auf ul-segler - Segelfliegen-Magazin

segelfliegen.magazin.de

auf ul-segler - Segelfliegen-Magazin

FG_S42-45_Ultraleicht 21.10.2004 16:50 Uhr Seite 43 Cube System Aufträge:Aufträge_2004:SF_06/2004:FG_S42-45_Ultraleicht.job

gen“ in neuen, erweiterten, aus dem UL-Bereich abgeleiteten

Rahmenbedingungen.

Die vom Luftsportgerätebüro unter D-Nxxx zu registrierenden

Flugzeuge mussten eine Leermasse unter 120 kg

(inklusive Rettungsgerät), eine Mindestgeschwindigkeit unter

50 km/h sowie ein sicheres Lastvielfaches von mindestens

-2 bis +4g nachweisen und mit einem Rettungsgerät

ausgestattet sein. Als Piloten-Lizenz dazu gibt es den (nationalen)

Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer mit Beiblatt

F für Gleitflugzeuge mit den entsprechenden Berechtigungen

(Dreiachssteuerung, Startarten). Damit wurde es

möglich, brauchbare und alltagstaugliche Leichtsegler zu

entwickeln und zu fliegen. So zum Beispiel den tschechischen

ProFe Banjo, der die neuen Regeln als erstes in

Deutschland zugelassenes Flugzeug nutzte. Gleichzeitig

wurden, in Zusammenarbeit mit der Segelflugschule Wasserkuppe,

die Ausbildungs- und Umschulungsverfahren für

neue Piloten dieser Klasse erprobt und festgelegt.

Mit der kürzlich auf europäischer Ebene erfolgten Neuordnung

der Zulassungsvorschriften ergaben sich weitere

Änderungen, glücklicherweise ohne Einschränkungen. Jetzt

ist die EASA für alle Segelflugzeuge mit über 80 (einsitzig)

bzw. 100 (doppelsitzig) kg Strukturmasse als Zulassungsbehörde

zuständig, was darunter liegt wird wie bisher national

gehandhabt. Nach einigen Diskussionen, wie der Begriff

„Strukturmasse“ denn nun auszulegen sei, einigte man

sich darauf, dass Segler mit einer Leermasse unter 120 kg

inklusive Rettungsgerät

diese Bedingung erfüllen.

Die nachzuweisende Mindestgeschwindigkeitwurde

in Anlehnung an die UL-

Zulassungsbestimmungen

auf 65 km/h erhöht.

Dadurch werden in Zukunft

sicher noch einige weitere interessante und leistungsfähige

Entwicklungen auf den Markt kommen.

Was muss man nun tun, wenn man die neue Art des

leichten Segelns einmal ausprobieren möchte? Derzeit gibt

es drei Ausbildungsbetriebe in Deutschland, die Ausbildung

und Umschulung für UL-Segler anbieten: Die (weltälteste)

Segelflugschule auf der Wasserkuppe, die UL-Flugschule

Jura-Air am Flugplatz Greding bei Nürnberg und die dezentrale

Verbandsflugschule des DULSV. Sie ermöglicht

DULSV-Mitgliedern an verschiedenen Plätzen in ganz

Deutschland die Ausbildung. Eine Mitgliedschaft im DULSV

macht Sinn, sie kostet (neben einer geringen Aufnahmege-

UL-Segler sind echte Spaßflugzeuge

fürs lockere Fliegen ohne „Höchstleistungsambitionen“,

erlauben aber

dennoch ansehnliche Streckenflüge

bühr) nur 7 Euro pro Monat und ermöglicht nicht nur die

preiswerte Ausbildung im Verbandsrahmen, sondern bietet

auch um 30 Prozent reduzierte Fluggebühren auf dem Wasserkuppen-Banjo,

der dem DULSV gehört. Der DULSV ist

ein unbürokratischer Verband, dessen Ziel es ist, seine Mitglieder

in allen Belangen der UL-Segelfliegerei zu unterstützen

und einen einfachen, sicheren Flugbetrieb zu ermöglichen.

Für Piloten mit gültigem Luftfahrerschein für Segelflugzeuge

oder Motorsegler mit den entsprechenden eingetragenen

Startarten ist der Umstieg

am einfachsten: Nach

einem Check durch einen

Fluglehrer mit der entsprechenden

Berechtigung können

sie einfach auf einem

UL-Segler eingewiesen werden,

ihn fliegen und dann

ihren Schein beim Luftsportgerätebüro des DAeC beantragen.

Dazu gehört, wie bei UL-Flugzeugen, auch noch eine

Einweisung in die Handhabung von pyrotechnischen Rettungsgeräten,

wie sie in fast allen UL-Seglern eingebaut

sind. Da es (noch) keine UL-Segler-Doppelsitzer gibt, müssen

lnhaber anderer Luftfahrerscheine und „Fußgänger“ zunächst

auf Segelflugzeugen bis zur Alleinflugreife ausgebildet

werden, dann dürfen sie „umsteigen“. Dazu gehört auch

eine entsprechende, der „Vorbildung“ angepasste Theorieausbildung

und -prüfung – auch UL-Seglerpiloten sind

schließlich vollwertige Luftverkehrsteilnehmer.

Wo liegt der Reiz des ultraleichten Segelns? Flugzeuge

Dank seiner

maximalen Schleppgeschwindigkeit

von 103 km/h darf

der Banjo von

Trikes, ULs, Motorseglern

und langsamenMotorflugzeugen

geschleppt

werden.

6/2004 segelfliegen

43

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine