Ausgabe 1 (PDF-Datei) - DRK Kreisverband Rügen e.V.

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Ausgabe 1 (PDF-Datei) - DRK Kreisverband Rügen e.V.

DEUTSCHES

R O T E S K R E U Z

Erdbeben in Pakistan

Dr. Jovanka Blunk im Helfereinsatz

Landesmagazin

7. Jahrgang Nr. 1/2006

Frühjahr 2006

Magazin für Mitglieder der DRK-Kreisverbände Uecker-Randow Neubrandenburg Ostvorpommern Rügen

Stralsund Nordvorpommern Demmin Mecklenburg-Strelitz Parchim Rostock Schwerin


2

Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

in den vergangenen Monaten

haben sich alle Gremien des

Deutschen Roten Kreuzes,

angefangen vom Präsidialrat

über das Präsidium bis hin zu

den Landes- und Kreisverbänden,

ausgiebig mit der

Strategie 2010 plus auseinander

gesetzt. Damit wird der notwendige Prozess

zur Veränderung der Strukturen in unserem Verband

fortgesetzt.

Laut einer Emnid-Umfrage nimmt die Öffentlichkeit

vor allem den Rettungsdienst, den Katastrophenschutz

und die Auslandshilfe wahr. Fast unbekannt

sind demnach jedoch die anderen rund 90 Aufgabenfelder

des DRK, insbesondere die sozialen Dienstleistungen.

Hinzu kommt, dass das Rote Kreuz zunehmend

an Attraktivität für freiwilliges ehrenamtliches

Engagement verliert, weil zu wenig Raum und Unterstützung

geboten wird. Stellt sich also die Frage:

Was können wir tun, um die Leistungen unseres

Verbandes besser zu publizieren und mehr ehrenamtliche

Helfer zu gewinnen? Die Diskussionen im

Strategieprozess stellten deutlich heraus, dass sich

das DRK nur durch stärkere Vernetzung, Standardisierung

und einheitliche Vermarktung der Angebote

sowie den verstärkten Einsatz von Ehrenamtlichen

neu und erfolgreich positionieren kann. Klar ist, dass

für die notwendig werdenden verbindlichen Vorgaben

auch eine veränderte Verbandssteuerung

notwendig wird.

Im Mittelpunkt unseres Denkens und Handels steht

immer der Mensch und das Maß seiner Hilfebedürftigkeit.

Um flexibel auf individuelle Ansprüche reagieren

zu können, müssen Aufgabenfelder standardisiert

und zu so genannten Produkten kombiniert

werden. Auf gleiche Weise ist auch das Angebot in

der Vorsorge, der Hilfe im akuten Bedarfsfall und in

der Nachsorge zu gestalten, denn nur so werden

Menschen über lange Zeiträume und in verschiedenen

Lebenslagen angesprochen.

Bei der Erarbeitung und Umsetzung entsprechender

Standards für die verschiedensten Angebote ist das

Engagement der Rotkreuzmitglieder aller Gliederungen

gefragt, um die Einheitlichkeit zu sichern.

Die gemeinsam erarbeiteten und vom Bundesverband

festgelegten Vorgaben müssen von den Mitgliedsverbänden

flächendeckend und den örtlichen

Gegebenheiten entsprechend angepasst, umgesetzt

und überwacht werden. Auf diese Weise werden die

lokalen Organisationen entlastet, die Einheitlichkeit

von Qualitäts- und Verwaltungsstandards gesichert

und der flexible Umgang mit den veränderten

Bedürfnissen und Rahmenbedingungen möglich.

Im Katastrophenfall und im Alltag gilt es, Entscheidungen

schnell zu treffen und konsequent umzusetzen.

Dafür brauchen wir klare Führungsstrukturen

und eine abgestimmte Zusammenarbeit - was bei der

Größe unseres Verbandes nicht einfach ist. Deshalb

müssen auch wir ein effektives und effizientes

Management etablieren, um den Anforderungen des

sich verschärfenden Wettbewerbs gerecht zu werden.

Unser Management besteht aus der ehrenamtlichen

Aufsicht, also den jeweiligen Präsidien, die die Ziele

setzen und der Exekutive - den hauptamtlichen

Vorständen bzw. handlungsberechtigten Geschäftsführerinnen

und Geschäftsführern. Sie sind mit der

Umsetzung der Vorgaben betraut und müssen die

Verteilung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung

klar regeln.

Die neu zu schaffenden Angebote, entsprechende

Standards sowie deren Umsetzung und Kontrolle ist

also eine umfassende Aufgabe, der sich auch das

Deutsche Rote Kreuz in Mecklenburg-Vorpommern

stellen muss und will. Dafür gibt es bereits viele

positive Ansätze und Ideen, die wir aber nur im engen

Miteinander von Ehren- und Hauptamt verwirklichen

können.

Mit dem Blick in die Zukunft werden gegenwärtig die

Vorschläge zur weiteren Umsetzung der Strategie

2010 plus ausgearbeitet, bevor sie dem Präsidium des

Deutschen Roten Kreuzes als Auftraggeber übermittelt

werden. Noch in diesem Frühjahr sollen maßgebliche

Entscheidungen getroffen werden, die, so

hoffe ich, allerorts mitgetragen und engagiert

umgesetzt werden.

Herzlichst Ihr

Hans-Peter Schultz

Geschäftsführer

DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

2 – Editorial

von Hans-Peter Schultz,

Geschäftsführer des DRK-

Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern

e.V.

3 – Inhalt

4 – International

· Kenia hat Hunger statt

Zukunft

5 – Landesweit

· Kontrolle

der Mitgliedsbeiträge

· Bildungszentrum

ausgegliedert

· Amtliches Auskunftswesen

tagte

6/7 – Titelthema

· Pakistan: Dr. Jovanka Blunk:

„Ich musste einfach hin -

und helfen!“

8/9 – Uecker-Randow

· Neues Domizil für Kinder

und Jugendliche

· Viel Spaß im Zahlenland

10/11– Ostvorpommern

· Aktivitäten zum

Weltrotkreuztag

· Spielzeugfreier Kindergarten

12/13 – Stralsund

· Wasserwacht mit

vielseitigen Angeboten

· Lernen beginnt schon vor

der Schule

14/15 – Rügen

· Lust auf Ehrenamt?

· Eine Tagesstätte in der Nähe

des Hafens

16/17 – Nordvorpommern

· JRK-ler auf gutem Weg

· Sozialstation ganz in der

Nähe

Seite 7: Die Schwerinerin Dr. Jovanka Blunk ist Ärztin auf der

Geburtenstation des Kreiskrankenhauses Hagenow. Vor einiger Zeit

war sie in Pakistan, um dort den Erdbebenopfern zu helfen.

Foto: Christine Mevius

Seite 29: Elke Nürnberg suchte eine ehrenamtliche Aufgabe

beim Roten Kreuz und fand sie auch. Liebevoll betreut sie die Blutspender

im DRK-Kreisverband Rostock.

Foto: Sabine Dettmann

Seite 30: Zum 145. Geburtstag des DRK-Krankenhauses

Mecklenburg-Strelitz konnte das Baustellenschild für den Neubau

enthüllt werden.

Foto: DRK-Krankenhaus Mecklenburg-Strelitz

Inhalt

18/19 – Demmin

· Weniger minderjährige

Muttis

· Kletterspaß in der Kita

„Kinderglück“

20/21 – Neubrandenburg

· DRK-Wasserwacht

mit Erfolgsbilanz

· Ein gutes Jahr für die

Kreisbereitschaft

22/23 – Mecklenburg-

Strelitz

· Retter mit vier Pfoten

· Kinder- und Jugendhilfe

im Focus

24/25 – Parchim

· 125 Jahre unter einem

guten Zeichen

· DRK Parchim übernimmt

Krankenfahrten

26/27 – Schwerin

· Vom Schulsanitäter

zum Rettungsprofi

· Wasserwachtler feierten

Poolparty

28/29 – Rostock

· Ohne Liebe geht es nicht

· Blutspender betreuen -

wer macht mit?

30 – Krankenhaus

Mecklenburg-Strelitz

· Krankenhaus hat engagierte

Förderer

31 – Buchtipps/

Veranstaltungen

Landesverband

32 – Impressum

3


4

International

Die hungernden Menschen in Kenia leiden an Austrocknung,

Erschöpfung und geschwächten Immunsystemen. Betroffen sind vor

allem Kinder, ältere Menschen und schwangere Frauen.

Foto: Reuters / IKRK

Kenia hat Hunger statt Zukunft

Wieder einmal gibt es

eine Wasser- und Nahrungsmittelkatastrophe

in Afrika.Vor Hunger

apathische Kinder, Kadaver

von ausgemergelten

Rindern, verdorrte

Pflanzen auf bräunlichgelben

Feldern - das sind

die grausamen Bilder, die

uns aus dem Nordosten

Kenias erreichen.

Millionen Menschen

in Kenia bedroht

Akut sind 3,1 Millionen

Menschen von der Wasserund

Nahrungsmittelkrise

bedroht. Es trifft vor allem

Kinder, ältere Menschen und

schwangere Frauen. Sie

leiden an Austrocknung und

Erschöpfung, ihre Immunsysteme

sind geschwächt. Das

Deutsche Rote Kreuz hat

16 Krankenhäuser in den

betroffenen Distrikten unter

anderem mit Infusionen,

Impfstoffen und NaCl-

Lösungen ausgestattet.

Rund 200.000 betroffene

Menschen versorgt das DRK

damit medizinisch über einen

Zeitraum von drei Monaten.

Die Hilfe ist Teil der groß

angelegten Soforthilfe der

Internationalen Föderation

der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.

Dabei

verteilt das Rote Kreuz Nahrungsmittelrationen,

stellt

sauberes Wasser für die

betroffenen Familien bereit,

unterstützt Notschlachtungen,

um bedürftige Menschen

mit dem geschlachteten

Fleisch zu versorgen und

schließt die medizinische

Versorgungslücke durch die

Beschaffung von Medikamenten

und medizinischem

Zubehör.

Hungerkatastrophen

in Zukunft verhindern

Die Soforthilfe muss schnell

greifen, um das Schlimmste

zu verhindern. Langfristig

aber muss viel mehr getan

werden. Dazu hat das Rote

Kreuz bei einem Treffen in

der kenianischen Hauptstadt

Nairobi einen Aktionsplan

festgelegt. Im Mittelpunkt

steht ein Hilfeaufruf, der weit

über Soforthilfe hinaus geht;

er fokussiert langfristige Projekte,

mit denen die Region

Der Anblick des Gerippes einer von der Dürre getöteten Kuh ist in

Kenia keine Seltenheit.

Foto: John Nyaga / IRIN

stabilisiert werden soll. Dazu

gehören die Verbesserung

der Frühwarnsysteme, mit

deren Hilfe Hungerkatastrophen

rechtzeitig erkannt

und verhindert werden

sollen, die Stärkung der Partner

vor Ort und dadurch

auch die Wasser- und Nahrrungsmittelsicherung

in

Ostafrika. Mit diesen Maßnahmen

knüpft das Rote

Kreuz an bestehende Projekte.

Zum Beispiel in

Somalia, wo das DRK gemeinsam

mit seinem Partner

vor Ort, dem Somalischen

Roten Halbmond, durch den

Bau von Brunnen und

Wasserbecken die Versorgung

der Bevölkerung mit

Trinkwasser gewährleistet

und Basisgesundheitsstationen

betreibt. Diese Entwicklungsprojekte

auszubauen ist

aufgrund der geringen zur

Verfügung stehenden Mittel

oft nicht möglich.

Gemeinsam kämpfen

für Afrika

Das Rote Kreuz hat auf

einem Treffen in Kenia zur

Bildung einer globalen Part-

nerschaftsinitiative für Afrika

aufgerufen. Ziel ist es, eine

Milliarde US Dollar zu generieren

und so das Leben von

zehn Millionen Afrikanern zu

verbessern.Aber auch die

Politik muss sich an ihre

Zusicherung halten und die

versprochenen finanziellen

Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit

bereit

stellen. Nur so kann verhindert

werden, dass die Hungerkatastrophen

auf dem

schwarzen Kontinent alle

Jahre wiederkehren.

Dr. Dietrich Fischer,

Leiter der Afrika-Hilfe

beim DRK (gekürzt)

Helfen auch Sie

mit einer Spende!

Deutsches Rotes Kreuz

Bank für Sozialwirtschaft

Bankleitzahl 370 205 00

Kontonummer 41 41 41

Stichwort: Kenia

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Kontrolle der Mitgliedsbeiträge

Auf der 16. Ordentlichen Landesversammlung, die am 5. November

2005 im DRK-Bildungszentrum Teterow stattfand,

beauftragte das Präsidium des DRK-Landesverbandes den

Finanzausschuss zu prüfen, ob die Mitgliedsbeiträge der Kreisverbände

sowie die Zuwendungen der öffentlichen Hand

angemessen verwendet werden. Gegebenenfalls soll bis zum

30. Juni 2006 ein Vorschlag zur Neufassung bzw. Änderung der

Beitragsordnung erarbeitet werden. Der Finanzausschuss

wurde autorisiert, sich in dieser Angelegenheit externen

Sachverstandes zu bedienen und Mitglieder zu kooptieren.

Ausgelöst wurde dieser Beschluss durch einen entsprechenden

Antrag des DRK-Kreisverbandes Neubrandenburg.

Bildungszentrum ausgegliedert

Auf der Grundlage eines Beschlusses der DRK-Landesversammlung

soll das DRK-Bildungszentrum rückwirkend zum

1. Januar 2006 als rechtlich selbständige Einrichtung unter

dem Namen „DRK-Bildungszenrum Teterow gGmbH“ geführt

werden. Alle bestehenden Aktiva und Passiva der Einrichtung,

zu denen auch das Seminarhaus Heringsdorf gehört, werden

im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die neue GmbH

übertragen. Die Grundstücke einschließlich deren Bebauung

verbleiben beim DRK-Landesverband. „Alle Mitarbeiterinnen

Mitarbeiter des Bildungszentrums und des Seminarhauses

werden von der neuen Gesellschaft übernommen“, erklärt

der Leiter des Bildungszentrums Jan-Hendrik Hartlöhner.

„Durch die Ausgliederung von Einrichtungen wird erreicht,

dass sich der Landesverband auf die Erfüllung von Dachverbandsaufgaben

konzentrieren kann und die übrigen

Leistungen von rechtlich selbständigen Tochtergesellschaften

und den DRK-Kreisverbänden ausgeführt werden“, erläuterte

Landesgeschäftsführer Hans-Peter Schultz die Ausgliederung

des Bildungszentrums.

Amtliches Auskunftswesen tagte

Die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen

und den Verantwortlichen des Roten Kreuzes bei

Katastrophen und Großschadensereignissen war Inhalt der

ersten Fachtagung des Amtlichen Auskunftswesens am

22. November 2005 in Teterow. Betont wurde besonders die

Notwendigkeit der Registrierung aller Betroffenen sowie der

ständige Informationsfluss zwischen dem jeweiligen Schadensort

und der vom DRK vorgehaltenen Auskunftsstelle.

Zukünftig gilt, es allerorts durchzusetzen, dass alle DRK-Auskunftsstellen

in die Alarmpläme aufgenommen werden, die

Helfer der Katastrophenschutzeinheiten bezüglich der

Registrierung geschult und die verantwortlichen Einsatzleitungen

für diese notwendige Aufgabe sensibilisiert werden.

Innerhalb des Roten Kreuzes sind Schnittstellen zwischen

Sanitäts- und Betreuungsdienst zu definieren. Betont wurde

auch die Bedeutung der Zusammenarbeit von Kreisauskunftsbüros

mit der Notfallnachsorge für Opfer und deren

Angehörige wie auch die Kriseninterventionsangebote für die

eigenen Helfer.

Landesweit 5

Ohne Mitgliedsbeiträge wäre z. B. die Arbeit im Jugendrotkreuz

undenkbar. Doch werden wirklich alle Mittel angemessen verwendet?

Die Prüfung des Finanzausschusses soll Klarheit bringen.

Foto: Christine Mevius

Ein tolles Angebot für Bildung und Urlaub: Zur neuen DRK-Bildungszentrum

Teterow gGmbH gehört auch das Seminarhaus in

Heringsdorf, ein attraktiver Ort für Aus- und Weiterbildung im

DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Foto: Christine Mevius

Die genaue Registrierung aller Betroffenen ist das A und O bei

Katastrophen und Großschadensfällen. Foto: Christine Mevius


6

Titelthema

Zahllose Kinder wurden schwer verletzt und sind noch heute von

den Ereignissen des schrecklichen Erdbebens traumatisiert.

Foto: DRK-Bildarchiv, GS, Fredrik Barkenhammar

Das Erdbeben vom 8. Oktober

hat in Pakistan

über 86.000 Todesopfer

und 128.000 Verletzte

gefordert, 3,5 Millionen

wurden obdachlos.

Dank des humanitären

Einsatzes der RotkreuzundRothalbmondgesellschaften

waren im Januar

2006 die meisten unmittelbarenErdbebenwunden

versorgt.

Gegenwärtig werden in

den Gesundheitsstationen

und Krankenhäusern vor

allem infizierte Wunden,

Atemwegs- und Durchfallerkrankungen

behandelt.

Dr. Jovanka Blunk (38) ist

Fachärztin für Gynäkologie

im Kreiskrankenhaus

Hagenow. Im November

2005 flog sie nach Pakisstan,

um den Erdbebenopfern

zu helfen.Als

Ärztin - und als Mensch.

Was hat Sie dazu

bewogen, nach Pakistan

zu gehen?

Ich bin Ärztin, und als ich die

schrecklichen Bilder vom Erdbeben

in Pakistan gesehen

habe, musste ich nicht lange

überlegen, ob ich dorthin in

den Einsatz gehe. Außerdem

bin ich dem Roten Kreuz von

Kindesbeinen an verbunden.

Wie haben Sie sich auf

den Einsatz im Erdbebengebiet

vorbereitet?

Einen Tag nach dem Erdbeben

in Pakistan fand im DRK-

Bildungszentrum Teterow ein

Basic-Training-Course for

Delegates, also ein Delegiertenseminar

für Auslandshelfer,

mit 27 Teilnehmern aus

Deutschland, Indien, Südkorea,

Norwegen und der

Schweiz, statt, an dem ich

teilnahm.Als kurz nach dem

Seminar die Anfrage vom

Roten Kreuz kam, ob ich

bereit wäre, nach Pakistan zu

gehen, habe ich sofort zugesagt

- denn ich wollte unbedingt

helfen. Knapp einen

Monat später, am 6. Novem-

Ohne die Hilfe der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften

bestünde für die Erdbebenopfer nur wenig Hoffnung.

Fotos: DRK-Bildarchiv, GS, Fredrik Barkenhammar

Dr. Jovanka Blunk: „Ich musste einfach hin - und helfen!“

ber, flog ich in das von Erdbeben

am schwersten betroffene

Gebiet - in die Hauptstadt

Kaschmirs nach

Muzzafarabad. Das Epizentrum

des Bebens mit der

Stärke von 7,6 auf der Richterskala

lag ganz in der Nähe.

Welches waren Ihre

ersten Eindrücke und

Gedanken bei der

Ankunft in Pakistan?

Aus den Medien wusste ich,

dass mindestens dreimal so

viele Menschen vom Erdbeben

betroffen waren, wie in

Mecklenburg-Vorpommern

leben, und dass das betroffene

Gebiet so groß ist, wie

ganz Norddeutschland. Doch

was ich dann bei meiner Ankunft

sah - die vielen verletzten

und toten Menschen und

das Ausmaß der Verwüstungen

- war sehr viel schlimmer,

als ich mir je hätte vorstellen

können.Verzweifelte Menschen

und die großen erschreckten

Kinderaugen -

Bilder die ich nie vergessen

werde. Überall, wohin man

schaute, waren Trümmerfelder

zu sehen.

Wo waren Sie eingesetzt?

Ich habe in der Basisgesundheitsstation

des Deutschen

Roten Kreuzes in Muzzafarabad

gearbeitet. Das ist eine

Notaufnahme mit Bettenstation

und zugleich eine Art

Tagesklinik. Hier war ich im

chirurgischen Bereich tätig.

Tagsüber hatten wir alle

Hände voll zu tun, um die

Verletzten zu versorgen. Mein

Arbeitstag begann um 8 Uhr

und endete um 19 Uhr.Wir

behandelten zirka 150 Patienten

am Tag. Hier ging es aber

nicht nur darum, die Wunden

der Verletzten zu versorgen,

sondern auch, die Mentalität

der Menschen zu berücksichtigen.

Da waren so viele

Kleinigkeiten, die es zu beachten

galt.Wenn ich z. B.

Männer behandelte, habe ich

meinen Kopf immer mit

einem Schal bedeckt - aus

Achtung vor ihrem Glauben.

Wie funktionierte die

Zusammenarbeit mit den

Helfern der anderen

Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften?

DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr

Helfer vom Roten Kreuz beim Verbandwechsel in der Gesundheitsstation

in Muzzafarabad.

Foto: DRK-Bildarchiv, GS, Carsten Koall

In der Gesundheitsstation

waren außer mir noch neun

weitere Helfer vom Deutschen

Roten Kreuz tätig,

die von einheimischen

Schwestern, Hebammen, Pflegern

und Dolmetschern unterstützt

wurden.Wir verständigten

uns auf englisch und

arbeiteten Hand in Hand bei

der Versorgung der Patienten.

Über Walky Talky hatten wir

Kontakt mit dem Krankenhaus,

in das wir etliche

Patienten mit schweren Verletzungen

bringen mussten.

Die Helfer des Deutschen

Roten Kreuzes trafen sich

jeden Abend zu Meetings, um

die Ereignisse des Tages auszuwerten

und die weiteren

Aufgaben zu besprechen. In

der Gesundheitsstation habe

ich auch eine Frau aus Skanidinavien

getroffen, die im Bereich

Logistik arbeitete. Sie

erzählte mir, dass sie sich

ständig für solche Aufgaben

beim Roten Kreuz zur

Verfügung stellt - das hat

mich tief beeindruckt.

Was hat Sie besonders

bewegt?

Viele Erwachsene hatten sehr

schwere Verletzungen, doch

am schlimmsten ist es mit anzusehen,

wenn Kinder leiden.

Einmal musste ich ein kleines

Mädchen versorgen, dem der

rechte Daumen fehlte. Das

geht einem schon tief unter

die Haut. Gleichzeitig beschäftigte

mich der Gedanke:

Wie soll das Kind nun schreiben

lernen? Ein weiteres Beispiel

war das Schicksal eines

Mädchens, das eine schwere

Hüftverletzung hatte und

deshalb seit dem Erdbeben

nicht mehr laufen konnte.

Ungefähr drei Wochen hatte

die Kleine schutzlos irgendwo

draußen gelegen, bis sie ihr

Vater auf dem Rücken zu uns

getragen hatte. Sie war traumatisiert

und hatte einen

schlimmen Dekubitus, also

eine offene Stelle am Körper,

die durch das lange Liegen

hervorgerufen worden war.

Sie sind alleinstehend und

Mutter eines 10-jährigen

Sohnes.Wer hat sich

während dieser Zeit um

ihn gekümmert?

Ich bin sehr froh, dass meine

Mutter so viel Verständnis

dafür hatte, dass ich in Pakistan

helfen wollte. Für sie war

es selbstverständlich, in dies-

ser Zeit meinen Sohn zu

betreuen. Das hat auch hervorragend

geklappt und ich

bin ihr dafür sehr dankbar.

Auch sie hat in gewisser

Weise humanitäre Hilfe

geleistet.

Wie haben Ihre Kollegen

und Freunde Ihre Entscheidung

aufgenommen,

nach Pakistan zu gehen?

Schon vor meiner Abreise

schüttelten einige nur die

Köpfe und äußerten Bedenken

wegen des Gesundheitsrisikos,

das ohne Zweifel

besteht, wenn man in ein solches

Gebiet fährt. Doch das

änderte nichts an meinem

Entschluss. Ich fuhr hin, und

tat, was ich tun musste.Als

ich zurückkehrte, war das Interesse

nicht besonders groß.

Vielleicht deshalb nicht, weil

sich hier kaum jemand vorstellen

kann, unter welchen

schwierigen Bedingungen die

Menschen dort leben und wie

sehr sie unsere Hilfe brauchen.

Ich würde mich freuen,

wenn auch diejenigen, die bei

uns in Sicherheit und Geborgenheit

leben, an das eigene

Gewissen appellieren und

sich fragen würden, was sie

Titelthema

Im Kreiskrankenhaus Hagenow hilft Dr. Jovanka Blunk den Kindern,

in Geborgenheit und mit bester medizinischer Betreuung auf die

Welt zu kommen. Foto: Christine Mevius

tun können, um Menschen,

die in Not sind, zu helfen.

Hier - oder anderswo.

Ist ein weiterer Einsatz

geplant?

7

Im Moment nicht, aber wenn

ich erneut vom Roten Kreuz

angefordert werde, ist es für

mich selbstverständlich, zu

helfen. Doch man kann auch

von Deutschland aus Hilfe

leisten - vor allem mit

Spenden. Nach meiner Rückankunft

aus Muzzafarabad

habe ich versucht, so viele

Menschen wie möglich zur

Hilfe aufzurufen und Zelte für

Pakistan zu spenden. Denn

dadurch, dass so viele Häuser

zerstört sind und die obdachlosen

Menschen vom Winter

bedroht waren, offenbarte

sich nach dem Beben eine

regelrechte Katastrophe.

Ich bedanke mich bei allen,

die die Erdbebenopfer unterstützt

haben - egal ob mit

kleinen oder größeren

Beträgen. Jeder Euro hilft,

das weiß man, wenn man das

große Leid vor Ort erlebt

hat.

Christine Mevius


10

Kreisverband Ostvorpommern

Aktivitäten der Ortsvereine,

Gemeinschaften, Bereitschaften

und des Jugendrotkreuzes

Ortsverein Wolgast

22. März: Frühlingsfest

05.April: Spielenachmittag

19.April: Vortrag „Wer war Philipp

Otto Runge?“

03. Mai: Plattdeutscher Nachmittag

17. Mai: Informatives aus der

Hufeland-Apotheke

31. Mai: Wir singen Volkslieder

Alle Veranstaltungen finden jeweils

mittwochs um 14.30 Uhr in den

Räumen der Sozialstation Wolgast,

Maxim-Gorki-Straße 31 statt.

Ortsverein Dargen

24.April: Blutspendeaktion mit

Bewirtung und Betreuung

der Spender im Flughafengebäude

Zirchow

Interessierte Mitglieder, die

helfen möchten, melden sich

bitte bei Kameradin Hartwig

um 14 Uhr vor Ort.

Ortsverein

Insel Riems / Riemserort

Die Mitglieder werden im Frühjahr

die Rettungsstelle und den Fahrdienst

in Greifswald in der Gützkower Landstraße

besichtigen.

Jugendrotkreuz

Die Mitglieder des JRK sichern am

Pfingstsonnabend, 3. Juni, die Inline-

Skater-Tour in Wolgast ab.

Am Samstag, den 17. Juni, findet der

Kreiswettbewerb des JRK ab 9.30 Uhr

im Bereich der Kita „Anne Frank“ in

Wolgast statt.

Daran nehmen die Jugendgruppen

der Stufe I (bis 12 Jahre),

der Stufe II (bis 16 Jahre) und

der Stufe III (bis 27 Jahre) teil.

Wie im Mittelalter

Am Tag des Mittelalterfestes war der Spielplatz nicht wieder zu erkennen. Spielgeräte

wurden zu Ritterburgen, die Kinder und Erzieherinnen kamen als Ritter, Mägde, Knechte,

Handwerker, Kaufleute, Könige und Prinzessinnen.

Am 30. August 2005 verwandelte sich

die DRK-Kindertagesstätte „A. Puschkin“

in Greifswald für einen Tag in ein

mittelalterliches Dorf. Lange vorher

hatten die Kinder und Erzieherinnen mit

den Vorbereitungen dafür begonnen. In

dieser Zeit erfuhren die Knirpse viel

Wissenswertes über das Leben im Mittelalter,

es wurden Ritterlieder gesungen

und auch danach getanzt. Jede Gruppe

entwarf ihr eigenes Wappen, bemalte

Stoffe und bastelte Schwerter, Helme

und Schilder. In der Hortgruppe „Dinos“

entstand sogar eine echte Ritterrüstung.

Die Eröffnung der Ritterspiele erfolgte

durch „König Katzenfell“ und seinen

Hornbläser. Besondere Freude bereiteten

den Kindern die mittelalterlichen

Turnierspiele mit Bogenschießen, Lanzenreiten,

Hufeisen werfen oder Pferderennen.

Der große Umzug durch das

Wohngebiet wurde durch mittelalterliche

Musik und Ritterlieder begleitet.

Wieder im „Dorf“ angekommen, wurde

zum deftigen Mittelalteressen geladen.

Die Festtafel, die gemeinsam mit den

Eltern vorbereitet wurde, war köstlich.

Es gab echte Ritterspieße, die mit Fingern

gegessen werden durften.

Die Vorbereitung und die Durchführung

dieses Tages war für alle Kinder und

Erzieherinnen ein besonderes Erlebnis,

an das sie sich gerne zurückerinnern.

Besonderer Dank gilt allen Eltern, die

hierbei tatkräftig mitgewirkt haben.

Uta Dinse

Aktivitäten zum Weltrotkreuztag

Aus Anlass des Weltrotkreuztages organisiert

der DRK-Kreisverband erstmalig am

Samstag, den 13. Mai 2006 ab 10 Uhr in

Greifswald eine Technikschau. Diese Veranstaltung

soll den Vertretern der Ortsvereine,

allen interessierten Mitgliedern und

Vertretern der Verwaltungen der Hansestadt

sowie des Landkreises einen Überblick

über die im Kreisverband vorhandene

Technik und die Leistungsfähigkeit der

Rotkreuzmitglieder geben. Dabei stellen

sich die einzelnen Bereiche vor und auch

die Jugendrotkreuzler werden ihr Können

unter Beweis stellen. Die Bereitschaften

bauen einen Verbandplatz mit Zelt auf, wo

sie die Versorgung von Verletzten nach

einem Unfall demonstrieren. Die Helfer

des Kreisauskunftsbüros zeigen, wie

Verletzte registriert werden und welche

Möglichkeiten sie bei der Suche nach vermissten

Personen haben. Auch die Retter

mit vier Pfoten führen vor, was sie in der

Rettungshundestaffel gelernt haben.

Die Wasserwachtler bekommen an diesem

Tag endlich eine Zugmaschine für ihre

Einsatzboote. Sie werden die Aufgaben der

Wasserwacht und der Wassergefahrengruppen

darstellen. Die Betreuungsgruppen

sichern nicht nur den Verbandsplatz,

sondern auch mit ihren Kochtrupps

die Versorgung der Teilnehmer und Gäste.

Auf ihrer Speisekarte steht an diesem Tag

Schwein am Spieß.

Peter-Michael Hübner

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Spielzeugfreier Kindergarten

Die Drei- und Vierjähren verzichten beim Malen gern auf einen Pinsel.

Foto: DRK-Kreisverband Ostvorpommern

Die Kita in Bansin hat Ende des vergangenen

Jahres ein Projekt zum Thema

„Spielzeugfreier Kindergarten“ mit Erfolg

durchgeführt. Dabei ging es u.a. darum,

dem manchmal groben Umgang der Kinder

untereinander und dem oft unachtsamen

Umgang mit dem Spielzeug entgegen zu

wirken. Es sollte erreicht werden, dass sich

die Kinder mehr mit der Natur und Umwelt

auseinander setzen, die sie umgibt. Im

Mittelpunkt stand das Basteln von Spielsachen

aus Naturmaterialien und Hausabfällen,

wie Papprollen, Plastikbechern,

Deckeln u.ä.. Damit wurden Fantasien an-

DRK-Kreisverband Ostvorpommern

Ravelinstraße 17, 17389 Anklam

www.drk-ovp.de · Tel 0 39 71 . 2 00 30

geregt und Fingerfertigkeiten geschult.

Schnell stellte sich dabei heraus, dass die

Kinder Spielsachen, die sie mit Mühe hergestellt

haben, mehr achten und schätzen

lernen. Ein weiteres Ziel des Projektes

bestand darin, die Kinder mehr in die Auswahl

der Angebote einzubeziehen. In

Gesprächen mit den Erzieherinnen

konnten sie eigene Vorschläge machen und

entscheiden, welche sie gemeinsam

umsetzen wollen.Wenig später wurde das

Projekt „Mittelalterfest“ gestartet, bei dem

auch die Eltern mitmachten und das allen

Beteiligten viel Spaß brachte.

Zwergenparadies für Wolgaster Kinder

Am 4. November 2005 konnten die

Kinder und das Erzieherteam der DRK-

Kita in Wolgast ihren neuen Multifunktionsraum

einweihen. Daran nahmen

auch die Eltern,Vertreter von Bau- und

Partnerschaftsfirmen, fachlichen Kooperationspartnern

und die Geschäftsführung

des DRK-Kreisverbandes teil. Das

„Zwergenparadies“, so wurde dieser

154 qm große Raum getauft, war in einer

Bauzeit von sieben Monaten entstanden.

In ihm befindet sich eine transportable

Bühne, eine Traumhöhle und ein Spiegelzelt,

in dem die Kinder in die „Unendlichkeit“

abtauchen können. Der absolute

Knüller aber ist ein Multifunktionstrainer.

Gruppenweise können hier jetzt

alle 220 Kinder der Einrichtung aktiv

werden und in die Rolle eines Schauspielers,Tänzers,

Musikers, Sängers,

Der neue Trainer bietet viele Möglichkeiten.

Foto: DRK-Kreisverband Ostvorpommern

Zuhörers, Baumeisters, Forschers und

Entdeckers schlüpfen - oder sich einfach

nur entspannen. Neben dem spielerischen

Aspekt und der Schulung der

Grob- und Feinmotorik der Kinder dient

er aber auch der Diagnostik, die durch

die drei Heilerzieherinnen betreut wird.

Termine Blutspende

• Anklam

DRK-Geschäftsstelle

Ravelinstraße 17

06. + 27.04. / 11.05. / 08.06.

jeweils von 14.30-18.30 Uhr

• Greifswald

DRK-Bildungszentrum

Spiegelsdorfer Wende, Haus 5

04.04. von 14-18 Uhr

• Wolgast Krankenhaus

10.04. / 19.06.

jeweils von 14-18 Uhr

• Ahlbeck Bürgertreff

Lindenstraße 112

12.04. von 14-18 Uhr

• Heringsdorf Grundschule

August-Bebel-Straße 3

08.05. von 14-18 Uhr

• Zinnowitz Realschule

Dannweg 15

26.04. von 14-18 Uhr

• Usedom Feuerwehr

Bäderstraße 48

05.04. von 14-18 Uhr

• Kölpinsee Haus des Gastes

Loddin, Strandstraße 23

31.05. von 14-18 Uhr

• Karlshagen Feuerwehr

Hauptstraße 38

22.05. von 14-18 Uhr

• Zirchow Flughafen

Am Flughafen 1

25.04. von 14-18 Uhr

11

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Anklam

DRK, Ravelinstraße 17

nach Vereinbarung

jeweils von 8.30-14 Uhr

Telefon 0 38 34 . 82 28 39

• Greifswald

Bildungszentrum

Spiegelsdorfer Wende, Haus 5

01. + 08. + 22. + 29.04.

06. + 13. + 20.05.

jeweils von 9-14.30 Uhr

• Wolgast

Außenstelle des BZ,

Karniner Straße 4

01. + 22.04.

06. + 20.05.

jeweils von 8.30-14.30 Uhr


8

Kreisverband Uecker-Randow

Bewegliche Kinder

Für ihre Beteiligung am Landeswettbewerb

„Bewegte Kinder“ wurde die

Kita „Am Mühlentor“ in Pasewalk von

der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern

mit einem Preis ausgezeichnet.

An dem Wettbewerb hatten sich

insgesamt 23 Kindertagesstätten beteiligt.

Die Pasewalker erreichten mit

ihrem umgestalteten Gruppenraum den

8. Platz. Die Beobachtungen der Erzieherinnen

hatten gezeigt, dass die Kinder

sich immer weniger bewegen. Daraufhin

machten sich Eltern, Kinder und Erzieher

gemeinsam Gedanken zu diesem

Thema. So entstand ein großes Spielhaus

mitten im Gruppenraum der 3- und

4-Jährigen. Eine Rutsche, ein Kletterseil,

eine Treppe, eine Höhle und ein Haus auf

einer höheren Ebene bieten den Kindern

zahlreiche Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.

Um die Einrichtung des Spielhauses zu

vervollständigen, überreichte die amtierende

Geschäftsführerin des Kreisverbandes,

Martina Laage, den Kindern

einen Türgong und eine Uhr.

Viola Lauer

Neues Domizil für Kinder und Jugendliche

Die Kinder und Jugendlichen fühlen sich in ihrem neuen Domizil offensichtlich wohl.

Fotos: DRK-Kreisverband Uecker-Randow (4)

Kinder- und Jugendhilfestation

jetzt in Pasewalk

Seit dem 9. Dezember 2005 befindet

sich die Kinder- und Jugendhilfestation

in der Pasewalker Ringstraße 126. Mehr

als zwölf Jahre hatten die Kinder und

Erzieher dieser Einrichtung ihren

Standort in Strasburg. Durch veränderte

Rahmenbedingungen wurde ein Umzug

in die Kreisstadt notwendig. Doch die

Leistungen der Kinder- und Jugendhilfestation

werden wie bisher im gesamten

Landkreis Uecker-Randow erbracht.

Bei der Vorbereitung und dem Umzug

selbst haben sich alle Mitarbeiter auch in

ihrer Freizeit engagiert. Die Kinder der

Tagesgruppen halfen besonders bei der

Gestaltung der Räume. Gemeinsam

suchten sie eine neue Couch aus und

machten sich Gedanken zur Dekoration.

Dietrich Laage und die Hausmeister der

DRK-Einrichtungen managten nicht nur

den Umzug selbst, sondern erledigten

auch viele wichtige Arbeiten, wie z. B.

das Ab- und Aufbauen der Möbel.

Mitte Januar konnte die neue Kinderund

Jugendhilfestation eingeweiht

werden. Für die Mitarbeiter des Jugendamtes

und andere Gäste wurde ein

kleiner Empfang gegeben. Natürlich

nahmen die Besucher gleichzeitig die

Gelegenheit wahr, sich von den guten

Bedingungen zu überzeugen, die hier für

die zu betreuenden Kinder, Jugendlichen

und Familien geschaffen worden sind.

Das Team der Kinder- und Jugendhilfestation

besteht zur Zeit aus neun pädagogischen

Mitarbeitern, einer Prak-tikantin,

der Leiterin, einer Reinigungskraft

und einem Hausmeister.

So vielfältig, wie die Probleme ihrer

Klientel, sind auch die Leistungen des

Teams. Sie umfassen die Betreuung von

ca. 10 Kindern in der Tagesgruppe, die

sozialpädagogische Familienhilfe, den

Erziehungsbeistand, intensive sozialpädagogische

Einzelbetreuung sowie die Erziehungsberatung

nach Absprache mit

dem Jugendamt.

Das Team der Kinder- und Jugendhilfestation

bietet kompetente Hilfe bei vielen

Problemen.

Alle Mitarbeiter nehmen regelmäßig an

fachspezifischen Weiterbildungen teil,

und zwei Erzieher absolvieren zurzeit

eine Ausbildung zum Rendsburger

Elterntraining.

DRK Kinder- und Jugendhilfestation,

Ringstraße 126, 17309 Pasewalk

Telefon/Fax 0 39 73 / 43 21 16

Petra van der Heyden

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Viel Spaß im Zahlenland

Die Kinder sind vom Spiel mit den Zahlen in unterschiedlichsten Varianten begeistert.

Foto: DRK-Kreisverband Uecker-Randow

Die „Pumuckelgruppe“ der

Ueckermünder Kita „Stadtmitte“

entdeckt das Zahlenland.

Angeregt durch eine sehr interessante

Weiterbildung hatten Erzieherinnen die

Idee, das Projekt „Entdeckungen im

Zahlenland“ durchzuführen. Denn schon

im Vorfeld konnten sie feststellen, dass

die Kinder großes Interesse am Zählen,

Messen,Vergleichen und Schätzen

hatten.

In einer Kinderkonferenz zeigten sich

die Kleinen begeistert, mehr über

Zahlen zu erfahren und hatten viele gute

Ideen zur Durchführung des Projektes.

So wollten sie zum Beispiel herausfinden,

welches Kind in der Gruppe am

größten und welches am kleinsten ist,

wer die größte Hand hat, wie viele

Jungen in der Gruppe sind, wie groß der

Gruppenraum und der Spielplatz sind,

wie viele Bäume auf dem Spielplatz

Seit fast einem Jahr arbeitete unser Vorstand

nur mit „halber Kraft“, da die Ämter

des Vorsitzenden, der Kreisverbandsärztin

und der Leiterin Sozialarbeit längere Zeit

nicht belegt waren. Auf der Mitgliederversammlung

am 24. Februar 2006 in Torgelow

wurde neu gewählt.

Der Vorstand bestehend aus Edmund

Pulsack (Vorsitzender und Justitiar), Ruth

stehen, welches die Lieblingszahlen der

Kinder sind u. v. a. m.

Die Arbeit an diesem Projekt regt die

Kinder an, ständig neue Fragen zu

stellen und Antworten darauf zu finden.

Gleichzeitig werden sie angeregt, verschiedene

Lösungswege zu finden und

diese zu begründen. Das dient u. a. auch

der Sprachförderung.Wie sehr die

Arbeit mit den Zahlen die Kinder

anspricht, zeigt sich im gesamten Tagesablauf.

Sie messen bei allen sich bietenden

Gelegenheiten, zählen alles, was es

zu zählen gibt, finden die Zahlen in der

Umwelt wieder und möchten wissen,

wie diese geschrieben werden.

Durch die Umsetzung dieses Projektes

soll den Kindern die Angst vor der

Mathematik genommen, das logische

Denken gefördert und die Freude auf

die Schule geweckt werden.

Elke Zimmermann

Neuer Vorstand im Kreisverband gewählt

DRK-Kreisverband Uecker-Randow

Oskar-Picht-Straße 60, 17309 Pasewalk

www.uecker-randow.drk.de · Tel 0 39 73 . 43 84-0

Müller (Stellvertreterin), Klaus Tiefringer

(Schatzmeister), Karin Siewert (Kreisverbandsärztin),

Branko Swierczek (Kreisbereitschaftsleiter),

Janine Massow (Kreisbereitschaftsleiterin),

Dr. Gisa Weirich (Leiterin

Sozialarbeit), Stephanie Rudolph (JRK)

und Jörg-Uwe Pahl (Leiter Wasserwacht)

ist also wieder gestärkt und wird sein Bestes

geben.

Termine Blutspende

• Pasewalk Feuerwehr

Pestalozzistraße 24

13.04. von 16-19 Uhr

24.04. + 29.05. + 29.06.

jeweils von 14-18 Uhr

• Ueckermünde DRK-Kita

„Stadtmitte“ Kastanienallee

13.04. + 04.05.+ 01.06.

jeweils von 14-18 Uhr

• Strasburg Feuerwehr

Karl-Liebknecht-Straße

05.04. + 03.05. + 07.06.

jeweils von16-19.30 Uhr

• Torgelow DRK Sozialstation

Am Bahnhof 1

02. + 30.05. von 14-18 Uhr

• Eggesin Haupt- und Realschule

Luckower Straße

15.05. + 20.06. von 15-19 Uhr

• Ferdinandshof DRK

Kita „Am Storchennest“

Straße des Friedens

23.05. von 14-18 Uhr

• Löcknitz Grundschule

Am See

13.06. von 15-19 Uhr

• Penkun Seniorenheim

Am Deputantenbruch 7

11.05. von 15.30-18 Uhr

9

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Pasewalk DRK Ausbildungsraum

Oskar-Picht-Straße 61

29.04. von 8-14 Uhr

29.+30.05. von 18-21 Uhr

24.06. von 8-14 Uhr

Telefon 0 39 73 . 43 84 -12

• Ueckermünde

DRK Ausbildungsraum

Chausseestraße 68

04. + 05.04. von 18-21 Uhr

06.05. von 08-14 Uhr

06. + 07.06. von 18-21 Uhr

Telefon 03 97 71 . 5 91 80 15


20

Kreisverband Neubrandenburg

Ins Ehrenbuch eingetragen

Kreisbereitschaftsleiter Gero Ambraß

wurde mit einem Eintrag in das Ehrenbuch

der Stadt Neubrandenburg gewürdigt.

Gemeinsam mit Corina Ebert organisiert

er die Ausbildungsmaßnahmen

im DRK-Kreisverband. Corina Ebert

wurde für ihr Ehrenamt im Katastrophenschutz

beim Empfang des Ministerpräsidenten

des Landes M/V gewürdigt.

Dies hat die Bereitschaft beim letzten

Elbehochwasser in Dresden unter

Beweis gestellt, wo in kürzester Zeit ein

Herzzentrum evakuiert werden konnte.

Über 5.000 Euro für

Selbsthilfegruppen gespendet

Traditionell gibt das Heeresmusikkorps

14 der Panzergrenadierdivision

„Hanse“ in den letzten Dezembertagen

ein Benefizkonzert zugunsten

der Selbsthilfebewegung in der Stadt

Neubrandenburg.

Die Musiker boten dem begeisterten

Publikum in der ausverkauften

Marienkirche ein anspruchsvolles und

schönes Programm. Den Scheck in

Höhe von 5.215,59 Euro überreichte

Brigadegeneral Peter Göbel an Fred

Wilke von der Selbsthilfegruppe

Diabetes, der sich bei Musikern und

Publikum sehr herzlich bedankte.

DRK-Wasserwacht mit Erfolgsbilanz

Foto: G. Schulze Das Neptunfest der Wasserwacht ist ein

Höhepunkt jeder Badesaison.

OB Dr. Paul Krüger, Fred Wilke, DRK-Kreisgeschäftsführer

Harry Just und General

Peter Göbel (v.l.n.r.) freuten sich über die

große Summe, die den Selbsthilfegruppen zu

gute kommt. Foto: B. Lasdin

Neubrandenburg - eine Hochburg

der Wasserwacht

Die Berichte des Vorstandes der Neubrandenburger

DRK-Wasserwacht auf

der Jahresversammlung zeigten, dass

2005 ein erfolgreiches Jahr war. Es wurden

u. a. zwei Lehrgänge zum Deutschen

Rettungsschwimmerabzeichen in Silber

durchgeführt.Von den neu ausgebildeten

Rettungsschwimmern wollten anschließend

einige gleich Mitglied der Wasserwacht

werden.

Zum Jahresanfang 2005 hatten die Wasserwachtler

ein Problem mit dem Motor

ihres Rettungsbootes. Doch ein neuer

Motor war finanziell nicht eingeplant

und stellte sie vor eine große Herausforderung.

Ein Spendenaufruf des Kreisverbandes

und die gute Zusammenarbeit

mit dem Yachtland Ludorf brachten

die erforderliche Summe. Rechtzeitig

zum Saisonbeginn war das Boot wieder

einsatzbereit.

Der Weltrotkreuztag 2005 stand für die

Wasserwachtler unter einem besonderen

Zeichen, denn vor 50 Jahren begann

die aktive Wasserrettung am Tollensesee.

Und so feierten ehemalige und aktive

Rettungsschwimmer gemeinsam mit

ihren Gästen und Sponsoren ein tolles

Fest. Die Rettungsschwimmerin der

ersten Stunde, Christa Schulze, wurde

als Ehrenmitglied in die Wasserwacht

aufgenommen.

Die Badesaison 2005 verlief ruhig, denn

es gab keine größeren Vorfälle. Die eingesetzten

Rettungsschwimmer leisteten

4486 Wachstunden. Höhepunkt des

Sommers war das Neptunfest im Augustabad,

bei dem 20 Kinder von Neptun

Die Bootsführer lassen sich den neuen

Motor erklären. Fotos: S.Dylla

getauft wurden.Anschließend zeigten

die Kameraden der Wasserwacht bei

einer Übung ihr Können. Ein überladener

Wassertreter war gekentert und

mehrere Personen mussten gerettet

werden. Zahlreiche Badegäste sahen

begeistert zu, wie die „Verunfallten“ an

Land gebracht und durch den Rettungsdienst

abtransportiert wurden.

Auch nach der Saison legten die Rettungsschwimmer

die Füße nicht hoch.

Das Aus- und Weiterbildungswochenende

in der Bungalowsiedlung Dahmen,

war mit Themen wie Saisonauswertung,

HLW und Strategie 2010 gefüllt.

In der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

waren im vergangenen Jahr weitere

Fortschritte zu verzeichnen. In den

Printmedien waren die Neubrandenburger

Wasserwachtler im Jahre 2005 mit

25 Artikeln vertreten.Vom OV-Kurier,

einem internen Flugblatt, sind neun Ausgaben

erschienen, die die wichtigsten

aktuellen Themen beleuchteten.

Auch in diesem Jahr sollen wieder Lehrgänge

für das Rettungsschwimmerabzeichen

in Silber und Gold stattfinden.

Am 22.April findet ein Weiterbildungstag

für Rettungsbootführer in Neubrandenburg

statt. Und im Juni ist

natürlich wieder ein Neptunfest geplant.

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gilt

es, künftig mit allen Strukturbereichen

besser zusammenzuarbeiten. Zudem soll

die Präsenz der DRK-Wasserwachtler

bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen

verstärkt werden. Nicht zuletzt

wollen sie dafür sorgen, dass ihre Internetseiten

informativ und aktuell sind.

Stephan Dylla

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Rolf Puls - ein Glücksfall für Lübbersdorf

Vom Lehrer zum ehrenamtlichen

Betreuer

Rolf Puls ist Lehrer im Ruhestand. Er

liebt die Natur, durch die er gern mit

seinem Hund Pascha streift. Zu seinen

Leidenschaften gehören Musik, Lesen,

Langstreckenlauf, Zeichnen und die

Holzbildhauerei. Sein Motto: „Auch als

Rentner muss man Pflichten haben;

natürlich angenehme“. Den Bewohnern

des Pflegeheimes in Lübbersdorf möchte

er gern ein Stückchen Außenwelt nahe

bringen, indem er ihnen in seinen

Lesungen schöne Geschichten erzählt,

die er sorgfältig auswählt. Manchmal

sind es sogar Märchen, mit denen er die

Erinnerungen der Bewohner wach hält.

Erstmals wieder steigende

Helferzahlen

Immer, wenn im Kreisverband Neubrandenburg

Not am Mann ist, kann Kreisgeschäftsführer

Harry Just auf die

Kameradinnen und Kameraden von der

Kreisbereitschaft zählen. Sanitätsdienstliche

Absicherung von Veranstaltungen,

Arbeitseinsätze oder öffentliche

Präsentationen zeigen die ausgeprägte

Hilfsbereitschaft. Nachdem sie im Juni

2005 endlich einen neuen Stützpunkt

übernehmen konnten, stieg auch die

Zahl der Helfer.Weitere Impulse

brachte die Schaltung von Bildtafeln im

TV-Sender Neu1.

Eine echte Herausforderung war das

Treffen der Gemeinschaften in Schwerin.

DRK-Kreisverband Neubrandenburg

Robert-Blum-Straße 32, 17033 Neubrandenburg

www.neubrandenburg.drk.de · Tel 03 95 . 5 60 39-0

Rolf Puls macht die ehrenamtliche Arbeit

viel Spaß. Foto: privat

Rolf Puls macht vieles gern anders, als

erwartet - vielleicht, um zu beweisen,

dass es viele Wege gibt, die zum Ziel

führen. Die Geschäftsführung des Pflegeheimes

bedankt sich sehr herzlich bei

ihm für seine einfühlsame Tätigkeit.

Anke Albrecht

Ein gutes Jahr für die Kreisbereitschaft

Die gemischte Mannschaft

der Bereitschaft. v.l.n.r.:

Ronny Horning, André Marx,

Anna Schröder, Morten

Mieler, Sebastian Sagemüller,

Thomas Gäde, Corina Ebert,

Jürgen Winterberg, Andreas

Marx, Andreas Heiland,

Sandro Retzlaff.

Foto: G.Schulze

Das erste Mal mit einer Mannschaft zum

Wettkampf - da war allen klar, hier gilt

es zunächst einmal Erfahrungen zu sammeln.

Anschließend wurden die Schwerpunkte

analysiert und mit den Ausbildungsinhalten

der nächsten Monate

abgestimmt. Im Januar 2006 bekam das

Team einen neuen KTW-2 zu Testzwecken.

Der „Neue“ ist wesentlich

besser und komfortabler ausgestattet,

als die alten KTW-4. Er hat z. B. Allradantrieb,

ein AED-Gerät und eine

Schaufeltrage an Bord. Zudem können

damit auch Patienten mit Infektionen

transportiert werden. Beim Bau weiterrer

Fahrzeuge dieses Typs sollen die Vorschläge

der Neubrandenburger Rotkreuzler

Berücksichtigung finden.

Corina Ebert / Gerald Schulze

Termine Blutspende

21

• Institut für Transfusionsmedizin

An der Marienkirche 4

jeden Dienstag 7-12 u. 13-18 Uhr

jeden Freitag 7-13 Uhr

jeden 1. Samstag 7.30-11 Uhr

jeden letzten Donnerstag

von 14-19 Uhr

Sondertermine erfragen Sie bitte

unter Telefon 0 88 1 19 49 11 oder

03 95 . 5 70 70-33

oder

www.drk.de

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

DRK-Kreisverband,

Robert-Blum-Straße 32

18. + 20. 04. 2006

13. + 30. 05. 2006

01. + 17. 06. 2006

Informationen zu diesen und weiteren

Ausbildungen, wie Erste Hilfe,

Erste Hilfe Training, erhalten Sie beim

DRK-Kreisverband Neubrandenburg

e.V., Robert-Blum-Straße 32,

Telefon 03 95 . 5 60 39-66

(Frau Beyer)

Weitere Termine

• Übergabe JRK-Stützpunkt –

15 Jahre JRK

08. 05. 2006

• Subotnik im Pflegeheim

R.-Blum-Straße

13. 05. 2006

• Maibock bei Mandt

14. 05. 2006

• Katharinenfest

19. - 21. 05. 2006

DRK im MarktplatzCenter

20. - 22. 07. 2006

Mehr Informationen unter

www.neubrandenburg.drk.de


14

Kreisverband Rügen

Ich heiße Helga Lehmker und koordiniere

den Einsatz von ehrenamtlichen

Hospizhelfern. Unsere Hilfe wird

dringend in der Häuslichkeit,aber

auch im stationären Hospiz gebraucht!

Ich bin Christine Seegers und arbeite

nun schon seit sieben Jahren ehrenamtlich

beim DRK.

Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit

im ehrenamtlichen Besuchsdienst

haben,berate ich Sie gern. Rufen Sie

mich einfach an!

Ich bin Torsten Thiede und Kreisleiter

der Wasserwacht.Wer gern

schwimmt,Kinder und Erwachsene

trainieren und ein Rettungsboot

führen möchte,der kann sich unverbindlich

an mich wenden. Einzige

Voraussetzung: Lust auf Wasser!

Mein Name ist Hildegard Hacker.

Wenn es um Freiwilligenarbeit im

Allgemeinen oder aber speziell um die

Nachbarschaftshilfe geht,sind Sie bei

mir willkommen.Wenn Sie mich

anrufen,berate ich Sie gern!

Lust auf Ehrenamt?

Was wäre das Rote Kreuz ohne sein

Ehrenamt, oder Rotkreuzarbeit ohne

die vielen Freiwilligen, welche die Satzung

des Kreisverbandes mit Leben

erfüllen? Was wäre unsere Gesellschaft

ohne den uneigennützigen Einsatz der

vielen freiwilligen Helfer bei Auslandseinsätzen,

in der Nachbarschaftshilfe,

den Sport- und sozialen Vereinen. Der

Stellenwert eines solchen Engagements

ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Nur: Findet der Interessierte im

Ehrenamt auch eine passende Aufgabe

für sich? Motive und Formen ehrenamtlichen

Engagements haben sich in

den vergangenen Jahren stark verändert.

Über das breit gefächerte traditionelle

Ehrenamt hinaus suchen viele

Bürgerinnen und Bürger eine Betätigung,

die ihren persönlichen Bedürfnissen

gerecht wird, ohne dass sie sich

in feste Strukturen einbinden wollen.

Die Achtung und Wertschätzung der

Individualität und Ihre persönlichen

Wünsche stehen deshalb für uns dabei

im Vordergrund. Die Frage lautet: Was

möchten Sie leisten und wie können

wir den Rahmen für Ihre Betätigung

gestalten? Von den über 4000 Rügener

DRK-Mitgliedern sind derzeit ca. 170

aktiv ehrenamtlich tätig.Wenn auch Sie

Interesse daran haben, rufen Sie uns

an! Wir vermittelten Sie gern in einen

der dargestellten Bereiche ehrenamtlicher

Arbeit.

Hotline: 0 38 38 . 80 23 0(28)

täglich von 9 bis 15 Uhr

E-mail: info@ruegen.drk.de

www.ruegen.drk.de

Ob Jugendrotkreuz,Auslandshilfe,Katastrophenschutz,Mitgliederbetreuung,

Verbandsreisen oder Veranstaltungen -

bei mir sind Sie da richtig. Ich heiße

Jörg Schlanert und koordiniere ein

Netzwerk ehrenamtlicher Projekte.

Ich heiße Marina Gielow und bin für

die gesamte Breitenausbildung,

Veranstaltungsabsicherung und die

Blutspende zuständig. Ich berate Sie

gern,kompetent und individuell.

Ich bin Ausbildungsbeauftragter und

heiße Karsten Lux.Wenn Sie Fragen

zur Bevölkerungsausbildung haben

oder zu speziellen Sachgebieten der

Ausbildung,wie z.B. der Frühdefibrillation,bin

ich für Sie der richtige

Ansprechpartner.

Ich bin Vorstandsvorsitzender und

heiße Andreas Bachmann.

Wenn Sie Fragen zur Vorstandsarbeit,

dem humanitären Völkerrecht oder zu

unserem Verband haben,rufen Sie

mich an. Ich helfe Ihnen gern weiter.

Der Katastrophenschutz und die

Leitung unserer Einheiten sind meine

Aufgabe. Ich heiße Werner Ziegenhagen

und würde gern mit Ihnen

sprechen. Ich kann Sie nur ermutigen:

Werden Sie Mitglied im Sanitätszug!

DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr

Eine Tagesstätte in der Nähe des Hafens

Gerd Freiberger liebt den Blick auf

die Schiffe und das weite Meer.

Gerd Freiberger ist seit August 2004

ständiger Besucher der DRK-Tagesstätte

in der Sassnitzer Hafenstraße 18.

Er kommt gern und fühlt sich pudelwohl.

Annette Kopper, die Leiterin der Tagesstätte,

ist ihm vertraut und weiß auch ganz

genau, was ihm Spaß macht. Brettspiele

und Kreuzworträtsel sind seine Favoriten,

und natürlich der Austausch mit den

anderen Gästen des Hauses. Gerd ist seit

seinem 41. Lebensjahr auf Hilfe angewiesen

und froh, dass neben der liebevollen

Hilfe seiner Frau auch hier rührend für ihn

gesorgt wird. Zweimal in der Woche

kommt er hierher, und dann steht natürlich

immer ein Spaziergang zum Hafen auf

dem Programm. Der Schrei der Möwen,

die vielen Schiffe und die frische Seeluft

tun ihm sehr gut. Dieses Jahr wird er

seinen 65. Geburtstag feiern und hat sich

vorgenommen, beim Brettspielen nicht

mehr so ungehalten zu sein, wenn er

verliert. Aber: Gewinnen ist ja auch viel

schöner. Die Sassnitzer Tagesstätte für

Ob Urlauber oder Einheimischer - Sie

können schnell in die Situation geraten,

kurzfristig ein Pflegehilfsmittel zu

benötigen. Besonders bei Krankenhausentlassungen

helfen wir schnell und

flexibel mit Toiletten- und Rollstühlen,

Pflegebetten oder einem Rollator aus.

Die Beantragung auf Finanzierung über

die Kassen nehmen wir mit Ihnen gemeinsam

vor. Seit 2005 bieten wir auch

einen Baderollstuhl für ein Bad in der

Ostsee an. Fragen Sie einfach nach!

Unsere Hilfsmittelstellen in Bergen und

Binz helfen Ihnen auch in schwierigen

Situationen.Tel. 0 38 38 . 2 30 04

Gerd Freiberger fühlt sich in der

Tagesstätte vom Roten Kreuz sehr wohl.

Foto: Päschke

DRK-Kreisverband Rügen

Raddasstraße 18,18528 Bergen auf Rügen

www.ruegen.drk.de · Tel 0 38 38 . 80 23-0

Menschen, die aus krankheitsbedingten

oder sozialen Gründen den Tag nicht allein

zu Hause verbringen können, wird gern

angenommen. Kann man auf diesem Weg

doch schnell der häuslichen Isolation

entfliehen und wird fachgerecht betreut.

Hinzu kommt, dass neben einem Eigenkostenanteil

der Besuch nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz

mit bis zu

460 Euro pro Jahr bezuschusst wird. Die

Sassnitzer Tagesstätte hat eine Kapazität

von acht Tages- und derzeit drei Ruheplätzen.

In Bergen auf Rügen hält der

Kreisverband eine weitere Tagesstätte vor,

welche ebenfalls gern angenommen wird.

Hilfsmittelverleih Seepferdchen

Im April diesen Jahres werden wieder

ca. 30 Kinder eine Seepferdchenurkunde

aus den Händen ihrer Ausbilder

entgegen nehmen. Dann liegen zehn

Stunden Schwimmausbildung hinter den

fünf- bis achtjährigen Kindern.

Die Wasserwacht Rügen ermutigt alle

Rügener Eltern, ihren Kindern rechtzeitig

das Schwimmen beizubringen.Wer

auf einer Insel wohnt, sollte schwimmen

können - schon allein zur eigenen

Sicherheit. Anfragen zu Kursen beantwortet

Ihnen die Wasserwacht gern

unter Telefon 0 38 38 . 8 02 30.

Termine Blutspende

15

• Altenkirchen Realschule

Schulstraße1

03.04. von 14-18 Uhr

• Baabe Kurverwaltung

Fritz-Worm-Straße 1

17.05. von 15-19 Uhr

• Bergen-Süd DRK-Sozialstation

Kosmonautenweg 4

11.05. von 14-18 Uhr

• Bergen Sana-Krankenhaus

Calandstraße 7

19.04. von 10-14 Uhr

• Bergen-Rotensee DRK-Pflegeheim

Ruschvitzstraße 37

27.06. von 14-18 Uhr

• Binz DRK-Pflegeheim

Mukraner Straße 3

20.06. von 15-19 Uhr

• Dranske

Hotel „Zur kleinen Meerjungfrau“

Seestraße 2 a

11.04. von 15-18 Uhr

• Garz

Christliches Jugenddorf

Putbuser Straße 11

17.05. von 15-18 Uhr

• Gingst DRK Pflegeheim

Mühlenstr. 46 c

15.05. von 16-19 Uhr

• Poseritz Grundschule

Lindenstraße 23

16.06. von 15-19 Uhr

• Putbus Grundschule

Lauterbacher Straße 6

08.06. von 15-19 Uhr

• Sagard Realschule

Schulstraße 15

06.04. von 15-19 Uhr

• Samtens Grund- und Realschule

Neubaustraße 32

07.04. von 15-19 Uhr

• Sassnitz Grundschule „Ostseewind“

Mukraner Straße 34

01.06. von 15-19 Uhr

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Sassnitz DRK-Begegnungsstätte

Klaipedaer Straße 1

08.04. von 9-15.30 Uhr

Telefon 0 38 38 . 8 02 30

DRK-Bergen Geschäftsstelle

(Schulungsraum)

Raddasstraße 18

22.04. / 06.05. / 20.05. / 03.06. / 17.06.

jeweils von 9-15.30 Uhr

Telefon 0 38 38 . 8 02 30

• Sondertermine

für Binz, Gingst, Garz, Baabe

und Göhren

erfragen Sie bitte unter

Telefon 0 38 38 . 8 02 30

bzw. in der aktuellen Presse


12

Kreisverband Stralsund

Eine Schwangerschaft verändert

das Leben und wirft viele Fragen

auf …

Der Kreisverband des Deutschen Roten

Kreuzes der Hansestadt Stralsund hält seit

14 Jahren die Schwangerschaftsberatungsstelle

für die Stadt Stralsund und Umgebung

vor. Für gewöhnlich ist eine Schwangerschaft

ein Grund zur Freude. Sie kann aber auch

Sorgen, Ängste und Not auslösen. Unterschiedliche

Gefühle, Gedanken und Fragen

berühren Sie…

Nutzen Sie Ihr Recht auf Beratung!

Sie erhalten Unterstützung bei Schwangerschaft

und Geburt, zu gesetzlichen Bestimmungen

z.B. des Mutterschutzes, der Elternzeit

und Erziehungsgeld, bei Problemen im

Zusammenhang mit der Schwangerschaft, bei

familiären Problemen und in Krisensituationen,

zu Fragen bei Hilfen zum Lebensunterhalt

sowie zu Kinderbetreuung und Kindergeld.

Wir sind Ansprechpartner

· bei Fragen zur Geburtsvorbereitung

· in Bezug auf Hebammenhilfe

· für Kursangebote der Familienbildung

· bei Fragen und Problemen nach der Geburt

· bei Partnerschafts- und Familienkonflikten

Familienplanung und Kinderwunsch

Sie wünschen sich Kinder, aber Ihr Wunsch

geht nicht in Erfüllung? Wenn Sie diese

Situation belastet, beraten wir Sie - auch

gerne mit Ihrem Partner.

Sexualität und Verhütung

Und wenn Sie "sichergehen" möchten,

können Sie bei uns mehr über Verhütungsmethoden

erfahren.Wir informieren Sie

und Ihren Partner, Jugendliche und junge

Erwachsene rund um Sexualität und Verhütung.

Bei Bedarf führen wir auch sexualpädagogische

Gruppenveranstaltungen durch.

Wir beraten Sie …

bei einer ungewollten Schwangerschaft

und/oder im Zusammenhang mit einem

Schwangerschaftsabbruch. Unsere Beratungsstelle

ist anerkannt, die Beratung nach

§§ 218/219 StGB durchzuführen und

berechtigt, die Beratungsbescheinigung auszustellen,

die sie im Falle eines

Schwangerschaftsabbruches benötigen.

Schwanger und noch nicht 18?

Für eine Beratung benötigen Sie nicht die

Einwilligung der Eltern oder die eines

gesetzlichen Vertreters.

Wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere

Beratungsstelle.Wir unterstützen Sie, eine

verantwortliche Entscheidung zu treffen.

Wir unterliegen der Schweigepflicht. Unsere

Beratungen sind kostenfrei. Sie entscheiden,

ob Sie eine Person ihres Vertrauens in die

Beratung mitbringen.

Öffnungszeiten:

· Mo. /Do. 14 - 18 Uhr

· Di. / Fr. 8 - 12 Uhr

· Mi. nach Vereinbarung

Ossenreyerstraße 49, 18439 Stralsund

Telefon: 03831 . 28 05 77

E-mail: drk.schwangerenberatung.hst@web.de

Wasserwacht mit vielseitigen Angeboten

Fit und gesund bis ins hohe Alter - von 36

Seniorenschwimmern feierten 18 bereits

ihren 75. Geburtstag.

Neben der technischen Grundausbildung

im Schwimmen, der Rettungsschwimmerausbildung,

dem Seniorenschwimmen

mit Wassergymnastik und

der Bootsführerausbildung gibt es jetzt

auch Anfängerkurse für 15 Kinder des

DRK-Kindergartens. Geleitet werden

Wie bringe ich einen vom Ertrinken bedrohten

Menschen sicher und schnell an

Land? Auch das ist eine Sache, die ständig

geübt werden muss.

diese Schwimmkurse von Karin Köpke.

Während die Kleinen sich vorsichtig mit

dem nassen Element vertraut machen

und dabei viel Spaß haben, heißt es für

Rettungsschwimmer und solche, die es

werden wollen, hart zu trainieren.

Konditionstraining und Fortbildung

stehen also regelmäßig auf dem Pro-

Wer für die Sicherheit auf dem Wasser

zuständig ist, muss auch selbst mit dem

Boot gut umgehen können.

Anfängerschwimmen - Karin Köpke meistert

ihre Aufgabe souverän.

gramm der Einsatzrettungsschwimmer.

Einige der jungen Rettungsschwimmer

lassen sich außerdem zum Bootsmann

und später zum Rettungsbootführer

ausbilden, um für jeden Einsatz fit zu

sein.

In den Sommerferien wird wieder eine

Befreiungsgriffe werden zunächst an Land

geübt.

Fotos: DRK-Kreisverband Stralsund

große Wasserwanderfahrt stattfinden.

Neben rudern, paddeln und Motorboot

fahren soll in diesem Jahr auch gesegelt

werden. Denn gute Kenntnisse und Fertigkeiten

im Umgang mit Segelbooten

und Kanus sind für die Wasserretter bei

der Absicherung von Regatten bzw.

Wassersportveranstaltungen wichtig.

Demnächst soll noch ein Segelkutter

angeschafft und aufgearbeitet werden.

Es wird sicher eine Weile dauern, bis es

dann heißt: „Leinen los!“; aber das Team

der Wasserwacht wird auch das

schaffen.

Die Seniorengruppe der Wasserwacht

Stralsund kann auf 12 Jahre gemeinsames

Üben zurückblicken. Dass ihnen

das Schwimmen gut bekommt, zeigt

wohl nicht zuletzt das hohe Durchschnittsalter.

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Lernen beginnt schon vor der Schule

Mengenlehre in der Vorschulgruppe - das hört sich für manchen schwerer an, als es

wirklich ist.

Die integrative Kindertagesstätte „Am

Bodden“ in Stralsund hat seit September

2004 eine Vorschulgruppe, die von der

Erzieherin Gabriele Woch geführt wird.

Mit dem Wunsch, etwas Neues zu lernen,

kommen täglich15 Kinder im Alter von

fünf bis sechs Jahren hierher. Das verlangt

vielfältige und ständig wechselnde Angebote

für die Vorschüler, die es kaum erwarten

können, in die Schule zu kommen.

„Doch nicht nur das Ausfüllen von Arbeitsheften

und Arbeitsblättern ist Schulvorbereitung,

vielmehr geht es um eine ganzheitliche

Förderung durch Spiele, Basteln,

Musik, Bewegung etc., wobei besonders

Konzentration, Geschicklichkeit und

Wahrnehmung entwickelt werden.

Kinder in diesem Alter sind sehr wissbegierig

und haben großen Tatendrang. In

zahlreichen Projekten erfahren sie viel

über die Welt, den menschlichen Körper

und zahlreiche andere Dinge. Das Vorschuljahr

fördert in jeder Hinsicht die

Sprache, denn schließlich ist sie in vielerlei

Hilfe für Bedürftige aus der Kleiderkammer

Gerade in der heutigen Zeit sind immer

mehr Menschen auf die Bekleidungshilfen

durch die Kleiderkammern angewiesen.Arbeitslosigkeit

und Kürzungen

im Sozialbereich haben die Nachfrage

ansteigen lassen. In der Kleiderkammer

des Kreisverbandes Stralsund, die sich in

der Lindenstraße 144 der Hansestadt

befindet, werden neue oder gut erhaltene

gebrauchte Textilien angenommen

und an Personen mit geringem Ein-

DRK-Kreisverband Stralsund

Hafenstraße 21, 18439 Stralsund

www.stralsund.drk.de · Tel 0 38 31 . 39 04 06

Hinsicht ein Schlüssel zum Erfolg“, erklärt

Gabriele Woch.

Besonders viel Spaß macht den künftigen

Schulanfängern die Arbeit mit dem

Schlaumäuse-Sprachprogramm am Computer.

Hier können sie mit Worten und

Buchstaben experimentieren, sie lernen,

zuzuhören und sich gegenseitig zu helfen.

Beim Schneiden, Basteln und Kleben lernen

die Kinder geschickt, mit den Händen

zu arbeiten. Singen, tanzen, spielen und

Aufenthalt im Freien schaffen den notwendigen

Bewegungsausgleich, machen

Spaß und fördern zudem die Gesundheit.

Weitere Angebote, die begeistert genutzt

werden, sind der Englischkurs mit einer

echten Amerikanerin, die frühmusikalische

Erziehung und der Schwimmkurs, den die

Kinder seit Januar im HanseDom absolvieren.

Im nassen Element haben sie

besonders viel Spaß. Und wer am Ende des

Kurses richtig schwimmen kann, wird im

Juli bestimmt mit dem „Seepferdchen“

belohnt.

kommen zu einem symbolischen Preis

weitergegeben. In der Kleiderkammer

erhält man neben gut erhaltener Kleidung

aller Art auch Schuhe, Bettwäsche,

Decken, Handtücher und andere Haushaltstextilien.

Geöffnet ist die Kleiderkammer

montags, dienstags, donnerstags

und freitags von 10 bis 12.30 Uhr sowie

mittwochs von 12.30 bis 16 Uhr.

Ansprechpartnerin ist Bärbel Witte,

Telefon: 01 52 . 0 52 50 44.

Termine Blutspende

13

• Institut für Transfusionsmedizin

Grosse Parower Straße 53a,

18435 Stralsund

Telefon 0 38 31 . 3 01 20

Dienstag und Donnerstag

jeweils von 13-18 Uhr

Freitag

von 7.30-13 Uhr

jeden 1. Samstag im Monat

jeweils von 8-12 Uhr

Sondertermine unter

Telefon 08 00 . 1 19 49 11

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

DRK-KV Stralsund e.V.

Wiesenstraße 9, 18435 Stralsund

ab 4. März vierzehntägig (samstags)

mit Voranmeldung

jeweils 8 bis 15 Uhr

Telefon 0 38 31 . 49 31 48 oder

0 38 31 . 70 38 80


16

Kreisverband Nordvorpommern

Kreisversammlung zog Bilanz

Zur 11. ordentlichen Kreisversammlung

trafen sich am 26. November

2005 insgesamt 42 Delegierte der

Ortsvereine, vier Vorstandsmitglieder

und zahlreiche Gäste in der Begegnungsstätte

des Betreuten Wohnens in

Zingst. Im Bericht des Vorstandes

würdigte der Vorsitzende des Kreisverbandes

Werner Kuhn die Arbeit

der vielen ehrenamtlich tätigen

Mitglieder der Ortsvereine.

Der Kreisverband hat gegenwärtig

1559 Mitglieder, davon sind 1285 in

fünf Ortsvereinen organisiert. Im Jahre

2005 wurden innerhalb des Kreisverbandes

5846 Blutspenden geleistet,

das sind 400 mehr als im Vorjahr. Die

20 ehrenamtlichen Ausbilder führten

insgesamt 110 Lehrgänge durch, um

1205 Bürgerinnen und Bürger in der

Ersten Hilfe auszubilden. Im Jugendrotkreuz

sind 65 Kinder und Jugendliche

aktiv tätig. Der Kreisverband beschäftigt

gegenwärtig 259 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Im Jahre 2004 wurde

ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt.

Die Mitglieder der Kreisversammlung

beschlossen den aufgestellten Jahresabschluss

und den Haushaltsplan für

das Jahr 2006 in Höhe von 8,6 Mio.

Euro. Zum Abschluss der Kreisversammlung

gab der Vorsitzende ein

erstes Resümee. Er dankte allen für

die rege Teilnahme und wünschte den

Kameradinnen und Kameraden viel

Erfolg bei der weiteren Arbeit.

Servicestelle Ehrenamt

Seit kurzem ist Silva Müller im Kreisverband

Nordvorpommern für alle Fragen

rund ums Ehrenamt zuständig. Ihre

Aufgabe besteht darin, ehrenamtliche

Aktivitäten zu unterstützen und zu koordinieren

sowie vorhandene Bereiche zu

vernetzen und neue aufzubauen. Silvia

Müller ist Ansprechpartnerin für die

Ehrenamtlichen aus den Gemeinschaften

und Ortsvereinen und für alle Bürger,

die sich über Möglichkeiten der ehrenamtlichen

Arbeit informieren möchten.

Donnerstags von 15 bis 17 Uhr ist sie im

Körkwitzer Weg 43 in Ribnitz-Damgarten

zu sprechen.Terminvereinbarungen

sind über das Sekretariat der Geschäftsstelle

unter 03821 .8786-0 möglich.

Jugendrotkreuzler auf gutem Weg

Die Aktivitäten des Jugendrotkreuzes

mehren sich Jahr für Jahr. Nach Ribnitz-

Damgarten, Grimmen, Barth und

Marlow kümmert man sich jetzt auch in

Bad Sülze um den Nachwuchs. Daniela

Sommerfeld hat es sich zur Aufgabe

gemacht, hier eine JRK-Gruppe aufzubauen.

Besonders die Vorsitzende des

Ortsvereins freut sich, dass jetzt auch

für Jugendliche beim DRK in Bad Sülze

etwas getan wird. Im letzten Jahr hat

das JRK erstmalig einen Wahlpflichtkurs

in der Ersten Hilfe an einer Regionalschule

für rund 20 Kinder angeboten.

Spielerisch wurden sie mit Themen der

Ersten Hilfe, Unfallverhütung und

gesunden Lebensweise bekannt

gemacht. Sie lernten von JRK-Leiter

Kenneth Meissner die stabile Seitenlage

und erfuhren etwas über Vitalfunktionen

und Bewusstseinskontrolle.

Damit es beim Lernen nicht zu langweilig

wurde, haben die Kinder zur

Abwechslung auch mal gebastelt.

Da wunderte es nicht, dass sie zum

Abschluss des Kurses richtig traurig

darüber waren, dass dieses interessante

halbe Jahr so schnell vorüber ging.

In diesem Jahr wird der Kurs erneut

Stabile Seitenlage? Kenneth Meissner

erklärt den Kindern der „Bernsteinschule“

geduldig die nötigen Handgriffe.

Foto: Ostsee-Zeitung, Anett Rohde

durchgeführt. Eine Förderung der Aktiion

„5000 x Zukunft“ macht dies möglich.

Nun soll professionelles Schminkmaterial

angeschafft und eine Gruppe

für die realistische Unfalldarstellung mit

ausgebildeten Schminkern und Mimen

aufgebaut werden.

Nachdem 2005 eine gemeinsame Ausbildung

mit den Jugendrotkreuzlern aus

Rostock von allen Beteiligten als sehr

positiv eingeschätzt wurde, ist es auch

für dieses Jahr beschlossene Sache, weiter

„grenzübergreifend“ mit dem Rostocker

JRK zusammenzuarbeiten.

Kompetente und liebevolle Pflege

Seit über einem Jahr ist Andrea Heitmann

(38) Leiterin des Schwerstpflegeheimes

„Haus Sonnenhof“ in Velgast. „Die Bedingungen

in unserem Haus sind ideal und die

Pflege der Bewohner ist vorbildlich und

sehr liebevoll“, sagt Andrea Heitmann, die

von Anfang an von der familiären Atmosphäre

begeistert war. 71 geistig und körperlich

z.T. schwerstbehinderte Menschen

verlangen eine intensive Betreuung.

Die 53 Mitarbeiter, davon 38 in Pflege und

Betreuung und drei im Therapiebereich,

leisten hier eine hingebungsvolle Arbeit.

Dieses auch transparent zu machen, hat

sich die neue Leiterin zum Ziel gesetzt.

Es soll nicht alles auf den Kopf gestellt

werden. Umgestellt wird zuerst die Pflegeplanung

auf EDV. „Weiter ausbauen

wollen wir die vielfältigen Freizeitaktivitäten.

Unsere Ausflüge, die jährliche

Urlaubsreise nach Heringsdorf, der Tag

der offenen Tür und die Auftritte der

Die Schwestern des Schwerstpflegeheimes

lassen sich von Andrea Heitmann (Bildmitte)

erklären, wie die Pflegeplanung am

Computer funktioniert.

Singegruppe „Sonnenspatzen“ sind bereits

schöne Traditionen“.

Die gelernte Krankenschwester aus

Brandenburg, die heute mit ihrer Familie in

Wustrow lebt, hat die Qualifikation zur

Heimleiterin absolviert. Derzeit macht sie

noch ein Fernstudium zur Betriebswirtin.

Erfahrungen in der Pflege sammelte

Andrea Heitmann in verschiedenen Heimen

und Kliniken in Neuruppin, Hamburg,

Wustrow und Graal-Müritz.

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Sozialstation ganz in der Nähe

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Sozialstation Zingst mit ihrer Leiterin Stefanie

Gribnitz (links).

Fotos: Volker Matern (2)

Die Senioren des Betreuten

Wohnens sind froh darüber, dass

die Schwestern der Sozialstation

immer in der Nähe sind.

Die DRK-Autos mit der Aufschrift

„Häusliche Krankenpflege Sozialstation

Zingst“ sind von Dierhagen-Neuhaus,

über Wustrow,Ahrenshoop, Prerow und

Zingst bis Pruchten und Fuhlendorf, also

im gesamten Gebiet Fischland-Darß-

Zingst präsent.Täglich sind die 12

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei

Wind und Wetter zum Wohl von derzeit

103 Patienten unterwegs. In den

Sommermonaten kommen regelmäßig

noch etliche Urlaubsgäste hinzu.

Mit der Fertigstellung der Häuser für

das Betreute Wohnen in Zingst bezog

auch die Sozialstation neue Räumlichkeiten.

Für die Mieter der Wohnanlage

ist es ein beruhigendes Gefühl, die

Schwestern in der Nähe zu wissen, so

dass im Notfall schnelle Hilfe da ist. Die

Dienste der Sozialstation werden von

zwölf Bewohnern des Betreuten

Wohnens genutzt.

Eine speziell ausgebildete Schwester

betreut Demenzkranke und eine Hauswirtschaftskraft

kümmert sich um die

häuslichen Belange bei allen, die dies

DRK-Kreisverband Nordvorpommern

Körkwitzer Weg 43, 18311 Ribnitz-Damgarten

www.nordvorpommern.drk.de · Tel 0 38 21 . 87 86-0

nicht mehr selbst schaffen. Dazu gehört

auch das „Essen auf Rädern“ mit täglich

ca. 24 bis 30 Portionen.

Die Arbeit aller Mitarbeiter zu organisieren

und zu koordinieren liegt in der

Hand der Leiterin Stephanie Gribnitz.

Bei vielen älteren Menschen muss der Blutdruck

regelmäßig kontrolliert werden.

Sie plant die täglichen Einsätze, sorgt für

Beschaffung der Medikamente und des

Verbandsmaterials, organisiert Fahrten

zum Arzt und ist natürlich auch selbst

zu den Patienten unterwegs. „Trotz des

großen Arbeitspensums ist sie stets freundlich

und entgegenkommend.Wir

Bewohner aus dem Betreuten Wohnen

sind jedenfalls froh, dass wir die Sozialistation

haben und danken allen Mitarbeitern

für ihre vorbildliche Arbeit“, meint

Dr. Hedwig-Dorothea Affeldt.

Termine Blutspende

(alle Termine unter Vorbehalt)

17

• Ribnitz DRK, Körkwitzer Weg 43

12.04. / 10.05. / 14.06. von 14-18 Uhr

24.06. von 9-12 Uhr

Finanzamt, Sandhufe 3

10.04. von 9.30-13.30 Uhr

Bodden-Kliniken, Sandhufe 2

20.04. von 13-17 Uhr

• Damgarten Grundschule

Neue Straße. 36

22.05. von 14.30-18.30 Uhr

Bildungszentrum

Grüner Winkel 69

21.06. von 9.30-13.30 Uhr

R.-Wossidlo-Gymnasium, Schulstr. 15

nach Vereinbarung

• Ahrenshoop Reha-Klinik

Dorfstraße 53

04.05. von 12-15 Uhr

• Grimmen DRK-Außenstelle

Bergstraße 4

10.05. / 21.06. von 13-18 Uhr

• Abtshagen VNT Stahlbau

Elmenhorster Straße 39/1

22.06. von 14-18 Uhr

• Tribsees Seniorenclub

W.-Braun-Straße

23.06. von 15-18 Uhr

• Niepars Praxis Dr.Vietinghoff

Schwarzer Weg 4

28.06. von 15-18 Uhr

• Zingst Grundschule, Hafenstraße 1

23.05. von 14-18 Uhr

• Velgast Berufliche Schule

Neubaustraße 7

25.04. von 15.30-19 Uhr

• Barth Kulturhaus, Bahnhofstraße 2

09.05. / 25.06. von 14-18 Uhr

• Prerow Freie Schule u. Förderverein

Strandstraße 8

13.06. von 16-19 Uhr

• Trinwillershagen Sportanbau

Birkenweg

15.06. von 15-18 Uhr

• Semlow Schloss, Gemeinderäume

Parkstaße 8

27.04. von 15-19 Uhr

• Dettmannsdorf Evanglische Schule

Schulstraße 8

03.07. von 16-19 Uhr

• Bad Sülze Realschule

Kastanienallee 7

14.06. von 14-18 Uhr

• Glewitz Praxis DM Röpke

Dorfstraße 23

12.06. von 15-18 Uhr

• Brandshagen Grundschule

Dorfstraße

30.06. von 15-18 Uhr

• Marlow Grundschule

Otto-Grotewohl-Straße 12 a

29.05. von 14-18 Uhr

• Ahrenshagen Schule, Hauptstr. 26

30.05. von 14.30-18 Uhr

Eventuell weitere Termine aus der

Presse entnehmen.

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

DRK-KV Ribnitz-Damgarten e.V.

Körkwitzer Weg 43

mittwochs und donnerstags

jeweils 17-21 Uhr

• Weitere Informationen

für Ribnitz-Damgarten:

Telefon 0 38 21 . 87 86 21

für Grimmen

Telefon 03 83 26 . 8 68 59

oder 0173/2 07 70 40


18

Kreisverband Demmin

10 Jahre Selbsthilfegruppe

Die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe

„Frauen nach Krebs“, Bärbel Knuth,

begrüßte viele Gäste zum 10. Geburtstag.

„Wir sehen in der Dunkelheit ein winziges

Licht“, mit diesen Worten umschrieb

Bärbel Knuth,Vorsitzende der

Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs“,

den Sinn ihrer Treffen und ihrer

ehrenamtlichen Arbeit.Im Dezember

vor 10 Jahren gründete sich die

Selbsthilfegruppe, deren Ziele darin

bestehen, Frauen die Angst vor der

Isolation zu nehmen, Pläne für die

Zukunft zu schmieden und sich

gegenseitig Kraft zu geben.

Behindertengruppe verreist

Die Behindertengruppe vom DRK-

Behindertentreff darf sich schon jetzt

auf die nächste Ferienreise freuen, die

sie vom 15.bis 22.Juli in das „Aparthotel

Am Schlossberg“ in Bad Schandau

führen wird.Gemeinsam mit ihren

Betreuern werden sie verschiedene

Veranstaltungen besuchen und Ausflüge

unternehmen.

Auf den Spuren des Roten Kreuzes

An der diesjährige Bildungsreise nach

Solferino, Castiglione, Genf und Heiden,

die vom 3.bis 8.April stattfindet,

nehmen Arno Krause und Hans-Joachim

Frank vom Rettungsdienst sowie

Ruth Steingraf von der Geschäftsstelle

des Kreisverbandes teil.Sie erhielten

die Reise als Auszeichnung für

35-jährige Betriebsjubiläen bzw.für

langjährige Leitungstätigkeit.

Treffen der Ortsvereinsvorsitzenden

Das nächste Treffen der Vorsitzenden

der Ortsvereine findet am 30.März um

16.30 Uhr in den Räumen des Ortsvereins

Demmin, Rosestraße 38 statt.

Weniger minderjährige Muttis

Junge Familien erhalten vor und nach der

Geburt eines Kindes Beratung und Unterstützung

in behördlichen Dingen in der

Beratungsstelle des DRK in Demmin und

Malchin.

„Die Zahl der Minderjährigen, die schwanger

werden, geht zurück.Oftmals wollen

die schwangeren Mädchen unter 17 Jahren

nur die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Sie haben keine Chance auf einen Ausbiladungsplatz

und suchen sich so ihre

Aufgabe“, weiß Roswitha Bruhn von der

Demminer Schwangerenberatung.Acht

minderjährige Mädchen betreute sie im

vergangenen Jahr.Schließlich sei ihre Beratungsstelle

im Landkreis auch die einzige,

die die Konfliktberatung übernimmt, also

Ratschläge gibt, wenn Frauen einen

Abbruch der Schwangerschaft wünschen.

Über 100 Beratungen dieser Art führte

Roswitha Bruhn im vergangenen Jahr

durch.In vier Fällen gab es Zweitgespräche,

das bedeutet, dass sich die Frauen

doch noch für das Kind entschieden

haben.„Die Anzahl der Beratungen bei

Konflikten erscheint für Demmin recht

hoch.Dazu muss aber gesagt werden, dass

nicht nur Frauen aus dem Landkreis

kommen, sondern auch Betroffene, die in

den alten Bundesländern leben, hier aber

mal zu Hause waren“, erklärt Roswitha

Bruhn.Nicht unbedingt nur Minderjährige

wünschen den Abbruch der Schwangerschaft,

sondern häufig auch Frauen im Alter

zwischen 20 und 30 Jahren.„Da werden

finanzielle Gründe genannt.Früher hat die

Sozialhilfe auch die Pille bezahlt, bei Hartz

IV gibt es das nicht mehr“, erklärte die

Beraterin.Schwerpunkt der Arbeit in der

Schwangerenberatungsstelle des DRK ist

für Roswitha Bruhn die soziale Arbeit.Hier

geht es darum, die Schwangeren und ihre

Familien vor und nach der Geburt zu

begleiten und mit ihnen behördliche Dinge

zu regeln."Und das ist eine Vielzahl von

Aufgaben, die zu bewältigen sind", sagt sie.

Um sich ein Bild von ihrem Gegenüber zu

machen, werden zunächst Familien- und

Wohnverhältnisse erfragt, denn darauf

baut sich das Beratungsgespräch auf.Die

Schwangeren erhalten von Roswitha

Bruhn dann einen so genannten Laufzettel.

Unterschieden wird dabei, ob die junge

Roswitha Bruhn leitet die DRK-Schwangerenberatungsstelle

im Landkreis Demmin.

Frau berufstätig ist,Arbeitslosengeld I oder

II erhält."Es geht dabei darum, zu schauen,

welche Leistungen werden gezahlt, was

kann die junge Familie beantragen.

Entschieden werden muss auch darüber,

ob die Erziehungszeit nur über ein oder

zwei Jahre laufen soll", sagt die Beraterin.

Wer zwei Jahre mit dem Kind zu Hause

bleiben möchte, erhält 300 Euro Erziehungsgeld,

bei einem Jahr sind es 450 Euro.

Jedoch ist die Summe ab dem 7.Lebensmonat

des Kindes einkommensabhängig.

Dann nämlich wird das Einkommen des

Lebenspartners gegengerechnet und entschieden,

ob noch Erziehungsgeld gezahlt

wird."Das alles sind Fragen, mit denen sich

die Schwangeren und späteren jungen

Mütter jederzeit an uns wenden können.

Wir stehen also nicht nur vor, sondern

auch nach der Geburt des Kindes mit Rat

und Tat zur Seite", meint Roswitha Bruhn.

Sie arbeitet sehr eng mit den Hebammen

und Arztpraxen zusammen.So weiß sie

auch, in welchen Familien sozialpädagogische

Hilfe nötig ist.

Als einmalige Stiftungsgelder für Erstausstattungen

flossen im vergangenen Jahr

105 955 Euro an die jungen Mütter in

Demmin.„Dafür können Betten, Kinderwagen

und Ähnliches gekauft werden“,

erklärt die Beraterin.Jede Mutti schreibt

einen Wunschzettel und muss Quittungen

ein Jahr lang aufbewahren.Roswitha Bruhn

kontrolliert außerdem, ob das Geld auch

für das Baby verwendet wurde.

Gudrun Herzberg

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Kletterspaß in der Kita „Kinderglück“

Der Präsident des DRK-Landesverbandes,Werner Kuhn, würdigte die gute Zusammenarbeit

mit der Unfallkasse und gab beim ersten Klettern und Balancieren etwas Hilfestellung.

Psychomotorischer Multifunktionstrainer

- ein schweres Wort.Aber die

Mädchen und Jungen der integrativen

Gruppen eroberten ihren so genannten

„Kletterturm“ ganz unbefangen.Sie können

darauf klettern, rutschen und kreativ

die einzelnen Elemente kombinieren

- der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.Genau

das ist gewollt mit diesem

Gerät, das durch die Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern

zur Verfügung gestellt

wurde.Der Multifunktionstrainer

dient der ganzheitlichen Entwicklungsförderung

im bewegungsorientierten

und erlebnispädagogischen Bereich.Die

Kinder lernen ihren Körper bewusst

Aktive Blutspender wurden im Dezember

für 25, 50, 75 und 100 Blutspenden

mit der Ehrennadel und einem Bücherscheck

geehrt.Die Auszeichnungen

wurden vom Vorsitzenden des DRK-

Kreisverbandes, Erich Zühlke, und von

Iris Kraus,Werbeleiterin des Blutspendedienstes

Mecklenburg-Vorpommern

vorgenommen.Besondere Präsente

erhielten Joachim Reibe aus Demmin,

Friedrich Traugott aus Werder,Walter

Kunke aus Malchin und Roland Kessler

aus Rustow für ihre 100.Blutspende.

„Ich spende schon seit 32 Jahren“,

erzählt Roland Kessler.Als Reservist sei

er einst vom Militärarzt angesprochen

worden.„So bin ich dabei geblieben und

einzusetzen und ihre Bewegungen zu koordinieren.Durch

die Vielfalt der Turmelemente

werden alle Sinne angesprochen

und aktiviert.Die Jungen und Mädchen

erlernen ein gesundes Durchsetzungsvermögen,

ihre Konflikte zu bewältigen

und ihre Gefühle auszudrücken.

Und die Erzieherinnen können mögliche

Entwicklungsstörungen gut beobachten.

Sie schätzen vor allem den pädagogischen

Wert des neuen Trainingsgerätes.

Für die Kinder ist es vor allem ein neuer

interessanter Spielplatz mit vielen

Verwandlungsmöglichkeiten, der zum

Toben, Staunen und Ausprobieren

einlädt.

Herzliches Dankeschön an Blutspender

Walter Kunke aus Malchin (li) erhielt ein

Dankeschön für seine 100. Blutspende.

habe inzwischen auch meine Enkeltochter

begeistern können“.

DRK-Kreisverband Demmin

Neuer Weg 19, 17109 Demmin

www.demmin.drk.de · Tel 0 39 98 . 27 17-0

Termine Blutspende

19

• Altentreptow Krankenhaus

Am Klosterberg 1A

06.04. / 04.05. von 14.30-18.30 Uhr

• Burow Arztpraxis Dr.Baumann

Am Grünen Tor 1

16.06. von 14-18 Uhr

• Dargun Schulzentrum

Am Sportplatz 18

28.06. von 15-19 Uhr

• Demmin DRK-Kreisverband

Neuer Weg 19

20.04. / 18.05. / 22.06.

jeweils von 14-18 Uhr

• Jarmen Grundschule,

Pavillion 1, Rosenstraße 4

22.05. von 15-18 Uhr

• Loitz Kindergarten „Kunterbunt“

Kampstraße

11.04. von 15-18 Uhr

• Malchin Seniorenpflegeheim

An der Bleiche

24.04. / 29.05. von 14-18 Uhr

• Rosenow Arztpraxis Dr.Ossadnik

Stavenhagener Straße 13

28.06. von 15-19 Uhr

• Stavenhagen „Kiek in“

Am Wasserturm 29

05.05. / 23.06.

jeweils von 14-18 Uhr

• Tützpatz Arztpraxis Dr.Bergmann

Waldstraße

09.06. von 13-17 Uhr

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Altentreptow

Gebäude DRK, Poststraße 15

22.04. / 27.05. / 24.06. jeweils 8 Uhr

• Demmin

Fahrschule Blendow, Am Dreiangel

25.+27.04. / 16.+18.05. / 20.+22.06.

jeweils 16.30 Uhr

Fahrschule Malkowsky,

Clara-Zetkin-Straße

19.04. / 24.05. / 14.06. jeweils 17 Uhr

• Malchin

Gebäude DRK,Teichstraße 8

25.+ 27.04./ 16.+ 18.05.

20.+ 22.06.

jeweils 16.30 Uhr

Tel.für alle Orte 0 39 98 .27 17 10


22

Kreisverband Mecklenburg-Strelitz

DRK Sommerferienlager 2006

Sport und Spiel gehören zum Freizeitangebot

im Sommerferienlager. Vor allem

Baden und Schatzsuche am Strand machen

immer Spaß.

In der Zeit vom 14. bis 24. Juli 2006

führt der DRK-Kreisverband Mecklenburg

Strelitz e.V. eine Ferienfreizeit

im Schullandheim in Boltenhagen

durch. Insgesamt können sich dort 35

Mädchen und Jungen im Alter von acht

bis 14 Jahren bei Sport und Spiel vom

Schulalltag erholen.

Informationen und Anmeldeformulare

erhalten Sie in der

DRK-Familienbildungsstätte,

Maxim-Gorki-Ring 41 in Neustrelitz.

Telefon 0 39 81 . 44 37 57.

E-Mail : familienbildungsstaette@

mecklenburg-strelitz.drk.de

Von der Müritz bis nach

Mecklenburg-Strelitz

Anlässlich des Weltrotkreuztages

veranstalten die DRK-Kreisverbände

Müritz und Mecklenburg-Strelitz e.V.

am 13. Mai ein ganz besonderes Event

unter dem Motto: „Wenn es um

Menschen geht, gehören immer zwei

dazu“. Dahinter verbirgt sich eine

DRK-ZWEI-RAD-TOUR rund um die

Müritz. Das Zusammenwachsen beider

Verbände geschieht also nicht nur in

den Köpfen, sondern auch in den

Beinen. Auch diese Rotkreuzveranstaltung

soll beweisen, dass es möglich

ist, sich aufeinander zuzubewegen und

Kräfte zu bündeln - von der Müritz bis

nach Mecklenburg-Strelitz.

Retter mit vier Pfoten

Auch Rettungshunde brauchen mal eine

Pause.

Rettungshundestaffel des DRK-Mecklenburg-Strelitz:

Das klingt gut, aber dieser

Name muss natürlich erst verdient

und mit Leben erfüllt werden. Interessierte

Hundeführer haben sich zusammengefunden,

um eine Rettungshundestaffel

im Landkreis zu etablieren. Aller

Anfang ist schwer, aber die Mitglieder

der Staffel sind voller Optimismus.

Mittlerweile trainieren zwei Deutsche

Schäferhunde, zwei Australian Shepards

und drei Border Collie mit ihren

Hundeführer/Innen. Geübt wird die

Flächensuche in immer wieder wechselnder

Umgebung. Aber nicht nur das

Suchen und Finden will geübt sein, auch

der Gehorsam ist eine wichtige Voraussetzung

für einen guten Rettungshund.

Dabei nutzen die Hundeführer die Verspieltheit

ihrer Vierbeiner voll aus, denn

etwas anderes als ein Spiel ist die Suche

für die Hunde nicht.

Was gibt es Schöneres, als den

Menschen zu finden, der den Ball hat.

„Wo ist er, wo ist er? Halt, hier rieche

ich doch was, da muss ich lang. Ja, es

stinkt schon mächtig. Da, da ist er:

WAU,WAU, gebt mir mein Bällchen!

Aber halt, ich muss doch bellen, bis mein

Frauchen wieder da ist. Ja, da ist sie! Gib

mir endlich mein Bällchen! WAU,WAU.

Endlich!“ Das ist die eine Variante, den

Hundeführer auf die vermisste Person

aufmerksam zu machen. Es gibt aber

noch eine zweite: das Bringseln. Diese

Variante ist für den Gesuchten die

sanftere, denn er wird von den Hunden

nicht angebellt. Der Hund sucht, findet

den Vermissten, nimmt sein Bringsel (ein

kleines Seil) auf, das er um den Hals zu

Ständiges Üben auf dem Parcours ist

wichtig.

hängen hat, rennt damit zu seinem

Hundeführer und signalisiert ihm damit:

„Ich habe gefunden“. Der Hundeführer

nimmt dem Hund das Bringsel ab und

gibt ihm das Kommando „Zeig!“. Darauf

hin läuft der Hund wieder zur vermissten

Person, legt sich daneben und

wartet, bis der Hundeführer kommt.

Dann gibt es eine große Belohnung.

Die Arbeit mit Hunden muss man lieben,

um auch bei solch widrigen Wetterbedingungen

wie Eis, Schnee oder Regen

zu üben. Die langen Anfahrtswege zu

manchen Trainingsorten sind auch nicht

außer Acht zu lassen. Meist geht für das

Üben und die anschließende Auswertung

ein halber Tag drauf. Für die Hunde

kommt noch ein Aspekt hinzu: Sie sind

sozialisiert. In ihrem Spiel untereinander

lernen sie, wie man sich verhält.

Kommt ein neuer Interessent mit seinem

Vierbeiner in die Hundestaffel, dann

ist auch wichtig, dass sich dieser mit den

anderen Hunden vesteht.Wenn das

nicht funktioniert, dann leidet die

Zusammenarbeit der Staffel darunter.

Interessenten sind trotzdem jederzeit

willkommen.

Anregungen für die Arbeit mit den Rettungshunden

können sich die Mecklenburg-Strelitzer

Hundeführer immer von

der Greifswalder Rettungshundestaffel

holen. Dort dürfen sie auch an Weiterbildungen

teilnehmen. Dafür bedanken

sie sich recht herzlich.

Petra Baumbach

DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr

Kinder- und Jugendhilfe im Focus

Jugendliche der Wohngruppe „Bahndamm“

bei der handwerklichen Ausbildung.

Erste Fachtagung der Kinder- und

Jugendhilfezentren Mecklenburg-

Strelitz und Waren (Müritz)

Anfang Dezember 2005 fand die erste

Fachtagung „Qualitätssicherung in der

Kinder- und Jugendhilfe“ der Kreisverbände

Mecklenburg-Strelitz und Müritz

statt. Dazu konnten neben Vertretern

der Jugendämter auch Herr Bührdel,

Psychologe der Klinik für Kinder- und

Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Röbel, Frau Dr. Fischer, Ärztin für Kinder-

und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie,Vertreter

verschiedener

Schulen und der Sachgebietsleiter für

Jugendkriminalität des Landkreises

Mecklenburg-Strelitz, Herr Möws,

begrüßt werden.Während der Tagung

ging es vor allem darum, den Prozess

der Qualitätssicherung in der Kinder-

Ehrenamt im KAB

Die 31 Mitglieder des Kreisauskunftsbüros

(KAB) Mecklenburg-Strelitz

arbeiten schon seit sieben Jahren verantwortungsvoll

daran, sich auf mögliche

Einsätze in Katastrophen- oder Konfliktfällen

vorzubereiten. Hierzu dienen die

monatlichen Treffen genauso wie die

jährlichen Übungen auf Kreis- und

Landesebene. Neben den Einsätzen

stehen die Mitarbeiter des KAB auch

anderen Kreisverbänden bei der Absicherung

von Großübungen oder bei der

Durchführung von Grundlehrgängen in

neu gegründeten KABs zur Verfügung.

Zu den Höhepunkten des Jahres 2005

gehörte neben dem Einsatz beim

Landestreffen der Rotkreuzgemein-

DRK-Kreisverband Mecklenburg-Strelitz

Lessingstraße 70, 17235 Neustrelitz

www.mecklenburg-strelitz.drk.de · Tel 0 39 81 . 28 71-0

Auch Sport wird in den Wohngruppen

großgeschrieben.

und Jugendarbeit fortzusetzen, einheitliche

Qualitätsstandards zu entwickeln

und diese zu sichern. Dabei wurde herausgestellt,

wie wichtig es ist, dass alle

Partner, die in den Hilfeprozess involviert

sind, an diesem Prozess mitwirken.

Im Rahmen der Fachtagung hatten die

Mitarbeiter der Wohngruppen auch

Gelegenheit, ihre Arbeit mit Videofilmen

anschaulich darzustellen. Neben Ausführungen

zum Thema „Hilfeplanverfahren

und Kooperation mit der Schule“, ging

es auch um Fragen zur Arbeit mit den

Eltern, um attraktive Freizeitangebote

und Möglichkeiten einer effizienteren

Arbeit.

Hinweise und gut gemeinte Kritiken

dieser Veranstaltung werden gegenwärtig

diskutiert und für die nächste

Fachtagung aufbereitet.

Beim Landestreffen der Gemeinschaften

registrierten die Mitglieder des KAB

Verletzte und Helfer.

schaften in Schwerin auch eine Reise

zum DRK-Suchdienst nach Hamburg.

Dort machten sich die ehrenamtlichen

Helfer mit den vielseitigen Aufgaben des

DRK-Suchdienstes vertraut.

Christel Dörnbrack /Annegret Stengel

Termine Blutspende

• Neustrelitz

DRK-Krankenhaus, Haus C

03.04. von 15-19 Uhr

DRK-Kita Pestalozzistraße 1

19.04. / 03.+ 24.05. / 21.06.

jeweils von 14.30-18.30 Uhr

Gesundheitsamt

Woldegker Chaussee

07.06. von 7.30-11 Uhr

• Gross Nemerow

Arztpraxis Dr. Schitzer

10.04. von 15.30-19.30 Uhr

• Wesenberg

DRK-Kita In den Wällen

12.04. von 15-18 Uhr

• Feldberg Bruchstraße 7 a

Alten- und Pflegeheim

08.05. von 14.30-18.30 Uhr

• Mirow Grundschule

Mühlenstr. 34

01.06. von 15-19 Uhr

• Friedland

DRK, Haus Wasserwerk III

12.06. von 13-18 Uhr

26.06. von 15-19 Uhr

• Woldegk Grundschule

Burgwall 17

19.06. von 14-18 Uhr

23

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Neustrelitz

DRK Servicecenter, Lessingsstr. 70

08. + 22.04.

06. + 20.05.

10. + 24.06.

jeweils 8-14.45 Uhr

• Schwichtenberg

Arbeitsförderungs- und

Bildungsverein e.V.

Zur Kleinbahn 8

06.05.

von 8-14.45 Uhr

• Mirow

Grunschule, Mühlenstraße 34

06.05. / 10.06.

jeweils 8-14.45 Uhr

Telefon 0 39 81 . 28 71-0

oder 0 39 81 . 28 71 19


24

Kreisverband Parchim

Kreisversammlung im April

Die Vorsitzende Gudrun Stein mit dem

Ehrenmitglied Karl Heinz Mannel.Wenn er

es einrichten kann, nimmt er an der jährlichen

Versammlung teil.

Die Kreisversammlung des DRK-

Kreisverbandes Parchim e.V. findet am

27.April 2006 um 17 Uhr im Saal der

Wallallee 31 in Parchim statt.Alle

Delegierten sind herzlich eingeladen.

Flohmarkt im Mai

Der Erlös des Verkaufs ist für einen guten

Zweck gedacht.

Der traditionelle Flohmarkt findet am

13.Mai 2006 rund um die DRK-

Geschäftsstelle am Moltkeplatz statt.

Viele kleine Stände sollen sich im Park

und in den umliegenden Straßen

ansiedeln.An diesem Tag werden

ehrenamtliche und hauptamtliche

Mitarbeiter von 10 bis 15 Uhr wieder

ihre Waren anbieten.Für das leibliche

Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Antiquarische Sachspenden für den

Flohmarkt können täglich von 8 bis 16

Uhr in der Geschäftsstelle abgegeben

werden.

Bei wem jetzt das Geschichtsinteresse

geweckt ist, der kann

Bild- und Textmaterial sowie

Sachzeugnisse aus dieser Zeit in

der „Rotkreuzhistorischen Sammlung“

in der Parchimer Wallallee

31 erleben, oder in den nächsten

drei Ausgaben des Landesmagazins

mehr dazu lesen.

125 Jahre unter einem guten Zeichen

Die Parchimer Sanitätskolonne mit der Frauengruppe bei einer Übung an der

Eisenbahnbrücke Wockertal bei Parchim. Aufgenommen im Jahre 1928 oder 1929.

Am 29. Januar 1981 wurde der erste

Ortsverein des DRK in Parchim aus

der Taufe gehoben. Anlass, in diesem

Jahr das 125-jährige Jubiläum zu

feiern und Geschichte greifbar

werden zu lassen - in dieser Ausgabe

die ersten 52 Jahre (1881-1933).

Vor mehr als zehn Jahren hat der

Hobbyhistoriker Wolfgang Westphal begonnen,

Material für eine Geschichtssammlung

zusammenzutragen.Er kennt

die Materie wie kaum ein zweiter, da er

selbst 51 Jahre DRK-Geschichte aktiv

als Mitglied und Rettungsschwimmer

mitgestaltete.In vergilbten Zeitungen,

alten Fotoalben suchte Wolfgang Westphal

nach Informationen.Stück für

Stück fügten sich Fakten wie Puzzleteilchen

aneinander.So weiß man heute,

dass genau vor 125 Jahren, am 29.Januar

1881 nach der Gründung des Marienfrauenbundes

in Mecklenburg-Schwerin

auch in Parchim ein Ortsverein aus

der Taufe gehoben wurde.Anfangs gab

es 25 ordentliche und sechs außerordentliche

Mitglieder - alles Honoratioren

der Stadt Parchim.Die Frauen

und Mädchen widmeten sich den Aufgaben,

Kinder und Kranke zu betreuen,

Kleiderkammern zu unterhalten und

Suppenküchen zu unterstützen.Die

Männer dagegen organisierten sich in

Sanitätskolonnen.Diese ersten Hinweise

tauchten in einer alten Parchimer

Zeitung vom 12.Juni 1929 auf.So erfuhr

man unter der Rubrik „Was ist

und was will das Mecklenburgische

Rote Kreuz“ nicht nur Aktuelles, sondern

fand in einem kleinen Rückblick

auch einiges über die Wurzeln des

Verbandes.Des Weiteren konnte durch

Veröffentlichungen in der örtlichen

Presse nachgewiesen werden, dass Frau

Geheime Hofrat Capobus 1906 den

Vorsitz im Parchimer Marien-Frauen-

Verein übernahm und diese Funktion

25 Jahre ausübte.Ihr Ehemann war zu

dieser Zeit zweiter Bürgermeister der

Stadt Parchim.Erst ab 1928 gibt es

schriftliche Dokumente und Auflistungen.So

war zu lesen, dass 153 zahlende

Mitglieder den Verein unterstützten,

der Kassenbestand 237,77 Mark auswies,

die Sanitätskolonne aus 35 Personen

bestand und unter Leitung eines

Kolonnenarztes geführt wurde.In Parchim

gab es zu dieser Zeit zehn Unfallmeldestellen.Auch

die Auszeichnung

von drei herausragenden Damen wurde

erwähnt.Sie erhielten für ihre langjährigen

treuen Dienste eine Brosche

mit dem Bildnis der Großherzogin.Am

29.Januar 1931 beging der Parchimer

Zweigverein des Marienfrauenbundes

sein besonderes Jubiläum - das 50-jährige

Stiftungsfest.Zu dem wurde die

frühere Großherzogin als Protektorin

eingeladen.

DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr

DRK Parchim übernimmt Krankenfahrten

Neues Transportsystem in der

Region in und um Parchim

Es ist Mittwoch.Andreas Kranich und

Eric Hausmann sind auf dem Weg zu ihrer

ersten Krankenfahrt an diesem Tag.

Die Adresse ist bekannt, denn es handelt

sich um eine der so genannten Serienfahrten.Pünktlich

um 9 Uhr klingeln sie

an der Haustür und betreuen nun während

der Fahrt von der eigenen Wohnung

bis hin zur Praxis einen schwerstkranken

Menschen - in diesem Falle einen

Dialysepatienten.Vor einem viertel

Jahr konnte diese Person noch allein

Treppen steigen und mit dem Taxi die

Therapietermine wahrnehmen.Doch

mit fortschreitender Krankheit geht das

heute nicht mehr.Die beiden Mitarbeiter

des Deutschen Roten Kreuzes übernehmen

nun an drei Tagen in der Woche

den Fahrdienst und betreuen ihren

Klienten.„Die meisten Menschen, die

unseren Dienst in Anspruch nehmen haben

bereits einen sehr schweren und

langen Leidensweg durchlebt.So eine

Fahrt bedeutet für diese Erkrankten

Stress.Unser Anspruch ist es, diese

Stresssituationen mit Zuverlässigkeit

und guter Betreuung zu entschärfen.

Unser Fahrzeug ist mit einem Tragestuhl

Pflege mit Herz

Seit dem 1.Januar 2006 hat Anja Hörichs

das Zepter für die Tagespflege

Sternberg in der Hand.Die 37-Jährige

ist gelernte Krankenschwester und war

zuvor als stellvertretende Pflegedienstleiterin

in der Sozialstation tätig.Getreu

des Slogans "Am Tage betreut und nicht

mehr allein, abends nach Hause - wieder

daheim" umsorgt sie gemeinsam mit

ihrem Team von vier Mitarbeiterinnen

15 pflegebedürftige oder ältere Menschen

an Werktagen.Ihre neue Aufgabe

sieht sie als Herausforderung und hat

sich auch schon einiges vorgenommen.

So soll das Qualitätshandbuch an die

neuesten Erkenntnisse und Richtlinien

angepasst werden, um es dann noch

stärker in der täglichen Praxis als Handlungsgrundlage

zu nutzen.

Als Ausgleich zu ihrer Arbeit und zur In-

DRK-Kreisverband Parchim

Moltkeplatz 3, 19370 Parchim

www.drk-parchim.de · Tel 0 38 71 . 6 22 50

Andreas Kranich (links) und Eric Hausmaann

auf dem Weg zur ersten Krankenfahrt

des Tages.

und mit einer Trage ausgestattet.Je nach

Bedarf kann die Fahrt sitzend oder liegend

verlaufen.“, so Steffen Heine, Leiter

Rettungsdienst.Seit Januar 2006 gibt es

dieses Angebot.„Aufgrund vermehrter

Nachfragen hat sich das DRK Parchim

am Markt orientiert und diese Aufgabe

übernommen.“, so Heine weiter. Wie

viel oder mit welcher Fachkompetenz

Personal eingesetzt wird, richtet sich

nach den Bedürfnissen des einzelnen.

Nicht für jede Fahrt ist eine medizinische

Betreuung durch Rettungsassistenten

erforderlich.Mit diesem neuen

Transportsystem können nicht nur

Schwerstkranke gefahren, sondern sämtliche

Personentransporte übernommen

werden.Anmeldungen nimmt der DRK-

Kreisverband unter der Nummer

0 38 71 .62 25 55 entgegen.

Anja Hörichs vergleicht den Bestand der

Medikamente mit dem aktuellen Bedarf

laut Verordnungen.

spiration geht die verheiratete zweifache

Mutter in ihrer Freizeit dem Jazzdance

nach.

Termine Blutspende

25

• Sternberg DRK-Seniorenzentrum

Am Berge 1 a

12.+13.04. von 14-19 Uhr

• Leezen Praxisgebäude, Seestr.10

19.04. von 15-18.30 Uhr

• Dabel Bundeswehr Moltekaserne

20.04. von 9.30-15 Uhr

Kita „St.Marien“,W.-Pieck-Str.

15.05. von 15-19 Uhr

• Dobbertin Realschule, Schulstr.1

25.04. von 15-19 Uhr

• Plau Krankenhaus, Quetziner Str.16

26.04. von 10-15 Uhr

Grundschule, Lange Straße

13.06. von 14.30-19 Uhr

• Spornitz Evg.Schule, Friedensstr.43

27.04. von 16-19 Uhr

• Siggelkow Arztpraxis Fr.Dr.Leisner

28.04. von 14-19 Uhr

• Brüel Club der VS,Am Mühlenberg

02.05. von 14-18 Uhr

• Banzkow „Störtal“ e.V., Str.d.Fr.12

03.05. von 15.30-19 Uhr

• Parchim Altenheim “St.Nikolai”

04. + 11. + 18.05., 01.06.

jeweils von 14-19 Uhr

• Domsühl Schule, Parchimer Str.39

16.05. von 15-18 Uhr

• Crivitz Grundschule, Schulstr.1

22.05. von 15-19 Uhr

Gymnasium,Am Sonnenberg

21.06. von 8-14 Uhr

• Karow Jugend- u.Seniorentreff,

Karl-Liebknecht-Str.3

06.06. von 15-18 Uhr

• Lübz DRK-Seniorenwohnanlage

12.+ 13.06.von15-19 Uhr

• Goldberg Kita, J.-Brinckmann-Str. 33

15.06. von15-19 Uhr

• Plate Realschule, F.-Wehmer-Str. 52

20.06. von 15-19 Uhr

• Mestlin Schule, Marx-Engels-Platz 2

28.06. von 14-18 Uhr

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Parchim DRK-Freizeitzentrum

Wallallee 31 (gegenüber ZOB)

08.+22.04. / 06.+20.05.

10.+24.06.

jeweils 8-14.30 Uhr

• Plau DRK-Rettungswache

22.04. / 25.05. / 17.06.

jeweils 8-14.30 Uhr

• Sternberg DRK-Rettungswache

29.04. / 27.05. / 24.06.

jeweils 8-14.30 Uhr

Telefon 0 38 47 .44 00 11

Frau Beckmann (vormittags) oder

Telefon 0 38 47 .44 13 0

Frau Beu


26

Kreisverband Schwerin

DRK Werder-Club für alle offen

In der ersten Woche des neuen Jahres

feierten Kinder und Jugendliche in gemütlicher

Runde den elften Geburtstag

des Werderclubs. Sie schauten sich

Bilder von Einsätzen und Wochenendveranstaltungen

an, plauderten über

gemeinsame Erlebnisse und planten

zukünftige Veranstaltungen.

Die Türen des Clubs stehen allen Kindern

und Jugendlichen von Montag bis

Freitag offen. Zu den Angeboten

gehören u.a. Dart,Tischtennis, Gesellschaftsspiele,

Playstation sowie diverse

Basteltechniken.

Kinder- und Jugendclub "WC"

Werderstraße 1

Neue Homepage

Seit Beginn des Jahres erscheint die

Homepage des DRK-Kreisverbandes

Schwerin in einem neuen Outfit.

Zu finden sind hier zahlreiche Informationen

und weiterführende Links

über die verschiedenen Rot-kreuzbereiche.

www.drk-sn.de

Lust auf Ferien- oder

Schwimmlager?

Auch in diesem Jahr bietet der DRK-

Kreisverband Schwerin in den ersten

zwei Wochen der Sommerferien ein

Ferienlager für Kinder und Jugendliche

im Alter von 8 bis 16 Jahren in Murchin

an. Außerdem werden auch

wieder drei Durchgänge des beliebten

Schwimmlagers in Kalkwerder

durchgeführt.

Nähere Informationen zu beiden

Ferienfreizeiten erhalten Sie in der

DRK-Geschäftsstelle unter

0385/55 57 300.

Vom Schulsanitäter zum Rettungsprofi

Angefangen hat alles mit dem

Schulsanitätsdienst. Jetzt ist

Kristoph Butschalowski Rettungsassistent

im Anerkennungsjahr.

War es Dein Traum, Rettungsassistent

zu werden?

Kristoph: Ja. Mich haben Rettungswagen

und der damit verbundene Beruf schon

seit meiner Kindheit fasziniert.

Wie hast Du Dein Ziel erreicht?

Kristoph:Träume soll man nicht aufgeben.

Letztendlich habe ich es aber vielleicht

doch einem sehr tollen Projekt zu

verdanken, dass ich nicht aufgegeben habe.

Dieses Projekt heißt Schulsanitätsdienst.

Ich selbst war einer der ersten

Schulsanitäter und damals gerade in der

9. Klasse. Natürlich verdanke ich es aber

auch meiner Familie, denn so eine

Ausbildung muss ja finanziert werden.

Wie wurdest Du auf dieses Projekt

aufmerksam?

Kristoph: Karin Hoffmann vom DRK-

Kreisverband Schwerin kam in unsere

Schule und stellte das Projekt vor.Wir

bekamen dann ca. 14 Tage Zeit, um zu

entscheiden, ob wir mitmachen wollten.

Für mich klang das damals sehr interessant

und der Sanitätsdienst an der Schule

war irgendwie eine Herausforderung.

Wie lief die Ausbildung ab?

Kristoph: Frau Hoffmann kam einmal

wöchentlich außerhalb des Unterrichts

für ein bis zwei Stunden zu uns in die

Schule. Nach einem Jahr Ausbildung leisteten

wir dann dort unseren Dienst, für

den wir Pläne erstellten.Wir waren sehr

stolz, denn wir kamen doch öfter zum

Einsatz, als gedacht. Ich hätte nie geglaubt,

dass ich freiwillig länger in der

Schule bleibe.Aber dieses Projekt hatte

etwas!

Hast Du da nur Erste Hilfe gemacht?

Kristoph:Anfangs schon, aber nach einem

dreiviertel Jahr hat uns Frau Hoffmann

zu Veranstaltungen innerhalb des

Jugendrotkreuzes eingeladen.Wir fuhren

z.B. für ein Wochenende auf die Insel

Kristoph Butschalowski hat die ersten

Schritte zum Rettungsdienst beim Schulsanitätsdienst

gemacht.

Lieps, in die Jugendherberge nach Barth,

ins Wonnemar Wismar, zum Weihnachtsmarkt

nach Rostock uvm. Besonders

aufregend waren aber die jährlich

stattfindenden Wettkämpfe zwischen

allen Schulsanitätern der Stadt Schwerin.

Rund 90 Schüler aus allen Schulen

wollten den Pokal für ihre Schule holen.

Ich war sehr stolz, als unsere Schule

damals den ersten Platz gemacht hat.

Sollten sich nur leistungsstarke

Schüler für ein solches Projekt

entscheiden?

Kristoph: Ich darf wohl behaupten, dass

ich ein sehr gutes Beispiel dafür bin,

dass nicht nur die besten Schüler für so

ein Projekt in Frage kommen. Zum

ersten Mal konnte ich sogar die Erfahrung

machen, wie es ist, die gleichen

Ergebnisse zu erreichen wie meine

damals besseren Mitschüler.

Hättest Du damals gedacht, dass Du

heute auch noch ehrenamtlich beim

DRK mitmachst?

Kristoph: Ende der 10. Klasse haben wir

Frau Hoffmann gefragt, was mit uns nach

dem Schulabgang passiert. Sie meinte

damals nur, dass die Entscheidung bei

uns ganz allein liegen würde. Schon

damals hatte sie uns viele Möglichkeiten

aufgezeigt, weiterhin ehrenamtlich im

DRK tätig zu sein. Das haben dann mit

mir auch viele meiner Mitschüler getan,

sei es im Jugendrotkreuz oder im Katastrophenschutz.

Jana Stenzel, JRK Schwerin (gekürzt)

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Wasserwachtler feierten Poolparty

Zum Jahresende 2005 präsentierte die

DRK-Wasserwacht Schwerin ihren Mitgliedern

eine ganz besondere Überraschung.

Auf Wunsch der Mitglieder gab

es eine Fete unter dem Motto "Robinsons

Poolparty", zu der alle im entsprechenden

Outfit erschienen waren. Die

Anfertigung der Dekoration war zwar

mühevoll und aufwendig, aber es hat

sich gelohnt! Eine selbst gebaute Poolbar

mit Beleuchtung, Bambuswänden

und Schwimminseln war unter den

geschickten Händen der Rotkreuzler

entstanden.

Für die nötige Stimmung sorgten an diesem

Abend wieder einmal DJ Tomi und

DJ Ossi, die es auch diesmal schafften,

die Leute zum Hüftschwingen zu animieren.

Und auch die Barkeeper sorgten

mit entsprechenden Getränken für Südseeflair

und einen Hauch Sommer mitten

im kalten Winter. Bei einer Karaokeshow

durften alle, die sich trauten, zeigen,

was in ihren Stimmbändern steckt.

Sogar Neptun war zu dieser für ihn

etwas ungewöhnlichen Zeit erschienen -

und statt der üblichen Quälereien, die

er ansonsten in seinem Repertoire hat,

zeichnete er die Wasserwachtler aus, die

sich im Jahre 2005 durch gute Arbeit

besonders hervorgetan hatten.

Nach dem reichhaltigen Buffet brachten

alle ihren Körper mit Wassergymnastik

in Schwung. Mit Timi als Animateur

schwangen alle Wasserratten das

Tanzbein im Pool, um dem Winterspeck

DRK-Kreisverband Schwerin

Güstrower Straße 4, 19055 Schwerin

www.drk-sn.de · Tel 03 85 . 55 57 30-0

keine Chance zu geben. Das war ein

Riesenspaß für alle Mitglieder und ein

guter Ausklang eines arbeitsreichen

Jahres.

Allen fleißigen Helfern, die an der Ausgestaltung

der Party beteiligt waren, und

den Sponsoren gilt ein großes Dankeschön.

Auch für das Jahr 2006 hat sich das

Team wieder viel vorgenommen.

Veranstaltungen wie z.B. die Mitgliederversammlung

mit Filmnacht im Bus Stop,

das Osterfeuer, die Eröffnung der Badesaison

mit anbaden am 13. Mai 2006 im

Freibad Kalkwerder, das Kinderfest zum

Kindertag, die Durchführung von

Schwimmlagern in den Sommerferien

und ein Volleyballturnier im August

stehen auf dem Programm. Die neuen

Mitglieder werden natürlich wieder mit

einer Neptuntaufe in die Reihen der

Wasserwachtler aufgenommen - das ist

bereits Tradition bei den Schwerinern.

Wer mehr über die Arbeit der Wasserwachtler

im DRK-Kreisverband Schwerin

erfahren möchte, kann sich auf der

Homepage informieren. Dort gibt es

auch Infos zu Ausbildungsmöglichkeiten

und Veranstaltungen, die von der DRK-

Wasserwacht Schwerin abgesichert

werden. Also schaut rein, ihr seid herzlich

willkommen!

www.wasserwacht-schwerin.de

Tim Buchholz,Andreas Böttcher

Termine Blutspende

DRK-Blutspendeinstitut

Wismarsche Straße

01.04. / 06.05. / 03.06.

jeweils von 8-11 Uhr

• Landwirtschaftsministerium

Paulshöhe

21.04. von 8.30-12.00 Uhr

• Landesvermessungsamt

Lübecker Straße

28.04. von 8-12 Uhr

• Stadtwerke

Eckdrift 43-45

05.05. von 8.30-12 Uhr

• Wirtschaftsministerium

Stellingstraße

09.05. von 9.30-14.30 Uhr

• Stadtverwaltung

Am Packhof 2-6

24.05. von 8-12 Uhr

27

• Staatl.Amt für Umwelt + Natur

Pampower Straße 66-68

26.05. von 8-11 Uhr

• Bauministerium

Schloßstraße

30.05. von 9.30-14.30 Uhr

• Landesförderinstitut

Werkstraße 213

23.06. von 8.30-12.00 Uhr

• ABC-Bau

Medeweger Straße

27.06. von 13.00-16.00 Uhr

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

• Güstrower Straße 4

14-tägig 8-15 Uhr

Tel 03 85 . 5 55 73 00

01. + 22.04. / 06. + 20.05. /

03. + 17.06.

Informationen und Termine zu

Ausbildungen in Erster Hilfe,

Erste Hilfe Training, Erste Hilfe am Kind

erhalten Sie beim DRK-Kreisverband

Schwerin-Stadt e.V., Güstrower Str. 4

Tel. 0385.5 55 73 00

(Frau Riedel, Frau Schimkat)


28

Kreisverband Rostock

Festveranstaltung würdigte DRK

In einer Festveranstaltung erinnerte

Dr. Adolf Lau als Vorsitzender des DRK-

Kreisvorstandes an seine wechselvolle

Geschichte. Entstanden aus dem Marien-

Frauen-Verein 1880, als Rostock gerade

mal 37 000 Einwohner zählte, sind Namen

wie Brunnengräber, Maßmann oder

Giese mit diesen Anfängen der Rotkreuzbewegung

eng verbunden. Es waren

vor allem die Frauen, die sich darum

bemühten, dass in unserer Stadt die Not

gelindert wurde.

„Hier liegen die Wurzeln des Roten

Kreuzes auch für die heutige Arbeit“,

sagte er und verwies darauf, dass wir

immer noch als Verein arbeiten. Er ist inzwischen

einer der größten Arbeitgeber

in der Stadt. Mit über 900 Beschäftigten

im Bereich der sozialen Dienstleistungen

ist der DRK-Kreisverband Rostock einer

der größten Kreisverbände in der Bundesrepublik.

Zu ihm gehören soziale

Dienstleistungen wie die stationäre und

ambulante Altenhilfe, die Rostocker

DRK-Werkstätten für Menschen mit

Behinderungen, die Kinder-, Jugend- und

Familienhilfe, der Rettungsdienst und der

Fahrdienst. Hinzu kommen die Schuldnerberatung,

der Bahnhofsdienst, die

Kleiderkammer, die Seniorenbegegnungsstätten,

die Erste-Hilfe-Ausbildung und

weitere Leistungen. Der Kreisverband

erreicht täglich mit seinen Dienstleistungen

10 000 Menschen in unserer Stadt.

Er hat 7000 Fördermitglieder. 500 von

ihnen sind aktiv ehrenamtlich tätig. Sie

leisten Sanitäts- und Betreuungsdienste,

sichern in der Saison unsere Strände und

bilden Rettungsschwimmer aus. Sie sind

darüber hinaus tätig im Jugendrotkreuz,

in der Altkameradschaft, den Ortsvereinen

und in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Anlässlich der Festveranstaltung zum

125jährigen Bestehen des Roten Kreuzes

fand mit der Schlüsselübergabe in

der Aleksis-Kivi-Straße 1 auch eine insgesamt

7jährige Bautätigkeit nun ihr Ende.

Entstanden sind in diesem Zeitraum

ein Pflegeheim mit 120 Plätzen in der

Südstadt und diese hochmoderne DRK-

Seniorenwohnanlage Evershagen.

Ohne Liebe geht es nicht

„Wer Angehörige pflegt, hat einen Ganztagsjob“,

sagt Schwester Viola vom

DRK-Pflegedienst des Roten Kreuzes.

Damit spricht sie den Anwesenden stets

aus dem Herzen. Sie leitet im Haus der

Familie und Bildung einen Pflegekurs

ganz besonderer Art.

Seit Inkrafttreten der Pflegeversicherung

achtet diese gemeinsam mit der Krankenkasse

darauf, dass dem Versicherten

durch die pflegenden Angehörigen auch

wirklich eine qualifizierte Betreuung

ermöglicht wird. Es geht also nicht nur

um den, der die Arbeit macht - hier

sollte es besser die heißen, denn in der

Regel sind es Frauen, die ihre Angehörige

betreuen - sondern um den Patienten

selbst.Worauf zu achten ist, dass er sich

z.B. nicht durchliegt, wird im Kurs

genauestens erläutert.Welche Körperstellen

ganz besonderem Druck ausgesetzt

sind und wo sich demzufolge am

schnellsten durchgelegene Stellen bilden

können, sind stets ein Schwerpunkt.Wie

solche Druckgeschwüre - von Mediziinern

Dekubitus genannt - vermieden

werden können, lernen die Angehörigen

im Kurs. Hingewiesen wird auch auf

typische Zweiterkrankungen, die sich bei

längerer Bettlägerigkeit einstellen

können. So kann man einer Lungenentzündung

oder Thrombose durch fachgerechte

Lagerung erheblich vorbeugen.

Ein wichtiger Komplex ist die Krankenbeobachtung.Aber

auch das Gegen-

stück, die Wahrnehmung, wie sie der

Pflegebedürftige erlebt, dafür will

Schwester Viola die Kursteilnehmer

sensibilisieren.

Das gemeinsame Üben, bei dem jeder

einmal im Bett liegt und einmal davor

steht, macht es leichter zu verstehen,

wie sich der andere fühlt. „Das kann

man auch sehr schön mit der Blindenübung

demonstrieren“, sagt sie.

„Sich völlig darauf verlassen zu müssen,

dass der andere einen schon auf den

richtigen Weg führt, ist schon eine einprägsame

Erfahrung.“ Ähnlich ist es mit

der Körperpflege: wer sich einmal

waschen lassen musste, wird verstehen,

warum viele gerade in diesem Bereich

versuchen, sich ihre Selbständigkeit zu

bewahren. Bestrebungen, das eine oder

andere noch allein zu machen, sollten

die Pflegenden so lange wie möglich

unterstützen. Dem Hilfebedürftigen gibt

dies ein Stück mehr Selbstwertgefühl

und es ist zugleich ein Erfolgserlebnis.

Für den Angehörigen kann es eine Entlastung

sein.

Also nicht nur Hebe- und Tragetechniken

sind Gegenstand bei diesem Kurs

für pflegende Angehörige, sondern es

geht um viel mehr. Schwester Viola

bietet im April wieder so einen Kurs im

Haus der Familie und Bildung an. Er ist

übrigens kostenlos.

Sabine Dettmann

DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1/ 2006 Frühjahr

Blutspender betreuen - wer macht mit?

Fröhlich geht es zu, wenn die Blutspender

ihren wohlverdienten Imbiss einnehmen.

Da wird Kaffee eingeschenkt, der

Tisch ist gedeckt, die Wiener Würstchen

sind heiß, und jeder kann sagen, was er

in seinen Beutel haben möchte, ob

Äpfel, Schokolade, Joghurt oder lieber

Rote Grütze.

Dass die Stimmung so gut ist und die

Blutspender sich wohl fühlen, hängt

nicht zuletzt von den Frauen ab, die für

die Bewirtung sorgen. Elke Nürnberg

(62) ist eine von 25 Frauen, die es beim

DRK-Kreisverband übernommen haben,

Blutspender zu betreuen. Nicht medizinisch,

wohl aber nach dem Spenden,

wenn es um das leibliche Wohl geht.

„Seit fünf Jahren bin ich dabei und es

macht mir immer noch großen Spaß“,

sagt sie. Geld bekommt sie dafür keines,

wohl aber anerkennende Blicke und

auch Worte des Dankes. Sie ist selbst

aktive Blutspenderin und weiß wie man

sich nach dem Spenden fühlt.

Elke Nürnberg war es viel zu langweilig,

als sie seinerzeit arbeitslos wurde.Von

Zingst war sie wieder nach Rostock

gezogen. Der Arbeit wegen war sie 1971

auf den Darß gegangen. Das Volkseigene

Gut Zingst war jahrelang ihr Lebensmittelpunkt

gewesen.Als die Kinder groß

waren und es bezahlte Arbeit für sie

keine mehr gab, entschloss sie sich,

wieder zurück zu ziehen.

„Rostock bietet einfach mehr Möglich-

DRK-Kreisverband Rostock

Patriotischer Weg 93, 18057 Rostock

www.drk-rostock.de · Tel 03 81 . 2 42 79-0

keiten, sich ehrenamtlich zu engagieren“,

sagt sie und zählt auch gleich mehrere

Vereine auf, bei denen sie tätig ist:

„Mein Seniorentanz und die Volkstanzgruppe,

meine Frauen vom Schwimmen

und von der Sauna sowie meine Ortsgruppe

von der Volkssolidarität, da gibt

es so viele Termine, dass es ohne Kalender

gar nicht geht.“ Sie erzählt von ihrer

Tochter, die Anfang des Jahres schon

immer fragt, wann sie denn Zeit hätte,

damit die Kinder einmal kommen

können.

„So haben also auch die Ferientermine

der Schulkinder in meinem Kalender

einen besonderen Stellenwert“, sagt sie

und lacht dabei.Auch schwärmt sie von

ihrer Hausgemeinschaft in Evershagen

und ihrer Wohnung. „Wenn da vielleicht

noch ein Fahrstuhl angebaut wird“, sagt

sie, „dann kann ich da ewig bleiben.“ Sie

wohnt in der 4. Etage.

Elke Nürnberg ist sehr beschäftigt, aber

auch sehr zu frieden. „Leider sind es viel

zu wenig Frauen, die bei uns mitmaachen“,

sagt sie und kann das eigentlich

gar nicht verstehen. „An manchem Termin

bin ich sogar allein. Das kann ich

mir zu zweit viel schöner vorstellen“,

ruft sie Frauen in ihrem Alter auf, sich

doch auf den Weg zu machen.

Wer also Lust hat, kann sich unter der

Telefonnummer 0 38 31-2424224

beim Roten Kreuz melden.

Sabine Dettmann

29

Termine Blutspende

• Institut für

Transfusionsmedizin

Robert-Koch-Straße 10

montags 7.30-12 Uhr

dienstags 13-19 Uhr

donnerstags 13-19 Uhr

freitags 7.30-12.30 Uhr

jeden ersten Samstag im Monat

von 8-12 Uhr

Außentermine in den einzelnen

Stadtteilen in der Tagespresse oder

unter Telefon 03 81 . 44 03 50

Erste Hilfe Ausbildung

(Lebensrettende Sofortmaßnahmen)

Haus der Familie und Bildung

Etkar-Andre-Straße 51, 18069 Rostock

jeden Samstag von 8 - 15 Uhr

Telefon 0381 .8172644

Erste Hilfe am Kind:

Samstag, 22.04.

8.30 - 16.30 Uhr

Interessante Kurse

Hatha - Yoga:

Kurs 1: 7.03. - 2.05.

8 x jeweils montags, 19.30 - 21.00 Uhr

Triple P - postives

Erziehungstraining:

Kurs 2: 14.03. - 04.04.

4 x jeweils dienstags, 19 - 21Uhr

Babysitterausbildung:

Kurs 2: 24.06. / 01.07.

2 x samstags, 8.30 -16.30 Uhr

Wirbelsäulengymnastik:

Kurs 1: 25.04. - 20.06.

8 x jeweils montags, 18 - 19.30 Uhr

Krankenpflege in der Familie/

Angehörige pflegen Angehörige:

Kurs 1: 24.04. - 17.05.

4 x jeweils montags und mittwochs,

16.30 - 19.45 Uhr

Börse

14. Kinderkleider- und

Spielzeugbörse

Samstag, 13.05., 9.30 - 12 Uhr

in der DRK- Kita "Lindenpark"


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Krankenhaus Mecklenburg-Strelitz

Semmelweisstrasse 1-10 Telefon 0 39 81 . 2 68-0

Veranstaltungen

im DRK-Krankenhaus

Blutspendeaktion

am 3.April, 15 - 19 Uhr

Gartenhaus/Haus C

17235 Neustrelitz

Krankenhaus hat engagierte Förderer

Der Anfang ist gemacht: Während des 145. Geburtstages des DRK-Krankenhauses Mecklenburg-Strelitz

enthüllten Bürgermeister Andreas Grund, der Vizepräsident des DRK-Landesverbandes

Dieter Heidenreich, der Vorsitzende des Fördervereins Vincent Kokert und Kreistagspräsident

Christoph Poland das Baustellenschild für den Krankenhausneubau in der

Penzliner Straße. Fotos: DRK-Krankenhaus

Mitgliederversammlung des

Krankenhausfördervereins zog

positive Bilanz.

Auf der Mitgliederversammlung Ende

2005 konnte der Vereinsvorsitzende

Vincent Kokert auf ein erfolgreiches

Jahr zurückblicken.

Das Engagement der Mitglieder richtete

sich vor allem auf den Neubau des

DRK-Krankenhauses Mecklenburg-

Strelitz.Kokert dankte allen Vereinsmitgliedern,

Kommunalpolitikern und Vertretern

der Landesregierung, die das

Bauvorhaben intensiv unterstützt haben

und die Werbetrommel dafür rührten.

Ein positives Signal setzte auch Sozialministerin

Dr.Marianne Linke in einem

Brief an den Vereinsvorsitzenden.Daraus

geht hervor, dass die Finanzierung

des Krankenhausneubaus aus der Sicht

des Sozialministeriums gesichert sei.

Seit seinem Bestehen konnte der

Förderverein dem Krankenhaus über

100.000 Euro für Investitionszwecke zur

Verfügung stellen.Im vergangenen Jahr

sind allein 6.700 Euro zusammen gekommen,

für die jetzt ein modernes

Sonografiegerät in der Notfalldiagnostik

angeschafft werden soll.

Während der Mitgliederversammlung

überreichte Frank Schmetzke, Geschäftsführer

der Stadtwerke Neustrelitz,

einen Scheck in Höhe von 1.000

Euro.Dieses Geld soll für den Kauf von

Geräten zur Atemtherapie auf der

Intensivtherapiestation verwendet

werden.

Der Vereinsvorsitzende und der

Geschäftsführer des Krankenhauses

danken den derzeit 148 Vereinsmitgliedern

sehr herzlich für ihr großes

Engagement.Zugleich sprechen sie die

Vincent Kokert (re) erhielt von Frank

Schmetzke einen Scheck, der für den Kauf

neuer medizinischer Geräte verwendet

werden soll. Dr. med. Ernst Dörffel und

Babette Caffier (v.l.), die sich seit vielen

Jahren im Förderverein engagieren, teilten

die Freude ihres Vereinsvorsitzenden.

Hoffnung aus, dass das Krankenhaus

auch weiterhin von den Menschen der

Region unterstützt wird - u.a.auch mit

der Zeichnung neuer Mitgliedschaften

im Förderverein.

DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr


DRK Landesmagazin Ausgabe 1 / 2006 Frühjahr

Buchtipps Veranstaltungen

DRK-Landesverband M-V

Waldemar Röhricht:

Das Deutsche Rote Kreuz in Rostock

Ingo Koch Verlag, ISBN 3-938686-130-8

05. bis 06.05. 2006

Landespflegekongress in Rostock

26. bis 28.05.2006

Bundeswettbewerb der

Rettungsschwimmer

in Rostock

23. bis 25.06. 2006

Wettbewerb der AG „Junge Sanitäter“

& des Schulsanitätsdienstes in Neverin

30.06. bis 02.07. 2006

Prora 03

Jugendevent MV

18. bis 20.08.2006

JRK Jugendtage

„Gemeinsam statt einsam“ in Teterow

26.08.2006

FSJ-Eröffnungsveranstaltung

in Schwerin

01. bis 03.09.2006

2. Landestreffen

der Rotkreuzgemeinschaften

in Schwerin

Siegfried Akkermann:

Jenseits von Riga

Godewind Verlag, ISBN 3-938347-70-8

Veranstaltungen im DRK-Landesverband

14.10.2006

JRK-Fachtagung zur Schularbeit

in Teterow

21.10.2006

2. Symposium der

DRK-Wasserwacht

in Teterow

04.11.2006

Landesversammlung in Teterow

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