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Tierische Fette meiden

Fette sind Geschmacksträger und außer in Obst und Gemüse in fast

allen wohlschmeckenden Nahrungsmitteln enthalten. Sie setzen sich

aus gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten

Fettsäuren zusammen. Gesättigte Fette kommen vorwiegend in

tierischen Lebensmitteln, ungesättigte in pflanzlichen Ölen und insbesondere

in Fisch vor. Ein dauerhaft hoher Fettanteil an gesättigten

Fetten in der Nahrung führt langfristig zu erhöhten Blutfettwerten

und steigert dadurch das Risiko, an Arterienverkalkung, Herzinfarkt,

Schlaganfall oder Krebs zu erkranken. Es gibt wissenschaftliche

Hinweise, dass die gesättigten Fettsäuren im Blut Veränderungen

bewirken, die denen einer nicht spürbaren, chronischen Entzündung

gleichen. Dadurch erhöht sich das Risiko für die Entstehung von

Prostatakrebs. Fett aus Fleisch und Wurst zu meiden und durch Fett

aus pflanzlichen Ölen oder auch Fisch zu ersetzen, gilt daher als

wichtige Maßnahme der Ernährungsumstellung bei Prostatakrebs.

In jedem Fall sollten Fette sparsam verwendet sowie bei Fleisch

oder Wurst auf fettarme Sorten geachtet werden.

Auf das richtige Fett kommt es an

Neben den ungesättigten Fetten gelten die Omega-3-Fette als

besonders gesund. Sie sind vor allem in Fisch, Portulak (ähnlich

Feld-, oder Nusssalat) und Leinöl zu finden. Bei Erwachsenen haben

Omega-3-Fettsäuren zahlreiche gesundheitsfördernde Funktionen

bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der

Therapie verschiedener Krankheiten:

• positiver Einfluss auf Blutfettwerte

• antientzündliche Wirkung und Stärkung des Immunsystems

• Förderung der Durchblutung

• Vorbeugung gegen Herzinfarkt durch Senkung der Blutfette

und des Bluthochdrucks

• Verzögerung der Blutgerinnung

• offensichtlich Hemmung des Wachstum von Prostatakrebszellen

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RISIKOFAKTOR FETT

Tatsächlich zeigen Studien, dass eine gesteigerte Aufnahme von

Omega-3-Fettsäuren durch Fischöl zu einem Rückgang erhöhter

PSA-Werte und zur geringeren Bildung von Hormonen führt,

die das Wachstum der Krebszellen fördern.

Die natürlichste Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist Fisch. Fisch ist

für zwei wichtige Nährstoffe, das Vitamin D und die Omega-3-Fettsäuren,

die wichtigste Quelle. Beide Nährstoffe haben Einfluss auf

die Entwicklung des Prostatakrebses.

Omega-3-Fettsäuren, auch als EPA (Eicosapentaensäure) und DHA

(Dososahexaensäure) bezeichnet, kommen in großen Mengen in

Mikroalgen und fettreichen Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele,

Hering, Thunfisch und Sardine vor. Allerdings ist der Gehalt an

Omega-3-Fettsäuren u. a. abhängig davon, wo der Fisch gefangen

wurde. Mittlerweile gibt es außerdem eine Vielzahl besonders angereicherter

Omega-3-Produkte (z. B. Brot, Margarine, Fruchtsäfte,

Eier) sowie spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Einige Pflanzenöle

wie z. B. Raps-, Soja-, Perilla-, Lein- und Walnussöl sind ein weiterer

wertvoller Zusatz.

Omega-3-Fettsäuren in verschiedenen Fischsorten

(in g je 100 g Fisch)

EPA DHA Gesamtgehalt

Makrele 0,9 1,6 2,5

Hering 1,0 0,7 1,7

Thunfisch 0,4 1,2 1,6

Lachs 0,6 0,8 1,4

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