PDF-Ausgabe 5 - VIRA e.V

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PDF-Ausgabe 5 - VIRA e.V

Vereinigung zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler e. V.

5 • 2011

Integrations-Info-Magazin der

Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion

Gefördert vom:

IMPRESSUM

Herausgeber:

Vereinigung zur Integration

der russlanddeutschen

Aussiedler e. V. (VIRA)

Bismarckstrasse 90

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Alle Rechte liegen beim Verein

Inhaltliche Nutzung auch

auszugsweise nur mit Genehmigung

der VIRA

Konzept und Redaktion

Öffentlichkeitsarbeit

Frohe Weihnachten

und ein

erfolgreiches Jahr

2012

Liebe Landsleute!

Das alte Jahr verabschiedet sich.

Für uns ein willkommener Anlass, Ihnen für die angenehme

Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen zu danken.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und für

das kommende Jahr alles Gute!

Vorstand der VIRA e.V.

Redaktion:

Albrecht Friedrich

INHALT:

Seite 1

• Weihnachtsgruss

Seite 2

• Liederfestival 2011

• Verleihung des Lippischen

Ehrenrings

Seite 3

• Russland-Deutsches

Theater Niederstetten

Seite 4

• Die kleine Weihnachtskerze

• „Heimatklänge“

zur Weihnachtszeit

Für uns, die Deutschen aus Russland, war es ein besonderes Jahr.

Wir, die Vertreter der Russlanddeutschen, die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und andere

Selbstorganisationen, riefen anlässlich des 70. Jahrestages der Deportation der Deutschen in der

Sowjetunion gemeinsam das Jahr 2011 zum Gedenkjahr aus

Mehr als 20 Gedenkveranstaltungen, alleine in NRW – mit Gottesdiensten, Ehrungen und

Zeitzeugen Berichten, umrahmt mit musikalischen Beiträgen der Chöre und Solisten - haben diese

Veranstaltungen zum würdigen Gedenken aller Opfer der Deportation gemacht.

Am 28. August 2011, Organisiert von der Regierung und der Landsmannschaft der

Deutschen aus Russland wurden in Friedland, in Berlin, in vielen anderen Städten Deutschlands und in

Engels an der Wolga Gedenkveranstaltungen durchgeführt. Tausende Landsleute, Hunderte Zeitzeugen

der Deportation und der Trudarmee nahmen bei der Veranstaltungen teil.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Organisatoren und Helfern, die bei

der Vorbereitung und Durchführung dieser Maßnahmen beteiligt waren, herzlich bedanken!

Herzlichen Dank auch der Landesregierung, dem GHH und dem BdV für die hilfreiche Unterstützung

Im Namen des Vorstandes der VIRA e.V.

Alexander Kühl


Liederfestival

2011

In den vergangenen 250 Jahren hat

sich in Russland die deutsche

Musikkultur mit der Seele des

mächtigen Wolga Flusses, der

pfeifenden Melodie der ukrainischen

Steppe und dem klirrenden Geräusch

der sibirischen Kälte vereint.

So entstand eine Russlanddeutsche

Musikkultur die am 26. November von

der VIRA e.V. präsentiert wurde.

Im Rahmen der Kulturwoche der Deutschen

aus Russland entstand ein Programm,

das die Vielfalt der mitgebrachten

Kultur widerspiegelte. Sängerinnen

und Sänger, Ensembles und Chöre aus

verschiedenen Städten Nordrhein-

Westfalens hatten einen musikalischen

Eventabend vorbereitet. Bei dem Liederfestival

2011 waren verschiedene Musikrichtungen

wie Jazz, Pop, Rock, Klassik,

Volkslieder usw. vertreten.

Eine breite Palette von Musikrichtungen

wurde in verschiedenen Sprachen dargeboten:

überwiegend in deutscher, aber

auch in russischer, ukrainischer und

englischer Sprache.

Dieser bunte Musikstrauß schaffte eine

sehr freundliche Atmosphäre und rief

Begeisterung in der Halle hervor. Die

Zuschauer haben mitgesungen, getanzt

und mitgefiebert. Alle waren besonders

begeistert und stolz, dass so viele junge

talentierte und kreative Sänger und

Sängerinnen an dem Liederfestival teilgenommen

haben.

Projektleiter Valerij Seifert hat dieses

Festival professionell begleitet und zu

einem wunderschönen musikalischen

Event gemacht. Die Zuschauer durften

entscheiden, wer von den jugendlichen

Teilnehmern eine Empfehlung zur Teilnahme

am internationalen Liederfestival

„Berliner-Perle“ bekommt.

Die Chöre aus Dortmund, Bochum/

Witten, Neuss, Kamen und Lippstadt

versetzten das Publikum in eine nostalgische

Stimmung mit ihren alten, deutschen

und russlanddeutschen Liedern.

Dagegen präsentierten die jüngeren Teilnehmer

moderne Pop-Lieder.

Die VIRA e.V. wünscht allen Teilnehmern

viel Erfolg auf ihrem musikalischen

Werdegang.

• Verleihung des Lippischen Ehrenrings •

Kreis Lippe.

Für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Kreis Lippe

hat Landrat Friedel Heuwinkel jetzt in einer feierlichen Veranstaltung

auf der Burg Blomberg zum dritten Mal den Lippischen

Ehrenring verliehen. „Wer ehrenamtlich tätig ist, leistet viel für

die Gesellschaft“, hob Heuwinkel in seiner Laudatio hervor. „Mit

dem Lippischen Ehrenring möchte ich diesem Engagement besonderen

Ausdruck verleihen und die ehrenamtlichen Leistungen

würdigen.“

Der Lippischer Ehrenring ging auch an Heinrich Zertik aus

Schieder für sein Engagement für die Integration von Aussiedlern

und Migranten und die Arbeit im Verein „Freundschaft -

Druschba“

Auch Bürgermeister Klaus Geise lobte das große Engagement

aller Ausgezeichneten. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung

von der Sängerin Kathrin Horstkötter.


• Russland-Deutsches Theater Niederstetten •

...Ich habe lange Zeit über den Begriff „russlanddeutsche Kultur“

nachgedacht. Gibt es überhaupt solche Kultur Spätestens wen man

ein Theaterstück vom Maria und Peter Warkentin gesehen hat, stellt

sich diese Frage sicherlich nicht mehr. In vielen ihren Aufführungen

ist unsere Kultur so gegenwärtig, dass man auf die Frage, ob es

eine besondere Kultur der Deutschen aus Russland gibt, möchte ich

hinweisen: sehen sie sich das Theaterstück „Der weite Weg zurück“

oder „MIX-MARKT einfach anders“ an. Keiner verkörpert die Kultur

der Deutschen aus Russland besser...

Alexander Kühl

Im November 1993 kam das Schauspielerehepaar

Viktoria Gräfenstein und David

Winkenstern vom ehemaligen Deutschen

Theater Alma-Ata (Kasachstan) nach Niederstetten.

Die Stadt Niederstetten konnte

den Künstlern Übungsmöglichkeiten im

Amtshaus Oberstetten anbieten; im Mai

1994 spielten sie zu der Eröffnung des neuen

Kulturgebäudes der Stadt - KULT (Kultur-

und Literatur-Treff) - Heinrich Heines

„Deutschland. Ein Wintermärchen“.

Einige Kollegen aus Alma-Ata kamen in den

folgenden Monaten ebenfalls nach Niederstetten:

Eduard Ziske, Lilia Henze, Alexander

Klassen, Maria und Peter Warkentin. Im

November 1995 gewährte das Bundesministerium

des Inneren dem Russland-Deutschen

Theater Niederstetten eine Starthilfe

zum Aufbau eines Gastspieltheaters mit

Sitz in Niederstetten.

Neben Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“

entstanden: „Kikerikiste“, ein

Kinderstück nach Paul Maar, „Emigranten“

nach Slawomir Mrozek, Tschechows

Schwänke „Der Heiratsantrag“, „Der Bär“

und „Das Jubiläum“; 1996 die erste große

Eigenproduktion: „Landsleute“ nach Erzählungen

von Wassili Schukschin. Ende der

90er Jahre zogen die meisten Schauspieler

des Theaters weiter; seither besteht das

Ensemble aus Maria und Peter Warkentin.

Zur Vorgeschichte des Theaters:

Das Deutsche Theater Alma-Ata, Kasachstan

1980 wurde in Kasachstan das einzige

deutschsprachige Theater in der UdSSR

gegründet. Für Millionen Deutsche war das

Deutsche Theater Alma-Ata das einzige

Kulturzentrum in der ganzen Sowjetunion.

Das Theater wurde gegründet, um die

aussterbende Kultur und die Sprache der

Deutschen in der Sowjetunion wieder zu

beleben und damit verbundene kulturelle

Bedürfnisse zu befriedigen.

Auf dem Spielplan des Theaters standen

Stücke russischer Autoren sowie Klassiker

der Weltliteratur: Tschechow, Ostrowski,

Gorki, Goldoni, Sartre, Schiller, Goethe,

Kleist, Heine, Brecht, Borchert, Dürrenmatt.

Das Theater war jeden Sommer auf Tournee

durch Russland, Kasachstan, Usbekistan,

Kirgistan und Lettland - jeweils in den Gebieten,

die am dichtesten von Deutschen

besiedelt waren.

Die Ausbildung der Schauspieler

Die russische Schauspielkunst beruht auf

den Grundsätzen des Theaterreformators

Konstantin Stanislawski. Viele der besten

Theater der Welt wenden in ihrem Schaffen

die Prinzipien des Systems Stanislawski

an. Die Schauspieler haben eine

Hochschulausbildung an der Stschepkin-

Theaterhochschule bekommen, der ersten

Theaterschule in Russland.

Die Hochschule ist ein Bestandteil des

Maly-Theaters - des ältesten Theaters in

Moskau.

Die Absolventen der Theaterhochschule

bilden das Ensemble des Maly-Theaters.

Das Theater ist durch viele Gastspiele in

der ganzen Welt bekannt. Von vielen Absolventen

der Hochschule wurden komplette

Theaterensembles gegründet, so auch das

des Deutschen Theaters Alma-Ata.

Peter Warkentin

2006-02-20

Kontakt: eMail: info@rdtheater.de

Internet: www.rdtheater.de, www.rudet.de


• Die kleine Weihnachtskerze •

Ehrenamtlichen gewidmet

Eine fast vergessene Legende erzählt von einer kleinen Kerze,

die nicht brennen wollte.

"Wer brennt, verbrennt recht bald", jammerte sie "und dann ist es um ihn geschehen".

"Ich will bleiben wie ich bin."

Eine grössere Kerze antwortete gelassen: "Wenn du nicht brennst, bist du tot,

noch bevor du gelebt hast. Dann bleibst du auf ewig Wachs und Docht. Nur wenn

du dich entzünden lässt, wirst du, was du wirklich bist".

Aber die kleine Kerze war nicht überzeugt. Sie wollte bleiben wie sie war.

"Man kann es eigentlich nicht mit Worten erklären, man muss es erfahren", fuhr

die andere Kerze rätselhaft fort.

"Nur, wer sich hingibt, verwandelt die Welt, und indem er die Welt verwandelt,

wird er auch ER selbst. Du darfst nicht über das Dunkel klagen und über die Kälte,

wenn du dich nicht anstecken lässt!"

Da ging der kleinen Kerze plötzlich ein Licht auf.

Sie gab ihren Widerstand auf und ließ sich anzünden. Und je mehr sie flackerte,

je mehr verwandelte sie sich in Licht und strahlte und leuchtete, als gälte es, alle

Nächte der Welt hell zu machen.

Am schönsten war ihr Widerspiegel in den Augen und Herzen der Menschen.

• „Heimatklänge“ zur Weihnachtszeit •

eine Musikschule wo sie auch als Chorleiterin

tätig war.

Mit Übernahme des Chores von Margarita

Prinz erblühte der Chor durch neues Repertoire.

Mit alten russlanddeutschen, deutschen

und auch russischen Liedern erfreut

dieser Chor so manche festliche Ereignisse

und Veranstaltungen und tritt auch bei Gottesdiensten

in Kirchen auf.

Am zweiten Advent erfüllten Weihnachtsklänge

die St. Aposteln Kirche am Neumarkt

mitten in Köln. Die Kirche war vollbesetzt. Alle

Anwesenden, die für eine besinnliche Stunde

zu dieser Zeit eingekehrt waren, warteten gespannt

auf den Beginn.

Plötzlich ging die Seitentür auf und ganz leise

traten die Chormitglieder in ihren festlichen

Kleidern auf die Bühne. Die Chorleiterin gab

noch den Ton an und dann waren alle Anwesenden

in eine Welt durch wunderschönste

bekannte und unbekannte weihnachtliche

Klänge entführt.

Der gemischte Chor „Heimatklänge“ gegründet

1996 von der Landsmannschaft der

Deutschen aus Russland, feierte im Herbst

dieses Jahres sein 15- jähriges Bestehen.

Einige Chormitglieder sind von Anfang an

dabei. Seit ca. fünf Jahren wird dieser Chor

von Margarita Prinz geleitet, die 2007 nach

Deutschland kam und sofort die Leitung des

Chores übernahm.

Margarita Prinz, aufgewachsen in einer musikalischen

Familie, beendete das Musikkonservatorium

in Ekaterinburg (Swerdlowsk)

und leitete dort mit ihrem Vater über 30 Jahre

David Eurich, die gute Seele des Chores und

dessen langjährige Manager, berichtet: „Wir

sind im Kölner Norden zu Hause und treffen

uns 2 Mal wöchentlich in der ev. Kirche Köln

Neue Stadt zum üben. Jedem, der sich für

uns interessiert, sehen wir gerne entgegen

und heißen ihn herzlich willkommen. Das

heißt, dass wir auch an neuen Mitgliedern

interessiert sind. Menschen, die wissen,

dass beim Singen im Chor die subjektive

Stimmung jedes einzelnen Teilnehmers unweigerlich

steigt“.

Kontakt: David Eurich 0177-1638820,

Margarita Prinz 0178-2883492

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