarländern, den Musikkapellen

aus der Region und den vielen Trachtengruppen,

mit denen sich das Allgäu als

Gastgeber des 113. Deutschen Wandertages

präsentierte.

„Der Festzug ist der Höhepunkt der Gesamtveranstaltung“,

sagte Jörg Haase, Vizepräsident

des Deutschen Wanderverbandes.

„Er ist ein Spiegelbild der Wandervereine

im ganzen Land“.

Königliches Allgäu – Auf den Spuren des

Märchenkönigs

Was darf also beim Besuch des Allgäus

auf keinen Fall fehlen Eine Besichtigung

und Führung im Schloss Neuschwanstein!

Hier an dieser besonders schön gelegenen

Stelle der alten Burgruine ist Neuschwanstein

entstanden, jene türmchenreiche, bis

in die entlegensten Winkel der Welt bekannte

„romanische Märchenburg“, die

als Vorlage für Walt Disneys Cinderellafilm

diente. Ludwig II. liebte diese Landschaft

im östlichen Allgäu rund um Füssen,

das Ammergebirge und die Tiroler

Berge sehr, und das von Kindheit an. Im

Schloss Hohenschwangau verbrachte Ludwig

II. einen Großteil seiner Kindheit. In

unmittelbarer Nähe erbaute er später

Neuschwanstein.

Schloss Neuschwanstein wurde im Auftrag

König Ludwigs II. ab 1868 als zweites

Traum- und Märchenschloss in den Am-

Märchenschloss Neuschwanstein

Alle Teilnehmer des Hessisch-Waldeckischen Gebirgsvereins Kassel vom 113. Deutschen

Wandertag in Oberstdorf/Allgäu.

mergauer Alpen erbaut. So entstand ein

romanisches Abbild einer mittelalterlichen

Ritterburg, deren Vollendung der

König selbst nie erlebte. Bereits kurz nach

seinem Tod wurde Schloss Neuschwanstein

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

und gewährt seitdem einen beeindruckenden

Einblick in die Welt des Märchenkönigs

Ludwig II. Auch wegen seiner

spektakulären Lage zieht dieses faszinierende

Baukunstwerk jährlich mehr als eine

Mio. Besucher in seinen Bann. Und so

ließen auch wir uns in die königliche Märchenwelt

entführen.

Neuschwanstein ist Pflicht –

der Forggensee die Kür!

Und bevor wir unseren Heimweg nach

Kassel antraten, genossen wir unsere ausgiebige

Mittagspause am Forggensee.

Gern hätten wir hier noch ein paar Tage

verbracht. Die tolle Umgebung und das

herrliche Wetter haben uns den Abschied

vom Allgäu sehr schwer gemacht!

Forggensee im Schwangau

Meinolf und Brigitte laden Euch alle herzlich

ein zum 114. Deutschen Wandertag

nach Bad Harzburg, der vom 11. bis 18.

August 2014 stattfindet.

E-Mail: brigittevormwalde@t-online.de

Herzliche Einladung

zum Rückblick 113. Deutschen Wandertag

Oberstdort/Allgäu und Vorschau auf den

114. Deutschen Wandertag in Bad Harzburg

Dienstag, 12. November 2013, 15:00 Uhr

im Hessischen Hof, Restaurant und Hotel,

Kasseler Straße 4, 34123 Kassel-Waldau

Text und Fotos: Brigitte vorm Walde

Meinolf und Brigitte

HESSISCHER GEBIRGSBOTE 4-2013 – 161

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