Sauna & Bäderpraxis 1/2008 - Trotz Krankheit in die Sauna

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Sauna & Bäderpraxis 1/2008 - Trotz Krankheit in die Sauna

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PRAXIS

ISSN 1862-8206 10633

S P A & W E L L N E S S W E L T W E I T 1/2008 | 7,- e

Aufgusspraxis heute

Rückblick: Tagesseminar SaunaCompact® • Pro und Contra künstliche Besonnung

Saunareport Rotherma • Liquid Sound® • Schwimmbecken • Wasserattraktionen


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Das Gesundheitsbewusstsein wächst!

Profitiert die Sauna vom Trend?

Das Geschäft mit Körper, Geist und Seele boomt – trotz

stetiger Klagen über die angespannte wirtschaftliche

Situation vieler privater Haushalte. Die Menschen sind

zunehmend bereit, privat in ihre Gesundheit zu investieren.

Laut einer aktuellen Studie von Roland Berger Strategy

Consultants gibt jeder Erwachsene mittlerweile 900 Euro

per anno für Vorsorgeuntersuchungen, alternative Medi-

zin, Wellness, Sport und gesunde Ernährung aus. Damit

sind die privaten Gesundheitsausgaben, die zusätzlich

zur Krankenversicherung gezahlt werden, seit 2000 um

sechs Prozent jährlich gestiegen. Der so genannte Zweite

Gesundheitsmarkt, er umfasst alle privat finanzierten Ge-

sundheitsdienstleistungen und Produkte vom probiotischen

Joghurt über Hot-Stone-Massagen bis zur selbst gezahlten

Akupunkturbehandlung, hat heute bereits ein Jahresvo-

lumen von 60 Milliarden Euro erreicht; 2003 waren es

erst 49 Milliarden. Und die Tendenz ist weiter steigend. So

wurde für 2007 eine zusätzliche Ausgabenbereitschaft von

16 Milliarden Euro ermittelt, der allerdings nach Ansicht

der Marktforscher kein ausreichendes Angebot gegenüber

stand. „Fast alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig vom

Einkommen, möchten zunehmend etwas für ihre Gesund-

heit tun und nutzen gesundheitsfördernde Produkte und

Dienstleistungen“, fasst Dr. Joachim Kartte, Leiter des

Kompetenzzentrums Pharma & Healthcare des weltweit

tätigen Beratungsunternehmens Roland Berger die Studie

zusammen. Er stellt aber auch klar: „Unternehmer, die die

Chancen des Zweiten Gesundheitsmarktes nutzen wollen,

sollten wissen, wen sie wie ansprechen können.“ Die An-

bieter von Gesundheitsprodukten und – dienstleistungen

müssten dazu die Bedürfnisse ihrer Kunden erkennen.

Dafür bietet der Deutsche Sauna-Bund eine ausgezeich-

nete analytische Basis mit seiner Befragung von 23.000

Saunagästen. Und es passt ins Bild, wenn 74 Prozent der

Befragten wegen der Erkältungsvorbeugung saunabaden.

Berger ermittelte, dass die privaten Ausgaben für

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Editorial

Prävention in den vergangenen 10 Jahren pro Jahr um 10

Prozent gestiegen sind. Die Sauna muss sich, will sie vom

Zweiten Gesundheitsmarkt profitieren, wieder mehr als

Gesundheitssauna definieren. Ein großer Teil der heutigen

Saunagäste steht dieser Ausrichtung positiv gegenüber,

wenn 78 Prozent von ihnen nach eigener Aussage fast frei

von Infekten bleiben und 59 Prozent bei Asthma bron-

chiale, 78 Prozent bei rheumatischen Beschwerden, 91

Prozent bei Nervosität, 68 Prozent bei Kreislaufstörungen

und 48 Prozent bei Migräne durch das Saunabaden

Verbesserungen verspüren. Aus Sicht des einzelnen Gastes

ist es also vernünftig, regelmäßig die wissenschaftlich be-

legten gesundheitlichen Vorteile der Sauna zu nutzen und

somit präventiv und kostengünstig in seine Gesundheit

zu investieren. Der teuer gewordene Gang zum Arzt oder

zur Apotheke wird seltener, der Geldbeutel wird geschont

– privat und volkswirtschaftlich.

Wenn die öffentlichen Saunabäder die Entwicklung des

Zweiten Gesundheitsmarktes gewinnbringend nutzen wol-

len, müssen aber auch sie investieren: in Transparenz und

Beratung. Es ist ohne Frage erfreulich, wenn die Saunabe-

sucherbefragung ergibt, dass 88 Prozent der Befragten

die Freundlichkeit des Personals loben. Die Teilhabe am

Zweiten Gesundheitsmarkt erfordert aber Kompetenz und

da reicht es nicht aus, dass nur 75 Prozent der Saunagän-

ger die Fachkundigkeit des Personals mit „gut“ bewerten.

Kundenbedürfnisse und Kaufentscheidungen unterliegen

bei einem so sensiblen Thema wie Gesundheit anderen

Gesetzen als bei Konsumprodukten. Die Transparenz der

Leistungsqualität hat hohe Priorität. Dafür bietet der

Deutsche Sauna-Bund sein neues Qualitätszeichen für

Saunabetriebe. Es soll den Saunakunden Sicherheit bei

ihrer Kaufentscheidung für gesunden „Lifestyle“ geben.

Bis zum nächsten Mal

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Inhalt 1/2008

Nachrichten/Im Gespräch 6

Neue Mitglieder 13

Sauna- und Bäder-Journal 14

Leserfrage

Neues zur Befristung von 15

Geschenkgutscheinen?

Medizin und Gesundheit

Sonne ist Leben – Das Für und 16

Wider künstlicher Besonnung

Rahmenbedingungen 22

heutiger Aufgüsse

Arbeitsmedizinische 25

Beurteilung der Belastungen

heutiger Aufgusspraxis

Ausstattung und Betrieb

Schwimmbecken: 32

Atmosphäre in Hellblau

Bei den Badegästen beliebt: 34

Wasserattraktionen

Geld und Recht

Kurzmeldungen 36

Tagesseminar SaunaCompact®

Aufgusspraxis heute: 38

Zwischen Aroma-Wellness und

Gesundheitsrisiko

Saunareport

Rotherma: Gesundheit, 42

die Spaß macht

SPA & Wellness weltweit

Liquid Sound®: Baden 46

in Licht und Musik

Hersteller- und Händler-Journal 51

Schaufenster 52

Kleinanzeigen 57

Anzeigen-Index 58

Impressum 58

Titel:

Saunamanufaktur KÖRNER /

WasserWerkstatt Bamberg:

ErlebnisBadewelt Burghausen

(Bayern)

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Inhalt


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Nachrichten

Weltgesundheitstag

2008 – 60 Jahre WHO

Die Gründung der Weltgesundheitsorganisation

vor 60 Jahren

war Anlass zur Auftaktveranstaltung

am 7. April 2008 in Berlin.

Das Motto „Vom Seuchenschutz

bis zum Klimawandel“ war programmatisch

für die Aktualität der

Themen, denen sich die WHO immer

wieder angenommen hat.

Dazu erklärte die Parlamentarische

Staatssekretärin Marion Caspers-

Merk: „Die WHO hat in den letzten

sechs Jahrzehnten viel erreicht. Ihr

kommt eine Schlüsselrolle bei der

weltweiten Bekämpfung von Infektionskrankheiten

zu. Durch sie wurde

beispielsweise der Impfschutz

in aller Welt wesentlich vorange-

Führungen durch das

Olympische Dorf von

1936

Noch bis Ende Oktober dieses Jahres

ist das Olympische Dorf der

Olympischen Sommerspiele 1936

in Berlin wieder zur Besichtigung

geöffnet. Das vom Architekten

Prof. Werner March seinerzeit konzipierte

Areal umfasst 550.000

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

bracht. Jedes Kind in Deutschland

hat schon mal das Logo der WHO

gesehen – es ziert den Impfpass.“

Marion Caspers-Merk begrüßte es

außerordentlich, dass die WHO

sich den gesundheitlichen Auswirkungen

des Klimawandels als

neue Herausforderung stellt. „Auch

in unseren Breiten hat der Klimawandel

Auswirkungen auf die Gesundheit

der Menschen. Allergien

und Infektionskrankheiten treten

neu oder verstärkt auf. Wir können

dieser globalen Herausforderung

nur begegnen, indem wir die internationale

Zusammenarbeit verstärken.

Das war und ist die Stärke

der WHO.“ Die WHO hat 193

Mitgliedsstaaten. Deutschland ist

dieser Sonderorganisation der Vereinten

Nationen 1950 beigetreten.

Mit finnischen Spezialitäten

und einem

speziellen Aufgussprogramm

wurde

Ende April dieses Jahres

die neue 70 qm

KELO-Sauna in der

Niederrhein-Therme

im Revierpark Mattlerbusch

Duisburg eröffnet. Die zahlreich erschienenen Gäste erfreuten

sich außerdem an Märchenerzählungen und am ersten deutschen

Saunakabarett mit Stefan Reusch. Für die Bauleistungen der KELO-Sauna

zeichnen die Firmen FINIMEX und Anton Müther verantwortlich, ebenso

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund wie der Revierpark Mattlerbusch

mit der Niederrhein-Therme. Das Ende April aufgenommene Foto zeigt

Teilnehmer der Aufguss-Inhouseschulung vor der neuen Außensauna

und der dahinterliegenden Saline.

Quadratmeter und gehört kommunalpolitisch

zur Gemeinde Elstal

(Land Brandenburg). Zu sehen

sind vor allem die noch erhaltenen

Wirtschafts- und Unterkunftshäuser,

das Speisehaus der Nationen

sowie verschiedene Sportstätten

einschließlich einer Schwimmhalle

und dem Waldsee mit Sauna.

Website: www.olympisches-dorf.de


Im Gepräch

Marion Schneider:

Glück und Gesundheit

Die positive Lebenseinstellung und

der Wille zur wohldurchdachten Tat

stehen ihr ins Gesicht geschrieben.

Marion Schneider weiß was sie will:

die von ihr für Anfang Dezember

dieses Jahres geplante Veranstaltung

„Future SPA“ in der Vorzeige-

Kurstadt Baden-Baden zu einem

Erfolg für die gesamte Sauna-,

SPA- und Wellness-Branche sowie

für die Kurorte machen (Website:

www.futurespa.net). Als Vorsitzende

der renommierten englischen

Bädervereinigung „British International

SPA Association“ (BISA)

und als Mitinhaberin der Toskanaworld

Holding – unter anderem mit

der „Toskana Therme“ Bad Sulza

(Thüringen) und der „Toskana Therme“

Bad Schandau (Sachsen) – verfügt

die eloquente „Unternehmerin

des Jahres 2006 im Weimarer

Land“ über die richtigen Kontakte

und das geballte Erfahrungswissen,

um ihr jüngstes anspruchsvolles

Projekt zusammen mit dem

Messe-Profi Mark Moloney (45) in

den nächsten Wochen und Monaten

mit Leben zu erfüllen.

Durch ihren Vater Karl Schneider

(78), der im Jahre 1968 das Unternehmen

saunalux® mit großem

Pioniergeist gründete, zusammen

mit seiner Frau Maria Schneider er-

Im Gespräch

folgreich führte und schließlich im

Jahre 1987 verkaufte, haben sich

Marion Schneiders Wege immer

wieder mit der „Sauna“ gekreuzt.

Sei es in Verbindung der heute von

ihrem Bruder Karl Heinz Schneider

(49) geleiteten TOMESA (Totes

Meer Salz) - Fachklinik und dem angeschlossenen

4-Sterne Wellness-

& Tagungshotel aqualux® im hessischen

Bad Salzschlirf oder aber in

Verbindung mit dem gemeinsam

mit ihrem Mann Klaus Dieter Böhm

(56) geleiteten Klinikzentrum Bad

Sulza sowie den Toskana Thermen

in Bad Sulza, Bad Schandau und

voraussichtlich 2009/2010 auch

in Bad Orb (Hessen).

Für den Herbst dieses Jahres

ist in der Toskana Therme Bad

Sulza, neues Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund, dieSauna der

Zukunft“ angekündigt. Versprochen

wird ein „multisensuelles Erlebnis

für das Gesamtkunstwerk Körper,

Geist und Seele“, unter anderem

mit einer indianischen Sweat

Lodge, einer Erd- sowie einer Panoramasauna

mit „fantastischer Fernsicht“.

Die Badegäste werden dann

nicht nur im vom Medienkünstler

Micky Remann (56) „komponierten“

Liquid Sound® entspannen (Näheres

siehe S. 46 ff. in dieser Ausgabe),

sondern ganzheitlich ausgerichtete,

inszenierte Badekultur auf

hohem Niveau genießen können.

Marion Schneider legt großen Wert

darauf, dass dabei der Gesundheitsgedanke

bewahrt wird. Die

achtsame Pflege des persönlichen

Wohlbefindens im Sinne individueller

Selbstverantwortung ist für sie

die Lebensbasis getreu dem Firmen-

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motto Glück und Gesundheit: M „Die

Idee der Toskanaworld ist es, mit

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Nachrichten

Tagung „Licht und

Gesundheit“

Unter der bewährten Ägide von

Prof. Dr. Heinrich Kaase veranstaltete

die Technische Universität

Berlin zusammen mit der Deutschen

Gesellschaft für Photobiologie,

der Deutschen Akademie

für Photobiologie und Phototechnologie

und der Lichttechnischen

Gesellschaft Anfang März dieses

Jahres ihr 6. Symposium.

Einer der Höhepunkte war die

Verleihung des internationalen

Arnold-Rikli-Preises an Dr. Tim

Maisch von der Universität Regensburg

für „Die Rolle von Singulett-

Sauerstoff bei der photodynamischen

Inaktivierung von Bakterien

mit sichtbarem Licht“. Arnold

Rikli war ein im 19. Jahrhundert

bekannter Naturheiler, dessen

Heilerfolge auf dosierter Anwendung

von Wasser, Luft und Sonne

beruhten.

Eingeleitet wurde die Tagung mit

einem gesundheitsökonomischen

Beitrag von Prof. Klaus-Dirk

Henke. Kernaussage: Der „Markt

für Licht“ prägt heute in unendlich

vielen Facetten Lebensstil

und Arbeitswelt der Bevölkerung

moderner Industriestaaten. Highlights

des wissenschaftlichen Programms:

Visuelle Behaglichkeit

am Arbeitsplatz und in Altersheimen;

mögliche Gefahren für die

Netzhaut durch sichtbares Licht.

So unerlässlich für Leben, Gesundheit

und Wohlbefinden Licht ist,

so macht allein die Dosis das Gift

(Paracelsus).

Rekord-FIBO

Eine neue Bestmarke bei der Zahl

der Aussteller (476) aus 35 Nationen

und einen deutlichen Anstieg

der Besucherzahlen (47.300) mel-

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Wassergefilterte, also „reine“

IRA-Strahlung hat Heilwirkung

bis in tiefere Hautschichten und

gewinnt in der Medizin zunehmend

Bedeutung, unter anderem

zur Unterstützung bei gestörter

Wundheilung. Die IR-B und

-C-Strahlung, auf deren Wirkung

Sauna und Infrarot-Wärmekabinen

beruhen, wird dabei weggefiltert,

da sie bekanntlich in den oberen

Hautschichten absorbiert wird und

zu Überhitzung und Hitzeschmerz

führt. Wichtig für die IR-Dosierung

sind aufgrund neuerer Untersuchungen

auch die optischen Eigenschaften

der Haut im Kontext

photobiologischer Grundlagen.

Das Dilemma zwischen der für eine

ausreichende Vitamin-D-Versorgung

notwendigen UV-Strahlung

einerseits und der Warnung vor

UV-Exposition überhaupt wegen

erhöhten Risikos, an Hautkrebs zu

erkranken, ist in den letzten Jahren

einer differenzierteren Betrachtung

gewichen, wird aber immer

wieder unter neuen Erkenntnissen

diskutiert.

Zum Abschluss kam aus chronobiologischer

Sicht die eindringliche

Warnung vor allzu sorglosem Umgang

mit Licht im Sinne einer Luftverschmutzung

unserer Umwelt.

Wenn man die Nacht zum Tage

macht, rächt sich unter Umständen

der menschliche Organismus,

der mit seinen vegetativen Funktionen

einer zeitlichen Ordnung

unterliegt, die wesentlich vom Tag-

Nacht-Rhythmus bestimmt wird.

Prof. Dr. med. Eberhard Conradi

dete die diesjährige FIBO. Die „Internationale

Leitmesse für Fitness

und Wellness“ fand Mitte April in

Essen statt und wird von Reed Exibitions

Deutschland veranstaltet.

Website: www.fibo.de


Saunaforum wählt

Peter Jeitler wieder

In der Eurotherme Bad Schallerbach

führte das Österreichische Saunaforum

seine diesjährige Generalversammlung

mit Arbeitsberichten

und Vorträgen durch. Im Mittelpunkt

der Jubiläumsveranstaltung,

der Partnerverband des Deutschen

Sauna-Bundes besteht seit zehn

Jahren, stand die Wiederwahl des

Vorsitzenden, Ing. Peter Jeitler aus

Wien. Jeitler konnte den Mitgliedern

von einer sehr regen Verbandstätigkeit

berichten. So seien die Arbeiten

an den Normen für die „Bäderbetreuung“,

den „Saunabau“ und den

2. Europäischer

Fachkongress Solarien

und Besonnung

Im Europa-Park Rust (Baden-

Württemberg) fand Ende April dieses

Jahres der 2. Europäische Fachkongress

Solarien und Besonnung statt.

Im Rahmen einer Pressenotiz des

Photomed Bundesfachverbandes

Solarien und Besonnung über den

„Jahresevent“ wird auch über den

Vortrag des Vertreters der Bundesregierung,

Dr. Karl Eugen Huthmacher,

Leiter der Strahlenschutzabteilung

im Bundesumweltministerium, berichtet.

Danach ließ Huthmacher

keinen Zweifel an der Entschlossenheit

seines Ministeriums, die

wichtigsten Kriterien des Runden

Verbraucherinformationsgesetz

in Kraft

Nach jahrelangem politischen Ringen

gilt seit 1. Mai dieses Jahres

das Verbraucherinformationsgesetz

(VIG), das vor möglichen Gefahren

warnen soll. Ämter und Behörden

müssen nach einem Bericht der

„Financial Times Deutschland“

Nachrichten

„Bau von IR-Kabinen“ weitergeführt

worden. Der Verbandssekretär,

Günter Weisgram, erläuterte, dass

die Zahl der Wettbewerbsverstöße

im Saunabereich zugenommen habe.

Das Saunaforum bemühe sich

sehr, Falschinformationen entgegen

zu wirken und über die heutigen

Badeformen sachlich und neutral

zu unterrichten. Positiv sei auch die

Mitgliederentwicklung.

Im Rahmenprogramm der Generalversammlung

sprach der bekannte

österreichische Arzt Dr. Harald

Maruna zum Thema „Aufguss“. Von

allen Teilnehmern wurde wieder die

familiäre Atmosphäre der Veranstaltung

in Oberösterreich gelobt.

Tisch Solarien (RTS) für alle Studios

durchzusetzen – und die 0,3W/m 2

auch für Altgeräte. Bei der Frage

nach den Übergangsfristen gab er

sich konziliant, verwies aber auf die

verstrichene Zeit seit Einführung

der Zertifizierung. Der Eingriff des

Gesetzgebers sei unvermeidlich geworden.

Auch in Detailfragen wie

etwa der Beratungsqualität und der

Zulässigkeit von SB-Studios oder

bei dem geforderten Unbedenklichkeitsnachweis

für Solarkosmetika

bezog der Regierungsvertreter

klare Positionen: kein Betrieb von

Solarien ohne qualifizierte Beratung

von Erstnutzern und keine

Solarkosmetik vor der Besonnung

ohne Unbedenklichkeitsnachweis.

Website: www.photomed.de

– www.ftd.de – alle verfügbaren

Daten an deutsche Konsumenten

aushändigen. Das VIG verpflichte

die Behörden, über festgestellte Verstöße

gegen das Lebensmittel- und

Futtermittelgesetzbuch zu informieren.

In diesem Gesetz sind Qualitäts-

und Informationsstandards für

Unternehmen festgelegt, die unter

anderem Bedarfsgegenstände herstellen

und weiterverarbeiten.

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

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Nachrichten

Solarienbranche unter

Druck

Seit Beginn des neuen Jahrtausends

steht die Solarienbranche unter

Druck: Der Umsatz im Gesamtmarkt

(Herstellung, Handel, Nutzung)

ist von 1,8 Milliarden Euro im Jahr

2000 auf derzeit eine Milliarde

zusammengebrochen. Im gleichen

Zeitraum hat sich die Zahl der Sonnenstudios

(mit mehr als fünf Geräten)

von 8.000 auf 4.000 halbiert.

Und der Gesetzgeber macht weiter

Dampf. Er plant Einschränkungen

im Solarienbetrieb, die im Vierten

Buch (UGB IV) der aktuellen Umweltgesetzgebung

festgeschrieben

werden sollen. Konkret muss davon

ausgegangen werden, dass die Bestrahlungsstärken

über Grenzwerte

gesenkt werden, dass Höchstnutzungszeiten

vorgegeben werden

und ein Nutzungsverbot für Min-

Fasel Elektronik seit

30 Jahren

In der Saunabranche ist Fasel

als Hersteller von Kabinensteuerungen

bekannt. Daneben produziert

das Elektronikunternehmen

auch kundenspezifische Industrieprodukte

wie Steuerungen für

Parkplatzschranken, Backöfen

und Druckmaschinen. Seit 1978

ist das Unternehmen, das derzeit

30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

beschäftigt, in March (nahe

Freiburg/Br.) ansässig. Die elektronischen

Saunasteuerungen werden

von Fasel entwickelt. Dafür wird

auch eine Testkabine eingesetzt, in

10 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

derjährige eingeführt wird. Auch

die künstliche Besonnung in öffentlichen

Bädern und Saunaanlagen

wird über Rechtsverordnungen

davon berührt werden. Nach Informationen

des Branchenverbandes

Sonnenlicht-Systeme für „Sauna &

Bäderpraxis“ könnten etwa 20.000

Besonnungsgeräte außerhalb von

Sonnenstudios in Sportanlagen,

Bädern und Saunabetrieben aufgestellt

worden sein. Insgesamt hat

der deutsche Markt ein Volumen

von 50.000 aufgestellten Solarien.

Seit August letzten Jahres werden

in der EU Neugeräte nur noch mit

einer Bestrahlungsstärke von 0,3

Watt/m 2 verkauft. Grundlage dafür

ist ein Abkommen der EU-Staaten.

Eine Regelung für die Reduzierung

der Bestrahlungsstärken von Altgeräten

gibt es noch nicht. Es ist jedoch

absehbar, dass die Zeiten der

„Power-Besonnung“ vorbei sind.

der Temperaturverläufe und Regelungen

ausprobiert werden können.

Die Fertigung erfolgt in einer 2003

neu errichteten Halle in

halbautomatischen Produktionsprozessen.

Zu den

Kunden des Elektronikspezialisten

zählen 30 bis 40

Saunahersteller; etwa 40

Prozent des Umsatzes wird

mit ihnen erzielt. Die Fasel

Elektronik GmbH sieht sich selbst

als Marktführer für Sauna- und

Wellnesssteuerungen im technisch

hochwertigen Bereich. „Wir haben

einen hohen Qualitätsanspruch, der

sich besonders in den mehrstufigen

Sicht- und Funktionskontrollen zeigt.

Unsere Stärke liegt in der Anpassung

an die jeweiligen technischen Bedürfnisse

unserer Kunden“, betont

Unternehmerin Gerlinde Fasel die

Markstellung. Für die kommende

Messe interbad entwickelt das nun

30 Jahre bestehende Unternehmen

eine neue Produktgruppe.


Saunaanlagen können

sich zertifizieren lassen

Der Deutsche Sauna-Bund bietet

für seine Mitglieder ein Qualitätssystem,

mit dem sich die im Verband

organisierten Saunabäder zertifizieren

lassen können. Das Qualitätssystem

besteht aus den drei nebeneinander

stehenden Zertifikaten

Classic, Selection und Premium. Die

jeweiligen Zertifizierungen sind verbunden

mit einem entsprechenden

Umfang der Räumlichkeiten und

der Badeangebote, der Qualität der

Baby-Sauna-Seminar :

Wellness für Babys

Am 29. September 2008 findet

das Baby-Sauna-Seminar wieder

in der Altstadt sauna in Bielefeld

statt. Dort wird seit einiger Zeit

angeleitetes Kleinkinder- und

Baby-Saunabaden als Kurs angeboten,

fachlich betreut von

der Kinderkrankenschwester Ute

Oesterreicher. Neben Vorträgen

Horst Doerk gestorben

Der Mitbegründer und geschäftsführende

Gesellschafter von Menerga

Apparatebau GmbH in Mülheim/

Ruhr, Horst Doerk, verstarb Anfang

dieses Jahres. Horst Doerk war im

Badewesen durch sein hervorragendes

Fachwissen zur Schwimmhallenklimatisierung

bekannt. Zu

diesem Thema referierte er auch auf

Tagungen des Deutschen Sauna-

Bundes. Das von ihm geführte

Unternehmen (400 Mitarbeiter)

Nachrichten

Dienstleistungen, der Servicequalität

und der Personalqualifikation.

Die Qualitätszeichen werden von

einem ehrenamtlich arbeitenden,

unabhängigen Qualitätsausschuss

aufgrund Selbstauskunft und/oder

Überprüfungen vor Ort vergeben

und vom Präsidium des Sauna-

Bundes beurkundet. Die Zertifizierung

für Classic kostet 110,- e, die

für Selection 450,- e und die für

Premium 1.650,- e. Die Anforderungsprofile

der Zertifizierungen

sind auf der Sauna-Bund-Homepage

www.sauna-bund.de dargestellt.

zur Temperaturregulation von

Säuglingen und der Vorstellung

des Konzeptes zum Säuglingsschwimmen

von Sportwissenschaftlerin

Dr. Lilli

Ahrendt können Erfahrungen

mit Eltern der Sauna-

Babys ausgetauscht werden.

Ute Oesterreicher und Prof.

Dr. med. Eberhard Conradi

geben Empfehlungen zum

Badeablauf und Hinweise für die

Durchführung entsprechender Kurse.

Weitere Informationen im Internet

unter www.sauna-bund.de,

Menüpunkt Aus- und Weiterbildung;

Anmeldungen bei Ulrike

Martmann, Akademie für Aus- und

Fortbildung, Tel.: 0521/96679-11;

E-Mail: u.martmann@sauna-bund.de

arbeitet seit 1980 an Lösungen

zur Gebäudeklimatisierung und

zahlreiche Bäder sind mit Geräten

der Mülheimer Ingenieure ausgestattet.

Der Verstorbene setzte sich

als Unternehmer seit vielen Jahren

besonders für die Messe interbad

ein. So gehörte er bereits seit 1988

dem Messebeirat an und wurde

im Dezember 2002 Vorsitzender

des Gremiums. Horst Doerk hatte

im Badewesen viele Freunde. Sein

Fachwissen und sein sympathisches

Auftreten wurden geschätzt.

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info@ohw-lauterbach.de

Nachrichten

Leitlinien für Verbandsarbeit

des Deutschen

Sauna-Bundes

Der Deutsche Sauna-Bund hat seine

Ziele, Kompetenzen und Visionen

in Leitlinien der Verbandsarbeit ge-

interbad festigt

Poleposition

Der interbad ist die europäische

Leitmesse im Badewesen und die

bedeutendste Saunaausstellung

weltweit. Ende April konnte die

Stuttgarter Messegesellschaft bereits

304 Aussteller – darunter

44 aus der Saunabranche und

63 Unternehmen des SPA-/Wellness-Bereichs

– bekanntgeben.

Dieser Buchungsstand bedeutet

Zuwächse von 45 Prozent bei der

gebuchten Fläche und 55 Prozent

bei der Zahl der Aussteller gegenüber

dem entsprechenden Zeitpunkt

der Vorveranstaltung. Auffällig ist

bei den Standbuchungen, dass im

Schnitt 20 Prozent mehr Fläche

bestellt werden als bei der letzten

interbad in Düsseldorf. Der Stuttgarter

Messechef Ulrich Kromer

von Baerle führte diesen mehr als

zufrieden stellenden Belegungsstand

im Gespräch mit dieser Zeitschrift

auch auf die Vorzüge der

neuen Landesmesse zurück: „Die

Aussteller sind neugierig auf Europas

modernstes Messegelände.

Aber meine Mannschaft um Bereichsleiter

Andreas Wiesinger hat

bei der Akquisition ebenfalls einen

Superjob gemacht.“

Bund unterstützt junge

Unternehmen

Besonders interessant für junge,

innovative Unternehmen ist das

Angebot eines vom Bundeswirtschaftsministerium

finanziell stark

geförderten Gemeinschaftsstandes,

der nur Leitmessen zugesprochen

12 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

fasst. Sie wurden im letzten Jahr

von der Mitgliederversammlung

beschlossen und können jetzt in

gedruckter Form bezogen werden.

Auf der Homepage des Verbandes

sind sie ebenfalls veröffentlicht.

wird. Unternehmen, die von der

Förderung profitieren wollen, dürfen

nicht älter als zehn Jahre sein

und müssen in Deutschland in

Industrie, Handwerk oder technischen

Dienstleistungen tätig sein.

Bezuschusst werden die Kosten für

Standmiete und Standbau innerhalb

des Gemeinschaftsstandes

(Informationen: Herr Columbus

Müller, Landesmesse Stuttgart,

E-Mail: columbus.mueller@messestuttgart.de).

Hochinteressantes

Rahmenprogramm

Die Ausstellung im Oktober 2008

wird ergänzt um ein lohnenswertes

Kongressprogramm mit SPA Market

Conference. Der Sauna-Bund

führt am 16./17. Oktober seine

Tagung „Saunaimpulse® 2008

im modernen Konferenzzentrum

durch. Im Rahmenprogramm der

Messe finden außerdem zwei Projektveranstaltungen

statt: Die

Sonderfläche „Visions of SPA“

präsentiert Zukunftsvisionen renommierter

Architekten für Wellnessanlagen

von morgen; die Sonderschau

„Schwimmbad des 21.

Jahrhunderts“ zeigt frische Trends

im Schwimmbadbau. Das Thema

„SPA und Karriere“ wird zudem mit

einem weiteren Gemeinschaftsstand

in der Messe angesprochen.

Übrigens: Ein junger Ableger der

interbad findet vom 13. – 15. Juni

2008 in Shanghai statt.


Neue

Mitglieder

Holz Sonderposten

Udo Haberkorn

Im Burgfeld 9

27283 Verden

Tel.: 04231/928350

Fax: 04231/9283515

www.holzsonderposten.de

u.haberkorn@holzsonderposten.de

Schaumbergbad Tholey

GmbH

Zur Schwimmhalle 100

66636 Tholey

Tel.: 653/91110

Fax: 06853/911122

www.das-erlebnisbad.de

info@das-erlebnisbad.de

Warsteiner Allwetterbad

Lortzingstr. 1

59581 Warstein

Tel.: 02902/3511

Fax: 02902/700352

www.Allwetterbad-Warstein.de

Allwetterbad-Warstein@web.de

Oberallgäuer Bäder- und

Freizeitanlagen GmbH & Co. KG

Freizeitbad Wonnemar

Stadionweg 5

87527 Sonthofen

Tel.: 08321/780970

Fax: 08321/78029

www.wonnwmar.de

sonthofen@wonnemar.de

Thermen Bussloo

Hans Dolman

Bloemenksweg 38

7383 RN Voorst

Niederlande

Tel.: 0031/55/368 2640

Fax: 0031/55/3692644

www.ThermenBussloo.nl

Hansd@thermenbussloo.nl

NürnbergBad

AllersbergerStr. 120

90461 Nürnberg

Tel.: 0911/2314630

Fax : 0911/2319447

www.nuernbergbad.de

nuernbergbad@stadt.nuernberg.de

Gemeinde Denzlingen

Hauptstr. 110

79211 Denzlingen

Tel.: 07666/611-0

Fax: 07666/611-125

www.denzlingen.de

gemeinde@denzlingen.de

„Dampfkessel Offenburg“

Dirk Hesse

Föhrenstr. 10 d

77656 Offenburg

Fax: 07808/912122

www.dampfkessel-offenburg.de

chuck@dream-divers.com

Physio & Wellness

Brigitte Wörner

Hochstr. 35

85757 Karlsfeld

Tel.: 08131/92391

Fax: 08131/278274

www.physio-wellness-karlsfeld.de

info@physio-wellness-karlsfeld.de

asia spa GmbH

Kalandergasse 1

8045 Zürich

Schweiz

Tel.: 0041/44/45420-40

Fax: 0041/44/45420-41

www.asia-spa.com

info@asia-spa.com

Dithmarscher Wasserwelt

Landvogt-Johannsen-Str. 61

25746 Heide

Tel.: 0481/906300

Fax: 0481/906304

www.dithmarscher-wasserwelt.de

diwa@stadtwerke-heide.de

Magetissa-Therme

An der Hagenau 225

91781 Weißenburg

Tel.: 09141/999-56

Fax: 09141/999-57

www.sw-wug.de

email@sw-wug.de

„ Wir möchten uns durch die Mitgliedschaft vom

deutschen Sauna-Markt inspirieren lassen und

erhoffen uns außerdem Unterstützung bei der

Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter“.

Hans Dolman, Thermen Bussloo, Voorst / Niederlande

Liquidrom GmbH & Co. KG

Möckernstr. 10

10963 Berlin

Tel.: 030/258007820

Fax: 030/258007829

www.liquidrom-berlin.de

info@liquidrom-berlin.de

Salveo Wellness & Beauty

Aktiv-Hus Ostsee-Ferienpark

Am Jachthafen 4 a

23774 Heiligenhafen

Tel.: 04362/50340

Fax: 04362/503422

www.aktiv-hus.de

salveo@ts-heiligenhafen.de

Verbandsgemeinde

Landstuhl

Sauna- und Wellnessanlage

Kaiserstr. 49

66849 Landstuhl

Tel.: 06371/83274

Fax: 06371/83101

www.landstuhl.de

City Sauna

Sauna + Gastro

Betriebsges. mbH

Luisenstr. 129

40215 Düsseldorf

Tel.: 0211/373973

Fax: 0201/8325169

Neue Mitglieder

Eifel-Therme Zikkurat GmbH

An der Zikkurat 2

53894 Mechernich

Tel.: 02256/9579-0

Fax: 02256/9579-19

www.eifel-therme-zikkurat.de

info@eifel-therme-zikkurat.de

Sauna Hütte GmbH

Thomas Hilbert

Gewerbestr. 3 a

90579 Langenzenn

Tel.: 09101/904615

www.saunahuette.de

sauna@saunahuette.de

Gut Sternholz GmbH & Co. KG

LIppestr. 138

59071 Hamm

Tel.: 02388/3010990

Fax: 02388/30109912

www.sternholz.de

k.westerhove@sternholz.de

Ines & Thomas Keßner GbR

Grabowstr. 14

17291 Prenzlau

Tel.: 03984/874222

Fax: 03984/874252

t.kessner@sosoft.de

Für Fragen zur

Mitgliedschaft:

Ulrike Martmann

Tel. 0521/ 96679-11

u.martmann@sauna-bund.de

Marianne Wolf

Tel. 0521/ 96679-15

m.wolf@sauna-bund.de

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Sauna- und Bäder-Journal

Sauna- und

Bäder-Journal

Die Bauarbeiten an der Keitum Therme Sylt-

Ost sind im April nach dreimonatigem Baustopp

wieder aufgenommen worden. Die Fertigstellung

des Rohbaus liegt bei der Kurt Zech GmbH Bremen.

Nach dem heutigen Stand der Planungen

soll „die wohl modernste wellness- und erlebnisorientierte

Therme des Nordens“ – mit einem

Jahr Verzögerung – nun voraussichtlich im Frühjahr

2009 eröffnet werden. Die Keitum Therme

gehört zu den STARWATERS® Freizeitanlagen mit

bundesweit acht Wellness- und Erlebnisthermen.

Die Planung, die Realisierung und das spätere

Betreiben liegt in den Händen der Deyle Gruppe

Stuttgart, Mitglied im Deutschen Sauna-Bund.

Website: www.starwaters.de

Nach dem gegenwärtigen Stand der Planungen

soll im Jahr 2010 am Ufer des 89 ha

großen Elbsees im Südosten der nordrheinwestfälischen

Landeshauptstadt Düsseldorf

eine asiatisch inspirierte und verkehrsgünstig

gelegene Wellness-Anlage eröffnet werden.

Privatwirtschaftlicher Betreiber wird die

Theune-Gruppe aus Köln, Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund. Die neue zweigeschossige

Wellness-Anlage – auf 21.000

qm Grundstücksfläche – ist auf täglich

550 Gäste ausgelegt. Das Investitionsvolumen

liegt bei 15 Millionen Euro.

Website: www.claudius-therme.de

Bereits im dritten Jahr wartet das Dülmener

Vitalitätszentrum DIE SAUNA INSEL,

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund, mit

dem indianischen Schwitzbad „Sweat Lodge“

auf. Seit dem 25. Mai und dann jeweils am

15. und 25. eines Monats bis Mitte Oktober

wird die zweistündige – kostenpflichtige

– Zeremonie für zehn Personen angeboten.

Seit dem 21. Mai gilt ein neuer „Spezialaufguss-Kalender“.

Im Zusammenhang mit

verlängerten Öffnungszeiten fand Anfang

April erstmals die „Guten-Morgen-

Sauna“ statt. Neue Wasserbetten gibt es im

Dampf-Generatoren

für Dampfbäder

• einfache Bedienung

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eigens dafür hergerichteten „stillen Ruheraum“.

Website: www.sauna-insel.de

Noch in diesem Jahr soll mit dem geplanten

Ausbau der Vital- und Saunawelt in der

THERME Bad Wörishofen begonnen werden.

Für mehr als 6,5 Millionen Euro entstehen dann

auf 3.000 Quadratmetern Heilwasserflächen,

großzügige Ruhe- und Liegebereiche sowie neue

Saunaangebote in anspruchsvollem Ambiente.

Die gesamte Vital- und Saunawelt wird dann

viermal so groß sein wie die heutige SaunaOase.

Inhaber und Betreiber ist die Unternehmerfamilie

Wund, der auch die THERMENWELT

ERDING gehört, Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund. Für das „Badeparadies Schwarzwald“

in Titisee-Neustadt, wo Wund als Planer, Bauherr

und Betreiber auftritt, soll im Herbst mit

dem Bau begonnen werden; die Eröffnung ist für

Weihnachten 2009 geplant.

Websites:

www.therme-badwoerishofen.de;

www.therme-erding.de;

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Leserfrage

Neues zur Befristung von

Geschenkgutscheinen?

Frage

Auf der Grundlage bisheriger Informationen,

die sich auf entsprechende Gerichtsurteile

stützen, haben wir die Gültigkeitsdauer von

Geschenkgutscheinen mindestens auf 12 Monate

befristet. Nun haben wir gehört, dass

ein höchstrichterliches Urteil zum Geschäftsverhalten

eines Internetanbieters besagt, die

Gültigkeitsdauer von Geschenkgutscheinen

sei – analog zum Haftungsrecht – mindestens

drei Jahre zu garantieren. In dieser Zeit sei auch

die Rückforderung des Geldwertes möglich.

Müssen wir unsere Befristungen verlängern?

Antwort

Geschenkgutscheine berechtigen den Kunden,

eine bereits bezahlte Leistung zu einem späteren

Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen. Eine zeitliche

Befristung ist möglich. Wird diese aber dem Kunden

vom Anbieter vorgegeben, handelt es sich

����

um eine Allgemeine Geschäftsbedingung, deren

Wirksamkeit sich an den §§ 307 ff BGB messen

lassen muss. So ist eine Allgemeine Geschäftsbedingung

u.a. unwirksam, wenn sie den Kunden

unangemessen benachteiligt. Diese Benachteiligung

kann auch in einer zeitlichen Befristung

des Gutscheines liegen. Da die zu erbringende

Leistung bereits bezahlt ist, ist die Befristung

nicht durch das Interesse des Anbieters zu

rechtfertigen, den Vertrag schnell abwickeln zu

wollen. Streitig ist, wie lange der Kunde mit der

Einlösung Gutscheins warten darf.

Das Oberlandesgericht München hat aktuell

mit noch nicht rechtskräftigem Urteil vom

17.01.2008 (29 U 3193/ 07)1 eine Befristung

von einem Jahr für unzulässig erklärt mit der Folge,

dass der Kunde den Gutschein im Rahmen

der allgemeinen Verjährungsfrist von drei Jahren

zum Ende eines Kalenderjahres einlösen kann.

Offengeblieben ist in dieser Entscheidung aber,

mit welcher zeitlichen Vorgabe eine Befristung

möglich ist.

Dass Geschenkgutscheine und sonstige Berechtigungskarten

grundsätzlich befristet werden

können, hat der Bundesgerichtshof im Zusam-

Leserfrage

menhang mit Telefonkarten mit Urteil vom

12.06.2001 (XI ZR 274/ 00) festgestellt. Es

muss aber ein Interessenausgleich zwischen den

Vertragsparteien stattfinden, wenn der Anbieter

den Leistungsanspruch des Kunden vor Ablauf

der gesetzlichen Verjährungsfrist verweigern

will. Von der gesetzlichen Verjährungsfrist kann

jedoch im Rahmen des Angemessenen abgewichen

werden. Was jedoch angemessen ist, entscheidet

der Einzelfall.

Bei Leistungsansprüchen, deren Voraussetzungen

der Gläubiger kennt, kann eine geringere Verjährung

vorgegeben werden. Bei Geschenkgutscheinen

wäre eine Verjährungsverkürzung auf zwei

Jahre sicherlich sinnvoll. Hier sollte aber seitens

des Anbieters überlegt werden, ob nicht gleichzeitig

dem Kunden die Möglichkeit eingeräumt

wird, sich vor Ablauf der Frist das Entgelt auszahlen

zu lassen. Dies hatte der Bundesgerichtshof

in der Entscheidung zu den Telefonkarten befürwortet.

Burkhard Zurheide

Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Niederwall 53

33602 Bielefeld

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Medizin und Gesundheit

Sonne ist Leben – Das Für und Wider

künstlicher Besonnung

Prof. Eberhard Wüst

Wenn der Sonnenstand wieder ansteigt,

haben viele Menschen richtig Heißhunger

auf die Sonne – den Urlaub in

südlichen Breiten können viele kaum

erwarten. Jahr für Jahr zieht es die

meisten Deutschen nach den sonnenarmen

Monaten magisch in die Sonne.

Man mag sich fragen: „Muss das sein?“.

Die uneingeschränkte Antwort heißt:

„Ja, es muss sein, denn wir brauchen die

Sonne zum Leben“. Dafür gibt es wissenschaftlich

belegte, handfeste Gründe.

Sonnenlicht ist die Voraussetzung für

Leben

Sonnenlicht, das die Erde als elektromagnetische

Strahlen erreicht, besteht aus einem

sichtbaren (wichtig für die Wahrnehmung von

Farben und Formen), einem infraroten (empfinden

wir als Wärme) und dem ultravioletten

(UV) Teil des Lichtspektrums.

Das UV-Spektrum des Lichts (100 bis 780 nm)

wird wiederum in drei Spektralbereiche eingeteilt.

Extrem toxisch (lebensfeindlich) ist der

UVC-Bereich (100 - 280 nm) . Diese Strahlen

erreichen die Erdoberfläche jedoch nicht, weil

die Ozonschicht sie herausfiltert. Auch ein Teil

der UVB- (280 - 315 nm) und UVA-Strahlen

(315 - 400 nm ) wird von der Ozonschicht abgefangen.

Der Teil von UVA und UVB, der die

Erde erreicht, ist aber lebensnotwendig. Ohne

diese Anteile würde es kein Leben auf unserem

Planeten geben.

Prof. Eberhard Wüst, an der Hochschule

der Medien in Stuttgart und an der Technischen

Universität Xi’an (China) tätig, ist

seit 2005 Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

im Förderverein Sonnenlicht-Systeme (FVS)

des Bundesfachverbandes Sonnenlicht-

Systeme (SLS).

1

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Lichtspektrum Quelle: Akademie für Besonnung (AfB)

Die Wirkungen von UVA- und UVB-Strahlen

auf den menschlichen Organismus sind vielfältig.

Die bedeutendste und vor allem sichtbarste

Wirkung ist das Braunwerden der Haut.

UV-Strahlen erreichen uns aber nicht nur

von der Sonne, sie können auch industriell

produziert werden und können identische Wirkungen

besitzen. Eine Anwendungsform kennt

jeder aus dem Solarium. Dort steht ebenfalls

das Braunwerden im Vordergrund.

Natursonne und Solarium unterscheiden

sich in der Wirkung nicht

Die Intensität der natürlichen UV-Strahlung

hängt u. a. von der Tages- und Jahreszeit,

dem Stand der Sonne, von der Bewölkung,

vom Verschmutzungsgrad der Luft, von der

geografischen Breite und der Höhe über

dem Meeresspiegel ab. Deshalb erreicht die

Sonnenstrahlung mit einem UV-Anteil von

sechs Prozent am Äquator (senkrechter Son-

Vitamin D Synthese Quelle: AfB


nenstand) ihr Optimum. Dieser Wert wurde als

Referenzsonne festgelegt (DIN 67501). Das

hat den Vorteil, dass man damit auch einen

Vergleichswert für die biologischen Wirkungen

in anderen Breitengraden erhält. In Mitteleuropa,

mit seiner gemäßigten Klimazone und

nicht so hohem Sonnenstand (bis max. 60

Grad), schwächt sich die Strahlungsintensität

zum Beispiel um ein Vielfaches ab.

Der Referenzwert hilft aber auch bei der

Benutzung von Sonnenbänken, die UV-

Lampen so anzupassen, dass sie möglichst

naturähnlich sind und bei richtiger Einstellung

Gefahren ausgeschaltet werden können.

Genau regulierbar und damit gezielt einsetzbar

ist das UV-Licht allerdings nur, wenn es

durch Lampen erzeugt wird. Durch Lichtfilter

kann jedes gewünschte UV-Spektrum erzeugt

werden. Weitere Vorteile dabei sind, dass

es konstant gehalten werden kann sowie

jederzeit kontrollier- und dosierbar ist. Jede

Haut erhält auf einer Sonnenbank genau die

Dosis, die sie für die Wirkungen benötigt. In

der freien Natur unterschätzen viele Menschen

die Strahlungsintensität der Sonne sehr häufig;

die Folge sind Sonnenbrände.

Krebsauslösenden Sonnenbrand

unbedingt vermeiden

Foto: irisblende.de

Es ist also schon von außen leicht erkennbar,

dass die Haut individuell auf UV-Strahlen

reagiert. Die Wissenschaft spricht in diesem

Fall von Erythemempfindlichkeit (Erythemschwellendosis).

Sie gibt genau die UV-Dosis

an, die 24 Stunden nach der Bestrahlung eine

gerade sichtbare Rötung der Haut hinterlässt.

Sonnenentwöhnte Haut hat die höchste

Erythemempfindlichkeit, benötigt also die

kleinste MED (Minimale erythemwirksame

Dosis), um die Haut gerade sichtbar zu röten.

Bei der Dosierung von UV-Bestrahlung muss

außerdem berücksichtigt werden, dass jedes

Körperteil seine eigene Erythemempfindlichkeit

besitzt. Auch der jeweilige Gesundheitszu-

Medizin und Gesundheit

stand, hormonelle Prozesse und das Alter der

Person sind natürliche Einflussfaktoren bei der

Erythembildung.

Verantwortlich für einen Sonnenbrand ist der

UVB-Anteil im Lichtspektrum. Er wird nicht nur

als unangenehm empfunden, sondern ist ein

deutliches Signal dafür, dass die Haut genug

UV-Strahlung erhalten hat. Jedes mehr an

UV-Strahlen schädigt die Haut. Vermeidet man

krebsauslösende Sonnenbrände, dann sind die

Wirkungen von Sonne und Solarien prinzipiell

positiv.

Zum viel diskutierten Thema Sonnenbestrahlung

und Hautkrebs ist jetzt ein sehr interessantes

Ergebnis wissenschaftlicher Forschung

vorgelegt worden. In einer im Februar 2008

veröffentlichten Studie der Dartmouth

Medical School in Kooperation mit dem

Boston University Medical Center, USA konnte

nachgewiesen werden, dass durch die Nutzung

von modernen Sonnenbänken das Risiko an

Schwarzem Hautkrebs zu erkranken nicht

erhöht wird. Die Forscher untersuchten und

befragten 1101 Personen und erfassten einen

Zeitraum von 27 Jahren (1980 bis 2007). Ob

Spätwirkungen über noch längere Zeiträume

auftreten können, wird sich allerdings erst

in zehn bis 15 Jahren zeigen. Wahrscheinlich

aber werden sich Zusammenhänge nicht

nachweisen lassen.

Man kann also moderne Sonnenbänke in

Sonnenstudios und öffentlichen Saunabädern

– solange man es nicht übertreibt – mit

ruhigem Gewissen nutzen.

Durch UV-Strahlen wird ein eigener

Lichtschutz aufgebaut

Es ist für uns Menschen wichtig, sich langsam

an das UV-Licht zu gewöhnen. Man braucht

dazu etwa fünf Sonnenbäder in der Sonne

oder im Solarium, bis die Haut ihren eigenen

Lichtschutz aufbaut. Dies geschieht auf zwei

verschiedenen Wegen. Zum einen durch

Verdickung der Hornhaut (Lichtschwiele)

und zum anderen durch die Pigmentbildung

(Melanogenese). Dabei lagern die pigmentbildenden

Zellen (Melanozyten), die sich in

der Oberhaut (Epidermis) befinden, nach und

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

1


Medizin und Gesundheit

nach das Pigment Melanin ein, wenn sie mit

ultravioletter Strahlung (vorwiegend UVB) in

Berührung kommen. Insgesamt dauert dieser

Reifeprozess der Hautpigmentierung etwa

zwei bis drei Tage.

An der Pigmentierung sind aber nicht nur die

UVB-Strahlen beteiligt, sondern ebenfalls das

UVA. Wird nämlich UVB zum größten Teil von

der Oberhaut absorbiert, dringt UVA noch zu

über 50 Prozent in das tiefer liegende Bindegewebe

ein. UVA ist nicht so energiereich wie UVB

und bewirkt weniger die Bildung von Pigmenten

(Direktpigmentierung), sondern ihre Nachdunkelung.

Die in die Oberhaut wandernden noch

helleren Pigmentkörnchen werden unter Zuhilfenahme

von Blutsauerstoff gedunkelt. Diese

Pigmente wandern dann an die Oberfläche der

Haut und ergeben die Bräune.

Die sich bildende Bräune macht also die Haut

nicht nur schön, sie ist gleichzeitig ein eigener

Schutz vor zu viel Sonne und entspricht etwa

dem Faktor 4 einer Sonnenschutzcreme.

Ist man also richtig braun, dann kann man

viermal solange in der Sonne bleiben, wie man

es ohne jeglichen Schutz tun dürfte. In der

freien Natur sind das ca. viermal 20 bis 30

Minuten für einen Menschen des Hauttyps 3

(Mitteleuropäer).

Auch im Solarium wird durch fünf Sonnenbäder

bei richtiger Anwendung und Dosierung

der UV-Strahlung die Haut so trainiert, dass

sie diesen Eigenschutz entwickelt. Sinnvoll ist

das vor einem Sonnenurlaub, denn diese Vor-

bräunung kann einem Sonnenbrand vorbeugen.

Bei voll ausgebildetem UV-Eigenschutz

der Haut kann die Erythemschwellendosis

sogar bis etwa zum Faktor 40 gegenüber der

UV-unadaptierten Haut ansteigen. Allerdings

ist nicht die Haut eines jeden Menschen in der

Lage, ihre Erythemempfindlichkeit durch den

Aufbau des UV-Eigenschutzes so drastisch zu

senken.

UV-Licht ist die Vorausetzung für die

natürliche Bildung von Vitamin D

Das Wirkungsspektrum ultravioletter Strahlung

ist jedoch vielfältiger als nur zu bräunen. Die

Wissenschaft hat in den letzten Jahren dazu

revolutionierende Erkenntnisse gewonnen. Im

Mittelpunkt der Forschungen steht das Vitamin

D, dass natürlich nur durch UVB-Strahlen

der Sonne oder des Solariums gebildet wird.

Schon 1903 hat Niels Ryberg Finsen für seine

Erkenntnisse über die gesundheitlichen Wirkungen

des UV-Lichts (damals nannte man es

Höhensonne und wusste nichts über Vitamin

D) den Nobelpreis erhalten. Er behandelte

die Hauttuberkulose (Lupus vulgaris) und

andere Hauterkrankungen sehr erfolgreich

Foto: irisblende.de

mit Sonnenbädern. Heute weiß man, dass

die Ursachen für diese Erkrankungen in einer

unzureichenden Versorgung des Organismus

mit Vitamin D liegen.

Das Klinikum Charité in Berlin behandelt beispielsweise

erfolgreich Herz-Kreislauf-Beschwerden

mit UV-Licht. Das durch UVB entstehende

Vitamin D verbessert die Fließeigenschaften

des Blutes, senkt den Blutdruck und schafft bei

Heilungsprozessen durch eine bessere Zellgesundheit

günstige Voraussetzungen.

Thomas J. Wang, Professor der Harvard Medical

School fasst seine aktuellen Forschungsergebnisse

so zusammen: “Wir fanden heraus,

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Unsere Werbung auf der Seite 7.


Wirkungsbereiche des Vitamin D Quelle: AfB

dass Leute mit einem Vitamin D-Defizit ein

erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

sowie Risiken für andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen

aufwiesen“.

Weitere Klinische Studien belegen, dass

Vitamin D das Risiko mindert, an Darm-,

Brust-, Lymphdrüsen- und Prostatakrebs zu

erkranken und einer Vielzahl weiterer Leiden

wie Diabetes, Osteoporose, Rachitis, Multiple

Sklerose und Muskelschwäche vorbeugt. Sogar

das Risiko Hautkrebs zu bekommen wird durch

eine stetige, aber vernünftige Nutzung des UV-

Lichts minimiert.

Erst kürzlich hat eine norwegische Forschergruppe

um den international renommierten

Wissenschaftler Johan E. Moan aus einer

umfassenden Studie über die Risiken des

Sonnenbadens einerseits und seine gesundheitlichen

Vorteile andererseits folgendes Fazit

gezogen: Die Gefahr für die Haut durch die

UV-Strahlen wird weit mehr als ausgeglichen

von den positiven Gesundheitswirkungen der

Besonnung, vor allem – aber nicht nur – durch

die lebensnotwendige Bildung von Vitamin D

durch UV-Bestrahlung der Haut.

Sonnen-Vitamin D wird zu 90 Prozent

in der Haut gebildet

Das Vitamin D ist fettlöslich und steht für

eine Reihe ähnlicher Stoffe, die Calciferole,

von denen beim Menschen Vitamin D2

(Ergosterol) und D3 (Cholecalciferol) wirksam

sind. Unter den lebenswichtigen Nährstoffen

nimmt Vitamin D eine

besondere Stellung

ein, da eine Zufuhr

über die Nahrung nicht

unbedingt erforderlich

ist. 90 Prozent werden

durch UVB-Licht in der

Haut erzeugt.

Üblicherweise wird

heute eine Serumkonzentration

an

25(OH)VitD von 30

bis 60 ng/ml als eine

physiologisch sicher

ausreichende Versorgung angesehen. Zur

Aufrechterhaltung des Mindestspiegels von

30 ng/ml ist eine tägliche Aufnahme von

mindestens 800 Einheiten Vitamin D3 pro

Tag erforderlich. Die aktuellen Empfehlungen

der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

liegen allerdings nur bei 5 µg für Kinder

und Erwachsene und bei 10 µg für Säuglinge

und Senioren (d.h. zwischen 200 und

400 Einheiten täglich). Vitamin D-Experten

halten diese Empfehlungen für zu gering und

orientieren sich an der Rachitis-Prophylaxe von

mindestens 1.000 Einheiten pro Tag.

Quelle: AfB

Medizin und Gesundheit

Kurioserweise empfehlen einige Ärzte eine

gesicherte Vitamin D-Versorgung (800 Einheiten)

mit Nahrungsmitteln zu gewährleisten,

ohne zu wissen, was dieser Rat nach sich zieht.

Wollte man ihn wirklich in die Tat umsetzen,

müsste man täglich ca. 1,5 kg Kabeljau oder

32 Eier essen oder 1.000 l Kuhmilch trinken.

Zum Vergleich bildet die Haut im Laufe eines

halbstündigen Ganzkörper-Sonnenbades im

Sommer 20.000 Einheiten Vitamin D.

Auch die Medikation von Vitamin D-Pillen

wird häufig empfohlen, ohne auf die vielen

Nebenwirkungen hinzuweisen. Bei den benötigten

Mengen kann es nach medizinischen

Studien sehr schnell zu toxischen Reaktionen

(Vergiftungserscheinungen) und anderen

negativen Wechselwirkungen kommen.

Bildet der menschliche Organismus in der

Haut das Vitamin D, wird ein natürliches

Depot angelegt, das seine Höchstwerte

niemals überschreitet. Die Reserven halten

durchschnittlich zwei bis drei Monate, dann

muss das Depot spätestens wieder aufgefrischt

werden. Dabei treten Probleme in den

Wintermonaten auf, weil die notwendige

erythemwirksame Strahlenintensität des

–> weiter S. 21


Medizin und Gesundheit

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Steinkörbe sind flexible Aufgüsse möglich, da

immer heiße Steine verfügbar sind.

Die reduzierte, klare Formensprache und

geradlinige Fertigung des Herkules zeichnet

sich durch die einzigartige Kombination der

drei Elemente Stahl, Stein und Wasser auf unverwechselbare

Art und Weise aus.

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UVB-Lichts nicht erreicht wird. Die Sonne

in Ländern nördlicher Breite (Mittel- und

Nordeuropa) ist Wolken verhangen, steht zu

tief am Horizont und scheint auch zu kurz, um

die Vitamin D-Synthese in Gang zu setzen.

Empfehlungen der Ärzteschaft, täglich für 15

Minuten Gesicht, Arme und Hände der Sonne

auszusetzen, scheitern nicht nur am Mangel

an Sonne, sondern auch am Zeitfaktor und an

den niedrigen Temperaturen. Die Folge ist ein

Vitamin D-Defizit, das sich sehr negativ auf die

Gesundheit auswirkt.

Vitamin D-Mangel als weitverbreitetes

Gesundheitsproblem in Deutschland

Eine repräsentative Studie des Robert-Koch-

Instituts (2007), die von 1997 bis 1999 mit

4030 Personen (2267 Frauen und 1763 Männer)

im Alter von 18 bis 79 Jahren in Deutschland

durchgeführt wurde, stellte bei mehr als

der Hälfte der erwachsenen Bevölkerung ( 57

Prozent Männer, 58 Prozent Frauen) ein Vitamin

D-Defizit fest. Als spezifische Risikogruppe

wurden Frauen im Alter von 65 bis 79 Jahren

ermittelt. 75 Prozent dieser Gruppe zeigten

Neue EU-Norm für

professionelle Solarien

Ab 21.07.2007 hat die EU-Norm EN 60335-

2-27 in der Europäischen Union Gültigkeit.

Sie sieht eine Herabsetzung der Höchstbestrahlungsstärke

(erythemwirksame Bestrahlungsstärke)

von 0,6 auf 0,3 Watt/qm

vor. Damit eröffnet sich auch für hautempfindliche

Menschen (Hauttyp 1 und 2) die

Möglichkeit, die Sonnenbank zu nutzen. Es

sollte dann allerdings nicht mehr das Braunwerden

im Mittelpunkt stehen, sondern die

Gesundheitsprophylaxe durch Vitamin D.

ein deutliches Vitamin D-Defizit. Sie meiden

nämlich die Sonne, verbringen ihre meiste Zeit

in geschlossenen Räumen und unternehmen

auch keine ausgedehnten Spaziergänge mehr

- dies gilt besonders in den Wintermonaten.

Die Folgen sind nicht nur ein erhöhtes Osteoporose-Risiko,

sondern reichen von erhöhter

Anfälligkeit für Infektionen sowie Diabetes

über Herz-Kreislauf-Beschwerden bis zu

rheumatischer Arthritis. Aber auch bei Über-

Ideen für mehr Saunagäste!

Medizin und Gesundheit

gewichtigen und sehr Schlanken fanden die

Forscher einen nicht ausreichenden Vitamin

D-Spiegel. Erschreckend ist der Hinweis, dass

bereits jeder Fünfte der jungen Altersgruppen

mit Vitamin D unterversorgt ist, obwohl

deren Mobilität gut ausgeprägt ist. Gerade

die Hellhäutigen (Hauttyp I) sind gefährdet,

weil sie wegen eines sich schnell einstellenden

Sonnenbrandes weniger in die Sonne gehen

und kaum ein Solarium benutzen.

Insgesamt stellt das Robert-Koch-Institut fest,

dass in Deutschland dem Vitamin D-Status

der Bevölkerung mehr Aufmerksamkeit für die

Gesundheitsvorsorge geschenkt werden müsse.

Stellt man die Gefahren durch die ultraviolette

Strahlung (z. B. durch Hautkrebs)

den Vorteilen eines ausreichenden Vitamin

D-Status gegenüber, dann muss man sich für

eine Vitamin D-Versorgung entscheiden. Eine

gezielte Nutzung der Sonnenbank kann dabei

helfen. ■

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Medizin und Gesundheit

Rahmenbedingungen heutiger Aufgüsse

Rolf-A. Pieper

In Deutschland gibt es heute mehr als

10.000 öffentliche Saunabademöglichkeiten.

Neben den mehr als 5.000 Hotels

und 3.500 Sportanlagen mit Sauna

bilden die 2.300 öffentlichen Saunabetriebe

den eigentlichen Kern des

Saunamarktes. Diese Betriebe stellen

Schwitzbäder in den Mittelpunkt vielfältiger

Dienstleistungen und demzufolge

gehen von ihnen für dieses Marktsegment

die bedeutsamen Innovationen

aus. Sie betreffen in den letzten Jahren

die Entwicklung von Wellnessleistungen

oder Events- und – für diesen Beitrag

wesentlich – die Veränderungen der

Aufgusspraxis.

Marketinginstrument Aufguss

Bis vor etwa 20 Jahren spielte in Deutschland

der Aufguss beim Saunabaden nur eine

Nebenrolle: Das Saunapersonal goss damals

– oft sogar in unregelmäßigen zeitlichen

Abständen – einige wenige Kellen Wasser auf

die heißen Ofensteine, verwirbelte kurz mit

einem Tuch den aufsteigenden Wasserdampf

und verließ den Saunaraum wieder.

In vielen Saunabetrieben war es außerdem

üblich, dass der Aufguss von Gästen durchgeführt

wurde. Dafür stand ein mit Wasser gefüllter

Holzkübel vor der Saunakabine bereit.

Der Inhalt wurde dann nach Gutdünken mit

ätherischen Ölen versetzt und die Aufgussintensität

richtete sich nach den Erfahrungen

der Saunagruppe. Zu diesen allgemein üblichen

Anwendungen schrieb der Mentor der

Rolf-A. Pieper befasst sich seit 20 Jahren

mit der Aufgusspraxis in öffentlichen

Saunabädern. Er entwickelte mit den

MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle des

Deutschen Sauna-Bundes Aufgussseminare

und -konzepte um gesundheitsfördernden,

aber dennoch erlebnisreichen Aufgüssen

die Priorität zu erhalten.

22 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Saunaentwicklung in Deutschland, Dr. Werner

Fritzsche Mitte der achtziger Jahre: „Die

meisten Saunabenutzer schätzen den Aufguss

als einen Höhepunkt der Wärmeeinwirkung.

Empfindliche Personen können ihn entbehren;

denn auch ein Saunabad ohne Aufguss ist

voll wirksam. Von Saunakennern abgelehnt

wird eine landschaftlich gebundene Verirrung,

nämlich statt zehn bis 15 g/m 3 Rauminhalt

drei bis vier Liter Wasser hintereinander aufzuschütten,

so dass die Sauna anschließend

völlig gelüftet werden muss.“ Die Bemerkung

Fritzsches zur aufgegossenen Wassermenge

galt der österreichischen Aufgusspraxis. Dort

war es bereits üblich, länger andauernde

Aufgüsse (etwa vier Minuten) mit größeren

Wassermengen zu praktizieren. Als „Wachler“

kamen jedoch immer, und das gilt weitgehend

bis heute, Saunagäste zum Einsatz.

Heute hat sich in vielen gewerblichen

Saunabädern in Deutschland im Vergleich zu

damals die Aufgusspraxis grundlegend geändert.

Die Aufgüsse werden zumeist nur vom

© Ernst Hürlimann

Personal durchgeführt. Mehrere Unfälle und

Brände durch überdosierte, unsachgemäße

Aufgüsse von Gästen haben dazu veranlasst.

Die Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht

wird so auch besser gewährleistet.

Aber bei den Saunabetreibern hat sich

darüber hinaus die Erkenntnis verbreitet, dass

zur Gästebetreuung und vor allen Dingen

für die Vermarktung der Bäder Saunaaufgüsse

Bedeutung haben. Gesundheitsorientierte,

erlebnisreiche Aufgüsse können im

Wettbewerb über die Kundenbindung und

die Verbesserung des Bekanntheitsgrades

Vorteile verschaffen. Diese These bestätigt

die Saunabesucherbefragung des Deutschen

Sauna-Bundes aus dem Jahr 2007. Danach

begründen bei den großen Saunabädern und

Thermen 23 Prozent und bei den kleinen

Saunabetrieben 15 Prozent von insgesamt

23.382 Befragten ihren Besuch mit den

speziellen Aufgüssen. Sie sind ein nicht zu

unterschätzendes Marketinginstrument, auch

wenn sich die Bedeutung im Kontext mit


Verkehrssicherungspflicht

Der Badbetreiber muss ausschließen,

dass Gäste durch einen überdosierten

Aufguss zu Schaden kommen (Basis §

823 BGB).

Kundenorientierung

Persönliche und gruppenspezifische

Betreuung sind Hauptmerkmal kundenorientierter

Dienstleistung. Aufgüsse

können Teil dieses Qualitätsanspruches

sein.

Vermarktung

Kundenbindung und Bekanntheitsgrad

eines Saunabades können durch gesundheitsorientierte,

erlebnisreiche Aufgüsse

verbessert werden.

Tab. 1: Saunaaufgüsse – nur vom Personal

anderen Besuchsmotiven (Erholung durch

Sauna 79 Prozent, Erkältungsvorbeugung 74

Prozent, psychische Entspannung 60 Prozent)

relativiert.

Zum betriebswirtschaftlichen Stellenwert der

Aufgüsse trägt außerdem bei, dass die Präsentation

der Aufgüsse in allen Größen von

Saunabetrieben gute Beurteilungen erhält.

Im System der Schulnoten vergeben

die Gäste im Durchschnitt eine 1,96;

das Preis-Leistungsverhältnis in

öffentlichen Saunabädern wird zum

Vergleich mit 2,18 benotet. An diesem

erfreulichen Ergebnis haben die

zahlreichen Seminare des Deutschen

Sauna-Bundes für eine gute Aufgusspraxis

ihren Anteil, die bereits seit

1997 veranstaltet werden.

Verträglichkeitsparameter: Dauer und

Wassermenge

Ein Saunaaufguss stellt für die Badenden

und auch für das Aufgusspersonal einen

erheblichen Reiz dar, der sich physiologisch

und psychisch auswirkt. Dazu soll noch einmal

Dr. Werner Fritzsche zitiert werden, der 1990

in der von ihm herausgegebenen Fachzeitschrift

„Internationales Sauna-Archiv“ einen

Leitartikel zum Aufguss verfasste: „Bleiben wir

also beim ‚normalen’ Aufguß, der auch schon

bei der kleinen Wassermenge (wir sagen

10 – 15 g/m 3 Rauminhalt) einen kräftigen

zusätzlichen Hitzereiz bedeutet. Der ursprüngliche

Inhalt des finnischen Wortes Löyly soll

‚Gluthauch’ gewesen sein, und so empfindet

man auch diesen Vorgang. Selbst in Finnland

sollen Übertreibungen vorkommen, denn wir

lesen bei einem hervorragenden Kenner der

finnischen Sauna, Dr. Vuori, der eine Sonderausgabe

zum Thema ‚Saunain der Zeitschrift

‚Annals of Clinical Research’ 1988 herausgegeben

hatte, eine ausgesprochene Warnung:

‚Die meisten der unangenehmen Erfahrungen’

(mit der Sauna), ‚Zwischenfälle und plötzliche

Erkrankungen, sind durch zuviel Löyly

verursacht.’“

Der zusätzliche Reiz entsteht zu der ohnehin

vorhandenen körperlichen Beanspruchung

durch die hohen Temperaturen der Sauna aufgrund

des Wasserdampfniederschlags auf der

kühleren Haut des Badenden, bei dem ein Teil

der Wärmeenergie freigesetzt wird, der bei der

Verdunstung des Aufgusswassers den heißen

Ofensteinen entzogen wurde. Hinzu kommt

noch das heute gewohnte Wedeln und Schlagen

mit dem Aufgusstuch oder anderen Hilfsmitteln

(Fächer, Birkenzweige, Palmwedel), bei

dem die in Ruhe (der Saunagast sitzt zumeist

Aufgusszeit Männer Frauen

bis 5 min 13 16

6 - 10 min 65 70

11 - 20 min 21 14

Tab. 2: Aufgusszeiten 2007, Angaben in Prozent

Quelle: Deutscher Sauna-Bund; Befragung von 351 Aufgießern/Aufgießerinnen

ohne körperliche Bewegungen im Saunaraum)

vier bis acht mm starke Haftschicht über der

Haut des Badenden weg gerissen wird. Die

Wärme wird dadurch unmittelbar gespürt.

Die gegenwärtige Üblichkeit des Wedelns

beim Aufguss bestätigen 361 Mitarbeiter-

Innen von Saunabetrieben in einer Befragung

des Deutschen Sauna-Bundes Ende letzten

Jahres. 93 Prozent von ihnen erklärten, dass

sie immer beim Aufguss wedeln. Dieses ist

Medizin und Gesundheit

auch die Basis der heutigen vielfältigen

Aufgusszeremonien. Dabei gilt der Grundsatz,

dass eine geplante, gut anzusehende Darbietung

des Aufgusses unbedingte Priorität vor

zu starken Dosierungen haben muss. Begrenzende

Einflussfaktoren für den Aufguss sind

die Wassermenge und die Aufenthaltszeit.

Die aufzugießende Wassermenge steht

in Abhängigkeit zur Raumgröße. Unter

Berücksichtigung der Behaglichkeit und des

Gesundheitsschutzes werden heute 20 bis

30 Gramm Wasser je Kubikmeter Rauminhalt

als Aufgussmenge empfohlen. Dies ist eine

Verdoppelung der Wassermenge gegenüber

Hinweisen von vor 20 Jahren und sie

entspricht den momentanen Erwartungen mit

Aufgüssen. Für eine Saunakabine mit einem

Rauminhalt von 50 m 3 bedeutet die Vorgabe

eine Wassermenge von einem bis eineinhalb

Litern. Es ist also etwa der Inhalt von zehn bis

17 handelsüblichen Holzkellen aufzugießen

und nicht etwa mehrere Liter. Eine Abstimmung

der Wassermenge auf die jeweilige

Belegung der Saunakabine durch Besucher erübrigt

sich bei dem relativ geringen Volumen

des menschlichen Körpers.

Für die Dauer eines Aufgusses muss als

Obergrenze die medizinisch begründete Empfehlung

gelten, den Saunaraumaufenthalt

nicht über 15 Minuten

auszudehnen. Längere zeitliche

Dosierungen widersprächen den

bewährten Saunabadeanleitungen

und würden viele gesundheitliche

Hinweise zum Saunabaden unglaubwürdig

erscheinen lassen.

Die arbeitsmedizinisch begründeten

Empfehlungen für Saunaaufgüsse als

Hitzearbeitsplatz gehen ebenfalls von einer

Maximaldauer von zehn Minuten aus (Quelle:

Arbeitsstätten. 40. Ergänzungslieferung,

2003).

Die genannten Zeitgrenzen entsprechen

ungefähr der heutigen Aufgusspraxis. Die

bereits zitierte Befragung des Aufgusspersonals

zu ihrer Arbeit Ende 2007 ergab, dass

der übliche Saunaaufguss durchschnittlich

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

2


Medizin und Gesundheit

Abb. 1

neun Minuten umfasst. Allerdings zeigt diese

Anwendungszeit auch, dass sie in den letzten

Jahren deutlich ausgedehnt wurde. Bei einer

ähnlichen Befragung im Jahr 2002 lag die

„normale“ Aufgusszeit im Mittel noch bei

sechs Minuten.

Neben den „normalen“ Aufgüssen führen

etwa die Hälfte der Befragten besonders

langandauernde Aufgüsse durch. Im Durchschnitt

sind es etwa zwei pro Arbeitsschicht.

Die Aufgussdauer dafür liegt sowohl bei Männern

als auch bei Frauen bei 15 min gemittelt.

Bei der Befragung des Saunapersonals wurde

darüber hinaus nach der Bekleidung beim

Aufguss gefragt. Etwa 50 Prozent der Männer

und 60 Prozent der Frauen tragen T-Shirt

und kurze Hose. Als Alternative dazu werden

noch von gut 40 Prozent der Männer und 20

Prozent der Frauen ein Saunakilt genannt, den

die Frauen zusammen mit einem Bikinioberteil

tragen.

Was für Aufgüsse wünschen die Gäste?

Über Erwartungen und Wünsche der Gäste

gibt wiederum die Saunabesucherbefragung

2007 Auskunft. Danach wünschen 81 Prozent

der Saunagäste die Zugabe eines Duftstoffes

zum Aufgusswasser; nur drei Prozent sprechen

sich für einen reinen Wasseraufguss aus und

24 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

weitere zwölf Prozent schätzen überhaupt

keinen Aufguss.

Zur Intensität der Aufgüsse gibt die Abb. 1

Auskunft. Es wird deutlich, dass der „normal“

dosierte Aufguss mit mehreren Kellen Wasser

immer weniger populär ist. Statt dessen ist

die Zahl der Saunagänger, die eine Aufgussintensität

mit mehreren Litern Wasser erwarten

in den letzten 15 Jahren um mehr als das

Doppelte gestiegen. Es wird also heute ein

© Ernst Hürlimann

deutlich intensiverer

Hitzereiz beim Aufguss

geschätzt. Allerdings

muss bei der Aussage

auch berücksichtigt

werden, dass die

Saunaräume immer

größer geworden sind

und dementsprechend

die erforderliche

Wassermenge, die die

Besucher nur grob

abschätzen können,

zunehmen muss. Diese

Ansicht wird auch

dadurch gestützt, dass

in den großen Saunabädern,

in denen oft

große Aufgussräume

bestehen, 30 Prozent

der Gäste einen Aufguss von mehreren Litern

wünschen, während dieses in den kleinen

Betrieben nur 16 Prozent mögen.

Generell muss aber einer weiteren Steigerung

der Intensität, sei es durch die Wassermenge

oder durch die zeitliche Dauer, eine

klare Absage erteilt werden. Öffentliche

Saunabäder sind Gesundheitseinrichtungen

und haben nur als solche langfristig Zukunftschancen.


Arbeitsmedizinische Beurteilung der

Belastungen heutiger Aufgusspraxis

Bernhard Kalkowsky und Priv.-Doz. Dr. Bernhard Kampmann

Die in den letzten zehn Jahren veränderte

Praxis der Aufgüsse in öffentlichen

Saunabädern mit einer Zunahme des

zeitlichen Aufenthalts des Personals

im Saunaraum hat dazu geführt, dass

zunehmend nach den körperlichen

Belastungen dabei gefragt wird. Für

eine Beurteilung der Belastungen lagen

zunächst aber keine Daten vor. Deshalb

hat der Deutsche Sauna-Bund in Zusammenarbeit

mit den Autoren bereits zweimal

Datenerhebungen durchgeführt.

Über die jüngste wird nachstehend

berichtet. Sie soll auch als Grundlage für

weitere Studien dienen.

Auswirkungen von Hitze

Eine kurzfristige Einwirkung von Hitze sowie

der Wechsel zwischen heißer und kalter

Umgebung – wie beim Saunabaden üblich

– gelten als gesund und als Training für die

Blutgefäße der Haut. Bei lang andauernder

Hitzebelastung können aber Gesundheitsprobleme

auftreten: so sind zum Beispiel

Bernhard Kalkowsky ist Arzt für Innere

Medizin und Arbeitsmedizin, Sozialmedizin

und Umweltmedizin. Er arbeitete 26 Jahre

bei der Deutschen Steinkohle und betreute

arbeitsmedizinisch Bergleute im Ruhrgebiet

und die Stadt Recklinghausen mit ihren

kommunalen Einrichtungen. Schwerpunkt

seiner Arbeit war über viele Jahre die

Bewertung der Arbeitsbedingungen an

warmen Betriebspunkten untertage.

Dr. Bernhard Kampmann ist Privatdozent

an der Bergischen Universität Wuppertal

im Fachbereich Arbeitsphysiologie,

Arbeitsmedizin und Infektionsschutz. Er

führte Labor- und Felduntersuchungen an

klimabelasteten Arbeitsplätzen – auch im

Bergbau – durch.

bei Hitzewellen (wie im Sommer 2003 in

Europa) insbesondere ältere Menschen sowie

Säuglinge und Kleinkinder gefährdet. Dieses

liegt in vielen Fällen daran, dass der erhöhte

Flüssigkeitsbedarf nicht durch verstärktes

Trinken ausgeglichen wird. Bei älteren

Abb. 1: Abhängigkeit der Gefährdung bei Hitzearbeit von der Motivation

Menschen lässt oft das Durstgefühl nach

und die gewohnten Getränkemengen reichen

während der Hitzewelle nicht aus. Kleinkinder

hängen von der Einsicht ihrer Eltern in die

Problematik ab. Während einer Hitzewelle

kommt erschwerend hinzu, dass wegen der

hohen Lufttemperaturen auch während der

Nacht kaum eine ausreichende Abkühlung

erfolgen kann.

Bei entsprechend hoher Klimabelastung

können aber gesunde und gut trainierte Menschen

ebenfalls Gesundheitsstörungen erleiden,

wenn sie in der Hitze zu schwer arbeiten

oder zu intensiv Sport treiben und somit viel

Stoffwechselwärme im Körper freigesetzt wird.

Hierbei ist es zunächst für einen Anstieg der

Körpertemperatur egal, ob bei mäßiger Klimabelastung

viel Stoffwechselwärme im Körper

erzeugt wird (wie beim Sport), oder ob bei sehr

Medizin und Gesundheit

hohen Lufttemperaturen die Stoffwechselwärme

bei nur geringer körperlicher Anstrengung

nicht an die Umgebung abgegeben werden

kann oder sogar noch Wärme aus der Umgebung

aufgenommen wird (wie beispielsweise

in der Sauna).

Für eine Gesundheitsgefährdung

gesunder Menschen

im Hitzeklima

(Abb. 1) liegt

meist eine externe

oder auch interne

Motivation vor. Sie

führt dazu, dass die

Warnsignale des

Körpers: Müdigkeit,

Erschöpfung

oder Schwindel

nicht zum Anlass

genommen werden,

die Arbeitsschwere

oder die Klimabelastung

zu verringern.

Menschen, die große Erfahrung mit Hitzearbeiten

haben (zum Beispiel Bergleute, Feuerwehrleute

bei Waldbränden) teilen sich ihre

Arbeitsschwere entsprechend ihrem Beanspruchungsempfinden

ein („self pacing“) und sind

demzufolge weit weniger gefährdet.

Während sich die meisten Saunabesucher nur

so lange in der Sauna aufhalten, wie es ihrem

Empfinden angemessen erscheint und wie es

die Baderegeln empfehlen, ist es eine Frage, ob

dies auch für die Aufgießer in Saunabädern gilt

insbesondere bei langandauernden Aufgüssen

– oder wenn mehrere Aufgüsse während einer

Arbeitsschicht durchgeführt werden müssen. Es

ist also die Frage, wo die Aufgießer innerhalb

der Abbildung 1 einzuordnen wären: eher bei

der selbsteingeteilten Belastung oder eher bei

den Personen, die durch externe oder interne

Motivation gefährdet sind.

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

2


Medizin und Gesundheit

2

70

60

50

40

30

20

10

0

bis 30 Jahre 31-40 Jahre 41-50 Jahre über 51 Jahre

Abb. 2: Die Altersverteilung der Befragten

Im Jahr 2002 wurde bereits eine Fragebogenaktion

zur Arbeitssituation des Aufgusspersonals

durchgeführt (Saunabetrieb &

Bäderpraxis 4/2002). Von den damals 156

beantworteten Fragebogen wurde in 67

Bogen (43 Prozent der Antworten) angegeben,

dass der Befragte während oder kurze Zeit

nach der Arbeit spürbare Gesundheitsstörungen

gehabt hatte, die er mit seiner beruflichen

Tätigkeit in Verbindung brachte.

Eine Zunahme der Meldungen von Gesundheitsstörungen

von Aufgießern an den Deutschen

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Männer Frauen

Befragung zur Arbeitsbelastung der

Mitarbeiter in Saunabetrieben

Abb. 3: Beschäftigungsverhältnis der Befragten

Sauna-Bund war nun

Anlass, die Fragebogenaktion

von 2002

zu wiederholen. Der

Fragebogen wurde

jedoch hinsichtlich der

Fragen nach Gesundheitsstörungen,

Pausen

und Erfrischungsmöglichkeiten,

zum

Trinkverhalten und zu

Arbeitsinhalten zwischen den Aufgüssen überarbeitet

und erweitert.

Es wurden 1533 Fragebogen

versandt; davon

wurden 361 Fragebogen

beantwortet und

zurückgesandt (169

Frauen; 169 Männer;

23 keine Angaben zum

Geschlecht). Die identische

Zahl von Männern

und Frauen bei

den Rückmeldungen

kam zufällig zustande.

Im Folgenden werden

die wichtigsten Ergebnisse

dargestellt:

Tätigkeiten Männer Frauen

Aufsicht im Saunabereich gelegentlich 9 % 6 %

Aufsicht im Badebereich

(Hallenbad)

regelmäßig 66 % 72 %

gelegentlich 9 % 10 %

regelmäßig 50 % 28 %

Gästebetreuung und -beratung gelegentlich 11 % 5 %

Bedienung an der Theke

(im Gebäude)

regelmäßig 60 % 73 %

gelegentlich 9 % 3 %

regelmäßig 19 % 44 %

(im Außenbereich) gelegentlich 2 % 9 %

Reinigungsarbeiten

(im Gebäude)

regelmäßig 2 % 5 %

gelegentlich 15 % 8 %

regelmäßig 52 % 69 %

(im Außenbereich) gelegentlich 17 % 24 %

Instandhaltungsarbeiten

(Badebetrieb)

regelmäßig 28 % 32 %

gelegentlich 15 % 8 %

regelmäßig 21 % 11 %

(sonstige) gelegentlich 22 % 11 %

regelmäßig 15 % 11 %

Gartenarbeiten gelegentlich 15 % 24 %

regelmäßig 6 % 8 %

(über 25 % grün; über 50 % blau markiert ) Mehrfachnennungen möglich

Tabelle 1: Welche Tätigkeiten verrichtet das Personal (für Aufgießer:

zwischen den Aufgüssen) im Rahmen der Arbeit?

Zur Altersverteilung und zum

Beschäftigungsverhältnis

Von den 361 Personen führen nur 10 keine

Aufgüsse durch. Es besteht daher leider

innerhalb der Antworten kein ausreichendes

Vergleichskollektiv, um spezifische Folgebeschwerden

für das Aufgusspersonal im

Vergleich zum Personal, das keine Aufgüsse

durchführt, herausfinden zu können. Das

Kollektiv zeigt (Abb. 2) eine etwa gleichmäßige

Altersverteilung. Nur die Jahrgänge

zwischen 41 und 50 Jahren sind etwas

stärker vertreten.

Bei den Rauchern ist die Anzahl der Frauen

deutlich höher als bei den Männern


Männer Frauen Männer Frauen

Abb. 4: Zahl der Aufgüsse pro Schicht Abb. 5: Dauer der Megaaufgüsse

(Raucher: Frauen 71, Männer 45); bei den

Ex-Rauchern ist die Zahl der Männer höher

(Ex-Raucher: Männer 55, Frauen 28).

Die Abb. 3 zeigt, dass Männer in der Gruppe

der Vollzeitbeschäftigten stärker vertreten sind

als Frauen. Die Frauen sind allerdings häufiger

halbtags oder an einzelnen Tagen in der

Woche beschäftigt.

Tätigkeiten des Personals

Abb. 6: Haben Sie während oder kurze Zeit nach der Arbeit (auch nach

einem Aufguss) spürbare Gesundheitsstörungen gehabt, die Sie mit

Ihrer beruflichen Tätigkeit in Verbindung bringen?

In den Fragebogen wurde nach den Tätigkeiten

gefragt, die im Rahmen der Arbeit (für

Aufgießer: zwischen den Aufgüssen) verrichtet

werden. Die wichtigsten Tätigkeiten sind in

Tab. 1 aufgelistet:

Aufsicht wird im Saunabereich regelmäßig

von zwei Dritteln sowohl der Männer als

auch der Frauen

geführt. Im Badebereich

wird die

Aufsicht allerdings

deutlich häufiger von

Männern ausgeübt.

Gästebetreuung und

-beratung werden von

etwa zwei Dritteln

der antwortenden

Männer und Frauen

durchgeführt.

Bedienung an der

Theke gehört im

Gebäude deutlich

häufiger zum

Aufgabenbereich der

Frauen (44 Prozent)

als der Männer

Medizin und Gesundheit

(19 Prozent) und kommt im Außenbereich

nur selten vor.

Für Reinigungsarbeiten im Innenbereich

werden Männer und Frauen etwa gleich

häufig eingesetzt; im Außenbereich kommen

diese Arbeiten nur etwa halb so häufig wie

im Innenbereich vor (über die Arbeitsschwere

dieser Reinigungsarbeiten können keine

Angaben gemacht werden). Die Instandhaltungsarbeiten

werden von Männern häufiger

durchgeführt als von Frauen, während es bei

den Gartenarbeiten umgekehrt ist. Sie werden

etwas häufiger von Frauen erledigt.

Die Aufgusspraxis

Die Fragen zur Aufgusspraxis gehören mit zum

Wesentlichen der Befragung und finden sicher

auch besonderes Interesse des Saunapersonals.

Insgesamt werden von Männern und Frauen

etwa die gleiche Zahl von Aufgüssen durchgeführt.

Die Häufigkeit der Aufgüsse pro Schicht

liegt zwischen einem Aufguss und mehr als elf

Aufgüssen (Abb. 4).

„Megaaufgüsse“ gehören mittlerweile zum

normalen Repertoire eines Aufgussprogramms;

sie werden oft in Form eines Events als Themensauna

– zum Beispiel als Mitternachtssauna

– angeboten. Die Länge des Aufgusses hebt

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

2


Medizin und Gesundheit

sich deutlich vom „normalen“ Aufguss ab und

kann bis zu 20 Minuten dauern kann, wie Abb.

5 zeigt. Im Mittel dauert ein Megaaufguss 15

Minuten.

Gesundheitsstörungen

Im Vordergrund unserer Befragung stand die

Frage nach Gesundheitsstörungen, und ob

diese von den Aufgießern auf die Belastung

bei ihrer Arbeit zurückgeführt werden.

2

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Abb. 7: Art der Gesundheitsstörung

Männer Frauen

Hatten 2002 noch 43 Prozent der Befragten

gesundheitliche Störungen auf die Belastung

bei der Arbeit zurückgeführt (156 Angaben:

67 ja – 89 nein), so gaben bei der jetzigen

Befragung 66 Prozent der Aufgießer gesundheitliche

Beschwerden an, die sie auf die

Belastung bei der Arbeit zurückführen (329

Angaben: 218 ja – 111 nein; s. Abb. 6). Es

sind also deutlich mehr als vor sechs Jahren.

Die abgefragten Gesundheitsstörungen sind in

Beeinträchtigung mögliche Gründe mögliche Abhilfe

Erschöpfung

Schwindel

übermäßige Müdigkeit oder

Erschöpfung

Krämpfe

Herz-Kreislauf-Überlastung durch zu hohe

mittlere Arbeitsschwere

Hitzeorthostase (Abfall des Blutdrucks bei

langem Stehen oder beim Aufstehen)

Wasser- und Elektrolytverluste, die nicht

genügend ersetzt werden

Hautirritationen feuchte Haut;

zu häufiges Waschen mit Seife

Reizungen von Augen oder

Haut bei oder nach Aufgüssen

mit Duftstoffen

Allergien

Zersetzungsprodukte der Duftstoffe

Tabelle 2: Überlegungen zur möglichen Ursache von Gesundheitsstörungen

Abb. 7 aufgelistet. Die Rangfolge der Gesundheitsstörungen

ist bei Frauen und Männern

nahezu gleich. Dies spricht für die Glaubwürdigkeit

der Angaben.

Am häufigsten werden Erschöpfung und

Müdigkeit angegeben; am Ende einer

Arbeitsschicht, oft im Zusammenhang mit

Arbeitsstress durch fehlende Arbeitspausen

und zunehmende Arbeitsverdichtung und

Selbsteinteilung der Arbeitsschwere

(„self-pacing“):

entsprechende Pausen zwischen den Klimabelastungen

und/oder Verringerung der Arbeitsschwere

•Kann

z.B. eine Aufgusszeremonie verkürzt werden?

•Kann

jemand anders die Zeremonie durchführen,

wenn sich der Aufgießer nicht ganz wohl fühlt?

•ausreichendes

Trinken während/nach der Arbeit

•angemessener

Mineralstoffgehalt des Getränks,

so dass spätestens bis zum nächsten Tag die Wasser

und Elektrolytverluste wieder ausgeglichen sind

•nach

dem Duschen abtrocknen

•rückfettende

Seifen verwenden

verträgliche, Güte gesicherte Duftstoffe verwenden


Abb. 8: Altersverteilung der Gesundheitsstörungen

belastendes Schichtenregime. Häufig tritt auch

Schwindel auf, dessen Ursache allein durch

die Angabe im Fragebogen medizinisch nicht

bewertet werden kann. Augenbeschwerden

werden ebenfalls häufig genannt. Diese

Beschwerden werden als Augenbrennen, ver-

Abb. 9: Ist es im betrieblichen Ablauf vorgesehen,

dass Sie sich nach einem Aufguss ausruhen und

frisch machen können und einen Kleiderwechsel

vornehmen können?

mehrte Tränenbildung mit dann verschwommenem

Sehen und Augenrötung beschrieben.

Sie treten oft auch im Zusammenhang mit

speziellen Aufgüssen auf. Zur Beurteilung wären

Kenntnisse über die Zersetzungsprodukte

der Aufgussmittel bei Kontakt mit den heißen

Abb. 10: Ist es im betrieblichen Ablauf

vorgesehen, dass Sie sich nach einem Aufguss

ausruhen, frisch machen und kurz waschen

können?

Medizin und Gesundheit

Ofensteinen hilfreich. Bei den Hautreaktionen

wird über andauernde Hautrötung nach den

Aufgüssen, Hitzepöckchen und die Entwicklung

einer trockenen Haut geklagt. Thorakale

Beschwerden (Brustbereich) werden als

Herzunregelmäßigkeiten (Herzrasen, schneller

Abb. 11: Ist es möglich, sich nach dem

Aufgießen kurz auszuruhen (Pausenraum,

ungestört)?

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

2


Medizin und Gesundheit

Puls) nach den Aufgusszeremonien geschildert.

Atembeschwerden bis hin zu Asthmabeschwerden

werden wenig beklagt.

Die Beschwerdesymptomatik in Bezug auf die

Altersklassen zeigt eine etwa gleiche Verteilung

(Abb. 8) bei den Augenbeschwerden, bei Krämpfen

und Zittern, bei asthmatischen Beschwerden

und bei Hustenreiz. Eine Zunahme der

Beschwerdehäufigkeit mit zunehmendem Alter

ist bei Hautreaktionen, Herzbeschwerden sowie

Herzrasen/Nervosität zu sehen. Eine Abnahme

zeigte sich bei Erschöpfung und Schwindel.

Überlegungen zur möglichen Ursache der

Gesundheitsstörungen gibt auf Basis arbeitsmedizinischer

Erfahrungen aus anderen

Bereichen Tabelle 2 an (siehe S. 28).

Zu den Arbeitsbedingungen des

Saunapersonals

Gut die Hälfte der Männer und Frauen haben

bei ihrer Tätigkeit als Aufgießer immer die

Gelegenheit, sich nach der Aufgusszeremonie

frisch zu machen und die Bekleidung wechseln

zu können (Abb. 9) und ein Drittel hat immer

die Möglichkeit, sich danach zu waschen (Abb.

10). Für etwa 20 Prozent der Beschäftigten

trifft beides nie zu.

Selten: Kurze Pause nach dem Aufguss

55 Prozent der Frauen und 39 Prozent der

Männer haben nach einem Aufguss nie

die Möglichkeit, sich in einem Pausenraum

ungestört kurz auszuruhen. Dieses ist nur für

weniger als zehn Prozent der Beschäftigten

nach jedem Aufguss möglich (Abb. 11).

Trinken ist wichtig

Bei schweißtreibenden Arbeiten ist es zum

Erhalt der Leistungsfähigkeit wichtig, Flüssigkeitsverluste

rechtzeitig zu ersetzen. Für etwa

zwei Drittel der Männer und Frauen werden

dafür vom Arbeitgeber Getränke während der

Arbeitszeit gestellt (Abb. 12). Die Angaben

der Trinkmengen während einer Arbeitsschicht

werden mit ein bis zu fünf Litern angegeben

(Abb. 13). Der Mittelwert beträgt 2,7 Liter.

0 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Zusätzliche Bemerkungen zur

Arbeitssituation des Aufgusspersonals

Auf dem Fragebogen bestand für die Aufgießer

die Möglichkeit, zusätzliche Bemerkungen

oder Fragen handschriftlich in ein freies Feld

einzufügen.

Diese Bemerkungen

können nicht statistisch

ausgewertet

werden, geben aber

bei der Durchsicht

einen Einblick in die

grundsätzliche Problematik

der subjektiv

empfundenen Belastungen.

Allgemein

ist man dankbar, dass

überhaupt mittels

Fragebogen die

Arbeitsbelastungen

und Gesundheitsbeschwerden

erfragt

wurden.

Als zusätzliche

Beschwerden – die

im Fragebogen nicht

abgefragt wurden

– werden Schmerzen

im Schulter- und

Armbereich angegeben.

Diese Beschwerden

werden auf das

Wedeln zurückgeführt

(„Wedelarm“).

Es wird aber auch

nach möglichen

Auswirkungen der

Aufgussmittel und

ihrer Zersetzungsprodukte

bei jahrelanger

Arbeit aus Aufgießer

gefragt.

Häufig findet sich die Frage nach Empfehlung

eines so genannten Hitzegetränkes.

Die überwiegende Zahl der Aufgießer gibt

als Getränk Leitungswasser, häufig auch

Apfelsaftschorle an.

•Hier

empfehlen wir kalorienarme (zuckerarme,

leicht gesüßte Getränke, wie zum

Beispiel Apfelschorle) oder besser noch

Abb. 12: Werden Ihnen vom Betrieb kostenlos Erfrischungsgetränke zur

Verfügung gestellt?

Männer Frauen

Abb. 13: Wie viele Liter trinken Sie etwa pro Schicht während der Arbeit?


kalorienfreie Getränke wie kohlensäurearmes

Mineralwasser oder nur Leitungswasser. Auch

mild aromatisierte Teesorten sind geeignet.

•Die

Zugabe von Vitaminen ist bei normaler

Ernährung nicht notwendig; hiervon ist also

eher abzuraten.

•Elektrolytgetränke

(Isogetränke ) sind in der

Regel nicht nur teuer, sondern auch nicht

notwendig, da der Körper bei häufigem und

vielem Schwitzen den Elektrolytanteil im

Schweiß drastisch einschränkt. Eine normale

Ernährung, gelegentlich vielleicht eine gesalzene

Bouillon, sind völlig ausreichend.

•Zu

beachten ist, dass die Getränke sukzessive

getrunken werden sollen: also je nach

Schweißrate ständig in kleinen Mengen über

die gesamte Schicht. Es wäre günstig, wenn

am Ende der Arbeitsschicht der Wasserhaushalt

des Körpers wieder ausgeglichen ist.

Dies ist einfach

durch Wiegen

vor und nach der

Schicht feststellbar.

•Ungünstig

zur

Rehydratation

sind größere

Mengen von

Kaffee, schwarzem

Tee, kalorienreiche

Getränke wie Cola

oder vergleichbare

Getränke. Süße

Säfte und alkoholische

Getränke

sind ebenfalls

ungeeignet.

Viele Aufgießer

sehen sich im

Spannungsfeld der

Verdichtung von

Arbeitsinhalten

durch den Arbeitgeber

sowie

Anspruchsdenken

der Kunden und

Foto: Deutscher Sauna-Bund

ihrem Wissen um

Gesundheitsaspekte hinsichtlich „richtigem“,

also gesundheitsförderndem Saunabaden.

Sie fühlen sich oft als „Handtuchwedler “

abgestempelt, vermissen Erholungszeiten und

Möglichkeiten sich frisch zu machen, finden

keinen Ansprechpartner für ihre Belastungen

durch die hohe Zahl der Aufgüsse pro Schicht

und die langandauernden Mega-Aufgüsse.

Fehlende arbeitsmedizinische Untersuchungen

und damit auch fehlende kompetente, um die

Arbeitsbelastung wissende Ansprechpartner

für gesundheitliche Fragen, werden beklagt.

Hier besteht aus unserer Sicht ein Problem,

da der berufsgenossenschaftliche Grundsatz

30 „Hitzearbeiten“ für arbeitsmedizinische

Vorsorgeuntersuchungen, wegen der immer

Medizin und Gesundheit

nur kurzzeitigen Hitzebelastung bei Aufgüssen

schwerlich angewendet werden kann, aber die

immer wiederkehrende Belastung während

einer Schicht dadurch keine Berücksichtigung

erfährt.

Beschwerden, die auf die Arbeitsbelastung

zurückgeführt werden, lassen aber außerdem

an präventive Maßnahmen denken:

•Gezielte

Kräftigung der Oberarm-, Schulterund

Rückenmuskulatur beugen Beschwerden

durch den so genannten „Wedelarm“ vor.

•Ein

regelmäßiges Kreislauftraining hilft die

Arbeitsbelastung (Kreislaufbelastung) beim

kurzfristigen Arbeiten in der Hitze (Aufguss)

besser zu ertragen.

In der arbeitsmedizinisch betreuten Industrie

(Bergbau unter und über Tage, kommunale

Müllabfuhr, Feuerwehren, Gartenbaubetriebe)

zeigen präventive – vom Arbeitgeber angebotene

– Maßnahmen (Lauftreffs, angeleitetes

Muskelaufbautraining, Schwimmtraining)

Erfolge hinsichtlich Rückgang der gesundheitlichen

Beschwerden der Mitarbeiter und

Reduktion der Fehlzeiten.

Auch hierbei sind die Berufsgenossenschaften

gefordert, in Zusammenarbeit mit den

Arbeitgebern und zuständigen Betriebsärzten

Konzepte zum Wohle der Belegschaft zu entwickeln

– auch finanziell können solche Maßnahmen

durch die Berufsgenossenschaften und

auch durch die jeweils zuständigen Krankenkassen

gefördert werden.

Um im Weiteren die Arbeitsschwere und die

daraus resultierenden Belastungen bei den

Aufgießern noch besser beurteilen zu können,

wäre es notwendig, nach den nun vorliegenden

subjektiven Angaben der Aufgießer

diese Daten im Rahmen einer Feldstudie zu

erfassen und zu bestätigen. Daraus ließen

sich dann Angaben über die Arbeitsbelastung,

über die zumutbare Zahl von Aufgüssen

pro Schicht und über Pausenregelungen

ableiten. ■

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

1


Ausstattung und Betrieb

Schwimmbecken: Atmosphäre in hellblau

Karl-Heinz Linderich

Wenn sich der Betreiber einer Sauna-

und Wellness-Anlage für den Bau eines

Schwimmbades entschieden hat oder

den bereits vorhandenen Pool sanieren

will, stellt sich die Frage, für welches Beckensystem

man sich entscheidet. Jedes

der verschiedenen Schwimmbecken hat

spezifische Vor- und Nachteile.

Um es gleich vorwegzunehmen: Einen eindeutigen

Sieger unter den Beckensystemen

kann man nicht nennen. Jede Bauweise hat

ihre Vor- und Nachteile. Ein Betonbecken kann

mit seiner individuellen Formgebung und

attraktiven Möglichkeiten zur Auskleidung

mit Fliesen oder Mosaiken punkten, die viel

Atmosphäre in ein Schwimmbad bringen. Die

Betonbauweise hat darüber hinaus auch architektonische

Vorteile: So lässt sich beispielsweise,

wenn es auch technisch aufwendig ist,

eine tragende Betonsäule ins Becken einsetzen

oder die Beckenwand als tragendes Bauteil für

das Gebäude verwenden. Beton hat natürlich

auch Nachteile: Dazu gehört die längere

Bauzeit, da der Betonbau naturgemäß mehr

Zeit braucht, aber auch die gegenüber einem

Fertigbecken komplexere Bauweise.

Mehrere Firmen sind gleichzeitig an einer

Baustelle beteiligt. Architekt, Statiker, Eisenbieger,

Betonbauer, Bauabdichter, Fliesenleger

und Schwimmbadbauer – die Arbeiten

müssen genau ineinander greifen und von

den Gewerken her sowie zeitlich koordiniert

werden. Das verlangt viel Erfahrung und ein

gutes Zusammenspiel der beteiligten Firmen.

Wichtig ist: Wenn man eine Betonbaufirma

mit dem Bau eines Pools beauftragt, sollte

man sich vorher Referenzen zeigen lassen, die

belegen, dass das Unternehmen Erfahrung auf

diesem Gebiet hat. Besonders, was die Güte

des Betons betrifft, sollten keine Kompromisse

gemacht werden. Für wasserdichte Bauteile

Karl-Heinz Linderich arbeitet als Journalist

in der Pool- und Saunabranche.

2 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

ist immer ein wasserundurchlässiger Beton

und ein Beton mit hohem Frostwiderstand zu

verwenden. Betonschwimmbecken erfordern

einen Beton mit besonderen Eigenschaften

nach DIN 1045. In der Regel wird beim

Schwimmbeckenbau Beton der Festigkeitsklasse

B 35 verwendet.

Schnellere Bauzeit bei Fertigbecken

Dass ein Betonbecken automatisch immer

teurer sein muss als ein Fertigbecken, stimmt

aber nicht. Fertigbecken der gehobenen Klasse

bewegen sich heute, was den Preis betrifft,

„auf Augenhöhe“ mit ihren betonierten

Verwandten. Sie bieten in Bezug auf Material

und Bauweise mindestens die gleiche Qualität

und die Vorteile einer im Werk vorgefertigten

Konstruktion mit deutlich geringerer Fehlerquote

als dies auf der Baustelle möglich ist.

Fertigbecken können vor allem beim Thema

Bauzeit punkten, denn in der Regel ist das

Becken in wenigen Tagen aufgestellt und

angeschlossen. Ein weiterer Vorteil: Nur ein

Ansprechpartner, meist der Schwimmbadbauer,

tritt dem Bauherrn gegenüber und ist

Verkäufer, Berater und Koordinator in einem.

Nicht zuletzt aus diesem Grund hat der Markt

der Fertigbecken in den vergangenen Jahren

immer mehr Zulauf bekommen.

Die Zahl und Art der Fertigbecken sind

heute nur noch schwer überschaubar. Egal

ob ein Fertigbecken aus Kunststoff, Edelstahl

oder mit Folienauskleidung – diese Art von

Schwimmbecken bietet heute eine fast genauso

große Formenvielfalt wie Betonbecken

auch. Zu beachten ist: Viele Bauherren unterschätzen

das Thema „bauseitige Leistungen“,

die ebenfalls anfallen. Auch ein Fertigbecken

steht nicht einfach auf der grünen Wiese, es

wird in der Regel eingebaut. Das bedeutet den

Erdaushub und die Vorbereitung der Baustelle.

Wichtig ist: Fertigbecken werden in der Regel

auf eine Betonplatte gestellt, die planeben

sein muss. Das „planeben“ ist wichtig, weil

man jede auch noch so kleine Schieflage am

Wasserspiegel sieht, der bekanntlich wie eine

Wasserwaage wirkt und den Schiefstand sichtbar

macht. Um hier nachträglichen Ärger zu

vermeiden, empfiehlt es sich, vom Betonbauer

ein Zertifikat auf Planeebenheit der Betonplatte

zu verlangen.

Nach Absetzen oder Montage des Beckens

und Anschluss durch den Schwimmbadbauer

an die Wasseraufbereitung werden viele

Kunststoffbecken meist mit Magerbeton,

manchmal auch mit einem Sand/Kies-Gemisch,

hinterfüllt. Das Hinterfüllen erfolgt

meist parallel mit dem Einlassen des Wassers,

damit sich Druck und Gegendruck an der

Beckenwand aufheben und das Becken keine

„Taille“ bekommt. Man kann davon ausgehen,

dass diese bauseitigen Leistungen noch

einmal etwa 50 – 70 Prozent der Kosten eines

Schwimmbeckens ausmachen.

Bei den Fertigbecken aus Kunststoff sind in

Deutschland am häufigsten die so genannten

Polyesterbecken zu finden. Eigentlich heißen

sie korrekterweise GFK-Becken, denn dies ist

das Material: glasfaserverstärkter Kunststoff,

wie er nicht nur für Schwimmbecken, sondern

z.B. auch beim Bootsbau, bei Windrotoren und

für andere Bereiche verwendet wird.

Was die Konstruktion der Schwimmbecken

betrifft, so gibt es natürlich von Hersteller

zu Hersteller einige Unterschiede. Allen

gemeinsam ist, dass die Becken aus mehreren

Lagen aufgebaut werden, dessen Kern

aus einem glasfaserverstärkten Kunstharz

besteht, eingepackt in eine Hartschaumisolierung

an den Wänden und am Boden.

Die Ausstattung reicht, genau wie bei den

Fliesenbecken auch, von den verschiedensten

Treppenformen über Nischen, Wasserattraktionen

bis zu Überlaufrinnen und Formteilen.

Die klassischen Verarbeitungsmethoden, das

heißt Handlaminieren und Aufspritzen der

Glasfasern, erlauben dank der sicheren Herstellung,

preiswerter Rohstoffe und einfacher


Werkzeuge eine kostengünstige Fertigung

selbst komplexer Formteile. Viele Stunden

härtet das Material im Temperofen aus, bis

es die gewünschte Widerstandsfähigkeit

entwickelt hat.

Kein Produkt von der Stange

Neben den Polyesterbecken werden seit vielen

Jahren in Deutschland auch Schwimmbecken

aus PVC-hart angeboten. PVC als Baumaterial

hat sich seit Jahrzehnten wegen seiner

Langlebigkeit und Beständigkeit gegenüber

aggressiven Materialien bewährt. So wird das

PVC für den Schwimmbeckenbau, das noch

einmal eine wesentlich höhere Güteklasse hat

als herkömmliches PVC bei aggressiven Wässern

wie Sole verwendet. Aus den PVC-Platten

werden Becken aus einem Stück oder als Segmentbecken

produziert. Dabei ist die Länge

theoretisch unbegrenzt und wird praktisch nur

von der Größe des LKW limitiert. So werden

Becken, wenn es die Situation erfordert, auch

in mehreren Segmenten hergestellt, an die

Baustelle geliefert und erst dort zusammengebaut,

was übrigens bei vielen Polyesterbecken

auch geht.

PVC-Becken sind keine Produkte von der

Stange. Jedes Becken wird auftragsbezogen

nach Zeichnung gefertigt. Der Aufbau des

Beckens sieht so aus: Wasserseitig befindet

sich die PVC-Platte, dann kommt eine GFK-

Beschichtung, danach folgt eine Stahlarmierung

in Form von Rechteck-Profilen, die je

nach den statischen Gegebenheiten angebracht

werden. Und als letztes wird dann die

Isolierung aufgetragen: Pulyurethanschaum

mit GFK-Beschichtung. Auch Einbauteile,

Fotos: Starline

Ausstattung und Betrieb

Sprudelplatten und Einläufe werden direkt in

PVC und in gleicher Beckenfarbe eingesetzt.

Diese sind als festes Element eingeschweißt,

so dass eine absolute Dichtigkeit des Beckens

gegeben ist. Die Becken bekommen in der

Regel eine Unterkonstruktion, so dass sich die

Abschlussarbeiten am Beckenkörper leichter

bewerkstelligen lassen. Zu 90 Prozent handelt

es sich um freitragende Konstruktionen, das

heißt, das Becken braucht keine Hinterfüllung

oder sonstige stabilisierende Elemente.

Ein weiterer Kunststoff, aus dem seit einigen

Jahren Schwimmbecken gebaut werden, ist

das Polypropylen. Der Kunststoff gehört,

genauso wie das PVC, zur Familie der Thermoplaste,

ist also leicht formbar, wiederverwend-

und schweißbar. Die Stärken des Materials

liegen darüber hinaus in der glatten widerstandsfähigen

Oberfläche, seiner Flexibilität

und der gleichbleibenden Färbung. Dank der

porenlosen Oberfläche haftet nur schlecht

Schmutz an, und das Material ist einfach zu

reinigen.

Wichtig bei Edelstahl: die Werkstoffnummer

Eine Besonderheit stellen Schwimmbecken aus

Edelstahl dar. Waren sie in der Vergangenheit

fast ausschließlich in kommunalen Bädern zu

finden, so werden Edelstahlpools heute zunehmend

in Sauna- und Hotelanlagen eingebaut.

Schwimmbäder aus Edelstahl rostfrei haben

sich in den vergangenen Jahren einen guten

Ruf erworben: Wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit,

der hygienischen Eigenschaften und

dem geringen Unterhaltsaufwand.

Zu beachten ist: Wie keine andere Beckenart

unterliegen Edelstahlbäder und deren

Bau diversen Normen und Vorschriften. Das

beginnt bei Anforderungen für öffentliche

Bäder, wie sie in den KOK-Richtlinien für den

Bäderbau und den DIN-Normen festgelegt

sind, und setzt sich in den Bestimmungen gemäß

dem Zulassungsbescheid des Deutschen

Instituts für Bautechnik fort. Genauso wichtig

wie die Qualität des Beckens ist eine präzise

ausformulierte Ausschreibung, die Prüfung

des Bieterkreises und aller Werkstatt- und

Montagepläne, der Bauteile und der Kontrolle

Sauna & Bäderpraxis 1/2008


Ausstattung und Betrieb

der Schweißerzeugnisse der auf der Baustelle

tätigen Monteure.

Ebenso wichtig wie die Qualitätskontrolle ist

die richtige Werkstoffbestimmung, denn Edelstahl

ist nicht gleich Edelstahl. Hier kommt es

auf die richtige Werkstoffnummer an und die

Belastung des Materials, die sich über die zu

erwartende Chloridkonzentration definiert. Nur

eine Füllwasseranalyse schafft hier Klarheit

und lässt den zweifelsfreien Rückschluss auf

die spätere Beschaffenheit des Beckenwassers

zu. Lässt dies wie bei vielen Freibädern eine

Belastung von lediglich maximal 200 mg/l

Chloride erwarten und sind keine anderen

kritischen Bestandteile zu erkennen, so kann

ein Werkstoff mit der Kennnummer 1.4301

verwendet werden. Wenn eine Eindickung

des Badewassers auf mehr als 200 mg/l

Wasserattraktionen gibt es heute für jedes

Schwimmbad. Vom kleinen Gartenbad

über gewerblich genutzte Anlagen

bis hin zu erlebnisorientierten Wasserwelten

wird dem Betreiber eine Vielzahl

unterschiedlicher Anlagen angeboten.

Dabei ist nicht jede Attraktion auch

für einen Sauna- oder Wellnessbetrieb

geeignet.

Jeder Pool gewinnt durch den Einbau von

Wasserattraktionen an Attraktivität und

erhöht die Besucherzufriedenheit. Zahlreiche

Angebote gibt es zur Attraktionssteigerung für

gewerbliche Schwimmbäder, wobei bestimmte

Wasserattraktionen vom Aufwand und den

Kosten eher größeren Freizeitanlagen und

Erlebnisbädern vorbehalten sein sollten. Doch

auch so ist die Auswahl groß. Vor allem die

klassischen Attraktionsmöglichkeiten wie zum

Beispiel Gegenstromanlagen oder Massagedüsen

sind dazu gedacht, auch in kleineren Pools

„mehr Leben“ hineinzubekommen, ohne dass

die Wasserfläche vergrößert werden muss.

Chloride angenommen werden muss, was bei

Hallenbädern häufig der Fall ist, empfiehlt sich

die Werkstoffklasse 1.4404. Bei besonderen

Wässern wie Sole- oder Thermalwasser mit

einer Chloridkonzentration von über 500 mg/l

müssen Sonderstähle wie ein Edelstahl der

Werkstoffklasse 1.4547 verwendet werden.

Was die Konstruktion der Becken betrifft, so

sind nicht nur der Beckenkörper, sondern auch

alle sonstigen Teile wie Treppen oder Gelände

sowie die Einbauteile, Wasserattraktionen, Unterwasserscheinwerfer

und Überlaufrinnen aus

dem gleichen Material. Edelstahlbecken sind

vom Konstruktionsprinzip her ohne Ausbildung

von Dehnfugen oder ähnlicher Schwachstellen

ausgelegt. Das Gefüge nimmt Stauchungen

und Streckungen durch Temperatureinwirkung

oder Baugrundsetzungen problemlos auf.

Doch das Angebot an Wasserattraktionen erschöpft

sich nicht nur in Gegenstromanlagen.

Daneben werden auch Massagedüsen, Bodensprudler,

Grotten mit Wasserfall, im Schwimmbecken

integrierter Whirlpool und Liegebereich

und sogar Wildwasserkanäle angeboten. Die

am häufigsten vorkommende Variante sind

die Massageanlagen. Vom Funktionsprinzip

her ähneln sie den Gegenstromanlagen: Ein

Luft-/Wasser-Gemisch wird durch die Düsen

gepresst, und je nach Intensität wirkt der

Einflüsse von außen können allenfalls zu Ausbeulungen

führen, aber nicht zur Zerstörung

der Beckenkonstruktion.

Im täglichen Umgang mit einem Edelstahlbecken

gibt es keine weitergehenden Anforderungen

als bei anderen Beckensystemen auch.

Dazu gehört die regelmäßige Reinigung des

Beckens sowie die Kontrolle und Einhaltung

der Beckenwasserqualität. Münzen oder

Haarklammern auf dem Beckenboden sind

allerdings unverzüglich zu entfernen, da sich

diese unter dem Einfluss des Chlorwassers

zersetzen und hässliche Spuren auf dem

Metall hinterlassen. Was die Kosten betrifft,

so liegen Edelstahlbecken aufgrund der hohen

Metallpreise und der aufwendigen Fertigung

auf gleicher Höhe wie hochwertige Fertigbecken

aus Kunststoff oder Betonbecken. ■

Bei den Badegästen beliebt: Wasserattraktionen

Karl-Heinz Linderich

Strahldruck auf Muskulatur und Gewebe. Der

kräftige Wasserstrahl wird als sehr angenehm

empfunden und tut gut bei Verspannungen.

Dies sollte jedoch nicht mit medizinischen

Anwendungen verwechselt werden. Die Massageanlagen

bestehen in der Regel aus drei

bis fünf Düsen, die in einem Abstand von zirka

einem Meter und in verschiedenen Höhen

unterhalb der Wasseroberfläche angeordnet

werden. Zur bequemen Massage wird eine

Beckenwassertiefe von 1,35 Meter empfoh-

Fotos: Fluvo


Ausstattung und Betrieb

len, und die Düsen werden in unterschiedlichen Höhen von 25 bis 60

Zentimetern unter der Wasseroberfläche angeordnet, eventuell auch im

Wadenbereich.

Eine andere Art der Wasserattraktion stellt der so genannte Bodensprudler

dar. Während die Massagedüsen seitlich in die Beckenwand

eingebaut werden, befindet sich die Sprudelplatte immer am Beckenboden.

Über die etwa 50 x 50 Zentimeter große Bodenplatte mit 1000

Bohrungen strömt verdichtete Luft, die von einem Seitenkanalluftgebläse

erzeugt wird. Die Luftbläschen im Wasser erzeugen einen brodelnden

Luftstrom, der einen Whirlpooleffekt mitten im Becken erzeugt. Sehr

beliebt sind neuerdings auch Luftperleinrichtungen, die in Treppen,

Nischen oder ergonomisch geformten Liegebänken eingebaut werden.

Die pulsierende Luft/Wasser-Strömung ähnelt der eines Whirlpools und

bietet eine wohltuende Massage für den Körper. Der Massageeffekt ist

unmittelbar unter der Wasseroberfläche am stärksten und am angenehmsten.

Eine weitere beliebte Wasserattraktion ist der „Springquell“ beziehungsweise

die Bodenmassage. Eine kräftig sprudelnder Wasserstrahl strömt

vom Beckenboden zur Wasseroberfläche. Bei einer üblichen Beckentiefe

von 1,35 Meter stellt man sich auf den Wasserstrahl und genießt die

angenehme Ganzkörpermassage durch das Wasser und die Luftbläs-

chen. Oft wird es auch im Flachwasserbereich als spielerisches Element

für die Kinder verwendet oder in eine Erlebnisumgebung zum Beispiel in

eine Grotte eingebaut. Der seitliche Abstand zu den Wänden sollte zwei

Meter betragen.

Sehr geschätzt bei den Gästen ist auch eine am Beckenrand stehende

Schwallbrause. Sie ist heute nicht nur eine optische Bereicherung am

Beckenrand sondern massiert darüber hinaus auch den Oberkörper.

Schwallbrausen sind in der Regel aus Edelstahl aber auch aus Kunststoff

gefertigt. Je nach Einstellung lassen sich die unterschiedlichsten

Wasservarianten erzeugen: von weich, hart, pulsierend über fächerartig

in jeder gewünschter Strahlhöhe und Wurfweite. Wichtig ist, dass das

Wasser fast drucklos aus der Maulöffnung fällt, so dass ein gleichmäßiger

Wasservorhang entsteht. ■

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

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Frühjahr 2009 Göttingen, Hotel Freizeit In

Fortbildung vor Ort – Inhouse-Schulung

Richtig saunabaden – gut aufgießen

Aufgusstraining – praktisches Üben

von Wedeltechniken

Kundenorientierung – Erfolg im Verkauf

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Weitere Themen und Termine nach Vereinbarung

Praxis-Seminare:

Service mit Herz – die Kunst in Konflikten souverän aufzutreten NEU!

27./28.10.2008 Bielefeld

Trainingscamp Aufguss – praktisches Üben

verschiedener Wedeltechniken

17./18.06.2008 Freizeitbad aquaLaatzium,

Hannover-Laatzen

10./11.02.2009 Panorama Therme,

Beuren bei Stuttgart

Wellness für Babys – Baby-Sauna und Säuglingsschwimmen

29.09. 2008 Bielefeld, Altstadt sauna

Wellness-Seminare:

Ausbildung in der Hot-Stone-Massage NEU!

28.02. – 30.11.2008 Bielefeld

Die Kräuterstempel-Massage NEU!

24.01.2009 Bielefeld

Lehrgänge:

Saunameister-Lehrgänge

03.11. – 15.11.2008 München

02.03. – 14.03.2009 Bielefeld

04.05. – 16.05.2009 Leipzig

Saunabetriebsleiter-Lehrgang

19.01. – 30.01.2009 Bielefeld

Wellnessmassagen-Ausbildung

30.03. – 03.04.

und 15.05. – 17.05.2009 Bielefeld

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Geld und Recht

Kurzmeldungen

Vortäuschen der Anwesenheit

rechtfertigt Kündigung

Ein Arbeitgeber kann einem

Arbeitnehmer kündigen, wenn

dieser vorsätzlich seinen Arbeitszeitbeginn

vortäuscht, obwohl er

sich nicht auf dem Betriebsgelände

befindet. Es bedarf dazu auch

keiner Abmahnung, da es sich um

einen schweren Vertrauensbruch

handelt, wie das Bundesarbeitsgericht

(BAG) entschied (Az. 2 AZR

39/05). Im vorliegenden Fall beauftragte

ein Arbeitnehmer seinen

Kollegen, an seiner Stelle seine

Zeiterfassungskarte abzustempeln.

Er hielt sich aber nicht auf dem

Gelände seiner Arbeitsstätte auf.

Das BAG begründete, dass ein vorgetäuschter

Lohnanspruch nicht

gerechtfertigt ist.

Präventionsgesetz –

Verabschiedung höchst fraglich

Die Forderung nach einer staatlich

geförderten Prävention in Deutschland

ist sehr aktuell; eine gesetzliche

Umsetzung scheint mittlerweile

aber höchst zweifelhaft. Das

unter der rot-grünen Koalition

vorangetriebene Präventionsgesetz

findet derzeit jedenfalls nicht die

Zustimmung der Unionsparteien.

Nachdem Bundesgesundheitsministerin

Ulla Schmidt nach der Neuwahl

2005 und ihrer Wiedereinsetzung

in das Ministeramt die Arbeit

am Präventionsgesetz wieder aufgenommen

hatte, sah es lange Zeit

so aus, als könne das Gesetz noch

in der laufenden Legislaturperiode

verabschiedet werden. Diese

Hoffnung ist aber zerplatzt, denn

wichtige Eckpunkte des Gesetzentwurfes

(besonders die geplante

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Bundesstiftung, aus deren Mitteln

gesundheitsfördernde Projekte

finanziert werden sollen) werden

von CDU/CSU nicht mitgetragen.

Auch die Krankenkassenverbände

kritisieren die Pläne der Bundesgesundheitsministerin.

Sie sind nicht

damit einverstanden, dass allein

die Krankenkassen zur Finanzierung

herangezogen werden sollen.

Die Spitzenverbände fordern einen

zusätzlichen Beitrag von Bund, Ländern

und Gemeinden. Im Streit um

die Finanzierung droht das Gesetzgebungsvorhaben

zu stranden.

Keine Befristung von

Arbeitsverhältnissen aus

Altersgründen

Arbeitsverhältnisse dürfen nicht

allein wegen des Alters des Arbeitnehmers

befristet werden. Zwar besagt

eine Regelung des Deutschen

Teilzeit- und Befristungsgesetzes

(TzBfG), dass die Befristung von Arbeitsverträgen

für ältere Arbeitnehmer

ohne sachlichen Grund wirksam

sein sollte. Doch der Deutsche

Anwaltverein in Berlin macht auf

eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts

(Az: 7 AZR 500/04)

aufmerksam, der zufolge diese Vorschrift

nicht mehr angewendet werden

darf. Das Bundesarbeitsgericht

(BAG) in Erfurt bestätigte damit eine

Entscheidung des Europäischen

Gerichtshofs.

Änderungskündigung nicht

immer gerechtfertigt

Möchte ein Arbeitgeber die Arbeitszeit

in seinem Betrieb auf 75

Prozent des bisherigen Volumens

reduzieren und die Arbeitnehmer

darüber hinaus nur nach Bedarf

beschäftigen, rechtfertigt dies keine

betriebsbedingte Änderungskündigung.

Dies entschied das

Landesarbeitsgericht Thüringen

mit Urteil vom 25.04.2006 (7/2

Sa 317/04). Mit einer solchen

Flexibilisierung der Arbeitszeit verlagert

der Arbeitgeber sein Wirtschaftsrisiko

unzulässigerweise auf

die Arbeitnehmer.

Infrarotwärmekabinen: Von

Kennern bevorzugt?

Das Unternehmen vitatherm, Lieferant

von Infrarotkabinen aus

Karben, bewarb in einer Zeitungsanzeige

eine Infrarotkabine mit

der Aussage: „Die Alternative zur

herkömmlichen Sauna … sind Infrarotkabinen,

die inzwischen von

Kennern bevorzugt werden.“

Dieser Aussage hielt der Deutsche

Sauna-Bund ein Ergebnis seiner Besucherbefragung

2007 entgegen,

nach der von 23.382 Befragten

72,8 Prozent angaben, die finnische

Sauna häufig zu nutzen. Lediglich

6,6 Prozent bestätigten Gleiches

für Infrarotwärmekabinen.

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren

Wettbewerbs beanstandete

deshalb die Werbeaussage,

da sie aus Verbrauchersicht so zu

verstehen sei, dass vitatherm über

Erkenntnisse verfüge, nach denen

die Nutzung oder der Verkauf von

Infrarotkabinen gegenüber Saunaräumen

bevorzugt werde. Sie

verlangte eine Unterlassungserklärung.

Das abgemahnte Unternehmen

erklärte die strittige Werbeaussage

damit, dass gerade nicht „die

große Mehrheit zu entsprechenden

Kabinen greift, sondern eben eine

(elitäre) Minderheit, nämlich nur

‚Kenner’.“ Dennoch gab das Unternehmen

die Unterlassungserklärung

ab und wird mit der Ankündigung,

die inzwischen von Kennern

bevorzugt werden“, nicht mehr

werben. ■


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SaunaCompact®

Tagesseminar SaunaCompact®

Aufgusspraxis heute: Zwischen

Aroma-Wellness und Gesundheitsrisiko

Die Bewertung unter den 100 Teilnehmern

war einhellig: gelungen, informativ,

praxisbezogen. Das vom Verlag Sauna-

Matti veranstaltete Seminar Mitte Januar

dieses Jahres in Bad Oeynhausen lieferte

aktuelles Hintergrundwissen für Anwender

und Hersteller. Eine wichtige

Botschaft lautete: Das meiste spielt sich

im Kopf ab, der „psychologische Faktor“

steht beim Aufguss im Vordergrund.

Nach der Begrüßung der aus ganz Deutschland

und dem benachbarten Ausland angereisten

Seminarteilnehmer durch den Chefredakteur

der Fachzeitschrift „Sauna & Bäderpraxis“,

Rolf- A. Pieper, im stilvollen Ambiente des

Tagungsortes „Kaiserpalais“ skizzierte der Geschäftsführer

des Deutschen Sauna-Bundes im

ersten Vortrag „die betrieblichen Rahmenbedingungen

heutiger Aufgüsse“ (Näheres siehe

S. 22 in dieser Ausgabe). Angesichts immer

längerer und intensiverer Aufgüsse plädierte

Pieper „für eine vernünftige, gesundheitsori-

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

entierte Praxis ohne Übertreibungen“, wie sie

die Akademie für Aus- und Fortbildung des

Verbandes seit vielen Jahren in ihren Aufgussveranstaltungen

propagiert.

Mit der „arbeitsmedizinischen Beurteilung

der Belastungen heutiger Aufgusspraxis“ war

das Thema von Privatdozent Dr. Bernhard

Kampmann von der Bergischen Universität

Wuppertal und Bernhard Kalkowsky, Arzt

für Innere Medizin und Arbeitsmedizin, Sozialmedizin

und Umweltmedizin am Arbeitsmedizinischen

Zentrum Herne Pluto (Näheres siehe

S. 25 in dieser Ausgabe). Auf der Grundlage

einer vorher initiierten Fragebogenaktion

v.l.n.r.: Rolf A. Pieper, Prof. Hanns Hatt, Dr. J. Stephan Jellinek, Erich Schmidt, Prof.Gerhard Buchbauer

des Deutschen Sauna-Bundes setzten sich

die beiden Fachleute mit der Motivation des

Aufgusspersonals, mit vermeintlichen oder

tatsächlichen Gesundheitsstörungen durch

den „Hitzearbeitsplatz Saunaraum“ und der

notwendigen Erholungsphase nach dem

Aufguss auseinander. Dabei zeigte sich, dass

auch auf diesem Gebiet die Arbeitgeber ihrer

Fürsorgepflicht nachkommen müssen, andererseits

die Mitarbeiter angehalten sind, sich

durch eine gesunde Lebensweise „fit für die

Arbeit zu halten“.

„Physiologische Wirkungen von Duftstoffen

– körperliche Aufnahme, gesundheitlich

positive aber auch bedenkliche Wirkungen“

waren das schwierige, nicht leicht verständliche

Thema des österreichischen Duftstoffexperten

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Buchbauer vom

Department für Klinische Pharmazie und

Diagnostik, Fakultät für Lebenswissenschaften

der Universität Wien. Man mache es sich als

„Geruchslaie“ viel zu einfach, von vornherein

die Natur als „gut“ und die Chemie als „böse“

abzustempeln. Ätherische Öle seien sehr

komplex zusammengesetzte Mischungen aus

vielen flüchtigen Einzelkomponenten, wobei

die jeweiligen Inhaltsstoffe sowohl positive

wie unerwünschte Wirkungen haben können.

Wegen der nur sehr geringen Menge der

mit Wasser vermischten Duftstoffe und ihrer


primären Aufnahme über die Schleimhäute der

Atemwege in der heißen Sauna hält sich die

„Wirksamkeit in engen Grenzen“, so Buchbauer.

Etwas anderes sei „das gute Gefühl“, das sich

im Allgemeinen mit dem Aufguss einstelle,

wenn er sachgerecht durchgeführt werde. Insofern

handele es sich dabei um Aromachologie,

das heißt, die Wechselwirkung zwischen Geruch

und Gefühl.

Um möglichen gesundheitlichen Risiken aus

dem Wege zu gehen, sprach sich Buchbauer

bei ätherischen Ölen generell für sorgfältige

Qualitätskontrollen, die Beachtung der

Rückstandsproblematik, eine ordnungsgemäße

Kennzeichnung und eine sachgerechte

Lagerung aus. Das bedeute für die Praxis: der

Anwender muss den Angaben des Anbieters

vertrauen können.

Geruchseindrücke werden mit Emotionen und

Erinnerungen verknüpft. Das liegt daran, dass

sie ihren Ursprung im limbischen System haben,

dem ältesten Teil des menschlichen Gehirns.

Insofern kommt den „psychologischen Wirkmechanismen

von Duftstoffen“ eine besondere

Bedeutung zu, wie Dr. J. Stephan Jellinek,

internationaler Duftstoffexperte und freier Berater

aus Holzminden, kenntnisreich erläuterte.

„Der Kopf spielt mit“, so sein Kurz-Fazit.

Wichtig sei nicht so sehr die direkte Intensität

des Geruches, sondern vielmehr der Vergleich

mit dem Stadium davor. Erst diese Änderung

bewirke ein Gefühl der Überraschung und

lenke so die ganze Aufmerksamkeit darauf. Je

länger ein Stimulus dauere, desto eher komme

es zur Gewöhnung. Angewendet auf den

(Event-)Saunaaufguss, so Jellinek, könne man

die Empfehlung geben, anfangs „sparsamer“

aufzugießen und dann die Menge zum Ende

hin zu steigern. Auch zwei, drei verschiedene

Duftnoten könnten das „Geruchsereignis“

psychologisch aufwerten. Abzuraten sei aber

SaunaCompact®

– gerade bei Events – vor „allzu gewagten

Duft-Experimenten“, die bei den Gästen unter

Umständen auf Unverständnis und Ablehnung

stoßen könnten. Auf jeden Fall sollte man

vorher das Ganze ausprobieren. Generell gab

Jellinek den Tipp, nicht überzudosieren:

„Weniger ist mehr“.

Im Mittelpunkt der Ausführungen von Parfumeur

und Betriebswirt Erich Schmidt aus

Nördlingen standen die „Qualität und Sicherheit

von Duftstoffen“. Diese seien kein Kosmetikum,

kein Lebensmittel, kein Medizinprodukt sondern

nach dem neuen Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände-

und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)

lediglich ein „Bedarfsgegenstand“ zur Raumbeduftung

(Näheres siehe „Sauna & Bäderpraxis

1/2007). Angesichts zahlreicher Vorgaben der

Europäischen Union (EU) und nationalen Rechts

– Stichwort „vorbeugender Verbraucherschutz“

– sieht Schmidt aber die Gefahr der Überkennzeichnung

und Überregulierung. Klar sei aber

auch: Oberste Priorität kommt dem Schutz des

Saunagastes und der Sicherheit des Anwenderpersonals

zu. In diesem Zusammenhang machte

sich Schmidt, seit vielen Jahren Dozent für die

Ausbildungsakademie des Deutschen Sauna-

Bundes, für das vor einigen Jahren etablierte

Aufguss-Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität

Deutscher Sauna-Bund“ stark.

Prominentester Referent der sehr gut besuchten

Veranstaltung war Prof. Dr. Dr. Dr.

med. habil. Hanns Hatt, Lehrstuhlinhaber

für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität

Bochum, der über „Das Riechen – Mechanismen

der Wahrnehmung und der Wirkung

von Düften“ sprach (Prof. Hatt im Gespräch

inSauna & Bäderpraxis“ Nr. 4/2007). Da

es derzeit kaum seriöse Daten zur Wirkungsweise

von Düften im allgemeinen und beim





















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SaunaCompact®

Im Gespräch: Bernhard Kalkowsky (Mitte) und Dr. Bernhard Kampmann (rechts)

Saunaaufguss im besonderen gebe, solle man

nicht gleich die bewährte Praxis der Vergangenheit

und das gesammelte Erfahrungswissen

infrage stellen. Die emotional-psychologische

Komponente sei im Saunaraum sicher von

größerer Bedeutung als etwaige medizinische

Heilversprechen. Viel wichtiger sei es, den Spaß

am Riechen zu fördern: „Das kann man gut

beim Saunaaufguss trainieren“. Im Übrigen sei

die Bewertung von Gerüchen nach dem Muster

„gut“ oder „schlecht“ nicht angeboren sondern

werde im jeweiligen kulturellen Kontext nach

und nach erlernt.

„Gerüche beeinflussen unser Leben mehr als

wir glauben“. Besonders in den letzten zehn

Jahren habe die Grundlagenforschung mit

zahlreichen neuen Erkenntnissen zum Thema

Riechen aufwarten können, informierte Hatt

eloquent und in anschaulicher Sprache. Es

konnte beispielsweise gezeigt werden, das

Spermien durch Maiglöckchenduft angelockt

werden. Menschen haben zirka 350 Duftrezeptoren

in ihrer Riechschleimhaut, die eine

sehr spezifische Empfindlichkeit für bestimmte

chemische Duftgruppen besitzen.

Zusätzlich zum Riechsystem wird nach Angaben

des auch international renommierten

deutschen Wissenschaftlers mit höheren

Duftkonzentrationen oder speziellen Gewürzinhaltsstoffen

einer der stärksten menschlichen

40 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Hirnnerven, der Nervus Trigeminus, gereizt.

Seine freien Nervenendigungen sind überall im

Mund verteilt, aber auch in der Nase, in den

Augen und sogar in Teilen der Gesichtshaut.

Neben chemischen Reizen kann er Temperatur

und Schmerzsubstanzen wahrnehmen. So

enthalten beispielsweise Rosmarin, Thymian,

Bergamotte, Pfefferminz (Menthol), Eukalyptus

und Gewürznelken Inhaltsstoffe, die sensorische,

mit einer Temperaturwahrnehmung

verknüpfte Empfindungen auslösen.

„Beispiele zeitgemäßer Aufgussprogramme

und populärer Zeremonien“ stellten vor:

Hans-Jürgen Gensow, Redakteur der Zeitschrift

Sauna & Bäderpraxis“, Martin Wilk,

Mitarbeiter in der „Kristall Weserbergland-

Therme“ in Bad Karlshafen, Iris Tamalun

vom „Mediterana“ in Bergisch Gladbach und

Udo Mohr vom „Badehaus Rödermark“.

Den Bogen der Entwicklung spannte Gensow

vom historisch finnischen „löyly“, dem frei mit

Gluthauch zu übersetzenden Dampfstoß mit

Wasser und dem damit oft einhergehenden

Einsatz von Vihtas (Birkenbüschel), über ge

sundheitsorientierte, funktionale Grünnoten

(Koniferen) wie Eukalyptus, Kiefer, Fichte

und Birke in den 50- bis 70-iger Jahren in

Deutschland bis hin zur heutigen immensen

Vielfalt von Citrus-, Tropic-, Minze- und

Wellness-/Event-Düften. Wichtige Impulse für


In Aktion: Udo Mohr Fotos: Deutscher Sauna-Bund

diese so nicht vorhersehbare Aromatisierung

ab den 80-iger Jahren kamen laut Gensow

sicherlich aus Österreich, wo der Handaufguss

und das „Wacheln“ (Wedeln) in Thermen und

(Wellness-)Hotels seit langem bekannt sind

und als serviceorientierte Dienstleistung von

den Gästen sehr geschätzt werden. Mancherorts

werde allerdings zuviel des Guten getan,

insbesonders bei der Menge aufgegossenen

Wassers.

Heute schwanke der Einsatz von Düften in

den deutschen gewerblichen Saunabetrieben

zwischen dem Prinzip des „anything goes“

und einem wohlüberlegten „Duftmarketing“,

informierte Gensow die Seminarteilnehmer.

Tages-, Wochen-, Monats-, Quartals- und

Jahresprogramme sowie ausgefeilte Eventkalender

gehörten in immer mehr Anlagen

zum festen Angebotsbestandteil. Auch die

Ausrichtung der Düfte an Zielgruppen (wie

Frauen, Senioren), am Tagesverlauf und an

aktuellen kalenderbezogenen Anlässen (wie

Geburtstag des Gastes, Mittsommernacht)

und an bestimmten Themen (wie Karibik

und Duftreisen) nehme zu. Daneben kämen

immer öfter Eventprodukte (wie Honig,

Salz, Cremes auf Joghurtbasis, Schlämme)

und „Schmankerl“ (wie Früchte, Säfte, Eis)

zum Einsatz. Der Phantasie und Kreativität

seien auf diesem weiten Feld kaum Grenzen

gesetzt.

SaunaCompact®

Den gelungenen Aufguss versteht Gensow als

komplexes „Gesamtkunstwerk“, als eine soziale

Interaktion zwischen dem Gast als Zuschauer

und dem Aufgießer als „Performer“ auf einer

gemeinsamen Badebühne, wozu für ihn – im

Idealfall – auch der Abguss als zügig durchgeführter

Kneipp’scher Vollguss gehört. Letztlich

gehe darum, einen „ganzheitlichen Erlebniskick“

zu bieten, der beim Gast den Wunsch nach

Wiederholung und Wiederkommen auslösen

soll. Diese multisensuelle Art der Gästebindung

sei ein besonders erfolgreicher und effektiver

Baustein des heutigen Anlagenmarketing.

Martin Wilk von der Kristall Weserbergland-

Therme in Bad Karlshafen betonte, wie wichtig

es sei, beim Aufguss eine persönliche, freundschaftliche

Beziehung zu den Gästen aufzubauen.

Im Übrigen gelte das Motto: „ Für unsere

Gäste nur das Beste“. Iris Tamalun aus dem

„Mediterana“ in Bergisch Gladbach erläuterte

die dort konzipierte und erfolgreich praktizierte

mediterane Duftreise mit Wellnesscharakter.

Udo Mohr vom „Badehaus Rödermark“ stellte

verschiedene Arten von Aufgüssen wie Standard-,

Spezial- und Eventaufguss vor und gab

konkrete Tipps zur sachgerechten Lagerung von

Aufgussmitteln (kühl, dunkel und trocken). Für

Mohr als Aufgießer mit langjähriger Erfahrung

steht fest: Nur geschultes Personal sollte „an

den Ofen“ und „der Trend geht hin zu weniger

heißen, sanfteren Aufgüssen“.

Im Anschluss an das informative Tagesseminar

nutzten überraschend viele Teilnehmer die Möglichkeit,

verschiedene Aufgusspraktiken in der

benachbarten Bali Therme kennenzulernen,

wo sie Geschäftsführer Peter Kaiser begrüßte.

Martin Wilk, Iris Tamalun und Udo Mohr demonstrierten

in einem großen Saunaraum bis in

die späten Abendstunden hinein variantenreich

ihr Können. Die ortsansässige Presse berichtete

ausführlich von ihrem Auftritt und über die

Tagung der Aufgussexperten.

Nach dem heutigen Stand der Planung soll

am Donnerstag, 20. November 2008, ebenfalls

in Bad Oeynhausen das 3. Tagesseminar

SaunaCompact®“ stattfinden. Thema werden

dann „Energieeinsparpotzeniale in Saunabädern“

sein. ■ Hans-Jürgen Gensow

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

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Saunareport

Rotherma:

Gesundheit, die Spaß macht

Das Bad ist von 1981, doch die Architektur

des „Rotherma“ in Gaggenau-Bad Rotenfels

bei Baden-Baden kann sich auch heute

noch sehen lassen. Die sprichwörtlich

gewordene „gesunde Mischung“ macht

den heutigen Charakter des Mineral-Thermalbades

aus. Die wohl größte Attraktion

des Saunaparks ist derzeit die außergewöhnliche,

2002 gebaute sechseckige

Felsensauna. Zum Jahresende soll eine

Himalaya-Salzgrotte mit Soleverneblung

dazukommen.

Architekten und Planer bewiesen damals ungewöhnlich

viel Weitblick und errichteten das

Bad nicht im üblichen Zweckbaustil, sondern

„zu jener Zeit war das Rotherma ein Novum in

einer sterilen Heilbäderlandschaft, in der noch

Badekappenzwang herrschte“. Man musste den

Gästen erst erklären, dass es dank der Weiterentwicklung

der Bädertechnik mit ihrer neuen

Überlauftechnik nicht unhygienisch ist, ohne

Bademützen zu baden.

Doch nicht nur der Bau mit seiner modernen

Technik zeugte vom Willen zur Innovation und

Weitsicht, auch das Motto „Wo gesund baden

Spaß macht“ – heute eine Selbstverständlichkeit

– gab damals Anlass zu vielen Diskussionen.

„Das war eine kleine Gratwanderung“, gesteht

Geschäftsführer Wolfram Zahnen, „denn es galt,

die Besucher zu überzeugen, dass Gesundheitsbadespaß

nichts mit dem Begriff Spaßbad zu

tun hat.“ Der ursprünglich ein wenig gewagt

daherkommende Slogan hat sich inzwischen

als richtiger Weg erwiesen.

Dank mineralhaltiger Quellen gab es in Bad

Rotenfels, einem Stadtteil in der 30.000

Einwohner zählenden Grossen Kreisstadt

Gaggenau im Landkreis Rastatt, schon lange

ein Sanatorium mit einem ursprünglich sehr

kleinen Bad. Ende der siebziger Jahre begannen

die Stadt Gaggenau und die Kurgesellschaft

42 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Bad Rotenfels mbH, eine 100 %ige Tochter

der Stadt Gaggenau, mit der Planung eines

Bades, das zwar nach konsequent gesundheitlichen

Kriterien ausgerichtet sein sollte, aber

dennoch ein Zusammenspiel mit verschiedenen

Erlebnis- und Wellnesselementen ermöglicht.

Seit Oktober 1981 ist das Rotherma in Betrieb.

Seit 1982 führt Wolfram Zahnen, der zuvor im

Verwaltungsbereich der Stadt Gaggenau tätig

war, die Geschäfte.

1991 erfolgte die Erweiterung und Attraktivitätssteigerung

des Bades mit dem Rotherma-

Saunapark. Bauherr und Betreiber ist die Kurgesellschaft

Bad Rotenfels

mbH, finanziert wurde der

Umbau durch die Stadt

Gaggenau. Dem Rotherma

angeschlossen ist auch ein

Gesundheitsstudio für Prävention

und Rehabilitation.

Die modernen, anerkannten

und bewährten Trainingsgeräte

bieten alle Voraussetzungen

für ein Training nach

neuesten medizinischen

Erkenntnissen. Auch alle

klassischen Kurmittelanwendungen

sind im Rotherma

erhältlich, darunter Krankengymnastik

und Bewegungstherapie,

alle Arten von

Massagen, Fango, Elektrotherapie,

Eisanwendungen,

heiße Rolle, Inhalation und

die Wassergymnastik im

Thermalbad.

Heilwasser aus dem

Rotliegenden Felsgestein

Die sprichwörtlich gewordene

„gesunde Mischung“

macht den Charakter des

Rotherma aus. Das moderne

Thermalbad mit großer Liegewiese inmitten

des Kurparks und mit Blick auf bewaldete

Berghänge ist einzigartig in der Region. Schon

die großzügige Eingangshalle mit dem auf die

Wasserfarbe abgestimmten beleuchteten Tresen

ist ein attraktiver Blickfang. Trinkbrunnen von

allen drei Quellen stehen den Besuchern zur

Verfügung, und ein Infoterminal mit Touchscreen

sowie ein Beamer mit wechselnden

Bildern neben dem Empfang informieren

zusätzlich über das Bad. „Dank des Terminals

konnte der Prospektbereich erheblich verkleinert

und auf ein Minimum reduziert werden“,

berichtet Geschäftsführer Zahnen. „Jetzt hat

Fotos: Rotherma


alles eine einheitliche Optik, eine Linie, und der

Wiedererkennungswert ist höher.“ Die Betreiber

des Rotherma setzen auch sonst ganz auf Transparenz.

Rund um das Bistro mit Nassbereich

ermöglichen große Fenster den Einblick in die

Badelandschaft.

Neben einem Therapiebecken, einem Innen-

und Außenbecken sowie einem zweiten Außenbecken

mit künstlichem Wasserfall

(insgesamt über 600 Quadratmeter Wasserfläche)

beherbergt das Bad auch ein 40°C

warmes Vitalbad (mit Dampfbetrieb, Lichtspielen

und leiser Musik) und ein Aromabad

(50°C, wechselnde ätherische Öle, entspannende

Musik und stimulierende Lichteffekte).

Das heilkräftige Thermalwasser in den beiden

Innenbecken, im Whirlpool und in den zwei

Außenschwimmbecken kommt aus dem tief in

der Erde Rotliegenden Felsgestein.

Einzigartige Felsensauna im Saunapark

Die Auswahl im 5.000 Quadratmeter großen

Saunapark mit beheiztem Außenschwimmbecken,

Tauchbecken und fünf Saunaräumen,

darunter eine einzigartige Felsensauna, ist

abwechslungsreich und groß: Neben der

„Aqua Viva“-Sauna (90°C), der Panorama-

Sauna (90°C), der Finnischen Sauna (95°C),

der „Natura“ (70°C) und der Felsensauna

(80°C) mit Eisgrotte (7°C) und dem Sanarium®

(57°C) stehen den Badgästen auch großzügige

Ruheräume mit Blick ins Grüne zur Verfügung.

Die derzeit wohl größte Attraktion des Saunaparks

ist die außergewöhnliche, 2002 gebaute,

sechseckige Felsensauna, eine freigestellte 250

Quadratmeter große Anlage, die interessanterweise

in den Lärmschutzwall der dahinter

liegenden Bundesstraße integriert wurde – „ein

Novum, das schwer durchzusetzen war“, führt

Wolfram Zahnen aus.

„Fels zu imitieren ist schwierig“, sagt der

Rotherma-Geschäftsführer, „es sieht schnell

billig und einfach aus.“ Deshalb legte Zahnen

größten Wert darauf, die Anlage so authentisch

wie möglich gestalten zu lassen: „Man soll

gegen den Fels klopfen können, ohne dass es

hohl klingt und sich wie Pappkarton anfühlt.“

Zahnen hat es geschafft: Im Rotherma ist

eine fast detailverliebte Nachbildung einer

Saunareport

Felsenhöhle entstanden.

Hier stimmt einfach

alles, von der gläsernen

Automatik-Schiebetür,

die als Schleuse dient

und einen Einblick in

die Höhle gewährt, über

den Vorraum mit Natursteinfußboden,Felsendecke

und kleinem, beruhigend

plätschernden

Wasserfall bis hin zur

Felsendusche, Eisgrotte,

zu den Fußwärmbecken

und zum Ruheraum,

der über einen kleinen

Vorraum (eine Art Windfang,

um die Akustik

zu dämpfen) betreten

wird. Hier kann man sich auf hochwertigen

Holzliegen, an denen kein Metallteil zu finden

ist (selbst die Steckachsen sind aus Holz), ganz

dem Höhlengefühl hingeben und in eine andere

Welt eintauchen.

Die Räume sind nicht nur funktional hergerichtet

, sondern auch technisch mit dem Notwendigen

versehen. Die Türen zu Technikräumen

zum Beispiel, einfache Schalter, Steckdosen und

kleine Fächer für Feuerlöscher, wurden mit Illusionsmalerei

im Felsen-Look kaschiert. Sämtliche

Kabel und Rohre wurden unter der Felsimitation

versteckt. Eine Glaswand sorgt dafür, dass

die riesige Höhle nicht beklemmend wirkt.

„Nicht nur Fremd-, sondern auch Tageslicht

soll die Höhle ausleuchten“, so Zahnen. Durch

eine große verglaste Öffnung in der Decke fällt

zusätzliches Licht in den Raum.

„ Hier hat alles seine Ordnung“

Auch bei der Lüftung, die über eine Randabsaugung

funktioniert, wurden technische

Details verdeckt oder kaschiert. Die Frischluft

wird über kaum wahrnehmbare Seitenschlitze in

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

4


Saunareport

den Decken zugeführt. Zu den bautechnischen

Feinheiten gehören die Kelostämme, die auf

Edelstahl stehen, damit keine Nässe vom Boden

eindringen kann und sie nicht faulen können.

Die aus Edelstahl gefertigten Kleiderhaken,

Ablagen und Schuhregale finden sich in der

gesamten Anlage wieder: „Hier hat alles seine

Ordnung“, sagt Zahnen und berichtet, dass

die Regale als Ablage von Saunaschuhen

vom ersten Tag an fleißig genutzt würden. Bei

Aufgüssen sei das oft ein Problem: Wenn viele

Schuhe auf engem Raum stehen, entsteht

schnell eine kritische Situation. Die Regale

setzen der Stolpergefahr beim Hinausgehen

ein Ende. „Außerdem ist der Wiederfindeffekt

größer“, so Zahnen.

Das Highlight der Felsen-Anlage ist der Saunaraum

selbst: Der automatische Aufguss (zur

vollen Stunde) in dem sechseckigen Raum mit

Mittelofen ist mit hohem technischen Aufwand

verbunden. Passend zum innovativen, modernen

Konzept des Rotherma haben die Betreiber

als Trendsetter zusammen mit dem Saunabauunternehmen

Klafs aus Schwäbisch Hall in

mehrmonatigen Versuchsszenarien getestet, wie

die Luft nach dem Aufgießen am besten verteilt

werden kann. „Nicht der automatische Aufguss

ist das Problem, sondern die anschließende

Luftverwirbelung“, sagt Zahnen. Gemeinsam

44 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

wurde eine Art Schiffsschraube

entwickelt, über

deren Luftleitbleche die

Luft nach dem Aufguss

„sauber“ verteilt wird. Der

Aufguss selbst kommt

wie ein Tropenregen von

der Decke, plätschert aus

einem großen Dusch-Teller

mit vielen Bohrungen

auf die heißen Steine des

Rotherma-Geschäftsführer Wolfgang Zahnen

Foto: Koschnick

Ofens. Mit der Felsensauna und ihrer aufwändigen

und nicht billigen Technik hat sich das

Rotherma ein weiteres vielbeachtetes Alleinstellungsmerkmal

in der Region Baden geschaffen.

Ein besonderes Sinnes-Erlebnis bietet darüber

hinaus die Eisgrotte mit der eisblau beleuchteten

Gletscherspalte und kleinen Kristallen,

die als Eiszapfen von der Decke hängen. Für

Hygiene sorgt der Resteis-Ablauf mit Miniheizung,

in dem das benutzte Eis entsorgt werden

kann. Der Eisraum ist immer in Betrieb. Das

Angebot des Rotherma soll in vollem Umfang

zur Verfügung stehen. Wolfram Zahnen hält

nichts von „verkrampftem Energiesparen“, denn

dann stimme die Philosophie eines Hauses

einfach nicht mehr.

Regelmäßige Attraktivierung der

Saunalandschaft

Das Bad und der Saunapark sind deshalb so

bemerkenswert, weil sie in bereits bestehende

Strukturen integriert wurden und ein übergreifendes

Konzept haben. Die Ausrichtung

auf die schon bestehenden Einrichtungen

und die Errichtung des Gesundheitszentrums

erwiesen sich als ausgesprochener Glücksfall.

So ist im Ruheraum der Schwimmhalle durch

dessen Glaswand die gesamte Kulisse und das

Geschehen im Bad zu überschauen „Wir sind

da sicherlich Vorreiter gewesen“, sagt Wolfram

Zahnen. Das Bad und auch die Sauna mit

ihren vielen Erweiterungen der letzten Jahre

können daher auch als ein Gradmesser für die

Weiterentwicklung und Übertragbarkeit zukünftiger

Gestaltung und Technologie angesehen

werden.

„Den Anschluss haben wir nie verloren“, sagt

Zahnen, der mit der Anlage immer up to date

zu sein versucht. Dazu gehöre nicht nur, Investitionen

zu tätigen, sondern auch das, was man

hat, zu hegen und zu pflegen. Mit regelmäßigen


Neuerungen erlege man sich aber auch einen

Zwang auf, denn die Gäste entwickelten ein

regelrechtes Anspruchsdenken. „Wir wollen aber

nicht das Rad immer wieder neu erfinden, sondern

wir wissen, was wir haben. Trotzdem sind

die Dinge bei uns in Bewegung“. Anregungen

zur Verbesserung und Erweiterung der Anlage

gibt es denn auch genügend.

Altbewährtes kontra „Eventitis“

„Bei aller Experimentierfreude müssen die Neuerungen

natürlich zum Stil des Hauses passen“,

sagt Zahnen. Das Rotherma habe inzwischen

seine kreative Linie gefunden. Zahnen legt großen

Wert darauf, dass es keine Reizüberflutung

gibt. „Deshalb gibt es bei uns kaum Events. Die

Eventitis sprengt inzwischen jeglichen Rahmen“,

findet der Geschäftsführer: „Wie soll man all

diese großartigen Angebote irgendwann noch

steigern können? Die meisten können das doch

gar nicht umsetzen: Das Angebot hat dann

einen tollen, fantastischen Namen und dann

entpuppt sich der Event im wahrsten Sinne des

Wortes auch nur als heiße Luft! Und irgendwann

hecheln die Leute nur noch irgendwelchen

Angeboten und Namen hinterher.“

Zahnen setzt daher lieber auf Altbewährtes.

Sein Motto: Alles mit Maß und Ziel. „Wir sind

sehr zurückhaltend, was diese Dinge betrifft“,

sagt Zahnen. Investiert werden soll aber in

mehr Qualität beim

Aufguss-Angebot. Die

infrage kommenden

Mitarbeiter bekommen

eine Aufguss-Schulung

bei der Akademie für

Aus- und Fortbildung

des Deutschen Sauna-

Bundes. Außerdem

soll die Weiterbildung

des Personals zum/zur

geprüften Saunameister/in

unterstützt

werden. Inhaltlich

blieben die Aufgüsse

aber weiterhin

„klassisch“. Das

Rotherma liege zentral

und habe ein interessantes

Einzugsgebiet

von Karlsruhe über Freudenstadt bis ins Elsass.

Im französischen Raum gebe es keine vergleichbaren

Angebote, deshalb nehme der Tagestourismus

stetig zu. Vor allem „Grenzgänger“,

die in Deutschland arbeiten, schätzten

die Naherholung in Bad Rotenfels.

13 Millionen Euro Investitionssumme und noch

einmal weitere neun Millionen Euro flossen seit

der Eröffnung in den Erhalt und die Attraktivitätssteigerung

des Bades und den Bau der

Saunaanlage. Unter anderem wurden die Heizungsanlage

und das Dach saniert, die Saunaräume,

die Eingangshalle und die Sanitäranlagen

neu gestaltet, neue Solarien angeschafft

und zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen.

Zum Ende dieses Jahres wird das Rotherma mit

einer weiteren Attraktion aufwarten können:

Ausschließlich aus Himalaya-Natursalzsteinen

soll auf 75 Quadratmetern Fläche eine Salzgrotte

gebaut werden, deren Boden und Wände

beleuchtet sind. Weitere visuelle und akustische

„Entspannungselemente“ sind vorgesehen. Im

Vordergrund steht aber – getreu der Philosophie

des Hauses – die gesundheitsfördernde

Wirkung durch die Vernebelung von Sole.

Die Kurgesellschaft Bad Rotenfels ist mit dem

Rotherma seit Oktober 2001 Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund. ■

Doreen Koschnick

Saunareport

Daten und Fakten

Raumprogramm

2 Auskleideräume mit 650 Garderobenschränken,

2 Vorreinigungsräume mit

24 Duschen;

Abkühlkaltwasserbereich: Tauchbecken,

Wasserwand, Felsenduschen, Eisgrotte;

4 Fußwärmbecken; 5 Ruheräume mit

insgesamt 120 Ruheliegen;

Gastronomie mit 40 Sitzplätzen innen,

40 im Außenbereich; 5 Schwimmbecken

mit 650 qm Wasserfläche; 5 Solarien

(JK-Ergoline, Windhagen)

Ausstattung

4 Saunas innen, 2 außen

(Klafs, Schwäbisch Hall);

2 Dampfbäder (Eigenbau);

Warmluftbad als Aromabad

(Röger, Schwäbisch Hall)

Allgemeines

Öffnungszeiten werktäglich 9 bis 22 Uhr,

Mittwoch Frauensauna, So + Feiertage

9 bis 20 Uhr:

Eintrittspreise Bad und Sauna: 15,- Euro

Tageskarte, Zehnerkarte 141,- Euro, 25-er

Karte 337,-Euro, 50-er Karte 627,-Euro

ROTHERMA

Kurgesellschaft Bad Rotenfels

Badstr. 9

76571 Gaggenau

Tel.: 07225 / 97 88-0

Fax: 07225 / 97 88-88

info@rotherma.de

www.rotherma.de

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

4


SPA & Wellness weltweit

4

Sauna & Bäderpraxis 1/2008


Musik gibt’s auch unter Wasser. „Liquid Sound“, flüssiger

Klang, nennt man das. In Wellnessanlagen wie den Toskana

Thermen in Bad Sulza und in Bad Schandau freuen sich Bade-

und Saunagäste über das multisensuelle Zusatz-Angebot.

Anfang dieses Jahres wurde eine weitere Liquid Sound-

Anlage in Bad Nauheim eröffnet.

SPA & Wellness weltweit

Liquid Sound®:

Baden in Licht und Musik

Entwickelte Liquid Sound: Micky Remann

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

4


SPA & Wellness weltweit

Entspannt im Badebecken liegen, sich treiben

lassen. Das Solewasser trägt den Körper. Sanfte

Melodien verbreiten sich im Raum. Überall,

auch unter Wasser. Im Rhythmus der Klänge

erscheinen violette, blaue, beige Bilder an den

Wänden. Mal Blumen, mal Formen. Alles

Phantasiegebilde. Wenn man da nicht abschalten

kann … „Wir wollen die Entspannung

der Gäste auf dreifache Art herbeiführen:

Mit der Musik unter Wasser, dem Treiben im

warmen Salzwasser und visuellen Effekten aus

Farbe, Licht und Projektionen“, erklärt Marion

Schneider, die mit der TTS Product & Service

GmbH Leistungen rund um das eingetragene

Markenzeichen Liquid Sound® anbietet (siehe

S. 7 in dieser Ausgabe). „Auf diese Art kann

man sich wunderbar vom hektischen Alltag

erholen und neue Energie tanken.“

Für den Liquid Sound ist eine spezielle Musik

anlage nötig. Denn unter Wasser hört man

anders als in der Luft: Nicht stereo, sondern die

Töne lassen sich gar nicht orten. Grund: Die

Schallwellen breiten sich im Wasser zirka fünfmal

schneller aus als in der Luft. Durch die höhere

Schallgeschwindigkeit scheint der Sound

von überall herzukommen. „Man nimmt ihn mit

dem ganzen Körper war, Muskeln und Knochen

werden zum Resonanzraum. Das macht das

Hören zu einem Erlebnis unter besonderen

Bedingungen“, sagt Marion Schneider.

Die Idee zum Liquid Sound stammt von Micky

Remann. Der Medienkünstler machte Anfang

der 90er-Jahre Exkursionen mit dem amerikanischen

Tiermusiker Jim Nollman vor der

kanadischen Pazifikküste. Das Ziel: mit Walen

und Delphinen kommunizieren. Dafür spielten

die beiden Männer Gitarre und Geige und

leiteten mit Lautsprechern die Musik in das

Wasser. Es gab magische Momente, bei denen

die Meeresbewohner auf die Töne reagierten.

„Die Tiere antworteten tatsächlich auf die Musik

und Remann fing mit Hilfe von Unterwasser-Mikrofonen

die Wal- und Delphingesänge

ein“, weiß Marion Schneider zu berichten.

„Ein grenzüberschreitendes Orchester, das war

schon was“, schwärmt Remann noch heute.

Wie gern hätte er die Klänge direkt im Wasser

Permanentdesinfektion durch bakterizide und fugizide Wirkung

Dampfbad- und Saunakissen

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Fotos: Toskanaworld GmbH


gehört, sich die Töne um die Ohren spülen

lassen. Doch das Wasser hatte nur eine Temperatur

von vier Grad Celsius – viel zu kalt, um

schwimmen zu gehen. Wieder in Deutschland,

entwickelte Remann eine spezielle Technik,

um Musik unter Wasser zum Klangerlebnis

zu machen. Daraus entstand „Liquid Sound“.

Marion Schneider, die Remann bei einem Unterwasser-Konzert

in Heidelberg kennenlernte,

setzte Liquid Sound zunächst im Klinikzentrum

Bad Sulza ein, das sie damals leitete. „Ich

wusste, wie wichtig die Entspannung für die

Heilung von chronischen Krankheiten ist und

wollte den Patienten helfen. Viele von ihnen

fanden damit erstmals die Entspannung, die

sie brauchten.“

Von der positiven Resonanz ermutigt, entwickelte

Remann das System weiter. Im thüringischen

Kurort Bad Sulza wurde Liquid Sound

zum Herzstück der neugebauten Toskana

Therme und als Weltobjekt der EXPO 2000

ein Besuchermagnet. Seit 2004 gibt es auch

in Bad Schandau nahe Dresden eine Toskana

Therme mit Liquid Sound. Anfang dieses Jahres

wurde eine weitere Liquid Sound-Anlage in der

Therme am Park im hessischen Bad Nauheim

eröffnet. Für Bad Orb ist eine weitere Toskana

Therme mit Liquid Sound in Planung.

Wichtig für die Entspannung mit Liquid Sound:

Alle Becken werden mit Solewasser gespeist.

Die drei- bis fünfprozentige Sole ermöglicht

ein schwereloses Schweben. Erst wenn man

sich im Wasser treiben lassen kann, ist die

Entspannung perfekt. Damit man längere Zeit

liegenbleiben kann, ist das Wasser zwischen

32 bis 35 Grad Celsius warm. Übrigens: Liquid

Sound beschränkt sich nicht nur auf innovative

Technik unter Wasser. Was das Konzept lebendig

macht, sind die wie im Kino wechselnden

Programme, Veranstaltungen, Konzerte und

Performances.

Den Höhepunkt in allen drei Thermalbädern

– Bad Sulza, Bad Schandau und Bad Nauheim

– bilden die Live-Konzerte. Sie finden meist in

Vollmondnächten statt. Während man dann

durch das Wasser treibt oder schwimmt, wird

Musik gespielt, von Avantgarde bis Klassik.

„So wird das Bad zum Konzertsaal“, sagt

Marion Schneider nicht ohne Stolz. An solchen

Abenden taucht nicht nur das Bade- und Wellness-Publikum

ins Wasser ein, auch vorwiegend

kulturinteressierte Menschen kommen und

ziehen Badebekleidung an – sie werden so zu

badenden Konzertgästen.

Die entspannende Musik gibt es inzwischen

auch auf CD. „So kann man sich auch zuhause

weiter erholen“, sagt Marion Schneider. Die

Musik eignet sich auch als Hintergrundmusik

für Massagen oder andere Wellnessangebote.

Durch Liquid Sound hat die Toskana Therme

mehr Besucher denn je. Marion Schneider:

„Täglich kommen bis zu 1.000 Gäste nach Bad

Sulza. Stammgäste nehmen das Angebot gut

an, gleichzeitig kommt ein neues Publikum,

das niemals angereist wäre, wenn es nur ums

Baden ginge.“ Die Investition in Liquid Sound

will aber gut überlegt sein. Die komplexe

technische Anlage im und am Wasser ist nicht

gerade preiswert. Je nach Größe und Ausstattungsniveau

kostet die Multimedia-Anlage mit

Computersteuerung und speziellen Musik- und

Bildinhalten zwischen 200.000 und 400.000

Euro. „Optimal ist es, wenn die gesamte

Planung der SPA-Anlage auf Liquid Sound abgestimmt

werden kann“, sagt Marion Schneider.

Wie schnell sich die Kosten für eine Liquid

Sound Anlage „rechnen“, ist nach Angaben

von Marion Schneider schwer zu sagen: „Die

Amortisation erfolgt dann besonders schnell,

wenn der Ort sich neu etabliert. Durch die

internationale Bekanntheit und Einmaligkeit

der Marke Liquid Sound lassen sich Werbe-

und Marketingkosten einsparen. Der Erfolg

von Liquid Sound beruht nicht nur auf der

technischen Hardware, sondern auf unserem

langjährigen Know-how im Bereich Marketing,

PR und Kulturmanagement. Ausschlaggebend

ist, dass sich die Gäste vom Reiz des ‚Badens in

Licht und Musik’ angezogen fühlen.“

„Die Wartungskosten für die Anlage sind

gering“, so Marion Schneider. „Wir legen große

Sorgfalt in die Planung, denn die sensiblen

SPA & Wellness weltweit

Attraktion

Unterwasser-Musik auch

in anderen Anlagen

Liquid Sound® ist ein eingetragenes Markenzeichen.

Das bedeutet: Nur das dazu

berechtigte Unternehmen darf den Begriff

verwenden. Nutzen andere Betriebe ohne Erlaubnis

diese beiden Wörter, können Schadenersatzansprüche

geltend gemacht werden

und dadurch hohe Kosten verursachen.

Musik unter Wasser gibt es auch in anderen

Bade- und Saunaanlagen. Das LIQUIDROM

in Berlin verbindet die Ideen und Angebote

eines modernen DAY SPA mit dem

eines „Unterwasser-Konzertsaales“. Andreas

Schauer, Geschäftsführer des LIQUIDROM:

„Highlight des LIQUIDROM ist neben der

aussergewöhnlichen und imposanten Architektur

der LIQUIDROM-Pool. Im Solewasser

schwebend, kann der Gast bei meditativen

Unterwasserklängen und surealistischen

Projektionen das Gefühl von vollkommender

Gelöstheit und Entspannung erleben. Wie

in Mutter-Schoss Erde‘ beschreiben die

Gäste das Gefühl des schwerelosen Schwebens

im Wasser.“

Auch in der Claudius Therme in Köln gibt es

Unterwassermusik. Die Therme wirbt: „Mit

der Unterwassermusik freuen wir uns, Ihnen

eine neue und ganz besondere Art der Entspannung

bieten zu können: In einem durch

Licht, Reflektionen, Farben und Unterwasserklängen

inszeniertem Badebereich werden

Körper und Seele durch die visuellen und

akustischen Eindrücke in eine andere Welt

entführt. Mit dem gesamten Körper zu hören,

versetzt den Menschen in ein tiefes, langanhaltendes

Stadium der seelischen und

körperlichen Entspannung und Besinnung.

Auch lange nach dem Besuch fühlt man sich

mit seinem Körper im Einklang.“

Multimedia-Komponenten müssen von der

salzhaltigen Luft und dem Salzwasser getrennt

bleiben“. ■

Gabriele Hellwig


„Das“ Internetportal für die Sauna- und

Wellness-Community

n umfangreiche Datenbank öffentlicher Saunabäder

n detailliertes Hersteller- und Händlerverzeichnis

n Tipps und Hinweise zum Saunabaden

n medizinischer Ratgeber

n Forum

Sauna-Matti GmbH

Kavalleriestr. 9

33602 Bielefeld

Tel.: 0521/9 66 79-14

info@saunaindeutschland.de

www.saunaindeutschland.de


Hersteller- und

Händler-Journal

Corso Saunabau expandiert: „Werk II“ in

unmittelbarer Nachbarschaft des Firmensitzes

in Wallenhorst bei Osnabrück dient

auf 600 qm ausschließlich für die Produktion

der bewährten Massivholzsauna.

Website: www.corso-saunabau.de

Knapp 900 qm Gesamtfläche hat der Badeteich

der WasserWerkstatt Bamberg für die

eymannSauna in Münster-Amelsbüren. Auch der

Badeteich in der ErlebnisBadewelt Burghausen

(siehe Titel) ist vom Planer Wasserwerkstatt

Bamberg. Website:www.wasserwerkstatt.com

Der Sundiscounter aus Brühl empfiehlt die

innovativen neuen Solarien von Megasun. Diese

Geräte sind in der Lage , durch die neue p2-

Röhrentechnik auch in der neuen Norm (0,3

W/m 2 ) eine gute Bräunungsleistung zu erzielen.

Website: www.sundiscounter.de

Klassische Grünnoten beim Aufguss sind

wieder im Kommen, beobachtet Inhaber

Christian Schneider von Schneider‘s med.

Badezusätze® aus Hackenheim/ Bad Kreuznach.

Website: www.saunabedarf-schneider.de

Aromawolke® Wellness-Control-Technology

bietet unter anderem vollautomatische Aufgusssyteme

als Alternative zum klassischen Handaufguss

an. Website: www.aromawolke.de

Schindler Schwimmbadbedarf aus Zell hat

aktuell acht verschiedene Sauna-Cremes auf Joghurtbasis

und acht unterschiedlich beduftete

Sauna-Salze im Sortiment. 55 eigene Saunadüfte

umfasst – neben Handelsware – das derzeitige

Angebot. Website: www.schindler-shop.de

KLAFS, „Europas Premium-Ausstatter für Sauna

und SPA“ aus Schwäbisch Hall, eröffnete Anfang

April dieses Jahres, in der Boomtown Dubai in

den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Vertriebsniederlassung.

Website:www.klafs.de

Drogmel Gradierwerke.eu baut für den

Außenbereich Gradierwerke mit einer integrierten

zwei Tonnen schweren Himalaya-Salz-

Hersteller- und Händler-Journal

lampe. Innovativ ist der Einbau von kleinen

Gradierwerkelementen in Sauna- und Dampfräume.

– Beim Schwesterunternehmen Vitalis

Healthcare gibt es jetzt auch die Saunahonigcreme

im 6 Liter-Kanister.

Websites:

www.gradierwerke.eu;

www.saunahonigcreme.eu

Zum Leistungsspektrum von LogInDesign

gehören innovative Produkte aus dem Sauna-,

Bad- und Wellnessbereich.

Website:www.log-in-design.de

Die FaM Innovation Group setzte wieder

Maßtäbe auf der diesjährigen FIBO in Essen. Das

neue famoso Café-Lounge-Konzept wurde im

VIP-Bereich gezeigt. Website: www.fam-group.de

Der 1. BioNova® Weltkongress zum biologischen

Bau von Schwimm- und Badeteichen

mit 85 Teilnehmern aus 22 Staaten fand Anfang

dieses Jahres im österreichischen Bad

Bleiberg statt. Die BioNova Zentrale ist im oberbayerischen

Bergkirchen und wird von Rainer

Grafinger geführt. Website: www.bionova.de

Die finnische Biermarke Lapin Kulta ist über

die Schweizerische Großhandelsagentur zu beziehen,

Website: www.misterenergy.ch. Ansprechpartner

ist Holger Rolf. Mobil: 0160 /87 11 81 2,

E-Mail: holger.rolf @misterenergy.ch.

wedi Bauplatten und wedi Fundo bodengleiche

Duschen dürfen im Verbund mit Fliesen-

und Plattenbelägen als Abdichtungssystem

für die Bauwerk- und Bauteileabdichtung im

öffentlichen Bereich eingesetzt werden. Eine

weitere Verbundabdichtung entfällt, teilte das

Emsdettener Unternehmen wedi mit.

Website: www.wedi.de

Ein namhafter Saunahersteller, Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund, weist darauf hin, dass

es bei großen, langjährigen Hitzeeinwirkungen

an ungeschützten Holzdecken – auch wenn die

empfohlenen Sicherheitsabstände stimmen – zu

pyrophonen Reaktionen, Selbstentzündungen,

kommen kann. Diese Möglichkeit sei besonders

bei Erdsaunas gegeben. Deshalb sei eine

gelegentliche Beobachtung durch den Betreiber

und sein Personal sinnvoll. (Gen.) ■

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

1


T H E R E L A X F A C T O R Y ®

HH.SCHUNK oHG

GRENZSTRASSE 19

08248 KLINGENTHAL

TEL.: +49 037 467- 556-0

FAX: +49 037 467- 556-14

join@relaxfactory.de

Schaufenster

Die „Chillout Zone“ darf heutzutage in keiner Entspannungsoase oder Hotellobby fehlen. Neu in der

aktuellen Collection des österreichischen Möbelherstellers Karasek ist die trendige Lounge-Gruppe

Miami. Das Modell ist aus reinem Aluminium mit pflegeleichter KARATEX-Bespannung gefertigt.

www.karasek.co.at

RÖGER: Entspannte Atmosphäre

durch Kunstfelsen

Mit Steinen und Felsen kann mehr Atmosphäre

schaffen als mit Ziegeln oder Beton. Diese

Erkenntnis hat Röger genutzt und bietet originalgetreue

Nachbildungen von Felswänden

an, welche die Sauna nicht nur optisch hervorheben

und attraktiver machen, sondern auch

eine entspannte Atmosphäre schaffen. Die

Kunstfelsen bestehen aus glasfaserarmiertem

Beton für höchste Beanspruchung, sind in fast

jeder Größe lieferbar, bilden ein formstabiles

Baukasten-System und eignen sich für eine

Nachrüstung. Die Elemente sind abwaschbar.

RÖGER Sauna & Solarientechnik aus Schwäbisch

Hall ist seit April 1965 Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund.

www.roeger-sauna.de

2 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Matthias Voß: Neue Produktlinie

„The Spirit of Lotus“

Das Reutlinger Familienunternehmen

Matthias Voß, Schwimmbad- & Saunabedarf,

hat eine neue Saunacreme auf den Markt

gebracht: Die Blue Lotus Sauna Cream.

Außerdem gibt

eine Blue Lotus

Bodylotion sowie

einen erlesenen

Duftstoff

für den Einsatz

b e i s p i e l s weise

im Dampfraum.

Eine Blue Lotus-

Body Essenz rundet

die Produktlinie

„The Spirit of

Lotus“ ab. Ein Blue

Lotus Shampoo,

sowie ein Blue Lotus

Showergel folgen

noch. – „The

Spirit of Chocolate”

heißt die andere

umfangreiche

Produktlinie von

Matthias Voß,

Sauna-Bund Mitglied

seit Mai 2001.

www.voss-reutlingen.de


Thermenspezialist Hilpert

und Baum’s Holzteam:

Neue Attraktionen für

„Die Welle“ in Gütersloh

Das vielfältige Angebot der

JärveSauna im Gütersloher Freizeitbad

„Die Welle“ ist um neue

Highlights erweitert worden

(Website: www.schwimmen-in-

guetersloh.de). Thermenspezialist

Hilpert und Saunabauer

Baum‘s Holzteam

realisierten ein Dampfraum,

ein Tecaldarium® und eine

Finnische Sauna.

Angenehm wirkt die

Atmosphäre im neuen Dampfraum (45°C)

mit stimmungsvoller Beleuchtung, den

Hilpert plante und baute. Klare Linienführung,

kubische Formen und puristische Farbgebung

dominieren die Gestaltung. Detaillösungen wie

Hohlkehlen oder die Aluminium-Kuppeldecke

schaffen beste Vorraussetzungen für einfache

Reinigung und einwandfreie Hygiene.

Maximalen Komfort findet der Badegast im

neuen Tecaldarium. Auf körpergerecht ge-

formten Liegen stellt sich schnell ein wohliges

Entspannungsgefühl ein. Auch die Wärmebank,

die dem geschwungenen Wandverlauf

folgt, lädt mit ergonomischen Formen zum

entspannten Ruhen ein. Ihr vorgelagert sind

gewölbte Fußbänke. Neben den Wärmebänken

und -liegen sind der Boden und die

Wände beheizt. Diese Flächen geben eine angenehme

Wärmestrahlung ab, die wohltuend

auf den Körper einwirkt. Handgefertigte, formenreiche

Keramik in kontrastreichen Trendfarben

und sachlich-klassischer Gestaltung

Schaufenster

bekleidet alle komfortablen Elemente. Sie

stammt aus der Manufaktur Hilpert und sorgt

durch großzügige Proportionen mit geringem

Fugenanteil für Bequemlichkeit und hygienische

Oberflächen.

In der Mitte des Raums zieht ein Brunnen die

Blicke auf sich. Das schlichte, beleuchtete Natursteinbecken

krönt eine keramische Kugel, unter

der sich Nebelwölkchen den Weg in den mit

40°C mild temperierten Raum suchen. Ein lebendiges

Lichtspiel erzeugen Unterwasserspots,

welche die Bewegung des Wassers an die Decke

projizieren. Auch dieser Raum wurde von Hilpert

entworfen und gebaut.

Aus massiven Blockbohlen fertigte Baum‘s

Holzteam die neue Finnische

Sauna. Hierfür wurde vom

„erfahrenen Fachmann für

individuelle Qualitätssaunas“

das hochwertige Holz finnischer

Polarfichte gewählt.

Im Grundriss ähnelt die 90°C

Sauna einem Bogensegment,

damit die Saunagäste von allen

Positionen eine gute Sicht

haben. Zwei leistungsstarke

Saunaöfen je 24 kW sind zu

einer Einheit verbunden. Ihre Steinkörbe sind

üppig dimensioniert, um Aufgussszenarien den

angestrebten Effekt zu verleihen. Der großzügige

Schwitzraum mit zwei gläsernen Zugangstüren

bietet Platz für 40 Personen.

Das Unternehmen Hilpert aus Fulda ist seit August

1996 Mitglied im Deutschen Sauna-Bund, Baum’s

Holzteam aus Eschweiler seit Dezember 1986 und

die Stadtwerke Gütersloh seit April 1985.

www.hilpert-fulda.de.

www.baums-holzteam.com.

Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Sauna & Wellness

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Düfte erleben

Der Gast merkt den Unterschied sofort: Düfte

von Kemitron entwickeln sich langsam und

wandeln sich wie bei einem wertvollen Parfum.

Kein Wunder – wir verwenden überwiegend

natürliche ätherische Öle. Sie haben zwar ihren

Preis, aber auch überzeugende Wirkung auf

Psyche und Gesundheit. Und – wir liefern

gleichbleibende geprüfte Qualität. Deshalb

setzen sich unsere Duftkompositionen in

Wasserwelten und Fitnessbereichen immer

mehr durch.

Viel mehr als

Monodüfte

bieten

Die Investition lohnt sich: noch keiner unserer

Kunden ist zu Monodüften zurückgekehrt.

Duftmarketing prägt das anspruchsvolle Image

der ganzen Anlage. Der Gast kommt wieder.

Und darauf kommt es an.

Natürlich liefern wir Ihnen auch die komplette

Dosier- und Steuertechnik.Lassen Sie sich von

uns beraten.

An den Kiesgruben 14, D-73240 Wendlingen

Tel.(0 70 24)95 06-0, Fax(0 70 24)95 06-30

E-Mail: info@kemitron.de

Schaufenster

FINIMEX: Stark in

den Niederlanden

Seit Dezember letzten Jahres

ist das niederländische

Sauna – Beauty- SPA Resort

„Thermen Bussloo“ aus

Voorst mit Hans Dolman an der Spitze

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund

(www.thermenbussloo.nl). Zeitgleich mit dem

zweiten Geburtstag der Anlage im September

dieses Jahres wird das Ergebnis der derzeit

vorgenommenen Erweiterung präsentiert:

im Innenbereich unter anderem ein Hamam,

ein Schwimmbad und ein Dampfraum, im

Außenbereich ein 240 qm Kelo-Pavillon mit

Ruheraum und Brasserie sowie eine Kelo-Aufgusssauna

mit einem Krüppelwalmdach für

80 Personen plus ein seperater Infrarotwär-

TEKA®: Neue Profi-Sauna als

„Hingucker“ auf der FIBO

Eines der Highlights auf der diesjährigen

FIBO – Internationale Leitmesse für Fitness und

Wellness Mitte April in Essen war die neue Profi-Sauna

von TEKA, geeignet unter anderem für

Fitnessstudios, Hotels und gewerbliche Saunaan-

VDE-geprüfte, normkonforme

Saunasteuergeräte von EOS

Die neue Generation von Saunasteuergeräten

der EOS-Werke Günther GmbH, Driedorf-

Mademühlen, Entwickler und Hersteller von

Saunaheizgeräten, Saunasteuergeräten sowie

Heiztechnik, wurde kürzlich VDE-geprüft und ist

bis 2009 normkonform. Die Prüfzeichen eines

unabhängigen Prüfinstitutes bestätigen, dass

die Steuergeräte entsprechend der geltenden

Normen gebaut wurden und das CE-Zeichen

tragen dürfen. Außerdem entsprechen die EOS-

4 Sauna & Bäderpraxis 1/2008

me-Raum (Gesamtfläche 150 qm). Beide Gebäude

sind in dieser Größe und Form in der

Branche bislang einmalig. Die Keloarbeiten

bestreiten FINIMEX und Schnitzler-Sauna

(www.kelo-saunahaus.de).

Weitere FINIMEX-Referenzen in den

Niederlanden siehe: www.kelohouse.com. In

Südspanien, Mérida bei Badajoz, realisiert

das Unternehmen derzeit ein 100 qm Kelohaus.

FINIMEX ist seit April 2002 Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund.

www.kelosauna.eu

lagen. Wie Verkaufsleiter Christian Halbach dort

näher erläuterte, hat die Neuentwicklung 5,28

Meter Breite, 3,83 Meter Tiefe und eine Höhe

von 2,45 Meter. Ein 24 kW-Ofen mit zwei großen

getrennten Steinbehältern für je 60 Kilogramm

lässt gut 20 Personen gleichzeitig darin schwitzen.

Eine schrägstehende Glasfront – mit Ganzglastür

– sorgt für die erwünschte Transparenz.

In die Decken lassen sich unterschiedliche, farblich

changierende LED-Motive einarbeiten. Bei

der Außenverkleidung des 20 qm Saunaraumes

stehen 100 Dekors zur Auswahl. TEKA-Saunabau,

mittelständischer Hersteller mit vielfältigem

Sortiment für den gewerblichen und privaten

Bereich, ist seit Juli 1985 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund. Geschäftsführer ist Dieter Tietjen.

www.teka-sauna.de

Steuergeräte dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz,

was durch das GS-Zeichen – Siegel

„Geprüfte Sicherheit“ – bescheinigt wird. Um

auf der „sicheren Seite“ zu sein, rät EOS Saunabetreibern

und insbesondere Saunabau-Unternehmen,

sich die aktuellen Prüfausweise der

Saunasteuergeräte vorlegen zu lassen. „Nur nach

neuen Änderungsstand der Norm geprüfte Geräte

sind wirklich sicher“, so Karl-Heinz Bastian,

Leiter der Entwicklungsabteilung der EOS Werke

Günther GmbH. Das Unternehmen ist Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund seit Februar 1969.

www.eos-werke.de


Mt. Sapola: „Asia Feeling“

pur von Kopf bis Fuß

Das Besondere und Einzigartige an

Mt. Sapola sind seine hochwertigen Naturprodukte

aus Asien, basierend auf der

langen SPA- und Massage-Tradition in

Thailand. „Asia-Feeling“ pur: Für die vielfältige,

exklusive SPA-Linie von Kopf bis Fuß

werden bei der Herstellung ausschließlich rein

natürliche, handverlesene Kräuter- und Blütenextrakte,

ätherische Öle und weitere qualitativ

hochwertige Naturessenzen eingesetzt. Zu den

namhaften Referenzen von Mt. Sapola gehören

Aroma-Fitness: IKI-Ofen

100 % finnische Handarbeit

„Der ist eine Wucht“, lobt „Fan“ Reinhard

Schreiber, Betriebsleiter des „mona mare“ in

Monheim bei Düsseldorf/Köln, den 15 Kw-IKI-

Aufguss-Ofen (www.monamare.de). Als Vorzüge

nennt er den guten Wirkungsgrad, die bessere

Wärmeabstrahlung, den sparsamen Energieverbrauch

sowie das vollständige Verdampfen des

aufgegossenen Wassers auf die 200 Kilogramm

finnischen Kerkes-Natursteine mit ihrer hohen

Wärmespeicherfähigkeit. Jeden Nachmittag gibt

es den beliebten „IKI-Aufguss“ im Blockhaus im

Saunagarten. „Der IKI-Ofen ist die am schnellsten

wachsende Ofenserie in Finnland. Seit drei Jahren

wächst der Umsatz jährlich um 200%“, heißt es

auf der Website von Aroma-Fitness aus dem nie-

dersächsischen Heeslingen mit Anita Kreutz an

der Spitze. Das Unternehmen, seit Februar 2001

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund, vertreibt

den IKI-Ofen in Deutschland und Österreich exklusiv.

Die Außenhaut des runden Ofens besteht

aus säurefestem Stahl, alle anderen Teile sind aus

Edelstahl gefertigt. Der IKI-Ofen ist auch als holzbeheizte

Ausführung erhältlich.

www.aroma-fitness.de

Harvia: Neue innovative

Rondium Sauna

Schaufenster

Brenners Park Hotel, die Global River Cruises

UNIWORLD, das Kempinski Hotel Adlon Berlin

und die Urlaubswelt Tropical Islands in

Krausnick/Brandenburg. Geschäftsführer von

Mt. Sapola Europe in Allershausen (Oberbayern)

sind Michael Lehrberger und Claudia Spann.

www.mtsapola.eu

Die neue Rondium-Sauna von Harvia ist „die perfekte

Wahl für Saunabadende“. Die abgerundete

Glasecke mit Doppeltür und der Dachüberstand

mit drei LED-Lampen komplettieren dieses neuartige

Modell des bekannten finnischen Herstellers

aus Muurame. Dekorative Elemente aus

Edelstahl an den Außenwänden sorgen für ein

zeitgemäßes Aussehen. Auch der Sockel ist mit

Stahl beschichtet, was vor Bodenfeuchtigkeit

schützt. Wärmebehandeltes Holz, Espe oder

Roterle werden für die Außenpaneele verwendet.

Die exklusive Inneneinrichtung mit abnehmbaren

Liegen ist aus Abachi und wärmebehandelter

Espe. Die dekorative Steinwand sorgt

für einen modischen Kontrast. Der Ofen Topclass

Combi ist besonders vielseitig. Die Sauna

ist mit dem drahtlosen Steuergerät Harvia

Fenix ausgestattet. Damit lassen sich Temperatur,

Luftfeuchtigkeit, Einschaltzeit, Vorwahlzeit

und Farblicht der Sauna regeln. Ansprechpartner

in Deutschland ist Verkaufsleiter Kalervo Laakso;

E-Mail: kalervo.laakso@harvia.fi

www.harviasauna.com

Sauna & Bäderpraxis 1/2008


Schaufenster

Tylö® saunafreizeit © :

Dampfdusche Felicity setzt

neuen Standard

Das Dampfduschensortiment erstreckt sich von

praktischen Duschecken über einen kompletten

privaten SPA-Raum bis hin zu multifunktionalen

Dampfduschen. Bei der Felicity verschmelzen

nach Herstellerangaben modernes Design und

innovative Funktionen zu einer Dampfdusche,

die einen neuen Standard für das Badeerlebnis

der Zukunft setzt“. – Zum aktuellen Thema

Energieeinsparung äußert sich Tylö saunafreizeit

Klaus Schlenker, Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund seit März 1986, wie folgt: „Mit

unserer Technik für Dampfgeneratoren und

Saunaöfen haben wir im Energieverbrauch erhebliche

Vorteile, sowohl im gewerblichen wie

im privaten Bereich“.

www.tylo.de

Saunamanufaktur KÖRNER:

Sauna aus Leidenschaft“

Die schwäbische Saunamanufaktur KÖRNER aus

Albstadt-Laufen realisierte in den letzten Jahren

ein breites Spektrum ausgefallener Kundenwünsche

bei der individuellen Gestaltung von gewerblichen

und privaten Sauna- und Wellnessanlagen.

Die handwerklichen Innovationen und Leistungen

sowie die individuelle Vielfalt der KÖRNER-

Kreationen im Innen- und Außenbereich dokumentiert

die neue Broschüre „mit dem Dreh“, die

auch eine umfangreiche Referenzliste von Kunden

aus dem In- und Ausland bis hin zu Kreuzfahrtschiffen

enthält. „Sauna aus Leidenschaft“ haben

sich die Spezialisten von der Schwäbischen Alb

um den geschäftsführenden Gesellschafter Alfred

Foelsch auf die Fahnen geschrieben: KÖRNER

Saunabau als „erster Saunabauer im deutschsprachigen

Raum“, gegründet vor bald 60 Jahren,

1949. Um bei knappem Budget eine handwerklich

einwandfreie Lösung anzubieten, wird beispielsweise

seit geraumer Zeit das Sondermodell

FAMILY hergestellt, das in verschiedenen Größen

erhältlich ist.

Ende letzten Jahres konnte die neue Saunalandschaft

in der ErlebnisBadewelt Burghausen

(Georg Miesgang-Hallenbad) ihrer Bestimmung

übergeben werden (http://baeder.burghausen.

de). Die oberbayerische Kreisstadt Burghausen

liegt nahe der österreichischen Grenze. In der

dortigen neuen Saunalandschaft wird neuzeitliche

Architektur des Büros Lauer + Lebok aus

Lichtenfels realisiert, kombiniert mit dem traditionellen

Wissen und dem großen Erfahrungsschatz

von KÖRNER. Neben zwei Innensaunas im neu

erbauten Wellnessbereich sind dies vor allem im

Außenbereich zwei Saunahäuser und eine Erdhügelsauna.

Die wärmegedämmte Ständerbauweise

bietet große Vorteile beim wirtschaftlichen

Umgang mit der teuren Energie. Durch die massiven

dreidimensional wirkenden Verkleidungen,

speziell im Inneren der Saunabauten, entsteht

das besonders angenehme, „massive“ Saunaklima

mit hohem Strahlungswärmeanteil.

Als Material wurde Weißtanne verwendet, die

sich besonders gut für den Saunabau eignet und

durch die regionale Herkunft ein idealer Baustoff

ist. Weißtanne ist dank kurzer Transportwege

kurzfristig und günstig verfügbar und nebenbei

äußerst umweltfreundlich. Ein besonderes Flair

bietet die Erdhügelsauna. Über den kurzen Treppenabgang

gelangt man in dieSaunaerdhöhle“.

Aufgrund der kuppelartigen Form kann man auch

von einem „Saunadom“ sprechen. Auf den kreisförmig

angeordneten Sitzstufen verweilt man mit

Blick auf den zentralen, mit Naturstein ummauerten

Ofen mit dem kupfernen Sudkessel.

KÖRNER Saunabau ist seit Dezember 1993

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund.

www.sauna-koerner.de

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Sauna & Bäderpraxis 1/2008

Impressum

Sauna & Bäderpraxis

Offizielles Organ des

Deutschen Sauna-Bundes e.V.

Kavalleriestraße 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-0

Telefax (05 21) 9 66 79-19

info@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Verlagsanschrift

Sauna-Matti Gesellschaft für Sauna

Werbe- und Betriebsmittel mbH

Kavalleriestr. 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-14

Telefax (05 21) 9 66 79-19

Chefredaktion

Rolf-A. Pieper (verantw.)

Redaktion/Anzeigen/Produktion

Hans-Jürgen Gensow (&-18)

hans-juergen.gensow@sauna-bund.de

Anzeigen/Produktion

Tanja Kickert (&-14)

t.kickert@sauna-matti.de

Layout u. Herstellung

Meinders+Winter, Werbeagentur

Bielefeld

Druck

Offsetdruckerei L. Sertl, Spenge

Preis

Einzelheft 7,- e (inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten),

Jahresabonnement (4 Hefte): Inland 24,- e

(inkl. MwSt. und Versandkosten); Ausland 32,- e

(inkl. Versandkosten); Mindestbezugszeitraum 1

Jahr. Für Mitglieder des Deutschen Sauna-Bundes ist

der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.

Bankkonten

Volksbank Bielefeld

(BLZ 480 600 36) 67 458 200

Postbank Hannover

(BLZ 250 100 30) 417 794-308

Vertrieb

Nur im Abonnement

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beim Verlag. Nachdruck, auch

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Erscheinungsweise

viermal jährlich

Auflage

8.000 Exemplare

Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere

das der Übersetzung in andere Sprachen,

sind vorbehalten. Nachdrucke oder Reproduktionen

in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm

oder andere Verfahren sowie Speicherung und

Wiederverarbeitung durch Datenverarbeitungsanlagen

– auch auszugsweise – nur mit schriftlicher

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Artikel oder Zeitschriften mit Namen des Verfassers

stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die

der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Der Verlag behält sich vor, nur Anzeigen zu

veröffentlichen, die inhaltlich nicht der Zielsetzung

des Deutschen Sauna-Bundes widersprechen.

Printed in Germany

Im Verlag der Sauna-Matti GmbH erscheinen außerdem

weitere Fachschriften für Forschung und Praxis

des Saunabades und verwandter Fachgebiete.


Gestaltung: www.streng-christ.de

Neueröffnung „Die Welle“ –

wir gratulieren!

Viel Erfolg wünschen wir den Stadtwerken Gütersloh mit der

neu gestalteten „JärveSaunain der modernisierten „Welle“.

Wir freuen uns, mit der Realisation neuer Spa-Highlights attrak-

tive Anziehungspunkte für anspruchsvolle Gäste geschaffen zu

haben.

Schwitzen bei 90° C ist in der neuen Eventsauna ein Erleb-

nis. Ereignisreiche Aufgussinszenierungen beleben Körper und

Seele. Zugleich bieten massive Blockbohlen ein unvergleichlich

angenehmes Saunaklima.

Entspannung pur verspricht das großzügige Tecaldarium ® .

Ergonomische Wärmeliegen und die komfortable, sanft ge-

schwungene Wärmebank laden zum Relaxen ein. Ihre wider-

standsfähigen Oberfl ächen sind individuell aus handgeformter

Keramik gefertigt.

Bei warmen 45° C und einer Luftfeuchtigkeit von 100%

lockt das Dampfbad zum gesunden Regenerieren. Raffi nierte

Detaillösungen sorgen für mehr Hygiene und vereinfachen die

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