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Editorial

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Transparent, aber an manchen

Stellen besteht Nachholbedarf

Die Vorteile von ETFs sind Ihnen natürlich bekannt: Sie bilden kostengünstig Indizes

nach, sind börsentäglich handelbar ohne fixe Laufzeiten und unterliegen so gut wie keinem

Emittenten-Risiko. Trotzdem: ETF-Anbieter durchleben wohl dieser Tage eher ein

Déjà-vu-Erlebnis. Seit einigen Monaten müssen sich ETFs eine Kritik gefallen lassen, die

in vielen Punkten der bei Zertifikaten ähnelt. Die vorgebrachten Vorwürfe: eine zu hohe

Komplexität insbesondere bei synthetischen ETFs, intransparente Kosten, Risiken bei

Swap-Geschäften und Wertpapierleihe und eine immer größere Vielfalt an Produkten. Die

ETF-Anbieter beschränken sich keinesfalls mehr auf die Auflage von ETFs, die bekannte

Indizes wie DAX & Co. abbilden, sie legen verstärkt ETFs auf, die alle möglichen Länder,

Branchen und Anlageklassen zugänglich machen. Oft eignen sich die Produkte nicht nur

für steigende, sondern auch für fallende Märkte.

Zum einen erhöht sich damit erheblich die Auswahl des ETF-Universums. Der Anleger

kann sich ähnlich wie in einem Baukasten sein Portfolio breit diversifiziert allein mit ETFs

zusammenstellen. Zugleich erhöht sich dadurch aber auch die Verantwortung des Anlegers,

d. h. er muss sich aktiv über die Märkte und Produkte informieren und das Depot

regelmäßig überprüfen.

ETF-Anbieter bieten umfassende Informationen – mehr als bei den meisten anderen Finanzprodukten.

So können sich Anleger über Fondszusammensetzung, Fondsinhalte, Swap-Auslastungen, Ausschüttungen

und vieles mehr informieren. Kritik sehe ich allerdings auch bei den Indexanbietern. Nur wenige bieten einen

einfachen, kostengünstigen und „barrierefreien“ Zugang zu den Indexinformationen. So ist es kaum möglich,

im Internet frei zugängliche Informationen über die beliebten MSCI Indizes zu erhalten – zum Beispiel sind

Angaben über KGV oder Dividendenrendite kaum zu finden. Insofern muss die ETF-Branche – zu der ich

auch die Indexanbieter zähle – noch einiges an Informationen liefern, um wirklich zu 100 Prozent transparent

zu sein.

Klar ist aber auch: ETFs sind passive Investments und bieten die Performance des zugrunde liegenden

Index. Es mag noch einige Schwachstellen geben – ich bin mir aber sicher, dass die Anbieter diese bald

beheben werden. Und so detaillierte Informationen wie im Segment der ETFs gibt es bei fast keinem anderen

Anlageprodukt.

Markus Jordan, Herausgeber EXtra-Magazin

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