Geschäftsbericht 2009 - Kreissparkasse Heilbronn

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Geschäftsbericht 2009 - Kreissparkasse Heilbronn

s

Kreissparkasse

Heilbronn

G E S C H Ä F T S B E R I C H T 2 0 0 9

1


Geschäftsbericht

2009

Inhalt

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15

21

21

26

28

29

34

36

38

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1. Rahmenbedingungen

2. Wirtschaftsbericht

3. Risikobericht

4. Nachtragsbericht

5. Prognosebericht

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Anhang

Bestätigungsvermerk

Balance Sheet/Profit and Loss Account

Balance Sheet as of December 31, 2009

Profit and Loss Account for the Period from

January 1 to December 31, 2009

3


4

Lagebericht für das

Geschäftsjahr 2009

1. Rahmenbedingungen

Die Kreissparkasse Heilbronn ist eine rechtsfähige

Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Heibronn.

Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte,

soweit es das Sparkassengesetz für Baden-

Württemberg, die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen

Rechtsverordnungen oder die Satzung der

Sparkasse vorsehen. Träger der Sparkasse sind der

Landkreis Heilbronn sowie die Städte und Gemeinden

Eppingen, Gemmingen, Heilbronn, Ittlingen und

Kirchardt. Als selbstständiges Wirtschaftsunternehmen

verfolgt die Sparkasse das Ziel, auf Grundlage

der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig

in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken

und die angemessene und ausreichende Versorgung

aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der

öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen

Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen.

Um diesem Auftrag gerecht zu werden, unterhalten

wir 102 Filialen in unserem Geschäftsgebiet.

Organe der Kreissparkasse sind der Verwaltungsrat,

der Kreditausschuss und der Vorstand. Der Verwaltungsrat

bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte

der Sparkasse, erlässt Geschäftsanweisungen für

den Kreditausschuss sowie den Vorstand und überwacht

deren Tätigkeit. Nach einer Übergangszeit mit

21 Mitgliedern – bedingt durch die Fusion mit der

Bezirkssparkasse Eppingen im Jahr 2002 – setzt er

sich seit 2009 wieder aus insgesamt 18 Mitgliedern

zusammen. Der Kreditausschuss, bestehend aus

vier Mitgliedern, beschließt über die Zustimmung

zur Gewährung von Krediten nach der Geschäftsanweisung

und über die Zustimmung zur Gewährung

von Organkrediten im Sinne von § 15 des Gesetzes

über das Kreditwesen. Der Vorstand leitet die Sparkasse

in eigener Verantwortung. Er vertritt sie und

führt ihre Geschäfte.

Unsere Kreissparkasse ist als Mitglied im Sparkassenstützungsfonds

des Sparkassenverbandes

Baden-Württemberg dem Sicherungssystem der

Deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen.

Da mit sind die Ansprüche unserer Kunden in voller

Höhe sichergestellt.

Konjunkturwende nach schwerer Rezession

Nach einer steilen Talfahrt im Winterhalbjahr 2008/

2009 hat sich die Weltkonjunktur wieder gefangen.

Seit dem Frühjahr ist die globale Produktion deutlich

gestiegen. Die massiven Anstrengungen der

Zentralbanken zur Stabilisierung der Geld- und

Kreditmärkte haben in Verbindung mit umfangreichen

staatlichen Stützungsmaßnahmen das

internatio nale Finanzsystem vor einem Kollaps bewahrt

und den Boden für eine Rückkehr des Vertrauens

der Marktteilnehmer bereitet. Darüber hinaus

ist es gelungen, durch geld- und fiskalpolitische

Maßnahmen die außerordentlich heftige zyklische

Abwärtsdynamik zu durchbrechen.

Die konjunkturelle Lage im Euro-Raum, die im

ersten Halbjahr 2009 noch von der schweren Rezession

geprägt war, hat sich in der zweiten Jahreshälfte

auf gehellt. Das reale BIP nahm im Sommer

erstmals seit Anfang 2008 wieder merklich zu. Die

wesentli chen Impulse für die konjunkturelle Wende

gingen von den umfangreichen Konjunkturprogrammen,

der expansiven Geldpolitik und vom Lagerzyklus

aus. Der Außenhandel trug ebenfalls

spürbar zum BIP-Wachstum bei. Im Jahresdurchschnitt

schrump fte die gesamtwirtschaftliche Erzeugung

– vornehmlich wegen des sehr ungünstigen

Jahresauftakts – um 4 Prozent. Die Auslastung der

gesamtwirtschaft lichen Produktionskapazitäten ist

dadurch kräftig gesunken.

Auch die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

stand im Jahr 2009 im Zeichen der schweren Rezession.

Im Jahresdurchschnitt ging das reale BIP mit

5 Prozent so stark zurück wie niemals zuvor in der

Geschichte der Bundesrepublik. Die Wirtschaftsleistung

konnte zwar im Jahresverlauf den konjunkturellen

Tiefpunkt durchschreiten, blieb aber insge -

samt auf niedrigem Niveau. Trotz der Belebung im

Jahresverlauf fielen die deutschen Ausfuhren von

Waren und Diensten 2009 in realer Rechnung im

Durchschnitt um 14,2 Prozent niedriger aus als im

Jahr zuvor. Die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten

waren in erheblichem Maße unterausgelastet.

Von der schwachen Investitionsneigung

der Unternehmen waren vor allem die Ausrüstungsinvestitionen

betroffen, die im Jahresdurchschnitt

um ein Fünftel nachgaben. Bei den gewerblichen

Bauinvestitionen war die konjunkturelle Abschwächung

hingegen weit weniger ausgeprägt. Die

öffentlichen Bauinvestitionen haben sich durch die

staatliche Konjunkturstabilisierung insbesondere


im zweiten Halbjahr 2009 substanziell belebt. Der

private Konsum leistete mit einem Zuwachs von

0,2 Prozent insgesamt einen bedeutenden Stabilisierungsbeitrag.

Dieser war jedoch auf die erste

Jahreshälfte beschränkt und in erster Linie auf fiskalpolitische

Maßnahmen zurückzuführen.

Der Arbeitsmarkt hat im vergangenen Jahr trotz

Konjunkturabkühlung sehr verhalten reagiert. Die

Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen,

belief sich nach Angaben der Bundesagentur

für Arbeit im Jahresdurchschnitt auf 8,2 Prozent

– gegenüber 7,8 Prozent im Vorjahr.

Der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten

Haushalte in Deutschland stieg nach Berechnungen

des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt

2009 gegenüber 2008 um 0,4 Prozent. Der

für europäische Zwecke berechnete harmonisierte

Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Jahresdurchschnitt

2009 um 0,2 Prozent gestiegen.

Regionale Wirtschaft fasst wieder Tritt

Im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken hat sich die Wirtschaftslage

im 4. Quartal 2009 weiter verbessert,

die heimische Wirtschaft fasst langsam wieder Tritt.

Insgesamt bleibt die konjunkturelle Entwicklung

aber nach wie vor unbefriedigend. Verfestigt hat

sich hingegen der Trend zu einer optimistischeren

Geschäftserwartung. Das ist das Ergebnis der regelmäßig

durchgeführten Konjunkturbefragung, bei

der die regionalen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage

beurteilen. Mittlerweile berichtet mehr

als jedes dritte Unternehmen wieder von steigenden

Auftragseingängen. In der Industrie hat sich der

Aufwärtstrend fortgesetzt. Bei einer verbesserten

Auftragslage zeigen auch die Exporterwartungen

der Unternehmen nach oben. Während im Großhandel

die Lage spürbar weniger negativ beurteilt wird,

äußerten sich das Baugewerbe und der Einzelhandel

über ihre Geschäftssituation unzufriedener. Bei

verbesserten Geschäftserwartungen gehen die Unternehmen

von einer Verlangsamung des Personalabbaus

aus.

Das baden-württembergische Handwerk hat sich

seit Sommer 2009 stabilisiert. Auch die Handwerkskonjunktur

in der Region Heilbronn-Franken zieht

von einem niedrigen Niveau aus wieder leicht an.

Vor allem die Geschäftserwartungen werden von

den Unternehmen deutlich zuversichtlicher gesehen.

Die Erholungstendenzen dürften sich damit

auch in 2010 fortsetzen. Dies hat die Konjunkturumfrage

der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

unter ihren Mitgliedsbetrieben zum Jahresende

2009 ergeben. 35,9 Prozent der Betriebe bewerteten

am Jahresende 2009 ihre künftigen Geschäftsaussichten

mit guten Noten. Ein Jahr zuvor blickten

nur 26,5 Prozent der Befragten zuversichtlich nach

vorn. Rund ein Viertel der Handwerksfirmen gibt

derzeit eine düstere Geschäftsprognose ab. Die aktuelle

Geschäftslage wird von den Handwerksfirmen

dagegen kaum besser beurteilt als Ende 2008. So

liegt der Anteil der Positivmeldungen zur aktuellen

Geschäftslage mit 33,6 Prozent nur wenig über dem

Vorjahreswert. Derzeit geben sogar mehr Betriebe

als vor Jahresfrist eine schlechte Einschätzung zur

Geschäftslage ab. Der Konjunkturindikator für das

Handwerk der Region Heilbronn-Franken lag Ende

2009 bei 9,5 Punkten. Dieser Stimmungsbarometer

liegt deutlich über dem Vorjahreswert (4,4 Punkte).

Der Arbeitsmarkt in der Region verschlechterte sich.

Die Arbeitslosenquote im Stadt- und Landkreis

Heilbronn bezogen auf abhängige Erwerbspersonen

lag Ende 2009 bei 6,3 Prozent – Ende 2008 waren es

lediglich 5,1 Prozent.

Nach Feststellungen des Statistischen Landesamtes

Baden-Württemberg wurden im Jahr 2009 bei den

Amtsgerichten Baden-Württembergs insgesamt

2.850 Unternehmensinsolvenzen entschieden – fast

ein Drittel mehr als im Vorjahr. In der Stadt und im

Landkreis Heilbronn hat sich die Lage ebenfalls verschlechtert.

Nach 121 Unternehmensinsolvenzen im

Jahr 2008 stieg die Zahl im Jahr 2009 auf 132.

Entwicklungen in der Sparkassen-Organisation

Die Kreissparkasse Heilbronn ist Mitglied des Sparkassenverbandes

Baden-Württemberg (SVBW). Dieser

ist zusammen mit dem Land Baden-Württemberg

und der Stadt Stuttgart Träger der Landesbank

Baden-Württemberg (LBBW). Der SVBW hat sich zusammen

mit den weiteren Trägern entsprechend seinem

Stammkapitalanteil im Geschäftsjahr 2009 an

der Bereitstellung von zusätzlichem Eigenkapital für

die LBBW beteiligt und eine Rückgarantie zusammen

mit der Stadt Stuttgart gegenüber dem Land

5


6

Baden-Württemberg aus einer Risikoimmunisierung

für die LBBW übernommen.

In einer Credit-Opinion vom 18. Januar 2010 hat die

Rating-Agentur Moody’s das Verbundrating von Aa2

für die Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen

erneut bestätigt. Beim Bank-Finanzkraftrating

stellte Moody´s für die Sparkassen-Finanzgruppe

ein C+ fest. Die Ratingagentur sieht dabei

die Sparkassen weiterhin als gut kapitalisiert an, so

dass die Entwicklung der Landesbanken als der

2. Wirtschaftsbericht

Bilanzsumme in 2009 konsolidiert

Entwicklung von Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

8.500

8.000

7.500

7.000

6.500

in Mio.€

7.055

6.947

7.132

7.013

bedeutende Faktor für das Finanzkraftrating der

Sparkassen-Finanzgruppe angesehen wird. Die Bestätigung

für den Haftungsverbund zeigt weiterhin

die Leistungsfähigkeit und Stabilität vor allem der

Sparkassen. Die Sparkassen-Finanzgruppe wird

trotz der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise

als leistungsstarke Einheit wahrgenommen und

verfügt aus Sicht der Agentur auch zukünftig über

eine starke Finanzkraft sowie über solide Unterstützungsmechanismen.

Bestand 31.12.2009 Veränderungen 2009

Geschäftsvolumen 7.668 Mio. € - 425 Mio. € - 5,2%

Bilanzsumme 7.536 Mio. € - 386 Mio. € - 4,9%

Geschäftsvolumen = Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten

7.403

7.240

2005 2006 2007 2008 2009

8.093

7.923

7.668

7.536

Geschäftsvolumen Bilanzsumme


Angesichts des unverändert schwierigen Marktumfeldes,

der ungünstigen wirtschaftlichen Rahmen -

be dingungen in 2009 und im Vergleich zu Mitbewerbern

sowie anderen Sparkassen im baden-

württem bergischen Verbandsgebiet stellt uns der

Ge schäftsverlauf in 2009 durchaus zufrieden. Die

Bilanz sum me wurde im Berichtsjahr um 4,9 Prozent

reduziert, das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme und

Eventualverbindlichkeiten) ging im Berichts jahr

ebenfalls um 5,2 Prozent zurück. Damit ist der starke

Anstieg im Vorjahr als Ausfluss der damaligen Markt-

Kreditgeschäft beeinflusst von gesamtwirtschaftlicher Entwicklung

Bestand 31.12.2009 Veränderungen 2009

Kundenkreditvolumen 4.484 Mio. € - 98 Mio. € -2,1%

inkl. Eventualverbindlichkeiten

Forderungen an Kreditinstitute 816 Mio. € 43 Mio. € 5,5%

Wertpapiervermögen 2.094 Mio. € - 323 Mio. € - 13,4%

Entwicklung Aktivgeschäft

5.500

4.500

3.500

2.500

1.500

500

-500

in Mio. €

4.157

2.056

559

4.221

4.444

1.964 1.949

672

714

2005 2006 2007 2008 2009

Kundenkreditvolumen

Das Kreditgeschäft mit unseren Kunden zeigt Spuren

der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.

Zum 31.12.2009 betrugen die gesamten Kundenkredite

4,5 Milliarden Euro. Wir liegen mit einer Entwicklung

von -2,1 Prozent etwas ungünstiger als der

Durchschnitt der baden-württembergischen Spar-

verwer fun gen in der Bilanz wieder kompensiert.

Position als Marktführer unverändert gehalten

In einer Marktanalyse, die vom Sparkassenverband

Baden-Württemberg in regelmäßigen Abständen

durchgeführt wird, erzielen wir seit Jahren hohe

Wer te bei der Marktverteilung im Girogeschäft.

Damit sind wir mit großem Abstand Marktführer in

der Stadt und im Landkreis Heilbronn.

4.582

2.418

773

4.484

2.094

Wertpapiervermögen Forderungen an Kreditinstitute

kassen. Das Investitionsverhalten der Unternehmen

in der Region war in 2009 verhalten, so dass nur

eine moderate Ausweitung des gewerblichen Kreditvolumens

erfolgte. Die Ausleihungen an Privatkunden

im Segment Baufinanzierungen haben sich

2009 hingegen reduziert.

816

7


8

Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich

um 43 Millionen Euro auf 816 Millionen Euro.

Das Wertpapiervermögen der Sparkasse hat sich im

Jahr 2009 um 323 Millionen Euro oder 13,4 Prozent

auf 2.094 Millionen Euro reduziert. Die Reduzierung

resultiert im Wesentlichen aus dem Auslaufen von

Kurzfristige Einlagen unverändert mit starkem Wachstum

Bestand 31.12.2009 Veränderungen 2009

Mittelaufkommen von Kunden 4.480 Mio. € 92 Mio. € 2,1%

Darunter:

Spareinlagen 1.979 Mio. € 333 Mio. € 20,2%

Sichteinlagen 1.825 Mio. € 482 Mio. € 35,9%

Sonstige Einlagen 628 Mio. € - 733 Mio. € - 53,9%

Nachr. Verbindlichkeiten 48 Mio. € 9 Mio. € 23,1%

Verbriefte Verbindlichkeiten 816 Mio. € - 158 Mio. € - 16,2%

Verbindlichkeiten ggü. 1.742 Mio. € - 347 Mio. € - 16,6%

Kreditinstituten

Entwicklung Passivgeschäft

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000

0

in Mio.€

3.960 3.962

1.687 1.675

879

Mittelaufkommen von Kunden

931

4.039

1.736

996

2005 2006 2007 2008 2009

Das Mittelaufkommen von Kunden hat sich um 92

Millionen Euro bzw. 2,1 Prozent ausgeweitet und beläuft

sich auf 4,5 Milliarden Euro. Damit liegen wir in

Sondergeschäften, die im Jahr 2008 zu Generierung

von Zusatzerträgen abgeschlossen wurden. Die Anlage

freier Mittel dient vor allem der Ertragsstabilisierung

und der Liquiditätsreserve. Das Portfolio

eigener Anlagen setzt sich überwiegend aus festverzinslichen

Wertpapieren guter Adressen zusammen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbriefte Verbindlichkeiten

4.388

2.089

974

4.480

1.742

der Entwicklung unter dem Verbandsdurchschnitt

der baden-württembergischen Sparkassen. Die Spareinlagen

haben in 2009 eine Renaissance erlebt

816


und weisen zum Stichtag 2,0 Milliarden Euro auf.

Wachstumseffekte ergaben sich auch aus den Sichteinlagen

mit 482 Millionen Euro bzw. 35,9 Prozent -

hier vor allem aus Einlagen bei den Tagesgeldkonten.

Hier spiegelt sich der Trend der Kunden zu sehr kurzen

Anlageformen wider, was sich auch im Rückgang

der befristeten sonstigen Einlagen niederschlägt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

haben sich um 347 Millionen auf 1.742 Millionen

Euro reduziert. Wesentliche Ursache war der Wegfall

des Refinanzierungsbedarfs für die auslaufenden

Son dergeschäfte im Wertpapierbereich.

Durch den Verzicht auf eine Verlängerung wurde die

ursprüngliche Erwartung einer moderaten Bilanzausweitung

für 2009 nicht realisiert.

Dienstleistungsgeschäft

Die Aktienmärkte waren im Jahr 2009 von starken

Schwankungen geprägt. Im ersten Quartal dominierten

Finanzkrise und Konjunkturängste und eine daraus

resultierende extreme Risikoaversion das Anlageverhalten.

Mitte März stürzte der DAX mit rund

3.600 Punkten auf ein Fünfjahrestief ab. Unmittelbar

darauf begann eine beeindruckende Aufholjagd. Diese

Entwicklung spiegelt sich auch bei den Wertpapierkäufen

und -verkäufen der Kunden der Kreissparkasse

Heilbronn wider. 2009 gingen die Wert -

papierumsätze mit Kunden deutlich zurück. Im Ver -

gleich zum Vorjahreszeitraum verloren sie 47,1 Pro -

zent und belaufen sich zum 31.12.2009 auf 631 Mil -

lionen Euro. Einzig im Bereich festverzinsliche Wert -

papiere stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjah-

reszeitraum um 22 Prozent.

Die Anzahl aller von der Sparkasse verwahrten Kundendepots

inklusive DekaBank Depots ging im Jahr

2009 um 3,8 Prozent auf fast 52.500 Stück zurück.

In diesen Depots verwahren die Kunden der Kreissparkasse

Heilbronn insgesamt über 1,3 Milliarden

Euro an Wertpapiervermögen – 20 Millionen mehr

als noch 2008.

Die Kreissparkasse Heilbronn konnte durch die positive

Entwicklung der LBS-Eigenheimrente im Jahr

2009 ca. 4.300 Bausparverträge mit einem Volumen

von 143 Millionen Euro abschließen. Dabei stieg die

durchschnittliche Bausparsumme je Bausparvertrag

um 3.000 Euro auf 33.000 Euro je Vertrag.

Die Erträge im Versicherungsgeschäft konnten im

Vorjahreszeitraum um über 20 Prozent gegenüber

dem Vorjahr gesteigert werden. Das Neugeschäft

bei Kompositversicherungen der Sparten Gebäude,

Hausrat und Haftpflicht stieg im Vergleich zu 2008

um 39 Prozent. Dagegen machte sich im Bereich

Altersvorsorge die durch die Krise derzeit sinkende

Bereitschaft der Bevölkerung bemerkbar, in die persönliche

Altersvorsorge zu investieren. Die abgeschlossene

Bewertungssumme ging im Vorjahresvergleich

um rund 16 Prozent zurück.

Bei der Vermittlung von Wohnimmobilien konnte

die Kreissparkasse ihre Position als größter Immobilienmakler

der Region stärken. Insgesamt wurden

3,3 Prozent mehr Objekte verkauft als noch im Vorjahreszeitraum.

Das Objektvolumen mit nahezu 34

Millionen Euro bedeutet das beste Ergebnis seit Bestehen

der Immobilienvermittlung bei der Kreissparkasse

Heilbronn.

Die schwache Konjunktur und der Einbruch der Auftragseingänge

aus dem Ausland spiegeln sich auch

im kommerziellen Auslandsgeschäft wider. Die Umsätze

gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um

11 Prozent zurück. Die Kreissparkasse Heilbronn

stellt mit einem Team von zwölf Mitarbeitern vor Ort

ihren export- und importorientierten Firmenkunden

ein vollständiges Produktprogramm zur Verfügung.

Über den Country Desk, das internationale Netzwerk

der deutschen Sparkassen, begleiten die Sparkassenberater

die Kunden bei ihren weltweiten Investitionen.

Dass die Kreissparkasse Heilbronn ihre Kunden bei

der Bewältigung der Finanzkrise intensiv begleitet,

zeigt sich auch an der Kreditvergabe mit Fördermitteln.

Die Programme der Förderbanken und die in

Baden-Württemberg bestehende gute Förderstruktur

wurden von den Kunden gut genutzt. Das Volumen

hat sich im 2. Halbjahr 2009 im Vergleich zur

ersten Jahreshälfte nahezu verdreifacht.

Derivate leicht über Vorjahresniveau

Das außerbilanzielle Geschäftsvolumen in Derivaten

liegt im Berichtsjahr leicht über Vorjahresniveau.

Die Neuabschlüsse betreffen Positionen der Zins-

9


10

buchsteuerung, ebenso wird ein Teil für die kurzfristige

Sicherung von Eigenhandelspositionen gegen

Kursschwankungen oder zu Tradingzwecken eingesetzt.

Weiter verstärkt hat sich der Trend, zur Sicherung

von Zins- und Währungsrisiken Derivategeschäfte

auch mit Firmenkunden abzuschließen. Das

Gesamtvolumen an Nominalwerten in Derivaten

belief sich zum Jahresende auf 4,6 Milliarden Euro.

Kre ditderivate wurden nicht abgeschlossen.

Eigenhandel nach schwierigem Auftakt per Saldo

erfolgreich

Das Jahr 2009 begann an den Finanzmärkten wie

das Jahr 2008 gelaufen war: die Aktien gingen bis

Anfang März weiter auf Talfahrt, der Interbankmarkt

war in Teilen sehr schwierig und die Geschäftstätigkeit

in vielen Sektoren auf sehr niedrigem Niveau.

Die Notenbanken stellten Liquidität in noch nie

erlebtem Umfang zur Verfügung und entwickelten

immer neue Instrumente, die es bis dahin noch nie

gegeben hatte. Die Summen an Geld, die dabei ge-

schaffen wurden, überstiegen die Vorstellungskraft

von fast allen Marktteilnehmern.

Vermögenslage

Nachdem Anfang März insbesondere an den weltweiten

Aktienmärkten Weltuntergangsstimmung

herrschte, begannen die Maßnahmen der Notenbanken

zu wirken und es begann eine Erholung an den

Aktienmärkten, die niemand für möglich gehalten

hätte. Vom Jahrestief im März stieg beispielsweise

der DAX um fast 70 Prozent bis Jahresende.

Aber nicht nur die Aktien stiegen. Alle risikobehafteten

Anlageformen profitierten von dieser Entwicklung

und z. B. die Creditspreads von Unternehmensanleihen

gingen so stark zurück wie noch nie zuvor

in der Vergangenheit innerhalb eines Jahres. Somit

stellte die Entwicklung ab März quasi ein Spiegelbild

zu den sehr schwierigen Monaten in 2008 und

insbesondere nach der Lehman-Insolvenz dar. Diese

Entwicklung führte zu einem fast vollständigen Ausgleich

der Belastungen des Jahres 2008.

Auch das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften

kon nte von der per Saldo erfreulichen Entwicklung

an den Finanzmärkten mit einem deutlichen Plus

profitieren.

Mio. € in % des Geschäftsvolumens

31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008

Kundenkreditvolumen inklusive

Eventualverbindlichkeiten 4.484 4.582 58,5 56,6

Forderungen an Kreditinstitute 816 773 10,6 9,6

Wertpapiervermögen 2.094 2.418 27,3 29,9

Sonstige Vermögenswerte 273 320 3,6 4,0

Mittelaufkommen von Kunden 4.480 4.388 58,4 54,2

Verbriefte Verbindlichkeiten 816 974 10,6 12,0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.742 2.089 22,7 25,8

Sonstige Passivposten 198 240 2,6 3,0

Eigene Mittel 432 402 5,6 5,0


Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist im Vergleich

zum Verbandsdurchschnitt unverändert

durch ein überdurchschnittliches Kundenkreditvolumen,

Wertpapiervermögen sowie ein überdurchschnittliches

Volumen an verbrieften Verbindlichkeiten

gekennzeichnet. Dem gegenüber weisen wir

unterdurchschnittliche Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten sowie ein

unterdurchschnittliches Mittelaufkommen von Kunden

auf. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich eine

Reduzierung des Wertpapieranteils.

Kernkapitalquote nach Solvabilitätsverordnung

9,0

8,0

7,0

6,0

5,0

4,0

3,0

Kernkapitalquote

7,8

8,0 8,0

7,9

8,0

8,1

8,5

8,7 8,7

8,6 8,6

4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0

Dez 08 Jan 09 Feb 09 Mär 09 Apr 09 Mai 09 Jun 09 Jul 09 Aug 09 Sep 09 Okt 09 Nov 09 Dez 09

Untergrenze

Für alle erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurde

Risikovorsorge getroffen. Außerdem besteht entsprechend

den Möglichkeiten des § 340f HGB zur

Sicherung gegen die besonderen Risiken der Kreditinstitute

zusätzlich Vorsorge in angemessener

Höhe. Ferner wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken

nach § 340g HGB 2009 mit 15 Millionen Euro

dotiert. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden

mittelbaren Pensionsverpflichtungen verweisen

wir auf die Darstellung im Anhang.

Finanzlage

Die Überwachung und Steuerung unserer Zahlungsbereitschaft

erfolgen auf Basis der im Rahmen des

Sparkassen-Prognosesystems für die Liquiditäts-

und Finanzplanung zur Verfügung gestellten Daten.

Die Zahlungsfähigkeit unserer Sparkasse war im Geschäftsjahr

auf Grund einer planvollen und ausgewo-

Das Verhältnis des Kernkapitals gemäß § 10 KWG bezogen

auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva

und der Marktrisikopositionen überschreitet zum

31. Dezember 2009 sehr deutlich den vorgeschriebenen

Mindestwert von 4,0 Prozent.

Die Gesamtkennziffer nach § 2 Abs. 6 SolvV überschreitet

den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von

8,0 Prozent ebenfalls sehr deutlich.

8,5

genen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die

Finanzmarktkrise hatte für die Liquidität unseres

Hauses keine Konsequenzen. Die eingeräumten

Kre dit- bzw. Dispositionslinien bei der Deutschen

Bundesbank und der Landesbank Baden-Württemberg

wurden teilweise in Anspruch genommen. Zur

Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden

entsprechende Guthaben bei der zuständigen Zentralbank

unterhalten.

Zum Jahresende errechnete sich für die Liquiditätskennzahl

nach Liquiditätsverordnung, die zur bankaufsichtlichen

Beurteilung der Liquiditätslage dient,

ein Wert von 4,0. Der Wert liegt damit unverändert

über dem Durchschnitt der deutschen Banken (1,6

laut Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank

2009). Die Anforderungen der Liquiditätsverordnung

(Mindestwert 1,0) wurden 2009 jederzeit deutlich

überschritten.

8,6

11


12

Entwicklung der Liquiditäts-Kennziffer nach Liquiditätsverordnung

Ertragslage

4,0

3,5

3,0

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0,0

LiqV-Kennzahl

2,8

2,3

2,6

2,9

1,9

2,2

2,8

1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0 1,0

Dez 08 Jan 09 Feb 09 Mär 08 Apr 09 Mai 09 Jun 09 Jul 09 Aug 09 Sep 09 Okt 09 Nov 09 Dez 09

Untergrenze

2,5

2009 Veränderungen 2009

Mio. €

2,3

% der DBS

Zinsüberschuss (1-3) 131,6 1,61 -6,5 -4,7

Provisionsüberschuss (5,6) 40,2 0,49 0,6 1,5

Verwaltungsaufwand 107,5 1,32 -3,3 -3,0

Personalaufwand (10a) 74,3 0,91 0,3 0,4

Sachaufwand (10b, 11) 33,2 0,41 -3,6 -9,7

Nettoergebnis aus Finanzgeschäften (7) 3,7 0,05 1,2 47,4

Sonstige betriebl. Erträge/ Aufwendungen (8, 12) 1,1 0,01 -0,8 -42,7

Bewertungsergebnis (13-16) -26,9 - 0,33 22,8 -45,9

Zuführung Fonds für allgemeine Bankrisiken (13a) 15,0 0,18 15,0 -

Saldo sonstige Positionen* -0,2 0,00 0,0 0,0

Steuern (23) 11,5 0,14 5,4 90,3

Jahresüberschuss 15,5 0,19 0,1 0,8

2,0

Mio. €

(laufende Nummer lt. Gewinn- und Verlustrechnung) * = (4, 9, 17, 18, 20, 21, 24), DBS = durchschnittliche Bilanzsumme

2,3

3,4

4,0

%


Ertragskennziffern in % der DBS

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0,0

1,96

2,01

1,50 1,47

0,45

0,53

2005 2006 2007 2008 2009

Der im Berichtsjahr um 6,5 Millionen Euro auf 132

Millionen Euro reduzierte Zinsüberschuss (Saldo

aus GV-Posten 1, 2 und 3) ist unverändert die bedeutendste

Ertragsquelle unseres Geschäfts. Belastend

waren neben dem starken Margendruck aus dem

Wettbewerbsumfeld die deutlich rückläufigen Erträge

aus unserer Beteiligung an der LBBW. Daneben

ergaben sich Belastungen aus der Zinsentwicklung.

Der Provisionsüberschuss liegt mit 40 Millionen

Euro um 0,6 Millionen Euro über dem Vorjah res -

ni veau. Die Ausweitungen aus dem Versiche rungsbe

reich konnten die Belastungen aus dem unverändert

schwachen Wertpapierbereich mehr als kom -

pensieren.

Der Verwaltungsaufwand konnte um 3,3 Millionen

Euro reduziert werden. Geringere Bauaufwendun gen

nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen in unserer

Hauptstelle und reduzierte IT-Aufwendungen,

wel che immer noch von Skaleneffekten aus den Fusionen

der Rechenzentren profitieren, sind hier die

Hauptursache.

Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften in Höhe

von 3,7 Millionen Euro (Vorjahr 2,5 Millionen Euro),

das aus dem Handel mit Wertpapieren, Sorten,

De visen und Derivaten resultiert, bewegt sich über

Vorjahresniveau und konnte trotz der schwierigen

Marktverhältnisse erreicht werden. Der Saldo aus

den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen

liegt etwas unter dem Wert aus 2008.

Deutlich niedrigere Aufwendungen (27 Millionen

Euro) ergaben sich aus der Bewertung von Forderun-

1,81

1,43

0,55

Zinsüberschuss Verwaltungsaufwand

Provisionsüberschuss

1,82

1,46

0,52

gen, Wertpapieren und Beteiligungen. Der Bedarf

für Wertberichtigungen im Kreditbereich und bei Beteiligungen

hat sich stark erhöht, alle erkennba ren

Risiken werden voll abgeschirmt. Für Beteiligun gen

wurden angemessene Bewertungskorrekturen auf

Basis des Niederstwertprinzips vorgenommen. Daneben

besteht unverändert ein hohes Niveau an

Vor sorge für das allgemeine Kreditrisiko.

Deutliche Entlastungen haben sich aus den erholten

Wertpapiermärkten ergeben. Die im Vorjahr gebilde

ten hohen Abschreibungen konnten weitgehend

wie der aufgelöst werden.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von

15,5 Millionen Euro liegt um 0,1 Millionen Euro über

dem Vorjahr und entspricht dem erwarteten Ergebnis.

Er sichert den Kapitalbedarf der Sparkasse, der

für eine weiter steigende Geschäftsentwicklung erforderlich

ist, in ausreichendem Umfang.

Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses

setzen wir für interne Zwecke den sogenannten

»Betriebsvergleich« der Sparkassenorganisation

ein, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse

der Ergebnisse unserer Sparkasse in Relation zur

Durchschnittsbilanzsumme erfolgt. Das Betriebsergebnis

vor Bewertung liegt danach unter dem Durchschnitt

der baden-württembergischen Sparkassen

ähnlicher Größenordnung und kann als noch zufriedenstellend

bezeichnet werden. Nach Vornahme

aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen haben

wir ein ebenfalls unter dem Durchschnitt der badenwürttembergischen

Sparkassen liegendes Betriebs-

1,61

1,32

0,49

13


14

ergebnis nach Bewertung zu verzeichnen, welches

alle Bewertungserfordernisse abdeckt und ebenfalls

Mitarbeiter

noch zufriedenstellend ist.

Bestand Veränderungen 2009

31.12.2009

Anzahl

Mitarbeiter 1.647 -21 -1,3

Vollzeitbeschäftigte 1.073 -36 -3,2

Teilzeitbeschäftigte 445 15 3,5

Auszubildende 129 0 0,0

Bankspezifisch Beschäftigte 1.267 -12 -0,9

Nichtbankspezifisch Beschäftigte 77 - 1 - 1,3

Freigestellte Mitarbeiter 174 -8 -4,4

Mitarbeiter mit ATZ-Regelungen 85 -1 -1,2

Die Gesamtzahl der Beschäftigten sank 2009 um

1,3 Prozent auf 1.647. Die Zahl unserer Ausbildungsplätze

liegt mit 129 auf Vorjahresniveau. Wir bleiben

nach wie vor einer der größten Ausbildungsbetriebe

in der Region. Insgesamt 1.267 Mitarbeiter waren

zum 31.12.2009 in bankspezifischen Bereichen beschäftigt.

31 junge Menschen, die ihre Ausbildung

mit Erfolg beendeten, übernahmen wir in das unbefristete

Angestelltenverhältnis, 12 in ein befristetes.

Zum 31.12.2009 nahmen 85 Mitarbeiter Altersteilzeitregelungen

in Anspruch.

Kreissparkasse Heilbronn – Gut für die Region

Die Verantwortung für Wirtschaft und Gesellschaft

in der Region ist zentraler Eckpfeiler der Unternehmenskultur

der Sparkasse Heilbronn. Das Geldinstitut

ist Marktführer in der Stadt und im Landkreis

Heilbronn und dort einer der großen Arbeitgeber

bzw. kaufmännischer Ausbilder. Die Kreissparkasse

garantiert auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

die ausreichende Kreditversorgung von produzie renden

und Dienstleistungsunternehmen aus Industrie,

Gewerbe, Handel, Handwerk und Selbständigen

in unserer Region. Auch die Steuerzahlungen sind

nicht außer acht zu lassen: An Bund, Land und

Kommunen hat die Sparkasse allein in den letzten

fünf Jahren fast 80 Millionen Euro an Steuern bezahlt.

Die Förderung vielfältiger Initiativen und Maßnahmen,

die weit über das normale Finanzdienstleistungsgeschäft

hinausgehen, sieht die Kreissparkasse

als Ausdruck der eigenen Identität und als

weitere Interpretation ihres öffentlichen Auftrages

an. Das öffentliche Leben in der Region fördert sie

durch die Unterstützung von Vereinen, Verbänden

und Initiativen, die die Stadt und den Landkreis

Heilbronn durch ihre Aktivitäten in der Kultur, im

Sport und im sozialen Bereich lebenswerter machen.

Nimmt man die ausgeschütteten Stiftungserträge,

die Spenden und die sonstigen Sponsorbeiträge

zusammen, so kommen für das Jahr 2009

2,5 Millionen Euro der Region zugute.

Darüber hinaus setzt das Institut regelmäßig einen

zeitgemäßen Marktauftritt um – zehn bis zwölf

Filialen werden jährlich auf den neuesten Stand der

Kun denbedienung gebracht. Dafür investiert die

Sparkasse im Durchschnitt fünf bis zehn Millionen

Euro pro Jahr. Bei all diesen Umbauten streben die

Verantwortlichen an, möglichst viele Aufträge an

%


heimische Handwerker und Unternehmen zu vergeben.

Auch das zeichnet die Sparkasse aus. Im Jahr

2009 wurde zudem ein zusätzlicher GAA-Standort

geschaf fen, 2010 kommen zwei weitere hinzu. In

Heilbronn-Böckingen werden Standorte in einem

zentralen Filialneubau zusammengefasst.

Durch den Einsatz systematischer Vertriebs- und

Führungsprozesse wird bei der Kreissparkasse Heilbronn

die umfassende ganzheitliche Betreuung der

Kunden in den Mittelpunkt gestellt. Auch in Zukunft

wird die Kreissparkasse ihren Kunden in allen Finanzangelegenheiten

als verlässlicher und innovativer

Partner zur Seite stehen und sich konsequent

an den Bedürfnissen, Erwartungen und Wünschen

der Kunden orientieren. Jeder Kunde kann ganz

nach seinen persönlichen Präferenzen alle Vertriebskanäle

der Sparkasse nutzen, ob Filiale, Selbstbedienungsgeräte,

Internet, Telefon oder auch den Mobilen

Berater.

3. Risikobericht

Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und

gezielte Transformation von Risiken sind Kernfunktionen

von Kreditinstituten. Deshalb wurde als

Bestandteil der Unternehmenssteuerung von der

Ge schäftsleitung der Sparkasse ein Risikomanagement

installiert, das der Identifizierung, Beurteilung,

Steu erung, Überwachung und Kommunikation

von Risi ken dient.

Für die Umsetzung der strategischen Zielsetzung

eines risiko- und ertragsadäquaten Einsatzes des

Kapitals müssen Risiken frühzeitig erkannt werden

und den im Rahmen des Risikomanagements zuständigen

Stellen die zur Steuerung erforderlichen

Informationen vollständig und zeitnah zur Verfügung

gestellt werden.

Um den Anforderungen sich kontinuierlich verändernder

Rahmenbedingungen gerecht zu werden,

passen wir unsere Strategien, Konzepte, Verfahren,

Instrumente sowie die aufbau- und ablauforganisatorischen

Regelungen stetig an. Bezüglich ihrer gesetzten

Strategien und implementierten Prozesse

hält die Sparkasse die Mindestanforderungen an

das Risikomanagement (MaRisk) ein. Die Anforderungen

der 2. MaRisk-Novelle vom 14. August 2009

wurden zum 31.03.2010 umgesetzt.

Bei den von uns getätigten Geschäften liegen die

wesentlichen Risiken in den Adressenausfallrisiken,

insbesondere im Kundenkredit- und Beteiligungsgeschäft,

in den Marktpreisrisiken, hier vor allem im

Zinsänderungsrisiko und in den Kursrisiken des

Wertpapiergeschäftes, im Liquiditätsrisiko sowie in

den operationellen Risiken.

3.1 Risikomanagement der Sparkasse

Der Vorstand legt neben der geschäftspolitischen

Zielsetzung die wesentlichen strategischen und

methodischen Ausrichtungen sowie die Höhe des

zulässigen Gesamtbankrisikos fest. Dies beinhaltet

auch die Ableitung des Risikodeckungspotenzials

im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes und

seine Verteilung auf die Geschäftsfelder. Der Verwaltungsrat

wird über die Risikosituation der Sparkasse

durch den Vorstand vierteljährlich informiert.

Die Aufgabe der Risikosteuerung wird dezentral

durch die Managementeinheiten in den verschiedenen

Geschäftsbereichen wahrgenommen.

Die Steuerung der Adressenausfallrisiken erfolgt in

den Marktbereichen des Kreditgeschäftes. Auf Basis

der jeweiligen rating- und betragsabhängigen Kreditkompetenzen

geben die Marktbereiche in Form

ei nes Erstvotums eine erste Risikoeinschätzung ab.

Die Marktfolgeeinheit nimmt im Rahmen des Zweitvotums

die Kreditanalyse und -überwachung auf

Einzelgeschäftsebene wahr. Entscheidungen über

Enga ge ments mit erhöhten latenten und akuten

Risi ken erfolgen durch den Bereich Kreditbetreuung

und Recht.

Der Geschäftsbereich Treasury und Handel steuert

in Abstimmung mit dem Handelsvorstand die Marktpreisrisiken.

Darüber hinaus steuert er auch die

Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften und

die Liquiditätsrisiken.

Die Abteilung Gesamtbanksteuerung koordiniert

den Prozess zur Ermittlung der operationellen Risiken,

überprüft das eingesetzte Instrumentarium,

analysiert bzw. überwacht die Entwicklung der Risiken

auf Basis der Risikolandkarte und erstellt jährlich

den Bericht über operationelle Risiken.

Um die Risiken aus neuen Produkten oder neuen

15


16

Märkten korrekt einschätzen zu können, werden die

Voraussetzungen für die Einführung vom Arbeitskreis

»Neue Produkte« analysiert und diskutiert. Bei

Handelsgeschäften wird vor dem laufenden Handel

grundsätzlich eine Testphase unter Einbindung der

betroffenen Organisationseinheiten durchgeführt.

Erst bei erfolgreichem Test und Vorhandensein geeigneter

Risikosteuerungsinstrumente beginnt der

laufende Handel.

Das zentrale Risikocontrolling hat, als aufbau- und

ablauforganisatorisch von den geschäftsverantwortlichen

Bereichen unabhängige Organisationseinheit,

die Funktion, die Adressenausfall-, Marktpreis-,

Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken auf

Portfolio- bzw. Gesamtinstitutsebene zu identifizieren,

zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu

berichten. Dem Risikocontrolling unterliegt die Methodenauswahl

und die Überprüfung der Angemessenheit

der eingesetzten Methoden und Verfahren.

Zusätzlich verantwortet das Risikocontrolling die

Umsetzung der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen

Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung

und die Ableitung und die

Überwachung von Risikolimiten.

Als prozessunabhängige Stelle unterstützt die Interne

Revision in ihrer Überwachungsfunktion den Vorstand

und die anderen Führungsebenen der Sparkasse.

Grundlage hierfür ist ein risikoorientierter

Prüfungsplan, der vom Vorstand genehmigt wurde.

Er bildet die Grundlage, auf der die Interne Revision

die Betriebs- und Geschäftsabläufe prüft und bewertet.

Darunter zählt auch die Prüfung des Risikomanagements,

der Risikosteuerung und -überwachung,

des internen Berichtswesens sowie der Ein -

haltung interner und externer Regelungen. Der

Fo kus liegt hierbei auf den Prozessen und Methoden

unter Beachtung der Grundsätze von Sicherheit,

Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit und

Zweckmäßigkeit. Dies trägt wesentlich zur Einhaltung

definierter Prozesse bei und unterstützt die

Weiterentwicklung und Verbesserung der Risikomanagementprozesse.

Wesentliche Feststellungen mit

Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage

haben sich im Geschäftsjahr 2009 nicht ergeben.

Phasen des Risikomanagementprozesses

In unserem System zur Analyse und Quantifizierung

der bestehenden Risiken unterscheiden wir fünf

Phasen im Risikomanagementprozess. Zuerst sollen

im Rahmen der Risikoidentifikation bestehende

und zukünftige Risiken identifiziert werden, um davon

ausgehend eine Klassifizierung durchführen zu

können. Hierzu zählen beispielsweise die bei neuen

Produkten oder komplexen Geschäften bestehenden

Risiken und deren Integration in das bestehende

System. Mit wesentlichen Risiken verbundene

Risikokonzentrationen werden im Rahmen der Risiko

identifikation berücksichtigt. Ziel der Risikobeur -

teilung ist, mit einer dem Risiko angemessenen

Me thode das Risiko zu messen und zu bewerten.

Da bei werden für die einbezogenen wesentlichen

Risi ken mathematisch-statistische Verfahren angewendet

oder angemessene Szenariobetrachtungen

(Normal-Case- bzw. Worst-Case-Szenarien) durchgeführt.

Die Risikosteuerung stellt sich als Gesamtheit

der Maßnahmen dar, die darauf abzielen, Risiken

einzugehen, zu verringern, zu begrenzen, zu

vermeiden oder zu übertragen. Die letzten Phasen

des Prozesses sind die Überwachung der vom Vorstand

festgelegten Limite und das Reporting der

Risikokennziffern sowie der Analyseergebnisse an

den Vorstand und die zuständigen Geschäftsbereiche

durch das Risikocontrolling. Neben der turnusmäßi

gen Berichterstattung über die wesentlichen

Risi ken gemäß MaRisk erfolgt auch eine bedarfsgerechte

Ad-hoc-Berichterstattung. Darüber

hinaus werden auch die Methoden der vorherigen

Prozessphasen und die Güte der verwendeten Daten

bzw. Ergebnisse kontrolliert sowie validiert.

Risikotragfähigkeit

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse ermittelt

die Sparkasse ihr Risikodeckungspotenzial.

Dabei stellen die installierten Verfahren zur Messung

und Steuerung der Risiken sicher, dass die wesentlichen

Risiken jederzeit durch das vorhandene

Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit

die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Sparkasse

setzt ein auf periodischer und wertorientierter Sichtweise

basierendes Risikotragfähigkeitskonzept ein.

Ausge hend vom maximalen periodischen Risikodeckungspotenzial

werden Abzugspositionen angesetzt,

die die Erhaltung der bilanziellen Eigenkapitalsubstanz

sicherstellen und Worst-Case-Szenarien

abdecken.


Der Vorstand legt jeweils gegen Ende eines laufenden

Jahres für das folgende Geschäftsjahr fest, welcher

Teilbetrag vom maximalen Risikodeckungspotenzial

zur Abdeckung der wesentlichen anzurech -

nenden Verlustrisiken zur Verfügung stehen soll.

Die bereits eingetretenen Verluste und die Risiken

werden regelmäßig auf das aus dem eingesetzten

Risikodeckungspotenzial abgeleiteten Limitsystem

angerechnet sowie an den Vorstand und das Aufsichtsorgan

berichtet.

Die Herleitung des maximalen wertorientierten Risikodeckungspotenzials

erfolgt über die Bewertung

von Vermögen und Schulden zu aktuellen Marktwerten;

es handelt sich insofern um den Barwert der

Sparkasse.

Risikostrategie

Beim Umgang mit unseren Geschäftsrisiken verfolgen

wir auf Basis der Risikotragfähigkeit eine Risikostrategie,

welche die Vermeidung existenzbedrohender

Risikolagen in den Mittelpunkt stellt. Dies

wird mit Hilfe installierter Risikolimite und effizienter

Kontrollsysteme sichergestellt.

Die Risikostrategie berücksichtigt die in der Geschäftsstrategie

niedergelegten Ziele und Planungen

der wesentlichen Geschäftsaktivitäten.

3.2 Überwachung und Steuerung

einzelner Risikoarten

3.2.1 Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken versteht man die Gefahr

eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls

vertraglich zugesagter Leistungen durch Geschäftspartner.

Die Kreissparkasse Heilbronn generiert ihr

Kundenkreditgeschäft auf Grund des Standortes,

ihres öffentlichen Auftrages und des Regionalprinzips

überwiegend aus der Privatkundschaft, Selbständigen

sowie der mittelständisch strukturierten

Firmenkundschaft im Stadt- und Landkreis Heilbronn.

Damit verbunden ist ein Kundenkreditportfolio,

welches die Wirtschaftsstruktur des Geschäftsgebietes

widerspiegelt. In den Leitlinien für

das Kreditgeschäft und Depot A wird für alle Geschäftssegmente

die Risikoneigung differenziert

nach Kundensegmenten und Risikoklassen defi-

niert. Diese Leitlinien werden jährlich überprüft

und mit dem weiteren Ausbau der Kreditportfoliosteuerung

sukzessive weiterentwickelt. Die Steuerung

der Adressenausfallrisiken des Kreditgeschäfts

geschieht unter besonderer Berücksichtigung der

Größenklassenstruktur, der Branchen, der gestellten

Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.

Die Begrenzung der Risiken im Kundenkreditgeschäft

genießt stets eine hohe Priorität. Für das Geschäftsjahr

2009 wurde im Firmen- und Gewerbegeschäft

als Ziel unverändert ein Wachstum der

Kredite lediglich bei besseren Bonitäten angestrebt.

Kreditvergaben mit bedeutenden Risikobeträgen

für die Sparkasse werden dem Kreditausschuss zur

Zustimmung vorgelegt.

Bonitätsbeurteilung

Zentrale Bedeutung für die kreditnehmerbezogenen

Adressenausfallrisiken hat die Bonitätsbeurteilung.

Zur Steuerung und Beurteilung der Kreditrisiken

setzt die Sparkasse verschiedene Rating- bzw.

Scoringmodule ein. Die Beurteilung basiert auf

einem mathematisch-statistischen Modell. Bei Firmen-

und Gewerbekunden ab einem Jahresumsatz

von 250 TEUR basiert die quantitative Beurteilung

auf einer systemgestützten Analyse der Jahresabschlüs

se. Das Ergebnis wird ergänzt durch die Beurteilung

der Geschäftsentwicklung, der Kapitaldienstfähigkeit

sowie der Qualität und Aktualität

der vorliegenden Unternehmenszahlen. Darüber

hinaus werden qualitative Faktoren wie die Unternehmensfüh

rung und die Branchenaussichten bewertet.

Zur Be urteilung der Kreditnehmerbonität

setzt die Sparkas se neben den von der Sparkassenorganisation

angebotenen Systemen (zum Beispiel

das Programm EBIL zur Einzelbilanzanalyse, das

Standard rating, das Immobiliengeschäftsrating, das

Kundenkompaktrating und das Kundenscoring zur

Risikoklassifizierung) umfangreiche eigene Entwicklungen

ein (Frühwarnsystem/Watchlist). Die Bonitätsbeurteilung

erfolgt durch erfahrene Mitarbeiter

unter Einbeziehung der Informationen der Firmenkundenbetreuer.

Darüber hinaus werden im Kundenkreditgeschäft

neben der reinen Kundenbonitätsbeurteilung auch

die Sicherheiten berücksichtigt. Entscheidend für

die Bonitätseinstufung sind die Einkommens- und

Vermögensverhältnisse und die daraus ermittelte

17


18

Zahlungsfähigkeit. Je nach Kundenbonität und Besicherung

hat die Sparkasse zusätzlich interne

Obergrenzen festgelegt.

Portfolioanalyse und Steuerung

Mit Hilfe eines Limitsystems sollen Risikokonzentrationen

festgestellt und gesteuert werden. Der Vorstand

wird vierteljährlich im Rahmen des Berichtes

über das Kreditgeschäft und Depot A über die Entwicklung

des Kreditportfolios informiert. Dieser

Bericht beinhaltet die Portfoliozusammensetzung

nach Bonitätsklassen, Branchen, Größenklassen

und Ländern. Er ermöglicht es uns, das Risikoportfolio

zeitnah zu bewerten und zu steuern.

Neben der vierteljährlichen Ermittlung des erwarteten

Verlustpotenzials wird eine regelmäßige

Analyse des Kreditportfolios mit Hilfe des Modells

»Credit Portfolio View« durchgeführt. Das Risikomaß

ist der Value-at-Risk und bezeichnet die über

den erwarteten Verlust hinausgehende potenzielle

Wertminderung, die innerhalb eines Jahres mit einer

Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent nicht überschritten

wird. Hierbei werden neben Kreditportfolioda

ten auch übergreifende Parameter wie Mi gra-

tionsmatrix, Ausfallzeitreihen sowie Einbringungs-

und Verwertungsquoten berücksichtigt.

Aufgrund der Ratingstruktur des Kreditvolumens beurteilen

wir die Adressenausfallrisiken als günstig.

Die risikoadjustierte Bepreisung von Krediten in

Abhängigkeit von der Bonität ist bereits seit 2001

eingeführt und wird in laufenden Prozessen weiter

verfeinert.

Risikovorsorge

Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend

überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht.

Sobald uns Informationen vorliegen, die auf eine

Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse

hinweisen, erfolgt eine außerordentliche Überprüfung.

Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge

orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit,

mit der der Kreditnehmer seinen ver -

traglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen

kann. Basis hierfür ist die Beurteilung der wirtschaftlichen

Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des

Kunden. Darüber hinaus erfolgt eine Bewertung der

Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert,

um einschätzen zu können, welche Zahlungen

nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet

werden. Die Wertberichtigungen, Rück stell -

ungen und Direktabschreibungen werden per An -

trag kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgt eine

regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und

ggf. daraus resultierend Anpassungen. Bei nachhaltiger

Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse

des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit

erkennen lassen oder bei einer zweifelsfreien

Kreditrückführung aus vorhandenen Sicherheiten,

erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung,

Fortschreibung und Auflösung der Risikovorsorge

erfolgt bei der Sparkasse in einem zentralen

System. Für latente Ausfallrisiken bildet die

Spar kasse Pauschalwertberichtigungen. Darüber

hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken

nach § 340f und § 340g HGB. In den Arbeitsanweisungen

sind die Berechnungsweisen sowie

die Prozesse zur Genehmigung der Risikovorsorgen

geregelt.

Handelsgeschäfte

Zur Begrenzung der Adressenausfallrisiken bei Handelsgeschäften

bestehen Limite je Partner. Diese Risiken

werden durch die sorgfältige Auswahl unserer

Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung

sowie im Bereich der Handelsgeschäfte

begrenzt. Die eingesetzten Instrumente versetzen

uns in die Lage, Adressenausfallrisiken zu

steu ern. Die Risikosituation in diesem Bereich beurteilen

wir auf der Grundlage externer Ratings und

Credit Spreads ebenfalls als günstig.

Beteiligungen

Die Gefahr eines finanziellen Verlustes aufgrund

von Wertminderungen des Beteiligungsportfolios

wird als Beteiligungsrisiko bezeichnet. Neben dem

Risiko eines potenziellen Wertverlustes besteht das

Risiko der Un- oder Unterverzinslichkeit der Anlagen.

Darüber hinaus besteht das Risiko steigender

Umlagen beim SVBW.

Bei den Verbundbeteiligungen der Sparkasse handelt

es sich im Wesentlichen um strategische Beteiligungen.

Sie dienen insbesondere der Stärkung des

Sparkassenfinanzverbundes sowie dem Ausbau der


Vertriebskanäle für die Produkte der Verbundunternehmen.

Die Verbundbeteiligungen sollen den Geschäftszweck

der Sparkasse langfristig unterstützen.

Teilweise werden die Beteiligungen auch indi -

rekt über den SVBW gehalten. Daneben bestehen

weitere Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung.

Die Beteiligungsrisiken werden angemessen in das

Risikotragfähigkeitskonzept der Sparkasse einbezogen.

Das Beteiligungscontrolling erfolgt für die

Verbundbeteiligungen durch den SVBW und für die

sons tigen Beteiligungen durch den Bereich Vorstandssekretariat

und Kommunikation. Das Beteiligungsrisiko

wird im Kontext der Adressrisiken ermittelt.

Die Methoden der Risikoermittlung werden

regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Die

Beteiligungsrisiken werden künftig auch über Stressszenarien

abgebildet. Neben der Risikoquantifizierung

erfolgt zusätzlich eine qualitative Beurteilung

der Unternehmensentwicklung, der strategischen

Ausrichtung sowie der Marktstellung des jeweiligen

Beteiligungsunternehmens. Die Steuerungs- und

Überwachungssysteme gewährleisten, dass die

Spar kasse ausreichend über die Situation bei den

einzelnen Beteiligungsunternehmen unterrichtet

ist.

Die Sparkasse ist Mitglied des SVBW, der sich, wie in

Abschnitt 1 »Rahmenbedingungen« dargestellt, an

der Bereitstellung von zusätzlichem Eigenkapital für

die LBBW beteiligt und eine Rückgarantie aus einer

Risikoimmunisierungsaktion für die LBBW übernommen

hat. Als Mitglied sind wir verpflichtet, über Umlagen

den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand

entsprechend dem maßgeblichen Umlage -

schlüssel abzudecken. Dies gilt auch für den Fall,

dass die erwarteten Erträge die aus den im Rahmen

dieser Konstruktionen möglicherweise entstehenden

Aufwendungen nicht abdecken. Auch unter Berücksichtigung

des Gesamtkreditengagements besteht

insoweit eine Risikokonzentration bezüglich

der Adresse LBBW. Ein akutes Risiko der Inanspruchnahme

aus diesen Verpflichtungen über die Verbandsumlage

ist derzeit nicht erkennbar.

Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG

(LBBH) durch die S-Finanzgruppe haben wir uns

über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband

ö. K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanz-

gruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditist

unterbeteiligt. In diesem Zusammenhang

besteht ein Aufwendungsersatzanspruch des DSGV

gegenüber den Unterbeteiligten für den Fall, dass

die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden

Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen

(im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht

abdecken. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 der Erwerbsgesellschaft

ist kein Verpflichtungsüberhang

aus dem Aufwendungsersatzanspruch zu erwarten.

Insgesamt betrachtet konzentriert sich das Beteiligungsrisiko

der Sparkasse derzeit vor allem auf die

großen Verbundbeteiligungen (LBBW, SV, LBBH,

SVBW).

3.2.2 Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken sind mögliche Ertragseinbußen,

die sich aus den Veränderungen der Marktpreise für

Wertpapiere und Devisen, aus Schwankungen der

Zinssätze, Credit Spreads und Kurse sowie aus den

hieraus resultierenden Preisänderungen der

De rivate ergeben. Marktpreisrisiken werden gesteuert

mit dem Ziel, Ertragschancen wahrzunehmen

ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu

belasten.

Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften des

Handels- und Anlagebuches

Für die Handelsgeschäfte der Sparkasse werden die

Marktpreisrisiken täglich auf Basis aktueller Marktpreise

und möglicher Marktpreisveränderungen

(Verlustpotenziale) ermittelt und auf die aus dem

Risikotragfähigkeitskonzept abgeleiteten Limite angerechnet.

Im Bereich der Handelsgeschäfte ist für

offene Positionen ein Verlust- und Risikolimitsystem

auf Basis der Vermögens- und Ertragssituation

der Sparkasse implementiert. Die Kursrisiken aus

Handelsgeschäften werden börsentäglich auf Basis

einer Value-at-Risk-Analyse gemessen und überwacht.

Die Sparkasse verwendet hierbei das Verfahren

der Historischen Simulation unter Zugrundelegung

eines Konfidenzniveaus von 99 Prozent sowie

eines rollierenden historischen Betrachtungszeitraums

von 250 Börsentagen. Als Haltedauer im Sinne

einer Risikobezugsperiode werden grundsätzlich

zehn Handelstage veranschlagt. Zum Jahresende

2009 ergibt sich ein Value-at-Risk von rund 22 Millionen

Euro mit einer Bandbreite von 18 bis 44 Millio-

19


20

nen Euro im Jahresverlauf. Das Verlustrisikolimit für

Handelsgeschäfte war in 2009 nur moderat ausgelastet.

Die Gesamtrisikosituation war jederzeit beherrschbar.

Die für extrem ungünstige Marktentwicklungen und

Störungen der Liquidität der Märkte durchgeführten

Stresstests zeigen, dass die Sparkasse auch hier die

Risikotragfähigkeitsgrenze nicht überschreitet. Das

System und die Validität der Prognosewerte werden

durch ein regelmäßiges Backtesting überprüft und

ständig verfeinert.

Über die Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften

wird der Vorstand börsentäglich durch die Abteilung

Gesamtbanksteuerung entsprechend den Anforderungen

der MaRisk informiert.

Gesamtinstitutsbezogenes Zinsänderungsrisiko

Die periodische Ermittlung des Zinsspannenrisikos

auf Gesamtinstitutsebene wird regelmäßig von der

Abteilung Gesamtbanksteuerung durchgeführt und

dem Vorstand monatlich zur Kenntnis gebracht.

Unter Berücksichtigung von de facto festverzinslichen

Posten und bei Zugrundelegung eines Zinsrückgangs

um 100 Basispunkte berechnet sich zum

Jahresende 2009 ein periodisches Zinsänderungsrisiko

von 1,3 Millionen Euro bzw. 0,02 Prozent der

durchschnittlichen Bilanzsumme. Ergänzend quantifiziert

und steuert die Sparkasse das Zinsänderungsrisiko

wertorientiert auf Basis des Risikomaßes

Value-at-Risk. Im Rahmen der Historischen

Simulation wird dabei ein Konfidenzniveau von 99

Prozent und eine Haltedauer von drei Monaten zugrunde

gelegt. Bezogen auf die festgelegten Limite

ergeben sich hier moderate Risikowerte. Darüber

hinaus wird regelmäßig die risikoadjustierte Performancekennziffer

RORAC (return on risk adjusted

capital) ermittelt, bei der die Mehrperformance in

Relation zum Risiko des Portfolios gesetzt wird. Die

ermittelten Kennziffern werden dem Vorstand ebenfalls

monatlich zur Kenntnis gebracht.

In 2009 bewegten sich die Risiken jederzeit innerhalb

des Rahmens des vom Vorstand vorgegebenen

Limitsystems. Das wertorientiert gemessene Zinsänderungsrisiko

stufen wir – bezogen auf den Verbandsmittelwert

– als durchschnittlich ein.

Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen

durch geführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse

auch die daraus resultierenden Verluste verkraften

kann.

Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung wurden im

Zinsrisikomanagement neben bilanzwirksamen Instrumenten

auch derivative Finanzinstrumente in

Form von Zinsswaps und Rentenfutures eingesetzt.

Die Steuerung der übrigen Marktpreisrisiken, insbesondere

der Aktienkursrisiken, erfolgte auch über

Indexfutures und Optionen. Die Marktpreisrisiken

bewegen sich innerhalb des Rahmens der geschäftspolitischen

Zielsetzungen. Der Anteil der Währungsrisiken

am Marktpreisrisiko ist insgesamt von eher

untergeordneter Bedeutung.

Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir in

der Entwicklung des Zinsüberschusses, dessen

Trans formationsbeitrag maßgeblich von der Zinsentwicklung

an den Geld- und Kapitalmärkten beeinflusst

wird.

3.2.3 Liquiditätsrisiko

Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt

der Fälligkeit nicht nachkommen zu können sowie

die Gefahr, im Falle unzureichender Marktliquidität

in einzelnen Produkten nicht oder nur mit schlechteren

Konditionen kontrahieren zu können, wird

eben falls im Rahmen des Risikomanagements und

Risikocontrollings gesteuert.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende

Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle

Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt.

Grundlage für die Planung und Steuerung der Liquidität

der Sparkasse ist der Liquiditätsstatus. Der aktuelle

Liquiditätsstatus wird auf täglicher Basis

durch die Abteilung Rechnungswesen gemessen –

er dient der Disposition der täglichen Liquidität.

Darüber hinaus erfolgt durch die Abteilung Gesamtbanksteuerung

eine monatliche portfolio-übergreifende

Analyse des strukturellen Liquiditätsbedarfs

unter Einbeziehung aller im weiteren 12-Monats-

Verlauf eintretenden Fälligkeiten. Eventuell auftretende

Liquiditätslücken werden dem freien Refinanzierungspotenzial

bei der Bundesbank nach Maß -

gabe des entsprechenden Pfanddepotvolumens

gegenübergestellt. Es erfolgt eine laufende Über-


prüfung, inwieweit die Sparkasse in der Lage ist,

einen Liquiditätsbedarf decken zu können. Handlungs

alternativen in Bezug auf einen sich abzeichnenden

Liquiditätsengpass sowie ein Notfallplan in

Bezug auf einen tatsächlichen Liquiditätsengpass

wurden definiert.

Zur Messung und Limitierung des regulatorischen

Liquiditätsrisikos orientiert sich die Sparkasse darüber

hinaus an den Anforderungen der Liquidi tätsver

ordnung. Die Sparkasse verfügt – wie es auch die

Kennziffer des Liquiditätsgrundsatzes im Abschnitt

Finanzlage zeigt – insgesamt über eine starke Liquiditätsposition.

Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen

durch geführten Stress-Tests zeigen, dass die Sparkasse

mit einer ausreichenden Liquiditätssituation

ausgestattet ist. Die entsprechenden Risikoinformationen

werden dem Vorstand mittels des monatlichen

Liquiditätsrisikoberichts durch die Abteilung

Gesamtbanksteuerung mit den gemäß MaRisk erforderlichen

Inhalten zur Verfügung gestellt.

3.2.4 Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die Sparkasse

die Gefahr von Schäden, die in Folge der Unangemessenheit

oder des Versagens von internen Verfahren,

Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder

in Folge externer Einflüsse eintreten können.

Bei der Sparkasse werden operationelle Risiken mindestens

jährlich identifiziert und dokumentiert. Zu

den installierten Regelungen bzw. Verfahren zum

Management der operationellen Risiken zählen insbesondere

das interne Kontrollsystem, die schriftlich

fixierte Ordnung für die Aufbauorganisation und

die wesentlichen Arbeitsabläufe, der Einsatz von

qua lifiziertem Personal sowie die ständige Weiterentwicklung

der Methoden und die Verbesserung

der technischen Abläufe. Betriebsrisiken aus dem

IT-Bereich, aus Organisations- und Bearbeitungsfehlern

werden durch Vereinbarungen mit einem

externen Rechenzentrum, durch Notfallkonzepte,

durch zunehmende Automatisierung und ständige

Kontrollen sowie durch qualifizierte Mitarbeiter

gemindert bzw. zum Teil durch Versicherungen gedeckt.

Rechtliche Risiken werden durch sorgfältige

Prüfung der vertraglichen Grundlagen und den Ein-

satz gebräuchlicher Standardverträge reduziert.

Die Abteilung Gesamtbanksteuerung berichtet mindestens

jährlich über den operationellen Risikostatus

auf Basis der Instrumente »Risikolandkarte« und

»Schadensfalldatenbank«. Die Risikolandkarte dient

neben der Identifikation operationeller Risiken zur

szenariobezogenen Analyse von risikorelevanten

Verlustpotenzialen (ex ante Betrachtung). In der

Schadensfalldatenbank werden tatsächlich eingetretene

Schäden aus operationellen Risiken (ex post

Betrachtung) erfasst. Der Vorstand wird jährlich, bei

gravierenden Einzelfällen unverzüglich, über die Risikosituation

informiert. Der Umfang der operationellen

Risiken wird unter Berücksichtigung der

oben genannten Steuerungsmaßnahmen als vergleichsweise

gering eingeschätzt.

3.3 Zusammenfassende Risikobeurteilung

Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit

angemessenes System zur Steuerung,

Überwachung und Kontrolle der vorhandenen

Risiken gemäß § 25a KWG. Durch das Risikomanagement

und -controlling der Sparkasse können frühzeitig

die Risiken identifiziert, Informationen an die

zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet

und Risiken gesteuert werden. Die Risikotragfähigkeit

ist in allen plausibel möglichen Szenarien erfüllt,

die Risikolage insgesamt als vergleichsweise

günstig und beherrschbar einzustufen. Bezüglich

der Adresse LBBW besteht eine Risikokonzentration.

Bestandsgefährdende Risiken oder wesentliche

entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht

erkennbar. Die Sparkasse sieht sich durch das implementierte

Risikomanagementsystem sowohl für das

bestehende Geschäft als auch für die kommenden

Herausforderungen gut gerüstet.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem

Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

5. Prognosebericht

Strategische Schwerpunkte

Unsere strategische Zielsetzung ist die langfristige

21


22

Existenzsicherung der Sparkasse unter Beibehaltung

der Marktführerschaft in unserem Geschäftsgebiet.

Mit einer angemessenen Ertragskraft wird

ge währleistet, dass wir den finanziellen Spielraum

für zukünftige Geschäftsentwicklungen haben und

so die erreichte Marktstellung ausbauen können.

Un ser strategischer Planungsrahmen sieht bei einer

Fortsetzung des strikten Kostenmanagements bei

mode ratem Wachstum einen leichten Rückgang der

aktuellen Ergebnisse vor.

Unsicherheit, ein Element jeder Prognose

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der

Spar kasse für die nächsten zwei Jahre beziehen,

stellen unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten

künf tigen Entwicklung auf Basis der uns zum

Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung

stehenden Informationen dar. Da Prognosen

mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die

Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen

als un zu treffend erweisen können, weisen wir darauf

hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den

zur Zeit erwarteten abweichen können, sofern die

zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen.

Erwarteter Geschäftsverlauf 2010 und 2011

Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Prognosen

erwarten wir in den Geschäftsjahren 2010 und 2011

ein weiteres moderates Wachstum der Bilanzsumme,

das im Wesentlichen vom Kundengeschäft getragen

wird.

Neben der Volumensausweitung hat die Entwicklung

der Zinsen großen Einfluss auf die Höhe unseres

Zinsüberschusses. Für das Jahr 2010 erwarten

wir, dass das Zinsniveau im Laufe des Jahres auf

ei nem gegenüber dem aktuellen Niveau zwar erhöhten,

aber im langjährigen Vergleich nach wie vor

nie drigen Niveau verharren wird. Ebenso erwarten

wir eine Fortsetzung der aktuellen Wettbewerbslage

ins besondere bei der Einlagenverzinsung. Der Zinsüber

schuss bleibt damit weiter unter Druck. Die

Zinsspan ne dürfte sich dadurch insgesamt verringern.

Für das Jahr 2011 sehen wir eine Fortsetzung

dieser Entwicklung.

Wir erwarten wie bereits im Vorjahr nur geringe

Erträge aus den Verbundbeteiligungen und haben

diese insofern in unserer Ertragsprognose nicht berück

sichtigt. Weitere Abschreibungen auf unsere

Ver bund beteiligungen sind nicht auszuschließen.

Für das Provisionsgeschäft gehen wir für 2010 von

einer leichten Zunahme über alle Komponenten hinweg

aus. Auf Basis der in den letzten Jahren initiierten

Maßnahmen zur Vertriebsintensivierung und

der doch positiven gesamtwirtschaftlichen Tendenzen

erwarten wir dadurch eine Ausweitung der Provisionsergebnisse

in 2010 und 2011.

Für die Kosten wird sich in 2010 eine Querbewegung

ergeben, begleitet von moderaten Tarifanpassungen.

Insgesamt wird sich die begonnene Konsolidierung

der Kapazitäten fortsetzen. Am Grundsatz

eines konsequenten Kostenmanagements halten

wir damit unverändert fest.

Die Sachkostenentwicklung wird weiterhin geprägt

sein von der moderaten Entwicklung der IT-Kosten,

welche unverändert von Synergieeffekten aus der

Fusion der Datenverarbeitungsgesellschaften positiv

beeinflusst wird.

Die Investitionen der Sparkasse haben sich in 2009

auf die laufende Renovierung ihres Immobilienbestandes

und der Filialen konzentriert. Auch künftig

werden – zur Abrundung des Filialsystems – neue

Filialen eröffnet bzw. zusammengeführt, das bestehende

Netz wird weiter auf einem hohen Standard

gehalten werden. Nachdem die Renovierung unserer

Hauptstellengebäude abgeschlossen ist, bewegen

sich hier die Aufwendungen auf moderatem

Niveau.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben

der allgemeinen Konjunkturentwicklung auch nachhaltig

durch die regionale Wirtschaftsentwicklung

beeinflusst. Hier erwarten wir eine Fortsetzung der

aktuellen Belastungen. Bei einem Zinsanstieg besteht

die Gefahr von Abschreibungen auf den Wertpapierbestand.

Das Bewertungsergebnis insgesamt

wird sich nach unserer Einschätzung damit unverändert

auf erhöhtem Niveau bewegen.

Für das folgende Geschäftsjahr erwarten wir eine

Ge schäftsentwicklung mit einem Jahresergebnis

auf Vorjahresniveau. Weitergehende Prognosen

sind bei den aktuellen Marktgegebenheiten nicht


sinnvoll.

Die Sparkasse kann somit das notwendige Kernkapital

weiterhin selbst erwirtschaften. Die Ausstattung

der Sparkasse mit haftendem Eigenkapital

wird sich damit weiterhin gut darstellen.

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung

gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum

die Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet

ist.

23


JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2009

25


26

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009

Aktivseite

1. Barreserve

31.12.2008

EUR EUR EUR EUR TEUR

a) Kassenbestand 34.106.658,62 37.874

b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 67.900.249,26 88.179

102.006.907,88 126.053

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel,

die zur Refinanzierung bei der

Deutschen Bundesbank zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche

Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel

öffentlicher Stellen - -

b) Wechsel - -

3. Forderungen an Kreditinstitute

- -

a) täglich fällig 109.453.928,00 176.959

b) andere Forderungen 706.702.017,20 596.409

816.155.945,20 773.368

4. Forderungen an Kunden 4.352.952.105,60 4.411.773

darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 2.060.267.467,89 2.045.999

Kommunalkredite

5. Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

206.412.802,32 211.024

aa) von öffentlichen Emittenten

darunter: beleihbar bei der Deutschen

- -

Bundesbank - -

ab) von anderen Emittenten

darunter: beleihbar bei der Deutschen

- 757.286

Bundesbank - 757.286

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

- 757.286

ba) von öffentlichen Emittenten

darunter: beleihbar bei der Deutschen

5.098.393,15 -

Bundesbank 5.098.393,15 -

bb) von anderen Emittenten 1.333.005.168,10 868.997

darunter: beleihbar bei der Deutschen 1.338.103.561,25 868.997

Bundesbank 1.270.964.717,59 649.486

c) eigene Schuldverschreibungen 152.056,03 4.269

1.338.255.617,28 1.630.552

Nennbetrag

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche

150.000,00 4.262

Wertpapiere 755.921.746,53 787.042

7. Beteiligungen 78.524.764,11 92.496

darunter: an Kreditinstituten 10.422.665,93 11.081

an Finanzdienstleistungsinstituten 206.009,36 -

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.515.050,53 1.442

darunter: an Kreditinstituten - -

an Finanzdienstleistungsinstituten - -

9. Treuhandvermögen 1.327.288,47 1.492

darunter: Treuhandkredite

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche

Hand einschließlich Schuldverschreibungen

1.327.288,47 1.492

aus deren Umtausch - -

11. Immaterielle Anlagewerte 357.044,11 477

12. Sachanlagen 75.625.021,92 78.031

13. Sonstige Vermögensgegenstände 9.320.410,77 14.689

14. Rechnungsabgrenzungsposten 4.523.427,25 5.128

Summe der Aktiva 7.536.485.329,65 7.922.544


Passivseite

31.12.2008

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 8.617.501,15 65.185

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.733.585.745,61 2.023.808

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

1.742.203.246,76 2.088.993

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 1.501.315.220,00 1.290.742

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 477.663.245,77 355.095

b) andere Verbindlichkeiten

1.978.978.465,77 1.645.837

ba) täglich fällig 1.824.674.982,95 1.342.317

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 627.952.448,30 1.360.834

2.452.627.431,25 2.703.151

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

4.431.605.897,02 4.348.989

a) begebene Schuldverschreibungen 816.044.307,51 973.870

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten - -

816.044.307,51 973.870

darunter: Geldmarktpapiere - -

eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf - -

4. Treuhandverbindlichkeiten 1.327.288,47 1.492

darunter: Treuhandkredite 1.327.288,47 1.492

5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.859.796,73 11.705

6. Rechnungsabgrenzungsposten

7. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen

9.871.911,99 10.404

und ähnliche Verpflichtungen 22.254.195,00 21.977

b) Steuerrückstellungen 2.501.180,00 3.236

c) andere Rückstellungen 20.614.858,88 21.186

45.370.233,88 46.398

8. Sonderposten mit Rücklageanteil - -

9. Nachrangige Verbindlichkeiten 47.910.362,95 38.929

10. Genussrechtskapital - -

darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig - -

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken

12. Eigenkapital

30.000.000,00 15.000

a) gezeichnetes Kapital - -

b) Kapitalrücklage

c) Gewinnrücklagen

- -

ca) Sicherheitsrücklage 393.764.947,90 378.361

cb) andere Rücklagen - -

393.764.947,90 378.361

d) Bilanzgewinn 8.527.336,44 8.404

402.292.284,34 386.765

Summe der Passiva 7.536.485.329,65 7.922.544

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus

weitergegebenen abgerechneten Wechseln

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

- -

und Gewährleistungsverträgen

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten

131.174.654,19 169.972

für fremde Verbindlichkeiten - -

2. Andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten

131.174.654,19 169.972

Pensionsgeschäften - -

b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen - -

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 216.219.667,66 309.995

216.219.667,66 309.995

27


28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

1.1.-31.12.2008

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 260.199.275,08 291.191

b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 61.024.668,62 50.903

321.223.943,70 342.094

2. Zinsaufwendungen 221.257.638,65 246.390

99.966.305,05 95.704

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 28.475.139,29 39.182

b) Beteiligungen 3.140.083,76 3.179

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen - -

31.615.223,05 42.362

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,

Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen - -

5. Provisionserträge 41.729.171,98 41.077

6. Provisionsaufwendungen 1.512.316,33 1.434

40.216.855,65 39.643

7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 3.704.506,13 2.513

8. Sonstige betriebliche Erträge 4.595.998,47 4.224

9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil - 13

180.098.888,35 184.458

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

57.413.344,61 55.820

Altersversorgung und für Unterstützung 16.866.140,07 18.149

darunter: 74.279.484,68 73.969

für Altersversorgung 6.194.378,04 7.546

b) andere Verwaltungsaufwendungen 27.442.651,74 30.925

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

101.722.136,42 104.894

immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 5.738.897,56 5.841

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf

Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie

3.481.259,69 2.280

Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 13.407.236,12 41.675

13. a) Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 15.000.000,00 -

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren

sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft - -

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,

Anteile an verbundenen Unternehmen und wie

13.407.236,12 41.675

Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,

Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie

13.507.242,55 8.089

Anlagevermögen behandelten Wertpapieren - -

13.507.242,55 8.089

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 20.452,00 20

18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil - -

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 27.221.664,01 21.659

20. Außerordentliche Erträge - -

21. Außerordentliche Aufwendungen - -

22. Außerordentliches Ergebnis - -

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.466.857,55 6.027

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 227.470,02 227

11.694.327,57 6.255

25. Jahresüberschuss 15.527.336,44 15.404

26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr - -

27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen

15.527.336,44 15.404

a) aus der Sicherheitsrücklage - -

b) aus anderen Rücklagen - -

- -

28. Einstellungen in Gewinnrücklagen

15.527.336,44 15.404

a) in die Sicherheitsrücklage 7.000.000,00 7.000

b) in andere Rücklagen - -

7.000.000,00 7.000

29. Bilanzgewinn 8.527.336,44 8.404


Anhang

Allgemeine Angaben:

Die Kreissparkasse Heilbronn hat ihren Jahresabschluss nach

den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung

über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und

Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Konsolidierung der Jahresabschlüsse unserer verbundenen

Unternehmen beeinflusst die einzelnen Positionen des

Konzernabschlusses gegenüber den Werten des Jah res abschlusses

unseres Instituts nur unwesentlich. Wir ha ben daher

auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (einschließlich

Schuldscheindarlehen) sind zum Nennwert bilanziert. Bei der

Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf

deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer ver teilt. Die auf

künftige Rechnungsperioden entfallenden Zinsen und Gebühren

für Laufzeitzinsdarlehen wurden nach der Zinsstaffelmethode

abgegrenzt und als Rechnungsabgrenzungsposten

ausgewiesen.

Für erkennbare Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an

Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen

vorgenommen. Außerdem haben wir eine Pauschalwertberichtigung

in Höhe des steuerlich zulässigen Betrages

auf den latent gefährdeten Forderungs bestand gebil -

det. Für die besonderen Risiken des Geschäfts zweiges der

Kre ditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.

Wechsel im Bestand haben wir zum Zeitwert angesetzt. Sie

wur den zu effektiven Hereinnahmesätzen abgezinst.

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve wurden nach dem

strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die wie Anlagevermögen

behandelten Wertpapiere wurden, soweit nicht von einer

voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen war,

nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewer tet und mit

den Buchwerten des Vorjahres angesetzt. Anson sten wurden

die Wertpapiere des Anlagevermögens mit dem Niederstwert

angesetzt.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen

werden mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen

abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen werden bei den

Sachanlagen in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen

Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 150 Euro)

sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige Vermögensgegenstände

(bis 1.000 Euro) in einen Sammelposten eingestellt

und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die in den Sonstigen Vermögensgegenständen enthalte nen

Forderungen und Vermögenswerte wurden mit dem Niederstwert

bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag

angesetzt. Der Unterschied zwischen Rückzahlungs- und Ausgabebetrag

wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Betrags ange setzt,

der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig

ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen

Verpflichtungen. Zusätzlich sind Rückstellungen für

Spareinlagen mit steigendem Zinssatz - unter Berücksichtigung

eines Fluktuationsabschlags in Höhe von 32 % - sowie

für die aufgelegten Stufenzins-In haberschuldverschreibun gen

gebildet.

Die Pensionsrückstellungen wurden für die unmittelba ren

Versorgungsverpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer

Grundsätze mit dem Teilwertverfahren ermittelt.

Abweichend vom steuerlich vorgegebenen Zinssatz (6 %)

wird bei der Berechnung ein Abzinsungssatz von 4 % zugrunde

gelegt. Daneben bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen

in Höhe von 50,1 Mio. EUR, die sich aus der Zusatzversorgung

der Beschäftigten der Sparkasse ergeben und nicht

durch entsprechendes Vermögen der Versorgungskasse gedeckt

sind. Die Berechnung dieses entsprechend Artikel 28

Abs. 2 EGHGB anzugebenden Betrags erfolgt nach einem dem

Teilwertverfahren angelehnten Näherungsverfahren, welches

ver sicherungsmathematische Grundsätze berücksichtigt. Die

Ermittlung erfolgt auf Datenbasis des Vorjahresultimos unter

Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes von 4 % und einer

vereinfachten Berücksichtigung des auf die Sparkasse entfallenden

Anteils am gesamten Kassenvermögen der Versorgungskasse.

Die strukturierten Produkte (Festgeldanlage mit einmaligem

Schuldnerkündigungsrecht, Festzinsdarlehen mit Verlängerungsmöglichkeit

des Schuldners, Festzinsdarlehen mit Vorlaufzeiten

bis max. 36 Monaten (Forwarddarlehen), variable

Darlehen mit Zinsobergrenze (Cap-Darlehen), Wandelanleihe,

Anleihen mit Kündigungsrechten, Festgeldaufnahmen mit

jährlichem Kündigungsrecht des Gläubigers, begebene Schuldverschreibungen

mit Schuldnerkündigungsrecht) wurden unter

Berücksichtigung des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne Abspaltung

der Nebenrechte) bilanziert und ggf. bewertet.

Die zur Absicherung strukturierter Produkte erworbenen Derivate

(Multi-Callable-Swaps) wurden zusammen mit den jeweiligen

Grundgeschäften als Bewertungseinheit behandelt.

Die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen

Zinsswapgeschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des

Zinsänderungsrisikos einbezogen und waren somit nicht gesondert

zu bewerten. Die gesicherten Bilanz bestände wurden

einzeln bewertet. Als Mikrohedges abgeschlossene Swaps wurden

zusammen mit dem Grundgeschäft kompensatorisch bewertet.

Die Erfolge wurden im Bewertungsergebnis der Grundgeschäfte

berücksichtigt.

Die der Liquiditätsreserve zugeordneten Optionsgeschäfte

wurden einzeln imparitätisch bewertet. Die Erfolge wurden im

Bewertungsergebnis der Grundgeschäfte be rück sichtigt.

Die im Kundengeschäft getätigten Zins- und Cross-Curren cy-

bzw. -Interest-Rate-Swaps, Caps und Floors sowie Collars

wurden zusammen mit den gegenläufig abgeschlossenen Sicherungsgeschäften

als Bewertungseinheit behandelt. Soweit

für Geschäfte wegen Adressrisiken keine Bewertungseinheit

gebildet werden konnte, wurden diese einzeln bewertet.

Für nicht realisierte Bewertungsverluste wurden nach dem Imparitätsprinzip

Rückstellungen für drohende Verluste aus

schwe benden Geschäften gebildet.

Die Sparkasse steuert ihre Währungspositionen aus Devi sentermin-,

Devisenoptions- und Kassageschäften als Einheit und

behandelt diese im Anlagebuch als besonders gedeckte Positionen.

Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Bilanzposten

erfolgte generell mit dem Kassamittelkurs (EZB-Referenzkurs).

Die Sortenbestände wurden zu den Schaltermittelkursen

der Landesbank Baden-Württemberg bewertet. Nicht

abgewickelte Termingeschäfte wur den zu einheitlichen Kursen

umgerechnet.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung wur den in

der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Erträge

aus der Umrechnung besonders gedeckter Geschäfte wurden

ebenfalls erfolgswirksam vereinnahmt.

29


30

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivseite 31.12.2009 31.12.2008

Forderungen an Kreditinstitute

In dieser Position sind enthalten:

- Forderungen an Unternehmen, mit denen

TEUR TEUR

ein Beteiligungsverhältnis besteht....................

darunter:

609.791 470.615

Forderungen an die eigene Girozentrale...........

In Unterposition b) - andere Forderungen -

sind enthalten:

609.661

- nachrangige Forderungen...................................

Die Unterposition b) - andere Forderungen -

(ohne anteilige Zinsen) setzt sich nach

Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

5.008 5.011

- bis drei Monate...................................................... 102.669

- mehr als drei Monate bis ein Jahr....................... 181.105

- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre.......................... 287.204

- mehr als fünf Jahre...............................................

Forderungen an Kunden

In dieser Position sind enthalten:

100.825

- Forderungen an verbundene Unternehmen......

- Forderungen an Unternehmen, mit denen

11.057 8.947

ein Beteiligungsverhältnis besteht.................... 70.265 74.736

- nachrangige Forderungen...................................

Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt

sich nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

31.250 32.283

- bis drei Monate..................................................... 331.722

- mehr als drei Monate bis ein Jahr...................... 308.453

- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre.......................... 1.273.618

- mehr als fünf Jahre............................................... 2.166.172

- mit unbestimmter Laufzeit..................................

Schuldverschreibungen

und andere festverzinsliche Wertpapiere

In dieser Position sind enthalten:

- Forderungen an Unternehmen, mit denen

268.625

ein Beteiligungsverhältnis besteht....................

- Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag

folgenden Jahr fällig werden

95.305 917.078

(ohne anteilige Zinsen)........................................

Von den in dieser Position enthaltenen

173.680

Wertpapieren sind börsennotiert........................... 1.338.104

Anlagenspiegel

In nachstehenden

Positionen

enthaltenes

Anlagevermögen

Anschaffungs-/

Herstellungs-

kosten

Veränderungen während des Geschäftsjahres Abschreibungen

und

Wertberichtigungen

Zugänge Abgänge Um-

buchungen

31.12.2009 31.12.2008

TEUR

Nicht mit dem Niederstwert bewertet sind Wert-

TEUR

papiere mit Buchwerten von zusammen...............

Der Zeitwert dieser so bewerteten Wertpapiere

14.427

beläuft sich auf.........................................................

Es handelt sich um Wertpapiere mit

Endfälligkeiten ab 09/2014.

Wir gehen von einer nur vorübergehenden Wertminderung

aus, da der Zeitwert bei diesen Wertpapieren

unter deren Einlösungsbetrag liegt.

In Unterposition b) - Anleihen und

Schuldverschreibungen - sind enthalten:

13.859

- nachrangige Forderungen...................................

Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere

Von den in dieser Position enthaltenen

4.831 34.967

Wertpapieren sind börsennotiert...........................

Treuhandvermögen

Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt

in voller Höhe Forderungen an Kunden

(Aktivposten 4) dar.

Sachanlagen

In dieser Position sind enthalten:

- im Rahmen der eigenen Tätigkeit

23.851

genutzte Grundstücke und Gebäude................. 63.676

- Betriebs- und Geschäftsausstattung.................

Sonstige Vermögensgegenstände

In dieser Position sind enthalten:

6.683

- nachrangige Vermögensgegenstände...............

Rechnungsabgrenzungsposten

In dieser Position sind enthalten:

- Unterschiedsbetrag zwischen Rückzahlungsund

niedrigerem Ausgabebetrag von

4.945 5.845

Verbindlichkeiten oder Anleihen........................

- Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag

und höherem Auszahlungsbetrag

4.279 4.851

von Forderungen...................................................

Mehrere Positionen betreffende Angaben

Von den Vermögensgegenständen lauten

53 83

auf Fremdwährung.................................................... 125.835

Zuschreibungen

insgesamt

Bilanzwert

am

Jahres-

ende

Bilanzwert

am

Vorjahres-

ende

Abschreibungen

und Wert -

berichtigungen

im

Geschäftsjahr

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Immaterielle

Anlagewerte

2.131 115 - - - 1.889 357 477 235

Sachanlagen 169.559 3.198 5.107 - - 92.025 75.625 78.031 5.504

Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3 RechKredV) (ohne anteilige Zinsen

Schuldverschreibungen

und anderefestverzinsliche

Wertpapiere

- 35.924 112.678 148.602

Beteiligungen - 13.971 78.525 92.496

Anteile an

verbundenen

Unternehmen

+ 73 1.515 1.442

Sonstige Vermögensgegenstände

- 595 4.945 5.540


Passivseite 31.12.2009 31.12.2008

TEUR TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In dieser Position sind enthalten:

- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht.................................................................... 1.013.016 1.234.417

darunter:

gegenüber der eigenen Girozentrale.................. 1.002.662

Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen

Vermögensgegenstände für in

dieser Position enthaltene Verbindlichkeiten

beläuft sich auf insgesamt........................... 911.486

Die Unterposition b) - mit vereinbarter

Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt sich

(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten

wie folgt zusammen:

- bis drei Monate...................................................... 101.538

- mehr als drei Monate bis ein Jahr....................... 791.848

- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre.......................... 534.480

- mehr als fünf Jahre................................................ 248.691

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In dieser Position sind enthalten:

- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen......................................................... 779 862

- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht.................................................................... 15 12

Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit

vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei

Monaten - setzt sich (ohne anteilige Zinsen)

nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

- bis drei Monate...................................................... 99.248

- mehr als drei Monate bis ein Jahr....................... 223.465

- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre.......................... 140.388

- mehr als fünf Jahre................................................ 8.582

Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten

mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

- setzt sich (ohne anteilige Zinsen)

nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:

- bis drei Monate...................................................... 227.179

- mehr als drei Monate bis ein Jahr....................... 158.973

- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre.......................... 189.699

- mehr als fünf Jahre................................................ 46.661

Verbriefte Verbindlichkeiten

In Unterposition a) - begebene Schuldverschreibungen

- enthaltene Beträge,

die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden

Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen)............. 31.176

Treuhandverbindlichkeiten

Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt

es sich um Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten (Passivposten 1).

Rechnungsabgrenzungsposten

In dieser Position sind enthalten:

- Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag

und niedrigerem Auszahlungsbetrag von

Forderungen........................................................... 5.723 6.430

Nachrangige Verbindlichkeiten

Für die in dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind

Aufwendungen in Höhe von 1.659 TEUR angefallen.

Die Bedingungen der im Passivposten »Nachrangige Verbindlichkeiten«

enthaltenen Mittelaufnahmen entsprechen in allen Fällen

§ 10 Abs. 5 a) KWG. Die Umwandlung in Kapital oder eine andere

Schuldform ist in keinem Fall vereinbart oder vorgesehen.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt 47.086 TEUR

(ohne anteilige Zinsen), die im Einzelfall 10% des Gesamtbetrags

der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht übersteigen, haben eine

Durchschnittsverzinsung von 3,51% und eine Laufzeit von max.

6 Jahren.

31.12.2009 31.12.2008

TEUR TEUR

Mehrere Positionen betreffende Angaben

Von den Schulden lauten auf Fremdwährung........ 123.973

Sonstige Angaben

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter

Bedeutung.

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich zusammen

mit den weiteren Trägern quotal entsprechend seinem Stammkapitalanteil

im Geschäftsjahr 2009 an der Bereitstellung von zusätz lichem

Eigenkapital für die Landesbank Baden-Württemberg be tei-

ligt und eine Rückgarantie zusammen mit der Stadt Stuttgart ge -

genüber dem Land Baden-Württemberg aus einer Risikoimmunisierungsaktion

für die Landesbank Baden-Württemberg übernommen.

Als Mitglied dieses Verbandes sind wir verpflichtet, über Umlagen

den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand entsprechend

dem maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken. Dies gilt auch

für den Fall, dass die zufließenden Erträge die aus den im Rahmen

dieser Konstruktionen möglicherweise entstehenden Aufwendungen

nicht abdecken. Ein akutes Risiko der Inanspruchnahme aus

die sen Verpflichtungen über die Verbandsumlage ist derzeit nicht

erkennbar.

Als Mitglied des Sparkassenstützungsfonds des Sparkassenverbandes

Baden-Württemberg und des überregionalen Sicherungssystems

der Deutschen Sparkassenorganisation werden sämtliche

Kundenansprüche in voller Höhe sichergestellt. Aus der Verpflichtung

im eventuellen Stützungsfall eines angeschlossenen Instituts

gegebenenfalls Nachschusszahlungen zu leisten, ist derzeit nicht

mit einer konkreten Inanspruchnahme zu rechnen.

Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch die

S-Finanzgruppe haben wir uns über den Deutschen Sparkassen-

und Giroverband ö.K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der

S-Finanzgruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin

un terbeteiligt. In diesem Zusammenhang besteht ein

Aufwendungsersatzanspruch des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten

für den Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden

Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen (im

Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht abdecken. Für das

Geschäftsjahr 2009/2010 der Erwerbsgesellschaft ist kein Verpflichtungsüberhang

aus dem Aufwendungsersatzanspruch zu erwarten.

31


32

Derivative Finanzinstrumente

Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Termingeschäfte

gliedern sich wie folgt:

Bei börsengehandelten derivativen Finanzprodukten und Geschäf -

ten, die am Interbankenmarkt gehandelt werden, werden Markt -

wer te als Zeitwerte ausgewiesen (Mark to Market Bewertung).

Dagegen werden bei OTC-gehandelten derivativen Finanzinstrumenten

theo retisch ermittelte Werte als Zeitwerte angesetzt

(Mark to Model Be wertung).

Bei der Mark to Model Bewertung wird bzgl. der derivativen Finanz -

instrumente wie folgt verfahren: Zinsswaps werden in die Basisbe -

standteile Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung

entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der

Barwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der Barwerte

der beiden Basisprodukte.

Für Optionen werden die ausgewiesenen Zeitwerte mittels des Bi -

nomialmodells bzw. Black/Scholes-Modells in der jeweils erforderlichen

Modifikation berechnet. Grundlagen der Bewertung waren

insbesondere der Marktwert des Underlyings im Verhältnis zum

Ba sispreis, die Restlaufzeit und die Volatilitäten.

Komplexere Optionen mit jährlichem Kündigungsrecht, bei denen

mehrere Kündigungsrechte voneinander abhängen (Bermuda-Op -

tionen), werden nach dem Hull-White-Modell berechnet.

Den negativen Zeitwerten bei den Zinsswaps stehen noch nicht

realisierte Wertsteigerungen in den besicherten Grundgeschäften

in mindestens gleicher Höhe gegenüber.

Bei den zins- und aktienbezogenen Termingeschäften handelt es

sich um Deckungsgeschäfte. Termingeschäfte in fremden Währun -

gen wurden als gedeckte Auftragsgeschäfte mit Dienstleistungs-

Nominalbeträge

in TEUR

Zeitwerte

in TEUR

Buchwerte

in TEUR

Rückprämie/stellung

nach Restlaufzeiten Insgesamt + ./. Options-

bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre

Zinsbezogene Geschäfte

OTC-Produkte

Zinsswaps/ Forwardswaps 516.123 1.538.694 2.215.332 4.270.149 27.879 162.224 625

Zinsoptionen (Käufe) 6.603 36.786 36.863 80.252 1.322 - (A13) 962

Zinsoptionen (Verkäufe) 6.603 36.786 36.863 80.252 - 1.302 (P 5) 1.157 13

Rententermingeschäfte

börsengehandelte Produkte

25.000 - - 25.000 - 86 -

Bund-Futures (Verkäufe)

Währungsbezogene Geschäfte

OTC-Produkte

25.000 - - 25.000 378 - (P 5) 377 -

Devisentermingeschäfte 63.276 243 - 63.519 2.318 2.153 -

Cross-Currency-Swaps 4.393 10.113 13.096 27.602 729 743 -

Cross-Currency-Interest-Rate-

Swaps

- 7.473 14.560 22.033 1.553 626 -

Devisenoptionen (Käufe) 1.599 5.858 - 7.457 395 - (A13) 15

Devisenoptionen (Verkäufe) 1.599 5.858 - 7.457 - 417 (P 5) 139 -

Aktienbezogene Geschäfte

börsengehandelte Produkte

Aktien-Optionen (Verkäufe) 12.600 - - 12.600 - 1.712 (P 5) 1.677 45

Insgesamt 662.796 1.641.811 2.316.714 4.621.321

charakter bzw. als Deckungsgeschäfte abgeschlossen.

Bei den Kontrahenten im Derivategeschäft per 31. Dezember 2009

handelt es sich im Wesentlichen um deutsche Kreditinstitute.

Zu sätzlich wurden Devisentermin- und -optionsgeschäfte, Zins-

so wie Cross-Currency- bzw. -Interest-Rate-Swap- und Zinsoptionsgeschäfte

mit Kunden abgeschlossen.

Abschlussprüferhonorare

Für das Geschäftsjahr wurden von unserem Abschlussprüfer für

folgende Leistungen Honorare berechnet:

für die Abschlussprüfung

TEUR

213

für andere Bestätigungen 39

für die Steuerberatung 7


Organe

Dem Verwaltungsrat der Sparkasse gehören an:

Detlef Piepenburg, Landrat, Landratsamt Heilbronn

Vorsitzender

Helmut Himmelsbach, Oberbürgermeister, Stadt Heilbronn

1. stellvertretender Vorsitzender

Erich Pretz, Oberbürgermeister a.D., Stadt Eppingen

2. stellvertretender Vorsitzender (bis 21.09.2009)

Achim Heck, Bürgermeister, Gemeinde Ittlingen

2. stellvertretender Vorsitzender (ab 21.09.2009)

Jutta Abele, Sparkassenfachwirtin, Kreissparkasse Heilbronn

(bis 21.09.2009)

Rolf Bernauer, Bürgermeister a. D., Stadt Neuenstadt

(bis 21.09.2009)

Dieter Böhringer, Bürgermeister, Gemeinde Pfaffenhofen

(ab 21.09.2009)

Herbert Burkhardt, Kriminalhauptkommissar,

Polizeidirektion Heilbronn

Peter Dreher, Sparkassenbetriebswirt, Kreissparkasse Heilbronn

(bis 21.09.2009)

Wolfgang Förch, Geschäftsführender Gesellschafter,

Theo Förch GmbH&Co.KG, Neuenstadt (ab 21.09.2009)

Reinhold Gall MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer der

SPD-Landtagsfraktion

Andreas Hengst, Diplom-Ökonom, Kreissparkasse Heilbronn

(ab 21.09.2009)

Bernd Hilsberg, Sparkassenbetriebswirt, Kreissparkasse Heilbronn

Sigrid Jessel, Bankbetriebswirtin (SBW), Kreissparkasse Heilbronn

(ab 21.09.2009)

Uwe Koch, Sparkassenbetriebswirt, Kreissparkasse Heilbronn

Jürgen Kowol, Bankbetriebswirt (WSA), Kreissparkasse Heilbronn

(bis 21.09.2009)

Wilhelm Krieger, Geschäftsführender Gesellschafter,

Heinrich Krieger & Söhne, Neckarsulm (bis 21.09.2009)

Margarete Krug, Erste Bürgermeisterin, Stadt Heilbronn

Karl Schäuble, Geschäftsführer,

Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG, Heilbronn (bis 21.09.2009)

Elisabeth Schneider, Bankkauffrau, Kreissparkasse Heilbronn

Heinz-Dieter Schunk, Geschäftsführender Gesellschafter,

Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen

Dieter Schwarz, General-Bevollmächtigter der

Unternehmensgruppe Schwarz, Neckarsulm

Norbert Selz, Elektromeister, Selz GmbH, Heilbronn

(bis 21.09.2009)

Thomas Strobl MdB, Rechtsanwalt, Heilbronn

Karl-Heinz Ullrich, Sparkassenbetriebswirt (dipl.),

Kreissparkasse Heilbronn

Nico Weinmann, Fraktionsvorsitzender der FDP, Heilbronn

(ab 21.09.2009)

Dem Vorstand der Sparkasse gehören an:

Hans Hambücher, Vorsitzender (bis 30.11.09)

Ralf Peter Beitner, Vorstandsmitglied (ab 01.10.09)

Vorsitzender (ab 01.12.09)

Matthias Peschke, stellvertretender Vorsitzender

Bernhard Steck

Dr. Thomas Braun

Eines unserer Vorstandsmitglieder ist stellvertretendes Mitglied im

Verwaltungsrat der LBS Landesbausparkasse Baden-Württemberg,

Stuttgart/Karlsruhe.

Bezüge/Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat

Für die früheren Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene

wurden Versorgungsbezüge in Höhe von 895 TEUR bezahlt.

Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in

Höhe von 11.845 TEUR.

Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für ihre Tätigkeit im

Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 151 TEUR.

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite (einschließlich

Haftungsverhältnisse) in Höhe von 59 TEUR gewährt.

An die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden Kredite (einschließlich

Haftungsverhältnisse) in Höhe von 1.392 TEUR ausgereicht.

Mitarbeiter/innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Vollzeitkräfte 1.002

Teilzeit- und Ultimokräfte 379

1.381

Auszubildende 87

Insgesamt 1.468

Heilbronn, den 26. April 2010

Der Vorstand

Ralf Peter Beitner Matthias Peschke Bernhard Steck

Dr. Thomas Braun

33


34

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang

- unter Einbeziehung der Buchführung und den

La gebericht der Kreissparkasse Heilbronn für das

Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember

2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den

deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in

der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von

uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über

den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buch -

führung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach

§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen

Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen

und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Ver -

stöße, die sich auf die Darstellung des durch den

Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit

hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der

Festlegung der Prüfungshandlungen werden die

Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über

das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Spar -

kasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler

berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die

Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die

Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und

Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben

beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands

sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung

des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir

sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hin -

reichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung

bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der

Prüf ung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und

vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht

steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,

vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der

Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und

Ri siken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 12. Mai 2010

Sparkassenverband Baden-Württemberg

Prüfungsstelle

Schmidt

Wirtschaftsprüfer

Mack

Wirtschaftsprüfer


BALANCE SHEET/PROFIT AND LOSS ACCOUNT

35


36 24 36

24

Balance Jahresbilanz Sheet zum as of 31. December Dezember 31, 2009

Assets Aktivseite

31.12.2008

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

Cash reserve

a) Kassenbestand Cash in hand 34.106.658,62 37.874.468,01 37.874 34.702

b) Guthaben Balance with bei Deutsche der Deutschen Bundesbank Bundesbank 67.900.249,26 88.178.973,53 88.179 66.259

2. Schuldtitel Debts of public öffentlicher bodies and Stellen bills und of exchange Wechsel,

die which zurare Refinanzierung admitted for refinancing

bei der

Deutschen at the Deutsche Bundesbank zugelassen sind

a) Treasury Schatzwechsel bills and und non-interest-bearing

unverzinsliche

Schatzanweisungen treasury bonds as well sowie as ähnliche Schuldtitel

102.006.907,88 126.053.441,54 126.053 100.961

öffentlicher related debts Stellen of public bodies - -

b) Wechsel Bills of exchange - -

3. Forderungen Debts receivable an Kreditinstitute

from credit institutions

- -

a) täglich payable fällig daily 109.453.928,00 176.958.830,04 176.959 3.685

b) andere other debts Forderungen receivable 706.702.017,20 596.409.016,80 596.409 710.491

816.155.945,20 773.367.846,84 773.368 714.177

4. Forderungen Debts receivable an Kunden from customers 4.352.952.105,60 4.411.773.261,26 4.411.773 4.280.311

darunter: thereof: secured durch Grundpfandrechte by mortgages gesichert 2.060.267.467,89 2.045.999 2.078.716

Kommunalkredite loans to local authorities

5. Schuldverschreibungen Bonds and other securities und andere

festverzinsliche with a fixed interest Wertpapiere rate

a) Geldmarktpapiere

Money market securities

206.412.802,32 211.024 206.739

aa) von by public öffentlichen issuers Emittenten

darunter: thereof: eligible beleihbar as collateral bei der Deutschen at the

- -

Bundesbank Deutsche Bundesbank - -

ab) von by other anderen issuers Emittenten

darunter: thereof: eligible beleihbar as collateral bei der Deutschen at the

757.286.473,74 - 757.286-

Bundesbank Deutsche Bundesbank - 757.286-

b) Anleihen Loans and und bonds Schuldverschreibungen

757.286.473,74 - 757.286-

ba) von by public öffentlichen issuers Emittenten

darunter: thereof: eligible beleihbar as collateral bei der Deutschen at the

5.098.393,15 - -

Bundesbank Deutsche Bundesbank 5.098.393,15 -

bb) von by other anderen issuers Emittenten 1.333.005.168,10 868.996.816,39 1.059.199 868.997

darunter: thereof: eligible beleihbar as collateral bei der Deutschen at the 1.338.103.561,25 868.996.816,39 1.059.199 868.997

Bundesbank Deutsche Bundesbank 1.270.964.717,59 649.486 968.290

c) eigene Own bonds Schuldverschreibungen 4.268.942,55 152.056,03 4.269 2.825

1.338.255.617,28 1.630.552.232,68 1.630.552 1.062.024

Nennbetrag Nominal amount 150.000,00 4.262 2.858

6. Aktien Shares und and andere other non-interest-bearing

nicht festverzinsliche

Wertpapiere securities 755.921.746,53 787.041.570,72 787.042 887.026

7. Beteiligungen Investments 78.524.764,11 92.496.065,92 92.496 92.519

darunter: thereof: in an credit Kreditinstituten institutions 10.422.665,93 11.081

an in financial Finanzdienstleistungsinstituten service institutions 206.009,36 -

8. Anteile Shares in anassociated verbundenen companies Unternehmen 1.515.050,53 1.442.036,91 1.442 2.035

darunter: thereof: in an credit Kreditinstituten institutions - -

an in financial Finanzdienstleistungsinstituten service institutions - -

9. Treuhandvermögen Trust assets 1.327.288,47 1.492.082,43 1.492 1.688

darunter: thereof: loans Treuhandkredite on a trust basis

10. Ausgleichsforderungen Equalisation claims against gegen public die öffentliche

authorities

Hand including einschließlich bonds resulting Schuldverschreibungen

from

1.327.288,47 1.492 1.688

aus the conversion deren Umtausch of those claims - -

11. Immaterielle Intangible assets Anlagewerte 357.044,11 477.392,11 477 406

12. Sachanlagen Tangible fixed assets 75.625.021,92 78.030.731,52 78.031 78.149

13. Sonstige Other assets Vermögensgegenstände 14.688.514,33 9.320.410,77 14.689 15.324

14. Rechnungsabgrenzungsposten Accruals and prepayments 4.523.427,25 5.128.421,47 5.128 5.203

Summe Total der Aktiva 7.922.543.597,73 7.536.485.329,65 7.239.821 7.922.544


Passivseite

Liabilities

31.12.2008

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Liabilities Verbindlichkeiten to credit gegenüber institutions Kreditinstituten

a) payable täglich fällig daily 65.184.845,29 8.617.501,15 34.265 65.185

b) subject mit vereinbarter to an agreed Laufzeit term oder or Kündigungsfrist period of notice 2.023.807.990,97 1.733.585.745,61 1.702.145 2.023.808

2. Liabilities Verbindlichkeiten to customers gegenüber Kunden

a) savings Spareinlagen deposits

2.088.992.836,26 1.742.203.246,76 1.736.411 2.088.993

aa) subject mit vereinbarter to an agreed Kündigungsfrist period of notice von drei of Monaten three months 1.290.742.311,11 1.501.315.220,00 1.739.781 1.290.742

ab) subject mit vereinbarter to an agreed Kündigungsfrist period of notice vonof mehr more als than drei three Monaten months 355.095.118,17 477.663.245,77 228.735 355.095

b) other anderedeposits Verbindlichkeiten (liabilities)

1.645.837.429,28 1.978.978.465,77 1.968.516 1.645.837

ba) payable täglich fällig daily 1.342.317.326,70 1.824.674.982,95 1.188.335 1.342.317

bb) subject mit vereinbarter to an agreed Laufzeit term oder or Kündigungsfrist period of notice 1.360.833.942,18 627.952.448,30 1.360.834 838.411

2.703.151.268,88 2.452.627.431,25 2.026.746 2.703.151

3. Securitized Verbriefte Verbindlichkeiten

liabilities

4.348.988.698,16 4.431.605.897,02 3.995.262 4.348.989

a) bonds begebene issued Schuldverschreibungen 973.869.565,76 816.044.307,51 996.050 973.870

b) other anderesecuritized verbriefte Verbindlichkeiten liabilities - -

973.869.565,76 816.044.307,51 996.050 973.870

thereof: darunter: money Geldmarktpapiere market securities - -

acceptances eigene Akzepte outstanding und Solawechsel and promissory im Umlauf - -

4. Treuhandverbindlichkeiten notes in circulation - 1.327.288,47 1.492-

4. Trust darunter: liabilities Treuhandkredite 1.327.288,47 1.492.082,43 1.688 1.492

5. thereof: Sonstigetrust Verbindlichkeiten loans 1.327.288,47 9.859.796,73 11.705 1.688

5. 6. Other Rechnungsabgrenzungsposten liabilities 11.704.508,92 9.871.911,99 14.001 10.404

6. 7. Accruals Rückstellungen and prepayments

7. Provisions a) Rückstellungen and reserves für Pensionen

10.403.640,76 12.355

a) for undpensions ähnliche Verpflichtungen and related obligations 21.976.508,00 22.254.195,00 20.339 21.977

b) for Steuerrückstellungen taxes 3.235.534,00 2.501.180,00 5.239 3.236

c) other andere Rückstellungen 21.186.278,83 20.614.858,88 28.804 21.186

46.398.320,83 45.370.233,88 54.382 46.398

8. Special Sonderposten items mit including Rücklageanteil a reserve element - 13 -

9. Subordinated Nachrangige Verbindlichkeiten liabilities 38.928.996,71 47.910.362,95 43.299 38.929

10. Profit Genussrechtskapital participating rights capital - -

thereof: darunter: payable vor Ablauf within von zwei two Jahren years fällig - -

11. Fund Fondsfor fürgeneral allgemeine banking Bankrisiken risks

12. Equity Eigenkapital capital

15.000.000,00 30.000.000,00 15.000

a) subscribed gezeichnetes capital Kapital - -

b) capital Kapitalrücklage reserve

c) revenue Gewinnrücklagen reserve

- -

ca) contingency Sicherheitsrücklage reserve 378.360.818,29 393.764.947,90 362.719 378.361

cb) other anderereserves Rücklagen - -

378.360.818,29 393.764.947,90 362.719 378.361

d) net Bilanzgewinn profit for the year 8.404.129,61 8.527.336,44 8.642 8.404

386.764.947,90 402.292.284,34 371.361 386.765

Total Summe der Passiva 7.922.543.597,73 7.536.485.329,65 7.239.821 7.922.544

1. Contingent Eventualverbindlichkeiten

liabilities

a) from Eventualverbindlichkeiten bills sold

aus

and weitergegebenen cleared abgerechneten Wechseln

b) liabilities Verbindlichkeiten resulting aus from Bürgschaften guarantees

- -

and und performance Gewährleistungsverträgen bonds contracts

c) liabilities Haftung aus arising der Bestellung from furnishing von Sicherheiten collaterals for

169.971.972,80 131.174.654,19 163.537 169.972

liabilities für fremdeother Verbindlichkeiten than those incurred by our customers - -

2. Other Andereobligations Verpflichtungen

a) repurchase Rücknahmeverpflichtungen obligations arising aus unechten from

169.971.972,80 131.174.654,19 163.537 169.972

security Pensionsgeschäften sale agreements - -

b) obligations Platzierungs- arising und Übernahmeverpflichtungen from placements and underwritings - -

c) unqualified Unwiderrufliche loan Kreditzusagen commitments 309.994.932,64 216.219.667,66 366.604 309.995

309.994.932,64 216.219.667,66 366.604 309.995

25 37

25 37


38 26 38

26

Profit Gewinn- and und Loss Verlustrechnung Account for the für Period die Zeit

from vom 1. January Januar1 bis to December 31. Dezember 31, 2009

1.1.-31.12.2008

1.1.-31.12.2009

EUR EUR EUR EUR TEUR

1. Interest Zinserträge income aus from

a) Kredit- lending und and Geldmarktgeschäften money market transactions 291.191.131,22 260.199.275,08 271.223 291.191

b) festverzinslichen fixed-interest bearing Wertpapieren securities undand Schuldbuchforderungen debt register claims 61.024.668,62 50.903.237,86 50.903 54.371

321.223.943,70 342.094.369,08 342.094 325.595

2. Interest Zinsaufwendungen expenses 246.389.900,91 221.257.638,65 223.112 246.390

95.704.468,17 99.966.305,05 102.483 95.704

3. Current Laufendeincome Erträgefrom aus

a) shares Aktien und and anderen other securities nicht festverzinslichen which do not bear Wertpapieren a fixed interest rate 39.182.426,40 28.475.139,29 28.916 39.182

b) Beteiligungen investments 3.179.084,61 3.140.083,76 2.950 3.179

c) Anteilen shares in anassociated verbundenen companies Unternehmen - -

31.615.223,05 42.361.511,01 42.362 31.867

4. Erträge Income aus from Gewinngemeinschaften,

profit pools,

Gewinnabführungs- transfer of profit and oder transfer Teilgewinnabführungsverträgen of a part of the profit contracts - -

5. Income Provisionserträge from commissions 41.729.171,98 41.076.535,64 41.077 42.590

6. Expenses Provisionsaufwendungen for commissions 1.512.316,33 1.433.821,89 1.434 1.515

40.216.855,65 39.642.713,75 39.643 41.074

7. Nettoertrag Net profit of aus financial Finanzgeschäften transactions 3.704.506,13 2.512.847,36 2.513 2.237

8. Sonstige Other operational betriebliche income Erträge 4.595.998,47 4.223.842,39 4.224 5.340

9. Erträge Income aus from der retransfers Auflösungof von special Sonderposten items including mit Rücklageanteil a reserve element 12.928,00 - 13 28

180.098.888,35 184.458.310,68 184.458 183.029

10. General Allgemeine administrative Verwaltungsaufwendungen

expenses

a) Personalaufwand

staff costs

aa) wages Löhne und and Gehälter salaries

ab) social Sozialeinsurance Abgaben und contributions Aufwendungen and für

55.820.157,22 57.413.344,61 52.651 55.820

Altersversorgung expenses for pensions und für and Unterstützung benefits 16.866.140,07 18.149.095,30 18.149 15.312

darunter: thereof: 74.279.484,68 73.969.252,52 73.969 67.962

für for Altersversorgung pensions 6.194.378,04 7.546 5.105

b) andere other administrative Verwaltungsaufwendungen expenses 27.442.651,74 30.924.659,49 30.925 31.092

101.722.136,42 104.893.912,01 104.894 99.054

11. Abschreibungen Depreciations and undvalue Wertberichtigungen adjustments auf

on immaterielle intangible Anlagewerte assets and tangible und Sachanlagen fixed assets 5.841.109,22 5.738.897,56 7.076 5.841

12. Other Sonstige operational betriebliche expenses Aufwendungen

13. Depreciations Abschreibungen and undvalue Wertberichtigungen adjustments auf

2.280.164,68 3.481.259,69 2.587 2.280

on Forderungen accounts receivable und bestimmte and specified Wertpapiere securities sowie and

allocations Zuführungento zuprovisions Rückstellungen for bad imdebts Kreditgeschäft 41.675.220,32 13.407.236,12 22.548 41.675

13. a) Allocation Zuführungen of the zumfund Fonds for für general allgemeine banking Bankrisiken risks 15.000.000,00- 15.000-

14. Income Erträge aus from Zuschreibungen write-ups to claims zu Forderungen and specified und bestimmten securities and Wert-

from papieren retransfers sowie aus of der provisions Auflösungfor von bad Rückstellungen debts im Kreditgeschäft - -

15. Depreciations Abschreibungen and undvalue Wertberichtigungen adjustments on auf capital Beteiligungen, investments,

41.675.220,32 13.407.236,12 22.548 41.675

Anteile shares in anassociated verbundenen companies Unternehmen and securities und wie detailed in

Anlagevermögen the balance sheet behandelte under fixed Wertpapiere assets

16. Erträge Income aus from Zuschreibungen write-ups to capital zu Beteiligungen,

investments,

13.507.242,55 8.088.732,29 8.089-

Anteilen shares in an associated verbundenen companies Unternehmen and securities und wie detailed in

Anlagevermögen the balance sheet behandelten under fixed Wertpapieren assets - 264-

13.507.242,55 8.088.732,29 8.089 264

17. Expenses Aufwendungen arising ausfrom Verlustübernahme the transfer of losses 20.452,00 20

18. Transfer Einstellungen to special in Sonderposten items including mit Rücklageanteil a reserve element - 13-

19. Net Ergebnis earnings der normalen from ordinary Geschäftstätigkeit transactions 21.658.720,16 27.221.664,01 36.994 21.659

20. Extraordinary Außerordentliche income Erträge - -

21. Extraordinary Außerordentliche expenses Aufwendungen - -

22. Extraordinary Außerordentliches net earnings Ergebnis - -

23. Taxes Steuern on vom income Einkommen and profit und vom Ertrag 11.466.857,55 6.027.115,43 21.118 6.027

24. Other Sonstige taxes Steuern, if not soweit detailed nicht under unter item Posten 12 12 ausgewiesen 227.475,12 227.470,02 235 227

11.694.327,57 6.254.590,55 21.352 6.255

25. Profit Jahresüberschuss for the year 15.527.336,44 15.404.129,61 15.404 15.642

26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag Profit/loss brought forward from ausprevious dem Vorjahr year - -

27. Withdrawals Entnahmen aus from Gewinnrücklagen

revenue reserves

15.527.336,44 15.404.129,61 15.404 15.642

a) aus from der contingency Sicherheitsrücklage reserve - -

b) aus from anderen other reserves Rücklagen - -

- -

28. Einstellungen Appropriations into Gewinnrücklagen

revenue reserves

15.527.336,44 15.404.129,61 15.404 15.642

a) in to die contingency Sicherheitsrücklage reserve 7.000.000,00 7.000

b) in to andere other reserves Rücklagen - -

7.000.000,00 7.000

29. Net Bilanzgewinn profit for the year 8.404.129,61 8.527.336,44 8.642 8.404


Geschäftsbericht 2009

für das 153. Geschäftsjahr

der Kreissparkasse Heilbronn

Die Kreissparkasse Heilbronn ist eine gemeinnützige,

mündelsichere und rechtsfähige Anstalt

des öffentlichen Rechts.

Träger sind die Städte und Gemeinden Eppingen,

Gemmingen, Heilbronn, Ittlingen und Kirchardt

sowie der Landkreis Heilbronn.

Die Sparkasse ist Mitglied des Sparkassenverbandes

Baden-Württemberg, Stuttgart und über

diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband

e. V., Berlin, angeschlossen.

Kreissparkasse Heilbronn

Am Wollhaus 14

74072 Heilbronn

Telefon 0800 1620500

Telefax 07131 638-22222

E-mail info@spk-hn.de

www.kreissparkasse-heilbronn.de

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40

s

Kreissparkasse

Heilbronn

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