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Jahresbericht 2012 - RGZ Stiftung, zugunsten cerebral Gelähmter

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<strong>Jahresbericht</strong><br />

<strong>2012</strong>


Inhalt<br />

1 Vorwort<br />

2 Überblick: Aktivitäten der <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong><br />

4 Bereich Schulen: 40 Jahre Pionierarbeit<br />

8 Bereich Erwachsene: vom hohen Anspruch,<br />

Erträge zu erwirtschaften<br />

12 Bereich Frühberatung und Therapie:<br />

siebenmal höhere Leistungsansprüche<br />

in der Therapie<br />

16 Organigramm der <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong><br />

17 Zusammensetzung des <strong>Stiftung</strong>srates<br />

17 Adressen<br />

18 <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> in Zahlen<br />

18 Elternverein<br />

19 Dienstalterjubiläen und Pensionierungen<br />

19 Anlässe<br />

20 Betriebsrechnung <strong>2012</strong><br />

21 Bilanz <strong>2012</strong><br />

22 Erfolgsrechnung <strong>Stiftung</strong> <strong>2012</strong><br />

23 Bericht der Revisionsstelle<br />

24 Institutionen<br />

25 Rund um den Zürichsee<br />

Zweck<br />

Gemäss Statuten Artikel 2: Die <strong>Stiftung</strong> bezweckt den<br />

Betrieb von Institutionen, welche sich mit der Früherfassung,<br />

Förderung, Schu lung, Ausbildung, Be schäf tigung,<br />

Ein glie derung und Betreuung von Kindern, jugendlichen<br />

und erwachsenen Per son en mit <strong>cerebral</strong>en<br />

Bewegungsstörungen oder mehrfacher Behinderung in<br />

der Region Zürich befassen.<br />

Impressum<br />

Mitgewirkt an diesem <strong>Jahresbericht</strong> haben: Isabel<br />

Ebnöther, Ines Faber, Daniel Flueler, Christian Lüder,<br />

Esther Pfenninger, Gabriele Rua, Andreas Simonett,<br />

Willy Theil acker<br />

Geschlechtsspezifische Wörter verstehen sich immer für<br />

beide Geschlechter.<br />

Text<br />

Markus Maeder, Rapperswil, www.nightwriter.ch<br />

Titelbild<br />

Glücksmomente: Was gibt es Schöneres, als spielend<br />

zu lernen. An den Heilpädagogischen Schulen der <strong>RGZ</strong><br />

entwickeln Kinder mit Behinderungen alle ihre Sinne.<br />

Fotografie<br />

Ursula Markus, Zürich: Umschlag, Seite 3 o.r. und u.l.,<br />

Seiten 4, 7, 13<br />

Mike Flam, Zürich: Seite 1, Seite 3 o.l. und u.r.,<br />

Seiten 5, 8–11, 14, 15<br />

Konzept/Design/Realisation<br />

Linkgroup, Zürich, www.linkgroup.ch


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Vorwort 1<br />

Ein erfolgreiches Jahr –<br />

und ein offener Wunsch<br />

Liebe Leserin, lieber Leser<br />

In der Hektik des Alltags zwingt<br />

einen der <strong>Jahresbericht</strong>, einen<br />

Augenblick innezuhalten, um<br />

erst zurückzuschauen und dann<br />

voraus in die nähere Zukunft.<br />

Zu beidem bin ich gerne bereit,<br />

weil es Gelegenheit gibt, von<br />

Erfreulichem zu reden und den<br />

Finger auf Schwächen in den<br />

Rahmenbedingungen zu halten.<br />

Zuerst das Erfreu liche.<br />

Unsere beiden Schulen bekommen sehr gute Noten Die<br />

Heilpädagogische Schule Zürich (HSZ) wurde von der Aufsicht<br />

der kantonalen Bildungsdirektion (BiD) ausgezeichnet<br />

beurteilt. Bei der Heilpädagogischen Schule Dielsdorf<br />

(HSD) kamen die Fachstelle für Schulbeurteilung (FSB) und<br />

die Aufsicht der BiD zum gleichen tadellosen Ergebnis<br />

(Seite 4).<br />

Im Bereich Frühberatung und Therapie ist ein Generationenwechsel<br />

vollzogen Während über 20 Jahren engagiertem<br />

Einsatz für die <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> hat Doris Konrad Häni<br />

mit ihrer Fach- und Führungskompetenz zahl losen Kindern<br />

eine möglichst unbehinderte Entwicklung ermöglicht.<br />

Gleichzeitig begrüsse ich als neuen Leiter in diesem<br />

Bereich Christian Lüder. Er hat es bereits verstanden,<br />

innerhalb der traditionellen Werte und Ziele der <strong>RGZ</strong> neue<br />

Akzente zu setzen (Seite 12).<br />

Die Stelle Wetzikon bezieht neue Räumlichkeiten Damit<br />

nimmt die siebte Frühberatungs- und Therapiestelle als<br />

Letzte Abschied von der Pionierzeit, in der wir unsere<br />

Leistungen stets möglichst nahe bei den Kindern in den<br />

Wohnquartieren anboten. Ab April 2013 verfügen wir nun<br />

in einem ehemaligen Industriebau über eine grosse, rollstuhlgängige<br />

Ebene mit viel Platz für unsere Arbeit – zum<br />

Vorteil der Kinder und ihrer Eltern (Seite 14).<br />

Die Werkstätte Rauti hat grosse Pläne Noch im Januar<br />

<strong>2012</strong> hatten über 600 Künstlerinnen und Künstler der<br />

Kunstszene Zürich ihre Werke im Zollfreilager an der<br />

Rautistrasse ausgestellt. Monate später waren von den<br />

Industriehallen auf dem Areal fast alle abgerissen. Für die<br />

Werkstätte Rauti ist der Abbruch die grosse Chance. In<br />

den verbliebenen Bauten des grossen Neubauareals<br />

möchten wir in den nächsten Jahren den gesamten Bereich<br />

Erwachsene (mit Ausnahme des Wohnheims) zusammenlegen<br />

und um neue Dienstleistungen erweitern.<br />

Eine Absichtserklärung für die Miete von zusätzlichen<br />

1500 m 2 Fläche ist mit der Freilager AG bereits unterschrieben<br />

(Seite 11). So weit das Erfreuliche.<br />

Heilpädagogik und Physiotherapie belasten die Finanzen<br />

Die ungenügenden Tarife in der Heilpädagogischen Früherziehung<br />

sowie der vertragslose Zustand mit den Versicherungen<br />

in der Physiotherapie belasten unsere Rechnung<br />

und unser Angebot immer schwerer (Seite 12). Weil<br />

diese Posten bei den mit Abstand grössten Klientengruppen<br />

der <strong>RGZ</strong> zu Buche schlagen, ist die <strong>RGZ</strong> mit zunehmender<br />

Dringlichkeit als Ganze betroffen (Seite 15). Eine<br />

andere Aufgabe ist bei den Erwachsenen zu lösen: Die<br />

Werkstätte Rauti sehnt sich nach Aufträgen für repetitive<br />

Handarbeiten, um Menschen mit leichteren Behinderungen<br />

einen sehr grossen Wunsch zu erfüllen: arbeiten<br />

können (Seite 8).<br />

Um unsere Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit<br />

Behinderung individuell zu fördern und sie in ihrer Selbständigkeit<br />

zu unterstützen, beschäftigt die <strong>RGZ</strong> rund<br />

240 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

Für ihr Engagement gebührt ihnen allen ein grosses Dankeschön.<br />

Ebenso herzlich danke ich im Namen des ganzen<br />

<strong>Stiftung</strong>srates unseren Gönnerinnen und Gönnern,<br />

die uns Jahr für Jahr Vertrauen schenken und Leistungen<br />

ermöglichen, auf die wir auch im nächsten Jahr stolz sein<br />

können.<br />

Willy Theilacker<br />

Präsident des <strong>Stiftung</strong>srates


2 Überblick<br />

Aktivitäten der <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong><br />

Unsere Tätigkeit<br />

In unserem Einzugsgebiet betreuen wir jähr lich mit 240<br />

Mitarbeitenden um die 2000 Kin der, Jugendliche und Erwachsene<br />

mit einer oder mehreren Behinderungen. Wir<br />

führen sieben Frühberatungs- und The ra pie stel len, zwei<br />

Schulen, eine Tagesförderstätte, eine Werkstätte und ein<br />

Wohn heim.<br />

Bereich Frühberatung und Therapie<br />

In unseren sieben <strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestellen<br />

rund um den Zürichsee fördern wir Säuglinge, Kinder<br />

und Jugendliche mit den verschiedensten Auffälligkeiten.<br />

Dabei unterstützen wir die Kinder und ihr Umfeld auf dem<br />

Weg in die grösstmögliche Selbständigkeit. Als kompetente<br />

Ansprechpartner stehen wir in Fragen rund um die<br />

Entwicklung des Kindes mit folgendem Therapieangebot<br />

zur Verfügung:<br />

Heilpädagogische Früherziehung<br />

Physiotherapie<br />

Ergotherapie<br />

Logopädie<br />

Die einzelnen Fachdisziplinen bieten Förderung bei sämtlichen<br />

Entwicklungsverzögerungen an. Dazu gehören z.B.:<br />

körperliche und/oder geistige Behinderungen<br />

Verzögerungen in der Entwicklung ohne klare Ursache<br />

Wahrnehmungs- oder Teilleistungsstörungen<br />

Fehlstellungen der Gelenke (z.B. Schiefhals, Fuss fehlstellungen)<br />

Erkrankungen der Atemwege (z.B. Cystische Fibrose)<br />

Sprachstörungen und/oder Störungen der Mundmotorik<br />

sowie des Schluckens<br />

Bereich Schulen<br />

<strong>RGZ</strong> Heilpädagogische Schule Zürich und <strong>RGZ</strong> Heilpädagogische<br />

Schule Dielsdorf An diesen Schulen unterrichten<br />

wir in Klein klassen Kinder mit unterschiedlichen Be hinderungen.<br />

Als Ergänzung zur heil pädago gischen Förderung<br />

werden Logo pädie, als medizi nisch-therapeu tische<br />

Mass nah men Physiotherapie und Ergo therapie an geboten.<br />

Zusätzlich zu diesem Schul an ge bot beteiligen wir<br />

uns an integrativen Schu lungs formen.<br />

Bereich Erwachsene<br />

<strong>RGZ</strong> Tagesförderstätte, Zürich Sie bietet 16 jungen Erwachsenen<br />

mit schwerer Mehrfachbehinderung Betreuung,<br />

Beschäf tigung und heilpädagogische Förderung an. Der<br />

Schwerpunkt liegt in der Förderung der Betreuten bei<br />

den Akti vitäten.<br />

<strong>RGZ</strong> Werkstätte Rauti, Zürich Es bestehen 94 Arbeitsplätze<br />

für erwach se ne Menschen mit Behinderung. Die Ab tei lung<br />

Produktions-Werkstatt führt mehrheit lich Firmenaufträge<br />

und Dienstleis tun gen aus. Die Abteilung Krea tiv-Werkstatt<br />

entwickelt, produziert und verkauft Eigen pro dukte.<br />

<strong>RGZ</strong> Wohnheim Loomatt, Stallikon Das Wohnheim bietet<br />

in sechs Woh nungen 31 Menschen mit Behinderung ein<br />

Zuhause. Be treu ung und institutionelle Unter stüt zung<br />

sind sicher gestellt. Dies hilft mit, dass die Be woh ner ihre<br />

Lebens weise weitgehend selbst bestimmen können.<br />

<strong>RGZ</strong> Haus Riedenhalden, Zürich Mit dem Haus Riedenhalden<br />

steht eine weitere Tagesstätte mit vier Wohn- und<br />

sieben Arbeitsplätzen für Erwachsene mit einer körperlichen,<br />

geistigen oder mehr fachen Behin derung zur Verfügung.


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Überblick 3<br />

Ein grosser Dank an Doris Konrad Häni<br />

Man kann es nicht anders sagen: Doris Konrad Häni war<br />

bei der <strong>RGZ</strong> eine Instanz. Sie war es, welche sich seit<br />

vielen Jahren in verschiedenen Arbeitsgruppen und Gremien<br />

in den Kantonen Zürich und Schwyz vor und nach<br />

Ein führung des Neuen Finanzausgleichs (NFA) für die<br />

Heilpädagogische Früherziehung (HFE) starkmachte. Sie<br />

kämpfte für eine gute Positionierung des sonderpädagogischen<br />

Frühbereichs (HFE und Logopädie) und hat für<br />

den ganzen Bereich «Frühberatung und Therapie» der<br />

<strong>RGZ</strong> Wichtiges geleistet.<br />

Seit 1980 war Doris Konrad Häni – mit zeitlichen Unterbrüchen<br />

– als Sonderpädagogin in unterschiedlichen<br />

heilpädagogischen Aufgaben für die <strong>RGZ</strong> tätig. Mit dem<br />

Bereich «Frühberatung und Therapie», den sie gleich bei<br />

seiner Gründung im Jahr 2000 übernommen hatte, leitete<br />

sie über die Hälfte der heute insgesamt 13 <strong>RGZ</strong>-Institutionen.<br />

Die natürliche Autorität, mit der sie damals in<br />

der gleichen Organisation auf höherer Stufe mit ihren<br />

bis herigen Kolleginnen weiterarbeiten konnte, hat ihr<br />

weitherum eine hohe Wertschätzung eingebracht. Fachkom<br />

petenz und Genauigkeit bei der Weitergabe von Informationen,<br />

Engagement in der fachspezifischen Qualitätssicherung:<br />

Das waren Eigenschaften, die wir an ihr<br />

besonders zu schätzen wussten.<br />

Nicht zuletzt war sie immer da und blitzschnell von<br />

Begriff, wenn es zu strukturieren oder zu handeln gab. «Ja,<br />

ist schon klar!», sagte sie jeweilen trocken und formte<br />

Schritt für Schritt die heutigen Strukturen – ohne die<br />

Bedürfnisse der Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen aus<br />

den Augen zu verlieren.<br />

Nun, nach fast 25 Jahren bei der <strong>RGZ</strong>, ist Doris Konrad<br />

in den Ruhestand getreten. Herzlichen Dank für die langjährige<br />

Zusammenarbeit, für deine Zuverlässigkeit und<br />

deine Treue zur <strong>RGZ</strong>. Mit besten Wünschen für deine<br />

Zukunft, liebe Doris.<br />

Willy Theilacker, Präsident des <strong>Stiftung</strong>srates<br />

Behinderungen in den ersten Lebenswochen erkennen<br />

Sprechen lernen<br />

Vorbereitung auf ein möglichst selbständiges Leben<br />

Als Erwachsene eine sinnvolle Tätigkeit finden


4 Bereich Schulen<br />

Interdisziplinärer Unterricht in Musik und Rhythmik:<br />

Die Heilpädagogischen Schulen der <strong>RGZ</strong> fördern<br />

die Kreativität von Kindern mit unterschiedlichsten<br />

Behinderungen ganz nach ihren individuellen<br />

Möglichkeiten.<br />

40 Jahre Pionierarbeit Vor genau vier<br />

Jahrzehnten eröffnete die <strong>RGZ</strong> in Zürich<br />

die Heilpädagogische Schule für<br />

Kinder mit geistigen und mehrfachen<br />

Behin derungen.


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Bereich Schulen 5<br />

Eine Schule der besonderen Art<br />

In einem Wohnhaus, nur wenige Schritte vom Schwamendingerplatz<br />

in Zürich entfernt, befindet sich eine Schule<br />

der besonderen Art. Entlang des grosszügigen Korridors<br />

reihen sich Rollstühle, Stehbretter, Motomeds, NF-Walker<br />

und andere Hilfsmittel, mit denen sich die Schülerinnen<br />

und Schüler mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung<br />

mehr oder weniger selbständig fortbewegen können.<br />

Zu einer Seite des Korridors liegen sechs Klassenzimmer<br />

für je sechs bis sieben Schüler.<br />

Dazu gibt es Räume für Einzelförderung durch Physiotherapie,<br />

Ergotherapie und Logopädie. Sie dienen der<br />

geistigen, körperlichen und emotionalen Entwicklung<br />

unserer Kinder und Jugendlichen in Einzelstunden. Ein<br />

grosszügig bemessener Pausenraum steht offen für den<br />

täglichen «Morgenkreis», für Musikunterricht, Rhythmik<br />

und weitere interdisziplinäre oder klassenübergreifende<br />

Aktivitäten sowie für Feste und Feiern der Kinder und<br />

Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<br />

Mit 42 Kindern und 30 Vollzeitstellen gelten wir als eine<br />

wegweisende Tagesschule, welche Kinder mit einer geistigen<br />

und mehrfachen Behinderung in allen ihren Bedürfnissen<br />

ganzheitlich fördert, unterrichtet und therapiert. Unser<br />

Beispiel hat Schule gemacht. In Dielsdorf führt die <strong>RGZ</strong><br />

noch eine zweite Heilpädagogische Schule nach den gleichen<br />

hohen Ansprüchen.<br />

Interdisziplinärer Alltag<br />

Darunter verstehen wir mehr als eine Worthülse. Es bedeutet,<br />

dass wir in unserem Schulalltag nach grösstmöglicher<br />

Selbständigkeit unserer Schülerinnen und Schüler<br />

streben. Sie sollen lernen, aus eigener Kraft einen Teil des<br />

Alltags zu bewältigen, Sozialkontakte zu pflegen und Zugang<br />

zu einzelnen Bereichen der Gesellschaft zu finden.<br />

Das setzt voraus, dass wir in unseren verschiedenen<br />

Fach disziplinen grenzenlos zusammenarbeiten.<br />

«Interdisziplinär» bedeutet an den Schulen der <strong>RGZ</strong><br />

aber auch, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit<br />

über ihr Fachgebiet hinaus einfach alles tun, was zum<br />

Wohle des Kindes beiträgt: Ob die Physiotherapeutin in der<br />

Klasse, die Logopädin zusammen mit der Ergotherapeutin<br />

oder zwei Klassen gemeinsam – immer geht es darum, das<br />

Kind in seiner Ganzheit wahrzunehmen und ihm eine individuell<br />

angepasste, optimale ganzheitliche Förderung anzubieten.<br />

Und auch für die ausgewiesenen Fachkräfte<br />

heisst es, sich aktiv in die Tagesstrukturen zu integrieren,<br />

Esther Pfenninger, Gesamtleitung Schulen<br />

Tram fahren und einkaufen gehen mit den Kindern, sie<br />

beim Essen und in der Hygiene unterstützen. So fühlt sich<br />

das Kind auf selbstverständliche Weise aufgehoben und<br />

sicher. Dafür bürgen bei uns rund 75 langjährige, treue Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter (50 Vollzeitstellen), welche<br />

die Idee und den Auftrag der Schule und den Auftrag der<br />

HSZ mit unermüdlichem Engagement in die Wirklichkeit<br />

umsetzen.<br />

Wie ein Schultag mit unseren Kindern aussieht Keiner<br />

wie der andere, jeder voller Überraschungen. Am Montagmorgen<br />

beispielsweise lernen die Kleinen die Namen der<br />

Farben, dann geht’s in die Rhythmik und in der Werkstufe<br />

werden Guetsli gebacken. Am Dienstag näht dort, wer<br />

feinmotorisch geschickt genug ist, an einem Theaterkostüm,<br />

die anderen malen an einer Kulisse. In den übrigen<br />

Klassen üben einige das Schreiben von Buchstaben, andere<br />

lesen, dritte zählen bereits bis fünf, und noch Fortgeschrittenere<br />

lernen in der «Mathe» schriftlich zu addieren,<br />

subtrahieren und multiplizieren. Und immer hat es welche,<br />

die jahrelang kaum sichtbare Fortschritte machen, bis es<br />

unversehens einen Sprung vorwärtsgeht.<br />

Heilpädagogik, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie<br />

– da wird geübt, Erfahrungen gemacht, kommuniziert,<br />

gelacht, erlebt und zusammen gelernt. Heute gibt’s Musikunterricht,<br />

morgen geht’s ins Konzert, und übermorgen<br />

findet eine Theateraufführung statt, bei der alle Schüle ­<br />

r innen und Schüler, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

mitwirken.<br />

Esther Pfenninger, Gesamtleitung Schulen<br />

40 Jahre Heilpädagogische Schule Zürich (HSZ)<br />

Vernissage zur Ausstellung der Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler 6. April 2013<br />

Standaktionen Schwamendingerplatz 11./16. April 2013<br />

Ausstellung Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler 17./18. April 2013<br />

Zirkusvorstellung für Schülerinnen, Schüler der HSZ und Angehörige 21. September 2013<br />

Philosophisches Referat für geladene Gäste 21. November 2013


6 Bereich Schulen<br />

Zum Jubiläum der Heilpädago gischen Schule Zürich<br />

1973 gründete die Regionalgruppe Zürich (<strong>RGZ</strong>) des Elternvereins<br />

<strong>cerebral</strong> Gelähmter etwas, das es bisher nicht<br />

gegeben hatte: eine Schule für Kinder mit so schweren<br />

und mehrfachen Behinderungen, dass sie weder von<br />

einer Schule für Kinder mit einer geistigen noch von einer<br />

Schule für Kinder mit körperlichen Behinderungen aufgenommen<br />

wurden. Das wollte die <strong>RGZ</strong> ändern. So belegten<br />

wir in der ersten Pionierzeit für unsere 12 bis 15<br />

Schulplätze zuerst eine, dann zwei enge, notdürftige<br />

Wohnungen in Höngg. Die Betontreppen zur Strasse führten<br />

im Freien hoch und waren so steil, dass wir die Kinder<br />

kaum hochtragen konnten. Im Winter drohten wir auf<br />

dem Gartenweg zwischen den beiden Wohnungen auf<br />

dem Glatteis auszurutschen.<br />

«Die Idee des Mischkonzepts<br />

und der Interdisziplinarität<br />

wird täglich in die Tat umgesetzt.»<br />

Isabel Ebnöther, Vizepräsidentin des <strong>Stiftung</strong>srates<br />

und ehemalige Gesamtleitung Schulen<br />

Das war in Zürich ein Novum: eine Schule für Kinder,<br />

deren Eltern bisher keine andere Wahl hatten, als sie ausschliesslich<br />

ambulant mit Einzeltherapien zu fördern oder<br />

sie in ein Wocheninternat zu geben. Unter unseren ersten<br />

Kindern konnte kaum eines sprechen oder gar gehen.<br />

Um diesen engen Kreis von Kindern mit schwersten<br />

auch für solche mit leichteren Behinderungen zu öffnen,<br />

lancierte die <strong>RGZ</strong> 1993 gemeinsam mit der Bildungsdirektion<br />

des Kantons Zürich eine Kampagne zur Durchmischung<br />

unserer Schülerschaft und zur Regionalisierung<br />

des Einzugsgebiets.<br />

«Mischkonzept» nannten wir unsere spezifische Struktur<br />

der Klassenbildung, die bis heute für ein aktives Schulleben<br />

und gegenseitigen Ansporn sorgt: Kinder einer<br />

Altersgruppe mit sehr unterschiedlichen Behinderungen<br />

bilden je eine Klasse. Zur optimalen Förderung erhält jedes<br />

einzelne Kind neben dem individuell angepassten Schulstoff<br />

auch eine ganze Reihe spezifischer Einzeltherapien:<br />

Physiotherapie, Ergotherapie und/oder Logopädie. Da r­<br />

über hinaus besteht zur Entlastung der Eltern ein ausserschulisches<br />

Programm jenseits von Unterricht und<br />

Therapie.<br />

Ein Kind steht auf<br />

1991 zeigte das Konzept, was in ihm steckt. Joëlle, die<br />

damals vierjährige Tochter des heutigen <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong>srats-Mitglieds<br />

Andreas Simonett, konnte beim Eintritt in<br />

die HSZ bereits selbständig gehen. Als erstes Kind seit<br />

langem in unseren Räumen – und weitere folgten, nicht<br />

zuletzt dank der Unterstützung durch die schon seit 1969<br />

bestehende Frühberatungsstelle für Kinder der <strong>RGZ</strong> in<br />

Zürich. Joëlle war unsere Schlüsselerfahrung. Sie gab das<br />

Signal. Bald förderten, therapierten und schulten wir eine<br />

beträchtliche Zahl von Kindern mit den unterschiedlichsten<br />

Behinderungen. Mit Erfolg, wie sich bald zeigen<br />

sollte. Rasch wurden wir für «Kinder mit hohem Förderund<br />

Therapiebedarf» zur Heilpädagogischen Schule der<br />

ersten Wahl – und wuchsen über die Kapazitäten in<br />

un serem Höngger Wohnhaus hinaus.<br />

Eine neue Ära<br />

1996 konnten wir in unsere heutigen Räume an der<br />

Winterthurerstrasse 563 in Schwamendingen umziehen.<br />

Raus aus der Wohnung, hinein in eine «richtige» Schule<br />

mit Kindergarten, Unter-, Mittel- und Oberstufe. Endlich<br />

waren wir voll rollstuhlgängig. Wie jeder Besucher gleich<br />

feststellt, erfüllt der Ort unsere Ansprüche bis heute –<br />

wenngleich es schon wieder eng wird . . . Im Sinne unseres<br />

Mischkonzepts gewannen wir vermehrt auch leistungsstärkere<br />

Kinder, damit alle zusammen vom ersten<br />

Tag an lernen, was es bedeutet, anders zu sein, und mit<br />

anderen zu spielen, zu lernen, zu arbeiten und Konflikte<br />

zu lösen. Im Unterschied zu bisher konnten wir unsere<br />

Mädchen und Buben nun nicht mehr nur bis 10, sondern<br />

bis zur Integration in die Berufswelt, bis 18 ausbilden.<br />

Dielsdorf<br />

Weil die Warteliste der HSZ rasch länger wurde, eröffnete<br />

die <strong>RGZ</strong> 1990 auf Wunsch der Bildungsdirektion im Zürcher<br />

Unterland eine zweite Schule: die Heilpädagogische<br />

Schule Dielsdorf, kurz HSD. Das gleiche Konzept der<br />

Durchmischung, die gleiche Trägerschaft, der gleiche Auftrag<br />

und das gleiche Leitbild bewährten sich auch hier,<br />

mit kleinen Nuancen, die sich aus den Rahmenbe dingungen<br />

ergaben. Mit heute 30 Kindern, 4 Klassen und 21<br />

Vollzeitstellen ist der Rahmen etwas familiärer geblieben.<br />

Zudem sorgten wir in Dielsdorf von Anfang an für die<br />

gewünschte Durchmischung. Das ist auf den ersten Blick<br />

erkennbar: Da sind mehr Fussgänger unterwegs, die Hilfsmittel<br />

in den Korridoren sind weniger zahlreich, und in<br />

den Klassenzimmern braucht es keine Betten. Für alle<br />

besonders erfreulich: In Dielsdorf gibt’s für die Pausen<br />

einen grosszügigen Garten.


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Bereich Schulen 7<br />

Kinder, denen manches etwas schwerer fällt, haben auch einfachste Dinge mühsam zu erlernen. Umso mehr freuen sie sich, wenn etwas<br />

gelingt: Jawohl, so hält man Dinge mit den Lippen fest, und so sagt man «mmmm».<br />

Auffallend in Dielsdorf ist auch das jüngere Team. Es<br />

hat sich 2011 aus einem grösseren Wechsel ergeben.<br />

Seither trägt Angela Rüegg, Stellvertreterin Schulleitung<br />

HSD, ihre zehnjährige Erfahrung bei der HSZ hinüber nach<br />

Dielsdorf. Engagiert und hochmotiviert, sind die neuen<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran, eine frische,<br />

wegweisende Schulkultur aufzubauen. Die «Fachstelle für<br />

Schulbeurteilung» hat <strong>2012</strong> der ganzen Schule ein «Gütesiegel»<br />

jenseits von Fehl und Tadel verliehen.<br />

Zu verdanken ist dieses erfolgreiche Schulmodell<br />

einer innovativen, lösungsorientierten Trägerschaft, der<br />

Unterstützung der Bildungsdirektion, vielen mutigen Eltern<br />

und noch mehr engagierten Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeitern. Sie alle setzen die Idee des Mischkonzepts<br />

und der gelebten Interdisziplinarität tagtäglich in die Tat<br />

um. Ein besonderes Verdienst kommt dabei Babs Noll zu,<br />

der Stellvertreterin Schulleitung HSZ. Seit 1988 wirkt sie<br />

an der HSZ als prägende Instanz und sorgt für Kontinuität.<br />

Sie verkörpert den offenen Geist der Schule und deren<br />

ganz eigene Schulkultur, und sie steht ein für das Mischkonzept<br />

und sorgt dafür, dass dieses auch von neuen<br />

Schulleitungen und Mitarbeitenden getragen wird.<br />

Isabel Ebnöther, Vizepräsidentin des <strong>Stiftung</strong>srates<br />

und ehe malige Gesamtleitung Schulen<br />

«Gras wächst nicht schneller,<br />

wenn man daran zieht.»<br />

An dieses afrikanische Sprichwort denke ich oft, wenn<br />

ich unsere Kinder beim Lernen begleite. Ja, Lehren kann<br />

man es nur bedingt nennen. Es ist eher eine Bereitschaft,<br />

den Lernwillen wahrzunehmen und die Möglichkeiten<br />

zur Selbstbestimmung nach Kräften zu unterstützen,<br />

und zwar über die Farbauswahl von Papier und<br />

Stiften hinaus.<br />

Was auffällt bei unseren Kindern, sind die oft grossen<br />

Diskrepanzen zwischen emotionaler und sozialer Entwicklung.<br />

Dabei verstehen wir es als unsere Aufgabe,<br />

Lernangebote zu schaffen, die für die individuelle Entwicklung<br />

förderlich sind, aber auch einigermassen dem<br />

Lebensalter entsprechen. Wenn unsere Kinder eine<br />

gangbare Brücke in ein mehr oder weniger unabhängiges<br />

Erwachsenenalter finden, ist jedem Kind wie der<br />

ganzen Gesellschaft gedient. Das kann uns oft, aber<br />

nicht in jedem Fall gleich gut gelingen. Wachsen etwa<br />

alle Grashalme gleich schnell, und wachsen alle gleich<br />

hoch<br />

Antje Rüesch, Heilpädagogin HSD


8 Bereich Erwachsene<br />

Vom hohen Anspruch, Erträge zu erwirtschaften<br />

In der Werkstätte Rauti in Zürich Altstetten finden<br />

92 Erwach sene individuelle Möglichkeiten für<br />

eine sinnvolle Be schäf tigung in der Produktion<br />

oder in einer Kreativ-Werkstatt.<br />

Zudem bietet die <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> Erwachsenen mit Behinderung<br />

im Wohnheim Loomatt in Stallikon 31 Wohnplätze<br />

sowie ein Atelier mit vier bis sechs Arbeitsplätzen. Weitere<br />

vier Wohn- und sieben Beschäftigungsplätze für eine<br />

Tagesstruktur bestehen im Haus Riedenhalden in Zürich<br />

Affoltern. Dazu kommt nicht zuletzt eine Tagesförderstätte<br />

in Zürich Schwamendingen für 16 Erwachsene mit<br />

einer geistigen oder mehrfachen Behinderung.<br />

Unser erstes Anliegen ist es, jedem unserer Erwachsenen<br />

einen individuellen, möglichst sinnvoll ausgefüllten<br />

Alltag zu bieten: sei es mit Arbeit, mit Förderung oder<br />

mit Angeboten, sich zu verweilen. Etwas leisten für die<br />

Gesellschaft und in freier Zeit nach den eigenen Vorstel­<br />

«Unser erstes Anliegen ist es,<br />

jedem unserer Erwachsenen<br />

einen individuellen, möglichst<br />

sinnvoll ausgefüllten Alltag<br />

zu bieten.»<br />

Daniel Flueler, Gesamtleitung Erwachsene<br />

lungen zu leben: Beides braucht jeder Mensch für sein<br />

emotionales Gleichgewicht. Beides ist heute ein begehrtes<br />

Gut, und besonders begehrt ist Wohnraum für Erwachsene<br />

mit einer Behinderung.<br />

Es freut uns, dass wir mit unseren beiden Wohnstätten<br />

stets voll ausgelastet sind und das kantonsweit<br />

schmale Angebot erweitern. Dabei wirtschaften wir weitgehend<br />

selbsttragend: nicht zuletzt dank grosszügigen<br />

Spenden von Kirchgemeinden, Gemeinden und anderen<br />

Sponsoren.<br />

Kreativ-Werkstatt mit Handarbeiten<br />

«made in Switzerland»<br />

Nicht alle unsere Klienten in der Werkstätte Rauti sind in<br />

der Lage, mit einer beruflichen Tätigkeit zu ihrem Lebensunterhalt<br />

beizutragen. Sie brauchen eine individuell angepasste<br />

Tagesstruktur mit fast permanenter Betreuung<br />

bei der Fortbewegung, beim Essen und in der Körperpflege.<br />

In unserer Kreativ-Werkstatt sowie in der Tagesförderstätte<br />

betreuen wir zurzeit insgesamt 55 Erwachsene,<br />

von denen einige aufgrund ihrer Behinderung ihre<br />

Tage fast ausschliesslich liegend verbringen. Andere<br />

suchen Anregung bei haptischen Erfahrungen, bei Spaziergängen,<br />

musischen und kreativen Erlebnissen, helfen<br />

mit, Verkaufsgegenstände herzu stellen, oder sie zeichnen<br />

stundenlang Bilder, die wir zur Ver schönerung unserer<br />

Verpackungen benötigen.<br />

Die eindrücklichsten kreativen Arbeiten sind bei uns<br />

im «Rautilädeli» ausgestellt. Wenn es uns gelingt, sie über<br />

ein weiteres Netzwerk in eine grössere Öffentlichkeit zu<br />

tragen, kommen wir unserem Ziel, verborgene Werte<br />

dieser unserer Klientinnen und Klienten der Gesellschaft<br />

erlebbar zu machen, einen Schritt näher. Sponsoren mit<br />

einem Herz für das Schöpferische sind gefragt.


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Bereich Erwachsene 9<br />

Menschen mit Behinderung<br />

arbeiten gern. Für die Gesellschaft<br />

Mehrwert zu erbringen, erfüllt sie<br />

mit Stolz.


10 Bereich Erwachsene<br />

Im Team arbeiten, Freundschaften pflegen und selbständig leben, so gut es geht<br />

Produktions-Werkstatt:<br />

Wir freuen uns auf Ihren Auftrag<br />

Eine Mehrzahl unserer Erwachsenen in der Werkstätte<br />

Rauti hat allen ihren Behinderungen zum Trotz während<br />

der Kindheit und Jugend gelernt, produktiven Tätigkeiten<br />

nachzugehen. Sie arbeiten ausdrücklich gern und sind<br />

stolz darauf, in der Rauti arbeiten zu dürfen. In der Regel<br />

verbringen sie täglich die Zeit zwischen 7.30 und 16.30<br />

Uhr in der Werkstätte Rauti. Doch nicht allen ist es möglich,<br />

die ganze Zeit über wirtschaftlich produktiv tätig zu<br />

sein.<br />

Gemäss Leistungsvereinbarungen mit dem Kanton<br />

sind wir verpflichtet, Kundenaufträge zu übernehmen,<br />

um damit Erträge zu erzielen, die höher liegen als die<br />

Löhne unserer arbeitenden Klienten. Insofern verstehen<br />

wir uns als eine Art KMU, und wir alle sind mächtig stolz,<br />

im Berichtsjahr über 400 000 Franken Umsatz erzielt zu<br />

haben. Doch eine Kostendeckung ist damit noch nicht<br />

erzielt. Sie erweist sich im heutigen Wettbewerb nicht<br />

nur als unmöglich, sondern als immer unmöglicher.<br />

Handarbeit ist unsere Stärke<br />

Einfache, repetitive Verrichtungen, die unsere Stärke ausmachen,<br />

wandern zusehends ab nach China und in<br />

andere Billiglohnländer. So ist uns beispielsweise die Reinigung<br />

der Kopfhörer in den Passagierräumen der Swiss<br />

verlorengegangen. Die verbliebenen Aufträge kommen<br />

sehr unregelmässig und kurzfristig herein. Weil das nicht<br />

nur uns so geht, entwickelt sich um die geeigneten Arbeiten<br />

ein zunehmender Wettbewerb zwischen den Hilfswerken,<br />

die sich genauso wie wir mit Arbeit verdient<br />

machen möchten. Das heisst ganz praktisch: Arbeiten,<br />

die einst fast von selber anfielen, müssen unsere Werkmeister<br />

heute aktiv akquirieren. Zum Beispiel gehen sie<br />

von einer mechanischen Werkstätte zur anderen, um auf<br />

unser Angebot, unsere Kompetenz und Leistungskraft<br />

hinzuweisen. Umso mehr freuen wir uns über jeden Auftrag<br />

– ganz einfach aus Freude an der Arbeit, aber auch<br />

weil uns der weltweite Strukturwandel zusetzt.


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Bereich Erwachsene 11<br />

Spezialisiert auf zuverlässige, sorgfältige Handarbeiten,<br />

offerieren wir eine breitere Angebotspalette, als man<br />

gemeinhin denkt: falzen, nähen, kleben; drehen und fräsen<br />

mit CNC-Maschinen, Einzelteile bauen, Kundengeschenke<br />

verpacken, Mailings in grosser Stückzahl zusammenstellen,<br />

Gruss- und Weihnachtskarten von Hand<br />

fertigen. Fast alles ist möglich. Dazu kommen Dienstleistungen<br />

wie Botengänge, Aufräum- und Reinigungsarbeiten.<br />

Was es auch sei, wir liefern stets termingerecht<br />

und zu fairen Preisen. Beispiele gewünscht Gerne nutzen<br />

wir die Gelegenheit, einigen unserer Stammkunden<br />

zu danken.<br />

Die Buchbinderei Steinegger AG im Haus bringt uns<br />

immer wieder Falt- und Konfektionierungsarbeiten.<br />

Die Fotografin Annemarie Oerer der Firma<br />

fotoeigenArt gmbh lässt ihre Verpackungsböxli<br />

bei uns falzen – eine Arbeit, die einiges an Fingerspitzengefühl<br />

verlangt.<br />

Für die Schweizer Vermögensverwaltungs-Gesellschaft<br />

Partners Group in Baar ZG konfektionieren, verpacken<br />

und adressieren wir regelmässig über<br />

Tausende von Kundengeschenken, bestehend aus<br />

je einem guten Dutzend Teilen.<br />

Die Progressus AG, eine Spezialistin für Lenkrollen,<br />

fordert uns immer wieder mit der Herstellung von<br />

komplexen mechanischen Dreh- und Fräsarbeiten.<br />

Im Auftrag des Silvesterlaufs Zürich lässt die Lafranchi<br />

Sports & Events GmbH bei uns das «Bhaltis» kon fektionieren,<br />

das die Läufer mit der Startnummer<br />

erhalten.<br />

Für den Spiegelschrankhersteller Schneider AG<br />

ver packen wir Dübel und Schrauben in grossen Serien.<br />

Gewiss, Entschleunigung liegt uns näher als Tempo. Kurzfristige<br />

Aufträge fordern uns heraus, doch mit unseren<br />

vielen Händen liefern wir stets pünktlich auf Termin. Um<br />

im Wettbewerb bestehen zu können, legen wir gerade als<br />

sogenannte Behinderten-Werkstätte besonderen Nachdruck<br />

auf Qualität und Zuverlässigkeit. Selbst in den<br />

Hochdruckwochen kurz vor Weihnachten versprechen<br />

wir unseren Kunden: 999 von 1000 Stück sind tadellos.<br />

Am letzten Promille arbeiten wir: zum Beispiel, indem wir<br />

mit Präzisionswaagen prüfen, ob die Zusammenstellung<br />

eines Mailings bis aufs letzte Blatt stimmt.<br />

Käufer das gute Gefühl, etwas Gutes zu kaufen. Doch für<br />

ein kostendeckendes Angebot, wie es von uns verlangt<br />

wird – und wie auch wir es von uns verlangen –, sind<br />

Ideen gefragt. Ideen wie unser «Pocket-Böögg» aus dem<br />

Jahr 2010. Von seinem Geburtstag an feiert er permanente<br />

Erfolge. Für satte 78 Franken konnten wir bisher<br />

über 3000 Stück dieser kleinen Feuerwerke mit Knalleffekt<br />

«made in Switzerland» verkaufen.<br />

Eigene Produkte machen uns unabhängiger von den<br />

starken Schwankungen der Fremdaufträge und verleihen<br />

der Werkstätte Rauti Profil. Gewiss, wir haben noch Projekte<br />

in der Schublade. Aber solange uns der Dauerkampf<br />

um Kostendeckung und die administrativen Umtriebe in<br />

Atem halten, mangelt es uns nicht nur an Geld, sondern<br />

auch an Zeit für die Entwicklung eines nächsten Kassenschlagers<br />

und der Entwicklung der nötigen Hilfsmittel<br />

dazu. Lassen Sie sich einmal von einem Klienten mit einer<br />

Hemiplegie (halbseitige Lähmung) zeigen, wie er einhändig<br />

ein Weihnachtspaket schnürt. Mit individuell auf seine<br />

Behinderung ausgerichtetem Hilfswerkzeug bringt er<br />

verblüffende Dinge zustande. So verschieden die Beeinträchtigungen<br />

in der Werkstätte Rauti sind, so vielfältig<br />

sind die Möglichkeiten, die wir für sinnvolle Beschäftigungen<br />

entwickeln.<br />

Daniel Flueler, Gesamtleitung Erwachsene<br />

Das «Rautilädeli»<br />

Sie finden unsere Räumlichkeiten im Industriegebäude<br />

gleich am Rande des ehemaligen Zollfreilagers. Hier verkauft<br />

die Kreativ-Werkstatt des Bereichs Erwachsene<br />

ihre Eigenprodukte. Schauen Sie sich um, und fragen Sie<br />

nach Servietten, Postkarten und anderen kunsthandwerklichen<br />

Hand arbeiten «made in Switzerland».<br />

Erfolg mit eigenen Produkten<br />

Der weltweit schärfere Wind, der uns allen in der Wirtschaft<br />

von China bis ins Internet entgegenweht, verlangt,<br />

dass auch wir in der Werkstätte Rauti uns in der veränderten<br />

Umwelt neu orientieren, hin zu einer neuen Haltung,<br />

zu neuen Angeboten und neuen Fertigkeiten. Hin zu<br />

Eigenleistungen also. Fragt sich nur, was für welche das<br />

sind. Mit sogenannten Jööh-Produkten von einst werden<br />

auch wir kaum mehr genügend Herzen erweichen. Dass<br />

Menschen mit Behinderung unsere Arbeiten vollbringen,<br />

ist und bleibt zwar bewundernswert. Es vermittelt dem


12 Bereich Frühberatung und Therapie<br />

Siebenmal höhere Leistungsansprüche in der Therapie In unseren<br />

sieben Frühberatungs- und Therapiestellen finden die<br />

Eltern eine Anlaufstelle bei Fragen rund um die Ent wicklung<br />

ihres Kindes. Zur Abklärung, Therapie und Heilpädagogischen<br />

Früherziehung bei eventuellen Auffälligkeiten erhalten Jahr<br />

für Jahr über 2000 Kinder so viel Unterstützung wie nötig, aber<br />

nicht mehr, als sinnvoll.<br />

Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen und Kinder<br />

mit Behinderung brauchen eine besondere Förderung.<br />

Je früher, desto besser. Unsere Heilpädagoginnen, Logopädinnen,<br />

Ergo- und Physiotherapeutinnen unterstützen<br />

Kinder und Eltern schon beim allerersten Verdacht einer<br />

Auffälligkeit in der Entwicklung. Fragen Sie unsere <strong>RGZ</strong><br />

Frühberatungs- und Therapiestellen in Bülach, Dietikon,<br />

Horgen, Pfäffikon SZ, Wetzikon, Zumikon und Zürich.<br />

Es ist rundum unbestritten und anerkannt: Die <strong>RGZ</strong>-<br />

<strong>Stiftung</strong> leistet hervorragende Arbeit, genauso viel, wie in<br />

jeder einzelnen Situation benötigt wird, und immer wieder<br />

auch darüber hinaus. Dank Empfehlung von Eltern,<br />

Lehrern und Ärzten gewinnen wir das Vertrauen stets<br />

neuer, wachsender Klientenkreise. Doch bei allen Erfolgen<br />

in der Heilpädagogischen Früherziehung und Therapie<br />

sehen wir uns vor allem durch administrative und<br />

finanzielle Herausforderungen zunehmend bedrängt.<br />

Zwischen Physiotherapeutenverband<br />

und Versicherungen<br />

Zwischen dem Physiotherapeutenverband, bei dem auch<br />

unsere Physiotherapeutinnen Mitglied sind, und den<br />

Versicherern, die zur Zahlung unserer Rechnungen verpflichtet<br />

sind, herrscht ein vertragsloser Zustand. Das<br />

verursacht nicht nur einen beträchtlichen administrativen<br />

Aufwand. Darüber hinaus verzögert es auch die Zahlungen<br />

und belastet unser Konto auf kaum erträgliche<br />

Dauer, weil unsere Rechnungen den umständlichen, unsicheren<br />

und zeitverzögernden Umweg über die Eltern zu<br />

nehmen haben.<br />

Dringende Wünsche an die Versicherer<br />

und den Kanton<br />

Mindestens genauso belastend wie der vertragslose<br />

Zustand mit den Versicherungen ist der seit Jahren gleiche<br />

Taxpunktwert. Der Kanton hat den Auftrag bekommen,<br />

diesen neu festzusetzen, doch bis heute ist dies<br />

nicht geschehen. Rund 15 Jahre sind seit den letzten Anpassungen<br />

verstrichen. Unterdessen sind nicht nur Preise<br />

und Löhne, sondern auch die Ansprüche an unsere Therapeutinnen<br />

und Therapeuten gestiegen. Für unsere Erfordernisse<br />

in der Arbeit mit Kindern sind die Vergütungen,<br />

die wir für eine Physiotherapieeinheit erhalten, sehr<br />

knapp bemessen, und Elterngespräche, welche Grundbestandteil<br />

einer qualitativ hochwertigen Kinderphysiotherapie<br />

sind, werden gar nicht vergütet. So sind wir genötigt,<br />

Leistungen zu erbringen, die durch die Kostenträger<br />

kaum je gedeckt werden. Das droht die Therapeutinnen<br />

und das Arbeitsklima in den Therapiestellen zunehmend<br />

zu belasten – und sprengt das Budget nun schon seit Jahren.<br />

Dass die Qualität der Arbeit darunter bis heute kaum<br />

leidet, hat mich bei meinem Amtsantritt im Juli tief beeindruckt:<br />

Hochmotiviert stellen unsere Mitarbeiterinnen<br />

das Wohl jedes einzelnen Kindes in den Mittelpunkt ihrer<br />

Tätigkeit. Doch zweifellos wird sich die Geduld unserer<br />

Christian Lüder<br />

Seit Juli <strong>2012</strong> leitet Christian Lüder (geb. 1972) den Bereich<br />

Frühberatung und Therapie. Vor seinem Wechsel<br />

zur <strong>RGZ</strong> war er Leiter des Bereichs Therapie am Stadtspital<br />

Triemli in Zürich.<br />

Christian Lüder ist ausgebildeter Physiotherapeut mit<br />

Abschluss in Kinderphysiotherapie nach den beiden führenden<br />

Methoden Bobath und Vojta. An der Hochschule<br />

Luzern hat er einen Master im Management Gesundheitswesen<br />

und soziale Dienste erworben.<br />

Nach zehn Jahren Arbeit im sozialpädiatrischen Zentrum<br />

mit Heilpädagogischer Schule des Gemeinschaftswerks<br />

für Behinderte in Landstuhl (Deutschland) wurde<br />

Christian Lüder stellvertretender Leiter Physiotherapie<br />

im Rehabilitationszentrum des Kinderspitals Zürich in<br />

Affoltern am Albis.<br />

Christian Lüder ist verheiratet und hat vier Kinder,<br />

darunter ein angenommenes mit einer geistigen Behinderung.


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Bereich Frühberatung und Therapie 13<br />

Horgener Kinderfest: Beim Parcours<br />

über die unterschiedlichen<br />

Oberflächen üben die kleinen<br />

Gäste Konzentration und taktile<br />

Wahrnehmung.


14 Bereich Frühberatung und Therapie<br />

Administrative Aufgaben<br />

Wie in vielen anderen Branchen sehen wir uns – elektronische<br />

Datenverarbeitung und Vernetzung hin oder her –<br />

mit immer mehr administrativer Arbeit belastet. Potenzial<br />

zur Verbesserung erkennen wir vorerst in der<br />

Prozess entwicklung sowie in der Vereinfachung bestehender<br />

Prozesse. Unter anderem planen wir eine elektronische<br />

Agenda zur Verknüpfung von Terminvereinbarungen<br />

und Leistungserfassung.<br />

Vereinfachungen erkennen wir auch in einer Stärkung<br />

der Gemeinsamkeiten zwischen den sieben Frühberatungs-<br />

und Therapiestellen. Vereinheitlichte Abläufe können<br />

den administrativen Aufwand eindämmen – und so<br />

den Therapeutinnen und Therapeuten mehr Energie und<br />

Zeit für eine Therapie gemäss dem individuellen Charakter<br />

der Kinder gewähren.<br />

«Es herrscht eine Atmosphäre<br />

des Aufbruchs und des Willens,<br />

jede Situation zur Optimierung<br />

des Bestehenden zu nutzen.»<br />

Christian Lüder, Gesamtleitung Frühberatung und Therapie<br />

Mitarbeiterinnen nicht endlos weiterstrapazieren lassen.<br />

Ob und wann wir gemeinsam mit anderen Institutionen<br />

eine Verbesserung der physiotherapeutischen Vergütung<br />

erzielen, steht in den Sternen. Ganz klar aber halten wir<br />

fest, dass unser Defizit die Erfolgsrechnung jedes Jahr<br />

stärker belastet. Zu erklären ist das unter anderem auch<br />

durch die krasse Unterdeckung unserer physiotherapeutischen<br />

Leistungen. Solange das so bleibt, ist unsere<br />

Arbeit unabdingbar von Spenden abhängig.<br />

Teamarbeit<br />

Das Potenzial und die Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter bestätigen mich in meiner<br />

Zuversicht, das neue Jahr erfolgreich anzupacken. Es<br />

herrscht eine Atmosphäre des Aufbruchs und des Wil ­<br />

lens, jede Situation zur Optimierung des Bestehenden zu<br />

nutzen.<br />

Besonders erwähnt sei meine Amtsvorgängerin Doris<br />

Konrad Häni. Nach über 20 Jahren im Dienst der <strong>RGZ</strong> hat<br />

sie sich ihren Ruhestand mehr als verdient. In schwierigen<br />

Zeiten hat sie sehr viel bewegt und sich bewährt: etwa<br />

beim Übergang von der Invalidenversicherung (IV) zum<br />

Kanton als Leistungsträger von sonderpädagogischen<br />

Leistungen. Darüber hinaus hat sie eine Kultur entwickelt,<br />

die das ganze Team bis heute beseelt. Dass sie sich vier<br />

Wochen Zeit genommen hat, mich in meine Arbeit einzuführen,<br />

hat mir manche Erkenntnis gebracht und ebenso<br />

manche Erfahrung erspart. Für diese Übergabe ihrer Ämter<br />

sei ihr ein besonderes Kränzchen gewunden. Doris<br />

Konrad Häni war für mich ein gutes Omen. Sie dient mir<br />

als Beispiel für meine eigene Haltung bei der <strong>RGZ</strong>.<br />

Aufbruch in neue Räume<br />

Als letzte der sieben Frühberatungs- und Therapiestellen<br />

nimmt nun auch diejenige in Wetzikon Abschied von den<br />

Räumen der Pionierzeit. Um nahe bei den Klienten zu<br />

sein, gehörte es zur Politik der <strong>RGZ</strong>, sich in Wohnungen<br />

von Wohnsiedlungen einzumieten. Das hat wesentlich zur<br />

Verankerung der <strong>RGZ</strong> in der Bevölkerung und zur Integration<br />

von Kindern mit Entwicklungsverzögerung beigetragen.<br />

Heute verlangen andere Kriterien andere Lokalitäten.<br />

So wird die «Züglete» der Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle Wetzikon zu einem wegweisenden Schritt.<br />

Anfang April ist es so weit: Stellenleiterin Gabriele Kanzler<br />

zieht mit ihren Mitarbeiterinnen aus den drei bisherigen<br />

Mietwohnungen hinüber an die Buchgrindelstrasse 9.<br />

Das ehemalige Industriegebäude von Reichle & De Mas­<br />

Frühberatungs- und Therapiestellen, Anzahl betreute Kinder<br />

<strong>RGZ</strong> Therapiestelle für Kinder, Bülach 281 (224)<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder, Dietikon 322 (306)<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder, Zumikon 210 (204)<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder, Horgen 259 (235)<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder, Pfäffikon SZ 531 (518)<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder, Wetzikon 287 (293)<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungsstelle für Kinder, Zürich 130 (114)<br />

(Vorjahreszahlen in Klammern)


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Bereich Frühberatung und Therapie 15<br />

Bei manchen Formen der Behinderung kann eine früh begonnene Therapie erstaunliche Erfolge bringen.<br />

sari befindet sich genau an der Nahtstelle zwischen<br />

Wohn- und Industriequartier und bewahrt damit die altbewährten,<br />

nachbarschaftlichen Vorzüge.<br />

540 Quadratmeter zu einem sehr fairen Mietzins, und<br />

das auf ein und derselben Ebene: Das sind beste Voraussetzungen,<br />

um die internen Arbeitswege zu verkürzen<br />

und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern.<br />

Nicht zuletzt leisten die grossen, hellen und freundlichen<br />

Räume ihren Beitrag an eine wohltuende Stimmung unter<br />

den Mitarbeiterinnen und Kindern.<br />

Doch obwohl ein ganzes Bündel von Verbesserungen<br />

für alle Beteiligten langfristig beträchtliche Vorteile bringt,<br />

sind die annähernd CHF 600 000 Investitionskosten mehr,<br />

als wir uns leisten können.<br />

Christian Lüder, Gesamtleitung Frühberatung und Therapie<br />

Spenden<br />

Trotz bestem Willen unsererseits erweisen sich Heilpädagogische<br />

Früherziehung und Physiotherapie Jahr für<br />

Jahr als Hauptverursacher unseres Defizits. Der Fehlbetrag<br />

umfasste auch <strong>2012</strong> rund 400 000 Franken. Einmal<br />

mehr vertrauen wir auf unsere zahlreichen Spender.<br />

Schön, wenn auch wieder einige neue dazukommen.<br />

Unser Dank ist ihnen im Voraus gewiss.<br />

Hereinspaziert, meine Damen<br />

und Herren…<br />

Am 1. September <strong>2012</strong> hiess es in der Frühberatungsund<br />

Therapiestelle Horgen: Manege frei für Zauberer,<br />

Tiger und Dompteure. Das alljährliche Kinderfest im<br />

Park der Villa Stünzi wurde dieses Jahr als Zirkusaufführung<br />

gefeiert. Das begeisterte nicht nur die Horgener<br />

Mädchen und Buben, sondern auch Mamis<br />

und Papis, Brüder, Schwestern und Freunde. An<br />

diesem besonderen Tag können gut 40 kleine Artistinnen<br />

und Artisten mit ihren mehr oder weniger<br />

schweren Behinderungen und Entwicklungsverzögerungen<br />

zeigen, wozu sie fähig sind und was sie im<br />

vergangenen Jahr gelernt haben. In der Manege zeigen<br />

sie ihre Geschicklichkeit mit Reifen und Bällen,<br />

gaukeln Tricklein vor oder verwandeln sich in Feen,<br />

Seeräuber und Schmetterlinge.<br />

Was so unbeschwert heiter daherkommt, macht<br />

tieferen Sinn. Einmal im Jahr geniessen unsere Kinder<br />

das Erfolgserlebnis, mit ihren Stärken und<br />

Schwächen in der Öffentlichkeit zu bestehen. Anerkannt,<br />

ja bewundert zu werden, ist schliesslich für<br />

das Glück und das Selbstvertrauen eines jeden<br />

Menschen unabdingbar.


16 oRGANISATIon<br />

Organigramm der <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong><br />

<strong>Stiftung</strong>srat<br />

Kontakte, Behörden,<br />

Mittelbeschaffung<br />

<strong>Stiftung</strong>sausschuss<br />

Willy Theilacker<br />

Bereich<br />

Frühbe ratung<br />

und Therapie<br />

Bereich<br />

Schulen<br />

Bereich<br />

Erwachsene<br />

Bereich Personelles<br />

und Öffentlichkeit,<br />

Finanzen<br />

Christian Lüder<br />

Esther Pfenninger<br />

Daniel Flueler<br />

Gabriele Rua<br />

Bülach<br />

Sigrid Schwarz-Hertlein<br />

HPS Zürich<br />

Esther Pfenninger<br />

Ressort Arbeit<br />

Marco Britt<br />

Dietikon<br />

Hannah Nora Egli<br />

HPS Dielsdorf<br />

Esther Pfenninger<br />

Ressort Tagesstätten<br />

Marc Herpers**<br />

Zumikon<br />

Christian Lüder*<br />

Ressort Wohnen<br />

Bettina Berger<br />

Horgen<br />

Elisabeth Gubler<br />

Ressort Interne<br />

Dienstleistungen<br />

Christian Martin<br />

Pfäffikon SZ<br />

Dagmar Drees<br />

Wetzikon<br />

Gabriele Kanzler<br />

Zürich<br />

Simone Dätwyler**<br />

* Ad interim<br />

** Seit 1.1.2013


gz jahresbericht <strong>2012</strong> oRGANISATIon 17<br />

Zusammensetzung des <strong>Stiftung</strong>srates<br />

Willy Theilacker* Schönenberg<br />

Präsident<br />

Inhaber Theilacker & Partner AG<br />

Vater eines Sohnes mit Behinderung<br />

Dr. Gilles Avolio Herrliberg<br />

Avolio Lüscher & Partner AG<br />

Bruno Baur* Oberrieden<br />

Experte in Rechnungslegung<br />

und Controlling<br />

Prof. Dr. Eugen Boltshauser*<br />

Männedorf, Kinderneurologe<br />

Isabel Ebnöther* Zürich<br />

Vizepräsidentin<br />

Dipl. Heilpädagogin<br />

Marie-Therese Fasser Zürich<br />

Präsidentin Vereinigung Cerebral<br />

Zürich<br />

Marcel Kaiser Wettswil<br />

Landwirt<br />

Mitglied des Zentralvorstandes<br />

der Vereinigung Cerebral Schweiz<br />

Vater einer Tochter mit Behinderung<br />

Susanne Lurati Uster<br />

Mutter einer Tochter mit<br />

Behinderung<br />

Erhard Oberli Castel San Pietro<br />

Geschäftsführer Argor Heraeus SA<br />

Vater eines Sohnes mit Behinderung<br />

Andreas Simonett* Zürich<br />

Simonett & Partner<br />

Vater einer Tochter mit Behinderung<br />

Prof. Dr. Urs Strasser Uster<br />

Rektor der Interkantonalen Hochschule<br />

für Heilpädagogik, Zürich<br />

Dr. Peter Theiler Richterswil<br />

Anwalt<br />

Kämpfen Bösiger Theiler & Partner<br />

* Mitglieder des <strong>Stiftung</strong>sausschusses<br />

Adressen<br />

Geschäftsstelle<br />

<strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> Minervastrasse 126, Postfach, 8032 Zürich<br />

Tel. 044 386 47 47, Fax 044 386 47 49, www.rgz-stiftung.ch<br />

info@rgz-stiftung.ch<br />

Aufsichtsbehörden<br />

Amt für berufliche Vorsorge und <strong>Stiftung</strong>en des Kantons Zürich<br />

Postfach, 8090 Zürich<br />

Bildungsdirektion des Kantons Zürich Postfach, 8090 Zürich<br />

Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich, Kantonales Sozialamt<br />

Postfach, 8090 Zürich<br />

Rechnungsrevision<br />

KPMG AG Badenerstrasse 172, Postfach, 8026 Zürich


18 oRGANISATIon<br />

<strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> in Zahlen<br />

238 Mitarbeitende, entspricht<br />

154 Voll zeit stel len<br />

Anzahl Mitarbeitende nach<br />

Berufsgruppen<br />

22 Physiotherapeutinnen<br />

24 Ergotherapeutinnen<br />

8 Logopädinnen<br />

4 Lehrerinnen<br />

41 Heilpädagoginnen<br />

3 pädagogische Mitarbeiterinnen<br />

5 Fachpersonen Gesundheit<br />

10 Fachpersonen Betreuung<br />

41 Betreuer<br />

28 Sozialpädagogen<br />

7 Sozialpädagogen in Ausbildung<br />

4 Arbeitsagogen<br />

1 Arbeitsagoge in Ausbildung<br />

7 Mitarbeiter Dienste<br />

3 Köche<br />

13 kaufm. und Betriebspersonal<br />

13 Lernende<br />

3 Raumpflegerinnen<br />

1 Praktikant<br />

Anzahl Kinder in den Früh beratungsund<br />

Therapiestellen<br />

2020 (2014)<br />

Anzahl der Schüler<br />

42 (39) Heilpädagogische Schule<br />

Zürich<br />

30 (26) Heilpädagogische Schule<br />

Dielsdorf (zusätzlich 3 Vollintegration)<br />

Mitarbeitende mit Behinderung<br />

94 (94) in der Werkstätte Rauti<br />

16 (16) in der Tagesförderstätte<br />

Belegte Wohnplätze<br />

31 (31) im Wohnheim Loomatt<br />

4 (4) im Haus Riedenhalden<br />

Gesamtaufwand aller Institutionen<br />

CHF 22 572 648 (CHF 22 510 700)<br />

0,27% (2,65%) Steigerung gegenüber<br />

Vorjahr<br />

Erträge<br />

CHF 22 172 569 (CHF 21 868 037)<br />

98% (97%) Kostendeckungsgrad<br />

Von der <strong>Stiftung</strong> zu übernehmendes<br />

Betriebsdefizit<br />

CHF 400 078 (CHF 642 663)<br />

Anteil am Gesamtaufwand<br />

1,78% (2,85%)<br />

Unsere Organisation ist von der<br />

Kantonalen Steuerverwaltung Zürich<br />

unter der Nummer KStA 10.10.2003,<br />

AFD 03/10 465 als steuerbefreite<br />

Institution mit gemeinnützigem<br />

Zweck anerkannt. Zuwendungen an<br />

die <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> sind daher in der<br />

Steuererklärung vom steuerbaren<br />

Einkommen abzugsberechtigt.<br />

(Vorjahreszahlen in Klammern)<br />

Elternverein<br />

Der Elternverein «Regionalgruppe Zürich» der Schweizerischen Ver ei nigung<br />

zuguns ten <strong>cerebral</strong> Gelähmter SVCG gründete am 1. Januar 1987<br />

die <strong>RGZ</strong>­ <strong>Stiftung</strong> und über trug dieser den Betrieb der dannzumal<br />

be stehenden Insti tutionen. Der Eltern ve rein besteht weiterhin als eigenständige<br />

Selbst hil fe organisation und tritt unter der Be zei chnung<br />

«Ver eini gung Cerebral Zürich» an die Öf fen tlichkeit.<br />

Interessenten verlangen den ausführlichen <strong>Jahresbericht</strong> des Elternvereins<br />

über das Sekretariat: Vereinigung Cerebral Zürich Mutschellenstrasse<br />

79, 8038 Zürich, Tel. 044 482 73 63, Fax 044 482 84 24


gz jahresbericht <strong>2012</strong> oRGANISATIon 19<br />

Dienstalterjubiläen und Pensionierungen<br />

10 Jahre<br />

Claudine Da Silva Heilpädagogische<br />

Schule Zürich<br />

Paul Ebener Heilpädagogische<br />

Schule Zürich<br />

Susanne Müller Wohnheim Loomatt<br />

Angela Rüegg-Kellenberger Heilpädagogische<br />

Schule Dielsdorf<br />

Ruth Schulte Meyer Heilpädagogische<br />

Schule Zürich<br />

Josefine Suter-Simic Wohnheim<br />

Loomatt<br />

Gabriela Wenger-Iten Frühberatungs-<br />

und Therapiestelle Horgen<br />

15 Jahre<br />

Margrit Arni-Schmid Wohnheim<br />

Loomatt<br />

Lydia Bieri-Meier Wohnheim<br />

Loomatt<br />

Karl Gut Wohnheim Loomatt<br />

Daniel Häfelin-Blatter Frühberatungs-<br />

und Therapiestelle Dietikon<br />

Verena Siegenthaler Wohnheim<br />

Loomatt<br />

Xhevrije Shkodriqi Frühberatungsund<br />

Therapiestelle Horgen<br />

Veronika Suske Werkstätte Rauti<br />

Katja Weyermann Frühberatungsund<br />

Therapiestelle Wetzikon<br />

Ursalina Wirth-Desax Wohnheim<br />

Loomatt<br />

Petra Zemp-Leichner Heilpädagogische<br />

Schule Dielsdorf<br />

20 Jahre<br />

Hannah Nora Egli Frühberatungsund<br />

Therapiestelle Dietikon<br />

25 Jahre<br />

Kathrin Eidenbenz Frühberatungsund<br />

Therapiestelle Wetzikon<br />

Martha Hasler Geschäftsstelle<br />

Zürich<br />

Edith Kleiner Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle Dietikon<br />

Pensionierung<br />

Doris Konrad Häni Frühberatungsund<br />

Therapiestelle Zürich<br />

Anlässe <strong>2012</strong><br />

9. Juni <strong>2012</strong> Wohnheim Loomatt, Stallikon: Haus- und Gartenfest<br />

1. September <strong>2012</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder Horgen: Horgener Kindertag<br />

24. November <strong>2012</strong> Werkstätte Rauti, Zürich: Weihnachtsverkauf<br />

7. Dezember <strong>2012</strong> Tagesförderstätte, Zürich: Weihnachtsbasar


20 Finanzen<br />

Betriebsrechnung <strong>2012</strong><br />

In CHF <strong>2012</strong> 2011<br />

Ertrag<br />

Betriebsbeitrag Kanton Zürich Erwachsene 6 011 845.95 5 157 628.58<br />

Beiträge Schulgemeinden 2 935 036.10 2 922 926.05<br />

Beiträge Versorger kantonal 1 940 538.65 2 406 348.20<br />

Betriebsbeitrag andere Kantone 314 607.30 246 751.30<br />

Beiträge Versorger ausserkantonal 173 517.50 196 375.60<br />

IV-Beiträge für Einzelfälle 0.00 40 779.00<br />

Pädagogische Massnahmen Kantone 3 071 938.58 2 994 715.45<br />

Medizinische Massnahmen IV 1 904 698.80 1 897 577.20<br />

Medizinische Massnahmen Krankenkassen/Versicherer 1 276 010.25 1 312 996.80<br />

Transporte Schulen/Pädagogisch-therapeutische Massnahmen 571 311.20 590 154.90<br />

Einnahmen Werkstätte/Wohnheim/Diverse Einnahmen 491 054.75 683 878.45<br />

Dienstleistungen an Betreute 33 308.80 39 949.75<br />

Mietzinse 98 920.20 94 332.00<br />

Lebensmittel 136 187.35 136 068.50<br />

Betriebsbeitrag Kanton Zürich Schulen 2 953 695.26 2 906 123.62<br />

Betriebsbeitrag Gemeinden 78 300.00 91 380.00<br />

Zweckgebundene Spenden 111 400.24 111 088.65<br />

Allgemeine Spenden 34 270.98 38 963.25<br />

Diverser Ertrag 35 927.25 0.00<br />

Total Ertrag 22 172 569.16 21 868 037.30<br />

Aufwand<br />

Löhne 13 543 922.50 13 366 483.65<br />

Sozialversicherungen 2 708 253.90 2 626 224.20<br />

Übriger Personalaufwand 403 029.00 320 137.12<br />

Löhne/Sozialleistungen betreute Mitarbeiter 363 963.35 340 302.80<br />

Medizinischer Bedarf/Lebensmittel Haushalt 1 239 409.81 1 331 796.36<br />

Unterhalt/Reparaturen mobile und immobile Sachanlagen 468 879.30 428 815.13<br />

Mietzinse/Kapitalzinsen/Bank- und PC-Spesen 1 762 966.61 1 892 053.76<br />

Abschreibungen mobile und immobile Sachanlagen 70 844.00 123 337.77<br />

Energie und Wasser 118 074.35 119 343.85<br />

Schulung/Ausbildung/Freizeit 162 490.53 158 694.74<br />

Büro und Verwaltung 492 218.19 478 863.42<br />

Werkzeug und Materialaufwand 81 047.71 110 792.78<br />

Allgemeiner Betriebsaufwand/Transporte 1 157 548.39 1 213 854.70<br />

Total Aufwand 22 572 647.64 22 510 700.28<br />

Fehlbetrag zulasten <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> –400 078.48 –642 662.98


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Finanzen 21<br />

Bilanz <strong>2012</strong><br />

In CHF 31.12.<strong>2012</strong> 31.12.2011<br />

Aktiven<br />

Umlaufvermögen<br />

Flüssige Mittel<br />

Kasse 35 253.15 37 180.42<br />

Postkonti 1 863 525.77 2 742 659.90<br />

Banken 3 160 174.45 3 069 402.23<br />

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen<br />

IV/Krankenkassen/Schulgemeinden/Kantone 2 362 471.64 2 304 022.75<br />

Betriebsbeiträge, Kantone, Gemeinden 1 740 390.29 670 779.08<br />

Andere Forderungen 474 537.98 553 516.01<br />

Wertschriften 4 252 828.00 4 260 450.00<br />

Aktive Rechnungsabgrenzungen 188 648.35 233 307.80<br />

Total Umlaufvermögen 14 077 829.63 13 871 318.19<br />

Anlagevermögen<br />

Umbau/Einrichtungen/Computeranlagen 653 682.00 861 153.00<br />

Immobilien Loomatt 3 000 000.00 3 000 000.00<br />

Total Anlagevermögen 3 653 682.00 3 861 153.00<br />

Total Aktiven 17 731 511.63 17 732 471.19<br />

Passiven<br />

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 649 974.14 763 302.15<br />

Rückstellung NBT 62 708.20 63 194.30<br />

Bedingt rückzahlbare Baubeiträge Kanton Zürich 3 570 000.00 3 570 000.00<br />

Betriebsbeiträge 227 286.02 229 025.46<br />

Passive Rechnungsabgrenzungen 432 210.27 274 028.95<br />

Beitragstechnische Reserve 302 388.00 347 470.00<br />

Fremdkapital 5 244 566.63 5 247 020.86<br />

<strong>Stiftung</strong>skapital<br />

Stand 1. Januar 12 485 450.33 12 672 729.60<br />

Jahresergebnis 1 494.67 –187 279.27<br />

Stand 31. Dezember 12 486 945.00 12 485 450.33<br />

Total Passiven 17 731 511.63 17 732 471.19


22 Finanzen<br />

Erfolgsrechnung <strong>Stiftung</strong> <strong>2012</strong><br />

In CHF <strong>2012</strong> 2011<br />

Ertrag<br />

Spenden 663 505.28 759 206.30<br />

Legate 318 805.41 305 687.35<br />

Wertschriften 387 592.20 –166 845.14<br />

Ausserordentlicher Ertrag 0.00 11 421.53<br />

Total Ertrag 1 369 902.89 909 470.04<br />

Aufwand<br />

Personalaufwand Geschäftsstelle 50 000.00 49 000.00<br />

Kapitalkosten 10 258.14 9 920.96<br />

Spendenaktivitäten 190 067.75 348 647.77<br />

Öffentlichkeitsarbeit 34 239.45 14 717.10<br />

CI-Kosten 26 313.30 0.00<br />

<strong>Jahresbericht</strong>, Publikationen 21 646.30 21 272.50<br />

Diverser Verwaltungsaufwand 7 700.30 10 528.00<br />

Total Aufwand 340 225.24 454 086.33<br />

Ergebnis vor ausserordentlichem Aufwand 1 029 677.65 455 383.71<br />

Ausserordentliche Abschreibungen 413 104.50 0.00<br />

Therapiestelle Wetzikon 215 000.00 0.00<br />

Gewinn der <strong>Stiftung</strong> 401 573.15 455 383.71<br />

Übernahme Betriebsdefizite 400 078.48 642 662.98<br />

Ergebnis <strong>zugunsten</strong> <strong>Stiftung</strong>skapital 1 494.67 –187 279.27


gz jahresbericht <strong>2012</strong> Finanzen 23<br />

Bericht der Revisionsstelle


24 oRGANISATIon<br />

Institutionen der <strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong><br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungsstelle für Kinder Zürich<br />

Mainaustrasse 35, 8008 Zürich<br />

Tel. 044 380 37 65, Fax 044 380 37 67<br />

sekretariat.zuerich@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder<br />

Horgen<br />

Seestrasse 229, 8810 Horgen<br />

Tel. 044 725 69 19, Fax 044 725 63 44<br />

sekretariat.horgen@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Therapiestelle für Kinder Bülach<br />

Solistrasse 25, 8180 Bülach<br />

Tel. 044 860 29 17, Fax 044 860 29 18<br />

sekretariat.buelach@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder<br />

Wetzikon<br />

Buchgrindelstrasse 9, 8620 Wetzikon<br />

Tel. 044 930 15 55, Fax 044 930 15 33<br />

sekretariat.wetzikon@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder<br />

Pfäffikon<br />

Poststrasse 4, 8808 Pfäffikon SZ<br />

Tel. 055 415 80 10, Fax 055 415 80 19<br />

sekretariat.pfaeffikon@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder<br />

Dietikon<br />

Löwenstrasse 17, 8953 Dietikon<br />

Tel. 044 746 40 80, Fax 044 746 40 88<br />

sekretariat.dietikon@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Frühberatungs- und Therapiestelle für Kinder<br />

Zumikon<br />

Geissacher 8, 8126 Zumikon<br />

Tel. 044 915 10 50, Fax 044 915 47 57<br />

sekretariat.zumikon@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Heilpädagogische Schule Zürich<br />

Winterthurerstrasse 563, 8051 Zürich<br />

Tel. 044 322 11 71, Fax 044 322 12 50<br />

sekretariat.schule-zuerich@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Heilpädagogische Schule Dielsdorf<br />

Geissackerstrasse 24, 8157 Dielsdorf<br />

Tel. 044 854 72 72, Fax 044 854 72 73<br />

sekretariat.schule-dielsdorf@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Tagesförderstätte<br />

Winterthurerstrasse 563, 8051 Zürich<br />

Tel. 044 322 11 72, Fax 044 322 11 86<br />

tagesfoerderstaette@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Werkstätte Rauti<br />

Rautistrasse 75, 8048 Zürich<br />

Tel. 044 405 74 11, Fax 044 405 74 29<br />

werkstatt.rauti@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Wohnheim Loomatt<br />

Loomattstrasse 50, 8143 Stallikon<br />

Tel. 044 701 91 11, Fax 044 701 91 99<br />

wohnheim@rgz-stiftung.ch<br />

<strong>RGZ</strong> Haus Riedenhalden<br />

Riedenhaldenstrasse 7, 8046 Zürich<br />

Tel. 044 377 90 01, Fax 044 377 90 09<br />

riedenhalden@rgz-stiftung.ch


Rund um den Zürichsee<br />

mit dem gleichen Ziel<br />

1969<br />

Therapiestelle für Kinder<br />

8180 Bülach<br />

1990<br />

Heilpädagogische Schule<br />

8157 Dielsdorf<br />

1984<br />

Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle für Kinder<br />

8953 Dietikon<br />

1968<br />

Werkstätte Rauti<br />

8048 Zürich<br />

1969<br />

Frühberatungsstelle für Kinder<br />

8008 Zürich<br />

1973<br />

Heilpädagogische Schule<br />

8051 Zürich<br />

2001<br />

Haus Riedenhalden<br />

8046 Zürich<br />

2005<br />

Tagesförderstätte<br />

8051 Zürich<br />

1991<br />

Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle für Kinder<br />

8126 Zumikon<br />

1961<br />

Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle für Kinder<br />

8623 Wetzikon<br />

1997<br />

Wohnheim Loomatt<br />

8143 Stallikon<br />

1975<br />

Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle für Kinder<br />

8810 Horgen<br />

1976<br />

Frühberatungs- und<br />

Therapiestelle für Kinder<br />

8808 Pfäffikon SZ


<strong>RGZ</strong>-<strong>Stiftung</strong> Minervastrasse 126, Postfach, 8032 Zürich, Telefon 044 386 47 47, Fax 044 386 47 49<br />

www.rgz-stiftung.ch, info@rgz-stiftung.ch, Spendenkonto 80-7555-7<br />

Frühberatung<br />

Therapien<br />

Schulen<br />

Werkstätte<br />

Beschäftigung<br />

Wohnen

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