Quarks & Co - Aliens gesucht – Quarks & Co - Besser sehen

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Quarks & Co - Aliens gesucht – Quarks & Co - Besser sehen

Westdeutscher Rundfunk Köln

Appellhofplatz 1

50667 Köln

Tel.: 0221 220-3682

Fax: 0221 220-8676

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Besser sehen!

Script zur wdr-Sendereihe Quarks&Co


Inhalt

Inhalt

4 Faszination Auge

8 Der Kreislauf des Sehens

11 Scharf Sehen über Nacht

13 Besser sehen! Der Quarks Augentest

18 Lasern: Unterschätztes Risiko?

21 Nie mehr Brille?

25 Wenn das Auge altert

Herausgeber: Westdeutscher Rundfunk Köln; verantwortlich: Öffentlichkeitsarbeit;

Text: Carsten Binsack, Anne Götz, Wobbeke Klare, Ilka aus der Mark; Redaktion:

Claudia Heiss; Copyright: wdr, Juni 2007; Gestaltung: Designbureau Kremer &

Mahler, Köln

Bildnachweis: alle Bilder Freeze wdr 2007 außer Titel großes Bild Rechte: Michael

Ponton, Morguefile; Titel kleine Bilder v. l. n. r.: dpa, Mauritius, dpa, Mauritius;

S. 8 Rechte: Mauritius; S. 11 Rechte: Thorsten Bauch, Simply-Station; S. 20 u.

21 Rechte: Mauritius; S. 24 l. Rechte: wdr/eyesee

Besser sehen!

Besser sehen!

Rund 40 Millionen Deutsche haben Probleme mit den Augen; von den über 60jährigen

braucht fast jeder eine Brille. Nach einer aktuellen Hochrechnung wird es in 25 Jahren ein

Drittel mehr Blinde und über 60 Prozent Neuerblindungen geben. Was sind die Ursachen?

Als weltweit häufigste Ursache für eine Erblindung gilt die so genannte altersbedingte Makuladegeneration.

Quarks & Co zeigt, wie diese Erkrankung entsteht und erklärt, wie man ihr

vorbeugen kann.

Kann man Kurz- oder Weitsichtigkeit mit Übungen und Entspannungstechniken wegtrainieren?

Ja behaupten so genannte Sehtrainer; Augenärzte bezeichnen solche Sehtrainings als

unseriös. Quarks & Co hat den Test gemacht mit einem kurzsichtigen Zwillingspaar und vier

altersweitsichtigen Damen.

Mit Laseroperationen hoffen viele ihre Brille loszuwerden. Hält die Methode was sie verspricht

und warum stellt die Lufthansa keine am Auge gelaserten Piloten ein? Wie sinnvoll

sind die neuen Nacht-Kontaktlinsen, die man nur beim Schlafen trägt? Und führt die ständige

Arbeit am Computer und viel Lesen zu Kurzsichtigkeit?

Quarks & Co geht diesen Fragen nach und gibt Tipps für den besseren Durchblick.

Weitere Informationen, Lesetipps und interessante Links finden Sie auf unseren Internetseiten.

Klicken Sie uns an: www.quarks.de


Hornhaut Lederhaut Regenbogenhaut Pupille Linse Ziliarkörper

Im Prinzip funktioniert es wie ein einfacher

Fotoapparat aber in den Details ist das Auge unschlagbar:

Es passt sich automatisch den unterschiedlichsten

Lichtverhältnissen an und reguliert

sich auf nah oder fern, ohne dass man es überhaupt

merkt. Das alles gelingt durch ein System

von raffinierten Einzelteilen, die perfekt aufeinander

abgestimmt reagieren.

Die Hornhaut

Die Hornhaut (lat. Cornea) ist so etwas wie das

Fenster des Auges: durch sie fällt das Licht hinein.

Sie besteht aus Kollagenfasern die so fein miteinander

verwoben sind, dass sie eine glasklare

Kuppel bilden. Diese Kuppel ist etwas über einen

halben Millimeter dick. Ihre Außenseite ist mit

Tränenflüssigkeit benetzt. Die Hornhaut bündelt

eintretende Lichtstrahlen mit einer Brechkraft von

43 Dioptrien und ist deshalb sehr wichtig, um auf

der Netzhaut ein Bild zu erzeugen.

4

Kollagenfasern

Kollagenfasern sind Bindegewebsfasern. Sie bestehen aus Eiweiß und

haben Stütz- und Stabilisierungsfunktion. Kollagen findet sich in

sehr vielen Körpergeweben, zum Beispiel in Zähnen, Sehnen und

Knochen. Kollagen aus Tierknochen ist der Rohstoff für die

Gelatineherstellung.

Faszination Auge

Lederhaut

Die Lederhaut (lat.: Sclera) ist das Weiße im Auge.

Sie ist sehr kräftig und schützt das Auge vor

Verletzungen. Die Lederhaut umschließt den

Augapfel fast vollständig und lässt nur zwei

Lücken frei: vorne für die Hornhaut und hinten für

die Fasern des Sehnervs. Der von außen sichtbare

Teil der Lederhaut ist mit durchsichtiger Bindehaut

überzogen.

Die Regenbogenhaut

Die Regenbogenhaut (Iris) ist die farbige Blende

des menschlichen Auges. In ihr verlaufen zwei

Muskeln, die die Pupille je nach Lichtverhältnissen

vergrößern oder verkleinern. Die Farbpigmente

dichten die Iris gegen eindringendes Licht ab,

damit das Licht nur durch die Pupille ins Auge fällt.

Die Pupille

Als Pupille bezeichnet man die Öffnung in der

Mitte der Iris. Sie stellt sich immer auf die jeweiligen

Lichtverhältnisse ein: bei Helligkeit ist die

Pupille nur eine winzige Öffnung; bei Dunkelheit

dagegen weitet sie sich, um möglichst viel Licht

hindurch zu lassen. Außerdem wird sie noch vom

Gemütszustand beeinflusst: bei Angst, Aufregung

oder großer Freude kann sich die Pupille weiten.

Kinder haben generell größere Pupillen als alte

Menschen.

Die Linse

Die Augenlinse (lat.: Lens crystallina) ist eine

Sammellinse. Sie bündelt das durch die Pupille

eintretende Licht, so dass auf der Netzhaut ein

scharfes Bild entsteht. Die Linse ist elastisch und

kann ihre Brechkraft ändern, um sowohl weit entfernte

als auch nahe Gegenstände zu fokussieren.

Das geschieht mit Hilfe eines kleinen Muskels, des

Ziliarmuskels. Diese Schärfenanpassung nennt

man Akkomodation. Im Lauf des Lebens wird die

Linse immer steifer, sie ist nicht mehr so elastisch.

Ihre Brechkraft wird dadurch immer geringer. Im

Endstadium äußert sich das als Alterssichtigkeit.

Alterssichtigkeit

Die Alterssichtigkeit kann sich etwa ab dem 40. Lebensjahr einstellen:

Gegenstände in der Nähe können dann schlechter gesehen werden. Viele

Menschen bemerken ihre Alterssichtigkeit dann, wenn sie plötzlich nur

noch mit ausgestrecktem Arm lesen können. Grund dafür ist eine

Veränderung der Augenlinse: Bei allen Menschen wird die Linse mit

Faszination Auge

zunehmendem Alter steifer. Sie schafft es immer schlechter, sich zu der

rundlichen Form zu krümmen, die notwendig ist, um auf nahe gelege-

ne Objekte scharf zu stellen. Der Versteifungsprozess setzt übrigens

schon in jungen Jahren ein, nur bemerkt man ihn dann noch nicht.

Kinder können aber Gegenstände viel näher scharf sehen als

Erwachsene. Gegen Alterssichtigkeit hilft eine Lesebrille.

Der Ziliarkörper

Der Ziliarkörper ist ein ringförmiger Wulst, der die

Linse umgibt. Er enthält den ebenfalls ringförmigen

Ziliarmuskel. Der Ziliarmuskel ist wichtig, um Objekte

in verschiedenen Entfernungen zu fokussieren:

Im entspannten Zustand formt er einen weiten

Ring, bei Anspannung einen engeren Ring. Über die

Zonulafasern ist er mit der Linse verbunden und

stellt sie jeweils passend ein. Diesen Vorgang

nennt man auch Akkomodation. Der Ziliarkörper

produziert außerdem die Flüssigkeit, die den Raum

zwischen Linse und Hornhaut ausfüllt.

Die Zonulafasern

Die Zonulafasern fixieren die Linse im ringförmigen

Ziliarkörper. Wenn der Ziliarmuskel entspannt

und damit weit ist, ziehen die Zonulafasern

an den Rändern der Linse und bringen sie

5


Zonulafasern Glaskörper Netzhaut Gelber Fleck Aderhaut Sehnerv

Faszination Auge

dadurch in eine flache Form genau richtig für

das Fokussieren von weit entfernten Gegenständen.

Spannt sich der Ziliarmuskel an, so wird der

Muskelring enger, und die Fasern erschlaffen.

Jetzt kann die Linse ihrer natürlichen Eigenelastizität

folgen und sich kugelig formen dann

hat sie ihre höchste Brechkraft, passend für

Gegenstände in der Nähe.

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Der Glaskörper

Der Glaskörper (lat. Corpus vitreum) füllt das

Augeninnere zwischen Linse und Netzhaut aus. Er

ist durchsichtig und von gelartiger Substanz, die

zu 98 Prozent aus Wasser und zu 2 Prozent aus

Hyaluronsäure und Kollagenfasern besteht. Eine

dünne Membran umgrenzt den Glaskörper.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure besteht aus Zucker und Eiweiß. Sie taucht nicht nur im

Auge, sondern auch an vielen Stellen unseres Körpers auf: zum Beispiel

in der Haut und in der Gelenkflüssigkeit.

Die Netzhaut

Die extrem lichtempfindliche Innenauskleidung

des Auges nennt man Netzhaut (Retina). Sie ist

mit etwa 127 Millionen Lichtrezeptoren besetzt:

diese wandeln das Licht in Nervenimpulse um,

nachdem es Hornhaut, Linse und Glaskörper

durchquert hat. Für das Farbsehen sind so

genannte Zapfen-Rezeptoren zuständig, für das

Hell-Dunkel-Sehen dagegen sogenannte Stäbchen.

Interessanterweise ragen die Zapfen und

Stäbchen nicht ins Augeninnere, sondern sie

wachsen auf der hinteren Netzhautschicht und

zeigen nach außen.

Gelber Fleck

Der gelbe Fleck, auch Makula genannt, liegt im

Zentrum der Netzhaut seitlich der Einmündung

des Sehnervs. Diese Stelle der Netzhaut hat ihren

Namen von dem gelben Farbstoff Lutein, der dort

besonders stark eingelagert ist. In der Mitte des

gelben Flecks liegt eine kleine Vertiefung, die so

genannte Fovea centralis. Sie ist der Ort des

schärfsten Sehens, denn hier sitzen die Lichtrezeptoren

so dicht gepackt wie sonst nirgends.

Wenn man ein Objekt anschaut, drehen sich die

Augen automatisch so, dass das Objekt auf dieser

zentralen Vertiefung des gelben Flecks abgebildet

wird.

Die Aderhaut

Die Aderhaut (lat.: Choroidea) bildet die Mittelschicht

zwischen Lederhaut und Netzhaut. Sie ist

durchzogen von Blutgefäßen. Die Aderhaut versorgt

die äußeren Schichten der Netzhaut mit

Sauerstoff.

Der Sehnerv

Der Sehnerv leitet die Informationen von der

Netzhaut an das Gehirn weiter. Er ist ein Bündel

aus Nervenfasern und einen halben Zentimeter

dick. Seine Austrittsstelle aus der Netzhaut ist die

sogenannte Papille. An dieser Stelle der Netzhaut

sitzen keine Lichtrezeptoren. Deshalb fehlt in dem

Bild, das das Gehirn wahrnimmt, immer ein kleines

Stück: der blinde Fleck. Davon bemerkt man im

Normalfall aber nichts. Wie auch die Netzhaut ist

der Sehnerv Teil des Gehirns.

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Das Auge verändert sich ein Leben lang

Ein Baby sieht die Welt zunächst ungenau mit

einer geringen Auflösung und mit wenigen Farben.

Es nimmt nur wahr, was sich unmittelbar vor

seinen Augen befindet: zum Beispiel das

Fläschchen oder das Gesicht der Mutter. Damit

schützt sich das noch unreife Gehirn vor Reizüberflutung.

Erst mit der Zeit öffnet sich der Blick

immer weiter. Dabei wird die Vernetzung der

Augen mit dem Sehzentrum des Gehirns ausgebildet

und geschult. Denn das Bild der Welt entsteht

erst im Kopf, und bei der Geburt sind die Sehnerven,

die vom Auge zum Gehirn verlaufen, noch

nicht voll entwickelt. Erst nach der Geburt reifen

sie aus. Die Verbindungen bauen sich dann sehr

schnell auf und können das Gehirn mit Seheindrücken

versorgen. So erreicht das Baby in

den ersten sechs Monaten schon 20 bis 30 Prozent

des normalen Sehvermögens. Ab dem zweiten

Lebensjahr schreitet die Sehschärfenentwicklung

dann langsamer voran.

8

Der Kreislauf des Sehens

Schielen bei Kleinkindern kann Folgen haben

Viele neugeborene Babys schielen gelegentlich.

Das liegt an der unreifen Regelung der beiden

Augen und den noch nicht ausgereiften Markscheiden

der Sehnerven. Doch dieses Schielen

verschwindet meist im Alter von drei bis vier

Monaten. Dann sollte die Augenstellung parallel

sein. Schielt ein Kleinkind jedoch weiter, wird der

Seheindruck des schielenden Auges im Gehirn

unterdrückt. Das bessere Auge übernimmt die

Führungsrolle, das unterdrückte Auge bleibt in der

Entwicklung seiner Sehschärfe stehen. Es wird

schwachsichtig, Fachleute sprechen von einer

Amblyopie. Die Amblyopie ist die häufigste

Augenerkrankung im Kindesalter. Sie kann behandelt

werden, der Augenarzt deckt dazu den leistungsfähigeren

Partner ab, stunden- oder tageweise.

So zwingt er das schwache Auge, sich aufzurappeln,

alle Kräfte zu mobilisieren und besser

sehen zu lernen. Das Ziel besteht darin, die

Verschaltungen vom schwachen Auge zum Gehirn

aufrechtzuerhalten und zu stärken. Denn diese

formieren sich nur in der Kindheit. Wenn das

Problem in jungen Jahren nicht erkannt wird, bleibt

für immer eine Sehschwäche zurück. Ist ein Auge

einmal schwachsichtig, kann selbst die beste

Brillenkorrektur keine normale Sehschärfe erreichen,

obwohl das Auge organisch gesund ist. So

kommt es dann vor allem zu einem schlechten

räumlichen Sehen. Denn dies ist von zwei intakten

Augen abhängig.

Mit Kinderaugen ist die Welt noch in Ordnung

Etwa mit dem sechsten Lebensjahr ist die Verschaltung

mit dem Gehirn fertig ausgebildet.

Wenn die Entwicklung ohne Probleme verläuft,

erreicht ein Kind jetzt eine Sehschärfe von 100

Prozent. Auge und Gehirn arbeiten nun optimal

zusammen. Mit seiner weichen und elastischen

Augenlinse erfasst das Kindauge alle Schärfenbereiche

und kann schnell zwischen nah und fern

Links:

Der Blick auf die Welt will gelernt sein

Mitte:

So etwa sieht ein Kind die Welt in den

ersten Wochen nach der Geburt: ziemlich

undeutlich

Rechts:

Kurzsichtige sehen Entferntes unscharf

Kreislauf des Sehens

umschalten. Farben und Details kann das Kinderauge

gut erkennen. Das Bild entsteht scharf auf

der Netzhaut. Während das Babyauge noch eine

Länge von etwa 17 Millimeter hat, kommt es im

ausgewachsenen Zustand auf rund 23,5 Millimeter.

Oft wächst das Auge aber im Jugendalter,

im Laufe der Schulzeit, noch weiter in die Länge.

Das Bild entsteht dann nicht mehr scharf auf der

Netzhaut, sondern davor. Es entwickelt sich eine

Kurzsichtigkeit. Nah gelegene Dinge können die

Schüler dann noch gut sehen, doch für den Blick

an die Tafel brauchen sie eine Brille. Die Kurzsichtigkeit

entwickelt sich oft zwischen 8 und 15

Jahren. Sie kann aber auch später noch entstehen.

Im Alter fehlt oft der klare Durchblick

Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse

ihre Elastizität und wird immer härter und unbeweglicher.

Dieser Prozess beginnt genau genommen

schon von Geburt an. Doch erst ab etwa 40

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Harte Linse, trüber Blick Zeichen des Alters

Ortho-K-Linsen verformen die Hornhaut des Auges

Kreislauf des Sehens Scharf Sehen...

Jahren leidet die Sehfähigkeit so darunter, dass es

auffällt. Beim Betrachten von nahen Gegenständen

oder beim Lesen kann die Linse nicht mehr in

die kugelige Form wechseln und für den Nahbereich

scharf stellen. In diesem Fall spricht man

von Altersweitsichtigkeit erkennbar dann, wenn

Menschen anfangen, Bücher, Zeitungen oder kleine

Gegenstände am ausgestreckten Arm von sich

weg zu halten. Und irgendwann sind die Arme zu

kurz: Es hilft nur noch eine Lesebrille.

Bei den meisten Menschen über 65 Jahren entwickelt

sich noch eine Trübung der Augenlinse der

graue Star, auch Katarakt genannt. Dazu kommt

es, weil die Linse mit zunehmendem Alter

schlechter mit Nährstoffen versorgt wird. Normalerweise

befinden sich in der Augenlinse gelöste

Substanzen, unter anderem Eiweiße. Mit zunehmendem

Alter klumpen die Eiweiße zusammen

und trüben die Linse ein. Das Bild, das dann auf

der Netzhaut entsteht, verliert immer mehr an

Schärfe. Man blickt wie durch einen Nebel oder

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eine Milchglasscheibe. Durch die trüben Partikel

wird das Licht nun auch diffus gebrochen. Es kann

zur Blendung kommen. Manchmal werden Doppelbilder

gesehen. Zum Glück lässt sich der graue

Star mittlerweile problemlos behandeln, und

zwar, indem eine künstliche Linse ins Auge eingesetzt

wird. In Deutschland werden pro Jahr etwa

600.000 Menschen auf diese Weise vom grauen

Star befreit.

Scharf Sehen über Nacht

Jeden Abend nach dem Zähneputzen noch schnell

die Linse einsetzen ginge es nach dem Willen der

Hersteller, würde diese Prozedur für alle Brillenträger

zur täglichen Routine. Denn mit neuartigen

Kontaktlinsen, die über Nacht kurzsichtige Augen

für einen Tag lang korrigieren, könnten herkömmliche

Sehhilfen ganz überflüssig werden. Die

neuen Linsen für die Nacht, sogenannte Orthokeratologie-Linsen,

kurz Ortho-K-Linsen, funktionieren

im Prinzip wie eine Zahnspange mit dem

Unterschied, dass hier nicht die Zähne modelliert

werden, sondern die Hornhaut des Auges. Wenn

die Linsen abends vor dem Schlafengehen eingesetzt

werden, verformen sie die Hornhaut in der

Nacht wie eine Knetmasse.

Der richtige Winkel

Die Hornhaut ist neben der Augenlinse hauptsächlich

dafür verantwortlich, dass das einfallende Licht

im richtigen Winkel gebrochen wird, damit man

scharf sieht. In der Mitte ist die Hornhaut nur etwa

einen halben Millimeter dick. Die neue Speziallinse

entwickelt Druck- und Saugkräfte, die die Hornhaut

je nach Dioptrienstärke, die korrigiert werden soll,

um einige Tausendstel Millimeter flacher drückt:

dadurch verändert sich der Brechungswinkel mit

dem das einfallende Licht an der Hornhaut gebrochen

wird. Denn bei kurzsichtigen Augen liegt der

Brennpunkt, also der Ort, an dem das scharfe Bild

entsteht, vor der Netzhaut im Augeninnern. Das

soll die Ortho-K-Linse ändern: am Morgen, wenn

sie herausgenommen wird, ist die Hornhaut für

einen Tag abgeflacht. Und bricht das Licht genau in

dem Winkel, der den Brennpunkt und somit das

scharfe Bild nach hinten verschiebt und wieder auf

die Netzhaut projiziert ohne weitere Sehhilfe.

Nebenwirkung: Sicht mit Heiligenschein

Für diese Feinarbeit muss die Ortho-K-Linse genau

auf das Auge abgestimmt sein. Jedes Exemplar ist

daher ein Unikat, das erst nach der Vermessung

der Hornhaut individuell angefertigt wird. Die

Wirkung tritt allerdings nicht sofort ein, es dauert

einige Tage, bis sich die Augenhornhaut an den

Druck der Linse anpasst. Auch das hängt wieder

von der Dioptrienzahl ab. Schnell geht es bei nur

leicht kurzsichtigen Augen. Bei einer höheren

Dioptrienzahl dauert es etwas länger. In der Regel

erreichen die Nachtlinsenträger aber am dritten

Tag die normale Sehschärfe. Allerdings mit

Einschränkungen: Abends, wenn es dunkel ist und

sich die Pupillen weiten, dringt manchmal auch

Licht durch die nicht korrigierten Bereiche der

Hornhaut. Dann kann es schon mal zu Zerrbildern

und Einstrahlungen kommen, wenn man Lichtquellen,

wie Ampeln oder Leuchtschrift betrachtet.

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Die Hornhaut ist das Fenster zur Welt, sie darf keinen

Schaden nehmen

Scharf Sehen über Nacht

Um diese Lichtquellen herum sieht man dann eine

Art Heiligenschein oder Halo-Effekt. Das tritt vor

allem dann auf, wenn eine hohe Dioptrienzahl bis

zu -5 korrigiert wird ein Nachteil für Menschen,

die hohe Anforderungen an das Sehen stellen. Eine

zweijährige Studie mit 102 Probanden zeigte, dass

etwa jeder Vierte die Linsen nach wenigen Wochen

oder Monaten wieder abgesetzt hat. Als Grund

wurde meist angegeben, dass die Sehleistung einfach

nicht so gut war wie mit der Brille.

Ohne gute Hygiene drohen Entzündungen

Die Nacht-Kontaktlinsen eignen sich also nicht für

jeden. Bisher helfen sie auch nur bei Kurzsichtigkeit

und auch nur bis zu einer Dioptrienzahl

von etwa -5. Außerdem müssen sie sehr sauber

gehalten werden. Zwischen Linse und Hornhaut

darf kein Schmutz sein, der die Hornhaut falsch

verformt oder Infektionen im Auge auslöst. Es drohen

Entzündungen, die kleine Narben auf der

Augenhornhaut hinterlassen können. Denn in der

Nacht, wenn die Linsen im Auge sind, reduziert sich

der Tränenfilm. Der versorgt die Hornhaut eigentlich

mit Sauerstoff und spült Keime weg. Wenn aber

die Kontaktlinsen in der Nacht in den Augen sind,

kann der ohnehin geringere Tränenfilm die Hornhaut

nicht mehr so gut reinigen. Das erhöht das

Infektionsrisiko im Auge. Eine gute Hygiene und

regelmäßige Augenkontrollen beim Optiker sind

daher unerlässlich und verlangen natürlich auch

hohe Disziplin. Trotz dieser Anforderungen sind die

Ortho-K-Linsen für einige Menschen durchaus eine

Alternative: Manche wollen partout keine Brille

mehr tragen und kommen mit herkömmlichen

Kontaktlinsen nicht klar, weil sie verrutschen oder

die Augen reizen. Oft betrifft das Personen, die

tagsüber viel auf einen Computerbildschirm starren

und bemerken, dass ihre Augen mit normalen

Kontaktlinsen trocken werden.

Schönheit hat ihren Preis

Obwohl die Ortho-K-Methode schon in den 60ern

in Amerika entdeckt wurde, erreichte sie erst seit

etwa 2002 den Durchbruch. Die Linsen wurden

seitdem weiterentwickelt, so dass sie stärker wirken

und die Hornhaut wesentlich schneller umformen.

Noch lassen sich nur etwa 7.000 Menschen in

Deutschland über Nacht die Hornhaut modellieren.

Im kleineren Nachbarland Holland sind es dreimal

mehr, rund 21.000. Pro Jahr etwa 600 Euro muss

man investieren für Kontrollen, Pflegemittel und

die Linsen, die jährlich ersetzt werden müssen. Wer

sich später wieder für die Brille entscheidet, muss

die Linsen ganz absetzen. Nach einigen Tagen oder

Wochen wölbt sich die Hornhaut dann wieder in

ihre ursprüngliche Form zurück.

Besser sehen! Der Quarks-Augentest

Dieser Test besteht aus drei Teilen und prüft das Farbensehen, die Sehschärfe und die Gesundheit der Netzhaut am Ort

des schärfsten Sehens, der Makula. Die Auswertungen liefern eine erste Einschätzung, ersetzen aber keinesfalls die

Untersuchung beim Augenoptiker oder Augenarzt.

Der Quarks-Augentest wurde unterstützt von:

Dr. Wolfgang Wesemann, Höhere Fachschule für Augenoptik Köln | Christine Hentschel, Kuratorium Gutes Sehen e.V.

Farbsehtest

Dieser Test zeigt an, ob Sie eine Rot-Grün-Sehschwäche haben. Versuchen Sie, die Zahl in einem Punktemuster zu lesen.

Bitte tragen Sie unter dem Muster die Zahl ein, die Sie erkennen. Die Ergebnisse finden Sie auf Seite 16. Dort erfahren Sie,

ob Sie eine Rot-Grün-Sehschwäche besitzen.

Muster 1 Muster 2

Muster 3 Muster 4

13


Besser sehen! Der Quarks-Augentest

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Sehschärfentest

Diesen Test sollten Sie bei hellem Raumlicht durchführen. Hängen Sie das Blatt an eine Wand in zwei Metern Entfernung.

Am Besten beleuchten Sie das Testblatt noch mit einer hellen Schreibtischlampe. Sie brauchen auf Ihrer Position ein wei-

teres Blatt Papier und einen Stift zum Schreiben.

• Betrachten Sie dann nacheinander die sechs Reihen mit den Ringen. Bleiben Sie dazu genau dort, wo der Zweimeter-

Abstand liegt. Sie dürfen nicht weiter nach vorne oder nach hinten gehen.

• Notieren Sie sich auf Ihrem separaten Blatt, wo Sie bei jedem einzelnen Ring eine Öffnung sehen: Malen Sie den Ring

auf und markieren Sie die Öffnung mit einem Pfeil in die entsprechende Richtung (oben, rechts-oben, rechts, rechts-

unten, unten, links-unten, links, links-oben).

Sie müssen den Sehtest für jedes Auge getrennt durchführen. Bedecken Sie während eines Testdurchlaufs bitte das ande-

re Auge mit Ihrer Hand.

Sehschärfentest - Testblatt

linkes Auge rechtes Auge

Besser sehen! Der Quarks-Augentest

Makulatest

Die Makula, auch gelber Fleck genannt, liegt mitten auf der Netzhaut und ist der Ort des schärfsten Sehens. Hier befinden

sich die meisten Sehzellen. Besonders im Alter gibt es hier oft Störungen mit diesem Test können Sie prüfen, ob

Ihre Makula noch gesund ist.

• Betrachten Sie das Gitternetz in einem normalen Leseabstand bei heller Beleuchtung (ca. 30 bis 40 cm Entfernung).

Wenn Sie eine Lesebrille benötigen, benutzen Sie diese.

• Decken Sie ein Auge mit der Hand ab. Fixieren Sie mit dem anderen Auge den zentralen Punkt auf dem Gitter.

Achten Sie darauf, ob Veränderungen beim Gitternetz auftreten.

• Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge.

Wenn die Linien verbogen erscheinen oder die Quadrate verzerrt aussehen, kann das auf eine krankhafte Veränderung

der Makula hinweisen. Gehen Sie in diesem Fall umgehend zum Augenarzt.

Makulatest - Testblatt

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Besser sehen! Der Quarks-Augentest

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Farbtest - Auswertung

Sehschärfentest - Auswertung

Muster 1

Wenn Sie hier eine 8 erkennen können, ist alles in Ordnung. Rot-Grün-Schwache lesen hier

eine 3.

Muster 2

Eine 29 wird von allen gelesen, die normal sehen. Menschen mit Rot-Grün-Sehschwäche sehen

hier eine 70.

Muster 3

Wenn alles in Ordnung ist, sehen Sie hier eine 42. Wenn Sie rotblind sind erkennen Sie eine 2.

Bei Grünblindheit sehen Sie eine 4.

Muster 4

Normlsichtige identifizieren eine 5 Rot-Grün-Schwache eine 2.

Stufe 1 Sehvermögen 1,25:

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Sie die Ringöffnungen der obersten

Reihe erkennen können, haben Sie Adleraugen! Ihr Sehvermögen

liegt bei über 100 Prozent.

Stufe 2 Sehschärfe 1,0:

Alles in Ordnung. Wenn Sie diese Reihe mit Richtungsöffnungen

richtig sehen, haben Sie 100 Prozent Sehvermögen.

Stufe 3 Sehschärfe 0,8:

Wenn Sie diese Ringöffnungen identifizieren, ist Ihr Sehvermögen in

Ordnung, wenn auch nicht ganz optimal. Doch für den Alltag ist

dieser Wert noch ausreichend.

Stufe 4 Sehschärfe 0,7:

Wenn Sie hier die Richtungsöffnungen richtig sehen, sind Ihre Augen

wahrscheinlich gerade noch führerscheintauglich. Zur Sicherheit

sollten Sie Ihre Augen auf jeden Fall fachkundig überprüfen lassen.

Stufe 5 Sehschärfe 0,63:

Ihre Sehschärfe ist eingeschränkt. Zwar können Sie die Ringe

gerade noch erkennen, doch Sie würden zum Beispiel als

Fahrschüler den Führerscheinsehtest nicht mehr bestehen. Falls Sie

(noch) Auto fahren, lassen Sie bitte unbedingt vom Arzt oder Optiker

Ihre Augen überprüfen.

Stufe 6 Sehschärfe 0,32:

Wenn Sie die unterste Ringreihe nicht mehr identifizieren können,

haben Sie eine stark unzureichende Sehschärfe. Können Sie noch

Zeitung lesen? Wahrscheinlich nicht! Augenoptiker und Augenarzt

können Ihnen aber helfen, damit das wieder klappt.

Kein Laser für Pilotenaugen: die Lufthansa fürchtet

Folgeschäden

Lasern: Unterschätztes Risiko?

Lasern...

Niemand kennt die Spätfolgen

Schmerzfrei, unblutig und gleich wieder vorbei:

mit solch beruhigenden Slogans und einer angeblichen

hohen Erfolgsquoten bewerben Laserkliniken

und Chirurgen die Augenkorrektur mit Laserlicht.

Ob kurz- oder weitsichtig, gelasert werden

heute Sehschwächen von -10 bis +5 Dioptrien. Wer

Pilot bei der Lufthansa werden will, darf nicht mehr

als -3 oder +3 Dioptrien haben. Einige Bewerber

hoffen, ihre Chancen durch eine Laseroperation zu

erhöhen. Aber die Lufthansa beugt vor mit gelaserten

Augen hat man keine Chance. Die Fluggesellschaft

befürchtet Spätfolgen. Denn bisher

gibt es keine Langzeitstudien zu den verschiedenen

Laser-Methoden. Niemand weiß, ob im Laufe

eines Menschenlebens nicht doch Komplikationen

auftreten, die bei einem Piloten zur Berufsuntauglichkeit

führen könnten. Für die Lufthansa ist diese

Ungewissheit ein zu großes Risiko Piloten müssen

gesunde Augen haben.

Die Technik ist noch jung

Gelasert wird erst seit Ende der 1980-er Jahre. Das

bis heute am meisten verbreitete Verfahren, die

sogenannte Lasik-Methode wird seit den 90-er

Jahren in Deutschland angewendet. Dabei wird die

äußere Schicht der Hornhaut erst mit dem Skalpell

aufgeschnitten und umgeklappt, die eigentliche

Laser-Korrektur erfolgt unter diesem Hornhautlappen.

In den letzten Jahren wurden die Laser-

Verfahren immer mehr verfeinert, außerdem

kamen neue Techniken wie zum Beispiel die

Femto-Lasik dazu. Dabei erfolgt auch der Schnitt

in die Hornhaut, mit dem die Operation vorbereitet

wird, per Laser statt Skalpell. Das schließt nahezu

aus, dass der Hornhautlappen beim Ablösen beschädigt

wird. Außerdem ist die Infektionsgefahr

kleiner. Einerseits sind diese neuen Verfahren eine

positive Entwicklung, weil sie immer präzisere,

risikoärmere Eingriffe ermöglichen. Andererseits

gibt es bei einer ganz neuen Methode natürlich

erst recht keine Langzeiterfahrungen.

Irreversible Schäden treten auf

Denn jedes Gewebe reagiert anders auf den Laser.

In 5 bis 15 Prozent der Fälle ist eine zweite Operation

notwendig. Häufig liegt das am Heilungsprozess

selbst. Dabei siedeln sich bei einigen

Patienten undurchsichtige Zellen auf dem gelaserten

Auge an. Bei Weitsichtigen passiert das häufiger

als bei Kurzsichtigen. Dieser Effekt ist nicht

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vorhersagbar, da der Heilungsprozess von Mensch

zu Mensch unterschiedlich verläuft. Tatsache ist

auch: Die Hornhaut ist nach dem Lasern nicht

mehr so stabil wie vorher. Der Hornhautlappen,

der beim Lasik-Verfahren während der Operation

aufgeklappt wird, wächst nie mehr richtig in das

umliegende Gewebe ein. Zwar scheint es nicht so,

als ob sich das nachteilig auf die Sehkraft auswirkt

aber ob es wirklich harmlos ist, weiß man ebenso

wenig. Fest steht, dass sich bei bis zu 2 Prozent

der Gelaserten die Sehleistung nach der Operation

verschlechtert und das ist dann nicht mehr rückgängig

zu machen.

TÜV für Laserkliniken

Darüber hinaus sehen 10 bis 20 Prozent der

Patienten nach dem Eingriff wochen- oder gar

monatelang wesentlich schlechter als vorher.

Denn nach der Operation werden die gelaserten

Augen für einige Zeit extrem trocken, das behindert

die Sehkraft. Auch Kontrastschwächen und

Nachtsichtprobleme gibt es bei einigen Gelaserten.

Je höher die Fehlsichtigkeit vor der Operation

war, desto höher ist das Risiko solcher Seheinschränkungen.

Deshalb sind gründliche Voruntersuchungen

und eine individuelle Beratung vor

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Trotz Laser-Operation ein Leben ohne Brille

gibt es nicht

einer Laserung extrem wichtig. Entscheidend ist

dabei die Auswahl des Operateurs: Je mehr

Erfahrung er mit dem Lasern hat, desto besser. Ein

Verband lässt sogar den TÜV bestätigen, dass

seine Mitglieder nach höchsten Standards arbeiten:

Beim Verband der Spezialkliniken Deutschlands

für Augenlaser und Refraktive Chirurgie

(VSDAR) prüft der TÜV Augenkliniken und Arztpraxen

auf chirurgische Erfahrung, technischen

Fortschritt und hygienische Zustände. Da der

Markt stark umkämpft ist, soll das Prüfsiegel den

im VSDAR organisierten Augenlaserfirmen helfen,

sich von anderen Anbietern abzuheben.

Von wegen „Leben ohne Brille“

Nicht alle Gelaserten sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Rund 2 Prozent brauchen auch danach noch

eine Brille, um in der Ferne gut zu sehen. Die

angestrebte hundertprozentige Sehschärfe wird

sogar bei etwa einem Drittel der Operierten nicht

erreicht. Viele dieser Patienten müssen dann

zumindest beim Autofahren weiter eine Brille tragen.

Einige lassen sich dann ein zweites Mal operieren,

was dann sogar meistens hilft: Manche

haben nach dem zweiten Eingriff sogar mehr als

100 Prozent Sehkraft. Allerdings nützt das im All-

tag wenig 70 Prozent Sehkraft reicht für das normale

Leben vollkommen aus, zum Beispiel für den

Führerschein. Was stimmt, ist, dass die Mehrheit

der Gelaserten die Brille öfter im Etui lassen kann.

Aber ein Leben komplett ohne Brille, wie es die

Laser-Werbung oft verspricht, gibt es nicht.

Irgendwann trifft es jeden

Zwischen 40 und 50 kommt unweigerlich die

Altersweitsichtigkeit. Sie entsteht, weil die Linse

im Auge starrer und härter wird. Die Linse ist nicht

mehr elastisch genug, um sich reibungslos von

Fernsicht auf Nahsicht umzustellen. Und spätestens

dann brauchen auch alle Gelaserten wieder

eine Brille selbst die, die bei der Operation 100

Prozent Sehschärfe und mehr erreicht haben. Zwar

werden mittlerweile auch in Deutschland Laser-

Verfahren angeboten, die neben Kurz- und Weitsichtigkeit

sowie Hornhautverkrümmung auch bei

Altersweitsichtigkeit eingesetzt werden und damit

auch die Lesebrille überflüssig machen sollen.

Aber bisher halten diese Methoden nicht das, was

sie versprechen.

Das Auge verändert sich ein Leben lang

ob operiert oder nicht

Lasern: Unterschätztes Risiko?

19


Sehtrainings sind heftig umstritten

Sehtraining als Fitness für Augenmuskeln, Augenlinse

und Gehirn: Solcherart in Seminaren und

Büchern angepriesen, versprechen Sehtrainer

eine Leben ohne Kontaktlinsen oder Brille. Die

selbsternannten Augenexperten bieten dazu teils

psychotherapeutisch, teils esoterisch anmutende

Erklärungsversuche und empfehlen Übungen, die

man leicht zuhause nachmachen kann.

Doch bis heute gibt es keinen überzeugenden wissenschaftlichen

Nachweis zur Wirksamkeit dieser

Sehtrainings. In mehreren Untersuchungen konnte

zwar ein minimaler Anstieg der Sehschärfe gefunden

werden. Allerdings waren diese nachgewiesenen

Steigerungen sehr gering und verbesserten

das Sehen im Alltag nicht. Die etwas bessere Sicht

reichte zum Beispiel in keinem der Fälle aus, um

ohne Sehhilfe Auto zu fahren. Die kleinen Veränderungen

lagen sowohl bei den erwähnten

Untersuchungen als auch bei zwei Tests, die

Quarks & Co durchgeführt hat, im Bereich der

natürlichen Schwankungen.

20

Bisher sind nur minimale, wissenschaftlich nicht

relevante Verbesserungen der Sehschärfe durch

Sehtraining nachgewiesen

Nie mehr Brille?

Nie mehr Brille?

Quarks stellt Sehtraining auf die Probe

Quarks & Co hat eine Sehlehrerin gebeten, ihr

Können unter Beweis zu stellen. Dazu sollte sie

kurzsichtige und altersweitsichtige Frauen zwei

Wochen lang intensiv mit ihren Übungen trainieren.

Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten,

wählte das Quarks-Team für den Test zur

Kurzsichtigkeit ein Zwillingspaar: Christin und

Doreen, eineiige Zwillinge mit identischen Genen.

Christin wurde von der Sehlehrerin trainiert und

instruiert, Doreen nicht. Für den anderen Test

konnte Quarks & Co eine vierköpfige Damen-

Bridge-Runde gewinnen Isabel, Monika, Hanne

und eine weitere Monika sind alle über 50 und

brauchen schon seit Jahren eine Lesbrille. Vor

Beginn des Trainings und nach den zwei Wochen

Übungszeit wurden die Augenwerte der Teilnehmerinnen

gemessen, immer zur selben Uhrzeit,

um natürliche Tagesschwankungen zu berücksichtigen.

Die Sehtrainerin, zu ihrer Prognose befragt,

war optimistisch und konnte sich vorstellen, dass

sich in beiden Fällen schon nach zwei Wochen

messbare Veränderungen der Sehschärfe nachweisen

lassen würden.

Natürliche Schwankungen

Nach zwei Wochen Sehtraining verblüffte das

Ergebnis zunächst alle im Team: Christin, der

kurzsichtige Zwilling, hat 0,25 Dioptrien weniger!

Doch der Augenarzt, der die Messungen für

uns durchgeführt hat, relativiert das Ergebnis:

0,25 Dioptrien sei eine natürliche Schwankung

der Tagesform und bedeute keinesfalls, dass

die Sehschärfe sich verändert hätte. Tatsächlich

sagt Christin selbst, dass sie nicht den

Eindruck habe, besser sehen zu können. Der

Test mit den Altersweitsichtigen geht ähnlich

aus: Bei Isabel und Monika Nummer eins gibt

es sogar eine leichte Verschlechterung der

Sehschärfe, bei Monika Nummer zwei gibt es

sowohl bei den Messungen mit als auch ohne

Brille eine leichte Verbesserung. Alle diese

leichten Veränderungen erklärt der Augenarzt

wieder mit natürlichen Schwankungen der

Sehschärfe er kann keine Wirksamkeit des

Sehtrainings feststellen. Keiner weiß, ob sich

die Sehschärfe stärker verbessert hätte, wenn

die Testpersonen das Training länger gemacht

hätten. Der Augenarzt glaubt, dass auch längeres

Training die Fehlsichtigkeit der Testpersonen

nicht reduziert hätte.

Bewusst hinschauen hilft, sagen die Sehtrainer

Sehtrainer kontra Schulmediziner

Es gibt aber immer wieder Erfahrungsberichte von

Trainierenden, die behaupten, ihre Kurzsichtigkeit

sei um mehrere Dioptrien zurück gegangen.

Dagegen haben Schulmediziner gleich mehrere

Erklärungen parat, wie solche Erfahrungsberichte

zu deuten sind: Es ist möglich, dass die Dioptrien-

Zahl sinkt, weil die Betroffenen vorher eine zu starke

Brille hatten. Häufig kommt es auch vor, dass

Menschen sich ans unscharfe Sehen gewöhnen

und sich einfach damit zufrieden geben ein

Optimierungsprozess im Gehirn. Ebenso gut könnte

es sein, dass die Kurzsichtigkeit nur vorübergehend

war, entstanden zum Beispiel durch Stress.

Denn man weiß, dass Menschen nach einer Zeit

starker psychischer oder beruflicher Anspannung,

die mit viel Naharbeit einhergeht, vorübergehend

schlechter sehen. Der Effekt verschwindet normalerweise,

sobald der Betroffene sich erholt auch

ohne Sehtraining.

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Nie mehr Brille?

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Ursprünge des Sehtrainings

Die alternativen Augenheiler beziehen sich vor allem

auf den amerikanischen Augenarzt Dr. William

Bates (1860-1931). Er hat in den 1920er Jahren,

angeblich als erster, die Wirkung von gezielten

Augenübungen auf die Sehschärfe untersucht.

Bates behauptete, dass regelmäßiges Training

Sehfehler ausgleichen kann. Die Aufmerksamkeit

auf den Sehvorgang spielte für ihn wie für die heutigen

Sehtrainer eine wesentliche Rolle: Wer

bewusst hinschaut, sieht auch mehr, sagen sie.

Nach dem Motto Man sieht nur, was man sehen will

gehören für viele Trainer psychische Konflikte als

Ursachen für schlechtes Sehen mit zur Behandlung.

Es gibt verschiedene Strömungen des Sehtrainings

neben dem psychotherapeutischen

Ansatz auch einen kinesiologischen, sowie ein

Sehtraining für computergeschädigte Augen.

Kinesiologie

Die Kinesiologie ist ein medizinisches Verfahren, das in erster Linie

von Heilpraktikern angewendet wird. Diagnosen werden nicht iso-

liert gestellt, sondern im Zusammenhang mit der gesamten

Lebenssituation des Patienten, sowohl auf der psychologischen als

auch auf der körperlichen Ebene. Die Wirksamkeit der Kinesiologie

konnte wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden

Angenehm für die Augen

Sehtrainer ist kein geschützter Begriff jeder

kann sich so nennen. Hinter der Bezeichnung

stecken in der Regel Psychologen, Heilpraktiker

oder Kunsttherapeuten, in den seltensten Fällen

Menschen mit einer augenheilkundlichen Ausbildung.

Nur wenige Augenärzte unterstützen das

Sehtraining. Die meisten Mediziner stehen auf

dem Standpunkt, dass mit solchen Angeboten

ungerechtfertigt viel Geld verdient wird. Die Tatsache,

dass die Wirksamkeit von Sehtrainings bisher

wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden

konnte, stützt sie in ihrer Überzeugung. Andererseits

empfinden viele Menschen ein Sehtraining

als angenehm. Auch den Testkandidaten bei

Quarks & Co ging es so.

Augenübungen am Computer

Mehr als jeder zweite Beschäftigte sitzt bei der

Arbeits am Computer. Viele empfinden das als

anstrengend und fürchten negative Auswirkungen

auf die Augen. Wissenschaftliche Studien belegen,

dass Sehvermögen und Sehverhalten durch

das monotone Starren auf den Computer durchaus

beeinträchtigt werden: Kontraste sehen, das

Vermögen Farben zu unterscheiden, der Wechsel

zwischen nah und fern und Blickbewegungen

können leiden. Auch das Gesichtsfeld wird durch

ständige Naharbeit eingeschränkt. Sind die

Augen am Computer so einseitig gefordert, neigt

der Mensch dazu, das eingeschränkte Sehverhalten

auch nach der Arbeit fortzusetzen. Die

visuellen Fähigkeiten verkümmern, heraus kommt

ein verkrampftes Starren, etwa das Zusammenkneifen

der Augen, wenn man einen Gegenstand

in der Ferne fixiert.

Einfach mal aus dem Fenster schauen

Es gibt einige Sehtrainer, die auf Computerarbeit

spezialisiert sind. Sie bieten Augenübungen an,

die das Sehverhalten wieder vielseitiger machen.

Beschwerden wie brennende oder müde Augen

verschwinden dann angeblich in knapp 60

Prozent der Fälle. Auch hier wenden Skeptiker ein,

dass ein kurzes Aus-dem-Fenster-Schauen die

Augen genauso gut entspannt und keine Kursgebühren

kostet.

Links:

Nach 2 Wochen Training wird bei Doreen (links) und

Christin (rechts), den Zwillingen, die Sehstärke

überprüft

Mitte:

Die altersweitsichtigen Damen haben 2 Wochen

fleißig trainiert dann wird wieder gemessen ...

zuerst mit Brille ...

Rechts:

... dann ohne Brille

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24

Wenn das Auge altert

Millionen leiden an Makuladegeneration

Grauer Star, Altersweitsichtigkeit oder Sehbehinderung

durch Alterszucker wenn der Mensch

altert, leiden die Augen oft extrem. Die häufigste

Ursache für schwere Sehbehinderungen ist ebenfalls

eine typische Alterserscheinung: die Makuladegeneration.

Die Zahl der Betroffenen nimmt

rasant zu, weil die Menschen immer älter werden.

Eine völlige Heilung ist bislang nicht in Sicht, auch

wenn die Zusammenhänge bei dieser Krankheit

Stück für Stück ergründet werden. Trotz starker

Hinweise auf die Ursachen und den Verlauf bleibt

die altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

eine Bedrohung, die rund jeden Dritten im Alter

betrifft.

Zentrale Stelle für das Sehen

Die Krankheit spielt sich an der Netzhaut ab. Auf

der Netzhaut sitzen rund 127 Millionen Lichtrezeptoren,

die das eintreffende Licht empfangen,

nachdem es Hornhaut, Linse und Glaskörper

durchquert hat. Ohne Netzhaut kein Sehen und

mitten auf der Netzhaut gibt es ein spezialisiertes

Areal, die Makula, auch bekannt als der gelbe

Fleck. Dieser winzige Punkt auf der Netzhaut ist

Mitte:

In der Netzhaut liegt der so genannte gelbe Fleck,

der Ort des schärfsten Sehen

Rechts:

Ist die Makula geschädigt sieht man im Zentrum

mehr oder weniger verschwommen

mit seinen 147.000 Sehzellen pro Quadratmillimeter

zuständig für das wesentliche Sehen:

Lesen, Erkennen von Gesichtern und feinen

Einzelheiten, Unterscheiden von Farben. Die

gesamte restliche Netzhaut nimmt hauptsächlich

Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahr.

Die Bildmitte verschwindet

Beim gesunden Auge herrscht in der Makula ein

reger Stoffwechsel, durch den die Sehzellen mit

Nährstoffen versorgt werden. Mit dem Alter, meist

ab dem 50. Lebensjahr, kann es dabei zu Störungen

kommen: Unter der Netzhaut entstehen dann

Ablagerungen, die Sehzellen sterben langsam ab

und in manchen Fällen wuchern sogar Blutgefäße

ins Auge diese Erscheinungen bezeichnet man

als altersabhängige Makuladegeneration kurz

AMD. Die Folge ist, dass man im Zentrum des Gesichtfeldes

nur noch einen verschwommenen oder

verzerrten Blick hat, oder sogar nur noch einen

verschwommenen Fleck sieht. Da bei dieser Krankheit

ausschließlich die Makula in der Mitte der

Netzhaut betroffen ist, bleibt das äußere Gesichtsfeld

erhalten: Man kann beispielsweise erkennen,

dass es sich um eine Uhr handelt, kann sie aber

nicht ablesen, da die Bildmitte verschwindet.

Sinneszellen sterben ab

Die altersabhängige Makuladegeneration entsteht

dadurch, dass sich zwischen den Sehzellen und der

Aderhaut Ablagerungen von Stoffwechselprodukten

ansammeln. Die reichern sich immer mehr an

und verhindern die Nährstoffzufuhr für die Stäbchen

und Zapfen der Makula. Dies kann dazu führen,

dass die Sehzellen absterben, und aus dem

betroffenen Bereich keine Informationen mehr ins

Gehirn weitergeleitet werden können. Das Sehzentrum

im Gehirn kann dann kein Bild mehr erzeugen

es bleibt nur ein verschwommener Bereich im

Zentrum des Blickfeldes. Er ist umso größer, je

mehr Sinneszellen abgestorben sind.

Notfallreaktion macht es noch schlimmer

Bei rund 15 Prozent der Betroffenen kommt es zusätzlich

zu unkontrollierten Blutgefäßwucherungen

ins Auge. Denn die kranke Makula schreit

förmlich nach Nährstoffen, sobald deren Zufuhr

wegen der Ablagerungen unterbrochen ist. Der

Körper reagiert auf dieses Notsignal, indem er im

Blut einen Wachstumsfaktor ausschüttet, der

neue Blutgefäße wachsen lässt, damit mehr

Nährstoffe zu den bedrohten Sehzellen kommen.

Wenn das Auge altert

Eigentlich die richtige Reaktion doch sind die

neuen Adern oft undicht und Blut gelangt in die

Netzhaut. Sie schwillt an, oder eine Narbe entsteht.

Dadurch sterben auch bei der so genannten

feuchten Form der AMD Sehzellen ab.

Auch die Gene spielen eine Rolle

In der Regel ist die AMD ausschließlich altersbedingt.

Dass so viele Menschen betroffen sind,

hängt damit zusammen, dass immer mehr Menschen

immer älter werden. Doch kennt man inzwischen

auch andere Faktoren, die die Krankheit

ausbrechen lassen: Forscher haben drei Gene entdeckt,

auf denen bestimmte Veränderungen offensichtlich

dazu beitragen, dass man anfällig für die

AMD ist. Zudem weiß man, dass Männer weit

weniger gefährdet sind als Frauen. Sie haben mehr

Pigmente in der Makula, die, wie es scheint, vor

der Krankheit schützen.

Keine völlige Erblindung

Zum Glück bleibt den meisten Betroffenen das

Schlimmste erspart: Auch wenn die gesamte

Makula durch die Krankheit zerstört wird und ihre

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Funktion nicht mehr erfüllen kann, bleibt die restliche

Netzhaut erhalten. Dies bedeutet, dass zwar

die zentrale Sehschärfe des Auges verloren gehen

kann, doch immerhin bleibt das äußere Gesichtsfeld

erhalten. In schweren Fällen kann aber die

Sehschärfe insgesamt auf weniger als zwei Prozent

absinken. Man ist dann nahezu blind Lesen

oder Autofahren ist nicht mehr möglich, denn man

sieht nur noch einen schwachen Bildrand. Dann

hat der Patient Anspruch auf das gesetzliche

Blindengeld.

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Therapie ist möglich aber keine Heilung

Wirklich heilen kann man die AMD leider noch

nicht. Doch gibt es Behandlungsverfahren, mit

denen die Krankheit aufgehalten oder zumindest

verlangsamt werden kann: Medikamente, die

direkt in den Augapfel injiziert werden, können bei

der feuchten Form die Bildung der Gefäßwucherungen

unterdrücken. In den frühen Stadien der

feuchten AMD wird auch die Photodynamische

Therapie (PDT) angewendet. Dabei wird zunächst

eine Substanz in die Armvene gespritzt, die die

Links:

Im gesunden Auge findet ein ungestörter Stoffwechsel

zwischen Sehzellen und Aderhaut statt

Mitte:

Im Alter sammeln sich Ablagerungen in der Makula an.

Dadurch bekommen die Sehzellen zu wenig Nahrung

sie sterben ab. Das ist die trockene Form der AMD

Rechts:

Im Extremfall wuchern Blutgefässe unkontrolliert ins

Auge. Mediziner nennen das die feuchte Form der AMD

Gefäßwucherungen im Auge für einen Laserstrahl

empfindlich macht. Mit dem Laser können die

undichten Stellen dann verödet werden. Auch

andere medizinische Verfahren, wie eine Operation

der Makula, werden erprobt.

Risikofaktoren meiden

Jeder kann im höheren Alter betroffen sein, doch

gibt es einige Dinge, die man selbst tun kann, um

das Risiko zu verringern. Wer etwa raucht, schädigt

sein Auge auf jeden Fall. Nichtraucher haben weitaus

bessere Chancen, dass ihre Makula gesund

bleibt. Auch hoher Blutdruck ist gefährlich Faktoren,

die den Blutdruck erhöhen, vor allem Übergewicht,

sollte man also ausschalten. Ein Nachweis,

dass bestimmte Nährstoffe Einfluss auf den

Verlauf einer AMD-Erkrankung haben, konnte eine

Studie in den USA erbringen: Über 4.000 Patienten

im Alter zwischen 55 und 80 Jahren bekamen

täglich einen Cocktail aus Vitamin C (500 mg), Vitamin

E (400 IE), Beta-Karotin (15 mg), Zink (80 mg)

und Kupfer (2 mg). Zum Teil konnte die AMD damit

gestoppt oder wesentlich verlangsamt werden.

Gemüse für gute Augen

Noch ist die optimale Dosierung zur Vorbeugung

nicht ganz sicher, doch fest steht, dass die AMD

durch Ernährung beeinflusst werden kann. Dazu

gibt es weitere Studien; im Zentrum stehen

Karotinoide sekundäre Pflanzenstoffe, die in

Karotten, Mais und vor allem in dunkelgrünem

Gemüse vorkommen. Untersuchungen weisen

darauf hin, dass es einen engen Zusammenhang

zwischen der Menge dieser Karotinoide im Blut

und dem Erkrankungsrisiko gibt. Viel Gemüse

könnte also den Augen nützen: Grünkohl, roher

Spinat, Petersilie, Mais, grüne Bohnen und

Karotten liefern den richtigen Vitamin-Mix.

Wenn das Auge altert

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