Sauna & Bäderpraxis 2/2011 - Deutscher Sauna-Bund e.V.

saunabund.ev.de

Sauna & Bäderpraxis 2/2011 - Deutscher Sauna-Bund e.V.

SAUNA& BÄDER

PRAXIS

ISSN 1862-8206 10633

S P A & W E L L N E S S W E L T W E I T 2/2011 | 7,50 e

emotion of sauna.

emotion of sauna.

Aufsichtsrisiken in Saunaanlagen

Saunaheizgeräte: Gas oder Elektro? · Neue „Solarienverordnung”

Report: Sauna Embricana · Sauna-Fachliteratur online


Es ist Zeit zur Auffrischung!

Ihre Anlagen brauchen neue Kleider!

Pfiffige Ideen

Ansprechendes

Design

Tolle Hölzer

Neuen Katalog anfordern:

„Wellness mit Hitze und Dampf

zu Wasser und an Land“

SAUNA . BLOCKHAUS . DAMPFBAD

Die Lösung:

Spaldingstraße 110 . 20097 Hamburg

Tel. 040 / 33 61 47 . Fax 040 / 23 48 31 . info@finnjark.de . www.finnjark.de


Impuls für die

Saunaforschung

Zunächst war es nur ein Gefühl, dann wurde es Erkenntnis.

Und fast alle im Tagungsraum dürften es gespürt haben: Für die

Saunaforschung in Deutschland ging eine Ära zu Ende.

Der Anlass selbst hätte dies nicht unbedingt erwarten lassen.

Die International Sauna Society (ISS) verlieh ihrem lang jährigen

Vizepräsidenten, Prof. em. Dr. med. Eberhard Conradi, im

Rahmen der Eröffnung von Saunaimpulse® 2011 in Leipzig die

Ehrenmitgliedschaft. In der Laudatio erinnerte der amtierende

ISS-Präsident Risto Elomaa aus Helsinki u. a. an die besonde-

ren Verdienste Conradis für die Saunaforschung. Dann jedoch

trat der Geehrte selbst vor das Plenum. Er berichtete von der

zunächst schwierigen Aufgabe – auch für ihn als Facharzt für

physikalische Medizin – den gesundheitlichen Wert des Sauna-

badens allgemein heraus zu stellen und effiziente Forschung

dafür zu leisten. Die ersten Untersuchungsergebnisse konnte er

1974 auf dem VI. Internationalen Saunakongress in Finnland

vorstellen, und er habe es als „komisch“ empfunden, über etwas

geforscht zu haben, ohne es in allen Facetten richtig zu kennen.

Prägend auch für seine weitere Forschungsarbeit sei dann das

nachfolgende Erleben der finnischen Sauna als Lebensform

gewesen. Mindestens 25 Forschungsarbeiten der mehr als

120 Veröffentlichungen des Forschungsteams um den vielfach

Ausgezeichneten und seinen langjährigen Mitarbeiter

Priv.-Doz. Dr. Rainer Brenke galten den Saunawirkungen.

Der Ansatz medizinischer Forschung hat sich in den letzten Jahr-

zehnten sehr gewandelt. In der Grundlagenforschung fragt man

gegenwärtig nach den komplizierten Zusammenhängen und

Auswirkungen hochspezifischer Eingriffe in zelluläre, oft sogar

molekulare Bereiche. Dagegen ist vergleichsweise das Interesse

an Studien über langfristige Auswirkungen physikalischer Maßnahmen

gering. Die Forschung im Bereich physikalischer Medizin

arbeitet auch kaum noch experimentell. In diesem Sog ist seit

zehn Jahren ebenfalls die Zahl der Saunaarbeiten zurückgegangen.

So hat sich vor zwei Jahren für die sehr gut vorbereitete

Sauna präventionsstudie, die den Effekt des wiederholten Saunabadens

auf das Frühstadium der Arteriosklerose untersuchen sollte,

keine finanzielle Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

realisieren lassen. Und ohne Forschungsmittel

geht nichts, denn der Nachweis der Wirkungszusammenhänge

ist kompliziert und sehr teuer geworden, die statistische Absicherung

aufwendig. In die Saunaverbreitung rücken deshalb immer

mehr gesundheitsferne Inhalte ohne Nachhaltigkeit. Dies wurde

unausgesprochen an der Dankesrede Conradis deutlich.

Und doch hat gerade er die Grundlage für einen möglichen

Impuls einer neuen Saunaforschung gelegt. Die von ihm erstellte

Saunabibliographie könnte von gesundheitswissenschaftlichen

Instituten, die es immer häufiger, interdisziplinär ausgerichtet,

im Hochschulbetrieb gibt, als Hilfsmittel für akademische

Graduierungsarbeiten und für anwendungsbezogene Studien

herangezogen werden. So könnte auch wieder der Blick für die

gesundheitliche Bedeutung des Saunabadens geschärft werden.

Bis zum nächsten Mal

I h r

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Editorial

3


Anmeldung

und Programme bei:

Akademie für

Aus- und Fortbildung im

Badewesen des Deutschen

Sauna-Bundes e.V.

Ulrike Martmann

Kavalleriestraße 9

33602 Bielefeld

Tel.: 0521/96679-11

Fax: 0521/96679-19

u.martmann@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Fortbildungen 2011/2012

Inhouse-Schulungen/Betriebsfortbildungen:

Richtig saunabaden – gut aufgießen

Aufgusstraining: Praktisches Üben von Wedeltechniken

Aufgusstraining: Entwicklung von Standard-Aufgüssen

Sauna und Aufguss heute

Service mit Herz: Die Kunst, in Konflikten souverän aufzutreten

Grundlagen-Seminare:

Sauna und Aufguss heute

04.10.2011 Ottobrunn bei München, Phönixbad

Saunabaden – aber richtig!

14.10.2011 Aachen, Kongress für das Badewesen

Praxis-Seminare:

Natürlich Frau – Anregungen und Tipps für den erfolgreichen Damentag

29.08.2011 Hamm, Gut Sternholz

Duftwerkstatt – Lernen Sie das Gestalten von Saunadüften

28.09.2011 Bad Kreuznach, Bäderhaus

Trainingscamp Aufguss – praktisches Üben verschiedener Wedeltechniken

20. + 21.09.2011 Laatzen, aquaLaatzium

Service mit Herz: Die Kunst, in Konflikten souverän aufzutreten

26. + 27.09. 2011 Bielefeld

Teamentwicklung: Kurs nehmen, Stolpersteine meistern, Erfolge feiern

11. + 12.10.2011 Berlin

Saunaleistungen erfolgreich verkaufen

18.10.2011 Bielefeld

Wellness für Mutter und Kind – Baby-Sauna und Säuglingsschwimmen

24.10.2011 Bielefeld, Altstadt sauna

Klangaufguss in der Sauna

12.09.2011 Filderstadt, Fildorado

Umsetzung der „Solarienverordnung” (UV-Schutz-Verordnung) in Saunabädern

25.10.2011 Bielefeld

17.01.2012 Leipzig

Wellness-Seminare:

Lomi Lomi Nui – Hawaiianische Tempelmassage

12. – 14.09.2011 Bielefeld

Ausbildung in der Seifenschaummassage

15. – 17.11.2011 Bielefeld, Ishara

Klangschalenmassage zum Wohlfühlen

02. – 04.11.2011 Filderstadt

Lehrgänge:

Saunameister-Lehrgänge

31.10. – 12.11.2011 München

06.02. – 17.02.2012 Bielefeld

30.04. – 12.05.2012 Leipzig

Wellnessmassagen-Ausbildung

19. – 23.03.2012 und Bielefeld

27. – 29.04.2012

Termin- und Ortsänderungen oder Dozentenaustausch

behalten wir uns in dringenden Fällen vor.


Inhalt 2/2011

Nachrichten 6

Neue Mitglieder 12

Sauna- und Bäder-Journal 13

Rückblick

Saunaimpulse® 14

Mitgliederversammlung 18

Leserfrage

Saunagäste ohne Aufsicht 19

im Naturbad?

Saunareport

Sauna Embricana, 20

Emmerich am Rhein

Ausstattung und Betrieb

Neue „Solarienverordnung”: 25

Lohnen sich Solarien noch?

Aufsicht an Wasserbecken 29

in Saunaanlagen

Saunaheizgeräte: 35

Gas oder Elektro?

Saunabrände - 38

ein unterschätztes Risiko?

Medizin und Gesundheit

Wissenschaftliche Grundlagen 40

des Saunabades auf einen Klick

Geld und Recht

Kein Markenschutz 42

für „Spa”

Strenge Anforderungen bei 43

Werbung per E-Mail

Schaufenster 44

Kleinanzeigen 46

Anzeigen-Index 47

Impressum 47

Titel:

EOS-WERKE GÜNTHER GmbH,

Driedorf-Mademühlen

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Inhalt

5


z_A_CaliforniaTwin_durbach.qxp:575-13-07_Thermo-Spa 23.04.2010 11:46 Uhr Seite 1

Zu zweit genießen.

Erleben Sie mit Produkten von TRAUTWEIN Wellness auf höchstem

Niveau. Unsere einzigartigen Paarbadewannen verwöhnen mit vier

Wellnessformen: Klangwellenmassage, Farblichttherapie und einer

Luft- und Unterwassermassage aus 120 Düsen nach dem Hydroxeur ® -

Prinzip. Paarbehandlungen liegen voll im Trend und sorgen für

zusätzlichen Umsatz. Wir beraten Sie gerne!

Tel. +49 (0) 7641/46 77-30, info@trautwein-gmbh.com

www.trautwein-gmbh.com

Hydroxeur ® California Twin,

Hotel Ritter in Durbach

Nachrichten

Badewesen-Kongress

nach Aachen verlegt

Vom 12. bis 14. Oktober dieses

Jahres findet der 63. Kongress für

das Badewesen in Aachen statt

und nicht in Erfurt wie ursprüng-

Seminarklassiker in

Aachen

Im Programm des 63. Kongresses für

das Badewesen ist auch das Grundlagenseminar

des Deutschen Sauna-

Bundes „Saunabaden – aber richtig!“

aufgeführt. Die Tagesveranstaltung

ist der Klassiker der Fortbildungsakademie

des Deutschen Sauna-Bundes.

Er führt in die Wirkungszusammenhänge

des Saunabadens ein und ist

Außerordentliche

Mitgliederversammlung

im Oktober

Für den 12. Oktober 2011 lädt

der Deutsche Sauna-Bund seine

Mitglieder zu einer außerordentlichen

Mitgliederversammlung

nach Aachen ein. Thema der

Ver anstaltung ist die Verlegung

der Verbandsgeschäftsstelle in

Keine

„Solariensteuer”

in NRW

Der Innenminister des Landes

Nordrhein-Westfalen (NRW),

Ralf Jäger (SPD), hat der Stadt

Essen untersagt, eine „Vergnü-

Sauna-Werbespot

für Franziskaner

Die Hamburger Agentur McCann

Erickson macht im Auftrag der in

Belgien ansässigen weltgrößten

Brauereigruppe Anheuser-Busch

InBev mit einem unterhaltsamen

Sauna-Werbespot auf das

6

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

lich geplant. Veranstalter ist die

Deutsche Gesellschaft für das

Badewesen (DGfdB), Essen. Der

Kongress-Empfang ist in den

Carolus-Thermen Bad Aachen.

Website: www.baederportal.com

damit Basisinformation für das Personal

öffentlicher Saunabäder. Das

Seminar findet am 14. Oktober 2011

von 10 bis 16 Uhr im Kongresszentrum

statt. Referent ist der Geschäftsführer

des Deutschen Sauna-Bundes,

Rolf-A. Pieper.

Anmeldungen:

Deutscher Sauna-Bund,

Ulrike Martmann,

Tel. 0521/9 66 79-11 oder

E-Mail: u.martmann@sauna-bund.de

Bielefeld. Ein Umzug steht bevor,

weil das Gebäude, in dem

die Büros seit 1960 untergebracht

sind, zukünftig nicht mehr

zur Verfügung steht. Über die

Umzugspläne möchte das Präsi-

dium die Mitglieder informieren.

Die außerordentliche Mitgliederversammlung

findet im Rahmen

des Kongresses für das Badewesen

statt.

gungssteuer“ für gewerblich

genutzte Solarien einzuführen

(vgl. „Sauna & Bäderpraxis

Nr. 4/2010). Dies meldete das

Online-Portal „Der Westen“ der

Westdeutschen Allgemeinen

Zeitung Anfang Juli dieses

Jahres.

Weißbier „Franziskaner alkoholfrei”

aufmerksam. Wie das Fachmagazin

W&V Werben & Verkaufen Anfang

Juni dieses Jahres berichtete, läuft

der 15 Sekunden-Spot im Fernsehen

und Online. Als Leitmotiv

für die Promotion des Sauna-Biers

wird die „Auszeit vom Alltag“ genannt.


Aufgussrichtlinien

beschlossen

In seiner Sitzung am 3. Mai 2011

hat der erweiterte Vorstand der

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen

die Schlussfassung der

„Richtlinien zur Durchführung von

Saunaaufgüssen in öffentlichen

Saunaanlagen“ (R 26.30.04) einstimmig

beschlossen. Damit sind erstmalig

Regelungen für gesundheitsorientierte

Aufgüsse herausgegeben

worden. Sie hatte in einer Bearbeitungszeit

von nur eineinhalb Jahren

der Ausschuss „Saunabetrieb“ des

Deutschen Sauna-Bundes erarbeitet

und sie dann in das Regelwerk der

Deutschen Gesellschaft überführt.

Der dringende Regelungsbedarf

war entstanden, weil der Aufguss

heute zu den wichtigsten Besuchsmotiven

von Saunagästen zählt

und für die Bäder ein bedeutendes

Marketinginstrument geworden ist.

Dadurch hatte sich die Aufgusspraxis

grundlegend verändert. Die

Nachrichten

Aufgussintensität und die Zahl der

Aufgüsse, an denen der Saunagast

teilnimmt, haben sich erhöht. Es bestand

die Notwendigkeit, Standards

für die qualifizierte Durchführung

von Aufgüssen zu entwickeln. Sie

sollen auch dem Schutz von Saunagästen,

Mitarbeitern und Saunabetreibern

dienen. So wurden in den

„Richtlinien“ die Anforderungen an

das Aufgusspersonal, die tägliche

Frequenz der Aufgüsse, die Menge

des Aufgusswassers und die

Dauer des Aufgusses festgelegt.

Grundlage dafür waren vor allem

arbeitsmedizinische Auswertungen

von Befragungen des Deutschen

Sauna-Bundes unter dem Personal

öffentlicher Saunaanlagen, die

Sauna & Bäderpraxis“ veröffentlichte.

Die zwölfseitigen „Richtlinien“

sind zum Preis von 35,00 € incl.

MwSt. zzgl. Versandkosten über

Sauna Matti GmbH, Kavalleriestr. 9,

33602 Bielefeld zu beziehen

(www.sauna-matti.de).

Driburg Therme mit Premium-Qualität

Die Saunaanlage der Driburg Therme war bereits das 44ste Bad, das

mit dem Qualitätszeichen Premium ausgezeichnet wurde. Das Qualitäts-

system des Deutschen

Sauna-Bundes erfreut sich

damit weiter großer Beliebtheit

bei den Badbetreibern.

Dies war auch in Bad Driburg,

dem traditionsreichen

Kurort am Rande des Teu-

toburger Waldes, der Fall.

„Diese Auszeichnung ist

ein sehr beeindruckender

Beweis für die engagierte

Arbeit, die vom Team

Foto: Silke Riethmüller

Geschäftsführerin Christiane Seemer und Bürgermeister

Burkhard Deppe freuten sich über die

Auszeichnung. Stellvertretende Landrätin Carola

Breker und Sauna-Bund-Geschäftsführer Rolf

Pieper (v.l.) gratulierten.

der Driburg Therme geleistet wird“, freute sich Bürgermeister Burkhard

Deppe während einer Feierstunde, in der Geschäftsführerin Christiane

Seemer das Qualitätszeichen überreicht wurde. Glückwünsche des

Landes und des Kreistages überbrachte dazu die stellvertretende Landrätin

des Kreises Höxter, Carola Breker. Die Driburg Therme, die nach

dem Vorbild einer römischen Therme erbaut wurde, punktet bei Touristen

und Stammgästen mit anspruchsvollem Thermalbaden, zahlreichen Wellness-

und Saunaangeboten sowie hoher Servicequalität.

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

7

www.aquanale.de

AQUANALE

26 -29 OKT 2011

Internationale Fachmesse für Sauna.Pool. Ambiente.

WELLBUSINESS IN COLOGNE!

Als die internationale Trend-, Kommunikations- und Business-

Plattform für Schwimmbad, Sauna, SPA, Sonne und Wellness

weist die aquanale 2011 den Blick in die Zukunft. Greenliving,

Energieeffi zienz und Design stehen im Einklang mit Funktionalität,

Raum und Technik für Komplettlösungen moderner Schwimm-,

Wellness- und SPA-Anlagen. Innovatives und kreatives Interieur

für heimische Oasen liegt im Dauertrend. Kommen Sie nach Köln

zur aquanale 2011 und profi tieren Sie von dieser einzigartigen

Themen-, Wissens- und Produktvielfalt!

Koelnmesse GmbH

Messeplatz 1, 50679 Köln

Telefon + 49 (0) 1805 603 500*

Telefax + 49 (0) 221 821-99 1030

aquanale@visitor.koelnmesse.de

* 0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz,

max. 0,42 €/Min. aus dem Mobilfunknetz

ZEIT SPAREN, GELD SPAREN!

Jetzt online Tickets kaufen! www.aquanale.de


SAUNAGASÖFEN

für den gewerblichen Bereich

• Senkung der Energiekosten um 70%, das sind ca. 7.000 -

10.000 €/Jahr bei einem 50 kW-Ofen

• ca. 66% weniger CO 2 -Emission

10 - 18 kW

Jetzt auch

raumluftunabhängig

lieferbar!

20 - 90 kW

WIR VERBINDEN ÖKONOMIE MIT ÖKOLOGIE

Telefon: 02563 / 98090 · info@kusatek.de · www.kusatek.de

PLANUNG · PRODUKTION · MONTAGE

Nachrichten

Erfolgreiches Aufgießer-Casting in der Bali Therme

Ein Saunagang wird für viele

Gäste erst durch einen gekonnt

vorgetragenen Aufguss zu einem

besonderen Erlebnis. Dazu gehört

das richtige Verteilen der

heißen Luft, üblicherweise mit

einem unterschiedlich großen

Wedeltuch. Um verschiedene Techniken korrekt zu reproduzieren und

methodisch geschickt an ungeübte Dritte weiterzugeben, trafen sich

Anfang Juli dieses Jahres erfahrene Aufgießerinnen und Aufgießer aus

ganz Deutschland in der Bali Therme Bad Oeynhausen. Geschäftsführer

Peter Kaiser begrüßte die hochmotivierten Teilnehmer und stellte

ihnen für didaktisch aufbereitete Wedel-Trockenübungen sogar den

Rasen vor dem Haupteingang der Therme zur Verfügung. Die zweitägige

Veranstaltung – mit theoretischer Unterweisung durch den

Schauspieltrainer André Schäfer – organisierte die Fortbildungsakademie

des Deutsche Sauna-Bundes. Leiter Rolf-A. Pieper führte durch

das Seminarprogramm und stellte dabei die neuen Richtlinien zur

Durchführung von Saunaaufgüssen in öffentlichen Saunaanlagen vor.

Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden künftig die zahlreichen

(Inhouse-)Schulungen der Fortbildungsakademie unterstützen.

KLAFS übernimmt

Röger

Wie Anfang Juni dieses Jahres bekanntgegeben

wurde, hat KLAFS

im Zuge einer Nachfolgeregelung

Röger Sauna- und Solarientechnik

in Schwäbisch Hall-Sittenhardt

übernommen. Röger gilt wie KLAFS

als einer der Pioniere im Saunabau

und steht am Markt für hochwertige

und individuelle Saunen für private

Kunden und Sauna- und Wellnesslandschaften

für Hotels, öffentliche

Bäder und Fitnessstudios. Der bisherige

Hauptgesellschafter von Röger,

Herbert Nonnenmacher (70), blickt

auf eine erfolgreiche 46-jährige

8

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Fotos: Bali Therme

Tätigkeit – davon die meiste Zeit

als Geschäftsführer – für das Unternehmen

zurück und legte sein

Amt altersbedingt nieder. Zu seinem

Nachfolger als Geschäftsführer wurde

Dipl.-Ing. Phillip Rock bestellt,

davor Leiter Produktion und Qualität

bei KLAFS. Daneben bleibt

Andreas Röger Geschäftsführer des

Unternehmens. KLAFS wird Röger

künftig innerhalb der Unternehmensgruppe

als Zweitmarke führen

und verspricht sich dadurch weiteres

Wachstum im Wellnessmarkt. KLAFS

ist seit 1969 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund, Röger seit 1965.

Websites: www.klafs.de;

www.roeger-sauna.de


Seminare zur neuen

„Solarienverordnung”

„Die Verabschiedung der UV-Schutz-

Verordnung (UVSV) hat endlich

Investitionssicherheit und Rechts-

klarheit für die Unternehmer geschaffen.

Die Umsetzung der Investitionen

und die Schulung der Mitarbeiter

werden die Besonnung auf ein neues

Qualitätsniveau bringen. Insgesamt

erhält das Produkt Solarium dadurch

eine Aufwertung, die vollkommen

neue Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung

aufzeigt. Die

Er gebnisse eines erforderlichen branchenweit

steigenden Preisniveaus

werden zusätzlich für Anreize sorgen.“

Mit diesem optimistischen Statement

reagierte Dr. Norbert Schmid-Keiner,

Geschäftsführer des Bundesfachverbandes

Besonnung (BfB), Seelbach

(Baden-Württemberg), auf die

– immer wieder verschobene –

Verabschiedung der UVSV durch

das Bundeskabinett Anfang Juli

Gefragt:

Trainingscamp Aufguss

Die anhaltende Nachfrage aus

Saunabetrieben nach praktischem

Üben verschiedener Wedeltechniken

hat die Fortbildungsakademie des

Deutschen Sauna-Bundes zu einem

weiteren „Trainingscamp Aufguss“

veranlasst. Dieses findet am 20.

und 21. September 2011 im aqua-

Laatzium im Süden von Hannover

statt. Behandelt werden in diesem

aquanale 2011:

App für Smartphones

Eine App – eine Art Zusatzprogramm

– für Smartphones wird

Interessenten kostenfrei auf der

aquanale-Website zur Verfügung

gestellt. Dort lassen sich aktuelle

Informationen zur Internationalen

Messe für Sauna, Pool und Ambiente

vom 26. bis 29. Oktober auf dem

Gelände der Koelnmesse abrufen.

Nachrichten

(vgl. Beitrag S. 25 ff. in dieser Ausgabe

und Nachricht in Sauna & Bäderpraxis

Nr. 1/2011). Die UVSV wurde

inzwischen im Bundesgesetzblatt

veröffentlicht (Website: www.bgbl.

de) und tritt zum 1. Januar 2012 in

Kraft. Davon ausgenommen ist die

Anwesenheitspflicht für Fachpersonal.

Wegen des noch zu schulenden

Personals – bei einem akkreditierten

Schulungsträger – gilt diese Vorschrift

erst nach 16 Monaten: ab dem

1. November 2012. Die Umrüstung

der „Altgeräte” muss zum 1. August

2012 erfolgt sein. Die Fortbildungs-

akademie des Deutschen Sauna-

Bundes bietet ergänzend mehrere

Seminare zur praktischen Umsetzung

der neuen „Solarienverordnung”

an: Ende Oktober in Bielefeld, Mitte

Januar 2012 in Leipzig und Mitte

April in München. Eine Anmeldung

ist über die Website www.saunabund.de

möglich oder direkt bei

U. Martmann, E-Mail: u.martmann@

sauna-bund.de, Tel.: 0521/96679-11

Praxis-Seminar: Rahmenbedingungen

zeitgemäßer Aufgüsse, Training

unterschiedlicher Wedeltechniken

mit Reflexion durch Videoaufnahmen,

Dramaturgie eines Aufgusses

sowie Möglichkeiten von Zeremonien

und Events und der souveräne

Umgang mit Gästen.

Anmeldung über die Website

www.sauna-bund.de oder direkt

bei Ulrike Martmann: E-mail:

u.martmann@sauna-bund.de,

Tel.: 0521/96679-11.

Im Online-Shop gibt es günstigere

E-Tickets für den Eintritt. Top-Themen

der 5. aquanale in Halle 10.1 und

10.2. sind Greenliving/Innovatives

Engineering und Private SPA. Partnerland

ist Italien. Die FSB, Internationale

Fachmesse für Freiraum-,

Sport- und Bäder anlagen, ist fast

zeitgleich vom 26. bis 28. Oktober

ebenfalls in Köln-Deutz.

Websites: www.aquanale.de;

www.fsb-cologne.de

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

9

maßgeschneiderte Steuergeräte

für Sauna, Wellness und Spa

• kundenspezifisches Design

• individuell programmierbare Ein- und Ausgänge

alle Geräte VDE geprüft

• auf Ihre Bedürfnisse angepasste Software

Das optische Highlight FCU4400-DESIGN-GLAS

DES

• Bedienfläche aus Glas • flächenbündiger Einbau

• drei Badeformen in einem Steuergerät

(Sauna / Sauna mit Feuchte / Infrarot)

info@fasel-gmbh.de www.fasel-gmbh.de

Saunaaufgusskonzentrate · Dampfbad-Düfte · Peelings

Sauna-Massage-Salze · Massageöle

Saunazubehör · uvm.

Wir haben wieder Neuheiten für Sie!

Besuchen Sie unsere Internetseite

www.aroma-fitness.de

finesse

Aroma-Fitness GmbH

Rüschenkamp 10 · D-27404 Heeslingen

Telefon: +49(0)42 81-98441-0 · Telefax: +49(0)42 81-98441-11

E-mail: info@aroma-fitness.de · www.aroma-fitness.de

Aroma_89x66_150410.indd 1 16.04.2010 09:19:49


Nachrichten

76 ausgezeichnete Saunabetriebe

Das Interesse am Qualitätszeichen für

öffentliche Saunaanlagen ist groß:

Im Sommer 2011 gab es 76 ausgezeichnete

Betriebe in ganz Deutschland;

45 von ihnen sind für „SaunaPremium“

zertifiziert, 23 für „SaunaSelection“

und acht für

SaunaClassic“.

Auf der diesjährigen

Mitgliederversammlung

24

des Deutschen Sauna-

Bundes Mitte Mai in

Leipzig wurden erneut

Niedersachsen

Auszeichnungen

verliehen.

67

62

71 66

1

48

Nordrhein- 16

Westfalen 28

20 68

31

33

50 36

18

39 40

44

53

14

3

60

4

Sachsen-

Anhalt

76

9

30

42

Thüringen

Sachsen

23

41

17 Hessen

Premium

Selection

Classic

72

47

Saarland

10 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

7

56

10

75

Bremen

19

Schleswig-

Holstein

37

Hamburg

8

Rheinland-

Pfalz

12 46

55

38

64

61

27

54

43

35

70

21

57

51

58

74

Baden-

Württemberg

73

32

15

35

29

22

Bayern

69

25

2

26

45

59

6

49

11

65

52

63

34

Mecklenburg-

Vorpommern

Brandenburg

5

13

Berlin

http: www.landkarte-direkt.de


Nachrichten

1 CarolusTherme Bad Aachen Premium www.carolus-thermen.de

2 Therme Bad Aibling Premium www.therme-bad-aibling.de

3 Freizeitbad Arobella Bad Arolsen Premium www.arobella.de

4 Lahn-Dill-Bergland-Therme Bad Endbach Premium www.bad-endbach.de

5 Chiemgau Thermen Bad Endorf Premium www.chiemgau-thermen.de

6 Therme 1 mit Saunahof Bad Füssing Premium www.therme1.de

7 Seedammbad Bad Homburg Classic www.seedammbad.de

8 Bäderhaus Bad Kreuznach Premium www.baederhaus-sauna.de

9 Sauna im Kurzentrum Bad Suderode Classic www.bad-suderode.de

10 RappSoDie Bad Rappenau Premium www.rappsodie.info

11 Holstein Therme Bad Schwartau Premium www.holstein-therme.de

12 ObermainTherme Bad Staffelstein Premium www.obermaintherme.de

13 Watzmann Therme Berchtesgaden Selection www.watzmann-therme.de

14 Driburg Therme Bad Driburg Premium www.driburg-therme.de

15 Panorama-Therme Beuren Premium www.beuren.de

16 Ishara Bielefeld Premium www.ishara.de

17 Cascade Freizeitbad mit Saunawelt Bitburg Selection www.cascade-bitburg.de

18 Märchenlandtherme Breuna Selection www.maerchenlandthermebreuna.de

19 Celler Badeland Celle Selection www.celler-badeland.de

20 Coebad Coesfeld Selection www.coebad.de

21 Felsland Badeparadies Dahn Dahn Premium www.felsland-badeparadies.de

22 Premium Fit + Spa Donauwörth Classic www.premium-fit-spa.de

23 Stiehler Sauna & Solarium KG Dresden Classic www.sauna-in-dresden.de

24 Friesentherme Emden Classic www.friesentherme-emden.de

25 Therme Erding Vital GmbH Erding Premium www.therme-erding.de

26 Keidel Mineral-Thermalbad Freiburg Premium www.keidel-bad.de

27 Rotherma Saunapark Gaggenau Premium www.rotherma.de

28 Järve Sauna Gütersloh Premium www.schwimmen-in-guetersloh.de

29 Saunadorf Juramare Gunzenhausen Premium www.juramare.de

30 Freizeit- und Sportzentrum Halberstadt Premium www.fsz-halberstadt.de

31 Maximare Hamm Premium www.maximare.com

32 Freizeitbad Jurawell Herbrechtingen Selection www.jurawell.de

33 COPA CA Backum Herten Premium www.copacabackum.de

34 HofBad GmbH Hof Premium www.stadtwerke-hof.de/baeder/hofbad

35 aquasauna Rottweil Selection www.aquasauna.de

36 Seilerseebad Iserlohn Selection www.seilerseebad.de

37 HolstenTherme Kaltenkirchen Premium www.holstentherme.de

38 aqua-sole Kitzingen Premium www.aqua-sole.de

39 Agrippabad Köln Premium www.agrippabad.de

40 Saunalandschaft im Höhenbergbad Köln Selection www.koelnbaeder.de

41 Saunapark Siebengebirge Königswinter Premium www.saunapark-siebengebirge.de

42 Badehaus Nordhausen GmbH Nordhausen Selection www.badehaus-nordhausen .de

43 Hallenfreibad Cuppamare Kuppenheim Classic www.cuppamare.de

44 Das Saunadorf Lüdenscheid Premium www.saunadorf.de

45 Meersburg-Therme Meersburg Premium www.meersburg-therme.de

46 Therme Obernsees Mistelgau Premium www.therme-obernsees.de

47 Deichwelle Neuwied Selection www.deichwelle.de

48 Nettebad / Loma Sauna Osnabrück Premium www.nettebad.de

49 Bora Sauna Radolfzell Premium www.bora-sauna.de

50 Allwetterbad Lintorf Ratingen Premium www.ratinger-baeder.de

51 Schenkenseebad Schwäbisch Hall Premium www.schenkenseebad.de

52 Sieben-Seen-Sportpark Schwerin Premium www.belasso.de

53 Hüttental-Sauna Siegen Selection www.huettental-sauna.de

54 Badezentrum Sindelfingen Sindelfingen Selection www.badezentrum.de

55 bademaxx Speyer Selection www.bademaxx.de

56 Dünen-Therme St. Peter-Ording Selection www.st.peter-ording-nordsee.de

57 Mineralbad Cannstatt Stuttgart Premium www.stuttgart.de/baeder/menue/187536

58 Mineralbad Leuze Stuttgart Premium www.stuttgart.de/baeder/menue/187535

59 Bodenseetherme Überlingen Premium www.bodensee-therme.de

60 Centrum f. Phys. Therapie Pflüger Uengsterode Classic

61 Albtherme Waldbronn Selection www.albtherme-waldbronn.de

62 Heuberg Sauna Wesel Selection www.baeder-wesel.de

63 Wonnemar Wismar Premium www.wonnemar.de/wismar

64 Hallenbad und Sauna Wörth Selection www.woerth.de/baeder

65 Badeland Wolfsburg Wolfsburg Premium www.badeland-wolfsburg.de

66 Aquana Würselen Premium www.aquana.de

67 Freizeitzentrum Xanten (FinnWell) Xanten Selection www.freizeitzentrumxanten.de

68 Freizeitbad Tauris Mülheim-Kärlich Selection www.tauris.net

69 Donautherme Wonnemar Ingolstadt Premium www.wonnemar.de/de/ingolstadt

70 Südpfalz Therme Bad Bergzabern Premium www.suedpfalz-therme.de

71 Saunapark Würselen Premium www.saunaparl-wuerselen.de

72 Der Saunagarten a.d. Kaiserthermen Trier Premium www.dersaunagarten.de

73 HellensteinBad aquarena Heidenheim Selection www.hellensteinbad-aquarena .de

74 Hallenbadsauna Mengen Classic www.mengen.de/wStadtwerke/baeder/hallenbad.php?navid=38

75 AquaFit Zeven Selection www.aquafit-zeven.de

76 Rolli-Bad Haldensleben Selection www.swhdl.de

Stand: Juli 2011


Schon

zertif iziert?

Das Zertifizierungssystem

für Saunaanlagen

– Darstellung der Betriebsqualität –

– Kundenorientierung im Saunamarkt erleichtern –

– Präsentation auf www.saunaindeutschland.de –

Deutscher Sauna-Bund e.V.

Kavalleriestr. 9 · 33602 Bielefeld

www.sauna-bund.de

Ansprechpartner Heiko Laabs

Tel. 05 21 / 966 79-16

Neue Mitglieder

Neue Mitglieder

Body + Soul Bokel

Annegret Siemen

Aubek 4155

25364 Bokel

Tel.: 04127/92 91 12

bsb@siemen-bokel.de

www.siemen-bokel.de

Bamberg Bäder GmbH

Bambados

Pödeldorfer Str. 174

96052 Bamberg

Tel.: 0951/77 65-01

Fax: 0951/77 65-99

info@stadtwerke-bamberg.de

www.stadtwerke-bamberg.de

Stadt Kaufbeuren

Jordan-Badepark Hallenbad

Berliner Platz 4

87600 Kaufbeuren

Tel.: 08341/9 46 80

Fax: 08341/27 16

jordan-badepark@kaufbeuren.de

www.baeder.kaufbeuren.de

Schunk Interieur GmbH

Hendrik Schunk

Grenzstr. 19

08248 Klingental

Tel.: 037467/55-60

Fax: 037467/55-614

join@relaxfactory.de

www.relaxfactory.de

Erlebnisbad aqua-sol

Berliner Allee 53

47906 Kempen

Tel.: 02152/44 31

Fax: 02152/898 85 56

info@stadtwerke-kempen.de

www.aqua-sol.de

Sauna-Juwel

Jürgen Rust

Anreppener Str. 76

33129 Delbrück

Tel.: 05250/93 67 37

Fax: 05250/93 87 38

info@gewuerz-juwel.de

www.sauna-juwel.de

Schwimmbad- und Sauna-

technik Manfred Sperber

Werner Hellweg 461

44894 Bochum

Tel.: 0234/953 97-77

Fax: 0234/953 97-33

info@schwimmbad-und-saunatechnik.dewww.schwimmbad-und-saunatechnik.de

„Geising + Böker, Architekten BDA, freuen sich, neues

Mitglied im Deutschen Sauna-Bund geworden zu sein.

Für uns als Architekten mit dem Schwerpunkt Bäder-,

Wellness- und Saunabau ist es wichtig, die sich wandelnden

Bedürfnisse der Nutzer genau zu kennen. Zusammen

mit Betreibern wollen wir optimale Angebote für deren

Gäste entwickeln. Dabei steht die ‚besondere Atmosphäre’

im Mittelpunkt unserer Bemühungen um eine

Weiterentwicklung der Saunakultur.“

Rolf Böker, Geschäftsführender Gesellschafter

geising+böker architekten bda, Vechta und Hamburg

12 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

geising + böker GmbH

Architekten BDA

Füchteler Str. 33

49377 Vechta

Tel.: 04441/90-60

Fax: 04441/90-6100

vec@geising-boeker.de

www.geising-boeker.de

Bäder und Freizeit GmbH

Lucas-Cranach-Str. 22

06886 Lutherstadt Wittenberg

Tel.: 03491/470-251

Fax: 03491/470-145

info@baeder.wittenberg.de

www.baeder.wittenberg.de

Für Fragen zur

Mitgliedschaft:

Ulrike Martmann,

Tel. 0521/96679-11

u.martmann@sauna-bund.de

Marianne Pieper,

Tel. 0521/96679-15

m.pieper@sauna-bund.de


Sauna- und

Bäder-Journal

Als „gefragter Hotspot der Wohlfühlbranche

und internationaler Branchentreff” will sich die

23. interbad präsentieren. Die Internationale

Fachmesse für Schwimmbad, Sauna und SPA

mit Kongress für das Badewesen läuft vom 9.

bis 12. Oktober 2012 auf der Messe Stuttgart.

Im Juli dieses Jahres wurde die neue Website

www.interbad.de freigeschaltet. Auf der Business-

Plattform XING ist die interbad unter xing.com/

net/interbad zu erreichen, bei Twitter unter

twitter.com/interbad

Mit dem Baubeginn des nahe Heidelberg (Baden-

Württemberg) geplanten „Badeparadieses

Sinsheim“ (Arbeitstitel) rechnet die federführende

Unternehmensgruppe WUND Friedrichshafen

im September dieses Jahres, mit der Fertigstellung

im Spätherbst 2012. Unter dem Motto „Ein Tag

Freizeit“ werden jährlich 650.000 Bade-, Sauna-

und Wellnessgäste erwartet. Das Investitionsvolumen

wird mit 35 bis 40 Millionen Euro angegeben.

„Sehr zufrieden“ zeigt man sich bei WUND über

das erste halbe Betriebsjahr des Badeparadieses

Schwarzwald in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg);

über 280.000 Besucher wurden bislang

gezählt. In den Startlöchern steht man für den

Bau des durch eine Beschwerde bei der EU-Kommission

in Brüssel verzögerten „Badeparadieses

Euskirchen“ (Arbeitstitel)(Nordrhein-Westfalen),

für das ein Investitionsvolumen von 30 Millionen

Euro genannt wird. Die positive Entwicklung

der Partnerthermen Thermenwelt Erding bei

München und Therme Bad Wörishofen wird

als „erfreulich stabil“ bezeichnet.

Websites: www.wund.de;

www.badeparadies-schwarzwald.de;

www.badeparadies-sinsheim.de

Mit einer bislang wohl einzigartigen

Außen sauna

plant die Bodensee-

Therme Konstanz die

Erweiterung ihrer Kapazitäten.

Der zehn Meter hohe

Solitär mit unmittelbarem

Seezugang ist architektonisch einem Sprungturm

nachempfunden. Auf zwei Ebenen mit neuer Blickrichtung

auf den Boden see soll es dort eine Sauna

für 20 Personen und einen Ruheraum geben. Die

Anbindung zum Panoramadeck der Therme erfolgt

über einen Steg in luftiger Höhe. Das Investitionsvolumen

für das vieldiskutierte Vorhaben zur

weiteren Qualitätssteigerung des Angebots liegt

Sauna- und Bäder-Journal

nach Auskunft des Geschäftsführers der BGK-

Bädergesellschaft Konstanz, Dr. Georg Geiger,

bei 1,4 Millionen Euro. Über 82.000 Gäste besuchten

im Jahr 2010 die Sauna-Welt im Westflügel

der Therme. Die Mitgliedschaft der Bodensee-Therme

Konstanz im Deutschen Sauna-Bund

besteht seit dem Jahr 2006.

Website: www.bodensee-therme-konstanz.de

In naturnaher Umgebung

wird die Gemeinde Ganderkesee

im Oldenburger Land

(Niedersachsen) zum Jahresende

2011 ihren Saunaneubau

eröffnen. Das Investitions -

vo lumen dafür beträgt vier Millionen Euro. Die

Planung liegt beim Architekturbüro Geising &

Böker, Vechta/Hamburg (siehe auch „Neue

Mitglieder“ S.12). Vorgesehen sind fünf Schwitzräume,

ein weiterer für Rhassoul-Anwendungen,

Gastronomie, Saunagarten und ein eigener Wellness-

und Massagebereich. „Die Thematisierung

der Anlage ist aus regionalen Ideen entstanden“,

so Projektleiter Philipp Quell vom späteren

Betreiber Aquapark Management, Münster in

Westfalen. Aquapark betreibt bundesweit Bäder

und Thermen, die Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund sind. Website: www.aquapark.de �


Saunaimpulse

Sauna-Fachwissen kompakt

Positive Resonanz auf Jahrestagung Saunaimpulse® 2011 in Leipzig

Den Auftakt machte ein zwangloses

„Get together“ in der meriSauna in

Markranstädt vor den Toren der sächsischen

Großstadt. Den Abschluss

bildete die jährliche Mitgliederversammlung

des Deutschen Sauna-

Bundes. Bindeglied der auch medial gut

aufgenommenen Jahrestagung Saunaimpulse

im Leipziger Ramada-Hotel

waren – neben einem abwechslungsreichen

Kulturprogramm – zehn Fachvorträge

ausgewiesener Referenten.

Die Eröffnung der zweitägigen Zusammenkunft

durch den Präsidenten des Verbandes, Prof. Dr.

Carsten Sonnenberg, gestaltete sich feierlich

insofern, als Prof. em. Dr. med. Eberhard

Conradi, Berlin, Ehrenpräsident des Deutschen

Sauna-Bundes, für seine seit Ende letzten

Jahres bestehende Ehrenmitgliedschaft in der

„International Sauna Society“ (ISS), Helsinki,

geehrt wurde. Diese nahm deren Präsident

Risto Elomaa persönlich vor. Begleitet wurde

diese Zeremonie von einem musikalischen

Querflöten-Duo mit Stücken von Haydn, Bach

und Händel sowie einem finnischen Tango.

ISS-Präsident Elomaa, auch im Vorstand der

Finnish Sauna Society, ebenfalls Helsinki, hob

in seiner auf Deutsch gehaltenen Ansprache

nachdrücklich die über mehr als drei

Jahrzehnte erworbenen wissenschaftlichen

Verdienste Conradis für die Sauna hervor.

Insbesondere wies der Finne auf dessen

Abschlussvortrag „Die wissenschaftlichen

Grundlagen des Saunabades“ beim 14. Internationalen

Saunakongress 2006 in der finnischen

Hauptstadt hin und bezeichnete Conradi in

diesem Zusammenhang als „führenden Mediziner

Deutschlands in Sachen Sauna“. Elomaa

gab seinem Wunsch Ausdruck, Conradi 2012

bei der 75-Jahr-Feier der Finnish Sauna Society

und bei der 35-Jahr-Feier der ISS begrüßen

zu können. Als Dank für das jahrzehntelange

freundschaftliche Zusammenwirken erhielt

Conradi von Elomaa eine Sauna-Urkunde.

14 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

In einer kurzen, von vielen Teilnehmern der

Tagung als „bewegend“ empfundenen Dankansprache

skizzierte der Geehrte die „schwierige

Entwicklung der Sauna in Deutschland“, zumal

die hiesige Ärzteschaft anfangs Bedenken zum

Heißluftbad geäußert habe. Allerdings sei es

gelungen, durch zahlreiche wissenschaftliche

Studien und durch die kontinuierliche Arbeit

des Deutschen Sauna-Bundes nach und nach

Vorurteile auszuräumen und die Sauna als

„milde Hyperthermie“ fest in der physikalischen

Medizin und in der Gesellschaft zu etablieren.

Eine andere Seite der Sauna sei ihre Funktion

als „Kulturgut und Lebensform“. Diesen wichtigen

Aspekt gelte es auch in Zeiten moderner

Eventkultur nicht aus dem Blick zu verlieren.

Dazu gehörten das Gefühl des Aufgehobenseins

im Saunaraum und das Kontrasterlebnis

von Wärme und Abkühlung, charakterisierte

Conradi die besondere Psychosomatik des

Wechselbades.

Im Themenkreis I der Jahrestagung

Saunaimpulse“ ging es um die

„Organisation moderner Sauna anlagen“.

Die Leitung lag bei Martin Fromm,

Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe

Mühlhausen mit der Thüringentherme.

Detlef Weiß, Gruppenleiter beim Kommunalen

Schadensausgleich Berlin und Mitglied im

Ausschuss Bäderbetrieb und des Arbeitskreises

Organisation bei der Deutschen Gesellschaft

für das Badewesen, beschäftigte sich im ersten

Vortrag mit den „Haftungsrisiken in Saunaanlagen

aus Betreibersicht“: Beim Betrieb von

Saunaanlagen geht es in der Regel – nach den

einschlägigen Bestimmungen des Bürgerlichen

Gesetzbuches (BGB) – um die gesetzliche

Haftung aus unerlaubter Handlung und um

die vertragliche Haftung, auch unter strafrechtlichen

Aspekten (Verkehrssicherungspflichten

für eine gefahrlose Nutzung). Für den Saunabetreiber

ist es daher wichtig, die Risikobereiche

zu bestimmen, zu bewerten und dort

die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu

ergreifen (Risikomanagement). Eine ständige

Betriebsaufsicht durch geeignete Mitarbeiter

ist sicherzustellen. Interne Regelungen etwa

in Form von Dienstanweisungen legen fest,

wie, durch wen und in welchen Zeitintervallen

die anstehenden Aufgaben zu erfüllen sind.

Dabei kommt der Dokumentation als einer Art

Nachweisführung eine besondere Bedeutung

zu. Im Schadenfall, bei Unfällen oder bei einer

gerichtlichen Auseinandersetzung, wird man

darauf zurückgreifen. Bei Sach- und Personenschäden

wird empfohlen, unverzüglich Kontakt

mit dem zuständigen Haftpflichtversicherer

aufzunehmen.

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, Hochschullehrer

für Wirtschaftsrecht an der Hochschule

Anhalt in Bernburg (Saale) und Präsident des

Deutschen Sauna-Bundes, thematisierte

die „Aufsichtspflicht an Saunabecken“

(vgl. Beitrag S. 29 ff. in dieser Ausgabe).

Diese werden von der Richtlinie 94.05 der

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen

erfasst. Geregelt werden darin die Betriebsaufsicht

und die Beaufsichtigung des Badebetriebes.

Die Wasseraufsicht darf nur kurzfristig

unterbrochen werden und ist durch Fachkräfte

oder Personen mit entsprechender Qualifikation

zu organisieren. Bei kleinen Schwimm-

und Badebecken mit geringer Wassertiefe in

einer Saunaanlage ist eine ständige Wasseraufsicht

nicht erforderlich. Allerdings müssen

regelmäßige Kontrollgänge alle 20 bis 30

Minuten erfolgen. Bei speziellen Schwimmbereichen

wie Saunateich, Saunasee, Kurbäder

mit Außenanlagen oder Wellness anlagen

gelten die einschlägigen Richtlinien.

Fazit: Verkehrssicherungspflichten sind einzuhalten,

einschlägige Richtlinien zu beachten

und Anforderungen an eine Wasseraufsicht

durch eine Gefährdungsanalyse festzulegen.

Eine „Risikobeurteilung einer öffentlichen

Saunaanlage mit Schwimm- und Badebecken

nach DIN EN 15 288“ nahm


Michael Weilandt, leitender Mitarbeiter der

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen,

Essen, vor: Die EN 15 288 „Schwimmbäder“

fordert sowohl in Teil 1 „Sicherheitsanforderungen

an die Konstruktion“ als auch in

Teil 2 „Sicherheitsanforderungen an den

Betrieb“ so genannte Risikobeurteilungen als

Hilfsmittel, um Haftungsrisiken zu vermeiden.

Es stellt sich die Frage nach dem bürokratischen

Aufwand. Denn nicht jede betriebliche

Notwendigkeit kann in Regelwerken berücksichtigt

werden. Es gibt eine Vielzahl von

Situationen, in denen der Betreiber oder die

Aufsichtskräfte selbst über die zu treffenden

Maßnahmen entscheiden müssen. Diese

„Freiheit“ bedeutet aber auch mehr Verantwortung.

Dr. Karsten Gröning, öffentlich bestellter

und vereidigter Sachverständiger für betriebswirtschaftliche

Unternehmensbewertungen,

Wadersloh, und Mitglied im Präsidium des

Deutschen Sauna-Bundes, stellte die Frage

nach der „Wirtschaftlichkeit von Solarien in

öffentlichen Saunaanlagen“: Nach der im

März 2011 im Bundesrat – mit Änderungen –

beschlossenen „Verordnung zum Schutz von

schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter

Strahlung“ (UV-Schutz-

Verordnung/UVSV) wurde diese

Anfang Juli abschließend vom

Bundeskabinett genehmigt. Die

neue „Solarienverordnung” tritt

nach der inzwischen erfolgten

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt zum

1. Januar 2012 in Kraft. Wegen des noch zu

schulenden Personals erlangt diese erst in 16

Monaten Gültigkeit: ab 1. November 2012.

An die Besonnungsgeräte werden zukünftig

höhere Anforderungen und Sicherheitsmaßnahmen

gestellt. Es wird geschätzt, dass

min destens ein Viertel der betriebenen Solarien

ihnen nicht genügt und deshalb um- oder

nachgerüstet werden muss. Dies hat für „Altgeräte”

bis zum 1. August 2012 zu erfolgen.

Für Betriebe mit maximal zwei Solarien wurden

Sonderregelungen beschlossen, die an die

Gerätestandards weitere Anforderungen

stellen. Speziell qualifiziertes Fachpersonal

hat beratende und kontrollierende Aufgaben

zu erfüllen. Umfangreiche Informations- und

Dokumentationspflichten gehen damit einher.

Für Minderjährige ist die Nutzung öffentlicher

Solarien schon längere Zeit grundsätzlich tabu.

Erst anhand einer Wirtschaftlichkeitsberechnung

kann über die Rentabilität des „Profit-

Centers Solarien“ entschieden werden. Es ist

von einer Marktbereinigung und von Preissteigerungen

auszugehen: „Das Geschäft mit der

Besonnung wird deutlich schwieriger.“

Dieter Gronbach, Bad Kreuznach, Vorsitzender

des Ausschusses Saunabetrieb des

Deutschen Sauna-Bundes und Mitglied im

Präsidium des Verbandes, skizzierte in seinem

Vortrag den „Aufguss im Rahmen eines

gesundheitsorientierten Saunabades – Verträglichkeitsparameter

und Aufgusszeremonie“.

Heute zählt der Aufguss zu den wesentlichen

Besuchsmotiven von Saunagästen und stellt

ein wichtiges Marketinginstrument dar. Daraus

hat sich Regelungsbedarf ergeben und die Notwendigkeit

zur Entwicklung von Standards für

die qualifizierte Handhabung. Die Anfang Mai

beschlossenen und im Juli in Kraft getretenen

„Richtlinien zur Durchführung von Saunaaufgüssen

in öffentlichen Saunaanlagen“ sind die

2011

Saunaimpulse_2011.indd 1 04.04.2011 10:54:47

spezifizierte Antwort darauf. Der Schutz von

Gästen, Saunabetreibern und deren Mitarbeitern

ist dabei oberstes Ziel (vgl. auch Nachricht

S. 7 in dieser Ausgabe).

Mit „Themenwochen in Saunabetrieben“

befasste sich Heidi Gohl, Bad- und Saunaleiterin

des Badezentrums Fildorado, Filderstadt,

in ihrem praxisnahen Vortrag: Mit Eventangeboten

über einen längeren Zeitraum können

mehrere Ziele angepeilt werden: Stammgästen

ein besonderes Angebot machen, ehemali ge

Stammgäste zurückgewinnen, neue Gäste

„akquirieren“, verschiedene Ziel- und Alters -

gruppen ansprechen, Einbindung der unterschiedlichen

Angebote einer Anlage (Gastronomie,

Wellness/Beauty, Fitness), öffentlich-

Saunaimpulse

keitswirksame Vermarktung. Gegenüber so

genannten Tagesevents ergeben sich Vorteile:

Es gibt nur zwei, drei größere Veranstaltungen

im Jahr, wobei jede je nach Größe und Dauer

mit einigen tausend Euro zu Buche schlagen

kann. Die Event-Jahresplanung ist frühzeitig

möglich. Es gibt eine bessere Übersicht hinsichtlich

der Budget- und Werbekosten sowie

der Öffentlichkeitsarbeit. Aufgussmittel und

Eventprodukte können rechtzeitig und gezielt

beschafft werden. Die Kosten für notwendiges

Dekomaterial „amortisieren“ sich besser. Es

lassen sich parallel dazu Ausstellungen von

Künstlern oder Musikdarbietungen organisieren.

Sponsoren können leichter angesprochen

werden.

Achim Fischer, Leiter der Abteilung Marketing

und Unternehmenskommunikation der

KölnBäder, führte durch den Themenkreis II

„Erfolgreich im Markt agieren!“

Im ersten Referat informierte der Geschäftsführer

des Deutschen Sauna-Bundes und

Chefredakteur von „Sauna & Bäderpraxis“,

Rolf-A. Pieper, anhand der kürzlich vom

Verband in Auftrag gegebenen repräsentativen

Bevölkerungsbefragung zum „Saunabesuch

heute: Trends-Ranking-Wettbewerb“: Danach

hat das Saunabaden eine stabile, krisenresistente

Basis im Freizeit- und Gesundheitsverhalten

der Deutschen. 44 Prozent der erwachsenen

Bevölkerung gehen heute mehr oder

weniger regelmäßig in eine Sauna. Das sind

über 31 Millionen Menschen: 16,7 Millionen

Männer und 14,7 Millionen Frauen. Die Zahl

der Stammgäste und regelmäßigen Saunabesucher

ist aber kleiner geworden. Überlegte

Marketingstrategien und der aktive Verkauf

des Saunabadens als Teil der persönlichen Gesundheitsvorsorge

sollten die Antwort darauf

sein. Die Rangliste der Bundesländer mit den

meisten Saunanutzern führt Hamburg an, vor

Bayern und Hessen. Der Anteil saunabadender

Frauen ist weiter gestiegen. Menschen über

50 und über 60 Jahre gehen mit Abstand

am häufigsten wöchentlich in die Sauna. In

Freizeitbädern ist die Sauna-Gästebindung

am geringsten.

Strategisches Marketing – Pflicht oder Kür?

Diese Frage versuchte Till A. Schüler, Inhaber

Fortsetzung Seite 18

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

15


Fotos: Frank Bohn, Deutscher Sauna-Bund.


Saunaimpulse / Mitgliederversammlung

der Acclivis – Agentur für Marketing, Aachen,

mit seinen Ausführungen zu beantworten:

Strategisches Marketing sollte fester Bestandteil

aller unternehmerischen Planungen und

Prozesse sein, wozu auch die „Evaluation“

(regelmäßige Überprüfung) gehört. Kenntnisse

über Zielgruppen und Marktbedürfnisse

(Wie „ticken“ die Gäste und wie der Markt?)

sind von großer Wichtigkeit: „Es gilt, ein

Gespür für die Dinge zu entwickeln und das

Marketing authentisch zu leben.“ Dahinter

muss allerdings ein schlüssiges Gesamtkonzept

(Vision) stehen. Auf der Angebotsseite sollten

die Alleinstellungsmerkmale kontinuierlich

weiterentwickelt werden, denn der Preis ist

nicht das alleinige Lenkungsinstrument im

Marketing-Mix.

Ganz aktuell wurde es beim Vortrag von

Oliver Hunke, Mediengestalter und Inhaber

der Agentur seitenweise online/offline, Bielefeld

und Berlin. „Social Media für Sauna- und

Bäderbetriebe“ lautete sein Vortrag: Das „Mitmach-Internet“

(Web 2.0) ist längst zu einem

ernstzunehmenden Marketingtool und damit

fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation

geworden. Der Gast/Besucher/

Kunde nimmt heute mehr denn je aktiv am

Geschehen teil, indem er Inhalte (Meinungen

und Erfahrungen) selbst produziert und verteilt

und so zum einflussreichen Markenbotschafter

und „Produkttester“ wird. Durch diese Art des

Dialogs kann die Kundenbindung intensiviert

Mitgliederversammlung 2011

des Deutschen Sauna-Bundes

Die Mitgliederversammlung fand am 21. Mai

2011 in Leipzig statt. Die Mitglieder nahmen

zunächst den Geschäftsbericht, die Bilanz 2010

und die Gewinn- und Verlustrechnung entgegen.

Die Vorlagen wurden durch Präsentationen

erläutert. Mit Zufriedenheit quittierten sie

die Feststellung des Schatzmeisters, dass das

zurückliegende Geschäftsjahr das wirtschaftlich

erfolgreichste in der Vereinsgeschichte gewesen

sei. Schatzmeister und Präsidium wurden

einstimmig entlastet.

18 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

werden. Neue Gäste werden so für das eigene

Angebot interessiert. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit

lässt sich schnell und unmittelbar

auf Lob und Kritik reagieren. Facebook (mit

derzeit über 18 Millionen Nutzern in Deutschland),

Twitter, YouTube, *QYPE (Bewertungsportal)

und XING (Geschäftskontakte) gehören

zu den bekanntesten und vielleicht am meisten

lohnenden Social Media-Applikationen (Anwendungen).

Falls man sich dort engagiert, ist

es wichtig, kontinuierlich mit neuen Inhalten

Präsenz zu zeigen und glaubwürdig zu sein. Ein

damit betrauter Mitarbeiter sollte sich um die

Social Media-Auftritte kümmern.

Kontrovers diskutiert wird gegenwärtig in vielen

Sauna- und Wellnessbetrieben, ob Rabatte

intelligente Instrumente zur nachhaltigen

Neukundengewinnung sein können. Mit dieser

Fragestellung setzte sich Herrant Vortisch,

Geschäftsführer des privatwirtschaftlichen

Saunabetriebs „Garden Eden“ in Dietzenbach

bei Frankfurt/Main, im letzten Vortrag der

Jahrestagung anhand praktischer Erfahrungen

im südhessischen Saunamarkt auseinander:

Sowohl private als auch öffentliche Betreiber

nutzen die Rabattmedien (Coupons in Stadt-

zeitungen, Verlosungen durch Radio, TV und

Presse, Gutscheinhefte, Saunaführer, Rabattportale

wie Groupon und CityDeal), zum Teil

exzessiv. Mögliche negative Folgen: Die Wertigkeit

der angebotenen Saunaleistung wird

mittelfristig im Bewußtsein der Kunden unter-

Zwei Anträge richteten sich dann an die

Mitglieder. Das Präsidium beantragte eine

Satzungsänderung zur Anpassung an die

Neuregelung des § 3 Nr. 26 a des Einkommensteuergesetzes.

Die Satzungsänderung wurde

einstimmig beschlossen. Außerdem hatte das

Mitglied Frank Finsterbusch aus Chemnitz den

Antrag gestellt, dass der Industrieverband

Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) beauftragt

werden sollte, die Interessen der Nutzer

und potenziellen Käufer von holzbeheizten

miniert. Viele Gäste kommen nur noch, wenn

preisgünstige „Deals“ möglich sind („Rabatte

machen süchtig.“) Der Betreiber lässt sich von

hohen Gästezahlen blenden, anstatt seine Anlage

mit Alleinstellungsmerkmalen qualitativ

weiterzuentwickeln und sich so vom Wettbewerb

abzugrenzen. Es erfolgt eine Brüskierung

der Normalzahler und eine Degradierung des

hochwertigen Freizeit-/Gesundheits-/Erlebnisproduktes

Sauna zum „billigen“ Discountartikel.

Jahrelange Treue und damit die emotionale

Bindung zum Unternehmen müssen statt

dessen stärker honoriert werden. �

Hans-Jürgen Gensow

Hauptsponsor der Jahrestagung

Saunaimpulse 2011 war das Unternehmen

pilzdesign aus Malsch-Sulzbach/Landkreis

Karlsruhe: Das 1992 gegründete Planungsbüro

beschäftigt sich seit einigen Jahren

auch mit der Konzeption und Gestaltung

von Sauna- und Wellnessbereichen. Bekannt

geworden ist pilzdesign mit Salzräumen,

innovativen energiesparenden LED-Unterwasser-Lichtinstallationen

und der multisensorischen

Raumliege „Chilloom“ (vgl. „Sauna

& Bäderpraxis“ Nr. 4/2010).

In die meriSauna Markranstädt und in die

Sachsen-Therme Leipzig hatten die Saunaimpulse-Tagungsteilnehmer

freien Eintritt.

Der Deutsche Sauna-Bund dankt herzlich

allen Sponsoren der Jahrestagung

Saunaimpulse 2011 für ihre Unterstützung.

Saunaöfen in den verschiedenen Fachgremien

wahrzunehmen. Begründet wurde der Antrag

damit, dass nach Inkrafttreten der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung

im März 2010

eine Rechtsunsicherheit bei Genehmigung

und Betrieb von holzbeheizten Saunaöfen

eingetreten sei. Holzbeheizte Saunaöfen seien

lt. Gesetzestext seitdem nicht mehr genehmigungsfähig.

Das Sauna-Bund-Präsidium hatte

sich im Vorfeld der Mitgliederversammlung mit

der gesamten Problematik eingehend befasst


Ehrungen langjähriger Mitglieder

40 Jahre

Sauna Rosengarten, Lemgo

Saunabad Thiemann, Münster

Leonhard Scherer, Heppenheim

Saunaparadies Wettenberg

Park Sauna Bergheim

25 Jahre

Fachschriftenverlag, Fellbach

Albtherme Waldbronn

Steimers Saunahaus, Gernsbach

Stadt Mettmann

Freizeitzentrum Kemnade, Witten-Heveney

Klaus Alder, Bovenden-Harste

Neustadt-Sauna, Meppen

West-Sauna, Münster

Baum’s Holzteam, Eschweiler

Monte mare Bäderbetriebsgesellschaft

und die Geschäftsstelle hatte bereits im letzten

Jahr beim Bundesumweltministerium für eine

Ausnahmeregelung holzbeheizter Saunaöfen

aus der Verordnung interveniert. Es sprach

sich dafür aus, die mit laufenden Kosten

vorhandene Kooperation mit dem HKI nicht

einzugehen, sondern auf eigenem Weg zu Lösungen

zu kommen. Dies sahen die Mitglieder

mehrheitlich auch so.

Den Abschluss der Mitgliederversammlung

bildeten Ehrungen von 25- und 40jährigen

Mitgliedschaften und die Verleihung von

Urkunden des Qualitätssystems. Die Betriebe

wurden jeweils durch Präsentationen vorgestellt.

Neu zertifizierte Saunaanlagen

SaunaClassic

Hallenbadsauna, Mengen

SaunaSelection

Saunaanlage im HellensteinBad, Heidenheim

Sauna im Badehaus, Nordhausen

Aquasauna, Rottweil

Sauna im AquaFit, Zeven

SaunaPremium

Saunapark Würselen

Der Saunagarten an der Kaisertherme, Trier

Saunaanlage in der Driburg Therme, Bad

Driburg

Saunaanlage in der Südpfalz Therme, Bad

Bergzabern

LED

Lichtsysteme

Zubehör

Bauartikel

Leserfrage

Darf man Saunagäste ohne

Aufsicht in einem Naturgewässer

baden lassen?

Frage

Ein besonderes Highlight für unsere

Saunagäste ist das Abkühlen im unmittelbar

angrenzenden Naturerlebnisbad. Saunaanlage

und Naturerlebnisbad sind durch

einen blickdichten Zaun getrennt. Eine Tür

lässt es allerdings zu, dass sich – außerhalb

der Öffnungszeit des Naturerlebnisbades –

Saunagäste auf dem weitläufigen Gelände

frei bewegen und sich nach einem Aufguss

in die erfrischenden Fluten stürzen können.

Dazu stellt sich uns die Frage, unter welchen

Bedingungen wir unseren Saunagästen die

Nutzung des Naturerlebnisbades ohne eine

separate Aufsicht erlauben können. Derzeit

betreiben wir das Naturerlebnisbad als nicht

beaufsichtigte Badestelle unter Kennzeichnung

mit grüner bzw. roter Fahne.

Antwort

Ein gleichzeitiger wahlweiser Betrieb als

Naturbad oder Badestelle im Wechsel ist rechtlich

nicht zulässig. Der Betreiber muss sich

entscheiden, ob er ein Naturbad im Sinne der

Richtlinie 94.12 „Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflicht

in öffentlichen Naturbädern während

des Badebetriebes“ oder eine Badestelle

nach der Richtlinie 94.13 „Verkehrssicherungspflicht

an Badestellen an Naturgewässern“ der

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen vorhalten

will. Diese wurden im Mai 2011 verabschiedet

und sind ab August gültig.

Der Unterschied besteht darin, dass bei einem

Naturbad eine Wasseraufsicht erforderlich

ist, während dies bei einer Badestelle nicht

notwendig ist. Ein wechselnder Betrieb z. B.

mittels Flaggenkennzeichnung verstößt gegen

die Verkehrssicherungspflicht und hätte bei

einem Unfall eines Gastes ohne Wasseraufsicht

ELSÄSSER GmbH Gasöfen

D - 86159 Augsburg

Alpenstraße 48

Tel. 08 21 / 2 57 97 - 0

Fax 08 21 / 2 57 97- 40 oder -44

info@elsaesser.de

www.eliga.com

100 Jahre

Mitgliederversammlung / Leserfrage

zivilrechtliche (§§ 823 ff BGB) und strafrechtliche

Konsequenzen (§§ 222, 229 StGB) für die

verantwortlichen Personen. Dieses ergibt sich

bereits aus der Überlegung, dass Kinder, die

besonders schutzwürdig sind, altersabhängig

häufig nicht unterscheiden können, wann eine

Wasseraufsicht vorhanden ist und wann nicht.

Entsprechendes gilt z. B. auch für Touristen, die

Eintritt bezahlen und dann davon ausgehen,

dass eine permanente Wasseraufsicht existiert.

Naturbad und Badestelle schließen sich in den

einschlägigen Richtlinien per Definition gegenseitig

aus. Wenn die Merkmale für ein Naturbad

im Sinne der Richtlinie erfüllt sind, liegt

damit automatisch keine Badestelle von. In der

Anfrage handelt es sich aber um ein Naturerlebnisbad,

sodass bei einem Betrieb zwingend

eine Wasseraufsicht erforderlich ist. Etwas anderes

gilt auch nicht, wenn dort Sauna gäste

außerhalb der Öffnungszeiten des Naturerlebnisbades

schwimmen. Auch bei diesen

handelt es sich um Gäste, die das öffentliche

Naturbad nutzen. Daraus folgt, dass zwingend

eine Wasseraufsicht für sie erforderlich ist. Eine

schriftliche Haftungsfreizeichnung durch die

Saunagäste hinsichtlich der Haftung des Badbetreibers

würde daran ebenfalls nichts ändern,

da diese gemäß § 309 Nr. 7 BGB unwirksam

wäre.

Die Lagebeurteilung ergibt sich durch ständige

Rechtsprechung und wird vom Bundesgerichtshof

immer wieder bestätigt. Damit ist

als Fazit festzuhalten: Ein wechselnder Betrieb

von Naturbad und Badestelle ist nicht zulässig.

Wird das Natur erlebnisbad von Saunagästen genutzt,

ist auch für diese Zeit eine Wasseraufsicht

sicherzustellen. �

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg

Professor für Wirtschaftsrecht an der

Hochschule Anhalt in Bernburg,

Präsident des Deutschen Sauna-Bundes,

Kavalleriestr. 9, 33602 Bielefeld

Aufguss Kneipp

und

Schwall

Ihr Spezialist für SAUNATECHNIK & WELLNESS ...mit Kompetenz & Know how für Sauna-, Infrarot- und Dampfbadkabine


Saunareport

Sauna Embricana Emmerich am Rhein –

Investition in die Zukunft

Erleben, entdecken, genießen – diese

vielversprechenden Botschaften hat sich

die neue Sauna Embricana in Emmerich

am unteren Niederrhein auf die Fahnen

geschrieben. Carpe diem: Ein abwechslungsreiches

Sauna- und Wellnessangebot

soll die Bevölkerung dies- und

jenseits der deutsch-niederländischen

Grenze begeistern, aber auch erholungssuchende

Tagesgäste aus dem

Ruhrgebiet.

An die kleine ehemalige Sauna des

EMBRICANA mit jährlich zirka 9.000 Gästen

denkt kaum jemand mehr zurück. Seit 1994,

dem Eröffnungsjahr des Freizeitbades in

Betrieb, hatte sie zuletzt den Charakter einer

unzeitgemäßen „Heimsauna“. Die federführende

EMBRICANA Sport- und Freizeit GmbH, die

wie die Stadtwerke Emmerich zur Holdinggesellschaft

EGD – Emmericher Gesellschaft für

kommunale Dienstleistungen – gehört, stand

vor der weitreichenden politischen Entscheidung,

„in die Zukunft zu investieren“ und damit

einen weiteren auch touristisch vermarktbaren

Infrastruktur- und Standortvorteil für die

Stadt zu entwickeln oder aber die unkomfortabel

gewordene Saunaanlage ersatzlos zu

streichen. Angesichts des jährlichen Defizits

des EMBRICANA von über einer Million Euro

entschied man sich nach einem längeren

20 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Diskussionsprozess im EGD-

Aufsichtsrat einstimmig für

eine neue, auf gehobener

Ausstattungsqualität basierende

Saunaanlage, um

mit entsprechendem Gästeaufkommen

– angepeilt

werden mittelfristig 50.000

Besucher per anno – peu à

peu das Minus des Freizeitbades

abzubauen.

Insgesamt wurden 5,7

Millio nen Euro in das

Vorhaben Sauna Embricana

investiert. Das Investitionsvolumen

beinhaltete auch

zirka 700.000 Euro für Modernisierungsmaßnahmen

im Freizeitbad. Die Bauzeit

betrug nach Auskunft des

beauftragten Architekten

Henning Schütt aus Bad

Arolsen „rekordverdächtige

14 Monate“. Bei der Wahl

des Saunabauunternehmens

entschied man sich für den

Dülmener Saunaspezialisten

B+S FINNLAND SAUNA,

da „beste Qualität und nicht zweite Wahl“

ausdrücklich gewünscht war. B+S lieferte

ein Warmluftbad und eine Einbausauna im

Hauptgebäude sowie

eine Blockbohlensauna

und zwei

(Sauna-)Blockhäuser

in schlüsselfertiger

Ausführung im Außenbereich.

Der Deutsche

Sauna-Bund fertigte

eine umfangreiche

Standortanalyse an

und gab Hinweise für

die Wirtschaftlichkeit

der Anlage.

Erste Zwischenbilanz:

Positive Entwicklung

Zeit für eine erste Zwischenbilanz nach einem

halben Jahr Betriebszeit: Seit dem auch medial

gut begleiteten Start Ende Januar dieses

Jahres entwickelt sich die neue Saunalandschaft

positiv.

Die Akzeptanz

bei den deutschen

und niederländischen

Gästen

wächst zusehends.

Geschäftsführer

Ulrich Schnake, 56,

(siehe Foto rechts),

Foto: Alois Baumann Foto: fotoFLEXX/Bianca Schmidt


Betriebsleiterin Martina Schnake, 42, (siehe

Foto unten) und über ein Dutzend qualifizierte

Mitarbeiter „machen einen guten Job“ und

sind mit viel Herzblut bei der Sache, lautet

unisono die geäußerte Meinung. Es geht

stetig aufwärts, unterstützt von besonders

wirksamer Mund-zu-Mundpropaganda und

Marketingaktionen wie den „Sauna Events“.

Solides Fundament dafür sind eine „gradlinige

und sachlich-moderne Innenarchitektur“

sowie ein hochwertiges Dienstleis tungs- und

Produktangebot. Damit ist ein erholsamer Aufenthalt

über mehrere

Stunden oder gar ein

ganzer (Urlaubs-)Tag

garantiert. Hauseigene

Saunaregeln sorgen für

die – wichtige – Einhaltung

der Etikette.

Carpe diem – nutze

die vielfältigen

Möglichkeiten des EMBRICANA! So könnte

in freier Übersetzung die Aufforderung an die

Badegäste lauten. Die Wellnesstrainerin Elena

Kaltsidou, 37, hat folgerichtig ihr ausgewähltes

Massageangebot – auch für externe Interessenten

buchbar – unter das

häufig zitierte lateinische

Motto gestellt. Im ersten

Stock des Hauptgebäudes

der neuen Saunalandschaft

bietet die medizinisch ausgebildete

Deutsch- Griechin

in angemieteten und

adäquat ausgestatteten

Räumen das i-Tüpfelchen

für eine gelungene Auszeit.

Dazu zählt zumindest im

Bewußtsein vieler deutscher

Gäste der Faktor

„Ruhe“. Im Anschluss an die

Wellnessmassagen – und

Sauna gänge – sorgen im

ersten Stock in zwei gegenüberliegenden

Räumen

komfortable Wasserbetten

und Ruheliegen für stilvolles

Relaxen. Vorgelagert ist

eine umlaufende Terrassenfläche,

die vor allem in den

warmen Monaten des Jahres

den Aufenthalt im Freien

ermöglicht – mit guter

Sicht auf den Außenbereich

der Saunaanlage und das seitlich angrenzende

Freitzeitbad. Dieser Ausblick kann in den

Abendstunden sogar ein stimmungsvolles

Erlebnis sein,

wenn zahlreiche

Lichteffekte eine

romantische Saunagarten-Atmosphäre

herbeizaubern. So

etwas gibt es nicht

oft. Auf gleicher

Ebene im Hauptgebäude

steht ein

modernes Solarium

für biopositive Gesundheitseffekte

und

zur Hautbräunung.

Foto: fotoFLEXX/Bianca Schmidt

Über eine breite Treppe geht es vom ersten

Stock ins Erdgeschoss des Innenbereiches,

dessen „Lichthof“ durch das Glasdach entsprechend

hell und einladend wirkt. Von hier aus

kann sich der Saunagast die ganze Vielfalt

der Optionen für erholsame Stunden erschließen.

Wie es heute im Zeitalter von Internet

und Smartphone immer mehr zur Regel wird,

schaut man zur besseren Orientierung vor dem

(Erst-)Besuch des EMBRICANA am besten

auf die beiden zweisprachigen Websites. Mit

diesem modernen „Marketingtool“ wird der

Saunagast in die komfortable Lage versetzt,

seinen Aufenthalt schon vorher zu strukturieren.

Optimierung im Sinne von persönlicher

Wertsteigerung ist dabei das erklärte Ziel. Ob

von den Angeboten des Bades tatsächlich

Gebrauch gemacht wird oder nicht, liegt später

dann ganz im Ermessen des aufgeklärten

„Gastes 2.0“.

Ausstattung:

„Beste Qualität anbieten“

Saunareport

Im Innenbereich laden Valo®-(Licht-)Bad,

Ruusu®-(Rosen-)Sauna und Dampfbad zum

aufgussfreien Schwitzen ein. Dank ihrer großzügigen

Bemessung bieten alle drei Räume

ausreichend Platz zum Entspannen und Wohlfühlen.

Ausgewählte Details verleihen ihnen

einen besonderen Charme: Im Valo-Bad ziert

ein changierender Lichtfaser-Sternenhimmel

die Decke. Zwei große Granitkugeln, über die

mit ätherischen Ölen angereichertes Wasser

rinnt, sorgen für die nötige Luftfeuchte. In der

Ruusu-Sauna ist der Naturstein ummantelte

Saunaofen ein besonderer Blickfang. Auf ihm

liegen effektvoll beleuchtete Rosenquarz-

Foto: EMBRICANA Foto: Alois Baumann

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

21


Saunareport

Steine – eine mit Rosenaroma gefüllte

Edelstahlschale scheint gleichsam darüber zu

schweben. Und schließlich ist der beduftete

keramische Dampfraum mit einem hinterleuchteten

Glasfeld und LED-Wechselfarblicht

ein „Hingucker”.

Ganz auf den kontrastierenden Überraschungseffekt

setzen die zusätzlichen Wasserattraktionen

im angrenzenden Abkühlbereich:

Kneippguss, Venezianisches Wechselbad,

Foto: fotoFLEXX/Bianca Schmidt

Foto: fotoFLEXX/Bianca Schmidt

Sonnensturm, Tropenregen, Tellerkopfbrause,

Kaltnebel, Seitenbrause und Wasserfall.

Fußwärmbäder mit beheizten Bänken und

Ausblick auf den Saunagarten komplettieren

das eigentliche Badeangebot im Innen -

bereich. Dort findet sich gut sichtbar auch

der aktuelle Aufgussplan. Dieser hat in den

ersten Monaten das Thema „Vier Jahreszeiten“

und soll demnächst durch eine „Weltreise“

ersetzt werden. Last but not least: Zahlreich

vorhanden sind auf dem Innenareal große

Ablagefächer, die es erlauben, persönliche

Sachen in der Badetasche mitzunehmen,

ohne damit den Garderobenschrank unnötig

vollzustopfen und zusätzliche Laufwege auf

sich zu nehmen.

Ein Kapitel für sich ist die Kulinarik im Hauptgebäude

der Sauna Embricana. Sternekoch

Klaus Wemmer und sein Küchenteam verste-

22 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

hen es, auch den verwöhnten Sauna-Gaumen

immer wieder zu überraschen. Heutzutage

muss das Essen ja nicht nur schmecken sondern

auch optisch ansprechend sein, schließlich

isst das Auge mit. Die auch auf der Sauna

Embricana-Website einsehbare umfangreiche

Speisen- und Getränkekarte wird zur Freude

vieler Gäste seit einiger Zeit ergänzt mit

italienischen Gerichten und selbstgebackenem

Kuchen. Ausgesuchte deutsche Weine komplettieren

das gastronomische Angebot.

Ebenso hochwertig ist die Einrichtung des

Saunarestaurants. Eine große Theke, in

dessen Nähe ein Buddha sein wohlwollendes

Auge auf die Gäste wirft, moderne „stylishe“

Sitzmöbel in zwei miteinander verbundenen

Räumen – plus Außenterrasse – bieten

genügend Platz für stilvolles „Dining und

Wining“ an sieben Tagen in der Woche.

Die separierte Kaminlounge dort schafft

eine behagliche Atmosphäre, die von den

vorherrschenden Farben dunkelrot und

dunkelbraun verstärkt wird. In Thekennähe

gibt es außerdem den Durchgang zum

Freizeitbad mit über 200.000 Badegästen

per anno. Dieser wird allerdings in beide

Richtungen kaum genutzt, was nicht

verwundert. Letztlich ist die Schnitt menge

der Interessen von Sauna- und Schwimmgast

doch eher klein.

Foto: Alois Baumann

Daueraufgabe Gästeakquise:

Die Werbetrommel rühren

Wie der Wellness- und Ruhebereich im ersten

Stock des Hauptgebäudes sind die drei

Umkleideräume – einer nur für Damen – im

Untergeschoss mit fast 250 elektronisch

gesicherten Garderobenschränken über eine

Treppe zu erreichen. Dort befinden sich auch

die Vorreinigungsräume sowie Wertfächer

und Ablagen. Eine weitere Treppe führt

Foto: Kevin Unkrig Foto: EMBRICANA

hinauf zur Rezeption, die zentrale Anlaufstelle

für Sauna- und Freizeitbadgäste.

Diese kommen aus dem 31.000 Einwohner

zählenden Emmerich (davon knapp 4.000

Niederländer), dem Kreis Kleve oder den

Niederlanden (Provinz Gelderland: Arnhem,

Nijmegen) mit dem PKW entweder über die

Rheinbrücke Emmerich – die längste Hängebrücke

Deutschlands („die Golden Gate vom

Niederrhein“) – und aus dem Ruhrgebiet

schnell über die Autobahn A 3 und Bundesstraße

220. Zahlreiche Abstellmöglichkeiten

für Fahrräder vor dem Haupteingang sind

allerdings Beweis dafür, dass man das

EMBRICANA im Emmericher Ortsteil Hüthum

auch anders erreichen kann.

Ein Manko bleibt gegenwärtig die noch

nicht vorhandene – aber notwendige –

Ausschilderung im Stadtgebiet. Auch das


Logo der Sauna Embricana – es stilisiert

eine züngelnde Flamme – dürfte in Emmerich

und Umgebung noch weitgehend

unbekannt sein. Nur das ständige Bohren

dicker Bretter bei Politik und Verwaltung

sowie ausge klügelte Marketingaktionen und

Promotiontouren werden auf längere Sicht

den gewünschten Erfolg bringen. Schließlich

ist Bekanntheit – besonders auf niederländischer

Seite – kein Selbstläufer. Am Ende

des ersten Betriebsjahres – bei einer Anlauf-

Foto: fotoFLEXX/Bianca Schmidt

phase von bis zu drei Jahren – wird

man sicher schon etwas klarer sehen,

wohin die Reise geht. Der regionale grenzüberschreitende

Wettbewerb hat jedenfalls

durch die Sauna-Anlage neuen Aufwind

bekommen.

Durchschnittlich 75 Gäste am Tag – in der

Spitze schon mal an die 150 – haben in

den ersten Monaten die Sauna Embricana

besucht, Tendenz steigend. Innerhalb des

relevanten Einzugsgebietes in den Niederlanden

neue Gäste zu „akquirieren“ wird

eine große dauerhafte Herausforderung sein,

wenngleich dort der Besuch der meist privat

betriebenen Saunaanlagen erheblich teurer

ist. Grenze bleibt Grenze: räumlich, sprachlich

und kulturell. Die Verweildauer in der

EMBRICANA-Saunalandschaft liegt bislang

bei den üblichen vier bis fünf Stunden. Die

Auslastung von Freitag bis Sonntag ist

bereits erfreulich gut. Auch die über

sieben Stunden gehende Damensauna

am Mittwoch verzeichnet regen Zuspruch.

Schon jetzt zeichnet sich bei allen Gäste-

Altersgruppen von 20 bis 50plus ab, was

ihnen wirklich wichtig ist: Ruhe und eine

möglichst hohe Aufenthaltsqualität. Die

„klassischen“ Motive dahinter sind körperliche

Erholung und psychische Entspannung,

im Einklang mit sich selbst.

Mit dazu bei trägt in den Sommermonaten

sicherlich die große Rasenfläche mit zahlreichen

Liegen im Saunagarten. Dort

befinden sich sogar große wildwachsende

Brombeerbüsche. Als grüne Hintergrundkulisse

– von der Außenterrasse im ersten

Stock des Hauptgebäudes aus gesehen –

dient ein an das Grundstück angrenzendes

Wäldchen. Mit einem angenehm temperierten

z-förmig angelegten Außenpool,

über den eine kleine Brücke führt, sind

das gute Voraussetzungen für naturnahes

Outdoor-Saunabaden zu jeder Jahreszeit.

Um den Charakter des Wechselbades zu

unterstreichen, gibt es auf diesem Areal zudem

Abkühlmöglichkeiten, ein Tauch becken

und einen Eisbrunnen. Nebenbei: Auch an

die Raucher wurde gedacht – und an Regenschirme,

um beim Aufenthalt im Freien nicht

nass zu werden.

Architektonische Unikate:

Event- und Asia-Gebäude

Saunareport

Auf drei ganz unterschiedliche Arten kann der

Gast im Außenbereich saunabaden. Die urige

Maa®-(Erd-)Sauna aus Kiefernrundstämmen

und extensiv begrüntem Dach liegt in gerader

Linie gegenüber der kleinen Pool-Brücke. In

der rustikalen, h-förmigen Ofenstelle brennt

ein sichtbares Herdfeuer. Rechts und links

neben der Maa-Sauna befinden sich das

Foto: fotoFLEXX/Bianca Schmidt Foto: Deutscher Sauna-Bund

Foto: EMBRICANA

„Event-Gebäude“ und das „Asia-Gebäude“:

zwei langgestreckte Häuser aus massiven, von

außen braun lasierten Blockbohlen mit flachgeneigten

Zinkdächern. Auf diese Weise lässt

sich das abwechslungsreiche Aufgussangebot

mit gelegentlichen Banja-Zeremonien klar

vom zurückhaltenden fernöstlichen Ambiente

trennen. Zwischen den Blockhäusern gibt es

einen kleinen japanisch anmutenden Ziergarten

mit Steinen und Gräsern, unterbrochen

von zwei sich kreuzenden Plattenwegen. Auf

dieser Fläche steht eine großzügig angelegte

Pergola, welche die beiden Gebäude zu einer

architektonischen Einheit verbindet.

Das „Event-Gebäude“ beherbergt einen hellen

Saunaraum – mit Fußbodenkühlung – aus

finnischer Polarfichte mit großem, aus Naturstein

gemauerten 45 kW-Aufgussofen, auf

dem 200 Kilogramm Peridotitsteine liegen.

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Foto: Kevin Unkrig

23


Saunareport

Gegenüber strahlt die „Kamin-Lounge“ mit

ihrem zentral angeordneten Herdfeuer eine

angenehme Behaglichkeit aus, die Lesen und

zwangloses Verweilen ermöglicht. Darüber

hinaus befinden sich in diesem Gebäude in

Nischen eingelassene Ablagen und Sanitäreinrichtungen.

Im „Asia-Gebäude“ untergebracht ist die ganz

auf Ruhe ausgerichtete „Sointi – Die Sauna der

Sinne®“, ebenfalls aus finnischer Polarfichte.

Im Saunaraum sorgen der steinerne Kopf eines

Fotos: Johannes Kruck

Buddhas, fernöstliche Schriftzeichen, die tiefrot

beschichtete Decke und der Duft von Räucherstäbchen

für eine Atmosphäre, die empfänglich

macht für eingespielte meditative Musik und

vom Saunateam initiierte Klangschalen-Zeremonien.

In einem angegliederten „Stillen Ruheraum“

mit komfortablen Liegen und dezentem

Licht findet diese immer beliebter werdende

Integration fernöstlicher Elemente ihre adäquate

Fortsetzung. Fußwärmbecken und Wärmebänke

runden das Angebot im „Asia-Gebäude“ ab, vor

dem ein Gong als Signalgeber steht. Angrenzend

in Richtung Hauptgebäude befindet sich eine

Ruhe-Loggia für acht Personen.

Sieht man von dem furiosen Eröffnungsspektakel

mit Höhenfeuerwerk bei der offiziellen Eröffnung

Ende Januar vor 160 geladenen Gästen

einmal ab, wird es nach einem Wellness-Tag im

Mai und einer Mittsommernacht im Juli – gegen

Aufpreis – noch zwei thematisierte Events mit

speziellem Unterhaltungsprogramm in diesem

Jahr geben. Ein Lichterfest im September und

eine große Silvesterfeier sollen jeweils bis zu 170

Gäste in die Sauna Embricana locken.

24 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Mit einer zeitgemäßen klaren Formen-

und lebendigen Farbensprache in der

gesamten Anlage – vorherrschend sind

grün, rot und braun –, geschmackvollem

puristisch anmutendem Interieur und einer

ausgeprägten Servicementalität der Mitarbeiter

stehen die Chancen gut, unterschiedliche

(neue) Ziel gruppen mit Spezialveranstaltungen

wie Events oder Saunaführungen für

die neue Saunaanlage zu begeistern.

An den für eine Einrichtung dieses Zuschnitts

angemessenen Eintrittspreisen – von Freitag

bis Sonntag mit

geringem Aufschlag

– kann es nicht liegen. Wer nur bis zu

drei Stunden bleibt, dem werden sogar noch

zwei Euro zurückerstattet.

Im Eingangsbereich, über der Gas-Kaminlounge

in der Gastronomie und im „Asia-

Gebäude“ im Saunagarten werden die Gäste

„philosophisch“ begleitet. Eine der Sentenzen

hinter einer Glastafel lautet: „Tu deinem Leib

etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin

zu wohnen“ (Teresa von Avila, spanische

Mystikerin (1515 – 1582)). Man sieht daran:

Die Sauna Embricana ist eine sehr moderne

Saunaanlage, die genau den Nerv der Zeit

trifft. Erleben, entdecken, genießen – gesunde

und unterhaltsame Sauna-Freizeitqualität in

Emmerich am Rhein.

Die Mitgliedschaft des EMBRICANA im

Deutschen Sauna-Bund besteht seit dem

Jahr 2007. �

Hans-Jürgen Gensow

Daten und Fakten:

Raumprogramm:

3 Auskleideräume mit 220 Garderobenschränken,

3 Vorreinigungsräume mit 13 Duschen

Abkühlkaltwasserbereich:

Außenbereich (Saunagarten):

1 Tauchbecken, Kneippschlauch, Eimer-, Schwall- und

Stacheldusche, Eisbrunnen

Innenbereich (Hauptgebäude):

Kneippschlauch, Eimer-, Schwall und Stacheldusche,

10 Fußwärmbecken

Ruheräume:

Innen: 1 Ruheraum mit 6 Wasserbetten (reckertwerkstattmöbel,

Borken-Weseke), 1 Ruheraum mit 8 Liegen

Außen: Asia-Gebäude: 1 Ruheraum (B+S FINNLAND

SAUNA, Dülmen) mit 20 Liegen

Event-Gebäude: 1 Lese-/Aufenthaltsraum (Kamin-

Lounge) (B+S FINNLAND-SAUNA, Dülmen);

15 Sessel mit Fußhockern; (Rattan-)Möblierung

Hersteller: Rauch Möbelwerke, 97896 Freudenberg

Rasenfläche im Sommer:

40 Liegen (Finnsa, Alsfeld)

Gastronomie:

Restaurant in der Saunalandschaft mit 61 Sitzplätzen

innen und 24 außen; weitere Gastronomie im Freizeitbad

Sonstiges:

1 beheizter Außenpool 120 qm (Wasseraufbereitung:

bms Wassertechnik, Morsbach), 1 Solarium (SOLTRON/

JK-International, Windhagen)

Keramische Anlagen: Dampfraum, Wärmebänke mit

Fußwärmbecken, Erlebnisduschen, Eisbrunnen (Hilpert,

Fulda)

Kassen- und Countersystem/Garderobenschränke:

safe-o-tronic® (eccos pro/Schulte-

Schlagbaum, Velbert)

Gesamtinvestition in die neue Saunalandschaft:

5,7 Millionen €

Bauzeit: 14 Monate, Eröffnung: Ende Januar 2011

Saunaräume:

Innen: Valo®-Bad (60 °C), Ruusu®-Sauna (70 – 80 °C)

Außen: Maa®-Sauna (110 – 120 °C)

Event-Gebäude: Event-Sauna (Aufguss-Sauna)

(90 – 100 °C)

Asia-Gebäude: „Sointi – Die Sauna der Sinne®“

(80 °C) (B+S FINNLAND SAUNA, Dülmen)

Öffnungszeiten Saunalandschaft:

Montag bis Freitag: 11 bis 23 Uhr, Samstag:

11 bis 22 Uhr, Sonntag/Feiertag: 10 bis 21 Uhr

Damensauna: Mittwoch 11 bis 18 Uhr

Preise (incl. Freizeitbad)

Montag bis Donnerstag: 17,00 €, Freitag bis

Sonntag: 18,50 €

Gäste unter 18 Jahren: Montag bis Donnerstag:

15,00 €, Freitag bis Sonntag: 16,00 €

Aufenthalt unter drei Stunden: 2,00 € retour

Bronze-Karte für 50 €: 5 % Ermäßigung

Silber-Karte für 200 €: 10 % Ermäßigung

Gold-Karte für 400 €: 15 % Ermäßigung

Platin-Karte für 600 €: 20 % Ermäßigung

EMBRICANA

Freizeit- und Sport GmbH

Nollenburger Weg 34

46446 Emmerich am Rhein

Tel.: +49 (0)28 22/9 14 21-0

info@sauna-embricana.de

www.sauna-embricana.de

(zweisprachig: Deutsch und Niederländisch)

www.embricana.de

(zweisprachig: Deutsch und Niederländisch)

Elena Kaltsidou Wellnesstrainerin

Tel.: +49 (0)2822/9 59 01 50

elenak.wellness@gmx.de

www.elenakaltsidou.de


Ausstattung und Betrieb

Neue „Solarienverordnung”:

Lohnt sich der Betrieb von Solarien

für öffentliche Saunaanlagen noch?

Dr. Karsten Gröning

Anfang Juli dieses Jahres war es

soweit: Das Bundeskabinett billigte

– nach Änderungen im Bundesrat –

abschließend die „Verordnung zum

Schutz vor schädlichen Wirkungen

künstlicher ultravioletter Strahlung“

(UV-Schutz-Verordnung/UVSV). Damit

wird eine EU-Richtlinie

umgesetzt, aber von der

deutschen Bürokratie auch

weit übererfüllt. Die UVSV

tritt sechs Monate nach

der inzwischen erfolgten

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt

in Kraft. Einzige

Ausnahme: die Vorschrift

zur Anwesenheitspflicht für

Fachpersonal. Wegen des

noch zu schulenden Personals

erlangt diese erst in

16 Monaten Gültigkeit.

Da diese UV-Schutz-Verordnung

auch den Betrieb von Solarien in

öffentlichen Saunabädern regelt,

werden die wesentlichen Punkte

und Veränderungen, die sich

daraus als Konsequenz wahrscheinlich

ergeben, werden hier

vorgestellt. Um das Profit-Center Foto: Ergoline

„Solarien“ in den Saunabetrieben

nach Möglichkeit zu erhalten, bietet die

Fortbildungs akademie des Deutschen Sauna-

Bundes ergänzend mehrere Seminare zur praktischen

Umsetzung der UV-Schutz-Verordnung

an: Ende Oktober in Bielefeld, Mitte Januar

2012 in Leipzig und Mitte April in München

(siehe Website: www.sauna-bund.de).

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen

belegt, dass UV-Strahlung – egal

ob natürlichen oder künstlichen Ursprungs –

sowohl die Hautkrebsentstehung als auch

den Verlauf von bestehenden Hautkrebserkrankungen

negativ beeinflussen kann. Die

internationale Agentur für Krebsforschung,

eine Institution der WHO, ordnet sogar die

künstliche und natürliche UV-Strahlung in die

höchste Krebsrisikostufe ein.

Tatsächlich erkranken in Deutschland pro Jahr

13.700 Personen an Hautkrebs. Davon enden

2.300 Fälle tödlich (zum Vergleich: Todesfälle

im Straßenverkehr: 4.000 per anno; Todesfälle

durch Alkoholkonsum: 16.600; Todesfälle

durch Tabakkonsum: 140.000).

Dr. Karsten Gröning ist öffentlich bestellter

und vereidigter Sachverständiger für betriebswirtschaftliche

Unternehmensbewertungen

und Präsidiumsmitglied des Deutschen

Sauna-Bundes.

Viele dieser Hautkrebserkrankungen zeigen

eine Korrelation zum Alter des Patienten,

während eine Kausalität zwischen der Nutzung

von Solarien und der Entstehung von

Hautkrebs bislang nicht nachgewiesen werden

konnte. Die wahrscheinlichen Ursachen

für die steigende Zahl und Häufigkeit der

Hautkrebserkrankungen liegen zum einen im

steigenden Lebensalter der Menschen begründet.

Zum anderen darin, dass die menschliche

Haut das größte (Schutz)-Organ des Menschen

ist und allein deshalb statistisch hier die

höchste Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung

besteht. Vor dem Hintergrund, dass

der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren

zu den wichtigen Gemeinschaftsgütern

gehört, ist nachvollziehbar, dass der Betrieb

von UV-Bestrahlungsgeräten wie Solarien

einer besonderen Regelung bedurfte. Nach

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

25


Ausstattung und Betrieb

Meinung der damit befassten politischen

Gremien wird deshalb mit der UVSV der

Schutz der erwachsenen Bevölkerung vor den

Gefahren künstlicher UV-Strahlung unter

Wahrung ihrer verfassungsrechtlichen Freiheiten

(Selbst bestimmung) gewährleistet.

Gerätestandard

Durch die UVSV werden beim Betrieb von UV-

Bestrahlungsgeräten drei Bereiche tangiert: Gerätestandard,

Fachpersonal und Dokumentations-

und Informationspflichten der Betreiber. Diese

müssen in Bezug auf die Geräte sicherstellen:

•Die erythemwirksame Bestrahlungsstärke

darf 0,3 Watt pro Quadratmeter nicht überschreiten.

Das entspricht der Bestrahlungsstärke

am Äquator zur Mittagszeit. Derzeit

gilt dies nur für Neugeräte. (Erythemwirksame

Strahlung = Strahlung im UV-Bereich,

die für die Ausbildung des Sonnenbrandes

verantwortlich ist).

•Da der Schutzmechanismus des menschlichen

Auges vor Blendwirkung nicht auf UV-

Strahlung reagiert, müssen UV-Schutzbrillen

in ausreichender Zahl und von vorgeschriebener

Qualität (DIN EN 170) bereitgehalten

und jedem Nutzer ausgehändigt (aktiv

angeboten) werden.

•Die erforderlichen Mindestabstände zwischen

Strahlungsquelle und Nutzer müssen eingehalten

werden (soweit diese veränderbar sind).

•Die Bestrahlungsgeräte müssen über eine

vom Nutzer während der Bestrahlung leicht

erreichbare Notabschaltung verfügen.

•Die erythemwirksame Bestrahlung muss in

Schritten von 50 Joule pro Quadratmeter

eingestellt werden können. Das entspricht

bei einer Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt

pro Quadratmetern einer Bestrahlungsdauer

von 2,5 Minuten.

•Die erythemwirksame Bestrahlungsstärke

darf – sicherzustellen über eine Zwangsabschaltung

– 800 Joule pro Quadratmeter

nicht überschreiten. Das entspricht bei

einer Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro

Quadratmeter einer Bestrahlungsdauer von

44 Minuten.

•Eine Erstbestrahlung muss mit maximal 100

Joule erythemwirksame Bestrahlung eingestellt

werden können.

•Ein Betriebsbuch zur Dokumentation muss

26 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

für jedes Gerät geführt werden. Auf Verlangen

muss der Nachweis durch eine Vorführung

des Gerätes erbracht werden können,

dass die Anforderungen erfüllt werden.

•Das Geräte- und Betriebsbuch muss drei Jahre

lang nach der letzten Nutzung aufbewahrt

werden.

•Die zuständigen Behörden dürfen durch

Funktionsprüfungen und Messung am UV-

Bestrahlungsgerät prüfen, ob die Sicherheitsanforderungen

erfüllt sind.

•Geräte, die diesen Anforderungen nicht

entsprechen, dürfen nach einer Übergangszeit

von sechs Monaten nicht mehr betrieben

werden.

•Wer vorsätzlich oder fahrlässig die Anforderungen

der UV-Schutz-Verordnung nicht

erfüllt, handelt ordnungswidrig und kann

mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro

bestraft werden.

Fachpersonal

Um sicherzustellen, dass die Nutzer von

Solarien durch fachkundiges Personal beraten

und in den sicheren Umgang mit den Geräten

eingewiesen werden, sieht die UV-Schutz-Verordnung

die Ausbildung und Anwesenheit von

Fachpersonal beim Betrieb von Solarien vor:

•Die Betreiber von UV-Bestrahlungsgeräten

müssen qualifiziertes Fachpersonal (mindestens

eine Person) während der gesamten

Betriebszeiten für den Kundenkontakt und

die Überprüfung der Geräte einsetzen.

•Als Fachpersonal gilt, wer eine Schulung mit

folgenden Inhalten bei einem akkreditierten

Schulungsträger erfolgreich absolviert hat

und diese Schulung mindestens alle fünf

Jahre wiederholt: Grundkenntnisse zu den

Themenfeldern UV-Strahlung (Physikalische

Grundlagen, Messung der UV-Strahlung,

Wirkung der Strahlung auf den Menschen,

Hauttypen, Sonnenbrandwirksamkeit),

Gerätekunde (Gerätetechnik und Betrieb,

Gerätewartung, Betriebsbuch) und Kundengespräche-

und Beratung (Ausschlusskriterien,

Dosierung, Schwellenbestrahlung,

Bestrahlungsserien, Bestrahlungspausen,

Dokumentation des Kundengesprächs).

Foto: Ergoline

Das Fachpersonal hat folgende Aufgaben

auszuführen:

•Die Nutzer sind in die sichere Bedienung

des Gerätes inklusive Notabschaltung

einzuweisen.

•Vor der Erstbestrahlung (und nach einer

Bestrahlungspause) ist die Bestimmung

des Hauttyps nach einem vorgegebenem

Verfahren anzubieten. Willigt der Kunde

in eine Hauttypenbestimmung ein, sind

die erstellten Unterlagen sechs Monate

lang aufzubewahren (Dokumentationspflicht).

•Für jeden Nutzer ist ein Besonnungsplan mit

individuell abgestimmter Dosierung anzubieten,

der folgende Punkte berücksichtigt:

– Hauttyp

– Ausschlusskriterien


– Anzahl, Dauer und Stärke vorangegangener

Bestrahlungen

– und die vorgeschriebenen, hauttypspezifischen

maximalen erythemwirksamen

Erst- und Folgebestrahlungen.

Informations- und

Dokumentationspflichten

Mit dem Betrieb von UV-Bestrahlungsgeräten

werden zukünftig Informations- und Dokumentationspflichten

verknüpft.

•Unterschiedliche vorformulierte Schutzhinweise

müssen in den Geschäftsräumen

und in der Kabine ausgehängt werden mit

insbesondere nachfolgenden Inhalten:

Foto: KBL Solarien

– Liste der Ausschlusskriterien

– Verbot der Nutzung durch Minderjährige

– Empfehlung, keine Bräunungsbeschleuniger

oder Sonnenschutzmittel zu verwenden

und Kosmetika Stunden vor der Besonnung

zu entfernen.

– Beachtung der Sicherheitshinweise

(UV-Schutzbrille nutzen, Bestrahlungsdauer,

Bestrahlungsstärke).

– Hinweis, dass nach einem Sonnenbrand

nur nach Befragung eines Arztes oder

Hautarztes wieder mit der Bestrahlung

begonnen werden darf.

– Angaben zur maximalen Bestrahlungsdauer

der Erstbestrahlung und die Ausschlusskriterien

für alle Hauttypen als deutlich

sichtbaren Aufkleber auf dem Gerät.

– Einen Warnhinweis mit dem „sinngemäßen“

Inhalt: Vorsicht! UV-Strahlung

kann akute Schäden an Augen und Haut

verursachen, führt zu vorzeitiger Hautalterung

und erhöht das Risiko, an Hautkrebs

zu erkranken. Schutzhinweise beachten!

Schutzbrille tragen! Medikamente und

Kosmetika können die Empfindlichkeit

erhöhen.

– Von außen sichtbar ist die Information

anzubringen: „Benutzung von Solarien für

Minderjährige verboten“.

– Den Nutzern ist vor der Erstbestrahlung

eine Informationsschrift zu übergeben, das

heißt aktiv anzubieten (auslegen reicht

nicht). Diese muss die Inhalte der Anlage 8

(z. B. die Ausschlusskriterien) der verabschiedeten

UVSV wiedergeben.

– Nicht geregelt ist, was mit den Unterlagen

passieren soll, wenn der Nutzer die Einwilligungserklärung

zur Datenspeicherung

nicht erteilt. Es ist zu vermuten, dass diese

Daten dann den datenschutzrechtlichen

Richtlinien entsprechend behandelt und

vernichtet werden müssen.

– Prinzipiell ist auch eine geeignete elektronische

Dokumentation möglich.

Sonderregelung für Kleinbetriebe

Die UV-Schutz-Verordnung sieht eine Sonderregelung

für Kleinbertriebe vor. Wer nicht mehr

als zwei UV-Bestrahlungsgeräte an einem

Aufstellungsort betreibt, muss nicht während

der gesamten Betriebszeiten der Solarien Fachpersonal

vorhalten sondern nur zu definierten

Zeiten, sofern ein paar Grundvoraussetzungen

erfüllt sind:

1. Dem Kunden muss vor der Besonnung eine

Schutzbrille angeboten werden.

2. Der Kunde muss vor der Besonnung in die

Funktion des Gerätes (Notabschaltung)

eingewiesen werden.

3. Dem Kunden muss vor der Besonnung ein

Beratungsgespräch angeboten werden

Ausstattung und Betrieb

zur Bestimmung des Hauttyps und zur Erstellung

des Dosierungsplanes. Lehnt der

Kunde das Beratungsangebot ab, kann

er auf eigenes Risiko die Solarien nutzen.

Nimmt er das Angebot an, so ist durch

Fachpersonal ein Beratungsgespräch

durchzuführen.

Mögliche Marktentwicklung

UV-Schutz-Verordnung/„Solarienverordnung“

1.1. 2012 Inkraftsetzung

1.8. 2012 „Altgeräte“ müssen umgerüstet sein

1.11. 2012 Anwesenheitspflicht von geschultem Fachpersonal

www.bgbl.de

Wie sich der Markt der künstlichen Besonnung

nach Inkrafttreten der UV-Schutz-Verordnung

tatsächlich verändern wird, kann nur schwer

vorhergesagt werden. Prognostiziert werden

kann:

1. Bedingt durch die ständige Anwesenheitspflicht

von Fachpersonal werden SB-Studios

vom Markt verschwinden.

2. Durch die gestiegenen Anforderungen

an die Betreiber (Geräte, Fachpersonal,

Dokumentation) ergibt sich im rückläufigen

Markt ein hoher Investitionsdruck durch

Umrüstung der Geräte und Ausbildung

des Fachpersonals (geschätzt: Umrüstung:

750 bis 1.500 Euro pro Gerät, Ausbildung

Fachpersonal: 180 bis 350 Euro pro Person

für zwei bis vier Personen). Viele Anbieter

– insbesondere solche, welche die Solarien

als Zusatznutzen anbieten – werden diese

Investitionskosten nicht aufbringen können

oder wollen.

3. Bedingt durch den höheren Beratungsbedarf

entstehen gleichzeitig höhere Folgekosten

aus zeitintensiver Beratung. Nach

Schätzungen werden zirka 60 Prozent der

Kunden das Angebot zur Beratung annehmen.

Eine Beratung wird 15 bis 20 Minuten

dauern. Der Aufwand für das Beratungsgespräch

steht in keinem Verhältnis zum Umsatz

aus Einmalnutzung. Folgerichtig muss

auf eine Mehrfachnutzung hin beraten

werden oder das Beratungsgespräch gegen

Entgelt abgegeben werden. Dadurch wird

die Einstiegsbarriere höher. Die Nutzerzahlen

werden daher vermutlich sinken.

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

27


Ausstattung und Betrieb

4. Bedingt durch die zahlreichen Warnhinweise

und Informationsschriften ist

anzunehmen, dass die Anzahl der Nutzer

sinken wird.

5. Bedingt durch die Reduzierung der Bestrahlungsstärke

müssen die Besonnungszeiten

verlängert werden, wenn das gleiche

Bräunungsergebnis erzielt werden soll.

Dadurch steigen die Kosten pro Besonnung.

Das Produkt wird weniger attraktiv. Die

Nutzerzahlen werden vermutlich sinken.

6. Bedingt durch die Pflicht zur Beratung und

den geforderten Verzicht von Pflegeprodukten

zur Besonnung werden die Nebenumsätze

wahrscheinlich sinken.

7. Unter kaufmännischen Gesichtspunkten

müssen die einmaligen Investitionskosten

sowie die höheren Folgekosten auf das

Produkt umgelegt werden. Daraus resultiert

eine Preissteigerung für den Kunden bei

gleichzeitiger Reduzierung der Bestrahlungsstärke.

Das wird nur schwer vermittelbar

sein und zu sinkenden Nutzerzahlen

führen.

Schlussfolgerung: Bedingt durch den hohen

bürokratischen Aufwand, die Deattraktivierung

Foto: KBL Solarien

des Produktes, die (hohen) Investitionskosten,

die steigenden Betriebskosten und den Zwang

zur „Negativberatung“ wird es in der Konsequenz

zu einer Marktbereinigung kommen. Im

Anschluss an die Marktbereinigung wird das

Produkt „künstliche Besonnung“ vermutlich von

wenigen Marktteilnehmern zu einem deutlich

höheren Preis auf einem deutlich gestiegenen

Niveau angeboten werden.

Finanzielle Auswirkungen

Eine „belastbare“ Wirtschaftlichkeitsberechnung

darüber, ob sich der Betrieb von Solarien

in Saunaanlagen nach Inkrafttreten der UV-

Schutz-Verordnung noch rechnet oder nicht, ist

derzeit wegen der zahlreichen Variablen und

insbesondere der wahrscheinlich negativen

Marktentwicklung nicht oder nur sehr schwer

möglich.

Kleinbetriebe mit nicht mehr als zwei Solarien

besitzen einen Nutzerkreis von so genannten

Gelegenheitsnutzern, die das Solarium

zusätzlich zum Hauptnutzen (Saunabaden)

sporadisch buchen. Diese Kunden kaufen

im Regelfall lediglich eine Einmalnutzung

(zehn Minuten) und keine Zehnerkarten oder

Sonnenabos. Daraus folgt für die „Kleinbetriebsregelung“:

Vor jeder Bestrahlungsserie

ist eine Beratung durchzuführen. Der durchschnittlich

zehnminütigen Besonnung steht

damit ein Beratungsgespräch von 15 bis 20

Minuten gegenüber. Mit Blick auf die hohen

Personalkosten des Fachpersonals wird sich

das nicht rechnen. Ein möglicher Lösungsvorschlag

für diese Betriebe: die Beratungsleistung

gegen ein adäquates Entgelt anbieten und das

Beratungsgespräch unter Herausstellung der

möglichen biopositiven Wirkungen der künstlichen

Besonnung gleichzeitig als Verkaufsgespräch

nutzen.

Entsprechende Hilfestellungen zu solchen

Beratungsgesprächen sollen ab kommendem

Herbst in den Seminaren des Deutschen

Sauna-Bundes zur UV-Schutz-Verordnung

gegeben werden. �

Hintergrundfoto: R-K-B-by manwalk_pixelio.de


Immer wieder kommt es zu Fragen, ob

und in welcher Form eine Aufsicht für

Schwimm- und Badebecken in öffentlichen

Saunaanlagen erforderlich ist.

Zur Beantwortung dieser Thematik sind

einschlägige Regelwerke, wie z. B. die

Richtlinien der Deutschen Gesellschaft

für das Badewesen e.V., die DIN EN

15288-2 sowie die Rechtsprechung zu

berücksichtigen. Kommt es zu einem

Schaden bei einem Saunagast, stellt sich

die Frage, ob die rechtlichen Vorgaben

vom Betreiber eingehalten wurden. Bei

einem Verstoß liegt eine Verletzung der

Verkehrssicherungspflicht vor, die zu

einer straf- und zivilrechtlichen Haftung

des Badbetreibers führen kann.

Grundlagen der Verkehrssicherungspflicht

Die Verkehrssicherungspflicht ist von jedem

Saunabetreiber einzuhalten. Bei einer Verletzung

haftet er zivilrechtlich aus den §§ 823,

831 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Daneben kann eine strafrechtliche Haftung

aus den §§ 222, 229 des Strafgesetzbuches

(StGB) und zwar wegen fahrlässiger Tötung

bzw. Körperverletzung bestehen. Zu diesem

rechtlichen Komplex gehört auch die Wasseraufsicht

an Saunabecken.

Unter die Verletzung der Verkehrssicherungspflicht

fällt ferner das Organisationsverschulden.

Das bedeutet, dass der Betreiber den

Saunabetrieb so organisieren muss, dass

Ausstattung und Betrieb

Foto: Das Vitalitätszentrum DIE SAUNA INSEL® von B+S FINNLAND SAUNA

Aufsicht an Wasserbecken

in Saunaanlagen

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg

Verletzungen der Gäste oder Beschädigungen

ihrer Sachen möglichst ausgeschlossen sind.

Verkehrssicherungspflicht im Rahmen der

§§ 823 ff BGB bedeutet, dass derjenige, der

Gefahrenquellen schafft, die notwendigen

Vorkehrungen zum Schutz Dritter treffen muss.

Dabei kommt nicht nur positives Tun, sondern

auch ein Unterlassen in Betracht.

Bei Grundstücken trifft die Verkehrssicherungspflicht

denjenigen, der auf einem seiner tatsächlichen

Verfügungsgewalt unterworfenen

Grund und Boden einen Verkehr für Menschen

eröffnet, zulässt oder andauern lässt. Da eine

Verkehrssicherung, die jeden Unfall ausschließt,

nicht erreichbar ist, muss nicht für alle

denkbaren, entfernten Möglichkeiten eines

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

29


Ausstattung und Betrieb

Schadenseintritts Vorsorge getroffen werden.

Es genügen die Vorkehrungen, die nach den

konkreten Umständen zur Beseitigung der

Gefahr erforderlich und zumutbar sind.

Es sind die Maßnahmen erforderlich, die ein

umsichtiger und verständiger, in vernünftigen

Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig

und ausreichend hält, um eine Gefahr von

Dritten abzuwenden, wobei sich die Maßnahmen

an den Sicherheitserwartungen des

jeweiligen Verkehrs zu orientieren haben und

andererseits durch den Rahmen des wirt-

schaftlich Zumutbaren begrenzt werden.

So sieht es die ständige Rechtsprechung.

Das bedeutet, dass der Eigentümer bzw.

Verfügungsberechtigte die Benutzer nur vor

solchen Gefahren schützen muss, die über das

übliche Risiko hinausgehen und nicht ohne

weiteres erkennbar oder vorhersehbar sind

(Urteil OLG Saarbrücken).

Nach der Rechtsprechung ist der Betreiber

einer Saunaanlage verpflichtet, seine Gäste

vor Gefahren zu schützen, denen diese beim

Saunabesuch und bei der Benutzung der Einrichtungen

der Saunaanlage ausgesetzt sein

können. Das entspricht dem bereits genannten

allgemeinen Grundsatz, wonach derjenige, der

eine Gefahrenlage schafft, verpflichtet ist, die

notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen

zu treffen, um eine Schädigung anderer möglichst

zu verhindern.

30 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Auf diesen Grundlagen bestimmt sich auch

das Maß der Verkehrssicherungspflicht für

Saunaanlagen. Sie müssen so beschaffen sein,

dass die Benutzer vor vermeidbaren Gefahren

bewahrt bleiben. Das bedeutet, dass die

Saunagäste vor den Gefahren zu schützen

sind, die über das übliche Risiko bei der Anlagenbenutzung

hinausgehen, die von ihnen

nicht vorhersehbar und die nicht ohne weiteres

erkennbar sind. Folglich obliegt dem Betreiber

die deliktische (Garanten-)Pflicht dafür zu

sorgen, dass kein Saunabesucher durch solche

Risiken zu Schaden kommt. Bei Kindern und

Foto: VitaSol Therme

Jugendlichen ist zu berücksichtigen, dass

diese dazu neigen, Vorschriften und Anordnungen

nicht zu beachten und sich unbesonnen

verhalten. Dagegen besteht keine

Verkehrssicherungspflicht gegenüber Personen,

die sich unbefugt in einen Gefahrenbereich

begeben. Allerdings ist zu beachten, dass

dieses unter Umständen nicht für Kinder

oder Behinderte gilt.

Nicht nur Gesetze sind zu beachten

Die Verkehrssicherungspflicht kann auf

andere Personen (z. B. Mitarbeiter) übertragen

werden. Dabei ist eine eindeutige Absprache

zwischen den Beteiligten erforderlich.

Der übertragende Betreiber hat dann eine

unangemeldete Kontroll- und Überwachungspflicht

hinsichtlich seiner Mitarbeiter. Er hat

stichprobenhaft zu kontrollieren und zu protokollieren,

ob die Beschäftigten die übertragene

Verkehrssicherungspflicht einhalten. Dazu

gehört auch das Überprüfen der erforderlichen

Qualifikation von Mitarbeitern. Das Einhalten

dieser Aufsichtsverpflichtungen bewirkt dann

beim Betreiber einen Ausschluss des Organisationsverschuldens.

Bei der Frage, ob die Verkehrssicherungspflicht

verletzt worden ist oder nicht, werden auch

Normen herangezogen. Sie sind zwar keine

Vorgaben im Sinne von Gesetzen oder Verordnungen,

sie spiegeln aber den Stand der anerkannten

Regeln der Technik wider und sind

damit besonders geeignet zur Bestimmung des

nach der Verkehrsauffassung zur Sicherheit

Gebotenen. Auch wenn im Schadensfall die

maßgeblichen DIN-Normen eingehalten

worden sind, ist im Einzelfall zu prüfen, welche

Sicherungsvorkehrungen zu treffen waren.

Zu berücksichtigen sind dabei die Lage und

Größe der Saunaanlage, ihre Überschaubarkeit,

der Einsatz technischer Hilfsmittel, die

Besucheranzahl sowie etwaige besondere

Gefahren. Einen besonderen Gefahrenpunkt

können Wasserbecken in Saunaanlagen darstellen,

wobei je nach Größe unterschiedliche

Maßnahmen getroffen werden müssen, um

der Verkehrssicherungspflicht zu genügen.

Zur Wasserbeckenaufsicht in

Saunabädern

Wasserbecken in Saunabädern werden von

der Richtlinie 94.05 „Verkehrssicherungs-

und Aufsichtspflicht in öffentlichen Bädern

während des Badebetriebes“ der Deutschen

Gesellschaft für das Badewesen erfasst. Die

Richtlinie 94.05 unterscheidet zwischen der

Betriebsaufsicht, der Beaufsichtigung des

Badebetriebs und der Wasseraufsicht

(Beckenaufsicht).

Die Betriebsaufsicht ist in Nummer 3.1 der

Richtlinie geregelt. Sie soll den sicheren Betrieb

des Bades gewährleisten und Haftungsrisiken

für den Betreiber beherrschbar machen.

Sie erstreckt sich auf die baulichen und technischen

Anlagen, umfasst die notwendigen

betrieblichen Maßnahmen und stellt sicher,

dass die einschlägigen Vorschriften eingehalten

und die Pflichten des Badbetreibers erfüllt

werden. Die täglich vor der Inbetriebnahme

zu erfolgende Überprüfung auf Sicherheit und


Funktionstüchtigkeit ist nachzuweisen. Die

Betriebsaufsicht soll dabei durch Fachkräfte

oder durch anderes entsprechend qualifiziertes

Personal durchgeführt werden. Sie kann auch

für mehrere Bäder ausgeübt werden, wenn vor

Ort qualifiziertes Personal anwesend ist, das

im Notfall in der Lage ist, die erforderlichen

Maßnahmen vorzunehmen.

Die Beaufsichtigung des Badebetriebes wird

in Nummer 3.2 festgelegt. Sie enthält die

Überwachung der Bereiche, die den Bade -

gäs ten zugänglich sind sowie das Einhalten

der Haus- und Badeordnung. Hierunter fallen

die Beckenbereiche sowie z. B. die Kasse, Umkleiden,

Toilettenanlagen, Treppen. Auch hier

soll die Organisation durch Fachkräfte erfolgen,

wie sie in der hier später aufgegriffenen

Nummer 4.2 der Richtlinie beschrieben wird.

In der Ziffer 3.3 ist die Wasseraufsicht als

wesentlicher Bestandteil der Beaufsichtigung

des Badebetriebs normiert. Sie dient

der Vermeidung von Gefahrensituationen,

der Rettung vor dem Ertrinken und weiteren

Hilfeleistungen. Erlaubt ist nur ihre kurzfristige

Unterbrechung. Technische Hilfsmittel ersetzen

die Wasseraufsicht nicht, sondern dienen

lediglich ihrer Unterstützung.

Fraglich ist, ob die Nummer 3.3 auf alle in

Saunaanlagen befindlichen Wasserbecken

anzuwenden ist. Dies würde dazu führen,

dass eine ständige Wasseraufsicht erforderlich

wäre. In Saunabädern und Hotels gibt

es aber häufig Wasserbecken von geringer

Größe und Tiefe, sodass die Deutsche Gesellschaft

für das Badewesen diesen Besonderheiten

in der Richtlinie mit Ausnahmen

Rechnung getragen hat. So behandelt die

Ziffer 6 die Aufsicht an Schwimm- und Badebecken

in speziellen Bädern. Darunter fallen

auch Saunabäder, die kleine Schwimm- und

Badebecken mit einer geringen Wassertiefe

(bis ca. 1,35 m) anbieten. Diese weisen

wegen ihres Angebotsprofils (kaum Wasserattraktionen)

und der besonderen Nutzungscharakteristik

(kein Schwimmen, vorwiegend

Abkühlen) ein geringeres Gefährdungspotenzial

auf. Daher ist eine dauerhafte Beaufsichtigung

des Badebetriebs im Sinne einer per-

manenten Wasseraufsicht nicht erforderlich.

Allerdings müssen die Saunamitarbeiter die

Becken in ihre regelmäßigen Kontrollgänge

(mindestens alle 30 Minuten) einbeziehen.

Ausnahmsweise können gemäß der Ziffer

7 der Richtlinie in einzelnen Fällen, worunter

wiederum Becken in Saunabädern

fallen könnten, besondere Regelungen

getroffen werden, die sich an den örtlichen

Erfordernissen und an der Zumutbarkeit für

den Betreiber ausrichten. Allerdings sollte

ein Saunabetreiber, bevor er sich auf die

Nummer 7 beruft, eine interne oder externe

Risikoanalyse dahingehend vornehmen und

dokumentieren, ob ein solcher Ausnahmefall

vorliegt.

Personalqualifikation

Die Anforderungen an die Personalqualifikation

sind in den Punkten 4 bis 6 der Richtlinie

94.05 niedergelegt. Bei den Becken in Saunaanlagen,

die unter die Ziffer 6 fallen, soll das

beaufsichtigende Personal das Schwimmabzeichen

in Bronze besitzen, in der Lage sein,

einen Gegenstand von der tiefsten Beckenstelle

heraufzuholen und die Anforderungen des

Punktes 4.1 erfüllen. Nach diesem müssen die

Mitarbeiter mindestens 18 Jahre alt sein, eine

für die Erfüllung der Aufgabe körperliche und

geistige Eignung besitzen, die Ausbildung in

Erster Hilfe und in der Herz-Lungen-Wiederbelebung

(16 Std.) haben und vertraut mit der

Saunaanlage sein. Der letzte Nachweis der

Herz-Lungen-Wiederbelebung darf nicht älter

als zwei Jahre sein.

Ausstattung und Betrieb

Handelt es sich dagegen in einer Saunaanlage

um Wasserbecken, die nicht unter

den Punkt 6 fallen, weil sie z. B. eine

größere Wassertiefe aufweisen, dann hat die

Wasseraufsicht so zu erfolgen, als wenn ein

Schwimmbad betrieben wird. Das hat zur

Konsequenz, dass die Mitarbeiter, die die

Wasseraufsicht durchführen, den Nachweis

der Rettungsfähigkeit, z. B. das Deutsche

Rettungsschwimmabzeichen Silber oder der

International Lifesaver, erbringen müssen.

Dieser darf nicht älter als drei Jahre sein.

Außerdem darf die Beaufsichtigung des

Badebetriebes gemäß der Nummer 4.2 nur

durch Fachkräfte oder Rettungsschwimmer

ausgeübt werden, die in einem Arbeitsverhältnis

zum Betreiber stehen. Beim Einsatz

von Rettungsschwimmern ist laut der Ziffer

4.3 die Leitung und Aufsicht durch eine

Fachkraft sicherzustellen. Nach 4.4 sind auch

Kooperationen mit Wasserrettungsorganisationen

möglich. Gemäß der Nummer 5 darf die

Aufsichtskraft während der Wasseraufsicht

keine anderen Tätigkeiten durchführen, die

die volle Konzentration erfordern. Sollte es zu

einem nicht vorhersehbaren Kurzzeitausfall

kommen, z. B. Unfall, technische Störung

oder Toilettengang, kann die Wasseraufsicht

von Hilfskräften des Betreibers, z.B. Kassierer,

Reinigungskraft, oder anderen Personen, z. B.

bekannten Badegästen, ausgeübt werden,

die die Aufsichtskraft notfalls sofort verständigen

können, aber selbst keine Qualifikation

als Retter besitzen müssen.

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Foto: aquaLaatzium

31


Ausstattung und Betrieb

Fraglich ist die Einordnung von Schwimm- und

Bademöglichkeiten wie Badeteich, Seezugänge,

Kurbäder mit Außenanlagen oder

Wellness anlagen. Hier gelten die einschlägigen

Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für

das Badewesen. Es erfolgt eine Einteilung in

Öffentliche Bäder (94.05), Naturbäder (94.12)

oder Badestellen (94.13). Zur sachgerechten

Einordnung hat eine individuelle Analyse des

Schwimmbereiches zu erfolgen. Sollte diese zu

dem Ergebnis führen, dass die Richtlinie 94.05

einschlägig ist, sind die vorstehend beschriebenen

Anforderungen zu erfüllen.

Bei einem Naturbad ist die Richtlinie 94.12

anzuwenden. Auch hier ist eine Wasseraufsicht

erforderlich. Laut Nummer 7 dieser Richtlinie

müssen die Mitarbeiter, die diese durchführen,

mindestens 18 Jahre alt sein, eine für

die Erfüllung der Aufgabe körperliche und

geistige Eignung besitzen, die Ausbildung

in Erster Hilfe (16 Std.) und Herz-Lungen-

Wiederbelebung nach der UVV „Erste Hilfe“

besitzen und mit dem Bad vertraut sein. Dabei

darf der letzte Nachweis der Rettungsfähigkeit,

z. B. Rettungsschwimmabzeichen Silber, nicht

älter als drei Jahre und der der Herz-Lungen-

Wiederbelebung nicht älter als zwei Jahre sein.

Eine Fachkraft ist im Gegensatz zur Richtlinie

94.05 nicht erforderlich, sodass die Wasseraufsicht

komplett mit Rettungsschwimmern

durchgeführt werden könnte.

Bei einer Badestelle greift die Richtlinie 94.13.

Danach ist keine Wasseraufsicht notwendig.

32 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Allerdings ist zu beachten, dass auch kein

Eintrittsentgelt erhoben werden darf und

generell ein freier Zugang zur Badestelle

besteht. Da die Besucher von Saunabetrieben

ein Entgelt entrichten müssen und der Saunaaußenbereich

abgegrenzt ist, ist grundsätzlich

davon auszugehen, dass eine Badestelle in

Sauna anlagen nicht vorliegt. Das bedeutet

für Saunabetreiber mit einem Außenbereich,

in dem das

Schwimmen

möglich ist,

dass sie eine

Wasseraufsicht

stellen

müssen,

wenn nicht die Ausnahmeregelungen der

Ziffern 6 und 7 der Richtlinie 94.05 herangezogen

werden können. Im Zweifel sollte eine

externe Risikoanalyse vorgenommen werden,

um eine zivil- und strafrechtliche Haftung aus

der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht

zu vermeiden.

Sicherheitstechnische Anforderungen

der DIN EN 15288-2

Die DIN EN 15288 befasst sich mit Schwimmbädern

und ist eine weitere Grundlage für

die Aufsichtspflicht. Sie regelt im Teil 2 die

sicherheitstechnischen Anforderungen an

den Betrieb. Sie gilt europaweit. Ihr Ansatz

unterscheidet sich jedoch von der deutschen

Norm- und Gesetzgebung. Während es in

Deutschland üblich ist, möglichst jeden

Sachverhalt genau und detailliert in einem

Gesetz, einer Verordnung oder einer Norm zu

regeln, wird im anglo-amerikanischen Bereich

mit allgemeinen Regelungen gearbeitet, die

dann von den Gerichten interpretiert und auf

den einzelnen Sachverhalt übertragen werden:

ein so genanntes „case law“. Insofern ist auch

der Ansatz der DIN EN 15288-2 ein anderer,

da hier der Betreiber eines Schwimmbades mit

regelmäßigen Risikoanalysen und -bewertungen

und nicht mit starren Normvorgaben

arbeiten muss. Die Risiken und die Verhältnismäßigkeit

der Mittel werden aufgrund

technischer und wirtschaftlicher Faktoren

berücksichtigt und sind Maßstab für angemessene

Maßnahmen, um die Sicherheit der

Schwimmbadnutzer zu gewährleisten.

In der DIN EN 15288-2 werden in Ziffer 3

Begriffsdefinitionen für z. B. Schwimmbad,

Hallenbad, Freibad, Schwimmbadbetriebe,

Becken, Aufsicht, Beckenaufsichtspersonal

und Wasseraufsicht vorgenommen. Nach der

3.12 ist Aufsicht als Überwachung und/oder

Betreuung der Nutzer durch ausgebildetes

und qualifiziertes Personal zur Gewährleis-

Saunabetriebe mit Schwimmbecken

Betriebstyp Schwimmbecken vorhanden

Saunabad mit bis zu 40 Garderobenschränken 22 %

Saunabad mit 40 bis zu 80 Garderobenschränken 36 %

Saunabad mit mehr als 80 Garderobenschränken 61 %

© Deutscher Sauna-Bund

Foto: HeubergBad

tung eines sicheren Badebetriebs festgelegt.

Beckenaufsichtspersonal sind gemäß 3.13

ausgebildete und qualifizierte Personen (z. B.

Rettungsschwimmer) für die Beaufsichtigung

der Nutzer im kontrollierten Bereich, während

nach 3.14 Wasseraufsicht die Beaufsichtigung

der Nutzer im Wasser und auf dem Beckenumgang

darstellt.

Nach Ziffer 4 der Norm sind alle Schwimmbäder

in drei verschiedene Typen einzuteilen.

Gemäß der Nr. 3.1 ist ein Schwimmbad als

Anlage mit einer oder mehreren Wasserflächen,

die zum Schwimmen, für Freizeitaktivitäten

oder andere körperliche Aktivitäten

in Verbindung mit Wasser vorgesehen sind,

definiert. Nach der Nr. 4.1 unterliegt ein

Schwimmbad dem Klassifizierungstyp 1,

wenn die mit dem Wasser verbundenen


Aktivitäten das Hauptangebot sind (z. B.

kommunale Schwimmbäder, Freizeitbäder,

Aqua-Parks) und dessen Nutzung „öffentlich“

im Sinne der Nr. 3.5 ist.

Der Typ 2 der Klassifizierung ist ein Schwimmbad,

das ein Zusatzangebot zum hauptsächlichen

Angebot ist (z. B. Hotelschwimmbäder,

Campingschwimmbäder, Clubschwimmbäder,

therapeutische Schwimmbäder) darstellt und

dessen Nutzung „öffentlich“ im Sinne von 3.5 ist.

Unter den Typ 3 fallen alle Schwimmbäder, die

nicht zu Typ 1 oder 2 gehören und Schwimmbäder

„privater Nutzung“ nach 3.4 sind. Da

Saunabäder „öffentlich“ im Sinne der Nr. 3.5

genutzt werden, sind diese in den jeweiligen

Typ 1 oder 2 einzuordnen.

Um die Sicherheit in den Bädern zu gewährleisten,

schreibt die DIN EN 15288-2 unter

der Nr. 5 verschiedene Anforderungen an die

Organisation des Schwimmbadbetreibers vor.

Ein entscheidender Punkt ist dabei nach der

Nr. 5.1.4 die Bewertung des Risikos und die

Festlegung der entsprechenden Verfahrensanweisungen.

Es ist daher eine spezielle Risikoanalyse

und -bewertung für jedes Schwimmbad

zu erstellen, bevor es zum ersten Mal für

die Nutzer geöffnet wird. Diese ist ständig

fortzuschreiben und muss nach jeder größeren

technischen Änderung, nach einem Unfall

oder nach einer Häufung von Zwischenfällen

überprüft werden. Risikoanalyse und -bewertung

dienen der Prüfung von Gegebenheiten

des Schwimmbadbetriebes, die möglicherweise

zu Personenschäden führen können. Sie

müssen den Schweregrad und die Wahrscheinlichkeit

der Gefährdungen bewerten und die

notwendigen Vorsichtsmaßnahmen festlegen.

Es ist auch zu prüfen, welche Vorsichtsmaßnahmen

bei einem Zwischenfall ergriffen wurden.

Dementsprechend sind die erforderlichen

Schritte bei der Risikoanalyse und -bewertung:

•Gefährdungen erkennen, entscheiden, wer

verletzt werden könnte und auf welche

Weise,

•Risiko bewerten, geeignete Maßnahmen

ergreifen (das Risiko ausschließen oder

verringern oder Gefährdete schützen),

•Verfahrensanweisungen ausarbeiten,

•Anweisungen verteilen,

•Personal schulen,

•Ergebnisse aufzeichnen,

•Analyse überprüfen.

Abschließend müssen Risikoanalyse und

-bewertung datiert und vom Schwimmbadbetreiber

unterschrieben werden.

In der Nr. 5.2 werden die Verfahrensanweisungen

zur Sicherheit im Schwimmbad

festgelegt, wobei zwischen den Abschnitten

Allgemeines sowie Verfahrensanweisungen für

Anlage und Einrichtungen, Verfahrensanweisungen

und Vorschriften für das Personal des

Schwimmbades und Verfahrensanweisungen

bei Notfällen differenziert wird.

Erfordernis der Wasseraufsicht nach

der EN

In der Nr. 6 der DIN EN 15288-2 werden die

Anforderungen an den Betriebsablauf fixiert,

wobei insbesondere die Nr. 6.1.2 Organisation

der Aufsicht relevant ist. Danach muss

Normative Grundlagen

DGfdB R 94.05:

Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflicht in

öffentlichen Bädern während des Badebetriebes,

Februar 2008

DGfdB R 94.12:

Verkehrssicherungs- und Aufsichtpflicht in

öffentlichen Naturbädern während des Badebetriebes,

August 2011

DGfdB R 94.13:

Verkehrssicherungspflicht an Badestellen an

Naturgewässern, August 2011

DIN EN 15288:

Schwimmbäder – Teil 1: Sicherheitstechnische

Anforderungen an Planung und Bau, November

2008

DIN EN 15288:

Schwimmbäder – Teil 2: Sicherheitstechnische

Anforderungen an den Betrieb, Mai 2009

die Risikoanalyse und -bewertung für alle

Schwimmbadtypen zeigen, ob eine Wasseraufsicht

erforderlich ist, und wenn ja, in

welchem Umfang und mit welcher personellen

Ausstattung sie durchgeführt werden sollte.

Dabei sind die Verhältnismäßigkeit der Mittel

zwischen den Risiken und den zu ihrer Vermeidung

aufzuwendenden Kosten zu berücksich-

Ausstattung und Betrieb

tigen. Außerdem ist zu beachten, ob es für die

Aufsicht höherrangige Anforderungen gibt

und ob besondere Risikofaktoren vorliegen.

Diese sind z. B.

•Tiefwasserbereiche (z. B. Schwimmerbereiche,

Springerbecken),

•plötzlich wechselnde Wassertiefe,

•die räumliche Anordnung innerhalb des

Schwimmbades (z. B. Aufteilung in separate

Bereiche),

•wenn vom Beckenrand Sprünge ins Wasser

(z. B. in niedriges Wasser, von erhöhten

Standorten) erlaubt sind,

•wenn Anlagen oder Geräte am Becken oder

im Wasser vorhanden sind, die ein erhebliches

zusätzliches Risiko darstellen (z. B. schwimmfähige

Spielgeräte, Wellenbecken, Sprunganlagen,

Freizeitgeräte, Wasserrutschen),

•Zeiten mit großem Besucherandrang,

•besondere Nutzergruppen (z. B. Nutzer mit

Behinderungen, mit Neigung zu ordnungswidrigem

Verhalten, Jugendliche oder

unerfahrene Nutzer).

Daneben sind aber auch seitens der Risikoanalyse

Faktoren zu berücksichtigen, die

möglicherweise das Risiko verringern können.

Diese sind:

•strikt einzuhaltende Hausregeln für sicheres

Verhalten,

•Anlagen, die den Zugang von Kindern zu

den Becken verhindern,

•vorhandene technische Systeme zur Notfallerkennung

(z. B. computergestützte Video-

systeme, die Nutzer in Schwierigkeiten erkennen

und das Beckenpersonal warnen),

•wenn der Zugang auf bestimmte Nutzergruppen

beschränkt ist (z. B. Hotelgäste,

Nutzer des Campingplatzes, Clubmitglieder,

Krankenhauspersonal, Patienten).

Falls bei der Risikoanalyse und -bewertung

festgestellt wird, dass in einem Schwimmbad

keine Wasseraufsicht erforderlich ist, muss

Folgendes berücksichtigt werden: Bei allen

Schwimmbadtypen sind Informationen an die

Nutzer zu geben, dass keine Wasseraufsicht

vorhanden ist und dass nur einfache Regeln

für Nutzung und Sicherheit gelten. Dieses

geschieht mittels Beschilderung vor Betreten

des Schwimmbades, in der Eingangshalle, in

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

33


Düfte erleben

Der Gast merkt den Unterschied sofort: Düfte

von Kemitron entwickeln sich langsam und

wandeln sich wie bei einem wertvollen Parfum.

Kein Wunder – wir verwenden überwiegend

natürliche ätherische Öle. Sie haben zwar ihren

Preis, aber auch überzeugende Wirkung auf

Psyche und Gesundheit. Und – wir liefern

gleichbleibende geprüfte Qualität. Deshalb

setzen sich unsere Duftkompositionen in

Wasserwelten und Fitnessbereichen immer

mehr durch.

Viel mehr als

Monodüfte

bieten

Die Investition lohnt sich: noch keiner unserer

Kunden ist zu Monodüften zurückgekehrt.

Duftmarketing prägt das anspruchsvolle Image

der ganzen Anlage. Der Gast kommt wieder.

Und darauf kommt es an.

Natürlich liefern wir Ihnen auch die komplette

Dosier- und Steuertechnik.Lassen Sie sich von

uns beraten.

An den Kiesgruben 14, D-73240 Wendlingen

Tel.(0 70 24)95 06-0, Fax(0 70 24)95 06-30

E-Mail: info@kemitron.de

Ausstattung und Betrieb

den Umkleideräumen und im Beckenbereich.

Außerdem sind Schilder im Beckenbereich

mit der Angabe der Wassertiefe anzubringen.

Zusätzlich ist für die Schwimmbadtypen 1

und 2 eine Alarmvorrichtung einschließlich

Bedienungsvorschrift vorzusehen, um im

Notfall Hilfe herbeizurufen und eine geeignete

Rettungsausrüstung (z. B. Stangen, Wurfleinen,

Auftriebsmittel) am Beckenrand bereitzustellen,

die als solche erkennbar sein muss. Zudem

ist ein schriftlicher Notfallplan erforderlich,

der in der Bedienungsanleitung des Schwimmbades

enthalten sein muss.

Wenn ein Schwimmbad während der öffentlichen

Nutzung ohne Wasseraufsicht genutzt

wird, muss immer eine eingewiesene Person

in Rufbereitschaft stehen, die unmittelbar auf

den Alarm reagieren und im Notfall entsprechend

handeln kann.

In der Nr. 6.2.2.2 der DIN EN 15288-2 werden

die Anforderungen an die Ausbildung und

Qualifikation von Rettungskräften festgelegt.

Danach müssen folgende Punkte erfüllt sein:

•Mindestalter,

•körperliche und geistige Eignung zur

Erfüllung der Aufgabe,

•Schwimmkenntnisse entsprechend den

geltenden nationalen Anforderungen,

•Befähigung mit entsprechendem Nachweis,

Personen vor dem Ertrinken oder aus einer

Gefahr zu retten,

•Kenntnisse über Sicherheit im Wasser und

Unfallverhütung,

•die Fähigkeit, eine Unfallsituation zu erkennen

und Sachkunde bezüglich der Rettungsgrundsätze,

•Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen,

•Sachkunde in Herz-Lungen-Wiederbelebung,

Erster Hilfe und Maßnahmen bei Wirbelsäulenverletzungen,

•Vertrautheit mit dem Schwimmbad,

•Verständnis der für den jeweiligen Arbeits-

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg

Präsident des Deutschen Sauna-Bundes,

arbeitet als Professor für Wirtschaftsrecht

an der Hochschule Anhalt (FH) sowie als

Syndikus der Stadtbad Braunschweig Sport

und Freizeit GmbH.

34 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

platz geltenden Betriebsverfahren im

Schwimmbad und der Rettungsausrüstung,

•Sachkunde in den Notfallmaßnahmen, die

durch praktische Übungen in regelmäßigen

Abständen vor Ort überprüft und aufgezeichnet

werden.

Dabei ist eine Übereinstimmung mit den

nationalen Anforderungen der Lebensrettung

unabdingbar.

Fazit

In der DIN EN 15288-2 wird vieles von dem

aufgegriffen und geregelt, was bisher bereits

in den einschlägigen Richtlinien 94.05, 94.12

und 94.13 der Deutschen Gesellschaft für das

Badewesen festgelegt wurde. Hierbei handelt

es sich um Vorschriften, die in ihrer rechtlichen

Wirksamkeit und ihrem Inhalt von der Rechtsprechung

anerkannt werden.

Allerdings kann es auch in einzelnen Punkten

zu Abweichungen kommen, die zu einer anderen

Beurteilung des Erfordernisses der Wasseraufsicht

bzw. deren Durchführung kommen

kann. Insofern trägt die von jedem Schwimmbadbetreiber

durchzuführende Risikoanalyse

und -bewertung das Risiko in sich, dass sie

bei einem Schadensfall mit nachfolgendem

Gerichtsprozess nicht vom Richter anerkannt

wird. Insofern verbleibt immer ein Restrisiko

beim Betreiber. Dies ist aber jetzt auch schon

der Fall, da Gerichte trotz Einhaltens von DIN-

Normen zu Verurteilungen kommen. Normen

sind im Gegensatz zu Gesetzen für die Gerichte

nicht bindend.

Allerdings bedeutet eine Nichteinhaltung von

DIN-Normen in der Regel eine Umkehr der Beweislast

für den Beklagten, sodass es dadurch

in Schadensfällen häufig zu Verurteilungen

von Schwimmbadbetreibern kommt. Insofern

besteht für den Betreiber von Schwimmbädern

aber auch von Saunaanlagen mit Wasserbecken

die Pflicht, eine Risikoanalyse und

-bewertung im Sinne der DIN EN 15288-2

vorzunehmen und den aus dieser Norm resultierenden

Vorgaben nachzukommen. Dieses

gilt auch dann, wenn die Risikoanalyse und

-bewertung zu dem Ergebnis gelangt, dass

keine Wasseraufsicht erforderlich ist. �


Saunaheizgeräte: Elektro oder Gas?

Rund 95 Prozent der Saunaräume

werden in Deutschland nach Schätzungen

von Saunaofen-Herstellern

derzeit mit Strom beheizt. Dabei hat

auch die Energieart Gas ihre Vorteile.

Gas punktet vor allem bei den Energiekosten,

Strom hingegen bietet

eine deutlich höhere Flexibilität in

punkto Raumgestaltung. Mit diesen

beiden Aspekten ist aber noch lange

nicht das Pro und Contra ausgeschöpft,

wie der Bericht zeigt.

Der Saunaofen, in Normen heute

Saunaheizer genannt, ist das „Herz“

einer jeden Sauna. Und die Saunaofen-

Hersteller übertreffen sich heute bei der

Entwicklung neuer modernerer Öfen. Bevor

man sich für ein bestimmtes Modell

entscheidet, geht es aber für den Käufer

um die Frage, ob ein elektrisch betriebener

Ofen oder einer mit Gas feuerung

für ihn besser ist. Grundsätzlich könnte sich

der Interessent auch noch für einen holzbeheizten

Saunaofen entscheiden. Die Verbreitung

dieser Saunabeheizungsart ist z. B. in

Finnland und vor allen Dingen in Russland

sehr groß. In Deutschland ist die Lieferung von

holzbeheizten Saunaöfen jedoch sehr begrenzt,

was auch auf das schwierige Genehmigungsverfahren

zurückzuführen ist.

Niedrigere Energiekosten sind nicht

allein ausschlaggebend

Ganz logisch erscheint es auf den ersten Blick

nicht: Obwohl die Gaspreise niedriger sind als

für Strom, entscheiden sich die meisten Betreiber

einer Saunaanlage für eine elektrische

Beheizung der Saunaräume. „Wir verkaufen

zu 95 Prozent Elektroöfen“, bestätigt Jürgen

Röhrs, Geschäftsführer von FINNJARK Sauna &

Wellness in Hamburg, die sowohl Gas- als auch

Elektroöfen anbieten. Ähnlich ist es bei Röger

in Schwäbisch Hall: „Zu 97 Prozent werden

Elektroöfen gewünscht.“

Viele Elektroofen-Käufer sind zunächst Privatleute,

die die Sauna in den eigenen vier Wän-

den nutzen. Da die Sauna nur wenige Stunden

in der Woche in Betrieb ist, spielen Betriebskosten

hier eine untergeordnete Rolle, zumal

die Anschaffungs- sowie Installationskosten für

Gasöfen ein Vielfaches elektrischer Öfen ausmachen,

weiß Michael Meis, Verkaufsleiter der

EOS-Werke Günther aus Driedorf-Mademühlen,

dem größten Hersteller elektrischer Saunaöfen

in Deutschland, zu berichten. Hinzu kommt,

dass für das Gros der Privatsaunas überhaupt

kein geeignet dimensionierter Gasofen angeboten

wird.

Anders sieht es bei den gewerblichen Kunden

aus, die sich allerdings ebenfalls oft für die

Stromvariante entscheiden: Die Saunaanlage

läuft über viele Stunden am Tag, oft 360 Tage

im Jahr. Es entstehen hohe Energiekosten.

Das Unternehmen Elsässer hat am Beispiel

der Stadt Augsburg Kosten und Verbrauch

eines Gas- und eines Elektroofens verglichen.

Ausgangspunkt war eine tägliche Laufzeit des

Ofens von 13 Stunden an 360 Tagen im Jahr.

Das Ergebnis: Beim Elektroofen entstehen

jährlich Energiekosten in Höhe von 19.857,02

Euro, beim Gasofen liegen sie bei 7.049,05

Foto: Elsässer

Ausstattung und Betrieb

Euro. Die Kostenersparnis bei Gasbeheizung

gegenüber Stromeinsatz beträgt

somit 12.807,97 Euro pro Jahr (siehe

Info-Kasten S. 36). „Man sieht an diesem

Beispiel, wie viel Geld man mit einem

Gasofen sparen kann“, sagt Elsässer-

Geschäftsführer Markus Hahn.

Warum entscheiden sich dennoch viele

Betreiber gewerblicher Anlagen für einen

Elektroofen? „Die Anschaffungskosten

eines Elektroofens sind verhältnismäßig

niedrig. Der Installationsaufwand

für einen Saunagasofen ist dagegen

erheblich und kostet das Vielfache eines

Elektroofens. Für einen Gasofen ist eine

Investition von zirka 6.000 Euro nötig, ein

in der Leistung vergleichbarer Elektroofen

kostet aber nur zirka 2.000 Euro“, weiß

Frank Schillings, Bauleiter und Techniker

von B+S FINNLAND SAUNA in Dülmen.

FINNJARK-Geschäftsführer Jürgen Röhrs:

„Den höheren Betrag für einen Gasofen können

viele Betreiber kleinerer Anlagen einfach

nicht aufbringen. Man darf nicht vergessen,

dass am Anfang enorm viel Geld investiert

werden muss, um eine Saunaanlage aufzubauen

und in Betrieb zu nehmen. Da ist dann

irgendwann die Grenze erreicht.“

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Grund

für die Wahl des Elektroofens ist der störungsfreie

Betrieb ohne größere Ausfallzeiten. Auf

Grund des hohen Anteils sonstiger elektrisch

betriebener Komponenten in großen gewerblichen

Anlagen wie Beleuchtung, Lüftungsanlagen

und Pumpen werden bei der Auswahl

von eigenem Wartungspersonal Mitarbeiter mit

elektrotechnischer Ausbildung bevorzugt. Sie

können bei Ausfall eines elektrisch betriebenen

Saunaofens schnell die Funktionalität wieder

herstellen, erklärt Michael Meis.

Lange Betriebszeiten machen den

Gasofen interessant

Dabei kann man langfristig mit dem Gasofen

Geld sparen. Nach etwa zwei bis fünf Betriebsjahren,

so argumentieren Hersteller, hätte man

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

35


Ausstattung und Betrieb

das Geld für den Gasofen wieder hereingeholt

– aufgrund der niedrigen Energiekosten. „Generell

gilt, dass die höheren Investitionskosten für

Sauna-Gasheizgeräte bei gewerblicher Nutzung

über die deutlich niedrigeren Energiekosten bei

der Energieart Gas gegenüber Strom mehr als

ausgeglichen werden. Die Vorteile der preiswerten

Gasenergie zu elektrischer treten bei

längeren Betriebszeiten der Saunaanlage immer

stärker in den Vordergrund“, stellt Markus

Hahn von Elsässer klar. Die Kosten allein lassen

nicht alle Geräteproduzenten gelten. „Aus meiner

Sicht sind nicht allein die Betriebskosten

entscheidend. Auch die Betriebssicherheit, die

Konstruktion und optische Aspekte spielen eine

Rolle bei der Entscheidung Elektro oder Gas“,

entgegnet Michael Meis von EOS.

Bernd Kuntz, Geschäftsinhaber von KUSATEK in

Stadtlohn, ist sogar der Meinung, dass sich die

höheren Anschaffungskosten für einen Gasofen

bereits „nach zirka eineinhalb Jahren“ amortisiert

hätten: „Wir reden hier von Energiekosteneinsparungen

von bis zu 70 Prozent. Das sind

zum Beispiel bei einem 50 kW-Ofen mehr als

10.000 Euro pro Jahr. Allein aufgrund dieser

Tatsache lohnt es sich in jedem Fall, sowohl bei

einem Neubau als auch bei einer Sanierung

den Einbau eines Saunagasofens zu überlegen.

Auch eine Nachrüstung ist in vielen Fällen wirtschaftlich

sinnvoll. Das hat die Erfahrung der

letzten 15 Jahre gezeigt. Durch den Einsatz des

Brennstoffes Gas werden die Emissionswerte

von CO 2 um bis zu 66 Prozent gesenkt. Somit

verbinden sich ökonomische Zielsetzungen mit

ökologischer Verantwortung.“

Bei der Überlegung „Elektro oder Gas?“ ist es

immer sinnvoll, die Saunahersteller einzubeziehen

und eine betriebsspezifische Kosten-/

Nutzen-Rechnung über die Wirtschaftlichkeit

anzufordern. Dies gilt, wenn man einen Gasanschluss

hat, denn extra einen Gasanschluss

zu legen, lohnt sich finanziell nur selten.

Empfehlenswert sind ferner direkte Gespräche

mit Gas- und Stromanbietern; oft erhalten

Energiekostenvergleich

Gas-/Elektro-Saunaheizgeräte

Energieart Erdgas Strom

Nennwärmeleistung 40 kW 40 kW

Nennwärmebelastung

Aufheizzeit

42 kW 40 kW

(abhängig von der

Einbausituation)

1,5 h 1 h

Saunabetriebszeit

pro Tag

13 h 13 h

Laufzeit pro Jahr 360 Tage 360 Tage

Energiebedarf für

Aufheizung 1,5 Std.

Energiebedarf für

22.680 kWh 14.400 kWh

Badebetrieb mit

60 % Ofenleistung

117.936 kWh 112.320 kWh

Strombedarf

Ventilator (70 W)

365 kWh

Gesamt-

Energiebedarf

140.981 kWh 126.720 kWh

Energiekosten 0,050 €/kWh 0,1567 €/kWh

Gesamt-

Energiekosten

7.049,05 € 19.857,02 €

Die für den Energiekostenvergleich als Beispiel zugrunde

gelegten Srom- bzw. Gaspreise sind Nettopreise zzgl. Mehrwertsteuer

für den Raum Augsburg vom Herbst 2010.

Quelle: Elsässer GMBH

Preisvergleich Gas/Strom

Energie Verbrauchs- Grundpreis/

preis

Monat

Gas 4,63 ct/kWh 10,89 €

Strom 20,82 ct/kWh 4,08 €

Tabelle: Preisvergleich Gas/Strom für gewerbliche Nutzung bei

Liefermengen von 20.000 – 100.000 kWh/Jahr der Stadtwerke

Bielefeld, Juli 2011. Quelle: verivox.de

Saunabetriebe günstige Konditionen. Für die

Mitglieder des Deutschen Sauna-Bundes besteht

seit dem Jahr 2008 in Zusammenarbeit

mit dem Berliner Energie-Broker AMPERE ein

Gas- und Strompool (Website: www.ampere.de).

Durch die Bündelung der Energienachfrage

können günstige Preise erzielt werden.

Kennen Sie die 10 neuen

Exclusiv-Sauna-Düfte von Finnsa?

Fordern Sie kostenloses

Informationsmaterial an.

mit uns lässt sich‘s gut schwitzen…

Gas- und Elektroöfen unterscheiden sich aber

nicht nur in puncto Kosten. Ein Elektroofen

heizt den Saunaraum schneller auf als ein

Gasofen. Um einen vergleichbar großen Raum

auf 80 Grad Celsius zu erwärmen, benötigt

ein Elektroofen nur eine Stunde, während

ein Gasofen etwa die doppelte Zeit erfordert.

Unterschiede sieht Jürgen Röhrs aber auch im

Hinblick auf ihre Verwendung für Aufgüsse.

„Gasöfen haben häufig eine Aufgussschwäche.“

Das sieht Kusatek-Geschäftsführer

Bernd Kuntz, der ausschließlich Gasöfen

herstellt, ganz anders: „Die Saunagasofenserie

KUSATHERM haben wir speziell für Aufgüsse

entwickelt. Eine erheblich erweiterte

Oberfläche zur Wärmeübertragung mit einer

Steinmenge von bis zu 350 kg sorgt dafür,

dass eine große Menge Aufgusswasser schnell

verdunstet.“

Unterschiedlicher Bauaufwand

Auch der Platzbedarf ist unterschiedlich: Elektroöfen

brauchen in der Regel weniger Platz,

werden einfach in den Saunaraum gestellt –

und fertig. „Will man nach einigen Jahren den

Saunaraum umgestalten, geht das mit einem

Elektroofen leicht. Man stellt ihn einfach woanders

hin. Das ist völlig unproblematisch“, sagt

Röger-Geschäftsführer Andreas Röger.

Anders beim Gasofen: Zum einen benötigt er

meist mehr Platz im Saunaraum und es ist ein

Rauchabzug für die Abgase in unmittelbarer

Nähe erforderlich. Zum anderen braucht man

einen zusätzlichen Raum neben der Sauna für

die Technik, wie Gasbrenner und Rauchabzug-

Ventilator.

Die Installation eines Gasofens ist aufwendig.

„Das Projekt Elektroofen ist viel einfacher

Marburger Str. 35 · 36304 Alsfeld

T: 0 66 31 - 96 88 - 0 · F: 0 66 31 - 96 88 - 96

www.finnsa.de · info@finnsa.de


durchzuführen, da keine aufwändige Gasleitung

und kein Kamin für die Rauchgase

benötigt werden. Zusätzlich muss in der Kabine

im Bereich des Gasofens noch die kostenintensive

Verkleidung aus Stein für den Brandschutz

berücksichtigt werden“, rechnet Markus

Gäbele, Leiter Entwicklung und Konstruktion

von KLAFS aus Schwäbisch Hall, vor.

Die umfangreiche Technik beim Gasofen

muss natürlich auch gewartet werden. Frank

Schillings: „Ein- bis zweimal im Jahr sollte

der Kundendienst kommen, um alle Werte zu

überprüfen.“ Auch der Schornsteinfeger müsse

regelmäßig erscheinen, um die Abgaswerte

zu kontrollieren. Markus Gäbele von KLAFS:

„Durch die Wartung und den Einsatz des

Schornsteinfegers fallen Zusatzkosten an, die

man berücksichtigen muss. Das fällt bei einem

Elektroofen weg.“

Ein mittlerweile bekanntes Problem bei

Gasöfen ist die Erhitzung der Fußböden im

Saunaraum. „Besonders bei großen Saunaräumen

kann es Ärger mit heißen Saunaböden

geben. Denn Gaswärme erhitzt die Böden

wohl besonders stark“, weiß Jürgen Röhrs zu

berichten. Hier sei eine starke Abdämmung

des Gasofens zum Boden eine Vorbeugung.

Im übrigen ist das Ärgernis der zu heißen

Saunaraumfußböden nicht ursächlich eines

der Ofentechnik sondern der heute baurecht-

Foto: Klafs

Foto: B+S FINNLAND SAUNA

Ausstattung und Betrieb

lich vorgeschriebenen Fußbodendämmung.

Deshalb sind auch bei elektrischer Beheizung

von Saunaräumen schon sehr heiße Fußböden

beobachtet worden. Die beste Abhilfe bietet

eine eingebaute Fußbodenkühlung.

Elektroöfen sind zudem normativ festgelegter:

„Für elektrische Saunaöfen gibt es Normen,

die eingehalten werden müssen. Für Gasöfen

gibt es, insbesondere für den Einbau in einen

Saunaraum, keine bestimmten Vorschriften.“

Darauf weist Markus Gäbele von KLAFS hin.

Dies kann EOS-Verkaufsleiter Michael Meis

nur bestätigen: Es bestünden für den Betreiber

hohe Kostenrisiken bei Schäden, die durch fehlerhafte

Technik entstehen. Dies könne unter

Umständen die berufliche Existenz bedrohen.

Daher gehen die meisten Betreiber lieber auf

Nummer Sicher und bevorzugen bewährte

Technik, die nach gängigen Normen durch

unabhängige Prüfinstitute wie VDE oder TÜV

geprüft wurden.

Gasofen-Befürworter Bernd Kuntz von

KUSATEK rät: „Man sollte darauf achten,

dass Saunagasöfen nach der EG-Baumusterprüfbescheinigung

Produktart 1510/

Einzelraumheizgeräte: Saunaheizofen (nach

EG-Gasgeräterichtlinie 2009/142/EG)

geprüft sind.“ �

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Foto: Röger

Gabriele Hellwig

37


Ausstattung und Betrieb

Saunabrände –

ein unterschätztes Risiko?

Martin Lehmann-Koch

Wie oft brennt eigentlich eine Sauna?

Diese Frage wird grundsätzlich auch

gestellt, wenn man mit Betreibern von

öffentlichen Saunabädern über die

Feuersicherheit spricht. Eine verlässliche

Antwort gibt es darauf aber nicht, denn

es gibt keine aussagekräftigen Statistiken

zu diesem Thema. Saunabetreiber äußern

dann im Verlauf der Gespräche oft, dass

die Forderungen des vorbeugenden

Brandschutzes übertrieben seien.

Obwohl seit über 40 Jahren in Deutschland an

einer einheitlichen Brandstatistik gearbeitet

Foto: Verena N._pixelio.de

wird, liegen immer noch keine verwertbaren

Ergebnisse vor. Um jedoch eine Tendenz für

die Ausgangsfrage erhalten zu können, wurde

im Jahr 2010 über eine Internetsuchmaschine

eine regelmäßige Recherche durchgeführt.

Die Schlagwörter Sauna, Saunalandschaft,

Hallenbad, Brand oder Feuerwehr führten zu

38 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

Berichten über Saunabrände. Gesichtet wurden

Meldungen aus Deutschland. Ereignisse, die

in mehreren Artikeln erwähnt wurden, zählten

nur einmal. Für die Auswertung wurde nur der

jeweils aussagekräftigste Bericht berücksichtigt.

Analysiert wurde die Art des Gebäudes, in

welchem die Sauna eingebaut war (Wohnhaus,

Gewerbegebäude, kommunales Gebäude,

Schwimmbad, Außensauna) und die angegebene

Schadenursache.

Insgesamt wurden 90 Brände registriert. Die

tatsächliche Schadenzahl dürfte allerdings

höher liegen, denn nur Schäden, die zu einer

Pressemeldung führten und anschließend im

70,0

60,0

50,0

40,0

30,0

20,0

10,0

0,0

70,0

60,0

50,0

40,0

30,0

20,0

10,0

0,0

Feuerschäden nach Einbauort

Internet veröffentlicht wurden, flossen in die

Betrachtung ein.

Unter den ermittelten 90 Saunabränden

befanden sich 57 Fälle, in denen die Sauna

in einem Wohngebäude (Ein- oder Mehrfamilienhaus)

gebrannt hatte. Immerhin

noch 17 Brandfälle wurden für gewerbliche

Sauna anlagen (Fitness-Center oder Saunalandschaften)

gemeldet. In zwei kommunalen

Gebäuden (Kindergarten oder Studentenwohnheim)

und in drei Schwimmbädern waren

Saunaräume von einem Saunabrand betroffen.

Sechsmal hat eine Außensauna gebrannt.

Wohngebäude Gewerbegebäude Kommunale

Gebäude

Schwimmbad Außensauna unbekannt

Angaben in Prozent

Beim

Einschalten

Brennbare

Gegenstände

auf Ofen

Aufgussmittel

auf dem Ofen

Schadenursache

Technischer

Defekt

Elektrischer

Defekt

Sonstige

Brennbare

Gegenstände

im Umfeld

Unbekannt

Angaben in Prozent


Die ermittelten Angaben

zur Schadenursache sind

unter Vorbehalt zu betrachten,

da die Schadenursache

in den meisten Fällen

beim Verfassen der Zeitungsberichte

noch nicht

eindeutig geklärt war. Nur

in sehr wenigen Fällen

kann die Schadenursache

so schnell geklärt werden,

dass der Berichterstatter

die tatsächliche Schadenursache

erwähnen kann.

Wenn die Polizei eingeschaltet

wurde, ist eine frühe

Schadenangabe noch

schwieriger. Die Polizei hat

den gesetzlichen Auftrag

zu prüfen, ob möglicherweise

eine Straftat vorliegt.

Solange dies noch nicht

geschehen ist, wird die Schadenursache von

der Polizei als „unbekannt“ angegeben.

Warum kommt es zu Saunabränden?

Vernachlässigt man die Schadenursache „Unbekannt“,

so fällt auf, dass brennbare Gegenstände

mit 15,6 Prozent die häufigste Schadenursache

darstellten. In 7,8 Prozent der Fälle brannte

eine Sauna nach dem Einschalten. Technische

oder elektrische Defekte stellten mit jeweils 4,4

Prozent weitere Schadenursachen dar.

In zwei Fällen (2,2 Prozent) führte unverdünntes,

brennbares Aufgussmittel zu einem

Feuerschaden. Da es dabei zu schweren Brandverletzungen

der Saunagänger kommen kann,

ist die Schadenursache hier schnell durch die

Hilfskräfte zu ermitteln.

Liegen nach einer Brandbekämpfung bei der

abschließenden Begehung durch die Feuerwehr

und Polizei die Metallringe des (sonst

restlos verbrannten) Saunakübels oder die

Metallschrauben eines Kopfkeiles unter dem

Ofen, steht die Schadenursache „brennbare

Gegenstände auf dem Ofen“ fest. So sind

dem Verfasser zwei Hotelbrände bekannt, die

außerhalb des Untersuchungszeitraumes 2010

liegen: In beiden Fällen führten auf dem Ofen

abgelegte Gegenstände zum Brand, als der

Ofen unkontrolliert von der Hotelrezeption eingeschaltet

wurde. In verschiedenen Fällen wird

auch davon berichtet, dass der Saunaraum als

Abstellraum genutzt wurde und sie unbeabsichtigt

eingeschaltet wurde. Hier könnte eine

Trennung zwischen Saunaofensteuerung und

Beleuchtung eine Schadenverhütungsmaßnahme

sein.

Entdecken Sie die neuen Premium-Universald fte.

Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit edlen Duftkompositionen und lassen Sie den Aufguss zum Erlebnis werden! Das neue Duftprogramm

ist untereinander mischbar und zeichnet sich durch extreme Sparsamkeit im Verbrauch aus. Einsetzbar in der Sauna, im Dampfbad

und in der Softsauna. Ab sofort ist unser Sortiment auch in unserem Online-Shop auf www.tricura.com erhältlich.

Technik und

Bäderausrüstung

20 m 2 Oase

Sauna und

Wellness

Schwimmbadwasserpflege

und Reinigungsmittel

Tricura GmbH & Co. KG | Postanschrift: An der Autobahn 2, 27798 Hude-Altmoorhausen | Firmensitz: Heinrich-Otto Straße 28,

73240 Wendlingen / Neckar | Tel.: 0800 87 42 872 * | Fax : 0800 66 0 1001 * | verkauf@tricura.com | www.tricura.com

Ausstattung und Betrieb

Das endgültige Einschalten des Saunaofens

könnte dann nur in der Sauna kabine erfolgen.

Insgesamt ist festzuhalten, dass rund 60

Prozent der ermittelten Saunabrände in

privaten Wohngebäuden zu verzeichnen waren,

während sich nur 37 Prozent der Fälle in

gewerblichen und kommunalen Einrichtungen

ereigneten. Die am häufigsten genannte Schadenursache

war ein brennbarer Gegenstand

auf dem Saunaofen, der sich beim Einschalten

entzündete. �

Martin Lehmann-Koch arbeitet bei der

Landschaftlichen Brandkasse Hannover

(VGH-Versicherungen) in der Abteilung

Schadenverhütung und Technik.

* Kostenlos aus allen Netzen.

Foto: foto-kerschi.at

Ihr Partner für

das öffentliche Bad


Medizin und Gesundheit

Wissenschaftliche Grundlagen

des Saunabades auf einen Klick

Eine nahezu vollständige Erfassung der

wissenschaftlichen Literatur zur Wirkung

des Saunabadens hat Prof. Dr. med.

Eberhard Conradi, ehemaliger Präsident

des Deutschen Sauna-Bundes, geschaffen.

Er durchsuchte die internationalen

Datenbanken der letzten 30 Jahre. Rund

2000 Einträge umfasst aktuell die Internet-

Datenbank des Deutschen Sauna-Bundes.

„Grundlage jeder wissenschaftlichen Arbeit ist

die kritische Auseinandersetzung mit bereits

vorliegenden Veröffentlichungen zu einem Thema.

Da die Arbeiten zum Thema Sauna baden

in ganz unterschiedlichen Fachzeitschriften und

Monografien veröffentlicht wurden, gibt es da

das Problem, dass viele Arbeiten zum Thema

nicht mehr oder erst nach aufwendiger Suche

auffindbar sind. Die Datenbank des Deutschen

Sauna-Bundes ermöglicht einen umfassenden

und bis in spezielle Details gehenden Überblick“,

sagt Prof. Dr. med. Eberhard Conradi,

der viele Jahre als ärztlicher Direktor der höchst

anerkannten Klinik für Physikalische Medizin

und Rehabilitation des Universitätsklinikums

(Charité) der Humboldt-Universität zu Berlin tätig

war. So kann man zu allen relevanten Fragen

zum Thema „Sauna“ Literaturhinweise finden.

Die Datenbank ist vor allem für Fachleute der

Saunabranche, Wissenschaftler und Mediziner

gedacht, die sich über spezielle Themen

orientieren wollen. Darüber hinaus hofft der

Deutsche Sauna-Bund, dass diese „Neuen

Grundlagen“ auch bei anderen Berufsgruppen,

die zum Beispiel auf dem Gebiet der Gesundheitsaufklärung

tätig sind, Interesse finden.

Die Idee für die wissenschaftliche Datenbank

stammt aus dem Jahr 2004. Damals fasste

der Vorstand des Deutschen Sauna-Bundes

den Beschluss, die 1970 in erster Auflage

erschienenen „Wissenschaftlichen Grundlagen

des Saunabades“ von Dr. Werner Fritzsche,

die 1982 letztmalig ergänzt wurden, auf den

40 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

neuesten Stand zu bringen und eine – soweit

möglich – vollständige Bibliographie der

wissenschaftlichen Saunaliteratur zu erstellen.

Prof. Conradi: „Dieser Entscheidung lag die

Überlegung zu Grunde, dass nach über 30

Jahren die Forschung neue grundsätzliche

Erkenntnisse erbracht hat, die einen Wandel in

der Bedeutung des Saunabadens für Gesundheit

und Wohlbefinden erkennen lassen.“

Die Schwerpunkte der Datenbank sind medizinische

Themen. Unter Stichpunkten wie „Wirkung

der Saunawärme“, „Verträglichkeit“, „Herz-

Kreislauf-Belastung“, „Abhärtung“, „Koronare

Erkrankungen“ oder „Hormonelle Antworten“

(z. B. Stressabwehr) wurden die Originalarbeiten

und Referate gelistet. Aber auch zu den

Reaktionen des Organismus in der Abkühlungsphase

wurden zahlreiche Arbeiten aufgeführt.

Selbst zu extremen Formen der Kaltreize wie

dem so genannten Eis- oder Winterbaden gibt

es Literaturhinweise. Ebenfalls berücksichtigt

sind die Auswirkungen des Saunabadens auf

den Verlauf von Krankheiten, zum Beispiel bei

hohem Blutdruck, wiederholter Anfälligkeit

gegenüber Erkältungen, Schmerz usw.

Des weiteren findet man technische, kulturelle

und historische Aspekte zur Sauna in der

Datenbank. Sie entstammen auch einer speziellen

finnischen Bibliographie aus dem Jahre

2009. Mit beachtet wurden zudem Arbeiten zu

verwandten Badeformen wie Infrarot-Wärmekabinen,

Dampfbad und feuchte Warmluftbäder.

Basis: Zahlreiche elektronische und

gedruckte Quellen

Zahlreiche Quellen nutzte Prof. Conradi für

seine wissenschaftliche Datenbank. Darunter

die medizinischen Datenbanken von Medline,

Old Medline, Biosis Preview, Cambase, Cinahl,

Cochrane, Embase und Medpilot der Jahre

1981 bis 2009. Durchsucht wurden diese

Datenbanken unter den Stichworten: Sauna,

Sauna-Baden, finnisches Bad.

Die meisten Studien stammen – fast selbstverständlich

– aus Finnland. Sie sind entweder in

finnischer oder englischer Sprache verfasst. Sind

sie auf Finnisch, gibt es ein englisches Abstract.

Aber auch andere Länder wie Deutschland,

Niederlande, Tschechien, Slowakei und Japan

sind ganz wesentlich an der Saunaforschung

beteiligt. Prof. Conradi fand Saunaarbeiten aus

15 Ländern.

In die Datenbank wurden auch alle wissenschaftlichen

Arbeiten und Referate aus der

Fachzeitschrift „Internationales Sauna-Archiv“

(1984 bis 1996) und der Vorgängerzeitschrift,

dem „Sauna-Archiv“ (1958 bis 1983), übernommen,

die beide vom Deutschen Sauna-Bund

herausgegeben wurden, aber im medizinischen

Schrifttum kaum Erwähnung gefunden haben.

Daneben fanden auch populärwissenschaftliche

Broschüren, Kommentare, Editorials und

Referate Aufnahme, wenn sie die wissenschaftliche

Diskussion der letzten Jahrzehnte

widerspiegeln und somit den Fortschritt im

Saunawesen veranschaulichen. Natürlich

wurden auch einige Artikel aus den letzten

Jahrgängen von „Sauna & Bäderpraxis“ in die

Datenbank aufgenommen und Kongressberichte

wurden ebenfalls nach neuen Forschungsarbeiten

durchsucht.

Des Weiteren wurden auch Arbeiten aus der

persönlichen Literaturkenntnis von Prof. Conradi

berücksichtigt, insbesondere von japanischen,

slowakischen und tschechischen Autoren, deren

Engagement für das Thema „Sauna“ bisher

in der internationalen Saunaliteratur beziehungsweise

in Datenbanken nicht ausreichend

berücksichtigt wurde. „Auch ältere Quellen,

die in den vorliegenden Literatursammlungen

und Reviews nicht enthalten sind, wurden mit

aufgenommen, da ihnen nach 50 und mehr

Jahren das Problem droht, in Vergessenheit zu

geraten. Gerade sie geben aber die wissenschaftliche

Diskussion aus den Anfangsjahren


der Saunaforschung anschaulich wieder“,

begründet Prof. Conradi diesen Ansatz.

Einfacher Zugriff auf weltweite

Saunaliteratur

Wer die Datenbank des Deutschen Sauna-

Bundes nutzen möchte, geht entweder direkt

auf die Internetseite www.saunaliteratur.de

oder auf die Internetseite des Verbandes:

www.saunabund-ev.de. Auf der Verbandshomepage

findet man in der linken Spalte dann

einen Link zur „Datenbank für wissenschaftliche

Fachliteratur zum Saunabad“. Klickt man darauf,

öffnet sich die entsprechende Seite. Nun

kann man oben links einfach das gewünschte

Stichwort eingeben. Am besten mit einem

möglichst präzisen Suchbegriff. Beispiel: Man

möchte wissen, ob Saunabaden den Schlaf

beeinflusst. Dazu gibt man als Suchbegriff

„Schlaf“ ein. In Sekundenschnelle durchsucht

die Datenbank die gesamte Literatur, die zum

Thema „Sauna und Schlaf“ erschienen ist.

Das Ergebnis sind drei Einträge. Die jüngste

Litera turstelle ist jeweils ganz oben gelistet.

Beim Thema „Schlaf“ handelt sich um einen

emotion of sauna.

Erleben Sie

pure Entspannung!

EOS - Emotion Of Sauna

Überall dort, wo Wohlbefinden auf Knopfdruck benötigt wird, empfehlen

sich EOS-Produkte als zuverlässige Wärmespender für die

Sauna.

EOS konzipiert Saunatechnik seit Jahrzehnten im Hinblick auf

die individuellen Wünsche von Saunafreunden. Ob klassischfinnische

Sauna, Themensauna, Kräuter- oder Softdampfbad: Wir

wissen, welche Bedürfnisse die moderne Sauna erfüllen muss.

Kein Wunder, dass EOS-Saunaöfen oder Verdampfersysteme in

Deutschland sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich

die Nummer eins ist, wenn es um verlässliche und innovative

Saunatechnik geht.

Vertrauen Sie unserer Kompetenz. Realisieren Sie die Träume

Ihrer Kunden mit Saunatechnik von EOS.

Mehr Informationen zu unseren Sauna-Produkten unter:

www.eos-werke.de

Artikel aus dem „Internationalen Sauna-Archiv“

aus dem Jahr 1986. Titel: „Die Beeinflussung

des Tagesganges eines Neurotransmitters

(Substanz P) – Grund für Schlafstörungen bei

abendlicher Saunaanwendung?“ Einige Texte

kann man außerdem als PDF für 5 Euro Kostenersatz

downloaden. Beim Thema „Schlaf“ zum

Beispiel den eben erwähnten Artikel.

Will man noch mehr Material zu einem Thema

finden, so kann man den Suchbegriff erweitern

oder variieren. Wer zum Thema „Sauna und

Schlaf“ recherchiert, könnte zum Beispiel als

Suchwort noch „Entspannung“ eingeben.

Man kann auch von vornherein eine erweiterte

Suche starten. Hierfür gibt es unter

dem Kästchen, in das man den Suchbegriff

eintragen kann, weitere übergeordnete

Kategorien wie Medizin, Gesundheit, Sport,

Hygiene und öffentliche Sauna. Wählt man

hier eine Kategorie aus, hat man nun die Wahl

zwischen einer Vielzahl von Unterpunkten, die

man anklicken kann. Besonders umfangreich

ist die Kategorie Medizin. Hier findet man in

EOS Werke Günther GmbH • Adolf-Weiß-Straße 43 • 35759 Driedorf-Mademühlen, Germany

Fon: +49 (0)2775 82-0 • Fax: +49 (0)2775 82-431 • info@eos-werke.de • www.eos-werke.de

Medizin und Gesundheit

alphabetischer Reihenfolge eine große Zahl

von Stichworten wie zum Beispiel Adipositas,

Augenerkrankungen, Blutgerinnung, Depression,

Gefäßerkrankungen, Herzfehler und unter

anderem auch den Begriff Schlaf. Es erscheinen

zum Thema Schlaf insgesamt neun Einträge.

An oberster Stelle steht ein Vortrag des Intern.

Saunakongresses in Helsinki des Jahres 2006.

Er lautet: „Sauna and Sleep“.

Weitere Filterkriterien für die Literatursuche

in der Datenbank sind ebenfalls in der linken

Spalte zu finden. So kann man eine Sprache,

ein Land oder das Erscheinungsjahr auswählen.

Sogar ein Dokumententyp kann für die

Suche in der Datenbank festgelegt werden.

Zur Auswahl stehen zum Beispiel Buchartikel,

Dissertationen, Vorträge oder Zeitungsartikel.

Zurzeit ist bis einschließlich 2008 die gesamte

spezifische Literatur zum Thema Sauna in der

wissenschaftlichen Datenbank des Deutschen

Sauna-Bundes erfasst. Eine Fortsetzung der

intensiven Arbeit ist Verbandspflicht. �

gh

EOS Anzeige S&B 0311.indd 1 25.03.2011 11:36:51


Geld und Recht

Geld und Recht

Kein Markenschutz für

„Spa”

Sachverhalt

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einen Begriff

als Markenwort rechtlich zu schützen. Dann

dürfen andere Personen oder Unternehmen diesen

Begriff nicht benutzen. Vor diesem Hintergrund

kam es zu einem Rechtsstreit, da sich ein

Unternehmen den Begriff „Spa“ hatte schützen

und eintragen lassen. Insoweit war für die Markeninhaberin

seit dem 8. August 2000 die Wortmarke

„Spa“ für Waren und Dienstleistungen wie

„Parfümerien, Mittel zur Körper- und Schönheitspflege,

Betrieb von Bädern, Schwimmbädern und

Saunen“ eingetragen und damit geschützt. Gegen

die Eintragung gingen andere Unternehmen

vor. Sie beantragten beim Deutschen Patent- und

Markenamt die Löschung der Marke „Spa“, weil

diese nicht unterscheidungskräftig und freihaltebedürftig

sei. Daraufhin ordnete das Deutsche

Patent- und Markenamt die Löschung der Marke

„Spa“ an. Hiergegen wandte sich nun die Markeninhaberin

mittels Beschwerden unter anderem

an das Bundespatentgericht (BpatG), die

aber alle erfolglos blieben. Schließlich erhob sie

Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof.

Entscheidung und Gründe

Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des

BpatG wird auf Kosten der Markeninhaberin zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens

wird auf 100.000 € festgesetzt

(Bundesgerichtshof Beschluss vom 13.03.2008 – I

ZB 53/05 – Bundespatentgericht).

Das BpatG hat angenommen, dass die Marke

„Spa“ eingetragen worden sei, obwohl sie für die

in Anspruch genommenen Waren und Dienstleistungen

(„Parfümerien, Mittel zur Körper- und

Schönheitspflege, Betrieb von Bädern, Schwimmbädern

und Saunen“) nach § 8 Abs. 2 Nr. 2 Markengesetz

(MarkenG) freihaltebedürftig gewesen

sei und dieses Schutzhindernis noch im Zeitpunkt

der Entscheidung besteht, sodass die Marke nach

§ 50 Abs. 1 und 2 Satz 1 MarkenG zu löschen

sei. § 8 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG lautet: „Von der

Eintragung ausgeschlossen sind Marken, die ausschließlich

aus Zeichen oder Angaben bestehen,

die im Verkehr zur Bezeichnung der Art, der Beschaffenheit,

der Menge, der Bestimmung, des

Wertes, der geographischen Herkunft, der Zeit

der Herstellung der Waren oder der Erbringung

der Dienstleistungen oder zur Bezeichnung sonstiger

Merkmale der Waren oder Dienstleistungen

dienen können.“

Das Wort „Spa“ ist nach der Auffassung des

Bundespatentgerichtes eine beschreibende Angabe

im Sinne des vorgenannten Paragraphen.

Es hat zwei ursprüngliche Bedeutungen. Einerseits

ist es der Name eines belgischen Kurortes

in der Provinz Lüttich; andererseits wird damit im

anglo-amerikanischen Sprachraum eine Heilquelle,

ein (Bade-) Kurort, ein Bad oder ein Heilbad

bezeichnet. Außerdem hat sich „Spa“ zur Bezeichnung

eines Teilbereichs des Wellness- und

Beauty-Sektors entwickelt, bei dem das Medium

Wasser miteinbezogen wird. In dieser Bedeutung

beschreibt „Spa“ die Dienstleistungen „Betrieb

von Bädern, Schwimmbädern und Saunen“ ihrer

Art nach. Dabei handelt es sich um eine Art

Oberbegriff, der Anwendungen und Behandlungen

aus dem Wellness- und Schönheitssektor

meint, die nach dem Motto „Gesund durch Was-

ser“ (lateinisch: sanus per aquam) auf verschiedene

Weise verabreicht werden. Bezüglich der

registrierten Waren „Parfümerien, Mittel zur Körper-

und Schönheitspflege“ bezeichnet das Wort

„Spa“ Parfümerie- und Kosmetikprodukte, die

bei „Spa“-Behandlungen eingesetzt werden. Damit

wird die bestimmungsgemäße Verwendung

angegeben. Die gewisse Unschärfe des Begriffs

„Spa“ und sein allgemein gehaltener Aussagegehalt

sprechen nicht gegen die Annahme einer

Sachangabe. Es ist nicht erforderlich, dass der die

Waren und Dienstleistungen beschreibende Sinngehalt

die ausschließliche Bedeutung ausmacht.

Auch die Verkehrsauffassung der Verbraucher,

die als Abnehmer oder Interessenten der Waren

und Dienstleistungen der Markeninhaberin

in Betracht kommen, führt zu keinem anderen

Ergebnis: Der Begriff „Spa“ hat neben der geografischen

eine beschreibende Bedeutung im

Wellness-Bereich.

Damit ist die Voraussetzung des § 8 Abs. 2 Nr.

2 MarkenG erfüllt. Das bedeutet, dass das Wort

„Spa“ als beschreibende Angabe nicht hätte eingetragen

und damit nicht hätte geschützt werden

dürfen. Es ist daher zu löschen und kann frei verwendet

werden.

Fazit

Der Beschluss des Bundesgerichtshofes zeigt,

dass die Verwendung des Wortes „Spa“ nicht eingeschränkt

werden kann. Es kann von jedermann

benutzt werden. Das hat zur Folge, dass alle Bad-

oder Saunabetreiber dieses Wort in ihrer Werbung

oder Außendarstellung verwenden können.

Das beinhaltet aber auch, dass die Begriffe „Spa“

oder „Wellness“ keine Qualitätsaussagen darstellen.

Dieses ist insofern problematisch, da viele

Konsumenten hiermit etwas Besonderes über den


normalen Standard Hinausgehendes verbinden.

Dieses ist aber rechtlich nicht der Fall. Bereits ein

kleines Schwimmbecken kann als „Spa-Bereich“

bezeichnet werden kann. Insofern ist damit zu

rechnen, dass es bei einer „inflationären“ Verwendung

der Begriffe „Spa“ und „Wellness“ immer

wieder zu Streitigkeiten zwischen Nutzern und Betreibern

hinsichtlich der Anforderungen an einen

„Spa- oder Wellness-Bereich“ kommen kann. �

Von der

Industrie- und Handelskammer

für

Sauna- Solarien-

Wellnessanlagen

· HANS REINMANN ·

Öffentl. best. u. vereid. Sachverständiger

Prof. Dr. Carsten Sonnenberg

Strenge Anforderungen

bei Werbung per E-Mail

Wer seine Kunden per E-Mail zu Werbezwecken

anschreiben will, muss heute strenge Vorgaben

beachten. Dabei gilt grundsätzlich, dass nach

dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

(UWG) die Werbung per E-Mail verboten ist, ohne

dass eine Einwilligung des Empfängers vorliegt.

Werbung ist dabei jede Äußerung mit dem

Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung

von Dienstleistungen zu fördern. Der Begriff

ist also sehr weit gefasst. Auch ein Newsletter

eines Unternehmens ist stets Werbung. Dies hat

der Bundesgerichtshof (BGH) bereits in einer

Entscheidung aus dem Jahre 2004 bestätigt.

Empfängereinverständnis muss

vorliegen

Die E-Mail-Werbung ist nur dann zulässig,

wenn der Empfänger explizit seine Erlaubnis

dazu gegeben hat. Die Einwilligung muss

durch den Empfänger bewusst und eindeutig

erteilt werden. Der Empfänger muss entweder

auf der Webseite des Werbenden ein Kästchen

anklicken oder ankreuzen oder sonst eine vergleichbare

Erklärung seiner Zustimmung in

die Werbung mittels E-Mail abgeben. Diese

Erklärung muss gesondert abgegeben werden,

sie darf nicht Bestandteil anderer Erklärungen

sein (z. B. die Einwilligung in die Geltung von

Allgemeinen Geschäftsbedingungen). Es dürfen

auch keine vorangeklickten oder angekreuzten

Kästchen verwendet werden. Die Einwilligung

endet, wenn der Beworbene der Zusendung von

Werbung per E-Mail ausdrücklich widerspricht.

Des Weiteren muss die Einwilligung für den

konkreten Fall erteilt worden sein, beispielsweise

für einen monatlichen Firmen-Newsletter. Die

Einwilligung muss dabei ausdrücklich dem Versender

des Newsletters gegeben werden. Eine

generelle Einwilligung gegenüber jedermann

ist nicht möglich und daher unwirksam. Die

Einwilligungsvorlage darf außerdem nicht mehr

Daten vom Empfänger verlangen, als für die

Erbringung des Dienstes nötig ist und es muss

dem Empfänger möglich sein, sich anonym oder

mit einem Pseudonym zu registrieren.

Die einzige Ausnahme ist nach § 7 Abs. 3

UWG gegeben, wenn im Rahmen bestehender

Kundenbeziehungen ein Unternehmen für den

Absatz eigener, ähnlicher Waren und Dienstleistungen

per E-Mail wirbt, ohne die ausdrückliche

Einwilligung des Kunden einzuholen bis die

weitere Nutzung untersagt wird. Auf die Widerspruchsmöglichkeit

muss der Kunde jedoch

bereits bei der Erhebung der E-Mail-Adresse und

bei jeder Zusendung hingewiesen werden. Der

Hinweis auf das Widerspruchsrecht muss auch

enthalten, dass für die Übersendung des Widerspruchs

keine ungewöhnlichen Kosten – z. B.

für teure 0900-Rufnummern – entstehen. Die

Einwilligung muss natürlich vom angegebenen

Empfänger stammen. Dazu kann man dem Empfänger

eine E-Mail mit einem Aktivierungscode

zusenden. Der Empfänger bestätigt dann den

Gabriele Becker-Uthmann arbeitet als

Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Urheber-

und Markenrecht, Wettbewerbsrecht und

Recht der Neuen Medien. Sie hat ihre

Kanzlei in Bielefeld.

n Gutachten für Bauwerksmängel/-schäden

n Private und gerichtliche Beweissicherung

n Schiedsgutachten, Mediation

n Unternehmensberatung, Controlling, Wirtschaftlichkeit

Geld und Recht

Erhalt. Das ist das so genannte Double-Opt-in

Verfahren, mit dem sich der Werbende und der

Empfänger vor dem Missbrauch von E-Mail-

Adressen durch Dritte schützen können.

Mittel der Wahl: das Double-Opt-in

Verfahren

Generell ist festzustellen, dass Sicherheit auf

dem elektronischen Weg nur das Double-Opt-in

Verfahren bietet. Das „Opt-in“ muss vom Besteller

gewünscht sein. Dies ist dann gegeben,

wenn der Besteller ausdrücklich vor der ersten

E-Mail sein Einverständnis gegeben hat oder

das Einverständnis vermutet werden kann. Das

Letztere ist aber nur dann der Fall, wenn sich der

Interessent vorher z. B. telefonisch gemeldet hat

und um die Zusendung eines entsprechenden

Newsletters oder der Werbe-E-Mail gebeten hat.

Denn für die Annahme einer mutmaßlichen

Einwilligung reicht ein allgemeiner Sachbezug

zu den von angeschriebenen Unternehmen

angebotenen Waren oder Dienstleistungen allgemein

nicht aus. Einzige Ausnahme bildet der

genannte § 7 Abs. 3 UWG.

Es ist zu beachten, dass auch die elektronische

Anfrage nach dem Einverständnis bezüglich des

Double-Opt-in Verfahrens für das personelle

Einverständnis nicht geeignet ist.

Wegen der bestehenden strengen Anforderungen

ist es daher besser, dass die für Werbekontakte

ins Auge gefassten Kunden vor

der Zusendung irgendeiner E-Mail per Post

angeschrieben werden, denn die elektronische

Signatur ist kaum verbreitet. Mittels eines Abschnitts,

den der Kunde zurücksenden muss,

gibt er sein Einverständnis, dass er in Zukunft

Werbe-E-Mails bekommen möchte. Erst danach

sollte das Double-Opt-in Verfahren durchgeführt

werden. �

Gabriele Becker-Uthmann

Sachverständige

Reinmann + Partner

Moselstraße 12

90542 Eckental

Tel. 0 91 26/28 61 66

Mobil 0172/815 65 67

hans.reinmann@web.de

Reinmann_neu_150311.indd 1 15.03.2011 10:04:47


Schaufenster

Moderne Wellnessliegen von

reckertwerkstattmöbel

„Wo sich das Auge wohl fühlt, können sich

Körper und Geist entspannen.” Mit dieser

Philosophie entwickelt reckertwerkstattmöbel

aus Borken in Westfalen Wellness-Wasserliegen,

die sowohl in klassischen wie auch in

modernen Designs Gäste von Sauna-, SPA- und

Wellnesseinrichtungen zum Entspannen einladen.

Dank der vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten

bei Farben, Stoffen, Polstern, Furnieren

und Dekors bereichern die Wellnessliegen

bestehende und neue Anlagen ganz nach

eccos pro: Anwendertreffen im

„Piratenstützpunkt”

Im Heidepark Soltau, Norddeutschlands

größtem Familien- und

Freizeitpark, fand das 19. eccos

pro-Anwendertreffen statt. „Mitarbeitermotivation

und -führung“ lautete

das Motto des Vortragsprogramms,

mit dem Branchen-Experten den 178

Teilnehmern Einblicke in die „Königsdisziplin

des Bädermanagements“

vermittelten. Abgerundet wurde die

Veranstaltung im Erlebnishotel „Port

Royal“, dem „Piratenstützpunkt“ im

Neue Designsauna von

TEKA-Saunabau

Großes Interesse auf

der diesjährigen FIBO

Internationale Leitmesse

für Fitness, Wellness

& Gesundheit im April

in Essen fand die neue

Designsauna aus der

TEKA-Saunamanufaktur.

Die Profikabine – jedes

Exemplar ist ein Unikat

– zeichnet sich durch

eine klare und moderne

44 Sauna & Bäderpraxis 2/2011

den individuellen Vorstellungen ihrer Betreiber

oder Inhaber. Auszeichnungen bestätigen

die hohe Qualität der reckertwerkstattmöbel

Wellnessliegen, die direkt beim Hersteller

Heidepark-Resort, durch praxisorientierte Workshops.

In den Pausen hatten die Gäste Gelegenheit,

sich bei namhaften Ausstellern über Branchenneuheiten

zu informieren.

Linienführung aus und besteht aus einer Mixtur

aus Mooreiche- und Eschenholzkassetten.

TEKA bietet eine Auswahl von über 90 Echtholzplatten,

aus denen sowohl horizontale

oder über den Außendienst für den Hotel-

und Objektbereich bezogen werden können.

Großer Wert wird auf die Einhaltung von

Hygienestandards gelegt. Eine aktuelle

Sauna-Referenz ist das

EMBRICANA in Emmerich am

Rhein (siehe „Saunareport“

in dieser Ausgabe S. 20 ff.)

reckertwerkstattmöbel ist seit

2011 Mitglied im Deutschen

Sauna-Bund. Die Geschäfts-

und Vertriebsleitung liegt bei

Martin Reckert.

www.r-w-m.de

Andreas Oos, eccos pro-Geschäftsführer, freute

sich in seiner Begrüßungsansprache über 83

teilnehmende Projekte. Darunter zahlreiche

Bäder- und Freizeitbetriebe, die zum ersten

Mal dabei waren. Die eccos pro-Muttergesellschaft

Schulte-Schlagbaum

(SAG) präsentierte das neue

Türschließsystem SAFE-O-TRONIC®

access DS.

eccos pro aus Velbert (Nordrhein-

Westfalen) ist seit 2003 Mitglied im

Deutschen Sauna-Bund.

www.eccos-pro.de

www.sag-schlagbaum.com

als auch vertikale Kassetten gefertigt werden

können. Die verschiebbaren Bänke sind

aus Thermo-Aspe (Zitter-Pappel). Die Sauna

enthält einen besonderen Designofen mit

einem Fassungsvermögen für 360 Kilogramm

Saunasteine, was angenehme, wohltuende

Strahlungswärme und intensive Aufgüsse ermöglicht.

Die Farbprogramme der zwei LED-

Lichtleisten lassen sich per Infrarot-Fernbedienung

leicht steuern.

Im Deutschen Sauna-Bund ist TEKA-Saunabau

seit 1985 Mitglied. Das von Christian Halbach

geleitete Unternehmen hat seinen Sitz in

Hann.Münden (Niedersachsen).

www.teka-sauna.de


KLAFS: Saunasteuerung per

Fernbedienung

Wer sich bisher schon über Komfort und Übersichtlichkeit

der Saunasteuerung Touchcontrol

von KLAFS freute, kann diese Vorteile jetzt auch

per Fernzugriff nutzen. Besonders angenehm

dabei: Optik und Handhabung der komfortablen

Bedienungsoberfläche bleiben bei der

Fernsteuerung über PC oder Smartphone vollständig

erhalten.

Weiter heißt es in einer Pressemitteilung des

Unternehmens: Der „Weltmarktführer für Sauna

& SPA“ sorge mit seiner innovativen Technik für

Schneider:

„Das Gute für Ihr Wohlbefinden”

Aktueller Renner im Aufgussortiment von

Schneider ist der frisch-holzige Duft „Bamboo“

(Bambus). Für den Sommer empfiehlt Schneider

die Düfte Provence, Jasmin und Eisminze. Über

60 hochwertige Sauna-Aufgusskonzentrate

werden derzeit angeboten. Schneider sieht es

als seine Stärke an, schnell und flexibel auf

die Wünsche der gewerblichen Kundschaft zu

GEMA-Gebühren sparen mit

Accenta Music Manager

Accenta Music aus Hamburg bietet Saunabetrieben,

SPA- und Wellness-Anlagen mit dem

einfach zu bedienenden Music Manager über

1.000 GEMA-freie Musiktitel an. Diese kann der

Kunde zusammenstellen und dann in öffentlichen

(Wohlfühl-)Bereichen einsetzen.

Der Music Manager hat Musik aus verschiedenen

Genres: Chill-Out, Wellness/SPA, Piano,

Jazz, Nature, Easy Listening. Die Lautstärke

wird automatisch angepasst und überblendet

im Dauerspielbetrieb. Welche Musik die Gäste

wann in der Saunalandschaft, in Ruhe-/

Massage-Räumen, Beauty-/Wellnessbereichen

sowie Umkleide räumen und Eingangsarealen

hören, entscheidet allein der Kunde. Mit dem

ein großes Plus an Komfort. Es

genüge ein Klick am PC oder

eine Berührung des Smartphones,

um die Sauna einzuschalten

und später den Wärmestatus

zu kontrollieren, ganz

ohne Funktionseinschränkungen.

Die deckungsgleiche Abbildung

des Steuerungsfeldes ermögliche

eine intuitive Bedienung auch dann, wenn man

noch mit etwas ganz Anderem beschäftigt sei.

Dabei lasse sich nahezu jedes internetfähige

Gerät als Fernbedienung für die Saunasteuerung

Touchcontrol einsetzen: PC, Netbook,

Tablet oder ein beliebiges Smartphone.

reagieren, insbesondere

wenn

Saunanächte

oder Events

anstehen.

„ W a t t e -

weiches“

Saunasalz

in verschiedenenDuftr

i c h t u n g e n

und Sauna-

„Multi-Room Music

Manager“ lassen

sich bis zu acht „Beschallungszonen“

zeitgleich mit unterschiedlicher

Musik

versorgen. „Zeitaufwendiges

Suchen

nach CD, Anpassen

der Lautstärke,

Ausblenden unerwünschter

Titel, unpraktische

Computerlösungen, Folgekosten und

GEMA-Gebühren sind vergessen“, steht in einer

Mitteilung von Accenta. Namhafte Wellnesseinrichtungen,

Hotels, Restaurants und Bars wurden

bereits mit dem Multifunktionsgerät ausgestattet.

„Wir beschallen viele Räume gleichzeitig

mit der passenden Musik und sparen bis zu

Schaufenster

KLAFS ist seit dem Jahr 1969 Mitglied

im Deutschen Sauna-Bund.

www.klafs.de

Honig sind nur zwei Produkte aus dem

umfangreichen „Blätterkatalog“,

der über die Website des Unternehmens

aus Hackenheim/Bad

Kreuznach (Rheinland-Pfalz)

einsehbar ist.

Schneider ist seit dem Jahr 1987

Mitglied im Deutschen Sauna-

Bund.

www.saunabedarf-schneider.de

9.700 Euro GEMA-

Gebühren jährlich,“

sagt Olaf Feuerstein,

Geschäf tsführer

des Tagungs- und

Eventhotels Freizeit

In mit Vital SPA, Göttingen.

Als weitere

Referenzen werden

genannt: Westfalen

Therme, Bad Lippspringe;Körse-Therme,

Kirschau, Rhein-Main-Therme, Hofheim a.Ts.

Einer Teilauflage von „Sauna & Bäderpraxis

liegt ein Prospekt von Accenta Music bei. Wir

bitten um freundliche Beachtung.

www.music-manager.info

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

45


Große, alteingesessene

Freizeit- und Camping-Anlage im Weserbergland sucht

Investor und Betreiber

für eine noch zu erstellende

Wellnessanlage direkt am Badesee

B-Plan und 1. Vorplanung vorhanden. Eigenkapital notwendig.

Zuschriften unter Chiffre 2/2011-001

Verkaufe gebrauchte

Salz- und Sauerstoffkabine

von der Fa. pilzdesign

neuwertig,

medizinisch zertifiziert,

mit allen technischen Geräten

Neupreis: € 16.000,-

Verkaufspreis: € 8.600,- VB

- Selbstabholung -

Wird angewandt zur Linderung von Atemwegserkrankungen, Neurodermitis, Allergien

und Hautausschlägen. Regt den Hautstoffwechsel an, macht eine geschmeidige, weiche

Haut und stärkt die Abwehr. (siehe Herstellerangaben)

Ideales Zusatzangebot für Heilpraktiker, Hautärzte, Saunaanlagen o. ä.

Bei Interesse wenden Sie sich an: Michaela Schopf … 0160/8023620

Fachliteratur

Ihre Kompetenz ist gefragt!

Anzeige Waldsauna_170611.indd 1 24.06.2011 12:45:48

Zu allen Seminaren bieten wir Ihnen weiterführende Literatur.

Vertiefen Sie Ihr Fachwissen und seien

Sie kompetenter Ansprechpartner Ihrer Gäste.

Alles über Saunabaden

Die übersichtliche Broschüre enthält alles Wissenswerte über

das Saunabaden und eignet sich besonders als Einführungslektüre.

Richtlinien für Saunaaufgüsse

Die „Richtlinien zur Durchführung von Saunaaufgüssen in öffentlichen

Saunaanlagen“ sind als Standards zur qualifizierten Durchführung von

Saunaaufgüssen, zum Schutz von Gästen, Mitarbeitern und Saunabetreibern

entwickelt worden.

Wellness/Gesundheit

Massagen verwöhnen Körper und Seele: Millionen von

Sinneszellen melden die sanften Berührungen an unser

Gehirn, das faszinierende Reaktionen in unserem Körper

auslöst.

Event-Marketing

Emotionale Erlebniswelten schaffen – Zielgruppen nachhaltig

binden. Dieses Buch zeigt Ihnen konkret und praxisnah,

wie Sie einen Event planen und durchführen.

Weitere Bücher und Informationen in unserem Shop unter:

www.sauna-matti.de

Sauna-Matti GmbH

Kavalleriestr. 9 · 33602 Bielefeld

Tel. 0521 / 966 79-17 · Fax 0521 / 9 66 79-19

g.bell@sauna-matti.de · www.sauna-matti.de

Schaufenster / Kleinanzeigen

EOS: Zwei Highlights für die Profi-Sauna

Wettbewerbsfähig durch Lean Production

Mit zwei ausgesprochenen „Hinguckern“, den Saunaöfen Goliath und Saunadome,

lenken die EOS-Werke Günther – Emotion of Sauna – das Brancheninteresse

auf sich. Formschönes Design und ein großer Steinkorb zeichnen beide

Saunaheizgeräte aus. Dezent und formenreduziert fügt sich der elegante

Riese Goliath optimal in jede gewerbliche Saunaanlage ein. Der Steinkorb

hat ein Volumen von 75 kg. Bestmögliche

Strahlungswärme und

Förderung der Wärmezirkulation

im Raum durch natürliche Konvektion

sind dadurch garantiert.

Goliath gibt es in den Leistungsklassen

18kW, 24kW, 30kW und

36kW. Der Außenmantel ist in

elegantem Anthrazit mit schönem

Perleffekt.

Der neue Saunadome passt in eine rustikale Saunahütte ebenso wie in

eine Designsauna. Das Besondere: Dank der kaskadenartigen Anordnung

des Steinkorbes sind schnelle und flexible

Aufgüsse möglich. Die ausgeklügelte Konstruktion

verhindert gleichzeitig das Herausfallen

von Steinen oder Steinabsplitterungen

an der Seite sowie das Bilden einer Pfütze.

Das breitmaschige Edelstahlnetz setzt die

Füllung mit 125 kg Saunasteinen optisch

gut in Szene. Um den Anforderungen der

unterschiedlichen Saunagrößen zu entsprechen,

ist der Saunadome in den Leistungsklassen

9 kW, 12 kW, 15 KW sowie als Power-

Variante auch in 18 kW erhältlich.

Lean Production, schlanke Administration

und das Ausschöpfen von Einsparpotenzialen

rücken immer stärker in den Fokus produzierender

mittelständischer Unternehmen. Als Hersteller hochwertiger Saunaöfen

und -steuerungen nahm EOS seine kompletten Produktionsprozesse unter

die Lupe und strukturierte um. Anlass war die seit Jahren sich abzeichnende

Tendenz zu immer kleineren Produktauflagen in immer individuelleren

Ausführungen. Das Ergebnis übertraf selbst die Erwartungen der

stärksten Befürworter des Projekts.

In den vergangenen 36 Monaten schaffte es der Mittelständler aus dem

hessischen Driedorf-Mademühlen, seinen gesamten Lagerbestand um rund

33 Prozent zu reduzieren, im Versand sogar um 58 Prozent. Gleichzeitig

stieg die Produktivität um 26 Prozent. Auch die Qualitäts- und die Nacharbeitungskosten

gingen um mehr als 50 Prozent zurück. Im administrativen

Bereich konnten die Durchlaufzeiten sogar um beeindruckende 60 bis 70

Prozent „verschlankt“ werden.

Die EOS-Werke Günther sind seit 1969 Mitglied im Deutschen Sauna-Bund.

www.eos-werke.de

46 Sauna & Bäderpraxis 2/2011


Anzeigen-Index / Impressum

Accenta Music Beileger www.music-manager.info

Achhammer S. 8 www.achhammer-gmbh.de

Akademie für Aus- und Fortbildung S. 4 www.sauna-bund.de

Koelnmesse/aquanale S. 7 www.aquanale.de

Aroma-Fitness S. 9 www.aroma-fitness.de

B+S FINNLAND SAUNA S. 13 www.welt-der-sauna.de

Deutscher Sauna-Bund S. 12 www.sauna-bund.de

Elsässer S. 19 www.eliga.com

EOS-Werke Günther Titel, S. 41 www.eos-werke.de

Fasel S. 9 www.fasel-gmbh.de

Finlax S. 8 www.finlax.de

Finnjark S. 2 www.finnjark.de

Finnsa S. 36 www.finnsa.de

Jelitto Saunabau S. 42 www.kelo-sauna.de

Kemitron S. 34 www.kemitron.de

KLAFS S. 48 www.klafs.de

KUSATEK S. 8 www.kusatek.de

RÖGER S. 28 www.roeger-sauna.de

Sachverständigenbüro Hans Reinmann S. 43 hans.reinmann@web.de

Sauna Matti S. 46 www.sauna-matti.de

SaunaSteine S. 6 www.saunasteine.de

Schindler Schwimmbadbedarf Beileger www.schindler-shop.de

Trautwein S. 6 www.trautwein-gmbh.com

Tricura S. 39 www.tricura.com

Vitalis S. 9 www.birkenquasten.de

M. Voß Schwimmbad & Saunabedarf S. 8 www.voss-reutlingen.de

WARDA-DUFTÖLE S. 6 www.warda-duftoele.de

Pächter gesucht:

Saunaanlage im Hallenbad Löhrtor in Siegen

zentrale Lage, gute Verkehrsanbindung

Betriebsfläche ca. 750 qm einschl. Außenbereich (Erweiterungsmöglichkeit ca. 400 qm),

3 finnische Saunakabinen, römisches Dampfbad, 8 Fußwärmebecken,

Kaltwassertauchbecken, Außenschwimmbecken mit Aufenthaltsbereich,

3 Ruheräume mit 25 Ruheliegen, Massageraum, 111 Garderobenschränke

Kontakt:

Stadt Siegen, FB 4/2 Sport, Bäder, Frau Eschtruth,

Telefon: 0271 / 404-1545, E-Mail: s_eschtruth@siegen.de

Einer Teilauflage dieser Ausgabe liegen Prospekte von Accenta Music, Hamburg, und

Schindler Schwimmbadbedarf, Zell, bei.

Wir bitten um freundliche Kenntnisnahme.

Sauna & Bäderpraxis 2/2011

47

Impressum

Sauna & Bäderpraxis

Offizielles Organ des

Deutschen Sauna-Bundes e.V.

Kavalleriestraße 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-0

Telefax (05 21) 9 66 79-19

info@sauna-bund.de

www.sauna-bund.de

Verlagsanschrift

Sauna-Matti Gesellschaft für Sauna

Werbe- und Betriebsmittel mbH

Kavalleriestr. 9, 33602 Bielefeld

Telefon (05 21) 9 66 79-14

Telefax (05 21) 9 66 79-19

Chefredaktion

Rolf-A. Pieper (verantw.)

Redaktion/Anzeigen/Produktion

Hans-Jürgen Gensow (-18)

hans-juergen.gensow@sauna-bund.de

Layout/Produktion

Birgit Osunu (-14)

b.osunu@sauna-matti.de

Layout u. Herstellung

maerz kommunikation,

Bielefeld

Druck

Offsetdruckerei L. Sertl, Spenge

Preis

Einzelheft 7,50 e (inkl. MwSt. und zzgl. Versandkos

ten), Jahresabonnement (4 Hefte): Inland 26,- e

(inkl. MwSt. und Versandkosten); Ausland 34,- e (inkl.

Versandkosten); Mindestbezugszeitraum 1 Jahr.

Für Mitglieder des Deutschen Sauna-Bundes

ist der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.

Bankkonto

Volksbank Bielefeld

67 458 200 (BLZ 480 600 36)

Vertrieb

Nur im Abonnement

Abonnement-Bestellung direkt

beim Verlag. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages.

Erscheinungsweise

viermal jährlich

Auflage

8.000 Exemplare

Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere

das der Übersetzung in andere Sprachen,

sind vorbehalten. Nachdrucke oder Reproduktionen

in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm

oder andere Verfahren sowie Speicherung und

Wiederverarbeitung durch Datenverarbeitungsanlagen

– auch auszugsweise – nur mit schriftlicher

Genehmigung des Verlages gestattet.

Artikel oder Zeitschriften mit Namen des Verfassers

stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die

der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Der Verlag behält sich vor, nur Anzeigen zu

veröffentlichen, die inhaltlich nicht der Zielsetzung

des Deutschen Sauna-Bundes widersprechen.

Printed in Germany

Im Verlag der Sauna-Matti GmbH erscheinen außerdem

weitere Fachschriften für Forschung und Praxis

des Saunabades und verwandter Fachgebiete.


Die beste RefeRenz füR ein spa von KL afs ist im meR

noch Das entspannte aufatmen ihReR Gäste.

Seit über 80 Jahren verwirklicht KLAFS Spa-Träume. Mit viel Sorgfalt und Hingabe arbeiten wir dabei bis ins

kleinste Detail, damit der Umsetzung Ihrer Vorstellungen nichts mehr im Wege steht. Und damit all unsere Anlagen

auch nach Jahren halten, was sie versprechen. Überzeugen Sie sich davon in unserem neuen Referenzenkatalog

360°. Jetzt kostenlos bestellen unter Telefon 00800 66 64 55 54 oder auf www.klafs.com.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine