Business IT Management in der Öl- und Gasindustrie - Alfabet

alfabet.de

Business IT Management in der Öl- und Gasindustrie - Alfabet

alfabet Case Study

Business IT Management

in der Öl- und Gasindustrie

ensuring IT powers business success


CASE STUDY I Öl und Gas

Dieser internationale Großkonzern in der Öl- und

Gasindustrie investiert jährlich mehr als 1 Milliarde Dollar

in Technologie, um die geschäftsrelevanten Informationen

zu organisieren, zu speichern und zu verteilen.

Ein kleines Team von Spezialisten hat einen revolutionären

Ansatz entwickelt, um diese Investitionen zu optimieren

und die komplexe Altlast von 8000 Applikationen zu

vereinfachen. Die so genannte „Bill of IT“ identifiziert

jede Komponente der IT-Infrastruktur und wie diese im

Zusammenspiel die Geschäftsanforderungen unterstützt.

planningIT dient hierbei als zentrales Repository aller

Informationen, die zur Implementierung der „Bill of IT

erforderlich sind.

2 I ensuring IT powers business success


CASE STUDY I ÖL UND GAS

Die Herausforderung

Das Unternehmen besitzt zum einen eine komplizierte IT-Infrastruktur, die sich als

Stückwerk durch die riesigen Geschäftsbereiche des Unternehmens zieht, sowie ein

weit verzweigtes Netz von Altsystemen aus früheren Unternehmenszusammenschlüssen,

die bis in die 1980er Jahre zurückreichen. Das Unternehmen verfügte über 8000

Applikationen, deren Betrieb jährlich mehr als 600 Millionen Dollar verschlang –

wobei niemand im Unternehmen mit Sicherheit sagen konnte, ob diese Zahlen

wirklich korrekt waren.

„Wir hatten keine konsistente, geschäftsbereichsübergreifende Strategie für

Applikationen“, so der Head of Enterprise Architecture des Unternehmens. „In

einigen Bereichen wurde SAP implementiert und in anderen wiederum Peoplesoft. Es

gab keine gemeinsame Architektur oder Strategie.“ Jährlich wurde rund 1 Milliarde

Dollar aufgewendet, um geschäftsrelevante Informationen zu verarbeiten, zu

organisieren, zu speichern und zu verteilen, doch, so der Head of Architecture des

Unternehmens, „waren diese Ausgaben nicht an einer mehrjährigen Roadmap ausgerichtet;

sie waren nicht strategisch. Daraufhin entschied der CIO des Unternehmens:

„Das ist keine gute Situation. Wir müssen vereinfachen und standardisieren.“

Er beauftragte das Enterprise-Architecture-Team, eine Lösung zu finden. Die Lösung,

die das Team entwickelte, war die „Bill of IT“.

Die „Bill of IT” – Die Stückliste der IT

In der Fertigungsindustrie versteht man unter einer Stückliste eine Auflistung aller

für die Herstellung eines Produkts erforderlichen Bauteile. Ferner ist darin auch vermerkt,

wie diese zusammengesetzt werden müssen. Die Vision des Unternehmens

einer „Bill of IT“ folgt demselben Prinzip. Sie enthält alle ITKomponenten einer Organisation

und wie diese zusammengehören, um die Geschäftsprozesse zu unterstützen.

Das Team entschied zudem, eine „Bill of IT“ für den Ist-Zustand zu erstellen

sowie eine weitere für den gewünschten Zielzustand, der in drei bis fünf Jahren erreicht

werden soll.

ensuring IT powers business success I 3


CASE STUDY I Öl und Gas

Das Team hat zunächst eine umfassende Analyse der Applikationslandschaft durchgeführt,

wobei Applikationen erst Geschäftsprozessen zugeordnet wurden und dann

bestimmt wurde, ob sie geschäftskritisch oder strategisch sind. Nur die Applikationen,

die beide Kriterien erfüllten, wurden in die „Bill of IT“ aufgenommen.

Anschließend haben die Enterprise-Architekten in Zusammenarbeit mit mehr als

300 Mitarbeitern der Organisation die zukünftige „Bill of IT“ definiert: Wie werden

die Geschäftsprozesse des Unternehmens und die IT-Infrastruktur, die diese unterstützt,

aussehen

„Die „Bill of IT“ bietet uns eine gemeinsame Sprache, in der wir mit der

Geschäftsseite des Unternehmens kommunizieren können“, erläutert

der Head of Enterprise Architecture des Unternehmens. „Die „Bill of IT

wird von den Leuten verstanden und geschätzt. Die Beziehungen, die

wir aufgebaut haben, sind von unschätzbarem Wert.“

Erstellen der Roadmap

Sobald die „Bill of IT“ für die einzelnen Geschäftsbereiche etabliert war, wurden

eine Roadmap und ein Investitionsrahmen abgestimmt, um die Investitionen so eng

wie möglich an den strategischen Zielen auszurichten. Die einzigen zusätzlichen

Investitionen, die akzeptiert wurden, dienten der Gewährleistung eines reibungslosen

Betriebs und der Behebung unerwarteter Lücken.

Jeder Geschäftsbereich hat Leistungskennzahlen eingeführt, Messwerte zur Verfolgung

des Geldflusses und des Fortschritts der Erstellung der „Bill of IT“. planningIT

diente als zentrales Repository aller Informationen, die für den gesamten Erstellungsprozess

der „Bill of IT“ erforderlich waren, was Zielzustände, Beziehungen zwischen

Applikationen und Geschäftsprozessen sowie Roadmaps einschließt.

„planningIT bot uns eine strukturierte Grundlage zur Speicherung aller

Daten und Metadaten, die wir für unsere Analyse benötigt haben“, so

der Head of Enterprise Architecture des Unternehmens.

4 I ensuring IT powers business success


CASE STUDY I ÖL UND GAS

Unmittelbare Gewinne

und zukünftige Werte

Erste Ergebnisse ließen nicht lang auf sich warten. „Wir konnten bei der Rationalisierung

des Applikationsportfolios rasch Gewinne verzeichnen. So konnten wir im

ersten Jahr rund 13 Millionen Dollar einsparen – deutlich mehr als uns das gesamte Programm

kostet.“ Das Unternehmen konnte die Anzahl der Applikationen um 7 Prozent

reduzieren und die Erträge aus den jährlichen IT-Investitionen von 1 Milliarde Dollar

maximieren: 85 Prozent der Investitionen in IT-Assets sind nun an den strategischen

Zielen ausgerichtet.

planningIT hat also dazu beigetragen, eine klare Übersicht über alle genutzten Applikationen

zu schaffen. „ Wir können nun genaue Angaben zu Applikationskosten

machen“, erläutert der Head of Enterprise Architecture des Unternehmens. „Die Geschäftsseite

des Unternehmens weiß in der Regel nicht, wie viel Betrieb und Pflege

einer Applikation kosten. Die Transparenz wird deutlich erhöht und wir können auch

überflüssige Applikationen identifizieren“ fügt er weiter an. „Wir werden zwar auch

weiterhin eine weitreichende Landschaft mit Windows 2000, Oracle 10 und Solaris 8

haben, aber dabei ist vor allem wichtig, dass wir unsere Investitionen dazu nutzen, in

den kritischsten und wichtigsten Bereichen diese Plattformen zu verlassen, so dass

wir sie entsprechend ersetzen können.

Wir möchten durch diese Investitionen und diese Weiterentwicklung

Risiken minimieren, daher ist es für uns sehr wichtig zu wissen, für

welche Geschäftsprozesse diese Applikationen genutzt werden.“

Das Unternehmen ist mittlerweile im zweiten Jahr des auf etwa drei Jahre angelegten

Transformationsprozesses und bindet die neuen Best-Practices bereits in die täglichen

Abläufe ein. „Diese Arbeit wird die Effizienz des eingesetzten Kapitals und die operationale

Integration verbessern, die Notfallwiederherstellungsplanung erleichtern und

die Minderung von Technologierisiken unterstützen. Wir gehen davon aus, dass dies

bereits im nächsten Jahr ‚Business as usual‘ für uns sein wird. Das soll nicht heißen,

dass dann alles fertig ist – vielmehr ist diese Arbeit als steter Fluss von Aufgaben zu

betrachten. Doch wir können sagen, dass wir über den Berg sind und alle Informationen,

die wir zunächst benötigen, voll im Blick haben“, so der Head of Architecture des

Unternehmens.

ensuring IT powers business success I 5


www.alfabet.de

Über alfabet Business-IT-Management ermöglicht der IT die nachhaltige Unterstützung

des Geschäftserfolgs. Es verknüpft ein genaues Verständnis der Geschäftsstrategie

mit den Einblicken, der Planung und der Umsetzung, die für die Entwicklung

der IT-Landschaft erforderlich sind. alfabet ist der einzige Anbieter einer umfassenden

SoftwareSuite, die alle Aspekte des Business-IT-Managements abdeckt - vom akkuraten

Verständnis der Enterprise Architektur hin zu IT-Planung, Risikomanagement, Compliance,

Road-Mapping und IT-Program-Control.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine