Wie schaut die Welt wohl in 50 Jahren aus? Di - Kindergarten und ...

schule.suedtirol.it

Wie schaut die Welt wohl in 50 Jahren aus? Di - Kindergarten und ...

eality.


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Ausgabe 1 Anno 4

Chefredakteurinnen: Christiane Gasperi, Doçi Egranita

Design und Homepage: Viktor Matić

Koordinator: Hans Peter Lercher

Redaktionsgruppe: Alba Doçi, Andrea Baumgartner, Anna Schwingshackl,

Benjamin Hinteregger, Benno Schmieder, Carmen Rabensteiner, Christiane

Gasperi, Egranita Doçi, Felix Lechtaler, Jakob Schramm, Jatin Dietl, Lukas

Lercher, Lukas Marsoner, Manuela Martino, Melissa Baumgartner, Michaela

Pörnbacher, Nina Gasperi, Nina Jungmann, Olivia Nonn, Peter Schönhuber,

Petra Hainz, Pia Rolandelli, Sandra Oberarzbacher, Theresa Ploner, Thomas

Kuenzer, Viktor Matić

REALity. Die Schulzeitung des Realgymnasiums Bruneck ist ein Sonderheft

der PZ–Pustertaler Zeitung, eingetragen Trib. Bz. Nr. 23/89 vom 02.10.1989.

Sitz, Redaktion und Verwaltung: Oberragen 18, 39031 Bruneck.

Verantwortlicher Direktor: Willy Pöder.

Druck: Tezzele, Leifers

Aufl age: 900 Exemplare

Was weder Nikolaus noch Christkind in diesem

Jahr geschafft haben, soll der Osterhase jetzt

wieder gut machen:

Nachdem uns unsere allseits geschätzten Chefredakteure

der letzten Jahre – Hannes Niederkofl er und Jatin

Dietl – verlassen und ihr Heil in der großen weiten Welt

gesucht hatten, mussten wir Hinterbliebenen uns selbst

arrangieren. Trotz jeder Menge Startschwierigkeiten

haben wir es nun doch geschafft: Die neue Reality ist

endlich da!

Die Themen des diesjährigen Frühlings:

Neben altbewährten Rubriken wie „Schulwahnsinn“

oder „Angelesen Ausgelesen“ fi nden sich in dieser Ausgabe

aufschlussreiche Reportagen über weiße Kreuze,

kleine Zwerge und große Brennanlagen, ein mehr als

anschauliches Stimmungsbild der politischen Szene

Südtirols und ein durchaus nützlicher „Barcheck“ einiger

wichtiger Brunecker In-Lokale.

In der Rubrik „Who the fuck is..?“ trifft man diesmal auf

einen uns allen bestens bekannten Comiczeichner und

eine Bäumepfl anzerin, die uns vielleicht nicht so bekannt

ist, es aber unbedingt werden sollte.

Tja, mehr bleibt nicht zu sagen - dankt dem Osterhasen!

Die Chefredakteurinnen

Christiane Gasperi

Egranita Doci


schule:

der ganz normale schulwahnsinn 6

schwänzen bewegt die welt! 8

der moderne maturaball 9

„ooooooaaaaah“ 10

halt.in

wissenswertes:

schon gewusst, dass… 11

who the fuck is walt disney? 12

who the fuck is wangari muta maathai? 13

politik/wirtschaft:

ist die todesstrafe tot? 14

coca cosa?! 17

globalisierung, was ist das? 19

gedanken:

nieder mit den reaktionären! 21

verrückt 22

biber 23

reportagen:

die weißen engel 24

cilli und die 24 Zwerge 26

kultur:

nowadays music 27

4twenty - „wenn der beat rollt“ 28

angelesen... ausgelesen! 29

david lachapelle 30

brunecker bar-check 34

new rave 37

online:

www.reality.rocks.it

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6

Japan: Schule will Examen im Umgang mit Stäbchen einführen

Als Aufnahmeprüfung will die „Hisatagakuen Sasebo“-Mädchenschule in Japan

künftig ein Examen im Umgang mit Stäbchen einführen. Die Schule will

dadurch beweisen, dass an Traditionen festgehalten wird.Gerade die junge

Generation isst immer seltener mit Stäbchen. Während der zehnminütigen

Aufnahmeprüfung sollen die Schüler mit Hilfe von Stäbchen Perlenschnüre,

Murmeln, Würfel und Bohnen von einem Teller zu einem anderen Teller

„transportieren“. Für die Prüfung gibt es unter anderem spezielle sechsseitige

Stäbchen.

Ottawa: Zehnjährige Zwillinge wollen Uni wegen Altersdiskriminierung

verklagen

In Kanada wollen nun zehnjährige Zwillinge und ihre Mutter die Universität

der Hauptstadt Ottawa wegen Altersdiskriminierung bei der Menschenrechtskommission

in Ontario verklagen. Die beiden an Politik interessierten

Grundschüler waren an der Universität immatrikuliert, besaßen Studentenausweise

und nahmen ein halbes Semester an einem Kurs in Politik teil.

Es folgte eine Exmatrikulation durch die Universität selbst. Vertreter der Uni

sagten, der ursprüngliche Fehler lag in der Zulassung zur Einschreibung.

Studenten benötigen ein High-School-Zeugnis zur Immatrikulation, welches

beide nicht besaßen. Der Leiter des Kurses setzt sich gegen diese Entscheidung

ein.

Belgien: Rauchende Schüler müssen Anstecker tragen

An einer Schule im belgischen Ostende müssen Schüler, die rauchen, nun

einen Anstecker tragen, auf dem zwei schwarze Raucherlungen zu sehen

sind. „So dürfen meine Lungen aussehen“ steht darauf. Die Schuldirektorin,

Claudine Lesaffre, sagte dazu, der Anstecker solle keine Strafe für die Schüler

sein. Er solle eher zum Nachdenken darüber anregen, was man sich und

anderen antut, wenn man raucht. Die Maßnahme wird von Kinderrechtlern,

einer Stiftung und der Kinderrechtskommissarin Ankie Vandekerckhove gleichermaßen

kritisiert. Der Anstecker helfe den Kindern nicht, sondern „stelle

sie nur an den Pranger“.

Deutschland: Schüler machen sich bei Lehrern mit „spickmich.de“

unbeliebt

Seit sechs Wochen gibt es die neue Internetseite „spickmich.de“.

Drei Kölner BWL-Studenten haben die Seite ins Leben gerufen. Es

handelt sich dabei um ein Schüler-Forum, inhaltlich angelehnt an

eine Abizeitung.

Nachlesen und Einstellen kann man Zitate von Lehrern aus dem

Unterricht. Darüber hinaus kann man den Kontakt mit Mitschülern

pflegen und die Lehrer benoten. Dabei gibt es unter anderem die

Bewertungsmöglichkeit in der Kategorie „Sexy“.

3.000 Nutzer haben sich bereits angemeldet und 5.200 Lehrer wurden

bereits benotet. Die Resonanz bei den Lehrern ist unterschiedlich.

Einige haben über den Web-Inhalt herzlich gelacht, ein anderer

hat bereits Klage angekündigt.

Der ganz normale Schulwahnsinn

Gesammelt von Christiane Gasperi


Großbritanien: Mütter leisten Widerstand gegen gesundes

Schulessen

In der englischen Grafschaft South Yorkshire haben Eltern von Schülern

mit Widerstandsaktionen gegen das gesunde Schulessen begonnen.

Heimlich reichen die Eltern von einem der Schule angrenzenden Friedhof

Fast Food an die Schüler weiter, darunter Hamburger, Würstchen,

Pommes sowie zuckerhaltige Getränke.

Die Schule hatte ihr Essen auf gesunde Kost umgestellt. Eine Mutter jedoch

sagt, die Kinder wollen das teurere, fettarme Essen nicht. Das Gesundheitsprogramm

geht zurück auf eine Initiative des TV-Kochs Jamie

Oliver.

USA: Wegen Shorts _ Verbot in Schule trägt Schüler einen Rock

Der 17-jährige Schüler Michael Coviello trägt seit neuestem einen Rock

im Unterricht. Er hat zwar keine Vorliebe für Damenröcke, hatte sich wegen

den Schienen, die er nach einer Knieoperation tragen musste, allerdings

an kurze Hosen gewöhnt.

Aber in seiner Schule sind in der Zeit vom 1. Oktober bis 15. April keine

kurzen Hosen erlaubt. Als er trotzdem in Shorts erschien, wurde er

nach Hause geschickt und der Bezirksschulrat sagte zu ihm, dass er ja

im Rock zum Unterricht kommen könne.

Als er dies in die Tat umsetzte, wurde er vom Schuldirektor nach Hause

geschickt, von wo die Bürgerrechtsunion ACLU eingeschaltet wurde, die

sich dafür einsetzte, dass Coviello nun mit einem Rock bekleidet am Unterricht

teilnehmen darf.

Deutschland: Eine Bibel für Jugendliche sorgt für Heiterkeit, aber

auch für Proteststürme

Sie nennt sich „Volxbibel“ und anstatt zu beten „labert man mit Gott“. Sie

hat Ähnlichkeit mit einer Zigarettenschachtel und der Warnhinweis lautet:

„Lesen kann radikale Nebenwirkungen haben.“

Im Schwelmer Konfirmandenunterricht sorgt das Büchlein nicht nur für

uneingeschränkte Heiterkeit, kommt aber unter den Jugendlichen größtenteils

gut an: „Jesus gibt mörderwichtige Ratschläge.“

Allerdings wurde der Kölner Jugendarbeiter Martin Dreyer in über 600

Emails neben positiven Rückmeldungen auch übel beschimpft und verflucht.

Deutschland: Zwei Gymnasien verbieten Pizza auf dem Schulgelände

In den Schulen Königin-Mathilde-Gymnasium in Herford und am Gymnasium

Brede in Brakel wurde ein Pasta- und Pizza-Verbot ausgesprochen.

Als Begründung wurden die ansteigenden Müllmengen und die Verunreinigungen

durch Essensreste genannt.

Viele Schüler ließen sich durch Pizza-Taxen das Mittagessen anliefern;

die Schulen konnten den sich ansammelnden Müll nicht mehr bewältigen.

Eine Rektorin sagte: „Wir hätten einen zusätzlichen Müllcontainer

für 1.500 Euro im Jahr anschaffen müssen.“

Die Schulen bieten einen eigenen Mittagstisch an, der jedoch keine

große Resonanz bei den Schülern findet. So wurden die Pizzen sogar

klassenweise bestellt.

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Operation Daywork

Schwänzen bewegt die Welt!

Benno Schmieder und Jakob Schramm

In Dänemark schwänzt jährlich der

Großteil aller Oberschüler an einem

ganz bestimmten Tag und sie werden

von den Schuldirektoren dabei sogar

unterstützt. Genannt wird er: Operation

Daywork (OD). Keine übliche Absenz,

kein Faulenzen auf dem Sofa, nein:

Schwänzen mit Stil! Operation Daywork

ist ein Projekt, das in Dänemark seit immerhin

20 Jahren funktioniert.

Rasenmähen in Nachbars Garten, Wände

streichen im Altersheim, Babysitten, Tellerwaschen,

Fabrikarbeit - und das alles freiwillig!

Aber aufgepasst, wer am Daywork

nicht arbeitet, drückt die Schulbank.

Alle Jahre wieder beschließen Tausende

von dänischen Oberschülern, einen Tag im

Schuljahr zu opfern, an dem sie arbeiten,

um Geld zu sammeln. Sammeln für wen?

Operation Daywork: Welche Projekte

und für wen?

Zu jeder Vollversammlung von Operation

Daywork werden den Schülern verschiedene

Entwicklungsprojekte zur Wahl gestellt,

von Solidaritätsorganisationen bzw.

Nicht-Regierungsorganisationen (NGO),

die in Entwicklungsländern Projekte durchführen.

Hier einige Beispiele von Operation Day-

work Dänemark, wo insbesondere Projekte

für das Recht auf Bildung unterstützt werden:

Letztes Jahr wurde in einem Armenviertel

von Johannesburg in Südafrika

ein Ausbildungszentrum für Jugendliche

eingerichtet. Jugendliche, die ihren Lebensunterhalt

nur durch Kriminalität decken

können, erhalten somit eine Ausbildung

zum Tischler, Maurer, Elektriker, Grafiker

etc. und dadurch die Chance, einer normalen

Arbeit nachzugehen.

Ein anderes Jahr wurde die Ausbildung

von jugendlichen FabrikarbeiterInnen

in Zentralamerika unterstützt. Die Ausbildung

diente dazu, in schrecklichen Arbeitsbedingungen

arbeitende Mädchen auf ihre

Arbeitsrechte aufmerksam zu machen, welche

in den Billiglohnfabriken generell nicht

vorhanden bzw. nicht eingehalten werden.

In Mexiko wurden vor Jahren mit

OD-Geldern aus Dänemark 70 Grundschulen

für die indigene Bevölkerung errichtet,

die für die Autonomie und Rechte der Indiovölker

kämpft.

Das Prinzip des OD-Projekts ist ganz einfach:

Schüler suchen sich an diesem Tag

eine Arbeit, sind vom Unterricht befreit und

stellen den verdienten Erlös einem Entwicklungsprojekt

zur Verfügung. Das Beste

daran: das Entwicklungsprojekt suchen die

Schüler selbst aus.

Einmal jährlich treffen sich alle interessierten

Schüler (Vollversammlung), um eines

der vorgestellten Entwicklungsprojekte auszuwählen.

Dieses Projekt wird im laufenden

Schuljahr durch den Arbeitstag (Daywork)

finanziert. Mehr Details auf www.operationdaywork.org.

Nun gilt es, das dänische Modell auf Südtirol

umzuwälzen. Dafür brauchen wir eure

Unterstützung! Schickt eine E-Mail an die

Adresse info@operationdaywork.org. Damit

zeigt ihr euer Interesse. Die gesammelten

E-Mail-Adressen ermöglichen uns,

durch eine Mailing-List mit euch in Kontakt

zu bleiben. So bleibt ihr immer auf dem

Laufenden. Je mehr Mails wir sammeln,

desto reeller die Chance, OD auch bei uns

zu verwirklichen.

Eure Mail ist keine Verpflichtung, an der Organisation

des Projekts teilzunehmen!

Dennoch besteht die Möglichkeit, sich aktiv

zu engagieren und mit uns zusammen

interne Schulgruppen zu bilden, die die Koordination

in den jeweiligen Schulen unterstützen.

Operation Daywork steht noch in den Startlöchern.

Aber mit eurer Hilfe, mit eurem

Mail wird es im nächsten Schuljahr bereits

eine erste Kostprobe des Projekts geben!


Der moderne

Maturaball

Peter Schönhuber

Ein gelungener Ball: 35.000 €

Bruttoeinnahmen, mickrige zwei

Schlägereien und nur drei der vier

Klos sind vollgekotzt. 10.000 € werden

wahrscheinlich noch abgezogen, d.h.

25.000 € netto, das macht pro Kopf etwa

1.000 €. Jetzt noch schnell die Plastikbecher

wegräumen und auf geht`s nach

Barcelona! Die Reisespesen betragen

etwas 400 €, das heißt es bleiben noch

600 € zum „Saufen“ in den zahlreichen

Kneipen von Barca.

Was will man mehr?

Vielleicht einen Ball, bei dem mehr als

nur die Hälfte in festlicher Kleidung erscheinen?

Vielleicht einen Ball, bei dem

in den Ecken des Treppenhauses keine

zerbrochenen Holaschnapsflaschen

liegen? Vielleicht einen Ball, bei dem

man nicht eine sportliche Meisterleistung

verrichten muss, um den Fuß vom

klebrigen Boden wegzubekommen?

Vielleicht einen Ball, bei dem sich die

Eltern nicht im Saal verstecken müssen,

da draußen das reinste Party-Chaos

herrscht?

Ach was, niemand will so einen „Schickimiki-Ball“:

1.000 € pro Kopf, das zählt!

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„Ooooooaaaaah“

Nina Jungmann

„Ooooooaaaaah“ – Was? Hast du etwa noch nie laut gegähnt?

Na also, dann schau nicht so verwundert! Jetzt, wo

ich schon mal wach bin (weil DU nicht leise in der Schülerzeitung

blättern konntest), kann ich ja mit meiner Geschichte

beginnen:

Wie alles begann…

Nun ja, mein Name ist Klothilde, ich bin 16 Jahre alt und kann

nicht lesen…

Na gut, wollen wir es nicht übertreiben: Natürlich kann ich Zahlen

von Buchstaben unterscheiden und das Abc kann ich auch schon

auswendig. Glaubst du nicht? Der Beweis: a, b, c. Na also!

Ich meine, drei Buchstaben kann sogar ich mir merken. Ist ja

auch wirklich einfach.

Aber von vorne: Am 14.August im Jahr 1992 war meine ganze

Familie in Aufruhr. Es passiert ja nicht jeden Tag, dass meine

Mutter mal nicht wegen ihrer normalen, allwöchentlich aufkommenden

Beschwerden im Krankenhaus liegt, sondern anders

als sonst mit immensen Wehen in den alten knautschigen Krankenhauspolster

beißt. Wer da endlich herauswollte, könnt ihr

euch ja denken: Genau: meine Schwester!

Aber kommen wir nun zu mir: Am 31. Dezember 1990 habe

ich nach neun Monaten unkomfortabler Unterkunft in einem

Wasser(bauch)bett mit meiner ganzen Kraft auf schnellstem

Wege raus wollen. Dann um 18 Uhr war es endlich soweit: Es

war Silvester! Ein paar Minuten später war ich dann (auf unbequemen

Wege) geboren worden. Nach einer solchen Strapaze

musste ich mich erst mal einige Tage in der Fakultät der Neugeborenen

(sprich: Krankenhaus) erholen. Das Bett, in dem ich in

diesen Tagen untergebracht wurde, war den Umständen entsprechend

(trotz der extrem überhöhten Mietkosten) annehmbar.

Der Schicksalstag

Mein späteres Schicksal, also, dass ich heute nicht lesen kann,

muss sich schon in diesen jungen Jahren (oder besser gesagt:

Tagen) festgesetzt haben. Als nämlich eine Krankenschwester

auf die Kartei mit den Namen der Säuglinge versehentlich den

Namen Nina statt Klothilde schrieb (wer will sich schon Nina nennen,

wenn man auch Klothilde heißen kann?), schwor ich mir

(soweit ich damals schon denken konnte), dass ich solche Fehler

nie machen werde. Und so kam es, dass ich mich entschloss,

erst gar nicht lesen und schreiben lernen zu wollen, da es das

Naheliegendste war (und wohl auch das Bequemste).

Gehen wir nun in meinem Leben etwas weiter: Nach meinem

etwas kurzen, aber doch sehr angenehmen, sechs Jahre währenden

Klein-kindleben konnte ich nicht ahnen, welch schreckliches

Ereignis noch auf mich zukommen sollte.

Schule?

An einem wunderschönen Herbsttag, die Sonne schien und die

Vögel zwitscherten (oh, wie poetisch!), riss meine Mutter die kitschig

bunten Vorhänge meines etwas zu klein geratenen Kinderzimmers

auf und schrie: „SCHULE!“ Es war wie im Alptraum:

Schweißperlen auf meiner ganzen Stirn, ich zitterte am ganzen

Körper und zu meinem Schrecken entdeckte ich im Bett eine …

Lache (diese unfähigen Handwerker machen aber auch immer

Lecklöcher ins Dach!).

Aber kommen wir wieder zum eigentlichen Thema: Schule?

Das konnte doch nicht ihr Ernst sein, dass ICH in die Schule

gehen sollte. Den Schicksalstag damals im Krankenhaus hatte

ich schon vergessen, es war wohl irgendein anderer Grund, der

mich daran hinderte, gar nicht daran zu denken, auch nur einen

Schritt in die Schule zu machen. Erzählungen zufolge soll es dort

auch Lehrer geben. Den ganzen Tag soll man auf Stühlen sitzen

und wortwörtlich den Stuhl wärmen, weil sich die Schule mal wieder

keine (Stuhl-)Heizung leisten kann und viele Menschen auf

einem Fleck bringen ja bekanntlich Wärme.

Die Wandlung

Ein paar Stunden später zerrte mich meine Mutter aus der Tür,


an dessen Rahmen ich mich verbissen festhielt. Nein, ich wollte

nicht. Ich wollte nicht mehr von der Schule heim. Tatsächlich

hatte mich meine Mutter am Morgen mit harten Maßnahmen und

vielen bitteren Worten in die Schule geschleppt. Anfangs noch

ziemlich genervt und böse, schlug meine Laune ziemlich schnell

um, als die Klingel zur Pause schrillte. Klar sind die Pausen so

ziemlich das Schönste an der Schule, aber da kam er, noch viel

schöner als jede Pausenzeit der Welt: Prof. D. Maier. Ich war hin

und weg: Diese grauen glänzenden Haare und diese Augen, wie

schön tief sie in den runzligen Augenhöhlen lagen.

Das war er: Der Grund meiner schlaflosen (Alptraum-)Nächte.

Ich spürte sofort eine gewisse Spannung zwischen uns (jedenfalls

bis ich merkte, dass meine Finger in der Steckdose steckten),

trotz des ziemlich hohen Altersunterschieds (ich war ca.

7Jahre alt, er im hohen Senioren-Alter).

Ein gewagtes Ende

Von diesem Zeitpunkt an legte ich meine Abneigungen gegenüber

der Schule (wenn auch nicht vollends) ab. Und so wurde

ich die mit Abstand beste Schülerin in der ganzen Schule. Die

mit Abstand beste Schülerin in Sachen Rechtschreibfehler und

Leseprobleme.

Und so kommt es, dass ich schon so fest zum Schulinventar gehöre

wie die alten, klapprigen und völlig veralteten (Schaukel-)

Stühle; jedoch mit dem Unterschied, dass diese alle zehn Jahre

ausgetauscht werden, ich aber immer länger in ein und derselben

Klasse bleiben muss.

Die Lehrer müssen mich ja abgöttisch lieben, sie wollen mich

einfach nicht gehen lassen.

Jetzt aber genug gelabert: Ich muss heute ja noch ganze zehn

Seiten Deutschgrammatik lernen, hab morgen nämlich einen

schweren Italienischtest!

Na dann, bis zum nächsten Mal!

Schon gewusst, dass… 11

… Bruneck mit der „Grünen Fahne“ von

der Umweltorganisation Legambiente ausgezeichnet

wurde?

Im Sommer 2006 wurde Bruneck für eine umweltbewusste

und –verbessernde Kampagne, nämlich den

Citybus, ausgezeichnet; auch Brixen konnte in den

Genuss der Auszeichnung kommen.

… das „Gelenkknacken“ eigentlich völlig

ungefährlich ist?

Gute Neuigkeiten für alle, die gern dem Geräusch

lauschen, wenn man ein Gelenk zusammendrückt

oder biegt. Es ist nämlich völlig ungefährlich, denn

dabei erzeugt nicht der Knochen den Klang, wie viele

Menschen glauben, sondern kleine Luftbläschen, die

zerplatzen. Diese Bläschen sind wichtig, damit der

Hohlraum, der entsteht, wenn die Knochen auseinander

gezogen werden, gefüllt wird.

… Eistee 19 bis 24 Stück Würfelzucker pro

Liter enthält?

Auch der Eistee, den wir jederzeit in unserer Schule

konsumieren können, enthält 8-12 Stück Zucker und

schränkt unsere Konzentration ein, da unser Körper

zwar für einen kurzen Moment einen Energieschub

bekommt, der dann aber abklingt und unsere Aufmerksamkeit

verringert. Also, dann besser vor einem

Test zur Wasserflasche als zum Eistee greifen!

in der Antarktis jährlich 152 km 3 Eis

schmelzen?

Die Wassertemperatur an den Polen ist jetzt schon

drastisch hoch und sie steigt von Jahr zu Jahr. Dies

bewirkt nicht nur eine Erhöhung des Meeresspiegels,

sondern bringt auch die Meeresströmungen durcheinander.

… Gleithörnchen bis zu 50 m weit „fliegen“

können?

Dies ist ihnen möglich, da sich zwischen ihren Vorder-

und Hinterbeinen eine Gleithaut spannt, die wie

ein Gleitschirm wirkt, wenn sie von einem Ast springen.

Obwohl sie nicht wirklich fliegen können, werden

sie auch Flughörnchen genannt.


Who the fuck is…

Walt Disney?

Thomas Kuenzer

Jeder kennt ihn. Doch niemand weiß,

wer er war, denn jeder kennt eben nur

seinen Namen und seine Werke. Er ist

das Synonym für Kinderfernsehen,

denn wer weinte nicht, als Bambi im

wahrscheinlich traurigsten Moment

der Filmgeschichte seine Mama verlor?

Walt Disney, der vor 41 Jahren gestorben

ist, prägte das Fernsehen wie

kein anderer.

Walter Elias Disney wurde am 5. Dezember

1901 in Chicago geboren. Mit 14

nahm er das erste Mal Kunstunterricht;

wenig später erlebte er den ersten Weltkrieg

als Ambulanzfahrer in Frankreich,

obwohl er mit 16 ein Jahr zu jung war, um

beim Roten Kreuz sein zu dürfen. Bevor

er 1923 nach Los Angeles ging, zeichnete

er Werbefilme und produzierte eine Reihe

von Kurzfilmen namens „Alice in cartoonland“,

bei denen Zeichentrick mit Realfilm

vermischt war.

In L.A. produzierte er zusammen mit seinem

Bruder Roy, der später auch die Finanzen

übernahm, und Ub Iwerks Trickfilme.

1926 gab Walt Disney das Zeichnen

auf und überließ es seinem Partner

Iwerks. Ein Jahr später entstand Micky

Mouse, die bekannteste Figur Disneys.

Weil gleichzeitig der von den Warner Brothers

produzierte erste Tonfilm „The Jazz

Singer“ erschien, blieb Disney bei Trickfilmen

und stattete sie mit Ton- und Musikeffekten

aus, damals eine Sensation.

Parallel dazu wurde von Disney auch die

„Silly Symphonies“-Reihe, die im Fernsehen

immer noch das Kinderpublikum erfreut,

produziert. 1932 erschien in dieser

Reihe mit „Flowers and Trees“ der erste

Technicolor-Film mit natürlichenFar-

ben. Donald Duck hatte zwei Jahre später

seinen ersten Auftritt.

Das goldene Zeitalter des

Zeichentricks

1937 gelang Disney ein großes Werk:

Der erste abendfüllende Zeichentrickfilm

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“

wurde ein grandioser Erfolg, obwohl die

Disney-Studios damit beinahe bankrott gegangen

wären. Dafür bekam er einen Oscar

und dazu sieben Miniatur-Ausgaben.

1940 entstanden „Pinocchio“ und „Fantasia“,

ein Musikfilm, der zu Stücken bekannter

Komponisten kleine Geschichten

präsentierte. Ein Jahr später folgte „Dumbo“

und ein weiteres Jahr später, 1942,

mitten im Zweiten Weltkrieg, „Bambi“, die

Geschichte eines jungen Hirsches, angeblicher

Lieblingsfilm Walt Disneys. Diese

fünf Werke sind die größten Klassiker

aus dem Hause Disney.

Nach dem Krieg entstanden viele Abenteuerfilme,

doch in den 50ern folgten auch

weitere Zeichentrickfilme wie „Cinderella“,

„Peter Pan“ und „Alice im Wunderland“.

Eine Reihe von Dokumentarfilmen wurde

produziert, von denen einige auch Oscars

holten. Anfang der 50er Jahre begann

Walt Disney, Fernsehshows zu machen

(z.B. „Disneyland“), mit welchen er sich

zu einem „Märchenonkel“ entwickelte.

Sein Gesicht wurde bekannt. Obwohl es

damals noch kein Farbfernsehen gab, ließ

Disney die Shows in Farbe aufzeichnen,

was sich bei späteren Wiederholungen

in Farbe auszahlte. TV-Specials zum Thema

Raumfahrt wurden produziert, auch

eines mit dem Namen „Unser Freund, das

Atom“, welches im Sinne Eisenhowers die

Kernenergie propagierte.

1955 wurde der erste Disney-Vergnügungspark

südlich von L.A. eröffnet. 1964

kaufte Disney das Gelände für einen weiteren

Park in Florida, dessen Eröffnung er

jedoch nicht mehr erleben sollte. Im selben

Jahr kam der erfolgreiche Spielfilm

„Mary Poppins“ in die Kinos und erhielt

fünf Oscars.

Walt Disney war Republikaner; 1966 bei

den Wahlen zum Gouverneur Kaliforniens

unterstützte er seinen Freund und Republikaner

Ronald Reagan. Nachdem dieser

gewählt worden war, sagte Disney, Reagan

werde einmal Präsident der Vereinigten

Staaten. So geschah es auch 1981.

„Das Dschungelbuch“ war der letzte Film,

der unter Mitwirken Disneys entstand. Am

15. Dezember 1966 starb Walt Disney

nach einer Operation an Lungenkrebs.

Er hatte Jahre lang Kette geraucht. Sein

Bruder Roy übernahm die „Walt Disney

Productions“. Der Vergnügungspark in

Florida wurde 1971 zu Ehren Disneys als

„Walt Disney World“ eröffnet.

Disney erhielt in seinem Leben 26 Oscars

- ein Rekord. Er hat auf dem „Walk

of Fame“ gleich zwei Sterne und mit über

800 Auszeichnungen ist er eine der am

häufigsten ausgezeichneten Persönlichkeiten

der Menschheit.


Who the fuck is…

Wangari Muta Maathai?

Pia Rolandelli

Wangari Muta Maathai ist die erste afrikanische

Friedensnobelpreisträgerin,

Professorin, Wissenschaftlerin und

stellvertretende Ministerin für Umweltschutz.

2004 erhielt sie den Friedensnobelpreis.

Wangari wurde am 1. April 1940 in Nyeri,

einen Ort südlich von Nairobi (Kenia),

geboren.

Schon früh wurde ihre Begabung von einigen

Missionsschwestern entdeckt und

sie erhielt eine Schulbildung an einer bekannten

Klosterschule in Kenia. Anschließend

begann sie das Studium der Biologie

am Mount St. Scholastica College in

Kansas und später an den Universitäten

von Pittsburgh, Gießen und München. Im

Jahr 1971 erwarb sie als erste Frau aus

Kenia den Doktortitel an der Universität

Nairobi. Kurz danach wurde sie die erste

kenianische Professorin für Veterinäre

Anatomie und später Dekanin an der Universität

von Nairobi.

1977 gründete sie das Aufforstungsprojekt

„Green Belt Movement“. Im Laufe der

Jahre entwickelte sich daraus eine internationale

Bewegung, die mittlerweile in 13

Ländern aktiv ist. Die Vereinigung errichtete

etwa 600 Baumschulen und pflanzte

zum Schutz vor Erosion 30 Millionen Bäume.

Deshalb erhielt sie aufgrund

ihres Engage-

ments den Beinamen „Mama Mici” (die

Mutter der Bäume).

Doch für ihren Einsatz für Umweltschutz

und Frauenrechte wurde sie in den 90er

Jahren immer wieder, auf Befehl des damaligen

Staatschef Daniel Arap Moi, inhaftiert

und misshandelt.

Nach vielen erfolglosen Kandidaturen für

das Parlament und das Präsidentenamt

wurde sie schließlich im Dezember 2002

für das Wahlbündnis „National Rainbow

Coalition (NARC)“ ins kenianische Parlament

gewählt. Der neue Staatspräsident

Mwai Kibaki ernannte Maathai zur stellvertretenden

Ministerin für Umweltschutz.

Maathai schaffte es so als erste grüne Politikerin

Afrikas in die Regierung.

Wangari ist heute Mutter von drei Kindern

namens Waweru, Wanjira und Muta. Ihr

Ehemann aber ließ sich 1980 von der

Wissenschafterin scheiden – mit der Begründung,

sie sei „zu gebildet, zu stark, zu

erfolgreich, zu eigensinnig und zu schwer

zu kontrollieren“.

Wangari wurde zur Identifikationsfigur

der Frauenbewegung in Kenia, sitzt im

Vorstand von Kenias Natio-

13

nalem Frauenrat und war dort auch Präsidentin

(1981–87).

Nachdem sie bereits 1984 mit dem Right

Livelihood Award (Alternativer Nobelpreis)

für ihre Arbeit in der 1977 von ihr gegründeten

Bewegung Green Belt Movement

ausgezeichnet wurde, erhielt sie im Jahr

2004 auch den Friedensnobelpreis für ihren

Einsatz für „nachhaltige Entwicklung,

Frieden und Demokratie“, wie es in der

Erklärung des Nobel-Komitees heißt. Zudem

wurde sie für ihren couragierten Widerstand

gegen das frühere kenianische

Regime ausgezeichnet. Damit geht der

Preis zum ersten Mal an eine Afrikanerin

und zum zweiten Mal in zwei aufeinander

folgenden Jahren an eine Frau.

Zusätzlich zu ihrem Friedensnobelpreis

erhielt Wangari Muta Maathai 14 weitere

Auszeichnungen, darunter das Goldene

Schlitzohr (2005), zweimal den Woman of

the Year Award (1983 und 1989) und den

Better World Society Award (1986).

„Zu gebildet, zu stark, zu erfolgreich, zu eigensinnig

und zu schwer zu kontrollieren.“


14

Ist die

Todesstrafe

tot?

Von Manuela Martino & Benno Schmieder


Ein Strafverteidiger bringt seinen

kleinen Sohn zu Bett. Der Kleine

hat im Laufe des Tages aus Gesprächen

zwischen Erwachsenen

mitbekommen, dass ein Mandant seines

Vaters hingerichtet werden soll. Der Sohn

fragt also den Vater: „Warum soll der

Mann sterben?“

Der Vater antwortet: „Er soll sterben, weil

er einen anderen Menschen getötet hat!“

Der Sohn fragt weiter: „Muss jeder sterben,

der einen Menschen getötet hat?“

Der Vater bestätigt: „Ja, so will es das Gesetz:

Wer tötet, der muss sterben!“

Der Sohn überlegt eine Weile und entgegnet

dann: „Wenn der Staat diesen Mann

tötet, wer tötet dann den Staat?“

Aus dem Buch „Dead Man Walking“

Definition des Begriffs Todesstrafe:

Die schon seit Jahrtausenden angewandte

Todesstrafe ist die gesetzlich

vorgesehene Tötung eines Menschen als

Strafe für ein Verbrechen. Die Todesstrafe

wird durch Hinrichtung mittels eines Henkers

vollzogen.

Geschichte

Im Laufe der Zeit veränderten sich die

Methoden der Hinrichtung jeweils mit dem

Stand der Technik. Im Alten Orient war es

die Steinigung, im römischen Reich wurde

das Kreuz zur Folter und zur Tötung verwendet.

Die wohl bekannteste Hinrichtung

dieser Art war die Kreuzigung Jesu.

Im Mittelalter erfand man neue Methoden:

Das Erhängen, das Erwürgen mit

einem Strick und das Rädern wurden bei

schweren Vergehen angewandt. Wobei

beim Rädern mittels eines Wagenrades

die Glieder des Verurteilten zerschmettert

wurden. Die von der Kirche als „Ketzer“

Bezeichneten wurden auf dem Scheiterhaufen

verbrannt. Die Enthauptung durch

das Schwert war den Adligen vorbehalten.

In Frankreich benutzte man für die Adligen

später die Guillotine.

In der Zeit des Nationalsozialismus gab

es einen weiteren „Fortschritt“ bei der Art

der Hinrichtung: die Gaskammer. Sie wurde

allerdings nicht als Strafe für Verbrechen

verwendet, sondern für die Tötung

der Juden.

Ein Mittel der Hinrichtung, das früher wie

heute verwendet wird, ist der Galgen, bei

dem der Verurteilte durch Erhängen getötet

wird.

Nicht in allen Ländern, in denen die Todesstrafe

noch praktiziert wird, ist der Galgen

erlaubt. Nur in einigen afrikanischen

und asiatischen Ländern (etwa Iran, Japan

und Ägypten) ist das Erhängen noch

eine übliche Hinrichtungsart.

Seit dem 20. Jahrhundert wird der zum

Tode Verurteilte durch den elektrischen

Stuhl oder die letale Injektion (tödliche

Giftspritze) exekutiert.

60 Pfennig Schulden - drei Schulkinder

getötet

„In China sind ein Spielhallenbesitzer

und sein Bruder am 28. März 2003 zum

Tode verurteilt worden. Sie hatten drei

Grundschüler getötet und in einem Gully

verbrannt. Diese hatten sich nach dem

Videospielen davongemacht, ohne zu bezahlen.

Die drei Kinder schuldeten dem

Spielhallenchef umgerechnet 60 Pfennig.“

Ist es auch bei uns üblich, dass Kinder umgebracht

werden, wenn sie einen Streich

spielen? In China werden Todesurteile

auch bei Bestechung, Geld- und Scheckfälschung,

Steuerhinterziehung, Diebstahl

und Zuhälterei verhängt. Die Angeklagten

werden öffentlich hingerichtet, um die

Macht des Staates zu demonstrieren. Frage:

Wie viele Menschen müssten dann in

Italien wegen Steuerhinterziehung hingerichtet

werden? Fünf bis zehn Millionen?

In China, einem Land mit 1,314 Milliarden

Einwohnern und einer Fläche, die 31mal

mal größer ist als jene Italiens, darf pro

Familie nur ein Kind geboren werden. Da

sind natürlich die Buben erwünscht. Und

wenn es mal kein Junge ist, was passiert

dann? Wie viele Kinder werden da heimlich

getötet? Wenn es in jedem Land so

weitergehen würde wie in China mit der

„Kindergeburtsklausel“, wäre die Welt in

spätestens zwei Jahrhunderten unterbevölkert.

Bei uns werden Ehen mit mehreren

Kindern bevorzugt. In China werden

sie verboten und im Falle einer weiteren

Geburt wird das Kind vom Staat umgebracht.

Kindermörder soll wie sein Opfer

sterben

Als ich den Artikel über die Todesstrafe

schrieb und mich intensiver mit diesem

Thema beschäftigte, stieß ich auf einer

Website auf einen Artikel, der mich schockierte:

Ein Chemieingenieur in Pakistan war mit

seinem Komplizen zum Tode verurteilt

worden, weil sie über 100 Kinder umgebracht

hatten. Sie hatten sie erwürgt und

ihre Leichen zerteilt, um sie dann in Säure

aufzulösen. Der Richter entschied, dass

die Angeklagten genau wie ihre Opfer

sterben sollten. Die Eltern werden bei der

Hinrichtung anwesend sein.

Kann der Wunsch nach Rache wirklich so

groß sein, dass man als Eltern jemandem

einen so furchtbaren und erniedrigenden

15

Tod wünscht? Und selbst wenn: Ist es erträglich,

dabei zuzuschauen? Ich glaube

nicht. Besonders nicht, wenn man weiß,

dass dem eigenen Kind genau dasselbe

schreckliche Schicksal widerfahren ist.

Die Todesstrafe für Saddam Hussein

Saddam Hussein wurde vor zwei Monaten

von einem Sondertribunal in Bagdad

angeklagt und zum Tode durch Erhängen

verurteilt. Das Urteil gegen Saddam Hussein

wurde am 30. Dezember 2006 kurz

nach 6 Uhr Ortszeit vollstreckt.

Der Sunnit ist wegen Völkermord an rund

290.000 Kurden und Schiiten angeklagt

worden. Weitere Anklagepunkte waren:

Verfolgung der Kurden mit illegalen chemischen

Waffen und Vergehen gegen das

Völkerrecht.

Wir wollten diese Thematik aus drei verschiedenen

Blickpunkten betrachte, nämlich

aus religiöser, philosophischer und

gesetzlicher Sicht.

Das erste Interview führten wir mit unserem

Religionslehrer Christian Brunner.

Als wir den Artikel für „Reality“ verfassten,

war Saddam Hussein noch nicht hingerichtet

worden. Deshalb entsprechen die

Antworten im Interview nicht mehr dem

letzten Stand.

Herr Brunner, haben Sie als Religionslehrer

sich schon öfters mit dem Thema

Todesstrafe auseinandergesetzt?

Es gibt sehr viele kritische Themen und

Bereiche auch außerhalb der Todesstrafe.

Klarerweise wird man als Religionslehrer

mit diesen ethischen Fragen etwas mehr

konfrontiert und man muss sich notgedrungen

auch damit auseinandersetzen.

Halten Sie das Todesurteil für Saddam

Hussein für richtig?

Ich bin grundsätzlich gegen die Todesstrafe.

Warum?

Zentral für mich ist die biblische Botschaft

der Gottes- und Nächstenliebe. Jesus

verkündete sogar eine radikale Gewaltlosigkeit

und Feindesliebe. Auch die Zehn

Gebote im Alten Testament sagen uns:

„Du sollst nicht töten!“ Außerdem glaube

ich, dass die Todesstrafe angehende

Verbrecher oder Mörder keineswegs abschrecken

wird. Gewalt provoziert immer

auch Gegengewalt.

Was halten sie davon, dass Saddam

erhängt wird?

Wieso der Tod Husseins gerade durch

Erhängung erfolgen soll, weiß ich nicht.

Hatte er selber etwa Menschen in der gleichen

Art hinrichten lassen?

Will man durch die Erhängung vielleicht


16

bewusst auf einen „unehrenvollen“ Tod

hinweisen oder dient diese Art der Hinrichtung

lediglich der Abschreckung? Diese

Fragen sind für mich nur Spekulation.

Ich halte diese Art für unangemessen und

ich bin, wie gesagt, grundsätzlich gegen

die Todesstrafe.

Welcher Meinung ist die christliche Religion

bezüglich der Todesstrafe?

Die Christen sollten grundsätzlich gegen

die Todesstrafe sein. Allerdings gibt es sicher

viele Christen, die sich für die Todesstrafe

aussprechen.

Die Bibel wurde nicht innerhalb kurzer Zeit

geschrieben, deshalb haben sich im Laufe

der Zeit auch die Meinungen bezüglich

der Todesstrafe geändert. Im Alten Testament,

in Genesis 3,4, herrschte ein völlig

ungerechtes Weltbild.

Jedes Vergehen wird dort mit siebenfacher

Rache bestraft. In Exodus 21,23 übergab

Gott Moses die Talionsformel: „Auge um

Auge, Zahn um Zahn“. Im Neuen Testament

aber verkündet Jesus Feindesliebe

und sagt: „Wenn dir jemand auf die rechte

Backe schlägt, dann halte ihm die linke

hin!“

Lange Zeit wurden „Ketzer“ von der

Kirche zum Tode verurteilt und exekutiert.

Ist es in diesem Fall, laut der Religion,

angemessen, das Todesurteil zu

verhängen?

Im Mittelalter gab es eine Fehldeutung

der biblischen Schriften. Man glaubte,

dass Juden-, Ketzer-, Hexenverfolgungen

und Kreuzzüge von Gott geforderte Opfer

seien. Ich möchte aber daran erinnern,

dass es schon im mittelalterlichen Christentum

vorbildhafte Personen und Strömungen

gegeben hat, etwa Franz von

Assisi.

Manch einer ist der Meinung, George

W. Bush sollte für den Irak-Krieg ebenso

bestraft werden, da er doch auch für

den Tod vieler Menschen verantwortlich

ist - zuerst in Afghanistan und dann

im Irak. Teilen Sie diese Meinung?

Meiner Meinung nach kann man die

Schuld nicht auf einen Mann abschieben.

Herr Brunner, vielen Dank für Ihre umfassende

Stellungnahme.

Während der Recherchen haben wir herausgefunden,

dass der Großteil der Menschen

gegen die Todesstrafe ist. Trotzdem

gehen in Bezug auf Saddam Hussein

die Meinungen offensichtlich auseinander.

Eine Umfrage innerhalb unserer Klasse

bestätigt dies. Wir fragten unsere Klassenkameraden,

was sie von dem Todesurteil

gegen Hussein halten. Dabei zeigte

sich folgendes:

Der Großteil derer, die gegen das Urteil

waren, begründeten dies damit, dass die

Todesstrafe zu einfach für Saddam sei, er

habe zuviel Grausames verbrochen und

müsse jetzt mindestens sein restliches

Leben lang im Gefängnis sitzen. Andere

wiederum meinten, wir befänden uns jetzt

auf einem zivilsatorisch-kulturellen Niveau,

auf dem die Todesstrafe nicht mehr

angewandt werden sollte.

Wir glauben, dass sich im Falle von Saddam

viele eine schwere Strafe erhoffen,

da er derart grausame Taten vollbracht

hat. Trotzdem sind wir der Meinung, man

sollte bedenken, dass er nicht für alles allein

verantwortlich ist.


Nina Gasperi, Olivia Nonn & Petra Hainz

Alles begann im Mai 1886 in einem

Drugstore namens Jacob’s Pharmacy.

Der Arzt und Apotheker John

S. Pemberton aus Georgia sucht nach

einem Tonikum, das gegen Müdigkeit und

Kopfschmerzen helfen sollte: Coca Cola

wurde geboren. Anfangs wurde der Sirup,

mit Sodawasser vermischt, um 5 Cent pro

Glas angeboten, doch dies änderte sich

schnell: 1888 wurden die vollständigen

Rechte des bereits sehr erfolgreichen Getränks

um 2.300 Dollar an den Drogisten

Asa G. Candler verkauft. Der noch heute

populäre Schriftzug zierte damals längst

die Verpackung von Coca Cola.

Vier Jahre später, nachdem „ The Coca

Cola Company“ gegründet worden war,

überschritt Coca Cola als erstes Getränk

der Vereinigten Staaten die Grenzen und

wurde nach Kuba und Hawaii exportiert.

Das 25 Millionen Dollar teure Unternehmen

wurde 1919 von einem Bankenkonsortium

in Atlanta aufgekauft, welches

das Erfrischungsgetränk, nun bereits in

den bekannten Flaschen abgefüllt, etwa

zehn Jahre später nach Europa brachte.

Damals war Coca Cola bereits offi zieller

Sponsor der Olympischen Spiele – und ist

es bis heute.

1940, während des Zweiten Weltkriegs,

wurde aufgrund des Mangels an Inhaltsstoffen

die Produktion eingestellt. Doch

Not macht erfi nderisch; ein neues Getränk,

Fanta, wird auf Molkebasis hergestellt.

Nach 1945 wurde Coca Cola wieder

produziert und weltweit vermarktet.

Inzwischen existieren über 50 verschiedene

Marken, die alle von der Coke Company

vertrieben werden.

Coke – ein Selbstporträt

„Ein aktiver Lebensstil, eine ausgewogene

Ernährung und bewusstes Trinken

sind die zentralen Verbraucherthemen

unserer Tage. Damit Verbraucher die individuell

passenden Lebensmittel für ihre

Bedürfnisse auswählen können, sind

Produktvielfalt und Produktinformationen

notwendig.“ Deshalb bietet die Coca-

Cola Company ein Sortiment von mehr

als 50 alkoholfreien Getränken an, damit

sich jeder Verbraucher dieindividuell

passenden Getränke für seine Bedürfnisse

auswählen kann.“ Denn mit Zucker,

Süßstoffen und Koffein werden wir ja be-

17

kanntlich „körperlich und geistig fi t“ gehalten.

Ein Blick aufs Etikett genügt: “aqua,

zucchero, anidride carbonico, colorante

E 150d, edulcoranticidammato di sodio,

acesulfame K e aspartame, acidifi cante

aciso fosforico, aromi (inclusa coffeina),

conservante benzoato di sodio, correttore

di aciditá citrato trisodico”. Und? Da kriegt

man ja richtig Lust auf ein bisschen Chemie-Unterricht.

Außerdem verbindet Coke ja - wie man

weiß – Menschen: Zuckerkranke, Fettleibige

und Abhängige fi nden sich durch den

„Spirit“ des Getränkes, der das „Selbstverständnis

von Generationen durchdringt“,

und werden Leidensgenossen. Aber zum

Glück ist die Company der älteste Sponsor

der Olympischen Spiele und stillt den

Durst der sportlichen Jugend, denn „Wo

Sport ist, ist Coca Cola“!

Zum Coke-Feeling gehört natürlich auch

eine schöne Umwelt, nur gut, dass die

gesamte Coca-Cola-Organisation es als

ihre Aufgabe ansieht, „in Produktion und

Vertrieb den höchstmöglichen Grad an

Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit

zu erreichen“. Um diesem guten Ruf gerecht

zu werden, startet es ja auch in allen


18

Ländern, allen voran Indien (siehe unten),

große Umweltprojekte.

Vielfältige Auswahl von Getränken, ausführliche

Informationen, Übernahme der

Verantwortung für Marketing und Verkauf,

Förderung von Sport und Bewegung - das

alles bietet uns die Coca-Cola-Company.

Kein Wunder, dass jeden Tag mehr als

eine Milliarde Menschen weltweit eines

der ca. 2.400 Produkte, die von Coca Cola

in mehr als 200 Ländern angeboten werden,

konsumieren; das wären dann jährlich

etwa 110.000.000.000 Liter, mit denen

uns die rund 600.000 Mitarbeiter von

Coca Cola versorgen. Ja, Coca Cola ist

als „Symbol eines Lebensgefühls und fester

Teil der verschiedensten Kulturen rund

um den Globus“ für uns unentbehrlich.

„Jeder einzelne Tropfen hilft Ihnen dabei,

aktiv zu leben. Coca Cola kennt Ihre

Ansprüche. Und gibt Ihnen jeden Tropfen

zurück. Make every drop count.“

„Jeden Tropfen leben. Für mehr Erfrischung.

Für mehr Vitalität. Für mehr

Spaß.“

The Coca Cola Company

Erfrischung? Nicht für die Einwohner des

Dorfes Mehangindinis im Norden Indiens.

Denn dort fürchten hunderttausende Menschen

nicht nur um ihr Trinkwasser, sondern

auch um ihre Existenz. „The Coca

Cola Company“ hat hier vor zehn Jahren

eine der größten Abfüllanlagen Indiens

gebaut und bisher schon 5 Milliarden Liter

Wasser verbraucht – eine halbe Milliarde

pro Jahr.

Der Grundwasserspiegel sank in einem

Umkreis von 3 Kilometer um 60 Meter

- was die Bauern rund 40 Prozent ihrer

Getreideernte kostete. Die verzweifelten

Bauern gewannen nach einem mehr als

200 Kilometer langen Marsch, bei dem sie

Fakten über Coca-Cola

gegen Coca Cola protestierten und die

Schließung der Anlage forderten, zwar die

Gunst des obersten Gerichts, warten aber

noch heute auf Entschädigungszahlungen.

Ihre friedlichen Aufstände werden vorerst

noch immer mit Gewalt niedergeknüppelt

und Coca-Cola-Sprecher Kalian Ranyan

bestreitet strikt den hohen Wasserverbrauch

und die damit verbundenen Probleme.

Der Gigakonzern sagt: „In Indien

gibt es aufgrund jahrelanger Trockenheit

Grundwasserprobleme. Hier haben wir

ein Regenwasser-Rückgewinnungssystem

entwickelt und umgesetzt, das heute

mehr Wasser gewinnt, als wir insgesamt

in der Produktion verbrauchen.“ Sie können

also nicht nur massenweise Wasser

verbrauchen, sondern auch Lügen in der

gleichen Menge produzieren...

Vitalität? Nicht für die, die wegen des populären

„Soft“-Drinks an Übergewicht und

Diabetes leiden. 100 Milliliter Coca Cola

enthalten - nach Firmenangaben - 10,6

Gramm Zucker; das entspricht bei einer

0,5-Liter-Flasche etwa 18 Stück Würfelzucker.

Wegen des hohen Zuckergehaltes

kann der häufi ge Konsum von Coca Cola

Zahnschäden und Übergewicht fördern.

Nicht nur der Zucker, sondern auch die

Säuerungsmittel Phosphorsäure, Kohlensäure

und Zitronensäure in Coca Cola

Light können zu Zahnschäden führen, da

andauernde Säureumspülung den Zahnschmelz

schädigt. Sogar eine Sucht kann

die Folge von zu viel Cola-Konsum sein:

„...wurde ich so süchtig danach, dass mir

bei längerem Entzug von Cola die Hände

zitterten und dass ich Schweißausbrüche,

Hitze- und Kälteschauer bekam.

Eben das, was auch Alkoholkonsumenten

von ihrem Entzug berichten. Schon morgens

nach dem Aufstehen musste ich

Cola trinken. Die Säure in diesem Getränk

machte mir den Magen kaputt, so dass

immer stärkere Magenschmerzen auftra-

C ist das am zweit meisten verstandene Wort (nach „o.k.“)

ten...“ Hm, wie soft!

Spaß? Nicht für die, die die Möhrchen von

unten anstarren. In Kolumbien sind in den

letzten fünfzehn Jahren mehrere tausend

Gewerkschaftler ermordet worden, ein

Umstand, der uns eigentlich alarmieren

müsste. Es aber anscheinend nicht tut.

Immer noch ist Kolumbien das Land, in

dem weltweit die meisten Gewerkschaftler

ermordet werden, ein trauriger Rang,

an dem der aktuellen Klage zufolge Coca

Cola einen nicht unbeträchtlichen Anteil

hat. Laut Kolumbien-Experten von Human

Rights Watch hat sich die Situation in den

letzten Monaten sogar noch verschlimmert.

Nach einem Bericht der USWA sind dieses

Jahr mehr als 50 Gewerkschaftsführer getötet

worden, darunter Oscar Dario Soto

Polo, angestellt bei einer Coca-Cola-Abfüllanlage

in Monertia und erschossen am

21. Juni. 1996 wurde der Gewerkschaftsaktivist

Isidro Segundo Gil während der

Arbeit auf der Abfüllanlage in Carepa von

paramilitärischen Gruppen ermordet. Und

auf der Abfüllanlage in Bucaramanga wurden

fünf Gewerkschaftler misshandelt und

unschuldig für sechs Monate unter menschenunwürdigen

Bedingungen eingesperrt.

Haha, sehr spaßig.

„Du sitzt vor dem Fernseher und siehst

Coca-Cola und weißt, dass der Präsident

Coke trinkt, dass Liz Taylor Coke trinkt,

und du denkst daran, dass auch du Coke

trinken kannst. Eine Coke ist eine Coke

und mit keinem Geld der Welt kannst du

dir eine bessere Coke kaufen als die, die

der Penner an der Ecke gerade trinkt. Alle

Cokes sind gleich und alle Cokes sind gut.

Liz Taylor weiß es, der Präsident weiß es,

der Penner weiß es und du weißt es.“

Andy Warhol

That’s the Coke side of life.

Cheers!

Die „C Company“ beauftragte 1931 den schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom, den „Santa Claus“ für

eine Werbekampagne zum Weihnachtsgeschäft zu zeichnen und ihm damit ein Gesicht zu geben. Modell gestanden hat ihm

ein CVerkaufsfahrer, gekleidet in den C Farben mit rotem Mantel, weißem Pelz, schwarzem Gürtel und schwarzen

Stiefeln.

Das kursierende Gerücht, dass C ursprünglich grün war, ist falsch.

Island verbraucht mehr C je Einwohner als jede andere Nation.

C wurde angeklagt, antisemitisch zu handeln, weil sie sich weigerten, ein Geschäft mit Israel einzugehen.

Wer mehr wissen will:

www.coca-cola.de – die offi zielle Seite

www.kolumbienkampagne.de – Kampagne gegen die Gewerkschaftermorde in Kolumbien

www.snopes.com/cokelore/poster.asp - Über das Getränk (auf Englisch)


Globalisierung,

was ist das?

Egranita Doci

Definition: Unter Globalisierung

versteht man den Prozess der

zunehmenden internationalen

Verflechtung in allen Bereichen

(Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation

etc.). Diese Intensivierung der

globalen Beziehungen geschieht auf der

Ebene von Individuen, Gesellschaften,

Institutionen und Staaten. Als wesentliche

Ursachen der Globalisierung gelten

der technische Fortschritt, insbesondere

in den Kommunikations- und Transporttechniken,

sowie die politischen Entscheidungen

zur Liberalisierung des Welthandels.

Ab welchem Zeitpunkt man von

Globalisierung sprechen kann, ist umstritten.

(Quelle wikipedia.de)

Steht auf deinen Rollerskates “Produced

in Taiwan”, auf dem Gameboy „Made in

China“, und wurde dein T-Shirt in Thailand

genäht? Da stehen sich zwei Welten gegenüber.

Die Warenwelt des 21. Jahrhunderts

ist total global. Unternehmen aus

Europa und den USA sind in aller Herren

Länder zu Hause, verkaufen, kaufen, produzieren

ihre Waren im Ausland oder importieren

Zubehör.

Heutzutage ist es leichter denn je, irgend

einen Punkt auf dem Globus virtuell oder

real zu erreichen (Internet, Flugzeuge),

zu dieser Entwicklung haben sinkende

Transportkosten und der Abbau von Handelsschranken

(z.B. Zölle) beigetragen.

Das hat sich vor allem die Wirtschaft zu

nutze gemacht: Die Industrie treibt Handel

mit der ganzen Welt. Wobei die Waren in

erster Linie von Süden nach Norden strömen.

Die Welt ist heute ein einziger, riesiger

Finanzmarkt. Aktien, Renten und Währungen

werden weltweit an den Börsen

gehandelt und können innerhalb von Sekunden

per Mausklick ge- oder verkauft

werden. Jeden Tag werden rund 1,5 Billionen

Dollar zwischen den Börsen hin und

her geschoben. Da 30 bis 40 Milliarden

zur Abwicklung des Welthandels genügen

würden, besteht der Rest aus reinen

Geldanlagen. Die Spekulanten, die diese

enormen Summen bewegen, bekommen

dadurch auch einen großen Einfluss auf

die Politik. Durch den Abzug ihres Kapitals

aus einem Land können sie massive

Wirtschaftskrisen auslösen. Und da die

Welt so eng vernetzt ist, betrifft eine Krise

in einem Erdteil auch die anderen Kontinente.

Auch Kriege und Umweltkatastrophen

haben globale Auswirkungen.

Dem Welthandel betreiben vor allem die

Konzerne. Das sind Firmen, deren Zentrale

meist in einem Industrieland sitzt und

viele „Töchter“-Unternehmen rund um den

19

Erdball hat. Produziert wird dabei in der

Dritten Welt, weil das billiger ist, übersetzt

heißt es, dass die Arbeiter dort weniger

Geld bekommen. Ihre Löhne werden nicht

zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern

ausgehandelt wie bei uns.

Es gibt keine Kranken- und Sozialversicherung,

aber die Leute sind froh, dass

sie überhaupt etwas verdienen. Weltweit

arbeiten 250 Millionen 5 bis 14-jährige

Kinder, statt zur Schule zu gehen oder zu

spielen, damit ihre Familien sich was zu

essen kaufen können. Solche Missstände

abzubauen, dafür zu sorgen, dass Mindeststandards

auch in der Dritten Welt

durchgesetzt werden, das hat sich die

„Eine-Welt-Bewegung“ zum Ziel gesetzt.

Anstatt Grundnahrungsmittel anzupflanzen,

werden große Tee-, Kaffee- oder

Fruchtplantagen angelegt, die sich dann

im Ausland gut verkaufen lassen.

Wir haben nur diese „eine Welt“, mit der

wir sorgsam umgehen müssen und alle

Menschen haben ein Anrecht darauf, unter

menschenwürdigen Bedingungen arbeiten

und leben zu können. Das kostet

natürlich Geld. „TransFair“-Produkte wie

etwa Schokolade und Kakao sind deshalb

so teuer, weil die Bauern in der Dritten

Welt, die den Kakao angebaut und geerntet

haben, gerecht bezahlt worden sind.


20

Was wollen die Globalisierungs-

kritiker?

Es begann im November 1999 in Seattle,

dann folgten Prag, Göteborg und Genua.

Überall versammelten sich junge Menschen,

um gegen die Globalisierungsstrategien

der westlichen Unternehmen zu

protestieren. Die Stärke dieser Bewegung

überraschte die Weltöffentlichkeit. Was

war passiert?

Wer genauer hinsah, konnte auch vor dem

öffentlichen Protest die Schattenseiten der

wirtschaftlichen Eroberung der Dritten

Welt durch die Industriekonzerne aus Europa

und den USA erkennen. Sicher, die

westlichen Manager brachten Arbeitsplätze

und geregelte Einkommen in die Länder,

die versuchten, eigene Industrie und

Wirtschaftsstrukturen aufzubauen.

Doch der Preis war hoch: Die Arbeitskräfte

wurden ausgebeutet. Schlimmer allerdings

wirkten sich die Eingriffe der internationalen

Banken und Finanzinstitute auf die

noch nicht gefestigten Volkswirtschaften

(z.B. Asien) aus. Nachdem billige internationale

Kredite die Wirtschaft in den südostasiatischen

Staaten jahrelang angeheizt

hatten, zogen sich die Anleger beim ersten

Anzeichen einer Krise sofort aus der

Region zurück und lösten so eine schwere

Wirtschaftskrise aus. Pleiten, Betriebsschließungen

und Arbeitslosigkeit waren

die unausweichliche Folge. Die wirtschaftliche

Entwicklung von Jahrzehnten wurde

in wenige Monate zerstört. Gegen diese

brutale Wohlstandsvernichtung durch die

internationalen Finanzinstitute formiert

sich der Widerstand.

Ein Beispiel ist die internationale Bewegung

Attac „Association pour une Taxation

der Transactions financieres pour l’Aide

aux Citoyens“, zu Deutsch : eine Vereinigung

zur Besteuerung der Finanztransaktionen

zum Nutzen der Bürger.

Reazione: NEW GLOBAL

Se prestate ascolto alle voci festanti di ricchi

e di potenti negli uffici delle società e

nei palazzi del potere, potrete cogliere un

accenno di nervosismo. Osservando da vicino

i politici, potrete notare i sorrisi spesso

tirati e il tremito involontario delle mani

con cui reggono i bicchieri di champagne.

Se ascoltate ancora più attentamente,

scoprirete il perché. Sullo sfondo udirete

infatti altre voci, provenienti dal basso, di

gran lunga più numerose. Sono voci che i

potenti non vogliono sentire, ma che hanno

sempre più difficoltà ad ignorare.

Alcune sono tranquille e determinate,

e parlano insieme in edifici spogli. Altre

cantano e recitano poesie nelle piazze,

oppure accendono di entusiasmo giovani

cori e antichi racconti nel profondo delle

foreste.

Altre ancora discutono, progettano il loro

futuro, creano versi e cantano nelle strade.

Tutte parlano di rivoluzione, anche se non

sempre usano questo termine.

Annuncio del governo filippino: Per attirare

imprese come la vostra abbiamo spianato

montagne, abbattuto foreste, prosciugato

paludi, deviato fiumi, trasferito paesi, il

tutto per rendervi più agevole concludere i

vostri affare qui da noi.

Il domani inizia oggi

Reclami the streets, una freccia di speranza.

Vogliamo riappropriarci degli spazi

pubblici recintati e privatizzati. Agire in

gruppo quando si è insieme, agire in rete

quando si è divisi. Il sogno di una realtà

dove passato e futuro si incontrano nel presente.

Dobbiamo cominciare a mirare alla

testa. Abbiamo lottato contro il nucleare, la

povertà, la discriminazione sessuale, tutti

tentacoli differenti dello stesso mostro. Ma

in questo modo non ce la faremo mai, dobbiamo

mirare proprio alla testa. Abbiamo

vissuto l’autonomia, ma abbiamo scoperto

da poco che c’è una parola per indicarla.

Non è un caso che la maggior parte delle

risorse naturali che rimangono si trovano

in territori abitati da indigeni.

Prima i bianchi distruggono il proprio ambiente,

poi vengono a reclamare anche

la terra in cui ci hanno relegato e che noi

abbiamo protetto. Il dio denaro è solo

un’illusione. Il capitalismo è cieco e barbaro.

Avvelena l’acqua e l’aria, distrugge

qualunque cosa. Il popolo deve essere

il vero beneficiario dello sviluppo. Le sementi

geneticamente modificate stanno

contaminando le specie locali.

Here’s a story that you may not understand,

but the parking lots will crack and

bloom again. There’s a world beneath the

pavement that will never end. Seeds are

lying dormant, they will never end.

Chi è ancora vivo non dovrebbe mai dire

mai. L’inevitabile non è inevitabile, le cose

come stanno non durano Quando chi governa

avrà parlato, si faranno sentire i governati.

Chi osa dire mai? Da chi dipende

l’oppressione continua? Da noi. Da chi dipende

la sua fine? Ancora una volta, da

noi.Se sei a terra, alzati, se sei perduto,

combatti. Come potrà essere fermato chi

comprende la sua situazione?

I vinti di oggi saranno i vincitori di domani.

E mai significherà ora.


Kommentar

Nieder mit allen Reaktionären!

Von Lukas Lercher

Dass alle faschistischen

Prunkbauten Südtirols von

Winnebach bis zum Reschen

und vom Brenner bis zur

Salurner Klause Symbole der faschistischen

Unterdrückung der beiden Minderheiten

sind, nämlich der deutschsprachigen

Südtiroler und der Ladiner,

ist eine historische Tatsache. Tatsache

ist aber auch, dass faschistische Gedanken

keine Meinungen, sondern Verbrechen

sind.

Dass aber die Südtiroler Schützen sich

deswegen Antifaschisten heißen, geht

meines Erachtens zu weit! ANTIFASCHIS-

MUS diente und dient in Südtirol nämlich

bloß als Maskerade für „Walischenhass“

auf deutscher und für Deutschenhass auf

italienischer Seite. Und das muss sich

schnellstens ändern!

Sämtliche Aussagen, Forderungen und

Kommentare, eigentlich die ganze Ideologie

dieser neuen bürgerlich-konservativen,

pseudofaschistischen Parteien und

Vereine (wer sich auch nur ein bisschen

für Politik interessiert, weiß, wen ich meine!)

zeigen ihren wahren, nämlich faschistoiden

Charakter.

Der aufkeimende „Rassenstolz“ und der

Ausländer- und Italiener-Hass sind ein

Produkt dieser Kreise! Viele ihrer Mitglieder

und Anhänger sind Faschisten

oder Ex-Faschisten und tarnen sich ein

wenig dadurch, dass sie keine Glatze

mehr tragen. Sie propagieren gehässige

Parolen und sind in vielen Südtiroler

Schützenkompanien präsent, die in fast

allen Gemeinden stolz aufmarschieren.

Das hat sich etwa im vergangenen Jahr

im Unterland gezeigt, als die Polizei eine

Reihe junger Männer verhaftete, die als

Mitglieder des „Kameradschaftsrings Süd“

Italiener und Ausländer verprügelten und

bei Sonnenwendfesten die alte deutsche

Fahne hissten.

Sozialfaschismus

Und so manche rechte Oppositionspartei

gewinnt in jeder Gemeinde Stimmen, indem

sie das Volk gegen die ‚Walischen“

und Gastarbeiter hetzt. Die Antifa Südtirol

fordert deshalb: Nieder mit diesen Volksverhetzern!

Der Spruch „Südtirol bleibt

deutsch!“, den diese Volksverhetzer gerne

benutzen, ist eine glatte Geschichtslüge,

denn Südtirol war immer schon mehrsprachig.

Die Ladiner leben seit Römerzeiten

mit ihrer eigenen Sprache in diversen

alpinen Seitentälern. Und Italiener leben

in Südtirol seit der habsburgischen

Monarchie. Die Südtiroler Schützen und

viele anderen deutsche Ignoranten und

„Walischenhasser“ erkennen den 28.

April nicht als nationalen Befreiungstag

an. Stattdessen preisen sie den Einzug

der Wehrmacht in Südtirol im September

1943 als Befreiung vom Italienischen Faschismus.

Erstens ist das historischer Unsinn

und moralisch nicht tragbar, weil kein

vernünftiger Mensch den Einzug einer

Besatzungstruppe feiert, die die eigenen

Landsleute deportierte. Zweitens ist es

eine Verachtung der italienischen Partisanen,

die auch in Südtirol präsent waren

und den Rest der faschistischen Besatzer

vertrieben. Eine

rechte Südtiroler

Splitterpartei,

die sich be-

21

sonders viel auf ihre Volkstumspolitik einbildet,

ist heute die absolute Verkörperung

des Sozialfaschismus und die Hauptstütze

der neoliberalen und ausbeuterischen

Bourgeoisie; mit ihren volksverhetzenden

Forderungen im Wahlkampf säte sie Unkraut

und erntete so viele Wählerstimmen,

dass sie zur größten deutschsprachigen

Oppositionspartei aufstieg. Der Wählerzulauf

muss gestoppt werden, die Südtiroler/

innen müssen endlich umfassend über die

Ideologie dieser Partei informiert werden!

Nieder mit der Reaktion!

Wenn jemand nur deutsch redet und darauf

auch noch stolz ist, dann ist er schlicht

ignorant und dumm. Wie kann jemand

stolz darauf sein, per Zufall irgendwo geboren

worden zu sein, wo man zufällig

deutsch spricht? Bekanntlich kann sich

niemand aussuchen, wo er geboren werden

möchte. Stolz soll nur der sein, der

etwas geleistet hat, und nicht der, der einfach

nur irgendwo hineingeboren wurde.

Deswegen fordert die Südtiroler Antifa:

Nieder mit dem Faschismus! Nieder mit

dem kapitalistischen Regime! Nieder mit

dem Sozialfaschismus, dieser Hauptstütze

des Kapitalismus! Nieder mit den reaktionärsten

aller Elemente der Südtiroler

Gesellschaft!


22

Verrückt

Thomas Kuenzer

Wir alle sind Multitalente.

Wir stellen es nur nicht zur Schau.

Doch die Welt ist verrückt. Das

erkennt man nicht nur daran,

dass die einen Jeansgröße

23 tragen und für die anderen

Särge in XXL-Übergrößen

hergestellt werden müssen. Die Welt

ist verrückt, weil die Menschen verrückt

sind.

Verrückt ist auch, dass Verkehrsinseln von

Unkraut bewuchert werden, das von Zeit

zu Zeit von Unbekannt abgemäht wird,

der wiederum selbst verrückt sein muss,

weil er eben das tut. Verrückt ist auch,

dass manche Menschen bereits ein paar

Blumen in die Verkehrsinsel neben ihrem

Garten gepflanzt haben. Lustig, aber nicht

verrückt ist, dass im Sommer ein Teil der

Verkehrsinsel von der Rasensprenkelanlage

eines Nachbarn von Zeit zu Zeit begossen

wurde. Die Disteln und Stauden

haben es mit besonders gutem Wuchs

gedankt. Meine verrückte Idee, Salat anzubauen,

konnte ich leider nicht in die Tat

umsetzen.

Die Menschen sind verrückt, doch auch

wenn man meinen würde, dass besonders

streitsüchtige, leicht übergeschnappte

und durchgedrehte Machtmenschen

in Nordkorea zu den wenigen wirklich

verrückten Menschen gehören, so muss

ich sagen: Sobald ich erfahre, dass meine

Nachbarn ihren Hund Timmy mit Hundeshampoo

waschen, komme ich zum

Schluss: Verrücktheit ist überall! Timmy

ist übrigens ein toller Name und scheint

auch stark „in“ zu sein, da allein in meiner

Nachbarschaft drei Hunde diesen ach so

süßen Namen tragen. Da wird doch der

Hund in der Pfanne verrückt!

Weiters in die Kategorie „Lustig bis verrückt“

einzuordnen ist, dass Adolf von

Baeyer 1863 zum ersten Mal ein Barbiturat,

ein Schlafmittel also, herstellte. Er

benannte die Substanz nach seiner Jugendfreundin

Barbara. Nicht sehr schmeichelhaft…

Menschen sind eben verrückt. Nun denn.

Ein Multitalent ist immer wieder samstags

im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu

sehen. Er hat eine lange, blonde Mähne

und singt Schnulzen der schlimmsten

Sorte. Vom Skifahrer zum Schlagersänger

- immer scheffelt er Geld. Volksmusik ist

eine Lizenz zum Gelddrucken, denn alte

Menschen machen keine Raubkopien.

Dieser Blonde mit seinen Fellstiefeln singt

auf seinen eigenen Open Airs „Komm

nach Tirol, Señorita“, wandert mit Fans

und grinst dabei. Warum? Wegen des

Geldes. Das ist verrückt!

Aber eines erleichtert mein Gemüt, nämlich

die Tatsache, dass bald DVB-T Einzug

in die Wohnzimmer hält. DVB-T, ihr

wisst ja, das digitale Antennenfernsehen.

Wir kennen es bereits aus der tollen Werbung

im österreichischen öffentlich-rechtlichen

Rundfunk, in der ein Fernseher zu

einer tollen Melodie herumtanzt und seine

„Box“(also den DVB-T Decoder) herumjongliert.

Das ist tatsächlich eine der

dümmsten Werbungen, die Österreich je

hervorgebracht hat, obwohl Österreicher

Spezialisten für bescheuerte Spots sind.

Beispiele: die Karton-Werbung mit dem

Karton-Song („Karton wird aus Holz gewonnen,

und Holz wächst wieder nach…“)

oder die Metall-Werbung.

Werbung ist verrückt. Und verrückt ist auch

das Schweinchen, das die Werbung einer

großen österreichischen Bio-Firma so süß

macht. Ich warte auf den Tag, an dem der

Bauer diesem dummen Schwein erklärt,

wo Schinken herkommt und das Schwein

fortan nie wieder im Fernsehen auftaucht,

aus „schinkentechnischen Gründen“. Die

„Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen

Rundfunkanstalten der Bundesrepublik

Deutschland“, im Volksmund kurz

ARD, ist ja nun schon digital empfangbar

bzw., nun ja, eben nicht empfangbar.

Denn ohne die „Box“ geht nix. Und ohne

die „Box“ wird das Fernsehen in Zukunft

so sein, wie es ein bekannter deutscher

Sänger, seinerseits ob seiner seltsamen,

sinnlosen Liedtexte von mir als verrückt

angesehen, schon lange prophezeite:

„Der Fernseher ohne Bild und Ton.“

Es gibt viele Multitalente. Und viele von

ihnen waren früher einmal Skifahrer. Die

(wohl einzige) Quizshow in der Primetime

des ORF, „Die Millionenshow“, wird ja

auch von einem Skifahrer moderiert, der

zusätzlich noch für einen Baumarkt wirbt.

Wie anstrengend. Doch den Leuten gefällt

es. Wie verrückt.

Doch spätestens wenn Hermann Maier

Die Millionenshow“ moderiert, dann werde

selbst ich verrückt. Doch zu dem Zeitpunkt

ist DVB-T Gott sei Dank schon da.

Und Bild und Ton damit fort.


Wir alle kennen sie, haben

sie viele Male im Innsbrucker

Alpenzoo oder

in Filmen gesehen. Sie

scheinbar unaufhaltsam ausbreitenden

Wüsten, vor allem in China, Afrika und

Australien, oder an den rapiden Rückgang

der Niederschlagmengen im gesambriefe

an die Staatsoberhäupter der Welt

verschickt. Unter der Androhung, die Welt

gänzlich vom lebensnotwendigen Wasser

abzuschneiden, werden die Nationen

sind klein, pelzig, haben einen dicken ten Mittelmehrraum; das sind alles Folgen dazu gezwungen, den Bibern sämtliche

Schwanz, nagen sich mit ihren langen der biberschen Verschwörung gegen die Machtbefugnisse zu übergeben und die

Zähnen durch die Welt und hören da- Menschheit. Innerhalb der nächsten zwei endgültige Unterwerfung der menschmit

nicht auf, bis auch der letzte Baum Jahrzehnte werden sich voraussichtlich lichen Rasse zu bestätigen. Die sich

gefällt ist.

über 70 Prozent der weltweiten Trink- nicht unterwerfenden Menschen werden

wasserreserven in den Händen dieser gezwungen, sich ins Hochgebirge zu-

Von den Medien und von der Weltöffent-

schwimmhäutigen Monster auf vier Beirückzuziehen, das für die Biber aufgrund

lichkeit lange unterschätzt und als kleine,

nen befinden.

des geringen Waldbewuchses kaum von

niedliche Tiere am unteren Ende der Nah-

Bedeutung ist, und dort vom spärlichen

rungskette abgetan, konnten diese listigen

Schmelzwasser zu leben. Doch damit

Flussbewohner im Laufe der Jahre nahe- BBSP

nicht genug: Sobald sich die gesamte

zu ungestört einen perfide ausgearbeitet-

Welt in der Hand der Biber befindet, tritt

en Plan entwickeln, der nur ein Ziel kennt: Dann setzt Phase zwei des großen Biber

Wie schaut die Welt wohl in 50 Jahren aus? Di- beste Weg in die Zukunft die dritte wohl und der letzte direkt Phase aus dem des Fenster großen

Die Weltherrschaft!

Befreiungsplans (oder BBSP - big beaese

Frage, die mensch sonst höchstens auf [zu empfehlen ist der

Plans

3. Stock

in Kraft,

oder

die

höher].

vorsieht,

Doch

den

was

gesamt-

Manche werden jetzt zweifelnd den Kopf ver salvation plan, wie er intern genannt

wird

en Planeten in ein einziges Biberparadies

schütteln und dem lachend Jahrmarkt fragen: einer „Wie sollen Wahrsagerin wird) ein. stellt, Mit wird Hilfe eigens nun wirklich ausgebildeter passieren? OptimistInnen glauben an eine

zu verwandeln. Die Erde wird in zwei Zo-

wohl diese kleinen niemand Pelzknäuel so richtig uns beantworten denn schon Agenten-Biber, können. Es gibt die sich schöne unauffällig Zukunft, durch PessimistInnen

nen unterteilt: Dämme

wissen

und

sowieso

Wald. Im

schon,

Lauf

zwar gefährlich Prognosen werden?“ zu Doch allem genau und darin jedem, Abwasserkanäle aber ihre Ausund

dass Leitungsrohre alles noch beschlechter

der nächsten werden dreißig wird Jahre und die werden RealistIn- dann

sa-gen

besteht der

gehen

größte

in alle

Vorteil

Richtungen.

der Biber: sie

Die Pole wegen schmelzen, und so unbemerkt nen müssen in die Zentren wohl auch sämtliche schweren Flüsse Herzens und Bäche einsehen, aufgestaut dass

wissen um ihre Unscheinbarkeit. Wäh-

das Erdöl geht aus, Menschen leben

der Macht gelangen, werden Erpresser-

sich und unsere die Täler Welt und in die Schluchten falsche der Richtung Erde in

rend die Welt sich um Klimaerwärmung

auf

und Umweltverschmutzung

dem Mars und es

sorgt,

wird

haben

„end-

dreht. gewaltige Stauseen verwandelt; gleichzeilich“

die Biber eine längst neue damit „Baywatch“-Staf-

begonnen, an

Ich tig persönlich wird unter Ausnutzung sehe mich der als Technologie realistifel

geheimen geben. Orten Dies riesige, alles unterirdische und noch

schen der unterworfenen Optimisten, menschlichen ich erkenne Rasse zwar

viel Dämme mehr zu bringt errichten, uns mit [oder deren eben

die

Hil-

die

Anpflanzung

Probleme, lasse

von Wäldern

mich aber

vorangedatrieben,

die den durch den Dammbau

nicht] fe sie den die Planeten Zukunft. nach und nach

von nicht groß ängstigen. Ich finde,

hervorgerufenen massiven Holzbedarf

auszutrocknen gedenken. Die

dies

decken

ist

sollen.

die beste

Ist beides

Lösung,

geschehen,

denn

Rein Folgen auf sind Grund schon jetzt der erkennMel- mit wird Angst der Großteil vor der der Zukunft verbleibenden wird

bar. Man denke nur an die sich

diese Menschen um keinen einfach Deut eliminiert besser. und

Doch der Rest was zur wird Aufrechterhaltung

kommen? Ich

lasse der Wälder hier und jetzt zur Wartung meiner

der Fantasie Staudämme freien Lauf gezwun- [bei

gen, Risiken während auf die Nebenwir- Biber es

sich

kungen

in ihren

lesen

Seen

sie

gemüteinlich

machen.

fach nicht weiter]:

„Was können wir dagegen

tun?“ wird der

schockierte Keine Rente Leser jetzt

fragen. Nun, nicht

dungen aus den

Medien wäre der

Also

viel. Fakt,

2056…

ist, dass

Im

biberhörige Systeme

Bereich Wirtschaft

von Greenpeace bis

kann

„Friends

ich

of

mit

the

meinem

Earth“

so bescheidenen schnell wie möglich Fach-

gestoppt wissen und nur mit schon der

Gehörtes Aufspürung mit und eigenen Zerstö-

Gedanken rung der unterirdischen verbinden.

Dass Dämme ich begonnen keine werden Rente

mehr muss, bekommen bevor die Biber werde, dar-

davon

auf reagieren

gehe

können.

ich sowieso

Deshalb

sage ich: „Zu den Waffen,

schon lange aus. Ich denke,

Brüder und Schwestern! Tod den

Bibern!

ich kann

Rettet

froh

unsere

sein,

Rasse!“

wenn ich

überhaupt irgendeinen Arbeitsplatz

bekomme. Wenn ich so die Arbeitsmarktlage

betrachte [wobei wir hier in Südtirol bisher noch

gut lachen haben], müsste ich mich mir eigentlich

schon jetzt die quälende Frage stellen: Was mache

ich nach meinem Studium?

Was den Rest der Wirtschaft betrifft, so denke ich,


24

TDie Weißen Engel

Ein Besuch beim Weißen Kreuz Bruneck

Michaela Pörnbacher und Melissa Baumgartner

Im Deutschunterricht erhielten wir

den Auftrag, eine Reportage zu

einem beliebigen Thema zu schreiben.

Wir, Michaela und Melissa,

entschlossen uns, einen Besuch beim

Weißen Kreuz Bruneck zu machen und

darüber zu berichten.

Nachdem wir telefonisch mit dem Turnusleiter

des Weißen Kreuzes Bruneck den

Termin unseres Besuches auf den 20.

Oktober 2006 festgelegt haben, gehen wir

nach der Schule dorthin. Am Eingang der

Tiefgarage des Weißen Kreuzes treffen

wir einen freiwilligen Helfer beim Reinigen

eines Einsatzwagens. Wir fragen ihn nach

Andreas, mit dem wir den Termin vereinbart

haben. Er führt uns in den Aufenthaltsraum.

Dort sehen wir viele Mitarbeiter

in Dienstbekleidung: gelb leuchtende

Hosen und kurze, weiße T-Shirts. Andreas

Testor, der Turnusleiter, kommt auf uns

zu. Wir stellen uns vor und erzählen ihm,

dass wir gerne etwas über die Tätigkeiten

des Weißen Kreuzes und über die persönlichen

Erlebnisse der Mitarbeiter erfahren

möchten. Er ruft Manuel, einen Mitarbeiter,

von dem uns erzählt wird, dass er von

seinem Beruf besonders begeistert sei.

Nun beginnt die Führung durch die einzelnen

Bereiche des Weißen Kreuzes mit

drei Angestellten, nämlich Andreas, Manuel

und Alexander.

Die Führung beginnt: rauf auf den

Landeplatz!

Wir fahren mit einem Aufzug in den obersten,

fünften Stock des Krankenhauses.

Dort gehen wir auf das Dach, wo

sich der Landeplatz des Hubschraubers

befindet. Von hier aus erhält man einen

weiten Ausblick über die ganze Stadt

Bruneck. Andreas erzählt uns, dass auf

dem rot markierten „H“ am Landeplatz

der Rettungshubschrauber startet und

landet. Der Hubschrauber wird hauptsächlich

bei weiter entfernten Unfällen

sowie bei Bergunfällen eingesetzt. Bei

Bergeinsätzen arbeitet das Weiße Kreuz

auch oft mit der Bergrettung zusammen.

Am Rand des Landeplatzes befinden sich

zwei montierte Schaumspritzer, die im

Falle eines Brandes eingesetzt werden.

Während des Startens und Landens der

Maschine sind jeweils zwei Personen in

Feuerwehrausrüstung anwesend, die bei

eventuellen Unfällen und Komplikationen

handeln müssen. Einer der beiden ist im

Beobachtungsraum und betätigt die Steuerung

der Schaummonitore. Diese bedient

er mit Hilfe der Joysticks am Monitor. Der

zweite Feuerwehrmann ist für den Personenschutz

zuständig. Er transportiert den

Patient über den Landeplatz in das Krankenhaus.

Wir erfahren, dass die größten Komplikationen

beim Starten und Landen des Hubschraubers

entstehen könnten. Bei einem

Fehlzünden könnte nämlich Kerosin in

die Turbinen des Hubschraubers gelangen

und zu brennen beginnen. In diesem

Notfall würde Wasser durch ein Rohr auf

das Dach gepumpt und in einer Düse zu

Leichtschaum vermischt. Dieses Gemisch

würde dann durch die Schaummonitore

herausgespritzt. Der Schaum würde über

dem Feuer eine Schicht bilden, die den

weiteren Zutritt von Sauerstoff verhindern

und somit den Brand löschen würde. Die

Schaumspritzer könnten bis zu 40.000

Kubikmeter Schaum herausspritzen. Diese

Menge an Schaum würde ausreichen,

um ein ganzes brennendes Krankenhaus

zu löschen und bietet somit eine eindeutige

Sicherheit. Wir betreten den Beobachtungsraum

und Manuel zieht für uns die

Feuerwehrausrüstung an. Diese Gelegenheit

lassen wir uns nicht entgehen und

schießen gleich ein Foto.

Die Garage: einsatzbereite Rettungsfahrzeuge

Nach dem Besichtigen des Landeplatzes

fahren wir mit dem Aufzug wieder in die

Abteilung des Weißen Kreuzes. Dort gehen

wir in die Garage, wo Manuel und An-

dreas uns die verschiedenen Fahrzeuge

zeigen. Zuerst führen sie uns zum Rettungswagen

(Reanimobil). Wir steigen in

das Rettungsauto und Manuel zeigt uns

die verschiedenen Ausrüstungen, die sich

hier befinden. In diesem Auto könnte man

sogar kleine Operationen durchführen.

Hier wurden, wie wir erfahren, schon einige

Kinder zur Welt gebracht. Michaela

legt sich auf die Trage, wo sie dann von

Manuel verarztet wird. Er erklärt uns, dass

im Falle einer Wirbelsäulenverletzung die

Vakuummatte zum Einsatz kommt. Wenn

die Luft aus der Matte herausgepumpt

wird, wird sie hart und passt sich an den

Körper an, sodass man sich nicht mehr

bewegen kann. Manuel holt den großen

Rettungskoffer, wo sich die wichtigsten

Erstversorgungsmittel befinden. Er enthält

sehr viele Medikamente, die Sauerstoffmaske,

Spritzen, das Rehabilitationsgerät

sowie vier verschiedenfarbige Beutel. Im

gelben Beutel sind die Infusionen enthalten,

im roten das Dreieckstuch, der Blutdruckmesser

und die Rettungsalufolie,

im blauen Beutel das Sam-Splint und der

Eisbeutel und im grünen befinden sich die

Verbände. Wir nehmen an, dass Michaela

den Arm gebrochen hat, deshalb legt Manuel

ihr den Sam-Splint um den Arm und

befestigt diesen mit einem klebenden Verband.

So kann der Arm nicht mehr bewegt

werden. Dann wird ihr das Dreieckstuch

um den Hals gebunden, sodass der Arm

in der richtigen Position bleibt, um zu verheilen.

Alexander wird von Manuel beauftragt,

einen Eisbeutel zu holen. Manuel

sagt uns, dass dieser sehr wichtig sei, da

er der Kühlung dient.

Wir dürfen den Beutel testen, indem Michaela

fest mit der Faust draufschlägt;

schon beginnt der Beutel kalt zu werden.

Im Falle einer Unterkühlung wird der Wärmebeutel

eingesetzt. Dieser benötigt ein

Klicken der Münze, um sich zu erwärmen.

Auch das lassen wir uns nicht entgehen.

Nach Gebrauch muss er jedes Mal ins

kochende Wasser gelegt werden, um ihn


wieder verwenden zu können. Bei Unterkühlung

oder Überhitzung wird auch

die Rettungsalufolie eingesetzt. Diese

ist auf einer Seite goldig und auf der anderen

silbrig. Der Körper wird je nach

Bedarf mit der jeweiligen Seite bedeckt.

Manuel erzählt uns, dass das Weiße

Kreuz Bruneck 13 Transportfahrzeuge besitzt.

Davon neun Krankentransport-wagen

(KTW), zwei Rettungswagen (RTW)

und ein Notarzt- Einsatzfahrzeug. Mit

den Krankentransportwagen werden Personen,

die aufgrund einer Behinderung

oder sonstiger Umstände keine Möglichkeit

haben, von zu Hause abgeholt und ins

Krankenhaus transportiert. Das Notarzt-

Einsatzfahrzeug fährt bei Unfällen dem

Rettungswagen voraus, da es schneller

ist. Auch dieses Auto ist mit Erstversorgungsmitteln

reichlich ausge-stattet.

Außen werden die Fahrzeuge einmal am

Tag, innen einmal im Monat von den Bediensteten

geputzt.

Im Allgemeinen sind im Sommer weniger

Einsätze als im Winter mit durchschnittlich

17 am Tag.

Ablauf eines Einsatzes

Manuel beschreibt uns den Ablauf eines

Einsatzes: Wenn die Nummer 118 gewählt

wird, wird dieser Anruf an die Rettungszentrale

Bozen geleitet. Von dort

aus wird mit dem Anrufer gesprochen

und das dem Unfallort am nächsten gelegene

Weiße Kreuz benachrichtigt. Die

bediensteten Rettungssanitäter werden

angepiepst, wenn nötig auch der einsatzbereite

Notarzt.

Ausbildung eines Rettungssanitäters

Um diesen Beruf ausüben oder als Freiwilliger

hier arbeiten zu können, braucht

es eine umfangreiche Erste-Hilfe-Ausbildung.

Man unterscheidet zwischen drei

Kursen: Im A-Kurs, der 150 Stunden beansprucht,

lernen die Absolventen die

Basismaßnahmen, womit sie einen Krankentransport

fahren können. Um einen

Rettungswagen lenken zu können, müssen

die Einsatzkräfte mindestens das

Ausbildungsniveau B vorweisen, das 450

Stunden dauert. Als Rettungssanitäter

erfordert die Ausbildung der Absolventen

den Kurs C, womit sie ein Notarzt-Einsatzfahrzeug

fahren dürfen.

Arbeitsalltag beim Weißen Kreuz

Plötzlich piepst das Funktelefon von Alexander:

ein Einsatz in der Brunecker Umgebung.

Leider dürfen wir nicht mitfahren,

da wir dafür nicht versichert sind. Doch wir

beobachten, wie das Rettungsauto aus

der Garage fährt.

Manuel führt uns von der Garage weiter in

die Arbeitsabteilung der Angestellten, wo

sich auch der Aufenthaltsraum befin-det.

Er erzählt uns über den Arbeitsalltag der

Rettungssanitäter.

Die Tätigkeiten, die die Arbeitskräfte beim

Weißen Kreuz ausführen, sind hauptsächlich

Krankentransporte, Rettungsdienst

und Brandschutzdienst beim Hubschrauber.

Beim Weißen Kreuz Bruneck sind 123

freiwillige Mitarbeiter beschäftigt. Einige

arbeiten dort auch als Fixangestellte.

Auch Manuel hat lange Zeit beim Weißen

Kreuz als Freiwilliger an den Wochenenden

gearbeitet. Seit einiger Zeit ist er fix

angestellt und hat so sein Hobby zum Beruf

gemacht.

25

Der Aufenthaltsraum der Rettungssanitäter

Manuel führt uns durch die Räume des

Aufenthaltsraumes: Er zeigt uns die Zimmer

für die Einsatzkräfte, die Nachtdienst

haben, und die Küche, wo von den Bediensteten

selbst gekocht wird (meistens

gibt es Nudeln!). Auch befindet sich hier

noch ein Wohnzimmer, das gemütlich mit

einem Sofa und sogar einem Fernseher

ausgestattet ist.

Manuel und Andreas sind von diesem

Beruf begeistert. Auch wenn er nicht nur

körperliche, sondern auch psychische

Belastbarkeit erfordert, finden sie ihn

aufregend und erlebnisreich. Um die belastenden

Ereignisse und Vorfälle zu verarbeiten,

haben die Mitarbeiter die Möglichkeit,

mit einem Psychiater Gespräche

zu führen, um schwierige Situationen zu

verarbeiten. Doch Manuel sagt, dass man

die Geschehnisse am besten verarbeitet,

indem man in der Gruppe, zusammen mit

den anderen Mitarbeitern, über die Vorfälle

spricht. Manuel hat nun für heute seine

Arbeitsschicht beendet und fährt nach

Hause, während wir mit Andreas noch

eine Runde mit dem Notarztfahrzeug

durch Bruneck machen.

Damit ist der Aufenthalt beim Weißen

Kreuz für uns beendet. Wir bedanken uns

bei Andreas, dass er uns den Besuch ermöglicht

hat und wünschen ihm noch viele

erfolgreiche Arbeitstage. Uns beiden hat

es viel Freude bereitet, einen Einblick in

das berufliche Leben der Rettungssanitäter

zu bekommen. Wir könnten uns auch

vorstellen, später einmal beim Weißen

Kreuz mitzuwirken. Doch das liegt noch in

weiter Ferne…


26

Cilli und die 24 Zwerge

Thomas Kuenzer und Anna Schwingshackl

Es sieht aus wie bei den sieben

Zwergen. Doch es sind nur vier

Waschbecken, alle kniehoch.

Dafür über 20 Becherchen und

Zahnbürsten, darunter hängt jeweils

ein Handtuch.

Wir befinden uns nicht in einem Märchen,

wir befinden uns in einem Kindergarten.

Früher schienen einem die Waschbecken

nicht so klein und niedrig. Aber nicht die

Möbel sind geschrumpft, sondern wir gewachsen.

Das Bad besitzt neben Mini-

Waschbecken auch Mini-Toiletten, zwei

an der Zahl. Die Türen vor ihnen sind so

niedrig, dass man leicht darüber sieht.

Es ist ein großer Raum mit gelben Vorhängen

und gelben, viel zu tief aufgehängten

Lampen. Auf dem hellen Holzboden stehen

einige kleine Tische mit zwergenhaften

Stühlen. Auf einem dieser Tische

steht ein Karton mit weißen Laternen. Ein

Eck des Raumes ist mit Teppichboden

ausgelegt. Die Räumlichkeiten sind mit

jahreszeitlichem Schmuck verziert, an der

Wand hängen von den Kindern gemalte

Bilder. Es befinden sich viele spielende

Knirpse in diesem Raum. An einem runden

Tisch sitzt Cilli, auf einem viel zu kleinen

Stuhl.

Cilli Kuenzer ist Kindergartenerzieherin

und Leiterin des Kindergartens in Aufhofen.

Sie ist seit nunmehr 29 Jahren Erzieherin,

auch wenn das damals noch Kindergartentante

hieß. Die Kinder nennen sie

nun Cilli. Erzieherin sei ein anstrengender

Beruf, meint sie, da man sehr vielfältige

Talente brauche. Neben dem Umgang

mit den Kindern, welcher pädagogisches

Geschick verlange, brauche man Kreativität

und eben auch ein gutes Auskommen

mit den Eltern. In den 29 Jahren, in denen

sie schon als Kindergartenerzieherin

tätig ist, haben sich die Kinder verändert.

Natürlich, 29 Jahre ist beinahe schon eine

Generation, sie kennt ihre ehemaligen

Kindergartenkinder, man grüßt sich, und

mittlerweile betreut sie sogar das Kind

eines ehemaligen Schützlings. Die Kinder

haben sich verändert, sie brauchen mehr

Abwechslung und dadurch werden ihre

Erzieher mehr gefordert. Phantasieloser

seien die Kinder nicht geworden, aber unkonzentrierter.

Obwohl Cilli seit 29 Jahren Kindergartenerzieherin

ist, hätte es doch anders kommen

können, denn ihr eigentlicher Traumberuf

war Lehrerin. Diesen hat sie in der

dritten Mittelschule aufgegeben, weil ihr

die Werk- und Handarbeit und das Zeichnen

in der Kindergärtnerschule doch besser

gefielen als das Latein in der Lehrerbildungsanstalt.

Heute jedoch ist sie froh,

diese Entscheidung getroffen zu haben.

Auf die Frage, ob es mehr „Kindergartenonkels“

brauche, antwortet sie, dass

dies eigentlich kein typischer Frauenberuf

sei, doch dass er zu einem gemacht

wurde. Landesweit gebe es nur einen einzigen

Mann als Kindergärtner, es brauche

aber mehr, da vor allem bei vielen Kindern

allein erziehender Mütter der Kontakt zum

Vater nicht bestehe und besonders Jungen

ein männliches Vorbild fehle.

Neben Cilli, Kindergartenleiterin und Erzieherin,

betreuen noch zwei pädagogische

Mitarbeiterinnen zu je 50 Prozent Teilzeit

die Kinder, weiters arbeiten noch eine

Köchin und eine Putzfrau im Kindergarten.

Das Essen, das den Kindern mittags

aufgetischt wird, ist in einem Fünfwochenplan

festgelegt. Vegetarier gibt es keine,

Gemüse mögen einige jedoch anfangs

nicht. Der Kalender des Kindergartens ist

identisch mit dem der Schulen. Samstag

ist jedoch frei.

Das Programm wird gut vorbereitet und

alle zwei Wochen in einer Teambespre-

chung festgelegt.

Im Kindergarten Aufhofen werden 24 Kinder

in einer Gruppe betreut, 13 Mädchen

und 11 Jungen, doch das sei von Jahr zu

Jahr unterschiedlich. „Mit 24 Kindern ist

die Gruppe eigentlich schon zu groß“, so

Cilli, „die ideale Größe wäre 20 Kinder.“

Das Alter der Kinder ist unterschiedlich

und reicht von 2 Jahren und 8 Monate bis

5 Jahre und 8 Monate. Unterschiedlicher

noch als das Alter der Kinder sind die

Orte, aus denen sie stammen: Aufhofen,

Dietenheim, Bruneck und sogar Issing.

Die Kinder spielen alle gemischt. Anfangs

bleiben gleichaltrige eher beisammen,

doch bereits jetzt im November mischen

sich die Grüppchen etwas. Während die

Kinder anfangs noch unterhalten werden

müssen, beschäftigen sie sich später bereits

selbst. Das ist auch ein Erziehungsziel

Cillis, deshalb werden bei Ausflügen

in den Wald keine Schaufel und keine anderen

Dinge mitgenommen und auch im

Garten wird mit Spielzeug gespart, denn

sich mit Spielzeug und Geräten zu beschäftigen

sei einfach, ohne diese Dinge

schon schwieriger.

Ein zweisprachiger Kindergarten wird

nicht angeboten, doch im vergangenen

Jahr wurde ein Italienisch-Kurs abgehalten,

der jedoch außerhalb des Kindergartens

stattfinden musste; 15 Kinder nahmen

teil. Obwohl Kinder in diesem Alter

für eine zweite Sprache sehr offen sind,

werden Italienisch-Kurse vom Land nicht

unterstützt.

Wir betreten den Raum und nicht weniger

als 48 Augen starren uns an. Die Kinder

sind sehr ruhig, auf Fragen der Erzieherin

antworten sie jedoch lauthals. Wir erfahren

sogleich einiges. Jemand hat heute

Geburtstag und wurde drei Jahre alt.


Weiters gibt es auch einen Thomas im

Kindergarten, der jedoch Tomi genannt

wird. Auf-fallend ist sofort, dass alle hochdeutsch

sprechen. Wir setzen uns zu

einem Haufen von acht Kindern, die uns

schüchtern begegnen. Julian, fünf Jahre

alt, aus Bruneck, sägt mit einer Spielzeugsäge

an einem Tisch. Was er einmal

werden möchte, weiß er nicht. Ansonsten

ist er nicht sehr gesprächig.

Wir sprechen nun mit Sara. Sie hat dunkelblonde

Haare und ist auch fünf Jahre

alt. Als wir sie fragen, wo sie wohnt, antwortet

ihre FreundinDietenheim, unter

der Jasmin“. Ihre Freundin trägt einen

rosaroten Pullover, hat blonde Haare, ist

vier Jahre alt und heißt Sabrina. Sie ist

sehr aufgeweckt und auf die Frage, wer

Jasmin sei, zeigt sie sie uns sofort. Das

blonde Mädchen neben Sabrina ist nicht

so gesprächig wie sie.

Auf Nachfrage, wie sie heißt und wie alt

sie sei, antwortet uns Sabrina an ihrer

Stelle: Sophia sei vier geworden. Darauf

zeigt Sabrina uns sogleich den Kalender

mit den eingetragenen Geburtstagen. Sie

zeigt uns, dass sie schon zählen kann.

Als wir einen Jungen mit blond gelockten

Haaren und Brille, der zusammen mit zwei

weiteren einen Turm baut, befragen, informiert

uns Sabrina, dass er Simon Leitner

heiße, doch er redet nicht weiter mit uns.

Ein anderer Junge, Simon, ist auch nicht

gesprächig, und als wir den dritten fragen,

sagt er, er heiße auch Simon. „Stimmt

nicht!“, sagt Sabrina, „er heißt Felix.“

Darauf ruft Cilli: „Aufräumen und dann

anziehen!“ Die Kinder räumen jeden Tag

selbst auf. Simon, der ohne Brille, will

weiter bauen, doch Cilli meint: „Du kannst

doch morgen weiterspielen.“

Nun müssen die, mit denen wir vorher gesprochen

haben, ihr Spielzeug verräumen

und jammern in Dialekt: „Wiso mir, wiso

olbn di Groaßn?“

Sie sind die Ältesten und besuchen das

letzte Jahr den Kindergarten, außer Elisa,

sie hat noch ein Jahr. Noch in diesem Arbeitsjahr

werden sie der Schule einen Besuch

abstatten. Jetzt haben auch sie aufgeräumt

und stürmen in die Garderobe.

Den Kindern wird beim Anziehen geholfen,

sie verabschieden sich von uns mit einem

netten „Auf Wiedersehen“. Wir erfahren,

dass heute Spielzeug-Tag war, jeder darf

sein mitgebrachtes Spielzeug nun wieder

mitnehmen. Die Kinder werden von den

Eltern abgeholt. Zurück bleibt eine leere

Gardarobe, an 24 Haken hängen 24 kleine

Schürzchen. Über den Haken 24 Bildchen

mit den Namen der Kinder.

Als letzter wird Simon abgeholt. Sein Papa

fährt mit einer Vespa vor.

Doch morgen geht alles von vorn los, denn

der Kindergarten hat Montag bis Freitag

von 7.45 bis 14.45 Uhr geöffnet.

AFBCEDUV

nowadays music

Alba Doçi

Sinceramente non saprei proprio su cosa scrivere questo testo…Ho pensato ad

ogni possibile argomento, ma non ne ho trovato nessuno che mi convincesse…Finché

non ho acceso il computer, aperto questo documento e per fortuna

messo un po’ di musica. Ecco l’idea!! Scriverò sulla musica.

Al giorno d’oggi la musica in generale la si produce solo per fare soldi e per diventare

famosi e guadagnare ancora più soldi di prima. Insomma, si produce quella musica

senza senso, quella che la senti all’ inizio e ti piace per il ritmo. Le volte seguenti che

la riascolti, cerchi di capire di cosa tratta, ma non riesci a comprendere nulla, dato che

la pronuncia inglese del cantante è pessima, per esempio, c’è uno spagnolo famoso in

Spagna, che vuole diventare famoso in tutta Europa, cosí si fa scrivere il testo da un

esperto, si fa comporre la musica da un altro esperto e poi canta la canzone con il suo

accento spagnolo in inglese, cosí non riesci a comprendere niente di quello che canta.

Peró la canzone ti piace ancora!! Dopo una settimana che l’ascolti non ne puoi più.

Dopo due settimane circolano decine di mixaggi, per la maggior parte tecno. Dopo tre

settimane, hai la fortuna di non aver ascoltato per una giornata intera il “tormentone”.

Casualmente ti imbatti in un programma di musica, e lì scopri tutta la verità e ricevi una

risposta a tutte le tue domande! C’è la traduzione italiana di “Obession”, e che obsession!!

In pratica la canzone parla di un ragazzo che è stato lasciato dalla ragazza, che

per di piú lui ha tradito, ma nega tutto. In una parte della canzone lui canta: “Perché mi

lasci?Perché non rispondi più alle mie chiamate? Perché non mi chiami più?”, lei:”Non

ti voglio piú!Lasciami in pace!!”, lui:”No! Non puoi trattarmi così!!Io sono ossessionato

da te… ” eccetera eccetera.Questa è in breve il contenuto della canzone, praticamente

senza capo e senza fine. Purtroppo, tutte le ragazzine comprese tra gli 8 e i 14 anni

vanno (andavano) pazze per questa canzone, se così la si può definire!! Per tre lunghissimi

mesi ti devi subire questa canzone inutile…e ne hai le scatole piene, che ogni

volta che una tua amica accenna la canzone o la canticchia ti verrebbe da schiaffeggiarla.

Poi arriva la salvezza. Dopo quattro interminabili mesi che la canzone è su tutte

le chart, finalmente arriva all’ ultimo posto e poi viene scartata perché oramai è out. A

quel punto pensi, fremendo di gioia, . Ma la tua faccia non riesce a

mantenere a lungo l’ espressione di gioia sul tuo viso. Inaspettatamente la tua amica

fionda nella tua stanza tutta euforica, e ti starnazza addosso l’ ultima novitá. Pensi

che si sarà finalmente trovata un ragazzo, ma invece….ehhh, purtroppo sì! È uscito il

nuovo singolo di Tiziano Ferro. La tua smorfia di gioia si trasforma a tempo di record in

una smorfia deprimente. E il ciclo della vita continua.

Tutto ciò non è solo frutto della mia fantasia, ma soprattutto esperienza personale.

Se devo essere sincera, anche a me piacciono certe canzoni pop, rap e tecno, ma

mi stufano subito. In genere mi piace la musica rock e punk, perchè sono dell’ idea,

che la maggior parte dei cantanti dei gruppi rock siano cantautori e che producano le

canzoni, certamente per guadagnarci soldi, ma soprattutto per immortalare una parte

della loro vita e trasformarla in una canzone suonata con i propri amici. Magari questo

avviene in una cantina, ma ciò è irrilevante. Sempre meglio che essere costretti a

suonare con gente che non conosci e che non ti piace avere intorno e avere un termine

di scadenza per la produzione del tuo album. Il contratto consiste nel fatto che il

cantante, o gruppo che sia, riesca a produrre precisamente tanti album quanti la casa

discografica pretende. Per un cantante tutto ciò è una pazzia. Se per caso non ha ispirazione,

va tutto in fumo ed è improbabile che qualche altra casa discografica ti faccia

un alto contratto. Così addio alla musica e al tanto sognato successo!

Cambiando un po’ direzione e incominciando a parlare dei programmi musicali, tipo

San Remo, mi accorgo che i giovani hanno pochissime possibilità di emergere, se

non hanno i giusti agganci. Oramai San Remo è diventato un festival, o meglio dire

programma, corrotto come tutti gli altri. Dall’ ultima edizione, e anche in quelle precedenti,

c’ erano sì e no cinque nuovi cantanti o gruppi, precisando che San Remo è uno

degli ultimi programmi che dà possibilità di emergere a nuovi talenti. Comunque tutto

l’ evento è truccato. In realtà i vincitori vengono scelti ancora prima che inizi il tutto.

Un gran ringraziamento và anche a Striscia La Notizia, che ci informa costantemente.

Per concludere, tengo a dire, che ognuno è libero di ascoltare la musica che gli piace e

non se ne dovrebbe vergognare, anche se, come ho già accennato precedentemente,

la musica migliore secondo me, è il genere rock e tutti i suoi simili.

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Carmen Rabensteiner und Sandra Oberarzbacher

Die Brixner Band „4twenty“ wurde 1999 von Andreas Taras, Christian Popodi, Maximilian Tosoni und Philipp Oberhuber

gegründet. 2001 starteten sie die SilverTour mit Peter Raffin, Hannes Walder, Christoph Baur, Christian Dejaco und Axel Deluggi.

Maximilian Tosoni verließ die Band. Während dieser Tour entwickelte sich das Projekt „Plastique“, das auch ihre Bandphilosophie

wurde. Deshalb nannten sie ihre Debütplatte danach. „Plastique“ soll die heutige Gesellschaft beschreiben, in der alles zu viel glitzert,

irgendwie unecht und aus Plastik ist. Die zweite CD „smells funky“ entstand in Eigenregie. Die dritte Platte ist gerade in Arbeit.

„Wenn der Beat rollt“

Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Axel: Ich war früher in der Band mit Christian

Dejaco. 2001 spielten wir ein Konzert

mit „4twenty“, dort lernten wir sie kennen

und sind zu ihnen gestoßen. Dann kamen

noch andere Musiker dazu wie Hannes

Walder und Peter Raffin und seit damals

sind wir in der heutigen Konstellation.

Wie seid ihr auf den Namen „4twenty“

gekommen?

Axel: Da gibt es verschiedene Gerüchte,

aber keiner weiß es so genau. Jeder hat

seine eigene Theorie.

Was ist für euch wichtiger - die Musik

oder der Text?

Axel: Eigentlich ist beides gleich wichtig.

Zuerst entsteht eine Grundmelodie, die

meistens vom Bassisten und Gitarristen

entworfen wird. Dann kommt der Schlagzeuger

dazu. Wenn das Grundkonzept

steht, bekommen wir Sänger und Rapper

es zu hören und machen uns Gedanken

über den Text und um was es gehen soll.

Zum Schluss werden das Saxophon und

die Effekte eingebaut.

Was war die erste CD bzw. MC, die du

dir gekauft hast?

Axel: Meine erste MC war von „The Euro-

pe“ in den tiefen 80ern.

Mit welcher Band würdet ihr gern einmal

auftreten?

Axel: Also grundsätzlich mit jeder Band,

von der wir sagen können, die sind geil.

Für uns ist es wichtig, dass es gute Musiker

sind und nicht, dass sie berühmt sind.

Was war das beste Konzert, das ihr gespielt

habt?

Axel: Da waren einige gute dabei, aber

das Feeling auf dem Austrian Newcomer

Award in Linz war schon etwas besonderes.

Wir haben zwar nur wenige Lieder gespielt,

aber vor 3000 Leuten.

Wie siehst du die Südtiroler Musikszene?

Axel: Ich denke, dass es schon talentierte

Leute gibt, die auch versuchen, professionell

aufzutreten. Nur denke ich, dass

das Problem darin liegt, dass man heute

weniger Möglichkeiten hat, zum Beispiel

wegen den Steuern. Denn heutzutage

muss man alles anmelden und auch der

Barbesitzer hat viele Kosten. So können

oft auch gute Bands nicht zeigen, was sie

drauf haben.

Welche anderen Südtiroler Newcomer-

Bands findest du gut?

Axel: „Livepräsenz“, „Killjoy“, „Funkchilli“

oder „Sense of akasha“ finde ich gut.

Inwieweit versucht ihr, zu internationalem

Erfolg zu kommen?

Axel: Wir haben verschiedene Adressen,

an die wir unsere Singles schicken und

hoffen, dass sie unsere CD produzieren.

Wenn das nicht klappt, produzieren wir

sie selbst und geben weiterhin gute Konzerte.

Welchen Song von euch hört ihr selbst

gern?

Axel: Da gibt es mehrere Kandidaten; bei

den älteren Songs sicher „Nobody“, das

wir immer wieder in eine neue Version

bringen. Aber auf der neuen CD werden

auch viele gute dabei sein, z.B. „Wenn der

Beat rollt“.

Und wann kommt ihr das nächste Mal

ins Pustertal?

Axel: Wir möchten gerne, wie letztes Jahr,

zu Fasching ins UFO kommen.

Wann kommt eure neue CD heraus?

Axel: Spätestens Ende dieses Jahres.

Danke für das Interview!

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Kinderhocker • Joystick • Arbeitsleuchte • Zahnungsnuckel • Alujalousie • Kindertrinkbecher • Staubsauger • Carport • Partyzelt • Handwärmer • Zeitschaltuhr • Fineliner • CD-Spindel • Verschlussklemmen • Tennissocken •

Fleischklopfer • Taschenlampe • Kosmetiktasche • Feuerzeug • Spanngurt • Kinderplanschbecken • Hundeleine Stabmixer • Schwimmflügel • Fußmatte • Dauerkomposter • Klappstuhl • Grünpflanze • Sackkarre • Küchenwaage

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• Lesebrille • Gamepad • Prospektständer • Lippenpflegestift • Aktenvernichter • Sprudelwasserbereiter • Haartrockner • Fliegenklatsche • Klebezettel • Seifenspender • Leuchtmarker • Deoroller • Klebefilmabroller • Fahrradschloß

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Schneeschieber • Gartensolarleuchte • Schwangerschaftstest • Schuhpflege • Mousepad • Plastiktüte • Milchaufschäumer • Korkenzieher • Entsafter • Thermobecher • Bandmass • Topfreiniger • Handtuchspender • Flügelwä-

Neue Bücher aus der Schulbibliothek. Eine Auswahl von Andrea Baumgartner

schetrockner • Putzschwamm • Urinal • Toaster • Clickbilderrahmen • Sekundenkleber • Bügelbrett • Arbeitshandschuh • Blumenkasten • Isomatte • Bürodrehstuhl • Eiskratzer • Haargummi Schwingdeckeleimer • Klappbox •

Schuhlöffel • Gartenstuhl • Pillendose • Mikrowelle • Heftpflaster • Babyphone • Frischhaltedose • Radiergummi • Sportverschluß • Aktenordner • Wörterbuch • Toilettenpapier • Druckbleistift • Silikonkuchenform • Laptoptasche

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Radiowecker • Kinderwagen • Kugelschreiber • Raclettegrill • Wasserflasche • Portmonee • Staubmaske • Babybadeeimer • Computermaus • Pappteller • Türstopper • Alkoholtest • Fertighaus • Meßbecher • Hängeaufbewahrung

• Tupperschüssel • Energiesparglühlampe • Fotoflipalbum • Tageskontaktlinsen • Naßrasierer • MP3-Player • Werkzeugkoffer • Deckenfluter • Blutdruckmesser • Zelt • Campingfaltstuhl • Reisetrolley • Akkuschrauber • Mülltonne

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„Ein gutes Foto muss eine Lüge sein. Die Lüge, etwas anderes zu sein als ein im Verfall begriffener Leib. Ein gutes Foto inszeniert sich und die Welt

als einen magischen Laufsteg, auf dem wir göttlich und unsterblich von einer Ekstase in die nächste taumeln. Wo sich heftige, schräge, beglückende

und gefährliche Reize drängen und wo wir im Augenblick leben, in einem Moment, der niemals aufhört.“

David LaChapelle


David LaChapelle - der Fellini der Fotografie?

VOn Christiane Gasperi

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Shakira in einer Fleisch fressenden

Pflanze, Kate Moss halbnackt

an der Stripstange, Mark

Wahlberg in einer mit Gummibrüsten

tapezierten Zelle, Mike Meyers

als Buddhastatue, David Bowie als

Schönheitschirurg. Er fotografiert sie

alle, die großen Stars – und kein anderer

portraitiert so ausgefallen wie er.

David LaChapelle ist 43 Jahre alt. Er selbst

gibt sein Alter seit einigen Jahren mit 37

an, vieles spricht aber dafür, dass er 1963

in Connecticut in den USA geboren wurde.

Dass er fotografieren wollte, wusste er

schon „von Anfang an“. Deshalb verließ er

die High School noch vor dem Abschluss

und ging nach New York, da er genug

hatte „von den engstirnigen Spießern“. In

New York schlug er sich durch, arbeitete

in einer Diskothek und traf schließlich bei

einem Rockkonzert auf Andy Warhol.

Als er ihm erzählte, dass er fotografiert,

begann seine Laufbahn als Fotograf: Warhol

lud ihn in sein Studio ein, ließ sich die

Fotos zeigen, bot ihm an, für sein Magazin

„Interview“ zu arbeiten und verschaffte

ihm bald darauf seine erste Ausstellung in

einer kleinen Galerie.

„Hauptsache, es sieht gut aus

Frauen in hautengen, knallbunten Latexanzügen,

Nackte, die sich in mit Spaghetti

gefüllten Badewannen räkeln oder

in Glaskästen ausgestellt werden, Männer

in Käfigen, Sexpuppen, Gummizellen –

LaChapelles Fantasie kennt weder Grenzen

noch Tabus. Pornografie und Kunst

sind enge Verwandte, nicht ohne Grund

heißt einer seiner Bildbände „Artits and

Prostitutes“.

„Das blödeste Bild, das es gibt, ist

ein schönes Mädchen an einem

schönen Strand in einem schönen

Badeanzug, schön ausgeleuchtet.“

David LaChapelle

Und gerade seine oft ebenso wüsten wie

grellen, aufwendigen Inszenierungen haben

aus dem Fotografen, der Popstars

fotografiert, selbst einen Star gemacht.

Die Portraits von Rockmusikern und Hollywoodstars

erscheinen auf den Covern

von Zeitschriften wie „Details“, „The Face“,

„Rolling Stone“, „The New York Times

Magazine“ und selbst der konservativen

amerikanischen „Vogue“; er fotografiert

für MTV, Motorola, L’Oreal und nicht zuletzt

für Philipp Morris.

Seine Bilder publizierte er in seinen Fotobüchern

„LaChapelle Land“ und „Hotel

LaChapelle“. Galerien und Museen rund

um den Globus reißen sich um seine

Werke.

Gesellschaftskritiker?

„Ich wollte nie Künstler sein, das war mir

immer zu intellektuell. Kunstwerke sind

doch oft bloße Prestigeobjekte. Die Kunstwelt

heute ist imagebewusster als die

Werbe- und Modebranche zusammen.“

LaChapelle fotografierte und fotografiert

alles, was ihm gefällt und war dabei immer

schon der Gegenentwurf zu dem, was alle

anderen taten. Als in den Achtzigern jeder

in Farbe fotografierte, waren seine Bilder

schwarzweiß; als sich in den Neunzigern

mit Jil Sander der Minimalismus und die

Schwarzweißfotografie von Peter Lindbergh

durchsetzen, begann er immer grellere,

immer aufwendiger inszenierte Bilder

zu machen. Er lässt gigantische Kulissen

zimmern, riesige Hallen umbauen, nichts

ist ihm zu aufwendig, zu teuer, zu glamourös.

Seine Werke sind Parodien auf die

Welt der Reichen und Schönen. Ob er sie

kritisiert, die Hollywood-Gesellschaft, die

Stars, den Pop-Kapitalismus?

Er wolle in der Tradition der Pop Art Bilder

machen, die für jeden verständlich sind.

Inszenierte, künstlich überzogene Bilder:

„Meine Fotos sollen aussehen wie Bilder

aus einem Traum. Hollywoodstars, größer

als das Leben selbst, noch schöner, noch

blonder, noch sexier. Perfekter als perfekt.

Ich liebe das Überlebensgroße und das

Traumhafte. Wer Realität will, soll den Bus

nehmen.“

„Heaven and Hell“

Neben Porträts und Werbeplakaten choreographiert

LaChapelle auch Musikvideos

für zahlreiche Künstler. Aber er

beschränkt sich keineswegs auf die glimmernde,

schimmernde Konsum- und Stargesellschaft

Hollywoods. 2005 suchte er

den Kontakt zum Leben außerhalb von

Glamour und Schönheit und drehte seinen

ersten Dokumentarfilm „Rize“ über

die Tanzkultur in den Schwarzenvierteln

von Los Angeles.

Seit kurzer Zeit beschäftigt er sich mit der

Bibel und der christlichen Religion. Sein

neuester Bildband heißt „Heaven and

Hell“: „Jesus ist ein Popstar, deswegen

zeige ich ihn auch so.“

Motiv für seine Fotos kann alles und jeder

sein – Hauptsache, es sieht gut aus.

Für Interessierte: Einige von David LaChapelles

Bildern sind noch bis zum 20. Mai

unter dem Titel „Men, War & Peace“ im

Museum für Fotografie in Berlin zu sehen.


„Bilder müssen nicht in die Tiefe gehen. Vielmehr müssen sie Ikonen sein, für jedermann verständlich.“ David LaChapelle

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Theresa Ploner, Felix Lechtaler, Benjamin Hinteregger

und Lukas Marsoner

Samstagmittag. Wenn die Schulglocke um zwanzig nach elf klingelt, geht es unter den Oberschülern von Bruneck (zumindest unter

denen der höheren Stufen) vor allem um eins: Wohin am Abend? Die Möglichkeiten sind vielfältig, und das Brunecker Nachtleben,

das oft als eines der aufregendsten Südtirols beschrieben wird, hält für beinahe jeden Geschmack die richtige Bar, Kneipe oder Disco

bereit. Um zwischen Bier und Schnaps nicht den Überblick zu verlieren, hat sich eine Gruppe von Schülern auf den Weg gemacht

und im Auftrag von“Reality“ acht Brunecker Bars auf Herz und Nieren getestet. Wer sich also gerade Gedanken darüber macht, wo

er seine nächste durchzechte Nacht zubringen, entspannt mit Freunden über Gott und die Welt reden oder sich einfach mal wieder

gepflegt vollaufen lassen will, der ist hier genau richtig!

1. Stopp: Weinkeller:

Unsere Tour durch die Brunecker Bars und Kneipen beginnt in dieser leicht versteckten, zwischen Tutto Funghi und dem Brunecker

Stadtmuseum gelegenen Bar. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein altes Kellerlokal, das vor allem durch seine

geringe Größe, die gediegene Atmosphäre sowie die angenehme Musik zu überzeugen weiß.

Resümee: Hier lässt sich, nicht zuletzt dank der freundlichen und zurückhaltenden Bedienung und des exzellenten Biers, ohne

Weiteres der eine oder andere gemütliche Abend, im Gespräch mit guten Freunden, zubringen. Für größere Feiern ist das Lokal

hingegen nicht zu empfehlen.

2. Stopp: Testa Rossa:

Das direkt neben der Kirche am Kapuziner Platz gelegene Lokal ist tagsüber ein durchschnittliches Cafè und nachts Treffpunkt der

geistig minderbemittelten Jugend Brunecks. Die viel zu helle Innenbeleuchtung und das geschmacklose Design sorgen für ein „Lass

uns so schnell wie möglich von hier verschwinden!“-Feeling, zu welchem die schlechte Musik noch zusätzlich beiträgt. Über Bedienung

und Bier hüllen wir gnädig den Mantel des Schweigens.

Resümee: Sollte jemand wirklich Interesse daran haben, bei ekelhaftem Bier und grauenhafter Musik großkotzigen Kindern dabei

zuzusehen, wie sie sich vor ihresgleichen zum Deppen machen, steht einem Besuch nichts im Wege. Allen anderen raten wir, diese

Ecke der Stadt tunlichst zu meiden.


6. Stopp: Rauchenbichler:

3. Stopp: Hintergasse:

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Das hinter dem Turmkaffe in der gleichnamigen Gasse gelegene Lokal

besticht durch Eleganz und Gemütlichkeit. Bei freundlicher Bedienung

und guter Musik, lässt es sich hier durchaus auch länger aushalten. Abstriche

erhält das Lokal lediglich im Punkto Bier, das im bruneck-weiten

Test leicht unterdurchschnittlich abschneidet.

Resümee: Angenehm und ruhig - so lässt sich der Stil der „Hintergasse“

treffend beschreiben. Abgesehen vom leider nicht besonders gutem Bier

und den gewöhnungsbedürftigen Sitzgelegenheiten, ist die Bar allen jenen

zu empfehlen, die Wert auf Qualität und geschmackvolle Einrichtung

legen.

Anmerkung von Theresa: Der Ananassaft ist sehr empfehlenswert!

4. Stopp: Pinta Pichl:

Am oberen Ende der Stadtgasse gelegen, dürfte dieses Lokal vor allem

den älteren Lesern ein Begriff sein. Nicht unbedingt ein typischer Ausgeh-Ort

für Jugendliche, ist die gemütliche, etwas hell beleuchtete Bar all

jenen zu empfehlen, die auch am Samstagabend nicht auf Zeitung und

heiße Schokolade verzichten wollen.

Resümee: Junge Semester sollten von der Bar ob des gehobenen

Durchschnittalters und der nicht existenten Musik die Finger lassen. Für

Mittdreißiger gilt jedoch: Empfehlenswert!

5. Stopp: Goldener Löwe:

Nach einer kurzen Wanderung durch die Stadtgasse öffnet sich diese

Bar hinter einer die gesamte Front des Lokals ausfüllenden Glaswand.

Gleich zu beginn fällt auf, dass auch hier eher ältere Semester anzutreffen

sind, was den Spaß jedoch kaum mindert. Die Sitzmöglichkeiten sind

sehr angenehm, und auch an Musik und Service gibt es wenig auszusetzen.

Resümee: Für jeden Zweck - vom gemütlichen Gespräch bis zum frühabendlichen

Biertrinken - vorbehaltlos zu empfehlen!

Zu der in der Mitte des Grabens gelegenen Bar gibt es nicht viel zu sagen. Tagsüber zieht sie, vor allem ob ihrer hervorragenden

Lage, eine vielfältige Kundschaft an, und ist jedem, der auch nur ab und zu in Bruneck verkehrt, ein Begriff. Nachts sieht es im großen

Innenraum aus wie auf einem Friedhof (nur wesendlich heller). Das Bier ist mittelmäßig und die Bedienung unfreundlich. Schon

nach elf wird oft kein Kaffee mehr ausgegeben.

Resümee: Tagsüber empfehlenswert, nachts der letzte Dreck.

7. Stopp: Hotel Post:

Direkt gegenüber dem Rauchenbichler liegt das altehrwürdige Hotel Post. Die Bar überzeugt vor allem durch geschmackvolle Einrichtung

und durch den langsamen, aber überaus freundlichen Service (als einziger mit der Höchstnote bewertet).

Resümee: Für Feiern ist es zwar eher ungeeignet, doch zwischen 6 und 8 Uhr ist das Lokal sehr zu empfehlen, wenn die anderen

Bars traditionell leer sind und man sich hier, in klassischer Atmosphäre, auf den Abend einstimmen will.

8. Stopp: Pub Hotel Bruneck:

Zum „Pub“, das direkt an der Hauptstraße liegt, gibt es eigentlich wenig zu sagen: Die Einrichtung ist passend, die Beleuchtung getroffen,

es gibt Billard, Dart, warme Küche und einen Raucherraum. Einzige Kritikpunkte sind die teils unfreundlichen Bedienungen,

die einem den Abend aber nicht wirklich verderben können. Das Bier hält dem Vergleich mit anderen Bars zwar stand, sticht allerdings

nicht sonderlich heraus.

Resümee: Für alle, die feiern, sich betrinken oder zu später Stunde noch etwas Warmes essen wollen, ist das Pub uneingeschränkt

zu empfehlen!

Auswertung 6


36

Auswertung:

Sitzmöglichkeiten?

Potential, sich

zu amüsieren Freundlichkeit

Zeit vom Hinsetzen

bis zur Bedienung Biermarke Geschmack Erfrischung Süffigkeit

Weinkeller Ja 2,25 4,25 4,4 Stiegl 4,25 4,5 3,75

Testa Rossa Ja 1 1,75 1,75 Forst 1,75 2,25 1,75

Hintergasse Ja 3,75 4 4,25 Forst 2,75 2,5 3,25

Pinta Pichl Ja 1,5 2,75 3,5 Forst 3,5 3 4,25

Goldener Löwe Ja 3,5 4,5 4,5 Forst 4,25 4,5 4

Rauchenbichler Ja 1,5 1,75 3 Forst 4 3,75 3,25

Hotel Post Ja 2,25 5*cl 1 Forst 3 3 3,5

Brunecker Pub Nein 4 2 0 Fosters 4,5 3 3

Legende:

0 bis 1: y , 1 - 2: yy, 2 - 3: yyy, 3 - 4: yyyy, 4 - 5: yyyyy, *cl = cum laude


Die Leute tanzen nicht – sie drehen durch!“

Jatin Dietl

Die Geburt einer neuen Generation oder nur ein

lila Aufleuchten? Acid-Smileys, Neon-Hosen und

Leuchtstäbe - brauchen wir so ein Revival? Oder

ist die von der Band „Klaxons“ ausgerufene „New

Rave Revolution“ eine Eintagsfliege?

Das junge Londoner Trio sticht vor allem mit seinem Auftreten

und Erscheinungsbild hervor: Hang zur Ästhetik der

Neunziger, freakige Outfits, schrille Sirenenklänge, ein Faible

für Science-Fiction, Mythologie und Geheimkulte. Doch

ihr Debütalbum „Myths Of The Near Future“ klingt nicht

etwa wie „Bloc Party“ auf doppelter Geschwindigkeit und

auch nicht wie die Fortsetzung des Neunzigertechnos. Die

„Klaxons“ sind eine echte Band. Gitarre. Bass. Keyboard.

Drums. Viel Geschrei.

Gitarren – Rave? Geht das?

All das verwirrt, Gitarren – Rave? Geht das? Gute Frage.

Eines jedenfalls haben beide gemeinsam, Tanzen und Party

ist ihr zentrales Element. Andere Ähnlichkeiten lassen sich

nur sehr schwer finden:

Die Raves, die seit Ende der Achtziger Jahre in London

gefeiert wurden, waren größtenteils illegale Partys, bei denen

DJs einen neuen Sound auflegten, den so genannten

Acid House. Die Produzenten verzerrten die Töne im Laufe

des Stücks immer mehr, bis am Ende nur noch ein schrilles

Kreischen zu hören war – der Höhepunkt eines jeden Acid

House-Tracks. In dem Stück „Atlantis to Interzone“ von den

„Klaxons“ taucht dieser kennzeichnende Ton in Form eines

Sirenen-Samples auf. Aber recht viel mehr Affinitäten gibt

es nicht.

Die reinste Folter?

Schlussendlich lässt sich sagen: Ganz egal, wie es genannt

wird, Rave oder nicht Rave, Discopunk oder Indiedance - es

macht Spaß! Auch wenn Noel Gallagher [Oasis] sagte: „Es

war die reinste Folter. Entweder waren alle ihre Instrumente

kaputt oder sie wissen wirklich überhaupt nicht, was sie machen“,

kann ich persönlich, nachdem ich sie selbst erleben

dufte, nur sagen: Es war ein fantastisches Spektakel!

Ob dieser neue Hype nun die Indieszene revolutionieren

oder langsam, aber bestimmt nicht leise, zu Ende gehen

wird, kann nur die Zukunft zeigen. James, Jamie und Simon

haben jedenfalls ihr Ziel schon erreicht. „Wir wollen die

Party zurückbringen!“ verkündeten sie vollmundig. Und das

haben sie geschafft!

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