aktuell - Evangelische Kirche Schriesheim

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GEMEINDE

aktuell

Evangelische Pfarrgemeinde Schriesheim Ost

Dezember 2007 / Januar 2008 13. Jahrgang, Nr. 6

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Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dieser Ausgabe unseres

Gemeindebriefes wenden wir uns erstmals

an alle Schriesheimer/innen, die östlich der

Bismarckstraße und St. Wolfgangstraße

wohnen, ungeachtet Ihrer konfessionellen

Zugehörigkeit. Wir – der Ältestenkreis und

der Redaktionskreis der evangelischen

Ostpfarrei – möchten Ihnen einen Adventsund

Weihnachtsgruß ins Haus schicken.

Wir machen Ihnen damit hoffentlich eine

kleine Freude.

In der „alle Jahre wieder“ hektischen

Adventszeit, in der ja das ganze Jahr einem großen unerbittlichen Countdown

unterworfen ist, sehnen sich viele nach einer kleinen Ruheinsel im Meer der

Geschäftigkeit.

Was kann helfen „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Mit anderen Worten:

Es wird nicht adventlich, außer man feiert Advent. Es wird nicht Weihnachten,

außer man feiert Weihnachten. Ich komme nicht zur Ruhe, es sei denn, ich suche

die Stille und Ruhe bewußt auf.

In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen neben Informationen aus der

Kirchengemeinde auch einige Angebote zur Ruhe und Besinnung weitergeben.

Einige kurze Texte befassen sich mit dem „Herzen“ von Weihnachten. Entdecken

Sie doch selbst, was dieses „Herz“ auch für Sie persönlich sein könnte!

Auf etlichen Seiten erfahren Sie aus unserer Arbeit mit und für Kinder und

Jugendlichen, die uns besonders wichtig sind. Das Weihnachts-Kinder-Musical

am 24.12. sollten sich alt und jung nicht entgehen lassen.

Der neue Ältestenkreis wurde am 11.11. gewählt. Wir stellen die gewählten

mit Wahlergebnis und Foto kurz vor.

Wie jedes Jahr laden wir ganz besonders zu den Gottesdiensten in der

Advents- und Weihnachtszeit ein. Hier singen wir viele gute und schöne Lieder.

Der Kirchenchor lädt auf den 2. Advent zu einer besonderen Adventsmusik ein.

Eine segensreiche Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue

Jahr wünscht Ihnen

Ihr Gemeindepfarrer

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Auf ein Wort

Das größte Versprechen

Unser Gott ist voll Liebe und Erbarmen; er schickt uns den Retter, das Licht,

das von oben kommt. Dieses Licht leuchtet allen, die im Dunkeln sind, die im

finsteren Land des Todes leben; es wird uns führen und leiten, dass wir den

Weg des Friedens finden. Lukas 1, Verse 78-79 (Gute Nachricht Bibel)

Das Titelbild der Künstlerin Barbara Helfer zeigt Weihnachten aus einer

ungewohnten kosmischen Perspektive heraus. Wir sehen die Erde aus der Sicht

eines den Planeten umkreisenden Satteliten. Die dunkle Erdkugel hat nur wenige,

winzige Leuchtpunkte. Die Atmosphäre ist hell erleuchtet und geht dann in ein

sattes Himmelsblau über. Einige winzige Sterne leuchten. Wir kennen ähnliche

Bilder aus der Weltraumforschung. Soweit ist uns alles bekannt.

Jetzt wird es spannend. Das Licht des Weihnachtssterns wirkt wie eine Lupe, die

den an sich unscheinbaren Stall hervorhebt, ja herauszoomt zu übernatürlicher

Größe. Im Schutz des Daches sind an den Seiten zwei Menschen schemenhaft zu

erkennen. Sie betrachten die hell erleuchtete Mitte zwischen ihnen. Das Kind in

einer Krippe liegend ist nur angedeutet.

Zwischen Maria und Josef leuchtet das Licht. Dieses Kind ist die Mitte. Und was

für ein Kind! Der unfassbare, unsichtbare Gott wird ein kleiner, hilfsbedürftiger

Mensch! Das ist unglaublich! Und was für ein Name – J e s u s! Das bedeutet

übersetzt: „Gott hilft, Gott rettet.“ Ist das bittere Ironie – denn ein

hilfsbedürftiges Kind, wie sollte es helfen oder gar retten können Oder ist es das

größte Versprechen, das jedem Menschen gilt

Das Kind zieht nicht nur das Licht an, nein es verströmt auch Licht. Licht steht

schon immer für Hoffnung, für Leben, für Freude, für Trost.

Als wollte die Künstlerin sagen: das ist der Nabel der Welt! Keine Weltstadt, nicht

der Kreml und nicht das Weiße Haus, nicht das UN-Gebäude und nicht der

Tempelberg in Jerusalem. Die Krippe mit dem heiligen Kind – das ist der Nabel

der Welt. Jesus – er ist das größte Versprechen.

Die Weihnachtsgeschichte wird uns in Deutschland auch dieses Jahr in vielen

Gottesdiensten bekanntgemacht. Ob wir es halten wie die Hirten in der

Weihnachtsgeschichte: uns auf den Weg machen zum Herzen von Weihnachten,

dem Nabel der Welt, um das Licht für unser Leben zu suchen und zu finden

LM

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Aus Liebe: Weihnachten

Keine Pfefferkuchenparty

Ein Inserat in der Tageszeitung, Rubrik Wohnungstausch: "Biete Luxusvilla mit

allem Komfort in schönster Lage. Suche Bretterbude in Israel, möglichst

Slumgegend. Kriegsschauplatz angenehm." Wer das liest, sagt sich: "Wenn das

kein Witz ist, ist es Wahnsinn. Der Mann, der diesen Wohnungstausch anbietet,

tickt offenbar nicht ganz richtig. Das macht doch kein normaler Mensch, freiwillig

aus seiner Traumvilla mit Swimmingpool und Schaukelstuhl ausziehen in eine

Bretterbude ohne Wasser und Strom. Sowas gibt's doch nicht!"

Doch, sowas gibt's. Allerdings kann man das nicht in der Zeitung lesen,

das gebe ich zu. Aber im Nachrichtenmagazin Gottes, in der Bibel, da kann man es

nachlesen: In der Weihnachtsgeschichte, Lukasevangelium Kapitel 2. Der Unterschied

besteht darin, dass die Weihnachtsgeschichte keine Anzeige für einen geplanten

Wohnungswechsel ist, sondern der Bericht über dessen Vollzug. Der Umzug

hat bereits stattgefunden! Gott, der für uns Menschen ferner und unerreichbarer

ist als ein Multimillionär in seiner Luxusvilla, dieser unsichtbare, unbegreifliche

und große Gott ist umgezogen. Aus dem Jenseits in das Diesseits. Aus dem

Himmel auf die Erde. Aus dem Reichtum in die Armut. Und noch nicht einmal in

eine Bretterbude, die immerhin noch als menschliche Behausung gelten könnte.

Nein, in einen Stall bei den Tieren hat er sich einquartiert, ist Erdenbürger geworden,

Mensch. Warum das alles

Wenige Wochen, bevor Gott als Kind in Bethlehem zur Welt kam, hat er

noch einmal klar definiert, warum diese Geburt stattfindet, warum es Weihnachten

wird, was der Sinn der ganzen Aktion ist: "Er (der Sohn der Maria, Jesus) wird

sein Volk retten von ihren Sünden" (Matthäus-Evangelium Kapitel 1,Vers 21).

Es geht also nicht um eine harmlose Pfefferkuchenparty, sondern um eine

Rettungsaktion. Christ, der Retter, ist da! Wenn von einem Retter die Rede ist,

muß auch davon geredet werden, wovor der Retter rettet. Eben: "Von ihren Sünden".

Viele fragen: "Kann man denn nicht wenigstens mal zu Weihnachten aufhören

mit dem Sündengerede Kann man uns denn nicht wenigstens mal zum Fest

der Liebe in der Kirche mit dem leidigen Thema Sünde in Ruhe lassen" Eben

nicht! Weihnachten findet ja gerade wegen der Sünde statt. Gäbe es die nicht, gäbe

es auch kein Weihnachten. Aber die Sünde, den Widerspruch gegen Gott, gibt es

seit Adam. Seitdem ist die Tür zum Paradies verschlossen und bewacht. Und Gott

hat sich etwas ausgedacht, wie er uns den Zugang zum Paradies wieder ermöglichen

könnte - durch Jesus, der später von sich gesagt hat: "Ich bin die Tür" (Johannes

10,9).Durch ihn geht es in Gottes Reich! Damit das funktionieren konnte, mußte

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er erst einmal in unser Fleisch: "Das

Wort wurde Fleisch" (Johannes 1,14).

Gott wurde Mensch.

Wieso ging Gott diesen Weg

Als Kind, als Mensch, als Gekreuzigter

Ging es denn nicht auch anders

Weniger ärmlich, weniger blutig,

weniger anstößig Denn die Ungeheuerlichkeit

des Anfangs, dass der

große Gott ein kleiner Mensch wird,

als dessen einziges Erkennungszeichen

ein paar Windeln genannt

werden, findet ja ihre Fortsetzung in

weiteren Ungeheuerlichkeiten: Von

der eigenen Familie wird er für verrückt erklärt, Theologen halten ihn für Beelzebub.

Seine Richter erklären ihn zum Gotteslästerer. Er endet als Verbrecher am

Galgen auf der Müllkippe von Jerusalem. Nur als sie ihn für tot erklärt haben, hat

es dann nicht mehr hingehauen, denn nach drei Tagen war er wieder da und gab

seine Regierungserklärung ab: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf

der Erde" (Matthäus 28,18).

"Vernünftig", also unserem realen Zustand als verlorene Sünder angemessen,

ist doch nur eins: dem großen Gott staunend dankbar zu sein. Denn hier, zu

Weihnachten, geht es um nichts anderes als um Liebe, also um etwas, was mit

Vernunft weder etwas zu tun hat noch zu beschreiben oder zu fassen ist. Denn

wenn es einen einzigen denkbaren Grund gibt, der die Ungeheuerlichkeit erklärt,

warum Gott Mensch wurde und den ganzen Streß von der Geburt bis zum Tod auf

sich genommen hat, dann gibt es nur eine Antwort: Liebe. „So sehr hat Gott die

Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben,

nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3.16).

Gott hat alles zu unserer Rettung eingesetzt! Wenn wir auch manchmal

nicht erkennen, worin unsere Schuld vor Gott besteht - aus der riesenhaften Rettungsaktion

Gottes können wir erkennen, wie schlimm es um uns steht. Um uns zu

retten, mußte Gott, der Schöpfer der Welt, ein Kind werden. Mußte Gott, der Herr

der Welt, gekreuzigt werden. Mußte Gott, der Erlöser der Welt, verbluten. Aus der

Größe dieser Rettungsaktion können wir die Größe unserer Schuld und die Größe

von Gottes Liebe ermessen. Wir sind von Gott geliebt. Er hat alles zu unserer Rettung

eingesetzt, was er hatte: seinen einzigen Sohn Jesus. Jesus ist die Rettungsaktion

Gottes für eine verunglückte Welt.

Welt ging verloren. Christ ist geboren. Freue dich, Christenheit!

Pfarrer Dr. Theo Lehmann (Chemnitz)

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Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas

Es begab sich aber ...

... zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt

geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da

Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein

jeder in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der

Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt

Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit

er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war

schwanger.

Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie

gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in

eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde

bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des

Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie

fürchteten sich sehr.

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich

verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;denn

euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in

der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das

Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der

himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott

in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten

untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die

Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan

hat.

Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in

der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen

von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was

ihnen die Hirten gesagt hatten.

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem

Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört

und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

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Wahlergebnis vom 11. November 2007

Zahl der Wahlberechtigten: 2072

Zahl der Wählenden: 289 (13,9%)

Zahl der gültigen Stimmen: 278

Als Kirchenälteste für die Ostpfarrei wurden

gewählt (im Foto von links oben nach links unten):

Stimmen

1. Mersi, Franziska 239

2. Bauer, Martina 216

3. Schollenberger, Sabine 209

4. Hornig, Doris 208

5. Schneider, Karl-Martin 204

6. Rufer, Thomas 200

7. Billau, Olav 195

8. Röth, Peter 188

Nicht gewählt wurden Brigitte Siebert und Katja Merck.

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Interview: „Powerpoint“ und „Powerstation“: was ist das

Seit gut 1 1/2 Jahren besteht nun schon unsere extra Jungschargruppe

„Powerpoint“ für 10-13 Jährige, das sind die sogenannten „Pre-Teens“. Daniel und

Carolin Röger, Michael

Rickert und Juliane Schneider

haben diese Gruppe ins Leben

gerufen und leiten sie seitdem

selbstverantwortlich (siehe

Foto). Unterstützt werden sie

dabei im Hintergrund von

unserer hauptamtlichen

Mitarbeiterin Nadine

Heidenmann. Was es mit der

Gruppe auf sich hat und

welche Projekte weiter

geplant sind hier in einem

Kurzinterview mit den

engagierten jungen Leuten:

Wie kam es zu der Powerpoint-Gründung „Weil es vor ca. 2 Jahren viele

Jungscharler gab, für die das normale Jungscharprogramm nicht mehr

altersgerecht war, hatten wir die Idee, einen Teenkreis für 10-13jährige zu

gründen. die Idee für den Namen „Powerpoint“ kam uns, da er alles aussagte, was

wir uns zum Ziel gesetzt hatten, nämlich einen Ort zu schaffen, an dem die Kids

die power von Gott erleben können.“

Was bewegt Euch zu eurem Engagement „Die Kids selbst, weil sie uns echt am

Herzen liegen und wir wollen, dass sie was von Jesus mitbekommen.“

Euer neustes Projekt ist „Powerstation“. Was kann man sich darunter

vorstellen „Powerstation“ wird, ähnlich wie der Check In, eine Art

Jugendgottesdienst sein, aber eben für „unsre“ Teens, da sie für den Check In noch

zu jung sind.

Um was geht’s bei Powerstation „Das wird ein cooler Jugendgottesdienst mit

viel Musik, Action und einer Powermessage; das ganze natürlich voll abgestimmt

auf 10-13 Jährigen. Danach gibt’s noch die Möglichkeit gemütlich zu chillen, was

zu trinken und sich zu unterhalten. wer nicht kommt, verpasst was!!!“ Ein weiterer

Programmpunkt wird u.a. das für JesusHouse entstandene Tanzteam sein. Auch

unserer Praktikantin Steffi Arnold hat sich hier engagiert. Die Gruppe hat bei ihr

einen bleibenden Eindruck hinterlassen:

„Während meiner Zeit in „Schriese“ habe ich mich in erster Linie dem von mir

angebotenen Tanzworkshop und der Arbeit des „Powerpoint“ gewidmet. Dort traf

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ich auf engagierte, junge Mitarbeiter. Rückblickend kann ich aus meiner Sicht nur

sagen: Hier wird Gutes gesät..“

Hiermit noch mal an alle Pre-Teens: kommt zum ersten Powerstation,

am Samstag, den 08. Dezember, 18.00 Uhr ist es soweit,

Veranstaltungsort ist das Gemeindehaus Ost.

N. Heidenmann und das Powerpoin-Team

Weihnachtsmusical an Heilig Abend

Der diesjährige Weihnachts-Familien-Gottesdienst

wird von über 60 Kindern gestaltet werden. Sie

kommen überwiegend aus unserer Jungschargruppe

und aus den Grundschulen Schriesheims. Das

Bindeglied zwischen den Schulen und unserer

Gemeinde ist Therese Reuben, die hier zurzeit ihr

Referendariat absolviert.

Gemeinsam mit Sabine Knauf und Nadine Heidenmann, sowie weiteren

jugendlichen Helfern und Helferinnen, studiert sie mit den Kindern das

Weihnachtsmusical „Der Messias ist da“ ein.

„Es ist eine große Freude zu sehen, mit welchem Enthusiasmus alle Kinder an dem

Musical teilnehmen. Neben all dem Spaß, wünsche ich mir auch, dass durch diese

ungewöhnliche Weihnachtserzählung die Kinder, aber auch wir Erwachsene ganz

neu die Bedeutung von dem `Kind in der Krippe erfahren“ so Frau Reuben . Somit

freuen wir uns auf die Darbietung des großen Kinderchors und auf die Tiere, die

den Geburtstag von Jesus aus ihrer Sicht erleben. Unterwegs ist auch ein kleines

Schäfchen, mit dem wir gemeinsam dem Geheimnis von Weihnachten ein

bisschen näher kommen wollen. In diesem Sinne:

Herzliche Einladung zu dem Familiengottesdienst, am 24.12. um 14.30 Uhr in

der Stadtkirche Schriesheim.

Kinderbibeltag 2007: „Freunde aus aller Welt“ kennengelernt

Am 10. November gestalteten zahlreiche Mitarbeiter der Evangelisch-

Freikirchlichen Gemeinde, der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde

einen bunten Tag für Kinder von 5-12 Jahren. „Freunde aus aller Welt“ gab es

auch schon in der Bibel – diesen Begegnungen nachzuspüren und in vier

verschieden Workshops auf Weltreise zu gehen, war das Ziel dieses

Kinderbibeltags. Dabei wurde mit den Kindern nicht nur gebastelt und

getrommelt, gesungen und gegessen, sondern auch ein großes Weltbild bunt

gestaltet (siehe Foto). Bei einem gemeinsamen Abschluss durften die ca. 65

Kinder dann ihren Eltern die…

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Ergebnisse aus den

Workshops präsentieren

und mit der Gewissheit

nach Hause

gehen: „Gott ist immer

und überall. Er hat die

Kinder der ganzen

Welt im Blick und

liebt sie sehr.“

Nadine Heidenmann

Ein Bericht von der 1. Konfirmandenfreizeit des Jahrgangs

2007/08 vom 5.10.-7. 10.07 in Reichelsheim

Am 05.10.2007 trafen sich die Konfirmanden um 14 Uhr am Festplatz um zu

einem viel versprechenden Wochenende zu fahren. Nach einer ¾ Stunde Fahrt

waren wir auch schon an

unserem Ziel. Nachdem die

Zimmer verteilt und eingeräumt

waren, gab es auch

schon Abendessen. Danach

war ein geselliger Kennenlernabend

an der Reihe.

Nach der Abendandacht

ging es auf die Zimmer und

um 23.30 Uhr wurde dann

das Licht ausgemacht.

Am Samstag-Morgen wurden

wir um 7.30 Uhr ge-

Eine Tapete aus der Stillen Diskussion

weckt und um 8 Uhr wurde

eine Morgenandacht gefeiert. Das sehnsüchtig erwartete Frühstück war, wie

alles andere auch, sehr lecker. Nach dem Frühstück stand eine „Bibelstunde“

auf dem Programm, in der in kleineren Gruppen die biblische Geschichte „der

verlorene Sohn“ gelesen wurde. Danach gingen wir in verschiedene Gruppen,

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in denen wir die Geschichte noch einmal vertiefen konnten. Es gab verschiedene

Gruppen: die Malgruppe, die „Fotostory“–Gruppe, die Gruppe der Diskussion,

die Gruppe der stillen Diskussion und die Gruppe, in der ein Bild zum „verlorenen

Sohn“ beschrieben

wurde. Später stellten die

einzelnen Gruppen ihr

erarbeitetes Material vor.

Meine Gruppe, die Gruppe der

stillen Diskussion, hatte viel

Spaß bei der ganzen Sache. Da

die Diskussion „still“ war,

schrieben wir auf Tapeten, die

auf Tische geklebt waren. Nach

dem Mittagesen war ein

„Outdoorspiel“ an der Reihe, das

sehr lustig war und uns ziemlich

Die Konfis im Mal-Workshop zum "Verlorenen

Sohn"

Spaß gemacht hat. Am Abend gab es einen bunten Spieleabend, bei dem viele

verschiedene Spiele gespielt wurden.

Am nächsten Morgen feierten wir dann zusammen einen Gottesdienst. Danach

ging es ans Aufräumen, Putzen und Koffer packen. Nach ca. 3 Stunden war das

Meiste geschafft und noch ein letztes Durchfegen nach dem Mittagessen,

dann war alles fertig. Als der Bus gepackt war und jeder seinen Platz gefunden

hatte, ging es zurück in die Heimat. Thea Arras (Konfirmandin)

Das Abschlussbild der

Foto-Story: Freude

über die Rückkehr des

Verlorenen Sohnes

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Grosse Frauen

Selma Lagerlöf (1858 –1940)

Das Leben großer gottesfürchtiger Männer und Frauen kann uns selbst sehr ermutigen

und weiterbringen, deshalb möchte ich Selma Lagerlöf vorstellen, die mit

ihrer Literatur Menschen jeden Alters anspricht.

Am 20.11.1858 wird sie als viertes Kind des Leutnants Erik Lagerlöf auf dem

kleinen Gut Mårbacka in der schwedischen Provinz Värmland geboren. Mit drei

Jahren muß sie erleben, dass ihre Beine auf Grund eines Hüftleidens völlig gelähmt

sind. Ein Jahr später nach einer Bäderkur kann sie zwar ihre Beine wieder

bewegen, muß aber weiterhin viel liegen und stillsitzen, was sie zum intensiven

Lesen treibt. Sie zieht sich stundenlang

in eine andere Welt zurück und beschließt

in dieser Zeit, selber einmal

Geschichten zu schreiben, Schriftstellerin

zu werden. Mit 15 Jahren verfaßt sie

ihre ersten Gedichte, die aber alle abgelehnt

und zurückgeschickt werden. Aber

sie gibt nicht auf, beschließt Lehrerin zu

werden und studiert in Stockholm. Ihre

erste Stelle tritt sie 1885 in einer Mädchenschule

in Stockholm an. Zur selben

Zeit stirbt ihr Vater und der geliebte Hof

Mårbacka muß verkauft werden. In der

Erschütterung darüber entsteht den Roman

„Gösta Berling“, es wird ein großer

Erfolg. Besser bekannt bei uns ist „Die

wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson

mit den Wildgänsen“, ein erdkundliches

Lesebuch im Auftrag der

schwedischen Schulbehörde. Selma

Lagerlöf erhält als erste Frau 1909 den Nobelpreis für Literatur und kann mit dem

Geld das väterliche Gut zurückkaufen und dort ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen,

dem Schreiben. Ihre Werke sind schon 1928 in 32 Sprachen übersetzt worden.

Dankbar und zufrieden stirbt sie 1940 im Alter von 82 Jahren. Von ihrer tiefen

Gottesfurcht und Weisheit zeugt folgende Aussage:

"Ich möchte den Menschen sagen, sie sollten sich nicht Liebesglück oder Erfolg

oder Reichtum oder Macht oder ein langes Leben, ja nicht einmal Gesundheit

wünschen! Ich möchte, daß sie ihre Hände falteten und ihre Gedanken in dem

einen Gebet vereinigten: Gott, großer Gott, laß meine Seele zur Reife kommen,

ehe sie geerntet wird!“ Uta Steinke

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Pilgerreise

Amtskirche nur ein Dorfkino

Der Entertainer Hape Kerkeling hat seine Pilgerreise beschrieben; Erlebnisse

Eindrücke und Gedanken. Auch über Gott hat er originell nachgedacht. Darüber

der folgende Auszug (Hape Kerkeling, Ich bin dann mal weg, Verlag Malik)

Diese Wut. Jeder hat so sein Problem. Meins scheint

im Moment unterdrückte Wut zu sein. Kein Wunder,

dass mir die Galle hochgekommen ist. Aber was genau

ist denn nun Wut Bin ich die Wut Ist der Gegenstand,

auf den ich wütend bin, die Wut Ist die Wut gar

Bestandteil meines Charakters

Nehmen wir an, der Gegenstand, auf den ich wütend

bin, ist ein Stuhl und ich schlage auf ihn ein. Dann ist

der Stuhl doch nicht meine Wut und kann sie auch

nicht verursacht haben.

Wenn ich mich nach stundenlangem Gehen auf einen

Stuhl setzen kann - das passiert mir im Moment nebenbei

gesagt täglich -, ist das ganz herrlich und ich

finde den Stuhl fantastisch. Aber der Stuhl ist ein

Stuhl. Wenn ich also ein Problem mit ihm habe, habe

ich in Wahrheit ein Problem mit mir.

Wenn ich wütend bin auf so eine doofe Fernsehsendung,

habe ich also auch ein Problem mit mir! Ich

kann doch nicht auf Menschen wütend sein, die ich gar nicht kenne und die in

keinem direkten Bezug zu mir stehen. Vielleicht bin ich sauer auf mich, weil ich

weiß, dass ich mich zu wenig für das Gute engagiere

Überhaupt muss man vorsichtig sein mit dem schnellen Meinungsbilden. Jeder hat

heute sofort eine Meinung und auch die Medien lehren uns: »Bild dir sofort eine

Meinung.« Meinungsbarometer, Umfragen. Was sagen die aus Nichts, absolut

nichts. Eine Meinung über einen Gegenstand kann doch nicht wichtiger sein als

der Gegenstand selber.

Während ich bereits bei weit geöffnetem Fenster im Bett liege, frage ich mich, was

Gott eigentlich für mich ist.

Viele meiner Freunde haben sich schon lange von der Kirche abgewendet. Sie

wirkt auf sie unglaubwürdig, veraltet, vergilbt, festgefahren, unbeweglich, geradezu

unmenschlich und somit haben die meisten sich auch von Gott abgewendet.

Wenn sein Bodenpersonal so drauf ist, wie muss er selbst dann erst sein . . . wenn

es ihn überhaupt gibt! Geh mir weg mit Gott, sagen leider die meisten. Ich sehe

das anders.

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Egal ob Gott eine Person, eine Wesenheit, ein Prinzip, eine Idee, ein Licht, ein

Plan oder was auch immer ist, ich glaube, es gibt ihn!

Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film wie »Ghandi«, mehrfach preisgekrönt

und großartig!

Und die Amtskirche ist lediglich das Dorfkino, in dem das Meisterwerk gezeigt

wird. Die Projektionsfläche für Gott. Die Leinwand hängt leider schief, ist verknittert,

vergilbt und hat Löcher. Die Lautsprecher knistern, manchmal fallen sie ganz

aus oder man muss sich irgendwelche nervigen Durchsagen während der Vorführung

anhören, wie etwa: »Der Fahrer mit dem amtlichen Kennzeichen Remscheid

SG 345 soll bitte seinen Wagen umsetzen.« Man sitzt auf unbequemen, quietschenden

Holzsitzen und es wurde nicht mal sauber gemacht. Da sitzt einer vor

einem und nimmt einem die Sicht, hier und da wird gequatscht und man bekommt

ganze Handlungsstränge gar nicht mehr mit.

Kein Vergnügen wahrscheinlich, sich einen Kassenknüller wie »Ghandi« unter

solchen Umständen ansehen zu müssen. Viele werden rausgehen und sagen: »Ein

schlechter Film.« Wer aber genau hinsieht, erahnt, dass es sich doch um ein einzigartiges

Meisterwerk handelt. Die Vorführung ist mies, doch ändert sie nichts an

der Größe des Films. Leinwand und Lautsprecher geben nur das wieder, wozu sie

in der Lage sind. Das ist menschlich.

Gott ist der Film und die Kirche ist das Kino, in dem der Film läuft. Ich hoffe, wir

können uns den Film irgendwann in bester 3-D- und Stereo-Qualität unverfälscht

und mal in voller Länge angucken! Und vielleicht spielen wir dann ja sogar mit!

Fußballprofi tätowiert Glaubensbekenntnis

auf Rücken

Der Weltfußballverband FIFA hat zwar religiöse

Botschaften auf Trikots von Spielern

verboten. Doch der Kapitän des Fußballbundesligavereins

Schalke 04, Marcelo Bordon

ist kreativ.

Der Brasilianer Bordon ließ sich bereits vor

der Bekanntgabe der FIFA-Regelung die

Worte "Jesus ist meine Kraft" auf den Rücken

tätowieren. Er wolle dadurch in erster Linie

mit anderen Menschen ins Gespräch über

den Glauben kommen.

"Bordon hat sich das Tatoo aus Dankbarkeit für seine Erfolge als Profispieler beim VfB

Stuttgart und bei Schalke 04, aber auch aus Freude über seine drei Kinder machen lassen."

Die FIFA hatte Mitte Juli das in der Regel 4 über die "Ausrüstung der Spieler" verankerte

Verbot von Aufschriften durch den Zusatz ergänzt, der nun auch "politische, religiöse sowie

persönliche Schriftzüge" verbietet. (Quelle: Christl. Medienmagazin Pro)

Mehr bei www.fussball-gott.com

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Orgelförderverein

Eine Generalüberholung unserer Orgel in der Stadtkirche tut Not !!

Die von der Fa. Weigle, Leinfelden –

Echterdingen, im Jahr 1977 errichtete

Orgel der Evangelischen Stadtkirche

in Schriesheim bedarf, nachdem sie

30 Jahre lang in Gottesdiensten,

Trauungen, Taufen, Konzerten sowie

den Organisten und Schülern zum

Üben treue Dienste geleistet hat, dringend

der Generalüberholung. Diese

Maßnahme soll mit der in den kommenden

Jahren ebenfalls anstehenden

Innenrenovierung der Kirche verbunden

werden. Im Rahmen der Generalüberholung

werden alle Bestandteile

der Orgel einer gründlichen Reinigung

unterzogen , insbesondere sämtliche

Pfeifen, die hierzu alle ausgebaut

werden müssen, die Tonventile, der Spieltisch, die Tontraktur, die Registerzugmagnete

sowie die Windanlage. Ferner sind die Windladen, das Herzstück der

Orgel, zu öffnen und auf verborgene Mängel zu überprüfen sowie die Gebläseanlage

einer Kontrolle zu unterziehen. Nach Reinigung und Wiedereinbau wird das

Pfeifenwerk im Hinblick auf Ansprache, Klangstärke und Klangcharakter ausgleichend

intoniert.

Weiterhin ist vorgesehen, im Zusammenhang mit der Generalüberholung der Orgel verbessernde

Maßnahmen an dem Instrument vorzunehmen. Damit das große Vorhaben der Generalüberholung

und Verbesserung gelingen kann, haben Gemeindeglieder zur Unterstützung der

Kirchengemeinde bei der Beschaffung der erheblichen finanziellen Mittel für die oben beschriebenen

Maßnahmen den Orgelförderverein der Evangelischen Kirchengemeinde

Schriesheim e.V. gegründet. Der Verein ist im Vereinsregister eingetragen und vom Finanzamt

als gemeinnützig und damit als steuerbegünstigt anerkannt. Der Kirchengemeinderat begrüßt

die Gründung des Vereins und dessen Zielsetzung und unterstützt dessen Arbeit.

Die Gemeindemitglieder werden herzlich darum gebeten, die Generalüberholung

und Erneuerung der Orgel durch Beitritt in den Verein und Entrichtung von Mitgliedsbeiträgen

oder durch Spenden zu fördern (Konto des Orgelfördervereins :

Kto-Nr. 38702351 bei der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord – BLZ 67050505).

Es sollte unser aller Anliegen sein, dass unsere Gottesdienste und die Pflege der

Kirchenmusik in unserer Gemeinde auch weiterhin durch eine klangvolle Orgel

zum Lobe Gottes bereichert werden.

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Lebensrecht

"Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Sprüche 31,8

Werden solche Menschen immer seltener

Als kleiner Junge im Dritten Reich war ich stolz auf ihn.

Er spielte mit mir! Der starke, lustige, etwas komische

Bursche. Plötzlich war er verschwunden. Weggebracht in

eine Heilanstalt. Ab und an kam eine Postkarte. Auf der

letzten stand in ungelenken Buchstaben: "Liebe Mutti, ich

komme bald, im Suppentopf." So war es. Sie bekam ihn

zurück - in einer Urne. Mir ist das furchtbar nahegegangen.

Bis heute (wenn ich eine Urne sehe...). Die

Erwachsenen sprachen im Nazi-Jargon von "Euthanasie".

Heute weiss ich, was das übersetzt heisst: "Schönes

Sterben". Für mich verbanden sich damit alle Schrecken:

Vernichtung "lebensunwerten Lebens". Meine Mutter

versuchte mich zu beruhigen. Sie wurde selbst kaum

damit fertig. Weil in der Gemeinde der frommen Christen ahnungsvoll dazu geschwiegen

wurde!

Wer so etwas erlebt - und später bewusst "verarbeitet" hat -, kann nicht mehr

schweigen. Selbst wenn es riskant wird. Wie einige Jahre nach dieser dunklen

Zeit. Als Dietrich Bonhoeffer - wir denken gerade an seinen 100. Geburtstag -

hoch verehrt wurde. Als unbestechlicher Zeuge und mutiger Märtyrer. Und wieder

haben (in der zweiten Diktatur im letzten Jahrhundert) viele geschwiegen, verharmlost,

weggesehen.

Obwohl schon längst der Tod im Topf war. Den die SED, die Partei, die "immer

recht hatte", dem ganzen Volk mit List und Tücke "servierte". Auch unter Frommen

kann einer sehr einsam werden, wenn er den Mund aufmacht. Gegen das Unrecht,

für die Stummen. Werden solche Menschen immer seltener Die noch klar

sehen, deutlich reden, konsequent handeln Sie werden gebraucht. Auch in unserer

„schönen, neuen Welt“. In der so viele sterben müssen. Weil ihr tausendfacher

stiller Schrei überhört wird. Wir dürfen nicht erst schreien, wenn wir an den Urnen

stehen.

Heute sind wir gefragt. Vom Herrn des Lebens, von Christus. Bevor es zu spät ist.

Der Tod im Topf beginnt mit dem Tod im Kopf. Wenn wir das Denken vergessen,

uns an das Unheil gewöhnen, von schönen Worten blenden lassen. Nein, es reicht

nicht, später schuldbewusst Asche auf unser Haupt zu streuen. Ja, wir gehen gegen

die Unkultur des Todes an. In welcher Spielart sie sich zeigt. Mit unserer Ruhe ist

es dann vorbei. Selig aber, die sich beunruhigen lassen.

Pfr. Hans Joachim Martens, Woltersdorf b. Berlin aus idea Spektrum 5/2006

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Buchtipp für den Gabentisch

Ein Kirchenführer redet Klartext

Schon die ersten Kapitel sind ein Paukenschlag, eine

Position gegen den Modetrend des Zeitgeistes, glasklar,

geschliffen und geradeheraus: Das profilierte Plädoyer

für Ehe und Familie, das engagierte Ja zum Kind, das

klare Nein zum Skandal der Spätabtreibungen ("Tötung

eines Kindes"). Und das alles nicht hinter dem bequemen

Schutzwall eines frommen Buchdeckels, sondern mutig

auf dem Markt unserer modernen Mediengesellschaft.

Ein Kompendium zum Selberlesen, Weiterdenken und

Verschenken und als Gedankenanstoß für Gemeinde- und

Hauskreisgespräche. Das kann man Verfechtern wie Verächtern

des Christentums in die Hand drücken. Die Bandbreite reicht von Koma-

Saufen und Karikaturenstreit über Armut und Arbeit bis zum Gedenken an Jerusalem,

Bonhoeffer und Paul Gerhardt. Und vom "Alt-68er" Huber ein Plädoyer pro

Polizei und Patriotismus zu lesen, das hat schon was. Seine Artikel zu Moscheenbau

und Islam, klarsichtig wie beim jüdischen Publizisten Ralph Giordano, sorgten

bereits auf der Buchpräsentation für einen publizistischen Paukenschlag. Das verschafft

Gehör und Respekt selbst bei jenen, die mit dem Glauben abgeschlossen

haben.

Es ist die evangelische Antwort auf Papst Benedikts Warnung vor einer "Diktatur

des Relativismus". Man muss nicht mit allen Huber-Thesen konformgehen, aber

man darf dankbar sein, dass ein Kirchenführer Klartext redet und gegen die Beliebigkeit

(auch der eigenen Kirche) Position bezieht. Populär, nicht populistisch;

werbend, nicht anbiedernd. Peter Hahne

Wolfgang Huber, Position beziehen - Das Ende der Beliebigkeit, Johannis-Verlag Lahr 2007,144 S., 9,95 €

Ebenfalls in diesem Jahr ist das Buch des Psychiaters und Theologen Manfred

Lütz "Gott – Eine kleine Geschichte des Größten" im Pattloch Verlag erschienen.

Die Gottesfrage ist wieder aktuell und wird diskutiert. Der Katholik Lütz tut

dies mit für den Nicht-Theologen verständlichen und packenden Formulierungen.

"Marc Chagall. Maler des Unsichtbaren" heiß das Buch des Theologen Sven

Findeisen über den jüdischen Künstler, dessen großes Thema die Bibel war. Brunnen

Verlag, 12,95 €

"Amazing Grace", das bekannte Lied von der erstaunlichen Gnade Gottes geht

um die Welt und wird in Kirchen wie Konzerten gesungen. Die Geschichte hinter

dem Lied, die sich mit dem Leben des John Newton (1725-1807) verbindet, stellt

Steve Turner in dem kenntnisreich geschriebenen und unterhaltsamen Buch vor:

Steve Turner, Amazing Grace, Brunnen Verlag, 12,95 €

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Weihnachtsspende 2007

Gut angelegtes Geld

Dem Gemeindebrief liegt der Spendenaufruf von ‘Brot für die Welt‘ bei. Darüber

hinaus ist die Kirchengemeinde Schriesheim Ost Gruppen verbunden, die den

Ärmsten - besonders Kindern - mit Wort und Tat helfen.

CHRISTUSTRÄGER SCHWESTERNSCHAFT

Für Kindertagesstätte und Waisenhaus in Jujuy/Nord-Argentinien

Seit 1978 arbeiten dort Christusträgerschwestern, auch von

Schriesheim unterstützt, und haben ein Kinderheim für

Waisen aufgebaut den "Hogar del Sol" (Haus der Sonne).

Später kam wegen der großen Not die Kindertagesstätte "Arca de Noe"

(Arche Noah) hinzu für Kinder lediger und sehr bedürftiger Mütter. Die

Schwestern versorgen zusammen mit ihren argentinischen Mitarbeitern

rund 150 Kinder. Sr.Vreni hat in Schriesheim berichtet.

Christusträger Schwesternschaft e.V., Deutsche Bank Bensheim (BLZ

509 700 24), Kto. 118232, Stichwort "Jujuy"

Familie Dr. Guglielmetti in Kambodscha

Der Kinderchirurg möchte zusammen mit seiner Familie diesem

geschlagenen, aber trotzdem von Gott geliebten Volk Gottes Liebe

in Wort und Tat bringen.

Wer finanziell zu der Arbeit beitragen möchte, verwende

bitte das Konto unserer Kirchengemeinde: 50 58 34 06 bei Voba (BLZ

670 915 00) Stichwort “Guglielmetti“

Die Rebe e.V., Evangelischer Förderverein für

Schriesheim

Der 2005 gegründete, gemeinnützige Verein „Die Rebe e.V.“

hat ein erstes Ziel erreicht: Nadine Heidenmann koordiniert die

Jugendarbeit und leitet neue Projekte. Für Verwaltung werden

keine Spenden verwendet.

Zur Zeit profitiert die Schriesheimer Jugend. Dafür ist jeder Beitrag

willkommen. Konto 61 29 37 01 bei der Voba Neckar-Bergstr. (BLZ

670 915 00).

NEU: Rückwirkend zum 1.1.2007 können Spenden bis zur Höhe von 20% des zu

versteuernden Einkommens geltend gemacht werden.

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Verschiedenes

Spenden im September und Oktober 2007

Anlässlich von € Für €

Geburtstagen 545 Jugend 100

Trauungen 50 Gemeindebrief 150

Beerdigungen 100 Orgel 50

Weitere Spenden 250 Ost-Pfarrei 840

Allen Gebern sei ganz herzlich gedankt für ihre Spenden im September und Oktober.

Inzwischen ist auch die Summe bekannt, die bei der Straßensammlung für die

DIAKONIE gespendet wurde. 7.500 Euro kamen zusammen, von denen in diesem

Jahr je 10 Prozent dem Pflegeheim Edelstein und der Sozialstation zugutekommen.

Für diesen großen Betrag ebenfalls ein herzlicher Dank!

Ökumenischer Advents- Altennachmittag

am Donnerstag, 6. Dezember, 15.00 Uhr, im neuen Gemeindehaus.

Alle 65jährigen und Älteren sind herzlich zu zwei besinnlichen Stunden im Advent

ins Gemeindehaus Ost, Kirchstraße eingeladen.

Adventssingen für Jung und Alt

Mittwochs am 5. und 12. sowie am 19. Dezember immer von 18.30 – 19.00 Uhr im Gemeindehaus

West

Weltweite Gebetswoche 2008 vom 6. – 13. Januar

"Weil ER lebt!"

Unter diesem Leitwort steht die von der Evangelischen Allianz vorbereitete Gebetswoche.

In Schriesheim beginnt sie am Sonntag, 6. Januar mit dem Gottesdienst

um 10.00 Uhr in der ev. Stadtkirche.

Die Evangelische Allianz ist ein überkonfessioneller Zusammenschluss von evangelischen

Gemeinden. Eine Woche lang treffen sich Christen zum gemeinsamen

Gebet, um so die Einheit im Glauben zu stärken.

Die weiteren Termine sowie die wechselnden Orte werden im Mitteilungsblatt

veröffentlicht.

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Kirchen- und Projektchor (Leitung: Martin Fitzer) sowie die Altbläser (Leitung:

Hans Höfer) laden herzlich ein zu einer

Geistlichen Abendmusik im Advent

am Sonntag, dem 9. Dezember 2007 um 17 Uhr

in der Evang. Stadtkirche Schriesheim.

Es werden Bläsermusiken, Chorsätze zu Adventsliedern, Motetten und Orgelwerke

(an der Orgel: Martin Fitzer) aus fünf Jahrhunderten erklingen, u.a. von

Michael Praetorius, Dieterich Buxtehude, Joseph Gabriel Rheinberger, Max Reger

und Edward Elgar.

Die Zuhörer-Gemeinde wird selbst bei drei Adventsliedern aktiv sängerisch beteiligt

sein. Der Eintritt ist frei!

Im Anschluss an die Abendmusik besteht die Möglichkeit, Musik und Texte bei

Gebäck und Glühwein nachklingen zu lassen.

Es gibt ein Zeltlager 2008!

Mitgehen dürfen Kids zwischen 8 und 13 Jahren. Wir fahren mit dem Reisebus ab

Schriesheim nach Imsbach in den Pfälzer Wald und hausen dort in gemütlichen

10-Mann Zelten.

Termin: Montag, 4. August bis Montag, 11. August

Nähere Infos zum Thema und Anmeldungen gibt es voraussichtlich ab Mitte Februar

2008 in der Jungschar und in den Pfarrämtern, sowie online auf

www.stadtkirche.com.

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Evangelische Pfarrgemeinde

Schriesheim Ost

Pfarrer: Lothar Mößner

Telefon: (06203) 69 29 87

Fax: 69 29 88

eMail: pfarramt-ost@ev-kircheschriesheim.de

Internet: www.stadtkirche.com

Konto: 50583406 Voba Neckar-

Bergstraße (BLZ 670 915 00)

Pfarramtssekretariat:

Kirchstraße 3c, 69198 Schriesheim

Frau Schwöbel

Öffnungszeiten: 8 Uhr – 12 Uhr

Montag bis Freitag (außer Do.)

GEMEINDE aktuell

Redaktion: Lothar Mößner (verantwortl.) Yvonne u.

Christian Ehmann, Monika Schneider, Reinhard

Steinke; Fotos: Bachmann,Chun, Heidenmann,

Mößner

Erscheint 2-monatlich mit 1700 Exemplaren

Druck: Atelier-Druck, 68535 Edingen

Redaktionsschluß nächste Ausgabe: 12.01.2008

Martin Luther:

Des sollt ihr billig fröhlich

sein, dass Gott mit euch ist

worden ein; er ist geborn aus

Fleisch und Blut, eur Bruder

ist das ewig Gut.

Gottesdienste

02.12. 10.00 Uhr (mit Abendmahl)

Pfr. Mößner

09.12. 10.00 Uhr

Pfrvikarin Dr. Großklaus

19.00 Uhr Check In

16.12. 10.00 Uhr

Pfr. Mößner

11.00 Uhr Oase 11

23.12. 10.00 Uhr

Diakon Losch

Gottesdienste vom 24.12. bis 06.01.

sind bitte auf der letzten Seite zu

ersehen.

13.01. 10.00 Uhr

Pfrvikarin Dr. Großklaus

20.01. 10.00 Uhr

Pfr. Joecks

27.01. 10.00 Uhr

Pfr. Mößner

18.00 Uhr Oase 18

CD’s von den Gottesdiensten erhältlich

im Buchladen ‘Regenbogen‘

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Aus dem Kirchenbuch im September und Oktober

Taufen

Bestattungen

Joshua Tesch

Jana Elisabeth Wittrock

Lars Bürner

Raphael Klause

Lukas Ruland

Marcel Ruland

Robin Koch

Michel Elias Thiemann

Johann Ferdinand Heiß

Mara Müller

Annabel Louisa von Glasenapp

Lukas Alexander Schmidt

Torsten und

Nicola Knauber geb. Schicketanz

Goldene Hochzeit

Trauungen

Rudolf und

Elisabeth Kallien geb. Stachelhaus

Irma Ullrich geb. Bodach, 77 Jahre

Ingeborg Emma Christ geb. Vetter, 81 Jahre

Anna Höfer geb. Ringelspacher, 88 Jahre

Gertrud Lorenz geb. Rogowski, 85 Jahre

Annemarie Ruth Hillerich geb. Edelmann, 76 Jahre

Edith Löscher geb. Walter, 94 Jahre

Else Erna Rieger geb. Peuker, 83 Jahre

Johanna Helene Mohr geb. Schulz, 78 Jahre

Karl Heinrich Helmut Schreiber, 83 Jahre

Jesus

Christus

spricht:

Ich lebe

und

ihr sollt

auch

leben.

Johannes 14,19

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Jahreslosung 2008

Jesus Christus

spricht:

Ich lebe,

und ihr sollt auch leben.

Gottesdienste

23.12. 16:30 Krabbelgottesdienst K-Team

24.12. 14.30 Familiengottesdienst mit Musical Mößner

16:30 Christvesper I Mößner

18:00 Christvesper II Mößner

22:30 Christmette Großklaus

25.12. 10:00 Gottesdienst mit Abendmahl Mößner

26.12. 10:00 Gottesdienst Großklaus

30.12. 10:00 Gottesdienst NN

31.12. 17:00 Gottesdienst mit Abendmahl Großklaus

01.01. 10:00 Gottesdienst NN

06.01. 10:00 Gottesdienst zu Epiphanias Mößner und

Beginn der Allianzgebetswoche Woecht

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