Was ist der Maibrummel? - Gong Aarau

gong.aarau.ch

Was ist der Maibrummel? - Gong Aarau

Kindermusikfestival 08

MAIBRUMMEL

eine Co-Produktion von

www.gong-aarau.ch und www.kabel-musikvermittlung.ch

Aarau, Kultur & Kongresshaus

17. bis 24. Mai 2008

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INHALT

ZIELE S. 3

GESCHICHTE S. 3

INHALTE S. 4

BETEILIGTE KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER S. 5

ORGANISATION S. 6

KONTAKT S. 6

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ZIELE

GONG veranstaltet das Kindermusikfestival „Maibrummel“ zusammen mit „kabel“, dem

ausgewiesenen Experten für Musikvermittlung. Wir verstehen den „Maibrummel“ als eine

Impulsveranstaltung, um die Aufmerksamkeit von Schulen, Eltern und Kindern auf Musik zu

richten:

Auf live aufgeführte Musik, die sich nicht im Popbereich bewegt, aber keine Berührungsängste

kennt,

auf lebendig aufgeführte Musik, die Klassik und Neue Musik durch ihre Aufführungspraxis nicht

beschränkt auf ein elitäres Publikum,

auf aktives Hören, denn nur (innere) Beteiligung und Selbertun lassen Dinge begreifen.

Das Festival regt Musikerinnen und Musiker an und bietet ihnen Hilfestellungen, um mobile,

kindgerechte, partizipative Produktionen zu erarbeiten, die in Schulhäuser getragen werden können.

GESCHICHTE

Der GONG schenkt sich das Festival auch selber zu seinem 30. Geburtstag:

Drei wuchtige Gongschläge ertönten am 21. Mai 1978 im Turmzimmer des Aarauer Rathauses. Emmy

Henz-Diémand (die Hauptinitiantin und erste Präsidentin) bekräftigte damit die Gründung des GONG.

Der GONG verstand seine Aufgabe zu Anfang im musikalischen Aktivieren von Laien, Kindern und

Jugendlichen, im Finden neuer Formen der Musikvermittlung. So stellte man in mehreren Zyklen

verschiedene Instrumente vor, kommentierte zeitgenössische Musik, organisierte Rhythmikkurse für

Eltern und Kind. Eine gelungene Aktion in diesem "aufklärerischen" Sinn, welche die Musik aus der

Konzerthalle lockte, fand z.B. im Mai 1985 im Rahmen von "Aarau klingt" statt. "Johannes Sebastian

Bach kommt zu Besuch nach Aarau und trifft Leute von heute" auf öffentlichen Plätzen, im

Jugendhaus, im Obertorturm etc.

Diese Art von Basisarbeit fand in den 90er Jahren weniger intensiv statt, denn die Musikschulen

hatten die einem Grossteil der Bevölkerung zugängliche Grundausbildung übernommen. Die

Entwicklung dabei war jedoch: Musikschulkonzerte finden häufig statt, Konzertbesuche selten. Der

GONG hat in den letzten Programmen darauf reagiert und sich wieder vermehrt mit Musik für Kinder

auseinandergesetzt. Er musste aber feststellen, dass es im Bereich der Kammermusik kein

befriedigendes Angebot mehr dafür gab. Die Saison 2004 stellte er ganz unter das Thema

„Kinderszenen“, erarbeitete selber verschiedene Konzerte und Workshops für Kinder und initiierte ein

„Netzwerk Kinderkonzerte“, um den Austausch unter den Musikvermittlern anzuregen. In der

folgenden Saison suchte der GONG Kontakt zu den bestens etablierten Kunstvermittlern, den

Museumspädagoginnen. Im Kunsthaus Aarau fanden fast 20 Veranstaltungen mit Schulklassen,

Kinder- und Erwachsenengruppen statt, geleitet von einer Museumspädagogin und einem

Musiker/einer Musikerin, in denen zwischen November 2004 und Februar 2005 der Verbindung

zwischen Klang und bildnerischem Werk nachgegangen wurde.

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Die Notwendigkeit der Angebote für Kinder ist inzwischen bei den meisten Orchestern und

Veranstaltern schon rein aus Überlebensgründen anerkannt – das Publikum für morgen muss heute

gewonnen werden. Und auch die Schulen ziehen mit, unterstützt von „Kultur macht Schule“.

Wenn es gute Angebote gibt, wie z.B. die Einführungen für Schulklassen in die vom ASO im Schloss

Hallwyl aufgeführten Opern, werden sie begeistert wahrgenommen. „kabel“- Veranstaltungen in den

Schulhäusern werden langsam zu einem Qualitätsbegriff. Tatsache ist aber immer noch:

Die Angebote im Bereich der Kinderkonzerte sind immer noch verschwindend klein.

INHALTE

→ Die Musikvermittlung hat keinen Bekanntheitsgrad wie die Museums - oder die

Theaterpädagogik. Sicher auch deshalb, weil den meisten Lehrpersonen und Eltern diese

Kunstsparte fremd ist.

→ Es gibt zu wenige Musikproduktionen, die mobil sind, kindgerecht und bezahlbar für die

Schulen.

Das Kindermusik - Festival „Maibrummel“ geht diese Probleme frontal an:

1. Es zeigt dem Publikum, wie lustvoll es sein kann, sich mit dieser Sparte auseinanderzusetzen.

2. Es regt neue Produktionen an.

Zu 1. Die Form eines Festivals ermöglicht Eltern, Lehrern und Kindern eine konzentrierte Übersicht

über die Vielfalt der Musik für Kinder. Eine fantasievolle, anregende Umgebung trägt dazu bei, dass

der Konzertbesuch als rundum spannend erlebt wird. Dafür gestaltet Marion Ebert den

Eingangsbereich des Kultur & Kongresshauses in Aarau stimmungsvoll um, eine bunte Sirupbar darf

nicht fehlen und eine Liegelandschaft im Saal 2 ist für den Kunstgenuss der Kinder angemessener als

steiflehnige Stühle. Alle Einrichtung hat ephemeren Charakter –transportierbar, wandelbar – so wie die

Musik, aber dies natürlich auch aus praktischen Gründen, um sie zu anderen Zeiten und an anderen

Orten wieder einsetzen zu können.

Am ersten Wochenende (17. und 18. Mai) und dem Samstag (24.Mai) der folgenden Woche sind

öffentliche Konzerte und Workshops angesetzt, unter der Woche Kindergarten- und

Schulvorstellungen.

Zu 2.

Besonders für die Kindergarten- und Schulkonzerte möchte das Festival Neuproduktionen anregen.

Angesprochen sind Musiker, die schon immer einmal so etwas machen wollten und Studenten, die

Erfahrung sammeln wollen. Diese Newcomer im Bereich der Kinderkonzerte, selber vielleicht schon

gestandene Musiker, wollen erfahren und erproben, was es alles braucht, um wirklich bei den Kindern

anzukommen. Dem Kinderpublikum müssen sie nicht wie gewohnt zeigen, wie gut sie ein Werk

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spielen und interpretieren können, sie müssen ihm zeigen, dass dieses Werk etwas mit den Kindern

selber zu tun hat (die Erwachsenen sind gar nicht unglücklich, wenn auch für sie von dieser Richtung

her gedacht wird...). Dieses Ziel kann man auf verschiedenen Wegen erreichen -

Konzertpädagoginnen können hier vielfältige Antworten geben.

Der GONG engagiert dafür die Basler Konzertpädagogin Irena Müller (www.taktik.at ), die gerade sehr

erfolgreich „Education Projekte“ mit den Basler Orchestern und Schulen durchführt. Sie wird im Vorfeld

mit MusikerInnen arbeiten, die sich ein Kindermusik-Projekt ausgedacht haben und es auf

„Kindertauglichkeit“ testen lassen wollen. Ihre gelungenen Projekte werden während des Festivals

unter der Woche den Schulklassen gezeigt.

Die Ausschreibung dafür ist bereits in der „Schweizer Musikzeitung“ und in der „Aargauer Zeitung“

veröffentlicht und sie wird an Musik-Hochschulen und direkt an Musikerinnen und Musiker verschickt.

BETEILIGTE KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER

Von Anfang an gab es eine Wunschbesetzung - und die entsprechenden Zusagen - für die öffentlichen

Konzerte (wenn es ihnen zeitlich möglich ist, können auch diese Künstler bei Schulkonzerten

auftreten, doch das lassen wir noch offen und abhängig von den Anmeldungen der „Newcomer“):

Preisgekrönte Persönlichkeiten wie die Pianistin Gertrud Schneider, die 2005 den Musikpreis des

Kantons Bern erhalten hat und die schon länger als der GONG und unvermindert engagiert und

originell Musikvermittlung betreibt (www.gertrudschneider.ch ),

Shooting-Stars wie die Perkussionistin Sylwia Zytinska, die im Gare du Nord in Basel in kürzester

Zeit einen „Gare des enfants“ (www.garedunord.ch/garedesenfants/ ) etablieren konnte mit Konzerten,

Klangreisen und anderen spannenden musikalischen Mitmachaktionen für Kinder, Eltern und

Schulklassen,

die Beständigen aus dem Aargau wie Ruedi Debrunner, der seit seiner Studienzeit auch für Kinder

komponiert und spielt und Anregungen aus Afrika dafür zurückgebracht hat und der „kabel“-Gründerin

Regula Stibi, die sich in einem Nachdiplomstudium in Detmold zur Konzertpädagogin ausgebildet hat

und seither noch intensiver Konzepte für junge Ohren austüftelt,

bestehende Musikgruppen von Kindern und Jugendlichen, wie der Kinderchor Aarau und das

Jugendorchester der Musikschule Lenzburg, die sich neu auf das Improvisieren einlassen und „ihr“

Publikum aktiv einbeziehen werden,

Mit der Zeit stiessen andere Musikerinnen und Musiker dazu:

Ania Losinger, deren Ganzkörper-Musik auf dem „Xala“ die Kinder von Anfang an begeisterte und die

nun mit Clo Bisaz das „Aschenputtel“ erarbeitet hat (www.xala.ch ),

Boris Lanz, der mit angehenden Lehrern und Kindern aus den banalsten Alltagsgegenständen Musik

zaubert, zuletzt im „Childrens Corner“ des Lucerne Festivals (www.mawikla.ch )

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Christoph Brunner, Perkussionist, der mit Gertrud Schneider und „usine sonore/ensemble de

percussion“ die „living room music“ von John Cage aufführen wird. Gertrud Schneider und Erika

Rademacher komponierten dazu eine spezielle Partitur für das Publikum.

Leila Pfister, die bekannte Mezzosopranistin, die mit der Flötistin und Moderatorin Diana Lehnert

Grenzen von Stimme und Instrument erkundet.

ORGANISATION

Gemeinsam ausgeheckt und organisiert wird das Festival von:

Ruedi Debrunner, Co-Präsident GONG, Komponist, Klarinettist, Klavierlehrer an der Neuen

Kantonsschule Aarau, www.ruedidebrunner.ch

Regula Stibi, Pianistin, Konzertpädagogin, Klavierlehrerin an der Kantonsschule Baden, Gründerin

von „kabel – Musikvermittlung für junge Ohren“ www.kabel-musikvermittlung.ch , Leiterin „Zentrum für

Musik“ der SAMP in Aarau.

Eli Wilhelm, Vorstandsmitglied GONG, Kulturmanagerin mit der Diplomarbeit „Konzertpädagogik.

Kunsterlebnis, Pädagogik, Marketing“, Projektleitung Festival

Bei der Organisation unterstützt werden sie von:

Magali Perret, Praktikantin, Studentin in den Fächern Kulturwissenschaft und Nordistik an der

Universität Basel.

Die Festival-Infrastruktur und Einrichtung liefert:

Marion Ebert, Werklehrerin im Landenhof Aarau, Ausstatterin bei verschiedenen Theaterproduktionen

Bei der Vorbereitung und der Ausführung wird sich der gesamte GONG-Vorstand einsetzen:

Rafael Baier, Cristina Amato, Reto Anneler, Armin Roth

KONTAKT

Eli Wilhelm, Bachstr. 64, 5034 Suhr

062 842 62 58, oder 079 242 82 46

kindermusikfestival@gmx.ch

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