scania bewegt 2010-03 - Scania Österreich Ges.mbH

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scania bewegt 2010-03 - Scania Österreich Ges.mbH

DAS SCANIA MAGAZIN 3.2010 WWW.SCANIA.AT

iaa-

nachLeSe

� Neue Lkw

� Neue Busse

� Neue Dienstleistungen

StärkSter Serien-Lkw der

weLt im ViSier der JournaLiSten

BEWEGT

730 PS-Traum

Lkw-Fahrerwettbewerb

VorarLberger

auf dem StockerL

Seite 8

#3

Porträt

die Sauber-

männer

Seite 12


Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA,

Michelinstr. 4, 76185 Karlsruhe, Deutschland

tand 7/2009

Den Spritpreis können wir nicht senken.

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INHALT

SCANIA BEWEGT 3.2010

6 IAA-Nachlese

Die weltgrößte Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover hat

ihre Pforten geschlossen. Scania war als Aussteller dabei

und präsentierte vor großem Publikum seine Neuheiten.

Die wichtigsten Highlights stellen wir vor.

20 Eco-Modul

Mit dem Scania Fahrer Eco-Modul wurde der Sportsgeist

unter den Mitarbeitern des Tiroler Kühllogistikers Spiegl

geweckt.

24 Der Baumeister

Vor mehr als 50 Jahren hat die Alfred Trepka GmbH erste

Gehversuche in der Fertigteilproduktion gemacht, mit der

man auch heute noch erfolgreich Nischen bedient.

24

Außerdem

Nachrichten: Das Neueste aus der Scania Welt Seite 4

Reportage: Scania V8 Seite 10

Porträt: Mineralöltransporteur Kerber Seite 14

Reportage: Scania Kran-Lkw der Familie Rachbauer Seite 16

Reportage: L&S Recycling Seite 18

Produkte: Neue Truck Gear Kollektion Seite 22

Service: Scania Services Seite 26

6

20

2010 ist bereits

ein Aufwärtstrend

zu spüren.“

Björn Speer,

Direktor Scania Österreich

Editorial

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

der Sturm iSt Schon auSgetrunken und in den Gasthäusern steht

das Gansl im Mittelpunkt. Ein eindeutiges Zeichen, dass das Jahr dem

Ende zugeht.

und waS für ein Jahr! Für Scania war 2010 das Jahr der großen

Herausforderungen – ein sehr ereignisreiches Jahr. Es war das Jahr der

Großveranstaltungen und Messen. Es begann im Frühjahr mit der

BAUMA in München, gefolgt von der IFAT und dem Höhepunkt, der

IAA in Hannover. Messen, bei denen wir erfolgreich unser gesamtes

Angebot, von der Baustelle über den Verteiler- und Fernverkehr bis hin

zu Spezialfahrzeugen für den öffentlichen Bereich, präsentieren konnten.

daneben Stand auch die Suche nach dem besten jungen, europäischen

Lkw-Fahrer, dem Young European Truck Driver 2010, auf

dem Programm. Und dabei hatte Österreich einen sensationellen

Erfolg: Unser Zarko Tokic belegte im europäischen Finale den hervorragenden

dritten Platz. Nochmals von dieser Stelle meine recht

herzliche Gratulation!

wir Spüren aber auch, dass sich 2010 bei unseren Kunden ein Auf -

wärtstrend feststellen lässt. Frachtraum wird nachgefragt, Kapazitäten

werden gesucht. In diesem Marktumfeld gilt, die Preissituation gut im

Auge zu behalten und eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit zu schaffen!

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen alles Gute, frohe Weihnachten

und ein gesegnetes 2011!

ihr bJörn Speer

Impressum

Scania bewegt · 13. Jahrgang · 3. auSgabe · iSSn 1867-3104

Offenlegung gemäß

§ 25 Mediengesetz

medieninhaber und herausgeber

Scania Österreich Ges.m.b.H.

2345 Brunn/Gebirge,

Johann-Steinböck-Straße 4

internetadresse

www.scania.at, office@scania.at

Verantwortlich für

den herausgeber

Mag. Annette Plankensteiner

unternehmensgegenstand

Handel mit Nutzfahrzeugen aller Art

(ausgenommen Traktoren), deren

Bestandteilen und Zubehör, Kfz-

Mechanikergewerbe eingeschränkt

auf Reparatur von Nutzfahrzeugen

aller Art (Lkw, Omnibusse, ausgenommen

Traktoren)

geschäftsführer

Thomas Bertilsson

blattlinie

Die Zeitschrift SCANIA BEWEGT

dient der kostenlosen Information

der von ihr angesprochenen Zielgruppe

über die von ihr vertriebenen

Produkte und deren Umfeld.

realisation/projektleitung

Paul Göttl

paul.goettl@etmservices.de

ETMservices – Ein Geschäfts-

bereich des ETM Verlags

Verlag

EuroTransportMedia Verlag

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11/7 84 98-80

internetadresse

www.etm-verlag.de

redaktion: Paul Göttl

autoren dieser ausgabe

Paul Göttl, Felix Jacoby, Scania

fotos: Martin Heying,

Felix Jacoby, Scania

grafik: Simone Strobel

anzeigen: Oliver Trost

Telefon: 07 11/7 84 98-79

oliver.trost@etmservices.de

druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG, 34121 Kassel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit ausdrücklicher

Genehmigung von Scania Österreich. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt die

Redaktion keine Haftung.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 3

j


Nachrichten Text: Scania, Fotos: Scania, Petro Domenigg

Scania V8 spielt Hauptrolle in

österreichischem Roadmovie

Scania Österreich hat eine in Wien ansässige Filmproduktionsfirma

mit zwei Lkw der neuen R-Serie, ausgezeichnet als „Truck

of the Year 2010“, unterstützt. „Black, Brown, White“, so der Titel

des Roadmovie-Dramas, erzählt von dem 35-jährigen Trucker Don

Pedro, der mit seinem schwarzen Scania durch Europa fährt. Auf seiner

Fahrt trifft er eine junge Frau aus Nigeria mit ihrem kleinen Sohn

und hilft den beiden bei der Suche nach dem Vater des Kindes. Auf

der abenteuerlichen Reise verliebt sich Don Pedro in die Nigerianerin

und verstrickt sich dadurch in scheinbar unlösbare Probleme.

Lkw-Friends on the road

Der Lkw bringt Güter, die wir täglich brauchen. Wenn auch oft unbewusst,

profitieren alle – egal ob in der Stadt oder auf dem Land

– tagtäglich und mehr oder weniger selbstverständlich davon. Zur

Imageverbesserung des Lkw und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

soll die Imagekampagne „Lkw-Friends on the road“ der

Arbeitsgemeinschaft LogCom beitragen. Scania Österreich unterstreicht

als aktives Mitglied der Logcom immer wieder die Bedeutung

dieser Initiative für die Güterbeförderung. So auch beim

Tag der offenen Tür am 18. September 2010 in der Scania Filiale

Brunn, wo Besucher ihre Kräfte beim Truck Pulling-Wettbewerb

mit dem Lkw-Friends on the road-Scania (re.) unter Beweis stellen

konnten. Fachverbandsobmann KR Wolfgang Herzer ernannte im

Rahmen der Veranstaltung den Österreich-Gewinner des Young

European Truck Driver-Wettbewerbs Zarko Tokic persönlich (li.)

zum Ehrenmitglied der LogCom.

Wotan Wilke Möhring, Regisseur

Erwin Wagenhofer, Theo Caleb

Chapman, Fritz Karl und

Clare-Hope Ashitey (v. li.) vor

einem der beiden Scania R 620.

„Black, Brown, White“ ist ab Frühling 2011 in den heimischen Kinos

zu sehen. Die männliche Hauptrolle übernimmt der österreichische

Schauspieler Fritz Karl, der sich bereits in allen deutschsprachigen

Ländern einen Namen gemacht hat.

Um die Geschichte rund um den Selbstfahrer Don Pedro so realistisch

wie möglich darzustellen, wollte der Regisseur des Roadmovies

kein anderes Fahrzeug als den „King of the Road“. Scania

Österreich ist stolz, Teil dieses einzigartigen Filmprojekts zu sein,

und freut sich auf den Kinofilm.

4 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Die Firma Brait hat im Februar 2010 einen neuen Scania R 420 erhalten. Übergeben wurde

der Dreiachser an Firmenchef Herbert Brait (re.) durch Scania Verkaufsberater Ernst Stadler

(zweiter von rechts).

Scania feiert

Fahrzeugübergaben

Im August 2010 erhielt Herr Ing. Harald Schmitzer (zweiter von links) der Firma Schmitzer

Dach und Bau GmbH den Scania P 400 8x2*6 – ausgestattet mit dem Schwerlastkran

F1100XP der Firma Fassi – durch Verkaufsberater Ing. Peter Reindl (li.).

Fünf neue Scania R 500 V8-Sattelzugmaschinen wurden im

Mai 2010 von der Firma Windisch offiziell übernommen.

Den ersten Scania G 420 reiht die Stadtgemeinde Baden in

den Fuhrpark ein. Übernommen wurde das Müllsammelfahrzeug

mit EEV-Motor im September 2010.

Die Übergabe der neuen Scania R 620 LA 4x2 HNB Kippsattelzugmaschine

an Firmeninhaber Josef Steinkellner (links im

Bild) erfolgte im März 2010.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 5


Update IAA-Nachlese 2010 Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

Scania LaStwagen

– stets ein Mehrwert

Die neuen 9,3-Liter-Gasmotoren sind die

jüngste Entwicklung der neuen Motorenplattform

von Scania (9,3/12,7/16,4 Liter). Sie sind für die

Lkw der Scania P-Serie erhältlich – in Kombination

mit einer Vielzahl von Fahrgestell- und Fahrerhauskonfigurationen.

Die am Fahrgestell montierten

Komposit-Tanks ermöglichen ein Tankvolumen von

640 Liter Gas. Die 270 und 305 PS starken Motoren

erfüllen den EEV-Emissionsstandard und können

mit Bio- und Erdgas gefahren werden.

Die neue V8-Lkw-serie mit ihren einzigartigen

Styling-Elementen und zahlreichen neuen Optionen

setzt bei Performance und Produktivität neue Maßstäbe.

Scania V8-Lkw werden für ihre souveräne

Fahrleistung und ihre gute Wirtschaftlichkeit, wegen

der hohen Verfügbarkeit und ihrer langen Lebensdauer

sehr geschätzt. Angeführt wird das neue

V8-Programm vom R 730 mit souveränen 3.500

Newtonmetern, 730 PS und glänzenden Fahr leistun

gen. Der neue 16,4-Liter-V8 ist Teil der neuen

Common-Rail-Motorenplattform von Scania. Die

V8-Motoren mit 500, 560 und 620 PS basieren auf

der 15,6-Liter-Plattform.

Die neue r-serie beeindruckt durch technologische

Innovationen, kombiniert mit Zugewinn bei

Produktivität, Komfort und Styling. Zu den tech-

nologischen Neuheiten zählt das sehr geschätzte

automatisierte Schaltsystem Scania Opticruise. Das

Scania Fahrer Eco-Modul unterstützt die Profis am

Lenkrad beim Feinschliff ihres Fahrstils und trägt

dazu bei, dass aus jedem Tropfen Kraftstoff das

Optimum herausgeholt wird. Die neue Innenausstattung

setzt bei Passform und Finish neue

Maßstäbe, das innovative ausziehbare Bett bietet

900 mm Luxus-Schlafkomfort. Viele der neuen Ausstattungsdetails

sind auch für die P- und G-Serie

verfügbar.

kraftstoffwirtschaftLichkeit ist seit jeher

eine der Stärken von Scania, und die Ingenieure

lassen nichts unversucht, um aus jedem Tropfen

Kraftstoff das Optimum herauszuholen. Diese Philosophie

bildet eine Grundlage bei Scania und reicht

von der Entwicklung neuer Scania Produkte über

den Verkaufsprozess bis hin zur Schulung von Fahrern

und Unterstützung des Unternehmers während

der gesamten Betriebszeit ihrer Fahrzeuge.

Die meisten Lkw werDen mit maßgeschneiderten

Servicepaketen verkauft, die der Verkaufsberater

in Absprache mit dem Kunden festgelegt hat,

um die bestmögliche, profitabelste Lösung für jede

individuelle Transportanwendung zu erzielen.

Das neueste Konzept heißt Ecolution by Scania.

Die neuesten Lkw und Omnibusse von Scania

konnten die IAA-Besucher auf der Messe bewundern.

Die weltgrößte Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover hat ihre Pforten geschlossen. Scania war als Aussteller

dabei und präsentierte vor großem Publikum seine Neuheiten. Hier die wichtigsten Highlights im Überblick.

Durch die Optimierung der Fahrzeugspezifikation,

die Analyse der Arbeitsleistung des Fahrzeugs und

durch Feedback an Unternehmer und Fahrer kann

der CO 2 -Ausstoß zusätzlich reduziert werden.

Das jünGste mitGLieD der Scania Busfamilie,

der Scania Touring, wird als zwei- oder dreiachsiger

Hochdecker in Zusammenarbeit mit dem chinesischen

Bushersteller Higer gefertigt. Der zu einem

besonders wettbewerbsfähigen Preis angebotene

Bus erfüllt alle etablierten Scania Standards und

genießt die volle Serviceunterstützung durch das

engmaschige Scania Netzwerk. Der Scania Touring

entstand in der Designabteilung von Scania und

wurde in Zusammenarbeit mit Higer entwickelt.

Der scania omnicity ist ein Niederflur-Stadtbus,

und zu seinen Kraftstoff-Optionen gehören Diesel/

Biodiesel (EGR), Motoren für Gas/Biogas und

Ethanol, die alle die EEV-Emissionsgrenzwerte einhalten.

Ein neues verstellbares Armaturenbrett, das

die deutschen VDV-Auflagen erfüllt, ist wahlweise

verfügbar. Viele der Scania OmniCity Busse, die in

Skandinavien zur Auslieferung gelangen, werden

seit Jahren mit Ethanolmotoren ausgestattet. Das

Niederflurkonzept ist sehr flexibel, bietet hohe Fahrgastkapazität

und schnellen Fahrgastdurchsatz auf

den hektischen Strecken in der Innenstadt.

6 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Erfolgsbausteine

rund um den Lkw

Scania baut kundenindividuelle und hocheffiziente Lkw. Der Erfolg im

Transportgeschäft hängt aber nicht nur von den Fahrzeugen ab, sondern

auch von den passenden Dienstleistungen. Über die erfolgreichen

Serviceangebote rund um die Produkte und den Auftritt auf der vergangenen

IAA Nutzfahrzeuge sprach Scania Bewegt mit Björn Speer,

Direktor Scania Österreich.

Scania Österreich-Chef Björn Speer erläutert den Nutzen von Scania Services für die Kunden.

?: herr speer, was konnten die iaa- Besucher

im Bereich Dienstleistungen auf dem scania

stand finden?

Björn Speer: Unsere Ingenieure und Kollegen in

Schweden bauen hocheffiziente und kundenindividuelle

Lkw für alle möglichen Einsatzzwecke. Wir

haben natürlich verschiedene Fahrzeugkonzepte

gezeigt, aber auch eine Vielzahl an Dienstleistungen

rund um unsere Nutzfahrzeuge. Zum ersten Mal

präsentieren wir unsere Scania Services und haben

den IAA-Besuchern auch unser neuestes Produkt

Scania Ecolution vorgestellt. Dabei handelt es sich um

ein ganzheitliches Konzept, das die Spezifikation des

Fahrzeuges, Fahrertraining, Fahrzeugmonitoring via

Internet und spezielle Wartung umfasst. Das Resultat

ist ein deutlich niedrigerer Kraftstoffverbrauch.

?: was verbirgt sich hinter dem Begriff

scania services?

Darunter haben wir unsere Erfolgsbausteine rund

um das Fahrzeug zusammengefasst. Der Lkw allein

ist sozusagen die Hardware. Dazu bieten wir maßgeschneiderte

Lösungen für die Transportaufgaben

unserer Kunden an. Wir integrieren das Fahrzeug in

ein passendes Dienstleistungskonzept. Das reicht

von Reparatur- und Wartungsverträgen über Fuhrparkoptimierung

bis hin zu Finanzdienstleistungen,

wie zum Beispiel Leasing, Lang- oder Kurzzeitvermietung.

Dabei ist uns die Betreuung vor Ort mit

nur einem Ansprechpartner wichtig. Das schätzen

unsere Kunden in ganz Europa.

?: mit scania rent haben sie ja eine eigene

Vermietung. was hat der kunde davon?

Mit dem richtigen Vermietkonzept können unsere

Kunden ihren Fuhrpark den eigenen Anforderungen

entsprechend optimieren. Der Fuhrpark kann unkompliziert

vergrößert und verkleinert werden – er

atmet sozusagen. Mit Scania Rent bieten wir eine

Vielzahl an Produkten an: Sattelzugmaschinen,

Fahrgestelle, Verteilerfahrzeuge sowie Auflieger. All

diese Varianten gehören zu unserem Sortiment und

unserem Serviceangebot „Alles aus einer Hand“.

Wir verstehen

uns als Komplett-

anbieter.“

Björn Speer, Direktor Scania Österreich

?: welche fahrzeuge will der kunde?

Wir haben aktuell eine Vermietflotte von etwa 100

Fahrzeugen. An unseren österreichischen Vermietstützpunkten

verzeichnen wir einen vermehrten

Bedarf an Fernverkehrsfahrzeugen, meist in der

400- bis 500-PS-Klasse. Gewünscht werden auch

verstärkt Komplett-Fahrzeuge, also Zugmaschine

plus Auflieger. Am häufigsten nutzen unsere Kunden

übrigens die mittlere Vermietdauer von zwei bis sechs

Monaten.

?: wie sieht der Vermietmarkt in Zukunft aus?

Aus unserer Sicht hat die Fahrzeugvermietung ein

hohes Wachstumspotenzial und ist ein wesentlicher

Baustein zur Optimierung des Fuhrparks unserer

Kunden. Wir bei Scania werden dieser Marktsituation

gerecht, indem wir kontinuierlich das Vermietangebot

den Kundenwünschen entsprechend

anpassen. Dem hohen Anspruch unserer Kunden

begegnen wir mit einer eindeutigen Philosophie:

Scania Services – immer an Ihrer Seite.“

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 7


REPORTAGE Text und Fotos: Scania

Die Sieger des Österreich-

Finales: Zarko Tokic holte

sich vor Martin Weiss (li.)

und Michael Schmidt (re.)

das Ticket nach Schweden.

Scania Österreich-Boss

Björn Speer (ganz re.) gratulierte

allen drei zu ihren

souveränen Leistungen.

Mit

dem

Platz auf

dem Stockerl

ist für mich

ein Traum

in Erfüllung

gegangen.”

Zarko Tokic, YETD-Finalist

Seine LandsLeute marschieren im tiefsten Vorarlberger-Dialekt

zielsicher vo Mello bis ge Schoppornou

(von Mellau bis nach Schoppernau). Die

vertonten Erzählungen über den zwölf Kilometer

langen Heimweg nach einer durchzechten Nacht ließen

das Vorarlberger Quintett mit dem unaussprechlichen

Namen „holstuonarmusigbigbandclub“ nebenbei auch

in den heimischen Hitparaden steil nach oben wandern.

Nach sechs Wochen in den Tiefen der Ö3-Hitparade

schafften sie es schnurstracks bis unter die Top 3. Einen

nicht minder zielsicheren Weg hat der 32-jährige Vorarlberger

Zarko Tokic hinter sich. Er marschierte in drei

Etappen von Rankweil über Kirchbichl und Brunn/Gebirge

bis nach Södertälje und schaffte es in der Heimatstadt

von Scania sogar, noch unter die besten drei Lkw-Fahrer

Der Österreicher Zarko Tokic

belegte hinter dem Schweden

Andreas Söderström und dem

Deutschen Patrick Schildmann

beim YETD 2010 den

3. Platz.

Vo Rankweil bis

ge södeRtälje

(Von Rankweil bis nach södeRtälje)

Der Vorarlberger Zarko Tokic sichert sich beim Österreich-Finale

des Young European Truck Driver (YETD) den ersten Platz und schafft

es beim Europa-Finale in Schweden bis aufs Stockerl.

Europas zu kommen. Und das, obwohl er gerade am ersten

Tag des großen Finales in Schweden beinahe über die

zurückhaltende Fahrweise der einzigen Finalistin gestolpert

wäre. Doch der Reihe nach.

aus den mehreren hundert Anmeldungen schafften

es zwei Mal 20 Teilnehmer bis in die beiden österreichischen

Vorausscheidungen in Kirchbichl und St. Pölten.

Bereits in der ersten Qualifikationsrunde in Kirchbichl

Anfang September sicherte sich Zarko Tokic mit einem

1. Platz das Ticket für das YETD-Österreich-Finale in

Brunn/Gebirge. Knapp zwei Wochen später konnten

ihn auch kleine Unachtsamkeiten bei den praktischen

Übungen wie etwa das Tangieren eines Pylonen, der fast

eine Minute wackelte, dann aber doch nicht umfiel, nicht

8 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


von seinem Kurs in Richtung Europa-Finale abbringen.

Es sollte nicht der letzte blaue Kegel bleiben, der ihm auf

dem Weg unter die besten drei Lkw-Fahrer Europas jede

Menge Nerven kostete.

in die erste Vorausscheidung im großen YETD-

Europa-Finale, bei dem von 18 Teilnehmern nur zwölf

im Wettbewerb bleiben durften, startete Tokic in einer

Gruppe gemeinsam mit den Finalisten aus Belgien,

Frankreich, Irland, der Schweiz und der Slowakei. Die

einzige Teilnehmerin im Feld, die Finalistin aus der

Schweiz, sollte ihm bis zum nächsten Vormittag in banger

Erinnerung bleiben. Obwohl die Veranstalter beim

wirtschaftlichen Fahren auf einer 32 Kilometer langen

Strecke zwischen den einzelnen Teilnehmern stolze

zehn Minuten Abstand ließen, schaffte es die Schweizerin

mit ihrer auffallend zurückhaltenden Fahrweise zum

Prellbock für Tokic zu werden. Er lief bei seiner Wertungsfahrt

auf sie auf und musste so den restlichen Kurs

hinter ihr herzuckeln. Durch seine souveränen Leistungen

bei den anderen Übungen schaffte er es trotzdem

unter die Top 12.

in der nächsten Vorrunde, bei der die Zahl der Finalisten

erneut halbiert wurde, sah sich der Vorarlberger für

einige Sekunden in das Österreich-Finale zurückversetzt.

Wieder einmal war es ein blauer Kegel, der zwar beängstigend

wackelte, aber schließlich doch stehen blieb. Den

Einzug ins Super Finale hat Zarko Tokic dem Finalisten

aus Norwegen zu verdanken. Stian Ostby durfte sich als

Bester der sechs verbliebenen Fahrer einen Gegner für

„Knock the King, 6 become 3“ aussuchen. Weil er wusste,

dass der Österreicher bei den vorhergehenden Wettbewerben

deutlich schlechter als er abgeschnitten hatte,

entschied er sich bewusst für den, wie er glaubte, schwächeren

Teilnehmer. Dass Ostby dabei die Rechnung ohne

den Wirt gemacht hatte, zeigte ihm sein Gegenüber Tokic

mit einem ruhigen und be sonnenen Auftritt, der bei gleicher

Fehleranzahl deutlich schneller war.

im super FinaLe, bei dem die besten drei Teilnehmer

gleichzeitig unterwegs waren, konnte Tokic anfänglich

einen deutlichen Vorsprung gegenüber den Finalisten

aus Schweden und Deutschland herausfahren. Er

manövrierte seinen Sattelzug nahezu fehlerfrei durch

weite Teile des Z und kam so auch als Erster beim Wendepunkt

an. Auf dem Weg zurück machte dem Österreicher

dann sein Nervenkostüm zu schaffen. Bei der vorletzten

Geschicklichkeitsübung, bei der er mit dem rechten Vorderreifen

wieder einmal den roten Pylonen umwerfen

sollte, während die beiden blauen stehen bleiben sollten,

brauchte er drei Versuche. Die kosteten ihn letztlich den

Sieg. Den Anspruch darauf, einer der drei besten Young

European Truck Driver zu sein, kann ihm trotzdem keiner

mehr nehmen.

Der 3. Platz des Vorarlbergers

ist die beste Platzierung, die

ein österreichischer Teilnehmer

beim Young European Truck

Driver jemals erreichte.

Den Einzug ins Finale sicherte

sich Tokic mit dem Sieg gegen

den norwegischen Finalisten.

Den Weg aufs Stockerl ebnete

sich Zarko Tokic vor den

Plätzen der rot-weiß-roten

Schlachtenbummler.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 9


REPORTAGE Text und Fotos: Felix Jacoby

Die neue

V8-LokomotiVe

Mit brachialer Kraft fasziniert der Scania R 730

die Fachjournalisten bei ersten Probefahrten.

Kaum zu glauben, diese Zahl: 730 Pferdestärken

machen Scania einmal mehr im Wettbewerb der

Lastwagenhersteller zum „King of the Road“. Doch

es geht hier nicht so sehr um Titel, sondern um

fortschrittlichste Motorentechnik. Und die lässt sich mit

einem solchen Hochleistungsaggregat wirkungsvoll darstellen.

Wer diese Kräfte technisch beherrschen kann, zeigt

damit höchste Ingenieurskunst, von der auch schwächere

Maschinen in Zukunft profitieren werden.

Doch bei einem Termin für Fachjournalisten in der Nähe

von Trier ging es zunächst einmal darum, die Lust am

wuchtigen Vortrieb mit einer solchen Lokomotive von

Lastwagen am eigenen Leib zu erfahren. Drei 730 PS star-

Das ist eine starke Erfahrung

ke Sattelzugmaschinen standen dafür bereit, zusätzlich

zum Vergleich je ein Vertreter der bekannten V8-Leistungsklassen

mit 500, 560 und 620 PS. Die Neugier war

groß, wie sich ein solcher Kraftsprung in der Realität

anfühlen würde.

Das VerblüffenDe an Der neuen KonsTruKTion,

deren Selbstzündungen im klassischen Scania V8-Rhythmus

1-5-4-2-6-3-7-8 erfolgen, ist die Sanftheit, mit der der

neue Motor zu Werke geht. Noch geschmeidiger und noch

gedämpfter wird die Leistung generiert. Bald wird es vielleicht

wie bei manchen Sportwagen dazu kommen, dass

ein Soundrohr den Klang des Motors auf Wunsch zu den

Ohren des Fahrers bringt. Der neue V8 erledigt seine Arbeit

nämlich sehr unspektakulär und ziemlich leise.

Doch miT Der Vornehmen zurücKhalTung ist es auf

der ersten fünfprozentigen Autobahnsteigung schnell

vorbei. Mit Vehemenz hält der auf knapp 40 Tonnen ausge-

scania setzt mit dem neuen V8-Motor einen weiteren Meilenstein in der mittlerweile 40-jährigen 8-Zylinder- Geschichte.

Obwohl bei der Entwicklung des 730 PS starken V8 grundlegend neue Wege beschritten worden sind,

dauert es gerade einmal einige Kilometer, bis man auf seine wahren Qualitäten gekommen ist.

sTefan hawliceK,

sTrassengüTerVerKehr

„Es ist nicht unbedingt die zweifelsohne vorhandene

faszinierende Dynamik, die das Fahren mit dem

R 730 ausmacht, es ist die Gleichmäßigkeit der

Bewegung, quasi unabhängig von der Topografie

oder vom Ladungsgewicht. Die meisten Steigungen

reduzieren sich auf visuelle Wahrnehmungen

und spielen als kaum feststellbare Erhöhungen der

Fahrwiderstände nur eine kleine Nebenrolle.“

marTin zaraziK,

blicKpunKT lKw&bus

„Der Scania R 730 ist ein Fahrzeug der absoluten

Oberklasse und stellt mit dem herausragenden V8-

Aggregat alles bisher Dagewesene in den Schatten.

Bestechend ist vor allem das enorme Drehmoment,

das bereits ab niedrigen Drehzahlen zur Verfügung

steht. Zweifelsohne ist dieser Wagen ein Genuss für

jeden, der damit fahren darf! “

florian engel, TraKTuell

„Das Leistungspotenzial des neuen Scania R 730

ist enorm. Selbst voll beladen reißen seine 3.500

Newtonmeter Drehmoment entfesselt an, dass

sogar Gewichtheber-Olympiasieger Matthias

Steiner vor Neid erblassen würde. Auch extreme

Steigungen können den schwedischen Modellathleten

nicht bremsen. Bemerkenswert ist auch die

angenehme Laufruhe bei Marschgeschwindigkeit.“

10 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


ladene Sattelzug an seinem Marschtempo fest und sortiert

andere Lastwagen in Serie nach hinten rechts weg. Die

Kühlwassertemperatur verändert sich dabei keinen Strich,

man tobt den Berg hoch, als wenn dies das Selbstverständlichste

auf der Welt wäre.

wo ein r 500, sicherlich auch kein Schwächling, nach vier

Kilometern im Getriebemodus „Power“ von 85 auf 62 Stundenkilometer

abgefallen ist, rennt der R 730 noch mit 83

Sachen den gesamten Anstieg hinauf. Knapp sechs Minuten

braucht der R 500 für die sieben Kilometer, rund eine

Minute weniger benötigt der R 730 dafür. Fast gleich fallen

die Unterschiede im Getriebemodus „Normal“ aus.

Viele fahrer unD fuhrunTernehmer schütteln bei solchen

Leistungsdimensionen nur noch verständnislos den

Kopf. Doch es gibt eben nicht nur 40-Tonner in Europa. Belgier,

Franzosen und Italiener fahren legal schon

44 Tonnen, Niederländer mit sechs Achsen 50 Tonnen

und die Nordländer erlauben bei ausreichend Achsen

schon 60 und mehr Tonnen. Von der ständig wachsenden

Zahl von Schwerlasttransporten, die sich mit noch weit

größeren Tonnagen abplagen, gar nicht zu reden.

aber selbsT im segmenT der 40-Tonner gibt es

schon die ersten Kunden. Da ist der über 60-jährige Kleinspediteur,

der mit einem R 730 seiner Kraftfahrerkarriere

die finale Krone aufsetzt. Und es gibt auch die Langstrecken-Thermotransporteure,

bei denen sich die vielen

einzelnen Minuten Zeitgewinn zum möglicher-weise entscheidenden

Vorteil bei der Erledigung eines terminierten

Auftrags summieren. Eine Berufsgruppe jedenfalls ist

schon mal begeistert, selten habe ich meine Journalistenkollegen

mit einem so seligen Lächeln aus einem Testfahrzeug

steigen sehen.

Jonas Hofstedt (links unter

dem Schirm) von der Scania

Motorenentwicklung erläutert

die technischen Finessen

der Supermaschine.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 11


RepoRtage Text und Fotos: Scania, Saubermacher

Saubermänner

bei Saubermacher

Die Saubermacher Dienstleistungs AG setzt bei ihren

Neuanschaffungen auf Komplettangebote von Scania und

interessiert sich neben dem aktuellen Programm an EEV-Motoren

vorausschauend auch für alternative Energieträger.

Der Greif befindet sich wieder im

Steigflug. Nach fast zehn Jahren hat

sich die Saubermacher Dienstleistungs

AG bei anstehenden Neuanschaffungen

wieder für Scania entschieden. „Echte

Scania Fans werden überrascht sein, wenn sie

die Gründe hören, warum wir uns für Scania

entschieden haben“, sagt Helmut Rauscher aus

Die Saubermacher-Mitarbeiter Helmut Rauscher (re.), Fuhrparkleitung, und Rudi Aspäck, Chefdisponent am Standort Graz.

der Fuhrparkleitung. Wo bei eingefleischten

Scania Fahrern das Image und die Robustheit

der Lkw aus Södertälje zumeist vor allen anderen

Eigenschaften kommen, zählen beim steirischen

Entsorgungsprofi nur ein stimmiges

Gesamtkonzept und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nicht umsonst liegt beim Termin mit der

SCANIA BEWEGT-Redaktion auch eine Tabelle

mit einigen relevanten Daten der Fahrzeuge am

Tisch. „Natürlich kennen wir den Stellenwert von

Scania unter Lkw-Fahrern, schließlich haben wir

auch in unserer Belegschaft einige begeisterte

Scania Fans“, räumt Rauscher ein (siehe Kasten).

Ohne die entsprechende Kostenstruktur im täglichen

Betrieb hätten diese allerdings weiterhin

12 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Saubermacher zählt in

Österreich zu den führen-

den Entsorgungs- und

Verwertungsunternehmen.

Saubermacher-Mitarbeiter

Michael Schmidt hat es

beim Österreich-Finale des

Young European Truck

Driver auf den beachtlichen

3. Platz geschafft.

auf ihre Lieblingsmarke verzichten müssen. „Mit

den uns vorliegenden Kalkulationen trifft es sich

natürlich ausgezeichnet, dass die bei Fahrern auf-

fallend hoch angeschriebenen Lkw von Scania

auch kaufmännisch einiges zu bieten haben.“

29 neue scania Lkw werden bis Ende 2010 im

Saubermacher-Fuhrpark zu finden sein. Jeder

einzelne von ihnen ist mit einem Wartungs- und

Reparaturvertrag ausgestattet. „Viele werden

verwundert sein, wenn sie gleich nach dieser

Aussage lesen, dass wir trotzdem eigene Werkstätten

betreiben und daher auch eigene Mechaniker

beschäftigen“, verrät Helmut Rauscher.

Die Hintergründe dieser Doppelgleisigkeit bei

Saubermacher sind schnell erklärt. Während

sich die eigenen Mechaniker um sämtliche Aufbauten

kümmern, erfolgt die Erledigung aller

anfallenden Arbeiten an Fahrgestellen bei den

Lieferanten des mittelfristig auf Scania und eine

weitere Marke ausgelegten Fuhrparks. Die durchschnittliche

Nutzungsdauer der Fahrzeuge liegt

je nach Einsatzprofil bei acht bis 15 Jahren. „Bei

einem Gesamtbestand an 242 Lkw und etwa 74

Anhängern in Österreich tauschen wir rund 25

Lkw pro Jahr“, erläutert Rauscher. Durch die für

andere Transportsegmente wie den Fernverkehr

absolut atypische Einsatzdauer greift man bei

der Saubermacher Dienstleistungs AG von Haus

aus immer zur saubersten, am Markt verfügbaren

Abgasklasse. „Saubermacher agiert in allen

Unternehmensbereichen stets nach dem Motto

‚für eine lebenswerte Umwelt‘, da wäre jede andere

Entscheidung bezüglich der Abgasklasse einfach

undenkbar. Die seit Jahresanfang geltende,

ökologische Lkw-Maut macht die Wahl aus

kaufmännischer Sicht noch einfacher.“

Mit der uMweLtfreundLichsten momentan

verfügbaren Abgasklasse will sich Helmut

Rauscher über kurz oder lang trotzdem nicht

zufriedengeben. „Wir beschäftigen uns bereits

seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Gas als

alternative Antriebsquelle und haben hier auch

schon einige sehr positive Praxiserfahrungen

in der Vergangenheit machen können.

Bei gleichwertigen

Angeboten im

Scania Motorenprogramm

wird

Fahrzeugen in EEV-

Ausführung der

Vorzug gegeben.

Am rot-weiß-roten Stockerl gelandet

Der Weg zum eigenen Scania endet für Michael Schmidt mit dem

fulminanten dritten Platz im Österreich-Finale des von Scania gemeinsam

mit der Europäischen Union (EU) veranstalteten Young European

Truck Driver (YETD). Als Mitarbeiter der Saubermacher Dienstleistungs

AG kommt er trotzdem regelmäßig in den Genuss, hinter dem

Steuer eines Scania P 360 Absetzkippers Platz zu nehmen. „Die

Modellpflege hat den Innenraum nochmals deutlich aufgewertet“,

erzählt Schmidt über seine ersten Eindrücke. Mit dem 2-Achser

ist er hauptsächlich im Großraum Graz unterwegs. Um die Gangwechsel

im innerstädtischen Verkehr kümmert sich dabei das

Scania Opticruise. „Bei den letzten Metern auf der Baustelle und

beim Abladen auf den Deponien bin ich froh, den Kraftschluss im

Antriebsstrang auf klassischem Weg mit dem Kupplungspedal herstellen

zu können“, urteilt der langjährige Scania Mitarbeiter. Michael

Schmidt hat in der Filiale Kalsdorf den Beruf des Kfz-Mechanikers

erlernt und war insgesamt acht Jahre bei Scania in der Werkstätte

beschäftigt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Staplerbranche

hat er im Frühjahr 2008 erstmals auf dem Fahrersitz eines Saubermacher-Lkw

Platz genommen. Die Frage, welche Fahrzeuge er im Mehrmarkenfuhrpark

des steirischen Entsorgungsspezialisten am liebsten

pilotiert, beantwortet der Drittplatzierte übrigens mit einem verschmitzten

Lächeln und einem Seitenblick auf den YETD-Pokal.

Saubermacher verfolgt den langfristigen Plan

einer ökologischen Fahrzeugflotte, und unsere

Lkw sind das Aushängeschild für das Vorha ben.

Daher freuen wir uns schon darauf, im Bereich

der gasbetriebenen Lkw zusammen mit Scania

weitere Erfahrungen mit derartigen Fahrzeugen

zu sammeln“, weiß Rauscher. Einen im Gegen satz

dazu fast ungewöhnlichen Weg hat man bei der

Auslegung des Antriebsstrangs eingeschlagen. Um

die Unterschiede zwischen dem automatisier ten

Getriebe Scania Opticruise und einem

konventionellen Handschalter im eigenen

Fuhrpark herauszuarbeiten, werden bei der

nächsten Tranche neuer Scania auch einige Lkw

mit manuellem Getriebe dabei sein. „Auch wenn

viele unserer Lkw auf den ersten Blick gar nicht

danach ausschauen, so betreiben wir doch eine

Flotte, die fast ausschließlich aus Spezial-Lkw

besteht. Wir wollen unseren Kunden bestes

Service und optimale Qualität bieten. Da ist es

nicht verwunderlich, dass wir auch bei unseren

Lkw auf bestes Service im Gesamtpaket achten“,

hebt Helmut Rauscher hervor.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 13


Porträt Text und Fotos: Scania

Auf

Nummer

sicher

Der Tiroler Mineralöltransporteur Gunnar Kerber setzt

bei seinen Mitarbeitern und bei seinem Fuhrpark bewusst auf

besonders hohe Sicherheitsstandards.

Unsere Scania sind leicht, sicher

und wirtschaftlich zugleich.“

Gunnar Kerber, Mineralöltransporteur

Wenn der Tiroler Mineralöltransporteur

Gunnar Kerber mitten in der Nacht auf einer

Tankstelle steht und wartet, hat das rein berufliche

Gründe. Bewaffnet mit Klemmbrett,

Auditierungsbogen und Stift schaut er seinen Mitarbeitern

in regelmäßigen Abständen auch zu späterer Stunde auf die

Finger. „In unserem Geschäft gibt es vonseiten unserer Auftraggeber

strikte Sicherheitsvorgaben, die wir natürlich rund

um die Uhr einzuhalten haben“, erzählt der Unternehmer.

Gleich dreimal brachte ihm das Engagement seines Teams in

den vergangenen Jahren bei seinen Geschäftspartnern den

Titel „Bester Transportdienstleister des Jahres“ ein, den er sich

zumeist mit der maximalen Anzahl an erreichbaren Punkten

sichern konnte. „Bei uns sitzt jeder Handgriff, sonst wären

solche Ergebnisse gar nicht möglich gewesen“, sagt Kerber

nicht ohne Stolz. Während viele seiner Berufskollegen der

vom Gesetzgeber genau definierten Berufskraftfahrerausbildung

eher distanziert gegenüberstehen, sind die darin

verpackten Inhalte für ihn längst nicht mehr neu. Zu hoch ist

der Stellenwert, den das Thema Sicherheit bei internationalen

Mineralölgesellschaften, zu denen auch die Auftraggeber

des im Außerfern beheimateten Familienbetriebes zählen,

genießt. „Durch unsere Spezialisierung auf Mineralöltransporte

beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit dieser

Thematik.“

der simple Griff zum Sicherheitsgurt ist für Kerber-

Chauffeure schon lange nicht mehr der Rede wert. Sie achten

bei ihren Touren, die sie zu rund 70 Tankstellen in Tirol

und Vorarlberg führen, auf die richtige Kopfbedeckung,

die passende Arbeitskleidung oder die Sicherheitsschuhe.

„Die in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Auditierungen

durch unsere Auftraggeber haben sämtliche

innerbetriebliche Abläufe standardisiert“, weiß Gunnar

Kerber. Dabei konzentrieren sich die genauen Vorgaben

bei Weitem nicht nur auf die Arbeitsbekleidung. Sogar das

korrekte Ein- und Aussteigen aus der Kabine des Lkw wird

begutachtet. Eine Tatsache, die der Unternehmer jedoch

keineswegs als pure Übertreibung verstanden wissen will.

„Bei uns geht professionelles Auftreten bis zur wirklich

kleinsten Handbewegung, und wenn es das richtige

Verlassen der Kabine ist“, unterstreicht der Geschäfts-

führer. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es für

seine Mitarbeiter selbstverständlich, Be- und Entladevorgänge

nur mit der entsprechenden Arbeitskleidung

durchzuführen.

nichT minder auf der sicheren seiTe ist der Tiroler

Transporteur bei der Ausstattung seines 20 ziehende Einheiten

umfassenden Fuhrparks. Erst im heurigen Herbst

hat er sich bei den zuletzt angeschafften Sattelzugmaschinen

für eine Rundum-Ausstattung im Dienste der Sicherheit

entschieden. „Unsere letzten beiden neu angeschafften

Scania R 420 EEV sind sicher und leicht zugleich“, lobt

Kerber. Mit 6.800 Kilogramm Eigengewicht sind die Sattelzugmaschinen

kompromisslos auf den Mineralöltransport

zugeschnitten. Dazu haben sie das komplette Safety Paket

von Scania mit Abstandswarner, Spurassistent, Fahrerairbag

und Xenonlicht im Handgepäck. In dieser Ausführung

zählen sie zu den allerersten in Tirol ausgelieferten Scania

R-Serie-Fahrzeugen mit umfassenden Sicherheitsfeatures.

„Dass bei all diesen Sicherheitseinrichtungen und dem für

uns absolut attraktiven Eigengewicht auch der Kraftstoff-

14 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


„Das ansprechende Design hat dem ersten Scania Hauber

den Weg in unseren Fuhrpark geebnet“, erinnert sich Horst

Kerber (li.), hier zu sehen beim Schmökern in alten Firmenunterlagen

mit Scania Filialleiter Robert Techler.

verbrauch nicht zu kurz kommt, rundet das Bild entsprechend

ab“, hebt der Transportunternehmer hervor. Derzeit

liegt der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch trotz der

nicht zu unterschätzenden Einsätze in anspruchsvoller

Topografie bei etwa 30 Liter je 100 Kilometer. „Bei diesem

wirtschaftlich interessanten Wert sind auch regelmäßige

Fahrten über unsere Hausberge, wie beispielsweise den

Fernpass, berücksichtigt“, erklärt Kerber.

der ersTe scania ist im Jahr 1967 in den Fuhrpark des

ursprünglich im Autobus- und Tankstellenbereich beschäftigten

Unternehmens gekommen. Dabei hat vor mittlerweile

43 Jahren genau genommen das Outfit der Lkw aus Södertälje

die Weichen in Richtung Scania Lkw gestellt. „Mir hat die

Optik der Scania Hauber damals dermaßen gut gefallen, dass

alle anderen Kriterien eigentlich nebensächlich waren“,

erinnert sich Senior-Chef Horst Kerber.

Komplettes Logistikpaket

Auf den Straßen von Tirol und Vorarlberg treten die

auffällig lackierten Kerber-Sattelzüge Tag für Tag in

Erscheinung. Dass hinter den zum Teil im Schichtdienst

abgewickelten Mineralöltransporten bei Weitem mehr

steckt als die Beförderung von Kraftstoffen und Heizöl,

wissen allerdings nur die wenigsten. „Wir kümmern uns

für unsere Auftraggeber um die komplette Logistikkette,

von der Bedarfserhebung bis zur Auslieferung“, erklärt

Gunnar Kerber. Mit modernster Leistungselektronik lassen

sich die Kesselstände der Tankstellen-Vorräte dabei

größtenteils auch online abrufen. „Durch unser Engagement

können sich die Tankstellenbetreiber voll und ganz

auf die Vermarktung der unterschiedlichen Produkte

konzentrieren.“

Ohne die dazu passende Sicherheitsbekleidung und die

entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen erledigen die

Kerber­Chauffeure nicht einmal den kleinsten Handgriff.

Horst Kerber, auf unserem Bild gemeinsam zu sehen mit

Gattin Christina, Sohn Gunnar und Schwiegertochter Nadja

(v. li.), hat 1967 den ersten Scania Hauber angeschafft.

Erst im heurigen Herbst

hat der Tiroler Familienbetrieb

die eigene Scania

Flotte um die ersten beiden

R 420 in EEV­Ausführung

erweitert.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 15


RepoRtage Text und Fotos: Scania

Die Fluglehrer

des Greifs

Helmuth und Ingrid Rachbauer verleihen

mit ihren Scania Kran-Lkw auch den

ungewöhnlichsten Alltagsgegenständen

Flügel, von der Lokomotive bis hin zum

Wiener Würstelstand.

Der Lkw mit dem buLLigen kran gleich hinter

der Kabine fällt sofort auf. Wie von Geisterhand

lässt er die Einzelteile einer Hallenverkleidung in

luftige Höhen schweben. Drei Mann haben gut

damit zu tun, die mehrere Hundert Kilogramm schweren

Einzelteile die letzten finalen Zentimeter in ihre Endposition

zu bringen. Nur vom Kranfahrer keine Spur. „Hier oben!“ –

Helmuth Rachbauer winkt vom Dach der unmittelbar danebenliegenden

Halle, von der aus die Bauarbeiten koordiniert

werden. „Dieses Teil montieren wir noch, dann komme ich

gleich hinunter“, meint der Geschäftsführer der Rachbauer-

Kran Ges.m.b.H. aus Salzburg und hantiert wieder an den

Hebeln der Kranfernbedienung. Wenige Minuten später hat

er wieder festen Boden unter den Füßen und die sonst um

den Bauch geschnallte Fernbedienung des Krans für eine

kurze Pause abgelegt. „Bei dieser Baustelle gibt es rigorose

Höhenbeschränkungen“, sagt Rachbauer und deutet auf

ein Flugzeug, das sich über der Halle im Sinkflug befindet.

Höher als 20 Meter darf der Kran nicht ausfahren, sonst

spricht das Radar-Sicherheitssystem des Flughafens Salzburg

an. Dem wachsamen Auge entgeht nichts. „Sollten wir

nur einmal kurzzeitig über 20 Meter kommen, steht wenige

Minuten später ein Mitarbeiter des Flughafens da und ortet

auf den Meter genau die Stelle, an der die Höhenbegrenzung

missachtet wurde“, weiß der Unternehmer.

SchaupLatzwechSeL. Am Firmensitz der Rachbauer-

Kran Ges.m.b.H. in Salzburg-Liefering sitzt Geschäftsführerin

Ingrid Rachbauer vor ihrem PC und durchforstet

unzählige Ordner mit Digitalbildern. Fotos von Rohren

oder Betonelementen dokumentieren die unzähligen Aufträge,

die der Familienbetrieb in den vergangenen Jahren

erledigt hat. Dazwischen tauchen Aufnahmen vom Wiener

Prater, einem Würstelstand im 1. Wiener Gemeindebezirk,

von überdimensionalen Kunstwerken im Hangar 7 am

Flughafen Salzburg und einer Museumsbahn in einem

Salzburger Freilichtmuseum auf. Was auf den ersten Blick

wie die Erinnerung an den letzten Sommerurlaub aussieht,

hat ausschließlich berufliche Hintergründe. „Unsere

Auftraggeber sind immer wieder verwundert, wenn sie

hören, dass es eigentlich nichts gibt, was nicht mit einem

Kran versetzt werden kann“, sagt Ingrid Rachbauer und

öffnet mit einem Mausklick den nächsten Ordner. Der

Kinderreim „Alles, was Flügel hat, fliegt“ scheint auch bei

den darin abgespeicherten Bildern seine Gültigkeit verloren

zu haben. Im Inneren einer Fabrikhalle stehen zwei

Rachbauer-Kran-Lkw und laden gemeinsam einen überdimensional

wirkenden Schaltschrank von einem Hängerzug

ab. „Die Bewegungsfreiheit vor Ort war bei diesem Auftrag

16 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Helmuth Rachbauer verleiht mit seiner Flotte an Kran-Lkw

den ungewöhnlichsten Gegenständen Flügel.

dermaßen eingeschränkt, dass wir den Schaltschrank nur

einige Zentimeter anheben konnten. Erst als der Hängerzug

weggefahren war, konnten wir ihn weiter manövrieren“,

erinnert sich Ingrid Rachbauer.

die nahezu LückenLoSe dokumentation der immer

wieder außergewöhnlichen Aufträge verdankt die

Rachbauer-Kran Ges.m.b.H. dem Engagement von

Helmuth Rachbauer. Ohne Fotoapparat im Lkw macht

er sich so gut wie nie auf den Weg zum nächsten Auftrag.

„Die beste Werbung kann in unserem Job nicht so gut sein

wie die Fotos der Arbeiten, die wir bereits erledigt haben“,

erklärt der Hobbyfotograf zurückhaltend. Stundenlang

überdimensionale Kunstwerke im Hangar 7 zu versetzen,

ist für ihn mittlerweile eine der normalsten Sachen der

Welt. „Die einen greifen, wenn sie zu Hause ein Bild aufhängen,

zu Hammer und Nagel, wir holen für annähernd

die gleiche Arbeit einfach ein wenig weiter aus“, sagt der

Transportunternehmer lachend. Auch kurzfristig anstehende

Besuche im Wiener Prater haben für das Rachbauer-

Team nicht zwangsläufig privaten Charakter. Noch dazu,

wenn sie der Weg dorthin zuerst einmal in Richtung Tirol

führt. „Im Wiener Prater haben wir vor einigen Jahren Teile

für eines der Vergnügungsgeräte geliefert und aufgestellt,

die zuerst von Tirol aus nach Wien zu transportieren

waren“, plaudert Helmuth Rachbauer aus der Unternehmensgeschichte.

„Mit unserem Lkw während der Arbeit

unmittelbar vor dem berühmten Schweizerhaus zu parken,

war damals natürlich eine feine Sache.“

Bei bestimmten Aufträgen kommt es im

wahrsten Sinn des Wortes auf den letzten

Zentimeter an.

weitauS mehr angebote als die derzeit am Markt vorhandenen

würde sich der Salzburger Familienbetrieb am

Arbeitsmarkt wünschen. Die Suche nach neuen Mitarbeitern

gestaltet sich unter den aktuellen Vorzeichen immer

wieder zu einem äußerst schwierigen Unterfangen. „Wir

suchen Allround-Talente, die Lkw und Kran fahren

können und dazu noch den Blick fürs Wesentliche haben,

wenn sie sich mit Aufträgen beschäftigen müssen, die über

den normalen Standard hinausgehen“, umreißt Ingrid

Rachbauer das Jobprofil. Bei der Auswahl der Mitarbeiter

orientiert sich die Rachbauer-Kran Ges.m.b.H. an den

Selektionsverfahren großer Unternehmen, bei denen

mehrere Vorstellungstermine auf die Jobanwärter warten.

„Dieser Mehraufwand im Vorfeld bringt uns auf jeden Fall

mehr, als ein voreiliger Sprung ins kalte Wasser, bei dem

sich der Mitarbeiter vielleicht erst im täglichen Arbeitsablauf

als nicht geeignet für den ausgeschriebenen Job herausstellt“,

sagt die Unternehmerin.

es gibt

so gut

wie nichts,

was wir mit

unseren

Kränen nicht

versetzen

können.“

Helmuth Rachbauer,

Transportunternehmer

„Unsere Auftraggeber sind

immer wieder verwundert,

wenn sie unsere Referenzliste

durchblättern“, sagt

Ingrid Rachbauer.

Gefragtes Baukastensystem

Drei Scania, die mit ihrer Konfiguration

grundlegend von

herkömmlichen Standardfahrzeugen

abweichen, bilden

das Rückgrat des Rachbauer-

Kran-Fuhrparks. Neben einer

dreiachsigen R 500-Sattelzugmaschine

haben Helmuth und

Ingrid Rachbauer auch zwei

Vierachser mit der Achskonfiguration

8x4*6 von Scania

im Einsatz. „Mit dem Scania

Baukastensystem konnten wir

im Vorfeld der Fahrzeuganschaffungen

die drei Lkw bis

ins kleinste Detail nach unseren

Anforderungen definieren und

das, obwohl sie sich in vielen

wesentlichen Punkten nicht an

Standardfahrzeugen orientieren“,

loben Helmuth und Ingrid

Rachbauer.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 17


RepoRtage Text und Fotos: Scania

Die anschaffung

des ersten

Scania V8 hat für uns

wirtschaftliche

wie technische

Hintergründe.“

L&S Recycling-Geschäftsführer

Mag. Norbert Rennhofer (li.) und

Ing. Johann Maier

Bei beengten Ladestellen hilft die

Rückfahrkamera.

Bei der Kraftübertragung setzt Gerhard Hahn

nach wie vor auf einen Handschalter.

Gerhard Hahn lenkt den ersten

Scania V8 im Fuhrpark der

L&S Recycling GmbH und fühlt

sich dabei in seiner Rolle als

Testfahrer sichtlich wohl.

18 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Chauffeur

im Versuchsballon

Wenn die beiden Geschäftsführer der

L&S Recycling GmbH mit Papier, Bleistift

und Taschenrechner bewaffnet um den

Scania R 560-Hängerzug von Gerhard Hahn

marschieren, ist das für ihn noch lange kein Grund zur

Beunruhigung. Noch dazu, wo auch er den ersten, im

März 2010 ausgelieferten Scania V8 des in Spratzern bei

St. Pölten ansässigen Unternehmens Tag für Tag mit Argusaugen

durch die Gegend kutschiert. „Testfahrer? Diesen

Aspekt habe ich bei meinem Arbeitsalltag noch gar nicht in

Erwägung gezogen“, meint Hahn schmunzelnd, als er beim

Besuch der ScANiA BEwEGT-Redaktion auf die firmeninterne

Sonderstellung seines Lkw angesprochen wird. Und

tatsächlich tanzt der Dreiachser in vielen Belangen aus der

Reihe, wenn er mit den fünf anderen Lkw im L&S

Recycling-Fuhrpark verglichen wird. „Aus der Historie

unseres Unternehmens haben wir eigentlich immer eine

Haus- und Hofmarke gehabt“, erinnert sich Geschäftsführer

Johann Maier. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ihm und seinem

Kollegen Norbert Rennhofer zunehmend der in der

Recycling-Branche als absolut solide geltende Ruf der

Marke Scania zu Ohren gekommen ist. „wir sind in den

vergangenen beiden Jahren immer häufiger über den

Namen Scania gestolpert. Bis wir uns schließlich bei einem

anstehenden Fahrzeugkauf erstmals selbst für die für uns

mehr oder weniger neue Marke entschieden haben“,

erzählt Maier.

für Gerhard hahn war der ihm zugedachte Job als Fahrer

dieses Versuchsballons von Anfang an eine interessante

Aufgabe. Auch wenn er aus einer Tatsache sogar nach bald

zwölf Monaten on Tour mit dem Scania R 560 kein

Geheimnis macht. „Bei Lkw-Marken habe ich es bis zum

heurigen März genauso gehalten wie bei Fußballvereinen“,

lacht der chauffeur. Jeder richtige Fußballfan drückt immer

nur seiner Mannschaft die Daumen und wechselt nicht von

Spiel zu Spiel die Fanartikel. „Bei mir war es bis vor einigen

Monaten dasselbe, nur dass meine Lieblings-Lkw-Marke

weder mit S begonnen hat, noch aus Schweden gekommen

ist“, gibt Hahn lachend zu. Daran hat sich nach den ersten

Monaten in der Kabine seines ersten Scania so manches

geändert. „Bei einem Neuling im Fuhrpark legen wir

natürlich noch größeren wert als sonst auf die Erfahrungen

unserer Mitarbeiter. im konkreten Fall soll uns der Scania

aufschlussreiche Ergebnisse über die zukünftige Ausrichtung

unserer Flotte liefern“, erklärt Geschäftsführer Norbert

Rennhofer. wieso man mit dem R 560 bewusst auf die

Stärken eines V8-Motors setzt, ist für den kaufmännischen

Leiter schnell auf den Punkt gebracht. Bei den üblichen

Nutzungsdauern der Lkw, die weit über den im

Fern- oder Verteilerverkehr geltenden Normen

liegen, erwartet man sich von Scania und dem

V8-Motor auch am Ende dieses bis zu zehn Jahre

dauernden Zeitrahmens die optimale Zuverlässigkeit.

auf seinen taGestouren, die ihn fast immer ins nördliche

Niederösterreich führen, wartet auf den ersten L&S

Recycling-R 560 bei jeder Tour vieles, nur fast keine Autobahnen

und Schnellstraßen. „Die Strecken, die ich mit

meinem Hängerzug normalerweise zurücklege, würde man

im Fachjargon der werksfahrer aus den Versuchsabteilungen

der Lkw-Hersteller wahrscheinlich als anspruchsvolle

Topografie bezeichnen“, sagt Gerhard Hahn. Die von

ihm angefahrenen, am weitesten entfernten Ladestellen

liegen im waldviertel nur wenige Kilometer Luftlinie von

der Grenze zur Tschechischen Republik entfernt. „Die

Grenz öff nung hat den Bezirken da oben sicher so manches

gebracht, aber keinen Anschluss an das hochrangige,

heimische Straßennetz“, plaudert der chauffeur aus

eigener Erfahrung. Besonders die waldviertler winter mit

ihren weitreichenden Schneeverwehungen stellen Gerhard

Hahn in der kalten Jahreszeit sehr oft auf eine harte Probe.

Schneeketten sind in dieser Zeit für ihn eine Pflichtausstattung,

auf eine andere Option bei der Konfiguration seines

Scania hat er dagegen bewusst verzichtet: „Auch wenn viele

jetzt ungläubig den Kopf schütteln, beim Gangwechseln

verlasse ich mich nach wie vor lieber auf einen konventionellen

Handschalter.“

der entschluss der L&S Recycling-Geschäftsleitung,

anstelle eines Reihensechszylinders erstmals in einen V8

zu investieren, hat nicht nur im Unternehmen selbst für

Aufsehen gesorgt. „ich hätte mir nicht gedacht, dass wir

mit dieser Entscheidung für dermaßen viel Furore sorgen

können“, verrät Johann Maier. Dass dabei neben den

technischen und kaufmännischen Argumenten auch eine

nicht zu unterschätzende Portion Prestige dabei war, ist für

ihn kein Geheimnis: „Unser Fuhrpark ist ein wesentlicher

Teil unserer Kundenkontakte. Da bringt ein entsprechend

ordentlich gepflegter Fuhrpark selbstverständlich auch den

gewünschten Effekt.“ Aus diesem Grund hat auch jeder

L&S Recycling-chauffeur seinen eigenen Lkw, der nur selten

von einem anderen Kollegen gelenkt wird. „Für mich ist

die Pflege meines Lkw ein fixer Bestandteil meiner Arbeit“,

unterstreicht auch Gerhard Hahn. Die ersten Stunden nach

seinem Urlaub war er daher auch heuer wieder mit Putzpapier

und Reinigungsmitteln in den Händen rund um

seinen Scania im Einsatz.

Der Scania R 560 ist

fast ausschließlich

im nördlichen Niederösterreich

unterwegs.

Mein

neuer

Scania R 560

sorgt bei

unseren

Kunden

immer

wieder für

aufsehen.“

Gerhard Hahn,

Scania Fan

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 19


Technik Text und Fotos: Scania

Die Scania Flotte des

Tiroler Kühl lo gis tikers

ist auf allen einschlägigen

Scania

Fanseiten im

Internet vertreten.

Spiegl­Fahrer Martin Weiss

erreichte beim Österreich­

Finale des Scania Young

European Truck Driver

den 2. Platz.

Der olympische Gedanke ist, in leicht abgewandelter

Form, ab und zu nur zweitrangig. Dabei

sind sie alle, ganz vorne ist aber immer nur einer

von ihnen. Sechs neue Scania R 500 hat der Tiroler

Transportunternehmer Thomas Spiegl im heurigen Sommer

übernommen. Dass er mit dieser Neuanschaffung unbewusst

auch den Sportsgeist unter den sechs Mitarbeitern geweckt

hat, die mit den neuen Sattelzugmaschinen unterwegs sind,

hat er erst im Laufe der Zeit bemerkt. „Nachdem unsere neuen

Scania durchwegs Vollausstattung besitzen, ist auch das

Scania Fahrer Eco-Modul mit an Bord“, erzählt Spiegl. Als

wachsames Auge mit der Vorliebe für vorausschauendes und

wirtschaftliches Fahren informiert es den Lenker kontinuierlich

über die Auswirkungen seiner Fahrweise. Anhand einer

Skala mit Sternen kann dieser am Multifunktionsdisplay

des Armaturenträgers mit einem Blick ablesen, wie er seinen

Scania durch die Lande pilotiert. „Ursprünglich sind mir die

Auswirkungen dieser Möglichkeit gar nicht so aufgefallen“,

erinnert sich der Transportunternehmer. Eher zufällig hat er

Gespräche der sechs Scania Chauffeure verfolgt, in denen sie

penibel die gesammelten Daten verglichen haben. Gerade

bei jenen Kühlzügen, die unmittelbar hintereinander ein und

dieselbe Strecke zurücklegen, liefert das Scania Fahrer Eco-

Modul objektiv vergleichbare Ergebnisse.

Für Thomas spieGl hat der friedliche und zugleich ehrgeizige

Wettkampf unter den sechs R 500-Fahrern auch

unternehmerische Folgen. So ist der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch

bei allen 8-Zylinder-Modellen mit Scania

Fahrer Eco-Modul in den vergangenen Wochen und Monaten

deutlich gesunken. „Bei diesem Anreiz werden alle selbst

gesetzten Initiativen, mit denen man den eigenen Mitarbeitern

wirtschaftliches und vorausschauendes Fahren näherbringen

möchte, obsolet.“ Gleichzeitig halten sie sich ohne

20 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Die wirt-

schaftlichen

Auswirkungen des

Scania Fahrer eco-

Moduls sind nicht

zu übersehen.“

Thomas Spiegl, Transportunternehmer

Abschweifungen an die Tipps des elektronischen Helferleins.

Kein übertriebenes Ausdrehen des Motors, nur um den Turbo

zu hören, keine scharfen Bremsungen am Kreisverkehr,

nur um scheinbar Zeit gewinnen zu können. „Im Laufe der

Jahre haben wir unseren Mitarbeitern eine ganze Menge über

den richtigen Umgang mit ihrem täglichen Werkzeug erzählt.

Dermaßen zielsicher eingeschlagen wie das Scania Fahrer

Eco-Modul hat bisher allerdings noch keiner dieser Versuche“,

lobt der Unternehmer. Schon deswegen soll die von

Scania mit der neuen R-Serie vorgestellte Ausstattungsmöglichkeit

ab sofort bei keinem neu angeschafften Lkw mehr

fehlen. „Wenn es uns so gelingt, noch mehr Mitarbeiter zu

Teilnehmern dieser vernünftig geführten Meisterschaften zu

machen, soll mir das nur recht sein.“

Wieso die FloTTe des Tiroler Kühlfrächters bei den Chauffeuren

nicht erst seit dem Einzug des Scania Fahrer Eco-

Das Scania Fahrer Eco-Modul macht es möglich. Wieso sechs neue

Scania R 500 den Sportsgeist unter den Mitarbeitern des Tiroler

Kühllogistikers Spiegl geweckt haben.

Auf die

Plätze,

fertig …

Moduls hoch im Kurs steht, wird spätestens nach einem Blick

ins grenzenlose Internet klar. Auf unzähligen Scania Fanseiten

finden sich Bilder der aufgemascherlten und bestens

gepflegten Sattelzüge. „Solange derartige Verschönerungsaktionen

nicht ausufern, haben wir natürlich nichts dagegen.

Noch dazu, wo uns das dadurch nochmals aufgewertete

Erscheinungsbild unserer Flotte bereits Kontakte zu Neukunden

vermittelt hat, denen unsere Lkw auf der Autobahn

aufgefallen sind“, berichtet Thomas Spiegl. Mittlerweile

gewöhnt hat er sich an verwunderte Blicke seiner Gesprächspartner,

wenn er ihnen erzählt, die Spiegl-Flotte besteht aus

„nur“ 23 Lkw. „Das auffallende Design unserer Sattelzüge fällt

im Straßenverkehr offenbar derart auf, dass mir Gesprächspartner

auch schon Flotten mit doppelt oder dreimal so

vielen Fahrzeugen angedichtet haben“, lacht der Geschäftsführer.

Ungefähr genauso einprägsam wie das Design scheint

dabei für Außenstehende auch die Zusammenarbeit mit der

Marke Scania zu sein. Anders lässt es sich nur schwer erklären,

dass ausländische Geschäftspartner sofort zum Telefon

greifen, um nachzufragen, wieso heute kein Spiegl Scania

bei ihnen am Hof vorgefahren ist.

einen im VerGleich zu den Auswirkungen des Scania Fahrer

Eco-Moduls nicht minder außergewöhnlichen Wettbewerb

hat die Auslieferung der sechs zuletzt angeschafften Scania

R 500-Sattelzugmaschinen ausgelöst. Eine davon war bereits

auf Scania Fanseiten im Internet zu bewundern, noch bevor

sie von ihrem zukünftigen Eigentümer überhaupt übernommen

werden konnte. „Es war eine richtige Jagd auf Erlkönige,

die meine Mitarbeiter da veranstaltet haben“, schmunzelt

Thomas Spiegl. Kaum hatte einer von ihnen seinen neuen

Scania erstmals auf der Speicherkarte seiner Digitalkamera

verewigt, war das Foto nur kurze Zeit später online. Mit dem

stolzen Vermerk „Mein neuer Scania“, versteht sich. „Das

Echo auf neue Inhalte von solchen Fanseiten ist enorm, das

zeigen die Zugriffszahlen und macht unser Unternehmen

bald rund um den Globus bekannt“, meint Spiegl.

„Das Scania Fahrer Eco­Modul

hat die Wirtschaftlichkeit

unserer Flotte nachweislich

verbessert“, sagen Thomas

und Anneliese Spiegl.

Einsparungspoten

zial nutzen

Das Scania Fahrer Eco-Modul

ist ein Echtzeit-Unterstützungssystem.

Mit Hinweisen und

Rückmeldungen hilft es dem

Fahrer bei der Verfeinerung

seines Fahrstils. Dabei gibt das

System individuelle Tipps und

Feedback, wobei Sicherheit

und Wirtschaftlichkeit stets die

wichtigsten Parameter sind. Als

Basis für die Verbesserungsvorschläge

dienen Daten von

Sensoren im Fahrzeug, die kontinuierlich

gesammelt werden.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 21


Produkte Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

IAA wAr LAufsteg für neue

truck geAr-koLLektIon

Hinter Scania Truck Gear verbergen sich

Kleidung und Zubehör des schwedischen

Herstellers mit dem Greif im Logo, die

Qualität mit Komfort und Design mit

Funktionalität verbinden. Die neue Kollektion

Herbst/Winter wurde auf der

IAA vorgestellt – und zwar von echten

Lkw-Fahrern.

Die neue KolleKtion eignet sich sowohl für

den Job als auch – mit dem frischen Look – für

alle möglichen Freizeitaktivitäten. Sorgfältig

ausgewählte Materialien, die für schnelle Klimawechsel

optimiert sind, clevere Details, wie etwa in zwei

Richtungen zu öffnende Reißverschlüsse, reflektierende

Streifen und funktionelle Taschen sind die unverwechselbaren

Kennzeichen der Kollektion. Jedes Detail wurde von

professionellen Designern entwickelt. Alle Einzelstücke

sind aufeinander abgestimmt. Starke, lebendige Farben

und große Aufdrucke entsprechend dem Zeitgeist. Der

populäre Greif – Markenlogo von Scania – ziert die Kleidung.

Auf Wunsch der Kunden wird sowohl die Größe

XXXL angeboten als auch kleinere Größen für Frauen

oder Kinder.

Die neue Fan-JacKe Für Männer ist ein moderner

Klassiker. Mit dem markanten Schriftzug und dem

bekannten Scania Logo auf dem Rücken kommt kein

Zweifel daran auf, welchen Lkw der Träger favorisiert.

Das populäre T-Shirt mit Greif-Logo gibt’s jetzt auch in

kleinen Größen. Ein weiteres neues Motiv auf T-Shirts,

Sweatshirts und Caps ist der edle Scania Frontgrill. Einige

Stücke der Kollektion sind mit Hightech-Funktionen

ausgerüstet. Das Tech-Fleece beispielsweise ist aus

einem schnell trocknenden, UV-beständigen Material

gefertigt, das schweißabsorbierend ist. Die Mütze Striped

Tech besteht aus Du Pont Coolmax und sorgt so für einen

hohen Tragekomfort.

auF Der DiesJährigen iaa nutzFahrzeuge in Hannover

im Herbst wurden echte Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer

damit zu Models. In einer Schau auf dem Stand von

Scania präsentierten sie überzeugend und authentisch

die neue Kollektion. Die Models im Katalog sind ebenfalls

echte Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer (siehe Kasten rechts).

Natürlich gibt es die Truck Gear-Kollektion auch beim

Scania Partner. Infos darüber erhalten Sie direkt bei unseren

14 Standorten in ganz Österreich.

Truck Cap und

Sporty Track Jacket

Das aufgedruckte S.T.G. auf der Kappe

lässt jeden wissen, was Sie fahren

(Baumwolle 60 %, Polyester 40 %).

Bestell-Nr. Cap: 2002318

Für Damen: die sportliche Trainingsjacke

mit schlanken Taschen und

Scania Greif-Emblem (Baumwolle

39 %, Polyester 61 %).

art.-nr. größe

2002361 S

2002362 M

2002363 L

2002364 XL

2002365 XXL

22 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Jeans

RLX Unisex

Stylische Jeans

RLX, gerade, weit ge-

schnitten, Used Look

(Blue Denim 100 %).

art.-nr. größe

1939919 28

1939920 30

1939921 32

1939922 33

1939923 34

1939924 36

1939925 40

T-Shirt Sketched

Griffin Print Men

Kurzarm-T-Shirt, das den Greif

verkörpert, in Weiß, Schwarz, Rot

oder Blau (Baumwolle 100 %).

Fan Jacket

art.-nr. größe

2027986 S

2027987 M

2027988 L

2027989 XL

2027990 XXL

2027991 XXXL

Farbe: weiß

art.-nr. größe

2002212 S

2002213 M

2002214 L

2002215 XL

2002216 XXL

2002217 XXXL

Women’s

Basic Fee

purple

Das T-Shirt ist in

Purple und Weiß

erhältlich (Baumwolle

100 %).

art.-nr. größe

2028138 S

2028139 M

2028140 L

2028141 XL

2028142 XXL

T-Shirt Sketched

Griffin

Print Men

Farbe: schwarz

art.-nr. größe

2027874 S

2027875 M

2027876 L

2027877 XL

2027878 XXL

2027879 XXXL

Die Katalogmodels

Der 21-jährige Tom Markussen

fährt einen R 500

8x2 und trägt am liebsten

die RLX-Jeans. Er liebt die

Freiheit als Lkw-Fahrer.

Die 23-jährige Sofie Bergqvist

fährt einen R 480

und schwört auf das rote

T-Shirt mit dem S.T.G.-

Aufdruck. An ihrem Beruf

gefällt ihr ebenfalls das

Gefühl von Freiheit.

Der 48-jährige Rickard

Roos fährt einen R 620

und fühlt sich am wohlsten

in dem T-Shirt mit dem

Greif-Logo. Am Fahrerberuf

gefällt ihm, dass er sein

eigener Chef ist.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 23


PortrÄt Text und Fotos: Scania

Der Baumeister

der energieversorger

Vor mehr als 50 Jahren hat die Alfred Trepka GmbH erste Gehversuche in der Fertig-

teilproduktion gemacht, mit der man auch heute noch erfolgreich Nischen bedient.

um DIE VERSCHIEDENEN AUFGABENBEREICHE

seines Unternehmens zu präsentieren, muss

Ing. Josef Wieder nicht zwangsläufig in seinem

Büro sitzen. Genau genommen ist es für den

geschäftsführenden Gesellschafter der Alfred Trepka

GmbH aus Obergrafendorf nicht einmal notwendig, sich

auch in der Nähe des nur wenige Kilometer von der

niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten

gelegenen Firmenstandortes aufzuhalten. „Wer mit

offenen Augen durch die Lande fährt, stößt an

über raschend vielen Orten auf Bauwerke aus unserem

Haus“, sagt der Baumeister. Dass er in nahezu allen neun

Bundesländern und sogar im benachbarten Ausland an

vielen Ecken auf die eindeutige Handschrift des vor 90

Jahren gegründeten Unternehmens trifft, verdankt Wieder

einer Idee seines Schwiegervaters. Dieser hat sich bereits

vor rund 50 Jahren intensiv mit der heute in vielen

Baubereichen allgegenwärtigen Fertigteilproduktion

beschäftigt. „Ein Ergebnis dieser Überlegungen von

damals sind die sogenannten Energiegebäude, die wir an

Energieversorger in Wien und Niederösterreich liefern“,

erklärt der Firmenchef.

24 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


Zu den letzten

Neuanschaffungen

im Trepka-Fuhrpark

zählt u. a. dieser

Scania R 480

mit Pritsche und

Heckkran.

Nach der Anschaffung

des ersten

Scania im Jahr 1987 sind

wir zunehmend auf den

Geschmack gekommen.“

Josef Wieder, Bauunternehmer

BEIm TRANSPORT aller in Obergrafendorf hergestellten

Betonfertigteile setzt die Alfred Trepka GmbH auf die Vorzüge

eines Eigenfuhrparks. Fünf Spezialauflieger sind mit

der Distribution dieser oft sperrigen Bauteile beschäftigt.

„Die der Herstellung folgende Logistik gehört für uns

genauso zu unserer Firmenphilosophie wie die anschließende

Aufstellung“, erläutert der Baumeister. Die Fremdvergabe

dieser Arbeiten ist für ihn schon deswegen noch

nie zur Debatte gestanden. „Unsere Fahrer wissen um die

auf den Baustellen notwendigen Handgriffe naheliegenderweise

bestens Bescheid und bringen dieses Knowhow

bei jedem Bauvorhaben aufs Neue ein.“ Warum der

Trepka-Fuhrpark heute ausschließlich aus Lkw der Marke

Scania gebildet wird, hat für Josef Wieder ebenso handfeste

Hintergründe. „Wir sind ohne Übertreibung nach

der Anschaffung des ersten Scania Ende der 1980er-Jahre

mehr und mehr auf den Geschmack gekommen“, erinnert

sich der geschäftsführende Gesellschafter. Die letzten beiden,

erst im heurigen Jahr getätigten Neuanschaffungen

waren ein Scania R 480 mit Pritsche und Heckkran sowie

ein Scania G 440 Kipper mit Frontkran. Wieso die Lkw

aus Södertälje ihren Ruf, besonders robust und langlebig

zu sein, nicht zu Unrecht tragen, zeigt eine Scania Sattelzugmaschine

der 3er-Serie, die seit Anfang der 90er-Jahre

im Einsatz steht.

mIT mEHR AlS 200 mITARBEITERN ist die Alfred Trepka

GmbH in den unterschiedlichsten Baubereichen aktiv.

„Der Entschluss, sich nie zu spezialisieren, hat uns gerade

in wirtschaftlich schwierigen Zeiten geholfen“, betont

Josef Wieder. In welchen Segmenten sich das Unternehmen

in den letzten 90 Jahren seit seiner Gründung überall

engagiert hat, will der Geschäftsführer anlässlich des

bevorstehenden Firmenjubiläums auf Basis historischer

Unterlagen recherchieren. Die Lage der heimischen Baubranche

beurteilt er trotzdem als unverändert schwierig:

„Was uns allen hilft, sind Großprojekte, die momentan

leider eher dünn gesät sind.“ Hier sieht der Baumeister vor

allem die öffentliche Hand gefordert: „Ohne die entsprechenden

Infrastruktur-Projekte wird die gesamte Branche

nur sehr schwer wieder auf Touren kommen.“

Die Nutzungsdauer

der Fahrzeuge ist,

für Scania typisch,

deutlich höher als

im Fernverkehr.

Neues Bürogebäude – hell, freundlich

und energiesparend

Die in Obergrafendorf pro du zierten

Energiegebäude kommen fix

und fertig eingerichtet an ihrem

Aufstellungsort an.

Bereits in den 60er-Jahren

ist der Familienbetrieb in

die Fertigteilproduktion

eingestiegen.

Die letzten Trends des solaren Bauens sowie die größtmögliche Funktionalität als Büro–

gebäude sind in den neuen Firmensitz der Alfred Trepka GmbH in Obergrafendorf geflossen.

Transparenz und Leichtigkeit im zentralen Hallenbereich erhält das Gebäude durch den

Einsatz von Glas mit statisch minimierten Tragkonstruktionen. Die massiven Stahlbeton-

Fertigteile sind mit leichten Elementen, wie Glas und warmen Materialien in den Arbeitsbereichen,

kombiniert. Für das Bürohaus wurde ein Energiekonzept verwirklicht, bei dem

die gesamte Heiz- und Kühlenergie dem Brunnenwasser entzogen wird. Nach der Entnahme

der notwendigen Energie wird das Brunnenwasser über einen Schluckbrunnen wieder

dem Grundwasser zugeführt. In Verbindung mit der Baukernaktivierung, einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

und kontrollierter Zu- und Abluft mit Wärmerückgewinnung schafft Beton

ein behagliches Raumklima. Auf die Verwendung von fossilen Brennstoffen wie Öl & Gas

wird gänzlich verzichtet. Der Temperaturausgleich im Winter und im Sommer erfolgt über

die aktivierten Betonfertigteile, somit über Strahlungsflächen. Doch nicht nur das Raumklima,

auch ausreichendes Tageslicht, ein durchdachtes Beschattungs- und Beleuchtungskonzept

sowie eine ausgeklügelte EDV- und Stromversorgung in den Doppelböden gehören

zu den Komfortfaktoren am Arbeitsplatz.

www.scania.at 3.2010 • SCANIA BEWEGT 25


Service Text und Fotos: Scania

Frohe Weihnachten

und viel Glück

und Erfolg für 2011

Scania FB 2010:Sept_RZ 22.09.2010 9:29 Uhr Seite 1

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Scania FB 2010:Sept_RZ 22.09.2010 9:29 Uhr Seite 2

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26 SCANIA BEWEGT • 3.2010 www.scania.at


idee&concept, München

MEILLER und Scania: eine Kombination, die seit Jahr zehnten die Kipp-Kultur

in Punkto Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit darstellt. Und welcher

Begriff als KippKultur ® bringt es besser auf den Punkt, was Meiller-Kipper

seit der Erfindung des Lkw-Windenkippers 1904, dem ersten hydraulischen

Drei seitenkipper 1925, der Markteinführung des Abrollkippers 1972, der

neuen Generation der Dreiseitenkipper 2008 und dem vielfältigen aktuellen

Kipper-Produktspektrum für die

Weiterentwicklung,

Professionalisierung,

Perfektionierung und

Internationalisierung

des Themas „Kippen“

getan hat und im Hin-

blick auf die Kombination

mit Scania-

Fahrgestellen fortführen

wird!

F. X. MEILLER · Fahrzeug- u. Maschinenfabrik-GmbH & Co KG

Untermenzinger Straße 1 · 80997 München · Tel. + 49(0)89/1487-0 · Fax + 49(0)89/1487-1355

www.meiller.com


Wir schnüren übrigens auch

Finanzierungspakete.

Kein Wunder, wenn unsere Finanzierungsideen neugierig machen. Als Scania Service-

gesellschaft sind wir nicht nur in der Lage, gute Angebote für neue und gebrauchte LKW

zu machen. Wir hängen auf Wunsch auch gleich noch welche für Auflieger, Anhänger oder

Aufbauten hinten dran. Fesselnder Vorschlag, oder? www.scania.at

Scania Leasing. Kompetenz, die sich auszahlt.

Scania Leasing Österreich Ges.m.b.H.

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